SPENDEN & GEWINNEN
FALTER Hilfe,
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Nr. 48/15 25.11.15 Programmzeitraum: 27.11. bis 3.12.15
Geschenke!
Auch heuer gibt’s die FalterAktion: Sie spenden mindestens 10 Euro für das Wiener Integrationshaus und können damit eines der tollen Geschenke aus diesem Heft gewinnen
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Falter mit Falter: Woche 1011 Wien, Marc-Aurel-Straße 9 P.b.b. 02Z033405 W; Retouren an Postfach 555, 1008 Wien laufende Nummer 2527/2015
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Buchbar von 20.11. bis 26.12.2015. Die Ermässigung wird vom Kartengrundpreis berechnet. Aktion gültig solange der Vorrat reicht. Nicht auf bereits ermässigte Karten anwendbar. Irrtümer und Änderungen vorbehalten.
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Sepp Stranig hat das Integrationshaus mitbegründet
Hilfe schenken
BIRGIT WIT TSTOCK
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eihnachten kann ganz schön nerven. Dann nämlich, wenn man bereits im Spätsommer in den Supermärkten über die ersten Lebkuchen- und Adventkalenderpyramiden stolpert, und die Weihnachtsmärkte bei 20 Grad Glühwein ausschenken. Das kann das berüchtigte Weihnachtsparadoxon auslösen: innere Ablehnung anstatt festlicher Vorfreude. Die Folge: Die Adventzeit wird ignoriert, und der Heilige Abend überrascht einen eiskalt. Damit Sie am 24. nicht verzweifelt „Hilfe, Geschenke!“ rufen, haben wir seit Monaten schöne Sachen zusammengetragen, die Sie verschenken können. Und weil Geben ohnehin seliger ist denn Nehmen, geben Sie bei unserer Aktion gleich doppelt: ihren Lieben hippen Schnickschnack und den Flüchtlingen, die vom Integrationshaus betreut werden, dringend benötigte Deutschkurse und psychologische Betreuung. Das funktioniert so: Wir haben Unternehmen gebeten, uns schöne Produkte zum Verlosen zu geben. Die stellen wir in diesem Heft (und im Internet unter www. hilfegeschenke.at) vor. Falter-Leserinnen und -Leser spenden mindestens zehn Euro für das Integrationshaus, wobei jede Spende ein Gewinnlos ist. Sie müssen nur aussuchen, was Sie gerne gewinnen würden. Seit Beginn dieser Aktion vor acht Jahren haben wir so 214.265 Euro an Spenden zusammengetragen; Geld, das im Integrationshaus dringend gebraucht wird. Neben vielen Geschenkideen zeigen wir Ihnen in diesem Heft auch die wichtige Arbeit, die im Integrationshaus täglich geleistet wird. Wir porträtieren eine Familie aus Syrien, deren Flucht im Wiener Integrationshaus endete. Wir haben mit Integrationshaus-Mitbegründer Sepp Stranig über die Flüchtlingskrise gesprochen und wir haben uns von Migrantinnen, die den „Mama lernt Deutsch“-Kurs besuchen, erzählen lassen, welchen Eindruck sie von Österreich haben. Nun wissen Sie, wofür Sie spenden.
HILFE, GESCHENKE!
Wie die Flucht einer syrischen Familie im Integrationshaus endete SE ITE 14
Her damit! Helfen Sie beim Helfen! Auch heuer macht der Falter die beliebte Aktion „Hilfe, Geschenke!“: Eine Spende von mindestens zehn Euro für das Integrationshaus wird zum Los, um eines der vielen schönen Geschenke zu gewinnen, die wir in diesem Heft präsentieren
Culture Clash: Migrantinnen erzählen vom Kulturschock Österreich SEITE 22
Spenden und gewinnen: So funktioniert „Hilfe, Geschenke!“ Unter www.hilfegeschenke.at finden Sie alle 81 Produkte, die wir auf den folgenden Seiten vorstellen. Sie suchen sich aus, was Sie gewinnen möchten, und spenden online. Je mehr „Lose“ à mindestens zehn Euro Sie kaufen, desto höher ist Ihre Gewinnchance. Wenn Sie nicht über die Website spenden möchten, überweisen Sie Ihre
Spende an die Falter Verlagsgesellschaft m.b.H., Konto: Bank Austria, IBAN: AT61 1200 0006 6506 2600, BIC: BKAUATWW, und faxen oder schicken den Zahlschein (liegt bei!) anschließend an den Falter Verlag, PF 474, Marc-Aurel-Straße 9, 1011 Wien, E-Mail: service@falter.at, Fax 01/536 60-935 (Verwendungszweck: Spende „Hilfe, Geschenke!“).
Schreiben Sie Namen, Adresse, Ihren E-Mail-Kontakt und – ganz wichtig! – die Nummer des Produkts dazu, das Sie gewinnen möchten. Aber schnell sein: Teilnahmeschluss ist der 13. Dezember. Teilnahmebedingungen: Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein. Schrift verkehr, Barablöse und Rechtsweg sind ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich bzw. per E-Mail verständigt. Teilnahmeschluss ist der 13.12.2015.
Impressum Falter 48a/15 Herausgeber: Armin Thurnher Medieninhaber: Falter Zeitschriften Gesellschaft m.b.H., Marc-Aurel-Straße 9, 1010 Wien, T: 01/536 60-0, F: 01/536 60-912, E: wienzeit@falter.at, www.falter.at Redaktion: Birgit Witt stock Herstellung: Falter Verlagsgesellschaft m.b.H.; Layout: Raphael Moser; Lektorat: Helmut Gutbrunner, Daniel Jokesch; Abwicklung: Barbara Prem; Anzeigen: Sigrid Johler; Geschäft sführung: Siegmar Schlager Druck: Passauer Neue Presse Druck GmbH, 94036 Passau DVR: 047 69 86. Alle Rechte, auch die der Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, vorbehalten. Die Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz ist unter www.falter.at/offenlegung/falter ständig abrufbar.
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F A L T E R H i l f e , G E s c h e n k e !
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Helfen,
um uns selbst zu helfen Sepp Stranig, Vorstandsmitglied des Integrationshauses, erklärt, warum die Flüchtlingskrise eigentlich keine sein müsste G e s p r ä c h : B i r gi t W i t t s t o c k
ovember 2015. Mehr als 500.000 Flüchtlinge haben in diesem Jahr österreichisches Staatsgebiet durchquert. Bis August wurden rund 46.000 Asylanträge gestellt, bis Jahresende sollen es bis zu 80.000 sein. Allerorts ist von der „Flüchtlingskrise“ die Rede. Das Thema dominierte auch die Landtagswahlen im Burgenland, in der Steiermark, in Oberösterreich und die Wien-Wahl. Die FPÖ konnte in allen vier Bundesländern große Gewinne einfahren. November 1992. Im zerfallenen Jugoslawien wütet der Bürgerkrieg. Rund 90.000 Menschen sind aus Bosnien-Herzegowina nach Österreich geflohen und Jörg Haiders FPÖ initiiert das „Österreich zuerst“-Volksbegehren. Es findet nicht nur wenig Zuspruch, es löst auch eine Gegenbewegung aus: An die 300.000 Leute versammeln sich am 23. Jänner 1993 mit Kerzen, Fackeln und Feuerzeugen am Wiener Heldenplatz zum Lichtermeer – der größten Demonstration der Zweiten Republik. Tags zuvor hatten Willi Resetarits, zu jener Zeit noch Ostbahn-Kurti, und Sepp Stranig, damals Manager eines Bergbaubetriebs in Aspang am Wechsel und Vorsitzender der Jungen Generation in der SPÖ, dem damaligen roten Vizebürgermeister und Finanzstadtrat Hans Mayr ein Versprechen abgerungen: ein Haus, in dem man Flüchtlinge angemessen betreuen würde können. „Des moch ma“, soll Mayr der Legende nach gesagt haben. 1995 eröffnete das Integrationshaus im ehemaligen Bunzl&Biach-Fabriksgebäude in der Engerthstraße. Sepp Stranig, inzwischen 60, ist immer noch Vorstandsmitglied des Vereins Integrationshaus, gibt dessen Gute Zeitung heraus und ist SP-Bezirksrat in Döbling. Dieser Tage hat er manchmal das Gefühl, sich in einer Wiederholungsschleife zu befinden – so sehr erinnert ihn das Heute an das Gestern von 1992.
