Skip to main content

Pannatura Journal 04/2019

Page 1

WIRTSCHAFT

UMWELT

SOZIALES

NACHHALTIGKEIT

Editorial, Aktuelles, PANNATURA

Natur & Schutz, Themen die bewegen

Am Puls der Zeit, Aus den Betrieben

Stakeholderbeziehungen, Der Bericht, Kooperationen

2, 7

2, 6

3, 8

4, 5, 7

INHALT

DAS JOURNAL VON ESTERHAZY FÜR NACHHALTIGKEIT, UMWELT, WIRTSCHAFT UND SOZIALES

JOURNAL

AUSGABE

generation Z #whatsnext

4

JUNI 2019


EDITORIAL

2

AKTUELLES

ESTERHAZY IN STARKEM WACHSTUM Esterhazy erwirtschaftete im Jahr 2018 einen Gesamtumsatz von 55,8 Millionen Euro. Den größten Beitrag leisteten die Bereiche Forst, Landwirtschaft und Naturschutz unter der Marke PANNATURA sowie Immobilien. Seit vielen Jahrzehnten sind sie die wesentlichen Ertragsstützen. Die gute Ertragslage ermöglichte es auch 2018 wieder, namhafte Mittel, insgesamt 5,8 Millionen Euro, in die Stärkung der Wirtschaftsbetriebe und in die Substanz der großen historischen Denkmäler zu investieren. Somit wird ein nachhaltiger Wachstumspfad verfolgt.

Liebe Leserinnen, liebe Leser! Transparenz und ein auf die Bedürfnisse unserer Mitarbeiter und Partner abgestimmtes Agieren ist das wichtigste Prinzip unseres Handelns. Daher wurde im Mai 2019 bereits der fünfte Nachhaltigkeitsbericht der Esterhazy Gruppe präsentiert. Schon zwölf Jahre lang wird er durchgängig publiziert, sicherlich eine Besonderheit bei Privatstiftungen. Mit dem vorliegenden Journal wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die Tätigkeitsbereiche der Gruppe, mit Schwerpunkt PANNATURA, und wesentliche Berichtsinhalte geben. Den Hashtag (#) am Cover haben wir dabei bewusst ausgewählt: Er dient zusammen mit griffigen Schlagworten üblicherweise dazu, bestimmte Inhalte/Themen in der Welt der sozialen Netzwerke zu betonen und leicht auffindbar zu machen. Der # steht für moderne Kommunikation, aber ebenso für Offenheit. Wir sind aktuell mit über 30 Accounts auf Plattformen wie Facebook, Instagram, YouTube und unseren Websites präsent. Täglich erreichen wir dort über 20.000 User. Deutlich steigende Besucherzahlen bei allen unseren historischen Denkmälern bestätigen unsere Arbeit und erfreuen uns. Alleine beim Schloss in Eisenstadt waren es im Jahr 2018 rund 225.000 Gäste. Insgesamt ist die Entwicklung der vergangenen Jahre durchaus bemerkenswert. Die neuen Strukturen, die noch von Melinda Esterházy initiiert wurden, sind notwendig, um den vielfältigen Aktivitäten der Gruppe die nötige unternehmerische Dynamik zu verleihen. Umsicht und Verantwortung für die kommenden Generationen haben heute wie damals höchste Bedeutung. Ertragsstarke Wirtschaftsbetriebe sind Voraussetzung, um die Aufwendungen u.a. in den Bereichen Sammlungen, Baudenkmäler, Kultur und Tourismus tragen zu können. PANNATURA als umsatz- und ertragsstärkster Bereich kommt dabei besondere Bedeutung zu. Viele Umsetzungen und positive Entwicklungen im Interesse der gesamten pannonischen Region sind uns in den vergangenen Jahren gelungen. Beispielsweise lassen uns über 15 Jahre erfolgreiche, biologische Bewirtschaftung oder die Etablierung der Biofeldtage stolz auf das Erreichte und mit großer Zuversicht in die Zukunft blicken. Wir sind davon überzeugt, dass viele Projekte unserer Gruppe dazu beitragen werden, die kommenden Jahre weiter positiv zu gestalten. Zunächst wünschen wir Ihnen aber viel Freude beim Lesen des vorliegenden Journals. Wir hoffen, dass wir damit auch Ihr Interesse an unserem Nachhaltigkeitsbericht wecken! Stefan Ottrubay und Matthias Grün

