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küche + architektur 3-2022

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Ausgabe 3/2022 · 10. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Eurocucina 2022 · Innovativ – informativ – kommunikativ – international Pronorm investiert Millionen in den gemeinsamen Erfolg mit seinen Handelspartnern Premium – vom Küchenprofi zum Kompletteinrichter · Handelsumfrage bestätigt


Die Verbundgruppe führender Küchenspezialisten in Europa

Wir haben es geschafft! Mit dem Erfolgsprogramm für Nachfolger und Existenzgründer

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DER KREIS Einkaufsgesellschaft für Küche & Wohnen mbH & Co. KG · Mollenbachstraße 2 · 71229 Leonberg · www.derkreis.de


Editorial

Design verbindet – Messen bringen Menschen zusammen

W

er den Salone del Mobile besucht hat, wurde darin bestätigt: Die Küche bleibt innerhalb des InteriorDesigns der Bereich mit höchster Relevanz. Sie ist nicht umsonst auch in Mailand Publikumsmagnet. Nimmt sie doch mehr denn je den in Materialität und struktureller Raumgestaltung wesentlichen Bestandteil der Inneneinrichtung rund um die Funktionsbereiche, Kochen, Essen und Wohnen ein. Die Aus­ steller der Eurocucina 2022 präsentierten ihre Einrichtungslösungen hochwertiger und wohnlicher denn je. Inspirierend ist diese wohl weltweit bedeutendste Messe des Möbeldesigns immer wieder. Viele der hier gezeigten, neuartigen MaterialKompositionen und Raum­aufteilungs-Lö­sun­ gen erlangen nur wenige Monate nach der Messe internationale Bedeutung und werden zu stilprägenden Designelementen. Andererseits lassen sich Hersteller natürlich auch von Neuentwicklungen internatio­ naler Wettbewerber inspirieren, greifen diese Ideen auf und machen sie so einer breiteren ­ Öffentlichkeit zugänglich. So geschehen mit der warmen und wohnlichen Furnier-Lamellenfront, die durch das Modell Bossa von Leicht im größeren Stil für Furore bei allen Design-Liebhabern sorgt. Nach Mailand wird sich diese Furnier-Ausführung wohl einer noch größeren Beliebtheit erfreuen. Design ist international und somit länderübergreifend inspirierend, das verdeutlicht der Salone del Mobile seit sechzig Jahren. Die ­ Stadt Mailand, die vom Wallstreet Journal und

Le Monde als die Welthauptstadt des Designs tituliert wird, bietet dieser Messe eine würdige Heimat. Sowohl der Salone del Mobile als auch die ­Eurocucina bringen gemeinsam mit ihren inund ausländischen Ausstellern die Welt nach Europa. Der Erfolg, der sich auch in den Besucherströmen misst, unterstreicht diese Aussage und führt auch dazu, dass sich auch renommierte deutsche Hersteller prioritär für eine Präsenz auf der international renommierten Eurocucina entscheiden. Bleibt abzuwarten, welchen Stellenwert ins­ besondere die LivingKitchen in Köln bei den Ausstellern und bei den internationalen Besucher künftig haben wird. Bis dato ist noch nicht absehbar, welche der Unternehmen aus der Küchenbranche sich im kommenden Jahr in Köln präsentieren werden.

Yvonne Davy Chefredakteurin

„Verkaufen ist die Pflicht des Marketings, die Messe ist die Kür.“ Die Aussage renommierter Hersteller ist eindeutig: „Die LivingKitchen braucht ein eigenständiges Messekonzept mit internationalem Anspruch, dessen Ziel es jedoch nicht sein kann, Mailand in seiner Designkompetenz den Rang abzulaufen. Solange das nicht der Fall ist wird es die LivingKitchen schwer haben.“ Dabei gäbe es – ausgerichtet auf unterschied­ liche Schwerpunkte – durchaus Platz für beide Messen mit ihrem jeweiligen internationalen Anspruch.

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Foto: Liebherr

Zeitlose Frische: Die neueste Generation von Liebherr-Standgeräten verbindet kunden- und zukunftsorientierte ­Funktionen mit gerad­linigem ­Design und ermöglicht so „zeitlose Frische“ für Lebensmittel. Das Titelbild zeigt das Side-by-Side Modell XRFbs 5295 mit NoFrost Kälte- und BioFresh Plus Frische­ technologie in Stainless­ Steel-Ausführung. (s. S. 65) home.liebherr.com

1 Design verbindet – Messen ­bringen Menschen zusammen Editorial

4 Küchenfachhandel weiterhin auf hohem Niveau Ausgabefreudigkeit der Konsumenten unter Beobachtung

6 Individualität ist die Quelle des Fortschritts Pronorm investiert Millionen in den gemeinsamen Erfolg mit seinen Handelspartnern

10 Woodsystems Premiumküchen von Oleg Krjutschkow und Yuri Pachomov

14 Es zählt, was dahintersteckt Naber – Ein Dunstabzug ist nur so gut, wie das Rohrsystem dahinter

23 Die Tür zum Backerfolg Neff – Öffnungsmechanik der ­Backofentür Slide&Hide® seit 20 Jahren einzigartig

24 Eurocucina 2022 Innovativ – informativ – kommunikativ – international

2 | küche + architektur

32 At home … … with Markus Schüller: Mit der ­Premiummarke next125 lud Schüller dazu ein, sich auf dem M ­ essestand zur Eurocucina wie zu Hause zu fühlen.

