Ausgabe 5/2025 · 13. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de
Das Magazin für professionelles Einrichten
Küchenmeile 2025 · Überblick über die Trends und Neuheiten der Küchenmöbel-, Geräte-, Spülen-, Armaturen- und Zubehörindustrie
CombiSteamer V6000
Schweizer Perfektion für zuhause. Seit 1913.
Editorial
Küchenmeile 2025 – Zwischen Déjà-vu und Designmut
D
as Interesse des Fachhandels an der Küchenmeile bleibt ungebrochen – die Besucherzahlen bewegen sich erfreulich stabil auf Vorjahresniveau. In Zeiten schwächelnder Konsumstimmung und anhaltender Unsi cherheiten ist das keine Selbstverständlichkeit. Der Handel zeigt Engagement, Neugier und Lust auf Neues. Doch – und hier wird es interessant – wie viel „Neues“ gab es wirk lich zu sehen? Denn der Eindruck drängt sich auf: Die Differenzierung zwischen den Herstellern wird zunehmend schwieriger. Kaum greift ein Unternehmen ein frisches Design auf – ob skandinavisch reduziert oder organisch weich – schon findet sich ein Jahr später dieselbe Formen sprache in beinahe jeder Kollektion wieder. Das Glei che gilt für Funktion und Beschlag-Technik. Man kann es als Zeichen für einen dynamischen Markt sehen. Oder als Symptom für eine gewisse gestalteri sche Gleichförmigkeit. Vielleicht liegt darin auch ein Kern des Problems: Die Demokratisierung von De sign – einst ein Fortschritt, weil sie gutes Gestalten für Viele zugänglich machte – führt heute zunehmend zu seiner Entschärfung. Was konsumfähig wird, verliert oft zugleich seine Kante. So verschwimmen die Unter schiede zwischen den Marken, weil jede Innovation sofort massentauglich übersetzt wird. Der Preis für Breitenwirk samkeit ist nicht selten gestalterische Austauschbarkeit. Dabei darf man nicht übersehen: Es gibt sie, die Mutigen. Einige wenige markante Unternehmen und kleine Indust rie-Manufakturen, die tatsächlich Neues wagen – im Mate rial, in der Form, im Denken. Sie bringen frische Ideen, spannende Details und den Mut zur Kante in eine Branche, die manchmal etwas zu rund läuft. Die großen Marken er halten dafür – zu Recht – Aufmerksamkeit. Die kleineren Akteure aber, oft mit schmalem Marketingbudget und ohne lautes Sprachrohr, schaffen es leider selten in die
Sichtweite des Konsumenten. Und doch sind sie es, die der Branche Impulse geben, die nicht aus dem Trendlabor, son dern aus Leidenschaft entstehen. Wirtschaftlich betrachtet zeigt sich die Küchenmöbelin dustrie 2025 robust. Laut Destatis und VdDK liegt der Um satz bis August bei 3,68 Milliarden Euro – nur knapp zwei Prozent unter dem Vorjahr. Damit behauptet sich die Bran che deutlich besser als die übrige Möbelindustrie, die fast fünf Prozent verlor. Stabilität also, ja – aber eine, die weni ger aus Innovationskraft als aus Beharrlichkeit resultiert. Auffällig bleibt: Von den steigenden Durchschnittspreisen bei Küchen profitiert die Möbelindustrie selbst am wenigsten. Über 60 Prozent des Umsatzes fließen inzwi schen in Geräte, Zubehör und Arbeitsplatten. Die Kü che wird zunehmend zur Bühne für Technik – und die Möbel geraten zur Ku lisse. Was wir brauchen, sind kei ne lauteren Versprechen, sondern leisere Revolutio nen. Mehr Originalität, mehr Handschrift, mehr Mut zur Andersartigkeit. Denn die Branche lebt von Men schen, die Gestaltung nicht als Variation, sondern als Vision verstehen. Diese Vision darf allerdings nicht am Markt vorbeige hen, keine gestalterische Willkür sein. Sie muss sich an den Bedürfnissen und Le bensgewohnheiten der Menschen orientieren – und den qualifizierten Einrichtungsplaner in die Lage versetzen, in dividuelle Einrichtungsträume zu realisieren. Die Küchenmeile 2025 hat gezeigt: Das Interesse des Han dels ist da, die Bühne ist bereitet. Jetzt liegt es an den Her stellern – großen wie kleinen – ob sie diese Saison wieder holen oder die kommende neu erfinden wollen. Innovation wächst nicht aus Anpassung, sondern aus der Kraft, Dinge anders zu denken. Und manchmal genügt schon ein Einziger, der sie zeigt, um den Unterschied zu machen.
Die Küchenmeile 2025 hat ge zeigt: Das Interesse des Handels ist da, die Bühne ist bereitet. Jetzt liegt es an den Herstellern – großen wie kleinen – ob sie diese Saison wiederholen oder die kommende neu erfinden wollen. Innovation wächst nicht aus Anpassung, sondern aus der Kraft, Dinge anders zu denken. Und manchmal genügt schon ein Einziger, der sie zeigt, um den Unterschied zu machen.
Yvonne Davy Chefredakteurin
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Foto: bauformat
Eleganz in Sandbeige und Feineiche Die Kombination der Fronten LYON – Sandbeige seidenmatt und BALI – Feineiche hell verleiht dieser Bauformat-Küche eine warme, moderne Ausstrahlung. Die sanft abgerundete Wange setzt ein formschönes Designstatement und verbindet harmonische Linien führung mit Funktionalität. Ein weiteres Highlight ist die neue 12 mm Kompaktarbeitsplatte „Vicosa“ mit hellem Kern, die durch ihre filigrane Optik und hohe Robustheit überzeugt. Ein Küchenkonzept, das Natürlichkeit, Eleganz und innovative Details perfekt vereint. www.bauformat.de
1 Küchenmeile 2025 – Zwischen Déjà-vu und Designmut Editorial
4 AEG zeigt die Zukunft der Küche in Löhne
6 artego Küchen – Souverän durch Vielfalt und Tiefe
8 Ballerina-Küchen – Zukunft ist individuell und persönlich erlebbar
11 baumann group - n/oKitchen Freiheit beginnt da, wo Küche nicht endet
14 Beckermann Küchen – Nichts ist beständiger als der Wandel
18 Beeck Küchen – Mehr Farbe, mehr Freiheit, mehr Persönlichkeit
20 Beko Europa – drei Marken mit Profil
24 „Berbel bleibt einzigartig.“ Ein Gespräch mit Geschäftsführer Gregory Oswald auf der Küchenmeile
