WIRTSCHAFT
UMWELT
SOZIALES
NACHHALTIGKEIT
Editorial, Aktuelles Produktionsablauf Am Puls der Zeit
Jeder Quadratmeter zählt Vielfalt vom Berg
Produkte Gemeinsam erfolgreich
Fokus Basalt Historie
6, 8
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2, 3
2, 3, 4, 5
INHALT
DAS JOURNAL VON ESTERHAZY FÜR NACHHALTIGKEIT, UMWELT, WIRTSCHAFT UND SOZIALES
JOURNAL
Glück Auf!
AUSGABE
Mineralische Rohstoffe – ein Schatz der Natur
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MÄRZ 2021
EDITORIAL
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AKTUELLES
MINERALISCHE ROHSTOFFE Die besondere geologische Vielfalt des Burgenlandes beinhaltet zahlreiche mineralische Rohstoffvorkommen, wobei einige auf Flächen der Esterhazy Betriebe liegen. Ton, Lehm, Quarzsand bis hin zu Sandstein, Kalk, Dolomit, Quarzit und Basalt sorgen jedenfalls für eine unglaubliche Bandbreite. Sofern derartige Vorkommen nicht selbst genutzt werden, sind diese Gebiete langfristig an Gewinnungsbetriebe verpachtet.
Liebe Leserinnen, liebe Leser! Dass die Natur viele und zudem oft verborgene Schätze birgt, ist soweit nichts Neues. Die Vielfalt von mineralischen Rohstoffen sowie deren Bedeutung mag da womöglich viel eher überraschen. Mit der vorliegenden Sonderausgabe des PANNATURA Journals Nr. 6 wollen wir uns daher diesem Spezialthema widmen, denn gerade hier hat das Burgenland Einiges zu bieten. Für unsere Recherchen mussten wir zunächst gut 11 Millionen Jahre zurückblicken, gilt unser Hauptaugenmerk diesmal doch besonders dem Pauliberg, Österreichs jüngstem erloschenen Vulkan. Seit 1948 wird dort, inmitten des Naturparks Landseer Berge, Bergbau betrieben und insbesondere Basalt gewonnen. Was wie ein fürchterliches Vergehen klingt oder zumindest als gänzlicher Widerspruch anmutet, ist es jedenfalls ganz und gar nicht. Denn einmal mehr zeigt sich eindrucksvoll: Bewirtschaftung schließt Natur- und Artenschutz keinesfalls aus, sondern vermag – bei sorgsamer und umsichtiger Wirtschaftsführung – diese berechtigten Interessen vielfach erheblich zu stützen. Auf den ersten Blick mögen uns Steinbrüche vielleicht nicht besonders vielfältig erscheinen, doch dieser Eindruck ist schlichtweg und gleich in mehrfacher Hinsicht falsch. Ob die geologischen Facetten oder das Mosaik an unterschiedlichsten örtlichen Lebensraumtypen, Tier- und Pflanzenarten, die Vielfalt und Bandbreite ist umso faszinierender, je weiter man in das Thema vordringt. Nachhaltiges können wir mit Stolz ebenso aus der Welt der Zahlen bieten. Denn am Pauliberg steht nun gerade eine Investition im Volumen von über 17 Millionen Euro an. Die Einsparung von Emissionen und Umsetzung einer schrittweisen Energieautarkie ist bei dieser gewaltigen Anlagenmodernisierung ein wichtiges Ziel. Denn nur so kann das Basaltwerk Pauliberg mit seinen derzeit rund 20 Arbeitsplätzen langfristig und zukunftsfit abgesichert werden. Ob für den Straßenbau, die Bau- und Landwirtschaft oder private Interessen wie den Gartenbau: Eine regionale Verfügbarkeit des Multitalents „Basalt“ ist im Burgenland damit jedenfalls weiterhin gegeben. Aber lesen Sie nun auf den nächsten Seiten selbst, was der Pauliberg Spannendes zu bieten hat. Viel Freude beim Lesen unseres Journals! Matthias Grün Geschäftsführer Esterhazy Betriebe GmbH
Die Bewirtschaftung erfolgt in allen Fällen stets besonders umsichtig und entsprechend den strengen gesetzlichen Vorgaben. Die umfangreichen und temporär befristeten behördlichen Genehmigungsbescheide nach dem Mineralrohstoffgesetz bilden dabei die wichtigste Grundlage. Ganz im Interesse kurzer Transportdistanzen kann durch die mannigfaltigen Vorkommen die mineralische Rohstoffversorgung im pannonischen Raum sichergestellt werden. Aufgrund der geografischen Lage haben die Vorkommen natürlich auch besondere Bedeutung in angrenzenden Bundesländern und dem nahen benachbarten Ausland. Die Gewinnung von mineralischen Rohstoffen stellt zweifelsfrei eine wichtige Nebeneinkunft dar, sie schafft aber auch besondere Lebensräume, die wiederum für eine Vielzahl an seltenen oder gar gefährdeten Arten (wie z. B. Bienenfresser) entscheidend sind.