36 International Design made in Germany Nolte Küchen auf der Eurocucina 2022

38 Diskretes Dreigestirn der guten Luft Falmec auf der Eurocucina 2022

39 Von exklusiver Eleganz bis zur skandinavischen Wohnlichkeit Mit dieser stilübergreifenden Präsentation weckte Häcker Küchen das Interesse

40 Willkommen im „Bespoke Home“ Auf der Eurocucina präsentierte Samsung Electronics dem europäischen Markt sein maßgeschneidertes, vernetztes Zuhause der Zukunft

41 Closing the Circle Die Schweizer Premiummarke V-Zug auf der Eurocucina 2022


Impressum Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 · Fax 0711/5206-300 www.fachschriften-verlag.de VERLAGSLEITUNG: Tilmann Münch Christian Schikora Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms

Inhalt 3/2022

Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de Social Media und Anzeigenverkauf: Angela Weber Tel. 06241/979708-12 weber@fachschriften.de Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: ColorDruck Solutions GmbH Gutenbergstraße 4 · 69181 Leimen

42 Die Schönheit Italiens Anlässlich der 60. Ausgabe des Salone del Mobile erweitert Laminam mit „Le Terre“ die bewährte „In Side“ Kollektion

44 Premium – vom Küchenprofi zum Kompletteinrichter Handelsumfrage bestätigt

46 Individualisierung durch Digitalisierung Statements renommierter ­Industrieunternehmen

50 Dreht Küchenplanung „von null auf links“ Mit Mixed Reality erleben küchenquelle Kunden schon heute ihre Traumküche von morgen – zuhause, in den eigenen vier Wänden

51 Goldene Zeiten Luxuriös in „satin gold“ – beliebte ­Klassiker von Blanco in neuer Trendfarbe

52 Rico Kellner ist Der Kreis-Küchenspezialist des Jahres 2022/23 moebelplus Küche und Wohnen, Chemnitz

56 Der Kreis hält Kurs auf Erfolg Umsatz erneut zweistellig gesteigert

61 All-In Kocherlebnis Mit dem flexiblen Zubehörsystem „All-In“ von Franke wird die Küchenspüle zum Workflow-Wunder

62 Schreinerei Luther bringt Elbphilharmonie-Feeling in private Wellness-Oase Open-Space-Architektur überzeugt Jury der CREATIVEn PARTNER

65 Zeitlose Frische Neue Standgeräteserie von Liebherr vereint innovative Technologien mit edlem Design

66 Weiterhin auf Wachstumskurs Der Küchenring

70 Rekordausschüttung an ­Gesellschafter MHK Group verzeichnet erfolgreichstes Geschäftsjahr seit Gründung und zahlt 180,9 Mio. Euro an seine Gesellschafter aus

72 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten

Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 10, gültig seit 1. 1. 2022 Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) Preis Jahresabo: (6 Ausgaben inklusive ePaper) Inland: 53,00 Euro; Ausland: 62,00 Euro (Preise inkl. Versand und MwSt.) Abonnement-Service: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de Bankkonten: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, HausbauHelden, Schwimmbad+Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer

küche + architektur | 3


Daten + Fakten | Stimmungsbarometer

Küchenfachhandel weiterhin auf hohem Niveau Ausgabefreudigkeit der Konsumenten unter Beobachtung

Trotz eingeschränkter Verfüg­ barkeit von Elektrogeräten, ­kontinuierlicher Preiserhöhungen und hoher Inflationsrate erleben die Küchenfachhändler ihre eigene Geschäftsentwicklung auch im Juni dieses Jahres als Hochkonjunktur. Das ist das Ergebnis der Handelsumfrage der Fach­ zeitschrift küche+architektur Mai/Juni 2022 an der sich 135 Küchenprofis von 1280 Befragten beteiligten.

A

uch die Umsatzentwicklung lässt für den Großteil der antwortenden Fachhändler nichts zu wünschen übrig. 36,4 Prozent verbuchten im Vergleich zum Vorjahresmonat weiterhin deutliche Umsatzzuwächse. Weitere 54,6 Prozent geben in puncto Umsatz an, auf dem Niveau von 2021 zu liegen. Gerade einmal 9 Prozent verzeichneten Umsatzrückgänge. Umsatzprognose drittes Quartal überwiegend positiv, aber … Zwar gehen 27 Prozent der Küchenprofis mit dem Blick auf die kommenden vier Monate weiterhin von steigenden Einnahmen aus und 36 Prozent rechnen mit einer gleichbleibenden Umsatzentwicklung, doch stehen diesen optimistischen Einschätzungen erstmals wieder skeptische Stimmen gegenüber: 36 Prozent der Antwortenden rechnen im nächsten Quartal mit ersten Umsatzrückgängen. Damit einhergehend gestaltet sich auch die Einschätzung der Ausgabefreudigkeit der Konsumenten durch die befragten Küchenspezialisten. Was das Interesse der Verbraucher an einer neuen Küche anbelangt, rechnen 27 Prozent noch immer mit einer erhöhten und 18 Prozent mit einer vergleichbaren Nachfrage. 54 Prozent der Befragten gehen jedoch von einer geringeren Kundenfrequenz aus.

