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küche + architektur 4-2020

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Ausgabe 4/2020 · 8. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Küchenmeile 2020 · Innovativ, inspirierend, multimedial, persönlich Überraschend anders · Bax Küchenmanufaktur – Tailor-made, efficient, competitive Nähe trotz Abstand · Blum – bedacht und stabil durch die Krise


DIE NEUEN FRANKE MYTHOS BECKEN

THE JOY OF PRECISION Filigran und zeitlos elegant dank höchster Präzision präsentiert sich die jüngste Neuheit von Franke: Mit ihrem markanten Eckradius, dem nur 6 mm schmalen Rand und dem bündigen Ablauf fügt sich die Mythos nahtlos ins Küchenambiente ein. Jetzt entdecken: franke.de/mythosbecken


Editorial

Business is made by men …

D

iese Devise hat gerade in unserer Branche eine große Bedeutung. Der regelmäßige Austausch zwischen Küchenund Einrichtungsplanern und ihren Industriepartnern gehört einfach dazu. Im normalen Tagesgeschäft läuft das meist über den Außendienst. Zu Messezeiten jedoch wird es deutlich geselliger. Kunden sprechen mit ihrem Sachbearbeiter von Angesicht zu Angesicht, und auch die Vertriebsleitung, die Geschäftsführung bis hin zum Inhaber stellen sich den Gesprächen mit ihren Kunden. Man diskutiert, nimmt gemeinsam eine Kleinigkeit zu sich und trinkt das eine oder andere Glas Wein zusammen. Corona bedingt wird in diesem Jahr alles anders. Während der Großteil der Küchenmöbelhersteller seine Hausmessen für seine Kunden öffnet, bleiben herstellerübergreifende Zentren meist geschlossen. Und auch von Seiten der Messebesucher stößt man auf kontroverse Meinungen. Während die einen von einem Besuch Abstand nehmen, freuen sich die anderen auf noch persönlichere Gespräche, ohne Zeitdruck für ihre Gastgeber und sich. Doch wie auch immer sich Hersteller und Handelspartner entscheiden, sie alle brauchen den Austausch über aktuelle Trends und neue Produkte. Was für den einen die Wettbewerbsbeobachtung, ist für den anderen eine Marktübersicht, die – wenn möglich ­– die Vielzahl aller Innovationen und neu installierten Serviceleistungen widerspiegelt. Die Antwort darauf lautet: Let’s go digital Denn verstärkt durch die Corona-Pandemie hat nun auch unsere Branche einen gewaltigen Digitalisierungsschub erfahren: Kein Hersteller, der nicht in die Optimierung seiner Website investiert hat, kein Unternehmen, das das Thema Bewegtbild, 3D-Darstellung und das Webinar nicht für sich entdeckt hat und be-

spielt. Spätestens nach der offiziellen Messezeit werden alle Branchen-Interessenten stundenlang vor dem PC verbringen, um sich über die Neuheiten der einzelnen Hersteller zu informieren. Auf den Seiten 10 und 11 dieser Ausgabe von küche+architektur haben wir Ihnen die Hersteller und Plattformen aufgeführt, die ihre Neuheiten zum Herbst digital präsentieren werden. Man kann bereits heute davon ausgehen, dass auch im Nachgang der Küchenmeile 2020 weitere digitale Präsentationen folgen werden. Dies alles geschieht ergänzend zu analogen Messeplattformen, die die meisten Hersteller, sobald sich die Welt wieder normal dreht, auf jeden Fall wieder bespielen möchten. Denn digitale Technik kann weder den analogen Kontakt und seine kommunikative Qualität zwischen Anbietern und Kunden noch das handfeste Erleben von Produkten ersetzen, auch wenn es gelingt, durch die Digitalisierung von Prozessen rund um die Messe den Überblick zu vereinfachen – und Besuchern und Ausstellern viel Zeit zu sparen.

Yvonne Davy Chefredakteurin

Während die einen von einem Messebesuch ­Abstand nehmen und sich auf digitalem Wege über die ­Neuheiten der einzelnen Hersteller informieren, freuen sich die anderen auf noch persönlichere Gespräche, ohne Zeitdruck für ihre Gastgeber und sich. Das gilt sowohl heute, da die Pandemie das gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben noch sehr stark prägt, als auch morgen, für die Zeit nach Corona, in der der persönliche Kontakt zu Bestands- und Neukunden wieder seinem Stellenwert entsprechend gelebt werden kann und zunehmen wird, wenn Kunden und Interessenten die Neuheiten der Industrieunternehmen wieder vermehrt live erleben und begreifen können.

