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küche + architektur 1-2025

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Ausgabe 1/2025 · 13. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Wohnen im Wandel · Wie neue Bedürfnisse Räume prägen Küchenprofis berichten · Zwischen Luxus und Krise: Warum sich die Küchenbranche neu erfinden muss Deutsche Küchenmöbelindustrie · Perfektion für den globalen Markt – Qualität, Präzision, Partnerschaft


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Editorial

Küchenhandel am Wendepunkt:

Zwischen Herausforderung und Neuausrichtung Laut gut unterrichteten Kreisen stehen in den nächsten Jahren rund 30 Prozent der Küchenspezialisten vor der Schließung ihres Geschäfts – entweder weil es an Nachfolgern mangelt oder weil die wirtschaftliche Lage eine Fortführung unmöglich macht. Der Küchenkauf stagniert und die Unsicherheiten auf dem Markt wachsen. Doch die Frage ist: Ist das wirklich das Ende oder vielmehr der Anfang eines neuen Kapitels für den Küchenfachhandel?

D

ie Küchenbranche befindet sich in einem massiven Umbruch. Während der Neubau vielerorts stagniert, erlebt der Bestandsbau eine Renaissance. „Neubau stagniert, Renovierung boomt“, weiß Hermann Krumme, Geschäftsführer der Küchenhaus Krumme GmbH, aus Erfahrung. Er beobachtet, dass immer mehr junge Familien bestehende Immobilien modernisieren, statt neu zu bauen. Auch Steffen Widmer von Grambow & Widmer bestätigt die wachsende Bedeutung der Bestandskunden: „Unser Neubauanteil lag traditionell nur bei etwa 25 %. Dennoch war der rasante Einbruch in der Bauwirtschaft spürbar. Unser Fokus hat sich daher verstärkt auf den Bestandsbau verlagert, wo wir unseren Auftragswert steigern konnten.“

Die Herausforderung der schrumpfenden Mitte Während der Luxusmarkt floriert und gleichzeitig eine steigende Nachfrage nach günstigen Küchenlösungen besteht, befindet sich die klassische Mittelschicht in einer Krise. „Wir haben noch nie so viele Küchen in der 3.000 bis 5.000 Euro-Klasse verkauft, gleichzeitig, aber auch mehr Küchen über 50.000 Euro denn je“, berichtet Steffen Widmer. Der Mittelstand jedoch bricht zunehmend weg. Erschwerte Finanzierungsbedingungen, hohe Baukosten und steigende Lebenshaltungskosten setzen vielen Kunden zu. Steffen Widmer bringt es auf den Punkt: „Es reicht nicht, sich nur auf das Luxussegment zu konzentrieren – es braucht eine starke Mitte.“ Seiner Meinung nach muss der Fachhandel effi­ zienter werden, um hochwertige Küchen zu fairen Preisen anbie­ ten zu können. „Die Zukunft gehört denen, die sich um preiswerte Qualität bemühen und ein Angebot schaffen, das die Einkommensverhältnisse der Gesellschaft realistisch widerspiegelt.“ Fachkräftemangel als gröSSte Hürde Ein weiteres Problem, das den Küchenhandel massiv belastet, ist der zunehmende Fachkräftemangel – sowohl im Verkauf als auch in der Montage. „Die größte Herausforderung ist definitiv die Suche nach qualifizierten Verkäufern und Monteuren“, bestätigt Hermann Krumme. Steffen Widmer ergänzt: „Nicht nur Fachkräfte fehlen, sondern auch arbeitsbereite Hilfskräfte. Die Verrentung beschleunigt sich, und es kommen zu wenige neue Leute nach.“ Hier stehen die Unternehmen vor einer doppelten Aufgabe: Einerseits müssen sie den Beruf wieder attraktiver machen, andererseits ihre internen Abläufe effizienter gestalten. Ein weiteres Problem ist die oft unzureichende Entlohnung von Monteuren, die für eine reibungslose Umsetzung der Küchenprojekte essenziell sind. „Grundsätzlich gilt, die Renditen müssen steigen, um kluge Köpfe anzuziehen und Monteure endlich angemessen zu entlohnen“, fordert Steffen Widmer.

