Ausgabe 1/2023 · 11. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de
Das Magazin für professionelles Einrichten
Architektur im Wandel · Zwischen Einfamilienhaus, urbanen Klein-Appartements und Cluster-Wohnen Nolte Küchen · Ein Familienunternehmen avanciert zum bekanntesten Küchenmöbelhersteller Deutschlands Innovative Beschlagtechnik für individuelle R aumlösungen · Multifunktionalität für offenes Wohnen
Die Verbundgruppe führender Küchenspezialisten in Europa
Wir haben es geschafft! Mit dem Erfolgsprogramm für Nachfolger und Existenzgründer
Erfahren Sie mehr:
Mit der starken Marke von DER KREIS:
DER KREIS Einkaufsgesellschaft für Küche & Wohnen mbH & Co. KG · Mollenbachstraße 2 · 71229 Leonberg · www.derkreis.de
Editorial
Umsatzaktivierungsmaßnahmen?
W
er diesen Begriff zum ersten Mal hört, denkt sofort an die nächste Wahl des „Unwortes des Jahres“. Umsatzaktivierungsmaßnahmen bedeutet letztendlich nichts anderes als Rabatte. Sinnvoll sind Rabatte eigentlich nur dann, wenn sie diejenigen Kunden zum Kauf oder Mehrkauf bewegen, die unter anderen Umständen keinen Kauf getätigt hätten und das dürfte in dem herrschenden schwierigen konjunkturellen Umfeld, und hier ganz speziell bei langlebigen Investitionsgütern, kaum möglich sein. Also dienen die Maßnahmen rein dazu, den Fachhandel dazu zu motivieren, Produkte der Handelsmarke „X“ prioritär zu vermarkten, um diejenigen, die sich ohnehin zum Kauf einer Küche entschlossen haben, leichter zum Kauf bewegen zu können. Eine reine Verdrängungsmaßnahme also, die derzeit überwiegend im Preiseinstieg bis hin zum mittleren Preissegment angewandt wird, in den Bereichen also, in denen die Kaufzurückhaltung der Konsumenten am drastischsten zu spüren ist. Die Stückzahl der verkauften Küchen lässt sich so wohl kaum erhöhen, denn wie sagen wir Pfälzer „äm nackte Mann kann mer net in die Dasch greife“. Das Geld ist für viele Verbraucher knapp geworden. Kleine und große Ausgaben werden wesentlich überlegter getätigt. Rabatte sind hier die einfallsloseste „Verkaufsförderungsmaßnahme“ schlechthin. Letztendlich schmälert sie nur die Marge, und das sowohl des Herstellers als auch des Küchenspezialisten. Auf der Strecke bleibt jedoch auch die Glaubwürdigkeit und damit das Vertrauen in den Wert des Produkts. Wer sich’s leisten kann … Die Konsumenten, die sich derzeit neu einrichten, orientieren sich weit mehr an Faktoren wie Qualität, Funktionalität, Komfort, Energieeffizienz etc. Diese Punkte stehen im Fokus, nicht ein Nachlass. Es sind bleibende Werte, die Kaufentscheidungen von Menschen, die in ihr Zuhause investieren, nachhaltig begünstigen. Überzeugende Werte, die es zu vermitteln gilt. Oder, wie versierte Küchenspezialisten uns gegenüber betonen: In einem schwierigen konjunk-
turellen Umfeld gilt es zu verkaufen und das heißt, mit Argumenten zu überzeugen. Hier hat das Produkt selbst beim Verbraucher die höchste Priorität, der Preis spielt eine eher untergeordnete Rolle. In diesem Segment sind Rabatte eindeutig mit einer verlorenen Marge gleichzusetzen. Die durch die Pandemie begünstigte Nachfrage hat sich auf ein Normalmaß zurückentwickelt, was durchaus absehbar war. Die hohe Inflationsrate führt ebenso zu einer Kaufzurückhaltung im konsumigen Bereich. Zudem steht die Einrichtungsbranche nach Corona wieder verstärkt im Wettbewerb mit anderen Branchen. Und dennoch bleibt die Ausstattung der eigenen vier Wände in der Gunst der Konsumenten ganz weit oben. Die Anforderung an die eigene Einrichtung wird jedoch wesentlich individueller. Main-
Yvonne Davy Chefredakteurin
Die Konsumenten, die sich derzeit neu einrichten, orientieren sich weit mehr an Faktoren wie Qualität, Funktionalität, Komfort, Energieeffizienz etc. Diese Punkte stehen im Fokus, nicht ein Nachlass. Es sind bleibende Werte, die Kaufentscheidungen von Menschen, die in ihr Zuhause investieren, nachhaltig begünstigen. stream war gestern, Personality ist heute. Empathie gegenüber den Menschen sowie Gefühl für Raum, Farbe und Materialität sowie technisches Knowhow schlagen Rabatte in der Gunst der Verbraucher um Längen.