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Gewinnungsbetriebe
34
Mitarbeiter
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seltene Tierarten
17 Mio. geplante Investitionen 2021/2022
ca. 770.000 Tonnen/Jahr
FOKUS BASALT
HART, ABER VIELFÄLTIG Basalt ist ein basisches Ergussgestein und für gewöhnlich dunkelgrau bis schwarz. Es besteht vor allem aus einer Mischung von Eisen- und Magnesium-Silikaten mit Olivin und Pyroxen sowie kalziumreichem Feldspat. Die Erscheinungsform kann als zusammenhängendes Gesteinsgefüge oder als eckige Basaltsäulen, bevorzugt mit einer hexagonalen (sechseckigen) Geometrie, entstehen. Eine seltener auftretende Form des Basalts ist der Kugelbasalt, sogenannte „Basaltbomben“. Als Baustoff findet Basalt aufgrund seines druck- und verschleißfesten, schwer zu bearbeitenden, aber nicht zu spröden Charakters hauptsächlich im Auf- und Ausbau von Straßen und Bahnbau Verwendung. Neben sämtlichen Schottermaterialien wie Frostschutzmaterial, kornabgestuften Mineralgemischen, Brechkörnungen, Edelbrechkörnungen, Edelbrechsanden und Streusplitten werden auch Wasserbausteine und korngestufte Gemische für die Betonindustrie ausgeliefert. Urgesteinsmehl, Lavasplitt oder Basaltsand werden hingegen zur Einstreu bei der Tierhaltung sowie zum Entsäuern oder zur Anreicherung von landwirtschaftlichen Böden mit Spurenelementen verwendet. Lavasplitt dient der Bodenverbesserung bei Baumpflanzungen und wird aufgrund besonderer Speichereigenschaften gerne in der Dachbegrünung als Wasser- bzw. Luftspeicher eingesetzt.
HISTORIE
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Pauliberg – die Entstehungsgeschichte
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Vom jüngsten der erloschenen Vulkane Österreichs zur modernen Gewinnungsstätte für Basalt. Diese 11 Millionen Jahre alte Entstehungsgeschichte ist einzigartig.
ingebettet in den Naturpark Landseer Berge im mittleren Burgenland im Übergangsbereich der Ostalpen zur Pannonischen Tiefebene liegt der Pauliberg. Das gleichnamige Basaltwerk wurde am 1. November 1948 am jüngsten der erloschenen Vulkane Österreichs für die Erzeugung von Schotter- und Splittmaterial gegründet. Nach dem Krieg waren derartige Materialien für die Errichtung der Infrastruktur dringend erforderlich, zudem mussten sichere Arbeitsplätze im Burgenland geschaffen werden. Das örtliche Gesteinsvorkommen ist aufgrund des vulkanischen Ursprungs auf ein Alter von unglaublichen 11 Millionen Jahren datiert worden. Als ursächlich für den Vulkanismus gilt die Dehnung der Erdkruste im Bereich des heutigen Pannonischen Beckens, die wiederum eine Folge der Gebirgsbildungsvorgänge im Alpen-Karpaten-Raum war. Aufgrund der „Krustendehnung“ stieg zunächst relativ heißes, hochgradig zähes
Gestein des oberen Erdmantels unter dem Pannonischen Becken auf („passive upwelling“). Die Gesteine auf der Basaltkuppe des Paulibergs durchdrangen dann die „Wechselgneise“ des anstehenden Grundgebirges und lagern nun außerhalb des „Förderschlots“ diese kristallinen Gesteine – für die Gewinnung gut geeignet – direkt auf. Zunächst war das Gewinnungsgebiet am Pauliberg verpachtet und wurde von der Basaltwerk Pauliberg GmbH bewirtschaftet. Mit Jänner 2009 wurden die Geschäftsanteile jedoch gänzlich von der Esterhazy Betriebe GmbH erworben, seither wird der Betrieb in Eigenbewirtschaftung fortgeführt. Im damals zur Gewinnung bewilligten Gebiet gingen bei Übernahme jedoch die Vorkommen bereits zur Neige, sodass rasch ein neues Bewilligungsverfahren durchgeführt werden musste. Mit Abschluss des umfangreichen Umweltverträglichkeits-Verfahrens konnte 2016 schließlich ein Weiterbestehen des Basaltwerkes langfristig sichergestellt werden. Zum einen konnten
