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AMK-Jahreshauptversammlung 2026 – Zwischen Netzwerk und Zukunftswerkstatt Beckermann Küchen – Architektur der Vielfalt
Die Branche braucht Verlässlichkeit – Interview mit Lasse Naber

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AMK-Jahreshauptversammlung 2026 – Zwischen Netzwerk und Zukunftswerkstatt Beckermann Küchen – Architektur der Vielfalt
Die Branche braucht Verlässlichkeit – Interview mit Lasse Naber

Es wäre einfach, das vergangene Jahr auf Wohnungsbau, Zinsen und Konsumzurückhaltung zu reduzieren. Doch das greift zu kurz. Wer die aktuellen Entwicklungen ausschließlich mit Konjunkturdaten erklärt, übersieht die eigentlichen Veränderungen. Die Küchenbranche befindet sich in einer Phase, in der sich nicht nur Marktanteile, sondern auch Rollen, Verantwortlichkeiten und Wettbewerbsfaktoren verschieben.
Der wirtschaftliche Druck bleibt hoch. Kosten steigen, Margen sinken und Konsumenten wägen Investitionen sorgfältiger ab. Gleichzeitig behauptet sich die Küche innerhalb der Möbelbranche vergleichsweise stabil. Aktuelle Branchenzahlen bestätigen diese Entwicklung. Während andere Segmente stärker unter den schwierigen Rahmenbedingungen leiden, bleibt die Küchenmöbelindustrie robust – auch wenn der Strukturwandel weiter voranschreitet. Resilienz ist keine Erklärung, sondern das Ergebnis langfristiger Investitionen in Technologie, Organisation und Kompetenz. Entscheidend ist daher nicht, warum sich die Rahmenbedingungen verändert haben, sondern wodurch sich Unternehmen heute erfolgreich unterscheiden.
GRÖSSE SCHAFFT EFFIZIENZ.
PROFIL SCHAFFT WERTSCHÖPFUNG.
Die Herausforderung besteht darin, beides miteinander zu verbinden. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass wirtschaftliche Stärke allein keinen nachhaltigen Erfolg garantiert. Spezialisierung ist dabei kein Privileg kleiner Unternehmen. Familiengeführte Unternehmensgruppen, international tätige Hersteller, spezialisierte Mittelständler und innovative Dienstleister stehen vor derselben Aufgabe: wirtschaftlich effizient zu bleiben und sich gleichzeitig klar vom Wettbewerb zu unterscheiden.
Genau darin zeigt sich die besondere Stabilität der Branche: Entscheidend ist, warum sich die Küchenbranche unter diesen Bedingungen vergleichsweise stabil entwickelt.
WERTSCHÖPFUNG VERSCHIEBT SICH
Produkte, Materialien und Technologien entwickeln sich rasant weiter. Gleichzeitig werden Küchenprojekte komplexer. Offene Grundrisse, integrale Planung, technische Gebäudeausstattung und individuelle Kundenwünsche erhöhen den Abstimmungsbedarf. Je komplexer Projekte werden, desto wichtiger sind funktionierende Planung und reibungslose Prozesse. Genau dort entsteht heute Wertschöpfung. Die Erklärung liegt nicht allein im Produkt, sondern in der Verlagerung der Wertschöpfung. Früher entschied sich Wettbewerb vor allem in Produktion, Einkauf und Vertrieb. Heute beginnt er bereits in der Planung. Wer Küchen entwickelt oder verkauft, beschäftigt sich längst nicht mehr nur mit Möbeln und Geräten. Architektur, Raumkonzepte, technische Gebäudeausstattung, Lichtplanung, Materialien und digitale Werkzeuge greifen
immer stärker ineinander. Die Küche wird damit früher Teil des Planungsprozesses und verändert die Anforderungen an alle Beteiligten.
Das verändert die Aufgabenverteilung innerhalb der Branche grundlegend. Küchenstudios entwickeln sich vom Verkäufer zum Projektpartner. Hersteller liefern nicht mehr nur Produkte, sondern zunehmend Systemkompetenz, Service und Planungsunterstützung. Software verbindet Planung, Fertigung und Montage. Wo früher nacheinander gearbeitet wurde, arbeiten die Beteiligten heute zunehmend gemeinsam. Das verändert Berufsbilder, Verantwortlichkeiten und den Charakter der gesamten Wertschöpfungskette. Vielleicht erklärt das, warum sich viele Unternehmen heute mit Themen beschäftigen, die für Endkunden kaum sichtbar sind. Investitionen fließen nicht nur in Fertigung und Automatisierung, sondern auch in digitale Prozesse, Planungswerkzeuge, Logistik und Qualifizierung. Gute Planung, verlässliche Abläufe und funktionierende Schnittstellen entscheiden zunehmend darüber, ob Projekte wirtschaftlich und fehlerfrei umgesetzt werden können.
Vor diesem Hintergrund erhält die Diskussion um gemeinsame Datenstandards eine neue Bedeutung. Sie ist weniger eine technische Debatte als Ausdruck eines grundlegenden Wandels. Handel, Planer und Softwareanbieter wünschen sich verlässliche, einheitliche Informationen. Gleichzeitig haben viele Hersteller über Jahre in eigene Datenstrukturen und digitale Kompetenzen investiert. Diese sind Teil ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb wird die Diskussion so intensiv geführt. Sie betrifft nicht nur Technik, sondern auch Investitionen, Datenhoheit und unternehmerische Differenzierung. Die Herausforderung besteht nicht darin, Unterschiede zu beseitigen, sondern gemeinsame Standards dort zu schaffen, wo sie Prozesse vereinfachen, ohne individuelle Stärken einzuebnen.
Darin zeigt sich die Reife der aktuellen Diskussion. Es geht nicht mehr um ein Entwederoder zwischen Standardisierung und Individualität, sondern darum, beides sinnvoll zusammenzuführen.
Wer mit Unternehmen der Branche spricht, stellt schnell fest: Investiert wird längst nicht mehr nur in Maschinen oder neue Produkte, sondern in Prozesse, Datenqualität, Planungskompetenz, Service und Spezialisierung. Nicht jeder verfolgt dieselbe Strategie, doch nahezu alle schärfen ihr Profil weiter.
Die eigentliche Zukunftsfrage der Küchenbranche lautet deshalb nicht, wer am effizientesten produziert. Sondern wer Effizienz, Planungskompetenz und ein klares Profil so miteinander verbindet, dass daraus echter Mehrwert entsteht.
Genau dort entscheidet sich, wo künftig Wert entsteht.

YVONNE DAVY Chefredakteurin

Erfolgsfaktor Organisation
Erfolg entsteht auch hinter den Kulissen
KüchenDesk steht für eine neue Generation digitaler Unternehmenssteuerung im Küchenhandel. Die Plattform vernetzt Planung, Vertrieb, Einkauf, Montage und Service zu einem durchgängigen Workflow und schafft damit die Grundlage für transparente Prozesse, strukturierte Daten und effizientes Arbeiten. Gerade in Zeiten steigender Anforderungen und wachsender Komplexität wird eine intelligente Organisation zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Im Gespräch erläutert Sven Birkhölzer, Geschäftsführer der Meisterdesk GmbH und verantwortlich für Marketing, Vertrieb und Support bei KüchenDesk, weshalb die Zukunft erfolgreicher Küchenstudios nicht nur im Showroom, sondern vor allem hinter den Kulissen entschieden wird.
1 Was den Unterschied macht Editorial
4 AMK-Jahreshauptversammlung 2026
AMK – Zwischen Netzwerk und Zukunftswerkstatt
13 Wertstoffmanagement neu gedacht
Hailo – Mehr als Mülltrennung: Der Wertstoffschrank als Planungsbaustein
14 Von der Küche zum Lebensraum
Böhm Küchen – Christian Böhm über den Wandel des Wohnens
18 Architektur der Vielfalt
Beckermann Küchen –Der Staffelstab geht weiter
26 Wohnungsmarkt bleibt angespannt
Wirtschaft – Marktanalyse Wohnungsbau
27 Die Branche braucht Verlässlichkeit
Naber – Interview mit Lasse Naber
40 Sichere Luftführung bei Muldenlüftern
COMPAIR® by Naber – Schutz vor Feuchte und Schimmelschäden
43 Wachstum trotz Gegenwind
Wirtschaft – Konjunktur und Branchenentwicklung
44 Prozessoptimierung
KüchenDesk – Erfolg entsteht auch hinter den Kulissen
34 Vom Kran zum Kühlschrank
Liebherr – Zwischen Hafenkran und Wohnarchitektur
48 Die guten Adressen der Branche
Visitenkarten / Kleinanzeigen
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Zwischen Netzwerk und Zukunftswerkstatt
70 Jahre nach ihrer Gründung nutzt die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK) ihr Jubiläumsjahr nicht nur für den Blick zurück. Bei der Mitgliederversammlung in Mannheim standen vor allem jene Themen im Mittelpunkt, die die Verbandsarbeit künftig prägen sollen: Datenmanagement, Kommunikation und Kreislaufwirtschaft. Mit 235 Anmeldungen verzeichnete die AMK eine hohe Beteiligung. Die Veranstaltung zeigte zugleich, wie stark sich die Aufgaben des Verbands erweitert haben. Das anschließende Gettogether stand passend zum Jubiläumsjahr unter dem Motto „Ganz in Weiß“.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK) zog Bernd Weisser, Sprecher des AMK Vorstands, eine Bilanz zur Entwicklung der Küchenbranche im Jahr 2025. Trotz eines insgesamt rückläufigen Möbelmarktes zeigte sich das Segment Küche erneut vergleichsweise stabil. Gleichzeitig stellte der Verband seine weiter wachsende Mitgliederbasis vor.
Gleich zu Beginn der Mitgliederversammlung ordnete Weisser die aktuelle Marktsituation vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten, neuer protektionistischer Tendenzen und politischer Veränderungen ein.
Ihre Funktion als zentraler Wohn und Kommunikationsraum sei heute stärker verankert denn je.
Während der deutsche Möbelmarkt insgesamt zuletzt erneut rückläufig war, konnte das Segment Küche seinen Anteil kontinuierlich ausbauen. Seit 2016 verzeichnete die Warengruppe nach den präsentierten Zahlen ein Wachstum von mehr als 25 Prozent. Die Entwicklung unterstreiche die zunehmende Bedeutung der Küche im Wohnumfeld.
KÜCHE BAUT IHRE STELLUNG IM WOHNBEREICH AUS Veränderte Wohn und Lebensgewohnheiten haben den Stellenwert der Küche erhöht. Heute entfällt nahezu ein Drittel des Möbelmarktes auf das Segment Küche. Trotz rückläufiger Stückzahlen legte der Küchenmarkt in Deutschland zuletzt auf Umsatzbasis leicht zu.
Bei den Produktionsumsätzen der deutschen Küchenmöbelindustrie zeigte sich im Inland ein weitgehend stabiles Bild. Im Auslandsgeschäft verzeichnete die Branche dagegen leichte Rückgänge. Maßgeblich hierfür sei insbesondere die Entwicklung des französischen Marktes gewesen, der traditionell einen bedeutenden Anteil am Exportgeschäft deutscher Küchenhersteller ausmacht.
Zugleich verwies Weisser auf erste positive Entwicklungen in weiteren internationalen Märkten. Insgesamt bleibe das Geschäft der deutschen Küchenindustrie jedoch weiterhin stark europäisch geprägt. Die Internationalisierung sei für viele Hersteller und Zulieferer ein wesentlicher Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie.




Auch Märkte wie die USA und China böten Potenziale, spielten für die deutsche Küchenindustrie derzeit jedoch noch eine vergleichsweise geringe Rolle.
FACHHANDEL STABILISIERT SICH
Für den Küchenfachhandel zeigte sich Weisser vorsichtig optimistisch. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen habe sich der Fachhandel im vergangenen Jahr stabilisiert und sowohl beim Absatz als auch beim Umsatz leicht positiv entwickelt.
Zugleich stieg der Durchschnittspreis weiter an. Für den AMK Vorstand ist dies ein Hinweis auf die hohe Wertschätzung der Einbauküche und die anhaltende Bereitschaft der Verbraucher, in das Produkt zu investieren.
VERBAND WÄCHST WEITER
Im Anschluss an die Marktanalyse stellte die AMK gemeinsam mit Christian Gerwens, Geschäftsführer von Miele und Sprecher des
Vorstands, die aktuelle Mitgliederentwicklung vor.
Zum 70 jährigen Bestehen zählt die Arbeitsgemeinschaft inzwischen 172 Mitgliedsunternehmen. Neu aufgenommen wurden die WiPo Elektrotechnik GmbH, die Gentstone GmbH, die Hochschule Fulda, LG Electronics, GGV , Adeda Systems GmbH, Alliance, Vollmann GmbH, der Fachverband „Leben, Raum und Gestalten“ aus Hessen sowie die Varia Franchise GmbH. Die Neuzugänge verdeutlichen die breite Aufstellung des Verbands entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Küchenbranche.
Während Bernd Weisser die robuste Entwicklung der Küchenbranche bilanzierte, richtete Christian Gerwens den Fokus auf die Herausforderungen und Chancen der kommenden Jahre.
Die Rahmenbedingungen bleiben schwierig: Konsumzurückhaltung, schwacher Wohnungsbau und geopolitische Unsicherheiten belasten den Markt weiterhin. „Man sieht eben, der Markt ist im Grunde genommen seit ungefähr sechs bis sieben Jahren unter starkem Druck“, sagte Christian Gerwens vor den Mitgliedern.
STARKER JAHRESAUFTAKT, ANSCHLIESSEND SEITWÄRTSBEWEGUNG
Die aktuellen Marktzahlen zeichneten laut Christian Gerwens ein differenziertes Bild. Sowohl im Inlands als auch im Exportgeschäft habe die deutsche Küchenmöbelindustrie zu Jahresbeginn zwar Zuwächse verzeichnet. Diese seien jedoch maßgeblich auf einen außergewöhnlich starken Januar zurückzuführen.
„Man könnte den Eindruck gewinnen: Ist ja gar nicht so schlecht“, sagte Christian Gerwens mit Blick auf die Entwicklung. Im weiteren Jahresverlauf habe sich das Geschäft allerdings weitgehend auf Vorjahresniveau eingependelt.
LINKS:
AMKGeschäftsführer
Volker Irle
MITTE UNTEN:
Heidrun Brinkmeyer, arbeitet aktiv im Arbeitskreis der AMK Internationalisierung.




KONSUMZURÜCKHALTUNG BLEIBT
ZENTRALE HERAUSFORDERUNG
Besondere Aufmerksamkeit widmete Christian Gerwens den gesamtwirtschaftlichen Indikatoren. Vor allem die deutlich gestiegene Sparneigung der Verbraucher bereite Anlass zur Sorge. „Rahmenbedingungen, die wir über viele Jahre gar nicht hatten, prägen den deutschen Markt bereits sehr stark“, erklärte Christian Gerwens.
Auch vom Wohnungsbau erwartet der Vorstandssprecher kurzfristig keine entscheidenden Wachstumsimpulse. Zwar zeigten einzelne Kennzahlen leichte Verbesserungen, eine grundlegende Trendwende sei jedoch bislang nicht erkennbar.
ERSATZBEDARF RÜCKT STÄRKER IN DEN FOKUS
Wachstumspotenziale sieht Christian Gerwens deshalb zunehmend im Bestandsgeschäft. Nach den vorgestellten Daten sind inzwischen 36 Prozent aller Küchen älter als 20 Jahre.
„Wir wissen, dass es Ersatzbedarf gibt“, sagte Christian Gerwens. Viele
Investitionen seien in den vergangenen Jahren aufgeschoben worden. Dieser Nachholbedarf könne die Marktentwicklung künftig stützen.
VERTRIEBSKANÄLE VERÄNDERN SICH Darüber hinaus verwies Christian Gerwens auf tiefgreifende Veränderungen innerhalb der Vertriebskanäle. Der Rückgang klassischer Handelsflächen, die zunehmende Internationalisierung sowie neue Wettbewerber sorgten aus seiner Sicht für eine „tektonische Verschiebung“ im Markt für Elektrogeräte.
Für Küchen und Elektrofachhandel könnten sich daraus neue Chancen ergeben, gleichzeitig nehme der Wettbewerbsdruck weiter zu.
INNOVATIONEN BLEIBEN WICHTIGER WACHSTUMSTREIBER
Trotz aller Herausforderungen zeigte sich Christian Gerwens mit Blick auf die weitere Entwicklung zuversichtlich. Insbesondere hochwertige Ausstattung, Küchenveredelung und innovative Gerätetechnik würden die Nachfrage weiterhin stützen.
Als Beispiel nannte er Kochfelder mit integriertem Dunstabzug, die inzwischen einen erheblichen Anteil des Umsatzvolumens im Markt ausmachen. „Produkte mit Innovationscharakter haben die Möglichkeit, Wachstum abzubilden“, davon ist Christian Gerwens überzeugt.
VDM: EXPORT UND WOHNUNGSBAU BLEIBEN SCHLÜSSELFAKTOREN
Ergänzend zu den Einschätzungen des AMK Vorstands präsentierte Bernd Pfänder vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM ) aktuelle Branchenkennzahlen. Dabei verwies Pfänder auf die weiterhin schwierige Situation im Wohnungsbau. Zwar hätten sich die Baugenehmigungen zuletzt leicht erholt, von einer nachhaltigen Trendwende könne jedoch noch keine Rede sein. Gleichzeitig gingen die Fertigstellungen weiter zurück.


OHNE SIE
GEHT NICHTS: Christine Bitz, Assistentin der Geschäftsführung ▬ Richarda Burré, Leitung Marketing & Öffentlichkeitsarbeit ▬ Irina Darian, Leitung Technik ▬ Laura Sanchez Morán ▬ Dr. Markus Hauptmann, Projektleitung Technik & Normung
BERND PFÄNDER, VDM: „Export wird das Thema werden, was uns die nächsten Jahre wieder massiv und viel stärker beschäftigen muss.“
Zugleich rücke das Auslandsgeschäft wieder stärker in den Fokus. Die Exportquote der deutschen Küchenmöbelindustrie habe sich zuletzt bei rund 46 Prozent stabilisiert. „Export wird das Thema werden, was uns die nächsten Jahre wieder massiv und viel stärker beschäftigen muss“, sagte Bernd Pfänder. Über viele Jahre sei das Exportgeschäft der wichtigste Wachstumsmotor der Branche gewesen.
Neben den Marktdaten stellte Bernd Pfänder auch die politische Verbandsarbeit des VDM vor. Mit der Initiative Wohnungsbau wolle der Verband die Bedeutung der Branche stärker in Berlin und Brüssel verankern. Darüber hinaus verwies Pfänder auf die Lehrfabrik Möbelindustrie in Herford, die inzwischen stark nachgefragt werde und künftig durch das neue Boardinghaus „Werrequartier“ ergänzt werden soll.
Neben der aktuellen Marktentwicklung rückten in Mannheim vor allem die Zukunftsthemen der Branche in den Fokus. Einen Schwerpunkt bildeten dabei Digitalisierung und Standardisierung.
PROFESSOR DR. HENNING
WILTS: „Kreislaufwirtschaft ist kein Thema einzelner Unternehmen, sondern der gesamten Wertschöpfungskette.“

Die Arbeitsgruppe Technik & Normung der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK ) entwickelt sich zunehmend zur zentralen Plattform für technische Standards und Digitalisierungsprojekte der Küchenbranche. Auf der Vereinsmitgliederversammlung Ende Juni stand vor allem ein Thema im Mittelpunkt: die neue AMK Einbaudatenbank. Für Volker Irle, Geschäftsführer der AMK , geht es dabei um weit mehr als eine weitere Datenplattform. Während der Mitgliederversammlung bezeichnete er das Projekt als „eines der größten Digitalisierungsprojekte, die wir in der Branche erreichen können“.

