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anzeiger

Das Magazin für die ö terreichische Buchbranche

Das Jahr 2018 in Zahlen

Lesestoff im Frühling

Im Schatten der Nazis

Was hat dieses Jahr ausgemacht und welche Einblicke ergeben sich für 019? Wir lassen das Jahr in Zahlen Revue passieren

Tschechien-Schwerpunkt der Leipziger Buchmesse, heimische Nachwuchsliteratur und Neues von bekannten Namen

Schrift teller Martin Pollack im Gespräch über das richtige Verhältnis zur eigenen Geschichte

Hausmittel aus den Bergen Alpenmedizin Euro 24,90 ISBN: 978-88-7283-654-5

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Zuversichtlich in den Frühling Die neuen Bücher zum Mut fassen, Nach- und Weiterdenken aus der Edition Körber!

Daniel Gerlach gelingt ein Perspektivwechsel für die Konfliktregion. Thomas Straubhaar erklärt, wie wir Wohlstand für alle erreichen können.

ISBN 978-3-89684-268-8 Klappenbroschur ca. € 17,50 (A) Erscheint im März

ISBN 978-3-89684-271-8 Geb. mit Schutzumschlag ca. € 20,60 (A) Erscheint im Mai

Reimer Gronemeyer leistet Lebenshilfe voller Weisheit.

Jochen Bittners Anti-Streit-Schrift definiert die Grundlagen der Verständigung. ISBN 978-3-89684-270-1 Klappenbroschur ca. € 18,50 (A) Erscheint im März

ISBN 978-3-89684-269-5 Geb. mit Schutzumschlag ca. € 19,60 (A) Erscheint im April

Jens Balzer markiert den schmalen Grat zwischen populär und populistisch.

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ISBN 978-3-89684-272-5 Geb. mit Schutzumschlag ca. € 17,50 (A) Erscheint im Mai

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– 1 5 4 . Ja h r g a n g –

Wissenschaftsbuch des Jahres 2019: DAS Sachbuch für Kinder zum Thema „Müll“

„Die halbierte Mehrwertsteuer auf E-Books bringt eine Vereinfachung für die Buchwirtschaft“ Gustav Soucek

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as Jahr 2019 beginnt sehr gut: Die Mehrwertsteuer auf E-Books wird halbiert, zukünftig gilt der gleiche teuersatz wie bei gedruckten Büchern, zehn Prozent! Diese Regelung gilt übrigens auch für digitale Zei schriften und Zeitungen. Das hat die Regierung bei ihrer Klausur Anfang des Jahres beschlossen und kommt damit einer langjährigen Forderung des HVB nach. Wichtig war das vor allem auch im Kontext mit den Absichten Deutschlands, das bereits eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent angekündigt hat. Es war daher umso wichtiger, dass auch Österreich eine Gleichstellung von Büchern und E-Books vornimmt. Neben einer Reduktion der Kosten für E- ublikationen für die onsumentinnen und Konsumenten geht damit auch eine Vereinfachung für die nternehmen der Buch- und Medienwirtschaft einhe . Denn die Angleichung erspart künftig Abgrenzungs- und Aufteilungssc wierigkeiten bei kombinierten Produkten. Mehr dazu lesen Sie auf den Seiten 5 und 6.

F O T O : K AT H A R I N A F R Ö S C H L - R O S S B O T H

Die Kinderbuchabteilung der Wiener Buchhandlung Herder hat im Dezember bei einem Pop-up-Designmarkt mitgemacht. Wie es dazu kam und welche Herausforderungen sie im Weihnachtsgeschäft emeistert hat, erzählt Buchhändlerin Magda Hassan (S. 10). Vorstellen möchte ich Ihnen die neue Kolumne „Kontinent Kinderbuch“ von Karin Haller. Die Geschäftsfü erin des Instituts für ugendliteratur wird von nun an monatlich spannende Einblicke in die aktuelle Situation und Entwicklung des Kinderbuchgeschäfts bie en (S. 31). Wir freuen uns!

Melanie Laibl / Lili Richter

So ein Mist

Von Müll, Abfall & Co Mit viel Esprit und ohne Scheu vor so ziemlich eh allem präsentieren Melanie Laibl und Lili Richter wie facettenreich, faszinierend und beeindruckend das Thema „Müll“ sein kann. ab 9 Jahren, gebunden ISBN 978-3-7022-3698-4 48 Seiten, € 19.95

Zum 70. Geburtstag von Jutta Treiber

Diesmal haben wir für Sie orträts folgender HVB-Mitglieder: Buchhändlerin Susi Riedlsperger (Der Buchladen Kaprun), Buchhändler Martin Spitz (Bücher am Spitz), Verlagsleiter Achim Zechner (Verlag Johannes Heyn) und die Direktorin von Austrian Standards International, Elisabeth Stampfl-Blaha, emeinsam mit Verlagsleiter Reinhard Bradatsch (ab. S. 24). Wir freuen uns auf ein gemeinsam erfolgreiches Jahr 2019!

Jutta Treiber / Susanne Eisermann

Na ja

Das Dreieck fühlt sich zu spitz, der Kreis zu rund, das Quadrat zu eckig. „Kein Problem,“ meint der Figurendoktor. Doch heißt „alle gleich“ auch „alle gleich schön“? Ein wichtiges Thema höchst amüsant umgesetzt. ab 4 Jahren, gebunden ISBN 978-3-7022-3761-5 32 Seiten, € 14.95

Gustav Soucek HVB-Geschäftsfü er

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– I n h a lt – KLASSIKER

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Neu entdeckt „Die Weiden“ von A. Blackwood

HVB-MITGLIEDER IM PORTRÄT

Schwerpunkt Belletristik: Tschechien, Debüts und Neues von bekannten Namen

KURZ GESAGT

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Gleicher Steuersatz Gedruckte Bücher und E-Books sollen künftig gleich be teuert werden. Was bedeutet das für die B anche?

Susi Riedlsperger Susi Riedlsperger über ihre Kapruner Buchhandlung

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Walter Kettner Der Buchhändler über sein Anliegen, Bücher unter Kinder zu bringen

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Achim Zechner Der Verlagsleiter über das Leben eines Kosmopoliten

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Elisabeth Stampfl-Blaha und Reinhard Bradatsch Der hauseigene Verlag von Austrian Standards

WISSENSWERT

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Kurzmeldungen Personalia, KSV1870-Vorteile für HVB-Mitglieder, Thalia und die Mayersche, Der Gabal-Verlag und der Buchhandel, mediakollegSeminare

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Kurzmeldungen VLB-TIX-Stammtisch, Bruno-Kreisky-Preise, Ö1 Buch des Monats

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Kurzmeldungen Gesenkte Mehrwertsteuer für E Books, Preisausschreiben des HVB, Wissenschaftsbuchp eis, „Watschenmann“ kommt ins Theater, Gourmand World Cook Book Awards

Kurz gesagt: Der reduzierte Mehrwertsteuersatz auf E-Books kommt

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IMPRESSUM H e r a u s g e b e r : Hauptverband des Österreichischen Buchhandels/ISSN 0003-6277, Grünangergasse 4, 1010 Wien, T: +43 1/512 15 35, www.buecher.at G e s c h ä f t s f ü h r u n g : Gustav Soucek P r o je k tle itu n g : Cordula Tippel, DW 29, tippel@hvb.at A b o v e r w a ltu n g : Doris Klinda, DW 14, klinda@hvb.at M e d ie n in h a b e r, K o n z e p t, R e d a k tio n u n d P r o d u k tio n : Falter Verlagsgesellschaft m. b. H., Bereich Corporate Publishing, Marc-Aurel-Straße 9, 1011 Wien, T: +43 1/536 60-0, E: magazine@falter.at, www.falter.at C h e fr e d a k tio n : Christian Zillner, DW 926, Teresa Preis, DW 812 G e s c h ä f t s f ü h r u n g : Siegmar Schlager A n z e ig e n le itu n g : Sigrid Johler, DW 952, johler@falter.at Die Offenlegung gem. § 25 Mediengesetz ist unter www.falter.at/offenlegung/falter-verlag ständig abrufbar H e r s te llu n g : Wograndl Druck GmbH, Mattersburg

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Herder-Kinderbuchwelt-Pop-up Buchhändlerin Magda Hassan über

11

Kurzmeldungen Die neuen HVB-Mitglieder

ein besonderes Projekt im Weihnachtsgeschäft

Autor und Literaturkritiker Martin Pollack im Gespräch mit dem anzeiger

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SELBSTREDEND

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Martin Pollack Schrift teller Martin Pollack über das richtige Verhältnis zur eigenen Geschichte Kontinent Kinderbuch „Und sie lesen doch noch“

KURZ VOR SCHLUSS ESSENZIELL

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Marktdaten 2018 Ein Rückblick als Trendforschung

SCHWERPUNKT

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Bücher im Frühling Die wichtigsten BelletristikNeuerscheinungen

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Gastkommentar Markus Renk über seine Erfahrungen mit VLB-TIX

STANDARDS TITELSCHUTZ MONATSBESTSELLER MONATSBESTENLISTEN BUCHTERMINE

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F O T O S : S H U T T E R S T O C K , A M A Z O N , C H R I S T O P H E R M AV R I C

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– K u r z g e s a g t –

Gleich und gleich... DER MEHRWERTSTEUERSATZ AUF E-PUBLIKATIONEN SOLL WIE BEI GEDRUCKTEN BÜCHERN VON 20 AUF 10 PROZENT GESENKT WERDEN. WAS BEDEUTET DAS FÜR DIE BRANCHE?

Gleichbehandlung schafft Klarheit Die Angleichung der Umsatzsteuer für E-Books an die der gedruckten Werke begrüßen wir naturgemäß sehr. Alle sprechen von Digitalisierung. Da ist es hoch an der Zeit, Gedrucktes und Digitales gleich zu behandeln. Gerade für die Bildungsmedienverlage, die im Schulbereich aktiv sind, waren die Abgrenzungs- und Aufteilungssc wierigkeiten Iris Blatterer ist immer wieder Thema, was sowohl im Geschäftsfü erin der Angebot als auch im steuerlichen BeWestermann Verlage reich Potenzial für Unsicherheit mit sich in Österreich brachte. Die Gleichbehandlung der Angebote schafft jetzt Klarheit und vereinfacht unsere Kommunikation mit den Kundinnen und Kunden.

F O T O S: F O T O G R A F I E F E T Z, DA N Z I G & U N F R I E D, G E O R G AU F R E I T E R, F O T O W I L K E

„Es ist hoch an der Zeit, Gedrucktes und Digitales gleich zu behandeln“

Markus Mair ist Präsident des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ)

Impuls für digitale Presselandschaft Die Bundesregierung hat mit diesem dringend notwendigen Beschluss einen wichtigen und nachhaltigen Impuls zur Weiterentwicklung der digitalen Presselandschaft in Österreich gesetzt. Medienunternehmen verlegerischer Herkunft erhalten durch den zukünftig verminderten Mehrwertsteuersatz endlich die Möglichkeit, ihre Kombiangebote von Print und Online ökonomisch sinnvoller zu forcieren und auch die digitale Transformation besser zu meistern. Die aktuelle steuerrechtliche Ungleichbehandlung von Print- und Digitalausgaben ist stets ein Hindernis für noch attraktivere Kombiangebote gewesen.

Ernst Grabovszki ist Verleger und Verlagsdienstleister bei danzig & unfried

E-Books sind zu billig Mag sein, dass die Steuersenkung Erleichterungen und eine etwas entspanntere Kalkulation mit sich bringt. Insofern ist sie natürlich erfreulich. Die Frage ist aber, ob das nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist: In bestimmten Programmbereichen kämpft das E-Book mit zu niedrigen Preisen. Rund 60 Prozent der in Deutschland verkauften E-Books sind billiger als 5 Euro. Damit hat sich bei den Leserinnen und Lesern ein Preisbewusstsein gefestigt, das elektronische Produkte geringer schätzt als gedruckte. Dies wieder zu ändern ist die noch größere Herausforderung.

„In bestimmten Programmbereichen kämpft das E-B ok mit zu niedrigen Preisen“

Es geht um die Inhalte Ich begrüße das rasche Handeln der Regierung, dass die Reduzierung von 20 Prozent auf 10 Prozent Mehrwertsteuer fü E-Publikationen nun erfolgt. Geht es doch bei den Verlagen in erster Linie um die Inhalte und nicht unbedingt um die Ausgabeform. Wobei das gedruckte Buch aus meiner Sicht den Vorzug hat. Es könnten aber daraus neue Produktkombinationen entsteGeorg Glöckler ist hen, die für Kundinnen und Kunden interVerleger des essant werden. Für die Branche ist es auch G&G Verlags eine gute Entwicklung, wenn wir Verlage den Ladenpreis nicht als Marketinginstrument sehen. Eine generelle Entwicklung der Ladenpreise nach oben, speziell im Kinderbuchbereich, ist längstens fällig. Für den Bereich Bilderbücher hat die Mehrwertsteuer-Senkung eine geringe Bedeutung, für die ugendbücher eine deutlich höhere.

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Personalia Mit 2019 kommt Lesley Kirnbauer als neues Mitglied ins HVB-Team. Neben ihrer Tätigkeit in der Programmabteilung der BUCH WIEN übernimmt sie im Marketing die Bereiche mediakolleg, HVB-Jahrestagung und Rund ums Buch. Cordula Tippel, seit 2016 im HVB für das mediakolleg, Rund ums Buch und die HVBJahrestagung sowie die anzeiger-Projektleitung zuständig, wechselt in die Universal Edition.

Service verlängert

Zusammenschluss

HVB-Vorteile beim Kreditschutzverband

Die Mayersche Buchhandlung mit Best Of Books (B.O.B.) in Deutschland und Thalia schließen sich zusammen. Damit wird der bisherige Geschäftsfü er der Mayerschen Hartmut Falter neben Thalia-CEO Michael Busch zum zweiten geschäftsfü enden Gesellschafter bei Thalia Aus den 55 Filialen der Mayerschen und den rund 300 Buchhandlungen von Thalia im deutschsprachigen Raum sowie B.O.B wird der bedeutendste familiengeführ e Sortimentsbuchhändler in Europa.

