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FALTER Special 55

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SPECIAL

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Ve r l a g s b e i l a g e z u F a l t e r 2 8 / J u l i 2 0 1 2

Foto: Across the Universe / Sony

d  Kino am Dach d

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Kino am Dach 2012

d  Good Vibrations    Das höchste Kino der Stadt zeigt den Sommer lang Filme gegen die Krise d  Filmempfehlungen    Peter Sellers, The Beatles, Wes Anderson, Komödien aus Österreich d  Spielplan    Kino am Dach im Überblick: das komplette Programm von 6.7. bis 9.9.2012 d  Filmlexikon    Kino gegen die Krise von A bis Z – Kurzbeschreibungen aller gezeigten Filme


plakatdesign

Das neue Opernhaus

la donna del lago GiOachinO rOssini

10. / 12. / 14. / 17. / 19.8. – 19.30 Uhr Musikalische Leitung: Leo hussain | Inszenierung: christof Loy | Ausstattung: herbert Murauer | Licht: reinhard Traub | Choreographie: Thomas Wilhelm Malena ernman, Luciano Botelho, Gregory Kunde, Varduhi abrahamyan, Maurizio Muraro, Bénédicte Tauran, erik Årman | OrF radio-symphonieorchester Wien | arnold schoenberg chor | produktion des Grand Théâtre de Genève in Kooperation mit dem Theater an der Wien

hauptsponsor Theater an der Wien

Ein Unternehmen der Wien Holding

Tageskasse: Mo-Sa 10 -19 Uhr Linke Wienzeile 6 | 1060 Wien www.theater-wien.at


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Editorial THEATER

Hoch, höher, Kino am Dach

Good Vibrations: Das höchste Kino der Stadt zeigt den Sommer lang Filme gegen die Krise

H

euer geht das „Kino am Dach“ der Hauptbücherei Wien in seine neunte Saison. „Über den Dächern von Wien“ hieß seine erste Ausgabe, die bereits 2004, im Jahr nach der Eröffnung des spektakulären Bibliotheksbaus, über die Leinwand ging. Das „Kino am Dach“ ist seit seinem Beginn eine Kooperation der Büchereien Wien und der St. Balbach Art Produktion. Nur wenige neue Architekturen der letzten Jahre wurden von Kritik und Nutzern derart begeistert aufgenommen wie das vom Wiener Architekten Ernst Mayr entworfene „Bücherschiff“ am Gürtel, ein nach neuesten Standards eingerichtetes Medienhaus und zudem ein überaus vitaler urbaner Ort, der den Gürtel aufwertet. Dominiert wird das mächtige Gebäude von der Freitreppe, die vom Urban-Loritz-Platz aus über 98 Stufen auf das „Sonnendeck“ der Bücherei führen, wo schließlich das „Kino am Dach“ zu finden ist. Kritiker sahen darin Anklänge an die beeindruckende Treppe, der von Adalberto Libera geplanten Casa Malaparte auf Capri. Das New York Times Magazin bezeichnete jenes Gebäude schon einmal als „schönstes Haus der Welt“, und wer weiß: Vielleicht entdeckt die Times in der Wiener Hauptbücherei am Gürtel eines Tages die schönste Bibliothek der Welt – und mit dem „Kino am Dach“ auch das schönste Kino über den Dächern einer Stadt! Die St. Balbach Art Produktion hat mit dem VOLXkino – dem allerersten Open-Air-Kino der Stadt – eine lange Tradition in der Bespielung außerordentlicher Locations. Abgesehen von Parks, Plätzen, Bädern und Märkten wurden im Laufe der Jahre auch so spektakuläre Orte wie U-Bahn-Baustellen, die Ankunfts-

Das schönste Kino über den Dächern einer Stadt halle des Westbahnhofs oder eine Burgruine bespielt. Viele Jahre war das Dach der Hochgarage Stiftgasse in Kooperation mit Sixpackfilm der Austragungsort eines Avantgardeschwerpunkts, und auch das oberste Parkdeck der Garage am Westbahnhof diente schon als Schauplatz einmaliger Kinoabende.

Eine Community von New

York über London bis Wien Das „Kino am Dach“ ist zwar einzigartig in Wien, steht aber in einer Reihe mit „Dach-Kinos“ in der ganzen Welt. Das wohl berühmteste ist das „Rooftop Films“ in New York, das seit 1997 jährlich Dachflächen und Parks bespielt. Ursprünglich auf einem Dach in Manhattan beheimatet, wanderte das Rooftop bald nach Brooklyn aus, wo seither „underground outdoor movies“ gezeigt werden. Inzwischen reicht das RooftopFilms-Netzwerk von Houston, Texas über Melbourne, London und Frankfurt bis zum einzigen Wiener „Roof Top Cinema“, dem „Kino am Dach“ am Gürtel. So beispielsweise zeigt

Grafik: Eva Schwingenschlögl

in Cape Town das „Pink Flamingo Open Air Cinema“ am Dach eines Hotels aktuelle Filme und Klassiker inmitten des Airstream Rooftop Trailer Parks oder betreibt in London der „Rooftop Film Club“ auf dem Queen of Hoxton (Bar, Restaurant, Galerie) von Mai bis September sein spektakuläres Open-Air-Kino. Für unser Jubiläum nächstes Jahr werden wir Betreiber aus dieser internationalen Community von Rooftop Cinemas einladen, einen Film ihrer Wahl zu programmieren. Neben der besonderen Location ist natürlich das Programm seit jeher ein Garant für den großen Erfolg des „Kino am Dach“; seit 2004 steht jede Saison unter einem besonderen Thema. Im ersten Jahr war das ganz einfach „Kino auf dem Dach“ (mit Filmen wie „Über den Dächern von Nizza“ oder „Wilbur Wants to Kill Himself“). 2005 wurde die Metapher

des „Bücherschiffs“ gewählt und Filme unter dem Motto „Ein Schiff wird kommen“ programmiert. 2006 folgte mit „Cinema all’alto“ ein Italienschwerpunkt. 2007 beleuchteten filmische „Lichter der Großstadt“ die Leinwand auf der Hauptbücherei und 2008 antwortete das „Kino am Dach“ auf die Fußball-EM in Wien mit „Love Affairs – Liebe, Lust und Leidenschaft“ (es gibt Wichtigeres als Fußball!). 2009 folgte „Sense of Humor“ und 2010 „Crime Time“. Folgerichtig lautete dann 2011 – wenn nach der Liebe der Spaß vorbei ist und die Affäre vielleicht in ein Verbrechen mündet – das Thema „Reisefieber“: Auf in andere Städte, Länder, Welten.

Eine cineastische Alternative zur Krisenberichterstattung

2012 bietet das „Kino am Dach“ mit dem Thema „Good Vibrations – ­Kino gegen die Krise“ eine unterhaltsame cineastische Alternative zur tagtäglichen Krisenberichterstattung – und das an einer ganz außergewöhnlichen Location, von der aus die BesucherInnen den herrlichen Ausblick auf den zum Greifen nahen Kahlenberg, den Leopoldsberg sowie weite Teile des Wienerwalds genießen können. Die St. Balbach Art Produktion und die Büchereien Wien danken ihren Unterstützern und Partnern und wünschen einen schönen und spannenden Kinosommer im höchsten Kino Wiens. Berndt Anwander

Kino am Dach Gesamtleitung: Berndt Anwander; Programmierung: Andreas Kous Organisation & Technische Abwicklung: St. Balbach Art Produktion Location-Management: Laura Laa Büchereien Wien / Organisation: Werner Kantner, Pia Bodenseher

Impressum: Medieninhaber: Falter Zeitschriften Gesellschaft m.b.H.,1010 Wien, Marc-Aurel-Straße 9, T: 01/536 60-0, F: DW 935, E: wienzeit@falter.at, www.falter.at, DVR Nr. 0476986. Ein Service der ­Marketingabteilung in Zusammenarbeit mit St. Balbach Art Produktion. Redaktion: Michael Omasta; Gestaltung und Produktion: Marion Großschädl, Raphael Moser; Lektorat: Helmut Gutbrunner; Druck: Passauer Neue Presse Druck GmbH, 94036 Passau. Die Offenlegung gemäß § 27 Mediengesetz ist unter www.falter.at/offenlegung/falter ständig abrufbar.


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Kino am Dach

O holde Schmierenkunst!