2 | k+a 5.2025
26 Berbel überzeugt mit Curveline und klarer Strategie
28 Blanco feiert Zukunft. It#s cool to be different.
32 Fortschritt in Form gebracht – Bosch in der Architekturwerkstatt
34 Oranier – Funktionalität und Design für alle
35 Synergie mit Profil – Brigitte & Kuhlmann
38 Dekker – Arbeitsplatten als innen architektonisches Designelement
40 15 Jahre Express Küchen – konsequent im Konzept
42 Franke – Technologie trifft Materialkultur
44 Häcker – „The Art of Harmony“ Markenstärke aus Partnerschaft
47 Impuls Küchen – Klar. Durchgängig. Stark.
48 KH – Design trifft Wohngefühl
Impressum Verlag: Bauhelden Media GmbH & Co. KG Welfenstraße 19 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 · Fax 0711/5206-300 www.bauhelden.media VERLAGSLEITUNG: Fabio Schoch Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms
Inhalt 5/2025
Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@bauhelden.media Social Media: Tel. 06241/979708-12 Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: ColorDruck Solutions Gutenbergstraße 4 · 69181 Leimen Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 13, gültig seit 1. 1. 2025 Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.)
50 Leicht – Architektur, die Vielfalt trägt
54 Liebherr – Premiumtechnik, die Partnerschaft lebt
56 Miele – Wenn Technik Lebensraum wird
58 Naber – Zwischen Funktion, Emotion und Formgefühl
60 „Design meets Concepts“ 64 Nolte Küchen – Think new. Make better. Reach more.
68 pronorm – „New Era“: Die stille Kraft der Klarheit
71 Wagner & Schönherr – Differenzierung en Detail
72 Rotpunkt Küchen – Making the Difference
74 Sachsenküchen –
79 Schock – Zwischen Stein und Licht
80 Schröder Küchen – Design mit Seele, gefertigt mit Leidenschaft
81 Villeroy & Boch / Ideal Standard – Gestaltungsfreiheit am Spülplatz
82 Schüller – „Küche. Raum. Leben.“
86 Inszenierte Eleganz– Strasser Steine macht Stein, Alpinova und Keramik zum Statement
88 Suter – Swiss Expertise in Stainless Steel
90 Systemceram – Keramikspülen für die man brennt
92 Vogt begeistert mit Exklusivität und innovativen Ideen
94 V-Zug –
Evolution of Excellence
Schweizer Präzision trifft auf architektonische Klarheit
76 Samsung – Smart, stylisch,
96 Die guten Adressen der Branche
serviceorientiert
Preis Jahresabo: (6 Ausgaben inklusive ePaper) Inland: 53,00 Euro; Ausland: 62,00 Euro (Preise inkl. Versand und MwSt.) Abonnement-Service: Bauhelden Media GmbH & Co. KG Abo-Service Welfenstraße 19 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de Bankkonten: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, HausbauHelden, Schwimmbad+Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer
Visitenkarten
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technik + komfort
AEG zeigt die Zukunft der Küche in Löhne Starker Auftritt, gute Stimmung und viele Innovationen auf der Küchenmeile 2025
Der Showroom von AEG in Löhne war während der Küchenmeile 2025 kaum leer zu sehen. Fachbesucher nutzten die Gelegenheit, sich in der großzügig gestalteten Markenwelt über Neuheiten und Konzepte zu informieren. Die Atmosphäre war lebendig, konzentriert und geprägt von spürbarem Interesse – ein deutlicher Hinweis, dass AEG mit seiner Vision einer „Küche der Zukunft“ den Nerv des Marktes trifft.
„I
Betonakzenten zog die Präsentation auch in diesem Jahr die Besucher in ihren Bann und machte die Markenwelt von AEG eindrucksvoll erlebbar. Neben den Küchengeräten zeigte AEG in Löhne nach wie vor auch Staubsauger, Küchenkleingeräte sowie Waschmaschinen und Trockner – darunter Modelle, die von der Stiftung Warentest als Testsieger ausgezeichnet wurden. Sinnoll wird das in Anlehnung an den Hauswirtschaftsraum.
Markenwelt mit Charakter Der Showroom im Kitchen Center Löhne setzt nach wie vor Maßstä be – nicht nur inhaltlich, sondern auch atmosphärisch. Mit ihrer Ge staltung in warmen Burgundertönen, edlen Holzflächen und kühlen
Letztes Puzzleteil: Die neue FAVORIT-Generation Im Zentrum der diesjährigen Präsentation stand die neue „Favorit“ Geschirrspüler-Generation, mit der AEG das Portfolio seiner Premi umküche komplettiert. Die Geräte kombinieren maximale Energieef fizienz (A-10 %) mit minimalem Wasserverbrauch von 8,4 Litern und einem Geräuschpegel von nur 37 Dezibel – auf Wunsch sogar 35 dB im ExtraSilent-Modus. „Mit der Markteinführung unserer neuen Geschirrspüler-Range bringt AEG die bislang leisesten und effizientesten Geschirrspüler auf den Markt“, erklärte Daniel Gerbig, Product Line Care Director Deutschland & Österreich. Dank AquaSave-System, SatelliteClean® Pro-Sprüharm und ZoneClean-System erreichte AEG neue Maßstäbe in Effizienz und Komfort. Die intuitive Bedienung über eine elegante Touch-Oberfläche ersetzt bei den integrierten Modellen klassische Tasten – ein weiterer Schritt zu mehr Klarheit im Design.
Fotos: AEG
ch bin stolz darauf, im Namen von 15.000 mitwirkenden Mitar beitenden eine Gerätelinie vorstellen zu dürfen, die eine perfekte Symbiose aus modernster Technologie, anspruchsvollem Design und Nachhaltigkeit bietet“, hatte Michael Geisler, Geschäftsführer der Electrolux Hausgeräte GmbH, im vergangenen Jahr zu gegenüber sei nen Gästen und Handelspartnern geäußert. Und das rege Interesse, das der Marken in diesem Jahr zu Teil wird, spricht dafür.
