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100 Jahre FC Horgen 1902 –2002
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Die Aufzeichnungen in dieser Publikation erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie stellen lediglich einen Querschnitt durch die 100-jährige Geschichte des FC Horgen dar. Redaktion Lukas Schumacher, Urs Schilling Heribert Gebhard, Jacques Isler Peter Schmid, Ernst Stünzi, Lily Füeg Bildmaterial André Springer Mitglieder des FC Horgen Dank Die Herausgabe der Jubiläumsschrift wurde möglich dank Sponsoring der Visiolink AG und der Printlink AG.
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Der Ball heute und vor mehr als 100 Jahren
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Grussworte Walter Bosshard, Reinhard Zweifel, Peter Rupp und Köbi Kuhn
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Sportliche Höhepunkte Regionalmeister 1954 Aufstieg 1998 Cup Achtelfinal: FC Horgen–FC Luzern FC Horgen–Bayer Leverkusen
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Junioren/Damen Junioren- und Damenmannschaften, Schülerturnier, Fulbito
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Senioren/Veteranen Die Seniorenabteilung
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Gönnervereinigung/Club 2000 Der Fussball und das liebe Geld
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Veranstaltungen und Ausflüge Kränzli 1931 75 Jahre FC Horgen! Weihnachtsfeier 2001 Geheime Olympiavorbereitung in Igls? Skiweekend in Arosa
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Zum Schmunzeln Kleinigkeiten zum Schmunzeln und Nachdenken Football-English anno 1931
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Statistik Präsidenten, Ehrenmitglieder, NLA-Spieler aus dem Nachwuchs
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Die Geschichte des FC Horgen
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Grussworte
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Fussball – in Horgen fest verankert Zu einer attraktiven Gemeinde gehören nicht nur vielseitige Wohn- und Arbeitsangebote, es gehören auch entsprechende Freizeitangebote im kulturellen, gesellschaftlichen und sportlichen Bereich. Horgen darf sich diesbezüglich glücklich schätzen: Wir haben ein aktives Dorfleben, das getragen wird von vielen Vereinen. Das gilt speziell auch für den Sport. Wer in unserer Gemeinde Sport treiben will, findet ein breites Angebot, kann seinem Hobby frönen. Zu den traditionsreichen, aber zugleich auch erfolgreichsten Horgner Sportvereinen gehört zweifellos der Fussballclub. Seit 100 Jahren ist er in Horgen aktiv. Und aktiv sein heisst für diesen Verein im wahrsten Sinne des Wortes Aktivitäten entfalten. Ausdruck dieses aktiven Vereinslebens sind zweifellos die grosse Mannschaftszahl, aber auch die jährlich durchgeführten Schüler- und Grümpelturniere. Der Fussballclub ist – das war schon vor 50 Jahren so – der mitgliederstärkste Horgner Sportverein. Was ist sein Geheimrezept? Der Fussball hat über Generationen hinweg nichts an Attraktivität, nichts an Faszination verloren. Er ist und bleibt die Sportart Nr. 1. Das gilt, insbesondere was die Breitenwirkung anbelangt, auch für unsere Gemeinde. Dieser Dauererfolg wäre aber nicht möglich ohne das grosse Engagement zahlreicher Helferinnen und Helfer im Vorderund Hintergrund. Allen diesen engagierten Personen danke ich an dieser Stelle recht
Walter Bosshard
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herzlich. Das Geheimrezept heisst: persönliches Engagement. Dem Fussballclub kommt in Horgen aber auch eine grosse gesellschaftliche Bedeutung zu. Es gibt keine zweite Organisation, die das Thema Integration so effektiv umsetzt wie der Fussballclub: Das Miteinander von Jung und Alt, aber auch das Miteinander von aktiven Menschen verschiedenster Nationen ist hier eine Selbstverständlichkeit. Der Fussballclub ist ein aktiver, positiver Teil unserer Gemeinde. Ich bin überzeugt, dass er nicht nur eine traditionsreiche Vergangenheit hat, ich bin überzeugt, dass er auch eine herausfordernde Zukunft vor sich hat. Diese Herausforderung gilt es anzunehmen. Ich wünsche dem Fussball Club Horgen eine aktive Zukunft. Horgen zählt auf seinen Fussballclub. Walter Bosshard Gemeindepräsident
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100 Jahre FC Horgen Der FC Horgen feiert seinen 100. Geburtstag. Dazu gratuliere ich im Namen des Fussballverbandes Region Zürich dem Verein, seinen Mitgliedern und Funktionären ganz herzlich und verbinde damit den aufrichtigen Dank für die im Dienste des Breitensports und der Jugendförderung geleistete Arbeit. Da ich selber seit Jahrzehnten als Funktionär im Breitensport tätig bin, kann ich ermessen, welch gewaltiger Aufwand,welcher Idealismus und welche Begeisterung immer wieder nötig sind, um einen Verein «in Form» zu halten. Zwei Weltkriege und mindestens eine grosse Weltwirtschaftskrise fallen in die letzten 100 Jahre. Dennoch hat sich unser Fussballsport in dieser Zeit stetig weiterentwickelt. Aus dem Sport einiger «Angefressener», der in den ersten Jahrzehnten von den arrivierten Sportvereinen belächelt und mit Häme überhäuft wurde, ist der grösste Sportverband der Welt entstanden. Fussball ist im Verlaufe der Zeit weit über seine sportliche Bedeutung hinaus zu einer festen Grösse in unserer Gesellschaft geworden. Dies ist nicht zuletzt all den vielen Amateurvereinen zu verdanken, welche von ehrenamtlichen Funktionären mit Begeisterung und Kompetenz geführt wurden und werden. Der FC Horgen gehört zu den Vereinen, die sich mit nimmermüdem Einsatz stets auf der Höhe seiner Aufgaben zeigte und neue Herausforderungen mit Schwung und Elan anpackte.
Reinhard Zweifel
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Heute gehört der Jubilar mit seinen zweiundzwanzig Mannschaften, davon allein achtzehn Jugend- und Mädchenteams, zu den grösseren Vereinen der Region Zürich. Der 100. Geburtstag ist ein Anlass, den man nicht einfach zur Kenntnis nimmt und dann zur Tagesordnung übergeht. Es freut mich deshalb, dass der FC Horgen die Gelegenheit wahrnimmt, mit einer Chronik die Vergangenheit Revue passieren zu lassen und so an all jene zu erinnern, welche den jubilierenden Verein geprägt und zu dem gemacht haben, was er heute ist. Für die Zukunft wünsche ich dem Jubilar alles Gute, viel Erfolg und immer wieder Menschen, welche bereit sind, sich für ihren Verein und für ihren Sport zu engagieren und ihre Freizeit für den so wichtigen und sinnvollen Einsatz zu Gunsten der Jugendlichen zu opfern. Happy Birthday, FC Horgen! Reinhard Zweifel Präsident, Fussballverband Region Zürich
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100 Jahre FC Horgen – dem Fussball zuliebe Liebe Fussballfreunde. Die ganze Welt spielt Fussball. Ein Spiel mit einer langen und bewegten Geschichte, so einfach zu verstehen und zu spielen und doch so schwer zu beherrschen. Eine Sportart für Männer und Frauen, für Jungen und Mädchen, eine Sportart, die von mehr als 200 Millionen Menschen auf der ganzen Welt aktiv betrieben wird. Ein Spiel, das man immer und überall spielen kann, das beliebteste Spiel derWelt. Verantwortlich für den Fussball in all seinen Facetten in Horgen ist seit 100 Jahren der Fussball Club Horgen. Für viele Menschen beruht die Faszination auf der Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, welche der Fussball schafft. Die Traditionen des Spiels sind tief verankert und werden von jenen, die sie selbst geschaffen haben, ebenso gepflegt wie von denen, die es schätzen, dass die Werte der Gegenwart durch die Werte der Vergangenheit bestimmt werden. Wir freuen uns, dass wir mit unseren Feierlichkeiten und mit dieser Jubiläumsschrift auch in der Region unserer Rolle als Bewahrer der Fussballtradition gerecht werden können. Die Geschichte des FC Horgen ist umfangreich und besitzt viele Facetten. Wir sind stolz auf diese Geschichte. Unser Stolz auf den Jubilar möchten wir mit dem Inhalt dieser Schrift zum Ausdruck bringen.
Peter Rupp
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Dankeschön. Wir wissen, dass die FIFA im Jahre 1904 gegründet wurde, unser FC Horgen aber bereits zwei Jahre früher. Die Gründerväter waren in der Tat Pioniere, denn in jener Zeit brauchte es Mut, Weitblick und Durchstehvermögen, um einen Verein durchzubringen. Dies sind Tugenden, welche sehr oft im Schatten schneller Erfolge stehen. Mit dem heutigen Jubiläum aber wollen wir diese Werte für einmal ins verdiente Licht rücken und allen Freunden und Kameraden sehr herzlich danken für den enormen ideellen und materiellen Einsatz zum Wohle des FC Horgen. Speziell danken möchten wir an dieser Stelle der Gemeindebehörde Horgen und den Bürgerinnen und Bürgern, welche uns während diesen hundert Jahren wohlwollend unterstützt haben.Wir brauchen diese Unterstützung, um unsere Aufgaben erfüllen zu können. Nochmals vielen Dank. Durch den Fussball wird für mich die Zukunft zur Vergangenheit. So wird auch das Band, das die Menschen mittels Fussball verbindet, weiter intakt bleiben – nicht zuletzt auch durch den Beitrag, welchen der FC Horgen leisten kann. Es liegt mir sehr daran, dass ich im Rahmen dieser Schrift doch einige Gedanken über unseren Beitrag machen kann. Guter Sport. Wir sind einer der grössten und ältesten Fussballclubs der Schweiz. Unser Potenzial ist enorm und der Zulauf an Spielern, insbesondere bei den Jugendlichen, ist ungebremst hoch. Wir unterstützen und fördern die gezielte sportliche
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Entwicklung breiter Bevölkerungskreise. Es liegt uns viel daran, uns laufend zu entwickeln und unsere sportlichen Ziele seriös und nachhaltig anzugehen. Lebendige Gesellschaft. Genauso wichtig wie die sportliche Seite sind für uns die gesellschaftlichen Aktivitäten. Sport und Gesellschaft sind ja auch nicht zu trennen. Sinnvolle Freizeitbeschäftigungen und Rückhalt in einer gut funktionierenden Gemeinschaft gewinnen immer mehr an Bedeutung. Der Mensch soll sich im Kreise der grossen FC-Familie wohl und verstanden fühlen und zwar einfach so, wie er ist. Die guten Inhalte unserer gesellschaftlichen Aktivitäten sind letztendlich auch die Basis, um als Sympathieträger auftreten zu können. Nachwuchsförderung. Vor dem Hintergrund gravierender sozialer Probleme ist der Sport für viele Jugendliche und Eltern von grösster Bedeutung. Diese Problematik ist uns bewusst, weshalb wir die Jugend- und Nachwuchsförderung gezielt auf- und ausgebaut haben. Unsere Juniorenabteilung ist eine der bedeutendsten im Fussballverband. Wir sind stolz auf diese Perle. Basis für den Junioren- und Jugendfussball bildet ein neu ausgearbeitetes Reglement, welches durch kompetente Leitung und die gut ausgebildeten Trainer umgesetzt wird. Image. Unser Auftreten und unsere Aktivitäten wollen wir attraktiv und nachhaltig gestalten, denn wir wollen ein sympathischer Club und Partner sein. Die Dynamik,
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welche diese Sportart auf Trab hält, macht auch uns ab und zu einen Strich durch die Rechnung, indem uns ganz drastisch die Grenzen des Machbaren gesetzt werden. Dessen unbeirrt, wollen wir fortwährend im Rahmen unserer Werthaltung den Weg suchen und gehen und dies zum Wohle unseres Jubilars, dem Fussball Club Horgen. Hundert Jahre und kein bisschen müde. Dies ist der FC Horgen. Wir wollen dieses Jahr den Startschuss geben für weitere 100 Jahre Fussballgeschichte. Im FIFA-Museum habe ich ein Aquarell aus dem Jahre 1902 gesehen. Auf dem Bild gehen zwei Mannschaften mit Händen und Füssen aufeinander los. Dieses Bild trägt den Titel «Schmutzige Lümmel». Dies dokumentiert die Kultivierung dieser Sportart, denn mindestens so alt wie dieses Bild ist auch die Entwicklung des Fussballsports. Ich wünsche dem Jubilar für die nächsten 100 Jahre eine gedeihliche Entwicklung und allen Funktionären und Mitgliedern Wohlergehen und Zufriedenheit. Euer Peter Rupp Präsident des FC Horgen
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Fussball, gestern – heute – morgen Wer wie ich beinahe fünfzig Jahre Fussball auf allen Ebenen miterlebt und mitgelebt hat, darf mit gutem Gewissen über diese Zeitspanne und darüber hinaus einige Gedanken formulieren. Meine Zeitreise in die Vergangenheit der fünfziger Jahre war mindestens teilweise mit mühsamem Kramen im Gehirnnähkasten verbunden. Doch wurde mir dabei erst richtig bewusst, dass ich eine spannende Epoche des Schweizer Fussballs miterleben und auch etwas mitprägen durfte. Mein Weg vom Strassen- und Wiesenkicker zu Spitzenfussball begann, soweit ich mich zurückerinnern kann, in frühester Jugend und verschlug mich wie alle gleichaltrigen Spielkameraden zum ersten Verein, dem Turnverein, wo wir nach heutigem Sprachgebrauch unsere koordinativen Fähigkeiten unbewusst ausbildeten. Mein Schlüsselerlebnis, welches zum «Traum», Fussballspieler zu werden, erwuchs, war für mich die beneidenswerte Aufgabe, an der Weltmeisterschaft 1954 im Hardturm-Stadion Programmhefte zu verkaufen. Die Spielkunst der Ungarn, insbesondere diejenige meines Idols Ferenc Puskas, begeisterte mich und ich war sehr stolz, so nahe am Spielfeld meinen Vorbildern zuschauen zu dürfen. Nach dieser Weltmeisterschaft gab es für den gut Zehnjährigen kein Halten mehr. Jetzt musste es ein Fussballclub sein, dem ich unbedingt beitreten wollte, obwohl ich das damals notwendige Alter von zwölf
Köbi Kuhn
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Jahren noch nicht erreicht hatte. Der FC Wiedikon, wo schon meine älteren Kameraden spielten, war mein Wunschverein. Nach den Stationen C-Junioren mit einem wöchentlichen Training bis hinauf zur ersten Mannschaft in der 2. Liga mit zweimaligem Training wechselte ich auf Drängen des FCZ-Präsidenten Edy Naegeli im Sommer 1960 zum FC Zürich. Hier herrschten zu Beginn noch wirkliche Amateurbedingungen. Man trainierte drei Mal wöchentlich am Abend um 18.30 Uhr. Erst in den darauf folgenden Jahren entwickelte sich der Schweizer Fussball zum Halbprofessionalismus und in den vergangenen zwanzig Jahren zum Vollprofitum. Heute ist tägliches Training Alltag geworden. In den Clubs mit Junioren-Spitzenfussball, wo beispielsweise hauptamtliche Trainer die U-14-Junioren trainieren, oder in den Basisausbildungszentren des Verbandes, in denen sich Schule und Fussball zusammengefunden haben, ist Training untertags mit der nötigen Erholungszeit für die Jungs bereits Routine. Nach ihrer Zeit im «Centre de préformation» werden die Fähigsten den Weg in die Ausbildungszentren der Clubs finden. Hier wird ihnen die Möglichkeit geboten, den Beruf des Fussballers in einer vierjährigen Lehrzeit mit eidgenössischem Fähigkeitsausweis abzuschliessen. Morgen, was wird morgen sein? Fussball wird auf der ganzen Welt immer professioneller. Das zukünftige Freizeitverhalten der Menschen wird noch vermehrt durch Fussball bestimmt sein. Die
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Massenmedien verbreiten das Fussballgeschehen schon heute rund um den Globus und werden das in Zukunft noch breiter anbieten. Im technischen Bereich wird die Individualisierung des Trainings, d.h. das Eingehen auf die konkreten Bedürfnisse des Spielers und seiner Position, mehr Raum einnehmen, als es heute der Fall ist. Der Headcoach der Zukunft wird einen Staff von Spezialtrainern führen, die sich jeweils um Kondition, Rehabilitation, Torhüter, Stürmer, Angriff oder Abwehr speziell kümmern. Fussball war und ist spannend und wird es auch bleiben! Dem FC Horgen gratuliere ich zum 100-Jahr-Jubiläum recht herzlich und wünsche der ersten Mannschaft den baldigen Wiederaufstieg in die 1. Liga. Köbi Kuhn Schweizer Nationaltrainer (ehemaliger Trainer FC Horgen)
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Grussworte Walter Bosshard, Reinhard Zweifel, Peter Rupp und Köbi Kuhn
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Sportliche Höhepunkte Regionalmeister 1954 Aufstieg 1998 Cup Achtelfinal: FC Horgen–FC Luzern FC Horgen–Bayer Leverkusen
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Junioren/Damen Junioren- und Damenmannschaften, Schülerturnier, Fulbito
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Senioren/Veteranen Die Seniorenabteilung
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Gönnervereinigung/Club 2000 Der Fussball und das liebe Geld
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Veranstaltungen und Ausflüge Kränzli 1931 75 Jahre FC Horgen! Weihnachtsfeier 2001 Geheime Olympiavorbereitung in Igls? Skiweekend in Arosa
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Zum Schmunzeln Kleinigkeiten zum Schmunzeln und Nachdenken Football-English anno 1931
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Statistik Präsidenten, Ehrenmitglieder, NLA-Spieler aus dem Nachwuchs
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Die Geschichte des FC Horgen
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Sportliche Hรถhepunkte
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Regionalmeister 1954 Der erste grosse, sportliche Höhepunkt in der Geschichte des FC Horgen war die Saison 1954. Nach einer langen und spannenden Meisterschaft lagen die Horgner und der FC Wädenswil vor der letzten Runde nur einen Punkt auseinander. Somit wurde das letzte Spiel des FC Horgen in Höngg zum ersten Finale. Mit einem Sieg konnten sie sich den Gruppensieg sichern. Auf souveräne Art und Weise bezwangen die Horgner die Stadtzürcher mit 2:0 und schlossen die Saison auf dem ersten Platz ab. Finalspiel gegen den FC Polizei. Doch der Gruppensieg war noch nicht genug, die Horgner weiter hungrig nach mehr. Zuversichtlich schaute man dem Regionalfinale gegen den FC Polizei entgegen, hatte man doch einen gefürchteten Sturm und die sicherste Verteidigung der ganzen Gruppe. Diese Verteidigung wurde zusätzlich verstärkt durch den Anfang Saison vom NLA-Club FC Aarau zurückgeholten Goalie und späteren Präsidenten Jacques Isler. Er brachte die Erfahrung von 11 Jahren Nationalliga-Fussball und diversen internationalen Spielen, unter anderem gegen den FC Barcelona vor 80 000 Zuschauern, mit und kassierte während der ganzen Saison nur gerade 11 Tore. Zuversichtlich ging man deshalb ins Spiel gegen den FC Polizei. Doch so einfach wie gedacht lief es nicht. Schnell gerieten die Horgner mit 0:2 ins Hintertreffen. Mit einer grossen Aufholjagd und viel Engagement konnte das Spiel Gruppensieger FC Horgen 1954 nach dem letzten Spiel gegen den SV Höngg. V.l.n.r.: Isler, Bossi, Näf, Schmid W., Baumann, Rieter, Meier, Beer, Boppart, Gnos, Bachmann, Stünzi, Trainer Künzle, Pajarola 1
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aber noch gekehrt werden und nach dem 3:2-Sieg standen die Horgner als Regionalmeister fest. Unter grossem Jubel kehrten die Spieler nach Hause zurück, doch das grosse Feiern musste noch warten, schliesslich stand noch das Aufstiegsspiel für die 1. Liga gegen Rorschach bevor. Aufstiegsspiel gegen den FC Rorschach. Die hochstehende Partie in Rorschach vor unglaublichen 3500 Zuschauern begann für die Horgner nach Mass. Schnell einmal führten sie mit 2:0 Toren. Kurz vor der Pause entwischte ein Rorschacher der Horgner Verteidigung und konnte den Anschlusstreffer markieren. Nach der Pause hatte Horgen das Spiel gut im Griff und der erstmalige Aufstieg war in nächster Nähe. Doch in den letzten zehn Minuten stellte sich der Fussballgott gegen die Zürcher. Zuerst verwehrte der Schiedsrichter den Horgnern einen Outeinwurf, worauf die Rorschacher die reklamierenden Horgner mit einem blitzschnellen Angriff überraschten und den Ausgleich erzielen konnten. Kurz vor Schluss kam es noch schlimmer. Nach einem Foul im Strafraum war Goalie Isler gegen den Strafstoss der Ostschweizer machtlos und musste mit ansehen, wie der Traum vom Aufstieg in letzter Sekunde doch noch platzte. Nichts desto Trotz war die Saison 1954 der bisherige Höhepunkt in der Vereinsgeschichte des FC Horgen. Auf einen weiteren Gruppensieg mussten die Spieler und Fans ganze 42 Jahre, auf den ersten Aufstieg in die 1. Liga gar 44 Jahre warten.