Die besonderen Vorteile bei Services des für HVB-Mitglieder wurden verlängert. Sparen kann man direkt bei der KSV1870-Mitgliedschaft: Kein Mitgliedsbeitrag 2019 und der geringste Beitrag für 2020 sind garantiert. Dazu gibt es um bis zu 40 Prozent reduzierte Bonitätsauskünfte, den aktuellen DSGVOAssistenten zum Vorzugspreis sowie alle Leistungen einer regulären Mitgliedschaft KSV1870

Gemeinsam für den Bu hhandel

Marketing-Experte Arang Rezayati hat mit Jänner die Eventabteilung des Manstein Zeitschriften Verlags übernommen. Zuletzt war er mit seiner Agentur Media Department als Berater für Manstein tätig. Heike Glück über die gelungene Aktion

Der Gabal Verlag blickt auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen der Aktion „Gemeinsam mehr erreichen“ mit dem österreichischen Buchhandel zurück. Heike Glück von der Buchhandlung DAS BUCH zu ihrer Erfahrung: „Der Gabal Verlag gab uns im Vorfeld unseres geplanten Ladenumbaus den Tipp, Kunden nach ihrer Traumbuchhandlung zu befragen. Dieser Impuls konnte die Kundenfrequenz nach der Neueröffnung wesentlich steigern, unsere Kunden fühlen sich sehr wohl und schätzen die neue Atmosphäre.“

mediakolleg Ein erster Überblick über das neue Seminarangebot 2019 Produkt optimal für potenzielle Käuferinnen und Käufer präsentieren. Metadaten verkaufen Bücher 1. April 2019, 9.30–17 Uhr

■ Das beliebte Seminar gibt einen ersten praxisnahen Einblick in die wichtigsten Bereiche des Verlagswesens. Dabei geht es um die verschiedenen Arbeitsbereiche von Verlagen und die Entstehung von gedruckten und elektronischen Büchern. Grundwissen Verlag 18. März & 14. Okt. 2019, 10–17.30 Uhr ■ Wie kann man sein Buch im VLB bestmöglich präsentieren? Durch das Verständnis von Metadaten kann man das eigene

■ Auch wenn der Gewinn sich erst mit dem Weihnachtsgeschäft zeigen soll: Um unterm Jahr nicht in Liquiditätsschwierigkeiten zu kommen, braucht es ein genaues Verständnis für ennzahlen in der Praxis. Liquidität und Rentabilität im Buchhandel, 2. April 2019, 9.30–17 Uhr ■ Je kleiner das Werbebudget, desto wichtiger ist die zielgenaue Planung davon. Kleine Budgets erfordern individuelle Marketingmaßnahmen, die dem Verlag ein Gesicht verleihen. Low-Budget-Marketing 29. April 2019, 9.30–17 Uhr

■ Wie findet man neue Themen und Inhalte? Wo kann man neue passende Autorinnen und Autoren finden? Für eine erfolgreiche Programmplanung benötigt man ein klar durchdachtes Konzept. Programmplanung im Verlag 13. Mai 2019, 9.30–17.30 Uhr

Die Seminare finden in der Bibliothe des Palais Fürstenberg im 1. Stock statt. Grünangergasse 4, 1010 Wien Kosten: € 220,– (HVB-Mitglieder)/€ 270,– Kontakt: Lesley Kirnbauer, 01/512 15 35 24, kirnbauer@hvb.at

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F O T O S : P R I VA T, R A I N E R G R Y C , B E I G E S T E L L T

Termin: VLB-TIX Stammtisch

Kreisky-Preis

Nach den ersten beiden erfolgreichen Runden des VLB-TIX-Stammtischs in Österreich steht nun der dritte Termin. Diesmal lädt Morawa-Geschäftsfü er Georg Rangger alle Interessierten in die Buchhandlung in der Wiener Wollzeile ein. Aktive Nutzerinnen und Nutzer der OnlinePlattform sind genauso willkommen wie Einsteigerinnen und Einsteiger aus dem Buchhandel, dem Zwischenbuchhandel oder Verlagen ebenso wie Verlagsvertreterinnen und -vertreter. In gewohnt lockerer Atmosphäre können die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen mit dem Tool und ihre Arbeit mit digitalen Vorschauen berichten oder sich über den Umgang und neue Möglichkeiten in der täglichen Praxis austauschen. Ort: Morawa, Wollzeile 11, 1010 Wien Datum: 21. Februar, 18.30 Uhr Anmeldungen an: michaela.silberbauercsunyj@morawa-buch.at

Bereits zum 25. Mal wird in diesem Jahr der Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch vom Karl-Renner-Institut in Zusammenarbeit mit der sozialdemokratischen Bildungsorganisation verliehen. Dabei soll politische Literatur im Sinne des Namensgebers ausgezeichnet werden, die für Freiheit, Gleichheit, soziale Gerechtigkeit, Solidarität, Demokratie und sozialen Zusammenhalt, Toleranz und die Freiheit der Kunst einsteht. Zu den Preisträgern gehören: Julian Nida-Rümelin und Nathalie Weidenfeld für den Hauptpreis 2018. Den Sonderpreis Arbeitswelten erhält Stephan Schulmeister (zuletzt erschien „Auf dem Weg zur Prosperität“, Ecowin). Der britische Soziologe Richard Sennett (zuletzt erschien bei Hanser „Die offene Stadt“) bekommt den Preis für das publizistische Gesamtwerk. Autorin Julia Ebner erhält den Anerkennungspreis. Der Preis für besondere verlegerische Leistungen geht an den Sonderzahl-Verlag in Wien.

Ö1-Monatsbuch Walter Schüblers Biografie „Anton Kuh“ (Wallstein Verlag) über das Werk des Schrift tellers ist das Ö1 Buch des MonatsFebruar. Zehn Jahre lang hat der Wiener Literaturwissenschaftler Schübler das umfangreiche Werk von Anton Kuh erforscht, nun hat er die Biografie eröffentlicht. Das Ö1 Buch des Monats ist eine neue, exklusive Aktion für HVB-Buchhandlungen in Kooperation mit dem Radiosender Ö1. Der Siegertitel wird monatlich von der „Ex Libris“Redaktion ausgewählt.

Das Ö1 Buch des Monats im Februar

Eine der größten Druckereien in Mitteleuropa  Druck und buchbinderische Weiterverarbeitung  unter einem Dach rund um die Uhr Jahresproduktion 24 Mio. Bücher  80 % der Produktion gehen in den Export  Jahresumsatz 33 Mio. €  Kundenservice in fünf Fremdsprachen  Zertifikate Carbon Neutral Produkt, Fogra  FSC®, CrefoCert, Eko energie

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FINIDR, s.r.o. Ident. nr.: 60778172 Gültigkeit: 1 Jahr Seit: 30.06.2018

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E-Books sollen künftig – genau wie gedruckte Bücher – mit zehn statt der üblichen zwanzig Prozent besteuert werden. Die neue Regelung gilt auch für digitale Zeitungen und Zeitschriften. Benedikt Föger, Präsident des HVB, sieht diesen Schritt als „wichtigen Impuls für die Buchbranche.“ Dadurch sinken nicht nur die Kosten für Konsumenten von E-Publikationen, sondern kombinierte Produkte werden für die Buchb anche leichter umsetzbar. „Das Lobbying des Europäischen Verlegerverbands, das zu dieser EU-weiten Möglichkeit geführt hat, trägt nun auch auf nationaler Ebene Früchte. Der HVB begrüßt diese Entscheidung der Bundesregierung ausdrücklich und hofft nun auf eine möglichst rasche Umsetzung“, so Föger.

Geringerer Mehrwertsteuersatz für E-Book

4 x Wissenschaft Sie sind gekürt: Die vier Gewinnerinnen und Gewinner des Wissenschaftsbuchsdes Jahres 2018. Erstmals verbindet alle Titel ein Bezug zu Österreich. Mit dabei sind D. Rennert, T. Traxler: „Lise Meitner“ (Residenz), E. Kandel: „Was ist der Mensch? (Siedler), R. Sandgruber: „Rothschild“ (Molden) sowie M. Laibl und Lili Richter: „So ein Mist“ (Tyrolia). Ziel des Preises ist es, vermehrt Publikationen zu populärwissenschaftlichen Themen zu fö dern.

Die vier Gewinnertitel

Jetzt mitmachen: Ab 31. 1. und bis 28. 2. können Bewerbungen online eingereicht werden

Schönste Bücher, schönste Buchhandlungen Zwei Ausschreibungen sind aktuell beim HVB offen

Eine vielfälti e Branche erfordert passende Preise, um das Augenmerk auf die einzelnen Leistungen zu richten. Um das gestalterische und herstellerische Handwerk geht es beim Wettbewerb Die schönsten Bücher Österreichs. Jährlich werden herausragende Werke mit Staatspreisen und Urkunden vom HVB gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt der Republik Österreich (BKA) geehrt. Dabei soll dieser wichtige Teil der Buchproduktion die gebührende Anerkennung bekommen. Die Verleihung wird am 21. Mai 2019 im Palais Niederösterreich stattfinden.

Um die fünf besten Buchhandlungen Österreichs geht es wiederum beim Österreichischen Buchhandlungspreis 2019. Gemeinsam mit dem BKA zeichnet der HVB die besten inhabergeführ en und unabhängigen Buchhandlungen des Jahres aus. Wichtig sind ein literarisches Sortiment und innovative Geschäftsmodelle Zu den Ausschreibungen: 31. Jänner bis 28. Februar 2019. Alle Infos und Anmeldungen unter: schoenstebuecher.at oesterreichischer-buchhandlungspreis.at

„Watschenmann“ geht ins Theater

International gekocht

Karin Peschkas vielfach ausgezeichneter Debütroman „Watschenmann“ (Otto Müller Verlag) kommt ins Wiener Volkstheater (Spielstätte: Volx/Margareten). Die Uraufführung findet am 31. Jänner statt. Regie führt Bérénice Hebenstreit, die bereits die Adaption von Barbi Markovićs Roman „Superheldinnen“ (Residenz) verantwortete. „Die Bücher von Karin Peschka, die starke Bilder und intensive Atmosphären kreiert, haben allesamt großes szenisches Potenzial. Das ist eine große Herausforderung, der sich das Wiener Volkstheater stellt“, so Verleger Arno Kleibel. „Dass aber gerade der ,Watschenmann‘ theatralisiert wurde, zeigt von der anhaltenden Aktualität und Relevanz des Stoffes.“ Außerdem freut er sich über den Werbeeffekt für das Buch, denn „den darf man selbstverständlich auch nicht von der Hand weisen“.

Insgesamt neun österreichische Verlage dürfen sich über Nominierungen ihrer Kochbücher bei den Gourmand World Cookbook Awards 2018 freuen. Mit dabei sind Wieser („Der Geschmack Europas 2“), Braumüller („Cucina Veneziana“), Facultas („Kochen wie in Neapel“), Dachbuch („Hirter Bier Kochbuch“), Benevento („Die Weltküche zu Gast im Ikarus“) und Brandstätter sogar mit zwei Titeln („Blaue Stunde“ und „Meine österreichische Küche“). Die Gewinner werden im Juli im chinesischen Macau ausgezeichnet. Mit dem Gourmand World Cookbook Award werden die besten Koch- und Getränkebücher der Welt in unterschiedlichen Kategorien geehrt. Ziel ist, die gute Küche aller Nationen gemeinsam mit der Völkerverständigung zu fö dern. So soll ein größeres Bewusstsein für gutes, vielfä tiges und gesundes Essen erreicht werden.

FOTOS: MICHAEL GOLDGRUBER/BKA, AMAZON

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Kinderbuchwelt-Pop-up Die Kinderwelt der Wiener Buchhandlung Herder hatte im Weihnachtsgeschäft eine Pop-up-Filiale. Wie das aussah, erzählt die Organisatorin der Aktion, Magda Hassan Text: Teresa Preis

Die Herder Kinderbuchwelt war 2018 Teil der weihnachtlichen „Popupzentrale“ auf der Wiener Mariahilfer Straße. Wie ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen? Magda Hassan — Wir sind stets auf der Suche nach neuen Denkweisen und Vertriebswegen. Die verschiedenen Aktivitäten, die seit einigen Jahren in der „Popupzentrale“ stattfinden, verfolgen wir mit großer Begeisterung. Ein Geschäftslokal, in dem immer wieder breit gefächer e Designmärkte, Veranstaltungen, Kunstprojekte und andere Aktionen stattfinden. Wir wollten Teil davon sein! In Zusammenarbeit mit zwölf Verlagen haben wir eine Kollektion an Büchern zusammengestellt, die durch ihre kunstvollen Illustrationen oder besondere Inhalte überzeugen. Wie konnten Sie den Shop logistisch umsetzen? Hassan — Die Begeisterung hat das Projekt geformt und getragen. Der Rückhalt und der Einsatz des gesamten Herder-Teams waren enorm. Große Unterstützung brachten die Auslagerung von Aufgabenbereichen an

kompetente Partner (wie Neuton.at) sowie das Mitziehen der Verlage. Wie reagierte das Publikum? Hassan — Die Reaktionen waren überwältigend! Es gibt zwei Momente, die uns am Medium Buch immer wieder faszinieren: Erstens gibt es für jeden Anlass und jeden Leser das richtige Buch, und zweitens sind gute Kinderbücher nicht nur für Kinder bestimmt. Besucher, die wegen eines anderen Ausstellers den Designmarkt besucht haben, sind in unserer Kinderbuchwelt bei einem Buch hängen geblieben. In unserer Herder Kinderwelt in der Wollzeile sind die Bücher nach Alter oder Themenbereichen sortiert, um Anfragen möglichst effektiv zu erfüllen. Im Pop-up-Store standen die Verlage und ihre Programme im Vordergrund. Wie sehen Sie den Erfolg der Aktion? Hassan — Wir konnten neue Kundinnen und Kunden für unsere Kinderbuchabteilung gewinnen, aber auch zwölf herausragende Verlage vorstellen und ein Gefüh für ihre Arbeit vermitteln. Für das große Medienecho sind wir sehr dankbar. Mehrere Berichte in Zeitungen, auf Social-MediaPlattformen und Radio-Auftrit e haben die Wirkung unserer Aktion bestätigt. Denken Sie, solche Aktionen sind ein Zukunfts-

modell, um an neue Leserinnen und Leser zu kommen? Planen Sie schon etwas Ähnliches für das nä hste Weihnachtsgeschäft Hassan — Wir sind der Überzeugung, dass es in der Buchbranche eines Umdenkens bedarf. Neue und ungewöhnliche Wege füh en zu mehr Aufmerksamkeit für Leistungen, die Verlage und der stationäre Buchhandel leisten. Ja, wir denken bereits über weitere Aktionen in diesem Jahr nach. Interessierte Verlage können sich schon jetzt an uns wenden! Konnten Sie beim Verkauf besondere Trends feststellen? Hassan — Besonders schön war mitzuerleben, wie sehr die Bücher die Besucherinnen und Besucher berührt und fasziniert haben. Vor allem das große Interesse an österreichischen Produktionen hat uns sehr gefreut: So haben etwa die alten und neuen Klassiker aus dem Jungbrunnen Verlag Erinnerungen und Emotionen wachgerufen, und die Bücher der Asagan-Reihe, die sich lustig und frech mit österreichischer Geschichte beschäfti en, haben für manche Überraschung gesorgt. Teil der Herder Kinderbuchwelt waren: Adrian Verlag, Asagan, cbj, Dorling Kindersley, Fischer Sauerländer, Jungbrunnen, Moses, NordSüd, Prestel, Ravensburger, teNeues und Tonies.

FOTO: HERDER

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nnovative Konzepte bringen Aufmerksamkeit – darauf hat sich die Buchhandlung Herder in Wien spezialisiert. Mitten im Dezember eröffne e sie einen Pop-upStore in der „Popupzentrale“ auf der Mariahilfer Straße.

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Titelschutzmeldungen Mit einer Titelschutzmeldung im anzeiger ist Ihr Buchtitel ˜ r sechs Monate bis zum Erscheinungsdatum geschützt. Ihre Titelschutzmeldung ist mit Ihrer Nennung nach kurzer Überprüfung über www.buecher.at abru° ar und erscheint in der darau˛ olgenden Ausgabe des anzeigers. Titel melden können Sie auf www.buecher.at/titelschutz oder per E-Mail an Doris Klinda unter klinda@hvb.at. Die gleichzeitige Schaltung von mehreren Titelschutzmeldungen ist besonders günstig: Bis zu drei Titel pro Ausgabe gibt es exklusiv ˜ r HVB-Mitglieder* um nur € 80,– / 6 Titel € 110,– und bis zu 12 Titel um nur € 210,–. Doris Klinda berät Sie gern unter klinda@hvb.at, Tel. 01/512 15 35 DW 14. (*Nichtmitglieder zahlen das Doppelte, alle Preise zzgl. 5 % Werbeabgabe und 20 % MwSt.) Bezahlte Anzeigen. Der Verlag übernimmt keine Ha˜ ung da° r, dass die Titel bereits geschützt sind oder durch die Inserate Rechte Dritter verletzt werden.

