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FiS Nr. 3/2020

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DI E ZEITSCH RI F T DES

Philosophieren mit Kindern

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Familie leben

Familienpolitik

Das große Sommergespräch S. 6

Die Gleichstellungsrätin S. 14

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Erscheint sechsmal im Jahr · 45. JG · Nr. 3 · Juni 2020

Familie in Südtirol

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10. KFS- ngress ilienko

Fam

Beziehungsnetz Familie Freitag, 13. November, 15.30 Uhr, bis Samstag, 14. November, 16 Uhr, im Haus der Familie in Lichtenstern am Ritten Für Mütter, Väter, Erziehende, Großeltern, Lehrpersonen, Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren

Wie überlebe ich diese Familie?

Schluss mit dem Spagat

Umgang mit herausfordernden Gefühlen

Trägt Eltern sein und Kinder haben wirklich zum persönlichen Glück bei? Steigern Kinder die Lebensfreude? Der Vortrag öffnet einen neuen Blick auf Familie, Elternglück und kindliche Erziehung, denn Familienglück ist Einstellungssache!

Der Wunsch, sowohl bei der Arbeit als auch in der Familie das Beste zu geben, zehrt an Zeit- und Energiereserven, manchmal bis zur totalen Erschöpfung. Der Vortrag vermittelt ein ganzheitliches Konzept, das dabei hilft, gut durch turbulente Zeiten zu steuern!

Herausfordernde Gefühle gehören zu unserem alltäglichen Spektrum an Lebenserfahrungen, auch Kinder werden schon früh damit konfrontiert. Wie man damit konstruktiv nach kinderphilosophischem Vorbild umgehen kann, wird im Vortrag praxisnah erläutert.

THOMAS FUCHS ist promovierter DiplomPsychologe in einer eigenen kinder- und jugendpsychologischen Praxis und fungiert u.a. als Lehrtherapeut und Supervisor an anerkannten Ausbildungsinstituten.

FELICITAS RICHTER ist Diplom-Sozialpädagogin, Rednerin, Trainerin, Autorin und Coach. Sie hält Elternkurse und berät Eltern in turbulenten Zeiten.

DORIS DAURER ist Erziehungswissenschaftlerin, Kinderphilosophin und Antlitzanalytikerin. Sie arbeitet inner- und außerschulisch mit Kindern und Jugendlichen, inklusive Kindergartenkindern.

Kursbeitrag: KFS-Mitglieder: 55,00 Euro pro Person; 85,00 Euro pro Paar Nichtmitglieder: 70,00 Euro pro Person; 100,00 Euro pro Paar Kinder bis 8 Jahren: frei; Kinder ab 8 Jahren: 20,00 Euro zzgl. Unterkunft und Verpflegung

weitere interessante Es erwarten Sie noch edene rträge sowie verschi und informative Vo Klein! d un oß Gr lights für Workshops und High

Online-Anmeldungen: www.familienverband.it · Infos: KFS-Büro · Tel. 0471 974 778 · info@familienverband.it In Zusammenarbeit mit


VORWORT U N D I N HALT

Liebe Familien, sophieren mit Kindern heißt die Devise.

Den interessanten Beitrag dazu könnt ihr ab Seite 4 lesen. In diesem Jahr werden wir wahrscheinlich Urlaub machen wie unsere Eltern und Großeltern in den Fünfzigerjahren – ohne Flüge in ferne Länder, dafür wandernd und Fahrrad fahrend in unserer Heimat. Auch wenn wir nicht wie gewohnt in Reiseprospekten schmökern, der Sommer steht trotzdem vor der Tür. Dazu passt unser Sommergespräch – über die Zeit während, aber v.a. nach Corona. Die Antworten gibt es ab Seite 6. Klar ist, dass dieser Sommer ein anderer sein wird. Das bedeutet aber nicht, dass es ein schlechter werden muss. Viel hängt von unserer Einstellung ab. Ich wünsche euch Kraft und Zuversicht! Genießt den Sommer, egal wie nah an unserem Wohnort, und erholt euch gut!

Foto: Karlheinz Sollbauer

ich hoffe innigst, dass ihr die letzten Wochen und Monate einigermaßen gut und gesund überstanden habt – eine Zeit, die so manchen an seine Grenzen brachte. Glücklicherweise scheint nun das Schlimmste überstanden zu sein. Darum lasst uns nach vorne und in eine gute Zukunft blicken. Auch diese Ausgabe der FiS soll dazu beitragen. Was antwortet ihr Kindern auf die Frage: „Wo hört eigentlich der Himmel auf?“ Oder „warum muss eure Katze nicht Zähne putzen?“ Auch wenn wir bei so manchen Kinderfragen ins Schmunzeln kommen, die Kleinen erwarten sich konkrete Antworten. Solche zu geben fällt jedoch nicht leicht. Dazu gibt es keine allgemeingültigen Antworten, klärt uns Doris Daurer, Kinderphilosophin aus Innsbruck, auf. Wir müssen mit den Kindern einen gleichwürdigen Austausch finden, mit ihnen ins Gespräch kommen. Philo-

Herzlichst

Angelika Mitterrutzner Präsidentin

Inhalt 6

Familie leben

Sommergespräch

12 Familienpolitik

Vertrauen zahlt sich aus

14 Familienpolitik

4 Familie leben

Philosophieren mit Kindern

10 Familienverbandelt -

die KFS-Kolumne

11 Das Land informiert 16 KFS intern

Gleichstellungsrätin: „Es ist noch ein weiter Weg“

18 Essen und Trinken 19 Kinderseite

20 Im ganzen Land


FA MI LI E LEB EN

„Wenn ich einmal groß bin, kann ich dann meinen Hahn heiraten?“

Staunen, Zweifeln, Betroffensein – darin sind Kinder uns Erwachsenen in vielerlei Hinsicht überlegen. Diese Fähigkeiten der Kinder können wir fördern, indem wir mit ihnen philosophieren. Durch die Annäherung an die Sinn- und Seinsfragen der Kinder wird auch deren Sozial- und Selbstkompetenz gestärkt.

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ir alle wollen, dass unsere Kinder gesund sind und die bestmögliche Ausbildung erhalten. Daher lassen wir Kindern so viel wie nur möglich Wissen zukommen. Wir wollen aber noch viel mehr: Das Leben unserer Kinder soll natürlich auch sinnerfüllend und glücklich sein. Dies lässt sich aber im Kontext der Wissensvermittlung nicht so einfach

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lehren und lernen wie zum Beispiel die Rechtschreibung oder die Malreihen. Denn sinnerfüllt und glücklich zu leben heißt, dass wir uns über die Sachebene hinaus von den Herausforderungen und Fragen des Lebens berühren lassen und im Einklang mit dem, was uns wert- und sinnvoll erscheint, leben. Indem wir mit uns selbst im Gespräch bleiben, können wir den eigenen Werte- und Sinnkompass ausbilden

und anhand der Fragen, die das Leben an uns stellt, immer wieder neu justieren.

Warum muss unsere Katze nicht Zähne putzen? Kinder sind in hohem Ausmaß offen für jegliche Fragen des Lebens. Sobald sie sprechen können, beschäftigen sie sich mit dem Sinn des Seins. Ein dreijähriges


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Staunen, Zweifeln, Betroffensein. Mit Kindern philosophieren „Wohin geht die Zeit, die vergeht?“ „Dürfen Erwachsene alles?“ Kinder sind Philosophen und ständig auf der Suche nach Erkenntnis. Bei einem Studienaufenthalt auf Hawaii entdeckte Dr. phil. Doris Daurer eine Methode, nach der Kinder über ihre Wahrnehmungen von Welt philosophisch nachdenken und sprechen können. Die Methode stammt von Dr. Thomas Jackson, einem der Pioniere der Kinderphilosophie. Das Buch „Staunen, Zweifeln, Betroffensein. Mit Kindern philosophieren“, erschienen im Verlag Beltz Juventa, stellt diese persönlichkeitsstärkende und friedenserzieherische Methode anhand von vielen Beispielen vor. Mädchen bemerkt bereits einen Unterschied zwischen Mensch und Tier und wird deshalb z.B. beim Zähneputzen fragen: „Mama, warum muss unsere Katze nicht Zähne putzen?“ Ein vierjähriges Kind wird beim Anblick eines toten Regenwurms die Frage stellen: „Papa, wie ist das eigentlich, wenn man tot ist?“ Ein Sechsjähriger beschäftigt sich bereits mit den Ursprüngen der Moral – eine typische Frage lautet: „Dürften Erwachsene eigentlich alles machen, wenn es die Polizei nicht gäbe?“ Für ein achtjähriges Kind spielt beim Lernen der Uhr bereits die Zeit eine große Rolle: „Wohin geht die Zeit, die vergeht?“

Auf Sinn- und Seinsfragen gibt es keine allgemeingültige Antwort Und Teenager machen sich verständlicherweise Gedanken über ihre eigene Zukunft, daher will ein 16-Jähriger natürlich wissen: „Welcher Beruf macht mich glücklich?“ Im Unterschied zu Wissensfragen, wie zum

