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Wieser Katalog Frühjahr 2016

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Wieser frühjahr 2016

VASKO POPA

Wir werden leben im Zeitalter des Messers Das große Messer wird alles Was es berührt entzweischneiden Sogar uns selbst Wir werden erleben wie das Messer Sich selbst auf seiner Spitze aufspießt Und wie es hingerichtet wird Von seinen Schneiden Wir werden unsere Hälften zusammensetzen Aber sie werden einander Nicht erkennen Aus dem Serbischen von Milo Dor

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© Mayü Belba

Antescriptum … ich schritt aus und träumte davon, wie schön es sein wird, wenn dieses Büchlein erschienen ist und (…) in den Schaufenstern der Buchläden ausliegt …“ (Bohumil Hrabal, Ich dachte an goldene Zeiten, st 3177, S. 8). In Zeiten wie diesen: Kann es Literatur noch geben? Darf es Hrabals Freude noch geben? In Zeiten der Kälte, in Zeiten der Bedrohung und in Zeiten des Vergessens, des Vertreibens und des Abwendens: Sind die wärmenden Worte noch immer Ankerplätze der Seele – steckt in jedem Wort eine Wortgeschichte, die ein ganzes Universum öffnet? Darf und kann Literatur wie ein Gebet, durch ihre Bilder, durch ihre Melodie, die Seele wärmen und zum Klingen bringen? Kann sie mehr denn je zum Wärmen in der Fremde beitragen und der Trauer eine Ausdrucksform verleihen, auf dass diese nicht die Seele sprengt und das Herz erdrückt? Literatur bietet keine Rezepturen an. Die werden wir in Romanen und Gedichten nicht finden. Wenn wir aber Möglichkeiten der Annäherung an die jeweiligen Versäumnisse und Hoffnungen suchen: könnten darin nicht mögliche Lösungsansätze zu finden sein, die jeden Einzelnen herausfordern, sich nicht mit der Oberfläche zu begnügen und auch nicht mit den gegebenen Antworten zufriedenzugeben? Liegt nicht genau darin die geheime Stärke der Literatur, dass sie imstande ist, die Hoffnung, auch wenn sie noch so weit vor einem liegt, aufleuchten zu lassen und ein wenig behilflich zu sein, über die glatte Eisfläche des Seins sich zu bewegen, indem wir Worte als Geh- oder gar Laufhilfe verwenden? Wenn wir in diesem Zusammenhang über Versäumnisse und von der Suche nach Antworten sprechen, dann mag der Literatur die Fähigkeit innewohnen, zu sehen, was wir besser hätten machen können. Wir haben vielleicht doch die Chance, in Zukunft – und ab heute – das Bessere sofort anzugehen und nicht die Tragödien über uns kommen und uns von ihnen in die Schranken weisen zu lassen. Wir stolpern immer wieder auf die gleiche Frage zu: Mensch, wer bist du? Wir werden nicht nur Europa erlesen, ob mit Ivanji, Struhar, Brauner, Gruša, Renner oder Pevny, mit Andrea Zink u. v. a. m. Wir werden in den Worten einen Haltegriff suchen und finden. Solange man lebt, wird man träumen. Von einem besseren Leben vielleicht. Ohne Flucht, Krieg und Vertreibung. Lesen wir – wie unsere 2014 verstorbene liebe Freundin Gerda Neudeck meinte – heiter weiter! Lasst uns lesen, in Schicksale eintauchen, von besseren Leben träumen. Herzliche Grüße Ihr Lojze Wieser PS:  Die Verse auf der Titelseite sind Vasko Popas letztes Gedicht, verfasst 1990, kurz vor seinem Tod und am Vorabend von Jugoslawiens Zerfall. In deutscher Übersetzung von Milo Dor publizierten wir es erstmals 1993 im Band „Die kleine Schachtel“ (ISBN: 3-85129-087-9) und es fand Eingang in den Kreis meiner Lieblings­ gedichte im Lyrikband „… und darin fliegt eine Schwalbe“ (ISBN 978-3-99029-118-4).

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I n h a lt

04 06 08 10 11 12 13 16 17 18

Ivan Ivanji

Stalins Säbel Andreas P. Pittler

Tod im Hamam Stanislav Struhar

Farben der Vergangenheit Filip David

Das Haus des Erinnerns und des Vergessens Ulrike Renner

Das Buch von Venedig Horst Dieter Sihler

Mein Kino des 20. Jahrhunderts. Erlebte Filmgeschichte Wilhelm Pevny

Wilhelm-Pevny-Gesamtausgabe Jirˇí Gruša

Erzählungen

20 20 21 21 22 24 24 25

Werkausgabe Band 4 – Prosa II Ernst Brauner

Theater

18

Europa Erlesen Dareg A. Zabarah (Hg.)

19

Europa Erlesen Andrea Zink (Hg.)

Wolga

Sarajevo

19

Europa Erlesen Dareg A. Zabarah (Hg.)

20

Europa Erlesen Sven Hakon Rossel / Alexander Sitzmann (Hg.)

Odessa

Färöer

Greater London

Europa Erlesen Thomas Kohlwein

Île-de-France

Karel Prušnik-Gašper

Gämsen auf der Lawine Gerd Graenz

In der Nähe von Palermo Andrzej Skrzypek

Polen im Sowjetimperium Polnisch-sowjetische Beziehungen Catrin Müller

Pro Pubertät Michael Dippelreiter / Christian Prosl (Hg.)

Österreich 1934 – das Spiel mit dem Feuer Stefan Schennach / Ernst Draxl

Die Welt ist alles, was der Ball ist Mit einem Fotoessay von Robert Newald Edition Quer denken

26

Europa Erlesen Thomas Kohlwein (Hg.)

Indonesien

Europa Erlesen Thomas Kohlwein (Hg.)

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Kunst • Wissenschaft • Gesellschaft

Konrad Paul Liessmann / Wolfgang Ullrich / Peter Strasser / Eduard Kaeser

Vom Kopf zur Hand, … und dazwischen eine ganze Welt Gehört Gelesen

Damit der soziale Grundwasserspiegel wieder steigt Emmerich Tálos im Gespräch mit Peter Kaiser Dr. Ute Karin Höllrigl

Vertrauenswege Großmutter und Enkelin im Dialog WIESER ENZYKLOPÄDIE DES EUROPÄISCHEN OSTENS

Östlich des 15. Längengrades Essays zur Geschichte Ostmittel-, Ost- und Südosteuropas

Rückschau | 3

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Der mit 266 Brillanten und anderen Edelsteinen geschmückte Säbel, den Stalin zum Sieg im Zweiten Weltkrieg Tito geschenkt hat, galt lange als verschwunden, tauchte jedoch in einem Depot der Garde in Belgrad wieder auf. Ivan Ivanji und seine Frau Dragana besichtigen den Säbel im Museum der jugoslawischen Geschichte, wo er jetzt bewahrt und von Zeit zu Zeit öffentlich ausgestellt wird.

»Lieber Lojze, Meine Frau Dragana ist am 11. April an akuter myeloblastischer Leukämie von uns gegangen. Ich hatte nicht die Kraft, es sofort hinauszuposaunen, Du wirst das verstehen. Du hast sie gekannt. Wir waren 51 Jahre verheiratet. Nicht deshalb schreibe ich Dir. Um etwas zu tun, habe ich mich in Arbeit gestürzt. So habe ich die deutsche Version meines auf Serbisch erfolgreichsten Romans „Stalins Säbel“ (Staljinova Sablja) gefunden. Der Roman erscheint übrigens dieses Jahr auch auf Slowenisch, beim Tašić „Založba Karantanija“. (…) Ich schicke Dir das Manuskript, schau es Dir einmal an. Vielleicht kannst Du etwas damit anfangen. Extra schicke ich Dir auch zwei Fotos mit dem Säbel, um zu beweisen, dass es ihn wirklich gibt. Was soll ich noch sagen? Ich drücke Dich ans Herz, Ivan«

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Balkan-Krimi

Stalins Säbel osef Wissarionowitsch Stalin schenkt Marschall Tito einen mit Diamanten besetzten Säbel – das ist der Ausgangspunkt von Ivan Ivanijs spektakulärem Politthriller, der uns an die Schauplätze von Verbrechen im ehemaligen Jugoslawien führt. Das Geheimnis um diese Waffe ist so brisant, dass sich sogar die CIA und der Mossad dafür brennend interessieren. Ein packendes Buch aus der Feder eines der prominentesten serbischen Literaten.

ca. 250 Seiten, wtb 023 EUR 14,95 · ISBN 978-3-99029-178-8 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: Anfang März

Belgrad im Herbst. Zwei Maschinenpistolensalven. Krähen steigen auf und kreisen nervös krächzend über den Baumkronen der Parkanlage Toptschider. Die wenigen Passanten schenken der Schießerei keine Aufmerksamkeit. In der unmittelbaren Nähe befinden sich die Kasernen und Schießplätze der Garde. Vielleicht ist eine Übung im Gang …

© Ivan Ivanji

J

Ivan Ivanji Geboren am 24. Januar 1929 in Zrenjanin in einer jüdischen Ärztefamilie. Verhaftet in Novi Sad und von März 1944 bis April 1945 in den Konzentrationslagern Auschwitz, Buchenwald und Arbeitskommandos von Buchenwald. Journalist, Verlagslektor, Dramaturg und Direktor mehrerer Belgrader Theater, von 1974 bis 1978 Botschaftsrat Jugoslawiens in Bonn. Von 1982 bis 1988 Generalsekretär des jugoslawischen Schriftstellerverbandes. Veröffentlicht seit 1951 zuerst auf Serbisch, danach auch auf Deutsch. Zwanzig Jahre lang war er Dolmetscher Titos und nahm an wichtigen Gipfelkonferenzen der Blockfreien teil. Aus dem Deutschen ins Serbische hat er, unter anderem, Werke von Günter Grass, Heinrich Böll, Bertolt Brecht, Milo Dor, aus dem Serbischen ins Deutsche Danilo Kiš, David Albahari u. a. übersetzt. Zuletzt bei Wieser: Kaiser Konstantin (wtb 001), 2014; Mein Loibl/Moj Ljubelj (ultramarin 002), 2014.