In den Meisterwerken der Filmkomödie gehen Schauspieler an die Grenzen des guten Geschmacks: Wenn sie Peter Sellers heißen oder falsche Nazis spielen auch darüber hinaus

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Blödeln als Kunst: Peter Sellers als „Partyschreck“ Hrundi V. Bakshi

macht sich in seinem Klassiker nicht nur über hohlköpfige Nazi-Schergen lustig, die sich wie Schmierenkomödianten hinter ihren Uniformen verstecken. „Sein oder Nichtsein“ ist vor allem eine Hommage an die Kunst

der Schauspieler, die sich mit Witz, Respektlosigkeit und ihren eigenen Waffen der Übermacht stellen. Denn beim Verschwinden hinter falschen Identitäten und dem damit einhergehenden politischen Versteckspiel

kommt nämlich vor allem eines zum Vorschein: der Wunsch der Darsteller, um ihrer selbst willen geliebt zu werden. Das gilt auch für Peter Sellers in Blake Edwards’ „Der Partyschreck“ (1968), der als indischer Komparse Hrundi V. Bakhsi und als unge­ betener Gast das Haus eines Hollywoodproduzenten in Trümmer legt. Doch das ganze SlapstickFeuerwerk, das der Unglücksrabe entzündet, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass er als armer Filmstatist in Wahrheit nichts zu verlieren hat: „Nothing to Lose“, wie auch Claudine Longet als Starlet in ihrem wunderschönen Lied von Henry Mancini singt. Michael Pekler

Schrecklich schön

Krisenfestes Musical

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N

US-Filmemacher Wes Anderson ist Spezialist für bizarre Familienbiotope

as Großartige an den Filmen von Wes Anderson ist, dass man als Zuschauer einerseits liebend gern Teil jener skurrilen Familie wäre, die einem der US-Regisseur regelmäßig vor Augen führt, man sich andererseits aber nichts Schrecklicheres vorstellen kann. Wem es also nach Andersons jüngstem Spielfilm „Moonrise Kingdom“ Leid tut, nie Pfadfinder gewesen zu sein, der kann hier noch zwei Mal in ein bizarres Familienbiotop eintauchen: In „The Royal Tenenbaums“ (2001) versammeln sich rund um Gene Hackman diverse Angehörige des TenenbaumClans, um Leiden, Sehnsüchte und am Ende zu sich selbst zu finden. Ähnliches gilt für den nicht minder wunderbaren „Rushmore“ (1998), in dem Jason Schwartzman

sich an einer Eliteschule in seine Lehrerin verliebt. Wie ein buntes Drehkarussell, das man betritt und von dem man nicht mehr absteigen kann, nehmen einen die Filme Andersons mit: Filme wie Reisen, die das Märchenhaft-Fantastische mit der Tragik der Wirklichkeit kurzschließen. Michael Pekler

Ein ständiges Mitglied im AndersonClan: Bill Murray in „Rushmore“

Mit „Across the Universe“ hat Julie Taymor das Beatles-Songbook verfilmt

icht die Geschichte der Beatles hat dieses Musical zum Inhalt, sondern vielmehr die Geschichten und Charaktere, von denen die Fab Four aus Liverpool in ihren zeitlosen Songs erzählen. So macht sich ein gewisser Jude auf den Weg nach Amerika, um seinen Vater zu suchen – und lernt dort sehr rasch Sadie, Prudence, Lucy sowie Flower Po­wer, die Bürgerrechtsbewegung und bewusstseinserweiternde Drogen kennen. „Across the Universe“ heißt der Film zum Songbook, das Julie Taymor unerschrocken, mit Hang zu großem Kino und gewolltem Kitsch, in Szene gesetzt hat. Ihre aquarische Umsetzung der Liebesballade „Because“ etwa hat unlängst die Werbekampagne für ein Mineralwasser inspiriert.

Dabei braucht es gar keine extravaganten Regieeinfälle, um der Musik der Beatles zu ihrem Recht zu verhelfen. Eine gute Idee reicht eigentlich schon. Die beste im Film ist die mit Prudence, der waidwunden Cheerleaderin, die eine der Wildcats anschmachtet: „I Want to Hold Your Hand ...“ Michael Omasta

Eine österreichische Erstaufführung: „Across the Universe“

Fotos: United Artists, Sony

enn Schauspieler im Film Schauspieler spielen, kann es passieren, dass Adolf Hitler durch die Straßen Warschaus spaziert. Unglücklich über seine buchstäblich nichtssagende Rolle hat sich der Mann unters polnische Volk begeben, um sein Kostüm auszuprobieren. Die Verwunderung ist entsprechend groß, bis ein kleines Mädchen die Maskerade durchschaut und nicht den Führer, sondern den Schauspieler um ein Autogramm bittet. Ernst Lubitschs sarkastische Komödie „Sein oder Nichtsein“ (1942) ist ein Verwirrspiel, in dem die Verkleidungskünste einer Theatertruppe dem polnischen Widerstand bei dessen Kampf gegen die Gestapo gute Dienste leisten. Doch Lubitsch


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Kino am Dach

SPECIAL

Selten so gekifft! Glawoggers Halluzinogenkomödie

„Contact High“ mit Georg Friedrich

Die steirische Invasion

Michael Ostrowksi und das Grazer Theater im Bahnhof haben die österreichische Filmkomödie der letzten Jahre mit Erfolg rundum erneuert: Kino am Dach zeigt eine Auswahl

Foto: Lunafilm

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üren schließen, Zug fährt ab. Von der Grazer Off-Bühne Theater im Bahnhof (TiB) ist in den vergangenen zehn Jahren eine überfällige Generalüberholung der österreichischen Kinokomödie ausgegangen. Der wuchtelwerfenden Kurzatmigkeit des heimischen Kabarettkinos halten TiB-Mitglieder wie Michael Ostrowski, Pia Hierzegger und Helmut Köpping in ihren Filmen einen sympathisch entspannten, ausfransenden Rhythmus entgegen. Der Humor in „Nacktschnecken“ (2004, Drehbuch: Ostrowski und Michael Glawogger) oder „Kotsch“ (2006, Regie: Köpping) mag mitunter so forciert absurd daherkommen wie in den Filmen von Sicheritz/ Düringer. Aber hier sprießt er aus liebevoll skizzierten Milieus und Lebenswelten, die dem österreichi-

schen Kino bis dahin noch unbekannt waren. Die Auswahl heimischer Filme beim heurigen Kino am Dach bietet eine kompakte Rückschau dieser steirischen Invasion. Im Zentrum steht dabei das prominenteste TiBGesicht Michael Ostrowski. Als Drehbuchautor, Schauspieler und Liveperformer hat Ostrowski eine Persona des strauchelnden Maulhelden etabliert, die breit genug angelegt ist, um als Kasperl im HauptabendSerienfernsehen zu funktionieren, aber zugleich präzis genug, um den Soziotypus des teilzeitbrillanten Bummelstudenten ohne Herablassung verkörpern zu können. Einen solchen spielte er dann auch in seinem ersten selbstverfassten Film, der Groteske „Nacktschnecken“ (Regie: Michael Glawogger). Aus Geldnot beschließen da einige

Grazer Slacker einen Porno zu drehen. Zwei Jahre darauf schaute die charmante Provinzposse „Kotsch“ vier Freunden Ende 20 beim Feststecken in der verlängerten Kindheit zu. Das Drehbuch von Gregor Stadlober bricht das triste Lokalkolorit im Fohnsdorf der späten 1990er an Überhöhungen wie einer Feenerscheinung am Klo oder einem Mozart-Duett an der Supermarktkassa. Auf eine ähnliche Mischung aus Milieuspezifik und Überlebensgröße versuchte sich, in einem schrilleren Register, „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“ (2010, Regie: Andreas Prochaska) und landete damit einen beachtlichen Publikumserfolg. Die titelgebende VolksschauspielerinnenEntführung passiert zwei Grazer Tagedieben eher unabsichtlich und

setzt eine Kette von Handlungskomplikationen in Gang. Nicht alles geht dabei auf, aber sehenswert ist schon allein, wie der Film auf allen erdenklichen Ebenen – Einstellungsbau, Sprachfärbung, Handlungsführung – mit dem Kleinstädtischen des Handlungsraums Graz spielt. Den Goldstandard höheren Unfugs im jüngeren Austrokino stellt aber die Halluzinogenkomödie „Contact High“ (2009) dar: Glawogger und Ostrowski führen darin das Figurenpersonal aus „Nacktschnecken“ auf eine psychedelische Verfolgungsjagd quer durch Kerngebiete des katholischen Wahnsinns (Österreich, Polen, Mexiko). Das Ergebnis ist nicht nur ziemlich lustig, sondern auch so hochmusikalisch zusammengesetzt, dass es bei mehrmaligem Ansehen nur schöner wird. Joachim Schätz


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Kino am Dach

Kino am Dach: das Programm

Ben Stiller in „The Royal Tenenbaums“: eine Familie voller Nerds

Knochentrockener Humanismus: „Le Havre“ von Aki Kaurismäki

Das Sommer Open Air Kino auf dem Dach der Hauptbücherei am Gürtel Urban-Loritz-Platz 2, 1070 Wien

Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit

Alle Filme werden in deutscher Fassung gezeigt

Beginn Film

Fr

6.7.

