Ausgabe 1/2022 · 10. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de
Das Magazin für professionelles Einrichten
Hofmeister verbindet · Ideen zu einem smarten Zuhause Beschläge – oft unsichtbar, aber immer spürbar · Umfrage Beschlagindustrie Eggerzum 2022 – Create Transitions · Die Welt schmeckt anders
Die Verbundgruppe führender Küchenspezialisten in Europa
Wir haben es geschafft! Mit dem Erfolgsprogramm für Nachfolger und Existenzgründer
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Mit der starken Marke von DER KREIS:
DER KREIS Einkaufsgesellschaft für Küche & Wohnen mbH & Co. KG · Mollenbachstraße 2 · 71229 Leonberg · www.derkreis.de
EDITORIAL
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ald ist es geschafft, die pandemiebedingten Restriktionen brechen auf. Das „Leben“ hat uns wieder. Alle Geschäfte, auch die großen, dürfen wieder uneingeschränkte Besucherfrequenz erfahren. Man darf wieder feiern, ohne Auflagen essen gehen, Konzerte besuchen und verreisen. Die Nachfrage nach Inneneinrichtung und damit auch nach Küchen dürfte sich dann erst einmal wieder auf ein Normalmaß zurückentwickeln. Was jedoch bleibt, ist der Wunsch der Konsumenten nach Individualität und Nachhaltigkeit. Ja, Nachhaltigkeit, ein Begriff, der immer mehr zu einer Marketingfloskel degradiert wird. Schade, denn die Verbraucher verbinden mit diesem Begriff nicht nur soziale und ökologische Verantwortung, sondern auch Eigenschaften wie Qualität und Langlebigkeit, Eigenschaften, die gerade Möbel auszeichnen sollten. Von großer Bedeutung ist dabei auch die Verwendung natürlicher Rohstoffe, die unter verantwortungsbewussten Umwelt- und Sozialbedingungen gewonnen und verarbeitet wurden. Unterschiedlichsten Studien zu Folge sind die Menschen zudem bereit, für klar und verständlich als nachhaltig deklarierte Produkte mehr Geld zu investieren. Und diese Bereitschaft dürfte künftig auch absolut notwendig sein. Denn der Weg zur Fertigung ökologisch nachhaltiger Produkte ist für die Industrie auch ohne die erschwerte Beschaffung geeigneter Materialien und gestiegener und steigender Energie- und Rohstoffpreise nicht nur steinig, sondern auch teuer. Besonders Nischenabieter, die nicht auf Menge, sondern auf Individualität und Hochwertigkeit setzen, haben es schwer. Gleichwohl sind sie es, die dem Anbieterspektrum die notwendige Würze verleihen und oft auch als Innovationstreiber für die gesamte Branche fungieren. Qualität hat nun einmal ihren Preis. Für einen Mehrwert sind Verbraucher mit einem gewissen Anspruch seit jeher bereit, bei der Anschaffung langlebiger Investitionsgüter tiefer in die Tasche zu greifen. Erst recht dann, wenn Einrichtungsplanungen mit allen Sinnen erlebbar sein, die Persönlichkeit des Auftraggebers unterstreichen und sichtbar
auch differenzieren sollen. Sowohl Demokratisierung als auch Industrialisierung des Designs und der Preise haben dazu beigetragen, dass Produkte, dass Möbel herstellerübergreifend einander immer mehr gleichen, was auch die Differenzierung und die Profilierung im Handel beeinträchtigt. Wie also wird sich der Markt entwickeln, nachdem die Nachfrage nach einer neuen Einrichtung während der Pandemie zuerst einmal gestillt wurde? Mit welchen Argumenten und Serviceleistungen werden Handel und Industrie dann für ihre Produkte und Dienstleistungen werben, bzw. wie werden sie dann Verbraucher überzeugen, deren Geld auch inflationsbedingt nicht mehr so locker sitzen wird? Und wie wird man mit den wachsenden Anforderungen der Verbraucher an die planerischen Leistungen des Küchen- und Möbelfachhandels umgehen, die einen immer
YVONNE DAVY Chefredakteurin
Was jedoch bleibt, ist der Wunsch der Konsumenten nach Individualität und Nachhaltigkeit. Ja, Nachhaltigkeit, ein Begriff, der immer mehr zu einer Marketingfloskel degradiert wird. Schade, denn die Verbraucher verbinden mit diesem Begriff nicht nur soziale und ökologische Verantwortung, sondern auch Eigenschaften wie Qualität und Langlebigkeit, Eigenschaften, die gerade Möbel auszeichnen sollten. höheren ganzheitlichen, innenarchitektonischen Anspruch haben? Wie viele Küchenprofis und Einrichtungsplaner können die steigenden Anforderungen an eine innenarchitektonisch anspruchsvolle und individuelle Planung noch erfüllen und was bedeutet dieser wachsende ganzheitliche Einrichtungs-Anspruch für das Service- und Leistungsspektrum der Industrieanbieter? Die Stimmung im gehobenen Küchenfachhandel zeigt sich hier nach wie vor sehr positiv, wie unser Stimmungsbarometer in dieser Ausgabe beweist. Hier hält man es mit John F. Kennedy: „Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden.“
