Ergänzender Nachhaltigkeitsbericht 2017 gemäss GRI-Standards
Inhalt 1. Zur Nachhaltigkeitsberichterstattung 2017 .............................................................. 4 2. Ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Management ................................................ 5 3. ewb im Kontext der UN-Nachhaltigkeitsziele ........................................................... 7 4. Wesentliche Themen und deren Management ........................................................ 9 4.1 Managementansätze Ökonomie .......................................................................... 11 4.2 Managementansätze Ökologie ............................................................................ 13 4.3 Managementansätze Soziales ............................................................................ 15 4.3.1 Managementansätze mit Fokus Mitarbeitende (Soziales) ................................. 15 4.3.2 Managementansätze Gesellschaft (Soziales) ................................................... 16 5. Energie- und Umweltbilanz ................................................................................... 19 5.1 Energieversorgung, Energiebilanz ...................................................................... 19 5.2 Geschäftstätigkeiten im Zus. mit der Produktion und Verteilung von Energie ...... 20 5.3 Weitere Geschäftstätigkeiten .............................................................................. 21 6. Berichterstattung nach GRI-Standard ................................................................... 23 6.1 Standardangaben ............................................................................................... 23 6.1.1 Organisationsprofil ........................................................................................... 23 6.1.2 Strategie .......................................................................................................... 27 6.1.3 Ethik und Integrität ........................................................................................... 29 6.1.4 Governance, Verpflichtungen und Engagement ............................................... 30 6.1.5 Einbeziehung von Stakeholdern ....................................................................... 34 6.1.6 Vorgehensweise bei der Berichterstattung ....................................................... 38 6.2 Ökonomie ........................................................................................................... 43 6.2.1 Thema: Wirtschaftliche Leistung ...................................................................... 43 6.2.2 Thema: Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen ................................................ 44 6.2.3 Thema: Beschaffung ........................................................................................ 45 6.2.4 Thema: Korruptionsbekämpfung ...................................................................... 45 6.2.5 Thema: Wettbewerbswidriges Verhalten .......................................................... 45 6.2.6 Thema: Forschung und Entwicklung ................................................................ 45 6.3 Ökologie ............................................................................................................. 46 6.3.1 Thema: Materialien .......................................................................................... 46 6.3.2 Thema Energie ................................................................................................ 47 6.3.3 Thema: Wasser................................................................................................ 50 6.3.4 Thema: Biodiversität ........................................................................................ 51 6.3.5 Thema: Emissionen ......................................................................................... 52 6.3.6 Thema: Abwasser und Abfall............................................................................ 54 6.3.7 Thema: Einhaltung von Rechtsvorschriften (Umwelt) ....................................... 55 6.3.8 Thema: Bewertung der Lieferanten hinsichtlich ökologischer Aspekte .............. 55 6.4 Soziales .............................................................................................................. 56 6.4.1 Thema: Beschäftigung ..................................................................................... 56 6.4.2 Thema: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ............................................ 56 6.4.3 Thema: Aus- und Weiterbildung ....................................................................... 59
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6.4.4 Thema: Vielfalt und Chancengleichheit ............................................................ 60 6.4.5 Thema: Gleichbehandlung ............................................................................... 61 6.4.6 Thema: Lokale Gemeinschaften ....................................................................... 61 6.4.7 Thema: Bewertung der Lieferanten bezüglich sozialer Kriterien ....................... 61 6.4.8 Thema: Politik .................................................................................................. 62 6.4.9 Thema: Kundengesundheit und -Sicherheit ...................................................... 62 6.4.10 Thema: Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen ........................ 63 6.4.11 Thema: Schutz der Privatsphäre von Kunden................................................. 64 6.4.12 Thema: Compliance – Einhaltung von Rechtsvorschriften .............................. 64 6.5 Lieferanten.......................................................................................................... 65 6.6 Sektorspezifische Indikatoren Energie ................................................................ 68 6.6.1 Thema: Verfügbarkeit und Verlässlichkeit ........................................................ 69 6.6.2 Thema: Systemeffizienz ................................................................................... 69 6.6.3 Thema: Zugang (Stromnetz) ............................................................................ 72
Datum: Version:
29. März 2018 1.0
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1. Zur Nachhaltigkeitsberichterstattung 2017 Die Nachhaltigkeitsberichterstattung zum Geschäftsjahr 2017 von Energie Wasser Bern (ewb) umfasst einerseits den Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2017 und andererseits diesen ergänzenden, ausführlichen Nachhaltigkeitsbericht 2017, der detaillierte Informationen zur Nachhaltigkeitsperformance gemäss den Vorgaben der GRI Standards offenlegt. Die Global Reporting Initiative (GRI) hat sich zum Ziel gesetzt, die Unternehmensberichterstattung weltweit transparenter und vergleichbarer zu machen (siehe globalreporting.org). Energie Wasser Bern wendet die GRI Richtlinien bereits seit 2006 an. Damit will das Unternehmen seine Anspruchsgruppen umfassend und transparent über die nachhaltige Ausrichtung informieren. Mit der aktuellen Berichterstattung setzt Energie Wasser Bern erstmals die neuen GRI Standards der Global Reporting Initiative (GRI) um. Die Berichterstattung von Energie Wasser Bern zum Geschäftsjahr 2017 erfüllt die GRI Standards mit der Berichtsoption «Kern» («Core»), wobei die freiwilligen branchenspezifischen Zusatzangaben für Stromproduzenten (Sector Disclosures «Electric Utility») ebenfalls offengelegt werden. Der Bericht wurde für den GRI Materiality Disclosure Service eingereicht und GRI hat die Richtigkeit der Position der Materiality Disclosures bestätigt (GRI 102-40 bis GRI 102-49), siehe formaler GRI-Inhaltsindex auf Seite 92. Das vorliegende Dokument ist in verschiedene Kapitel gegliedert. Im Kapitel zwei wird das systematische Herangehen für eine nachhaltige Unternehmensführung aufgezeigt. Die Managementansätze wesentlicher GRI-Themen sind in Kapitel drei erläutert. Kapitel vier beschreibt die Energie- und Umweltbilanz des Unternehmens mit Verweisen zu den entsprechenden Kennzahlen im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht. Die Berichterstattung im Kapitel 5 enthält ausführliche Informationen entsprechend den GRI-Standards inkl. Verweise auf entsprechende Informationen im Geschäftsund Nachhaltigkeitsbericht. Dieser ergänzende, ausführliche Nachhaltigkeitsbericht umfasst die vorgesehenen allgemeinen GRI-Standardangaben zu Strategie und Analyse, Organisationsprofil, ermittelte wesentliche Themen und Grenzen, Einbindung von Stakeholdern, Berichtsprofil, Unternehmensführung sowie Ethik und Integrität. Schliesslich werden auch die Leistungsindikatoren (Disclosures) zu wesentlichen GRIThemen in den Kategorien Wirtschaft, Umwelt und Soziales offengelegt. Kontaktperson für weitere Informationen: Christof Scherrer, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement Tel. 031 321 32 97 christof.scherrer@ewb.ch Claudia Kohlschütter, Leiterin Unternehmenskommunikation Tel. 031 321 37 85 E-Mail claudia.kohlschuetter@ewb.ch Adresse: Energie Wasser Bern Monbijoustrasse 11, Postfach, 3001 Bern
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2. Ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Management In der Energiebranche, die seit geraumer Zeit im Umbruch ist, gibt ein kohärent aufgebautes Managementsystem die nötige Sicherheit. Es enthält Kontroll- und Steuerungsinstrumente, welche die aktuelle Position und die anvisierten Ziele laufend abgleichen, um den optimalen Weg zu verfolgen. Das Managementsystem bildet daher gerade in Zeiten des Umbruchs die Grundlagen für die tägliche Arbeit. Nachhaltigkeit als Leitfaden Energie Wasser Bern verpflichtet sich zu einer nachhaltigen Unternehmensführung. Dieses Versprechen widerspiegelt sich im gesamten Managementsystem: Das Dreisäulenprinzip der Nachhaltigkeit mit den ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimensionen ist darin markant verankert und nimmt damit im Tagesgeschäft zwangsläufig einen hohen Stellenwert ein. Im Fokus steht dabei das Prozessmanagement. Die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens werden in den Führungsprozessen entwickelt und schliesslich in den Kern- und Supportprozessen umgesetzt. Die Aufgaben der Mitarbeitenden orientieren sich an den Prozessen. Die Mitarbeitenden nehmen die Bestrebungen des Unternehmens zur Nachhaltigkeit entsprechend wahr und setzen diese direkt in ihrem Arbeitsalltag um. Konsistente Planung Die Eignerstrategie der Stadt Bern (ewb.ch/eignerstrategie) bildet die Basis für die Unternehmensstrategie von Energie Wasser Bern und setzt die Leitplanken für die Tätigkeiten des Unternehmens. Davon abgeleitet definiert die Unternehmensstrategie die langfristigen Ziele und Stossrichtungen. In der Mittelfrist- und der Jahresplanung werden diese Ziele konkretisiert. Das Leitbild (Zielbild und Werte) liefert wiederum die Leitplanken für die Umsetzung der formulierten Ziele. Die entsprechenden Werte werden in den Unternehmensgrundsätzen umschrieben (ewb.ch/grundsaetze). Diese regeln, wie Energie Wasser Bern das Kerngeschäft abwickelt, wie das Unternehmen mit Kundinnen, Kunden und Mitarbeitenden umgeht und wie es sich ökologisch verhält. Der Verhaltenskodex ergänzt das Leitbild zusätzlich. Er stellt sicher, dass alle Mitarbeitenden die zentralen Bestimmungen kennen und die entsprechenden Regelungen einhalten. Prozesse hinterfragen Im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses überprüft und bewertet Energie Wasser Bern regelmässig das eigene Verhalten aus Sicht der Nachhaltigkeit. Ein System von Verbesserungsregelkreisen stellt dabei sicher, dass Kundenbeschwerden, Lieferantenfehler, Vorschläge von Mitarbeitenden und interne Abweichungen bearbeitet werden. Der jährlich durchgeführte Management Review sowie die internen und externen Audits helfen, die Wirksamkeit des Gesamtsystems stetig zu überprüfen und zu optimieren. Die Umsetzung der Unternehmensstrategie überprüft Energie Wasser Bern mithilfe der Balanced Scorecard. Dabei wird nicht nur die Erreichung finanzieller Ziele, sondern auch die Ziele im Bereich Kunden, Prozesse und Ressourcen betrachtet. Das Unternehmensreporting, die Nachhaltigkeitsindikatoren (nach GRI-Vorgaben) sowie das Beschwerdemanagement sind weitere wichtige Instrumente, um den jeweiligen Handlungsbedarf zu erkennen und entsprechend Massnahmen daraus abzuleiten.
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Das gesamte integrierte Managementsystem ist seit 2011 nach den Normen für Qualitätsmanagement (ISO 9001), Umweltmanagement (ISO 14001), seit 2013 für Arbeitsschutz (OHSAS 18001) und seit 2017 für Energiemanagement (ISO 50001) zertifiziert. Nachhaltiges Managementsystem
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3. Energie Wasser Bern im Kontext der UNNachhaltigkeitsziele 2015 haben die Vereinten Nationen die UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, kurz SDG) für eine weltweit nachhaltige Entwicklung formuliert. Die insgesamt 17 Ziele und 169 Unterziele traten am 1. Januar 2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren in Kraft und richten sich an Regierungen, den privaten Sektor, die Zivilgesellschaft und jeden Einzelnen. Die UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung umfasst ein breites Themenspektrum, von der Bekämpfung von Hunger und Armut über die Geschlechtergleichstellung, den Zugang zu erneuerbarer Energie und sauberem Wasser bis hin zur Förderung des Friedens. Die UN-Nachhaltigkeitsziele setzen den globalen Rahmen auch für die Schweiz, die Region Bern und damit auch für das Wirtschaften von Energie Wasser Bern. Entsprechend übernimmt auch Energie Wasser Bern Verantwortung und leistet ihren Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele (eda.admin.ch/agenda2030). Zentral für Energie Wasser Bern Mit dem siebten Nachhaltigkeitsziel fordern die Vereinten Nationen den verlässlichen Zugang zu bezahlbarer nachhaltiger Energie für alle. Bis 2030 soll der Anteil der erneuerbaren Energien am globalen Energiemix deutlich erhöht und die weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz verdoppelt werden. Die Einbindung der Energieversorgung in integrierte Dienstleistungen wird dabei als treibende Kraft und globaler Trend betrachtet. Dieser Ansatz liegt auch der Unternehmensstrategie von Energie Wasser Bern als Gesamtenergiespezialist zugrunde: Das Engagement des Unternehmens zugunsten der nachhaltigen Energieproduktion und -effizienz lässt sich beispielhaft am Ausbau des Produktionsportfolios für erneuerbare Energien (siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Seite 16), an der Energieoptimierung der Energiezentrale ((ebd., Seite 21), der Entwicklung des Strommixes (ebd., Seite 41), an innovativen Gesamtenergielösungen (ebd., Seite 23) oder an Dienstleistungen für mehr Energieeffizienz (ebd., Seite 36 ff, 42, 63) messen. Über die Energieversorgung hinaus Energie Wasser Bern trägt auch zur Umsetzung weiterer UN-Nachhaltigkeitsziele bei: Die langfristig zuverlässige Versorgung mit sauberem Wasser (Ziel Nr. 6) ist Teil des Leistungsauftrags. Mit seinen Dienstleistungen rund um die öffentliche Beleuchtung, das Berner Glasfasernetz, die Gebäudetechnik und die Mobilitätsinfrastruktur leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Innovation und zum Ausbau der Infrastruktur (Ziel Nr. 9) sowie zu einer nachhaltigen Entwicklung von Stadt und Region (Ziel Nr. 11). Kundenangebote und Geschäftsmodelle schaffen zunehmend Anreize für einen nachhaltigen Konsum (Ziel Nr. 12), und der Klimaschutz (Ziel Nr. 13) wird in Gesamtenergielösungen unter Berücksichtigung des Energierichtplans der Stadt Bern miteinbezogen. Zudem setzt Energie Wasser Bern die hohen Standards für die Arbeitssicherheit um und gibt der Gesundheit und dem Wohlergehen (Ziel Nr. 3) ihrer Mitarbeitenden hohe Priorität.
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Wesentliche Themen Die nachfolgende Tabelle vermittelt einen Überblick über die wesentlichen strategischen Themen von Energie Wasser Bern und ihre Verknüpfung mit den UNNachhaltigkeitszielen. Die darin aufgeführten strategischen Themen entsprechen dem Ergebnis der Wesentlichkeitsanalyse im folgenden Kapitel.
Im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht sowie diesem ergänzenden Nachhaltigkeitsbericht finden sich Beiträge in denen über Aktivitäten, Entwicklungen oder Ergebnisse zum jeweiligen Thema berichtet wird.
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4. Wesentliche Themen und deren Management Energie Wasser Bern versteht sich als nachhaltiger Gesamtenergiespezialist mit einer langfristig ausgelegten Strategie. Das Unternehmen orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen seiner Anspruchsgruppen – vor allem seiner Kundinnen und Kunden. Auf diese Weise werden die Weichen für die Zukunftsfähigkeit des Energieversorgers gestellt. 2014 wurde die erste detaillierte Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt und seitdem jährlich aktualisiert. Es werden diejenigen Themen benannt, die für die nachhaltige Unternehmensentwicklung, aus Sicht der Stakeholder oder aufgrund des Impacts auf wirtschaftliche, soziale oder ökologische Aspekte innerhalb und ausserhalb des Unternehmens wesentlich sind. Die Wesentlichkeitsanalyse basiert auf der Unternehmensstrategie sowie den Erkenntnissen aus dem Austausch mit verschiedenen Anspruchsgruppen. Basis ist eine unternehmensinterne Befragung zum Thema Nachhaltigkeit. Die entsprechenden Ergebnisse wurden von einer Projektgruppe weiterentwickelt und anschliessend von den zuständigen Schnittstellen sowie von der Geschäftsleitung validiert. Die so identifizierten wesentlichen Themen wurden nach ihrer Bedeutung strukturiert (siehe Grafik Seite 10). Dabei sind – sowohl aus interner wie externer Sicht – die Wettbewerbsfähigkeit von Energie Wasser Bern in zunehmend hart umkämpften Märkten und die hohe Versorgungssicherheit der Region von grösster Bedeutung. Ein breites Produktportfolio aus erneuerbaren Energien, die Realisierung des Energierichtplans der Stadt Bern, Gesamtenergielösungen, starke Kundenorientierung und bindung, die Reduzierung des ökologischen Fussabdrucks sowie die Kontinuität als verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber sind ebenfalls von höchster Priorität. Aus strategischer Sicht des Managements sind die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Förderung von Innovation und neuen Technologien besonders wichtig. Von Seiten der Anspruchsgruppen zählen beispielsweise neue Angebote und Dienstleistungen, faire Lieferantenbeziehungen sowie gesellschaftliches Engagement zu den wesentlichen Bedürfnissen. Nicht zuletzt gibt es Themen, wie die Einhaltung des eigenen Verhaltenskodex, den Schutz der Kundendaten, faire Arbeitsbedingungen oder eine transparente Kommunikation, die bereits gut im Managementsystem von Energie Wasser Bern etabliert sind.
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Für die Liste wesentlicher GRI-Themen inkl. Themen aus den „GRI Sector Supplements“ für Energiefirmen, siehe GRI 102-47, Seite 40.