Unter Hinweis auf § 80 UrhG nehmen wir Titelschutz in Anspruch für den Einzeltitel: „Mathebus“ in allen Schreibweisen, Darstellungsformen, Wortverbindungen und Kombinationen, als Reihen- und/oder Einzeltitel und zur Verwendung in allen Medien. VERITAS Verlags-und Handelsges.m.b.H. & CO.OG, Hafenstraße 2a, 4020 Linz, Österreich Unter Hinweis auf § 80 UrhG nehmen wir Titelschutz in Anspruch für den Einzeltitel: „Wer zuletzt lacht, lacht im Himmel“ in allen Schreibweisen, Darstellungsformen, Wortverbindungen und Kombinationen, als Reihen- und/oder Einzeltitel und zur Verwendung in allen Medien. Eigenverlag Outi & Lee, Leander und Outi Müller, Osterwitzblick 2, 9314 Launsdorf, Österreich

Die Neuen Der HVB hat wieder Mitglieder gewonnen

Der siebzehnjährige Colin Hadler trifft den Ton seiner Generation!

In den letzen sechs Monaten sind einige neue Mitglieder dem Hauptverband beigetreten. Das Team des HVB freut sich über die gewonnenen Mitglieder und über das Interesse der Branche an der Verbandsarbeit. Seit 1. Juli 2018 mit dabei sind:

VV

B u c h n e t z w e r k /V e r l a g s v e r t r e t u n g M a g . M a r le n e P o b e g e n

V

C a t M in t V e r la g

V

F a ir y la n d V e r la g

B

i l o g o s H K /D r . H a m i d K a s i r i

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K r a in z & H e n g s tle r

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Die großen Themen unserer Jugend: Cybermobbing, Cliquenbildung, Herzlosigkeit und Medienabhängigkeit – aber auch Freundschaft und die erste Liebe! Colin Hadler steht für Lesungen zur Verfügung.

Legende: V = Verlag

280 Seiten 18,00 (A) / 17,51 (D) 978-3-903144-72-9

B = Buchhandlung

www.editionkeiper.at

VV = Verlagsvertretung

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– E s s e n z ie ll – Marktdaten 2018

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Karten, Globen 0,5 %

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Kalender

Text: Teresa Preis Infografik: Ol ver Hofmann

eit einem Jahr arbeitet der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) mit der media control in Baden-Baden zusammen. Das Marktforschungsinstitut ist vor allem für seine Bestsellerlisten bekannt. Darüber hinaus geben die in den letzten zwölf Monaten erfassten Daten genauere Einblicke in den heimischen Buchmarkt. Mittlerweile deckt media control 84 Prozent des österreichischen Buchmarktes ab. Dafür werden täglich die von den Scannerkassen erfassten Verkaufszahlen aus dem stationären Handel sowie die Onlineverkäufe nach Baden-Baden »

–8,2 %

Preisentwicklung Editionsformen in Prozent

Hörbuch/Audiobook

DAS JAHR 2018 IST FÜR DIE ÖSTERREICHISCHE BUCHWIRTSCHAFT VORBEI. WIE ENTWICKELT SICH DER MARKT? DIE MARKTDATEN DES HVB ERMÖGLICHEN EINEN ÜBERBLICK

–7,2 % Kalender

forschung

– 10,1 % Hörbuch/Audiobook

Hardcover, Softvocer

Trend-

–4,6 % Taschenbuch

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Taschenbuch

Ein Rückblick als

Umsatzentwicklung Editionsformen in Prozent

Durchschnittspreise •€1

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• € 10,88

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• € 13,12

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•€

Durchschnittspreise

• € 16,96

• € 15 ,54 1,5 %

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• € 27,81

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Gesamt

3,1 %

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Sachbuch

Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft

2,7 %

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Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik

Preisentwicklung Warengruppen in Prozent –7,0 %

Geisteswissenschaften, Kunst, Musik

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Sachbuch

1,4 % –0,8 %

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2,1 %

Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik

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Geisteswissenschaften, Kunst, Musik

Ratgeber

10, 02 Reise

Kinder- und Jugendbücher

Belletristik

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Kinder- und Jugendbücher

Belletristik

Umsatzentwicklung Warengruppen in Prozent

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– E s s e n z ie ll – Marktdaten 2018

Jahres-Charts

Anteile Editionsformen

Belletristik Hardcover Hörbuch/Audiobook 2%

Monatliche Verkaufsanteile in Prozent

1 KaiserschmarrnTaschenbuch 19 %

drama Rita Falk, DTV

Jänner ’18

Verlagsgesellschaft

Februar ’18

2 Gregs Tagebuch 13 – Eiskalt erwischt!

März ’18

Jeff Kinne , Baumhaus Verlag

April ’18

3 Unter der Drachenwand Arno Geiger, Carl Hanser

Mai ’18

4 Mein Herz in zwei Welten Hardcover, Softcover 79 %

Jojo Moyes, Wunderlich 5 Der Insasse Sebastian Fitzek, Droemer HC

Juni ’18 Juli ’18 August ’18 September ’18

Sachbuch Hardcover

Oktober ’18 November ’18 Dezember ’18

1 Der Ernährungskompass Bas Kast C. Bertelsmann 2 BECOMING Michelle Obama, Goldmann 3 Eine kurze Geschichte der Menschheit Yuval Noah Harari, Pantheon 4 Kurze Antworten auf große Fragen Stephen Hawking, Klett-Cotta 5 Feindliche Übernahme Thilo Sarrazin, Finanzbuch Verlag

Ratgeber Hardcover

1 Tu es einfach und glaub daran Thomas Brezina Edition A 2 Das Kind in dir muss Heimat finden Stefanie Stahl, Kailash 3 Das Leben ist zu kurz für später Alexandra Reinwarth, MVG Verlag 4 Jamies 5-Zutaten-Küche Jamie Oliver, Dorling Kindersley 5 Backen mit Christina Christina Bauer, Löwenzahn

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PREISE FÜR BÜCHER SIND GESTIEGEN – UND DIE BESTSELLER? Im Jahr 2018 sind die Buchpreise durchschnittlich um 1,5 Prozent gestiegen. Besonders bei Sachbüchern und Ratgebern war die Preissteigerung bemerkbar, der Preis für Kinderbücher erhöhte sich um mehr als zwei Prozent. Auch die Preise der Warengruppe Belletristik erfuhren mit 0,8 Prozent einen leichten Anstieg. Der Gesamtumsatz der Branche nahm 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1,15 Prozent ab. Das Sachbuch hingegen brachte ein WEIHNACHTEN 2018 Umsatzplus von sechs Prozent. Fast ebenMIT LEICHTEM UMSATZPLUS Die erste Frage betrifft das vergangene Weih- so gut lief es bei den Kinder- und Jugendnachtsgeschäft. Hier hat Ulucan gute Nach- büchern. Hier konnte eine Zunahme von richten: „Vergleicht man den Zeitraum vom 3,9 Prozent erreicht werden. Eine Frage, die viele Menschen neugierig 10. bis zum 31. Dezember 2018 mit dem vom Vorjahr, können wir behaupten, dass macht, lautet: Wie viele Exemplare müssen das Weihnachtsgeschäft ein Erfolg war. Die in Österreich verkauft werden, um auf eine Branche konnte ein Plus von 0,8 Prozent der Bestsellerlisten zu kommen? „So genau vermelden.“ Nach wie vor ist der Dezem- lässt sich das nicht sagen“, meint Ulucan ber der umsatzstärkste Monat des Jahres und fügt hinzu: „Es gibt da einige Faktoren, – 17 Prozent aller Umsätze werden in dieser zum Beispiel die Saison, die Warengruppe Zeit generiert. Aus dem November kommen oder den Hype. Daher bedarf es unterschiedweitere zehn Prozent der Jahresumsätze lich hoher Verkaufsvolumen, um auf der dazu. Die beiden Zahlen unterstreichen die Liste zu landen.“ weiterhin bestehende Wichtigkeit der Weihnachtsverkäufe für die B anche.

gemeldet. Diese Daten bilden die Grundlage für die wöchentlich vom HVB herausgegebenen Bestsellerlisten. Auch die exklusiv für HVB-Mitglieder aufbe eiteten monatlichen Marktdaten im anzeiger basieren auf diesen Zahlen. Bei media control ist der 26-jährige Deniz Ulucan, Leiter für Vertrieb und Marketing, verantwortlich für die gesamte Buchmarktforschung in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Wir haben ihn zur Marktlage befragt.

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E-Book-Anteil am Gesamtmarkt

Anteile Warengruppen

Jahres-Charts Belletristik Taschenbuch

3% Sachbuch 13 % Sozialwissenschaften, Recht ... 3%

1 Ohne ein

7% 8%

Rosie Walsh Goldmann 2 Das Paket

Geisteswissenschaften, Kunst ... 6%

6%

einziges Wort

Belletristik 28 %

Naturwissenschaften, Medizin ... 5%

8%

Sebastian Fitzek, Knaur Taschenbuch 3 Der Trafikant Robert Seethaler, Kein & Aber

6%

4 Tod in der Kaisergruft

7%

Beate Maxian, Goldmann

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Ratgeber 21 %

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Kinder- und Jugendbücher 18 %

5 Rachewinter Andreas Gruber, Goldmann

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Sachbuch Taschenbuch

Reise 7%

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1 Das Café am Rande der Welt

F O T O : P R I VA T

WIE ENTWICKELN SICH E-BOOK UND HÖRBUCH? Wenn es um das Verkaufsvolumen geht, liegt das E-Book nach wie vor hinten. Laut Ulucan beträgt sein Anteil weiterhin rund drei Prozent am Gesamtmarkt. Und was verkauft sich für Kindle und Co.? Auch dazu hat Ulu-

„Die Branche konnte im Weihnachtsgeschäft ein Plus von 0,8 Prozent vermelden“ Deniz Ulucan, media control

can eine Antwort: „Das E-Book ist hauptsächlich im Genre der Belletristik ein Thema. Aber auch Kinder- und Jugendbücher sowie Sachbücher verkaufen sich in dieser Editionsform.“ Und wie sieht es mit anderen alternativen Buchformen aus? Der Anteil der verkauften Hörbücher am Gesamtmarkt betrug im Jahr 2018 zwei Prozent – im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 10,1 Prozent. Ulucan dazu: „In der Tat ist hier seit Längerem ein Trend zu erkennen: Die Verkaufszahlen bei den klassischen physischen Hörbüchern sind rückläufig.“ Hingegen wachsen die Umsätze vor allem bei digitalen Plattformen und bei den Streaminganbietern. Beide haben laut Ulucan im vergangenen Jahr Marktanteile gewonnen. Natürlich gibt es viele Ähnlichkeiten im Kaufverhalten zwischen dem deutschen und dem österreichischen Buchmarkt. Doch feine Unterschiede lassen sich schon feststellen, wie Ulucan herausstreicht: „In Deutschland ist der verkaufsstärkste Tag bei den großen Filialisten der Freitag. In Österreich hingegen ist der Samstag genauso verkaufsstark.“ Im Einzelhandel seien hingegen interessanterweise keine Unterschiede auszumachen. Hier sei der Freitag nach wie vor der primäre Verkaufstag in beiden Ländern.

John Strelecky, DTV

2 Die Arthrose-Lüge P. Bracht, R. Liebscher-Bracht, Goldmann 3 Eine kurze Geschichte der Zeit Stephen Hawking, Rowohlt TB 4 The Big Five for Life John Strelecky, DTV 5 Wiedersehen im Café am Rande der Welt John Strelecky, DTV

Belletristik E-Book

1 Mein Herz in zwei Welten Jojo Moyes, Rowohlt Digitalbuch 2 Kaiserschmarrndrama Rita Falk, DTV Verlagsgesellschaft 3 Save Me Mona Kasten, Lyx.digital 4 Ohne ein einziges Wort Rosie Walsh, Goldmann 5 Save You Mona Kasten, Lyx.digital

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– S c h w e r p u n k t – Bücher im Frühling

Heimisches und Unheimliches Ein Überblick über das Frühjahrsprogramm: Von wichtigen Romanen zum Tschechien-Schwerpunkt der Leipziger Buchmesse, junger österreichischer Nachwuchsliteratur und Neuem von bekannten Namen

Unter den Verlagsvorschauen haben wir uns die Schmankerl der neuen Saison genauer angeschaut. Die erste Hälfte des Jahres verspricht vielfälti e Entdeckungen der tschechischen Literatur, bewährte Größen mit neuen Romanideen und einen Einblick in die junge heimische Szene.

Waldrand auf. Schon früh entdeckt er seine Leidenschaft für Pflanzen. Allmählich gerät er in den Bann von Orchideensammlern – auch seine Liebe zur frühreifen Nina erblüht hier. Während Kryštof unter Lebensgefahr verbotene Orchideenraritäten aus dem Dschungel importiert, verstrickt er sich langsam in eine Welt, in der ein vierzehnjähriger blinder Killer, die russische Mafia und nicht zuletzt Nina entscheidende Rollen spielen. Schließlich wird Kryštofs Leiche auf einem Feld von riesigen Giftpflanze gefunden. Die Polizei steht vor mehr als nur einem Rätsel … In Brünn spielt Jiří Kratochvils „Die niederträchtige Boshaftig eit des Seins“ (Braumüller). Mord hält die Stadt in Atem: Eine Leiche wird, an der Zimmerdecke einer leeren Wohnung hängend, gefunden. Während sich die Presse auf den Fall stürzt, nimmt Adam, seines Zeichens Nachkomme einer Dynastie von Privatdetektiven und selbst ein Spezialist für Mord, die gut verschlüsselte Fährte auf. Schnell gerät er in ein Labyrinth aus Rätseln und ineinander verschachtelten Geschichten, stets an der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit. So entfaltet Kratochvil ein Geschichtenknäuel voll Ironie und überraschender, surrealer Pointen. Ganz zeitgemäß wird es in „Kiras Version“ (Braumüller) von Emil Hakl. Der passionierte Einzelgänger Eff lässt sich recht motivationslos und mit sarkastischen Kommentaren durch sein Leben treiben. Dann wird er ausgewählt, den Prototypen einer künstlichen Frau zu testen. Roboterfrau Kira hat ein perfektes Gedächtnis und wirkt durch ihre Mischung aus Fremdheit und Intimität stark anziehend auf Eff. So verwandelt sich die intensive Beziehung schnell in eine Sucht nach konspirativer Freundschaft und Sex Der Geschichtenband „Lido di Dante“ (Edition Korrespondenzen) von Petr Borkevec umfasst zwölf Erzählungen aus dem Urlaubsort einer Familie in der Nähe des italienischen Ravenna. Borkevec ist fasziniert von der Schönheit der Gegend und berichtet von der sich im Sommer einfinde den Halbwelt, die Jahr um Jahr auf die Bewohner

Gastland Tschechien im Roman Das Gastland der diesjährigen Leipziger Buchmesse wird Tschechien sein. Österreichische Verlage widmen sich der Literatur aus diesem Land schon lange. Dazu gehört der Dichter und Schrift teller Michael Ajvaz, eine Schlüsselfigur der tschechischen Literatur nach der Wende von 1989. Mittlerweile wurden seine Werke in neunzehn Sprachen übersetzt. So auch „Die Rückkehr des alten Warans“ (Wieser Verlag). Dem Motto „Alle Macht der Fantasie!“ folgend, zeigt sich Ajvaz als Philosoph neuer Welten, als Denker des Möglichen wie des Unmöglichen. In seinem Werk zeigen sich Einflü se des Surrealismus, der absurden Groteske und der avantgardistischen Experimente. So wird aus seiner Literatur eine Reise jenseits der Grenzen der Wirklichkeit. Der schwedische Schrift teller und OsteuropaKorrespondent Richard Swartz widmet sich in „Austern in Prag. Ein Leben nach dem Frühling“ (Zsolnay) dem Prag der 1970er-Jahre. Swartz kam nach der Niederschlagung des Prager Frühlings als Student in die Stadt, vor allem, um sich väterlichen Vorstellungen für sein Leben zu entziehen. In einer Welt voller materieller und moralischer Mängel will Swartz ein Prager unter Pragern sein und trifft dabei auf Gastgeber, die Austernlöffel auslegen, obwohl es in der Stadt seit Jahrzehnten keine Austern mehr gibt. Schon damals hielt Swartz den Sozialismus für nicht reformierbar. Daher erzählt er von Not und Lüge in der Diktatur, weiß in seinem Buch aber auch von menschlicher Nähe und großer Zuneigung zu berichten. Marek Šindelka legt sein Debüt mit „Der Fehler“ (Residenz) vor. Der Eigenbrötler Kryštof wächst in einem kleinen tschechischen Dorf am

FOTO:SHUTTERSTOCK/JOSE AS REYES

Text: Teresa Preis

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– S c h w e r p u n k t – Bücher im Frühling

Das Frühjahrsprogramm verspricht einen vielfältige Einstieg in das neue Jahr

des Ortes trifft Mit schwarzem Humor und provokanten Beobachtungen erzählt der 1970 geborene Borkevec von Kleinkriminellen wie dem Barbesitzer Tony, Frau Foscolo und Meister Nanu.

