NO. 5 | August 2026
05/2026 € 5,80 • A 6,70 € • CH 9,30 sfr • Benelux 7,00 € • I/E/P (cont) 8,20 €
Der Weg ins Traumhaus
s e ß o Gr ra Ext s 4 e m o h „ “ e r u t fu
Holzhäuser – nachhaltig
und modern
Naturnah leben im
Bungalow
Nadel verpflichtet. Ein Mantel aus Weißtanne macht jedes Haus zu einem unverwechselbaren Statement und einem einzigartigen Zuhause. Design zieht ein – das ist unser Versprechen. www. schwarzwaelder-haus.de
Editorial
„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“
Urheber unbekannt
Liebe Leserin, lieber Leser, gerade beim Hausbau liegen Interessierten wie Ihnen derzeit einige Steine im Weg: Die Baukosten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, die Zinsen machen die Finanzierung teurer und auch Grundstücke sind vielerorts kaum noch erschwinglich. Für viele Familien stellt sich deshalb die Frage: Können wir uns ein eigenes Haus überhaupt leisten? Ich finde aber: Sie sollten Ihren Traum von den eigenen vier Wänden nicht vorschnell aufgeben. Denn es können sich durchaus neue Wege zum privaten Wohnglück ergeben, wenn man gewillt ist, ausgetretene Denkpfade zu verlassen. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur: „Was können wir uns leisten?“, sondern eher: „Was brauchen wir wirklich, um gut zu leben?“ Wer bereit ist, Prioritäten neu zu setzen, entdeckt vielleicht Möglichkeiten, die vorher gar nicht im Blick waren. Eine clevere Grundrissplanung kann auch auf weniger Fläche maximale Wohnqualität erzeugen. Ein kompakter Grundriss kann nicht nur die Baukosten reduzieren, sondern auch den alltäglichen Pflegeaufwand. Und wer heute in einen guten Wärmeschutz und eine zukunftsfähige Haustechnik investiert, schafft sich ein Zuhause, das auch langfristig bezahlbar bleibt. Natürlich ist das kein Plädoyer dafür, finanzielle Grenzen schönzureden. Bauen ist teuer geworden, und nicht jeder Wunsch wird sich bei Ihrem Hausbau direkt verwirklichen lassen. Manchmal braucht es mehr Zeit, manchmal mehr Eigenkapital und/oder manchmal einen anderen Plan: einen neuen Weg, um herauszufinden, was Ihnen wirklich wichtig ist und worauf Sie verzichten können. Vielleicht ist genau das die Herausforderung unserer Zeit: Nicht weniger vom eigenen Zuhause zu träumen, sondern anders. Nicht größer, sondern klüger. Nicht alles haben zu wollen, sondern das Richtige. Auf diesem Weg möchten wir Sie mit dieser neuen Ausgabe von bauen. begleiten und hoffen, Ihnen viel Inspiration für einen neuen Umgang mit Steinen zu geben!
Foto: Oliver Röckle
Herzlichst, Ihre
Astrid Barsuhn, Chefredakteurin
SCHÖN. GESUND. BEZAHLBAR.
Individuelle Einfamilienhäuser, clevere Planung und Ausstattung, Festpreisgarantie, ein Ansprechpartner. Das Kundenhaus Pawlowski erfüllt den Traum nach einem modernen, familienfreundlichen und bezahlbaren Zuhause. Wann sprechen wir über Ihre Träume?
