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FALTER Special 46

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S P E C I A L 46 #

Beilage zu Falter 26, Juni 2011

Foto: Katrin Bruder

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Gesundheit und Pflege bis ins Alter

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Das neue Wiener Spitalskonzept    Interview mit Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely Schnelle Hilfe bei der Dialyse    Dialysekapazität in den Spitälern der Stadt Wien verdoppelt Das modernste Spital Europas    2015 eröffnet das neue Krankenhaus Nord in Wien Ein besseres Pflegeangebot    Der Direktor der Pflegewohnhäuser stellt Verbesserungen vor Die neuen Pflegewohnhäuser    Sie sind der Kern des neuen Wiener Geriatriekonzepts Gut und betreut wohnen    Reportage aus den neuen Wiener Pflegewohnhäusern

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Wiener Spitalskonzept 2030

SPEC

Mehr Qualität an weniger Stadtorten

Die Reform des Gesundheitswesens ist eine gewaltige Aufgabe – schließlich ist den ÖsterreicherInnen ihre Gesundheit am wichtigsten. Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely im Gespräch über die Wiener Spitalsreform

ie Gesundheitsreform der Stadt Wien hat sich acht Schwerpunkte gesetzt: Qualität, Investitionen, Eigenständigkeit, Transparenz, Kostenkontrolle, Mitarbeiterzufriedenheit, Angebot und PatientInnenorientierung. Über diese Punkte sprachen wir mit der Wiener Gesundheitsstadträtin.

Frau Stadträtin Wehsely, warum braucht Wien eine Spitalsreform? Sonja Wehsely: Weil die Herausforderungen an das Gesundheitssystem keine kleinen sind. Die demografische Entwicklung ist ein Thema, die schwächer werdende Versorgung der WienerInnen durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ebenso wie die alte Bausubstanz unserer Spitäler, deren Erhaltung extrem teuer ist. Hat die Reform nur finanzielle Gründe? Wehsely: Selbstverständlich sind es nicht nur finanzielle Gründe. Aber das Budget des Wiener Krankenanstaltenverbunds stieg zwischen 2004 und 2009 jährlich um 5,7 Prozent, während das Bruttoinlandsprodukt gemäß Wifo um durchschnittlich 2,1 Prozent wächst. Lassen Sie es mich so formulieren: Wir haben jetzt ein Zeitfenster für die Modernisierung des Wiener Spitalswesens, das ich nützen werde. Warum wurde in Wien nicht der deutsche Weg einer Privatisierung der Spitäler gegangen? Wehsely: Auch in Deutschland haben die Kommunen nicht aus Freude die Gemeindespitäler privatisiert, sondern weil ihnen das Wasser bis zum Hals gestanden ist. Darauf wollten wir in Wien nicht warten, weil Privatisierung zunächst ein-

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fach klingt, man sich aber damit wesentliche Steuerungsmöglichkeiten nimmt.

„Wir schauen uns an, wie gut die medizini- sche Leistung, die wir bieten, tatsächlich ist, und nützen dieses Wissen für Verbesserungen.“ Sonja Wehsely, Gesundheitsstadträtin

Das Spitalskonzept setzt auf acht Eckpunkte. Können Sie diese ganz kurz erläutern? Wehsely: Zuvorderst geht es um mehr Qualität an weniger Standorten, also um eine Bündelung von Kompetenzen. Wir wollen Gelder, die derzeit in Betriebsstrukturen fließen, frei machen für sinnvolle Investitionen. Der Wiener Krankenanstaltenverbund KAV soll noch stärker als bisher in der Lage sein, unternehmerisch zu agieren – mit mehr Transparenz für die PatientInnen, mehr Kostenkontrolle für die SteuerzahlerInnen und mehr Zufriedenheit für die MitarbeiterInnen. Zusammengefasst: Wir brauchen ein besseres Angebot für die PatientInnen, um deren Wohlergehen wir uns zu sorgen haben. Gibt es Erfahrungen, wie sich Zusammenlegungen von Spitälern auswirken? Wehsely: Es gibt in der jüngeren Vergangenheit sehr gute Erfahrungen mit der Konzentration auf Spitäler mit bestimmten Schwerpunktleistungen. Ein Beispiel ist etwa die Übersiedelung des Mautner Markhof‘schen Kinderspitals in die Krankenanstalt Rudolfstiftung 1998. Oder ein Jahr später die Übersiedelung der Kinderklinik Glanzing ins Wilhelminenspital. Diese Entwicklung geht mit dem Wiener Spitalskonzept 2030 weiter. Wie viel lässt sich durch die Zusammenlegung von Spitälern einsparen – gibt es aktuelle Beispiele? Wehsely: Wir achten darauf, nicht nur Standorte zusammenzulegen, son­dern auch die Modernisierung

von Abläufen im Auge zu behalten. Dennoch: Alleine durch die Übersiedelung der Leistungen des Elisabethspitals und des Sophienspitals können wir jährliche Betriebskosten von rund 30 Millionen Euro freimachen. Die Einsparungen klingen plausibel. Nur, wie ist es eigentlich zu den vielen Spitalsbauten gekommen – war das von vornherein problematisch? Wehsely: Das darf man sich ja nicht so vorstellen, als hätte man seinerzeit gesagt, wir brauchen in Wien zwölf, 13 oder 20 Standorte. So eine Struktur wächst einfach historisch – und es kommt der Zeitpunkt, wo man sich als verantwortliche Politikerin fragen muss: Was ist sinnvoll und was ist eine aktuelle Anforderung an ein Spitalswesen? Wodurch unterscheidet sich ein eigenständigeres Spital von einem privaten? Wehsely: Der größte Unterschied ist natürlich die Gewinnorientierung, die bei privaten Unternehmen im Vordergrund steht. Ein Spital im öffentlichen Eigentum muss keinen Gewinn erwirtschaften, aber es muss mit Steuergeldern sorgfältig umgehen. Und dazu braucht es als Rahmenbedingung mehr Eigenständigkeit als bisher. Was bedeutet mehr Transparenz für die PatientInnen konkret? Wehsely: Wir schauen uns an, wie gut die medizinische Leistung, die wir bieten, tatsächlich ist, und nützen dieses Wissen für Verbesserungen. Qualität zu messen und sichtbar zu machen, das bietet für die PatientInnen und deren Angehörige eine wesentliche Orientierungsgrundlage.

Fortsetzung auf Seite 4

Foto: Alexandra Kromus/PID

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Foto: Peter Rigaud

SPECIAL

„Deutsche Kommunen haben die

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Wiener Spitalskonzept 2030

Gemeindespitäler

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privatisiert, weil ihnen das Wasser bis zum Hals gestanden ist. Darauf wollten wir in Wien nicht warten.“

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Wiener Spitalskonzept 2030

SPEC

Gesundheitseinrichtungen des KAV. Mir geht es um ein wirtschaftlicheres Arbeiten des Wiener Krankenanstaltenverbundes.