Smarte Funktionen: Von PizzaExpert bis KI CoolAssist® Neben der Geschirrspüler-Generation überzeugten auch Innova tionen in den Bereichen Kochen und Kühlen. Die Funktion „Pizza Expert“ ermöglicht in Kombination mit einem speziell entwickelten Gusseisenblech Temperaturen bis 340 °C – Pizzen in Restaurantqua
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technik + komfort
lität gelingen in nur 2 Minuten und 30 Sekunden. Zertifiziert von der Scuola Italiana Pizzaioli, ist PizzaExpert ein Beweis für AEGs An spruch, Technik mit Kochleidenschaft zu verbinden. Wer kochen will, muss auch perfekt lagern: Mit KI CoolAssist® stellte AEG eine intelligente Kühltechnologie vor, die den Energieverbrauch um bis zu 10 Prozent reduziert, indem sie Temperatur und Betriebsmodi automatisch an den Alltag anpasst. Besonders beeindruckte die neue 9000 MultiChill 0° Kühl-Gefrierkombination mit Energieeffizienzklasse A und nur 27 dB Betriebsgeräusch – ideal für offene Wohnräume. Design, das bleibt: Die SaphirMatt-Oberfläche Ein weiteres Highlight, das auch im neuen Kontext überzeugt, ist und bleibt nach wie vor mehrfach prämierte SaphirMatt-Oberfläche für Induktionskochfelder. Sie ist bis zu viermal kratzfester als herkömm liche Keramikoberflächen und besonders schmutzabweisend. Die Auszeichnung „Best of the Best“ beim RedDot Design Award 2024 bestätigt den hohen Anspruch an Funktion und Ästhetik. Nachhaltigkeit im Fokus Nachhaltigkeit bleibt bei AEG ein zentrales Entwicklungsziel. Geräte wie der 9000 ProAssist Dampfbackofen verbinden hohe Energieeffi zienz mit Funktionen wie Restwärmenutzung und präziser Dampf steuerung. So lassen sich Energieeinsparungen von bis zu 17 Prozent erzielen – bei gleichzeitig exzellenten Ergebnissen. PREMIER PARTNER: Erfolgreiches Konzept mit Perspektive Das im Vorjahr gestartete „Premier-Partner“-Konzept wurde zur Kü chenmeile 2025 weiter ausgebaut. Die „Premier Line“ umfasst nun rund 90 Modelle und bietet Fachhandelspartnern ein Sortiment, das durch Technologie, Design und exklusive Leistungen überzeugt. Ziel des Unternehmens ist es, seinen Partnern im Handel Margen sicherheit zu gewährleisten. Mit der Premier-Line wurde eine klare Differenzierung im Premiumsegment geschaffen. Neben verlängerten Garantien, 5 Jahre Vollgarantie, erhalten Partner auch maßgeschnei derte POS-Materialien und Marketingunterstützung.
Michael Geisler,
Daniel Gerbig,
Geschäftsführer der Electrolux
Product Line Care Director
Hausgeräte GmbH
Deutschland & Österreich
„Unser Fachhandelskonzept ist ein starkes Zeichen für die enge Part nerschaft mit dem Küchenfachhandel. Seit der Einführung im vergan genen Jahr ist die Nachfrage unserer Fachhandelspartner sehr groß. Dieses positive Feedback und der enorme Zuspruch waren für uns der klare Auftrag, das Sortiment weiter auszubauen. In diesem Jahr bieten wir unseren Partnern so noch mehr Möglichkeiten“, erläuterte And reas Steinert, Sales Kitchen Retail Director Deutschland & Österreich bei der Electrolux Hausgeräte GmbH. Fazit: AEG verbindet Technik, Design und Emotion Die Küchenmeile 2025 zeigte: AEG präsentiert weit mehr als Technik – die Marke inszeniert ein stimmiges Gesamterlebnis aus Innovation, Design und Nachhaltigkeit. Der Auftritt in Löhne verbindet in jedem Jahr neu technische Präzision mit Atmosphäre Leidenschaft und Kun dennähe. Oder wie Michael Geisler, Geschäftsführer der Electrolux Hausgeräte GmbH zu sagen pflegt: „Mit unserem neu gestalteten Showroom und der beeindruckenden AEG-Markenwelt bieten wir die ideale Bühne, um unsere größte und beste AEG Küchenlinie zu www.aeg.de präsentieren.“
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Architektur + Trend
artego Küchen – Souverän durch Vielfalt und Tiefe Im Showroom von artego ging es nicht um Inszenierung, sondern um die konsequente Weiterentwicklung marktrelevanter Planungsmöglichkeiten – präzise, praxisnah und mit gestalterischem Anspruch. artego zeigte sich als Handelsmarke mit klarer Linie – verankert im Fachhandel, offen für internationale Impulse.
E
Etwa 75 Prozent des Umsatzes werden weiterhin mit dem Fachhandel erzielt – eine Zahl, die die klare strategische Ausrichtung unter streicht. Auch die enge Zusammenarbeit mit marktrelevanten Ein kaufsverbänden ist für Elmar Kleimann ein zentraler Baustein: „Diese Partnerschaften sind wertvoll, weil sie uns helfen, Entwicklungen
Fotos: artego
lmar Kleimann, Vertriebsleiter bei artego Küchen, zog nach intensiven Messetagen eine positive Bilanz: „Die Resonanz auf unsere Präsentation war ausgesprochen gut. Unsere Besucher haben gespürt, dass wir im Dialog mit dem Küchenspezialhandel ste hen und diesen Markt sehr genau verstehen.“
Bronzeglas verleiht zusätzliche 6 | k+a 5.2025
Tiefe und Eleganz.