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Seine Bücher legen die Finger in die Wunden der Zeit

Noch nie hat Geschichtsunterricht derart viel Spaß gemacht

Robert Fischer, Augustin

Jennifer B. Wind, Woman

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Prizren – Foto: © Jürgen Sieckmeyer 26.11.15 11:05


Balkan-Krimi

Tod im Hamam

ca. 150 Seiten, wtb 024 EUR 9,95 · ISBN 978-3-99029-179-5 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: Anfang März

n der Čaršija, dem malerischen Bazarviertel von Makedoniens Hauptstadt Skopje, wird im historischen Hamam eine grausam zugerichtete Leiche gefunden. Es zeigt sich, dass es sich bei dem Toten um einen Tycoon der makedonischen Baubranche handelt, der vom Bauprogramm der amtierenden Regierung groß profitierte und dementsprechend viele Feinde hatte. Kommissar Tito Tučović von der städtischen Polizei muss den Fall übernehmen und rasch feststellen, dass er sich bei seinen Ermittlungen in einem Minenfeld bewegt. Die hohe Politik, die Konkurrenz des Ermordeten, aber auch dessen weitverzweigte Familie, sie alle haben eine hohe Anzahl an Motiven, aber erschreckend wenig Alibis. Vor dem Hintergrund der aktuellen Krisen in dem kleinen Balkanstaat entwirft Pittler in seinem Kriminalroman auch ein Sittenbild der postjugoslawischen Gesellschaften, welche die alten Werte von „Brüderlichkeit und Einheit“ über Bord geworfen, aber noch keine neuen Werte gefunden haben. Damit erweist er sich einmal mehr als genauer Beobachter und Analyst unserer Zeit und ihrer Abgründe, wobei, wie bei Pittler üblich, Spannung und auch Humor nicht zu kurz kommen.

© Foto: Martin Müller

I

Andreas P. Pittler 1964 in Wien geboren, studierte Geschichte und Politikwissenschaft. Seit 1985 erschienen insgesamt 50 Publikationen: Biographien, Geschichtswerke und bislang 12 Kriminalromane, zuletzt „Der göttliche Plan“ (2016). Seine Bücher wurden bislang in sechs Sprachen übersetzt. Zuletzt bei Wieser: Serbisch Bohnen (2015) http://www.wieser-verlag. com/?s=Pittler

„Frau Woronski, ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Ihr Mann tot ist“, sagte er schließlich ebenso nüchtern wie sachlich. Die Woronski blickte von ihm zu Milosevski und wieder zurück, ehe sie entschieden den Kopf schüttelte. „Unsinn! Boris ist gerade einmal in seinen 60ern. Da ist man als Mann in den besten Jahren und nicht tot.“ „Ich fürchte doch, gnädige Frau …“

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Die Stille der alten Steine In einem Sommer begegnet Domenico wieder Patrizia, und er zieht nach Genua, doch sie ist nicht mehr das Mädchen, das sie einmal war. Und da ist noch ihre Freundin Jacqueline, die sich in Italien fremd fühlt … Der Himmel so nah Als Clemens nach Isolabona kam, war er noch sehr klein, und Wien hat er seitdem nicht mehr gesehen. Er lebt in einem Ort nahe Frankreich und arbeitet in einer Bank, doch nach dem Tod der Mutter muss er sich um seinen kranken Vater kümmern. Eines Tages kehrt seine alte Freundin Sveva nach Isolabona zurück … Die Diebin Julian war noch ein Kind, als seine Eltern das verwaiste vietnamesische Mädchen, Lan, nach Hause brachten. Lange dauert es, bis er bereit ist, Lan in der Familie zu akzeptieren, doch weigert er sich nach wie vor, sie als seine Schwester anzusehen … * Mit seinen Erzählungen erweist sich Stanislav Struhar als Meister der leisen Töne und der präzisen Beobachtung, der auch in Liebesdingen genau um die Bedeutung des Wartens auf den richtigen Augenblick weiß. 8 | Frühjahr ’16 Katalog Frühjahr 2016 backup.indd 8

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Prosa

Farben der Vergangenheit

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Stanislav Struhar 1964 in Gottwaldov (heute Zlín) geboren, versagte sich dem Anpassungsdruck des tschechoslowakischen Regimes in den 1980er Jahren. 1988 floh er schließlich mit seiner Frau nach Österreich. Sein bisheriges literarisches Schaffen wurde durch Stipendien unterstützt, und er erhielt zahlreiche Anerkennungen. Stanislav Struhar lebt heute in Wien.

ca. 160 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-180-1 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: Anfang März

Zuletzt bei Wieser: Fremde Frauen (zwei Erzählungen, 2013), Das Gewicht des Lichts (Roman, 2014), Die vertrauten Sterne der Heimat (Roman, 2015, erschien soeben auch auf Tschechisch).

Zuletzt bei Wieser erschienen:

EUR 21,00 ISBN 978-3-99029-130-6 Auch als E-Book erhältlich

EUR 21,00 ISBN 978-3-99029-088-0

© Stanislav Struhar

üde blickte er zu Grimaldis Gärten, die, einem farbenfrohen Teppich gleich, an den Küstenrand hinunterliefen. Friedlich wie das Meer lagen Italien und Frankreich hier, sanft einander berührend, doch stand immer noch der alte Grenzübergang an der Küste, nahezu gespenstisch muteten seine leeren Fenster in der Stille des Bildes, das die Landschaft schuf.

EUR 17,40 ISBN 978-3-99029-050-7

Der Sprachverlust und die Sprache als verbindendes Element zur Heimat sind zentrale Themen in den Werken Struhars … Der Text ist still, melancholisch und vor allem unaufdringlich. Claudia Gschweitl, Ex libris – Ö1 über „Die vertrauten Sterne der Heimat“

Sensible Spurensuche über die Konfrontation der Kulturen. Helmuth Schönauer, Buchkultur über „Fremde Frauen“, Wien | 9 Katalog Frühjahr 2016 backup.indd 9

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Prosa

Das Haus des Erinnerns und des Vergessens Jeder möchte einmal jemand anderer sein – aber was, wenn er dazu die Gelegenheit erhält? Albert Weis hatte schon in der Kindheit die Gelegenheit, seine Identität zu wechseln. Nachdem er im Jahr 1942 unter den Flügeln des schrecklichen Krieges ohne Eltern und ohne seinen Bruder Elijah dagestanden war, verbrachte er einige Zeit im Haus von Volksdeutschen, die ihn Hans nennen und ihn dazu bringen wollen, ihren verschwundenen Sohn zu ersetzen. Auf diese Weise entkommt er dem sicheren Tod. Albert entschließt sich damals dennoch, seine Identität zu bewahren, und läuft von dieser deutschen Familie, die drauf und dran war, ihn an Kindes statt anzunehmen, weg. Viele Jahre später stößt Weis in New York, wo er an einer Konferenz über den Zweiten Weltkrieg teilnimmt, auf ein „Haus des Erinnerns und des Vergessens“, als er Nächtens durch die Straßen streift. In einem der Räume dieses ungewöhnlichen Gebäudes ist eine Unzahl von Erinnerungen aufbewahrt. Albert bekommt auf einem Bildschirm wie einen Film das Leiden seiner Eltern und das Verschwinden seines Bruders zu sehen, für das er sich schuldig fühlt, denn der jüngere Bruder war ihm bis zum Ende zur Obhut anvertraut. Der unendliche Schmerz, den er stärker als je zuvor verspürt, kann zum Erlöschen gebracht werden, wenn er in einem nächsten Raum dieses wundersamen Hauses sein Gedächtnis löscht oder gar ganz verschwindet, so wie sein Verwandter, der berühmte Illusionist Erik Weis. Wird Albert diese letzte Chance, seine Identität zu wechseln, nützen, ganz nach den Worten seines Freundes und Landsmannes „Das Erinnern ist schrecklicher als jedes Vergessen“, oder wird er sich dazu entschließen, zu bleiben, der er ist, ungeachtet des Schmerzes, der ihn zerreißt?

ca. 150 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-182-5 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: Anfang März

© Foto: Privat

© Foto: Privat

Filip David 1940 in Kragujevac geboren, studierte Literaturwissenschaft (jugoslawische und Weltliteratur) und Dramaturgie. Schriftsteller, langjähriger Chef des Theaterprogramms des Belgrader Fernsehens und Professor für Dramaturgie an der Fakultät für darstellende Kunst in Belgrad. Mitbegründer der Unabhängigen Schriftsteller; Gründer des Belgrader Kreises (1990). Autor mehrerer Romane, Erzähl- und Essaybände sowie von Fernseh- und Filmdrehbüchern. Für den vorliegenden Roman erhielt David 2014 den Preis der Wochenzeitung NIN und den renommierten Meša-Selimović-Preis. In zahlreiche Sprachen übersetzt, Das Haus des Erinnerns und des Vergessens ist die erste deutschsprachige Übersetzung.

Johannes Eigner geboren 1960 in Bad St. Leonhard im Lavanttal, Kärnten. Gymnasium und Studium in Graz (Rechtswissenschaften, daneben Übersetzer- und Dolmetscherstudium in Französisch und Russisch), Post-Graduate-Studium in Frankreich. 1985 Eintritt in den diplomatischen Dienst des österreichischen Außenministeriums, Auslandsposten in Kairo, Moskau und Bratislava; seit 2012 österreichischer Botschafter in Serbien.

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Das Buch von Venedig Erzählung

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ie Suche nach einem neuen Selbst, bewogen von Sehnsucht nach nomadenhafter Häuslichkeit und ungelösten Fragestellungen der eigenen Existenz, lässt die Hauptdarsteller, von einem namenlosen Ort aus aufbrechend, nach Venedig Venezia Venexia reisen. Phantome des Karnevals, fantastische, von der ästhetisch berauschenden Kulturlandschaft hervorgerufene Träume und Visionen, unheimliche, sich zu Spannung steigernde Begegnungen, labyrinthisch abgelegene, von unbekannten Blickwinkeln aus gesehene Orte der Lagunenstadt, dieses mystischen Archipels, rufen den Wunsch nach Metamorphose hervor.

ca. 140 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-185-6 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: Ende März

Agathe saß mit angewinkelten, von beiden Händen umschlungenen Beinen im Sand der von diffusem, fahlem Februarlicht erfüllten Lagune und starrte auf ein bewegtes, graues Meer, dessen stete Wellen auf den Sandstrand zurollten. Sie hätte den Kopf nicht zu wenden brauchen, um über das Aussehen ihrer Umgebung, der Lagune, in diesem speziellen Fall Laguna Veneta, und ihrer weltberühmten, auf einer Inselgruppe erbauten Stadt, Bescheid zu wissen.