Internationale Literatur auf Deutsch Die literarische Welt reicht mindestens so weit wie ihre Übersetzungen: Die aktuellen Entdeckungen der heimischen Verlage laden zu Kopfreisen ein. Aus dem Italienischen übersetzt ist Paolo Rumiz’ „Via Appia“ (Folio). Nach seiner Reise entlang des Po macht Rumiz sich nun auf den Weg, die namensgebende erste große Straße Europas wiederzuentdecken. Mittlerweile ist die 540 Kilometer lange Römerstraße, die übrigens 1000 Jahre älter ist als der Jakobsweg, beinahe aus dem Gedächtnis verschwunden. Rumiz und seine Mitreisenden erkunden die Via Appia von Rom, dem Zentrum der Antike, aus bis nach Brindisi, dem Tor zum Osten. Dabei folgen sie den Spuren von Horaz und dem Heiligen Petrus, der Sarazenen und der Normannen. Auf der spannenden Lesereise gibt es zudem antike Villen, mittelalterliche Kirchen, Burgen und natürlich die Gastfreundschaft, die Düfte und Genüsse des Südens zu bestaunen. Auch Bora Ćosić begibt sich in „Immer sind wir überall. Reisen durch Italien und Österreich“(Folio) auf einen erinnerungswürdigen Trip. Der preisgekrönte Schrift teller und überzeugte Europäer verließ sein Heimatland während des Jugoslawienkriegs. Auf seiner vorliegenden Buchreise voller Sinneseindrücke atmet Ćosić den Duft von Aprikosen, Zimt, Kaffee und Vanille, nur um kurze Zeit später vor den Trümmern der Antike in Rom zu stehen. Er besucht auch die Weinberge von Melk und Krems und trifft in Wien auf den Künstler Daniel Spoerri. So zeichnet er während seiner Reise durch Italien und entlang der Donau ein wundersames Bild von Mitteleuropa. Die Belgierin Annelies Verbeke begleitet in „Dreißig Tage“ (Residenz) den senegalesischen Musiker Alphonse, der mit seiner Brüsseler Freundin Kat in ein Dorf aufs flämische »

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– S c h w e r p u n k t – Bücher im Frühling

» Flachland zieht. Hier wollen die beiden ein neues Leben beginnen. Alphonse arbeitet als Heimwerker und bekommt auf diese Weise schnell einen intimen Einblick ins Innenleben des Dorfes. Denn während er Hecken schneidet, Dachböden ausräumt und Wände streicht, erzählen ihm die Nachbarn von Träumen und Affären, Familiengeheimnissen und Alltagssorgen. Obwohl der Charme und die Menschenfreundlichkeit von Alphonse die Leserinnen und Leser immer mehr in den Bann ziehen, braut sich unter den Einheimischen Feindseligkeit zusammen. Aus dem Italienischen übersetzt, beschreibt Dacia Maraini „Drei Frauen“ (Folio). Das Trio aus Großmutter, Mutter und Tochter ist durch einen gemeinsamen Haushalt aneinander gebunden. Während die sechzigjährige Gesuina voller Begehren und Lebenslust ist, lebt ihre Tochter Maria in ihrer ganz eigenen Welt aus Literatur und Briefen, die sie an den fernen Geliebten schickt. Die Enkelin Lori lehnt sich gegen die Liebessehnsucht auf und will ihre Freiheit behaupten. Doch als ein Mann das Dreiergefü e zum Einsturz bringt, werden die Frauen gezwungen, ihre Verbindung neu zu bestimmen. Der israelische Autor Tomer Gardi präsentiert mit „Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück“ (Droschl) eine Scheherazade-Geschichte. Ein Schrift teller, der beim Arbeitsamt um Unterstützung ansucht, stößt auf unerwarteten Widerstand. Einen Beruf wie Schrift teller gebe es schließlich nicht, argumentiert der Mann hinter dem Schreibtisch. Doch der Schrift teller weiß sich zu helfen und schlägt einen Deal vor: Er erzählt dem Mann hinterm Schreibtisch eine Geschichte, unter der Bedingung, bei Gefallen den benötigten Stempel zu erhalten. Wie schon in seinen vorherigen Geschichten bleibt Gardi auch in diesem Werk seiner Verspieltheit und dem stilistischen Eigensinn treu.

drängt fühlt, mit der sie sich nicht identifizie en kann. Einfühlsam erzählt Raich über zehn Monate im Leben einer jungen Frau in einem Buch, das nicht nur Beziehung, Schwangerschaft und Familie in ihrer ganzen Ambivalenz beschreibt. Vor allem zeigt Raich, wie schwierig die eigene Behauptung angesichts gesellschaftlicher Rollenzuschreibungen sein kann. Was tun, wenn das ganz normale Leben zur Zumutung wird? Das fragt Katharina Pressl in ihrem Debütroman „Andere Sorgen“ (Residenz). Die Mutter der Erzählerin muss ins Heim. Sie selbst soll sich endlich einen vernünfti en Job suchen und eine Familie gründen. So die Erwartungen. Doch dann entsteht Widerstand gegen die Melancholie des Normalen, der alles auf den Kopf stellt. Im Altersheim wird ein Streik angezettelt und aus einem Kidnapping wird zur Freude der Heimbewohner ein Kurzurlaub am Meer. Wie Katja Gasser vom ORF feststellt, ist Marko Dinićs beeindruckendes Romandebüt „ein sprachmächtiges und bilderreiches Ereignis“. Der 1988 geborene Dinić erzählt in „Die guten Tage“ (Zsolnay) von einer traumatisierten Generation, die sich weder in ihrer Kindheitsstadt Belgrad noch in der Fremde richtig verstanden fühlt. Eine Generation, die versucht, die eigene Vergangenheit zu begreifen, und die dabei gleichzeitig um eine Zukunft ringt Sehr viel Situationskomik bietet Harald Jöllinger in „Marillen und Sauerkraut“ (Kremayr & Scheriau). Jöllingers Protagonisten mit Namen wie Gelse, Sandler, Puffn oder Ferdl haben die zutiefst österreichische Kunst des Suderns und Raunzens perfektioniert. Die Charaktere leben am Rande der Gesellschaft, sind zwielichtige Typen, liebenswürdige Deppen oder Hascherl und finden ihre Mitmenschen grindig, schiach und deppert. Ein Debüt mit Schmunzelgarantie.

Debüts: Identitätssuche und Schmunzeln

Heimabenteurer und Nischenviecher

Unter den aktuellen Debüts findet man die österreichische Autorin Tanja Raich mit „Jesolo“ (Blessing). Obwohl Andrea seit vielen Jahren eine einigermaßen „okaye“ Beziehung mit Georg führt sind Kinder kein Thema für sie. Als das Paar aus dem alljährlichen Urlaub in Jesolo zurückkehrt, ändert sich jedoch alles. Denn Andrea ist schwanger. Hin- und hergerissen entscheidet sie sich für das Kind. Doch damit beginnt eine Reihe an Kompromissen. Denn auf einmal nimmt sie einen Kredit auf, obwohl sie nie einen Kredit aufnehmen wollte, und zieht ins Haus ihrer Schwiegereltern, obwohl sie nie mit ihnen unter einem Dach leben wollte. All das, während sie sich in eine Mutterrolle ge-

Zu seinem 65. Geburtstag begibt sich Karl-Markus Gauß auf eine „Abenteuerliche Reise durch mein Zimmer“ (Zsolnay). Denn hier befindet sich ein Reich alltäglicher Gegenstände, von dem aus Gauß in verschiedene Epochen und Länder aufbricht. Die charmante und lehrreiche Expedition erzählt von tapferen und merkwürdigen Menschen, von entlegenen Regionen, unbekannten Nationalitäten und nicht zuletzt von den Vorlieben des Verfassers selbst. Auch Ernst Molden konzentriert sich in „Das Nischenviech“ (Deuticke) auf seine Umgebung, oder vielmehr deren Bewohner. Unterstützt von Helmut Pokornigs Illustrationen, erzählt er von einem afrikani-

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– S c h w e r p u n k t – Bücher im Frühling

Erscheinungen in dieser Geistergeschichte der Spiegelungen und doppelten Böden nicht mehr eindeutig zuordenbar sind. Sophie Reyer erzählt in „Die Freiheit der Fische“ (Czernin) die berührende Geschichte des Autisten Jakob. Jakob versteht die Sprache der Fische und hört die Stimmen der Bäume, und in der Welt erkennt er Strukturen und Zusammenhänge, die anderen verborgen bleiben. Doch die Bewohnerinnen und Bewohner seines Tiroler Bergbauerndorfs halten ihn für verrückt. Auch seine Familie schneidet ihn. Nur seine jüngere Schwester Resi versteht den Jungen. So entschließt sich Jakob, als Einsiedler in einer Höhle zu leben. Basierend auf einer wahren Geschichte, gelingt Reyer ein einzigartiges Buch über unterschiedliche Vorstellungen von „leben und leben lassen“. Ursula Wiegele schildert in ihrem Roman „Was Augen hat und Ohren“ (Otto Müller Verlag) die Geschichte des Schauspielers Bogdan Marinescu. Er ist einst vor dem rumänischen Geheimdienst geflohen und verdingt sich mittlerweile aufgrund von Geldsorgen bei TV-Shows eines privaten Fernsehsenders. 25 Jahre später spürt ihn ein ehemaliger Mitarbeiter des Geheimdienstes auf. Nun muss sich Marinescu wieder auf sein altes Misstrauen verlassen. Wer wird ihn als Nächstes täuschen? Wo sind die versteckten Kameras, die all seine Schritte beobachten? In Thomas Sautners „Großmutters Haus“ (Picus) lebt die Studentin Malina in einer Großstadt und verdingt sich nebenher in einer Bücherei. Eines Tages erhält sie von ihrer längst tot geglaubten Großmutter ein Paket, prall gefüllt mit Geldscheinen. Malina macht sich auf den Weg zum großmütterlichen Haus und findet dort eine extravagante und lebensfrohe Dame, die ihr zur Begrüßung gleich einen Joint anbietet. Harald Darer schickt seine Hauptfigur in „Blaumann“ (Picus) auf eine Reise in die steirische Provinz. Dort taucht der Mann immer tiefer in die Erinnerung an seine Lehrzeit als Elektriker ein. Darer blickt in die Abgründe eines Arbeiterlebens und schafft auf diese Weise eine bitterböse, grotesk-komische Realsatire. Die oberösterreichische Autorin Beatrix Kramlovsky erzählt in „Die Lichtsammlerin“ (hanserblau) die mitreißende Geschichte dreier starker Frauen in den Wirren des 20. Jahrhunderts. Als alte Dame kehrt Erika aus Australien in ihre Heimat Österreich zurück. Die Erinnerung kommt mit aller Macht wieder und bringt Unruhe, nicht nur in das Leben ihrer Tochter Mary. Denn bald beginnt Mary zu verstehen, warum fü die Frauen ihrer Familie Liebe immer nur Verlust bedeutet hat.

schen Ochsenfrosch namens Orson, mit dem er lange Jahre zusammengelebt hat. Amseln und Feldgrillen sorgen in seiner Familie für festliche Stimmung. Molden erzählt so liebevoll und persönlich, dass selbst die Stubenflie e und das Silberfischchen als Mitbewohner auf dieser Erde begriffen werden. In die weite Welt geht es auf der „Fähre nach Manhattan“ (Zsolnay) von Armin Thurnher. Der Mitgründer der Wochenzeitung Falter erzählt von einem amerikagläubigen jungen Mann, der im Jahr 1967 aus der Provinz in Österreich ins Zentrum der Welt nach New York aufbricht. Dort ist alles ganz anders als erwartet. Er wird mit Subkultur und Rassismus, Sex und Revolte konfrontiert. Ernsthaft und ironisch berichtet Thurnher, wie sich die Sicht seines Protagonisten auf die Welt verändert und er am Ende doch kein Amerikaner wird. Obwohl nicht viel fehlt. Einer Spielernatur begegnen die Leserinnen und Leser im Roman „Im Rausch“ (Braumüller) des Schauspielers Michael Dangl. Darin erzählt er von einem Mann, der sein Leben aufs Spiel setzt und dabei manches Lebens- und Liebesabenteuer erlebt. Die Wiener Buchhändlerin Petra Hartlieb schildert in ihrem neuen Band „Sommer in Wien“ (Dumont) den letzten Sommer der Belle Époque. Marie, die als Kindermädchen im Haushalt Arthur Schnitzlers arbeitet, lässt ihren Job hinter sich, als sie sich mit dem Buchhändler Oskar verlobt. Dann versucht sie, ihrem Gatten in dessen Buchhandlung zu helfen. Doch sie scheut den Kontakt mit den belesenen Kundinnen und Kunden. So scheint Maries Traum, irgendwann eine richtige Buchhändlerin zu werden, sogar ihr selbst als völlig absurd. Außerdem befindet sich die Welt im Sommer 1914 nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers in Sarajevo plötzlich in Aufruhr. Der aufziehende Erste Weltkrieg stellt alles infrage, was bisher sicher schien.

