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Anzeiger 7/8/19

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7–8 2019

anzeiger

Das Magazin für die österreichische Buchbranche

Jacks Vermächtnis

Kinder- und Jugendbuch

Kein Richter des Vaters

Warum Jack Unterwegers Biografien­ für Wirbel in der Buchbranche­ sorgen­– und was zu tun ist

Die besten Neuerscheinungen für junge Bücherfans von Bilderbüchern bis Romanen für jedes Alter

Der kroatische Autor Slobodan Šnajder über „Die Reparatur der Welt“ und den Zerfall Jugoslawiens

Schon wieder ein Schauspieler ... aber weil dieser Roman richtig gut ist, haben wir ihn trotzdem gemacht – obwohl Andreas Kiendl Schauspieler ist. Das wollten wir Ihnen nur kurz sagen. © emrahkarakoc - istock.com

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Mensch, Kultur, Region


Basiswissen leicht erklärt – 154. Jahrgang –

„Wir haben neue Services für HVB-Mitglieder eingeführt!“ Gustav Soucek

N

och vor und im Sommer 2019 haben wir neue Services eingeführt. Für HVB-Mitgliedsverlage gibt es beispielsweise die Möglichkeit, sich an IPR License zu beteiligen. Einem vollumfassenden internationalen Marktplatz der Verlagsbranche für Rechte und Lizenzen, gegründet 2012 von der Frankfurter Buchmesse. HVB-Mitglieder nutzen ermäßigte Zugänge und technischen Support. Für HVB-Mitgliedsbuchhandlungen gibt es eine neue Kooperation mit Screen-Ad, bei Nutzung kann man damit bis zu 600 Euro Umsatz machen und erhält gratis Werbespots. Näheres lesen Sie dazu auch im Heft auf Seite 7. Zusätzlich bieten wir seit Kurzem unsere Bestseller-Liste, DIE offizielle Verkaufsliste Österreichs, im ­Posterformat A3 zum kostenfreien Download im Mitgliederbereich auf www.buecher.at an. Und für alle Mitglieder haben wir auf der Homepage und im wöchentlichen Newsletter eine neue Rubrik „Quergelesen“ eingeführt, wo wir relevante Berichte über die Buchbranche für Sie sammeln und mittels Link abbilden.

F O T O : K A T H A R I N A F. R O S S B O T H

In dieser Ausgabe widmen wir uns einem brisanten Thema: Wie umgehen mit einem Buch, das aus dem Verkehr gezogen wird? Welche Folgen hat das für alle Beteiligten – von dem Verlag über die Auslieferung bis zum Buchhandel. Der Fall Unterweger wirft Fragen auf, die wir im anzeiger beantworten (ab S. 10). In der Rubrik der Mitglieder-Porträts stellen wir Ihnen den Antiquar Stefan Nebehay­, Literaturmanagerin Doris Lind, Buchhändlerin Andrea Lhotzky und Verleger Peter Engelmann vor (ab S. 28). Im Gespräch mit Erich Klein erzählt der Schriftsteller Slobodan Šnajder über seinen Roman „Die Reparatur der Welt“, die Beziehung zu seinem Vater und die Auseinandersetzung mit dem Zweiten Weltkrieg (ab S. 32). Wir wünschen Ihnen einen entspannenden und angenehmen Sommer – ich freue mich auf ein Wiedersehen, -hören, -lesen ab dem nächsten anzeiger im September.

Gustav Soucek

Jetzt als t Gesamtpake erhältlich! Ingrid Andreas Kochbuch ohne Rezepte Band 1– 4 Um die vielen Geheimnisse hinter den Rezepten geht es in der Reihe „Kochbuch ohne Rezepte“: Im Fokus steht all das, worauf man beim Kochen immer achten sollte, was aber in herkömmlichen Kochbüchern nicht zu finden ist. Band 1, Küchenpraxis ISBN 978-3-7025-0913-2, € 27,– Band 2, Mehl, Milch & Ei ISBN 978-3-7025-0914-9, € 27,– Band 3, Obst & Gemüse ISBN 978-3-7025-0915-6, € 27,– Band 4, Fisch & Fleisch ISBN 978-3-7025-0916-3, € 27,– Set ISBN 978-3-7025-0917-0, € 99,–

HVB-Geschäftsführer

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Lesen Sie uns kennen. www.pustet.at

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– Inhalt –

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Wie der Fall Jack Unterweger die Buchbranche betrifft – und wie alle Beteiligten am besten agieren

Literaturmanagerin und Lektorin Doris Lind über ihren Weg in die Branche

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16

Die lustigsten und spannendsten Kinder- und Jugendbücher im Herbst

Der kroatische Autor Slobodan Šnajder über „Die Reparatur der Welt“ und den Zerfall Jugoslawiens

Herausgeber: Hauptverband des Österreichischen Buchhandels/ISSN 0003-6277, Grünangergasse 4, 1010 Wien, T: +43 1/512 15 35, www.buecher.at Geschäftsführung: Gustav Soucek Aboverwaltung: Doris Klinda, DW 14, klinda@hvb.at Medieninhaber, Konzept, Redaktion und Produktion: Falter Verlags­gesellschaft m. b. H., Bereich Corporate Publishing, Marc-Aurel-Straße 9, 1011 Wien, T: +43 1/536 60-0, E: magazine@falter.at, www.falter.at  Chefredaktion: Christian Zillner, DW 926, Teresa Preis, DW 812 Geschäftsführung: Siegmar Schlager  Anzeigenleitung: Sigrid Johler, DW 952, johler@falter.at  Die Offenlegung gem. § 25 Medien­gesetz ist unter www.falter.at/offenlegung/falter-verlag ständig abrufbar Herstellung: Print Alliance HAV Produktions GmbH.

KURZ GESAGT

5

Social Media in der Buchhandlung Wie Bestellungen und Austausch in den sozialen Medien stattfinden

HVB-MITGLIEDER IM PORTRÄT

28

Stefan Nebehay Antiquariat Ingo Nebehay Doris Lind Literaturmanagement Lind Andrea Lhotzky Lhotzkys Literaturbuffet Peter Engelmann Passagen Verlag

WISSENSWERT

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Kurzmeldungen Ö1 Buch des Monats, Leo-PerutzPreis, Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, Goldenes Buch, ScreenAd-Partnerschaften, HVB-Ehrenmitgliedschaft, KNV: News, Klimapositiv drucken, Bachmannpreis, mediakolleg

ESSENZIELL

10

Jacks Vermächtnis

Warum Jack Unterwegers Biogra­ fien für Wirbel in der Buchbranche sorgen

SELBSTREDEND

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Slobodan Šnajder Im Gespräch mit Erich Klein

35

Kontinent Kinderbuch Schönes Wissen

KURZ VOR SCHLUSS

37

Gastkommentar

SCHWERPUNKT

16

Neu im Kinder- und Jugendbuch Umweltthemen, Hundewünsche und Superheldinnen. Die neuen Entdeckungen für junge Bücherfans

KLASSIKER

27

Neu entdeckt Annemarie Selinko

Geschäftsführer Jürgen Sild erklärt, warum die Bestattung Wien den Leo-Perutz-Preis unterstützt

STANDARDS TITELSCHUTZ  8 MONATSBESTSELLER  24 MONATSBESTENLISTEN  26 BUCHTERMINE  38

I L L U S T R AT I O N E N : G E O R G F E I E R F E I L , R O C I O B O N I L L A U N D O R I O L M A L E T F O T O S : S T E F A N K N I T T E L , M A R I O N L U T T E N B E R G E R

IMPRESSUM

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– Kurz gesagt –

Social Media in der Buchhandlung? WIE BESTELLUNGEN UND AUSTAUSCH IM BUCHHANDEL IN DEN SOZIALEN MEDIEN STATTFINDEN

F O T O S : P R I VA T, J O S E F K R P E L A N , K A T H A R I N A R O S S B O T H

Perfekt sitzende Buchempfehlungen „Liebe Bücher-Freunde und -innen!“ So begrüßen wir regelmäßig die Abonnenten unseres Newsletters, den Käpt’ns Notizen. Dieses Kommunika­ tionsmittel (per E-Mail) und die Rück­ meldungen darauf sind am persön­ lichsten – und in meiner Erfahrung Beatrice auch die zuverlässigsten, zum Beispiel Baumann, bei der Anmeldung für eine Lesung Büchersegler in oder einen Workshop. Wir nutzen Graz aber auch Facebook für Ankündigun­ gen und Neuigkeiten von Deck der Buchhandlung. Buchtipps der Kapitänin und Crew sind im Newsletter direkt mit dem Zugang zum Onlineshop verlinkt. Kunden bringen aber auch oft ausgerissene Zeitungsartikel und handschriftliche Notizen mit Gedanken zu einem Buch, das sie inspiriert hat, mit ins Geschäft, um das gewünschte Buch zu bestellen. Buchwünsche erreichen uns nach wie vor auch per Telefon oder WhatsApp. Per WhatsApp zuletzt, als die großartige Biografie von Marina Abramović von einer Kundin ausgelesen war, deren sehnlicher Wunsch ein weiteres Buch dieses Kalibers war. Dann kommt der große Moment für perfekt sitzende Buchempfehlungen!

„Buchtipps der Kapitänin und Crew sind im Newsletter direkt mit dem Zugang zum Onlineshop verlinkt“ Beatrice Baumann

Unkompliziert und serviceorientiert Ich habe für das Buchcafé Me­ lange eine Website mit Bestell­ formular und eine eigene BestellMailadresse eingerichtet, über die meine Kundinnen und Kunden bestellen können. Facebook und Instagram nutze ich ebenso, und vor allem über Facebook bestellen Romana Ledl, einige Kunden sehr gerne. Buchcafé Ich wurde am Anfang immer wie­ Melange in Wien der gefragt, welcher Weg mir am liebsten sei, und ich sage dann immer, jede Bestellung, die bei mir landet, ist mir die liebste – ich mache da kei­ nen Unterschied, ob jemand anruft, vorbeikommt, ein E-Mail schreibt oder über Facebook anfragt. Ich möchte die Kunden dort erreichen, wo sie unterwegs sind. Da mache ich keine Vorgaben, auch wenn es vom Handling her manchmal einfacher wäre, alles nur auf einem Weg zu bekommen. Die meisten freuen sich, dass es so un­ kompliziert funktioniert, und das sehe ich als Service, den ich gerne anbiete.

„Die meisten freuen sich, dass es so unkompliziert funktioniert, und das sehe ich als Service, den ich gerne anbiete“ Romana Ledl

Infos über Veranstaltungen oder Buchpromotionen Seit 2010 ist HEYN intensiv auf Face­ book vertreten, mit Infos über Veran­ staltungen, Aktivitäten von uns oder Buchpromotion. Ebenso seit 2010 in­ formieren und animieren wir unsere Kundinnen und Kunden via Newslet­ ter-Service. Derzeit werden etwa sechs­ Helmut Zechner, mal im Monat 14 unterschiedliche Ziel­ Buchhandlung gruppen bespielt. Twitter wird immer HEYN in weniger, Instagram dafür in Zukunft Klagenfurt intensiver von uns bespielt werden. Di­ gital bestellt wird via Webshop, per EMail, und immer wieder erreichen uns Bestellungen auch über Facebook. Messengerdienste wie WhatsApp nutzen wir nicht.

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– Wissenswert –

Ö1-Monatsbuch Die Neuausgabe von Ralph Ellisons Roman „Der unsichtbare Mann“ (Aufbau Verlag) ist das Ö1 Buch des Monats Juli. Ein Schlüsseltext zum Thema Rassismus in den USA, der im Original 1952 erschienen ist und nicht an Relevanz verloren hat. Es sei „einer der wichtigsten Romane der US-amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts, der nun in einer überarbeiteten Übersetzung für das deutschsprachige Publikum wieder zugänglich ist“, so die „Ex Libris“-JuryBegründung. Das Ö1 Buch des Monats ist eine neue, exklusive Aktion für HVB-Buchhandlungen in Kooperation mit dem Radiosender Ö1. Der Siegertitel wird monatlich von der „Ex Libris“-Redaktion ausgewählt und in der Sendung besprochen.

Das Ö1 Buch des Monats im Juli

Krimi-Melange: Die Perutz-Preis-Shortlist 5 Kriminalromane sind im Rennen für den Wiener Krimipreis Wien und der Tod passen zusammen wie Melange und Sachertorte. Fünf Titel umfasst die Shortlist für den Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2019: Alex Beer – Der dunkle Bote (Limes) Anne Goldmann – Das größere Verbrechen (Ariadne) Beate Maly – Mord auf der Donau (Emons) Melanie Raabe – Der Schatten (btb) Heinrich Steinfest – Der schlaflose Cheng (Piper) Mit dem Leo-Perutz-Preis sollen Kriminalromane ausgezeichnet werden, deren Qualität und literarischer Anspruch an den namensgebenden Literaten erinnern und

Wien-Bezug haben. Wer den Preis am Ende bekommt, wird erst am Abend der Preisverleihung am 5. November in der Wienbibliothek im Rauthaus bekannt gegeben. Wer ihn bekommt, entscheidet eine Jury, diesmal mit Jury-Sprecherin Sylvia FasslVogler, Michael Kratochvil, Fritz Lehner­ (Leo-Perutz-Preisträger 2018), Doris Reiserer-Kraus und Elisabeth Schippel. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird jährlich von der Kulturabteilung der Stadt Wien und dem HVB vergeben – in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal. Unterstützt wird der Preis von der Bestattung Wien (siehe Gastkommentar auf Seite 37). Man darf, im wahrsten Sinn des Wortes, gespannt sein!

Zum Goldenen Buch bewegen Manuela Macedonias „Beweg dich!“ bekam die Auszeichnung für 15.000 Bücher

Ehrenkreuz Verleger (Breitschopf Verlag) und HVB-Mitglied Julius P. Breitschopf­wurde mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst gewürdigt. Bundespräsident Alexander­Van der Bellen hat die Ehrung auf Antrag des Bundesministers für EU, Kunst, Kultur und Medien an Breitschopf verliehen. Übergeben wurde das Ehrenkreuz für Breitschopfs Verdienste von der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna­ Mikl-Leitner.

N. Brandstätter, M. Macedonia, T. Zehetner Autorin Macedonia freute sich über den ganzheitlichen Prozess: „Dieser Preis zeigt, dass ich die Menschen, für die ich das Buch geschrieben habe, erreichen konnte, sie meine Botschaft empfangen haben und die Bedeutung von Bewegung für unseren Körper, aber auch für unseren Geist erkennen. Ich freue mich sehr darüber!“

FOTO: NLK PFEIFFER, THALIA

Julius Breitschopf und Johanna Mikl-Leitner

Das aktuelle Buch der Neurowissenschaftlerin Manuela­Macedonia „Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke“ (Brandstätter) wurde schnell zum Bestseller – und die Autorin nun entsprechend geehrt. Am 26. Juni wurde Macedonia das Goldene Buch für mehr als 15.000 verkaufte Exemplare vom Hauptverband verliehen. HVB-Geschäftsführer Gustav­ Soucek übergab die goldene Buchspange. Verleger Nikolaus Brandstätter freute sich über den Effekt des Buches: „Manuela Macedonia ist mit ihrem Buch ein Bestseller gelungen, der viele Menschen für dieses Thema sensibilisiert und hoffentlich auch motoviert hat, Sport in den Alltag zu integrieren.“ Auch Thomas Zehetner, Geschäftsführer von Thalia­Österreich, geht mit diesem Trend. „Das Aufgreifen gesellschaftsrelevanter, mitunter auch kritischer Themen ist uns ein sehr großes Anliegen“, so Zehetner. Für ihn besonders schön: Etwa die Hälfte der Auflage wurde in den Thalia-Filialen verkauft.

