Ausgabe 4/2025 · 13. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de
Das Magazin für professionelles Einrichten
Blanco · Wenn das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile Wo Küchenkultur Zukunft zeigt · Küchenmeile 2025 TPB tech® · Technologie wird zur Oberfläche, Design erhält Funktion
Onlinemarketing-Tool
Wir machen Sie als Küchenspezialist sichtbar
„
Mehr Sichtbarkeit. Mehr Frequenz. Mehr Erfolg im Küchenstudio. Unser Onlinemarketing-Tool ermöglicht es zertifizierten Partnern von kuechenspezialisten.de kostengünstig Onlinewerbung zu konzipieren und einfach ins Netz zu stellen. Sprechen Sie uns an!
Wir können mit dem Onlinemarketing-Tool sehr effizient Online-Werbung erstellen und einfach im Netz posten. Wir verzeichnen deutlich mehr Kunden, die uns online wahrgenommen haben und dann aufgrund unserer positiven GoogleBewertungen zu uns gekommen sind. Michael Rieger Küchenspezialist aus Herzogenaurach
Weitere Infos:
kuechenspezialisten.de ist eine Marke von – die führende Verbundgruppe für Küchenspezialisten in Europa.
!
Editorial
Küchenmeile 2025: Seismograf für eine Branche im Wandel
D
ie Küchenmeile 2025 ist mehr als eine Messe. Sie ist der Ort, an dem die Branche ihren Puls fühlt – und an dem sichtbar wird, wie Märkte, Konsumenten und Wohntrends die Zukunft prägen. Vom 20. bis 26. September 2025 verwandelt sich die Region erneut in das Zentrum der Küchenwelt. Rund 25.000 Besucherinnen und Besucher aus Fachhandel und Architektur werden erwartet. Die Ausgangslage ist anspruchsvoll: Neubauten bleiben hinter den politischen Zielen zurück, die Zahl der genehmigten Wohnungen ist auf einen historischen Tiefstand gefallen. Doch gerade daraus entstehen neue Impulse. Während im Neubau Zurückhaltung herrscht, rückt der Bestand stärker in den Fokus. Küchen werden renoviert, modernisiert und nachgerüstet. „Pimp up your kitchen“ steht für eine wachsende Nachfrage nach cleveren Updates – von gesofteten Fronten und leichten Highboards über atmosphärische Insellösungen bis hin zu Trinkwassersystemen, die Komfort und Nachhaltigkeit verbinden. Auch Wohntrends spiegeln diesen Wandel. „Hygge“ bringt Wärme und Gemeinschaft ins Zuhause, „Japandi“ setzt auf Klarheit und Ruhe. In der Küchenplanung zeigt sich das in offenen Räumen, die von weichen Linien, Sideboard- und Vitrinenlösungen und organischen Formen geprägt sind. Gerade runde oder abgerundete Abschlüsse bei Inseln, Lowboards oder Vitrinenschränken verleihen der Küche Leichtigkeit und eine wohnliche Eleganz. Ergänzt durch
gezielt eingesetzte Beleuchtung – funktional und emotional zugleich – entstehen Räume, die Klarheit schaffen und Atmosphäre spenden. Die Küche wird so zur Bühne des Alltags, ein Ort, der Geborgenheit vermittelt und Offenheit lebt. Parallel dazu treiben technische Innovationen die Entwicklung voran. Smarte, energieeffiziente Hausgeräte passen sich flexibel an, reduzieren Verbrauch und erleichtern Abläufe. Beschlagsysteme rücken aus dem Schatten der Funktionalität: Pocketdoors, ergonomische Klappenlösungen und hochwertige Auszüge sind nicht länger nur praktische Helfer, sondern prägen das Design moderner Küchen entscheidend mit. Darüber hinaus überschreitet die Küchenmöbelindustrie ihre klassischen Grenzen. Offene Grundrisse verlangen nach durchgängigen Konzepten, die Flur, Küche, Essen, Wohnen, Bad und Ankleide miteinander verbinden. Damit wird die Küche nicht mehr als isolierter Funktionsraum gedacht, sondern als Teil einer ganzheitlichen Wohnidee, in der Ästhetik, Funktion und Komfort ineinandergreifen. Die Küchenmeile 2025 macht all das sichtbar. Sie ist Bühne und Kompass zugleich – für eine Branche, die zwischen Unsicherheit und Aufbruch steht, und für Küchenspezialisten und Einrichtungsplaner, die wissen wollen, wohin die Reise geht. Die Küchenmeile zeigt: Wer das Zentrum des Hauses versteht, versteht die Zukunft des Wohnens.
Die Küchenmeile 2025 … ist Kompass und Bühne zugleich – für eine Branche, die zwischen Unsicherheit und Aufbruch steht, und für Küchenspezialisten und Einrichtungsplaner, die wissen wollen, wohin die Reise geht. Die Küchenmeile zeigt: Wer das Zentrum des Hauses versteht, versteht die Zukunft des Wohnens.
