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Bauen & Renovieren 1/2024

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Anbau | Umbau | Innenausbau | Dach | Fassade | Haustechnik | Wohnen | Garten 1-2

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Geld sparen und Klima schützen

 Smart Home

Kaufentscheidung: 33 SmartHome-Systeme im Vergleich

 Einbruchschutz

Dunkle Jahreszeit: So sichern Sie Ihre Immobilie gegen Langfinger

 Hybride Heiztechnik

Idee: Wärmeerzeuger koppeln für eine zukunftsfähige Heizung

Spezial: Wasserbehandlung

Glasarchitektur

Genießen Sie den neuen Wohnraum, der durch Glasanbauten entsteht. Wir präsentieren attraktive Beispiele

Fassadendämmung

Energiesparen und Gebäudehülle aufwerten: Eine Gründerzeit-Villa erstrahlt in neuem Glanz T olle Rätselpreise: Praktische Akku-Textilreiniger zu gewinnen


..und alles begann mit einem:

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Titelfotos Tom Philippi, Weinor, Brillux

Odyssee Wärmepumpe D Carsten Steinke Chefredakteur

ie Wärmepumpe soll ja das Allheilmittel sein, aber auf Irrfahrt durch das Mittelmeer möchte ich mich mit der Technik nicht begeben. Irrfahrt ist an dieser Stelle das Stichwort. Haben Sie schon einmal versucht, für eine Wärmepumpe nach zweieinhalb Jahren Betrieb, einen Handwerker für eine Wartung zu bekommen?! Ich schon. Glauben Sie mir, der Begriff Irrfahrt umschreibt das Unterfangen am besten. Kurz umrissen, die Wärmepumpe kommt von einem bekannten Hersteller aus Allendorf (Eder), der jüngst seine Klimatechniksparte samt des Wärmepumpen-Geschäfts an den US-Konzern Carrier Global verkauft hat. Die neun angesprochenen Handwerker stammen aus der Region Stuttgart und sitzen im nahen Umfeld zum WärmepumpenStandort. Sie stammen allesamt aus der „Partner-vor-Ort-Suche“ mit der Spezialisierung „Wärmepumpe“ von der Website besagten Herstellers. Und das ist die Ausbeute: Erster Handwerker: ein klares Nein, das machen wir nicht. Beim zweiten Handwerker war

das Telefon ebenso kurz und das Ergebnis das Gleiche: Ein Nein. Der dritte Handwerker sagt: „Da dürfen wir nicht hinlangen“, und verweist auf den Werkskundendienst. Anruf Nummer 4: Nein. Anruf Nummer 5, Sie ahnen es: Nein. Dieser Handwerker ergänzte, dass er wenig Personal habe und schon Wartungsaufträge von Stammkunden abweise müsse. Auch der Werkskundendienst könne in diesem Jahr nicht helfen. Handwerker Nummer 5 habe eine Mail von besagtem Hersteller erhalten, die besagen soll, dass der Werkskundendienst in 2023 für Wartungen und Störungen nicht zur Verfügung stehen würde. Grund: Im Süden fehlten Techniker. Handwerker 6 bemerkte, dass er in 2023 nur fünf Fragen nach einer Wärmepumpen-Wartung erhalten habe. Er wolle sehen was geht. Also ein Nein in Wartestellung. Nummer 7 und 8: Nein. Nummer 9 wollte ebenfalls schauen was geht. Am Ende: Ein Vormittag, gefüllt mit Handwerker-Gesprächen. Ergebnis: Nein. Was nun, Herr Viessmann?


Themen & Seiten

12 Hybridheizung: So funktioniert das System, wenn zwei Wärmeerzeuger gekoppelt werden, um das Eigenheim zu beheizen.

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PV an Balkon und Fassade Vor allem Balkonkraftwerke sind derzeit gefragt wie noch nie. Wir stellen Ihnen ein hochwertiges PV-System für den Balkon aus der Schweiz vor, das als Sonnenfänger und Balkonverkleidung dient. Ein Batteriesystem für Balkonkraftwerke speichert Strom, lesen Sie mehr über die Montage. Abgerundet wird das Thema durch eine innovative PV-Fassade, die auch bei Schnee viel umweltfreundlichen Strom liefert.

52 Heizgesetz: Biogenes Flüssiggas ist im GEG als Erfüllungsoption ausdrücklich zugelassen und damit eine Alternative.

Tipps & Trends  Tapete reflektiert Infrarotwärme 6  Lehmbaustoff feiert ein Öko-Comeback 8  Bundesregierung verbessert die Neubauförderung 11

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Einbruchschutz 54 Schieben Sie Verbrechern einen Riegel vor Garten & Außenanlagen 58 Kraftschonendes Arbeiten mit der Kehrmaschine

Heiztechnik 12 Hybridtechnik: Wenn zwei Wärmeerzeuger im Team arbeiten 18 Wärmepumpe-Kaskade plus PV = Unabhängigkeit 20 Klartext: Lohnt sich eine Hybridheizung? 22 Fußbodenheizung mit nachhaltiger Dämmung 24 Praxisbeispiel: Brennstoffzelle liefert Strom und Wärme

Gewinnspiel 60 Das hässlichste Garagentor Deutschlands gesucht Glasarchitektur 62 So erweitern Sie Ihren Wohnraum mit Glas Bauen mit Holz 66 Ein schönes Ensemble in Montabaur

Smart Home

26 Einfamilienhaus mit solidem KNX-System 28 Vergleich: Verschiedene Smart-Home-Systeme im Check 36 Energie sparen mit WLAN

Fassadendämmung 68 Dämmstoffe im Porträt 70 Der Charme der Gründerzeit 72 Wertsteigerung inklusive

Titelthema: PV an Balkon und Fassade 38 Balkonkraftwerk und -verkleidung in einem Produkt 44 Clever: Ein Batteriesystem für den Balkon 48 Innovative PV-Fassade aus Österreich 50 Neues aus der Photovoltaikbranche

Preisrätsel 78 Akku-Textilreiniger für Haus und Auto zu gewinnen

Erneuerbare Energien

Neu & Interessant 80 Produktvorstellungen

BLAUE SEITEN

57 www.renovieren.de Unser Online-Service für Sie 83 Impressum und Hersteller-Adressen

52 Biogenes Flüssiggas als GEG-Option

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Leser-Service

WASSERBEHANDLUNG

Redaktions-Kontakt Bauhelden Media GmbH & Co. KG Bauen & Renovieren Welfenstraße 19, 70736 Fellbach Tel.: 0711/5206-275 (Assistenz) Tel.: 0711/5206-263 (Chefred.) Fax: 0711/5206-300 E-Mail bauen+renovieren@bauhelden.media

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Bauen & Renovieren 1-2/24

Abo-Service Telefon: 0711/5206-301 Telefax: 0711/5206-307 E-Mail: abo@bauhelden.media Heft-Bestell-Service www.fachschriften-verlag.de/ zeitschriften Mitglied im:

E-Paper-Bestell-Service im Internet Unter folgendem Link können Sie diese oder andere Zeitschriften auch als E-Paper (digitales Heft) bestellen: www.fachschriften-verlag.de/epaper Sämtliche Internet- und E-Mail-Adressen im Online-Heft sind verlinkt. Einfach draufklicken. Zusätzliche und hochwertige Renovier-themen zum Nachlesen erhalten Sie auf unserer Homepage www.renovieren.de.