Ulrike Renner Autorin. Freie Mitarbeit beim ORF. Experimentelle Theater- und Filmarbeit z. B. mit Texten nach Konrad Bayer (Galerie Grita Insam, Wiener Festwochen, Welser Filmfesttage, Viennale, Feminale in Köln). Promotion. Kuratierung von Ausstellungen. Internationale Sozialpolitik des Öffentlichen Dienstes. Zuletzt bei Wieser: Das Buch von Wien–Venedig (2015)

© Foto: Autorin

Venedig war nicht bloß schönste Stadt und Problemstätte ebenso; sie war Geistesblitz, humanitäre Urbanität, gewachsene, in gegenwärtige Lebenswirklichkeit integrierte Geschichtlichkeit und lebendige Ästhetik. Venedig Venezia Venexia war für sie der einzig mögliche Ort.

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Mein Kino des 20. Jahrhunderts. Erlebte Filmgeschichte.

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ino-Archäologie aus einer fernen Zeit“ nennt der emeritierte Ordinarius Gerhard Drekonja die hellsichtigen Auszüge aus Filmessays, Kritiken und Festivalberichten von Horst Dieter Sihler, die im ORF ebenso wie in zahlreichen Printmedien, vom Standard bis zur FAZ, gebracht wurden. Der vorliegende Band enthält •   brillante Analysen in einem „an Scharfsinn für filmische Strukturen kaum zu überbietenden präzisen Stil“, •  berichtet u. a. von der „Kamera als Waffe“ in Lateinamerika, •  vom polnischen „Kino der Solidarność“, •  vom Erfinder des filmischen Alphabets bis zur Computeranimation. Eingestreut sind Anekdoten, das Beste aus dem „Filmtagebuch von hds“, Autobiographisches und zahlreiche Fotos. Das Schlusskapitel widmet sich den heimischen Film- und Kinokämpfen, den Jahrzehnten österreichischer Film- und Kulturpolitik, der Theater alles und Film nichts galt. Horst Dieter Sihler ist bekannt als Vater der alternativen Kinoszene in Österreich, als Programmkinoleiter und als Gründer der DIAGONALE. Und er ist Poet.

ca. 400 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 29,95 · ISBN 978-3-99029-181-8 Erscheinungstermin: Anfang April

© Foto: Privat

„Ein Zeitraum von über 70 Jahren erlebte Filmgeschichte – von der Nazi-Wochenschau bis zum Avatar.“

Horst Dieter Sihler Geboren 1938 in Klagenfurt. Maschinenbau-Ingenieur, Kulturkritiker und Poet, Lehrbeauftragter und Kino­ macher. Film­kritiker für die regionale und überregionale Presse („Neue Zeit“, „Kleine Zeitung“, ORF, FAZ usw.). Zahlreiche Reisen zu Filmfestivals in West- und Osteuropa seit 1966. Organisator unzähliger Filmveranstaltungen. 1977 „1. Österreichischen Filmtage“ (heute „Diagonale“) in Velden gegründet, 1982 „1. Österreichische KinoTagung“ in Tainach/Tinje. 1979 Gründer des Vereins Alternativkino. Programmkinoleiter (Neues Volkskino Klagenfurt). Medien-Kulturpreis des Landes Kärnten 2008, Kärntner Lyrikpreis. Veröffentlichungen: Gedichte in „manuskripte“, „Frage und Formel“, „Literatur und Kritik“. „Am Anfang war die Poesie“ (Meine Gedichte des 20. Jahrhunderts, Wieser-Verlag 2009). In Vorbereitung: „Mein Kino des 20. Jahrhunderts. Erlebte Filmgeschichte“.

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Pevny – Gesamtausgabe

Start der Wilhelm-Pevny-Gesamtausgabe

ca. 160 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-189-4 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: März

ca. 150 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-191-7 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: Ende Mai

W

ilhelm Pevny wurde 1944 in Niederbayern geboren. 1946 Übersiedlung nach Wien. Mit sechzehn schrieb er sein erstes Theaterstück. Während des Studiums der Theaterwissenschaften lernte er Götz Fritsch kennen, der 1968 das „Cafetheater hinterm Graben“ mit Pevnys Stück „Flipper“ eröffnet. In den folgenden Jahren blieb der Autor eng mit dieser Theatergruppe verbunden, Stücke wie „Oedip-Entsinnung“ und Adaptionen etwa von Shakespeares „Maß für Maß“ wurden in wechselnden Räumlichkeiten aufgeführt. Nicht zu Unrecht meint die bekannte Rezensentin Evelyne Polt-Heinzl, dass man diese Aktivitäten und die frühen Theaterstücke Pevnys nicht dem Vergessen anheimfallen lassen sollte. 1969 sendete der ORF Pevnys ersten Film „Nachrichten richten nach“ (mit Herbert Brödl) und im selben Jahr wurde „Sprintorgasmics“ im La Mama Theater in New York uraufgeführt, gefolgt von der deutschsprachigen Erstaufführung im Wiener Volkstheater 1971, gemeinsam mit Peter Turrinis „Rozznjogd“ – Ausgangspunkt einer beinahe acht Jahre währenden Zusammenarbeit, die in der sechsteiligen Fernsehserie „Alpensaga“ und dem Film „Der Bauer und der Millionär“ ihren Niederschlag fand. 1978 wurde Pevnys Nestroy-Adaption „Der Traum vom Glück“ am Wiener Akademietheater uraufgeführt, danach widmete er sich der gemeinsamen Entwicklung von Theaterstücken mit Schauspielern, bringt im Ensembletheater „Schönes Wochenende“ und „Take it easy“ (Regie: Dieter Haspel) zur Aufführung und Ende der Neunzigerjahre im „echoraum“ in Wien die Dramatisierungen von Flauberts „Bouvard und Pecuchet“ und „Das Gastmahl“ (nach Joyce’ „Die Toten“), die nicht nur wegen der Einbeziehung des Publikums für Aufmerksamkeit sorgten. Während einer selbstverordneten Auszeit (1980–83) schrieb Pevny seine ersten Romane „Trance“ und „Schwarze Gischt“. Einige Jahre später „Mord“ und „Aus heiterem Himmel“, die er nicht zur Veröffentlichung anbot. Noch vor der Arbeit an seinem Antiapartheid-Film „Safari – die Reise“ in Mosambik (1987) wendet sich Pevny vermehrt der Prosa zu: Erzählbände wie „Der Mann, der nicht lieben konnte“, „Gewinner Verlierer“, die literarische Reportage „Die afrikanische Reise“ finden den Weg in die Öffentlichkeit – für den ORF und den WDR verfasst er mehrere Hörspiele. Ab der Jahrtausendwende arbeitet er dann ausschließlich an seinen Romanen „Palmenland“ und „Die Erschaffung der Gefühle“, für die er jeweils mehr als sechs Jahre benötigt – so wie der Erzählband „Luft“ und zuletzt der Roman „Im Kreis“ sind sie bei Wieser erschienen. – Politische Schriften und Kommentare begleiteten zu allen Zeiten Pevnys schriftstellerische Tätigkeit. Sie werden im vorletzten Band der Gesamtausgabe zusammengefasst. | 13 Katalog Frühjahr 2016 backup.indd 13

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Pevny – Gesamtausgabe

Wilhelm-Pevny-Gesamtausgabe Abteilung 1: Frühe und späte Theaterstücke. Von den ersten Versuchen eines Sechzehnjährigen, zu den experimentellen Werken der Siebzigerjahre, die realistische Phase der Achtzigerjahre, bis zu den letzten Entwürfen eines Theaterschriftstellers ohne Bühne. (1 Buch)

Abteilung 4: Erzählungen (1 Buch) Der Mann, der nicht lieben konnte (1985) Gewinner Verlierer (1988) Luft (2009) evt.: Die afrikanische Reise (1987)

Drehbücher: Alpensaga, Der Bauer und der Millionär, Junge Leute brauchen Liebe, Der Knick etc. Konzepte: Nachrichten richten nach. Safari – die Reise etc. Abteilung 6: Politische Schriften und Kommentare (1 Buch) u. a.: Die vergessenen Ziele (1988) Abteilung 7: Nachtrag

Abteilung 5: Hörspiele, Drehbücher, Exposés (1 Buch) Hörspiele: Die Kunst der Liebe 1 Stunde Welt Der Traum vom Glück www.schleinzbach.at

© Raphael Sikora

Abteilung 2: Frühe Romane (4 Bücher): 2/1: Trance (1983) 2/2: Mord (1989) 2/3: Schwarze Gischt (1984) 2/4: Aus heiterem Himmel (1997)

Abteilung 3: Aktuelle Romane (3 Bücher): 3/1: Palmenland (2008) 3/2: D ie Erschaffung der Gefühle (2013) 3/3: Im Kreis (2014)

WILHELM PEVNY Geboren 1944 in Wallersdorf (Niederbayern), 1946 Übersiedlung nach Wien – Stu­dium der Theaterwissenschaft, 1967–69 Sprachlehrer in Paris. Theaterstücke u. a. am Akademietheater, Volkstheater Wien und La Mama, New York. Fürs Fernsehen schrieb er gemeinsam mit Peter Turrini die „Alpensaga“. In Mosambik drehte er 1985 den Film „Safari. Die Reise“. Lebt seit 1989 zurückgezogen in Wien und Retz, arbeitet an Langzeitprojekten. Im Wieser Verlag erschienen: „Palmenland“ (2007), „Luft“ (2009), „Die Erschaffung der Gefühle“ (2013) und „Im Kreis“ (2014). 2014 – Literaturpreis der Stadt Wien für sein Lebenswerk.