Yvonne Davy Chefredakteurin

Politische Unsicherheiten und regulatorische Hürden Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen gibt es auch politische Unsicherheiten, die den Markt belasten. Hohe Regulierung und steigende Abgaben erschweren Bauprojekte. „Politisch ist Neubau nicht gewollt“, stellt Steffen Widmer fest. Hermann Krumme wünscht sich eine Entlastung von Bauherren: „Wir müssen von den viel zu hohen Standards beim Neubau runterkommen, damit das Bauen wieder kostengünstiger wird.“ Gleichzeitig plädiert er für eine Vereinfachung der Förderprogramme: „Finanzielle Förderungen müssen unbürokratischer und verständlicher für Bauherren werden.“ Mut zur Veränderung – Chancen im Wandel Trotz aller Herausforderungen sehen viele Branchenexperten Chancen in der Veränderung. Christian Böhm von Böhm Küchen bringt es auf den Punkt: „Erfolg ist die Fähigkeit, sich an Veränderungen anzupassen.“ Er setzt verstärkt auf individuelle Beratung und maßgeschneiderte Lösungen, um sich im Wettbewerb zu behaupten. Auch Hermann Krumme bleibt optimistisch: „Unsere Kunden schätzen unsere Qualität und unseren Service. Solange wir unsere Werte bewahren, auf Empfehlungen setzen und gute Arbeit leisten, sehe ich keinen Grund zur Sorge.“ Doch eines ist klar: Der Küchenfachhandel kann nicht so weitermachen wie bisher. Showrooms müssen inspirierende Erlebnisse bieten, Prozesse müssen optimiert und neue Geschäftsmodelle gefunden werden. „Die Möbel- und Küchenbranche steht vor einem fundamentalen Wandel: Studios, Fachmärkte und Möbelhäuser müssen sich neu erfinden, Showrooms zu inspirierenden Discovery-Rooms werden“, prognostiziert Steffen Widmer. Krise als Chance Ja, die Branche steht vor einer großen Herausforderung. Der Fachkräftemangel, die hohe Regulierungsdichte und der Einbruch des Neubaus setzen vielen Betrieben zu. Doch die Krise zwingt auch zur Innovation. Wer bereit ist, sich anzupassen, sich klar zu positionieren und kreative Lösungen anzubieten, wird langfristig Erfolg haben. Christian Böhm betont: „Die Herausforderung besteht darin, sich auf die Beständigkeit des Wandels einzustellen. Märkte befinden sich immer im Wandel. Insofern kann nur der erfolgreich sein, der sich dem Wandel nicht verschließt und diesen mitgestaltet.“ Der Küchenfachhandel steht an einem Scheideweg. Es liegt an den Unternehmen selbst, ob sie den Wandel als Bedrohung oder als Chance sehen. Diejenigen, die sich neu erfinden, können gestärkt aus der Krise hervorgehen – mit einem klaren Konzept, einem engagierten Team und der Fähigkeit, ihre Kunden mit ­außergewöhnlichen Lösungen zu begeistern.

Lesen Sie die drei kompletten Interviews mit Christian Böhm, Hermann Krumme und Steffen Widmer auf S. 28 bis 33. k+a 1.2025 | 1


Foto: Blanco

Perfektion am Wasserplatz Mit der Armatur Blanco Catris-S Flexo Filter setzt Wasserplatzspezialist Blanco Maßstäbe in Funktionalität, Design und Wasserqualität. Diese hochwertige 3-in-1 Küchenarmatur, hier in mattem Schwarz gehalten, liefert kaltes, warmes und gefiltertes Wasser aus einer Einheit – perfekt für moderne Küchen mit höchsten Ansprüchen. Dank der intelligenten Zwei-Hebel-Bedienung bleibt gefiltertes Wasser separat, während der 360° schwenkbare Auslauf maximale Flexibilität garantiert. Der zwei-­ stufige Strahlregler mit integriertem Durchflussstopp ermöglicht einen einfachen Wechsel zwischen belüftetem Strahl und Brausestrahl – ideal für effizientes Spülen. www.blanco.de

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1 Küchenhandel am Wendepunkt Zwischen Herausforderung und Neuausrichtung