küche + architektur | 1
Foto: Solitaire – eine Marke der BSH Hausgeräte GmbH
Stilvoll und zugleich diskret! Mit The Waterbase geht Solitaire einen bedeutenden Schritt in Richtung offene Wohnraumplanungen: Das stufenlos absenkbare Infinity Cover lässt das Spülbecken auf Wunsch nahezu unsichtbar werden und sorgt für eine geschlossene Oberfläche und einheitliche Ästhetik, ohne dabei die Funktionalität zu beeinträchtigen. Schön und funktional: Eine Wasserentnahme ist auch bei abgedecktem Spülbecken möglich. Überschüssiges Wasser fließt wie von Geisterhand gesteuert über eine schmale Fuge ab. Mit Hydronic Select stellt die Waterbase je nach Variante bis zu sechs verschiedene Wasserangebote bereit. solitaire-home.com
1 Umsatzaktivierungsmaßnahmen? 20 Nolte Küchen – Editorial
4 Architektur im Wandel Zwischen Einfamilienhaus, urbanen Klein-Appartements und Cluster-Wohnen
8 Der Kubus als maßgeschneiderte Raumlösung Multifunktionalität innenarchitektonisch umgesetzt
10 „Wir verkaufen keine Küchen, sondern Möbel … Interview Pronorm
15 Mit AutoDoor beweist Liebherr:
Familienunternehmen avanciert zum bekanntesten Küchenmöbelhersteller Deutschlands
25 Mit Farbe wird die Küche zum Erlebnis Ausgewählte Farben und Lacke von next125
27 Neues Leben in alten Mauern Pierattelli Architetture verbindet in Florenz Geschichte und Gegenwart
29 Design International Six – Minimalismus für jeden Raum Artemide – Gutes Licht für zuhause
Komfort braucht freie Hand
16 Zeitlose Eleganz Edel-matte Unidekore mit EasyTouch
18 „Jede neue Situation verlangt eine neue Architektur.“(Jean Nouvel) Im Gespräch mit Thomas Sixt Finckh, Architekt BDA
2 | küche + architektur
Nachhaltig markant
31 Good Design Award für „Monolith” Falmec überzeugt durch wegweisendes Design und innovative Technik
32 Zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk V-Zug – Verbindung von planerischer Freiheit und kundenorientierter Solidarität
Impressum Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 · Fax 0711/5206-300 www.fachschriften-verlag.de VERLAGSLEITUNG: Tilmann Münch Christian Schikora Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms
Inhalt 1/2023
Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de Social Media und Anzeigenverkauf: Angela Weber Tel. 06241/979708-12 weber@fachschriften.de Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: ColorDruck Solutions Gutenbergstraße 4 · 69181 Leimen
36 The Waterbase Innovativer Spitzenreiter
48 Multifunktionalität ist gleich Individualität auf kleinstem Raum Hettich
38 Sparen mit der richtigen Lüftungstechnik … … und für ein gesundes Raumklima
40 Per Klick zur Traumkombi Mit dem Blanco Unit Konfigurator zum perfekt abgestimmten Wasserplatz in der Küche
42 Faszinierend funktional
50 Räume flexibel gestalten Schüco Interior Systems
52 Development for future Hettich – Umsatz auf 1,5 Milliarden Euro ausgebaut
54 30 Jahre Eggerzum 30 Jahre Erfolg
Zubehör für die Küche von Naber
44 Innovative Beschlagtechnik
58 Pfleiderer – Designtrends 2023 „Alles bleibt anders“ …
… für individuelle Raumlösungen
45 Function first
61 Natürliches Wohlfühlambiente … … mit Naturholzböden und Möbeln
Blum
46 Gefordert: Intelligente Symbiose aus Architektur, Innenarchitektur und Möbel Grass
62 Symbiose aus Tradition und Moderne Rauvisio noir
64 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten
Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 11, gültig seit 1. 1. 2023 Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) Preis Jahresabo: (6 Ausgaben inklusive ePaper) Inland: 53,00 Euro; Ausland: 62,00 Euro (Preise inkl. Versand und MwSt.) Abonnement-Service: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de Bankkonten: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, HausbauHelden, Schwimmbad+Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer küche + architektur | 3
Architektur + Trend
Architektur im Wandel Zwischen Einfamilienhaus, urbanen Klein-Appartements und Cluster-Wohnen
4 | küche + architektur
Fotos: Architekturbüro Baisch+Fritz
Architektur + Trend
Zu 99 Prozent zeichnen sich die von Baisch+Fritz geplanten Grundrisse im Privathausbau schon seit vielen Jahren durch fließende Übergänge zwischen Küche, Essen und Wohnen aus.