Stimmungsbarometer Um Marktveränderungen langfristig wider­ spiegeln zu können, wiederholen wir diese Umfrage vierteljährlich, gleichen die Daten entsprechend ab und publizieren sie regel­ mäßig in der Zeitschrift küche+architektur.

4 | küche + architektur


Stimmungsbarometer | Daten + Fakten Wir führen ein … Fachmarkt 0% Volllsortimenter 0%

Küchenfachgeschäft 100 %

Wir sind inhabergeführt …

ja 90,9 %

Umfrage k+a 3/2022 Umfrage k+a 1/2022 Umfrage k+a 5/2016

Wie beurteilen Sie die momentane Lage in der Branche?

Wie beurteilen Sie die momentane Lage Ihres Unternehmens?

nein 9,1 %

Unsere Ausstellungsfläche umfasst … bis 150 qm 0%

sehr gut

% 18,2 % 18,2 13,6 13,6 % %

sehr gut

36,4 % 36,4 % 27,3 % 27,3 %

gut

54,6 % 54,6 % 72,7 72,7 % %

gut

63,6 % 63,6 % 68,2 % 68,2 %

bis 200 qm 0%

mittelmäßig

18,2 % 18,2 % 9,1 % 9,1 %

mittelmäßig

0,0 % 0,0 % 4,5 % 4,5 %

bis 250 qm 0%

schlecht

9,1 % 9,1 % 4,6 % % 4,6

schlecht

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sehr schlecht

% 0,0 % 0,0 0,0 % % 0,0

sehr schlecht

0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 %

keine Angabe

% 0,0 % 0,0 0,0 % % 0,0

keine Angabe

0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 %

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

Wie schätzen Sie Ihre Umsatzentwicklung in den nächsten 4 Monaten ein?

viel höher

viel höher

0,0 0,0 % % 0,0 0,0 % %

höher

% 27,3 27,3 % 18,2 % 18,2 %

höher

27,3 % 27,3 % 54,5 % 54,5 %

gleich

% 54,6 54,6 % 40,9 % 40,9 %

gleich

36,4 % 36,4 % 27,3 % 27,3 %

niedriger

9,1 % 9,1 % 0,0 % 0,0 %

niedriger

% % 36,4 36,4 % 18,2 18,2 %

viel niedriger

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viel niedriger

% % 0,0 0,0 % 0,0 0,0 %

keine Angabe

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keine Angabe

% % 0,0 0,0 % 0,0 0,0 %

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bis 300 qm 0%

Unser Unternehmen existiert seit … 5 bis 10 Jahre 27,3 %

weniger als 5 Jahre 0% länger als 20 Jahre 72,7 %

% 9,1 9,1 % 40,9 % 40,9 %

10 %

über 300 qm 72,7 %

0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %

Wie war die Umsatzentwicklung im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresmonaten?

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bis 100 qm 27,3 %

60 %

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10 %

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11 bis 15 Jahre 0% 16 bis 20 Jahre 0%

Unser Angebot bei Küchenmöbeln ist … nicht markenorientiert 27,3 %

markenorientiert 72,7 %

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Unser Angebot bei Geräten ist … Wie schätzen Sie die Ausgabefreudigkeit in den nächsten 4 Monaten ein?

Wie wird sich die Kundenzahl in den nächsten 4 Monaten entwickeln?

nicht markenorientiert 27,3 %

viel höher

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viel höher

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höher

27,3 % 40,9 %

höher

27,3 % 40,9 %

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gleich

18,2 % 45,5 %

niedriger

18,2 % 9,1 %

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18,2 % 0,0 %

viel niedriger

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keine Angabe

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keine Angabe

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markenorientiert 72,7 %

Sie finden uns unter … PLZ-Gebiet 0 36,4 %

PLZ-Gebiet 9 0% PLZ-Gebiet 8 18,2 % PLZ-Gebiet 7 9,1 %

60 %

PLZ-Gebiet 1 9,1 % PLZ-Gebiet 2 9,1 %

PLZ-Gebiet 6 0% PLZ-Gebiet 5 9,1 % küche + architektur |5 PLZ-Gebiet 3 PLZ-Gebiet 4 9,1 % 0%


UNTERNEHMEN + Köpfe

„Pronorm lebt den Gedanken der MaSSfertigung. Entsprechend großen Wert legen wir auf eine auf unsere Anforderungen zugeschnittene Automatisierung, um diese auch im eigenen Sinne wie im Sinne unserer Kunden wirtschaftlich umsetzen zu können.“ (V. l. n. r.:) Pronorm-Geschäfts­führer Roger Klinkenberg und Thorsten Gösling und Vertriebsleiter Udo Helweg.