21.30

The Artist

Sa 7.7.

21.30

Crazy, Stupid, Love

So 8.7.

21.30

Lang lebe Ned Devine! / Waking Ned Devine

Mo 9.7.

21.30

Nacktschnecken

Di 10.7.

21.30

Noises Off ... Der nackte Wahnsinn

Mi 11.7.

21.30

Herr Lehmann

Do 12.7.

21.30

Fr 13.7.

21.30

Sa 14.7.

21.30

So 15.7.

21.30

Mo 16.7.

21.30

Di 17.7.

21.30

Die große Verführung / La grande séduction

Mi 18.7.

21.30

Zusammen / Tillsammans!

Do 19.7.

21.30

Grasgeflüster / Saving Grace

Fr 20.7.

21.30

The Royal Tenenbaums

Sa 21.7.

21.30

The Help

So 22.7.

21.30

Muttertag

Mo 23.7.

21.30

Contact High

Di 24.7.

21.30

Habemus Papam – Ein Papst büxt aus

Mi 25.7.

21.30

Der Name der Leute / Le Nom des gens

Do 26.7.

21.30

Le Havre

Fr 27.7.

21.30

Kotsch

Sa 28.7.

21.30

Almost Famous – Fast berühmt

So 29.7.

21.30

Salami Aleikum

Mo 30.7.

21.30

Zombieland

Di 31.7.

21.30

Cinema Paradiso / Nuovo cinema Paradiso

Mi 1.8.

21.00

Away We Go – Auf nach Irgendwo

Do 2.8.

21.00

Das Schmuckstück / Potiche

Fr

3.8.

21.00

Mein liebster Alptraum / Mon pire cauchemar

Sa 4.8.

21.00

I Love You Phillip Morris

So 5.8.

21.00

Das Leben des Brian / Monty Python’s Life of Brian

Mo 6.8.

21.00

Shortbus

Di 7.8.

21.00

Lars und die Frauen / Lars and the Real Girl

(F 2011, R: Michel Hazanavicius, 100 min) (USA 2011, R: Glenn Ficarra, John Requa, 118 min) (GB/IRL 1998, R: Kirk Jones, 91 min)

(Ö 2004, R: Michael Glawogger, 86 min) (USA 1992, R: Peter Bogdanovich, 98 min) (D 2003, R: Leander Haußmann, 105 min)

Willkommen bei den Sch’tis / Bienvenue chez les Ch’tis (F 2008, R: Dany Boon, 106 min) The Guard – Ein Ire sieht schwarz (GB/IRL/ARG 2010, R: John Michael McDonagh, 96 min)

Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger? (USA/F/GB 2008, R: Joel und Ethan Coen, 95 min) Sein oder Nichtsein / To Be or Not to Be (USA 1942, R: Ernst Lubitsch, 98 min)

Was Sie schon immer über Sex wissen wollten ... (USA 1972, R: Woody Allen, 87 min)

(CAN 2003, R: Jean-François Pouliot, 104 min)

(SWE/DK/I 2000, R: Lukas Moodysson, 106 min) (GB 2000, R: Nigel Cole, 94 min)

(USA 2001, R: Wes Anderson, 110 min) (USA 2011, R: Tate Taylor, 146 min) (Ö 1993, R: Harald Sicheritz, 99 min) (Ö/D/LUX 2009, R: Michael Glawogger, 98 min) (I/F 2010, R: Nanni Moretti, 110 min) (F 2010, R: Michel Leclerc, 104 min)

(FIN/F/D 2011, R: Aki Kaurismäki, 93 min) (Ö 2006, R: Helmut Köpping, 89 min) (USA 2000, R: Cameron Crowe, 123 min) (D 2009, R: Ali Samadi Ahadi, 99 min) (USA 2009, R: Ruben Fleischer, 88 min) (I/F 1988, R: Giuseppe Tornatore, 123 min) (USA 2009, R: Sam Mendes, 98 min) (F 2010, R: François Ozon, 103 min) (F/B 2010, R: Anne Fontaine, 102 min)

(USA/F 2009, R: Glenn Ficarra, John Requa, 102 min) (GB 1979, R: Terry Jones, 94 min)

(USA 2006, R: John Cameron Mitchell, 102 min) (USA 2007, R: Craig Gillespie, 107 min)

Fotos: Sony, Walt Disney Studios, Stadtkino

Hinter der Bühne mit Carol Burnett und Michael Caine: „Noises Off“

Datum


Kino am Dach

SPECIAL

Fotos: Lunafilm, Columbia Pictures

6.7.-9.9.2012

Good Vibrations – Kino gegen die Krise

Datum

Beginn Film

Mi 8.8.

21.00

Happy-Go-Lucky

Do 9.8.

21.00

Mifune / Mifunes sidste sang

Fr 10.8.

21.00

Sa 11.8.

21.00

So 12.8.

21.00

Mo 13.8.

21.00

Männer, die auf Ziegen starren / The Men Who Stare at Goats (USA/GB 2009, R: Grant Heslov, 93 min) OSS 117 – Der Spion, der sich liebte / OSS 117: Le Caire, nid d’espions (F 2006, R: M. Hazanavicius, 95 min) Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott (Ö 2010, R: Andreas Prohaska, 112 min) Zack and Miri Make a Porno

Di 14.8.

21.00

Station Agent

Mi 15.8.

21.00

Fasten auf Italienisch / L’Italien

Do 16.8.

21.00

High Fidelity

Fr 17.8.

21.00

Across the Universe

Sa 18.8.

21.00

Superbad

So 19.8.

21.00

Der Partyschreck / The Party

Mo 20.8.

21.00

Sterben für Anfänger / Death at a Funeral

Di 21.8.

21.00

Italienisch für Anfänger / Italiensk for Begyndere

Mi 22.8.

21.00

Rushmore

Do 23.8.

21.00

Soul Kitchen

Fr 24.8.

21.00

Punch-Drunk Love

Sa 25.8.

21.00

Kill the Boss / Horrible Bosses

So 26.8.

21.00

Casino Royale (GB 1966, R: John Huston, Ken Hughes,

Mo 27.8.

21.00

Brügge sehen ... und sterben? / In Bruges

Di 28.8.

21.00

Once

Mi 29.8.

21.00

Adventureland

Do 30.8.

21.00

Midnight in Paris

Fr 31.8.

21.00

Larry Crowne

Sa

1.9.

20.00

Bad Weather Movie Day

So 2.9.

20.00

Bad Weather Movie Day

Mo 3.9.

20.00

Bad Weather Movie Day

Di

4.9.

20.00

Bad Weather Movie Day

Mi 5.9.

20.00

Do 6.9.

20.00

Bad Weather Movie Day

Fr

7.9.

20.00

Bad Weather Movie Day

Sa

8.9.

20.00

So 9.9.

20.00

(GB 2008, R: Mike Leigh, 118 min) (DK/SWE 1999, R: Soren Kragh-Jacobsen, 92 min)

(USA 2008, R: Kevin Smith, 102 min)

(USA 2003, R: Tom McCarthy, 88 min) (F 2010, R: Olivier Baroux, 102 min)

Einer der „Männer, die auf Ziegen starren“: George Clooney als GI

(USA 2000, R: Stephen Frears, 114 min) (USA/GB 2007, R: Julie Taymor, 133 min) (USA 2007, R: Greg Mottola, 114 min) (USA 1968, R: Blake Edwards, 99 min) (GB/D/USA 2007, R: Frank Oz, 91 min)

(DK/SWE 2000, R: Lone Scherfig, 108 min) (USA 1998, R: Wes Anderson, 93 min) (D 2009, R: Fatih Akin, 99 min)

(USA 2003, R: Paul Thomas Anderson, 95 min) (USA 2011, R: Seth Gordon, 98 min)

Ein Ottpourri: „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“

Val Guest, Robert Parrish, Joseph McGrath, 130 min)

(GB/USA 2008, R: Martin McDonagh, 105 min) (IRL 2007, R: John Carney, 86 min) (USA 2009, R: Greg Mottola, 107 min) (USA/E 2011, R: Woody Allen, 94 min) (USA 2011, R: Tom Hanks, 99 min)