Personalausstattung

aller österreichischen Bundesländer“

Fortsetzung von Seite 2 Was heißt „weniger Lobbying“? Wer ist die Lobby, und wie nimmt sie Einfluss auf die Spitäler? Wehsely: Es gibt nicht „die eine Lobby“, die Einfluss nimmt. Es gibt eine Reihe von Gruppierungen, die sich aus wirtschaftlichen Überlegungen nicht wünschen können, dass wir die Qualität, die wir in unseren Spitälern erbringen, transparent machen. Weil das auch den Mitbewerb zwingt, jenseits der

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„Alle Möglichkeiten zur Steigerung der Effizienz müssen realisiert werden.“ Sonja Wehsely, Gesundheitsstadträtin

Farbe der Vorhänge die Qualität nachvollziehbar zu gestalten. Wie sieht die Kostenkontrolle konkret aus? Welche Einsparungspotenziale sehen Sie dadurch ermöglich? Wehsely: Eine längerfristige Budgetperspektive ist das Ziel. Alle Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung müssen realisiert werden. Ausgehend davon gibt es klare Zielvorgaben für die einzelnen

Wie verändert sich das Spital in Zukunft – sieht es anders aus als ein gegenwärtiges? Wehsely: Für PatientInnen wird sich vor allem ändern, dass die Spitalsaufenthalte aufgrund des medizinischen Fortschritts immer kürzer werden können. Oft ist es nicht mehr notwendig, etwa nach einer Operation, wochenlang im Spital zu bleiben. Eingriffe können ambulant, tages- oder wochen­k linisch erfolgen. Spätestens am Freitag können dann PatientInnen und MitarbeiterInnen wieder nach Hause zu ihren Familien. Das ist für alle ein Vorteil, niemand ist gerne lange Zeit im Spital. Die heutigen Spitalsorganisationen und ihre Abläufe werden mit dem Wiener Spitalskonzept 2030 auf die Zukunft, die übrigens schon längst begonnen hat, vorbereitet.

Fotos: Alexandra Kromus/PID

„Wien hat im Gesundheitsbereich die intensivste

Die Zahl der SpitalsärztInnen und des Pflegepersonals ist in den Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbundes KAV gestiegen – wie geht das mit der allgemeinen Klage zusammen, es gebe zu wenig Krankenpflegepersonal? Wehsely: Die Zahl der KAV-SpitalsärztInnen hat sich seit dem Jahr 2005 um über sechs Prozent erhöht, die Zahl des diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonals um über drei Prozent. Wien hat im Gesundheitsbereich die intensivste Personalausstattung aller österreichischen Bundesländer. Und wir sorgen für die Ausbildung: In den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen des Wiener Krankenanstaltenverbundes werden österreichweit die meisten Gesundheits- und Krankenschwestern- sowie -pfleger ausgebildet. Damit all diese MitarbeiterInnen mit ihren Jobs zufrieden sind, braucht es Führungskräfte auf allen Ebenen, die auf Arbeitszeiten achten, auf Gesundheitsförderung für MitarbeiterInnen und auf wechselseitige Wertschätzung.

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SPECIAL

Können Sie ein Wiener Spital nennen, das im Bereich PatientInnenorientierung vorbildhaft wirkt? Wehsely: Letztlich ist die Orientierung an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten für alle MitarbeiterInnen des Gesundheitswesens Auftrag und Berufung. Das merken die Menschen in dieser Stadt. Sie werden in allen kommunalen Spitälern erstklassig und mit Herz medizinisch versorgt und betreut. Das Wiener Spitalskonzept 2030, seine Schwerpunktsetzungen

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Wiener Spitalskonzept 2030 und Verlagerungen sowie der Bau des Krankenhauses Nord sorgen dafür, dass das auch in 20 Jahren noch so ist. Wie wollen Sie es den Menschen schmackhaft machen, statt in die Spitäler zu niedergelassenen ÄrztInnen oder in ÄrztInnengemeinschaften zu gehen? Wehsely: Hier geht es nicht darum, jemandem etwas schmackhaft zu machen. Wohin sollen denn die PatientInnen gehen, wenn sie im nie-

dergelassenen Bereich am Abend oder am Wochenende keine offenen Ordinationen finden? Natürlich gehen sie in die Spitäler. Deshalb ist es wichtig, dass wir gemeinsam mit dem Bund, mit der Ärztekammer und mit den Sozialversicherungen zu einer gemeinsamen und abgestimmten Verbesserung für die PatientInnen kommen. Wie sieht der Zeitrahmen für die Implementierung dieser Reformschritte aus?

Wehsely: Bis 2013 sollte die Gesundheitsreform unter Dach und Fach sein.

Bei der Gesundheit sind die Wienerinnen und Wiener sehr heikel. Wird die Spitalsreform ihren Wünschen und Hoffnungen entsprechen können? Wehsely: Ich sehe meine Aufgabe darin, die Ärmel hochzukrempeln und für Verbesserungen einzutreten. Die Beurteilung dieser Arbeit obliegt den WählerInnen und SteuerzahlerInnen.

Das Wiener Vorbild

Wien hat ein vorbildliches Anmeldesystem in den Spitälern. Nun soll es bundesweit eingeführt werden

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undesweit soll in allen Spitälern ein transparentes Anmeldemanagement verpflichtend eingeführt werden. Das Wiener Modell übernimmt hier Vorbildfunktion. Im Januar 2008 präsentierte Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely erstmals das elektronische OP-Anmeldesystem. Drei Jahre später arbeiten bereits alle Spitäler der Stadt Wien damit. Gerhard Neustifter von der Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft begrüßt die Initiative. Er stellt fest, dass PatientInnenbeschwerden im Anmeldebereich deutlich zurückgegangen sind. „Die PatientInnen konnten früher schwer beweisen, dass eine Bevorzugung bestimmter Personen beim Wartelistenmanagement stattgefunden hat. Vermutungen gegenüber der PatientInnenanwaltschaft wurden jedoch häufig geäußert. Diese Art der Intervention hat sich seit Einführung des Systems weitestgehend gelegt.“ Wie auch im Ministerialentwurf zur Novelle des bundesweiten Kranken- und Kuranstaltengesetzes (KAKuG) festgehalten, kommt es immer wieder zu Diskussionen über die sogenannte Zwei-Klassen-Medizin in Österreich. Die Verpflichtung zur Führung eines transparenten Anmeldemanagements für geplante