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– Wissenswert –

Mit Leuchtreklame verdienen

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Exklusive Screen-Ad-Partnerschaften für HVB-Mitgliedsbuchhandlungen Es ist für die Branche ein neues Feld, das die Firma Screen-Ad mit Kooperationen im Buchhandel öffnen möchte. HVB-Mitgliedsbuchhandlungen können exklusiv eine kostenfreie Screen-Ad-Partnerschaft eingehen. Das System dahinter ist simpel: Screen-Ad präsentiert Werbespots auf HD-Bild­ schirmen in Schaufenstern. Dafür erhalten die Unternehmen im Gegenzug eine Mietpauschale und die Schaltung von Eigen­werbung an Standorten in ganz Österreich. „Wir haben einen breiten Mix von Branchen als Screen-Ad-Partner. Die wesentlichen Auswahlkriterien sind die Lage des Geschäftslokals, also Standorte mit hohen Frequenzen, besonders an Verkehrsknotenpunkten, sowie natürlich die Branche“, erklärt Harald Guzdek von Screen-Ad. Für ihn ist der Buchhandel ein idealer Partner: „Einerseits, weil Buchhändler und Buchhändlerinnen die Screens hervorragend für Neuerscheinungen oder Lesungen

HVB-Mitgliedsbuchhandlungen können ab sofort Screen-Ad-Partner werden

verwenden können, zum anderen ist der Buchhandel natürlich eine Klasse für sich.“ Ein zentraler Punkt: Mitbewerber werden auf den Screens im eigenen Geschäft nicht ­ausgestrahlt, man wirbt also nicht

ungeplanterweise für eine andere Buch­ handlung. An welchen Standorten in ganz Österreich die eigenen Werbespots laufen, können sich Partner-Buchhandlungen aus einer wachsenden Liste aussuchen, mit dabei sind auch Screens in Bussen. Die Geräte werden von Screen-Ad geliehen und somit auch von deren Seite gewartet, auch sonst warten keine versteckten Aufwände: „Der finanzielle Aufwand der Buchhändler und Buchhändlerinnen beschränkt sich rein auf die Stromkosten. Und diese sind sehr überschaubar. Ansonsten entstehen keine Kosten“, betont Harald Guzdek. Buchhandlungen bekommen also die Möglichkeit, für kostenlose Werbeschaltungen und zusätzliche Einnahmen – dafür geben sie Platz im Schaufenster. Bei Interesse an einer Screen-Ad-Partner­schaft wenden Sie sich bitte an HVB-Geschäftsführer Gustav Soucek unter soucek@hvb.at.

Die Gemeinsam lesen-Medien von Buchklub und Jugendrotkreuz Ab Herbst bringen der Österreichische Buchklub der Jugend und das Österreichische Jugendrotkreuz ein gemeinsames Angebot für Schulen heraus. 70 Jahre Erfahrung und Kompetenz in Leseförderung und humanitärer Bildung werden im gemeinsamen Projekt gebündelt. Unter der Dachmarke „Gemeinsam lesen“ gibt es kindgerechte Leseförderung mit Zeitschriften und Büchern in einem Paket! Die Medien Die Bücher machen, wie es sich bereits im vergangenen Schuljahr bewährt hat, mit Geschichten aus fünf aktuellen Kinderbüchern Lust aufs Lesen. Bei der Auswahl der Kinderbücher im jeweiligen „Mein Buch“ wird besonderes Augenmerk auf die Vielfalt der Themen ge-

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legt: sie sollen Buben und Mädchen ansprechen, sowohl erzählende Literatur als auch Sachbücher umfassen und, durch die Übungen und Impulse in den Büchern und online, Leseanreiz schaffen. Die Zeitschriften des Gemeinsam lesen-Pakets bieten eine Vielfalt an Textsorten für alle Leseinteressen und trainieren an Hand der Texte Lesetechniken und Lesestrategien. Dieses Angebot hat auch das Bildungsministerium überzeugt, welches das „Gemeinsam lesen“Programm per Erlass für den Einsatz im Unterricht empfiehlt. Vorbestellung, Blätterversionen und begleitende Impulse von Hallo Schule!, Meine Welt und Lese Express für die Primarstufe und Space und Spot für die Sekundarstufe gibt es unter www.gemeinsamlesen.at und www.buchklub.at.

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– Wissenswert –

HVB-Ehrenmitgliedschaft

KNV: News

Heinrich Riethmüller wurde im Rahmen des Dreiländertreffens gewürdigt

Deutschlands größtes Buchlogistik-Unternehmen Koch, Neff und Volckmar (KNV) wurde neu übernommen und damit gerettet: Das Berliner Familienunternehmen Zeitfracht erwarb die gesamte KNV-Gruppe in Abstimmung mit Insolvenzverwalter Tobias­Wahl. Alle drei Standorte und Arbeitsplätze (rund 1.600) sollen erhalten bleiben. Die bisherigen Geschäftsführer Thomas­Raff und Jens Neuner bleiben weiterhin im Amt. Der geschäftsführende Gesellschafter Oliver Voerster und Bertram Feuerbacher scheiden aus der Geschäftsführung aus. Doch auch kleine Verlage sollen aufatmen können: Zeitfracht-CEO Wolfram SimonSchröter sprach gegenüber dem Branchenmagazin Börsenblatt von einer Beteiligung an einem Ausgleichsfonds für kleinere Verlage, die aufgrund der KNV-Insolvenz finanzielle Verluste erlitten haben. Außerdem seien neue Produkte, die das Logistikzentrum in Erfurt auslasten sollen, und brancheninterne Kooperationen geplant. Die Insolvenzverfahren für sechs der sieben KNV-Gesellschaften läuft seit Mai.

Einmal im Jahr kommen die Vorsitzenden des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels (HVB), des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbands zum Austausch aktueller Branchenthemen zusammen. Beim diesjährigen „Dreiländertreffen“ in der Salzburger Gemeinde Fuschl am See wurde der langjährige Vorsteher des Börsenvereins­, Heinrich­Riethmüller, mit der Ehrenmitgliedschaft des HVB geehrt. Eine solche Auszeichnung vergibt der Verband laut Statuten nur für „langjährige besondere Leistungen und herausragendes Engagement für die Buchwirtschaft und den HVB. Sie kann nur an nationale und internationale Persönlichkeiten mit hohem Ruf verliehen werden.“ Heinrich Riethmüller ist ein deutscher Buchhändler und geschäftsführender Gesellschafter der Osianderschen­Buchhandlung in Tübingen. Schon seit 2001 engagiert sich Riethmüller ehrenamtlich für die Buchbranche. Erst war er bis 2007 Vorsitzender der

Arbeitsgemeinschaft­Wissenschaftlicher Sortiments- und Fachbuchhandlungen (AWS) und danach bis 2012 Vorsitzender des Sortimenter-Ausschusses des Börsenvereins. Seit 2013 ist er außerdem Vorsteher des Börsenvereins – und hat damit das äquivalente Amt zu HVB-Präsident Benedikt Föger. Sechs Jahre lang amtierte Riethmüller in dieser Position, mit Herbst dieses Jahres legt er sein Amt zurück.

Klimapositiv

Bachmann-Preis für Birnbacher

Titelschutzmeldungen

Die Salzburger Autorin überzeugte beim jährlichen Wettlesen in Klagenfurt Drei Tage und 15 Lesungen: Die 43. Tage der deutschsprachigen Literatur brachten „ein gutes Jahr“, wie Jury-Sprecher Hubert Winkels in seiner Abschlussrede betonte. Die Salzburger Autorin und Soziologin Birgit Birnbacher gewann den renommierten Bachmann-Preis, der mit 25.000 Euro dotiert ist. Die weiteren Preisträgerinnen und Preisträger sind Leander Fischer (Deutschlandfunk-Preis), Julia Jost (KELAG-Preis), Yannic Han Biao Federer (3sat-Preis) und Ronya Othmann (BSK-BankPublikumspreis). Mit einer Titelschutzmeldung im anzeiger ist Ihr Buchtitel für sechs Monate bis zum Er­schei­nungs­datum geschützt. Ihre Titel­schutz­meldung ist mit Ihrer Nennung nach kurzer Überprüfung über www.buecher.at abrufbar und erscheint in der ­darauffolgen­den Ausgabe des anzeigers. Titel melden können Sie auf www.buecher.at/titelschutz oder per E-Mail an Doris Klinda unter klinda@hvb.at.

FOTO S: C L AU S S ET Z E R, J O HA N N E S P U C H

Der Trend zu nachhaltiger Produktion in der Verlagsbranche geht weiter. Der Tiroler Löwenzahn­Verlag verzichtet bei seinen Büchern nicht nur auf Plastikfolie. Der ganze Prozess soll ohne Abfallprodukte ablaufen. Gemeinsam mit dem Druck- und Kommunikationshaus Gugler werden die Löwenzahn-Titel ab sofort klimapositiv gedruckt. Dafür wird mit dem sogenannten „Cradle to Cradle“-Standard gearbeitet, einem sehr hohen Ökodruckstandard. Löwenzahn gehört damit zu den ersten Verlagen, die dieses Niveau­an Nachhaltigkeit in ihrem Programm umsetzen.

HVB-Ehrenmitglied Heinrich Riethmüller

Birgit Birnbacher (Mitte) bekam den Bachmann-Preis für ihren Text „Der Schrank“ Die gleichzeitige Schaltung von mehreren Titelschutzmeldungen ist besonders günstig: Bis zu drei Titel pro Ausgabe gibt es exklusiv für HVB-Mitglieder* um nur € 80,–/6 Titel € 110,– und bis zu 12 Titel um nur € 210,–. Doris Klinda berät Sie gern unter klinda@hvb.at, Tel. 01/512 15 35 DW 14. (*Nichtmitglieder zahlen das Doppelte, alle Preise zzgl. 5 % Werbeabgabe und 20 % MwSt.)

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– Wissenswert –

mediakolleg ■  Mit Bloggern strategisch zusammenarbeiten: So schaffen Sie Aufmerksamkeit für Ihre Themen und Produkte.

Eventmarketing im Buchhandel

Influencer-Marketing

■  Instagram

F O T O : U N S P L A S H / E R I C L U C AT E R O

16. September, 9.30–17 Uhr ■ Rechtliche GrundkenntKombipreis nisse für die Nutzung von mit Bildern in Büchern – und „Medienrecht“ ab € 370,– für deren Bewerbung, auch im Web. Bildrechte 17. September, 9.30–15.30 Uhr Buchen Sie auch das Seminar „Medienrecht in der Verlagsbranche“ am 3. 10. und profitieren Sie vom Kombipreis: € 370,– für HVB-Mitglieder und € 450,– für Nichtmitglieder! ■  Buchhandel ist mehr als nur Bücher verkaufen: Veranstaltungen in der Buchhandlung können ein wirkungsvolles Mittel der Kundenbindung sein.

18. September, 9.30–17 Uhr Stories, Podcasts, Chatbots: Die Nutzung neuer Kanäle und die Umsetzung neuer Maßnahmen bergen Potenziale in sich, bedeuten aber auch Risiken. Trends in der Online-Kommunikation 30. September, 10–14 Uhr ■ Grundlegende

betriebswirtschaftliche Kenntnisse für all jene, die sonst nahe am Text arbeiten. So können Verlagsprojekte besser geplant und Erlöse optimiert werden. BWL-Know-how für das Lektorat

1. Oktober, 9.30–17 Uhr

Medienrecht in der Verlagsbranche

Kombipreis mit „Bildrechte“ ab € 370,–

3. Oktober, 9.30–15.30 Uhr Buchen Sie auch das Seminar „Bildrechte“ am 17.  9. und profitieren Sie vom Kombipreis: € 370,– für HVB-Mitglieder und € 450,– für Nichtmitglieder! Die Seminare finden in der Bibliothek des Palais Fürstenberg im 1. Stock statt. Grünangergasse 4, 1010 Wien Kosten: € 220,– (HVB-Mitglieder)/€ 270,– Kontakt: Lesley Kirnbauer, 01/512 15 35 24, kirnbauer@hvb.at

■ Rechtliche Grundkenntnisse und Tipps für die Nutzung von („neuen“) Medien bei der Bewerbung und Kommunikation eines Verlags.

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– Essenziell – Werknutzungsrechte

Jacks Vermächtnis WARUM JACK UNTERWEGERS BIOGRAFIEN FÜR WIRBEL IN DER BUCHBRANCHE SORGEN. UND WIE MAN SICH DURCH EINE KLÄRUNG DER RECHTE IM VORAUS SCHÜTZT Text: Elisabeth Stuppnig Illustrationen: Georg Feierfeil

B

iografien zu schreiben und zu veröf­ fentlichen ist nicht verboten, da die Lebensgeschichte eines Menschen keinen Urheberrechtsschutz genießt. Trotz­ dem sorgt das Prozesstagebuch des Mörders Jack Unterweger nun nach dem Erscheinen für Wirbel in der Buchbranche: Der Wiener Anwalt und Verteidiger Unterwegers ­Georg Zanger klagt wegen der Verletzung von Werk­nutzungsrechten auf Unterlassung der weiteren Verbreitung. Im Fall einer Biogra­ fie sollte also vor der Veröffentlichung die Rechtesituation­genau geklärt werden. ÜBERTRAGENE WERKNUTZRECHTE Er hielt die österreichische Justiz über viele Jahre auf Trab: Johann „Jack“ Unterweger,

verurteilter Frauenmörder und mutmaß­ licher Serienmörder, der sich schließlich in seiner Zelle erhängt hat. Zu dieser Zeit war die damalige Rechtsanwaltsanwärterin ­Astrid Wagner seine Geliebte. Sie schrieb zwei Bücher über ihre Gefühle für ihn, die beide im Seifert Verlag erschie­ nen sind. Ihr letztes Buch „Ich habe wie eine Ratte gelebt“, hat das Prozesstagebuch von Unterweger zum Inhalt. Es ist nun zum Streitobjekt gleich mehrerer Urheberrechts­ prozesse geworden. Georg Zanger geht nicht nur gegen die Autorin und den Buchverlag, sondern auch gegen mehrere Buchhandlungen vor: Zan­ ger hatte Unterweger im Strafprozess ver­ teidigt. Ihm, Zanger, so meint er, seien zu

dessen Lebzeiten von Unterweger selbst alle Werknutzungsrechte­übertragen worden. FRAGLICHE VERTRIEBSBERECHTIGUNG Jack Unterweger wurde am 28. Juni 1994 in Graz wegen neunfachen Prostituiertenmor­ des zu lebenslanger Haft ver­urteilt. In zwei Fällen reichte es nicht für einen Schuld­ spruch. Über jedes Prozessdetail führte Unterweger­damals Tagebuch. In der Nacht nach dem Urteil erhängte er sich in seiner Gefängniszelle. Der Schuld­ spruch wurde somit nie rechtskräftig. Astrid Wagner, heute Anwältin, war damals Rechts­ praktikantin am Grazer Landesgericht. Sie war von Unterweger, der als „Häfenliterat“

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– Essenziell – Werknutzungsrechte

galt, fasziniert und besuchte ihn häufig in der U-Haft. Damals vertraute Unterweger Astrid Wagner Fotos, Briefe und Schriftstücke an, darunter auch sein Prozesstagebuch. Ein Vierteljahrhundert lagen die Aufzeichnungen zwischen Akten. Nun, 25 Jahre nach dem Selbstmord Unterwegers, hat Wagner die Tagebücher zu einem Buch zusammengefasst und veröffentlicht. „Ich habe wie eine Ratte gelebt“ lautet der im Seifert Verlag erschienene Titel der Publikation, deren weiterer Vertrieb nun unterbunden werden soll. Der Seifert Verlag­ hat bis zur rechtskräftigen Klärung des Rechtsstreits den Verkauf von „Ich habe wie eine Ratte gelebt!“ebenso gestoppt wie den, 2014 ebenfalls von Wagner verfassten, Titel „Verblendet­“. Die Gerichte werden nun zu klären haben, ob die Werknutzungsrechte am Prozesstagebuch­von Jack Unterweger seinem ehemaligen Strafverteidiger Georg Zanger oder aber seiner Ex-Geliebten Astrid­ Wagner zustehen. Wird Wagner Recht gegeben, können die beiden, mittlerweile aus dem Verkehr gezogenen, Bücher wieder weiter­über den Buchhandel­vertrieben werden