Als Leitbetrieb wird durch Esterhazy die Entwicklung des Burgenlandes in vielerlei Hinsicht positiv beeinflusst und geprägt. Das Unternehmen nimmt diese große Verantwortung sehr ernst: Das Wirtschaften im Einklang mit der Natur und der Erhalt von sozialen und kulturellen Werten stehen im Vordergrund. Eine Denkweise, die sich durch alle Unternehmensbereiche zieht und das tägliche Handeln beeinflusst. Wichtige Grundsätze sind, neben dem Anspruch auf höchste Qualität, der sparsame Umgang mit ökologischen Ressourcen, die Verbundenheit mit dem Land, der Region und ihren Bewohnern sowie die Bewahrung von traditionellen Werten. Diese Grundsätze werden nicht nur im Unternehmen gelebt, sondern auch über seine Grenzen hinausgetragen.

55,8 Millionen Euro Umsatz

11,7 Millionen Euro Leistungen für Kultur und Soziales

17,7

Millionen Euro Personalaufwand

9,1

Millionen Euro Steuerleistung, öffentliche Abgaben und Beiträge Mehr als

500.000

Besucher bei den Kultur- und Tourismusangeboten

NATUR & SCHUTZ

LEBEN IN EINER EINZIGARTIGEN REGION Der Neusiedler See und die Ausläufer der Ostalpen bilden einen einzigartigen Lebensraum. Hier findet Esterhazy seinen Schaffens- und Verantwortungsbereich. Egal, ob rund um den Spielort der Oper im Steinbruch St. Margarethen, am Bio-Landgut Esterhazy, im Forst, in den Jagdrevieren, im Weingut oder in den Freizeitanlagen - alle Mitarbeiter der Gruppe vereint ihr bewusster, verantwortungsvoller Umgang mit

den Naturschätzen des pannonischen Raums. Das Unternehmen versteht sich als Leitbetrieb in Sachen Ökologie und nachhaltiger Bewirtschaftung, der in seinem Umfeld auch breites Bewusstsein schafft. Die Jäger in den Revieren arbeiten beispielsweise in einer ganz besonderen Lebenswelt aus See-, Feldund Waldjagden. Die „Jagdpartner“ sind dabei seltene Urwald-Fledermäuse, oder die größte Eulenart, der Uhu. Die Achtung und der Schutz von Fauna und Flora, sowie Bemühungen zur Erhaltung der Artenvielfalt und zur Förderung der Biodiversität, sind wesentliche Elemente dieser Arbeit. Um bedrohte Tierarten und spezielle Lebensraumtypen gezielt zu fördern und zu vernetzen wurden am Leithaberg beispielsweise 200 Hektar Waldfläche außer Nutzung gestellt. Diese Bemühungen wurden im Jahr 2017 mit dem Wildlife Estates Label honoriert. Bei der österreichweiten Kampagne NATUR VERBINDET ist Esterhazy ebenfalls mit dabei. Gemeinsam mit dem Naturschutzbund entwickelte Informations-Feldtafeln werden nun an frequentierten Standorten des Bio-Landguts Esterhazy platziert, um bei der Bevölkerung Bewusstsein zu bilden. Besonders durch die naturnahen Hecken und langen Windschutzgürtel wird in Kombination mit den Blühstreifen, die extra angelegt werden ein großer Beitrag zur Förderung von Biodiversität, Fauna und Flora geleistet.


AM PULS DER ZEIT

3

Von der Geschichte in die Moderne

Mit dem Ziel den Esterhazy’schen Besitz in seiner Gesamtheit zu erhalten, brachte Melinda Esterházy das historische Vermögen in den Jahren 1994 bis 2004 in unauflösliche Privatstiftungen ein.

