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#H4F-homes4future 3-2021

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homes4future

#H4F

besser bauen energie sparen richtig renovieren klima schützen

ÖKOLOGISCH BAUEN UND GESUND WOHNEN

03_ 2021 € 5,00

NEU, GRÜN + GENIAL

no.3 2021

#BADEZIMMER: WELLNESS, ABER NACHHALTIG #HEIZSYSTEME: ERNEUERBARE ENERGIEN NUTZEN #SONNENSCHUTZ: HITZEFREI WOHNEN

A 5,50 € • CH 8,00 sfr • BeNeLux 5,90 € I/E/P(cont.)/SLO/SK: 6,90 €

homes4future

FACH SCHRIFTEN VERLAG


Warum wir mit Holz bauen. Holz ist ein natürliches Wohlfühlmaterial und anderen Baustoffen zum Bau eines hochgradig energieeffizienten Hauses überlegen. Wegen seiner hohen Dämmeigenschaft, seiner Langlebigkeit und seiner Fähigkeit CO2 zu binden, entscheiden sich immer mehr Menschen für den nachhaltigen Baustoff Holz und ein Effizienzhaus aus unserer Haus-Manufaktur.

www.rensch-haus.com


#editorial

#H4F

Wohnen als Gefahr? „Gesundheit ist das höchste Gut“, heißt es so schön. Welche bessere Zukunftsvorsorge könnte es also geben, als auf die eigene Gesundheit zu achten. Und erst recht auf die seiner Kinder. Sicher passiert da auch einiges: Man geht selbstverständlich zu jeder Vorsorgeuntersuchung, achtet auf gesunde Ernährung und im Idealfall auch darauf, dass der Nachwuchs genügend Bewegung an der frischen Luft hat. Aber wie sieht es dort aus, wo sich Menschen hierzulande die meiste Zeit aufhalten: in den häuslichen vier Wänden? Leider nicht so gut! In frisch renovierten oder neu gebauten Kinderzimmern herrschen häuig besonders hohe Schadstoffwerte. Das hat eine Messreihe des Sentinel Haus Instituts ergeben. Bis zu 15 Mal mehr Schadstoffe als im wohngesunden Vergleichsraum beinden sich demnach im Kinderzimmer mit Standardbaustoffen. Nach den Empfehlungen des Umweltbundesamtes ist eine solch schlechte Luft hygienisch bedenklich. Doch es gibt Abhilfe: Mit emissionsgeprüften, wohngesunden Bauprodukten, Möbeln und Reinigungsmitteln können Eltern viel für die Gesundheit der ganzen Familie tun. Denn eine unbelastete Umwelt im Haus ist natürlich auch für Erwachsene wichtig. Die Mehrkosten von wenigen Euro für gute Produkte liegen weit unter den Kosten einer oft langwierigen Krankheit. Es lohnt sich also, bei der Auswahl von Baustoffen genau hinzuschauen und diese hinsichtlich ihrer Eigenschaften und Verträglichkeit für den Menschen auf den Prüfstand zu nehmen. Worauf es sonst beim gesunden Bauen und Wohnen ankommt, erläutern wir ausführlich im Rahmen unseres Topthemas in dieser Ausgabe. Nicht zuletzt stellen wir zwei gelungene Beispiele vor, wie Baufamilien dies in die Tat umgesetzt haben. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Gerd Walther, Redakteur

Günstige Aktionshäuser, Festpreisgarantie und transparente Angebote bis zum schlüsselfertigen Objekt: Familie Späth hat sich den Wunsch vom individuellen und bezahlbaren Zuhause schon erfüllt. Wann sprechen wir über Ihre Träume?


#klimaneutral_heizen_und_kühlen

INHALT #heizsysteme

#gesund_bauen_und_wohnen

#1haus4meinungen

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#optimal regenerativ Das smarte Hochefizienzhaus von Jürgen Leppig heizt und kühlt klimaneutral.

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#vorher_nachher Mit Herzblut und viel Eigenleistung modernisierte die Baufamilie ein Siedlungshaus aus den 50er-Jahren zu einem Schmuckstück mit hoher Energieefizienz.

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#badausstattung Energie und Wasser sparen – ohne Komfortverzicht.