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„Casino Royale“ mit Daliah Lavi und Woody Allen als Jimmy Bond

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Bad Weather Movie Day

Wiederholung wegen Schlechtwetters entfallener Filme

Bad Weather Movie Day

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Wiederholung wegen Schlechtwetters entfallener Filme

Eintritt: Euro 7,50 (ermäßigt: Euro 6,–)

Bei Schlechtwetter (Regen, Hagel, Sturm) verrät Ihnen unsere Info-Hotline 0699/11 36 69 47, ob die Veranstaltung stattfinden kann

www.kinoamdach.at, facebook/kinoamdach


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Kino am Dach

Across the Universe (USA/GB 2007) R: Julie Taymor D: Jim Sturgess, Evan Rachel Wood, Joe Anderson, Dana Fuchs (133 min) Ungeniert sentimentales Musical aus Songs der Beatles. Jude, junger Werftarbeiter aus Liverpool, fährt nach Amerika, um seinen Vater zu suchen. Dabei lernt er die turbulenten 1960er kennen: die Bürgerrechtsbewegung, das Drama des Kriegs in Vietnam und das Leben in einer Künstlerkommune im Village. Mit hübschen Gastauftritten von Bono, Salma Hayek und Eddie Izzard sowie Joe Cocker als Penner. (Michael Omasta) Fr 17.8., 21.00 Adventureland (USA 2009) R: Greg Mottola D: Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Ryan Reynolds, Josh Pais (107 min) Statt auf Urlaubstrip in Europa landet James im Sommer nach dem College bei einem nervtötenden Mindestlohnjob im örtlichen Vergnügungspark nahe Pittsburgh. Zwischen hysterischen Parkbesuchern „Rock Me Amadeus“-Dauerbeschallung (wir schreiben das Jahr 1987) lernt er etwas über Loyalität und Liebe. – In der zweiten Reihe von Filmemacher Greg Mottolas autobiografischer Komödie agieren die Comedy-Fachkräfte Martin Starr, Kirsten Wiig und Bill Hader. (Joachim Schätz) Mi 29.8., 21.00 Almost Famous – Fast berühmt (USA 2000) R: Cameron Crowe D: Patrick Fugit, Billy Crudup, Frances McDormand, Kate Hudson, Philip Seymour Hoffman, Anna Paquin (123 min) Ein junger Fan tourt mit einer Rockband durch Amerika, um ein Porträt für den „Rolling Stone“ zu schreiben. Das Jahr ist 1973 und die Geschichte, geschrieben und inszeniert von Ex-Musikjournalist Crowe, deutlich autobiografisch inspiriert. Ein amüsantes, milde zeitkritische Porträt einer Ära, in der Rockmusik zunehmend dem Kommerz zum Opfer fiel, es aber noch die unerschütterlichen Fans mit ihrem Glauben an die Songs gab. Sa 28.7., 21.30 The Artist (F 2011) R: Michel Hazanavicius D: Jean Dujardin, Bérénice Béjo, John Goodman, James Cromwell, Penelope Ann Miller (100 min) Hollywoodstar George Valentin schafft den Übergang zum Tonfilm nicht, dafür geht der Stern der Statistin Peppy Miller erst Ende der 1920er richtig auf. Die Inszenierung steht auf Georges Seite: schwarzweiß, im Bildverhältnis 4:3 und weitgehend stumm, mit Begleitmusik und Zwischentiteln. Hommage oder Pastiche? Jedenfalls wurde dieses Stück Kinonostalgie in aller Welt zum Publikumsliebling. Fr 6.7., 21.30 Away We Go – Auf nach Irgendwo (USA 2009) R: Sam Mendes D: John Krasinski, Maya Rudolph, Jeff Daniels, Catherine O’Hara, Jim Gaffigan, Maggie Gyllenhaal (98 min) Burt und Verona, beide Anfang 30 und freiberuflich Kreative, werden unsanft aus ihren Träumen gerissen: Verona ist schwanger, ein richtiges Heim und Pläne für die gemeinsame Zukunft werden unerlässlich. Nach ernüchternden Analysen des Eheund Familienlebens (à la „American Beauty“ und „Revolutionary Road“) zeigt sich Oscar-Filmer Sam Mendes hier ungewohnt entspannt und inszeniert „Away We Go“ als vergnüglichen Horrortrip werdender Eltern durch mehrere Variationen des American Way of Life. (Michael Pekler) Mi 1.8., 21.00 Bad Weather Movie Filme, die wegen Schlechtwetter entfallen mussten, werden

„Casino Royale“ mit John Huston, William Holden, Charles Boyer, David Niven ab dem 1. September nachgeholt. Das Publikum wählt seine liebsten Bad Weather Movies und stimmt unter www.kinoamdach.at oder facebook/kinoamdach über das Programm ab. Sa 1.9.–So 9.9., 20.00 Brügge sehen ... und sterben? / In Bruges (GB/USA 2008) R: Martin McDonagh D: Colin Farrell, Brendan Gleeson, Ralph Fiennes, Elizabeth Berrington, Jérémie Renier (105 min) Ray und Ken, zwei Profikiller aus London, gönnen sich nach einem verpatzten Auftrag eine kurze vorweihnachtliche Auszeit in Brügge: Einer fremden Stadt, in der die Unterweltler den Gemälden von Hieronymus Bosch begegnen – und auch ihrem dubiosen Auftraggeber. Das witzig konstruierte Regiedebüt des Dramatikers McDonagh. Mo 27.8., 21.00 Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger? (USA/F/GB 2008) R: Joel und Ethan Coen D: George Clooney, Frances McDormand, John Malkovich, Tilda Swinton, Brad Pitt (95 min) Lässig entspann­ te Spionagefarce, in der die Gefahr nicht von omnipotenten Regierungsbehörden ausgeht, sondern von einer Reihe konfuser Akteure, die ihre eigene Wichtigkeit für die Geheimdienste permanent überschätzen. Die tiefste Kränkung, so folgern die Gebrüder Coen schlau, bedeutet es heute, gar nicht erstmal überwacht zu werden. Und schrecklicher als die Ahnung der großen Verschwörung, die alle Fäden im Hintergrund zusammenhält, ist nur die Einsicht, dass die Dinge einfach ganz beliebig aus dem Ruder laufen. (Joachim Schätz) Sa 14.7., 21.30 Casino Royale (GB 1966) R: John Huston, Ken Hughes, Val Guest, Robert Parrish, Joseph McGrath D: Peter Sellers, David Niven, Woody Allen, Ursula Andress, Orson Welles, Deborah Kerr, William Holden, Daliah Lavi, Jean-Paul Belmondo (130 min) Sir James Bond wird noch einmal aus dem Ruhestand zurückgeholt, um eine weltbedrohende Organisation auszuschalten. Unter enormem Aufwand an Stars und Sternchen inszenierte AgentenfilmPersiflage, ihr Höhepunkt: „The Look of Love“ von Burt Bacharach. Filmspaß zum Anhören! So 26.8., 21.00 Cinema Paradiso / Nuovo cinema Paradiso (I/F 1988) R: Giuseppe Tornatore D: Philippe Noiret, Salvatore Cascio, Pupella Maggio, Brigitte Fossey, Antonella Attili (123 min) Durch den Tod eines alten Freundes wird ein alternder Filmregisseur, der Sizilien vor 30 Jahren verlassen hat, wieder mit der Vergangenheit konfrontiert. Vor seinem geistigen Auge ersteht die Erinnerung an die unbeschwerten Zeiten