„W
as uns alle vereint, ist die Leidenschaft für hochwertige Energetisches Bauen sollte wirtschaftlich sein Gestaltung und die optimale architektonische Lösung“, „Was das energetische Bauen anbelangt, setzen wir natürlich alles lautet das Credo des renommierten Architekturbüros um, was unsere Bauherren fordern: vom Passivhaus über die Effizienz Baisch+Fritz, Tübingen. Mit seinen 15 Mitarbeitern, von Architek- haus 40-Variante bis hin zu dem von mir persönlich präferierten Effiten über Bauzeichner bis zum Praktikanten, bringt zienzhaus 55. Im Büro sind wir, was die Zukunft des das Team Themen wie Ökologie und nachhaltiges energetischen Bauens anbelangt, unterschiedlicher Bauen aktiv mit in ihre Projekte ein, seien es GeMeinung. Ich für meinen Teil bin aufgrund meiner schossbau, Einfamilienhäuser, Sanierungen oder Erfahrungen und der derzeitigen konjunkturellen öffentliche Projekte. Unter der Ägide des Tübinger Lage davon überzeugt, dass das Effizienzhaus 55 Architekten entstehen moderne Bauten, die sich die wirtschaftlich am ehesten realisierbare Variante harmonisch in ihr urbanes oder ländliches Ambiendarstellt. Alles andere ist meines Erachtens zusätzlite einfügen, ob in Tübingen, Heilbronn, Böblingen, cher Komfort und auch Idealismus. Ich selbst wohKirchheim bis zum Bodensee. ne gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin in der Trotz Energie-Krise und gestiegenen Baupreisen Dachwohnung eines zentral gelegenen Geschosshat das Architekturbüro nach wie vor gut zu tun, wohnungsbaus der Effizienzklasse 55. Als ich vor wie uns Hartmut Fritz, Freier Architekt BDA und kurzem in Urlaub fuhr, stellte ich bewusst die HeiGeschäftsführer des Unternehmens, während eines zung ab, und überprüfte täglich die TemperaturentIm Gespräch mit Interviews erläutert: wicklung, die in unserer Wohnung in dieser Zeit Hartmut Fritz, „Der private Hausbau zeigte sich bereits vor Coroüber den Jahreswechsel, zwischen 19 und 21° C lag. na als rückläufig, ebenso der Wohnungsbau durch Das ist durchaus akzeptabel. Ich bin der Meinung, Architekt BDA und Baugemeinschaften. Bei Baugemeinschaften liegt dass sich die Heizkosten in einem Effizienzhaus 55 Geschäftsführer des das begründet in der unsicheren konjunkturellen so gering halten lassen, dass man auf die für die UmArchitekturbüros Lage, unterstützt durch die Empfehlungen der Bansetzung eines Effizienzhauses 40 kostenaufwändige ken, sich lieber an einen Bauträger zu wenden. Für Lüftungsanlage, die mit mindestens 10.000 Euro pro Baisch+Fritz, Tübingen unser Architekturbüro bedeutet diese Entwicklung Wohnung zu Buche schlägt, verzichten kann. Auch nur eine Verschiebung von Baugemeinschaften zu der Materialaufwand für zusätzliche Dämmung etc. Bauträgern. Mit dem Auftragsvolumen sind wir nach wie vor zufrie- erhöht sich ja dann entsprechend und damit auch die für die Herstelden“, erläutert der sympathische Schwabe und ergänzt: lung benötigte Primärenergie. Ein Aufwand der sich meines Erachtens „Was die Materialkostenentwicklung anbelangt haben wir unsere Auf- weder wirtschaftlich noch ökologisch lohnt. traggeber darüber informiert, mit Kostensteigerungen zwischen 15 Wirklich interessant wird es, wenn man an ein Passivhaus ohne Heiund 17 Prozent im Jahr rechnen zu müssen. Die mit uns kooperieren- zung denkt. Aber so lange die Bauherren von einem Passivhaus den den Auftraggeber zeigen sich hier bis dato gelassen, davon ausgehend, Nutzerkomfort einer Fußbodenheizung erwarten, was Einsparungen dass sich die konjunkturelle Lage in zwei bis drei Jahren wieder ent- in der Technik unmöglich macht, halte ich diese Bauweise nicht für spannt hat und sie die Wohnungen, die jetzt gebaut werden, entspre- wirtschaftlich. In meinen Augen ist dann ein Effizienzhaus 55 mit eichend vermarkten können.“ ner entsprechenden PV-Anlage effizienter.“ küche + architektur | 5