Beispiel die Frage „Wie viel ist 3 x 4?“, gibt es auf Sinn- und Seinsfragen des Lebens keine eindeutige bzw. allgemeingültige Antwort, sondern viele Antwortmöglichkeiten. Jeder Mensch muss die für ihn richtige Antwort selbstdenkend finden. Daher bezeichnet man die Fragen des Lebens auch als Denkfragen oder philosophische Fragen. Die Antworten auf jegliche Denkfragen sind veränderbar und bilden sich durch neue Erfahrungen oder den Austausch mit anderen stetig neu heraus. Dies gilt beispielsweise bei der Frage nach dem Wesen der Liebe, mit der sich sowohl Kinder als auch Erwachsene lebenslang in den unterschiedlichsten Facetten befassen. Im Kindergartenalter wird die Frage lauten: „Mama, hast du mich trotzdem lieb, auch wenn ich dich nicht von meinem Eis schlecken lasse?“ Grundschüler werden Überlegungen anstellen bei der Wahl ihres Lieblingsfreundes, Jugendliche beschäftigt die erste Verliebtheit samt möglichem Liebeskummer und Erwachsene stehen immer wieder vor Partnerschaftsfragen und dem Verlust von geliebten Menschen. Es ist wichtig, sich lebenslang von den Fragen des Lebens berühren zu lassen, wie der nach dem Wesen der Liebe, und für sich selbstdenkend und wertfühlend immer wieder neue Antworten zu finden – denn das bildet erst die Persönlichkeit und ist grundlegend für ein sinnerfülltes und glückliches Leben.

fe zu forschen. Dabei helfen sogenannte Denkwerkzeuge, von denen es insgesamt deren sieben gibt. Als Beispiel seien hier die Werkzeuge W (Was genau?) und G (Grund) genannt. Auf die W-Frage „Was genau bedeutet für dich lieb sein?“ stellt sich gleich die G-Frage: „Warum bedeutet es das für dich?“ Anstatt das Kind über unsere eigene, vorläufige Antwortmöglichkeit zu belehren und dadurch dessen Denkvorgang bereits im Keim zu ersticken, stärken wir mithilfe der sieben Denkwerkzeuge das Kind, die eigene, aktuell stimmige Antwort zu finden. Denn Denkfragen können vielfältig beantwortet werden: So kann für ein Kind „lieb sein“ bedeuten, jemandem eine Freude zu bereiten, ein anderer versteht darunter, nichts Böses zu tun, und ein Dritter versteht es als Aufforderung, das zu tun, was die anderen von ihm erwarten. Es gibt keine eindeutige bzw. allgemeingültige Antwort, alle drei sind gleichwürdig. Ziel des Austausches ist es, das Kind bei der Auseinandersetzung mit jeglichen Fragen zu unterstützen. Nur so ist die Antwort im Wertebewusstsein des Kindes begründet und kann von diesem folglich auch verantwortet werden. Durch diese Art der Begleitung der Kinder, die neben dem Vermitteln von Wissen auch der Kultivierung des Wertebewusstseins anhand der Denkfragen des Lebens genügend Raum gibt, kann deren Leben an Sinn und Glück gewinnen. 

Philosophieren mit Kindern Bei diesem Prozess sollten wir auch unsere Kinder unterstützen. Dazu müssen wir zuallererst unterscheiden, ob diese nun mit Wissens- oder Denkthemen an uns herantreten. Bei Ersteren gilt es, den Kindern unser Wissen weiterzugeben. Bei Denkthemen hingegen sollten wir unsere Erfahrungen in den Hintergrund stellen, um die Kinder in der Entwicklung ihres eigenen Wertebewusstseins zu unterstützen. Hierbei leistet die Methode und Haltung des „Philosophierens mit Kindern“ wertvolle Dienste. In einem offenen, gleichwürdigen Austausch ermutigen wir das Kind, gut mit sich selbst ins Gespräch zu kommen und selbstdenkend in die Tie-

Dr. phil. Doris Daurer Lehramtsstudium in Mathematik, Philosophie, Psychologie und Pädagogik Kinderphilosophische Ausbildung bei Dr. Thomas Jackson, University of Hawaii at Manoa. Antlitzanalytikerin und Mineralstoffberaterin der Gesellschaft für Biochemie nach Dr. Schüßler. Zahlreiche Vorträge und Workshops mit Multiplikatoren der Kinder- und Jugendarbeit im In- und Ausland www.kinderphilosophieren.com

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Sommergespräch Der Sommer steht vor der Tür – für uns alle wird es ein Sommer werden, wie wir ihn noch nie zuvor erlebt haben. Plötzlich steht nicht mehr eine Reise ans andere Ende der Welt ganz oben auf unserer Prioritätenliste, sondern das Wiedersehen mit unseren Eltern, unseren Verwandten und Freunden. Und wir werden wieder entdecken, wie schön und abwechslungsreich eigentlich unsere Heimat ist.

Manuela Weber

Angelika Mitterrutzner

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ichts ist mehr, wie es einmal war. Die Welt durchlebt nicht nur die schwersten Zeiten seit dem Zweiten Weltkrieg, auch in unseren Köpfen hat ein Umdenken stattgefunden. Selbstverständlichkeiten und Gewohnheiten werden hinterfragt. Die Familie erlebt eine Renaissance, denn mittlerweile muss sich selbst der größte Familien-Skeptiker eingestehen, dass es die Familien waren, die uns in diesen schwierigen Wochen Halt, Zuversicht, Kraft und Mut gaben. In unserem Sommergespräch erzählen KFS-Präsidentin Angelika Mitterrutzner, Vizepräsidentin Manuela Weber und Vizepräsident Valentin Mair, wie sie die Krisenzeit erleben, was sie sich nun von der Politik wünschen und welche besondere Rolle dabei dem KFS zukommt.

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Valentin Mair

Seit Anfang März durchlebt unser Land eine beispiellose Krise. Wie habt ihr die letzten Monate verbracht? Angelika: Nach der über Nacht beschlossenen Schließung der Schulen hat sich auch für mich als Lehrerin der Alltag grundlegend verändert. Die ersten Tage der „Isolation“ habe ich mit Putz- und Aufräumarbeiten und einer gewissen „Neuorientierung“ des Tagesablaufs verbracht. Zunehmend wurde ich dann kreativer, mit Nähen, Stricken und dem Fertigstellen von vor langer Zeit angefangener Handarbeiten. Auch unser Speiseplan wurde erweitert – mit selbst gemachten „Schlutzern“, „Apfelkiachln“ und „Erdäpflblattln“. Viel gemeinsame Zeit verbrachten wir auch beim Garteln. So erhielt ich bereits einen kleinen Vorgeschmack auf


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meine im Herbst anstehende Pensionierung. Der rege Austausch mit den Schülern und die Nutzung neuer Kommunikationskanäle brachte für mich neue Herausforderungen. Inzwischen sind Videokonferenzen für mich fast zur Normalität geworden und wenn die Technik klappt, finde ich sogar Gefallen daran. Manuela: So wie für viele andere auch, waren die letzten Monate für mich und meine Familie eine besondere Herausforderung. Dabei hatte ich das Glück, meine Arbeit als Lehrperson von zu Hause aus erledigen und dabei meine Kinder beim Fernunterricht begleiten zu können, ohne dass sie unbeaufsichtigt daheimbleiben mussten. Rückblickend betrachtet muss ich zugeben, dass ich besonders die ersten Tage beunruhigt war und mich vieler Sicherheiten beraubt fühlte. Es war eine Art des Atemanhaltens, ohne zu wissen, wie lange diese Situation andauern würde. Dennoch war es mir wichtig, die unverhofft gewonnene Zeit mit meiner Familie so gut und so positiv behaftet wie nur irgend möglich zu verbringen. Eine Ambivalenz in einer „Die Familie gibt Freude und Erfüllung, herausfordernden sie ist Garant für Stabilität, Frieden und Situation, die so viele soziales Denken.“ in dieser Zeit an ihre Angelika Mitterrutzner Grenzen bringt. Valentin: Für mich persönlich war das überhaupt kein Problem, da ich mich in einer äußerst privilegierten Situation befinde: Seit Januar bin ich in Rente, meine Frau ebenso, und unsere Kinder sind außer Haus bzw. selbstständig. Natürlich fehlten auch mir die persönlichen Kontakte und Freiheiten, aber im Vergleich zu den großen Problemen anderer ist das nichts. Ich habe daheim die Zeit gut verwendet, indem ich viel zu lange schon aufgeschobene Tätigkeiten in Haus und Garten endlich mit Ruhe angehen konnte – und für den KFS habe ich nun als Rentner viel mehr Zeit als vorher zur Verfügung. Unser aller Leben hat sich seit dem Auftreten des Coronavirus grundlegend geändert. Zukünftig werden mehr Personen zu Hause arbeiten, was sowohl Vorteile für die Familie als auch für die Umwelt bringt. Allerdings stehen viele Menschen plötzlich ohne Arbeit da bzw. müssen Betriebe schließen. Welche Maßnahmen sollte die Politik setzen? Angelika: Aus meiner Sicht haben die politischen Vertreter in Südtirol schnell auf die Krise reagiert und richtige Entscheidungen getroffen. Nun wünsche ich mir, dass unsere Landesregierung alles in ihrer Macht Stehende unternimmt, die Familien finanziell zu unterstützen. Die von Rom angekündigten und getroffenen Maßnahmen erreichen nur zum Teil und in geringem Ausmaß

