Ö SÖSTERREICHISCHE TER R EI C H I S CHE P OS T AG POST AG
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FRÜHJAHR FRÜHJAHR 2016 2015 HERBST 2016
SCHMUCKSTÜCK STIL | KULT | REISE
das geheimnis des porzellans JENNIFER LAWRENCE
Die Golden-Globe-Gewinnerin und ihre erstaunliche Karriere
Handwerk zwischen Tradition und Innovation
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Was mit einem Funken begann ... entwickelte sich zur Ikone.
Der Unterschied heißt Gaggenau. 30 Jahre lang haben wir diesen einen Backofen perfektioniert. Unser jüngstes Werk betont sein unverwechselbares Design mit einer Tür aus einem einzigen Stück Edelstahl: beeindruckende 90 cm breit und 3 mm stark. Sie eröffnet Ihnen eine ungeahnte Welt kulinarischer Möglichkeiten. Dieses neu gestaltete, in Handarbeit geschaffene Kunstwerk ist Ausdruck unserer Werte, unseres Könnens und unseres Charakters. Wir haben ihm den Namen EB 333 gegeben – eine Hommage an 333 Jahre, in denen wir Metall verarbeiten. Und schon immer ging es um mehr als um einen Backofen: ein Versprechen, Meisterwerke zu erschaffen. www.gaggenau.at www.gaggenau-showroom.at
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EDITORIAL Heimo Hackel – Vorsitzender des Vorstandes der CARD COMPLETE SERVICE BANK AG
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Collage: Valencestudio Fotos: Arita 2016/Collection Tomás Alonso/Detail Photography Scheltens & Abbenes, Porzellan Manufaktur Nymphenberg RÜCKSEITE
Overview 2016 collections with footprints/Photography Scheltens & Abbenes HERAUSGEBER
card complete Service Bank AG 1020 Wien, Lassallestraße 3 T: 01/711 11-0 E: office@cardcomplete.com W: www.cardcomplete.com DVR: 0462501 KONTAKT
Meisterstücke
Anna Ailes Sabine Eibensteiner MEDIENINHABER
Falter Verlagsgesellschaft m. b. H. Bereich Corporate Publishing 1011 Wien, Marc-Aurel-Straße 9 T: 01/536 60-0 E: redaktion@complete-magazin.at CHEFREDAKTION
Christian Zillner Elisabeth Schepe ARTDIRECTION & ILLUSTRATION
Valencestudio FOTOREDAKTION
Heidrun Henke LEKTORAT
Ewald Schreiber PRODUKTION
Daniel Greco GESCHÄFTSFÜHRUNG
Siegmar Schlager ANZEIGENLEITUNG
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Franz Kraßnitzer (-940) Oliver Pissnigg (-919) DRUCK
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Das aktuelle COMPLETE MAGAZIN LUXUS ist dem Thema „Handwerk“ gewidmet. In der Titelgeschichte (ab S. 4) haben wir uns mit der hohen Kunst der Keramik beschäftigt. Dabei sind wir auf uralte Traditionen, aber auch spannende Innovationen gestoßen. Auf Seite 30 spricht Thomas Geisler vom Werkraum Bregenzerwald über Handwerk als Zukunftsberuf. Ein Meister seines Fachs ist der Parfümeur Francis Kurkdjian, den wir auf S. 12 vorstellen. Genauso wie das tschechische Unternehmen Brokis, das der böhmischen Tradition der Glasbläserei neues Leben einhaucht (S. 32). Das und vieles mehr finden Sie in dieser Herbstausgabe. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.
Links: Arita-Porzellan Beim Projekt 2016/ kooperieren Porzellanmanufakturen aus der japanischen Stadt Arita und internationale Gestalter. Diese geometrische Kollektion des Designers Tomás Alonso hat die Töpferei Sehyou produziert
Rechts: Cumberland-Teller Ein Teller aus dem ersten „Churfürstlichen Hofservice“ der Porzellanmanufaktur Nymphenburg. Der Entwurf stammt aus dem Jahr 1756. Für die aufwendige Bemalung benötigt ein Maler bis zu drei Wochen
OFFENLEGUNG
Die Offenlegung gem. § 25 Mediengesetz ist unter www.falter.at/offenlegung/falter-verlag ständig abrufbar
PEFC zertifiziert. Dieses Papier stammt aus nachhaltig bewirt schafteten Wäldern und kontrollierten Quellen. www.pefc.at
Das für dieses Magazin verwendete Papier stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen. www.pefc.at
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INHALT
08_ Stars
04_ Story
Kristen Stewart, Eddie Redmayne, Elīna Garanča, Christoph Ransmayr
Das Geheimnis des Porzellans
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Kult 24_ Kultobjekt
Stil
Steinway spielt nun von allein
26_ Motorama
REise 36_ REise Eine Kreuzfahrt nach Grönland
40_ Resort Ritz-Carlton Budapest
Der neue Porsche Panamera
42_ Gastrosophie
12_ Schönheit
28_ Elektro
Caroline Messensee macht Dinette
Der Meister des guten Dufts
Die Couch mit dem Sound
14_ Mode
30_ Interview
Ronald van der Kemps Demi-Couture
Werkraum-Leiter Thomas Geisler
Exklusive Angebote für Karteninhaber
20_ Schmuck
32_ Design
48_ Winterfest
Naturwunder Opal
Böhmische Tradition neu interpretiert
Art Basel Miami Beach
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fotos: Porzellan Manufaktur Nymphenberg, Sara De Boer/Action Press/picturedesk.com, ronald van der kemps/Marijke Aerden, brokis, Hapag Lloyd Cruises
INHALT
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HANDWERK
Das Geheimnis des Porzellans Von der Töpferscheibe auf unseren Tisch, von China nach Dresden – eine Kulturgeschichte der edlen Keramik
Der Ursprung von Töpfen, Krügen und Geschirr aus Ton liegt in vorzeitlichem Dunkel. War es ein Erdklumpen, in den eine Höhlung gedrückt wurde, oder ein mit Lehm verschmierter Korb, der durch ein zufällig ausgebrochenes Feuer zu einem Gefäß gebrannt wurde? Genau weiß man es nicht. Archäologische Funde aus China und Japan belegen jedenfalls, dass Jäger und Sammler schon vor zwanzigtausend Jahren tönerne Gefäße beim Kochen benutzten. Im Neolithikum breitete sich von der Gegend rund um den Neusiedler See die Linienbandkeramik über ganz Europa aus. Die unterschiedlichen Ornamente dienten der Selbstidentifikation der jeweiligen Gruppe. Seit der Bronzezeit ist die Töpferscheibe bekannt, glasierte Keramik seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. Schon früh setzte auch der Handel mit Tongeschirr
Geschirr wird zum Kunstwerk und Sammlerstück
ein: Römische, in Nordafrika hergestellte Töpferwaren fanden Verbreitung bis nach Irland und Indien. Einer der wichtigsten Schritte in der Entwicklung des Handwerks war die chinesische Erfindung des Porzellans 700 v. Chr., die über Jahrhunderte zu höchster Kunstfertigkeit gelangte: Vasen und Gefäße aus der Ming-Dynastie mit der blau-weißen, vor dem Brennen aufgetragenen Glasur gelten bis heute als Inbegriff der Porzellankunst. Vor wenigen Jahren wurde eine mit Hühnern, Lilien und Rosen bemalte winzige Ming-Schale aus dem 15. Jahrhundert bei Sotheby’s um 36 Millionen Dollar versteigert. In Gestalt der berühmten, „Tenmoku“ genannten Teeschalen gelangte chinesisches Porzellan nach Japan, im Zuge der ersten Globalisierung der Neuzeit fand es über portugiesische und spanische Importeure den Weg nach Europa. König Philipp II. von Spanien besaß eine Sammlung von mehr als dreitausend Stück des „weißen Goldes“. Während Europas Schlösser mit „Porzellankabinetten“ ausgestattet wurden, begnügte sich das Bürgertum mit billigerem Steingut wie dem „Delfter Blau“. Die Zusammensetzung von Porzellan wurde lange Zeit wie ein Staatsgeheimnis gehütet. „Arkanisten“ – nach dem lateinischen Wort arcanum für Geheimnis – nannte man die Chemiker, die für die Zubereitung der
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FOTO:
Veredelung. In der Manufaktur Nymphenburg werden die Porzellanteller von Hand bemalt
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Porzellanmasse, Brennen, Farbgestaltung, Vergoldung und Glasur zuständig waren. Dass die Erfindung des europäischen Porzellans durch den „Geheimwissenschaftler“ Friedrich Böttcher am Dresdner Hof gelang, war kein Zufall. In Sachsen gab es Bergbau und hochentwickeltes Hüttenwesen, man setzte auf Modernisierung – so eröffnete die erste Porzellanmanufaktur im Jahr 1719 in Meißen. Die in den folgenden Jahrzehnten in ganz Europa, von Kopenhagen über Ludwigsburg bis Neapel entstehenden Werkstätten waren nicht nur Luxusindustrie par excellence, sie standen auch im Zeichen des Kapitalismus. Beschäftigte man im Gründungsjahr 1719 in Meißen sechsundzwanzig Arbeiter, so waren es 1750 schon dreihundertachtundsiebzig. Spitzenprodukte der Meißener Modeleure wie das aus über 2.200 Einzelteilen bestehende prunkvolle „Schwanenservice“ aus jener Zeit stellten eine Ausnahme in der künftigen Entwicklung der Porzellankunst dar. Ein letztes Mal wurde barocker Opulenz gefrönt – in der höfischen Festkultur durften gewaltige Tafelaufsätze für Früchte oder Prunkterrinen mit Figuren aus der griechischen und römischen Mythologie nicht fehlen. In den als flache Seemuscheln gestalteten Tellerspiegeln trafen Schwanenpaare aufeinander.