Yvonne Davy Chefredakteurin
k+a 4.2025 | 1
Foto: Liebherr
„OpenStage“ von Liebherr definiert modernes Kühlschrankdesign neu – mit einem offenen, lichtdurchfluteten Innenraum, der Funktionalität und Eleganz vereint. Die preisgekrönten OpenStage-Schubfächer ermöglichen einen schnellen Überblick und intuitiven Zugriff auf alle Vorräte. Hochwertige Materialien und klare Linien schaffen ein Ambiente, das nicht nur praktisch, sondern auch repräsentativ ist – ideal für anspruchsvolle K üchenkonzepte. www.liebherr-hausgeraete.de
1 Küchenmeile 2025: Seismograf für eine Branche im Wandel Editorial
4 Blanco: Wenn das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile
10 Wenn Technologie zur Oberfläche wird, erhält Design Funktion
14 Aufbruch in eine neue Ära Beko Europe präsentiert Markenstrategie und Innovationen
18 Wo Küchenkultur Zukunft zeigt Küchenmeile 2025
20 Zwei Marken, ein Kurs – differenzierter, digitaler, globaler Baumann Group
24 Runde Formen, neue Impulse Schüller 2026
25 Nordisches Wohngefühl mit architektonischer Tiefe Architekturküche LEICHT schafft Raum für Hygge
26 Brigitte Küchen gibt Richtung – Kuhlmann schafft Spielraum Zwei Marken unter einem Dach 2 | k+a 4.2025
30 „The Art of Harmony“ Häcker Küchen
32 Zukunft ist individuell Ballerina-Küchen
34 Eine Bühne für Geschmack und Innovation 20 Jahre Neff Collection
35 think new. make better. reach more. Nolte Küchen – Farbvielfalt in matt, Charakter im Holz
36 Evolution of Excellence Sachsenküchen
37 Universal & Black Steel – Innovation mit Stil Teka
38 Frische Ideen für große und k leine Küchen(t)räume Liebherr
40 Leise Technik trifft italienische Eleganz Falmec
Impressum Verlag: Bauhelden Media GmbH & Co. KG Welfenstraße 19 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 · Fax 0711/5206-300 www.bauhelden.media VERLAGSLEITUNG: Fabio Schoch Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms
Inhalt 4/2025
Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@bauhelden.media Social Media: Tel. 06241/979708-12 Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: ColorDruck Solutions Gutenbergstraße 4 · 69181 Leimen Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 13, gültig seit 1. 1. 2025 Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.)
40 Küchenplanung 4.0 Carat
41 Starkes Sortiment für
53 Konsequent im Konzept Express Küchen
54 Zwei Designlinien.
herausfordernde Zeiten
Ein Statement.
Oranier
Gaggenau
42 25 Jahre Substanz und Stil Systemceram auf der Area30
44 Constructa feiert Premiere auf der Küchenmeile 2025
45 Die Kunst des klaren Entwurfs Rotpunkt Küchen
46 Design trifft Funktion Naber und Wesco auf der Area30 2025
50 Mit „New Era“ ein klares Statement für die Zukunft des Wohnens pronorm
51 Muldenlüfter im Fokus Amica
52 Inspire 2025: Impulse. Innovation. Interaktion.
56 Materialität pur: Systemo präsentiert Arbeitsplatten in ihrer authentischsten Form
57 Wasser, Luft, Oberfläche: Well-Living beginnt im Detail Franke
58 „Die Branche braucht Orientierung – wir liefern Struktur, Service und Perspektive“ Interview mit Stefan Ehrhard, Geschäftsführer der interdomus Haustechnik GmbH & Co. KG
62 Wo Können auf Charakter trifft 20 Jahre „Die innovative Küche“
64 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten
Preis Jahresabo: (6 Ausgaben inklusive ePaper) Inland: 53,00 Euro; Ausland: 62,00 Euro (Preise inkl. Versand und MwSt.) Abonnement-Service: Bauhelden Media GmbH & Co. KG Abo-Service Welfenstraße 19 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de Bankkonten: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, HausbauHelden, Schwimmbad+Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer
Küppersbusch Fotonachweise: Seite 64: © auremar / fotolia
k+a 4.2024 | 3
Blanco: Wenn das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile Wer das neue „Blanco Brand Experience Center“ in Oberderdingen betritt, merkt sofort: Hier geht es nicht nur um Produkte, sondern um eine Haltung. Offene Räume, lichtdurchflutete Etagen, praxisnahe Projekträume mit Prototypen – und immer wieder perfekt inszenierte Küchenwasserplätze, die zeigen, wie weit sich Blanco von seinen Anfängen als Spülenhersteller entfernt hat. Aus dem Komponentenlieferanten ist ein Systemanbieter geworden, der den Wasserplatz als Herzstück der Küche versteht – und ihn für Handel, Planer und Endkunden gleichermaßen erlebbar macht.
4 | k+a 4.2025
Design + komfort
I
m Gespräch mit Daniela Römgens, Leiterin des globalen Brand Marketings, und Manuel Hopf, Vertriebsleitung Deutschland, wird klar, dass es bei der Transformation um weit mehr als neue Arma turen, Spülen oder Trinksysteme geht. Es ist das Zusammenspiel aus Markenidentität, Innovationskultur und Vertrieb, das den Erfolg trägt. Manuel Hopf: Das 100 jährige Blanco-Jubiläum macht greifbar, was wir in den letzten Jahren vorbereitet haben: weg vom Einzelteil hin zum durchdachten System am Wasserplatz – und zwar vom Design über die Materialien bis zur Funktion. Die „Blanco Unit“ ist dafür das zentrale Vehikel. Sie verbindet Armatur, Spüle, Organisation und Abfalllösung zu einem abgestimmten Ganzen. Unser Anspruch: den wichtigsten Arbeitsbereich der Küche sichtbar aufzuwerten. Daniela Römgens: Es ist schon bemerkenwert, wie konsequent B lanco seinen Weg gegangen ist. Eine über die letzten Jahre entwickelte Strategie, Produktentwicklungen, die den Wasserplatz aufwerten und ein Markenaufbau, der das kommunikativ transportiert. Wir verstecken uns nicht mehr „irgendwo in der Küche“, sondern stellen den Wasserplatz selbstbewusst in den Mittelpunkt. Das spürt man hier im Brand Experience Center und das drücken wir durch unsere neue Markenidentität aus: Fokus auf Produkt und Workflow statt beliebiger Küchenkulisse. Herr Hopf, in der Vergangenheit war Blanco ein Anbieter von Spülen, Armaturen und Abfalltrennungssystemen. Heute sprechen Sie vom „Wasserplatz als System“. Was gehört dazu – und worin liegt der praktische Vorteil? Manuel Hopf: Zunächst einmal heißt „System“ für den Endkonsumenten: alles greift farblich, gestalterisch und praktisch ineinander – Armatur, Spüle, Siebkörbchen, wahlweise Seifenspender, der perfekt organisierte Spülenunterschrank mit Abfalltrennung und sinnvoller Ablage. Nehmen Sie das Trinksystem: Bei Blanco integriert sich das das Trinksystem in die Blanco UNIT. Bei uns ist der Systemgedanke immanent. Das macht den Unterschied aus. Küchenplaner und Monteure profitieren von einem Paket „aus einer Hand“: ein Ansprechpartner, abgestimmtes Design, Lieferung auf einer Palette, vieles vormontiert – das reduziert Fehler und Einbauzeit deutlich. Genau diese Durchgängigkeit macht am Ende den Unterschied.