seiner Kindheit und an das Kino seines Heimatorts, das ihm einst so viele schöne Stunden beschert hatte. Di 31.7., 21.30 Contact High (Ö/D/LUX 2009) R: Michael Glawogger D: Michael Ostrowski, Georg Friedrich, Pia Hierzegger, Raimund Wallisch, Detlev Buck (98 min) Selten so gekifft! Polizisten wachsen Schweinsrüssel, die Leute gehen rückwärts, Hotelzimmer schrumpfen auf Minimundusgröße zsamm. Ein herrenloser Koffer mit brisantem Inhalt dient als Vorwand für diese psychedelische Farce, in der vier bescheuerte Typen nach dem Osten aufbrechen, um als Erste an die heiße Ware zu kommen. Unter ihnen Schorschi, ein großer Blonder mit Ford Mustang, der für extra Schauwerte und Lacher sorgt. Georg Friedrich, der ihn spielt, weiß, warum: „Jeder Trottel kommt sich schlau vor, sonst wär er ja kein Trottel.“ (Michael Omasta) Mo 23.7., 21.30 Crazy, Stupid, Love (USA 2011) R: Glenn Ficarra, John Requa D: Emma Stone, Steve Carell, Ryan Gosling, Julianne Moore, Analeigh Tipton, Kevin Bacon, Marisa Tomei (118 min) Cal wird aus der Bahn geworfen, als seine Frau Emily die Scheidung einreichen will. Mithilfe des Lebemannes Jacob versucht er, sein verkorkstes Leben wieder auf die Reihe zu kriegen. „Eine stark besetzte Ensemble-RomCom“ (Dr. Robnik). Sa 7.7., 21.30 Fasten auf Italienisch / L’Italien (F 2010) R: Olivier Baroux D: Kad Merad, Valérie Benguigui, Roland Giraud, Philippe Lefebvre (102 min) Dinos Leben scheint perfekt: Traumfrau, Traumjob, alle lieben den lebenslus­ tigen Italiener. Einziger Haken: Er ist gar keiner. Dino Fabrizzi heißt in Wirklichkeit Mourad Ben Saoud, doch weder sein Chef noch seine Freundin Hélène ahnen etwas von seinem Doppelleben. Mi 15.8., 21.00 Grasgeflüster / Saving Grace (GB 2000) R: Nigel Cole D: Brenda Blethyn, Craig Ferguson, Martin Clunes, Tchéky Karyo, Jamie Foreman (94 min) Ein Landgut in Cornwall und ein Berg voll Schulden ist alles, was Grace von ihrem Mann hinterlassen wurde. Und was liegt da näher, als das Glashaus in eine äußerst profitable Hanfplantage umzuwidmen? Bissl sehr harmlose Brit-Comedy mit der immer sehr lustigen Brenda Blethyn in der Hauptrolle. Do 19.7., 21.30 Die große Verführung / La grande séduction (CAN 2003) R: Jean-Francois Pouliot D: Raymond Bouchard, David Boutin, Benoît Brière, Rita Lafontaine, Pierre Colin (104 min) In dieser Variation der schrulligen Ensemblekomödie besteht das Ensemble aus den Einwohnern einer wild zerklüfteten Insel, die alles Legale und Illegale zu tun bereit

sind, um einen dringend benötigten Arzt aus der Stadt zum Bleiben zu überreden. – Regisseur Pouliot und Drehbuchautor Ken Scott setzen ganz auf die verführerische Kraft des Klamauks. Di 17.7., 21.30 The Guard – Ein Ire sieht schwarz (GB/ IRL/ARG 2010) R: John Michael McDonagh D: Brendan Gleeson, Don Cheadle, Mark Strong, Fionnula Flanagan, Liam Cunningham, David Wilmot (96 min) Gleeson und Cheadle, zwei ungleiche Cops im irischen Hinterland, sind Drogenschmugglern auf den Fersen. Bewusst politisch inkorrekte PolizeiProvinzposse, deren Stars mit einem grandiosen Sinn für Timing und Pointen überzeugen. Go for it! Fr 13.7., 21.30 Habemus Papam – Ein Papst büxt aus (I/F 2010) R: Nanni Moretti D: Michel Piccoli, Nanni Moretti, Margherita Buy, Jerzy Stuhr (110 min) Moretti nimmt Katholizismus und Psychoanalyse in eine eher sanfte satirische Umklammerung: Ein neuer Papst ist gewählt, aber noch vor seinem ersten öffentlichen Auftritt erleidet er einen schweren Nervenzusammenbruch; ein Therapeut soll Abhilfe schaffen. Während dieser sich im Vatikan einlebt, taucht das Kirchenoberhaupt in den Straßen Roms unter. Nicht zuletzt dank Michel Piccolis starker Vorstellung sehenswert! Di 24.7., 21.30 Happy-Go-Lucky (GB 2008) R: Mike Leigh D: Sally Hawkins, Eddie Marsan, Alexis Zegerman, Samuel Roukin, Sinéad Matthews (118 min) Poppy, eigentlich Pauline, hat einen Hang zum Chaos, zu schrillen Outfits und sie hat gute Laune. Immer. Auf die Dauer kann das auch ganz schön nerven. Einen grummligen Buchhändler zum Beispiel, ihren durchgeknallten Fahrlehrer oder auch ihre hochschwangere Schwester, die nicht versteht, wie man mit 30 noch ohne Ehemann und Eigenheim auf Kredit glücklich sein kann! Wundervoll gespielte, witzig bis ergreifende Komödie von Mike Leigh. (Michael Omasta) Mi 8.8., 21.00 The Help (USA 2011) R: Tate Taylor D: Emma Stone, Viola Davis, Octavia Spencer, Bryce Dallas Howard, Jessica Chastain, Allison Janney (146 min) Mississippi, die 60er. Erzählt wird vom zaghaften, aber lokal wirkungsvollen Auflehnen gegen Rassenhass und Unterdrückung. Allerdings nicht aus der Perspektive der betroffenen und gedemütigten Frauen, sondern aus jener der unangepassten Skeeter (E. Stone), einer rotschopfigen Südstaatenschönheit, die die Berichte in Buchform bringt – und so einen anonymen Bestseller landet. (Michael Pekler) Sa 21.7., 21.30 Herr Lehmann (D 2003) R: Leander Hauß­ mann D: Christian Ulmen, Katja Danowski, Detlev Buck, Janek Rieke, Hartmut Lange, Christoph Waltz (105 min) Nach dem Kultbuch von Sven Regener: Ein nostalgisch gestimmtes Panorama der letzten Tage auf der Berliner „Insel“, gesehen aus der Perspektive eines Barkellners aus Kreuzberg: Frank Lehmann, der ausgerechnet am 9. November 1989 sein unbeschwertes Leben als Twen beenden und 30 Jahre alt wird. Mi 11.7., 21.30 High Fidelity (USA 2000) R: Stephen Frears D: John Cusack, Iben Hjejle, Todd Louiso, Catherine Zeta-Jones, Joan Cusack, Tim Robbins, Bruce Springsteen (114 min) Schauplatz des Films: ein Schallplattenladen namens Championship Vinyl, sein Thema: die Musik und die Frauen. Über beides glaubt

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Kino gegen die Krise von A bis Z


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SPECIAL

Rob, ein etwas muffiger Mittdreißiger, richtig gut Bescheid zu wissen und stellt Bestenlisten für jede Gelegenheit zusammen, allen voran seine „all-time top-5 most memorable breakups“. – Hauptdarsteller John Cusack zeichnet bei diesem Film nach Nick Hornbys gleichnamigem Bubenroman auch noch als Koautor und Koproduzent. Do 16.8., 21.00 I Love You Phillip Morris (USA/F 2009) R: Glenn Ficarra, John Requa D: Jim Carrey, Ewan McGregor, Leslie Mann, Rodrigo Santo­ ro, Marc Macaulay, Antoni Corone (102 min) Eine haarsträubend lustige Hochstaplerkomödie mit Jim Carrey und Ewan McGregor als Flitterwöchner hinter Gittern. „In einem Komödiensommer, der von lahmarschig gewordenen ewigen Buben regiert wird (siehe „Kindsköpfe“ bis „Männertrip“), sind diese beiden Turteltäubchen eine echte Alternative“ (J. Schätz). Sa 4.8., 21.00 Italienisch für Anfänger / Italiensk for Begyndere (DK/SWE 2000) R: Lone Scherfig D: Anders Wodskou Berthelsen, Ann Eleonora Jorgensen, Anette Stovelbaek, Peter Gantzler, Lars Kaalund (108 min) „Italienisch für Anfänger ... und Liebe für Loser.“ Sechs frustrierte Singles aus Kopenhagen treffen sich einmal die Woche beim Volkshochschulkurs. Sie pauken Italienisch und träumen von Liebe, Wärme, Venedig. Eine mysteriöse Reihe von Todesfällen rafft Familienangehörige und Bekannte dahin, ihren Kursleiter, der mitten in der Stunde tot umfällt, gleich inklusive. Dass man darüber von Herzen lachen kann, gehört mit zum Verblüffendsten an dieser haarsträubenden Komödie, die ganz nach Lars von Triers filmischem Keuschheitsgelübde (aka Dogma 95) gestaltet ist: Handkamera, Originalton und schon steht dem wunderbar verhuschten Happy-End im sonnigen Süden nichts mehr im Weg. (Michael Omasta) Di 21.8., 21.00 Kill the Boss / Horrible Bosses (USA 2011) R: Seth Gordon D: Jason Bateman, Jennifer Aniston, Kevin Spacey, Charlie Day, Colin Farrell, Donald Sutherland (98 min) Nick, Kurt und Dale hoffen tatsächlich, mit dem von Hitchcocks „Strangers on a Train“ entlehnten Plan, den Boss des jeweils andern umzubringen, sich ihrer sadistischen Dienstgeber entledigen zu können. Da es sich bei den Vorgesetzten jedoch um Kevin Spacey (teuflischer Bürochef), Colin Farrell (skrupelloser Unternehmer) und Jennifer Aniston (nymphomanische Zahnärztin) in Genussrollen handelt, muss man sich als Zuschauer aber schon einigermaßen anstrengen, um sich auf die Seite der idiotischen Delinquenten zu schlagen. (Michael Pekler) Sa 25.8., 21.00 Kotsch (Ö 2006) R: Helmut Köpping D: Chris­ toph Theußl, Michael Ostrowksi, Andreas Kiendl, Michael Fuith, Ursula Strauss (89 min) Fohnsdorf, steirische Provinz, anno 1999: Vier Freunde – nicht ganz so berühmt wie die Musketiere, nicht ganz so peinlich wie die Beatles – machen unerwartet Bekanntschaft mit ersten postpubertären Krisenerscheinungen (Ehe, New Economy, Ennui), welche beim anstehenden Klassentreffen schließlich eskalieren. Und weil Schadenfreude die schönste Freude ist, hat man umso mehr Spaß an Autor Gregor Stadlobers reichlich trostlosen Anti-Helden, je beschissener sich die grad fühlen. (Michael Omasta) Fr 27.7., 21.30 Lang lebe Ned Devine! / Waking Ned Devine (GB/IRL 1998) R: Kirk Jones D: Ian Bannen, David Kelly, Fionnula Flanagan, Su­ san Lynch, Robert Hickey, David Kelly (91 min) Jackie und Michael träumen davon, den Jackpot im Lotto zu knacken, doch statt dessen hat ein anderer der 51 Einwohner im irischen Tullymore das große Los gezogen; als Ned Devine, ein alter Fischer, aus