WICHTIG FÜR VERLAGE UND BUCHHÄNDLER: RECHTE KLÄREN Die Frage, die vom Gericht geklärt werden muss, lautet also: Bei wem liegen die Rechte wirklich? Mehrere Punkte fallen dabei ins Gewicht: Grundsätzlich ist die Biografie jedes Menschen frei. Niemand hat ein ausschließliches Recht an seiner eigenen Biografie, jede und jeder kann das Leben eines Menschen zum Inhalt ihrer oder seiner eigenen Werke machen. Allerdings darf darin nichts Unwahres behauptet werden, auch die Schilderung von Einzelheiten aus dem Intimleben ist untersagt. Das gilt sogar für Jack Unterweger. „Keiner kann jemandem das ausschließliche Recht einräumen, eine Biografie zu schreiben. Würde Unterweger noch leben, so könnte er sagen, ich autorisiere die Biografie oder nicht. Verbieten kann er sie nicht“, weiß der Rechtsanwalt Alfred Noll, der auch den HVB berät. Was aber geschieht mit „biografischen“ Werken, die jemand, in diesem Fall Unterweger, selbst geschaffen hat? Wenn er eigenhändig autobiografische Notizen geschrieben und damit Werke im Sinne des Urheberrechtsgesetzes verfasst hat, liegen die Rechte daran bei den Erben oder aber bei jenen, de-

nen ­Unterweger zu Lebzeiten das Recht an seinen Werken eingeräumt hat. Der Kläger Georg Zanger behauptet in den anhängigen Gerichtsprozessen, er habe die Rechte an den Werken von Jack Unterweger­ erhalten und beruft sich dabei auf eine Vereinbarung aus dem Jahr 1993. Astrid Wagner hat das Prozesstagebuch Unterwegers, das er während seines Prozesses 1994 verfasst hat, von ihm persönlich ausgehändigt bekommen und nun in ihren Büchern publiziert. Sie geht davon aus, dass ihr und nicht Zanger­die Werknutzungsrechte an diesem Prozesstagebuch zustehen. Dabei beruft sie sich auf eine schriftliche Werknutzungsvereinbarung mit Jack Unterweger­aus dem Jahr 1994. Allerdings wäre die spätere Rechteeinräumung an Wagner wirkungslos, wenn sich die Werknutzungsvereinbarung zwischen Zanger und Unterweger aus dem Jahr 1993 auch auf künftige Werke Unterwegers und damit auch auf das erst 1994 verfasste Prozesstagebuch beziehen sollten. In diesem Fall könnte Zanger­den weiteren Vertrieb jener von Wagner­publizierten Bücher untersagen lassen, die das Prozesstagebuch wiedergeben. Die Gerichte werden daher »

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– Essenziell – Werknutzungsrechte

Die wichtigsten Paragrafen im Überblick URHG §1 Werke im Sinne des Urheberrechtsgesetzes „sind eigentümliche geistige Schöpfungen auf den Gebieten der Literatur, der Tonkunst, der bilden­ den Künste und der Filmkunst.“ (§ 1 Abs. 1) Als Werke der Literatur (§ 2) gelten Sprachwerke aller Art. In Österreich gilt der Grundsatz, dass ein Werk einem oder mehreren Urheber/n zuzurechnen ist, welche über deren Verwertungsrechte entscheiden können. Etwa die Möglichkeit, ein Werk zu vervielfältigen und zu verbreiten. Diese Verwertungsrechte können auch Dritten übertragen werden, nämlich exklusiv als Werk­ nutzungsrechte oder nicht-exklusiv als Werknutzungsbewilligungen. Will man ein fremdes Werk verwenden, so muss man vorher mit dem Werknutzungsberechtigten (dem Urheber selbst oder einem Dritten) in Kontakt treten und die Rechte erwerben („Lizenz“). URHG §§ 60FF Das Urheberrecht an Werken der Literatur, Tonkunst und bildenden Künste endet 70 Jahre nach dem Tod des Schöpfers. Der österreichische Schriftsteller Karl Kraus starb etwa am 12.6.1936. Die Schutzfrist für all seine Werke endete daher mit 31.12.2006.

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insbesondere durch Vertragsauslegung nach über 25 Jahren eruieren müssen, welche Werknutzungsrechte Unterweger damals an Zanger und welche er an Wagner übertragen hat.

WER HAT EIGENTLICH DIE WERKNUTZUNGSRECHTE? Auf eine freie Werknutzung, im Speziellenauf das Zitatrecht, wird sich Wagner im Fall des Prozesstagebuchs nicht berufen können. Es gilt nur dann , wenn einzelne Stellen aus einem bereits veröffentlichten Werk wiedergegeben werden. Ein Notizbuch oder ein Tagebuch, das einem nach dem Tod des Urhebers in die Hände fällt, gilt nicht als veröffentlicht. „Auch bewirkt die Aushändigung der Tagebücher an Astrid Wagner nicht automatisch eine Einräumung der Werknutzungsrechte daran. Wir müssen zwischen dem Sacheigentum an den Tagebüchern und dem Nutzungsrecht daran unterscheiden. Letzten Endes ist und bleibt es eine Frage der Beweiswürdigung, wem die Rechte an den Werken von Unterweger­eingeräumt wurden – gingen sie an Wagner oder an Zanger? – und ob es hier zu einer Verletzung des Urheberrechts gekommen ist“, fasst der Rechtanwalt Alfred Noll zusammen. TIPPS AN BUCHHÄNDLER, VERLEGER UND AUSLIEFERER Der Rechtsstreit um Unterwegers Vermächtnis ist auch von allgemeinen Interesse für die Buchbranche. Um solche Streitigkeiten gerade auch im Fall von Biografien zu vermeiden, empfiehlt sich erhöhte Vorsicht. Jeder Verlag hat in einem branchenüblichen Verlagsvertrag vermerkt, dass der Autor versichert, die Urheber- und Werknutzungsrechte an den von ihm verwendeten Texten und Lichtbildern zu besitzen. Wenn es um

URHG § 42F ZITATRECHT In §42f des UrhG ist das Zitatrecht als Fall der freien Werknutzung angeführt. Wird etwas in einem Buch zitiert, das mit Zustimmung des Urhebers bzw. des Werknutzungs­ berechtigten schon veröffentlicht ist, so dürfen einzelne Passagen dieses Werkes zitiert werden, soweit dies durch den Zitatzweck (etwa Auseinandersetzung mit der zitierten Passage) gerechtfertigt ist. Aus einem nicht veröffentlichten Werk zu zitieren, ist nicht zulässig.

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Biografien geht, muss man besonders akribisch sein. Der beklagte Seifert Verlag wird von Rechtsanwalt Ronald Bauer vertreten. Er sagt: „Frau Seifert hat als Verlegerin alles richtig gemacht. Ein Verlag kann nicht überprüfen, ob der Autor Werknutzungsrechte Dritter verletzt. Er muss sich darauf verlassen, dass derjenige, der das zu verlegende Werk zur Verfügung stellt, auch Urheber ist oder, wenn es um fremde Textpassagen oder Lichtbilder geht, die Werknutzungsrechte daran besitzt.“ In den branchenüblichen Verlagsverträgen mit den Autoren sichern diese den Verlagen in der Regel vertraglich zu, dass die Urheber- und Werknutzungsrechte am gesamten Inhalt des jeweiligen Buches bei ihnen liegen. In den Standardverträgen ist überdies meist vorgesehen, dass sich der Verlag im Fall eines Urheberrechtsproblems am Autor schad- und klaglos halten kann. „Um die Urheber- und Werknutzungsrechte am zu verlegenden Buch muss sich in der Regel der Autor selbst kümmern. Er muss ­sicherstellen, dass er mit seinem Buch nicht in die Urheber- und Werknutzungsrechte einer dritten Person eingreift“, sagt Bauer. Wagner hat einen Teil der inkriminierten Bücher selbst geschrieben, dabei aber auch Texte von Jack Unterweger verwendet. Sie hatte daher sicherzustellen, dass die verwendeten Texte Unterwegers von ihrer mit Unterweger im Jahr 1994 geschlossenen Werknutzungsvereinbarung umfasst sind. Sie hat dies dem Seifert Verlag vertraglich zugesichert. In einem nächsten Schritt, so eine Buchproduktion zustande kommt, überträgt der Autor dem Verlag insbesondere für den Vertrieb der Bücher Werk­nutzungsrechte- bzw. Werknutzungsbewilligungen. Je nach Umfang der übertragenen Rechte hat der Verlag das Recht, die von ihm verlegten »

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Ein rätselhaftes Verschwinden und eine vergangene Liebe: In atmosphärisch dichten Bildern erzählt Christoph W. Bauer in seinem Frankreich-Roman von einem jungen Historiker auf Spurensuche in den Häuserschluchten von Paris.

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Bücher über Buchhändler und/ oder online zu vertreiben. Ein Autor kann allerdings nur so viele Rechte übertragen, wie er selbst besitzt. Wenn seine Werknutzungsrechte mangelhaft sind, kann in weiterer Folge auch der Verlag in Schwierigkeiten kommen. Der tatsächlich Werknutzungsberechtigte hat die Möglichkeit, nicht nur den Autor, sondern auch den Verlag sowie die Buchhändler auf Unterlassung und Beseiplare tigung der noch vorhandenen Exem­ sowie Schadenersatz zu klagen. Die Buchhändler können dann beim Verlag und der wiederum beim Autor regressieren. Allerdings sind Buchhändler nicht gesetzlich verpflichtet, vor dem Verkauf die Urheber- und Werknutzungssituation eines Buches zu überprüfen. Sie haften einem Dritten wegen Urheberrechtsverletzungen erst dann, wenn sie etwa durch ein Abmahnschreiben Kenntnis von einer möglichen Rechteverletzung erhalten haben, aber den Verkauf der Bücher trotzdem ohne weitere Prüfung fortsetzen. Wer als Buchhändler ein Abmahnschreiben mit einer Unterlassungsaufforderung wegen Verletzung von Urheberoder Werknutzungsrechten erhält, sollte es unbedingt ernst nehmen und unverzüglich zwecks weiterer Klärung Kontakt mit dem jeweiligen Verlag aufnehmen. Wenn sich daraus ergibt, dass tatsächlich die Rechte eines Dritten mit dem Vertrieb des betreffenden Buches verletzt werden, ist der Verkauf unverzüglich zu stoppen und gegenüber dem Rechteinhaber eine entsprechende Unterlassungserklärung abzugeben. Rechtsanwalt Bauer empfiehlt den Verlagen: „Sie sollten wenn möglich vor Veröffentlichung überprüfen, ob Text- und Bildstellen des zu verlegenden Buches in die Urheber- und Werknutzungsrechte eines Dritten eingreifen. Achten Sie darüber hinaus auf die präzise Formulierung der Verlagsvereinbarung, damit zweifelsfrei klargestellt ist, welche Haupt- und Nebenrechte an den Verlag übertragen werden – und dass der Autor gegenüber dem Verlag für eine allfällige Verletzung von Urheber- und Werk­ nutzungsrechten Dritter haftet.“ «

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– Schwerpunkt – Kinder- und Jugendbuch

Große Bücher für kleine Lesefans Von Superhelden, neuen Identitäten und Haustierwünschen: Die Herbstprogramme der Kinderbuchverlage bringen Lustiges, Originelles und Spannendes Text: Teresa Preis

Wer Kindern das Lesen näherbringen möchte, braucht fesselnde Geschichten und starke Bilder. Und natürlich ein Thema, das neugierig macht. Wie wichtig das ist, zeigen aktuelle Zahlen, die auch auf der HVB-Jahrestagung präsentiert wurden: 31 Prozent der Absolventinnen und Absolventen von Pflichtschulen verfügen über niedrige Lesekompetenz, nach einer AHS/BHS sind es immerhin noch 4,7 Prozent (mehr dazu auch im anzeiger 6/2019 zum Leseverhalten in Österreich). Unsere Vorschläge zur Erhöhung der Lesekompetenz aus dem aktuellen Herbstprogramm.

(Beltz) an den bekannten Stoff von Romeo und Julia. In diesem Fall: Grete und Bernd vom Stern Sehrsehrfern. Sie ist eine rote „Schnett“, er ist ein blauer „Schmoo“. Schmetts und Schmoos dürfen auf keinen Fall miteinander spielen, das soll sich auch in Zukunft nicht ändern. Doch Grete und Bernd kümmert das nicht, als sie sich ineinander verlieben. Um eine besondere Freundschaft geht es im Bilderbuch „Super Narwal und Jelly, der Blitz“ (moses) von Ben Clanton. Im zweiten Band um Narwal und Jelly beschließt der kleine Wal, ein Superheld zu sein. Jelly zeigt sich vorerst skeptisch. Super Narwal legt sich ein Cape und eine geheime Identität zu – und natürlich eine Helferin. Die Geschichte von Optimismus, Freundschaft und Superkräften wird auch von passenden Kuscheltieren begleitet. Superheldinnen und Superhelden spielen auch

Romeo und Julia, Superheldinnen und der Kampf gegen Langeweile

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Axel Scheffler und die Illustratorin Julia Donaldson wagen sich mit „Die Schnetts und die Schmoos“

Romeo und Julia neu erzählt: Axel Schefflers „Die Schnetts und die Schmoos“

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Eine

zauberhafte

Geschichte über eine

ungewöhnliche

Freundschaft!

An Ariadnes Faden durch die antike Geschichte und Wissenschaft Jan Bajtlik bringt einen neuen Zugang zur griechischen Antike. Mit „Ariadnes Faden. Götter Sagen Labyrinthe“ (Beltz) hat er ein Buch geschaffen, das vom Einband durch alle Seiten hindurch bis zum Ausgangspunkt ein Labyrinth ist. Dabei kommen die Kinder an Prometheus’ Feuerraub und Herakles’ zwölf Arbeiten vorbei, die Reise geht mitten durch das Labyrinth des Minotauros, »

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ie kleine Klettenhexe liebt Unfug, die Natur und hat eine Schwäche für Kuchen. Paul hingegen ist ein richtiger Streber, ein Kopfmensch durch und durch. Als sich die kleine schräge Hexe ausgerechnet ihn als neuen besten Freund aussucht, ist in seinem Leben nichts mehr wie zuvor ...

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bei Max in Rocio Bonillas Geschichte „Max und die Superhelden“ (Jumbo), illustriert von Oriol Malet, eine wichtige Rolle. Sein absoluter Liebling ist Megapower, eine mutige Superheldin, die Computer programmieren und Bomben entschärfen kann, eine Supersehkraft hat und besonders stark ist. Doch sie ist anders als all die anderen Superhelden, und nur Max kennt ihr Geheimnis. Er weiß, dass Megapower abends vom Cape ins Mama-Kostüm wechselt und ihn abends ins Bett bringt. Das kleine Warzenschwein Albie hat keine Lust, schlafen zu gehen. Es möchte lieber spielen und will Spielgefährten finden. Doch die anderen Tierkinder haben bereits ein Abendprogramm: Die kleinen Geparde bekommen eine Gutenachtgeschichte erzählt und die Elefanten duschen. Da hat Albies Mutter eine Idee: Ein Schlammbad vor dem Einschlafen. Alle Freunde von Albie kommen dazu und machen mit. „Zeit zum Schlafen, Albie­!“ (Orell Füssli) von Sophie Ambrose zeigt, wie man die Schlafen-geh-Zeit zur besten Zeit des Tages machen kann. Auch sie hat mit Langeweile zu kämpfen: In ihrem zweiten Abenteuer sucht Minimia neue Freizeitbeschäftigungen. Neben dem Malen, das sie schon im ersten Band begeistert hat, macht sie Ausflüge, spielt Hockey, liest in der Bücherei oder trifft nach der Schule ihre Freundinnen. Nur am Sonntag scheint so gar nichts los zu sein. Und so begibt sich Minimia in Rocio Bonillas „Langweilst du dich, Minimia?“ (Jumbo) auf die Suche nach einem Mittel gegen Langeweile.