Manuel Hopf, Vertriebsleitung Deutschland, und Daniela Römgens, Leitung Markenentwicklung und Marketing
Daniela Römgens: Es geht um echte Planbarkeit: vom Becken über die Führung der Arbeitsabläufe bis zur Organisation im Unterschrank. Wir denken den Weg vom Wasserhahn zur Spüle bis ins Abfalltrennsystem konsequent durch. Trinkwassersysteme sind erklärungsbedürftig – sie haben App-Anbindung, Filtration, CO2 usw. Wie nehmen Sie Handel und Service mit? Manuel Hopf: Mit einem klaren Schulungsprogramm für Außendienst, Technik, Kundenservice – und mit intensiven Händlertagen hier im Brand Experience Center oder auch am POS. Wir erklären die „Choice“-Familie und die Blanco Unit von A bis Z. Das Feedback ist sehr gut; Verkäufer gehen mit handfesten Argumenten zurück in die Beratung. Daniela Römgens: Übrigens: „Seeing is believing“! Mit dem simpelsten, ehrlichsten Test: zwei Gläser Tee. Einmal ungefiltert, einmal direkt aus der Choice-Armatur gefiltert aufgebrüht – im harten Oberderdinger Wasser sieht man den Unterschied sofort. Das kann Jeder mit Wasserhärte-Teststreifen zuhause nachstellen: Glas ungefiltert, Glas gefiltert – fertig. Genau solche Tests gehören in unsere Händlerschulungen – live erzeugt das einen spürbaren Aha-Effekt.
k+a 4.2025 | 5
Design + komfort
Welche „Top-5“-Argumente bei Ihrem Trinksystem überzeugen auf der ganzen Linie? Manuel Hopf: Erstens: die intuitive Bedienung per Farbcode für die Wasserarten. Zweitens: die Messbecher-Funktion. Drittens: der perfekt nutzbare Unterschrank – trotz Technik. Viertens: einfache Reinigung und Wartung. Fünftens: Individualisierung – von „nur gefiltert“ über „Sprudel“ bis „Heiß“ oder „All-in-One“, passend zu Bedarf und Budget. Mit Blanco Choice kann der Nutzer gefiltertes, gekühltes Wasser – still, medium oder sprudelnd – genauso wie kochend heißes Wasser zapfen. Bedient wird das Ganze über ein multifunktionales Drehrad mit Touch-Control, das die gewünschte Menge punktgenau ausgibt. Gleichzeitig liefert die Armatur klassisches Leitungswasser, warm und kalt, aus einem separaten Auslauf. Daniela Römgens: Modularität ist ein wichtiger Punkt. Die Armatur „Blanco Choice Icona“, in vier attraktiven Oberflächen verfügbar, kombiniert mit der kompakten Aufbereitungseinheit „Choice.All“, die platzsparend im Unterschrank sitzt und sich intuitiv über ein TouchDisplay steuern lässt. Und wir denken weiter: Filterkartuschen, CO₂Zylinder, passende Verbrauchsmaterialien – das eröffnet dem Handel wiederkehrende Umsätze. Wer sich organisiert, hat sicheres Zusatzgeschäft statt Einmalverkauf. Manuel Hopf: Ergänzend spielt die „Blanco Unit-App“ eine wichtige Rolle. Sie erlaubt dem Kunden, Wasserhärte und Temperatur individuell einzustellen, Verbrauchsdaten einzusehen oder mit Hilfe einer 3D-Animation den Filter- oder CO₂-Wechsel selbst vorzunehmen. Das bringt echten Mehrwert, spart Serviceeinsätze und sorgt für Begeisterung im Alltag. Herr Hopf, Frau Römgens – ein heikler Punkt im Handel ist oft die Marge. Wie sieht das bei Ihren Systemen aus? Manuel Hopf: Wir wissen, dass das Thema „Marge“ für den Handel entscheidend ist. Gerade die Trinkwassersysteme bieten hier einen großen Vorteil: Sie sind erklärungsbedürftig, hochwertig und nicht beliebig austauschbar. Das sichert stabile Preise – und damit auch eine bessere Marge als bei klassischen Einzelprodukten. Daniela Römgens: Und man sollte das Potenzial für Anschlussgeschäft zwischen kompletten Neuküchen-Zyklen nicht unterschätzen. Ob neue Armatur, Accessoires, Verbrauchsartikel oder gleich ein nachgerüstetes Trinksystem - wer hier gut organisiert ist, baut sich ein plan-
6 | k+a 4.2025
bares Zusatzgeschäft auf und unterstützt die Kundenbindung über den Verkauf der neuen Küche hinaus. Manuel Hopf: Am Ende profitieren unsere Handelspartner doppelt: Sie haben ein starkes Differenzierungsmerkmal in der Beratung – und sie können mit unseren Blanco Units wirtschaftlich attraktiv arbeiten. Genau deshalb positionieren wir den Wasserplatz nicht als Zubehör, sondern als echte Kategorie mit Ertragspotenzial. Sie sprechen von Ihren Handelspartnern. Wie verteilt sich der Absatz aktuell zwischen Küchenstudios und Großfläche? Manuel Hopf: Der Küchenfachhandel bleibt unser Rückgrat. Dort findet die Beratung statt, dort kann die Blanco Unit perfekt inszeniert werden. Aber auch die Großfläche ist wichtig, um Sichtbarkeit zu schaffen. Immer mehr Händler schaffen eine eigene Kategorie „Wasserplatz“. Wenn Blanco dort direkt neben Wettbewerbern steht, überzeugt unser Systemgedanke im Vergleich. Daniela Römgens: Unterschiedliche Kanäle brauchen unterschiedliche Lösungen. Unsere Deklinierbarkeit – also die Abstufung der Systeme nach Wunsch und Budget – hilft uns dabei enorm. Kanalmanagement heißt dabei: Vielfalt anbieten