FEG Magazin Dezember 25 / Januar 26

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«Geschichte und Handwerk öffnen Türen, schaffen Vertrauen und fördern natürliche Gespräche.»

Stefan Rhyner, FEG Bubikon

«Gott brachte mir so viel Freude. Ich kann es noch gar nicht richtig in Worte fassen.»

Teilnehmerin FEG Jugend Camp

Impressum

Gratis-Zeitschrift der Freien Evangelischen Gemeinden in der Schweiz

feg.ch 12/25-01/26 | 120. Jahrgang erscheint 10-mal jährlich (Doppelnummern 07/08 und 12/01)

HERAUSGEBER

Freie Evangelische Gemeinden in der Schweiz Witzbergstrasse 7, 8330 Pfäffikon ZH 043 288 62 20 sekretariat@feg.ch | www.feg.ch

REDAKTION

Harry Pepelnar & Deborah Vassen, Kommunikation FEG Schweiz redaktion@feg.ch

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FEG Kommunikation

LEKTORAT

Hansueli Kägi, Ferdi Ammann

Inhalt

FEG Schweiz

BILDNACHWEIS

Symbolbilder: envato, unsplash, istock Coverbild: FEG Bubikon

DRUCK

gndruck Bachenbülach

REDAKTIONSSCHLUSS FÜR TEXTE UND INSERATE: Für fegmagazin 02/2026: 08. Dezember 25 Für fegmagazin 03/2026: 08. Januar 26 redaktion@feg.ch | inserate@feg.ch

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Vision EU

Was uns bewegt | FEG Schweiz

Liebesbeweis in der Altstadt | St. Gallen

Reden wir zuviel von der Liebe Gottes? | FEG Schweiz

Jesus Generation | FEG Jugend

Simple Worship | FEG Lobpreis

Das Wunder Gottes – die Gemeinde | FEG Ennenda

Luther und die Buchdruckkunst | Innovation

Händchenhalten erwünscht | Kinderheimat Tabor

Vision CH

Das Training für Gemeindegründer | M4 Ready

Ein doppelter Abschied | Leitung Vision Schweiz

Unbezahlbar – von Gott beschenkt | Leitung VE Er ist hartnäckig drangeblieben! | Österreich Wir kämpfen nicht gegen Fleisch ... | Spanien

Was sucht ihr? | Italien

Vision global

Deine Gegenwart ist meine Waffe | SAM global

Usem Läbe ...

Heini Kuhn | FEG persönlich

Wettbewerb

Wendepunkte des Lebens

Termine | FEG Schweiz

Wenn ich nur dich habe | Reinhard Dannecker

Was uns bewegt ...

«Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!» Philipper 4,4

Lukas Hauser Pastor FEG Goldach lukas.hauser@ feg-goldach.ch

Freust du dich? So vieles im Leben nimmt mir die Freude. Ich staune über das, was Paulus sagt. Er sitzt im Gefängnis und wartet auf sein Urteil. Und doch schreibt er an die Philipper: Freut euch allezeit! Kann man sich immer freuen? Ich kann es nicht. Ich kenne Momente der Niederlage, Momente der Ohnmacht und der Trauer, der Hoffnungslosigkeit. Aber gerade in diesen Momenten ruft mir Paulus zu: Freue dich!

Mich begeistert, wie Paulus den Philippern und damit auch mir in Erinnerung ruft, dass Jesus für mich alle Voraussetzungen geschaffen hat, damit ich mich freuen kann. Darum holt er im nächsten Vers zum ultimativen Versprechen aus: «Sorge dich um nichts!» Paulus, bist du verrückt? Wie kannst du nur sowas behaupten?

Er behauptet es nicht, er weiss es. Er hat es selbst erlebt. Sein Leben bezeugt es! Selbst im Gefängnis, selbst im Sterben: Jesus ist mein Gewinn! (Phil 1,21).

Johann Franck hat diese Zuversicht in dem bekannten Lied «Jesus meine Freude» vertont. Das ist mir oft zum Trost geworden. Es ermutigt mich in den dunkelsten Stunden, mich zu erinnern: JA – Jesus ist meine Freude. Darum darf ich mich freuen – immer. Und ich will lernen - immer mehr, wie es in der letzten Strophe heisst: «Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, muss auch ihr Betrüben lauter Sonne sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu meine Freude.»

Was die Leitung FEG Schweiz bewegt

Die Leitung FEG Schweiz (LFS) hat am 23. Oktober erstmals André Felker zur ordentlichen Sitzung herzlich willkommen geheissen. André wird seit dem 15. Oktober von Silas Rupp in seine neue Aufgabe als Geschäftsstellenleiter eingearbeitet und übernimmt ab dem 1. Januar 2026 die Verantwortung, zu der auch die Protokollführung der LFS-Sitzungen gehört.

Zu Beginn der Sitzung arbeitete das LFS-Team anhand des Buches «Gemeinde mit Mission» an der Frage: Was können wir als FEG Schweiz dazu beitragen, dass die DNA des Evangeliums alle Menschen und Bereiche in den FEGs durchdringt und prägt?

Daneben beschäftigte sich die Leitung mit der Detailplanung der Delegiertenkonferenz am 22. November 2025 und der Nachfolgefrage für das LFS-Mandat Mission, sowie für die Leitung der Vision Schweiz. Zur Zukunft der Vision Schweiz ist an der Delegiertenkonferenz ein interaktives Forum eingeplant. Die LFS hofft auf die Beteiligung vieler Gemeindeleitungsmitglieder.

Christian Zwicky berichtete mit Freude über die Teambildung im Bereich Next Generation. Besonders hervorgehoben wurde der Wert und Einfluss der verschiedenen Lagerangebote, wie SoLa Pradella, Unti-Lager und CAMP2025. In diese Angebote fliesst enorm viel ehrenamtliches Engagement von Mitarbeitenden lokaler Gemeinden und viel Segen ins Leben der Teilnehmenden.

Aufgrund der teils deutlich reduzierten Budgets der Missionswerke entsprechen die Einnahmen derzeit weitgehend den Budgetvorgaben, was sehr dankbar stimmt. Gleichzeitig wünschen sich die Missionsleitungen, wieder mutiger in Gemeindegründung investieren können, was eine Verbreitung der Spenderbasis bedingt.

Daniel Rath Vorsitzender FEG Schweiz daniel.rath@feg.ch

Weihnachtenreise St. Gallen

Liebesbeweis in der St. Galler Altstadt

Ein Interview mit Ernst Knupp, Mitglied im OK und Aktuar des Vereins Weihnachtsreise St. Gallen. Er ist Mitglied in der Stami St. Gallen.

Ernst Knupp OK Mitglied Verein Weihnachtsreise ernst.knupp@ weihnachtsreisesg.ch

Was ist die Weihnachtsreise in St. Gallen, die bereits zum achten Mal stattfindet?

Die Weihnachtsreise ist eine Freilichtaufführung der Weihnachtsgeschichte nach Lukas 2. Die Handlung findet in der Altstadt an drei verschiedenen Schauplätzen statt: am Hof des Herodes, auf dem Hirtenfeld und im Stall bei der Heiligen Familie. Organisiert wird die Aufführung von einem Trägerverein, der sich aus den lokalen Kirchen (Katholiken, Reformierte, Christkatholiken und Evangelische Allianz SG) zusammensetzt.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Die Idee zur St. Galler «Weihnachtsreise» ist von der Solothurner «Wienachtsreis» inspiriert, die in der Schweiz bereits etabliert war. Im Jahr 2016 besuchten der Initiant Markus D’Alessandro (Leiter der Heilsarmee St. Gallen) und zwei weitere Personen die dortige Aufführung. Daraufhin nahmen sie im Januar 2017 die Aufbauarbeit in Angriff. Die Herzenshaltung der Initianten wird besonders durch den Protokolleintrag der ersten Sitzung deutlich: «Wenn wir für die Rekrutierung niemanden finden, teilen wir es uns auf.» Der entscheidende Impuls für die Umsetzung kam demnach von Markus D’Alessandro.

Was begeistert dich da mitzuarbeiten?

Wir wollen mit den uns geschenkten Talenten am Bau von Gottes Reich mitwirken. Ich bin tief beeindruckt von der Kooperation der vereinigten Christen, die hier ein gemeinsames Ziel verfolgen. Diese Zusammenarbeit gilt weithin als Vorzeigeprojekt.

Was hat Gott durch dieses Projekt schon bewirkt?

Die Weihnachtsreise verfolgt das Ziel, an die Geburt Jesu zu erinnern und die Weihnachtsgeschichte einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Dieses Anliegen eint die Vereinsmitglieder. Auf der persönlichen Ebene berührt die Aufführung immer wieder einzelne Menschen: So erlebte ich beispielhaft die verzückte Aussage eines Flüchtlings aus dem Irak,

der beim Hirtenplatz unaufhörlich das Wort «Peace» (Frieden) wiederholte. Darin wird die Liebe Gottes real erfahrbar.

Wo liegen die Herausforderungen?