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Claire Barker Paul und die Klettenhexe 240 Seiten, gebunden, illustriert ISBN 978-3-505-14289-5 € 12,00 [D] / €12,40 [A] Erscheint am 5. September 2019 Bestellen Sie unter: egmont@bertelsmann.de

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G l ktische Abenteuer für Erstleser! »

durch den Palast von Knossos oder zur Jagd nach dem Goldenen Vlies. So wird das Weltbild des alten Athen spielerisch vermittelt. Das abenteuerliche Leben der Wissenschaftlerin Ada Lovelace wird in Rachel Katstallers und Zoë Tuckers Bilderbuch „Ada und die Zahlen-KnackMaschine“ (NordSüd) für Kinder erzählt. Bereits als Kind ist Augusta Ada Byron, besser bekannt als Ada Lovelace, neugierig und wissbegierig. Als Tochter des Dichters Lord Byron hat sie Zugang zu seiner Bibliothek und liest alles, was ihr in die Hände kommt. Am meisten liebt sie aber mathematische Rätsel. Gemeinsam mit ihrem Mathematiklehrer erfindet sie eine programmierbare Maschine, die ein Vorläufer der heutigen Computer ist. Drei Geschichten rund um geometrische Formen bringen Mac Barnett und Jon Klassen mit „Dreieck“, „Quadrat“, „Kreis“ (NordSüd) in den Buchhandel. Dreieck möchte seinem Freund Dreieck einen Streich spielen. Quadrat möchte wiederum etwas schaffen, das so vollkommen wie sein Freund Kreis ist. Und Kreis würde am liebsten mit den beiden anderen Verstecken spielen. Mit einfachen Formen und wenigen Worten werden die Abenteuer der drei besonderen Freunde erzählt.

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Hundevolle Wünsche, gerettete Tiere und besondere Freundschaften Das Haustier im Kinderbuch ist alt, der Wunsch nach einem Hund zieht sich durch die Neuerscheinungen im Kinder- und Jugendbuch. Die gebürtige Steirerin Helga Banch erzählt in dem Bilderbuch „Lisa will einen Hund“ (NordSüd) die Geschichte der erfinderischen Titelheldin. Lisa wünscht sich

Patricks neuer Freund ist der kleine Hund Oz einen Hund und lässt dafür nichts unversucht. Über einen Aushang im Park findet sie eine Lösung, die auch die ganze Familie glücklich macht. Die drei besten Freundinnen Fine, Carla und Viola lieben Tiere. In den Sommerferien »

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– Schwerpunkt – Kinder- und Jugendbuch

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werden sie zu Tierretterinnen und gründen eine Bande. Als sie auf ihren ersten Fall warten, zieht die Tierärztin Frau Dr. Schmetter-Ling ins Nebenhaus. Eine unkonventionelle Zusammenarbeit entsteht, in deren Verlauf es gelingt, den Zwergpudel Tobi zu retten. „Die Glücksklee-Bande­: Kleiner Hund in Not“ (esslinger) von Andrea­Schütze und Stefanie Krauss ist für Kinder ab fünf Jahren. Für Erstleserinnen und Erstleser bietet sich Britta Nonnasts Buch „Hier kommt Henriette. Schulhündin im Einsatz“ (Beltz) an. Die Schulhündin Henriette hat ihren ersten Tag und soll gemeinsam mit dem Lehrer Eddy und dem „Riesenschreck“ Toni die Kinder unterrichten. Der Rektorin Frau Klappeisen gefällt das nicht. Sie wartet nur auf einen Fehltritt der Schulhündin, doch die bleibt gelassen. Henriette wird zur Freude der Kinder die ganze Schule umkrempeln. Eoin Colfer hat mit „Der Hund, der sein Bellen­ verlor“ (Orell Füssli Kinderbuch) ein Buch zum Thema Freundschaft geschrieben. Der achtjährige Patrick wünscht sich sehnlichst einen Hund. Doch sein Vater reagiert allergisch auf Hundehaare, so scheint die Wunscherfüllung ausgeschlossen. Als der Vater, ein Musiker, durch Australien tourt, darf sich Patrick im Tierheim einen Hund aussuchen. Der kleine Hund Oz hat bisher keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht und so sein Bellen „verloren“. Erst mit der Zeit wird er zutraulich. Dann erfährt Patrick, dass sein Vater in Australien bleiben wird. Für ihn bricht die Welt zusammen. Nun liegt es an Oz, seinem neuen Freund zu helfen. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: aus Patricks und der seines Hundes.

maforschung erklärt. Auch hier mit Fokus darauf, wie wir alle die Erde besser schützen können. François Lasserre ist in „Expedition Natur. Malen, Basteln, Staunen – Bäume“ (moses) und „Expedition Natur. Malen, Basteln, Staunen – Insekten“ der Natur auf der Spur. Dabei wird die Wichtigkeit von Bäumen und Insekten erklärtund warum sie schützenswert sind. Er beschreibt Grundsätzliches, etwa was ein Insekt zu einem Insekt macht oder wie viele Baumarten es gibt. Die neue Bücherreihe bietet Lerninhalte, Ausmalbilder, Bastelaufgaben und Wissensfragen, die Kindern ab sieben Jahren die Natur näherbringen. Naturschutz für die Kleinsten findet sich in „Plock, der Regentropfen. Eine musikalische Wasserreise mit Spielen und Experimenten“ (Jumbo) von Matthias Meyer-Göllner, Waltraut Michaelis und Carola Sturm. Als es in den Wolken immer enger wird, macht sich die Regentropfenfamilie auf den Weg zur Erde. Der kleine Plock gruselt sich dabei in den unterirdischen Gängen, rutscht und wird durch Sonne und Wind am Ende in die Wolken zurückgetragen. Dabei wird der Wasserkreislauf für Kinder ab drei Jahren anhand von Experimenten, Spiel- und Bastelideen erklärt.

Die Natur entdecken, verstehen und schützen Die „Fridays for Future“-Demos haben eines deutlich gemacht: Kinder und Jugendliche interessieren sich für die Erde und ihre Zukunft. Kristina Scharmacher-Schreiber und Stephanie Marian erklären in „Wie viel wärmer ist 1 Grad? Was beim Klimawandel passiert“ (Beltz), ob es tatsächlich immer wärmer wird, ob man ein Grad Unterschied bemerken kann und wie der Treibhauseffekt funktioniert. Dabei wird in anschaulichen Bildern gezeigt, wie auch unser tägliches Handeln das Klima beeinflusst und was jede und jeder Einzelne tun kann. Der Band „Klima. Eiszeiten und Klimawandel“ (Tessloff ) aus der Reihe „Was ist was“ beschäftigt sich mit der viereinhalb Milliarden Jahre langen Geschichte der Erde – und damit auch des Klimas. Denn dieses hat sich über die Geschichte des Planeten nicht nur verändert, sondern auch seine Beschaffenheit beeinflusst. So wird anschaulich alles vom Eiszeitalter über die Dinosaurier bis zur Kli-

Freche Hexen, befreite Tortentiere und gefährliche Räuberinnen Wenn Kinder selbst lesen wollen, müssen die Geschichten stimmen und zum Dranbleiben animieren. Besonders bei den Leseanfängerinnen und -anfängern. Für sie empfiehlt sich der kleine Paul, der mit seiner Familie in ein neues Haus gezogen ist. In dem verwilderten Garten steht ein Walnussbaum, in dem die kleine Klettenhexe »

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Max und seine Superheldenfigurensammlung

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Kinder stark machen mit den neuen Titeln aus der Buchreihe „Psychologische Kinderbücher“

Lisa Bartling et al. Lisa Bartling Lea Buchner Yannik Bendel Hannah Grote Johannes Kresse Jennifer Koy

Alles anders bei Familie Biber Eine Geschichte für Kinder, deren Eltern von Arbeitslosigkeit betroffen sind

Azimeh Maleki et al.

Alles anders bei Familie Biber

Azimeh Maleki Franziska Beham Maike Böning Ann-Kathrin Korfmacher Markus Stracke Sabine Wangenheim

Eine Geschichte für Kinder, deren Eltern von Arbeitslosigkeit betroffen sind

Dunkle Farben im Wunderwald Ein Buch für Kinder, deren Eltern psychisch krank sind

Dunkle Farben im Wunderwald Ein Buch für Kinder, deren Eltern psychisch krank sind Erscheint etwa im September 2019. 84 Seiten, gebunden Etwa € 24,95 / CHF 32.50 ISBN 978-3-456-86020-6 Auch als eBook erhältlich

Erscheint etwa im September 2019. 96 Seiten, gebunden Etwa € 24,95 / CHF 32.50 ISBN 978-3-456-86019-0 auch als eBook erhältlich Psychologische Kinderbücher

Psychologische Kinderbücher

2nd ed.

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Wenn ein Elternteil arbeitslos wird, verstehen Kinder die Welt manchmal nicht mehr. Bene Biber und seine tierischen Freunde zeigen, wie sie damit umgehen können.

Die psychische Erkrankung eines Elternteils kann Kinder stark belasten. Der Koboldjunge Muri zeigt, wie Kinder die Sprachlosigkeit überwinden sowie ihre Scham- und Schuldgefühle wirksam reduziert werden können.

Joan Schaaf et al. Joan Schaaf Marie Frerich Johannes Hauck Lea Klein-Reesink Leonie Zahn

Hörst du die Elefanten brüllen? Ein Buch für Kinder, deren Eltern sich immer wieder mal streiten

Julia Weißflog et al.

Hörst du die Elefanten brüllen?

Julia Weißflog Laura Marie Köcher Sahar Ladkani Sandrine Ngono Annika Stöhr

Wenn Eltern sich trennen und wie es danach weitergeht

Ein Buch für Kinder, deren Eltern sich immer wieder mal streiten

Zwei Zimmer für Cleo Wenn Eltern sich trennen und wie es danach weitergeht Erscheint etwa im September 2019. 76 Seiten, gebunden Etwa € 24,95 / CHF 32.50 ISBN 978-3-456-86022-0 Auch als eBook erhältlich

Erscheint etwa im September 2019. 96 Seiten, gebunden Etwa € 24,95 / CHF 32.50 ISBN 978-3-456-86021-3 Auch als eBook erhältlich Psychologische Kinderbücher

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Zwei Zimmer für Cleo

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Wenn sich Eltern streiten, leiden die Kinder mit. Die Springmaus, unsere kleine Heldin der Geschichte, zeigt, wie Kinder mit solchen Situationen besser umgehen können.

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Wenn Eltern sich trennen, kann das für Kinder eine schmerzhafte Erfahrung sein. Cleo, die Heldin dieser Geschichte, zeigt, dass es Wege gibt, mit dieser Situation umzugehen – und macht Kindern in derselben Situation Mut.


– Schwerpunkt – Kinder- und Jugendbuch

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Comics. Die Graphic Novel „Spieglein, Spieglein“ (Tyrolia) von Corinna Antelmann etwa­, illustriert von Lukas Vogl, beschäftigt sich mit der Faszination des Spiegels in Literatur und Kunst. Die Hauptfigur der Kurzgeschichte, ein junges Mädchen, ist überzeugt, dass ihr Spiegelbild ein Eigenleben hat, das sich nur offenbart, wenn sie selbst nicht in den Spiegel schaut. Dieses Spiegelbild ist ein verlogenes Ding. Zunächst wütend, nähert sich das Mädchen allmählich dem Spiegel und greift sogar hi­nein. Dabei entdeckt es nicht einfach Glas, sondern auch einen neuen Raum, in dem sie ihrem Spiegelbild begegnet. Die zwei Räume und ihr mutiger Schritt von der einen in die andere Welt führen auf Umwegen schließlich zur Akzeptanz der eigenen Person. In einer schwierigen Familienkonstellation findet sich Frank wieder. Sein kleiner Bruder Max hat nie sprechen gelernt und isst nur von seinem Micky-Maus-Teller, außerdem hat er regelmäßig kleine Nervenzusammenbrüche. Frank gibt sich Mühe, aber manchmal hätte er ehrlicherweise lieber einfach keinen kleinen Bruder. Als seine Mama auch noch krank wird, droht pures Chaos. Aber in Katya Balens Debütroman „Mein Bruder und ich und das ganze Universum“ (Carlsen) gibt es auch Granny und den Nachbarn Mark. Mit ihrer Hilfe finden alle wieder ihren Platz. Vonkie soll ihre Ferien auf dem Bauernhof ihres Großvaters verbringen. Was erst langweilig werden könnte, stellt sich als überaus spannend he­ raus. Großvater weiß tolle Geschichten von früher zu erzählen, etwa davon, dass er mit fünf Brüdern aufgewachsen ist. Dann tut sich ein Geheimnis um seinen Lieblingsbruder auf, denn auf manche von Vonkies Fragen will der Großvater einfach nicht antworten und warnt seine Enkelin davor, in die Nähe der Mühle zu gehen. Doch die neugierige Vonkie lässt sich nicht abhalten und stößt in „Das Abrakadabra der Fische“ (Thienemann­) vom niederländischen Autor Simon van der Geest auf ein streng gehütetes Familiengeheimnis. Der 17-jährige Jakob in Elisabeth Etz’ „Morgen­ ist woanders“ (Tyrolia) hält es zuhause nicht mehr aus, vor allem wegen Mart, dem neuen Partner seiner Mutter. Der Mann, ein Arzt, scheint im Leben alles richtig gemacht zu haben und möchte nun das Beste für seinen Stiefsohn. Für Jakob ist das zum Davonlaufen. Doch kann er weder zu seinem Vater noch auf Dauer zu seinen Freunden ziehen. So legt er sich eine neue Identität zu und schlägt sich mit Couchsurfing durch, geht aber gleichzeitig weiter in die Schule. Sein Doppelleben ist anstrengend, nicht immer bekommt er einen Schlafplatz. Und es stellt sich die Frage, was alles zu Freiheit und Unabhängigkeit eigentlich notwendig ist. «

wohnt. Eigentlich ist Paul ein Kopfmensch, der seine Beobachtungen gern nüchtern und sachlich bewertet. Doch als sich die schrullige Hexe mit ihm anfreunden möchte, ändert sich für ihn alles. Claire Barkers „Paul und die Kletten­ hexe“ (Schneiderbuch) erzählt von einer ungewöhnlichen Freundschaft. Auch in Anke Girods Roman „Das Marzi rettet die Tortentiere“ (Thienemann) geht es um eine unübliche Freundschaft. Minas großes Hobby ist das Backen. Als sie eine Marzipantorte macht, erwacht ein Marzipan-Maulwurf zum Leben und beginnt zu singen und zu tanzen. Der kleine, freche „Marzi“ hat große Ziele: Er möchte die Welt retten. Das geht durchaus chaotisch vonstatten: Marzi stürmt in eine Bäckerei, um die Marzipanfiguren zu befreien, oder flutet Minas Kakteen mit Wasser, damit sie nicht austrocknen. Mit Illustrationen von Susanne Göhlich­. Im vierten Abenteuer von Mona Maus, „Das kleine Waldhotel. Ein Sommergast für Mona Maus“ (Schneiderbuch), erzählt von Kallie George, herrscht große Aufregung. Die Hochzeit von Frau Prickel mit Herrn Stachlig steht bevor. Als eine Mäusedame auf Besuch sich in der Küche so geschickt anstellt wie Monas Mutter, drängt sich eine Vermutung auf: Könnte die Maus eine längst verloren geglaubte Verwandte sein? In „Fünf sind sechs zu viel“ (Carlsen) von Anja Hitz kommt Rose gut damit zurecht, dass ihre Eltern sich getrennt haben. Als sich ihre Mutter in den so bärtigen wie chaotischen Frank verliebt, bleibt Rose nicht mehr so gelassen. Denn Frank bringt fünf Söhne mit. Doch der vermeintliche Sohn „Renée“ entpuppt sich als Tochter und wird für Rose schnell zur besten Schwester. Gemeinsam schaffen sie sich ein Geheimquartier auf dem Dachboden und schmieden jede Menge Pläne. Denn Roses Vater braucht nun dringend eine neue Frau. Illustratorin Verena Hochleitner legt mit „Die drei Räuberinnen“ (Tyrolia) ihr Autorinnendebüt vor. Darin erzählt sie von einer der sympathischsten Räuberbanden der Kinderliteratur. Drei Räuberinnen verbergen sich in ihrer Räuberhöhle im Räuberwald, verbreiten Angst und Schrecken, tragen ihre Haare strubbelig und haben dreckige Fingernägel. Die Höhle ist das Stiegenhaus ihres Wohnblocks, in dem sie an langweiligen Nachmittagen zu den Räuberinnen werden. Dabei involvieren sie alle Parteien des Hauses und tun dabei beiläufig immer wieder Gutes.

