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Zf oktober 2013

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Nr. 5 / 25. Oktober 2013

AZB / 8032 Zürich

ZÜRCHER

Freisinn Stabwechsel 2 FDP Frauen 6

Nachruf Pankraz Freitag 8 ENHK-Gutachten 9

Sicherheitspolitik 14 Einheitskasse 15

Unter Freisinnigen Abstimmungen

16 17 / 18 / 19 / 20 / 21

35. Jahrgang / Erscheint viermal jährlich / Offizielles Organ der FDP.Die Liberalen Kanton Zürich

Inhalt Liberaler Widerstand jetzt! Liberaler Widerstand gegen die Demontage des Erfolgsmodells Schweiz Seite 3

Abstimmungen vom 24. November Nein zur Volksinitiative «1:12 – für gerechte Löhne» Seiten 4 und 5

Neues aus den Kommissionen Rückblick Bildungsworkshop Seite 6

Abstimmungsparolen

Ja zu Freiheit und Eigen­verant­wortung – Nein zu Kollektivismus und Dirigismus In Zeiten der Krise ist das Misstrauen gegenüber den Marktkräften gross – ein antiliberaler Zeitgeist breitet sich zunehmend aus. Das verbleibende Minimum an Freiheit im bürgerlichen Rechtsstaat gerät von links wie von rechts unter Beschuss. Extreme politische Ideen fordern einen dominierenden, starken Staat. Der Beispiele in Kontinentaleuropa sind viele. Doch auch hierzulande gibt es breite Kreise, die das Erfolgsmodell Schweiz mit planwirtschaftlichen Forderungen umgestalten wollen, obwohl die

Schweiz dank ihrer wettbewerbsfähigen Wirtschaft, der günstigen Rahmenbedingungen und der liberalen Tradition bislang von der Krise verschont blieb. So legen etwa die Jungsozialisten mit ihrer brandgefährlichen 1:12-Initiative die Lunte ans Erfolgsmodell Schweiz. Diese will den liberalen Schweizer Arbeitsmarkt, einen Erfolgsgaranten für Beschäftigung und Wohlstand, mit staatlichen Lohnkontrolleuren aus den Angeln heben und allen Unternehmen ein staatlich diktiertes Lohnverhältnis

Kantonale Vorlagen Am 24. November 2013 findet keine kantonale Volksabstimmung statt. Eidgenössische Vorlagen 1.  Volksinitiative «1:12 – für gerechte Löhne» (1:12-Initiative): NEIN 2.  Volksinitiative «Familien­ initiative: Steuerabzüge auch für Eltern, die ihre Kinder selber betreuen» (Familieninitiative): NEIN 3.  Ä nderung des Bundesgesetzes über die Abgabe für die Benützung von Nationalstrassen ­(Referendum «Autobahnvignette»): JA

Herausgeberin / Redaktion / Inserate: FDP.Die Liberalen, Postfach 6136, 3001 Bern, T: 031 320 35 35, F: 031 320 35 00, E: info@fdp.ch, www.fdp.ch. Kantonalteil: Redaktion Zürcher Freisinn, Stefan Jungo, Kreuzstr. 82, 8032 Zürich, T: 044 268 60 90, F: 044 268 60 99, E: info@fdp-zh.ch, www.fdp-zh.ch. Layout : Neue Luzerner Zeitung AG, Maihofstrasse 76, 6002 Luzern, T: 041 429 52 52, E: produktion@lzmedien.ch. Druck: NZZ Print, Postfach, 8021 Zürich, T: 044 258 15 06 / 09, E: verkaufnzzprint@nzz.ch.

von 1:12 verordnen. Gegen diese und weitere planwirtschaftliche Fantastereien wie die Mindestlohn- und die Erbschaftssteuer-Initiative von links sowie die Masseneinwanderungs- und die «Ecopop»-Initiative von rechts wehrt sich die FDP. Sie verteidigt die Voraussetzungen des Erfolgsmodells Schweiz. Sie kämpft für Freiheit und Eigenverantwortung und gegen Kollektivismus und Dirigismus, die in der Geschichte immer Massenarmut und Elend produziert haben. Mehr auf den Seiten 3 bis 5