Falter: Herr Stranig, welche Parallelen sehen Sie zwischen der heutigen Situation und jener vor dem Lichtermeer 1993? Sepp Stranig: Die Zeit und die politischen Umstände sind sehr ähnlich. Anfang der 90er-Jahre war der Krieg in Jugoslawien heftig und zehntausende Menschen sind nach Wien gekommen. Allerdings brauchte es damals keine Zelte und Container. Zwar gab es ein Massenlager im Messepalast, aber das war gut betreut und die Leute sind relativ schnell von dort in andere, bessere Quartiere gebracht worden. Auch damals gab es jene Partei, die aus dem Unglück dieser Menschen politisches Kleingeld schlagen wollte: Die Haider-FPÖ hat 1992 das sogenannte Ausländer-Volksbegehren initiiert. Was mich so an heute erinnert: Die Zustimmung zu dieser FPÖ war damals mit etwa 27 Prozent ebenfalls relativ hoch.
In Deutschland gab es Anfang der 1990erJahre Pogrome – etwa in Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen. Bei weiteren Anschlägen starben immer wieder Flüchtlinge. War die Lage zu jener Zeit nicht viel gefährlicher? Stranig: Auch heute brennen in Deutschland Flüchtlingshäuser und es gibt mit der Pegida eine verhetzende Bewegung – auch das sind Parallelen. Ein großer Unterschied zu damals ist, dass es bei uns derzeit keinen Franz Fuchs gibt. Zu jener Zeit sind aus diesem aufgehetzten Substrat solche Sumpfblüten wie er entstanden. Diese JahIntegrationshaus-Mitbegründer Sepp Stranig dort, wo 1993 das Lichtermeer wogte
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hätten sich auch noch die politischen Verhältnisse geändert, hätte das ins Auge gehen können. Da ist es schon besser, eine gewisse Unabhängigkeit bewahrt zu haben, um notfalls aufschreien zu können.
re, in denen so viele Leute von Briefbomben verletzt oder zumindest bedroht wurden, waren sehr schlimm. Wir mussten unsere Post vom Integrationshaus vorm Aufmachen zum Scannen ins Bundeskanzleramt bringen, und das hat sehr aufs Gemüt geschlagen und das Klima verändert. Auch jetzt kommt es immer wieder zu Übergriffen, 1993 gab es aber wenigstens eine massive gesellschaftliche Antwort auf diese Verhetzung: 300.000 Menschen beim Lichtermeer! Das fehlt mir heute. Auch wenn die beiden Demos im Herbst wunderbar und schon lange fällig waren. Aber es gibt doch eine spürbare Gegenbewegung in der Zivilgesellschaft: die Helfer auf den Bahnhöfen, an den Grenzstationen, den Deutschkursen. Haben sich Anfang der 90er auch so viele Freiwillige engagiert? Stranig: Schon, aber es war damals nicht so exzessiv notwendig, dass die Zivilgesellschaft zum Helfen antritt, weil die Politik damals stärker und schneller reagierte. Außerdem muss man fairerweise sagen, dass die meisten Menschen, die aus den umkämpften jugoslawischen Gebieten kamen, in Österreich bereits Anknüpfungspunkte hatten. Da haben die Migrantenfamilien sehr viel aufgefangen. Dennoch gab es einen breiteren gesellschaftlichen Konsens. Ich vermisse heute, dass Vertreter sämtlicher Parteien mitmachen und dem Ganzen dadurch Gewicht verleihen. Zur Lichtermeer-Zeit haben die Parteien sich bemüht, dabei zu sein. Auch die Kirche war damals – dank Caritas-Chef Helmut Schüller – wesentlich stärker vertreten, obwohl man ihr jetzt auch keinen großen Vorwurf machen muss, außer, dass sie erst so spät reagiert hat und immer noch viele Klöster ungenützt sind.
Zur Person Sepp Stranig, 60 ist Mitglied des Vorstands des Vereins Integrationshaus, das er einst mitbegründet hat. Nebenbei gibt er die „Gute Zeitung“ heraus und ist als Bezirksrat für die SPÖ in Döbling tätig
Freiwillige, sondern auch Experten, die psychologisch, rechtlich und im interkulturellen Umgang so geschult sind, damit sie ihren Klienten nicht schaden, sondern nützen. Man kann viel kaputt machen, wenn man mit an Seele und Körper geschädigten Menschen arbeitet. Deshalb haben wir im Integrationshaus von Anfang an auf Professionalität gesetzt. Wir bräuchten mehrere solcher Kompetenzzentren, denn Flüchtlingsbewegungen sind periodisch: Alle acht bis zehn Jahre gibt es irgendwo Krieg, vor dem Menschen auch nach Österreich flüchten. Ganz wurscht, wie die Innenministerin oder der Innenminister der letzten Jahre geheißen hat, alle tun so, als würden Flüchtlinge überraschend hinter dem Busch hervorspringen. Das ist ja nicht so. Man kann derartige Krisen vorhersehen – im Fall von Syrien hätte man das schon vor zwei Jahren erkennen können. Nun ist es ja nicht nur so, dass keine weiteren Kompetenzzentren errichtet wurden, das Integrationshaus muss auch jedes Jahr um die Finanzierbarkeit seines Angebots bangen. Stranig: Anfangs haben wir Initiatoren ja noch gehofft, das Projekt nach zehn Jahren dem Staat übergeben zu können – wie ein Krankenhaus, wo der Staat als solcher seine Aufgabe wahrnimmt. Kaum einer hat gedacht, dass wir nach 20 Jahren, uns der Pension nähernd, immer noch Spenden keilen oder Gratiskonzerte geben müssen, um das Projekt zu unterstützen. Das ist schon ein bisschen irritierend. Andererseits sind wir auch nicht ganz unglücklich darüber, dass das Integrationshaus nicht vom Staat geführt wird, denn das würde wohl kaum nach unseren Vorstellungen passieren, und
Frustriert es Sie, dass das Integrationshaus auch nach 20 Jahren die einzige derartige Einrichtung in Wien ist? Stranig: Ich finde vor allem eines schade: Wir haben das Integrationshaus als Praxisbeispiel in Sachen gelebte Menschlichkeit gegründet und versucht, der Politik zu vermitteln, dass es so ein Haus in jedem Bundesland braucht. Eine Feuerwehrstation baut man ja auch nicht erst, wenn es brennt, sondern vorher. Sonst muss man mit Kübeln löschen und genauso kommt es mir heute vor. Wenn man Menschen, die zu uns flüchten, helfen will, muss man das kompetent tun. Man braucht nicht nur
Sollte die grundlegende Versorgung von Flüchtlingen nicht trotzdem in erster Linie Aufgabe des Staates sein, und nicht die der Zivilbevölkerung? Stranig: Ganz richtig. Das Asylrecht ist ja nicht nur in der Menschenrechtskonvention festgehalten, sondern auch in der österreichischen Verfassung und daraus leitet sich die staatliche Pflicht ab, sich um diese Menschen zu kümmern. Und zwar auf anständige Weise und nicht von der Hand in den Mund, wie es derzeit passiert. Mir tun die Feuerwehrleute, Polizisten und Bundesheerangehörigen leid, die da jetzt ohne Vorbereitung auf das Thema ins kalte Wasser geworfen werden. Hierzulande fürchten derzeit viele eine Krise: die Arbeitslosigkeit ist in Wien so hoch, wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Können wir uns die Flüchtlingsbetreuung leisten? Stranig: Für den Staat ist es doch ein Geschäft, wenn Flüchtlinge österreichische Staatsbürger werden, die brav arbeiten gehen und Steuern zahlen. Das ist eine bessere Investition, als marode Banken zu retten. Der Herr Finanzminister hat errechnet, dass ein Flüchtling den Staat pro Jahr 10.000 Euro kostet – da hätte ich doch gerne gewusst, wie viel uns die Hypo kostet oder mit wie viel die ganzen Steuerschoner das Budget belasten. Das sind wahrscheinlich ganz andere Beträge als 10.000 Euro pro Jahr. Dass Flüchtlinge so viel kriegen, ist eines dieser Märchen, die im Internet herumgeistern, aber über den Daumen gepeilt kann man sagen, dass ein Asylwerber (Anmerkung: in der Grundversorgung) etwa die Hälfte eines österreichischen Sozialhilfeempfängers bekommt. Da braucht niemand neidisch zu sein. Diejenigen, die diese Hetztiraden schüren, sollen mal versuchen, von der Unterstützung, die Flüchtlinge kriegen, zu leben. Bedenken Sie außerdem, dass jeder, der anderen hilft, nach Traiskirchen Wintergewand, zum Westbahnhof Essen bringt oder am Hauptbahnhof irgendwelche Hilfsdienste leistet, das nicht nur für die Flüchtlinge tut. Er hilft auch, dass wir als Gesellschaft besser zusammenhalten. Das ist notwendig, damit Gemeinwesen funktioniert. Wenn das aufhört, dann hört alles auf. F