#raumkühlung Mithilfe von moderner Haustechnik für angenehm temperierte Räume sorgen.

#ökologische heizsysteme Am besten natürlich regenerativ – aber welches passt zu welchem Haus?

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#sommerlicher wärmeschutz Schon beim Bau können effektive Maßnahmen getroffen werden, dass die Hitze draußen bleibt.

#inhalt

knowhow

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praxisnah gedacht Gesund wohnen und gesund arbeiten – in einem Haus.

gut für mensch und umwelt Sechs wichtige Aspekte, die beim gesunden Bauen und Wohnen beachtet werden sollten.

teamleistung Im Interview erklärt Schwörer Haus Geschäftsführer Johannes Schwörer, warum er externe Kontrollen für wichtig hält.

haus mit zukunft Ein wohngesundes und ökologisches Haus baute Familie Roth – und ist stolz auf ihren kleinen CO2-Fußabdruck.

ansichtssachen

#sommerlicher_wärmeschutz

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topthema #gesund_bauen_und_wohnen

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#1haus_4meinungen Die Redaktion von #H4F hat das Musterhaus „Alona“ genau im Detail betrachtet.

#mein_beitrag Layouterin Suzi Tempes stellt ihre Reinigungsmittel selbst her. Das spart Geld und Raum – und macht sogar Spaß.

#editorial #facts+trends #grün+genial #ausblick+impressum

homes4future 3/2021 #H4F

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#gemeinsam klimaneutral In Stuttgart hat eine Baugemeinschaft auf einem städtischen Abbruchgelände ein sozial und ökologisch vorbildliches Konzept umgesetzt.

service

futurehomes

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Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall, www.schwaebisch-hall.de

MILLION

ÖKOLOGISCHE BAUSTOFFE

GEPRÜF T UND GEFÖR DERT Ökologische Baustoffe schonen die Umwelt und verbessern die CO2-Bilanz. Holz ist dabei führend und wichtiger Baustoff der Zukunft. Aber auch Lehm, Kork oder Hanf sind Alternativen und können – etwa auch zum Dämmen – eingesetzt werden.

Seriöse Ökosiegel wie Blauer Engel, Eco Institut, IBU oder Nature Plus schaffen für Bauherren einen Überblick und informieren über die Qualität der alternativen Baustoffe. Die Bau- und Dämmmaterialien Lehm, Kork oder Hanf sind in der Regel teurer als konventionelle Baumaterialien, dafür aber förderfähig. Zum Dämmen eignen sich auch Flachs, Stroh und Schafwolle. Bauherren müssten laut Experte Thomas Billman „rund ein Fünftel mehr an Material- und Verarbeitungskosten einplanen. Ein Teil dieser Mehrkosten könne aber durch staatliche Förderprogramme wieder eingespart werden“. w w w. s c h w a e b i s c h - h a l l . d e

Gebäudesanier ungen pro Jahr forder t ein A k tionsbündnis b estehend aus A rchitek ten der Bundesarchitek tenkammer, B au exper ten der D eu tschen Gesellschaf t für nachhaltiges B auen und Umweltschü t zer n der D eu tschen Umwelthilfe für den K limaschu t z . W ichtig sei eine schnelle S anier ungswelle, um die Ziele zu erreichen. B is 20 3 0 müssten die E missionen aus dem Gebäudesek tor um mindestens 6 6 Prozent sinken und bis 205 0 der gesamte Gebäudeb estand k limaneu tral sein. w w w. d g n b . d e

KLIMABILANZ 2020 Mitte März legte das Umweltbundesamt die Emissionsdaten von 2020 vor. Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur, bewertet die Zahlen als deutlich erfreulicher als noch vor wenigen Jahren. In allen Bereichen zeichne sich ein Fortschritt ab, die Maßnahmen der letzten Jahre zeigten Wirkung. Trotzdem sei klar, dass im Gebäudebereich noch viel Potenzial stecke, das unter anderem etwa durch serielles Sanieren oder eine Steigerung der Gebäudeefizienz genutzt werden könne. w w w. d e n a . d e