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Die 54er-Mannschaft hingegen vermochte den knapp verpassten Aufstieg gut wegzustecken und man traf sich noch jahrelang in derselben Formation, um entweder gemeinsam Fussball zu spielen oder sich beim gem端tlichen Zusammensein an die erfolgreiche Zeit zu erinnern.
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Aufstieg 1998 Endlich! Nach diversen Auf- und Abstiegen und der knapp verpassten Promotion 1996 gelang dem FC Horgen am 14. Juni 1998 der lang ersehnte Aufstieg in die 1.Liga, die höchste Amateurklasse der Schweiz. Nachdem die Horgner das Hinspiel im Final gegen den FC Flawil auswärts bereits mit 2:0 gewonnen hatten, erreichten sie zu Hause auf der Waldegg ein 1:0. Der Bericht von Heribert Gebhard: Riesenjubel auf der Waldegg! Jubel auf dem Spielfeld, Jubel an der Seitenlinie, Jubel bei den Fans: Der FC Horgen hat es geschafft. Nach einem eher schwachen, von Horgner Seite verkrampften Spiel erlöste Verteidiger Christian Nussbaumer mit einem herrlichen Kopftor ganz Fussball-Horgen. Flawil steigerte sich zwar gegenüber dem Hinspiel, war aber gesamthaft ohne Chance. Auf Horgens Bank herrschte Anspannung bis zur letzten Minute, obwohl die Fans schon längst in Aufstiegsstimmung waren. Man wollte auch im Heimspiel nicht verlieren. Konzentriert standen Paolo Mastroberardino und Coach Erich Stäubli an der Seitenlinie, liessen Ball und Spieler nicht aus den Augen. Mit dem Schlusspfiff löste sich die Spannung, kamen Freudenschreie über die Lippen. Mit seriöser Arbeit hatte man es geschafft. Dass das Spiel nicht von den Sitzen riss, interessierte nicht mehr. Alles ging im Jubel von Spielern und Fans unter. Horgen war erstmals in der 1. Liga – 96 Jahre nach der Gründung.
Die Horgner im Siegesrausch. Nach dem Sieg über Flawil brechen alle Dämme. 2
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Horgen wirkte verkrampft und sichtlich nervös. «In erster Linie kein Tor kassieren», war die Devise von Trainer Mastro. Es war klar, dass Flawil mit einem 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel von Beginn weg die Offensive suchen würde. Horgen agierte nervös und war darauf bedacht, den Ball möglichst schnell und weit vom eigenen Tor weg zu halten, mit der Folge, dass die Bälle postwendend zurückkamen. Die Ostschweizer waren in der ersten Halbzeit mehrheitlich in Ballbesitz, zogen in der Mitte einige gute Ballstafetten auf, waren aber insgesamt zu schwach, um den Horgnern ernsthaft gefährlich zu werden. Erst kurz vor der Pause kam nochmals Stimmung auf, als Dohner mit einem Heber den Torhüter überlisten wollte, der Ball aber knapp über das Tor flog. Im Gegenzug musste Horgens Torhüter Elmer sein ganzes Können aufbieten, um einen Schuss eines Flawilers unschädlich zu machen. Verteidiger Nussbaumers Kopftor erlöste Horgen. In der zweiten Halbzeit wurden die Horgner Angriffe etwas genauer vorgetragen, und schon ergab sich die eine oder andere Chance. So als Ruggiero den Ball in den Lauf von Schaub legte, dessen Schuss der Goalie glänzend aus der kurzen Ecke fischte. Nach einer Stunde begann Horgens stärkste Phase, als auch das Mittelfeld einmal in die Aktionen einbezogen wurde. Flawils Torhüter bekam plötzlich Arbeit und wuchs über sich hinaus. Schüsse von Helbling und Pappone lenkte er über die Latte. Ein daraus resultierender Eckball
Der Horgner Helbling bedrängt den gegnerischen Torwart.
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brachte die Entscheidung. Schaub zog den Ball von rechts in die Mitte, Nussbaumer startete im richtigen Moment und wuchtete den Ball mit dem Kopf unhaltbar in die Maschen. Der Bann war gebrochen, jetzt war es klar, dass es Horgen schaffen würde. In der Folge hatte Horgen noch die eine oder andere Gelegenheit, so scheiterte der eingewechselte Timo mit einem satten Schuss am Torhüter. Die Zeit lief für die Einheimischen, man wartete auf den Schlusspfiff. Mit diesem Schlusspfiff brachen dann alle Dämme. Riesenjubel auf und rund um das Spielfeld. Man spürte den Spielern die Erlösung an, es nun endlich geschafft zu haben. Jetzt durfte gefeiert werden. Der Champagner floss schon auf dem Platz und anschliessend gab es im Festzelt eine lange Nacht. «Winterthur, Schaffhausen, Tuggen und Red Star, wir kommen», rief ein Spieler noch, bevor er in der Spielertraube verschwand. Stimmen zum Spiel: Spiko-Chef Erich Stäubli: Ich bin glücklich. Unsere Arbeit hat sich nun bezahlt gemacht. In den elf Jahren haben wir aus einer Abstiegsmannschaft eine etablierte 2.-Liga-Elf geformt. Dank gebührt vor allem unserer Juniorenabteilung, die immer wieder Spieler für die erste Mannschaft formte. Stolz bin ich, dass der Stamm aus eigenen Spielern besteht. Trainer Paolo Mastroberardino: Ich freue mich für den Verein und die Mannschaft, die es verdient hat. Ich bin glücklich, dass auch ich dazu beitragen konnte. Es ist die Arbeit vieler im Verein. Heinz Feusi, Präsident
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Spielerfrauen schminken Zuschauer beim ersten Spiel in Flawil. 3
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Das Erfolgsduo. Die Macher des Aufstiegs, Trainer Mastro (rechts) und Coach Stäubli. 4
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Verdiente Champagnerdusche für den Torschützen Christian Nussbaumer 5 Horgner Fans an der Aufstiegsfeier gegen Flawil. Im Bild Mimmo Arcuri. 6 Mit dem Tatzelwurm der Freude demonstrieren die Horgner ihre Begeisterung. 7 5
König Massimo 8 Trainer Mastro gönnt sich eine Triumph-Zigarre. 9
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Die Identifikation mit dem FCH macht auch vor den Brusthaaren keinen Halt. 10 Bei der anschliessenden Aufstiegsfeier mussten so einige Haare lassen. 11
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FC Horgen: Ich bin überwältigt. Nebst der Mannschaft haben auch viele andere Komponenten zu diesem Erfolg geführt. Es ist ein Erfolg des gesamten Vereins. Walter Bosshard, Gemeindepräsident: Super. Ich freue mich für den Verein und für Horgen. Ich wünsche auch in der kommenden Saison viel Erfolg. Jacques Isler, ehemaliger Goalie und Präsident des FCH: Ich bin glücklich. Nach einigen Anläufen, auch schon zu meiner Zeit, hat es der Verein endlich geschafft. In erster Linie gratuliere ich Erich Stäubli. Für mich ist er der Baumeister des Erfolges. Seine Arbeit über Jahre hinweg ist nun endlich belohnt worden. Er hat es verdient. Ein wunderschöner Tag für alle FCH-ler. Böbi Elmer, Torhüter und Captain des FCH: Es hat lange Jahre gedauert, bis es endlich geklappt hat, umso grösser ist nun die Freude. Dank an alle, die an diesem Erfolg mitgearbeitet haben.
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Cup Achtelfinal: FC Horgen–FC Luzern Ein Horgner Dorffest im März ist keine Utopie. Die Achtelfinal-Qualifikation im Jahr 2000 des FC Horgen gegen den A-Verein Luzern löste eine bislang noch nie erreichte Fussball-Euphorie im Bezirkshauptort aus. Nach fünf OK- und diversen Ressortsitzungen fiel der Startschuss zum Ereignis Cupspiel schon Wochen vor dem Anpfiff. Tagelang wurde in sage und schreibe 1000 Stunden Fronarbeit geschuftet und gebaut, was das Zeug hielt. Unter der Organisation von Böbi Elmer und Erich Martig und der Hilfe von 80 Freiwilligen wurde an drei Samstagen und diversen Abenden ein kleines schmuckes Stadion errichtet. Neben den bekannten Betonstufen wurde hinter dem einen Tor eine Holztribüne erstellt und rund um den Platz eine zweistöckige Niveaustufe gebaut, damit jeder Zuschauer freien Blick auf das Feld hatte. Zudem besass die zahlreich erschienene Presse einen erhöhten Sonderbalkon, um so ungehindert vom Geschehen berichten zu können. Für diese Arbeiten wurden nicht weniger als 2250 m Gerüstladen, 8 m3 Kantholz, 500 m2 Schaltafeln und 150 kg Nägel verbraucht. Für das leibliche Wohl der Besucher waren 7 Wurststände sowie das FCClubhaus und das grosse Festzelt bereitgestellt. Unter der Leitung von Eliana und Peter Kälin arbeiteten 60 freiwillige Helfer und Helferinnen. Sie bewirteten alle hungrigen und durstigen Gäste und lasen allen die Wünsche von den Lippen ab. Neben
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den 1850 Würsten und 2000 Kafi Luz flossen auch 108 Liter Schnaps die unterkühlten Kehlen runter. Dieser enorme Aufwand, der von allen Seiten gelobt und honoriert wurde, war der ideale Rahmen zu einem grossartigen Spiel. Die Vorbereitung auf das Spiel des Jahres. Um 11.00 Uhr besammelte sich der ganze Tross inklusive Betreuerstab, Gesperrten und Verletzten auf der Allmend, wo es anschliessend in Richtung «Key West» nach Oberrieden ging. Bereits bei der Ankunft erhitzten sich die Gemüter ein erstes Mal, als der noch etwas schlaftrunkene FCBerichterstatter mit neuem Auto angebraust kam. Besass dieser doch tatsächlich die Frechheit, einen Wagen mit Luzerner Nummernschild zu präsentieren...! Die ungewollte Provokation stellte sich jedoch als Missverständnis heraus und so sass die ganze Mannschaft Minuten später im schönen Lokal des Hauptsponsors. Für einige noch etwas gar früh am Morgen wurde alsbald ein bodenständiges Mahl, bestehend aus Salat, Schnitzel und Pasta mit anschliessendem Dessert, aufgetischt. In lockerer Atmosphäre wurde später noch Kaffee genossen und ein wenig geplaudert. Peter Rupp dankte in einer kurzen Rede der gesamten Mannschaft für das bereits Geleistete und wünschte allen viel Erfolg und vor allem viel Spass. Noch war wenig zu spüren vom Spiel des Jahres, dies sollte sich aber bald ändern. Kurze Zeit später erschien der Reporter von Tele 24 und brachte einen Hauch von NLA mit. Plötzlich fühlte man
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sich beobachtet, schliesslich wusste keiner, welche Sequenz schlussendlich wirklich gezeigt werden würde. Michi Mazenauer gab mit dem Beginn der Teamsitzung sozusagen den Startschuss zur Mission Luzern. Mit einem Mal war diese spezielle Spannung da. Mit ruhigen, aber bestimmten Worten erläuterte er seine taktischen Vorstellungen. Besonders wies er aber darauf hin, dass Horgen schon vor dem Spiel als Sieger feststehe und somit nichts zu verlieren habe. Warum sollte die Überraschung nicht gelingen? Schliesslich sind schon einige Proficlubs an Unterklassigen gescheitert. Als Unterstreichung für sein positives Gefühl erzählte Michi Mazenauer von seinem Traum, in welchem Massi Timo im Wankdorf den Pokal gen Himmel stemmte ...! Beim anschliessenden kurzen Spaziergang entlang des Zürichsees war die Konzentration und die Anspannung beinahe greifbar. Die surrende Kamera und der blitzende Fotoapparat unterstrichen die Bedeutung dieser Begegnung. So musste Roger Dohner vier Mal zum Interview antreten, da sich der Kameramann nicht auf einen Standort festlegen konnte. Anschliessend war die Zeit gekommen, um sich in Richtung Waldegg zu begeben. Nach der Platzbesichtigung kamen Masseur Toni Cardo und Therapeut Jürg Frei zum Zug. Es folgten die letzten Gespräche über die optimale Umsetzung der Taktik, bevor sich die Mannschaft auf den Nebenplatz zum Einlaufen begab. Kurz vor dem Spielbeginn kam das Team nochmals in die Garderobe
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zurück. Alex Schaub beschreibt die Stimmung folgendermassen: «Es war eine spezielle Stimmung. Im Hintergrund lief leise Musik und es wurde fast nichts gesprochen. Jeder sass in seinen Gedanken versunken und baute eine enorme Energie und Lust auf dieses Spiel in sich auf. Es war spürbar, dass etwas Spezielles bevorstand.» Keine Angst vor grossen Namen. Vom Beginn weg spielten die Horgner konzentriert und engagiert. Der Klassenunterschied war praktisch inexistent. Nicht etwa der A-Ligist, sondern der Unterklassige kam zu den ersten Chancen. Zur Pause hätte Horgen sogar in Führung liegen müssen. Diese sensationelle Leistung wurde aber getrübt durch den traurigen Zwischenfall kurz vor der Pause: Horgens Captain Stefan Flühmann schrie nach einem gewöhnlichen Zweikampf plötzlich auf und starrte geschockt auf seinen rechtwinklig abgeknickten Fuss. Schwer verletzt musste der Agressiv-Leader vom Platz getragen werden, wo er sogleich ins Spital Wettingen überführt wurde. Gleich darauf pfiff der Unparteiische zur Pause. In der Kabine herrschte eine gemischte Stimmung. Einerseits trauerten alle den vergebenen Chancen nach, und andererseits hatten alle die schrecklichen Bilder von Flühmanns Fuss noch vor Augen. Trotz all dem war die ganze Mannschaft immer noch extrem motiviert und der positive Spielstand legte noch mehr Kräfte frei. Michi Mazenauer richtete einige Worte über die Taktik an die Spieler. Viel musste nicht korrigiert
In 1000 Fronarbeitsstunden wurde die Waldegg in ein schmuckes Stadion verwandelt. 12 Vorfreude auf das NLA-Team aus Luzern bei F. Pappone und St. Flühmann 13 Mittelfeldspieler Alkis Fotiou bringt den NLA-Spieler in arge Bedrängnis. 14 Fussball-Ballett auf der Waldegg. Franci Pappone und sein Luzerner Gegner im Gleichschritt. 15
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werden,da die Organisation innerhalb der Mannschaft tadellos klappte. Zum Schluss bauten sich alle gegenseitig noch einmal auf und schworen sich, noch einmal alles zu geben und für Stefan Flühmann zu kämpfen. Das kurze Glücksgefühl. Obwohl Luzern nach der Pause mehr Druck machte und Horgen zurückdrängen konnte, blieben die Gastgeber gefährlich. In der 73. Minute kam dann die grosse Sensation: Mit einem mustergültigen Kopfball brachte der Abwehrrecke Lüttin die Horgner in Führung. Die Waldegg explodierte, und einige Fans konnten die Emotionen nicht zügeln und liefen jubelnd aufs Feld. Die Spieler beschrieben diesen Augenblick folgendermassen: «Es lief uns eiskalt den Rücken hinunter. Die Emotionen und Gefühle in einer solchen Situation sind nicht zu erklären und einmalig.» Nachdem der Schiedsrichter die feiernde Meute mit einiger Mühe etwas besänftigen und das Spiel wieder freigeben konnte, kam der postwendende Ausgleich. Nach einem Corner stieg der Brasilianer Sander, von den Blick-Lesern 1999 zum erotischsten Fussballer der Schweiz gewählt, am Höchsten und bezwang Gasser zum 1:1. Die Ernüchterung auf den Rängen und bei den Spielern war natürlich gross. «Als eine Art Ohrfeige, die wehtut und die vor allem ärgert», empfanden die Spieler diesen Ausgleich. Schliesslich weiss jeder Fussballer, dass man die ersten Minuten nach einem Führungstreffer doppelt konzentriert sein muss. Viele befürch-