Selbstakzeptanz, Familiengeheimnisse und ein Ausbruch Auch für Jugendliche bietet das Herbstprogramm einige Gustostückerl, von Romanen bis

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50 beruflich erfolgreiche Frauen und Männer in Väterkarenz erzählen Frauen in Toppositionen und Männer in Väterkarenz sind österreichweit (nach wie vor) mutige Pioniere in unserer Gesellschaft. Die 50 für dieses Buch geführten Interviews zeigen aber, dass mehr Gleichberechtigung möglich ist und alle davon profitieren: die Kinder, die Frauen und die Männer. 264 Seiten, € 22,90 ISBN 978-3-85439-634-5 Auslieferung: Mohr Morawa

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Empfehlungen Lebensnotwendige Illusion Alexander ist an seinem Lebensabend angekommen und ringt um die Liebe zu einer jüngeren, verheirateten Frau. Genau diese Liebe hält ihn lebendig und stößt ihn ab.

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Es wird persönlich Eine Handy-Nachricht trifft LKA-Ermitt­ lerin Sandra Mohr in ihrem achten Fall tief. Ihre beste Freun­ din fleht um Hilfe, dann bricht die Ver­ bindung ab. Was ist Andrea zugestoßen? „Steirerquell“ – Claudia­ Rossbacher. Gmeiner

Aufklärerin gegen Tabus Die Pionierin der sexuellen Aufklärung Beate Uhse war auch Naturistin und Kunstfliegerin. Wie sie aus dem Nichts ein internationales Imperium aufgebaut hat und ihr privater Lebensweg verlief. „Beate Uhse“ – Katrin Rönicke. Residenz

Kafka und Käfer für Kinder Gregor wacht als Käfer auf. Das Selt­ same: Seine Eltern scheinen gar nicht besorgt. Alles nur Einbildung? Eine warmherzige Ge­ schichte über Kinder, denen keiner zuhört. „Hilfe, Gregor ist plötzlich ein Käfer“ – David/Durand. Beltz

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„Der Irrtum des Glücks“ – Joseph Zoderer. Haymon

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ALEX MICHAELIDES Die stumme Patientin Droemer HC  € 15,50 MARTIN WALKER Menu surprise Diogenes  € 24,70 JÖRG MAURER Am Tatort bleibt man ungern liegen Fischer Scherz  € 17,50

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JEFF KINNEY Ruperts Tagebuch – Zu nett für diese Welt!   Baumhaus Verlag  € 15,50 MARGIT AUER  Die Schule der magi­ schen Tiere – Endlich Ferien 4: Helene und Karajan Carlsen € 12,40

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DONNA LEON Ein Sohn ist uns gegeben Diogenes  € 20,99

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JEAN-LUC BANNALEC Bretonisches Vermächtnis NEU Kiepenheuer & Witsch  € 12,99

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REINHOLD MITTERLEHNER Haltung Ecowin € 24,00 YUVAL NOAH HARARI Eine kurze Geschichte der Menschheit Pantheon € 15,50

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Jürgen Todenhöfer Die große Heuchelei Propyläen Verlag

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THUNBERG, THUNBERG, ERNMAN, ERNMAN Szenen aus dem Herzen S. Fischer € 18,50

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JOE NAVARRO Menschen lesen MVG Verlag € 17,50

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YUVAL NOAH HARARI 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert C.H.Beck € 25,70 JÜRGEN TODENHÖFER Die große Heuchelei Propyläen Verlag € 20,60

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Sachbuch E-Book

Jeff Kinney Gregs Tagebuch 13 – Eiskalt erwischt!

3

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Gräfe und Unzer

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T. Iaconis Drei Schritte zu dir

Magnus Myst Das kleine Böse Buch Überreuter Kinderund Jugendbuch

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Yuval Noah Harari 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert

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Jeannine Mik, Sandra Teml-Jetter Mama, nicht schreien!

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Bas Kast Der Ernährungskompass C. Bertelsmann

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Reinhard Haller Das Wunder der Wertschätzung Gräfe und Unzer

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Yuval Noah Harari Eine kurze Geschichte 2 der Menschheit Pantheon

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Gipfelkreuze der Alpen

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REINHARD HALLER Das Wunder der Wertschätzung NEU Gräfe und Unzer € 18,50

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MICHELLE OBAMA Becoming Goldmann € 14,99

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Träume, Triumphe, Tragödien

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YUVAL NOAH HARARI Eine kurze Geschichte der Menschheit Pantheon € 13,99

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JEANNINE MIK, SANDRA TEML-JETTER Mama, nicht schreien! Kösel € 16,50

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JEANNINE MIK, SANDRA TEML-JETTER Mama, nicht schreien! Kösel € 12,99

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STEFANIE STAHL Das Kind in dir muss Heimat finden Kailash / Sphinx € 11,99

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BAS KAST Der Ernährungskompass C. Bertelsmann € 18,99

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ANTHONY WILLIAM Heile deine Leber Arkana € 25,70 STEFANIE STAHL Das Kind in dir muss Heimat finden Kailash € 15,50 P. A. STRAUBINGER, M. FENSL, N. KARRÉ Der Jungbrunnen-Effekt Kneipp Verlag (Styria) € 22,00

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HEATHER MORRIS Der Tätowierer von Auschwitz Piper eBooks € 14,99

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ALEXANDRA REINWARTH Am Arsch vorbei geht auch ein Weg MVG Verlag € 12,99 YUVAL NOAH HARARI 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert C.H.Beck € 19,99

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Gipfelkreuze

Sie sind Mahnmale für Kriegsopfer, Monumente von Bergdramen, Manifestationen von Volksglauben, Gelübden und Glück. Manche Gipfelkreuze wurden von Friedhöfen geholt, aus Flugzeugtrümmern und Werkstattschrott gebastelt, von eigenwilligen Künstlern geschaffen. Zwei Jahre lang hat der Autor in den Alpen recherchiert, welche Motive und Schicksale, welche Botschaften und Bräuche, welche politische und private Rivalitäten in den Gipfelkreuzen stecken. Die packenden Reportagen führen den Leser auf die Höhen der Berge – und in die Tiefen menschlicher Emotionen. 238 farb. und 56 sw. Abb., geb. m. SU ISBN 978-3-7022-3752-3 336 Seiten, € 29.95

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– Bestenliste Juli 2019 –

Für den Buchhandel!

Bestenliste Juli 2019 Die ORF-Bestenliste

Sachbücher des Monats

1.

1.

THOMAS STANGL

CORNELIA KOPPETSCH

Die Geschichte des Körpers Droschl

Die Gesellschaft des Zorns Transcript

2.

2.

HERMYNIA ZUR MÜHLEN

JARED DIAMOND

Werke Zsolnay

Krise. Wie Nationen sich erneuern können S. Fischer

3.

3.

ANDRÁS FORGÁCH

Akte geschlossen S. Fischer

MATTHIAS HERDEGEN

4.

Der Kampf um die Weltordnung C. H. Beck

MARLENE STREERUWITZ

4.

Flammenwand S. Fischer

5.

MICHEL SERRES

Was genau war früher besser?

IAN MCEWAN

Suhrkamp

Maschinen wie ich

4.

Diogenes

5.

JANA SIMON

Unter Druck S. Fischer

RAYMOND QUENEAU

6.

Zazie in der Metro Suhrkamp

LORENZO MARCILI/NICCOLÒ MILANESE

5.

Wir heimatlosen Weltbürger

WERNER KOFLER

Kommentierte Werkausgabe in drei Bänden Sonderzahl

8. COLSON WHITEHEAD

Die Nickel Boys Hanser

8. GERHARD ROTH

Die Hölle ist leer – die Teufel sind alle hier S. Fischer

10. ALBAN NIKOLAI HERBST

Die Liste „Sach­ bücher des Monats“ wird durch Exper­ tInnen von Die Welt, von WDR 5, der Neuen Zürcher Zeitung und Ö1 zusammengestellt. Berücksichtigt werden neue Bücher in den Geistes-, Natur-, Sozial- und Wirtschaftswissen­ schaften.

7.

SVENJA FLASSPÖHLER/FLORIAN WERNER

Zur Welt kommen Blessing

8. PETER PIRKER

Codename Brooklyn Tyrolia

9. LUTZ RAFFAEL

Jenseits von Kohle und Stahl Suhrkamp

Wanderer Septime

Marktdaten Juni 2019

Die unbewegliche Kirche Herder

Im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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10. MARCO MARZANO

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Weitere Marktdaten zur österreichischen Buchbranche liegen für HVB-Mitglieder exklusiv monatlich im anzeiger bei.

Erhebung: Media Control im Auftrag des HVB.

Jeden Monat erstellt eine Jury aus KritikerInnen und Buchhänd­ lerInnen eine Liste von jeweils zehn empfehlens­ werten neuen Romanen. Der ORF publiziert diese Liste, und der anzeiger auch.

Suhrkamp

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– Klassiker – neu entdeckt

Leider unhübsch, Text: Erich Klein Illustration: Katharina Klein

FOTO: MI LENA VERLAG

ANNEMARIE SELINKO: ICH WAR EIN HÄSSLICHES MÄDCHEN MILENA VERLAG, 2019 „Endloser Sommer. Heiße Tage. Ich lag auf den Holzpritschen der verschiedenen Strandbäder und starrte Löcher in den Himmel.“ Als Annemarie Selinko die achtzehnjährige Anneliese über das Leben, die Welt und die Salzburger Festspiele sinnieren lässt, ist sie selbst kaum älter als ihre Romanheldin. Selinko, 1914 in Wien als Tochter eines jüdischen Textilfabrikanten geboren, besucht das Realgymnasium des „Schulvereins für Beamtentöchter“ im achten Bezirk und studiert Geschichte. In den 1930erJahren als Journalistin tätig, veröffentlicht sie 1937, im Alter von dreiundzwanzig Jahren, ihr Romandebüt „Ich war ein hässliches Mädchen“. Die Protagonistin Anneliese hat gerade maturiert – der Vater will, dass sie noch eine Handelsakademie besucht, um später einen ordentlichen Büroposten zu bekommen, die Mutter rät hingegen zu einer „Haushaltungsschule“, um sich in Hinkunft eine Bedienerin zu ersparen. Allerdings ist da auch noch Tante Elsas Salon, in dem die bessere Gesellschaft Wiens verkehrt: Großindustrielle und Künstler. „Bankdirektoren platzen beinahe vor Stolz, wenn sie mit berühmten Künstlern Tee trinken können.“

Chérie!

Als Anneliese dort den Schriftsteller und Schauspieler Claudio Pauls, notorischer Weiberheld und „Ideal jedes lokalpatriotisch veranlagten Wieners“, kennenlernt, erklärt ihr der unumwunden keck: „Du bist leider gar nicht hübsch, Chérie.“ Und: „Entlein, du bist jetzt meine kleine Freundin.“ Das Experiment Pygmalion startet: Claudio will Annemarie zur ideal schönen Frau machen. Die verkehrt in den Mittagspausen ihrer Arbeit als Kassiererin in den Boheme-Kreisen des Grandhotels, lässt Friseur- und Schönheitssalons aller Art über sich ergehen, verliebt sich aber schließlich in den attraktiven und adeligen Bankierssohn Thomas. „Ich werde Claudios Experiment selbst vollenden und den Erfolg erringen. Ich suche die Liebe“, hat sie sich soeben geschworen, doch, wie es der Teufel so will, kommt es dann zwischen Kobenzl und Kitzbühel ganz anders. Das Happy End des selbstbewusst leichten und amüsanten Romans war dessen Verfasserin nicht beschieden: Annemarie Selinko, die Österreich längst verlassen hatte, übersiedelte bei Kriegsbeginn mit ihrem Ehemann, einem dänischen Diplomaten, nach Kopenhagen. Nach dessen Besetzung schließt sich Annemarie Selinko dem Widerstand gegen die Nazis an und wird 1943 von der Gestapo verhaftet. Nach gelungener Flucht nach Schweden arbeitet Selinko wieder als Journalistin und stirbt schließlich 1986 in Kopenhagen.

Das sagt die Verlegerin:

„Annemarie Selinkos Frauen sind sehr emanzipiert, wollen selbstständig entscheiden und zeichnen sich durch eine gehörige Portion Selbstironie aus, was selten ist auf Erden“ Vanessa Wieser

Annemarie Selinko: Ich war ein hässliches Mädchen Milena Verlag, 2019

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– HVB-Mitglieder im Porträt – Antiquariat Ingo Nebehay, Wien Text: Elisabeth Stuppnig Foto: Christoph Mavrič

„Ich möchte Bücher und Stiche nicht wie Wurstsemmeln verkaufen“

Wiener Antiquariat Ingo Nebehay Seilergasse 16 1010 Wien

Stefan Nebehay S

ich in einem Antiquariat zu tummeln gleicht einer Schatzsuche. Das zeigt die Geschichte von Stefan Nebehay. Nur schwer kann er den Forscher in sich unterdrücken, jenen promovierten Archäologen und Numismatiker, der schon in den 1970er-Jahren versuchte, aus prähistorischen Tonscherben und antiken Münzen historische Erkenntnisse zu gewinnen. Nach einem Zwischenspiel als Hausarchivar am Naturhistorischen Museum gründete Nebehay eine Firma für Münzhandel und hielt Vorlesungen an der Universität – all das, während sein Vater Ingo Nebehay das Antiquariat im ersten Wiener Bezirk führte. Das verwunschene Art-déco-Gebäude, dessen verwinkelte Räume bereits als Filmkulisse dienten (in „Move On“ spielte Karl Merkatz die Rolle des Antiquars), kannte Stefan Nebehay gut. Schließlich saß er schon

als Jugendlicher zwischen den Autografen, alten Büchern und Druckgrafiken und schaute dem Vater über die Schulter. 1999, ein Jahr vor dessen Tod, entschloss er sich dazu, das Unternehmen als Geschäftsführer zu übernehmen: „Wissen Sie, mein Vater und meine Mutter haben das Antiquariat unter großen Opfern aufgebaut.“ Nach schwierigen Jahren mit der eigenen kleinen Firma stieg Nebehay hier in einen gut etablierten und renommierten Betrieb ein, in ein „gemachtes Nest“. Als Antiquar kamen freilich neue Herausforderungen auf ihn zu – vor allem hinsichtlich der Vielfalt der Objekte, mit denen man in diesem Beruf zu tun hat und die korrekt (und oft auch schnell) beurteilt und bewertet sein wollen. Das Interesse an Antiquitäten, besonders an Büchern, gehe stark zurück. Trotzdem ist Nebehay Antiquar aus Leidenschaft: „Ich

möchte Bücher und Stiche nicht wie Wurstsemmeln verkaufen, sondern Hintergrundinfos geben. Sie sind es, die diese Ware erst interessant machen.“ Nur selten kann Nebehay den inneren Forscher ausblenden. Vor allem bei Autografen fällt es ihm schwer. Als Beispiel mag ein unscheinbar wirkender Zettel dienen, geschrieben vom letzten österreichischen Kaiser Karl. Nach intensiver Recherche kam Nebehay darauf, dass sich Karl mit diesem Zettel die Borso-Bibel, eine äußerst wertvolle Bilderhandschrift des 15. Jahrhunderts, aus der Wiener Schatzkammer ausfolgen ließ, um sie mit sich ins Exil zu nehmen. „Das sind Höhepunkte. Aber manchmal rennt man auch ins Leere.“ Nebehay, der sich auch musikalisch sowie als Autor von Lyrik und Kurzprosa betätigt, zeigt auf ein Pergamentblatt, das einen handgeschriebenen lateinischen Text mit notenähnlichen Zeichen darüber enthält – mittelalterlichen Neumen. Möglicherweise wertvoll, vielleicht aber auch nicht. „Es gibt immer wieder ein reiches Feld für Forschung. Aber ich schaffe es nicht, mich eine Woche in die Musikakademie zu setzen, um mich in die Neumenkunde einzuarbeiten“, seufzt Nebehay. Bereut er manchmal, nicht doch Archäologe geblieben zu sein? „Ich träume gelegentlich von Bodenfunden. Aber die Urgeschichte hat auch ihre Tücken. Schnell kommt man ins Spekulieren.“ Da hält sich der Forscher dann doch lieber an die Fakten.

