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küche + architektur 2-2021

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Ausgabe 2/2021 · 9. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Die Küche als Zentrum eines multifunktionalen Zuhauses · Individuell, raumbewusst und komfortabel Für jeden Kunden nur das Beste · Oktay Kizil – Unternehmer aus Leidenschaft MHK verzeichnet erfolgreichstes Jahr der Firmengeschichte · Optimal aufgestellt in die Zukunft


Schaffen Sie Möbel, die im Trend liegen – mit den passenden Beschlägen von Blum Kreieren Sie Möbel mit Wow-Effekt! Auf der interzum 2021 zeigt der Beschläge-Experte Blum, wie Sie mit seinen innovativen Beschlägen für Klappen, Türen und Auszüge Designtrends umsetzen. Dark Surfaces – Dunkle Oberflächen

Individuality – Möbel mit Wiedererkennungswert

Dunkle Materialien bestimmen immer mehr das Möbel-

Ein einzigartiges Möbeldesign erschaffen Sie mit LEGRABOX

von Blum auch ins Innere. Über alle Anwendungen ge-

gestalten

äußere. Bringen Sie diesen Trend mit dunklen Beschlägen

stalten Sie ganze Wohnbereiche farblich harmonisch. Für

AVENTOS-Klappen hat Blum dunkle Abdeckkappen in

Tiefgrau im Programm. Für Türen eignet sich das breite Sortiment an CLIP top BLUMOTION-Scharnieren in Onyxschwarz.

Und

LEGRABOX Auszüge

in Carbonschwarz matt

individual. Mit der neuen Gestaltungsstufe des Boxsystems Sie

eigene

Zargen-Designs

durch

Druck,

Lasergravur oder Prägen und im Farb- oder Materialmix. Blum bietet Ihnen außerdem ein einfaches Mittel zur

Differenzierung:

individualisierbare

Branding-Elemente.

Platzieren Sie so durchgängig Ihr eigenes Logo auf Scharnieren, Klappen und Boxsystemen.

bringen dunkle Ele-

ganz in den Unterschrank.

Metallics –

Purism – Schlichte

Metall-Look

Klare, gerade Linien-

menten setzen Sie

tion auf das Wesent-

Highlights im Mit metallischen Eleedle Akzente. Blum

zeigt Ihnen auf dem digitalen

interzum-

Messestand spannend

inszenierte Anwen-

Schönheit

führung, die Redukliche im Design und

große Flächen sind

ein weiteres wichtiges

Gestaltungselement, das Blum auf der

dungen: Scharniere in Onyxschwarz, Branding-Elemente

interzum mit Schaumöbeln in Szene setzt. Der neue ver-

Zargen in Edelstahl mit Antifingerprint-Oberfläche und

in der Korpusseite. Grifflose Fronten setzen Sie dank

in Metallic Gold, Silber und Kupfer sowie LEGRABOX-

mit metallischen Druckfarben.

deckte Klappenbeschlag AVENTOS HKi versteckt sich

der Bewegungstechnologien SERVO-DRIVE, TIP-ON

BLUMOTION und TIP-ON einfach um und sorgen für ein minimalistisches Möbeldesign. Das Befestigungssystem

EXPANDO T ermöglicht Ihnen, dünne Fronten aus außergewöhnlichen Materialien zu verwenden.

www.blum.com


EDITORIAL

Die Mischung macht‘s

D

er lange Lockdown nimmt auch für die großen Möbelhäuser langsam kritische Formen an. Nicht umsonst haben sich einige von ihnen zusammengeschlossen, um gegen die Zwangsschließung zu klagen. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein. Dabei hatten die meisten Großflächen versucht, dem Umsatzverlust online entgegenzuwirken. So einfach gestaltete sich das jedoch nicht. Die online generierten Umsätze lagen, laut gut unterrichten Kreisen, gerade einmal bei einem Fünftel des im normalen Geschäftsbetrieb stationär erwirtschafteten Umsatzes. Mieten und Gehälter von Mitarbeitern lassen sich so bei weitem nicht finanzieren. Der schwedische Möbelhändler Ikea agiert bereits seit Jahren mit stationärer Präsenz und Online-Handel und hatte hier wohl eine deutlich bessere Ausgangsbasis. Insbesondere während des Shutdowns, so das Unternehmen, habe der steigende Online-Umsatz, was das Geschäftsjahr 2019/2020 anbelangte, die Ausfälle in den 54 Möbelhäusern und Restaurants hierzulande mehr als ausgeglichen. Der Anteil des im Internet erzielten Umsatzes stieg im Jahresvergleich von 9,4 auf 16,2 Prozent. Die größte Sonderkonjunktur erfuhr und erfährt jedoch unbestritten der Küchenfachhandel. Er bündelt die Repräsentanz des von den Konsumenten wohl meistbegehrten Einrichtungsbereichs. Die hier tätigen Spezialisten haben sich über die Krise hinweg weiterhin gut am Markt behauptet. Ihr Markenzeichen ist ihre Kompetenz, ihr persönliches Engagement und ihre Fähigkeit, individuell zu beraten. Das Vertrauen ihrer Kunden hat für sie höchste Priorität. Und gerade was das anbelangt, liegen regional etablierte und vor allem auch inhabergeführte Fachgeschäfte gegenüber ihren großflächigen, anonymen Marktbegleitern oder auch Online-Plattformen klar im Vorteil. Die meisten Küchenspezialisten und Einrichtungsplaner bieten Online-Beratung an und haben sich entsprechend weitergebildet. Unterschiedliche Verbandsgruppierungen haben hier jahrelang und aktuell eine sehr gute Vorarbeit geleistet, die von ihren Mitgliedern ger-

