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Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser, jetzt ist es an der Zeit, trotz des heißen Sommers – beim Schreiben des Editorials für die letzte Ausgabe hatte es knapp 40 Grad Außentemperatur –, über die nötige Wärme in den kalten Jahreszeiten nachzudenken. Wer noch ausschließlich mit Öl oder Gas heizt, wird perspektivisch mit gewaltigen Preissteigerungen rechnen müssen. Deshalb stellen wir ab Seite 30 verschiedene Möglichkeiten vor, mit einer Hybridheizung, also mit mehreren Systemen, für warme Räume und für genügend Warmwasser zu sorgen. Dabei kann zum Beispiel eine Gas-Brennwertheizung durchaus noch eine Rolle spielen, vor allem wenn es draußen extrem kalt werden sollte. Im Mittelpunkt stehen allerdings regenerative Möglichkeiten wie die Wärmepumpe, die Nutzung der Sonnenenergie oder von Biomasse. An dieser Stelle möchten wir, wie in der Vergangenheit schon öfters geschehen, nochmals an alle renovierungswilligen Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer appellieren, sich einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen zu lassen. Auf dieser Grundlage ist es einfach, alle konkreten Maßnahmen am Gebäude künftig clever aufeinander abzustimmen. Die einzelnen Schritte, die Sie gehen sollten, stellen wir auf Seite 24 in einem entsprechenden Beitrag vor. Es wird in der Fachwelt oft diskutiert, ob man vor der Heizungserneuerung zuerst die Gebäudehülle sanieren soll. Selbstverständlich macht dieses Vorgehen Sinn, wenn das notwendige Budget vorhanden ist. Aber da jedes alte Haus einmalig ist, muss jeweils eine individuelle Lösung gefunden werden. Wer zum Beispiel die Fassade des Hauses sanieren möchte, sollte über eine hochwertige Wärmedämmung nachdenken. Da Außenwand nicht gleich Außenwand ist, haben wir ab Seite 26 wichtige Informationen rund um die möglichen Dämmvarianten für die jeweilige Ausgangssituation zusammengetragen. Spannend: Unser 16-seitiges Special „SolarE“ glänzt ab Seite 35 mit einer Übersicht, in der 24 Stromspeicher vorgestellt werden. Wer auf Photovoltaik setzt, erhält einen hohen Nutzwert. Und Energiesparkommissar Carsten Herbert stellt in seinem Beitrag das Kühlen mit Sonnenstrom in den Mittelpunkt. In Richtung Herbst und Winter sind die Langfinger verstärkt unterwegs, um in unzureichend gesicherte Häuser und Wohnungen einzubrechen. Ziel muss es sein, die Diebe von ihrem finsteren Vorhaben abzubringen. Deshalb finden Sie ab Seite 51 eine Menge Tipps und konkrete Vorschläge, wie Sie künftig Ihr Eigentum besser schützen können. Wenn die Tage kürzer werden, heißt das nicht, dass wir auch die OutdoorSaison beenden müssen. Ab Seite 56 präsentieren wir einige Ideen, wie sich das kühlere Draußen gestalten und genießen lässt.