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Operationen soll laut dem Entwurf eine „qualitätsvolle, gerechte und solidarische Versorgung im öffentlichen Gesundheitswesen sicherstellen.“

So funktioniert das neue

Anmeldesystem in Wien Das in Wien angewendete Anmeldesystem ermöglicht es den ÄrztInnen festzuhalten, wann und warum sie PatientInnen einen OP-Termin geben und welche Vorbereitungen notwendig sind. Bei der Planung wird, soweit möglich, auf die Bedürfnisse der PatientInnen Rücksicht genommen und anstehende Urlaube oder andere Termine miteinbezogen. Das Anmeldesystem erfolgt vollkommen transparent, Doppel- oder Mehrfachmeldungen werden verhindert. Die Option, Notfälle vorzureihen, ist auch im neuen System weiterhin gegeben. Missbrauch durch das Dringlichmachen von Fällen der PatientInnen, die zum Beispiel einer höheren Versicherungsklasse angehören, soll das neue Management verhindern. Bevorzugungen durch das computergesteuerte System sind nicht möglich. Ein weiterer Schritt zur Verkürzung der OP-Anmeldezeiten wurde in Wien durch eine kontinuierliche

„Das Anmeldezeitenmanagement steht für viele sinnvolle Verbesserungen in Wiener Spitälern.“ Sonja Wehsely, Gesundheitsstadträtin

Ausdehnung der Operationszeiten bis aktuell 18.00 Uhr gesetzt. Durch flexiblere Diensteinteilungen operieren jetzt schon 50 Prozent aller operierenden Abteilungen im Wiener Krankenanstaltenverbund KAV sowohl vormittags

als auch nachmittags. Für Stadträtin Wehsely ist es wichtig, dass die MitarbeiterInnen in den Spitälern der Stadt Wien ihre Stärken und ihre Ausbildung optimal einsetzen können. „Effizienz und Effektivität bei der täglichen Arbeit brauchen auch die geeigneten Rahmenbedingungen. Das OP-Anmeldemanagement des KAV steht stellvertretend für viele sinnvolle Verbesserungen in den Spitälern der Stadt Wien,“ sagt Wehsely.

Die Wartezeiten auf Operationen haben sich verkürzt

Die Erfolgszahlen der Stadt Wien lassen jetzt auch bundesweit auf eine Verbesserung des OP-Managements in den Spitälern hoffen. Im Krankenhaus Hietzing konnte die Anmeldezeit bei Operationen des Grauen Stars von zwölf Wochen auf maximal drei Wochen verkürzt werden. Das Warten auf neurochirurgische Eingriffe an der Wirbelsäule in der Krankenanstalt Rudolfstiftung hat sich seit Dezember 2009 um 35 Tage auf nun 52 Tage zwischen Anmeldung und Operation verringert. Die Anmeldezeit für Hüftoperationen im Otto-Wagner-Spital liegt bei durchschnittlich 51 Tagen. Text: Sonja Dries

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Spitalsreform

„Die Dialysebehandlung ist in jedem Haus gleich und auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.“

Josef Kovarik,

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Leiter der Dialyseabteilung im Wilhelminenspital

Schnelle Hilfe bei der Dialyse

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teigende Lebenserwartung und „Zivilisationskrankheiten“ wie Diabetes und Bluthochdruck sind die Gründe des „überproportionalen Anstiegs der Dialysepopulation in Wien“, sagt Josef Kovarik, Leiter der Dialyseabteilung im Wiener Wilhelminenspital. Grund genug, um nach einem Engpass in der Dialyseversorgung Wiens eine gemeinnützige Betriebsgesellschaft des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV), der Wiener Gebietskrankenkasse und der Barmherzigen Brüder zu gründen: das Dialysezentrum Donaustadt. „Diese Betriebsgesellschaft wurde so konzipiert, dass der Dialyse­bedarf Wiens bei einer jährlichen Steigerung von etwa sechs Prozent bei den PatientInnen bis etwa 2017 gedeckt sein sollte“, sagt Kovarik. Das dreistöckige Wiener Dialysezentrum im 22. Bezirk umfasst 72 Plätze. Kovarik geht von einem

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Vizerektorin Karin Gutiérrez-Lobos, Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely, Reinhard Krepler, Direktor des AKH Wien, und Univ.-Prof. Walter H. Hörl bei einer Patientin der neuen Dialysestation im AKH Wien

„theoretischen Versorgungsmaximum – bei Früh-, Nachmittags- und Abendschicht – jeweils Montag, Mittwoch, Freitag oder Dienstag, Donnerstag, Samstag von maximal sechs PatientInnen pro Platz“ aus. Insgesamt können so 432 PatientInnen im Dialysezentrum Donaustadt pro Woche behandelt werden. Im Wilhelminenspital sind seit 2008 16 neue Dialyseplätze in Betrieb. „Meine Abteilung verfügt über insgesamt 32 chronische Plätze. Sie ermöglichen die Behandlung von 192 Patienten.“ „Die Dialysebehandlung ist in jedem Haus gleich und auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft“, erklärt Kovarik. Mit 72 Plätzen hat die Dialysezentrum GmbH die größte Dialysekapazität unter den Wiener Spitälern. Sie wird von den KAV-Häusern und der Uni-Klinik genutzt. Josef Kovarik weist da­ rauf hin, dass „die Dialysezentrum

GmbH eine rein ambulante Einrichtung ist. Dahinter steht kein Spital mit entsprechender Infrastruktur und Bettenkapazität.“ Die kontinuierlich steigende Zahl an DialysepatientInnen erfordert, wie im Wiener Dialysekonzept vorgesehen, einen Ausbau der nephrologisch-stationären Backup-Kapazität in den Wiener Spitälern. Denn rund zehn Prozent der DialysepatientInnen brauchen ein Spitalsbett. Das erweiterte Dialysekonzept für Wien umfasst neben der Dialysezentrum GmbH das Wilhelminenspital mit 32 Plätzen, die Universitätsklinik mit 24 Plätzen, die Rudolfstiftung und das HanuschKrankenhaus mit je 20 Plätzen, das Krankenhaus Hietzing mit acht Plätzen, das Kaiser-Franz-Josef Spital und das SMZ-Ost mit je 14 Plätzen und das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder mit zwölf Plätzen. Text: Alexandra Aurelia Nemeth

Fotos: Wilhelminenspital der Stadt Wien, Schaub-Walzer / PID

Seit 2007 hat die Stadt Wien in ihren Spitälern die Dialysekapazitäten verdoppelt. Josef Kovarik, der Leiter der Abteilung Dialyse im Wilhelminenspital, erklärt diese Entwicklung

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Spitalsreform

SPECIAL

Das modernste Spital Europas

2015 wird das neue Krankenhaus Nord seinen Teilbetrieb aufnehmen. Das Schwerpunktspital wird rund 800 Betten aufweisen und 2500 Arbeitsplätze schaffen. Es gilt jetzt schon als Role Model in der Gesundheitsversorgung

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Krankenhäuser und Abteilungen waren von Beginn an in die Planung mit einbezogen“, sagt der Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) Wilhelm Marhold.

