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FALTER Special 64

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SPECIAL

e n tg e ltlic h e Ve r la g s b e ila g e zu F al te r 3 9, 2 01 3

Foto: Karin Wasner

d  Mobilität d

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Die Zukunft unserer Mobilität

d  Gesamtverkehrsplan Österreich    Der Weg zu einem nachhaltigen Mobilitätsverhalten d  Mobilitätspreis 2013    Neue, preisgekrönte Mobilitätskonzepte für Österreich d  Förderung neuer Ideen    Wie man sich an der Planung unserer Mobilität beteiligen kann d  Mobilitätsplattformen    Wo man jene findet, die an der Zukunft unserer Mobilität arbeiten


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Mobilität

Wir werden nachhaltig mobil

Europas Verkehrssysteme stehen vor großen Herausforderungen: Die Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung wachsen, gleichzeitig werden die Ressourcen knapper

U

nseren steigenden Mobilitätsbedürfnissen in Europa steht eine stetige Verknappung der Ressourcen im Weg. Außerdem spielen Umweltschutz und Sicherheit sowie soziale Aspekte eine immer größere Rolle. So sollen etwa europaweit bis 2050 verkehrsbedingte Emissionen um 60 Prozent reduziert werden – ein sehr ehrgeiziges Ziel, das die EU-Kommission in ihrem Verkehrsweißbuch 2011 formulierte.

2050: keine herkömmlichen Autos mehr in Städten

Wie soll das gehen? Unter anderem durch die Senkung des Anteils an Autos mit konventionellen Verbrennungsmotoren im Stadtverkehr um 50 Prozent. Schiffe und Flugzeuge sollen zu 40 Prozent mit kohlenstoffarmen Treibstoff fahren bzw. fliegen, 30 Prozent des Straßengüterverkehrs mit Strecken über 300 Kilometer sollen bis 2030 von der Straße auf Bahn oder Schiff verlagert werden – bis 2050 sogar 50 Prozent. Zusätzliche Maßnahmen: Ausbau der Infrastruktur und Verstärkung des Wettbewerbs: Die Menschen sollen dazu motiviert werden, umweltfreundlichere Transportmittel zu wählen.

Unser Mobilitätverhalten bestimmen wir

Das Verkehrsweißbuch setzt vorwiegend auf die Reduktion negativer Umwelteffekte. Doch darüber hinaus muss ein Umdenken in puncto Mobilität einsetzen. Entscheidend ist, den Verkehr als integriertes System zu begreifen und vermehrt

öffentliche bzw. nicht motorisierte Verkehrsmittel zu nutzen – also nachhaltig mobil zu sein. Im Gegensatz zu anderen Sektoren, etwa der Energie, bestimmen wir, die Nutzer, das Mobilitätssystem maßgeblich mit. Daher zielen Strategien wie der Gesamtverkehrsplan für Österreich, der Umsetzungsplan Elektromobilität sowie der IVS Aktionsplan des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) auch darauf ab, unser Verkehrsverhalten zu ändern: Ziel ist ein multimodales, nachhaltiges Mobilitätssystem.

Der Gesamtverkehrs- plan Österreich gibt die Richtung vor

Vernetzte Systeme

rige Aktionsgrenzen zu überwinden. Der Plan sieht vor, dass unser Verkehrssystem bis 2025 umweltfreundlicher, sozialer, sicherer und effizienter wird.

Der Schlüssel zum Erfolg: die öffentlichen Verkehrsmittel

Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die optimale Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsmittel sind Voraussetzung für den Erfolg des Plans. Damit sollen die ehrgeizigen Umweltziele des bmvit erreicht werden: Verringerung des CO2-Ausstoßes im Verkehr auf 13 Millionen Tonnen bis 2025, Verringerung von Stickoxiden (NOx) um 70 und von Feinstaub um 50 Prozent. Wie wir den Verkehr und die Mobilität in unserem Land gestalten, ist entscheidend für wirtschaftlichen Fortschritt und gesellschaftlichen Wohlstand sowie die Lebensqualität künftiger Generationen.

für nachhaltige Mobilität

Ein Staatspreis für

Wir erleben in Österreich eine stetig wachsende Mobilität: Der Güterverkehr wird bis 2025 um ein Drittel zulegen, der Personenverkehr um 25 Prozent. Österreichs Verkehrskonzept setzt daher auf Vernetzung und Kooperation: Verkehrspolitische Herausforderungen werden nur bewältigt werden können, wenn wir auf die Zusammenarbeit aller Akteure setzen. Dies bezieht Bund, Länder, Gemeinden, Verkehrsbetriebe und Verbünde mit ein. So ist der 2012 erstellte „Gesamtverkehrsplan für Österreich“ auch als Einladung zu verstehen, bishe-

Um diese wichtigen Prozesse voranzutreiben, verleiht das bmvit u. a. den „Staatspreis Mobilität“. Große wie kleinere Unternehmen, Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Bildungseinrichtungen können sich daran beteiligen. Es gewinnt, wer den Leitlinien des „Gesamtverkehrsplans für Österreich“ entsprechend Zukunftsweisendes für unser Mobilitätssystem entwickelt. Die diesjährigen Kategorien orientieren sich stark an den Inhalten des Gesamtverkehrsplans.

nachhaltige Mobilität


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Mobilität Der „Gesamtverkehrsplan für Österreich“ ist auch als Einladung zu verstehen, bisherige Aktionsgrenzen zu überwinden. Der Plan will unser Verkehrssystem bis 2025 ­umweltfreundlicher, sozialer, sicherer und ­effizienter machen

Foto: APA/Georg Hochmuth

SPECIAL


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staatspreis Mobilität

Forschen. Entwickeln. Neue Wege weisen. Wer hat in den vergangenen Jahrzehnten einen erheblichen Beitrag zur Steigerung der Sicherheit, Effizienz und Verringerung der negativen Umweltauswirkungen im Verkehr geleistet? Genau, der technische Fortschritt

D

ie Fortschritte in den Verkehrstechnologien sind beachtlich. Trotzdem brauchen wir weitere Lösungen, um zu einer nachhaltigen Mobilität zu kommen. Innovative Technik allein genügt dazu nicht mehr.

Technologien zum aktiven Schutz vor Unfällen

Heutzutage ist es notwendig, dass sich technologischer Fortschritt nicht mehr ausschließlich passiv der Erhöhung der Sicherheit in Verkehrsmitteln widmet. Entscheidend sind aktive Beiträge zur Vermeidung von Unfällen. Ein Beispiel dafür ist verbesserter Aufprallschutz für Stadt- und Straßenbahnen.

Verringerung von Treibhaus- gasen durch Elektromotoren

im öffentlichen Verkehr oder eine „intelligentere“ Steuerung des Straßenverkehrs. Wissenschaft und Unternehmen setzen gemeinsam ihre Kompetenzen ein, um bessere Anwendungen und Dienstleistungen zu erforschen, zu entwickeln und zu testen. Besonders Klein- und Mittelbetriebe (KMU), Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sind eingeladen, hier wegweisende Konzepte und Projekte zu entwickeln.

Das neue Förderprogramm „Mobilität der Zukunft“

Unsere Mobilitätsbedürfnisse wachsen. Dabei verknappen sich die Ressourcen und die Kapazitäten erweisen sich als begrenzt. Dies erfordert neue Lösungsansätze in

Eine ebenso große Aufgabe ist die Verringerung von Luftschadstoffen: Verbesserte Partikelfilter und NOx-Reduktionssysteme sollen in den nächsten zehn Jahren den Ausstoß an Feinstaub und Stickoxiden dramatisch reduzieren. Die Erwartungen an Benzin- und Dieselmotoren bei der Verringerung von Treibhausgas-Emissionen sind gering. Eine Reduktion um zwei Drittel oder mehr wird, freilich sehr langfristig, durch den Einsatz von Elektromotoren erfolgen.

