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Anzeiger 10/2019

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10 2019

anzeiger

Das Magazin für die österreichische Buchbranche

BUCH WIEN 19

Glaube und Religion

Was tun wir mit der Welt?

Empfehlungen für das Programm­ während der Messe und die Abendveranstaltungen samt Fest

Aktuelle Neuerscheinungen im Herbst bringen Modernes und Traditionelles auf den Büchertisch

Francesca Melandri über die Auswirkungen­ politischer Entwicklungen­auf jeden Einzelnen

DIE EVOLUTION WIRD WEITERGEHEN.

FA LT E R V E R L A G S G E S E L L S C H A F T M . B . H . , M A R C -AU R E L - S T R A S S E 9 , 1 0 1 1 W I E N

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— KURT KOTRSCHAL


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Shortlist

© Victoria Herbig

Österreichischer Buchpreis 2019 Deutscher Buchpreis 2019

Ein Ort, der nicht gefunden werden will. Eine österreichische Gräfin, die über die Erinnerungen einer ganzen Gemeinde regiert. Ein Loch im Erdreich, das die Bewohner in die Tiefe zu reißen droht. In ihrem schwindelerregenden Debütroman geht Raphaela Edelbauer der verdrängten Geschichte auf den Grund. Deutschland und Österreich Bestellungen bei: Verlagsauslieferung KNV Zeitfracht GmbH Industriestraße 23, 70565 Stuttgart Tel.: 07 11 / 78 99-10 30, Fax: 07 11 / 78 99-10 10 klett-cotta@kno-va.de

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11.10.19 14:19


Geschenkideen und Kochinspirationen

– 154. Jahrgang –

„Die BUCH WIEN ist nicht nur eine Buchmesse, sondern auch ein literarisches Event“

Taliman Sluga Das österreichische Fisch-Kochbuch Ein Plädoyer für den heimischen Fisch: 30 Fischarten, 60 Rezepte.

Gustav Soucek

Z

wischenzeit. Nämlich genau zwischen der Frankfurter Buchmesse und der BUCH WIEN erscheint dieser aktuelle anzeiger. Was wir jetzt schon wissen, ist, wer den Deutschen Buchpreis gewonnen hat, und generell, wie die Messe in Frankfurt lief. Heuer haben 82 Verlage aus Österreich teilgenommen, davon 28 am Gemeinschaftsstand des HVB, ein starkes Signal der österreichischen Buchwirtschaft.

240 Seiten, Hardcover handliches Geschenkformat: 15,7 x 12 cm durchgehend farbig bebildert ISBN 978-3-7025-0958-3, € 19,95

Was noch auf uns zukommt, sind die Namen der österreichischen Preisträgerinnen und Preisträger für den Österreichischen Buchpreis/Buchpreis Debüt und auch für den Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur. Sie alle werden in der BUCH WIEN-Festivalwoche bekannt gegeben, denn die BUCH WIEN ist nicht nur eine Buchmesse, sondern auch ein literarisches Event, das sich über die Messe hinaus erstreckt. Mit 575 geladenen AutorInnen und 511 Veranstaltungen darf sich das buchaffine Publikum wieder auf spannende Begegnungen für alle Altersklassen freuen. Wie international die BUCH WIEN diesmal sein wird, verrät schon einmal „Kurz gesagt“ (S. 5). Zum abwechslungsreichen Programm 2019 lesen Sie „Essenziell“ (ab S. 12). In „Kurz vor Schluss“ erzählt Armin Thurnher, der diesjährige Eröffnungsredner, von seinen Erlebnissen auf der Messe (S. 37). Der Schwerpunkt widmet sich diesmal allen Neuerscheinungen rund um das ­Thema Glaube und Religion (ab S. 16).

F O T O : K A T H A R I N A F. R O S S B O T H

Lernen Sie unsere Mitglieder kennen – diesmal werden das Buchhändler-Ehepaar Petra und Oliver Hartlieb, Verleger Martin Scheriau und Buchhändlerin Christina Dormittner vorgestellt (ab S. 28). Für „Selbstredend“ führte Erich Klein ein Gespräch mit der italienischen Autorin Francesca Melandri, die im November bei den Europäischen Literaturtagen mit dem Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet wird (ab S. 32). Wir wünschen Ihnen einen aktiven und bestsellerreichen Herbst, und ich persönlich freue mich darauf, dass wir einander auf der BUCH WIEN begegnen.

Europäisches Weihnachtskochbuch Rezepte, Bräuche, Spezialitäten 224 Seiten, Hardcover 21 x 24 cm, durchgehend farbig bebildert ISBN 978-3-7025-0906-4, € 29,– NEU: Englische Ausgabe: Christmas in Europe Recipes, Customs, Specialities ISBN 978-3-7025-0941-5, € 29,–

Gustav Soucek HVB-Geschäftsführer

Lesen Sie uns kennen. anzeiger / 3

www.pustet.at


– Inhalt –

Herausgeber: Hauptverband des Österreichischen Buchhandels/ISSN 0003-6277, Grünangergasse 4, 1010 Wien, T: +43 1/512 15 35, www.buecher.at Geschäftsführung: Gustav Soucek Projektleitung: Julia Stumvoll, DW 29, stumvoll@hvb.at Aboverwaltung: Irina Odvody, DW 12, odvody@hvb.at Medieninhaber, Konzept, Redaktion und Produktion: Falter Verlags­gesellschaft m. b. H., Bereich Corporate Publishing, Marc-Aurel-Straße 9, 1011 Wien, T: +43 1/536 60-0, E: magazine@falter.at, www.falter.at  Chefredaktion: Christian Zillner, DW 926, Teresa Preis, DW 812 Geschäftsführung: Siegmar Schlager  Anzeigenleitung: Sigrid Johler, DW 952, johler@falter.at  Die Offenlegung gem. § 25 Medien­gesetz ist unter www.falter.at/offenlegung/falter-verlag ständig abrufbar Herstellung: Print Alliance HAV Produktions GmbH.

16

Über 500 Veranstaltungen stellt die BUCH WIEN auf die Beine, wir stellen eine Auswahl vor

Die italienische Schriftstellerin Francesca Melandri wird mit dem Ehrenpreis für Toleranz ausgezeichnet

28

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Martin Scheriau im HVB-MitgliederPorträt

Die aktuellen Titel zum Thema Glaube und Religion, von modern bis traditionell

KURZ GESAGT

5

25 Länder in Wien Die BUCH WIEN wird immer internationaler, diesmal stellen 25 Nationen ihre Literaturszene vor.

HVB-MITGLIEDER IM PORTRÄT

28

Petra und Oliver Hartlieb Hartliebs Bücher Christina Domittner Buchhandlung Prassl Martin Scheriau Kremayr & Scheriau

WISSENSWERT

6

Kurzmeldungen Ö1 Buch des Monats, Österreichischer Buchpreis, Franz-TumlerLiteraturpreis, Badewanne in der Buchhandlung, Kuppitsch von Thalia übernommen, EUPL, Christine Lavant Preis, Mehrwertsteuersatz auf E-Books, mediakolleg, Literaturnobelpreis, Buchkultur

SELBSTREDEND

32

Im Gespräch mit Erich Klein

35

Was wird aus uns?

Francesca Melandri

Kontinent Kinderbuch

ESSENZIELL

KURZ VOR SCHLUSS

12

37

Die Messe als Hochamt der Literatur

Das Programm der BUCH WIEN 19

Gastkommentar Eröffnungsredner Armin Thurnher über die BUCH WIEN

SCHWERPUNKT

16

Glaube und Religion Für Gläubige, Ungläubige und Weihnachtsstresser

KLASSIKER

27

Neu entdeckt Margaret Atwood

anzeiger / 4

STANDARDS TITELSCHUTZ  8 MONATSBESTSELLER  24 MONATSBESTENLISTEN  26 BUCHTERMINE  38

I L L U S T R AT I O N : G E O R G F E I E R F E I L F O T O S : N I N I T S C H AV O L L , H E I K E S T E I N W E G , U N S P L A S H / T H O M M A S AT

IMPRESSUM

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– Kurz gesagt –

25 Länder in Wien DIE BUCH WIEN WIRD IMMER INTERNATIONALER, DIESMAL STELLEN 25 NATIONEN IHRE LITERATURSZENE VOR. WAS WERDEN SIE PRÄSENTIEREN? Ganz schön bunt und europäisch In der Donau Lounge gibt es diesmal 22  Events mit 35 Mitwirkenden aus elf Ländern des Donauraums. Ganz schön bunt und europäisch – eine Mischung aus junger Generation und „großen Namen“, etwa Mircea Cărtărescu, Martin Pollack, Drago Jančar oder Juri Andruchowytsch. Neben Neuerscheinungen widmen wir uns dem Márton Méhes, Österreich-Ukraine-Kulturjahr 2019, wainternationaler Kulturmanager gen einen Rückblick auf das Gastlandpround Initiator der gramm Tschechien in Leipzig 2019 und fraDonau Lounge gen nach den Perspektiven der Kultur- und Literaturvermittlung der Roma und Sinti. Steigende Besucherzahlen und die Professionalisierung der Messe sind für uns erlebte Realität. Die Donau Lounge findet zum siebten Mal statt, und viele sagen mir, sie sei von der BUCH WIEN nicht mehr wegzudenken!

Schwerpunkt Demokratie Wir sehen ein großes Interesse an nordischer Literatur in Österreich und freuen uns, neu erschienene Bücher auf der BUCH WIEN zu präsentieren. Es ist erfreulich zu sehen, wie die Messe von Jahr zu Jahr wächst. In diesem Jahr stellen die vier nordiMikaela Kumlin schen Länder Dänemark, Finnland, Granit, BotschafNorwegen und Schweden nicht nur Krimis, sondern auch außergeterin und Ständige Vertreterin bei wöhnliche Kinderliteratur, Belletrisden Vereinten tik sowie Koch-, Design- und Life­Nationen in Wien style-Bücher am Stand Blickpunkt Norden aus. Von schwedischer Seite liegt der Schwerpunkt auf Demokratie. Die schwedische Illustratorin und Schriftstellerin Stina Wirsén wurde eingeladen, um über die Macht der Literatur zu sprechen und mit ihren Büchern auf leicht verständliche und interessante Weise Kindern Botschaften über Menschenrechte zu vermitteln

„Wir fragen nach den Perspektiven der Kultur- und Literaturvermittlung der Roma und Sinti“

„Es ist erfreulich zu sehen, wie die Messe von Jahr zu Jahr wächst“

Márton Méhes

F O T O S : A D R I A N B A T T Y, S C H W E D I S C H E B O T S C H A F T I N W I E N , P R I VA T

Mikaela Kumlin Granit

Brücken zwischen Kulturen Das Institut français wird doppelt vertreten sein. Einerseits haben wir unseren eigenen Stand, wo wir für unsere Aktivitäten werben werden, sei es die zahlreichen kulturellen Events, das Kursangebot oder die Schulprojekte. Außerdem werden dort auch französische Bücher verkauft. Andererseits teilen wir uns Jacques-Pierre einen Stand mit unseren langjährigen Gougeon, Partnern, den Botschaften von Belgien, Direktor des Institut Kanada und der Schweiz, wo wir frankofrançais d’Autriche phone Comic-Autoren jeder Altersstufe dem Publikum vorstellen werden. Ziel ist es, die frankophonen Comics in Szene zu setzen und beim österreichischen Publikum die Entdeckerlust zu wecken! Der internationale Bereich der BUCH WIEN wird jedes Jahr größer, der Austausch und die Gespräche haben sich intensiviert. Diese Tendenz ist sehr positiv für die demokratische Debatte im Allgemeinen und um Brücken zwischen Kulturen zu bauen.

Einzigartige und angenehme Atmosphäre Der Auftritt Tschechiens steht heuer auf der BUCH WIEN unter dem Motto AHOJ WIEN! Echo Leipzig 2019 – als Kostprobe des diesjährigen erfolgreichen Gastlandauftritts in Leipzig. Dank der Kooperation mit dem Kulturministerium, der MähriMojmír Jeřábek, schen Landesbibliothek und dem CzechLit Direktor des TschechiCentre dürfen wir uns auf mehrere tscheschen Zentrums Wien chische Autorinnen und Autoren freuen. Am Stand wird tschechische Gegenwartsliteratur sowohl im Original als auch in Übersetzungen präsentiert – im Fokus stehen dabei Neuerscheinungen, die auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt wurden. Für mich persönlich als Literaturwissenschaftler und Bücherliebhaber ist die BUCH WIEN meine Lieblingsmesse, wo sich Autoren, Literatur und Publikum in einer einzigartigen und angenehmen Atmosphäre treffen!

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– Wissenswert –

Der Roman „Das letzte rote Jahr“ (Frankfurter Verlagsanstalt) von Susanne­Gregor ist Ö1 Buch des Monats. Gregor sei eine Erzählerin, heißt es in der Jury-Begründung, die „nicht nur durch historische Kenntnisse und genaues Lokalkolorit besticht, sondern [es vermag,] eine psychologisch bis in die letzten Nuancen stimmige Figurenkonstellation zu entwerfen“. Das Ö1 Buch des Monats ist eine neue, exklusive Aktion für HVB-Buchhandlungen in Kooperation mit dem Radiosender Ö1. Der Siegertitel wird monatlich von der „Ex Libris“-Redaktion ausgewählt und in der Sendung be­sprochen.

Das Ö1 Buch des Monats im Oktober

Literaturlandschaft Das sind die fünf Titel im Rennen um den Österreichischen Buchpreis 2019 Fünf Titel sind für den Österreichischen Buchpreis 2019 nominiert worden. Das hat die Jury nun bekannt gegeben. Dabei haben es die folgenden Werke auf die Shortlist geschafft: Raphaela Edelbauer: „Das flüssige Land“ (Klett-Cotta) Karl-Markus Gauß: „Abenteuerliche Reise durch mein Zimmer“ (Zsolnay) Norbert Gstrein: „Als ich jung war“ (Carl Hanser) Sophie Reyer: „Mutter brennt“ (edition keiper­) Clemens J. Setz: „Der Trost runder Dinge“ (Suhrkamp) Insgesamt wurden 114 eingereichte Titel von der Jury begutachtet. Wer die Auszeichnung bekommt, wird erst am Abend der Preisverleihung am 4. November 2019 im Kasino am Schwarzenbergplatz veröffentlicht.

Die Preisträgerin bzw. der Preisträger erhält 20.000 Euro, die vier anderen Finalistinnen und Finalisten jeweils 2.500 Euro. Der Österreichische Buchpreis wird vom Bundeskanzleramt der Republik Österreich, dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien ausgerichtet.

Lehner gewinnt

Badewanne in der Buchhandlung

Der Franz-Tumler-Literaturpreis geht in diesem Jahr an Angela Lehner für ihren Debütroman „Vater unser“ (Hanser Berlin), der auch für den Österreichischen Buchpreis Debüt sowie den Literaturpreis Alpha nominiert ist. Die Jury lobte den Roman als „unterhaltsam, spannend und von hohem literarischem Niveau“. Neben der Auszeichnung gibt es 8.000 Euro Preisgeld und einen Lese- und Schreibaufenthalt in Laas. Der Publikumspreis ging an Lola Rendls Roman „Der große Garten“ (Matthes & Seitz).

Instagram-Aktion zum neuen Buch „Wer hat hier gelebt?“ Eine Marketing-Aktion bei Brandstätter soll ein besonderes Buchprojekt in den Fokus rücken. Seit September und noch bis November tourt der Instacorner, wie die Installation inklusive Badewanne genannt wird, mit den Hashtags #augenreise, #lieblingsbuchhandlung und #lostplaces durch Buchhandlungen in Österreich und Deutschland – und wird auch auf der Frankfurter Buchmesse sowie auf der BUCH WIEN zu begutachten sein.