I

m Jahr 2002 wurde im Rahmen einer Neustrukturierung die Esterhazy Betriebe GmbH gegründet. Diese verwaltet das Vermögen der Stiftungen und führt den heutigen modernen Wirtschaftsbetrieb. Die Aktivitäten verteilen sich geographisch vor allem auf das nördliche sowie mittlere Burgenland und davon ausgehend auf den gesamten pannonischen Raum.

Um am Puls der Zeit zu bleiben, ist eine stetige Weiterentwicklung unumgänglich. Von der Marktsituation bis zur Kommunikation, die Gesellschaft unterliegt einem ständigen Wandel. Esterhazy hat seine Organisationsstruktur auf agile Weiterentwicklung ausgelegt, wobei der Anspruch aufrecht bleibt, die Unternehmensgrundsätze und –werte nicht aus den Augen zu verlieren. Eine kontinuierliche Anpassung von Strategie und Wirtschaftsplan ist eine Verpflichtung des Leitbetriebs. Die Vielfalt der Unternehmensbereiche macht

eine solche flexible Handlungsweise nicht immer einfach, doch dank der starken Identifizierung der Mitarbeiter mit den Unternehmenswerten wird dieser Anspruch gut bewältigt. Gemeinsamer Leitgedanke ist die langfristige Werterhaltung und -erhöhung sowie ein besonderer Qualitätsanspruch in allen Unternehmensbereichen. Die Verbindung von Tradition und Fortschritt, Hand in Hand mit der starken regionalen Verwurzelung, ermöglichen es der Gruppe ihre Leitbetrieb-Funktion zu übernehmen. Esterhazy gehört in vielen Bereichen zu den Vorreitern in Österreich, wie etwa in der Bio-Landwirtschaft, mit dem diversifizierten Waldbau oder der Entwicklung und dem Betrieb der Seesiedlungen. Die Burg Forchtenstein, die Schlösser in Eisenstadt und Lackenbach sowie die Ruine Landsee, die Meierhöfe und alten Wohnhäuser und die kulturellen Veranstaltungsstätten, wie der Steinbruch in St. Margarethen haben sich zu den stärksten Besuchermagneten im Burgenland entwickelt. Sie sind damit auch ein wesentlicher touristischer Faktor

im Osten Österreichs bzw. für den gesamten pannonischen Raum. Zum Prinzip der steten Verbesserung gehören auch die Erhaltung des unverwechselbaren, die Region prägenden Baustils und die gleichzeitige Weiterentwicklung des vorhandenen Gebäudebestands in zeitgemäßer, auf die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnittener Form. Neben den großen, laufenden Projekten, wie etwa die Dachsanierung des Schlosses in Eisenstadt, werden eine Vielzahl von kleineren Vorhaben verwirklicht. So wurde 2018 die Terrasse des Restaurants Henrici in den ehemaligen Stallungen des Schlosses völlig neu konzipiert. Das jüngste Projekt ist eine offene Verbindung zwischen der Blumen Boutique Eva Steiger und der Selektion Vinothek Burgenland. Ab jetzt sind Weinkenner und Blumenliebhaber gemeinsam anzutreffen. Insgesamt wurden seit dem Bestehen der Stiftungen bereits über 50 Millionen Euro in die Erhaltung, Adaptierung und Aufwertung der historischen Denkmäler und Sammlungen investiert.


4

STAKEHOLDERBEZIEHUNGEN

Nachhaltigkeit als Grundlage für das tägliche Handeln

Der Begriff Nachhaltigkeit ist aus dem Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken, wird jedoch oftmals inflationär verwendet. Bei Esterhazy hat er allerdings lange Tradition und ist keine Modeerscheinung, sondern echtes Bekenntnis.