Themenfelder im Programm „Mobilität der Zukunft“

Organisatorische Innovatio- nen für integrierten Verkehr

In vielen Bereichen des Verkehrssystems sind organisatorische Neuerungen ebenso wichtig wie neue Technologie. Beispiele dafür: die Einführung eines Taktfahrplans

der Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik. Daher verstärkt das bmvit seine Förderungsaktivitäten für mobilitätsrelevante Forschung in den nächsten Jahren duch das neue Programm „Mobilität der Zukunft“. Im Fokus stehen die Sicherung der Mobilität und die Verringerung der negativen Auswirkungen des Verkehrs. „Mobilität der Zukunft“ setzt auf ganzheitliche Lösungsansätze. So soll das Programm zu einem Interessensausgleich zwischen Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft beitragen. Unterstützt werden Forschungsprojekte, die mittel- bis längerfristig wesentliche Beiträge für eine nachhaltige Mobilität leisten. Sie sollen Innovationen bringen, die neue Wettbewerbsvorteile für unsere Unternehmen, ja sogar neue Märkte schaffen. Das Förderprogramm setzt auf dem in den Vorjahren entstandenen Know-how und auf den Kompetenzen in unseren Unternehmen auf. Es dient dazu, erfolgsversprechende Initiativen fortzuführen, und öffnet zugleich den Rahmen für völlig neue Ansätze für eine nachhaltige Mobilität.

Personenmobilität.

„Mobilität der Zukunft“ fördert u. a. Forschungsansätze zur Entwicklung neuer, intelligenter Lösungen zur ­Steuerung des Straßenverkehrs

Vier komplementäre Themenfelder stehen im Fokus: „Personenmobilität“ und „Gütermobilität“ zielen auf Neuerungen im organisatorischen und sozialen Kontext des Mobilitätssystems unsere Gesellschaft. „Verkehrsinfrastruktur“ und „Fahrzeugtechnologien“ fördern spezifische Technologien und Akteure aus Österreich.


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staatspreis Mobilität

Fotos: bmvit/Reich, Karin Wasner

SPECIAL

Die Sieger und Nominierten bei ­der Verleihung des Staatspreises für Mobilität 2013


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staatspreis mobilität

Der Sieger 2013.

Der Sieger in der Kategorie „Forschen. Entwickeln. Neue Wege weisen.“ ist

Magna Steyr mit dem Konzeptcar CULT

Magna Steyr setzt auf CULT

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er CULT ist ein Kleinwagen in revolutionärer Bauweise“, sagt Projektleiter Wolfgang Fritz. „Entwickelt im Hinblick auf Nachhaltigkeit sowohl bei der Produktion als auch bei der Nutzung. Hauptziel ist, zur Reduktion der CO2-Emissionen beizutragen.“ Dazu besitzt der CULT einen neuartigen Erdgasmotor in ultraleichter Konstruktion. „Das Fahrzeug ist ein Musterbeispiel für eine gelungene Kooperation von Forschung und Industrie“, beschreibt Fritz die Zusammenarbeit mit der TU Wien, der Montanuni Leoben, dem Österreichischen Gießerei-Institut, dem Polymer Competence Center Leoben, der FACC und der 4a Manufacturing GmbH. Unter

Wolfgang Fritz, CULT-Projektleiter (links), und Anton Schantl, Finanzvorstand von Magna Steyr, mit dem Staatspreis für Mobilität

der Leitung von Magna Steyr wurde gemeinsam ein ganzheitliches Fahrzeugkonzept für die Mobilität der Zukunft geschaffen. Die Verknüpfung von innovativen Ideen, modernsten Werkstoffen und dem alternativen Antriebssystem CNG-Hybrid macht eine Umkehrung der Gewichtsspirale im Fahrzeug möglich. Im Betrieb ist das Fahrzeug dank Biomethan aus Abfällen CO 2 -neutral. Wobei der Treibstoff regional hergestellt wird. Der kleine CULT eignet sich ideal für die Fahrt in Städten. Er stellt somit eine praktikable Ergänzung zu den Öffis dar. Er ist auch ein echter Gewinn für Pendler auf den letzten Kilometern zwischen

Bahnhof und Arbeitsplatz oder Wohnung. Die Person, auf das der CULT schon in der Entwicklungsphase zugeschnitten wurde, ist eine Frau in ihrem Lebensalltag. Wichtige Konzeptentscheidungen und Funktionen wurden im Hinblick auf ihre Bedürfnisse getroffen. In der Ideenfindungsphase wurden vor allem Frauen einbezogen – von ihnen kamen wichtige Ideen und Impulse. 30 Prozent der Führungspositionen im Projekt-Kernteam waren von Frauen besetzt. Um diesen Anteil in Zukunft noch weiter zu erhöhen, haben bei Magna Steyr im Rahmen des CULT Projekts drei Studentinnen ihre Diplomarbeit absolviert.

Fotos: Katrin Bruder, MagnaSteyr

Unter Projektleiter Wolfgang Fritz wurde CULT entwickelt: Cars’ UltraLight Technologies. Es ist eine Komplettlösung zur CO2-Minimierung im Straßenverkehr


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staatspreis mobilität

SPECIAL

Die Nominierten.

Projektleiter Gerald Newesely von Bombardier und das mit AIT ­entwickelte Fahrerassistenzsystem für Schienenfahrzeuge (Bild links unten)

Das Team um Projektleiter Wolfgang Narzt von JKU Linz hat die transportmittelübergreifende Navigationssoftware „Viator“ erarbeitet

JKU Linz & Bombardier Transportation Austria

Fotos: Katrin Bruder, JKU Linz, Bombardier Transportation und Austrian Institute of Technology AIT

Unter Projektleiter Wolfgang Narzt entwickelte JKU Linz – Institut für Wirtschaftsinformatik die Navigationssoftware Viator. Bombardier präsentiert ein unter Projektleiter Gerald Newesely erstelltes Fahrerassistenzsystem

Johannes Kepler Universität (JKU) Linz. Ein handliches Navigationsgerät als Beitrag zur Barrierefreiheit, das Menschen mit besonderen Bedürfnissen im Alltag unterstützt“, erklärt Wolfgang Narzt die Idee hinter dem Konzept von „Viator – Verkehrsinfrastruktur für ein transportmittelübergreifendes und ortsbezogenes Reiseinformationssystem“. Umgesetzt wurde die Software am Institut für Wirtschaftsinformatik der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz. Das Ergebnis ist eine mobile Anwendung, die sich über das Smartphone bedienen lässt und mobilitätseingeschränkte Passagiere im öffentlichen Personenverkehr un-

terstützt. Das öffentliche Verkehrsmittel gewinnt damit noch mehr an Attraktivität. Denn alle verfügbaren Verkehrsmittel (inkl. Abfahrtszeiten) werden nur durch die bloße Anwesenheit einer reisenden Person an einem Verkehrsknotenpunkt automatisch angezeigt. Die Benutzerinteraktion geschieht ohne Eintippen eines Startoder Zielortes, sondern lediglich durch Selektion per Knopfdruck beim Erreichen des Verkehrsknotenpunktes. Außerdem erhält etwa eine sehbehinderte Person gezielt und ortsgerichtet Navigationshilfen, um Fahrkartenschalter oder Bahnsteige zu finden.