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teten nun den Einbruch des 1.-Ligisten. Doch weit gefehlt. Mit totalem Einsatz und taktischem Geschick konnten sich die Horgner dem immer grösser werdenden Druck der Egli-Truppe widersetzen. Die Zuschauer freuten sich bereits auf eine Fortsetzung dieses Krimis in Folge einer Verlängerung, als wiederum Sander in der zweiten Nachspielminute zum glücklichen Luzerner Sieg traf. Ein einziges Mal hatte die Abwehr nicht aufgepasst, und so konnte der Brasilianer den von Gasser abgewehrten Schuss über die Linie drücken. Keine Minute später pfiff der Referee ab. Beim Anblick der ausgelassen jubelnden Luzerner blutete das Horgner Herz. Wie nahe waren sie an der grossen Überraschung! Trotz Niederlage als Sieger gefeiert. Nach dem Abpfiff mussten sich die Spieler durch einen Dschungel von Interviews und Gratulanten kämpfen. Nicht ganz ohne Ironie meinte Alex Schaub zu diesen Szenen: «Seltsames Gefühl als Verlierer vom Platz zu gehen, und als Sieger in die Kabine begleitet zu werden!» In der Garderobe war die Enttäuschung über die verpasste Chance einem Grossklub ein Bein zu stellen zwar gross, der Stolz über die eigene Leistung überragte dennoch. Michi Mazenauer meinte im Interview mit Tele 24: «Im Moment ist die Enttäuschung enorm gross. Doch ich denke, zu einem späteren Zeitpunkt wird die Freude und der Stolz über die gezeigte Leistung überwiegen.» Später genehmigten sich die meisten Spieler noch den
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Waldegg oder San Siro? Die vielen Fans verwandeln den Sportplatz in ein Tollhaus. 16 16
Roger Dohner beim Interview mit Tele 24 vor dem Spiel. 17 Markus L端ttin, Horgens Abwehrturm, nach seinem F端hrungstor in Jubelpose. 18 Horgner Torjubel nach L端ttins 1:0 19
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einen oder anderen Schluck und genossen eine Atmosphäre, wie sie auf der Waldegg noch nie zu spüren war. Die Medien lobten die Horgner. Die Meinung der anwesenden Medienschar war einheitlich dieselbe: Horgen hatte den Favoriten bis zum Letzten gefordert und nur mit viel Pech verloren. Der Moderator von Radio Pilatus, der das Spiel per Handy live in die Innerschweiz übertrug, meinte in seinem Schlusskommentar: «Der FCL ist nicht nur mit einem, sondern mit zwei blauen Augen davongekommen!» Heribert Gebhard von der Zürichsee-Zeitung lobte vor allem die Organisation und die taktische Reife der Horgner und bedauerte natürlich deren Ausscheiden. Der Blick wusste es wie immer schon im Vorneherein. In der letzten Ausgabe vor dem Match meinte BlickRedaktor K. Bobzien: «Sollte Luzern die Hobbykicker auf die leichte Schulter nehmen, liegt durchaus ein Egli-Taucher gegen die ‹Schwäne› vom Zürichsee drin...» Peter M. Birrer von der SonntagsZeitung lobte die Horgner in seinem Artikel folgendermassen: «Horgen hatte nicht nur Widerstand geboten, sondern tapfer mitgehalten und zeitweise sogar mehr vom Spiel gehabt.» Michi Mazenauer meinte in demselben Artikel, es sei trotz allem kein Zufall, dass sich Luzern durchgesetzt hatte. Sie hätten einfach die Führung einige Minuten länger halten müssen, dann wäre die Überraschung wohl geglückt. Die Neue Luzerner Zeitung schrieb: «Es war keine
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Offenbarung, was die Luzerner boten. Bemerkenswert war aber die Geduld, welche die Spieler besassen.» Zum Schluss konnte sich auch das Innerschweizer Blatt noch zu einem Lob an den Gegner überwinden: «Ein Kompliment gehört auch den Horgnern, die alles unternahmen, auch neben dem Platz, um Werbung in eigener Sache zu machen. Auch wenn das Lachen am Ende dem Gegner überlassen werden musste.» Diese Berichterstattung zeigt, wie wenig den Horgnern gefehlt hatte. Die Luzerner freuten sich über diesen Sieg,als hätten sie soeben den Cupfinal gewonnen. Michi Mazenauer stellte in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger die Frage, ob der FCH so gut war oder ob das Niveau in der NLA so bescheiden ist? Auf jeden Fall hatte er einen grösseren Klassenunterschied erwartet. Die Differenz war nur am Schluss sichtbar. Doch eines dürfe man nicht vergessen: Horgen trainiert dreimal pro Woche, die Luzerner sind Profis...! Dieser 4. März 2000 wird auf jeden Fall in die Horgner Fussballgeschichte eingehen. Obwohl die Überraschung nicht ganz geklappt hat, zeigte die Mannschaft, wie viel sie zu leisten imstande ist. Neben dem sportlichen Aspekt überzeugte der FCH auch in der Organisation eines Anlasses dieser Grösse. Zum Schluss noch einmal ein grosses Dankeschön an alle Helfer, Sponsoren und Matchballspender. Ohne die Unterstützung aus diesen Kreisen wäre ein solches Fest nicht durchführbar.
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FC Horgen–Bayer Leverkusen Da der deutsche Vizemeister Bayer 04 Leverkusen anlässlich eines Trainingslagers in der Schweiz gastierte, kam es zu einem Leckerbissen auf der Horgner Waldegg. Die Startruppe von Christoph Daum spielte gegen die erste Mannschaft des FC Horgen. Auszug aus der Zürichsee-Zeitung: Heribert Gebhard beschrieb diesen Höhepunkt mit folgenden Worten: «Mit Matysek, Kovac, Novotny, Zivkovic, Kirsten, Ballack, Neuville und Ramelow standen nicht weniger als acht Nationalspieler beim Anpfiff auf dem Platz. Angeführt von Captain und Idol Ulf Kirsten lancierten die Gäste das Spiel von Beginn weg. Bereits nach acht Minuten war es dann Kirsten persönlich, der sich durch die Abwehr mogelte und zum ersten Mal für die Gäste traf. Wer aber geglaubt hatte, die Horgner liessen sich beeindrucken, sah sich angenehm überrascht. Bereits zwei Minuten später tanzte Maurizio Ramondetta die Verteidigung aus und liess auch Goalie Matysek nicht den Hauch einer Chance. Und als nach einer Viertelstunde gar Andy De Lannay mit dem Ball schneller war als Kovac ohne, kam richtig Stimmung auf. Schliesslich scheiterte der Horgner aber am glänzend parierenden Matysek. Eine halbe Stunde spielten die Horgner mit; einige meinten sogar, man sehe keinen Unterschied zwischen den Teams. Doch dem war nicht ganz so. Vor allem waren die Gäste durchwegs Modellathleten, einzig Oliver Neuville tanzte hier
Horgen–Bayer Leverkusen 2:12 (1:5) Sportanlage Waldegg. 1500 zahlende Zuschauer. Tore: 8. Kirsten 0:1, 10. Ramondetta 1:1, 32. Zivkovic 1:2, 34. Neuville 1:3, 36. Kovac 1:4, 41. Neuville 1:5, 48. Marquinhos 1:6, 56. Rink 1:7, 60. Rink 1:8, 65. Hoffmann 1:9, 70. Neuendorf 1:10, 75. Donovan 1:11, 77. Rink 1:12, 85. Rüegg 2:12. Horgen: Gasser (Rinaldi); Nemtsoudis, Stähli (Preite), Russo (Müller), Sulejmani, Fotiou, Gossweiler, H. Steinegger (Schaub), Güntensperger, Ramondetta (Ruggiero), De Lannay. Leverkusen: 1. Halbzeit: Matysek; Kovac, Novotny, Zivkovic, Ponte, Ballack, Gresko, Ramelow, Brdaric, Kirsten, Neuville. 2. Halbzeit: Juric; Babic, Reeb, Hoffmann, Schneider, Marquinhos, Ojigwe, Donovan, Rink, Neuendorf (Yazdani), Vranjes.
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etwas aus der Reihe. Und sie zeigten hohe Fussballkunst. Trainer Daums Truppe liess den Ball ruhig durch die eigenen Reihen laufen, suchte und fand meist den freien Mann. Millimetergenau kamen die Pässe von links nach rechts oder in den Lauf des sprintenden Kameraden. Fussball der Extraklasse.» Tore im 2-Minuten-Takt. Wohl durch die unerwartete Gegenwehr irritiert und darum angetrieben, erhöhten die Gäste nochmals den Druck. Ihre Pässe und Flanken waren stets wie scharfe Schüsse getreten, das Spiel wurde dadurch natürlich noch schneller. Dazu spielten die Recken ihre Lufthoheit gnadenlos aus. «Die haben vor dem Tor meist ein Stockwerk zu hoch für uns gespielt», bemerkte Trainer Toggweiler. In der Tat fielen die meisten Treffer auf sogenannte stehende Bälle. Eckbälle und Freistösse, scharf getreten, fanden meist den Kopf eines Mitspielers, und schon schlug es wieder bei Torhüter Gasser, und in der zweiten Halbzeit Rinaldi, ein. Dennoch heimsten die Horgner viel Applaus ein, da sie mit guten Paraden glänzten. Auf die Frage, ob er den einen oder anderen Horgner gesehen habe, der in sein Konzept passe, meinte Daum diplomatisch: «Ich musste mich vor allem auf meine Mannschaft konzentrieren. Doch bei Horgen haben einige Spieler sehr gute Ansätze.» Eine neue Mannschaft in der zweiten Halbzeit. Der Trainer brachte in der zweiten Halbzeit ein komplett neues Team aufs Feld, das aber in Sachen Spielkunst demjeni-
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Paolo Rink wird von Horgens Preite unsanft gestoppt. 20
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Highlight in der Pause. Christoph Daum antwortet gut gelaunt auf die Fragen von Walter Felder. 21 Der grosse Star des Tages. Ulf Kirsten wehrt sich handfest gegen Horgens Nemtsoudis. 22
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Die Schnelligkeit und körperliche Überlegenheit ist unübersehbar. 23
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gen der ersten Halbzeit in keiner Weise nachstand. Mit Rink, Ojigwe und Marquinhos kamen erneut hochrangige Spieler zum Einsatz. Für die Horgner, die sich bravourös geschlagen hatten, die viel gerannt waren, eine brutale Sache. Nun standen elf ausgeruhte Leute gegenüber. Mit dem deutschen Nationalspieler Rink hatten die Gäste in der zweiten Halbzeit den agilsten Mann. Mit drei herrlichen Toren empfahl er sich bei seinem Trainer. Aber auch die Horgner hatten nochmals einen grossen Auftritt mit dem zweiten, herrlich herausgespielten Tor. Müller lief auf der linken Seite davon, Routinier Güntensperger zog die Gegner aufs kurze Eck, am hinteren Pfosten kam Rüegg angeflitzt und konnte halbvolley vollenden. Welch versöhnlicher Abschluss. Nach dem Spiel schlugen dann die Herzen der Jugendlichen höher. Mit Autogrammen auf Papier, Tenues und T-Shirts machten sie sich auf den Nachhauseweg. Sie hatten die Stars, die sie Samstag für Samstag auf dem Bildschirm bewundern, einmal hautnah erlebt. Rund ums Spielfeld aufgeschnappt. Reiner Callmund, gewichtiger wie umsichtiger Manager des Bundesligisten, war vorerst schockiert, dass er den weiten und hügeligen Weg vom Parkplatz an der Waldeggstrasse bis zum Fussballplatz unter die Füsse nehmen musste. Als er aber das Spielfeld und die Aussicht aus dem Clubhaus auf den Zürichsee sah, hatte er nur noch bewundernde Worte. «Eine wunderschöne
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Anlage – und wir trainieren zu Hause auf einem Kartoffelacker». Timo Konietzka, Schweizer mit akzentfreiem Ruhrpott Dialekt, Kolumnist und Beizer, meinte in der Pause zu Callmund: «Kein Wunder, hat der deutsche Fussball keinen Erfolg, wenn ich sehe, mit welch antiquiertem System ihr spielt. Schaut euch den Gegner Horgen an, der spielt ein modernes System – auf einer Linie.» Der FC Horgen ist mit Recht stolz auf sein neues Clubhaus. Für einmal allerdings musste er sich nun fragen, ob es doch zu klein konzipiert wurde. Die Spieler mussten sich im SchulhausWaldegg umziehen, da der Gegner beide Garderoben benötigte. Kein Wunder, wenn man gesehen hat, dass etwa 30 Spieler mit von der Partie waren. Horgens Platzspeaker Walter Felder hatte in der Pause seinen grossen Auftritt, als er Christoph Daum vor dem Mikrofon hatte und mit ihm ein brilliantes Interview führte, das auch dem Trainer sichtlich Freude bereitete. Fotografen leben manchmal gefährlich. Ein deutscher Pressemann stand während des Einschiessens neben Matyseks Tor. Ein Schuss von Kirsten ging knapp neben das Tor, traf aber genau die Kamera. Mit blutendem Auge suchte er die Kabine auf, wo er vom Mannschaftsarzt medizinisch versorgt wurde. Stimmen zum Spiel. Christoph Daum, Trainer Leverkusen: «Wir hatten am Morgen noch ein anderthalbstündiges hartes Training. Deshalb fehlte in der ersten Halbzeit wohl etwas die Spielfreude. Das Team in der zweiten Halbzeit gefiel mir vom Spiel-
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witz her wesentlich besser, es hat auch mehr Tore erzielt. Gerechterweise muss ich sagen, dass der Gegner nach der ersten Halbzeit bereits platt war. Es ärgert mich, wenn man nur nach Namen urteilt und meint, die spielen sowieso immer den besseren Fussball.» Werner Toggweiler, Trainer FC Horgen: «Wir haben uns ganz gut verkauft. Einige meiner Spieler hatten allerdings deutlich ihre Limiten gesehen. Das Spiel des Gegners war sehr schnell und präzis. Doch das Spiel hat mir auf jeden Fall gefallen.» Peter Rupp, Präsident FC Horgen: «Ich glaube wir haben ein schönes und interessantes Spiel gesehen. Mich macht es stolz, dass auch von gegnerischer Seite unser Verein und unsere Anlagen geschätzt wurden. Ich hoffe, die Leute werden uns auch in Zukunft unterstützen und unsere Bemühungen zu schätzen wissen.» Walter Bosshard, Gemeindepräsident: «Ich bin stolz und gratuliere dem FC Horgen zu seinem Mut, dieses Spiel zu organisieren. Es hat doch deutlich gezeigt, dass auch sehr viele Leute während den Sommerferien zu Hause sind und eine solche Abwechslung schätzen. Der FC Horgen ist auf gutem Weg.»