küche + architektur | 1
Foto: Hettich
STIMMUNGSVOLLE LICHTAKZENTE: Mit AvanTech YOU Illumination bietet Beschlägehersteller Hettich einen leuchtenden Mehrwert für anspruchsvolles Küchendesign: Die Weiterentwicklung des beliebten Schubkastensystems setzt mittels eleganter Lichtsignatur individuelle und stimmungsvolle Akzente nach innen und außen. Beleuchtete Glas-Inlays mit polierter oder geschliffener Kante sorgen dabei für besonders schöne Lichteffekte. Das Designprofil mit integriertem LED-Licht wird einfach auf die Zarge geklipst – und die Illumination ist perfekt. www.hettich.com
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Packen wir‘s an! Editorial
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Stimmung im Küchenfachhandel auf Rekordhoch
Hofmeister verbindet Ideen zu einem smarten Zuhause
12 Eggerzum 2022 – Create Transitions Die Welt schmeckt anders
17 Smarte Lichtkonzepte, ein„Leuchte“nd erklärt LUMICA® LIC LED-System von Naber
18 Einrichtung heute Umfrage Küchenmöbelindustrie
19 Multifunktionalität „für das Leben in der Küche“ Nolte Küchen
20 Multifunktionalität korrespondiert mit Innenarchitektur Leicht
21 „So viel mehr als Küche“ Rational 2 | küche + architektur
Individualität voraus Ballerina-Küchen
Die Devise: „Wertig währt am längsten.“
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22 Multifunktionalität setzt
23 Individualität liegt im Detail Rempp Küchen
24 „Premium“ bedeutet Funktionsvielfalt Allmilmö
26 Räume verbinden Pronorm
27 Nichts ist beständiger als der Wandel Schüller
28 Hier entsteht Individualität Rotpunkt Küchen
29 Individuelle Planungen mit System Bauformat/Burger
30 Design ist Teamsache Im Gespräch mit Sven Moritz, Baumann Group, und Stefan Gillmann, Decor Druck Leipzig
36 Samsung – The Power of growth 2022 im Zeichen des Wachstums
Impressum VERLAG: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 · Fax 0711/5206-300 www.fachschriften-verlag.de VERLAGSLEITUNG: Tilmann Münch Christian Schikora REDAKTIONSBÜRO: küche+architektur Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms
Inhalt 1/2022
HERAUSGEBERIN UND CHEFREDAKTEURIN: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de SOCIAL MEDIA UND ANZEIGENVERKAUF: Angela Weber Tel. 06241/979708-12 weber@fachschriften.de LAYOUT: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de DRUCK: ColorDruck Solutions GmbH Gutenbergstraße 4 · 69181 Leimen
40 Im Fokus steht der Mensch Umfrage Geräteindustrie
41 MyStyle macht Kühlen noch individueller Liebherr
42 Wenn es individuell sein soll … Küppersbusch
44 Nachhaltigkeit, Individualität und Multifunktionalität … … bei V-Zug Bestandteil der Unternehmens-DNA
46 Der Mensch steht im Mittelpunkt Bosch
47 Im Dreiklang der Megatrends Falmec
48 Individualität und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch Miele
49 For Sociable Individualists Neff
49 Galileo: Neue Wege in der Speisezubereitung Smeg
50 Beschläge – oft unsichtbar, aber immer spürbar Umfrage Beschlagindustrie
52 Beschlagen in multifunktionalen Lösungen Hettich
54 Immer am Puls der Zeit Blum
55 Raumübergreifende Individualität Schüco
56 Der Zauber steckt immer im Detail … Kesseböhmer
58 Individualität, Design und Nachhaltigkeit als Strategie Salice
59 Hygiene auf den Punkt gebracht Intelligente Produktlösungen von Hailo
60 Welche Beschläge sind en vogue? Von Küchenprofis empfohlen
64 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten
PREISLISTE FÜR ANZEIGEN: zur Zeit Nr. 10, gültig seit 1. 1. 2022 PREIS EINZELHEFT: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) PREIS JAHRESABO: (6 Ausgaben inklusive ePaper) Inland: 53,00 Euro; Ausland: 62,00 Euro (Preise inkl. Versand und MwSt.) ABONNEMENT-SERVICE: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de BANKKONTEN: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, HausbauHelden, Schwimmbad+Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer FOTONACHWEISE: Seite 4: alphaspirit / 123RF