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Foto: Rotpunkt Küchen

Mit „Softlack“ präsentiert Rotpunkt Küchen zur ­Küchenmeile 2020 eine neue Oberflächenbeschichtung, die besonders widerstandfähig ist und somit – gegenüber herkömmlichem Lack in matter Optik – eine deutlich höhere mechanische ­Beständigkeit bei geringerer Schmutzanhaftung besitzt. Das Resultat ist eine robuste, einfach zu reinigende, matte Oberfläche, auf der Fingerabdrücke keine Chance mehr haben. www.rotpunktkuechen.de

1 Business is made by men … Editorial

4 Im Zeichen der Krise Studie bestätigt zukunftsträchtiges Agieren der Möbel- und Küchenindustrie

6 „Vielleicht wird sich

… in mehr als einer Hinsicht – Nolte Küchen

16 Überraschend anders Bax Küchenmanufaktur – Tailor-made, efficient, competitive

20 Outdoor sehen, fühlen,

was ändern?“

schmecken

Egger Design- und Dekorexperten Klaus Monhoff und Stefanie Könemann prüfen Wohntrends im Hinblick auf die Corona-Krise

Burnout Kitchen eröffnet Ausstellungszentrum an der A30

10 Küchenmeile 2020 – innovativ, inspirierend, multimedial, persönlich

12 Innenarchitektur in Perfektion Bossa von Leicht – Komposition aus gemasertem Edelholz, changierender Keramik und lichtreflektierendem Carbongrau

14 Gut gewappnet ins Herbstgeschäft Zur Küchenmeile zeigt Naber ProduktHighlights und Einrichtungsakzente 2 | küche + architektur

15 Konzepte für die Sicherheit …

21 Marktnähe und Anpassungsfähigkeit Nicht die Größe macht den Erfolg Artego Küchen

22 Schüller bringt Mailand nach Deutschland Statt in Mailand feiert die aktuelle Kollektion von next125 ihren Markteintritt digital

26 Passgenau – „Water in Perfection“ Armaturen von Kludi auf den Küchenmeile-Hausmessen


KITCHENTALK

Impressum

by

Edition 3:

Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 · Fax 0711/5206-300 www.fachschriften-verlag.de

Architektur und Innenarchitektur im Kontext sozio-kultureller Strömungen

VERLAGSLEITUNG: Tilmann Münch Christian Schikora

Jetzt auf youtube!

Jochen reetz

Stefan Waldenmaier

Yvonne Zahn

Michael Binsch

Jens Cygon

Architekt, DIIIP Projekt GmbH, Köln

Vorstandsvors. LEICHT Küchen AG, Waldstetten

Küchenstudio proform Weinheim GmbH

B concept – Die perfekte Küche, Ostfildern

Küchenhaus Berlin

Talkgäste berichten über veränderte Anforderungen an Architektur, Innenarchitektur und Einrichtungsexperten im sozio-kulturellen Kontext. Moderation: Yvonne Davy, Chefredakteurin küche+architektur

Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de Social Media und Anzeigenverkauf: Angela Weber Tel. 06241/979708-12 weber@fachschriften.de

Inhalt 4/2020

Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: ColorDruck Solutions GmbH Gutenbergstraße 4 · 69181 Leimen Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 8, gültig seit 1. 1. 2020

28 Samsung – die Marke für

41 Franke Innovationen virtuell

ein vernetztes Zuhause

erleben

Innovativ, ökologisch, fachhandels­ orientiert

Mehr als ein „Mythos“, die 6 mm-Kante

32 Aus Tradition innovativ 90-jähriges Jubiläum von Rotpunkt Küchen

33 Ein Solo für zwei – „Kara 57“ Design trifft Funktion

34 Doppelter Testsieg

42 Wo Architektur, Funktion und Wohlgefühl ­verschmelzen So präsentiert sich V-Zug in den Metropolen der Welt

48 Alleskönner Wohlschmeckend, gesund, unkompliziert und zeitsparend: Garen mit Dampf

Liebherr punktet bei Stiftung Warentest

36 Smeg präsent auf Gut Böckel 37 Blanco lädt zur digitalen Neuheitenschau

38 Kühl oder heiß – Wasser nach Wunsch Ressourcenschonend und sicher: Blueund Red-Wassersysteme von Grohe

40 Vielfältig, hygienisch, unverwüstlich Wertstoff-Trennsysteme von Ninka für Verantwortungsbewusste

53 Villeroy & Boch goes digital Bestsellerserien konsequent ausgebaut

54 Nähe trotz Abstand Blum – bedacht und stabil durch die Krise

58 Nur die Null hat keine Kanten Kanten prägen das Design – Egger – nah am Kunden, nah am Originalwerkstoff

63 Die guten Adressen der Branche

Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) Preis Jahresabo: (6 Ausgaben inklusive ePaper) Inland: 53,00 Euro; Ausland: 62,00 Euro (Preise inkl. Versand und MwSt.) Abonnement-Service: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de Bankkonten: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, pro fertighaus, Schwimmbad+Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer Fotonachweise: Seite 11: malija / Adobe Stock Seite 63: auremarküche / fotolia+ architektur | 3


Handel + markt

Im Zeichen der Krise Studie bestätigt zukunftsträchtiges Agieren der Möbel- und Küchenindustrie Gegen den Trend hat die Küchenmöbelindustrie im ersten Quartal 2020 ihren Umsatz nochmals um 4,4 Prozent steigern können. Deutlich weisen In- und Auslandsumsätze

Die deutsche Möbelindustrie ist im Vergleich zu anderen Wirtschafts-

einen annähernd gleich hohen Zuwachs mit

zweigen bislang robust durch die Corona-Krise gekommen.