wurde im Jänner 1993 am Vorabend des Lichtermeers gegründet. Die prominentsten Gründungsmitglieder waren Musiker Willi Resetarits, Sängerin und Schauspielerin Beatrix Neundlinger und Sepp Stranig, damals Vorsitzender der Jungen Generation in der SPÖ. 1995 wurde das ehemalige Fabriksgebäude in der Engerthstraße 163 bezogen. Inzwischen ist das Intergrationshaus längst mehr als nur Wohnheim: Mit seinen mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und seinem umfassenden Angebot an Rechtsberatung, Deutschkursen und psychologischer Betreuung ist es ein landesweit einzigartiges Kompetenzzentrum in Sachen Flüchtlingshilfe. Alleine im Vorjahr konnten im :: Der Verein Integrationshaus
Die Falter-Aktion „Hilfe, Geschenke!“ sammelt jedes Jahr Geld für spezielle Projekte im Integrationshaus. Heuer unterstützen Leserinnen und Leser die Kinderbetreuung und Deutschkurse
Integrationshaus mehr als 4600 Menschen betreut werden. Da die meisten der Betreuungsangebote ausschließlich mittels Spenden finanziert werden, ist ihr Zustandekommen jedes Jahr erneut ungewiss. Mit den Geldern der „Hilfe, Geschenke!“-Aktion sollen auch im kommenden Jahr die psychologische Kinderbetreuung und Deutschkurse finanziert werden. Derzeit leben 32 Schulkinder im Alter von sechs bis 16 Jahren im Haus. Viele von ihnen sind erst vor kurzem nach Österreich gekommen, sprechen noch nicht Deutsch, kennen einander kaum und sind durch die Flucht traumatisiert. Deshalb setzt man im Integrationshaus derzeit auf einen neuen
Schwerpunkt, nämlich auf gemeinsame Gruppenaktivitäten. Zusätzlich werden auch weiterhin psychologische Einzeltermine für besonders schwer traumatisierte Kinder angeboten. Eine Kinderpsychologin ist dafür 29 Wochenstunden beim Integrationshaus angestellt. Zweimal wöchentlich findet außerdem das sogenannte „offene Büro“ statt, ein niederschwelliges Betreuungsangebot, bei dem jedes Kind eine knappe Viertelstunde mit der Psychologin reden oder spielen kann. Deutschkurse werden für alle Altersgruppen und auf verschiedenen Niveaus, beginnend bei der Alphabetisierung, angeboten. In diesem Jahr fanden bislang insgesamt 13 Kursblöcke statt. F
Foto: Heribert Corn
Dafür spenden Sie: psychologische Kinderbetreuung und Deutschkurse
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20.11.2015 21.02.2016 – 21.02.2016 20.11.2015 – Di – So 10 – 18 Uhr Do 10 – 21 Uhr Di – So 10 – 18 Uhr 21.02.2016 Do 10 – 21 Uhr
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FALTER
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Schenken ist schön. Beschenkt werden noch viel schöner. Eine Spende von mindestens 10 Euro fürs Integrationshaus ist das Los, um diese tollen Sachen zu gewinnen. Infos: www.hilfegeschenke.at oder auf Seite 3
Krippe kann auch anders: Jessasmarantjosef von The Viennastore im platzsparenden Matroschka-Design machen sich auch unterm Hipster-Weihnachtsbaum gut (Wert: € 29,90)
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3 Designerin Sabine Bischof hat den klassischen Brett stuhl, wie er schon seit Jahrhunderten in traditionellen Stuben steht, neu interpretiert und Schmidinger Möbelbau bringt den Herzerlsessel „Trix“ (€ 312,–) aus dem Bregenzerwald zu Ihnen.
Teilnahmebedingungen: Teilnahmeschluss für die Verlosung ist der 13. Dezember 2015. Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein. Schrift verkehr, Barablöse und Rechtsweg sind ausgeschlossen. Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich bzw. per E-Mail verständigt
4 Florian Ladstätter zählt zu den international erfolgreichsten Schmuckdesignern des Landes. Uns hat er ein prächtiges Schmuckstück aus seiner neuen Kollektion geschenkt (€ 200,–)
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Feine Dinge heißt das ebenso feine Wiener Porzellanlabel, das auch im Rest der Welt für Furore sorgt. Feine-Dinge-Chefin Sandra Haischberger hat für unsere Aktion ein Set aus drei Dschinni-Vasen in unterschiedlichen Größen und Farben (ca. € 275,–) zusammengestellt. Das müssen Sie nur noch gewinnen!
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ngeblich soll es ja Leute geben, die die weihnachtliche Schenkerei generalstabsmäßig planen und das ganze Jahr dazu nutzen, tolle Dinge für Verwandte und Freunde zu sammeln. Gratulation zu so viel Weitblick und Organisationstalent! All jene, die keine Weihnachtsprofis sind, wollen wir hier mit Geschenkideen unterstützen und mit unserer „Hilfe, Geschenke!“-Aktion der Schenkerei Sinn geben. Einerseits, indem wir Ihnen auf den nächsten Seiten super Sachen vorstellen, die Sie mit etwas Glück auch gewinnen können (wo was erhältlich ist, steht auf Seite 30). Andererseits, indem Sie uns helfen, dem Integrationshaus zu helfen, Flüchtlingen zu helfen. Dazu müssen Sie nur bei unserer Geschenkeverlosung mitmachen, und mindestens zehn Euro für das Integrationshaus spenden. Ganz einfach. Am schnellsten geht das unter www. hilfegeschenke.at . Dort finden Sie alle Geschenke, die uns Unternehmen und Geschäfte zur Verfügung gestellt haben (tausend Dank!), thematisch sortiert. Wählen Sie aus feinem Design, schicker Mode, Kindersachen, Gadgets und anderem prima Schnickschnack sowie Kulinarischem und bezahlen Sie Ihr „Los“ gleich bequem online. Mehrmals spenden erhöht die Gewinnchancen, eh klar. Und nicht traurig sein, falls Sie nicht gewinnen – dem Integrationshaus haben Sie trotzdem ein schönes Geschenk gemacht!
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6 Egg of Columbus heißt diese fantastische Hängeleuchte von Seletti. Valentina Carrett a hat sie aus gepresstem recyceltem Papier designt, und MQ Point hat sie gespendet. Postmoderner Charme, der im Laden € 40,– kostet. Bei uns gibt es ihn zu gewinnen
7 Für Leute mit großem Hang zur Ordnung genau das richtige Geschenk: die Wirbel-Garderobe von GEA (€ 295,–). Das Riesenteil (174 cm hoch) aus geölter Buche und Wollfilz macht sich mit seinen vielen Aufhäng- und Ablagemöglichkeiten vom Vorzimmer bis ins Bad hübsch
8 5 Für die weihnachtliche Tea Time hat uns MQ Point mit einem Paket von Bloomingville ausgerüstet (Wert: € 40,–). Wer seinen Tee also künft ig aus einem Christmas-Cup schlürfen, seine Scones auf einen dieser Plates legen und dazu ein Kerzerl im ahornblatt verzierten Windlicht anzünden will, setze auf die 5
Dieses gediegene Set aus kristallbesetzter Kette und dazu passenden Ohrsteckern (€ 220,–) hat uns niemand anderer als die einstige „Queen of Punk“ Vivienne Westwood geschenkt. Also, runter mit dem Hundehalsband und raus mit den Sicherheitsnadeln – mit etwas Glück ist dieses LadylikeEnsemble bald das Ihre!