statt Einheitsprodukt. Es gibt nicht „die eine“ Blanco Unit oder „das eine“ Trinksystem – wir steuern über Varianten, damit jeder Händler das passende Portfolio für seinen Anspruch findet. Herr Hopf, ein Blick auf die DACH-Region: Wie steht der Markt da – und wie positioniert sich Blanco? Manuel Hopf: 2025 erwarten wir im Gesamtmarkt eher Stagnation. Trotzdem entwickeln wir uns positiv. Die Weichenstellungen der vergangenen Jahre zeigen Wirkung! Deutschland und Österreich laufen auf ähnlichem Niveau. Die Schweiz ist umsatzseitig kleiner - aber auch hier punkten wir mit frischen Ideen und Leistung! Wie differenzieren Sie international? Daniela Römgens: Wir zeigen Nutzen entlang kultureller Gewohnheiten: In Asien spielt z. B. der Wok im Spülbecken eine Rolle, in England steht der Tee im Fokus („Wie heiß? Wie beeinflusst der Filter den Geschmack?“), in Deutschland dominieren Kaffee- und vor allem Mülltrenn-Themen am Wasserplatz. In manchen Märkten sind Food-Waste-Disposer Standard – wir binden das in den Workflow ein.
Design + komfort Im BLANCO Brand Experience Center demonstrieren Daniela Römgens (Mitte) und Manuel Hopf (rechts) gemeinsam mit Jan Ribbeck, Head of Global Communications (links), die Vorteile der Blanco Trinkwassersysteme: Statt herkömmlicher Wasserflaschen stehen hier Karaffen bereit, die sich direkt an der Armatur – wahlweise mit stillem oder kohlensäurehaltigem Wasser – befüllen lassen. Ein praktisches Beispiel für Komfort und Nachhaltigkeit, das sich auch hervorragend für Küchenstudios eignet, die das Blanco Trinkwassersystem erlebbar machen möchten.
Trotz eines Umsatzrückgangs 2024 um 7,2 % auf 383 Mio. € sprechen Sie von einem „in jeder Hinsicht positiv abgeschlossenen“ Jahr. Was hat diesen Erfolg ermöglicht – und welchen Anteil hatte die Choice-Kampagne, die laut Zahlen 35 % bessere Endkundendurchdringung als frühere Maßnahmen erzielte und mehr Kunden aktiv in den Handel führte? Zudem kamen 6 % des Umsatzes aus echten Neuheiten. Manuel Hopf: Wir profitieren heute von Entscheidungen, die wir vor Jahren getroffen haben: Systemlogik, Portfolio-Breite und klare Markenführung. Im Vertrieb heißt das: höherer Anteil systemischer Verkäufe, bessere Gesprächsanlässe, höhere Wertigkeit im Warenkorb statt Einzelpositionen – und das trägt auch in schwierigeren Jahren. Daniela Römgens: Kampagnenseitig wirkt das Zusammenspiel aus
Fotos: Blanco
Auch Ihre Spülenhighlights sollte man nicht außer acht lassen. Welche Materialien prägen das aktuelle Spülensortiment – und welche Rolle spielen Edelstahl, Silgranit und Keramik? Manuel Hopf: Silgranit ist und bleibt unser wichtigstes Material. Es ist pflegeleicht, robust und extrem alltagstauglich. Gleichzeitig bietet es eine große Farbvielfalt, sodass Küchenplaner für jede Gestaltung das passende Becken finden. Wir haben hier über 30 Jahre Erfahrung und ein Sortiment, die es in dieser Form bei keinem anderen Anbieter gibt. Edelstahl ist der Klassiker, er bleibt zeitlos. Mit „Dark Steel“ haben wir eine neue Facette hinzugefügt – nicht nur optisch, sondern auch haptisch als echtes Statement am Wasserplatz. Daniela Römgens: Keramik ist kein Volumenträger wie Silgranit, aber unverzichtbar für bestimmte Stilwelten. Vor allem im Premiumsegment oder bei klassischen Landhausküchen ist es für viele Kunden die erste Wahl. Wichtig ist: Wir können als einziger Anbieter alle drei Materialwelten – Edelstahl, Silgranit und Keramik – aus einer Hand anbieten. Das gibt unseren Partnern im Handel Argumente und eröffnet Endkunden die Freiheit, ihren Wasserplatz nach Stil, Budget und Anspruch zu gestalten. Und unabhängig davon profitieren wir grundsätzlich auch von den kreativen Lösungen unserer Kunden im Handel. Ein schönes Beispiel: Unsere ausziehbare Unterschrank-Schublade wurde von einem unserer Kunden „next to the water place“ als Auszug für den Thermomix verbaut – Maße, Traglast, Reinigung, alles hat gepasst. Das zeigt, wie planbar und robust die Systemkomponenten sind – auch jenseits der Standardanwendung. starker Markeninszenierung, konkreter Nutzenbeweisführung und Aktivierung am POS. Wenn Menschen erleben, was gefiltertes, sprudelndes oder heißes Wasser im Alltag bedeutet, dann steigen Abschlussquote und Warenwert. Genau dafür ist die Choice-Story gebaut – sie führt Endkunden in die Beratung und macht das System begreifbar. Und am Beispiel der Choice-Kampagne zeigt sich noch etwas: Wir haben einen wichtigen Schritt im digitalen Marketing gemacht: Heute geht es nicht mehr um eine ressourcenintensive breite Streuung, sondern um Präzision: Welche Daten habe ich, welche Analytik setze ich ein und wie spiele ich Inhalte so aus, dass sie dort ankommen, wo sie ankommen sollen? Hier haben wir uns in die richtige Richtung weiterentwickelt.
