FIRMENZEITUNG / 11Z038913F
ÖSTERREICHISCHE POST AG
FRÜHJAHR FRÜHJAHR 2016 2015
SCHMUCKSTÜCK STIL | KULT | REISE
JENNIFER LAWRENCE Die Golden-Globe-Gewinnerin und ihre erstaunliche Karriere
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Weltreise im Privatjet
NUR
NOCH WENIG E PLÄT ZE!
I N 2 5 TAG E N U M D I E WELT: Wien/Zürich - Jamaika Panama - Atacama-Wüste - Osterinsel - Cook-Inseln - Tasmanien Sydney - Borneo - Sri Lanka - Wien/Zürich 05.11.–30.11.2016 30.11.2016 Der Exklusivreisen-Spezialist HL Travel und seine Partner überlassen auf ihren Touren nichts dem Zufall: vom persönlichen PrivatFlugzeug mit eigener Crew über die Speisenfolgen während der Flüge bis hin zur VIPAbfertigung an den Flughäfen und zur sorgfältigen Auswahl der bestmöglichen Hotels. „Vor jedem Kreuzflug besuchen wir lückenlos jede einzelne Etappe unserer Reise“, betont Melanie Frühwirt von HL Travel, dem Veranstalter, der sich seit zehn Jahren auf maßgeschneiderte Privatreisen für höchste Ansprüche spezialisiert. „Wir begleiten unsere Gäste persönlich auf allen Kreuzflügen und kümmern uns gemeinsam mit unserem Team um alle Anliegen während des Urlaubs.“ Auch ein Arzt und ein Gepäck- Butler sind mit an Bord der hochkarätigen Reisen mit Privatflugzeug. Zum 10-Jahre-Jubiläum haben die Reiseprofis eine ganz außergewöhnliche Route zusammengestellt: eine Welt-reise in 25 Tagen mit so spannenden Gegensätzen wie der Atacama-Wüste und Insel-Perlen der Südsee. DIE VIELFALT DER WELT AUF EINER REISE
So außergewöhnlich wie das persönliche Rundum-Service ist auch das Reiseprogramm, das vom 5. bis 30. November 2016 sensationelle Eindrücke am laufenden Band servieren wird. Mit Top-Komfort und exklusivstem Service geht es von Wien bzw. Zürich zunächst zur Rum- und Reggae-Insel Jamaika. Vom relaxten Karibik-Paradies fliegen die Weltreise-Gäste in das kleine, aber faszinierende mittelamerikanische Land
Weltreise der Superlative zu entlegensten Traumdestinationen: die aufregende Atacama-Wüste, die geheimnisvolle Osterinsel im Pazifik Panama, das nicht nur mit dem berühmten Kanal punktet, sondern auch mit kolonialer Pracht, Regenwald, Traumstränden und authentisch gebliebenen Volksgruppen. Weitere Highlights sind die aufregende Atacama-Wüste an der Pazifikküste, die einsam im Ozean gelegene Osterinsel mit dem geheimnisvollen Vogelmann-Kult, die kitschigschönen Cook-Inseln in der Südsee und unvergessliche Naturwunder in Australien, die pulsierende Metropole Sydney und das traumhafte Land Sabah auf der Insel Borneo. Letzter Stop ist die Tee-Insel Sri Lanka.
BU C HU NG BE I :
HL Travel Prinz-Eugen-Straße 8, 1040 Wien office@hltravel.at | www.hltravel.at T +43(0) 1 533 90 86
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I NFOR M ATIO N E N
REISEDATUM: 05.11.–30.11.2016 Reisepreis pro Person: € 54.900,Kein Einbettzimmerzuschlag I NKL U SI VE :
→ Reise im privaten Flugzeug mit VIP-
Konfiguration → Zubringerflüge aus Deutschland nach
Wien oder Zürich → VIP-Catering während der Flüge
inklusive allen Getränken an Bord → Unterbringung in bestmöglichen 5*-Hotels → Mahlzeiten, Transfers, Besichtigungen, Ausflüge → Gepäckservice während der Reise → Mitreisender Reise-Experte, Arzt, Reiseorganisator und Gepäck-Butler
TIPP FÜR ASIEN-FANS: KREUZFLUG „FACETTENREICHE PRACHT ASIENS“ Neben der Weltreise bieten wir auch einen 16-tägigen Asien-Kreuzflug im Privatflugzeug. Bezaubernde Naturlandschaften, einzigartige Kulturen, pulsierende Städte — fordern Sie unser Detailprogramm an!
studioQ.at | Fotos: Explora Hotels, istockphoto.com
Highlights der Jubiläums-Weltreise: Metropole Sydney und Insel-Perlen der Südsee
Reiseveranstalter: HL Travel Swiss, Lindenhofstrasse 30-34, 4052 Basel
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14.04.2016 13:48:41 Uhr
EDITORIAL Heimo Hackel – Vorsitzender des Vorstandes der CARD COMPLETE SERVICE BANK AG
ÖSTERREICHISCHE POST AG
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FRÜHJAHR 2016
SCHMUCKSTÜCK STIL | KULT | REISE
JENNIFER LAWRENCE Die Golden-Globe-Gewinnerin und ihre erstaunliche Karriere
COVER
Collage: Valencestudio Fotos: Hubert Boesl/dpa/picturedesk. com, Deutsches Bernsteinmuseum
HERAUSGEBER
card complete Service Bank AG 1020 Wien, Lassallestraße 3 T: 01/711 11-0 E: office@cardcomplete.com W: www.cardcomplete.com DVR: 0462501 KONTAKT
Anna Ailes Sabine Eibensteiner MEDIENINHABER
Falter Verlagsgesellschaft m. b. H. Bereich Corporate Publishing 1011 Wien, Marc-Aurel-Straße 9 T: 01/536 60-0 E: redaktion@complete-magazin.at CHEFREDAKTION
Christian Zillner Elisabeth Schepe ARTDIRECTION & ILLUSTRATION
Valencestudio FOTOREDAKTION
Heidrun Henke LEKTORAT
Ewald Schreiber PRODUKTION
Daniel Greco GESCHÄFTSFÜHRUNG
Siegmar Schlager ANZEIGENLEITUNG
Sigrid Johler T: 01/536 60-952 ABWICKLUNG
Franz Kraßnitzer (-940) Oliver Pissnigg (-919) DRUCK
Oberndorfer Druckerei GmbH
OFFENLEGUNG
Die Offenlegung gem. § 25 Mediengesetz ist unter www.falter.at/offenlegung/falter-verlag ständig abrufbar
Schmuckstücke unserer Zeit In der aktuellen Ausgabe des COMPLETE MAGAZIN LUXUS begleitet uns das Thema „Schmuckstück“. Ein solches, aber noch viel mehr ist etwa der Bernstein, dessen Geschichte wir auf den Grund gegangen sind (ab S. 4). In Antwerpen haben wir uns auf die Spuren der Diamanten begeben (Reise ab S. 36) und in der Karibik ein neues „Juwel“ gefunden (Hotel S. 34). Lesen Sie außerdem, wie das Auto vom reinen Transportmittel zum Schmuckstück wurde (S. 40) und was die glitzernde Welt der Gourmet-Sterne für einen Spitzenkoch bedeutet (Interview S. 26). Ihnen, den Karteninhabern einer card complete Premium Karte, wünschen wir eine interessante Lektüre und einen schönen Sommer.
„Es ziert ein Schmuck die Schönheit nur allein, die schön genug ist, auch den Schmuck zu zieren.“ Otto Ludwig, deutscher Schriftsteller und Dramatiker (1813–1865)
PEFC zertifiziert. Dieses Papier stammt aus nachhaltig bewirt schafteten Wäldern und kontrollierten Quellen. www.pefc.at
Das für dieses Magazin verwendete Papier stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen. www.pefc.at
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INHALT
08_ Stars
04_ Story
Jennifer Lawrence, Gerard Butler, Marina Hoermanseder, Gregory Porter
Eine kleine Geschichte des Bernsteins
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Kult 24_ Kultobjekt
Stil
REise 36_ REise Diamantenhauptstadt Antwerpen
Ein alter Luster, neu interpretiert
40_ Motorama
26_ Interview
Wie das Auto zum Schmuckstück wurde
Thomas Bühner, Sternekoch
42_ Sommerfest
12_ Schönheit
28_ Elektronik
Blau ist Trumpf
Lautstärke für jedes Zimmer
14_ Mode
30_ Resort
Haute Couture: Armani Privé
Lanesborough London
Exklusive Angebote für Karteninhaber
20_ Schmuck
32_ Design
48_ Gastrosophie
Juwelen in Pastell-Tönen
Gläsernes Interieur
Architekt Gregor Eichinger
Herrschaftliche Blumenschau
44_ Special Offers
fotos: Martti Kainulainen/Lehtikuva/picturedesk.com, Cecilia Leitinger, giorgio armani, thistle gold, the lanesborough
INHALT
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Bernstein
Eine kleine Geschichte des Bernsteins Von den Kieferwäldern der Ostsee in die ganze Welt, von der Steinzeit in die Moderne: der Weg eines besonders vielseitigen Steins „Gold des Meeres“, „Tränen der Götter“ – Bernstein hatte in seiner jahrtausendelangen Geschichte schon viele Namen. Der Schmuckstein aus fossilem pflanzlichen Harz war für den römischen Historiker Tacitus „Saftstein“, Plinius überliefert die Bezeichnung „glasa“. Die eigentliche Bezeichnung „Brennstein“ rührt von seiner leichten Brennbarkeit. Der Anblick der goldgelben, rötlichen oder braungelben Gebilde entzündet bis heute unsere Fantasie. Poetisch muten die Namen der diversen Arten ohnedies an: Undurchsichtiger Bernstein heißt „Knochen“. „Flomen“ (nach dem Eingeweidefett von Schweinen) bezeichnet die klare, nur durch mittelgroße Blasen getrübte Sorte. „Schwarzfirnis“ ist grauschwarz gefärbter oder marmorierter Bernstein, „Bastarde“ sind milchig gelb und von satter Trübung. Was Händler heute auf Flohmärkten anbieten, ist in der Regel Baltischer Bernstein aus dem ehemaligen Ostpreußen oder dem Weichselmündungsgebiet und etwa vierzig bis fünfzig Millionen Jahre alt. Aufgrund seiner undefinierbaren Zusammensetzung wird Bernstein nicht als eigene Mineralart anerkannt. Nicht vollständig erforscht ist auch seine Entstehung. Am Anfang standen
die riesigen Wälder von Bernsteinkiefern an der Ostsee, deren ausgeblutetes Harz versteinerte. Nach diversen Phasen der Umlagerung wurde das Material wieder freigespült. Mit viel Glück findet man Bernstein im Watt und an Küsten. Krabbenfischer entdeckten die begehrten Steine oftmals in ihren Netzen. Heute wird Bernstein im großen Stil durch industrielle Freispülung gewonnen. Funde aus der Altsteinzeit belegen, dass der ungewöhnlich leichte „Biolith“, wie die Geologen fossiles Harz bezeichnen, die Menschen bereits vor mehr als zwölftausend Jahren faszinierte. Rentierjäger schufen aus dem weichen Bernstein eine trapezförmige Scheibe mit Gravuren, die an Tiermotive erinnern. Verwendung fand sie vermutlich bei einem rituellen Jagdzauber. In der Jungsteinzeit (6000–2000 v. Chr.) kam es an der Ostseeküste zu einem regelrechten Bernstein-Boom. Allein auf polnischem Gebiet fand man Spuren von über tausend Werkstätten, die den Schmuckstein verarbeitet hatten. Mit dem „Gold des Nordens“ wurde Handel getrieben: Die kostbaren Steine gelangten über den Niederrhein, die Donau oder den Dnjestr in den Süden bis in die Zentren der damaligen Welt – zu Etruskern, Griechen und Römern.