Kino am Dach

„I Love You Phillip Morris“: Jim Carrey auf dem Weg zum Rendezvous allzu großer Freude über seinen Gewinn plötzlich stirbt, wittern die beiden Freunde noch einmal ihre Chance. Ziemlich kauzig! So 8.7., 21.30 Larry Crowne (USA 2011) R: Tom Hanks D: Tom Hanks, Julia Roberts, Roxana Ortega, George Takei (99 min) Ein gekündigter Supermarktverkäufer auf dem zweiten Bildungsweg. – Ein perfider Optimismus legt sich über diesen Film, der vom Abstieg nichts wissen will, sondern nur vom Aufstieg in eine zwar noch kleinere, aber gerade deshalb viel schönere Welt erzählt. Für Regisseur und Produzent Tom Hanks vermutlich ein politischer Film, der das Genre der romantischen Komödie für subversive Kritik an den Verhältnissen verwendet. Aber es stimmt schon: Am Ende zählt doch nur das Familieneinkommen. (Michael Pekler) Fr 31.8., 21.00 Lars und die Frauen / Lars and the Real Girl (USA 2007) R: Craig Gillespie D: Ryan Gosling, Emily Mortimer, Paul Schneider, Lau­ ren Ash, Patricia Clarkson (107 min) Endlich findet der schüchterne Lars die passende Frau. Sie heißt Bianca. Und ist aus Silikon. „Es wäre ein Leichtes gewesen, aus dieser hanebüchen klingenden Grundidee eine wilde Komödie voll mit schlüpfrigen Witzen zu machen. Doch statt dessen erzählt Gillespie eine herzerwärmende Geschichte über Wahn, Trauma, Schuld- und Mitgefühl.“ (Ray, das Filmmagazin) Di 7.8., 21.00 Das Leben des Brian / Monty Python’s Life of Brian (GB 1979) R: Terry Jones D: Terry Gilliam, John Cleese, Eric Idle, Michael Palin, Terry Jones, Graham Chapman (94 min) Ein Nachbar Jesu wird von dessen wilden Jüngern zum Märtyrer gemacht. „Ein kalauerndes Wechselbad von kecken Gags und degoutanten Einfällen, zum Schluss offen zynisch und in manchen Szenen, wohl nicht nur für christliches Empfinden, sehr befremdlich“, so die katholische Filmkommission über dieses absolute Meisterwerk der britischen Filmkomödie. Jessasna! (Michael Omasta) So 5.8., 21.00 Le Havre (FIN/F/D 2011) R: Aki Kaurismäki D: André Wilms, Kati Outinen, Jean-Pierre Darroussin, Blondin Miguel (93 min) In London war er schon, mit „Le Havre“ verschifft Finnlands berühmter Filmer seinen knochentrockenen Humanismus jetzt in die französische Küstenstadt. Ausstattung und Gesichter scheinen (wie so oft bei Kaurismäki) in eine unbestimmte Vergangenheit zu gehören, die Komödienhandlung aber ist auf der Höhe der Zeit: Der junge Idrissa ist illegal aus Afrika nach Frankreich gelangt – gegen die Nachstellungen der Polizei helfen hier ein alter Schuhputzer, ein sympathischer Kriminalkommissar und Solidarität im ganzen Grätzl. Do 26.7., 21.30

Männer, die auf Ziegen starren / The Men Who Stare At Goats (USA/GB 2009) R: Grant Heslov D: Ewan McGregor, George Clooney, Jeff Bridges, Kevin Spacey, Robert Patrick (93 min) George Clooney und Jeff Bridges üben sich in Kuwait als selbsternannte Jedi-Ritter in psychedelischer Kriegsführung: Ewan McGregor (guter Insiderschmäh: der schon mal einen Jedi gespielt hat!) deckt die streng geheime Operation auf. Völlig durchgeknallte Militärkomödie, die nach ein paar „White Russians“ unwiderstehlich ist. Fr 10.8., 21.00 Mein liebster Alptraum / Mon pire cauchemar (F/B 2010) R: Anne Fontaine D: Isabelle Huppert, Benoit Poelvoorde, André Dussollier (102 min) Galeristin Huppert und Prolo Poelvoorde sind die Stars dieser beherzt gespielten Komödie über Klassengegensätze und Geschlechtergrenzen. „Wenn ein Mädchen über 80 IQ hat, zieht mein Charme nicht“ – und so ist er mit der Renovierung ihres Appartements fast schon fertig, bevor sich die beiden doch noch irgendwie zusammengerauft haben. (Michael Omasta) Fr 3.8., 21.00 Midnight in Paris (USA/E 2011) R: Woody Allen D: Owen Wilson, Marion Cotillard, Michael Sheen, Rachel McAdams, Kathy Bates, Adrien Brody, Carla Bruni (94 min) Für Gil, einen amerikanischen Drehbuchschreiber und Möchtegernautor auf Besuch in Paris, wird ein Traum wahr: Er findet sich in Gesellschaft von Hemingway, Gertrude Stein, Cole Porter, Bunuel, Picasso, Zelda

