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bauen. 2-2025

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NO. 2 | Feb 2025

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Editorial

Der überwiegende Teil der Bevölkerung wünscht sich, in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Liebe Leserin, lieber Leser,

Foto: Oliver Röckle

Sie planen zu bauen? Gratulation! Denn dann gehören Sie zu den (relativ wenigen) Glücklichen, die sich den Wunsch der meisten Deutschen erfüllen: ein eigenes Zuhause. Noch dazu können Sie Ihrem Ruhestand ganz entspannt entgegensehen: Denn Wohneigentum reduziert das Risiko von Altersarmut erheblich, das ergab die aktuelle Studie „Wohneigentum in Deutschland“, die das Prestel Institut im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustofffachhandel durchgeführt hat. „Altersarmut ist Mieterarmut“, fasst Studienleiter Matthias Günther die wichtigste Erkenntnis der Untersuchung im Januar auf der Messe Bau 2025 in München zusammen. Dass sich wieder mehr Menschen Wohneigentum leisten können, dafür nehmen die Studienautoren die künftige Regierung schon jetzt in die Pflicht. Grundvoraussetzungen für eine Steigerung der Wohneigentumsquote sind verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen sowie die wirksame Förderung der Schwellenhaushalte, da diese in den letzten drei Jahren aufgrund von Bau- und Finanzierungskostensteigerungen jegliche Chance auf eigene vier Wände verloren haben. Allerdings müssten Bauinteressenten nach Meinung der Studienautoren auch akzeptieren, dass die Wohneigentumsbildung „mit einer temporären Einschränkung des übrigen Konsums verbunden“ ist. Wie vielfältig die Möglichkeiten sind, den individuellen Wohntraum zu erfüllen, zeigen wir in dieser neuen bauen.-Ausgabe: Vom frei stehenden Einfamilienhaus, über Doppel- und Zweifamilienhäuser bis hin zu Um- und Anbauten von Bestandsgebäuden. Vor allem Letzteres soll künftig ein großes Potenzial darstellen, denn während neu Bauen in attraktiven Lagen teuer ist, scheinen bereits bestehende Häuser vergleichsweise günstig. Doch hier ist Vorsicht geboten: Einen Altbau auf zeitgemäßen Wohnkomfort und einen aktuellen Energiestandard zu sanieren, kann schnell mehr Arbeit und Geld erfordern, als zunächst gedacht. Wichtig ist in jedem Fall, mit guten Fachleuten zusammenzuarbeiten: von der Planung bis zur Ausführung. Viele Inspirationen und handfeste Tipps dazu finden Sie auf den kommenden Seiten – präsentiert in einem neuen und frischen Look. Beim Lesen wünschen meine Kolleginnen und ich Ihnen viel Vergnügen, herzlichst Ihre

Wir schaffen Lebensräume Seit drei Generationen bauen wir unsere Holzhäuser, buchstäblich mit der Natur als Partner. Das ist nicht nur für Sie und uns wirtschaftlich und effizient, sondern fördert auch die Nach­ haltigkeit im Sinne unserer Kinder und Enkel. Wir beweisen täglich anhand der Ergebnisse, was wir können und worauf wir stolz sein dürfen. Wir freuen uns auf Ihr Haus aus Holz! stommel-haus.de

Ein Haus wie ein Baum

Astrid Barsuhn, Chefredakteurin


Inhalt

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22

AUS ALT MACH NEU & CHIC! ARCHITEKTUR

Foto: Aurélie Lecuyer

Wohnzimmer 42

Wohnideen: Individuell wohnen

50 52 56 60

Doppelt gut Klassisch klar Mit Seeblick Seite an Seite

76

Reportage: Beste Aussichten

Doppel- und Zweifamilienhäuser

Bungalow am Hang

PLANUNG Belichtung und Beleuchtung 68

Im richtigen Licht

ÖKOLOGIE

68

LICHT MACHT LAUNE 4 bauen. 02.2025

Bauen im Bestand 12 20 22 24 26 28

Raumgewinn Alternative Wege Maximal verglast Platz im Kubus Historische Mitte Hybridlösung