Mit dem „Gold des Nordens“ wurde Handel getrieben
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FOTO: Mary Evans/picturedesk.com
Inklusionen. Insekten- und Pflanzeneinschl端sse liefern wissenschaftliche Erkenntnisse
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Bernsteinfischer. Der kostbare Stein wird aus der Ostsee gewonnen
„Achtes Weltwunder“. Das rekonstruierte Bernsteinzimmer
Urin des Luchses entstand. Eine Theorie, die auch Hildegard von Bingen in ihrer mittelalterlichen Steinheilkunde aufgriff. Herzog Kardinal Albrecht von Brandenburg soll seinem reformatorischen Gegenspieler Martin Luther (1483–1546) gegen dessen „bösen“ Gallenstein einen „guten“ Bernstein geschickt haben. Succinit – die wissenschaftliche Bezeichnung für Bernstein – galt seit jeher als Zeichen von Reichtum und Macht. Das berühmteste Beispiel ist das geheimnisvolle Bernsteinzimmer, ein Kunstobjekt vom Danziger Bildhauer und Architekten Andreas Schlüter (1660–1714). Der preußische König Friedrich I. ließ das Zimmer einst in seinem Berliner Stadtschloss installieren. Im Jahr 1716 an den russischen Zaren Peter den Großen verschenkt, befand es sich bis 1941 im Katharinenpalast in Zarskoje Selo bei Sankt Petersburg. Während des Zweiten Weltkriegs wurde es von den Nazis geraubt und 1942 im Königsberger Schloss aufgestellt. Seit 1945 gilt es als verschollen. Die vielfach als „achtes Weltwunder“ bezeichnete Wandvertäfelung aus Bern-
stein wurde in den Jahren 1976–2003 von russischen Spezialisten rekonstruiert. Eine halbe Million Bernsteinplättchen (insgesamt rund sechs Tonnen) wurde dafür aus der russischen Enklave Kaliningrad angeschafft. Dort, an der Küste des einst ostpreußischen Samlandes, befinden sich heute die weltweit
Das Bernsteinzimmer gilt seit 1945 als verschollen
Schmuck-Comeback. Facettenreiche Bernsteinketten
Fotos: picturedesk.com/Peter Hirth/laif, Martti Kainulainen/Lehtikuva, Rainer Hackenberg/Picture Alliance
Die Bernsteinstraße war geboren. Archäologen entdeckten Schmuckstücke in den Grabkammern des altägyptischen Pharaos Tutanchamun, im griechischen Mykene und bei Grabungen rund um Troja. Von Homer wird das „gelbe Ambra“ mehrfach erwähnt. In der griechischen Mythologie beweinen die Heliaden, Phaetons Schwestern, den Sturz des Himmelsstürmers mit Tränen aus Bernstein. Bemerkenswert ist auch die vom Reiseschriftsteller Pausanias beschriebene Statue von Kaiser Augustus: Sie befand sich auf dem römischen Trajansforum und war aus „Electrum“ hergestellt. Damit war Bernstein gemeint, dessen „elektrisierende“ Wirkung schon die Griechen entdeckt hatten. In vornehmen antiken Haushalten hatte das fossile Harz auch eine weniger prunkvolle Funktion und diente als praktische Kleiderbürste. Seit den alten Griechen und Römern wird Bernstein heilende Wirkung zugesprochen. Als Pulver sollte er gegen Epilepsie, Delirien, Fieber, Halsschmerzen und Nierensteine helfen. Gemischt mit Rosenöl und Honig, behandelten antike Ärzte damit Sehstörungen und Ohrenprobleme. In einem der ältesten deutschen Heldengedichte, dem „Ruodlieb“, wird von einem glänzenden Edelstein berichtet, der angeblich aus dem
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FOTO: picturedesk.com/DEA/United Archives
größten Bernsteinvorkommen. Abgebaut wird der kostbare Stein, indem er unter hohem Wasserdruck industriell aus dem Boden gespült wird. Bedeutende Bernsteinvorkommen finden sich außerdem in Polen, der Dominikanischen Republik, dem Baskenland, im österreichischen Salzkammergut, in Japan und Kanada. Vor allem aus dem kanadischen Cedar Lake gibt es zahlreiche Beispiele von Bernstein mit Insekteneinschlüssen der Unterkreidezeit. Diese fantastisch anmutenden Gebilde waren der Ausgangspunkt für Steven Spielbergs Filmutopie „Jurassic Antike Kunst. Bernstein-Emblem aus dem 7. Jh. v. Chr. Park“, in dem die DNA eines blutsaugenden Mückenfossils die Rückkehr der Dinosaurier Verhaltensweisen einzelner Arten lassen sich ermöglicht. Nicht nur für Hollywood, vor aldamit teilweise rekonstruieren. lem für die Wissenschaft sind die EinschlüsVon der Vorzeit in die Gegenwart: Bernse von Bedeutung. Der Zusammenschluss stein galt lange als Schmuck für Personen von Pflanzen und Tieren – die sogenannte älteren Jahrgangs. Die Generation unserer „Totengemeinschaft“ – liefert wichtige InMütter und Großmütter besaß das eine oder formationen über die ökologischen Bedinandere Stück, das von nachkommenden gungen von Bernsteinwäldern, über Biotope, Generationen meist nur mehr in Schatullen Landschaft und Klima der „Vorzeit“. Selbst bestaunt, aber eben nicht getragen wurde.
CLUB AMADÉ SALZBURGER LAND . ÖSTERREICH z. B. 1 Woche, im DZ, Vollpension made by ROBINSON, Eigenanreise, pro Person
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In den letzten Jahrzehnten erlebte Bernsteinschmuck ein Comeback. Das kommt in erster Linie von steinesoterischen und alternativmedizinischen Vorstellungen. Häufig zu sehen sind griechische und türkische Glücks-, Spiel-, Gebets- und Meditationsketten, sogenannte Komboloi. Deren bescheidene Varianten bestanden aus Kernen von Dirndlsträuchern oder Olivenkernen, die Luxusversionen waren immer schon aus edlem Material wie Bernstein gefertigt. Zu ihnen zählt auch eine Art islamisches Pendant des Rosenkranzes: Jede einzelne Bernstein-Perle des Gebetskettchens Tasbih steht für einen der neunundneunzig Namen Allahs. Nicht zuletzt die Musik wäre ohne die „Tränen der Götter“ nur halb so schön: Ganz im Trend des Recyclings werden minderwertige Bernsteinabfälle traditionell zu Bogenharz verarbeitet. So vergeht kein Streichkonzert ohne Bernstein, der nach Jahrtausenden immer noch mit seiner Vielseitigkeit überrascht. — text: Erich Klein und Ortrun Veichtlbauer
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Übertrefft eure Erwartungen! Es braucht schon etwas Überredungskunst, bis Jugendliche noch mal mit ihren Eltern in den Urlaub kommen. Im ROBINSON CLUB sind gerade die älteren dann meist nicht wiederzuerkennen. Eltern sind plötzlich nicht mehr peinlich und Familien erleben gemeinsame kleine Abenteuer. Dazu die gute Küche, viel Sport und Action für Jugendliche sowie für alle Live-Cooking und ein entspannendes WellFit®-Spa. Also keine Frage, wohin euer nächster Familienurlaub geht, oder?
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Jennifer Lawrence
Wiederholungstäterin. Während sie im Film „Joy“ 2015 noch einen Wischmop braucht, um ihre erste Million zu machen, hat Jennifer Lawrence es im wahren Leben auch ohne Haushaltsartikel zu einem Vermögen gebracht: Laut Branchendienst Variety erwirtschaftete die Schauspielerin von Juni 2014 bis 2015 52 Millionen US-Dollar. Das Dior-Testimonial hat ganze vier Teile der BlockbusterFilmreihe „Die Tribute von Panem“ auf den Schultern getragen. Nun bereichert sie zum dritten Mal als kämpferische „Mystique“ das Mutanten-Team der Kultcomic-Serie „X-Men“ bei seinen Leinwandabenteuern. Ab 20. Mai 2016 tritt die Oscar-Gewinnerin in „X-Men: Apocalypse“ an, um die Menschheit vor der Auslöschung zu bewahren.