4 Wohnen im Wandel Wie neue Bedürfnisse Räume prägen

10 Handwerk mit Vision – Exklusive Qualität, die überzeugt Fries Küchen

16 Über die Qualität des Trink­ wassers selbst entscheiden Im Gespräch mit Jan Elskamp, Head of Global Product Management Drink Systems bei Blanco

18 Reines Wasser aus der Armatur: Gefiltert und veredelt Grohe

20 Deutsche Küchenmöbel­ industrie: Perfektion für den globalen Markt Qualität, Präzision, Partnerschaft

21 Kluges Mit- und Weiterdenken in allen Prozessen Bauformat

22 Mehr als Küche: Pronorm verbindet Räume Pronorm

23 Maßgeschneiderte Lösungen, maximale Flexibilität Ballerina-Küchen

24 Innovation, Nachhaltigkeit und Kundennähe Nolte Küchen

25 Die Küche als architektonisches Gesamtkonzept Leicht

26 Maßstäbe setzen mit Flexibilität, Digitalisierung, Vielfalt KH System Möbel

26 Die Zukunft des Wohnens ­beginnt in der Küche Häcker Küchen


Impressum Verlag: Bauhelden Media GmbH & Co. KG Welfenstraße 19 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 · Fax 0711/5206-300 www.bauhelden.media VERLAGSLEITUNG: Fabio Schoch Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms

Inhalt 1/2025

Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@bauhelden.media Social Media: Tel. 06241/979708-12 Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: ColorDruck Solutions Gutenbergstraße 4 · 69181 Leimen Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 13, gültig seit 1. 1. 2025 Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.)

27 Individuelle Lösungen statt Standard Rotpunkt Küchen

28 „Zwischen Luxus und Budget“: Die Zukunft der Küche Interview mit Steffen Widmer, ­geschäftsführender Gesellschafter Grambow & Widmer

30 Von der Küche zum Wohnkonzept Christian Böhm, geschäftsführender Gesellschafter Böhm Küchen, GroßBieberau: „Erfolg ist die Fähigkeit, sich an Veränderungen anzupassen.“

32 „Neubau stagniert, Renovierung boomt“ Hermann Krumme über Chancen in der Krise

34 Zwischen Tradition und Digitalisierung: Der Schweizer Küchenmarkt im Wandel Interview mit Peter Achermann, Geschäftsführer Der Kreis, Schweiz

38 Intelligente Lichtsteuerung für moderne Wohnräume Naber

40 Eggerzum 2025 Zukunftsweisende Verbindungen, die bleiben

43 Hettich gibt Vorschau auf ­Innovationen zur Interzum 2025

46 Im Fokus Qualität: Architektur, Design und ­Lifestyle Fabio Schoch übernimmt Bauhelden Media GmbH

48 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten

Preis Jahresabo: (6 Ausgaben inklusive ePaper) Inland: 53,00 Euro; Ausland: 62,00 Euro (Preise inkl. Versand und MwSt.) Abonnement-Service: Bauhelden Media GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de Bankkonten: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, HausbauHelden, Schwimmbad+Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer

Fotonachweise: Seite 48: © auremar / fotolia

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Foto: Leicht

wohnSTUDIE

Wohnen im Wandel: Wie neue Bedürfnisse Räume prägen Die Studie „Funktionswandel des Wohnens“ 2024 wurde vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau durchgeführt. Ziel war es, die Auswirkungen der Coronakrise auf Wohnbedürfnisse und -praktiken in Deutschland zu analysieren und Leitlinien für zukünftige Wohnkonzepte abzuleiten. Die Untersuchung stützt sich auf eine repräsentative Umfrage, die im Sommer 2022 durchgeführt wurde, und beleuchtet sowohl die aktuellen Wohnpraktiken als auch die Erwartungen an zukünftiges Wohnen.