Die ursprünglich auf 30 bis 50 geschätzte Zahl der Darsteller ist inzwischen auf deutlich über hundert Mitwirkende angestiegen, die gefunden, informiert und koordiniert werden müssen.

Was sollte man beachten, wenn man in der eigenen Stadt so ein Projekt starten will?

Wir konnten bereits unsere Erfahrungen und Unterstützung bei der Etablierung der Weihnachtsreise in Wil (SG) und in Hille (DE) einbringen. Wir hoffen, dass dieser Aufbau im nächsten Jahr auch in Basel gelingen wird. Wir haben positive Erfahrungen damit gemacht, wenn die Trägerschaft ideell und finanziell durch einen Verein organisiert und zusätzlich im Gebet begleitet wird.

Weitere Informationen zur «Weihnachtsreise» St. Gallen finden Sie unter: www.weihnachtsreise-sg.ch

Leitung FEG Schweiz

Reden wir zu viel von der Liebe Gottes?

«Liebe Mutti, ich wünsche mir und bete dafür, dass du eines Tages genauso von der Liebe Gottes erfasst wirst, wie ich es erlebt habe.» So beginnt die Widmung in einer abgenutzten Bibel, die mir eine 91-jährige Frau freudestrahlend entgegenhält. Der Wunsch und die Gebete ihres Sohnes wurden erfüllt.

Motiviert von der Liebe Gottes

Ihr Sohn war einst ein Problemkind und schwer drogenabhängig. Durch das Evangelium und die persönliche Erfahrung der Liebe Gottes wurde sein Leben grundlegend verändert. Diese konkrete Erfahrung der Liebe Gottes motivierte ihn zum Zeugnis und zum Gebet für seine eigene Familie und darüber hinaus.

Das aktuelle FEG-Motto «Kirche für Andere – geliebt, gehen, lieben» beginnt bewusst mit dem Aspekt des Geliebtseins. Wir träumen von einer Missionsbewegung, die von der persönlichen Erfahrung der Liebe Gottes angetrieben ist (2 Kor 5,14) und nicht von Angst, Druck oder Erfolgsstreben.

Nicht zu viel, eher zu oberflächlich

Der schwedische evangelische Theologe Anders Nygren hat den Versuch unternommen, den Kontrast der Agape-Liebe Gottes zur philosophisch-religiösen Liebeskonzeption der Antike aufzuzeigen (Nygren, Anders: Eros und Agape. Gestaltwandlungen der christlichen Liebe, Gütersloh 1930/1937). Er beschreibt die in Jesus Christus offenbarte Liebe als Kern des christlichen Glaubens und im Verhältnis zur geistesgeschichtlichen Umwelt als völlig neuartige Grundkonzeption. Dabei tritt die Einzigartigkeit dieser Liebe darin zutage, dass sie sich in völlig unverdienter Weise dem Sünder, den Nichtwürdigen, zuwendet. Das musste fast zwingend den Widerspruch sowohl des gesetzlichen Judentums als auch der Selbsterlösungs-Philosophie der Antike hervorrufen. Denn im Gegensatz zum egozentrischen Grundmotiv religiöser Suche, das darauf ausgerichtet ist, durch eigenes Tun bzw. Lieben etwas für sich zu gewinnen, setzt das Evangelium Gott als den «Zuerst-Liebenden» sowohl ins Zentrum als auch zum Ziel des Glaubens. Die Agape ist durch und durch theozentrisch.

daniel.rath@feg.ch

Liebe ist…

Die Botschaft lautet: Gott liebt uns, weil er Liebe ist und Gemeinschaft mit uns sucht und dem kann unsererseits nichts heilswirkendes hinzugefügt werden. Das bedeutet erstens, diese Liebe ist spontan und unmotiviert, sie braucht keinen Anlass der Motivation ausserhalb ihrer selbst. Jeder der das heilige Erschrecken über seine Errettung, dieses «Jesus, warum gerade ich?», erfahren hat, weiss, wovon hier die Rede ist. Wer dagegen die Gründe für die Liebe Gottes bei sich selbst findet, der hat die Agape noch nicht einmal im Ansatz verstanden. Denn Agape ist zweitens wertindifferent. Das bedeutet laut Nygren, «erst wenn jeder Gedanke an den Wert des Gegenstandes ausgemerzt wird, weiss man, was Agape ist.» Das führt direkt zur dritten Eigenschaft der Liebe Gottes: sie ist schöpferisch. «Was an sich keinen Wert hat, erhält Wert gerade dadurch das es Gegenstand der göttlichen Liebe wird (…). Die Sündenvergebung ist eine schöpferische göttliche Machttat.» Es war die persönliche Erfahrung genau dieser radikalen Liebe, die das Leben des oben erwähnten jungen Mannes veränderte und ihn motivierte diese Liebe mit anderen zu teilen.

Alles Liebe? – wo bleibt das Gericht?

Der Schlüssel zu dieser Veränderung liegt in der Antwort auf die Liebe Gottes. Agape ist viertens beziehungsstiftend und zielt auf die Gemeinschaft mit Gott. Ihre volle Wirkung entfaltet sie erst dann, wenn wir uns auf sie einlassen. Die einzig angemessene Antwort auf die Agape ist unsere vertrauensvolle Hingabe an Gott – nicht als Leistung, sondern als Umarmung dessen, was Gott uns in Christus schenkt, nämlich sich selbst.

Nygren hält fest: «Gerade weil Agape ein völlig rücksichtsloses Geben ist, fordert sie auch uneingeschränkte Hingabe» und wird «zugleich ein vernichtendes Gericht des selbstischen Lebens (…). Vor der göttlichen Agape entscheidet sich letzten Endes das Schicksal des Menschen. Es fragt sich, ob er sich gewinnen und umschaffen lässt oder ob er sich dagegenstemmt und ihr nur als Gericht über sein Leben begegnet.» Oder wie Jesus es formulierte: «Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt,

der ist schon gerichtet, denn er hat nicht geglaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.» (Joh 3,18). Es gibt keine bessere Botschaft für Sünder und zugleich keine grössere Herausforderung zur Entscheidung für oder gegen Gott als die Liebe Gottes, die uns in Jesus Christus begegnet.

Fazit

Wir können nie genug über die Liebe Gottes reden –sofern wir ihre Radikalität und Tiefe nicht verkennen oder verwässern.

«Die einzig angemessene Antwort auf die Agape ist unsere vertrauensvolle Hingabe an Gott – nicht als Leistung, sondern als Umarmung dessen, was Gott uns in Christus schenkt, nämlich sich selbst.»

Bilder: Fun –Etwas Spass muss auch in den Plenaren (gross); Abschlussplenar am Strand sein (klein).

FEG Jugend – Camp25

Jesus Generation

Wir sind Könige und Priester. Wir sind «Jesus Generation». Unter diesem Motto verbrachten rund 170 junge Erwachsene vom 4.–10. Oktober das FEG Jugend Camp25 in der Toskana. Neben viel Sonne, Spass, Sport und Action erlebten wir, was es heisst, Jesus Generation zu sein, und tauchten ein in die Stiftshütte des Alten Testaments.

Carmen Buchegger im Kernteam des Camp25 für die Administration zuständig und absolut dankbar für das Privileg, dieses Camp miterlebt zu haben.

carmen.buchegger @fegbuchs.ch

Am Samstag, 4. Oktober, war es endlich soweit: Das Camp25 startete! Ich war ziemlich nervös. Würde alles klappen? Würde das Wetter halten? Alle Teilnehmer kommen können? Wieder einmal mehr zeigte sich für mich, dass Gott da ist und alles in seiner Hand hält: Keine grösseren Zwischenfälle, top Wetter, keine kurzfristigen Abmeldungen, keine Unfälle. Danke Jesus!

Von der «Mose Generation» lernen...

Um Gottes Präsenz ging es auch inhaltlich in dieser Woche. Unser Plenarraum war ein Zelt, das im Stil der Stiftshütte aufgebaut wurde. Wir lernten direkt von der «Mose Generation» und schnell wurde uns klar: Wir sind nicht besser als das Volk Israel damals, auch wenn wir beim Bibellesen oft denken, dass wir doch so anders gehandelt hätten.

... «Jesus Generation» zu sein

Wir sind die «Jesus Generation» und deshalb sahen wir uns in dieser Woche anhand der Gegenstände der Stiftshütte die Grundlagen der Nachfolge an:

• An der Bundeslade hörten wir durch Lesungen immer wieder Gottes Wort.

• Der Leuchter signalisierte, dass Gott immer da ist.

• Am Reinigungsbecken durften wir täglich unsere Tauferinnerung abholen.

• Am Brandopferaltar gaben wir unsere Sünden ab.

• Am Schaubrottisch feierten wir Abendmahl.

• Am Räucheraltar versinnbildlichten wir uns durch Weihrauch, dass unser Gebet zu Gott aufsteigt.

Dabei wurde es auch ganz praktisch mit Gebet für verfolgte Christen, einem Vergebungsweg, Worship oder den ermutigenden Inputs von Sacha Ernst.