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Ein Wiener Stadtmöbel fürs Handgelenk hat uns Lichterloh überlassen: Die Armbanduhr „Normalzeit“ hat eine limitierte Auflage von 1907 Stück (Wert: € 495,–). Wir verlosen Nummer 884 plus das Buch über die Würfeluhr
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Die Damen vom Geschenkeladen Répertoire haben uns heuer mit einem Acapulco Chair in grellem Pink bedacht. Der ist nicht nur sehr kommod, sondern sowohl für das Wohnzimmer als auch für die Terrasse bestens geeignet. Ladenpreis: € 189,90
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11 Das Uten.Silo ist quasi die Mutter aller praktischen Alltagsgegenstände und seit seiner Erfindung 1969 ein Klassiker. Der große Bewahrer der Ordnung (Höhe 870 cm, Breite 670 cm) kommt vom Wohnausstatter Vitra und kostet im Geschäft € 321,60
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„Faiblè“ heißt diese edle Halskette, die die aus Gmunden stammende Designerin Andrea Auer aus schwarzen Kabeln für uns geknüpft hat (Preis: € 176,–). Es gibt sie in verschiedenen Farben und Längen zu kaufen. Faiblè kostet je nach Modell zwischen € 150,– und € 2190,–
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Flug zeug stellt seine Taschen aus ausgemusterten Flugzeuginnereien her. Uns legt das Wiener Label ein ganzes Reiseset (€ 58,–) unter den Baum: Die Toilett tasche war einst mal Schwimmweste, Reisepasshülle und Gepäckanhänger Safety Cards
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Der Stumme Diener, den die Neue Wiener Werkstätte aus massiver Eiche fertigt, trägt widerspruchslos, was auch immer Sie ihm überwerfen. Allfälliges Kramuri deponieren Sie auf der lederbezogenen Ablage. Ein Musshaben für Herr und Frau von Welt. Deshalb gewinnen oder € 1234,– zahlen
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Wer’s üppig und golden mag, setzt auf die 16, die Hängeleuchte „Fiorella“ von Slamp, die uns die Wohn- und Einrichtungsexperten von QUAS gespendet haben. Das gute Stück misst 76 cm und wird im Geschäft für € 500,– verkauft
16 17 Reduzierter als der Designklassiker „Small“, mit dem uns das Label Sitzfläche unterstützt, geht eigentlich nicht mehr. Der weiße Kunststoff hocker ist ein Original aus dem Italien der 60er- und 70er-Jahre und kostet normalerweise € 120,–. Mitspielen und gewinnen, basta!
Gutes Besteck ist mehr als nur Werkzeug, mit dem man Essen zerteilt. Wie das Besteckset MoonLashes, das ergonomisch, elegant und für Rechts- und Linkshänder geeignet ist. VPur hat uns vier sechsteilige Sets (circa € 450,-) seiner stählernen Alleskönner überlassen
18 19 Das Plakat „Dark Zigzag“ kommt zusammen mit einer praktischen Posterleiste aus Ahorn (€ 49,50). Fesche Kombi von der Sellerie, die an der heimischen Wand aber auch jederzeit geändert werden kann
21 Für all jene, die der Tastatur überdrüssig sind und lieber zur analogen Feder greifen, hat uns Miller Schreibkultur den fantastischen Füller „e-motion“ von Faber Castell (€ 100,–) geschenkt
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Die feinen, handgefertigten Lederwaren von R. Horn’s sind von zeitloser Schönheit und machen sowohl stilsichere Damen als auch Herren glücklich. Wir verlosen eine Toilett tasche und eine Brieft asche, die im Geschäft € 290,– kosten würden. Die Farbe dürfen Sie sich aussuchen
23 Für die braven Radler hat sich Vöslauer etwas Besonderes einfallen lassen: praktische Halterungen (€ 48,–) für den Transport von Getränkekisten. Einfach am Gepäckträger montieren und losstrampeln. Wir verlosen zehn Stück
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Wir präsentieren die Antithese zum altmodischen, unpersönlichen Geschenkkorb: Der temporäre Design-Shop Neubau hat für uns ebenso hübsche wie erlesene Überraschungen aus Kleinserien zusammengesucht und liebevoll verpackt (Wert: € 225,–)
Die Thalia Geschenkkarte
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twa 20 blitzsaubere Quadratmeter. Eine kleine weiße Couch, ein Bett mit einem gehäkelten Überwurf, ein Fernseher, ein Tisch mit fünf Sesseln, eine kleine Küchenzeile mit einem winzigen Backrohr und zwei Kochplatten an den Längsseiten. An der Breitseite eine verflieste Waschnische. Auf dem Fensterbrett sitzen Stofftiere: zwei Koalabären, ein Tiger und ein Schaf. Im Kabinett nebenan das Schlafzimmer, vollgestellt mit Betten und Kästen. Gemeinschaftsdusche und -WC befinden sich den Gang hinunter. Hier, im zweiten Stock des Wiener Integrationshauses, wohnt die fünfköpfige Familie Al Antarat. Vier Jahre waren sie auf der Flucht vor dem Krieg in Syrien. Vier Jahre nirgendwo zu Hause. Die drei Kinder, Hozan, 17, Simaf, 13, und Jan, 8 , die hierzulande nun offiziell Al Antrat heißen, weil österreichische Beamte auf ihrem Asylantragsformular ein a in ihrem Namen vergessen haben, sind unterwegs groß geworden. Im Juni sind sie mit ihrer Mutter Jihan Farhan, 34, in Wien angekommen, haben zehn Tage im völlig überfüllten Erstaufnahmelager Traiskirchen ausgesessen und nun vier Monate im Integrationshaus, einem ehemaligen Fabriksgebäude in der Leopoldstadt gewohnt. Im Jänner, wenn für sie die Grundversorgung endet, müssen sie ausziehen. Wohin, das wissen die Al Antarats noch nicht, denn die Mindestsicherung langt nicht, um eine Kaution vorzustrecken, und um in Wien eine Arbeit zu finden, reichen die Sprachkenntnisse noch lange nicht. Pläne für die Zukunft machen sie schon längst nicht mehr. Während ihr Mann Omar, 43, im Deutschkurs sitzt, tischt Jihan Farhan, Jeans, dunkelblaues Hemd, die schulterlangen dunklen Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden, selbstgebackenen Grieskuchen mit Kokosstreuseln und Orangensaft auf. Tochter Simaf und Sohn Jan sind in der Schule. Ihr Ältester, Hozan, sitzt neben ihr am Tisch. Für die Schule ist er mit seinen 17 Jahren schon zu alt, also gibt es für ihn nur zweimal pro Woche Deutschkurs. Die restliche Zeit kämpft er gegen die Langeweile.