ne in Anspruch genommen wurde und wird. Dabei steht es dennoch außer Frage, dass der Fachhandel sehnlichst auf das Ende des Lockdowns wartet. Denn gerade bei langlebigen Investitionsgütern wie z.B. der Küche, ist es für den Konsumenten wichtig, Design, Materialität und Funktion des Objekts vor dem Verkauf live zu erleben. Einen Ersatz dieser emotionalen Wahrnehmung bietet die digitale Welt nicht. Was aber bei weitem nicht bedeutet, dass die Digitalisierung und damit auch die OnlinePräsenz nach der Pandemie wieder zu vernachlässigen sein wird. Vielmehr wird es gelten, stationäre Präsenz, persönliche Beratung und digitale Verfügbarkeit stärker mit einander zu verschmelzen. Genau in dieser Symbiose liegt der Vorteil des Fachhandels. Sie macht den Unterschied zum reinen Online-Handel mit Möbeln aus. Auf alle Fälle hat sich der Wandel zum OnlineHandel auch in diesem Bereich durch die Corona-Pandemie massiv beschleunigt. Das belegt auch das deutlich zweistellige Wachstum der international agierenden Online-Möbelhäuser Home24 und Westwing. Nicht zu vergessen die Plattform Otto.de. Großer Nachfrage erfreuen sich hier Möbel und Wohnaccessoires sowie Technik und Multimedia. Beobachten sollte man diese Marktspieler also unbedingt. In nächster Zeit wird der Küchenfachhandel jedenfalls noch auf den Cocooning-Trend, das pandemiebedingt hohe Bewusstsein der Konsumenten für Lokalität und zu einem gewissen Maß auch auf deren Solidarität mit den mittelständischen Unternehmen ihrer Region zählen können. Gleichzeitig gilt es jedoch auch, eigene Prozesse zu optimieren, sein Profil zu schärfen und Konzepte zu entwickeln, die auch nach der Pandemie greifen, wenn die vorgezogenen Käufe getätigt und abgearbeitet sein werden und alles wieder auf ein „Normalmaß“ zurückfindet, wenn in Deutschland, wie in den Jahren zuvor, per anno wieder „nur“ zwischen 1,3 und 1,4 Millionen Küchen verkauft werden.

YVONNE DAVY Chefredakteurin

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Foto: Samsung

Ein hohes Maß an Gestaltungsspielraum in der Küche bietet Samsung designaffinen Kunden mit der Kühlschrank-Serie Bespoke. Mit vier verschiedenen Oberflächen, einer Vielfalt an unterschiedlichen Farben, zwei Größen und Bauformen ermöglicht sie zahlreiche Designoptionen und ist darüber hinaus energieeffizient und flüsterleise. Das PremiumModell RL38A776ASR/EG wurde nach neuen EEKRichtlinien mit der besten zu erreichenden Energieeffizienzklasse A ausgezeichnet. Auch die weiteren Bespoke-Modelle erhalten je nach Preissegment die sehr guten Energielabel B, C oder D. (s. auch S. 48). www.samsung.de

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Die Mischung macht‘s

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Editorial

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Spezialist für Spezialisten

Leicht

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Mit Häcker in der Poleposition

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Die Küche als Zentrum eines multifunktionalen Zuhauses Individuell, raumbewusst und komfortabel

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Welcome to the world of individuality Pronorm

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Differenzierung als Innovationstreiber Blum

Für jeden Kunden nur das Beste Oktay Kizil – Unternehmer aus Leidenschaft

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Möblierung auf Maß als Brückenschlag zwischen unterschiedlichsten Lebensbereichen Schmidt Groupe

Nobilia – sicher durch die Krise Europaweite Marktführerschaft weiter ausgebaut

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Wohnzonen-übergreifende Funktionalität Grass

MHK verzeichnet erfolgreichstes Jahr der Firmengeschichte Optimal aufgestellt in die Zukunft

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The world of Interior Design

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Eggersmann

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Between hide and show allmilmö

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Nachhaltig, schön und funktional Hansgrohe

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Die Küche bleibt Dreh- und Angelpunkt Rempp

Produktentwicklung mit Weitblick Nolte Küchen

Wohnlichkeit trifft Modularität

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Moderne Hausgeräte – nie waren sie smarter Miele

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Impressum VERLAG: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 · Fax 0711/5206-300 www.fachschriften-verlag.de VERLAGSLEITUNG: Tilmann Münch Christian Schikora REDAKTIONSBÜRO: küche+architektur Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms

Inhalt 2/2021

HERAUSGEBERIN UND CHEFREDAKTEURIN: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de SOCIAL MEDIA UND ANZEIGENVERKAUF: Angela Weber Tel. 06241/979708-12 weber@fachschriften.de LAYOUT: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de DRUCK: ColorDruck Solutions GmbH Gutenbergstraße 4 · 69181 Leimen

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Grifflos bleibt Megatrend

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Kuhlmann

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Ein Optimum an Komfort und Funktion bei maximaler Designfreiheit

Mit innovativen Produkten, Fachhandelstreue und einem ausgeklügelten Marketingkonzept

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Hettich

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Samsung startet durch

Beko Grundig Deutschland – 500 Millionen Euro-Hürde im Visier Mit höchster Qualität zum besten PreisLeistungs-Verhältnis in die Zukunft

Kein Lifestyle ohne Insel Ballerina

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Im Trend: Scandi-Style

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Innovative Beschlagtechnik für alle Lebens- und Arbeitsbereiche

Alno

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Follow the details

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Schüco Alu Competence

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Sammeln, trennen, Ordnung schaffen … … mit dem Abfall- und Organisationssystem Select von Blanco

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Hailo – Spürbar mehr Komfort

Smarte coolness

Langlebig, designstark & komfortabel Die neue Armaturen-Serie Armate® Servizio von Naber

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The touch of beauty Die neue Edelmatt-Kollektion von Rehau

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Intouch statt don‘t touch Eggerzum 2021

Abfalltrennsysteme – von antibakteriell bis smart

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Hettich – Märkte bewegen

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Die neue Einbaugeräte-Serie von Liebherr

Die Wandlungsfähigkeit des „Fenix“ Kaum ein Werkstoff ist facettenreicher

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Die guten Adressen der Branche Visitenkarten

PREISLISTE FÜR ANZEIGEN: zur Zeit Nr. 9, gültig seit 1. 1. 2021 PREIS EINZELHEFT: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) PREIS JAHRESABO: (6 Ausgaben inklusive ePaper) Inland: 53,00 Euro; Ausland: 62,00 Euro (Preise inkl. Versand und MwSt.) ABONNEMENT-SERVICE: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de BANKKONTEN: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, HausbauHelden, Schwimmbad+Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer FOTONACHWEISE: Seite 71: 01: auremar Jess rodriguez / fotolia / stock.adobe.com + architektur |3 Seite 04: Michael küche Rosskothen / stock.adobe.com Funtap / stock.adobe.com Seite 63: auremar / fotolia


UNTERNEHMEN + KÖPFE

Spezialist für Spezialisten Mit Häcker in der Poleposition

Wenn es einem Familienunternehmen gelingt, das 1898 als Schreinerei gegründet wurde, sich zu einem der größten europäischen Küchenmöbelhersteller zu entwickeln, dann hat das bei weitem nicht nur mit Glück zu tun, sondern mit einer klaren strategischen, systematischen Ausrichtung. Die fünf Produktionsstätten von Häcker Küchen in Rödinghausen und Venne haben mit der Werkbank von einst nichts mehr gemein. Vielmehr lassen sie den Vergleich mit den Fertigungsplattformen der Automobilindustrie zu, zeigen sich dabei allerdings wesentlich beweglicher. Individuelle Küchenmöbel, gefertigt in Losgröße eins, produziert in Häcker-Valley verdeutlichen, dass Größe, Schnelligkeit und Flexibilität nicht im Widerspruch zu einander stehen.