küche + architektur | 3
DATEN + FAKTEN | Stimmungsbarometer
Stimmung im Küchenfachhandel auf Rekordhoch Die Devise: „Wertig währt am längsten.“
Auf Bitten unserer Leser lassen wir unser bis 2016 publiziertes Stimmungsbarometer des Handels wieder aufleben. Wir haben 1500 Küchenspezialisten angeschrieben und sie nach ihren MarktErfahrungen und -EntwicklungsEinschätzungen befragt. An der Umfrage beteiligten sich 205 Unternehmen. Das entspricht einer Rücklaufquote von 13,5 Prozent. Gut zufrieden mit der derzeitigen Lage des eigenen Unternehmens sind rund 95 Prozent der an unserer aktuellen Umfrage partizipierenden
SUPER JAHRESSTART In den vergangenen vier Monaten verzeichneten rund 58 Prozent der antwortenden Küchenspezialisten eine im Vergleich zu den Vorjahresmonaten höhere Umsatzentwicklung. Weitere 40 Prozent standen einer stabilen Entwicklung des Umsatzes gegenüber. Umsatzrückgänge sind nicht zu verzeichnen. WEITERHIN STEIGENDE UMSÄTZE ERWARTET Die grundsätzlich positive Stimmung setzt sich nach Meinung der Befragten auch im folgenden Quartal fort. Rund 54 Prozent gehen von weiter steigenden Umsätzen aus. 27 Prozent sind guten Mutes, sich weiterhin auf gleichbleibend hohem Niveau bewegen zu können. Die Ausgebefreudigkeit der Konsumenten wird von rund 50 als gleichbleibend gut bewertet. Rund 41 Prozent der Küchenprofis gehen sogar von einer höheren Investitionsbereitschaft aus, einhergehend mit einer steigenden Kundenzahl. Immerhin erwarten über 40 Prozent der Antwortenden, in den nächsten vier Monaten mehr Menschen in ihrem Studio begrüßen zu können. ES DARF NOCH WERTIGER SEIN Was die Wertigkeit der verkauften Küchen anbelangt, so sind immerhin 95 Prozent der befragten Küchenspezialisten der Meinung, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist. Generiert wird dieser Wert durch die im Möbel eingesetzten Materialien (41 Prozent) sowie durch moderne Hausgerätetechnologie (rund 38 Prozent). 12,5 Prozent der Küchenspezialisten gaben an, die Wertigkeit auch durch großzügigere Planungslösungen zu generieren.
Küchenprofis. Und auch was die kommenden vier Monate anbelangt, bleibt die Stimmung im Fachhandel ungebrochen auf einem Rekordhoch.
Stimmungsbarometer Um Marktveränderungen langfristig widerspiegeln zu können, wiederholen wir diese Umfrage vierteljährlich, gleichen die Daten entsprechend ab und publizieren sie regelmäßig in der Zeitschrift küche+architektur.
4 | küche + architektur
Stimmungsbarometer | DATEN + FAKTEN Wir führen ein … Fachmarkt 4,55 %
Wie beurteilen Sie die momentane Lage in der Branche?
Wie beurteilen Sie die momentane Lage Ihres Unternehmens?
Volllsortimenter 9,09 %
sehr gut
13,6 % % 13,6
sehr gut
27,3 % 27,3 %
gut
72,7 72,7 % %
gut
68,2 % 68,2 %
mittelmäßig
9,1 9,1 % %
mittelmäßig
4,5 % 4,5 %
schlecht
4,6 4,6 % %
schlecht
0,0 % 0,0 %
sehr schlecht
0,0 % % 0,0
sehr schlecht
0,0 % 0,0 %
keine Angabe
0,0 % % 0,0
keine Angabe
0,0 % 0,0 %
Küchenfachgeschäft 86,36 %
Wir sind inhabergeführt …
0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %
ja 100,00 % nein 0,00 %
0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 %
Wie war die Umsatzentwicklung im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresmonaten?
Wie schätzen Sie Ihre Umsatzentwicklung in den nächsten 4 Monaten ein?
Unsere Ausstellungsfläche umfasst …
viel höher
40,9 % 40,9 %
viel höher
0,0 % 0,0 %
bis 200 qm 4,55 %
höher
18,2 % 18,2 %
höher
% 54,5 54,5 %
bis 250 qm 9,09 %
gleich
40,9 % 40,9 %
gleich
% 27,3 27,3 %
niedriger
0,0 % 0,0 %
niedriger
% 18,2 18,2 %
viel niedriger
0,0 % 0,0 %
viel niedriger
% 0,0 0,0 %
keine Angabe
0,0 % 0,0 %
keine Angabe
% 0,0 0,0 %
0%
10 %
20 %
30 %
40 %
50 %
0%
10 %
20 %
30 %
40 %
50 %
bis 100 qm 9,09 %
bis 150 qm 4,55 %
über 300 qm 54,55 %
bis 300 qm 18,18 %
Unser Unternehmen existiert seit … 5 bis 10 Jahre 13,64 %
weniger als 5 Jahre 0,00 % länger als 20 Jahre 86,36 %
60 %
11 bis 15 Jahre 0,00 %
Wie schätzen Sie die Ausgabefreudigkeit in den nächsten 4 Monaten ein?