somit die Arbeitsplätze in der eher strukturschwachen Region gesichert werden. Investitionen kamen seither nie zu kurz. Bereits rund 5 Millionen Euro wurden ab der Übernahme in den Standort investiert. Die getätigten Investitionen flossen in Anlagenerneuerung, Steuerungsund Überwachungstechnik sowie in die Standort-, Qualitäts- und Arbeitsplatzsicherung. Im Basaltwerk Pauliberg sind aktuell rund 20 Mitarbeiter beschäftigt, die etwa 450.000 Tonnen Gesteinsmaterial pro Jahr absetzen. Umgeben von vielfältigen Mischwäldern stellt der Pauliberg mit einer Seehöhe von 761 m daher nicht nur eine weithin sichtbare besondere Erhebung, sondern aufgrund der geologischen Verhältnisse auch eine wichtige, über das Mittelburgenland hinausgehende strategische Position in der mineralischen Rohstoffversorgung dar. Mit dem Betrieb des Basaltwerks am Pauliberg ist Esterhazy damit starker und verlässlicher Partner der Bauwirtschaft.
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AM PULS DER ZEIT
Bergbau am burgenländischen Vulkan
as Basaltwerk Pauliberg stellt den höchsten Bergbau im Burgenland dar. Basalt zählt zu den härtesten Gesteinen, dementsprechend anspruchsvoll und aufwändig ist auch die Gewinnung bzw. Verarbeitung. Zunächst wird mit tiefen Bohrlöchern an der „Abbauwand“ die notwendige Lockerung des Gesteins durch Sprengung vorbereitet. Diese Bohrlöcher werden, nachdem mittels 3D Vermessung die genaue oberflächliche Beschaffenheit der Wand erfasst wurde, und unter Nutzung der Daten in einem speziellen Softwareprogramm festgelegt. Mit einer einzigen Lockerungssprengung, einem sogenannten „Abschlag“ werden bis zu 30.000 Tonnen gesprengtes Material, das „Haufwerk“, für die weitere Aufbereitung und Veredelung gewonnen. Verladen mit einem 80 Tonnen Bagger erfolgt der Transport des „geschossenen Haufwerkes“ zur stationären Vorbrechanlage dann mittels „Muldenkipper“, das sind robuste Spezialtransportfahrzeuge mit einer Fassungskapazität von bis zu 40 Tonnen Gesteinsmaterial.
Über eine „Rostförderung“ kommt das Gestein anschließend in den riesigen „Backenbrecher“, in dem bis zu einem Kubikmeter große Steine problemlos zerkleinert werden. Über eine Zwischensiebung und Förderbänder wird das ausreichend zerkleinerte Material in den weiteren Aufbereitungsprozess transportiert. Zu große Stücke werden nochmals zerkleinert und erneut dem Prozess zugeführt. Für besonders hochwertige Anforderungen wird das Material jedenfalls zusätzlich über eine „Kegelbrechanlage“ geführt. Siebe „klassieren“ dabei stets in die entsprechenden Körnungen und stellen nachfolgend die sortengetrennte Lagerung sicher. Die Lagerung erfolgt geschüttet im Freien, wobei für besonders feine Materialien auch Silos zum Einsatz kommen. Sämtliche Produkte unterliegen sowohl einer betriebsinternen als auch externer (über akkreditierte Prüfanstalten) Qualitätskontrollen. Diese erfolgen auf Basis von europäischen Normen bzw. der CE-Kennzeichnungen. Im Sinne bestmöglicher Transparenz sind alle Zertifikate, Konformitätserklärungen und Nachweise auf der Homepage des Basaltwerks Pauliberg abrufbar.