Sanieren mit Blick auf die Energie-Bilanz Viele Immobilienbesitzer denken zur Zeit über die Möglichkeit einer energetischen Sanierung nach. Allerdings werden sie, was die Varianten anbelangt, mit Informationen überflutet und dadurch häufig verunsichert. Hartmut Fritz kann das nur allzu gut verstehen: „Bei einer Sanierung ist die Kostenunsicherheit im Vergleich zu einem Neubau extrem hoch. Eine Kernsanierung – d. h. Fußboden, Fenster, Dämmung – gestaltet sich in der Regel annähernd ebenso kostenintensiv wie ein Neubau. Allerdings ist hier die so genannte „graue Energie“* zu berücksichtigen. Mit Blick auf die Energiebilanz ist oftmals die Sanierung die bessere Lösung. Zur Erstellung eines bezugsfähigen Neubaus wird deutlich mehr graue Energie benötigt als bei einer Sanierung.“ Bauwerkstoff heute und morgen: Evolution statt Revolution „Ich rechne mit keiner großen Revolution“, betont der versierte Marktkenner und erläutert: „Das Thema Holz ist und bleibt hochinteressant. Obgleich sich die Frage stellt, ob die Holzverwendung im großen Stil wirklich nachhaltig ist. Meines Erachtens sollte man das Thema Beton weiterhin nicht vernachlässigen. Bereits heute beinhaltet nahezu jeder Beton Recyclinganteile. Derzeit ist die Verfügbarkeit noch nicht vollumfänglich gewährleistet“, gibt Hartmut Fritz zu bedenken, zeigt sich aber dennoch zuversichtlich: „Aber ich bin davon überzeugt, dass der Anteil an genutztem Recycling-Beton wachsen wird. Die BetonIndustrie hat das
6|k küche + a + architektur
Ziel, in absehbarer Zeit CO2-neutralen Beton herzustellen. Dadurch wird der Werkstoff wieder an Bedeutung gewinnen. Gerade im Geschossbau kann Holz dem Beton seine Rolle nicht streitig machen. Ebenfalls interessant ist der Holz-Beton Hybridbau. Durch die Kombination dieser beiden Werkstoffe kommen die jeweiligen Stärken der Baustoffe ideal zum Tragen, die die statischen Lasten gemeinsam übernehmen. Allerdings sollte man auch immer die Wirtschaftlichkeit berücksichtigen. Zusammenfassend finde ich wichtig, dass es unser aller Ziel – das von Planern genauso wie von Bauherren und der Politik – sein sollte, wiederverwendbare Baumaterialien einzusetzen und eine kluge Planung umzusetzen, die sowohl sozial, ökonomisch wie auch ökologisch nachhaltig ist. Dazu gehört nicht nur das Fachwissen von uns als Architekten, sondern auch ein Bewusstsein in unserer Gesellschaft und der Wille der Politik durch die gesetzlichen Vorgaben solche Projekte zu unterstützen.“ Nichts ist wandelbarer als die Architektur „Zu 99 Prozent zeichnen sich die von uns geplanten Grundrisse im Privathausbau schon seit vielen Jahren durch fließende Übergänge zwischen Küche, Essen und Wohnen aus. Allerdings stellen wir immer häufiger fest, dass in urbanen Umgebungen fast alle Grundrisse dem geförderten Mietwohnungsbau entsprechen und dieser zeigt sich in Form von kleinen Wohnungen, die in mehrere Räume unterteilt sind. Die Tendenz geht bei den Schlafräumen zu möglichst vielen, ruhig kleinen Zimmern. Am gefragtes-
Architektur + Trend
Ebenfalls interessant ist der Holz-Beton Hybridbau. Durch die Kombination dieser beiden Werkstoffe kommen die jeweiligen Stärken der Baustoffe ideal zum Tragen, die die statischen Lasten gemeinsam übernehmen.
