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Familie leben
KFS intern
Tag für Tag Familienglück erleben S. 4
Klausurtagung des Zentralausschusses und des Büroteams S. 16
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Erscheint sechsmal im Jahr · 45. JG · Nr. 2 · April 2020 I.P.
Familie in Südtirol
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Action mit Mami
IHREM TTER MIT FÜR MÜ N KINDERN RE KIND/IH N RE H JA 6 AB
Samstag und Sonntag, 27. bis 28. Juni 2020 Jugendhaus Hahnenbaum in St. Leonhard/Passeier Auf euch Mamis und Kinder wartet ein Wochenende voller spannender und erlebnisreicher Momente. Es wird spielerische Herausforderungen für euch geben, Naturerfahrungen und gemütliche und wertvolle Zeit miteinander. Gemeinsames Erleben ist gemeinsames Lernen und sind gemeinsame Lebenserfahrungen. Übernachtung im Selbstversorgerhaus in Mehrbettzimmern Maria Reiterer, Sozialpädagogin, Erlebnispädagogin, Sexualpädagogin, Kinder- und Jugendcoach Christiane Gamper, Sozialpädagogin und Jugendarbeiterin, Erlebnispädagogin, Sexualpädagogin
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Anmeldeschluss bis 21.5.2020
Information und Anmeldung: KFS - Katholischer Familienverband Südtirol · Wangergasse 29 · 39100 Bozen Tel. 0471 974 778 · info@familienverband.it · www.familienverband.it
Urlaub von der Pflege – Entlastung für die Seele
Pflege über einen langen Zeitraum bedeutet, sowohl körperlicher als auch seelischer Belastung standzuhalten, was häufig zu vielerlei Beschwerden führt. Nur durch regelmäßige Erholungsphasen, die immer wieder eine angemessene Regeneration unserer Kräfte ermöglichen, können wir ein hohes Leistungsniveau auch über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten.
Kursbeitrag:
Mit Hildegard Kreiter, Kräuterexpertin, Leiterin von Kreativkursen, Kneipp-Gesundheitstrainerin, Gedächtnistrainerin. Termin 1:
Sonntag, 03.05.2020, 15.00 Uhr – Samstag, 09.05.2020, 15.00 Uhr Termin 2:
Sonntag, 18.10.2020, 15.00 Uhr – Samstag, 24.10.2020, 15.00 Uhr im Haus der Familie in Lichtenstern, Ritten Anmeldung bis 14.4.2020: Katholischer Familienverband Südtirol Wangergasse 29 · 39100 Bozen · Tel. 0471 974 778 info@familienverband.it · www.familienverband.it
pflegenden Sollten Ihre zu t eser Zeit nich di in Angehörigen n de er w ut tre be in der Familie steht die können, so be um eine t, ei hk lic Mög zusuchen. an e eg Kurzzeitpfl tig ei tz Bitte rech ern! darum kümm
290 Euro für KFS-Mitglieder 310 Euro für Nicht-Mitglieder 48 Euro Einzelzimmerzuschlag
VORWORT U N D I N HALT
eigentlich sollte diese Ausgabe der FiS umfangreicher ausfallen, wollten wir den Gemeinderatswahlen breiten Raum geben. Aber es kam anders: Ein kleines, neuartiges, dafür umso gefährlicheres Virus stellt unser aller Leben auf den Kopf – und unmittelbar vor dem Druck dieser FiS-Nummer auch die Blattplanung. Natürlich sind das Verschieben des Termins der Gemeinderatswahlen und der Druck einer Zeitschrift das kleinste Problem. Wichtiger ist vielmehr, dass wir uns alle diszipliniert verhalten und die notwendigsten Hygienevorschriften beachten, um in hoffentlich absehbarer Zeit wieder zu unserem altgewohnten Leben zurückkehren zu können. Bis dahin ist unser Bewegungsradius stark eingegrenzt. Wenn wir schon nicht raus dürfen, sollten wir das gezwungenermaßen Zu-Hause-Bleiben umso intensiver mit der Familie nutzen. Wann habt ihr das letzte Mal mit euren Kindern „Mensch ärgere dich nicht“
gespielt, zu Hause gebastelt oder musiziert, gemeinsam alte Fotos angeschaut, den Kleinen Geschichten vorgelesen? Es gibt so vieles, wozu wir normalerweise kaum Zeit finden. Auch dürfen wir nie vergessen, was wirklich wichtig ist im Leben: die Liebe. Wer seine Kinder und seinen Partner Liebe spüren lässt, macht nicht viel verkehrt – im Gegenteil: Der wichtigste Schritt zum Familienglück ist gesetzt. Thomas Fuchs, renommierter Kinder- und Jugendpsychologe, wird bei der KFS-Landesversammlung am 16. Mai 2020 über Familienglück sprechen. Ihr werdet sehen, es ist nicht schwer, glücklich zu sein. Schon im Vorfeld haben wir ein interessantes Gespräch mit Thomas Fuchs geführt. Erste Tipps zum Familienglück gibt es auf Seite 4. Ich wünsche euch und uns allen, dass wir gesund durch diese schwierige Zeit kommen. Passt auf euch auf!