Spass, Strand und Spikeball

Und auch neben den Plenaren gab es allerhand zu erleben. Fahrradtour, baden in einer Therme oder River

Canyoning waren absolute Highlights. Und auch der Sport kam nicht zu kurz. Neben einem Campturnier am Samstag fand auch ein Spikeball- und ein Volleyballturnier statt. Und auch dazwischen traf man sich für sportliche Betätigungen zum Morgensport oder tagsüber am Strand.

Dazu gab es auch Workshops zu allen möglichen Themen. Menschenhandel, 3. Mose, Realtalk zweier Singles über ihr Liebesleben, Symbolik und Taufe sind nur einige der Themen, die vertieft wurden. Ausserdem gab es kreative Workshops mit Tanz, Siebdruck oder Lederarmband basteln. Es war unglaublich schön zu sehen, wie die Workshops genutzt wurden und daraus auch wieder neue Begegnungen und Gespräche entstanden.

Dazwischen genossen wir das Wetter am Strand, vertieften das Gehörte in Kleingruppen, kochten gemeinsam, spielten Spiele, lachten viel...

(M)ein persönliches Highlight

Wenn ich ehrlich bin, gibt es so einige persönliche Highlights, die ich hier auflisten könnte. Die Gemeinschaft, die Workshops, die Kleingruppenzeiten, die Mitarbeiter, das Spikeballturnier...

Ein ganz spezielles Highlight ist und bleibt für mich aber einfach meine Kollegin und meine Kollegen aus dem Kernteam, Andrea Fuhrmann, Jonas Eggenberger und Samuel Siegenthaler: Es war ein absolutes Privileg, mit euch diese Woche vorzubereiten, durchzuführen und eine so tolle Zusammenarbeit mit euch zu erleben. Deshalb ganz persönlich an dieser Stelle: Danke!

Wenn ich an das Camp25 denke, verspüre ich einfach eine riesengrosse Dankbarkeit. Dankbarkeit für all die jungen Erwachsenen, Mitarbeiter, Gott, Gemeinschaft. Ja, es gäbe noch so viel zu erzählen, aber ich schliesse lieber mit einem kleinen Erlebnis, das ein Teilnehmer mit uns geteilt hat und das Camp für mich treffend zusammenfasst: «Gott brachte mir so viel Freude. Ich kann es noch gar nicht richtig in Worte fassen.»

www.feg-camp.ch

FEG Lobpreis

Nicht einfach, aber simpel

Ein Dutzend Stimmen, fünf Lieder, ein Beamer, kein Instrument. Mein letzter Besuch in einer kleinen Gemeinde hat mich wieder daran erinnert: Es braucht sehr wenig, um Gott mit Musik gemeinsam anzubeten. Die Zutaten für eine vollwertige Lobpreis-Zeit sind simpel, doch sie wollen gut ausgewählt sein. Schluss mit der Lobpreis-Lüge, dass Qualität nur mit steigender Komplexität erreicht werden kann. Auch wenn es da den einen oder anderen Trick gibt, damit simpel auch gut klingt.

Mike Scheuzger Leiter

FEG Lobpreis

mike.scheuzger@ feg.ch

Wenn es still wird

Der letzte Refrain verklingt. Hinter mir singt eine ältere Dame die letzte Zeile mit zittriger Stimme – und ich spüre: Das war nicht Routine, sondern echter, roher Glaube. Für einen Moment ist es still. Keine Synthesizer-Fläche, kein Instrumentalteil als Übergang. Nur der Nachhall unserer Stimmen in der kleinen Kapelle. Und ich frage mich: Wie viele Gemeinden hätten sich getraut, solch eine rustikale A-cappella-Lobpreiszeit zu halten?

Die Lobpreis-Lüge

Meine Feeds sind voll von perfekt produzierten Worship-Clips: 4K-Bilder, grosse Konferenzen, eindrückliche Lichter. Selbst die einfachsten Online-Aufnahmen wirken professionell – sonst klickt sie ja niemand an. In diesem Business zählt Qualität. Doch in der Gemeinde kann der Eindruck entstehen: Ohne Bühne, ohne Technik ist unser Lobpreis weniger wert. Bullshit. Hiermit erkläre ich der Lobpreis-Lüge offiziell den Krieg.

Lobpreis ohne Instrument

So simpel das Setting auch ist – ein paar Dinge braucht es. Jede Gruppe braucht Leitung. Schon mal «Happy Birthday» angestimmt? So einfach kann auch Lobpreis starten. Wenn die Gemeinde das Lied kennt, genügt ein kurzer Einsatz. Ausgedruckte Texte sind eine einfache Alternative zu Beamer und PowerPoint. Reduziere dein Liedgut auf 20 Songs – so können auch ungeübte Sänger bald mitsingen. Leite die Gemeinde an, zwischen den Liedern zu beten, Psalmen zu sprechen, still zu werden. Partizipation ist das Schlüsselwort.

Simple Worship

80% der gängigsten Lobpreislieder können mit drei Fingern auf dem Klavier zur vollsten Zufriedenheit der Gemeinde begleitet werden. Eine «simplistische» Spielweise ist zwingend, damit ich mit voller Aufmerksamkeit bei Gott und bei den Menschen sein kann und nebenbei noch mein Instrument bediene (und nicht umgekehrt!). Wenn du noch mehr Inspiration brauchst, wie man mit absolut reduzierten Mitteln eine ansprechende Lobpreiszeit gestalten kann, melde dich bei mir.

«Leite die Gemeinde an, zwischen den Liedern zu beten, Psalmen zu sprechen, still zu werden. Partizipation ist das Schlüsselwort.»

Mike Scheuzger arbeitet als WorshipPastor in der Prisma Kirche, leitet den Bereich «FEG Lobpreis» und ist als Coach der OneHeart Worship Academy in den unterschiedlichsten Gemeinden unterwegs.

www.feg.ch/lobpreis

Gemeindeporträt FEG Ennenda

Das Wunder Gottes – die Gemeinde

Die Wurzeln der Gemeinde reichen bis ins Jahr 1850. Damals suchten Reiseprediger das Glarnerland auf und bewirkten, dass der Lehrer Gabriel Beglinger aus Mollis zum persönlichen Glauben an Jesus fand. Als Beglinger einige Jahre später begann, eigene christliche Treffen abzuhalten, eskalierte die Situation in der politischen Gemeinde Mollis zu tumultartigen Versammlungen. Als Folge seiner religiösen Betätigung verlor Beglinger sein Amt als Lehrer und verliess mit seiner grossen Familie das Glarnerland.

Andreas Maag Pastor FEG Ennenda info@ feg-ennenda.ch

Erst fünf Jahre später kehrte Beglinger in die Region zurück; daraus gingen verschiedene Versammlungen erweckter Christen hervor. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde er sogar als Lehrer in Mollis rehabilitiert. Zwei Jahrzehnte später übernahm Prediger Wilhelm Meili den Dienst in dieser jungen Gemeinschaft. Er leistete dort während dreissig Jahren wichtige und prägende Aufbauarbeit.

Am 1. November 1885 kommt es zur Gründung der Freien evangelischen Gemeinde im Kanton Glarus. Die Aussengemeinden in Rapperswil SG (ab 1883) und Azmoos (ab 1889) werden von W. Meili regelmässig betreut. Am 26. Dezember 1894 wird die neue Kapelle in Ennenda mit Baukosten von 30'000 CHF eingeweiht. An dieser Stelle könnte man noch lange weiterschreiben. Von der Gründung eines Krankenheims, eines Altersheims, aber auch von vielen Aufs und Abs. Doch eines würden bestimmt alle diese Glaubenshelden einstimmig sagen:

«Es war Gottes Gnade, die das ermöglicht hat!»

Und wie ist es heute – so viele Jahrzehnte später? Immer noch wirkt Gottes Gnade auf vielfältige Weise am einzelnen Menschen. Dabei lautet unsere Vision: «Nah bei Gott und nah bei den Menschen». Hier einige Eindrücke von Menschen aus der Gemeinde.

Isaías Gómez Martin

Vor etwas mehr als einem Jahr ist Isaías Gómez Martin von Mexiko mit seiner Familie in die Schweiz gekommen. Vor kurzer Zeit haben er und seine Frau ihr Leben Jesus übergeben und wollen ihm folgen. Dabei ist der Wunsch nach einer guten theologischen Ausbil-

dung aufgekommen. Was für eine Ausbildung könnte diesem Kriterium entsprechen? Welche ist gleichzeitig auch nicht so teuer und kann ganz einfach online absolviert werden? – Agando.org war die Lösung. Eine einjährige Ausbildung, die nicht von der Tageszeit abhängig ist und an der auch Armin Mauerhofer unterrichtet.