36

TECHNIK OPTIMAL VERSTAUT Foto: KMB Creative Network Foto: Edmund Möhrle/Weberhaus

Foto: Adrien Williams

TECHNIK Wärmepumpen 30 36

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GELD & RECHT Festpreisgarantie 64

Sicher vor Preisrisiken

SERVICE 03 06 74 67 83

Editorial Magazin Ihre regionalen Baupartner Impressum Vorschau

WOHNGLÜCK MAL ZWEI

50

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WOHNZIMMER: SO GEHT FEIERABEND Foto: teamstudio/Schöner Wohnen-Kollektion 2024

Titelfoto:

Wolfgang Zlodej/Solarlux

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Maga zin

News &

Trends Foto: Windmöller/wineo

Voll im Trend Die Designboden-Kollektion „wineo 400“ orientiert sich an internationalen Interior-Trends. Die Kollektion umfasst 28 neue Dekore in Holzund Steinoptik, wobei sich in Verbindung mit vier Formaten ein großer Gestaltungsspielraum eröffnet. So können die schmalen XS-Dekore beispielsweise im angesagten Fischgrät-Muster verlegt werden. Durch die angenehme Materialbeschaffenheit ist die Oberfläche fußwarm und gelenkschonend. Eine Verlegung ist nicht nur auf Fußbodenheizung möglich, sondern auch in der Küche und im Badezimmer. Zudem lässt sich die 5,5 Klick-Variante besonders leicht platzieren, wobei sie bereits mit der passenden Unterlagsmatte ausgestattet ist. www.wineo.de

6 bauen. 02.2025


Zukunft gestalten und ... ... für Generationen erhalten.

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Awards 2024

Foto: Elga Mir

Ende vergangenen Jahres wurden die 23. „Tile of Spain Architecture Awards“ vergeben. Eine hochkarätige Jury kürte vielfältige architektonische Projekte, die verschiedene Arten und Anwendungen von keramischen Materialien aufzeigen. Bei dem abgebildeten Finalistenprojekt „Espai Mimitú“ handelt es sich beispielsweise um ein Werk von Mònica Pérez-Arjona von Habitada Studio. www.tileofspainawards.com

Ein Wegweiser

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Illustration: piixypeach – stock.adobe.com

Baufrühling in FH-Welt Foto: Prestel Verlag/www,prestel.de

Der Band „Häuser mit Zukunft“ präsentiert die Jury-Auswahl des renommierten Häuser-Awards 2024. Das Buch umfasst rund 30 Fachbeiträge, viele Projektbeispiele und Produkthinweise und versteht sich als Informations- und Inspirationsquelle für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen und Sanieren. Die dargestellten Projekte zeichnen sich durch Nachhaltigkeit, Flexibilität und Zukunftsfähigkeit aus. „Häuser mit Zukunft“ von Bettina Hintze beinhaltet zudem 300 Farbfotos und 140 Planzeichnungen und ist für 59 Euro erhältlich.

Am 29. und 30. März lädt der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) zum „Baufrühling“ in seine sechs FertighausWelten ein. Alle Familien und Bauinteressierten erwartet an dem Aktionswochenende in Nürnberg, Günzburg, Köln, Wuppertal, Hannover und im Schwarzwald ein aufregendes Programm. Dieses umfasst Aktionen für Kinder, kulinarische Angebote sowie noch tiefergehende Informationen rund um den Hausbau – zum Beispiel in Fachvorträgen oder im Austausch mit Bauherren, die ihren Traum von einem Eigenheim bereits erfolgreich umgesetzt haben. Die Ausstellungen sind von 11 bis 18 Uhr geöffnet. www.fertighauswelt.de