Lebewohl,
Damaskus Im Juni kam die syrische Familie Al Antarat nach vier Jahren auf der Flucht in Wien an. Zukunft, das ist in dieser Zeit mehr denn je zu etwas Unplanbarem geworden Protokoll: Birgit Wittstock
★ „Ursprünglich kommen wir aus Damaskus, wo mein Mann Omar als eine Art Hausverwalter beim Militär arbeitete. Es war ein schönes Leben dort, wir besaßen eine große Wohnung und unsere Nachbarn und Freunde gehörten zur Familie. Dann kam der Krieg. Es hat langsam begonnen, aber als schließlich täglich Bomben fielen, verkauften wir unsere Wohnung und zogen 2011 in die Nähe meiner Eltern, in die Kleinstadt Al-Hasaka, im nordöstlichen, kurdischen Teil des Landes. Zwei Jahre haben wir dort gelebt, doch der Krieg zog nach, verbreitete sich wie eine Krankheit über die Städte. Wir waren zu Flüchtlingen im eigenen Land geworden. Jeder ging woanders hin, um Sicherheit zu suchen. Die Nahrungsmittel wurden knapp und teuer. Der Schulweg war gefährlich und die Lage spitzte sich zu, besonders für uns Kurden. Wir zogen also weiter in die Türkei. Nachts sind wir unter dem Grenzzaun durchgekrochen. Es war eiskalt und wir hatten wahnsinnige Angst, der Kleine hat die ganze Zeit geweint. Beim leisesten Geräusch sind wir zusammengezuckt und haben uns zu Boden geworfen.“ ★ Das Leben in der Türkei erwies sich nicht als wie erhofft. Auch dort war es für die kurdische Familie unsicher. Lediglich Sohn Hozan fand einen Job in einem Handyge-
schäft und brachte die Familie mit seinem kleinen Gehalt kaum durch. Nach acht Monaten des Suchens und Abwartens beschloss Omar, sich mit dem letzten Ersparten auf den Weg nach Europa zu machen. Das Ziel: Deutschland, wo Jihan Farhans Bruder bereits seit drei Jahren lebt. ★ „Mein Mann machte sich auf nach Bulgarien. Über den Landweg wollte er sich zu Fuß und mit dem Auto nach Deutschland durchschlagen. Vier Tage war er mit den Schleppern unterwegs. Vier Tage ohne Wasser und Essen und in ständiger Angst. Eine Woche lang haben wir nichts von ihm gehört. Als er sich
Die wiedervereinte Familie Al Antarat aus Syrien wohnt derzeit im Integrationshaus Foto: H e r ib e r t Corn
dann endlich meldete, waren wir total erleichtert, dass er noch lebt. Er war an der österreichischen Grenze verhaftet worden.“ ★ Omar Al Antarats Reise war vorüber. Er hatte es nicht bis nach Deutschland geschafft. Inzwischen hatte sein Schwager dort die Familienzusammenführung beantragt. Zwei Wochen später stiegen Jihan Farhan und ihre Kinder in Münster aus dem Flugzeug, während Omar Al Antarat den Ausgang seines Asylverfahrens in Traiskirchen erwartete. Die Familie musste nun eine Entscheidung treffen: zu dritt bei den Verwandten in Münster bleiben oder
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den Traum von Deutschland aufgeben und zum Vater nach Österreich weiterreisen? Man entschied sich für ein gemeinsames Leben in Österreich. ★ „Als wir ankamen, hatte Omar bereits einen positiven Asylbescheid und lebte in einer WG in Wien. Die Kinder und ich mussten also alleine nach Traiskirchen. Das Lager war so überfüllt, dass man uns erst nach einer offiziellen Beschwerde aufnahm. In der ersten Nacht im Zelt haben wir so gefroren, dass wir kein Auge zubekamen. Nach der medizinischen Untersuchung tags darauf übersiedelten wir ins Haus: ein Zimmer für acht Familien. Jede be-
stand aus mindestens fünf Personen. Wir haben versucht, unter uns zu bleiben, sind oft rausgegangen, auch, um uns genießbares Essen zu kaufen. Brot, Marmelade, Kakao; solche Dinge. Es war schlimm dort, aber wir haben in den vergangenen Jahren in Syrien und der Türkei so viel Schlimmes erlebt, da war Traiskirchen nun auch nicht so arg. Meinem jüngsten Sohn hat es dort sogar gefallen, weil er immer jemanden zum Spielen hatte. Nach zehn Tagen konnten wir dann zum Glück ins Integrationshaus umziehen.“ ★ Doch hier, erstmals seit Jahren in Sicherheit, begann die wirklich schwierige Zeit:
„Der Krieg verbreitete sich wie eine Krankheit über die Städte“ Jihan Farhan
Die Familie muss sich nun mit Heimweh, Langeweile und Zukunftssorgen herumschlagen. Freunde und Verwandte sind in alle Himmelsrichtungen verstreut, jeder ist in einem anderen Land gestrandet: Libanon, Türkei, Irak, Iran. Wer kein Geld hat, ist in Syrien geblieben. Die Al Antarats versuchen nun, sich in Wien ein neues Zuhause zu schaffen, gehen viel spazieren, versuchen die Stadt kennenzulernen, lernen Deutsch – auch mithilfe der Zeichentrickfilme, die allabendlich über den Fernsehbildschirm flimmern. Die Heimat, die ist aber anderswo. „In Syrien ist jetzt noch Sommer“, sagt Jihan Farhan. „Heute hat es in Damaskus das erste Mal getröpfelt.“ F
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25 Wenn Andenfolklore auf Großstadt triff t, kommt dieses festliche Kleid heraus, das uns das Wiener Fair-Fashion-Label Anukoo zur Verfügung gestellt hat. Das hat nicht nur Stil, sondern ist obendrein zu 95 Prozent aus BioBaumwolle und zu fünf Prozent aus EL Jersey gewoben. Im Geschäft kostet es € 89,95. Bei uns können Sie es in Größe M gewinnen
24 Jetzt darf es kalt werden! Vom Outdoor- und Sportausstatter Schöffel haben wir diese Damen-Tourenjacke (€ 199,95) bekommen. Zwei Lagen wind- und wasserdichtes Venturi, hochverschließbarer Kragen und abnehmbare Kapuze machen sie zum ultimativen Wärmespender
26 Carhartt Watch Backpack, der leichte Begleiter für die schwere Last des Alltags, ist längst ein Klassiker unter den Rucksäcken (Preis: € 50,–). Arnold’s hat ihn uns geschenkt und wir würden ihn gerne an Sie weiterreichen, auf dass er Ihnen beim Tragen helfe
27 Das ist „Julien“ von Freitag (€ 120,–), der Aston Martin unter den recycelten Planentaschen: rasant, edel und fast so multifunktional wie 007s Schlitten. Der Zusatzriemen lässt sich als Karabiner für den Schlüssel verwenden oder verwandelt die Tote Bag ruckzuck in einen Rucksack. Ein Innenfach für Kleinkram gibt’s außerdem
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29 Die Wiener Schuh- und Accessoiresspezialisten Simone Springer und Yuji Mizobuchi von Rosa Mosa haben heuer die Korbtasche „Willow“ beigesteuert. Das flotte Ding wird regional aus Weide und violettem Nubukleder hergestellt, kostet € 299,– und macht sich gut unter jedem Christbaum
Von Asics kommen diese slicken Laufschuhe namens „Gel Kayano Trainer Evo“ in Burgunder und Dunkelgrau. Sie sind um € 95,– bei Paar erhältlich oder bei uns in Größe 45 zu gewinnen
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31 Der QWSTION Daypack, den wir von Comerc bekommen haben, ist der perfekte Begleiter durch den urbanen Dschungel: Er kann horizontal als Tasche oder vertikal als Rucksack getragen werden, ist wasserabweisend, verfügt über ein 15-Zoll-Laptopfach und besteht obendrein aus Biobaumwolle. Im Geschäft kostet er € 200,–, bei uns lediglich eine Spende
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Die Toms Paseos aus der Sneakerboutique Paar wärmen nicht nur die Füße, sondern auch die Herzen: Wenn Sie sie hier gewinnen, helfen Sie dem Integrationshaus, wenn Sie sie im Laden um € 80,– kaufen, geht ein weiteres Paar an Kinder in Not. Das loben wir uns
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Vom Wiener Lederwarenspezialist Tiberius ist man härtere Seiten gewöhnt. Dass man dort aber auch auf zart kann, zeigt die feine Bluse mit Schluppen und breiten Manschetten aus goldschimmerndem, transparentem Seidenchiffon, die er uns geschenkt hat. Das Prachtstück kann man auch um € 298,– erstehen
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Carlings stellt diesen kuscheligen Wollpullover seiner hauseigenen Marke Stay (Preis: € 69,90) in der Größe XS zur Verfügung. Mit ihm sind Sie perfekt gerüstet für all die kalten Wintertage, die da noch kommen mögen
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35 Stricken ist mehr als Beschäftigungstherapie: Es kommt auch noch was Schönes dabei heraus. Zumindest, wenn man sich an die Anleitung hält. Eine solche und sieben Knäuel „Lala Berlin Hairy“ Farbe Camel sowie eine Rundstricknadel (€ 60,50) kommen von Woolmarket
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36 Vom Waldviertel nach Wladiwostok und noch viel weiter: Mit dem Seebag aus robustem Rindsleder von GEA können Sie bis ans sprichwörtliche Ende der Welt reisen und er hält. Nix Schickimicki, sondern praktisch und stark. Preis: ab € 199,– oder gewinnen
37 Was wäre „Hilfe, Geschenke!“ ohne einen Hosengutschein der Gebrüder Stitch? Undenkbar! Deshalb verlosen wir auch heuer die tollen Maßjeans made in Vienna. Und zwar das volle Programm: 1,5 Stunden Beratung mit dem Resultat einer perfekt sitzenden Hose im Wert von € 350,–
38 Weil Wien gerade eh so urleiwand und in aller Munde ist, liefert das heimische Modelabel Kitsch Bitch das dazu passende Outfit, bestehend aus einer Gymbag, einem Sweater und einem Hauberl (Gesamtwert: € 105,–). Motive und Größe frei wählbar
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Das perfekte Geschenk für die DIY-Fraktion haben wir vom Stoff salon eingestreift: einen heißen Meter vom frisch aus Südafrika eingetroffenen, exklusiven „Skinny LaMinx“-Stoff im Wert von € 68,–, der die Nähmaschinen zum Glühen bringen wird
39 Das Atelier Salon:Fähig hat uns diesen traumhaften Yukata in Größe 38/40 beschert. Der indonesische Tageskimono ist ein Einzelstück, von Hand aus einer Baumwoll-Seiden-Kombi in Wien gefertigt. Das feine Stück Stoff ist € 140,– wert
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Seit 1948 schneidert Wäscheflott den Wienerinnen und Wienern Hemden & Co an den Leib. Für unsere Aktion lassen sie ein herrliches Unisex-Dressing springen, für das Sie sonst € 250,– berappen müssten
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Jones, der DamenKomplett ausrüster, hat uns eine seiner schönen wie praktischen Lederumhängetaschen (Preis: € 149,- ) überlassen. Die wollen wir nun an Sie weiterreichen, damit Sie für den Alltag gerüstet sind. Sie müssen lediglich gewinnen
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Woom, das sind Kinderfahrräder aus Wien für die ganze Welt. Das Unternehmen hat uns für die Tombola ein Woom-Fahrrad spendiert, genauer gesagt das Woom-2-14-Zoll-Kinderrad (Preis: € 299,–) für Drei- bis Fünfjährige – das ideale Bindeglied zwischen Laufrad und pedalgetriebenem Fahrrad. Wir sagen: WOOOOOOM!