Begehrter Schriftzug – das Autogramm von Christoph Daum ist ein gefragtes Souvenir. 24 Oliver Neuville, ehemaliger Spieler von Servette Genf, ist der Liebling der Fans. 25
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Grussworte Walter Bosshard, Reinhard Zweifel, Peter Rupp und Köbi Kuhn
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Sportliche Höhepunkte Regionalmeister 1954 Aufstieg 1998 Cup Achtelfinal: FC Horgen–FC Luzern FC Horgen–Bayer Leverkusen
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Junioren/Damen Junioren- und Damenmannschaften, Schülerturnier, Fulbito
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Senioren/Veteranen Die Seniorenabteilung
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Gönnervereinigung/Club 2000 Der Fussball und das liebe Geld
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Veranstaltungen und Ausflüge Kränzli 1931 75 Jahre FC Horgen! Weihnachtsfeier 2001 Geheime Olympiavorbereitung in Igls? Skiweekend in Arosa
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Zum Schmunzeln Kleinigkeiten zum Schmunzeln und Nachdenken Football-English anno 1931
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Statistik Präsidenten, Ehrenmitglieder, NLA-Spieler aus dem Nachwuchs
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Die Geschichte des FC Horgen
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Junioren- und Damenmannschaften Der FC Horgen hat in den ganzen 100 Jahren, insbesondere jedoch in den letzten zwanzig, einige schöne Erfolge aufweisen können. Die erste Mannschaft spielte vorübergehend in der 1. Liga, steht jetzt in der interregionalen 2. Liga an der Spitze, die zweite Mannschaft schaffte innerhalb von zwei Jahren den Aufstieg von der 4. Liga in die 2. Liga. Momentan hat sich die Mannschaft in der 3. Liga etabliert.Wie kommen solche Erfolge zustande? Klar gibt es die Möglichkeit, auswärtige, reife und vor allem teure Spieler nach Horgen zu locken. Doch dies benötigt erstens viel Geld und entspricht nicht der Philosophie der Clubleitung. Diese heisst vielmehr: Gebt den Jungen eine Chance. Der FC Horgen verfügt über eine der grössten Juniorenabteilungen der Schweiz. Nicht weniger als 19 Mannschaften vertreten momentan die Horgner Clubfarben, darunter zwei Frauenteams. Eine gut organisierte und ideal betreute Juniorenabteilung ist die Wurzel für einen sportlich erfolgreichen Club und eine gute erste Mannschaft. Die Juniorenbewegung hat in Horgen Tradition. Bereits 1910 war erstmals von Junioren die Rede. In den ersten Jahren nach der Gründung durften die jüngsten jedoch noch nicht an einer Meisterschaft teilnehmen. Für sie standen lediglich Training und Freundschaftsspiele auf dem Programm. In den späten zwanziger Jahren wurde neben der Juniorenmannschaft noch eine Schüler-
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mannschaft gebildet. Somit konnten sich die Älteren bei den Junioren in einer richtigen Meisterschaft mit gleichaltrigen Fussballbegeisterten messen, die Jüngeren spielten in der Schülermannschaft ausschliesslich Freundschaftspartien. Dies mit der Begründung, dass die ganz Jungen zuerst lernen sollten, den Erfahrenen zu gehorchen und sich einem Team unterzuordnen. Im Laufe der Zeit wurde der Zuspruch der Horgner Bevölkerung immer grösser, wodurch eine Aufteilung nach Jahrgängen nötig wurde. Die steigende Grösse der Juniorenabteilung machte auch den Posten eines Juniorenobmannes nötig.Was zu Beginn mehr eine Aufsichtsaufgabe war, entwickelte sich bis heute zu einem sehr zeitintensiven und extrem wichtigen Job innerhalb des Clubs. Durch die Professionalisierung des Fussballsports in der Schweiz gab es auch in der Juniorenbewegung viele Veränderungen. Mit der wachsenden Zahl an begeisterten jungen Spielern und den höher gewordenen Anforderungen an die Betreuer wurden gut ausgebildete Trainer notwendig. Wurde früher vor allem die körperliche Ertüchtigung in den Vordergrund gestellt, so sind die Erwartungshaltungen gegenüber Juniorentrainern heute ungleich höher. Neben der Freude am Fussball muss der Trainer in der Lage sein, besonders bei den jüngeren Fussballern durch ein polysportives Training eine einseitige Belastung zu vermeiden, den Jungen aber trotzdem die Grundelemente des Fussballs beizubringen. Dazu kommt noch eine
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Junioren 1925 26 Juniorenmannschaft in der Saison 1940/41 27 Junioren B 1963 28 26
Junioren C2 in der Saison 1980/81 29 Junioren A1 beim Hallenturnier 1993 30
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Vizeschweizermeister 2001 Junioren B 31 FC Horgen Urgesteine Urs Schilling und Philippe Bertholet 1986/87 32 Freudentaumel bei den Junioren B gegen Dietikon, Saison 1985/86 33
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Prominenz auf der Waldegg. Alexandre Comisetti (34), Alain Geiger (35), Mats Gren (36), Köbi Kuhn trifft ehemalige Spieler Keller, Elmer, Dohner (37). 34–37 Bidu Zaugg, damals noch Coach der U16 38 Fulbito als grosse Attraktion. Einmal im Leben für Inter Mailand spielen. 39
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Die U16-Teams beim Einmarsch. Mit dabei die späteren U21-Titanen Remo Meyer, Mario Eggimann, Nicolas Beney und Luca Denicola. 40
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soziale Komponente. Oftmals ist der Fussballclub ein Schmelztigel verschiedenster Religionen und Nationalitäten, auch da muss der Trainer eine Möglichkeit finden, um jeder Anforderung und jedem Anspruch gerecht zu werden. Der FC Horgen verfügt mit 19 Mannschaften über eine sehr grosse Juniorenabteilung, welche sportlich immer wieder zu Höhenflügen ansetzen kann. Die Fussballplätze in Horgen sind ein begehrter Ort für die Talentspäher der grossen Zürcher Clubs GC und FCZ. Immer wieder werden Junioren zu Probetrainings eingeladen und manchmal gelingt auch der Sprung ins Profikader, wie zum Beispiel Michael Mazenauer beim FCZ. In den letzten Jahren waren vor allem die C- und B-Junioren sehr erfolgreich. Die C-Junioren konnten sich über einige Jahre in der Stärkeklasse Inter I und Inter II halten, welche heute zur U14- und U15-Meisterschaft geworden ist. Die B-Junioren erreichten vor zwei Jahren den Final der Schweizermeisterschaften und belegten dort den aussergewöhnlich guten zweiten Platz. Neben diesen Erfolgen ist die Juniorenabteilung auch ein wichtiger Ausbildungsplatz für die erste Mannschaft. Immer wieder profitiert das Fanionteam des FC Horgen von der vorzüglichen Arbeit der Juniorentrainer und Betreuer. Junge hungrige und talentierte Spieler können so bereits sehr früh in renommierten Ligen mitspielen und sich weiterentwickeln. Der FC Horgen ist stolz darauf, dass der Grossteil der ersten und zweiten Mannschaft sogenannte Eigen-
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gewächse sind. Dies zeigt die gute Arbeit im Jugendbereich und wird zudem vom Horgner Publikum besonders hoch honoriert. Wie bereits erwähnt hat die Juniorenbewegung eine lange Tradition. Neu hingegen ist die Tatsache, dass der FC Horgen seit kurzem über eine Damenabteilung verfügt. Der Damenfussball erreicht eine immer grössere Popularität und aus diesem Grund wurde 1997 die Damenabteilung gegründet; zuerst mit einer Juniorinnen-A-Mannschaft und kurze Zeit später mit einer zweiten Juniorinnen-B-Mannschaft für jüngere Spielerinnen. Die Frauenabteilung ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil der FC-Geschichte geworden und engagiert sich auch ausserhalb des Vereins oft im Interesse des Clubs. So werden immer wieder Anfragen von anderen Vereinen angenommen, welche die Horgner Fussballerinnen als Unterstützung im Gastrobereich bei diversen Anlässen anfragen. Zudem sind die Juniorinnen für den Verkauf der FCH-Werbeartikel zuständig, welche sie an den Spielen der ersten Mannschaft den Zuschauern anbieten.
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Jubelnde Damen A im Jahr 2000 41 Damenfussball ist auf dem Vormarsch. Technisch perfekt, Sandrina Tripolt. 42 Nicht immer war das Damenteam vom Glück betroffen. 43
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Jedes Jahr, auch für die Mädchen, das grosse Highlight: Pokalübergabe beim Schülerturnier. 44, 45
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Schülerturnier Vor gut dreissig Jahren wurde von einigen begeisterten Funktionären der Juniorenabteilung des FCH das Schülerturnier ins Leben gerufen. Natürlich gab es zuvor schon einige ähnliche Turniere, jedoch anders als in der heutigen Form. Mit der Zeit hat sich das Schülerturnier zu einer Tradition entwickelt, die heute kaum mehr wegzudenken ist. Kinder und Eltern so weit das Auge reicht: Jedes Jahr am Auffahrtstag und am Mittwoch zuvor ist dies der Fall. Zirka 900 Kinder und ebenso viele Eltern und Bekannte geniessen dieses schöne Fussballfest der Horgner und Hirzler Schuljugend.
Fulbito Im Sommer 1997 hat der FC Horgen eine Idee verwirklicht, die sich heute grosser Beliebtheit erfreut: Die FCH-Fulbito-Fussballwoche für Kinder, die jeweils in der letzten Sommerferienwoche durchgeführt wird. Morgens um 10 Uhr ist Besammlung. Es wird in Gruppen, nach Alter und Fähigkeiten eingeteilt, mit kompetenten Trainingsleitern das schwierige Einmaleins des Fussballs geübt. Zwei Stunden lockeres und heiteres Training. Zur Mittagszeit werden die begeisterten Fussballerinnen und Fussballer mit einer warmen Mahlzeit verpflegt, inklusive Dessert versteht sich. Einer der Höhepunkte ist das Turnier, das am Nachmittag stattfindet.
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In den Originaltenues der verschiedenen europäischen Champions-League-Teams fühlen sich die kleinen Ronaldos und Figos in ihrem Element. Mit Begeisterung und grosser Freude wird um Punkte gespielt. Vier Tage, von Dienstag bis Freitag, sind die jungen Kickerinnen und Kicker mit viel Elan dabei. Am Samstag dann der absolute Champions-League-Höhepunkt. Es werden die Finals ausgetragen. Eltern, Freunde und Fans fiebern am Spielfeldrand mit und feuern die Akteure an. Zum Schluss das grosse Finale. Die Teams schreiten gemeinsam, mit Fahne, auf das Spielfeld und präsentieren sich dem Publikum. Die Rangverkündigung und Preisverteilung bilden dann den schönen Abschluss dieser Fussballwoche. Übrigens: Alle erhalten den gleichen Preis, denn beim Fulbito gibt es nur Sieger.
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Grussworte Walter Bosshard, Reinhard Zweifel, Peter Rupp und Köbi Kuhn
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Sportliche Höhepunkte Regionalmeister 1954 Aufstieg 1998 Cup Achtelfinal: FC Horgen–FC Luzern FC Horgen–Bayer Leverkusen
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Junioren/Damen Junioren- und Damenmannschaften, Schülerturnier, Fulbito
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Senioren/Veteranen Die Seniorenabteilung
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Gönnervereinigung/Club 2000 Der Fussball und das liebe Geld
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Veranstaltungen und Ausflüge Kränzli 1931 75 Jahre FC Horgen! Weihnachtsfeier 2001 Geheime Olympiavorbereitung in Igls? Skiweekend in Arosa
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Zum Schmunzeln Kleinigkeiten zum Schmunzeln und Nachdenken Football-English anno 1931
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Statistik Präsidenten, Ehrenmitglieder, NLA-Spieler aus dem Nachwuchs
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Die Geschichte des FC Horgen
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Die Seniorenabteilung – ein wichtiges Glied im FC Horgen Zwanzig Jahre nach der Gründung des FC Horgen, als die ersten Aktiv- und Gründungsmitglieder bereits «in die Jahre» gekommen waren, wurde bereits die Seniorenabteilung gegründet. In der Saison 1921/22 nahmen die «älteren Herren» den Spielbetrieb auf. Im Anhang der Statuten des Hauptvereins wird ihr Zweck folgendermassen umschrieben: «Diese Untersektion bezweckt die Ausübung und Förderung des Fussballsports, Kameradschaft und Geselligkeit zu pflegen und den Hauptverein in allen seinen Aufgaben zu unterstützen.» Die Seniorenabteilung bezweckte in den Anfangsjahren sicher die Fortsetzung der sportlichen Aktivitäten im angepassten Rahmen. Man wollte weiterhin dem Hobby auf dem grünen Rasen frönen, aber auch, und das war besonders wichtig, die gelebte Kameradschaft weiterpflegen. Für den Hauptverein waren (und sind es noch heute) die «älteren Herren» ein unbezahlbares Kapital: Mit ihrem Wissen führen sie die jungen Spieler im Verein. Lange rekrutierte sich der Vorstand grösstenteils aus Mitgliedern der Seniorenabteilung. Auch dies ist bis heute so geblieben. Nach ihrer Gründung waren die Senioren, gleich wie die Junioren, eine Unterabteilung im Hauptverein. In den fünfziger Jahren beschloss man, sich «selbstständig» zu machen. Die Senioren/Veteranen entwickelten eine grosse Eigendynamik, die Abteilung wuchs zum stärksten Glied im FC.
Die Senioren wissen, wie man Feste feiert. Jeannot Oberholzer (mit Pokal). 46
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Gesellschaftliche Anlässe. Für die alten Herren stand nebst dem Fussballspielen die Kameradschaft im Vordergrund. Kaum wegzudenken ist der «Chlausabend», der grösste gesellige Anlass. Seit Jahrzehnten begeisterte und begeistert der «Chlaus mit seinem Schmutzli aus dem Schüepeloch» die Mitglieder. Leute wie Rolf Bossert, Ernst Stünzi und in den letzten Jahren Walter Mösli sorgten dafür, dass diese Tradition hochgehalten wurde. Und wenn man weiss, dass manchmal gegen hundert Leute der Einladung folgen, darf man behaupten, dass es innerhalb des Vereins der bestbesuchte Anlass ist. Ein Eckpfeiler war in früheren Jahren auch das «Chüngelessen» in der Eichlochhütte. Wer denkt nicht gerne an die Zeiten zurück, als Horst Zurbuchen und Mirio Bossi die Veteranen und deren Frauen und Freundinnen (auch das gabs damals schon) verwöhnten. Die Feste dauerten meist bis in den Morgen. Der Heimweg war für manch einen, obwohl es bergab ging, sehr beschwerlich. Ebenfalls im Jahresprogramm der Abteilung einen festen Platz hatte während vieler Jahre die Seniorenwanderung im Herbst. Manch schöne Tour wurde mit Frau und Kind im Kreise der Fussballkameraden unternommen. Turniere als Höhepunkte. Nebst den Festen gab es aber auch bereits in früheren Jahren sportliche Höhepunkte. Unvergessen sind die Senioren- und Veteranen-Turniere. So wurde beispielsweise im Jahr 1980 bereits das 20. internationale Senioren-
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Turnier um den Gottfried-Knabenhans-Wanderpreis und das 6. internationale Veteranen-Turnier um den Ernst-Ruckstuhl-Wanderpreis (später Horst Schmidl) gekämpft. Bis zu 30 Mannschaften aus dem In- und nahen Ausland (Österreich und Deutschland) kamen zu diesen Turnieren. Auf der Allmend war stets Feststimmung. Die Teams kamen mit Frauen und Kindern angereist, picknickten rund um den Platz und genossen den Tag. Im Gegenzug besuchten die Horgner Senioren aber auch Turniere im Ausland. Die Zeiten änderten sich. Turniere gibt es in Horgen heute noch (sogar ein Hallenturnier), doch ist es viel schwieriger geworden, Mannschaften zu finden, die einen Tag «opfern». Vor etwa dreissig Jahren erkannte auch der Verband die Wichtigkeit des Seniorenfussballs. So hat man verschiedene Stärkeklassen eingeführt. Und erstaunlich war,dass die Horgner von Anfang an in der «Meisterklasse», der höchsten Stärkeklasse mitwirkten. Bei den Senioren (mit Ausnahme einer Saison) und den Veteranen. Man hatte in Horgen nie überragende Spieler, aber wohl eines der besten Kollektive. Einige sportliche Highlights. Dass man mit Kameradschaft Berge versetzen kann, bewiesen Senioren wie Veteranen oftmals. Erstmals in der Saison 1967/68 wurden die Senioren Gruppensieger, unterlagen aber im Final um die Meisterschaft Schaffhausen mit 1:8. 1977 stand Horgen im Cupfinal gegen Grasshoppers (mit vielen ehe-
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maligen Nationalspielern gespickt) und verlor unglücklich mit 1:3. In der Saison 1989/90 wurden die Senioren Regionalmeister nach einem Sieg gegen Red Star. Im anschliessenden Spiel auf der Waldegg gegen den Tessiner Meister Savosa verlor man nach gutem Spiel mit 0:2. Erfolgreiche Zeiten hatten auch die Veteranen zu verzeichnen. In der Saison 1978/79 verloren sie im Penaltyschiessen den Final gegen Oerlikon, 1982 im Endspiel gegen GC mit 0:3. Ein Jahr später drehten die Horgner den Spiess um und schlugen GC mit 3:2. Diesen Titel verteidigten die Horgner ein Jahr später auf der Buchleren gegen Altstetten mit einem 2:1. Allemann, Konietzka, Jara, Blatter. Was in Aktivzeiten undenkbar war, wurde bei den Senioren und Veteranen möglich. In der Meisterklasse spielte man plötzlich gegen ehemalige Grössen des Schweizer und internationalen Fussballs. Unvergessen sind die vielen Begegnungen gegen GC. Spieler wie Toni Allemann, Hansruedi Fuhrer, Timo Konietzka, Kurt Jara, Bigi Meyer, Adi Noventa und viele, viele andere liefen auf der Allmend auf – und mussten einige Male geschlagen abziehen. Aber auch Leute wie Bernhard Russi, die Bob-Olympiasieger Gebrüder Schärer und andere Sportgrössen waren in Senioren- und Veteranenspielen zu bewundern. Viele ältere FC-ler werden sich auch noch an die Plauschmannschaft des «FC Schnauz» erinnern. Jacques Isler brachte es damals fertig, dass sich dieses Prominenten-Team dem FC
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Horgen anschloss. An Samstagen konnte man berühmte Volksschauspieler wie Jörg Schneider, Paul Bühlmann, Edi Huber und andere als Fussballer auf der Allmend sehen. Senioren als Helfer an allen Fronten. Der Verein konnte aber auch in all den Jahren stets auf Mitglieder der Seniorenabteilung zurückgreifen, wenn es hiess Hand anzulegen. Sei es beim Grümpelturnier, beim Schülerturnier oder an der Chilbi: Die Senioren waren stets zur Stelle. Aber auch finanziell zeigte sich die Abteilung grosszügig. Jedes Jahr wurde an der GV ein vierstelliger Betrag für die Juniorenabteilung gesprochen. Und «finanzielle Hilferufe» des Hauptvereins wurden ebenfalls meist wohlwollend geprüft. Erneute Zusammenführung. Nach Jahrzehnten Eigenständigkeit wurde der Ruf immer lauter, die Senioren wieder in den Hauptverein zurückzuführen. Die Älteren, die die Abteilung zu Ruhm (Reichtum) und Ehre geführt hatten, wehrten sich noch einige Zeit gegen einen Zusammenschluss. Doch im Jahr 2000 war es dann soweit: Die Senioren/Veteranen sind wieder in den Schoss des Hauptvereins zurückgekehrt. Gerade rechtzeitig, um das 100-Jahr-Jubiläum gemeinsam als FC Horgen feiern zu können. Dennoch bleibt zu hoffen, dass die Senioren-/Veteranenabteilung ein starkes Glied bleibt – kameradschaftlich und sportlich.
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Grussworte Walter Bosshard, Reinhard Zweifel, Peter Rupp und Köbi Kuhn
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Sportliche Höhepunkte Regionalmeister 1954 Aufstieg 1998 Cup Achtelfinal: FC Horgen–FC Luzern FC Horgen–Bayer Leverkusen
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Junioren/Damen Junioren- und Damenmannschaften, Schülerturnier, Fulbito
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Senioren/Veteranen Die Seniorenabteilung
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Gönnervereinigung/Club 2000 Der Fussball und das liebe Geld
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Veranstaltungen und Ausflüge Kränzli 1931 75 Jahre FC Horgen! Weihnachtsfeier 2001 Geheime Olympiavorbereitung in Igls? Skiweekend in Arosa
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Zum Schmunzeln Kleinigkeiten zum Schmunzeln und Nachdenken Football-English anno 1931
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Statistik Präsidenten, Ehrenmitglieder, NLA-Spieler aus dem Nachwuchs
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Die Geschichte des FC Horgen
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Der Fussball und das liebe Geld Für einen Verein in der Grösse des FC Horgen wird das Sponsoring von aussen immer wichtiger. Nur mit den Mitgliederbeiträgen lässt sich ein Meisterschaftsbetrieb mit knapp 20 Mannschaften und über 450 Mitgliedern nicht finanzieren. Der FC Horgen ist angewiesen auf Beiträge von Sponsoren, sei dies in Form von Werbung, Gönnerbeiträgen oder Mitgliedschaften. Schon seit den dreissiger Jahren konnte der FC Horgen auf generöse Geldgeber zählen. So erwarben sich laut Informationen des Ehrenmitglieds und ehemaligen Präsidenten Jacques Isler besonders Ernst Gnepf, eines der Gründungsmitglieder, Alphons Schenker und Gottfried Knabenhans die Sympathien der Horgner Fussballszene. Durch deren finanzielle Unterstützung konnte der FC Horgen bereits damals bestens qualifizierte Trainer engagieren. Waren der Trainer und die Platzmiete damals die grössten Ausgaben, so reihen sich heute diverse Aufwendungen aneinander. So müssen neben den üblichen Kosten für Material, Platz und Trainer auch Schiedsrichterspesen, Juniorentrainerspesen, Kosten für Trainingslager und vieles mehr beachtet werden. Obwohl der FC Horgen auf treue Sponsoren zählen darf, müssen laufend neue Geldquellen erschlossen werden. Neben Aktivitäten wie Schüler- und Grümpelturnier, Sponsorenlauf oder 175er-Spiel gelang es dem FC Horgen, vor allem im Bereich der Gönner aktiv zu werden.