Die Installation reist durch den Buchhandel

Übernommen Die Wiener Kuppitsch Buchhandlungen werden ab dem 15. Oktober von Thalia übernommen. In einer Aussendung der bisherigen Eigentümer, der Geschwister ­Martin Seidl und Elisabeth­Benedikta Seidl, heißt es: „Der Buchhandel steht seit einigen Jahren vor großen Herausforderungen und wir haben uns daher entschlossen, mit dem Verkauf an Thalia für unsere Kunden und Mitarbeiter die bestmöglichen Voraussetzungen für die Zukunft zu s­chaffen.“ Beide Standorte sollen erhalten und die 22 langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernommen werden. Seit 150 Jahren ist die Buchhandlung im Familienbesitz geführt worden, der Verkauf an Thalia soll ein Weiterbestehen der Buchhandlungen garantieren.

F O T O S : B E I G E S T E L LT

Ö1-Monatsbuch


Foto: © Thom Trauner / Deuticke Verlag

René Freund

192 Seiten. Gebunden € 18,50 [A]. ISBN 978-3-552-06400-3 Auch als E-Book erhältlich

»Wie alt muss man eigentlich werden, um Weihnachten endlich so feiern zu dürfen, wie man will?«

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15.10.2019 10:14:08


– Wissenswert –

Mehrwertsteuersatz E-Books und Hörbücher werden ab 2020 besteuert wie gedruckte Bücher

Europäische Geschichte(n)

Europäisch

Lavant-Preis Die deutsche Schriftstellerin Angela Krauß hat den mit 15.000 Euro dotierten Christine Lavant Preis 2019 erhalten. Die Verleihung fand am 6. Oktober im Rahmen einer Matinee in Wien statt. Musikalisch-literarisch umrahmt wurde die Veranstaltung unter anderem von der Schauspielerin Gerti Drassl. Die Laudatio hielt Karl Wagner. Dazu gab es Ausschnitte zu hören aus dem neu erschienenen Klangbuch von Christine Lavant, „Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus“ (mandelbaum).

Die Entscheidung des österreichischen Nationalrats gilt mit 1. 1. 2020 Auch dank des langjährigen Einsatzes des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels (HVB) kann ein Erfolg bei der Senkung der Mehrwertsteuer auf E-Books und Hörbücher vermeldet werden. So werden diese Erzeugnisse ab dem 1. Jänner 2020 mit dem vergünstigten Mehrwertsteuersatz von 10 % statt 20 % ausgezeichnet werden. Wie der österreichische Nationalrat am 19. September beschloss, gilt diese Regelung auch für digitale Zeitschriften und Zeitungen. Der HVB hatte sich während dieses langwierigen Prozesses immer wieder bei der Regierung für Änderungen stark gemacht. Endgültig Bewegung in die Sache gekommen ist im letzten Jahr. Damals hatten die EU-Finanzminister den Weg frei gemacht für eine Angleichung der Mehrwertsteuersätze auf E-Books und Hörbücher. Im Anschluss kündigte Deutschland eine Senkung der Mehrwertsteuer für diese Erzeugnisse an. Diese neue Regelung sieht nun einen Mehrwertsteuersatz auf E-Books und Hörbücher von 7 % statt 19 % vor.

Vor allem durch die gemeinsame Warenbewirtschaftung der beiden Länder zeigte sich dabei abermals, wie wichtig das Thema auch für den hiesigen Buchmarkt ist. So zeigten Berechnungen rasch, dass eine Nicht-Harmonisierung hier durchaus negative Folgen gehabt hätte. Doch durch zahlreiche Gespräche mit dem Kunst- und Kulturministerium und dem Finanzministerium gelang es dem HVB, die Dringlichkeit des Themas zu unterstreichen. Eine Arbeit, die letztlich durch die Abstimmung im Nationalrat zum Erfolg geführt werden konnte und deren positives Resultat mit dem neuen Jahr seine Wirkung entfalten sollte. HVB-Präsident Benedikt Föger sieht die Durchsetzung des Anliegens dann auch dementsprechend positiv: „Nachdem es uns in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Verlegerverband FEP in zähen Verhandlungen gelungen ist, das Anliegen auf europäischer Ebene durchzusetzen, freue ich mich sehr, dass die Umsetzung auf nationaler Ebene nun so reibungslos funktioniert.“

Titelschutzmeldungen Mit einer Titelschutzmeldung im anzeiger ist Ihr Buchtitel für sechs Monate bis zum Er­schei­nungsdatum geschützt. Ihre Titel­schutz­meldung ist mit Ihrer Nennung nach kurzer Überprüfung über www.buecher.at abrufbar und erscheint in der ­darauffolgen­den Ausgabe des anzeigers. Titel melden können Sie auf www.buecher.at/titelschutz oder per E-Mail an Doris Klinda unter klinda@hvb.at. Die gleichzeitige Schaltung von mehreren Titelschutzmeldungen ist besonders günstig: Bis zu drei Titel pro Ausgabe gibt es exklusiv für HVB-Mitglieder* um nur € 80,– /6 Titel € 110,– und bis zu 12 Titel um nur € 210,–. Doris Klinda berät Sie gern unter klinda@hvb.at, Tel. 01/512 15 35 DW 14. (*Nichtmitglieder zahlen das Doppelte, alle Preise zzgl. 5 % Werbeabgabe und 20 % MwSt.)

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Bezahlte Anzeigen. Der Verlag über­nimmt keine Haftung dafür, dass die Titel bereits geschützt sind oder durch die Inserate Rechte Dritter verletzt werden.

Unter Hinweis auf § 80 UrhG nehmen wir Titelschutz in Anspruch für den Einzeltitel: „ecoland“ in allen Schreib­weisen, Darstellungsformen, Wortverbindungen und Kombinationen, als Reihen- und/oder Einzeltitel und zur Verwendung in allen Medien. Joachim Herz Stiftung Langenhorner Chaussee 384, D-22419 Hamburg

F O T O : P H I L I P P E M O L I T O R , I S T O C K , P R I VA T, U N S P L A S H

Insgesamt vierzehn Personen haben in diesem Jahr den European Union Prize for Literature (EUPL) erhalten. Zu den am 2.  Oktober bei der Verleihung in Brüssel Ausgezeichneten gehörte auch die österreichische Preisträgerin Laura Freudenthaler, die den Preis für ihr Buch „Geistergeschichte“ (Droschl Literaturverlag) erhielt. Der EUPL ist eine Auszeichnung für herausragende neue und aufstrebende literarische Talente. Zur österreichischen Jury gehörten Alexander Potyka (Verleger, Picus Verlag), Carolina Schutti (Autorin, Preisträgerin 2015), Brigitte Schwens-Harrant (Literaturkritikerin), Nathalie Rouanet-Herlt (Übersetzerin) und Karl Puš (Buchhändler).


AutorInnenmarketing für Verlage Seminarleiter Patrick Hutsch im Gespräch über Geschichten um Menschen und Literatur

FOTO: XXXXXXXXX

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Warum ist es wichtig, Autorinnen und Autoren – und nicht nur deren Bücher – in Szene zu setzen? Patrick Hutsch – Als Leser interessieren wir uns nicht nur für das Patrick Hutsch einzelne Buch! Wir möchten etwas über den Menschen erfahren, denn seine Bücher begleiten uns. Der Künstler als „Marke“ ist kein Phänomen des Internets oder der neuen Medien! Goethe, Sagan oder Capote wussten das Interesse an ihrer Person für den Erfolg ihrer Bücher zu nutzen. Der Künstler ringt immer auch um Aufmerksamkeit und muss das Interesse wachhalten – für das nächste Buch! ■

Für welche Abteilungen in Verlagen ist das Thema interessant?

Hutsch – Für alle (Kreativ-)Abteilungen ist das Thema implizit schon immer ein Teil der Arbeit. Man muss sich der kleinen und großen Schätze bewusst werden, die jeden Tag über den Schreibtisch gehen! Wir sind eine kreative Branche mit unendlich vielen Geschichten rund um Menschen, Bücher und Literatur – diese Geschichten müssen wir erzählen, denn die Leser sind neugierig und leidenschaftlich, so wie wir! ■

Ist AutorInnenmarketing auch mit kleinem Budget möglich? Hutsch – Authentizität, Unmittelbarkeit und Präsenz sind sehr viel wichtiger und langfristig erfolgreicher als ein Budget, das sich Aufmerksamkeit und Reichweite bloß erkauft.

Kontakt: Lesley Kirnbauer, 01/512 15 35 24, kirnbauer@hvb.at

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WAS DIE DIGITALE WELT ÜBER DICH WEISS! Der Autor Peter Handke erhält den Literaturnobelpreis

Nobelpreis für Handke Nach einem Jahr der Pause werden nun zwei Literaturnobelpreise von der schwedischen Akademie verliehen: Für 2018 wird die polnische Schriftstellerin Olga ­Tokarczuk ausgezeichnet, Preisträger 2019 ist der österreichische Autor Peter Handke. Der Preis ist mit jeweils neun Millionen schwedischen Kronen (rund 830.000 Euro) dotiert. Handke erhält den Preis „für ein einflussreiches Werk, das mit sprachlicher Genialität die Peripherie und die Spezifizität der menschlichen Erfahrung untersucht“, so die Begründung der Akademie. Damit ist er 15 Jahre nach Elfriede Jelinek der erste österreichische Autor, der diesen Preis bekommt. Handke wird für seine Positionierung im JugoslawienKrieg auch kritisch gesehen, der amerikanische PENClub etwa bedauert die Entscheidung.

TT EINTRI ! FREI

AUSSTELLUNG IN DER AK WIEN outofcontrol.ak.at

Das österreichische Literaturmagazin Buchkultur ist 30. Die Vorbereitungen für das Jubiläum haben laut Mitbegründer und Geschäftsführer Michael­ Schnepf bereits ein Jahr im Vorfeld begonnen. „Es ist Tradition bei uns, dabei vor allem den Leserinnen und Lesern etwas Besonderes zu bieten: ein dickeres Heft, eine spezielle redaktionelle Idee. Diesmal haben wir Menschen, die genauso alt sind wie unser Magazin, über ihre Einstellung zum Lesen gefragt.“ Der Geburtstag wurde auch gefeiert, im März im Rahmen der Leipziger Buchmesse, und für den Herbst sei etwas in Wien in Planung. Ob Schnepf alles noch mal so machen würde? „Die meisten der wirklich wichtigen Entscheidungen kann man im Vorfeld nicht prüfen, man muss sie dennoch treffen. Ich selbst blicke mit Demut zurück und kann sagen: Glück, Zufall, Intuition – ich habe immer die richtige Abzweigung erwischt.“ Schnepf gehört zu den Figuren in der Branche, die sich von Pessimismus nie abschrecken haben lassen und offen für die Erweiterung auf digitale Formate waren. „Beides ist gut, beides hat seinen Wert, beides wird von der Redaktion bedient, aber das eine ersetzt das andere nicht“, betont er. „Pessimistischen Strömungen wie ,das Buch ist tot, die Jugend liest nichts mehr‘ etc. bin ich nie gefolgt.“ Für die Zukunft wünscht sich Schnepf, dass die Buchkultur aufmerksam bleibt.

F O T O S : D O N ATA W E N D E R S / S U H R K A M P V E R L A G

Richtig abgezweigt


– Wissenswert –

Nicht nur Nobelpreis

Weitere Fotos von der Frankfurter Buchmesse t auf buecher.a

DER HVB-STAND AUF DER FRANKFURTER BUCHMESSE BOT BESUCHERINNEN WEIT MEHR – DARUNTER EINBLICKE IN DIE ÖSTERREICHISCHE BUCHBRANCHE

F O T O S : S T E P H A N , S A S E K , D R A G A N TAT I C

Bundesminister Alexander Schallenberg, Alexander Potyka und Benedikt Föger im Gespräch

Gerlinde Tamerl, Markus Renk

Bundesminister Alexander Schallenberg eröffnet den Österreich-Empfang

Benedikt Föger, Jürgen Meindl, Wolfgang Rick

Buchpreis meets Buchpreis: Tonio Schachinger und Tanja Raich

Ronald Schild, Katharina Hesse, Markus Toyfl

Ursula Poznanski, Gustav Soucek, Bernhard Aichner

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Die Messe als Hochamt der Literatur AUTORINNEN UND AUTOREN, DIE ZUR BUCH WIEN 19 KOMMEN, EMPFEHLUNGEN FÜR DAS BÜHNENPROGRAMM WÄHREND DER MESSE UND DAS ABENDPROGRAMM SAMT FEST

Text: Teresa Preis Illustration: Georg Feierfeil

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FOTOS: XXX

ehr Autorinnen und Autoren, mehr Aussteller – das sind auch Zeichen für die wachsende Bedeutung einer Buchmesse. Die BUCH WIEN, sowieso die größte Buchmesse Österreichs, wird auch international immer wichtiger. 575   Autorinnen und Autoren werden bei über 500  Veranstaltungen ihre neuen Bücher präsentieren und aktuelle Themen diskutieren. Wir haben uns das internationale Programm genauer angesehen (S. 13), die spannendsten Termine auf der Messe besprochen (S. 14) und eine Auswahl aus den Abendveranstaltungen (S. 15) getroffen. Das gesamt Programm der BUCH WIEN gibt es auf www.buchwien.at

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– Essenziell –

International

in Wien F O T O S : M A S S I M O G O I N A , D I E H O F F O T O G R A F E N , B E R T R A N D J A M O T, D A V I D L O F T U S , K A T H A R I N A L Ü T S C H E R , B A R N A N E M E T H I , M A R I A E I N W A N G E R / D O G E N E S V E R L A G , R A F A L K O M O R O W S K , S E L B Y M AY

FOTOS: XXX

OB AUS FRANKREICH, RUMÄNIEN ODER KANADA: AUF DER BUCH WIEN KANN MAN AUTORINNEN UND AUTOREN AUS DER GANZEN WELT ZUHÖREN

Deutschland Veit Heinichen Krimi-Autor Veit Heinichen lässt die Kommissarin in seinem neuen Buch „Borderless“ Grenzen sprengen. Der in Triest lebende Autor erzählt von den Verstrickungen des internationalen Verbrechens mit der Politik von Grado bis München. Mi, 21.45 h, Messe Wien/Halle D Do, 19 h, Café Schopenhauer

Ungarn/Deutschland Nikoletta Kiss Was ein junges Liebespaar in Budapest 1949 trotz aller Gegensätze zusammenbringt, die Ereignisse im sozialistischen Ungarn – und was sie mit einer Galeristin in Berlin 2017 zu tun haben. Do, 19 h, Buchhandlung Orlando Fr, 17 h, Messe Wien/Halle D Sa, 15 h, Messe Wien/Halle D

Frankreich Nicolas Mathieu Der preisgekrönte Roman „Wie später ihre Kinder“ erzählt von einem Ort in der französischen Provinz in den 1990er-Jahren: Eine Gruppe Jugendlicher lebt einen Alltag zwischen stillgelegter Industrie, Langeweile, Dealen und der Entdeckung ihrer Sexualität. Fr, 19 h, Institut français

Schweden/Großbritannien Rachel Khoo Die Autorin zeigt nicht nur saisonale Gerichte von typisch schwedischem Gebäck bis zur modernen Bowl, sondern führt vor allem in den neuen Trend „Lagom“ ein: die Lebensart, alles stets in Balance zu genießen. Fr, 10 h, Schwedenhaus Wien Fr, 17 h, Messe Wien/Halle D