DIE ENTSTEHENDEN PRODUKTE/KÖRNUNGEN SIND: Edelbrechkörnungen für hochwertigen Einsatz im Straßenbau: 0/2 mm, 2/4 mm, 4/8 mm, 8/11 mm, 11/16 mm, 16/22 mm Brechkörnungen vorwiegend für Betonbau: 0/4 mm, 4/8 mm, 8/16 mm, 16/32 mm, 32/55 mm, 70/250 mm Unterbauschotter: Erhaltungsschotter 0/40 mm Frostschutz 0/63 mm Wasserbausteine Steine für Schwitzhütten Basaltbomben Lavasplitt: 0/4 mm, 4/8 mm, 8/18 mm
AM PULS DER ZEIT
PRODUKTIONSABLAUF
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Investitionen in die Zukunft Weitblick ist im Bergbau besonders gefragt. Mit einem Investment von über 17 Millionen Euro werden die Anlagen am Pauliberg nun nachhaltig modernisiert.
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eit Übernahme des Basaltwerks Pauliberg im Jahr 2009 wurden die Abläufe vom Gewinnungsprozess bis hin zur Vermarktung ständig intern wie extern evaluiert. So konnten weitere Optimierungspotenziale und Chancen auf den Absatzmärkten erkannt werden. Im Zuge der Anlagenneukonzeption war es zudem ein wesentliches Ziel, die Emissionen weiter zu verringern und den Weg in Richtung Energieautarkie zu beschreiten. Die Ergebnisse der mehrjährigen Planungsarbeiten können sich nun sehen lassen.
Die ohnehin auszutauschende Vorbrechanlage wird altersbedingt an einem völlig neuen Standort, deutlich näher zum Abbaubereich, errichtet und allein dadurch der Transportaufwand mit Schwerlast-Lkws in etwa um die Hälfte reduziert. Einhergehend mit der Erneuerung des Maschinenparks, in schadstoffund verbrauchsärmere Fahrzeuge, werden damit die Emissionen massiv sinken. Weiters wird deutlich stärker als bisher auf Förderbandlösungen gesetzt. Konkret werden 4 Überlandförderbänder mit bis zu 140 m Achsabstand zusätzlich errichtet. Der gesamte zu überwindende Höhenunterschied beträgt dabei 48 m. Nebenprodukte werden frühzeitig aus dem Veredelungsprozess ausgeschieden und müssen hinkünftig deutlich weniger manipuliert werden. Modernisierungen und positive Umwelteffekte gibt es aber auch bei den Anlagen selbst. Die Vorbrechanlage wird beispielsweise nun vollständig eingehaust, um die Lärm- und Staubemissionen weiter zu reduzieren. Die Brechanlage ist dabei vollständig automatisiert und wird mittels Videokamera aus
sicherer Entfernung und von einem angenehmen Arbeitsumfeld aus überwacht. Da Materialien aus Silolagerungen trockener als bei freier Lagerung sind, werden auch hier neue Lagerkapazitäten geschaffen. Dies entspricht zudem einer starken Marktnachfrage nach trockenem Material. Die bestehende Edelbrechkorn-Kegelbrecheranlage wird künftig direkt auf den neu zu errichtenden Silogebäuden eingebaut. Mittels moderner und ebenfalls vollständig automatisierter Band-Verladeanlage wird dies zu einer rascheren und zudem staubfreien Verladung der abholenden Lkws führen. Dieser Beladungsprozess erfolgte bisher aus dem Freilager durch Radlader, sodass auch hier wiederum deutlich positive Effekte zu erwarten sind. Wesentliche Erkenntnis der marktbegleitenden Beobachtungen während der letzten Jahre war weiters, dass die Qualitätsansprüche immer genauere Absiebungen und strikte Einhaltung der Feinanteile erfordern. Diese Feinanteile können den gesiebten Körnungen anhaften, und müssen normgerecht beseitigt werden. Speziell dafür werden daher nun sogenannte Entfüllerungsanlagen erforderlich, die im Anschluss an die oben beschriebenen Umsetzungen als Schlusspunkt der geplanten Investitionen in Betrieb genommen werden sollen. Trotz aller Einsparungen ist der zu erwartende Energiebedarf am Pauliberg naturgemäß weiterhin enorm. Es wurde daher ein schrittweiser Plan in Richtung vollständiger Energieautarkie erarbeitet. Zentrales Herzstück bei diesem Anliegen sind die erneuerbaren Energien, konkret die beabsichtigte Nutzung der Sonnenenergie, durch Photovoltaikanlagen. In einem ersten Schritt sind daher nun Anlagen auf geeigneten Gebäudedächern geplant, anschließend folgen Aufständerungen am Areal selbst. Eine nachhaltige Zukunft des Bergbaus am Pauliberg ist damit gesichert.