ten sind bei Alleinwohnenden, Alleinerziehenden oder Ehepaaren ohne oder auch mit einem Kind 3-Zimmer-Wohnungen mit einer Wohnfläche von 50 bis 60 Quadratmetern. Offenes Loftwohnen ist in Ballungsräumen eher eine Randerscheinung. Im ländlichen Raum ist die Nachfrage nach großen Räumen noch größer. Geschuldet ist das der Tatsache, dass sich die Mietpreise in vielen Ballungszentren bereits um die 20 Euro pro Quadratmeter bewegen. Das entspricht bei der 60 qm Wohnung einer Kaltmiete von 1.200 Euro zuzüglich 250 Euro Nebenkosten. Das muss sich jemand schon leisten können.“ Darf es auch mal tiny sein? „Wir hatten bis dato gerade einmal eine Anfrage zu diesem Thema und selbst dieser Bauherr entschied sich dann doch für den Bau eines kleinen Einfamilienhauses“, plaudert Hartmut Fritz aus der Schule. „Stattdessen erkennen wir in Mehrfamilienhäusern den Trend zu kleinen Appartements, mit bei Bedarf anmietbaren Gemeinschaftsräumen. Jeder Wohnungseigentümer oder -mieter kann bei Familienfeiern etc. den Gemeinschaftsraum einfach anmieten. Das gleiche gilt für die große Dachterrasse, die bei Bedarf angemietet werden kann, die Fahrradwerkstatt oder den Gemeinschaftsgarten. Oder nehmen Sie die so genannten Cluster-Wohnungen, die sich in der Regel über die gesamte Fläche einer Wohnetage erstrecken und über einen gemeinsamen Flur Zugang zu mindestens einer Gemeinschaftsfläche und einzelnen Appartements bieten. Diese „Mini-Appartements“ sind in der Regel mit Bad und kleiner Küchenzeile ausgestattet, so dass man sich wie in einer eigenen Wohnung voll versorgen kann. Die Zimmeranzahl der Appartements in einer Cluster-Wohnung ist nicht festgelegt. Allerdings handelt es sich häufig um Ein-Zimmer-Appartements, da hinter dem Cluster die Idee steht, die Individualfläche zugunsten einer Gemeinschaftsfläche zu reduzieren. Diese Gemeinschaftsflächen sind oft als zusätzliche große Küche oder als Sitzecken konzipiert“, schildert der Architekt seine Erfahrung und betont: „Gerade beim Seniorenwohnen ist das ein Thema. Die Schwierigkeit dabei sehe ich jedoch darin, dass diese Lösung bedingt als Wohneigentum funktioniert, sondern sich eher genossenschaftlich zeigt. Das widerspricht für viele dem Vorteil, des Wohneigentums im Alter, der ein Wohnen ohne Miete ermöglicht und eine Unabhängigkeit vom Wohnungsmarkt gewährleistet. Dennoch“, so betont er, „sind all das Konzepte, die von uns überall dort umgesetzt werden, wo nur geringe Wohnflächen zur Verfügung stehen.
Sie sehen, die Aufgabe von uns Architekten besteht darin, sich immer wieder mit neuen Wohnformen auseinander zu setzen. Wir haben innerhalb der Kammer sogar darüber diskutiert“, informiert er, „ob es möglich wäre, innerhalb einer von einer Familie genutzten Wohnung wieder Räume zu schaffen, in denen mehrere Personen schlafen können. Allerdings haben wir dabei übereinstimmend festgestellt, dass heute, wo viele moderne Familien WG-ähnlich zusammenleben, der zu Verfügung stehende individuelle Raum unabdingbar ist.“ Smart Home-Lösungen müssen einfacher werden Auch in puncto Smart Home haben individuelle Wünsche der Bauherren erste Priorität: „Allerdings“, stellt Hartmut Fritz fest, „90 Prozent der Gesellschaft setzen beim Wohnungs- oder Hausbau andere Prioritäten. Smarte Technologien spielen nur sekundär eine Rolle. Geschuldet ist das auch der Tatsache, dass die meisten Smart HomeLösungen viel zu komplex, zu kompliziert und auch zu teuer sind. Deshalb sind die Alles-Könner unter ihnen meist ausschließlich im Luxus-Wohnungsbau zu finden. Und wenn smarte Funktionen integriert werden sollen, so ist das Nutzungsspektrum breitgefächert. Deshalb empfehle ich Anbieter, die individuelle Belange abbilden können und zudem einfach zu handeln sind und auch nicht unbedingt alles können müssen. Zur Ausstattung unserer persönlichen Wohnsituation der Wohnung gehört auch eine Smart Home-Lösung von Gira. Obwohl das System nahezu alles kann, nutze ich es schwerpunktmäßig, um meine Beleuchtung je nach Stimmung und Bedarf zu steuern.“ Den Vorteil vernetzter Hausgerätetechnik sieht Hartmut Fritz durchaus. Persönlich nutzt er ihn jedoch nicht. „Unsere Küche zeigt sich zum Wohnraum hin offen, so dass ich immer ein Auge auf die Geräte habe, wenn gekocht oder gebacken wird. Zudem bin ich ambitionierter Hobby-Koch und weiß meine Geräte individuell einzustellen und anzuwenden.“ Hartmut Fritz und sein Team stehen Pate für eine situativ passgenaue Arbeitsweise, bei der das Entwerfen und das Sanieren von Gebäuden, und damit einhergehend das Gestalten auf seine Bewohner zugewww.baisch-fritz.de schnitten sein muss, erste Priorität hat.