Schweiz Sibylle Berg Zum zwölften Mal wird der Schweizer Buchpreis vergeben. Die Preisträgerin oder der Preisträger wird am 10. November in Basel bekannt gegeben, drei nominierte Autorinnen kommen auf die Messe: Sibylle Berg (Foto), Tabea Steiner und Ivna Žic. Do, 14 h, Messe Wien/Halle D

Rumänien Mircea Cărtărescu In seinem neuen Haus gerät der Erzähler in den Bannkreis des „Solenoids“, einer riesigen Magnetspule unterhalb des Kellers, die konsequent alles nach oben zieht: Ding, Mensch, Wirklichkeit. Sa, 19 h, Bank Austria Salon So, 14.30 h, Messe Wien/Halle D So, 16 h, Messe Wien/Halle D

Großbritannien Martin Walker Walkers „Menu surprise“ ist bereits der elfte Fall für Bruno, Chef de police im französischen Périgord­. Ausgerechnet als er einen Koch-Workshop für Feriengäste leiten soll, kommt es zu einem spektakulären Doppelmord. Sa, 19 h, Palais Coburg So, 11:30, Messe Wien/Halle D

Ukraine Jurij Andruchowytsch In seinem Debütroman „Karpatenkarneval“ aus dem Jahr 1990 wird die Geschichte eines Dichtertreffens erzählt, ein „Fest des auferstehenden Geistes“ im ukrainischen Kaff Tschortopil. Das Resultat: eine groteske Geisterbahnfahrt. Do, 19 h, Bank Austria Salon Fr, 10:30, Messe Wien/Halle D

Kanada Guy Delisle Der Comicbuchautor reist zum Festivalabend „Bande dessinée – Festival der frankophonen Comics“ an. Dabei werden französischsprachige ComicAutoren aller Nationalitäten dem heimischen Publikum nähergebracht. Sa, 19 h, Institut français So, 11.30 h, Messe Wien/Halle D

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– Essenziell –

Auf der

Messe Jan-Philipp Sendker „Das Gedächtnis des Herzens“: Der zwölfjährige Ko Bo Bo lebt bei seinem Onkel in Kalaw, einem Ort in Burma. Er ist ein Kind mit einer ungewöhnlichen Gabe: Bo Bo kann die Gefühle der Menschen in ihren Augen lesen. Sendkers Romane sind in mehr als 35 Sprachen übersetzt. Sa, 12 h, Messe Wien/Halle D Sa, 19 h, Thalia Wien-Mitte

Nora Bossong Der Polit-Roman „Schutzzone“ der deutschen Autorin geht den aktuellen und brennenden Fragen unserer Zeit nach. Im Zentrum des Geschehens steht die UN-Diplomatin Mira, die ihre Rolle während des Völkermords in Burundi kritisch zu hinterfragen beginnt. Fr, 19 h, Stadt Wien – Büchereien Sa, 10.30 h, Messe Wien/Halle D

Eva Rossmann Die Autorin kommt mit ihrem neuesten Krimi „Heißzeit 51“ auf die BUCH WIEN, dem aktuellen Fall von Ermittlerin Mira Valensky um brisante Seiten der Klimaschutzpolitik. Außerdem stellt sie mit Martin Buchinger ihr Kochbuch „Entspannt kochen“ vor. Sa, 15:30, Messe Wien/Halle D So, 16 h, Messe Wien/Halle D

Raphaela Edelbauer Ein Ort, unter dem sich ein riesiges Loch befindet, das auf merkwürdige Weise das Leben der Bewohner bestimmt. In ihrem Debütroman „Das flüssige Land“ geht die österreichische Schriftstellerin der verdrängten Geschichte ihres Heimatlands auf den Grund. Do, 17.30 h, Messe Wien/Halle D Fr, 17.30 h, Messe Wien/Halle D

Claudia Rossbacher „Steirerrausch“: Die LKA-Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann haben auch diesmal einen kniffligen Fall zu lösen: In Kitzeck in der Südsteiermark wird ein Weinbauer ermordet. Ihre Recherchen führen die beiden Ermittler in dunkle Zeiten zurück. Sa, 12.30 h, Messe Wien/Halle D Sa, 15 h, Messe Wien/Halle D

Arik Brauer Für sein neues Buch „A Jud und keck a no“ hat Arik Brauer bekannte und eigene jüdische Witze gereimt auf den Punkt gebracht – und meisterhaft illus­triert. Der Autor war in seinem Leben nie um ein keckes Wort verlegen, wenn es darum ging, anerkannte Wahrheiten zu hinterfragen – oft auf humorvolle Weise. Do, 18 h, Messe Wien/Halle D

Franzobel „Rechtswalzer“: Wien, 2024: Ein Mann in den Fängen der Justiz, ein junger „Meister“ an der Spitze des Staates, ein Mord – und der Opernball als Propagandaspektakel. Der erfolgreiche Getränkehändler und Barbesitzer Malte Dinger ist ein Glückspilz, doch dann steht plötzlich seine Existenz auf dem Spiel. So, 13.30 h, Messe Wien/Halle D

Gertraud Klemm „Hippocampus“: Eine vergessene Autorin der feministischen Avantgarde ist tot. Nun könnte sie den Deutschen Buchpreis gewinnen. Ihre Freundin Elvira findet sich unversehens in einer Marketingwelt voll Neid und Sensationsgeilheit wieder. Ein origineller Rachefeldzug wird zum Kreuzzug gegen Bigotterie. So, 15 h, Messe Wien/Halle D

Stefan Verra Der Autor und Coach Stefan Verra weiht mit „Leithammel sind auch nur Menschen“ in die Geheimnisse der Körpersprache ein. Alle Menschen sprechen mit ihrem Körper, aber manche sind erfolgreicher und mächtiger als andere. Das hat viel mit gezielter Mimik und Gestik zu tun. Sa, 14 h, Messe Wien/Halle D

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F O T O S : F R A N K S U F F E R T, H E I K E S T E I W E G , B A R B A R A P A C E J K A , V I C T O R I A H E R B I G , S A R A H K O S K A , J A S M I N M E I R I , G E O R G B U X H O F E R , P A M E L A R U S S M A N N

NEUN BÜHNEN WERDEN AUF 12.000 QUADRATMETERN DER MESSE WIEN GLEICHZEITIG BESPIELT. WIR HABEN NEUN EMPFEHLUNGEN AUSGEWÄHLT


– Essenziell –

Abendprogramm

F O T O S : H A N S - G Ü N T H E R K AU F M A N N, F R A N K Z AU R I T Z , J E R RY B AU E R , H E I K E H U S L A G E - K O C H ( 2 ) , J O Ž E S U H A D O L N I K , TA N JA K E R N W E I S S , M U S A C C H I O ; I A N N I E L L O & PA S Q UA L I N I

NEUN BÜHNEN WERDEN AUF 12.000 QUADRATMETERN DER MESSE WIEN GLEICHZEITIG BESPIELT. WIR HABEN NEUN EMPFEHLUNGEN AUSGEWÄHLT

Armin Nassehi In seinem neuen Buch „Muster“ zeigt der Soziologe Nassehi, dass die Digitalisierung nur eine ausgefeilte technische Lösung für ein Problem ist, das sich in modernen Gesellschaften seit jeher stellt. Wie geht die Gesellschaft mit unsichtbaren Mustern um? Do, 13 h, Messe Wien/Halle D Do, 19 h, Bruno Kreisky Forum

Eugen Ruge „Metropol“: Moskau, 1936. Die deutsche Kommunistin Charlotte ist der Verfolgung durch die Nazis entkommen. In der Sowjetunion verstrickt sie sich in die mörderischen Exzesse der Stalin’schen Säuberungen. Do, 19 h, TAG – Theater an der Gumpendorfer Straße Fr, 11 h, Messe Wien/Halle D

Josef Winkler Den indienbegeisterten Winkler hat es diesmal nach Kalkutta verschlagen. In „Der Stadtschreiber von Kalkutta“ nimmt er uns mit auf seine Erkundungen durch die 4,5-Millionen-Stadt, z. B. zum Einäscherungsort am heiligen Fluss Hooghli und zur Opferung kleiner weißer Ziegen. Do, 19.30 h, Café Museum Fr, 11.30 h, Messe Wien/Halle D

Benjamin Balint und Teresa Präauer Wem gehört Franz Kafka, fragt sich der amerikanische Journalist Balint. Präauer beobachtet in ihrem Essay „Tier werden“ Stationen des Übergangs und der Verwandlung. Im Dialog sprechen die beiden über Kafka, die Verwandlung und ihren Schreib-Prozess. Do, 19 h, Stadt Wien – Büchereien

Drago Jančar „Wenn die Liebe ruht“: Slowenien im Zweiten Weltkrieg: In seinem Roman zeigt Jančar auf, wie weit wir bereit sind zu gehen, wie der Krieg Beziehungen neu formt und die Liebe, auch wenn das Leben weitergeht, in die Knie zwingt. Do, 14.30 h, Messe Wien/Halle D Do, 15.30 h, Messe Wien/Halle D Do, 19 h, Alte Schmiede

Mareike Nieberding „Verwende deine Jugend“: Mit Fridays for Future wird deutlich, dass die Jugend aufsteht und die Zukunft mitgestalten will. Doch sie ist in der Unterzahl und wird es bleiben. Deshalb müssen junge Menschen lauter werden – und Jung und Alt sich zusammentun. Fr, 13 h, Messe Wien/Halle D Fr, 19 h, Haus der Geschichte

Norbert Gstrein „Als ich jung war“: Franz wächst im hintersten Tirol auf. Er fotografiert Paare „am schönsten Tag ihres Lebens“, bis bei einer Hochzeitsfeier die Braut ums Leben kommt. Was hat das mit ihm zu tun? In Gstreins Roman muss Franz alles in Frage stellen. Sa, 14.30 h, Messe Wien/Halle D Sa, 18 h, Metro Kinokulturhaus

Simon Strauß „Römische Tage“: Ein Mann kommt in die ewige Stadt, um die Gegenwart abzuschütteln, trifft auf außergewöhnliche Menschen und findet seine Aufgabe: Alles wahrnehmen, nichts auslassen. Strauß zeigt, warum die Gegenwart nicht ohne Vergangenheit auskommt. Sa, 11.30 h, Messe Wien/Halle D Sa, 19h, Literaturhaus Wien

BUCH WIEN-Party powered by Servus Krimi Freitag ist der Tag zum Feiern: Die Buchparty im Gartenbaukino ist auch 2019 abendlicher Fixpunkt der BUCH WIEN-Woche. Für alle Ausstellenden, Besuchenden und Lesenden gibt es Musik von DJ chez del im 1960erJahre-Foyer des Gartenbaukinos. Fr, 22 h, philiale im Gartenbaukino

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Schwerpunkt Glaube & Religion

Für Gläubige, Ungläubige Aktuelle Neuerscheinungen im Bereich Glaube und Religion widmen sich unter anderem theoretischen Fragen über Weltreligionen oder auch über Weihnachten Text: Teresa Preis

Sinnstiftung ist immer gefragt. Der kommende Bücherherbst bietet im Bereich Religion und Glaube eine ganze Reihe verschiedener Zugänge zu Spiritualität – auch aus der Sicht eines modernen Menschen. Natürlich ist darüber hinaus Traditionelles, etwa für den Advent und die Firmung, dabei.

Konrad Schmid und Jens Schröter erklären, wie in einem langen Prozess aus alten Erzählungen, Liedern, Weisheitssprüchen und Gesetzen, aber auch aus Briefen an frühchristliche Gemeinden die heiligen Schriften für das Judentum und das Christentum entstanden sind. „Die Entstehung der Bibel. Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften“ (C.H. Beck) bringt neue Ergebnisse der Bibelforschung, die bisher gängige Vorstellungen revidieren. Der Auszug aus Ägypten oder auch der Tempelbau unter König Salomo gelten demnach nicht länger als historisch belegt. Das ist die Biografie des berühmtesten Buchs der Welt. Mit dem Leben im Islam setzt sich HermannJosef Frisch auseinander. In „Wie Muslime leben. Traditionen, Feste, Alltagsleben“ (Herder) erklärt er, welche Traditionen den Islam geprägt haben: Mystik, Scharia, Kunst, Kultur, Medizin und Wissenschaft, aber natürlich auch Feste, Geburten und der Umgang mit dem Tod. Dabei werden die wesentlichen Glaubensaussagen des Islam vorurteilsfrei und ganzheitlich betrachtet sowie vermittelt. „Jüdische Lebensweisheiten“ (camino) präsentiert Yuval Lapide, Religionswissenschaftler, Autor und Sohn der bekannten jüdischen Bibelgelehrten Pinchas und Ruth Lapide. Seine gesammelten Weisheiten aus dem Alten Testament zu Themen wie Leben und Tod, Liebe und Hass, Glück und Schicksal sollen einen Einblick in die vielseitigen Aspekte des jüdischen Lebens und Denkens geben. „Wer ist das, ein Jude?“, fragt Wolfgang Sotill in „Israel. 40 einfache Fragen. 40 überraschende Antworten“ (Styria). Der Journalist und Reiseleiter im Nahen Osten beschreibt in seinem neuen Buch dieses vielfältige Land großer Gegensätze und beantwortet gesammelte Fragen über Israel,

Zwischen Glaube und Kritik: Die aktuellen Neuerscheinungen

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F O T O : T H O M M A S AT / U N S P L A S H

Bibel, Papst, Islam, jüdische Weisheitslehren und Israel


Schwerpunkt Glaube & Religion

die Reisende und Neugierige beschäftigen. Abgedeckt werden Politik, Land und Menschen, Kultur und der Bereich Religion.

Pastorin, verrückte Christen, Politik und ausgebrannte Propheten

NEU ISBN 978-3-9504815-1-8

verlag-margarete-tischler.at

Mira Ungewitter wagt sich auf eine große Reise. Als Backpackerin in Honduras stellt sie fest, dass sie ihr Leben ändern will. Sie will aus dem Alltagstrott ausbrechen und etwas wagen – sie wird Eventmanagerin. Doch das macht sie nicht zufrieden. Was sie wirklich will, ist beten, feiern, lieben und leben. Sie begeistert sich für einen modernen, aufregenden Weg zu Bibel und Kirche – und wird Pastorin. Allerdings jenseits von verstaubten Klischees. In „Roadtrip mit Gott. Leben ist Freiheit und jeder Tag ein Abenteuer“ (Herder) erzählt Ungewitter von ihrem Abenteuer und wie leidenschaftlich sie heute ihren Glauben lebt. Etwa als surfende Pastorin oder Barkeeperin in ihrer Pop-up-Bar. Bekannt wurde er durch die Trauung von Me­ ghan Markle und Prince Harry: Michael B. Curry zeigt in „Lasst uns die Welt auf den Kopf stellen! Die verrückte und lebensverändernde Botschaft Jesu“ (bene!) seine besondere Sicht auf den Glauben. Hier erzählt der Bischof, warum er überzeugt ist, dass ein braves Christentum die Menschen nicht weiterbringt. Stattdessen plädiert er dafür, dass Christen verrückt und anders handeln. Sie sollten Besitz und Zeit großzügig mit anderen teilen, nicht nach dem Lohn für ihr Handeln fragen und jenen vergeben, die ihnen Ungemach bereiten. Kann das Christentum zeitgemäß bleiben und gegen Priestermangel und Gläubigenschwund aktiv werden? Die Initiative „Christlich geht anders“ will aufzeigen, wie man mit Benachteiligten und Ausgeschlossenen umgehen soll. Für „Christlich geht anders. Solidarisch antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen“ (Tyrolia) haben verschiedene AutorInnen Beiträge geschrieben, darunter Magdalena Holztrattner, Rainald Tippow und Stephan Schulmeister. Sie plädieren für ein engagiertes Auftreten der Christen. Besonders in Fragen der Solidarität mit Armen, der gerechten und sozialen Steuersysteme und gegen Ausgrenzung. Die zeitgemäße Rolle des Christentums in Europa ist das Thema von Paul M. Zulehners neuem Buch „Europa beseelen. Das Evangelium im Ringen um Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit“ (Patmos). In einem Europa, in dem zunehmender Nationalismus und Abgrenzungen die Diskussionen beeinflussen, wird der Wert der Wahrheit zum zentralen Punkt. Die in Europa scheinbar ohnmächtig gewordenen christlichen Kirchen können laut Zulehner Anwältinnen von Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit sein. »

108 Seiten, 15x21 cm Hardcover, 19,80

NEU ISBN 978-3-9504815-0-1 168 Seiten, 15x20 cm Softcover, 15,00

ISBN 978-3-9504487-0-2

217 Seiten, 14,5x20,5 cm Hardcover, 18,70


6. – 10. November Messe Wien & Locations in der ganzen Stadt buchwien.at

Schwerpunkt Glaube & Religion

» Auch Propheten haben Burn-out! Der Theologe und Journalist Till Magnus Steiner untersucht die Bibel unter aktuellen gesellschaftlichen und politischen Aspekten. Seine Themen sind das Verhältnis der Geschlechter, PatchworkFamilien, Depressionen, Glück, Arbeitsstress, Armut, Reichtum und Migration. Mit „Burnout der Propheten. Die Bibel im Kontext der Gegenwart“ (Katholisches Bibelwerk) will Steiner einen neuen Blick auf die Bibel ermöglichen.