Individualität ist die Quelle des Fortschritts Pronorm investiert Millionen in den gemeinsamen Erfolg mit seinen Handelspartnern

Es ist, als wäre es erst gestern gewesen, dass Pronorm gegenüber seinem Verwaltungsgebäude das neue Ausstellungzentrum baute, dessen Symbiose aus zeitgenössischer Architektur und inszenierter Innen­ architektur Besucher seit zehn Jahren in seinen Bann zieht. Gleichzeitig investierte das Unternehmen in die Errichtung einer zukunftweisenden Fertigung in Form einer in der Branche einzigartigen Plattformstrategie. Das Ergebnis: individuelle Küchen- und Raumarchitektur im mittleren bis gehobenen Preissegment, die die Auszeichnung „tailormade“ verdient, aber dennoch bezahlbar ist. Wir haben die Gelegenheit gerne genutzt, im 50. Jahr des Bestehens von Pronorm, der neuesten Investition des erfolgreichen Unternehmens einen Blick zu widmen: die neue 2500 qm großen Lager- und Maschinenhalle als wesentlicher Bestandteil der insgesamt 28 000 qm großen Produktion.

D

ie neu durchdachte, überarbeitete Struktur der Gesamtfertigung schreibt das Konzept der Plattformstrategie nicht nur fort, sondern perfektioniert sie auf beeindruckende und gleichzeitig nachhaltige Weise und das „im Sinne unserer Partner im Fachhandel und vor allem auch im Sinne der Konsumenten, deren Wunsch nach individueller Küchen- bzw. Raumlösung kontinuierlich wächst“, wie Geschäftsführer Roger Klinkenberg betont, der für die Bereiche Vertrieb und Marketing verantwortlich zeichnet. Sein Team-Kollege Thorsten Gösling, zu dessen geschäftsführenden Verantwortungsbereichen neben dem Einkauf und der Verwaltung

6 | küche + architektur

auch die Produktion gehört, beschreibt die fertigungstechnische Ausrichtung von Pronorm wie folgt: „Die Automobilindustrie hat es vorgemacht: Trotz hoher Typenvielfalt hat sie auf eine durchgängige Auto­matisierung gesetzt und damit ihre führende Rolle weltweit ausgebaut. Für uns ist das Thema der Individualisierung noch herausfordernder, denn die Nachfrage nach Maßvarianz und unterschiedlichsten Farben, Strukturen und Formen liegt deutlich höher.“ Im Vergleich zu zahlreichen Mengenanbietern verfügt Pronorm mit rund 300 Fronten und 109 Sichtseiten, 55 Kantenlösungen und drei grifflose Varianten über eine enorme Variabilität. „Pronorm lebt den Gedan-


Küchen | Architektur + Trend

ken der Maßfertigung. Entsprechend großen Wert legen wir auf eine auf unsere Anforderungen zugeschnittene Automatisierung, um diese auch im eigenen Sinne wie im Sinne unserer Kunden wirtschaftlich umsetzen zu können“, ergänzt Roger Klinkenberg. Bereits in den vergangenen Jahren hatte der Hersteller umfangreiche Investitionen in neue Maschinen-Anlagen, Hard- und Software wie das ausgeklügelte ERP-System getätigt, die die Basis der weiteren Prozessoptimierung bilden. Intelligente Plattform-Strategie erleichtert Individualisierung Die Fassade des Fertigungskomplexes entspricht in vollem Maße dem ästhetischen architektonischen Gesamtbild des Unternehmens. „Allerdings fügt sie sich durch eine spezielle Dämmung zudem harmonisch in die Nachhaltigkeitsstrategie von Pronorm ein. Ende 2022 werden wir klimaneutral fertigen“, erklärt Thorsten Gösling stolz. 96 Prozent der durch die Photovoltaik-Anlage erzielten Strommenge fließt in die Produktion ein. Die verbleibenden vier Prozent werden ins Stromnetz gespeist, verrät uns der Manager. Die Span-Holzfeuerungsanlage sorgt mit ihrer Leistung von 2.1 Megawatt für das Beheizen von Verwaltung, Ausstellung und Produktion. Im Inneren der Fertigung sorgen LEDs für die perfekte und energiesparende Beleuchtung. Gleichzeitig wurden Wände eingerissen und Gänge verbreitert, was die Nutzung und Gliederung der Arbeits- und Produktionsflächen vereinfacht. Die Wege zwischen den Fertigungs- und Kommissionierungsprozessen verlaufen geradlinig und greifen von der Materialanlieferung, der Lagerhaltung, der Fertigung bis hin zur Verladung des fertigen Produkts wie Zahnräder ineinander. Das zentrale Plattenlager fasst 6000 Halbformatplatten. Bei der Lagerhaltung hat sich Pronorm für eine Mischung aus chaotischer und systematischer Lagerung entschieden. „Das ist der optimalen Len-