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4.1 Managementansätze zu wesentlichen Themen in der Kategorie Ökonomie Die strategische Lenkung und Überwachung des Erreichens der zentralen Unternehmensziele obliegt letztendlich dem Verwaltungsrat, während auf operativer Ebene die Geschäftsleitung die zentrale Verantwortung übernimmt. Der Bereich Finanzen und Services gewährleistet ein wirksames unternehmensweites operatives Controlling und Risikomanagement. Die Unternehmensentwicklung übernimmt das strategische Reporting. Dies umfasst die in den GRI Standards behandelten Themen „wirtschaftliche Leistung“ und „indirekte wirtschaftliche Auswirkungen“. Wesentliche Elemente zur wirtschaftlichen Leistung und zu indirekten wirtschaftlichen Auswirkungen finden sich auch im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Rückblick und Ausblick des Verwaltungsratspräsidenten und des CEO, Seite 3; wichtige Ereignisse im Jahr 2017, Seite 6. Der Leistungsauftrag von Energie Wasser Bern ist im Reglement Energie Wasser Bern vom 15. März 2001 (ewb-Reglement, ewr; SSSB 741.11) detailliert beschrieben (Art. 8 ff.) und auf der Website aufgeschaltet (ewb.ch/ewr-reglement). Im Jahr 2009 erarbeitete der Gemeinderat erstmals die Eignerstrategie für den städtischen Energieversorger, um den Leistungsauftrag zu präzisieren. Die Eignerstrategie konzentrierte sich nebst einer umweltverträglichen Energiebereitstellung durch den Versorger auf einen angemessenen Gewinn. Wichtigstes Ziel ist aber die sichere Versorgung der Kundinnen und Kunden mit Strom, Wärme, Wasser und den übrigen Dienstleistungen. Seit 2009 haben sich nicht nur das energiewirtschaftliche Umfeld verändert, sondern auch die gesellschaftlichen Ansprüche an eine moderne, vernetzte und energieeffiziente Stadt. Aufgrund dieser Ausgangssituation wurde die Eignerstrategie 2016 überarbeitet und verabschiedet (ewb.ch/eignerstrategie). Die aktualisierte Eignerstrategie bindet ewb einerseits weiter in die Umsetzung der städtischen Energiepolitik ein und gibt ewb andererseits die Möglichkeit, auf das veränderte Umfeld angemessen zu reagieren. Sie spiegelt neu insbesondere die Rolle von ewb als Hauptakteurin im Zusammenhang mit der Umsetzung des seit 1. November 2014 in Kraft gesetzten städtischen Richtplans Energie und der daraus abgeleiteten Energie- und Klimastrategie der Stadt Bern. Neben diesen zwei Schwerpunkten positioniert sich ewb als Infrastrukturdienstleisterin der Stadt und Gesamtenergiespezialist. Der Ausbau der Energieinfrastruktur erfolgt in Übereinstimmung mit den Zielen des Richtplans Energie, respektive der Energie- und Klimastrategie der Stadt Bern. Die Datenübertragungsinfrastruktur wird Teil der Grundversorgung und bei der Elektromobilität wird der Fokus auf die Ladeinfrastruktur gelegt. 2016 konnte das Gewinnablieferungsmodell mit der Stadt neu geregelt werden. Dieses nimmt auf die wirtschaftlichen Gegebenheiten des städtischen Energieversorgers bzw. der Entwicklung der Energiebranche Rücksicht und kommt ab dem Geschäftsjahr 2018 zur Anwendung. Das Modell besteht aus einem fixen Prozentsatz des Jahresgewinns, mindestens jedoch einem vereinbarten Sockelbetrag. Damit erhält Energie Wasser Bern mehr finanziellen Spielraum und mehr unternehmerische Handlungsfreiheit, um sich zukunftsfähig auszurichten und einem Substanzverlust entgegen zu wirken. Der Verwaltungsrat erstattet dem Gemeinderat zweimal jährlich Bericht über den Geschäftsverlauf nach einem klar definierten Kennzahlensystem. Damit überprüft der Gemeinderat, ob Energie Wasser Bern auf dem vorgegebenen strategischen Zielpfad
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ist (siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Rückblick und Ausblick des Verwaltungsratspräsidenten und des CEO, Seite 3). Für die Grundlagen und die Überwachung von integren Geschäftsgebaren in Bezug auf alle Partner (GRI-Themen Korruption, wettbewerbswidriges Verhalten, Compliance - Einhaltung der Gesetze) sind unter anderem der Rechtsdienst und die ComplianceStelle verantwortlich. Energie Wasser Bern verpflichtet sich im Verhaltenskodex zu einer lauteren Geschäftsführung und toleriert kein widerrechtliches oder täuschendes Verhalten gegenüber den Mitbewerbern, Geschäftspartnern und Kunden. Korruption wird nicht toleriert. Basierend auf dem Verhaltenskodex hat das Unternehmen diesbezüglich ergänzende, verbindliche Weisungen erlassen, welche ein gesetzeskonformes Verhalten sicherstellen. Hinsichtlich dem GRI Thema Forschung und Entwicklung wurde der strategische Grundsatz „Innovative Geschäftstätigkeit“ im Rahmen der Unternehmensstrategie 2025 definiert. Dieser Grundsatz bildet das Fundament für eine ökonomisch und ökologisch erfolgreiche Zielerreichung im Rahmen der Eignerstrategie Energie Wasser Bern. In den vergangenen zwei Jahren wurde das Innovationsmanagement systematisch aufgebaut. Strategisch ist das Innovationsmanagement beim CEO angesiedelt, wobei das Ressort Unternehmensentwicklung die operativen Tätigkeiten leitet. Neben der Innovationsförderung sowie der kontinuierlichen Verbesserung innerhalb von ewb werden auch die Partner und Kunden mit in die Innovationstätigkeit einbezogen. Zudem fördert Energie Wasser Bern die Forschung und Entwicklung neuer Energiequellen (z.B. Geothermie, Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern verwertet, saisonaler Wärmespeicher, Seite 23) und unterstützt den Umweltforschungspreis der Universität Bern. Hinsichtlich dem GRI-Thema Systemeffizienz ist zu berücksichtigen, dass die Schweizer «Energiewende» den Einbezug aller Energieträger mit dem Ziel der Erhöhung der Gesamtsystemeffizienz erfordert. Dieser ganzheitliche Ansatz fand Eingang im Richtplan Energie sowie der Energie und Klimastrategie 2025 der Stadt Bern. Dieser setzt ambitiöse Ziele im Bereich der erneuerbaren Energieversorgung und Energieeffizienz innerhalb der Stadt für alle an der Umsetzung Beteiligten. Energie Wasser Bern hat dazu eine Wärmestrategie inkl. Roadmap für eine optimierte Energieversorgung im abgestimmten Zusammenspiel der Energieträger erarbeitet. Die hierfür erstellten bereichsübergreifenden Instrumente und Gremien unterstützen die Organisation aus der Perspektive der Gesamtsystemoptimierung und tragen zur angestrebten Netzkonvergenz bei. Die im Rahmen der Energie- und Klimastrategie 2025 etablierte Zusammenarbeit mit der Stadt Bern ermöglicht eine koordinierte Vorgehensweise beim Ziel einer nachhaltig hochwertigen Energieversorgung für die Stadt Bern (Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Rückblick und Ausblick des Verwaltungsratspräsidenten und des CEO, Seite 3; Mehr Fernwärme für Bern, Seite 12). Bei den Produktionsanlagen und Versorgungsnetzen strebt Energie Wasser Bern eine kontinuierliche Verbesserung der Gesamtsystemeffizienz an (Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Rückblick und Ausblick des Verwaltungsratspräsidenten und des CEO, Seite 3; Berner Gesamtenergiespezialist, Seite 8). Dafür verantwortlich sind die beiden Unternehmensbereiche Energiewirtschaft und Netze.
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4.2 Managementansätze zu wesentlichen Themen in der Kategorie Ökologie Die Verantwortung für den Erhalt einer intakten Umwelt ist eine zentrale Komponente des Umwelt- und Energiemanagements von ewb, welches nach den Normen ISO 14001 und ISO 50001 zertifiziert ist. Das Umwelt- und Energiemanagement bildet die zweite von drei Säulen der Nachhaltigkeit, die dem integrierten Managementsystem zugrunde liegen (Siehe Kapitel 2, Ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Management). Das Bekenntnis zur Vermeidung unnötiger Ressourcenverbräuche und Umweltbelastungen und zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung ist in den Unternehmensgrundsätzen von Energie Wasser Bern verankert (ewb.ch/grundsaetze). Die oberste Verantwortung für das Umweltmanagement liegt beim Geschäftsleitungsmitglied des Bereichs Energiewirtschaft, diejenige für das Energiemanagement beim CEO. Der ökologische Aspekt ist ein wichtiger Bestandteil der langfristig ausgerichteten Nachhaltigkeitsstrategie von Energie Wasser Bern, was die Bereitstellung und Verteilung von Energie und Wasser betrifft und die Vorgehensweisen im eigenen Betrieb anbelangt. Die Verantwortung für das systematische Umwelt- und Energiemanagement (GRI-Themen Materialien, Energie, Wasser, Biodiversität, Emissionen, Abwasser und Abfall, Umwelt-Compliance) liegt bei der Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement. Die Programme zur Förderung der Energieeffizienz und des Energiesparens bei Kundinnen und Kunden werden durch den Bereich Marketing und Verkauf durchgeführt. Die Basis des Umweltmanagements bildet eine „Relevanzmatrix“, welche die wichtigen Umweltaspekte von Energie Wasser Bern ausweist. Sie wurde mittels einer eingehenden Umweltanalyse erstellt und zeigt die Prioritäten für die Aktivitäten des Umweltmanagements auf. Besonders relevant sind unter anderem die Bereiche Energiewirtschaft und Netze, die Ressorts Einkauf & Logistik sowie das Facility Management. Die energetische Ausgangslage des Energiemanagements ist unter anderem in Energieflussdiagrammen dokumentiert, welche die relevanten Energieflüsse, unterschieden nach Energieträgern oder nach deren Erneuerbarkeitsanteil, visualisieren (siehe Energie- und Umweltbilanz, Kapitel 5). Die Energieflussdiagramme nehmen einerseits Bezug auf die ewb-internen Energieverbräuche, andererseits aber auch auf die von ewb produzierten und abgesetzten Energien. Vorgaben für die Verhütung unnötiger Umweltbelastungen sind in das Managementsystem eingebaut. Die Vorgaben umfassen einerseits Massnahmen im eigenen Betrieb wie beispielsweise die Minimierung von Ressourcenverbräuchen (Energie, Wasser) und den korrekten Umgang mit Gefahrenstoffen und Abfällen, andererseits aber auch für externe Partner, beispielsweise für die Beratung von Kundinnen und Kunden oder Lieferanten. Zur Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz besteht beispielsweise ein Ökofonds, in welchen jährlich 10 Prozent des an die Stadt Bern auszuschüttenden Gewinns fliessen (siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Jahresbericht Ökofonds, Seiten 61-63). Darüber hinaus setzt das Unternehmen verschiedene Aktivitäten zur Förderung des Umweltbewusstseins und der Energieeffizienz bei Kundinnen und Kunden um. Neben den Umwelt- und Energiesparhinweisen auf der Homepage gibt es Förderprogramme
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für energieeffiziente Geräte, für Wärmepumpen, Solaranlagen oder für emissionsarme Fahrzeuge (ewb.ch/nachhaltigkeit). Interne Aktionen motivieren die Mitarbeitenden zum Ausschalten von Bürogeräten und für energieeffiziente Mobilität. Neue Mitarbeitende werden beim Stellenantritt entsprechend geschult. Weitere elementare Massnahmen des Umwelt- und Energiemanagements sind die Verfahren für Schulung und Sensibilisierung der Belegschaft sowie die Regelkreise der kontinuierlichen Verbesserung. Beide sind im Managementsystem mit den Verfahren des Qualitätsmanagements kombiniert und im vorliegenden Dokument im Managementansatz Produktverantwortung (PR), Seite 17, beschrieben. Siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Umwelt, Seiten 36-41
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4.3 Managementansätze zu wesentlichen Themen in der Kategorie Soziales Das Managementsystem von Energie Wasser Bern stützt sich auf die drei Säulen der Nachhaltigkeit. Eine davon ist das Sozialmanagement (siehe dazu Kapitel 2, Ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Management). Dieses fokussiert auf Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz sowie Personalmanagement.
4.3.1 Managementansätze zu wesentlichen Themen mit Fokus Mitarbeitende (Soziales) Mitarbeiterthemen (GRI-Themen Beschäftigung, Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz, Aus- und Weiterbildung, Vielfalt und Chancengleichheit, Gleichbehandlung) fallen in den Verantwortungsbereich des Personalmanagements sowie der Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement für das Thema Arbeitsschutz. Ferner hat Energie Wasser Bern eine Personalvertretung mit sieben Mitgliedern (Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Personalvertretung, Seite 77). Hierbei wird auf die angemessene Vertretung der Mitarbeitenden nach Geschlecht und nach den verschiedenen Bereichen geachtet. Energie Wasser Bern setzt sich entsprechend den reglementarischen Vorgaben von Art. 7 ewr (ewb.ch/ewr-reglement) für die Gleichstellung von Frau und Mann in allen Unternehmensbereichen ein. Der Verhaltenskodex des Unternehmens, welcher für alle Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern verbindlich ist, enthält zahlreiche Regelungen im Hinblick auf den Schutz der Mitarbeitenden. Er hält fest, dass weder Diskriminierungen noch Belästigungen oder Beleidigungen toleriert werden. Weiter statuiert der Kodex, dass das Unternehmen die Persönlichkeit der Mitarbeitenden schützt und keinerlei bewusste Ausgrenzung und Demütigung duldet (insbesondere kein Dulden von Mobbing). Mitarbeitende, welche sich unangemessen behandelt fühlen, können sich mit ihren Anliegen jederzeit an das Personalmanagement oder die Personalvertretung wenden. Neben internen Beschwerdemöglichkeiten besteht eine externe Ombudsstelle. Ausserdem dient die Personalberatung der Stadt Bern als zusätzliche Anlaufstelle. Sämtliche Mitarbeitenden werden beim Eintritt in das Unternehmen durch die Compliance Stelle in vorstehenden Fragen und Themen des Verhaltenskodex von Energie Wasser Bern (insbesondere Datenschutz, Antikorruptionsregelungen, Wettbewerbsrecht) geschult und so befähigt, die entsprechenden Regelungen in ihrer täglichen Arbeit zu befolgen. Wichtige Elemente der Personalführung und des Monitorings beinhalten die periodischen und standardisierten Mitarbeitendengespräche. Neben der Leistung und dem Verhalten konzentrieren sich die Gespräche auf die Zielsetzung/Zielerreichung und unterstützen das Bewusstsein für die strategischen Ziele sowie die Zusammenarbeit im Unternehmen. Im Zwischengespräch geht es Mitte Jahr neben der Zielüberprüfung hauptsächlich um die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden. Damit stellen sie auch ein wichtiges Instrument der Personalentwicklung dar und geben Hinweise über die Zufriedenheit der Belegschaft.
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Eine umfassende Mitarbeitendenzufriedenheitsmessung wird zusätzlich periodisch durchgeführt. Im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz unterhält Energie Wasser Bern ein zertifiziertes Arbeitsschutzmanagementsystem nach der Norm OHSAS 18001 (OHSAS: Occupational Health and Safety Assessment Series von British Standards). Mit dem Arbeitsschutzmanagementsystem stellt Energie Wasser Bern sicher, dass gefährliche Arbeiten erkannt, Sicherheitsregeln definiert und für Notfälle eine Notfallorganisation besteht. Wichtiger Bestandteil des Systems ist die stufengerechte Instruktion und Sensibilisierung bei allen Mitarbeitenden, die gefährliche Arbeiten ausführen, sowie regelmässige Übungen der Notfallabläufe. Das Arbeitsschutzmanagementsystem wird im regelmässigem Austausch mit den Vollzugsbehörden (SUVA, Starkstrominspektorat und kantonalen Behörden) sowie den Fachorganisationen wie VSE, SVGW oder VBSA aufrechterhalten. Das System wird jährlich durch eine externe Zertifizierungsorganisation auditiert, zuletzt im Sommer 2017. Diese Überprüfungen wurden bisher immer ohne Schwachstellen oder Auflagen bestanden. Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV), die gesetzlichen Bestimmungen sowie der Verhaltenskodex von Energie Wasser Bern geben verbindliche Vorgaben im Hinblick auf den Diskriminierungsschutz (GRI-Thema Gleichbehandlung). Der Austausch mit den Sozialpartnern des Firmen-Gesamtarbeitsvertrags erfolgt zum einen im formellen Rahmen der Sitzungen der Paritätischen Kommission. Zum anderen finden im informellen Rahmen − mindestens zweimal jährlich Treffen der Unternehmensleitung mit den Sozialpartnern und der Personalvertretung − regelmässig (in der Regel monatlich) Gespräche zwischen dem Personalmanagement und der Personalvertretung statt.