Mi 6.11.

ACHT N E G N A L HER C Ü B R E D 18.0 0 h

Religion für Atheisten, Versöhnung mit der Aufklärung und Missbrauch

ab

IEN MESSE W D HALLE

Den britischen Philosophen und bekennenden Atheisten Tim Crane plagt das Gefühl, Gläubige und Ungläubige würden aneinander vorbeireden. Daher will er in „Die Bedeutung des Glaubens – Religion aus der Sicht eines Atheisten“ (Suhrkamp) ein vorurteilsloses Bild der Religion beschreiben. Jenseits von der Ansicht, Gläubige seien nur irrational oder abergläubisch. Ihm geht es nicht um die Wahrheit oder Falschheit von Religion, sondern um Religion als Zugehörigkeitsgefühl zu einer sozialen Gruppe und den Glauben mit seiner Bedeutung im Leben der Menschen. Päpste verdammten die Aufklärung als Ketzerei, Aufklärer wie Voltaire wollten die Kirche vernichten. Dazwischen gab es engagierte Versuche, die Aufklärung in die katholische Kirche zu bringen. Sie wurden verurteilt. In „Verdammtes Licht. Der Katholizismus und die Aufklärung“ (C.H. Beck) widmet sich Hubert Wolf dem seit Jahrhunderten andauernden Konflikt. Er erklärt, warum man Aufklärung und Katholizismus nicht als gemeinsame „Werte des Westens“ anpreisen kann. Aber er ist auch überzeugt, der Katholizismus könne sich durch die Auseinandersetzung mit seiner konflikt­ reichen Geschichte mit der Aufklärung versöhnen. Die katholische Kirche und Skandale – das Thema des zweiten Buchs der Theologin und Philosophin Doris Wagner. Basierend auf einem Interview mit Kardinal Christoph Schönborn ist „Schuld und Verantwortung. Ein Gespräch über Macht und Missbrauch in der Kirche“ (Herder) entstanden. Es geht um die Verantwortung der Kirche für Jahrhunderte falsch gelaufene Entwicklungen sowie um persönliche Erfahrungen. Konfrontationen scheut Wagner nicht.

Kinderbibel, Kirchenjahr, Firmung und Erstkommunion Wie man eine Kinderbibel besonders zeitgemäß gestalten kann, zeigen der Theologe Georg Langenhorst und der Illustrator Tobias Krejtschi. »

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l e b i B t i M i ll u B d n u

› Wiener Pastorin mit hoher Medienpräsenz › Kraftvoll, authentisch und voller Begeisterung: So erfüllt Glaube

Vom Surfbrett auf die Kanzel: Mira Ungewitter passt sicherlich in keine Schublade. Sie reist mit dem Bulli zu Festivals, baut sich ihre Kanzel aus Getränkekisten und steht auch gerne mal als Barkeeperin hinter dem Tresen. Angefangen hat alles als Backpackerin in Honduras, wo sie beschließt, dass Langeweile in ihrem Leben keinen Platz haben soll:

»Ich will mehr als nur ein bisschen Konvention, Durchschnitt und Alltagstrott. Stattdessen: Beten, Feiern und Lieben, Bibel und Kirche, neu und aufregend erlebt.« Heute hat sie einen Job, der all ihre Wünsche erfüllt. Sie ist Pastorin. Ihre Botschaft: Glaube ist Freiheit und jeden Tag ein Abenteuer!

Mira Ungewitter Roadtrip mit Gott Leben ist Freiheit und jeden Tag ein Abenteuer Mit zahlreichen Farbfotos 12,5 x 20,5 cm | 176 Seiten Gebunden mit Schutzumschlag € 20,60 (A) / € 20,00 (D) ISBN 978-3-451-38366-3

Zum Buchtrailer Neu in allen Buchhandlungen oder unter www.herder.de

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Die beste Geschichte aller Zeiten – W Vom Anbeginn der Welt W Mit allen Helden des Neuen und Alten Testaments W Mit allen Abenteuern und Botschaften der Bibel W Mit der wunderbaren Geschichte von Jesus und seinem Versprechen an die Menschen – erzählt von zwei, die dabei waren.

Georg Langenhorst

Kinderbibel

Die beste Geschichte aller Zeiten Mit Bildern von Tobias Krejtschi Format 22 x 28 cm; 208 Seiten; gebunden ISBN 978-3-460-24512-9 € [D] 34,00 / € [A] 35,00

Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH • Silberburgstraße 121 • 70176 Stuttgart Telefon: 0711 / 6 19 20 -35 • Telefax: 0711 / 6 19 20-44 • E-Mail: vertrieb@bibelwerk.de • www.bibelwerkverlag.de Auslieferung D und A durch Koch, Neff & Oetinger • Auslieferung in CH durch Buchzentrum AG (BZ)


n – Du bist ein Teil davon!

»Wie reizvoll: Das meistgedruckte, meistübersetzte, meistgelesene Buch der Weltliteratur noch einmal neu zu bearbeiten! Für Kinder heute und hier.«

Professor Georg Langenhorst (Autor)

»Es ist spannend, sich mit diesem Urstoff zu beschäftigen und dafür ein frisches, zeitgemäßes Design zu entwickeln.« Tobias Krejtschi (Illustrator)

Georg Langenhorst

Die beste Geschichte aller Zeiten Das Postkartenbuch zur Kinderbibel Mit Bildern von Tobias Krejtschi Format 15,5 x 11 cm; 20 Postkarten ISBN 978-3-96157-119-2 € [D] 10,00 / € [A] 10,30

Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH


Schwerpunkt Glaube & Religion

»

Das Abenteuer des Volkes Israel, das Leben Jesu, Maria Magdalena und Thomas der Zweifler – alle zentralen Geschichten sind dabei. Sechzig Illustrationen machen die „Kinderbibel. Die beste Geschichte aller Zeiten“ (Katholisches Bibelwerk) für Kinder ab neun Jahren zum Bilderbuch. Ostern, Pfingsten, Weihnachten: Was steht eigentlich an den einzelnen Feiertagen im Mittelpunkt? Wieso werden sie gefeiert – und wann? Pia Biehl und Katrina Lange haben diesem Thema ein neues Kinderbuch gewidmet. „Das Kirchenjahr für Kinder“ (camino) gibt einen Einblick in das katholische Jahr und macht kreative Vorschläge, wie man diese besonderen Zeiten gestalten kann. Die Firmung ist zwar erst im Mai, doch man kann sich schon jetzt darauf vorbereiten. Im Jänner bringt Stephan Sigg „Ich glaub an dich! Das kleine Powerbuch zur Firmung“ (Tyrolia) he­ raus. Zuspruch für junge Menschen, die in ratlosen, mutlosen und ungeduldigen Zeiten helfen und unterstützen sollen.

Advent kleben, vorlesen, Waschbärweihnacht, Sterne und Raunächte Wer den Advent gern vorlesend verbringt, dem sei „Lichtersternenfunkelzeit. Das große AdventsErlebnis-Vorlesebuch“ (Kösel) von Julia Warkentin empfohlen. Die vier Kinder Kai, Tim, Freddi und Jonna bekommen von einer rätselhaften Frau ein Buch geschenkt, ein Adventbuch. Jeden Tag erleben sie damit Abenteuer – mit vielen Anleitungen zum Mitmachen.

Was Waschbären mit Weihnachten zu tun haben? In Lea Käßmanns Bilderbuch „Der kleine Waschbär wartet auf Weihnachten“ (bene!) für Kinder ab zwei Jahren wird die Bedeutung des Weihnachtsfests erklärt. Der kleine Waschbär bereitet sich ganz anders auf das Fest vor als die anderen Tiere. Denn er hat keine Lust, hektisch und gestresst wie sie Weihnachtsvorbereitungen zu erledigen. Er möchte in Ruhe auf Weihnachten warten. Eine Sternschnuppe erinnert ihn an den Stern, der die Geburt Jesu angekündigt haben soll. Davon möchte er seinen Tierfreundinnen und -freunden erzählen. Reinhard Ehgartners „Sternenbote. Eine Weihnachtsgeschichte­“ (Tyrolia) widmet sich Sternen zur Weihnachtszeit: auf dem Christ­­­ baum, in Form von Sternspritzern, als Straßenbe­ leuchtung­oder als Kekse. Aber natürlich auch denen am Himmel, besonders jenem, der geholfen hat, ein ganz bestimmtes Kind in einer Krippe zu finden. Ehgartner sieht in den Sternen Sinnbilder für Beständigkeit­, Wiederholung und Wiederkehr. Der Salzburger Schauspieler Harald Krassnitzer­ hat „Rauhnächte. Wunderbares für eine beson­ dere Zeit“ (Residenz) herausgegeben: seine liebsten Sagen und Erzählungen rund um die zwölf Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag­. Begleitet werden sie von eigenen Ansichten und Erfahrungen. Im Alpenraum wie im nordischen Europa gibt es zahlreiche Sagen rund um die Raunächte. Dabei wird von Kobolden erzählt, Wünsche gehen in Erfüllung, Menschen und Tiere sprechen miteinander. «

Machen Sie im Frühjahr mehr Umsatz mit Blüten. Die neue Kollektion aus dem Punch-Studio bezaubert mit Floralem auf Notizbüchern, Kugelschreiber, Geschenk-Boxen, Dufttüchern, Seifen, Nähsets und vielem mehr. Mehr über die tollen Designs und die interessanten Angebote finden Sie auf www.leykamalpina.com, unter 03135 53200-5555 oder info@leykamalpina.com

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Eine Leistungsschau britischen Humors: trocken und bizarr, albern und bitterböse. Komischer als dieses Buch sind vielleicht wirklich nur Engländer selbst.

Vom A Wel utor de t Drei erfolgs s Man n eine m B in o ot

Eine Bootstour auf der Themse hat ihre Tücken, aber es ist doch nur eine Kaffeefahrt im Vergleich zu dem, was die beiden Gentlemen in diesem Buch auf sich nehmen: Mit Schiff und Zug und Pferdewagen fahren sie von London aus nach Oberammergau. Unverdrossen kämpfen sie mit fremdem Bettzeug, deutschen Fahrplänen und vollen Bierkrügen. Mit Stil und Witz begegnen sie allem, was sich ihnen in den Weg stellt. Und erkennen am Ende: »Ein Besuch in Deutschland ist für einen Engländer Medizin.« Aber was ist die dazugehörige Krankheit? Mit Drei Mann in einem Boot hat sich Jerome K. Jerome in die Literaturgeschichte eingeschrieben. Kaum ein Buch ist so komisch und das auf so verschiedene Arten: komisch wie Monty Python, wie Mr. Bean, wie Mark Twain, komisch wie die Welt. Kaum eines, ausgenommen seine »Fortsetzung«, über die sie hier erstmals auf Deutsch lachen können.

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184 Seiten € 22,–, gebunden, 978-3-99027-237-4

JEROME K. JEROME (1859 –1927), stammte aus einfachen Verhältnissen, erlebte als Kind den Bankrott des Vaters und arbeitete nach dem frühen Tod der Eltern zunächst für eine Eisenbahngesellschaft, indem er Kohle entlang der Gleise aufsammelte, dann als Büroangestellter und Schauspieler. Später wurde er Rezensent, Kritiker und Herausgeber (u. a. Mark Twain) und begann, populäre humoristische Erzählungen zu schreiben. Der Roman Drei Mann in einem Boot wurde zum Bestseller mit Millionenauflage und machte ihn 1889 schlagartig reich und berühmt. Diary of a Pilgrimage (1891), entstanden nach einer Reise nach Oberammergau, war sein erster von vielen Versuchen, an den Erfolg anzuschließen. 1914 meldete er sich freiwillig zur Armee, wurde aber aus Altersgründen abgelehnt und diente schließlich auf französischer Seite als Sanitätswagenfahrer. Er starb 1927 und hinterließ ein umfangreiches literarisches Werk.