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Inhalt
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ERNEUERBARE ENERGIEN PRÄGEN HYBRIDE SYSTEME
REPORTAGEN Siedlungshaus
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Die vierköpfige Familie bewohnt jetzt ein fein modernisiertes Gebäude
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Da das Haus unter Denkmalschutz steht, gab es viele Vorgaben
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Die Bausubstanz war erbärmlich. Heute ist das Haus ein Blickfang
Lichtoase
Historisches Stadthaus
RATGEBER
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VERSCHLIESSBARE FENSTER & MEHR
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Ein Sanierungsfahrplan bildet die Basis für alle zukünftigen Arbeiten
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Wer die Außenwand warm einpackt, spart auf jeden Fall Energiekosten
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Hybridheizungen setzen auf mehrere Systeme für Wärme und Warmwasser
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Schützen Sie sich mit bewährten Maßnahmen vor Einbrechern
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LIVING Herbstliche Outdoor-Ideen für die Terrasse und den Garten
ARCHITEKTENPAAR FÜHRT DAS HAUS IN DIE ZUKUNFT
Kamine und Öfen haben sich zu Lifestyleprodukten entwickelt
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Editorial
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News & Trends
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Vorschau
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10/11 2026 Althaus modernisieren
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Ne ws & Trends
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Das Holzfurnier erlebt eine bemerkenswerte Renaissance. In einer Zeit, in der Wohnräume wieder natürlicher, nachhaltiger und individueller gestaltet werden, entdecken immer mehr Menschen die besondere Ausstrahlung echter Holzoberflächen. Kein anderes Material verbindet Natürlichkeit, Nachhaltigkeit und Einmaligkeit so harmonisch wie Furnier. Jedes Furnierblatt ist ein Unikat. Es ist geprägt von der individuellen Maserung, der Farbvielfalt und den charakteristischen Mustern des Baumes, aus dem es stammt. Diese natürliche Optik verleiht Möbeln und Wohnräumen eine warme, authentische Atmosphäre. www.furnier.de
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Furnier liegt im Trend
Photovoltaik: Neue Regeln ab dem Jahr 2027 Wer noch im Jahr 2026 eine Photovoltaikanlage in Betrieb nehmen möchte, sollte sich beeilen. Ab dem Jahr 2027 plant der Gesetzgeber grundlegende Änderungen bei der Vergütung von Solarstrom. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb, die Wirtschaftlichkeit einer Anlage sorgfältig zu prüfen. Welche Änderungen vorgesehen sind und welche Folgen sie haben können, erläutert Martin Brandis, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Hintergrund ist die beabsichtige Reform des ErneuerbareEnergien-Gesetzes (EEG). Nach dem Gesetzentwurf soll die bisher für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung für Strom aus neuen Photovoltaikanlagen wegfallen. Für eine Übergangszeit ist noch eine feste Vergütung vorgesehen, die höchstens drei Jahre lang gewährt wird. Danach ist eine gesetzliche Förderung für Solarstrom aus Hausanlagen nicht mehr vorgesehen. Es soll weiterhin möglich sein, dass eingespeister Überschussstrom vergütet wird. Dafür sollen Verbraucher ihren
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Strom jedoch direkt vermarkten. Statt einer festgelegten Einspeisevergütung erhalten sie dann einen Preis, der sich am Börsenpreis orientiert. Dieser kann sich saisonal und über die Jahre stark verändern. Mit der Reform soll auch die noch geltende Option der Volleinspeisung entfallen. Nur noch bis Ende des Jahres 2026 erhalten Betreiber eine höhere Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen, der vollständig ins Netz eingespeist wird. Dazu Martin Brandis: „Die Wirtschaftlichkeit einer neuen Photovoltaikanlage für den eigenen Haushalt wird stärker als bisher davon abhängen, wie viel des erzeugten Stroms dort genutzt werden kann. Eine Vorhersage für die Höhe von Marktpreisen für eingespeisten Überschussstrom ist praktisch nicht möglich.“ Wichtige Informationen gibt es unter der bundesweit kostenfreien Hotline 0800–809 802 400. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. www.verbraucherzentrale-energieberatung.de
Starker Preisträger
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Nachdem der „EIKO 365“ von MCZ bereits mit dem iF Design Award ausgezeichnet wurde, erhielt das Gerät nun eine weitere internationale Anerkennung: den Red Dot Award, Product Design 2026, einen der weltweit renommiertesten und bedeutendsten Designpreise. Mit dieser Auszeichnung wird erneut der innovative und gestalterische Wert von EIKO 365, dem ersten Pelletofen, der sowohl heizen als auch kühlen kann, hervorgehoben. Denn der EIKO 365 vereint in einem einzigen Gerät die Wärme eines Pelletofens im Winter mit der Frische einer Klimaanlage im Sommer und sorgt so zu jeder Jahreszeit für höchsten Klimakomfort. Ein einziges Produkt, das je nach Saison heizt oder kühlt und ein optimales Raumklima schafft. Gleichzeitig macht es den Kauf von zwei separaten Geräten überflüssig und ermöglicht so deutliche Einsparungen bei Platz, Energie und Kosten. Ohne Außeneinheit und ohne Kondensatablauf ist EIKO 365 nicht einfach eine Weiterentwicklung, sondern eine echte Revolution: ein System, das sich effizient an die Jahreszeiten anpasst und in jedem Wohnkontext höchste Leistung garantiert. www.mcz.it/de
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Bei der Sanierung eines Baudenkmales sind die Ansprüche an das Energiekonzept oft nicht einzuhalten. Die Fassade der Villa wurde saniert. Dabei wurden in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde historischer Putz und Farbe beibehalten. Beim Fensteraustausch wurden die Profile der historischen Originalfenster wieder aufgenommen. Mit dem Dachausbau konnte mit Hilfe des Fachmanns auch die Qualität der Dämmung deutlich verbessert werden.