„Mein liebster Alptraum“ mit Isabelle Huppert und Benoit Poelvoorde

9 und F. Scott Fitzgerald wieder. Allens gelungenster Film seit Jahren. (Michael Omasta) Do 30.8., 21.00 Mifune / Mifunes sidste sang (DK/SWE 1999) R: Soren Kragh-Jacobsen D: Iben Hjejle, Anders W. Berthelsen, Jesper Asholt, Paprika Steen (92 min) Geschichte einer Schicksalsgemeinschaft: Der frisch verheiratete Yuppie Kresten muss nach dem Tod seines Vaters schnell eine Haushälterin auftreiben, die nach seinem geistig beeinträchtig­ten Bruder schaut. Auf seine Annonce hin meldet sich – na aber so was auch! – ein Callgirl auf der Flucht. Do 9.8., 21.00 Muttertag (Ö 1993) R: Harald Sicheritz D: Alfred Dorfer, Eva Billisich, Roland Düringer, Andrea Händler, Reinhard Nowak, Hanno Pöschl, Willi Resetarits (99 min) 48 Stunden im Leben der Neugebauers, einer Familie aus dem Wiener Gemeindebau, die sich auf den bevorstehenden Muttertag vorbereitet. „I sog glei, i woar’s net!“ (Düringer, Opa Neugebauer). Auf seine ganz eigene, vertrottelte Art heute auch fast schon ein Klassiker. (Michael Omasta) So 22.7., 21.30 Nacktschnecken (Ö 2004) R: Michael Glawogger D: Pia Hierzegger, Sophia Lag­ gner, Iva Lukic, Michael Ostrowski, Raimund Wallisch (86 min) Surreale Slacker-Komödie: Drei Grazer Ex-Studenten wollen mit einem selbstgedrehten Pornofilm zu Sex, Spaß und Geld kommen. Aber was Johann, Max und Mao nicht wissen: Vögeln vor der Kamera ist echt harte Arbeit! Peinlichkeiten, technisches Unvermögen und auch die Liebe erweisen sich als Stolpersteine und die Dreharbeiten führen ins Chaos. Mo 9.7., 21.30 Der Name der Leute / Le nom des gens (F 2010) R: Michel Leclerc D: Sara Forestier, Jacques Gamblin, Carole Franck, Zinedine Soualem, Michèle Moretti, Lionel Jospin (104 min) Kann man Faschisten umpudern? Klar kann man das, glaubt Bahia, die Tochter einer linken Aktivistin und eines illegal eingewanderten Algeriers, und geht mit konservativen Ungusteln ins Bett, um sie für ihre politischen Ideale zu gewinnen. – Eine mehr als hintergründige Komödie über die Macht der Liebe, die vor keiner Grenze und kaum einem Tabu haltmacht. Mi 25.7., 21.30 Noises Off ... Der nackte Wahnsinn (USA 1992) R: Peter Bogdanovich D: Carol Burnett, Michael Caine, Denholm Elliott, Marilu Henner, Christopher Reeve, John Ritter (98 min) Backstage-Komödie: Eine drittklassige Tourneetruppe spielt drei Mal ein und denselben Akt aus einer viertklassigen Boulevardkomödie, und das von Mal zu Mal katastrophaler. Bogdanovich und sein großes Ensemble gehen aufs Ganze: halsbrecherisches Tempo, haarsträubende Körperkomik, haltloses Gelächter – und zu allem ein schöner Teller Sardinen! (Michael Omasta) Di 10.7., 21.30 Once (IRL 2007) R: John Carney D: Glen Han­ sard, Markéta Irglová, Hugh Walsh, Gerard Hendrick, Alaistair Foley (86 min) Quasi über Nacht zum Publikumsliebling gewordenes Großstadtmärchen aus Dublin um Straßenmusiker und Staubsauger. – „Ob man den Film mögen wird, hängt nicht zuletzt davon ab, wie man zum offenherzigen Innerlichkeitspop von Hansard & Irglová (2006 auf „The Swell Season“ bereits veröffentlicht) steht, als (Selbst-) Darsteller jedoch spielen die beiden sich einnehmend hemdsärmelig durch ihre Szenen.“ (J. Schätz) Di 28.8., 21.00 OSS 117 – Der Spion, der sich liebte / OSS 117: Le Caire, nid d’espions (F 2006) R: Michel Hazanavicius D: Jean Dujardin, Bérénice Bejo, Aure Atika, Philippe Lefebvre, Constantin Alexandrov, Said Amadis (95 min) Sieht aus wie James Bond, trägt Smoking wie James Bond, tritt selbstbewusst auf


wie James Bond: Nur leider ist Hubert Bonisseur de La Bath – gewissen Kreisen auch als französischer Topspion „0SS 117“ bekannt – halt ein absoluter Volltrottel, der bei seinen Nachforschungen (im Kairo der 1950er) kaum ein Fettnäpfchen auslässt – und die Kultur seiner muslimischen Gastgeber ständig herabwürdigt. Ganz und gar unsubtile Genre-Parodie von Michael „The Artist“ Hazanavicius. Sa 11.8., 21.00 Der Partyschreck / The Party (USA 1968) R: Blake Edwards D: Peter Sellers, Claudine Longet, Marge Champion, Gavin MacLeod, Natalia Borisova (99 min) Der grandiose Peter Sellers at his very best! Als indischer Kleindarsteller namens Hrundi Bakshi verwandelt er hier mit ausgesucht buddhistischer Höflichkeit eine todschicke Hollywoodparty in ein schwer zugängliches Katastrophengebiet. Blake Edwards’ grenzgenialer Kinospaß zeigt, was die amerikanische Komödie alles vom Zeichentrickfilm gelernt hat: Nur aufs Tempo, das Timing, die zu Chaos und Zerstörung sich steigernde Bewegung kommt es an. (Michael Omasta) So 19.8., 21.00 Punch-Drunk Love (USA 2003) R: Paul Thomas Anderson D: Adam Sandler, Emily Watson, Luis Guzmán, Jason Andrews (95 min) Ein kleiner Geschäftsmann, der’s allen recht machen will, Bonusmeilen auf Joghurtbechern sammelt und sieben Schwestern hat, wendet sich in seiner Not an eine Sex-Hotline und gerät dabei prompt an einen Erpresser. Schräge kleine Komödie für Adam Sandler, inszeniert von „Boogie Nights“ Anderson. Fr 24.8., 21.00 The Royal Tenenbaums (USA 2001) R: Wes Anderson D: Gene Hackman, Anjelica Huston, Ben Stiller, Gwyneth Paltrow, Owen Wilson, Danny Glover (110 min) Richie war Juniorchampion im Tennis, Chas hat mit gezüchteten Dalmatinermäusen seine erste Million gemacht und Margot, die zeitlebens darunter leidet, dass sie keine echte Tenenbaum, sondern adoptiert worden ist, an ihrem zwölften Geburtstag mit einem depressiven Theaterstück ihr Debüt als Dramatikerin gefeiert. Seither sind 22 Jahre vergangen, die Genies von damals haben sich zu Versagern ausgewachsen und kehren schwer angeschlagen ins Haus ihrer Eltern zurück. „The Royal Tenenbaums“ zählt zu den Meisterwerken der jüngeren US-Komödie, aber man könnte sich den Film genauso gut als Tragödie vorstellen – wären da nicht Wes Andersons unwiderstehlicher sense of humor, sein untrügliches Gespür für Situationskomik und absurden Wortwitz: „What?“ – „I didn’t say anything.“ – „When? Right now?“ (Michael Omasta) Fr 20.7., 21.30 Rushmore (USA 1998) R: Wes Anderson D: Jason Schwartzman, Olivia Williams, Bill Murray, Seymour Cassel, Sara Tanaka, Brian Cox (93 min) „The Graduate“ lässt grüßen. Der exzentrische, umtriebige Max Fischer besucht das elitäre Rushmore-College, hält sich für ein Genie, seine Noten allerdings lassen eher zu wünschen übrig. Doch Max versteht es, sich gekonnt um sämtliche Hochs und Tiefs seiner Existenz zu schwindeln – zumindest, bis die Frauen in sein Leben treten, denn dummerweise wirft er ein Auge just auf seine Professorin. Immer noch Andersons schönster Film, sehr in Ordnung! Mi 22.8., 21.00 Salami Aleikum (D 2009) R: Ali Samadi Ahadi D: Navid Akhavan, Michael Niavarani, Anna Böger, Wolfgang Stumph (99 min) Der schüchterne Sohn eines persischen Fleischhauers aus Köln bleibt mit dem Lieferwagen in einem Kaff im ehemaligen Osten hängen – und findet dort in der Ex-Kugelstoßerin Ana seine große Liebe. „Es gibt viele gute Gründe, den Komiker Michael Niavarani zu schätzen. Dieses von

Kino am Dach

Lindsay Beamish in „Shortbus“ ihm geschriebene Multikulti-Märchen gehört nicht dazu.“ (W. Kralicek) So 29.7., 21.30 Das Schmuckstück / Potiche (F 2010) R: Francois Ozon D: Catherine Deneuve, Gérard Depardieu, Fabrice Luchini, Karin Viard, Judith Godrèche, Sergi Lopez (103 min) Emanzipationsgeschichte mit Catherine, der Großen: In Ozons 70er-Retrospektakel spielt sie eine verwöhnte Industriellengattin, die die Führung der Fabrik übernimmt, als ihr Ehemann nach einem Zusammenstoß mit seiner streikenden Arbeiterschaft einen Herzanfall erleidet. „Hübsch und hohl, wie sich das für eine Ziervase (‚Potiche‘) gehört“ (J. Schätz). Do 2.8., 21.00 Sein oder Nichtsein / To Be or Not to Be (USA 1942) R: Ernst Lubitsch D: Jack Benny, Carole Lombard, Robert Stack, Felix Bressart, Sig Ruman (98 min) Auftritt des Führers: „Heil Hitler!“, der grüßt zurück: „Heil myself!“ Alles nur Theater, in Warschau proben Schauspieler ein Anti-Nazi-Stück. Wenig später kommen die Deutschen wirklich und Ernst Lubitschs vollkommen irrwitziges Meisterwerk nimmt seinen Lauf. „Ich habe drei Todsünden begangen“, verriet der aus Deutschland emigrierte Regisseur sein Rezept. „Ich habe die üblichen Genres missachtet, als ich ein Melodram mit Farce verband, ich habe unsere Kriegsziele gefährdet, weil ich die Nazibedrohung verharmloste, und ich habe zudem außerordentlich schlechten Geschmack bewiesen, weil ich Polen als Schauplatz für eine Komödie wählte.“ Genauso wird’s gemacht! (Michael Omasta) So 15.7., 21.30 Shortbus (USA 2006) R: John Cameron Mitchell D: Sook-Yin Lee, Paul Dawson, Lindsay Beamish, PJ DeBoy, Raphael Barker, Jay Brannan, Peter Stickles (102 min) Shortbus, ein fiktiver New Yorker Club, in dem sich aufgeschlossene junge Menschen die Zeit mit Musik, Undergroundfilmen und