die Südtiroler Familien. Wünschenswert für die Zukunft wäre, dass die begonnenen Veränderungen, wie z.B. das Homeworking für eine bessere und gerechtere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, auch weiterhin praktiziert werden können. Manuela: Es ist schwierig, in dieser Zeit die Zukunft im Detail zu beleuchten. Man hört ständig, dass nach der Krise alles anders sein wird. Ich glaube jedoch nicht, dass sich der Mensch per se so sehr ändern wird, sondern bin der Meinung, dass die Gesellschaft nach kurzer Zeit in alte Verhaltensmuster zurückkehren wird. Mit Sicherheit wird es aber wirtschaftlich Veränderungen geben. Und vor allem tun mir all jene leid, die ihre Arbeit verloren haben, weil damit so viele Probleme zusammenhängen: Plötzlich ist man zu Hause, muss finanzielle Einschränkungen hinnehmen, ist sich bewusst, dass das Finden einer neuen Arbeit im jetzigen Moment schwierig sein wird, und selbst die Kinderbetreuung ist ungewiss, schließlich haben derzeit nur Berufstätige ein Anrecht auf Kinderbetreuung. Die Politik sollte für die Wirtschaft Möglichkeiten schaffen, dass die Arbeit so schnell wie möglich in vollem Maße fortgesetzt werden kann. Der Aufschub der Zahlungsaufforderungen ist dabei keine wirkliche Hilfe, denn irgendwann müssen die Schulden trotzdem beglichen werden – und dieses Geld muss erst mal erwirtschaftet werden. Leider wurden auch die Familien mit Kindern lange Zeit vergessen. Die Schulen wurden von einem Tag auf den anderen geschlossen und die Eltern so vor vollendete Tatsachen gestellt. Im Gegensatz zur Wirtschaft war die Kinderbetreuung lange kein Thema, dabei hätte dies Hand in Hand laufen sollen. Hat man vergessen, dass auch Eltern mit schulpflichtigen Kindern in der Wirtschaft arbeiten? Die Politik muss nun wohlüberlegte Entscheidungen treffen, die der gesamten Südtiroler Gesellschaft zugutekommen. Ein schwieriges Unterfangen, aber mithilfe bereits vorhandener Institutionen kann durchaus ein guter Weg gegangen werden. „Die direkten Maßnahmen für Familien Valentin: Bei der zur Bewältigung der derzeitigen Krise Arbeit zu Hause dürfen nicht zu kurz kommen.“ sehe ich neben Valentin Mair den Vorteilen auch große Gefahren: Schon heute ist es oft so, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit bzw. Familienzeit verschwimmen und eine dauernde Verfügbarkeit für die Arbeit gefordert wird. Bei mehr Heimarbeit besteht die Gefahr, dass sich dies noch verstärkt. Für Arbeit und Wirtschaft gibt es bereits unterstützende Maßnahmen, aber wir müssen aufpassen, dass dabei die direkten Maßnahmen für Familien nicht zu kurz kommen. Wobei sich mir der Gedanke aufdrängt, dass die sehr großzügigen Beiträge, Vorschüsse und Darlehen irgendjemand auch wieder zurückzahlen muss.

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Der KFS ist die größte Interessensvertretung für die Familien in Südtirol. Wo sollte der KFS ansetzen? Angelika: Die Familie ist das Herz der Gesellschaft. Sie ist der Garant für Stabilität, Frieden und soziales Denken, vor allem aber Freude und Erfüllung. Diese positive Grundeinstellung zur Familie müssen wir nach außen tragen. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Familien in Südtirol bleibt weiterhin das zentrale Anliegen des KFS. „Der KFS darf nicht müde werden, die Politik auf die Familien in ihren unterschiedlichsten Lebenssituationen aufmerksam zu machen.“ Manuela Weber

Manuela: Der KFS ist eine Lobby für Familien. Insofern vertritt er die unterschiedlichsten Meinungen. Einer der derzeit sicher brennendsten Punkte ist die Kinderbetreuung. Wir benötigen Programme für alle schulpflichtigen Kinder, weil derzeit deren Betreuung bis Schulende nicht klar ist. Die bereits im letzten Jahr angebotenen Sommerprogramme sollen, unter Einhaltung der geforderten Sicherheitsmaßnahmen, weitergeführt werden. Da aufgrund der Coronasituation der Betreuungsschlüssel verändert wurde, muss die Politik die Vereine mit den notwendigen finanziellen Mitteln unterstützen. Der KFS darf nicht müde werden, die Politik immer wieder aufs Neue auf die Familien in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen aufmerksam zu machen – jetzt in dieser herausfordernden Zeit noch mehr als sonst.

Valentin: Wie bereits erwähnt: Wir haben und müssen weiterhin die Anliegen und Nöte der Familien sammeln, aufnehmen und anschließend politisch vertreten. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr ist, neben der finanziellen Unterstützungen, die Betreuung und Begleitung der Kinder über die Sommermonate. Meiner Meinung nach ist es unbedingt notwendig, mithilfe aller verfügbaren Partnerorganisationen (Schule, Gemeinde, Vereine, private Organisationen) eine Art flächendeckende „Sommerschule“ und „Sommerkindergarten“ anzubieten. Welche Schlussfolgerungen und welche Chancen kann man aus der Coronakrise ziehen? Angelika: Mich haben folgende Sätze von Philippe Gnaegi, dem Direktor von Pro Familia Schweiz, beeindruckt: „Wir müssen Erkenntnisse und Konsequenzen aus dieser Krise – im Blickwinkel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf – ziehen. Dabei gilt es nicht zu vergessen, dass die Wirtschaft nicht ohne Mitarbeitende auskommen kann, dass die Wirtschaft die Natur um sie herum berücksichtigen muss und dass wir alle geeinter und demütiger sein müssen, um unserem Leben und unserer Gesellschaft einen Sinn zu geben.“

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In diesem Sommer werden viele neu entdecken, wie schön und abwechslungsreich unsere Heimat eigentlich ist Manuela: Ich glaube, dass wir die Chance haben, sehr viel Wertvolles aus der Coronazeit mitzunehmen: die Wertschätzung für das Leben, das wir führen dürfen; das Bewusstsein, welche Freiheiten wir haben; die Wahrnehmung der Natur als kostbaren Schatz – denn auch sie hat gezeigt, innerhalb welch kurzer Zeit sie sich regenerieren kann und sich ihren Raum zurückholt. Ein weiteres Stichwort ist Flexibilität. Innerhalb kürzester Zeit mussten wir uns an neue Situationen anpassen, die uns bis dahin unvorstellbar schienen. Wir waren gezwungen, andere Wege der Kommunikation und Zusammenarbeit zu verwenden. Ein mit Terminen angehäufter Kalender leerte sich und ließ Raum für lange Aufgeschobenes. Wir wurden in eine Achtsamkeit „gedrängt“, die zu Beginn sicherlich nicht jedem angenehm erschien. Bei vielen Menschen hat eine enorme Kompetenzerweiterung stattgefunden. Das ist eine Chance, die ich für die Zukunft sehe: Diese entfalteten Kompetenzen auf einem veränderten, neuen Weg einzusetzen und so gestärkt in die Zukunft zu gehen. Valentin: Man sieht vor allem die Verletzlichkeit und Anfälligkeit unseres Wirtschafts-, Gesundheits- und Sozialsystems. Konkrete Chancen sehe ich darin, dass Regionalität und Eigenverantwortung bewusster werden. Im nächsten Jahr stehen Neuwahlen der KFS-Verbandsgremien bevor. Was wünscht ihr euch für die Zukunft und welchen Weg sollte der KFS einschlagen? Angelika: 2021 gibt es den KFS bereits seit 55 Jahren. In diesen 55 Jahren hat sich der KFS immer für die Familien in Südtirol eingesetzt – engagiert, verzweigt und kompetent. Ich finde, der KFS sollte auch weiterhin diesen Weg beschreiten, mit viel Offenheit für alle Themen, die Familien heute und in Zukunft bewegen. Das Engagement unserer vielen Zweigstellen und


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der Einsatz der unzähligen Ehrenamtlichen im ganzen Land sind das Potential unseres Verbandes. Deshalb wünsche ich mir, dass sich bei den Neuwahlen im nächsten Jahr viele motivierte Menschen aufstellen lassen, die sich in Zukunft für die Belange der Familien in Südtirol einsetzen möchten. Manuela: Für den KFS wünsche ich mir Vertreter, die sich weiterhin mit vollem Einsatz für die Bedürfnisse der Familien einsetzen. Ich hoffe auch, dass die Politik immer ein offenes Ohr für den KFS hat, denn schließlich vertreten wir die Interessen der Familien, unter Berücksichtigung der verschiedensten Lebenssituationen, wofür die Politik nicht immer den Blick hat. Valentin: Ich wünsche mir, dass sich für die Neuwahlen 2021 viele engagierte Frauen und Männer für die Leitungsgremien im KFS finden. Für mich sollte der Weg des KFS weiterhin dem Leitsatz der KFS-Zweigstelle folgen: „Wir als Katholischer Familienverband wollen die Interessen der Familien vertreten und christliche Werte im Alltag der Familien- und Dorfgemeinschaft erhalten und vermitteln. Wir wollen aufzeigen, dass gelebte Gemeinschaft in der Familie sehr wertvoll ist und dass der christliche Glaube dazu hilft.“ Der Sommer steht vor der Tür. Wie verbringt ihr die heißesten Monate im Jahr? Angelika: Vermutlich im Schatten grüner Bäume in unseren herrlichen Wäldern, auf den Gipfeln unserer einmaligen Berge, in der Kneippanlage unseres Dorfes – jedenfalls ist Urlaub im eigenen Land und natürlich mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen angesagt.