Spital mit einer

Nachhaltigkeitscharta Ein komplexer und moderner Bau verlangt nach Energieeffizienz, wussten die Projektkoordinatoren. So entstand gemeinsam mit der Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 die Nachhaltigkeitscharta. „Wir freuen uns, dass der Workshop ‚Nachhaltigkeit im Projekt KH Nord‘ impulsgebend für die Planung war und unsere Anliegen und Ideen hier eingearbeitet worden sind“, sagt Karin Büchl-Krammerstätter, die Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung MA 22. Auch Gesundheitsstadträtin Wehsely ist vom „Prinzip der Nachhaltigkeit überzeugt, sowohl beim Bau als auch bei der Betriebsführung ihrer Infrastrukturprojekte“. Die Nachhaltigkeitscharta sieht sie „nicht nur als ein hübsches Etikett oder Kür,

Foto: Architekturbüro Albert Wimmer

rischer Wind weht für das Gesundheitswesen in Wien. Mitte März stellte die Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely das Wiener Spitalskonzept vor. Das Krankenhaus Nord ist darin ein wesentlicher Punkt: „Das Krankenhaus Nord bringt modernste Betriebsstrukturen, kurze Wege für MitarbeiterInnen, die alle in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen auf größtmögliche Effizienz und Effektivität achten – so wird das KH Nord zu einer tragenden Säule der Spitäler der Zukunft“, sagt Wehsely. Insgesamt drei Spitäler und verschiedene Abteilungen aus anderen Krankenhäusern übersiedeln an den neuen Standort, der 6000 Räume beherbergen wird. Das ist laut Wehsely „ökonomisch und medizinisch sinnvoll“. Das Krankenhaus Floridsdorf, die Semmelweis-Frauenklinik und das Orthopädische Krankenhaus Gersthof werden komplett in das neue Spital an der Brünner Straße 68 übersiedeln. Zudem wird eine Kinder- und Jugendpsychiatrische Abteilung und eine Unfallchirurgie eingerichtet. „Die MitarbeiterInnen der involvierten

So wird das modernste Spital Europas, das künftige Wiener

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sondern als Grundprinzip, also als ein Pflichtprogramm.“ Neben der Einarbeitung regelmäßiger Updates wird darauf geachtet, dass die Nachhaltigkeitscharta am „Ende jedes Planungsschrittes als Checkliste herangezogen wird, um den Grad und die Vollständigkeit der Umsetzung festzustellen“. Auch Herbert Ritter, Energiesonderbeauftragter für Magistratsobjekte ist davon überzeugt, dass „der vorliegende Kriterienkatalog die Weichen für einen effizienten Umgang mit Energie im Krankenhaus Nord stellt.“

Bagger sind im Oktober 2010 aufgefahren

Im Oktober 2010 haben die ersten Arbeiten auf dem Gelände begonnen. Ab Spätherbst 2011 ist der Aushub für das Krankenhaus geplant. Die Arbeiten für den Rohbau werden plangemäß im zweiten Halbjahr 2012 erfolgen. Die Sprengung des Schlotes Anfang Mai war eine der letzten notwendigen Maßnahmen der Abbrucharbeiten der alten ÖBBWerkstätten.

Krankenaus Nord,

„Damit liegen wir genau im Zeitplan“, sagt Generaldirektor Marhold. Im Zuge des Abbruchs wurden in den vergangenen Monaten etwa 80.000 Tonnen Beton bzw. Stahlbeton, circa 11.000 Kubikmeter Ziegel und rund 600 Tonnen Stahl von der Baustelle für das Spital entfernt und entsprechend den gesetzlichen Vorschriften entsorgt. Vom rund 112.000 Quadratmeter großen Areal wird rund ein Drittel verbaut. An die 70 Prozent werden als begrünte, teilweise befes­tigte Außenflächen gestaltet. Das Krankenhaus selbst wird eine Bruttogeschoßfläche von rund 200.000 Quadratmetern haben. Die über 45.000 Quadratmeter große Grünfläche, vergleichbar mit zehn Fußballfeldern, wird mit geschützten Therapiebereichen und naturnahen Grünräumen vielfältig ausgestattet. Die Gesamtkosten des seit 2006 laufenden Projektes Krankenhaus Nord belaufen sich auf 825 Millionen Euro. 300 Millionen Euro davon werden über einen kostengünstigen und langfristigen Kredit der Europäischen Investitionsbank finanziert. Text: Alexandra Aurelia Nemeth

nach der Fertigstellung aussehen

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Pflege

SPEC

„Besseres Pflegeangebot“

Das neue Geriatriekonzept der Stadt Wien zielt ab auf Erneuerung und eine ausgewogene Verteilung der stationären Zentren, auf Heimbetreuung und integrative Pflege, erklärt Roland Paukner, Direktor der Pflegewohnhäuser

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ses Jahrzehnt ausreichend mit Pflege- und Betreuungsplätzen versorgt. 2015 wird es in Wien über 10.000 Pflegeplätze geben. Damit sind wir gut gerüstet. Ab 2020 wird es einen stärkeren Anstieg hochbetagter Menschen geben, wobei wir uns alle wünschen, dass diese Menschen auch länger relativ gesund bleiben. Es wird jedoch ab diesem Zeitpunkt ein höheres Angebot an Pflege- und Betreuungsplätzen notwendig sein, sodass wir jetzt schon mit der Planung beginnen müssen. Laut Umfragen wollen über 80 Prozent der älteren Menschen in den eigenen vier Wänden gepflegt werden. Trägt man dem Rechnung? Paukner: Bürgermeister Häupl betont immer wieder, dass es Ziel der Gesundheitspolitik der Stadt ist, Menschen möglichst lange zu Hause zu pflegen und zu betreuen, was diese sich ja auch wünschen. Realistischerweise muss man aber sagen, dass für eine gewisse Anzahl von Pflegebedürftigen zu Hause eine Grenze erreicht wird, wo dann halbstationäre oder stationäre Einrichtungen notwendig werden.

chend? Darüber sprachen wir mit Roland Paukner, dem Direktor der Teilunternehmung Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser mit sozialmedizinischer Betreuung des Wiener Krankenanstaltenverbundes. Herr Paukner, ist Wien mit seinem Geriatriekonzept auf die demografischen Herausforderungen vorbereitet? Roland Paukner: Wien ist nach den demografischen Prognosen für die-