4,35 % bzw. 4,46% aus – der sonst die Statistik prägende Export verlor im 1. Quartal sukzessi-

„Die Branche rechnet für das Gesamtjahr 2020 mit einem Umsatz­

ve an Bedeutung.

rückgang von maximal 10 Prozent (ca. 1,5 Mrd. Euro). Damit werden

Besonders der März prägte mit überraschend gutem Zuwachs im Inland (9,78 %) die

die Einbußen aller Voraussicht nach beherrschbar sein und für die

Umsatzentwicklung – trotz bereits erfolgter

Unternehmen geringer ausfallen als zu Beginn der Krise befürchtet“,

Teilschließung der Geschäfte. Deutlich schwächer hingegen die Auslandskonjunktur,

berichtet Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen

denn die anrollende „Corona“-Welle bestimmte

Möbelindustrie (VDM). Im Inland werde der Rückgang sogar im ein­

auch im Segment Küche den März (0,5 % Zuwachs). Hier fällt in besonderem Maße die

stelligen Bereich bleiben.

Eurozone auf, die sogar rückläufige Umsatzzahlen meldet (-4,1 %). Mit diesem beginnendie üblicherweise über 40 % angesiedelte Exportquote auf gut 38 %. „Aber trotz des beginnenden Covid-19-Einbruchs bleiben wir gerade für die Küche grundsätzlich optimistisch“, so Jan Kurth, „denn der Anstieg der Auftragseingänge in Höhe von über 13 % im ersten Quartal schafft eine solide Basis für den weiteren Verlauf des Jahres.“ www.vhk-herford.de

G

estützt wird diese Einschätzung durch eine aktuelle Studie, die der VDM gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK) in Auftrag gegeben hat. Demnach ist die Nachfrage seit der Wiederöffnung des Möbelhandels in erfreulichem Maße wieder angesprungen. Dies gelte sowohl für Deutschland, als auch für das europäische Ausland, mit Ausnahme Belgien, Spanien und Großbritannien. Auch der nordamerikanische Markt gestalte sich nach wie vor schwierig. „Viele Menschen haben während des Lockdowns ihr Zuhause renoviert und in der Folge den Wunsch nach einer neuen Möblierung entwickelt“, folgert Jan Kurth. „Sie kommen gut informiert in den Laden und kaufen gezielt und entschlossen.“

Küchenmöbelumsatz (Euro) 2019

Inlandsumsatz (Euro)

2020

2019

Auslandsumsatz (Euro)

2020

2019

2020

Januar

397.592.000

415.344.000

+4,46 %

239.697.000

244.023.000

+1,80 %

157.895.000

171.321.000

+8,50 %

Februar

406.566.000

417.095.000

+2,59 %

244.585.000

247.439.000

+1,17 %

161.981.000

169.656.000

+4,74 %

März

428.647.000

454.524.000

+6,04 %

255.697.000

280.716.000

+9,78 %

172.950.000

173.808.000

+0,5 %

1. Quartal

1.232.805.000

1.286.963.000

+4,39 %

739.979.000

772.178.000

+4,35 %

492.826.000

514.785.000

+4,46 %

April

417.711.000

339.849.000

-18,64 %

247.796.000

217.554.000

-12,20 %

169.915.000

122.295.000

-28,03 %

393.590.000

-17,91 %

270.721.000

229.371.000

-15,27 %

208.726.000

164.219.000

-21,32 %

Mai

479.447.000

Juni

403.742.000

219.109.000

184.633.000

1. – 2. Quartal

2.533.705.000

1.477.605.000

1.056.100.000

Juli

400.999.000

225.965.000

175.034.000

August

319.195.000

188.814.000

130.381.000

September

501.851.000

288.723.000

213.128.000

1. – 3. Quartal

3.755.750.000

2.181.107.000

1.574.643.000

Oktober

487.404.000

280.983.000

206.421.000

November

476.237.000

276.691.000

199.546.000

Dezember

313.091.000

186.469.000

126.622.000

Gesamtjahr

5.032.482.000

2.925.250.000

2.107.232.000

4 | küche + architektur

Quelle: Statistisches Bundesamt, HDH/VDM, VdDK

den Einbruch der Exportmärkte sank im März


Handel + markt

Jan Kurth,

Volker Irle,

Geschäftsführer des

Geschäftsführer

Verbands

Arbeits­gemeinschaft

der Deutschen

Die Moderne Küche

Möbelindustrie (VDM)

e. V. (AMK)