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Pevny – Gesamtausgabe

Wilhelm-Pevny-Gesamtausgabe Bücher brauchen Paten Liebe Freundinnen und Freunde von Wilhelm Pevny! Der Wieser Verlag bietet für einen der bedeutendsten Schriftsteller Österreichs die Möglichkeit einer Buch-Patenschaft. Helfen auch Sie mit Ihrer Patenschaft, dass das Gesamtwerk von Wilhelm Pevny das Licht der Welt erblicken kann. Wählen Sie unter folgenden Möglichkeiten aus:

❍ Wilhelm Pevny Gold-Patenschaft € 1.000,–

❍ Wilhelm Pevny Bronze-Patenschaft € 500,–

1 Ex. des Gesamtwerkes beim Erscheinen, mit einem Autograph des Autors inladung zur Erstpräsentation E

Platzierung

des Namens/Unternehmenslogos im Buchinneren 3 Ex. des Gesamtwerkes beim Erscheinen, mit einem Autograph des Autors inladung zur Erstpräsentation E

❍ Wilhelm Pevny Platin-Patenschaft € 2.500,– ❍ Wilhelm Pevny Silber-Patenschaft € 750,–

2

Ex. des Gesamtwerkes beim Erscheinen, mit einem Autograph des Autors inladung zur Erstpräsentation E

Platzierung des Namens/Unternehmenslogos im Buchinneren 3 Ex. des Gesamtwerkes beim Erscheinen, mit einem Autograph des Autors Einladung zur Erstpräsentation Lesung des Autors im privaten Freundeskreis (nach Terminvereinbarung, Organisation obliegt dem einladenden Paten)

Wieser Verlag GmbH, 8.-Mai-Straße 12, 9020 Klagenfurt / Celovec, Telefon +043 463/37036, Telefax +043 463/37635 office@wieser-verlag.com · www.wieser-verlag.com

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GruŠa Werkausgabe Band 4

Erzählungen Werkausgabe Band 4 – Prosa II

M

it dem Band „Erzählungen“ wird der 5. Band der zehnbändige Werkausgabe des Schriftstellers und Diplomaten Jiři Gruša in deutscher Sprache vorgelegt; eine tschechische Ausgabe erscheint parallel in Brno. Außer drei kleinen frühen Erzählungen, Jugendwerken, enthält der Band alle Erzählungen, die Gruša zwischen 1965 und 2009 schrieb. Die Erzählungen werden in chronologischer Reihenfolge abgedruckt nach den Daten der Publikation, die Texte aus dem Nachlass nach dem mutmaßlichen Datum der Entstehung. So ergibt sich ein Einblick in Grušas Entwicklung als Prosaist: Da sind kafkaeske Texte, die eine entfremdete Situation bringen, einen Helden in einer Welt, deren Regeln er nicht kennt, da sind aber auch Texte, die Erinnerungen an Kindheit und Jugend fast realistisch festhalten. Die Erzählungen bieten eine Spannweite, die überrascht und erfreut.

ca. 200 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-183-2 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: Ende Februar

Die Werkausgabe soll im Jahr 2018 abgeschlossen werden. Bisher sind erschienen: Band 1, Essays und Studien bis 1989 (Essays I) und Band 3, Mimner oder Das Tier der Trauer (Prosa I). Band 5, Der 16. Fragebogen (Prosa III) und Band 9, Beneš als Österreicher (Essays III).

© Foto: Wieser Archiv

EUR 21,00 ISBN 978-3-99029-091-0 Auch als E-Book erhältlich

EUR 21,00 ISBN 978-3-99029-092-7 Auch als E-Book erhältlich

EUR 21,00 ISBN 978-3-99029-140-5 Auch als E-Book erhältlich

EUR 21,00 ISBN 978-3-99029-165-8 Auch als E-Book erhältlich

Jirˇ í Gruša geboren 1938 in Pardubice (Böhmen), gestorben 2011 in Bad Oeynhausen, Studium der Philosophie und Geschichte an der Prager Karls-Universität. Mitwirkender am Prager Frühling; Journalist, Lyriker, Prosaist, Essayist, Übersetzer, Arbeitsloser, Schriftsteller, Intellektueller, Dissident, Politiker, Botschafter und inniger Freund von Václav Havel. Präsident des Internationalen P.E.N.; von 2005 bis 2009 Direktor der Diplomatischen Akademie Wien; zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen.

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Brauner – Werkausgabe Band 11

Theater Der Autor schreibt:

Ernst Brauner geboren 1928 in Wien; Studium der Philosophie, Germanistik, Theater­wissenschaften; als Chef­redakteur und Verlagsleiter in der Medienbranche tätig. Zuletzt bei Wieser: Struldbrugs. Eine Chronik aus den ersten Jahrzehnten des dritten Jahrtausends (2008). Die wundersame Päpstin. Ein Schelmen­roman (2009). Jenseits von Sodom (2010). Die Mühlfelds (2011). O Böhmerwald! (2012), Srinagar (2013), Parallelwelten (2014), Befreiung (2015), Die Schalen des Zorns, Werkausgabe Band 1 (2015), Der Bund, Werkausgabe Band 2 (2015)

© Foto: Wieser-Archiv

ca. 360 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-153-5 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: Ende März

„Wie bei allen jungen Menschen begann das Schreiben mit Gedichten. Die sollten in einer Zeitung publiziert werden. Aber: ‚Alles – nur keine Zeitung!‘ Da war ich 18. Später arbeitete meine erste Frau beim eben gegründeten österreichischen Fernsehen. Das war damals für mich noch schlimmer als eine Zeitung. Also: ,Alles – nur kein Fernsehen!‘ Doch durch neue Freundschaften kam ein Theaterstück, das ich eben geschrieben hatte (Das Kreuz), nicht auf eine Bühne, aber ins Fernsehen. Und dann gleich ein zweites, zum Opernlibretto mutiert, wieder ins Fernsehen (Der Kardinal). Und wieder über einen Freund, der Dramaturg im Wiener Theater in der Josefstadt war, gelangte mein nächstes Theaterstück in eine Schreibtischlade dieses Theaters. Zu einer Aufführung kam es zwar nicht, aber von einem Bühnenverlag wurde es angenommen und herumgereicht und dann auch in einem Buchverlag gedruckt: Oratorium für Wölfe. Realiter spielt das Stück zwischen den Gräueln des Dreißigjährigen Kriegs und dann – fiktiv – als eine Alternative, die in der Geschichte niemals zustande kam und leider wieder vermutlich „realiter“ nie zustande kommen wird. Und auch in meinem nächsten Theaterstück Wir, Kaiser von Haiti geht es vordergründig um einen historischen Ablauf in einem einst tatsächlich existierenden karibischen Kaiserreich, in dem sich alles so ereignet hat wie später und heute in den Pseudodemokratien und Defacto-Diktaturen der jungen, eben den kolonialistischen Ausbeutungen entronnenen Staaten Schwarzafrikas. Ebenso spielt sich in Rosenbaum, König der Juden eine besonders schlimme, durch alle Zeiten hinweg wirkende Apokalypse ab: wie Opfer zu Tätern werden ... auf dem unvermeidlichen Geschichtsweg von Auschwitz zu den Gemetzeln von Sabra und Shantila, im Libanon, nahe der israelischen Grenze. Und auch bei anderen meiner Theaterstücke wie in den viel später geschriebenen Goethe- und Ovid-Paraphrasen Philemons Sohn geht es um Apokalypsen – oder um Parallelwelten. Aber vielleicht bedeutet letztlich ja eins auch zugleich das andere.“

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Europa Erlesen Indonesien

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uropäische Blicke auf Indonesien, indonesische Blicke auf Europa: Von Entdeckungen, Handel und Kolonisation zum wenig bekannten Schauplatz europäischer Entwicklungen. Erzählt wird vom Paradies in den Tropen, vom Schauplatz wissenschaftlicher Expeditionen, vom Exil in Kriegsjahren und vom modernen Tourismus, von der Veränderung eines Landes durch Kolonialzeit und Unabhängigkeit, von der indonesischen Perspektive auf Europa. Auf den Spuren dieser Erzählungen zeigen sich Indonesiens Beiträge zur europäischen Literatur, Stimmen einer gemeinsamen Geschichte der Begegnungen.

ca. 250 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 14,95 · ISBN: 978-3-99029-168-9 Erscheinungstermin: Ende Februar

Thomas Kohlwein (Hg.): geboren 1988 in Bruck an der Mur. Studium der Urbanistik in Wien, New York und Sydney. Bereits im Wieser Verlag erschienen: Europa Erlesen Wien Südbahnhof (2010) und Europa Erlesen Neuseeland (2012), Schweiz Takt (2014).

Wolga

K

ein Strom ist so eng mit der Geschichte Russlands und seiner Völker verflochten wie die Wolga. Ihre Ufer teilten sich Russen, Tataren, Tschuwaschen, Deutsche und andere Nationen. Alle verbinden mit der Wolga ihre eigenen Erfahrungen von Freud und Leid. Hier treffen sich Helden, Bauern, Reisende, Kaufleute und Abenteurer. Tagelöhner plagen sich an ihren Ufern ab. Der Zweite Weltkrieg erlebte hier seinen Kulminationspunkt. Völker siedelten sich an, andere wurden vertrieben. Der Fluss bescherte seinen Anwohnern sowohl Reichtum als auch Hunger. Alle haben die Wolga in Erinnerung behalten. Und so fließt der große Fluss ruhig und sanft und mit ihm die Geschichten der Menschen, die wir gerne mit Ihnen teilen möchten.

ca. 250 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 14,95 · ISBN: 978-3-99029-186-3 Erscheinungstermin: Ende April

Dareg A. Zabarah (Hg.): geboren 1974 in Sana’a (Jemen), Slawist und Politologe, mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen und Literaturübersetzungen.