BAKA Bundesverband Altbauerneuerung e.V.

Bau- und Renovierpraxis live Unser Internet-Angebot ermöglicht es Ihnen, sich auch auf ganz persönliche Themensuche zu begeben und bezüglich Ihres aktuellen Informationsbedürfnisses fündig zu werden. Auf www.renovieren.de finden Sie detailliert baubegleitende Foto-Dokumentationen und wir schauen Handwerkern bei der Ausführung der Arbeiten über die Schulter, Schritt-für-Schritt. Videos zu allen unseren Themen und mehr finden Sie auf unserem YouTube-Kanal youtube.de/renovieren.

Der direkte Weg ins Internet:


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Einbruchschutz: Einfache Maßnahmen, große Wirkung. So sichern Sie effektiv Ihr Eigenheim.

Glasarchitektur: Wintergärten, Glashäuser und Pergolen erweitern den Wohnraum.

Architektur mit Weißtanne-WowEffekt: So attraktiv kann das Bauen mit Holz sein.

Fassadendämmung: Wir stellen die gebräuchlichsten Wärmedämmstoffe für die Außenwände vor.

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Ob mit dem Tablet, dem Smartphone – oder per Sprachsteuerung teme moderne Smart-Home-Sys sind einfach zu steuern.

Smartes Zuhause

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Von Carsten Steinke

Sicherheit und es bringen den Nutzern Komfort, Smart-Home-Systeme Systeme mit unterwerden. Es gibt zahlreiche kann bares Geld gespart n für Sie angeschaut. . Wir haben uns die wichtigste schiedlichen Funktionen

ter, Wohnungs- und Hausbesiter möchte nicht gerne viel gezer selbst machen. Wie Geld sparen, wenn es davon spart werden kann, hängt ums Heizen geht?! Da Heizkosten und Leser ab, wie hoch die werden sicher fast alle der Nutzer bislang „Hier!“ ru- die Disziplin dieses Magazins laut Verbraucherzentrale allem in waren. Die fen. Verständlich, vor „Wenn es Ihnen – und schreibt dazu: der aktuellen Situation war, die Heizung sich um bisher zu lästig vor noch mehr, wenn es morgens e han- beispielsweis eine Öl- oder Gasheizung des Hauses hesehr ein- dem Verlassen delt. Wie das geht, ist werden Sie auf an runter zu drehen, fach. Die alten Thermostate finanzielle Eingegen jeden Fall eine So einfach den Heizkörpern werden ausge - sparung bemerken.“ neue smar te Regler mit einem das kann Geldsparen tauscht. Einfach ist dabei ystem sein.Wenn Smart-Home-S wenigen mit Schlagwort, denn die Heizungssteue jeder Mie- Sie nun für Handgriffen kann das

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Mit einem Bedienpanel wird das smarte Haus schnell und bequem gesteuert. Das Panel gibt es in untschiedlichen Größen. Bauen & Renovieren 1-2/24

Smart-Home-Systeme bringen den Nutzern Komfort, Sicherheit und es kann bares Geld gespart werden. Es gibt zahlreiche Systeme mit unterschiedlichen Funktionen. Wir haben die wichtigsten für Sie unter die Lupe genommen.

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Foto Marc Kurowski

Foto Badpunkt

Tipps & Trends

Holzenergiemesse in Verona

Badausstellung besuchen

Verona ist immer eine Reise wert. Und wer darüber hinaus noch Energiewissen sammeln möchte: Auf dem Messegelände von Verona Fiere findet vom 28. Februar bis 2. März 2024 die Progetto Fuoco statt, die weltweit größte Veranstaltung mit Schwerpunkt Wärme- und Energieproduktion mit Holzverbrennung. Die Veranstaltung ist weltweit die einzige internationale Messe, die den gesamten Bereich rund um das Heizen mit Holz bietet. Auf der Progetto Fuoco sind alle wichtigen Hersteller präsent. www.progettofuoco.com

Wenn Sie im Frühjahr Ihr Bad sanieren wollen, dann müssen Sie sich langsam mit der Planung befassen. Sie beginnen am besten bei einer Badausstellung. Eine erste Anlaufstelle ist die Firma Badpunkt mit ihren bundesweit 120 Ausstellungen. Neben vielfältiger Inspiration und Information über Marken und Produkte begleiten die Badexpertinnen und -experten die Besucherinnen und Besucher kompetent und persönlich

durch den Inspirations-, Beratungs- und Planungsprozess. Die ausgebildeten Badfachleute von Badpunkt unterstützen die Interessenten bei der Auswahl ihrer Einrichtung und passen die Beratung an individuelle Budgetvorstellungen, den Grundriss sowie die technischen Gegebenheiten des jeweiligen Bades an. Die Ausführung erfolgt anschließend durch das qualifizierte SHK-Fachhandwerk. www.badpunkt.de

Foto Egger

Tapete reflektiert Infrarotwärme

Foto Marburger Tapetenfabrik

Gut für den Winter gerüstet: Die Tapetenkollektion Celsius von Marburg arbeitet mit der Wärme, die Heizung und menschlicher Körper über Infrarotstrahlen abgeben. Doch während diese in den meisten Räumen über die Wände entweicht, wirft diese Tapete sie in den Raum zurück, der sich dadurch um behagliche zwei Grad Celsius wärmer anfühlt. Technischer Hintergrund: Die Tapete ist mit Aluminium-Pigmenten ausgestattet. Aluminium reflektiert Infrarotstahlung. www.marburg.com

Wasserresistenter Fußboden für Bad und Küche Materialvielfalt ist ein aktueller Trend bei der Raumausstattung. Die keramische Fliese ist eigentlich der Platzhirsch in Nassräumen. Doch jetzt tritt ein Wettbewerber auf, der diese Vormachtstellung zumindest teilweise in Frage stellen könnte. Der Tiroler Holzwerkstoffhersteller Egger hat einen wasserresistenten Fußboden entwickelt, der sich auch für Küchen und Bäder eignen soll. Der Laminatboden Aqua Clic it! schützt dank wasserdichtem Verlegesystem 24 Stunden vor eindringendem Wasser. Der Boden sei pflegeleicht und widerstandsfähig. Die Verlegung erfolgt über ein spezielles Klicksystem. www.egger.com

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Foto Sunshower

Verbesserte Förderung Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verbessert im Auftrag der Bundessregierung die Bedingungen für die Förderung „Wohneigentum für Familien“ (WEF) zum 16. Oktober 2023. Darauf weist Hanse Haus hin. Die Änderungen seien Teil des Maßnahmenpakets der Bundesregierung zur Unterstützung des Wohnungsbaus in Deutschland. Das zu versteuernde Jahreseinkommen wurde von bisher maximal 60 000 Euro auf 90 000 Euro bei einem minderjährigen Kind angehoben. Für jedes weitere minderjährige Kind im Haushalt erhöht sich die Einkommensgrenze um weitere 10 000 Euro. Zudem werden die von der Zahl der Kinder abhängigen Kredithöchstbeträge um bis zu 35 000 Euro angehoben. Durch die Änderungen liegt der finanzielle Fördervorteil, abhängig von der Förderstufe und der Anzahl der Kinder, künftig zwischen 170.000 und 270.000 Euro, siehe dazu auch der Kommentar auf Seite 11 in diesem Magazin. www.hanse-haus.de