4 | k+a 1.2025


4. Ergebnisse: Wohnraum und Wohnpraxis wohnSTUDIE

4.1. Ein Blick in die Wohnräume 4.1.1. Zimmerverfügbarkeit

Verfügbare Zimmer in den Wohnungen

Abbildung 3: Verfügbare Zimmer in den Wohnungen 88%

Schlafzimmer Wohnzimmer

70%

Kinderzimmer

41%

Wohn-Esszimmer Arbeitszimmer

31%

Gästezimmer

18%

Esszimmer

16%

Hobby zimmer

11%

Sonstiges Zimmer

8%

Privatzimmer (Erwachsenen)

7%

Wintergarten

3%

Bibliothek

2%

Die Verteilung der Zimmeranzahl in Wohnungen macht die räumliche Nutzung deutlich.

Anmerkung: Das Diagramm zeigt an, in wie viel Prozent der befragten Haushalte von dem jeweiligen Zimmertyp mindestens ein Zimmer vorhanden ist. Die Zuteilung der Räume zu den verschiedenen Zimmertypen erfolgte durch die Befragten selbst. Es ist beispielsweise erkennbar, dass 88% der Befragten in ihrer Wohnung mindestens ein Hauptsächlich Zimmer der Wohnung Schlafzimmer zur Verfügunggenutztes zu haben.

Funktionswandel des Wohnens

Quelle: BBSR Online-Publikation 15/2024

32%

Abbildung 10: Hauptsächlich genutztes Zimmer der Wohnung

Die Feststellung der Art und Anzahl der Räume in den Wohnungen erfolgte 48% in den von den Befrag Wohnzimmer eingeführten Bezeichnungen, wobei insbesondere Doppelnennungen auseinander69% zu halten waren Abbildung 3 hervorgeht, finden wir, dass das Wohn- oder23% Wohn-Esszimmer das am häufigsten vo Küche Zimmer ist. 70% der Befragten verfügen über mindestens23% ein Wohnzimmer, 32% über ein Wohn-E Reine Esszimmer haben 16%. Mindestens ein Schlafzimmer zu haben, gilt für 88% der Haushalte, un 21% zimmer sind in 41% der Fälle Wohn-Esszimmer vorhanden. Ein Drittel der Wohnungen verfügt über66% ein Arbeitszimme 11% wird von einem Hobbyraum berichtet. 18% der Wohnungen haben nach Auskunft der Befr 7% Arbeitszimmer Gästezimmer. 23% 7% 8%

Kinderzimmer Ergebnisse: Wohnraum und Wohnpraxis

5%

Esszimmer

4%

Hobbyzimmer

2%

Privatzimmer (Erwachsenen)

1%

Badezimmer

1% 1%

Sonstiger Raum

1%

Wintergarten

0%

Auß enbereich

0% 0%

Bibliothek

0%

Gästezimmer

0% 1%

Gerade bei flieSSenden Übergängen zwischen Küche/Essen und Wohnen mit integriertem Arbeitsplatz schaffen einheitliche Mate­rialien Kontinuität und ein harmonisches Gesamtbild.

D

ie Studie beschreibt die aktuelle Nutzung von Wohnräumen insbesondere unter dem Einfluss von pandemiebedingten Veränderungen wie Homeoffice und Multifunktionalisierung. Das Ergebnis der Befragung von 2029 Menschen ermöglicht eine Ableitung zukünftiger Wohnbedürfnisse und Konzeptentwicklungen, die nutzerorientiertes Bauen darstellen, wie z. B. der Wunsch nach Rückzugsräumen, flexiblen Grundrissen und nachhaltigen Wohnkonzepten. Besonders die Bereiche Küche, Essen und Wohnen spiegeln diesen Wandel wider, der durch die Erfahrungen während der Coronapandemie noch verstärkt wurde. Die Küche: Funktion und Emotion Küchen haben sich von reinen Arbeitsräumen zu sozialen Treffpunkten entwickelt. Während sie traditionell primär der Essenszubereitung dienten, werden sie heute oft als integraler Bestandteil von Wohn-

alle Befragten

BBSR-Online-Publikation N

11% 26% 18% 14%

7% 9%

Zeigt, in welchen Räumen die Befragten die meiste Zeit verbringen.