„Ziel der Gesund- heitspolitik der Stadt Wien ist, Menschen möglichst lange zu Hause zu pflegen“ Roland Paukner, Direktor der Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser mit sozialmedizinischer Betreuung

Wie kommen Sie zu Pflegepersonal und wo wird es ausgebildet? Paukner: Wien bildet in seinen Gesundheits- und Krankenpflegeschulen eine große Zahl hochqualifizierter Pflegekräfte aus. Es gibt aber auch die Möglichkeit, auf dem zweiten Bildungsweg diese Ausbildung zu erreichen. Unterstützt werden die Pflegefachkräfte von PflegehelferInnen. Da die Stadt Wien in diesen Bereichen mit 2100 Plätzen größter Ausbildner ist, ist es möglich, qualifiziertes Personal in ausreichender Zahl zu bekommen. Seit 2008 bietet darüber hinaus die FH Campus Wien erstmals in Österreich Ge-

Foto: Lisa Lux

ür Europa ist Demenz das, was Aids für Afrika ist“, warnte vor einiger Zeit der Psychiater Georg Psota, Leiter des Gerontopsychiatrischen Zentrums in Wien. Die Zahl der Demenzkranken wird in Europa in den nächsten Jahrzehnten dramatisch steigen: von 7,1 Millionen im Jahr 2000 auf 16,2 Millionen im Jahr 2050. Zwei Drittel davon leiden an Alzheimer-Demenz. In Österreich geht man von rund 100.000 Erkrankten und 200.000 Angehörigen aus, die die Hauptlast der Versorgung der Dementen tragen. Da die Betreuung durch Angehörige rückläufig ist, müssen stationäre und mobile Pflegekapazitäten ausgebaut werden. Die Zahl von Wiens Pflegeplätzen soll von derzeit 9000 auf über 10.000 im Jahr 2015 erhöht werden. 27.000 Menschen werden schon jetzt von mobilen Diensten wie Essen auf Rädern, Hauskrankenpflege oder Heimhilfe in ihren Wohnungen gepflegt und betreut – Tendenz steigend. Das Geriatriekonzept, das Wiens Sozialstadträtin Sonja Wehsely 2007 vorstellte, wird die Stadt bis 2015 für die demografische Herausforderung rüsten: durch ein dichteres Pflegenetzwerk sowie durch stationäre Einrichtungen auf modernstem Stand mit höchstem Wohnkomfort und regional ausgewogener Verteilung. Pflege- und Betreuungsangebote sollen bedarfsgerecht und auch leistbar sein. Bis 2015 entstehen in Wien neun neue Pflegewohnhäuser, davon vier „Innovative Wohn- und Pflegehäuser“, die ein Wohnen in modernen Appartements auch bei großem Pflegebedarf ermöglichen. Veralterte Geriatriezentren wie etwa das 100 Jahre alte Geriatriezentrum am Wienerwald werden geschlossen. Sind diese Maßnahmen ausrei-

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pflege

SPECIAL

sundheits- und Krankenpflege als generalistisches Studium in Kombination mit Berufsberechtigung und Abschluss eines Bachelor of Science in Health Studies (BSc) an. Die Zahl der Demenzkranken steigt dramatisch an. Hat das Pflegepersonal dafür die geeignete Ausbildung? Paukner: Das Pflegepersonal hat in unseren Einrichtungen eine Grundausbildung im Umgang mit Demenzkranken. Zusätzlich gibt es laufend Weiterbildungsmöglichkeiten, um auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zu sein. Diese Angebote werden von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch gerne angenommen. Werden auch bauliche Einrichtungen für Demenzkranke vorhanden sein? Paukner: In allen neuen Pflegewohnhäusern mit sozialmedizinischer Betreuung gibt es eigene Pflege­wohnbereiche für Menschen mit Demenz. Grundsätzlich verfolgen wir ein integratives Modell: Menschen mit Demenz sollen so lange wie möglich in normalen Pflegewohnbereichen untergebracht werden. Wenn das nicht mehr möglich ist, gibt es spezielle Bereiche, auch geschützte Freibereiche, die den speziellen Bedürfnissen Demenzkranker Rechnung tragen. Häufige Spitalseinweisungen stellen für ältere Menschen ein Problem dar. Wie lässt sich dies verhindern? Paukner: Durch den 24-Stundenärztlichen Dienst sowie zahlreiche Ressourcen eines Krankenhauses am Standort vermeiden wir Spitalsaufenthalte. Wir wissen, dass derartige Milieuwechsel den Patientinnen und Patienten nachhaltig schaden.

Neben der humaneren Lösung ist das letztlich auch wirtschaftlich sinnvoller. Wie steht es mit Sterbebegleitung? Paukner: Wir begleiten auch Menschen in ihrer letzten Lebensphase im Sinne von Palliative Care. Unser pflegerisches und ärztliches Personal hat Kompetenz in diesem Bereich und bildet sich auch ständig dafür weiter. So vermeiden wir, dass in der letzten Lebensphase noch Milieuwechsel stattfinden. Die „Palliative Care“-Kompetenz kommt zu den Menschen. Österreichs Kommunen sind durch den erhöhten Pflegebedarf schon jetzt überschuldet. Hat die Stadt Wien ausreichend finanzielle Mittel oder wird man sich auch nach anderen Geldquellen umsehen müssen? Paukner: Wien ist für die massive finanzielle Herausforderung, die der steigende Pflegebedarf bedeutet, durch geordnete kommunale Finanzen gut gerüstet. Natürlich hat die Wirtschaftskrise die Situation nicht gerade erleichtert. Bei den neuen Pflegewohnhäusern verfolgen wir aber nicht nur Eigenerrichtungen, sondern auch PPP-Modelle. Wir mieten uns also in geeignete Pflegewohnhäuser ein, führen den Betrieb aber selbst. Das spart einerseits Zeit in der Umsetzung des Geriatriekonzepts, andererseits verteilt es die finanzielle Belastung über einen längeren Zeitraum. Und was besonders wichtig ist: Durch innovative Strukturen in den neuen Häusern werden wir wirtschaftlicher im Betrieb. Wir sparen so in den nächsten 20 Jahren ungefähr das, was die Stadt jetzt investiert. Interview: Dieter Hönig

Pflegewohnhäuser

Wiens neue Pflegewohnhäuser bieten alten Menschen Wohnkomfort in Ein- und Zweibettzimmern