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UNTERNEHMEN + KÖPFE

MARCUS ROTH,

MARKUS SANDER,

KARIN PADINGER,

Geschäftsleiter Vertrieb

Geschäftsführer Marketing,

Leiterin Marketing und

Deutschland und Österreich

Vertrieb und Controlling

Innenarchitektur

W

ir sprachen mit Markus Sander, Geschäftsführer Marketing, Vertrieb und Controlling, Marcus Roth, Geschäftsleiter Vertrieb für die Märkte Deutschland und Österreich, und Karin Padinger, der neuen Leiterin Marketing und Innenarchitektur des Unternehmens, um mehr über die Ausrichtung für die Zukunft zu erfahren. Herr Sander, mit einem Plus von 4,9 Prozent auf ein Umsatzvolumen von 646 Millionen Euro und das trotz Corona-Pandemie kann man sich eigentlich nicht beschweren oder? Markus Sander: Wir sind mit unserer Umsatzentwicklung in 2020 sehr zufrieden. Die Branche an sich ist ja sehr gut durch das abgelaufene Geschäftsjahr gekommen, zumindest was die reinen Zahlen anbelangt. Emotional sehe ich das etwas anders. Unzulänglichkeiten wie z.B. schleppend anlaufende Impfprozesse, Versorgungsengpässe im Handel etc. wirken sich natürlich auf die Gesamtlage der Wirtschaft und damit auch auf die Branche aus. Deshalb möchte ich der positiven Entwicklung der Branche nicht zu euphorisch begegnen. Es wäre absolut wünschenswert, die Covid-Krise im Laufe dieses Jahres hinter sich lassen zu können. Wird Ihrer Meinung nach auch in 2021 der Inlandsmarkt Wachstumstreiber sein, oder glauben Sie, dass auch das Auslandsgeschäft zumindest in einigen Ländern immer in Abhängigkeit mit den jeweiligen konjunkturellen Rahmenbedingungen wieder Fahrt aufnehmen wird.? Markus Sander: Bislang scheint das konjunkturelle Umfeld in Deutschland noch äußerst robust zu sein. Offiziellen Angaben zu Folge heißt es, dass gerade einmal 15 Prozent des BIPs auf den Einzelhandel entfallen, während die verbleibenden 85 Prozent die Bereiche Dienstleistung und Industrieproduktion betreffen. Da Industrieproduktion und Dienstleistung jedoch nur gemeinsam mit einem florierenden Handel funktionieren können, ist diese Unterteilung falsch. Folglich sollte das Bewusstsein für die Bedeutung des Einzelhandels in Bezug auf eine funktionierende Gesamtwirtschaft deutlich stärker in den Vordergrund gerückt werden. Marcus Roth: Was das Jahr 2020 anbelangt, konnten alle mit der Umsatzentwicklung zufrieden sein. Und auch was das erste Quartal 2021 anbelangt, können wir durchaus von einer guten Entwicklung sprechen. Zurzeit lässt sich eine kleine Auftragsdelle spüren. Und auch wenn wir der heterogenen Entwicklung der verschiedenen Vertriebs-

kanäle gegenüberstehen, sehen wir dem weiteren Geschehen zuversichtlich entgegen. Bereits kurz nach der Öffnung des Lockdowns, können wir zuschauen, wie sich die Auftragseingangszahlen im Wochenbezug wieder ins Plus bewegen. Ich glaube, dass nahezu alle Küchenspezialisten ein gutes bis ordentliches Geschäft machen. Das ergibt sich aus den Gesprächen mit unseren Partnern im Küchenfachhandel sowie mit größeren Organisationen im Küchenspezial-FilialBereich. Wie sich die Situation weiterentwickelt mit Pandemie, Öffnungsstrategien, Click & Meet und vielen anderen den Einzelhandel unterstützenden Konzepten, lässt sich derzeit noch nicht absehen, da das Ende der Pandemie noch nicht erkennbar ist. Ein Blick über die Grenzen genügt, um festzustellen, dass hier noch ein steiniger Weg vor uns liegt: Frankreich und Italien sind aktuell bereits wieder im harten Lockdown. Das beste Rezept heißt für uns alle vorerst „Auf Sicht fahren“. Dabei dürfen wir es nicht versäumen, unsere Partner im Handel zu unterstützen. Denn auch deren Geschäftsbedingungen haben sich verändert: Nicht wenige besuchen ihre Kunden mit Laptop und Mustern zuhause. Gerade die Küchenspezialisten sind in diesem Bereich sehr aktiv. Unterstützung finden sie dabei durch uns und auch durch die Verbände, die hier einen sehr guten Job machen. Das gilt auch für das Thema der Digitalisierung, das, beschleunigt durch die Pandemie, Fax und Bleistift abzulösen scheint. Flexibilität wird auf allen Seiten großgeschrieben. Markus Sander: International ist das je nach Volkswirtschaft unterschiedlich. Sowohl in China als auch in den USA ist ein wahnsinniger Fortschritt in der Bewältigung der Krise zu erkennen. Häcker Küchen ist seit Jahren auch sehr gut in England unterwegs. Wie entwickelt sich dieser Markt zwischen Brexit und Covid? Markus Sander: Was Covid anbelangt, so sind die Auswirkungen der Pandemie in Gesamt-England als dramatisch zu bezeichnen, allerdings sind die Impfzahlen zehn Mal höher als bei uns, was dort wiederum als Erfolg des Austritts aus der europäischen Union dargestellt wird. Insgesamt gehen wir, was den englischen Markt betrifft, auch für das laufende Geschäftsjahr wieder von einem Wachstum aus. Wir haben alles unternommen, um England auch weiterhin gut bedienen zu können: Wir bearbeiten den Markt mit einem eigenen Team, wir faktorieren in Pfund, verfügen über eine eigene Logistik, übernehmen die Zollabwicklung für unsere englischen Partner usw. Insofern macht uns dieser Markt keine größeren Sorgen, außer dass wir höhere Kosten haben.