Zürich

Ein herzliches Dankeschön! Stabwechsel von David Müller zu Urs Egger «Erstens kommt es anders, und zweitens, als man denkt». Dieses Bonmot passt vortrefflich auf mein Engagement bei der FDP, das Mitte September sein Ende fand. Als ich 2004 als Sekretär der Kantonsratsfraktion in die FDP eintrat, konnte ich nicht ahnen, dass diese Partei mein Leben neun Jahre prägen würde. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe es nie bereut! Weshalb? Weil ich feststellte, dass das Fremdbild und das Innenleben der FDP nicht übereinstimmten. Weil ich feststellte, dass von einigen wenigen Unverbesserlichen ein Bild der FDP in der Öffentlichkeit gezeichnet wird, das mit der Realität, die ich während all der Jahre antraf, kaum etwas zu tun hatte und nach wie vor kaum etwas zu tun hat. › Erstens, die FDP sei ein Privatclub für Superreiche und arrogante Bankmanager. Fakt ist: In all den Jahren habe ich kaum solche getroffen, dafür aber umso mehr engagierte, herzliche Frauen und Männer aller beruflicher Gattungen und jeden Alters, von denen die allermeisten dem klassischen und immer stärker in die Enge getriebenen Mittelstand angehören. Ihnen gemeinsam sind die liberale Haltung und eine echte Sorge um das Wohl der Schweiz. › Zweitens: Die FDP habe es ja – das Geld. Fakt ist: Seit ich Einsicht in die Finanzen der Kantonalpartei hatte und auch für deren Erträge mitverantwortlich war, weiss ich, dass dem nicht so ist. Es gibt weder einen Grosssponsor noch ein vom Finanzsektor geäufnetes Kässeli, sondern nur ein unermüdliches Werben um Unterstützung für die liberale Politik. › Drittens: Die FDP sei «wischiwaschi». Fakt ist: Auch dieses Bild ist falsch. Die FDP tritt seit Jahren eigenständig, in den allermeisten Fällen einheitlich und mit klaren Schwerpunkten auf. Diese Realitäten und die Weigerung der Aussenwelt, sie wahrnehmen zu wollen, waren mein persönlicher Ansporn, mich für die FDP einzusetzen und dieses Zerrbild in Zusammenarbeit mit den Parteigremien so weit als möglich zu korrigieren.

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Der zweite Schwerpunkt lag selbstverständlich in der Erbringung professioneller Dienstleistungen von Seiten der Geschäftsstelle mit dem Ziel, das Funktionieren der Organisation auf allen Ebenen zu gewährleisten. Im Teamwork zusammen mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern habe ich dies sehr gerne getan und hoffe, Sie mit unseren Leistungen überzeugt zu haben.

Vielen Dank und auf Wiedersehen Nun ist es an der Zeit, Danke und hoffentlich auf Wiedersehen zu sagen. Liebe Freisinnige, für die Wertschätzung unserer Arbeit auf der Geschäftsstelle sowie die vielen Zeichen des Wohlwollens und der konstruktiven Kritik, die ich während all der Jahre erfahren durfte, danke ich Ihnen allen sehr herzlich. Ich habe die vielfältigen Kontakte stets sehr geschätzt und freue mich, wenn der eine oder andere auch in Zukunft bestehen bleibt. Meinem Nachfolger Urs Egger wünsche ich viel Erfolg und Befriedigung in seinem neuen Amt sowie eine gute Hand und das nötige Glück als Geschäftsführer der FDP Kanton Zürich. Last, but not least geht ein spezieller Dank an mein Team auf der Geschäftsstelle («you made a great job!»), an den Parteivorstand, sowie – verbunden mit meinem allergrössten Respekt – an meinen Vorgesetzten und Parteipräsidenten Beat Walti. Zusammen mit ihm habe ich stets für die Eigenständigkeit, die Einheitlichkeit sowie die Glaubwürdigkeit der FDP Kanton Zürich gekämpft. Ich wünsche mir, dass Sie diesen Kampf weiterführen – aus Verantwortung, aus Liebe zur Freiheit und aus Liebe zur Schweiz.

