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Österreich 5,50 € | Schweiz 9,60 sfr | BeNeLux 5,70 € | Italien 6,50 € | Spanien 6,50 € | Portugal (cont.) 6,50 € | Slowenien 6,50 €
KOMFORT | SICHERHEIT | ENERGIESPAREN
TECHNIKTOUR Smartes Doppelhaus mit Homematic IP
GROSSER VERGLEICH
Rein ins Smart Home Wie können Sie einsteigen? Welche Systeme gibt es und was kostet das?
34 Überwachungskameras 17 PV-Stromspeicher 10 smarte Schließsysteme
Mobilität der Zukunft Wir zeigen Alternativen zum eigenen Auto und zu vollen Bahnen.
Länger im eigenen Haus So hilft smarte Technik Senioren, länger in den eigenen Wänden zu bleiben.
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An. Wir sind die mit den Schaltern. Aber auch so viel mehr. Smart-Home-Pioniere, Zukunftsgestalter, Vorausdenker und Designer. Im Herzen sind wir Ingenieure, die begeistern wollen. Wir schalten zu Hause das Leben und die Zukunft an. Steuern intuitiv Herzklopfen, Wohlgefühl und alles zwischen An und
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viele, viele, bunte ... LIEBE LESER, LIEBE LESERINNEN, das kommende Jahr 2022 wird smart. Dagegen werden wir uns gar nicht wehren können. Nein, das Jahr wird sich sicher nicht per App steuern lassen. Aber es wird digitaler, smarter. Es erwarten uns neue Geräte und Dienste, vielleicht eine digitalere Verwaltung und ein Sterben der Innenstädte. Letzteres ausgelöst durch unseren Drang in Corona-Zeiten, noch mehr bei dem einen großen Online-Versender zu kaufen. Apropos Corona – wenn wir etwas Glück haben und sich noch mehr Menschen impfen lassen, wird Corona im nächsten Jahr sicher auch seinen Schrecken verloren haben. 2022 wird also spannend. Es wird sich viel ändern. Zum Positiven und auch zum Negativen. Und Schuld ist weder die SPD, wie Rudi Carell einst sang, noch die Ampel. Schuld daran sind wir alleine – und Corona. Wie sollte es anders sein?!
„Ein Haus mit dem wunderbaren Werkstoff Holz schenkt seinen Bewohnern ein unnachahmliches Raumklima, eine Quelle der Kraft, und einen Ort, an den man sich sicher und
Aber bevor ich über das nächste Jahr schwadroniere, bleiben wir doch einfach mal beim Weihnachtsmann stehen. Denn für das Fest der Feste sei an dieser Stelle ein Tipp ausgesprochen. Wie Sie sicher bereits bemerkt haben, sind Chips knapp. Ich meine nicht das Gebäck, das die Engländer Crisps nennen. Vielmehr geht es um die Halbleiter-Knappheit. Auf neue Autos müssen wir vielleicht bald so lange warten, wie einst die DDR-Bürger auf ihren Trabant. Wer sich nun überlegt, smarte Gadgets oder elektronische Geräte unter den Weihnachtsbaum zu legen, sollte jetzt schon einmal kaufen. Bevor es am Ende zu spät ist und der Platz unterm Baum leer bleibt. Aus Chipmangel.
Ihr Carsten Steinke Chefredakteur
geborgen fühlt.” INFOS: Tel.: +49 2247 9172-30 www.stommel-haus.de
inhalt
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SMART HOME 06 10 20 24 28 34
(h)ausgedruckt: Das Haus aus dem 3D-Betondrucker ganz schön smart: Techniktour durch ein smartes Doppelhaus mit u.a. Homematic IP wired gut beraten: Sie wollen Smart Home? Steigen Sie einfach ein! Wir zeigen wie! what‘s the matter: Mit Matter geht ein umfassender Smart-Home-Standard an den Start im schatten: Machen Sie doch Rollladen, Jalousie & Co. smart. WIr zeigen, was das bringt. optimales wlan: Wie bringen SIe Ihr Funknetz in Schwung. Was müssen SIe beachten?!