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Die Briten sind froh, eine Perspektive, bzw. einen Deal zu haben, auch wenn dieser nicht ganz ohne Kompromisse erfolgt. Auch einen Effekt „buy British“ können wir nicht erkennen, da viele britische Hersteller auch mit europäische Zulieferern arbeiten und insofern das gleiche Problem auf der Zoll- und Kostenseite haben wie wir. Auch die Chinesen gaben an, ihren Binnenmarkt stärker in den Fokus stellen zu wollen. Können Sie hier einen „Buy Chinese“Effekt erkennen? Markus Sander: Ich glaube, dass langlebige, hochwertige Investitionsgüter wie Küchen nach wie vor importiert werden. Begründet liegt das darin, dass die Chinesen die im eigenen Land hergestellten Produkte im gehobenen Preissegment nicht unbedingt favorisieren. Insofern sehe ich eine gute Chance für Häcker auch dort weiter zu wachsen. Erschwert wird das Ganze jedoch durch die sich ständig verändernden aktuellen Einreisebeschränkungen. Eine zweiwöchige Unterbringung bei Einreise und vor der Ausreise in einem Quarantäne-Hotel nimmt niemand gerne auf sich. Aber ich vermute, dass die Geschäfte im nächsten Jahr wieder normal verlaufen werden. Besucht man Häcker heute physisch, ist man schon beeindruckt von dem dargebotenen „Häcker-Valley“. Das Unternehmen hat mit vier Werken in Rödinghausen und dem fünften Werk in Venne eine immense Größe erreicht. Wie flexibel kann ein Unternehmen dieses Formats unter dem Einfluss dieser Pandemie überhaupt noch sein? Markus Sander: Wir benötigen pandemiebedingt eine noch nie dagewesene Flexibilität. Wenn sich durch einen harten Lockdown in einigen Ländern von heute auf morgen Aufträge verschieben, Produktions- und Lieferdaten angepasst werden müssen, dann ist Anpassungsfähigkeit erstes Gebot. Das gilt nicht nur für uns, sondern auch für unsere Lieferantenpartner aus allen Bereichen vom Holz bis zum Beschlag. Häcker Küchen ist ein Losgröße Eins-Fertiger und verfügt über keine Fertigwarenlager. Es muss super schnell gehen, dass wir die richtige Ware zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung haben. Wir haben eine sehr gute Mannschaft, die so flexibel ist wie nie. Wenn es die Situation verlangt, muss auch einmal samstags gearbeitet werden. Auch das Thema Homeoffice muss gemanagt werden. Der Teamgeist darf nicht darunter leiden. Dann die Logistik, allen voran unsere Fahrer. Wie oft gilt es, Tourenpläne zu verändern, da wir von heute auf morgen nicht anliefern dürfen. Gott sei Dank liegt die Logistik in unserer eigenen Hand. Mit einem fremden Logistikunternehmen wäre

HÄCKER KÜCHEN produziert in Rödinghausen und Venne in fünf Produktionsstätten.

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das, wenn überhaupt, nur sehr schwer umzusetzen. Die Herausforderungen sind schon gewaltig. Aber trotz unserer Größe sind wir bei allem, was wir tun, sehr nah bei unseren Mitarbeitern und natürlich bei unseren Kunden. Ich bin jetzt sechs Jahre für Häcker tätig und bin nach wie vor fasziniert, wie dieses Unternehmen über die Jahre hinweg aufgebaut wurde und wie es uns bis heute gelingt, völlig kundenorientiert in der Menge auszuliefern. Um das zu gewährleisten ist eine sehr enge Kooperation mit Vorlieferanten erforderlich? Markus Sander: Hinsichtlich unserer Vorlieferanten konzentrieren wir uns mittlerweile sehr stark auf europäische und wenn immer möglich natürlich auf regionale Anbieter. Ein Beispiel dafür stellt unsere Kooperation mit der Firma Egger dar. Perfect Sense bei Systemat erachten wir als ein fantastisches Material. Ähnlich verhält es sich mit unserer Kooperation mit der Würth-Gruppe und hier insbesondere mit Grass. Und Kooperationen dieser Art sichern uns, dem Handel und dessen Kunden auch die Verfügbarkeit der Ware auch in dem schwierigen pandemiegeprägtem Umfeld. Noch einmal zurück zu Systemat. Würden Sie uns verraten, wieviel Prozent Ihres Umsatzes auf Systemat entfällt? Markus Sander: Systemat macht etwa 40 Prozent oder knapp über eine Viertel-Milliarde Euro unseres Gesamt-Umsatzes aus. Marcus Roth: Ja, und die Aussage 40 Prozent Systemat und 60 Prozent Classic hält sich bereits über viele Jahre. Diese Quote belegt auch unseren Erfolg, den wir als Häcker gerade bei den Küchenspezialisten verbuchen können, die mit unseren beiden Produktlinien zwischen 75 und 80 Prozent ihres Gesamtumsatzes realisieren können. Ich bin seit März 1998 für Häcker tätig und konnte die Entwicklung des Unternehmens und vor allem auch von Systemat seit der Einführung im September 1998 miterleben. Und ich hatte und habe heute immer noch viel Spaß dabei. Markus Sander: Bei den 40 Prozent handelt es sich um einen sehr stabilen Wert auf einem extrem hohen Niveau. Seitdem wir wachsen, wächst Systemat immer gleichbleibend stabil mit. Durch Systmat 3.0 wird sich der Umsatzanteil dieser Produktlinie vielleicht sogar noch ein wenig erhöhen. Mit der Lancierung von Systemat 3.0 und Neuerungen wie Farben, Innenkorpus, Technik oder durch das neue Sichtseitenkonzept ist es uns auch gelungen, die Differenzierung zwischen Classic und Systemat noch deutlicher herauszuarbeiten. Unterstützt wird das Ganze durch ein durchdachtes Marketingkonzept, in dem


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wir die Spezifikationen der beiden Produktlinien nochmals deutlich hervorheben und kontinuierlich weiter ausbauen. Ist Systemat eine Produktlinie, die ausschließlich das PremiumSegment repräsentiert? Markus Sander: Nein. Der größte Umsatzanteil mit Systemat entfällt auf die Preisgruppen null bis vier. Systemat stellt nicht den Anspruch, eine hochpreisige Premium-Küche zu sein. Ich würde sie viel mehr als eine moderne und zeitgemäße Raster-Küche für unterschiedliche Zielgruppen bezeichnen. Marcus Roth: Wichtig ist, dass unsere Kunden bei Classic und Systemat Produkte in einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis vorfinden, was wir mit unserer Blockverrechnung in beiden Produktlinien unterstreichen.

Gilt das auch für die Vermarktung von Produkten aus dem Hause Häcker auf einer eigenen Online-Plattform? Marcus Roth: Selbstverständlich! Wir beobachten den Markt, erachten diese Entwicklung als spannend, sehen zur Zeit aber noch keinen Handlungsbedarf.

In den USA oder in China überzeugt die Blockverrechnung sicherlich weniger? Markus Sander: Lineare Märkte wie in Übersee würden ein solches Verrechnungssystem weder verstehen noch akzeptieren. Zudem arbeiten wir dort nicht unter White Label, sondern setzen produktlinienübergreifend grundsätzlich auf die Marke Häcker.