David Müller

David Müller

Urs Egger

Nach neun Jahren Tätigkeit für unsere freisinnige Kantonalpartei – vier Jahre als Fraktionssekretär, fünf Jahre als Geschäftsführer – hat David Müller die Parteizentrale verlassen, um eine neue berufliche Herausforderung als Leiter der Unternehmenskommunikation bei der Visana anzunehmen. Ich möchte David Müller persönlich und im Namen der Partei für die geleistete Arbeit herzlich danken. Die FDP musste sich in den letzten Jahren weiter veränderten Rahmenbedingungen der Politik anpassen und hat einen beachtlichen Weg hin zu einer politischen Kampforganisation zurückgelegt – daran hat David Müller massgeblichen Anteil. Die Geschäftsstelle ist heute mit kompetenten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt. Die Abläufe sind gut strukturiert und so gestaltet, dass alle Stakeholder in die wichtigen Entscheidungen eingebunden werden – Tag für Tag ein Kantengang zwischen raschem und prägnantem Handeln und breit abgestützten Entscheiden. Dank vorbildlicher persönlicher Identifikation mit den politischen Zielen, aber ohne jeden Hang zur Selbstdarstellung, vermittelnd und mit gutem Gespür für die emotionalen Seiten des politischen Geschäfts und der freisinnigen FrontkämpferInnen und ExponentInnen sowie mit vorbildlichem Pflichtbewusstsein und Hartnäckigkeit ist es ihm gelungen, die freisinnigen Kräfte in den Orts- und Bezirks-

parteien zu mobilisieren und erfolgreiche Überzeugungsarbeit bei anderen Kantonalparteien und dem Generalsekretariat in Bern zu leisten. Wertvolle Impulse im politischen Prozess hat David Müller im Rahmen der strategischen Schwerpunkte gegeben, indem z. B. der historische freisinnige Einsatz für einen schlanken Staat unter dem Schlachtruf «Kampf gegen Bürokratie» populär umformuliert wurde. Zwei kantonale Initiativen (Energetische Gebäudesanierungen und Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten) wurden als profilbildendes Instrument für die Kantonalpartei umgesetzt. Mit dem Dank für den langjährigen enormen Einsatz, den Drive, die Systematik und Gewissenhaftigkeit und die Loyalität in der Führungsarbeit verbinden wir die besten Wünsche für den neuen Lebensabschnitt.

Urs Egger Mit Urs Egger hat ein bewährter «Polit-Fuchs» das Zepter übernommen, der über viel Führungserfahrung im Nonprofit-Bereich und in den freisinnigen Parteistrukturen verfügt. Mit seinem Rollenwechsel wird er die politischen Dienstleistungen der Geschäftsstelle weiterführen und -entwickeln. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.

Beat Walti, Präsident FDP Kanton Zürich

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Zürich

Liberaler Widerstand – jetzt! Am Schweizer Polit-Horizont ziehen von links wie rechts bedrohliche Wolken auf. Antiliberale Kräfte versuchen, das Erfolgsmodell Schweiz ohne Not zu zerstören. Gegen diese freiheitsfeind­ lichen Tendenzen wehrt sich unsere Partei – mit der Kampagne «Liberaler Widerstand». Beat Walti, Präsident FDP Kanton Zürich

Liberaler Widerstand: Wir wehren uns!

Die Schweiz ist eine Erfolgsgeschichte. Unser Land ist Weltspitze punkto Wohlstand, soziale Wohlfahrt, Sicherheit und Stabilität. Dieser Spitzenplatz ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen, auf liberalen Grundsätzen beruhenden Politik. Dank Werten wie Freiheit und Verantwortung ist es uns gelungen, eine gut funktionierende Wirtschaft sowie eine intakte Gesellschaft aufzubauen. Diesem stabilen Fundament ist Sorge zu tragen.

Unsere Partei hat genug von diesen freiheitsfeindlichen Tendenzen und ist bereit, zusammen mit allen liberalen Kräften das Erfolgsmodell Schweiz zu verteidigen. Mit der Kampagne «Liberaler Widerstand» wollen wir eine liberale Bewegung gegen Regulierungswut, Neidkultur und Freiheitsfeindlichkeit auslösen. Sie soll intern sowie extern mobilisieren und das Profil unserer Partei, vor allem aber Freiheit

und Wohlstand stärken. Die Botschaft ist klar: So nicht! Das Modell der Schweiz funktioniert hervorragend, also dürfen wir es nicht mit planwirtschaftlicher Politik mutwillig zerstören. Am Anfang steht die Bekämpfung des staatlichen Lohndiktates von 1:12.