Bombardier Transportation Austria. Basierend auf einem von „Austrian Institute of Technology“ AIT entwickelten optischen System werden aus einem Kamerabild 3D-Informationen berechnet. Die Distanz zum Hindernis wird erfasst, abseits des Fahrwegs befindliche Objekte werden ausgeblendet. Die Rechenschritte werden ständig wiederholt, dadurch kann der Bereich vor der Bahn permanent auf Kollisionsgefahren überwacht werden. „Diese Kombination von Sensorik und Situationserkennung verbessert die Mensch-Maschine-Interaktion und erhöht die Sicherheit von Passagieren und Passanten“, erklärt Projektleiter Gerald Newesely. „Das

Fahrerassistenz-Sicherheitssystem unterstützt den Fahrer und erhöht die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Die Straßenbahn verhält sich vorausschauend und wird so zum kooperativen Partner im Straßenverkehr. Das sollte die Akzeptanz und das Einsatzpotenzial des schienengebundenen, öffentlichen Verkehrs deutlich erhöhen.“ Bombardier Transportation Austria bestätigt durch den Einsatz des mit AIT entwickelten Fahrerassistenz-Sicherheitssystems seine Stellung als innovativer Marktführer und könnte diese noch ausbauen und damit auch zum wirtschaftlichen Erfolg des Standorts Wien und zur Sicherung von hochqualifizierten Arbeitsplätzen beitragen.


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Staatspreis Mobilität

Beschäftigung sichern. Wirtschaft stärken. Die Wirtschaft ist die Basis für unsere Wohlstand. Damit sie sich weiter entwickeln kann, braucht sie vermehrt Forschung und Entwicklung und eine zukunftorientierte Infrastruktur

V

or allem der Bund hat in den letzten Jahren seine F&EInvestitionen antizyklisch erhöht. Das hat mitgeholfen, einen Einbruch der privaten F&E-Investitionen während der Wirtschaftskrise zu verhindern. In dieser Kategorie hatten sich die Preisträger 2013 der Herausforderung zu stellen, Innovationen zu entwickeln, die helfen, den Wirtschaftsstandort Österreich und die Beschäftigung hier zu sichern. Österreichs Unternehmen haben sich auch deshalb schneller erholt als die in anderen Ländern. Investitionen in Forschung und Entwicklung sind eben eine entscheidende Basis für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum, qualifizierte Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit.

Schiene transportiert. Doch steigt unser Mobilitätsbedürfnis weiter, das heißt, der Verkehr wird auch in Zukunft weiter wachsen. Daher brauchen wir einen Plan, wie das für alle gedeihlich geschehen kann.

Österreich hat einen Plan

Umsetzungsplan Elektro-

Bis 2025 soll Österreichs Verkehrssystem umweltfreundlicher, sozialer, sicherer und effizienter werden – dabei spielen Öffis und Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsmittel die entscheidende Rolle. Ein effizientes Verkehrssystem bildet die Basis unserer Wirtschaft. Also beeinflusst die Art, wie wir unsere Mobilität künftig gestalten, auch den wirtschaftlichen Fortschritt und den gesellschaftlichen Wohlstand in unserem Land. Damit sich beides positiv entwickelt, brauchen wir eine zeitgemäße Infrastruktur und ein Verkehrssystem, das auch den kommenden Generationen entspricht. Die Basis dafür ist gelegt: Österreich verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur im hochrangigen Straßen- und Schienennetz. Auch wird ein erheblicher Teil des Güterverkehrs bereits jetzt auf der

Elektromobilität soll in Österreich im Verkehrs- und Energiesystem gestärkt werden. Dazu dient ein von mehreren Ministerien entwickelter Umsetzungsplan. Er soll Maßnahmen enthalten, die kurzfristig umgesetzt werden können und auf breiten Zuspruch stoßen. Elektromobilität soll im Alltag rascher erfahrbar sein. Die Wirtschaft soll die mit der Elektromobilität verbundenen Chancen für Österreich besser nutzen können. Und ein intelligentes Anreizsystem soll Bewusstsein für neue Mobilitätslösungen schaffen.

für die Mobilitätszukunft

Neuer Plan für die Schiene: das Zielnetz 2025+

Das österreichische Schienennetz umfasst rund 5.900 Kilometer, 3.500 davon sind hochrangige Strecken. Für die Weiterentwicklung der Bahninfrastruktur in Österreich haben ÖBB und bmvit gemeinsam mit externen VerkehrsplanerInnen das Zielnetz 2025+ erarbeitet. Damit soll die Marktposition der Schiene in Österreich durch mehr Streckenkapazität und kürzere Fahrzeiten verstärkt werden.

mobilität in Österreich

Luftfahrt zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts

Österreichs Luftfahrt soll dank seiner geostrategischen Lage international immer mehr an Bedeutung gewinnen. Dazu ist Infrastrukturpolitik wichtig. Ihre strategische Ausrich-

tung ist in der „Road Map Luftfahrt 2020“ beschrieben. Es geht darin um den Ausbau der entsprechenden Infrastruktur. Dies stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich und ermöglicht eine wettbewerbsfähige Entwicklung der heimischen Luftfahrt im Rahmen einer gesamteuropäischen Verkehrspolitik. Außerdem fördert das bmvit im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms TAKE OFF die österreichische Luftfahrtforschung. Sie soll Lösungen erarbeiten, um künftigen infrastrukturellen und umweltrelevanten Anforderungen zu entsprechen.

Innovative Unternehmen

sichern Arbeitsplätze

Mobilität bringt neben neuen Herausforderungen auch einen wachsenden Markt. Das haben österreichische Unternehmen erkannt. Sie entwickeln innovative Produkte und Services und finden neue, marktfähige Lösungen für den Verkehr der Zukunft. Solche Firmen, die bemerkenswerte Innovationen auf den Markt bringen, leisten einen bedeutenden Beitrag dazu, die Beschäftigung in Österreich zu sichern und den Wirtschaftsstandort zu stärken. Beispiele hierfür sind die Förderprogramme „Headquarter“ und „Frontrunner“. Im ersten Fall werden international agierende Unternehmen gefördert, die Forschungs- und Entwicklungsbereiche mit eigenständiger Verantwortung in Österreich neu aufbauen oder erweitern. Als „Frontrunner“ gelten Unternehmen, die in ihren Nischen Technologie-, Innovations- oder Kompetenzführer sind.


Staatspreis Mobilität

9 Klare Ausbaupläne schaffen verlässliche Informationen, über welche Infrastruktur Österreich künftig verfügen wird

Foto: Karin Wasner

SPECIAL


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staatspreis mobilität

Der Sieger 2013.

Der Sieger in der Kategorie „Beschäftigung sichern. Wirtschaft stärken.“ ist

Siemens Österreich mit dem Metrokonzept Inspiro

Inspiro von Siemens Österreich

Unter Projektleiter Walter Struckl wurde an den Standorten Wien und Graz Inspiro entwickelt: ein modulares ­Metrokonzept für den Einsatz in Städten weltweit

eit 1994 liefert Siemens Metrozüge in die Städte der Welt. Für den europäischen Markt (ausgehend von Warschau) wurde eine neue, modulare Metroplattform namens Inspiro entwickelt. Bei diesem Fahrzeugkonzept liegt der Fokus vor allem auf Energieeffizienz und Fahrgastkomfort. „Durch ein neuartiges Innenraumkonzept können die Züge flexibel an die unterschiedlichsten Kundenanforderungen angepasst werden“, erklärt Projektleiter Walter Struckl. „Vom Anteil motorisierter Wagen in einer Garnitur über Länge und Breite des Zuges bis hin zur idealen Sitzanordnung erlaubt das modulare System eine variable und individuell

Arnulf Wolfram, Leiter des Sektors ­Infrastructure & Cities bei Siemens Österreich, und Projektleiter Walter Struckl mit dem Staatspreis für ­Mobilität

optimale Zusammensetzung aller Bestandteile.“ Öffentlicher Personenverkehr in einer Stadt ist wesentlich für eine sozial verträgliche, für alle leistbare Mobilität. Bei Inspiro wurde also besonders darauf geachtet, den Bedürfnissen möglichst aller Fahrgäste (älteren Menschen, Kindern, verschiedenen Nationalitäten) zu entsprechen. Ziel der neuen Plattformen ist, die Reise in der Metro für alle möglichst attraktiv zu gestalten, um noch mehr Personen für den öffentlichen Verkehr zu gewinnen. Das gesamte EntwicklungsKnow-how für Inspiro wurde auf das Stammhaus Wien konzentriert.