Zur Haustour
Inhalt
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52
EASY AUF EINER EBENE ÖKOLOGIE 12 18 20
Moderne Holzhäuser
Reportage: Naturnah mit Weitblick Wissen: Echt besser bauen Wissen: Nachhaltig und individuell: Vier moderne Holzhäuser
ARCHITEKTUR 52
68
4 bauen. 05.2026
54 58 62 76
Reportage: Zu Hause angekommen
Filigraner Holzbau
PLANUNG Foto: AMK
ZU HAUSE ALLES CLEVER VERSTAUT
Bungalows
Wissen: Auf Augenhöhe mit der Natur Reportage: Offen, hell & aus Holz Reportage: Eben für die besten Jahre Reportage: Planen mit Sally
68
Stauraum
Jeder Winkel zählt
28
HEIZEN MIT STROM
Foto: Marcel Laponder
Foto: Jürg Zimmermann
Foto: OekoFEN
TECHNIK 28
Elektrische Heizsysteme
Wissen: Grüner und günstiger
GELD & RECHT 32
Nachbarrecht
Altes und Neues aus dem Nachbarrecht
SERVICE
MODERNE HOLZHÄUSER: NATÜRLICH GUT WOHNEN
Editorial Magazin Ihre regionalen Baupartner Vorschau/Impressum homes4future
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2026 besser bauen energie sparen richtig renovieren klima schützen
MACH JETZT DIE ENERGIEWENDE! Warum sich nachhaltiges Bauen und regenerative Energiesysteme in Zukunft richtig lohnen werden
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12
16 SEITEN EXTRA Titelfoto:
Fingerhaus GmbH/ Katharina Jaeger, fotografische Werkstatt
SCHÖN & GUT
Inspirationen für den stilvollen, natürlichen Innenausbau
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GRÜNER WOHNEN Ein Haus voller Ideen – für eine bessere Zukunft
30.06.26 10:44
05.2026 bauen. 5
Maga zin
Gartenpflege muss nicht aufwendig sein. Gerade wenn im Alltag die Muße fehlt, können smarte Helfer nicht nur einige Arbeitsschritte übernehmen, sondern auch Know-how mitbringen. Es gibt innovative Lösungen und Systeme für beispielsweise Bewässerung, Ra s e n pf l e g e , B a u m - u n d St ra u c h pflege sowie die Bodenbearbeitung. Eine wertvolle Ergänzung für die Rasenbewässerung ist zum Beispiel die clevere Komplettlösung „AquaPrecise“. www.gardena.com
Foto: Gardena
News & Trends
Leidenschaft Garten
6 bauen. 05.2026
Foto: Logoclic
Robust & schön „ElementPro“ ist ein robuster Hartvinylboden für stark beanspruchte Wohnbereiche. Der Boden ist wasserbeständig sowie rutsch-, kratz- und abriebfest. Damit eignet er sich auch für Bad und Küche. Verschiedene Holz- und Fliesendekore sowie ein Klicksystem erleichtern die Verlegung. www.logoclic.info/www.bauhaus.info
WIR MACHEN SCHLUSS MIT DEM UNERWARTETEN BEIM HAUSBAU. Etwas lauert bei der Hausplanung immer im Verborgenen: das Unerwartete. FingerHaus sorgt mit persönlicher und kompetenter Beratung für Klarheit von Anfang an. Unsere Experten begleiten Sie mit Erfahrung und Verlässlichkeit – vom ersten Beratungsgespräch, über die Planung und den Bau, bis zum Einzug in Ihr Finger-Haus. Jetzt sorgenfrei ins eigene Zuhause!
Foto: Solarlux GmbH
Rahmenlose Eleganz Mit „cero III frameless“ entwickelt Solarlux sein Maximal-Schiebefenster weiter und schafft eine nahezu rahmenlose Variante. Die großformatigen Glasflächen sorgen für maximale Transparenz und fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenbereich. Das System eignet sich für Neubau und Modernisierung. www.solarlux.com
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Maga zin
Küchenvielfalt Mit individuell konfigurierbaren Küchenfronten auf Basis von Ikea-Korpussen eröffnet Plum Living vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Farben, Materialien und Details lassen sich flexibel kombinieren und auf persönliche Wohnkonzepte abstimmen. Eine Kücheninsel lässt sich beispielsweise als markantes Statement in kräftiger Farbe, in einer eleganten Materialkombination oder mit einer integrierten Bar- oder Sitz-Lösung verwirklichen. www.plum-living.com
Foto: juanjerez
Foto: tikamoon
Quadratisch & nachhaltig
Das quadratische Waschbecken „Made“ aus Premium-Terrazzo verbindet markante Optik mit robusten Materialeigenschaften. Gefertigt aus recyceltem Marmor und Naturstein, ist es stoß-, kratz- und abriebfest. Das vorgebohrte Abflussloch nach europäischem Standard erleichtert die Montage. www.tikamoon.de
Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) lädt auch dieses Jahr am 26. und 27. September 2026 zum „Tag der Musterhäuser“ ein. Viele Musterhaus-Ausstellungen bieten in diesem Zeitraum bundesweit neben voll ausgestatteten Traumhäusern auch Mitmach-Aktionen für Klein und Groß an. Der Eintritt in die Ausstellungen ist am Aktionswochenende frei. Die Bauinteressierten erwarten außerdem kulinarische Angebote, Info-Stände und Fachvorträge. www.fertigbau.de
8 bauen. 05.2026
Foto: BDF/Jürgen Kappelmeier
Tag der Musterhäuser
Mit einer neuen Bungalow-Linie erweitert White&Black sein Produktportfolio um ebenerdige Wohnkonzepte. Offene Grundrisse, helle Räume und der direkte Zugang zum Garten schaffen flexible Lösungen für unterschiedliche Lebensphasen. Für viele Bauinteressenten ist ein Verzicht auf Treppen ein wesentlicher Faktor, wenn es um langfristige Sicherheit und Komfort im eigenen Zuhause geht. Die BungalowLinie soll diesen Anspruch mit einem realistischen Budget verbinden. www.whiteandblack.de
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erung de h ic s r e V e d u ä hngeb
r W G V.