WENN FEHLENDE DATEN DIE KÜCHENPLANUNG AUSBREMSEN Ausgangspunkt für die Einbaudatenbank war ein Problem, das die Branche seit Jahren begleitet. Bereits 2023 beschäftigte sich das Projektteam „Koordinationsmaße“ mit wiederkehrenden Schwierigkeiten beim Zusammenspiel von Hausgeräten und Küchenmöbeln. Immer wieder kam es zu nicht passenden Einbausituationen, unerwünschten Spaltmaßen oder fehlenden Planungsinformationen. „Dass wenn zwei EGeräte eingebaut werden, dass das mit dem Holz nicht funktioniert“, könne auf Dauer kein akzeptabler Zustand sein, hieß es während der Sitzung. Die eigentliche Herausforderung liegt nach Darstellung der AMK jedoch tiefer. Zwar existieren für viele Produkte technische Unterlagen, diese liegen jedoch häufig lediglich als PDF Dateien oder technische Zeichnungen vor. Für digitale Planungs und Produktionsprozesse seien diese Informationen nur eingeschränkt nutzbar. Bis heute führt dies vielfach zu manuellen Rückfragen zwischen Küchenfachhandel, Küchenmöbelherstellern und Geräteindustrie. Produktdaten werden recherchiert, telefonisch angefragt oder k+a 3.2026 | 7

händisch übernommen. Irle schilderte die Situation mit deutlichen Worten: „Das ist kein Scherz, online recherchiert, weil ja irgendwo findet man diese Information, aber nicht in verwertbarer Form.“
VON DER EINZELABFRAGE ZUR GEMEINSAMEN BRANCHENLÖSUNG
Die neue AMK Einbaudatenbank soll diesen Prozess grundlegend verändern. Hersteller liefern ihre Einbaudaten künftig einmalig zentral in die Plattform ein. Die Küchenmöbelindustrie kann die benötigten Informationen anschließend automatisiert über definierte Schnittstellen abrufen
und in ihre Systeme übernehmen. Ziel ist eine einheitliche, vollständige und aktuelle Datenbasis für Planung, Produktion und Montage. Die AMK versteht sich dabei ausdrücklich als neutrale Instanz innerhalb der Branche. „Dadurch, dass wir die verschiedenen Gewerke vereinen, kommt dieses Thema wieder. Wir sind diejenigen, die es aus allen Gerätegruppen einsammeln können, neutral von der Branche für die Branche organisieren können und es dann bereitstellen können“, sagte Irle. Grundlage des Projekts ist das 2023 gegründete Projektteam „Branchendatenbank“. Gemeinsam mit Datenlieferanten und Datennutzern wurden Produktgruppen definiert, die benötigten Datensätze festgelegt sowie notwendige und optionale Schnittstellen für die automatische Datenlieferung beschrieben. Nach Angaben der AMK fordern sämtliche beteiligten Stakeholder eine einheitliche Branchenlösung, bei der die relevanten Daten im Besitz der Branche bleiben.
Im Zentrum steht dabei die industrielle Fertigung von Einbauküchen. Nach Angaben der AMK werden in Deutschland jährlich rund 1,8 Millionen Küchen produziert. Die benötigten Einbauinformationen seien damit faktisch für jede einzelne Küche relevant. Dabei gehe es ausdrücklich nicht nur darum, Rückfragen zu reduzieren. „Wir machen das nicht nur, um etwas ein bisschen besser zu machen, um ein bisschen weniger Rückfragen zu haben, sondern um wirklich Kernelemente der Produktion einer modernen Einbauküche zu klären“, betonte der AMK Geschäftsführer.
Die AMK-Einbaudatenbank erweitert den D atenumfang von 6 auf 16 Produktgruppen – Daten von 5 5887 7 Lieferanten liegen bereits vor
Produktgruppen alte vs neue Einbaudatenbank


Eine zentrale Einbaudatenbank, die durch die AMK zwischen allen Stakeholdern koordiniert und bereitgestellt wird, hat Vorteile für alle Beteiligten
Nutzen für die Stakeholder


DATENUMFANG WÄCHST DEUTLICH
Während bisherige Datenbanken lediglich sechs Produktgruppen abbildeten, soll die AMK Branchendatenbank künftig 16 Produktgruppen umfassen. Neben Herden, Kochfeldern und Kühlgeräten sollen unter anderem auch Spülen und Armaturen, Lichttechnik, Steckdosen, Schrank und Nischenausstattungen, Lüftungstechnik sowie InteriorProdukte integriert werden. In den Präsentationsunterlagen war von Daten von bereits 587 Lieferanten die Rede.
Nach Angaben der AMK befindet sich die Plattform bereits im produktiven Einsatz. „Das Ding ist übrigens live“, sagte Irle vor den Mitgliedern. Erste Unternehmen liefern ihre Datensätze bereits automatisiert an die Datenbank. Zudem wird das System nach Angaben der Verantwortlichen seit mehreren Monaten von einem großen Küchenmöbelhersteller im LiveBetrieb genutzt. Perspektivisch soll die Plattform nicht allein Produktionsprozesse unterstützen. Auch die Integration in Planungssoftware sowie weitergehende Funktionen wie Planungsprüfung wurden während der Sitzung als mögliche Entwicklungsschritte genannt.
EIGENE KOMPETENZEN UND EXTERNE PARTNER
Für die technische Umsetzung arbeitet die AMK mit dem Digitalisierungspartner Dein Konfigurator zusammen. Parallel baut die AMK eigene personelle Ressourcen aus. „Wir haben Dr. Hauptmann für das Thema Technik und Normung eingestellt, damit wir natürlich auch unter anderem für solche Projekte Luft bekommen, dass wir auch dort eine eigene Kompetenz haben“, erläuterte Irle. Perspektivisch sollen sich drei Mitarbeitende ausschließlich mit der Einbaudatenbank beschäftigen.
TRANSPARENTES FINANZIERUNGSMODELL
Die Einbaudatenbank wird derzeit über die AMK GmbH angeboten. Langfristig ist nach Angaben der Verantwortlichen auch eine Ausgliede
rung in eine eigene Gesellschaft denkbar. Finanziert werden soll die Plattform über ein transparentes und kostendeckendes Modell. „Was kostet der Spaß? Es ist ein Open Book“, sagte Irle. Die Kalkulation umfasse Personal ebenso wie IT Kosten. Ziel sei ausdrücklich kein Geschäftsmodell nach dem Prinzip „Drucker und Druckerpatronen“, sondern eine gemeinschaftliche Branchenlösung. „Wir gehen das mal an und gucken, dass wir das kostendeckend vernünftig hinbekommen.“ Die Tarifstruktur berücksichtigt sowohl die Unternehmensgröße als auch den jeweiligen Nutzungsumfang. Für Hausgeräte und Zubehörhersteller beginnen die monatlichen Gebühren bei 350 Euro, für Küchenmöbelhersteller bei 1.900 Euro. Nichtmitglieder zahlen höhere Nutzungsgebühren. Gruppen und individuelle Tarife sind ebenfalls vorgesehen. Zum Abschluss des Themenblocks warb Irle erneut für die Beteiligung der Branche: „Ich glaube, das hier ist tatsächlich eine der größten Chancen, die wir als Gemeinschaft haben, dieses Problem hoffentlich ein für alle Mal anzugehen und damit einen Lösungsweg zu beschreiben.“
DPP UND ANTI-FINGERPRINT BLEIBEN AUF DER AGENDA Inzwischen stehen den Mitgliedsunternehmen 18 AMK Merkblätter zur Verfügung, weitere befinden sich in Abstimmung oder Bearbeitung. Die Themen reichen von Oberflächentemperaturen und Feuchtebeständigkeit bis hin zu Koordinationsmaßen für unterschiedlichste Einbaugeräte. Die Einbaudatenbank ist dabei nur eines von mehreren Projekten, mit denen die AMK die technische Weiterentwicklung der Branche vorantreibt. Wie z. B. die Aktivitäten rund um den Digitalen Produktpass (DPP ). Die AMK bündelt nach eigenen Angaben Praxiswissen aus der Branche und bringt dieses in den europäischen Dialog ein. Im Projekt „Austausch zum DPP “ arbeiten Verbände, Industriepartner und Umsetzungsinitiativen zusammen.
Fortschritte gibt es zudem beim neuen AMK Merkblatt 018. Das Dokument soll ein Prüfverfahren zur Bewertung und Klassifizierung von Fingerabdrücken auf Oberflächen von Küchen und Badmöbeln sowie
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Haushaltselektrogeräten definieren. Aktuell läuft ein zweiter Ringversuch zur Verifizierung des angepassten Prüfverfahrens. Bei positivem Verlauf könnte das Merkblatt 2027 veröffentlicht werden.
AUSBAU DER KOMMUNIKATION UND DER INTERNATIONALEN AKTIVITÄTEN
Mit der wachsenden Zahl an Mitgliedern und Themen steigt auch die Komplexität der Verbandsarbeit. Auf der Mitgliederversammlung in Mannheim stellte AMK Geschäftsführer Volker Irle deshalb die Weiterentwicklung der Kommunikationsstrategie sowie den Ausbau internationaler Aktivitäten vor.
Ausgangspunkt für die Neuausrichtung sei die Erkenntnis gewesen, dass selbst innerhalb der Mitgliedsunternehmen vielfach nicht bekannt sei, an welchen Projekten die AMK bereits arbeite.
Künftig soll die interne Kommunikation stärker strukturiert werden. Geplant sind regelmäßige Newsletter, eine weiterentwickelte Website sowie zusätzliche digitale Informationsangebote, um die Aktivitäten des Verbands sichtbarer zu machen.
Trotz aller digitalen Formate bleibe der persönliche Austausch ein zentrales Element der Verbandsarbeit. Gespräche innerhalb der Arbeitsgruppen und bei Veranstaltungen seien durch digitale Angebote nicht zu ersetzen.
Auch die externe Kommunikation entwickelt die AMK weiter. Nach Angaben des Verbands wurden über Pressearbeit, Fachmedien, Social
Media und weitere Kommunikationsmaßnahmen inzwischen Reichweiten von mehreren hundert Millionen Kontakten erzielt. Künftig soll unter anderem der „Tag der Küche“ noch stärker als öffentlichkeitswirksames Medienformat genutzt werden.
Neben der Kommunikation stand die Internationalisierung im Fokus. Die AMK wolle ihre Mitglieder weiterhin mit Länderinformationen, Marktanalysen und internationalen Messeaktivitäten unterstützen. Ziel sei es, Unternehmen bei der Bewertung neuer Märkte zu begleiten und insbesondere mittelständischen Unternehmen zusätzliche Zugänge zu internationalen Aktivitäten zu ermöglichen.
Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die Arbeit in China. Dort stehen zunehmend Themen wie Standardisierung, technische Schnittstellen sowie der Austausch zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen im Mittelpunkt.
Für Volker Irle ist die Rolle der AMK dabei klar definiert: Der Verband versteht sich als Plattform für Information, Austausch und gemeinschaftliche Lösungen innerhalb der Küchenbranche.
KÖLNMESSE SETZT AUF NEUE FORMATE
Die enge Zusammenarbeit zwischen AMK und Kölnmesse soll auch künftig ein wichtiger Impulsgeber für die Branche bleiben. In ihrem Grußwort würdigte die Kölnmesse die Entwicklung des Verbands und betonte die Bedeutung der engen Vernetzung von Küchenmöbelindustrie, Hausgeräteherstellern, Zulieferern und Dienstleistern.
Die Tarifstruktur berücksichtigt sowohl die unterschiedlichen „Nutzenlevel“ wie auch den Aufwand der Dateneingabe und -pflege
Vertragskonditionen



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BEIM GETTOGETHER unter dem Motto „Ganz in Weiß“ stand das Netzwerken im Mittelpunkt.

Ergänzt wird die diesjährige Orgatec erstmals durch die parallel stattfindende IDD Cologne. Das Format soll hochwertiges Interior Design nicht nur auf dem Messegelände, sondern auch in der Stadt erlebbar machen.
Mit Blick auf das kommende Jahr kündigte die Kölnmesse zudem die Neuauflage der imm cologne an, die Anfang 2027 erneut den Auftakt in das internationale Interior Jahr bilden soll. Auch die interzum bleibt als Leitmesse für die Zulieferindustrie ein zentraler Bestandteil des Kölner Messekalenders.
Die Kölnmesse begrüßte insbesondere die Entscheidung von Alliance, KüchenTreff und Küchenring, ihre Küchenkompetenztage künftig in Köln auszurichten. Der Wechsel soll die Sichtbarkeit der Küchenbranche weiter erhöhen.
Zum Abschluss dankte die Kölnmesse der AMK und ihrem Geschäftsführer Volker Irle für die langjährige Zusammenarbeit und bekräftigte den Anspruch, die Partnerschaft auch künftig fortzuführen.
KREISLAUFWIRTSCHAFT WIRD ZUR STRATEGISCHEN AUFGABE
Mit der Kreislaufwirtschaft rückte in Mannheim ein weiteres Zukunftsthema in den Mittelpunkt. In seiner Keynote machte Professor Henning Wilts vom Wuppertal Institut deutlich, dass Kreislaufwirtschaft zunehmend zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor für die Industrie wird. „Kreislaufwirtschaft ist wirklich der Versuch, diese gesamte Kette zu adressieren“, sagte Professor Henning Wilts vor den Teilnehmern in Mannheim. Es gehe nicht allein um Recycling oder Abfallmanagement, sondern ebenso um Materialauswahl, Produktdesign, Geschäftsmodelle und Logistik entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Vor dem Hintergrund unsicherer Lieferketten und geopolitischer Spannungen beschäftigen sich Unternehmen zunehmend mit der Frage, wie Stoffkreisläufe geschlossen und Abhängigkeiten von globalen Rohstoffmärkten reduziert werden können.
Dabei verwies Wilts auf eine Entwicklung, die aus seiner Sicht häufig unterschätzt wird: Deutschland verfüge zwar über eine der leistungsfähigsten Abfallwirtschaftsinfrastrukturen weltweit, bei der tatsächlichen Nutzung recycelter Materialien in industriellen Prozessen liege die Bundesrepublik jedoch lediglich knapp über dem europäischen Durch

schnitt. Länder wie die Niederlande, Frankreich oder Italien seien hier bereits weiter.
„Wir sind tatsächlich das Land mit der besten Abfallwirtschaftsinfrastruktur der Welt“, sagte Professor Henning Wilts. Entscheidend sei jedoch, dass Kreislaufwirtschaft weit über das klassische Recycling hinausgehe. Für zusätzliche Dynamik sorgt nach Einschätzung des Wuppertal Instituts die Bioökonomie. Die Europäische Kommission sehe diesen Bereich inzwischen als strategisches Zukunftsfeld für Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz. Neue biobasierte Materialien und innovative Werkstoffe eröffneten der Industrie zusätzliche Möglichkeiten. Zugleich warnte Wilts vor vereinfachten Betrachtungen: „Nur weil Bio draufsteht, muss es nicht zwangsläufig bio, nachhaltig oder zirkulär sein.“
Auch wirtschaftlich sieht der Wissenschaftler erhebliche Potenziale. Nach den vorgestellten Studien beläuft sich das Marktpotenzial der Kreislaufwirtschaft in Deutschland bereits heute auf rund 80 Milliarden Euro. Bis 2045 könnte dieser Markt deutlich wachsen und zusätzliche Wertschöpfung generieren.
Als wesentliche Herausforderung bezeichnete Wilts allerdings die Umsetzung. „Es mangelt nicht an Konzepten, an Zielen, an Ideen, sondern es fehlt an Umsetzung“, sagte er mit Blick auf die zahlreichen nationalen und europäischen Strategien. Für Unternehmen seien vor allem verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit entscheidend.
Große Chancen sieht Professor Wilts in digitalen Produktpässen. Sie könnten künftig neue zirkuläre Geschäftsmodelle ermöglichen und die Wiederverwendung von Produkten erleichtern. Zugleich zeigten Untersuchungen des Wuppertal Instituts, dass Verbraucher bereit seien, für bestimmte zirkuläre Produkteigenschaften höhere Preise zu akzeptieren. Für ihn steht fest: Kreislaufwirtschaft wird künftig weit mehr sein als ein regulatorisches Pflichtthema. Entscheidend sei, technologische Innovationen, wirtschaftliche Anreize und Verbraucherakzeptanz zusammenzuführen.
Die Mitgliederversammlung machte deutlich: Die AMK versteht sich nicht mehr nur als Branchenverband, sondern zunehmend als Plattform für gemeinsame Lösungen. Digitalisierung, Datenqualität, internationale Vernetzung und Kreislaufwirtschaft werden die Verbandsarbeit der kommenden Jahre prägen.