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Europa Erlesen Sarajevo

W

ie kaum in einer anderen Stadt spiegeln sich in Sarajevo die ereignisreiche Geschichte und kulturelle Vielfalt Europas: Sarajevo ist orientalisches Schmuckstück und politischer Tatort zugleich, Provinznest im monarchistischen Jugoslawien und Inbegriff sozialistischer Brüderlichkeit, Austragungsort Olympischer Spiele und eine belagerte Stadt. Von diesen Facetten berichten und erzählen Evlyja Çelebi, Georgina Mackenzie, Franz Werfel, Joseph Roth, Ivo Andrić, Dževad Karahasan, Juli Zeh und Emir Kusturica.

ca. 250 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 14,95 · ISBN: 978-3-99029-188-7 Erscheinungstermin: Ende Februar

Andrea Zink (Hg.): Studium der Slawischen Philologie, Philosophie, der Ost- und Südosteuropäischen Geschichte in München, Berlin und Leningrad; Promotion mit einer Arbeit über Andrej Belyj, Habilitation mit einer Arbeit über den russischen Realismus in Basel; Publikationen zur bosnisch-kroatischen-Literatur des 20. Jahrhunderts, insbesondere zu Ivo Andrić; seit 2011 Professorin für Slawische Literatur- und Kulturwissenschaft in Innsbruck.

Odessa

O

dessa ist sein eigener Mikrokosmos. Schmelztiegel der Völker und Sprachen. Stadt der Banditen, Humoristen, aber auch der ganz normalen Menschen, die versuchen, aus ihrem Leben etwas zu machen. Die Stadt hat berühmte Kinder: Anna Achmatova, Eduard Bagritsky und Isaak Babel wurden dort geboren. Für andere wie Alexander Puschkin und Maxim Gorki war Odessa eine Station in ihrem Leben, die unvergessen blieb. Alle haben sie einiges über die Stadt zu erzählen. Sie sind herzlich eingeladen, uns auf diese Reise nach Odessa zu begleiten.

ca. 250 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 14,95 · ISBN: 978-3-99029-187-0 Erscheinungstermin: Ende April

Dareg A. Zabarah (Hg.): geboren 1974 in Sana’a (Jemen), Slawist und Politologe, mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen und Literaturübersetzungen.

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Europa Erlesen Färöer

M

it Texten von Huldar Breiðfjörð, Heðin Brú, Regin Dahl, Jóannes Dalsgaard, Hans A. Djurhuus, J. H. O. Djurjuus, Carl Julian Graba, Johan Harstad, William Heinesen, Gunnar Hoydal, Jógvan Isaksen, Jørgen-Frantz Jacobsen, Steinbjöørn B. Jacobsen, Poul F. Joensen, Heðin M. Klein, Edward Lehmann, Christian Matras, Sanne Næs, Óðin Ódn, Rói Patursson, Joseph Victor von Scheffel u. a.

ca. 220 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 14,95 · ISBN: 978-3-99029-083-5 Erscheinungstermin: Ende März

Sven Hakon Rossel (Hg.): geboren 1943 in Bangkok/Thailand, Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Universität Kopenhagen u. a., Ordinarius für Neuere Skandinavistik, Universität Wien 1996–2012. Autor und Herausgeber von etwa 50 Monographien, Literaturgeschichten, Anthologien, Sammelbänden und Übersetzungen. Forschungsschwerpunkte: Neuere skandinavische Literatur, Mittelalterballaden, Ludvig Holberg, Hans Christian Andersen und Johannes V. Jensen. Alexander Sitzmann (Hg.): geboren 1974 in Stuttgart, Studium der Skandinavistik und Slawistik in Wien, forscht und lehrt an der dortigen Universität, seit 1999 freiberuflich als literarischer Übersetzer aus dem Bulgarischen, Makedonischen und den skandinavischen Sprachen. Autor zweier sprachwissenschaftlicher Monographien. Zahlreiche Veröffentlichungen, Preise und Stipendien.

Greater London

E

ine literarische Odyssee durch die Londoner Stadtlandschaft vom Zentrum bis zu den Peripherien.

Île-de-France

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om Ursprung Frankreichs zur größten Metropole Europas: Das Zusammenspiel von Stadt und Land wird in Paris und auf der Île-de-France besonders deutlich. Die noch unentdeckten Regionen Europas liegen oft nur ein paar Straßenzüge entfernt. Pariser, Franciliens aus aller Welt erzählen davon. ca. 250 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 14,95 · ISBN 978-3-99029-137-5 Erscheinungstermin: Ende März

ca. 250 Seiten, gebunden, Lesebändchen, Prägedruck EUR 14,95 · ISBN 978-3-99029-138-2 Erscheinungstermin: Ende März

Thomas Kohlwein (Hg.): geboren 1988 in Bruck an der Mur. Studium der Urbanistik in Wien, New York und Sydney. Bereits im Wieser Verlag erschienen: Europa Erlesen Wien Südbahnhof (2010) und Europa Erlesen Neuseeland (2012), Schweiz Takt (2014). 20 | Frühjahr ’16 Katalog Frühjahr 2016 backup.indd 20

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© Foto: Wieser Verlag

K

Karel PruŠnikGaŠper (Partisanenname Gašper), geb. 1910 in Leppen/Lepena bei Eisenkappel/Železna Kapla, gest. 1980 in Ljubljana. Während des Zweiten Weltkrieges führend in der Widerstandsbewegung in Kärnten tätig. Mitglied der Osvobodilna fronta (Slowenische Befreiungsfront). 1947 und 1948 von der britischen Besatzungsmacht in der Strafanstalt Karlau inhaftiert. Obmann des Verbandes der Kärntner Partisanen von seiner Gründung an.

arel Prušnik-Gašper war im Zweiten Weltkrieg führend in der Widerstandsbewegung engagiert. Seine 1958 in slowenischer Sprache erschienenen Erinnerungen und seine detailgetreuen Aufzeichnungen waren damals nicht nur ein erster wichtiger Beitrag zur erlebten und erzählten Geschichte, sie waren auch von dem Wunsch getragen, den nachkommenden Generationen die Grundlagen eines besseren Lebens zu vermitteln. 1980 erschien „Gämsen auf der Lawine“ zum ersten Mal auf Deutsch. Wie wurde das Buch damals gelesen, zu einer Zeit, als die Beschäftigung mit dieser Vergangenheit noch nicht angesagt war, noch bevor in Österreich die Debatte um das Pferd und seinen Reiter, der nichts wusste, begann?

Zusammen 532 Seiten, Buch und Materialienband im Schuber, wtb 018 EUR 21,00 · ISBN 978-3-99029-039-2

© Foto: Privat

E Gerd Graenz geboren 1923, arbeitete in verschiedenen in- und ausländischen Bank­instituten; 1986 General­direktor der österreichischen Hotel- und Fremdenverkehrs-TreuhandgmbH; 1988–1989 Repräsentant der CA in der DDR; 1991–1995 Beauftragter der Treuhand in Österreich. Zuletzt erschienen: Der gespaltene Himmel – Sessler Verlag 2012; Die Santa Maria hat Verspätung – Milena Verlag Wien 2013; Festspiele – Milena Verlag Wien 2014

in gewaltiges Unwetter beendet Simones Aufenthalt in der Nähe von Palermo. Wieder in ihrer Heimat, muss sie noch mal ganz von vorne anfangen. Ein Mann, mit dem sie ein schlimmes Erlebnis auf Sizilien verbindet, begegnet ihr wieder … und ist jetzt tot. Die Zeitungen berichten, dass Fremdverschulden auszuschließen sei. Simone findet die große Liebe, doch das Schicksal ist unbarmherzig …

144 Seiten, wtb 022 EUR 9,95 · ISBN 978-3-99029-177-1 Auch als E-Book erhältlich bereits erschienen

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Sachbuch

Polen im Sowjetimperium Polnisch-sowjetische Beziehungen von 1944 bis 1989

A

ca. 700–800 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 49,50  · ISBN 978-3-99029-190-0 Erscheinungstermin: Ende Februar

ndrzej Skrzypek entwirft ein facettenreiches Bild der polnischsowjetischen Beziehungen von 1944 bis 1989. Die Abhängigkeit Polens vom Kreml wird aus unterschiedlichen Gesichtspunkten beleuchtet. Neben politisch-ideologischen Fragen werden auch die wirtschaftlichen und internationalen Zusammenhänge analysiert. Selbst die – manchmal alles entscheidenden – Aspekte der persönlichen Chemie unter den Hauptakteuren bleibt nicht ausgespart. Der Autor begibt sich auf die Suche nach den Ursachen des polnischen „Sonderweges“. Polen wurde von der Sowjetunion militärisch besetzt und unterworfen. Dachten die Sowjets anfangs nur an einen polnischen Pufferstaat, wurde Polen bald der Status des Vasallen zugemessen. Die erste Wende brachte Chruschtschow 1956, der das stalinistische System reformierte. Das auflehnungsbereite Polen erhielt eine begrenzte Autonomie und konnte sich von einigen sowjetischen Dogmen lösen. Der repressive Charakter des Totalitarismus bekam erste Risse. In den sechziger Jahren erweiterte Władysław Gomułka den polnischen Handlungsspielraum durch sein Engagement für europäische Sicherheitspolitik und das geschickte Taktieren mit der deutschen und der chinesischen Karte. In den siebziger Jahren führten die eigenständigen Wirtschaftsreformen von Edward Gierek Polen in die Sackgasse. Die folgende Wirtschaftskrise schuf den Nährboden für das Aufkommen einer gesellschaftlichen Massenbewegung. Solidarność versuchte neue Realitäten zu schaffen und wurde mittels des auf Druck des Kremls verhängten Kriegsrechts niedergeschlagen. Die polnisch-sowjetischen Beziehungen waren am Gefrierpunkt angelangt, aber der Keim der Freiheit konnte nicht mehr erstickt werden. Zum Schluss stellt Skrzypek die Frage, ob der Zerfall des sowjetischen Imperiums mit Polen, dem „Runden Tisch“ und den freien Parlamentswahlen im Juni 1989, begann.

© Foto: Privat

© Foto: Privat

Andrzej Skrzypek (1944), polnischer Historiker und Politologe, ordentlicher Professor, unterrichtete an mehreren Universitäten, zuletzt an der Universität Warschau. Spezialisierte sich auf neuere Geschichte, vor allem polnische Ostpolitik, internationale Beziehungen, UdSSR und Russland, die baltischen Staaten und Geschichte der Diplomatie. Er ist Autor von 18 Büchern und über 200 Artikeln. Von 1975 bis 1991 war er Redakteur der Geschichtszeitschrift „Kwartalnik Historyczny“. Stipendiat der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau, der Universität Bonn (DAAD) und der Regierung der Vereinigten Staaten (Fulbright) 1983–1984.