Wie wird sich die Kundenzahl in den nächsten 4 Monaten entwickeln?
16 bis 20 Jahre 0,00 %
viel höher
0,0 %
viel höher
0,0 %
höher
40,9 %
höher
40,9 %
gleich
50,0 %
gleich
45,5 %
niedriger
9,1 %
niedriger
13,6 %
viel niedriger
0,0 %
viel niedriger
0,0 %
keine Angabe
0,0 %
keine Angabe
0,0 %
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10 %
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30 %
40 %
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0%
10 %
20 %
30 %
40 %
Unser Angebot bei Küchenmöbeln ist … nicht markenorientiert 68,18 %
markenorientiert 31,82 %
Unser Angebot bei Geräten ist …
50 %
nicht markenorientiert 13,64 %
Werden die Kunden künftig Ihrer Meinung nach eher wertiger kaufen?
Wenn ja, was wird den Wert ausmachen? markenorientiert 86,36 %
Möbel/ Material
41,7 %
Geräte
37,5 %
Ja
95,5 %
Spüle und Zubehör
0,0 %
Nein
4,5 %
großzügigere Planung
12,5 %
0,0 %
Sonstiges
keine Angabe 0%
20 %
40 %
60 %
80 %
100 %
Sie finden uns unter … PLZ-Gebiet 0 9,09 %
PLZ-Gebiet 9 4,55 % PLZ-Gebiet 8 13,64 %
PLZ-Gebiet 1 18,18 %
8,3 % 0%
10 %
20 %
30 %
40 %
50 %
PLZ-Gebiet 7 18,18 %
PLZ-Gebiet 2 4,55 % PLZ-Gebiet 3 0,00 % PLZ-Gebiet 4 0,00 %
PLZ-Gebiet 6 küche + architektur |5 22,73 %
PLZ-Gebiet 5 9,09 %
UNTERNEHMEN + KÖPFE
CARL FRIEDRICH HOFMEISTER: Mit Stolz repräsentiert der Absolvent der International School of Management Germany die fünfte Generation des Familienunternehmens Hofmeister.
Hofmeister verbindet Ideen zu einem smarten Zuhause Hofmeister gehört zu den 25 größten Möbel- und Einrichtungshäusern in Deutschland. Das 1972 erbaute Erlebnis-Wohnzentrum in Bietigheim-Bissingen ist Stammhaus und gleichzeitig der Hauptsitz des Familienunternehmens. Hier treffen wir uns mit Carl Friedrich Hofmeister: Mit Stolz repräsentiert der Absolvent der International School of Management Germany die fünfte Generation des Familienunternehmens. Nach seinem erfolgreichen auf Betriebswirtschaft und Marketing ausgerichteten Studium und das Durchlaufen aller Abteilungen der Hofmeister GmbH verfügt er neben seinem akademischen Abschluss über ein gerütteltes Maß an praxisorientierter Erfahrung. Das tradtionelle Credo des Unternehmens „verdienen kommt von dienen“ prägt ihn bis heute. Davon konnten wir uns bei einem Rundgang durch Teile der 50 000 Quadratmeter großen Erlebniswelt überzeugen. Unser Fokus liegt u.a. auch auf der einzigartigen und beispielhaften Präsentation des Themas Smart Home.