4.3.2 Managementansätze zu wesentlichen Themen bezüglich Gesellschaft (Soziales) Die Beziehungspflege mit unseren regionalen Anspruchsgruppen (GRI-Thema Lokale Gemeinschaft) liegt unter anderem in der Verantwortung der Abteilung Unternehmenskommunikation und dem Generalsekretariat. Die Verankerung in der Region hat prägende Wurzeln: Energie Wasser Bern ist seit über hundert Jahren in Bern aktiv. Die Verantwortung für die Region schliesst neben vielfältigen Engagements im Sponsoring (Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, für Bern, Seiten 58/59) auch die Rolle als wichtiger Arbeitgeber in der Region ein. Energie Wasser Bern versteht sich als verlässlicher Partner in der Region und konzentriert sich auf den qualitativ hochstehenden Service Public, einen fairen und korrekten Umgang mit den verschiedenen Anspruchsgruppen sowie die offene und transparente Kommunikation. Das Unternehmen betreibt einen systematischen Dialog mit den Anspruchsgruppen (Siehe Kap.5, GRI 102-43/44 Einbeziehung, Fragen der Stakeholder, Seite 35). Energie Wasser Bern lädt die Mitglieder des Stadtparlaments einmal jährlich zu einem informellen Austausch mit der Unternehmensleitung ein, verbunden mit Informationen über die aktuellen unternehmerischen Herausforderungen. Periodisch treffen sich der CEO und der Generalsekretär zudem zu informellen Gesprächen mit den Spitzen der Fraktionen und den Spitzen der im Stadtparlament vertretenen Parteien. Die Vertreter Energie Wasser Bern – Partner von Swisspower
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der politischen Parteien erhalten dabei Gelegenheit, sich mit der Unternehmensleitung abseits des formellen Rahmens des Parlamentsbetriebs über alle für ihre Arbeit relevanten Themen zum Unternehmen sowie zur Energiepolitik auszutauschen. Schliesslich treffen sich der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern und der Gemeinderat der Stadt Bern zweimal jährlich zu Gesprächen nach einer von beiden Seiten unter Berücksichtigung der aktuellen Gegebenheiten gestalteten Traktandenordnung. Die Vertretung der Eigentümerin, welche ewb gemäss den reglementarischen Vorgaben nach Art. 25 ewb-Reglement beaufsichtigt, wird bei dieser Gelegenheit – zusätzlich zu den zwei Berichten zum Kennzahlensystem – insbesondere über den aktuellen Geschäftsverlauf und das Risikomanagement orientiert. Managementansatz Lieferanten: Siehe Kapitel Lieferanten, Seite 65
4.3.3 Managementansätze zu wesentlichen Themen bezüglich Kunden (Soziales) Energie Wasser Bern hat den Grundversorgungsauftrag, die Stadt Bern rund um die Uhr mit Strom, Gas, Wasser, Fernwärme, und Telekomdienstleistungen zu versorgen, zu erfüllen und ermöglicht damit rund um die Uhr modernes Leben und Arbeiten in der Stadt. Die Kundinnen und Kunden erwarten, dass Energie Wasser Bern diese Versorgung möglichst lückenlos zur Verfügung stellt und Unterbrüche rasch behoben werden (siehe GRI-Bericht, EU-28/29, Seite, 72). Qualität und Kundenzufriedenheit sind in den Unternehmensgrundsätzen (ewb.ch/grundsaetze) verankert, die direkt aus dem Leitbild von Energie Wasser Bern hervorgehen. Produktverantwortung, Produktqualität sowie Umgang mit Kundinnen und Kunden sind zentrale Aspekte des Qualitätsmanagements, dessen oberste Verantwortung beim CEO liegt (siehe, Kapitel 2). Produktqualität und Kundenzufriedenheit werden im Sinne des gesamten Produktlebenszyklus beeinflusst, von der Herkunft der Produkte über die vorgelagerten Prozesse (Lieferantenkette) bis hin zur Anwendung durch Kunden. In Bezug auf Schutz und Gesundheit der Kundinnen und Kunden sieht Energie Wasser Bern die rasche Umsetzung gesetzlicher Vorgaben, die Sicherstellung des Datenschutzes bei Kundendaten sowie ein effizientes Beschwerdemanagement als strategische Schwerpunkte. Der direkte Kontakt mit den Kundinnen und Kunden liegt in der Verantwortung des Bereichs Marketing & Verkauf (GRI-Themen Kundengesundheit und Sicherheit, Kennzeichnung Produkte und Dienstleistungen, Schutz Kundendaten). Die Umsetzungsschwerpunkte in Bezug auf Qualitätsansprüche bei Produkten und Services setzt Energie Wasser Bern auf hohe Zuverlässigkeit, Sicherheit und Datenschutz bei Kundendaten. Gemessen wird die Qualität und Kundenzufriedenheit mittels Kundenbefragungen und Benchmarking mit den Mitbewerbern sowie den einschlägigen Kennzahlen zur Versorgungsqualität anhand der Anzahl und Dauer von Unterbrüchen (siehe EU-28/29, Seite 72). Hohe Qualitätsansprüche an Produkte und Dienstleistungen können nur erfüllt werden, wenn das Personal entsprechende Fähigkeiten hat. Deshalb sind die Weiterentwicklung der Kompetenz und die Ausbildung der Mitarbeitenden strategische Schwerpunkte im Hinblick auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg (Geschäfts- und
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Nachhaltigkeitsbericht, Für die Mitarbeitenden, Seiten 48-53). Fachbezogene Aus-/ Weiterbildungen werden in den einzelnen Abteilungen geplant und durchgeführt, übergreifende Personalentwicklungskonzepte liegen in der Verantwortung des Personalmanagements. Ein System von Verbesserungsregelkreisen stellt sicher, dass Kundenbeschwerden, Lieferantenfehler und ewb-interne Abweichungen erkannt und behandelt werden (Korrektur- und Vorbeugemassnahmen), mit dem Ziel, alle Leistungen kontinuierlich zu verbessern. Das System der Regelkreise besteht aus dem Management von Einzelabweichungen über die Durchführung von Audits bis hin zu Management Reviews, mit welchen die Wirksamkeit des Gesamtsystems verbessert wird (Siehe Kapitel 2,Ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Management).
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5. Energie- und Umweltbilanz Energie Wasser Bern als Energieversorgungsunternehmen ist Produzent, Händler, Transporteur und Verkäufer von Energie. Das Wasser wird von der Wasserverbund Region Bern AG und das Erdgas von der Gasverbund Mittelland AG eingekauft. Energie Wasser Bern ist bei beiden Aktiengesellschaften Aktionärin. Weitere Brenn- und Treibstoffe, Elektrizität und Materialien werden teilweise am Markt beschafft. Zudem produziert Energie Wasser Bern Strom und Wärme in eigenen Kraftwerken und in Partnergesellschaften, an denen das Unternehmen beteiligt ist. Der grösste Teil der eingekauften und produzierten Energie wird an die Endkunden verkauft. Ein Teil des produzierten Stroms wird über den Handel abgesetzt. In der Energiezentrale Forsthaus und in Contracting-Anlagen wandelt Energie Wasser Bern zudem Abfall, Holz, fossile Energien, Umgebungswärme und Strom in Energie um, die in Form von Wärme, Kälte und Strom wiederum an Endkunden verkauft wird. Die Tätigkeitsfelder von Energie Wasser Bern erstrecken sich somit über die gesamte Wertschöpfungskette und umfassen Produktion, Handel, Verteilung und Vertrieb:
5.1 Energieversorgung, Energiebilanz Die nachfolgende Grafik visualisiert die durch Energie Wasser Bern umgesetzten Energien. Die Erläuterungen zu den Energien und den damit zusammenhängenden Geschäftstätigkeiten finden sich in den nachfolgenden Kapiteln 5.2.1 bis 5.2.6. Die absoluten Zahlen zu den Energieflüssen, siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten, Seiten 84-91.
Visualisierung der Energieflüsse von Energie Wasser Bern. Rechts des grauen Vierecks sind die an die Kunden gelieferten Energien, links davon deren Herkunft sichtbar.
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5.2 Die Geschäftstätigkeiten im Zusammenhang mit der Produktion und Verteilung von Energie 5.2.1 Erdgas Erdgas wird ausschliesslich vom Gasverbund Mittelland bezogen. Ein Drittel des Erdgases wird in der Energiezentrale Forsthaus zu Strom und Wärme umgewandelt, zwei Drittel werden über das Netz zu Endkunden oder Gastankstellen geliefert. Das Biogas stammt aus einem Biogasreaktor der Abwasserreinigungsanlage Region Bern und wird zu Koch- und Heizzwecken oder aber in Gastankstellen als Treibstoff abgegeben.
5.2.2 Strom Strom stammt aus eigenen Anlagen (Wasserkraftwerke Felsenau, Matte, Engehalde; Energiezentrale Forsthaus; Blockheizkraftwerk Viktoria; Solarkraftwerke), aus Beteiligungen (KKW Gösgen, Wasserkraftwerke: Oberhasli, Blenio, Maggia, Sanetsch) oder wird über den Handel beschafft. Die grösste eigene Produktionsanlage ist die Energiezentrale Forsthaus, in welcher Kehricht, Holz und Erdgas zu Strom (und Wärme, siehe unten) umgewandelt wird.
5.2.3 Wärme Die Wärme in Form von Heisswasser oder Dampf produziert Energie Wasser Bern in eigenen Produktionsanlagen oder in Contractinganlagen. Grösste Produktionsanlage ist die Energiezentrale Forsthaus, wo die Energie von Kehricht, Holz und Erdgas zu Dampf und Heisswasser umgeformt wird. Die Wärme wird über ein Fernwärmenetz an Haushalts- und industriell-gewerbliche Kunden abgegeben. Kleinere Produktionsanlagen mit Erdwärme, Holz oder fossilen Energieträgen finden sich in lokalen Wärmeverbünden, in denen die Wärme über Areal- oder kurze Nahwärmenetze verteilt wird (z.B. Nahwärmeverbund Viktoria, diverse Contractinganlagen).
5.2.4 Kälte Kälte wird im Zusammenhang mit Contractinganlagen aus Strom und Fernwärme produziert und lokal verteilt.
5.2.5 Betrieb Netze Energie Wasser Bern plant, baut und betreibt die Netzinfrastruktur der leitungsgebundenen Medien (Strom, Gas, Wasser, Fernwärme, Telecom) und stellt die laufende Instandhaltung sicher. Ausserdem sorgt ewb für alle Aspekte der öffentlichen Beleuchtung in der Stadt Bern. Eine aufwändige Pikettorganisation stellt sicher, dass bei Störungen eine rasche, professionelle Intervention auf allen Netzen gewährleistet ist. Massnahmen zur Minimierung von Energieverlusten auf den Netzen: siehe Indikator EU12, Seite 68.
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5.2.6 Kehrichtverwertung In der Kehrichtverwertungsanlage der Energiezentrale Forsthaus verwertet Bern Haushaltabfälle von Bern und 20 Agglomerationsgemeinden sowie industriell gewerblichen Abfall. Die Anlieferung erfolgt über die öffentliche Kehrichtabfuhr sowie durch Entsorgungsfirmen, Unternehmen oder Privatpersonen. Die bei der Verbrennung des Kehrichts entstehende Abwärme wird für die Produktion von Strom und Fernwärme genutzt. Die entsprechenden Energien gelten als CO2-neutral, sie spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Energierichtplans und der Klima-/Energiestrategie der Stadt Bern.
5.2.7 Handel Das Unternehmen produziert die benötigten Strommengen in eigenen Produktionsanlagen und in Beteiligungsanlagen. Über- oder Unterkapazitäten werden auf dem Strommarkt verkauft oder beschafft. Gleichermassen werden auch der Energieträger Gas, die Stromherkunftsnachweise, die CO2-Zertifikate und CO2Emissionsrechte sowie die Ökostromzertifikate bewirtschaftet (siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten Elektrizität, Seite 84-85).
5.2.8 Gesamtenergiedienstleistungen Dies umfasst kundenorientierte Gesamtlösungen rund um Energie. Bau und Betrieb dezentraler Produktionsanlagen und lokaler Netze (Strom, Wärme, Kälte) unter optimaler Nutzung erneuerbarer Energien und Einsatz intelligenter Steuerung von Angebot, Nachfrage und Speicherung (Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Berner Gesamtenergiespezialist, Der Wandel in vollem Gange, Seite 8).
5.3 Weitere Geschäftstätigkeiten 5.3.1 Produktmanagement und Verkauf Das Produktmanagement entwickelt und definiert die Produkte und Dienstleistungen von Energie Wasser Bern (Life Cycle Management). Der Verkauf ist zuständig für die Energieberatung der Kunden und den Verkauf von Energie,- Telekommunikationsund Mobilitätslösungen. Im Hinblick auf die Ökologie ist insbesondere die Zusammensetzung der Produkte Strom, Gas und Fernwärme relevant. Dabei hat Energie Wasser Bern den erneuerbaren Anteil in den Energien in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht. Die Fernwärme aus der Energiezentrale Forsthaus wird zu mindestens 70 % aus erneuerbaren Energien und hochwertiger Abwärme gewonnen, das Gas (Brenn- und Treibstoff) enthält einen durchschnittlichen Anteil von fast 5 % Biogas. Die Stromkennzeichnung gemäss Energiegesetz zeigt, dass der Absatz von nicht erneuerbarem Strom jährlich abnimmt. 2016 haben Bernerinnen und Berner gegenüber dem Vorjahr rund 3.5 Prozent weniger Strom aus nicht erneuerbaren Energien bezogen und der Anteil von Atomstrom hat sich abermals merklich gesenkt. Für das Jahr 2017 liegt die Stromzusammensetzung nach Energieträgern noch nicht vor. Diese ist ab Juli 2018 auf der Webseite stromkennzeichnung.ch oder der ewb-Webseite ewb.ch/strommix einsehbar.
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5.3.2 Wasser Energie Wasser Bern erfüllt den gesetzlichen Auftrag der Wasserversorgung für die Stadt Bern in Zusammenarbeit mit der Wasserversorgung Region Bern (WVRB) AG. Während die WVRB AG für die Fassung, den Transport und die Speicherung zuständig ist (Primärsystem), betreibt Energie Wasser Bern das Sekundärsystem (Feinverteilung), mit dem das Wasser an die Endkundinnen und Endkunden verteilt wird (siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten Wasser, Seite 87). Wasserversorgungsnetz der Stadt Bern
5.3.3 Mobilität Das Geschäftsfeld Mobilität ist im Betrieb und in der Instandhaltung von öffentlichen Gastankstellen und dem dazugehörenden Gasvertrieb tätig. Zudem erfolgt der Aufbau der Elektromobilität im 2- und im 4-Rad-Bereich sowie der Elektromobilitätsinfrastruktur (siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten New Business, Seite 88).
5.3.4 Telecom Sämtliche Internetlösungen im Bereich Darkfiber, Fiber to the Home (FTTH) und die Produkte ewb.Dark Fibre, ewb.CityLAN sowie ewb.INTERNET werden vom Geschäftsfeld Telecom vertrieben (siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten New Business, Seite 88). -
Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten Elektrizität, Seite 84 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten Wärme, Seite 86 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten Kehrichtverwertung, Seite 88 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten Umwelt und Energie, Tabelle, Umweltkennzahlen eigener Betrieb, Seite 91
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6. Berichterstattung nach GRI-Standard 6.1 Standardangaben 6.1.1 Organisationsprofil GRI 102-1 Name der Organisation Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Rechtsform von Energie Wasser Bern, Seite 64. GRI 102-2 Aktivitäten, Marken, Produkte und Dienstleistungen Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Marktgebiet und Kundensegmente, Seite 64. GRI 102-3 Ort des Hauptsitzes Bern, siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Rechtsform von Energie Wasser Bern, Seite 64. GRI 102-4 Anzahl der Länder, in denen die Organisation tätig ist In der Schweiz sowie – im Rahmen von Kooperationen – in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und Norwegen. Die Berichterstattung im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht sowie in diesem ausführlichen Nachhaltigkeitsbericht bezieht sich auf Energie Wasser Bern ohne Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen, welche auch in diesen Ländern aktiv sind. Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Finanzieller Lagebericht Stammhaus, Seite 78. GRI 102-5 Eigentümerstruktur und Rechtsform Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Rechtsform von Energie Wasser Bern, Seite 64. GRI 102-6 Bediente Märkte Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Marktgebiet und Kundensegmente, Seite 64. GRI 102-7 Angaben zur Grösse der Organisation Gesamtzahl der Beschäftigten: Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Tabelle Kennzahlen Mitarbeitende, Seite 89 Gesamtzahl der Geschäftsstandorte: ein Standort in Bern Gesamtkapitalisierung: Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Finanzieller Lagebericht Stammhaus, Seite 78 Umsatz: Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Finanzieller Lagebericht Stammhaus, Seite 79 Menge der gelieferten Produkte oder Dienstleistungen: Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten, Seiten 84 ff
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GRI 102-8 Informationen über Angestellte und andere Mitarbeiter Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten Mitarbeitende, Seite 89. Energie Wasser Bern ist mit eigenem Personal lediglich in der Region Bern tätig.
GRI 102-9 Beschreibung der Lieferkette Siehe Kapitel Lieferanten, Seite 65
GRI 102-10 Signifikante Änderungen in der Organisation und ihrer Lieferkette Es gibt keine wesentlichen Veränderungen für die Operationen innerhalb der Berichtsgrenzen, siehe auch GRI 102-4 auf Seite 23. GRI 102-11 Vorsorgeprinzip Nach den reglementarischen Vorgaben (ewr) zum Leistungsauftrag hat Energie Wasser Bern dem Schutz der Umwelt und der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen Rechnung zu tragen. Dies schliesst die Produktion und den Vertrieb von erneuerbaren Energien und den Betrieb eines umfassenden Umweltmanagementsystems ein. In diesem Zusammenhang ist das Vorsorgeprinzip für Energie Wasser Bern eine wichtige Leitlinie und in den Unternehmensgrundsätzen verankert (ewb.ch/grundsaetze). Zudem verpflichtet die aktualisierte Eignerstrategie ewb massgeblich bei der Umsetzung der städtischen Energiepolitik mitzuwirken. Hierbei ist ewb Hauptakteurin im Zusammenhang mit der Umsetzung des städtischen Richtplans Energie und der daraus abgeleiteten Energie- und Klimastrategie der Stadt Bern (ewb.ch/energie-undklimastrategie). Die spezifische Produktionsstrategie beschreibt mit welchen Technologien und in welchen Ländern der Portfolioumbau bewerkstelligt werden soll. Diese Strategie wird jährlich überprüft und gegebenenfalls den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Des Weiteren besteht ein umfassendes, internes Risikomanagement, welches nicht nur Risiken finanzieller Art beurteilt (siehe Finanzbericht, Risk Management, Seite 10, ewb.ch/finanzbericht-2017). GRI 102-12 Externe Vereinbarungen und Initiativen Swisspower: Energie Wasser Bern ist Partnerwerk (Aktionär) der Swisspower AG, der strategischen Allianz von 22 Schweizer Stadtwerken und regionalen Unternehmen der Versorgungswirtschaft. Mit dem Masterplan Energiezukunft verpflichten sich die Partner zur Gestaltung eines zukunftsfähigen Energiesystems mit gesteigerter Energieeffizienz und mehr erneuerbaren Energien. Mit dieser Allianz realisieren die Aktionäre Kooperationsprojekte und stärken dadurch gemeinsam ihre Wettbewerbsposition. Die Swisspower AG koordiniert und vertritt die Gruppeninteressen in Politik und Öffentlichkeit und repräsentiert ihre Aktionäre in den relevanten Branchenverbänden. Umweltforschungspreis Universität Bern: Energie Wasser Bern unterstützt den Umwelt-Forschungspreis der Universität Bern zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich Ökologie und Umweltwissenschaften (ufp.unibe.ch).