wgv.de/wohnen
Foto: White&Black
Alles auf einer Ebene
Foto: WAREMA
Maga zin
Gezielt verschatten Zwei in einem Der Spiegel „Lucy“ aus Teakmassivholz verbindet Design mit praktischem Nutzen: Eine integrierte Handtuchstange sorgt für Komfort im Bad, während die rechteckige Spiegelfläche den Raum optisch größer wirken lässt. Dank schützender Lackierung ist das Holz besonders pflegeleicht. www.tikamoon.de
Foto: Déco SpA
Zeitlose Wandgestaltung
10 bauen. 05.2026
Die Zierleisten, Rahmen und Sockelleisten der Kollektion „Moove.Déco“ verleihen Innenräumen zeitlosen Charakter. Die Elemente setzen Wände, Decken und Böden stilvoll in Szene, lassen sich in jeder beliebigen Farbe streichen und passen sowohl zu klassischen als auch modernen Wohnkonzepten. www.decodecking.it
Foto: tikamoon
Ein smarter Sonnenschutz erhöht den Wohnkomfort und spart Energie. Außenjalousien, Rollläden oder Fenstermarkisen halten Räume angenehm kühl und regulieren den Tageslichteinfall. Die intelligente Steuerung passt dabei die Verschattung automatisch an die Tageszeit an und verbessert so Energieeffizienz und Raumklima. www.warema.de
Expertentipp des VPB:
Regenwasser Durch den Klimawandel wird es hierzulande immer wärmer und trockener – vor allem, aber nicht nur im Sommer. Dadurch kann in einigen Regionen Deutschlands mittel- und langfristig das Trinkwasser knapper werden – und damit auch teurer. Es regnet tendenziell seltener, dann aber richtig stark. Das heißt für Hausbesitzer: Wer dieses kurzfristig in großen Mengen vorhandene Regenwasser sammelt und im Haushalt nutzt, spart Trinkwasser aus der Leitung und damit Kosten. Hierfür kann man auf technisch ausgereifte Produkte und Systeme zurückgreifen. Wichtig ist hierbei die ordnungsgemäße Trennung der Leitungen für Regenwasser und Trinkwasser. Kosten von mehreren Tausend Euro sollten private Bauherren einkalkulieren. „Ob solch eine Investition sich rechnet, hängt von verschiedenen Faktoren ab“, sagt Stefan Hubenschmid, stellvertetender Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Regionalbüros Konstanz. „Dazu zählen unter anderem der Wasserverbrauch, die Kosten fürs Trinkwasser und ob die Kommune solch ein Vorhaben finanziell unterstützt.“ Unabhängige Bausachverständige, wie etwa aus dem Netzwerk des VPB, können hierbei Orientierung geben. Auch bei der Planung und beim Bau ist Expertise aus dem VPB-Netzwerk von Nutzen: Mithilfe unabhängiger Bausachverständiger sichert man sich dagegen, dass die Installation mangelhaft ist und Schäden verursacht. Wer einen Handwerksbetrieb beauftragt, läuft bei unabhängiger Beratung durch Bausachverständige aus dem Netzwerk des VPB auch nicht Gefahr, sich eine unnötig teure, weil überdimensionierte Lösung empfehlen zu lassen. Allein die Kosten für den Regenwassertank betragen etwa die Hälfte der Gesamtkosten. Eine gute Kalkulation senkt also in erheblichem Maße die Ausgaben. „Vom verbrauchten Trinkwasser lassen sich rund 30 Prozent für die Toilettenspülung und rund 13 Prozent für die Waschmaschine einsparen“, weiß Hubenschmid. „Dieser Ersparnis stehen die Kosten für Anschaffung und Wartung der Anlage zur Regenwassernutzung gegenüber.