VERTEILUNG DER STAKEHOLDER

Interne Stakeholder

Externe Stakeholder 19% Kunden/Vertragspartner 3% Konsumenten/Besucher

47% Mitarbeiter

6% Kooperations-/Projektpartner

D

2% Medien 1% Gemeinden, Behörden, Vereine, Verbände 8% Sonstige

ie drei Säulen der Nachhaltigkeit, Natur, Wirtschaft und Gesellschaft, spielen bei sämtlichen unternehmerischen Entscheidungen der Esterhazy Gruppe eine wichtige Rolle. Auch in den Stiftungsurkunden spiegelt sich die Relevanz des nachhaltigen unternehmerischen Handelns klar wider. Alle Unternehmensbereiche sind gleichermaßen für ihr Handeln im Sinne der Nachhaltigkeit verantwortlich. Die Umsetzung neuer, in die Zukunft reichender Geschäftsideen steht dabei immer im Einklang mit einem nachhaltigen, traditions- und kulturbewussten Wirtschaften. Strategische Ziele bilden eine wichtige Stütze: Langfristig wird das Ziel verfolgt, die Position als Leitbetrieb im pannonischen Raum kontinuierlich auszubauen und zu verstärken und „Esterhazy“ als internationale Marke der Nachhaltigkeit zu etablieren. Die Stellung als führender Anbieter von Dienstleistungen in der Forst- und Landwirtschaft mit hoher Verantwortung gegenüber der Natur und der Gesellschaft wird ebenso weiter gefestigt.

So unterschiedlich wie die Unternehmensbereiche, sind auch die Interessen aller agierenden Personen, sei es intern oder extern. Sie alle miteinander in Einklang zu bringen, stellt eine Herausforderung dar, ist doch die Gruppe an Stakeholdern bunt durchmischt.

DIE AUSWIRKUNGEN VON ESTERHA Z Y NACH EINSCHÄTZUNG DER STAKEHOLDER

Wirtschaft

Umwelt

abgegebene Stimmen 99

80%

abgegebene Stimmen 99

Soziales

abgegebene Stimmen 100

75%

70%

64%

60%

60%

externe Stakeholder

50%

interne Stakeholder

Für die Erreichung dieser Ziele bedarf es Investitionen in die Technik des Unternehmens, in die Erhöhung der Wertschöpfung, und nicht zuletzt in die eigenen Mitarbeiter. Es werden daher bestehende Arbeitsverhältnisse erhalten und neue geschaffen.

14% Lieferanten/Dienstleister

37%

40%

30%

31%

24%

20%

10%

0%

1% sehr groß mittelmäßig

gering

5%

3% sehr groß mittelmäßig

gering

sehr groß mittelmäßig

gering


STAKEHOLDERBEZIEHUNGEN

DER BERICHT

5

NACHHALTIGKEITSBERICHT 2016-2018 Der bereits fünfte Nachhaltigkeitsbericht behandelt die Kalenderjahre 2016 bis 2018. Seit dem Jahr 2006 - somit seit 12 Jahren - berichten wir durchgängig über die Aktivitäten und Leistungen von Esterhazy im Sinne der Nachhaltigkeit. Im Vordergrund steht dabei die Darstellung der Unternehmensvielfalt unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit. Daneben bilden allgemeine und fachspezifische Unternehmensdaten den wesentlichen Inhalt des Berichts. Die Berichterstattung ist an die Leitlinien der Global Reporting Initiative Standards (GRI), Option „core“, angelehnt.

Am 22. November 2018 lud Esterhazy zu einer gemeinsamen Schifffahrt über den Neusiedler See ein. Rund hundert Stakeholder – darunter Vertragspartner, Kunden, Lieferanten, Dienstleister, Medienvertreter, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Mitarbeiter – folgten der Einladung und stachen voll Enthusiasmus in See. Im Rahmen der Schifffahrt

wurden die externen Stakeholder ersucht, wesentliche Themen zu identifizieren und nach der Stärke der Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zu bewerten. Davor gab es schon im Zuge eines breit angelegten internen Workshops für Mitarbeiter die Möglichkeit, relevante Themen zu identifizieren und zu bewerten.

WESENTLICHKEITSMATRIX Der vollständige Bericht steht unter www.pannatura.at zum Download bereit. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung an: nachhaltigkeit@esterhazy.at

Die Beurteilung der wesentlichen Themen ist in der nachfolgenden Grafik dargestellt. Die Themen können im Nachhaltigkeitsbericht 2016-2018 nachgelesen werden. Die genauen Seitenzahlen sind in der Matrix angegeben.