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ActionJam: ist ein Verein von Fach- und Führungskräften aus dem Innovationsmanagement Schweizer Grossunternehmen. Energie Wasser Bern ist seit 2015 aktives Mitglied. Die Haupttätigkeit von ActionJam bilden Veranstaltungen, an denen sich Spezialisten aus dem Innovationsmanagement über ihre Erfahrungen und Erfolgsgeschichten austauschen. Hauptstadtregion Schweiz – Smart Capital Region: Der Verein Hauptstadtregion Schweiz hat zum Ziel, die Hauptstadtregion als innovativen Lebens- und Wirtschaftsraum von nationaler und internationaler Bedeutung zu stärken. Mitglieder der Hauptstadtregion Schweiz sind die Kantone Bern, Freiburg, Wallis, Neuenburg und Solothurn sowie Städte, Gemeinden und Regionalorganisationen innerhalb der Hauptstadtregion. Innerhalb dieser Hauptstadtregion gibt es die Initiative Smart Capital Region, welche sich eine intelligente Verknüpfung der Infrastrukturen in den Bereichen Transport, Energie und Kommunikation zur Steigerung Lebensqualität zum Ziel gesetzt hat. Die Hauptstadtregion Schweiz setzt sich dafür ein, dass die öffentliche Hand und Infrastrukturunternehmen wie Swisscom, Post, SBB, BLS, BKW, Groupe E, Energie Wasser Bern und Gebäudeversicherung Bern zusammenarbeiten und innovative Lösungen entwickeln. Energie Wasser Bern engagiert sich insbesondere in den daraus entstandenen Projekten im Bereich Elektromobilität und PlusenergieQuartiere. Verein für umweltgerechte Energie: Energie Wasser Bern ist seit dessen Gründung Mitglied des Vereins für umweltgerechte Energie (VUE). Die Mitglieder verfolgen ein gemeinsames Ziel: Sie wollen neue erneuerbare Energien und ökologische Energieprodukte fördern, um Klima und Umwelt zu schonen (Ziele: siehe naturemade.ch). Der VUE vergibt das «naturemade star» - Zertifikat für Anlagen, welche besonders umweltschonend Strom produzieren. Das Dotierkraftwerk Engehalde und die Solaranlagen der Ökostrombörse waren unter den ersten Kraftwerken, die mit dem Label «naturemade star» ausgezeichnet wurden. Das Label steht ebenfalls für die Förderung der Stromproduktion aus neuen erneuerbaren Energien (Sonne, Wind, Biomasse, Geothermie). Die Wasserkraftwerke auf Berner Boden von Energie Wasser Bern (Felsenau, Matte, Engehalde) sind alle mit dem Label «naturemade star» ausgezeichnet. Klimaplattform der Wirtschaft Energie Wasser Bern ist Partnermitglied der Klimaplattform der Wirtschaft, einem Netzwerk von Unternehmen und der Stadt Bern, welche sich für den Klimaschutz engagieren. Die Partnerunternehmen setzen sich aktiv mit ökologisch effektiven und wirtschaftlich tragbaren Optimierungs- und Sanierungsprozessen auseinander und tauschen ihr Know-How untereinander aus. Ziel ist, dass die Partnerunternehmen jährlich Projekte umsetzen, welche mindestens 2000 Tonnen CO2 einsparen. (http://www.klimaplattform.ch) MOVE Mobility SA: Die Energiewende erfordert auch einen Kurswechsel bei der Mobilität. Deshalb engagiert sich Energie Wasser Bern seit vielen Jahren für ökonomisch und ökologisch sinnvolle Mobilitätsformen und engagiert sich beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Stadt und Region Bern. Eine nachhaltige Entwicklung der Elektromobilität setzt allerdings auch ein dichtes nationales Netz von Ladestationen voraus. Deshalb beteiligt sich Energie Wasser an der MOVE Mobility SA. Das Gemeinschaftsunternehmen hat zum Ziel, die Entwicklung der Elektromobilität voranzutreiben und ist insbesondere im Bereich der Ladeinfrastruktur, deren Vernetzung und entsprechenden Dienstleistungen tätig. Mit insgesamt über 300 Stationen zählt das MOVELadenetz heute zu den grössten der Schweiz.
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Sicherheits-Charta der SUVA: Die Sicherheits-Charta ist eine gemeinsame Initiative von SUVA, Planern, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften. Die Charta formuliert elementare Grundsätze der Arbeitssicherheit, welche auf den lebenswichtigen Sicherheitsregeln beruhen und sowohl Vorgesetzte wie auch Mitarbeitende ansprechen. Die Sicherheits-Charta steht im Zusammenhang mit der „Vision 250 Leben“ der SUVA, die sich eine deutliche Reduktion der tödlichen Arbeitsunfälle bis 2020 zum Ziel gesetzt hat. Energie Wasser Bern hat 2015 die Sicherheits-Charta unterzeichnet. Damit bekräftigt die Geschäftsleitung ihr Bekenntnis für den Arbeitsschutz. GRI 102-13 Mitgliedschaft in Verbänden und Organisationen Energie Wasser Bern ist Mitglied in verschiedenen Organisationen der Energiebranche und in Fachverbänden. Die wesentlichen Organisationen sind im Folgenden aufgelistet: -
Action Jam, Swiss Corporate Innovation Network Agentur für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (AEE) Electrosuisse SEV Handels und Industrieverein HIV openaxs, Verband Schweizer Elektrizitätsversorgungsunternehmen zur Förderung von offenen Breitbandnetzen öbu – Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften Schweizerische Gesellschaft für Arbeitssicherheit SGAS Schweizerische Vereinigung für Geothermie SVG Schweizerischer Fachverband für Wärmekraftkopplung WKK Schweizerischer Verband der Telekommunikation asut Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches SVGW Schweizerischer Verein für technische Inspektionen SVTI Schweizerischer Wasserwirtschaftsverband SWV Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnik Verband suissetec Swisspower AG Swiss eMobility Verband der Schweizerischen Gasindustrie VSG Verband Schweizerischer Elektrizitätswerke VSE Verein für umweltgerechte Energie VUE Verein Smart Grid Schweiz (VSGS) Vereinigung Schweizer Sanitär- und Heizungsfachleute VSSH
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6.1.2 Strategie GRI 102-14 Aussagen der Führungskräfte Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Rückblick und Ausblick, Unsere Unternehmenskultur hat sich spürbar verändert, Vorwort Verwaltungsratspräsident und CEO, Seite 3 GRI 102-15 Wichtigste Auswirkungen, Risiken und Chancen Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Rückblick und Ausblick, Vorwort Verwaltungsratspräsident und CEO, Seite 3 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Das Jahr 2017 im Überblick, Seite 6 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Berner Gesamtenergiespezialist, Der Wandel in vollem Gange, Seite 8 ewb im Kontext der UN-Nachhaltigkeitsziele, Kapitel 3 Wesentliche Themen und deren Management, Kapitel 4 Das wirtschaftliche und politische Umfeld hat sich für die Schweizer Energieversorger massgeblich verändert. Tiefe Marktpreise bei steigendem Wettbewerb, Investitionsbedarf und Innovationsdruck stellen die Branche vor neue Herausforderungen. Energie Wasser Bern verfolgt diesbezüglich eine klare Linie: Das Unternehmen positioniert sich als Spezialist für Gesamtlösungen rund um Energie und hat hierfür eine langfristige Strategie entwickelt. Im Mittelpunkt aller Leistungen und Aktivitäten stehen die Kundinnen und Kunden und ihre Bedürfnisse. Zugleich soll die Unternehmensstrategie dazu beitragen, den finanziellen Handlungsspielraum zu erhalten, im Wettbewerb erfolgreich zu bestehen, Arbeitsplätze dauerhaft zu sichern und den Interessen sämtlicher Stakeholder gerecht zu werden. Folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unternehmensziele und deren Verknüpfung mit den wichtigsten Stakeholdergruppen.
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Stakeholder Kundinnen und Kunden (Privat, KMU und Grosskunden); Anwohner und Bevölkerung
Mitarbeitende
Eigentümerin und Vertreter der Politik (Gemeinde- und Stadtrat)
Gewerkschaften
Medien
Wichtigste Unternehmensziele x
Steigerung des Unternehmenswerts
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Priorisierung der Investitionen (Ersatz- und Ausbau) nach Kriterien der Wirtschaftlichkeit
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Erhalt der hohen Kundenzufriedenheit
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Innovationsmanagement (Produkte- und Produktionsportfolio)
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Positionierung als nachhaltiger Energieversorger
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Absatzsteigerung erneuerbarer Energie (s. auch Energierichtplan)
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Positionierung als Gesamtenergie-/ Gesamtinfrastrukturspezialist
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Kontinuierliche Prozessoptimierung ausgerichtet auf Nachhaltigkeit, Effizienz und Effektivität Optimierung Kundenservice und Infrastruktur durch integralen ITEinsatz
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Steigerung von Motivation und Kostenbewusstsein der Mitarbeitenden (Lohngerechtigkeit, Flexibilität und Chancengleichheit am Arbeitsplatz) Förderung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
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Personalentwicklung für Führungs- und Fachkräfte
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6.1.3 Ethik und Integrität GRI 102-16 Werte, Richtlinien, Standards, und Verhaltensnormen Die Basis der Geschäftstätigkeit bildet die Eignerstrategie der Stadt Bern (ewb.ch/eignerstrategie). Diese setzt auf Nachhaltigkeit im ökologischen, ökonomischen und sozialen Bereich. Ein wichtiger Meilenstein ist dabei der Ausstieg aus der Atomenergie bis spätestens 2039. Energie Wasser Bern setzt sich für ein Leitbild ein, in welchem sowohl die Vision als auch die Werte des Unternehmens definiert sind. Konkretisiert wird das Leitbild mit den Unternehmensgrundsätzen (ewb.ch/grundsaetze) und dem Verhaltenskodex als verbindliche Richtlinie für alle Mitarbeitenden. In jedem Führungsinstrument sind Aspekte des Qualitäts-, Umwelt- und Sozialmanagements integriert und konkrete Ziele formuliert. Der Verhaltenskodex von Energie Wasser Bern enthält neben der Verpflichtung zur Einhaltung aller Gesetze, der internen Vorschriften sowie der Verhaltensnormen des Verhaltenskodex das ausdrückliche Bekenntnis zu einem korrekten, von Offenheit und Vertrauen geprägten Verhalten im täglichen Umgang mit Mitarbeitenden, Kunden und Geschäftspartnern unter Einhaltung der Gebote des Anstandes, der Integrität und der Ehrlichkeit. Die Respektierung des Verhaltenskodex wird insbesondere durch die folgenden Massnahmen unterstützt: - Identifikation von Compliance Risiken dank Überwachung der Gesetzesanpassungen, Mitarbeitendengesprächen, Melde-System - Steuerung von Compliance Risiken mittels eines aktualisierten internen Regelwerks, Schulung, Information und Sensibilisierung von Mitarbeitenden GRI 102-17 Verfahren für Meldungen und Bedenken zu ethischem und gesetzeskonformem Verhalten Compliance beinhaltet die Sicherstellung der Einhaltung von Gesetzen, internen Regelungen und ethischen Grundsätzen. Ein besonderes Gewicht kommt in diesem Zusammenhang dem Verhaltenskodex von Energie Wasser Bern zu, welcher die wichtigsten Verhaltensregeln verbindlich festlegt. Ergänzt wird der Verhaltenskodex durch verschiedene Weisungen bspw. über die Annahme und Gewährung von Zuwendungen sowie den Datenschutz. Die Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern haben jederzeit die Möglichkeit mit Anregungen, Fragen oder Meldungen über Verstösse an die Compliance Fachstelle zu gelangen. Eine Kontaktaufnahme ist auf verschiedenen Wegen möglich: persönliche Vorsprache, telefonisch, per E-Mail oder über ein Intranet-Formular, allenfalls sogar in anonymer Form. Sämtliche Anliegen werden von der Compliance Fachstelle vertraulich behandelt. Die Mitarbeitenden werden anlässlich von Compliance Einführungsveranstaltungen auf die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme mit der Compliance Fachstelle hingewiesen und im Gebrauch des Meldeformulars instruiert.
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6.1.4 Governance, Verpflichtungen und Engagement 2013 wurde der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern als schweizweit erstes Gremium eines Energieversorgungsunternehmens mit dem Best Board practice®-Label der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Managementsysteme (SQS) ausgezeichnet. Energie Wasser Bern hat ein unternehmerisches und gesellschaftliches Interesse daran, das Vertrauen der Kundinnen und Kunden, der Öffentlichkeit, der Eigentümerin wie auch der Kooperationspartner für das Unternehmen zu erhalten und gleichzeitig zu fördern. Mit dieser geschützten Garantiemarke hat der Verwaltungsrat erfolgreich dargelegt, dass das Gremium seine Aufgaben unabhängig, professionell und ganzheitlich wahrnimmt. Die Auszeichnung Best Board Practice®-Label unterstreicht zudem die effiziente und effektive Führungs- und Kontrollstruktur von Energie Wasser Bern. 2016 fand das Rezertifizierungsaudit statt, 2017 wurde ein Aufrechterhaltungsassessement durchgeführt. Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, 64 GRI 102-18 Führungsstruktur, Ausschüsse unter dem Verwaltungsrat Interne Organisation: Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Seite 70 Zusammensetzung Verwaltungsrat: Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Seiten 68-69 GRI 102-19/20 Verantwortung für wirtschaftliche, ökologische und soziale Themen Der Verwaltungsrat fällt gemäss Art. 17 ewb-Reglement (ewb.ch/ewr-reglement) die strategischen Entscheide, überprüft die getroffenen Anordnungen und überwacht deren Vollzug sowie die Einhaltung und Erfüllung des Leistungsauftrages; er verfügt hierfür gestützt auf Art. 17 ewb-Reglement über umfassende Kompetenzen. In die Verantwortung des Verwaltungsrats gehört unter anderem die reglementarische Vorgabe, wonach Energie Wasser Bern dem Schutz der Umwelt und der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen Rechnung trägt (Art. 6 ewb-Reglement). Der Verwaltungsrat hat aber ebenso darauf zu achten, dass die wirtschaftlichen Zielsetzungen nicht vernachlässigt werden (Art. 5 ewb-Reglement). Gestützt auf Art. 21 des ewb-Reglements ist die Geschäftsleitung für die Leitung des Unternehmens in technischen, betrieblichen sowie administrativen Belangen verantwortlich. Die primären Ziele der Stadt Bern gemäss Eignerstrategie an die Unternehmensführung sind das Gewährleisten der Versorgungssicherheit, die Werterhaltung und -steigerung sowie die Nachhaltigkeit, Effizienz und Ökologie (Ziff. 1 der Eignerstrategie). Überdies formuliert die Stadt Bern in der Eignerstrategie auch die Erwartung an die Unternehmensführung für das Sicherstellen der Rolle von Energie Wasser Bern als sozial verantwortungsvoll handelnde Arbeitgeberin (Ziff. 7). Der Grundsatz, wonach die Sozialpartnerschaft durch einen offenen und konstruktiven Dialog mit den Gewerkschaften gepflegt wird, ist auch Teil der funktionalen Strategie im Bereich des Human Resources. Siehe Kapitel 2, Ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Management
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GRI 102-21 Konsultationsverfahren zwischen Stakeholdern und Verwaltungsrat Zu Mitwirkungsrechten der Stadt Bern als Eigentümerin, siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Seite 75 Art und Umfang der Mitwirkung sind im GAV geregelt. Die gewählte Personalvertretung nimmt gegenüber dem Unternehmen die Interessen der Mitarbeitenden wahr. Gemäss Reglement von Energie Wasser Bern (ewr) steht den Arbeitnehmenden ein Sitz im Verwaltungsrat zu (Siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Personalvertretung, Seite 77). Der GAV sieht überdies eine Paritätische Kommission (PARIKO) vor, bestehend aus je drei Vertreterinnen oder Vertretern der Sozialpartner und des Unternehmens. Die Paritätische Kommission behandelt Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung des GAV. GRI 102-22 Unabhängige Mitglieder des Verwaltungsrats Der Verwaltungsrat besteht aus sieben Mitgliedern (aktuell vier Männer und drei Frauen), von denen keines im operativen Management tätig ist (siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Seiten 68-69). GRI 102-23 Trennung von Verwaltungsratsvorsitz und Geschäftsführung Verwaltungsratsvorsitz und Geschäftsführung sind getrennt (Siehe auch Geschäftsund Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Seiten 68-69 und 72-73). GRI 102-24 Nomination und Auswahl der Verwaltungsratsmitglieder Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Wahl und Amtszeit, Seiten 70-71. GRI 102-25 Mechanismen des Verwaltungsrats zur Vermeidung von Interessenkonflikten Es wird das Prinzip der Selbstdeklaration angewendet. -
Mandate Verwaltungsräte: Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Seiten 70-71 Mandate Geschäftsleitung: Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Seiten 72-73
Im Übrigen sind die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung gemäss der Organisationsverordnung (Ziff. 3.15.3) ausdrücklich verpflichtet, allfällige Interessenskonflikte unaufgefordert offen zu legen und gegebenenfalls in den Ausstand zu treten. GRI 102-26 Rolle von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat bei der Erarbeitung von Leitbilder und Strategien Siehe GRI 102-18, Seite 30. Im Rahmen des Strategiereview-Prozesses setzt sich der Verwaltungsrat an drei jährlichen Workshops eingehend mit der Strategie auseinander.