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roßanstalten à la Lainz dürften endgültig ausgedient haben. Die neuen Häuser sollen nur noch Ein- und Zweibettzimmer haben. 240 bis 350 Plätze pro Standort soll das Maximum sein. Das Pflegewohnhaus Leopoldstadt ist das erste Haus, das im Rahmen der 2007 präsentierten Neubauoffensive der Stadt Wien im Pflegebereich fertiggestellt wurde. Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely sagt dazu: „Das Pflegewohnhaus Leopoldstadt zeigt die Zukunft der Pflege in Wien. Es ist ein offenes, freundliches Haus zum Wohlfühlen. Jede Bewohnerin und jeder Bewohner hat einen Balkon. Darüber hinaus gibt es einen wunderschönen Garten.“ (Mehr darüber in der Reportage auf Seite 10–16.) In Zusammenarbeit des Kuratoriums Wiener PensionistenWohnhäuser und des KAV werden in den Wiener Bezirken Döbling, Ottakring und Hietzing vier „Innovative Wohn- und Pflegehäuser“ entstehen. Beide Organisationen sollen ihre Erfahrungen einbringen, um das medizinisch/therapeutische Angebot, mit optimaler Betreuung im eigenen Appartement, gemeinsam umzusetzen. Ziel ist es, Wohnappartements bei Bedarf in Pflegeappartements umzuwandeln, um so den BewohnerInnen die lästige Schwellenangst

einer Übersiedelung zu ersparen. Durch die moderne Wohn- und Betreuungsform soll den Menschen Selbstständigkeit und Alltagsnormalität, verbunden mit individueller Pflege und medizinischer Versorgung im eigenen Appartement, geboten werden. Mit dem Bau des ersten Innovativen Wohn- und Pflegehauses (Grinzinger Allee) wurde 2010 begonnen. Nach der Fertigstellung 2012 wird es das PensionistenWohnhaus in der Döblinger Pfarrwiesengasse ersetzen und 252 Menschen ein neues Zuhause bieten. Um- und Zubau sowie Modernisierung des Innovativen Wohn- und Pflegehauses Rosenberg in Hietzing, sollen das Haus für die BewohnerInnen enorm aufwerten. Die Fertigstellung ist für 2013 geplant. Auch Ottakring erhält zwei „Innovative Wohn- und Pflegehäuser“. Das bestehende Haus Liebhartstal 2 wird saniert und durch einen Neubau, der rund 70 Prozent des gesamten Gebäudes ausmacht, erweitert. Baubeginn soll Herbst 2011, Bau­ ende 2013 sein. Im Anschluss wird mit dem Neubau des IWP Liebhartstal, das sich in räumlicher Nähe des Hauses Liebhartstal 2 befindet, begonnen. Dieses vierte IWP soll voraussichtlich 2015 bezugsfertig sein. Dieter Hönig www.pflege.wien.at

Wiens Pflegewohnhäuser im Rahmen der Pflegewohnhaus-Offensive Meidling

wurde am 1. Juni 2011 eröffnet und bietet 256 BewohnerInnen aus dem „Geriatriezentrum Am Wienerwald“ eine moderne Bleibe.

Leopoldstadt  wurde im September 2010 eröffnet und bietet 306 BewohnerInnen zwölf Pflegewohnbereiche, davon sind zwei für an Demenz Erkrankte adaptiert. Simmering

wird 2012 348 BewohnerInnen beherbergen und ebenfalls über ein Tageszentrum verfügen.

Liesing  mit angeschlossenem Tageszentrum soll 322 BewohnerInnen eine Bleibe bieten. Eröffnung: Frühjahr 2012.

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Baumgarten  Am Standort des Geriatriezentrums Baumgarten entsteht ein neues Pflegewohnhaus mit Tageszentrum. Baubeginn war der 14. April 2011. 2013 sollen hier 326 Pflegebedürftige einziehen. Innerfavoriten

wird am Standort der ehemaligen Hellerfabrik errichtet und noch heuer fertiggestellt. 265 BewohnerInnen werden hier moderne Pflege und Betreuung finden.

Donaustadt   Das jetzige Geriatriezentrum wird von 2012 bis 2014 generalsaniert und wird 328 Plätze haben. Zusätzlich entsteht in einem Anbau ein Zentrum für 100 Langzeitbeatmete und WachkomapatientInnen.

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pflege

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Gut und betreut wohnen

Das Pflegenetzwerk für betreuungsbedürftige SeniorInnen wird bis 2015 noch dichter geknüpft. Die Stadt Wien errichtet neun moderne Pflegewohnhäuser. Hier eine Reportage aus zwei der neuen Pflegewohnhäuser

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an muss sich diesen Schritt sehr genau überlegen“, betont Maria Forte. „Aber wenn man allein nicht mehr kann, dann ist es das Beste, man geht in ein Heim.“ Die 85-jährige Pensionistin lebt seit drei Jahren in einer Einrichtung für pflegebedürftige ältere Menschen. Bis zur Übersiedlung am 16. Mai hatte sie im Geriatriezentrum am Wienerwald (GZW) gewohnt, das 2015 geschlossen wird. „Am Anfang war ich skeptisch und wollte nicht gerne weg aus Lainz, aber hier ist es viel schöner. Vorher war ich in einem Dreibettzimmer untergebracht, und jetzt habe ich ein Einzelzimmer mit eigenem Bad.“ Seit letztem Monat wohnt die ehemalige Krankenschwester im fünften und obersten Stockwerk des neuen Pflegewohnhauses Meidling. Heute wird am großen Esstisch des großen Tagraumes gemeinsam gebacken. „Schwester“ Rudmilla, wie sie von den BewohnerInnen liebevoll genannt wird, bereitet schon den Keksteig vor. Die Pflege zu Hause kommt für Maria Forte nicht mehr infrage. „Das könnte und würde ich meinem Sohn nie aufbürden.“

Das neue Pflegewohnhaus

Meidling mit Demenzgarten Das neue Pflegewohnhaus Meidling ist über die U6-Station Tscherttegasse für Angehörige bequem erreichbar. Es bietet 256 pflegebedürftigen SeniorInnen einen modernen Wohnplatz. „Unsere fünf Ebenen sind mit durchdachten Farbleitsystemen gekennzeichnet und natürlich barrierefrei zugänglich“, erklärt die Primaria Christa

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Wutschitz. Die neue leitende Direktorin ist ebenfalls vom GZW mitübersiedelt. Unser Rundgang startet im Erdgeschoß. Hier sind unter anderem die Verwaltung und der Therapiebereich zu finden. Es gibt insgesamt acht Bereiche für die Langzeitbetreuung und im ersten Obergeschoß

offen gestaltete Tagräume und eine Fernsehecke. Durch eine Glastüre gelangt man in den eigens angelegten Demenzgarten. „DemenzpatientInnen sind oft notorisch unruhig und körperlich noch fit. Sie sollen ihren Bewegungsdrang bestmöglich ausleben können und sich dabei aber nicht