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Manuela: Geplant war einiges. Was sich aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen umsetzen lässt, ist nun die große Frage. Normalerweise besteht unser Sommerprogramm aus Schwimmbadbesuchen, Wanderungen, Meeraufenthalt, viel Zeit mit Freunden und Familie verbringen. Lassen wir uns überraschen, was wir tatsächlich tun können und welche kreativen Alternativen auf uns warten. Valentin: Ich werde in Südtirol sicher viel Rad fahren und wandern; ein ferneres Urlaubsziel ist in diesem Jahr wohl noch nicht anzudenken. VIELEN DANK FÜR DAS GESPRÄCH REINHOLD VIGL

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FA MI LI E LEB EN

FA MI LI ENVERBAN DELT – DI E KFS-KOLUMN E

Die Krise als Chance Ich kann das Wort kaum noch hören und wahrscheinlich wird es auch zum Unwort 2020 gewählt: „Corona“. Wer von euch hätte vor einem halben Jahr geglaubt, dass wir innerhalb von kurzer Zeit nicht mehr zur Arbeit und zur Schule dürfen, dass wir den persönlichen Kontakt zu unseren Freunden kappen müssen, dass wir nur noch mit einer Eigenerklärung auf einem Blatt Papier die Wohnung verlassen dürfen und selbst das nur aus schwerwiegenden Gründen? Ich hätte sicher jeden für verrückt erklärt, der mir so etwas erzählt hätte. So schnell werden Erfahrungswerte erweitert. Das anfängliche Erstaunen ist bald Zweifeln gewichen. Was wird mit der Arbeit, dem Lohn? Könnten wir geliebte Menschen mit dem Virus anstecken und sie so in ernsthafte Gefahr bringen, wenn wir uns nicht an die Vorgaben halten? Der Corona-Alltag erhielt eine etwas unheimliche Routine, immer im Bewusstsein, dass meine Freiheit nicht weiter als ein paar Meter vor die Haustür langt. Für mich war dieses Wissen entsetzlich kraftraubend und erdrückend. Mir wurde zu dem Zeitpunkt das erste Mal bewusst, wie viele Freiheiten wir eigentlich normalerweise haben. Diesen Gegensatz nun erleben zu dürfen und vor allem zu müssen, war schon eine besondere Herausforderung. Trotzdem habe

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ich mir immer wieder bewusst vor Augen gehalten, welche Chancen eine solche Krise auch birgt. Die Einschränkungen boten die Möglichkeit, das Leben auf das wirklich Wesentliche zu reduzieren und sich Fragen zu stellen wie: Was brauche ich wirklich? Was ist mir wirklich wichtig? Wie oft denken oder sagen wir im Alltag: „Wenn ich einmal Zeit habe, dann tue ich dieses oder jenes“? Und? Jetzt hätten wir ja die Zeit dazu gehabt. Da ist mir nun aufgefallen, dass mir manche Dinge doch nicht so wichtig sind, um sie in dieser übrigen Zeit zu erledigen. Auch dieser Gegensatz zum gewohnten Stress ist mir bewusst geworden – genügend Zeit zu haben, teilweise in bisher unbekannten und vielleicht auch ungewollten Ausmaßen; Zeit, die ich eigenverantwortlich und in Absprache mit meiner Familie füllen kann und darf – und muss. So vieles gibt uns unser Alltag in Familie und Beruf vor, dass oftmals kaum Zeit zur Selbstgestaltung bleibt. Mit der Zeit wurden die Maßnahmen gelockert (und ich

hoffe, wenn diese Kolumne erscheint, dass wir dann einen Großteil unserer Freiheiten wiedererlangt haben) und die Menschen in unserem Land konnten sich zu Fuß wieder so weit sie wollten und es ihnen körperlich möglich war bewegen. Nachdem ich in der Nähe eines beliebten Wanderwegs wohne, merkte ich bald, wie sich die Menschen nach Bewegung, aber auch nach Gesprächen mit anderen Menschen außerhalb der Familie sehnten. Viele entdeckten gemeinsam mit ihren Familien neue Wanderwege und nutzten diese regelmäßig. Das Gute liegt im Nahen – wir leben inmitten einer wunderbaren Natur, die uns in einer solchen Zeit nochmals bewusster wird. Ich wünsche uns allen, dass wir das Gute aus dieser Krise mitnehmen können, die Dankbarkeit für die Freiheiten, die wir haben, unsere Zeit, die wir so nutzen können, wie es für uns und unsere Familien gut ist, unsere Umwelt und die Natur, die uns umgibt und uns die Möglichkeit für Bewegung, Erholung und gemeinsame Erlebnisse bietet. Ich wünsche allen, die dies lesen, dass sie gestärkt aus dieser Situation herausgehen, viel Kraft, um schwierige Situationen zu meistern, die Hoffnung, dass etwas Neues entstehen kann, und natürlich Gesundheit!  MW


DAS L AN D I N FORMI ERT

Kunst und Arbeitsalltag – ein Ausstellungsbesuch gefällig? 1.

3.

Coronavirus: Unterstützung für Familien Die eigenen Kinder beim Fernunterricht zu Hause zu begleiten und gleichzeitig im Homeoffice die Arbeitsziele zu erreichen, war und ist für viele Familien eine immens große Herausforderung. Mit Schulschluss erwartet viele die nächste Mammutaufgabe: die Organisation der Kinderbetreuung während der Ferien.

2.

4.

1. Esther Stocker, Ohne Titel, 2013 / Foto: Meinrad Hofer 2. Martina Steckholzer, Belonging, 2017 / Galerie Meyer Kainer, Wien / Foto: Lukas Dostal 3. Gabriela Oberkofler, Rottannen, 2012 / Foto: Katja Bode, Friedrichshafen 4. Aron Demetz, Tragödie der Eindeutigkeit, 2011 / Foto: Egon Dejori, St. Ulrich Unter dem Titel „Unlearning categories“ ist die erste Ausstellung im Museion in Bozen zu sehen, bei der für zwei Monate eine Auswahl von Kunstwerken und Bildern, die in den Jahren 2012 bis 2018 vom Land angekauft wurden, der Öffentlichkeit präsentiert wird. Das Kuratorinnenteam Lisa Mazza und Simone Mair von BAU hat ein spannendes Ausstellungskonzept entwickelt. In der Ausstellung werden die Besuchenden dazu eingeladen, die Werke aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten: Vorgefertigtes Wissen und festgelegte Kategorien können abgelegt und eine neue Symbiose zwischen Menschen und Konzepten entdeckt werden. Zur Ausstellung erscheint der 2. Band des Werkverzeichnisses „Arbeiten. Lavori in corso“, herausgegeben von der Abteilung Deutsche Kultur des Landes Südtirol, in dem sämtliche Kunstankäufe dieser Periode veröffentlicht werden. Wir laden Sie herzlich zum Ausstellungsbesuch ein! Unlearning Categories – Ausstellung zu den Kunstankäufen 2012–2018 der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol, Abteilung Deutsche Kultur, Museion, Bozen, 26. Juni – 23. August 2020 www.museion.it Alexandra Pan, Amt für Kultur

Zahlreiche Organisationen und Vereine haben bereits vor Ausbruch des Coronavirus Sommerprojekte zur Betreuung von Kindern zwischen drei und 15 Jahren ausgearbeitet, die über die Familienagentur finanziell unterstützt werden. Im Vorjahr waren es über 300 Projekte, die mit 10,5 Millionen Euro vom Land unterstützt wurden. Die Betreuungsangebote in den Sommermonaten müssen sich den aktuellen Umständen anpassen. Landesrätin Waltraud Deeg ist seit Wochen im intensiven Austausch mit den Projektträgern, um zusätzliche Angebote anbieten zu können. Wo und in welchen Orten Ferienbetreuung für Kinder und Jugendliche angeboten wird, kann auf der Familienwebseite des Landes unter www.provinz.bz.it/familie nachgelesen werden. Zudem unterstützt das Land jene Familien, die von der Coronakrise finanziell gebeutelt wurden. Ob Soforthilfen oder Sondermietzuschuss, die Webseite https://neustart.provinz.bz.it/ bietet eine gute Übersicht über die verschiedenen Beihilfen. Durch den nahezu vier Monate langen Fernunterricht hat in vielen Familien der Umgang mit digitalen Medien zugenommen, aber auch in Ausnahmesituationen braucht es Regeln und Struktur. Davon überzeugt ist das Netzwerk Eltern-medienfit und hat für die Mediennutzung einige Tipps zusammengestellt, die auf der Website www.eltern-medienfit.bz abrufbar sind. Bei Problemen und Konflikten in der Familie können sich Eltern an die Familienberatungsstellen in Südtirol wenden, die kostenlose und vertrauliche Beratungsgespräche anbieten: www.provinz. bz.it/familienberatung. Und wem das alles zu viel wird, der findet auf der Website www.dubistnichtallein.it psychologische Hilfe und Kontakte. Weitere Beratungsangebote für Familien, die Anlaufstellen sowie die Aktionen mit dem EuregioFamilyPass sind auf der Familienwebseite des Landes (www.provinz.bz.it/familie ) zusammengefasst und werden fortlaufend aktualisiert.