Planwirtschaft auch auf kantonaler und lokaler Ebene Der «Liberale Widerstand» soll selbstverständlich auch auf regionaler und lokaler Ebene greifen, da auf sämtli-

Regulierungswut und Freiheitsfeindlichkeit Ein Blick auf den Politradar der Schweiz zeigt aber, dass akute Gefahr droht. Mit einer Reihe von wirtschafts- und wohlstandsfeindlichen Initiativen blasen die Jungsozialisten und andere linke Kreise unter dem Deckmantel der «Verteilgerechtigkeit» zum Angriff auf das Erfolgsmodell Schweiz. Den ersten Schritt auf dem Weg zur Überwindung des Kapitalismus bildet die populistische 1:12-Initiative. Anschliessend folgen weitere sozialistische Träumereien wie die Mindestlohn- und die Erbschaftssteuer-Initiative. Der antiliberale Zeitgeist findet sich aber auch zur Rechten. So läutet die am 9. Februar 2014 zur Abstimmung kommende Masseneinwanderungs-Initiative der SVP eine Serie von Anti-Einwanderungsinitiativen ein. Diese Vorlagen verkennen, dass die geforderte planwirtschaftliche Kontingentierung viele Arbeitsplätze und Wohlstand kostet und mit der Gefährdung der bilateralen Verträge ein wichtiger Grundpfeiler des Erfolgsmodells Schweiz aufs Spiel gesetzt wird.

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Planwirtschaft?

Nein

Ihr Engagement zählt!

zu 1:12

Gegen staatliche Lohnkontrolleure. Liberaler Widerstand – jetzt! www.liberalerwiderstand.ch

Ins_Lokalinfo_116x150_FDP_Widerstand.indd 2

chen Staatsebenen dirigistische Entwicklungen überhandnehmen. So wollen im Kanton Zürich linke und grüne Kreise beispielsweise einen Solarzwang in gewissen Ortsteilen einführen. Wo bleiben da, bitte schön, die Eigentumsrechte als bewährte liberale Basis für wirklich nachhaltige Lösungen? Leider macht der Interventionismus auch auf lokaler Ebene vor nichts halt. Als Beispiel seien die unzähligen Vorlagen für immer mehr subventionierten Wohnraum in der rot-grünen Stadt Zürich erwähnt. Wir sind an einem Punkt angelangt, an welchem alles planwirtschaftlich reguliert werden soll, vom Wohnungsbau über die Zuwanderung bis hin zu Energiepolitik und Arbeitsmarkt. Gegen diese Fehlentwicklung wehrt sich unsere Partei! Wenn freiheitliche Werte von links und rechts in Frage gestellt werden, weil es kurzfristig besser tönt, ist es an der Zeit, liberalen Widerstand zu leisten – aus Liebe zur Schweiz.

Aus Liebe zur Schweiz.

Damit die Bewegung auch die notwendige Wirkung erzielen kann, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Ermuntern Sie persönlich in Ihrem Umfeld zum liberalen Widerstand, wenn Sie mit planwirtschaftlichen Forderungen konfrontiert werden. Wehren Sie sich konsequent gegen unnötige Gesetze und den grassierenden Regulierungseifer. Nur dank Ihrem Engagement in der jeweiligen Gemeinde kann die Kampagne zu einer wichtigen Bewegung werden – und eine solche braucht es, damit die Wählerinnen und Wähler die Notwendigkeit freisinniger Politik wieder erkennen. Weitere Informationen:

www.liberalerwiderstand.ch 09.10.13 09:08

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Zürich

Staatliches Lohndiktat mit Steuer- und AHV-Ausfällen

NEIN zur 1:12-Initiative Die 1:12-Initiative der Jungsozialisten läuft diametral der liberalen Grundhaltung der Freisinnigen entgegen: Sie will mehr staatliches Diktat und weniger freiheitliche Lösungen. In Zukunft sollen Löhne nicht mehr zwischen Unternehmen, Mitarbeitenden und Gewerkschaften ausge­ handelt, sondern durch den Staat diktiert werden. Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband Mit der 1:12-Initiative, der Mindestlohninitiative, der Erbschaftssteuer auf Bundesebene und der Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen fährt die Linke einen Frontalangriff auf das Erfolgsmodell Schweiz, verbunden mit massiven Staatseingriffen. Alle diese Vorhaben schaffen keine Arbeitsplätze und schaden letztlich dem Wohlstand in der Schweiz. Grundsätzlich beruht die 1:12-Initiative auf der Utopie, dass mit einer Lohnobergrenze Gelder frei werden, um die tiefsten Saläre aufzustocken. Hand aufs Herz: Kennen Sie einen einzigen Fall, wo wegen Bonuskürzungen in der Chefetage die untersten Löhne gestiegen sind? So funktioniert die freie Marktwirtschaft einfach nicht, das sind klassenkämpferische, sozialistische Modelle.

Sinkende Löhne auf allen Stufen In der Praxis wird die 1:12-Initiative dazu führen, dass nicht nur der Druck auf die untersten Einkommen zunimmt, sondern auch eine generelle

Bei Annahme der Volksinitiative würden Unternehmen und ihre Organisationsfreiheit wesentlich eingeschränkt», Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband.

Senkung des Lohngefüges in einem Unternehmen droht. Denn wenn die Saläre der Führungskräfte sinken, hat dies auch Einfluss auf die Löhne der übrigen Mitarbeiter. Letztlich spiegeln sich in einem Lohngefüge innerhalb eines Unternehmens auch immer unterschiedliche Verantwortungen, Ausbildungen und Erfahrungen. Auch nach einer Annahme der Initiative wäre dies nicht anders. Wenn

der Chef plötzlich massiv weniger verdient, hat dies ebenfalls Auswirkungen auf die Angestellten. Die Swisscom hat exemplarisch durchgerechnet, was eine 1:12-Regel in ihrem Unternehmen für Folgen hätte. Das Resultat: 5000 Löhne müssten bei einem Ja angepasst werden.

Angriff auf Sozialpartnerschaft Eine willkürlich gewählte Lohnspan-

ne von 1:12 ist ein unnötiger und schädlicher Eingriff in die heutige Vertragsfreiheit. Mit einem staatlichen Lohndiktat werden die Sozialpartner ausgebremst. Gerade bei den niedrigen und mittleren Löhnen spielen die Sozialpartnerschaft und die Gesamtarbeitsverträge (GAV) jedoch eine wichtige Rolle. Seit 100 Jahren ist das System der Gesamtarbeitsverträge deshalb stets ausgebaut worden. Ein Blick auf die Fakten zeigt, dass sich die Sozialpartnerschaft bewährt hat: ›  Seit 2001 ist der Anteil Arbeitnehmende, die einem GAV unterstellt sind, von 38 auf 49 Prozent angestiegen. ›  In den letzten fünf Jahren hat die Zahl der Gesamtarbeitsverträge, die Mindestlöhne kennen, um 19 Prozent zugenommen. ›  Heute sind 1,3 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, insbesondere auch im Gastgewerbe, im Personalverleih und im Reinigungsgewerbe, solchen Gesamtarbeitsverträgen unterstellt. Die starre 1:12-Initiative schwächt dieses bewährte und typisch schweizerische System. Die Sozialpartner, beziehungsweise Arbeitgeber und

Negative Folgen für den Kanton Zürich ›   W ird die Initiative angenommen, ist im Kanton Zürich und seinen Gemeinden mit Steuerausfällen von rund 188 Millionen Franken pro Jahr zu rechnen. Im schlimmsten Fall sogar bis zu 400 Millionen jährlich, wie eine Studie der Universität St. Gallen zeigt.

›   Mit einer Annahme der Initiative wäre die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Zürich gefährdet. «Gravierende Nachteile für die künftige Wettbewerbsfähigkeit sind zu befürchten», schreibt der Zürcher Regierungsrat.