Cyrill Böniger

Wer erreicht die Jugend am besten? Die Antwort ist ganz einfach: die Jugend. Ein junger Mann namens Cyrill Böniger, der ebenfalls den Kurs bei Agando absolviert hat, übernahm vor kurzem die Hauptleitung. Viele Junge aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten, Gläubige und Ungläubige geniessen die Gemeinschaft und Gottes Wort. Dabei essen sie jeden Samstag gemeinsam um 18 Uhr. Der Jugendtreff endet meist um 23 Uhr. Erfreulich ist, dass die meisten trotzdem am nächsten Tag im Gottesdienst sind.

Wilhelm Meili wirkte 30 Jahre prägende Aufbauarbeit

Prediger

Ruedi und Erika Uhlmann

Wie wertvoll ist es, solche Vorbilder in der Gemeinde zu haben! Davon gibt es glücklicherweise viele. Auch die ältere Generation engagiert sich von Herzen für das Reich Gottes. Besonders hervorzuheben sind dabei jene Aufgaben, die oft weniger Beachtung finden, aber letztlich den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Ein Beispiel dafür: Seit einiger Zeit laden Ruedi und Erika Uhlmann jeden Montagmorgen zu einer gemeinsamen Gebetszeit in ihr Wohnzimmer ein. Dabei stehen die Anliegen der Gemeinde im Zentrum. In solchen Momenten wird wahre Gemeinschaft gebaut.

Monika Maggio

Es gibt immer wieder Momente, in denen in der Gemeinde etwas «stirbt». In unserem Fall war dies der Mami-Treff. Zugleich wird aber auch etwas Neues «geboren»: das Frauenfrühstück. Bei diesem Format werden nicht primär externe Referentinnen eingeladen, sondern Frauen aus der Gemeinde übernehmen diese Rolle selbst. Gerade hier eröffnet sich die Chance, verschiedene Gaben auszuprobieren – wobei Perfektion zweitrangig ist. Die Hauptverantwortung für dieses Projekt trägt Monika Maggio.

Julia Maag

Ein Bereich in der Gemeinde läuft stets Gefahr, zu wenig Beachtung zu finden: die Kinderarbeit.

Das Zitat des Dichters William Ross Wallace verdeutlicht jedoch deren zentrale Bedeutung: «Die Hand an der Wiege ist die Hand, die die Welt regiert.»

Julia Maag leitet diesen wichtigen Bereich. Ihr besonderes Anliegen ist es, dass die Kinder das Alte wie auch das Neue Testament auf kreative Weise kennenlernen und liebgewinnen. Ergänzend dazu gibt es hin und wieder eine spannende Missionsgeschichte, wie beispielsweise die von Hudson Taylor.

Was verbindet all die wunderbaren Glaubensgeschwister? Sie üben Treue im Kleinen – und somit wird Gemeinde gelebt. Jeden Tag einen Schritt mit dem Herrn Jesus Christus vorwärts, bis das Ziel erreicht ist: die Ewigkeit!

Dabei darf jeder Gläubige sich immer wieder seiner wunderbaren Berufung bewusst werden:

Ihr jedoch seid das von Gott erwählte Volk; ihr seid eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk, das ihm allein gehört und den Auftrag hat, seine grossen Taten zu verkünden – die Taten dessen, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. Früher wart ihr nicht Gottes Volk – jetzt seid ihr Gottes Volk. Früher wusstet ihr nichts von seinem Erbarmen – jetzt hat er euch sein Erbarmen erwiesen. 1. Petrus 2, 9¬10

www.feg-ennenda.ch

Isaías Gómez Martin
Cyrill Böniger
Ruedi und Erika Uhlmann
Monika Maggio
Julia Maag

Luther und die Buchdruckkunst

Wir möchten in dieser neuen Rubrik sichtbar machen, wie Innovation in den Freien Evangelischen Gemeinden gelebt wird. Von kreativen Projekten bis zu wegweisenden Angeboten – wir machen innovative Ideen sichtbar und zugänglich. Lass dich inspirieren und entdecke, was andere Gemeinden bewegen.

Stefan Rhyner

Unsere selbstgebaute Druckerpresse kann ausgeliehen werden. Meldet euch bei uns für weitere Details.

Kontakt

Sandro Filippi 055 243 29 28 info@ feg-bubikon.ch

Was hat es mit der Buchdruckkunst auf sich?

Im September 2025 präsentierten wir im Rittersaal Bubikon am Mittelaltermarkt die Buchdruckkunst mit selbstgebauter Gutenberg-Presse. Besucher konnten Bibelverse (Joh 3,13–17) drucken, ein Theaterstück erleben, eine historische Bibel bestaunen und über Reformation und Glauben ins Gespräch kommen.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Die Idee wurde ein Jahr zuvor geboren: Einige aus unserem Team besuchten den Mittelaltermarkt 2024 und stellten fest, dass dieser Anlass nicht nur historisch, sondern auch geistlich geprägt ist.

Daraus wuchs der Wunsch, die Wiederentdeckung des Evangeliums durch Martin Luther mit der bahnbrechenden Erfindung der Druckpresse zu verbinden..

Was hat Gott durch euch am Mittelaltermarkt getan?

Wir erlebten, wie Gott Türen öffnete, die unmöglich schienen. Helfer meldeten sich, Material kam rechtzeitig zusammen und Gebet trug das Projekt. Besonders bewegend waren die Begegnungen: offen, ehrlich, tief. Viele zeigten Interesse an Reformation und Glauben,

liessen für sich beten oder nahmen dankbar ein Neues Testament mit.

Was ist ein Highlight?

Ein Höhepunkt war der Besuch der Organisatoren des Mittelaltermarkts bei einer unserer Vorführungen. Sie waren begeistert von der Idee und signalisierten offen ihr Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit – ein schönes Zeichen der Wertschätzung und Ermutigung.

Wo liegen eure Herausforderungen?

Die Beschaffung einer Druckerpresse war schwierig – nach mehreren Anfragen baute einer von uns erfolgreich selbst eine. Auch in der Gemeinde brauchte es Zeit, Vertrauen und Begeisterung. Glaube wurde mitten unter Marktständen, Schwertkämpfen und Gauklern greifbar. Viel Flexibilität war notwendig.

Was sollte man beachten, wenn man mit einem HiLaähnlichen Projekt starten möchte?

• Ohne Gebet geht nichts: Geistliche Rückendeckung machte den Unterschied.

• Gemeinschaft trägt: Viele helfende Hände sind nötig für Aufbau, Betreuung, Gespräch und Gebet.

• Bereitet euch gut vor: Wissen über Geschichte und Handwerk öffnet Türen, schafft Vertrauen und fördert natürliche Gespräche.

www.feg-bubikon.ch

FEG Bubikon

Kinderheimat Tabor

Händchen halten erwünscht

Früher auf dem Pausenplatz so in der 5. Klasse, war «Päärlifangis« hoch im Kurs. Jeweils ein Junge musste/durfte sich ein Mädchen fangen und mit ihr dann weitere Päärchen zusammenstellen, resp. fangen. Dabei musste man sich ständig die Hände halten. Je nach der Paarung konnte das schon knistern bei der Berührung. Positive Nähe und Berührungen schaffen Verbindung. Ein anderes Beispiel aus dem Tabor macht das deutlich.

Urs Klingelhöfer Bald 30 Jahre Leiter der Kinderheimat Tabor

heimleitung@ kinderheimat-tabor. ch.

Traditionell führen wir einmal jährlich die «Huber-SpitzTrophy« durch. Eine auf Schnelligkeit ausgelegte Kurzwanderung auf den nahgelegenen und vom Tabor gut sichtbaren Hügel auf ca. 1400 m.ü.M.. Viele Schüler sind jeweils freudig angespannt auf den Event, da es immer einen Pokal oder wenigsten eine Medaille zu gewinnen gibt. Alle die ankommen sind Sieger.

Als Heimleiter nehme ich regelmässig auch daran Teil und hoffe, damit auch noch etwas Extramotivation mitgeben zu können, ohne jedoch damit ein ehrgeiziges sportliches Ziel mehr verfolgen zu wollen. So entschied ich mich mit der langsameren und früher starteten Gruppe zu laufen. Schon bald gesellte sich eine der quierligsten und jüngsten Schülerinnen zu mir und fragte ganz spontan und erwartungsvoll, «Herr Klingelhöfer, darf ich Ihre Hand halten?« * - Nach kurzer Überlegungszeit, ob diese Nähe angemessen, von der Rolle ausgehend und im Rahmen des Anlasses stimmig ist, willigte ich dann freudig ein. – Zusammen, Hand in Hand, nahmen wir die Herausforderung an, hatten dabei gute Gespräche und genossen die enge

gemeinschaftliche Verbindung auf der kurzen aber doch auch anspruchsvollen Wegstrecke. Kurz vor dem Ziel legte das Mädchen dann sogar noch einen Spurt ein und kam glücklich am Zielpunkt an, wo bereits andere sie freudig begrüssten und beglückwünschten. Für mich wurde das zu einem wunderbaren Bild für die Gemeinschaft mit unserem himmlischen Vater auf unserer irdischen Wanderung. Gott ist immer mit dabei und er bietet sich an, dass wir Hand in Hand mit ihm unterwegs sein können, bis wir das Ziel erreicht haben. Diese enge Verbindung ist freiwillig, schafft Nähe, will uns Führen und und bei ihm Verankern. Gott drängt sich nicht auf und will schon gar nicht durch Zwang deine Hand halten. Erlebe was David in Psalm 63,7 beschreibt : «Von ganzem Herzen hänge ich an dir, und deine Hand hält mich fest.« Probier es aus!