MEHR ALS MÜLLTRENNUNG: DER WERTSTOFFSCHRANK
ALS PLANUNGSBAUSTEIN
Mit steigenden Anforderungen an Organisation und Stauraumnutzung rückt auch die Sammlung von Wertstoffen stärker in den Fokus der Küchenplanung. Gefragt sind durchdachte Organisationskonzepte, die Arbeitsabläufe optimieren und den Alltag erleichtern. Dazu gehört zunehmend auch die strukturierte Sammlung von Wertstoffen. Sie verlangt nach Lösungen, die sich funktional und gestalterisch ebenso selbstverständlich in die Küchenarchitektur integrieren wie klassische Mülltrennsysteme. Mit einem speziell entwickelten Wertstoffschrank erweitert Hailo das Spektrum moderner Stauraumkonzepte um eine eigenständige Organisationslösung. Statt Wertstoffe provisorisch im Hauswirtschaftsraum oder in freistehenden Behältern zu sammeln, entsteht eine klar definierte Zone innerhalb der Küchenarchitektur.
FUNKTION ALS PLANUNGSPRINZIP
Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein zusätzlicher Stauraum, sondern eine konsequente Optimierung der Arbeitsabläufe. Zwei großzügige Auszugssysteme mit herausnehmbaren Behältern sowie eine separate KippBox ermöglichen die sortenreine Erfassung unterschiedlicher Wertstoffe. Das System ergänzt die klassische Restmüllorganisation, ohne deren Funktion zu ersetzen – vielmehr entsteht eine funktionale Trennung zwischen täglichem Küchenabfall und wiederverwertbaren Materialien. Aus planerischer Sicht eröffnet dieser Ansatz neue Möglichkeiten. Der Wertstoffschrank lässt sich sowohl in Unterschränke als auch in
Hochschränke integrieren und eignet sich damit für unterschiedlichste Küchenkonzepte ebenso wie für Hauswirtschaftsräume. Beide Module können einzeln oder kombiniert eingesetzt werden, wodurch sich individuelle Anforderungen an Haushaltsgröße und Recyclingverhalten flexibel berücksichtigen lassen.
Auch ergonomisch folgt das Konzept aktuellen Planungsanforderungen. Die herausnehmbaren Behälter gewährleisten einen komfortablen Transport zum Recycling, während der geneigte Kippmechanismus der KippBox einen schnellen Zugriff selbst bei großvolumigen Verpackungen ermöglicht. Eine zusätzliche OnTopSchale schafft darüber hinaus eine weitere Organisationsebene für Sammelgut oder Zubehör und nutzt den vorhandenen Stauraum effizient aus.
ORGANISATION MIT MEHRWERT
Gestalterisch fügt sich das System mit seiner reduzierten Formensprache und den dunkelgrauen Behältern unauffällig in moderne Möbelprogramme ein. Technische Funktion tritt bewusst hinter einer ruhigen, architektonischen Gestaltung zurück – ein Aspekt, der insbesondere im hochwertigen Küchen und Innenausbau zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Der Wertstoffschrank zeigt exemplarisch, wie sich die Anforderungen an die Küchenplanung verändern. Neben Design und Ergonomie gewinnt die intelligente Organisation von Wertstoffen zunehmend an Bedeutung. Wertstofftrennung entwickelt sich damit vom funktionalen Nebenschauplatz zu einem festen Bestandteil einer ganzheitlich geplanten Küchenarchitektur.
Projekt K –
Designed by Böhm Küchen · umgesetzt mit Pronorm

Christian Böhm, Böhm Küchen, GroßBieberau, über den Wandel des Wohnens

Designed by Böhm Küchen · umgesetzt mit next 125


DAS TEAM VON BÖHM KÜCHEN in GroßBieberau: Firmengründer Wolfgang Böhm sowie Christian und Stefan Böhm stehen gemeinsam mit ihrem Team für einen generationsübergreifenden Planungsansatz.
Großzügige Fensterfronten lassen das Tageslicht tief in die Ausstellung von Böhm Küchen in GroßBieberau fließen. Die Grenzen zwischen Innen und Außen verschwimmen ebenso wie jene zwischen Küche, Essen und Wohnen. Solitärmöbel treffen auf maßgeschneiderte Einbauten, komfortable Sessel ergänzen Kochinseln, Materialien schaffen Wärme und Geborgenheit. Die Ausstellung wirkt hell, inspirierend und zugleich erstaunlich wohnlich. Sie vermittelt die Eigenschaften, die das familiengeführte Unternehmen seit Jahrzehnten prägt: Küchen werden hier nicht isoliert gedacht – sie sind Teil eines ganzheitlichen Lebensraums. Dieser Anspruch gewinnt gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche zunehmend an Bedeutung. Die Küche ist längst nicht mehr bloßer Funktionsraum. Sie ist Kommunikationszentrum, Rückzugsort und Ausdruck individueller Lebensqualität. Christian Böhm beobachtet diesen Wandel seit Jahren. „Der Stellenwert des eigenen Zuhauses, des sicheren Rückzugsorts, hat sich durch die CovidPandemie sowie die diversen geopolitischen Krisen nochmals intensiviert“, erklärt er. Die Anforderungen an die Planung seien dadurch deutlich komplexer geworden. Komfort, Nachhaltigkeit und emotionale Sicherheit würden heute gleichermaßen erwartet.

WENN OFFENHEIT NEUE ANFORDERUNGEN SCHAFFT
Damit rückt auch die Wirkung der Küche auf das Wohnumfeld stärker in den Fokus. Die offene Küche hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nahezu flächendeckend durchgesetzt – mit entsprechenden Konsequenzen für das Raumklima. „Aufgrund des seit Jahrzehnten stattgefundenen Siegeszugs der offenen Küche spielt deren Wirkung auf das Raumklima eine bedeutende Rolle“, erläutert Böhm. Effektive Lüftungssysteme seien heute unverzichtbar. Besonders Muldenlüftungen hätten sich etabliert. Aber auch moderne Umluftsysteme entwickelten sich stetig weiter – etwa durch leistungsfähigere Aktivkohlefilter oder wartungsfreie Plasmafilter.
DIE RÜCKKEHR DER MATERIALIEN MIT CHARAKTER
Parallel dazu verändert sich die Materialwahl. Während in den vergangenen Jahren oftmals eine reduzierte, beinahe sterile Ästhetik dominierte, zeichnet sich heute eine neue Sehnsucht nach Authentizität ab. „Bei uns nehmen Echtmaterialien stetig zu“, berichtet Christian Böhm. Bei Arbeitsplatten seien insbesondere Naturstein, warmgewalzter Edelstahl und vor allem Porzellankeramik gefragt. Bei Fronten gewännen Echtholzfurniere ebenso an Bedeutung wie pflegeleichte Mattlackoberflächen in hellen, beigen und erdigen Farbtönen.
PLANUNG BEGINNT LANGE
VOR DEM ERSTEN KÜCHENSCHRANK
Dass hochwertige Planung frühzeitig beginnen sollte, erlebt das Team von Böhm Küchen immer wieder. Einer der häufigsten Fehler bei Neubauten und Sanierungen sei der zu späte Kontakt zum Küchenstudio. „Leider kommen immer noch zu viele Bauherren erst dann zu uns, wenn bereits Fakten geschaffen wurden“, bedauert Böhm. Sind Innenwände gestellt sowie Elektro und Wasserinstallationen abgeschlossen, schränke dies die gestalterischen Möglichkeiten erheblich ein und führe nicht selten zu vermeidbarer Doppelarbeit.
Mit dieser Entwicklung verändert sich auch die Rolle der Küchenplanung innerhalb des Bauprozesses. Während die Küche früher häufig als nachgelagerte Ausstattung verstanden wurde, wird sie heute zunehmend als integraler Bestandteil der Architektur betrachtet. Laufwege, Sichtachsen, Lichtführung und die Übergänge zwischen Kochen, Essen und Wohnen werden frühzeitig mitgedacht. Die Grenzen zwischen Möbelplanung und Innenarchitektur verschwimmen. Für Planer eröffnet dies die Möglichkeit, Räume zu schaffen, die nicht nur funktional überzeugen, sondern auch das soziale Miteinander fördern und die Lebensqualität nachhaltig steigern.
MASSGEFERTIGTE EINBAUTEN übernehmen heute häufig architektonische Funktionen – sie strukturieren Räume, integrieren Technik und schaffen Stauraum zugleich.
Projekt G – Designed by Böhm Küchen · umgesetzt mit Leicht


KOMFORT NEU GEDACHT: WASSER, TECHNIK UND ALLTAG
Ein Thema, das in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen hat, ist die Wasserqualität. „Heute setzen wir in jeder zweiten bis dritten Küche ein Trinkwassersystem ein“, berichtet Christian Böhm. Die Systeme liefern gefiltertes stilles Wasser, teilweise auch kochendes oder aufgesprudeltes Wasser direkt aus der Armatur. Die Gründe seien vielfältig: Komfort im Alltag, der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit und die Reduzierung von Transportwegen und CO₂Emissionen. „Unsere Kunden schätzen die Bequemlichkeit, jederzeit hochwertiges Trinkwasser zur Verfügung zu haben“, so Böhm. Die zunehmende Integration von Trinkwassersystemen spiegelt einen generellen Trend wider, Komfortfunktionen direkt in die Küchenplanung einzubinden. Auch die Erwartungen an Funktionalität und Nutzungskomfort sind gestiegen. Während die Materialentscheidung häufig von ästhetischen Gesichtspunkten geprägt sei, würden technische Komponenten kompromisslos funktionieren müssen. „Klare Funktionalität wird in erster Linie bei Geräten erwartet“, erklärt Böhm. Gleichzeitig steige der Anspruch an mechanische Lösungen wie TipOnSysteme. Komfort werde heute nicht mehr als Luxus wahrgenommen, sondern als selbstverständlicher Bestandteil eines Zuhauses.
MEHR PERSÖNLICHKEIT STATT PERFEKTER PURISTIK
Welche Entwicklungen werden die Küchenplanung künftig prägen? Christian Böhm sieht einen deutlichen Trend zu mehr Materialehrlich
keit und Individualität. „Viele Echtmaterialien werden die kommenden Jahre bestimmen“, prognostiziert er. Gleichzeitig werde sich die extreme Puristik der vergangenen Jahre schrittweise auflösen. „Wir sehen wieder facettenreichere Formen, unterschiedliche Höhen und Tiefen sowie mehr Dreidimensionalität in den Oberflächen – etwa durch schmale Rahmen, Rillen oder Texturen.“
Die Küche entwickelt sich damit weiter zum architektonischen Gesamtkonzept. Sie verbindet Design mit Funktion, Nachhaltigkeit mit Komfort und technische Innovation mit emotionaler Wärme.
VERBINDUNGEN, DIE BESTAND HABEN
Dieses Verständnis prägt auch die Arbeit des familiengeführten Unternehmens. Wolfgang, Christian und Stefan Böhm setzen auf lang fristige Beziehungen – sowohl zu ihren Kunden als auch zu langjährigen Industriepartnern. Die Zusammenarbeit mit ausgewählten Herstellern aus dem Premiumsegment spiegelt den Anspruch wider, individuelle Planung mit hoher handwerklicher und technischer Qualität zu verbinden.
Die Offenheit der großen Fensterfronten in GroßBieberau erscheint damit beinahe symbolisch. Sie geben den Blick frei auf Wohnwelten, die inspirieren – und auf ein Verständnis von Planung, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die Küche hat sich damit zu einem integralen Bestandteil moderner Wohnkonzepte entwickelt – dort, wo Architektur, Alltag und Lebensqualität aufeinandertreffen.
DIE ZUNEHMENDE
VERLAGERUNG von Arbeit ins eigene Zuhause hat den Bedarf an multifunktionalen und individuell geplanten Arbeitsbereichen deutlich erhöht.
Designed by Böhm Küchen · umgesetzt mit Schüller und Speedmaster

OFFENE GRUNDRISSE erfordern eine frühzeitige Abstimmung von Architektur und Innenausbau. Küchenplanung wird dabei zunehmend Teil eines ganzheitlichen Raumkonzepts.
Projekt G – Designed by Böhm Küchen · umgesetzt mit Leicht.
PERSÖNLICHE RÜCKZUGSORTE und hochwertige Stauraumkonzepte zählen zu den Themen, die in der Wohnplanung der vergangenen Jahre stark an Bedeutung gewonnen haben
Designed by Böhm Küchen – umgesetzt mit Schüller und Speedmaster

DER WUNSCH nach gestalterischer Kontinuität endet heute nicht mehr an der Küchentür. Individuell geplante Einbaumöbel prägen zunehmend auch angrenzende Wohn und Funktionsbereiche.
Projekt K – Designed by Böhm Küchen · umgesetzt mit Pronorm

DIE ENGE VERZAHNUNG von Innenarchitektur, Möblierung und Lichtplanung zählt heute zu den zentralen Anforderungen anspruchsvoller Wohnprojekte.
Designed by Böhm Küchen – umgesetzt mit i-luminate.


Partnerschaft auf Augenhöhe, konsequente Fachhandelsorientierung und eine außergewöhnliche Planungsfreiheit prägen das Selbstverständnis von Beckermann Küchen in Cappeln. Im Gespräch mit Dirk Leenderts, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, und Tim Rabe, Vertriebsleiter seit Ende vergangenen Jahres, wird deutlich: Der Fokus liegt nicht auf kurzfristigen Trends, sondern auf nachhaltigem Erfolg durch Kundennähe und Verlässlichkeit. „Viele unserer Entwicklungen entstehen direkt aus den Anforderungen unserer Kunden“, bringt es Dirk Leenderts auf den Punkt.

DIE NEUE GENERATION wohnlich geprägter Küchenplanung zeigt sich in durchgängigen Holzoberflächen und fließenden Übergängen in angrenzende Wohnbereiche. Solche Konzepte unterstützen den Anspruch von Beckermann, Küchen zunehmend als Teil ganzheitlicher Einrichtungslösungen zu verstehen.
MIT SEINEM MYHOMEKONZEPT überträgt Beckermann die gestalterische Sprache der Küche zunehmend auf angrenzende Wohnbereiche. Die durchgängige Materialität unterstützt ganzheitliche Einrichtungskonzepte und schafft fließende Übergänge zwischen Kochen, Essen und Wohnen.
BESTÄNDIGKEIT MIT PERSPEKTIVE
Im 130. Jubiläumsjahr zeigt sich das mittelständische Unternehmen in stabiler Verfassung. Trotz anspruchsvoller Marktbedingungen verzeichnet Beckermann Küchen eine kontinuierlich positive Geschäftsentwicklung und gewinnt neue Partner hinzu.
Die Grundlage dafür bildet eine klare strategische Ausrichtung: industrielle Maßfertigung, außergewöhnliche Material und Farbvielfalt sowie nahezu grenzenlose Planungsfreiheit. Diese Stärken spiegeln sich auch im Feedback des Fachhandels wider.
Dirk Leenderts, zuvor viele Jahre im Maschinen und Anlagenbau tätig, fand bewusst den Weg in die Branche. Besonders beeindruckt hat ihn die Unternehmenskultur: Verlässlichkeit, Bodenständigkeit und eine hohe Identifikation der Mitarbeitenden. Der langfristige Einfluss von Bernd Lampe, der das Unternehmen über Jahrzehnte geprägt hat, sei dabei deutlich spürbar. „Ich habe gemerkt, dass Bernd Lampe das Unternehmen über viele Jahrzehnte geprägt hat. Ganz klar, er hat seine Fußspuren hier hinterlassen“, erkennt Dirk Leenderts an.
STÄRKEN AUSBAUEN, ZUKUNFT GESTALTEN
Bewährtes weiterzuentwickeln und gezielt neue Impulse zu setzen, steht im Zentrum der aktuellen Ausrichtung. Ein Schwerpunkt liegt auf persönlicher Betreuung, weiterem Ausbau des Kundenservices und auf intensiver Schulung.
Ein wichtiger Baustein ist das neue digitale Verkaufshandbuch, das zusätzlich zur bestehenden Printversion eingesetzt wird. Die hybride Lösung verkürzt Planungsprozesse, erleichtert den Zugriff auf Produktinformationen und beschleunigt die Markteinführung neuer Lösungen. Auch für Tim Rabe war der Wechsel zu Beckermann Küchen eine bewusste Entscheidung. Neben der Produktqualität überzeugten ihn insbesondere die Unternehmenskultur und der strategische Fokus auf den Fachhandel: „Wir arbeiten ausschließlich mit dem Fachhandel – und das ist eine klare Entscheidung für die Zukunft.“
AGILITÄT ALS ERFOLGSFAKTOR
Die positive Entwicklung des Unternehmens ist kein Zufall. Als mittelständischer Hersteller verfügt Beckermann über eine flexible Struktur, die schnelle Reaktionen auf Marktveränderungen ermöglicht. Gerade in herausfordernden Zeiten zeigt sich die Stärke dieser Agilität – kombiniert


DIE KOMBINATION aus industrieller Maßfertigung und nahezu grenzenloser Planungsfreiheit ermöglicht Beckermann individuelle Lösungen selbst für anspruchsvolle Grundrisse. Integrierte Arbeitsbereiche spiegeln zugleich den Trend zu multifunktionalen Wohnkonzepten wider.
mit einer Unternehmenskultur, die von Zusammenhalt und Engagement geprägt ist. Trotz verhaltener Konsumstimmung und schwächelnder Baukonjunktur bleibt die Geschäftsentwicklung stabil. Kaufentscheidungen werden zwar häufiger aufgeschoben, gleichzeitig wächst jedoch das Bedürfnis nach Sicherheit und Verlässlichkeit – Aspekte, von denen Beckermann profitiert.
MASSFERTIGUNG ALS STANDARD
Im Premiumsegment positioniert, richtet sich Beckermann Küchen an Kunden mit langfristigem Anspruch an Qualität und Individualität. Ein zentraler Wettbewerbsvorteil ist die industrielle Maßfertigung, die ein Höchstmaß an Variabilität ermöglicht.
„Viele unserer Entwicklungen entstehen direkt aus den Anforderungen unserer Kunden.“
Für Dirk Leenderts, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, bilden Kundennähe und partnerschaftliche Zusammenarbeit die Grundlage der Unternehmensentwicklung.

Individuelle Lösungen gehören zum Alltag: Dachschrägen, Sondermaße und spezielle Frontbearbeitungen lassen sich flexibel umsetzen. Dank eigener Frontenfertigung bietet Beckermann zudem eine große Modellvielfalt – auch mit unterschiedlichen Rahmenbreiten. Ergänzt wird dies durch das 6Plus Raster, mit dem sich ausgehend von einem 6RasterUnterschrank die ergonomische Arbeitshöhe millimetergenau anpassen lässt.
Ein weiteres Differenzierungsmerkmal ist die umfassende Farbkompetenz. Dank der hauseigenen Lackierung mit modernen Wasserlacken lassen sich sämtliche RAL und NCS Farben individuell umsetzen. Der serienmäßige 19mmKorpus unterstreicht zusätzlich die Wertigkeit und Stabilität der Produkte.

„Wir arbeiten ausschließlich mit dem Fachhandel – und das ist eine klare Entscheidung für die Zukunft“
Für Tim Rabe, Vertriebsleiter bei Beckermann Küchen, ist die konsequente Fachhandelsorientierung ein zentrales Element der Unternehmensstrategie.