PV-Anlage geschenkt Der Fertighaushersteller „Schwörer Haus“ verschenkt anlässlich seines 75. Jubiläums PV-Anlagen mit 7,5 kWp im Wert von 11 750 Euro. Die Aktion ist limitiert auf alle im Zeitraum von 01.03. bis 01.07.2025 verkauften Häuser. Einfamilien-, Zweifamilien-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser sind allesamt mitinbegriffen. Die PV-Anlage kann verkleinert oder vergrößert, mit oder ohne Stromspeicher ausgestattet und auf einer Dachseite (Satteldach) oder auf mehreren Dachseiten (Walmdach) platziert werden. www.schwoererhaus.de

Minimalistisch Das Stahl-Lofttüren-Sortiment von Hörmann wird um die elegante Pivottüre mit reduzierter Profilansicht und ohne Türrahmen erweitert. Dank Befestigungen an Scharnieren im Boden sowie an der Decke oder am Sturz, schwingen die Türflügel auf einer senkrechten Achse in beide Richtungen. Das minimalistische Design ermöglicht großzügige Transparenz und eignet sich besonders für breite Durchgänge in Wohn- und Geschäftsräumen. Pivottüren stehen in mehreren Farben zur Auswahl und verfügen über eine maximale Türflügelbreite von 2 000 mm sowie eine Höhe von bis zu 3 000 mm. www.hoermann.de Foto: Hörmann


Neue s aus den Aus s te llungen

Im neuen Bau Erlebnis Zentrum

Fotos: Hartl Haus

können Besucher und Besucherinnen das Musterhaus mit allen Sinnen erleben.

HARTL HAUS: Neues Bauerlebnis Zur Begrüßung erhielt Michael Drexl, Verkaufsleiter Deutschland bei Hartl Haus, einen Blumenstrauß von Sevil Özlük, der Geschäftsführerin der Ausstellung Eigenheim und Garten.

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Erleben, planen, entscheiden: Das neue „Bau Erlebnis Zentrum“ von Hartl Haus im Bauzentrum Poing macht den Weg zum Traumhaus interaktiv und greifbar – von der ersten Idee bis zur finalen Ausstattung.


M

it der Eröffnung des neuen Bau Erlebnis Zentrums setzt Hartl Haus erneut Maßstäbe in der Kundenorientierung und Beratung. Das revitalisierte Haus im Bauzentrum Poing bei München wurde umfassend umgebaut und bietet nun auch ein interaktives Erlebnis, das Bauinteressierten den Weg zum Traumhaus erleichtert. Das Bau Erlebnis Zentrum ermöglicht einen völlig neuen Zugang zur Hausplanung. Von der ersten Idee bis zur Auswahl der Ausstattung ist nun der gesamte Prozess nicht nur greifbar, sondern erlebbar – mit Lösungen wie VR-Technologie für ein realistisches Raumgefühl und einem digitalen Ausstattungsprogramm für transparente und intuitiv gestaltete Entscheidungen. „Nähe und Erlebbarkeit sind entscheidend“, betont Geschäftsführer Yves Suter. „Unser Ziel war es, unsere Kunden und Kundinnen nicht nur zu inspirieren, sondern ihnen auch das Planen zu erleichtern – mit Argumenten zum Anfassen.“ Von Tischlertreppen aus der hauseigenen Werkstatt über nachhaltige Heizsysteme bis hin zur Designplanung mit unterschiedlichen Ausstattungsmöglichkeiten wird im revitalisierten Haus jeder Aspekt des Bauens dargestellt. Interessenten können sich direkt vor Ort über Materialien, Designlösungen und technische Ausstattung informieren.

Innovative Lösungen wie etwa die Virtual RealityTechnologie vermitteln ein realistisches Raumgefühl.

Treppen vom Tischler, hergestellt in der hauseigenen Werkstatt, sind nur einer der interessanten Aspekte des revitalisierten Hauses.