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GRI 102-27 Weiterentwicklung Geschäftsleitung und Verwaltungsrat in Bezug auf ökonomische, ökologische und soziale Themen Im Rahmen der Strategieentwicklung wird die Weiterentwicklung ökonomischer, ökologischer und sozialer Themen analysiert und geplant. Siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Rückblick und Ausblick des Verwaltungsratspräsidenten und des CEO, Seite 3. GRI 102-28 Verfahren zur Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung des Verwaltungsrats Siehe Kapitel 2, Ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Management und Geschäftsund Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Geschäftsleitung, Seite 70. Das prozessorientierte integrierte Managementsystem stellt sicher, dass das Unternehmen die drei Säulen der Nachhaltigkeit umsetzt. Die strategischen und operativen Ziele werden in den Führungsprozessen entwickelt und in den Kern- und Supportprozessen umgesetzt. In Strategiereviews, Prozessmessungen, Audits und Management Reviews wird das nachhaltige Verhalten von Energie Wasser Bern regelmässig überprüft und in der Balanced Scorecard ausgewertet. Diese Daten werden periodisch in die strategische und operative Planung integriert. Es gibt zwar kein formales Verfahren zur Bewertung des Verwaltungsrats selbst hinsichtlich seiner Nachhaltigkeitsleistung. Der Verwaltungsrat hat sich aber in der Organisationsverordnung (ständige Traktanden, Ziff. 3.8) zu einer mindestens einmal jährlich stattfindenden Selbstevaluation verpflichtet. GRI 102-29 Verfahren der höchsten Organe zur Überwachung der Nachhaltigkeitsleistung Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Informationsund Kontrollinstrumente gegenüber der Geschäftsleitung, Seite 70 Risiken: Finanzbericht, Risk Management, Seite 10, (ewb.ch/finanzbericht-2017) Zur strategischen Steuerung des Unternehmens wird die Strategie in der Mittelfristplanung und der Jahresplanung konkretisiert und schliesslich von der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat verabschiedet. Das Erreichen der Ziele wird mittels Balanced Scorecard und Nachhaltigkeitsindikatoren festgehalten. So eingebunden, kann Energie Wasser Bern die an Nachhaltigkeit orientierten Werte in der täglichen Arbeit leben, überprüfen und stetig verbessern. Eine jährliche Überprüfung durch die Geschäftsleitung im Rahmen des Management Reviews stellt zudem sicher, dass die geplanten Massnahmen in Bezug auf Nachhaltigkeit umgesetzt werden. Daraus ergeben sich Korrektur- und Vorbeugemassnahmen, die in den neuen Jahreszielen und periodisch auch in der Strategie und den Unternehmensgrundsätzen Eingang finden. Mit diesem Zyklus gewährleistet das Unternehmen die kontinuierliche Verbesserung. Das Ressort Unternehmensentwicklung koordiniert die Umsetzung der Massnahmen zur Nachhaltigkeit, wobei alle Unternehmensbereiche in die Planung integriert werden. Ergebnisse und Zielerreichung werden mittels Balanced Scorecard überprüft und periodisch der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat zur Prüfung vorgelegt.
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Das Risk Management koordiniert die Identifikation der unternehmensweiten Risiken und Chancen. Zudem werden die Massnahmen überwacht und die Information der Geschäftsleitung sowie des Verwaltungsrates sichergestellt. Zweimal im Jahr wird der Gemeinderat der Stadt Bern mittels Kennzahlensystem ausführlich über den Geschäftsverlauf orientiert. Auf dieser Basis überprüft das Gremium, ob sich Energie Wasser Bern auf dem vorgegebnen Zielpfad bewegt. GRI 102-30 Überprüfung der Wirksamkeit der Risikomanagementverfahren Risiken: Finanzbericht, Risk Management, Seite 10, (ewb.ch/finanzbericht-2017) GRI 102-31 Häufigkeit der Überprüfung der Auswirkungen, Risiken und Chancen im Bereich Nachhaltigkeit Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Informationsund Kontrollinstrumente gegenüber der Geschäftsleitung, Seite 70 Risiken: Finanzbericht, Risk Management, Seite 10, (ewb.ch/finanzbericht-2017) GRI 102-32 Überprüfung und Genehmigung der Nachhaltigkeitsberichterstattung Die Nachhaltigkeitsberichterstattung wird im Rahmen des integrierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts durch die Geschäftsleitung und den Verwaltungsrat geprüft und genehmigt. Der vorliegende ergänzende, ausführliche Nachhaltigkeitsbericht nach den GRI Standards wird durch den CEO geprüft und genehmigt. GRI 102-35 Vergütungspolitik für Führungsgremien Die Entschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrates wird vom Gemeinderat der Stadt Bern festgelegt, siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Seite 70. GRI 102-36 Festlegung der Vergütung Siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Seite 71. GRI 102-37 Meinungsäusserungen von Stakeholdern bezüglich der Vergütung Siehe GRI 102-35 Vergütungspolitik für Führungsgremien.
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GRI 102-38 Verhältnis der Jahresvergütungen Verhältnis der Jahresvergütungen 1)
CEO-Vergütung
Median Mitarbeitendenvergütung
1) 2)
2017
2016
270'946
253'749
89'985
88'789
3.01
2.86
Verhältnis CEO/Mitarbeitenden-vergütung 1) 2)
Ohne Spesenentschädigungen, Sozialzulagen sowie weitere von Gesetzes wegen bestehende Ansprüche basierend auf 100%-Anstellung, ohne CEO Lohn
GRI 102-39 Verhältnis der prozentualen Steigerung der Jahresvergütungen Änderungen der Jahresvergütungen 1)
CEO-Vergütung
Jahresvergütung aller Beschäftigen pro FTE 1) 2)
1) 2)
2017
2016
Änderung
270'946
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6.77%
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96'752
-0.62%
Ohne Spesenentschädigungen, Sozialzulagen sowie weitere von Gesetzes wegen bestehende Ansprüche Summe der Mitarbeitendenvergütungen (ohne CEO) pro 100%-Anstellung
6.1.5 Einbeziehung von Stakeholdern GRI 102-40 Relevante Stakeholdergruppen Folgende Stakeholdergruppen sind für Energie Wasser Bern besonders wichtig: Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende, Eignerin (Stadt Bern), Politik (Fraktionen und im Stadtparlament vertretene politische Parteien), Behörden und Gemeinwesen, Anwohnerinnen und Anwohner bei Baustellen, Medien, Bevölkerung der Stadt Bern, Personalvertretung und Gewerkschaften, Umweltgremien und -verbände, ZulieferUnternehmen, siehe auch GRI 102-43 auf Seite 35. GRI 102-41 Mitarbeitende mit Kollektivvereinbarungen (Tarifverhandlungen) 92.8 Prozent der Belegschaft sind nach Gesamtarbeitsvertrag (GAV) angestellt. Mit Ausnahme der unten aufgeführten Kategorien sind alle Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern dem GAV unterstellt. Der GAV ist nicht anwendbar auf: a. b. c. d.
die Mitglieder der Geschäftsleitung sowie Angehörige des höheren Managements befristet angestellte Mitarbeitende bis insgesamt sechs Monate Anstellungsdauer Lernende sowie Praktikantinnen oder Praktikanten Mitarbeitende, die für nicht planbare Einsätze auf Grund eines individuellen Rahmenvertrags von Energie Wasser Bern aufgeboten werden und den einzelnen Einsatz ablehnen können (Gelegenheitsarbeit)
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GRI 102-42 Bestimmen und Auswählen von Stakeholdern Für den Umgang mit Stakeholdern gilt das Wesentlichkeitsprinzip. Die unter GRI 10240 genannten Stakeholder sind die wichtigsten, wenn folgende Kriterien angewendet werden: Beeinflusst die Stakeholdergruppe stark die ökonomische, ökologische oder gesellschaftliche Leistung von Energie Wasser Bern? Ist die Stakeholdergruppe stark von der ökonomischen, ökologischen oder gesellschaftlichen Leistung von Energie Wasser Bern betroffen? GRI 102-43 Ansatz für die Einbeziehung von Stakeholdern und GRI 102-44 Schlüsselthemen und Anliegen Wir pflegen einen regelmässigen und offenen Dialog mit unseren Anspruchsgruppen. Folgende Übersicht zeigt für die wichtigsten Anspruchsgruppen die Art und Häufigkeit der Interaktionen und benennt die Anliegen:
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Anspruchsgruppen
Anliegen
Interaktion
Häufigkeit
Kundinnen und Kunden (Private, KMU und Grosskunden), Anwohner und Bevölkerung
Versorgungssicherheit
Energielieferung
Fortlaufend
Service/Dienstleistungen
Bau und Betrieb von Energieversorgungsanalgen von Kunden, Energie-, Mobilitäts- und Telekomdienstleistungen
Fortlaufend
Energieeffizienz-Förderprogramme
Mehrmals jährlich
Beratung
Persönliche Betreuung und individuelle Beratung durch Key Account Manager und Kundenberater
Fortlaufend
Informationen und Auskünfte
Kundencenter, Beschwerdemanagement, Kundenmailings, Rechnungsbeilagen, ewb.ch, info@ewb.ch, Kundenmagazin «DiREKT», Social Media, Kunden-veranstaltungen, Baustelleninformation, Kampagnen, amtliche Mitteilungen Medienarbeit
Fortlaufend
Transparenz
Mitarbeitende
Engagement für Umwelt, Gemeinwesen, Kultur und Sport Arbeitssicherheit
Information und Transparenz
Anwendung des Arbeitsrechts und des GAV, faire Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance Weiterbildung Feedback
Eigentümerin und Vertreter der Politik (Gemeinde- und Stadtrat)
Fortlaufend
Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht
Jährlich
Sponsoring, Ökofonds
Fortlaufend
Instruktionen, Schulungen, Übungen, interne und externe Audits, Zertifizierungen Managment- und Mitarbeitendenanlässe, Bereichs- und Teamsitzungen, Informationsveranstaltungen, Intranet, Mitarbeitendenmagazin «DiALOG», Newsletter, Strategieroadshow
Mehrmals jährlich
Regelmässige Verhandlungen im Rahmen der Paritätischen Kommission (PariKo)
Mind. zweimal jährlich
Personalvertretung
Zwölfmal jährlich
Weiterbildungen, Seminare, interne Kurse und Schulungen
Mehrmals jährlich
Fortlaufend
Mitarbeitendengespräche
Zweimal jährlich
Mitarbeitendenzufriedenheitsmessung
Alle drei Jahre
Compliance
Informationsveranstaltungen und Schulungen
Jährlich
Transparenz und Kontrolle
Regelmässiger Austausch mit Exekutive (Gemeinderat) und dem Parlament (Stadtrat, Fraktionen, Parteispitzen), Stellungnahmen bzw. Vernehmlassungen, Kennzahlensystem für den Gemeinderat Regelmässige Verhandlungen im Rahmen der Paritätischen Kommission (PariKo) Gemeinsame Kommunikation mit Stadt
Mehrmals jährlich
Information
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Mehrmals jährlich
Mehrmals jährlich
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Anspruchsgruppen
Anliegen
Interaktion
Häufigkeit
Eigentümerin und Vertreter der Politik (Gemeinde- und Stadtrat)
Stellungnahmen und Auskünfte
Informations- und Besichtigungsveranstaltungen
Mehrmals jährlich
Stadtratsanlass
Jährlich
Parlamentarische Vorstösse
Wiederkehrend
Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht
Jährlich
Ausführlicher Nachhaltigkeitsbericht
Alle zwei Jahre
Information
Informations- und Wissensaustausch
Fortlaufend
Auskünfte
Beantwortung von Anfragen,
Fortlaufend
Stellungnahmen
Teilnahme an Vernehmlassungen
Fortlaufend
Information über Beschaffungen
Öffentliche Ausschreibungen, Beschaffungsunterlagen
Fortlaufend
Transparenz
Lieferantengespräche, Internetauftritt, Verhaltenskodex, Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Ausführlicher Nachhaltigkeitsbericht Regelmässige Verhandlungen im Rahmen der Paritätischen Kommission
Fortlaufend
Behörden
Zulieferer
Gewerkschaften
Medien
Anwendung des Arbeitsrechts und des GAV, faire Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance
Mind. zweimal jährlich
Austausch mit Personalvertretung und GL Einladung der Sozialpartner zu Mitarbeitendenanlässen
Zweimal jährlich
Information
Medienmitteilungen, ewb.ch, Social Media
Fortlaufend
Auskünfte
Medienkonferenzen/-gespräche
Mehrmals jährlich
Transparenz und Kontrolle
Medienanfragen
Fortlaufend
Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht
Jährlich
Ausführlicher Nachhaltigkeitsbericht
Alle zwei Jahre
Jährlich
Geschäfts- und Geschäfts- und Geschäfts- und Geschäfts- und
Nachhaltigkeitsbericht, Nachhaltigkeitsbericht, Nachhaltigkeitsbericht, Nachhaltigkeitsbericht,
Bern Bern Bern Bern
versorgt, Seiten 12-19 verwertet Seiten 20-25 bewegt, Seiten 26-31 digitalisiert, Seiten 32-35
Geschäfts- und Geschäfts- und Geschäfts- und Geschäfts- und
Nachhaltigkeitsbericht, Nachhaltigkeitsbericht, Nachhaltigkeitsbericht, Nachhaltigkeitsbericht,
Umwelt, Seiten 36-41 Für die Bernerinnen und Berner, Seiten 42-47 Für die Mitarbeitenden, Seiten 48-53 Für Bern, Seiten 54-59
Ergebnisse von Umfragen zur Kundenzufriedenheit Im vergangenen Mai 2017 hat das Marktforschungsinstitut gfs.Bern bei Privat- und Geschäftskunden eine Zufriedenheitsumfrage durchgeführt. Details dazu siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Kunden, Positives Image, Seite 46
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6.1.6 Vorgehensweise bei der Berichterstattung GRI 102-45 Konsolidierungskreis Der Bericht bezieht sich auf das Stammhaus Energie Wasser Bern (ohne Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen), siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Seite 78. Tochtergesellschaften, Beteiligungen und Joint Ventures sind nicht Teil der Berichterstattung. Innerhalb dieser Berichtsgrenzen ergeben sich keine wesentlichen Änderungen zum letzten ausführliche Nachhaltigkeitsbericht (GRI-Bericht) des Geschäftsjahres 2015. GRI 102-46 Bestimmung des Berichtsinhalts und Themenabgrenzung Für die vorliegende Berichterstattung liegen erstmals die GRI Standards zugrunde. Die Bestimmung wesentlicher Themen baut auf den Arbeiten in den Vorjahren auf, wobei in diesem Zyklus eine Anpassung von den GRI G4-Richtlinien auf die GRI Standards vorgenommen wurde. Ausgangspunkt war eine umfassende Wesentlichkeitsanalyse zu allgemeinen und sektorspezifischen Themen, wobei jeweils die Wesentlichkeit aus Unternehmenssicht und aus der Sicht der Anspruchsgruppen berücksichtigt wurde. Dies erfolgte in mehreren Stufen, siehe Wesentliche Themen und deren Management, Kapitel 4. Die als wesentlich bestimmten GRI-Themen betreffen unterschiedliche interne Bereiche und externe Akteure. In der folgenden Tabelle ist dargestellt, welche Bereiche und Akteure in der vorliegenden Berichterstattung vor allem abgedeckt werden. Damit sind die Berichtsgrenzen festgelegt.
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Wesentliche Themen
Wirtschaftliche Leistung
Berichtsgrenzen innerhalb der Organisation Unternehmen gesamt
Mitarbeitende
x
x
Produktion & Netze
Berichtsgrenzen ausserhalb der Organisation Kunde
Lieferanten, Partner x
Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen
Gesellschaft x x
Korruption
x
x
Wettbewerbswidriges Verhalten
x
x
Verfügbarkeit und Verlässlichkeit Forschung & Entwicklung
x x
x x
Systemeffizienz
x
Materialien
x
x
Energie
x
x
Wasser
x
x
Biodiversität
x
Emissionen
x
Abwasser und Abfall
x
Compliance Umwelt
x
x
x x
Bewertung der Lieferanten zu ökologischen Aspekten
x
x
Beschäftigung
x
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
x
Aus- und Weiterbildung
x
Vielfalt und Chancengleichheit
x
Gleichbehandlung
x
Lokale Gemeinschaft
x
Bewertung der Lieferanten bezüglich sozialer Kriterien
x
Kundengesundheit und – sicherheit
x
x
Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen
x
x
Schutz Kundendaten
x
x
Compliance
x
Zugang (Stromnetz)
x
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x x
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GRI 102-47 Liste der wesentlichen Themen Basierend auf der Wesentlichkeitsanalyse (siehe Kapitel 4) werden folgende Themen der GRI Standards (und der freiwilligen «GRI Sector Supplements» für Energieunternehmen) als wesentlich gesehen und in der Berichterstattung abgedeckt: Ökonomie: Wirtschaftliche Leistung, indirekte wirtschaftliche Auswirkungen, Korruption, wettbewerbswidriges Verhalten, Verfügbarkeit und Verlässlichkeit, Forschung und Entwicklung, Ökologie: Materialien, Energie, Wasser, Biodiversität, Emissionen, Abwasser und Abfall, Umwelt-Compliance, Bewertung Lieferanten hinsichtlich ökologischer Themen Soziales: Beschäftigung, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Aus- und Weiterbildung, Vielfalt und Chancengleichheit, Gleichbehandlung, Lokale Gemeinschaft, Bewertung Lieferanten bezüglich sozialer Kriterien, Politik, Kundengesundheit und sicherheit, Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen, Schutz der Kundendaten, Compliance, Sector Supplements: Systemeffizienz, Zugang (Stromnetz) Als wesentliche Themen in den verschiedenen Kategorien wurden bestimmt (siehe GRI 102-46): GRI 102-48 Neuformulierung der Informationen Durch die Umstellung von GRI G4 auf GRI Standards wurden einige Indikatoren in der Erhebung ergänzt und leicht angepasst. Bei den wichtigsten Indikatoren gab es jedoch keine wesentlichen Änderungen zu den Vorjahren. Falls in Einzelfällen eine neue Darstellung, Berechnungsmethode oder optimierte Datenerhebung zu anderen Ergebnisse für die Vorjahre geführt hat, wird dies beim jeweiligen Indikator vermerkt. GRI 102-49 Änderungen bei der Berichterstattung Die Nachhaltigkeitsberichterstattung zu den Geschäftsjahren 2006 bis 2014 basierte auf den seit Oktober 2006 gültigen G3-Richtlinien von GRI. Das Geschäftsjahr 2015 folgte erstmals den GRI G4-Richtlinien und das Geschäftsjahr 2017 den GRI Standards. Energie Wasser Bern hat damit eine konsistente Berichterstattung aufgebaut, wobei bei jedem Berichterstattungszyklus einzelne Indikatoren weiterentwickelt wurden. Hinsichtlich veränderter Berichtsgrundlagen, siehe GRI 102-48. GRI 102-50 Berichtszeitraum Der vorliegende Bericht bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2017. GRI 102-51 Datum des aktuellsten Berichts Der letzte ausführliche Nachhaltigkeitsbericht nach den GRI G4-Richtlinien wurde im April 2016 zum Geschäftsjahr 2015 veröffentlicht. GRI 102-52 Berichtszyklus Der ergänzende, ausführliche Nachhaltigkeitsbericht erscheint alle zwei Jahre. GRI 102-53 Kontaktangaben bei Fragen zum Bericht Siehe vorliegenden Bericht, Kapitel 1.