Auszeichnung: Große deutsche Marke Sunshower zählt zu den großen deutschen Marken – und unterstreicht damit seine Innovationskraft bei der Entwicklung fortschrittlicher Produkte für den Bad- und Sanitärbereich. Mit der Publikation „Die großen deutschen Marken 2024“ prämierte der Rat für Formgebung bereits zum elften Mal herausragende Markenunternehmen in Deutschland. Die Präsentation der druckfrischen Ausgabe der Publikationsreihe fand am 12. Oktober 2023 im Rahmen einer festlichen

Design-Gala im Soho House Berlin statt. Ob gestalterischer Meilenstein der Designkultur oder herausragend durch eine technische Innovation: „Die großen deutschen Marken“ spiegeln die Exzellenz in der Markenführung in Deutschland wider. „Wir sind sehr stolz darauf, als Marke in diesem Kompendium der Erfolgsgeschichten für technische Errungenschaften und Innovationskraft vertreten zu sein“, erklärt Michael Tulp, Geschäftsführer von Sunshower. www.sunshower.de

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Heizung & Klima


Foto Tretford

Foto Klafs

Tipps & Trends

Fußböden als Designfläche

Die Tage werden kürzer und die nasskalten Wintermonate haben uns mehr oder weniger im Griff. Zeit für Gemütlichkeit und um Wärme und Ruhe zu genießen – Zeit, um das persönliche Immunsystem fit zu machen. Ein erholter, gestärkter Körper geht gelassener durch die Erkältungszeit. Dabei lässt sich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Denn immer mehr wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass regelmäßige Saunabesuche effektiv das Immunsystem stärken können. www.klafs.de

Sein Zuhause regelmäßig umgestalten Tretford-Teppich verändert den gesamund Dinge neu arrangieren? Frischen ten Raumeindruck. Wer bei der RaumWind in die vier Wände bringen und da- gestaltung flexibel bleiben möchte, greift bei trotzdem flexibel bleiben? Wie das zu Teppichfliesen und -dielen. Ob Wohngeht, sieht man hier. Es ist eine tolle Idee raum, Schlaf- oder Kinderzimmer – mit die große Fläche des Fußbodens als über 60 Farben sind der Fantasie keine kreative Designfläche zu nutzen. Grenzen gesetzt. Durch eine VerlegungsOb Teppichfliesen, -dielen, –bahnen oder möglichkeit ohne Klebstoff kann man abgepasste Teppiche, die Möglichkeiten, mit Tretford mutig zur Tat schreiten und das Farbspektrum und die Schnittfes- farbenfrohe Ideen ausprobieren und tigkeit des Materials bieten viele Vorteile. verwirklichen. www.tretford.eu

Loft-Schiebetüren aus Stahl und Glas Der Wohn- und Einrichtungstrend des Industrial-Style ist in den letzten Jahren bei Bauherren und Planern besonders beliebt. Er verbindet den rauen Industrie-Stil klassischer Loftwohnungen mit dem Anspruch an ein modernes, wohnliches Ambiente. Darüber hinaus werden offen gestaltete Wohnbereiche und lichtdurchflutete Räume stark nachgefragt. Hörmann greift beide Trends mit der Loft-Schiebetür aus Stahl und Glas auf und bietet eine elegante Lösung für eine moderne Raumaufteilung im Industrial-Style an. www.hoermann.de Bauen 8 I Renovieren 1-2/24 &

Lehmbaustoff: Der Klassiker feiert ein Comeback Lehm ist einer der ältesten Baustoffe der Welt, und in Zeiten, in denen es mehr denn je auf Nachhaltigkeit ankommt, feiert das Material ein Comeback. Die fünf Ziegelwerke des Mein-Ziegelhaus-Verbunds erweitern ihr Produktportfolio um innovative Lehmbaustoffe. Industriell vorgefertigte Stampflehnwände und Lehmsteine sollen künftig tragfähige und nichttragfähige Innenwände und Trockenbauwände ersetzen. Der natürliche Rohstoff ist nahezu unbegrenzt verfügbar. www.meinziegelhaus.de Fotos tdx, mein Ziegelhaus, Gerd Schaller

Foto Hörmann

Schwitzen hält fit und gesund


Foto Leda Werk

Foto Ökofen

Smarte Wärmepumpe

Kachelofen mit Garfach

Die Wärmepumpe Green Fox kann laut Anbieter Ökofen auf Basis von Wetter- und CO2-Daten, Börsenstrompreisen und Photovoltaik-Eigenproduktion erkennen, wann der Strom nicht nur günstig, sondern auch sauber ist. „So können Eigenheimbesitzer künftig ganz einfach und jederzeit selbst bestimmen, ob ihre Wärmepumpe maximal ökologisch oder maximal günstig arbeiten soll“, betont Ökofen in einer Pressemitteilung. www.oekofen.com

Schöne Kamine und Öfen haben fast den Charakter eines Möbels, die Modelle werden gleichzeitig immer multifunktionaler, wie man an diesem Beispiel sieht: Leda hat einen Kachelofen mit Garfach entwickelt, der die Kraft der Flammen nicht nur für die Bereitstellung von Raumwärme nutzt. Während unten im Feuerraum die Flammen tanzen, können im Aufsatz knuspriges Brot, duftender Kuchen oder ein Auflauf zubereitet werden. Für ein gutes Gelingen ist er nicht mit

einem Backblech, sondern mit einem Schamotte-Speicherstein ausgestattet. Der Guss-Aufsatz ist mit Schamotte ausgekleidet und hat ein elegantes FrontDesign dank doppelt verglaster Tür und Edelstahlgriff. Der besondere Clou: Der Aufsatz kann frontal oder rückwärtig auf dem Heizeinsatz verbaut werden. So kann dieser je nach Einbauwinkel direkt vom Wohnzimmer, der Essecke oder der Küche aus bedient werden. Das Feuer erleben und gemeinsam mit der Familie oder Freunden essen, werden so zum Mittelpunkt des geselligen Zusammenseins. Und so funktioniert’s: Die heißen Rauchgase der brennenden Holzscheite werden durch die zweischalige Bauweise um den geräumigen Aufsatz geführt. Bis zu 300 Grad Hitze werden dabei erreicht. Vollständig aus Guss hergestellt, bietet der Einsatz Platz für 50 cm lange Holzscheite. www.leda.com