Aktuelle österreichische Literatur Nach ihrem viel beachteten Debütroman „Die Königin schweigt“ examiniert Laura Freudenthaler in „Geistergeschichte“ (beide: Droschl) die sich ändernde Wahrnehmung ihrer Hauptfigur Anne. Sie hat sich ein Freijahr genommen. Doch statt sich dem Klavierspiel zu widmen und an einem Lehrbuch zu schreiben, lässt Anne sich gehen, bis sich ihre Gewohnheiten nach und nach auflösen. Auch weil sie vermutet, dass Thomas, mit dem sie seit zwei Jahrzehnten in der gemeinsamen Wohnung lebt, eine Affäre hat. Das Mädchen, wie Anne die Unbekannte nennt, taucht bald als wispernder Geist auf. Es dauert nicht lange, bis Geräusche und

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– B e s ts e lle r D e z e m b e r 2 0 1 8 –

Empfehlungen Rückblick auf ein Leben Paulina Neblo kann auf ein pralles Leben zurückblicken: ihre Tanz-Company, aufregende Affären, eine Tochter und eine erfüll e Ehe. Ein Schicksalsschlag ändert alles. „Spätes Tagebuch“ – Erika Pluhar. Residenz Verlag

Bestseller Dezember 2018 Belletristik Hardcover

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Schnell und einfach kochen 120 Rezepte sind in Yotam Ottolenghis neuem Kochbuch versammelt. Der Clou: simpel und mit minimalem Aufwand, aber gewohnt orientalisch-raffinier und aromatisch. „Simple“ – Yotam Ottolenghi. Dorling Kindersley

Rebellinnen schlafen besser 100 weitere Frauen, die die Welt veränderten, als Gute-Nacht-Geschichten für junge Leserinnen und Leser – durchgängig kunstvoll illustriert. „Good Night Stories for Rebel Girls 2“ – E. Favilli, F. Cavallo. Hanser

Hotzenplotz ist wieder ausgebrochen Ursprünglich ein Puppenspiel, nun als Vorlesegeschichte ergänzt: Räuber Hotzenplotz und Dimpfelmoser sind zurück. „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ – Otfried Preußler. Thienemann

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SEBASTIAN FITZEK Der Insasse Droemer HC € 23,70 WOLF HAAS Junger Mann Hoffmann und Camp € 22,70 BERNHARD AICHNER Bösland btb € 20,60 JONAS JONASSON Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten C. Bertelsmann € 20,60 LUCINDA RILEY Die Mondschwester Goldmann € 20,60 NELE NEUHAUS Muttertag Ullstein Buchverlage € 22,70 CHARLOTTE LINK Die Suche Blanvalet € 24,70 THOMAS RAAB Walter muss weg Kiepenheuer & Witsch € 20,60 GEORGE R. R. MARTIN Feuer und Blut – Erstes Buch Penhaligon € 26,80 MICHAEL KÖHLMEIER Bruder und Schwester Lenobel Hanser, Carl € 26,80

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Belletristik Taschenbuch

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MAJA LUNDE Die Geschichte der Bienen btb € 11,40

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MARC ELSBERG HELIX – Sie werden uns ersetzen Blanvalet € 11,30

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ROBERT MENASSE Die Hauptstadt Suhrkamp € 12,40

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MHAIRI MCFARLANE Sowas kann auch nur mir passieren Knaur Taschenbuch € 11,30

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ANDREAS GRUBER Rachewinter Goldmann € 10,30

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DONNA LEON Stille Wasser Diogenes € 13,40

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BEATE MALY Mord auf der Donau Emons Verlag € 12,30

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SEBASTIAN FITZEK 10 Das Paket 14

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Knaur Taschenbuch

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Belletristik E-Book

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JEFF KINNEY Gregs Tagebuch 13 – Eiskalt erwischt! 1 Baumhaus Verlag € 15,50 J. K. ROWLING Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen NEU (Das Originaldrehbuch) Carlsen € 20,60 MARGIT AUER Die Schule der magischen Tiere 10: Hin und w eg! 13 Carlsen € 12,40 MAGNUS MYST Das kleine Böse Buch Überreuter 8 Kinder- und Jugendbuch € 13,40 LEA SCHMIDBAUER Ostwind – Der große Orkan 5 Alias Entertainment € 15,50 J. K. ROWLING Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1) 12 Carlsen € 17,50 MAGNUS MYST Das kleine Böse Buch 2 Überreuter 7 Kinder- und Jugendbuch € 13,40 URSULA POZNANSKI Thalamus 16 Loewe € 17,50 OTFRIED PREUSSLER Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete 6 Thienemann In Der ThienemannEsslinger Verlag Gmbh € 12,40 LIZ PICHON Tom Gates 10 Egmont Schneiderbuch € 12,40

ROBERT SEETHALER Der Trafikan Kein & Aber € 12,40 ELENA FERRANTE Meine geniale Freundin Suhrkamp € 11,40

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Sachbuch E-Book

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MICHELLE OBAMA Becoming Goldmann € 19,99 STEPHEN HAWKING Kurze Antworten auf große Fragen Klett-Cotta € 15,99 YUVAL NOAH HARARI Eine kurze Geschichte der Menschheit Pantheon € 13,99 GEORG MARKUS Das gibt’s nur bei uns Amalthea € 18,99 MICHELLE OBAMA Becoming Viking € 17,99 YUVAL NOAH HARARI 21 L ektionen für das 21. ahrhundert C.H.Beck € 19,99 DION LEONARD Mit Gobi durch die Wüste – eine wahre Geschichte Harper Collins Germany € 9,99 JOHANNES HUBER Woher wir kommen. Wohin wir gehen Edition A € 19,95 SUSANNE WIESINGER, JAN THIES Kulturkampf im Klassenzimmer Edition QVV € 18,99 STEFANIE STAHL Das Kind in dir muss Heimat finde Kailash / Sphinx € 11,99

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Neu für den Buchhandel!

Bestenliste Jänner 2019 Die ORF-Bestenliste

Sachbücher des Monats

1.

1.

JUDITH SCHALANSKY

ERNST PIPER

Verzeichnis einiger Verluste Suhrkamp

Rosa Luxemburg. Ein Leben Blessing

2.

Verlag

2.

A.L. KENNEDY Süßer Ernst Hanser

3.

CHRISTOPHER CLARK

Von Zeit und Macht Deutsche VerlagsAnstalt

IWAN TURGENJEW

3.

Aufzeichnungen eines Jägers Hanser

4.

TIMOTHY SNYDER

Der Weg in die Unfreiheit

MICHAEL KÖHLMEIER

C. H. Beck Verlag

Reden gegen das Vergessen dtv

4.

5.

ANDREAS H. SEGERER / EVA ROSENKRANZ

GÜNTER WELS Edelweiß Czernin

Das große Insektensterben oekom Verlag

6.

5.

ex aequo: LÁSZLÓ KRASZNAHORKAI Baron Wenckheims Rückkehr S. Fischer

W. DANIEL WILSON

Der faustische Pakt dtv

6.

6.–7.

ex aequo: WOLF WONDRATSCHEK

ERIC R. KANDEL

Ullstein

Was ist der Mensch? Siedler Verlag

8. ex aequo: JEFFREY EUGENIDES

Das große Experiment Rowohlt

8. ex aequo: PAUL BEATTY

Der Verräter Luchterhand

10. ex aequo: ANJA GOLOB

Anweisungen zum Atmen Edition Korrespondenzen

10. ex aequo: JAN SKÁCEL

Die Liste „Sachbücher des Monats“ wird durch ExpertInnen von Die Welt, von WDR 5, der Neuen Zürcher Zeitung und Ö1 zusammengestellt. Berücksichtigt werden neue Bücher in den Geistes-, Natur-, Sozial- und Wirtschaftswisse schaften

8.

FRANK SIEREN Zukunft? China

Penguin Verlag

9. ANNE DUFOURMANTELLE

Lob des Risikos Aufb u Verlag

10. VALENTIN GROEBNER

Retroland

Wallstein

S. Fischer Verlag

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Wer hat Angst vor Deutschland?

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Weitere Marktdaten zur österreichischen Buchbranche liegen für HVB-Mitglieder exklusiv monatlich im anzeiger bei.

Erhebung: Media Control im Auftrag des HVB.

Jeden Monat erstellt eine Jury aus KritikerInnen und BuchhändlerInnen eine Liste von jeweils zehn empfehlenswerten neuen Romanen. Der ORF publiziert diese Liste, und der anzeiger auch.

Selbstbild mit russischem Klavier

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– K la s s ik e r – neu entdeckt

Reise in Europas Herz der Finsternis

„DIE WEIDEN“ VON ALGERNON BLACKWOOD (1 907) Hinter Wien tritt die Donau in einen Landstrich von besonderer Öde und Verlassenheit ein: Sümpfe, Wildnis, ein Meer von Weiden, der Fluss hört auf zu spielen. Seltsame Ahnungen befallen den Erzähler der „Weiden“, eines Meisterwerks der modernen Horrorliteratur. Algernon Blackwood (1869–1951), Sohn eines britischen Staatsbeamten, der in einem Internat im Schwarzwald aufwuchs, brachte die besten Voraussetzungen mit, um zum Ahnherrn moderner Fantastik zu werden. Mit Esoterik hatte sich Blackwood schon immer

„Psychologisch raffinie es Kopfkino, das die Faszination Donau eindringlich vermittelt“ Thomas Zehender

Algernon Blackwood. „Die Weiden. Reisebericht und fantastische Erzählung“ danube books, Ulm 2018

F O T O : P R I VA T

Text: Erich Klein Illustration: Katharina Klein

beschäftigt; nach abgebrochenem Studium wurde er Bauer, arbeitete im Gastgewerbe, schließlich als Reporter. In Kanada gründete er eine theosophische Loge; bedeutsam auch seine Mitgliedschaft im ominösen „Hermetischen Orden der Goldenen Dämmerung“. Blackwoods Erzählung aus 1907 liegt sein eigener Bericht über eine Kanufahrt auf der Donau zugrunde, die der obskure Brite der Mode der Zeit entsprechend unternommen hatte: Zivilisationsmüdes Flusswandern gegen die heraufziehende Moderne mit Bewunderung des bäuerlichen Lebens an den Ufern des „deutschen“ Stromes; der Greiner Strudel verspricht Abenteuer, die Wachau Obstgärten, allein über die k. k. Hauptstadt heißt es boshaft: „In Wien blieben wir nicht lange: Im Juli kommen einem die Hotelzimmer nach dem Leben im Zelt erstickend vor, und ein flie enübersäter Plafond ist ein wenig erbaulicher Ersatz für einen sternebestückten Himmel.“ Also – zurück in die Natur, stromabwärts! Dort vergeht den Wasserwanderern bald Hören und Sehen, die Ahnung befällt ihn, „dass wir die Grenze einer fremden Welt überschritten hatten, in der wir Eindringlinge waren, von großen Gefahren umgeben“. Erstes Anzeichen ist das „Singen“ des Flusses. Die Reise verwandelt sich in sekundenstilartige Landschaftsbesch eibung, eine Ekstase mit tuschelnden, plaudernden, schwatzenden Weiden. Der nächtliche Stopp auf einer Schotterinsel bedeutet schieres Grauen. „Die Weiden waren gegen uns“, heißt es da, „ein ungeheurer Schwarm, gelenkt von den Göttern, in deren Reich wir eingedrungen waren.“ Und am Höhepunkt des Horrortrips: „Wir müssen unsere Gedanken stillhalten, denn sie fühlen unsere Gedanken.“ Den schön gestalteten Band des jungen Verlags danube books beschließt ein luzider Essay der Wiener Umwelthistorikerin Ortrun Veichtlbauer über den ideologischen Hintergrund der Donaureisen in Europas Herz der Finsternis im Faltboot, die sich neuerdings wieder großer Beliebtheit erfreuen.

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– H V B -M itg lie d e r im P o r tr ä t – Der Buchladen, Kaprun Porträt: Elisabeth Stuppnig Foto: Nina Uhl

„Dieser Job ist mein Leben und meine Leidenschaft“

Susi Riedlsperger S

ucht man im Internet Susi Riedlspergers Der BUCHLADEN Kaprun, landet man schnell auf der professionell aufbe eiteten Facebook-Seite. Hier finden sich rechtzeitig vor Schulbeginn SchultütenTutorials sowie Fotos der Buchhändlerin, der Blog bringt monatlich Neuerscheinungen, Geschenktipps oder Veranstaltungsinformationen. „Hauptsache, wir geraten nicht in Vergessenheit!“ Susi Riedlsperger lacht viel, wenn sie spricht. Sie ist stolz auf ihren Buchladen und ihre Social-Media-Präsenz. Verantwortlich dafür ist Dani Hollaus, gelernte Buchhändlerin und Social-Media-Expertin. „Dani ist 25 und in diesen Dingen superfit. Sie weiß, was Menschen online sehen möchten. Wir posten zweimal pro Woche und schicken regelmäßig einen Newsletter mit unseren

Neuerscheinungen und Empfehlungen aus.“ Man merkt Riedlsperger ihre Leidenschaft für die Buchhandlung an. „Ich wollte schon immer einen Buchladen eröffnen.“ Jedoch sollte sie sich erst spät zu einem eigenen Geschäft entschließen. Nämlich dann, als vor fünf Jahren ein bekanntes Reisebüro im Kapruner Ortszentrum zusperrte. Die Räumlichkeiten schienen perfekt. „Das war meine Chance: Jetzt oder nie!“ Seitdem ist der Buchladen Riedlspergers zweites Standbein neben ihrer Arbeit in der familieneigenen Zimmerei in Kaprun. Den Zweitjob im Buchladen sieht sie mehr als erfüllende Abwechslung denn als zusätzliche Last: „Wenn man etwas wirklich gern macht,

fühlt es sich nicht wie Arbeit an. Hier im Buchladen habe ich irgendwie frei. Dieser Job ist mein Leben und meine Leidenschaft.“ Der größte Unterschied zur Zimmerei: Die Menschen, die in das Geschäft kommen, sind immer zufrieden. „Meine Kunden wollen nicht mehr als ein gutes Buch. Das ist herrlich!“ Auf 45 Quadratmetern findet sich ein ausgewähltes Sortiment an österreichischer und regionaler Literatur, dazu kommen Sachbücher und Biografien sowie Kinderund Jugendbücher. Bestseller gibt es meist nur auf Bestellung. „Ein Spiegel-Bestseller ist noch lange kein Garant für guten Lesestoff“, begründet Riedlsperger ihre Entscheidung. „Dann lieber Hermann Hesse oder Stefan Zweig, Michael Köhlmeier oder Erich Hackl. Das sind Bücher, die man lesen sollte.“ Während Susi Riedlsperger von ihrer Buchhandlung erzählt, schaut Sunny aus dem Lager heraus. Der BorderCollie-Mischling ist immer dabei. Die Buchhändlerin lacht. „Sunny ist glücklich, wenn sie mir beim Arbeiten zusehen kann, und holt mich immer auf den Boden, wenn es einmal wieder zu stressig wird.“

D e r B uc

h l a d e n K a p r un

Wilhelm-Fazokas-Straße 17a 5710 Kaprun

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– H V B -M itg lie d e r im P o r tr ä t – Bücher am Spitz, Wien

Walter Kettner Porträt: Elisabeth Stuppnig Foto: Christopher Mavrič

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„Es ist unsere Aufgabe, Bücher unter die Kinder zu bringen“

a, genau hier sei seine Tochter mit knapp fünf Jahren gesessen und habe laut aus ihren Büchern vorgelesen, sagt Walter Kettner, während er durch seine mit Holzregalen bestückte Buchhandlung führt und auf einen kleinen Tisch samt bequemem Sessel am Fenster zeigt. „Die Kundinnen und Kunden haben das immer geliebt.“ Auch heute sei die mittlerweile Vierzehnjährige eine leidenschaftliche Leserin, erzählt der Vater stolz. „Es geht beinahe schon so weit, dass man ihr die Bücher wegnehmen muss!“ Wenig hat er verändert in den 18 Jahren seiner Geschäft tätigkeit. Ab und zu tauscht er die Poster aus, die an den Wänden hängen, je nach Jahreszeit variieren die Themen. „Aber im Grunde genommen ist alles so wie früher.“ Vielleicht liegt es an diesem unprätentiösen Charme, dass sogar

die „Dorfprominenz“, wie Kettner sie nennt, ins Geschäft kommt: Von Michael Ludwig bis Willi Resetarits finden bei ihm alle vorbeispazierenden Floridsdorferinnen und Floridsdorfer, was sie brauchen: Kinder- und Jugendbuchliteratur, belletristische Titel, ausgewählte Biografien, Reclam-Hefte und ein kleines pädagogisches Sortiment für Lehrpersonen. Die Liebe war es, die Kettner nach der AHS-Matura vom Lehrbetrieb Prachner im ersten Bezirk nach Hamburg führ e. Nach zwei Jahren in Deutschland verschlug es den jungen Buchhändler zurück nach Wien, wo er bei Gottschalk arbeitete. Dort lernte er einen Kollegen kennen, der ihm einige Jahre später die einzige Buchhandlung in Floridsdorf überlassen sollte. Noch heute ist „Bücher am Spitz“ Platzhirsch im zweitgrößten Bezirk der Stadt und denkbar günstig gelegen: nahe am Floridsdorfer Bahnhof zwischen zahlreichen Geschäften in der meistfrequentierten Gegend des Bezirks. Die Buchhandlung hat den Charme eines „erweiterten Wohnzimmers“, wie der Chef lächelnd bemerkt – oder aber den einer gemütlichen Schulbibliothek. Und um den schulischen Bereich kümmert Kettner sich besonders gern: Er organisiert Buchausstellungen in Floridsdorfer Schulen und ermöglicht so auch jenen Kindern, die zuhause nichts davon hören, Bücher kennenzulernen. „Viele Buchhändler nehmen das Thema Lesefö derung nicht ernst genug. Ich denke, es ist unsere Aufgabe, Bücher unter die Kinder zu bringen.“