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text Catherine Gottwald
Gerard Butler Tausendsassa. Gerard Butler (46) kann fast zeitgleich die Welt retten und/oder sie ins Unglück stürzen: Während er als SecretService-Agent den US-Präsidenten in „London Has Fallen“ aus der Schusslinie holt, stürzt er im Fantasy-Abenteuer „Gods of Egypt“ (Kinostart: 22. April 2016) den Kosmos mutwillig ins Chaos. Nach eigenen Angaben pflegt der Schotte bei den explosiven Action-Szenen gern sein „inneres Kind“. Für die Rolle des Wüstengotts Set in „Gods of Egypt“ musste sich Butler einen „übermaskulinen“ Körper erarbeiten. Mit seinem Charisma überzeugt er nicht nur die Damenwelt: BOSS Parfums etwa engagierte den Schotten als Duftbotschafter. Nur Butlers Mutter Margaret ist verzweifelt: Der Sohn ist immer noch Single!
fotos: Hubert Boesl / dpa / picturedesk.com, boss parfums
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fotos: cecilia leitinger, shawn peters/karsten Jahnke Konzertdirektion gmbh
Marina Hoermanseder
Gregory Porter
Fräuleinwunder. Ihre Kunden heißen Lady Gaga oder Rihanna. Ihr Markenzeichen sind Röcke aus Lederstriemen oder surreal anmutende Korsetts: Marina Hoermanseder, österreichisches Ausnahmetalent Jahrgang 1986, ist mittlerweile ein internationaler Shootingstar. Eigene Werkstätte in Berlin Kreuzberg und Pop-up-Stores in Paris oder Wien inklusive. Hoermanseder hat nach Wirtschafts- und Modestudium und einem Praktikum im Atelier von Alexander McQueen mit ihren Kollektionen den ganz großen Sprung geschafft. Sie kombiniert Kunst und Glamour zur bourgeoisen OfficeTauglicheit. Die „Vogue“ kürte die gebürtige Wienerin für ihre 2016/2017-Winter-Kollektion mit Fetisch-Elementen in Petrol-, Pink- und Walnusstönen zur „neuen Fashion-Stimme Berlins“.
Sweet Soul Music. Niemand hat der Jazzwelt einen solchen Popularitätsschub verpasst wie dieser Mann mit dem faszinierenden Bariton: US-Sänger, Komponist und Songwriter Gregory Porter. Zu seinem Hit „Liquid Spirit“, der dem damals 42-Jährigen 2013 zum ganz großen Durchbruch verholfen hat, tanzen Fans aller Stilrichtungen im Alter von 9 bis 99. „Denk bitte nicht, dass Jazz die Art von Musik ist, die dein Opa gehört hat und die oben in deinem Plattenregal verstauben muss. Jazz lebt! Am besten hörst du dir Jazz live an!“, rät der Grammy-Preisträger. Sein neues, brillantes Album „Take Me To The Alley“ erscheint am 6. Mai 2016. Live-Termin in Österreich: 8. 7. 2016, Nova Jazz & Blues Festival Schlosspark Esterházy, Eisenstadt.
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LuXUs
Stil Auf den kommenden Seiten
12_ schönheit Blau ist Trumpf
14_ Mode Haute-Couture: Armani Privé
20_ Schmuck Juwelen in Pastell-Tönen
Die Bruderschaft vom Genießertempel El Celler de Can Roca
Adresse. Calle Can Sunyer, 48, 17007 Girona, Spanien www.cellercanroca.com
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foto: el celler de can roca
weltspitze Das legendäre Celler de Can Roca im spanischen Girona —
Wenn sich 70 Mitarbeiter um das leibliche Wohl von 55 Gästen kümmern, die ein Jahr im Voraus reservieren, dann lässt das höchste kulinarische Ansprüche erkennen. Das Celler de Can Roca in Spanien, bereits mit drei Michelinsternen prämiert, wurde vom britischen Magazin Restaurant als derzeit bestes Lokal der Welt ausgezeichnet. Die Erfolgsstory des Brüdertrios, das 1986 das Lokal gegründet hat, ist auch eine Familiengeschichte. Im elterlichen Lokal sind die Buben zwischen Töpfen und Pfannen aufgewachsen, haben die herrlichsten Aro-
men bereits früh aufgesaugt. Die Tradition der guten Küche und die leidenschaftliche Gastfreundschaft führten die Kinder weiter. Streit um den Kochlöffel gibt es in dem Familienbetrieb nicht. Es herrscht strenge Arbeitsteilung: Joan, der älteste Bruder, ist Küchenchef, Jordi für die Desserts und Josep als Sommelier für die Weinbegleitung verantwortlich. Mit viel Kreativität und Neugierde hat das Brüdergespann ein Restaurant der Spitzenliga definiert, wo laut eigenen Angaben „freestyle“ gekocht wird. Das preisgekrönte „Celler“ wird vor allem für seine
innovativen Küchentechniken und Avantgardeakzente bewundert, die trotzdem die Bodenhaftung zur regionalen Küche behalten. Spezialität des Hauses: katalanisches Spanferkel mit Knoblauch und Quittenterrine. Trotz des internationalen Medienechos wirkt das Restaurant nüchtern und beschaulich. Der Tempel des guten Geschmacks befindet sich in einer Steinvilla in Girona mit gläsernem Speisesaal, Holzböden und einfach gedeckten Tischen. Schnell ist klar, dass man sich hier einzig und allein auf das Geschmackserlebnis konzentriert. — text: Heidrun Henke
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Schönheit
01 Putzkolonne. Supermodel Linda Evangelista wirbt für Jeremy Scotts ironische Duft-Lancierung für Moschino: FRESH COUTURE, EDT, € 79,90 (100 ml) www.moschino.com
Blaupause Die Farbe Blau darf sich getrost als Make-up-Trend der Saison fühlen des digitalen Prints, setzt auf Wimpern und tuscht mehrere Schichten hellblaue Mascara. Missoni, Sonia Rykiel und Marc Jacobs propagieren großflächig aufgetragenen Lidschatten zum „No-Make-up-Look“. Musterexperte Dries van Noten setzt auf einen glitzernd blauen Eyeliner, während Kaiser Karl pudrig-blaue Zorro-Masken für Chanel auftragen lässt. Blau ist diese Saison Trumpf, so viel steht fest. — text: Thomas Reinberger
02 Detailgenau. Lash Tips Mascara für blitzblaue Wimpernenden. Von Tom Ford in „Pure Cobalt“ um € 46,– www.tomford.com
fotos: moschino, tom ford
Die Make-up-Konzepte der Fashion Weeks sind ebenso bedeutend wie die Kollektionen selbst. Nicht umsonst feilen Make-up-Artisten wochenlang an der richtigen Nuancierung. Diesen Sommer stoßen die Visagisten alle ins gleiche Horn und bringen die Beauty-Looks der Labels auf einen gemeinsamen farblichen Nenner: Blau. In sämtlichen Adaptierungen verzücken Models schaulustiges Modepublikum mit Augen-Make-up in ozeanischen Schattierungen. Mary Katrantzou, Göttin
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08 Mondphase. Gesichtspflege für die Nacht. Regenerierend und entzündungshemmend. LUNA Sleeping Night Oil von Sunday Riley, € 112,– (30 ml). www.net-a-porter.com
09 Glatte Haut. Nacht-Konzentrat mit Meeressalzen gegen Cellulitis-Haut. ANTICELLULITE SLIMMING SUPERCONCENTRATE NIGHT von Collistar, € 50,20 (200 ml). www.collistar.com
10 Mitternachtsblau. Der flüssige Lidschatten verschmilzt sofort mit der Haut. Eye Tint „Minuit“ von Giorgio Armani, € 33,– www.armanibeauty.de
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Pariser Spektakel Armani Privé Frühling/Sommer 2016 text Thomas Reinberger Fotos Runway: Giorgio Armani Backstage: Joshua Woods for Armani Privé
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Haute Couture: Maßgeschneiderte und handgefertigte Unikate höchster Güte. Renommierte Modehäuser stellen dafür nicht selten sechsstellige Beträge in Zahlung. Nach der Pflicht folgt die Kür. Prêt-à-porterCash-Cows geben der Modeindustrie maßgebliche Trendströmungen vor, HauteCouture-Kollektionen festigen das Image. Betuchte Kundinnen, die ein solches Kleinod bezahlen können, sind rar geworden. Prunkvolle Einzelstücke, etwa von Chanel, Elie Saab, Givenchy, Zuhair Murad, Giambattista Valli, Valentino oder Versace, werden daher gern an die Hautevolee der Musik- und Filmindustrie verliehen. Verliehen! So ergibt sich eine mediale Fusion vom Prestige der Modemarke und dem Renommee der Künstler. Beliebte Gelegenheiten zum Bestücken sind Musikvideos, Cover-Shootings und
moderelevante rote Teppiche wie Filmpremieren, die Oscars oder die Met-Gala. Zurück zu den Shows: Zweimal jährlich pilgern Medien, Stylisten, It-Girls und zahlungskräftige Modegroupies nach Paris, um den pompösen Catwalks beizuwohnen. Einladungen sind nicht käuflich erwerbbar und werden traditionell mit einem Kurier persönlich ausgehändigt. Obwohl die Schauen ausschließlich in Paris stattfinden, sind die Modehäuser längst nicht alle französischen Ursprungs. Signore Giorgio Armani hält mit Armani Privé ebenfalls Hof in Paris und erntet für jede Kollektion tosenden Applaus. Absolut zu Recht – sehen Sie selbst.
Semitransparenz. Accessoires mit 80er Jahre Flair
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SCHMUCK
Schatzkästchen Juwelen der Extraklasse in zarten Pastelltönen
Diamanten sind für ewig, so heißt es. Doch nicht nur Diamanten, auch andere Edelsteine mit Seltenheitswert erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Fälschlicherweise im neunzehnten Jahrhundert als „Halbedelsteine“ bezeichnet, verloren Kostbarkeiten wie Alexandrit, Tsavorit-Granat, Tanzanit oder Turmalin an Handelswert. Heutzutage stehen sie wieder genauso hoch im Kurs wie
Rubine oder Saphire. Maßgeblich für den Preis eines Edelsteins sind Reinheitsgrad, Farbgebung oder Herkunft – allen voran das Gewicht, das mit einem Fünftel Gramm pro Karat errechnet wird. Auch wenn jeder Edelstein für sich ein kleines Wunder darstellt, so lassen sich doch saisonale Präferenzen erkennen. Populäre Juwelenschmieden set-
zen aktuell auf semitransparente Schmucksteine in zarten, frischen Nuancierungen. Wahrlich eine Ode an das Farbenspiel des Frühlings. Besonders außergewöhnliche Kostbarkeiten von Chopard, Omiprive, Anna Hu, Moussaieff, Boodles, Boucheron, Yoko London, David Morris, Bibi van der Velden oder DeGrisogono wollen wir auf keinen Fall vorenthalten.