“ Weitere Kosten fallen in einigen Bundesländern für zusätzliche Wasseruhren und deren Eichung an. Bis sich eine Anlage zur Regenwassernutzung amortisiert hat, vergehen in der Regel also deutlich mehr als zehn Jahre. Zahlt die Gemeinde einen Zuschuss, verkürzt die Zeit sich entsprechend. „Eine hochwertige Anlage kann man 30 bis 50 Jahre betreiben“, so Hubenschmid. Langfristig kommt man also finanziell ins Plus. Wer diese Geduld aufbringt, erzielt weitere positive Effekte: Regenwasser in der Waschmaschine zu verwenden, reduziert den Verbrauch von Waschmittel um etwa ein Fünftel, weil es weicher ist als Trinkwasser. Bei Starkregen entlasten Regenwassertanks und Zisternen die Kanalisation und helfen, Überflutungen zu verhindern. www.vpb.de
Flatline R – Komfort auf einer Ebene Die Kompositionen aus der Hauslinie Flatline R von RENSCH-HAUS stehen für modernen und individuellen Komfort auf einer Ebene. Ebenerdig zu wohnen bedeutet in engem Kontakt mit der Natur zu leben. Die innovative und nachhaltige Architektur der Hauslinie Flatline R unterstreicht das Leben in Einklang mit Natur und Klimaschutz. Aus diesem Grund steht RENSCH-HAUS seit Jahren im Austausch mit Wissenschaft und Forschung. Lassen Sie sich vom zeitlosen Charme inspirieren: www.rensch-haus.com.
Ökologie Re p ort a ge • Mo d e r n e Ho l z h ä u s e r
Naturnah mit Weitblick 12 bauen. 05.2026
Im Kanton Aargau in der Schweiz schuf sich eine vierköpfige Familie weit oberhalb des Dorfkerns thront das markante, mit Holzschindeln verkleidete Hanghaus.
ihr Traumdomizil: Ein modernes Holzhaus, das mit klarer Architektursprache, durchdachten Details und herrlichen Ausblicken aufwartet.
A
ufgewachsen in der Nähe von Turin, hatten die Bauleute in der Schweiz, wo sie bereits seit längerem lebten, ein Baugrundstück gesucht. In Bottenwil, einem ländlich geprägten, malerischen Örtchen nahe Zofingen, fanden sie schließlich ein Grundstück: Steil am Hang gelegen, hoch über dem in der Talsohle liegenden Dorfkern mit vielen Bauernhöfen entstand ihr neues Zuhause. Ein paar Meter unterhalb des Gebäudes wird dieses auf Straßenniveau erschlossen. Hier befindet sich ein teilweise in den Hang gebauter, vorgelagerter Bau, der die Garage und den Hauseingang beherbergt. Eine Treppe führt von dort quasi unterirdisch hoch ins Wohnhaus. Dieses gliedert sich in drei Wohnebenen: Im unteren Geschoss sind Technik-, Hobbyraum und zwei gleich große Kinderzimmer untergebracht. Auf der
mittleren Ebene liegt der weitläufige Wohn-Ess-Kochbereich, der sich zur Talseite komplett mit fast raumhohen Verglasungen öffnet. Und im Obergeschoss sind neben Elternschlafzimmer und Bad außerdem ein Gästezimmer sowie ein großzügiger Arbeitsbereich auf der Galerie eingerichtet.
Gekonnter Materialmix Während die Wände in den unteren erdanliegenden Bereichen aus Sichtbeton mit einer Kiefersperrholzschalung strukturiert ausgeführt sind, wurden die Innenwände der oberen Geschosse mit unbehandelter Weißtanne vertäfelt und sägerauen Dielen verlegt. So wird zum einen das helle Holz der Fassadenschindeln auch im Hausinneren aufgegriffen, zum anderen schafft das Holz einen angenehmen Gegenpart zum Sichtbeton. Da dieser mit einer Kiefersperrholz-
Fotos: Jürg Zimmermann
Auf einer Anhöhe,
Herausfordernd war für die Planer die niveaugleiche Anbindung an den steilen Hang, die mit Zugangspodest und großer Terrasse realisiert wurde.