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Gönnervereinigung. 1986 wurde die erste offizielle Gönnervereinigung des FC Horgen gegründet. Diese versteht sich als eigentlicher Fanclub, sind doch viele der über 80 Mitglieder – das erklärte Ziel sind 100 Gönner – ehemalige Spieler, Funktionäre oder langjährige Fans des Clubs. Die Gönnervereinigung ist kein Altherrenclub, das Alter der Mitglieder deckt ein grosses Spektrum ab. Die Vereinigung fühlt sich dem Wohlergehen des ganzen FCH verpflichtet und unterstützt somit die Aktiven wie auch die Juniorenabteilung. Ziel ist es, den FC Horgen wirksam zu unterstützen und zwar finanziell wie auch ideell. Der Zusammenhalt und die Kameradschaft wird gross geschrieben, gepflegt und gefördert. Die Mitglieder verpflichten sich, einen Jahresbeitrag von mindestens 300 Franken zu bezahlen. Die Mitgliedschaft beinhaltet das Recht für den Gratisbezug einer Saisonkarte für die Spiele der Aktivmannschaften. Als Mitglied können natürliche und juristische Personen beitreten. Im Weiteren wird als Höhepunkt ein jährlicher Ausflug organisiert, sei dies zu einem internationalen Spiel oder einfach in eine schöne Gegend, um sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Dieser Anlass ist wirklich eine Rosine und vermag zu begeistern. Club 2000. Neben der Gönnervereinigung besteht seit dem Jahr 2000 noch eine zweite, sehr wichtige Gruppe von generösen Geldgebern. Durch den immer grösse-
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ren finanziellen Aufwand bei der ersten Mannschaft, mittlerweile sind Punktgelder in der 3. Liga keine Ausnahme mehr, gründeten einige Liebhaber des Fussball Club Horgen den Club 2000. Der Club 2000 ist ein Verein nach Art. 60 ff. ZGB mit Sitz in Horgen. Er bezweckt vor allem die finanzielle Unterstützung des Fussball Club Horgen, und zwar in erster Linie der ersten Mannschaft sowie den Zusammenhalt und die Kameradschaft unter den Clubmitgliedern. Nebst der finanziellen Unterstützung des Vereins wird innerhalb des Clubs im Rahmen von gesellschaftlichen und sportlichen Anlässen die Möglichkeit geboten, den Kontakt untereinander zu pflegen und Beziehungen zu knüpfen. Die Jahresgebühr beträgt zurzeit 2000 Franken. Im Jahresbeitrag sind für die Mitglieder diverse Vergünstigungen (wie z.B. zwei Saisonkarten) enthalten. Ausserdem findet periodisch, in der Regel ein Mal pro Monat, ein gemeinsamer Mittagslunch oder ein Dinner statt. Dieser Club soll auch die Plattform für den Austausch und den Aufbau geschäftlicher Kontakte bieten. Diese beiden Vereinigungen sind für den FC Horgen in der heutigen Zeit überlebenswichtig. Doch trotz der grossen und generösen Beiträge dieser Gruppierungen ist der FC Horgen weiterhin auf jede Unterstützung angewiesen, damit speziell der ganze JugendfussballBereich unter optimalen Bedingungen trainieren und spielen kann.
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Grussworte Walter Bosshard, Reinhard Zweifel, Peter Rupp und Köbi Kuhn
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Sportliche Höhepunkte Regionalmeister 1954 Aufstieg 1998 Cup Achtelfinal: FC Horgen–FC Luzern FC Horgen–Bayer Leverkusen
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Kränzli 1931 Bereits vor mehr als 70 Jahren wussten die Horgner, wie man die Feste feiert. Einiges hat sich in der Zwischenzeit verändert, doch der Sinn solcher Veranstaltungen ist immer noch der gleiche geblieben: Der Ausdruck der Freude am Fussball Club Horgen einerseits und ein grossartiges Fest andererseits. Zum Andenken an die frühen dreissiger Jahre hier der Bericht vom Kränzli 1931: «Schon sind vorbei die schönen Stunden,die wir verlebt in Freud und Glück,der schöne Abend ist entschwunden,und kehret nie, nie mehr zurück. Ja, vorbei sind sie, die fröhlichen und gemütlichen Stunden, die wir Fussballer am 10. Januar 1931 im Meierhof erleben durften. Eine stattliche Zahl von über 200 Personen hatte sich daselbst eingefunden, um bei einem guten Glas Wein und bei Tanz und Unterhaltung die Sorgen des Alltags für einige Stunden zu vergessen. Auch ich wollte mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und pilgerte so nach 7 Uhr mit meinem ‹Gspusi› dem Festlokal zu, um ja ein gutes Plätzli zu bekommen. Beim Eintritt musste ich für 2 schöne Rosetten 2 Stutz abladen. Nun gings hinein in den Saal, prächtig war der Anblick mit den schönen Primeli auf den Tischen. Aber noch viel schöner war der Gabentisch. Wunderbare Sachen! Wer wird wohl der Glückliche sein? Immer mehr Publikum strömt herbei und bald ist der Saal bis zuhinterst besetzt. Kurz nach 8 Uhr wurde dann die Feier
Inserate aus der 20-Jahr-Jubiläumsbroschüre
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eröffnet mit einem rassigen Marsch des Orchesters. Dann erhob sich der Präsident der Kränzlikommission Herr Stapfer und mit einigen einfachen in Humor gekleideten Worten hiess er die Festgemeinde zu diesem gemütlichen Abend willkommen. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass wir Fussballer heute zusammen gekommen seien, um zu zeigen, dass auch wir gar keine so ruppigen Leute seien, wie es manchmal auf dem Sportplatz aussehe. Der Abend sei dazu da, um sich gegenseitig besser kennen zu lernen, die Banden der Freundschaft enger zu knüpfen, um dann wieder mutig und mit vereinten Kräften die kommenden Spiele zu bestreiten. Der Vorsitzende dankte all den Spendern der schönen Gaben für die Tombola, einen speziellen Dank zollte er auch dem Doppelquartett des Männerchors Eintracht, das sich in verdankenswerter Weise dem FC zur Verfügung gestellt hat zur Verschönerung des Abends. Nach einem kräftigen ‹Hoch› auf den FC, erklärte Präsident Stapfer die Feier für eröffnet. Grosser Applaus folgte den Worten des Vorsitzenden. Nun folgten einige schöne Musikeinlagen, sowie die verschiedenen Liedervorträge des Quartetts, wobei speziell ‹Wie war er schön der Maientag› und ‹Matrosenblut› grossen Beifall ernteten. (Mir gefiel natürlich ‹Wie war er süss der erste Kuss› am Besten.) Dazwischen wurde auch für die Tanzlustigen gesorgt, und das rassige Orchester Bollini verstand es, die Gesellschaft rasch in die fröhlichste Stimmung zu versetzen. Glück-
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wunschtelegramme vom Kantonalverband und Freund Karl Riolo aus Altstetten wurden verlesen und möchten wir dieselben an dieser Stelle verdanken. Die Zeit verging sehr schnell und schon läutete es zum Theaterstück. ‹De Kompanietrottel›, Herrgott, das war lustig. Ich muss jetzt noch lachen, wenn ich an Christel denke, wie er so alleine die ganze Schweiz bewachen musste. Das Stück wurde vortrefflich gespielt. Nach einigen Tänzen folgte ein Singspiel. ‹Drei lustige Wanderbuschen›, so etwas ist noch nie dagewesen. Ein ganzes Repertoire von Schlagern haben uns de Heiri, de Karl und de Toni in ihren grossartigen Kostümen vorgeführt. Vortrefflich! Nach einer kleinen Essenspause, in der die Lose für die Tombola verkauft wurden, gings im gleichen Tempo fort, alles war in bester Stimmung. Eine unerwartete Einlage ‹De Kunstmaler Brändli in Geldnot› setzte die Lachmuskeln ganz tüchtig in Bewegung und das Nullerlied von Freund Hermann wie auch das Couplet ‹Auf dem Heuboden› wurden mit grossem Applaus entgegengenommen. So sind die Stunden im Nu zerronnen und schon war es Morgen, als die letzten schwerbeladen mit Gaben von der Tombola den Heimweg antraten. Die einen direkt, andere auf Umwegen. Aber Hauptsache ist, dass alle gut nach Hause gekommen sind und ihnen das Kränzli gefallen hat.»
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75 Jahre FC Horgen! Ein Blick 25 Jahre zurück. «Es war ein glänzendes Fest, welches die Fussballgemeinde gefeiert hat, ein Fest, welches sicherlich allen lange in schöner Erinnerung bleiben wird. Viel Glück und Erfolg dem Jubilar auf seinem weiteren Weg, damit das 100-Jahr-Jubiläum in gleich froher Stimmung gefeiert werden kann!» Mit diesen Worten schloss der ausführliche Bericht zum 75-Jahr-Jubiläum des FC Horgen vom 17. Dezember im Anzeiger des Bezirkes Horgen. Was 1976 keiner zu träumen wagte, wurde Wirklichkeit – und wie! Das Jahr 1976 bleibt wahrscheinlich eines der unerfreulichsten in der langen Geschichte des Vereins. Die Vereinsführung ging auseinander. Die Mitglieder Willy Lässig, Ruedi Hauser und Fix Pfeiffer machten sich auf die Suche nach einem neuen Vorstand. Als Präsident wurde Peter Schmid angefragt. Nach kurzer Bedenkzeit sagte er zu, das Amt des Präsidenten zu übernehmen. Die Bildung eines neuen Vorstands konnte in Angriff genommen und die GV 1976 vorbereitet werden. Ein neues Team übernahm die Führung im FC Horgen und wurde schon bald einmal mit der Tatsache konfrontiert, dass 1977 das 75-Jahr-Jubiläum folgen wird. Im Winter 1976/77 meldete sich Ehrenmitglied Jacques Isler mit dem festen Willen, für den FCH eine Jubiläumsfeier zu gestalten. Seine Bedingung: Er verlangte Unterstützung und Mithilfe im Verein. Was folgte, war eine fruchtbare und sehr erfreuliche Zusammen-
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arbeit. Mit grossem Elan und absoluter Genauigkeit erarbeitete Jacques Isler ein Drehbuch (ein Beispiel gefällig: Hans Suter, der Gemeindepräsident durfte genau fünf Minuten zur Festgemeinde sprechen, was er auch einhielt!). Jacques Isler liess seine Beziehungen zu Ueli Beck spielen – es kam uns zugute, dass der seinerzeitige «FC Schnauz» früher in Horgen Gastrecht genoss. Für uns unbekannte Künstler wurden angeboten: Peach Weber und Kliby und Caroline. Erst drei Monate vor unserem Anlass wurde Kliby durch seinen ersten Auftritt im «Teleboy» bekannt. Peach Weber war ein noch unbeschriebenes Blatt – er machte seinen Weg und geniesst heute noch einen guten Ruf als «Blödelkomiker». Nichts überliess Jacques Isler dem Zufall – so fuhren wir u.a. an einem Samstagabend ostwärts, um das ins Auge gefasste «Fred Hauser Septett» in Aktion zu sehen und zu hören. Der ganze Anlass musste dann auch noch finanziert werden. Dank grosszügiger Unterstützung der Gemeinde einerseits und einem angemessenen Eintrittspreis andererseits (der Abend war ausverkauft) konnte ein ausgeglichenes Budget gestaltet werden – am Schluss blieben sogar noch ein paar Hundert Franken übrig! Die Jubiläumsfeier selbst wurde in drei Teilen abgehalten. In der Rôtisserie des Seehotels Meierhof begann um 16.45 Uhr das Bankett für die geladenen Gäste. Geschlossen wechselte man kurz vor 19 Uhr in den Schinzenhof für den einstündigen Jubiläumsakt. Um-
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rahmt von Klängen der Harmoniemusik «Helvetia» Horgen und einem Lied der Junioren des FC Horgen folgten die Festansprache des Präsidenten und drei Grussbotschaften. Zum besinnlichen Akt wurde die Ehrung der anwesenden Ehrenmitglieder. «Sichtlich gerührt nahmen die Genannten die Ehrungen entgegen, diese Stimmung übertrug sich auf den ganzen Saal – es waren feierliche Augenblicke.» So ging man in die Pause um dann bis Mitternacht einen tollen Gala-Abend zu geniessen. Nebst den bereits erwähnten Ueli Beck, Peach Weber und Kliby trat auch noch das Cabaret «Pflotschnass» in Aktion. In ihrer 50-minütigen Show liessen sie zuerst die 75 Jahre passieren, um dann eine Auswahl ihrer Glanznummern folgen zu lassen. Nebst einer grossen Tombola wurde in der Eingangshalle eine kleine Ausstellung «FC Horgen – einst» präsentiert. Bis in den Morgen spielte das «Fred Hauser Septett» zum Tanz. Am Rande sei erwähnt, dass 1977 der Entscheid für den Bau der Waldegg fiel. Gemeindepräsident Suter meinte in seiner Rede, dass das Hauptspielfeld Nationalliga-Ausmasse aufweise. Sportlich ging es dann aber in eine andere Richtung: auf und ab zwischen 2. und 3. Liga. Heute hat der FCH ein Jubiläums-OK mit Organigramm. Wir hatten Jacques Isler und ein paar zuverlässige Mitstreiter – 25 Jahre sind verflossen und es begegnen mir Namen, mit denen ich schon dazumal im Verein zusammenarbeiten durfte. Ein Verein, der sich auf solche Kameraden verlassen kann, darf stolz sein und hat eine tolle Zukunft vor sich!
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Weihnachtsfeier 2001 Man soll die Feste ja bekanntlich feiern, wie sie fallen, und genau dies tat die erste Mannschaft mit Begleitung und einiger Verstärkung anlässlich des Vorrundenschlusses. Perfekt organisiert von Alex Schaub, Böbi Elmer und Adi Frare erlebten die Anwesenden einen weiteren unvergesslichen Abend im Clubhaus auf der Waldegg. Nachdem sich alle beim Apéro etwas aufgewärmt (oder eingetrunken) hatten, wurde das Buffet mit diversen Salaten, Schinken und Fleischkäse gestürmt. Unter friedlichem Kauen und Schmatzen konnte man bereits heftige Diskussionen über die vergangenen Spiele hören. Die erfolgreiche Saison liess jedoch nicht allzu viel Platz für negative Stimmen und sowieso war man schliesslich zum Feiern hergekommen. Dass Fussballer nicht nur gegen den Ball treten können, sondern auch noch schauspielerisches Talent besitzen, sehen wir ja jedes Wochenende auf den verschiedensten Plätzen auf der ganzen Welt. Geschicktes Hinfallen wird des Öfteren als Mittel zum Zweck benutzt. Doch wie perfekt Alex Schaub den sterbenden Schwan mal langsam, mal schnell, mal theatralisch und mal authentisch beherrscht, war schon erstaunlich. Da soll man dem Schiedsrichter einen Vorwurf machen, wenn er jedes Mal ein Foul pfeift? Die Darbietung wurde jedenfalls zum ersten von vielen Highlights an diesem Abend. Wer gedacht hatte, dass sich das Organisationstrio auf
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diese eine Darbietung beschränken würde sah sich getäuscht. Unter grossem Gejohle und Pfiffen folgten spontane Auftritte der deutschen Retortenband «No Angels» und der britischen Girlie-Gruppe «Spice Girls». Die Performance der schönen jungen Frauen wurde von den lüsternen Fussballern mit tosendem Applaus quittiert. Besonders der Auftritt von «Zolli» trieb so manchen die Schamröte ins Gesicht. Als vorläufiger Höhepunkt trat der urchige Berner Mundartrocker «Gölä» (und nicht Bölä, obwohl das Aussehen beinahe identisch ist) mit seinen bezaubernden Backgroundsängerinnen aufs Parkett. Mit unglaublichen choreographischen Tanzeinlagen der Sängerinnen und der mitreissenden rockigen Stimme von «Baströlä» rissen sie die Zuschauer von den Sitzen. Nach diesen erstklassigen Auftritten mussten sich die FCH-ler erst einmal wieder beruhigen und sich bei einem guten Schluck Mut für den weiteren Verlauf antrinken. Denn als Schlussbouquet kam diesmal nicht der Chlaus, sondern das Stammtischtrio. Wer schon einmal auf der Waldegg das Pech hatte, auf der obersten Treppenstufe zu stehen, kennt die hoch kompetenten Fussballexperten ja bereits. Das Stammtischtrio liess auch hier kein gutes Haar an den Spielern des FC Horgen und schonte auch den Trainer und Betreuerstab nicht. Unter grossem Gelächter wurden Pleiten, Pech und Pannen der Saison noch einmal schonungslos auf den Tisch gelegt. An dieser Stelle gehört dem
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Organisationsteam sicherlich ein grosses Dankeschön, soviel gelacht haben wir noch selten. Der Schluss der Darbietungen war für viele sogleich der Startschuss, um sich an der kleinen Bar einen Platz zu sichern (wobei Philippe B. die Seiten verwechselte und sich den ganzen Abend um den Abfalleimer kümmerte). Die etwas Jüngeren verabschiedeten sich nach Mitternacht um... na ja weiterzuziehen. Der harte Kern jedoch zog es vor, es sich bei einem weiteren Drink im Clubhaus gemütlich zu machen. Je länger der Abend dauerte (und je kürzer die Nacht wurde), umso angeregter wurden die Diskussionen. Erstaunlich war vor allem, dass gewisse Personen eine geschlagene Stunde über das gleiche Thema diskutieren konnten, ohne einander nur einmal ausreden zu lassen. Andere zogen es vor, das Clubhaus als Tanzlokal zu nutzen, währenddessen die Urchigen im Club die Hand lieber nach einem richtigen Schnupf ausstreckten. Gegen fünf Uhr morgens trank man dann doch das letzte Bier aus und machte sich auf den Heimweg. Einige brauchten noch etwas frische, kalte Luft und weigerten sich, in den Taxi zu steigen...