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Für die kleinen Holzfäller

Schlechte Raumluft kann für Müdigkeit und Kopfschmerzen sorgen, doch Somfy und Netatmo haben ein Gegenmittel. Ab sofort können der Raumluftsensor sowie die Wetterstation von Netatmo in die Smart-Home-Zentrale TaHoma Switch integriert werden. Sobald der von den Geräten ermittelte CO2- oder Feuchtigkeitsgehalt einen kritischen Wert erreicht, öffnen sich die motorisierten Fenster automatisch. Alternativ erhalten die Nutzer eine Meldung auf der App, dass das Lüften jetzt angesagt ist. www.somfy.de

Für alle Kinder, die noch zu klein sind, um selbst zur Motorsäge zu greifen, gibt es jetzt eine verspielte Alternative. Die Timbersports Series ist ein von dem schwäbischen Motorsägenhersteller Stihl initiierter internationaler Holzfällerwettbewerb, bei dem seit 2001 sechs Disziplinen an verschiedenen Orten weltweit ausgetragen werden. Kleine und große Stihl-Timbersports-Fans, denen das Warten auf den nächsten Sportholz-

fäller-Wettkampf zu lang wird, können sich ab sofort die Zeit mit dem neuen Sonderset von Playmobil vertreiben: Das Set besteht aus drei Playmobil-Figuren im exklusiven Timbersports-Look sowie passendem Zubehör in Wettkampf-Optik. Damit ist auf alle Fälle jede Menge Spielspaß garantiert und die Zeit bis zum nächsten Aufeinandertreffen der Athleten vergeht im Nu. www.stihl.de

Foto Reisser

Mobile Wärmepumpen für Baustellen

Foto Atec, Neu Wulmstorf

Bei Bauprojekten stets die Terminplanung einzuhalten, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Besonders groß wird der Zeitdruck, wenn bereits der Winter vor der Tür steht. Soll der Baufortschritt dennoch vorangetrieben werden, bedarf es des richtigen Zubehörs. Die Wärmepumpe aus dem Hause Atec wird bei Hanse-Wärme als transportable Einheit auf einen Minitransporter mit Elektroantrieb gestellt. Mit ihrer Plug and Play-Technik ist die Anlage auf der Baustelle direkt einsetzbar. www.atec-abgas.de

Neuer Schulungsraum eingeweiht Wissen ist gut – Anwendung ist besser. Nach diesem Motto hat der SHK-Fachgroßhändler Reisser am Standort Wittenberg nun einen weiteren Energie Campus eingerichtet. Nach Tübingen ist es bereits der zweite voll funktionsfähige Schulungsraum, der es Handwerkern und Endkunden ermöglicht, Heiztechnik live zu erleben und zu testen. Ziel ist es, für das Thema Wärmepumpen zu sensibilisieren und das Fachpersonal am Puls der Zeit zu qualifizieren. In dem Schulungsraum wird an verschiedenen betriebsbereiten Anlagen geschult. www.reisser.de Bauen 10 I Renovieren 1-2/24 &

Foto Stihl

Foto Somfy

Tipps & Trends


Bundesregierung verbessert die Neubauförderung In der Geschichte der Bundesrepublik hat es fast immer eine Neubauförderung für Selbstnutzer gegeben. In jüngerer Vergangenheit war es der Paragraf 10 e im Einkommensteuergesetz, dann kam die Eigenheimzulage, die der Staat gewährt hat. Seit Abschaffung der Eigenheimzulage im Jahr 2006 gab es keine Neubauförderung mehr, die diese Bezeichnung verdient hätte. Der Grund für die Wohnbauförderung ist relativ einfach. In Deutschland war der Hausbau und Immobilienerwerb schon immer teuer und für Normalverdiener ohne staatliche Hilfe nur in Zeiten extremer Niedrigzinsen zu stemmen. Der aktuelle Anstieg der Zinsen und die stark steigenden Preise für Baumaterial haben die Situation für bauwillige Familien verschärft. Es steht außer Frage: Ohne staatliche Förderung können viele Menschen gegenwärtig kein Wohneigentum bilden. Die Folgen

sind gravierend. Die Bauwirtschaft, traditionell ein Konjunkturmotor, steckt in der Krise. Die Zahl neu gebauter Wohnungen wird sich 2024 drastisch verringern, gleichzeitig verschärft sich die Wohnungsnot, weil bezahlbare Mietwohnungen fehlen. Vor diesem Hintergrund ist es nur zu begrüßen, dass die Bundesregierung die Förderpolitik kürzlich auf eine neue Grundlage gestellt hat. Die Einkommensgrenze für einen stark zinsverbilligten KfW-Kredit wurde von einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 60 000 auf 90 000 Euro bei einem minderjährigen Kind erhöht. Für jedes weitere minderjährige Kind erhöht sich die Einkommensgrenze um weitere 10 000 Euro. Damit haben jetzt mehr Menschen Zugang zu preiswerten Darlehen. Dies war ein notwendiger Schritt der Bundesregierung. Allen Kritikern dieser Maßnahme halte ich entgegen, dass jede

Baufamilie, die mithilfe eines zinsverbilligten KfW-Kredits letztlich den Sprung in die eigenen vier Wände schafft, in der Regel eine dringend benötigte Mietwohnung freimacht und so einen Beitrag zur Bekämpfung der Wohnungsnot leistet. Weiterhin gilt: Wer Wohneigentum erwirbt, der investiert in eine solide Form der privaten Altersvorsorge. Wohnungseigentümer, die in einer abbezahlten Immobilie leben, werden als Rentner später kaum den Sozialstaat beanspruchen müssen, um über die Runden zu kommen. Doch zuvor kommt die finanzielle Disziplin. Selbstnutzer benötigen 25 bis 30 Jahre eisernen Sparwillen, bis der Baukredit endgültig getilgt ist.

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Kommentar von: André Schneider, Redakteur


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Heiztechnik Wärmepumpen sind die bevorzugte erneuerbare Wärmelösung, die jedoch nicht in jedem Gebäude technisch und wirtschaftlich umsetzbar ist. Vaillant

Wärmeerzeuger koppeln Von Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Wendnagel

Foto Vaillant.de

Vor dem Start einer Heizungssanierung ist eine ausführliche Beratung durch einen Fachmann sinnvoll und in Verbindung mit fossilem Öl oder Gas sogar vorgeschrieben.

Ab dem 1.1.2024 muss laut Gebäudeenergiegesetz jedes neue eingebaute Heizsystem mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien zur Wärmebereitstellung nutzen. Die von der Politik bevorzugte Heizwärmepumpe eignet sich allerdings nicht für jedes ältere Gebäude. Als praktische Alternative bietet sich dann ein Hybridheizystem an.

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er direkte Ersatz eines al- Heizungserneuerung darauf achten Öl- oder Gaskessels ten, dass das neue System mindurch ein modernes, fossil destens 65 Prozent des Wärmebefeuertes Brennwertgerät ist bedarfs mittels erneuerbarer seit Jahresbeginn 2024 nur noch Energien deckt. Auf diese Weise in Härte- und Ausnahmefällen sollen die CO2-Emissionen im möglich, zum Beispiel falls ein Gebäudesektor in den nächsten schrittweiser Umstieg auf grüne Jahren drastisch reduziert werGase und Wasserstoff in den den. Ziel der Bundesregierung nächsten Jahren erfolgt. Haus- ist es, dass Deutschland bis besitzer müssen bei einer 2045 klimaneutral wird.