Smart Home
10 SMART HEAT 36 42
schön aufgedreht: Die persönliche Energiewende mit smarter Regeltechnik gut gesteuert: Steuern Sie doch einfach zentral
SMART DEVICES 44 50
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big brother: Smarte Kameras bringen Sicherheit. Wir haben 34 Geräte verglichen auf und zu: Öffnen Sie Ihre Haustür doch smart. Wir zeigen 10 Schließsysteme
44 SMART ENERGY 54
stromspeicher: Speichern Sie selbsterzeugten Strom. Wir zeigen 17 Speicher im Detail
SMART HEALTH 58 64
Foto: Bosch Smart Home
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länger zuhause: Senioren bleiben mit smarter Techik länger daheim großes kino: Was kann das neue Gigaset GS4 senior?! Wir haben es getestet. ist die luft rein? Gute und saubere Luft mit smarten Sensoren und Luftfiltern
SMART DRIVE 72
clever unterwegs: Die smarte Alternative zum eigenen Auto.
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Smart-Home-Profis: Regionale Fachbetriebe präsentieren sich und ihre Showrooms
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Titelfotos: Aura Air, Gira
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Foto: Bosch
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SMART HOME
(h)ausgedruckt Aus dem Drucker
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ES KLINGT FUTURISTISCH – UND IST DOCH WIRKLICHKEIT: NACH NUR ZEHN MONATEN BAUZEIT IST DEUTSCHLANDS ERSTES HAUS AUS EINEM 3D-BETONDRUCKER BEZUGSFERTIG. ALS SMART HOME KONZIPIERT, WURDE ES MIT GEBÄUDETECHNIK VON GIRA AUSGERÜSTET.
d
as Haus, das aus dem Drucker kam, steht im nordrhein-westfälischen Beckum, geplant von den ortsansässigen Mense-Korte ingenieure + architekten, die das Projekt auch in der Bauleitung bis zur Fertigstellung begleitet haben. Entstanden ist ein zweigeschossiges Einfamilienhaus mit etwa 160 Quadratmetern Wohnfläche und einer weichen Formensprache, die ohne Ecken und Kanten auskommt. Weltweit betrachtet ist es nicht das erste seiner Art – doch in vielerlei Hinsicht das ausgereifteste. Einer der entscheidenden Unterschiede zu bereits existierenden Gebäuden aus dem Drucker ist, dass dort Wandkonstruktionen meist ungedämmt sind – was in Deutschland gar nicht zugelassen ist. Die große Herausforderung bestand deshalb in der EnEV-konformen Planung. Entscheidend war hier die Konstruktion des Hauses: Sie basiert auf dreischaligen Wänden, die mit Isoliermasse verfüllt wurden. Da der Druck in Schichten erfolgt, wirkt jede Wand außen und innen so, wie mit einem immensen Kammzugputz versehen.
DER SCHICHTENAUFBAU DER WÄNDE IST EIN KLARES ZEICHEN, DASS DAS HAUS AUS EINEM 3D-DRUCKER STAMMT. TÜR- UND FENSTERÖFFNUNGEN WURDEN DABEI AUSGESPART.
Foto: Detlef Podehl
Und noch eine wesentliche Neuerung weist das Gebäude in Beckum auf: So war der Druck einer einfachen Wand zwar früher bereits möglich, doch jetzt wurden Tür- und Fensteröffnungen sowie Aussparungen in den Druckprozess integriert. Während des Druckvorgangs berücksichtigte der Drucker auch die später zu verlegenden Leitungen und Anschlüsse für die gebäudetechnische Ausstattung. Wo etwa eine Steckdose geplant war, stoppte der Drucker und begann hinter ihr erneut. Dann wurde eine Leerdose eingesetzt oder bei größeren Aussparungen ein Edelstahlblech darübergelegt. In Beckum mussten somit keine Schlitze mehr nachträglich geklopft werden. Zuvor hatten Architekt und Bauherr am Computer ein 3-DModell des Hauses entworfen, in das sämtliche Fenster und Türen, jede Steckdose, jede Versorgungsleitung einprogrammiert waren. Anschließend übersetzte ein Computer die Informationen und steuerte damit den Spritzroboter, der einen Spezialbeton aus einem Silo saugte und die Mauern aufschichtete – fast wie mit einer Sahnespritze – und dabei die für das Haus typischen runden Formen erzeugte.
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n e t h c i h c S n I aufgebaut
Foto: Gira
SMART HOME
DIE TÜRKOMMUNIKATION ERFOLGT PER Mit einer ebenso funktionalen wie optisch ansprechenden Küche und einem der runden Formensprache angepassten Bad.
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TKS-IP-GATEWAY ÜBER DAS GIRA SYSTEM 106, DER G1 DIENT ALS WOHNUNGSSTATION.