foto: degrisogono
Thomas Reinberger – text
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02 Überraschungsei. Dreidimensionale Ohrringe, in denen auf Wunsch individuell gefertigte Perlen eingesetzt werden, € 10.536,– (mit Perlen). www.yokolondon.com
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FOTOS: YOKOLONDON, ANNA HU, BOODLES, BIBI VAN DER VELDEN, BOUCHERON, DAVID MORRIS, MOUSSAIEFF, OMIPRIVE
01 Meisterstück. Ein Meer von 1.537 weißen Diamanten und 1.026 blauen Saphiren. Als Krönung ein blauer Saphir mit 14,37 Karat. Unikat von de Grisogono, Preis auf Anfrage. degrisogono.com
Blütenformation. Eine Conch-Perle bettet sich inmitten von Saphiren und Diamanten. 29,52 Karat in einer aufwendigen Weißgoldfassung. Designerin Anna Hu, Preis auf Anfrage. www.anna-hu.com
Nostalgisch. Weiße Diamanten im Carré-Schliff umrahmen einen gelben Diamanten mit 5,34 Karat. Die Fassung ist aus Platin. „Vintage Collection“ von Boodles, Preis auf Anfrage. www.boodles.com
05 Asymmetrisch. Opulentes Armband mit rosa- und fliederfarbenen Saphiren. Diamantbesetzte Weiß- und Roségoldfassungen bilden ein stabiles Fundament. Einzelstück von Omiprive, P. a. A. www.omiprive.com
06 Art déco. Ein grüner Aquamarin thront auf 18 Karat Weißgold. „Art Deco Collection“ von Bibi van der Velden, ca. € 18.590,– www.bibivandervelden.com
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Symbiose. Pastellblaue 4,34 Karat und zartrosé 6,54 Karat. Von Moussaieff, Preis auf Anfrage. www.moussaieff.co.uk
Geometrie. Pinke und weiße Diamanten in Rosettenform. „Taj“ Ohrschmuck von David Morris, Preis auf Anfrage. www.davidmorris.com
Animalisch. Fische aus Amethysten und Diamanten als filigrane Ohrclips. Gefasst in Weißgold. Aus dem Hause Boucheron, Preis auf Anfrage. www.boucheron.com
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KULT Auf den kommenden Seiten
24_ Kultobjekt Ein alter Luster, neu interpretiert
26_ Interview Thomas Bühner, Sternekoch
28_ Elektronik Lautstärke für jedes Zimmer
30_ Resort Lanesborough London
32_ Design Gläsernes Interieur
Ein Garten Eden Adresse. Enea Baummuseum, Buechstrasse 12, 8645 Rapperswil-Jona, Schweiz www.enea.ch
Der Frühling ist ins Land gezogen und mit ihm die Freude an der Natur. Im schweizerischen Rapperswil-Jona gibt es einen Garten der ganz besonderen Art zu bestaunen. Am Oberen Zürichsee hat der international gefeierte
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foto: enea baummuseum, Rapperswil-Jona
Park-paradies Enea kombiniert Kunst und Natur zu einem Erlebnis
Landschaftsarchitekt Enzo Enea 2010 das erste und weltweit einzige Baummuseum eröffnet. Dieser außergewöhnliche Ort, der Naturliebhaber und Kunstinteressierte in seinen Bann zieht, bietet auf 75.000 m2 eine Auswahl erlesener Bäume. Manche davon sind mehr als 100 Jahre alt. Flaniert man durch das Freilichtmuseum vor der alpinen Schweizer Bergkulisse und betrachtet die archaischen Bäume, spürt man die Aura des Unvergänglichen und ist voll Bewunderung und Respekt für die Natur. Enzo Enea hat über die Zeit mit großer Samm-
lerleidenschaft 50 Bäume aus 25 Arten zusammengetragen und erweist ihnen mit diesem beschaulichen Ort seine Ehre. Der Schweizer Landschaftsarchitekt, der unter anderem auch für das englische Königshaus tätig ist, will mit dem Museum seinem ganzheitlichen Anspruch gerecht werden: ein Zusammenspiel von Landschaft, Botanik, Architektur, Kunst und Design. Vor über 20 Jahren hat Enzo Enea die auf Gartendekoration spezialisierte Firma seines Vaters übernommen und zu einem führenden Unternehmen gemacht, das mittlerweile
über 200 Mitarbeiter beschäftigt. Gemeinsam konzipiert das Enea-Team Grünflächen, zu denen etwa private Gärten und Terrassen, Hotelanlagen und Parks, aber auch Projekte für Universitäten oder Museen gehören. Eneas Baummuseum ergänzen seit 2013, als das Projekt „Kunst im Baummuseum“ über die Bühne ging, Skulpturen zeitgenössischer Künstler. Zu ihnen zählen etwa Stephan Balkenhol oder Wilhelm Mundt. Durch eine präzise Choreographie von Kunst und Natur wächst ein faszinierendes Raumgefühl beim Betrachter. — text: Heidrun Henke
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Kultobjekt
LACE kombiniert Handwerk und Tradition mit modernem Design
Wie ein alter DesignerKronleuchter zu neuem Leben erweckt wird Meran, 1954. Das Wirtschaftswunder macht sich auch in Südtirol bemerkbar. Ein elegantes Hotel, ambitioniert designt und verblüffend modern, öffnet seine Türen. Das Bristol wird jahrzehntelang den Ort prägen. Ein
riesiger Kronleuchter aus hochwertigem Murano-Glas schmückt die Decke der Empfangshalle. Der Glasdesigner Flavio Poli hat den imposanten Leuchter eigens für das Hotel entworfen. Funkelnd und schimmernd, wird er in den kommenden Jahren das Herzstück und den Blickfang des Hauses bilden. 1991 schließt das Hotel Bristol seine Türen. Noch rechtzeitig vor dem Abriss im Jahr 2006 retten Magdalena Zeller und Cornelis van Almsick die Bestandteile des Kronleuchters aus dem verlassenen Ge-
bäude. Die beiden Designer (Comastudio) arrangieren die Glasarbeit neu und schaffen daraus: LACE. Eine moderne, Luster-ähnliche Lichtinstallation, in der die Geschichte des Hotel Bristol und die Tradition des italienischen Glasdesigns steckt, und die sowohl Kunstwerk als auch Leuchte ist. Das erste Exemplar findet sich in der Meraner Villa Cedri, ein zweites im Loft eines prominenten New Yorker Architekten. Weitere Stücke sind bereits in Arbeit. — text: Elisabeth Schepe www.comastudio.at
foto: comastudio
Leuchten der Vergangenheit
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DIE GESCHICHTE BEGINNT HIER.
D I E „ AU G U STA V I C T O R I A“ 1 8 9 1 I M M I T T E L M E E R
K R E U Z FA H R T E R F I N D E R S E I T 1 8 9 1 Als HAPAG-Vorstand Albert Ballin 1891 mit der AUGUSTA VICTORIA in See stach, erfand er zugleich eine neue Form des Reisens: die Kreuzfahrt. Dieser Aufbruchsgeist prägt uns bis heute. Und so haben wir 2013 die Kreuzfahrt noch einmal neu erfunden – mit MS EUROPA 2 als anerkannt bestem Schiff seiner Klasse. 125 Jahre Kreuzfahrten – werden Sie Teil dieser Geschichte: www.since-1891.com Mehr im Reisebüro oder unter 0800 225555 (gebührenfrei)
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INTERVIEW
Der Küchenkomponist Für Thomas Bühner gleicht ein Abend in seinem GourmetRestaurant „la vie“ einem Opernbesuch. Seine Gerichte vergleicht der Drei-Sterne-Koch mit einer Symphonie
complete magazin: Am 1. April feierte das „la vie“ sein zehnjähriges Jubiläum. Was erwartet die Gäste zu diesem runden Geburtstag? thomas bühner: Ich fand den Gedanken schön, die Internationalität des „la vie“ zu unterstreichen. Also habe ich Kollegen gefragt, ob sie Lust haben, zu uns nach Osnabrück zu kommen und gemeinsam zu kochen. Die Veranstaltung erstreckt sich über das ganze Jahr. Wir starten mit Vicky Lau, gefolgt von Gert de Mangeleer, Andreas Caminada, Jonnie Boer, Tanja Grandits, und schließen mit Björn Frantzén ab. — Wie hat sich das „la vie“ über die letzten zehn Jahre hinweg entwickelt? Im Restaurant selbst haben wir nichts verändert. Da haben wir von Anfang an viel Wert auf eine zeitlose Einrichtung gelegt. Aber die Art des Service – die Lockerheit – hat sich schon stark gewandelt. Auch den Grad an Perfektion in der Küche haben wir
Thomas Bühner. Seit mehr als 20 Jahren einer der besten Köche Deutschlands
deutlich nach oben geschraubt. Ebenso der Zugang zum Garten in Schloss Ippenburg: Wir können hier hervorragende Produkte selber ernten – unverfälscht mit tollen Aromen. Wenn Sie die Artischocken frisch abschneiden, dann ist das etwas ganz anderes, als wenn Sie eine Kiste beim Großhändler bestellen. Das hat sich alles verändert. Zum Besseren.
— Wenn Sie heute zurückblicken: Was würden Sie dem jungen Thomas Bühner am Beginn seiner Karriere mit auf den Weg geben? „Schreib alles auf.“ Wir haben schon immer Rezepte notiert. Jetzt holen wir auch jene Zubereitungen noch einmal hervor, auf die wir spontan und per Zufall gekommen sind. So haben wir einen Überblick, was wir schon gemacht haben und was funktioniert hat.