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GRI 102-54 Aussagen zu Berichterstattung in Übereinstimmung mit den GRI Standards Die Berichterstattung setzt die GRI Standards Berichtsoption «Kern» («Core») um. Bei den allgemeinen GRI-Standardangaben werden über die Berichtsoption „Kern“ hinausgehende Informationen angegeben. Bei den spezifischen GRI-Standardangaben werden - über die Berichtsoption «Kern» hinausgehend - für wesentliche Themen oftmals mehrere Indikatoren abgedeckt. Für den formalen GRI-Inhaltsindex mit dem Icon des GRI Materiality Disclosures Service, siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Seite 92 GRI 102-55 GRI-Inhaltsindex Siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, GRI-Inhaltsindex, Seite 92. GRI 102-56 Externe Prüfung des Berichts Eine externe Prüfung der gesamten, umfassenden Nachhaltigkeitsberichterstattung liegt nicht vor. Hingegen werden einzelne Prozesse, Ergebnisse und Indikatoren gezielt von externer Seite überprüft: -
-
-
-
Das gesamte Managementsystem wird regelmässig nach den ISO-Normen für Qualität (9001), Umwelt (14001) und Energie (50001) sowie Arbeitssicherheit (OHSAS 18001) durch die Zertifizierungsstelle Swiss TS überprüft, siehe Ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Management, Seite 5. Die Finanzberichterstattung wird durch eine externe Revisionsstelle geprüft, (siehe pwc.ch). Das gesamte integrierte Managementsystem ist seit 2011 nach den Normen für Qualitätsmanagement (ISO 9001), Umweltmanagement (ISO 14001) und seit 2013 für Arbeitsschutz (OHSAS 18001) zertifiziert. Die Erstzertifizierung des Energiemanagementsystems erfolgte im Juni 2017. Jährlich findet ein Überwachungsaudit durch die externe Zertifizierungsstelle statt. Bisher wurden sämtliche Audits ohne nennenswerte Abweichungen bestanden. Das letzte Rezertifizierungsaudit fand 2016 nach den neuen revidierten Normen ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015 statt. Vorgeschlagene Verbesserungen der Auditoren wurden von den Qualitäts-, Energie- und Umwelt- sowie Sicherheitsbeauftragten geprüft und mit den Mitarbeitenden besprochen und anschliessend umgesetzt. Die Prüfung der Lohngerechtigkeit nach den Kriterien der Association of Compensation&Benefits Experts wurde erstmals im Dezember 2014 durch die Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS) durchgeführt. Das Zertifikat „Fair Compensation“ bescheinigt Energie Wasser Bern, dass keine Lohndiskriminierungen aufgrund des Geschlechts festzustellen sind.. Im Jahr 2017 wurde das Lohnsystem erfolgreich rezertifiziert. In der Energiezentrale Forsthaus führt der Verband der Schweizerischen Abfallanlagenbetreiber (VBSA) alle drei Jahre ein Arbeitsschutzaudit durch, welches Bestandteil der VBSA-Branchenlösung zur Umsetzung der Richtlinie EKAS 6508 über den Beizug von Arbeitssicherheitsspezialisten und den Betrieb eines Sicherheitssystems ist. Das letzte Audit fand im Juni 2015 statt, das nächste ist im September 2018 geplant.
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Im Juni 2015 hat das Technische Inspektorat des Gasfaches (TISG) - die Vollzugsbehörde im Bereich der Gassicherheit - Energie Wasser Bern geprüft. Das Unternehmen hat das Safety-Audit bestanden, welches Bedingung für die Aufrechterhaltung der Betriebsbewilligung für das Erdgasnetz ist. Die nächste Prüfung erfolgt im Verlaufe des Jahres 2018. Das System für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz wird in unregelmässigen Abständen durch die Vollzugsbehörden kontrolliert. Die letzte Überprüfung durch das Kantonale Wirtschaftsamt (beco) wurde im Februar 2016 durchgeführt. Schwerpunkt der Überprüfung war der Gesundheitsschutz nach Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz. Die Systemkontrolle durch die SUVA findet im März 2018 statt. Die Kontrolle richtet sich auf die Massnahmen der Unfallverhütung nach Unfallversicherungsgesetz und Verordnung über die Unfallverhütung. Best Board Practice Audit, siehe Governance, Verpflichtungen und Engagement, Seite 30
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6.2 Ökonomie 6.2.1 Thema: Wirtschaftliche Leistung Siehe Managementansatz zur Kategorie Ökonomie, Kapitel 4.1 GRI 201-1 Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert Erfolgsrechnung Stammhaus, Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Seite 80 Gewinnausschüttung an die Stadt Bern, Finanzbericht, Stammhaus, Seite 21, (ewb.ch/finanzbericht-2017) Sponsoring, Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Seiten 58-59. Fördergelder des Ökofonds, Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Jahresbericht Ökofonds, Seite 62 GRI 201-2 Finanzielle Folgen des Klimawandels Die Energie- und Klimastrategie 2025 der Stadt Bern beschreibt wesentliche Herausforderungen durch den Klimawandel sowie Grundlagen und strategische Ziele für eine ambitionierte Energie- und Klimapolitik der Stadt Bern, die als Eignerin einen zentralen Einfluss auf die Geschäftsstrategie von Energie Wasser Bern hat. Für detaillierte Grundlagen zur Bedeutung des Klimawandels und abgeleiteter Massnahmen, (siehe ewb.ch/energie-und-klimastrategie). GRI 201-3 Umfang der betrieblichen sozialen Zuwendungen Finanzbericht, Stammhaus, Personalvorsorgekasse der Stadt Bern, Seite 20 Der Deckungsgrad der Personalvorsorgekasse (PVK) der Stadt Bern, die bis zum 31.12.2017 nach dem Leistungsprimat geregelt ist, liegt zurzeit bei 94.5 Prozent (Stand 31.12.2016). Die Zahlen 2017 sind zum Zeitpunkt der Publikation noch nicht verfügbar. Auf den 01.01.2018 hat die PVK der Stadt Bern vom Leistungs- zum Beitragsprimat gewechselt. Für die Mitarbeitenden werden die gleichen Leistungen im neuen Primat garantiert wie bis anhin. Energie Wasser Bern übernimmt die Kosten dafür. Die Beiträge für den Arbeitgeber betragen je nach Alter zwischen 1.80% – 17.40% und für die Arbeitnehmenden zwischen 1.60% – 10.00%. GRI 201-4 Bedeutende finanzielle Zuwendungen der öffentlichen Hand Energie Wasser Bern erhält keine direkten Fördergelder von der öffentlichen Hand. Im Gegenteil, das Unternehmen leistet durch die Gewinnausschüttung an die Stadt einen wichtigen Beitrag und entrichtet zudem auch weitere Zahlungen an öffentliche Stellen z.B. durch Zahlung von Konzessionsabgaben. In Bezug auf Finanzierungskonditionen profitiert Energie Wasser Bern als eine, dem Stadtbereich zugehörige Organisation, in gewissem Rahmen von vorteilhaften Zinskonditionen, welche die Stadt aufgrund ihrer Stellung von Finanzinstituten erhält. Energie Wasser Bern baut Anlagen zur Produktion erneuerbarer Energie, die teilweise durch die kostendeckende Einspeisevergütung staatlicher Stellen (in der Schweiz: KEV) gefördert werden (Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Kennzahlen Energieabgabe, 85).
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6.2.2 Thema: Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen Siehe Managementansatz zur Kategorie Ökonomie, Kapitel 4.1 GRI 203-1 Investitionen in Infrastruktur und Dienstleistungen im öffentlichen Interesse Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht: Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern versorgt, Mehr Fernwärme für Bern, Seite 12 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern versorgt, Kraftwerk Felsenau rundum überholt, Seite 16 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern versorgt, Neue Beteiligungen, Seite 16 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern verwertet, Energieoptimierung Kehrichtverwertung, Seite 21 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern vewertet, saisonaler Wärmespeicher, Seite 23 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern bewegt, Seiten 26-31 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern digitalisiert, Seite 32-34 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Jahresbericht Ökofonds, Seiten 61-63 GRI 203-2 Erhebliche indirekte wirtschaftliche Auswirkungen Siehe GRI 203-1 Energie Wasser Bern ist als selbständiges, öffentlich-rechtliches Unternehmen der Stadt Bern eines der fünf grössten städtischen Energieversorgungsunternehmen der Schweiz. In der Stadt Bern ist das Unternehmen für die Energie- und Wasserversorgung sowie für die Kehrichtverwertung von 70'000 privaten Haushalten, 8'000 KMUs sowie 100 Grosskunden verantwortlich. Zudem erschliesst das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Swisscom das gesamte Stadtgebiet mit einem Glasfasernetz. In rund 30 Gemeinden in der Region Bern werden zudem Kundinnen und Kunden direkt oder indirekt mit den Dienstleistungen des städtischen Energieversorgers bedient. Gemäss Stromversorgungsgesetz können Grosskunden, die mehr als 100’000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauchen, ihren Stromlieferanten seit Januar 2009 frei wählen. Energie Wasser Bern hat sich den Herausforderungen der Strommarktliberalisierung gestellt und die Aktivitäten im Bereich der Neukundengewinnung verstärkt. Der Fokus liegt auf einer hohen Qualität bei Beratung und Service. Dazu zählen auch der schrittweise Umbau des Produktionsparks in Richtung erneuerbarer Energie mit namhaften Investitionen sowie die Unterstützung und Motivation der Kundinnen und Kunden zum Umsteigen auf erneuerbare Energieträger. Mit rund 620 engagierten und gut qualifizierten Mitarbeitenden aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen engagiert sich das Unternehmen an 365 Tagen, rund um die Uhr für modernes Leben und Arbeiten in Bern. Energie Wasser Bern ist ein modernes und innovatives Unternehmen mit lokal verankerten Werten, wettbewerbsfähig und mit soliden Finanzen.
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Energie Wasser Bern setzt das ganze Wissen und Können gezielt und kundenorientiert für eine langfristig sichere und wirtschaftlich vertretbare Energieversorgung ein. Die Bestrebungen orientieren sich dahingehend den damit verbundenen ökologischen Fussabdruck so gering wie möglich zu halten.
6.2.3 Thema: Beschaffung Für seine Tätigkeiten beschafft Energie Wasser Bern Waren und Dienstleistungen in beträchtlichem Umfang (siehe Kapitel Lieferanten, Seite 65).
6.2.4 Thema: Korruptionsbekämpfung Siehe Managementansatz zur Kategorie Gesellschaft, Kapitel 4.3.2 GRI 205-1 Prüfung der Geschäftseinheiten auf Korruptionsrisiken Im Berichtsjahr fand keine spezifische Prüfung von Geschäftseinheiten auf Korruptionsrisiken hin statt. GRI 205-2 Schulungen zur Antikorruptionspolitik Energie Wasser Bern hat einen Verhaltenskodex erlassen, welcher die wichtigsten Verhaltensregeln für alle Mitarbeitenden verbindlich festlegt. Das Dokument wird allen Mitarbeitenden bei Stellenantritt abgegeben. Ergänzt wird der Verhaltenskodex durch verschiedene Weisungen so insbesondere durch die Weisung über die Annahme und Gewährung von Zuwendungen. Diese verbietet die Annahme und Gewährung verschiedener Zuwendungen oder unterstellt diese einer Bewilligungspflicht. Die Compliance-Fachstelle führt regelmässig Einführungsveranstaltungen für neu eingetretene Mitarbeitende durch, in welchen insbesondere auch das Thema Korruption behandelt wird. Dadurch wird sichergestellt, dass die Mitarbeitenden in Bezug auf ComplianceBelange (insbesondere Antikorruptionsaspekte) sensibilisiert sind und diese in ihrer täglichen Arbeit beachten. GRI 205-3 Massnahmen aufgrund von Korruptionsvorfällen Im Berichtsjahr wurden der Compliance Fachstelle keine Fälle von Korruption bekannt.
6.2.5 Thema: Wettbewerbswidriges Verhalten Siehe Managementansatz zur Kategorie Gesellschaft, Kapitel 4.3.2 GRI 206-1 Fälle von wettbewerbswidrigem Verhalten Im Berichtsjahr wurden gegen Energie Wasser Bern keine Verfahren wegen wettbewerbswidrigem Verhalten eingeleitet.
6.2.6 Thema: Forschung und Entwicklung Siehe Managementansatz zur Kategorie Ökonomie, Kapitel 4.1
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6.3 Ökologie 6.3.1 Thema: Materialien Siehe Managementansatz zur Kategorie Ökologie, Kapitel 4.2 GRI 301-1 Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen Dieser ausführliche Nachhaltigkeitsbericht, Kapitel 5, Energie- und Umweltbilanz. Die einzige Anlage, in der grosse Mengen von umwelt- und sicherheitsrelevanten Stoffen als Verbrauchsmaterialien eingesetzt werden, ist die Energiezentrale Forsthaus. Die im Folgenden aufgelistete Chemikalien wurden 2016 und 2017 in der Abluft- und Abwasserreinigung eingesetzt: Ammoniak zur Reduktion der Stickoxidemissionen, Salzsäure und Natronlauge zum Entfernen von Schwermetallen bzw. zur Neutralisation. In Tonnen
2017
2016
Ammoniakwasser Salzsäure
622.3 90.0
522.3 94.3
Natronlauge
383.8
406.9
Kalk
654.9
465.6
Absorbens
168.7
119.02
Sole
458.2
437.82
Materialien mit besonderer gesetzlicher Relevanz: PCB: Energie Wasser Bern verwendet keine PCB und hat auch keine PCBhaltigen Materialien in den Gebäuden und Anlagen, insbesondere keine PCBhaltigen Transformatorenöle. Asbest: in gewissen Produktions- und Netzanlagen kommen asbesthaltige Materialien vor, vor allem festgebundener Asbestzement. Energie Wasser Bern hat ein Konzept zum Umgang mit Asbest, das bei den betroffenen Mitarbeitenden geschult wurde. Asbestsanierungen werden häufig in Zusammenhang mit Umbauten durchgeführt. Im Fernwärmenetz erfolgen diese zum Teil aber auch unabhängig von Bauvorhaben. Ozonschichtabbauende Stoffe: ältere Klima- und Kälteanlagen haben geringe Bestände ozonschichtabbauender Stoffe (vor allem R22), die im Rahmen von Sanierungen ersetzt werden. Die Materialien sind im Bereich Büros/Administration in ihrer Verwendung und Entsorgung unproblematisch. Als repräsentativ für den Bürobereich weist Energie Wasser Bern die folgenden Papierverbräuche aus:
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Angaben zum internen Papierverbrauch Anzahl bedruckte Seiten schwarz/weiss farbig Total Anteil Farbausdrucke
2017
2016
806‘434 767909
956‘056 867‘984
1‘574‘343
1‘824‘040
48.8%
47.6%
GRI 301-2 Anteil Recyclingmaterial Keine Angaben GRI 301-3 Zurückgenommenes Verpackungsmaterial Als Energieversorger für Wasser, Fernwärme, Strom, Erdgas inkl. Biogas fällt für die Lieferung kein Verpackungsmaterial an. Lediglich beim Bau neuer Anschlüsse fällt teilweise Verpackungsmaterial an, welches zu 100% zurückgenommen und durch Energie Wasser Bern entsorgt wird.
6.3.2 Thema Energie Siehe Managementansatz zur Kategorie Ökologie, Kapitel 4.2 GRI 302-1 Energieverbrauch innerhalb der Organisation Siehe Energie- und Umweltbilanz, Kapitel 5 sowie Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten Umwelt und Energie, Seite 90. Umweltkennzahlen eigener Betrieb
Wert 2017 in GJ
Wert 2016 in GJ
1311
108
2204
2332
1962
1924
2911
3096
478
671
35‘634
34‘391
18‘166
18‘943
Energieverbrauch Wärmeenergie aus Heizöl Wärmeenergie aus Fernwärme Treibstoff aus Biogas Treibstoff aus Dieselöl Treibstoff aus Benzin Strom davon zertifizierter Ökostrom
Der Stromverbrauch der Betriebsgebäude und Büros deckt Energie Wasser Bern mit zertifiziertem Ökostrom.