OFFENE REGALLÖSUNGEN für Dachschrägen verdeutlichen den Anspruch, auch komplexe Grundrisse gestalterisch und funktional auszunutzen. Maßgefertigte Einbauten schaffen zusätzlichen Stauraum und stärken den wohnlichen Charakter der Planung. INTEGRIERTE HOMEOFFICELÖSUNGEN erweitern die Küche zum multifunktionalen Lebensraum. Durchgängige Materialien und flexible Planung unterstützen fließende Übergänge zwischen Arbeiten, Wohnen und Kochen.
GANZHEITLICHE WOHNKONZEPTE
Mit dem Konzept MyHome erweitert Beckermann Küchen seinen Fokus über die klassische Küche hinaus. Ziel ist es, den Fachhandel bei der Planung ganzheitlicher Wohnräume zu unterstützen – von Ankleiden über Vorratsräume bis hin zu individuellen Wohnlösungen. Insbesondere in den Bereichen Ankleide und Bevorratung werden deutliche Wachstumsimpulse verzeichnet.
„Gerade in den Bereichen Ankleide und Bevorratung verzeichnen wir große Zuwächse“, erläutert Tim Rabe. Dabei zeige sich jedoch, dass die Händler unterschiedlich weit seien. Während einige bereits umfassende Einrichtungskonzepte anböten, konzentrierten sich andere weiterhin ausschließlich auf die Küche. Unterstützt wird der Handel durch praxisnahe Planungsunterlagen und flexible, vorkonfigurierte Lösungen, die sich individuell anpassen lassen. „Der Berater kann einzelne Komponen
ten wieder austauschen“, erläutert Tim Rabe. „Im Planungsprogramm ist das relativ simpel gemacht.“
Parallel dazu entwickelt Beckermann sein Produktportfolio stetig weiter. Das Furnierkonzept stößt bereits auf positive Resonanz, während Programme wie Cleaf gezielt ausgebaut werden. Insbesondere in Verbindung mit MyHome eröffnen sich zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten, etwa im Bereich Bad oder Wohnmöbel.
POTENZIALE SICHTBAR MACHEN
Ein Teil der strategischen Arbeit besteht darin, die vorhandenen Stärken deutlicher im Markt zu kommunizieren. Denn nicht immer ist bekannt, welche Bandbreite Beckermann tatsächlich bietet – selbst bei bestehenden Partnern. „Beckermann hat in der Vergangenheit nie groß getrommelt“, sagt Tim Rabe offen. Als er sich intensiver mit dem Unternehmen

RAUMGLIEDERNDE
EINBAUTEN mit integrierten
Durchgangstüren stehen beispielhaft für Beckermanns Ansatz, Küchenplanung und Wohnarchitektur zu einem ganzheitlichen Einrichtungskonzept zu verbinden.


ANKLEIDEN ZÄHLEN ZU DEN BEREICHEN mit besonderem Wachstumspotenzial bei Beckermann. Flexible Stauraumlösungen und individuelle Konfigurationsmöglichkeiten unterstützen den Trend zu ganzheitlich geplanten Wohnwelten.

beschäftigt habe, sei ihm schnell klar geworden, welches Potenzial in der Marke steckt. „Wenn man dann sieht, was alles möglich ist, habe ich eigentlich von Anfang an gedacht: Das muss sich gut verkaufen lassen.“ Gleichzeitig räumt Tim Rabe ein: „Wir müssen da schon Aufklärungsarbeit leisten.“
Hier setzt das Unternehmen gezielt auf Aufklärung und intensivere Ansprache, um das vorhandene Potenzial vollständig auszuschöpfen.
STÄRKE UND GEZIELTE MARKTBEARBEITUNG
International ist Beckermann seit vielen Jahren erfolgreich positioniert. Besonders in den BeneluxLändern und Frankreich verzeichnet das Unternehmen aktuell eine positive Entwicklung. Gleichzeitig wird auch der deutsche Markt weiter gestärkt. „Gerade im europäischen Ausland haben wir starke Entwicklungen“, erläutert Dirk Leenderts. Nach Unter

EIN STARKES TEAM mit einer klaren Philosophie: Beckermann Küchen sieht in Verlässlichkeit, partnerschaftlicher Zusammenarbeit und hoher Planungskompetenz die wesentlichen Erfolgsfaktoren für die weitere Unternehmensentwicklung.
nehmensangaben liegt die Exportquote mittlerweile bei rund 70 Prozent. Der Ausbau der Vertriebsstruktur sorgt für mehr Präsenz und Kontinuität in der Betreuung. Ein neu aufgestelltes Außendienstteam gewährleistet eine verlässliche und persönliche Ansprache der Handelspartner. Im Mittelpunkt steht dabei stets der Aufbau langfristiger Beziehungen. Regelmäßige Betreuung, feste Ansprechpartner und partnerschaftliche Zusammenarbeit sind zentrale Elemente der Vertriebsstrategie.
Die Kombination aus partnerschaftlicher Zusammenarbeit, hoher Produktindividualität und klarer Fachhandelsorientierung bildet die Grundlage für den weiteren Wachstumskurs von Beckermann Küchen. Im Jubiläumsjahr zeigt sich ein Unternehmen, das Tradition und Zukunft miteinander verbindet – und seine Position als verlässlicher Partner im Premiumsegment konsequent weiter ausbaut.

MIT DEM KONZEPT MYHOME erweitert Beckermann sein Planungsverständnis konsequent auf den gesamten Wohnraum. Auch im Bad ermöglichen durchgängige Materialien und individuell konfigurierbare Lösungen eine einheitliche Gestaltung über Raumgrenzen hinweg.

Die ideale Ergänzung zum Müllsystem

• StapelBox und KippBox ermöglichen eine flexible Werstoffsammlung mit zwei Auszügen und Kippbehälter
• Passend für Unter- und Hochschrank in Küche oder Hauswirtschaftsraum
• Einzeln oder kombiniert einbaubar für unterschiedliche Planungssituationen

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BERND LAMPE (links) UND DIRK LEENDERTS vor dem Unternehmenssitz von Beckermann Küchen in Cappeln. Nach 48 Jahren im Unternehmen übergibt Bernd Lampe die Verantwortung an seinen Nachfolger.
BERND LAMPE VERABSCHIEDET SICH NACH 48 JAHREN BEI BECKERMANN KÜCHEN IN DEN RUHESTAND
Es sind oft nicht die lautesten Persönlichkeiten, die Unternehmen über Jahrzehnte prägen. Bernd Lampe gehörte zu jener Generation von Unternehmern, die Verantwortung vor Inszenierung stellten. Mit ruhiger Hand, unternehmerischem Weitblick und einem klaren Blick für das Machbare hat er Beckermann Küchen fast fünf Jahrzehnte begleitet und gestaltet. Nun verabschiedet sich der langjährige Geschäftsführer in den Ruhestand. Sein Berufsweg ist eng mit der Geschichte des traditionsreichen Küchenherstellers verbunden. Im Januar 1978 begann der gelernte Bauzeichner in der Planungsabteilung, entwarf Musterküchen und plante Ausstellungen. Es folgten Stationen in der Auftragsbearbeitung, später die Leitung des Innendienstes und schließlich die Verantwortung für den Vertrieb. Seit 1999 führte Bernd Lampe als Geschäftsführer die Geschicke des Unternehmens.
VOM ZEICHENBRETT ZUR DIGITALISIERUNG
Kaum ein Zeitraum hat die Küchenindustrie so grundlegend verändert wie die vergangenen Jahrzehnte. Bernd Lampe hat diesen
Wandel aus nächster Nähe erlebt und mitgestaltet. Als er 1995 die Verantwortung für den Vertrieb übernahm, wurden Küchenplanungen noch überwiegend von Hand gezeichnet, Aufträge per Fax übermittelt und viele Arbeitsschritte manuell bearbeitet. Aktenordner bestimmten den Büroalltag.
Heute ist Beckermann Küchen ein digital aufgestelltes Unternehmen mit modernen ITStrukturen, ersten Anwendungen künstlicher Intelligenz und einer hochmodernen Fertigung, die Losgröße 1 ermöglicht. Parallel entwickelte sich auch das Unter nehmen erfolgreich weiter. Als Bernd Lampe 1999 in die Geschäftsführung eintrat, erwirtschaftete Beckermann Küchen rund 20 Millionen DMark Jahresumsatz und beschäftigte etwa 100 Mitarbeiter. Heute sind daraus rund 50 Millionen Euro Umsatz und rund 220 Beschäftigte geworden.
FÜHRUNG OHNE GROSSE GESTEN
Wer mit Bernd Lampe zusammenarbeitete, beschreibt ihn als ruhigen, klaren und verlässlichen Gesprächspartner. Entschei

HISTORISCHE AUFNAHME der Sachbearbeitung bei Beckermann Küchen aus den 1980erJahren. Bernd Lampe gehörte damals zum Team der Planungsabteilung. Küchen wurden zu dieser Zeit noch überwiegend von Hand geplant und Aufträge manuell bearbeitet.
dungen traf er im Dialog mit Mitarbeitern, Handelspartnern und Kunden. Nähe zur Praxis, Bodenständigkeit und Kontinuität prägten seinen Führungsstil – Eigenschaften, die sich gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten bewährten. Für seine unter nehmerische Arbeit wurde Bernd Lampe 2015 gemeinsam mit seinen Geschäftsführungskollegen als „Unternehmer des Jahres“ im Oldenburger Münsterland ausgezeichnet. Vielleicht ist es genau diese Form des Understatements, die sein unternehmerisches Wirken auszeichnete. Nicht die große Bühne stand im Mittelpunkt, sondern die kontinuierliche Entwicklung des Unternehmens. Über viele Jahre hinweg setzte Lampe auf nachhaltige Entscheidungen statt kurzfristiger Effekte und blieb dabei stets nah an den Menschen, mit denen er zusammenarbeitete. Diese Haltung machte ihn zu einem geschätzten Ansprechpartner innerhalb der Branche.
ÜBERGABE MIT VERTRAUEN
Mit seinem Eintritt in den Ruhestand übergibt Bernd Lampe ein wirtschaftlich stabiles Unternehmen, das den digitalen Wandel frühzeitig vollzogen hat, an seinen Nachfolger Dirk Leenderts. Den Abschied verbindet er mit Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit mit Mitarbeitern, Kunden und Partnern sowie mit dem Vertrauen, dass die Werte des Unternehmens weitergeführt werden. „Ich werde meine Arbeit, meine Kollegen und auch so manche Kunden vermissen, mit denen wir über all die Jahre gemeinsam auch die mitunter dynamischen Marktschwankungen gemeistert haben“, sagt Lampe. „Aber ich kann mit einem sehr guten Gefühl gehen – weil das Unternehmen heute hervor ragend aufgestellt ist und wir mit Dirk Leenderts einen Nachfolger gefunden haben, der unsere Werte und unsere Philosophie schätzt und schon jetzt mit Herzblut weiterentwickelt.“
GEDULD ALS PRINZIP
Abseits der Küchenbranche widmet sich Bernd Lampe seit vielen Jahren der Zucht von Oldenburger Dressur und Springpferden. Die Arbeit mit den Tieren verlangt Geduld, Vertrauen und ein
Gespür für Entwicklung – Eigenschaften, die sich auch in seinem beruflichen Wirken wiederfinden.
Nach 48 Jahren bei Beckermann Küchen endet für Bernd Lampe ein außergewöhnlich langer Berufsweg. Mit ihm verabschiedet sich eine Führungspersönlichkeit, die Beckermann Küchen über fast fünf Jahrzehnte geprägt hat. Der Staffelstab ist übergeben – die Handschrift vieler Entwicklungen wird jedoch noch lange sichtbar bleiben.
MODERNE AUTOMATISIERUNG prägt heute die Fertigung bei Beckermann Küchen. Das Unternehmen produziert industriell in Losgröße 1.


Die Preise für selbstgenutzte Wohnimmobilien werden 2026 voraussichtlich weiter steigen. Nach der aktuellen Immobilienstudie des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) wird für das Gesamtjahr ein moderater Preisanstieg von rund drei Prozent erwartet. Gleichzeitig bleibt die Wohnraumversorgung angespannt: Der Wohnraumbedarf dürfte in diesem Jahr voraussichtlich nur zu rund 58 Prozent gedeckt werden. Grund dafür sind laut Studie unter anderem rückläufige Wohnungsfertigstellungen. Hinzu kommt, dass neuer Wohnraum nicht immer dort entsteht, wo die Nachfrage besonders hoch ist. Während in Ballungsräumen weiterhin Wohnungen fehlen, sind ländliche Regionen mit rückläufiger Bevölkerungsentwicklung teilweise von Leerstand betroffen.
GEPLANTE MASSNAHMEN ZUR BESCHLEUNIGUNG
DES WOHNUNGSBAUS
Nach Einschätzung des BVR wurden in der laufenden Legislaturperiode bereits mehrere Maßnahmen angestoßen, um Planungs und Bauprozesse zu vereinfachen. Dazu zählen der BauTurbo, der Regierungsentwurf für ein BaugesetzbuchUpgrade, die Bestrebungen für ein GebäudetypEGesetz sowie der 13PunktePlan von Bundesbauministerin Verena Hubertz zur Senkung der Baukosten. Der Verband spricht sich dafür aus, diese Maßnahmen zügig umzusetzen, um Investitionen in neuen Wohnraum zu erleichtern. Darüber hinaus fordert der BVR niedrigere Kaufnebenkosten beim Erwerb von Wohneigentum. Als mögliche Instrumente nennt der Verband unter anderem
Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer, einen reduzierten Steuersatz für selbstgenutzte Immobilien oder gezielte Entlastungen für junge Familien.
VERBAND FORDERT ENTLASTUNGEN BEI
DER IMMOBILIENFINANZIERUNG
Neben dem Wohnungsbau sieht der BVR auch bei der Immobilienfinanzierung Handlungsbedarf. Nach Auffassung des Verbands sollte die Regulierung die Finanzierung von Wohneigentum und Wohnungsbau nicht zusätzlich erschweren.
Der BVR verweist darauf, dass derzeit keine Überhitzung des Wohnimmobilienmarktes erkennbar sei. Die Banken seien gut kapitalisiert, die Kreditstandards hoch und bestehende Risiken würden bereits wirksam gesteuert. Vor diesem Hintergrund spricht sich der Verband gegen zusätzliche makroprudenzielle Belastungen aus und plädiert dafür, bestehende Spielräume zur Entlastung der Kreditvergabe zu nutzen.
IMMOBILIENPREISE ENTWICKELN SICH SCHNELLER ALS DIE EINKOMMEN
Die Studie zeigt außerdem, dass die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum in vielen Regionen Deutschlands stärker gestiegen sind als die verfügbaren Einkommen. Seit 2018 liegen die Immobilienpreise bundesweit rund sieben Prozent über der Einkommensentwicklung. Besonders ausgeprägt ist diese Entwicklung laut BVR im Süden Deutschlands, im Berliner Umland sowie in Teilen Nord und Westdeutschlands.

Wer das Unternehmen Naber in Nordhorn besucht, erkennt schnell, warum der Küchenzubehörspezialist seit Jahrzehnten zu den prägenden Unternehmen der Branche gehört. Moderne Logistik, eigene Entwicklungsarbeit, enge Verbindungen zu Handel, Industrie und Forschung –vieles bei Naber ist auf langfristige Stabilität ausgelegt. Während die Küchenbranche von Konsolidierung, Digitalisierung und veränderten
Marktstrukturen geprägt wird, setzt das Familienunternehmen auf Kontinuität, Innovationskraft und partnerschaftliche Zusammenarbeit.

VERANTWORTUNG ÜBER GENERATIONEN HINWEG
Schon beim Rundgang durch das Unternehmen wird deutlich, dass die Geschichte von Naber bis heute die Richtung vorgibt. Für Lasse Naber, geschäftsführender Gesellschafter in dritter Generation, sind die Werte des Familienunternehmens kein Rückblick, sondern Grundlage für zukünftige Entscheidungen.
Lasse Naber: „Unsere Unternehmensgeschichte ist geprägt von Verlässlichkeit, Qualitätsbewusstsein und dem Willen, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Meine Eltern haben Naber über Jahrzehnte von einem klassischen Großhandel zu einem innovations und designorientierten Küchenzubehörspezialisten entwickelt. Dabei standen stets langfristiges Denken, partnerschaftliches Handeln und die Nähe zum Markt im Mittelpunkt. Diese Werte prägen auch heute meine Entscheidungen. Es geht darum, Bewährtes zu erhalten und gleichzeitig offen für neue Entwicklungen zu bleiben.“
Gerade diese langfristige Perspektive sieht Naber als einen der entscheidenden Unterschiede zwischen Familienunternehmen und anderen Unternehmensformen.
Lasse Naber: „Familienunternehmen haben häufig einen längeren Planungshorizont. Entscheidungen werden nicht primär für das nächste Quartal getroffen, sondern mit Blick auf die nächsten Jahre und Generationen. Das schafft Stabilität und Kontinuität. Gleichzeitig entstehen oft besonders enge Beziehungen zu Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten. Gerade in einer Branche, die von Vertrauen und langfristiger Zusammenarbeit lebt, ist das ein wichtiger Vorteil.“
Für Naber ist Wachstum nicht die Ursache von Erfolg, sondern dessen Folge.
Lasse Naber: „Wachstum ist für mich nicht die Ursache von Erfolg, sondern das Ergebnis richtiger Entscheidungen. Die Gesundheit eines Unternehmens zeigt sich vor allem daran, ob es auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld aus eigener Kraft handlungsfähig bleibt. Dazu gehören wirtschaftliche Stabilität, eine hohe Investitionsfähigkeit
und die Bereitschaft, kontinuierlich in Innovationen, Digitalisierung und die Entwicklung der Mitarbeitenden zu investieren. Ebenso wichtig ist die Qualität der Beziehungen zu Kunden und Lieferanten. Langjährige Partnerschaften entstehen nur dort, wo Verlässlichkeit und gegenseitiges Vertrauen gelebt werden. Das bedeutet auch, dass erfolgreiche Unternehmen nicht immer die günstigsten Dienstleistungen und Produkte anbieten, denn Qualität und Zuverlässigkeit haben ihren Preis.
Als Familienunternehmen denken wir nicht in kurzfristigen Marktzyklen, sondern in Generationen. Deshalb messe ich die Gesundheit eines Unternehmens daran, ob es auch in zehn oder zwanzig Jahren noch ein starker und verlässlicher Partner für seine Kunden, ein attraktiver Arbeitgeber für seine Mitarbeitenden und ein solides Unternehmen für seine Geschäftspartner sein wird.“
Dieser Anspruch spiegelt sich auch im Umgang mit den Menschen wider, die täglich zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Verantwortung endet für Naber nicht bei wirtschaftlichen Kennzahlen.
Lasse Naber: „Als Familienunternehmen tragen wir Verantwortung weit über wirtschaftliche Kennzahlen hinaus. Gegenüber unseren Mitarbeitern bedeutet das, sichere Perspektiven, Entwicklungsmöglichkeiten und ein wertschätzendes Arbeitsumfeld zu schaffen. Gegenüber Kunden und Lieferanten bedeutet Verantwortung vor allem Verlässlichkeit, Fairness und langfristige Partnerschaft. Unser Anspruch ist es, ein stabiler und vertrauenswürdiger Partner für alle Beteiligten zu sein.“
WARUM VERTRAUEN WICHTIGER WIRD ALS GRÖSSE
Größe allein reicht heute nicht mehr aus. Entscheidend wird, ob Unternehmen Vertrauen schaffen und langfristig verlässliche Partnerschaften aufbauen. Kein Wunder, denn die Küchenbranche befindet sich aktuell in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Konzentrationsprozesse, steigende Anforderungen an Digitalisierung und internationaler Wettbewerb verändern die Marktstrukturen spürbar.
Für Lasse Naber ist diese Entwicklung keineswegs überraschend.