#manchmalkommtesanders

#KLIMAachtung Risiken durch Klimawandel: Unberechenbarkeit des Wetters

Sehr relevant

#theplacetobe Geschützter Ursprung, Tradition und Kultur, soziales Engagement

Seite

42

#gemeinsam

46

65

74

Generationendenken & Objektnutzung: nachhaltige Nutzung historischer Gebäude und Erhalt sensibler Objekte, Erneuerung der eigenen Infrastruktur

Seite

48

Seite

38

GRAD DER AUSWIRKUNGEN AUS SICHT DES UNTERNEHMENS

#talentgesucht

Leitbetrieb & starke Marktpräsenz

#fit4all

37 94

91

#manistwasmanisst 66 104

#unserversum

66

Diversität und Vielfalt, Lebensraum für Mensch und Tier

#ERSTERhazy

Demografie & Fachkräfte der Zukunft: Recruiting, Employer Branding und Work-LifeBalance, generation Y

61

55

#klareSache 60

46

40

18

#nextgeneration

#zuvieleNutzerverderbendenBrei

35

103

Seite

44

93

Seite

#altabergut

Seite

#goodbyeCO2

Seite

Beziehungen mit dem Land, regional vs. global, politische Rahmenbedingungen & Regeln: von neuen Nationalismen bis zu EU-weiten Regulierungen, außergerichtliche Konfliktlösung

#fürunsalle

#wirN/SCHützen

#letitBIO

63 #StolzaufHolz

#saubereSache #wenigeristoftmehr #redenwirdarüber #Esterhazy4.0 #zweiteHeimat

GRAD DER AUSWIRKUNGEN AUS SICHT DER EXTERNEN STAKEHOLDER

WIRTSCHAFT UMWELT SOZIALES

Sehr relevant


6

THEMEN DIE BEWEGEN

Was wichtig ist

So unterschiedlich die Stakeholder der Esterhazy Gruppe und die Unternehmensbereiche selbst auch sind, es gibt Themen, die für alle gleichermaßen Bedeutung haben.

#manchmalkommtesanders

#fürunsalle

#unserversum

#KLIMAachtung

Das Verhältnis zwischen dem Land Burgenland und Esterhazy war in den vergangenen Jahren nicht ungetrübt. Im Jahr 2018 ist es auf Basis intensiver Verhandlungsrunden gelungen, sich zu vergleichen und eine in die Zukunft weisende „Grundsatzvereinbarung“ abzuschließen. Damit wurde eine für beide Teile fruchtbare Zusammenarbeit, vor allem im Bereich der touristischen und kulturellen Aktivitäten, gesichert.

Mit Gründung der Stiftungen wurde bereits vor 25 Jahren der Grundstein für den modernen Wirtschaftsbetrieb gelegt. Mit den Erträgen aus den wirtschaftlichen Aktivitäten werden die Baudenkmäler sowie die historischen Schätze erhalten und somit Kulturschätze zur Bewahrung der Geschichte des Hauses Esterházy gefördert. Eine umsichtige, auf Generationen angelegte Wirtschaftsweise im Einklang mit der Natur ist dabei stets die Grundlage des Handelns.

Vom Schilfgürtel bis zum historischen Kulturdenkmal – der Verantwortungsbereich von Esterhazy ist vielfältig und damit einzigartig. Sämtliche Entscheidungen haben Auswirkungen auf die gesamte Region und müssen daher wohlüberlegt sein. Maßnahmen zum Naturschutz sowie eine nachhaltige Modernisierung der Kulturdenkmäler, unter den Gesichtspunkten der Denkmalpflege, sind Beispiele für solch bewusstes Agieren.

Das Klima befindet sich in einem radikalen Wandel. Die zunehmend heißen und trockenen Sommer haben Einfluss auf alle Bereiche. Die Strategie zur Abwendung von Schäden beinhaltet eine gezielte Fruchtfolgeplanung mit reduzierter Bodenbearbeitung in der Landwirtschaft, veränderte Lesezeitpunkte sowie besonderes kellertechnisches Know-how im Weinbau, das Pflanzen angepasster Baumarten im Wald und rechtzeitige Vorkehrungen bei Sammlungs-Objekten und Baudenkmälern.