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– Bestseller September 2019 –

Empfehlungen Eine unerschrockene Reise Auf der Suche nach einem Gegenmittel für eine Grippeepidemie, die sie durch eine vergangene Zivilisation führt, erlebt die Heldin Fanatismus und Gewalt genau wie Hoffnung. „Ice Cream Star“ – Sandra Newman. Matthes & Seitz

Täuschung und Opportunismus Aus dem Leben eines charmanten Taugenichts in der Zwischenkriegszeit, erzählt von einer Künstlerin, die ihn längst durchschaut hat und ihn dennoch liebt. „Talmi“ – Oskar Jan Tauschinski. Edition Atelier

Polen verstehen Polen vor den richtungsweisenden Parlamentswahlen im Oktober 2019: Emilia Smechowski, Deutsche und Polin, porträtiert ein zerrissenes Land. „Rückkehr nach Polen“ – Emilia Smechowski. Hanser Berlin

Knallbunte Geschäftsidee Herr Benno hat etwas, das die meisten Menschen nicht haben … Herr Benno hat Zeit! Diese Zeit möchte er gerne den anderen Menschen schenken. Da hat er eine Idee. „Die knallbunte Couch“ – Jutta Treiber­. Obelisk

Bestseller September 2019 Belletristik Hardcover

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RITA FALK Guglhupfgeschwader DTV Verlagsgesellschaft  € 16,50 ILDIKÓ VON KÜRTHY  Es wird Zeit  Wunderlich  € 20,60

Belletristik Taschenbuch

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ANDREAS GRUBER   Todesmal  Goldmann  € 11,30 LUCINDA RILEY Das Schmetterlingszimmer Goldmann  € 16,40

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CHARLOTTE LINK Die Suche Blanvalet  € 12,40

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DANIEL GLATTAUER Gut gegen Nordwind Goldmann  € 10,30

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ARNO GEIGER Unter der Drachenwand DTV Verlagsgesellschaft  € 13,30

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MICHAEL KÖHLMEIER Die Nibelungen Piper Taschenbuch  € 10,30

UDO JÜRGENS, MICHAELA MORITZ Spiel des Lebens NEU S. Fischer  € 20,60

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BERNHARD AICHNER Bösland btb  € 10,30

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JO NESBØ Messer 12 Ullstein Buchverlage  € 24,70 STEPHEN KING Das Institut NEU Heyne  € 26,80 BERNHARD AICHNER Der Fund NEU Der Fund  € 20,60 SØREN SVEISTRUP Der Kastanienmann NEU Goldmann  € 15,50

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ANDREAS FRANZ, DANIEL HOLBE Der Panther NEU Knaur Taschenbuch  € 11,30

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JOJO MOYES Mein Herz in zwei Welten Rowohlt TB  € 12,40

PAULUS HOCHGATTERER 10 Fliege fort, fliege fort

DANIEL GLATTAUER 10 Gut gegen Nordwind

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Belletristik E-Book

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Deuticke Verlag  € 23,70

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ANDREAS GRUBER   Todesmal  Goldmann  € 10,99

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RITA FALK Guglhupfgeschwader DTV Verlagsgesellschaft  € 12,99

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URSULA POZNANSKI Erebos 2!   1 Loewe  € 20,60 MAGNUS MYST Das kleine Böse Buch 3  Überreuter 3 Kinder- und Jugendbuch  € 13,40 RITA FALK Guglhupfgeschwader 7 DTV Verlagsgesellschaft  € 12,99 JEFF KINNEY Ruperts Tagebuch – 2 Zu nett für diese Welt!   Baumhaus Verlag  € 15,50 MAGNUS MYST Das kleine Böse Buch  Überreuter 4 Kinder- und Jugendbuch  € 13,40 URSULA POZNANSKI Erebos   WE Loewe  € 10,30 MAGNUS MYST Das kleine Böse Buch 2  Überreuter 9 Kinder- und Jugendbuch  € 13,40 SABINE STÄDING  Petronella Apfelmus – Hexenfest und Waldgeflüster NEU Boje  € 13,40 J.K. ROWLING  Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1) 12 Carlsen  € 9,30 JEFF KINNEY Gregs Tagebuch 13 – Eiskalt erwischt! 8 Baumhaus Verlag  € 15,50

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ILDIKÓ VON KÜRTHY Es wird Zeit NEU Rowohlt Digitalbuch  € 14,99

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SØREN SVEISTRUP Der Kastanienmann NEU Goldmann  € 12,99

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ANDREAS WINKELMANN Die Lieferung Rowohlt Digitalbuch  € 9,99 ANDREAS FRANZ, DANIEL HOLBE Der Panther Knaur eBook  € 9,99

Im Auftrag des HVB ermittelt das Marktforschungsinstitut media control das gesamte Bestseller-Portfolio. Mit den Bestsellerlisten werden auf dem Absatzweg Sortimentsbuchhandel und E-Commerce,


Bestseller

September 2019 NR.

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SACHBUCH

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Bastian Obermayer, Frederik Obermaier

Die Ibiza-Affäre

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KIEPENHEUER & WITSCH

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Starkes weiches Herz

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Sei Pilot deines Lebens

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Das Posterformat zum Download gibt es für Buchhandlungen im Mitgliederbereich www.buecher.at

ÖSTERREICH AM HÄUFIGSTEN

GRÄFE UND UNZER

Madeleine Alizadeh (dariadaria)

Ildikó von Kürthy

Es wird Zeit

DIESE BÜCHER KAUFT MAN IN

RATGEBER Reinhard Haller

Das Wunder der Wertschätzung

Das kleine Böse Buch 3

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ÜBERREUTER

Alice Pantermüller

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Jamie Oliver

Permanent Record NEU

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DORLING KINDERSLEY

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Mein LottaLeben. Alles Bingo mit Flamingo

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Yuval Noah Harari

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Stephen King

Das Institut

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HEYNE

Eine kurze Geschichte der Menschheit

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Der Kastanienmann

BTB

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Kurz & Kickl

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KREMAYR & SCHERIAU

Dieser weite Weg

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SUHRKAMP

Magnus Myst

Das kleine Böse Buch

KAILASH

ÜBERREUTER

Erziehen ohne Schimpfen

GRÄFE UND UNZER

Der werfe den ersten Stein

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BLANVALET

Blödsinn gibts nicht

Heile deine Leber

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ARKANA

Fliege fort, fliege fort

Die verspielte Welt ECOWIN

You Deserve This

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Petronella Apfelmus NEU Hexenfest und Waldgeflüster

J.K. Rowling 4

COMMUNITY EDITIONS

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Der JungbrunnenEffekt

Harry Potter und der Stein der Weisen

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CARLSEN

Straubinger, Fensl, Karré

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Das kleine Böse Buch 2 ÜBERREUTER

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Brezina Thomas

Alex North

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Der Rikscha-Fahrer, der das Glück ver- NEU schenkt

HANSER, CARL

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NEU Mathematik verstehen 7 Lösungen ÖBV

M. Köhlmeier, K. P. Liessmann

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MADELEINE ALIZADEH (DARIADARIA) Starkes weiches Herz NEU Ullstein Ebooks  € 16,99

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– Bestenliste Oktober 2019 –

Für den Buchhandel!

Bestenliste Oktober 2019 Die ORF-Bestenliste

Sachbücher des Monats

1.

1.

DRAGO JANČAR­

ARMIN NASSEHI

Wenn die Liebe ruht Zsolnay

Muster. Theorie der digitalen Gesellschaft

2.

C. H. Beck

Auf dem Seil Luchterhand

NAIKA FOROUTAN

3.

Die postmigrantische Gesellschaft

2.

TERÉZIA MORA

Transcript x Texte

3.

RAPHAELA EDELBAUER

Das flüssige Land Klett-Cotta

4.

JULIA EBNER

Radikalisierungsmaschinen Suhrkamp Verlag Nova

NICOLAS MATHIEU

4.

Wie später ihre Kinder Hanser Berlin

VITTORIO HÖSLE

5.

Globale Fliehkräfte Karl Alber

NORA BOSSONG

5.

Schutzzone Suhrkamp

6.

PATRICE G. POUTRUS

Umkämpftes Asyl Chr. Links Verlag

MIRCEA CĂRTĂRESCU

6.

Solenoid Zsolnay

6.

SAMUEL STREHLE

Kollektivierung der Träume

PAULUS HOCHGATTERER

Fliege fort, fliege fort Deuticke

8. BETTINA BALÀKA

Die Tauben von Brünn Deuticke

8. MARTIN POLLACK

Die Frau ohne Grab Zsolnay

8. SALMAN RUSHDIE

Quichotte C. Bertelsmann

8.

Die Liste „Sach­ bücher des Monats“ wird durch Exper­ tInnen von Die Welt, von WDR 5, der Neuen Zürcher Zeitung und Ö1 zusammengestellt. Berücksichtigt werden neue Bücher in den Geistes-, Natur-, Sozial- und Wirtschaftswissen­ schaften.

Velbrück Wissenschaft

7.

FRIEDERIKE OTTO

Wütendes Wetter Ullstein Verlag

7. HERBERT RENZ-POLSTER

Erziehung prägt Gesinnung Kösel Verlag

8. JACK MILES

Gott im Koran Carl Hanser Verlag

9.

NORBERT GSTREIN

FRIEDRICH VON BORRIES/BENJAMIN KASTEN

Als ich jung war Hanser

Stadt der Zukunft S. Fischer

Marktdaten September 2019

Im Vergleich zum Vorjahresmonat.

–1,5 % +1,2 %

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Umsatz

Preis

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Weitere Marktdaten zur österreichischen Buchbranche liegen für HVB-Mitglieder exklusiv monatlich im anzeiger bei.

Erhebung: Media Control im Auftrag des HVB.

Jeden Monat erstellt eine Jury aus KritikerInnen und Buchhänd­ lerInnen eine Liste von jeweils zehn empfehlens­ werten neuen Romanen. Der ORF publiziert diese Liste, und der anzeiger auch.


– Klassiker – neu entdeckt

Noch Fragen? Text: Erich Klein Illustration: Katharina Klein

MARGARET ATWOOD: DER REPORT DER MAGD (1985) Es gibt „Marthas“, unfruchtbare Ehefrauen, sodann „Mägde“, fortpflanzungsfähige ­Nebenfrauen, sowie „Tanten“, die diese im Rachel-und-LeahUmerziehungszentrum auf ihre einzige Aufgabe vorbereiten: gebären. Wer versagt, wird abgeführt und muss Gift- und Atommüll beseitigen. „Ökonofrauen“ verrichten niedrige Hausarbeit, und dann sind da noch die „Unfrauen“. Wir befinden uns in der „Republik Gilead“ in der fernen, nicht allzu fernen Zukunft unter absoluter Männerherrschaft. Die kanadische Autorin Margaret Atwood (Jg. 1939) begann ihre mittlerweile klassische Dystopie „Der Report der Magd“ über einen post­ apokalyptischen Gottesstaat 1984 während ­eines Aufenthalts in Westberlin zu schreiben. Das Nervenkostüm der durch den Kalten Krieg zweigeteilten Welt lag blank: Auf beiden Seiten dominierten Hysterie bis Panik angesichts eines drohenden Atomkriegs; der Westen wurde überdies von Aids überschattet. Apocalypse now? Margaret Atwood, bislang vor allem als Lyrikerin und Literaturkritikerin bekannt, schrieb in einem Essay über ihr Vorbild George Orwell: „Die meisten Dystopien wurden von Männern verfasst, und so ist der Blickwinkel ein männlicher.“ Sie übe zwar den weiblichen Blick, verwehre sich aber gegen die Bezeichnung „feministische Dystopie“.

In der Republik Gilead verfügen Frauen über keinerlei Eigentum mehr, das an ihre männlichen Verwandten übertragen wird. Das geht bis zum Namen: Desfred, Atwoods Protagonistin im „Report der Magd“, heißt so, weil sie dem Kommandanten mit dem mutmaßlichen Namen „Fred“ als Zwangskonkubine gehört. Die Ich-Erzählerin kommt nach langen nächtlichen Monologen, in denen momentweise Erinnerungen an ihr früheres Leben auftauchen, zur wenig erquicklichen Sache. Es handele sich, sinniert sie während der „Zeremonie“ mit geschlossenen Augen, weder um Kopulation noch Liebe noch Vergewaltigung: „Meine Arme sind erhoben; sie hält meine Hände – jede meiner Hände in einer von ihnen. Mein roter Rock ist bis zur Taille, jedoch nicht höher hochgezogen. Weiter unten fickt der Kommandant. Er fickt den unteren Teil meines Körpers.“ Margaret Atwood versetzt ihre zur Zeit der Niederschrift kaum mehr schockierende Pornografie reichlich mit Sarkasmus, abgründiger religiöser Parodie und den Elementen des Politthrillers: Der Kommandant ist impotent, die Zeugung funktioniert nicht, also muss dessen Chauffeur Nick herhalten, der seinerseits eine ominöse Untergrundbewegung ins Spiel bringt. Am Ende der bizarren Vision und „spekulativen Fiktion“ steht ein wissenschaftliches Symposium im Jahre 2195, bei dem Desfreds Berichte analysiert werden. Am Ende steht: „Gibt es irgendwelche Fragen?“

Das sagt der Literaturkritiker:

„Die Größe von Atwoods Roman besteht darin, Leserinnen und Leser in unserer Gegenwart für Erscheinungen zu sensibilisieren, die der Zukunft in ,Der Report der Magd‘ ähneln.“ Denis Scheck: Schecks Kanon. Die 100 wichtigsten Werke der Weltliteratur (Piper)

Margaret Atwood: Der Report der Magd (Piper, 2017)

anzeiger / 27


– HVB-Mitglieder im Porträt – Hartliebs Bücher, Wien Text: Tobias Schmitzberger Foto: Karin Wasner

„Wir sind einfach die richtige Buchhandlung im richtigen Stadtteil“

Petra un­d Oliver Hartlieb A

ch, die Geschichte hab ich schon so oft erzählt. Erzähl du sie!“ Pe­ tra Hartlieb wendet sich zu ihrem Mann Oliver. Es geht um die Geschichte, wie die Hartliebs zu ihrer Buchhandlung kamen. Petra Hartlieb hat darüber einen Bestseller, „Meine wundervolle Buchhandlung“ (Du­ mont), geschrieben. Auch Oliver Hartlieb, das merkt man, erzählt sie nicht zum ersten Mal. Kurz zusammengefasst: Die beiden wa­ ren einfach oft zur richtigen Zeit am richti­ gen Ort – und sind es bis heute. Oliver und Petra Hartlieb, beide 52 Jah­ re alt, lernten sich 1999 auf der Leipziger Buchmesse kennen. Schon damals waren sie in der Buchbranche aktiv: Petra Hartlieb hatte, zuerst als Teil-, später als Vollzeitjob, neben ihrem Studium die Pressearbeit eines

kleinen Wiener Verlags übernommen. Oli­ ver Hartlieb wollte Antiquar werden, wurde jedoch Buchhändler und später unter ande­ rem Verlagsvertreter bei Rowohlt. Die beiden zogen nach Hamburg. Dann kauften sie vor 15 Jahren eher zufällig eine Buchhandlung im 18. Bezirk und kamen so nach Wien. Ihre Lesesozialisation verlief unterschied­ lich, aber beide Hartliebs wurden von Bü­ chern geprägt. „Ich war eher der Mathemati­ ker und fing erst spät zu lesen an“, sagt Oliver Hartlieb. Auf seinem grauen T-Shirt steht „Hilfsbuchhalter“: Auch in der Buchhand­ lung übernimmt er den kaufmännischen Part. „Aber meine Affinität zu alten Büchern

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war immer sehr groß.“ Bis heute schlägt in ihm das Herz eines Antiquars: „Wollte ich etwa beginnen, Thomas Mann zu lesen, würde ich mir eine schöne, alte Ausgabe und kein Taschenbuch kaufen.“ Petra Hartlieb hingegen las schon als Kind. „Während meines Geschichtestudiums waren es dann historische Sachbücher – we­ niger Romane.“ Drei Semester lang vertiefte sie sich in die Geschichte des Nationalsozi­ alismus. „Irgendwann las ich in der Nacht ‚Abschied von Sidonie‘ von Erich Hackl und musste weinen, so arg fand ich das.“ Sie lern­ te: Um von Fakten zu erfahren, sind Sachbü­ cher wichtig. Aber um ein Gefühl für eine Zeit zu entwickeln, braucht es Literatur. „Eigentlich können wir nix dafür, aber wir sind die richtige Buchhandlung im richtigen Stadtteil“, sagt Oliver Hartlieb. Sowohl klas­ sische Literatur als auch Lösungshefte für Mathematikübungen gibt es hier, dieser Mix ist laut Petra Hartlieb auch wichtig: „Damit unsere Stammkunden für so lästige Kleinig­ keiten nicht in die Innenstadt fahren müs­ sen. Wir wollen wie eine Dorfbuchhandlung sein.“ Währing ist zwar kein Dorf, trotzdem ist das Flair in der Buchhandlung familiär. Manchmal bringen Kunden Kuchen oder am Abend Gin Tonic vorbei. In einer Innenstadt­ buchhandlung wäre das vermutlich anders – wohl der falsche Ort für die Hartliebs.