Lasse Naber: „Konsolidierung ist in vielen Märkten ein natürlicher Prozess. Steigende Anforderungen an Digitalisierung, Logistik, Produktentwicklung und internationale Wettbewerbsfähigkeit führen dazu, dass Größe und Effizienz an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig erhöht sich dadurch der Druck auf kleinere Marktteilnehmer. Entscheidend wird sein, wirtschaftliche Stärke mit Kundennähe und Innovationskraft zu verbinden.“
Für Naber bietet diese Entwicklung Chancen, birgt aber auch Risiken.
Lasse Naber: „Die Chancen liegen in professionelleren Strukturen, effizienteren Prozessen und stärkerer Innovationskraft. Risiken entstehen dort, wo Vielfalt und individuelle Marktansprache verloren gehen. Küchenstudios benötigen weiterhin Partner, die flexibel agieren und individuelle Lösungen ermöglichen. Eine zu starke Konzentration kann diese Flexibilität einschränken.“
Mit dem Wandel der Märkte verändert sich zugleich die Rolle des Großhandels.
Lasse Naber: „Die klassische Distributionsfunktion allein reicht heute nicht mehr aus. Großhändler entwickeln sich zunehmend zu Lösungsund Servicepartnern. Neben der Lieferfähigkeit gewinnen Beratung, Planungskompetenz, Datenmanagement, Schulungen und technische Unterstützung an Bedeutung.“
Vertrauen ist zu einem der zentralen Erfolgsfaktoren der Branche geworden. Doch wodurch entsteht Vertrauen eigentlich? Für Naber ist die Antwort eindeutig.
Lasse Naber: „Vertrauen entsteht aus dem Zusammenspiel aller Faktoren: Wirtschaftliche Stabilität schafft Sicherheit, langfristige Partnerschaften schaffen Verbindlichkeit und die Menschen hinter einem Unternehmen verleihen diesen Beziehungen Glaubwürdigkeit. Vertrauen entsteht nicht durch einzelne Aussagen, sondern durch konsequentes Handeln über viele Jahre hinweg.“
Fragt man ihn, warum sich Küchenstudios langfristig auf Naber verlassen können, muss er nicht lange überlegen.
Lasse Naber: „Erstens aufgrund unserer Stabilität und Kontinuität. Als familiengeführtes Unternehmen treffen wir Entscheidungen mit langfristiger Perspektive und stehen seit Jahrzehnten für Verlässlichkeit im Markt. Zweitens wegen unserer System und Lösungskompetenz. Mit einem breiten Sortiment, eigenen Entwicklungen wie COMPAIR ® und einer konsequenten Ausrichtung auf praxisgerechte Systemlösungen unter

stützen wir Küchenstudios weit über die reine Produktlieferung hinaus. Drittens aufgrund unserer Partnerschaftlichkeit. Hohe Lieferfähigkeit, persönliche Ansprechpartner, technische Beratung, digitale Planungsdaten und Schulungsangebote sind für uns Ausdruck eines klaren Selbstverständnisses: Wir wollen nicht nur Lieferant sein, sondern ein langfristiger Partner für den Erfolg unserer Kunden.
Die Kombination aus Stabilität, Innovationskraft und partnerschaftlicher Zusammenarbeit ist aus meiner Sicht die Grundlage dafür, dass sich Küchenstudios auch in Zukunft auf Naber verlassen können.“
Die Anforderungen an den Großhandel haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Wo früher vor allem Verfügbarkeit und Logistik gefragt waren, erwarten Küchenstudios heute deutlich mehr Unterstützung entlang des gesamten Planungs und Umsetzungsprozesses.
Lasse Naber: „Heute erwarten Küchenstudios deutlich mehr als Produktverfügbarkeit. Gefragt sind digitale Planungsdaten, nahtlose Bestellprozesse, technische Beratung, Schulungen und schnelle Informationsverfügbarkeit. Der Großhandel wird zunehmend als Kompetenzpartner in den gesamten Planungs und Umsetzungsprozess eingebunden.“
Diese Entwicklung wird nicht zuletzt durch die Verbraucher selbst vorangetrieben. Kunden informieren sich umfassender, vergleichen intensiver und stellen höhere Ansprüche an Funktionalität, Design und Nachhaltigkeit.
Lasse Naber: „Die Veränderungen finden auf allen Ebenen statt, besonders stark aber im Verhalten der Verbraucher. Kunden erwarten individuelle Lösungen, hohe Funktionalität, nachhaltige Produkte und gleichzeitig eine klare Gestaltung. Diese Anforderungen wirken sich unmittelbar auf Handel, Industrie und Zulieferer aus.“
Trotz aller Digitalisierung sieht Naber dabei klassische Tugenden keineswegs auf dem Rückzug. Im Gegenteil: Gerade weil Prozesse digitaler werden, gewinnen persönliche Ansprechpartner, Verlässlichkeit und Lieferfähigkeit weiter an Bedeutung.
Lasse Naber: „Ihre Bedeutung nimmt eher zu als ab. Digitalisierung schafft Effizienz, ersetzt aber keine Verlässlichkeit. Lieferfähigkeit, ein breites Sortiment und kompetente Ansprechpartner bleiben zentrale Erfolgsfaktoren. Gerade in komplexen Projekten ist persönlicher Austausch oft entscheidend.“
Letztlich gehe es darum, weit mehr anzubieten als Produkte allein. Lasse Naber: „Ein guter Großhändler verbindet Sortiment, Logistik, Beratung und Service zu einem Gesamtpaket. Er versteht die Anforderungen seiner Kunden, bietet Lösungen statt Einzelprodukte und sorgt für Planungssicherheit. Kurz gesagt: Er schafft Mehrwert entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“
SYSTEMLÖSUNGEN STATT EINZELPRODUKTE
Der Anspruch, Lösungen statt Produkte anzubieten, ist bei Naber eng mit dem Thema Innovation verknüpft. Wer heute Lösungen statt Einzelprodukte anbieten möchte, muss Entwicklungen frühzeitig erkennen und daraus konkrete Mehrwerte für den Markt schaffen.
Bei Naber geschieht das seit vielen Jahren nicht nur durch die Beobachtung von Trends, sondern vor allem durch eigene Entwicklungsarbeit.
Lasse Naber: „Eigenentwicklungen sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Sie ermöglichen es uns, konkrete Herausforderungen der Küchenplanung gezielt zu lösen und uns gleichzeitig technologisch weiterzuentwickeln. Sie stärken unsere Eigenständigkeit und schaffen echten Mehrwert für Handel und Endkunden.“
Innovation beginnt dabei selten am Reißbrett. Viel häufiger entsteht sie aus dem engen Austausch mit Händlern, Planern und Anwendern.
Lasse Naber: „Der Ausgangspunkt sind meist konkrete Anforderungen aus der Praxis. Wir beobachten sehr genau, welche Herausforderungen Händler, Planer und Endkunden beschäftigen. Technologische Entwicklungen bewerten wir stets unter dem Aspekt ihres konkreten Nutzens. Entscheidend ist, ob sie ein konkretes Planungs oder Nutzungsproblem besser lösen als bisher und damit einen messbaren Mehrwert für Handel und Endkunden schaffen.“
Wie konsequent Naber diesen Ansatz verfolgt, wird besonders am Thema Küchenlüftung sichtbar – einem Bereich, den das Unternehmen seit vielen Jahren maßgeblich mitgestaltet.
Mit COMPAIR® entstand nicht einfach ein weiteres Produkt, sondern ein Systemansatz, der die gesamte Luftführung in den Mittelpunkt stellt.
Lasse Naber: „COMPAIR ® zeigt, welchen Mehrwert echte Systemkompetenz schaffen kann. Unsere Erkenntnis war, dass die Leistungsfähigkeit moderner Lüftungstechnik nicht allein vom Gerät abhängt,
sondern maßgeblich von der Qualität der gesamten Luftführung. Genau diesen Ansatz haben wir konsequent verfolgt und daraus ein System entwickelt, das technische Effizienz, Planungssicherheit und einfache Montage miteinander verbindet.“
Die Entwicklung sei dabei keineswegs abgeschlossen gewesen, sondern ein kontinuierlicher Prozess geblieben.
Lasse Naber: „Gleichzeitig hat uns COMPAIR ® bestätigt, dass sich kontinuierliche Entwicklungsarbeit lohnt. Durch die enge Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Industriepartnern und dem Fachhandel konnten wir das System stetig weiterentwickeln und neue Maßstäbe in der Küchenlüftung setzen. Die mehrfachen Auszeichnungen für COMPAIR ® sind für uns eine Bestätigung dieser Innovationskraft –wichtiger noch ist jedoch, dass sich das System in der täglichen Planungspraxis bewährt und einen echten Mehrwert für Handel und Endkunden schafft.“
Die Herausforderungen moderner Küchenplanung gehen jedoch längst über einzelne Produktgruppen hinaus. Immer häufiger stehen die Schnittstellen zwischen Technik, Gestaltung und Nutzung im Fokus.
Lasse Naber: „Vor allem an den Schnittstellen zwischen Design, Technik und Nutzung. Die Herausforderung besteht darin, immer leistungsfähigere Technik möglichst unauffällig zu integrieren und gleichzeitig mehr Planungsfreiheit zu schaffen. Besonders relevant sind dabei Licht, Lüftung und funktionale Arbeitsplatzgestaltung.“
Entsprechend dynamisch entwickeln sich derzeit mehrere Produktbereiche gleichzeitig.
Lasse Naber: „Sehr dynamisch entwickeln sich aktuell die Bereiche Lüftungstechnik, Lichtsysteme und der Wasserplatz. Gerade hier sehen wir eine zunehmende Nachfrage nach integrierten Systemlösungen, die Komfort, Funktionalität und Gestaltung miteinander verbinden. Mit dem Naber Trio aus Spüle, Armatur und Abfallsammler betrachten wir zum Beispiel den Wasserplatz bewusst als zusammenhängendes System – als einen der zentralen Arbeitsbereiche und das Herz der Küche. Gleichzeitig gewinnen Lösungen zur Organisation und Strukturierung von Wohnräumen an Bedeutung. Mit unserem InterieurSortiment TABLON ® beobachten wir, dass die Grenzen zwischen Küche, Essen und Wohnen zunehmend verschwimmen. Tische, Stühle sowie Regal

WESCO ® kann nicht nur ikonisch, sondern auch systematisch: Das neue Einbausystem Pullboy Soft Fusion® ist ein echtes Raumwunder und berücksichtigt erstmals explizit auch den Platzbedarf für Wasseraufbereitungstechnik im Unterschrank.

und Profilsysteme werden immer stärker als Bestandteil ganzheitlicher Wohnkonzepte geplant und bieten zusätzliche Möglichkeiten, individuelle Lebensräume zu gestalten. Insgesamt sehen wir eine klare Entwicklung weg vom Einzelprodukt hin zu durchdachten Systemlösungen, die verschiedene Funktionen miteinander verknüpfen und den gesamten Lebensraum in den Blick nehmen.“
Gerade bei dieser Entwicklung gibt es nach Ansicht von Lasse Naber Themen, deren Bedeutung noch immer unterschätzt wird – obwohl sie entscheidenden Einfluss auf Komfort, Energieeffizienz und Wohnqualität haben.
Lasse Naber: „Ja, die technische Luftführung bei Muldenlüftern wird aus meiner Sicht nach wie vor unterschätzt. Dabei hat sie unmittelbare Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Systems, die Energieeffizienz, den langfristigen Schutz von Möbeln und Bausubstanz sowie die Gesundheit der Nutzer. Eine moderne Lüftungslösung endet nicht beim Gerät, sondern umfasst immer die gesamte Luftführung. Ein weiteres Thema ist die Lichtplanung. Licht wird in der Küchenplanung häufig noch als funktionale Ergänzung betrachtet, obwohl es maßgeblich zur Atmosphäre, Orientierung und Nutzungsqualität eines Raumes beiträgt. Mit intelligenten Lichtsystemen lassen sich heute unterschiedliche Nutzungsszenarien gezielt inszenieren – vom konzentrierten Arbeiten bis zur stimmungsvollen Wohnatmosphäre. Gerade im Zusammenspiel mit SmartHomeAnwendungen entstehen hier neue Möglichkeiten. Intelligente Lichtsteuerungen können Lichtfarben, Helligkeiten und Lichtszenen an Tageszeiten, Aktivitäten oder persönliche Vorlieben anpassen. Dadurch wird das Zuhause nicht nur komfortabler und energieeffizienter, sondern auch deutlich individueller. Ich bin überzeugt, dass Smart Lighting künftig einen wesentlich größeren Stellenwert in der ganzheitlichen Wohnraumgestaltung einnehmen wird.“
Während Innovationen und technische Entwicklungen die Zukunft gestalten, gehört zur Verantwortung eines Familienunternehmens zugleich der bewusste Umgang mit gewachsenen Marken. Bei Naber wird Innovation deshalb nicht als Gegensatz zur Tradition verstanden. Viel
mehr baut Neues häufig auf Erfahrungen auf, die über Generationen gewachsen sind.
Ein besonders sichtbares Beispiel dafür ist WESCO ®. Mit der Übernahme der traditionsreichen Marke hat Naber nicht nur ein bekanntes Produktportfolio übernommen, sondern auch Verantwortung für eine Marke, die bei vielen Menschen Erinnerungen weckt und weit über die Küchenbranche hinaus Bekanntheit genießt.
Lasse Naber: „WESCO ® ist weit mehr als eine bekannte Produktmarke. Viele Menschen verbinden mit ihr Erinnerungen, einen unverwechselbaren Designanspruch und ein Stück Alltagskultur. Solche Marken entstehen nicht über Nacht, sondern wachsen über Jahrzehnte und schaffen eine besondere emotionale Bindung.
Genau das hat uns gereizt: die Möglichkeit, eine Marke mit einer so starken Identität in die Zukunft zu führen. Für uns geht es dabei nicht nur um Produkte, sondern darum, die Geschichte, den Charakter und die Strahlkraft von WESCO ® zu bewahren und gleichzeitig neue Impulse für kommende Generationen zu setzen.“
Wer eine Marke mit einer solchen Historie weiterführt, bewegt sich zwangsläufig im Spannungsfeld zwischen Bewahren und Verändern. Die Herausforderung besteht darin, die Herkunft einer Marke zu respektieren und sie gleichzeitig an die Anforderungen neuer Märkte und Kundengenerationen anzupassen. Für Lasse Naber schließen sich Tradition und Weiterentwicklung dabei keineswegs aus.
Lasse Naber: „Indem man die Stärken einer Marke bewahrt und sie gleichzeitig an neue Marktanforderungen anpasst. Tradition darf kein Selbstzweck sein. Sie bildet das Fundament, auf dem Innovation und Weiterentwicklung aufbauen.“
Diese Philosophie passt zu einer Zeit, in der Verbraucher zwischen einer nahezu unbegrenzten Produktauswahl entscheiden müssen. Umso wichtiger werden Orientierung, Vertrauen und Wiedererkennbarkeit.
Lasse Naber: „Ich bin überzeugt, dass starke Marken heute wichtiger sind denn je. In einer Welt, in der Produkte und Informationen jederzeit verfügbar sind, schaffen Marken Orientierung, Vertrauen und Wieder

MIT LUCENTO als Teil des ACCOMODA®
Portfolios bietet Naber ein Reling und Regalsystem für anspruchsvolle
Küchen und Wohnkonzepte. Klare Formensprache, hochwertiges
Aluminium und integrierte Lichtführung ermöglichen architektonisch durchgängige
Licht und Ordnungslösungen aus einem Guss.

erkennbarkeit. Sie helfen dabei, Komplexität zu reduzieren und Entscheidungen zu erleichtern.
Für den Handel sind Marken weit mehr als ein Verkaufsinstrument. Sie schaffen Differenzierung, unterstützen die Beratung und geben Sicherheit in der Argumentation gegenüber dem Kunden. Für Verbraucher sind Marken wiederum ein Versprechen – nicht nur hinsichtlich Qualität und Funktion, sondern auch hinsichtlich Haltung, Designanspruch und Verlässlichkeit.“
Verlässlichkeit ist dabei eng mit der Stärke einer Marke verbunden. Denn erfolgreiche Marken entstehen nicht durch kurzfristige Kampagnen, sondern durch konsequent eingelöste Erwartungen.
Lasse Naber: „Aus Marketingsicht sind die stärksten Marken diejenigen, die über das Produkt hinaus eine emotionale Beziehung aufbauen. Menschen entscheiden nicht ausschließlich rational. Sie entscheiden sich oft für Marken, mit denen sie positive Erfahrungen, Erinnerungen oder bestimmte Werte verbinden. Genau deshalb können Traditionsmarken über Generationen hinweg relevant bleiben.“
Mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung und den zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz sieht Naber die Bedeutung starker Marken sogar weiter wachsen.
Lasse Naber: „Ich glaube, dass Marken in Zukunft sogar noch an Bedeutung gewinnen werden. Je größer die Auswahl und je digitaler die Märkte werden, desto wichtiger werden Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Identität. Wenn z. B. künftig KI Agenten zunehmend Kaufentscheidungen automatisieren, schützt ein starkes Markenbewusstsein davor, auf rein rationale Datenpunkte wie Preis oder technische Spezifikationen reduziert zu werden. Eine begehrte Marke wird von Konsumenten gezielt bei der KI angefragt und umgeht so den rein algorithmischen Filter. Echte emotionale Markenbindung wird damit zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil in einem automatisierten Marktumfeld. Eine starke Marke ist nicht das Ergebnis guter Kommunikation allein, sondern das Ergebnis konsequent eingelöster Versprechen über viele Jahre hinweg.“
Der Blick auf Marken, Innovationen und Marktstrukturen führt zwangsläufig zur Frage, wie sich die Küchenbranche insgesamt entwickeln wird. Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel und steigende Anforderungen an Individualisierung verändern bereits heute die Rahmenbedingungen vieler Unternehmen.
Für Naber geht es dabei jedoch nicht darum, Entwicklungen lediglich zu beobachten. Entscheidend sei vielmehr, aktiv an ihrer Gestaltung mitzuwirken.
Lasse Naber: „Die Branche wird sich intensiv mit Digitalisierung, Datenqualität, Nachhaltigkeit und Fachkräftesicherung auseinandersetzen müssen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Individualisierung, technische Integration und effiziente Prozesse. Entscheidend ist jedoch nicht nur, diese Entwicklungen zu beobachten, sondern sie aktiv mitzugestalten. Wer sich diesen Herausforderungen frühzeitig stellt und sie konsequent in Produkte, Prozesse und Services übersetzt, kann daraus echte Wettbewerbsvorteile entwickeln. Für uns bedeutet das, Veränderungen nicht als Risiko zu sehen, sondern als Chance, die eigene Rolle als verlässlicher und zukunftsorientierter Partner im Markt weiter zu schärfen.“
Die Herausforderungen für die Branche sind vielfältig. Gleichzeitig entstehen daraus neue Chancen für diejenigen, die bereit sind, über einzelne Produkte hinauszudenken und ihren Kunden umfassende Lösungen anzubieten. Exakt darin liegt für Lasse Naber einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren der kommenden Jahre.
Lasse Naber: „Die größten Chancen liegen in der Fähigkeit, ganzheitliche Lösungen anzubieten. Kunden suchen heute keine Einzelprodukte mehr, sondern durchdachte, integrierte Konzepte, die Design, Funktion, Nachhaltigkeit und Service miteinander verbinden. Wer diese Anforderungen überzeugend zusammenführt, kann sich im Markt klar differenzieren.“
Dabei komme den Partnern entlang der Wertschöpfungskette eine zentrale Rolle zu. Erfolg entstehe nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel von Industrie, Großhandel und Fachhandel.