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Gemütliche Eleganz. Das „la vie“ punktet mit modernem Interieur in einem klassizistischen Altstadt-Gebäude
kann, wenn sie toll zubereitet ist, genauso Luxus sein wie ein Löffel Kaviar. Aus den Sachen etwas Besonderes zu machen – das bedeutet Luxus.
fotos: restaurant la vie
— Sie hatten schon zu Beginn Ihrer Ausbildung ehrgeizige Ziele. Jetzt halten Sie neben etlichen weiteren Auszeichnungen drei Michelin-Sterne in Händen. Was ist das für ein Gefühl? Ich habe am Anfang nicht gesagt: „Ich will Drei-Sterne-Koch werden.“ Ich wusste gar nicht, dass es das gibt. Ich habe einfach gesagt: „Ich will ein guter Koch werden.“ Ich wollte in einem Restaurant etwas Individuelles – etwas Besonderes – machen. Ich finde die Erkenntnis, wo man mal hin möchte, mittlerweile das Wichtigste im Leben. Nur wenn man sein Ziel definieren kann, erreicht man es auch. Als wir den ersten Stern bekommen haben, da war mir klar: Ich will einen zweiten haben. Und als wir den zweiten Stern hatten, hab’ ich gesagt: „Ich will alles dafür tun, dass wir den dritten Stern kriegen, weil ich damit sicher sein kann, dass wir den zweiten nicht verlieren.“ Dass das dann auch geklappt hat, war für mich die tollste Geschichte meines Lebens. — Wie hoch ist der Druck, die drei Sterne weiterhin zu halten? Nicht so hoch, dass ich unter ihm zerbreche. Aber ich weiß natürlich, dass ich die Auszeichnungen behalten möchte. Dass ich mir selbst beweisen möchte, diese halten zu können. Das ist schon wichtig für mich. — Und Sie wissen, wie Sie das erreichen? Das weiß ich nicht. Aber ich glaube, das sollte auch umgekehrt funktionieren. Ich bereite
ein Gericht zu, so wie ich das gut finde, und dann gibt es eine Note dafür. Ich muss mir nicht überlegen, wie ich das mache, damit ich drei Sterne bekomme. Ich glaube, das erzeugt nur Druck. — Ihre Definition von Luxus … Luxus bedeutet, etwas Besonderes zu machen. Und das kann auch im Einfachen liegen. Für mich ist Luxus, den Gästen die Gelegenheit zu geben, sich einen schönen Abend zu gönnen. Die Leute kaufen ja nicht Teller, sondern den ganzen Abend.
— Sie sind täglich umgeben von so viel Besonderem – wie bleiben Sie da auf dem Boden? Ich mache mir bewusst, dass ich auf der Sonnenseite des Lebens bin. Es gibt Leute, die glauben, sie können über Wasser laufen. Aber ich glaube, dass man nur gut vorwärts kommt, wenn man genug Bodenhaftung hat. Mit den Füßen in der Luft kommt man nicht weiter. — Wie soll es die nächsten zehn Jahre weitergehen? Im Grunde genommen könnte jetzt alles so bleiben, wie es ist. Das wäre mein größter Wunsch. Ich bin immer dankbar, wie viele tolle Mitarbeiter wir haben, die wir mit ihren vielseitigen Fähigkeiten unterschiedlich einsetzen können. Daran will ich gerne weiterarbeiten. Und dass das „la vie“ vielleicht nicht nur auf Osnabrück beschränkt bleibt, sondern dass wir auch mal wachsen können. — interview: Iris Schiffrer
— Ihre Küche ist immerhin sehr aufwendig. Man könnte ja auch sagen: „Ich bereite einen schönen Abend mit Hausmannskost.“ Einen schönen schon, aber keinen besonderen. Das, was wir machen, ist nicht der Fernsehabend, auch nicht der Kinoabend, sondern der Opernbesuch. Er ist etwas wirklich Besonderes. Und wir bieten dazu einen Raum, in dem man genießen kann, wo man Zeit für sich hat und wo man sich auch ein bisschen Zeit nehmen muss. — Was bedeutet für Sie beruflicher und was privater Luxus? Privater Luxus bedeutet, Zeit für mich zu haben. Zeit, die ich nicht verplant habe. Was ich dann gerne mache: Ich gehe mit meiner Frau essen und genieße den Abend, das ist für mich Luxus. Und beruflich ist Luxus einfach so, wie wir es machen. Das Produkt selbst spielt dabei keine Rolle. Eine Karotte
Bildunterschrift. Das Auge isst mit. Hier fehlt noch die Bildunterschrift— Eine Petersilienwurzel wird zum Kunstwerk
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Elektronik
Multiroom. Lautstärke in jedem Zimmer
Ob in der Küche, im Badezimmer, auf der Terrasse oder überall zugleich: Mit Multiroom ist der Lieblingssong immer nur einen Fingertipp entfernt Andreas Tanzer – text
Die Idee klingt verlockend: Einfach per App einen Song starten und auch gleich auswählen, in welchem Raum er erklingen soll. In Zeiten, in denen WLAN und Smartphone in jedem Haushalt selbstverständlich sind, sind die Voraussetzungen längst gegeben. Was oft noch fehlt, ist eine passende Anlage. Drahtloses Multiroom, das hieß lange Zeit fast automatisch Sonos. Die Erfolgsformel: simples Setup, stabile Performance und einfache Bedienung. Per App kann nicht nur nach
Herzenslust in der eigenen Musiksammlung gestöbert werden, auch Zugriff auf InternetRadio und diverse Streaming-Dienste sind möglich – und bei allen Anbietern Standard. Die Bandbreite an vernetzten Lautsprechern und „Zone-Playern“, die bestehende Anlagen in das System einbinden, befriedigt die meisten Ansprüche. Allerdings ist der Platzhirsch bei anspruchsvollen Hörern ein wenig ins Hintertreffen geraten. Das bewährte System hat nämlich den Nachteil,
keine Hi-res-Musikfiles zu unterstützen, die noch mehr Audioqualität versprechen als CD – von MP3 ganz zu schweigen. Das Sonos-Sortiment beinhaltet zwar respektable Komponenten, ohne jedoch auf höchste Hi-Fi-Sphären abzuzielen. Hier setzt das junge Unternehmen Bluesound an, das sich die Unterstützung von Hi-res-Musik auf die Fahnen geschrieben hat und insbesondere seine Musikserver Node und Powernode entsprechend hochklassig ausgestattet hat.
foto: bose (2), bluesound, Naimaudio, bang-olufsen, onkyo, sonos, sony
Konzert im ganzen Haus
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Die aktuelle Geräte-Generation hat außerdem standardmäßig Bluetooth an Bord, das im abgeschlossenen Sonos-System nur über Umwege Eingang findet. Natürlich sind Sonos und Bluesound nicht die Einzigen, die Musik in mehrere Räume bringen wollen. Von Bose über Denon (Heos), Panasonic bis zu LG und Samsung hat fast jeder große Hersteller ein Multiroom-System auf den Markt gebracht. Neben Soundbars spielen bei Samsung auch kompatible Fernseher der eigenen Marke mit. Diesen Trick beherrscht auch B & O. Die dänische Nobelmarke lässt ihre langjährige Erfahrung mit verkabeltem Multiroom nun in drahtlose Lösungen einfließen. So reizvoll die Systeme sind, einen Nachteil haben sie alle: Man muss sich für eines entscheiden. Die verschiedenen Hersteller spielen nicht zusammen. Kleine Ausnahme: Yamahas Musiccast-System kann zumindest beliebige Bluetooth-Lautsprecher einbinden. So kann etwa eine für unterwegs gekaufte BluetoothBox daheim als Nebenstelle in Küche oder Bad fungieren. Jüngster Trend: Im Sortiment von Yamaha und neuerdings Sony finden sich neben Soundbars und Aktivboxen auch ausgewachsene Multiroom-fähige Stereo- und Heimkinoreceiver. Eine Schiene, die auch Onkyo fährt. Womit Multiroom und klassische Hi-Fi kein Entweder-oder mehr sind, sondern endlich zusammenwachsen.
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Bluesound Vault 2. Musiksammlung für PC-Verweigerer: Der Vault ist ein Multiroom-fähiger Streamer und CD-Player, der die Silberscheiben verlustlos in den eigenen Speicher (2 TB) überträgt. € 1.300,– www.bluesound.com
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Naim Mu-so Qb. Kraftvolle 300-Watt-Musik und jede Menge Streaming-Optionen hat Naim in den nur 21 cm großen Würfel gesteckt, der auch im hauseigenen Multiroom-System mitspielt. Verschiedenfarbige Abdeckungen optional erhältlich. € 900,– www.naimaudio.com/de
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Sony HT NT5. Die schicke Soundbar mit starkem Klang wird mittels SongPal App Teil eines Multiroom-Systems. Die gleiche App verbindet die Soundbar und Multiroom-Lautsprecher auch zu einem 5.1-Set. € 800,– www.sony.at
Beosound 35. Die futuristische Stereo-Soundbar von Bang & Olufsen mit Bluetooth und WLAN verbindet mit den wichtigsten StreamingDiensten und kann auch in ein MultiroomSystem eingebunden werden. € 2.300,– www.bang-olufsen.de
Sonos Play:5 (gen 2). Im immer kompetitiver werdenden Umfeld rüstet Sonos sein Flaggschiff Play:5 auf. Mit TruePlay passt sich die neue Generation der Sonos-Speaker an die Raumakustik an. € 580,– www.sonos.de
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Onkyo TX NR656/555. Die neuen NetzwerkHeimkinoreceiver von Onkyo sollen – ebenso wie ausgewählte ältere Modelle – mittels Firmwareupdate im Sommer fit für das MultiroomProtokoll FireConnect gemacht werden. Kompatible Lautsprecher kommen ebenfalls im Sommer. € 650/520,– www.onkyo.de
07 Bose SoundTouch 10. Auch der kleinste Lautsprecher im Multiroom-Sortiment von Bose verfügt über frei belegbare Tasten, mit denen vorausgewählte Playlists, InternetRadiostationen oder Streaming-Dienste ohne Handy gestartet werden können. € 200,– www.bose.de
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RESORT
Prachtstück am Hyde Park Nur wenige Minuten vom Buckingham Palace entfernt, erstrahlt die Hotelikone The Lanesborough in neuem Glanz Sylvia M. Sedlnitzky — text
Butler des Hauses, die sich um das Wohl ergehen der Gäste in den nur 50 Zimmern und 43 Suiten sorgen. Das war freilich nicht immer so. 1719 als Adelssitz des Viscount Lanesborough erbaut, wurde das Haus bereits 15 Jahre später zum St. George’s Hospital umfunktioniert. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog die Klinik in ein zeitgemäßeres Gebäude und das Lanesborough House am Hyde Park stand lange Zeit leer. Erst 1991 wurde das palastartige Gebäude mit seiner reinweißen Stuckfassade und dem mit zwei Säulen gerahmten Eingangstor in ein Hotel umgewandelt. Es erlangte schon bald den Ruf eines bildschönen Traditionshauses.