Opulenz. Die Nymphenburger Figuren stehen ganz im Zeichen des Barock
Um den Import des international erfolgreichen Meißener Porzellans nach Frankreich einzudämmen, wurde 1756 die „Manufacture royale de porcelaine de Sèvres“ ins Leben gerufen. Wichtigste Auftraggeberin des Sèvres-Porzellans war die legendäre Madame de Pompadour, deren Geschmack auch die hergestellten Formen und Farben prägte. Nach ihr wurde sogar eine Glasur benannt – Rosé Pompadour. Auch die Anfänge der Wiener Porzellanmanufaktur, die Hof und Adel mit Servicen und Ziergegenständen belieferte, standen im Zeichen unternehmerischen Wettbewerbs. Der mit einem „Spezialprivilegium“ des Kaisers ausgestattete Beamte Claudius Innocentius du Paquier warb einen Chemiker aus Meißen ab, der alsbald wieder die Flucht ergriff; davor machte er noch die Wiener Brennöfen sowie die vorhandene Porzellanmasse unbrauchbar. Porzellan und dessen Produktion spiegeln – mehr als das bei landläufigen Krügen und Töpfen aus „Steinzeug“ der Fall ist – nicht nur den jeweiligen Geschmack
der Zeit, sondern auch tiefergehende gesellschaftliche Entwicklungen wider. Die Manufaktur Nymphenburg, berühmt für die Erfindung des „Glanzgoldes“, sah sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, auf Produkte für den technischen, medizinischen
Porzellan und seine Produktion spiegeln die Gesellschaft wider
Zeitgenössisch. Designer Tomás Alonso arbeitete mit der japanischen Töpferei Sehyou aus Arita zusammen
Fotos: meissen, porzellan manufaktur nymphenberg, arita 2016 collection Tomás Alonso/Photography Scheltens & Abbenes
Feinarbeit. In der Werkstätte von Meissen ist Fingerspitzengefühl gefragt
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FOTO: hermès
und sanitären Bereich umzusatteln: robustes Hotelporzellan, Geschirr für Krankenhäuser, Gasthöfe oder das Militär. Der französische Maler Paul Gauguin, der sich selbst auch als Keramiker betätigte, meinte 1886 höchst sarkastisch: „Sèvres hat die Keramik umgebracht.“ Dem überbordenden Kitsch des historistischen Porzellans stellte er die Töpferei der Indianer Südamerikas gegenüber; Letztere sei mehr Kunst als die französische Edelmarke: „Gott hat dem Menschen einen Klumpen Lehm gegeben und daraus hat er mit ein wenig Genie wertvollste Kunst hergestellt.“ Diesem Rezept – der Rückkehr zur „einfachen“ Kunst – folgten bei ihren Ausflügen in die Keramik zahlreiche namhafte Künstler des 20. Jahrhunderts: von Picasso und Matisse bis zu den deutschen Expressionisten. Niemand war dabei so radikal wie der Dadaist Marcel Duchamp, der 1917 gegen alle Tradition und allen „guten“ Geschmack ein simples Urinal zum Ready-made erklärte. Ein Kunstwerk aus Porzellan wie eh und je,
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Edelware. Hermès setzt auf üppige Naturmotive
nur eben handelsüblich. Dagegen muteten die rot und schwarz bemalten Teller eines El Lissitsky oder das Teeservice eines Kazimir Malewitsch geradezu traditionalistisch an. So unbezahlbar derartige, längst zum Fixbestand der Kunstgeschichte gehörige Arbeiten heute auch sein mögen: Es gehört zu den merkwürdigen Geheimnissen von Keramik und Töpferkunst, auch die radikalsten Angriffe der künstlerischen Avantgarden überlebt zu haben. Vermutlich liegt das auch am handwerklichen Charakter dieser „Ge-
brauchskunst“. Die Mokkatassen der Wiener Augartenmanufaktur, vom Architekten Josef Hoffmann 1929 für das „Melonenservice“ gestaltet und bis heute produziert, strahlen in aller Einfachheit ihrer Bemalung noch immer die Eleganz der Wiener Werkstätte aus. Auch gegenwärtige Porzellankunst ist immer eng an das traditionelle Handwerk geknüpft. So etwa beim Projekt 2016/ in Arita, einem kleinen Städtchen auf der japanischen Insel Kyūshū. Einst das Epizentrum der Porzellanproduktion, kämpfen die Handwerker von Arita heute um ihr Gewerbe. Ihr Wissen wird im Rahmen von 2016/ mit zeitgenössischer Gestaltung verknüpft. Sechzehn internationale Designer kooperieren bei dieser Initiative mit lokalen Produzenten. So soll eine neue Generation des Arita-Prozellans entstehen. Besonders die ,edition Collections‘ zeigen die künstlerischen Potenziale dieses uralten Materials und haben das Zeug, vielleicht irgendwann zu Sammlerstücken zu werden. text: Erich Klein und Ortrun Veichtlbauer
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Das Weite gesucht. Nähe gefunden.
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Kristen Stewart
Oscar-Kandidatin? Kristen Stewart hat schon viele Transformationen durchgemacht: vom Mensch zum Vampir, vom braven US-Teenie-Schwarm zum exzentrischen Liebling des französischen Autorenkinos, vom Jeans-Girl zur Haute-Couture-Göttin, von der Brünetten zur Blondine. Dass Woody Allen die Muse von Karl Lagerfeld irgendwann „entdecken“ würde, war nur eine Frage der Zeit: Schließlich steht die Tochter eines Hollywood-TV-Produzenten schon seit ihrem achten Lebensjahr vor der Kamera und wird für den Streifen „Certain Woman“ als Oscar-Kandidatin gehandelt. In Allens bitterböser Romanze „Café Society“ zeigt sie, dass Hollywood alles andere als eine Traumfabrik ist. „Café Society“ ist ab 11. November 2016 in den österreichischen Kinos.
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text Catherine Gottwald
Eddie Redmayne Mr. Fantastic. Kein anderer Schauspieler ist besser geeignet, britische Kultur in die USA zu exportieren, als Prinz Williams alter Schulfreund Eddie Redmayne: Der 33-Jährige bezauberte schon in „My Week With Marilyn“ (2011) die große Marilyn Monroe mit seinem Charme und schlüpfte – nachdem er 2015 für seine Darstellung von Stephan Hawking den Oscar erhalten hatte – für „The Danish Girl“ in Frauenkleider. Als Zoologe mit magischen Fähigkeiten darf Redmayne in „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ das tun, wofür er geschaffen scheint: ein bisschen Magie zollfrei von Großbritannien in die USA importieren, diesmal in Form eines geheimnisvollen Koffers voll mit magischen Kreaturen. Ab 17. November in den Kinos.
fotos: Sara De Boer/Action Press/picturedesk.com, Helga Esteb/shutterstock.com
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fotos: AMI Promarketing, Robert Brembeck
Elīna Garanča
Christoph Ransmayr
Powerfrau & Frauenpower. Die lettische Mezzosopranistin Elīna Garanča kann laut „Opera News“ mit der Schönheit ihrer Stimme die Zeit anhalten. An dieser Stelle gibt es gute und schlechte Nachrichten für ihre Fans: Garanča wird erst im Februar 2017 wieder live in Österreich zu bewundern sein. Allerdings erscheint im November das in Zusammenarbeit mit dem italienischen Dirigenten Roberto Abbado und dem Orquestra de la Comunitat Valenciana entstandene Album „Revive“. In Form romantischer Arien bündelt Garanča auf der Platte die Lebensstürme und Leidenschaften starker Frauen aus der Opernwelt. Elīna Garanča singt live am 17. Februar 2017 im Wiener Konzerthaus und am 19. Februar im Grazer Musikverein.
Zwischen Zwischen den den Welten. Welten. „Geschichten „Geschichten ereignen ereignen sich sich nicht“, nicht“, weiß weiß der der große große österreichiösterreichische sche Autor Autor Christoph Christoph Ransmayr, Ransmayr, „Geschichten „Geschichten werden werden erzählt.“ erzählt.“ Und Und so so verknüpft verknüpft er er auch auch in in seinem seinem neuesten neuesten Roman Roman „Cox „Cox oder oder Der Der Lauf Lauf der der Zeit“ Zeit“ Weltliteratur Weltliteratur mit mit Weltgeschichte. Weltgeschichte. Das Lose Resultat zusammenhängende ist eine detailgetreu historische recherchierte, Fakten und fantastische real existierende Abenteuerreisegeschichte: Zeitdokumente verbinden Der Heldsich des Romans, zu einer detailgetreu der britischerecherchierten, Uhrmacher Cox, fantasbricht Ende tischen desAbenteuerreisegeschichte, 18. Jahrhunderts auf, um als die erster fesselt, Europäer berührt und in der denverbotenen Leser alles Stadt um sich im herum Auftrag des Gottkaisers vergessen lässt: und Himmelssohns Der Held der Geschichte, eine „zeitlose der Uhr“ britische anzufertigen, Uhrmacher dieCox, in alle bricht Ewigkeit Endefunktiodes 18. nieren Jahrhunderts muss. Christoph auf, um alsRansmayr erster Europäer liest amin der 18. verbotenen November Stadt im Wiener im Auftrag Konzerthaus des Gottkaisers und am 1.und Dezember Himmelssohns im Literaturhaus eine „zeitlose NÖ in Uhr“ Stein/ anzuferKrems tigen, die ausinseinem alle Ewigkeit neuen funktionieren Buch.