Das gesamte Ent- wicklungs-Know-how für Inspiro wurde auf das Stammhaus Wien konzentriert Damit entstanden neue, hoch spezialisierte Arbeitsplätze, denn die Plattform wird hauptsächlich im Werk Wien, die Fahrwerke werden im Siemens Werk Graz gefertigt. So konnten allein im Geschäftsfeld Urban Transport von Siemens Österreich an die 1.200 Arbeitsplätze gesichert werden.

Fotos: Katrin Bruder, Siemens AG

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SPECIAL

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staatspreis mobilität

Die Nominierten.

Geschäftsführer Peter Wanek-Pusset von Innofreight. Sein Unternehmen hat das Logistikprojekt „FreightJET“ entwickelt

Projektleiter Wolfgang Wukisiewitsch stellt den Antriebsstrang „Rotax Low Fuel Drive“ von BRP-Powertrain vor

Innofreight und BRP-Powertrain

Manuela Mayer leitet das Projekt FreightJET von Innofreight. Projektleiter Wolfgang Wukisiewitsch von BRP-Powertrain ist für den innovativen Antriebsstrang Rotax Low Fuel Drive verantwortlich

Fotos: Katrin Bruder. Innofreight Speditions GmbH, BRP 2013

Innofreight.

„Innofreight ist stolz darauf“, sagt Manuela Mayer, „dass in seinem mittlerweile 10-jährigen Bestehen kein einziger Arbeitsunfall mit Personenschaden vorkam.“ Mittlerweile wurde ein neues, innovatives Logistiksystem namens FreightJET gemeinsam mit den ÖBB entwickelt. Es besteht aus einem leisen, sehr leichten, universellen Container-Tragwagen mit Aufbauten, die der jeweiligen Fracht angepasst sind. Mit dieser Technik ist es möglich, die Zugladung pro Güterzug um etwa 15 Prozent zu steigern. Das spart jede achte Fahrt ein – ein Beitrag zur CO2-Reduktion. Außerdem erhöht

dies die Kapazität von bestehenden Eisenbahnstrecken. Ein leistungsfähiges und umweltfreundliches Transportsystem wie das FreightJET-System unterstützt Unternehmen, aber auch die ÖBB bei deren Kostenoptimierung im internationalen Wettbewerb. Mit der Umsetzung des FreightJET-Projekts erhöht sich die Flexibilität in der Logistik, was ÖBB wie Firmen einen Wettbewerbsvorteil bringt. Innofreight ist mittlerweile auch ins Waggongeschäft eingestiegen und wächst. Damit schafft die Firma für den Standort Österreich wichtige neue Arbeitsplätze.

BRP-Powertrain.

„Der Antrieb eines Fahrzeugs ist ein System aus Verbrennungsmotor, Getriebe und Steuerungssystem“, erklärt Wolfgang Wukisiewitsch. Er zeichnet bei BRP-Powertrain für die Entwicklung eines innovativen Antriebsstrangs verantwortlich und sagt über das neue Aggregat: „Bei unserem Rotax Low Fuel Drive wurden jeder Teil und das Gesamtsystem optimiert. Das Ergebnis ist ein völlig neuer Antriebsstrang mit höherer Funktionalität, längeren Serviceintervallen und einer Reduktion von Verbrauch und CO2-Emissionen um 18 Prozent gegenüber dem aktuellen Stand der Technik.“

2013 geht das Aggregat in Serienfertigung. Damit ist ein mehrjähriges Entwicklungsprojekt, gefördert im FGG Basisprogramm, unter Einbindung von drei Diplomarbeiten der Johannes Kepler Universität (JKU), der TU Graz und der FH Wels erfolgreich abgeschlossen. Rotax Motoren müssen im weltweiten Wettbewerb, etwa gegen Marken wie Honda, Yamaha oder Harley Davidson, bestehen. Mit dem 1403 SE6 Antrieb steht eine Technologie zur Verfügung, die die Innovationsvorreiterrolle von BRP stärkt. Durch die Entwicklung und die nun folgende Produktion in Österreich werden hochwertige Arbeitsplätze gesichert.


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Staatspreis Mobilität

Planen. Bauen. Betreiben.

Infrastruktur braucht Planung – und die sollte ­künftige Entwicklungen möglichst einbeziehen können. Im ­Verkehrssystem der Zukunft liegt ein Schwerpunkt auf umweltfreundlichen Öffis. Außerdem wird das ­gesamte System „intelligenter“ werden ­

I

n dieser Kategorie geht es vor allem um intelligente Verkehrssysteme der Zukunft und innovative Planungsinstrumente.

Planen im Hinblick auf Haltestellen von Öffis

Eine gute Anbindung ist die Voraussetzung, damit öffentliche Verkehrsmittel auch wirklich genutzt werden. Das bedeutet, so zu planen, dass die Wege zu den Haltestellen möglichst kurz ausfallen. Außerdem muss dort eine Anbindung an andere Verkehrsmittel gewährleistet sein. Dafür sollten Länder und Gemeinden durch entsprechende Empfehlungen für die Raumplanung sorgen. Außerdem erarbeiten bmvit und Länder einen verkehrsmittelübergreifenden Taktfahrplan, der lästiges Warten erspart. In dünn besiedelten Gebieten könnten Rufbusse oder Anrufsammeltaxis zum Einsatz kommen.

Gemeinsamer Aktionsplan für intelligenten Verkehr

Österreich nimmt in der Entwicklung und im Einsatz intelligenter Verkehrssysteme (IVS) eine führende Rolle ein. Grundlage der Weiterentwicklung von IVS ist der IVS-Aktionsplan. Es hat sich gezeigt, dass einzelne technologische Lösungen allein nicht zum gewünschten Erfolg führen. IVS wird nur dann

akzeptiert, wenn nutzerfreundliche Dienste mit qualitativ hochwertigen Inhalten verknüpft werden. Daraus ergeben sich die wichtigsten Ziele des Aktionsplans: hochwertige IVS-Dienste, um den Nutzen des Einzelnen im Verkehr zu steigern, Maßnahmen gegen Klimawandel sowie für die Schonung natürlicher Ressourcen.

Die umfassende Verkehrs- auskunft für Österreich

Damit nicht nur der Verkehr, sondern auch unser Verhalten darin intelligenter wird, soll eine gemeinsame, einfach zu nutzende und auf Echtzeit-Daten basierende Verkehrsauskunft für ganz Österreich geschaffen werden. Sie deckt das gesamte Verkehrsgeschehen ab, also auch Radfahren, Zufußgehen, Öffis, Autos sowie Park-and-rideAnlagen. Das Ziel: Wege intelligent zu verknüpfen, das heißt, das jeweils effizienteste Verkehrsmittel zu erkennen und zu nutzen. Österreich mit seinen urbanen wie ländlichen Gebieten braucht dazu multimodale Lösungen.