Eröffnung mit Zukunftsblick Am 5. Dezember 2024 wurde das neue Zentrum offiziell eröffnet. Neben einer Führung durch die neu gestalteten Räumlichkeiten standen Demonstrationen der innovativen VR-Technologie und des digitalen Ausstattungsprogramms im Mittelpunkt. Hartl Haus stärkt somit seine Position als führender Anbieter von Fertighäusern und zeigt, dass Beratung und Kundenorientierung mit modernster Technologie und traditioneller Handwerkskunst kombiniert werden können.

Über den QR-Code geht‘s direkt auf die Homepage mit vielen Infos rund um das Musterhaus in Poing.

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Ökologie Re p orta ge • B a u en i m B e s t a n d

Raumgewinn

12 bauen. 02.2025


Für die Gestaltung der Innenräume wählte das Bauherrenpaar helle, zarte Farben. Mit Accessoires in kräftigen Tönen setzten sie schicke, wirkungsvolle Akzente.

Der 1960 errichtete Wohnkomplex bestand aus drei Reihenhäusern und einem Teil mit zwei Wohneinheiten. Im Rahmen einer Flachdachsanierung ergab sich die Wohnraumerweiterung in Form einer Aufstockung.

Im Zuge einer notwendigen Sanierung der Flachdächer des zweigeschossigen Wohnkomplexes nutzten die Eigentümer die Gelegenheit, das Gebäude um ein weiteres Vollgeschoss zu erweitern. Mit einer kleinen und einer großen Wohneinheit.

A

ls sich abzeichnete, dass die Flachdächer des aus drei Reihenhäusern und zwei Wohneinheiten bestehenden Gebäudekomplexes aus dem Jahr 1960 saniert werden mussten, beschlossen die Eigentümer, die komplette Einheit um ein Vollgeschoss aufzustocken. Die Baubehörde genehmigte ein Staffelgeschoss, mit einer Wohnraumnutzung von zwei Dritteln der Gesamtfläche. Das Treppenhaus musste an die heute geltenden Richtlinien angepasst werden, wurde abgerissen und vergrößert. Durch den dadurch entstandenen Vorsprung wird das Gebäude von außen optisch gegliedert. Auf Empfehlung wandte sich das Bauherrenpaar an die Firma Schwörer, die die Aufstockung inklusive

des Innenausbaus übernehmen sollte. Von der Bauqualität überzeugte sich das Ehepaar selbst bei einem Termin am Firmensitz auf der Schwäbischen Alb. Für die Umsetzung ihrer Baupläne wurde ein Architekt hinzugezogen. Entstehen sollten zwei Wohneinheiten, die eine als großzügiger Lebens- und Arbeitsraum für das Ehepaar, die andere, kleinere Wohnung, sollte zunächst vermietet werden. Später kann sie, bei Bedarf, einer Pflegeperson zur Verfügung stehen.

Reine Bauzeit: drei Tage Für eine relativ kurze Bauzeit und aufgrund des geringen Gewichts bot sich die Umsetzung der Aufstockung als Holzbau mit vorgefertigten Dach- und Wandelementen an. Vorbereitend wurden 02.2025 bauen. 13


Ökologie Re p orta ge • B a u en i m B e s t a n d

Auf lichtdurchflutete Räume legten die Bauherren großen Wert. Da das Obergeschoss vor Einblicken von außen geschützt ist, ist Sichtschutz wie Vorhänge, Jalousien oder Ähnliches unnötig. Das steigert das schöne Gefühl, naturnah zu wohnen.

Von der Dachterrasse aus, die im Sommer den Wohnraum erweitert, haben die Bauherren eine schöne wohltuende Aussicht in die Ferne.

Die Nischen im Flur- und Garderobenbereich wurden mit individuellen Einbauschränke aus der Schwörer-Designschreinerei versehen. Das schafft eine Menge Stauraum.