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– HVB-Mitglieder im Porträt – Literaturmanagement Lind, Graz

Text: Tobias Schmitzberger Foto: Marion Luttenberger

Doris Lind Z

wei Bücher sind dafür verantwortlich, dass Doris Lind heute die ist, die sie ist. Das erste war „Mein Name sei Gantenbein“ von Max Frisch. Ihre Gymnasiallehrerin gab Lind das Buch mit dem sehr experimentellen Erzählstil als Referatsthema. „Ich las es vier-, fünfmal und verstand es nicht. Genau das hat mich fasziniert.“ Später sagte die Lehrerin, sie habe Lind das Buch absichtlich gegeben: Sie wollte die Schülerin dazu inspirieren, Germanistik zu studieren. Das gelang, im Jahr 2000 promovierte Lind an der Grazer Universität. Mittlerweile ist die 47-Jährige Germanistin selbstständige Texterin, Literaturmanagerin und Autorin dreier Bücher. Als Texterin ist sie auf die Entwicklung von Corporate Language spezialisiert und entwirft mit Unternehmen für deren Kommunikation eigene Sprachstile. Als Literaturmanagerin organisiert und moderiert Lind Literaturveranstaltungen. Eine ihrer wichtigsten Zielgruppen sind Hotels. Seit einigen Jahren richtet sie auch Hotelbibliotheken ein. „Vor allem für kleinere Hotels am Land bieten Bibliotheken die Möglichkeit, einen eigenen Charakter auszubilden und sich von anderen zu unterscheiden.“ Ein Beispiel dafür ist das Südtiroler Hotel Silena, das seinen asiatischen Schwerpunkt auch in seiner Bibliothek sichtbar ma-

chen wollte. Lind hegt selbst eine Vorliebe für Asien und wählte dafür unter anderem japanische und chinesische Bücher aus: „Die Bibliothek habe ich über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren zusammengestellt. Sie bietet eine handverlesene Auswahl.“ Ebenso handverlesen ist die Einrichtung ihres Grazer Büros. Hier hängt in einem schmalen Holzrahmen eine Postkarte mit einem Foto: Auf elfenbeinfarbigem Papier und gut lesbar sind darauf einige Zeilen aus dem Originalmanuskript von Franz Kafkas „Der Process“ zu sehen. „Das ist das zweite Buch, das mich zu dem macht, was ich bin“, sagt Lind. 2008 besuchte sie eine Ausstellung, die das Originalmanuskript aus Kafkas Nachlass zeigte. „Beim Lesen des Originals merkte ich wieder, dass Literatur für mich etwas Großes ist, etwas, das ich vermitteln möchte.“

„Einmal ist die Arbeit für die Literatur mehr, dann wieder das Texten für Unternehmen“

Damals war Lind Leiterin der Presseabteilung des Universalmuseums Joanneum in Graz, spürte nun aber, dass sie sich neu orientieren wollte. Nach einer Reise durch den Himalaya machte sie sich 2010 selbstständig. „Ich habe keinen fixen Businessplan, jedes Jahr ist anders. Manchmal liegt mein Schwerpunkt beim Texten, manchmal in der Literatur. Am Ende komme ich immer dahin zurück, wo ich hinwill“, sagt Lind. Wohin sie wohl als Nächstes will? Vielleicht steht das in einem anderen Buch.

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– HVB-Mitglieder im Porträt – Lhotzkys Literaturbuffet, Wien

Andrea Lhotzky

Text: Tobias Schmitzberger Foto: Nini Tschavoll

„Unser Literaturbuffet soll ein Ort zum Entspannen und Bücheraussuchen sein“

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ine Kundengruppe liegt Andrea Lhotzky besonders am Herzen. „Ich bin auch deshalb gern Buchhändlerin, weil ich so Kinder für viele Themen begeistern kann“, sagt sie. Die heute 61-Jährige brachte fünf Kinder zur Welt. „Darum kann ich mich bei der Kinderbuchauswahl sehr gut in die Kundinnen und Kunden hineinversetzen, das würde mir bei anderen Themengebieten nicht gelingen. Da sind mein Mann und unsere Mitarbeiter besser.“ Gemeinsam mit ihrem Mann Kurt betreibt sie ein Buchgeschäft im zweiten Wiener Gemeindebezirk. Vor 15 Jahren lernten sich die beiden kennen, ein Jahr später wurde geheiratet. Kurt Lhotzky ist gelernter Buchhändler, Andrea leitet bis heute noch ein Drei-Personen-Unternehmen für Buchhaltung und Lohnverrechnung. Aus dem Wunsch, mehr Zeit miteinander zu verbrin-

gen, entstand die Idee, ein gemeinsames Geschäft zu betreiben. „Wir wollten eine Buchhandlung gründen, wie wir sie für uns selbst gewünscht hätten“, sagt sie. Am ersten Hochzeitstag der Lhotzkys eröffnete „Lhotzkys Literaturbuffet“. Nicht nur Bücher, sondern auch Kaffee, Frühstück und Mehlspeisen gibt es hier. Zwischen den Bücherregalen stehen kleine Kaffeehaustische und Sessel, von der Decke hängen goldene Kronleuchter und zwei große, schwarze Ventilatoren, bei der großen Hitze dieses Sommers lebenswichtig. „Die Wiener Kaffeehausatmosphäre gehört dazu“, sagt die Buchhändlerin: „Unser Geschäft ist ein Ort, wo man sich entspannen und bequem Bücher aussuchen kann.“ Dabei darf Kaffee nicht fehlen. Die Lhotzkys hatten Probleme, sich auf eine Marke zu einigen, ihr Geschmack ist unterschiedlich. „Ich trinke am liebsten Caffè Latte mit viel Milch und milder Röstung, mein Mann ist eher der Espresso-Typ“, sagt Andrea Lhotzky. So probierten sie Dutzende Sorten durch und fanden das „Café Libertad Kollektiv“, das fair gehandelte Ware aus Mittel- und Südamerika verkauft. „Das ist eine eher milde Röstung, die auch meinem Mann mundet.“ Der Kollektiv-Gedanke sei ihr sympathisch, das gelte auch für die Mitgliedschaft beim HVB: „Ich glaube, es ist einfach wichtig, dass der Buchhandel eine gemeinsame Vertretung hat.“ Die Mischung aus Gastronomie und Buchhandlung im Literaturbuffet soll die Freude am Lesen wecken. „Etliche Kunden kamen zuerst nur zum Kaffeetrinken.“ Viele blättern dann doch einmal in einem Buch und finden etwas Interessantes. „Jeder Einzelne, der so zum Lesen findet, freut uns“, sagt Lhotzky. „Kinder ganz besonders.“

Lhotzkys Literaturbuffet Rotensterngasse 2, 1020 Wien

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– HVB-Mitglieder im Porträt – Passagen Verlag, Wien

Text: Elisabeth Stuppnig Foto: Christoph Mavrič

„Mein Beruf ist nicht Verleger, sondern Philosoph“

Peter Engelmann S

ie haben bestimmt alle Infos zum Verlag, was brauchen Sie von mir?“ Mit diesen Worten eröffnet Peter Engelmann unser Gespräch. Ein bisschen Berliner Schnauze klingt da durch: offen und direkt, ohne es wirklich bös zu meinen. Denn schon im nächsten Moment bietet er mir eine Tasse Kaffee an. Dann beginnt er zu erzählen: Über seine Vergangenheit als politischer Häftling, der, aufgewachsen in der DDR, Philosophie und Soziologie studiert und schon bald mit dem politischen System Wickel bekommen hat und von Westdeutschland freigekauft worden ist. Wie kann Gutgemeintes zu Schlechtem, zu einem autoritären und totalitären System führen, wie es in der DDR geschah? „Das zu untersuchen war schon immer mein arbeitsleitendes Motiv“, sagt Engelmann. Deshalb hat er zunächst seine Edition Passagen gegründet, aus der zwei Jahre später, 1987, der Passagen Verlag hervorgegangen ist.

Als Kernaufgabe des Verlags, aber längst nicht mehr als einzige Aufgabe sieht er es, Schlüsseltexte der philosophischen Postmoderne zu übersetzen und so dem deutschsprachigen Raum zugänglich zu machen. Vielleicht weil ihn der erste Weg aus Westdeutschland noch nicht nach Wien, sondern nach Frankreich geführt hat. Hier ist er auf jene junge Generation der französischen Philosophen getroffen, die ähnlich denken wie er. „Damals wie heute gilt, autoritäre Strukturen können zwar zeitweise durchregieren und effektiv Maßnahmen setzen, sind aber von Feedback abgeschnitten und nicht anpassungsfähig. Strukturen einer liberalen Demokratie müssen daher Meinungsvielfalt schützen und ein Rechtssystem mit Meinungs- und Pressefreiheit haben. Auch heute steht unsere liberale Demokratie unter großem Druck und muss entschlossen

verteidigt werden, was jetzt unser zentrales Anliegen ist.“ Etwa vierzig Neuerscheinungen veröffentlicht der Passagen Verlag pro Jahr. Philosophinnen und Philosophen wie Hélène Cixous, Jacques Derrida, Alain Badiou, Jacques Rancière oder Jean-Luc Nancy sind im Programm vertreten. Als Verlag der postmarxistischen Kritischen Theorie zählt das „politische Projekt“, wie Engelmann es nennt, zu den renommiertesten nicht kommerziellen Verlagen im deutschen Sprachraum. „Wir fristen wirtschaftlich ein Nischendasein, sind aber ein wichtiger kultureller Player, dafür brennen wir.“ Seit einigen Jahren entwickelt Engelmann mit „Passagen Gespräche“ eine Veranstaltungsreihe, die er als sein zusätzliches Forum für neues politisches Denken versteht. An Theatern wie der Berliner Volksbühne versammelt er, der sich nur ungern als Verleger bezeichnet („Mein Beruf ist nicht Verleger, sondern Philosoph.“), Autorinnen und Autoren und befragt sie zu ihren Positionen. Nach Wien, erzählt er, wollte er im Grunde genommen nie – und dennoch ist er geblieben. Mittlerweile ist Wien nicht nur Heimat des Passagen-Projekts, sondern nach dreißig Jahren auch die des Verlegers geworden.

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„Ich bin nicht der Richter meines Vaters“ D

er kroatische Autor und Theatermacher Slobodan Šnajder, geboren 1948 in Zagreb, inszeniert in seinem vielfach ausgezeichneten Roman „Die Reparatur der Welt“ großes Welttheater. Die Geschichte seiner donauschwäbischen Familie, die im 18. Jahrhundert nach „Transsilvanien“ aufbrach und im 20. Jahrhundert in die Mühlen der Geschichte geriet. Der Bewunderer von W. G. Sebald und Peter Handke hält wenig vom derzeitigen Literaturbetrieb: „In einer Woche wird ein Roman geschrieben, nach zwei Wochen kommen die Preise. So ist das Leben heute – daran glaube ich nicht.“ Der anzeiger traf den Autor anlässlich der Präsentation seines im Zsolnay Verlag erschienenen Buches. Herr Šnajder, Ihr Vater, die Hauptfigur Ihres Buches, stammte aus einer anderen Zeit … Slobodan Šnajder — Er war ein Wanderer durch die Zeiten. Aber er war auch ein Glückskind – obwohl alles gegen ihn sprach. Er wurde zur falschen Zeit und auf der falschen Seite geboren. Er zog als Soldat der Waffen-SS in den Krieg und kehrte mit einer Bescheinigung der Roten Armee zurück, dass er gegen den Faschismus gekämpft hatte. Die Schlachten in Russland überlebt zu haben ist ein Wunder. Er wollte unbedingt nach Kroatien zurück. Wie ist der Roman entstanden – nach langen Gesprächen mit dem Vater? Šnajder — Obwohl es kaum zu glauben ist – nein. Im Fall meines Vaters ist eine Aufarbeitung der Geschichte nicht im Geringsten erfolgt. Er hätte das nicht gekonnt, außer als Dichter. Das war sein Problem. Irgendwann muss er verstanden haben, dass er mit dieser Geschichte nicht zurechtkommen würde, und blieb lieber ein kleiner Dichter. Mein Vater war immer ein Fremder – ein absolut Fremder. Ich weiß nur, dass er „zwangsweise Freiwilliger“ war. Es gibt seine Briefe, die er aus Polen schrieb. Warum er aber nach Polen kam und nicht zur Waffen-SS-Division „Prinz Eugen“, weiß ich nicht.