Die intelligente Wasserstraße auf der Donau

Auch die Wasserstraße braucht Innovationen. Die Bundesgesellschaft „via donau“ ist beim Aufbau eines Systems für „River Information ­Services“ europaweit spitze.


Staatspreis Mobilit채t

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Die intelligente Verkn체pfung und Nutzung von Verkehrsmitteln: das Rezept f체r die Zukunft

Foto: Karin Wasner

SPECIAL


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staatspreis mobilität

Der Sieger 2013.

Der Sieger in der Kategorie „Planen. Bauen. Betreiben.“ sind die

Wiener Linien mit ihrem Nullemissionsbus für die Wiener Innenstadt

Der Nullemissionsbus der Wiener Linien

D

ie Gassen des Weltkulturerbes Wiener Innenstadt sind eng, außerdem sind dort viele Wienerinnen und Wiener bzw. Touristen zu Fuß unterwegs. Also sollte ein Bus dort möglichst keinen Lärm machen und möglichst abgasarm fahren. „Dafür entwickelten die Wiener Linien in Zusammenarbeit mit der Siemens AG und dem italienischen Elektrobus-Experten Rampini einen emissionsfreien, batteriebetriebenen Elektrobus“, sagt Peter Wiesinger, Referatsleiter für Kraftfahrzeuge bei den Wiener Linien. „Der Midibus ist für den Verkehr in historischen Altstädten prädestiniert und kann mit nur einer

Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien und Projektleiter Peter Wiesinger bei der Verleihung des Staatspreises

­ atterie eine tägliche Fahrstrecke B von 150 Kilometern zurücklegen.“ Der energiesparende Bus muss auch beim Einsatz der Heizung

und der Klimaanlage emissionslos bleiben. Er muss durchs Heldentor passen. Und er soll mindesten 10 Jahre lang halten. Ein Bus aber, bei dem auch die Heizung elektrisch betrieben wird, das Ladegerät im Fahrzeug verbaut ist und zwischen Schnell- und Langsamladung über Oberleitung bzw. über Steckdose gewählt werden kann, ist in Europa absolut einzigartig. Und der fährt jetzt in Wien. Außerdem bedeutet die Ablöse von Bussen mit Verbrennungsmotoren durch batteriebetriebene Elektrobusse auf den Linien 2A und 3A in der Wiener Innenstadt eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 300 Tonnen jährlich.

Foto: Katrin Bruder, Wiener Linien

Peter Wiesinger, Referatsleiter für Kraftfahrzeuge, sorgte dafür, dass die Wiener Linien einen neuen Nullemissionsbus für die Wiener Innenstadt in Dienst stellen konnten


SPECIAL

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staatspreis mobilität

Die Nominierten.

Rainer Kienreich, Geschäftsführer der ASFINAG. Sein Unternehmen entwickelte einen neuartigen Scanner für überhitzte Lkw und Reisebusse

Franz Kaiser von Siemens Österreich und Arnulf Wolfram, Leiter des Sektors Infrastructure & Cities, mit der Urkunde für ihr Zugsicherungssystem

ASFINAG und Siemens Österreich

Rainer Kienreich, Geschäftsführer der ASFINAG, ist stolz auf einen Thermoscanner seines Unternehmens. Franz Kaiser von Siemens Österreich hat mit seinem Team ein neues Zugsicherungssystem entwickelt

Fotos: Katrin Bruder, Siemns, ASFINAG

ASFINAG. „Im Vorjahr nahm

die ASFINAG den neuen, mit Sick Österreich entwickelten Thermoscanner vor dem Karawankentunnel in Probebetrieb“, sagt ASFINAGGeschäftsführer Rainer Kienreich. „Nun werden alle Schwerfahrzeuge über 7,5 Tonnen automatisch durch das Thermoportal geleitet. Sieben Kameras, darunter zwei Infrarotkameras, erfassen in weniger als sechs Sekunden, ob ein Fahrzeug überhitzt ist.“ Wenn Motor, Bremsen oder Räder zu heiß sind, schließt sich ein Schranken und das Fahrzeug kann den Tunnel nicht passieren. Mehr als 300 Lkw wurden bisher gestoppt. Europaweit gibt es bereits Pilotprojekte zum Auffinden überhitzter

Fahrzeuge. Gegenüber den ersten Pilotprojekten ist der ASFINAGThermoscanner mit neuartiger Sensortechnologie ausgestattet und um rund 60 Prozent kostengünstiger. Ältere Anlagen erzeugen Stopand-go-Verkehr, der neue Scanner lässt die Fahrzeuge bei rund 80 km/h durch. Die aktuelle Bilanz etwa am Karawanken-Tunnel: Mehr als 300 überhitzte Lkw oder Busse wurden rechtzeitig an der Fahrt durch den einröhrigen Tunnel gehindert. Das entspricht in etwa 1,5 Prozent aller Schwerfahrzeuge. Die Installation am Arlbergstraßentunnel ist bereits abgeschlossen, weitere Einsätze sind in Planung.

Siemens Österreich.

„Mit Trainguard STC hat Siemens ein Zugsicherungssystem entwickelt, bei dem auf teure Infrastruktur wie Lichtsignale oder Gleisfreimeldesysteme verzichtet werden kann“, sagt der Leiter des Projekts Franz Kaiser. Trainguard STC (Satellite based Train Control) wurde gemeinsam mit der Fakultät für Technik und Umweltwissenschaften der Fachhochschule Oberösterreich entwickelt. Es ist ein GPS-gestütztes Zugsicherungssystem, das durch seine Eigenortung der Züge und die Datenkommunikation zwischen Zügen und der Zentrale für erhöhte Sicherheit und eine effiziente Bedienung

sorgt. Die Pinzgauer Lokalbahnen setzen das System seit 2012 erfolgreich ein. Trainguard STC gibt Bahnbetreibern wie den Pinzgauer Lokalbahnen die Möglichkeit, die hohen Anforderungen an einen modernen Betrieb mit günstiger, für Regionalund Nebenbahnen maßgeschneiderter Funktionalität zu erfüllen. Der Einsatz moderner Technologien reduziert die Investitionen massiv. So könnte das System Trainguard STC vor allem auch Bahnstrecken, die vor dem Aus stehen, wieder wirtschaftlich machen, indem es die Anforderungen an Sicherheit und Effizienz kostengünstig erfüllt.


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staatspreis Mobilität

Bewusstsein schaffen. Ausbilden. Wir brauchen einen Schlüssel für eine Änderung unseres Mobilitätsverhaltens. Er liegt in unserem Kopf: Durch gezielte Maßnahmen soll eine neue Einstellung zur Verkehrssicherheit entstehen

B

ei der Verkehrssicherheit sind jene Staaten besonders erfolgreich, in denen das Verkehrssystem als intermodales Gesamtsystem behandelt wird. Sie entwickeln die Verkehrssicherheit als Teil eines integrierten Gesamtverkehrskonzepts. Das bedeutet für Österreich: Welche Maßnahmen können Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu bringen, sich auch im Verkehr nachhaltig zu verhalten? Was macht die neue Mobilität sicherer?

Erziehung zu nachhaltiger und sicherer Mobilität

Verkehrserziehung und Bildung für nachhaltiges und sicheres Verkehrsverhalten sind die Basis für weniger Unfälle. Das erfordert Nachwuchsförderung und Bewusstseinsbildung. In Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollte das Interesse an Mobilität und Sicherheit durch gezielte Förderung möglichst früh geweckt werden. Dazu dienen bewusstseinsbildende Maßnahmen wie„Helmi“ oder die Sicherheitskampagne „Kinder sehen die Welt anders“.