Gute Stimmung bis in die frühen Morgenstunden u.a. mit der Popgruppe «No Angels» und Mundartrocker «Gölä». 47–53
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Geheime Olympiavorbereitung in Igls? Samstag, den 19. Januar 2002. Auf der Allmend trafen sich etwa 30 unternehmungslustige Personen vom FC Horgen. Alle freuten sich auf die bevorstehende Reise ins Nachbarland Österreich. Zuerst waren alle noch ziemlich ruhig und wirkten noch etwas schlaftrunken. Doch das änderte sich schnell, als der Motor des komfortabeln Cars gestartet wurde. Nach einer Viertelstunde hatte ich bereits den ersten Job gefasst. Auf die Frage, ob ich den Reisebericht verfassen würde, antwortete ich unüberlegt mit Ja und bereute es bereits eine Sekunde später... Um Viertel nach zehn passierten wir die Grenze bei Feldkirch. Da wir ja anständige Schweizer sind und vertrauenswürdig aussahen, hatten wir keinerlei Probleme mit den Zollbeamten. Kurz nach der Grenze kam es zur ersten (Zigaretten-)Pause. Um 12.15 Uhr kamen wir nach einer unterhaltsamen und gemütlichen Fahrt bei Bier und Weisswein an unserem Zielort Igls an, wo uns die Bobbahn bereits entgegenlachte. Ein herzliches Dankeschön unserem immer fröhlichen Aldo Bulgheroni für die schöne Carfahrt. Nun stand uns also ein Nachmittag mit vorprogrammierten Schweissausbrüchen, Adrenalinstössen und Geschwindigkeitswahn bevor, schliesslich rodelten wir nicht nur ein bisschen den Berg runter, sondern es erwartete uns eine Viererbobfahrt unter der prominenten Führung zweier Olympiasieger von Calgary 1988 (damals
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wussten die Schweizer Bobfahrer noch, was es heisst, zuoberst auf dem Treppchen zu stehen – übrigens Goldjunge Amann war damals gerade mal sechs Jahre alt). Marcel Fässler (Bremser) und Goldpilot Ekkehard Fasser waren die namhaften Lehrer für diesen Nachmittag. Für alle Freunde von Zahlen und Fakten hier einige Daten zur Bobbahn: Die Bobbahn von Igls wurde 1964 anlässlich der Olympischen Spiele von Innsbruck gebaut. 1976 kam die Bahn und Innsbruck zum zweiten Mal zu olympischen Ehren. Noch heute ist dieser Bobrun Austragungsort internationaler Bob-, Rodel- und Skeletonrennen, Europameisterschaften wie auch Weltmeisterschaften. Gästefahrten finden immer mehr Zuspruch. Der Start liegt auf 2248 Metern über Meer, das Ziel auf 900 Meter. Die Länge beträgt 1370 Meter, das Gefälle ist max. 14%, die Querbeschleunigung im Kreisel liegt bei 3.85 NG. Der Bahnrekord beträgt um die 51 Sekunden. Bevor wir jedoch diese Daten überprüfen konnten, durften wir ein gutes Mittagessen (oder war es die Henkersmahlzeit?) geniessen. Die Stimmung war gut und noch sehr locker. Gegen zwei Uhr brachen wir auf, um die Bahn zu besichtigen (der Profi muss schliesslich jede Kurve auswendig können). In gemächlichem Gange gings an der Bobbahn empor in Richtung Start. Die Sicht auf die Kurven und Geraden war ausgezeichnet und so wurde es den einen bereits bei der Besichtigung etwas flau im Magen, waren die vorbeizischenden Skeletons und Bobs doch unheimlich
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Die Damenmannschaft gut gelaunt und noch ohne Angst bei der Anfahrt auf Igls. 54 Skeptische Blicke auf den bevorstehenden Bobrun. 55
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Mit über 100 km/h geht es den Eiskanal hinunter. 56 Erleichterung und Freude, mit heilen Knochen angekommen zu sein. 57 Ohne Fleiss kein Preis. Der Start will geübt sein. 58 Inoffizielles Siegerpodest. V.l.: L. Füeg, U. Bertschi, J. Schilling, P. Bertholet, K. Tripolt, A. Kindschi. 59 Ein guter Schluck nach getaner Arbeit. V.l.: P. Bertholet, K. Tripolt, A. Bulgheroni. 60
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Die Erschöpfung des Organisators. M. Fässler gönnt sich eine Auszeit. 61
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schnell unterwegs. Mit hoher Geschwindigkeit rauschten sie an uns vorbei und verschwanden in der nächsten Kurve. Kurz vor 16 Uhr stand der Schlitten FC Horgen 1 bereit. Philippe Bertholet und Janine Schilling hatten die Ehre, als Erste die Kurven runter zu preschen. Obwohl sie eine einwandfreie Fahrt hinlegten, waren sie weit vom Bahnrekord entfernt, was in Anbetracht des Erlebnisses kaum jemanden interessierte. Als Vierte durften Lina Traxler und ich den Bob besteigen.Wir wurden instruiert, dass wir unbedingt mit geradem Rücken sitzen sollten, da wir sonst von der Fahrt nichts mitbekommen würden. Infolge der hohen Geschwindigkeit (120 km/h) und der auftretenden Fliehkraft wird es schwierig, einmal in gebückter Haltung, den Kopf wieder aufrecht zu halten. Es war ein Wahnsinnserlebnis. Man wird von links nach rechts und wieder zurückgeschlagen, kaum hat man das Gefühl, es gehe endlich wieder geradeaus, kommt schon wieder die nächste Kurve. Alles geht so schnell, dass man erst viel später realisiert, was da geschehen ist. Der Adrenalinschub war so gross, dass er noch Stunden später die Wirkung nicht verloren hatte. Für die meisten gab es nur einen Spruch, der sowieso zur Olympiastrecke passte: «Es war voll geil.» Die internen Sieger der ersten Horgner Bob-Classic waren Corina Vetsch und Tanja Bertholet mit einer Fabelzeit von 59,78 Sekunden. Knapp dahinter folgten Peter Kälin und Aldo Bulgheroni mit 59,85 und im Bronze-Bob sassen Kurt Tripolt und Roland
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Winkler mit genau einer Minute. Diese beiden Herren haben es bis heute nicht verdaut, dass sie nicht zuoberst auf dem Treppchen gelandet waren. So wurde ich sogar der Zeitmanipulation beschuldigt (kleinerWitz). Um 18 Uhr war der Spuk vorüber und wir konnten mit Stolz als Cracks ins Bobcafé zurückkehren. Doch kaum hatten wir uns gesetzt, kam der Befehl zum Abmarsch. Der eben bestellte Apéro musste im Nu runter gekippt werden. Das nächste Mal gehe ich mit TUI, schliesslich haben wir uns das verdient, oder? Nach einem hervorragenden Nachtessen in unserem Hotel Sailer und einem guten Schluck Wein stürzten wir uns ins Innsbrucker Nachtleben. Unsere Juniorinnen landeten trotz Januar in der Disco «November». Die etwas Älteren gingen zuerst – nomen est omen – in die Oldie-Bar und später in die Kiwi-Disco. In Begleitung von Walter Delle-Karth (Vizeweltmeister 1986) wurde es eine lustige und laute Runde. Gegen halb zwei war dann doch Nachtruhe angesagt. Am Sonntag nach dem Morgenessen besichtigten die Einen die Skisprungschanze, der Rest vergnügte sich in der interessanten und schönen Altstadt von Innsbruck, wo unter anderem das berühmte «Goldene Dachl» bewundert werden konnte. Kurz nach Mittag hiess es dann Servus in Richtung Heimat. Im Namen aller Teilnehmer möchte ich mich beim Organisator Marcel Fässler ganz herzlich für dieses super Wochenende bedanken. Ich denke, wir alle haben etwas Einmaliges erleben dürfen.
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Skiweekend in Arosa Der FC Horgen in Arosa – ein Synonym für interessante Stunden, gute Stimmung und nicht zuletzt einen guten Tropfen Alk...a Seltzer. Bereits auf dem Weg ins Bündnerland stellten sich die ersten Schwierigkeiten ein. Atzgis Auto, eine Stunde zuvor aus dem Service abgeholt, begann bereits bei Bilten vor Angst zu zittern. Nun, es ist bekannt, dass an den FC-Skiweekends mal die Post abgeht – manchmal auch ein Konzert von höchstem Range zu hören ist, doch dass das Auto des Neuzugangs aus Kilchberg solch schlechte Gerüchte glaubte und bereits nach zwanzig Minuten umkehren wollte, ist schon etwas des Guten zuviel. Als fürsorglicher Captain fuhr Alex Schaub in Atzgis Zitterkiste zurück und nahm seinerseits das eigene Auto mit. Als Arosa nach 355 Kurven doch noch erreicht wurde, das reservierte Abendessen einer lauwarmen Pizza weichen musste und der Rest der Mannschaft gefunden war, konnte der Abend losgehen. Nach seinem Frust mit den französischen Autos vergnügte sich Atzgi nun mit grossem Durst auf holländisches Bier. Sinnigerweise gab es in diesem Club nur flüssige Nahrung, obwohl der Name Kitchen anderes vermuten liess. Müde von der verlängerten Anfahrt und den Holländerinnen – äh holländischem Bier – machten wir uns auf dem Heimweg. Dort folgte die nächste Überraschung. Da die Rezeption bereits geschlossen hatte und diese Personen für die Aushändigung der
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Bettbezüge zuständig sind, schlief die halbe Mannschaft ohne Bezug und vermied es möglichst, nicht nach Merkmalen früherer Bettbenützer zu suchen. Das Wetter am Samstagmorgen versprach einiges für den bevorstehenden Tag. Greller Sonnenschein holte die Truppe aus Horgen aus den Federn. Die Vorfreude auf das Lauberhornrennen liess uns bereits nach einigen Schwüngen in die berühmte CarmennaHütte eintrudeln. Doch wie hoch der alpine Skizirkus im Moment in der Schweiz im Kurs steht, unterstrich die Tatsache, dass von einem Fernseher weit und breit keine Spur war. So machten wir es uns bei Sonnenschein, Jassen und Weisswein vor der Hütte bequem und bestellten einen kleinen Imbiss. Wobei ich mich bis heute frage, wer fünfzehn Mal einen Fitnessteller bestellt hatte. Als sich die Sonne langsam hinter die Berggipfel zurückzog, fiel der Startschuss zum anstrengenden Teil: Après-SkiTour organised by Mr. Frare. In einem atemberaubenden Tempo rasten wir von einer Beiz zur nächsten, von einer Bar zur anderen. Nach einigen Drinks und einem unsäglichen Holdrio wurde es langsam Zeit, die Nase zu pudern. In Rekordzeit wurde geduscht, parfümiert und frisiert und schon sassen alle beim Nachtessen. Das hervorragende Essen und der gute Wein schmeckten allen ausgezeichnet. Dass sich für das Mahl auch noch ein Spender einfand, Danke Erich, natürlich noch mehr. Mit vollem Bauch machte sich ein Grüppchen auf ins Casino. Alex Schaub, von sich über-
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zeugt ein alter Gambler zu sein, hatte in der Hektik jedoch seinen Pass nicht mitgenommen – muss man ja nie zeigen in einem Schweizer Casino, oder... – musste sich wohl oder übel als Schumacher ausgeben. Doch sein Betrug wurde nicht belohnt und so kam er mit leeren Händen zurück. Dafür wurde im nahgelegenen Club Nuts aus vollen Kellen geschöpft. Bis spät in die Nacht wurde diskutiert, gelacht, angestossen und zum Teil getanzt. Der fröhliche Abend hinterliess dafür am Sonntag seine Spuren. Doch trotz schweren Beinen und mulmigem Magen waren am späteren Vormittag alle auf der Piste. Die einen fuhren sich die Müdigkeit aus den Beinen, andere reservierten gleich einen Platz an der Sonne und einige wenige genehmigten sich zum Frühstück gleich eine herzhafte Portion Bratwurst mit Röschti und Zwiebelsauce, was den Magen unheimlich beruhigte. Als auch noch der letzte Sonnenstrahl aufgesaugt war, hiess es zusammenpacken. Müde, aber zufrieden machte der ganze Tross noch einmal Halt auf der Heimfahrt, bevor das Weekend endgültig vorbei war. Im Namen aller Teilnehmer danken wir Oliver Burri für die gute Organisation und freuen uns bereits auf das nächste Jahr.
Einige erfreuen sich an dem schönen Wetter, andere an guten Karten. V.l.n.r.: A. Schaub, L. Schumacher, A. Frare, O. Burri. 62 Sandro Stähli und Özgür Acili, perfekt gestylt und guten Mutes. 63 Der Captain sorgt für die nötige Verpflegung. 64 Après-Ski à la Horgen. V.l.n.r.: A. Grünig, E. Martig, A. Schaub. 65 Böbi Elmer zeigt seine Singkünste. 66
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Grussworte Walter Bosshard, Reinhard Zweifel, Peter Rupp und Köbi Kuhn
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Sportliche Höhepunkte Regionalmeister 1954 Aufstieg 1998 Cup Achtelfinal: FC Horgen–FC Luzern FC Horgen–Bayer Leverkusen
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Junioren/Damen Junioren- und Damenmannschaften, Schülerturnier, Fulbito
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Senioren/Veteranen Die Seniorenabteilung
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Gönnervereinigung/Club 2000 Der Fussball und das liebe Geld
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Veranstaltungen und Ausflüge Kränzli 1931 75 Jahre FC Horgen! Weihnachtsfeier 2001 Geheime Olympiavorbereitung in Igls? Skiweekend in Arosa
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Zum Schmunzeln Kleinigkeiten zum Schmunzeln und Nachdenken Football-English anno 1931
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Statistik Präsidenten, Ehrenmitglieder, NLA-Spieler aus dem Nachwuchs
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Die Geschichte des FC Horgen
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Zum Schmunzeln
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Kleinigkeiten zum Schmunzeln und Nachdenken Immer wieder sorgen Vergleiche zwischen früher und heute für hitzige Diskussionen und Gesprächsstoff. Doch kann man überhaupt vergleichen? Nicht nur der Fussball, sondern das Umfeld und unsere Gesellschaft haben sich geändert. Man geht mit der Zeit. Sogenannte «Weisch-no»-Geschichten haben dennoch eine gewisse Berechtigung und Brisanz, sollten aber nicht zu ernst genommen werden. Sie rufen aber oft ein Schmunzeln hervor. So war für mich klar, dass ich als Youngster während des ersten Trainings und im Spiel mit der ersten Mannschaft die Herren Zurbuchen, Schmid, Bossi und Co. mit «Sie» ansprach. Nach dem ersten Spiel kam Horst Zurbuchen zu mir kam und sagte: «Wenn du nochmals ‹Sie› sagst, bekommst du eine hinter die Ohren.» Es half. Tiefer in die Tasche griff Freund Göpf Knabenhans, als wir eine Reise nach Genf zum Spiel gegen den Club Athlétique de Genève machten. Per Flugzeug. Für die meisten war es der erste Flug. Entsprechend die Stimmungslage: Die einen verdrängten die Flugangst mit Alkohol, andere lehnten sich jeweils in die Kurven und breiteten zur Stabilisierung die Arme aus. Ein unvergessliches Erlebnis. Läuft man heute an einer Kabine vorbei, ist unschwer zu erahnen, dass sich eine Mannschaft auf das Spiel vorbereitet. Der Duft von Massageölen ist unverkennbar.
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1965 kam es in Winterthur zum Abstiegsentscheidungsspiel Phönix –Horgen. Wer an unserer Kabine vorbeilief, dem drang höchstens der würzige Duft von Weisswein in die Nase. «Männer (heute sagt man Jungs), hier nehmt ein Gläschen Weisswein, das macht aggressiv.» So machte uns seinerzeit Mirio Bossi auf das Spiel heiss. Wir gewannen 5:1. Und wurden anschliessend von einem Gönner zu einem Mittagessen nahe Winterthur eingeladen. Kommen die Spieler heute zum Training, haben sie locker die Fussballschuhe unter dem Arm. Und so gehen sie auch wieder. Trainingsbekleidung liegt in der Garderobe bereit, die nach den Übungen gleich in der Waschmaschine neben den Umkleideräumen wieder für das nächste Training gewaschen wird. Früher? Da «durften» Frauen und Mütter ran. Immerhin wurden die Matchtenues gewaschen – notabene für zwei Franken, die der Captain einsammelte. In einem Nachtragsspiel kam der überlegene Leader Oerlikon auf die Allmend. Horgen brauchte dringend Punkte. In einem verrückten Spiel verloren wir mit 7:5. Im Nachhinein kursierte ein hartnäckiges Gerücht, dass man der gegnerischen Verteidigung zwei Kisten Bier versprochen hatte, sollte Horgen gewinnen. Leider hatte man die gegnerischen Stürmer nicht eingeweiht. Kaum hatten wir einen Treffer erzielt, schlug es auch schon wieder bei uns ein.
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Ärztliche Betreuung war früher ein Fremdwort. Hatte man eine Verletzung, gab es rote oder weisse Pillen. Das änderte plötzlich für Erich Stäubli und mich. Wir wurden gemeinsam zu Sportarzt Stössl nach Zürich geschickt. Kreidebleich standen wir da, als der Dok mit Riesenspritze kam, um unsere Oberschenkel und Knie zu punktieren. «Der hat mir ein Sugus zwischen die Zähne geschoben», antwortete Erich Stäubli auf die Frage, ob es schmerzhaft gewesen sei. Heute ist der Therapeut und Masseur fast so wichtig wie der Trainer.