Foto: Karlheinz Sollbauer
Liebe Familien,
Herzlichst
Angelika Mitterrutzner Präsidentin
Inhalt 8
Familie leben
Schritt für Schritt „Ja“ sagen
16 KFS intern
Klausurtagung des Zentralausschusses und des Büroteams
19 Schuldnerberatung Wie viel Kredit verträgt ein Haushalt?
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Familie leben Familienglück
10 Das Land informiert
11 Familienverbandelt – die KFS-Kolumne
12 Glauben
13 Kinderseite
14 Essen und Trinken 20 Im ganzen Land
FA MI LI E LEB EN
Familienglück Tag für Tag Familienglück zu erleben, davon träumen wir alle. Doch die Realität sieht oft anders aus. Dabei ist es gar nicht so schwer, glücklich zu sein. Wie wir das schaffen können, darüber referiert Thomas Fuchs bei der Landesversammlung des KFS am 16. Mai in der Salewa Conference Hall in Bozen. Thomas Fuchs ist nicht irgendwer, er ist renommierter Kinder- und Jugendpsychologe, Buchautor und füllt mit seinen Vorträgen ganze Säle.
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iese Situation kennt ihr sicher alle: Das Kind kommt morgens fröhlich aus seinem Zimmer gelaufen. Mama schließt es lächelnd in die Arme. Die Familie frühstückt gemeinsam unter dem blühenden Kirschbaum, die Sonne strahlt vom wolkenlosen Himmel. Nach einem erlebnisreichen Tag sitzen abends alle in der modern eingerichteten und schön auf-
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geräumten Wohnung und spielen friedlich und glücklich miteinander. Es sind Bilder, die wir uns alle wünschen, die uns aber nur in der Werbung für Brotaufstriche oder Bausparverträge vorzukommen scheinen, denn die Realität sieht meistens anders aus. Dabei bedarf es nicht unbedingt eines hochbezahlten Jobs, einer luxuriösen Wohnung oder eines schicken Autos, um glücklich zu sein.
Genauso wenig ist es Aufgabe der Kinder, ihre Eltern glücklich zu machen, auch wenn man nicht selten diesen Eindruck gewinnen mag. Das ist nicht ihre Aufgabe. Gesunde Erwachsene sollten nicht Kinder brauchen, um ihr eigenes Glück, ihren Selbstwert oder sonst was aufzupeppen. „Nach der Geburt eines Kindes denken Eltern oft, endlich sind wir eine Familie und jetzt sind wir glücklich. Aber seien
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wir doch ehrlich: Nicht einmal Schokokuchen macht uns jeden Tag Freude. Daher ist mir unklar, wie Leute nur auf die Idee kommen können, einem Kind diese Bürde aufzubinden“, gibt Psychologe Fuchs zu denken, „da ist das Unglück ja schon vorprogrammiert.“ Um die fürs Familienglück notwendigen Punkte aufzuzählen, braucht es keine zwei Hände: Im Großen und Ganzen reichen eine gehobene Stimmung, ein freundlicher Umgang, Anerkennung, Liebe, Konsequenz, sich das eigene Denken bewusstmachen, nicht immer klagen, nicht entwerten und, ganz wichtig, im Heute sein. Wir alle schauen zu sehr in die Zukunft, machen uns zu viele Gedanken, was mit unserem Kind morgen sein wird. Dabei ist das Leben jetzt und beginnt nicht erst in zwanzig Jahren.