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LuXUs
Stil Auf den kommenden Seiten
12_ schönheit Der Meister des guten Dufts
14_ Mode Ronald van der Kemps Demi-Couture
20_ Schmuck Naturwunder Opal
Bauhaus in Paris Adresse. Les Arts Décoratifs 107, rue de Rivoli 75001 Paris www.lesartsdecoratifs.fr
Noch gilt es als Geheimtipp in einer Stadt, die mit vielen Top-Museen gesegnet ist: das Musée des Arts Décoratifs in einem Seitenflügel des Louvre. Die Sammlung gliedert sich in drei große Bereiche. Den größten Platz nimmt der
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foto: bauhaus-archiv berlin
AVANTGARDE Lis Beyer oder Ise Gropius im Stahlrohrsessel von Marcel Breuer (1926)
Bereich der „Angewandten Kunst“ ein, mit sehenswerten Möbeln, Schmuck, Keramik und Glas aus vielen Jahrhunderten. Ein kleinerer Teil, vom Star-Architekten Jean Nouvel gestaltet, widmet sich der Werbung. Mit alten und neueren Exponaten wird die historische Entwicklung der kommerziellen Verführung dokumentiert. Die dritte Sektion des imposanten Museums gehört der Mode. Die Sammlung umfasst Historisches, aber auch Haute-Couture-Kreationen mit bekannten Namen wie Chanel, Dior, Saint Laurent oder Gaultier, die
in speziellen Themen-Shows zu sehen sind. Seit Kurzem ist außerdem eine große Sonder-Ausstellung dem Bauhaus, der legendären Kunst- und Architekturschule aus Weimar/Dessau/Berlin, gewidmet. „Wir alle müssen zum Handwerk zurück“, forderte der Bauhaus-Architekt Walter Gropius einst. Mit seinem Team zielte er auf eine nachhaltige Verbesserung der Lebensweise des „modernen Menschen“ ab – durch die Zusammenführung der Künste, des Handwerks und der industriellen Produktion. „The Bauhaus Spirit“ (noch
bis 26. Februar 2017) im Musée des Arts Décoratifs fokussiert vor allem auf die Werke zahlreicher Bauhaus-Künstler und Gestalter: eine Schau mit mehr als 900 Objekten, Möbeln, Textilien, Zeichnungen, Modellen und Gemälden. Eine seltene Gelegenheit, die Arbeiten der Kunst-Schule, die die Moderne so massiv beeinflusst hat, konzentriert zu sehen. Denn auf die Eröffnung des schon lange angekündigten Bauhaus-Museums in Weimar müssen Design- und ArchitekturFreunde noch länger warten. — text: Max Palla
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SCHÖNHEIT
Francis Kurkdjian ist einer der wichtigsten Parfumeure der Branche
FOTO: MFK/N .BAETENS
DUFTNOTEN 12 //
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FOTOS: FRANCIS-KURKDJIAN (3), MFK-MOOD PETIT MATIN-LDPRINT, MFK/N .BAETENS
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Stadt der Parfums Kurkdjian hat zwei Flagshipstores in Paris
„Seinen Namen kennen nicht viele“
Seinen Namen kennen nicht viele. Seine Schöpfungen sind aber international ein Begriff. Luxusunternehmen wie Dior, Gaultier oder Armani klopfen an seine Tür, um ihren Gewinn mit duftenden Wässerchen anzukurbeln. Gerade 26 Jahre alt ist Francis Kurkdjian, als er „Le Male“ für Jean Paul Gaultier entwirft. Inzwischen ein Bestseller mit unverkennbarem Flakon in Form eines blau gestreiften Männertorsos. Irgendwann hat er die Nase voll von Auftragsarbeiten, widmet sich seinen persönlichen Visionen und entwickelt seine eigenen Kompositionen. „Wenn man im Ballett nicht in der ersten Reihe tanzt, ist das ziemlich langweilig“, sagt er. Ballett ist seine Leidenschaft, ebenso wie das Klavier. Zur Abwechslung designt Francis Kurkdijan auch Haute-Couture-Düfte. Schauspielerin Catherine Deneuve war eine der Ersten, die ein maßgeschneidertes Parfum bestellten:
einen schwerer Duft mit kostbaren Zutaten. Kurkdijans exklusive Herren- und Damendüfte werden mittlerweile weltweit im gehobenen Fachhandel vertrieben. Im eigenen Online-Shop finden sich auch Kuriositäten wie Seifenblasen in verschiedenen Duftrichtungen. Er selbst trägt kein Parfum. Schon gar nicht sein eigenes. „Ich würde die ganze Zeit denken: Du hättest dies und das ändern sollen. Aber die Formel ist unveränderlich.“ — TEXT: Thomas Reinberger Rosenduft Rosen aus Grasse und Bulgarien, Bergamot aus Kalabrien, Orange aus Kalifonrien – et voila: „À la rose“
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Keine halben Sachen Ronald van der Kemp Wardrobe Four, Herbst 2016
Text Thomas Reinberger FOTOS Ronald van der Kemp/Marijke Aerden
Mit Wardrobe Four lanciert der niederländische Designer Ronald van der Kemp seine vierte Demi-Couture-Kollektion Eine brisante Mischung aus Haute Couture und Ready to Wear: Demi Couture – übersetzt etwa „Halb-Couture“ – bietet die Exklusivität von Haute Couture, aber zu niedrigeren Preisen. Ronald van der Kemp hat dieses Genre bei seiner mittlerweile vierten Kollektion – oder Garderobe, wie er sie nennt – perfektioniert. Van der Kemp präsentiert seine Entwürfe während der Couture-Woche in Paris, aber nur nach Terminvereinbarung. Fashion Shows mit medial wirksamen Front-Row-Influencern sind nicht seine Welt. Vielleicht verehrt ihn die Prominenz genau deshalb. Miley Cyrus, Selena Gomez, Kate Moss und Lady Gaga zählen zu seiner Stammklientel. Der Desig-
ner arbeitet mit Materialien, die er auf seinen Reisen in Vintagestores oder alten Ledermanufakturen zusammensammelt. Gelernt und perfektioniert hat er sein Handwerk bei Unternehmen wie Céline, Escada, Wolford oder Michael Kors. Mit einem kleinen, familiären Team frönt er nun in Amsterdam seiner Leidenschaft für Achtzigerjahre-Silhouetten. Opulente Schultern sind sein Steckenpferd, seine Musen Paloma Picasso und Loulou de la Falaise. Pläne für die Zukunft macht er kaum. Eine limitierte Kollektion schwebt ihm vor – aber mit einem erfrischend pragmatischen Zugang: „Erst wenn alle Teile ausverkauft sind, beginne ich mit einer neuen Serie. Um nicht zu viel auf Lager zu haben.“
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SCHMUCK
Das blaue Wunder Über den Opal erzählt jeder seine eigene Legende
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In der Zeit vor Christus waren Opale wertvoller als Diamanten. In Australien, wo sich die meisten Opalfelder befinden, erzählt man vom Abstieg des Schöpfers auf die Erde. Jene Steine, die dabei seine Füße berührten, begannen in den Farben des Regenbogens zu leuchten. „Stein der tausend Lichter“ wird der Opal deshalb von den Aborigines genannt. Der griechischen Mythologie zufolge sind im Opal die Freudentränen des Göttervaters Zeus nach seinem Sieg über die Titanen gefangen. Laut indischen Wunderheilern zählen die Edelsteine überhaupt zu den wirkungsvollsten Glücksbringern. Für Esoteriker steigern sie sogar Optimismus
La Lumière de L’infini. Eine Kombination aus Saphiren, Diamanten, Turmalinen und schwarzen Opalen. P. a. A. www.chowtaifook.com
und Lebensfreude. Dem sagenumwobenen Opal werden nicht nur mystische Kräfte nachgesagt, er ist auch enorm dekorativ. Dauerbrenner im Juwelenuniversum sind Edelopale von blaugrüner Färbung. Lei-
der sind sie extreme Sensibelchen bei der Lagerung. Ein Wasseranteil von zwei bis neun Prozent möchte kontinuierlich instand gehalten werden. Hitze und trockenes Ambiente sorgen schnell für Risse und spröde Stellen. Ebenso zart besaitet, aber nicht minder faszinierend: Feueropale. Die besonders begehrten Schmuckstücke sind dunkelrot mit glasklarer Brillanz. Der blutrote Opal soll seiner Trägerin übrigens die Gabe verleihen, die wahre Liebe zu finden. Bewiesen ist das freilich nicht, aber – wie so oft bei diesem besonderen Edelstein – eine gute Geschichte.
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Thomas Reinberger – text
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24_ Kultobjekt Steinway spielt nun von allein
26_ Motorama Der neue Porsche Panamera
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30_ Interview Werkraum-Leiter Thomas Geisler
32_ Design Böhmische Tradition, neu interpretiert
Le Train Bleu Pariser Augenschmaus Adresse. Gare de Lyon (1. Stock), Place Louis Armand 75012 Paris 12e Arrondissement www.le-train-bleu.com
Einst verkehrte der luxuriöse „Train Bleu“ von Calais nach Ventimiglia und brachte die französische Oberschicht stilvoll an die italienische Riviera. Der Zug ist längst abgefahren, aber die Eleganz vergangener Tage ist noch
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foto: le train bleu
OPULENT Am Gare de Lyon speist man vor üppiger Kulisse
heute im gleichnamigen Bahnhofsrestaurant am Gare de Lyon in Paris zu bewundern. Der Begriff ist irreführend, ist das Le Train Bleu doch alles andere als ein typisches Bahnhofslokal für wartende Passagiere. Es beschert seinen Besuchern viel mehr eine Zeitreise: Man fühlt sich zurückversetzt in die Belle Époque, etwa an den Hof eines französischen Aristokraten. Das überladene Interieur ist an Prunk, Pomp und Chic kaum zu überbieten. Großzügige Speisesäle, die heute unter Denkmalschutz stehen, sind üppig mit Gold und Stuck dekoriert und
detailverliebt verziert, kostbare Kristallluster geben dem Raum seinen letzten Schliff. Die farbenprächtigen Deckengemälde zeigen Landschaften und Städte, die der Zug einst miteinander verband. Das Restaurant wurde 1901 eröffnet und ist mittlerweile zu einer Pariser Institution avanciert. Persönlichkeiten wie Salvador Dalí, Coco Chanel und Brigitte Bardot haben als Stammgäste zum Kultstatus der Brasserie beigetragen. Auf den eleganten, blauen Lederbänken haben bis zu 200 Gäste Platz, die heute aus der ganzen Welt anreisen, um in dem prächti-
gen Ambiente zu dinieren und den französischen Lebensstil zu zelebrieren. Bei all den visuellen Eindrücken sollte man nicht vergessen: Hier wird auch herrlich gekocht, und zwar klassisch französisch: Gänseleber, geräucherter Lachs, Lammkeule. Das Tartar wird frisch am Tisch zubereitet. Legendär sind auch die Austern, die Rowan Atkinson hier für seinen Film „Mr. Bean macht Ferien“ schlürfte. Lassen Sie sich bei Ihrem nächsten Parisurlaub von der charmanten, filmreifen Kulisse des Train Bleu verzaubern! text: Heidrun Henke
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Kultobjekt
Klingt gut!