Herr Sander, sicherlich spielt auch die Effizienz des neuen Werks in Venne eine ausschlaggebende Rolle, um das durchaus beeindruckende Leistungsspektrum für Systemat und SystematArt, das Designkorpus, Sichtseitenkonzept, Lackkompetenz, Technik und Ergonomie beinhaltet wettbewerbsfähig anbieten zu können. Man spricht nicht umsonst über eine der modernsten Produktionsstätten für Küchen weltweit. Was macht die Besonderheit diese Werks aus? Markus Sander: Wir sind in Rödinghausen höchst professionell und prozesssicher in allen Produktions- und Fertigungsschritten. Auch hier ist der Automatisierungsgrad sicher ein wesentlicher Teil unseres Erfolges. In Venne konnten wir sozusagen von der grünen Wiese aus denken, d. h. wir konnten hier unser seit Jahrzehnten erworbenens Wissen und unsere Erfahrungen mit einem seit über 20 Jahren zusammenarbeitenden Planungsteam voll nutzen.

Verfügen Sie dort über eigenen Showrooms? Markus Sander: Nein, wir sind Hersteller und kein Händler. Deshalb arbeiten wir mit selbständigen Unternehmern zusammen, die sich für eine Partnerschaft mit Häcker entschieden haben. Wir haben einen sehr engen Kontakt zu unseren Partnern im Handel, den wir länderübergreifend aufrechterhalten wollen. Von einer solchen Partnerschaft profitieren Hersteller und Handel gleichermaßen. Zudem sollte man nie seine Wurzeln vergessen: Der Fachhandel hat zum Wachstum von Häcker Küchen beigetragen und tut das bis heute. Fair play im Umgang mit unseren Partnern hat daher für uns eine sehr hohe Priorität.

Häcker Küchen konnte im letzten Jahr sein 75-jähriges Jubiliäum feiern. An die Tischlerei von einst erinnert höchsten noch die alte Werkbank, oder auch das Küchenbüffet, denen im Häcker-Showroom in Rödinghausen ein würdiger Platz eingeräumt wurde. Heute wirkt das Unternehmen fertigungstechnisch eher wie die hochmoderen Produktionsplattformen, die man von der Automobilindustrie kennt. Markus Sander: Die Benchmarks, die wir uns hinsichtlich Werksplanung, Betriebsplanung, Automation oder Vernetzung usw. setzen, suchen wir tatsächlich außerhalb unserer Branche. Unser technischer

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Geschäftsführer, Dirk Krupka, ist in unterschiedlichste Industriezweige hinein sehr gut vernetzt und bringt entsprechend viele neue Ideen mit ein. Und zum Glück haben wir eine Inhaberfamilie, die selbst technikaffin ist und Spaß daran hat, Möglichkeiten auszuprobieren. Auf diese Weise wurden und werden bis heute sehr viele zukunftsweisende Entscheidungen getroffen. Ich habe selbst schon Produktionen geleitet und kann vor einer solchen Pionier-Arbeit nur den Hut ziehen. Dann brauche ich Sie nicht zu fragen, ob Sie jemals bereut haben, die Seiten gewechselt zu haben? Markus Sander: Nein, das brauchen Sie nicht, denn Häcker zählt sicher zu den Top-Entscheidungen meines Berufslebens. Zu den tragenden Säulen der Häcker Unternehmensphilosophie zählt auch das Angebot „All out of one hand“. Ihre Partner im Handel können auf ein preis- und zielgruppenübergreifendes Produktangebot an Möbeln und Zubehör zurückgreifen. Wird das auch für Ihre Gerätemarke Blaupunkt gelten oder wird dieses Angebot überwiegend auf die Produktlinie Classic zugeschnitten bleiben? Markus Sander:Wir haben mit der Lancierung unserer Marke Blaupunkt alles richtig gemacht. Zum einen handelt es sich dabei um eine Marke mit einem guten Image, die unterhalb der Topmarken positioniert ist. Grundsätzlich gilt, jeder unserer Partner im Handel kann produktlinienübergreifend die Elektrogeräte vermarkten, die er verkaufen möchte, bzw. der Endkunde favorisiert. Nicht umsonst arbeitet Häcker partnerschaftlich mit den Hausgeräteherstellern wie zum Beispiel BSH, Miele und AEG zusammen, so dass unsere Handelspartner auch hier auf ein attraktives Angebot zurückgreifen können. Unseren statistischen Auswertungen zu Folge kommt die Marke Blaupunkt bei Häcker Classic-Kunden häufiger zum Einsatz als dies bei SystematPlanungen der Fall ist. Dennoch sind wir auch mit dem Anteil der Blaupunkt-Geräte bei Systemat schon heute sehr zufrieden. Mit der Blaupunkt Dark-Steel-Serie in einem sehr edlen Design, dem passenden Dampfgarer, unserem neuen Weinkühler oder den Muldenlüftern, die wir im Herbst sehr erfolgreich lanciert haben, sprechen wir eindeutig auch Systemat Kunden an. Gilt das auch für die Vermarktung der Blaupunkt-Geräte in Auslandsmärkten? Markus Sander: Wir vermarkten Blaupunkt-Geräte mittlerweile in 13 Ländern, die sich sehr unterschiedlich mit der Marke auseinandersetzen. Erfolgreich gestaltet sich das Ganze in Österreich, Belgien, Luxemburg, der Schweiz und UK. In Frankreich sind wir gerade gestartet – sehen jedoch auch hier schon erste positive Erfolge. Marcus Roth: Unabhängig von Blaupunkt kann man, was Deutschland und Österreich anbelangt, sagen: Würden wir keine Gerätevermarktung anbieten, würden wir weniger Küchen verkaufen. Das liegt daran, dass wir Kunden bedienen, die über ihre Strukturen 50 bis 60 Prozent ihres Umsatzes mit Hausgeräten machen. Was die Marke Blaupunkt anbelangt, wollen wir damit keineswegs in den Wettbewerb mit den A-Marken-Herstellern treten. Vielmehr ist unser Angebot als Addition zu sehen, die sich für unsere Kunden auch durch die attraktive Preisgestaltung bezahlt macht. Mit Blaupunkt erhalten sie eine gute Marke, mit der sie sich von ihren Wettbewerbern differen-