„Wo ich bin, will ich sein“ Es ist eine Tatsache, dass viele Menschen klagen, sich in der Firma nicht wohlzufühlen, von den Menschen genervt zu sein, die sie umgeben, und selbst in der Familie nur mehr Stress zu erleiden. Die logische Konsequenz müsste also sein, das Leben sofort zu ändern und auszuziehen. In Wahrheit machen dies die allerwenigsten, sondern fahren trotzdem wieder nach Hause zur Familie und zu den Kindern, obwohl sie das eigentlich gar nicht müssten. Der Grund ist ganz einfach: Man fährt deshalb heim zu den Liebsten, weil man letztendlich dorthin will. „Wo ich bin, will ich sein“, wer sich diesen Satz verinnerlicht, hat schon einen Schlüssel zum Glücklichsein gefunden.
Haus des Familienglücks Thomas Fuchs vergleicht das Familienglück mit einem Haus, bestehend aus einem Fundament, vier Säulen und einem Dach. Das Fundament steht für die vier seelischen Grundbedürfnisse, die erfüllt sein müssen, damit ein Kind psychisch gesund groß werden kann. Diese Grundbedürfnisse wären einmal die Selbstwert-
Auch mit Kind muss die Primärbeziehung als Paar gepflegt werden
erhöhung, für die ein Kind immer wieder Erfolgserlebnisse benötigt, zweitens Bindung, denn jedes Kind braucht ein sicheres Nest und eine zuverlässige, stete Beziehung. Das dritte seelische Grundbedürfnis ist die Kontrolle, schließlich möchte auch ein Kind selbst Einfluss auf sein Leben nehmen und nicht immer alles abgenommen bekommen, viertens bedarf es auch Spaß durch erfreuliche Erfahrungen – wer möchte schließlich immer nur Unlustiges tun? Bei den vier Säulen, die das Dach des Hauses des Familienglücks zu tragen vermögen, geht es darum, das Kind anzunehmen wie es ist, den Fokus auf Disziplin und Konsequenz zu legen, gehobene Stimmung und Gelassenheit vorzuleben und das Seelenband zwischen Eltern und Kind zu erhalten. Das Dach schlussendlich beleuchtet die Paarbeziehung der Eltern, denn diese hat eine große Bedeutung für das Familienglück.
„Strahlender Stern“ Einfache alltägliche Begegnungen können zum persönlichen Glück beitragen. Kinder- und Jugendpsychologe Fuchs rät uns,
in jedem Menschen einen „strahlenden Stern“ zu sehen und ihn nicht nach seinem Verhalten zu beurteilen. Als Beispiel nennt er eine Situation auf der Autobahn, bei der jemand mit Tempo 80 auf der linken Spur dahinschleicht, gehäkelte Klopapierrolle auf der Hutablage. Wir können diesen Autofahrer nun als Deppen und Idioten benennen oder in ihm einen „strahlenden Stern“ sehen, denn jeder Mensch ist einzigartig. An der Straßensituation wird sich nichts ändern, sehr wohl aber am eigenen Gefühlszustand. Genauso verhält es sich in der Kindererziehung: Jedes Kind ist ein „strahlender Stern“, auch wenn es nicht lernen möchte oder sich mal suboptimal verhält. Die Person eines Kindes ist immer o.k., nur das Verhalten ist ungünstig; das gilt ebenso für Familienangehörige, Freunde und Bekannte.
Den Tag positiv beenden Auch bei Eltern überwiegt oft das Negative. Wir Menschen haben einen sogenannten Scanner-Blick für alles, was nicht gut läuft – das, was gut geht, ist selbstverständlich. Dabei ist es wichtig, auch bei schwierigen Kindern das Positive
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zu sehen und nicht ständig am Negativen herumzumäkeln. Lob für Gutes ist auf alle Fälle motivierend. Es gilt dasselbe wie für Strafen: Nicht die Person soll gelobt werden, sondern das Verhalten!