kung der Prozesse geschuldet“, erläutert der Fachmann. Unten folgt man dem systematischen Prinzip, das den Vorteil hat, die permanente Verfügbarkeit des Materials und die volle Transparenz der Bestände zu garantieren, und im oberen Bereich kommt die chaotische Lösung zum Zuge, die die optimale Nutzung der verfügbaren Lagerfläche unterstützt und sie flexibilisiert. Zudem, so Thorsten Gösling, erfolgt hier die Bestückung des Lagers deutlich schneller. Dabei liegen 15 Prozent der Fronten auf Lager. 85 Prozent der Fronten werden kommissionsweise Just-in-time zugeführt. Bald durchqueren wir den so genannten „Supermarkt“, der das einstige Sequenzierungsprinzip umkehrt. Eine intelligente Software sorgt dafür, dass Beschläge von hieraus automatisch kommissionsweise zugesteuert werden. Besonders beeindruckend sind die neuen Sägeanlagen. Sind sie erst einmal in Betrieb, ist der bedarfsgetriebene Zuschnitt von Korpusund Frontteilen sowie deren Weiterverarbeitung nur noch ein Kinderspiel. Auch sie tragen entscheidend zu einer Optimierung der Qualität und einer Erhöhung der Flexibiliität und der Maßgenauigkeit bei. Eine super Leistung des gesamten Pronorm-Teams wie wir finden, denn nicht nur, dass das Unternehmen unter den derzeitigen Lieferengpässen gewisser Produktgruppen zu leiden hatte, zu einem Großteil verlief der Umbau der Fertigung am offenen Herzen, d. h., während des laufenden Betriebes. „Durch diese Investitionen sind wir in der Lage, der Vielfalt des Produkts und der Produktion noch besser gerecht zu werden, und gleichzeitig Qualität und Leistung zu steigern. Was natürlich auch unser zukünftiges Wachstum sichert“, betonen beide Geschäftsführer. Die Produktionskapazität des Unternehmens erhöht sich damit von 30.000 Küchen pro Jahr auf 40.000. „Wenn Ende des Jahres alles fertig ist, liegt unser Investitionsvolumen bei über 15 Millionen Euro“, betont Thorsten Gösling, „Wir sind stolz darauf und dankbar dafür, dass wir 100 Prozent unserer Gewinne reinvestieren können“, ergänzt Roger Klinkenberg.

küche + architektur | 7


Architektur + Trend | Küchen

„Wir sind Pronorm!“ Mit diesem Bekenntnis binden die beiden Geschäftsführer ihre 320 Mitarbeiter eindeutig mit ein. Wer Pronorm besucht, spürt den übergreifenden Teamspirit, der Mitarbeiter:innen und Handelspartner vereint. Dem liegt eine DNA zugrunde, die fest in dem seit 21 Jahren für das Unternehmen tätigen Roger Klinkenberg verankert ist, wie auch in Thorsten Gösling, der mittlerweile seit 20 Jahren die Pronorm-Flagge hochhält. Die Geschäftsführung übernahmen die beiden im Vor-Corona-Jahr 2019 und mussten sich gleich richtig beweisen: „Erst kam Corona, dann folgte der Ukraine-Krieg mit allen negativen Konsequenzen. Wie für alle anderen auch, hieß und heißt es anpacken und durch“, stellt Roger Klinkenberg fest. „Kein Unternehmen verfügte über Erfahrungen im Umgang mit Situationen dieser Art. Intuitives Handeln war und ist gefragt. Und wie es aussieht, haben wir grundsätzlich die richtigen Entscheidungen getroffen, sei es die frühe Einleitung von Hygienekonzepten oder auch die Aufstockung unserer Lagerkapazitäten…“, „... und die Konzentration auf mindestens zwei Lieferanten“, ergänzt Thorsten Gösling. „Unsere Devise lautet: „Kommunikation vor Schweigen – aus diesem Grund informieren wir unsere Kunden regelmäßig über unsere Lieferfähigkeit.“ „Lieferfähigkeit vor Preis.“ „Wir haben im Jahr 2021 keine Preiserhöhungen vorgenommen. Erst in 2022 mussten wir unsere Preise entsprechend anpassen. Summa summarum können wir jedoch sagen: Während einige unserer Marktbegleiter ihre Preise in den letzten drei Jahren über 20 Prozent erhöht haben, liegen unserer Preissteigerungen bei rund dreizehn Prozent.“ Dass letzteres die Rendite des Unternehmens schmälert, ist dem Führungsteam des Herstellers absolut klar. „Wir haben vielmehr auf eine Verbesserung der Qualität und auf eine hohe Liefersicherheit gesetzt.