foto: steinway
Die Kult-Klaviere von Steinway & Sons spielen jetzt auch ganz von selbst
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Spirio. Das neue Selbstspielsystem bringt musikalische Erlebnisse ins Wohnzimmer
Spirio. Das neue Selbstspielsystem bringt musikalische Erlebnisse ins Wohnzimmer
Am Anfang stand ein simpler, aber ambitionierter Spruch. „To build the best piano possible“ war das Credo des Tischlers Henry E. Steinway, als er 1853 seine Klavierwerkstatt gemeinsam mit seinen Söhnen in New York eröffnete. Gesagt, getan. Heute stehen
Modelle aus dem Hause des deutschen Einwanderers im Weißen Haus oder der Carnegie Hall. Seine Nachfahren machten die Marke mit 127 patentierten Entwicklungen zur Begründerin des modernen Klavierbaus. Die Eröffnung von „Steinway Halls“ – einer Kombination aus Konzertsaal, Vorführ- und Verkaufsräumen – in Städten wie New York, Wien, London oder Berlin galt nicht nur als Marketinggeniestreich, sondern etablierte das Haus zudem als kulturelles Zentrum. Dutzende Hits sind auf den Instrumenten
entstanden. John Lennon zum Beispiel komponierte seinen Song „Imagine“ auf einem Steinway-Klavier. Der neueste Clou des Traditionshauses: das Piano-Selbstspielsystem Spirio, das Live-Performances präzise wiedergibt. Ein mitgeliefertes iPad verschafft dem Kunden Zugang zu einer stetig wachsenden Musikbibliothek. Das Ergebnis: ein einmaliges Musikerlebnis – fast so, als würde der Künstler live am Flügel spielen. — text: Stephan Wabl www.steinway.com
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MOTORAMA
Oh, wie schön ist Panam(er)a
Porsche hat seinen viersitzigen Gran Turismo neu aufgelegt Es waren harte Zeiten in den Nullerjahren für jene Porsche-Fans, die nichts anderes als die Zahlenkombination 911 am Heck ihres Autos duldeten. 2002 führte Porsche den Cayenne ein, der so hoch war wie drei aufeinander gestapelte Carrera. Das Weltgefüge brach nur deswegen nicht auseinander, weil der Hauptzweck des SUV ein hehrer war: die Rettung der damals etwas maroden Marke durch Befriedigung der sprunghaft ansteigenden Nachfrage kaufkräftiger Kundschaft nach Oberklasse-SUV, vornehmlich aus den USA. Sieben Jahre später der nächste Schock: der Panamera. Eine viersitzige Limousine. Auch nicht gerade ein Metier, in dem Porsche große Traditionen aufweisen konnte. Der große Aufschrei blieb aufgrund der dann doch feingeistigeren Gran-Turismo-
Attitüde aus, die Ferrari, Aston Martin und Maserati schon seit jeher pflegen. Die eingangs beschriebenen Hardliner, von denen dann nicht wenige heimlich und von der langsam einsetzenden Arthrose geplagt vom Souterrain (911er) ins Mezzanin (Cayenne) gewechselt waren, riefen den Panamera Buckel-Porsche. Eine Bezeichnung, die eigentlich dem Käfer zugetragen wurde, hier aber der Kritik am Heckdesign des Panamera zum Ausdruck verhalf.
911er verpflanzt, was den Abgang des Gran Turismo erheblich verflüssigt und dessen Begehrlichkeit in neue Höhen treibt. Das hat auch damit zu tun, dass der Panamera nun dank einer Längen- und Radstandsprogression zu einem ausgewiesenen Familienporsche avanciert ist. Wie gerne würde man dieses Auto seinen Lieben vor die Haustüre stellen. Der Panamera beweist nicht nur
Ein 911er für die ganze Familie Und nun die zweite Generation des Panamera. Von Feixen keine Spur mehr. Stattdessen allerorts schwärmerisches Rumoren. Und wofür? Ausgerechnet für das Heck. So kann sich das Blatt wenden. Und den Grund dafür liefert wieder einmal die Ikone der Marke. Dem Panamera wurde nämlich das Hinterteil des aktuellen
Elegant reduziert. Statt herkömmlicher Schalter und Knöpfe gibt es berührungssensible Oberflächen
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Zweite Generation. Der Gran Turismo in neuem Setting
guten Geschmack, sondern genügt jeglichen Ansprüchen in jeder Hinsicht – sei es auf der Langstrecke Richtung Côte d’Azur, beim Wochenendeinkauf oder der feierabendlichen Hatz über die Hausstrecke. Für letztere Verwendung hat der Panamera (Turbo) auf der absoluten Referenzstrecke, der Nordschleife des Nürburgrings, höchste Kompetenz bewiesen. Werkfahrer bezwangen die rund 20 Kilometer in
7:38 Minuten. Zum Vergleich: der Porsche 911 GT3 RS 4.0 braucht für die Jagd durch die grüne Hölle nur acht Zehntel weniger. Und wenn Sie demnächst den Panamera im morgendlichen Stau vor der Privatschule vor sich hindümpeln sehen, dann wissen Sie, dass es sich hierbei um einen im Ruhepuls verharrenden Spitzensportler handelt, der das Porsche-Wappen nicht nur zwecks Prestigebildung vor sich herträgt. Ein Umstand, der dem Cayenne und dem Macan ja gerne abgesprochen wird, wenngleich sich auch bei der SUV-Riege der Marke eine gewisse Rennstreckeneichung nicht leugnen lässt. Da täte man ihr Unrecht. Fakt ist: Panamera-Fahrer stehen der Genese und dem Charakteristikum der Marke Porsche näher als Cayenne-Kunden. Davon zeugt der Umstand, dass der Anteil der für viele nicht markenadäquaten Dieselaggregate unter 30 Prozent liegt (Cayenne: über 60 %). Den Löwenanteil bildet die Benzinerfraktion, angeführt von der Leistungsphalanx in Form des 550 PS starken V8-Biturbo (ab 186.731 Euro), gefolgt vom Sechszylinder 4S mit 440 PS (ab 133.584 Euro). Eine bedeutende Rolle könnte ab April kommenden Jahres dem Panamera 4 E-Hybrid (Plug-In) zukommen. Die Koalition Schöner Rücken. Aus dem einstigen Pferdefuß wurde die Schokoladenseite des Panamera
Gastfreundlich. Im Fond hat man vollen Zugriff auf Klimatisierung und Entertainment
aus 2,9-Liter-V6-Biturbo-Benziner und E-Aggregat stellt eine Systemleistung von 462 PS parat. Zum ersten Mal setzte Porsche hier die technischen Erkenntnisse um, die bei der Entwicklung des 887 PS starken Hybrid-Supersportlers 918 Spyder gewonnen wurden. Dieses Auto ist bekanntlich das schnellste Serienfahrzeug, das jemals die Nürburgring-Nordschleife umrundete, und zwar in einer Zeit von 6:57 Minuten. — TEXT: Christian Zacharnik
DATENBLATT
PORSCHE PANAMERA TURBO Motor: Achtzylinder-Biturbo-Benziner; 3.996 ccm Leistung: 550 PS, 0–100 km/h: 3,8 s, Vmax: 306 km/h; Drehmoment: 770 Nm Gewicht: 1.995 kg
FOTOS: PORSCHE
Verbrauch : 9,4 l/100 km Cool Stuff. Ob es denn auch ein Kaltwetterpaket gibt? Klar! —
Maße: 5,05/2,16/1,43 m (L/B/H) Kofferraum: 495–1.304 Liter Preis AT: ab 186.731 Euro
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Elektro
Zurück in die Zukunft Das Musikmöbel SS1000 ist von den Automobilen der 1950er inspiriert, hat aber modernste Technik unter der Haube
„Ein Sofa mit Musikfunktion“ – der erste Gedanke beim Anblick des SS1000 ist zugleich das erste Missverständnis. „Selbstverständlich kann man darauf sitzen. Gedacht ist es aber als reines Musikmöbel, das man etwa unter den Fernseher stellt“, erklärt Richard Sbüll die von ihm gemeinsam mit dem Wiener Möbeldesigner Martin Kristofcsak (Gatto Möbel)
entwickelte Soundanlage im PolstermöbelLook. Der studierte Elektrotechniker haucht mit Kristofcsak unter dem Label Supersonic alten Röhrenradios mit Bluetooth neues Leben ein. Ihr erstes gemeinsames Projekt aber war besagtes Musikmöbel. Am Anfang stand ein Verstärker, den Sbüll 2012 selbst entworfen hatte und der das Herzstück des SS1100 werden sollte. Seit
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Transparenz. Die Röhrentechnik im eingebauten Hybrid-Verstärker sorgt für optische Akzente
fotos: supersonic, Manfred Sodia
Kein Sofa. Das SS1000 ist ein eigenständiges Musikmöbel
seiner Jugend ein Fan des Röhrenklangs, kombinierte er Röhren und Transistoren zu einem 324-Watt-Hybridverstärker, der Kraft und Präzision mit dem speziellen Röhrensound verbindet. Freunde und Fachleute zeigten sich begeistert und vermittelten Sbüll den Kontakt zu Kristofcsak. Es folgte eine längere Kunstpause, bedingt durch Sbülls damaligen Job als Mikrochip-Entwickler in der Industrie, der 2014 in ein Burn-out führte. Auf der Suche nach neuen Aufgaben wurde der Kontakt reaktiviert und das
Projekt Musikmöbel nahm konkrete Formen an. „Für echtes Stereo braucht es eine breite Basis“, so eine der Vorgaben. Die wichtigste Inspiration aber war Kristofcsaks Faible für das Design der 1950er Jahre. Für das SS100 nahm der gelernte Tapezierer und Polsterer Anleihen beim Interieur der Luxusautos aus dieser Zeit. Wie das Endergebnis aussehen würde, war ungewiss. Entwickelt wurde nämlich nicht am PC, sondern von Hand mittels Schablone und Prototypen. „Es gibt Möbel, die, während man an ihnen arbeitet, von Tag zu Tag schöner werden, und andere, die sich irgendwie verlaufen“, sagt Kristofcsak. Offensichtlich zählt das SS1000 für ihn zu ersterer Kategorie. Für die eingebauten Boxen fand sich ein begnadeter Zulieferer in der Person von Günther Paltauf, den Sbüll während seiner Zeit in Graz kennengelernt hatte. „Er hat das großartig gelöst, für das relativ kleine Volumen liefern seine Boxen extrem tiefen Bass“, sagt Sbüll. Der Elektrotechniker selbst hat noch einige Feinheiten wie einen eigens entwickelten Digital-Analog-Wandler einfließen lassen. Dank eingebautem Apple TV steht nicht nur AirPlay, sondern auch TV-Streaming (per Kabel an einen Fernseher weitergeleitet) zur Verfügung. „Bei den Funktionen des Prototyps habe ich mich an meinen eigenen Bedürfnissen orientiert“, so Sbüll. „Es können auch andere StreamingLösungen und alle gewünschten Anschlüsse eingebaut werden.“ Bei einem stolzen Stückpreis von 30.000 Euro werden Kunden-