Expertentipp des VPB
Neben Änderungen bei der Förderung effizienter Heizungen wird auch bei der Förderung weiterer einzelner Effizienzmaßnahmen vieles neu geregelt. Nach wie vor können private Bauherren sich hierfür an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wenden. Analog zur Heizungsförderung sinken die maximal förderfähigen Ausgaben auch in diesem Bereich. Dies geschieht schrittweise mit der Zahl der Wohneinheiten: für die erste betragen sie 30 000 Euro, für die zweite bis sechste 15 000 Euro. Zugleich hat der Bund die Förderung aufgrund des individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) modifiziert. Der sogenannte iSFP-Bonus wird nun erst ab einem förderfähigen Mindestinvestitionsvolumen von 30 000 Euro gewährt. „Für private Bauherren, die sanieren wollen, wird es dadurch finanziell schwieriger“, betont Stefan Hubenschmid, Leiter des Regionalbüros Konstanz und stellvertretender Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB). Lohnt sich der iSFP künftig erst bei der zweiten Sanierungsmaßnahme? „Diese Einschätzung greift zu kurz“, so Hubenschmid. Die Fördergrenze von 60 000 Euro je Wohneinheit und Kalenderjahr bei Maßnahmen aus einem iSFP bleibe zwar bestehen. Der zusätzliche iSFP-Bonus von fünf Prozentpunkten werde bei der neuen Regelung aber erst für förderfähige Ausgaben oberhalb von 30 000 Euro wirksam. „Das ist gerade für Einfamilienhäuser problematisch.“ Der Hintergrund: Dort besteht eine energetische Sanierung in der Regel nicht aus zwei großen Einzelmaßnahmen, sondern aus vielen kleineren, sinnvoll aufeinander abgestimmten Schritten: Fenster, Dämmung einzelner Bauteile, Kellerdecke, oberste Geschossdecke, Lüftung, Heizungsoptimierung oder spätere Fassadenarbeiten. „Der iSFP soll genau
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diese Maßnahmen in die richtige bauliche und zeitliche Reihenfolge bringen“, sagt Hubenschmid. „Er verhindert, dass Eigentümer planlos und jeweils nur nach dem billigsten Angebot sanieren – mit dem Risiko, dass spätere Schritte erschwert, verteuert oder energetisch entwertet werden.“ Wenn für Maßnahmen bis 30 000 Euro der finanzielle Vorteil des iSFP entfällt, wird dieser Anreiz erheblich geschwächt. „Viele Eigentümer werden dann kleinere Maßnahmen nur noch auf das gesetzliche Mindestniveau und möglichst kostengünstig ausführen lassen“, befürchtet Hubenschmid. „Das ist weder eine verlässliche Strategie für Werterhalt noch ein Weg zu einem insgesamt energetisch hochwertigen Gebäude.“ Dach und Fassade sind häufig die wenigen Bauteile, bei denen größere Maßnahmen in einem Zug sinnvoll oder notwendig sind. Die meisten übrigen Sanierungsschritte können und müssen Eigentümer dagegen über Jahre verteilt umsetzen. „Gerade dafür braucht es den Sanierungsfahrplan als verbindliche Orientierung, damit aus einzelnen Entscheidungen am Ende ein stimmiges Gesamtkonzept wird“, erläutert der Bausachverständige. „Im Idealfall liegt das Gebäude nach der Sanierung energetisch deutlich über den gesetzlichen Mindestanforderungen.“ So gilt auch nach Inkrafttreten des Gebäudemodernisierungsgesetzes und der damit neu justierten Bundesförderung für effiziente Gebäude: Private Bauherren sollten sich vor einer anstehenden Sanierung an Fachleute wenden. Die Bausachverständigen aus dem Netzwerk des VPB etwa haben technisch, energetisch und finanziell den Überblick. Sie weisen auf all diesen Ebenen den Weg zu optimalen Ergebnissen. www.vpb.de
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R epor t age Siedlungshaus
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Dreh- und
Angelpunkt Das allseitig bedienbare würfelförmige Möbel im Erdgeschoss bildet das Kernstück des gründlichen Redesigns eines Gelsenkirchener Siedlungshauses. Eine weitere schöne Arbeit der Architekten Martina und Ole Wetterich.