Die Inhalte der Seite „Das Land informiert“ werden von den Landesämtern zur Verfügung gestellt.

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Vertrauen zahlt sich aus Die Stärken unserer vielen heimischen Geschäfte, Handels- und Dienstleistungsbetriebe, viele davon Klein- und familiengeführte Betriebe, waren immer die Nähe zum Kunden, die fachkundige Beratung und der persönliche Service. Dieser Mehrwert kommt gerade jetzt in diesen besonders schwierigen Zeiten mehr denn je zum Vorschein – und Südtirols Bevölkerung beginnt, diese Vorteile so richtig zu schätzen. Damit eng verbunden ist außerdem die Entwicklung unserer Orte, Städte und Dörfer.

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Südtirols flächendeckende Handelsstruktur ermöglicht ökologisches Einkaufsverhalten ines zeichnet sich ganz klar ab: Die Nähe zum Kunden, die Qualität, kurze Transportwege, die soziale Verantwortung, die Rückverfolgbarkeit, die Transparenz sowie der persönliche Kontakt, kurzum das Vertrauen gegenüber dem Produkt, dem Händler und dem Produzenten, werden immer wichtiger, auch in Südtirol. Und das Vertrauen ist beim Einkauf für neun von zehn Konsumenten ein zentrales Entscheidungskriterium. Südtirols Handel setzt in vielerlei Hinsicht auf diese Entwicklung, so wie die vielen Klein- und Familienbetriebe. 93 Prozent aller Unternehmen zählen dazu, sind also Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten. Viele davon sind im Handel und im Dienstleistungsbereich tätig.

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Südtirols Einzelhandel zählt rund 7000 Verkaufspunkte, die in einem ausgewogenen Gleichgewicht zwischen klein, mittel und groß für einen attraktiven und vielfältigen Handel und somit für lebendige Dörfer und Orte sorgen. Rund 16.500 Menschen sind in diesem Bereich beschäftigt.

Wer weit denkt, kauft nah ein Südtirols Konsumenten und Familien schätzten bisher dieses Angebot: Laut einer Studie des Wifo kaufen über 60 Prozent der Südtiroler täglich in der Nähe der eigenen Wohnung ein, über 50 Prozent tätigen ihre Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad, 40 Prozent suchen das kleine Fachgeschäft auf und über 90


Prozent sind der Meinung, der Einzelhandel trage sehr positiv zur Lebendigkeit der Dörfer bei. Diese Zahlen sind europaweit einzigartig, das bei uns noch existierende Netz an Geschäften gibt es anderswo nicht mehr: In Tirol oder Bayern werden zum Beispiel immer mehr Automaten aufgestellt, um regionale Lebensmittel wie Fleisch, Eier, Brot, Obst und Milchprodukte per Knopfdruck einkaufen zu können. In 57 Tiroler Gemeinden (zehn davon haben mehr als 1000 Einwohner) gibt es auch aufgrund verfehlter Raumordnungspolitik kein Geschäft mehr.

In Europa einzigartig In Südtirol hingegen finden sich noch historisch gewachsene Dörfer und Ortskerne, wo Handel stattfindet. Erfreulich ist zudem, dass Südtirols flächendeckende Handelsstruktur auch ein ökologisches Einkaufsverhalten ermöglicht. Auch der demographische Wandel wird ein wichtiges Argument: Die Leute werden älter und bevorzugen kürzere Wege. Obwohl Themen wie Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung bisher in Südtirol noch nie gemessen wurden, werden sie von den lokalen Betrieben tagtäglich gelebt – nicht nur im Unternehmen durch das verstärkte Angebot lokaler Produkte oder personalisierter Dienstleistungen, sondern auch in ihren Orten, wo die Betriebe sich beispielsweise freiwillig und ehrenamtlich für Initiativen engagieren oder etwa lokale, kulturelle, sportliche Organisationen und Vereine unterstützen.

Einsatz für die Orte Letzten Endes stärkt dieses weite Denken die Nahversorgung, sorgt aber auch dafür, dass die Orte und Dörfer für Familien, Besucher und Gäste noch lebendig, lebenswert und attraktiv sind, und garantiert Arbeitsplätze vor Ort. Dabei spielen über den Einzelhandel hinaus auch andere ortsrelevante unternehmerische Tätigkeiten, etwa in den Bereichen Gastronomie, Dienstleistungen, Privatvermietung und ortsgebundenes Handwerk, als „Ortsbeleber“ eine wesentliche Rolle. Diese Besonderheit und Einzigartigkeit sind ein Reichtum und ein Mehrwert, die es zu stärken und weiterzuentwickeln gilt. Der Bevölkerung sollen alle diese wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Vorteile der lebendigen Orte in Südtirol, der lokalen Kreisläufe und der vielen Arbeitsplätze dank der Betriebe vor Ort aufgezeigt werden.

93 Prozent aller Unternehmen in Südtirol sind Klein- und Familienbetriebe Werte und unsere Tradition vorsehen, ein Ruhetag und schafft damit Freiraum für persönliche Interessen, Gemeinschaft und Familie – umso mehr in diesen Zeiten. Der hds etwa setzt sich bereits seit jeher für eine lokale Bestimmung der Öffnungszeiten und für geregelte Sonntagsöffnungen im Sinne der Vielfalt des Südtiroler Handels ein. Vor allem die einmalige Südtiroler Realität im Handel mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen kleinen und mittleren Fachgeschäften, familiengeführten Betrieben sowie Großverteilern in Wohngebieten und einer intakten Nahversorgung, die in den Alpenregionen und darüber hinaus ihresgleichen sucht, spricht für eine autonome Lösung und eine Neuregelung der Sonn- und Feiertagsöffnungen. Gerade vor einigen Wochen hat der hds zu all diesen Themen eine landesweite Sensibilisierungsinitiative mit dem Titel „Mein - Dein - Unser Lebensraum Südtirol“ gestartet (mehr unter www.lebensraum.bz.it).

„Mein - Dein - Unser Lebensraum Südtirol“ Wenn wir gerade in diesen Tagen in den Medien lesen, dass der größte Onlinehändler immense zweistellige Umsatzzuwächse erzielt, bei uns dagegen viele Familienbetriebe in großen Schwierigkeiten sind oder gar ans Zusperren denken, dann ist es höchste Zeit für ein Umdenken. Wir tragen eine große Verantwortung für unser Land Südtirol, für unseren Lebensraum – und dieses Bewusstsein gilt es zu schaffen. 

Sonn- und Feiertagsöffnungen wieder regeln Ein wichtiges Thema in diesem Zusammenhang sind auch die Geschäftsöffnungszeiten im Handel, die in Italien 2012 vom damaligen Ministerpräsidenten Mario Monti liberalisiert wurden. Somit können die Geschäfte rund um die Uhr öffnen – auch an Sonn- und Feiertagen. Immer mehr gesellschaftliche Gruppierungen setzen sich aber vehement dafür ein, dass wieder geregelte Geschäftsöffnungszeiten eingeführt werden. Der Sonntag ist, so wie es unsere

Mauro Stoffella, Verantwortlicher Kommunikation im Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol (hds), mstoffella@hds-bz.it

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FA MI LI EN POLITI K

„Es ist noch ein weiter Weg“ Die Gleichstellungsrätin Michela Morandini hat viele Herausforderungen zu meistern Die Geschlechtergleichheit zwischen Frau und Mann gehört zu den Grundwerten der Europäischen Union und ist auch in der italienischen Verfassung verankert. Trotzdem sind wir von einer Gleichstellung noch meilenweit entfernt. In Südtirol verdienen Frauen laut dem Landesinstitut für Statistik Astat im Schnitt 16,9 Prozent weniger als Männer und ihr Anteil in Führungspositionen ist immer noch gering.