Das Supersonic-Team. Martin Kristofcsak und Richard Sbüll
wünsche gerne erfüllt, auch bezüglich des Bezugs des Musikmöbels. Ein in mehrfacher Hinsicht kleiner dimensioniertes Nachfolgeprojekt ist schon in Planung: das Space Radio, ein kompaktes Musikmöbel mit reiner Audiofunktion, das stilistisch an das Space Age der 1960er angelehnt sein soll. Details stehen allerdings noch in den Sternen. — text: Andreas Tanzer
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INTERVIEW
„Handwerk ist alltäglicher Luxus“ Thomas Geisler, Geschäftsführer des Werkraum Bregenzerwald, über das Handwerk als Zukunftsberuf
complete magazin: Was zeichnet den Werkraum Bregenzerwald aus? thomas geisler: Der Werkraum vereint beinahe 90 Handwerkerbetriebe und steht für einen zeitgenössischen Zugang zum Themenfeld Handwerk. Einerseits geht es um das Bewahren und Weitergeben von Wissen. Gleichzeitig verfolgt der Werkraum den Anspruch, innovative zeitgenössische Produkte herzustellen. Der Gestaltungsaspekt ist für die Handwerker im Bregenzerwald sehr wichtig und die Betriebe haben eine eigene Formensprache entwickelt. Durch das 2013 fertiggestellte Werkraumhaus gibt es zudem einen Ort der Begegnung, des Austausches und der Präsentation. — In Österreich gibt es ähnliche Cluster. Der Werkraum ist aber als Plattform einzigartig. Warum eignet sich Vorarlberg besonders gut dafür? Vorarlberg ist ein innovatives Wirtschaftsland. Der Beruf des Handwerkers hat hier gesellschaftlich und wirtschaftlich einen angesehen Status. Daran hat auch die baukulturelle Entwicklung der letzten Jahre, zum Beispiel durch die zeitgenössische Architektur, einen Anteil. Die Besinnung auf regionale Materialien und die Umsetzung durch
Werkraum-Leiter. Für Thomas Geisler ist Handwerk die Zukunft
lokale Handwerker wurden durch die Architekten gesucht. Das ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe und hat den Stellenwert des Handwerks gestärkt. Der Wettbewerb „Handwerk und Form“ hat auch eine wichtige Funktion. Dieser richtet sich an internationale Gestalter, Architekten und Designer, die mit einem Handwerksbetrieb aus dem Bregenzerwald einen Entwurf
einreichen und das Produkt gemeinsam umsetzen. Die Ergebnisse werden dann in einer Art Leistungsschau alle drei Jahre im Werkraumhaus präsentiert. — Der Anspruch des Werkraums ist es, innovative Produkte und modernes Design zu entwickeln. Was bedeutet das für Sie? Das beginnt bereits bei der Frage: Was ist
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Werkraum Haus. Das Gebäude in Andelsbuch wurde vom StarArchitekten Peter Zumthor entworfen
fotos: werkraum bregenzerwald/Thomas Steinlechner, werkraum bregenzerwald/Peter Loewy, ausstellung handgemacht/ Matthias Günter
und anzubieten, sondern digital und weltweit. Jeder Betrieb ist zwar Teil der Gemeinschaft, hat aber auch eine eigene Identität. Diese Individualität herauszuarbeiten und diese Geschichten über das Internet zu kommunizieren, ist ein nächster Schritt. Dabei geht es auch darum, die Handwerker mit neuen Aufgaben und Projekten zu fordern und wachsen zu lassen.
überhaupt Handwerk? Handwerk ist mehr als nur Tätigkeiten und Produkte per Hand zu entwickeln. Es geht auch darum, das Wissen anhand neuer technologischer Möglichkeiten weiterzuentwickeln. Das Handwerkswissen und neue technische Möglichkeiten sollen sich ergänzen und dadurch innovative Ansätze ermöglichen. Hier fällt auch hinein, dass Handwerk ein Zukunftsberuf ist. Verfolgt man die Debatte um die zunehmende Roboterisierung am Arbeitsmarkt, dann erscheinen Berufe im Handwerk wieder besonders reizvoll und wichtig. Klein strukturierte Produktionsabläufe werden kaum durch Roboter ersetzt, sondern brauchen handwerkliches Wissen und eine kreative Umsetzung. In diesem Sinne ist das Handwerk eine zukunftsfähige Tätigkeit und Lebenswelt. — Würden Sie modernes Handwerk als Luxus bezeichnen? Handwerk ist vielleicht eine Form von alltäglichem Luxus. Denn es beinhaltet die Bereitschaft, sich etwas Qualitätvolles leisten zu wollen und zu können. Die Entwicklung hat beim Essen begonnen mit Begriffen wie Slow Food oder Organic Food und ist nun auch beim Design und in der Produktgestaltung angekommen. Da gibt es einen Wertewandel und die Statussymbole ändern sich. Früher war es das Haus oder das Auto, für das man Geld ausgegeben und das man hergezeigt hat. Heute kann eine schöne Küche oder ein Möbel genauso viel kosten wie ein Auto, das
ich eben nicht mehr unbedingt brauche. Das kommt dem Handwerk zugute. — Wie sehen Sie den Trend zum Selbermachen (Do it Yourself ) in diesem Zusammenhang? Man nimmt sich die Zeit, den Luxus, Dinge wieder selber zu machen. Das kann ökonomische Gründe haben, kommt aber vor allem von der Neugierde, wissen zu wollen, wie sich etwas zusammensetzt, Dinge produziert werden und welche Arbeit dahintersteckt. Das erzeugt auch die Wertschätzung für Fachkräfte und professionelle Handwerker, die sich ständig mit Fragen nach Materialien, Zusammensetzung und Formen beschäftigen. — Welche Themen beschäftigen den Werkraum in nächster Zeit? Im September hat die erste Klasse der Werkraumschule mit 31 Schülern und Schülerinnen begonnen. Das ist ein Schulpilot über fünf Jahre mit drei Jahren Handelsschule und zwei Jahren Lehrzeit im Betrieb. Über diese fünf Jahre wird jeder Schüler von einem Ausbildungscoach betreut, mit dem Ziel, dass sie am Ende als gut ausgebildete Fachkräfte übernommen werden. Zudem gibt es Ideen für einen gemeinsamen Vertrieb und eine Werkraum-Kollektion von Produkten und Objekten. Das Thema modernes Marketing steht auch am Programm; den Werkraum und die Serviceleistungen der Betriebe nicht nur vor Ort abzubilden
— Haben Sie persönliche Schwerpunkte? Der Werkraum kann mehr leisten, als Möbel oder Bauprojekte umzusetzen, weil das Wissen der Betriebe von Holz über Metall bis Elektronik sehr divers ist. Eine radikale Vision wäre vielleicht ein Werkraum Auto, das sich mit E-Mobilität, Karosserien aus Holz und Mobilität am Land beschäftigt. Was passiert zum Beispiel, wenn ich innovative Hightech-Betriebe, die es in Vorarlberg gibt, mit dem Werkraum zusammenbringe? Hier möchte ich neue Perspektiven auf das Handwerk werfen und zeigen, dass Handwerk nicht nur Tradition, sondern vor allem Zukunft ist. interview: Stephan Wabl
Traditionsberufe. Der Werkraum vertritt klassische Handwerksbetriebe wie Tischlereien und Schmieden
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DESIGN
Designerstücke. Die Lampen von Brokis sind u. a. bei Franke Leuchten erhältlich. www.brokis.cz www.frankeleuchten.at
Revolution mit Tradition Kristallglas aus böhmischer Manufaktur ist schon lange begehrt: Seit dem 17. Jahrhundert ziert es als kunstvoll bemalte Gläser Vitrinen, als Kristalllüster Paläste in ganz Europa. Die Glasmanufakturen machten Städtchen wie das nordböhmische Jablonec reich und trotzten Kriegen ebenso wie politischen Umstürzen und Sozialismus. Kristallglas „à la facon de Boheme“ war weiterhin ein begehrtes Luxusgut. Erst in den 1990er Jahren kamen die traditionellen Manufaktu-
ren zunehmend in Bedrängnis: Durch den Import maschinell gefertigten Glases kam billige Konkurrenz auf den Markt. Um das alte böhmische Glashandwerk wiederzubeleben, kaufte der tschechische Unternehmer und Ingenieur Jan Rabell 1997 die seit dem 19. Jahrhundert bestehende und damals vom Konkurs bedrohte Traditionsmanufaktur Janštejn. Zehn Jahre später gründete er die Firma Brokis und brachte nach einigen Experimenten mit den traditionellen Produk-
tionsverfahren seine ersten Licht-Designs auf den Markt. „Ich wollte das ursprüngliche böhmische Handwerk, die hier vorhandene Technologie und die traditionellen Farben dazu nutzen, etwas Neues zu schaffen“, erzählt Rabell. Denn obwohl Rabell eine lange Tradition der Glasmanufaktur fortführt, gleichen seine modernen Designs kaum mehr altmodischen Kristalllüstern. Nicht nur das Design der Lampen, auch die Produktionsweise hat er im Laufe der Zeit modernisiert.