MIT DER SERIE NAMOR ® unterstreicht Naber im PremiumPortfolio ARMATE® SERVIZIO seinen Anspruch an Armaturen, die erlesenes Design, technische Raffinesse und langlebige Qualität in sich vereinen.


Lasse Naber: „Entscheidend ist dabei auch die Rolle des Partners im Hintergrund. Als Küchenzubehörspezialist verstehen wir uns nicht nur als Lieferant, sondern als aktiver Unterstützer der Küchenstudios und Industriepartner. Unser Anspruch ist es, sie fachlich, technisch und konzeptionell so zu begleiten, dass sie ihren Kunden stets einen Schritt voraus sein können und langfristig zukunftsfähig bleiben.
Ein Beispiel dafür sind unsere Naber Live Schulungen. Sie vermitteln praxisnahes Wissen zu Planung, Technik und Montage und stärken damit unmittelbar die Beratungskompetenz im Fachhandel. Genau in dieser Verbindung aus Sortiment, Service und Wissen entsteht echter Mehrwert im Markt.“
Digitalisierung entwickelt sich zunehmend zu einem der entscheidenden Wettbewerbsfaktoren der Branche. Kaum ein anderes Thema beeinflusst die Entwicklung der Branche derzeit so stark. Dabei geht es längst nicht mehr nur um digitale Werkzeuge, sondern um die Qualität der Informationen, die allen Prozessen zugrunde liegen.
Lasse Naber: „Sie werden zu zentralen Wettbewerbsfaktoren. Hochwertige Produktdaten sind die Grundlage für effiziente Planung, fehlerfreie
MIT SILQUA WÜRDIGTE DIE JURY des German Design Award 2026 eine Spülenlösung, die gestalterische Klarheit mit hoher Alltagstauglichkeit verbindet.
IN DER KÜCHENNISCHE schafft LUCENTO zusätzliche Ablageflächen und rückt den Rückwandbereich mit integrierter LEDBeleuchtung gestalterisch in den Fokus.
Prozesse und eine professionelle Kundenberatung. Gleichzeitig eröffnet Digitalisierung neue Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Service.“ Naber hat früh begonnen, die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen und digitale Strukturen systematisch auszubauen.
Lasse Naber: „Wir haben bereits vor vielen Jahren damit begonnen, in die Digitalisierung zu investieren und diese aktiv zu ermöglichen. So verfügen wir heute über eine umfangreiche ITLandschaft, unter anderem mit einem zentralen PIMSystem, aus dem verschiedenste Kanäle wie unser Webshop oder auch der gedruckte NaberKatalog gespeist werden. Ohne diese Systeme könnten wir die heutige Komplexität gar nicht mehr abbilden.
Dieses Thema wird uns – wie in vielen anderen Branchen auch – in den kommenden Jahren kontinuierlich begleiten und weiter an Bedeutung gewinnen. Wenn wir über die Grenzen hinausblicken, sehen wir sehr deutlich, wie unterschiedlich weit andere Märkte bereits sind und welche Potenziale dort bereits gehoben werden. Dieser Blick nach links und rechts ist wichtig, weil er zeigt, welche Entwicklungsschritte möglich sind und welche Chancen sich daraus ergeben.
DIE LEDPENDELLEUCHTE
Easytrack San Romo vereint gerichtetes Arbeitslicht mit variabler Ambientebeleuchtung und unterstützt damit die zunehmende Verschmelzung von Küche und Wohnraum.

Für uns als Branche bedeutet das, die digitale Transformation konsequent voranzutreiben und nicht zu verpassen, den Anschluss an diese Entwicklungen zu halten. Denn Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern eine zentrale Voraussetzung, um wettbewerbs und zukunftsfähig zu bleiben.“
Mit der Digitalisierung verändern sich zugleich die Anforderungen an den Großhandel. Die klassische Rolle des Warenverteilers tritt zunehmend in den Hintergrund. Gefragt sind Wissen, Systemkompetenz, Datenmanagement und die Fähigkeit, Kunden ganzheitlich zu begleiten.
Lasse Naber: „Der Großhandel wird sich noch stärker vom Produktlieferanten zum Lösungsanbieter entwickeln. Themen wie Datenmanagement, technische Beratung, Schulungen, Systemkompetenz und digitale Services werden weiter an Bedeutung gewinnen.“
Diese Entwicklung sieht Naber nicht als Herausforderung, sondern als klare Chance, die eigene Position weiter auszubauen.
Lasse Naber: „Wir wollen die Position als verlässlicher und zukunftsorientierter Partner des Fachhandels weiter ausbauen. Unser Ziel ist es, Sortiment, Systemkompetenz, Innovation und Service so miteinander zu verbinden, dass unsere Partner erfolgreich auf die Anforderungen der Zukunft reagieren können.“
Dabei setzt das Unternehmen auf eine Kombination aus Sortimentsbreite, Entwicklungskompetenz und konsequenter Serviceorientierung.
Lasse Naber: „Unsere Stärke liegt dabei in der Kombination aus Breite und Tiefe: einem sehr umfassenden Sortiment über alle relevanten Küchenzubehörbereiche hinweg, eigener Entwicklungskompetenz in zentralen Produktfeldern sowie einer ausgeprägten System und Serviceorientierung. Diese Verbindung ermöglicht es uns, nicht nur einzelne
Produkte zu liefern, sondern ganzheitliche Lösungen für die Küchenplanung bereitzustellen.“
Dass Naber heute zu den führenden Unternehmen seiner Branche zählt, versteht der geschäftsführende Gesellschafter dabei nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als Verpflichtung.
Lasse Naber: „Als einer der führenden Marktakteure im Küchenzubehör verstehen wir diese Position zugleich als Verpflichtung. Marktführerschaft bedeutet für uns nicht Stillstand, sondern Verantwortung – insbesondere dafür, Entwicklungen aktiv mitzugestalten, Standards weiterzuentwickeln und unseren Partnern im Handel echte Zukunftsfähigkeit zu ermöglichen.
Genau deshalb investieren wir konsequent in Innovation, Digitalisierung und den Ausbau unserer Services. Unser Anspruch ist es, diese starke Marktposition nicht nur zu halten, sondern sie durch Relevanz, Verlässlichkeit und partnerschaftliche Zusammenarbeit nachhaltig weiterzuentwickeln.“
Am Ende des Gesprächs wird deutlich, dass sich ein Begriff wie ein roter Faden durch sämtliche Themen zieht – von der Unternehmensgeschichte über Innovationen und Markenführung bis hin zu Digitalisierung und Zukunftsstrategien: Verlässlichkeit.
Sie ist bei Naber weit mehr als eine unternehmerische Tugend. Sie zeigt sich im Umgang mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Partnern ebenso wie in langfristigen Entscheidungen und Investitionen. In einer Branche, die sich stetig verändert, versteht sich das Familienunternehmen deshalb nicht allein als Lieferant, Entwickler oder Systemanbieter, sondern vor allem als langfristiger Partner des Fachhandels.
Wie Liebherr in Rostock industrielle Herkunft und moderne Küchenplanung zusammenführt
Hafenkrane, Stahlkonstruktionen und Werftatmosphäre statt Messehalle: Liebherr präsentierte seine Strategie für die neue Generation von Kühlgeräten dort, wo die industrielle Herkunft des Unternehmens bis heute sichtbar bleibt. In Rostock wurde deutlich, wie eng Ingenieurskultur, Küchenplanung und architektonischer Qualitätsanspruch inzwischen miteinander verbunden sind.

Wer heute auf einen LiebherrKühlschrank blickt, denkt selten an Hafenkräne oder OffshoreTechnik. Tatsächlich begann die Geschichte des Unternehmens jedoch nicht in der Küche, sondern im Kranbau. Als Hans Liebherr 1949 den ersten mobilen Turmdrehkran entwickelte, legte er den Grundstein für eines der heute größten familiengeführten Technologieunternehmen Europas. Fünf Jahre später, 1954, startete im oberschwäbischen Ochsenhausen die Produktion der ersten Kühlschränke. Heute umfasst die Firmengruppe 13 Produktsegmente – von Mining und OffshoreTechnik über Aerospace und Verkehrstechnik bis hin zu maritimen Krananlagen und Hausgeräten. Der Gruppenumsatz lag 2025 bei 14,772 Milliarden Euro, weltweit beschäftigt Liebherr rund 55.963 Mitarbeitende an 40 Produktionsstätten. Dabei versteht sich Liebherr bis heute ausdrücklich als familiengeführtes Technologieunternehmen, geprägt von technologischem Fortschritt, Erfindergeist und langfristigem Qualitätsdenken.
Dass die diesjährige PresseVeranstaltung im Rostocker Werk für Maritime Krane stattfand, wirkte deshalb fast wie ein Blick zurück zu den eigenen Wurzeln. Schon beim Betreten des Konferenzraumes dominieren Hafenkräne, Stahlkonstruktionen und Werftatmosphäre das Bild. Hinter den großflächigen Glasfronten liegen Kaianlagen und OffshoreTechnik, während im Inneren über hochwertige Einbaugeräte, neue XL und XXLKühlkonzepte sowie Küchenplanung gesprochen wird. Statt einer klassischen Hotel oder Messeatmosphäre zeigte Liebherr seine Produkte und Botschaften dort, wo die industrielle Herkunft des Unternehmens unmittelbar sichtbar wird. Der Kontrast wirkt dabei keineswegs konstruiert. Dabei betonte Liebherr in Rostock mehrfach seine Positionierung als „Made & Engineered in Germany“ – weniger als Herkunftslabel denn als Ausdruck eines kontinuierlichen Qualitäts und Entwicklungsanspruchs. Vielmehr wird in Rostock sichtbar, wie stark die Ingenieurskultur des Familienunternehmens bis heute sämtliche Produktbereiche prägt – vom OffshoreKran bis zum PremiumEinbaugerät. Präzision, technischer Anspruch, Langlebigkeit und Qualitätsdenken gehören seit Jahrzehnten zum Selbstverständnis des Unternehmens und spiegeln sich heute ebenso in der Hausgerätesparte wider.
Selbst in stürmischen Zeiten ist Liebherr der Fels in der Brandung. Wir bauen auf ein stabiles Fundament aus hochwertigen Produkten und Services und überzeugen mit einer starken Fachhandelsorientierung. Darüber hinaus setzen wir mit innovativen Produkten und Kampagnen frische Impulse und schaffen einen dauerhaften Mehrwert. Damit sind wir ein verlässlicher Zukunftspartner für den Fachhandel.
Martin Ludwig, Head of Business Area Western Europe der Liebherr-Hausgeräte Vertriebs- und Service GmbH
Das Motto „Gemeinsam hoch hinaus“ bekam dabei eine doppelte Bedeutung. Einerseits verweist es auf die maritime Krantechnik des Standorts Rostock, andererseits auf den strategischen Anspruch der Hausgerätesparte, sich im gehobenen Segment weiterzuentwickeln. Passend dazu führte der Rundgang später sogar hinauf auf einen der Kräne – mit weitem Blick über Werksgelände, Hafen, Ostsee.
Der Produktionsstandort Rostock gehört zur Sparte Maritime Krane innerhalb der LiebherrMCCtec GmbH. Produziert werden hier Hafenmobilkrane, OffshoreKrane und Schiffskrane für den weltweiten Einsatz. Das Werk wurde 2002 gegründet, umfasst heute 451.000 Quadratmeter Fläche und erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von rund 694,9 Millionen Euro. Rund 2000 Mitarbeitende arbeiten am Standort. Zentrum der Fertigung ist eine rund 800 Meter lange Produktionshalle. Hier entstehen Kransysteme für Häfen, OffshoreAnlagen und Schwerlastlogistik rund um den Globus. Unter den gewaltigen Stahlkonstruktionen sprach Liebherr an diesem Tag jedoch erstaunlich selten über Größe. Stattdessen ging es immer wieder um Verlässlichkeit, Engineering, Innovationen und langfristiges Denken – Werte, die das Familienunternehmen bis heute über sämtliche Produktsparten hinweg verbinden.
Vielleicht erklärt genau das auch die aktuelle Entwicklung der Hausgerätesparte. Während sich der Markt für Kühl und Gefriergeräte 2025 insgesamt rückläufig entwickelte – sowohl beim Absatz (–2,8 Prozent) als auch beim Umsatz (–2,9 Prozent) – trat Liebherr in Rostock mit klarer Marktpositionierung auf. Die präsentierten Zahlen wirkten weniger wie klassische Erfolgsrhetorik, sondern eher wie die Bestätigung einer auf Langfristigkeit angelegten Strategie.
Deutschland wurde dabei ausdrücklich als Wachstumstreiber hervorgehoben. Während der Absatz 2025 um 2,0 Prozent auf 503.596 Geräte stieg, legte der BruttoUmsatz um 3,3 Prozent auf 338 Millionen Euro zu. Mit 17,7 Prozent Marktanteil nach Umsatz ist Liebherr heute die meistgekaufte Marke für Kühl und Gefriergeräte in Deutschland. Innerhalb eines Jahres gewann das Unternehmen weitere 1,7 Prozentpunkte hinzu.

DIE FRENCHDOORKÜHLGERÄTE von Liebherr verbinden professionelle Frischetechnologie mit einer großzügigen, wohnlichen Gestaltung. Großflächige Türen, durchdachte Innenraumlösungen und hochwertige Materialien machen die Geräte zu einem integralen Bestandteil moderner Küchenarchitektur.

Auch bei den Stückzahlen legte Liebherr weiter zu und erreichte 12,9 Prozent Marktanteil (+1,4 Punkte). Besonders dynamisch entwickelte sich das Gefriersegment: Dort liegt Liebherr inzwischen bei 37,8 Prozent Marktanteil nach Umsatz und 26,9 Prozent nach Stückzahlen. Interessant war dabei weniger die reine Marktführerschaft als die Art, wie das Unternehmen sie erklärt. Während viele Wettbewerber auf Vollsortimente setzen, positioniert sich Liebherr bewusst als Spezialist für Kühlen und Gefrieren. Genau diese Konzentration auf eine Produktkategorie versteht das Familienunternehmen als Teil seiner Stärke. Intern beschreibt sich Liebherr inzwischen sogar als letzten verbliebenen Spezialisten in diesem Marktsegment – und macht genau daraus ein zentrales Qualitätsversprechen. Gerade für hochwertige Küchen und Innenarchitekturprojekte gewinnt diese Spezialisierung an Bedeutung. Statt möglichst vieler Produktkategorien stehen technische Tiefe, Energieeffizienz und dauerhafter Nutzungskomfort im Mittelpunkt. Auch innerhalb der Firmengruppe zählt die Hausgerätesparte zwar mit 1,171 Milliarden Euro Umsatz nicht zu den größten Unternehmensbereichen, gehört jedoch zu den dynamischsten Wachstumstreibern. 2025 legte die Sparte um 6,9 Prozent zu. Noch deutlicher entwickelten sich lediglich die Bereiche Maritime Krane (+23,1 Prozent), Turmdrehkrane (+28,9 Prozent) sowie Aerospace und Verkehrstechnik (+13,1 Prozent). Insgesamt investierte die Firmengruppe 2025 mehr als eine Milliarde Euro (1,059 Mrd. Euro) in neue Technologien, Produktionsstandorte und den weiteren Ausbau ihrer Unternehmensbereiche.
PREMIUM BRAUCHT BERATUNG
Gerade in der Hausgerätesparte zeigt sich dabei, wie stark Liebherr inzwischen in Wohnwelten und Planungskonzepte denkt. In den Präsentationen tauchten immer wieder Bilder großzügiger Wohnküchen, dunkler Materialwelten und flächenbündiger Einbaulösungen auf. Auffällig war dabei, wie stark Liebherr seine Geräte inzwischen im Kontext moderner Wohnarchitektur inszeniert – weniger als klassische Hausgeräte, sondern vielmehr als integrierte Bestandteile hochwertiger Raumkonzepte.
Statt über kurzfristige Preisaktionen sprach das Unternehmen auffallend häufig über Beratungskompetenz, Fachhandelsnähe und langfristige Wertigkeit. Vor allem der Küchen und Möbelfachhandel spielt dabei eine zentrale Rolle. Dabei versteht Liebherr den Fachhandel ausdrücklich als strategischen Partner innerhalb der eigenen OmnichannelStrategie. Marktführerschaft solle nicht nur die Marke stärken, sondern auch Motivation und Selbstbewusstsein im Handel fördern. Passend dazu setzt das Unternehmen auf POS Materialien, regionale Aktionen, Schulungsprogramme sowie aufmerksamkeitsstarke Kampagnen direkt auf den Verkaufsflächen.
Im Mittelpunkt stehen große Einbaugeräte, Weinklimaschränke sowie neue XL und XXLLösungen für offene Wohnküchen und großzügige Architekturkonzepte. Die neuen FrenchDoorGeräte erreichen Höhen von bis zu 194 Zentimetern und Breiten von bis zu 75 Zentimetern. Damit reagiert Liebherr auf einen Trend zu großzügigeren Küchenarchitekturen, offenen Wohnbereichen und steigenden Anforderungen an Bevorratung, Komfort und ergonomische Planung. Hier entstehen bis zu 100 Liter zusätzliches Kühlvolumen – ein Thema, das besonders in hochwertig geplanten Wohnküchen an Bedeutung gewinnt.
Technologien wie BioFresh, HydroBreeze, DuoCooling oder AutoDoor wurden dabei weniger technisch erklärt als vielmehr als Komfort und Qualitätsversprechen inszeniert. Gleichzeitig zeigte sich, wie stark Themen wie Ergonomie, Bedienkomfort und individualisierte Nutzungsszenarien inzwischen die Entwicklung moderner Kühltechnik prägen – vom FrenchDoorKonzept bis hin zu AutoDoor und OutdoorLösungen.
Die stärkere Ausrichtung auf Design und Wohnwelten zeigte sich auch beim internationalen Launch auf der Milan Design Week 2026. Statt klassischer Technikinszenierung präsentierte sich die Marke dort bewusst im Kontext von Architektur und Interior Design – weit entfernt vom klassischen Bild der „Weißen Ware“.
Auffällig war zudem, dass Liebherr Premium weniger über Exklusivität als über kontinuierlichen Mehrwert definiert. Statt aggressiver Preis

INTEGRIERTES WATER&ICECENTER für höchsten Komfort im Küchenalltag.