„Die fünf Ebenen in unserem Pflege- wohnhaus sind mit durchdachten Farbleitsystemen gekennzeichnet und natürlich barrierefrei zugänglich“ Christa Wutschitz, Direktorin des Pflegewohnhauses Meidling

zwei Stationen für an Demenz erkrankte BewohnerInnen. Über den Fahrstuhl erreichen wir „Wiental“, die Demenzstation A im ersten Stock. „Alle Stationen sind nach Straßen oder Gebieten im zwölften Bezirk benannt, im fünften Stock gibt es dann den „Grünen Berg“, erwähnt Frau Wutschitz. Entlang eines freundlichen Ganges sind kleine gemütliche Zimmer links und rechts angeordnet. Meist steht die Türe offen, und die BewohnerInnen sitzen in kleinen Gruppen zusammen. Alle Wohneinheiten, insgesamt 16 Einzelzimmer und vier Doppelzimmer pro Station, sind mit behindertengerechtem Bad und WC sowie einer kleinen Loggia ausgestattet. Weiters gibt es pro Ebene noch zwei

verletzen oder verirren“, erklärt die leitende Direktorin den Sinn des in sich abgeschlossenen Freibereichs. Er hat neben einem sicheren Untergrund auch Haltegriffe. „Die anderen BewohnerInnen haben immer die Möglichkeit, unseren großen Dachgarten zu nutzen oder im Zuge des umfassenden Therapieangebots den Therapiegarten zu besuchen.“

Ältere Menschen sind

anspruchsvolle PatientInnen Vor der Teilnahme an einem therapeutischen Programm steht die entsprechende Diagnostik durch das ÄrztInnenteam. Kardiologische Fragestellungen werden auf der hauseigenen Ambulanz durch Ultraschall, Echokardiografie oder

24-Stunden-EKG- und Blutdruckmessung geklärt. Des Weiteren gibt es Untersuchungen und Diagnostik im Bereich Augen, HNO, Dermatologie, Neurologie, Psychiatrie, physikalische Medizin und Urologie. Christa Wutschitz ist neben ihrer Funktion als leitende Direktorin auch ärztliche Leiterin und betont die Notwendigkeit einer gut funktionierenden interdisziplinären Zusammenarbeit: „Bei geriatrischen PatientInnen tritt oftmals eine Multimorbidität auf. Das heißt, dass sie gleichzeitig mehrere Krankheitsbilder haben. Dazu kommen oft Zusatzstörungen wie schlechtes Sehen oder Hören. Zusammen macht das alte Menschen zu anspruchsvollen Pa­ tientInnen, auch bei der Therapie.“ Ein Team aus vier Physiotherapeutinnen, drei Ergotherapeutinnen, zwei diplomierten medizinisch-technischen Fachkräften, zwei Masseuren, einer Logopädin und einer Diätologin ermöglicht ein vielfältiges Angebot an aktiven und passiven Therapien.

Langzeitbetreuung führt zu persönlichen Beziehungen

Die Physiotherapeutin Monika Rupp-Ghali ist seit 1984 im therapeutischen Bereich tätig. Zuvor war sie elf Jahre im Geriatriezentrum am Wienerwald GWZ im Einsatz. „Wir haben hier ein großes Team, in dem viele verschiedene Berufsgruppen zusammenarbeiten. Gemeinsam schauen wir darauf, dass das Potenzial und die Möglichkeiten der PatientInnen so gut wie möglich ausgenützt werden.“

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Foto: Katrin Bruder

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„Die BewohnerInnen haben stets die Möglichkeit, unseren Dachgarten und das Therapieangebot im

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Therapiegarten

zu nutzen.“ Direktorin Christa Wutschitz

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Foto: Katrin Bruder

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Im Therapiegarten des Pflegewohnhauses Meidling: Physiotherapeutin

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Monika Rupp-Ghali

und

Susanne Stehli

von der Elektrotherapie (v. l. n. r.)

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Foto: Katrin Bruder

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Die Direktorin des Pflegewohnhauses Leopoldstadt

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Michaela Wasl

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Foto: Katrin Bruder

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Ergotherapeutin

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Susanne Leier

arbeitet mit ihrer Therapiegruppe im Pflegewohnhaus Leopoldstadt an Hochbeeten mit Kr채utern und Gem체se

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SPECIAL

Fortsetzung von Seite 10 BewohnerInnen, die kaum soziale Kontakte haben, werden in Übungsgruppen zusammengebracht. Das soll helfen, ihre körperlichen Fähigkeiten gemeinsam bestmöglich auszubauen. Susanne Stehli ist medizinischtechnische Fachkraft. Sie war 34 Jahre im GZW tätig. „Ich mache hier hauptsächlich Bewegungs- und Elektrotherapie. Letztere dient zur Schmerzlinderung. Und zur Muskelkräftigung und -stimulation, etwa wenn PatientInnen längere Zeit bettlägerig waren und nicht mehr allein aufstehen können. Das Schöne hier ist, dass wir uns die Arbeit selbstständig und flexibel einteilen können. So haben wir genügend Zeit, ganz individuell auf den jeweiligen Menschen einzugehen.“ In der Langzeitbetreuung, bei der eine TherapeutIn immer für die gleichen PatientInnen zuständig ist, gibt es für Monika Rupp-Ghali noch einen weiteren Vorteil: „Dadurch lässt sich auch ein ganz anderes und viel persönlicheres Verhältnis zu den PatientInnen aufbauen. Viele bekommen nur mehr wenig oder gar keinen Besuch. Da ist der Bezug dann schon sehr stark.“

Von der Pflege der Maschinen zu jener von Menschen

Auch für Georg Tschank ist Bezugspflege auf der Station das Stichwort: „Wir haben 24 BewohnerInnen pro Station. Eine Pflegeperson betreut jeweils acht SeniorInnen den ganzen Tag. Darüber hinaus gibt es auf Wunsch noch einen Besuchsdienst.“ Früher hat der gelernte Elek­ tromechaniker noch Maschinen gepflegt: „Durch den Zivildienst habe ich die Geriatrie kennengelernt. Die Arbeit mit Menschen hat mir dann so gut gefallen, dass ich mich dazu entschlossen habe, über die Pflegehelferausbildung hinaus noch das Diplom zu machen.“ Für den Stationspfleger hat die Arbeit viele interessante Aspekte: „Menschen, die an Demenz erkrankt sind, haben oft Eigenheiten. Zum Beispiel tragen manche trotz des hohen Alters noch gerne Puppen mit sich herum. So ein Verhalten hat oft