›   Der Wegzug von guten Steuerzahlern und Unternehmen aus dem Kanton Zürich ist zu erwarten.

›   F ür den Lebensstandard ist nicht das Verhältnis zum Höchstlohn massgebend, sondern das verfügbare Einkommen. «Das allgemeine Lohnniveau wird jedoch nicht angehoben», heisst es weiter seitens Regierungsrat.

›   Ausfälle bei Steuern würden die ohnehin schon tiefroten Budgetzahlen von Stadt und Kanton Zürich weiter verschlechtern. Und auch der AHV würden massive Beträge fehlen, was wiederum negative Auswirkung auf alle Kantone hat.

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›   Z ürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) und der Zürcher Finanzvorsteher Daniel Leupi (GP) glauben, dass eine Einführung der Lohnbegrenzung die Stadt Zürich erheblich treffen würde.

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Zürich

Arbeitnehmer, sollen weiterhin ihre Löhne festlegen, und nicht der Staat.

Höhere Steuern und AHV-Beiträge für alle Unser Sozialstaat ist auf die hohen Einkommen angewiesen. Über die Sozialversicherungen und die Steuern werden jährlich Milliarden von Franken von den besser Verdienenden zu den weniger gut Verdienenden umverteilt. Um nur ein Beispiel zu nennen: Die zehn Prozent der Angestellten mit den höchsten Löhnen bezahlen rund 75 Prozent der direkten Bundessteuern. Ähnlich sieht es bei der AHV aus: Die 1:12-Initiative führt zu jährlichen Ausfällen von bis zu 2,5 Milliarden Franken, wie eine kürzlich erschienene Studie der Universität St. Gallen zeigt. Das entspricht über 1,3 Millionen AHV-Monatsrenten. Auch bei der direkten Bundessteuer fehlen bis zu 1,5 Milliarden Franken im Jahr. Hinzu kommen massive Ausfälle für Kantone und Gemeinden. Dies bleibt nicht ohne Folgen: Mittelstand und KMU werden zur Kasse gebeten, um diese Löcher Jahr für Jahr mit höheren Steuern und Abgaben zu stopfen.

Auslagern und wegrationalisieren Die 1:12-Initiative ist ein gefährlicher sozialpolitischer Bumerang. Sie wird in der Realität dazu führen, dass

Unternehmen vermehrt Stellen im Tieflohnbereich auslagern oder wegrationalisieren, um das starre staatliche Lohndiktat zu erfüllen. Dies erhöht wiederum den Druck auf die tiefen Löhne. Leidtragende werden aber nicht nur die weniger gut qualifizierten Mitarbeitenden sein, sondern auch diejenigen mit guten Qualifikationen. Die Initiative kann auch zu einer generellen Senkung des Lohngefüges in einem Unternehmen führen. Denn sinken die obersten Löhne, sinken auch die Einkommen auf den Funktionsstufen darunter. Das alles kann nicht im Interesse der Schweiz sein. Mit der 1:12-Initiative verlieren wir alle.

fen, falls die 1:12-Regel nicht eingehalten wird. Doch damit nicht genug, denn in der Initiative steht wörtlich: «Als Lohn gilt die Gesamtsumme aller Zuwendungen (Geld, Sach- und Dienstleistungen), welche im Zusammenhang mit einer Arbeitstätigkeit entrichtet werden.» Nimmt man dies ernst, ist die Bürokratie fast grenzenlos. Geschenke und Arbeitsessen müssten zum Lohn dazugerechnet werden. Der Staat müsste beginnen, Quittungen zu kontrollieren.

Neuansiedlungen von Firmen behindert Mit der Juso-Initiative setzen wir nicht nur unsere Errungenschaften aufs Spiel, sondern verbauen uns die Ent-