Fotos (3): Detlef Podehl
Während des Druckvorgangs berücksichtigte der Drucker auch die später zu verlegenden Leitungen und Anschlüsse.
aus beton gedruckt Dieser spezielle 3D-Betondruck verlangte eine ganzheitliche Sichtweise auf den Bauprozess, in den auch die Elektroplanung frühzeitig mit einbezogen werden sollte. Die Smart HomePlanung übernahm System-Integrator Michael Freudenreich von HomeTEC solution und sie ähnelt im Prinzip der eines klassisch errichteten Neubaus: Gesteuert wird das installierte KNX System vom kompakten Server Gira X1 in Verbindung mit dem Fernwartungsmodul Gira S1, als Bediengeräte kamen zwei Gira G1 auf jeder Etage zum Einsatz. Die übrigen Funktionen werden über den neuen Gira Tastsensor 4 geregelt. Die Steckdosen sind in die gerundete Designlinie Gira E3 integriert. Die Türkommunikation erfolgt per TKS-IP-Gateway über das Gira System 106, der G1 dient als Wohnungsstation. Durchaus als Herausforderung erwiesen sich die geriffelten Innenwände für den Installationsbetrieb Elektro Kälte Tapmeier
aus Beckum. Denn trotz der vom Drucker vorgesehenen Aussparungen musste im Detail nachgearbeitet werden. Doch hier sollen künftige Bauvorhaben Abhilfe schaffen durch eine noch präzisere Spritzgusstechnik – immerhin ist das Wohnhaus Beckum ein Pionierprojekt, das Optimierungen verträgt. Freuen konnten sich die Elektrofachhandwerker aber darüber, dass aufgrund der exakten Vorplanung keine Schlitze mehr geklopft werden mussten. In Summe ist für sie das 3D-Haus in Beckum nichts, was sie vor grundsätzlich neue Herausforderungen gestellt hätte. Die Zukunft kann also kommen, weitere Aufträge liegen dem Architekturbüro bereits vor. Doch vor dem Druckbeginn für das nächste Gebäude will man noch weitere Erfahrungen sammeln. Deshalb wird das Haus in Beckum in den nächsten 18 Monaten zunächst als Musterhaus genutzt, erst dann kann es endgültig bezogen werden.
ABGESEHEN VON DER REVOLUTIONÄREN BAUWEISE WIRKT DAS HAUS IN BECKUM JEDOCH WIE EIN NORMALES WOHNGEBÄUDE – SIEHT MAN EINMAL VON DEN GERIFFELTEN
Fotos (2): Detlef Podehl
WÄNDEN IM INNEREN AB.
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ganz schön sma Smartes s u a h l e p p o D
AUF DEN ERSTEN BLICK GLEICHEN SICH DIE BEIDEN DOPPELHÄUSER SEHR. DAS RECHTE ABER WURDE VON DER BAUFAMILIE IN EIN SMART HOME VERWANDELT.
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IM LÄNDLICHEN BADEN-WÜRTTEMBERG STEHT EINE NEUE DOPPELHAUSHÄLFTE, DIE ES AUS SMARTER SICHT SO RICHTIG IN SICH HAT. FAST ALLES, WAS VERMARTET WERDEN KONNTE, IST ES HIER AUCH. WIR HABEN EINEN BLICK AUF DIE TECHNIK GEWORFEN.
ten Steinke
Fotos: Cars
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IST AUF ALLEN DREI ETAGEN VERBAUT: DER NEUE WIRED FUSSBODENHEIZUNGSCONTROLLER KANN BIS ZU 12 HEIZKREISE STUFENLOS STEUERN.
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Von Carsten Steinke
in smartes Doppelhaus steht im Landkreis Esslingen im Südwesten Deutschlands. Gebaut hat es ein Ehepaar, sie Schwäbin, er Niedersachse, in einer kleinen 8500-Einwohner-Gemeinde zwischen Stuttgart und der Schwäbischen Alb, idyllisch am Hang gelegen mit Blick über das Filstal und auf die Burg Teck in der Ferne. Baubeginn war 2020, bezogen haben es die Eheleute und ihre Kinder im August 2021. Smart sollte das Haus sein, das stand bereits vor Unterschrift des Bauvertrages mit einem hiesigen Massivhausbau-Unternehmen fest. Klar war zu dem Zeitpunkt auch, dass der Bauherr das Smart Home selbst planen und konfigurieren wird. Das fachliche Know-how bringt der Niedersachse durch ein Studium der Medieninformatik mit.