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Von Dotkind, dem Spezialisten für dänische Kindermode, kommt dieser Spielteppich von Play and Go (€ 34,–): Noch nie hat sich Chaos so schnell zusammenpacken lassen wie mit diesem Teil aus hochwertigem und robustem Baumwollstoff
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46 Weil das echte Glück kein Vogerl ist, sondern eine Tasche aus dem Dschungel Wien, gibt es diese tollen Pakete zu gewinnen: jeweils eine Tasche plus je zwei Theater- und zwei Getränkegutscheine (je € 49,–). Für eine gute Zeit mit Freunden oder Familie im Dschungel
47 Volltreffer! Der großartige Microsoccer sorgt nicht nur bei Kindern für helle Begeisterung: Der transportable, vier mal zwei Meter große Minifußballplatz aus wetterbeständigem Holz macht allen Spaß. Wer auf dem Spielfeld-to-go kicken will, gewinnt es oder kauft es um circa € 1250,–
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Beim mitwachsenden Kindersessel Tripp Trapp (€ 179,–) von Stokke spricht man mit Recht von einem Klassiker: 1972 vom norwegischen Designer Peter Opsvik erfunden, hat er sich seither an die neun Millionen Mal verkauft . GewinnerKinder sitzen demnächst auf einem Tripp Trapp in heißem „lava orange“
HILFE, GESCHENKE! Ebenfalls von Stokke haben wir den praktischen „MyCarrier“ aus zertifizierter Bio-Baumwolle bekommen. Die Babytrage bietet Mamas und Papas drei verschiedene, angenehme Tragevarianten. Wir verlosen sie in der Farbe „deep blue“. Normalerweise kostet der MyCarrier € 169,–
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50 Für alle künft igen Astronautinnen und Astronauten, die den ersten Flug zum Mars nicht mehr abwarten können, hält Dotkind den passenden Wandschmuck bereit: Der Aufk leber „My first trip“ (28 x 31 cm) macht sich in jedem Kinderzimmer gut. Im Laden kostet er € 25,–. Hier gibt es einen zu gewinnen
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Lotte hat uns auch heuer wieder etwas genäht: Diesmal eine Pinguin-Spieluhr (€ 48,–) aus Nickisamt, die „Sandmann, lieber Sandmann“ erklingen lässt. Sie wurde von Hand in der Wiener Werkstatt von Lotte genäht gefertigt, und dabei ist es natürlich völlig fair zugegangen
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F A L T E R H i l f e , G E s c h e n k e !
Migranten lösen in vielen Österreichern Ängste aus. Aber wie befremdlich ist eigentlich die österreichische Lebensweise aus deren Sicht? C h r o nik : B i r g it W ittst o ck
K
ulturschock, so bezeichnen Anthropologen jenen verwirrenden Gefühlszustand, in den viele Menschen verfallen, wenn sie mit einer fremden Kultur zusammentreffen. Wissenschaftlich ist er ziemlich genau definiert, mit typischen Symptomen – wie bei einer Krankheit –, er beschreibt den Prozess der sogenannten Kulturkrise, einen inneren Vorgang, den die meisten Menschen durchlaufen, während sie sich in eine ihnen völlig fremde Kultur einleben. Auf die anfänglich euphorische „Honeymoon-Phase“ folgen demnach Stress, Verlust, Ablehnung, Chaos, Überraschung, Angst, Empörung und letztlich Ohnmacht – ehe man beginnt, sich zu erholen und einzufügen. In der seit Monaten geführten Flüchtlingsdebatte ist oft die Rede vom Zusammenprall der Kulturen. Da werden Ängste und Vorurteile geäußert. Vor Islamisierung, Unterdrückung der Frau und Rückständigkeit, um nur ein paar zu nennen. Das Unbekannte löst hierzulande eine Art umgekehrten Kulturschock aus. Zu fremd scheinen vielen Österreichern die Lebensweisen der Migranten. Die hiesige Mentalität ist das Richtmaß, alles andere fällt aus der Norm. Doch wie geht es eigentlich denen, die gekommen sind, um hier zu leben mit dem Culture Clash Österreich? Wie sieht
sie denn eigentlich aus, diese österreichische Mentalität, wenn man sie mit anderen Augen betrachtet? Der Falter wollte wissen, wie es um die Außenwirkung der Österreicher bestellt ist, und hat Migrantinnen, die derzeit im Integrationshaus den „Mama lernt Deutsch“-Kurs besuchen, gefragt was sie an ihrer neuen Heimat befremdet, belustigt, begeistert und betrübt. Dass sich anfangs nur schwer Antworten finden ließen, lag nicht nur an der Sprachbarriere. Es liegt vor allem daran, dass die Frauen nichts Schlechtes über das Land sagen wollen, in dem sie nun leben, das ihnen in mancherlei Hinsicht aber immer noch fremd ist. Die Attribute, auf die sich alle schnell einigen
können, passen in das Wien-Klischee von der Stadt der Fiaker und des Walzers: schöne Prunkbauten, tolles Kulturangebot, saubere Straßen, pünktliche Verkehrsmittel und freundliche Menschen. Was klingt wie aus einem Touristenführer, hört jeder Wiener gerne, auch wenn er selbst über die langen Wartezeiten bei den Öffis lamentiert, den Dreck auf der Straße bemotzt, das Kulturangebot kaum nutzt und seine Nachbarn angrantelt. „Der Himmel ist hier so blau und überall wachsen Pflanzen. Man kann spazieren gehen und in der Donau baden“, sagt Ying, die mit 17 aus China über Hol-
Täglich treffen sich die Migrantinnen zum „Mama lernt Deutsch“-Kurs im Integrationshaus
land und Deutschland schließlich nach Österreich kam. In ihrer chinesischen Heimatstadt gebe es das alles nicht. „Nur Häuser.“ Auch die vielen Feste in der Stadt, an denen jeder teilnehmen kann, loben die Frauen, die Kindergärten, Spielplätze, Schulen und das Gesundheitssystem. „Wenn man in China krank ist und ins Spital muss, muss man für jeden Handgriff extra bezahlen“, erzählt Ying. Außerdem gibt es in Österreich etwas, wovon die chinesische Durchschnittsbevölkerung nur träumen kann: Freizeit und bezahlten Urlaub. In China hingegen nur eines: Arbeit. Was Ying anfangs aber am meisten verwunderte, war dieses Wort, das die Wiener ständig benutzen: „Tschuldigung!“ In China, erzählt sie, müsse man immer die Ellenbogen ausfahren, um sich durchzusetzen. „Da entschuldigt sich niemand. Hier hört man immerzu Tschuldigung.“ Die Kälte ist das einzig Negative, das den Frau-
en zu Wien einfallen will. Frieren in den Zehen, Winterdepression, schier endlos lange, finstere Monate. Erst nach langem Reden tauchen sie unter die Oberfläche der Schneedecke und erzählen von jener Kälte, die ihnen weitaus mehr zu schaffen macht: „Es gibt hier so viele einsame Leute“, sagt Hajar, die 2012 mit ihrem Mann aus dem Iran gekommen ist. „Und die leben alle mit
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Das Leben
der Anderen Auch nach vielen Jahren in Österreich ist es schwer, Anschluss zu finden, die hiesige Mentalität immer noch befremdlich
Fotos: Heribert Corn
Hunden zusammen.“ Diese merkwürdige Liebe der Wiener zu ihren Hunden ist für alle Frauen ein unentschlüsselbares Rätsel: „Ich glaube, die Menschen hier mögen Hunde lieber als Kinder“, sagt die Marokkanerin Naima. Man würde sich in Österreich so schnell scheiden lassen, deshalb, glaubt sie, wären so viele Leute alleine. „Aber sie haben immer einen Hund. Wahrscheinlich, weil es sich mit einem Hund einfacher lebt, als eine Beziehung zu haben oder Kinder zu erziehen.“ Für Hajar, die mit ihrem Mann einst im Iran eine Konditorei besaß, war Wien lange eine andere Welt, die sich ihr nur schwer erschloss. „Es gibt so wenig Kommunikation hier. Kaum jemand will mit Fremden reden. Das ist nicht gut für die Menschen“, sagt sie, und: „Ich habe Angst, dass ich in 20 Jahren auch so werde.“ Im Iran hingegen würden auch Leute, die einander fremd sind, auf der Straße miteinander plaudern. Dieses Miteinander fehlt auch Fatme, Soziologin und Islamlehrerin aus Bulgarien: „Als wir von Steyr, wo wir zuerst wohnten, nach Wien zogen, kam kein einziger Nachbar je zu Besuch. Das machte mich traurig.“ Dann, nach zwei Jahren, traf Fatme zufällig eine Nachbarin in der Waschküche. Die erklärte ihr, dass es in Wien Aufgabe der Neumieter sei, sich vorzustellen.