8%

Befragte, die über den jeweiligen Zimmertyp verfügen

Anmerkung: Das Diagramm bildet ab, in welchem Zimmer sich die Befragten hauptsächliche aufhalten. Der obere Balken bezieht sich dabei auf alle Befragten, der untere nur auf die Befragten, deren Wohnung über den jeweiligen Zimertyp verfügt. Beispielsweise gaben von allen Befragten 21% an, dass sie sich hauptsächlich im Wohn-Esszimmer aufhalten. Beziehen wir lediglich die Haushalte in denen ein Wohn-Esszimmer und Essbereichen gestaltet. Der Trendein,geht zu offenen Grundrissen, vorhanden ist, sind es hingegen 66% der Befragten, die sich hauptsächlich dort die Kommunikation und Gemeinschaft fördern. Viele Haushalte wünaufhalten.

schen sich eine Erweiterung des Küchenraums, um diesen vielseitigen Anforderungen gerecht zu werden. Die Mehrheit bevorzugt offene Grundrisse, die Küche und Wohnzimmer verbinden. Gleichzeitig beklagen viele einen Mangel an Stauraum und Tageslicht. k+a 1.2025 | 5

Quelle: BBSR Online-Publikation 15/2024

Schlafzimmer


Foto: Pronorm

wohnSTUDIE

Essen als zentrale Aktivität Das gemeinsame Essen hat durch die Pandemie an Bedeutung gewonswandel des Wohnens 82 harmonische Balance zwischen Ästhetik und Funktionen. Der Esstisch ist längst nicht mehr nur ein Ort für Mahlzeiten, nalität schafft. Sie kombiniert natürliche und moderne sondern auch eine Bühne für Homeoffice, Hausaufgaben und kreative Materialien. Die Fronten bestehen aus Eiche trend mit Multifunktionale Möbel und flexible Gestaltungsideen danach, wofür sie einen zusätzlichen Raum verwenden würden, antworteten dieTätigkeiten. Befragten sehr einer markanten Maserung, die Wärme und Natürlichwerden immer wichtiger, um diese vielfältigen Bedürfnisse zu erfüllen. hiedlich, je nachdem, ob sie einen Bedarf an einem zusätzlichen Raum haben oder nicht (Abbildung 27). n mit einem Bedarf an einem zusätzlichen Raum würden diesen am häufigsten als Arbeitszimmer nutzen keit vermittelt. Ergänzend dazu setzt Steingrau efolgt von der Verwendungultramatt als Hobbyzimmer (22%), Staufläche (20%) oderKüche Kinderzimmer (16%). Bei moderne, reduzierte Akzente. Diese Wohnen inden Multifunktionalität n ohne geäußerten Bedarf hätten 42% keine konkrete Nutzungsvariante im Auge. verbindet klare Linien mit wohnlichen Elementen. Der Wohnbereich hat sich zur Schaltzentrale des häuslichen Lebens entwickelt. Neben Entspannung und Medienkonsum dient er zunehmend als Arbeitsplatz, Fitnessstudio oder Bildungsraum. Besonders Abbildung 27: Verwendung eines zusätzlichen Raumes verwendung eines zusätzlichen Raumes jüngere Menschen und gehobene Haushalte zeigen eine stärkere Nutzung ihrer Wohnungen für erweiterte Aktivitäten. Allerdings werden 30% Arbeitszimmer auch mangelnde Platzverhältnisse beklagt: 30 % der Befragten wün11% schen sich ein zusätzliches Zimmer, häufig für Homeoffice, Rück22% Hobbyzimmer 18% zugszwecke oder Freizeitaktivitäten. Dies unterstreicht den Wunsch Diese Y-Line-Küche von Pronorm überzeugt durch

ihr minimalis­tisches und hochwertiges Design, das eine

Staufläche

14%

16%

4%

Privatzimmer für Erwachsene

Quelle: BBSR Online-Publikation 15/2024

Wohnzimmer

8%

keine konkrete Nutzug

6%

Fernsehzimmer

5% 3%

größeres Badezimmer

5% 2%

Gästezimmer

4% 3%

Esszimmer

4% 2% 1% 1%

Sport

1% 1%

Ankleidezimmer

1% 0%

damit verbundenen Möglichkeiten einer individuellen Küchenplanung.