Staatliche Lohnkontrolleure Diktiert der Staat ein fixes Verhältnis zwischen dem tiefsten und dem höchsten Lohn in einem Unternehmen, muss er dieses auch kontrollieren und durchsetzen. Das ist sehr aufwendig bei all den Schlupflöchern, welche die Initiative offen lässt. Der staatliche Kontrollaufwand wäre enorm. Die Initiative führt damit zu teuren Leerläufen und hohen Verwaltungskosten. Das trifft alle, ganz besonders die KMU. So müssten bei Annahme der Initiative staatliche Lohnkontrolleure die Gehälter in den über 300 000 Schweizer Firmen flächendeckend kontrollieren und Sanktionen ergrei-

www.1-12-nein-zh.ch Zürcher Komitee F ÜR EI N E STARKE SCH WEI Z M I T Z UKUN F T

wicklungsmöglichkeiten. Und diese brauchen wir, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Der heute flexible Regulierungsrahmen hilft nicht nur den angestammten Schweizer Unter-

nehmen im internationalen Konkurrenzkampf, er ist offensichtlich auch attraktiv für neu zuziehende Firmen. Sie haben während der letzten Jahre zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen. Diese Firmen sind besonders an einem Arbeitsrecht interessiert, das ihnen genügend Freiraum bei der Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen lässt. Doch genau das verhindert die 1:12-Initiative und schadet so dem Werkplatz Schweiz, weil sie die Neuansiedlung von ausländischen Firmen und Arbeitsplätzen behindert und neue Investitionen von bestehenden Firmen gefährdet.

Eigengoal verhindern Ein Blick ins Ausland genügt, um die negativen Folgen von übertriebenen staatlichen Eingriffen in die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt zu sehen: Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Löhne sind tief, eine Sparrunde jagt die nächste, und die Wirtschaft schrumpft. Ganz Europa beneidet die Schweiz um die rekordtiefe Arbeitslosigkeit, die guten Löhne und unsere Firmen, die dank dem Zusammenspiel von Grossunternehmen und KMU weltweit erfolgreich sind. Warum sollten wir mit der Juso-Initiative ohne Grund ein Eigengoal schiessen und unser Erfolgsmodell aufs Spiel setzen? Darum: Hände weg von sozialistischen Experimenten auf Kosten der Schweiz. NEIN zur 1:12-Initiative!

«Lohndeckelung bedeutet Steuer- und AHV-Ausfälle in Millionenhöhe» Albert Leiser Gemeinderat FDP und Direktor HEV ZH

Alfred Heer Nationalrat und Präsident SVP ZH

Dr. Josef Wiederkehr Kantonsrat CVP und Unternehmer

Alex Gantner Kantonsrat FDP

Willy Haderer Kantonsrat SVP und Unternehmer

Thomas Vogel Kantonsrat und Fraktionspräsident FDP

www.1-12-nein-zh.ch Abst. 24. November 2013 Zürcher Komitee «NEIN zum staatlichen Lohndiktat» c/o KGV Zürich, PF 2918, 8021 Zürich

F Ü R E I N E S TA R K E SCHWEIZ MIT ZUKUNF T

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Rückblick Bildungsworkshop der FDP Kanton Zürich

Duale Berufsbildung: Garantin des Schweizer Erfolgsmodells Für einmal durfte die Präsidentin der Bildungskommission der FDP Kanton Zürich, Kantonsrätin ­Sabine Wettstein, mitten in der KMU-Welt zum bereits traditionellen Bildungsworkshop einladen. Unter dem Titel «Selbstverwirklichung oder Arbeitsmarktfähigkeit» setzten sich die Teilnehmenden mit möglichen Laufbahnen innerhalb unseres Bildungssystems von der Grund- bis zur Weiterbildung ganzheitlich auseinander. Gastgeberin war Claudia Eberle-Fröhlich, Inhaberin der Fröhlich Info AG in Zollikon und FDP-Mitglied. Hans-Ulrich Bigler, Mitglied der Bildungskommission FDP Kanton Zürich Den Teilnehmenden bot sich gleich zu Beginn die Chance, das kleine, aber vielseitige Medienunternehmen – nebst Druck, Weiterverarbeitung und Informatik-Dienstleistungen wird auch der «Zolliker Bote» verlegt – bei der Arbeit kennenzulernen. Im Anschluss daran plädierte die engagierte Unternehmerin Eberle dafür, bei der Lehrlingsselektion auch schwächeren Schulabgängern eine Chance für den Berufseinstieg zu geben. Entscheidend sei nicht nur das schulische Wissen, sondern auch das individuelle Potenzial und die Persönlichkeit. Versierte Bildungsfachleute aus den eigenen Reihen der FDP-Bildungskommission begleiteten in der Folge durch den Abend. Zur Darstellung gelangte zunächst die Vielseitigkeit des dualen Berufsbildungssystems in all seinen Facetten. Dank den sogenannten Passerellen besteht heute ein hohes Mass an Durchlässigkeit. Abgestimmt auf die individuelle PersönlichkeitsEntwicklung der Jugendlichen kann die Laufbahn quasi massgeschneidert werden. Namentlich die Berufslehre mit ihrer Ausrichtung auf die Arbeitsmarktfähigkeit sorgt im Arbeitsmarkt für eine hervorragende Positionierung.