VOM FELS ZUM KORN DI Peter Fischer, Geschäftsführer und Bergbaubevollmächtigter des Basaltwerks Pauliberg, skizziert am Beispiel des Rohstoffs Basalt die einzelnen Produktionsschritte, derer es bedarf, bis das gewünschte Endprodukt verkaufsfertig bereitsteht.
PRODUKTIONSSCHRITTE
Bohren/Sprengen Transport mit Mulde zum Vorbrecher
Gesteins-Zerkleinerung im Vorbrecher
Absiebung/Abtransport – ein Teil wird als fertiges Produkt per Lkw abgeholt
Förderbandtransport des Restmaterials zur weiteren Brechstufe
Erneute Zerkleinerung – Feinbruch Feinsiebung
Lagerung in Silos Abtransport per Lkw
Basaltwerk Pauliberg GmbH. & Co. KG A-7341 Markt St. Martin, Landsee/Pauliberg Telefon: +43 (0) 2618 - 68888 - 0 E-Mail: basaltwerk@pauliberg.at www.pauliberg.com Geschäftsführer: Dipl. Ing. Peter Fischer Mag. (FH) Markus Kratzer
Basaltwerk Pauliberg
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JEDER QUADRATMETER ZÄHLT
Ungeahnte Biodiversität
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In Gesteinsgewinnungsbetrieben besteht eine unglaubliche Artenvielfalt – sie bieten wertvolle Rückzugsorte und Lebensräume für Pflanzen und Tiere aller Art.
ie Rohstoffgewinnung verändert das Landschaftsbild und kreiert dabei eine Vielfalt an Lebensräumen und geologischen Variationen. Hohes ökologisches Bewusstsein und Verantwortung für die Natur sind Markenzeichen dieser Branche, denn in Steinbrüchen und Schottergruben finden unzählige Tier- und Pflanzenarten ein wertvolles neues Habitat. Die schroffen steilen Abbauwände in Steinbrüchen und kargen Flächen in den Sand- und Kiesgruben schaffen Rückzugsorte und Brutplätze für selten gewordene Arten, die in der heutigen, oft strukturarmen Kulturlandschaft kaum mehr zu finden sind. Steinbrüche beispielsweise bieten ein eng verzahntes Mosaik aus verschiedensten Lebensräumen und unterschiedlichen Sukzessionsstadien. Viele Gewinnungsgebiete schließen außerdem kleine Wasserflächen mit ein. Dies bietet einer Vielzahl von bedrohten Amphibien einen idealen Lebensraum zur Gründung großer Populationen. Aufgrund der windgeschützten Kessellage können sich die Gewässer in Steinbrüchen und Schottergruben zudem schnell erwärmen, was optimale Bedingungen für Libellen aller Art schafft.
Selbst in Österreich vom Aussterben bedrohte und stark gefährdete Arten können in den Esterhazy´schen Gewinnungsgebieten nachgewiesen werden – so zum Beispiel die Gabel-Azurjungfer in der Sandgrube Lackendorf, die Südliche Heidelibelle im Steinbruch Forchtenstein oder die Große Moosjungfer in St. Margarethen.
Als Felsenbrüter ist sogar der Uhu auf die Strukturen im Steinbruch angewiesen. All diese Arten sind Bewohner der Esterhazy´schen Gewinnungsgebiete und werden regelmäßig gesichtet. Natürlich sind Säugetierarten wie Rehe, Feldhasen, Füchse und Dachse ebenfalls stete Besucher dieser Flächen.
Auch spezialisierte Tagfalter und diverse Heuschreckenarten, welche warme und vegetationsarme Standorte bevorzugen, finden sich in diesen Strukturen gut zurecht. Die Blauflügelige Sandschrecke ist eine dieser stark gefährdeten Schrecken, für deren Schutz und Erhalt die Sonderstandorte im Nordburgenland höchst relevant sind. Nicht zu vernachlässigen ist die beeindruckende Vogelvielfalt in Materialgewinnungsstellen. Der farbenfrohe Bienenfresser besiedelt fast ausschließlich Schotter- und Sandgruben, er findet in den durch Bewirtschaftung entstandenen Steilwänden den idealen Brutplatz. In Ritzing und Lackenbach brüten Bienenfresser seit Jahrzehnten erfolgreich. Die Randbereiche der Steinbrüche werden von anspruchsvollen Arten wie Neuntötern, Schwarzkehlchen und Grauammern häufig genutzt, Schutzgüter wie Haubenlerchen und Flussregenpfeifer siedeln sich ebenfalls gerne in Schottergruben an.