Hinter den raumhohen Schranktüren bietet sich jede Menge Stauraum, sehr praktisch auch für das rechts vom Kubus befindliche Arbeitszimmer.
Links von dem Cube geht es zum Neben- und zum Haupteingang des Hauses. An der Decke sind beidseits die Führungen der weißen, in das Möbel integrierten Schiebetüren zu sehen. 10/11 2026 Althaus modernisieren
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R epor t age Siedlungshaus
Ein neuer Anbau ersetzt die zuvor verschachtelten Zubauten. Bei Küche, Möblierung und Leuchten führten die Bauherren Regie. Bodenbelag: Eiche.
Der schilfgrüne Kubus ist aus Mehrschichtplatten von Pfleiderer geschreinert. Per Schiebetüren lassen sich Arbeitsund Wohnzimmer abtrennen. Die Tür führt ins WC.
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Die Hauseingangstür liegt rechts am Ende des dekorativ gefliesten Ganges. Daneben ist der Treppenaufgang angeordnet, Visà-vis davon der Garderobenteil des Einbaumöbels.
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R epor t age Siedlungshaus Super Sichtachse: Von der Haustür fällt der Blick über die teils raumhoch verspiegelte Garderobe und den Esstisch hinweg direkt in den Garten. Die Treppe ist mit dem neuen Eichenbelag jetzt wieder vernünftig begehbar.
Komfortables Familienleben auf drei Ebenen. Unten die Gemeinschaftsräume mit großzügiger Anbindung an den Garten, in der Mitte der Elterntrakt, ganz oben zwei Kinderzimmer plus Bad.
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Ein schlüssiges Gesamtkonzept heißt auch, den Nutzer zu kennen, zu verstehen, Potenziale zu stärken und Mehrwert zu schaffen. Ole Wetterich, Architekt
VORHER Das Haus war in zweieinhalb Einheiten unterteilt und viele Jahre vermietet gewesen. Jetzt hat es wieder seine ursprüngliche Gliederung.