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Alles durfte mit Für die Raumaufteilung hatte das Bauherrenpaar klare Vorstellungen. Klar war auch, dass alle ihre Möbel in das neue Lebensdomizil mit umziehen sollten. Diese Prämisse bildete die Grundlage für die Grundrissplanung, die auf die

Abmessungen der Möbel ausgerichtet wurde. Alles fand in der neuen Wohnung seinen Platz, selbst an genügend Wandfläche für die vielen Bilder wurde gedacht. Im Flur und im Garderobenbereich sorgen passgenaue Einbauschränke aus der Schwörer-Designschreinerei für ausreichend Stauraum.

Foto: Jasmin Peter

die alten Fundamente einer sorgfältigen Prüfung unterzogen und nachgerüstet, das Dach mithilfe einer Stahlkonstruktion und einer zusätzlichen Plattenlage tragfähig gemacht. Nachdem alle örtlichen Arbeiten erledigt waren, konnte die Montage der vorgefertigten Holztafelelemente beginnen. In nur drei Tagen war der Bau der insgesamt 170 Quadratmeter großen Aufstockung geschafft.

Angekommen Das Ehepaar wurde schnell heimisch in den neuen vier Wänden. Beide arbeiten vorwiegend von zu Hause aus und genießen bei guter Witterung ihre Pausen gerne mal gemeinsam auf der großzügigen Dachterrasse. Bei schlechtem Wetter fällt durch die Panoramaverglasung ausreichend Licht nach innen. • sc

Olaf Peter ist Architekt in Hamburg und mit dem Schwörer Bausystem vertraut. Er realisierte bereits mehrere Aufstockungsprojekte. 02.2025 bauen. 15


Ökologie Re p orta ge • B a u en i m B e s t a n d

Zum Arbeiten sind es für die Bauherrin vom WohnEssbereich aus nur wenige Schritte. In diesem Raum ist Platz für die zahlreichen Bücher, die die Lektorin für ihre Arbeit benötigt.

Die Vollverglasung, mit

Fotos: Schwörer Haus/E. Wentorf

der die bodenebene, nach vorne geöffnete Dusche abgegrenzt wird, erhöht das weite Raumgefühl im Badezimmer. Farblich wurden die Töne der anderen Räume aufgegriffen.

Mit einem Blick auf die kommende Lektüre, einem wohltuenden Ausblick nach draußen und einem duftenden Wiesenblumenstrauß auf dem Tisch kann der Tag nur gut beginnen.

Wir wollten auf dem Dach zwei zusätzliche, unterschiedlich große Wohneinheiten schaffen. Bauherr, Matthias F.

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Ökologie Re p orta ge • B a u en i m B e s t a n d

Haus Firzlaff WOHNFLÄCHE: Hauptwohnung: 110 m2 Kleine Wohnung: 32 m2 BAUWEISE: Dachaufstockung in Holztafelbauweise, Wandstärke 32 cm, mineralische Dämmung 24 cm, Wand U-Wert 0,149 W/m²K, Dreifachverglasung Ug-Wert 0,6 W/m²K, Flachdach U-Wert 0,141 W/m²K TECHNIK: Frischluftheizung mit kontrollierter Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung, Trinkwasser-Wärmepumpe, Photovoltaikanlage, Effizienzhaus-55-Standard ENERGIEBEDARF: Primärenergiebedarf: 49,2 kWh/m²a HERSTELLER: Schwörer Haus GmbH & Co. KG Hans-Schwörer-Straße 8 72531 Hohenstein/Oberstetten Telefon: 07387/16-0 www.schwoererhaus.de ARCHITEKT: Olaf Peter 22337 Hamburg Telefon: 040/30037670 www.olafpeter.eu

Der Wohnkomplex bildet mit einheitlichen Fensterformaten und geschickt platziertem Staffelgeschoss eine architektonische Einheit.

Gelungenes Projekt,

Weitere Infos zum Hersteller und ausgewählte Entwürfe finden Sie unter www.HausbauHelden.de/ hersteller/schwoererhaus

glückliche Bauherren: Das Ehepaar war mit der professionellen Abwicklung des Bauvorhabens in jeder Hinsicht rundum zufrieden.