– HVB-Mitglieder im Porträt – Buchhandlung Prassl, Gnas

Christina Domittner Text: Elisabeth Stuppnig Foto: Manuel Flor

D

ie Buchhandlung ist ein Geschenk.“ Wenn Christina Domittner von ih­ rer Buchhandlung Prassl spricht, schwingt in jedem ihrer Worte Freude mit. 2012 hat die gelernte Restaurantfachfrau das Geschäft von ihrer Vorgängerin über­ nommen – bis dahin waren Bücher lediglich ihr großes Hobby gewesen. Als Quereinstei­ gerin habe sie nie bereut, ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht zu haben. „Diese Buch­ handlung hat mein Leben verändert und es in jeder Hinsicht bereichert.“ Schwierig sei es lediglich zu Beginn ge­ wesen – Frau Prassl, die Gründerin der Buchhandlung, hatte eine anspruchsvolle Stammklientel. „Die Kunden haben mich zu Beginn schon getestet. Bin ich so kompe­ tent wie Frau Prassl? Wie verhält es sich mit meinen Empfehlungen? Das war gar nicht so einfach.“ Ihre größte Chance sah Domittner im Kundenservice. „Ich habe vermeintlich unmögliche Bücher, darunter auch Antiqua­ risches, besorgt und versucht, alle Sonder­ wünsche zu berücksichtigen. Durch meine Art von Kundenservice habe ich mir schließ­ lich einen eigenen Namen gemacht.“ Mit­

„Meine Kunden

sagen immer, die Buchhandlung hat eine positive Energie“

bewerber hat Domittner kaum, in der Süd­ oststeiermark, erzählt sie, gebe es nur zwei unabhängige Buchhandlungen. Was lesen die Gnaser? „Meine Kunden le­ sen alles. Viele greifen gern zu Krimis, etwa jenen der Steirerin Claudia Rossbacher, an­ dere lesen lieber klassische Belletristik. Hier am Land ist es wichtig, breit aufgestellt zu sein.“ Als Mutter dreier Kinder ist Domittner besonders auf ihr großes Sortiment an Kin­

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derbüchern stolz. „Es gibt nichts Schöneres, als wenn Kleinkinder mich auf der Straße mit ‚Hallo, Bücherfrau‘ begrüßen“, schmun­ zelt sie. „Dann weiß ich, dass ich sie erreicht habe.“ Die Buchhandlung befindet sich im ältes­ ten Haus, bereits 1434 erstmals erwähnt, der Gemeinde Gnas. Tatsächlich geht vom Haus mit Rundbögen und alten Mauern ein ganz besonderes Flair aus: Beim Eintritt in die rund sechzig Quadratmeter große Buchhandlung fällt der erste Blick auf ein Fresko aus dem 18. Jahrhundert. „Meine Kunden sagen immer, die Buchhandlung hat eine positive Energie.“ Domittner fühlt sich in den geschichtsträch­ tigen Gemäuern wohl: „Ich bin sehr an Ge­ schichte interessiert und ein großer Fan von Ken Follett. Durch seine Trilogie habe ich die Russische Revolution erst richtig verstan­ den“, lacht die Buchhändlerin. Wenn sie die Zeit zurückdrehen könnte, würde sie sich für einen anderen Beruf entscheiden? „Nein“, sagt Domittner schnell. „Es gibt für mich nichts Schöneres, als Buchhändlerin zu sein. Ich habe viel Glück, meinen Traum ausleben zu dürfen.“


– HVB-Mitglieder im Porträt – Verlag Kremayr & Scheriau, Wien

Martin Scheriau

Text: Tobias Schmitzberger Foto: Nini Tschavoll

„Egal welche Branche, man muss gut mit Menschen umgehen können und sozial kompetent sein“

V

on seinem Vater ist Martin Scheriau viel hinterlassen worden. Der mäch­ tige Holzschrank aus den 1960erJahren in Scheriaus Büro zum Beispiel. Die ganze rechte Wandhälfte des großen, weißen Raums wird von dem braunen Sideboard eingenommen. Es reicht fast bis zur Decke des Altbaus. „Ich mag es“, sagt Scheriau. „Das Möbel stammt aus dem alten Büro mei­ nes Vaters.“ Gemeinsam mit Rudolf Kremayr gründete Scheriaus Vater Wilhelm den Verlag Kremayr & Scheriau (K&S) im Jahr 1951. K&S war damals Teil der „Buchgemeinschaft Donau­ land“ mit dem Mehrheitseigentümer Bertels­ mann Gruppe. „Irgendwann stand fest, dass K&S der Teil von Donauland mit den besten Aussichten ist.“ Deshalb kaufte Scheriau Ber­ telsmann die Anteile ab. „Ich hätte es schade gefunden, wenn Bertelsmann den Verlag zu­ sperrt, der meinen Namen trägt.

anzeiger / 30

Dabei war es nie Scheriaus Plan, ins Ver­ lagsgeschäft einzusteigen: „Als Kind eines beruflich erfolgreichen Vaters hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man geht den­ selben Weg wie er, oder man macht etwas ganz anderes.“ Scheriau arbeitete nach sei­ nem Studium an der Wirtschaftsuni Wien in verschiedenen Branchen: beim Ziegelpro­ duzenten Wienerberger etwa oder Eli Lilly, einem US-amerikanischen Pharmakonzern. 1993 gründete er mit zwei Ärzten ein eigenes Pharmaunternehmen: „Ich habe immer dort gearbeitet, wo ich einfach der Scheriau war, und nicht der Scheriau von Donauland.“ Die Erfahrungen in anderen als der Buch­ branche helfen ihm bis heute, denn zwi­ schen der Pharma- und der Buchbranche gibt es durchaus Gemeinsamkeiten. Es sei das Gleiche, ob man einen wichtigen Primar­ arzt vor sich habe oder einen Autor, der um­ worben werden will, sagt der Verleger: „Egal wo man ist, man muss überall gut mit Men­ schen umgehen können und sozial kompe­ tent sein.“ Auch deshalb ist Scheriau wohl im HVB-Vorstand aktiv: „So bin ich näher an den Infoquellen, bekomme über relevante Entwicklungen früher Bescheid und kann aktiv mitgestalten.“ In seiner Freizeit geht der Sechzigjährige gern in die Oper oder in den Musikverein – auch das hat mit seinem Vater zu tun. Mar­ tin Scheriau wurde streng erzogen und durf­ te unter der Woche nicht ausgehen. „Einzige Ausnahmen waren Theater oder Oper. Des­ halb ging ich eben dorthin.“ Das Interesse ist geblieben – nur trifft er sich heute dort mit Freunden, um danach gern länger mit ihnen zusammenzusitzen. Martin Scheriau hat vom Vater viel geerbt – und daraus seinen eigenen Stil entwickelt.


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– Selbstredend –

Was tun wir

mit der Welt? DAS, SAGT DIE SCHRIFTSTELLERIN FRANCESCA MELANDRI, SEI IHR EIGENTLICHES PROBLEM. IHR GEHT ES IN IHREN ROMANEN UM DIE AUSWIRKUNGEN DER GROSSEN POLITISCHEN UND GESCHICHTLICHEN ENTWICKLUNGEN AUF DIE EINZELNEN MENSCHEN Interview: Erich Klein Fotos: Heike Steinweg

D

ie Schriftstellerin Francesca Melandri­wurde 1964 als Tochter eines RAI-Journalisten und einer Übersetzerin in Rom geboren. Nach jahrelanger Arbeit als Drehbuchautorin veröffentlichte sie 2010 den Südtirolroman „Eva dorme“/ „Eva schläft“, der mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Bisher erschienen zwei weitere Romane: „Über Meereshöhe“ (2012) und „Alle, außer mir“ (2018). Im selben Jahre wurde sie mit dem Großen Verdienstorden des Landes Südtirol ausgezeichnet, 2019 wurde ihr der Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln zuerkannt. Frau Melandri, vor den Romanen haben Sie Drehbücher geschrieben. Wie wichtig war das? Francesca Melandri — Eine sehr wichtige Erfahrung. Ich habe vor allem für Fernseh­ serien gearbeitet: 25 Jahre lang, mit Unterbrechungen, als ich Kinder bekam. Ohne diese Erfahrung wäre mir eine komplexe Erzählung mit so vielen Geschichtssträngen und Figuren wie „Eva schläft“ nicht gelungen. Ich war als Headwriter der Drehbücher dafür verantwortlich, dass eine Geschichte nicht in eine Sackgasse gerät. Sozusagen die Göttin eines ganzen Universums: Du erschaffst, mordest oder lässt Menschen sich ineinander verlieben (lacht). Ich war also handwerklich durchaus gerüstet. Sie waren bei der Konkurrenz für Lesen und Literatur in Diensten … Melandri — Oh ja! Einige TV-Serien der letzten Jahre gehören zum Interessantesten, was heute im Reich der Kunst entsteht. Dort ist der Zeitgeist zu finden. Ihr erster Roman „Eva schläft“ ist ein Südtirol-

Roman. Wie lange haben Sie dort gelebt? Melandri — Beinahe 15 Jahre lang in Bru­ neck im Pustertal. Dort sind meine Kinder geboren und zur Schule gegangen. Meine Stadt ist Rom, aber meine zweite Heimat Südtirol. Ich nenne es meine „Zweimat“. Deutsch lernte ich schon in der Schule in Rom. Nach 1989 war ich oft in Deutschland. Ich habe es auch mit meinen Kindern gelernt, die mit ihrem Vater Südtirolerisch sprechen. „Eva schläft“ handelt von der „Italianisierung“ Südtirols durch Mussolini, spielt aber vor allem zur Zeit der „Bumser“ mit ihren Bombenanschlägen in den 1960er-Jahren … Melandri — Ich dachte ursprünglich, das Buch sei für die Italiener südlich von Salurno. Wenn mich Freunde aus Rom besuchten, fragten sie immer: Warum sprechen hier alle Deutsch? So wurde mir allmählich die Ignoranz auch gebildeter Italiener bewusst – als handle es sich bei Südtirol um etwas, das nicht zu Italien gehört. Die Reaktion auf das Erscheinen des Buchs lautete in etwa: „Wir wussten gar nichts von dieser Geschichte! Jetzt verstehen wir überhaupt erst, was dahintersteckt!“ Dass es sich dabei um eine postkoloniale Geschichte handelt. Besonders erstaunt und glücklich war ich über die Reaktionen aus Südtirol: Viele Menschen haben mir gedankt. In Ihrem Buch scheitert die italienisch-Südtiroler Liebesgeschichte – erst der Tochter gelingt eine Art Versöhnung. Steht das nicht symbolisch für die bis heute bestehende Kluft zwischen beiden Volksgruppen? Melandri — Ich weiß nicht. Ich bin anders, keine gebürtige Südtirolerin, sondern Römerin. Viele in Südtirol sagten zu mir, nur du konntest dieses Buch schreiben, weil du we-

anzeiger / 32

der zu dieser noch zu jener Gruppe gehörst. Ich respektiere beide und sehe beide Standpunkte. Wer Südtirol verstehen will, muss Folgendes kapieren: Es gibt Bozen und den Rest von Südtirol. Die Dynamik der Macht, ja der Geschichte überhaupt ist verschieden. In Bozen kommen die Italiener auf 60 oder mehr Prozent, sie bilden die Mehrheit. Ihre Verbissenheit und das Gefühl, den Schutz des italienischen Staats verloren zu haben, waren bis vor Kurzem noch sehr stark. Ein weiterer Faktor ist für Außenstehende schwer zu verstehen: In Italien sind regionale Identitäten sehr wichtig, also ob jemand Neapolitaner oder Mailänder ist. Nach Südtirol aber kamen Menschen aus ganz Italien: aus dem Süden, aus Friaul oder Apulien. Es gibt also keine spezifische Identität der Bozener Italiener. Sie sind „wurzellos“? Melandri — Genau. Sie sind die Kinder und Enkel von Kolonisten, die vom Staat ausgeschickt wurden, um eine Art Ausland zu kolonisieren. Ein wenig ähnlich wie bei den „Pied-noirs“, den Algerienfranzosen. Als der Staat das „Südtirol-Paket“ aushandelte, wurden sie sich selbst überlassen. Hinter ihnen steht keine klare Identität. Ich habe sehr viel Empathie für die Fragilität der italienischen Community in Bozen. Aber sie hat selbst leider sehr oft die falschen Antworten auf diese Frage gegeben. In „Eva schläft“ kommt der ehemalige Südtiroler Landeshauptmann Magnago, in „Alle, außer mir“ ein faschistischer General vor. Wozu brauchen Sie diese „realen“ Figuren? Melandri — Gute Frage. Weil Geschichte nichts Abstraktes ist, sondern von Menschen gemacht wird. Mein Zugang zu Geschichte erfolgt immer von der menschli»


„Die MutterTochter-Beziehung wird in Zukunft entscheidend sein. Es handelt sich ja schließlich auch um die wichtigste Beziehung“ Francesca Melandri

anzeiger / 33


– Selbstredend –

chen Seite, auch wenn es um Macht geht. Mein Meister in dieser Hinsicht ist Tolstoi, dessen „Krieg und Frieden“ auf meinem Schreibtisch lag, als ich das Buch schrieb. Sie wissen, dass man den Titel auch als „Krieg und Welt“ übersetzen kann? Melandri — Ja, Slawisten haben mir das gesagt. Ich mag diese Idee. Das Modell für Magnago war Kutusow aus „Krieg und Frieden“, für mich die interessanteste Figur des Buchs. Kutusow sitzt müde da und schaut seinen Generälen zu – Tolstoi beschreibt, wie seine Augenlider herabfallen. Vielleicht beginnt er sogar zu schnarchen, während die Generäle wichtige Dinge diskutieren (lacht). Ich las das Buch erstmals als Teenager. Später wurde mir klar, dass Tolstoi mir den Schlüssel für das Verständnis der Geschichte in die Hand gegeben hat. Sie funktioniert nicht entlang großer Erklärungen, sondern aufgrund einfacher menschlicher Momente, die den weiteren Verlauf der Welt entscheiden können. Wäre Kutusow in diesem Moment nicht so müde gewesen, hätte er vielleicht nicht entschieden, Napoleon ins Land eindringen und dann den Winter seine Kriegsarbeit machen zu lassen. Ob es wirklich so gewesen ist, sei dahingestellt, aber ich wusste, so möchte ich jemand beschreiben, der Geschichte macht: in seiner Menschlichkeit, mit allen Komplikationen und allen Schmerzen. Haben Sie Magnago selbst je getroffen? Er war ja noch am Leben, als Sie das Buch geschrieben haben. Melandri — Ich habe sehr viel über ihn gelesen, ihn jedoch persönlich nie getroffen. Er war schon zu alt, wäre keine historische Quelle mehr gewesen. Ich bin aber froh darüber, dass einige, die ihn persönlich kannten, gefragt haben: „Haben Sie ihn getroffen? Er war genau so, wie Sie ihn beschreiben!“ Ich lese alles über eine Person, über die ich schreiben will, und kann dabei nie genug kriegen. Dann lege ich alle Bücher beiseite. Wenn ich die Fakten habe, kommt der interessante Teil der Arbeit: Ich bewege mich dann in einen Raum, in den sich auch Schauspieler begeben, wenn sie eine Figur darstellen. Sie verkörpern jemanden, der sich von ihnen selbst sehr unterscheiden kann, aber sie tun so, als wären sie diese Person. Ich mache dasselbe. Bis zu den kleinsten Details wie den überkreuzten Zehen einer Figur – ein Motiv, das sich durch das ganze Buch zieht … Melandri — Sie sind nicht der Erste, der mich darauf anspricht, dass meine Erzählung bisweilen sehr persönliche Emotionen aus-

löst. Es geht dabei um den Körper, die Affekte und darum, den Körper zum Sprechen zu bringen. Im Falle Magnagos um sein Verhältnis zu seinem Phantombein, das er im Krieg an der Ostfront verloren hat. Ich glaube, man findet wirklich Zugang zu einer Person über ihr Verhältnis zu ihrem Körper. Das macht drei Viertel einer Geschichte aus. Mir ist es wichtig, den Körper einer Figur zu spüren. Sie haben die Romane „Eva schläft“, „Über Meereshöhe“ und „Alle, außer mir“ als „Trilogie der Väter“ bezeichnet. Melandri — Die Bücher bilden tatsächlich eine Trilogie. So zieht sich durch alle drei eine bestimmte Reflexion. Im Fall Südtirols oder