k+a 4.2025 | 7
Design + komfort
Lassen sich Trinkwassersysteme nachrüsten? Daniela Römgens: Absolut – das Upgrade-Geschäft ist ein stark wachsendes Feld. Natürlich ist die Integration im Rahmen einer neuen Küche am einfachsten. Aber wir sehen ein enormes Nachrüst-Potenzial; entscheidend ist, dass die Systeme erlebbar gemacht und sauber geplant werden. Und man darf nicht vergessen: Menschen werden älter, niemand möchte mehr Kisten schleppen. Komfort wird zur generationenübergreifenden Erwartung – und genau hier punkten unsere Systeme. Manuel Hopf: Choice und die Unit-Bausteine sind modular gedacht – das hilft in der Nachrüstung. Und ja: Wenn Küchenhersteller- und planer schon auf „spätere Trinkwasser-Upgrades“ vorbereiten, erleichtert das Einbau, Service und den sauberen Platz im Schrank – wir sprechen darüber regelmäßig mit den Möbelherstellern. Am Ende geht es um eine Demokratisierung der Funktionalität: Jeder hat ein Anrecht auf Komfort, unabhängig vom Budget. Unser Ziel bleibt deshalb: möglichst viel „One Stop Supply“, individuell abgestimmt, schnell, fehlerarm.
Was steht auf der Roadmap? Manuel Hopf: Wir treiben den Wasserplatz weiter – technisch wie gestalterisch. Der Markt für Trinksysteme und Filtration steht insgesamt noch am Anfang; hier liegt viel Potenzial. Daniela Römgens: Zusätzlich kommen Themen wie Durchflussraten, Wassersparen und Materialregulatorik (z. B. Messing-Vorgaben) stärker in Bewegung. Das hat lange Vorläufe – wir denken Produkt, Servicefähigkeit und Langlebigkeit konsequent mit.
Sie haben Wasserhärte und Geschmack angesprochen. Was ist Kunden außerdem wichtig? Daniela Römgens: Platz und Sauberkeit im Unterschrank sind überraschend oft das Top-Kriterium – gefolgt von Alltagstauglichkeit. Wir haben im vergangenen Jahr eine große Marktstudie über mehrere Kontinente hinweg durchgeführt. Und das Ergebnis war eindeutig: Übergreifend legen 70 Prozent der Befragten bei ihrem Küchenwasserplatz Wert auf eine optimale Platzausnutzung. Genau da setzt unser Ansatz mit Orga-System und Unterschrankorganisation an – weil wir zeigen können, wie der Wasserplatz wirklich effizient genutzt wird. Und wir bleiben bei klaren Aussagen: Trinkwasser ist hierzulande von hoher Qualität – wir machen niemandem Angst. Aber wir optimieren Komfort, Geschmack und Workflow, reduzieren Kalkthemen im Alltag und schützen Geräte.
Frau Römgens, Herr Hopf: Wenn Sie in fünf Jahren auf 2025 zurückblicken – was muss passiert sein, damit Sie sagen: „Wir haben Blanco erfolgreich in die Zukunft geführt.“? Manuel Hopf: Dass der Wasserplatz als eigenständige Kategorie überall selbstverständlich ist – im Studio, in der Großfläche, beim Endkunden. Dass Händler das Systemdenken als Ertragsmodell nutzen – Erstverkauf plus wiederkehrende Services. Und dass die Marke Blanco für viele Menschen ganz natürlich mit Komfort und Wasserqualität verbunden ist. Dann haben wir unseren Job gemacht. Daniela Römgens: Und dass wir weiterhin Ideen aus der Community aufnehmen – vom Designer bis zum Händler, der unsere Unterschrank-Schublade kreativ zweckentfremdet. Wenn Marke, System und gelebte Praxis so zusammenspielen, bleibt Blanco nicht nur 100, sondern auch 105 und 110 Jahre relevant.
Sie sprechen von einem Kulturwandel im Handel. Manuel Hopf: Richtig. Im Markt wird die alte Rubrik „Zubehör“ zunehmend durch „Küchenwasserplatz“ ersetzt. Das zeigt, dass die Systemidee angekommen ist: Wir wollen nicht Beiwerk sein, sondern Kategorie-Treiber.