AUFSTOCKUNG

DACHTERRASSE

WOHNEN 18

ARBEITEN 1 14 ABST 1,5

SCHLAFEN 1 10

BAD 3,5

DIELE

WINDFANG 5 GARD. 3 WC 2,5

KOCHEN/ESSEN/WOHNEN 40.5

TECHNIK

SCHLAFEN 2 12

FLUR 6,5

BAD 7

ARBEITEN 2 10 10 m2

DACHTERRASSE

SCHLAFEN 9

25,5 m2

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Foto: Feverpitched – istockphoto.com

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Alternative Wege Bauland ist knapp und teuer, vor allem im urbanen Umfeld. Zudem steigt der Pro-Kopf-Bedarf an Wohnfläche. Deshalb ist, auch der Umwelt zuliebe, Kreativität für die Umfunktionierung von Bestandsbauten gefragt. Die gängigsten Alternativen zum Neubau, mit denen sich sowohl die Kosten eindämmen als auch der Platzmangel auffangen lässt, wollen wir Ihnen hier vorstellen.

Docking station Der ehemalige Trafoturm stand lange ungenutzt und unansehnlich an seinem Platz. Eine sinnvolle Nutzung fehlte. Nach der Abklärung baurechtlicher Vorgaben sowie der Faktoren Statik, Dämmung, Feuchtigkeit und auch Schadstoffbelastung konnte der beauftragte Architekt aus dem ausgedienten Turm ein inspirierendes Beispiel für die Umfunktionierung eines alten Gebäudes schaffen. Der brachliegende Bestandsbau wurde zum Wohngebäude. Die Fassade des Anbaus besteht aus karbonisiertem (kontrolliert verbranntem) Douglasienholz. Sie bietet natürlichen Schutz vor Schimmelpilzen, Fäulnis und Wasser. www.mocopinus.com

Fotos: Oliver Schwan | architecture and art

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Foto: Arnold Ritter

Bei der stets genehmigungspflichtigen Aufstockung eines Bestandsgebäudes sind diverse Details zu beachten. In erster Linie muss die Statik der unteren Geschosse mit den Anforderungen der neu hinzukommenden Räumlichkeiten abgestimmt werden. Im Beispiel wurde in leimfreier Holzbauweise gearbeitet, die aufgrund des relativ geringen Gewichts das bestehende Gebäude auch bei größtmöglicher Ausnutzung der Kubatur geringstmöglich belastet. Weitere Vorteile sind die kurze Bauzeit und aufgrund der vorgefertigten Teile die schnelle Montage. www.holzius.com

Foto: Schüco International /Philipp Oesterle

Luft nach oben

Facelift Beim Sanieren gilt das Prinzip: aus Alt mach Neu. Gebäude werden renoviert, umgebaut, instandgesetzt und so in puncto Funktionalität und Energieeffizienz auf den aktuellen Standard gebracht. Oft sind Häuser nach einer Sanierung kaum wiederzuerkennen, so nachhaltig hat ein gelungenes Facelift sie verändert. Durch eine Sanierung steigt der Wert der Immobilie, der Staat unterstützt Sanierungen mit Fördermaßnahmen. www.schueco.com

Unter Nachverdichtung versteht man das Nutzen freier Flächen im Bereich bereits bestehender Bebauung. Neuer Wohnraum wird geschaffen, Stadtviertel aufgewertet und belebt. Der Vorteil ist die bereits vorhandene Infrastruktur wie z.B. Straßen, Strom-, Wasserleitungen. Auch Erschließungskosten sind niedriger. Das hier gezeigte Objekt steht inmitten eines historischen Ortskerns. Konventionelles Bauen war aufgrund eines danebenliegenden denkmalgeschützten Gebäudes nicht zugelassen. Die Lösung war ein Neubau in Fertigbauweise der nach den Vorgaben „leise und schnell“ umgesetzt werden konnte. www.baufritz.com

Foto: Marcel Laponder/www.baufritz.com

Lückenschluss

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