vor allem Sex vertreiben, ist Schauplatz von „Shortbus“: einem bittersüßen Melo, dessen unbekümmerte Hard-CoreSzenen (grandios: ein schwuler Dreier beim Absingen der Nationalhymne!) dem puritanischen Amerika unter George W. Bush eine durchaus sehr explizite Utopie entgegensetzen. Mo 6.8., 21.00 Soul Kitchen (D 2009) R: Fatih Akin D: Adam Bousdoukos, Moritz Bleibtreu, Birol Ünel, Anna Bederke, Pheline Roggan, Lucas Gregorowicz (99 min) Ein linkischer Kneipier und sein genialischer Koch verwandeln ein Friteuse-Beisl im Hamburger Viertel Wilhelmsburg in einen kulinarischen Szenetreff. – „Der flapsige bis breit klamaukige Tonfall, in dem Fatih Akin die immer haarsträubenderen Glücks- und Unglücksfälle des Personals besagter ‚Soul Kitchen‘ schildert, liegt ihm wesentlich besser als zuletzt das forciert Kontemplative seines Schicksalsdramas ‚Auf der anderen Seite‘.“ (J. Schätz) Do 23.8., 21.00 Station Agent (USA 2003) R: Tom McCarthy D: Peter Dinklage, Patricia Clarkson, Bobby Cannavale, Michelle Williams (88 min) Newfoundland, ein Kaff in New Jersey, ist Ort der Selbstfindung des kleinwüchsigen Fin, einer lebensmüden Malerin und eines Hot-Dog-Verkäufers aus Kuba. McCarthys gefälliges Regiedebüt hat Charme, Witz und bloß ein Problem: Es fährt durch und vorbei – wie die Güterzüge, von denen Fin regelrecht besessen ist. Di 14.8., 21.00 Sterben für Anfänger / Death at a Funeral (GB/D/USA 2007) R: Frank Oz D: Matthew Macfadyen, Keeley Hawes, Andy Naman, Rupert Graves, Ewen Bremner, Daisy Donovan, Peter Vaughan (91 min) Die weitläufige Verwandtschaft kommt zur Beerdigung eines Familienmitglieds auf ihrem Landsitz zusammen: Der falsche Leichnam wird zur Aufbahrung geliefert – und eine „Black Comedy“ typisch britischen Zuschnitts ist perfekt. Regisseur Frank Oz zog einst bei den „Muppets“ die Strippen. Mo 20.8., 21.00 Superbad (USA 2007) R: Greg Mottola D: Jonah Hill, Michael Cera, Christopher Mintz-Plasse, Martha MacIsaac, Emma Stone (114 min) Seth und Evan, zwei Highschool Seniors, kriegen nach einem geplatzten Besäufnis, bei dem sie’s richtig krachen lassen wollten, die Krise. Von den Kollegen bei der „Village Voice“ in höchsten Tönen gelobte Post-Pubertäts-Komödie. Die finden olle Sprüche wie den Seths über Evans üppige Mom („I am so jealous you got to suck on those tits when you were a baby“) echt witzig. Superbled! Sa 18.8., 21.00 Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott (Ö 2010) R: Andreas Prohaska D: Andreas Kiendl, Michael Ostrowski, Elfriede Ott, Angelika Niedetzky (112 min) High-Concept-Komödie, made in Austria. Verlierer Horst bessert sich das Gehalt mit der Rente seiner verstorbenen Oma auf.

„Station Agent“: der kleine Fin auf seinem Selbstfindungstrip

Als sich der Bürgermeister zum Geburtstag der alten Dame anmeldet, will Freund Toni ihm aus der Patsche helfen – und begeht das titelgebende Verbrechen. „Die Story lässt viel Raum für Schreiduell, Slapstick und Massencouplet, für Schmähs mit Kiffen, Popoabszess und kesser Krankenschwester, für schwächelnde Ganovenplots sowie verkultungsaffine Kochrezepte und Wortwitze. Ein Ottpourri.“ (Dr. Robnik) So 12.8., 21.00 Was Sie schon immer über Sex wissen wollten ... / Everything You Always Wanted to Know About Sex (But Were Afraid to Ask) (USA 1972) R: Woody Allen D: Woody Allen, John Carradine, Lou Jacobi, Anthony Quayle, Tony Randall, Lynn Redgrave, Burt Reynolds, Gene Wilder (87 min) Frei nach Doc D. Reuben: Geschichten von, mit, zu und über Sex. Schon das Ungetüm von einem Titel lässt erahnen, dass hier einer auf das Äußerste zur Satire entschlossen ist. Was ist Sodomie? Fragen Sie Schaf Daisy! Was ist Perversion? Probieren Sie Roggenbrot! Na, und was geschieht dann bei der Ejakulation? Hoffentlich nicht das, was Spermie #1, ver(samen)körpert von Woody Allen selbst, vorher noch alles über sich ergehen lassen muss! (Michael Omasta) Mo 16.7., 21.30 Willkommen bei den Sch’tis / Bienvenue chez les Ch’tis (F 2008) R: Dany Boon D: Kad Merad, Dany Boon, Zóe Félix, Anne Marivin, Line Renaud, Michel Galabru (106 min) Der strafversetzte Postler aus dem Süden versteht die Welt nicht mehr, besser gesagt: die lustige Sprache, die in Nord-Pas-de-Calais gesprochen wird! Das ist nur eins von mehreren soziokulturellen Missverständnissen, die sich Regisseur Dany Boon für „Willkommen bei den Sch’tis“, den bisher erfolgreichsten französischen Film schlechthin, zunutze macht. Dem Bild der nordfranzösisch-industriellen Sozialtristesse stellt Boon jenes von einfältig-liebenswürdiger Schrulligkeit gegenüber und forciert genüsslich jede Menge völlig harmloser Situationskomik. (Michael Pekler) Do 12.7., 21.30 Zack and Miri make a Porno (USA 2008) R: Kevin Smith D: Seth Rogen, Elizabeth Banks, Craig Robinson, Traci Lords (102 min) Erst nach Jahren merken Zack und Miri, platonische Freunde seit der Highschool, dass sie einander ja doch auch lieben. Um das Nötige für eine gemeinsame Zukunft oder zumindest die Miete zusammenzubekommen, beschließt das Paar, eine „Star Wars“-Porno-Version fürs Internet zu drehen. Tugendhafte, romantische Komödie. Mo 13.8., 21.00 Zombieland (USA 2009) R: Ruben Fleischer D: Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone, Abigail Breslin, Amber Heard, Bill Murray (88 min) Mit dem Zombieland des Titels sind die Vereinigten Staaten gemeint, die nach einer Epidemie von modrigen Untoten beherrscht werden: Ein zufälliges Quartett von Überlebenden macht sich auf den beschwerlichen Weg zur letzten Zombie-freien Zone. Umwerfend die Tagline dieses Splatterklamauks: „This place is so dead.“ (Michael Omasta) Mo 30.7., 21.30 Zusammen / Tillsammans! (SWE/DK/I 2000) R: Lukas Moodysson D: Lisa Lindgren, Michael Nyqvist, Anja Lundqvist (106 min) Wir blenden zurück in die bewegten 1970er, als der handbemalte VW-Bus genauso zu den Insignien einer rebellierenden Generation zählte wie handgestrickte Pullover oder der Duft von Hanf. In dieser fernen Zeit also teilen in einer Kommune in Stockholm eine Lesbe, ein Marxist, diverse Vegetarier, geprügelte Ehefrauen und noch ein paar Kinder in solidarischer Einheit Tisch und Bett. Mi 18.7., 21.30

Foto: Polyfilm, Stadtkino

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