6 | küche + architektur
Küchen | ARCHITEKTUR + TREND
I
In unmittelbarer Nähe der Leuchtenabteilung, und in thematischer Anbindung zu Küche und Bad zelebriert das Hofmeister-Team das vernetzte Zuhause von heute und morgen. „Zum einen setzen zahlreiche unserer Kunden bei der Beleuchtung bereits auf smarte Leuchtmittel wie „Philipps Hue“. Zum anderen haben es Küchenmöbel- und Geräteindustrie verstanden, auch in puncto Vernetzung näher zusammenzurücken, um das Thema Smart Home nach vorne zu tragen“, erläutert uns der sympathische Jungunternehmer. Auf einer Fläche von rund 300 Quadratmetern präsentieren sich Marken wie Samsung, Bosch und Miele mit ihren smarten Einbaugeräten, aber auch Bad und Schlafzimmer sind inbegriffen: Sei es durch smarte Beleuchtung, den Badezimmerspiegel, der sich als Flat-Screen entpuppt, oder den vernetzten Ganzkörperspiegel, der via App zum individuellen Fitnesstrainer avanciert. GEMEINSAME STANDARDS PUNKTEN Besonders begeistert zeigt sich unser Gastgeber von der Erarbeitung gemeinsamer Standards, die die Kompatibilität der Produkte unterschiedlicher Markenhersteller in einem Haushalt ermöglichen: „Als
besonders zukunftsweisend sehen wir Engagements wie das von Samsung Electronics und Bosch, um die Geräte ihrer Smart HomePlattformen (SmartThings, Home Connect Plus und Home Connect) übergreifend zu vernetzen.“ Als Steuerzentrale in der Küche führt uns Carl Friedrich Hofmeister u.a. auch den Samsung Family Hub vor, der nicht nur kühlt und durch eine Kamera im Kühlrauminneren auch von unterwegs Überblick über vorhandenes oder fehlendes Kühlgut gibt. Ausgestattet mit einem Flatscreen wird er auf Wunsch zum internetfähigen PC‚ zum TV und zum online-Radio. Und er fungiert als Schaltzentrale, mit der sich andere Geräte inklusive Beleuchtung und Haustür-Kamera steuern und überwachen lassen. „Steuern lassen sich alle von uns präsentierten Geräte natürlich auch über die gängigen Sprachassistenten“, betont der Jungunternehmer. Bei der Präsentation des Hausgerätherstellers Bosch fällt unser Blick auf den „Bosch Pai“, einen Projektor, der die Arbeitsplatte zur vergrößerten Smartphone-Oberfläche werden lässt. Dahinter steckt ein hochentwickelter Projektor mit 3D-Sensor, der über einer Arbeitsplatte montiert wird und die Oberfläche des Smartphones als virtuelle Bedienschnittstelle auf die Arbeitsfläche projiziert. Alles funktioniert
küche + architektur | 7
ARCHITEKTUR + TREND | Küchen
wie beim Handy: durch Tippen, Wischen und Vergrößern. Die Taststeuerung wird über den 3D-Sensor des Bosch Pai erfasst und in Interaktion umgewandelt. So kann man während des Kochens bequem auf alle Apps zugreifen, lesen, Musik hören und Mails abrufen. „Wir hatten das Gerät auf der ifa 2018 gesehen, und wollten es sofort in unsere Ausstellung integrieren“, schwärmt Carl Friedrich Hofmeister. „Bis dato handelt es sich dabei ja noch um eine Art Prototyp, aber er macht neugierig, begeistert und gibt einen Ausblick in die Zukunft. ÜBER DEN STATUS QUO HINAUS Mit dem Fitness-Spiegel von Vaha hat die Zukunft bereits begonnen. Via App lassen sich individuelle On-Demand-Workouts anwählen oder Live-Workouts bei echten Trainern buchen. Im Spiegel sieht man sich selbst und den virtuellen Trainer, der die richtige Ausführung der Übungen erklärt. Gerade in der Zeit von Corona erfahren intelligente Hometrainer dieser Art Resonanz“, erläutert Carl Friedrich Hofmeister. Bei der Vermarktung dieser Geräte, Homeentertainement-Lösungen und natürlich auch Gebäudetechnik kooperiert Hofmeister mit media@home Bauer, was durch eine eigens dafür geschaffene wohnliche Szenerie mit dem gemütlichen TV-Sessel des Polstermöbelherstellers Koinor und den smarten TV-Geräten von Loewe stilvoll zelebriert wird: „Bauer ist Spezialist für individuelle Vernetzungslösung. Was auch immer im Bereich moderner Heimelektronik gefragt ist, deren Kompetenzteam findet mit smarten Home Entertainment- und Smart Home-Systemen im technischen Komfortbereich eine kundenspezifische Qualitätslösung“, definiert der Unternehmer den Anspruch, der im Grundsätzlichen auch dem der Hofmeister-Gruppe entspricht. „Wichtig ist es uns“, betont er, „dass sich in diesem Bereich unseres Hauses sowohl Familien mit Kindern wiederfinden also auch Best Ager, die sich mit dem vernetzten Zuhause noch gar nicht so ausein-