Geh auf Nummer sicher Foto Wolf.eu

Die BRÖTJE Hybridheizung

Nur bestimmte Hybridheizsysteme sind zulässig

Bei diesem WärmepumpenHybridsystem von Bosch lässt sich der Öl-Brennwertkessel (M.) per Umrüstsatz in einen modulierenden Gas-Brennwertkessel inkl. Flüssiggasnutzung verwandeln.

An einen zum Projekt passend ausgewählten Heizwasserpufferspeicher von Wolf lassen sich zwei oder mehr Wärmeerzeuger oder Wärmequellen anschließen. und optionaler Heizungsunterstützung sind, außer in speziellen Solarhäusern, zu klein dimensioniert.

Brennwertkessel mit Heizwärmepumpe kombinieren

Vor allem für unsanierte Altbauten mit großem Warmwasserbedarf und/oder hohem Heizwärmeverbrauch, der über 125 bis 150 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegt, ist als Renovierungslösung ein Hybridsystem interessant, welches aus einem Öl-/Gas-Brennwertgerät und aus einer Wärmepum-

Die BRÖTJE Hybridheizung ist die intelligente Kombination aus Gas- oder Öl-Brennwert-Gerät mit einer regenerativen Komponente, wie z. B. einer Wärmepumpe. • Sicher: konstante Wärme im Altbau, unabhängig von Dämmung und Wetter • Wirtschaftlich & klimafreundlich: spart Betriebskosten und CO2 Foto Bosch-Homecomfort.com

Die gesetzlich zulässigen Heizsystemlösungen regelt das Gebäudeenergiegesetz 2024 (GEG 2024), das im Herbst 2023 von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde. Für die Mehrzahl der Öl- und Gasheizungsbesitzer ergeben sich drei zentrale Modernisierungsvarianten für veraltete und defekte Kessel: Ersatz durch eine Wärmepumpe, durch einen Holz- oder Pelletkessel oder durch ein erneuerbares Hybridheizsystem. Das GEG 2024 erwähnt als StandardLösungsoptionen ein Solarthermie- und ein WärmepumpenHybridsystem, definiert jedoch bestimmte technische Bedingungen für deren Einsatz. Ein Hybridsystem zeichnet sich damit aus, dass es normalerweise zwei technologische Einheiten kombiniert, die jeweils unabhängig voneinander funktionstüchtig sind und mindestens eine davon auf erneuerbaren Energien basiert. Die bislang beliebte Hybridvariante von Gas-/ Öl-Brennwertkessel mit einer Standard-Solarthermieanlage kann die 65 Prozent erneuerbare Energien-Nutzungspflicht nicht mehr erfüllen. Die meisten der bestehenden Solarwärmesysteme zur Warmwasserbereitung

• Gesetzeskonform: erfüllt die neuen GEG-Vorgaben broetje.de/hybridheizung


Heiztechnik

Eine Solarthermieanlage ist ein interessante Ergänzung für eine Holzpelletheizung. Zur Heizungsunterstützung wird über sie über einen Pufferspeicher ins Zentralheizsystem eingebunden. So kann sie im Sommer zum Beispiel die komplette Warmwasserbereitung und in der Übergangszeit die Heizwärmeversorgung übernehmen. Ökofen

Grafik Oekofen.com

Bauen 14 I Renovieren 1-2/24 &

aufgrund einer hohen Nachfrage zu überbrücken.

Den passenden Wärmespeicher auswählen

Grundvoraussetzung, um in einem Altbau mit Heizkörpern mehrere Energiequellen zur zentralen Raumheizung und Warmwasser-

bereitung nutzen zu können, ist ein Heizwasser-Pufferspeicher mit genügend vielen Anschlussmöglichkeiten und ausreichend großem Inhalt zur Wärmebevorratung. Mittels separater Wärmetauscher wird die fossile und regenerativ erzeugte Wärme an das Speicherwasser übertragen.

Verfügbar sind verschiedene Speicherausführungen. Sogenannte Schichtenspeicher optimieren aufgrund ihrer Konstruktion den Be- und Entladevorgang, insbesondere von niedrig temperierten Wärmequellen wie Solarthermieanlagen und Wärmepumpen. Die zentrale Grafik Wolf.eu

peneinheit besteht – und somit nicht nur zwei Technologien, sondern auch zwei Energieträger vereint. Laut GEG 2024 muss die Wärmepumpeneinheit, je nach Betriebsweise, mindestens 30 bis 40 Prozent der Gebäudeheizlast decken können. Diese leistungsstarke Kombination ermöglicht es, im Bedarfsfall auch hohe Heizwasser-Vorlauftemperaturen von deutlich über 55 Grad Celsius energieeffizient bereitzustellen: Bei kalten Außentemperaturen und in Phasen mit hoher Wärmeanforderung übernimmt der Heizkessel die komplette oder schwerpunktmäßige Wärmebereitstellung. In den wärmeren Übergangsphasen kommt dann die Wärmepumpe zum Zuge. Vorteilhaft ist zudem, dass sich bei einem plötzlichen Totalausfall des alten Wärmeerzeugers der Brennwertkessel vergleichsweise rasch installieren und in Betrieb nehmen lässt. Die Wärmepumpe und weitere Komponenten, wie ein Pufferspeicher, kann der Heizungshandwerker dann in Ruhe später montieren, falls sein Auftragsbuch voll ist, oder um eventuelle Lieferzeiten

Bei der Heizungssanierung wurden hier ein neues Hybridsystem, bestehend aus Luft/WasserWärmepumpe und Gasbrennwertkessel, mit der vorhandenen Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung kombiniert. Wolf


Der WärmepumpenCHAmpion – mit natürlichem Kältemittel

Eine der besten und meistverkauften Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel. Umweltfreundlich, superleise und garantiert förderfähig. Funktioniert auch mit Heizkörpern. Informiere dich jetzt und mache den nächsten Schritt: waermepumpe.wolf.eu Jetzt Förderinfos erhalten: foerderung.wolf.eu 08751-741184* Mehr zur CHA!

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Die WOLF Luft/Wasser-Wärmepumpe CHA-Monoblock.


Foto Nibe.eu

Heiztechnik

Wichtig ist, dass der Funktionsumfang einer Wärmepumpen-Hybrid-Regelung auch die Überwachung und Auswertung von Energieverbräuchen beinhaltet. Nibe

Warmwasserbereitung lässt sich mit Pufferspeicher und Frischwasserstation, mit speziellem Kombispeicher oder mit separatem Warmwasserspeicher umsetzen. Tipp: Sollen weitere Wärmequellen ins Zentralheizsystem eingebunden werden, wie zum Beispiel eine vorhandenen Solarthermieanlage oder ein wassergeführter Holz- oder PelletZimmerofen, dann muss dies bei der Speicherauswahl im Vorfeld berücksichtigt werden. Ebenfalls wichtig für eine sichere, zuverlässige Betriebsweise und für ein optimales Zusammenspiel der Hybridkomponenten: ein für die speziellen Anforderungen geeignetes, intelligentes Regelgerät. Das Hauptziel der Regel-

strategie muss sein, so viel erneuerbare Energien wie möglich zu erzeugen und vorrangig zu nutzen.