Andreas Volk Geboren 1971, lebt in Wien. Literaturübersetzer, Redakteur der in Krakau erscheinenden deutsch-polnisch-ukrainischen Literaturzeitschrift „radar“, Mitbegründer des deutsch-polnischen Übersezungsjahrbuchs „OderÜbersetzen“. 2013 mit dem Übersetzerpreis der Vereinigung der polnischen Bühnenautoren und -komponisten Zaiks ausgezeichnet. | 23

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Sachbuch

B

eziehungen mit Kindern in der Pubertät verlaufen häufig sehr konfliktreich. Das immer stärker werdende Bedürfnis, über ihr Leben selbst zu bestimmen, steht meistens im Widerspruch zu dem der Erwachsenen. Sie wollen weiterhin nach ihren Regeln, Erwartungen und Zielsetzungen über ihr Kind, sein Umfeld, alle Lernziele und -methoden bestimmen – es in ihre Richtung (er-)ziehen. Dieser Gegensätzlichkeit sind während der Pubertät die meisten Konflikte geschuldet, vor allem zwischen Eltern und ihren Kindern. Weitaus entspannter, liebe- und vertrauensvoller gestalten sich Beziehungen, in denen Kinder und Jugendliche von ihren Erwachsenen unterstützt in das Erwachsenwerden geführt werden – mit Haltung, Herz und Hirn.

© Foto: Kurt Pock

Catrin Müller geboren 1960, Familiencoach (LSB) – ihr Kernthema: Pubertät. Seit mehr als zwanzig Jahren ist Kommunikation und damit Beziehungsgestaltung der Inhalt ihrer Trainerinnen-Tätigkeit Die Zerbrechlichkeit der menschlichen Würde steht in Müllers Trainings im Mittelpunkt. Die Stärke des Selbstwertes, der Integrität, der Würde eines Menschen beeinflusst maßgeblich die Qualität seiner Beziehungsführung und alle anderen, wesentlichen Lebensentscheidungen.

96 Seiten EUR 19,95 · ISBN 978-3-99029-174-0 bereits erschienen

D

Dr. Michael Dippelreiter Historiker, wissenschaftlicher Angestellter des Österreichischen Austauschdienstes (OEAD). Zuletzt erschienen: Wien, die Metamorphose einer Stadt. Aus der Reihe: Geschichte der Bundes­länder seit 1945. Dr. Christian Prosl Diplomat i. R., zuletzt Botschafter in Berlin und Washington, Präsident der Österreichischen Kulturvereinigung.

© Foto: Privat

© Foto: Privat

as vorliegende Werk ist das Ergebnis des Wiener Kulturkongresses 2014, der namhafte Historiker, Politologen und Juristen zusammenführte, um vermehrt Fachleute aus dem konservativen Lager zu Wort kommen zu lassen, war doch die Geschichtsschreibung über den Februar 1934 bislang hauptsächlich von der Sozialdemokratie nahestehenden Wissenschaftlern erforscht und aufgearbeitet worden. Die Verschränkung der innenpolitischen Entwicklung mit den Entwicklungen im europäischen Umfeld zählte zu den Voraussetzungen der Tragik der Ereignisse 1934, die nach dem Februaraufstand in den „Staatsstreich von oben“ und in das autoritäre System führten. Viele Autoren lehnen den Begriff „Austrofaschismus“ ab, für dessen Klassifizierung allerdings das Regime durch seine repressiven Maßnahmen Argumente geliefert hat.

272 Seiten EUR 25,00 · ISBN 978-3-99029-171-9 bereits erschienen

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Die Welt ist alles, was der Ball ist Mit einem Fotoessay von Robert Newald

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ca. 324 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 25,00 · ISBN 978-3-99029-184-9 aktualisierte Neuauflage, Erscheinungstermin: Mitte April

vica Osim, der Mann aus Grabvica in Sarajewo, wird 75 Jahre alt. Für viele gilt er als „Trainer des Jahrhunderts“ (Gerhard Roth), für andere als Magier inmitten erstarrter Fronten (Valentin Inzko), mit dem Brasilianer Pele pflegt er eine enge Freundschaft und für Bosnien ist er der Brückenbauer. Der legendäre, erfolgreiche letzte Trainer der früheren jugoslawischen Nationalmannschaft, der Mann, der Sturm Graz in den Fußballolymp führte, der als Fußballer die Spitznamen „der Künstler“ oder „Monseigneur Millimeter“ hatte, musste nach einem schweren Schlaganfall in Japan den Abschied von der Trainerbank, aber nicht von der Sehnsucht nach einem Comeback nehmen. Egal ob in Skopje, Belgrad, Zagreb oder Sarajevo, jeder kennt ihn und jeder spricht in großer Ehrfurcht über Ivica Osim, der während und nach dem Krieg so vieles für sein Sarajevo und sein Bosnien in die Wege geleitet hat. Er gilt bei allen Ethnien als einer der korrektesten Menschen des Landes, dessen Rat gehört und dessen Persönlichkeit geachtet wird. Diese gänzlich überarbeitete Neuauflage der Biographie eines ebenso großen Sportsmannes wie Philosophen und Mathematikers zeichnet auch die Jahre nach seinem Ausscheiden bei Sturm Graz, seine japanischen Jahre als Nationaltrainer, aber auch sein Leben nach einem schweren Schlaganfall nach.

ERNST DRAXL geboren 1961 in Villach, lebt in Wien. Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien, Marketer und seit 20 Jahren Journalist, u. a für den Standard, ORF, Format, Sportmagazin, Bezirksjournal, die Tageszeitungen KTZ, Sport und Medianet sowie Mitarbeit in mehreren Fußball-Blogs. Leidenschaftlicher Verfechter des gepflegten technisch-taktischen Fußballs katalanischer Prägung, allergisch gegen pseudo-philosophische Fußballweisheiten und Blender aller Art.

© Foto: Robert Newald

STEFAN SCHENNACH geboren 1956 in Tirol, lebt in Wien. Journalist; Sozialpädagoge, Kulturmanager, Mitglied des Bundesrates, SPÖ-Wien, stvtr. Vorsitzender des EU-Ausschusses, seit 2010 Mitglied des Europarates in Straßburg, Vorsitzender des Monitoring Committees, Leiter der PACE-Mission für Mazedonien, Wahlbeobachter für Bosnien und Herzegowina, seit 2008 Vorsitzender im Rahmen der Union für das Mittelmeer, zehn Jahre Chefredakteur des Monatsmagazins EPN (heute Südwind) und Verlagsleiter. Direktor der Austria Barock Akademie. Lieblingsklubs: FC Tirol, Sturm Graz, Manchester United, Galatasaray Istanbul und FC Barcelona. Buchveröffentlichung: u. a Kolonialwaren. Die Schaffung der ungleichen Welt. Lamuv Taschenbuch 6l, Göttingen.

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Edition Kunst|Wissenschaft|Gesellschaft Quer denken Herausgegeben von Horst Peter Groß bei Wieser

Konrad Paul Liessmann / Wolfgang Ullrich / Peter Strasser / Eduard Kaeser

Vom Kopf zur Hand, … und dazwischen eine ganze Welt

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as Zusammenspiel von Hand und Kopf hatte für die evolutionäre und zivilisatorische Entwicklung des Menschen eine zentrale Rolle gespielt und zu ungeahnter handwerklicher und künstlerischer Entfaltung geführt. Die Hände wurden nicht nur zu Kommunikationsorganen, sondern schufen auch Werkzeuge als Fortsetzung der Hand mit anderen Mitteln. In unserer industriellen bzw. virtuellen Gesellschaft scheint die Arbeit der Hände zunehmend überflüssig zu werden, und auch im modernen Kunstbetrieb legen manche Künstler selbst gar nicht mehr so sehr Hand an ihre Werke. Edition Kunst | Wissenschaft | Gesellschaft Quer denken bei Wieser Nr. 9 EUR 7,50 · ISBN 978-3-99029-176-4 bereits erschienen

…  damit der soziale Grundwasserspiegel wieder steigt! Reflexionen zur Sozialen Frage im 21. Jahrhundert Emmerich Tálos im Gespräch mit Peter Kaiser Heinz Pichler Mag. phil., Jahrgang 1957, ist seit 1996 als Bildungs­ experte und Erwachsenenbildner in der Kammer für Arbeiter und Angestellte Kärnten tätig. Neben der Mitarbeit in diversen Fachgremien erstellt er sozial- und bildungspolitische Arbeitsgrundlagen und wirkte an zahlreichen Pilotprojekten und Publikationen mit. Als Vortragender lehrt er an den Kärntner Gewerkschaftsschulen, der Fachhochschule Kärnten, Studiengang Soziale Arbeit und der Universität Klagenfurt. Er absolvierte sein Studium der Pädagogik mit dem Schwerpunkt Erwachsenen- und Berufsbildung an der Alpen-AdriaUniversität in Klagenfurt. Nebenberuflich ist er u. a. im sozialökonomischen Beschäftigungsprojekt „Kärntner soziale Betriebe“ engagiert, ist Vorsitzender des Kärntner Armutsnetz­werkes und Gestalter der Radiosendung „Panoptikum Bildung“ bei Radio AGORA/Kärnten.