KEIN KNX Ein KNX-System sollte es nicht sein, das stand ebenfalls vor Beginn der Planungen im Jahr 2019 fest. Dennoch sollte das SmartHome-System mit verkabelten und Funk-Komponenten arbeiten. Denn verkabelte Systeme bringen eine höhere Sicherheit mit sich und Funkeinheiten schaffen eine ungeahnte Flexibilität. Da war die Auswahl auf dem Markt nicht besonders groß, wenn
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Zeigt die ungen an Ventilöffn KNX als System der Wahl bereits im Vorfeld ausgeschieden ist. Gefunden hat es der Bauherr mit Homematic IP von eQ-3 in seinem ehemaligen Heimatbundesland, quasi direkt an der Küste, im ostfriesischen Leer. Das Smart-Home-System Homematic IP bringt sogenannte wired und funkgesteuerte Komponenten mit.
KABEL UND FUNK Im Haus selbst hat der Bauherr hauptsächlich auf verkabelte Schalter, Wandthermostate und Aktoren gesetzt. Rauch-, Präsenz- und Wassermelder sowie die Sensorik an den Fenstern sind funkgesteuert.
ES IST KABELWAHL Auch wenn KNX nicht das System der Wahl war, wurden für die Bus-Verkabelung der Homematic IP wired Komponenten KNXKabel verlegt. Der Grund dafür ist ein einfacher: Die grünen Kabel können direkt neben 230-Volt-Leitungen verlegt werden. Im Schaltschrank zur Bus-Verkabelung der Aktoren, und des wired Access Points wurden selbstredend die Bus-Verbindungskabel von eQ-3 genutzt. Damit noch nicht genug. Zusätzlich wurden Netzwerkkabel (Cat. 7 Verlegekabel) gezogen. Damit konnten auf jeder Etage
DAS SAGT DER INSTALLATEUR GAB ES AUS IHRER SICHT PROBLEME MIT DER INSTALLATION DER HOMEMATIC IP WIRED-KOMPONENTEN? Ein Problem war, dass die REG-Aktoren in Verbindung mit einigen LED-Leuchten nicht abgeschaltet haben. Um das Problem zu lösen, waren externe Löschglieder nötig. Weiterhin hat die optische Anpassung der Sensoren/Systemtaster an das eingesetzte Schalterprogramm nicht optimal gepasst. BERND WEBER Elektromeister Geschäftsführer Elektroges. Doster
WAR HOMEMATIC IP WIRED EINE HERAUSFORDERUNG? Wir haben dieses Smart-Home-System erstmalig verbaut. Große Probleme sind dabei nicht aufgetreten. Wie bei jedem System muss man sich halt mit den entsprechenden Voraussetzungen und Vorgaben auseinandersetzen.
WAS SIND AUS IHRER SICHT DIE VOR- UND DIE NACHTEILE DES HOMEMATIC-IP-WIRED-SYSTEMS? Ein klarer Vorteil ist, dass Homematic IP wired kein Funksystem ist, sich jedoch mit Funkkomponenten erweitern lässt. Weitere Vorteile sind übersichtliche, mit Display versehene Aktoren, relativ einfache Programmierung und, dass keine separate kostenpflichtige Software erforderlich ist. Ebenfalls ist die Bedienoberfläche der CCU3 relativ intuitiv.
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eine Anzahl von LAN-Ports oder Netzwerkdosen realisiert werden, um neben Fernsehern und PCs auch die zentrale Steuereinheit, das Herzstück des Smart Homes, CCU3 genannt, und den wired Access Point anzuschließen. Der wired Access Point verbindet mit seinen zwei Ports den Bus der wired Komponenten mit den Funk- und LAN-Komponenten wie der CCU3 und den Access Points.
UM SPÄTER AUFRÜSTMÖGLICHKEITEN ZU HABEN, WURDEN STATT DER ÜBLICHEN 3-ADRIGEN STROMKABEL 5-ADRIGE VERLEGT. DAMIT LASSEN SICH ZUKÜNFTIGE ANWENDUNGEN REALISIEREN.
Um später zum Beispiel schaltbare Steckdosen zu realisieren, wurden NYM-J 5x1,5 Kabel, also Stromkabel mit 5 Adern, verlegt. Nur Lampen, die mit einem der im Schaltschrank im Keller verbauten Schaltaktoren verbunden sind, wurden mit den klassischen 3-adrigen NYM-J 3x1,5 Kabeln verbunden.