8%

2%

Hauswirtschaft

Das Besondere an nolteneo ist u.a. die große Flexibilität und die

15%

42%

Visualisiert, wofür ein zusätzlicher Raum am häufigsten genutzt werden würde.

Bedarf an einem zusätzl. Raum vorhanden kein Bedarf an zusätzl. Raum vorhanden Anmerkung: Das Diagramm zeigt an, wofür die Befragten einen zusätzlichen Rum nutzen würden, wobei Mehrfachnennungen möglich waren. Die Ergebnisse werden danach differenziert, ob die Befragten den Bedarf an einem zusätzlichen Raum geäußert haben. 6Beispielsweise | k+a 1.2025 würden 30% der Befragten, die einen Bedarf an einem zusätzlichen Raum haben, diesen als Arbeitszimmer nutzen.

Foto: Nolte Küchen

Kinderzimmer

20%


Foto: Rotpunkt

wohnSTUDIE

Diese moderne Rotpunkt-Küche besticht durch eine harmonische Material- und Farbkomposition in Beach Grey und Scandinavian Oak, die einen fließenden Übergang zwischen Küche und Wohnbereich schafft. Die grifflose Optik und geschickt integrierter, versteckter Stauraum sorgen für ein aufgeräumtes, minimalistisches Ambiente, während offene Regale mit indirekter Beleuchtung eine wohnliche Atmosphäre verleihen.

nach flexibleren Grundrissen, die auf sich verändernde Bedürfnisse eingehen können. Auch die Nachfrage nach hellen, gut geschnittenen Räumen mit genügend Stauraum ist gestiegen. Ein Drittel der Befragten nutzt die Wohnung ausschließlich für grundlegende Funktionen (Schlafen, Kochen/Essen, Medienkonsum). Etwa 40 % integrieren erweiterte Aktivitäten wie Homeoffice oder Sport, während ein weiteres Drittel seine Wohnung für mehrere zusätzliche Funktionen nutzt. Insbesondere Jüngere sowie besser Ausgebildete nutzen ihre Wohnungen häufiger multifunktional und sehen weniger Einschränkungen in der Raumnutzung.

Visualisierung: Hettich

Der Wohnbereich hat sich zur Schaltzentrale des häuslichen Lebens

Gefragt sind flexibel gestaltbare Raumlösungen.

Foto: Hettich

Foto: Hettich

entwickelt.

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Foto: hansgrohe

Wer wünscht sich keine eigene Wellnessoase? Das Bad hat sich in eine Art Wohnzimmer gewandelt. In einen Ort, an dem man entspannen und sich um sein Wohlbefinden kümmern kann. Gleichzeitig werden insbesondere in den Großstädten selbst luxuriöse Bäder immer kleiner.

Bäder gewinnen als Rückzugsorte an Bedeutung Das Badezimmer hat sich in den letzten Jahren vom rein funktionalen Raum zu einem zentralen Ort für Entspannung, der Pfflege und Wohlbefinden entwickelt. Drei zentrale Aspekte prägen die moderne Badgestaltung: Personalisierung, biophiles Design und Erlebniswert. Besonders die Personalisierung spielt eine entscheidende Rolle, da individuelle Bedürfnisse und Stile der Bewohner im Mittelpunkt stehen. Ein Badezimmer, das ästhetisch und funktional auf die Wünsche der Nutzer abgestimmt ist, trägt nachweislich zum Wohlbefinden bei und unterstreicht den neuen Stellenwert dieses Raumes.

Foto: Grohe

AuSSenräume Balkone, Terrassen oder Gärten sind für Viele ein entscheidender Faktor für die Wohnzufriedenheit. Entsprechend gewinnen sowohl die Outdoor­ küche als auch innen und außen einsetzbares Mobiliar an Bedeutung.