Architektur + Trend
frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu gestalten, die dem Handel gerade in herausfordernden Zeiten echten Mehrwert bieten.“ Darüber hinaus bleibt artego stark im Exportgeschäft, das aktuell et was über 40 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Wichtige Märkte sind die Niederlande, Österreich, die Schweiz, Belgien und Kuwait. „Unsere Partner schätzen unsere Zuverlässigkeit und die Planungs freiheit, die unsere Produktlinien ermöglichen. Gerade in bewegten Zeiten zählt das doppelt“, so der Vertriebsprofi. Design trifft Komfort und Praktikabilität Mit der Weiterentwicklung der Q2XL- und grifflosen Q3XL-Serien stellte artego unter Beweis, wie zeitgemäße Gestaltung und techni sche Raffinesse ineinandergreifen können. Das neue Korpusdekor in Taupe vermittelt zeitlose Wärme und lässt sich elegant mit unter schiedlichsten Fronten kombinieren. Mit dem neuen Q3 XL-Konzept wurde eine ergonomische Korpus höhe von 84,5 cm in die grifflosen Designlinien eingeführt und damit rund neun Prozent mehr Stauraum gegenüber den bisherigen Stan dardhöhen geschaffen. Q3 XL fügt sich harmonisch in das bestehende Rastersystem des Unternehmens ein und wurde konsequent bis ins Detail durchdacht: Neben den Unterschränken wurden auch passen de Seitenschränke entwickelt und eingeführt, sodass ein durchgängi ges Planungsbild entsteht. Die neue Korpushöhe sorgt für mehr Ergo nomie, da sie eine angenehm erhöhte Arbeits- und Greifhöhe bietet und das lästige Bücken reduziert. Zugleich überzeugte das Konzept durch einheitliche Gestaltung mit klaren Fugenbildern im konsequent grifflosen Design. Dank der vollständigen Rasterkompatibilität bleibt Q3 XL zudem vollständig planungssicher – für durchgängige Höhen läufe und maximale Gestaltungsfreiheit. Dass die Neuheiten bewusst auf Planungsfreiheit und Individualisie rung ausgerichtet sind, musste Elmar Kleimann nicht erst betonen. „Unsere Handelspartner sollen Werkzeuge an die Hand bekommen, mit denen sie jedes Projekt präzise auf den Kunden zuschneiden kön nen – ob klassisch, puristisch oder trendorientiert.“ Japandi, Bronze und architektonische Akzente Einen starken gestalterischen Akzent setzte der Japandi-Style – die Verbindung aus skandinavischer Klarheit und japanischer Ästhetik. Natürliche Materialien, matte Oberflächen und die neue Holzgriffleis
jens-oliver gläsker,
Elmar Kleimann,
Geschäftsführer artego Küchen
Vertriebsleiter artego Küchen
te in Natural Oak schaffen eine warme, ruhige Atmosphäre. Das neue Bronzeglas verleiht den Planungen zusätzliche Tiefe und Eleganz – ein Detail, das vielen Messebesuchern im Gedächtnis blieb. Hinzu kommen die markanten 40-mm-Wangen, die Möbeln eine ar chitektonische Präsenz verleihen sowie eine fein abgestimmte Palette neuer Dekore und Strukturen – von Caramelbeige über Angoragrau bis Galvano Bronze. Durchdacht bis ins Detail artego demonstriert, dass Stauraumplanung heute mehr ist als reine Zweckmäßigkeit. Mit der neuen 234 cm Korpushöhe in Q2 gelingt die Raumnutzung bis zur Decke – ein Plus an Stauraum bei gleichzeitig klarer Linienführung. Das Hauswirtschaftsraum-Update bringt zu sätzliche Schranktypen und Zubehörlösungen, die sowohl funktional als auch optisch überzeugten. Das Ergebnis des kontinuierlich weiter entwickelten Sortiments sind Lösungen, die Planern echte Freiheit geben – architektonisch klar, funktional stimmig und konsequent auf die Bedürfnisse des Fachhan www.artego.de dels ausgerichtet.
Q3XL – griffloses, modernes Design in ergonomischer XL-Höhe.
Japandi-Style mit Holzgriffleiste in Natural Oak
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Architektur + Trend
FACETTA im Retro-Design
Ballerina-Küchen – Zukunft ist individuell und persönlich erlebbar Der Besucherandrang im Ballerina-Showroom in Bruchmühlen war auch während der diesjährigen Küchenmeile unübersehbar. Schon am ersten Messetag zeigte sich: Die Marke Ballerina zieht. „Die Anzahl der Fachbesucher, die die Gelegenheit nutzten, um die neuen Konzepte und Entwicklungen kennenzulernen, liegt auf Vorjahresnivau“, stellte Heidrun Brinkmeyer zufrieden fest. Und schon das konnte sich sehen lassen. Das diesjährige Messe-Motto „Ballerina. Zukunft ist individuell.“ – ein Leit gedanke, der den Charakter des westfälischen Küchenherstellers treffend beschreibt.
„W
ir spüren eine wachsende Identifikation unserer Händler mit der Marke“, betonte Heidrun Brinkmeyer, geschäftsführende Gesellschafterin für Vertrieb und Marketing. „Ballerina wird heute von Endkunden aktiv nachgefragt. Das ist ein gemeinsamer Erfolg, den wir mit unseren Partnern im Fachhandel er reicht haben.“ Designvielfalt mit Charakter – die Neuheiten 2025 Ballerina präsentierte in Bruchmühlen eine Melange der Gegensätze und Harmonien: Retro trifft Moderne, Handwerk trifft Hightech. Be sonders im Fokus stand die neue Designfront „Facetta“ – ein urbaner Retro-Traum in sanftem Mattlack, dessen abgefaste Ecken und feine Haptik den Stil der 50er-Jahre neu interpretieren. Die Farbvarianten 8 | k+a 5.2025
„come closer!“ und „feel jade!“ aus dem Colornetwork® verliehen der Küche den sinnlichen Feinschliff, der bei den Besuchern regelrecht Begeisterung auslöste. „Die Facetta war der Publikumsliebling“, bestätigte Heidrun Brink meyer. „Rund 90 Prozent der Händler fanden sie sehr gelungen – sie verkörpert genau das, was wir meinen, wenn wir von emotionalem Design sprechen.“ Ebenso viel Zuspruch erhielt der Yukari-Stil, eine Fusion aus japa nischer und skandinavischer Formensprache. Über tiefe Wangen in Eichefurnier, massive Griffleisten aus Holz und klare Linien entsteht ein Raum der Ruhe und Natürlichkeit. „Dieser Stil bringt die Idee des Hygge und des Japandi auf den Punkt – funktional, natürlich, unauf geregt“, resümierte die Unternehmerin.
Architektur + Trend
Heidrun Brinkmeyer, geschäftsführende
jan-Philipp Steinkamp begeisterte
zu gast bei Ballerina:
Gesellschafterin Ballerina-Küchen: „Wir
während seiner Führungen die Handelspartner
Andre Dorner, Geschäftsführer
spüren eine wachsende Identifikation unserer
des Unternehmens mit den aktuellen
Blum Deutschland und
Händler mit der Marke.“
Neuheiten.