Auch das heutige Hotelrestaurant Celeste ist von erlesenem Geschmack. Von einer imposanten Glaskuppel schweben prachtvolle Kristalllüster – der größte 200 Kilo schwer und 2 Meter breit. Sie setzen die zeitgemäß interpretierten französischen Gerichte eindrucksvoll in Szene. Hier kocht der ambitionierte Florian Flavario unter der Patronage des Drei-Sterne-Kochs Eric Frechon. Der junge Protegé möchte mit viel Erfindungsreichtum und Kreativität eine neue kulinarische Ära einläuten, damit seine Gäste einmal mehr das genießen können, was im Lanesborough seit Anbeginn hochgehalten wird: erstklassige Qualität und Kultiviertheit, gepaart mit schwelgerischer Fülle.
Club-Atmosphäre. Die Library Bar im herrschaftlichen Lanesborough
foto: the lanesborough
Exquisiter und aufwendiger geht es kaum: Für rund 110 Millionen Euro wurde das altehrwürdige Hotel The Lanesborough 18 Monate lang umgebaut und dabei nichts dem Zufall überlassen. Auf vier Etagen dominiert heute ein bis ins Detail durchkomponierter Regency-Stil als Hommage an George IV., unter dessen Regentschaft diese Kunstepoche ihre Hochblüte feierte. Hier steigt man nicht nur in Reichweite der Queen ab (das Lanesborough ist in unmittelbarer Nähe des Buckingham Palace), sondern logiert auch ebenso vornehm wie die Royals. Verantwortlich sind dafür der neue Besitzer, die renommierte Oetker Collection, und das vom internationalen Jetset gefeierte Designstudio Alberto Pinto. Nichts wirkt hier altmodisch oder aufgesetzt. Handgeschliffener Marmor, die größte private Sammlung englischer Kunst des 18. Jahrhunderts, dicke Teppiche, schwere Vorhänge in verschwenderischer Fülle, seidene Tapeten, getäfelte Wände, imposante Himmelbetten und pastellfarbene Stoffe in floralen oder karierten Mustern. Das Interieur des zurzeit prestigeträchtigsten Refugiums der britischen Metropole ist sehr elegant, very british und Ton in Ton aufeinander abgestimmt. Auch technisch funktioniert hier alles nach den neuesten Finessen: auf Tablet-Knopfdruck und gänzlich geräuschlos. Diskret agieren auch die zwanzig
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The Belgravia Room. Edle Kulisse f端r private Dinner und Veranstaltungen im Lanesborough
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DESIGN
01 Natürlich. Inspiriert von Farn im Wind: Vase „Tourbillons“ von Lalique. Ab € 7.500,– www.lalique.com
Facettenreich Die Todesstrafe drohte einst den Glasbläsern von Murano. Mit dem Leben sollten all jene büßen, die es wagten, das Geheimnis der Glasherstellung zu verraten. Per Dekret war die Glasherstellung 1295 von Venedig auf die Insel verlagert worden. Einerseits, um zu verhindern, dass die Öfen der Glasbläser einen Brand in der Stadt auslösen. Andererseits, um Spionage vorzubeugen und den wirtschaftlichen Erfolg, den die Glasherstellung mit sich brachte, zu sichern.
Hoch geschätzt wird die Glaskunst aus Murano noch immer, doch das Wissen hat sich längst über die Insel hinaus verbreitet. Zum Beispiel nach Frankreich. Dort wurden im 18. Jahrhundert Glasmanufakturen wie Saint-Louis und Baccarat gegründet. Letztere schaffte es mit ihren kunstvoll geschliffenen Glaswaren sogar, die Aufmerksamkeit von Louis XVIII auf sich zu ziehen. Der französische Bourbonen-König ließ ein Service für die Zeremonientafel im Palais des Tuileries
anfertigen. Zu den typischen Merkmalen von Baccarat zählen die klaren Linien des Flachschliffs, die heute zum Beispiel die Harcourt-Serie wie einen Diamanten funkeln lassen. Den Schliff erhält das Glas, indem es gegen rotierende Schleifräder gedrückt wird, die in die Oberfläche schneiden. Hierfür eignet sich Kristallglas durch seine Dicke und Qualität besonders gut. „Glas ist immer faszinierend. Besonders die Zusammenarbeit mit den kunstfertigen
FOTO: LALIQUE
Interieur aus Glas verleiht dem Zuhause den letzten Schliff
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FOTOS: WATERFORD, ARTEDONA, BACCARAT, BAROVIER, NUUTINEN, MOSER GLASS
Plissiert. Pleated Petrol Pendant Lampe von Jo Sampson. Ca. € 1.360,– www.waterford.com
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Glasbläsern in den heißen Werkstätten“, schwärmt Katriina Nuutinen. Die finnische Designerin wurde dieses Jahr auf der renommierten Interiormesse Maison & Objet als aufstrebendes Talent gefeiert. „Die ersten Prototypen zu machen, ist der anspruchsvollste Part. Die Chemie zwischen Glasbläser und Designer muss stimmen. Es muss einen klaren Dialog geben und man muss sehr gut über das Material und den Entstehungsprozess Bescheid wissen.“ In ihren Arbeiten setzt sie sich mit dem Zusammenspiel von Glas und Licht, aber auch mit Materialien wie Holz, Metall und Textilien auseinander. „Meistens habe ich schon während des Produktionsprozesses neue Ideen. Die besten Inspirationsquellen sind für mich das Material, die Werkstätten und die Hersteller“, sagt Nuutinen. Sie, die die moderne Welt des Glasdesigns verkörpert, gibt bereitwillig Einblick in ihr Schaffen, wie es dereinst in Murano unmöglich gewesen wäre. — TEXT: Irene Olorode
05 03 Retrochic. Mundgeblasene Weinkaraffe „Thistle Gold“ von Saint-Louis, € 1.139,50. www.artedona.com
06 Schatzhüter. Lyyli Medium von Katriina Nuutinen, € 248,– storekn.tictail.com
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Klassisch. Frühstücksset Harcourt mit Flachschiff von Baccarat. € 581,– www.baccarat.de
Verspielt. Hängelampen-Set „Mazzodromo“ aus Muranoglas von Barovier & Torso. Ab € 8.520,– www.barovier.com
Limitiert. Vom Tablet „Geometric 3279“ von Milan Knížák existieren lediglich 30 Stück. € 1.500,– www.moser-glass.com
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Reise Auf den kommenden Seiten
36_ REise Diamantenhauptstadt Antwerpen
40_ Motorama Wie das Auto zum Schmuckstück wurde
42_ sommerfest Herrschaftliche Blumenschau
48_ Gastrosophie Architekt Gregor Eichinger
Juwel der Karibik Amanera Resort Adresse. Highway 5, Cabrera Rio San Juan 33300, Dominikanische Republik www.amanresorts.com/amanera
Jahrzehntelang haben verwöhnte Globetrotter einen großen Bogen um die Dominikanische Republik gemacht. Mit den All-Inclusive-Bettenburgen im Süden hatte sie als billiges Spaß-in-derSonne-Ziel den Ruf, die „Karibik für Arme“ zu sein. An manchen Flecken ist
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foto: amanresorts
AMANERA RESORT Die neue Augenweide der Karibik
das freilich noch immer so. Doch es finden sich auch kilometerweite Küstenabschnitte mit üppigen Dschungellandschaften und menschenleeren Stränden, die sämtliche Karibik-Klischees wahr werden lassen. Die Playa Grande an der Nordküste des Inselstaats etwa ist so ein Fleck. Genau hier entschlossen sich die legendären Amanresorts, eine der architektonisch aufsehenerregendsten Urlaubsanlagen der Welt zu bauen. Seit einigen Monaten dürfen sich nun Gäste in die stille Schönheit dieser außergewöhnlichen Landschaft zurückziehen und etwa die
Buckelwale, die in Scharen im Frühling vorbeiziehen, beobachten. Das Amanera thront auf einer 20 m hohen Klippe mit Panoramablick auf den Atlantik und den wohl schönsten Strand der DomRep. Überhaupt ist hier alles reine Augenweide: Vom Restaurant und der loftartigen Bar in der Casa Grande, dem Herzstück des Resorts, bis hin zur schattigen Privatsphäre der 25 Gäste-Casitas. Alle Details, Formen und Strukturen wurden in verschwenderischer Liebe zum Detail und minimalistischer Manier von Architekt John Heah durchdacht
und entsprechen in jeder Hinsicht einem sanften Tourismus-Konzept.Und dann sind da noch die anderen Hoteleinrichtungen, die sich eine Handvoll Gäste auf 809 Hektar teilt: ein schicker Strandclub, ein 20-mSchwimmbecken, ein Zigarrensalon und der 18-Loch-Golfkurs der gefeierten Architekten Robert Trent Jones Senior und Junior. Mit elf Löchern direkt an den Felsklippen zählt letzterer zu den spektakulärsten Plätzen der westlichen Hemisphäre und steht ausschließlich Resort-Gästen zur Verfügung. — text: Sylvia M. Sedlnitzky
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Museum am Hafen. Das futuristische Museum aan de Stroom ist auch von auĂ&#x;en einen Blick wert
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REISE
Die Diamantenstadt
foto: www.visitflanders.com/www.milo-profi.com
Kunst, Kulinarik, kreative Mode und funkelnde Juwelen: Antwerpen brilliert mit seinem Facettenreichtum
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Pompöser Empfang. Die Centraal Station Antwerpen
Zugegeben, eine Reisegeschichte mit der Ankunft am Bahnhof zu beginnen, ist nicht gerade rasend originell. Im Fall von Antwerpens Centraal Station scheint das aber absolut angebracht: eine Kathedrale mit Schienenanschluss – samt theatralischem Treppenhaus unter einer gigantischer Kuppel, einem Tonnengewölbe aus Glas und einer nicht minder pompösen Fassade. Als alternativer Ausgangspunkt bietet sich, ebenso spektakulär, das Museum aan de Stroom, kurz MAS genannt, an. Der vielfach verschachtelte Turm aus rotbraunem Sandstein ist das Wahrzeichen des modernen Antwerpen. Von seiner Dachterrasse schweift der 360°-Blick von der Schelde über die kirchturmgespickte Altstadt bis zum Horizont aus Raffinerietanks und Verladekränen Richtung Meer. Das Museum selbst zeigt aufs Spannendste die Verbindung der flandrischen Metropole mit der Welt einst und heute. In Antwerpens goldener Ära, dem 16. Jahrhundert, war die Stadt das reichste Handelszentrum der Christenheit. Die örtlichen Erzeugnisse, allen voran Textilien, fanden ihren Weg bis nach Arabien und Indien, Künste und Wissenschaften standen in höchster Blüte. Irgendwann schlendert man über die Einkaufsmeile Meir oder vom Bezirk Eilandje zu Füßen des MAS durch das quir-
lige Schifferquartier Richtung historisches Stadtherz. Und landet am Grote Markt. Dort bestaunt man die langen Spaliere filigraner Zunfthäuser, das stolze Stadthuis und die gotische Liebfrauen-Kathedrale. Und man spürt: Der Moment der Entscheidung ist gekommen. Antwerpen hat mindestens so viele Facetten wie die Diamanten, für deren Schliff und Verkauf es weltberühmt ist. Man muss wählen. Ist man Kunstliebhaber? Dann betrete man schnurstracks die Kathedrale. Denn während das Königliche Museum für Schöne Künste wegen Umbaus geschlossen ist (bis 2018), hängt hier eine Auswahl seiner Bestände – grandiose Gemälde von Quinten Metsijs, Peter Paul Rubens & Co. Auf den Geschmack gekommen, steuert man danach das Rubenshuis an. Der Großmeister des flämischen Barock hinterließ mit seinem Alterssitz ein Gesamtkunstwerk aus Wohnpalais, Atelier und idyllischem Garten. Jüngeren Datums, aber ähnlich faszinierend: das Museum des Kunsthistorikers Mayer van den Bergh mit seiner Fülle an hochkarätigen Tapisserien, Skulpturen, Kleinkunst und, nicht zu vergessen, Gemälden wie etwa der „Dulle
Griet“, einem der tollsten Werke von Pieter Bruegel d. Ä. Pflichtadresse Nummer drei ist das Museum Plantin-Moretus. Ende des 16. Jahrhunderts schuf sich der Drucker Christophe Plantin ein Anwesen im Stil der flämischen Renaissance. Druckerwerkstatt, Kontor, Schriftsetzerei: Alles ist original erhalten, sogar jene älteste Presse der Welt, auf der die seinerzeit klügsten Köpfe ihre Werke vervielfältigen ließen. Antwerpen ist auch ein Mekka der Mode – spätestens seit das Designerkollektiv „Antwerp 6“ Anfang der Achtziger seinen Durchbruch feierte. Fashionistas pilgern bevorzugt ins St. Andreasviertel, etwa ins Modepalais von Lokalmatador Dries van Noten oder zu Anna Heylen. Auf Mode trifft man hier sogar in der örtlichen Kirche: „Die Madonnenstatue auf dem Hochaltar“, erklärt Tourguide Vera Verschooren augenzwinkernd, „trägt ein weißes Federkleid der gefeierten Designerin Ann Demeulemeester.“ Und dann ist da noch das Modemuseum, das der hiesigen Szene regelmäßig mit Wechselausstellungen den Puls misst.