Doch nicht nur Tiere finden in Rohstoffgewinnungsgebieten Lebensraum, auch gefährdete Pflanzenarten können sich wieder ansiedeln. So entdeckt man in kalkreichen Steinbrüchen das gefährdete Rosmarin-Weidenröschen oder den Weiden-Lattich, in Schottergebieten einige stark gefährdete Filzkraut-Arten. Der Rohbodenpionier Mäuseschwanz-Federschwingel findet im Basaltwerk Pauliberg den perfekten Lebensraum. Zahlreiche Erhebungen, auch in den eigenen Werken, bestätigen, dass in Steinbrüchen eine unglaubliche Artenvielfalt besteht – sie sind wahre Hotspots der Biodiversität – und zeigen, dass auch in der Rohstoffgewinnung Wirtschaft und Natur im Einklang bestehen können. Quelle: Naturschutzbund Burgenland: Schottergruben und Steinbrüche als Hotspots der Biodiversität im Burgenland – Ökozellen in der Kulturlandschaft. Endbericht Teil 1.
GEMEINSAM ERFOLGREICH
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PRODUKTE
Kundenliebling Jeder Mensch ist Tag für Tag mit mineralischen Rohstoffen konfrontiert. Sie sind die Grundlage für praktisch alle Gegenstände des täglichen Lebens.
BASALTMEHL Im organisch-biologischen Gartenbau ist das Basalturgesteinsmehl ein wichtiger Helfer. Als Ursubstanz der Erde trägt es zur Regenerierung und Aufwertung des Bodens bei. Basaltmehl lockert den Boden auf und führt dem Boden sehr wesentliche Spurenelemente in natürlicher Form zu.
LAVASPLITT
A
uch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint: Jede/r Österreicher/in benötigt rund 12 Tonnen mineralische Rohstoffe pro Jahr bzw. 33 Kilogramm pro Tag. Sie finden sich in Hightech-Geräten wie Smartphones oder Fernsehern, werden zur Herstellung von Papier, Farben und Lacken benötigt und sind sogar in Medikamenten sowie Futter- und Lebensmitteln enthalten. Auch im Wohnbau sowie in der Infrastruktur sind Baurohstoffe unentbehrlich und Grundlage für eine hochwertige und wertbeständige Umsetzung. Kies und Stein sind als mineralische Rohstoffe für unsere Gesellschaft unverzichtbar, und der damit verbundene Wohlstand könnte ohne die Gewinnung und Verwendung von diesen Rohstoffen nicht aufrechterhalten werden – Gründe genug, diese als Kundenliebling zu bezeichnen. Ursprung finden die mineralischen Rohstoffe Österreichs in etwa 1.300 Gewinnungsstätten, wobei es sich hier um 950 Sand- und Kiesgruben sowie ca. 350 Steinbrüche handelt. Hier wird die Gewinnung im Einklang mit der Natur umgesetzt. Die Inanspruchnahme der Gewinnungsflächen ist daher auch zeitlich begrenzt und endet mit einer gesetzlich vorgeschriebenen und umweltgerechten Wiedernutzbarmachung der Flächen – oftmals als Naturschutz- oder Naherholungsgebiet. Eine Besonderheit dieser Produkte ist, dass der Produktionsstandort nicht, wie in der Industrie oft üblich, nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten frei gewählt werden kann, sondern die Rohstoffe dort gewonnen werden müssen, wo sie vorhanden sind und gebraucht werden. Durch die gute standörtliche Verteilung der österreichischen Gewinnungs-
Lavasplitt, das erstarrte Gesteinsmaterial aus dem Erdinneren, dient der Bodenverbesserung, Substratvorbereitung und Wasserspeicherung bei Baumpflanzungen sowie Garten- und Topfblumen. Aufgrund des geringen Gewichts, der Wärmespeicherung, der Luftdurchlässigkeit und der Isoliereigenschaften wird Lavasplitt zudem als natürlicher Dünger in der Dachbegrünung eingesetzt. stätten ist es möglich, mineralische Rohstoffe durchschnittlich nicht weiter als 25 km bis zum Endverbraucher zu transportieren. Diese sehr gute Verfügbarkeit und die kurzen Transportstrecken fördern die Nachhaltigkeit wesentlich. Zudem