Bildungswege nicht gegeneinander ausspielen Im Hinblick auf den oft favorisierten akademischen Bildungsweg über das Gymnasium an die Universität hielt der ehemalige Rektor der kantonalen

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FDP. Die Liberalen Frauen Kanton Zürich Donnerstag, 21. November 2013, 19.00–21.30 Uhr

Eine Teilnehmerin brachte es in der Diskussion auf den Punkt: «Ich bin absolut begeistert von der Vielfältigkeit unseres Bildungssystems.»

Maturitätsschule für Erwachsene, Heinrich Strebel, kritisch fest, dass der akademische Weg einzig von der Qualität lebe. Sekundiert wurde er durch den Bildungsexperten Jean-Jacques Bertschi, der sich dafür aussprach, die verschiedenen Bildungswege nicht gegeneinander auszuspielen, sondern im Sinne der Qualitätssicherung die verschiedenen Profile noch vermehrt zu schärfen. Entscheidende Grösse sei die Maturitätsquote, die angesichts des demografischen Rückgangs nicht unbedacht nach oben geschraubt werden dürfe. Dass sich der akademische Weg auch via Lehre/Berufsmaturität mit anschliessender Fachhochschule anstreben lässt, zeigte Michel Baumgartner, Fachhochschulrat, auf. Ebenso unterstützte er die Stärkung und bessere Finanzierung der höheren Berufsbildung. Weiterführende Links: Thesen Berufsbildungstagung 2013 unter

http://www.fdp-zh.ch/die-partei/ kommissionen

Auftreten und Überzeugen Tipps für einen wirkungsvollen, authentischen Auftritt. Workshop mit Lucia Bleuler, Coach für Image Management, Trainerin und Expertin für «Savoire Vivre» (luciableuler.ch). Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Gewinnendes und selbstbewusstes Auftreten ist lernbar. Eine der Schlüsselqualifikation erfolgreicher Leute ist das sichere und gewandte Auftreten. Wie setzen Sie Ihre Körpersprache erfolgreich ein? Was sollten Sie auf keinen Fall tun oder sagen? Wie eröffnen Sie eine Konversation? Welches sind Knigge-Fallen? Solche und andere Fragen beantwortet unsere Referentin. Denn Ihr Auftritt ist Ausdruck Ihrer Persönlichkeit und Ihrer Überzeugungskraft. Haltung, Mimik und Gestik spielen dabei eine wichtige Rolle. Wer wirkt, bewirkt! Im Anschluss beim Apéro haben Sie Gelegenheit, professionellen Small Talk zu praktizieren. Üben Sie, wie Sie sich in ein Gespräch einklinken und ausklinken können. Learning by doing, das Gelernte anwenden, Kontakte knüpfen und interessante Frauen der Politik näher kennenlernen. Die Veranstaltung ist öffentlich: Alle interessierten Damen sind herzlich eingeladen. Unkostenbeitrag CHF 60.—. Ort: Erlengut in Erlenbach (erlenbach.ch, Erlengutstrasse 1a), 5 Minuten vom Bahnhof Erlenbach. Parkplätze vorhanden. Organisation: FDP Frauen des Kantons Zürich | fdp-frauen-zh.ch Anmeldung: Name, Vorname: Wohnadresse: Telefon: E-Mail: Anmeldungen bis 18. 11. 13 an: Sibylla Stoffel-Hahn, Hubrainstrasse 23, 8124 Maur Tel 079 292 66 52 | sibylla.stoffel@gmail.com

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