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Am Spitz 1, 1210 Wien

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– H V B -M itg lie d e r im P o r tr ä t – Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt

Porträt: Elisabeth Stuppnig Foto: Arnold Pöschl

Achim Zechner „Einen Familienbetrieb, der beinahe 140 Jahre alt ist, gibt man nicht so leicht aus der Hand“

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chim Zechner ist seit 2007 Verlagsleiter des Klagenfurter Familienbetriebs Heyn. Der Kärntner lebte zwölf Jahre lang in Wien und ging dann nach Berlin. „Eine tolle Zeit“, erinnert sich Zechner zurück. „Kommst du nach Berlin, kommt dir Wien wie die tiefste Provinz vor.“ Zwar wohnte er dort in einem kleinen Atelier mit der Toilette am Gang und einer Dusche in der Theatergarderobe einen Stock tiefer, doch der künstlerische Austausch hat alles wettgemacht. „Ich habe Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt getroffen. Es war ein kosmopolitischer Mikrokosmos.“

Seine Berliner Zeit sollte jäh unterbrochen werden. 2006 starb seine Mutter Therese, die damals den Verlag führ e. Achim Zechner war der Einzige unter den drei Geschwistern, der den Verlag hätte übernehmen können. Mit seiner Frau Susanne Gudowius, einer Wahlberlinerin aus Niedersachsen, lebte er schon fünf Jahre in der deutschen Hauptstadt. Aus Berlin fortzugehen, um den Verlag in Klagenfurt weiterzufüh en, war nicht leicht: Zurück ins Land seiner Kindheit und damit in ein zu der Zeit politisch mehr als unbequemes Bundesland, wie er sagt. Aber: „Einen Familienbetrieb, der beinahe 140 Jahre alt ist, gibt man nicht so leicht aus der Hand.“ Zechner hatte eine Buchhandelslehre absolviert, bevor er in Wien und Berlin Sachund Fachbücher herausgab. Mit der Übernahme des Betriebs sollte sich in Zechners Leben einiges ändern. „Verlagsleiter ist kein Beruf, sondern ein 24/7-Lebensentwurf. Man nimmt die Arbeit mit nach Hause. In der Früh checkt man Officemails, korrespondiert mit Autorinnen und Autoren. Vor dem Ins-Bett-Gehen liest man Manuskripte.“ Jährlich verlegt Zechner zwischen 20 und 30 Titel zu Kunst, Geschichte, Wissenschaft, Reise, außerdem Mundartkunde und Prosa. Für die Edition Meerauge, eine Reihe für zeitgenössische Literatur, wurde er gerade mit dem Kulturpreis der Stadt Klagenfurt ausgezeichnet. Große Erfolge erzielt der auf Kärntner Kultur spezialisierte Verlag aber auch mit Kochbüchern oder Liederheften „Gute Musik und gute Küche haben kein Ablaufdatum. Das sind Traditionen, die bewahrt werden müssen.“ Mittlerweile hat sich Zechner in Kärnten wieder eingelebt: Der Blick über seinen mit Apfelbäumen bestückten Garten geht auf die Karawankenkette bis hin zum slowenischen Triglav. Der Verlagsleiter entspannt sich am besten bei der Gartenarbeit, beim Kochen oder beim Schwammerlsuchen in der Umgebung. Ein bisschen kosmopolitisch fühlt er sich noch immer. „In kürzester Zeit ist man in Graz, in Piran, in Triest oder in Udine. Allein das Wissen, so schnell andere Kulturen und Sprachen erleben zu können, ist toll.“ Für große Reisen reicht die Zeit nicht mehr. Irgendwann muss schließlich auch ein Kosmopolit ruhiger werden.

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– H V B -M itg lie d e r im P o r tr ä t – Austrian Standards plus GmbH, Wien

Porträt: Teresa Preis Foto: Christopher Mavrič

„Bücher sind der Schuhlöffel zum Inhalt. Sie erlauben uns, Informationen verständlicher aufzubereiten“

Elisabeth Stampfl-Blaha und Reinhard Bradatsch S

echs Stockwerke und rot glänzend, so präsentiert sich Austrian Standards International in einem großen Gebäude direkt am Wiener Praterstern. Zum Portfolio des ehemaligen österreichischen Normungsinstituts gehört ein eigener Verlag – die Austrian Standards plus GmbH. Pro Jahr gibt das Team um Verlagsleiter Reinhard Bradatsch zwölf bis 15 Werke heraus. Welch wichtige Rolle Bücher für Austrian Standards spielen, sieht man schon beim Betreten des Foyers: mehr als fünfzig eigene Titel in einem eigenen Showroom. Auch Direktorin Elisabeth Stampfl-Blaha streicht die Wichtigkeit des Buchs für Austrian Standards heraus. „Bücher sind der Schuhlöffel zum Inhalt. Sie erlauben uns, Informationen noch verständlicher aufzubereiten“, stellt sie fest. Der hauseigene Verlag wurde 2008 gegründet. Schon davor wurden eigene Publikationen veröffentlicht, schließlich umfasst der Aufgabenbereich der Organisation auch die fachgerechte Vermittlung von Informationen. Dazu gehört die Veröffentlichung

österreichischer und internationaler Normen für diverse Branchen in Form von umfassenden Normensammlungen oder die noch junge QuickInfo-Reihe. Das neue Format fasst die wichtigsten Themen kompakt zusammen: „Unsere QuickInfo-Titel kann man auch unterwegs in der Straßenbahn durchlesen“, ist Stampfl-Blaha überzeugt Verlagsleiter Reinhard Bradatsch ist gemeinsam mit den beiden Mitarbeiterinnen Gertraud Reznicek und Lisa Maria Heiderer für die tägliche Arbeit verantwortlich und erwähnt die positiven Aspekte der räumlichen Nähe zur österreichischen Standardisierungsorganisation. So können Themen schon früh in die Programmgestaltung eingearbeitet werden. Auch andere Vorteile biete, laut Bradatsch, die enge Zusammenarbeit: „Die Expertinnen und Experten im Haus helfen dabei, die teilweise komplexen Themen für eine interessierte Öffentlichkeit

besser aufzubereiten.“ Denn niemand unter den Autorinnen und Autoren schreibt hauptberuflich Bücher. Darauf heißt es in der Planung Rücksicht zu nehmen. Vor drei Jahren wurde der Verlag mit dem hauseigenen Weiterbildungsangebot zusammengelegt, wodurch inhaltliche Synergien noch besser genutzt werden können. „Das klassische Buch ist noch lange nicht tot“, sagt Stampfl-Blaha. „Aber wir müssen uns immer neue mediale Formen überlegen, um einen passenden Vermittlungsmix zu finden.“ Die Direktorin bezeichnet sich lachend als „große Leseratte“ und erzählt, dass die zwei Meter ungelesener Bücher in ihrem Regal eine Mischung aus Literatur und Fachbüchern seien. Verlagsleiter Bradatsch hat sich kürzlich „Die Hauptstadt“ von Robert Menasse gekauft. Auch eine Art Erklärung einer standardisierten Welt.

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Heinestraße 38, 1020 Wien

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– S e lb s tr e d e n d –

S c h r e ib e n im S c h a tte n d e r N a z is DER ÖSTERREICHISCHE SCHRIFTSTELLER MARTIN POLLACK ÜBER DAS RICHTIGE VERHÄLTNIS ZUR EIGENEN GESCHICHTE Interview: Erich Klein, Fotos: Christopher Mavrič

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rotz seines verhältnismäßig schmalen literarischen Werks gehört Martin Pollack, 1944 in Bad Hall, Oberösterreich, geboren, zu Österreichs bedeutendsten Schrift tellern. Nach einer Journalisten-Karriere mit Schwerpunkt Polen ist er seit 1998 freier Autor und Übersetzer. Seine Bücher sind präzise recherchierte Auseinandersetzungen mit vergessenen Kapiteln der Zeitgeschichte, vor allem mit Österreichs Rolle im Nationalsozialismus. Neben zahlreichen Auszeichnungen erhielt Pollack 2018 den „Österreichischen Staatspreis für ulturpublizistik“. Ihre Biografie spiegelt die Geschichte Österreichs im 20. Jahrhundert. Beginnen wir in Ihrer Kindheit … Martin Pollack — Ich bin in einem Linzer Nazihaushalt aufgewachsen. Mein Stiefvater Hans Pollack war in das Naziprojekt involviert, mit dem Linz zur großen Kulturmetropole Europas werden sollte – als Gaubeauft agter für Kunst oder so was. Ein Jahr jünger als Hitler, kannte er diesen aus der Realschule in Linz. Mein leiblicher Vater kam aus Amstetten. In dieser Familie waren alle bei Burschenschaften: Großvater, Großonkeln, alle hatten Schmisse. Sie kamen aber mit zehn in ein Internat … Pollack — Zum Glück! Und zum Glück war das Internat sehr liberal, in den Fünfzigerjahren in Österreich nicht die Regel. Es war außerdem die einzige Schule, in der man ein Handwerk lernen musste. Wir machten zuerst die Gesellenprüfung und dann die Matura. Die Schule war in den Hohen Tauern. War das eine Eliteschule? Pollack — Ganz und gar nicht. Es sah dort aus wie nach dem Krieg: fü chterlich dreckig, und wir waren ständig hungrig. Es gab

aber eine Besonderheit in den Statuten der Schule: Zehn Prozent der Schüler mussten Kinder von „Displaced Persons“, also von Flüchtlingen, sein. So kamen Russen und Ukrainer aus einem Lager bei SalzburgParsch zu uns: tolle Kollegen und Freunde. Ich erfuhr von einer Welt, die völlig konträr zu jener war, die ich von zuhause kannte. Haben Sie Erinnerungen an die Besatzungszeit? Pollack — Ich war als kleines Kind oft in Amstetten. Gleich neben dem Haus meiner Großeltern lag die russische Kommandantur mit Lenin- und Stalinbildern – richtige Hardcore-Besatzungszeit. Die Russen marschierten mit ihren genagelten Stiefeln durch Amstetten, und die Omi hat mir immer eingebläut: Die Russen sind bedrohlich! Sie war dann beleidigt, als ich aus der Schule heimkam und demonstrierte, dass ich russische Lieder konnte. Ich erinnere mich auch, dass ich bei der Kommandantur vorbeiging und ein Kosakenlied sang. Die Russen lachten und lobten mich! Zurück zu Ihrer Schule im Felbertal … Pollack — Sie war liberal – und jeder sich selbst überlassen. In der ersten Klasse hat sich niemand um uns gekümmert, was mir sehr behagte. Wir lebten auf über eintausend Meter Höhe in den Bergen. Man kann sich vorstellen, wie kalt es da sein kann. Die Gebäude waren Baracken, im Schlafsaal gab es einen Kanonenofen. Als es im Herbst immer kälter wurde, fragten wir: „Wer heizt jetzt den Ofen? “ Die Antwort war: „Ihr selber!“ – „Und wo kriegen wir Holz her? “ – „Schaut euch im Wald um.“ Die Kleinsten sind Holz klauben gegangen. Einmal haben wir mit dem Ofen unsere Bude fast angezündet. Im Winter war es wirklich sehr kalt – hinter uns nur die Berge und

Lawinen. Es hat dort ordentlich getuscht! Aber es war eine gemütliche Schule und wir Schüler mit allen Lehrern per Du. Es wurde eine Art Basisdemokratie gepflegt: Die ganze Schulgemeinschaft, Schüler wie Lehrer, hat darüber abgestimmt, wer bleiben darf! War das Erlernen eines Handwerks wichtig? Pollack — Ja, sogar sehr wichtig – vor allem der Umgang mit den Handwerksmeistern. Mit meinem Tischlermeister war ich bis zu seinem Tod befreundet. Ein Raufbold aus dem Pinzgau, der sich unglaublich um uns gekümmert hat. Oft kam er nach dem Wochenende mit einem blauen Auge: „Sepp, was war? “ Darauf er: „Fragts net so bled, Buam, gehts arbeiten!“ (lacht) Worin bestand die Gesellenprüfung? Pollack — Mein Gesellenstück war ein Lehnstuhl. Durch die verschiedenen Holzverbindungen sehr kompliziert und damals eher ungewöhnlich. Die meisten haben eine verspiegelte Bar gemacht. Ihre Lektüre? Pollack — Christine Lavant und Georg Trakl waren mir wichtig – aber auch Klassiker. Ich stand nachts auf, ging in das Schulhaus hinauf, wo es ein warmes Physikkammerl gab, und saß dann zwei, drei Stunden mit Goethe, Schiller oder Shakespeare. Mit fünfzehn sechzehn habe ich mit einem zweiten Schüler einen Literaturklub gegründet. Ich hielt dort einen Vortrag über T. S. Eliot, las Faulkner und Pound, auch wenn ich den nicht verstand. Außerdem schrieb ich Gedichte. An eine Angebetete? Pollack — Ja, an eine Griechin. Ich war einmal dort und schrieb ihr dann Gedichte. Aber meine Lyrik war nicht sehr glücklich. »

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„Wenn ich als Kind zu den Großeltern geschickt wurde, stieg ich in Linz als Martin Pollack in den Zug und in Amstetten als Martin Bast aus“ Martin Pollack