8 | küche + architektur
andergesetzt haben, oder auch der Smart Home-Fan, der gerne etwas mehr haben möchte. Wir können also die Menschen begeistern, die über ihre Alexa nur die Beleuchtung aus und anschalten möchten, wie auch diejenigen, die sich für eine smarte Steuerung ihrer Geräte via Samsung Smart Home App, den Samsung Hub oder die Bosch Smart Home App interessieren. Beide Unternehmen arbeiten mit einer ganzen Reihen von Partnern aus anderen Gewerken, wie Beleuchtung oder Sicherheitstechnik, zusammen, die sich ebenfalls in diese smarte Steuerung einbinden lassen. Unsere Mitarbeiter sind beratungstechnisch gut geschult und können in den meisten Fällen weiterhelfen. Wer sich übrigens über das Thema Smart Home ganzheitlich informieren will, der kann bei Hofmeister jederzeit an einem der spannenden Family-Workshops teilnehmen“, ergänzt der ausgebildete Trainee. „Hier kommt jedes Familienmitglied auf seine Kosten. Und sollte das Interesse von Kunden noch tiefer in die Technik gehen, hilft das Team von Bauer-Media gerne weiter“, fährt Carl Friedrich Hofmeister fort. „Die Begeisterung für den Komfort einer smarten Hausvernetzung ist seit Corona gestiegen“, stellt er fest und sieht sich in der Entscheidung des Unternehmens, dem vernetzten Zuhause einen eigenen Auftritt zuzugestehen, bestätigt. DAS ZUHAUSE WIRD AUCH NACH CORONA WICHTIGSTER RÜCKZUGSORT BLEIBEN „Überhaupt hat Corona weltweit dazu geführt, dass die Menschen ihr Zuhause stärker in ihren Fokus gerückt haben. Natürlich wird, wenn wir die Pandemie hinter uns gelassen haben, wieder mehr gereist, werden Konzerte besucht und wird eben all das nachgeholt, was während der Pandemie versagt blieb. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass die eigenen vier Wände für die meisten Menschen ihren hohen Stellenwert behalten werden, so dass – wenn auch nicht mehr ganz so extrem wie in den letzten drei Jahren – weiterhin ins Wohnen und
Küchen | ARCHITEKTUR + TREND
Einrichten investiert wird.“ Und wer es möchte, kann sich bei Hofmeister sogar sein Appartement ganzheitlich planen und einrichten lassen. „Eigens für diese wachsende Zielgruppe haben wir eine Innenarchitektin, die raumübergreifend planen kann.“ „Aber welchen Stellenwert hat dabei das Online-Geschäft?“, wollen wir wissen. DIE ZUKUNFT IST MULTIMEDIAL „Wir haben uns bereits frühzeitig mit dem Thema Online auseinandergesetzt und unseren Online-Shop aufgebaut. Während der Pandemie hat sich das für uns durchaus bezahlt gemacht. Wir konnten über diesen Kanal beachtliche Umsätze erzielen. Allerdings bewegen sich Online-Bestellungen in einem Preisbereich, der die 1000 Euro-Hürde kaum überschreitet,“ berichtet Carl Friedrich Hofmeister aus seiner Erfahrung. „Wir leben am Ende von unserer Beratungsqualität und unserem Service, was Website und Online-Shop nicht ersetzen können. Möbel und Funktionalität erleben, ja begreifen, das geht nur vor Ort, wo Möbel angefasst und Funktionen ausprobiert werden können. Für uns heißt das: Wir werden künftig sowohl stationär als auch digital Präsenz zeigen, da sich unserer Meinung nach beide Kanäle gegenseitig befruchten. Unser Online-Auftritt wird kontinuierlich überarbeitet. Diese Investitionen sind notwendig, um immer up-to-date zu sein. Unser Ziel ist es, unsere Kunden und Interessenten über die gesamte Customer Journey hinweg zu begleiten und sie relativ früh für uns zu begeistern.“ VON DER FAMILIE FÜR FAMILIEN Mit dem Hofmeister-Erlebnis-Wohn-Zentrum in Bietigheim-Bissingen gelingt das allemal. Das übersichtlich strukturierte Haus verfügt über eine Fläche von stattlichen 50.000 Quadratmetern, eine beeindruckende Größe, die es dem Namen entsprechend mit Leben zu füllen gilt: „Unsere Aufgabe ist es, diese Fläche im Sinne unserer