05.2026 bauen. 13
Ökologie Re p ort a ge • Mo d e r n e Ho l z h ä u s e r
Große Verglasungen öffnen
Foto: Juri Troy
den WohnEssbereich in Richtung Tal. So entsteht im Innenraum Weite und gleichzeitig spürbare Nähe zur Natur.
Der offene Wohn-Ess-Kochbereich liegt
Foto: Jürg Zimmermann
auf der mittleren Ebene. Eine große überdachte Terrasse mit Outdoor-Küchenzeile erweitert den Wohnraum nach draußen.
14 bauen. 05.2026
Alle Niveaus sind so in die Topographie gesetzt, dass direkte Außenbereiche zugeordnet werden konnten. Juri Troy, Architekt
Viel Tageslicht erhellt das komplett
Foto: Juri Troy
Foto: Juri Troy
in Weißtanne verkleidete Treppenhaus. Auch über das Treppenpodest zwischen Wohn- und Elterngeschoss kann der Garten betreten werden.
Mit hellem Holz vertäfelt und durch zwei große Dachflächenfenster optimal von oben mit Tageslicht versorgt, entstand ein luftiger und großzügiger Arbeitsplatz im oberen Geschoss.
05.2026 bauen. 15
Foto: Juri Troy
Ökologie Re p ort a ge • Mo d e r n e Ho l z h ä u s e r
Zentral war der passivhaustaugliche Pizzaofen. Um diesen wurde das Haus praktisch herum geplant.
Auf Straßenniveau sind eine zum Großteil in den Hang
Foto: Jürg Zimmermann
gebaute Garage sowie der danebenliegende Hauseingang angeordnet: Eine unterirdische Treppe verbindet den Eingangsbereich mit dem höherliegenden Wohnhaus.
UNTERGESCHOSS
HOBBY 12,5
schalung strukturiert ist, ergänzen sich beide Materialien optimal und bilden eine attraktive Kombination. Der Einsatz des Naturbaustoffes Holz spielt also bei der Konstruktion in Holzriegelbauweise, bei Fassade und Dach als auch beim Innenausbau eine zentrale Rolle. Er unterstützt eine besonders wohnliche, behagliche Atmosphäre. Zu dieser tragen außerdem die gekonnt platzierten, gut proportionierten Fenster bei, die Innenräume, Flure und Treppen mit reichlich Tageslicht versorgen. Zudem verbinden sie den Wohnraum wie automatisch mit der Natur. Zugänge nach draußen auf den verschiedenen Niveaus unterstreichen diese Naturnähe. Dem Wohn-Essbereich ist eine überdachte
Terrasse zugeordnet und von den Kinderzimmern sowie vom Treppenpodest zwischen Wohn- und Elterngeschoss kann der Garten ebenfalls betreten werden. Auch den Innenausbau hat Architekt Juri Troy übernommen. Ein besonderer Clou: der erste zertifizierte passivhaustaugliche Pizzaoffen der Welt. Er befindet sich in der Speisekammer, neben der Küche und ist so konzipiert, dass wenn er geschlossen ist, kein Luftaustausch zwischen innen und außen stattfindet. Das Gebäude mit Schweizer Minergie-P-Standard wird mit einer Erdwärmepumpe beheizt und eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt ressourcenschonend für bestes, behagliches Raumklima. • cm
ERDGESCHOSS
TECHNIK 7
BAD 6,5
OBERGESCHOSS
SCHLAFEN 22
SPK 5,5
BAD 6,5 FLUR 6,5
KIND 13,5
WOHNEN/ KOCHEN/ESSEN 60
GAST 17
KIND 13,5
ARBEITEN 12,5
9,10 m
ABSTELL. 7
9,80 m
16 bauen. 05.2026
Die neuen Superior-Häuser
Die S-Linie für das gewisse Etwas
Haus 3B (Bottenwil)
• Ausgefallenes Hausdesign • Raumhohe Glasflächen, Terrassenschiebetüren und Eckfenster • Höhere Räume im Erdgeschoss • Extrahohe Haustüren • Kubische Eingangsdächer • Fenster mit französischen Balkonen • Großzügige Grundrisse mit schönen Wellnessbädern • Moderne minimalistische Traufen oder extrabreite Dachüberstände
WOHNFLÄCHEN: UG: 59,5 m2, EG: 65,5 m2, OG: 65 m2 BAUWEISE: Holzständerbauweise mit Einblasdämmung 28 cm (EG, OG), Holzfassade (Weißtannenschindeln), Vollschalung, Hinterlüftung, 16 mm Dämmplatte, 20 mm OSB-Platte, 100 mm Installationsebene gedämmt, 20 mm Innenverkleidung Weißtanne, U-Wert Wand 0,11 W/m²K; Holzfenster mit Dreifach-Isolierverglasung, Ug-Wert 0,5 W/m²K; Satteldach mit Zedernholzschindeln, U-Wert Dach 0,10 W/m²K TECHNIK: Erd-Wärmepumpe mit Tiefenbohrung, kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung ENERGIEBEDARF: Minergie-P-Standard (Schweiz) PLANUNG & ENTWURF: Juri Troy architects Landstraßer Hauptstraße 14/5 1030 Wien, Österreich Telefon: 0043/1/9908464 www.juritroy.at