Dagmar Gard, Marketing DACH
Materialität, Farbe und Funktion – Robustheit trifft Emotion Mit der Kombination aus „Yoko Silk“ und „Neo Rustico“ setzt Balle rina auf warme, wohnliche Töne. Die handlackierten, aufgesetzten Griffleisten wurden in Bruchmühlen als technische und emotionale Innovation gleichermaßen gefeiert. Ihre samtige Oberfläche und per fekte Farbtiefe zeugen von handwerklicher Präzision. Auch die Themen Pflegeleichtigkeit und Funktionalität zogen sich durch die gesamte Ausstellung. Ob flächenbündige Spüle, integrier ter Weinkühler oder Aufsatzschrank mit Lifttür – jedes Detail folgte der Idee, das Leben in der Küche einfacher und schöner zu gestalten. Besonders im Modell mit der neuen Front „Villa-S“ und den „Cross Elements“ zeigte sich die skandinavische Leichtigkeit, die Ballerina so gekonnt mit technischer Raffinesse verbindet. „Unsere Produkte sind nicht nur Küchenmöbel“, so Heidrun Brinkmeyer. „Sie sind Ausdruck
individueller Lebensentwürfe. Und genau hier liegt unsere Stärke – wir bieten Lösungen, mit denen sich unsere Partner im Handel diffe renzieren können.“
VOLLER CHARME DER 50ER
Aufsatzschrank mit Lifttür – Front Villa-S und Cross Elements
Fotos: Ballerina-Küchen
Retro-Charme und mediterrane Farbwelten Mit der Serie „Voller Charme der 50er“ interpretierte Ballerina das Lebensgefühl einer optimistischen Ära neu. Zarte Pastelltöne wie Pastell Sun in mattem oder glänzendem Smartglas trafen auf organische For men und ovale Tische. Der Jalousieschrank und die neue Korpushöhe von 84,5 cm unterstreichen den ergonomischen Anspruch der Marke. Ein farbliches Highlight der Messe war die neue Colornetwork®-Farbe „taste south!“ – ein sonniger, mediterraner Ockerton, der dem Raum Wärme und Lebendigkeit verleiht. „Diese Farbe ist für uns mehr als nur ein Trend“, betonte Heidrun Brinkmeyer. „Sie steht für Lebensfreude und die Einladung, Räume zu gestalten, die Geschichten erzählen.“
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Architektur + Trend
Ein farbliches Highlight der Messe war die neue Colornetwork®-Farbe „taste south!“ – ein sonniger, mediterraner Ockerton, der dem Raum Wärme und Lebendigkeit verleiht.
Kooperationen und Markenerlebnis Ballerina denkt das Thema Küche längst über den Raum hinaus. Zu sätzliche Kooperationen mit Mynt, Erfurt, RAL und Schüco Interior Systems ermöglichen Händlern, komplette Farb- und Raumkonzepte anzubieten. Tapeten, Wandfarben und Innenraumsysteme sind farb lich perfekt aufeinander abgestimmt. „Damit schaffen wir ein ganzheitliches Markenerlebnis“, erklärte die versierte Branchenkennerin. „Unsere Partner können Kunden heute nicht nur eine Küche, sondern ein komplettes Wohngefühl vermitteln.“ Neu ist auch der Einsatz eines digitalen Ballerina-Avatars – eines in teraktiven Beratungstools, das Händlern und Kunden Planungshilfen, Materialwissen und Stilwelten erklärt. „Das ist kein Marketinggag“, so Heidrun Brinkmeyer. „Unser Avatar hilft, Komplexität zu übersetzen. Er begleitet den Kunden – digital, aber persönlich.“
Marke mit Esprit Trotz positiver Marktstimmung bleibt Ballerina seiner Linie treu. „Wir stehen für Konditionsklarheit und Wahrheit“, hob Heidrun Brinkmey er hervor. „Es gibt keine Preiserhöhungen – wir wollen verlässlich und partnerschaftlich bleiben.“ 2025 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von rund acht Prozent. „Unser Wachstum bleibt gesund und selektiv“, so Heidrun Brinkmeyer. „Wir wollen die Marke behutsam weiterentwickeln – gemeinsam mit unseren Handelspartnern.“ Mit einer eindrucksvollen Mischung aus Stilvielfalt, technischer Prä zision und emotionalem Design und transparenter Preispolitik zeigte Ballerina in Bruchmühlen, warum die Marke zu den Trendsettern im deutschen Küchenmarkt gehört. Die Küchenmeile 2025 machte deutlich: Zukunft ist individuell – und bei Ballerina auch spürbar www.ballerina.de persönlich.
Der Yukari-Stil, eine Fusion aus japanischer und skandinavischer Formensprache, bringt die Ideen des Hygge und des Japandi auf den Punkt.
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Architektur + Trend
baumann group – n/oKitchen Freiheit beginnt da, wo Küche nicht endet
„Wir leben in einer spannenden Zeit“, eröffnete Inhaber Delf Baumann das Pressegespräch zur Küchenmeile 2025. „Aber wir sind gut drauf, wir haben eine motivierte Stimmung und sind auch nicht bange vor dem, was kommt. Wir sind gut aufgestellt und ich glaube, dass Zeiten wie heute auch immer eine Menge Chancen bieten.“ Schon mit diesen Worten war der Ton gesetzt: kein Klagen über die Konjunktur, sondern Zuversicht. Delf Baumann betonte, in den vergangenen Monaten viel intern bewegt zu haben – und dass die Mannschaft diesen Wandel mit bemerkenswerter Begeisterung trage. k+a 5.2025 | 11
Architektur + Trend
auf Rang 7 der Weltrangliste. Gemeinsam mit Delf Baumann posierte er in der Oerlinghauser Sandkuhle – waghalsige Stunts inklusive. Der Ort war bewusst gewählt, wie Helène Bangert erklärte: „Unsere Corporate Identity lebt von Sand- und Beigetönen – und diese Nu ancen bestimmen aktuell den Wohntrend.“ Die Ton-in-Ton-Inszenie rung sei mehr als ein Fotoshooting gewesen: ein Statement für Design, Qualität, Regionalität und Innovationskraft zugleich.