D
as heute von einer Familie mit zwei Kindern bewohnte Haus war zwischenzeitlich vermietet gewesen, und hierfür in drei unabhängige Wohneinheiten auf drei Etagen unterteilt worden. Der bauliche Zustand des über 120 Jahre alten Hauses erforderte eine umfassende Sanierung. Im Wunschkatalog der neuen, alten Besitzer (sie ist die Tochter des vorherigen Eigentümers und hier aufgewachsen), standen ein familienfreundlicher Grundriss, energieeffiziente Technik und Ausstattung sowie ein nachhaltiges Wärmekonzept unter Ausschluss fossiler Brennstoffe. Mit diesem Aufgabenkatalog betrauten sie das Archi-
tektenehepaar Martina und Ole Wetterich, Freunde hatten ihnen die Bochumer Althausspezialisten empfohlen. Auch die Referenzen auf deren Website überzeugten. Die erste Begehung des Objektes war recht speziell für die beiden. „Außen war das Haus großteils mit asbesthaltigen Platten verkleidet, ebenso die gartenseitig vorkragenden, im Lauf der Zeit dazugebastelten Anbauten“, sagt Ole Wetterich. „Und innen gab es quasi keinen Quadratzentimeter, der nicht mit Fliesen beklebt war, teils in vier Lagen und in abenteuerlichen Kombinationen.“ Irgendwie ein unangenehm klinischer Look, und quasi das Gegenteil von wohnlich. Das Entfernen 10/11 2026 Althaus modernisieren
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Das Bad grenzt „en suite“ direkt an das Elternschlafzimmer an. Die Eichen-Landhausdielen markieren den Übergang zum eigentlichen Nassbereich mit Dusche hinter der raumteilenden Zwischenwandscheibe.
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der Schichten brachte dann die unter einer solchen Versiegelung zu erwartenden, teils erheblichen Schäden zum Vorschein, es war also allerhöchste Zeit, einzugreifen. Klar war, dass auch der Balkonanbau würde weichen müssen. Ihn ersetzte später eine tiefere, dafür halb so breite und in Holzrahmenbauweise ausgeführte Wohnraumerweiterung, deren Dach wegen der Grenzabstände allerdings nicht als Balkon genutzt werden darf. Eine massive, gedämmte Mauer bildet nun als Seitenwand in diesem Bereich die Trennung zum Nachbarn, und auf das Dach möchte der technikaffine und handwerklich geschickte Bauherr Photovoltaik-Panels montieren. Im Rahmen der Entkernung wurden auch Zwischenwände entfernt und das Dach bis auf den Dachstuhl rückgebaut. Aus Kostengründen blieb allerdings die raumseitige Spalierverkleidung der Schrägen erhalten, also die in traditioneller Weise aus Dachlatten (Querschnitt: 2 x 1,5 cm) gefügten Flächen, die dereinst ein auch heute noch intaktes Finish aus Kalklehmputz erhielten. Zwischen- und Aufsparrendämmung sowie eine neue Deckung mit Betondachsteinen schützen jetzt nach oben und tragen ihren Teil zum Erfüllen
Links: Luftige Lage – die baumgrüne Trasse darf nicht bebaut werden. Die Luft-Wärmepumpe steht beim Nebeneingang.
Siedlungshaus mit grünem Hinterhof BAUJAHR um 1900 WOHNFLÄCHE ca. 165 m2 AUFGABE Umbau eines Zweifamilienhauses zu einem KfW-75-Einfamilienhaus MATERIALIEN Massivbauweise (Bestand), Anbau in Holzrahmenbauweise, Wärmedämmverbundsystem, Zwischensparren- und Aufsparrendämmung, Betondachziegel, Kunststofffenster, Bankirai-Dielen als Terrassenbelag und Verkleidung des Terrassensockels
der KfW-75-Kriterien bei. Ebenso die mit einem Wärmedämmverbundsystem verkleidete Fassade und die 12 cm dicke Dämmschicht auf dem Erdgeschossboden. „Die Raumhöhen ließen das zu, im Keller hätten wir hingegen nicht dämmen können, weil dort die Decken nicht hoch genug sind.“ Dennoch war im Erdgeschoss noch Platz für eine Fußbodenheizung. Parallel waren die Fachleute aus den anderen Gewerken zu koordinieren, die bei solchen größeren Maßnahmen obligatorisch sind, etwa für die Erneuerung der sanitären und elektrischen Infrastruktur. Mit Blick auf das Budget versuchten die Auftraggeber dabei immer, möglichst viel Eigenleistung zu erbringen. So installierte der Bauherr beispielsweise ein BUS-System weitgehend selber. Und er montierte akurat Bankirai-Dielen auf Sockel und Terrassenfläche des Anbaus. Unterm Strich ist hier ein schmuckes Gesamtresultat entstanden. Mit einem hoch funktionalen, bis ins Detail durchdachten und dazu noch schicken „Cube“ als Highlight im Erdgeschoss – definitiv ein Gewinn fürs Familienleben. Und handwerklich ist das Möbel, wie so vieles bei dieser vorbildlichen Modernisierung, vom Feinsten! I
ALT
Fotos: Jannis Wiebusch; Text: Bernhard Müller
Weiß abgesetzte Umrahmungen fassen jetzt wieder alle Fenster und Türen. Die tannengrün lackierte Hauseingangstür ist neu.