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biografische Ursachen. Dieser Patient hat zum Beispiel im Krieg sein Kind verloren.“ Mit Validation, einer speziellen Gesprächstechnik, werden die unerledigten Aufgaben des Lebens noch gemeinsam aufgearbeitet. „Es ist wichtig, dass man zum Beispiel Aggressivität nicht persönlich nimmt, sondern die Ursache hinter einem Verhaltensmuster herausfindet.“ Auf der Langzeitstation gibt es neben der Pflege genügend Zeit, mit den BewohnerInnen zu sprechen, zu scherzen oder zu trauern. „Natürlich trauere ich, wenn ich eine PatientIn

Wasl, Heimleiterin und gleichzeitig Pflegedienstleiterin des Standortes, erklärt die Ziele der Kurzzeitpflege: „PatientInnen, die nach schweren Erkrankungen oder Unfällen nicht direkt aus dem Akutkrankenhaus entlassen werden können, sollen in den drei Monaten bei uns ihre Mobilität und alltagspraktischen Fähigkeiten trainieren, um dann wieder zurück in ihr gewohntes Leben zu gehen.“ Die Ausstattung ist hier die Gleiche wie in allen neuen Pflegewohnhäusern. „Das Besondere ist für mich die hohe PatientInnenzufriedenheit.

„Durch Interaktion werden die sozialen Kompetenzen gefördert. Viele haben jahrelang allein gelebt, daher muss man sie ein bisschen herauskitzeln.“ Susanne Leier, Ergotherapeutin im Pflegewohnheim Leopoldstadt

verliere. Aber es ist auch immer eine Freude, wenn jemand ruhig eingeschlafen ist und nicht allein war. Nach 23 Jahren in diesem Beruf kenne ich den Tod und kann nur schauen, dass es den BewohnerInnen bis dahin so gut wie möglich geht. Sie durch diese Lebensphase zu begleiten, das ist unser Beitrag.“

Das neue Pflegewohnhaus Leopoldstadt

Seit September 2010 leistet auch das neue Pflegewohnhaus Leopoldstadt seinen Beitrag zur ge­riatrischen Krankenpflege. Die BewohnerInnen aus dem Geriatriezentrum Baumgarten sind hierher übersiedelt. Am Standort Baumgarten ist ein Neubau mit 316 Plätzen geplant, dazu ein Tageszentrum. Die Besiedelung soll 2013 erfolgen. Die 234 Plätze der Langzeitbetreuung werden hier durch zwei Bereiche für an Demenz erkrankte PatientInnen sowie 24 Kurzzeitpflegeplätze ergänzt. Direktorin Michaela

Wir feiern auch viele Feste, wo BewohnerInnen, ihre Angehörigen und alle MitarbeiterInnen gemeinsam nette Nachmittage verbringen können.“ Die Verwandtschaft der BewohnerInnen wird aber nicht nur bei Festen und Veranstaltungen bedacht. „Wir haben zwei Psychologinnen, die auch sehr viel Angehörigenarbeit leisten. Viele können nicht damit umgehen, dass sie einen Elternteil, den Ehemann oder die Gattin zu uns bringen müssen. Da bedarf es oft einer intensiven Nachbetreuung hier im Haus.“

Gemeinsam auch diese

Lebensphase verbringen Besuche durch Verwandte sind im Pflegewohnhaus Leopoldstadt täglich von 11.00 bis 19.00 Uhr möglich. Johann Nissl aber muss auf keinen Besuch warten. Er lebt hier mit seiner Frau. Als sie vor zwei Jahren in ein Pflegeheim gebracht wurde, ging es ihm damit gar nicht gut.

„Ich bin nach Hause gekommen, und alles war leer. Mich hat nichts mehr gefreut. Und dann habe ich zu trinken begonnen. Wir waren über 30 Jahre stets zusammen.“ Die Einlieferung ins Krankenhaus hat dem 76-Jährigen das Leben gerettet. „Als es mir wieder besser ging, wollte ich nicht nach Hause zurück, sondern nach Baumgarten, zu meiner Frau.“ Nun wohnen die beiden im neuen Pflegewohnhaus Leopoldstadt in einem geräumigen Doppelzimmer. „Wir haben einen schönen Ausblick Richtung Donau. Ich habe ja 24 Jahre beim Bundesstraßenbau an der Donauregulierung gearbeitet, und das weckt gute Erinnerungen.“

Gartentherapie mit

Ergotherapeutin

Positive Erinnerungen werden auch bei der Gartentherapie wachgerufen. Sie steht heute für Herrn Nissl auf dem Programm. Ergotherapeutin Susanne Leier arbeitet mit ihrer Therapiegruppe an Hochbeeten, die mit Kräutern und Gemüse bepflanzt sind. „Das ist keine Beschäftigungstherapie. Wir verfolgen individuelle Ziele für alle unsere PatientInnen. Die Gerüche und Struktur der Kräuter erinnern die TeilnehmerInnen an damals. Dadurch werden ihre kognitiven Fähigkeiten gefördert.“ Das Interesse der BewohnerInnen ist groß. Währenddessen wird locker miteinander geplaudert. „Durch diese Interaktion werden auch die sozialen Kompetenzen gefördert. Viele haben jahrelang allein gelebt, daher muss man sie ein bisschen herauskitzeln.“ Insgesamt steht die junge Therapeutin den Neuerungen sehr positiv gegenüber: „Ich arbeite seit zehn Jahren in der Geriatrie und habe noch Zeiten von Sechsbettzimmern mit wenig Privatsphäre erlebt. Der Schritt hierher geht definitiv in die richtige Richtung. Auch für mich bedeutet er mehr Lebensqualität. Nicht zu vergessen, dass die nächste Generation der BewohnerInnen einmal wir selbst sein werden.“ Text: Barbara Duras www.pflege.wien.at

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Pflege

Neubauoffensive für die Pflege Pflegewohnhaus Simmering

Pflegewohnhaus Leopoldstadt

Innovatives Wohn- und Pflegehaus (IWP) Liebhartstal II

Impressum: Herausgeber: Falter Verlagsgesellschaft m.b.H.; Verleger: Falter Zeitschriften GmbH, 1010 Wien, Marc-Aurel-Straße 9, T: 01/536 60-0, F: DW 935, E: service@falter.at, www.falter.at;

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Innovatives Wohn- und Pflegehaus (IWP) Döbling

Pflegewohnhaus Baumgarten

DVR Nr. 0476986; Im Auftrag der Stadt Wien; Produktion: Fuchs & Partner; Gestaltung und Produktion: Reinhard Hackl, Raphael Moser; Lektorat: Maria Schiestl; Druck: Goldmann Druck AG

Fotos: Veronika Arnost, Willibald Haslinger, Architekt Rüdiger Lainer + Partner, DI Josef Weichenberger/ZT Gmbh, Porr Projekt und Hochbau AG, Ganahl-Ifsits-Larch Architekturbüro

Pflegewohnhaus Meidling

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