* Graue Energie umfasst Energie zum Gewinnen von Materialien, zum Herstellen und Verarbeiten von Bauteilen, zum Transport von Menschen, Maschinen, Bauteilen und Materialien zur Baustelle, zum Einbau von Bauteilen im Gebäude sowie zur Entsorgung.
küche + architektur | 7
Architektur + Trend
Der Kubus als maßgeschneiderte Raumlösung Multifunktionalität innenarchitektonisch umgesetzt
8 | küche + architektur
Fotos: T. Buchmann / LEICHT
Architektur + Trend
Der Grundriss eines Hauses oder Appartements beeinflusst die Innenarchitektur maßgeblich. Raumauf teilung, Anordnung und Dimensionen der Einrichtung bilden gemeinsam eine harmonische Raumwirkung. Materialien, Farben und Strukturen kommunizieren miteinander. Das gilt auch für die wohnliche und harmonische Ausstattung ungewöhnlicher Grundrisse, wie diese Raumlösung von Leicht Küchen beweist.
I
n Zusammenarbeit mit dem Wohnkaufhaus Leicht aus Schwäbisch Gmünd entstand eine raffinierte Planung in Form eines Kubus, die sowohl eine Garderobe und viel Stauraum als auch die Küchenzeile miteinander verbindet – alles auf Maß gefertigt und mit dem LeichtProgramm Classic-FS umgesetzt. Ein Kubus der verbindet Bedingt durch eine optische und räumliche Trennung des Wohnbereichs durch das gläserne Treppenhaus musste bei der Planung der vorhandene Platz optimal ausgenutzt werden. Der maßgefertigte Kubus bietet hier eine ideale Lösung, um Eingangsbereich und Küchenraum nahtlos ineinander übergehen zu lassen und dabei jede Menge Stauraum zu schaffen. Parallel zum Treppenaufgang in den ersten Stock verläuft eine Theke mit Sitzgelegenheit im gleichen Materialduktus, während die indirekt beleuchtete Küchenzeile die Planung vollendet. Elektrogeräte wie
Spülmaschine und Kühlschrank fügen sich dank millimetergenauer Abmessungen exakt in das symmetrische Bild der Fronten ein. Eine Farbe mit elementarer Wirkung Farbe ist nicht nur dekorativer Hintergrund, sondern elementarer Bestandteil der Raumkonzeption. Durch Farbe lassen sich Räume verbinden oder trennen. Sie versetzt uns in die Lage etwas in den Vordergrund zu rücken oder etwas verbergen. Sie macht es möglich, einen Raum im Raum entstehen zu lassen, wie die Umsetzung des maßgeschneiderten Kubus beweist: Durch den Einsatz der Farbe Ziegelrot von Les Couleurs® erhält diese funktionsübergreifende Planung den letzten Schliff. Die Oberflächen sind in dem hellen Ziegelrot ® Le Corbusier terre sienne Claire 31 gestaltet, was dem Ganzen eine wohnlich warme Atmosphäre verleiht. In Verbindung mit Griffen in Goldmessing und weiß marmorierten Keramikplatten entsteht eine elegante www.leicht.com und zeitlose Material-Symbiose.
küche + architektur | 9
UNTERNEHMEN + Köpfe
Pronorm – „Wir verkaufen keine Küchen, sondern Möbel … … Möbel, die durch intelligente, kundenorientierte Planungen unserer Partner im Fachhandel zum integralen Bestandteil einer sogar raumübergreifenden individuellen Innenarchitektur werden.“ Roger Klinkenberg lenkt seit 2019 gemeinsam mit Thorsten Gösling und einem Team von 330 Mitarbeitern die Geschicke von Pronorm in Vlotho. Die qualitativ hochwertigen Möbel des mittelständischen Herstellers stoßen weltweit auf hohe Akzeptanz. Begründet liegt das u.a. in der Analogie der Entwicklung der Produkte zu der der Architektur sowie in der intelligenten Verzahnung von Produktentwicklung und Marketingstrategie.
Die Marke i-luminate® begeistert ihre Fans durch die Symbiose von Farbe, Materialität und Oberflächenstruktur, die durch ihr patentiertes Beleuchtungskonzept mit integrierter Griffleistenbeleuchtung ganz besonders zur Geltung kommt.