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Ein strahlendes Eine Oase aus Licht – treffender könnte man dieses atemberaubende
und lichtdurchflutete Anwesen nicht beschreiben. Dabei steht das Haus unter Denkmalschutz, deshalb mussten einige Auflagen erfüllt werden.
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Zuhause
Ein außergewöhnliches Zuhause, eingebettet in die Natur: GanzglasArchitektur trifft auf idyllische Gärten, um einen friedlichen Rückzugsort für Ruhe und Inspiration zu schaffen.
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Stilvolles Wohnen. Der schwarze Flügel prägt den Raum, von Zeit zu Zeit auch mit musikalisch anspruchsvollen Tönen.
Ich trinke morgens meinen Kaffee im versenkten Wohnzimmer und schaue über Holz, Beton und den Wasserteich in den Wald – Lebensqualität pur.
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n diesem vom bekannten amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright inspirierten über 70 Jahre alten Haus mischen sich japanische und skandinavische Elemente. In Duchastel auf dem Mount Royal in Montreal schufen Besitzer und Architekt japanische Gärten mit dafür geeigneten Bäumen, um Ruhe zu erzeugen. „Man kann kaum glauben, dass man in einer Stadt lebt. Man weiß nicht, ob man in Kalifornien, Japan oder auf dem Land in Kanada ist“, sagt Jean Paul Chauvet über sein Zuhause. Chauvet arbeitete drei Jahre lang mit den Innenarchitekten Atelier Chardonnat und Salem Architecture in Montreal zusammen, um das Haus zu renovieren und gleichzeitig seinen ursprünglichen Geist zu bewahren. „Ich habe eine Leidenschaft für Architektur. Ich habe dieses Haus vor vier Jahren gekauft – es war ein Mid-Century-Haus, das nie renoviert wurde“, sagt Eigentümer Chauvet. „Wir wollten versuchen, ein altes Haus in etwas Moderneres zu
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Jean Paul Chauvet, Eigentümer
Auch in der Küche kreieren helle, moderne Akzente in Kombination mit Holz eine warme, sehr einladende Atmosphäre.
verwandeln, das aber die Vergangenheit des Hauses respektiert.“ Die Renovierung war darauf ausgelegt, den Großteil des Grundrisses des ursprünglichen Hauses zu bewahren und gleichzeitig einen Anbau auf der Rückseite des Hauses hinzuzufügen. „Wir haben ein Stockwerk mit großen Fenstern über der Garage hinzugefügt, somit sind die meisten Teile des Hauses verglast.“
Ein Quadrat ragt aus dem Haus
Auf den ersten Blick erkennbar: Japanische und skandinavische Einflüsse prägen das Gebäude. Wasserelemente rücken dabei selbstverständlich ins Zentrum.
„Beeindruckend auch das moderne Element, nämlich das Hauptschlafzimmer, ein großer Quadratblock, der aus dem Haus herausragt“, so Chauvet. Architekt Jad Salem schätzte Chauvets Beteiligung. „Die Eigentümer waren ein integraler Bestandteil unseres Teams und trafen viele Entscheidungen bezüglich der Architektur und des Innendesigns. Von Beginn der Projektentwicklung an beinhaltete unsere Arbeitsweise viele Meetings. Das ermöglichte es uns, mehrere Entwürfe schematisch zu testen, mit dem Vorteil, sofortiges Feedback
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von den Kunden zu erhalten.” So haben sie auch gemeinsam beschlossen, das neue Volumen des Hauptschlafzimmers vom bestehenden Dach zu trennen, was ein lineares Oberlicht über dem Wohnzimmer schuf. Jad Salem: „Als Architekt glaube ich, dass natürliches Licht das Schlüsselelement ist, das den Erfolg eines Projekts bestimmt. Das ist mein Lieblingsmerkmal der architektonischen Transformation.“ Wichtige Fakten nochmals zusammengefasst: Der straßenseitige Anblick – die Fassade durfte nicht verändert werden – lässt kaum erahnen, wie sehr Offenheit und GanzglasArchitektur die gegenüberliegende Seite des Hauses, die sich in den kunstvollen Garten eröffnet, prägen.