Weitere Hybridvarianten für bestehende Gebäude

Hybridsysteme sind auch in Verbindung mit Pellet-Zentralheiz-

kesseln interessant, wobei eine Solarthermieanlage oder Warmwasser-Wärmepumpe, die sommerliche Komplettabschaltung ermöglichen. Wer die Investitionsund Wartungskosten nicht scheut, kann seine Holzzentralheizung auch mit einer Heizwärmepumpe kombinieren.

An sehr kalten Tagen speist der wasserführende Holzofen (l.), der im Wohnraum steht, über einen Pufferspeicher seine Wärme ins Zentralheizsystem ein – und unterstützt so die Luft/Wasser-Wärmepumpe. Buderus

Grafik Buderus.de Bauen 16 I Renovieren 1-2/24 &

Tipp: Modernisier, die kostengünstig an den Brennstoff Scheitholz kommen, aber dennoch den Komfort eines durchgehenden und automatisierten Heizbetriebs wünschen, sollten sich ein Hybridwärmesystem bestehend aus Scheitholz- und Pellet-Kesselmodul genauer anschauen. Generell wichtig ist bei der Auswahl eines Hybridheizsystems, dass es zum aktuellen oder künftig gewünschten energetischen Gebäudestandard sowie zu den Nutzungs- und Komfortwünschen der Bewohner passt. Vor allem im Altbau ist eine sorgfältige Planung durch einen qualifizierten Handwerker ratsam, der zahlreiche Rahmenbedingungen berücksichtigen muss, um das Heizsystem richtig auszulegen. Zudem sollten die aktuell gültigen Förderkonditionen berücksichtigt werden. Prinzipiell möglich ist, alternativ zur Hybridzentralheizung, eine Kombination aus einer zentralen Warmwasser-Wärmepumpe und dezentral, in den einzelnen Räumen installierten Luft/Luft-Wärmepumpen (Split-Klimageräte), die nicht nur heizen, sondern die Raumluft auch filtern und an heißen Tagen effizient abkühlen und entfeuchten können.


Web-Info-Tipps Vertiefende Infos zu den Bestimmungen des Gebäudeenergiegesetzes 2024: www.energiewechsel.de www.oekozentrum.nrw www.verbraucherzentrale.de Gut verständliche Infos rund um Hybridheizsysteme: www.co2online.de www.intelligent-heizen.info

Nach erfolgter Inbetriebnahme sollten sich die Hausbewohner vom Heizungsfachmann ausführlich in die wichtigsten Funktionen und in die Bedienung ihres neuen Hybridheizsystems einweisen lassen. Daikin

Foto Broetje.de

Nachteilig ist sicherlich, dass beim Einsatz einer neuen Gasoder Öl-Brennwertheizung in Kombination mit einer Heizwärmepumpe, dass die Anforderungen an die fossile Technik, wie Schornsteinanschluss und Brennstofflager, sowie der Kostenaufwand für Wartung, Versicherung, Schornsteinfeger etc. erhalten bleiben – und zusätzlich die Kosten für den Wärmepumpenbereich hinzukommen. Empfehlenswert ist der Einsatz von herstellerseitig vorkonfektionierten Hybridsystemen. Die Standardisierung vereinfacht Planung und Installation und garantiert, dass Komponenten, Bedienkonzept, Design, Platzbedarf und die gemeinsame Regelung optimiert und aufeinander abgestimmt sind. Zudem gibt es im Garantiefall nur einen Ansprechpartner auf der Herstellerseite. Unverzichtbar ist, dass die Bewohner im späteren Betrieb alle Einstellungen unkompliziert anpassen und die Energieströme kontrollieren und auswerten können. Dies funktioniert am komfortabelsten mit einer vernetzbaren Regelung, die sich per App aus der Ferne bedienen lässt. Auf diese Weise lässt sich ein Hybridsystem zeitnah durch den Heizungsfachmann energetisch optimieren oder reparieren, falls defekte Bauteile oder falsche Einstellungen unnötig hohe Verbräuche verursachen. 

Foto Daikin.de

Heizsystem bequem einstellen und kontrollieren

NEU: Wärmepumpe - aber schlau!

Wichtiger Vorteil von modernen Heizgeräten: Sie verfügen meist über intelligente Regler, die viele Funktionen, Überwachungs- und Auswertungsmöglichkeiten bieten und sich per App fernbedienen lassen – bei Bedarf auch von außerhalb des Hauses. Brötje

Zukunftssicher heizen mit Pellets & Wärmepumpe • Klimafreundlich heizen - mit richtig grüner Energie • ZukunftsPlus: Pellets und Wärmepumpe einzeln oder kombiniert als Hybridheizung nutzen - sofort oder später • Mit einer einzigen Regelung intelligent gesteuert • Maximal grünes Heizen mit der Wärmepumpe dank GreenMode mit Live CO2-Daten und Börsen-Strompreis www.oekofen.de

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Heiztechnik

Weitgehend unabhängig

Fotos Vaillant

Auch ohne nachträgliche Dämmung der Fassade können Bestandsbauten auf eine Wärmepumpenheizung umgestellt werden, wenn das Konzept stimmt. Dies bestätigt sich an diesem Zweifamilienhaus, Baujahr 1995, in Ostwestfalen.

Familie Münster hat mit einer umweltfreundlichen PV-Anlage auf dem Hausdach sowie mit einer Kaskade aus zwei Luft/WasserWärmepumpen für die Beheizung und Warmwasserbereitung in ihrem Eigenheim die private Energiewende vollzogen.

D Das Herz der neuen Heizungsanlage ist ein 800 Liter fassender Pufferspeicher, der über die aro Therm plus Wärmepumpenkaskade versorgt wird. Bei entsprechenden PV-Erträgen kann das ElektroHeizgerät elo Block das Wasser auf bis zu 90 Grad aufheizen. Bauen 18 I Renovieren 1-2/24 &

ie Standard-Handbrause durch einen Spar-Duschkopf ersetzen, um etwas Wasser zu sparen – das kann jeder. Doch was ist mit den wirklich großen Einsparpotenzialen bei der Strom- und Wärmeversorgung? Gerade die Besitzer von Altbauten sehen die aktuelle Entwicklung der Energiepreise

mit Sorge. In Ostwestfalen hingegen kann sich Familie Münster entspannt zurücklehnen. Dank einer Wärmepumpenkaskade und einer groß bemessenen PV-Anlage, die auch in der Übergangszeit hohe Erträge liefert, ist ihr Zweifamilienhaus jetzt energetisch fast komplett unabhängig. Möglich wurde es


durch eine clever abgestimmte Anlagentechnik, die jede Kilowattstunde Umweltenergie optimal ausnutzt.