MIT DER BIOFRESH PROFESSIONAL 0 ° CTECHNOLOGIE verbindet Liebherr präzise Kühltechnik mit einer klaren, hochwertigen Formensprache. Die großzügigen Frischefächer schaffen ideale Lagerbedingungen für empfindliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse oder Kräuter und tragen zugleich zur reduzierten Ästhetik moderner Küchenarchitektur bei. Edelstahloberflächen, transparente Glasfronten und die gezielte Lichtführung unterstreichen den professionellen Anspruch des Innenraums.

LIEBHERR verwandelt Kühlen in Architektur: Präzise integrierte Frische und Weinlösungen, die kompromisslose Technologie mit einer Ästhetik verbinden, die den Raum nicht dominiert – sondern vollendet. k+a 3.2026 | 37
DER UNTERBAUKÜHLSCHRANK verfügt über ausziehbare VarioCoolSchubladen, deren Temperaturen sich flexibel zwischen 0 und + 14 ° C einstellen lassen. Er überzeugt mit einem ergonomischen Auszugswagen, NoFrostTechnologie, dem sanften SoftTelescopicEinzug und smarten Steuerungsfunktionen.



MIT EINER UMFASSENDEN MARKEN UND KOMMUNIKATIONSSTRATEGIE will Liebherr 2026 seine Präsenz im Premiumsegment weiter ausbauen. Nicole Ganzenmüller stellte dazu internationale 360 °Kampagnen rund um FrenchDoorGeräte, BioFresh und Weinlagerung sowie neue digitale Formate für Handel und POS vor.
NICOLE GANZENMÜLLER, Team Leader Regional Communication Germany, Business Area WE, Appliance Division, MARTIN LUDWIG, Member of the Executive Committee LHV Appliance D / Head of Business Area DE, LiebherrHausgeräte Vertriebs und Service GmbH und ROMAN MÖHLINGER, der für die Regional Communication Germany LiebherrHausgeräte Vertriebs und Service GmbH verantwortlich zeichnet.
positionierung standen Qualität, Service, hohe Handelsmargen und erklärungsbedürftige Technologien im Mittelpunkt. Gerade deshalb setzt das Unternehmen weiterhin stark auf persönliche Beratung und Fachhandelskompetenz.
LANGLEBIGKEIT ALS VERSPRECHEN
Überhaupt fiel auf, wie häufig Liebherr in Rostock über Langlebigkeit sprach. 15 Jahre Ersatzteilverfügbarkeit, flächendeckende Servicenetzwerke sowie zehn Jahre Herstellergarantie für ausgewählte Geräte wurden immer wieder als Teil des Qualitätsverständnisses genannt. Selbst das europäische „Recht auf Reparatur“ griff das Unternehmen nicht defensiv auf, sondern verstand es eher als Bestätigung der eigenen Philosophie: langlebige Produkte, reparierbare Technik und langfristige Kundenbeziehungen. Gerade im hochwertigen Küchen und Innenausbau entwickelt sich Reparierbarkeit zunehmend zu einem relevanten Kriterium – nicht zuletzt vor dem Hintergrund nachhaltiger Materialund Planungskonzepte.
Konkret verwies Liebherr dabei unter anderem auf zehn Jahre Herstellergarantie und KompressorGarantie, Ferndiagnosen über die SmartDeviceApp sowie neue Reparaturkonzepte wie BluRoX mit austauschbarem Technikmodul im Sockelbereich. Die Idee dahinter: technische Komponenten einfacher austauschbar zu machen und Gerätezyklen dauerhaft zu verlängern – ein Ansatz, der zunehmend auch mit kreis
lauforientierten Architektur und Designstrategien korrespondiert. Reparierbarkeit, Ressourcenschonung und langfristige Nutzungsdauer seien längst Teil des Markenkerns und nicht erst eine Reaktion auf neue gesetzliche Vorgaben.
FRISCHE IMPULSE FÜR HANDEL UND MARKE
Gleichzeitig investiert das Unternehmen verstärkt in digitale Händler und Serviceplattformen, um Beratung, Planung und Logistik enger miteinander zu vernetzen. Damit einhergehend arbeitet Liebherr intensiv an der weiteren Markeninszenierung. Der Kampagnenplan 2026 umfasst unter anderem groß angelegte 360°Kampagnen zu FrenchDoorGeräten, BioFresh, Weinlagerung sowie der zehnjährigen Herstellergarantie. Ergänzt werden diese durch SocialMediaKampagnen, POS Pakete, Schulungsprogramme, HändlerNewsletter und digitale Plattformen wie „Tradeplace“, das den Austausch mit Handelspartnern effizienter gestalten soll. Zwischen OffshoreKranen, Hafenlogistik und moderner Küchenplanung verdichtete sich in Rostock eine klare Markenbotschaft: Liebherr versteht seine Hausgeräte längst nicht mehr als klassische Weiße Ware, sondern als hochwertige Kühlgeräte, deren industrielle Herkunft bewusst Teil der Markenidentität bleibt. Die eigentliche Botschaft von Rostock war deshalb weniger reine Kühltechnik als vielmehr die Übersetzung industrieller Ingenieurskultur in moderne Wohn und Küchenarchitektur – getragen von enger Fachhandelsnähe und hoher Planungskompetenz.

MIT DER MONOLITHSERIE übersetzt Liebherr professionelle Kühltechnik in eine architektonische Designsprache. Großzügige Dimensionen, präzise verarbeitete Edelstahlfronten und individuell kombinierbare Kühl, Gefrier und Weinmodule schaffen eine nahtlos integrierte Lösung für hochwertige Wohn und Küchenkonzepte.

COMPAIR® by Naber bietet Schutz vor Feuchte und Schimmelschäden
Muldenlüfter und DowndraftSysteme erweitern die gestalterischen Möglichkeiten in der Küchen und Innenarchitektur erheblich. Durch die Integration des Dunstabzugs in das Kochfeld lassen sich offene Raumkonzepte realisieren, ohne die architektonische Wirkung durch klassische Haubenkörper zu beeinträchtigen.
Mit den gestiegenen Anforderungen an Design, Energieeffizienz und Luftqualität wächst jedoch auch die Bedeutung einer fachgerecht geplanten Luftführung. Entscheidend ist, dass Kochwrasen zuverlässig erfasst, kontrolliert abgeführt oder gezielt im Umluftbetrieb geführt wird. Fehlende oder unzureichende Luftkanalführung kann langfristig zu Feuchtebelastungen, Materialschäden und erhöhtem Reinigungsaufwand führen.
Offene Küchenarchitektur stellt neue Anforderungen an die Luftführung. Mit der zunehmenden Verschmelzung von Kochen, Wohnen und Essen zu einem gemeinsamen Raumkontinuum treten technische Komponenten gestalterisch in den Hintergrund. Besonders Muldenlüfter ermöglichen reduzierte Küchenarchitektur ohne dominante Haubenkörper – verlangen jedoch eine präzise abgestimmte Luftführung innerhalb von Möbeln, Sockelbereichen und angrenzenden Bauteilen.
Dadurch rückt weniger das Gerät selbst als vielmehr die Qualität der dahinterliegenden Luftführung in den Fokus der Planung. Sie beeinflusst nicht nur die Effizienz des Dunstabzugs, sondern auch Raumkomfort,
Materialbeständigkeit und die bauphysikalische Stabilität hochwertiger Innenausbauten.
Kritisch wird dies insbesondere bei Kücheninseln, flächenbündigen Einbauten und geschlossenen Sockelkonstruktionen. Wird feuchtebelastete Luft unkontrolliert in Möbelsockel oder Hohlräume geleitet, können sich Kondensat und Fettpartikel an kühleren Oberflächen ablagern. Langfristig entstehen daraus Schäden an Trägermaterialien, Bodenanschlüssen oder Wandaufbauten – häufig zunächst unsichtbar innerhalb der Konstruktion. Damit wird Luftführung zu einem bauphysikalischen Thema, das bereits in frühen Planungsphasen berücksichtigt werden sollte – insbesondere bei hochwertigen Innenausbauten und offenen Raumkonzepten.

GEFÜHRTE UMLUFTLÖSUNG mit COMPAIR® GREENflow:
Die gereinigte Luft wird über ein geschlossenes Kanalsystem gezielt aus dem Sockelbereich in den Raum zurückgeführt. So werden Feuchte und Fettbelastungen im Möbelkorpus vermieden.
UNKONTROLLIERTE UMLUFT ALS PLANUNGS- UND HAFTUNGSFAKTOR
Durch ungeführte Umluft können Feuchtigkeit und Fettpartikel in Möblierung, Wandaufbauten oder angrenzende Bauteile eingetragen werden. Langfristig drohen Kondensatbildung, Materialschäden und hygienische Belastungen – insbesondere in offenen Küchen und Wohnbereichen. Neben energetischen und hygienischen Aspekten gewinnt dabei vor allem der Schutz hochwertiger Materialien an Bedeutung. Holzwerkstoffe, furnierte Oberflächen oder wandintegrierte Einbaumöbel reagieren sensibel auf dauerhafte Feuchte und Fettbelastung. Die Folgen reichen von Feuchte und Materialschäden bis hin zu Fettablagerungen und mikrobiologischen Belastungen wie Schimmelbildung. Damit betrifft das Thema längst nicht mehr nur Hygiene und Komfort, sondern auch die Dauerhaftigkeit hochwertiger Innenausbauten. Für Küchenstudios, Fachplaner und Architekten entsteht daraus ein rele vantes Planungs und Haftungsthema. Mangelhaft geführte Umluftsysteme können Reklamationen, kostenintensive Nachbesserungen und im Streitfall auch rechtliche Auseinandersetzungen nach sich ziehen. Eine dauerhaft sichere Lösung setzt daher eine geschlossene und kontrollierte Luftführung voraus – entweder als kanalgeführte Abluft ins Freie

SCHEMA EINER GEFÜHRTEN UMLUFT
LÖSUNG : Nach der Filtration wird die gereinigte Luft kontrolliert über den Sockelbereich in den Raum abgegeben. Die geschlossene Luftführung minimiert das Risiko von Kondensat und Feuchteschäden.

DIE MODULARE FILTERBOX COMPAIR® GREENflow ersetzt werkseitige Aktivkohlefilter vieler Muldenlüfter. Der regenerierbare OmegaFilter vergrößert die aktive Filterfläche, erhöht den Volumenstrom und verlängert die Wartungsintervalle.
oder als definiert geführtes Umluftkonzept mit gezielter Rückführung der gereinigten Luft in den beheizten Raum. Systeme wie COMPAIR® von Naber unterstützen die fachgerechte Integration moderner Kochfeldabzüge in unterschiedliche Küchen und Raumkonzepte.
ABLUFTLÖSUNGEN:
EFFIZIENTE LUFTFÜHRUNG MIT HOHER ENERGIEEFFIZIENZ
Mit dem aerodynamisch optimierten Luftführungssystem COMPAIR PRIME flow® bietet Naber als Systemlieferant für Küchenzubehör eine Lösung für leistungsfähige und energieeffiziente Abluftkonzepte in modernen Küchenplanungen. Strömungsoptimierte Kanalgeometrien reduzieren Luftwiderstände und Druckverluste auf ein Minimum, sodass Kochdunst auch über längere Leitungswege und mehrere Umlenkungen hinweg zuverlässig abgeführt werden kann.
In Verbindung mit wärmegedämmten Mauerkästen wird der erfasste Kochwrasen kontrolliert und vollständig aus dem Gebäude geleitet –eine besonders relevante Voraussetzung bei offenen Grundrissen und Kochinseln. Gleichzeitig tragen die optimierten Strömungseigenschaften dazu bei, den Energieverbrauch des Gesamtsystems zu reduzieren und Wärme verluste im Gebäude möglichst gering zu halten.

KANALISIERTE ABLUFTFÜHRUNG mit COMPAIR PRIME flow® und wärmegedämmtem Mauerkasten. Der erfasste Kochwrasen wird strömungsoptimiert ins Freie geleitet –auch bei Kochinseln und längeren Leitungswegen.
GEFÜHRTE UMLUFT
Wo bauliche Rahmenbedingungen eine klassische Abluftführung nicht zulassen, stellt eine professionell geführte Umluftlösung eine technisch belastbare Alternative dar. Entscheidend ist dabei, dass die gereinigte Luft nicht unkontrolliert innerhalb des Möbelkorpus austritt, sondern über ein luftdichtes und geschlossenes Kanalsystem gezielt aus dem Sockelbereich in den Raum zurückgeführt wird. Hierfür kombiniert Naber das Kanalsystem COMPAIR PRIME flow® mit speziellen Sockellösungen sowie der modular aufgebauten Filtereinheit COMPAIR® GREENflow. Das System ersetzt die werkseitigen Aktivkohlefilter vieler Muldenlüfter durch eine leistungsstarke und wartungsfreundliche Filterlösung. Ein Omegaförmig ausgeführter Filtereinsatz vergrößert die aktive Filterfläche, verbessert den Volumenstrom des Muldenlüfters und verlängert die Wartungsintervalle deutlich. Gleichzeitig ist der Filter mehrfach regenerierbar, wodurch Betriebskosten reduziert und Ressourcen geschont werden.
Die im Sockelbereich installierte Filtereinheit führt die gereinigte Luft kon trolliert zurück in den Aufenthaltsraum. Verbleibende Restfeuchte kann anschließend über die allgemeine Wohnraumlüftung abgeführt werden. Damit unterstützt das System eine dauerhaft sichere und hygienische Luftführung – sowohl aus technischer als auch aus planerischer Sicht.

COMPAIR PRIME flow® Luftkanalsystem mit strömungsoptimierten Formteilen. Die aerodynamische Geometrie reduziert Druckverluste und unterstützt eine energieeffiziente Luftführung bei Abluft und Umluftkonzepten.
PLANUNGSSICHERHEIT FÜR KÜCHEN- UND OBJEKTPLANER
Ob kanalgeführte Abluft oder kontrollierte Umluftlösung – eine professionell geplante Luftführung ist heute ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Küchen und Innenarchitektur. Sie trägt entscheidend dazu bei, Küchenmöbel, angrenzende Bauteile und Oberflächen langfristig vor Feuchte und Fettbelastungen zu schützen und zugleich eine hygienisch einwandfreie Raumluft sicherzustellen.
Mit seinen modular aufgebauten COMPAIR®Systemen bietet Naber Lösungen für unterschiedliche Planungsanforderungen – sowohl im Neubau als auch im Bestand.
Für Küchenstudios, Fachplaner und Architekten bedeutet dies vor allem mehr Sicherheit bei der Integration moderner Kochfeldabzüge. Denn ihre Wirkung entfaltet Dunstabzugstechnik erst im Zusammenspiel mit einer konsequent geplanten Luftführung. naber.com
DIE BROSCHÜRE „Optimale Luftführung bei Muldenlüftern“ zeigt, wie kontrollierte Luftführung moderne Küchenarchitektur unterstützt und Feuchte sowie Materialschäden vermeiden kann. Interessenten können die Publikation kostenlos unter www.naber.com herunterladen.
42 | k+a 3.2026

Die deutsche Küchenmöbelindustrie zeigt sich widerstandsfähig. Nach Auswertung aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes durch den Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) entwickelte
sich die Branche im ersten Halbjahr 2026 besser als die Möbelindustrie insgesamt. Wachstum im Inland und im Export sorgten für ein leichtes Umsatzplus, während sich der Strukturwandel weiter fortsetzte.
Unternehmen der deutschen Küchenmöbelindustrie mit 50 und mehr Beschäftigten erzielten im ersten Halbjahr 2026 einen Gesamtumsatz von 1,91 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von 2,37 Prozent. Die Möbelindustrie insgesamt entwickelte sich dagegen rückläufig und lag 2,77 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die aktuellen Halbjahreszahlen bestätigen damit die seit Längerem zu beobachtende Entwicklung: Innerhalb der Möbelindustrie zählt die Küchenmöbelbranche weiterhin zu den stabileren Segmenten.
EXPORT BLEIBT WICHTIGER WACHSTUMSTREIBER
Tragende Säulen der Entwicklung waren sowohl das Inlandsgeschäft als auch der Export. Der Inlandsumsatz stieg auf 1,036 Milliarden Euro und damit um 1,88 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig legte der Auslandsumsatz auf 875,3 Millionen Euro zu, was einem Plus von 2,97 Prozent entspricht. Die Exportquote blieb mit 45,8 Prozent nahezu unverändert. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft innerhalb der Eurozone: Dort erreichten die Hersteller einen Umsatz von 689 Millionen Euro, ein Zuwachs von 6,48 Prozent.
BEI ANHALTENDEM STRUKTURWANDEL
Trotz der stabilen Umsatzentwicklung setzt sich der Konsolidierungsprozess in der Branche fort. Im Durchschnitt wurden im ersten Halbjahr 43 Küchenmöbelbetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten erfasst –4,44 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der Beschäftigten ging leicht zurück und lag durchschnittlich bei 17.391 Personen, was einem Minus von 1,51 Prozent entspricht. Im Vergleich zur gesamten Möbelindustrie, die einen Beschäftigtenrückgang von 5,22 Prozent verzeichnete, fällt die Entwicklung jedoch deutlich moderater aus.
Leicht zulegen konnte dagegen das Arbeitsvolumen. Mit 8,545 Millionen geleisteten Arbeitsstunden wurde der Vorjahreswert um 0,19 Prozent übertroffen. Die gezahlten Entgelte stiegen gleichzeitig auf 280,1 Millionen Euro, was einem Plus von 4,06 Prozent entspricht. Die aktuellen Branchendaten zeigen eine Industrie, die sich in einem schwierigen Marktumfeld behauptet. Gleichzeitig setzt sich der Strukturwandel mit einer sinkenden Zahl von Betrieben und Beschäftigten fort.

STRUKTURIERTE DATEN
bilden das Fundament
moderner Unternehmenssteuerung. Erst wenn Informationen zentral verfügbar und intelligent verknüpft sind, lassen sich Prozesse automatisieren, Kennzahlen auswerten und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz sinnvoll in den Studioalltag integrieren.