A

m „Equal Pay Day“ wird genau auf diesen Lohnunterschied hingewiesen. Da Frauen sich um die Kinder kümmern oder Angehörige pflegen, arbeiten viele in Teilzeit oder müssen nach Jahren des Zu-Hause-Seins auf Branchen ausweichen, die ein niedrigeres Lohnniveau aufweisen, was sich schlussendlich auch auf die Rente negativ auswirkt. Nicht nur das finanzielle Ungleichgewicht muss angeprangert werden, sondern ebenso die mangelnde Wertschätzung und unfaire Verteilung der Arbeit, schließlich sind es meist Frauen, die im Bereich der Fürsorge und Pflege arbeiten – vielfach unsichtbar, oft schlecht oder gar unbezahlt. In Anlehnung an den „Equal Pay Day“ wird daher am 29. Februar der „Equal Care Day“ begangen. Das Datum ist bewusst gewählt: So wie der 29. Februar als Schalttag nur alle vier Jahr stattfindet und in den anderen Jahren übergangen wird, so werden auch Fürsorge und Pflege häufig übersehen. Gemäß dem Landesgesetz vom 8. März 2010, Nr. 5, Art. 27, wurde mit dem Amt der Gleichstellungsrätin eine Anlaufstelle für Personen geschaffen, die aufgrund ihres Geschlechts am Arbeitsplatz diskriminiert werden. Betroffene erhalten Informationen und Beratung und werden, sofern notwendig, vor Gericht vertreten, da die Gleichstellungsrätin Rechtsvertreterin für diskriminierte Arbeitnehmer ist. Auch führt die Gleichstellungsrätin Mediationen für Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber durch, begutachtet die Gleichstellungspläne der Landesverwaltung, ist Rechtsmitglied des Beirates für Chancengleichheit für Frauen sowie der Landesarbeitskommission und arbeitet in zahlreichen Arbeitsgruppen mit. Darüber hinaus begutachtet sie die Projekte der EU-Förderprogramme zum Aspekt der Chancengleichheit der Geschlechter und der Nichtdiskriminierung vulnerabler Gruppen.

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FA MI LI EN POLITI K

Ihr Tätigkeitsfeld ist sehr weitläufig. Das Büro der Gleichstellungsrätin ist eine Anlaufstelle für jede Art von direkter und indirekter Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund des Geschlechts. Das Thema der multiplen Diskriminierungen (Mobbing) und das Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Auflösung des Arbeitsverhältnisses innerhalb des ersten Lebensjahres des Kindes sind die „Topthemen“ der Arbeit der Gleichstellungsrätin. Am häufigsten wenden sich Klienten aufgrund einer multiplen Diskriminierung, dem sogenannten Mobbing, an die Gleichstellungsrätin. Eine Studie hat ergeben, dass diese Themen in den letzten Jahren zunehmen und dass allein in Italien jährlich eineinhalb Millionen Arbeitnehmer Opfer von Mobbing werden – meistens Frauen oder junge Mütter. Dies hat aber nicht nur für die Person selbst negative Folgen, sondern für das ganze Unternehmen: Schließlich sinkt die Produktivität der betroffenen Person und es kommt in den meisten Fällen früher oder später zu gesundheitsbedingten Arbeitsausfällen. Mobbing ist nicht ein Problem des einzelnen Arbeitsnehmers, sondern ein Problem des Unternehmens. Führungskräfte haben die rechtliche Pflicht, Mitarbeiter vor diesen Übergriffen zu schützen. Ein weiteres Thema ist die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Laut Definition des Kodex der Gleichbehandlung wird

darunter jegliches Verhalten verstanden, das einen sexuellen Hintergrund hat oder auf die Geschlechtszugehörigkeit basiert, das unerwünscht ist und das die Würde einer Person verletzt. 3,59 % der Frauen kamen im Jahr 2019 aufgrund eines sexuellen Übergriffs zur Gleichstellungsrätin. Die geringe Zahl darf nicht unterschätzt werden. Es ist nämlich bekannt, dass die Dunkelziffer der denunzierten Übergriffe am Arbeitsplatz höher ist. Aus Scham oder Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, schweigen die Betroffenen. Diesem Thema muss und wird in Zukunft verstärkt Aufmerksamkeit gewidmet. Michela Morandini ist seit 1. Juli 2014 als Gleichstellungsrätin im Amt. Im Jahr 2019 hat sie 529 Fälle bearbeitet. Aufgesplittert betreffen 26 Prozent ihrer Arbeit Informationsgespräche, 43 Prozent fallen auf Beratungen und 31 Prozent auf Mediationen. Seit 2014 sind die Beratungen insgesamt um 440 Prozent angestiegen, auch die Anzahl der Mediationen nimmt jährlich zu. „Fürsorge und Pflege müssen gleichermaßen auf beide Geschlechter verteilt und aufgewertet werden, die Lohnschere zwischen Mann und Frau muss sich schließen, Mobbing und Gewalt am Arbeitsplatz müssen aufhören. Es ist noch ein weiter Weg, dahin zu kommen, aber für mich Herausforderung und Motivation, dieses Ziel stückweise zu erreichen“, erklärt Gleichstellungsrätin Michela Morandini.  RV

www.dubistnichtallein.it

DU BIST NICHT ALLEIN!


KFS I NTERN

Unter die Lupe genommen Corona-Krisenstab Familie Durch die Coronakrise standen und stehen immer noch viele Familien vor noch nie dagewesenen Herausforderungen. Deshalb sammelten der Katholische Familienverband Südtirol und die Allianz für Familie die Anliegen von Familien und machten sich Gedanken, wie konkrete Hilfen aussehen könnten. Was sofort auffiel, waren die Überlastungserscheinungen vieler Eltern. Auch sind die vielfältigen Zukunftsängste nicht von der Hand zu weisen – auf der einen Seite stehen die Sorgen, aufgrund des finanziellen Einbruchs den Familienhaushalt nicht mehr stemmen zu können, auf der anderen Seite fehlt den Eltern die Unterstützung in der Betreuung der Kinder, sobald sie wieder zur Arbeit müssen.

Damit Familien endlich eine Perspektive bekommen, schlugen der Katholische Familienverband Südtirol und die Allianz für Familie das Einrichten eines Corona-Krisenstabs Familie vor. In einer kleinen Gruppe, bestehend aus Vertretern der Politik, dem Familien- und Sozialbereich, der Wirtschaft und der Bildung, sollten konkrete Lösungen zur Entlastung der Familien entwickelt werden. Die zu behandelnden Themen sind vielfältig: die finanziellen Nöte vieler Familien, die Schwierigkeiten der Eltern bei der Betreuung und Bildung der Kinder sowie die persönlichen, psychischen und sozialen Notlagen. Klar ist auch, dass es zeitnahe Ergebnisse braucht, denn es darf nicht sein, dass die Belange der Familien an letzter Stelle stehen, sind sich der Katholische Familienverband Südtirol und die Allianz für Familie einig. RV

Einladung an alle Mitglieder zur 54. Ordentlichen Landesversammlung des Katholischen Familienverbandes Südtirol

Wir machen L u s t a u f Fa m il ie Samstag, 24. Oktober 2020 um 9 Uhr* im Haus der Familie in Lichtenstern am Ritten

NEUER TERMIN!

Eröffnung und Begrüßung Angelika Weichsel Mitterrutzner, Präsidentin

Rechnungslegung und Entlastung des Zentralausschusses

Besinnung Toni Fiung, Familienseelsorger und geistlicher Assistent

Grußworte der Ehrengäste

nach dem Abschluss der Landesversammlung folgt das KFS-Zweigstellentreffen 2020

Tätigkeitsrückblick 2019/20 und Vorschau auf die nächsten Monate Angelika Weichsel Mitterrutzner, Präsidentin, sowie Büroteam

n

mit Zweigstellentreffe

* Erste Einberufung um 6 Uhr, zweite Einberufung um 9 Uhr


KFS I NTERN

Mein Kind in sicheren Händen Eltern genießen die Zeit mit ihren Kindern – trotzdem braucht man als Paar auch mal einen Abend oder einige Stunden für sich allein. Aber wer passt in der Zwischenzeit auf die Kleinen auf? Deshalb hat der Katholische Familienverband Südtirol eine Babysitter-Plattform gegründet, die seit Mitte Mai ihre Dienste anbietet. Familien können ein Lied davon singen: Immer dann, wenn Mama und Papa außer Haus müssen bzw. möchten, haben Großeltern, Nachbarn und Freunde gerade keine Zeit, auf die Kinder aufzupassen – und Babysitter lassen sich selbst nach stundenlangem Rumtelefonieren oft schwer finden. Der KFS ist nicht nur die größte Interessensvertretung für die Südtiroler Familien, er hat sich auch zum Ziel gesetzt, die Familien in allen Lebenslagen zu unterstützen, zu stärken und zu begleiten. So lag es auf der Hand, mit dem Babysitten eine Dienstleistung anzubieten, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Durch die Coronavirus-Krise, in der sich die Eltern, nachdem sie an ihren Arbeitsplatz zurückkehren mussten, Kitas, Kindergärten und Schulen aber bis Herbst geschlossen bleiben, so ziemlich alleingelassen fühlen, wird diese Plattform dringender benötigt denn je. Durch die kostenlose Babysitter-Plattform, die von der Familienagentur finanziell unterstützt wird, ist es Familien nun möglich, schnell und einfach einen qualifizierten und verlässlichen Babysitter zu finden. Auch für die Babysitter selbst ist die Plattform ein großer Vorteil: Sie können darin ein Profil erstellen, mit Foto, Erfahrungen, Qualifikationen und Referenzen. Um die Fähigkeiten und Kompetenzen der Babysitter weiter zu stärken, möchte der KFS zukünftig ganz gezielte Ausbildungskurse anbieten. Um das vielfältige Angebot nutzen zu können, genügt die Registrierung auf der Babysitter-Plattform. Die Anstellung

EINZIGARTIGE   ERL EB NISWELT

des geeigneten Babysitters erfolgt dann über das sogenannte „libretto famiglia“ des INPS. Was ursprünglich als gelegentliche bzw. willkommene Entlastung der Familien angedacht war, erweist sich nun aufgrund der aktuellen Krise für so manche Familie als überlebensnotwendiger Rettungsanker. Denn wer nicht auf Großeltern oder Nachbarn zurückgreifen kann, wird es schwer haben, ohne Babysitter und bei geschlossenen Kitas, Kindergärten und Schulen zur Arbeit zurückkehren zu können. Die neue Online-Plattform ist so ausgelegt, dass sie bei Bedarf zukünftig auch für andere Bereiche verwendet werden kann. 