SCHATTEN UND LICHT Selbstredend spielt auch die Verschattung eine smarte Rolle im Doppelhaus unserer technikaffinen Familie. Verbaut wurden übrigens Stabmotoren von Somfy, die wiederum an einen der Jalousienaktoren von Homematic IP wired angeschlossen wurden. Das macht es einfach, entweder per Tastendruck auf den fast durchgängig installierten Homematic IP Wired Wandtastern die Rollläden auf- oder zuzufahren oder ein Szenario zum Beispiel mit Wettereinfluss zu programmieren.
MENSCH, SEI HELLE Wo Schatten ist, ist auch Licht – und Licht gibt es sehr viel im smarten Doppelhaus. Bis auf die vier Lampen im Wohnzimmer sind alle Lichtquellen mit einem der Schaltaktoren verkabelt. So kann jede Lampe einzeln oder als Gruppe angesteuert werden. Entweder per Sprachsteuerung oder ganz klassisch mit dem Taster. Die vier Lampen im Wohnzimmer hängen an zwei Dimmaktoren. Denn die Dimmaktoren aus der Homematic IP wired Serie haben nur 3 Ports.
HEIZUNGSSTEUERUNG Die verbaute Türsprechanlage ist vom Berliner Hersteller Doorbird und lässt sich über die Hersteller APP oder die Mediola-Oberfläche bedienen.
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Klar, in einem smarten Haus darf eine Heizungssteuerung auf keinen Fall fehlen – im smarten Doppelhaus sind, wie in den meisten Neubauten mittlerweile Standard, Flächenheizungen installiert. In größeren Räumen sind bis zu vier Heizkreise im Estrich vergossen, auf deren Zuflussventil thront ein Stellmotor von eQ-3 mit RJ11-Anschluss-Stecker. Dieser Stecker ist schnell
in einen freien Port des neuen Homematic IP Wired Fußbodenheizungscontroller versenkt. Einfacher geht es kaum. Der Controller wiederum ist mit einem Display ausgestattet – so kann der Nutzer immer sofort den Stand der Ventilansteuerung erkennen und bei Bedarf ändern. Übrigens, besagter Controller kommt mit 12 Kanälen daher, dass heißt maximal 12 Stellmotoren und damit maximal 12 Heizkreise können angeschlossen werden. Zur Ansteuerung sind in den Räumen in jedem Raum Wandthermostate (wired) installiert. In Räumen mit mehr als einem Heizkreis sind diese über die Gruppierfunktion der CCU3 zusammengefasst. So kann ganz einfach mit einem Dreh am Rad des Wandthermostats die Raumtemperatur eingestellt werden. Simpler geht es nicht.
SICHER IST SICHER Wer von einem Smart Home redet, ist vom Thema Sicherheit nicht weit entfernt. Denn neben Komfort und Geldsparen ist die Sicherheit eins der drei Hauptthemen beim Smart Home. Wichtig zu wissen ist dabei, dass smarte Komponenten Einbrecher nie aufhalten, sondern nur detektieren können. Um es den Freunden der Nacht möglichst schwer zu machen, sollten Türen
Im Erdgeschoss hängt die CCU3, die Zentrale des Smart Homes, an der Wand. Daneben sind auf jeder Etage WLAN-Access Points verbaut.
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und Fenster entsprechend einbruchshemmend sein. Um dies einfach zu beurteilen, gibt es den RC-Wert. RC steht an dieser Stelle für Resistance Class und je höher der Wert dahinter, desto länger braucht ein Einbrecher, um die so klassifizierte Tür oder das Fenster zu öffnen. So muss eine mit RC2 zertifizierte Tür mindestens drei Minuten standhalten, bei RC3 sind es bereits fünf Minuten und bei RC4 schon sichere zehn Minuten. Denn je länger ein Täter sich abmüht, desto eher gibt er auf und ergreift die Flucht. Die Polizei empfiehlt übrigens RC2. Und dieses Level wurde in unserem smarten Doppelhaus bei Fenstern und Türen auch umgesetzt.