Halbierung der Zahl an

Verkehrstoten in Österreich Bis 2020 soll eine weitere Halbierung der Zahl der Verkehrstoten auf unter 300 pro Jahr erreicht werden. Und das sind noch immer zu viele. Langfristig geht es darum, die Zahl der Verkehrstoten deutlich

zu verringern. Auch die Zahl der im Straßenverkehr schwer verletzten Personen soll bis 2020 um 40 Prozent auf rund 29.000 sinken. Und die Unfallzahlen mit Personenschaden sollen um 20 Prozent pro Jahr auf 30.000 reduziert werden. Zentrale Strategie für die österreichische Verkehrssicherheitsarbeit ist das Verkehrssicherheitsprogramm für Jahre bis 2020. Es verfolgt das Hauptziel, menschliches Leid zu verringern und die Unfallkosten deutlich zu verringern.

Ausbildung und

Nachwuchsförderung Wir brauchen mehr junge Menschen in Forschung und Technik. In den technischen Berufen finden sich die Jobs der Zukunft. Unternehmen, die in Forschung, Technologie und Innovation investieren, sind besonders erfolgreich und bieten gut ausgebildeten jungen Menschen spannende Arbeitsplätze Damit die jungen Menschen diese möglichst bald kennenlernen können setzt das bmvit eine Reihe von Maßnahmen. „Nachwuchs gewinnen“, „ForscherInnen fördern“ und „Gleiche Chancen“ heißen die Teile eines neuen Ausbildungspakets des ­bmvit. Kinder und Jugendliche sollen damit für die Forschung begeistert werden. Wer sich für eine Karriere in der Forschung entscheidet, soll Förderungen erhalten. Dabeit geht es auch um Chancengleichheit zwischen

den Geschlechtern. Frauen sollen in der Forschung die gleichen Karrierechancen vorfinden wie Männer. Unter dem Titel „Talente“ setzt das bmvit einen Förderschwerpunkt, bei dem u. a. SchülerInnen vierwöchige Praktika in den Bereichen Technik und Naturwissenschaft absolvieren können Diese Praktika für SchülerInnen und Studierende dienen dazu, Forschung und Innovation persönlich erfahren zu können. SchülerInnen ab 15 eröffnet das bmvit die Möglichkeit, in den ­Ferien in den Forschungs- und Innovationsabteilungen von Österreichs ­Topunternehmen mitzuarbeiten. 300 von den 1.500 Praktika bieten einen Blick in die Mobilität der Zukunft. (Infos und Anmeldung unter www.ffg.at/praktika). Studierenden stehen schon während der Studienzeit Forschungspraktika zur Verfügung. Das bmvit finanziert sie für die Dauer von ein bis sechs Monaten. Ein Praktikum kann für die weitere Karriere eine entscheidende Erfahrung sein. (Infos: www.ffg.at/ femtech-praktika). Bei den ÖBB erhalten NachwuchstechnikerInnen eine fundierte technische Lehrausbildung. Sie wird vom bmvit finanziert. Das nutzt den Jugendlichen, die eine fachlich hervorragende Ausbildung erhalten, und den österreichischen Unternehmen, die neue Fachkräfte bekommen. (Infos: www.oebb.at/bb).


staatspreis Mobilität

17 Stärkeres Mobilitäts- bewusstsein bedeutet auch mehr Sicherheit im Verkehr für die BürgerInnen

Foto: Karin Wasner

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staatspreis mobilität

Der Sieger 2013.

Der Sieger in der Kategorie „Bewusstsein schaffen. Ausbilden.“ ist

BIKEline mit dem Projekt „Gemeinsam mit dem Rad zur Schule“

BIKEline schützt Kinder am Schulweg

O

bwohl sich längst herumgesprochen hat, dass das Fahrrad das attraktivere Fortbewegungsmittel für SchülerInnen ist, werden sie vielerorts noch immer von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht. Denn viele Eltern fürchten die Schulwege, die von Autos dominiert werden. Um dies zu ändern, setzt sich BIKEline zum Ziel, diese gefährliche Dominanz zu brechen. „Gemeinsames Warten und Abfahren der SchülerInnen bewirkt, dass größere Radgruppen unterwegs sind, die den übrigen Verkehrsteilnehmern so die Geschwindigkeit diktieren und somit den Schulweg automatisch sicherer machen“,

BIKEline konnte ein Streckennetz mit 34 Schulen in 7 Bundes- ländern aufbauen

Freut sich über den Staatspreis für sein Projekt BIKEline: Projektleiter Dietmar Scheiblhofer e­ rklärt Dietmar Scheiblhofer, Projektleiter von BIKEline, die Idee. Ausgehend von einer lokalen ­Initiative an der Ökologiehaupt-

schule in Kaindorf konnte BIKEline ein Streckennetz mit 34 Schulen in sieben Bundesländern aufbauen. Eigens installierte Haltestellen an wichtigen Knotenpunkten rund um die Partnerschulen dienen den Schülern als Treffpunkt. Von dort radeln sie zu festgelegten Zeiten gemeinsam und auf ausgewählten Routen in die Schule. Elektronische Sticker am Helm analysieren das Fahrverhalten. Für die RadlerInnen gibt es regelmäßige Preise. Auch die sorgen für Motivation und Begeisterung. Ein weiteres Ziel der Aktion ist, in Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein für eine umweltfreundliche und sichere Fortbewegung zu wecken.

Fotos: Katrin Bruder, BIKEline

Unter Projektleiter Dietmar Scheiblhofer hat BIKEline das Motto „Gemeinsam mit dem Rad zur Schule“ in praktischen Projekten durchgesetzt


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staatspreis mobilität

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Die Nominierten.

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Hannes Koller und Silvia Klettner vom AIT. Das AIT entwickelte GeSMo, ein Analysemodell für genderspezifisches Mobilitätsverhalten

Projektleiter Günter Hell und Alfred Loidolt, Geschäftsführer von ÖBB bieten eine neue Lehrlingsausbildung an

Shared Service,

AIT – Austrian Institute of Technology und ÖBB

Alexandra Millonig vom AIT zeigt mit dem Analyseinstrument GeSMo Mobilitätsverhalten von AlleinerzieherInnen und SeniorInnen auf. Günter Hell, Leiter Lehrlingswesen bei den ÖBB, stellt eine neue Berufsschule vor

Fotos: Katrin Bruder, AIT Austrian Institute of Technology, ÖBB/Rabl

AIT. Die Auswahl des geeigneten

Verkehrsmittels basiert zumeist auf Gewohnheit, Zwängen oder Informationsmangel. Vorhandene Möglichkeiten werden nicht genutzt und nachhaltige Alternativen ignoriert. Vor diesem Hintergrund wurde GeSMo erstellt. Es bewertet die Mobilitätsqualität gewisser Standorte, ihre Erreichbarkeit und die Bedürfnisse spezieller Gender-Zielgruppen, etwa Alleinerziehender oder älterer Menschen. „Damit liefert das Modell genderorientierter Standortbewertung der Mobilitätsqualität, kurz GeSMo, eine Grundlage für Standort- oder Verkehrsmittelauswahl unterschiedlicher Gruppen. Es bietet eine Basis

zur Gebietsanalyse für Planungsstellen und Politik“, erklärt die Projektleiterin Alexandra Millonig. Das Ziel des Projektes: nachhaltige Mobilitätsformen ins Bewusstsein rücken. Dies soll langfristig zu einem Umdenken führen. Beispielsweise, dass Frauen mit Pkw vermehrt nachhaltige Verkehrsformen wählen. Sie haben nämlich eine Vorbildwirkung für nachfolgende Generationen. Die sich drastisch verringernde Mobilität von älteren Frauen ist erwiesen. Mit dem aus GeSMo resultierenden Bewertungsmodell können Planungsmittel entwickelt werden, die dagegenwirken und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verbessern.