TR AU T TM A N S D O R F F: I D E A L E R FA M I L I E N AU S F LU G In den schönen Gärten von Schloss Trauttmansdorff können Familien ihre gemeinsame Zeit in der Natur genießen und dabei echt Spannendes erleben: Beim Streifzug durch die Gärten begegnet man neben der vielfältigen Pflanzenwelt auch einigen Tieren, die dort ihr Zuhause gefunden haben. Zudem gibt es zahlreiche Erlebnisstationen, die die Gärten zu einem idealen Spiel- und Entdeckungsraum für Kinder und Jugendliche machen. Besonders beliebt ist die schwankende Abenteuerbrücke im Auwald oder die Grotte mit Multimediashow. Mehr Infos: trauttmansdorff.it

RV


ESSEN U N D TRI N KEN

Buchweizenroulade

Zutaten:

4 Eier 200 g Staubzucker 100 g Buchweizen 70 g Mehl 30 g Stärkemehl Backpulver 1 Vanillezucker Zitronenschale 4 EL warmes Wasser Prise Salz

Zubereitung:

Die vier Eidotter mit dem warmen Wasser, 100 g Staubzucker, dem Vanillezucker und der Zitronenschale schaumig schlagen. Dann die vier Eiklar, das Salz und den restlichen Staubzucker steif schlagen. Anschließend wird, zusammen mit den verschiedenen Mehlen, alles langsam unter die Eidottermasse gehoben. Die gesamte Masse wird auf einem Blech ausgestrichen und 10 Minuten bei 220 Grad Ober- und Unterhitze gebacken. Tipp: In die Sahnefüllung können saisonale Früchte gegeben werden. Auch Preiselbeermarmelade schmeckt gut. Gutes Gelingen wünscht euch

Elisabeth Platter

KFS-Bezirksleiterin Überetsch/Unterland

Der Buchweizen ist eine Knöterichpflanze und kommt ursprünglich aus der Mongolei. Der wichtigste Inhaltsstoff ist das Rutin, das die Mikrozirkulation in den Blutgefässen verbessert und die Gefässwände positiv verändert. 1999 wurde der Buchweizen zur Arzneipflanze des Jahres erklärt. 18

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KI N DERSEITE

Hast du Lu st, dem Kressee r a a H e i d m r wu zu schneiden? Für diese Bastelarbeit brauchst du eine alte Strumpfhose, zwei Knöpfe, etwas Spagat, Erde und Kressesamen. Zuerst füllst du den Kopf des Wurms mit Erde, drückst die Erde im Strumpf zu einer festen Kugel und bindest den Kopf mit einem Spagat leicht ab. Für den Bauch stopfst du die Erde nicht ganz so fest in den Strumpf und bindest das Strumpfende wieder mit Spagat ab. Zum Abbinden eignen sich auch Pfeifenputzer. Dort, wo die Augen hinkommen, drückst du eine kleine Vertiefung in die Erde und klebst die Knöpfe hinein. Lass den Kressesamen in einer Tasse drei bis vier Stunden quellen. Wenn du das Wasser abgießt, fühlt sich der Samen klebrig an. Nun kannst du den Samen ganz leicht auf den Rücken des Wurms streichen, aber nicht zu dicht beieinander. Sprühe den Samen mit einer Sprühflasche vorsichtig nass. Dein Würmchen liebt Feuchtigkeit, daher musst du das regelmäßig machen, denn der Samen darf keinesfalls austrocknen.

ht nur eppt nic h auf, Kresse p lic k c a geschm e starke Speisen in e h c ist au sondern e. Kresse enthält nz Heilpfla ine der C, Vitam lzium Vitamin , Ka e, Kalium B-Grupp d Eisen. un

Viel Spaß mit deinem Kressewurm wünscht dir

Inge

Dreckula & Sauberinchen und der Undinen Schatz

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Die beiden ungleichen Freunde Dreckula und Sauberinchen finden, zusammen mit dem Drachen Hitzkopf, eine Schatzkarte, die sie durch ganz Südtirol führt. Dabei begegnen sie Lindwürmern, Hexen, Geistern und seltsamen Kreaturen. „Mit meinem neuen Buch wollte ich eine spannende Geschichte schreiben, die Kinder zum Wandern motiviert“, erklärt die Südtiroler Autorin und Illustratorin Renate Felderer, schließlich führen familienfreundliche Wanderwege zu den verschiedenen Schauplätzen im Buch. „Dreckula & Sauberinchen und der Undinen Schatz“ enthält eine herausnehmbare Wander-Schatzkarte und ist für Kinder von vier bis neun Jahren geeignet. Möchtest du dieses Buch gewinnen? Dann beantworte folgende Frage: Welche Gestalten wohnen einer Sage nach auf dem Schlern? Wer die Antwort kennt, ruft am Montag, 15. Juni 2020, um 11 Uhr die Telefonnummer 0471 303 372 an. Die ersten zwei Anrufer erhalten ein Buchexemplar geschenkt. Viel Glück wünscht euch Reinhold.

NS

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IM GANZEN L AN D

Im ganzen Land Nichts war mehr, wie es mal war. Ausgangssperre und Kontaktverbot sorgten dafür, dass sämtliche Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Das hielt viele KFS-Zweigstellen trotzdem nicht davon ab, tolle Aktionen zu starten – ohne direkten persönlichen Kontakt, aber mit einer klaren Botschaft: Wir denken an euch und möchten euch Mut und Freude schenken in diesen schwierigen Zeiten!

 INNICHEN Da das traditionelle Palmbesen-Binden in diesem Jahr nicht stattfinden konnte, bastelten die Ausschussmitglieder der KFS-Zweigstelle Innichen zu Hause kleine Palmsträußchen, welche in der Woche vor dem Palmsonntag im Ort verteilt wurden. Freude bereitete auch der den Sträußchen angeheftete, Mut machende Text.

 ST. PETER Die Familien in St. Peter wurden von der dortigen KFS-Zweigstelle eingeladen, einen Baum oder Strauch mit Ostereiern zu schmücken und davon ein Foto zu schicken. Aus den zugesandten Fotos wurden ein Plakat und ein nettes Video erstellt. Da kein Gottesdienst mit den Gläubigen abgehalten werden durfte, konnten am Palmsonntag die gebundenen Palmbesen bei der Schulkapelle abgelegt werden, wo sie der Pfarrer segnete. 20

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 REISCHACH Wenn man schon nicht hinausgehen darf, hat man wenigstens mehr Zeit, zu Hause zu spielen – und Spiele kann man auch selbst herstellen, so wie die fünfjährige Anna, die alle Bilder des zusammen mit ihrer Mama Ruth Obereschmied Larcher aus Reischach gestalteten Memorys selbst gezeichnet und gemalt hat.

 PRAGS Das Osterei steht als Zeichen des Lebens und der Auferstehung. Der Osterbaum ist das sichtbare Zeichen für die Dorfgemeinschaft und das Leben in ihr: Begegnungen, Gespräche, Feste, Solidarität. Mit diesen hoffnungsvollen Gedanken rief die KFS-Zweigstelle Prags die Bevölkerung auf, einen Baum oder Strauch mit Ostereiern, Bändern oder Ähnlichem zu schmücken.


IM GANZEN L AN D

 VILLNÖSS „Einfach mal Danke sagen“ wollte die KFS-Zweigstelle Villnöss all jenen, die in der momentanen Krisenzeit an vorderster Front für uns alle da sind. Viele Familien gestalteten daher ein kreatives „Danke“ und hingen ihre Kunstwerke längs der Straßen von St. Magdalena und St. Peter aus. Aus den eingesandten Bildern loste der Villnösser Bürgermeister drei

 EHRENBURG Auch die KFS-Zweigstelle Ehrenburg rief zu einer „Danke“-Aktion auf. Die Familien sollten ein Banner mit dem Wort „Danke“ gestalten und an ihrem Haus anbringen – als Dank an all jene, die trotz Covid-19-Krise arbeiten mussten, als Dank, dass die Familie weiterhin gesund zusammen sein kann. Viele Familien beteiligten sich an der Aktion und verwandelten Ehrenburg in ein bunt beflaggtes Dorf.

Gewinner: Platz 1 ging an Jasmin, Ronya und Larissa Frener, Platz 2 an Mathias und Moritz Hinteregger, Platz 3 an Manuel, Lisa, Nina und Elia Fischnaller. Ein Dank gebührt auch den Geschäften Überbacher, Gasser und Vontavon für die gesponserten Geschenkskörbe.