WIR BAUEN IHR ZUHAUSE INDIVIDUELL · NACHHALTIG · INNOVATIV

INDIVIDUELL WIE SIE AUS HOLZ

Das beste Baumaterial kommt aus der Natur, darum bauen wir mit Holz – weil es nachwächst und CO 2 bindet. Damit setzen wir das Fundament für Nachhaltigkeit und den ökologischen Fußabdruck. In unseren drei Hausbau-Manufakturen in Deutschland bauen wir Lebensräume, in denen Sie sich wohl und geborgen fühlen. Wir waren die Ersten in der Branche, die Plusenergie konsequent in den Serienstandard erhoben haben. Die perfekt gedämmte Gebäudehülle und das optimal abgestimmte Energiemanagement machen KAMPA Bauherren zu Selbstversorgern und sichern höchste staatliche Förderung. Das innovative KAMPA E&H System wurde sogar mit dem einzigartigen Systemzertiikat von Viessmann ausgezeichnet.

www.kampa.de


#facts+trends

ENERGIE SPA REN

T I PP S F Ü RS HOM EOF F ICE Seit Beginn der Pandemie arbeiten viele Menschen im Homeofice. Die Folge: ein erhöhter Stromverbrauch. Hier ein paar Tipps für klimafreundliches und stromsparendes Arbeiten zu Hause: Arbeiten Sie möglichst mit einem Laptop. Dieser benötigt im Schnitt nur ein Viertel der Energie wie ein herkömmlicher Desktop-PC. 1

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SO GEH T‘S W EI T ER Zum Jahresende 20 20 endete die Einsp eisevergü tung für Photovoltaikanlagen , die im Jahr 20 0 0 ans Net z ge gangen sind. Mit de m IB C-S olar re chner können sich deren B esit zer nun kostenfrei über Mö glichkeiten der A nlagennu t zung nach A blauf der E EG-Förder ung informieren. Nach A ngabe bestimmter Parameter, z .B . dem Jahr der Inb etriebnahme, der A nlagengröße oder dem S tromver brauch im Haushalt , werden unter B er ücksich tigung von Umweltk riterien und Rentabilität fünf O ptio nen für einen ökolo gischen und wir tschaf tlichen Weiterbetrieb er mit telt . w w w.i b c-so l a r.d e /u e20 -r e c h n e r

homes4future 3/2021 #H4F

FÖR DERU NGEN GEBÜ N DELT Seit Jahresbeginn gibt es ein neues Programm für die vielfältigen Förderungen der Bundesregierung im Gebäudebereich. Das erste Teilprogramm „Bundesförderung für efiziente Gebäude“ (BEG) bezuschusst seit Januar Einzelmaßnahmen für die Verbesserung der Energiebilanz im Sanierungsbereich, z.B. den Austausch einer alten Heizung durch eine Wärmepumpe. Ab Juli wird es „zur eigentlichen Förderung neue Boni geben, die Investitionen in mehr Energieefizienz noch lohnender machen“, so Dorothee Fritsche von der Initiative Wärme+. Hinzu kommen ab der Jahresmitte auch zinsgünstige Kredite sowie Zuschüsse für den Neubaubereich über die BEG. Ausführliche Infos gibt es unter w w w.w a e r m e - p l u s . d e , w w w. b a f a . d e / b e g

Schalten Sie den InternetRouter über Nacht aus oder aktivieren Sie den Energiespar-Modus des PCs. 2

3 Konferenzen ohne Kamera abzuhalten, reduziert die Emissionen um 96 Prozent.

Ein Arbeitsplatz nahe am Fenster nutzt das Tageslicht. 4

5 Deaktivieren Sie den Bildschirmschoner, sonst wird der PC nicht in den sparsameren Ruhezustand versetzt. Für längere Pausen empiehlt sich der Ruhemodus.

Es lohnt sich, vorausschauend fürs leibliche Wohl zu sorgen und den Kaffee in einer Thermoskanne warmzuhalten oder etwa das Mittagessen in größeren Mengen vorzukochen und aufzuwärmen. 6

Und zu guter Letzt: Nach getaner Arbeit die Hardware mit einer schaltbaren Steckdosenleiste vom Netz nehmen. 7

w w w. h e a .d e


Gebäude mit hoher gestalterischer Qualität, innovativen Lösungen und einer ganzheitlichen Nachhaltigkeit stehen im Fokus des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Architektur, der dieses Jahr bereits zum neunten Mal an den Start geht. Bewerbungen sind bis 15. Juni 2021 über einen Online-Fragebogen möglich. Eine Jury entscheidet über die Einsendungen und ermittelt das Siegerprojekt. Die Preisverleihung indet am 3. Dezember 2021 in Düsseldorf statt. w w w. n a c h h a l t i g ke i t s p r e i s . d e /a r c h i t e k t u r, w w w. d g n b . d e

Positive Energie ... ... kann man nie genug haben.