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Football-English 1931 Es liegt in der menschlichen Natur, dass man leichter etwas bemängelt als es besser macht, und so sei es mir denn verziehen, wenn ich ebenfalls auf diesem Wege der Untugend wandle. Was ich auf dem Herzen habe, ist ganz einfach dies: Wäre es nicht möglich, dass sich die Sportberichterstatter oder sagen wir mal all jene, die über Fussball schreiben, sich das aus den Anfängen des Fussballsportes überlieferte Übel abgewöhnen, ihre Schriften durch allerhand englische oder «englisch-seinsollende» Ausdrücke zu verfeinern? Diese Frage möchte ich in erster Linie an all jene richten, deren Schnabel sozusagen nicht englisch gewachsen ist, die aber doch da und dort ein paar vornehme Brocken aufgeschnappt haben und diese nun bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit glauben anbringen zu müssen. Man wird ja billigerweise nicht verlangen wollen, dass der Grasshopper-Club seinen historischen und idyllischen Namen in Grashüpfer oder Heustöffel-Club umändern soll.Wie klingt aber, um wiederum ein naheliegendes Beispiel herauszugreifen, ein Name wie FC Seaboys (ein damaliger Club auf der linken Seeseite, die Red.), der natürlich FC Seebuben bedeuten will, in Wirklichkeit aber als FC Meerbuben übersetzt werden muss? Wollen wir die Engländer belehren, dass man die Läufer nicht als Halves, sondern (wie es oft geschrieben wird) als Halfs ansprechen soll? Als ich vor einiger
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Zeit in einer von einem Spielführer (pardon, ich wollte natürlich sagen «Captain») an seine Mannschaft erlassene Einladung zu einer Spielübung das Wort «träning» lesen durfte, wurde ich wirklich fast zu Tränen gerührt. Wenn angesichts solcher Vorbilder hin und wieder sogar in gemeinderätlichen Erlassen das «Tschuten» auf Schulplätzen verboten wird, so ist dies nicht weiter zu verwundern, denn man kann doch einem Gemeinderat nicht zumuten, dass er die Schreibweise und den Sinn jedes fussballsportlichen Ausdrucks kennt. (Erstens sollte es «shooten» heissen, und zweitens ist auch dieses Wort insofern falsch, als es eben «schiessen» bedeutet, wogegen doch wohl das Fussballspielen oder Stirzen verboten werden soll, sodass es dann eben kicken heissen sollte.) Wollte man diese Beispiele vermehren, so müsste das Sportorgan schon fast in Buchform herausgegeben werden. Also liebe Fussballer und Fussball-Schriftsteller; wenn ihr der lesenden Mitwelt einen Gefallen tun wollt, dann schreibt bitte lieber so, wie euch der Schnabel gewachsen ist, als in einem Kauderwelsch, wie man es leider noch immer so oft vorgesetzt bekommt. Den Seaboys aber rufe ich übers Meer hinweg zu: «Ihr könnt ja schliesslich auch nichts dafür, dass die Clubgründer nicht besser Englisch gelernt haben in der Schule.»
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Grussworte Walter Bosshard, Reinhard Zweifel, Peter Rupp und Köbi Kuhn
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Sportliche Höhepunkte Regionalmeister 1954 Aufstieg 1998 Cup Achtelfinal: FC Horgen–FC Luzern FC Horgen–Bayer Leverkusen
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Junioren/Damen Junioren- und Damenmannschaften, Schülerturnier, Fulbito
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Senioren/Veteranen Die Seniorenabteilung
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Gönnervereinigung/Club 2000 Der Fussball und das liebe Geld
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Veranstaltungen und Ausflüge Kränzli 1931 75 Jahre FC Horgen! Weihnachtsfeier 2001 Geheime Olympiavorbereitung in Igls? Skiweekend in Arosa
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Zum Schmunzeln Kleinigkeiten zum Schmunzeln und Nachdenken Football-English anno 1931
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Statistik Präsidenten, Ehrenmitglieder, NLA-Spieler aus dem Nachwuchs
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Jacques Isler Präsidenten hatte der FC Horgen in den hundert Jahren einige, Fussballer, welche es bis in die Nationalliga A geschafft haben doch ein gutes Dutzend, zu Ehrenmitgliedern schafften es auch ein paar, doch es gibt nur einen, der in der obersten Schweizer Liga gespielt hat, den FC Horgen präsidierte und zum Ehrenmitglied ernannt wurde: Jacques Isler. Mit jungen zwölf Jahren trat Jacques Isler der FC Horgen Schülermannschaft bei. Doch dort hielt er es nicht lange aus. Kaum vierzehn Jahre alt wurde er in die erste Mannschaft berufen. Dies ist umso erstaunlicher, als Isler den wichtigen Posten des Torhüters innehatte. Als Sekundarschüler spielte er Sonntag für Sonntag hinter seinen Verteidigern, zu denen auch sein damaliger Lehrer gehörte. «Am Sonntag stauchte ich meinen Lehrer auf dem Fussballplatz zusammen und bekam dafür am Montag in der Schule die Quittung», erzählt Isler mit einem zwinkernden Auge. Sein Talent sprach sich bald weit herum. Mit 16 kam ein Angebot vom FC Winterthur. Doch der FC Horgen war mit dem Wechsel nicht ganz einverstanden und liess Isler für ein Jahr für das Fanionteam sperren. Da Isler nur bei den Junioren spielen konnte, engagierte der Verband extra einen Spieler des FC Lugano, der jeden Mittwoch nach Luzern reisen musste, um mit Isler ein professionelles Training zu absolvieren. So konnte der Verband sicher sein, dass Isler als
Jaques Isler
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Goalie der U16 regelmässig von kompetenten Spielern trainiert wurde und in Form blieb. Eine grosse Zeit erlebte Isler mit dem FC Luzern in der Nationalliga A. Besonders in Erinnerung blieb ihm der Auftritt im Camp Nou in Barcelona beim Jubiläumsturnier des FC Barcelona. Bei diesem Spiel hatte es nicht weniger als 85000 Zuschauer. Nach weiteren Engagements beim FC Grenchen und dem FC Aarau wollte Isler 1953 die Fussballschuhe an den Nagel hängen. Doch die Vorstandsetage des FC Horgen konnte den routinierten Goalie noch einmal überreden, eine Saison bei seinem Stammverein anzuhängen. Diese wurde dann auch gleich mit dem Regionalmeistertitel erfolgreich abgeschlossen. Nach seiner aktiven Karriere war Isler in einigen Funktionen tätig, zum Schluss auch noch als Präsident. Nach seinem Rücktritt 1963 wurde er von der Generalversammlung zum Ehrenmitglied gewählt. Bis heute ist Jacques Isler ein treuer Fan und Zuschauer des FC Horgen geblieben.
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Präsidenten Ernst Gnepf
1902 –1904
Walter Meier
1904 –1913
Ernst Gnepf
1913 –1914
Walter Hegetschweiler
1914 –1919
Charles Ganz
1919 –1924
Jakob Hemmi
1924 –1935
Hans Ummann
1935 –1942
Alphons Schenker
1942 –1955
Karl Kuriger
1955 –1960
Jacques Isler
1960 –1963
Ernst Hotz
1963 –1968
Jean Vetter
1968 –1976
Peter Schmid
1976 –1983
Fritz Haueter
1983 –1988
Charles Stoll
1988 –1991
Peter Rupp
1991 –1997
Heinz Feusi
1997 –1999
Peter Rupp
1999 –2002
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Seite 112
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Horgner Spieler in der Nationalliga Dario Bossi
Young Fellows, Bellinzona, Lugano
Fritz Brupbacher
Cantonal Neuenburg, Young Fellows
Karl Brupbacher
Cantonal Neuenburg, SC Zug, Winterthur
Stephan Fl端hmann
FC Wettingen
Josef Imhof
Grasshoppers, Locarno
Jacques Isler
Winterthur, Luzern, Grenchen, Aarau
Winfried Kurz
FCZ, Aarau, Locarno
Michi Mazenauer
FCZ, Aarau, Chiasso
Marcel Pajarola
Winterthur, FC Bern
Walter Stocker
Chiasso
Luigi Stomeo
Grasshoppers, FC St. Gallen
Dorjee Tsawa
FC St. Gallen, FCZ, Bellinzona, Xamax
Robert Vogler
Young Fellows
Urs Zurbuchen
FCZ, Wettingen, Young Boys
68480hf 100 Jahre FC Horgen:68480hf 100 Jahre FC Horgen
Ehrenmitglieder August Boppart † Emil Büechi † Theodor Dändliker † Walter Elmer Hans Hemmi † Jaques Isler Hans Jud Gottfried Knabenhans † Willy Lässig Fridolin Pfeifer Willy Rieter † Jakob Schlittler Walter Schmid † Erich Stäubli Jacques Stapfer † Charles Stoll Jean Vetter † verstorben
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Grussworte Walter Bosshard, Reinhard Zweifel, Peter Rupp und Köbi Kuhn
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Sportliche Höhepunkte Regionalmeister 1954 Aufstieg 1998 Cup Achtelfinal: FC Horgen–FC Luzern FC Horgen–Bayer Leverkusen
3
Junioren/Damen Junioren- und Damenmannschaften, Schülerturnier, Fulbito
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Senioren/Veteranen Die Seniorenabteilung
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Gönnervereinigung/Club 2000 Der Fussball und das liebe Geld
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Veranstaltungen und Ausflüge Kränzli 1931 75 Jahre FC Horgen! Weihnachtsfeier 2001 Geheime Olympiavorbereitung in Igls? Skiweekend in Arosa
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Zum Schmunzeln Kleinigkeiten zum Schmunzeln und Nachdenken Football-English anno 1931
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Statistik Präsidenten, Ehrenmitglieder, NLA-Spieler aus dem Nachwuchs
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Die Geschichte des FC Horgen
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100 Jahre FC Horgen Hundert Jahre Fussball Club Horgen! Hundert Jahre Sport? Hundert Jahre Vereinsfeste? Hundert Jahre Erfolg? Die Geschichte eines Fussballclubs lebt vor allem von Emotionen, von Siegen und Niederlagen, von Freude und Trauer, von Gesichtern und Geschichten, von Fakten und Anektoden, von Momentaufnahmen und Generationenwechsel. Hinter dem FC Horgen stehen hundert Jahre Geschichte. An dieser Stelle versuchen wir, am Rad der Zeit zu drehen und die wichtigsten Momente aufzuzeigen, zu durchleuchten und darzulegen.
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1899 Kurz vor dem Jahrhundertende kommt es zur Gründung des Football-Clubs Horgen. Alte Protokolle erzählen von Wettspielen gegen den Fussball-Club Thalwil, wobei das erste Spiel 1:1 endet. Doch bereits wenige Monate nach der Gründung löst sich der Verein wieder auf. Schuld daran seien wohl hauptsächlich der Widerstand der Schule gewesen. 1902 Drei Jahre später kommt es zum erfolgreicheren Versuch. Laut dem Protokoll verlief diese wichtige Gründung folgendermassen ab: «Um dem seit Auflösung des früher bestandenen Football-Clubs Horgen nur wenig gepflegten Football-Spiele eine bessere Pflege angedeihen zu lassen und demselben neue Freunde zuzuführen, fanden sich auf Anregung einige spezielle Liebhaber dieses gesunden und körperlich kräftigenden Spieles Sonntag den 1. Juni 1902 im Lokale Schützenhaus zur Gründung eines solchen Clubs ein und unterschrieben sich als Aktivmitglieder.» Mit diesen Worten ist die Gründung des heutigen FC Horgen protokolliert. Der Club besteht zu Beginn aus sechs Aktivmitgliedern und drei Passivmitgliedern. Der Eintrittsbeitrag beträgt 1 Franken und der Austrittsbeitrag 2 Franken. Als Clubfarben werden Rosarot und Hellgrün bestimmt. Für die Anschaffung von Torlatten wird dem Vorstand ein Kredit von 7 Franken gewährt. Erster Spielplatz ist auf dem Maurenmoos.
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67 Protokoll der Gr端ndung des FC Horgen am 1. Juni 1902 67, 68
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1903 Die erste Generalversammlung des FC Horgen findet am 7. Juni 1903 statt. Ein Mitglied beklagt sich darüber, dass ihm Reklamationen zu Ohren gekommen seien über unanständiges Betragen einiger Mitglieder auf öffentlichen Strassen und Plätzen. Dieser Missstand müsse möglichst schnell verbessert werden. Die Horgner können erstmals auf der oberen Allmend trainieren. Als neue Clubfarben werden Rot-Weiss bestimmt. 1904 Walter Meier löst Ernst Gnepf, der zu den Passivmitgliedern wechselt, als Präsident ab. Der Vorstand beschliesst, für 3.50 Franken 500 Einladungskarten und für 22 Franken 50 Statuten drucken zu lassen. Sportlich erreichen die Horgner in 13 Spielen immerhin sieben Siege. Bei einem Freundschaftsspiel zwischen dem FC Horgen und dem Nachbarn aus Wädenswil kommt es zu Streitigkeiten, was zum Abbruch der bestehenden freundschaftlichen Beziehung führt. Nach langem Hin und Her können sich die streitenden Parteien nicht einigen, jeder schiebt dem andern die Schuld an den «frechen Äusserungen auf dem Platz» in die Schuhe und somit bleibt am Schluss nur der Groll der Beteiligten übrig. 1907 Mit der Gründung des FC Zürichsee entsteht die erste Konkurrenz in der näheren Umgebung. In der Folge haben weder der FC Horgen noch der FC Zürichsee genug Spieler, um einen geregelten Betrieb zu führen. Die erste Manschaft des FC Horgen 1904 69
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1909 Endlich können die angeblich verfeindeten Brüder den Zusammenschluss der beiden Clubs bewerkstelligen: Sie fusionieren zum FC Zürichsee-Horgen mit den Clubfarben Blau-Gelb. 1910 Die Fusion zeigt bereits ein Jahr später ihre Früchte. Der FC Zürichsee-Horgen wird Ostschweizer Meister, was immerhin die dritthöchste Liga des Verbandes ist. Erstmals ist von einer Juniorenmannschaft die Rede, obwohl diese Bezeichnung übertrieben ist. Die unter 17-Jährigen, welche als Junioren gelten, dürfen zwar mittrainieren, doch ist die Teilnahme an Spielen erst als Aktivmitglied möglich. 1911 Unter dem Namen FC Horgen wird der Verein offizielles Mitglied der Schweizerischen Football Association. 1912 Zur Feier des zehnjährigen Bestehens wird ein grosses Turnier abgehalten. Durch den gelungenen Anlass können weitere Mitglieder gewonnen werden. 1913 Ernst Gnepf wird zum zweiten Mal Präsident des FC Horgen, wird aber bereits ein Jahr später von Walter Hegetschweiler abgelöst und Ernst Gnepf danach zum Ehrenmitglied ernannt. Erstmals kann der Club auch eine zweite Horgner Mannschaft stellen. Die Bemühungen um neue Spieler haben sich also gelohnt. Immerhin zählt der Club jetzt über 40 Aktive und über 50 Passivmitglieder. Zu dieser Zeit besteht neben der Fussballsektion auch noch eine Leichtathletik-Abteilung, welche jedoch nur kurze Zeit später, infolge Mitgliedermangels aufgrund des
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Krieges, wieder eingestellt wird. Dazu muss der Verband seine Einwilligung geben, da eine Leichtathletik-Abteilung bei Fussball-Clubs gefordert wird. 1914–1918 In Europa bricht der Krieg aus. Davon ist auch der Fussball Club Horgen betroffen. Zitat: «Fast sämtliche Spieler folgten dem Rufe unter die Fahnen. Nur durch Zuzug einiger Wädenswiler Freunde konnte ein Weiterbetrieb aufrecht erhalten werden». Auch Junioren, welche das Aktivenalter noch nicht erreicht haben, werden aus Mangel an Spielern zu den Aktiven berufen. Die Zusammenarbeit mit dem FC Wädenswil sollte bis Kriegsende dauern. Ein weiteres Problem ist die Platzsuche, denn die Allmend wird während des Krieges als Kartoffelacker genutzt. Am 7. Oktober 1918 wird ein Vertrag zwischen dem Fussballclub und Herrn Martin Schuler unterzeichnet. Darin wird vereinbart, dass der FC Horgen für 4 Jahre und eine Gebühr von 140 Franken pro Jahr die Wiese beim Schwyzerhüsli als Fussballplatz nutzen darf. Wichtige Bedingung ist, dass der Bauer während dieser Zeit nur Gras ansäen darf. Sollte er dennoch Getreide anpflanzen, so muss er laut Vertrag einen anderen Platz zur Verfügung stellen. 1919 Charles Ganz wird zum neuen Präsidenten gewählt. 1921 Grosse Ehre für die erste Mannschaft des FC Horgen: Zuerst wird sie über Pfingsten an ein Turnier in Bregenz eingeladen und später auch noch zu einem Besuch beim österreichischen Club Wacker Innsbruck. So dürfen die Horgner erstmals zusammen ins Ausland reisen.
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1922 Erfolgreichstes Jahr seit der Gründung des Clubs. Die erste Mannschaft wird Gruppensieger in der Serie C und steigt in die Serie B (dritthöchste Liga) auf. Die zweite Mannschaft schafft ebenfalls den Aufstieg in die vierthöchste Liga. Die Juniorenmannschaft, welche nun auch eine eigene Meisterschaft spielt, erreicht in 23 Spielen ein Torverhältnis von 66:28. Am 3. September wird der Sportplatz Allmend als offizieller Spielplatz des FC Horgen eingeweiht. Zu Ehren des Anlasses bekommen die Horgner ein neues Tenue in den Farben Blau-Gelb. Neu wird eine Seniorenabteilung gegründet, um die älteren Spieler fit zu halten und laut Protokoll «die guten Freundschaften zu pflegen». Zur 20-Jahr-Feier des FC Horgen wird eine Propagandaschrift des Clubs mit Werbung für den Fussballsport herausgegeben. 1924 Jakob Hemmi wird als neuer Präsident gewählt. 1925 Der FC Horgen spielt erstmals im Schweizer Cup mit und erzielt schöne Erfolge, ohne jedoch bis in die Entscheidungsspiele vorzudringen. 1927 Das 25-jährige Bestehen des Clubs wird mit einer schlichten Veranstaltung gefeiert. Erstmals engagiert der FC Horgen einen Trainer, welcher neben der Verantwortung für das Training auch ein Auge auf das Verhalten der Spieler neben dem Platz werfen soll. 1928 Der FC Horgen gewinnt den erstmals ausgetragenen Zürichsee-Cup.