* PS: Oder wollte das Mädchen vielleicht wohl eher einen älteren Herrn auf den Berg führen? :-)

Das Training für Gemeindegründer

Da sich die gesellschaftlichen und kulturellen Herausforderungen in der Schweiz verändern, gibt es M4 Ready. Das ist ein neunmonatiges Intensivprogramm für (junge) Leiterinnen und Leiter, die sich in der Gemeinde investieren, Neues ausprobieren, in ihrer Leiterschaft wachsen möchten und das Ziel verfolgen, durch neue Ansätze und Gefässe alle Regionen und Schichten mit dem Evangelium zu erreichen.

M4 Ready hilft dabei, die persönliche Berufung zu entdecken und zu schärfen: Sollen sie eine neue Gemeinde gründen, Teil eines Gründungsteams werden oder als Leiter in bestehenden Gemeinden mit klarem Fokus auf das Erreichen der verlorenen Welt dienen? Das Programm wird von Kirchengründung Schweiz in Partnerschaft mit dem europäischen Netzwerk M4 Europe und in Zusammenarbeit mit der FEG Schweiz durchgeführt. In sechs Modulen werden die Kernkompetenzen für eine gesunde, multiplizierende Gemeinde vermittelt. Die Schwerpunkte umfassen:

• Gemeindegründung

• Persönliche Entwicklung (Leitung und Widerstandsfähigkeit)

• Evangelisation

• Kommunikation (Predigen und Lehren)

• Teamentwicklung

• Jüngerschaft

Die Lernform kombiniert Online-Learning mit persönlicher Begleitung. Dazu gehört unter anderem ein Mentoring durch erfahrene Leiter aus unserem Verband (mindestens ein Treffen pro Modul), vier nationale Treffen mit anderen Teilnehmenden aus verschiedenen Kirchen und ein M4 Ready Europe Study Trip zum Austausch mit europäischen Pionieren.

M4 Ready ist also mehr als nur ein theoretischer Kurs. Es ist ein praktisches Training, das junge Führungskräfte ganzheitlich ausrüstet, um den Missionsauftrag nach Matthäus 28 zu leben. Das kann als Leiter oder Teil einer Gemeindegründung sein oder als Leiter in einer bestehenden Gemeinde. Zudem wird man in ein wertvolles nationales und europäisches Netzwerk integriert.

Bist du interessiert? M4 Ready zielt darauf ab, junge Leiterinnen und Leiter auszubilden, damit gesunde Gemeinden entstehen, die sich multiplizieren können –eine essenzielle Fähigkeit, um die gesamte Schweiz zu erreichen. Es ist das ideale Werkzeug, um potenzielle Gründerpersönlichkeiten zu identifizieren und gezielt für die Pionierarbeit vorzubereiten.

Hier geht's zu M4 ready:

Du bist unsicher, ob das was für dich ist? Dann könnte auch der kostenlose SCAN eine Option für dich sein. Hier wirst du auf verschiedene Kompetenzen getestet und das Ganze in einer Standortbestimmung mit einem Coach ausgewertet.

Hier geht's zum SCAN:

Vision Schweiz – Leitung

Ein doppelter

Abschied

Gerade erst habe ich den letzten Artikel als Missionar der Vision Schweiz geschrieben, da die FEG Altdorf per Ende Jahr selbständig wird. Jetzt schreibe ich den letzten Artikel als Missionsleiter der Vision Schweiz. Dieser Abschied war nicht so geplant und doch hat er sich in den letzten Monaten aufgedrängt. Mein Körper hatte mir signalisiert, dass ich so nicht weitermachen darf. Es hatten sich im letzten Jahr chronische Kopfschmerzen/Migränen entwickelt.

t.mauerhofer @gmail.com

Darum habe ich mich entschieden, die Aufgabe als Missionsleiter per Ende Jahr abzugeben.

Für mich bleibt eine grosse Dankbarkeit der Vision Schweiz und auch der FEG Schweiz gegenüber. Seit Jahrzehnten ist Gemeindegründung ein Thema, das in unserem Verband einen hohen Stellenwert hat. Und es ist gut, wenn wir auch in Zukunft daran festhalten. Denn Gemeindegründungen beleben und inspirieren auch bestehende Gemeinden.

In Gründungen ist der Fokus nach aussen besonders stark da. Doch die Kräfte, die nach innen wirken, nehmen in jeder Gemeindegründung mit der Zeit zu, da mehr Menschen da sind, welche ihre Bedürfnisse anmelden. Und das ist auch gut: So entstehen spezifische Angebote für verschiedene Altersgruppen (z.B. Seniorennachmittage, Jugendgruppe, Gebetsgruppen). In einer Gemeindegründung gibt es noch wenige Bedürfnisse, die angemeldet werden. Der Fokus ist klar: Menschen sollen mit dem Evangelium erreicht werden und zu Nachfolgern von Jesus werden. Und dieses Anliegen inspiriert auch bestehende Gemeinden.

Der ganze Verband profitiert davon, wenn neue Gemeinden gegründet werden. Aber noch wichtiger: Es ist Jesus selbst, der das grösste Anliegen dafür hat. Er liebt die verlorenen Menschen. Er lässt im Gleichnis die 99 Schafe zurück, um das eine verlorene Schaf zu suchen.

Jesus liebt es, wenn wir uns dafür einsetzen, dass Menschen das Evangelium hören können, und er segnet es, wenn wir sein Anliegen zu unserem Anliegen machen.

Auch wenn ich nicht mehr in der Vision Schweiz dabei sein werde, bleibt mein Anliegen für den Gemeindebau. Ich sehe in unserer Gemeinde in Altdorf, was für ein grosser Segen es ist, wenn eine Gemeinde entstehen darf. Das wäre nicht entstanden ohne den Verband FEG und die Vision Schweiz. Aber auch die FEG Schweiz hat von unserer Gründung profitiert. Viele Menschen wurden durch die Arbeit hier ermutigt und inspiriert. Das begeistert mich. Ich hoffe, dass ich auch in den nächsten Jahren miterleben darf, wie wir als Verband Gemeinden gründen.

Tom Mauerhofer Pastor FEG Altdorf

Leitung Vision Europa

Unbezahlbar - von Gott beschenkt

Vor einiger Zeit trafen wir als Ehepaar eine Entscheidung: Wir reservierten in einem Restaurant zwei Plätze. Zugegeben, nicht gerade billig – aber wir wollten uns etwas Gutes tun, das wir uns sonst nie gönnen. Wir genossen den Abend, bestellten nicht das kostengünstigste Menü und gönnten uns dazu noch ein feines Glas Wein.

Jürg Wüthrich

Leiter Vision Europa

juerg.wüthrich @feg.ch

Als wir bezahlen wollten, erlebten wir eine unglaubliche Überraschung: Jemand hatte unsere Rechnung bereits beglichen. Bis heute wissen wir nicht, wer es war. Tief beschenkt und dankbar gingen wir nach Hause.

Seit 15 Jahren leite ich Vision Europa, seit 13 Jahren bin ich in der FEG Schweiz für Gemeindegründung und Mission verantwortlich. In all diesen Jahren habe ich erlebt, dass Gott dafür sorgt, dass die offenen Rechnungen für seine Mission bezahlt werden. Was für ein Geschenk!

Nun neigt sich das Jahr wieder dem Ende zu – und wie jedes Jahr steigt meine innere Anspannung: Werden wir mit schwarzen Zahlen abschliessen? In den letzten Jahren mussten wir immer wieder Rücklagen auflösen, und diese sind inzwischen fast aufgebraucht. Der Verantwortungsdruck treibt mich ins Gebet.

Doch dann erinnern mich andere Gedanken daran: Wir sind nur Verwalter. Wir geben weiter, was uns anvertraut ist. Bildlich gesprochen legen wir alles «auf den Tisch» – mit der Bitte, dass Gott daraus Gutes entstehen lässt. Ist das nicht ein starkes Bild?

Wir kommen zusammen und bringen alles ein, was wir haben: Ideen, Zeit, Leidenschaft, Geld, Gebet und vieles mehr. Und wir beten: «Gott, gebrauche es. Vermehre es. Segne es zum Segen für andere.»

Gemeindegründung und Mission sind Teamarbeit. Nur gemeinsam können wir wirklich etwas bewegen. Geld gehört dazu – und ist in diesem Sinn «unbezahlbar». Darum danke ich von Herzen für alle eure Investitionen in die Mission Gottes. Mit euch zusammen können wir auch im neuen Jahr in Gemeindegründung investieren – und damit in Menschen.