Schnell und flexibel REAGIERT … … hat die deutsche Möbel- und Küchenindustrie auf die Corona-Krise, wie die Studie ergeben hat, die von der Cologne Strategy Group und Conneum Concepts durchgeführt wurde und auf Interviews mit Branchenexperten, einer Verbraucherbefragung sowie der Auswertung von Konjunkturdaten und VDM/AMK-Datenmaterial beruht. So konnten Störungen in den Lieferketten häufig durch eine höhere eigene Wertschöpfung oder mit Hilfe neuer Lieferanten behoben werden. Für die Mitarbeiter wurden Home-Office-Lösungen gefunden oder versetzte Schichtpläne aufgestellt, die Produktionsabläufe wurden entsprechend angepasst. Viele Hersteller führten Kurzarbeit ein: Produzierten im April noch 80 Prozent aller Unternehmen mit gedrosselter Kapazität, ging die Zahl ab Mai kontinuierlich zurück. Im Möbelhandel gelang es unterdessen einer Reihe von Anbietern, auch während der erzwungenen Schließung ihrer Geschäfte den Kontakt zu den Kunden zu halten und angebahnte Verkäufe zu realisieren. So führten etwa Küchenfachhändler dank des deutlichen Auftragsvorlaufs die vorher begonnenen Planungen fort, beispielsweise per Videokonferenzen mit den zu Hause weilenden Verbrauchern. In dieser Zeit konnten auch Aufmaße bei den Kunden genommen und Küchen installiert werden – denn handwerkliche Tätigkeiten waren weiterhin erlaubt. „Die meisten Küchenhersteller hatten daher zu Beginn des Lockdowns noch einen relativ guten Auftragseingang“, beschreibt AMK-Geschäftsführer Volker Irle die Situatuion. Die negativen Folgen der Geschäftsschließungen machten sich erst später bemerkbar. Eine Besonderheit der Küchenbranche ist die höhere Abhängigkeit von internationalen Lieferketten, insbesondere bei den Elektrogeräten. Waren bestellte Geräte in der Corona-Krise nicht lieferbar, wurden zum gleichen Preis höherwertige Produkte eingebaut. Verändertes Konsumverhalten als Chance „Die Branche hat den Lockdown genutzt, um sich für die Zeit nach der Krise und die Erholung der Konjunktur in eine starke Ausgangslage zu bringen“, stellt Volker Irle fest. Zu den errungenen Wettbewerbsvorteilen zählt er flexiblere Arbeitsabläufe, überarbeitete Produk­ tionsanlagen sowie Produktinnovationen, z.B. Hygienestationen oder spezielle Oberflächen für besondere hygienische Anforderungen. Positiv werden sich seiner Ansicht nach zudem die breitere Aufstellung der Lieferkette und die verstärkte Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten auswirken und zwar in Form kurzer Lieferzeiten und einer hohen Liefersicherheit. Im Zuge der Lieferengpässe aus Asien seien viele Hersteller nämlich verstärkt dazu übergegangen, Lieferanten aus der Region oder dem nahen Ausland zu beauftragen. Chancen verspricht sich die Branche auch von dem im Zuge der Pandemie veränderten Konsumverhalten. „Durch die viele Zeit zu Hause haben die Verbraucher die Bedeutung einer guten Einrichtung erkannt“, so VDM-Geschäftsführer Jan Kurth.„Die Kaufabsichten für Möbel und Küche befinden sich trotz der Krise derzeit auf einem sehr hohen Niveau.“ Private Haushalte schichten ihre Budgets teils zu Gunsten von Möbeln um, wenngleich auch Verunsicherung wegen der Angst vor einem Arbeitsplatzverlust herrscht. Etablierung hybrider Handelsformate Im Möbelhandel hat die Corona-Krise die Verschiebung hin zu Onlinekäufen beschleunigt. Ein Drittel der neuen Onlinekunden will diesen Kanal auch künftig nutzen, wie die Studie ermittelt hat. Bei Küchen war die Verschiebung hin zu reinen Online-Bestellungen aufgrund der hohen Beratungsintensität geringer. Insgesamt ist damit zu rechnen, dass sich hybride Hanwww.amk.de · www.moebelindustrie.de delsformate vermehrt etablieren werden.

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Fotos: Egger

Architektur + Trend

Klaus Monhoff, Leiter Dekor- und Designmanagement der Egger

Stefanie Könemann, Dekormanagement bei Egger, weiß, dass

Gruppe, hat sich damit beschäftigt, welchen Einfluss die Corona-Krise

Wohnen durch die Corona-Krise noch mehr an Bedeutung gewinnen

auf Wohntrends haben könnte.

wird.

„Vielleicht wird sich was ändern?“ Egger Design- und Dekorexperten Klaus Monhoff und Stefanie Könemann prüfen Wohntrends im Hinblick auf die Corona-Krise

Ein unerwartetes Ereignis wie die weltweite Pandemie Covid-19 beeinflusst unser bisheriges Leben ­nachhaltig. Doch was wird sich wirklich für uns ändern - oder kehren wir nach kurzer Zeit wieder in unseren bewährten Alltag zurück? Bisher hat man bei Egger auf Basis von Trendbeobachtungen im Möbel-und Innenausbau wie auch im soziokulturellen Bereich die Dekorentwicklungen erarbeitet. Mit der aktuellen Krise hat sich einiges verändert. Das hat zu großen Unsicherheiten bei den Menschen und innerhalb der Wirtschaft geführt. Dies nahm der Holzwerkstoffhersteller zum Anlass, Trends in Bezug auf die Corona-Pandemie zu prüfen und durch die Egger Design- und Dekorexperten Klaus Monhoff und Stefanie Könemann im Rahmen einer digitalen Trend-Review für die Fachpresse neu zu bewerten.