SMARTE SICHERHEIT Zusätzlich, wie sollte es anders sein, hilft smarte Technik, um Einbrecher abzuschrecken und zu detektieren. Unser technikaffines Ehepaar hat neben Fenstergriffsensoren auch optische Tür-/ Fensterkontakte verbaut. Die werden per Funk angesteuert und sind batteriebetrieben und geben die Stellung des Griffes und die Position des Fensters an die CCU3 weiter. So kann der Algorithmus schnell erkennen, ob gerade ein Fenster geöffnet wird und entsprechend Alarm schlagen. Da aber auch das Fensterglas
Ziel eines Angriffs sein kann, wurden im smarten Doppelhaus Beschleunigungssensoren an besonders kritischen Fenstern und Türen installiert. Die gibt es von eQ-3 nicht als „fertige“ Komponenten, sondern nur als Bausatz. Wer sich an die Komplettierung eines solchen Bausatzes macht, sollte schon einmal einen Lötkolben in der Hand gehabt und damit gearbeitet haben. Wer die nö-
BEI DER SICHERHEIT EINES SMART HOMES GEHEN KONVENTIONELLE SICHERHEIT, ZUM BEISPIEL DURCH RC3-TÜREN- UND FENSTER, UND SMARTE KOMPONENTEN IMMER HAND IN HAND. tigen Kenntnisse mitbringt, hat schnell und kostengünstig – wie in unserem Fall – einen Beschleunigungssensor zusammengebaut. Übrigens, der beschriebene Sensor wird über Funk angesteuert und mit Batterien betrieben. Die Installation an der Scheibe ist denkbar einfach: er Sensor wird geklebt. Über ein Potentiometer kann die Empfindlichkeit einstellt werden. Entsprechend der Einstellung reicht bereits ein Klopfen, um den Alarm auszulösen.
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BESCHLEUNIGTER TIPP Ein Tipp: Mit dem Beschleunigungssensor sind auch andere Anwendungen denkbar. So kann er, am Briefkastendeckel angebracht, auch den Einwurf von Post detektieren oder am Garagentor angeklebt, das Hoch- und Runterfahren erkennen.
PRÄSENZ ZEIGEN Stellen wir uns ein Szenario vor: Sollte ein Einbrecher ein RC2 Fenster, den Tür-Fensterkontakt und den Beschleunigungssensor überwinden und dann durch die Öffnung hineinklettern, wird er spätestens jetzt vom Präsenzmelder an der Decke erkannt und es wird Alarm ausgelöst. Das Beispiel zeigt, Einbrecher haben einen schweren Stand, wenn konventionelle Sicherheit, wie RC2- oder RC3-Türen und -Fenster eingebaut und smarte Technik zum Einsatz kommt. Übrigens, die Präsenzmelder gibt es als Bus-Gerät, also verkabelt oder als Funk-Komponente. In unserem smarten Doppelhaus kommt die Funkvariante zum Einsatz. Grund war die Flexibilität bei der Platzierung im Raum.
VIER ZENTRALEN FÜR EIN HALLELUJA Na, eigentlich sind es fünf Zentralen, die in und um unser smartes Doppelhaus im Südwesten verbaut sind. Vier hängen im Haus selbst, die fünfte Zentrale ist in der Doppelgarage verbaut. Warum so viele Zentralen, werden sich jetzt sicher einige Leser fragen, denn eigentlich kann doch die CCU3 alle Aufgaben übernehmen. Das stimmt, aber nur zum Teil. Denn zum einem sind die Decken respektive die Fußböden aus Stahlbeton gegossen und zum anderen steht das Thema Ausfallsicherheit auf dem Programm.
Auf jeder Etage des smarte Doppelhauses hängen iPads von Apple als Steuerkonsole. Die Tablets sitzen in iPad-Halterungen des belgischen Herstellers Basalte.
Starten wir mit dem Stahlbeton. Da fast alle die Taster, die Raumthermostate und die Fußbodenheizungscontroller über ein BusKabel angeschlossen sind, ist Stahlbeton kein Problem. Bei den Funkkomponenten sieht das schon anders aus. Und das betrifft unter anderem alle Sensoren an den Fenstern und Türen, die Rauch- und Präsenzmelder. Die CCU3 ist im Flur des Erdgeschosses verbaut, im Flur des Dach- und Untergeschosses ist jeweils ein Access Point installiert. Alle drei Zentralen sind mit LAN-Kabeln über den CoreSwitch des Hauses verbunden. Die vierte Zentrale, der Homematic IP Wired Access Point, der die Bus-Komponenten mit der CCU3 verbindet, ist im Schaltschrank im Keller untergebracht. Die fünfte Zentrale, ein Access Point, ist in der Garage an die Wand geschraubt und mit einem LAN-Kabel über den Core-Switch des Hauses an die Anlage angebunden. Diese fünfte Zentrale hat die Aufgabe, die beiden Novoferm-Tore in das Smart-Home-System
Dort, wo es bei der Verkabelung für einen Bus-Taster zu eng geworden ist, wurden Funkschalter verbaut (hier der flache Wandtaster)
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