8 | küche + architektur

Gleichzeitig haben wir gemeinsam mit dem Vertrieb unsere Kundenschulungen intensiviert. Und das hat sich bezahlt gemacht. Durch diese durchgängigen Maßnahmen konnten wir nicht nur neue Kunden von unserem Leistungsspektrum überzeugen. Wir konnten auch einen höheren Ausstattungsgrad und hochwertigere Küchen verkaufen. Gleichzeitig haben wir unser Image auf eine noch viel deutlichere emotionale Ebene gehoben und konnten dadurch Kunden und Interessenten stärker mitnehmen.“ Und Roger Klinkenberg fährt fort: „Mit dem Ziel, unseren Kunden die Wertigkeit unserer Produkte zu vermitteln, verzichten wir auf so genannte „Brettershows“ im Vorfeld der Hausmesse und begrüßen sie stattdessen in unserem Showroom in Vlotho persönlich und überzeugen sie dort durch spannende Planungen und Raumlösungen von unseren Produktneuheiten. Hier zeigen wir ihnen Ideen, die erst durch die Wertschöpfung in unserem eigenen Hause, die wir im Übrigen kontinuierlich ausbauen, möglich werden.“ „Wir wachsen gemeinsam mit dem Küchenfachhandel.“ Die kundenorientierte Ausrichtung von Pronorm sowie fortgesetzte Investitionen in die Fertigung haben dazu geführt, dass das mittelständische Unternehmen kontinuierlich wächst. Bereits im Geschäftsjahr 2021, berichten Roger Klinkenberg und Thorsten Gösling, lag das Wachstum bei 14 Prozent. „Und in diesem Jahr werden wir die 100 Millionen-Umsatzhürde nicht nur nehmen, sondern sogar überspringen. Auch unsere deutschen Kunden haben maßgeblich mit zu diesem Wachstum beigetragen.“ Potenzial sieht der traditionell exportstarke Hersteller ausschließlich im mittelständischen Küchenfachhandel in aller Welt. Generell wird hier zurzeit nicht nur das Thema der Individualisierung, sondern auch das der Differenzierung und sowie das der Profilierung großgeschrieben, weiß Udo Helweg, der die Verkaufsleitung D-A-CH bei Pronorm verantwortet.


Qualität ist das Produkt der Liebe zum Detail „Bis heute konnten wir diesen Anspruch durch unsere hohe Fertigungstiefe sowie unsere stil- und vor allem auch budgetübergreifenden Produktlinien Y-line, X-line, proline128 und Classicline erfüllen, die auf Wunsch auch miteinander gemischt werden können. Das garantiert unseren Kunden nicht nur eine hohe Flexibilität in der Realisierung individueller Einrichtungswünsche, sondern auch hinsichtlich des Budgets des Küchenkäufers. Dabei verarbeiten wir grundsätzlich hochwertige, trendgerechte Materialien wie Echtholz, Furnier, und Holzreproduktionen, Glas, organisches Glas, Keramik, Keramikund Stein-Designs, oder Schichtstoff, Oberflächenausführungen in Lack Glänzend und Matt“, erläutert Udo Helweg. „Unsere Partner im Fachhandel schätzen unsere Materialdurchgängigkeit bei Fronten und Umfeld und auch die Möglichkeit, Sonderwünsche umzusetzen.“ „Viele unserer Kunden möchten sich stärker als zuvor von ihren Mitbewerbern differenzieren. Deshalb ist es unsere Aufgabe, sie dabei zu unterstützen. Also erarbeiten wir marktgerechte Konzepte und setzen uns ständig mit aktuellen, internationalen Trends wie z.B. auch aus der Automobil- oder Modebranche auseinander“, betont Roger Klinkenberg. „Wir entwickeln unsere Produkte für Menschen, die sich mit Leidenschaft der Planung und Einrichtung von Küchen verschrieben haben.“ Das gilt natürlich auch für die Marke … „i-luminate®“ …, die Pronorm im letzten Jahr erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorstellte. Faszinierendes Alleinstellungsmerkmal von i-luminate® ist das zum Patent angemeldete Beleuchtungskonzept mit integrierter Griffleistenbeleuchtung, durch das es gelingt, den Küchenkäufer den Weg in eine sinnliche, lifestyle- und designorientierte Erlebniswelt zu ebnen. „Licht, Farbe, Material und Struktur schaffen in Symbiose individuelle, positive Raumstimmungen. In nur drei Monaten konnten

wir 67 Partner von diesem Markenkonzept überzeugen“, freut sich Roger Klinkenberg. „Bevor wir uns entschieden haben, i-luminate® zu lancieren, wurde uns klar, dass es sich dabei nicht einfach nur um eine weitere Produktlinie handeln kann. Vielmehr sollte es eine eigenständige Marke mit einem wiedererkennbaren Corporate Design und einer Corporate Identity sein, die unsere Kunden dabei unterstützt, sich stärker zu profilieren. Die Partner, die i-luminate® führen, bekennen sich durch die Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrags zu dieser Marke, der nicht nur eine markengerechte Präsentation des Konzepts im eigenen Studio sowie entsprechende multimediale Marketingaktivitäten, sondern auch eine Umsatzvereinbarung beinhaltet“, erläutert Roger Klinkenberg. „Umso mehr haben wir uns über die positive Resonanz und die enorme Anzahl unserer Kunden gefreut, die die Marke i­-luminate® führen wollen. Bei der Auswahl unserer i-luminate®Partner achten wir darauf, unser Konzept nicht zu verwässern und sind daher auch manchmal gezwungen, Anfragen abzulehnen. Trotz der von uns klar vorgegebenen Parameter steigt die Nachfrage von Seiten unserer Kunden. Selbst Konsumenten beginnen die Marke wahrzunehmen. Die von uns entwickelten und vorangetriebenen Marketingaktivitäten haben Wirkung gezeigt. Aufmerksam geworden durch unsere Instagram-Postings, haben sich begeisterte Kaufinteressenten bei uns gemeldet, um die nächstgelegene i-luminate®-Partner Gallery in Erfahrung zu bringen und nahmen dafür Fahrtwege von bis zu 300 Kilometern in Kauf. Das bestätigt uns in der Entscheidung, die Marke zu etablieren.“ Die neue, eigenständige Website steht bereits ante portas und wird in Kürze freigeschaltet. „Ob Pronorm oder i-luminate®: Wir sehen die Individualität als eigentliche Quelle des Fortschritts, deshalb tun wir alles, um die Menschen, die mit uns zusammenarbeiten, in ihrer planerischen Eigenständigkeit zu unterstützen“, betonen Thorsten Gösling, Roger Klinkenberg und www.pronorm.de · www.i-luminate.de Udo Helweg.