– dafür braucht es mehr als einen Schrift­ steller  … Der Erzähler in „Eva schläft“ räsoniert einmal darüber, ob Südtirol nicht ein Übungsplatz für den in den 1970er-Jahren folgenden Terrorismus war, der ganz Italien erschüttert hat … Melandri — Die ganze Geschichte zu erzählen wäre zu lang. Aber der Kontext meiner Bücher ist immer derselbe: die Welt nach Jalta, die Teilung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Italien war diesbezüglich immer problematisch: Es ist ein Flugzeugträger im Mittelmeer. Dreißig Prozent der Bevölkerung wählten kommunistisch. Der kommunistische Einfluss auf unsere Welt war

„Wenn mich Freunde aus Rom in Südtirol besuchten, fragten sie immer: Warum sprechen hier alle Deutsch? So wurde mir allmählich die Ignoranz auch gebildeter Italiener bewusst“ Francesca Melandri

Äthiopiens in „Alle, außer mir“ bedeutet das: Wir wissen nichts darüber und übernehmen auch keine Verantwortung dafür, was dort passiert ist. Ich bin der Meinung, wir sollten uns für die Geschichte der anderen interessieren und darüber nachdenken. Die Italiener in Bolzano waren anfänglich wie Kolonisten, also war es fast zwingend, ein weiteres Buch über Italiens Kolonialismus zu schreiben. Versuchen Sie, mit Ihren Romanen Italien zu reparieren? Melandri — Oh, danke! Jemand sagte, ich sei der Psychiater Italiens – auch wenn das ein wenig pompös klingt. Aber reparieren

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extrem stark, bis die Kommunisten, wenn auch ein wenig spät, erklärten, man fühle sich nicht mehr an Moskau gebunden. Nach Jalta ging es hier immer mehr um Geopolitik als um nationale Politik. Italien und Südtirol befanden sich wie Berlin oder Österreich an der Frontlinie, an der die Interessen aufeinanderprallten. Meine Bücher handeln eigentlich nicht von Italien, sondern von der Geopolitik der Nachkriegswelt. Mir geht es um die Auswirkungen der großen Spiele auf die einzelnen Menschen. Was wäre eine „Trilogie der Mütter“? Wobei man sagen muss, dass die Protagonisten Ihrer

F O T O : H E I K E S T E I N W E G / W W W. H E I K E S T E I N W E G . D E , P R I VA T

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Kontinent Kinderbuch Bücher ohnehin Frauen sind. Melandri — Darüber muss ich erst länger nachdenken. Anders gefragt: Freud meinte: Das wichtigste Ereignis im Leben eines Mannes sei der Tod des Vaters. Wie verhält es sich bei Frauen? Melandri — Dem stimme ich nicht zu! Die wichtigste Figur im Leben von Männern und Frauen ist die Mutter und die Beziehung zur Mutter. Warum bezeichne ich diese drei Bücher als „Trilogie der Väter“? Weil es um Väter und um das Vaterland geht. Es ist der symbolische Vater, der über politische Kontexte, politische Entwicklungen und über den Ort in der Gesellschaft entscheidet. In der Realität kann das zwar auch die Mutter sein – auch die vielen alleinerziehenden Mütter können auf symbolischer Ebene Väter sein. Es ist die symbolische Funktion des Vaters, die Nabelschnur zwischen Mutter und Kind durchzuschneiden, das Kind in die Welt zu setzen und zu sagen: Jetzt finde deinen Platz und finde heraus, wer du bist. Das ist die Funktion des Vaters. In „Alle, außer mir“ muss Ilaria, die Protagonistin, den Wegen ihres Vaters folgen, um sich schließlich selbst zu verstehen. Eine Trilogie über Mütter müsste vom Boden, vom Grund handeln. Von der grundsätzlichen Beziehung, die sich vor dem gesellschaftlichen Leben abspielt. Mich interessiert diese Frage natürlich, schließlich bin ich die Mutter zweier Kinder und die Tochter einer Mutter. Wissen Sie, dass in Shakespeares Stücken praktisch alle Formen menschlicher Beziehungen abgehandelt werden – außer der Beziehung zwischen Mutter und Tochter? Warum? Gab es keinen kulturellen Code dafür? Melandri — Weil in unserer patriarchalen Gesellschaft männliche Autoren keinerlei Interesse daran haben. Lassen Sie mich an dieser Stelle ein wenig feministisch sein: Schriftsteller interessieren sich für ihre Beziehung zu ihrer Mutter. Wenn Frauen darüber schreiben, gilt das stets als „Frauenliteratur“, die in den Kanon nicht aufgenommen wird. Wir haben es hier mit einem doppelten Schweigen der Frauen zu tun. Bei der Mutter-Tochter-Beziehung handelt es sich ja schließlich auch um die wichtigste Beziehung. Wenn Mütter keine Töchter haben, stirbt die Menschheit aus. Viele Mutter-Tochter-Beziehungen sind nicht wenig kompliziert … Melandri — Weil wir in unserem Kampf um Gleichheit, der noch immer nicht beendet ist, unsere Mütter „töten“ müssen. Denn sie waren Opfer und Täter des Patriarchats.

Als heute 55-Jährige, die zwei junge Erwachsene als Kinder hat, beobachte ich Folgendes: Wir sind wohl die erste Generation, die gute Beziehungen zu ihren Töchtern hat, weil sie uns nicht mehr „töten“ müssen. Und wir sie nicht mehr unterdrücken, um unsere eigene Frustration zu kompensieren, wie das noch viele unserer Mütter getan haben. Unsere Mütter waren Opfer, wir sind es nicht mehr. Ich halte das für ein gutes Zeichen. Kürzlich konnte man in Italien aufatmen: Die Regierung des Populisten Salvini ist weg … Melandri — Ja, es ist eine Erleichterung, dass dieser Albtraum zumindest vorerst ein Ende gefunden hat. Dennoch herrschen in Italien eine unglaubliche Müdigkeit und Depression. Selbst wenn die Dinge gar nicht so schlecht laufen, sagt man im heutigen Italien: Es ist nicht wirklich gut. Das beunruhigt mich an diesem Land. Italien ist ein sehr altes Land. Die Alten besetzen alle Plätze, die Jungen haben nichts zu reden, keinerlei öffentliche Stimme. Wie konnte eine Figur wie Berlusconi überhaupt so stark werden? Melandri — Warum Berlusconi? Berlusconi und der Berlusconismo sind eine zu lange Geschichte, um sie hier zu erzählen. In Gestalt von Salvini ist er ja am Leben. Der Berlusconismo hatte große Bedeutung für die Politik. Noch gefährlicher ist aber, dass er tief in die Gesellschaft eingedrungen ist. Wissen Sie, Italien ist ein großartiges Land, es ist reich, hat wunderbare und kreative Menschen. Trotzdem ist es nicht imstande, sein Potenzial zu entfalten. Italien könnte das Paradies auf Erden sein, kein anderes Land hatte so viel Glück und Reichtum an Geschichte. Man kann in Italien gut leben, aber warum sind wir dann seit Jahren nur noch niedergeschlagen und zornig? Ich habe auch keine Antwort. Die Globalisierung gibt es überall, ebenso den Populismus, und das Problem der Migration ist universell. Was uns seit Berlusconi vom Rest der Welt unterscheidet, ist das Gift, das in unseren Medien verbreitet wird, in der Crux der Demokratie. Unsere Medien reduzieren alles nur noch auf Gossip, auf Tratsch und Skandal. Studien belegen, dass von allen europäischen Ländern Italien den größten Unterschied aufweist zwischen dem, wie die Menschen ihr Land wahrnehmen, und dem, wie es sich dort wirklich verhält. Das gilt für die Kriminalität, die Zahl von Migranten und die Gesundheitsversorgung. Laut Wahrnehmung ist alles schrecklich. In Wirklichkeit ist nicht alles fein, aber auch nicht so schlecht. »

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Karin Haller Geschäftsführerin des Instituts für Jugendliteratur, www.jugendliteratur.at

Was wird aus uns? Denken Sie beim Thema „Glaube und Religion“ in der Kinder- und Jugendliteratur an Kinderbibeln, Heiligenbiografien und Ratgeber zur Erstkommunion? Ja, gibt es natürlich in Fülle, aber denken Sie bitte weiter. Schließlich bilden die drei großen existenziellen Fragen der Menschheit – „Wer bin ich? Wohin gehe ich? Was soll das Ganze überhaupt?“ – die DNA von Büchern für junge Menschen, die am Beginn ihrer Selbst- und Sinnfindung stehen. Was ich aber auch schön finde: Philosophische Auseinandersetzungen gibt’s immer häufiger schon im Bilderbuch. Immer öfter werden diese Fragen nicht nur im Hinblick auf die einzelne Person gestellt, sondern im Kontext mit unserer Umwelt gesehen. Da kommt die ganze Welt in den Blick. Titel wie das poetische Bilderbuch von Antje Damm, „Was wird aus uns? Nachdenken über die Natur“, fallen einem beim Stichwort Glaube zwar nicht sofort ein, für mich ist es aber sinnvoll, sie mitzudenken. Klar, diese Bücher brauchen Vermittlung. Einen Erwachsenen, der sich mit dem Kind hinsetzt und mit ihm zusammen über die Fragen nachdenkt. Es braucht Zeit und die Bereitschaft, sich selbst damit auseinanderzusetzen. Und wenn das jetzt missionarisch klingt, ist das durchaus beabsichtigt.


– Selbstredend –

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Die Flüchtlinge auf Lampedusa sind ein „Geschenk“ für die Populisten und ihre „Argumente“ … Melandri — Es gibt keine Invasion! Die realen Zahlen beweisen das! Aber die Populisten in allen Ländern Europas verwenden das, obwohl Europa vermutlich der reichste Kontinent der Welt ist. Italiens Intellektuelle scheinen vor allen diesen Fragen kapituliert zu haben … Melandri — Der Diskurs der Populisten ist sehr einfach: Anhand der Immigranten wird alles schrecklich gemalt. Auch die Progressiven und deren Medien sehen das Phänomen der Immigration ziemlich simpel und reagieren mit ihrer Propaganda. Man könnte über all das ganz anders sprechen! Salvinis Rassismus ist offenkundig – solche Leute würden alle Schwarzen am liebsten umbringen. Der Rassismus auf der Linken ist subtiler und paternalistisch. Da heißt es dann: „Wir müssen helfen!“ Oder: „Seien wir solidarisch!“ Wie Marx sagte: „Schauen wir uns die Strukturen der Gesellschaft an.“ Was hieße das im Falle der Migration? Melandri — Ich habe natürlich Empathie für die Menschen auf den Schiffen und will, dass sie Hilfe bekommen – eigentlich sollte man das gar nicht betonen müssen! Damit ist es aber nicht genug. Die Progressiven rufen: „Macht die Häfen auf!“ Nein – als Intellektueller müsste ich sagen: „Machen wir die Flughäfen auf!“ Will Europa Immigranten? Ja, wir brauchen sie definitiv! Sprechen wir über gemeinsame Politik und Kontrollen. Auch ich bin für Ordnung und Kontrollen. Aber die Menschen sollen Pässe bekommen und in drei Stunden nach Europa fliegen können, statt sich durch das Mittelmeer zu quälen, diesen Albtraum aus Tortur und Gewalt mit angeschlossenen Lagern. In den meisten Diskussionen werden Migranten nie als Menschen gesehen, es wird nie gesagt: „Okay, wir leben in einer globalisierten Welt. Was können die Menschen, die von außerhalb kommen, für uns tun?“ Es geht um Austausch. Ohne Immigranten müssten Südtirols Hotellerie und Tourismus morgen schließen, und das ist nur ein Beispiel. Wir brauche sie, sagen das aber nie laut. Ehrlich gesagt ist es langweilig, über Leute wie Salvini zu reden. Der ist nicht mein Problem. Mein Problem ist: Was tun wir mit der Welt?

in Abessinien Mitte der 1930er-Jahre … Melandri — Kurioserweise sind diese Zusammenhänge seit 40 Jahren bekannt. Historiker wissen das, es wurden viele Bücher darüber geschrieben, aber diese Dinge drangen nicht bis zu den durchschnittlich gebildeten Menschen durch. Der Krieg in Abessinien wurde in Italien nie zum Allgemeinwissen über die Geschichte des Faschismus.

Bücher von Francesca Melandri: im Verlag Klaus Wagenbach: Eva schläft (2010/2018) Eva ist Anfang vierzig, als sie einen Anruf von Vito Anania erhält, dem Mann, der in ihrer Kindheit eine Zeit lang die Rolle des Vaters eingenommen hatte, bevor er

Das heißt, es gab nur den Faschismus und die Partisanen, ohne Kolonialverbrechen? Melandri — Genau. Es klingt fast wie ein Witz. Als „Alle, außer mir“ erschien, fragten zwei Journalisten: „Wie haben Sie denn die Geschichte mit dem Gas, das damals eingesetzt wurde, herausgefunden?“ Dabei habe ich gar nichts herausgefunden. Ich bin keine Historikerin und wüsste auch nicht, wie ich entsprechende Recherchen anstellen müsste. In den 1990er-Jahren kam Bewegung in die Geschichte: Ministerpräsident Lamberto Dini entschuldigte sich für die Kolonialzeit. Doch als 2005 der Obelisk von Axum, eine Kriegsbeute, an Äthiopien zurückgegeben wurde, hieß es plötzlich wieder: Wir haben denen Straßen gebaut, und jetzt wollen sie den Stein wieder zurück … Ich erzähle Ihnen eine Geschichte: Mussolini hatte den Obelisken direkt vor dem Kolonialministerium in Rom aufstellen lassen: vor dem faschistischen Marmorgebäude auf der Achse Kolosseum und Forum Romanum. Sein Narrativ lautete: Wir errichten das Römische Imperium wieder. Als der äthiopische Regent Haile Selassie in den 1970er-Jahren nach Rom kam, konnten sie ihm das Kolosseum nicht zeigen, weil er dann auch den Obelisken gesehen hätte (lacht). Nachdem der Obelisk zurückgegeben worden war, blieb die Frage: Was nun? Ein Denkmal für die italienischen Verbrechen in Abessinien? Nicht einmal die Progressiven stimmten da zu. Nun steht dort eines für 9/11.

verschwand. Nun liegt er im Sterben und möchte Eva noch einmal sehen. Sie reist mit dem Zug quer durch Italien. Parallel dazu werden die Geschichte ihrer Mutter Gerda und die eigene Kindheit im Südtirol der Vorund Nachkriegszeit rekapituliert. Über Meereshöhe (2012/2019) 1979 begegnen sich zwei Menschen auf einer italienischen Gefängnisinsel: Luisa, eine Bergbäuerin, die ihre fünf Kinder allein großzieht, weil ihr Mann seinen Jähzorn nicht unter Kontrolle hatte, und Paolo, ein ehemaliger Lehrer, der nach wie vor nicht versteht, wie sein einziger Sohn zu einem Terroristen werden konnte. Ein aufkommender Sturm zwingt sie, auf der Insel zu bleiben, und so beginnen sie miteinander zu sprechen. Alle, außer mir (2018) Kennen Sie Ihren Vater? Die Lehrerin Ilaria hätte diese Fragen wohl mit „Ja“ beantwortet, bis eines Tages ein junger Afrikaner vor ihrer Wohnung in Rom sitzt und behauptet, mit ihr verwandt zu sein. In seinem Ausweis steht: Attilio Profeti, der Name ihres Vaters  … Die Erforschung der Familiengeschichte entwickelt sich mit der Spannung eines ­Politthrillers zum Porträt Italiens im 20.  Jahrhundert: vom faschistischen Rassismus der Italiener in den 1930ern bis zu aktuellen Fluchtbewegungen aus Äthiopien. Die Kernfrage: Was bedeutet es, im „richtigen“ Land geboren zu sein?