Antwerpen ist auch ein Mekka der Mode
Shopping-Trip. Ein Blick in Antwerpens Designerläden lohnt sich
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CIP600: Istrien Hightec-Ferienhaus
CDE037: Dalmatien Modernes Ferienhaus
CIL402: Istrien alte Steinvilla
CIK615: Istrien Luxusvilla
FotoS: www.visitflanders.com (2) /www.milo-profi.com/antwerp tourism & convention, andreas teichmann/laif/picturedesk.com
Handwerk. In Antwerpens Werkstätten erhalten Diamanten ihren letzten Schliff
Spätestens jetzt, exklusiv eingekleidet, sollte man sich Antwerpens unverzichtbarem Thema Nummer eins hingeben: jenem glitzernden Accessoire, das findige Werber einst als „a girl’s best friend“ benannten. Über 80 Prozent der Rohdiamanten dieser Welt und mehr als die Hälfte aller geschliffenen werden in der Schelde-Stadt gehandelt. 1.700 Trader und Schleifer sind im legendären Diamantenviertel zuhause. Kein Stadtaufenthalt ist komplett ohne Exkursion in diesen Mikrokosmos an der Hovenierstraat und ohne Schaufenstertour entlang der Juweliermeilen Vestingund Appelmansstraat. Dringend angesagt ist auch die Visite im Diamondland. Dort erhält man Einblicke in die Branche, lernt etwa die Qualitätskriterien für die edlen Steine, die berühmten „4 Cs“ – Carat, Color (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff ) –, unterscheiden. Oder schaut Spezialisten in der Schleif- und Schmuckwerkstatt über die Schulter. Und, wer weiß, vielleicht mündet der Kurzlehrgang ja vor Ort in einen Kauf? Eine preisgünstigere Gelegenheit, seine bessere Hälfte mit dem glanzvollsten aller Souvenirs zu erfreuen, findet Mann außerhalb Antwerpens nirgendwo. — text: Walter M. Weiss
REISETIPP Info. Anreise: mit Austrian oder Brussels Airlines nach Brüssel. Antwerpen Tourismus: www.visitantwerpen.be Unterkünfte. Eine charmante Adresse für Individualisten – Le Tissu im Jüdischen Viertel. www.le-tissu.be Restaurants. Antwerpen ist ein Feinschmecker-Schlaraffenland. Bei Trendsettern hoch im Kurs steht derzeit Graanmarkt 13, dessen Chef Seppe Nobel Feuerwerke origineller Geschmäcker inszeniert. www.graanmarkt13.be Diamanten. Zweistündige Rundgänge durch das Händlerviertel: buchbar unter Tel. +32 (0)3 232 01 03, info@visitantwerpen.be, Blicke hinter die Kulissen bietet Diamondland. www.diamondland.be
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MOTORAMA
Hochkaräter Von der reinen Funktion zum Kunstwerk: Wie aus dem Auto ein Schmuckstück wurde Das Auto in seiner Frühzeit war wirklich kein Schmuckstück. Wir mögen das heute anders sehen, weil wir die unschuldige Schönheit der Maschine bewundern, die
Ästhetik der unverhüllten, unbeschönten Mechanik. Aber im Grunde war die reine Funktion angesagt, die Besitzer waren in der Regel schon glücklich, wenn es das tuckernde, schnaufende Vehikel den Berg hinauf schaffte. Autohersteller, die es von der Pionierin die Produktionsphase geschafft hatten, lieferten zunächst nur nackte Technik, also alles, was es zum Fahren brauchte: im wesentlichen Motor plus Fahrgestell. Den Rest ließ man sich bei Spezialisten zimmern, so wie es die Käufer wollten und brauchten. Erwarb man zum Beispiel einen Bentley, ging man damit zum ehemaligen Kutschenbauer Mulliner, der eine schöne Karosserie
auf den Rahmen setzte: Ingenieurskunst traf Kunsthandwerk. Das musste man sich aber leisten können. Die ersten im industriellen Maßstab gefertigten Autos waren dagegen die Schmucklosigkeit pur. Die Idee, dass ein Auto mehr als
Bentley Bentayga. Eine dicke Uhr fällt nicht ins Gewicht
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Bentley - Breitling. Die erste Tourbillon-Uhr fürs Autocockpit
nur dem Fahren dient, war mit den Beiträgen der alten Kutschenbauer aber auf der Welt – und sie hat sich gehalten. Gegen die automobilen Extravaganzen der 1920er und 1930er Jahre verblasst jedes Batmobil. Was die Carrozzerias, die italienischen BlechMaestri, in den Fünfzigern und Sechzigern geschaffen haben, sind die Alten Meister des Maschinenzeitalters. So ist es auch heute noch mit Luxusautos: Die tollste Technik lässt einen kalt, wenn die äußere Form keine Anmut hat. Wie ein Edelstein, der nichts wert sein kann, wenn sein Glanz den Betrachter nicht fesselt und fasziniert. Die Hersteller lassen es mit schönen Formen freilich nicht bewenden. Früher waren es Kühlerfiguren, die stolz das Emblem des Hauses vorangetragen haben (oft kombiniert mit einer Anzeige, an der der Fahrer die Temperatur der Kühlflüssigkeit ablesen konnte). Heutige Bestimmungen zum Fußgängerschutz haben den meisten der prächtigen Kühlerfiguren aber den Garaus gemacht. Dafür fühlt man sich immer öfter wie
beim Juwelier, wenn man vor einer modernen Prachtkarosse steht. Unverändert leitet sich die Form aus der Funktion ab: So werden zum Beispiel Scheinwerfer, die an sich ja nur hell und weit strahlen sollen, zu regelrechten Geschmeiden veredelt. Technische Bauteile wie Linsen, Leuchtkörper und Reflektoren sind wie Edelsteine in einer Glasvitrine inszeniert. Das kann man zunehmend wörtlich nehmen. Mercedes hat in einer Zusammenarbeit mit Swarovski die Leuchten seiner Top-of-therange-Modelle mit Kristallen verziert. Das verfehlt seine Wirkung nicht – hoffentlich nicht auch auf Schmuckdiebe, die neuerdings schon auf der Straße fündig werden. Auch die Uhr ist zur automobilen Kunstform geworden. Aus der Firma Jaeger, die in den 1920ern die Cockpit-Instrumente (Öltemperatur, Drehzahl, Tempo …) für alle namhaften Nobelhersteller fertigte, ging die heutige Luxusuhrenmarke Jaeger-LeCoultre hervor. Um zum Beispiel die gemeinsame Geschichte mit Aston Martin zu feiern, hat die Firma ein sagenhaft teures Kaliber fürs Handgelenk entwickelt, das auch die Autotür aufsperren kann. Der edle Chronograph darf heute in keinem Luxusschlitten fehlen. Besondere Tradition auf dem Gebiet hat Bentley. Die
Technik lässt kalt, wenn die Form keine Anmut hat
Mercedes-Studie. Lüftungsdüsen aus blau schimmerndem Kristallglas
Dekadenz. Uhren- und Krawattenhalter im Royce
fotos: werk
Marke schießt in der Hinsicht auch den Vogel ab. Wer den Gegenwert eines Sportwagens drauflegt, bekommt zu seinem Bentley Bentayga einen im Cockpit eingepassten Breitling-Tourbillon – die anerkannt komplizierteste und aufwendigste Art, eine Uhr zu bauen. Einwände, dass diese auch nicht mehr kann als die Zeit ansagen, laufen ins Leere. Es bräuchte ja schließlich auch keinen Zwölfzylinder, um die Fuhre anzutreiben. — text: Stefan Bonnet
Cool Stuff. Ob es denn auch ein Kaltwetterpaket gibt? Klar! —
Ein Fall für Innenarchitekten. Rolls-Royce Phantom
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SommerFEST
Die Königin der englischen Gärten Eine Garten- und Blumenschau in äußerst herrschaftlicher Atmosphäre Die nächste Hampton Court Palace Flower Show findet vom 5. bis 10. Juli statt.