foto: Brokis
Bei Brokis trifft böhmisches Glasbläserhandwerk auf modernes Design
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02 Puro. Vertikal: Ein Element ab € 1.547,–
Glasofen. Erst nach der Schmelze kann das Gemenge geformt werden Tradition. Die Manufaktur Janštejn wurde Anfang des 19. Jhs. gegründet
03 Puro. Horizontal: Ein Element ab € 1.885,–
Uovo. Das Ei aus der Knot-Serie. Ab € 1.590,–
foto: Brokis, Manufaktur Janstejn Glassworks
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weiterhin mundgeblasen. „Wir haben eine revolutionäre Art und Weise, die Tradition weiterzuführen.“ Das zeigen nicht zuletzt die neuen Kollektionen der tschechischen Marke: Bei der Maison Objet in Paris präsentierte Brokis die beiden neuen Leuchtenserien KNOT und PURO – designt vom italienischen Studio Chiaramonte Marin sowie der Art-Direktorin von Brokis, Lucie Koldova. text: Magdalena Liedl
„Ich bin immer offen dafür, neue Technologien miteinzubeziehen“, sagt Rabell. Von Reisen nach Italien brachte er neue Glasbläsertechniken und italienische Öfen mit nach Böhmen. Auch bemalt werden Brokis-Lampen nicht mehr auf traditionelle Art. Dafür werden die Designs um andere Materialien wie Holz und handverarbeitetes Metall erweitert. Beim Schneiden des Glases nimmt Rabell mittlerweile Anleihen beim Diamantschliff. „Meine Glasbläser brauchen einen Appetit, Neues zu lernen und diese neuen Elemente in ihr traditionelles Handwerk aufzunehmen“, sagt Rabell. Bei manchen Dingen bleibt er aber ganz ursprünglich: Das alte und beinahe in Vergessenheit geratene böhmische Verfahren, Glas einzufärben, macht Rabell etwa zum Markenzeichen von Brokis. Auch werden die Brokis-Glaslampen
Glasmanufaktur. Hier werden die modernen Designs umgesetzt
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LuXUs
Reise Auf den kommenden Seiten
36_ REise Eine Kreuzfahrt nach Grönland
40_ Resort Ritz-Carlton Budapest
42_ Gastrosophie Caroline Messensee macht Dinette
48_ WINTERFEST Art Basel Miami Beach
Willkommen in der Schatzkammer Adresse. COMO The Treasury 1 Cathedral Avenue, Perth, WA 6000 Australien www.comohotels.com
Lange Zeit existierten eigentlich nur zwei Hoteltypen: Urlaubsresorts für Erholungssuchende und Stadthotels, abgestimmt auf die Bedürfnisse Geschäftsreisender. Das neue COMO The Treasury, Perth ist ein Musterbeispiel dafür, wie beides unter einem Dach möglich
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foto: como the treasury
DINNER MIT AUSSICHT Das Wildflower Restaurant ist nicht nur bei Hotelgästen beliebt ist. Hier kann man der Hektik der Stadt entfliehen, ohne sie verlassen zu müssen. Der Hotelname verrät schon, wohin die Reise geht. Treasury steht für „Schatzkästchen“. Ein solches ist das erste Haus der COMO Hotels in Australien tatsächlich geworden. Mit seinen 48 überdimensionalen Gästezimmern auf vier Stockwerken ist es das Herzstück der ausgebauten denkmalgeschützten Häuser im Zentrum der Stadt. Die Gruppe dieser 140 Jahre alten Bauten gehört zum Kulturerbe von Perth. Das Design stammt vom australischen Architekten Kerry Hill, der
enormen Wert auf die Erhaltung der ursprünglichen Bauweise aus dem 19. Jahrhundert legte. Dort, wo es kein Erbe zu erhalten gab, wurden moderne Materialien wie Stahl und Glas eingearbeitet. 95 Prozent der alten Bauweise konnten restauriert werden – darunter die Dachgauben und die viktorianischen Dächer mit ihren Kupfereinfassungen. Dafür wurden die Ziegel mit 60.000 aus einem Steinbruch in North Wales importierten Kacheln Stück für Stück in Handarbeit ersetzt. Sanfte Beigetöne und strahlendes Weiß bringen Ruhe in die mächtigen Räume
mit ihren Stuckdecken und machen sie auf elegante, unaufgeregte Weise gemütlich. Hier stimmt einfach alles, von der Hotelfassade bis zur Badewanne. Das The Treasury bietet übrigens auch die perfekte Ausgangslage, um den alten Stadtkern von Perth zu erkunden. Es lohnt sich aber, gegen 16 Uhr wieder ins Hotel einzutrudeln, denn da steht der Afternoon Tea auf dem Programm. Dann kann man in die behaglichen Chesterfield-Sofas der Lounge Bar sinken und den Charme des Hauses auf sich wirken lassen. text: Sylvia M. Sedlnitzky
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Naturwunder. In der Diskobucht kam die Europa 2 den mächtigen Eisbergen ganz nahe
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REISE
Der weiße Fleck
foto: Hapag Lloyd Cruises
Die „MS Europa 2“ brachte bei ihrer Premierenfahrt nach Grönland ein bisschen Luxus ins ewige Eis
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Naturschauspiel. Touristen wandern dem Eisfjord bei Ilulissat entgegen
Unter mir geht es dreitausend Meter in die Tiefe. Schon lange zeigen sich, egal wohin man blickt, nur das stille Meer und der Horizont. Am Vortag ist die „MS Europa 2“ aus dem Hafen von Reykjavik ausgelaufen. Die ganze Stadt war an diesem sonnigen Tag auf den Beinen. In den Cafés drängten sich die Gäste, eingepackt in warme Norwegerpullis, um die besten Plätze an der Hauswand. Ein letzter Blick noch auf das Städtchen in der Abendsonne, auf die berühmte „Harfe“ – das gläserne Konzerthaus am Wasser –, und schon steuerte die „Europa 2“ mit uns hinaus auf den Nordatlantik. Auf dem 5-Sterneplus-Schiff könnte man fast vergessen, dass das eigentliche Ziel dieser Reise noch vor uns liegt: Grönland. Auch für einige Vielgereiste ist es der letzte weiße Fleck auf ihrer persönlichen Landkarte. Für kleinere Expeditionsschiffe sind die Fahrten ins ewige Eis Routine, für die „Europa 2“ ist es eine Premiere. Das Schiff lässt einen schnell viele Vorbehalte gegenüber Kreuzfahrten über Bord werfen. Captain’s Dinner, Tischordnung und strikten Dresscode gibt es hier genauso wenig wie platte Massenunterhaltung. Legeren, individuellen Luxus mit viel Privatsphäre will man den kaufkräftigen Gästen bieten. 370 Crew-Mitglieder arbeiten hier für nur 500 Passagiere. An Bord hat man die Wahl zwischen sieben Restaurants
– vom Edeljapaner bis zum wirklich feinen französischen Bistro Tarragon. Da stört es auch gar nicht, dass wir einen Tag und zwei Nächte einsam auf hoher See verbringen. Als schließlich vom Heck aus die Umrisse einer Küste erkennbar sind, ist die Euphorie dennoch groß. Es ist sieben Uhr morgens, der kalte Wind bläst uns entgegen und vor uns liegt Grönland. Plötzlich weiß man gar nicht mehr so recht, wo man hinschauen soll. Auf den massiven Eisberg, so groß wie ein Lkw, der neben uns steil in das dunkle Wasser ragt? Auf die zackigen Bergspitzen ganz hinten am Horizont oder auf das Eingangstor zu Grönland, das sich vor uns öffnet – den Prins-Christians-Sund? Die natürliche Wasserstraße verbindet Labradorsee und Irmingersee und wartet mit einer fast unwirklichen Landschaftsszenerie auf. Kapitän Christian van Zwamen steht an der Brücke. Für die Passagen an der grönländischen Küste sind eigens auf diese Gegend spezialisierte Lotsen an Bord des Schiffes. Sie unterstützen den Kapitän beim Navigieren. „Wir sind hier in einer abgelegenen Gegend und das Wetter kann schnell umschlagen“, sagt van Zwamen, „die Route kann sich im-
mer plötzlich ändern – zum Beispiel wegen Gletscherabbrüchen.“ Durch den engen, hundert Kilometer langen Prins-ChristiansSund muss das Schiff besonders vorsichtig navigiert werden. Das schroffe Land ist plötzlich ganz nah. Dunkle, zerfurchte Felsen ragen neben uns in die Höhe. Teils sind sie moosbewachsen, teils tragen sie mächtige Gletscher, die von den Bergen im Innenland bis in den Sund münden. Kleine, bläulich schimmernde Eisblöcke treiben hier auf dem Wasser. Die blaue Farbe des Eises entsteht durch die Luftbläschen, die sich bei der Fermentierung des Schnees bilden, erklärt ein Geologe den Gästen via Lautsprecher. Ganz nahe am Ufer schießt plötzlich eine Fontäne aus dem Wasser. Auch seine Schwanzflosse zeigt uns der Wal, der hier gemächlich durch den Sund schwimmt. Das Naturschauspiel ist überall am Schiff präsent – sei es von der Suite-eigenen Veranda aus oder im Café mit Panorama-Glasfront. Viele Gäste tummeln sich draußen an Deck in der strahlenden Sonne, es wird Glühwein und heiße Bouillon in Tassen serviert.
Hoch oben am Hügel schauen wir über die Eismassen
Wahrzeichen. Die Harpa (dt. Harfe), das Reykjaviker Konzerthaus, ist der Hingucker der Stadt
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Kaiserwetter. Das grönländische Klima zeigt im Prins-Christians-Sund seine milde Seite
Den Süden entdecken! Mieten Sie ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung in Kroatien, Italien, Frankreich, Spanien oder 25 weiteren europäischen Ländern für Ihren nächsten Urlaub und genießen Sie die unbegrenzte Freiheit gemeinsam mit Ihrer Familie oder mit Freunden.