Das Selbstwertgefühl stärken Noch einen wichtigen Tipp gibt Herr Fuchs: Der Tag sollte immer positiv abgeschlossen werden. Selbst bei den größten Problemen lassen sich mit Sicherheit kleinste Situationen finden, die abends ein Abschlusslob rechtfertigen. Für eine gute Eltern-Kind-Beziehung ist es wichtig, dass Eltern lernen, die Person und das Verhalten des Kindes zu trennen. Ein Kind kann niemals ein schlechter Mensch sein, nur weil die Schulnoten negativ sind oder es Verhaltensprobleme hat. Wenn wir Kinder als Faulenzer und Schlamper bezeichnen, ist das eine persönliche Abwertung, die wie ein Pilz auf der Seele wächst und mit ein Grund ist, dass heute
so viele Menschen mit einem schlechten Selbstwertgefühl durch die Welt laufen. Kinder lieben übrigens Rituale, auch das sollten wir als Eltern berücksichtigen, und sie lieben Abenteuer in der Natur. Das Gehirn verändert sich nur über die Erfahrung, Erkenntnis reicht da nicht. Wer seinem Kind im Outdoor-Erleben die Welt näherbringt, wird ihm unvergessliche Highlights bescheren. Gegen das frühe Ehe-Aus gibt es kein Patentrezept. Würden die Menschen mit der Fortpflanzung warten, bis sie sich richtig gut kennen, unsere Spezies wäre schon längst ausgestorben. Daher raten Ehetherapeuten: Auch wenn man ein Kind bekommt, ist es wichtig, die Primärbeziehung als Paar zu pflegen. Sie ist nämlich die Basis und der Schutz für das Familienglück. Selbstlose Eltern, die sich für ihre Kinder aufopfern, sich als bedürfnislose Wesen präsentieren, die ausschließlich auf der Welt sind, um die Bedürfnisse der
Kinder zu befriedigen, sind meistens unglücklich und gefährden ihre Beziehung als Elternpaar. Sinnvoll ist auf alle Fälle, den Kontext der Beziehung zu ändern: danke für alles, was wir bisher als Paar erleben durften, danke, dass wir nun gemeinsam ein Kind haben. Dadurch gewinnt unsere Liebe eine neue Qualität, ohne Erwartungshaltung, dass es weitergeht wie es davor war. Elternpaare sollten immer im Gespräch miteinander bleiben.
Die Beziehung als Paar pflegen Die Liebe bleibt am Leben, wenn man die Freude des Partners mehrt, ihm immer wieder mal Gutes tut und ihn zum Lächeln bringt. Was früher als Paar schön war, sollte mit Kind keinesfalls vernachlässigt werden. Aber selbst wenn sich Eltern trennen, ist es ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass das Kind trotzdem seelisch gesund aufwachsen und sich geliebt fühlen kann.
Einladung an alle Mitglieder zur 54. Ordentlichen Landesversammlung des Katholischen Familienverbandes Südtirol
Wir machen
Lust auf Fa m i l i e am Samstag, 16. Mai 2020 um 9.15 Uhr* in der Salewa Conference Hall Waltraud-Gebert-Deeg-Straße 4, 39100 Bozen
Eröffnung und Begrüßung Angelika Weichsel Mitterrutzner, Präsidentin
Besinnung Toni Fiung, Familienseelsorger und geistlicher Assistent
Tätigkeitsrückblick 2019 und Vorschau 2020 Angelika Weichsel Mitterrutzner, Präsidentin, sowie Büroteam
Gastvortrag: „Wie überlebe ich diese Familie? Ultimative Tipps fürs Familienglück“ Dr. Thomas Fuchs, Diplom-Psychologe
Grußworte der Ehrengäste
Buffet & Gedankenaustausch
Abschluss um ca. 13 Uhr
Rechnungslegung und Entlastung des Zentralausschusses
* Erste Einberufung um 6 Uhr, zweite Einberufung um 9.15 Uhr