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GRI 302-2 Energieverbrauch ausserhalb der Organisation Der nachgelagerte Energieverbrauch entspricht den von Energie Wasser Bern abgegebenen Energien gemäss folgender Tabelle: Energie Strom Gas Fernwärme, Nahwärme Kälte
Wert 2017 in GJ
Wert 2016 in GJ
4‘100‘454
4‘077‘709
4‘657‘320
4‘6120‘39
940‘320
940‘140
53‘398
53‘397
Siehe Energie- und Umweltbilanz, Kapitel 5 sowie Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten, Seiten 84-91. GRI 302-3 Energieintensität Keine Angaben GRI 302-4 Verringerung des Energieverbrauchs Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Das Jahr 2017 im Überblick, Seite 6 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern verwertet, Energieoptimierung Kehrichtverwertung, Seiten 21-22 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern vewertet, saisonaler Wärmespeicher, Seite 23 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern bewegt, Zug und Elektroauto clever kombinieren, Seite 30 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Für die Umwelt, Gefragt sind intelligente Lösungen, Seite 36 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Für die Umwelt, Ausgezeichnetes Energiemanagement, Seite 39 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Für die Umwelt, Das Münster strahlt wieder, Seite 40 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Für die Bernerinnen und Berner, Mobil denken, Seite 42 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Jahresbericht Ökofonds, Seiten 61-63 Energie Wasser Bern hat in den Jahren 2016 und 2017 ein Energiemanagementsystem nach der Norm ISO 50001 eingeführt und zertifizieren lassen. Gleichzeitig hat das Unternehmen mit dem Amt für Umwelt und Energie eine Kantonale Zielvereinbarung abgeschlossen, die im Rahmen einer zehnjährigen Laufzeit Energieeinsparungen im eigenen Betrieb von 20 % bringen wird. Sowohl Zielvereinbarung als auch Energiemanagementsystem systematisieren den Prozess der kontinuierlichen Verbesserung und beinhalten die Definition von energiebezogenen Zielsetzungen, Massnahmen zur Zielerreichung und Monitoring/Reporting zur Erfolgskontrolle. Folgende Massnahmen wurden 2016 und 2017 zusätzlich im eigenen Betrieb im Bereich Mobilität und Gebäude umgesetzt: -
Einsatz von 100% Biogas für Mobilität (Erdgasfahrzeuge) und Heizung von ewb-eigenen Mietwohnungen.
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Ersatz von Benzinfahrzeugen durch Erdgasfahrzeuge; Erhöhung des Erdgasfahrzeugbestandes von 63 auf 72 Fahrzeuge. Areal Holligen: Optimierung der Beleuchtung in Werkstätten und Büros mit Bewegungsmeldern und Ersatz FL-Röhren durch LED-Leuchten. Optimierung der Abwärmenutzung aus dem Rechenzentrum. Areal Monbijou: Optimierung von Heizung, Lüftung, Serverraumkühlung und Abwärmenutzung aus dem Unterwerk durch Erneuerungen der Steuerungen und Regelungen. Ersatz „konventioneller“ Beleuchtung durch LEDBeleuchtung.
GRI 302-5 Energieeffiziente Produkte sowie Förderung Energieeffizienz und massnahmen bei Kunden Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern versorgt, Seiten 12-19 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern bewegt, Spurwechsel in der Mobilität ,Seite 26 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern verwertet, Energieoptimierung Kehrichtverwertung, Seite 21-22 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Jahresbericht Ökofonds, Seiten 61-63 Das Stromproduktportfolio umfasst seit 2013 drei Produkte, wovon mit ewb.NATUR.Strom und ewb.ÖKO.Strom zwei Produkte ökologisch hochwertig sind. Im Standardstromprodukt „ewb.NATUR.Strom“ wurde in den letzten Jahren der Anteil Solarstrom kontinuierlich von 1% (2014) auf 5% (2018) gesteigert. Ein Grossteil der Berner Kunden und Kundinnen hat sich für die beiden vorgeschlagenen Öko-Produkte entschieden und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum Ausstieg aus der Kernenergie (siehe Entwicklung des Berner Strommix“, Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Umwelt, Seite 41). Mit dem Online-Portal können Kundinnen und Kunden zudem ihren Energieverbrauch jederzeit kontrollieren und damit Ihren geleisteten Beitrag zur Energieeffizienz überprüfen.
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Weitere Massnahmen zur Förderung der Energieeffizienz auf Kundenseite sind: Finanzielle Förderung energieeffizienter Anlagen, Geräte und Beleuchtungen (z.B. Photovoltaikanlagen, Schaufensterbeleuchtungen, Wärmepumpen, Elektro- und Erdgasmobilität, Gasheizungen oder Kühlgeräte (siehe ewb.ch/foerderprogramme) Selbstversorgerhaus, siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern versorgt, Innovation: Kluge Lösung für Selbstversorger, Seite 14 Umweltschonende Mobilität durch Kombination von ÖV und Auto, siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Für die Bernerinnen und Berner, Zug und Auto clever kombinieren, Seite 30 Förderprogramm „Heizungsersatz“, Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Jahresbericht Ökofonds, Seite 63 Energieberatung in Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz der Stadt Bern (energieberatungstadtbern.ch)
6.3.3 Thema: Wasser Siehe Managementansatz zur Kategorie Ökologie, Kapitel 4.2 GRI 303-1 Gesamtwasserentnahme aufgeteilt nach Quellen Die Wasserverbund Region Bern (WVRB) AG stellt sicher, dass rund 200‘000 Menschen in der Stadt und Region Bern jederzeit ausreichend mit Trinkwasser versorgt werden. Während die WVRB AG verantwortlich ist für das Primärsystem (Anlagen für die Beschaffung, den Transport und die Speicherung des Wassers), sorgt ewb für die Verteilung des von der WVRB AG bezogenen Wassers an die Endkundinnen und kunden. Eigener Wasserverbrauch Grundwasserentnahme in 1000 m3/Jahr für Kühl- und Prozesswasser Energiezentrale Forsthaus: 107 (Vorjahr: 144) Eigener Trinkwasserverbrauch in 1000 m3/Jahr (ab Trinkwassernetz des Wasserverbundes Region Bern): 40.7 (Vorjahr 26.2). GRI 303-2 Belastung von Wasserquellen durch Wasserentnahme Entnahme von 107‘000 m3 Grundwasser für den Betrieb der Energiezentrale Forsthaus (Kühlung, Abluftreinigung). Das Wasser wird soweit möglich im Kreislauf geführt und nach Gebrauch in gereinigter Form gemäss behördlicher Genehmigung dem Oberflächenwasser zurückgegeben. Nutzung von Grundwasser für den Betrieb der Wärmepumpe in Holligen. Das Wasser wird aus dem Grundwassersee an die Oberfläche zur Wärmepumpe gefördert und an derselben Stelle wieder versickert. Es wird dadurch kein Wasser verbraucht, lediglich die Temperatur des zurückgeleiteten Wassers ist etwas höher als diejenige des entnommenen Wassers. Sowohl die Grundwassernutzung im Forsthaus wie auch diejenige in Holligen haben keinen Einfluss auf die Wassernutzung des Gemeinwesens, da der Grundwasserstrom in diesen Gebieten nicht für die Trinkwasserförderung genutzt wird.
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GRI 303-3 Recycling von Wasser Das Prozesswasser der Energiezentrale Forsthaus (Abluftreinigung, Abwasserreinigung) wird im Kreislauf geführt. Durch diese Kreislaufführung konnte der Wasserverbrauch gegenüber der Vorgängeranlage um zwei Drittel reduziert werden. Das am Standort Holligen genutzte Grundwasser wird an derselben Stelle wieder versickert und vollständig zurück in den natürlichen Kreislauf geführt (siehe GRI 303-2).
6.3.4 Thema: Biodiversität Siehe Managementansatz zur Kategorie Ökologie, Kapitel 4.2 GRI 304-1 Grundstücke in Biodiversitäts-Schutzgebieten Energie Wasser Bern betreibt keine Gebäude und Anlagen in Biodiversitäts-Schutzgebieten. GRI 304-2 Auswirkungen auf Biodiversität in Schutzgebieten Die Aktivitäten von Energie Wasser Bern führen nicht zur Einführung von invasiven Tierarten und Neophyten oder zu grösseren Umweltverschmutzungen mit Auswirkungen auf die Artenvielfalt. Energie Wasser Bern lässt Neophyten, deren Ursprung in den umliegenden Privatgärten liegt, entlang der Konzessionsstrecke (Untertorbrücke-Stauwehr Engehalde) mehrere Male pro Jahr und auf eigene Kosten entfernen. Fischtreppen und Restwassermengen stellen die Fischdurchgängigkeit der Aare sicher. GRI 304-3 Geschützte oder wiederhergestellte natürliche Lebensräume Pro Kilowattstunde «naturemade-star»-zertifizierten Ökostrom fliesst ein Rappen in den Fonds für ökologische Verbesserungsmassnahmen. Mit diesem Geld werden konkrete Projekte für ökologische Verbesserungsmassnahmen in der Natur unterstützt. In den Jahren 2016 und 2017 wurden vom Fonds beispielsweise folgende Naturschutzprojekte finanziell unterstützt: -
Salamanderschutzprojekt im Gäbelbachtal Revitalisierung Aarelauf unterhalb Stauwehr, Restwasserstrecke Engehalbinsel Kreuzkrötenförderung im Landwirtschaftsland von Zollikofen, Erstellen neuer Lebensräume im Agglomerationsgebiet. Aareuferhang Bremgarten im Bereich Aeschenbrunnmatt, neue Uferstrukturierung Bibere Ferenbalm, Vernetzung Biberaue Neophytenbekämpfung am Aareufer Altenberg
GRI 304-4 Einfluss auf Arten der Roten Liste der IUCN Keine Angaben.
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6.3.5 Thema: Emissionen Siehe Managementansatz zur Kategorie Ökologie, Kapitel 4.2 GRI 305-1/2 Gesamte direkte und indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 1, Scope 2) Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten Umwelt und Energie, Tabelle, Umweltkennzahlen eigener Betrieb, Seite 90 SF6-Emissionen aus Elektroanlagen: keine FCKW- und FKW-Emissionen aus Contractinganlagen: keine FCKW- und FKW-Emissionen aus Klima- und Kälteanlagen der ewbBetriebsgebäude (Areale Monbijou und Holligen): keine Auswirkungen durch Transporte Für Dienstreisen, Materialtransporte, Netzbau- und Piketttätigkeiten hat Energie Wasser Bern eine Fahrzeugflotte von 179 Fahrzeugen. Im Jahr 2017 wurden mit diesen Fahrzeugen 1.325 Mio. Kilometer zurückgelegt. Der spezifische THG-Ausstoss durch die Transporttätigkeiten beträgt 0.187 kg CO2 pro km.
Treibstoffe, Treibstoffverbräuche und THG-Emissionen durch Transporte: siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten, Umwelt und Energie, Tabelle, Umweltkennzahlen eigener Betrieb, Seite 90 GRI 305-3 Andere indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3) Keine Angaben. GRI 305-4 Intensität der Treibhausgasemissionen Keine Angaben. GRI 305-5 Initiativen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern versorgt, Mehr Fernwärme für Bern, Seite 12 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern versorgt, Klimaschonende Energie, Seite 14
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-
Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern versorgt, Erneuerbares Gas aus erneuerbarem Strom, Seite 18 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern verwertet, Energieoptimierung Kehrichtverwertung, Seiten 21-22 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern vewertet, saisonaler Wärmespeicher, Seite 23 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Bern bewegt, Spurwechsel in der Mobilität ,Seite 26 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, für die Umwelt, Gefragt sind intelligente Lösungen, Seite 36 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, für die Umwelt, Ausgezeichnetes Energiemanagement, Seite 39 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, für die Bernerinnen und Bernern, Seiten 42-46 Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Jahresbericht Ökofonds, Seiten 61-63
Weitere Massnahmen, welche neben der Energieeffizienz zur Verringerung der Treibhausgasemissionen beitragen, sind: -
-
-
Einsatz von Biogas für eigene Erdgasfahrzeuge und Heizungen von ewb-eigenen Mietliegenschaften. Einsatz von Fernwärme und Wärmepumpen zur Heizung der ewb-eigenen Gebäude; Ölheizung nur am Standort Holligen für Wärmebedarfsspitzen und zur Überbrückung von Ausfällen der Wärmepumpe. Bau von Contractinganlagen und Nahwärmeverbünden mit Erdwärme- und Holzenergienutzung. Ausbau der Produktionsanlagen für erneuerbare Energien: Zubau von 920 kW neu-erneuerbar in der Schweiz, Zubau von 3‘837 kW Wasserkraft im Ausland, Zubau von 2‘836 kW neu-erneuerbar im Ausland (Daten 2017). Dem Erdgas im Verteilnetz werden 5% Biogas beigegeben.
GRI 305-6 Emissionen von Ozon abbauenden Stoffen 2016 und 2017 gab es keine Verluste/Emissionen von FCKW. In den grossen Contractinganlagen werden keine ozonschichtabbauenden Stoffe eingesetzt. Ozonschichtabbauende Stoffe gibt es nur noch in kleinen Beständen in betriebseigenen Klima- und Kälteanlagen. GRI 305-7 NOx, SOx und andere wesentliche Luftemissionen Hauptemittent ist die Energiezentrale Forsthaus. Im Jahr 2017 wurden durch die Anlage folgende Luftschadstoffe ausgestossen: Schadstoff
Anlagenteil
NOx
Kehrichtverwertung
45.6
Gas- und Dampf-Kombikraftwerk
27.3
Holzheizkraftwerk
45.8
SOx Staub:
Emissionsfracht in t
Kehrichtverwertung
1.2
Kehrichtverwertung
0.23
Holzheizkraftwerk
0.40
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Die Luftemissionen von Nahwärme- und Contractinganlagen sind vergleichsweise von untergeordneter Bedeutung und sind deshalb nicht ausgewiesen.
6.3.6 Thema: Abwasser und Abfall Siehe Managementansatz zur Kategorie Ökologie, Kapitel 4 GRI 306-1 Abwassereinleitungen Einleitung häusliches Abwasser in öffentliche Kanalisation: 138‘470 m3 Einleitung Prozessabwasser Energiezentrale Forsthaus: 61‘187 m3 Alle Abwässer halten die Bestimmungen von Gewässerschutzverordnung, Anhang 3.2, und Betriebsbewilligungen der Behörden ein. Die Bestimmungen betreffen die Verschmutzung des Abwassers wie auch dessen Temperatur. Über das Abwasser erfolgen keine signifikanten Wärmeverluste. GRI 306-2 Abfälle nach Art und Entsorgungsmethode Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten Umwelt und Energie, Tabelle, Eigene Emissionen und Abfälle, Seite 90. Alle Abfälle und Sonderabfälle werden in Übereinstimmung mit der Verordnung über den Verkehr mit Abfällen und der Verordnung über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen entsorgt. GRI 306-3 Gesamtzahl und Volumen wesentlicher Freisetzungen In den Jahren 2016 und 2017 gab es keine störfallbedingte Freisetzung von umweltgefährdenden Stoffen. GRI 306-4 Transport von Sonderabfällen Energie Wasser Bern transportiert und importiert keine Sonderabfälle. Export von Sonderabfällen gemäss Basler Übereinkommen: 1‘266 Tonnen Hydroxidschlamm aus der Energiezentrale Forsthaus. Energie Wasser Bern tritt nicht selber als Exporteur des Abfalls auf, sondern übergibt diesen an einen autorisierten Entsorgungsbetrieb, welcher die Exportformalitäten abwickelt. GRI 306-5 Auswirkungen von Abwassereinleitungen auf Gewässersysteme Das Abwasser der privaten Haushalte wird via kommunales Kanalisationssystem und über die Abwassereinigungsanlage Neubrück in die Aare abgeleitet. Das gereinigte Prozessabwasser der Energiezentrale Forsthaus wird gemäss behördlicher Genehmigung in die Aare geleitet. Eine ständige online-Überwachung kontrolliert das Abwasser; falls gewisse Schadstoffwerte die Grenzwerte überschreiten sollten, würde das Abwasser in die ARA Neubrück umgeleitet und dort zurückgehalten und gereinigt.
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6.3.7 Thema: Einhaltung von Rechtsvorschriften (Umwelt) Siehe Managementansatz zur Kategorie Ökologie, Kapitel 4 GRI 307-1 Sanktionen wegen Verstoss gegen Umweltvorschriften Der Compliance Stelle sind keine Sanktionen wegen Verstoss gegen Umweltvorschriften bekannt geworden.
6.3.8 Thema: Bewertung der Lieferanten hinsichtlich ökologischer Aspekte Siehe Kapitel Lieferanten, Seite 65
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6.4 Soziales 6.4.1 Thema: Beschäftigung Siehe Managementansatz zur Kategorie Mitarbeitende, Kapitel 4.3.1 GRI 401-1 Mitarbeiterfluktuation Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten, Kennzahlen Mitarbeitende, Seite 89 In der folgenden Tabelle ist die Fluktuationsrate nach Geschlecht und Altersgruppe für das Jahr 2017 dargestellt. Fluktuationsrate in %
1)
Männer
Frauen
unter 30 Jahre
2
3
30 bis 50 Jahre
16
4
2
1
über 50 Jahre (ohne Pensionierungen) 1)
Prozentzahlen bezogen auf die jeweilige Gruppe
GRI 401-2 Betriebliche Leistungen Alle Mitarbeitenden erhalten die üblichen Sozialleistungen sowie einen Erfolgsanteil. Letzterer hängt vom Geschäftsergebnis ab. Dieser variable Anteil erhalten diejenigen Mitarbeitenden, welche zum Zeitpunkt der Auszahlung (1. April) in unbefristeten und ungekündigten Arbeitsverhältnis sind. GRI 401-3 Rückkehr- und Verbleibsrate nach der Elternzeit Alle Mitarbeiterinnen haben Anspruch auf Mutterschaftsurlaub. 1.8% oder zwei Frauen traten 2017 ihren Mutterschaftsurlaub an. 100% sind nach dem Mutterschaftsurlaub wieder zurück zu ewb gekommen. Alle Mitarbeiter haben Anspruch auf einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub. 2,2% oder elf Männer haben 2017 diesen Urlaub bezogen.