#ERSTERhazy

#talentgesucht

#theplacetobe

Esterhazy geht in Sachen Naturschutz, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit mit gutem Beispiel voran und übernimmt Verantwortung. So stellte das Bio-Landgut Esterhazy bereits vor über 15 Jahren als einer der ersten großen Betriebe auf vollständige biologische Bewirtschaftung um. Damit nahm das Unternehmen eine Vorreiterrolle ein. Eine ähnliche Verantwortung kommt dem Weingut zu, das beispielsweise als Mitglied des Leithabergvereins die gesamte Region repräsentiert.

Esterhazy benötigt, wie jedes Unternehmen, exzellent ausgebildete, motivierte und zufriedene Mitarbeiter. Es werden daher langfristige Arbeitsverhältnisse angestrebt, die von gegenseitiger Wertschätzung getragen sind. Eine gute Work-Life-Balance, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Sicherheitsschulungen sowie ein transparenter RecruitingProzess tragen dazu bei. Die Rückkehrquote nach den Karenzen liegt bei hundert Prozent.

Im Schlossquartier Eisenstadt treffen Historisches, Kunst, Kulinarik und Wein in besonderer Form aufeinander. Nach und nach entstanden Gastronomiebetriebe wie das Restaurant Henrici oder die Selektion Vinothek Burgenland, die Markthalle Kulinarium Burgenland, die Blumen Boutique Eva Steiger, Büros sowie der Ticket-Shop PAN.EVENT. Damit wurden und werden rund um den Schlossplatz schrittweise neue wichtige Impulse gesetzt. Für Einheimische und Gäste entsteht hier ein attraktiver Anziehungspunkt, der eine wirtschaftlich und sozial bedeutsame Wertschöpfung mit sich bringt.


PANNATURA

7

Die Marke mit Botschaft

Der verantwortungsvolle Umgang in allen Bereichen, von Landwirtschaft über Waldbewirtschaftung bis hin zur Jagd und Naturschutzagenden begründet die Erfolgsgeschichte der Marke PANNATURA.

I

In der Landwirtschaft geht die Erfolgsgeschichte auf die bereits 2002 begonnene Umstellung sämtlicher eigenbewirtschafteter Flächen im Umfang von 2.200 Hektar auf biologische Bewirtschaftung zurück. Die Entscheidung, im Sinne der ökologischen Verantwortung, zur Gänze auf chemische Pflanzenschutzmitteln und fossile Agrardünger zu verzichten, hat sich als zukunftsweisende und tragfähige Strategie erwiesen. In den vielfältigen Wald-, Feld- und Seerevieren finden sich dank der umsichtigen Wirtschaftsweise und den besonderen Gegebenheiten im pannonischen Raum nahezu alle Schalenwildarten sowie reichlich Niederund Wasserwild. Diese Vielfalt zieht sich nicht nur durch die Möglichkeiten der Jagdausübung, sondern auch durch die Jägerschaft. Laufend finden daher Informationsveranstaltungen, wie zuletzt ein großes Jagdsymposium mit über 200 Teilnehmern, statt.

JA! NATÜRLICH – KOOPER ATION MIT DEM BIO-L ANDGUT ESTERHA Z Y

Ja! Natürlich als Pionier für die Vermarktung von Bio-Lebensmitteln und PANNATURA als Vorreiter für biologische Landbewirtschaftung bündeln weiter die Kräfte. Seit Anfang des Jahres ist ein spezielles BioWeizenvollkornmehl, hergestellt aus hochwertigem Getreide vom Bio-Landgut Esterhazy, am Markt. Aktuell erfolgt die Markteinführung des „Esterhazy-Spitz“, ein von Ja! Natürlich speziell entwickeltes Gebäck, zubereitet nur aus Mehl vom Bio-Landgut Esterhazy.