Kunden attraktiv zu gestalten und immer wieder neue Themen zu besetzen, damit sie dem Namen Erlebnis-Wohnzentrum gerecht wird. Wir konzentrieren uns hier vor allem auf Familien und passen unser Rahmenprogramm an diese Zielgruppe an. Sei es der Zirkus vor unserem Möbelhaus, oder der Bloggerflohmarkt, mit dem wir die virtuelle Social Media-Welt mit der physischen Welt verbinden und den Erlös für einen guten Zweck spenden. Unsere große Benefiz-Gala hat mittlerweile Tradition, die wir, nach der Aufhebung der pandemiebedingten Auflagen, wieder fortsetzen werden“, erläutert uns Carl Friedrich Hofmeister und ergänzt: „Wir wollen für unsere Kunden nahbar sein!“, und präsentiert uns ein Werbeformat, von dem uns Frank Hofmeister, Repräsentant der vierten Generation der Hofmeister GmbH, entgegenlacht. „Deshalb zeigen wir und unsere Mitarbeiter unsere Gesichter nicht nur in unseren Werbeauftritten, sondern sind täglich in unserer Ausstellung unterwegs und auch Teil des Teams, das auch am Show-Sonntag für die Kunden da ist.“ „WIR MACHEN DEN UNTERSCHIED“ Auch in puncto Sortiment setzt Hofmeister soweit möglich auf Differenzierung: „Unsere Zugehörigkeit zur Europa Möbel Verbundgruppe, EMV, ermöglicht uns eine Sortimentspolitik, die sich von der österreichischer Möbelanbieter unterscheidet. Natürlich findet man bei uns Möbelmarken, die auch bei unseren Marktbegleitern zu finden sind. Nehmen Sie bei der Küche z.B. die Anbieter Express und Pino im Einstiegspreissegment, Nolte, Nobilia und Schüller im mittleren Bereich und Leicht, next 125 und Team7 im gehobenen Segment. Hier stellen wir uns dem Wettbewerb mit einem hohen Servicebewusstsein und einer hohen Planungskompetenz und das über alle unserer elf Filialen hinweg. Mit insgesamt über 120.000 qm Verkaufsfläche ist die Hofmeister GmbH die größte Wohnschau Baden-Württembergs. Rund 1100 Mit-
küche + architektur | 9
ARCHITEKTUR + TREND | Küchen
arbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in den Erlebnis-Wohnzentren in Bietigheim und Sindelfingen sowie in den Küchenfachmärkten Heilbronn, Backnang, Pforzheim und in den Küchenstudios in Stuttgart, Reutlingen, Esslingen und Göppingen. Auch die Auswirkungen von Corona hat das Unternehmen gut überstanden und ihnen mit Servicemaßnahmen, wie der persönlichen Beratung bei den Kunden zu Hause oder durch einen virtuellen Austausch erfolgreich entgegengewirkt und was die Lieferverzögerungen anbelangt, gemeinsam mit seinen Lieferantenpartnern gut im Griff: „Bei den Elektrogeräten versuchen wir unseren Kunden Leihgeräte zur Verfügung zu stellen, bis die gewünschten Produkte geliefert werden. Die Tatsache, dass unsere Kunden bis zu zwölf Wochen auf ihre neue Küche warten müssen, stößt, seit Lockerung der Corona-Restriktionen jedoch mittlerweile auf Unverständnis“, stellt Carl Friedrich Hofmeister fest. „Aber das wird sich auch wieder normalisieren“, zeigt er sich überzeugt. „ICH GLAUBE AN UNSERE ZUKUNFT, … … wir müssen nur innovativ bleiben“, betont Carl Friedrich Hofmeister. „Arbeiten muss man überall, aber gestalten kann man am besten im eigenem Unternehmen“, lautet die feste Überzeugung des heute 25-jährigen Unternehmer-Nachfolgers. Der Erfolg des Familienunternehmens zeigt, dass es sich auch in einem hart umkämpften Wettbewerbsumfeld überleben lässt: Die nächste Ikea-Filiale befindet sich in Ludwigsburg, fünf Kilometer vom Stammsitz in Bietigheim-Bissingen entfernt; direkt daneben der Möbel-Discounter Roller und auch der nächste XXXLutz ist von Bietigheim aus mit dem Pkw in zehn Minuten zu erreichen. Wir verabschieden uns mit einem „Chapeau“ für so viel Unternehmergeist, in dem nicht nur Innovationskraft und Weitblick, sondern auch soziales und ökologisches Verantwortungswww.hofmeister.de bewusstsein verankert sind.
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AUCH BAD UND SCHLAFZIMMER SIND SMART: Sei es durch smarte Beleuchtung, den Badezimmerspiegel, der sich als Flat-Screen entpuppt, oder den vernetzten Ganzkörperspiegel, der via App zum individuellen Fitnesstrainer avanciert.