Point 217 S
Perfect 120.1 S
Point 153 S
Park 156 S
Die phantastische Aussicht und der gekonnte Materialmix prägen den Charakter der Innenräume.
Foto: Jürg Zimmermann
Point 236 S
www.danwood.de
Ökologie W i s s e n • Mo d e r n e Ho l z h ä u s e r
und Glas sind ein unschlagbares Duo. Holz schafft dank seiner warmen Oberfläche ein besonders behagliches Ambiente, das mit viel Tageslicht durch große Verglasungen optimal zur Geltung kommt: Offen, warm und naturnah in mehrfacher Hinsicht – wie in diesem Ferienhaus an der Westküste Schwedens. www.solarlux.de
Echt besser bauen Bauen mit Holz ist energieeffizient, schont das Klima und schafft wohngesunde Umgebungen. So entstehen in verschiedenen modernen Konstruktionsformen zukunftsfähige Häuser mit viel natürlichem Wohlfühl-Flair.
18 bauen. 05.2026
E
in wahres Allround-Talent ist der nachwachsende Baustoff Holz. Er eignet sich für Fassaden- und Innenwandgestaltung, Treppen, Fenster, Türen, Mobiliar und als tragende Wandkonstruktion. Dabei hat der Naturbaustoff eine jahrhunderte alte Tradition, galt aber lange als Material zweiter Klasse. Heute ist es wieder absolut gefragt. Denn das Naturmaterial hat vielfältige gute Eigenschaften, angefangen bei der sehr positiven Ökobilanz. Bäume binden während des Wachstums große Mengen CO₂, das im verarbeiteten Holz über die gesamte Nutzungsdauer gespeichert bleibt. Da die Verarbeitung relativ wenig Energie braucht, speichert es meist mehr, als beim Verarbeiten freigesetzt wird. Zudem handelt es sich um einen nachwachsenden Rohstoff, der vielerorts regional verfügbar ist und meist nicht weit transportiert werden muss, was ebenfalls
positiv für die Energie- und CO2-Bilanz ist. Außerdem entsteht bei der Verarbeitung kaum Abfall: Reste werden zu Holzwerkstoffen wie Spanplatten verarbeitet – oder werden als CO2-neutraler Brennstoff verwendet. Wenn keine Verbundstoffe oder Holzschutzmittel eingesetzt wurden, lässt sich Holz oft gut wiederverwerten. Architektonisch sind vielfältige Umsetzungen möglich: vom modernen Holzskelettbau bis zu rustikalen Chalets in Blockbohlenbauweise. Sehr flexibel sind Holzverbundbauweisen wie der Holztafelbau. Dabei punkten alle Holzbauweisen mit hochwärmedämmenden Gebäudehüllen, die für geringen Heizenergiebedarf sorgen. Außerdem wirkt Holz feuchtigkeitsregulierend, schafft ein angenehmes Raumklima und hat positive Effekte auf Blutdruck und Herzfrequenz – wirkt sich also rundum positiv auf das Wohlbefinden aus. • red/cm
Foto: James Silverman Photography
Geniale Kombi: Holz
Das bieten moderne Holzhäuser
Foto: Günter Dirr/Holzius
•K limaschutz: Holzhäuser haben in der Regel eine sehr gute Ökobilanz: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, fungiert als CO₂- Speicher, braucht für Transport und Herstellung wenig Energie, ist gut recyclebar. •E nergieeffizienz: Holz hat gute Dämmeigenschaften, was den Heizenergiebedarf senkt und langfristig Energiekosten spart. •W ohngesundheit: Holz kann Feuchtigkeit regulieren und zu einer ausgeglichenen Raumluft und behaglichem Wohngefühl beitragen. • I ndividuelle Gestaltung: Die unterschiedlichen Konstruktionsformen Holzrahmen-, Holztafel-, Holzständer-, Skelett-, Blockbohlenbauweise und Massivwandsysteme bieten sämtliche architektonische Umsetzungsmöglichkeiten: von modernem Flachdach- oder Holzskelettbau bis hin zu regionaltypischen Massivholzhäusern.