DER KROATISCHE AUTOR UND THEATERMACHER SLOBODAN ŠNAJDER ÜBER SEINEN ROMAN „DIE REPARATUR DER WELT“, DEN ZERFALL JUGOSLAWIENS UND KROATIEN HEUTE Interview: Erich Klein, Fotos: Stefan Knittel

Sprachen Sie darüber mit dem Vater? Šnajder — Ich gehöre zwar der 68er-Generation an, die ihre Väter fragte, was sie im Krieg gemacht haben, doch ich habe das nicht getan. Ich wollte es nicht. Warum nicht? Šnajder — Weil ich nicht der Richter meines Vaters bin. Ich glaube, ich habe seine Geschichte so unsentimental wie möglich beschrieben. Meine Frage ist nur die nach der Zeit der Noch-nicht-Geborenen. Sie meinen die Stimme im Roman, die sich ständig einmischt, also sich selbst? Šnajder — Mich hat an dieser Geschichte vor allem interessiert, ob ich am Ende der Geschichte geboren werde oder nicht. Wenn Sie ein wenig Philosophie verstehen – bei Nietzsche ist von der „Unschuld des Werdens“ die Rede. Es geht um ein Wesen jenseits der Ideologien. Zum Beispiel fragt sich der Vater, ob er sich für die Armia Krajowa oder für die Volksarmee entscheiden soll, nachdem er von der SS desertiert ist. Da funkt die Stimme des ungeborenen Erzählers dazwischen und sagt: Bitte nicht zur Armia Krajowa. Die haben nicht die geringsten

Chancen. Seiner Auffassung nach hätte er gut zur Armia Krajowa gepasst – mein Vater war kein Kommunist, eigentlich hatte er Dichter werden wollen. Er wollte nichts mit Politik zu tun haben. Die Interventionen des Erzählers in die Geschichte von den schrecklichsten Schauplätzen des Zweiten Weltkrieges machen den Roman geradezu fantastisch … Šnajder — Mein Vater sagte mir, er habe nicht mitmachen wollen. Dann geriet er nach Polen und wurde verwundet. Mit Hilfe einer polnischen Krankenschwester konnte er flüchten, und schließlich halfen ihm die Russen. Er kam mit dem Fahrrad zurück in die Stadt seiner Jugend. Mehr hat er mir nicht erzählt. Ich wollte meinen Vater natürlich verteidigen, doch die Geschichte im Roman, dass er bei einer Geiselerschießung nicht mitmachen wollte, ist gänzlich erfunden. Und die Rettung eines polnischen Buben auch? Šnajder — Ja. Was mein Vater eineinhalb Jahre lang bei der Waffen-SS in Polen getan hat, weiß ich Gott sei Dank nicht. Nur, dass das dort kein Kindergarten war. Vater wurde zu den Deutschen einberufen, meine Mutter war in einem Konzentrationslager der Ustascha. Nachdem meine Eltern gestorben waren, fragte ich mich, was gewesen wäre, wenn mein Vater mit meiner Mutter früher zusammengetroffen wäre. Durch mein Leben geht eine Kluft – das ist, glaube ich, sehr europäisch und auch sehr traurig. Eine Zeitlang sind diese Uniformen, dann jene Mode (lacht). Ihr Vater kehrt mit einer Bestätigung der Roten Armee, gegen die Nazis gekämpft zu haben, nach Hause. Ist es im kommunistischen Jugoslawien niemand aufgefallen, dass er auch mit den Nazis gekämpft hat? Šnajder — Die Grenzsoldaten sagten bei seiner Rückkehr: „Ach, Genosse Šnajder hat für den Genossen Stalin gekämpft!“ Das war alles (lacht). Als der Vater im Sterben lag, wollte ich Genaueres wissen, da erzählte er mir von einer Hilfsstelle für ehemalige SS-Soldaten.­ »

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„Mich hat an dieser Geschichte vor allem interessiert, ob ich an ihrem Ende geboren werde oder nicht“ Slobodan Šnajder

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Sie sprechen von der Szene am Ende des Buches: Ein alter SS-Kamerad legt an seinem Grab einen Kranz nieder? Šnajder — Auch das ist erfunden. Einige Zeit vor seinem Tod wurde er angerufen. Der Anrufer wusste kurioserweise, dass mein Vater desertiert war. Es hieß: „Wir haben Sie als vermisst gemeldet.“ Aber sie wollten ihm Geld geben. Mein Vater war halb blind und sehr ängstlich und dachte, es handle sich um einen Anruf der Geheimpolizei. Ich habe später herausgefunden, dass es diese Hilfsorganisation für ehemalige SS-Soldaten wirklich gab – sie wurde später vom deutschen Verfassungsschutz verboten.

ren zu lassen, es gelang ihr aber nicht. Sie bekam von den kommunistischen Behörden keinen Pass, auch wäre es ohnedies zu teuer gewesen. Ich besitze die Adresse einer Frau, mit der meine Großmutter damals korrespondierte. Ich bin sicher, das Grab gibt es nicht mehr. Stört es Sie, wenn ich danach frage, was in Ihrem Roman wirklich passiert und was erfunden ist? Šnajder — Ich habe nichts dagegen! Aber vor allem bin ich gespannt, was mit meinem Buch in Deutschland geschehen wird. Dort schweigt man bislang dazu.

Wer ist „zufällig“ Täter oder Opfer … Šnajder — Ich stelle das nur zur Diskussion. Die Frage ist: Was ist wichtig? Er kann nichts am Lauf der Welt ändern, weiß aber alles. Das entspricht gewissen Ideen der jüdischen Mythologie: Er ist noch ungeboren, weiß alles, dann wird er geboren, Gott macht „Schnipp!“, und alles ist vergessen. Wenn er geboren ist, stellt sich die Frage, ob es ein Kainszeichen gibt. Ich habe das Zeichen nicht gesehen.

Das Buch wirkt so, als hätten Sie einen Mythos der Ambivalenz schaffen wollen. Šnajder — Mythen sind in diesem Zusammenhang immer gefährlich. Ich habe in Zagreb junge Menschen in Buchhandlungen gesehen, die Zeitschriften mit Panzern durchblättern. Uniformen und das ganze Zeug wirken sehr männlich und imposant. Das war auch ein Grund, warum ich dieses Buch für die jungen Menschen geschrieben habe. Mein Vater war nach dem Krieg sehr skeptisch, was jegliche Art von Masse und Massenbegeisterung betraf, egal ob rechts oder links. Aber es gab einen wesentlichen Unterschied zwischen meinem Vater und meiner Mutter: Er war wie ein Blatt im Wind oder im Fluss. Und die Mutter? Šnajder — Sie hat sogar im Konzentrationslager ihr Leben gelebt. Im KZ gab es eine Parteiorganisation, die ihre Leute, so gut es ging, schützte. Sie war dort nicht Mitglied, weil sie zu jung war, aber ihr Bruder war Kommunist. Diese Geschichte ist aber nicht erfunden? Šnajder — Nein, aber sie hat mit Österreich zu tun. Leider. Vielleicht wird das mein nächster Roman. Meine Großmutter war verheiratet mit einem gewissen Lieb aus Linz. Das war zur Zeit der Monarchie in Bosnien und Slawonien. Ihr Sohn war Kommunist und wurde verhaftet, und meine Mutter, seine Schwester, sollte als Geisel figurieren. Die Parteiorganisation im Lager hat ihn auf eine Liste für Mauthausen gesetzt, weil man dachte, die Ustascha würde alle umbringen, bevor die Partisanen kommen. Er ist dann aber in Oberösterreich bei einem Bombardement der Amerikaner am 3. Mai 1945 umgekommen und wurde in Linz begraben. Der Kreis hatte sich geschlossen. Meine Großmutter versuchte verzweifelt, ihn überfüh-

Kommen wir zur Figur des ungeborenen Erzählers­zurück, auf den die Biografien der Eltern­zulaufen … Šnajder — Das Motiv des Ungeborenen gibt es bei mir immer wieder. Es geht darum, wie sich ein ungeborenes Wesen gegenüber dem Sein verhält, es geht um Leben als Wert an sich, egal ob es sich um einen Flüchtling, Linken, Rechten, Katholiken oder Muslim handelt. Im Roman mag es unvernünftig scheinen, aber dieses Wesen will einfach geboren werden. Es will geboren werden, auch wenn das in diesem bestimmten Moment bedeutet, als Nazi geboren zu werden.

„Die Deutschen waren ein absolutes Tabu. Bis 1990 war es verboten, darüber zu sprechen“ Slobodan Šnajder

Was interessiert Sie an dieser Geschichte? Šnajder — Dass es dabei um die Frage geht, wie und warum sich jemand so oder anders entscheidet. Ein Bruder geht zu den Partisanen, der andere mit den Nazis. Das hing oft auch von Zufällen ab – wenn man nicht gerade als Kommunist organisiert war. Es gibt Menschen, die sehr genau wissen, was sie unter welchen Umständen tun werden, und die auch bereit sind, für ihre Entscheidungen zu bezahlen; und es gibt andere, die wollen einfach leben. Mein Vater wollte ein Dichter sein – und mit Krieg nichts zu tun haben.

Sie sprechen von der eintätowierten Blutgruppe der SS-Soldaten? Bei der Romanfigur oder dem realen Vater? Šnajder — Ich weiß nicht, ob mein Vater dieses Kainszeichen mit der Blutgruppe trug, vermutlich ja. Er war Jahrgang 1919. Vielleicht hat er es auch entfernen lassen – ich habe keine Ahnung. Natürlich ist das jetzt eine Metapher: Er wollte das dann irgendwie ertragen, das war redlich. Auch mir kam das fair vor. Die Nazivergangenheit hat Ihren Vater ein Leben­lang beschäftigt? Šnajder — Das war der Grund für den relativen Misserfolg seiner Lyrik. Er konnte nicht aufarbeiten, was passiert war. Wusste Ihre Mutter darüber Bescheid? Šnajder — Gute Frage. Ich weiß es nicht. Wenn Soldaten nach Hause kommen – im Bett sagt ein Mann alles. Es haben alle alles gewusst, was dort im Osten geschah. Es gab beim Schreiben des Buches aber noch ein anderes wichtiges Moment: Ich wollte unterschiedliche Verhaltensweisen, die damals möglich waren, zeigen. Ist Ihr Roman eine Versuchsanordnung über die Möglichkeiten des Lebens? Šnajder — Es ist für mich wichtig, ob jemand sagt, bestimmte Dinge konnten zum Beispiel in Polen nicht passieren, das ist inkorrekt.

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Und so verhält es sich mit vielen Realien des Krieges. Eine Waffen-SS-Division hat in Kroatien, vor allem in Dalmatien, ziemlich gewütet. In einem Ort haben sie 270 Menschen getötet. Der Umgang von Titos Partisanen mit den Deutschen 1945 war dann ein typischer Fall von Aug-um-Auge. Es gab natürlich fanatisierte Volksdeutsche, aber der Großteil war loyal, wie Minderheiten immer loyal sind. Ab 1933 waren sie Deutschland gegenüber loyal, aber in den Krieg wollten sie dennoch nicht ziehen. Es ging ihnen gut, meine Großeltern waren reich. Sie mussten später alles aufgeben. Schließlich hat sich der Kreis geschlossen: Die Deutschen waren im 18. Jahrhundert nach Transsilvanien gegangen, 1945 flohen sie nach Deutschland zurück. Der Anfang war dem Ende sehr ­ähnlich.

es ihr ganzes Leben lang. „Vera“ bedeutet auf Kroatisch „Glaube“. Sie hieß in Wirklichkeit Zdenka und empfand den Zerfall der kommunistischen Utopie als Katastrophe. Der Vater war diesbezüglich indifferent.

Wie ging man unter Tito mit diesem Teil der deutschen Geschichte Jugoslawiens um? Šnajder — Die Deutschen waren ein absolutes Tabu. Bis 1990 war es verboten, darüber zu sprechen. Erst dann wurde es langsam zum Thema, hatte aber sofort mit der Frage des Eigentums zu tun. Plötzlich kamen die Deutschen, und die Frage stellt sich, wem gehört das Haus, in dem ich wohne, eigentlich.

War das Ende Jugoslawiens auch eine Ursache für den Roman? Šnajder — Davon handelt das letzte Kapitel des Buches. Meine Mutter sagt das mit einem Witz: „Warum spricht Tito nicht zu den Massen? Weil sie bemerken, dass er schon tot ist!“ (lacht)

Wie hätte er auf Ihr Buch reagiert? Šnajder — Gute Frage! Ich war kein guter Sohn, er war kein guter Vater (lacht)! Ich war das Kind einer geschiedenen Ehe. Wir sprachen über Literatur, aber nicht über diese Geschichte und darüber, was in Jugoslawien passierte. Praktisch im letzten Moment, 1992/93, meinte er: Die Serben und die Kroaten, MiloŠeviĆ – das geht uns nichts an. Damals sagte er zum ersten Mal, dass wir Deutsche sind! Er machte außerdem immer einen Unterschied zwischen den einfachen Volksdeutschen und den Überzeugten, die Im Zentrum des Buches steht ein Gespräch zwi- zur SS liefen. Wie Günter Grass oder Ratzinschen dem jüdischen Partisanen Mordechai­ ger (lacht). und dem Protagonisten Ihres Buches. In einem theologischen Gespräch fällt dann der Titel. Ihnen selbst war Ihr Deutschtum nicht klar? Šnajder — „Reparatur der Welt“ ist die ge- Šnajder — Ich war jugoslawisch sozialisiert, naue Übersetzung eines wichtigen Begriffs wenn ich das so sagen darf, war ein Linker der jüdischen Mythologie: Einerseits verweist der 68er-Generation und dachte in ganz aner auf den Kampf gegen Idiolatrie, die Selbst- deren Kategorien. verherrlichung; andrerseits nennt er die Aufgabe, die jeder Jude auf sich nehmen muss Wann kam Ihnen die Idee zum Buch? – jeden Tag an der Reparatur der Schöpfung Šnajder — Nach dem Tod des Vaters. Mein mitzuarbeiten. Die beiden schwimmen in Erbe bestand aus Papier – ich bekam nichts Jauche und streiten über den Defekt der Welt außer Papier, davon aber sehr viel. Zum Beiund deren Verbesserung. Ich denke, ich habe spiel kann ich die Bewegungen meiner Muteine sehr zynische Szene erfunden. ter, die Kurier bei den Partisanen war, durch alle Frontlinien genau dokumentieren. Sie Hatten Sie keine Angst, diesen Disput unter sagte einmal, sie sei aus dem Krieg mit einer solchen Bedingungen stattfinden zu lassen? einzigen Trophäe heimgekommen – einer Šnajder — Es handelt sich gewiss um eine Pistole, mit der sie aber nie geschossen habe. Theologie ohne Gott. Alle Religionen muss- Sie gehörte später der Antifaschistischen ten sich mit diesem Problem befassen: Wie Frauen-Front an. Die heutigen Feministinkann man über ein KZ schreiben? Direkt nen sollten das studieren, interessieren sich kann man das ja nicht machen. aber nicht dafür.

Ihre Familiengeschichte ist gespalten: Die Mutter war als Partisanin auf der richtigen Seite, gehörte zu den Siegern … Šnajder — Ja, und es ist sonderbar, dass sie mir davon nicht mehr erzählt hat. Heute würde man das als Schimpfwort verwenden: Sie war eine gläubige Bolschewikin und blieb

Was waren die Reaktionen in Kroatien auf Ihr Buch? Šnajder — Die schönste Reaktion kam von einer Frau – bekanntlich sind die wichtigsten Leser Frauen. Eine Frau, die ich persönlich nicht kenne, schrieb: „Šnajders Roman zu lesen macht gesund!“ Keine negative Kritik?

Karin Haller Geschäftsführerin des Instituts für Jugendliteratur, www.jugendliteratur.at

Schönes Wissen Denken Sie beim Thema Kindersachbuch an Dinosaurier, den Wald und das alte Rom? Denken Sie um. Gelsen, Schnupfenviren und Schimmelpilze sind der neue Trend. Mit Büchern wie „Gerda Gelse“, „Susi Schimmel“ und „Willy Virus“ hat es der Tyrolia Verlag geschafft, vergleichsweise sperrige Themen attraktiv zu machen – sogar für den Deutschen Jugendliteraturpreis. Der jüngste Titel heißt „So ein Mist“ von Melanie Laibl, ist Sieger beim Wissenschaftsbuch des Jahres 2019 in der Junior-Kategorie und hat den aktuellen LeserstimmenPreis des BVÖ gewonnen, nicht schlecht. Es ist eine erfreuliche Entwicklung, dass hochqualitative Autorensachbücher mit durchdachten Konzepten und künstlerischen Präsentationen den Kindersachbuchmarkt immer stärker bereichern. Ohne Veteranen zu nahe treten zu wollen, aber da schaut so mancher Reihentitel alt aus. Schauen Sie sich in diesem Herbst zum Beispiel „Es steht geschrieben. Von der Keilschrift zum Emoji“ bei Gerstenberg an – eine gelungene Mischung zwischen Sach-Comic und Graphic Novel, mal was ganz anderes. Die Bandbreite ist jedenfalls groß. Was mich auf der im Untertitel versprochenen „spannenden Spurensuche“ bei „Welches Tier kackt denn hier“ (Kosmos) erwartet, weiß ich noch nicht, ich lasse mich überraschen.