Hoher Strombedarf als Ansatzpunkt

Energieautark sein trotz Altbau stand für Familie Münster schon letztes Jahr ganz oben auf der Prioritätenliste. Das funktioniert natürlich nicht „mal eben so“, sondern bedarf einer intelligenten Planung. Auch für das 1995 erbaute und 350 m² große Zweifamilienhaus, wo Anlagenmechaniker-Meister Axel Schröder vom Handwerksbetrieb Schuckmann & Schröder / regenerative Energien aktiv wurde. Die Voraussetzungen für die Umstellung der Wärmeversorgung auf eine Wärmepumpenlösung, die Schröder bei der ersten Bestandsaufnahme vorfand, waren dabei sicherlich nicht die schlechtesten: Der Dämmwert der Gebäudehülle entsprach dem Baujahr, die Fenster mit Doppelverglasung ebenso, und das Dach war irgendwann mal im Zusammenhang mit dem Ausbau des Spitzbodens gedämmt worden. Trotzdem blieb ein Heizwärmebedarf von etwa 110 kWh/ m²a. Hinzu kommt ein jährlicher Strombedarf von 8000 kWh, davon etwa 3000 kWh für das

Elektroauto. Das muss als Gesamtenergiebedarf noch auf die 38 000 kWh Gas-Verbrauch aufaddiert werden. In der Summe also ein herausforderndes Szenario für das Zielbild „weitestgehende energetische Unabhängigkeit“, räumt Thomas Münster ein: „Als Elektromeister war mir vor allem der hohe Strombedarf schon immer ein Dorn im Auge. Entsprechend stand die Befürchtung im Raum, dass wir mit der Umstellung von Gas auf eine elektrische Luft/Wasser-Wärmepumpe zwar vom fossilen Brennstoff wegkommen, uns dafür aber einen ökologisch und ökonomisch unvertretbar hohen Stromverbrauch einhandeln.“ Eine Befürchtung, die Anlagenmechaniker-Meister Schröder nur teilen konnte, denn sein Credo lautet: Wenn ich Umweltenergie nutze, dann auch konsequent. Und das bedeutet, den Strom-Direktheizanteil aus dem öffentlichen Netz auf ein Minimum zu reduzieren. Also jenen Stromanteil, der unabhängig von Tages- und Jahreszeit zugekauft wird, um das Wasser im Pufferspeicher für Heizung oder Warmwasser nachzuheizen, weil die Leistung der Wärmepumpe dafür an sehr kalten Tagen nicht ausreicht. Um dieses Ziel zu erreichen, installierte Schröder im Haus der

Notwendige Maßnahme: In allen Zimmern wurden die Radiatoren durch größere ersetzt – wie hier im Wohnzimmer, um es trotz der niedrigen Vorlauftemperatur von etwa 40 Grad Celsius angenehm warm zu bekommen. Familie Münster eine Wärmepumpenkaskade, also eine Kombi aus zwei aro Therm plus Luft/Wasser-Wärmepumpen. Über eine intelligente Schaltung beliefern sie ein ausgefeiltes Speichersystem aus einem 800-Liter-Puffer- und einem 400-Liter-Trinkwasserspeicher mit Wärme. Der Strom für den Antrieb der Wärmepumpen kommt dabei von der großen PV-Anlage auf dem eigenen Hausdach. Weil dann aber immer noch eine Menge übrig ist, kann die Beheizung des Pufferspeichers bei Bedarf über einen elektrischen elo Block Durchlauf-

Die Regelung der Heizungskombi ist einfach: Für die Hausbesitzer sind alle wesentlichen Funktionen in der Vaillant-Regelung senso Comfort zusammengeführt. Alles andere läuft automatisch.

erhitzer für Temperaturen bis 90 Grad Celsius unterstützt werden. Hinzu kam außerdem noch ein Batteriespeicher, „um den kostenlosen Strom aus der Sonne wirklich komplett im eigenen Haus zu halten und gar nichts mehr einzuspeisen“, so Münster.

Investition rechnet sich

Dass die Rahmenbedingungen für solch ein großes Projekt durch die Investitionsbereitschaft des Hausbesitzerpaares mit einem Betrag im hohen fünfstelligen Bereich ideal waren, steht außer Frage. „Aber selbst diese Investition rechnet sich gerade in Anbetracht der Lage auf dem Energiemarkt in einem angemessenen Zeitraum“, kann Schröder anhand konkreter Zahlen belegen. Für Familie Münster spielt jedoch neben der Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung auch die Unabhängigkeit von Energieversorgern eine ganz wichtige Rolle. 

Weitere Informationen Einbau einer Wärmepumpenkaskade aus zwei aro Therm plus VWL 125/6A Luft/WasserWärmepumpen mit zusammen etwa 25 kW Leistung von Vaillant, www.vaillant.de; Montage: www. schuckmann-schroeder.de

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Fotos und Quelle Mitsubishi Electric

Heiztechnik

Hybridheizungen kombinieren zwei verschiedene Energieträger – in der Regel einen fossilen und einen erneuerbaren. Ob eine Hybridheizung wirklich sinnvoll sein kann, ist vor allen Dingen vom Gebäude, dem Zustand der bestehenden Heizanlage und den Bedürfnissen der Bewohner abhängig. Ob eine Hybridheizung im Einzelfall sinnvoll ist oder nicht, sollte der Fachhandwerker anhand der Gebäudedaten und den Bedürfnissen der Bewohner ermitteln.

Hybrid heizen oder nicht? E

ine der häufigsten eingesetzten Hybridheizungen besteht aus einer Wärmepumpe und einem Gas-Heizkessel. Die Wärmepumpe übernimmt dabei die Grundlast der Wärmeversorgung. Der Gaskessel schaltet sich nur bei tiefen Temperaturen quasi als Spitzenlast-Wärmeerzeuger dazu. Die Idee dahinter ist prinzipiell einfach. Bei sehr tiefen Temperaturen sinkt die Effizienz von Wärmepumpen und es muss mehr Energie aufgewendet werden, um die benötigte Wärme zu erzeugen. Hier springt dann der Gaskessel ein und sorgt für den Spitzenbedarf an Wärme. Doch an wie vielen Tagen im Jahr ist es wirklich so kalt, dass der Gaskessel benötigt wird? Lohnen sich dafür die unbestreitbaren Zusatzkosten? Oder ist eine andere Kombination von Wärmeerzeugern sinnvoller? Gerade die letzte Frage muss auch Bauen 20 I Renovieren 1-2/24 &

im Hinblick auf das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) beachtet werden. Es gilt als sicher, dass innerhalb der nächsten Jahre auch eine neue Heizanlage im Bestand zu mindestens 65 % auf erneuerbare Energieträger zurückgreifen muss. An dieser Stelle scheiden viele Kombinationen von Wärmeerzeugern aus oder sie sind schlichtweg keine tragfähige Investition mehr.