Nähere Infos und Tickets: www.rhs.org. uk/shows-events/rhs-hampton-courtpalace-flower-show/
Ein wahres Feuerwerk an Farben, Düften und Formen spielt sich jeden Sommer rund um den Hampton Court Palace ab. Angenehm traditionell, aufregend innovativ und immer etwas schräg: einfach very british – so fällt der Besuch der jährlichen RHS Hampton Palace Garden Show aus. Sie ist die größte Gartenschau der Welt. Nur 30 Zugminuten von London Waterloo findet das Spektakel jährlich auf einem fußballfeldgroßen Areal der ehemaligen königlichen Residenz statt. Gastgeber ist die Royal Horticultural Society (RHS), ein im Jahr 1804 in London gegründeter Verein zur Pflege der Gartenkultur.
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fotos: Royal Horticultural Society Media Image Collection
Hörspiel. Wenn Besucherinnen über Farb- und Formenvielfalt fachsimpeln
Grüne Oase. Die Engländer lieben ihre Gärten. Ganz besonders diesen
Schon 1861 legte diese Institution in Kensington Gore einen ersten italienischen Schaugarten an, der drei Jahre später bereits mehr als 150.000 Besucher anzog. Die Hampton Court Palace Flower Show wird heuer – im Jahr des Englischen Gartens – zum 26. Mal vor dem imperialen Hintergrund des Hampton Court Palace ausgetragen. Im Inneren des Schlosses, dessen Fundamente aus dem Mittelalter stammen, wartet eine große Gemäldesammlung, die
Bilder von Tizian, Tintoretto und van Dyck zu bieten hat. „Schade, dass man während der Gartenschau vor all den weißen Schirmen über den Verkaufsständen den Palast kaum mehr sieht“, findet Dominic Cole, die Instanz Großbritanniens in Sachen historischer Gärten. Er ist momentan dabei, die grüne Oase Winston Churchills in ihre Ursprungsform zurückzuführen. Wer hier allerdings Anfang Juli anreist, dem stehen Flora und Fauna näher als in Stein gemeißelte Geschichte. Gemeinsam staunt man über die atemberaubenden Blumen-Displays, tauscht Geheimtipps für den Obst- und Gemüseanbau aus und lässt in den plätschernden Wassergärten die Seele baumeln. Das schafft eine eingeschworene Community – und die verbindet Generationen und Gesellschaftsschichten. Neben Royals und Aristos tummeln sich hier einfache Garten-Afficionados. „Wenn elderly ladies fast ekstatisch über das Blau von Geranien oder die unterschiedlichsten Blattformen eines Sommerflieders zu fachsimpeln beginnen, ist das wie ein gelungenes Hörspiel“, resümiert der österreichische Landschaftsplaner und Gartendesigner Clemens Lutz (stalzer lutz gärten), der sich jedes Jahr in Großbritannien Inspirationen holt. Wer einem echten Sommerfest beiwohnen will, reist schon einen Tag früher an und besorgt sich Eintrittskarten für den 4. Juli. Der Previewday endet abends mit Livemusik, Feuerwerk und elegantem Dinner. Das ideale Vorprogramm für einen Besuch im schicksten Garten des Landes. — text: Johanna Zugmann
Tradition. 1861 wurde der erste italienische Schaugarten angelegt
Refugium. Die Wassergärten laden zum Ausrasten und Innehalten ein
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Vietnam – Vielfalt und Schönheit Vietnam beeindruckt nicht nur mit seiner dreitausendjährigen Geschichte, sondern auch mit seiner landschaftlichen Vielfalt und Schönheit: von den grünen Bergen des Nordens mit traumhaft angelegten Reis-Terrassen und Tee-Plantagen über die zauberhafte Welt der Ha-Long-Bucht mit ihren fast 2.000 Inseln und den schwimmenden Fischer-Dörfern bis hin zur fruchtbaren Ebene des Mekongdeltas im Süden. Doch nicht nur die Natur ist faszinierend, auch die Städte mit dem typischen Flair des Fernen Ostens ziehen Besucher in ihren Bann. Herausragend dabei Hanoi, die Hauptstadt, die frühere Kaiserstadt Hue mit der Verbotenen Stadt und den Kaiser-Grabanlagen am Parfüm-Fluss sowie die alte Handelsstadt Hoi An mit ihrer sehenswerten Altstadt, die zum UNESCOWeltkulturerbe zählt. Bekannt ist Vietnam auch für seine gesunde, abwechslungsreiche und köstliche Küche. Ein Land, das all Ihre Sinne anspricht und Ihnen eine neue Welt eröffnet.
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Ein modernes Schlossmärchen Das Romantik Hotel Schloss Pichlarn im steirischen Ennstal ist eine Klasse für sich Anfang Mai öffnet das Romantik Hotel Schloss Pichlarn, nach umfangreicher Renovierung des Hotels und seiner Zimmer, wieder seine Tore. Das renommierte Schloss Hotel am Fuße der herrlichen steirischen Gebirgslandschaft wurde exklusiv modernisiert und empfängt den Gast mit 5-Sterne-Niveau in allen Bereichen.
täten bis hin zu ayurvedischen Vital-Kreationen überrascht das Küchen-Team mit kulinarischen Explosionen. Ein exquisiter Tropfen aus der neuen Wein-Lounge, interessante Gespräche an der HotelBar und ein nächtlicher Spaziergang durch den magischen Schlosspark – das Romantik Hotel Schloss Pichlarn ist der Inbegriff eines wahr gewordenen Urlaubsmärchens.
„Entspannung pur“ bietet die unvergleichliche Schloss-Relax-Landschaft, Gesundheitsurlauber schätzen das Ayurveda-Angebot nach europäischen Gesichtspunkten, Golfer haben den Abschlag praktisch vor der Hoteltüre und Verliebte werden im Schloss auf Wolke 7 gehoben. Als neues Mitglied bei der internationalen Vereinigung der „Romantik Hotels“ wird das Märchen in Pichlarn Wirklichkeit.
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Der Genuss-Golfplatz zählt zu den ältesten Anlagen in Österreich und schönsten Golfresorts Europas. Auch nach Sonnenuntergang steht bei den Gästen der Genuss an erster Stelle. Von steirischen Speziali-
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Glücksplätze am Fuschlsee Tanken Sie Kraft mit allen Sinnen im ****Superior-Hotel Ebner’s Waldhof am See
Wo lässt sich das Erwachen der Natur schöner erleben als in der malerischen Region Fuschlsee im Salzkammergut. Direkt am Ufer des Sees gelegen, lädt das ****Superior-Hotel Ebner’s Waldhof am See zum Frühlingserwachen ein. Raus aus dem Winterschlaf, hinein ins Naturerlebnis und ab in die Frühlingssonne! „Ob Sie diese beim
Golfen auf dem hauseigenen 9-Loch-Platz, beim Angeln, Bootfahren auf dem herrlich klaren Fuschlsee oder bei einer Biketour tanken möchten, bleibt ganz Ihnen überlassen. Sicher ist nur, dass Sie im Anschluss garantiert im 4.000 m2 großen Wellness- und Spa-Bereich entspannen werden und dabei ebenfalls direkt von Natur pur umgeben sind“, verspricht die Hoteliersfamilie. Denn auch, wenn es noch kühlere
Wo das Glück viele Plätze hat … Bei einer Wanderung begegnet man im Salzkammergut auch dem Glück. Es gibt in der Region 200 sogenannte „Glücksplätze“. Das sind besonders schöne, idyllische oder mystische Orte mit einer kraftvollen, positiven Energie. 13 dieser Glücksplätze befinden sich in unmittelbarer Umgebung von Ebner’s Waldhof am See. Wer auf der Suche nach dem Glück ist, wird es also bei traumhaften Ferientagen im Ebner’s Waldhof am See mit Sicherheit finden. ****Superior Hotel Ebner’s Waldhof am See 5330 Fuschl am See, Seestraße 30, Tel. 06226/82 64, info@ebners-waldhof.at, www.ebners-waldhof.at
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Architekt und Gastlichkeitsexperte Gregor Eichinger
„Wir brauchen uns physisch“ In den Auslagen der Boutique SONG funkeln ein paar massive Silberringe – teils mit Totenköpfen. Ein paar Schritte weiter in der Praterstraße liegt das immer gut besuchte Ansari. Dass es sich um ein georgisches Lokal handelt, merkt man nicht nur an der Speisekarte, sondern auch an den Samowars, die die Regale schmücken. Hier kann man die Ringe aus der Auslage – inklusive Totenköpfen – auch an den Fingern des Restaurant-Designers Gregor Eichinger bewundern. Der Professor für Innenraumgestaltung empfiehlt die Spezialität des
Hauses, Kinkali. Das sind Teigzwirbel, gefüllt mit Suppe und Fleisch, die beim Verzehren spezielle Fertigkeiten verlangen. „Man fasst sie mit drei Fingern an der Spitze, dreht sie um, beißt an der Breitseite an und lässt die Suppe in den Mund rinnen“, erklärt der Architekt, der außer dem Ansari schon mehr als 20 Lokale – darunter das Skopik & Lohn und den Figlmüller am Lugeck – gestaltet hat. An gestalterische Prozesse geht er profund heran: „Ich sehe jede Bauaufgabe aus der Perspektive der Gastlichkeit, ob ich den Wiener Flughafen durchdenke oder ein
Krankenhaus“, so der gebürtige Oberösterreicher. Er konstatiert: „Selbst wenn man via Facebook mit Brad Pitt kommuniziert, ersetzt das keine reellen Räume und keine wirklichen Menschen. Wir müssen aus der sozialen Kälte rauskommen. Das Internet täuscht zwar Wärme vor, aber wir müssen uns wieder spüren, wir brauchen uns physisch.“ Privat eingeladen zu werden, sei eine Art „like hoch zwei“ oder der Sechskaräter unter den gemeinsamen Mahlzeiten. „Ob du dabei Soletti servierst oder was anderes, ist zweitrangig.“ — text: Johanna Zugmann
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Architekt Gregor Eichinger über Gastlichkeit, soziale Kälte und Soletti
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