Erfolgsfaktor Organisation
Persönliche Beratung, kreative Planung und emotionale Verkaufsgespräche bleiben das Herz jedes Küchenstudios. Doch ob ein Unternehmen heute dauerhaft erfolgreich wirtschaftet, entscheidet sich längst nicht mehr allein im Ausstellungsraum. Steigende Kosten, neue Dokumentationspflichten und die wachsende Bedeutung strukturierter Daten rücken die Organisation hinter den Kulissen stärker denn je in den Mittelpunkt. Sven Birkhölzer, Geschäftsführer der Meisterdesk GmbH und verantwortlich für Marketing, Vertrieb und Support bei KüchenDesk, spricht über die größten Reibungsverluste im Studioalltag, die wachsende Bedeutung von Daten – und darüber, warum die Zukunft erfolgreicher Küchenstudios vor allem in durchgängigen Prozessen liegt.
„Die Planung darf kein abgeschlossener Prozess sein – sie muss der Beginn einer digitalen Wertschöpfungskette sein.“
SVEN BIRKHÖLZER ist Geschäftsführer der Meisterdesk GmbH und verantwortet Marketing, Vertrieb und Support von KüchenDesk. Im Gespräch erläutert er, warum strukturierte Prozesse und eine zentrale Datenbasis zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Küchen und Einrichtungsstudios werden.

Herr Birkhölzer, woran erkennt man heute ein erfolgreiches Küchen- und Einrichtungsstudio?
Sven Birkhölzer: Die Qualität von Planung und Beratung bleibt selbstverständlich ein entscheidender Faktor. Viele Studios bewegen sich hier inzwischen auf einem sehr hohen Niveau. Die eigentlichen Unterschiede entstehen heute jedoch zunehmend hinter den Kulissen. Erfolgreiche Unternehmen haben ihre Prozesse im Griff. Sie wissen jederzeit, wo sich ein Auftrag befindet, wer verantwortlich ist und welche Informationen benötigt werden. Entscheidungen werden auf Basis von Daten getroffen und nicht aus dem Bauch heraus. Gleichzeitig gelingt es diesen Unternehmen, ihre Mitarbeitenden von administrativen Aufgaben zu entlasten, sodass mehr Zeit für die Kunden bleibt. Am Ende geht es nicht darum, mehr zu arbeiten, sondern besser organisiert zu sein.
Der Erfolg eines Unternehmens basiert also mehr denn je auf einer intelligenten Organisation?
Sven Birkhölzer: Ja, davon bin ich überzeugt. Gute Verkäufer und gute Planer werden auch künftig unverzichtbar sein. Die entscheidende Frage lautet jedoch: Wie effizient organisiert ein Unternehmen die Leistung dahinter? Die Margen stehen unter Druck, die Anforderungen steigen und qualifizierte Mitarbeiter sind schwer zu finden. Unter diesen Bedingungen wird Organisation zu einem echten Wettbewerbsfaktor. Wer Abläufe standardisiert, Informationen zentral verfügbar macht und unnötige Abstimmungen reduziert, kann deutlich produktiver arbeiten. Deshalb wird der Wettbewerb künftig nicht nur im Showroom entschieden, sondern mindestens ebenso stark im Backoffice.
Wo beobachten Sie derzeit die größten Reibungsverluste im Alltag von Küchenstudios?
Sven Birkhölzer: Die größten Herausforderungen entstehen meist an den Übergängen zwischen einzelnen Prozessschritten – also überall dort, wo Informationen von einer Person zur nächsten oder von einem System in ein anderes übertragen werden. Das betrifft beispielsweise die Schnittstellen zwischen Verkauf, Sachbearbeitung, Bestellung und Montage. Informationen werden mehrfach erfasst, Rückfragen entstehen oder wichtige Details gehen verloren. Das kostet nicht nur Zeit, sondern erzeugt Unsicherheit – sowohl intern als auch beim Kunden. Oft sind es gar nicht die großen Probleme, sondern viele kleine Unterbrechungen, die im Alltag enorme Ressourcen binden.
Viele Betriebe leben seit Jahren mit genau solchen gewachsenen Strukturen. Woran erkennen Unternehmer, dass ihre bisherigen Organisationsformen nicht mehr ausreichen?
Sven Birkhölzer: Das hängt weniger von der Unternehmensgröße als von der Komplexität ab. Wir erleben Betriebe mit fünf Mitarbeitenden, die bereits an ihre Grenzen stoßen, während größere Unternehmen erstaunlich lange mit gewachsenen Strukturen arbeiten. Kritisch wird es in dem Moment, in dem mehrere Personen gleichzeitig an einem Auftrag arbeiten. Dann wird Transparenz elementar. Liegen Informationen in ExcelDateien, EMailPostfächern oder ausschließlich in den Köpfen einzelner Mitarbeiter, steigt der Abstimmungsaufwand mit jedem zusätzlichen Auftrag. Viele Unternehmen bemerken das erst, wenn Wachstum plötzlich nicht mehr zu mehr Effizienz führt, sondern zu mehr Chaos.
Herr Birkhölzer, Sie stammen selbst aus einem Küchenunternehmen. Wann wurde Ihnen bewusst, dass viele Betriebe eher unter ihren Prozessen als unter mangelnden Aufträgen leiden?
Sven Birkhölzer: Diese Erkenntnis entstand nicht durch ein einzelnes Erlebnis, sondern durch viele Gespräche und Beobachtungen im Alltag. Die Nachfrage war häufig vorhanden. Die eigentlichen Probleme entstanden danach: Informationen mussten gesucht werden, Zuständigkeiten waren unklar, Prozesse hingen an einzelnen Personen und viele Abläufe waren unnötig aufwendig. Irgendwann wurde deutlich, dass nicht der Auftragseingang der Engpass ist, sondern die Fähigkeit, Aufträge effizient und sauber durch das Unternehmen zu führen. Genau dort entstehen Kosten, Fehler und vermeidbarer Stress.
Eine Erkenntnis, die die Entwicklung von KüchenDesk extrem geprägt hat.
Sven Birkhölzer: Ja, sehr stark sogar. Wir wollten nie einfach nur eine weitere Software entwickeln. Uns hat vielmehr die Frage beschäftigt, wie ein System aussehen muss, das die tatsächliche Arbeitsweise eines Küchenstudios unterstützt. Deshalb lassen sich mit KüchenDesk nicht nur einzelne Aufgaben steuern, sondern der gesamte Prozess. Ziel war und ist es, Informationen nur einmal erfassen zu müssen und sie anschließend allen Beteiligten zur Verfügung zu stellen. So entsteht eine gemeinsame Arbeitsgrundlage für Verkauf, Sachbearbeitung, Disposition, Montage und Geschäftsführung. Im Kern geht es darum, die Komplexität im Hintergrund zu reduzieren, damit Menschen sich auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können.

MIT KÜCHENDESK laufen sämtliche Informationen in einer zentralen Plattform zusammen. Vertrieb, Planung, Einkauf, Montage und Service greifen auf dieselbe Datenbasis zu – doppelte Datenerfassung, Medienbrüche und Informationsverluste werden so vermieden.
Mit KüchenDesk lässt sich also ein durchgängiger Workflow realisieren. Wie genau sieht dieser aus?
Sven Birkhölzer: Alle Beteiligten arbeiten auf derselben Informationsbasis, und jeder Prozessschritt baut nahtlos auf dem vorherigen auf. Der Kunde wird einmal angelegt und begleitet das Unternehmen anschließend von der ersten Anfrage über Planung und Bestellung bis hin zu Montage und Service. Dadurch entstehen keine Informationsverluste und keine doppelte Datenerfassung. Ein durchgängiger Workflow sorgt dafür, dass Informationen fließen und nicht hinterhergetragen werden müssen.
Viele Betriebe arbeiten mit unterschiedlichen Programmen nebeneinander. Ist das noch State of the Art?
Sven Birkhölzer: Nein, natürlich nicht, aber das ist häufig historisch gewachsen. Viele Unternehmen haben zunächst einzelne Herausforderungen gelöst: zuerst die Planung, später die Buchhaltung, anschließend vielleicht ein CRM oder eine Warenwirtschaft. Das war lange Zeit sinnvoll, führte aber über die Jahre zu zahlreichen Insellösungen. Heute steigen die Anforderungen jedoch kontinuierlich. Unternehmen müssen schneller reagieren, mehr Informationen verarbeiten und gleichzeitig höhere Transparenzanforderungen erfüllen. Eine zentrale Datenbasis sorgt dafür, dass alle Beteiligten mit denselben Informationen arbeiten. Das reduziert Fehler, beschleunigt Entscheidungen und schafft die Grundlage für Automatisierung, Auswertungen und künftig auch für KI
Anwendungen. Hinzu kommen Themen wie ERechnung, EUDR oder der Digitale Produktpass. All diese Anforderungen erhöhen die Bedeutung strukturierter Daten erheblich. Deshalb zeigt sich zunehmend, dass die eigentliche Effizienz nicht in einzelnen Programmen liegt, sondern im Zusammenspiel aller Prozesse. Wir beobachten daher einen klaren Trend hin zu integrierten Systemlandschaften.
Ich greife einmal bewusst eine Funktion von KüchenDesk heraus: Welche Vorteile bringt ein zentrales Kundenmanagement (CRM) dem Küchenplaner im Alltag?
Sven Birkhölzer: Ein gutes CRM verändert vor allem die tägliche Arbeit eines Planers. Kundenhistorie, Termine, Gesprächsnotizen, Planungsstände oder offene Aufgaben stehen zentral zur Verfügung. Das reduziert Rückfragen und schafft Sicherheit. Gleichzeitig sorgt ein integriertes CRM dafür, dass kein Interessent verloren geht. Gerade im Küchenhandel begleiten wir Kunden oft über Wochen oder Monate. Wer hier strukturiert arbeitet, verbessert nicht nur seine interne Organisation, sondern häufig auch seine Abschlussquote. Vor allem gewinnt der Planer Zeit und Übersicht.
Ein CRM allein reicht allerdings nicht aus. Erst wenn auch die übrigen Systeme miteinander kommunizieren, entstehen wirklich durchgängige Prozesse. Welche Bedeutung haben dabei Schnittstellen zu Programmen wie CARAT, KPS oder Winner?
Sven Birkhölzer: Eine sehr große. Die Planung ist der Ausgangspunkt für alles, was danach passiert. Werden Planungsdaten automatisch in nachgelagerte Prozesse übernommen, entstehen weniger Fehler, weniger Doppelarbeit und deutlich mehr Geschwindigkeit. Entscheidend ist jedoch, dass die Informationen anschließend auch für Bestellung, Disposition, Montage und Service sinnvoll nutzbar bleiben. Die Planung darf kein abgeschlossener Prozess sein – sie muss der Beginn einer digitalen Wertschöpfungskette sein.
Trotz dieser Vereinfachungen wird Digitalisierung noch immer häufig mit zusätzlicher Komplexität gleichgesetzt. Warum erleben viele Anwender in der Praxis genau das Gegenteil?
Sven Birkhölzer: Weil Digitalisierung häufig mit zusätzlicher Software verwechselt wird. Tatsächlich entsteht Komplexität meist dort, wo Informationen verteilt, Prozesse unklar oder Zuständigkeiten nicht transparent sind. Gute Digitalisierung schafft genau das Gegenteil: Übersicht und klare Strukturen. Wenn Informationen zentral verfügbar sind und Abläufe klar definiert werden, reduziert sich die tägliche Komplexität spürbar. Viele Kunden stellen bereits nach kurzer Zeit fest, dass sie weniger organisieren müssen, weil das System einen Teil dieser Arbeit übernimmt.
Die Grundlage dafür sind letztlich strukturierte Daten. Sie sprechen häufig davon, dass Daten künftig zu den wichtigsten Unternehmenswerten gehören werden. Warum?
Sven Birkhölzer: Nahezu jede unternehmerische Entscheidung basiert auf Daten. Wer seine Kunden, Projekte, Aufträge und Prozesse versteht, kann fundierter entscheiden, schneller reagieren und Entwicklungen früher erkennen. Gleichzeitig werden Automatisierung, Künstliche Intelligenz, ERechnung oder der Digitale Produktpass nur funktionieren, wenn die zugrunde liegenden Daten strukturiert und verlässlich sind. Viele Unternehmen betrachten Daten heute noch als Nebenprodukt ihrer Arbeit. Künftig werden sie zunehmend zu einer strategischen Ressource.
Welche Kennzahlen sollte ein Studioinhaber vor diesem Hintergrund jederzeit im Blick haben?
Sven Birkhölzer: Dazu gehören aus unserer Sicht Auftragseingang, Auftragsbestand, Abschlussquote, durchschnittlicher Auftragswert und die aktuelle Auslastung der Teams. Ebenso wichtig sind offene Reklamationen, Lieferverzögerungen und die Liquiditätsentwicklung. Entscheidend ist allerdings nicht nur die Kennzahl selbst, sondern auch die Geschwindigkeit, mit der sie verfügbar ist. Die beste Kennzahl hilft wenig, wenn sie erst Wochen später vorliegt.
Mit Blick auf Themen wie E-Rechnung, Digitalen Produktpass oder EUDR werden strukturierte Daten künftig noch wichtiger. Welche Auswirkungen werden diese Anforderungen auf die Organisation von Küchenstudios haben?
Sven Birkhölzer: Diese Anforderungen werden die Digitalisierung weiter beschleunigen. Die Herausforderung liegt weniger in einzelnen gesetzlichen Vorgaben als vielmehr in der Menge an Informationen, die künftig verarbeitet und dokumentiert werden müssen. Unternehmen werden stärker darauf angewiesen sein, Daten zentral und Prozesse nachvollziehbar abzubilden. Wer heute bereits digital arbeitet, wird diese Veränderungen deutlich entspannter bewältigen können.
Wenn Daten künftig die Basis unternehmerischer Entscheidungen bilden, führt an Künstlicher Intelligenz vermutlich kein
Weg vorbei. Wo sehen Sie bereits heute konkrete Anwendungen?
Sven Birkhölzer: Es gibt inzwischen sinnvolle Anwendungen bei der Analyse von Daten, der Unterstützung von Mitarbeitenden und der Automatisierung wiederkehrender Aufgaben. Dazu gehören intelligente Erinnerungen, die Priorisierung von Aufgaben oder die automatische Aufbereitung von Informationen. Auch im Kundenservice oder bei internen Wissensdatenbanken entstehen spannende Möglichkeiten. Besonders interessant wird KI aus unserer Sicht dann, wenn sie direkt im Arbeitsalltag unterstützt und relevante Informationen zur richtigen Zeit bereitstellt.
Aber die Künstliche Intelligenz hat auch Grenzen. Wo bleibt die Kompetenz des Planers unersetzlich?
Sven Birkhölzer: KI wird künftig viele Informationen schneller analysieren können als jeder Mensch. Sie wird Muster erkennen, Empfehlungen geben und Routineaufgaben übernehmen. Was sie nicht ersetzen kann, sind Erfahrung, Empathie und unternehmerisches Urteilsvermögen. Eine Küche ist kein Standardprodukt. Sie entsteht aus Gesprächen, Bedürfnissen, Emotionen und individuellen Lebenssituationen. Deshalb wird die Rolle des Planers auch künftig zentral bleiben. Erfolgreich werden diejenigen Unternehmen sein, die menschliche Kompetenz und technologische Möglichkeiten intelligent miteinander verbinden.
Herr Birkhölzer, wenn wir fünf Jahre vorausblicken: Wie wird ein wirtschaftlich erfolgreiches Küchenstudio dann arbeiten?
Sven Birkhölzer: Wir glauben, dass erfolgreiche Unternehmen deutlich datengetriebener und prozessorientierter arbeiten werden als heute. Beratung und Planung bleiben das Herzstück des Geschäfts. Gleichzeitig werden viele administrative Tätigkeiten automatisiert oder digital unterstützt ablaufen. Mitarbeitende werden weniger Zeit mit Organisation und mehr Zeit mit Kunden verbringen. Entscheidungen werden stärker auf Basis aktueller Daten getroffen und Prozesse deutlich transparenter sein.
Ist die Branche Ihrer Erfahrung nach auf diese Entwicklung ausreichend vorbereitet?
Sven Birkhölzer: Die Branche hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Gleichzeitig sehen wir noch erhebliches Potenzial. Viele Unternehmer haben inzwischen erkannt, dass Digitalisierung kein ITProjekt mehr ist, sondern eine strategische Unternehmensentscheidung. Die Bereitschaft zur Veränderung ist heute deutlich höher als noch vor einigen Jahren.
Zum Abschluss: Sie stehen im Austausch mit vielen erfolgreichen Küchenunternehmern. Gibt es eine Erkenntnis, die sich dabei wie ein roter Faden durchzieht?
Sven Birkhölzer: Eine Erkenntnis begegnet uns immer wieder: Erfolgreiche Unternehmer konzentrieren sich nicht nur auf Umsatz, sondern ebenso intensiv auf ihre Abläufe und die Menschen, die dahinterstehen. Sie hinterfragen Prozesse regelmäßig, schaffen Transparenz und investieren bewusst in Organisation und Mitarbeiter. Vor allem aber treffen sie Entscheidungen frühzeitig und warten nicht, bis Probleme groß geworden sind. Mein wichtigster Rat lautet deshalb: Schauen Sie nicht zuerst auf die Software – schauen Sie zuerst auf Ihre Prozesse.
Die Bundesregierung will mit ihrem Wachstumspaket Investitionen erleichtern, den Wohnungsbau stärken und bürokratische Hürden abbauen. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, BVR, begrüßt zentrale Vorhaben, sieht bei den steuerpolitischen Maßnahmen jedoch deutlichen Nachbesserungsbedarf.
Positiv bewertet der Verband insbesondere die geplante Abschaffung zusätzlicher nationaler Kapitalpuffer für Immobilienkredite. Dadurch könne sich der Finanzierungsspielraum der Banken erhöhen und die Kreditvergabe für Wohnungsbauprojekte erleichtert werden. Nach Einschätzung des BVR sei derzeit keine Überhitzung am Wohnimmobilienmarkt erkennbar. Gleichzeitig verweist der Verband auf hohe Kreditstandards und eine solide Kapitalausstattung der Institute.
Ebenfalls Zustimmung findet die Absicht der Bundesregierung, landesrechtlichen Vergesellschaftungsgesetzen für private Mietwohnungsbestände bundesgesetzliche Grenzen zu set
zen. Nach Auffassung des BVR schaffen verlässliche Rahmenbedingungen mehr Planungssicherheit für Investoren und langfristige Finanzierungsentscheidungen.
Beim Bürokratieabbau sieht der Verband ebenfalls Fortschritte. Das geplante Berichtsentlastungsgesetz soll zahlreiche Berichtspflichten gegenüber staatlichen Stellen auf den Prüfstand stellen. Darüber hinaus begrüßt der BVR die angekündigte stärkere risikoorientierte Ausrichtung der staatlichen Aufsicht, die vorgesehene 1:1Umsetzung der EULieferkettenrichtlinie sowie Vereinfachungen im Datenschutz.
Kritisch bewertet der Verband dagegen die steuerpolitischen Beschlüsse. Die vorgesehenen Entlastungen bei der Einkommensteuer gingen nach Einschätzung des BVR nicht weit genug und ersetzten keine grundlegende Tarifreform. Nun komme es darauf an, die angekündigten Maßnahmen zügig und praxistauglich umzusetzen, damit Unternehmen, Privathaushalte und Banken tatsächlich mehr Spielraum für Investitionen und Finanzierung erhalten.
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