Haben Sie nie Gedichte geschrieben? Melandri — Ich schreibe mein ganzes Leben Gedichte, aber das ist mein geheimer Garten. Den bekamen bislang nur enge Freunde zu sehen. Was ich lese, während ich an einem Roman arbeite, ist vor allem Lyrik: Emily Dickinson. Die habe ich immer bei mir, um meinen Gedanken Raum zu geben und Stille in mein Schreiben zu bringen. Kürzlich habe ich mein erstes Gedicht auf Deutsch veröffentlicht.

Termin Die Verleihung für Francesca Melandri wird im Rahmen der Europäischen

In Ihrem jüngsten Roman „Alle, außer mir“ stellen Sie diese Frage in einer Familiengeschichte in einem großen historischen Kontext: der Kolonialgeschichte Italiens und des Kriegs

In Bozen stehen die Denkmäler des Italieners Dante und des Deutschen Walther von der Vogelweide … Welcher Dichter ist Ihnen lieber? Melandri — Come on (lacht)! «

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Literaturtage (ELIT) am 24. 11. 2019 um 11.00 Uhr in der Minoritenkirche in Krems stattfinden.


– Kurz vor Schluss – Gastkommentar

Der Unterschied liegt weder an den vorgetragenen Reden noch an den Rednerinnen und Rednern. Der Unterschied liegt an der Gesellschaft und ihrer Öffentlichkeit. Das ist umso bedauerlicher, als gedrucktes Wort und Messe unauflöslich aneinandergekettet sind. Die ersten deutschsprachigen Zeitungen erschienen in Messestädten, in Straßburg und Leipzig. Messen waren und sind Märkte für Waren, Geld und Information. An seinen Buchmessen lässt sich der literarische und der öffentliche Entwicklungsgrad eines Landes ermessen. Es gibt Gründe, über die Entwicklung unserer Gesellschaften besorgt zu sein. Da und dort wird schon das finstere Zeitalter einer neuen Gegenaufklärung ausgerufen. Die Zeichen für Aufklärung und Demokratie stehen nicht besonders gut. Selbst die großen Feuilletons beginnen zu schrumpfen. Man sehnt sich nach Zeichen zivilisatorischen Fortschritts. Wer den unsicheren Beginn und die anfänglichen Akzeptanzprobleme der BUCH WIEN in Erinnerung hat, kann sich nur da­ rüber freuen, wie gut sich diese Veranstaltung seither entwickelt. Sie ist eines der Zeichen für einen solchen Fortschritt.

Eine Messe für die Hoffnung Armin Thurnher

Armin Thurnher hält heuer die Eröffnungsrede bei der BUCH WIEN. Eine persönliche Geschichte und eine politische Hoffnung

I L L U S T R AT I O N : G E O R G F E I E R F E I L , F O T O : H E I D R U N H E N K E

I

ch persönlich habe an die BUCH WIEN beste Erinnerungen. Durfte dort fremde und eigene Bücher präsentieren, mit aufgeweckten Kolleginnen Gespräche vor einem interessierten Publikum führen, Branchenkollegen treffen, die man das ganze Jahr nicht sieht, über den Tellerrand blicken. Sogar ein antiquarisches Buch habe ich mir dort zugelegt, die Erstausgabe von Elias Canettis Roman „Die Blendung“. Der Höhepunkt meiner BUCH WIEN-Aktivitäten war bisher zweifellos die Präsentation eines Kochbuchs, das ich mit meiner Frau verfasst habe. Meine damals schon weit über neunzigjährige Mutter, mein mit ihr angereister Neffe, meine Frau und ich brieten auf der Showbühne Fleischlaberln nach einem Rezept im Buch. Ich war froh, dass mein Neffe da war, denn der Induktionsherd überforderte mich technisch: Sobald ich die Pfanne hob, schaltete er sich ab. Doch alles ging gut, die um Gratislaberln anstehenden Menschen wurden nicht enttäuscht. Nach

einer Stunde Fleischlaberlbratens waren wir alle Gemüse – mit Ausnahme meiner Mutter, die keine Anzeichen von Erschöpfung zeigte. Diese meine persönliche BUCH WIEN-Historie darf ich heuer noch einmal, wie man in der Medienbranche gern sagt, toppen. Ich wurde eingeladen, die Eröffnungsrede zu halten. Eine große Ehre, die auch dadurch kaum getrübt wird, dass Österreich seine Répu­ blique des Lettres nur in Lippenbekenntnissen hochschätzt. Die Eröffnungsrede der Frankfurter Buchmesse stellt ein gesellschaftliches Ereignis dar. Nicht im Sinn von Seitenblicken, sondern im Sinn von intellektueller Orientierung, Kritik, Provokation, Weckruf. Die mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels Ausgezeichneten nehmen eine ähnliche Rolle ein: Sie argumentieren im Zentrum einer europäisch gestimmten Öffentlichkeit. Die großen Feuilletons tragen dem Rechnung. Bei unserem Buchpreis tun’s zwei Minuten in der Mittags-„ZiB“. Und große Feuilletons? Die hätten wir gern.

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„An seinen Buch­­messen lässt sich der literarische und der öffentliche Entwicklungsgrad eines Landes ermessen“

Armin Thurnher ist Mitbegründer, He­rausgeber und Chefredakteur des FALTER

Die Eröffnungsrede der BUCH WIEN 19 findet am 6. 11., um 18 Uhr, in der Messe Wien/Halle D statt.


– Buchtermine –

Veranstaltungen November 2019 BUCH WIEN Party powered by Servus Krimi (philiale im Gartenbaukino, Parkring 12, 1010 Wien, 22:00)

MONTAG, 4. 11.

Christian Felber: This Is Not Economy (Oval – Die Bühne im Europark, Europastraße 1, 5020 Salzburg, 19:00)

SAMSTAG, 9. 11. BUCH WIEN (Messe Wien, Halle D, Trabrennstraße

DIENSTAG, 5. 11.

Die Buchbranche feiert am 8. 11. auf der BUCH WIEN Party im Gartenbaukino

MITTWOCH, 6. 11. BUCH WIEN: Lange Nacht der Bücher u. a. mit

Michael Köhlmeier, Vea Kaiser und Veit Heinichen (Messe Wien, Halle D, Trabrennstraße 7, 1020 Wien, 18:00–23:00) Daria Wilke: Die Hyazinthenstimme / Ivna Žic: Die Nachkommende (Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30, 8010 Graz, 19:00) Laura Freudenthaler: Geistergeschichte (Pfarrhof Freistadt, 4240 Freistadt, 19:30) DONNERSTAG, 7.11. BUCH WIEN (Messe Wien, Halle D,

Trabrennstraße 7, 1020 Wien,9:00–19:00) Stina Wirsén: Talk on Human Rights in Literature for the Smallest (Schwedenhaus Wien, Liechtensteinstraße 51, 1090 Wien, 18:30) Alpha Silla, Yaha Ngapout, u. a.: Afrikanische Schriftsysteme als alternative Schriftkonzeptionen und Geschichtsschreibung (AFRIEUROTEXT Buchhandlung, Lassallestrase 20/3, 1020 Wien, 18:30) Armin Nassehi: Muster – Theorie der digitalen Gesellschaft (Bruno Kreisky Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien, 19:00) Aleš Šteger: Logbuch der Gegenwart (Österr. Gesellschaft f. Literatur, Herreng. 5, 1010 Wien, 19:00) Benjamin Balint: Kafkas letzter Prozess / Teresa Präauer: Tier werden (Hauptbücherei, UrbanLoritz-Platz 2a, 1070 Wien, 19:00) Veit Heinichen: Borderless (Café Schopenhauer, Staudgasse 1, 1180 Wien, 19:00) Eugen Ruge: Metropol ( TAG – Theater an der Gumpendorfer Straße, Gumpendorfer Straße 67, 1060 Wien, 19:00) Jurij Andruchowytsch: Karpatenkarneval (Bank Austria Kunstforum, Freyung 8, 1010 Wien, 19:00) Drago Jančar: Wenn die Liebe ruht (Alte Schmiede, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien, 19:00) Nikoletta Kiss: Das Licht vergangener Tage (Buchhandlung Orlando, Liechtensteinstraße 17, 1090 Wien, 19:00) Beppo Beyerl, Thomas Kohlwein: Europa Erlesen Brno/Brünn (Weinhaus Sittl, Lerchenfelder Gürtel 51, 1160 Wien, 19:00) Josef Winkler: Der Stadtschreiber von Kalkutta (Café Museum, Operngasse 7, 1010 Wien, 19:30) Ditha Brickwell: Die Welt unter meinen Zehen (Kunstraum Ewigkeitsgasse, Thelemangasse 6, 1160 Wien, 19:30)

Der große Vorlesetag am 18. 11. steht 2019 unter dem Motto „Wir feiern die Fantasie“

7, 1020 Wien, 10:00–18:00) Wolfgang Salomon: Venedig und die Lagune für Fortgeschrittene (Buchhandlung Moser, Am Eisernen Tor 1, 8010 Graz, 10:00) Norbert Gstrein: Als ich jung war (Metro Kinokulturhaus, Johannesgasse 4, 1010 Wien, 18:00) Martin Walker: Menu surprise (Palais Coburg, Johann Strauss Konzertsaal, Coburgbastei 4, 1010 Wien, 19:00) Mircea Cărtărescu: Solenoid (Bank Austria Salon im Alten Rathaus, Wipplingerstraße 6–8, 1010 Wien, 19:00) Jan-Philipp Sendker: Das Gedächtnis des Herzens (Thalia Wien Mitte/W3, Landstraßer Hauptstraße 2a, 1030 Wien, 19:00) Der Festivalabend der frankophonen Comics u. a. Matthieu Bonhomme, Guy Delisle (Institut français, Praterstraße 38, 1020 Wien, 19:00) SONNTAG, 10. 11. BUCH WIEN (Messe Wien, Halle D, Trabrennstraße

7, 1020 Wien, 10:00–17:00) MITTWOCH, 13. 11. FREITAG, 8. 11. BUCH WIEN (Messe Wien, Halle D, Trabrennstraße

7, 1020 Wien, 9:00–19:00) Andrej Kurkow: Graue Bienen / Oleskij Tschupa: Märchen aus meinem Luftschutzkeller (Literaturhaus Wien, Zieglergasse 26a, 1070 Wien, 19:00) Hotel Bulgaria mit Gerogi Gospodinov, Yordanka Beleva, Nikolaus Kinsky (Österr. Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien, 19:00) Nicolas Mathieu: Wie später ihre Kinder (Institut français, Praterstraße 38, 1020 Wien, 19:00) Saskia Luka: Tag für Tag (Bank Austria Kunstforum, Freyung 8, 1010 Wien, 19:00 Tomer Gardi: Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück (schule für dichtung – vienna poetry school, Mariahilfer Straße 88a/3/7, 1070 Wien, 19:00) Gerald Knaus: Welche Grenzen brauchen wir (Bruno Kreisky Forum, Armbrustergasse 15, 1190 Wien, 19:00) Nora Bossong: Schutzzone (Hauptbücherei, Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien, 19:00) Mareike Nieberding: Verwende deine Jugend (Haus der Geschichte Österreich, Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien, 19:00) Lojze Wieser, Martin Traxl: Der Geschmack Europas 3 (Babette’s am Hof, Am Hof 13, 1010 Wien, 19:30) Lukas Kummer: Der Keller (Hartliebs Bücher, Porzellangasse 36, 1090 Wien, 19:30) Edith Kneifl: Wiener Weihnachtskrimis (Buchhandlung Erlkönig, Strozzigasse 19, 1080 Wien, 20:15)

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Marlen Schachinger: Kosovarische Korrekturen (Lhotzkys Literaturbuffet, Taborstraße 28 (Eingang Rotensterngasse), 1020 Wien, 19:00) DONNERSTAG, 14. 11.

Julya Rabinowich: Hinter Glas (Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30, 8010 Graz, 11:00) SAMSTAG, 16. 11.

Susanne Scholl: Die Damen des Hauses (Bücher Stierle, Kaigasse 1, 5020 Salzburg, 19:00) MONTAG, 18. 11.

Der große Vorlesetag: Autoren und Autorinnen lesen in ganz Österreich Kindern vor. DONNERSTAG, 21. 11.

Europäische Literaturtage u. a. mit Robert Menasse, Helene Hegemann, György ­Dragomán, Clemens J. Setz. 21.–24. 11. (Krems) SONNTAG, 24. 11.

Francesca Melandri: Literarisch-musikalische Matinee (Klangraum Krems Minoritenkirche, Minoritenplatz 4, 3500 Krems an der Donau, 11:00) DIENSTAG, 26.11.

Erich Fried Tage 2019: Keine / Angst. 26. 11.–1. 12. (Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, 1070 Wien)

Senden Sie Ihre Terminvorschläge an redaktion@hvb.at

F O T O : B E I G E S T E L LT

Peter Keglevic: Wolfsegg (Rupertus Buchhandlung, Dreifaltigkeitsgasse 12, 5020 Salzburg, 19:00) Verleihung Leo-Perutz-Preis. Anmeldung: lippmann@hvb.at (Wienbibliothek im Rathaus, Lichtenfelsgasse 2/ Stiege 6 / 1. Stock, 1010 Wien, 19:00)


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Reise durch Charkiw Bianca Kos lässt in ihrem Debütroman die uns völlig fremde ostukrainische Stadt lebendig werden. Zu Fuß, mit der Metro oder dem kaputten Fahrrad begibt sich die Protagonistin auf Erkundungstour durch labyrinthische Strukturen der Stadt, rätselt über die Natur der Einheimischen und folgt den Spuren von Serhij Zhadan.

Bianca Kos Das Mundstück Roman | 156 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag € 20,– (E-Book: € 15,99) ISBN 978-3-7013-1270-2

Zyklus der Elemente

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In teils wortgewaltigen, teils leisen Gedichten entwirft Elisabeth Reichart eine Poetik der Elemente und Himmelsrichtungen, der gewaltigen Natur, der Liebe und ihres Verschwindens - eine Poesie der Gratwanderung zwischen trügerischer Leichtigkeit und dem Abgründigen.

Elisabeth Reichart Mein Geliebter, der Wind Gedichte | 144 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag € 20,- (E-Book: € 15,99) ISBN 978-3-7013-1273-3

Herr Groll ermittelt wieder Im siebten Roman der berühmten Groll-Reihe reist der Privatdetektiv nach Osteuropa, wo er sich als gejagter Krimineller wiederfindet. Erwin Riess verdichtet wieder aktuelle politische und gesellschaftliche Ereignisse und erzählt erschreckende Dinge über das gegenwärtige Europa.

Erwin Riess Herr Groll und die Donaupiraten Roman | 301 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag € 23,- (E-Book: € 18,99) ISBN 978-3-7013-1272-6

OT TO MÜL L ER V ERL AG


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