Viel helles Holz im Innenraum schafft Behaglichkeit und Charakter. In Haus Gehring/ Bad Aibling von Pfanzelt Architekten harmoniert das naturbelassene, geseifte Holz perfekt zum geglätteten Fließestrich und der hellen Betonwand. www.holzius.com
Holzfassaden aus
Foto: Günter Dirr/Holzius
Foto: Rems-Murr Holzhaus
unbehandelten Hölzern, wie diese Lärchenholzschindeln, sind witterungsresistent und wartungsarm. Die Wandelemente dahinter bestehen aus aneinandergereihten, leim- und metallfreien Massivholzbohlen. www.holzius.com
Modern mittendrin fügt sich das Familienhaus „Großheppach“ mit Putz- und Teilholzverschalung in die Umgebung ein. www.remsmurr-holzhaus.de
Foto: Lukas Schramm/Regnauer Hausbau
In großen Werkshallen werden Wände und Dachteile wetterunabhängig, trocken und dank modernster Technik höchst präzise angefertigt und komplett vorbereitet. www.fingerhaus.de
Foto: Fingerhaus
Ihren Traum von „bayerischer Gemütlichkeit nahe Berlin“ ließen sich die Bauleute Ronald Mai und seine Frau Sandra vom Haushersteller Regnauer auf einem Gartengrundstück am Falkensee bei Potsdam realisieren. www.regnauer.de
05.2026 bauen. 19
Ökologie W i s s e n • Mo d e r n e Ho l z h ä u se r
Große, fast raumhohe Verglasungen
Haus am See
Fotos: Jörg Modrow
Eingebettet in die Hanglage zwischen Wald und Wasser liegt am Wardersee in SchleswigHolstein dieses charakterstarke Ferienhaus. Entworfen hat es der Hamburger Architekt Matthias Mecklenburg. Der Baukörper ordnet sich bewusst dem Ort unter: zur Straße geschlossen, beinahe scheunenhaft, zum See hin weit geöffnet, mit klar gesetzten Blickachsen. Außen ein dunkler Solitär mit schwarzer Holzfassade, die das Gebäude eins mit dem Wald werden lässt, innen geprägt von Licht und Weite. Immer im Fokus sind die Nähe und die Verbindung zur Natur. So wurde der Hang bewusst in den Entwurf eingebunden, Gebäude und Umgebung werden somit eins, greifen ineinander. Das Untergeschoss bildet als massiver Sockel eine klare Basis im Gelände, während sich darüber der leichtere Holzrahmenbau erhebt. Selbst im Souterrain sorgen großzügige Fensterflächen für viel Tageslicht und direkten Bezug zum Garten. Das modifizierte Holz der Fassade von Kebony bleibt offenporig, verwittert gleichmäßig und entwickelt über die Jahre eine eigene Patina.
öffnen den Raum im Erdgeschoss konsequent in Richtung See. Im Inneren organisiert sich der Grundriss über präzise Blickachsen.
Helligkeit und reduzierte Materialien dominieren den gesamten Innenraum, schaffen lichte Weite und Klarheit.
Gerahmte Landschaft: Das Gebäude ist klar an seiner Umgebung ausgerichtet, See und Wald werden Teil des Wohnraums. 20 bauen. 05.2026