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MATERIAL + TREND
Eggerzum 2022 – Create Transitions Die Welt schmeckt anders
„Die Entwicklungszyklen im Dekorbereich sind kürzer geworden“, weiß Klaus Monhoff, der für das Dekor- und Designmanagement der Egger Group verantwortlich zeichnet, aus Erfahrung. „Aus diesem Grund sprechen wir auch nicht mehr über Trends, sondern von „Future Directions“, von Richtungen, die die Zukunft bestimmen.“
N
ach nunmehr drei Jahren Corona und den damit verbundenen Ups and Downs wissen die Menschen nicht mehr so recht, in welche Richtung die Fahrt eigentlich geht. Um die derzeitige Situation zu beschreiben, orientiert sich der langjährige Trendscout Klaus Monhoff an einer Aussage des Zukunftsinstituts, Frankfurt: „Die Welt schmeckt anders.“ „Wir befinden uns derzeit also in einem Übergangszeitraum, der durch die Pandemie eine Beschleunigung erfahren hat und auch die Verantwortung für die nachfolgende Generation bekommt“, beschreibt er die derzeitige Situation und konkretisiert, indem er seinen Zuhörern einen Einblick in die Entwicklung von Megatrends gibt. Pandemiebedingt habe sich für die Menschen auf dem Weg zwischen dem „Old Normal“ und dem „New Normal“ vieles verändert. Davon bleiben auch die Megatrends nicht unbeeinflusst, beobachtet Klaus Monhoff. Erfahrungsgemäß bestimmten Megatrends das Zeitgeschehen in etwa für eine Dauer von 15 Jahren. Deshalb spreche man bei den feststellbaren Veränderungen auch nicht von neuen Megatrends sondern von deren „Next Level“. So erfahren wir mittlerweile eine wirklich gelebte Nachhaltigkeit, die sowohl die Werte der Unternehmen als auch die persönlichen Werte präge. Das schlage sich auch in dem Konsumentenverhalten nieder. Man konsumiere wesentlich bewusster als vor der Pandemie. Auch das Thema Mobilität sehe man mittlerweile gesamtheitlich. Während der Pandemie habe man die Bedeutung der Bereiche Logistik und Transport deutlicher wahrgenommen. Die Globalisierung wurde durch die Pandemie etwas ausgebremst. Aus dieser Entwicklung heraus entstand die „Glokalisierung“, eine Kombination von Lokalisie-
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rung und Globalisierung. So werden Überlegungen angestrengt, bis dato in Asien gefertigte Produkte, wie z. B. Halbleiter, wieder in Europa zu fertigen. Auch die Individualisierung habe eine Veränderung erfahren. Hier sei der soziale Aspekt wieder stärker in den Vordergrund gerückt. Qualität habe einen höheren Stellenwert errungen als die Vielfalt. Ganz nach dem Motto: „Besser ist das neue Mehr“ gehe es darum, sein Soritment zu optimieren und dabei auch die Verfügbarkeit zu gewährleisten. Selbst Ikea habe verkündet, sein Sortiment zu verschlanken und stärker auf Verfügbarkeit zu setzen. Und auch die Plattform Archi-Product greife das Thema Verfügbarkeit auf und spreche von schnell lieferbarem Design. Ganz zu schweigen von der Digitalisierung, die man schon gar nicht mehr als Megatrend bezeichnen können. „Vielmehr ist die Digitalisierung da, um zu bleiben“, betont der Analyst. Es gelte bestehende Vernetzungen fortzusetzen, neue aufzubauen und diese dann zielführend zu nutzen. Auf diese Weise würde die Welt noch hybrider und vielfältiger. Bereits die Generationen Y/Z wachse heute wesentlich multikultureller auf als die Generationen zuvor. Auch das Multidimensionale habe sich durchgesetzt – 3D als Standard und last but not least seien die Anforderungen an die Multifunktionalität von Produkten deutlich gestiegen. Und letztendlich mache der Blick in die Zukunft auf die Generation A deutlich, dass diese sehr agil und damit noch flexibler sein werde und deshalb Modularität einen noch höheren Stellenwert in ihrer Einrichtung beimessen werde. Wie in jedem Jahr darf man darauf gespannt sein, wie Klaus Monhoff und sein Team in ihrer Dekorentwicklung auf diese aktuellen Entwicklungen eingehen.
MATERIAL + TREND
ZUKUNFT GESTALTEN „Die Entwicklung unseres Logos „Create Transitions“ verbindet die Farbe Schwarz, die uns auch künftig als Unidekor auf Holz oder Steinoberflächen begleiten wird, mit einem fiktiven digitalen Lichtstrahl, verbindet so das Analoge mit dem Digitalen und steht dafür, dass wir alle die Aufgabe annehmen, den Übergang gemeinschaftlich zu gestalten.“ Die Antwort auf diese Entwicklungen sei die Suche nach sinnvollen Verbindungen, die das Leben, die Menschen und auch Produkte agiler und damit beständiger für die Zukunft machen. „Bereits 2021 haben wir mit „inTouch“ von einer neuen Beziehung zu Produkten gesprochen, die sich besonders über die Haptik aufbaut. Künftig sollen Produkte, Möbel und Materialien den Wandel ermöglichen und mitgestalten, um diese Übergänge zu gestalten“, betont der erfahrene Design-Manager. Ein Anspruch, den das Unternehmen mit dem Slogan „Create Transitions“ unterstreicht. Ein allgegenwärtiges Beispiel für diesen Wandel ist das Home Office. Die technischen Möglichkeiten und die Bereitschaft für das Arbeiten zuhause sind gegeben. Auch Egger habe diese Möglichkeiten aufgegriffen und seine Büros entsprechend umgebaut, um auf das neue flexible Arbeitskonzept eingehen zu können. „Wir sehen das auch als ein nachhaltiges Thema für das Bewerben um Arbeitskräfte“, betont Klaus Monhoff. Doch ein adäquates Homeoffice erfordere mehr als nur einen Sekretär in der letzten freien Ecke der Wohnung. „Langfristig müssen Übergänge geschaffen werden, die Optik und auch Funktionalität vieler Produkte und Möbel neu definieren. Sprachen
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