GU T BER AT EN Wie Verbraucher beim Wasserverbrauch sparen können, das weiß Martin Brandis, Energieexperte der Verbraucherzentrale. Er erklärt: „Sparsam sind Haushalte, die weniger als 30 Liter pro Person und Tag verbrauchen. Wer darüber liegt, hat in der Regel erhebliche Einsparmöglichkeiten.“ Ein nützlicher Energiespartipp ist etwa der Einsatz eines Sparduschkopfes, mit dem der Warmwasserverbrauch um bis zu 50 Prozent reduziert werden kann. Dafür sollte der Duschkopf einen Wasserdurchfluss von weniger als 9 Litern pro Minute haben. Viele weitere Tipps erhalten Verbraucher direkt bei der Energieberatung, die online, telefonisch oder auch persönlich bei Fragen rund um den efizienten Einsatz von Energie in Privathaushalten berät. w w w.ve r b r a u c h e r z e n t r a l e - e n e r g i e b e r a t u n g . d e

Home4Future im Standard. Alle unsere Häuser sind mit ökologischer Gebäudehülle, Photovoltaikanlage, Energiespeicher, Frischluft-Wärmetechnik und smarter Haussteuerung ausgestattet. weberhaus.de

Einer repräsentativen Umfrage von Forsa unter 1506 Personen ab 18 Jahren zufolge sehen 65 Prozent der Frauen und 54 Prozent der Männer einen Verbesserungsbedarf bei der Verwendung recycelter oder recycelbarer Baustoffe. Um die Wiederverwertung zu unterstützen, wären sogar 56 Prozent der Befragten bereit, mehr dafür zu bezahlen. Und selbst eine höhere Besteuerung käme für 40 Prozent der Teilnehmer als Maßnahme für die Durchsetzung einer konsequenten Wiederverwendung infrage. w w w. b h w- p r e s s e d i e n s t . d e

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#facts+trends

FERTIGHÄUSER

homes4future 3/2021 #H4F

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GEF R AGT W I E N I E Nach Angaben des statistischen Bundesamtes betrug im Jahr 2020 der Anteil der Fertighäuser von insgesamt 105 962 neu genehmigten Ein- und Zwei-Familienhäusern 22,2 Prozent und war damit so hoch wie nie. 2019 wurde mit 20,8 Prozent erstmalig die Marke von 20 Prozent überschritten. Hans Volker Noller, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Fertighaus, sieht den Grund „in einer sicheren Festung in zunehmend unsicheren Zeiten“. Ebenso sei es nicht nur eine Investition in die Zukunft der Baufamilie, sondern wegen des nachwachsenden Baustoffs Holz und dessen überdurchschnittlichen Energieefizienz auch eine Entscheidung für die Zukunft unserer Umwelt. w w w.f e r t i g h a u s w e l t . d e

I N T ELLIGEN T V ERGL AST In Karlsruhe wurde der Gebäudekomplex FC Campus mit einer innovativen, weltweit einzigartigen „Smartphone“-Glasfassade umgesetzt. Das architektonische Element ist eine in den Glasaufbau integrierte Folie mit interaktiven Flüssigkristallen, die, ohne Beeinträchtigung der freien Durchsicht, eine sensorgesteuerte Verringerung von Licht- und Wärmeeintrag ins Gebäude ermöglichen. Trotz seiner großflächigen Verglasung ohne Verschattungselemente muss das Gebäude auch im Hochsommer kaum gekühlt werden. w w w. 3 d e l u xe . d e

KLIMABEWUSST HEIZEN

D E R U M W E LT Z U L I E B E

TA RIF Z Ä H LT

PROA K T I V Ü 6 0

79 Prozent der Ökogastarife sind Klimatarife ohne den Bestandteil Biogas. Bei ihnen werden die verursachten CO2-Emissionen lediglich kompensiert. Bei 18 Prozent aller Ökogastarife stammt zumindest ein Teil aus Biogas, nur ein Anteil von drei Prozent basiert komplett auf Biogas. Dazu zählt zum Beispiel das durch den TÜV Nord zertiizierte „Wirklich Ökogas“ von Polarstern.