10 | küche + architektur
Fotos: Pronorm
„M
arke muss gelebt werden, das gilt bewerb abzuheben, zum anderen besteht für uns als Unternehmen, ebenso der Anspruch natürlich auch darin, dem wie für unsere Partner im Handel Endkunden zu seiner individuellen Raumund trifft gleichermaßen auf unsere Handels lösung zu verhelfen, die seiner Persönlichmarke Pronorm zu wie auch auf unsere keit entspricht und sie unterstreicht. Geranoch junge Premium-Marke i-luminate®“, de bei raumübergreifenden Einrichtungsso das Statement von Roger Klinkenberg. lösungen avanciert die Küche zum Status„Letztendlich geht es darum, Menschen, symbol, das bei befreundeten Gästen auch die sich gerade neu einrichten und sich für Begehrlichkeit weckt. Dabei werden Exeine neue Küche interessieren, nachhaltig zu klusiventwicklungen, Geschmacksmuster begeistern. Es geht darum, ihnen ein Bild und Patente für uns als Hersteller immer ihrer neuen Küche aufzuzeigen, das ihren wichtiger. Lifestyle widerspiegelt. Ein Bild, das gleiTeil dieser Überlegungen ist auch die chermaßen Design, Mehrwert und MehrMarke i-luminate®. Sie begeistert ihre Fans Roger Klinkenberg, Geschäftsführer Pronorm nutzen vermittelt und erlebbar macht. durch die Symbiose von Farbe, MaterialiBeim Verkauf wird oft viel zu viel über tät und Oberflächenstruktur, die durch ihr rationale Faktoren gesprochen, wie technische patentiertes Beleuchtungskonzept mit inFeatures unserer Produkte oder über den Preis. Den Kunden emotio- tegrierter Griffleistenbeleuchtung ganz besonders zur Geltung kommt nal anzusprechen und abzuholen ist jedoch genau so wichtig“, betont und dem Küchenkäufer den Weg in eine sinnliche, lifestyle- und deder Branchenkenner und ergänzt: „Blockverrechnung kann nicht be- signorientierte Erlebniswelt ebnet. Diese von uns lancierte eigenstängeistern, sondern schmälert die eigene Rendite. Wir wissen aus Er- dige Marke mit ihrem wiedererkennbaren Corporate Design und fahrung, dass Menschen, die das Besondere suchen, auch bereit sind, ihrer klaren Corporate Identity hat innerhalb kürzester Zeit bereits dafür etwas mehr zu zahlen. Das gilt natürlich für alle Konsumgüter. 67 Küchenspezialisten überzeugt, sich uns als Partner anzuschließen. Unsere Branche hat es hier etwas schwerer, da das Markenbewusst- Selbst Konsumenten beginnen die Marke wahrzunehmen“, freut sich sein der Konsumenten was Küchen anbelangt, nur noch in geringem Roger Klinkenberg. „Natürlich unterstützen wir unsere Partner auch Maße vorhanden ist. Marken tragen auch zur Differenzierung bei.“ mit entsprechenden Aktivitäten über Social Media, die die Wiedererkennbarkeit des Produkts unterstreichen. Handschriften haben eben Differenzierung ist gefragter denn je einen unverkennbaren Charakter.“ Eine Erkenntnis, die sowohl in der „Zum einen gilt es, sich, ob als Hersteller oder als Händler, vom Wett- DNA der Marke i-luminate® als auch in der der Handelsmarke Pro-
küche + architektur | 11
norm fest verankert ist. „Diese beiden unterschiedlichen Charaktere werden wir sukzessive und bedacht weiter entwickeln, ausbauen und stärken.“ Unverkennbarkeit bedeutet Individualität „Wir haben über lange Jahre hinweg darauf geachtet, unsere Produkte sowohl dem jeweils aktuellen Zeitgeist und damit dem Markt entsprechend zu prägen und gleichzeitig die wiedererkennbare Handschrift von Pronorm zu definieren.“ Und darauf ist der umtriebige Manager auch ganz besonders stolz, denn: „Wir hatten im Laufe unserer Unternehmensgeschichte nicht immer die Möglichkeit, um zu expandieren. Also sondierten wir branchenübergreifend Fertigungstechnologien, das brachte uns die Plattformsystematik näher. Heute“, fasst Roger Klinkenberg zusammen, „profitieren wir davon. Denn unsere Plattformfertigung schafft eine ungeheure Flexibilität und ermöglicht uns vielfältig, variantenreich und effizient zu produzieren. Und im Übrigen“, ergänzt er: „Wir suchen noch heute nach kreativen Ansätzen, um unseren Kunden und uns selbst gerecht zu werden und uns weiter zu differenzieren.“ Die Entwicklung des Unternehmens trägt dieser Aussage Rechnung. Nicht umsonst hat Pronorm die 100-Millionen-Euro-Grenze deutlich überschritten. „Wir werden wahrgenommen“, freut sich der Stratege.