Wünsche und Anforderungen an Wohnungen und Gebäude Die aktuelle Studie zeigt, dass viele Menschen in Deutschland ihre Wohnsituation verbessern möchten und klare Anforderungen an Wohnungen und Gebäude stellen. Ein zentrales Ergebnis ist, dass 32 % der Befragten ein größeres Badezimmer wünschen, ebenso viele hätten gern einen zusätzlichen Raum mit mindestens 10 Quadratmetern. Für 31 % steht eine größere Küche im Fokus, während 28 % mehr Abstellfläche benötigen. Ein Drittel der Befragten fordert zudem eine Verbesserung des Sanierungsstands ihrer Wohnung. Besonders gefragt sind zusätzliche Räume, die flexibel genutzt werden können. 30 % der Befragten mit diesem Bedarf möchten den Raum als Arbeitszimmer nutzen, während 22 % ihn für Hobbys und 20 % für Stauraum einplanen würden. 16 % der Befragten sehen in einem zusätzlichen Kinderzimmer eine Priorität.

Das Bad wird zur Wellness-Oase: Die Aufputz-Duschlösung Rainshower Aqua Pure kombiniert Wellness und Design. Sie ist in Chrom mit schwarzen oder weißen Glaselementen sowie in allen Farben der GROHE Colors Kollektion mit schwarzen Glasakzenten erhältlich. Eine höhenverstellbare Ablage aus Sicherheitsglas und Metall sorgt für zusätzlichen Stauraum. 8 | k+a 1.2025


Foto: Burnout Kitchen

wohnSTUDIE

Funktionswandel des Wohnens

Verfügbare AuSSenbereiche

Garten

Begehrter denn je: die Outdoorküche.

52%

Balkon

42%

Terrasse

42%

Innenhof Loggia

13% 4%

Zeigt, wie verbreitet

Quelle: BBSR Online-Publikation 15/2024

Abbildung 7: Nutzbare Außenbereiche

Balkone, Gärten und Auch gebäudebezogene Wünsche sind klar formuliert: 20 % der Befragten Dachterrasse 4% andere Außen­bereiche kein nutzbarer Außenbereich wünschen sich einen nutzbaren Außenbereich, 17 % einen privaten 9% bei den Befragten sind. Parkplatz. Darüber hinaus stehen gemeinschaftliche Lösungen hoch im Anmerkung: Das Diagramm zeigt an, über welche nutzbaren Außenbereiche die Kurs, wie 15 %, die ein gemeinschaftlich genutztes Gästezimmer be- befragten Haushalte verfügen. 52% der befragten Personen gaben an, einen Garten zur Verfügung zu haben. Bedürfnisse gleichermaßen berücksichtigen. Sie vorzugen, sowie 13 %, die sich einen Gemeinschaftsraum wünschen. Eine gemeinschaftliche Co-Working-Möglichkeit im Haus ist für 11 % der Befragten von Interesse. unterstreichen die Notwendigkeit, Wohnraum nicht nur größer, sonIn Mehrfamilienhäusern zeigen sich spezifische Bedarfe: 23 % der Be- dern auch funktionaler und nachhaltiger zu gestalten. wohner wünschen sich mindestens einen gemeinschaftlich genutzten Die Wohntrends in den Bereichen Küche, Essen, Wohnen und Bad spiegeln den gesellschaftlichen Wandel wider. Multifunktionalität, Raum. Besonders jüngere Menschen äußern häufiger4.1.6. den Wunsch Beengte Wohnverhältnisse und Komfort stehenzunächst im Fokus. nach solchen Räumlichkeiten. Gleichzeitig geben 24 %Bei derder Befragten Analyse zuNachhaltigkeit bedarfsgerechtem Wohnen muss die Unterscheidung zwischen dem o Diese Entwicklungen sind nicht nur einewerden. Reaktion auf die Pandemie, in Mehrfamilienhäusern an, dass die Raumanzahl ihrerWohnbedarf Wohnung zu und dem subjektiven Wohnbedürfnis getroffen Dafür sollte es eine Einteilung chende, angemessene und überzogene Wohnverhältnisse Da keine allgemeingültige auch Ausdruck langfristiger geben. Veränderungen in der Wohn- Definitio gering ist. Im Vergleich dazu empfinden nur 11 % der Bewohner von sondern werden unterschiedliche fürder beengte und großzügige Wohnverhältnisse D kultur.Definitionen Wohnräume Zukunft müssen vielseitig, nachhaltigherangezogen. und Einfamilienhäusern einen Mangel an Räumen. lichen Wohnwünsche können davon abweichen und hängen von verschiedenen sozioökonomischen M Diese Ergebnisse verdeutlichen den hohen Bedarf an flexiblen, gut lebenswert gestaltet sein – ein Anspruch, der kreative und innovative der Personen ab (Peter, 2022, p. 18). Sowohl die Erfüllung des Wohnbedarfs—nach den verschiedene erfordert. ausgestatteten Wohn- und Gebäudekonzepten, die individuelle und dieLösungen onen—als auch subjektiven Wohnbedürfnisse sowie der mögliche Zusammenhang zwischen beiden

Foto: Warli

können mit dem vorliegenden Datensatz untersucht werden.