Damals im Restaurant wusste ich nicht, wer meine Rechnung bezahlt hatte – heute weiss ich es: Gott selbst ist es, der zahlt. Und er tut es nicht nur für mich, sondern für seine ganze Mission. Wir sind eingeladen, Teil dieser grosszügigen Geschichte zu sein.

Herzlichen Dank für deine Unterstützung!

Möchtest du für ein bestimmtes Land, Projekt oder einen konkreten Mitarbeiter spenden, kannst du dies online unter www.feg.ch/spenden tun, oder kontaktiere die Geschäftsstelle für einen personalisierten QR-Zahlschein:

043 288 62 20 | sekretariat@feg.ch | info@feg.ch

FEG Schweiz

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lautend auf:

Freie Evangelische Gemeinden in der Schweiz, 8330 Pfäffikon ZH

Vision Schweiz

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lautend auf:

Freie Evangelische Gemeinden in der Schweiz, Vision Schweiz, 8330 Pfäffikon ZH

Vision Europa

IBAN CH45 0900 0000 3000 1257 6 BIC POFICHBEXXX

lautend auf:

Freie Evangelische Gemeinden in der Schweiz, Vision Europa, 8330 Pfäffikon ZH

Vision global

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lautend auf:

Freie Evangelische Gemeinden in der Schweiz, Vision Global, 8330 Pfäffikon ZH

Er ist hartnäckig drangeblieben!

Am 7. September ist es so weit. Nach einem klaren Bekenntnis zum dreieinen Gott und der Absage gegenüber dem Feind Gottes dürfen wir D. «in den Tod von Jesus und zur Auferstehung in ein neues Leben mit ihm» taufen. Das ist ein Fest für uns alle. Was D. an diesem Tag aus seinem Leben erzählt, bewegt viele von uns. Er gibt uns Einblicke in ein «heftiges» Leben.

Tom und Lois Egli leben seit sechs Jahren in Österreich in Wels tom.egli@ mosaik-wels.at

Sein Erscheinungsbild spricht Bände: D. ist mit einigen Tattoos verziert. Er erlebt von Kindesbeinen an herausfordernde Situationen. Ziemlich früh gerät er selbst auf die schiefe Bahn.

Seine ehemalige Frau erzählt D. zum ersten Mal von Jesus. Er geht mit ihr mit in eine Gemeinde. Er trifft sich mit einem Gemeindeältesten zum Bibellesen und lernt einiges. Nach einer Zeit treibt es ihn von dort weiter. Doch Jesus bleibt an ihm dran. Vor gut zwei Jahren erscheint D. zu einem unserer Gottesdienste. Hie und da ist er dabei. Wir treffen uns regelmässig, um über unsere Leben und den Glauben zu reden.

D. kämpft – und das alte Leben zieht ihn wieder zurück. Nach sechs Monaten taucht er wieder auf und hilft uns beim Hausumbau. Wir treffen uns deswegen wieder öfters. Er isst manchmal bei uns und kann uns als Familie ein bisschen miterleben.

Bei seiner Taufe berichtet er: «Tom ist hartnäckig drangeblieben.» Er schildert, wie er erleben durfte, wie wir für ihn da sind, ihm praktisch helfen, ihn lieben und ihn annehmen wie er ist (inkl. seiner Vergangenheit) – dann aber auch ermutigend dranbleiben, so dass er konkrete Schritte im Glauben geht. – Danke Jesus, durften wir so gebraucht werden in D.s Leben bisher.

Es hat sich schon einiges in seinem Leben verändert. Doch wer so viele Jahre eine andere Kultur, einen anderen Lebensrhythmus und einen anderen Lebensstil eingeübt hat, braucht weiterhin liebevolle und gleichzeitig «hartnäckige» Jesus-Freunde, die gemeinsam mit ihm den Weg weitergehen.

Bitte betet mit uns für D., dass er das Evangelium immer besser und tiefer verstehen darf und auch in weiteren Bereichen seines Lebens die verändernde Kraft Gottes Einzug hält. Bitte betet mit uns auch für die vielen Freunde, Nachbarn, Arbeits- und Vereinskollegen, usw., die Mosaik nahestehen, dass sie Jesus begegnen dürfen und wir Weisheit und immer wieder neu Kraft bekommen, «hartnäckig und liebevoll dranzubleiben».

Wir kämpfen nicht gegen Fleisch ...

Zum Ende des Sommers bekommen wir eine traurige Neuigkeit. Es gab einen Trauerfall bei D.s Familie in Guinea. Sein Bruder ist plötzlich verstorben; es scheint, als sei er vergiftet worden.

Verständlicherweise geht es D. nicht gut. Er ist noch nicht lange Christ, gehört erst seit einigen Monaten zur Gemeinde. Von seiner leiblichen Familie lebt er als einziger weit entfernt in Spanien. Gerade jetzt fühlt er sich allein, aus der Entfernung versucht er, für seine Eltern und Geschwister da zu sein.

Wir treffen uns mit ihm, versuchen zu trösten, reden. Eine Woche später ergibt sich ein besonderes Gespräch. Nachdem wir zu dritt bei einem Umzug die letzten Kisten in den zweiten Stock geschleppt haben, setzen wir uns für eine kurze Pause. «Wie geht’s dir?», frage ich. D. beginnt sich zu öffnen.

c.janke@ allianzmission.de

Sein Bruder war zu einem Fest in ein entferntes Dorf gereist, wo seine Familie nicht gern gesehen war. Es scheint, als ob das Essen, das er beim Dorfschamanen bekommen hatte, seinen Tod verursacht hat. Wahrscheinlich hatte der seinen Bruder mit einem Fluch belegt.

Unser Gespräch wird deutlich intensiver. Wir spüren, wie der Heilige Geist uns zu lehren beginnt. Es ist ein besonderer Moment der Jüngerschaft. Ja, die unsichtbare Welt ist sehr real. Das zeigt sich in Guinea vielleicht deutlicher als bei uns in Europa. Es gibt Mächte, die Gott widerstreben. Die Tod und Unheil bringen.

Aber Jesus ist stärker!

Viel zu oft reduzieren wir das Evangelium auf die Vergebung von Sünden, auf Rechtfertigung vor Gott und die Möglichkeit zur Beziehung zu ihm. Doch da ist so viel mehr.

Jesus zitiert zu Beginn seines Dienstes aus Jesaja 61: «Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn er hat mich gesalbt, um den Armen die gute Botschaft zu verkünden. Er hat mich gesandt, Gefangenen zu verkünden, dass sie freigelassen werden, Blinden, dass sie sehen werden, Unterdrückten, dass sie befreit werden und dass die Zeit der Gnade des Herrn gekommen ist» (Lukas 4,18–19) Jesus befreit, heilt, bringt Frieden. Und er lehrt und sendet seine Jünger, dieses Evangelium zu proklamieren und zu demonstrieren! «…heilt die Kranken und sagt dabei: ‹Das Reich Gottes ist nah bei euch!› … Ich habe euch Vollmacht über den Feind gegeben, ihr könnt unter Schlangen und Skorpionen umhergehen und sie zertreten. Nichts und niemand wird euch etwas anhaben können.» (Lukas 10,9.19)

Oft bete ich, dass wir das ganze Evangelium und Jesu Autorität in uns noch mehr begreifen. Möge er unsere Augen öffnen, damit wir klarer erkennen, wo der Feind Menschen bedrängt oder gefangen hält, damit Jesus durch uns wirken und Freiheit und Heil bringen kann.

Chris Janke Lebt mit seiner Frau Diana und ihren zwei Kindern in Salamanca

Vision Europa – Italien

Was sucht ihr?

Die Einladung, bei Jesus zu bleiben und andere zu ihm zu bringen. Die ersten Worte, die Jesus im Johannesevangelium spricht, sind eine Frage, die bis heute nachhallt und mich in diesen Wochen begleitet: «Was sucht ihr?» (Joh 1,38).

Doris Meister Gemeindegründerin Groane

meister.groane@ gmail.com

Es ist keine oberflächliche Frage. Es ist die tiefste aller Fragen: Wonach sucht ihr wirklich im Leben? Was bewegt euer Herz im Innersten? Oft wissen wir gar nicht, dass wir nicht etwas, sondern jemanden suchen.

Vor kurzem hatte ich ein Beratungsgespräch mit einer jungen Frau aus einer atheistischen und schwierigen Familie. Sie begann zu suchen, ohne zu wissen wonach. Über soziale Netzwerke stiess sie auf christliche Inhalte, geriet zu den Zeugen Jehovas und begann die Bibel zu lesen. Doch sie spürte, dass es nicht der richtige Weg war. Weiter suchend kam sie in Kontakt mit einer Gemeinde unseres Verbandes. Heute macht sie einen Missionseinsatz und denkt über einen vollzeitlichen Dienst nach. Welch ein Vorrecht, sie begleiten zu dürfen!

Keine fertigen Antworten

Die beiden Jünger im Text antworten Jesus mit: «Rabbi, wo wohnst du?» Sie wollten bei ihm sein, seine Nähe erfahren, sein Leben teilen. Jesus erwiderte mit der schlichten, aber tiefen Einladung: «Kommt und seht!» Und sie gaben diese Einladung sofort weiter.