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– S e lb s tr e d e n d –

Die Matura folgte 1962/63. War das Studium nach dem Leben in der Einöde für Sie eine Befreiung? Und wie wurden Sie links? Pollack — Ich kann nicht sagen, dass ich gern in der Schule war. Wie ich links wurde, weiß ich nicht. Wir hatten einen linkskatholischen Lehrer, der Vorträge über Dialektischen Materialismus und die Geschichte des Kommunismus hielt. Es gab auch später kein Urerlebnis, das mir die Augen geöffnet hätte. Ich bin eher reingerutscht. Widerstand gegen die Familie spielte sicher auch eine Rolle. Es gab nur zwei Optionen: Entweder du machst mit, oder du machst das Gegenteil. Du machst es wie Jörg Haider, ein wenig jünger als ich, der seinem Vater nachfolgte, der schon Nazi war, als die in Österreich noch illegal waren. Oder du wirst durch Glück aus deinem Milieu herausgerissen. Natürlich gab es zu Hause Diskussionen. Die mit dem Pollack-Papa endeten damit, dass er wortlos aufstand, die Küchentür zuschlug und in sein Atelier ging. Die Mutter sagte dann immer mit Tränen in den Augen: „Ich habe so gut gekocht, und jetzt wird das schöne Essen kalt!“ (lacht) Welchen Beruf hatte der Vater? Pollack — Er war Kunstmaler – kein überaus bedeutender, aber auch kein schlechter. Er hatte 1913 mit seinem Freund Sedlacek den Linzer Künstlerbund „MAERZ“ gegründet. Mein Stiefvater wurde durch die Nazizeit auch als Maler verdorben: Den ganzen völkischen Kram brachte er auch später aus seinen Bildern nicht mehr hinaus. Er machte mit dem Nationalsozialismus Karriere und bekam nach dem Krieg Berufsverbot, auch seine Pension wurde gestutzt. Papa hat als Maler nicht so schlecht verdient – er hatte seine Klientel. Unsere Villa am Linzer Bauernberg, die im Krieg bombardiert worden war, wurde etwas kleiner wiederaufgebaut. Wir hatten alles – in den Siebzigerjahren gab es sogar ein Schwimmbad im Garten. Seine Pension war trotz der Kürzung nicht schlecht, denn er war auch ein hoher Bankbeamter gewesen. Wann haben Sie eigentlich erfahren, dass es sich um den Stiefvater und nicht um Ihren leiblichen Vater handelt? Der war 1945 als Kriegsverbrecher nach Südtirol geflohen Pollack — Man hat es mir nie erzählt. Wenn ich als Kind zu den Großeltern geschickt wurde, stieg ich in Linz als Martin Pollack in den Zug und in Amstetten als Martin Bast aus. Dort wurde ich von der Omi abgeholt. Sie führ e mich dann von einem Nazi zum nächsten und sagte: „Das ist der Sohn vom

Gerhard.“ Es wurde mir jedoch nie gesagt, wer dieser Gerhard ist. Ich dachte mir schon, dass das mein Vater sein müsste. Aber ich hatte ihn nie gesehen. Es erklärte mir auch niemand, dass dieser Mann nicht mehr lebte.

dass ich nach Warschau gehe, war das für sie jenseits aller Zivilisation. Krakau wäre noch gegangen, denn das hielt sie für eine „deutsche“ Stadt, von Deutschen erbaut. (lacht)

Sie entschieden sich dazu, Polnisch zu studieren … Pollack — Ich begann Slawistik zu studieren. Die Entscheidung für die Polonistik hatte einen schmählichen Grund: Die Polnischlehrerin Zofia Zielinska war sehr hübsch! (lacht)

Was war Ihr erster Eindruck? Pollack — Niederschmetternd – ich bin am ersten Abend unter dem Eindruck des Neuen in meinem Zimmer gesessen und habe dann eine Flasche Wein gekauft. Es war Obstwein, der in Polen „Der Tod des Seemanns“ heißt. So schmeckte er auch. Nach dem ersten Schluck dachte ich: „Großmutter hat doch recht! Keine Kultur, keine Zivilisation!“ (lacht) Mein erster Eindruck war in Wahrheit kein schlechter – es gab damals auch noch nicht die Mangelwirtschaft. Im Nachhinein hat es eine sonderbare Bedeutung, dass ich 1965

Es war also keine Reise in den Kommunismus, als Sie 1965 mit einem Stipendium nach Warschau fuhren? Pollack — Für meine Familie war es das natürlich. Meine Großeltern haben mich

„Ich fuhr nach Warschau, um polnische Literatur zu studieren – mein Vater, um Polen umzubringen“ Martin Pollack

endlos davor gewarnt, denn sie hatten riesige Angst vor den Kommunisten. Das war erklärlich: Sie stammten aus der Untersteiermark, dem heutigen Slowenien, und 1945 war ihnen alles weggenommen worden. Es hatte dort auch viele Unschuldige gegeben, doch meine Großeltern zählten als Nazis nicht dazu. Gegenüber Polen waren sie ohnehin äußerst verächtlich. Die „Polaken“ … Pollack — Meine Großmutter war der Chefideolo e in der Familie. Als sie erfuhr,

nach Warschau kam. Erst nachdem „Der Tote im Bunker“ erschienen war, erfuhr ich, dass mein Vater auch bei der Niederschlagung des Warschauer Aufstands eine üble Rolle gespielt hatte. Das war 1944 gewesen, und ich kam nur 21 Jahre später dorthin – ein relativ kurzer Zeitabschnitt. Ich fuhr nach Warschau, um polnische Literatur zu studieren – mein Vater, um Polen umzubringen. Für mich ist das auch ein Beweis für die Kraft der Kultur – wie viel Kultur überwinden kann. Kultur machte mich sozusagen zum Gegenteil meines Vaters.

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Kontinent Kinderbuch Wann haben Sie begonnen, sich mit der Rolle Ihres Vaters, der SS-Sturmbannfüh er und unter anderem Gestapochef in Linz gewesen war, genauer auseinanderzusetzen? Pollack — Ich wusste lange Zeit nicht, dass er auch in Polen gewesen war. Prägend war meine Tätigkeit als Redakteur beim „Wiener Tagebuch“ in den 1970er-Jahren. Ich hatte begonnen, für die Zeitschrift „Briefe aus Warschau“ zu schreiben – noch wichtiger war die Bekanntschaft mit den Menschen, die dort arbeiteten. Lauter Kommunisten, die nach 1968 aus der Partei ausgetreten waren oder ausgeschlossen wurden. Etwa der Chefredakteur Franz Marek oder die Toni Lehr – beide in KZ-Komitees aktiv. Für jemanden mit meiner Biografie war die Begegnung mit diesen Menschen ein Geschenk. Von ihnen habe ich unglaublich viele Dinge über Geschichte gelernt. Kannte man in der Redaktion Ihre Biografie Pollack — Das habe ich sofort gesagt – andernfalls wäre es ja aberwitzig gewesen, mich als Nazikind unter Spanienkämpfern und Kommunisten zu bewegen, die außerdem fast alle Juden waren. War es kein Problem? Pollack — Überhaupt nicht. Ich war ein wenig das Liebkind von Franz Marek. Er war als Intellektueller allen anderen weit überlegen. Er hat mich unter seine Fittiche genommen wie auch Barbara CoudenhoveKalergi, seine Frau. Haben diese Leute mit ihrem auch nicht weit zurückliegenden Stalinismus gehadert? Pollack — Natürlich. Einige wie Poldi Spira kamen davon nie ganz los. Aber Franz Marek hatte kein Problem damit zu sagen: Wir haben Fehler gemacht. Ist keinem in den Sinn gekommen, den Stalinismus mit den Nazis gleichzusetzen? Pollack — Nein, diesem Vergleich gab es bei uns nicht, weil die Hälfte im KZ gewesen war. Toni Lehr hatte ihren Lebensgefähr en im KZ verloren. Der Vergleich hat sich auch erübrigt, weil keiner im Gulag gewesen war. Ich habe diesen Vergleich immer für unzulässig gehalten – diesen Menschen aus einer anderen Generation vorzuwerfen, wie sie mit ihrer Vergangenheit umgehen, erschien mir als Anmaßung. Wir haben das auch nicht groß diskutiert. Einmal hat Franz Marek gesagt: „Wir waren Idioten!“ Sie wären bereit gewesen, mit dem Namen Stalin auf den Lippen zu sterben. Darüber musste er später lachen – was mich ein wenig gewundert hat.

Keinerlei linke Depressionen nach 1968? Pollack — Man hatte mich aus Polen praktisch hinausgeworfen. 1968 war ich in Berlin und begann danach in Sarajewo zu studieren. Wann war Ihnen klar, dass Sie Schrift teller sind? Pollack — Schwer zu sagen. Es hat mit dem Zusammentreffen mit Christoph Ransmayr zu tun. Wir lernten uns über eine Recherche kennen. Er schrieb eine Geschichte über Polen und suchte jemanden, der ihm bei einigen Details helfen konnte. Es herrschte auf Anhieb Einverständnis – wir haben dann einiges miteinander geschrieben. Wie geht das? Pollack — Gemeinsam recherchieren und sich vom ersten Satz an buchstäblich gemeinsam hinsetzen. Er begann damals bei mir im Burgenland an „Die letzte Welt“ zu schreiben. Lustigerweise ist mein erstes Buch auf einen Anstoß von ihm entstanden: Ich war damals als Journalist in Polen persona non grata und überlegte, was ich tun sollte. Christoph sagte, mach doch was Historisches, wofür du nicht ins Land fahren musst. So kam ich auf Galizien. Sie haben auch zahlreiche Bücher aus dem Polnischen übersetzt – auch den berühmten Ryszard Kapuściński. Er ist in letzter Zeit ein wenig in Verruf geraten, soll mit dem polnischen Geheimdienst zusammengearbeitet haben, seine Reportagen sollen Fake-News enthalten … Pollack — Ryszard kam aus sehr kleinen Verhältnissen und war extrem eitel – das stand ihm manchmal im Weg. Dass in seinen Texten manches nicht stimmen kann, merkt man als Übersetzer sofort. Ich habe aber vor allem bedauert, dass er nie über seine kommunistische Zeit gesprochen hat. Was allerdings die Papiere für den Geheimdienst betrifft die er unterschrieben hat – lächerlich. Jeder, der Polen damals kannte, wusste: Entweder unterschreibst du, oder du bekommst keinen Pass, um ins Ausland zu fahren. Meines Wissens hat er auch nie jemand anderen „eingetunkt“. Mit Nazigeschichten gehen wir da aber strenger um. Pollack — Es war für mich immer ein Problem, aus dieser Familie zu kommen. Deshalb habe ich ihre Vorgeschichte bis ins 19. Jahrhundert erforscht. Mich interessierte die Mentalität. Bei meinem Vater hätte es merkwürdig zugehen müssen, um nicht dahin zu kommen, wo er hinkam. Er »

Karin Haller Geschäftsfü erin des Instituts für Jugendliteratur, www.jugendliteratur.at

Und sie lesen doch noch Zwei von fünf Jugendlichen lesen Beginnen wir das neue Jahr und diese Kolumne mit etwas Positivem: In der aktuellen JIM-Studie 2018 (www.mpfs.de) zur Mediennutzung der 12- bis 19-Jährigen heißt es: „Der Anteil derjenigen Jugendlichen, die in ihrer Freizeit mindestens mehrmals pro Woche gedruckte Bücher lesen, beträgt seit 20 Jahren etwa 40 Prozent.“ Na schau: Auch im Social-Media-Zeitalter lesen zwei von fünf Jugendlichen regelmäßig Bücher in analoger Form. Schon klar, das sind immer noch drei, die es nicht tun – und wir arbeiten gemeinsam daran, das zu ändern – aber es gibt keinen steil nach unten verlaufenden Trend, wie uns manche dystopische Schlagzeilen glauben machen wollen. Auch die aktuellen Zahlen des HVB belegen das, in der Gesamtverkaufsstatistik des Jahres 2018 wächst das Kinderund Jugendbuch um knapp vier Prozent! Ein anderes interessantes Detail aus der JIM-Studie: Das E-Book hat seinen ehemals prognostizierten Siegeszug doch nicht angetreten und kann sich im Medienalltag Jugendlicher nach wie vor nicht durchsetzen: Es wird von nur 7 Prozent regelmäßig genutzt – und zwar von denen, die vor allem analog lesen. Offensichtlich schätzen es die unter 19-Jährigen, wenn sie beim Umblättern Papier zwischen den Fingern spüren. Wussten wir es doch – Buchlesen ist etwas Sinnliches …

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– S e lb s tr e d e n d –

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stammte aus einem deutschnationalen Elternhaus, es gab die Burschenschaften – und ich möchte hier nichts exkulpieren –, dann ging er 1931 zur Partei und 1932 in Graz zur SS. Aber er hätte auch etwas anderes tun können: Er war Bergsteiger und hätte etwa auf den Nanga Parbat hinaufklet ern können. Um über den Gipfel zum Führer zu gelangen, wie es im Fall von Heinrich Harrer hieß? Pollack — Ich habe Harrer ganz gut gekannt, sein Sohn war ein Schulkollege. Mir geht es nicht um Mitläufer, sondern um Täter. Ich habe kein Verständnis für Mitläufer, aber ich kann mir gut vorstellen, was da passierte. Und wie verhält es sich mit den heutigen Burschenschaftern Pollack — Ich kannte in meiner Uni-Zeit einige Burschenschafter und war auch mit einigen befreundet. Ich glaube, dass sie nach

Dennoch ist aufzurechnen nicht legitim. Der Vergleich Hitler-Stalin führt zu nichts – ich muss mich mit meiner eigenen Geschichte auseinandersetzen.

Bücher von Martin Pollack: Zsolnay Verlag:

In Ihren Büchern gibt es stets auch jüdische Figuren – im „Kaiser von Amerika“ finden sich neben den Auswanderern aus Galizien auch jüdische Schlepper und Gauner. War es als Kind von Nazis kein Problem, darüber zu schreiben? Pollack — Es war ein großes Problem für mich. Man kann den Menschenhandel vor hundert Jahren eins zu eins auf heute übertragen. Als mir klar wurde, dass er auch fast zu hundert Prozent in jüdischen Händen lag, musste ich mich entscheiden: Verschweige ich das, oder lasse ich es lieber ganz bleiben. Ich entschied mich, so zu schreiben, dass die Antisemiten diesen Stoff nicht missbrauchen können. Ich glaube, es ist mir gelungen.

Anklage Vatermord. Der Fall Philipp

Woran arbeiten Sie derzeit noch? Pollack — An einem Gartenbuch! (lacht)

Kaiser von Amerika. Die große Flucht

Halsmann (2002): Der Prozess gegen den später weltberühmten Fotografen Philipp Halsmann von 1928 neu aufgerollt: Die Anklage spricht von Vatermord; antisemitische Wogen gehen hoch; Albert Einstein, Thomas Mann, Sigmund Freud plädieren für reispruch. Ein Meisterwerk. Der Tote im Bunker. Bericht über meinen Vater (2004): Pollacks wichtigstes Buch – eine akribische Recherche über seinen Vater, Dr. Gerhard Bast, SS-Sturmbannfüh er, Chef der Linzer Gestapo und Kriegsverbrecher, der 1947 ermordet wurde.

aus Galizien (2010): Hunderttausende galizische Kleinbauern, Handwerker und

„Lustigerweise ist mein erstes Buch auf einen Anstoß von Christoph Ransmayr entstanden“ Martin Pollak

wie vor in dieser Geschichte „hängen“ – nur verstellen sie sich heute viel besser. Die Liederbuchaffäre in Niederösterreich hat mich keine Sekunde lang gewundert! Wenn ich ihnen zuhöre, höre ich meine Verwandtschaft reden. Ich sehe das tatsächlich in Kontinuität mit der Geschichte. In Ihrem Essay-Band „Kontaminierte Landschaften“ kommen auch Orte der kommunistischen Verbrechen zur Sprache. In Österreich wurde gerade begonnen, die Tragödie der slowenischen Partisanen aufzuarbeiten – doch in Slowenien gelten sie als kommunistische Verbrecher. Wie soll daraus je eine gemeinsame europäische Geschichte werden? Pollack — Mein Standpunkt ist, Geschichte sine ira et studio zu erforschen und zu erzählen, aber sie nicht gegeneinander aufzurechnen. Meine Großtante, über die ich gerade ein Buch schreibe, wurde von slowenischen Partisanen umgebracht. Sie war eine kreuzbrave Frau, mit einem Slowenen verheiratet, gänzlich unpolitisch.