„Also haben nicht nur wir, sondern auch unsere Nachbarn die ganze Zeit gewartet.“ In Bulgarien läuft es genau andersherum: „Wir begrüßen Hinzugezogene mit Keksen und Schokolade und bieten unsere Dienste an. Also wenn zum Beispiel einer Schlosser ist, Tischler oder Automechaniker, dann hilft er künftig den neuen Nachbarn.“ Darauf wartet man in Wien vergebens. Auch die Chinesin Hua erlebte einen Fron-
„Ich glaube, die Menschen hier mögen Hunde lieber als Kinder“ Naima, Marokko
talzusammenstoß mit der hiesigen Reserviertheit: Als ihr ein österreichischer Freund nach mehreren Spontanbesuchen sagte: „Hua, ich liebe dich, aber bitte ruf in Zukunft an, bevor du kommst“, war Hua am Boden zerstört. „Das ist doch Familie! In China besucht man Freunde und Familie einfach, hier muss man immer erst einen Termin ausmachen.“ Inzwischen mag sie das Konzept der Terminvereinbarung. „Besuch passt eben nicht immer.“ Diese Zurückgezogenheit der Österreicher sei auch im öffentlichen Alltag sichtbar, finden die Frauen. „Die Straßen Wiens sind, wenn ich sie mit meiner Heimatstadt Kairo vergleiche, still und leer“, sagt die ägyptische Buchhalterin Zeinab. „Ab 20 Uhr und am Wochenende ist hier alles geschlossen. In Ägypten kann man fast rund um die Uhr einkaufen und es ist immer etwas los auf der Straße.“ Oft sei sie in Wien
schon komisch angeschaut worden, wenn sie mit ihrem Kind nach 22 Uhr spazieren ging. „Anfangs fehlte mir das Gehupe und das Lebendige von Kairo. Inzwischen nervt mich der Lärm, wenn ich dort bin.“ Auch ein großes Thema unter den Frauen ist das österreichische Essen. Das schmecke einfach nicht und angesichts der vielen abgepackten Nahrungsmittel in den Supermärkten habe man das Gefühl, die Wienerinnen würden ohnehin kaum noch selbst kochen. „Und das Obst und Gemüse hier: Das schmeckt nach nichts!“, klagt Zeinab. „Die Mangos: keinen Geschmack! Und erst die Zitronen!“ Zustimmendes, wissendes Nicken von allen Seiten. Wenn man über Essen spricht, landet man auch schnell beim Trinken, und das ist für die meisten von ihnen ein Problem: „In den Öffentlichen riechen viele Leute nach Alkohol“, sagt Walaa. Die ägyptische Diätassistentin findet das nicht gut. Auch Hajar beobachtet voller Unbehagen, dass in Wien Jugendliche auf der Straße Alkohol trinken und rauchen. „Und das soll besser sein für die Kinder?“, fragt sie. Ebenfalls irritierend ist das öffentliche Schmusen. „Die Art, wie Beziehungen hier gelebt werden, ist für mich komisch“, sagt Zeinab. „Aber für die Österreicher ist das eben normal, so wie für mich mein Kopftuch normal ist. Ich trage Kopftuch, sie küssen sich – das ist Freiheit.“ F
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59 In himmlischer Ruh schlafen wird demnächst, wer den Zirbenspäne-Hirsespelzen-Polster gewinnt, den uns Gea überlassen hat. Der riecht nämlich ganz dufte nach frischgehobeltem Zirbenholz und ist obendrein auch noch wahnsinnig kuschelig. Preis € 39,–
61 Weil die besten Geschichten immer noch das Leben schreibt, hat der Wiener Comiczeichner Walter Fröhlich aus den Tagebucheinträgen von Hermes Phettberg eine Graphic Novel gemacht. Von „Blue Jeans – Der Phettberg-Comic“ sind nur 400 Stück erschienen. Uns hat Fröhlich eines dieser raren wie kostbaren Exemplare zum Verlosen geschenkt (Preis: € 17,–)
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HILFE, GESCHENKE! Saint Charles sorgt nicht nur für Ihr leibliches Wohl, der Rosenkraft-Tee aus Rosenblüten, Sternanis, Zimtrinde, Himbeer- und Brombeerblättern, aus kontrolliert biologischem Anbau tut rundum gut. Bei uns können Sie 600 Gramm (Preis: € 58,–) im feschen Apotheker-Vorratsglas gewinnen
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70 Das Adamah BioKistl ist in Wien fast schon eine Institution. Auch heuer kann sich eine Gewinnerin oder ein Gewinner über eine achtwöchige Freihauslieferung von frischen Bio-Lebensmitteln freuen (Wert: € 19,–/Woche) oder über einen Gutschein im Wert von € 76,– für die Köstlichkeiten aus dem BioWebshop
Erstklassiges Öl ist das A und O in der Küche. Deshalb freuen wir uns, Ihnen das Geschenkset „Classic Olive“ weiterreichen zu dürfen, das uns NOAN gespendet hat. Es enthält das griechische Olivenöl „Noan Classic“ und die grünen Oliven „Noan Greek Amfissa“ aus Bio-Anbau. Im Laden kostet es € 16,90
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.at e nke g e s c h n e n! e f l i n w w.h gew i Au f w d e n u n d n e sp
Für alle, die nicht so gerne am Herd stehen, aber umso lieber gut essen ist das DonauGarten Suppenkistl eine famose Idee: Sechs Becher der von Hand zubereiteten, veganen Suppen und Gemüseeintöpfe kommen einmal wöchentlich – ganze drei Wochen lang. Gesamtwert: lukullische € 126,–
Auch Demmers Teehaus hat uns beschenkt: Sechs unterschiedliche Sorten der köstlichen T-Cup-Teebeuteln im Gesamtwert von € 79,– liegen in der Holzkiste unterm Baum. Jetzt müssen Sie nur noch Wasser aufstellen und mitspielen
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75 Weil beim Essen ja bekanntlich die Leut zsammkommen, laden wir Sie zu einem besonderen Dinner for two ein – genauer gesagt übernimmt der Wiener Stadtheurige „Zum Gschupft n Ferdl“ die Zeche von € 80,– für besagtes Abendessen und einen Fresskorb mit leckeren Spezialitäten. Leiwand!
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76 Ohne anständiges Werkzeug kann selbst der beste Koch nicht arbeiten. Foodbloggerin Alexandra Palla hat uns dankenswerterweise eines ihrer vom Designduo Dottings entworfenen „RoughCutBoards“ geschenkt. Das praktische wie schnittige Küchenutensil wurde in nachhaltiger Holzbewirtschaftung hergestellt und kostet im Geschäft € 89,–
FOTOS: HER STELLER, ADAMAH BIOHOF/MANFRED KLIMEK
Weihnachten ist das Fest der Kekse, aber eigentlich geht das beste Feingebäck der Welt immer. Die Wiener Keksbäckerei Bröselkeks knetet und walzt deshalb das ganze Jahr über in fleißiger Handarbeit Teig. Uns packt Bröselkeks zehn Schachteln mit jeweils 300 Gramm köstlichem, backofenfrischem Backwerk ein. Wert: jeweils € 25,–
Oma’s Lieblinge.