BÄCKEREI FELBER Die Bäckerei Felber bezieht nicht nur das Bio-Mehl vom Bio-Landgut Esterhazy, auch im Kulturbereich arbeitet man eng miteinander zusammen. Die aktuellen Brotsackerln erinnern beispielsweise die Kunden an die heurige Oper im Steinbruch St. Margarethen. Somit ein Genuss auf allen Ebenen.

m Jahr 2018 hat sich PANNATURA erneut beachtlich weiterentwickelt. Mit rund 50 Mitarbeitern wurde ein Umsatz von € 34,6 Mio. erwirtschaftet. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber 2017 von 5,7 Prozent. Der Betriebsgewinn betrug 2018 € 7,2 Mio. Der größte Ergebnisteil stammt dabei aus der nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Insgesamt werden derzeit rund 22.400 Hektar Wald bewirtschaftet. Über 30 verschiedene Baumarten findet man in den Esterhazy’schen Wäldern. Größtenteils handelt es sich um Kiefer, Buche und Eiche. Pro Jahr werden rund 130.000 Festmeter Holz geerntet. Damit kann der jährliche Holzbedarf jedes zweiten Burgenländers gedeckt werden. Ausgehend von den Erfahrungen in der Bewirtschaftung der eigenen Flächen bietet PANNATURA eine breite Auswahl an Dienstleistungen speziell im forstlichen Bereich an. Das Leistungsspektrum ist sehr breit und flexibel gefächert. Im forstlichen Bereich reicht es vom klassischen Holzhandel, der Holzernte, der Planung, Organisation und Ausführung von Aufforstungen, Pflegemaßnahmen, Flächenvorbereitungen oder Förderprojekten bis hin zur vollständigen Übernahme der Bewirtschaftung. Unter der Marke PANNATURA werden jährlich über 380.000 Festmeter Holz vermarktet und an über 65 Kunden geliefert.

KOOPERATIONEN

AMUSE BOUCHE

Erfahrungsaustausch und die Vermittlung von neuem Wissen stehen dabei im Vordergrund. Derartige Vernetzungstreffen, wie beispielsweise die erfolgreichen Biofeldtage 2018, verbinden alle Partner des Unternehmens denen Nachhaltigkeit und Nutzung im Einklang mit der Natur ebenso ein Anliegen ist. Denn der respektvolle Umgang mit Tier und Natur steht auch bei der Jagdausübung im Vordergrund. Die Gewinnung und Verwertung des hochwertigen Wildbrets ist deshalb grundlegende Voraussetzung. In den Esterhazy´schen Revieren werden jährlich rund 8.000 Stück Wild erlegt. Rund 20 Tonnen Wildbret werden bereits jetzt jährlich von PANNATURA veredelt und vermarktet. Derzeit wird daher bereits an der Umsetzung eines eigenen Verarbeitungsbetriebes am Seehof Donnerskirchen gearbeitet. Ebenso werden die angebauten Feldfrüchte wie Weizen, Roggen und verschiedene Ölpflanzen bereits mit hohem Anteil selbst oder gemeinsam mit Partnern zu Produkten verarbeitet. Eine kundennahe und direkte Vermarktung der PANNATURA-Produkte findet beispielsweise in der Markthalle Kulinarium Burgenland statt. Der Einsatz regionaler und zudem nachhaltig produzierter Rohstoffe bei heimischen Wirtschaftsbetrieben sichert höchste Qualität und hilft lange Transportwege zu vermeiden.

Eine besondere Kooperation wurde mit „Amuse Bouche“, der Lehrlingsinitiative der Wiener Spitzenhotellerie, geschlossen. PANNATURA unterstützt den Wettkampf der Top-Lehrlinge und stellt z.B. Wildfleisch zur Verfügung. So können Lehrlinge aus heimischen Spitzenbetrieben die Verarbeitung von Wild aus nachhaltiger Jagdwirtschaft lernen.

GOL SER BIER Nach dem erfolgreichen Start des Bio-Biers gibt es nun auch eine alkoholfreie Bier-Variante von der regionalen Privatbrauerei Gols: das „Bio Nullerl“, gebraut zu hundert Prozent aus BioBraugerste vom Bio-Landgut Esterhazy und ausschließlich heimischen Rohstoffen. Prost!

WALDQUELLE BAUMPFL ANZ AKTION Gemeinsam mit dem Mineralwasserunternehmen Waldquelle wurden im Rahmen einer Baumpflanzaktion rund tausend Lärchen und Douglasien in den Esterhazy’schen Wäldern gepflanzt und damit ein Zeichen für Nachhaltigkeit gesetzt.