Heizkessel als Sicherheitsreserve

Der Schock aus dem vergangenen Jahr sitzt bei vielen Hausund Wohnungseigentümern noch tief. Fossile Energieträger wie Gas und Öl wurden quasi über Nacht unbezahlbar. Zudem war unsicher, ob das aus anderen Staaten geliefer te und in Deutschland gespeicherte Gas überhaupt für die Versorgung im Winter reichen würde. Weil wegen des Klimawandels und der

Energiewende ohnehin der Umbau von fossil betriebenen Heizkesseln hin zu umweltschonenden Systemen erfolgen soll, wurden Wärmepumpen schnell an die erste Stelle der gewünschten Heizanlagen katapultiert. Doch die Frage war weiterhin, ob der alte Heizkessel aus den verschiedensten Überlegungen heraus parallel zu einer neuen Wärmepumpe betrieben werden sollte. Tatsächlich war die Argumentation noch vor einigen Jahren: Wenn dein Kessel nicht zu alt ist, dann lass ihn weiterlaufen und du hast eine bivalente bzw. hybride Heizanlage. Diese Argumentation von früher ist so heute nicht mehr allgemeingültig. Vielmehr sollte im Einzelfall entschieden werden, was die beste Lösung ist.

Darauf ist zu achten

Den wichtigsten Haken an der früher genannten These, den

alten Heizkessel bei einer Sanierung mit einer Wärmepumpe einfach weiter parallel zu betreiben, findet sich recht schnell bei den Kosten. Denn zu den Anschaffungskosten der Wärmepumpe kommen nach wie vor die laufenden Kosten für den alten Gasoder Ölkessel. Dazu zählen entweder die monatliche Grundgebühr für den Gaszähler, die Lagerraumkosten für Öl, die Wartungskosten für den alten Heizkessel und die Aufwendungen für den Schornsteinfeger, die beim alleinigen Einsatz einer Wärmepumpe komplett entfallen. Summiert man diese Kosten, ergeben sie einen ansehnlichen Betrag, der überraschen dürfte. Noch nicht mit eingerechnet sind die Kosten für die hydraulische Einbindung des alten Wärmeerzeugers in die Gesamtanlage. Diese Kosten müssen in einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung berücksichtigt werden.


Szenario 1: Der Wärmeerzeuger ist noch relativ neu

Bedingt durch weiter steigende Gaspreise und vor allen Dingen die Freigabe des CO2-Emissionshandels ab 2027 wird Gas auf absehbare Zeit deutlich teurer werden. Es macht also in jedem Fall Sinn, den Betrieb des Gaskessels zumindest zu reduzieren, indem ein zweiter Wärmeerzeuger eingebunden wird. Handelt es sich dabei um eine Luft/Wasser-Wärmepumpe wie die Ecodan Serie von Mitsubishi Electric ist ein bivalenter Betrieb direkt in der Regelung anhand verschiedener Alternativen vorgesehen. Erst eine derartig intelligente Regelung ermöglicht überhaupt den wirtschaftlichen Betrieb einer Hybridheizung. Welche Regelungsstrategie hierbei im Einzelfall die beste ist, entscheidet der installierende Fachhandwerker zusammen mit dem Haus- und Wohnungseigentümer.

Szenario 2: Der Wärmeerzeuger ist sehr alt

Grundsätzlich ist es in diesem Fall sinnvoll, auf einen vollständigen Ersatz des bestehenden Heizkessels hinzuarbeiten. Je nach Gebäudezustand sollte dabei das Ziel sein, die maximale

Besser sofort ganz auf die Wärmepumpe umsteigen, denn der langfristig kalkulierte Einsatz eines Hybridsystems im Bestand gleicht einer unsicheren Wette auf die künftige Gesetzgebung in der Wärmeversorgung. Vorlauftemperatur auf 50 bis 55 Grad Celsius zu begrenzen. Diese Voraussetzung kann verschiedene Maßnahmen nach sich ziehen. Hierfür sollte eine ganzheitliche Betrachtung des Gebäudes mit seiner energetischen Grundsubstanz stattfinden. Soll die Fassade oder das Dach neu gedämmt werden? Steht der Austausch der Fenster und der Haustür an? All das reduziert die erforderliche Heizlast des Gebäudes. Wenn das so ist, sollte die neue Wärmepumpe direkt auf den künftigen Wärmebedarf ausgerichtet werden. Denn so lässt sich die Wärmeversorgung spätestens, wenn der alte Gas- oder Ölkessel seinen Dienst quittiert, vollständig durch die neue Wärmepumpe erledigen. Außerdem umgeht man die doppelte Investition in eine Wärmepumpe und einen neuen Gaskessel. Steht aber bereits fest, dass an der energetischen Substanz des Gebäudes künftig nichts verändert werden soll, hat das zur Folge, dass beim Ausfall des Gasoder Ölkessels ein neuer Wärmeerzeuger her muss, der ihn ersetzt. Doch bereits heute ist

Als Ergänzung zu einem Gasheizgerät können hocheffiziente Luft/Luft-Wärmepumpen die Grundlast in der Wärmeversorgung übernehmen.

klar, dass dies laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) auch im Baubestand künftig ausschließlich noch dann möglich sein wird, wenn dieser fossil betriebene Kessel nur maximal 35 % der Heizlast trägt. Der langfristig kalkulierte Einsatz eines Hybridsystems im teilsanierten Baubestand gleicht also einer recht unsicheren Wette auf die künftige Gesetzgebung in der Wärmeversorgung. Darüber hinaus ist eine Hybridheizung in jedem Fall nur eine Übergangslösung zu einer monovalenten Heizanlage - wenn der Blick auf 2045 gerichtet wird. Denn ab diesem Zeitpunkt sollen keine Heizanlagen mit fossilen Energieträgern mehr in Deutschland betrieben werden.

Heizen und kühlen

Gerade, wenn noch nicht genau feststeht, wann welche Maßnahmen zur energetischen Sanierung eines Gebäudes umgesetzt werden, bestechen Luft/LuftWärmepumpen durch ihre große Flexibilität. Als Ergänzung zu einem bestehenden Wärmeerzeuger können diese hoch effizienten Geräte, wie z. B. die M-Serie von Mitsubishi Electric, die

Grundlasten in der Wärmeversorgung übernehmen. Gleichzeitig bieten sie im Sommer den Zusatznutzen der Kühlung und Entfeuchtung der Raumluft. Die Investition dafür ist vergleichsweise gering, denn Luft/Luft-Wärmepumpen müssen nicht in die bestehende Heizanlage integriert werden. Dadurch spielt auch das vorhandene Wärmeverteilnetz im Gebäude eine untergeordnete Rolle. Als Basisinstallation lassen sich so gezielt bestimmte Räume mit Luft/Luft-Wärmepumpen beheizen. Bei einem späteren Ausbau des Gas- oder Ölkessels kann dann entschieden werden, ob komplett auf Luft/ Luft-Wärmepumpen umgestellt oder auf eine Kombination aus Luft/Wasser- und Luft/Luft-Wärmepumpen gesetzt wird.

Fazit

Der hybride Betrieb eines fossil betriebenen Heizkessels in Verbindung mit einer Wärmepumpe kann theoretisch sinnvoll sein. In der Praxis stehen dem jedoch oft vor allen Dingen Kostenaspekte entgegen. Fachhandwerker müssen hier jeden Einzelfall genau prüfen. 

Weitere Informationen Lesen Sie ebenfalls unseren Artikel über Hybridheizungen auf den Seiten 12 bis 17. Mehr zu diesem Thema auch bei www.mitsubishi-les. com und www.ecodan.de.

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