ist Österreich in der glücklichen Lage, seinen Bedarf an mineralischen Rohstoffen selbst zu decken und ist daher gänzlich unabhängig. Rund 100 Millionen Tonnen Baurohstoffe wie Sand, Kies, Naturstein, Mergel für Zement zur Betonerzeugung, Lehm und Ton für Mauer- und Dachziegel, Quarzsand und Feldspat für Glas sowie Industrieminerale wie Kaolin, Kreide, Kalk und Gips entstehen hier. Rund 70 Millionen Tonnen pro Jahr werden dabei für den Bau von Wohnhäusern, öffentlichen Bauten wie Schulen und Krankenhäusern sowie Industriebauten verwendet. Typische Bauprodukte sind Zement, Ziegel, Putze, Mörtel und Splitt. Die Rohstoffindustrie bildet damit nicht nur den Grundstein für die Versorgung mit Baumaterialien, sondern schafft in den Regionen österreichweit auch rund 15.000 Arbeitsplätze. Bemerkenswert ist hierbei die geringe benötigte Gesamtfläche der Gewinnungsgebiete, die lediglich 0,05 Prozent der Gesamtfläche Österreichs beträgt. 113 Mitgliederbetriebe des Forums mineralische Rohstoffe stellen mit 2.000 Arbeitsplätzen, in vornehmlich ländlichen Regionen unter geringster Raumnutzung diese hochwertigen, nachhaltigen und naturnahen Rohstoffe zur Verfügung und bekennen sich durch Selbstverpflichtung zum Umwelt- und Naturschutz. Sie sind die Aushängeschilder der österreichischen Baubranche. Mehr Informationen finden Sie unter www.forumrohstoffe.at
EDELSPLITT Der Basalt-Edelsplitt findet aufgrund seines druck- und verschleißfesten, aber nicht zu spröden Charakters hauptsächlich im Straßen- und Betonbau Verwendung. Besonders für hochrangige Straßenbauten oder Bauelemente wird die Langlebigkeit des Edelsplitts geschätzt.
BASALTBOMBE Basaltbomben sind für den Pauliberg besonders charakteristisch, da sie während des Ausstoßes der Lava entstanden sind. Diese natürlich geformten Unikate werden nicht nachbearbeitet, wodurch ihre Größe und Form sehr stark variieren. Das Spektrum reicht von einem halben Kilogramm bis zu 38 Tonnen. Besonders beliebt sind diese als Blickfang und Zierelemente in privaten und öffentlichen Garten- und Parkanlagen.
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VIELFALT VOM BERG
PANNATURA IM WEB
UMWELT & GrünStadtKlima Rund 50 Prozent der Weltbevölkerung leben heute in einer Stadt, Tendenz steigend. Gleichzeitig stellt die Klimaerwärmung ein immer größer werdendes Problem dar, vor allem in den Städten steigen die Temperaturen – die negativen volkswirtschaftlichen Folgen dieser Kombination sind zahlreich. Die Lebensqualität sinkt, die Stadt droht als Wohnort unattraktiv zu werden. Beeinflusst wird das Stadtklima dabei vor allem von der Oberflächengestaltung von Dächern, Straßen und Wänden. Im Rahmen des Projekts „GrünStadtKlima“ wurden daher Möglichkeiten identifiziert, um die Gestaltung dieser Flächen zu optimieren und damit klimatischen Faktoren besser entgegenwirken zu können. Neben Verbänden, Bauträgern, Forschungseinrichtungen und weiteren Unternehmen war das Basaltwerk Pauliberg stark in das Projekt involviert. Denn das vulkanische Material vom Pauliberg hat ein besonders hohes Wasserspeichervermögen und bietet, gemeinsam mit dem Langzeitdüngeeffekt hervorragende Eigenschaften für zahlreiche Einsatzzwecke. Eine effektive Maßnahme zur Regulierung des Stadtklimas ist beispielsweise die Begrünung von Dächern und Fassaden. Die durch Sonnenstrahlung entstehende Hitze wird durch Begrünungen abgepuffert, wodurch sich Gebäude im Inneren kaum erhitzen, dies spart Energie für Kühlsysteme. Außerdem betreiben die Pflanzen Photosynthese, wodurch Sauerstoff,