8 | k+a 4.2025
Und was dürfen Handel und Endkunden darüber hinaus von Blanco in naher Zukunft erwarten? Manuel Hopf: Wir werden zur Küchenmeile auf Gut Böckel eine neue Spülengeneration vorstellen. Sie zeichnet sich durch eine besondere Formensprache und eine klare Linienführung aus, die unsere Marken identität unmittelbar transportiert. Es ist eine Innovation, die über das hinausgeht, was man bisher von einer Spüle erwartet – ein Statement am Wasserplatz, das den Systemgedanken noch einmal auf eine neue Ebene hebt.
Im Verlauf unseres Gesprächs mit Daniela Römgens und Manuel Hopf wurde deutlich: Aus vielen Komponenten entsteht ein Zusammenspiel, das neue Perspektiven eröffnet und neue, individuelle Möglichkeiten schafft. Erst wenn die Teile miteinander wirken, entfaltet sich ihr voller Wert. Und genau darin liegt die Quintessenz: „Das Ganwww.Blanco.de ze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
Hausmesse 2025 Hausmesse 2025 20.20. – 26. September – 26. September Hausmesse 2025 20. – 26. September Hausmesse 2025 20. – 26. September
making makingthe the making the difference making the difference difference difference
Anders Einzigartig Markant Entschlossen Inspirierend Authentisch Freigeistig
ho c h5.com
ho c h5.co ho c h5.co m ho cmh5.com
Vielfalt mit mit System – dafür steht Rotpunkt Küchen. Vielfalt System – dafür steht Rotpunkt Küchen. Besuchen Sie uns vom 20. bis 26. September in unserer Besuchen Sie uns vom 20. bis 26. September in unserer Vielfalt mit System – dafürAusstellung steht Rotpunkt Küchen. komplett neu gestalteten in Bünde – und komplett neu gestalteten Ausstellung in Bünde – und Besuchen Sie uns vom 20. bis 2026 26. September in unserer erleben Sie unsere Kollektion live. Wir freuen uns,uns, Vielfalt mit System – dafür steht Rotpunkt Küchen. erleben Sie unsere Kollektion 2026 live. Wir freuen komplett neu gestalteten Ausstellung in Bünde – und Ihnen unsere systematisch kombinierbare TypenBesuchen Sie uns vom 20. bis 26. September in unserer Ihnen unsere systematisch kombinierbare Typenerleben Sie vielseitige unsere Kollektion 2026 live. Wir freuen uns, vielfalt und Möglichkeiten Differenzierung komplett neu Ausstellungzur in zur Bünde – und vielfalt undgestalteten vielseitige Möglichkeiten Differenzierung Ihnen unsere zu systematisch kombinierbare Typenpräsentieren dürfen, die nicht nur Trends, sondern erleben Sie unsere Kollektion 2026 live. Wir freuen uns, präsentieren zu dürfen, die nicht nur Trends, sondern vielfalt und vielseitige Möglichkeiten zur Differenzierung Zukunft zeigen. Ihnen unsere systematisch kombinierbare TypenZukunft zeigen. präsentieren zu dürfen, die nicht nur Trends, sondern vielfalt und vielseitige Möglichkeiten zur Differenzierung Zukunft zeigen. präsentieren zu dürfen, die nicht nur Trends, sondern Zukunft zeigen.
h o ch 5.co m
Anders Anders Einzigartig Einzigartig Markant Markant Anders Einzigartig Markant Entschlossen Inspirierend Entschlossen Inspirierend Anders Einzigartig Markant Entschlossen Inspirierend Authentisch Freigeistig Authentisch Freigeistig Entschlossen Inspirierend Authentisch Freigeistig Visionär Unverwechselbar Visionär Unverwechselbar Authentisch Freigeistig Visionär Unverwechselbar Visionär Unverwechselbar
DEsign + funktion
Wenn Technologie zur Oberfläche wird, erhält Design Funktion Manchmal sind es die unsichtbaren Dinge, die unser Leben am nachhaltigsten verändern. In einer Welt, in der sich Technologie zunehmend in den Hintergrund zurückzieht und dennoch allgegenwärtig bleibt, definiert TPB tech® einen neuen Maßstab für das Kocherlebnis im privaten wie auch im professionellen Raum. Die Arbeitsplatte wird zum Herzstück des Hauses – nicht nur als gestalterisches Element, sondern als aktive Schaltzentrale einer neuen kulinarischen Kultur.
10 | k+a 4.2025
Fotos: TPB tech®
DEsign + funktion
Die keramischen Dekore reichen von klassischelegantem Calacatta-Marmor über urbane Grautöne bis hin zu tiefschwarzen, samtig-matten Strukturen.
W
as auf den ersten Blick wie eine makellose Keramikfläche wirkt, offenbart bei näherer Betrachtung eine technische Raffinesse, die ihresgleichen sucht. Hier wird nicht nur gekocht, hier wird gelebt – und das auf einem Niveau, das Ästhetik und Funktionalität auf beeindruckende Weise vereint.