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zieren können und deren Produkte sich auch problemlos mit anderen Gerätemarken kombiniert lassen, um vielleicht mit dem Budget der jeweiligen Kunden besser „jonglieren“ zu können. Dann bleibt also mehr Budget für Küche übrig? Marcus Roth: Das wäre nicht das Schlechteste, denn wer den Schwerpunkt auf Möbelteile legt, erzielt erfahrungsgemäß einen höheren Deckungsbeitrag, da sich mit diesen im Vergleich zu Geräten, Spüle und Steinarbeitsplatte etc. die größere Marge erzielen lässt. Frau Padinger, als Leiterin Marketing und Innenarchitektur von Häcker Küchen arbeiten Sie sicherlich sehr eng mit der Produktentwicklung zusammen. Welche neuen Designs, Material- und Oberflächentrends sind denn für Systemat & SystematArt angedacht? Karin Padinger: Die Möglichkeit, sehr eng mit der Produktentwicklung zusammenzuarbeiten, ist mir ein großes, persönliches Anliegen, da ich vom Markt und vom Produkt her denke. Da das Produkt Küche, eines meiner Lieblingsprodukte ist, hat diese Liebe zur Küche mich letztendlich zu Häcker geführt. Zudem war ich die letzten fünf Jahre auch für das Produkt- und Innovationsmanagement meines vorhergehenden Arbeitgebers verantwortlich.Ich schätze also sehr die Ergänzung der unterschiedlichen Fachbereiche. Das Produktmanagement ist ja immer die Schnittstelle zur Fertigung und zur Vermarktung, während das Marketing das Ganze umfasst, so dass ich mich auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen aus diesen Bereichen freue. Das heißt, Ihre neue Aufgabe bei Häcker macht Ihnen Spaß? Karin Padinger: Ja. Nach den ersten sieben Wochen kann ich nur sagen: Ich habe alles richtig gemacht und ich freue mich zur HäckerFamilie zu gehören. Welche Einrichtungstrends dürfen wir denn für Herbst dieses Jahres erwarten? Karin Padinger: Hinter Designs und Trends verbergen sich grundsätzlich Bedürfnisse und Sehnsüchte von Menschen. Die Erfüllung dieser sollte auf Wohnumfeld projeziert werden. Corona hat uns deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, sich zu Hause wohlzufühlen. Die Wohnung oder das Haus sind von heute auf morgen zur Schule, zum Kindergarten oder zum Homeoffice geworden. Für uns als Hersteller gilt es hier schnell zu reagieren, wie wir das z.B. auch in puncto Homeoffice getan haben. Hier haben wir bereits entsprechende adaptierbare, multifunktionale Einrichtungslösungen entwickelt und bieten diese an. Multifunktionalität wird unseres Erachtens auch Thema bleiben. Gerade in Großstädten, wo der Wohnraum immer kleiner wird, brauchen wir intelligente Einrichtungslösungen die natürlich auch in Design und Formensprache überzeugen müssen. Geprägt wird das Design natürlich auch durch Farbe und Oberflächenstrukturen. Karin Padinger: Aber ja! Gefragt sind derzeit vor allem Naturtöne, wie sich auf Plattformen wie Instagram, Pinterest usw. unschwer erkennen lässt. Geclustert wird meist in Stilarten wie Nordic bzw. Scandinavian Style, Britisch oder Oriental Style. Auch Retro ist angesagt. Aber natürlich ist auch das Thema Stil-Mix sehr gefragt. Die Einrichtungs-


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wünsche der Verbraucher zeigen sich absolut heterogen. Für ein Unternehmen wie Häcker bedeutet das, sich auf diese Vielfalt einzustellen und über die Produktlinien Classic und Systemat hinweg ein stil- und auch budgetübergreifendes Sortiment anzubieten. Durch unser facettenreiches Farb- und Materialangebot sowie durch Details, die in ihrer Formensprache miteinander korrespondieren, lassen sich ebenso durchgängige, monochrome Einrichtungsstile realisieren, wie gelebte Stilbrüche nach dem Prinzip Mix & Match. Ich denke dabei u.a. auch an die im letzten Jahr forcierten RAL-Töne, mit denen man ganz nach Geschmack Akzente setzen oder Ton-in-Ton ein einheitliches Umfeld schaffen kann. Hier lässt sich sogar die in RAL lackierte Zimmertür einbinden. Grundsätzlich steht Häcker für langlebige Küchen zeitloser Modernität ganz nach dem Motto „modern aber nicht modisch“. Markus Sander: Auch unser Typenspektrum ist auf die unterschiedlichsten Belange der Konsumenten abgestimmt. Mit unseren Typenschränken und Regalsystemen bleiben keine Wünsche offen. Selbst für küchennahe und funktionale Bereiche über das Homeoffice hinaus, wie Hauswirtschaftsraum oder Bad bieten wir facettenreiche Lösungen an. Und selbstverständlich werden wir unsere Schranktypen immer wieder an aktuelle Gegebenheiten anpassen.

Produkt? Und kann man es so produzieren, dass es zum Unternehmen passt? Ist dieses Dreieck nicht geschlossen, sollte man den Schritt nicht gehen.

Und wie sieht es mit der Ausweitung Ihres Typenspektrums in andere Wohnzonen aus? Markus Sander: Obwohl wir rein technisch in der Lage sind, Möbel für unterschiedlichste Wohnumfelder zu fertigen, sehe ich uns weniger als Hersteller für Wohn- und Schlafzimmermöbel und damit verbundenen eigenen Produktlinien. Unserer Meinung nach möchte sich der Konsument hier differenziert einrichten und möchte jedem Raum eine eigene Bedeutung geben. Zum anderen gehen nur wenige Verbraucher zum Küchenspezialisten, um sich komplett einzurichten. Grundsätzlich gilt, will man sein Sortiment in eine neue Richtung ausweiten, sollte man eruieren: Hat man den Markt? Hat man das richtige

Werden Sie in diesem Jahr noch an weiteren Messen teilnehmen? Markus Sander: Optimistisch glaube ich bereits heute an eine erfolgreiche Küchenwohntrends und Möbel Austria im Oktober.

Herr Sander, Herr Roth: Davon dürfen wir uns wohl alle auf Ihrer Hausmesse im September dieses Jahres überzeugen. Steht Ihr Sicherheitskonzept bereits? Markus Sander: Natürlich! Wir setzen auf das von uns im vergangenen Jahr bereits erfolgreich erprobte Konzept auf und kombinieren das mit entsprechenden Tests und den tagesaktuellen Anforderungen. Wir sind heute bereits mit Schnelltests unterwegs. Nur wer sich einem solchen Test unterzieht, darf das Unternehmen betreten. Das gilt gleichermaßen für alle: für uns, unsere Mitarbeiter und unsere Besucher. Bis zu unserer Hausmesse im Herbst dieses Jahres ist davon auszugehen, dass ein Teil unserer nationalen und internationalen Besucher bereits geimpft ist, andere werden das Ergebnis eines Tests mitbringen und wir denken, den kleinsten Teil werden die Besucher abbilden, die sich bei uns einem Schnelltest unterziehen. Da wir die Besucherströme wie bereits im letzten Jahr durch eine Terminierung entsprechend lenken, sehen wir der Situation entspannt entgegen.

Und wie verhält es sich mit der Eurocucina? Markus Sander: Sollte die Messe wirklich im September dieses Jahre stattfinden, werden wir nicht dabei sein. Wir finden, April 2022 wäre ein idealer Termin für die nächste Eurocucina! Frau Padinger, Herr Sander, Herr Roth, ich bedanke mich für www.haecker-kuechen.de dieses informative Gespräch.