Eine Forsa-Umfrage unter 1 506 Personen im Oktober 2020 im Auftrag der CosmoDirekt ergab, dass es mit zunehmendem Alter für wichtiger erachtet wird, einen Beitrag für die Umwelt zu leisten. So entwickelt sich der prozentuale Anteil von 79 Prozent bei den 18-29-Jährigen über 81 Prozent in der Altersgruppe der 30-44-Jährigen und 85 Prozent bei 45-59-Jährigen hin zu 90 Prozent bei Menschen über 60 Jahren.

w w w. p o l a r s t e r n - e n e r g i e . d e

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S o la r ko ll e k to re n e ro b e r n e in e n n e u e n Le b e ns rau m: d e n Ga r te nz au n . E in E l e m e nt m i t e in e r B re i te vo n 2 , 3 0 M e te r n e r ze u g t im Ja h r r u n d 375 k W h S t ro m . B e i e in e r Z au nlä n g e vo n 3 0 M e te r n sin d d as r u n d 4 8 91 k W h , was in e t wa d e n S t ro mve r b au c h e in e r v i e r kö pf ig e n Fa mili e d e c k t . D a b e i g e nü g t di f f us e s L i c ht . M i t D u p l e x S o la r aus Ve r b u n d si c h e r h e i tsglas las s e n si c h di e E l e m e nte s o g a r b e i ds e i t i g nu t ze n . D i e H ö h e vo n b is zu 1, 6 0 M e te r n e r m ö gli c ht au c h d e n E ins at z als S i c hts c hu t z . We i te re O pti o n e n sin d S o la r-Te r ras s e n /- B alko n g e lä n d e r o d e r S o la r- C a r p o r ts . M ö c hte m a n ni c ht in d e n e ig e n e n S o la r z au n inve s ti e re n , k a n n m a n di e s e n au c h m i e te n . w w w. s o l a r c a r p o r t e . d e /s o l a r z a u n

GUT VORBEREITET SEIN

M EH R PRI VAT E L A DES TAT IO N EN Das am 5. März beschlossene Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) regelt Rahmenbedingungen zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Wohn- und Nichtwohngebäuden. So muss beim Neubau und größeren Renovierungen von Wohn- und Nichtwohngebäuden künftig eine bestimmte Anzahl von Elektroinstallationsrohren (Leerrohren) zur Aufnahme der Energieversorgungs- und Datenleitungen vorgesehen werden, um den nachträglichen Einbau von Wallboxen zu erleichtern. Ein- und Zweifamilienhäuser mit weniger als fünf Stellplätzen sind davon nicht betroffen. Aufgrund steigender E-Mobilität, wird aber empfohlen, auch diese zu berücksichtigen.

#facts+trends

EN ERGI E I M Z AU N

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Der SonnenLicht Manager


#zusammenplanen #nachhaltigbauen #gemeinschaftlichleben


Große Fensterflächen, die vorgegraute Fichtescha­ lung und Teilflächen in Streckmetall prägen die Fassade des Flachdach­ gebäudes.

futurehomes #baugemeinschaft

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Baugrund ist in Städten rar und teuer. Gemeinden suchen deshalb nach alternati­ ven Ansätzen. In Stuttgart bekam die Bau­ gemeinschaft MaxAcht auf einem städ­ tischen Abbruchgelände die Chance, ihr sozial und ökologisch vorbildliches Kon­ zept umzusetzen.