küche + architektur | 9

Fotos: Pronorm

Küchen | Architektur + Trend


Unternehmen + köpfe

Woodsystems – Premiumküchen von Oleg Krjutschkow und Yuri Pachomov

„Qualität ist das Produkt der Liebe zum Detail.“ Andreas Tenzer, deutscher Philosoph

10 | küche + architektur


Unternehmen + köpfe

Design, Qualität in nachhaltigen Materialien, umgesetzt mit einem Höchstmaß an Perfektion: Das ist die DNA von Woodsystems, geprägt von seinen Gründern, dem ukraininischen Architekten und Designer Yuri Pachomov und dem Maschinenbauingenieur Oleg Krjutschkow.

E

Fotos: Woodsystems

in Innenarchitekt hatte uns auf die außer­ Jahren und unterstützt sie dabei, den deutgewöhnlich ausdrucksstarken und hoch­ schen Markt zu sondieren. wertigen Küchen des ukrainischen Unternehmens aufmerksam gemacht. Die uns Live-Werksbesichtigung per Video zugesandten Referenzbilder sprechen für sich. 2009 gründete Oleg das Unternehmen. Yuri wohnt derzeit im pfälzischen SchifferNachdem Yuri im 5. Jahr in die Firma einstieg, stadt, wo er gemeinsam mit Frau und Tochter kam der Wendepunkt. „Seitdem entwerfen Unterschlupf gefunden hat. Nachdem er in und produzieren wir Küchen im Premiumseiner Heimat zwei Wochen in einem Bunker segment“, erklärt Yuri nicht ohne Stolz. zubringen musste und die lebensnotwendiVia Tablet gewährt uns der sympathische gen Medikamente für seine Tochter ausginUkrainer Einblick in sein Tun. Das Untergen, hatte er keine andere Wahl: Er musste nehmen arbeitet auch derzeit kontinuierlich mit seiner Familie fliehen. weiter, berichtet er. Innerhalb weniger MiSein Partner Oleg Krjutschkow ist nach wie nuten erhalten wir virtuellen Zugang in seivor in Kiew und kümmert sich um den weinen imposanten Showroom. Während uns teren Unternehmensaufbau und die Mitarsein Partner einen Blick auf die nahegelegebeiter. Aufgeben wollen die beiden auf keinen ne Shopping Mall Kiews erlaubt, wo bereits Fall. Wie sein Partner ist Yuri Unternehmer Oleg Krjutschkow und Yuri Pachomov wieder reges Treiben herrscht, planen seine aus Passion. Sein Ziel: „Ich möchte meine Innenarchitekten die neu bestellten Küchen Firma in eine gesicherte Zukunft führen.“ Um für Kunden in der ukrainischen Hauptstadt. das zu erreichen, will er seinen Aufenthalt in Deutschland nutzen, um Dabei handelt sich um Auftragsvolumen von 65.000 und 75.000 Euro. diesen Markt für sein Unternehmen zu gewinnen. An seiner Seite ist „Wir verstehen uns als Manufaktur“, betont der ambitionierte DesigAlexander Krüger. Der 36-jährige Vertriebsprofi spricht nicht nur die ner. „Aus diesem Grund haben wir unsere Fertigung monatlich auf die russische Sprache, sondern kennt Yuri und Oleg bereits seit vielen Produktion von 15 bis allerhöchstens 20 Küchen begrenzt.“

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Internationales Renommee Die hohe Qualität, die einzigartige Individualität, die sich in keiner Küche wiederholt, aber auch die perfekte Verarbeitung, die Woodsystems gewährleistet, hat bereits Kunden weltweit überzeugt. Jedes Wochenende veranstaltet Woodsystems kostenlose Workshops mit Designern und Architekten aus aller Welt. Auch Studenten sind dazu herzlich willkommen. Dabei kommt Yuri und Oleg die räumliche Anbindung von Fertigung, Showroom und dem eigenen Design-Lab zu Gute. Hier referieren sie über neueste Materialien, technische Entwicklungen und Planungsideen für unterschiedlichste räumliche und stilistische Gegebenheiten. „Unsere Klientel gehört zur Upperclass der Welt“, analysiert Yuri. „Hier ist absolutes kundenorientiertes Denken und Handeln gefragt“, erläutert er weiter. Um diese Individualität zu gewährleisten, haben sich Yuri und Oleg ein internationales material- und gewerkeübergreifendes Netzwerk innovativer Hersteller und Dienstleister aufgebaut. Die Kooperation mit dem Handwerk gehört für die beiden ebenso dazu wie die Zusammenarbeit mit renommierten Industrieanbietern wie Alpi, AGT, Blum, Cleaf, Fenix, Laminam, Salice usw. Hochwertige Materialien – Perfektion in der Verarbeitung Die Einrichtungskompositionen von Woodsystems bestechen durch das Zusammenspiel exquisiter Werkstoffe wie Massivholz, Furnier, MDF, aber auch Carbon, Fenix, Glas, Kupfer, Messing, Keramik und Stein. Edles Matt trifft auf gehämmerte Metallfronten in Messing, Gold oder Silber. Glasvitrinen in unterschiedlichsten Breiten- und Höhenmaßen setzen einerseits Akzente und ebnen andererseits auf elegante Weise den Übergang in den Wohnbereich. Bei einigen Vitrinen greift Wood12 | küche + architektur