ÖBB. Mit dem Modullehrberuf

Elektrotechnik wurde die Lehrlingsausbildung der ÖBB neu gestaltet. „Die strukturierte Gliederung einer praxisorientierten Ausbildung und die Möglichkeit zur technikund eisenbahnorientierten Spezialisierung während der Ausbildung sollen hoch qualifizierte Fachkräfte hervorbringen“, sagt der Leiter Lehrlingswesen bei den ÖBB ­Günter Hell. „So werden die jungen Menschen auf technische Anforderungen und aktuelle Entwicklungen am Eisenbahnsektor vorbereitet.“ Der Titel des Projekts lautet: „Rail Jobs For Future Mobility – ein Programm für Technologie

und Handwerk, Wissen und Bildung.“ Bei diesem Projekt handelt es sich um eine neue Berufsschule mit ­Öffentlichkeitsrecht. Im kommenden Jahr bringt sie ihren ersten ­AbsolventInnenjahrgang hervor. Diese Schule gibt vielen jungen Menschen in Österreich die Chance auf eine fachliche Ausbildung in einem großen heimischen Unternehmen. Nach Abschluss der Lehre hat man Aussicht auf eine Karriere als hoch qualifizierte Fachkraft. Die ÖBB finanzieren das Projekt und leisten damit einen Beitrag zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit in Österreich. Sie stellen dem Arbeitsmarkt auch junge FacharbeiterInnen zur Verfügung .


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Mobilität

Förderprogramme für Mobilitätsprojekte Das bmvit fördert mobilitätsrelevante Forschung im Rahmen des neuen Programms Mobilität der Zukunft. Im Fokus steht die Sicherung der Mobilität bei gleichzeitiger Minimierung negativer Auswirkungen des Verkehrs

deen zur Mobilität sind drigend gefragt. Daher fördert das ­bmvit Mobilitätsforschung im neuen Programm „Mobilität der Zukunft“. Es geht um die Sicherung der Mobilität für uns alle – und dabei auch um die Verringerung der negativen Wirkungen des Verkehrs.

„Mobilität der Zukunft“

Das Programm unterstützt Forschungsprojekte, die wesentliche Beiträge für mobilitätsrelevante gesellschaftliche Herausforderungen erwarten lassen. Im Lichte der künftigen gesellschaftlichen Herausforderung und auf Basis der Erfahrungen aus früheren Initiativen fördert „Mobilität der Zukunft“ vor allem folgende Projekte:

• Ganzheitliche Konzepte zur Mobilität.

Diese ganzheitlichen Lösungsansätze sollen weit über die herkömmliche Vorstellung von Mobilität (Verkehr) hinausgehen und auch damit zusammenhängende Bewusstseins- und Entscheidungsprozesse behandeln.

• Nutzerorientierung und umfassende Innovation:

Die Nutzer sollen den Ausgangspunkt für alle Lösungsansätze bilden. Technologische Lösungen

stellen dabei nur einen möglichen Lösungspfad dar. Gefragt sind auch soziale und organisatorische Innovationen im Mobilitätsbereich und multi- oder interdisziplinäre Forschungskooperationen.

• Themenfelder des Programms Mobilität der Zukunft:

Das Programm fördert vier komplementäre Themenfelder. In den Themenfeldern Personenmobilität und Gütermobilität steht die „In-Wert-Setzung“ im Vordergrund, also die gesellschaftliche Anwendung von Technologien und Innovationen im organisatorischen und sozialen Bereich. Die beiden Themenfelder Verkehrsinfrastruktur und Fahrzeugtechnologie fördern spezifische Technologien. Im Oktober werden die Themenfelder Fahrzeugtechnologie, Gütermobilität und Verkehrsinfrastruktur ausgeschrieben werden.

Nähere Infos Nähere Informationen zum Förderprogramm „Mobilität der Zukunft“: www.bmvit.gv.at/mobilitaet/index. html Link zum Projektportal: www2.ffg.at/verkehr www.ffg.at/mobilitaetderzukunft

Weitere Förderprogramme Klima- und Energiefonds Jahresprogramm Das Jahresprogramm 2013 des ­Klimaund Energiefonds legt den Fokus vor allem auf den Ausbau des Themas ­(Elektro-)Mobilität. Weitere Schwerpunkte setzt das Programm durch die Förderung von Projekten in sogenannten „Modellregionen“ sowie von energiewirtschaftlichen Systemanalysen und der Transformationsforschung. Die Programmlinie Verkehr enthält beispielsweise Förderprogramme für den Bereich „Elektromobilität in Österreich“ – mit dem Fokus auf „Leuchtturm“- und Demonstrationsprojekten – sowie für den Bereich „urbane Mobilität“. Weiters richtet sich das Interesse auf Umsetzungsmaßnahmen: und zwar solchen aus dem IVS-Aktionsplan ebenso wie für den Güterverkehr in Ballungszentren. Einen dritten Schwerpunkt bilden die Themen Multimodalität und Nachhaltigkeit. Da geht es vor allem um Lösungen für kleine Systeme von öffentlichem Verkehr, für sogenannte „Anschlussbahnen“ und Terminals, also Bahnhöfe. Nähere Informationen: www.klimafonds.gv.at/assets/Uploads/Jahresprogramme/jahresprogramm2013.korr.pdf ERA – NET TRANSPORT III Eine Kooperationsplattform im Bereich Mobilität. Kernaufgabe: initiieren, unterstützen und begleiten von transnationalen Forschungskooperationen. Geplant sind der Aufbau dauerhafter Strukturen und die Umsetzung in Richtung einer europäischen Informations- und Kommunikationsplattform für multilaterale Mobilitätsforschung. Call 2013: ENT III – Future Travelling Verfügbarkeit bis 4. 11. 2013 Infos: http://transport-era.net

TAKE OFF – Forschungsprogramm für die Luftfahrttechnologie Das Programm zur Stärkung der österreichischen Luftfahrttechnologie „TAKE OFF“ zielt auf eine Kompetenzerhöhung – und zwar der österreichischen Unternehmen ebenso wie der heimischen Forschungseinrichtungen. Denn dieser Sektor ist für den Wirtschaftsstandort ­Österreich auch in Zukunft wichtig. Darüber hinaus unterstützt TAKE OFF den Aufbau strategischer europäischer und internationaler Partnerschaften. Auch wird die Erschließung neuer Märkte gefördert. Damit sollen langfristig die Umsätze des österreichischen Luftfahrtsektors erhöht werden. Wenn es gelingt, die Hightech-Produktion in Österreich zu sichern, bedeutet dies auch die Sicherung von hoch qualifizierten Arbeitsplätzen im Land. Nähere Informationen unter: www.ffg.at Internationales Förderprogramm: Horizon 2020 Das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“ soll von 2014 bis 2020 laufen. Es ist eines der zentralen Instrumente zur Sicherung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit. Bis Mitte 2011 lukrierte Österreich aus dem vorigen Rahmenprogramm Rückflüsse in der Höhe von 550 Millionen Euro. Bei manchen EU-Initiativen, wie zum Beispiel „Stadt der Zukunft“, hat das bmvit die EU-weite Koordination übernommen. Die Beteiligung der Wirtschaft an den EU-Rahmenprogrammen ist deutlich gesunken. Daher will das bmvit, dass die Regeln für die Beteiligung nachhaltig vereinfacht werden.