FotoS: Hapag Lloyd Cruises
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Am nächsten Tag haben wir weniger Glück. Ein Unwetter spielt sich an der Westküste Grönlands ab. Der Landgang in der Hauptstadt Nuuk muss abgesagt werden. Routenänderungen wie diese sind eingeplant, die Vorräte würden wohl wochenlang ausreichen. In den Lager- und Kühlräumen im Bauch des Schiffs stapeln sich Paletten mit Orangen und Kiwis, kistenweise Champagner und schwarzer Kaviar in rauen Mengen. Etwa 400 Weine und ein erlesenes Gin-Sortiment gibt es an Bord. Alle zwei Wochen wird ein Container mit rund 110 Tonnen an Waren aus Hamburg geliefert und die Schiffsvorräte werden wieder aufgestockt. Pünktlich nachdem sich das Unwetter wieder verzogen hat, bringt die „Europa 2“ ihre Gäste zum Highlight der Reise: die spektakuläre Diskobucht in der Baffin Bay. Der Sermeq Kujalleq, der hier nahe dem Städtchen Ilulissat in die See mündet, ist der produktivste Gletscher der Welt. Er bildet einen gigantischen weißen Fjord, in dem sich die Eismassen stauen, bis sie in die Diskobucht hinaustreiben. In Beibooten werden wir vorsichtig zwischen den Eisbergen hindurch ans Ufer nach Ilulissat geschifft. An den bunten Häuschen, fußballspielenden Kindern und in der Sonne dösenden Schlittenhunden vorbei wandern wir dem Fjord entgegen. Hoch oben am Hügel schaue ich über die mächtigen Eismassen, die sich vor mir in die weiß gesprenkelte Bucht schieben. Ein bisschen fühlt es sich an, als sei man am Ende der Welt. Fast möchte man sich in den Arm zwicken, um sicherzugehen: Ja, ich bin tatsächlich hier. AUF REISEN: Elisabeth Schepe
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Das nächste Mal im Eis wird sich die „MS Europa 2“ im Sommer 2018 aufhalten, wenn es zu einer 19-tägigen Kreuzfahrt unter anderem nach Island und Spitzbergen geht. Die Reise wurde unterstützt von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten
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RESORT
Neue Eleganz in Budapest Mitten im historischen Herz der Stadt wurde vor Kurzem das mondäne Ritz-Carlton Budapest eröffnet Sylvia M. Sedlnitzky — text
inspiriert von den kühlen Farben und den Wasserwirbeln der Donau. Ein elegantes, warmes Setting bietet etwa die Kupola Lounge, in der die geschmackvollen RetroBilder an der Wand sofort ins Auge stechen. Direkt unter der bunten Glaskuppel kann man hier auch ein legeres Frühstück genießen. Ebenfalls im Erdgeschoß angesiedelt ist die Kupola Bar, die mit ihrer todschicken Ausstattung ein weltstädtisches und kultiviertes Ambiente erzeugt und zudem die originale Säulenarchitektur komplettiert. The Ritz-Carlton Club Level befindet sich im achten und neunten Stockwerk des Hauses. Dort kommen Gäste in den Genuss
eines zusätzlichen Refugiums, in dem sie tagsüber mit Concierge-Service und einem kostenfreien kulinarischen Angebot verhätschelt werden. Auch die beiden Hotelrestaurants bieten natürlich mehr als Gulasch & Pörkölt. Hier soll mit spannenden Konzepten die ungarische Gastronomieszene aufgemischt werden. Entspannen können die Gäste nach einem ausgedehnten Stadtspaziergang ganz oben, am Dach des Ritz-Carlton: Dort wurde eine lichtdurchflutete Wellness-Anlage eingerichtet – eine besonders exquisite Alternative zu den zahlreichen traditionellen Thermalbädern von Budapest.
Geschichtsträchtig Das Hotelgebäude wurde im Jahr 1914 erbaut
fotos: ritz carlton budapest
Die Schönheit der ungarischen Hauptstadt ist nicht nur seiner natürlichen Lage zu verdanken; auch in architektonischer Hinsicht ist Budapest eine Schatzkammer – reich gefüllt mit Bauwerken und Monumenten aus Klassizismus, Barock und Jugendstil. Viele der historischen Gebäude mit ihren grandiosen Fassaden wurden in den letzten Jahren saniert. Die „Perle der Donau“, wie die Metropole von den Ungarn liebevoll genannt wird, hat sich nun in eine pulsierende Stadt verwandelt und erstrahlt in neuem Glanz. First-Class-Hotels haben Hochkonjunktur und auch allgemein geht der Trend zu deutlich mehr Komfort und Luxus. Star des Stadtgesprächs ist derzeit das neue Ritz-Carlton in einem denkmalgeschützten Gebäude am Elisabeth-Platz. Von hier aus blickt man bis zur St.-StephansBasilika und erfreut sich der allerbesten Lage der Stadt. Aus den Büroräumlichkeiten einer italienischen Versicherungsgesellschaft von 1914 ist ein imposantes Grandhotel mit 170 Zimmern und 30 Suiten geworden – mit kurzen Wegen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Der architektonische Charme des Hauses oszilliert zwischen Neo-Gründerzeit und Jugendstil. Viele Details blieben erhalten – zum Beispiel die grazilen Statuen an den Außenmauern. Mit dem Interieur hat man für ein gediegen-zeitgenössisches Ambiente gesorgt,
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Budapester Chic Die hoteleigene Kupola Lounge besticht mit ihrem Retro-Ambiente
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GASTROSOPHIE
„Machen wir Dinette!“ Caroline Messensee vom Auktionshaus Artcurial isst leidenschaftlich gern, kocht aber nur, „wenn es unbedingt sein muss“
„Kulinarischer Genuss hat viel damit zu tun, wie der Tisch gedeckt ist. Zumindest für mich, weil ich ein visuell belasteter Typ bin“, sagt Caroline Messensee. Der Tochter des österreichischen Malers Jürgen Messensee scheint der Sinn für Ästhetik schon in die Wiege gelegt worden zu sein. „Mir schmeckt es einfach besser, wenn Essen auf schönen Porzellantellern
daherkommt und wir aus edlen Kristallgläsern trinken“, stellt die 44-Jährige fest. Mit Ästhetik hat es die Kunstgeschichte-Absolventin seit Jahren hauptberuflich zu tun – auch jenseits jeglichen Tellerrandes: Sie startete ihre Karriere in den Pariser Galerien Karsten Greve und Lelong, bevor sie sich als Kuratorin selbstständig machte. Künstlern wie Egon Schiele, Oskar Kokoschka,
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Beste Zutaten. Für Messensee muss beim Essen vor allem die Qualität stimmen
fotos: markus zahradnik
Tischgespräch. Gutes Essen braucht auch gute Konversation, findet Messensee
Richard Gerstl, Herbert Boeckl, Joan Miró, Fernand Léger, Jean Dubuffet oder Georges Braque widmete sie international beachtete Ausstellungen in namhaften Häusern in Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland und auch hierzulande. 2012 stieg die Mutter eines inzwischen sechsjährigen Sohnes beim französischen Auktionshaus Artcurial als Direktorin für zeitgenössische Kunst ein. Obwohl die frankophile Genießerin gerne isst, kocht sie nur, „wenn es unbedingt
sein muss“. „Ich bewundere Leute, die in einer Stunde ein Menü für zehn Gäste herbeizaubern können. Mich stresst schon der Gedanke daran tagelang. Manchmal überlegen wir, was wir wohl abends essen könnten, und beschließen dann: „Heute machen wir Dinette.“ Da wird dann herrliches Baguette zu erlesenen Pasteten, Käse und einem Glas edlem Wein serviert. Am schön gedeckten Tisch, versteht sich, denn „aus dem Papierl haben wir noch nie gegessen“. Die Qualität der Produkte zählt, nicht der Pomp, so Messensee, die dann rasch zum Thema Essen in der Kunst, etwa Manets „Déjeuner sur l’herbe“ oder Picassos Stillleben „Seeigel mit Zitronen“ assoziiert. Apropos Meeresfrüchte: Was ihr, von Frankreich nach Österreich heimgekehrt, wirklich fehlt, sind die Austern. „Die kriegt man während der Saison in Paris an jeder Ecke, so wie hier die Würstel. Ein halbes Dutzend davon und man ist glücklich!“ Was Messensee in Restaurants auffällt? Fein gekleidete Topmanager, die die tollsten Autos fahren, aber nicht wissen, wie man Messer und Gabel hält, und sprachlose Paare, die sich schweigend durch sieben Gänge essen. Dagegen empfiehlt sie ein importiertes Erfolgsrezept: „In Frankreich gibt es bei Tisch vor allem ein Thema: Kultur. Das zwingt einen fast, in jede Ausstellung zu gehen, die neuesten Filme anzuschauen, Bücher zu lesen und angesagte Konzerte zu besuchen, will man in puncto Konversation alle Register ziehen.“ text: Johanna Zugmann
Schön gedeckt. Ästhetik ist der Kuratorin auch bei Tisch wichtig
Frankophil. Über die französische Küche lässt Messensee so schnell nichts kommen
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Wintermärchen zwischen Berg und See Ein unvergesslicher Winterurlaub für das Auge und die Seele im GRAND HOTEL ZELL AM SEE
Im Winter glänzt die majestätische Fassade des GRAND HOTEL ZELL AM SEE mit dem Eis des zugefrorenen Zeller Sees und dem Schnee in den Alpen um die Wette. Eine traumhafte Impression und ein unvergessliches Stück Winterurlaub – für das Auge und die Seele! Das GRAND HOTEL ZELL AM SEE bietet den idealen Ausgangspunkt für sportive oder gemütliche Ausflüge in die Salzburger Bergwelt mit schneesicheren Skipisten und tollen Wintersportangeboten. Sportliche Familien, coole
Snowboarder und Liebespärchen tummeln sich zum Frühstück, um den Tag im Skigebiet Schmittenhöhe zu nutzen. Nichtskifahrer erkunden das Bergstädtchen zu Fuß, mit Schneeschuhen oder mit dem Pferdeschlitten. Nach einem erlebnisreichen Tag entspannt sich’s am besten im Penthouse Spa mit einer modernen Wellness- und Saunawelt. Winterfrischler entspannen bei Massagen und Verwöhnritualen aus aller Welt.