6 | küche + architektur


Architektur + Trend

Wie verändert die Corona-Pandemie das Denken bzw. die Gefühlswelt der Menschen? Klaus Monhoff: Zu dieser Frage gibt es keine eindeutige Antwort, weil sich die Gefühlswelt der Menschen während der Dauer der Pandemie verändert. Zunächst war eine Art Schockstarre und Isolation zu spüren, weil so etwas keiner erwartet hatte und somit wusste man auch nicht, damit umzugehen. Daher gab es bei vielen Menschen aus Angst oder Unsicherheit auch eine Zurückhaltung, die aber mit zunehmender Zeit einer Besserung gewichen ist. Ich sehe inzwischen ein wenig eine Art Halbzeit in Bezug auf die Situation der Gefühlswelt, denn durch die Lockerungen verspürt man schon jetzt, dass die Menschen eher ein Nachholbedürfnis zeigen. Dort, wo der Konsum ohne weitgehende Einschränkungen möglich ist, steigen die Verkaufszahlen mehr als deutlich. Welchen Einfluss haben diese Veränderungen auch auf das zukünftige Handeln und damit auch auf die Konsumentscheidungen? Klaus Monhoff: Es wird in den ersten Jahren nach der Pandemie schon ein Umdenken stattfinden. Sobald der „Nachholbedarf “ gestillt ist, werden die Konsumenten insgesamt deutlich bewusster leben und damit auch überlegter einkaufen und konsumieren. Qualität und Nachhaltigkeit werden beim Kauf eine große Rolle spielen und dies wird auf trendige Produkte ebenso einen Einfluss haben. Ich gehe davon aus, dass vermehrt zeitlos und langlebig gekauft wird und weniger mutig jene Produkte mit dem Risiko einer kurzfristigen Haltbarkeit. Stefanie Könemann: Wohnen und das eigene Zuhause gewinnen wie-

der mehr an Bedeutung. Das Bedürfnis nach Sicherheit schlägt sich auch in den Kaufentscheidungen nieder. Zeitloses Design und hoher Qualitätsanspruch sind Resultate der intensiven Auseinandersetzung mit den eigenen vier Wänden. Wir verbringen so viel Zeit zuhause wie lange nicht mehr. Daher folgt die Einrichtung nicht einem kurzlebigen Trend, sondern wird langlebig, bewusst und exquisit ausgesucht. Wie wirkt sich das auf Trends – insbesondere bei Egger – aus? Klaus Monhoff: Vor wenigen Monaten war der Marktstart der neuen Egger Kollektion Dekorativ für den Handel sowie unsere Hausmesse Eggerzum für die Möbelindustrie. Dabei haben wir auch über diverse Trends gesprochen und diese beispielsweise mit unseren neun Trendwelten überschrieben. Durch den Einfluss der Krise sehen wir nun schon eine Verschiebung bei deren Bedeutung oder Bewertung. Ich sehe zum Beispiel PureNature oder ModernClassics stärker als zuvor, Themen wie MetalFusion oder ColouredMonochrome eher zurückhaltender. Andererseits werden Trendfarben wie aktuell Schwarz bleiben, vielleicht mit etwas weniger Anteil im Möbel oder auch anders kombiniert mit einer warmen Farbe wie Braun. Wenn wir die Erfah-

Natürliche Optik und modernes Schwarz: Sich zuhause wohlfühlen – mehr denn je spielt dies eine wichtige Rolle, auch in puncto Möbeldesign. Dennoch besteht neben Natürlichkeit auch der Wunsch nach modernen Elementen. Authentische Holzreproduktionen und schwarze Oberflächen bedienen genau diese Nachfrage.

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Architektur + Trend

rungen aus der Wirtschaftskrise 2008/2009 betrachten, müssen wir damit rechnen, dass wärmere Farben und sehr natürlich orientierte Dekore wichtig sein werden. Ursprünglich dachten wir, dass das Interesse abnehmen würde. Davon gehen wir jetzt nicht mehr aus. Wir haben vor der Krise eine Nachfrage nach Braun gesehen, aber mehr, um es mit Schwarz zu kombinieren. Das wird jetzt mit Sicherheit kommen und vielleicht hilft das, den Trend von Schwarz zumindest als Akzent zu beleben. Stefanie Könemann: Betrachten wir unsere Trendwelten, so wirkt „die neue Normalität“ als Trendverstärker in vielen Bereichen: Das Bedürfnis nach Cocooning findet sich in unseren Trendwelten PureNature und PerfectImperfection wieder und entspricht dem Wunsch, sich geerdet und wohl zu fühlen und das auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt. Die Trendwelten ModernClassics und FutureRetro liefern eine Neuinterpretation der Sicherheit des Vertrauten und Bewährten.

Klassische Themen mit Retro-Charakter sind im Wohnbereich sehr beliebt und vermitteln altbekannte Werte. Sie werden mit modernen Akzenten kombiniert und vereinen damit Future & Retro.