Ich denke an Menschen, die zum ersten Mal unsere Gemeinde betraten – voller Fragen, mit Wunden und Bedürfnissen. Sie fanden nicht immer fertige Antworten, aber eine Gemeinschaft, die sie aufnahm. Vor allem begegneten sie Jesus, der Leben verändert. So auch Pietro: Von seiner Tante eingeladen, entdeckte er die Schönheit des Lebens bei Jesus. Heute ist er Teil einer Jüngerschaftsgruppe und geht konkrete Schritte im Glauben. Beten wir für sein Wachstum!

Wonach suchen wir?

Auch wir stellen uns immer wieder die Frage: Wonach suchen wir? Wir suchen nicht Programme um

ihrer selbst willen, sondern die Gegenwart Jesu. Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt auf Jüngerschaft, im Herbst besonders auf Gemeinde. Mit einer Serie zur Apostelgeschichte wollen wir entdecken, wie wir als Gemeinde ansteckend wirken und Spuren in der Gesellschaft hinterlassen – wie ein Stein, der Ringe ins Wasser zieht.

Gebet und Glace

Im Sommer trafen wir uns mittwochs zu «Gebet & Glace» in verschiedenen Familien. Austausch und Anteilgeben luden uns ein, ganz bei Jesus zu sein und aus seiner Gegenwart den Alltag zu leben.

Unsere Gemeinde möchte ein Ort sein, wo jeder Jesus persönlich erfahren kann. Wir sind nicht perfekt, aber unterwegs – und wir wollen diese Einladung glaubwürdig weitergeben: «Kommt und seht.»

Bist du dabei, diese Gemeindegründung zu ermutigen? Vielleicht mit einer Spontanspende? Danke. Spende jetzt via TWINT oder unter www.feg.ch/spenden

Deine Gegenwart, ist meine Waffe

Mein Leben verläuft nicht linear, wie ich es mir manchmal wünschen würde - eher «schlaufenförmig» mit Umwegen, Rückschritten und überraschenden Wendungen. Doch ich darf lernen genau das als Chance zu nutzen, statt mich darüber zu ärgern. Eine Haltung die für mich in die Nachfolge von Jesus gehört. Nicht mein Wille, dein Wille geschehe.

Michael Dufner

Leiter

Kommunikation

SAM global michael.dufner @feg.ch

Was theoretisch gut tönt ist vielleicht manchmal wie beim Sport: Ich kämpfe, ich leide, ich frage mich –warum eigentlich? Darf ich nicht einfach zu meinem Bauch stehen, wieso tue ich mir das an? Doch dann kommt der ersehnte Moment: Endorphine durchfluten meinen Körper, alles läuft genial, ich könnte die Welt erobern! Und dann – meldet sich meine Sportuhr: «Pace too high». Weil ich es nicht glaube, ignoriere ich die Warnung. Zwei Minuten später: Reue. Warum habe ich nicht auf sie gehört?

Nach dem Training spreche ich mit Jesus. Es ist, als würde er sagen: «Michi, das ist wie im Leben. Ein zu hohes Tempo ist schädlich. Lass mich deine Sportuhr sein – und höre auf mich.» Neugierig frage ich: «Was würdest du mir jetzt in meiner Situation raten?»

Die Antwort kommt leise, aber klar: «Komm zu mir. Geniesse die Zeit mit mir. Erwarte nicht immer nur Lösungen.»

«Ich will ja …» gebe ich zur Antwort, «aber mein Sohn hat gerade seine Lehre abgebrochen, bei meiner Arbeit geht es drunter und drüber ...». Innerlich spüre ich aber, dass es Ausreden sind. Also gehe ich, ich gehe an meinen Gebetsplatz im Garten. Ganz unspektakulär neben dem Rasenmäher auf einem Holzstock: Hier bete ich. Zuerst schütte ich ihm mein Herz aus. Dann werde ich ruhig, geniesse, dass Jesus da ist. Ruhiger und mit dem richtigen Focus klettere ich aus meinem Gebetsort heraus, als mich der Nachbar sieht und fragt: «Was machst du da?» – «Ich musste beten», antworte ich. Wir kom-

men ins Gespräch – und er bietet an, dass mein Sohn bei ihm in der Firma arbeiten könnte. Vielleicht würde es ihm ja gefallen …

«Gebet ist meine Waffe» – wir singen das nicht nur oft, es stimmt wirklich. Das Beste, was wir tun können ist beten. Wenn wir arbeiten, arbeiten wir, wenn wir beten, arbeitet Gott.

Genau das üben wir im gahter4, eine Vorbereitungscommunity für Menschen, die ein Herz für das Ausland haben um dort die Liebe Gottes zu leben. Gemeinsam möchten wir mit Menschen üben, auf Gott zu hören. In seiner Gegenwart sein. Nicht nur Lösungen suchen, sondern entdecken, was er von unserem Leben möchte. Ob du Leitungsperson bist, suchend oder einfach neugierig – komm dazu. Lass uns gemeinsam Raum schaffen für Gottes Reden. Denn manchmal beginnt Veränderung ganz unspektakulär – neben dem Rasenmäher.

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FEG persönlich Heini Kuhn

Gott macht Massarbeit

Ich bin auf dem Weg nach Unterseen, wo ich einen Kanzeltausch habe. Es muss 30 Jahre her sein, als ich das letzte Mal in dieser Gemeinde war, die damals noch zur VFMG gehörte. Obwohl sie erst neu den Status einer befreundeten FEG Gemeinde hat, ist bereits vieles im «FEG-Look» gehalten. Während der Fahrt bete ich zu Gott, dass er mir eine Person über den Weg schickt, die ich für das «FEG Persönlich» dieser Ausgabe interviewen kann. Und, Halleluja, er tut es!

Harry Pepelnar arbeitet mit Freude im Bereich FEG Kommunikation

pepelnar@ gmail.com

Ein unerwartetes Wiedersehen

Heini Kuhn – das ist der Name meines Lieblings Lehrers aus meiner Zeit in Beatenberg. Wie er da vor uns sass, die blaue Schlachter-Bibel aufschlug und einen Bibeltext brillant auslegte! Seine Lehre war stets tiefgründig, praxisnah und tief im Leben verwurzelt. Absolut inspirierend. Und stell dir vor: Ausgerechnet Heini Kuhn kommt nach der Predigt in Unterseen auf mich zu. Er lobt mich für die Predigt und ist bereit, einen Einblick in sein Leben zu geben.

Luft- und andere Kämpfe

Heini Kuhn wurde 1938 in Dübendorf geboren und erlebte seine ersten Lebensjahre während des Krieges. Obwohl die Schweiz nicht direkt involviert war, fanden über dem Flughafen Dübendorf immer wieder Luftkämpfe statt. Heini erinnert sich: «Diese Luftgefechte und die Sirenen haben meine Kindheit geprägt. Ich habe Nacht für Nacht schlecht geträumt und fühlte mich so elend, dass ich nicht mehr leben wollte.»

Seine gläubigen Eltern waren Paul und Hanna. In der Küche diskutierten Mutter und Tante öfters über das Thema Endzeit. Heini hörte dabei gespannt zu. Als der Krieg schliesslich endete, rief ein Nachbarsjunge: «Frieden ist geworden!« Heini reagierte mit Furcht: «Als ich das hörte, versteckte ich mich. Denn aus den Gesprächen der Frauen kannte ich den Bibelvers: «Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit!, dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, wie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen.»

(1Thes 5,3)

Wie bekehrt man sich?

Im Jahr 1945 zog die Familie nach Turgi, da der Vater eine Stelle bei Brown Boveri gefunden hatte. Es folgten schwierige Jahre, denn die Familie fühlte sich nicht willkommen. Heinis Lehrerin beispielsweise hasste

Zugezogene, besonders wenn sie keine Katholiken waren. Darunter litten seine Schulnoten, obwohl es ihm nicht an Intelligenz mangelte. Mit zwölf Jahren durfte er an einem BibellesebundLager teilnehmen. Heini berichtet: «Endlich hat mir jemand erklärt, wie man sich zu Jesus bekehrt. Mir ist dabei eine grosse Last abgefallen, und von da an ging es in meinem Leben aufwärts.»

Feinmechanik, Berufung und Feingefühl

Heini wählte seinen Beruf zielstrebig: «Als ich den Betrieb für die Feinmechanikerlehre besuchte, war mir klar: Das ist es!» Während seiner erfolgreichen Ausbildung wuchs er als aktiver Christ und hörte immer wieder, dass er für die Mission bestimmt sei. Beim Jugendtreffen in der Rämismühle erlebte er eine tiefgreifende Bestätigung, als eine sehr alte blinde Frau betete: «Herr, mach Heini zu einer Säule im Reich Gottes.» Diese Zusage genügte ihm.

Im Blick aufs Missionsziel absolvierte er die Sanitäts-

rekrutenschule und sammelte danach noch sechs Monate Erfahrung im Liestaler OP-Saal.