8

AUS DEN BETRIEBEN

PANNATURA IM WEB

Online

www.pannatura.at

PANNATURA

Die Markthalle Kulinarium Burgenland hat sich seit ihrer Eröffnung 2014 zu einer Institution für regionale Produkte und Produzenten im Schlossquartier Eisenstadt entwickelt. So wurde sie 2019 von den Lesern der Zeitschrift Falstaff zu einem der beliebtesten Märkte Österreichs gekürt. Ergänzend zum Angebot in Eisenstadt fährt seit kurzem die „Rollende Markthalle“ ausgewählte Standorte, wie die Seesiedlungen in Trausdorf und Neufeld, sowie diverse Veranstaltungen, wie die Oper im Steinbruch St. Margarethen an. Das vielfältige Angebot ist dabei saisonal abgestimmt. Auch kleine Speisen werden - stets frisch zubereitet - angeboten.

Immobilien

Die Neuausrichtung des Seebads Breitenbrunn zählt aktuell zu einem besonders ambitionierten Vorhaben. Die dem Schilfgürtel vorgelagerte Seezunge ist ein idealer Ort für verschiedene Freizeit- und Sportaktivitäten. Unter Berücksichtigung sämtlicher ökologischer Gegebenheiten wurden in den vergangenen Monaten die Steganlagen umfassend saniert bzw. mit Lärchenholz neu errichtet. Seit April finden bereits laufend die Übergaben an die vielfältigen Nutzergruppen statt. Ebenso ist die Gastronomie bereits bestens für die kommende Saison gerüstet: Besucher des Seebads können heuer regionale Produkte der Pop-up Gastronomie vom „Hollerkoch am See“ genießen.

Weingut

Das Weingut verfolgt seit vielen Jahren das Ziel, die Bewirtschaftung der Flächen unter besonderen ökologischen Gesichtspunkten zu betreiben. Viele Erfordernisse der Umweltschonung, wie der freiwillige Verzicht auf Glyphosat, werden bereits seit Jahren vorausschauend erfüllt. Als Leitbetrieb ist es den Esterhazy-Winzern ein Anliegen, andere Betriebe für eine naturnahe Bewirtschaftung zu begeistern. Welch hohe Qualität sich durch eine solche Art des Weinbaus erzielen lässt, bestätigen die zahlreichen internationalen und nationalen Auszeichnungen, wie zuletzt in den Magazinen Falstaff und A la Carte.

Bleiben Sie immer am Laufenden und folgen Sie uns auf unseren Social Media-Kanälen:

Esterhazy.Wirtschaft

Esterhazy

esterhazy.at

PANNATURA in den Medien:

352 Print

Tourismus, Kultur & Veranstaltungen

Im Rahmen der Initiative „Festivalsommer Neusiedler See“ erfolgt seit kurzem eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Formaten des Landes, insbesondere den Seefestspielen Mörbisch, und den Esterhazy‘schen Formaten, wie der Oper im Steinbruch St. Margarethen oder dem HERBSTGOLD-Festival in Eisenstadt. Nach der vorjährigen Pause wird im Sommer 2019 Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ im Steinbruch St. Margarethen inszeniert.

Impressum Herausgeber: PANNATURA GmbH, Esterhazyplatz 7, 7000 Eisenstadt Ansprechpartner: Esterhazy Betriebe GmbH, T (+43) 2682/630 04, nachhaltigkeit@esterhazy.at, Barbara Wagner-Gmeiner, Sabrina Wiedenhofer Design & Layout: Fredmansky GmbH Texte: Peter Menasse, Anna Lampret Bildnachweis: Esterhazy Betriebe, Paul Szimak, Josef Siffert, Andreas Hafenscher, David Goldenits, Michael Fraller, Christian Dusek, Birgit Machtinger, Andreas Tischler, Marlene Michalitsch, Johannes Priester, Markus Engelberger, Ja! Natürlich Druck: Bösmüller Print Management GesmbH & Co. KG

169 Online Medien

56 Radio / TV


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Pannatura Journal 04/2019 by Esterhazy - Issuu