felder, treten nun dezent zurück. Ihre Präsenz wird lediglich durch feine Markierungen auf der keramischen Oberfläche angedeutet. Die Kontrolle erfolgt entweder über fein gravierte Touchflächen, die mit leichter Berührung aufgerufen werden, oder über traditionell anmutende Knebel in eleganter Ausführung, integriert in die Front der Küchenmöbel. Diese subtile Art der Bedienung lässt der Raumgestaltung Technologie im Kern … größtmögliche Freiheit und verschmilzt Technik und Design zu einer Das Unternehmen TPB tech®, mit Sitz nahe Barcelona, versteht sich fließenden Einheit. als Entwickler ganzheitlicher Küchentechnologie. „Wir bauen keine Die Oberfläche selbst ist mehr als nur Träger der Funktion – sie ist Geräte – wir definieren Schnittstellen zwischen Mensch, Raum und Ausdruck eines stilistischen Selbstverständnisses. Die keramischen Funktion“, erläutert uns Wolfgang Bauer, Vertriebsmanager des Un- Dekore reichen von klassisch-elegantem Calacatta-Marmor über urbaternehmens und zuständig für die DACH-Region. ne Grautöne bis hin zu tiefschwarzen, samtig-matten „Selbst eine fallende Stahlkugel aus einem Meter Strukturen, die jede Küche in ein individuelles RefuHöhe bleibt folgenlos – das ist aufgrund des patengium verwandeln. Wer auf dieser Fläche kocht, betierten Verbundwerkstoffs für Küchenmaterialien wegt sich nicht länger auf einem technischen Gerät, einzigartig“, betont er. sondern auf einer Bühne des modernen Wohnens. Das Unternehmen versteht sich nicht nur als Hersteller Die Induktionsspulen sind direkt in die Keramiktechnologischer Lösungen, sondern vielmehr als PioVerbundarbeitsplatte integriert. Dadurch ergibt sich nier einer gestalterischen Philosophie, in der Form und ein minimaler Abstand zum Topfboden, was eine Funktion in vollendeter Harmonie stehen. Die eigens besonders effiziente Energieübertragung ermöglicht. entwickelte Induktionstechnologie, eingebettet in Im Boost-Modus liefert das System eine Leistung eine vierlagige Porzellanit-Oberfläche, ist das Resulvon bis zu 3,0 kW – ideal zum schnellen Erhitzen. tat jahrelanger Forschung und das sichtbare Zeichen „Spaghetti-Wasser kocht in Rekordzeit“, schwärmt eines tiefgreifenden Verständnisses für die Bedürfder fachkundige Manager. Die verwendete Induktinisse einer neuen Generation von Küchenbenutzern. Wolfgang Bauer, Vertriebs- onstechnologie ist „Made in Germany“, auf LangleDie technische Grundlage bildet eine patentierte manager DACH bei TPB tech® bigkeit ausgelegt und für die typische Nutzungsdauer Sandwich-Bauweise, deren innere Architektur so von Haushaltsgeräten getestet. durchdacht wie elegant gelöst ist. Die edle PorzellanitOberfläche, porenfrei, schlag- und kratzfest, wird von einer doppelten Mit Abstand zum perfekten Erhitzen Aluminiumschicht getragen, die unter anderem als thermischer Regu- Ein besonderes Merkmal der TPB-Innovation ist das sogenannte lator wirkt und Temperaturschwankungen sanft ausgleicht. Im Inneren Elevation-System, das einen 2 mm hohen Luftspalt zwischen dem verleiht ein Kern aus dem leichten und hochstabilen Werkstoff Bakelit Topfboden und der Keramikoberfläche erzeugt. Speziell entwickelte der gesamten Konstruktion jene Stabilität und Stoß-Resistenz, die not- Abstandshalter schützen die Keramik vor thermischer Überlastung, wendig ist, um den Anforderungen eines hochfrequentierten Küchen- verbessern die Energieeffizienz und ermöglichen ein nahezu geräuschalltags souverän zu begegnen. Das Resultat ist eine Oberfläche, die loses Gleiten der Töpfe auf einem kaum wahrnehmbaren Luftpolster. gleichermaßen robust wie feinfühlig agiert – Ingenieurskunst, ge- „Natürlich haben unsere Kunden hier die Wahl“, betont Wolfgang schaffen für den Alltag, ohne die Aura des Besonderen zu verlieren. Bauer. „Wer möchte, kann das TPB-Kochgeschirr verwenden, das bereits mit den passenden Abstandshaltern ausgestattet ist. Selbstver… Ästhetik an der Oberfläche ständlich lässt sich unser Kochsystem aber auch mit herkömmlichen Doch TPB tech® überzeugt nicht allein durch seine technische Bril- Töpfen und Pfannen nutzen lanz. Die wahre Stärke liegt in der Art, wie diese Technologie in das Zu diesem Zweck liefert TPB standardmäßig die patentierten TPB architektonische Konzept einer Küche eingebettet wird. Induktions- Pod-Elevationen – ein Set magnetisch haftender, spülmaschinenfeszonen, einst markant hervorgehobene Elemente moderner Koch- ter Abstandshalter für bis zu fünf Töpfe. Damit lässt sich auch han-
k+a 4.2025 | 11
DEsign + funktion
delsübliches Induktionskochgeschirr komfortabel und sicher mit dem TPB-Kochsystem verwenden. „Nur mit dem Elevation-System ist ein sicheres und zugleich energieeffizientes Kocherlebnis gewährleistet“, unterstreicht Wolfgang Bauer. Die Vision, die TPB tech® verwirklicht, geht jedoch weit über das bloße Kochen hinaus. In dieser Küche wird vorbereitet, gegessen, gearbeitet und gelebt – all das auf ein und derselben Oberfläche, die nicht nur allen Belastungen standhält, sondern auch ästhetische Maßstäbe setzt. Der Übergang von Funktion zu Form, von Technik zu Atmosphäre, ist fließend. Licht trifft Funktion Mit TPB Lux erweitert TPB tech® sein Konzept der unsichtbaren Intelligenz um eine faszinierende Dimension: das Licht. In die keramische Oberfläche integriert, bietet TPB lux eine stimmungsvolle LEDBeleuchtung, die nicht nur Orientierung und visuelle Tiefe schafft, sondern den Raum auch emotional auflädt. Dezent in die Kante der Arbeitsplatte eingelassen oder gezielt in spezifischen Bereichen platziert, wird Licht hier zum funktionalen Gestaltungselement – wahlweise in warmem Weiß oder individuell steuerbar über Farb- und Helligkeitsspektren. „Dieses Feature ist bis dato einzigartig“, konstatiert Wolfgang Bauer nicht ohne Stolz. Die Integration erfolgt nahtlos in die vorhandene Architektur des TPB tech® Systems. TPB Lux unterstreicht Linienführung, betont Materialien und schafft Zonen – ohne dabei aufzutragen oder die Klarheit des Designs zu stören. Gerade im Zusammenspiel mit dunklen Keramikdekoren entfaltet das Licht seine volle Wirkung: Es lässt Konturen schweben, Oberflächen leuchten und schafft ein Ambiente, das weit über reine Funktionalität hinausgeht. TPB Lux ist nicht nur ein ästhetisches Highlight, sondern erweitert auch den funktionalen Nutzen der Küche. Die integrierte Lichtquelle ist auf eine Lebensdauer von 40.000 Stunden ausgelegt. Im Falle eines Defekts kann sie schnell und unkompliziert von der Unterseite der Keramik ausgetauscht werden – modular, servicefreundlich und zeitsparend. „Unsere Kunden nutzen TPB Lux nicht nur zur funktionalen Arbeitsflächenbeleuchtung – sondern zunehmend auch zur atmosphärischen Raumerweiterung“, erklärt Wolfgang Bauer. Das Licht reagiert auf den Nutzer, schafft Zonen, Orientierung und eine neue Form von Wohnlichkeit. Ob als sanftes Arbeitslicht beim Kochen oder als atmosphärische Beleuchtung bei einem Glas Wein – das System reagiert auf die jeweiligen Bedürfnisse und fügt sich unaufdringlich, aber wirkungsvoll ein.