Eine erste Definition für beengte Wohnverhältnisse bezeichnet Haushalte mit mehr als einer Person Seit 2002 führt unsere Muttergesellschaft, bauhelden Media, alle zwei (ECHP, 2019). Als großzügig werden demgegenüber Wohnungen definiert, wenn zu den Räumen für Jahre einezwei umfassende Studie zur Entwicklung des sind. Marktes private Haushaltsmitglied zusätzliche oder mehr Zimmer vorhanden Umfürauch offene Grundrisse und Renovierer in Deutschland durch. Um höchste Neutraligroßen Wohnflächen,Bauherren aber wenigen Zimmern, abzubilden, kann zusätzlich eine zweite Definition fü tät und wissenschaftliche Qualität zu gewährleisten, wird eng mit dem Wohnverhältnisse verwendet werden. Dafür wird exemplarisch die Nr. 15 der Richtlinie zur sozialen W renommierten IFAK-Institut zusammengearbeitet. förderung in Niedersachsen für Mietwohnungen mit den unten aufgeführten Grenzen herangezogen ImUnterschreitung Rahmen der Studievon werden 1.500 den Kernzielgruppen 2022, p. 22). Bei einer mehr alsPersonen 85% derausfolgenden Kriterien –wird von unzur Hausplaner, Hausbauer und Renovierer – zu ihren Plänen rund ums eigene Wohnverhältnissen gesprochen: Zuhause befragt. Dies bietet wertvolle Einblicke in die Trends und Bedürf-

nisse dieser Zielgruppen. Einzelpersonenhaushalte bis 50 m2 Die nächste Erhebung ist für 2026 geplant, und wir laden Sie herzlich ein, Zweipersonenhaushalte bis 60 m2 Projekts zu werden! Als Partner haben Sie Teil dieses wegweisenden 2 Dreipersonenhaushalte bis 75 m die Möglichkeit, aktiv mitzuwirken: Gegen eine geringe Gebühr können Vierpersonenhaushalte bisFragen 85 m2 einreichen und erhalten exklusiven Zugang zu Sie individuelle für jedes weitere Haushaltsmitglied bis 10 m2 zusätzlich. den Antworten – ein unschätzbarer Vorteil für Ihre Marktanalysen.

Nutzen Sie diese Chance, um wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen und Während nach der raumanzahlbezogenen Definition 9% der Haushalte nach unserer Erhebung in bee Ihre Zielgruppen besser zu verstehen! hältnissen wohnen, sind bei derInformationen flächenbezogenen 13% (Tabelle 13).hier: Unter Berücksichtig Allees weiteren und dasDefinition Auftragsformular finden Sie Kriterien überschneiden sich 5% der Haushalte; bei ihnen sind beide Kriterien erfüllt. 4% der Haushal https://www.bauhelden-media.de/wp-content/uploads/PBM_2026_Auftragsformular.pdf entsprechend der Raumanzahl als beengt, aber nicht hinsichtlich der Wohnfläche als unzureichend Umgekehrt weisen 8% der Haushalte unzureichende Wohnfläche auf, haben aber eine angemessene Z zahl. Obwohl es also bei Zugrundelegung der Definitionen zu Differenzen kommt, ist die Größeno DerInTisch von Warli ist ausStichprobe recyceltemhaben Aluminium beiden Fällen ähnlich: unserer repräsentativen 10-12% der Haushalte als in beeng gefertigt und zeigt sich flexibel genug, um im verhältnissen lebend zu gelten.

In- als auch im Outdoorbereich genutzt zu werden.

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