Form follows function ist nur die Basis Versucht man Roger Klinkenberg dazu zu bewegen, sich auf eine der Stilrichtungen ob „Postmoderne“, „form follows fiction“, „less is a bore“, oder „Moderne“, „form follows function“, „less is more” festzulegen, ist seine Aussage unmissverständlich: „Über den Stil entscheidet der individuelle Anspruch und Bedarf des jeweiligen Kunden, wobei „form follows function“ immer die Grundlage bildet.“ Dennoch greift der charismatische Niederländer auf Inspirationen aus Architektur und Innenarchitektur zurück. „In vielen Metropolen der Welt wird Wohnraum knapper und teurer, was sich auch auf die Größe der Appartements auswirkt“, stellt Roger Klinkenberg fest. „Eine Entwicklung, die auch die Möbelindustrie fordert. Hier wächst der Bedarf nach multifunktionalen Einrichtungsmöglichkeiten, die raumübergreifende Funktionslösungen erfordern. Küche und Wohnen bilden hier eine optische wie funktionale Einheit. Zeitgleich stellt man fest, dass gerade die jüngere Generation sich auch mit Staugut wie Geschirr, Porzellan usw. auf das Wesentliche konzentriert, so dass weniger Aufbewahrungsraum erforderlich ist. Das Schöne ist doch, dass wir als Industrie heute in der Lage sind, jeden Einrichtungsstil – gleich wie viele Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung stehen – individuell und komfortabel auszustatten. Möglich wird das durch unsere hohe Fertigungstiefe sowie unsere stil- und vor allem
„ … Heute kennt man von allem den Preis, von nichts den Wert. Gemeinsam mit unseren Partnern im Handel geht es darum, den Verbraucher für den tatsächlichen Wert unserer Produkte zu sensibilisieren.“
12 | küche + architektur
UNTERNEHMEN + Köpfe
auch budgetübergreifend miteinander kombinierbaren Produktlinien Y-line, X-line, proline128 und Classicline sowie durch die von uns verarbeiteten, hochwertigen Materialien wie Echtholz, Furnier, und Holzreproduktionen, Glas, organisches Glas, Keramik, Keramik- und Stein-Designs, oder Schichtstoff, Oberflächenausführungen in Lack und Matt.“ Dennoch ist das Team von Pronorm stets darauf bedacht, neue Inspirationsquellen zu erschließen. Denn:
Sahara Beige, Angora Grau, die unserer Recherche nach wieder an Bedeutung gewinnen werden und bereits Teil unseres Showrooms sind. Zusammen repräsentieren sie innenarchitektonische Leichtigkeit und Offenheit. In Kombination mit der neuen Funktionalität und Multifunktionalität werden sie zu einer harmonischen Symbiose, die unser bestehendes Produktportfolio zum einen ergänzt und zum anderen sowohl unseren Kunden als auch deren Kunden Differenzierungspotenzial bietet. Um diesem Anspruch zu entsprechen, setzen wir ausschließlich auf ökologisch unbedenkliche Materialien, deren Qualität und Anmutung sich optisch und haptisch sinnlich wahrnehmen lassen. Man könnte auch sagen „form follows emotion“!
„Es ist die Kombination von Qualität, Exklusivität und Innovation, die eine Marke, wie z.B. Louis Vuitton, so attraktiv macht. Eigenschaften, über die auch wir verfügen und die wir leben und ausbauen, im Sinne einer höheren Wertschöpfung für unsere Handelspartner und uns selbst.“
Innovation ist Inspiration „Während meiner zahlreichen Auslandsbesuche habe ich festgestellt, dass in einigen Bereichen der Innenarchitektur, wie z.B. auch in der Hotellerie, organische Formen, die wir bereits aus den 70er Jahren kennen, eine Renaissance erfahren. Hinzu kommen spannende Oberflächenstrukturen in Verbindung mit authentischen Materialien und ansprechenden Farbstellungen. Gemeinsam mit unserem Team hinterfragen wir Trends dieser Art auch hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit und entscheiden darüber, ob und vor allem in welchem Kontext wir sie unseren Handelspartnern in unserer Ausstellung präsentieren. Ein Beispiel dafür sind organische Formen, die wir allerdings sehr akzentuiert einsetzen. Zudem sind es hellere Farbstellungen, wie z.B.
„Funktion ist dabei natürlich nach wie vor die Pflicht, Emotion die Kür! Wenn wir uns mit Emotion und Design beschäftigen, stellen wir immer wieder fest, dass sich beide Aspekte nicht ausschließen, sondern gegenseitig bereichern. All diese Faktoren sind Teil unserer eigenen Authentizität, die sich in unseren Produkten widerspiegelt. Unseren Handelspartner wie auch uns selbst bieten sie die Möglichkeit, Menschen zu begeistern, und sie nicht mit rationalen Fakten zu erschlagen: nachvollziehbares, ehrliches, informatives Storytelling statt
küche + architektur | 13