aber auch Feuchtigkeit, abgegeben wird. Die Energie zur Photosynthese bezieht die Pflanze aus der Umgebung, folglich sinkt die Umgebungstemperatur. Eine weitere Verbesserung des Stadtklimas kann durch den Ersatz von versiegelten durch versickerungsfähige Flächen, dies sind beispielsweise Splittflächen, ermöglicht werden. So kann ein Boden-Luft-Wasseraustausch stattfinden und der Boden, als wichtiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere, lebendig gehalten werden. Mit Basalt vom Pauliberg können diese Maßnahmen unterstützt und damit wertvolle Beiträge zur Verbesserung des Mikroklimas und zur Sicherung der städtischen Lebensqualität geleistet werden. Mehr Informationen finden Sie unter www.gruenstadtklima.at
BASALT FÜR DEN GARTEN Ob Lavasplitt, Basaltsand oder Urgesteinsmehl – alles für den Garten bietet das Basaltwerk Pauliberg! Zur Bodenverbesserung, zum Beispiel für Baumpflanzungen oder Dachbegrünungen, empfiehlt sich der Einsatz von Lavasplitt oder Basaltmehl. Diese wirken als Wasserspeicher, weswegen sie sich auch als Einstreu in der Tierhaltung oder zum Entsäuern von landwirtschaftlichen Böden eignen. Außerdem reichern sie den Boden mit wichtigen Spurenelementen an. Im biologischen Garten- und Landbau wird Basaltmehl durch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten zu einem der wichtigsten Helfer. Aber auch in der Gartengestaltung zeichnet sich Basalt aus – Wasserbausteine eignen sich hervorra-
Online
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Esterhazy.Wirtschaft
Esterhazy
esterhazy.at
Livestream der Vielfalt bei PANNATURA Viele seltene Vogelarten, wie beispielsweise Schwarzstorch, Halsbandschnäpper, Seeadler und Uhu suchen gezielt die vielfältigen Lebensräume von PANNATURA auf. Bereits in den letzten Jahren konnte via Livestream die Jungenaufzucht einiger dieser Vogelarten beeindruckend dokumentiert werden. In Kürze ist es wieder soweit und kann einzigartiges Bildmaterial rund um die Artenvielfalt wieder live mitverfolgt werden. Nähere Informationen unter www.pannatura.at/wildimbild
gend für Stütz- oder Sichtmauerwerke, ausgesuchte Dekorsteine dienen als attraktive Sitzsteine. Und nicht zu vergessen – „Basaltbomben” als Blickfang in jedem Garten! Für den Winterdienst ist Basalt-Streusplitt eine gute Wahl – er ist chemisch nicht aggressiv, übersäuert den Boden nicht und schont so das Grundwasser. Durch den geringen Quarzanteil entsteht außerdem kein belastender Feinstaub. Basalt-Streusplitt ist umweltfreundlich – Natur pur! All diese Produkte können lose, im Big Bag oder in kleineren Gebinden am Pauliberg abgeholt werden. Mehr Informationen finden Sie unter www.pauliberg.com
Impressum Herausgeber: PANNATURA GmbH, Esterhazyplatz 7, 7000 Eisenstadt Ansprechpartner: Esterhazy Betriebe GmbH, T +43 (0) 2682 63004, presse@esterhazy.at, Barbara Wagner-Gmeiner Design & Layout: Fredmansky GmbH Text: Clara Noé-Nordberg, David Simon Bildnachweis: Esterhazy Betriebe, Andreas Hafenscher, Andreas Tischler, Roland Schuller, Lalo Jodlbauer, Franz Gradwohl Druck: Bösmüller Print Management GesmbH & Co. KG
Pauliberg online www.pauliberg.com Ein guter Grund für gute Straßen – so lautet der Slogan für den Pauliberg. Rohstoffsichernde Betriebe, die eine regionale Versorgung garantieren sind aktueller und notwendiger denn je. Die Bereitstellung und Lieferung von hochwertigen und wertbeständigen Rohstoffen für verschiedenste Bautätigkeiten und Straßen sind eine wichtige Stütze der Wirtschaft und Letztere fungieren als Lebensadern. Werfen Sie einen Blick auf unsere Homepage und erfahren Sie Spannendes und Wissenswertes über den Bergbau am burgenländischen Vulkan.