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KIRK MANGELS

PROF. RAINER KIRCHDÖRFER

MHK verzeichnet erfolgreichstes Jahr der Firmengeschichte Optimal aufgestellt in die Zukunft

Die MHK Group hat sich mit ihren 3472 Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Fachhandel und Handwerk rund um das Thema Haus und Wohnen mit Bravour den pandemiebedingten Herausforderungen gestellt. Die Unternehmensgruppe, die sich dem Mittelstand verschrieben hat, erwirtschaftete im Jahr 2020, dem 40. Jahr ihres Bestehens, einen Umsatz von 7,657 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 15,3 Prozent entspricht. Das ist die Bilanz der digital durchgeführten MHK Pressekonferenz vom 21. April dieses Jahres.

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WERNER HEILOS

E

ingeleitet wurde die Pressekonferenz erstmals von Professor Rainer Kirchdörfer, seit 14 Jahren Aufsichtsratsvorsitzendet der Gruppe. Er übernahm hierbei die Funktion des im August letzten Jahres verstorbenen Unternehmensgründers Hans Strothoff. „Als Aufsichtsratsvorsitzender und Testamentsvollstrecker liegt die Umsetzung der Ideen und Wünsche unseres verstorbenen Gründers nun auch in meiner Verantwortung. Dazu zählt u.a. die Gründung einer Stiftung, die sämtliche Beteiligungen von Hans Strothoff als neue Eigentümerin aufnimmt und die in wenigen Wochen erfolgen wird.“ Operativ habe der von Hans Strothoff ausgewählte sechsköpfige Vorstand, der sich eng mit dem Aufsichtsrat abstimmt, die Führung der Unternehmensgruppe unmittelbar nach dem Tod des Gründers übernommen. Bei der Wahl des Vorstandsvorsitzenden habe der Aufsichtsrat auf Kontinuität gesetzt und Werner Heilos „den Hut als Primus inter pares“ aufgesetzt. „Hans Strothoff war Selfmademan, Visionär und Macher. Zudem war er ein loyaler Partner und Freund. Er dachte und plante stets mit Weitblick, Eigenschaften, die sich auch nach seinem Tod für die Gruppe und ihre Mitglieder bezahlt gemacht haben.“ Was die aktuellen Zahlen belegen. WACHSTUM AUF GANZER LINIE Besonders erfreulich sei es, betonte Professor Rainer Kirchdörfer, dass die MHK Group im Krisenjahr 2020 ihre Marktführerschaft trotz der unglaublich herausfordernden Situation weiter ausbauen konnte, wie Werner Heilos eindrucksvoll belegte: „Das Jahr 2020 war das bisher erfolgreichste Jahr in der MHK-Firmengeschichte. Wir konnten unsere Umsätze im Inland um 18,3 Prozent auf 5,132 Mrd. Euro steigern.“ Auch die Entwicklung im Ausland – Belgien, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Spanien – sei trotz teils starker Belastung durch die Covid-Situation mit 9,6 Prozent auf 2,525 Mrd. Euro sehr erfolgreich. Damit erreichte die MHK Group

DR. OLAF HOPPELSHÄUSER

im Jahr 2020 ein Umsatzwachstum von 15,3 Prozent auf 7,657 Mrd. Euro. „Ein Ergebnis über dem Marktniveau“, so Werner Heilos, „das wir in hohem Maße der Leistungsfähigkeit unserer Gesellschafter aus dem Küchenfachhandel und dem Fachhandel im In- und Ausland zu verdanken haben.“ Der Erfolg von MHK zeige sich auch in der Tatsache, dass die Unternehmensgruppe wie kein anderer Verband wachse. Im letzten Jahr seien 208 Gesellschafter, davon 45 im Bereich Küche, hinzugekommen, so dass jetzt 3472 Gesellschafter dazugehören. Dabei entfielen auf das Inland 165 Betriebe mehr auf jetzt 2402. Die Mitgliederzahl im Ausland wuchs um 43 Unternehmen auf 1070 Gesellschafter. Sehr positiv habe sich auch der Wert der verkauften Küchen entwickelt. Davon könne man ableiten, dass der Anspruch der Konsumenten an geplante individuelle Einrichtungen weiter steige. Reddy verbuchte eine Erhöhung seines Durchschnittspreises um 4,16 Prozent auf 8.454 Euro. Alle anderen unter dem Dach der MHK Group angesiedelten Küchenverbände konnten den Durchschnittswert der verkauften Küchen um 3,23 Prozent auf 14.588 Euro steigern. Besonders erfreulich habe sich auch die Gesamtausschüttung an die Gesellschafter gezeigt: 150,7 Millionen und damit 14,8 Prozent mehr als im Vorjahr sei ein weiterer nie dagewesener Wert, den sich die Mitglieder durch Leistung und weitere Konzentration erarbeitet haben. Bereits im Oktober 2020 und März 2021 waren von Seiten der MHK Group Teilauszahlungen geleistet worden, „um insbesondere unsere vom Lockdown betroffenen Gesellschafter zu unterstützen und ihre Liquidität zu erhöhen.“ UNTERSTÜTZUNG DER HANDELSPARTNER WÄHREND DER KRISE „Wir freuen uns, dass trotz der schwierigen Situation keiner unserer Handelspartner aufgeben musste“, zeigte sich Werner Heilos zufrieden. Gründe dafür sieht er zum einen in deren Unternehmergeist. So hätten die MHK-Partner viel Engagement und Mut gezeigt, eigene