12 | k+a 4.2025
Komfort und Design für jeden Raum Diese neue Dimension des Kochens entfaltet ihre Wirkung keineswegs nur in großzügig konzipierten Küchenräumen mit architektonischem Gestaltungsanspruch. Vielmehr zeigt sich die Stärke des Systems auch in räumlich reduzierten, jedoch hochwertig ausgestatteten Wohnumgebungen. In urbanen Apartments, offenen Lofts oder flexibel angelegten Wohnkonzepten mit begrenztem Platzangebot kann TPB tech® seine gestalterische und funktionale Qualität ebenso wirkungsvoll entfalten – nicht als Notlösung, sondern als bewusste Entscheidung für eine durchdachte Form von Luxus auf kleinem Raum. Die Montage ist ebenso einfach wie durchdacht. Das System wird wie eine herkömmliche Arbeitsplatte eingebaut und bedarf keiner aufwendigen Installation. Die Konfiguration erfolgt auf Maß, individuell abgestimmt auf die räumlichen Gegebenheiten und persönlichen Vorlieben. Jede Platte, jede Zone, jede Bedienoberfläche – alles folgt dem Gestaltungswillen ihrer Nutzerinnen und Nutzer. Und sollte dennoch einmal ein technischer Defekt auftreten, wird zeitnah Abhilfe geschafft, versichert Wolfgang Bauer und erläutert: „Reparaturen erfolgen im Regelfall nicht vor Ort, sondern durch den einfachen Austausch modularer Komponenten – etwa der Touch-Controloder Leistungsplatine. Das reduziert Servicezeiten und Komplexität erheblich. Parallel wird ein Netzwerk qualifizierter Servicepartner aufgebaut, das auf Induktions-Technologie spezialisiert ist.“ Was TPB tech® bietet, ist keine Modeerscheinung, sondern die logische Fortsetzung eines gestalterischen Paradigmenwechsels, in dem Technologie sich zurück nimmt, um Platz für Erleben, Gestaltung und Individualität zu schaffen. Next Step: Individual Induction als flexibles Modul Mit einem neuen Konzept, das TPB erstmals während der Küchenmeile auf Gut Böckel vorstellen wird, schlägt das Unternehmen ein neues Kapitel auf: „Wir präsentieren hier eine modulare Lösung, die Design und Funktion intelligent vereint und zugleich eine strategische Option bietet, unser bisher sehr exklusives System preislich attraktiver zu gestalten – und damit einem deutlich breiteren Kundenkreis zugänglich zu machen.“ Im Gegensatz zur klassisch flächenbündigen Vollintegration wird das neue TPB-System modular eingebaut – eine bewusste Entscheidung, die sowohl den Planungsaufwand als auch die Gesamtkosten deutlich reduziert. Küchenstudios und Steinverarbeiter profitieren dabei von einem standardisierten Maß, das ohne Sonderanfertigungen realisiert werden kann. So wird das TPB-System künftig auch für Küchen im mittleren Preissegment interessant. „Die modulare Bauweise eröffnet vielfältige Einsatzbereiche – vom klassischen Küchenumfeld über das Bad bis hin zu modernen, kom-
DEsign + funktion
munikativen Wohnküchen oder runden Esstischen mit integrierter Kochfunktion. Auch für Outdoor-Küchen oder möbelintegrierte Lichtlösungen ergeben sich spannende Optionen“, blickt Wolfgang Bauer in die nahe Zukunft und freut sich auf den Austausch mit Küchenspezialisten auf Gut Böckel. Das Kochen mit unsichtbarer Induktion ist eine stille Revolution – aber eine, die man spürt, sobald man zum ersten Mal auf dieser Fläche den Kochlöffel ansetzt. Eine Revolution, die nicht laut ruft, sondern sich mit der Gelassenheit selbstverständlicher Exzellenz entfaltet. Oder wie Wolfgang Bauer, der für den Vertrieb des Produkts in Deutschland verantwortlich zeichnet, es beschreibt: „TPB tech®, das ist Kochen auf höchstem Niveau, wo Design nicht dekoriert, sondern inspiriert, und www.tpbtech.com Technik nicht dominiert, sondern befreit.“
ANZEIGE
k+a 4.2025 | 13