homes4future 3/2021 #H4F

GEMEINSAM KLIMANEUTRAL


Baugrund im urbanen Raum ist knapp, nicht bezahlbar oder in Großstädten wie Stuttgart so gut wie nicht vorhanden. Mit alternativen Konzepten versucht man dort gegenzusteuern. So hat die Gemeinde inzwischen mehrfach auf kommunalen Grundstücken Parzellen für Baugemeinschaften zu vergünstigten Preisen bereitgestellt. Ein Paradebeispiel: das Olga-Areal, auf dem nach dem Umzug und Abriss des ehemaligen Kinderkrankenhauses eine große, innerstädtische Baufläche frei wurde. Nach einem Auswahlverfahren kam dort unter anderen die Baugemeinschaft MaxAcht zum Zug. Sie hatte sich von Anfang an einen hohen ökologischen Anspruch auf die Fahne geschrieben und entschied sich deshalb für eine Gebäudehülle mit viel Holz. Die spezielle Konstruktion der Massivholzelemente verzich-

tet komplett auf Leim und Metall und schafft so die Grundlage für eine wohngesunde Umgebung. Obwohl Keller und Treppenhaus aus Beton hergestellt sind, gelang es durch den hohen Anteil am nachwachsenden Baustoff Holz, ein CO2-neutrales Gebäude zu errichten. Das natürliche Material ist innen wie außen erlebbar. Die Fassade besteht aus vorgegrauter Fichtenschalung und im Hausinnern tragen die sichtbar belassenen Holzoberflächen zu einem ausgeglichenen Wohnklima bei. Die Organisierung des Projekts als Gemeinschaft ermöglichte es auch Bauherren mit kleinerem Budget teilzunehmen. Gemäß der Vorgabe der Stadt Stuttgart wurden weitere soziale Kriterien erfüllt. So sind zwei Wohnungen öffentlich geförderte Eigentumswohnungen und zwei weitere sind Inklusionswohnungen. Im Erdge-

„Der Aufwand hat sich gelohnt – auf jeden Fall. Der gemeinsame Zehnjahresprozess beinhaltet auch jede Menge Lebenserfahrung.“ Fazit Baugemeinschaft MaxAcht

VARIABEL NUTZBAR

Alle Böden im Haus sind als Sichtestrich ausgeführt. Das hat nicht nur optische Gründe, sondern ist auch recyclingmäßig vorteilhaft, da später kein Bodenbelag entsorgt werden muss.


futurehomes #baugemeinschaft

Holz spielt nicht nur konstruktiv eine wichti­ ge Rolle, sondern auch in der Innengestaltung. So treten die Massiv­ holzelemente an den Decken und teilweise an den Wänden offen zutage.

Nachgefragt bei SCHLAFEN 13

WC BAD 2 5

Architekt Oliver Hilt, architekturagentur

WOHNEN ESSEN/ KOCHEN 48,5

SCHLAFEN 13,5

TREPPENHAUS/ EINGANG 17

BAD 4,5 WOHNEN ESSEN/ KOCHEN 50

WC 2

DU 3

BAD 3,5

GEMEINSCHAFTSRAUM 51

SCHLAFEN 12,5

1. OG

SCHLAFEN 14

BAD 4,5

WC 2

SCHLAFEN 12

WOHNEN ESSEN/ KOCHEN 44

LOGGIA

SCHLAFEN 11,5

SCHLAFEN 12

HWR 11

SCHLAFEN 14,5

TREPPENHAUS 12,5

BAD/ FLUR 11,5 SCHLAFEN 13 LOGGIA

SCHLAFEN 15,5

SCHLAFEN 14,5

LOGGIA

BAD/FLUR 7,5

WOHNEN ESSEN/ KOCHEN 45

BAD 6

SCHLAFEN 16

WOHNEN ESSEN/ KOCHEN 33

Welche planerischen Besonderheiten gab es aufgrund der gemeinschaftlichen Bauaufgabe? Die Vielzahl der einzelnen Bauherren sorgte für einen erhöhten Betreuungsaufwand, um die einzelnen Wünsche erfüllen zu können. Zugleich mussten aber alle Beteiligten zum Wohle aller gute und konstruktive Kompromisse erarbeiten. Insgesamt kam dieser Einsatz einer deutlich vielfältigeren und qualitativ hochwertigeren Art zu bauen zugute. Welche ökologischen Aspekte spielten bei der Planung eine Rolle? Das Gebäude sollte schon mit der Fertigstellung CO2 neutral errichtet sein. Darüber hinaus wurde von den Bauherren ein hoher energetischer Standard (KfW 55) gewünscht, gepaart mit einem besonderen Fokus auf eine wohngesunde Innenraumqualität. Das Gebäude ist zudem so geplant, dass es in ferner Zukunft sortenrein recycelt werden kann. Wie wurden diese Ansprüche umgesetzt? Kern des Gebäudes ist die leimfreie Massivholzbauweise der tragenden Geschossdecken und der Außenwände. Diese diffusionsoffene Bauweise schafft ein hohes Maß an Behaglichkeit für die Bewohner. Durch die rein mechanischen Verbindungen dieser Bauteile können sie später auseinandergenommen und weiteren Prozessen zugeführt werden. So entsteht ein klimaneutraler Stoffkreislauf.