Kampagne mit Mountainbike-Star Tobey Miley
B
esonders habe ihn ein Moment gleich zu Beginn der Messe be wegt: „Schon am Mittwochmorgen um halb zehn tanzten Mit arbeitende und Auszubildende spontan eine Polonaise – ganz ohne Alkohol, nur mit Begeisterung. Das war gigantisch und hat mir Gänsehaut bereitet.“ Für den Unternehmer ist dieses Bild sinnbildlich: „Es zeigt, dass wir den Spirit der „Kitchen Family“ rübergebracht haben – bis hin zu den ganz Jungen, die teilweise erst ein, zwei, drei Jahre dabei sind.“ Kampagne mit Mountainbike-Star Nach diesem Auftakt übernahm Helène Bangert, Geschäftsleitung Strategisches Marketing, und führte die Gäste in die Bildwelt der neu en Kampagne ein. „Tobey und Delf – das war schon im letzten Jahr eine Erfolgsstory. Wir haben uns gefragt: Wie können wir das über haupt noch toppen?“ Die Antwort ergab sich fast von selbst: Die Partnerschaft mit Moun tainbiker Tobey Miley wurde enger, Miley selbst kletterte von Platz 18
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Mit Weitsicht konsolidieren, mit Stärke wachsen Sabine Brockschnieder, Geschäftsführerin für Finanzen, Personal und Recht, machte deutlich, mit welchen Strategien das Unternehmen den demografischen Wandel meistert: „Wo durch Automatisierung Arbeitsplätze entfallen sind, haben wir nicht nachbesetzt. Mit Mitar beitenden kurz vor dem Ruhestand haben wir sozialverträgliche Lö sungen gefunden.“ Ziel sei es, 2030 beim Renteneintritt der Babyboo mer gut aufgestellt zu sein. Kai Menke ergänzte: „Wir haben frühzeitig reagiert, uns konsolidiert und sind so gut vorbereitet.“ Gleichzeitig gelang Wachstum: „Im Vergleich zum Vorjahr haben wir ein Plus von fünf Prozent“, so der Geschäftsleiter Vetrieb. Schlüssel dazu sei die konsequente Neukundenakquise. Auch die Exportquote wuchs: „Vor drei Jahren bei 20 Prozent, heute bei 27 Prozent.“ Besonders erfolg reich: Slowenien, Mittlerer Osten und Österreich. Frankreich hinge gen habe nach Jahren starken Wachstums eine Sättigung erreicht – durch Diversifizierung sei man jedoch stabil. Innovation trifft Herzblut Welchen Stellenwert die Produktion des Unternehmens einnimmt, verdeutlichte Michael Assner, Geschäftsführer Technik und Produkti on und schilderte wie die Baumann Group ihre Fertigung konsequent auf Losgröße 1 ausrichtet. Schon heute ist Bauformat mit flexiblen An lagen ausgestattet, die individuelle Wünsche effizient umsetzen. Auch Endmontage und Sonderanfertigungen folgen diesem Anspruch. „Wir wollen in vier bis sechs Jahren die Voraussetzungen schaffen, Losgröße 1 für Bauformat umzusetzen,“ beschrieb Michael Assner das ambitionierte Ziel. Trotz aller Technik bleibe klar: „Die Basis sind im mer gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Parallel optimiere Burg mit KI-gestützter Wertstromanalyse und einem neuen Trackingsys tem den Produktionsprozess. In der Testphase befinde sich zudem ein
Fotos: baumann group
Kamerasystem, das Bauteile in Sekunden auf Farbe, Oberfläche und Maßhaltigkeit prüft. Einführung: Anfang 2026. Zwei Investitionsprojekte stechen hervor: eine vollautomatische Schubkastenfertigung und eine Flachteilverpackung, die bisher ma nuell betrieben wurde. Laut Sabine Brockschnieder fördert NRW dies mit 3,1 Millionen Euro. Nach diesen eher wirtschaftlich orientierten Fakten zeigte sich, wofür all die Technik letztlich gedacht ist: Produkte, die Trends aufgreifen und das Wohnen neu interpretieren. Burger: Vielseitigkeit & Wohntrend Die Marke Burger präsentierte Neuheiten, die Küchenmöbel stär ker ins Wohnen integrieren. Im Fokus: der Ton-in-Ton-Trend, neu interpretiert mit raffinierten Details. Highlight ist die neue Farbe Blush – ein sanftes Rosa, das den Erd- und Sandtönen Wärme und Eleganz verleiht. Erfolgreich weiterentwickelt wurde auch die Rillen front „Leni“, nun zusätzlich in Steinoptik („Stone Groove“) und Glas. Durchgehende Fronten bis 2,26 m, neue Korpusfarben – davon eine weitere mit Innendekor, erweiterte Ausstattung und funktionale De tails wie Tablarauszüge runden das Programm ab. In den Leitküchen überzeugten besonders die Kombination „Sophie“ in Salbei mit Ril lenfront Soft Groove sowie „Cindy“ in Blush mit heller Eiche und Terrazzo-Arbeitsplatte. Burger zeigt damit Vielseitigkeit und Alltagstauglichkeit – Küchen möbel als Wohnmöbel, passend für Loft wie Einfamilienhaus. Bauformat: Premium & Stringenz Während Burger Trends spielerisch interpretiert, geht Bauformat tief in die Premium-DNA. Kern ist die konsequente Umstellung des In nenlebens auf Schwarz – von Scharnieren über Bodenträger bis hin zu Schrauben und weiteren Beschlägen. Auch architektonisch setzt Bauformat neue Maßstäbe: deckenhohe Fronten bis 2,70 Meter, fünf Zentimeter starke abgerundete Wangen und die neue Feineiche hell, die den Japandi-Stil aufgreift.
Die Leitküche „Salzburg“ in Nebelgrau mit „Bali“ in Feineiche hell überzeugte durch Ruhe und Klarheit, während die „Bergen“ in Eiche geräuchert edle, fast skulpturale Wirkung zeigte. Technische Innova tionen wie Vollkernarbeitsplatten mit hellem Kern, neue Zargenvari anten und integrierte Lichtlösungen unterstreichen das Premiumver sprechen „Break the Standard“. Mehr als eine Produktshow Die Küchenmeile 2025 war für die Baumann Group weit mehr als eine Messe. Sie erzählte eine Geschichte über Haltung, Gemeinschaft und strategische Weitsicht. „Not only Kitchen“ – dieser Satz wurde mit Leben gefüllt: Die Kitchen Family präsentierte nicht nur neue Mö bel, sondern ein Unternehmen, das Standards bricht, Verantwortung übernimmt und sich als sympathische, zukunftsorientierte Marke www.baumann-family-group.de zeigt.
Kai Menke, Geschäftsleiter Vetrieb, demonstrierte die konsequente Umstellung des Innenlebens bei bauformat auf Schwarz – von Scharnieren über Bodenträger bis hin zu Schrauben und weiteren Beschlägen.