Adventgebäck & Weihnachtskekse Wozu selber backen? Ströck verwöhnt Sie und Ihre Lieben mit feinstem Weihnachtsgebäck! Frisch aus der Backstube, mit besten Zutaten und reiner Butter. Und Sie haben ein bisschen weniger Stress in dieser „stillsten Zeit des Jahres“. Aber echt!
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HILFE, GESCHENKE!
78 Ein scharfes Gerät ist die Chilimühle „Crank me – Kurbel mich!“ (€ 95,–) vom Wiener Pfeffermühlenmacher WauWau: Schlicht, in gebürstetem Edelstahl gehalten und mit einem Korpus aus geöltem, schwarzgebeiztem Buchenholz befeuert sie jede Mahlzeit. Wir verlosen eine
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Au f w ww s p e n .hilf e ge s den u c n d ge h e nke . a t w inn e n!
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1 The Vienna Store 1., Herrengasse 6 u. 1., Hoher Markt 5, www.theviennastore.at 2 Feine Dinge 4., Margaretenstraße 35, www.feinedinge.at 3 Schmidinger Möbelbau www.schmidinger-moebelbau.at 4 FLorian www.florian-design.com 5, 6 MQ Point 7., Museumsplatz 1 (MQ), www.mqpoint.at 7, 36, 59, 60 Gea z.B. 1., Himmelpfortgasse 26, www.w4tler.at 8 Vivienne Westwood 1., Tuchlauben 12, www.viviennewestwood.com 9 Lichterloh 6., Gumpendorfer Str. 17, www.lichterloh.com 10 Répertoire 6., Otto-Bauer-Gasse 9, www.repertoire.at 11 Vitra 1., Schottenring 12, www.vitra.com 12 Andrea Auer 4., Kettenbrückengasse 10/16, www.andreaauer.at 13 Absolut www.absolut.com via Urbanauts, 4., Favoritenstraße 17 www.urbanauts.at 14 Neue Wiener Werkstätte 1., Schottenring 35, www.nww.at 15 Flug zeug www.flug-zeug.at 16 QUAS 6., Gumpendorfer Straße 16, www.quas.at 17 Sitzfläche 15., Schwendergasse 19, www.sitzflaeche.at 18 VPur Design 1., Himmelpfortgasse 11, www.vpur.eu 19 Die Sellerie 7., Burggasse 21/1, www.diesellerie.com
Die Wiener Mikrorösterei Süssmund Kaffee verkauft Spezialitätenkaffee, der nach ethisch vertretbaren Prinzipien direkt gehandelt wird. Das Filterstarterset inklusive 250 Gramm frisch gerösteter Bohnen im Gesamtwert von € 30,– lässt nicht nur die Herzen von Kaffeefreaks höher schlagen
20 Miller Büro- und Schreibkultur 6., Mariahilfer Straße 93, www.schreibkultur.at 21 Neubau 7., Westbahnstraße 46/1a, www.neubau.me 22 R. Horn’s 1., Bräunerstraße 7, www.rhorns.com 23 Vöslauer www.voeslauer.at 24 Schöffel www.schoeffel.de 25 Anukoo 6., Gumpendorfer Straße 28, www.anukoo.com 26 Arnold’s 7., Siebensterngasse 52, www.arnolds.at 27 FREITAG 7., Neubaug. 26, www.freitag.ch 28 Gloryfy z.B. Dr. Pfleger Optik, 13., Hietzinger Hauptstr. 26, www.gloryfy.com 29 Rosa Mosa u.a. bei The Vienna Store, Mak Design Shop, www.rosamosa.com 30 Asics www.asics.com 31 Comerc Store 7., Westbahnstraße 20 www.comerc-store.at 32 PAAR-Laden 7., Siebensterngasse 52, www.paar-laden.at 33 Carlings www.carlings.com 34 Tiberius 7., Lindengasse 2 www.tiberius.at 35 Woolmarket www.woolmarket.at 37 Gebrüder Stitch 7., Mariahilfer Straße 4, www.gebruederstitch.at 38 Kitsch Bitch 4., Mühlgasse 29, www.kitschbitch.at 39 Salon:Fähig 6., Esterhazygasse 29, www.salonfähig.at 40 Stoff salon 7., Westbahnstraße 38, www.stoff salon.at
41 Wäscheflott 1., Augustinerstraße 7, www.waescheflott.at 42 Jones z.B. 1., Kärntner Str. 16, www.jones-fashion.com 43 Woom www.woombikes.com 44, 50 Dotkind 8., Albertgasse 19, www.dotkind.at 45 Dschungel Wien 7., Museumsplatz 1 (MQ), www.dschungelwien.at 46, 48 Stokke www.stokke.com 47 Microsoccer 18., Leo-Slezak-Gasse 5/8, www.microsoccer.at 49 Lotte näht 6., Eggerthgasse 10, www.lotte-naeht.at 51 Mo° Music Concept Store 7., Kirchengasse 40, www.mo-sound.com 52 Sennheiser www.sennheiser.com 53 Dyson www.dyson.at 54 Thalia www.thalia.at 55 Subotron Shop 1., Museumsplatz 1 (MQ), www.subotron.com 56 CrossZone z.B. 1., Fischerstiege 9, www.crosszone.at 57 Cosmeticexpress www.cosmeticexpress.com 58 Herzilein Papeterie 7., Westbahnstraße 4, www.herzilein-papeterie.at 61 Walter Fröhlich www.cafe-rorschach.com 62 Femme Fitness 1., Ringstraßen Galerien, Kärntner Ring 11–13, www.femmefitness.at 63 Hoanzl 5., Arbeitergasse 7, www.hoanzl.at 64 Kinderpartys.at www.kinderpartys.at
65 NÖ-Card www.niederoesterreich-card.at 66 myClubs www.myclubs.com 67 Wundertüte 2., Karmeliterplatz 2, www.wundertuete.at 68 Supersense 2., Praterstraße 70, the.supersense.com 69 Falter 1., Marc-Aurel-Straße 9, www.falter.at 70 Adamah BioKistl 2282 Glinzendorf 7, www.adamah.at 71 Saint Charles Apotheke 6., Gumpendorfer Straße 30, www.saint.info 72 Demmers Teehaus z.B. 1., Mölker Bastei 5, www.tee.at 73 Donaugarten www.donaugarten.at 74 Noan www.noanoliveoil.com 75 Zum Gschupft n Ferdl 6., Windmühlgasse 20, www.zumgschupftnferdl.at 76 RoughCutBoard z.B., Cuisinarum, 1., Siegerstraße 14, www.cuisinarum.at oder www.dottings.com 77 Bröselkeks 15., Pelzgasse 7, www.broeselkeks.com 78 WauWau 7., Westbahnstraße 7, www.wauwau.at 79 Vollpension 4., Schleifmühlgasse 16 www.facebook.com/Vollpension.Wien 80 Zuckerlwerkstatt 1., Herrengasse 6–8, www.zuckerlwerkstatt.at 81 Süssmund Kaffee z.B. Cafe Atelier at the brickmakers 7., Zieglergasse 42, www.suessmund.at
FOTOS: HERSTELLER
Die bunten Zuckerl, die Maria Scholz und Christian Mayer von der Zuckerlwerkstatt in Handarbeit herstellen, sind mit natürlichen Aromen gemacht und mit natürlichen Pflanzenextrakten gefärbt. Wer gewinnt, darf sich über vier Kilo personalisierte Zuckerln (€ 75,–) freuen
Bezugsquellen/Spender/Danke!
Den besten Kuchen gibt es bei der eigenen Oma oder in der Vollpension, wo süße Seniorinnen schmackhafte Mehlspeisen in entspannter VintageAtmosphäre backen. Selbstverständlich gibt’s auch Kaffee und Tee dazu. Uns hat die Vollpension einen Gutschein geschenkt: Wer ihn gewinnt, ist mit drei weiteren Personen zum Kaffeekränzchen eingeladen. Gesamtwert: € 60,–
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