Völlig neues Konzept für die Rückseite Im Zuge dieser umfangreichen Sanierung und eines Zubaus wurde die Rückseite des 1954 erbauten Hauses neu gedacht und mit raumhohen, ausgedehnten Glasflächen versehen. Pure Ästhetik in jedem Detail! Wer die Lichtoase betritt, spürt sofort ein echtes Wohlgefühl. Gerade die extrem schmalen Rahmen der Schiebetür in Kombination mit dem optisch rahmenlosen Ganzglassystem sind die Bühne für den Blick nach draußen. Sie schaffen eine maximale Glasfläche und verbinden das Innen und Außen nahtlos zu einem harmonischen Ganzen. Lichtspiele und edles Design verschmelzen in diesem Haus zu einem Rückzugsort, der Wärme und Ästhetik ausstrahlt – ein atemberaubender Ort, der seit vielen Jahrzehnten Geschichten erzählt. Ein außergewöhnliches Zuhause, eingebettet in die Natur: Ganzglas-Architektur trifft auf Die frei stehende Badewanne befindet sich direkt vor einer großen Glasfront, die den Blick in den angrenzenden Wald ermöglicht.
Perfekt inszeniert mit filigranen Elementen. Der Treppenaufgang wirkt durch den Einsatz von Glas nicht so mächtig.
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idyllische Gärten, um einen friedlichen Rückzugsort für Ruhe und Inspiration zu schaffen. „In den Gärten haben wir viele japanische Bäume gepflanzt, es gibt keinen Rasen, der Boden ist mit kriechendem Thymian bedeckt, was ein japanisches Gefühl erzeugt. Es gibt viele Wasserelemente wie den Pool mit den Springbrunnen, die wir vorne und hinten am Haus hinzugefügt haben“, sagt Besitzer Jean Paul Chauvet zum Abschluss. I
Die extrem schmalen Rahmen der Schiebetür in Kombination mit dem optisch rahmenlosen Ganzglassystem sind die Bühne für den Blick nach draußen.
Haus wie eine Lichtoase PROJEKT Sanierung und Zubau BAUMASSNAHME Beachtung des Denkmalschutzes WOHNFLÄCHE 380 m² PRODUKTE Fenster & Terrassentür ONE App Innen: Eiche, gebürstet | N14 Moohreiche, handgeölt Außen: Alu | eloxiert Ganzglassystem & Schiebetür FixFrame ONE S App Innen: Eiche, gebürstet | N14 Moohreiche, handgeölt Außen: Alu | eloxiert
Das Haus steht unter Denkmalschutz, deshalb durfte die straßenseitig ausgerichtete Fassade nicht verändert werden.
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zienz beantragt den hierfür vorgesehenen Zuschuss selbst beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Sie brauchen nichts weiter zu tun. Es macht Sinn, sich auf folgende sechs Schritte zu konzentrieren:
Schritt 1: Erstes Beratungsgespräch führen Das Kernstück des individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) ist das Vor-Ort-
Gespräch in Ihren eigenen vier Wänden. Zusammen mit einer Expertin oder einem Experten für Energieeffizienz arbeiten Sie Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse im Hinblick auf die Sanierung Ihres Eigenheims heraus. Auch zusätzliche, nicht energetische Maßnahmen können Teil des Beratungsgesprächs sein – ob altersgerecht umbauen, die Wohnfläche erweitern oder den Wohnkomfort steigern. Eine Expertin oder ein Experte für