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Šnajder — Es gab in Kroatien nur eine negative Rezension: Ich wurde beschimpft, dass ich den Deutschen Absolution erteile. Es wurde behauptet, ich würde immer nur über die Ustascha, die kroatischen Faschisten, schreiben – was unglaublich dumm ist. Es ist klar, dass die Deutschen das ermöglichten – aber die Verbrechen der Ustascha haben die Kroaten selbst begangen. Die in Kroatien bis heute sehr einflussreiche katholische Kirche spielte damals keine besonders „glückliche“ Rolle …

„Eine Frau, die ich persönlich nicht kenne, schrieb: ,Šnajders Roman zu lesen macht gesund!‘“ Slobodan Šnajder

Man muss dazu sagen, dass die 1980er-Jahre relativ liberal waren. Das letzte Jahrzehnt Jugoslawiens war viel liberaler als heute. Die Kommunisten hatten eine gewisse Angst vor Autoren und Studenten. Bisweilen hat man den Eindruck, die Deutschen seien nur ein Anlass in Ihrem Buch? Šnajder — Genau. Es könnten auch Syrer sein. Ich nehme einen Burschen, der beim Abendessen sagt: „Morgen gehe ich nach Transsilvanien“ und zugleich weiß, dass er dorthin geht und nie mehr zurückkommt. Wann haben Sie begriffen, dass Jugoslawien untergehen wird? Šnajder — Ich habe auf jeden Fall viel länger daran geglaubt als die offiziellen Parteileute. Im Parteiapparat hat man ungefähr 1965 aufgehört, an eine Zukunft Jugoslawiens zu glauben. Jugoslawien war in vielerlei Hinsicht besser als das, was nachher kam. Sie haben sich nicht gegenseitig umgebracht. Kann man sagen, dass dieser Krieg ein Erbe des Zweiten Weltkriegs war? Šnajder — Dieses Mal waren die Deutschen nicht verantwortlich! (lacht) Aber ein unabhängiger kroatischer Staat wäre während des Zweiten Weltkriegs ohne Deutschland nicht möglich gewesen. Ich weiß nicht, ob 1991 politisch falsch oder richtig war. Unsere drei slawischen Völker waren mit Deutschland äußerst unglücklich verbunden. Jetzt sind die Deutschen vertrieben, aber kurioserweise in der Sprache geblieben. Man kann in Kroatien kein Auto ohne deutsche Wörter reparieren. Dasselbe gilt für das Essen in Serbien: Keine serbische ohne österreichische oder türkische Küche! Adorno meinte, Fremdwörter seien die Fremden der Sprache.

stand, war nicht schuld am Zerfall Jugoslawiens – er war das nur ein Mittel. Nämlich das einzige Mittel, um die alten Kommunisten an der Macht zu halten. Glauben Sie nicht, dass Reste der Ustascha, die in den 1990er-Jahren aus Südamerika zurückkamen, irgendeine Bedeutung haben. Heute geht es um puren Machiavellismus. Sie haben mehrfach im Ausland gelebt … Šnajder — Die längste Zeit in Berlin – ich wurde an einigen deutschen Theatern gespielt, Anfang der 1990er-Jahre auch am Burgtheater. Eigentlich sollte ich dankbar sein, ich verdiente gutes Geld. Hier wurde „Der kroatische Faust“ aufgeführt. Ich schrieb auch ein Stück über eine kroatischösterreichische Schauspielerin, die 1914 Selbstmord in Wien beging. Warum wurde es nicht gespielt? Šnajder — Ich gab damals ein Interview, bei dem ich etwas katastrophal Falsches machte. Ich sagte, mein Stück sei besser als Bernhards „Heldenplatz“! (lacht) Es war nur ein Witz – aber am nächsten Tag rief mich meine Agentur an und sagte: „Šnajder, Sie sind wohl verrückt geworden!?“ (lacht) «

Von Slobodan Šnajder: Im 18. Jahrhunderts ziehen die Donauschwaben auf Geheiß Kaiserin Maria Theresias nach „Transsilvanien“. „Den Ersten der Tod / Den Zweiten die Not, / Den Dritten das Brot“ lautet ihr Leitspruch für das beschwerliche Leben der „Volksdeutschen“ im äußersten Südosten des Habsburgerreichs, das mit dem Zweiten Weltkrieg ein Ende findet.

Šnajder — Das ist eine gefährliche Frage. Der Erzbischof von Zagreb war nicht imstande, die Prinzipien des Glaubens mit jenen der Realität in Einklang zu bringen. Als ich das im Jahr 2000 einmal laut und deutlich sagte, bezahlte ich teuer dafür. Ich bekam die Intendantur des Nationaltheaters, für die ich mich beworben hatte, nicht. Im Dom von Zagreb wurde gegen mich gepredigt. Ich könnte darüber ein Theaterstück schreiben.

Sie sprechen von der Trennung von Serbisch und Kroatisch? Šnajder — Ja, sie ist total absurd! Es handelt sich um eine Sprache mit mehreren Zentren, wobei es schlecht war, dass die Serben versuchten, ihre Variante durchzusetzen. Aber grundsätzlich können sich Kroaten und Serben sehr gut verstehen – wenn sie wollen. Wenn nicht, hilft auch kein Wörterbuch. Jugoslawien war das offenste der kommunistischen Länder … Šnajder — Ja, so war es. Wenn man die Union schon unbedingt auflösen wollte, hätte man das auch friedlich tun können. Eigentlich hätte die EU vor dem Krieg alle Beteiligten an einem Tisch zusammenbringen müssen. Der Nationalismus, der damals ent-

Slobodan Šnajder inszeniert seinen Roman als Spiel mit vieldeutigen Charakteren: Wie war es möglich, dass der Protagonist Georg Kempf, nach dem Vorbild des Vaters des Erzählers geschaffen, als Kroate in der SS-Division „Prinz Eugen“ an der Ostfront kämpfen und nach dem Krieg unbehelligt bis zum Ende des kommunistischen TitoStaates leben konnte? Slobodan Šnajder: Die Reparatur der Welt Aus dem Kroatischen von Mirjana und Klaus Wittmann Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2019

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– Kurz vor Schluss – Gastkommentar

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Es gibt die Beobachtung, dass gerade in den traurigsten und düstersten Momenten die meisten Witze erzählt werden. Diese Form der Trauer- und Krisenbewältigung hat in Wien eine große Tradition. Der Ausdruck „Wien – Hauptstadt der Toten“ steht genau für diesen Zugang. Dieser, sehr wienerische, Zugang zum Thema Tod wird auch in den Krimis aufgenommen und weiterentwickelt. So tragen auch die Autorinnen und Autoren dazu bei, den Tod etwas lockerer zu nehmen, und eröffnen auch einen anderen Blickwinkel darauf. Wir als Bestattung Wien unterstützen daher den Leo-Perutz-Preis sehr gern und freuen uns schon auf viele weitere spannende Kriminalgeschichten.

Rauchen sichert Arbeitsplätze Jürgen Sild Wie und warum das Unternehmen Bestattung Wien den Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur unterstützt

I L L U S T R AT I O N : G E O R G F E I E R F E I L , F O T O : B E S TAT T U N G W I E N

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iemand beschäftigt sich gern mit Sterben, Tod und der eigenen Vergänglichkeit. Und doch sind wir fast tagtäglich damit konfrontiert. In den Nachrichten, in Filmen und in Büchern. Vor allem aber in den Krimis. Am Anfang eines Krimis steht meist das mehr oder weniger spektakuläre Ableben einer oder mehrerer Personen. Meist sind die Ursachen für die Todesfälle nicht so, wie sie zu sein scheinen. Die Arbeit der Bestattung Wien beginnt ebenfalls mit dem Ableben eines Menschen. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben dezent im Hintergrund, ihre Aufgaben erledigen sie aber 365 Tage im Jahr rund um die Uhr. Immer pietät- und würdevoll. Was liegt daher für die Bestattung Wien näher, als den Leo-Perutz-Preis zu unterstützen? Heuer bereits zum dritten Mal. Als größtes Bestattungsunternehmen Österreichs hat die Bestattung Wien bereits bei einigen Kulturprojekten mitgewirkt. Als Ratgeber oder mit Statisten bei Spielfilmen, aber

auch als Beraterin für Krimiautorinnen und Krimiautoren. Ganz oben steht dabei meist die Frage: Wie begeht der Protagonist des Romans den „perfekten Mord?“ Oder: „Wie lässt man eine Leiche verschwinden?“ So viel sei verraten: In Österreich ist das Verschwindenlassen einer Leiche gar nicht so einfach, aber auch nicht unmöglich. Gerade solche Fragen und die Projekte, die sich daraus ergeben, sind auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bestattung Wien spannend. Und Abwechslung ist, wenn man in einem derart sensiblen Bereich tätig ist, sehr wichtig. Denn mit einem kleinen Augenzwinkern lässt sich leichter über das ernste Thema Tod sprechen. Wo, wenn nicht in Wien, wäre es möglich, ein Konzert auf dem Zentralfriedhof zu organisieren, ein Lego-Krematorium zu verkaufen oder eine Zigarettenhülle mit dem Aufkleber „Rauchen sichert Arbeitsplätze – Bestattung Wien“ anzubieten.

„In Österreich ist das Verschwindenlassen einer Leiche gar nicht so einfach, aber auch nicht unmöglich“

Jürgen Sild ist Geschäftsführer der Bestattung Wien

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– Buchtermine –

Veranstaltungen August/September 2019 Sweet Moon / Judith W. Taschler / Olga Flor / Vea Kaiser / Tex Rubinowitz. Nur bei Schönwetter! (Schlierbach, 4553 Schlierbach, 10:00)

DONNERSTAG, 1. 8.

O-Töne mit Vea Kaiser & Marko Dinić (MuseumsQuartier­, Haupthof, Museumsplatz 1, 1070 Wien, 20:00)

SONNTAG, 1. 9.

Doris Knecht: weg (Summerstage, Roßauer Lände , 1090 Wien, 20:00)

SONNTAG, 4. 8.

Lukas Kummer: Thomas Bernhard. Die Ursache (Thomas Bernhard Haus Ohlsdorf, Obernathal 2, 4694 Ohlsdorf, 17:00) Barbara Zeman: Immerjahn (Summerstage, Roßauer Lände , 1090 Wien, 20:00) DIENSTAG, 6. 8.

Alex Beer: Der dunkle Bote (Buchhandlung Weidinger­, Atterseestraße 35, 4863 Seewalchen am Attersee, 20:00)

DIENSTAG, 3. 9.

Krimiautorin Alex Beer liest am 6. August aus ihrem aktuellen Werk „Der dunkle Boote“ in der Buchhandlung Weidinger

Verena Roßbacher: Ich war Diener im Hause Hobbs (Hotel Hirschen, Hof 14, 6867 Schwarzenberg, 19:00) Sebastian Fitzek: Der Insasse (Kulturzentrum Lenzing, Johann-Böhm-Straße 1, 4860 Lenzing, 20:00) DIENSTAG, 10. 9.

David Sedaris: Calypso (Gartenbaukino, Parkring 12, 1010 Wien, 19:30)

MITTWOCH, 7. 8.

Heidi Emfried: Die Akte Kalkutta (Arkadenhof Freiung 35 Wels, Freiung 35, 4632 Pichl bei Wels, 20:00)

DIENSTAG, 17. 9.

Literatur & Natur mit Georg Bydlinski, Christl Greller, Monika Vasik (Nationalparkhaus Lobau, Dechantweg 8, 1220 Wien, 18:00)

DONNERSTAG, 8. 8.

FREITAG, 9. 8.

Im Rahmen der O-Töne präsentiert Gertraud Klemm ihren neuen Roman „Hippocampus“ am 22. August

Fritz Ostermayer & Vienna Rest in Peace Lesung mit Konzert (Herrenseetheater Litschau, Strandbadstraße , 3874 Litschau, später Abend)

FREITAG, 23. 8.

FREITAG, 20. 9.

Integrationslesetag (Maria-TheresienStraße, Maria-Theresien-Straße , 6020 Innsbruck, 09:00)

Didi Drobna: Als die Kirche den Fluss überquerte (Posthof Linz, Posthofstraße 43, 4020 Linz, 20:00)

SAMSTAG, 10. 8.

Theodora Bauer: Frutti misti (Kulturbahnhof Litschau, Bahnhofspl. 2, 3874 Litschau, Nachmittag) Grischka Voss: Wer nicht kämpft, hat schon verloren! (Arkadenhof Freiung 35 Wels, Freiung 35, 4632 Pichl bei Wels, 20:00) SONNTAG, 11. 8.

Franzobel: Rechtswalzer (Summerstage, Roßauer Lände , 1090 Wien, 20:00)

Vea Kaiser: Rückwärtswalzer, oder: Die Manen der Familie Prischinger (Arkadenhof Freiung 35 Wels, Freiung 35, 4632 Pichl bei Wels, 20:00)

Martin Amanshauser: Die Amerikafalle (Brandlhof Radlbrunn, Radlbrunn 24, 3710 Ziersdorf, 19:00)

SAMSTAG, 21. 9. SONNTAG, 25. 8.

Familienlesetag (Maria Theresien Straße, MariaTheresien-Straße , 6020 Innsbruck, 09:00) Vea Kaiser: Rückwärtswalzer, oder: Die Manen der Familie Prischinger (Summerstage, Roßauer Lände, 1090 Wien, 20:00) MONTAG, 26. 8.

DIENSTAG, 13. 8.

DONNERSTAG, 19. 9.

Kurt Palm: Monster (Café Museum, Operngasse 7, 1010 Wien, 19:00)

Lesung und Musik: Carl Ludwig Hübsch, Harald Kimmig und Angelika Sheridan (Dominikanerkirche Krems, Körnermarkt 14, 3500 Krems an der Donau, 18:00) SONNTAG, 22. 9.

Literaturfest auf dem Neusiedler See (Strandbad Neufelder See, Eisenstädter-Straße , 2491 Neufeld an der Leitha, 11:00) DIENSTAG, 24. 9.

DONNERSTAG, 29. 8.

Wolfgang Böck: Habt’s mich gern. On the Road (Wald4tler Hoftheater Pürbach, Pürbach 14, 3944 Schrems, 20:15)

Theresa Prammer: Auf dem Wasser treiben (Summerstage, Roßauer Lände , 1090 Wien, 20:00)

Frische Texte aus dem Burgenland mit Sanja Abramović, Sophie Reyer und Stefan Adrian (Bauernmühle Mattersburg, Schubertstraße 53, 7210 Mattersburg, 19:00) O-Töne mit Bettina Balàka & Daria Wilke (MuseumsQuartier, Haupthof, Museumsplatz 1, 1070 Wien, 20:00) Lesung & Gespräch: Ilija Trojanow (Schlierbach, 4553 Schlierbach, 20:00)

DONNERSTAG, 22. 8.

FREITAG, 30. 8.

Armin Thurnher: Fähre nach Manhattan. Mein Jahr in Amerika (Posthof Linz, Posthofstraße 43, 4020 Linz, 20:00) Gebrüder Moped: Heute gehört uns Österreich und morgen die ganze Scheibe (Stadtgalerie Mödling, Kaiserin Elisabeth-Straße 1, 2340 Mödling, 20:00)

O-Töne mit Gertraud Klemm & Claudia Klingenschmid­(Museumsquartier, Haupthof, Museumsplatz 1, 1070 Wien, 20:00)

Literaturvermittlungsaktion u. a. mit Thomas Mauz / Daniela Strigl & Brita Steinwendter / Lydia Haider & Puneh Ansari / Barbara Zeman & Sweet

Senden Sie Ihre Terminvorschläge an redaktion@hvb.at

DONNERSTAG, 15. 8.

O-Töne mit Robert Prosser & David Bröderbauer­ (MuseumsQuartier, Hof 8, Museumsplatz 1, 1070 Wien, 20:00) SONNTAG,18. 8.

FREITAG, 27. 9. F O T O S : I A N E H M , PA M E L A R U S S M A N N

O-Töne mit Marlene Streeruwitz & Angela Lehner (MuseumsQuartier, Haupthof, Museumsplatz 1, 1070 Wien, 20:00)

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