8 | küche + architektur

Wärme und Geborgenheit hingegen vermitteln die Dekore unserer Trendwelt MattEmotion, da matte Oberflächen warm und angenehm wirken. Das Bedürfnis nach Klarheit und Ordnung spiegelt sich in den Trendwelten LightUrban und BlackOptions wider, da es sich um helle Farben und klare Strukturen mit dunklen Akzenten handelt. Sich zuhause wohlfühlen spielt mehr denn je eine wichtige Rolle, auch in puncto Möbeldesign. Dennoch besteht neben Natürlichkeit auch der Wunsch nach modernen Elementen. Authentische Holzreproduktionen und schwarze Oberflächen bedienen genau diese Nachfrage. In jedem Fall ist unsere Kollektion breit genug aufgestellt und so vielseitig, um auch neue Anforderungen oder Themen abzudecken, die jetzt wichtiger werden, als ursprünglich erwartet. Welchen Ausblick in die Zukunft können Sie geben? Klaus Monhoff: Die Virologen haben bei vielen ihrer Aussagen das Wort „vielleicht“ gebraucht. Das würde ich in Bezug auf einen Ausblick auch gerne verwenden. Vielleicht wird sich was ändern oder man muss vielleicht fragen: Wie lange wird es dauern, bis es wieder wie früher ist oder zumindest ähnlich? Denn eines steht fest, das Verhalten der Kunden wird sich verändern und damit auch das Interesse an


WESCO OUTDOORKÜCHEN

Architektur + Trend

HANDWERK IN PERFEKTION I MADE IN GERMANY

bestimmten Produkten. Ich möchte dazu ein Beispiel nennen: In den vergangenen drei bis vier Jahren hatten Beton-Optiken einen riesigen Erfolg. Dieser urbane Stil hat Einzug in vielen Einrichtungen gehalten. Die Corona-Krise hat nun gezeigt, dass das gesundheitliche Risiko auf dem Land geringer war, als in der Stadt. Somit hat das Stadtleben an Qualität auf jeden Fall verloren. Das kann schnell dazu führen, dass Beton-Optiken plötzlich weniger gefragt sind und natürliche Hölzer stärker. Davon bin ich überzeugt, aber es lässt sich nicht vorhersagen, in welchem Umfang diese Verschiebung stattfindet. Ich gehe insofern von einer neuen Zeitrechnung aus, dass wir künftig zwischen der „Zeit vor Corona“ und der „Zeit nach Corona“ differenzieren und sprechen werden. Man sagt, dass schlechte Zeiten viel mehr Innovationen hervorbringen als gute Zeiten. Ich denke, dass dies auch jetzt so sein könnte und dass wir vielleicht im Herbst viele neue Dinge sehen www.egger.de werden – vielleicht. Besondere Bedeutung bekommt in diesen Tagen wieder der Arbeitsplatz zu Hause und auch das gesamte häusliche Umfeld. Viel Zeit zuhause zeigt in vielen Bereichen Gestaltungs- und Renovierungsbedarf. Modern und gemütlich soll es sein, aber auch zeitlos und zweckgemäß.

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international fairs

Küchenmeile 2020 – innovativ, inspirierend, multimedial, persönlich

Vom 19. bis 25. September ist es soweit, dann werden 21 küchenmöbel­ produzierende Unternehmen ihre Pforten für Kunden und Interessenten öffnen. Unter Einhaltung aller vorgegebener Sicherheits-­Maßnahmen, entführen die Hersteller ihre Gäste in eine inspirierende Welt kreativer Einrichtungs­ planungen, in denen Neues und Bewährtes mit einander verschmelzen.

N

utzen, Komfort Wohlgefühl, entstehen dort, wo durchdachte Innenarchitektur zum Leben erwacht. Mit inspirierenden Raumkonzepten und Planungsideen setzen die Mitglieder der Marketinggemeinschaft A30 Küchenmeile e.V. auch in diesem Jahr, physisch oder digital präsentiert, weitere Meilensteine. Materialien wie Holz, Glas, Keramik, Metall und Stein kombiniert mit warmen Unidekoren verleihen jedem Raum eine einzigartige Atmosphäre. Warme, natürliche Dekore treffen auf authentische Holzreproduktionen.