Fotos: Karin Wasner

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SPECIAL

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Mobilität

Österreichs Mobilitätsplattformen

Diese Plattformen versammeln nationale Akteure und Initiativen zur Umsetzung nachhaltiger Mobilität. Hier finden sich Informationen und Veranstaltungen zu Themen rund um Verkehr, Transport und Logistik

er sich für Themen rund um Mobilität in Österreich interessiert, findet im Internet eine Reihe von Plattformen dazu. Darunter auch die Plattform ITS Austria. Sie verfolgt das Ziel einer nachhaltigen Gestaltung des österreichischen Mobilitätssystems.

Die Plattform ITS Austria

Die von AustriaTech betreute Plattform ITS Austria steht im Zentrum des Netzwerks aller österreichischen Akteure in den Bereichen Verkehr, Transport und Logistik. Die Plattform vermittelt die österreichischen Kompetenzen bei ­Intelligenten Verkehrssystemen (IVS) auf internationaler Ebene. Außerdem soll die ITS Austria Plattform Abstimmungs-, Koordinations- und Monitoringprozesse bei vorhandenen und neuen Instrumenten wie der europäischen IVS-

Direktive oder dem nationalen IVSGesetz ermöglichen.

Die Ziele der Plattform ITS: • Know-how-Transfer zum Aufbau von IVS-Kompetenzen • Stärkung und Erweiterung des nationalen IVS-Netzwerks • Unterstützung bei der Schaffung von Rahmenbedingungen zur harmonisierten Umsetzung • Schaffung erhöhter Aufmerksamkeit für den Nutzen von IVS bei Politik, Industrie und Öffentlichkeit Weitere Infos unter: www.its-austria.info

Die Österreichische Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft Die Österreichische Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft (ÖVG) ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis auf dem Gebiet des Verkehrs zu fördern.

Die Plattform ITS Austria beschäftigt sich mit der Vorberei- tung von abgestimm- ten Maßnahmen und internationaler ­Vernetzung

Die Ziele der ÖVG: • Bildung eines verkehrsmittelübergreifenden Forums für wissenschaftlich und gesellschaftlich bedeutsame Verkehrsprobleme • Information über Forschungsergebnisse und innovative Produkte • Berichterstattung über neue Entwicklungen und Fragestellungen, die in den verschiedenen verkehrs-

wissenschaftlichen Disziplinen oder im Bereich der Verkehrspolitik und der Raumordnung diskutiert werden • Schaffung erhöhter Aufmerksamkeit für umweltfreundliche Entwicklungsmöglichkeiten zur Erfüllung von Verkehrsbedürfnissen • Information der Mitglieder über Trends und Erfordernisse im Hinblick auf eine zukunftsgerichtete Aus- und Weiterbildung im Bereich Transport/Verkehr/ Logistik Weitere Infos unter: www.oevg.at

Die Österreichische Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen

Die Österreichische Gesellschaft für Verkehrswesen (GSV) ist eine Plattform aller Verkehrsträger auf Straße, Schiene, Wasserstraße oder in der Luftfahrt. Sie setzt sich für die Sicherung und die Qualität ­einer nachhaltigen intermodalen Verkehrsinfrastruktur ein:

Die Ziele der GSV: • Sinnvoller Infrastrukturausbau und konsequente bauliche Erhaltung mit geeigneten Finanzierungsmaßnahmen • Weiterentwicklung von intelligenten Verkehrstechnologien • Bestmögliche Förderung und Vernetzung aller Verkehrsträger gemäß ihrer individuellen Stärken Weitere Infos unter: www.gsv.co.at

Der Austrian Traffic Telematics Cluster (ATTC)

Der Austrian Traffic Telematics Cluster wurde im Jahr 2003 auf Initiative der ASFINAG als Verein zur Förderung der Telematik gegründet. Im Interesse der österreichischen Volkswirtschaft hat sich der aus mittlerweile 26 namhaften Firmen

Fortsetzung Seite 24

Foto: Karin Wasner

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SPECIAL

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Foto: Karin Wasner

Das Handbuch „Öffentlicher Verkehr“ bringt eine Übersicht über das Angebot an Öffis in Österreich, über Strategien, Finanzierung sowie eine räumliche Analyse


Fortsetzung von Seite 23 aus Österreich, die in Forschung, Wirtschaft und Industrie tätig sind, bestehende Cluster zum Ziel gesetzt, sowohl an der Weiterentwicklung als auch an der praxisnahen Umsetzung neuer Technologien auf dem Gebiet der Telematiksysteme für das Verkehrswesen zu arbeiten. Weitere Infos unter: www.attc.at

Die Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr (FSV)

Die Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr (FSV) ist ein gemeinnütziger Verein. Seine Hauptaufgabe sieht er darin, Erkenntnisse aus dem gesamten Verkehrswesen im Zusammenwirken von Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung weiterzuent-

Mobilität

Mobilitätskonzepte mit Zukunft richten ihre Aufmerksamkeit auf wickeln, zu dokumentieren und zu kommunizieren. Weitere Infos unter: www.fsv.at

Der Rail Technology Cluster Austria (RTCA)

Der RTCA (Rail Technology Cluster Austria) ist eine Institution mit kooperativem Grundcharakter. Sie arbeitet an der stetigen Weiterentwicklung und Umsetzung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und neuen Technologien für das System Bahn. Weitere Infos unter: www.rtca.at

Die Austrian Mobile Power (AMP)

Die Organisation „Austrian Mobile

Impressum: Medieninhaber: Falter Zeitschriften Gesellschaft m.b.H.,1010 Wien, Marc-Aurel-Straße 9, T: 01/536 60-0, F: DW 935, E: wienzeit@falter.at, www.falter.at; Herstellung: Falter Verlags­gesellschaft m.b.H.; Redaktion: Fuchs & Partner; Texte: Dieter Hönig; Gestaltung: Reinhard Hackl; Druck: Passauer Neue Presse Druck GmbH, 94036 Passau

alle VerkehrsteilnehmerInnen gleichermaßen

Power“ (AMP) wurde gegründet, um den Einsatz von Elektromobilität voranzutreiben. Ihre Mitglieder arbeiten an innovativen Produkten und Services für Privatpersonen ebenso wie für Unternehmen. Austrian Mobile Power versteht sich als die Elektromobilitäts-Allianz Österreichs. Sie umfasst Repräsentanten führender Unternehmen aus den Bereichen Fahrzeugtechnologie, Infrastruktur, Energie und Anwendertechnologie sowie aus verschiedenen Interessensvertretungen. Das gemeinsame Ziel lautet: Herausforderungen wie das Zusammenführen von Energie- und Verkehrssystem zu meistern und attraktive Angebote als Alternative zu konventionellen Fahrzeugen zu schaffen. Damit sich in Zukunft ei-

ne effiziente und umweltfreundliche Mobilität durchsetzen kann. Weitere Infos unter: www.austrian-mobile-power.at

Webtipp Auf der Website ­smart-mobility.at finden sich Infos über die neuesten Entwicklungen, aktuelle Projekte und Veranstaltungen rund um Verkehr und Technologie. Weiters zu empfehlen ist mobilotse.at. Hier werden österreichische MobilitätsApps gesammelt. Man bekommt einen Überblick über Apps zum Thema Routing, Öffentlicher Verkehr, Radrouten, Umsteigemöglichkeiten oder Carsharing-Anbieter. Zusätzlich werden noch in Entwicklung befindliche Apps vorgestellt, die man kommentieren kann.

DVR: 047 69 86. Diese Beilage ist eine entgeltliche Einschaltung und erscheint in Zusammenarbeit mit der AustriaTech GmbH. Alle Rechte, auch die der Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, vorbehalten. Die Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz ist unter www.falter.at/offenlegung/falter ständig abrufbar

Foto: Karin Wasner

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