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SCHLAFEN 13

homes4future 3/2021 #H4F

EG

18,35 m

22,04 m


futurehomes #baugemeinschaft

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INDIVIDUELL & GEMEINSAM

homes4future 3/2021 #H4F

Für Schalter und Steckdosen im ganzen Haus wähl­ ten die Architekten den Designklassiker „LS 990“, der gut mit den verschiedensten Einrichtungsstilen harmoniert. w w w. j u n g . d e Das zentrale Treppenhaus wurde aus Beton errichtet und präsentiert seine rohe Materialität ganz selbst­ bewusst in der angrenzenden Küche.

„So sollte Wohnungsbau sein – selbstverständlich, nachhaltig, sozial und in einem dialogischen Prozess entwickelt.“ Jurybegründung, Staatspreis Baukultur Baden­Württemberg


Während die Bäder in den restlichen Stockwerken fensterlos sind, bringt in der obersten Etage ein Dachfenster natürliches Licht in den Raum.

Fotos: Henrik Schipper / www.jung.de, Klaus Schaeffer, architekturagentur

schoss beindet sich ein gemeinschaftlich genutzter Aufenthaltsraum mit Küche und angrenzendem Freibereich – Basis für eine lebendige Hausgemeinschaft, in der generationenübergreifend miteinander gelebt und gefeiert wird. Die insgesamt elf Wohneinheiten sind von unterschiedlicher Aufteilung und Größe und bieten Platz für ein bis vier Personen. Das Gebäude ist barrierefrei konzipiert und dabei so

gestaltet, dass die Grundrisse im Laufe der Zeit anpassbar sind, etwa indem bei den großen Wohnungen Bereiche abgeteilt werden, zum Beispiel für häusliches Pflegepersonal. Und wie gestaltet sich nun das Zusammenleben? „Im Prinzip unkompliziert“, resümiert die Baugemeinschaft. „Es gibt zahlreiche vielfältige Begegnungen, wobei uns wichtig ist, dass alles auf freiwilliger Basis erfolgt. Jeder kann teilnehmen an gemeinschaftlichen Aktivitäten, muss aber nicht. Das sind zum Beispiel Kaffeerunden im Gemeinschaftsraum oder davor im Freien, After-Work-Bier, Fernsehen mit Beamer im Gemeinschaftsraum. In der Coronazeit kochen einzelne Parteien für andere mit, d.h. fünfmal essen, einmal kochen. So ist Homeofice mit Kindern besser zu bs#H4F vereinbaren.“

DATEN + FAKTEN Planung: architekturagentur Breitscheidstraße 131a 70176 Stuttgart, Tel. 0711/46921930 www.architekturagentur.de Hersteller: holzius GmbH Kiefernhainweg 96, I-39026 Prad Tel. 0039/0473/618185 www.holzius.com Konstruktion: leim- und metallfreie Massivholzbauweise mit StahlbetonTreppenhaus, Fassade aus vorgegrauter Fichtenschalung, U-Wert Außen-

wand 0,194 W/m2K, Flachdach, U-Wert 0,089 W/m2K, Holzfenster mit Wärmeschutzverglasung, Ug-Wert 0,8 W/m2K Technik: Wärmeversorgung über Blockheizkraftwerk im Quartier, Abluftanlage und Frischluft-Nachströmung über Fensterfalzlüfter Energiebedarf: Primärenergiebedarf: 30,4 kWh/m2a Endenergiebedarf: 50,3 kWh/m2a KfW-Efizienzhaus 55 Gesamtwohnfläche: 1 050 m2

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