Horgen 1 beim Fototermin 1916 70 Der FC Horgen am ersten Turnier in Davos 1924 71
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1930 Im November 1930 erscheint das erste Horgner Cluborgan. Das Magazin im A5-Format erscheint monatlich mit einem Umfang von 16 Seiten. 1932 Bei herrlichen Wetterbedingungen und grosser Beteiligung der Bevölkerung feiert der FC Horgen sein 30-jähriges Bestehen mit einem Turnier. 1933 Unter Leitung von Ernst Gnepf wird der Sportplatz Allmend ausgebaut. Beim Einweihungsspiel treffen die Mannschaften Seebach und Blue Stars aufeinander. Der Bau des Platzes ist nur durch den grossen Einsatz von Ernst Gnepf möglich geworden. In Anerkennung seiner Arbeit zeigt sich die Gemeinde bereit, einen grösseren Zustupf zur Projektfinanzierung zu geben. Als Vorspiel zum Match Seebach–Blue Stars treten die Horgner gegen Kölliken an, erstmals in den Farben Blau-Weiss. 1935 Hans Ummann wird zum Präsidenten gewählt und bekommt mit Jacques Urner erstmals einen Sekretär, welcher ihm bei der Erledigung der Korrespondenz behilflich ist. Jacques Urner, nachmalig Ehrenmitglied des FCH, wird später Mitglied des Regionalkomitees Zürich. 1937 Der FC Horgen erreicht bei der neu gegründeten Zürichsee-Meisterschaft auf Anhieb den guten zweiten Platz. 1939 Der Kriegsausbruch lähmt das Fussballgeschehen in ganz Europa. Viele Spieler werden nach der ersten Mobilmachung zum aktiven Militärdienst aufgeboten.
Horgen 2 1927 72 Horgen 3 1927 73
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Der FC Horgen beim Freundschaftsspiel 1930 gegen den FC Chur 74
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Der FC Horgen spielt am Osterturnier 1931 gegen Erlenbach a/Main. 75 Die Horgner Equipe von 1932 76 Der FCH nach dem Zweiten Weltkrieg 1948 in Ă–sterreich 77
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Die Spiele und Trainings werden unregelmässiger und das Cluborgan wird eingestellt. 1942 Unter dem neuen Präsidenten Alfred Schenker sen. werden die erste und die zweite Mannschaft Gruppensieger. Die erste Mannschaft schafft den Aufstieg in die 2. Liga. 1947 Nach einer hervorragenden Saison erreicht Horgen den Titel des Gruppensiegers der 2. Liga. In den Aufstiegsspielen zur 1. Liga scheitern die Zürcher aber am FC Emmenbrücke. 1952 50-Jahr-Feier im Meierhof in Horgen. Im schön geschmückten Saal werden alle bisher errungenen Pokale und Diplome aufgestellt, um dem Fest einen sportlichen Rahmen zu geben. Neben diversen Ehrungen und Danksagungen ist der Jodelchor des Turnvereins für die musikalische Unterhaltung zuständig. August Boppart kann als Präsident noch drei Gründungsmitglieder, Ernst Gnepf, Walter Meier und Karl Riolo, begrüssen. 1954 Der FC Horgen wird zum zweiten Mal 2.-Liga-Regionalmeister, verpasst aber wiederum den Aufstieg in die 1. Liga knapp. 1955 Karl Kuriger wird neuer Präsident des FC Horgen.
Ernst Stünzi, langjähriger Spieler der ersten Mannschaft, 1948 mit 14 Jahren auf dem Weg zum Spiel. 78 Flugaufnahmen der Horgner Allmend 1949 79, 80
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Der FC Horgen II in der Saison 1949/50 81 Horgens Turnierteam 1950. Oben v.l.: St체nzi, Brupbacher K., Vogler, Siegrist, Messerli, K채lin. Unten v.l.: Brascher, Brupbacher F., Oetiker, Rieter, Streuli. 82 Die erste Mannschaft des FC Horgen an Pfingsten 1950 in Erwartung des Gegners. 83
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Fairness auch schon vor 50 Jahren. Herzliche Begr체ssung am Pfingstturnier 1950. 84
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1959 Fünf Jahre nach dem letzten Gruppensieg steht der FC Horgen wieder an der Tabellenspitze der 2. Liga. Doch zum dritten Mal scheitern die Horgner in den Aufstiegsspielen zur 1. Liga, diesmal gegen Amriswil und Höngg. 1960 Überraschend stirbt Präsident Karl Kuriger. Sein Erbe tritt Jacques Isler, bis anhin Vizepräsident, an. 1963 Ernst Hotz löst Jacques Isler als Präsident des FCH ab. 1966 Nach den erfolgreichen fünfziger Jahren erlebt der FC Horgen eine sportlich wenig erfolgreiche Zeit, welche mit dem Abstieg der ersten Mannschaft in die 3. Liga den traurigen Höhepunkt findet und gleichzeitig der Beginn der sogenannten Liftmannschaft ist. 1967 Kaum abgestiegen feiern die Horgner bereits wieder die Rückkehr in die 2. Liga. 1968 Wie gewonnen so zerronnen. Wie es für eine Liftmannschaft gehört, kommt nach dem Aufstieg der erneute Abstieg in die 3. Liga. Die Senioren werden Gruppenmeister, verlieren jedoch den Final gegen Schaffhausen 1:8. Jean Vetter wird Präsident des FC Horgen. 1969 Nach einer tollen Saison schafft der FC Horgen den zweiten Aufstieg in die 2. Liga innert drei Jahren. Eugen Pfister wird Trainer der ersten Mannschaft.
Jahrelang ein sicherer Rückhalt, Erich Gros beim Aufstiegsspiel 1969 85 Jubelnde Horgner beim Aufstiegsspiel 1969. V.l.: Zimmerli, Baumann, Spinner und Grob (liegend) 86 Horgen 1 1979 87
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1970 Das Spiel wiederholt sich zum dritten Mal: Abstieg in die 3. Liga. 1971 Das Ende der Liftmannschaft. Mit dem Aufstieg der ersten Mannschaft in die 2. Liga ist das ewige Auf und Ab für eine lange Zeit vorbei. 1976 Peter H. Schmid wird Präsident des FC Horgen. 1978/79 Die Veteranen werden Gruppensieger, verlieren jedoch gegen Oerlikon im Penaltyschiessen 2:3. Romano Wäckerlin wird 1979 Trainer der ersten Mannschaft. 1980 Herausgabe einer neuen Clubzeitung, welche erst quartalsweise und später dreimal jährlich erscheint. 1981 Walter Elmer sen. wird Trainer der ersten Mannschaft. 1983 Fritz Haueter wird neuer Präsident des FC Horgen. Jürg Ernst löst Walter Elmer sen. als Trainer der ersten Mannschaft ab. Die Veteranen werden Regionalmeister mit einem Sieg über die Grasshoppers 3:2. 1984/85 Die Veteranen holen erneut den Titel eines Regionalmeisters mit einem Sieg über Altstetten mit 2:1. Die Senioren werden Gruppensieger in der Promotion und steigen in die Meisterklasse auf. Der FCH gewinnt den prestigeträchtigen Züri-LeuCup; eine Auszeichnung als bester Gesamtverein des Kantons.
Saison 1982, Lothar Kurz als sicherer Rückhalt. 88 Saison 1982, Pianezze trifft mit einem wuchtigen Kopfball. 89 Veteranen FCH, Regionalmeister 1983 90
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1986 Tony Perdon wird neuer Trainer der ersten Mannschaft. Endlich wieder 2. Liga: nach etlichen Anläufen schafft die erste Mannschaft unter Trainer Perdon wieder den Aufstieg. 1988 Charles Stoll wird neuer Präsident des FC Horgen. Max Schärer löst Tony Perdon als Trainer der ersten Mannschaft ab. Obwohl Perdon mit der Mannschaft Erfolg hat und in die 2. Liga aufgestiegen ist, trennt man sich und Max Schärer übernimmt den Posten als Cheftrainer des Fanionteams. 1991 Peter Rupp wird erstmals Präsident des FC Horgen. 1992 Trainer Max Schärer verlässt Horgen. Köbi Kuhn übernimmt interimistisch bis zum Saisonende. Danach wird Ivan Koritschan neuer Cheftrainer. Wieder einmal startet man mit sehr hohen Erwartungen in eine neue Saison. Die Vorrunde kann sich dann auch sehen lassen. Ein Trainingslager in Florida soll noch den letzten Kick bringen. Leider kommt alles ganz anders. Nach drei verlorenen Spielen nacheinander, darunter einer 9:0-Schlappe bei Turicum, befindet man sich in akuter Abstiegsgefahr. Die Verantwortlichen des FCH sehen sich zum Handeln gezwungen. «Im gegenseitigen Einvernehmen» trennt man sich von Trainer Max Scherrer. Was nun? Woher für die letzten Spiele einen neuen Trainer nehmen. Dank den guten Beziehungen des Präsidenten Peter Rupp zum FC Zürich kann der Leiter der FCZFussballschule Köbi Kuhn (heutiger Trainer der Schweizer Fussballnationalmannschaft) für den Rest der Saison verpflichtet werden. Auf die Frage was er in so kurzer
Spektakuläre Torraumszenen in der Saison 1983 (91) und 1985 (92) 91, 92
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97 Trainer T. Perdon bei der Pausenpredigt 93 Ausgelassen feiern die Horgner ihren Trainer Perdon nach dem Aufstieg 1986. 94 Silvio dell’Adam mit einem lehrbuchmässigen Kopfball 1986 95 Topskorer Dell’Adam trifft erneut. 96
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Probleme für den Wiediker Goalie gegen Horgen 1988 97
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Zeit ändern werde, da er doch die Spieler nicht kenne, war seine Antwort: «Es wäre falsch, viel ändern zu wollen. Wichtig ist, den Spielern wieder Freude am Fussball und ein gesundes Selbstvertrauen zu geben und sich auf die Grundweisheiten des Fussballs zu beschränken, die da lauten: Als Team kompakt bleiben, dem Gegner die Räume eng machen, das Spiel ohne Ball pflegen, dem Ball entgegenlaufen, antizipieren.» Es wird keine berauschende Saison, aber immerhin können aus den letzten sechs Spielen noch sieben Punkte geholt und damit die Meisterschaft auf dem 7. Schlussrang beendet werden. Somit war der Ligaerhalt geschafft, auch dank dem Engagement von Köbi Kuhn. 1994 Die Clubnachrichten verschwinden zugunsten einer dreimal jährlich erscheinenden Club-Ziitig, welche zusammen mit dem Schwimmclub Horgen herausgegeben und dem Anzeiger des Bezirkes Horgen beigelegt wird. Zwei Jahre später wird anstelle der Club-Ziitig wieder ein FCH-Magazin herausgegeben. 1995 Nachdem die Ungereimtheiten zwischen Trainer Koritschan und dem FC Horgen zu gross werden, wird in gegenseitigem Einvernehmen der Vertrag vor Beginn der Rückrunde aufgelöst. Paolo Mastroberardino tritt in der Winterpause die Nachfolge an. 1996 Nach einer tollen Saison und dem daraus resultierenden Gruppensieg scheitert der FC Horgen im dritten und entscheidenden Gruppenspiel gegen Balzers in Glarus. Das entscheidende Spiel verläuft für die Horgner extrem unvorteilhaft. Obwohl sie in Führung gehen, müssen sie sich am Schluss klar mit 1:4 geschlagen geben,
Der heutige Nationaltrainer Köbi Kuhn im Training mit der ersten Horgner Mannschaft 98 Mimmo Arcuri dirigiert die Horgner Fans beim Aufstiegsspiel 1997. 99 Franci Pappone kann nur von drei Gegenspielern gestört werden. 100
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Im Frühjahr wird die alte Garderobe auf der Allmend endlich vom neuen Pavillon abgelöst. 101 101
Erste Mannschaft FC Horgen im Trainingslager 1997 in Verona 102 Gemeindepräsident Walter Bosshard gratuliert Heinz Feusi 1998 zur Einweihung des Clubhauses. 103 1998 Eröffnung des neuen Clubhauses durch den Präsidenten Heinz Feusi, Spikochef Erich Stäubli und Margrit Hauser von der Verwaltung Sonnenrain 104 Heinz Feusi übergibt 1999 das Amt des Präsidenten dem neuen (und alten) Präsidenten Peter Rupp. 105
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1998 das erste Wirtepaar im neuen Clubhaus; Peter und Eliana Kälin 106
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wobei die letzten drei Tore in den letzten Minuten fallen. Der Frust über die verpasste Chance ist gross, vor allem nachdem die Flutlichtanlage lange ausgefallen ist und die meisten schon mit einer Neuansetzung des Spiels gerechnet hatten. 1997 Nach sechs Jahren als höchster Horgner überlässt Peter Rupp Heinz Feusi das Amt des Präsidenten des FCH. 1998 Nachdem der FC Horgen 1996 noch denkbar knapp gescheitert war, gelingt der ersehnte Aufstieg in die 1. Liga. Nach zwei Aufstiegsspielen gegen Flawil wird der Aufstieg ins Trockene gebracht. Die Freude wird durch die Tatsache, dass die zweite Mannschaft gleichzeitig in die 3. Liga aufsteigt, noch vergrössert. Ein grosser Wunsch der Horgner geht in Erfüllung. Endlich kann das Clubhaus mit Clublokal und Kabinen auf dem Waldeggareal eingeweiht werden. Mit einem grossen Fest wird der Anlass gebührend gefeiert. 1999 Heinz Feusi tritt anlässlich der Generalversammlung zurück. Leider ist bis zu diesem Zeitpunkt kein valabler Nachfolger gefunden worden. Urs Schilling übernimmt interimistisch das Präsidentenamt, bis sich Peter Rupp erneut zur Verfügung stellt. Nach viereinhalb erfolgreichen Jahren tritt Paolo Mastroberardino als Trainer zurück. Unter seiner Leitung ist aus einer 2.-Liga-Mittelfeldmannschaft eine 1.-LigaMannschaft geworden. Nachdem der erste Anlauf noch gescheitert ist, steigt Mastro mit seinen Jungs 1998 erstmals in der Geschichte des FCH in die 1. Liga auf. Als Nachfolger von Mastroberardino kann Michi Mazenauer gewonnen werden. Mazenauer, ehemaliger NLA-Spieler beim FCZ und FC Aarau, kehrte nach vielen Jahren
Der FC Horgen behauptet sich in der ersten Liga mit viel Kampf, Wille und Einsatz. 107–110
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wieder nach Horgen zurück, wo er nach einer Saison als Spieler zum Spielertrainer wird. Die zweite Mannschaft steigt nach nur einem Jahr in der 3. Liga gleich noch in die 2. Liga auf. 2000 Nach denkwürdigen Spielen gegen Locarno und YF Juventus, im Tessin wird der Match zweimal wegen Regens abgebrochen, erreicht der FC Horgen die CupAchtelfinalspiele. Als Gegner kommt der grosse FC Luzern mit Trainer Andy Egli auf die Allmend. Vor begeistertem Publikum geht der FC Horgen nach der Halbzeit gar mit 1:0 in Führung. Doch die eigene Unerfahrenheit und die Klasse des Gegners entscheiden die Partie doch noch zu Gunsten des Favoriten. In letzter Minute erzielen die Luzerner noch den 1:2-Siegestreffer. Michi Mazenauer tritt als Spielertrainer ab. Werner Toggweiler wird neuer Trainer der ersten Mannschaft. Nach einer sehr erfolgreichen Zeit als Spieler und Spielertrainer muss Michi Mazenauer das Zepter aus beruflichen Gründen abgeben. Neben dem spielerischen Verlust ist auch die Lücke der fehlenden Persönlichkeit von Mazenauer gross. Als Nachfolger wird der erfolgreiche Trainer von 2.-Ligist Rüti, Werner Toggweiler, engagiert. 2001 Mit einer sehr jungen und unerfahrenen Mannschaft schafft Toggweiler den Klassenerhalt nicht. Im letzten Spiel kommt Horgen beim GC-Nachwuchs nicht über ein Unentschieden hinaus, was gleichbedeutend mit dem Abstieg aus der höchsten Amateurklasse ist. Daraufhin wird in gegenseitigem Einvernehmen der Vertrag mit Werner Toggweiler aufgelöst. Als Nachfolger kommt Reto Diem auf die Waldegg und mit ihm der Erfolg zurück – je nachdem, was in der laufenden Saison noch passieren wird.
Alex Schaub, Ur-Horgner und heutiger Captain, bejubelt eines seiner Tore 2000. 111 Die grosse Enttäuschung nach dem Abstieg 2001 bei Massimo Russo 112 Urs Güntensperger trifft bei seinem kurzen Gastspiel vom Elfmeterpunkt. 113 Trotz der akrobatischen Einlage von Pappone kann der FCH 2001 den Abstieg nicht verhindern. 114
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2002 Eine Saison nach dem Abstieg aus der 1. Liga gelingt Horgen beinahe der unmittelbare Wiederaufstieg. Im letzten Spiel gegen den punktgleichen Leader Biaschesi setzt es allerdings eine 1:4-Niederlage ab, auf Grund deren der FC Horgen mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen muss. Zur Hundert-Jahr-Feier organisiert ein OK den glamourösen Gala-Abend auf der Allmend. In einem Zirkuszelt werden die hundert Jahre noch einmal richtig gefeiert. Neben Zirkusattraktionen und diversen Reden werden auch reichlich Geschenke verteilt. Zur grossen Feier des FC Horgen steigt auf der Waldegg von 26. bis 28. Juli ein dreitägiger Festanlass mit Jubiläumsfussballturnier. Als Hauptattraktion kommen bekannte Teams wie der grosse FC Liverpool, der VFL Wolfsburg, der FC Freiburg usw. Der A-Platz auf der Waldegg wird in ein kleines Stadion umgebaut und die Spiele werden live im Eurosport übertragen. Als Unterhaltung spielt am Sonntag eine Prominentenmannschaft um Timo Konietzka gegen Horgner Promis und die Zillertaler, John Brack und die Zipfi-Zapfi-Buam sorgen für die musikalische Untermalung des grossartigen Anlasses.
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