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Architektur + Trend
Beckermann Küchen – Nichts ist beständiger als der Wandel Es ist noch still in Cappeln, einen Tag vor dem offiziellen Start der Hausmesse. In den neu gestalteten Ausstellungsräumen wird konzentriert gearbeitet, die Stimmung ist erwartungsvoll. Die junge Innen architektin, die das Ausstellungskonzept entwickelt hat, arrangiert letzte Details. „Wir wollten keine große Bühne, sondern Räume, die Nähe schaffen“, sagt sie leise, während sie einen Akzent im Loft-Ambiente nachjustiert. Genau das ist spürbar: Die Ausstellung von Beckermann Küchen zeigt keine Masse, sondern Klasse – kompakt, lösungsorientiert, mit einem sicheren Gespür für Proportion und Atmosphäre. 14 | k+a 5.2025
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E
in aufwändiger Umbau sorgt für deutlich mehr Tageslicht in der nahezu komplett umgestalteten Ausstellung, Materialien entfal ten Tiefe, Farben wirken klarer. Vom Singlehaushalt bis zur Dachwohnung zeigt jeder Raum eine andere Facette moderner Wohn kultur – und doch bleibt alles unverkennbar Beckermann: funktional, ehrlich, authentisch.
Besonders ausdrucksstark: Modell Colorado in Fjord – eine grifffreie Küche mit sanft gerundeten Fronten, deren tiefer Blauton im Tageslicht changiert. Hier zeigt sich, dass Design bei Beckermann kein Selbstzweck ist, sondern Ausdruck
Fotos: Beckermann
von Funktion und Präzision.
Menschen mit MaSS und Weitblick Mit einem herzlichen „Moin bei Beckermann“ empfängt das Unter nehmen seine Gäste. Schon beim Eintreten spürt man den neuen Geist – keinen radikalen Umbruch, sondern einen Wandel, der gewach sen scheint. Bernard Lampe, seit 1978 im Unternehmen und über Jahr zehnte prägende Figur in Vertrieb und Geschäftsführung, begrüßt vie le langjährige Partner persönlich. Er bleibt, auch nach seiner offiziellen Übergabe, das ruhende Zentrum des Hauses. An seiner Seite steht Eck hard Wefing, erfahrener Branchenkenner und kluger Berater, der die Brücke zwischen Erfahrung und Neuausrichtung schlägt. Diese neue Phase trägt nun die Handschrift von Dirk Leenderts, der ab November die Geschäftsführung Vertrieb und Marketing über nimmt. Der 41-jährige Wirtschaftsingenieur wirkt ruhig, konzent riert, bodenständig. Kein Lautsprecher, sondern jemand, der zuhört, Zusammenhänge erkennt und Entscheidungen mit innerer Überzeu gung trifft. Familie, Werte, Verlässlichkeit – das sind Begriffe, die in seinem Vokabular Gewicht haben. Und genau das passt zu Becker mann. „Mich beeindruckt hier die Balance zwischen technischer Prä zision und menschlicher Wärme“, betont der sympathische Ostfriese, als er den Showroom durchschreitet. „Unsere Fertigung arbeitet mit industrieller Effizienz, getragen von der Sorgfalt und dem Qualitäts bewusstsein des Handwerks. Das ist selten – und wertvoll.“
Eine der herausragenden Neuheiten sind die stilvollen Holzdekore Oak Coffee, Oak Mocca und Oak Caramel. Die warmen, natürlichen Farbtöne begeistern als Tessina-Oberfläche durch ihre Synchronpore Tim Rabe, Eckhard Wefing (hinten v.l.n.r.),
mit lebhafter, markanter Maserung – eine hochwertige Holznach
Dirk Leenderts und Bernard Lampe (vorne v.l.n.r.)
bildung, die Wohnlichkeit und Designanspruch perfekt vereint. Im Bild Modell Tessina in Oak Mocca mit Durchgangstür nach innen öffnend.
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Design, das Nähe schafft Seine Worte finden Resonanz im Messeerlebnis. Denn die Neuheiten des Hauses sprechen dieselbe Sprache: „XTremePlus“, eine samtmatte Oberfläche mit Red-Dot-Auszeichnung, verbindet technische Raffi nesse mit fühlbarer Qualität. „Cleaf “, das neue italienische Dekorpro gramm, zeigt Materialität als Emotion – Holz, Metall, Textiloptiken, die haptisch begeistern und gestalterisch unendlich kombinierbar sind. Neue Holzdekore wie Oak Coffee, Oak Mocca und Oak Caramel bringen Wärme und Wohnlichkeit in die Pla nung. Und mit Farbtönen wie Cosy White oder Midnight zieht ein feiner, wohnlicher Kontrast in die Kollek tionen ein. Alles wirkt abgestimmt, ruhig und durchdacht – als würde jede Farbe, jede Kante, jede Run dung etwas über Haltung erzählen. Dass Beckermann diesen Kurs so selbstverständlich fortsetzt, liegt auch an der neuen Vertriebsstärke, die Tim Rabe mitbringt. Der 45-Jäh rige, der viele Jahre bei Häcker und Nolte Verantwortung trug, spricht die Sprache des Handels. „Becker mann ist für mich eine IndustrieManufaktur – präzise, aber nicht anonym“, betont er. „Hier entste hen Möbel, die Partnern im Handel Spielräume geben, ohne Komple xität aufzubauen.“ Tim Rabe steht für Struktur und Nähe zugleich. Ge meinsam mit seinem Team baut er das Netz aus eigenen Außendienst 16 | k+a 5.2025
mitarbeitern weiter aus – kürzere Wege, intensivere Betreuung, echte Partnerschaft. Für ihn sind das keine Schlagworte, sondern gelebte Praxis. Raum und Funktion im Einklang Was in den Gesprächen spürbar wird, setzt sich in der Ausstellung fort: Das weiterentwickelte „MyHome“-Konzept verbindet Küche, Wohnen und Bad zu einem durchdachten Ganzen. Beckermann denkt Räume jetzt ganzheitlich: Eine Küche geht flie ßend in den Wohnbereich über, ein Sideboard wird zum Element einer Ankleide, und Materialien wandern selbstverständlich durch alle Zonen. Alles wirkt selbstverständlich, aber präzise inszeniert. Besonders aus drucksstark: Modell Colorado in Fjord – eine grifffreie Küche mit sanft gerundeten Fronten, deren tiefer Blauton im Tageslicht changiert. Hier zeigt sich, dass Design bei Be ckermann kein Selbstzweck ist, son dern Ausdruck von Funktion und Präzision. Während die Besucher an diesem Wochenende durch den Showroom gehen, spürt man, wie viel Leiden schaft in jeder Präsentation steckt. Es geht nicht um Effekthascherei, sondern um Vertrauen. Beckermann beweist, dass technologische Ferti gungskompetenz und familiäre Un ternehmenskultur keine Gegensätze
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sind. Im Gegenteil: Sie bedingen einander. „Wir sind kein Konzern“, betont Dirk Leenderts, „wir sind ein Team, das Verantwortung über nimmt – füreinander, für unsere Kunden, für unsere Produkte.“ So sendet die Hausmesse 2025 das deutliche Signal: Beckermann Kü chen bleibt, was es immer war – ein Hersteller, der auf Qualität, Ver lässlichkeit und Persönlichkeit baut. Doch der Blick geht weiter nach vorn: mit frischen Ideen, einem klaren Konzept und Menschen, die www.beckermann.de Wandel als Chance begreifen.