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kreative Lösungen entwickelt und die Zeit auch für Investitionen genutzt. Zum anderen hat die MHK Group ihre Partner von Anfang an schnell und flexibel mit den unterschiedlichsten Maßnahmen unterstützt: angefangen mit der Beantwortung wichtiger rechtlicher Fragen und der Unterstützung bei der Beantragung der Hilfsgelder über die kurzfristige Bereitstellung von Tools, die den Onlineverkauf und die Kundenansprache in den sozialen Medien ermöglichen, bis hin zum Engagement der MHK-Vorstände, die sich nach wie vor in den unterschiedlichen Branchengremien für eine schnelle Aufhebung bzw. Lockerung des Lockdowns einsetzen. Dr. Olaf Hoppelshäuser würdigte die positive Entwicklung der MHK Group, die deutlich über den Branchendurchschnitt hinausging. Dazu beigetragen habe auch die stabile Bautätigkeit, die sich im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen werde. Die KfW erwarte den Neubau von mehr als 300.000 Wohnungen, was sich auf die Entwicklung aller MHK-Betätigungsfelder auswirke. INTERDOMUS WÄCHST UNGEBROCHEN Auch die MHK Group-Tochter interdomus Haustechnik, die die Interessen der Sanitär-, Heizungs- und Klima-Fachbetriebe bündelt, sei in 2020 mit einem Umsatzwachstum von 30 Prozent über den Branchendurchschnitt hinaus gewachsen. „Wir konnten unsere Position als mitgliedsstärkstes SHK-Badunternehmen um 125 Mitglieder auf 1242 Mitgliedsunternehmen und 14.000 Geschäften weiter ausbauen.“ Das SHK Konjunktur-Barometer prognostiziere bereits heute auch für dieses Jahr eine anhaltend positive Entwicklung. Die vor Jahren aufbereitete breite Aufstellung der MHK Group sichere das Wachstum. Auch im Bereich Wohnbau konnte sich die MHK Group mit ihrer vor fünf Jahren gegründeten Tochter, dem Deutschen Wohnbau Verbund, hervorragend entwickeln. Fast 100 Unternehmen profitieren inzwischen von den maßgeschneiderten Leistungen und Angeboten, mit denen der Deutsche Wohnbau Verbund in dieser Branche führend ist. Jüngster Verband der Gruppe ist TOP Malermeister Deutschland. Mit einem Mitgliederzuwachs von rund 41 Prozent im zweiten Geschäftsjahr sind die Verantwortlichen des ersten Verbandes für das Maler- und Stuckateurhandwerk überaus zufrieden. „Die Branche birgt großes Potenzial“, erläuterte Dr. Olaf Hoppelshäuser, „denn anders als beispielsweise in der Küchenbranche gibt es hier bisher keine Einkaufskooperationen.“ Mit ihrem Angebot stoße die MHK-Tochter auf großen Zuspruch. Bereits im März zählte sie 100 Mitglieder. Tendenz: stark wachsend. ALL OUT OF ONE HAND Wichtigster Erfolgsfaktor ist und bleibt die Unterstützung der MHKGesellschafter in allen Geschäftsbereichen – ob Küchenplanung, Online- oder PoS-Präsenz, Unternehmensberatung und Geschäftsplanung oder notwendige Investitionen. Ermöglicht wird diese durch 16 Dienstleistungsgesellschaften, darunter Carat, Europas Marktführer für innovative Küchenplanungssoftware, die Cronbank als Bank vom Fach und Bank der Kooperationen, das Internationale Rating Centrum oder die Agenturen info-text und macrocom. „Im Mittelpunkt steht hier weiterhin die nachhaltige Unterstützung unserer Partner bei der Digitalisierung“, führte Kirk Mangels aus, der als MHK-Vorstand neben der Kommunikation der Gruppe auch für die Digitalisierungsstrategie verantwortlich zeichnet. „Ohne schon zu viel verraten zu wollen, werden wir auf unserer Hauptversammlung im

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Herbst weitere wichtige Impulse setzen, die alle Bereiche einschließen – von der Kommissionierung bis hin zur Lieferung und Montage.“ Zur Profilierung des Fachhandels tragen darüber hinaus die fünf erfolgreichen Eigenmarkenkonzepte bei, die vom Einstiegssegment bis hin zum oberen Mittelfeld alle Küchensegmente abdecken. Doch auch die mediale Begleitung mit den Kampagnen #machwasdraus und #wirsindküche hätte ihren Beitrag geleistet, um den Erfolg zu sichern. „Im ersten Teil der Kampagne haben wir unsere Partner mobilisiert, die Zeit des Lockdowns für Veränderung zu nutzen. Das hat hervorragend geklappt“, resümierte Kirk Mangels, „und unsere Aktionen sowie Schulungen wurden sehr gut nachgefragt. Mit der zweiten Aktion #wirsindküche wollen wir die Nachfrage weiterhin hochhalten und dabei unsere Partner – die Spezialisten – in den Mittelpunkt stellen.“ Ebenso ein Teil des MHK-Dienstleistungsangebot ist die MHK-Logistik GmbH. Die GmbH unterstützt die Mitglieder der Verbundgruppe bei der Montage von Einbauküchen und den damit verbundenen Logistikprozessen. Gegründet wurde die MHK-Tochter in 2019: „Zu diesem Zeitpunkt haben wir rund 5.000 Küchen montiert. Mittlerweile montieren wir Deutschlandweit zwischen 12.000 und 13.000 Küchen“, beschrieb Dr. Olaf Hoppelshäuser die erfolgreiche Entwicklung des Dienstleistungsbereichs. Dabei verfolge man einen sehr hohen Qualitätsanspruch, der von 65 Montageteams getragen werde. In Mönchengladbach wurde bereits der erste Satellit etabliert. Dabei organisiere das Mutterhaus in Dietzenbach alle Prozesse. Im dritten Quartal dieses Jahres werde man bereits den erste Schritt über die Deutschen Grenzen hinaus nach Holland gehen. WIR FAHREN WEITERHIN AUF SICHT „Wir können heute sagen, dass wir die Konsequenzen der Pandemie bislang gut eingeschätzt haben. Der Homing-Effekt ist eingetreten.“ Allerdings könne man heute noch nicht absehen, inwieweit Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, wie mögliche Insolvenzen, die einfach „politisch geparkt wurden“, Einfluss auf die Branche haben werden. Aus diesem Grund fahre man weiter auf Sicht. Allerdings sei der Jahresstart 2021 für die MHK Group außerordentlich positiv. „Zu dem schon sehr guten ersten Quartal 2020 konnten wir sehr gut zweistellig wachsen“, zeigte sich Werner Heilos stolz. „Wissend, dass wir es hier noch mit dem Überlauf einer „Bugwelle“, bzw. überhängenden Auftragsbeständen aus dem Jahr 2020 zu tun haben“, gab er zu bedenken. „Wir können schlecht abgreifen, wie stark der Verkauf im Handel in den ersten Monaten dieses Jahres tatsächlich gewesen ist. Zudem sehen wir mit großem Respekt auf das zweite Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres, das einem sensationellen Umsatzverlauf des Vorjahres gegenübersteht.“ Man sei jedoch völlig davon überzeugt, dass die Einrichtungsbranche und hier insbesondere die hochwertige Küche, weiterhin ganz oben auf dem Wunschzettel stehen wird. Heute sehe man mehr denn je, dass sich die Strategie von Hans Strothoff auszahle, bereits 1984 Angebote für die Gesellschafter zu entwickeln. Diese seien und würden immer wichtiger. Die MHK Group sei gut aufgestellt: „Wir gehen gemeinsam zuversichtlich und positiv durch die Krise.“ „In Krisen bestätigt sich der wahre Charakter eines Unternehmens“, unterstrich Professor Rainer Kirchdörfer, die Aussagen seiner Vorredwww.mhk.de ner abschließend.


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