Die moderne, zeitgemäSSe Küche … … repräsentiert heute gleichzeitig den multifunktionalen WohnWohlfühl-Genuss-Lebensraum sowie das Zentrum für persönliche und soziale Kontakte. Hier begegnen sich die Generationen mit ihren unterschiedlichen Lebensstilen und Werten, Wünschen und Träumen, Ansprüchen und Möglichkeiten. Mit viel Liebe zum Detail und Sensibilität für Proportionen und Konstruktionen präsentieren die Initiatoren der nach wie vor größten Küchenshow der Welt Einrichtungsszenarien in ihrer ganzen Vielfalt: ob Single-Room-Appartement oder Dachgeschosswohnung, offen gestaltete Loft-Locations oder großzügige Wohnszenarien, in denen Küche, Essen und Wohnen zusammenfließen, bis hin zu Garderobe, Bad und Hauswirtschaftsraum. Bei den Herstellern der Küchenmeile wird jeder Raum zu einer ganz persönlichen Bühne, bespielt von individuellen Protagonisten. Raumteilende Solitäre, aber auch Regale und Schiebetürelemente werden zu festen Größen. Systemregale avancieren zu „Mittlern“ zwischen den Wohnbereichen. Demi- und Hochschränke lassen sich frei im Raum platzieren und rückseitig wohnlich gestalten. Funktionale, miniaturisierte Beschlaglösungen sowie individualisierbare Auszugssysteme und Innenausstattungssysteme sorgen für spürbar mehr Komfort und Multifunktionalität. Letztere steht auch in den Bereichen Kochen, Vorbereiten und Lagern hoch im Kurs und spiegelt sich in Produkt-Innovationen der Geräte-, Spülen- und Armaturen und Zubehörindustrie wider. Auf den Folgeseiten haben wir Ihnen Plattformen aufgeführt, über die Sie sich digital über die Neuheiten einzelner oder mehrerer Hersteller informieren können. Wir selbst werden in altbewährter Weise über die Neuheiten der Branche berichten. Verfolgen Sie unsere tagesaktuelle Berichterstattung live und in Farbe ab dem ersten Messetag auf www.homeofliving.de und www.kuecheundarchitektur.de sowie www.kuechenmeile.de in unseren Print-Medien. 10 | küche + architektur

Vor Ort erleben ■  Vom 3. bis 5. September findet auf dem Gelände der Messe Berlin die IFA 2020 Special Edition mit limitierter Besucherzahl statt. ■  Vom 19. bis 24. September laden Burnout, Wesco, Napoleon und Monolith zur Outdoor-Erlebniswelt ins Innovationsforum Bissendorf (Gewerbepark 9-11, 49143 Bissendorf). ■  In der „Architekturwerkstatt“ Löhne (Weidengrund 10, 32584 Löhne) präsentieren Leicht, Liebherr, V-Zug, Inalco und Gessi parallel zur Küchenmeile ihre neuen Kollektionen 2021. Erstmalig als Gastaussteller wird in diesem Jahr Bora auf einer Sonderfläche vertreten sein. ■  Vom 19. bis 25. September präsentiert der italienische Gerätehersteller Smeg seine Neuheiten traditionell auf Gut Böckel Die Öffnung Ihrer Hausmesse planen: ■  Artego Küchen GmbH & Co.KG, ■  Ballerina-Küchen, Heinz-Erwin-Ellersiek GmbH, ■  BEECK Küchen GmbH, ■  Brigitte Küchen, H. Frickemeier Möbelwerk GmbH, ■  Burnout kitchen , DOT GmbH & Co KG ■  Eggersmann Küchen Gmbh & Co.KG ■  Express Küchen GmbH & Co.KG ■  Häcker Küchen GmbH & Co. KG, ■  H.D. Menke Möbelwerke GmbH&Co.KG ■  Leicht Küchen AG ■  Naber GmbH, N by Naber (Conceptkitchen) ■  Nobilia-Werke, J.Stickling GmbH & Co. KG ■  Nolte Küchen GmbH & Co. KG ■  JAKA BKL GmbH ■  Poggenpohl Möbelwerke GmbH ■  Pronorm Einbauküchen GmbH ■  Rational Einbauküchen GmbH ■  Rotpunkt Küchen GmbH ■  RWK & Kuhlmann Küchen GmbH ■  Schröder Küchen GmbH & Co.KG ■  Warendorf – Die Küche GmbH präsentiert in diesem Jahr erstmals im eigenem Showroom anstatt auf Gut Böckel


Die Qual der Wahl: Küchenmeile 2020 mit hybriden

Auch wir möchten unsere Leser dabei unterstützen, sich in der aktuellen Situation möglichst neutral und umfangreich zu informie-

Kommunikationswegen – ob digital oder vor Ort,

ren und haben die neue Informations- und Kommunikations-Plattform

unternehmensspezifisch oder branchenüber­

„Home of Living“ ins Leben gerufen: www.homeofliving.de. Unterteilt in die Bereiche Messe, Magazin und Online-Veranstaltungen ergänzt sie

greifend, zur Küchenmeile 2020 präsentieren die

nationale und internationale Messen rund um die Themen Interior

Hersteller ihre Neuheiten auf unterschiedlichen

Design und Smart Home. Der Anspruch des neuen Formats ist es,

Kanälen. Damit Sie trotzdem nichts verpassen,

Innenarchitekten, Einrichtungsspezialisten sowie Konsumenten

haben wir zusammengestellt, wo bzw. wie Sie mit

und zu inspirieren und das an 365 Tagen im Jahr, immer top-aktuell.