Modell Chalet in CosyWhite mit 6Plus Rasterhöhe (828 mm in Das MyHome-Konzept
die Fensterbrüstung)
von Beckermann
und Akzentglasschrank
ist eine ganzheitliche
mit neuem Rillenglas.
Einrichtungskollektion – für moderne Lebensräume über Wohnzimmer, Badezimmer, Ankleiden und mehr.
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Tristan Beeck, geschäftsführender Gesellschafter (r.), und Lutz Schülke, Vertriebsleiter
Beeck Küchen – Mehr Farbe, mehr Freiheit, mehr Persönlichkeit Ein Rundgang durch die über 2000 Quadrameter große Ausstellung von Beeck Küchen gleicht einer Entdeckungs reise durch die Vielfalt des Wohnens. Zwischen handwerklicher Präzision, klarer Formensprache und überraschenden Farbakzenten zeigte sich einmal mehr, wie stark das Familienunternehmen in Bad Oeynhausen das Thema Individualität versteht.
„W
ir wollen Küchen schaffen, die Menschen widerspiegeln – keine Schablonen, sondern Charakterstücke“, betonte Tris tan Beeck, geschäftsführender Gesellschafter, als er durch die lichtdurchflutete Ausstellung führte. An seiner Seite Lutz Schülke, Vertriebsleiter, der ergänzte: „Unsere Neuheiten 2025 sind ein Plädo yer für Mut zur Farbe und Freude an Gestaltung. Mehr Farbe, mehr Stauraum, mehr Du – das ist kein Slogan, sondern unser Anspruch.“ Schon auf den ersten Blick wurde deutlich: Farbe spielt in der neuen Kollektion eine zentrale Rolle. Mit feinem Gespür für Trends, aber ohne modische Beliebigkeit, hat Beeck Küchen das Portfolio um zahl reiche neue Programmfarben und Dekore erweitert.
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Sanfte Naturtöne wie Agave, Hazel oder Sealbrown vermitteln Wär me und Ruhe, während Dunkelblau oder Reflex Kupfer markante Ak zente setzen. „Farbe ist heute weit mehr als ein Stilmittel“, hob Tristan Beeck hervor. „Sie ist Ausdruck von Persönlichkeit und Individualität – und das möchten wir unseren Kunden ermöglichen.“ Mit der Einführung einer neuen Antifingerprint-Lacklinie setzte Beeck zudem ein klares Zeichen in Richtung Funktionalität und Komfort. Matte Oberflächen in warmen Nuancen zeigen sich sam tig in der Haptik, dabei robust und alltagstauglich. Eine intelligente Nummernlogik erleichtert Planern und Handelspartnern künftig die Auswahl.
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Struktur und Natürlichkeit Die neuen Holz- und Steinstrukturen im Sortiment erzählen Ge schichten von Ursprünglichkeit und Handwerk. Casella Eiche Sand, Cannello Eiche Hell oder Taranta Beton kombinieren natürliche Ma serungen mit präziser Verarbeitung – ein Zusammenspiel von Ruhe und Raffinesse. Selbst die Arbeitsplatten folgen dieser gestalterischen Linie: Schiefer, Ambience Granite, Natural Green Ceramic oder Marmor Emperador schaffen spannende Materialkontraste und laden dazu ein, Küchen architektur als Raumkonzept zu denken – nicht als Möbelensemble. Mehr Stauraum, mehr Leichtigkeit Neben dem visuellen Auftritt überzeugte Beeck 2025 mit einer Fülle durchdachter Funktionslösungen. Das K-Line-System zeigt, wie intel ligent Stauraum heute gestaltet werden kann. Ob Side-Leisten, Abla gen oder EasyRack-Türregale – die neuen Module nutzen ungenutzte Bereiche und schaffen Ordnung mit Stil. „Die Küche ist heute nicht nur Arbeitsplatz, sondern Lebensraum“, erklärte Lutz Schülke. „Funktionalität muss Freude machen – und genau das erreichen wir, wenn Technik sich elegant in das Design einfügt.“ Ein Beispiel dafür war der ChefsTable von Kesseböhmer, der großfor matige Küchengeräte mit einem eleganten Schwenk im Unterschrank verschwinden lässt. Ebenso beeindruckend: der „Aventos“ HKi-Be
schlag von Blum, der nahezu unsichtbar in die Korpusseite integriert wird. Die Technik verschmilzt mit dem Möbel – und schafft neue Freiheiten im Entwurf. Kuratiertes Design statt Überfluss Trotz aller Vielfalt bleibt das Sortiment klar und übersichtlich. Beeck hat bewusst alte Dekore und Programme auslaufen lassen, um den Fokus auf Qualität und Authentizität zu schärfen. „Wir möchten kein Baukastensystem, sondern ein gestalterisches Statement anbieten“, so Tristan Beeck. „Unsere Partner sollen mit Freude planen – mit Materialien, die inspirieren und langfristig Be stand haben.“ Ein besonderes Zeichen setzte das Unternehmen mit der Neupositi onierung der Colorline PC in Preisgruppe 6. Sie wird künftig Teil der Linie „einzigART“ – ein Name, der Programm ist: maßgeschneiderte Lösungen für anspruchsvolle Kunden, die Wert auf Individualität le gen. Mit der Kollektion 2025 beweist Beeck Küchen, dass Innovation und Emotion Hand in Hand gehen können. Das Motto „More Color. More Storage. More You.“ wird auf der Messe nicht nur gezeigt, sondern spürbar gelebt. Oder, wie es Tristan Beeck am Ende des Rundgangs formulierte: „Wir gestalten Küchen, die Menschen widerspiegeln – individuell, echt und www.beeck-kuechen.de mit Seele.“
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