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Advent im Salzkammergut Weihnachtszauber am Christkindlmarkt im Schloss Fuschl Resort & Spa, dem Märchenschloss am Fuschlsee Schlossbar und gehen in ein Dinner im SchlossRestaurant über, beides mit musikalischer Begleitung. Um Mitternacht findet das atemberaubende SilvesterFeuerwerk über dem Fuschlsee statt.
Der Duft von Keksen und Glühwein verschmilzt mit dem knarzenden Geräusch des Schnees unter den Stiefeln. So sehr das Salzkammergut mit seiner Vielfalt im Advent glänzt – der Christkindlmarkt im Schloss Fuschl Resort & Spa ist ein zauberhaftes Erlebnis. Das Märchenschloss am Fuschlsee verbreitet den Geist der Weihnacht mit traditionellen Hütten und romantischen Darbietungen. In der SchlossRemise kann man sich an der Adventausstellung von
Blumen & Garten Design Brandstätter erfreuen. Der Adventmarkt ist vom 12. 11. bis 11. 12. 2016 samstags und sonntags von 14–19 Uhr geöffnet. Nach dem Besuch bietet sich die Winterlounge als Treffpunkt an: Strandkörbe mit Felldecken und Heizstrahlern auf der Seeterrasse mit Blick auf den verschneiten See. Der Heiligabend und Silvester starten im Schloss Fuschl mit einem gemütlichen Empfang an der
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Im 2-Hauben-Restaurant „Das Schick“ trifft österreichische Küche auf spanisches Temperament Hoch über den Dächern der Altstadt in gediegener Atmosphäre speisen, der Blick schweift über die Stadt, die dem Gast buchstäblich zu Füßen liegt … Im zwölften Stock des Hotels Am Parkring verführt das 2-Hauben-Restaurant „Das Schick“ zu Spezialitäten aus der österreichischen Spitzenküche mit einem Hauch Spanien.
schmecken und genießen dazu den beeindruckenden Panoramablick – um € 52,– pro Person (Gedeck: € 3,– pro Person), die passende Weinbegleitung kostet € 28,– pro Person. Exklusiv für Premium-Karteninhaber* von card complete: Vom 4. bis 27. 11. 2016 erhalten Sie die Weinbegleitung zum 4-gängigen „Schick-Menü“ kostenlos! Angebot gültig bei Bezahlung mit Ihrer Karte von card complete. Gültig für max. 4 Personen, nicht kombinierbar mit hotel- und restauranteigenen Gutscheinen. Kennwort: card complete
Das kulinarische Hauptaugenmerk liegt auf der Zusammenführung hochwertiger saisonaler und regionaler Produkte aus Österreich und Spanien zu köstlichen Gaumenfreuden auf höchstem Niveau. Diese länderübergreifende Fusion spiegelt sich auch in der Getränkeauswahl wider: Österreichische und spanische Spitzenweine sowie prickelnder Sekt und feinste Edelbrände aus beiden Ländern runden die Spezialitäten aus der Küche perfekt ab.
Restaurant Das Schick (Hotel Am Parkring), 1010 Wien, Parkring 12, Tel. 01/514 80-417, parkring@schick-hotels.com, www.das-schick.at Öffnungszeiten: Mo–Fr 12–15 Uhr und 18–22.30 Uhr, Sa, So, Feiertag 18–22.30 Uhr
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Luxus für Herbst und Winter Wellness in den Häusern der Falkensteiner „Premium Collection“ verleiht dem Herbst das Attribut „golden“ Wenn die Tage kürzer werden, bricht die Zeit an, in der es heißt, der Kälte, der Nässe und dem Wind mit perfekter Wellness Paroli zu bieten. Im elegantstylishen bis luxuriös-mondänen Ambiente der Fünf-Sterne-Hotels der „Premium Collection“ der Falkensteiner-Gruppe, von Kopf bis Fuß mit Beautyund Wohlfühltreatments umsorgt, lassen sich Herbst und Winter nicht bloß abwehren – viel besser: Hier lassen sich diese Tage genussvoll zelebrieren. Sei es im mondänen Velden am Wörthersee, bei romantischen Strandspaziergängen im jetzt fast schlafenden Jesolo, inmitten der malerischen Hügel von Stegersbach oder mit dem einzigartigen Panoramablick aus der Sauna an der dalmatinischen Küste bei Punta Skala in Kroatien.
Note, mit der der Herbst sein „golden“ und der Winter das „still“ zu Recht tragen. „Premium Collection“ steht bei Falkensteiner für Wohlfühlen in seiner feinsten, reinsten und schönsten Form. Exklusiv für Premium-Karteninhaber* von card complete: Bei Buchung eines Zimmers in einem der Häuser der Falkensteiner „Premium Collection“ für drei oder mehr Nächte erhalten Sie einen SPA-Voucher in der Höhe von € 30,–. Angebot gültig bis März 2017 auf Anfrage und nach Verfügbarkeit bei Bezahlung mit Ihrer Karte von card complete. Kennwort card complete
Die Falkensteiner „Premium Collection“ – das Schlosshotel Velden, das Hotel & Spa Jesolo, das Balance Resort Stegersbach und das Hotel & Spa Iadera bei Zadar – verleiht dem Herbst und dem Winter jene
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WINTERFEST
Spektakel Vergangenes Jahr stellten 267 inter nationale Galerien in Miami aus
Schlaflos in Miami Mitteleuropäische Kunstliebhaber, die die Sonne lieben und den aus Punschständen und Lautsprechern strömenden Adventzauber hassen, fliehen am besten nach Florida. Die Art Basel Miami Beach, die 2016 vom 1. bis 4. Dezember zu sehen sein wird, ist eine der wichtigsten Messen für zeitgenössische Kunst. 2002 ging die 1970 gegründete Art Basel erstmals über den großen Teich. 269 führende Galerien aus aller Welt werden dort heuer mit eigenen Ständen vertreten sein und Künstler, Sammler, Museumdirektoren und Journalisten anziehen. Aber nicht nur
auf der Show selbst ist „Sehen und gesehen werden“ angesagt: Bei der Art Basel Miami Beach reiht sich eine Party an die nächste. 2015 war Hollywood-Star Sylvester Stallone nicht nur mit einem Bild am Stand der Zürcher Galerie Gmurzynska vertreten, sondern verlieh deren Dinnerparty auch besonderen Glanz durch persönliches Erscheinen. Zur diesjährigen Show hat sich gar Madonna höchstpersönlich angekündigt. Für den Wiener Unternehmer und privaten Kunstsammler Michael Satke sprechen eine ganze Reihe guter Gründe für eine Reise
nach Miami. „Während der Messe, bei der auch Private ihre Häuser öffnen, erhält man Zugang zu Sammlungen, die sonst nie zu sehen sind. Neben der offiziellen gibt es jede Menge hochspannender Parallelveranstaltungen mit Ausstellungen junger Künstler“, so Satke, „und außerdem ist die Messe ein fröhliches Unternehmen, weil in ganz Miami ununterbrochen zu Empfängen, Partys und Cocktails geladen wird.“ Es empfiehlt sich, ausgeruht anzukommen, denn vor Ort gilt wohl das Motto „Schlaflos in Miami“. text: Johanna Zugmann
foto: art basel
Die Art Basel zieht Anfang Dezember wieder an den Strand
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Puradies präsentiert:
Echte handwerkskunst
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in Barbesuch in Asien hat Michael Madreiter inspiriert – welche Idee dem Leoganger Hotelier auf seiner Reise gekommen ist, wird demnächst in seinem Heimatort zu sehen sein. Bis Dezember 2016 wird aus dem „Steinalmdorf Embachhof“ am Fuße des Asitz das PURADIES. In dem neuen Viersterne-Resort bahnt sich eine architektonische Sensation an: Die Bar & Lounge „Freiraum“ wird international Maßstäbe setzen. Aus 16.000 Eichenholzwürfel lässt der innovative Hotelier ein durchgehendes Sitzmöbel bauen, in dem Lounge, Bar, Kunstobjekt und Wendeltreppe ineinander verschmelzen. Über 4,5 Meter hoch und 40 Meter lang ist das aufsehenerregende Objekt. Ein 3,5 Tonnen schwerer Baldachin, von der Decke abgehängt, krönt das Design-Highlight. Familie Madreiter hat weder Kosten noch Mühen gescheut, ein in Österreich – und wahrscheinlich in ganz Europa – einzigartiges Projekt umzusetzen. Nach langer Suche konnte ein Profi für die schwierigen Fräsarbeiten der Würfel aus Eichenholz gewon-
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nen werden. Ein zweistöckiger Neubau aus vorwiegend Glas wird die Kulisse für das neue Bar erlebnis bilden. Dies lässt die Berge in der Abendsonne in der Lounge leuchten. Ein luftig-leichtes, freies Ambiente gibt den Raum zum Chillen, Verkosten, Philosophieren und Luftschlösser Bauen. Eine Bibliothek und eine Raucherlounge werden ebenfalls Teil der Bar & Lounge „Freiraum“ sein. Damit noch nicht genug: Familie Madreiter schafft bis zum Start der nächsten Skisaison mit dem PURA-
DIES eine Welt für sich. Aussteiger aus dem Alltag können sich auf ein einzigartiges Resort in den Bergen freuen, das das pure Leben in den Mittelpunkt stellt. Knapp 60 neue Suiten und Familiensuiten für zwei bis sechs Personen entstehen in natürlichem Design, das die Sinne zur Ruhe kommen lässt. Dazu kommen das Heaven SPA, innovative Restaurants, eine Pralinenmanufaktur und eine Greisslerei sowie die 14 bestehenden, heimeligen Chalets. Das PURADIES wird zu einem Rückzugsort auf Premium-Niveau. Österreichs größtes Skigebiet Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn liegt direkt vor der Haustür. „Ski in Ski out“ vom Feinsten dürfen die Skifahrer erwarten.
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