systems auf eine Entwicklung von Boing zurück, ein Fingertipp genügt und durchscheinendes Glas wird zu einer transluzenten, satinierten Oberfläche. Ob geradlinig oder gerundet – Monolithen werden auf Basis hochwertigster Keramik oder eleganten Steins zu akzentuierenden Eyecatchern. Ausgewähltes Furnier veredelt nicht nur das Mobiliar, sondern kleidet auch ein imposantes Atrium. Handgenähtes Leder findet sich nicht nur bei der Bestuhlung wieder, sondern verziert auch das eine oder andere Solitärmöbel. Woodsystems arbeiten präzise. Bereits kleine, für das ungeübte Auge nicht feststellbare Fehler machen für ihn ein Produkt zu Makulatur. „Dann heißt es: alles nochmal“, betont der Perfektionist. Vor den Augen von Kunden entstehen – dank eines kooperierenden Glasbläsers (NNZVIR) – individuelle Leuchten, die harmonisch in das von Woodsystems geplante Beleuchtungskonzept integriert werden. Licht, so weiß der Architekt, ist eine wesentliche Komponente, um ein Wohlfühlambiente zu kreieren. Erst mit Licht erhalten Material und Form des Mobiliars ihre einzigartige Wirkung, um sein volles Potenzial auszuschöpfen. Er demonstriert das durch den Einsatz von innovativen Lichtkonzepten in Vitrinen, bei Regalsystemen, aber auch im Schrankinneren oder an der Bekantung. Die Möbel sind auf Gehrung verarbeitet. Bodentiefe Fronten unterstreichen das wohnliche Ambiente. Pocket Doors, hinter denen sich Gerätetechnik verbirgt, verleihen jedem Raum Ruhe und Aufgeräumtheit. Gläserne Sliding Doors nutzt der Designer gekonnt als Raumteiler. Was die Beschlagtechnik anbelangt, so arbeiten Yuri und Oleg überwiegend mit einem renommierten österreichischen Hersteller zusammen. Und bedarf es der Lösung einer außergewöhnlichen Herausforderung, kommt die Abteilung R&D ins Spiel. „Speziell für sehr


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schwere Fronten und Gerätschaften, wie gefüllte Kühlschränke, entwickelte Woodsystems einen Beschlag, der in der Lage ist, die Küche zu verwandeln und eine Last von 500 Kilogramm auf anmutige und leichte Weise freischwebend sicher nach außen zu bewegen!“ Woodsystem – individuelle MaSSanfertigung nach Tailor Art Um sicherzustellen, dass jeder Auftrag fehlerfrei zur Ausführung kommt, wird jede Kommission vor Auslieferung im Werk von einem spezialisierten Team komplett aufgebaut und einer Qualitätskontrolle unterzogen. Wenn keinerlei Beanstandung vorliegt, werden die Möbel verpackt, verladen, versandt und am Bestimmungsort vom gleichen Team wieder aufgebaut. Als Redaktion hatten wir die Möglichkeit, uns einige Videos von Referenzobjekten, Workshops und Fertigung anzusehen und sind begeistert. Yuri Pachomov und Oleg Krjutschkow möchten ihr Können auch in Deutschland unter Beweis stellen. „Deutschland ist ein sehr anspruchsvoller Markt, dem wir uns gerne stellen!“ Gemeinsam mit Alexander Krüger suchen sie das Gespräch mit Küchenplanern und Architekten, die ihre Produkte gemeinsam mit ihnen vermarkten möchten. „Wir sind in jedem Fall lieferfähig!“, betont er. „Und wenn wir wirklich in Kiew nicht mehr produzieren könnten, was ich nicht hoffen möchte, können wir unsere Fertigungsstätte in ein anderes Land verlagern. Es gibt befreundete Unternehmen, die uns jederzeit Raum zur Ver­ fügung stellen. Wir sind davon überzeugt, dass sich die Marke ­Woodsystems mit den in ihrer DNA verankerten Eigenschaften wie Authentizität, Wertigkeit, Präzision, Individualität und Nachhaltigkeit www.woodsystems.com.ua/ weltweit erfolgreich weiterentwickeln wird!“ küche + architektur | 13


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