Was seine Persönlichkeit betrifft, überraschte er mich mit einem unerwarteten Einblick. Er bezeichnet sich als hochsensibel: «Ich habe erst spät verstanden, warum ich bei der täglichen Informationsflut so schnell überfordert war. Intensive Erlebnisse klangen tagelang nach.» Ein kleines Heft half ihm, dies einzuordnen. Heinis Fazit: «Zu wissen, wer ich bin, hat mir sehr geholfen. Gott macht immer Massarbeit – bis ins Detail.»

Rosmarie und die Transistoren

Heinis Weg führte ihn zu einer theologischen Ausbildung in Beatenberg. Im dritten Semester wurde er angefragt, ob er bleiben und die Tonbandarbeit aufbauen würde. Und so blieb er in Beatenberg – bis heute.

Über sich selbst sagt er: «Meine Veranlagung als Analytiker und Perfektionist konnte ich in meinem Dienst gut anwenden. Ein Kollege sagte manchmal zu mir: Du wirst noch Transistoren heiraten!»

Als Lehrer, Chorleiter und lediger Mann war es oft schwierig, mit all den jungen und hübschen Schwestern umzugehen. «Wir durften damals mit weiblichen Wesen nicht über Persönliches reden», erinnert er sich. Beim Korrigieren einer Semesterarbeit über Jesaja von Rosmarie Widmer wurde ihm klar: Das ist meine Frau. Über Rosmarie schwärmt er: «Sie war ein ausgesprochener Beziehungsmensch und ein Riesengeschenk für mich. Denn nach dem Wechsel in der Werkleitung - von einem ausgesprochen preussischen Führungsstil zu echter Bruderschaft - musste ich erst all die angesammelten Altlasten los werden. Da war Rosmaries sanftes Wesen Balsam auf die erlittenen seelischen Wunden.» Vier Kinder und sechzehn Enkelkinder wurden dem Ehepaar geschenkt.

Aktive letzte Etappe

Ab 2010 zeigten sich bei Rosmarie erste Anzeichen von Demenz. Heini berichtet: «Rosmarie hat pro Jahr bis zu 1000 Aufgaben der Internet-Bibelschule korrigiert.» Ab 2014 ging es gar nicht mehr. «Ich will kein Dubeli werden», sagte sie damals zu ihrem Mann, was den tiefen Schmerz einer Person auf dem Weg in die Demenz ausdrückt. Im Jahr 2016 war es schliesslich Zeit für den Umzug in ein spezialisiertes Heim in Boltigen.

Rosmarie blieb bis zum Schluss ein Segen: «Wenn die Krankenschwestern einen Aufsteller brauchten, gingen sie zu Rosmarie ins Zimmer und kamen mit einem Lächeln wieder heraus.» Sie starb 2020.

Wir beenden unser Gespräch in Heinis schöner Alterswohnung mit Blick auf den Thunersee. Es gäbe noch vieles zu erzählen, aber ich habe nur zwei Seiten zur Verfügung. Zum Schluss sang er mir ein Lied von Peter Strauch vor: «Meine Zeit steht in deinen Händen.» Ein passender Abschluss!

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Teilnahmebedingungen: Die Teilnahme am Wettbewerb steht allen Personen offen. Ausgeschlossen sind Mitarbeitende vom Bund FEG Schweiz (und deren Angehörige). Alle richtigen Antworten kommen in die Verlosung. Der/die Gewinner/in werden schriftlich informiert. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Preis kann weder umgetauscht noch in bar ausbezahlt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

«Kirche für andere» – Kirchenkonferenz 19.–21. März 2027

Save the date

«Kirche für andere» – unter diesem Motto laden verschiedene Freikirchenverbände zur ersten Konferenz vom 19. bis 21. März 2027 ein.

In einem Haupt-Hub und mehreren Regional-Hubs in der ganzen Schweiz wollen wir sichtbar machen, dass Kirche nicht für sich selbst lebt, sondern für die Menschen im Alltag, in der Gesellschaft und in der Nachbarschaft.

Weitere Informationen folgen bald.

Usem Läbe ...

Wendepunkte des Lebens

Geburten

FEG Luzern Süd

18. September 2025: Mirelly, von Michelle und Alessandro Ferreri

FEG Effretikon

4. Oktober 2025: Hanna, von Julia und Mario Brügger

FEG Zürich-Trittligasse

14. Oktober 2025: Noah, von Claudia und Bertrand Ibara

Trauungen

FEG Rheineck

1. November 2025: Livia Indermaur und Albrecht Grosselindemann

Todesfälle

FEG Bern

3. Oktober: Nelly Kurth-Krebs, geboren am 13. Juni 1931

25. Oktober: Janos Kaldi, geboren am 14.Mai 1941

FEG Basel SteineKirche

4. Oktober: Mariette Roggensinger-Frey, geboren am 11. Dezember 1937

9. Oktober: Elisabeth Anna Kestenholz-Mörker, geboren am 8. März 1926

FEG Fuhr Wädenswil

30. Oktober: Theo Hilal, geboren am 20. Dezember 1938

FEG Thayngen

31. Oktober: Margrit Steinemann, geboren am 28. August 1935

FEG Wallisellen

24. September: Marguerite Bührer-Herren, geboren am 16. Januar 1928

Was läuft in der FEG Schweiz?

Termine FEG Schweiz

Ab 26. Dezember 2025 – 02. Januar 2026

Neujahrslager www.neujahrslager.ch

Familien-Neujahrslager www.familien-nela.ch

17. Januar 2026

PowerDay25 Rothrist www.feg.ch/ehefamilie

24. Januar 2026

Jahreskurs für Teenie- und Jugendleiter www.besj.ch/teenie/Jahreskurs.php

16. Februar–29. März 2026 truestory nights FEG Jugend www.truestory.eu

28. Februar 2026

Jahreskurs für Teenie- und Jugendleiter www.besj.ch/teenie/Jahreskurs.php

07. März 2026 zoé Frauenkonferenz Aarau

www.zoe-frauenkonferenz.ch

09.–11. März 2026

Mitarbeiterkonferenz FEG Schweiz Ländli, Oberägeri

18. April 2026

Lovelab - verliebt & verlobt www.feg.ch/lovelab

20.–21. April 2026

Senioren-Pastorenkonferenz Ländli, Oberägeri

02. Mai 2026 DOXA Jugendevent www.doxa-jugendevent.ch

SAVE THE DATE:

19.–21.03.2027 – Gemeindebaukongress

Konferenz mit Viva Kirche Schweiz, VFMG und FEG Schweiz

Aktuelle Termine unter www.feg.ch/agenda

Wenn ich nur dich habe!

Jona erhält einen besonderen Auftrag: Er soll nach Ninive gehen, in die Hauptstadt des assyrischen Reiches – jenes brutalen Volkes, das Israel bedrohte. Aufregend: ein jüdischer Prophet in einer heidnischen Stadt. Gottes Gnade findet immer Wege zu den Menschen, die ich nicht sehe!

Jona bricht auf – und segelt in die entgegengesetzte Richtung. Irgendwie verständlich. Bemerkenswert: Gott gibt ihn nicht auf. Selbst als er über Bord geworfen wird, sorgt Gott für ihn – mit einem grossen Fisch.

Was sehen wir? Einen Propheten, der vor Gott flieht – und einen Gott, der seinem Volk nachgeht. Keine Situation ist ihm zu aussichtslos, kein Weg zu ungewöhnlich, um uns mit seiner Gnade zu erreichen. Jona erfährt buchstäblich: Es gibt keinen Ort, an dem Gott nicht ist. Ja: Wie oft ist er gerade dort, wo wir ihn nicht erwarten! David sagt es ähnlich: «Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äussersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen.» Gott wirkt auch dort, wo wir ihn am wenigsten erwarten!

Im Bauch des Fisches – ein Bild völliger Hoffnungslosigkeit – wendet sich Jona schliesslich Gott zu. Er entdeckt, dass Gottes Gegenwart wichtiger ist als jede Lösung. «Besser ist es, in der Krise Gott an seiner Seite zu haben, als einen Ausweg ohne ihn. Denn wichtiger als jede Lösung ist seine Gegenwart», so hat es jemand formuliert. Ganz ähnlich Asaf: «Wenn ich nur dich habe!» Genau das erfährt Jona: «Ich rief zu dem Herrn – und er antwortete mir.»

Vielleicht kennst du dieses Gefühl: «Ich bin zu weit weggelaufen – für mich gibt es keinen Weg zurück.» Oder du triffst Menschen, die so empfinden. Doch die Geschichte von Jona sagt uns zu: Gottes Gnade sucht dich – unverbrüchlich. Wenn du dich umdrehst, ist er schon da.

Es ist so: Mehr als den Ausweg brauchen wir seine Gegenwart. Und dann der Hammer: Mit der Versuchung, mit der Prüfung schafft er auch den Weg – hindurch und hinaus.

Reinhard Dannecker

Leitungsmitglied der FEG Schweiz für den Bereich Ausbildung & Pastoren reinhard.dannecker@feg.ch

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