A

ls „sozialen Grundwasserspielgel“ könnte man all jene Grundstandards bezeichnen, die erforderlich sind, um ein gemeinschaftliches und friedfertiges Miteinander in einem demokratischen Gemein­ wesen zu garantieren. So gesehen steht der Begriff „Grundwasser“ als Synonym für jene Grundwerte, die für ein demokratisches Gefüge unabdingbar sind: solidarische Handlungsmuster, friedfertige Konfliktregelung, Achtung der Menschenrechte, Dialog und Respekt und ein von humanitären Werten geprägtes Menschenbild. (Heinz Pichler/Martin Klemenjak)

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m 19. Jahrhundert bezeichnete man die „Soziale Frage“ als den Versuch, eine Antwort auf die gravierenden Missstände der Massenverelendung der Arbeiterschaft, bezeichnet als „Pauperismus“, zu geben. In diesem Kontext gilt auch für die Soziale Frage des 21. Jahrhunderts: Wie können die aktuellen Problemfelder, wie sie unter gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auftreten, so gelöst werden, damit Armut und soziale Ausgrenzung beseitigt und Verteilungs­ gerechtigkeit ermöglicht werden. (Heinz Pichler/Martin Klemenjak)

64 Seiten, englische Broschur, inkl. DVD EUR 19,90 · ISBN 978-3-99029-172-6 bereits erschienen

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GEA Träume im Wieser Verlag

Vertrauenswege Großmutter und Enkelin im Dialog

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m Anfang stehen immer die Fragen. Vielleicht macht das Fragen sogar das eigentlich Menschliche aus? In meiner analytischen Arbeit hörte ich viele wunderbare Fragen, die ihre Antworten fanden, sei es durch Träume, Imaginationen oder kreatives Gestalten von unbewussten Inhalten. In der Dichtung, den Märchen und der Kunst ganz allgemein fand die fragende Suche immer wieder aufs Neue geborgene Orientierung – ein Reifen und Werden, das im Menschen angelegt ist. In den beglückenden Momenten der therapeutischen Arbeit entstand das Anliegen, die wichtigsten Erkenntnisse aufzuschreiben, um andere Menschen dadurch anzuregen, ihren Weg vertrauensvoller zu leben. Meine Enkelin Julia, die junge Suchende, wurde mir mit ihren Fragen unverzichtbare Vertraute und Freundin und forderte mich heraus, meine Erfahrungen zu erinnern. ca. 192 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 26,00 · ISBN 978-3-99029-175-7 bereits erschienen

Ich bin zutiefst ergriffen über die Gedanken und Weisheiten – und auch über die Wahrheiten, die ich hier lesen kann. Dieses Buch ist ein Geschenk. Dr. Ursula Kothgasser

© Blazenka Kostolna

Dr. Ute Karin Höllrigl 1939 geboren, aufgewachsen in Österreich und in der Schweiz. Studium der Rechtswissenschaften in Graz. Auf Grund eines Traumes Beginn des Studiums und Diplomabschluss am C. G. Jung Institut Zürich. Lehranalyse bei Arnold Mindell. 1984 beginnt sie mit Traumseminaren in verschiedenen Bildungshäusern. Seit 1993 Praxis als analytische Psychologin in Wien. Ab 1999 verschiedene Vorträge und Veröffentlichungen. Lehrtätigkeit am Seminarinstitut für Mal- und Gestaltungstherapie in Wien. Lehranalytikerin am C. G. Jung Institut Zürich. www.ute-karin-hoellrigl.at

Julia Höllrigl 1995 geboren und aufgewachsen in Wien, reist schon als kleines Mädchen mit ihrer Großmutter zwischen den Familiensitzen Schweiz und Österreich sowie der Propstei St. Gerold (Vorarlberg) hin und her. Sie verbringen viel Zeit zusammen, es entsteht eine innige Beziehung zwischen Enkelin und Großmutter. Mit zunehmendem Alter entwickelte Julia ein tiefes Interesse am Menschen und seinem Wesen. Darüber hinaus spielt die Musik, speziell das Klavier, eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Nach der Matura 2014 wird sie ihren weiteren Lebensweg wahrscheinlich mit einem Studium der Psychologie fortsetzen. | 27 Katalog Frühjahr 2016 backup.indd 27

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WEEO Band 1.2

WEEO Band 18

Slowakei Geschichte – Theater – Musik – Sprache – Literatur – Volkskultur – Bildende Kunst – Slowaken im Ausland

Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens Selbstbild und Fremdbilder der Völker des europäischen Ostens. Herausgegeben von Karl Kaser und Martin Prochazka

EUR 49,90

ISBN 978-3-85129-502-3

EUR 145,00

Miroslav Timotijevic´

ISBN 978-3-85129-518-8

WEEO Band 2.2 Die Geburt der modernen Privatheit Das Privatleben der Serben in der Habsburgermonarchie vom Ausgang des 17. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts EUR 49,90

ISBN 978-3-85129-504-7

Wolfgang Geier

WEEO Band 9.1 Juden in Europa Historische Skizzen aus zwei Jahrtausenden EUR 49,90

ISBN 978-3-99029-005-7

Wolfgang Geier

WEEO Band 9.2 Roma im Osten Europas Sozial- und kulturgeschichtliche Skizzen aus fünf Jahrhunderten EUR 49,90

ISBN 978-3-99029-078-1

Lexikon der Sprachen des europäischen Ostens und Westens WIESER ENZYKLOPÄDIE DER SPRACHEN DES EUROPÄISCHEN WESTENS WIESER ENZYKLOPÄDIE DER SPRACHEN DES EUROPÄISCHEN WESTENS Band II WIESER LEXIKON DER SPRACHEN DES EUROPÄISCHEN OSTENS In diesem großen Werk werden erstmals alle autochthonen Sprachen Europas wissenschaftlich beschrieben. Im epochalen LEXIKON DER SPRACHEN DES EUROPÄISCHEN OSTENS UND WESTENS in drei Bänden wird die europäische Vielfalt wissenschaftlich belegt. Zählt man die 200 Migrantensprachen in den europäischen Ländern dazu, wird man sich dessen bewusst, wie vielfältig Europa ist. In jedem Land Europas werden im Schnitt acht Sprachen gesprochen.

WEEO Band 10 Lexikon der Sprachen des europäischen Ostens EUR 145,00

W E E O

JudEn in EurOpa

ROma im OstEn

9.1

9.2

Die WEEO wird von der Handbibliothek der WEEO begleitet. In dieser Handbibliothek wird seltene und schwer zugängliche Literatur wieder aufgelegt. Anton Linhart Handbibliothek der WEEO Band 1

Versuch einer Geschichte von Krain und den übrigen Ländern der süd­lichen Slaven Österreichs Band 1 EUR 66,00

ISBN 978-3-85129-342-8

mit einem Vorwort von Igor Grdina Anton Linhart Handbibliothek der WEEO Band 2

Versuch einer Geschichte von Krain und den übrigen Ländern der südlichen Slaven Österreichs Band 2 EUR 66,00

ISBN 978-3-85129-530-7

Paul Joseph Šafarˇ i´k Handbibliothek der WEEO Band 3

Geschichte der slawischen Sprache und Literatur nach allen Mundarten EUR 66,00

ISBN 978-3-85129-531-5

Paul Joseph Šafarˇ i´k Handbibliothek der WEEO Band 4

ISBN: 978-3-85129-510-2

WEEO BAND 11

Geschichte der südslawischen Literatur

Europa und die Grenzen im Kopf Herausgegeben von Karl Kaser, Dagmar Gramshammer-Hohl, Robert Pichler EUR 145,00

W E E O

EUR 66,00

ISBN 978-3-85129-511-0

ISBN 978-3-85129-534-X

Paul Joseph Šafarˇ i´k Handbibliothek der WEEO Band 5

In diesem Band wird eine Einführung in die elementaren Fragen gegeben, die uns heute in der Debatte um den europäischen demokratischen Einigungsprozess zunehmend beschäftigen.

Geschichte des serbischen Schriftthums EUR 66,00

ISBN 978-3-85129-533-1

WEEO BAND 12 Kontinuitäten und Brüche: Lebensformen – Alteingesessene – Zuwanderer von 500 bis 1500 Herausgegeben von Karl Kaser, Dagmar Gramshammer-Hohl, Jan M. Piskorski und Elisabeth Vogel EUR 145,00

ISBN 978-3-85129-512-2

WEEO Perspektivenband Alle drei Bände 297,00 statt einzeln 395,00 Euro ISBN 978-3-85129-795-9

Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens Deutsch/Englisch

ISBN 978-3-85129-500-5

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WIESER ENZYKLOPÄDIE DES EUROPÄISCHEN OSTENS

Östlich des 15. Längengrades WIESER ENZYKLOPÄDIE DES EUROPÄISCHEN OSTENS

Beiträge zur Geschichte Ostmittel-, Ost- und Südosteuropas WEEO · Band 20.1

M ÖSTLICH DES 15. LÄNgEN gRaDES

20.1

it der geo- und historiographischen Markierung Östlich des 15. Längengrades werden in zwanzig Essays kulturgeschichtliche Ereignisse der in dieser Enzyklopädie erscheinenden Regionen Osteuropas (Ostmittel-, Ost-, Südosteuropa) behandelt. Sie ergänzen und erweitern die bereits in verschiedenen Bänden enthaltenen Themenkreise. Zunächst werden die Herausbildungen der Südost-, Ost- und Ostmitteleuropa-Kunde von ihren Anfängen, besonders zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert vorgestellt. Es folgen Darstellungen zu zwei Grenzreichen zwischen dem 15. und 55. Grad östlicher Länge: dem Großmährischen Reich im 9. und dem Chasaren-Reich im 8./9. bis 10. Jahrhundert. Zusammenhänge zwischen frühmittelalterlichen Ethnogenesen, Christianisierungen und Reichsbildungen in Südost-, Ost- und Ostmitteleuropa zwischen dem 7. und 14. Jahrhundert werden als das methodische Konzept dieser Essays dargestellt. Hervorragende Personen und Ereignisse in der Kulturgeschichte süd- und westslawischer Völker werden in ihren bis in die Gegenwart reichenden gesamtgeschichtlichen Wirkungen beschrieben. Östlich des 15. Längengrades ist Polen ein Grenzfall und ein Grenzland ostmitteleuropäischer Geschichte und dies wird gesondert dargestellt. Schließlich werden kulturelle Aufbrüche in osteuropäischen Regionen im 19. Jahrhundert betrachtet: Nationales Erwachen, nationale Wiedergeburten und Panslawismen. Betrachtungen zur Lage in osteuropäischen Regionen im ausgehenden 20. Jahrhundert bilden den Schluss. Der Band wird ergänzt durch ein kommentiertes Personenregister und eine Viehlzahl biobliografischer Nachweise zu den einzelnen Kapiteln sowie zur Gesamtanlage.

Wolfgang Geier Geboren 1937, Dr. phil. habil., Kulturhistoriker, Kultursoziologe; kulturwissenschaftliche Forschung und Lehre, bis 2000 Universität Leipzig, von 2000 bis 2014 Gastprofessor an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt; seit 1995 acht Monografien zur vergleichenden Kulturgeschichte osteuropäischer Regionen; in der WEEO Juden in Europa. Historische Skizzen aus zwei Jahrtausenden (2012) und Roma im Osten Europas. Sozial- und kulturgeschichtliche Skizzen aus fünf Jahrhunderten (2014), beide im Wieser Verlag Klagenfurt/Celovec. Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte. Gründer und Herausgeber der Zeitschrift Kultursoziologie (im 25. Jg.).