 KEMATEN Wie im ganzen Land, so fiel auch in Kematen aufgrund der Coronavirus-Krise das gemeinsame Frühlings- und Osterbasteln aus. Deshalb motivierte die KFS-Zweigstelle Kematen alle Familien, für sich zu Hause mit den gerade vorrätigen Materialien zu basteln. Die Bastelergebnisse sind beeindruckend, wie die vielen eingesandten Fotos eindrucksvoll beweisen.

 STEINEGG Den Menschen zeigen, dass man ihnen auch in Krisenzeiten nahesteht, und die Kinder beschäftigen, diese zwei Ziele setzte sich die KFS-Zweigstelle Steinegg. Die Kinder wurden aufgerufen, Steine bunt zu bemalen und als Mutmacher an einem viel begangenen Spazierweg abzulegen. Sobald es die Umstände zulassen, ist an dieser Stelle eine Andachtsfeier geplant.

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IM GANZEN L AN D & GL AU B EN

 LATZFONS Sich nach dem Gottesdienst gemütlich treffen, sich mit einem Handschlag frohe Ostern wünschen – in Zeiten der Coronavirus-Krise leider nicht möglich. Um ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen, ohne in direkten Kontakt zu anderen Menschen zu kommen, hat die KFS-Zweigstelle Latzfons die Ostergeschichte auf Flyer gedruckt, die im ganzen Ort zum Mitnehmen auf Bänken, Sträuchern und Geländern befestigt wurden. Auch die Lebensmittelläden unterstützten die Aktion, indem sie jedem Einkauf einen Flyer beilegten.

 PERCHA Zu einem musikalischen Flashmob aufgerufen hat die KFS-Zweigstelle Percha. Ob auf dem Balkon, im Garten oder auf der Terrasse – jeder sollte das Lied „Ich schenk dir einen Regenbogen“ singen oder spielen. Die Aktion wurde mit professioneller Unterstützung gefilmt und das Video auf Facebook gestellt, wo es mehrere Tausend Mal angesehen wurde.

Jesus erzählt vom guten Vater Als der jüngere Sohn, der alles Geld vertan hat, heimkehrt, läuft ihm sein Vater entgegen, fällt ihm um den Hals und küsst ihn. Und zu dem älteren Sohn sagt er: „Freu dich mit mir! Dein Bruder war verloren und ist nun wieder da.“ (nach Lk 15,20.32)

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Die nächste FiS erscheint am 7. August 2020

Dank „KFS-Familie in Not“ geht es uns wieder besser!

Redaktionsschluss ist der 7. Juli 2020.

SPENDEN FÜR KFS-FAMILIE IN NOT:

Veranstaltungsberichte und Fotos!

Gerne veröffentlichen wir in der FiS kurze Berichte der Veranstaltungen auf Bezirks- und Zweigstellenebene. Leider können wir nur eine begrenzte Anzahl aufnehmen und behalten uns das Recht vor, jene Einsendungen vorzuziehen, die ein aussagekräftiges Foto in Druckqualität aufweisen und rechtzeitig an presse@familienverband.it gesendet wurden. Leider können wir über E-Mail nur Dateien bis zu 8 MB empfangen. Große Dateien erhalten wir am besten über den Daten-Transferdienst WeTransfer.

100 Euro: anonyme Spende 156,88 Euro: Zweigstelle Bozner Boden 200 Euro: Zweigstelle St. Lorenzen 300 Euro: Zweigstelle Hafling 1000 Euro: Zweigstelle Rabland 1500 Euro: Zweigstelle Burgeis 3000 Euro: Zweigstelle Reschen/Graun

Wir danken allen Spendern für die Unterstützung. Ihr Beitrag hilft Familien, die in Not geraten sind. Auch in Zukunft bitten wir weiterhin um Ihre Hilfe. Als Verband haben wir uns an die neuen Vorgaben zum Schutz Ihrer personenbezogenen Daten angepasst. Die Namen der Spender werden daher nicht mehr automatisch veröffentlicht. Gerne möchten wir Sie aber auch in Zukunft als Spender nennen. Senden Sie uns hierfür bitte eine E-Mail an geschaeftsleitung@familienverband.it mit dem Text: Ich möchte in der Zeitschrift FiS als Spender genannt werden. Andernfalls bleibt die Spende anonym, was deren Wert keineswegs mindert. Das Spendenkonto, lautend auf „Katholischer Familienverband Südtirol – Familie in Not“, ist bei der Raiffeisenkasse Bozen, IT71N0808111600000300010014.

FiS-Förderpartner Wir sagen Danke!

Herzlichen Dank sagt „KFS-Familie in Not“!

FAMILIE

IMPRESSUM

IN NOT

Erscheinungsweise Sechsmal jährlich. Die Zusendung erfolgt kostenlos an alle KFS-Mitglieder. Das Abonnement ist im jährlichen KFS-Mitgliedsbeitrag enthalten. Auflage 16.000 Redaktionsanschrift & Anzeigenverwaltung Katholischer Familienverband Südtirol (KFS), Wangergasse 29, 39100 Bozen Tel. 0471 974 778 · info@familienverband.it www.familienverband.it

Herausgeber und Eigentümer Katholischer Familienverband Südtirol (KFS) Eintragung beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 18/75 vom 25.11.1975 Presserechtlich verantwortlich Dr. Alfons Gruber. Schriftleitung Inge Weiss (IW) Redaktion Reinhold Vigl (RV), Angelika Mitterrutzner (AM), Manuela Weber (MW), Silvia Di Panfilo (SDP), Valentin Mair (VM) Mitarbeiter der KFS-Geschäftsstelle Samantha Endrizzi (SE), Silvia Dalvai (SD), Elisabeth Gabrielli (EG), Susanna Lechner (SL) Fotos KFS, www.shutterstock.com. Layout www.effekt.it.

Das erste rechtliche Beratungsgespräch ist kostenlos.

Anmeldungen im KFS-Büro in Bozen. Wangergasse 29 · 39100 Bozen Tel. 0471 974 778 · info@familienverband.it

Druck Ferrari Auer, Bozen. Die Drucklegung erfolgt mit finanzieller Unterstützung der Südtiroler Landesregierung/ Familienagentur. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Autors wieder. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit werden personenbezogene Bezeichnungen in männlicher Form angeführt. Sie beziehen sich selbstverständlich auf Frauen und Männer in gleicher Weise.

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Apfelaufstrich selber machen ...erzä hle n vom Lebe n im

DU BRAUCHST: 1 Apfel 250 g Quark 1 EL Milch oder Sahne 1 Packung Vanillezucker 3 Tropfen Zitronensaft 3 EL Honig

Obstga rte n

Oh hallo Pauli! Du trägst ja schon kleine Früchte! Wachsen die Äpfel gut? Ich freu mich schon den ersten Apfel im Herbst zu probieren! Hmmm, am liebsten mag ich Äpfel einfach so oder als leckeren Aufstrich auf meinem Jausen-Brot.

Den Apfel grob raspeln und mit allen Zutaten gut vermischen. Für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Schmeckt besonders gut auf Brötchen oder zu Omeletts.

Ja genau Pauli! Soll ich dir verraten wie der Apfelaufstrich geht? Ist ganz leicht! Vielleicht wollen ihn auch die Kinder nachmachen und uns sagen wie er schmeckt. Liebe Kinder, hier habe ich das Rezept für euch. Probiert es aus und schickt Rund und uns Fotos: Wie ist er geworden gesund! und wie esst ihr ihn am unseDer Apfel ist für liebsten? ren Körper ganz wichtig, weil er ihm viele Vitamine brauchen wir und Mineralstoffe gibt. Diese um uns gut und gesund zu fühlen. Egal welche deine liebste Apfelsorte ist: ob süß oder sauer, jeder Apfel hat diese guten Stoffe. Wenn wir uns müde fühlen, gibt uns ein Apfel neue Energie und Kraft herumzur laufen. Ein Apfel hilft außerdem bei Bauchweh. Er hat ganz viel Wasse in sich und ist besonders im Sommer gut, wenn wir Lust auf etwas Frisches haben. Ob grün, rot oder gelb – am besten essen wir den ganzen Apfel, also auch die Schale, weil sie nicht nur gut schmeckt, sondern besonders gesund ist!

Hallo Marie! Ja meine Äpfelchen sind noch klein, wachsen aber jeden Tag etwas mehr. Bald sind sie groß und voller Vitamine – einfach gut! Hmmm, Apfelaufstrich, klingt ja lecker!

Wusstest du, dass in Südtirol viele verschiedene Apfelsorten wachsen?

Sie reifen zu unterschiedlichen Zeiten. Die ersten werden Mitte August von den Bauern geerntet, die spätesten erst Anfang November. Jede Sorte schmeckt anders. Welcher ist dein Lieblingsapfel? Finde es raus: www.suedtirolerapfel.com/de/unsere-aepfel/apfelsorten

Mach mit und schick uns ein Foto von dir, wie du unser Rezept nachmachst oder wie du den Aufstrich genießt! Die 5 schönsten Fotos werden in der nächsten Pauli & Marie Ausgabe gezeigt. 24

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Südtiroler Apfelkonsortium Jakobistraße 1a, I-39018 Terlan info@suedtirolerapfel.com

Online findest du alle Ausgaben von Pauli & Marie: www.apfelwelt.it/de/pauli-marie


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