Über Blumen und Vögel? Pollack — Blumen interessieren mich nicht. Aber Tiere kommen in meinem Garten vor.

jüdische „Luftmenschen“ b echen um 1900 aus dem Armenhaus der Monarchie in die neue Welt auf; Verkehrsknotenpunkt für Schleppe , Agenten, Menschenhändler

Martin Pollack als Candide, der sich nach allen Übeln der Welt nur noch um den eigenen Garten kümmert – klingt unwahrscheinlich! Pollack — Genau. Ich habe es als Kind in der Linzer Villa immer gehasst, wenn der Vater gesagt hat: „Jetzt ist Gartenarbeit!“ Heute bossle ich gern in der Erde herum. Ich habe sehr viel Material gesammelt und müsste mich einmal richtig dazu hinsetzen. Ich lebe ja unter dem Damoklesschwert einer doppelten Krebserkrankung – kürzlich kam ein zweiter Krebs dazu. Ich kann also im Moment nicht sagen, was aus meinen Projekten wird, bin aber fin ter entschlossen, noch zwei, drei Bücher zu machen. Ob es gelingen wird, weiß ich nicht.

ist die Garnisonsstadt Auschwitz. S. Fischer Verlag Die Wolfsjäger. Drei polnische Duette (mit Christoph Ransmayr) (2011): Im Duett zwischen Reportage und Erzählung: Ein Jäger wirft seinem Gott or, dass er den Wolf erschuf; ein hingerichteter Held und Heiliger, der sich als unschuldiger Tor erweist; ein Nachkomme, der die apokalyptische Geschichte seines Volks überwinden soll. Residenz Verlag Kontaminierte Landschaften (2014): Essay-Reisen in „idyllische“ Landschaften an denen die Verbrechen des 20. Jhs.

Bleibt nur noch die Frage nach Ihrer Lieblingsbuchhandlung … Pollack — In Warschau gibt es zwei, drei Buchhandlungen, in die ich gern gehe und bei denen ich dauernd fü chte, dort einen ZARA-Laden oder dergleichen vorzufinden Ich mag die Polnische Buchhandlug in Wien und dann die Buchhandlung bei mir im Burgenland – die Papierhandlung Wagner: Dort bestelle ich meine Bücher und bekomme sie am nächsten Tag. Ein guter Buchhändler! Ich mache bei ihm seit Jahren Lesungen. Es wird oft unterschätzt, aber das Publikum am Land ist gut. Ich finde es auch wichtig, am Land Lesungen zu machen. «

noch immer sichtbar sind: in Österreich, im slowenischen Kocevski Rog oder im weißrussischen Kurapaty bei Minsk. Topografie der Erinnerung (2016): Aufsätze und Reden über das Massaker von Rechnitz, Wiener „Reibepartien“, Galizien als Mythos und das Verhältnis zwischen Polen und Ukrainern.

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– K u r z v o r S c h lu s s – Gastkommentar

Auf dem richtigen Weg Markus Renk Mit VLB-Tix auf Vertreterrunden? Die Wagner’sche Buchhandlung macht es seit über einem Jahr, wie ihr Geschäftsführer Markus Renk erklärt

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ines vorweg: Auch wir Buchhändlerinnen und Buchhändler der Wagner’schen sind haptische Menschen. Auch wir lieben Bücher in gedruckter Form und kämpfen jeden Tag mit innovativen Ideen da˜ r, dass unsere Kundinnen und Kunden die Vorzüge des gedruckten Buchs erkennen und entdecken. Trotzdem arbeiten wir jetzt seit drei Vertreterrunden mit VLB-Tix – nein, das ist kein Widerspruch! Warum ich bei uns Überzeugungsarbeit leisten musste? Am Anfang war mein dringendes Bedürfnis, unsere Einkäufe besser lenken zu können. Man muss dazusagen, dass wir die Traditionsbuchhandlung Wagner’sche 2015 von Thalia gekau° haben und uns daher stärker mit dem Thema Liquidität auseinandersetzen müssen. Das Ausdem-Bauch-heraus-Einkaufen ohne Budgetierung ist mir ein Dorn im Auge. Hier bietet VLB-Tix eine Lösung. Daher war die Notwendigkeit, damit zu arbeiten, auch meinen

Kolleginnen und Kollegen klar. Alle machten motiviert und engagiert mit. Natürlich hat VLB-Tix noch Kinderkrankheiten. Budgetieren funktioniert vorerst nur durch das Herausfiltern der Daten in eine Excel-Tabelle. Aber mit Zahlen arbeiten und im darau˝ olgenden Jahr Vergleiche ziehen zu können ist mir sehr viel wert. Bereits vor VLB-Tix haben wir uns intensiv mit den Vorschauen beschä° igt und unsere Bestellungen vor dem Vertreterbesuch in die Vorschau geschrieben. Das machen wir mittlerweile nur mehr in der elektronischen Vorschau. Dazu gibt es bei uns pro Vertreter und pro Abteilung eine Dispoliste. Die Bearbeitung der Vorschau erfolgt jeweils von den Warengruppen-Verantwortlichen. Ich kontrolliere die Bestellungen und sende dem Vertreter eine Woche vor dem gemeinsamen Termin die Bestellsätze zu. Beim Vertreterbesuch gehen wir dann nur mehr die Potenziale durch bzw. stellen uns die Frage, ob es gravierende Bestellfehler gibt. Und konzentrieren uns auf

gemeinsame Aktivitäten und Werbeaktionen. Natürlich sehen wir Verbesserungspotenzial bei VLB-Tix. Was wir uns sehr wünschen würden, wäre eine Möglichkeit, Bemerkungen bei einem Titel zu hinterlegen – hier könnte man Leseexemplare, Aktionen, Liefertermine, Partieexemplare, Pakete oder Werbemittel erfassen. Dies ist derzeit nicht möglich. Wir lösen das Problem mit einem zusätzlichen Dokument ˜ r den Vertreter. Es gibt auch noch Fehler bei den Dateibeschri° ungen, die beim Umwandeln in eine Bestellung teilweise verschwinden. Was sich deutlich verbessert hat, ist die Performance. Die früheren Probleme sind ˜ r uns heute nicht mehr feststellbar. Wenn ich mich zurückerinnere, wie viele Vorschauen wir früher nach Hause schleppen mussten, und welche Berge an Papier wir jedes Jahr entsorgt haben, dann bin ich überzeugt, dass der Weg mit den elektronischen Vorschauen der richtige ist. Auch die Budgetierung der Vertreterbestellungen im Buchhandel sollte an Bedeutung gewinnen. Wenn ich dabei den optimierten Ablauf der Vertreterbesuche hinzuzähle und womöglich VLB auch ˜ r Kunden als Informationsmodul nutze, ist dies ˜ r den Buchhandel sicher ein wichtiger Schritt, der die Arbeit in Zukun° positiv verändern wird. Da spreche ich noch gar nicht von der Möglichkeit, kün° ig nicht mehr nur nach Verlagen, sondern übergreifend nach Themen und Warengruppen zu bestellen. Für mich eine große Hilfestellung und ein spannendes Arbeitsinstrument. Man muss sich halt darauf einlassen.

„Heute konzentriert sich der Vertreterbesuch auf gemeinsame Aktivitäten und Werbeaktionen“

Markus Renk ist Geschäftsführer der Wagner’schen Buchhandlung in Innsbruck

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– B u c h te r m in e –

Veranstaltungen Februar 2019 FREITAG, 1. 2.

DONNERSTAG, 21. 2.

Der Dichter zu Nathal – drei Tage Thomas Bernhard: Merlin Ensemble Wien & Hermann Beil (Mezzo – Messezentrum, Hauptstraße 41, 4694 Ohlsdorf, 19:30) Ursula Strauss: Warum ich nicht mehr fliegen kann und wie ich gegen Zwerge kämpfte (Raml Wirt Neumarkt, Marktplatz 10, 4212 Neumarkt im Mühlkreis, 20:00) Adele Neuhauser & Edi Nulz Trio: musikalische Lesung (Stadttheater Gmunden, Theatergasse 7, 4810 Gmunden, 20:00)

Krypta: Verein der Schriftstellerinnen und Künstlerinnen (Peterskirche, Petersplatz, 1010 Wien, 15:00)

SAMSTAG, 2. 2.

Der Dichter zu Nathal – drei Tage Thomas Bernhard: Minetti Quartett, Martin Schwab & Hermann Beil (Mezzo – Messezentrum, Hauptstraße 41, 4694 Ohlsdorf, 16:00) Adele Neuhauser liest Douglas Adams: Die Letzten ihrer Art (Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt, Franz Schubert-Platz 6, 7000 Eisenstadt, 19:30) Nina Proll und Trio de Salón: szenischer Liederabend (Gugg Braunau, Palmstraße 4, 5280 Braunau am Inn, 20:00)

FREITAG, 22. 2.

Schauspielerin Adele Neuhauser reist durch Österreich, am 14. 2. liest sie in Linz aus ihrer Autobiografie „ ch war mein größter Feind“ (Brandstätter)

MITTWOCH, 6. 2.

SONNNTAG, 24. 2.

Irmi Horn liest Marguerite Duras (KunstGarten, Payer-Weyprecht-Straße 27, 8020 Graz, 17:00) Letzte Wiener Lesebühne: Severin Groebner, Hosea Ratschiller & Stefanie Sargnagel (Vienna Ballhaus, Berggasse 5, 1090 Wien, 19:00) Claus Peymann liest Thomas Bernhard: Meine Preise (Kammerspiele Linz, Promenade 39, 4020 Linz, 19:30)

30 Jahre Verlag Bibliothek der Provinz werden am Donnerstag, 7. 2., im Linzer Stifter aus gefeiert. Verleger Richard Pils (Foto) lädt zum Fest ein

David Fuchs & Verena Mermer (Literaturhaus am Inn, Josef-Hirn-Straße 5/10. Stock, 6020 Innsbruck, 19:00) DONNERSTAG, 7. 2.

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Krypta: Verein der Schriftstellerinnen und Künstlerinnen (Peterskirche, Petersplatz , 1010 Wien, 15:00) 30 Jahre Bibliothek der Provinz (Stifter Haus Linz, Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz, 19:30)

Autorenkreis Linz: Lesung zum Valentinstag (Stifter Haus Linz, Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz, 19:30) FREITAG, 15. 2.

Kulinarische Mordsgeschichten: Meuchelmord und Lavendellikör (Salzhof Freistadt, Salzgasse 13, 4240 Freistadt, 20:00) SAMSTAG, 16. 2.

Gregor Fauma: Unter Affen. Warum das Büro ein Dschungel ist. Buchpräsentation (Manz’sche Verlags- und Universitätsbuchhandlung, Kohlmarkt 16, 1010 Wien, 19:00) Bernhard-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung. Buchpräsentation (Stifter Haus Linz, AdalbertStifter-Platz 1, 4020 Linz, 19:30)

Bernhard Aichner: Bösland (Casino Innsbruck, Salurner Straße 15, 6020 Innsbruck, 19:30)

Claus Peymann liest Thomas Bernhard: Meine Preise (Kammerspiele Linz, Promenade 39, 4020 Linz, 19:30)

Marko Dinić & Ljuba Arnautović (Literaturhaus am Inn, Josef-Hirn-Straße 5/ 10. Stock, 6020 Innsbruck, 19:00) Mundartgedichte und Geschichten (Bezirksmuseum Landstraße, Sechskrügelgasse 11, 1030 Wien, 19:00) Christian Steinbacher: Wovon denn bitte? Gedichte und Risse. Buchpräsentation (Stifter Haus Linz, Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz, 19:30) Monika Karner: Nur zu zweit / Christian Mähr: Der Jüngste Tag des Peter Gottlieb (Theater am Saumarkt, Mühletorplatz 1, 6800 Feldkirch, 20:15) DONNERSTAG, 28. 2.

SONNTAG, 17.2.

Vera Borek & Eduard Wildner: Immer noch die alten Affen (Erich Kästner) (Theater Akzent, Theresianumgasse 16–18, 1040 Wien, 11:00) MITTWOCH, 20.2.

Adele Neuhauser: Ich war mein größter Feind (Kammerspiele Linz, Promenade 39, 4020 Linz, 19:30)

MONTAG, 25. 2.

DIENSTAG, 26. 2.

DIENSTAG, 12. 2.

DONNERSTAG, 14. 2.

SAMSTAG, 23. 2.

Tagebuch Slam (Spielboden Dornbirn, Färbergasse 15, 6850 Dornbirn, 20:00)

DIENSTAG, 5. 2.

Erstes Wiener Lesetheater: Blaue Stunde Thema: „Ernst und heiter“ (Heinrich, Thaliastraße 12, 1160 Wien, 19:00) Franzobel: Rechtswalzer. Buchpräsentation (Stifter Haus Linz, Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz, 19:30)

Alfred Rauch: Lesung aus Adalbert Stifter: „Nachkommenschaften“ (Stifter Haus Linz, Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz, 16:30) 30 AutorInnen der Grazer AutorInnen Versammlung lesen aus ihren Werken: Lange Nacht der GAV/OÖ (Arbeiterkammer Oberösterreich, Volksgartenstraße 40, 4020 Linz, 19:00) Slamlabor Vorarlberg (Kulturhaus Dornbirn, Rathausplatz 1, 6850 Dornbirn, 20:00)

Dorothee Hartinger, Natacha Kudritskaya (Klavier): Johann Wolfgang von Goethe und Kalidasa (Konzerthaus, Lothringerstraße 20, 1030 Wien, 12:30)

Thomas Sautner: Großmutters Haus ( TAG – Theater an der Gumpendorfer Straße, Gumpendorfer Straße 65, 1060 Wien, 19:30) Leopold Federmair: Tokyo Fragmente (Stifter Haus Linz, Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz, 19:30)

Senden Sie Ihre Terminvorschläge an redaktion@hvb.at

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Endlich da: der brandneue Gasperlmaier von Herbert Dutzler! Mord unter Tage: Der beliebteste Inspektor Österreichs ermittelt im Salzbergwerk.

HAYMONverlag Herbert Dutzler

Letzter Stollen Ein Altaussee-Krimi 400 Seiten Paperback EUR 12.95 ISBN 978-3-7099-7910-5

„urig amüsant und dabei grandios spannend.“ BuchMarkt, Jörn Meyer

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WERNER KOFLER: WERKE Kommentierte Werkausgabe (Prosa) in drei Bänden. Hg. v. Claudia Dürr, Johann Sonnleitner und Wolfgang Straub

»Wo anfangen? Werner Kofler konnte praktisch alles. Seine Prosa war von einer Musikalität, die in der österreichischen Literaut nach 1945 einzigartig geblieben ist. Man kann sich an diesen Texten in einen wahren Rausch lesen.« Sebastian Fasthuber, Falter

»Werner Kofler ist einer der am meisten verkannten Autoren Österreichs. Alles, was Berühmtere können und konnten, das konnte er besser. Was hier als Kritik gefeiert wird und wurde, hat er heftiger, wütender kritisiert als andere, die sich diese Kritik stolz auf ihre Fahnen schreiben. Oder denen sie begeistert zugeschrieben wird. Und sein Zorn war gepaart mit großer, ja größter Sprachkunst. Darin wird ihn keiner übertreffen.« Elfriede Jelinek

Seine sprachmächtige Prosa, seine beißende und präzise Satire wird in dieser Werkausgabe erstmals in ihrer Gesamtheit zugänglich gemacht. Viele vergriffene Werke stehen damit der Leserschaft wieder zur Verfügung. Die Prosawerke werden durch einen umfangreichen Stellenkommentar ergänzt – dadurch wird Koflers Analyse der Herstellung politischer und medialer Macht, seine Untersuchungen des Medienjargons sowie der Machenschaften, die diese Prozesse begleiten, leichter lesbar. 3 Bände im Schuber 14 x 22cm Hardcover, Fadenheftung 1.796 Seiten 3.100 Kommentare ISBN 978 3 85449 500 0 €

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