gleichermaßen neutral und ebenso herstellerspezifisch zu informieren

wessen Informationen versorgt werden. ANZEIGE

Qanto®

Digital erleben ■  Im Rahmen seiner digitalen „Schüller Innovations Tour 2020“ präsentiert der Küchenmöbelhersteller die neue schüller.C Collection und weitere spannende Themen auf https://www.innovations-tour.schueller.de/ ■  Auch die übrigen Aussteller des house4kitchen (Franke, Gaggenau, Neff) setzen in diesem Jahr auf virtuelle Präsenz ■  Über eine Microsite von Neff kann ab dem 21. September das digitale Messe-Erlebnis der BSH-Tochter verfolgt werden ■  Auf „küchenherbst.online“ präsentiert die Trendfairs GmbH ab dem 19. September 2020 ihr neues Format, die „virtuelle area30“ ■  Am 28. September, ab 15 Uhr, präsentiert Blanco im Rahmen eines Online-Events seine Neuheitenschau 2020, s. S. 37 ■  Häcker ergänzt seine physische Präsenz um eine digitale Hausmesse, die parallel zur Küchenmeile stattfindet ■  Zusätzlich zur Hausmesse in Vlotho, die Pronorm vom 19. bis 25. September öffnet, präsentiert der Küchenhersteller die Neuheiten des kommenden Jahres im virtuellen Showroom unter www.pronorm.de ■  Auch Villeroy & Boch setzt zur Küchenmeile 2020 auf online: Alle relevanten Informationen bis hin zum Neuheitenvideo stehen ab Mitte September im exklusiven Profibereich der Webseite unter pro.villeroy-boch.com zur Verfügung.

die vertikale Nutzung verborgener Stauräume.

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Architektur + Trend | Küchen

Innenarchitektur in Perfektion Bossa von Leicht – Komposition aus gemasertem Edelholz, changierender Keramik und lichtreflektierendem Carbongrau

Hinter den ausdrucksstarken, mit edlem Walnussholz verkleideten Fronten des Programms Bossa von Leicht verbergen sich auf elegante Weise die funktionalen Ausstattungsmerkmale und Stauraumlösungen einer Küche. Mit Bossa gelingt es erstmals, große Flächen vollständig homogen zu gestalten und so im ­gesamten Wohnraum ein innenarchitektonisch einheitliches Bild zu kreieren.

12 | küche + architektur

H

armonisch darauf abgestimmt präsentiert sich der freistehende, der Küchenzeile vorgelagerte Inselblock aus hochwertiger auf Gehrung gearbeiteter Keramik. Details wie farblich abgestimmte Armaturen vollenden das stimmige Gesamtbild. Der Korpus in einer neu eingeführten Höhe von 86 cm betont im Dialog mit der lebendigen, vertikalen Linienführung der Bossa die kubische Optik. Ganz nach dem Motto „innen so anspruchsvoll wie außen“ fügt sich die neue Korpusfarbe Carbongrau auf elegante Weise in das dunkel gehaltene Farbkonzept ein. Raumübergreifende Innenausbaukonzepte Mit der Wandverkleidung Bossa präsentiert die Marke Leicht eine einzigartige neue Gestaltungsmöglichkeit für Küche und Wohnraum. Besonders markant ist dabei die besondere Struktur der hochwertigen Echtholzfronten in den Furnieren Eiche oder Walnuss: Lineare


Bossa-E in 352 walnuss liniert Bossa in 352 walnuss liniert Kera in 544 nasca

Fotos: Leicht / P. Schumacher

Madero in 267 wildeiche moor

7,5 mm breite Stäbchen, reliefartig angeordnet in einem Abstand von 5 mm, verleihen dem Furnier eine feingliedrige, sehr lebendige und dreidimensionale Wirkung. Dabei entspricht das Gesamtraster der Stäbchen von 12,5 mm exakt dem vertikalen Fugenbild von Leicht. Das Ergebnis: Die einzigartige Verschmelzung von Küchen-, Wandund Schrankfronten. Die gesamte Fläche wirkt wie ein Möbel-Solitär. Ob im Kochbereich, in Wohnräumen, Fluren oder Treppenhäusern etc., mit Bossa wird innenarchitektonischen Planungen nahezu keine Grenzen gesetzt. Dunkles Innenleben in Carbongrau Die neue, dunkle Korpusfarbe Carbongrau bereichert das bestehende Leicht-Angebot auf attraktive Weise. Um eine farbhomogene Wirkung zu schaffen, ist das Innenleben dieser Küchenplanung auf die neue Farbe abgestimmt – von Besteckeinsätzen, über Müllsysteme

bis zu Schubladenauszügen. Selbst die pulverbeschichteten Zargen sind in Carbongrau mit zartem Schimmer gehalten, während sich die Gläser der Auszüge leichtgetönt mit gefaster Kante in die Farbfamilie einfügen. Die Farbergänzung Carbongrau ist für die Gestaltungslinien Primo, Evo, Contino und Avance erhältlich. Neue Korpushöhe Neben den Höhen 73 cm und 80 cm wird das Sortiment um die Korpushöhe von 86 cm erweitert. Mit nur 7 cm Sockelhöhe schafft das neue Maß eine kubische, souveräne sowie architektonisch klare Optik. Angeboten wird die neue Korpushöhe für die Gestaltungslinien Primo, Evo und Contino. Neben dem klassischen Frontbild mit einer Schublade und zwei Auszügen lässt sich nun auch bei den Griffloskonzepten eine annähernd mittige Teilung in der Frontansicht realiwww.leicht.com sieren.

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