© Privat

WEEO · Band 20.1 Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens EUR 49,90 ISBN 978-3-99029-192-4

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» Europa kann nur erlesen werden: Buch für Buch, nicht Krieg um Krieg.« 30 | Frühjahr ’16 Katalog Frühjahr 2016 backup.indd 30

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14 mm

130 mm

eIn Balkan-krImI

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Rückblick 2015 … Der Krieg hat einen langen Arm. Die Zeit danach ist die der Abrechnung. Und die der Rache. Sie wirkt über Generationen bis

EIN BALKAN-KRIMI

zum nächsten Krieg und darüber hinaus. Ein Teufelskreis seit Menschengedenken. Die einen nennen es Politik, die anderen

Andreas P. Pittler, 1964 in Wien geboren, studierte Geschichte und Politikwissenschaft (Magister und Doktor phil.). Seit 1985 erschienen insgesamt 49 eigenständige Publikationen: Biographien, Geschichtswerke und bislang 12 Kriminalromane, zuletzt „Goodbye“ (2015). Seine Bücher wurden bislang in sechs Sprachen übersetzt (zuletzt „Zores“ 2013 ins Englische und 2014 ins Serbische), erhielt 2006 von Bundespräsident Fischer das „Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ verliehen. 2012 mit „Tinnef“ für den „Friedrich-Glauser-Preis“ nominiert, 2015 erhielt er den „Bronzenen Homer“.

Der Duft des Oleanders Prohaskas erster Fall in Istrien

ISBN 978-3-99029-●

Serbische Bohnen

Silvija Hinzmann

Andreas P. Pittler

Silvija Hinzmann

Silvija Hinzmann (geb. 1956 in Čakovec, Kroatien) lebt seit ihrer Kindheit in Stuttgart und arbeitet als Übersetzerin und Dolmetscherin. Seit 2002 veröffentlichte sie neben einem Roman zahlreiche Kurzkrimis, publizierte als Herausgeberin mehrere Kurzkrimi-Anthologien und übersetzte Erzählungen, Gedichte, Essays, Kurzgeschichten, literarische Reiseführer und Romane kroatischer und serbischer Autoren bei verschiedenen Verlagen. Sie ist Mitglied im Syndikat, der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren und bei Mörderischen Schwestern und mehreren Berufsverbänden. Mehr unter: www.silvija-hinzmann.de

205 mm

205 mm

Der Duft des Oleanders

Schicksal oder einfach Zufall. Aber Verbrechen geschehen Tag für Tag, egal wie man es nennt, überlegte Erich Jäger, als er zur Hotellobby hinunterging.

Andreas P. Pittler

Serbische Bohnen Henry Drake ermittelt

ISBN 978-3-99029-●

WIeser

EUR 7,●

EUR 7,●

Hinzmann Oleander.indd Alle Seiten

WIESER

24.04.15 09:02

Silvija Hinzmann

Andreas P. Pittler

Fadenscheinige Orakel

Der Duft des Oleanders

Serbische Bohnen

ISBN 978-3-99029-095-8

ISBN 978-3-99029-157-3 Auch als E-Book erhältlich

Daniel Spoerri

ISBN 978-3-99029-158-0 Auch als E-Book erhältlich

Franz Josef Weissenböck

Birgit-Sabine Sommer

Günther Freitag

Der Graben / Grapa

Die Entführung der Anna Netrebko

Sacrificium

ISBN 978-3-99029-144-3

ISBN 978-3-99029-159-7 Auch als E-Book erhältlich

ISBN 978-3-99029-160-3 Auch als E-Book erhältlich

„Das Fadenscheinige Orakel. Mit ironischer Distanz begegnet Daniel Spoerri dem Thema Sinnsuche: In seinem vor kurzem erschienenen Buch ,Fadenscheinige Orakel‘ verarbeitet er Kalendersprüche und Glücksmottos – gefunden auf Sticktüchern …“ (Barbara Mader, Kurier) 14 mm

wtb 17

130 mm

130 mm

Alexander Widner

Der 1950

Stark wie ein Nagel Roman Wieser Verlag

Alexander Widner

205 mm

Stark wie ein Nagel

wtb 17

ISBN 978-3-99029-● EUR 7,50

Widner Stark.indd 1-3

Wolf Oschlies

Ulrike Renner

Das Buch von Wien–Venedig

Das europäische Alphabet Kyrilliza

ISBN 978-3-99029-161-0 Auch als E-Book erhältlich

ISBN 978-3-99029-164-1 Auch als E-Book erhältlich

21.04.15 10:56

Alexander Widner

Axel Karner

Ernst Brauner

Ingram Hartinger

Der weiße Zorn

Befreiung

Dinge aus Angst

Stark wie ein Nagel

ISBN 978-3-99029-162-7

ISBN 978-3-99029-155-9 Auch als E-Book erhältlich

ISBN 978-3-99029-163-4

ISBN 978-3-99029-166-5 Auch als E-Book erhältlich

„Orter sieht unsere Welt an einer ,Zeitenwende‘: Ein neues, und zwar ,kein gutes‘, Weltbild wird in diesem Jahrhundert dominant werden. Werte und Verpflichtungen, die an die humanistische Idee von Europa gebunden sind, werden ,nichts mehr wert‘ sein … Die Suche nach ,Auswegen‘ geht also weiter.“ (Christian Schacherreiter, Der Falter, zur Trilogie Auswege von Egon Christian Leitner) 14 mm

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130 mm

Meine Lieblingsgedichte Wieser Verlag

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Lojze Wieser

205 mm

Fatos Arapi Aus dem Albanischen von Hans-Joachim Lanksch

"… und darin fliegt eine Schwalbe" "… und darin fliegt eine Schwalbe"

Sultan Murad steht vor dem gebundenen Sklaven. Vom Pferd herab mustert er ihn mit den Augen: gealtert, Wunden, Ketten … „Skipetar“, fragt er ihn, „warum kämpfst du, wenn duch auch anders leben könntest?“ „Weil, Großmächtiger Sultan“, erwidert der Sklave, „jeder Mensch in der Brust ein Stück Himmel hat und darin fliegt eine Schwalbe“.

130 mm

Lojze Wieser (Hg.)

ISBN 978-3-99029-118-4 EUR ●

Breda Smolnikar

Wenn die Birken Blätter treiben ISBN 978-3-99029-135-1 Auch als E-Book erhältlich

Lojze Wieser

„…  und darin fliegt eine Schwalbe“ ISBN 978-3-99029-118-4

Egon Christian Leitner

Vom Helfen und vom Wohlergehen ISBN 978-3-99029-124-5

Claudia Sikora

Pavol Rankov

Echnatons Frühling

Es geschah am ersten September

ISBN 978-3-99029-128-3 Auch als E-Book erhältlich

ISBN 978-3-99029-132-0 Auch als E-Book erhältlich

Edvard Kocbek

Roki · Hands ISBN 978-3-99029-143-6

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Der Wieser Verlag wird im Rahmen der Kunstförderung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur unterstützt.

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Thilo Kist Danckelmannstraße 11 D-14059 Berlin Telefon +49 (0)30 3258477 Fax +49 (0)30 3215549 t.kist@t-online.de Berlin, Brandenburg, MecklenburgVorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen Schweiz Richard Bhend b+i buch und information ag Hofackerstraße 13 CH-8032 Zürich Telefon +41 (0)44 422 12 17 Fax +41 (0)44 381 43 10 richard.bhend@buchinfo.ch

Österreich Mohr Morawa Buchvertrieb GesmbH A-1230 Wien, Sulzengasse 2 Telefon +43 (0)1 68014-0 Fax +43 (0)1 6887130 momo@mohrmorawa.at Deutschland Bugrim Verlagsauslieferung Dr. Laube & Lindemann GbR Saalburgstraße 3, D-12099 Berlin (Tempelhof ) Telefon +49 (0)30 6068457, 6068130 Fax +49 (0)30 6063476 bugrim@bugrim.de www.bugrim.de Schweiz AVA Verlagsauslieferung AG Centralweg 16 CH-8910 Affoltern a. A. Telefon +41 (0)44 762 42 00 Fax +41 (0)44 762 42 10 avainfo@ava.ch www.ava.ch Slowenien Direktvertrieb durch den Verlag

„Was wäre Literatur ohne Sonne, ohne Meer, ohne Wind, ohne die Liebe und die Gesellschaft von Menschen verschiedenster Herkunft, verschiedenster Sprache. Ich habe es beobachten können: Lojze ist überall sofort mit den Fremden heimisch. Für ihn gibt es das Fremde nicht. Zumindest nicht die Angst davor, stattdessen umso mehr Interesse dafür. Sowohl was fremde Gewohnheiten, fremde Sprachen betrifft, aber auch wo und wie die Menschen wohnen und arbeiten, feiern und leben.“ Wilhelm Pevny, Schriftsteller, anlässlich der Bruno-Kreisky-Preis-Verleihung an den Wieser Verlag Die Reihe Europa erlesen ist die Mutter aller Reiseanthologien – Skylines

A-9020 Klagenfurt/Celovec 8.-Mai-Straße 12 Telefon +43 (0)463 37036 Telefax +43 (0)463 37635 office@wieser-verlag.com http://www.wieser-verlag.com

Katalog Frühjahr 2016 Art Director und Redaktion: Lojze Wieser Grafische Umsetzung: Dietmar Schöffauer Lektorat: Josef G. Pichler Umschläge wurden gestaltet unter Verwendung von Grafiken, Bildern, Fotos etc. von: Ivan Ivanji, Andreas P. Pittler, Stanislav Struhar, Lojze Wieser, Wieser Archiv Fotos im Katalog sind von: Mayü Belba, Andreas P. Pittler, Stanislav Struhar, Lojze Wieser, Wieser Archiv

© Foto: Mayü Belba

Wieser Verlag GmbH

Nach jedem Winter kommt das Frühjahr …

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