6.4.2 Thema: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Siehe Managementansatz zur Kategorie Mitarbeitende, Kapitel 4.3.1 GRI 403-1 Anteil Gesamtbelegschaft in Arbeitsschutzausschüssen Rund 150 Stellenprozent sind für das Arbeitsschutzmanagement zuständig. Ein Umwelt- und Arbeitsschutzteam aus 13 Mitgliedern vertritt die Arbeitsschutzaspekte für die ganze Belegschaft. Arbeitsschutzaspekte werden auch von der siebenköpfigen Personalvertretung behandelt, welche die gesamte Belegschaft repräsentiert. Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Personalvertretung, Seite 77.
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GRI 403-2 Unfälle, Krankheiten und Ausfalltage Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten, Kennzahlen Mitarbeitende, Seite 89. Im Jahr 2017 ereigneten sich 31 Berufsunfälle, die zu 336 Ausfalltagen führten. Es ereignete sich kein tödlicher Berufsunfall.
Drei Unfälle führten zu Ausfällen länger als einen Monat. Diese Fälle machten rund die Hälfte der Ausfalltage aus. Durch die gestiegene Anzahl Unfälle und die drei Langzeitfälle, stieg auch das Absenzenrisiko (Ausfalltage / FTE) an. Es liegt nun über dem Schnitt der Branche aus den Vorjahren. Der Wert von 2017 ist noch nicht bekannt.
Branche: Energieerzeugung und –versorung, Prämienklasse 55A
Bis 2015 konnten die Kennzahlen der Arbeitssicherheit verbessert werden. Seither stieg das Absenzenrisiko wieder etwas an. Es braucht von allen Beteilligten wieder ein verstärktes Engagement damit die Anzahl Unfälle reduziert werden können. Der Ausbau der Gefahrenermittlung und die Massnahmenplanung durch die Vorgesetzten sowie die verschiedenen Schulungsmassnahmen sollen dazu beitragen.
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GRI 403-3 Unterstützung in Bezug auf ernste Krankheiten Das Gesundheitsmanagement bei Energie Wasser Bern ist neben der Arbeitssicherheit schwergewichtig auf die Bereiche arbeitsmedizinische sowie vertrauensärztliche Untersuchungen und Prävention ausgerichtet. Im Bereich der arbeitsmedizinischen Untersuchungen bedeutet dies, dass Mitarbeitende, die bei ihrer Tätigkeit besonderen gesundheitlichen Anforderungen und Risiken ausgesetzt sind, sich vor dem Stellenantritt einer ärztlichen Untersuchung unterziehen müssen. Insbesondere gilt dies für das Personal mit Schichtdienst. Bei der ärztlichen Untersuchung klären die von Energie Wasser Bern bezeichneten Ärztinnen und Ärzte die allgemeine gesundheitliche Eignung für die Stelle ab. Die vertrauensärztliche Untersuchung klärt insbesondere die Arbeitsfähigkeit von Mitarbeitenden ab, die länger oder häufiger krank sind, versucht diese wo nötig wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren resp. Massnahmen zur Verbesserung des gesundheitlichen Zustands auszulösen. Mitarbeitende, die gefährliche und belastende Arbeiten ausführen, werden seit 2015 einem periodischen Gesundheitscheck unterzogen. Diese Untersuchungen beziehen sich nicht nur auf Personal, das von Gesetzes wegen der medizinischen Routinekontrolle untersteht, sondern generell auf Personal, das erhöhten physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt ist. Im Sinne einer freiwilligen Dienstleistung geht Energie Wasser Bern dabei über die gesetzlichen Grundanforderungen hinaus. Zwei Mal im Jahr bietet Energie Wasser Bern einer begrenzten Anzahl von Mitarbeitenden einen kostenlosen ärztlichen und physiotherapeutischen Gesundheitscheck an, der neben den „klassischen“ medizinischen Kriterien auch psychosoziale Risiken umfasst. GRI 403-4 Arbeitsschutz in Vereinbarungen mit Gewerkschaften Im Gesamtarbeitsvertrag (GAV), der zwischen Energie Wasser Bern und den Personalverbänden ausgehandelt wurde, werden die Themen Sicherheitseinrichtungen, Schutzausrüstung und Gesundheitsschutz behandelt (GAV Kap. 3.6.3). Es sind besondere Mitwirkungsrechte im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Sinne des UVG und des Arbeitsgesetzes festgeschrieben. Die Mitwirkungsrechte werden u.a. von der Personalvertretung ausgeübt (Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Seite 77) und sind in der Arbeitsanweisung „Konzept Umwelt- und Arbeitsschutz“ geregelt. Die Beauftragten für das Arbeitsschutzmanagement sind mit der Personalvertretung in regelmässigem Kontakt, insbesondere bzgl. Arbeitskleidung und persönlicher Schutzausrüstung.
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6.4.3 Thema: Aus- und Weiterbildung Siehe Managementansatz zur Kategorie Mitarbeitende, Kapitel 4.3.1. GRI 404-1 Durchschnittliche jährliche Stundenzahl pro Mitarbeiter und Mitarbeiterkategorie in Aus- und Weiterbildung Durchschnittlich haben sich die Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern im Jahr 2017 während 1,5 Tagen weitergebildet. Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten, Kennzahlen Mitarbeitende, Aus- und Weiterbildung, Seite 89. Die durchschnittliche Weiterbildungszeit pro Mitarbeitenden-Kategorie zeigt die folgende Tabelle: Weiterbildungszeit in h/Jahr
Pro Mitarbeiter1)
Geschäftsleitung und höheres Management
7.6
mittleres Management
12.6
Mitarbeitende
11.7
1)
bezogen auf Vollzeitäquivalente
Das Management hat dabei vor allem Schulungen zu den Themen Führung und Sozialkompetenz besucht. Die übrigen Mitarbeitenden absolvierten Schulungen im Bereich der Arbeitssicherheit und zur Förderung ihrer Fachkompetenz. GRI 404-2 Programme für Wissensmanagement und lebenslanges Lernen Energie Wasser Bern fördert und unterstützt die Mitarbeitenden, sich zur Erhaltung der beruflichen Mobilität und Arbeitsmarktfähigkeit weiterzubilden. Neben externen Kursangeboten bietet Energie Wasser Bern interne Aus- und Weiterbildungsschulungen an. Ergänzend zu Fachausbildungen gibt es insbesondere Angebote zur Erhöhung der Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz. Im Rahmen des Kulturwandels „fit für Morgen“ wurden die gestarteten Aktivitäten unter dem neuen Motto „zäme bewege“ im Jahr 2017 weitergeführt. GRI 404-3 Leistungsbeurteilung von Mitarbeitenden Mit allen Mitarbeitenden finden jährlich mindestens zwei strukturierte und protokollierte Gespräche statt. Per Ende Jahr findet ein Beurteilungsgespräch statt, das Auskunft über Leistung und Verhalten sowie über die Zielerreichung der Mitarbeitenden gibt. Im zweiten Gespräch (Mitte Jahr) wird das Thema der persönlichen Entwicklung (insbesondere Aus- und Weiterbildung) thematisiert sowie der Zwischenstand der Zielerreichung besprochen.
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6.4.4 Thema: Vielfalt und Chancengleichheit Siehe Managementansatz zur Kategorie Mitarbeitende, Kapitel 4.3.1 GRI 405-1 Vielfalt der Belegschaft Der Frauenanteil der Gesamtbelegschaft von Energie Wasser Bern liegt nach wie vor bei 18%. Der Anteil im Management hat sich leicht erhöht. Die Geschäftsleitung hat sich für die kommenden Jahre das Ziel gesetzt, den Anteil an Frauen insbesondere im Management deutlich zu erhöhen. Dafür wurde ein entsprechender Massnahmenkatalog erarbeitet und zur Umsetzung freigegeben. Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten, Kennzahlen Mitarbeitende, Seite 89 GRI 405-2 Gehaltsunterschiede aufgrund des Geschlechts Das Lohnsystem von Energie Wasser Bern basiert auf den drei Komponenten Funktion, Erfahrung und Leistung. Dabei achtet Energie Wasser Bern darauf, dass das Lohnsystem diskriminierungsfrei umgesetzt wird. Jährlich wird das System auf Ungereimtheiten überprüft und falls nötig korrigiert. Das Zertifikat „Fair Compensation“ der SQS bescheinigt dem Arbeitgeber Energie Wasser Bern, dass keine Lohndiskriminierungen aufgrund des Geschlechts festzustellen sind (siehe GRI 102-56, Seite 41).
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Menschenrechte 6.4.5 Thema: Gleichbehandlung Siehe Managementansatz zur Kategorie Mitarbeitende, Kapitel 4.3.1 GRI 406-1 Diskriminierungsfälle Der Verhaltenskodex von Energie Wasser Bern behandelt u.a. auch das Thema der Diskriminierung. Darin wird festgehalten, dass Diskriminierungen durch das Unternehmen nicht toleriert werden. Im Berichtsjahr wurden der Compliance Fachstelle keine Fälle von Diskriminierungen im Unternehmen bekannt.
Gesellschaft 6.4.6 Thema: Lokale Gemeinschaften Siehe Managementansatz zur Kategorie Gesellschaft, Kapitel 4.3.2 GRI 413-1 Auswirkungen auf das Gemeinwesen Als Unternehmen im Eigentum der Stadt ist Energie Wasser Bern gemäss Leistungsauftrag und städtischem Reglement verpflichtet, mit seiner Geschäftstätigkeit dem Wohl des lokalen Gemeinwesens zu dienen. Bei ihrer Geschäftstätigkeit steht Energie Wasser Bern mit den Betroffenen in engem Dialog (siehe auch GRI 102-43/44, Seite 35). Die Verantwortung für die Region schliesst auch ein vielfältiges Engagements im Sponsoring ein, siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, für Bern, Sponsoring, Seiten 58-59. GRI 413-2 Geschäftstätigkeiten mit Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften Das Unternehmen versucht bei seinen Aktivitäten, insbesondere bei Immissionen von Baustellen, die Beeinträchtigungen für die Betroffenen möglichst gering zu halten und Anwohner und Anwohnerinnen mittels Baustellenkommunikation rechtzeitig proaktiv zu informieren. Kommt es trotzdem zu Beschwerden oder Beanstandungen durch die Betroffenen, ist Energie Wasser Bern bestrebt, möglichst schnell und unkompliziert Hand zu bieten. Vor allem bei grösseren und längeren Baustellen, die zwangsläufig Einschränkungen und demzufolge auch Beschwerden nach sich ziehen, bindet das Unternehmen die Betroffenen von Anfang an mit ein.
6.4.7 Thema: Bewertung der Lieferanten bezüglich sozialer Kriterien Siehe Kapitel Lieferanten, Seite 65
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6.4.8 Thema: Politik Siehe Managementansatz zur Kategorie Gesellschaft, Kapitel 4.3.2 GRI 415-1 Gesamtwert der politischen Spenden Energie Wasser Bern führt den mit dem Gemeinderat der Stadt Bern vereinbarten Anteil am Gewinn an die Stadt Bern ab und zahlt Aufwandsentschädigungen für Verwaltungsratstätigkeiten an Vertreter der Stadt Bern (Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Seite 75). Gemäss Verhaltenskodex sind Spenden und Zuwendungen an Politiker, politische Parteien, religiöse Institutionen, militärische Organisationen sowie an Einzelpersonen ausgeschlossen.
Produktverantwortung 6.4.9 Thema: Kundengesundheit und -Sicherheit Siehe Managementansatz zur Kategorie Kunden, Kapitel 4.3.3 GRI 416-1 Gesundheits- und Sicherheitsauswirkungen entlang des Produktlebenszyklus Energie Wasser Bern beachtet Gesundheits- und Sicherheitsauswirkungen der eigenen Produkte und Dienstleistungen und prüft entsprechende Verbesserungsmöglichkeiten in allen Phasen des Lebenszyklus. Die Entsorgung und Wiederverwendung seiner Produkte ist für das Unternehmen nicht relevant (Strom, Gas, Fernwärme, Telecom) oder entzieht sich seinem Einfluss (Wasser). Für die Kehrichtverwertung bestehen klare gesetzliche Vorgaben: Abfallgesetz (AbfG), Luftreinhalteverordnung (LRV), Verordnung über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (VVEA), Gewässerschutzverordnung etc., welche Energie Wasser Bern gemäss Auflagen der Betriebsbewilligung einhält. Die Kontrollen der Elektro- und Gasanlagen unterliegen strengen gesetzlichen Bestimmungen. Energie Wasser Bern ist verpflichtet, die ordnungsgemässe Umsetzung dieser Bestimmungen zu ermöglichen. Die gesetzlichen Auflagen schreiben vor, dass die entsprechenden Kontrollen durch ausgegliederte Subunternehmen oder unabhängige Auftragnehmer durchgeführt werden müssen. Entsprechende Verpflichtungen im Bereich der Kontrolle von Wasserinstallationen ergeben sich in Bern auf Gemeindeebene aus der Wasserverordnung vom 6. Juli 2017. Zur Verhinderung von Vorfällen und Unfällen im Zusammenhang mit dem hochentzündlichen Erdgas führt Energie Wasser Bern auf dem ganzen Netzgebiet laufend Kontrollen und Messungen durch. Wo Erdgas detektiert wird, werden weitere Abklärungen und, in Abhängigkeit von der Relevanz allfälliger Schäden, Instandsetzungsarbeiten ausgelöst. Alle Vorfälle und Massnahmen werden dokumentiert und im Rahmen der periodischen Audits durch die Aufsichtsbehörde kontrolliert. Kunden werden auch periodisch mittels Brief auf die Risiken und Sicherheitsmassnahmen bei gasbeheizten Durchlauferhitzern oder Gasherden ohne Zündsicherung aufmerksam gemacht.
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Gesellschaftlich relevant ist die Wirkung von nichtionisierender Strahlung („Elektrosmog“), die beispielsweise von Transformatoren oder Schaltanlagen emittiert wird. Obwohl (noch) kein Zwang zur Sanierung bestehender Anlagen existiert, saniert Energie Wasser Bern jährlich bis zu 20 Anlagen im Hinblick auf die betriebliche Optimierung und die Reduktion der Belastung durch nichtionisierende Strahlung. In gewissen Anlagen von Energie Wasser Bern finden sich asbesthaltige Komponenten (z.B. Wärmedämmung, Brandschutz), die bei unsachgemässer Behandlung (mechanische Bearbeitung) gesundheitsgefährdende Asbestfasern freisetzen könnten. Energie Wasser Bern wendet bei Rück- und Umbauprojekten in entsprechenden Anlagen grosse Sorgfalt an, um die Freisetzung von Asbest zu verhindern. Bei erhöhtem Risiko werden von der SUVA anerkannte Asbestsanierungsfirmen eingesetzt. GRI 416-2 Verstösse gegen Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften Im Berichtsjahr wurden der Compliance Stelle keine Vorfälle bekannt, in denen Vorschriften und freiwillige Verhaltensregeln in Bezug auf die Auswirkungen von Produkten und Dienstleistungen auf Gesundheit und Sicherheit nicht eingehalten wurden.
6.4.10 Thema: Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen Siehe Managementansatz zur Kategorie Kunden, Kapitel 4.3.3 GRI 417-1 Kennzeichnung von Produkten Sämtliche Kundinnen und Kunden erhalten einmal jährlich mittels Rechnungsbeilage detailliert Auskunft über die Zusammensetzung und Herkunft des Stroms. Zudem ist die Stromkennzeichnung auch im Internet unter ewb.ch/strommix einsehbar. In der Schweiz ist die Herkunft des Stroms seit 2006 gemäss der Energieverordnung (EnV) kennzeichnungspflichtig (neu ab 1.2018): Verordnung über den Herkunftsnachweis und die Stromkennzeichnung). Die Verordnung schreibt vor, dass Unternehmen, die in der Schweiz Endverbraucher mit Elektrizität beliefern, diese mindestens einmal im Jahr über folgende Punkte informieren müssen: -
Prozentualer Anteil der eingesetzten Energieträger an der gelieferten Elektrizität Herkunft der Elektrizität (Produktion im In- und Ausland) Name und Adresse des kennzeichnungspflichtigen Unternehmens
Zudem müssen Stromlieferanten ihren Lieferantenmix bis spätestens am Ende des folgenden Kalenderjahres über eine einzige frei zugängliche Adresse im Internet veröffentlichen. Der VSE und Swissgrid setzen mit der Website stromkennzeichnung.ch diesen gesetzlichen Auftrag um. Damit werden auch Vergleiche zwischen einzelnen Energieunternehmen möglich. Laborwerte der Wasserqualität werden laufend im Internet unter ewb.ch/wasserqualitaet aufgeführt. GRI 417-2 Verstösse gegen Kennzeichnungspflichten Im Berichtsjahr wurden der Compliance Fachstelle keine Verstösse gegen Kennzeichnungspflichten bekannt.
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6.4.11 Thema: Schutz der Privatsphäre von Kunden Siehe Managementansatz zur Kategorie Kunden, Kapitel 4.3.3 GRI 418-1 Beschwerden wegen Datenschutzverletzungen Im Berichtsjahr sind der Compliance Fachstelle keine Beschwerden wegen Datenschutzverletzungen gemeldet worden.
6.4.12 Thema: Compliance – Einhaltung von Rechtsvorschriften Siehe Managementansatz zur Kategorie Ökonomie, Kapitel 4.1 GRI 419-1 Sanktionen wegen Verstoss gegen Rechtsvorschriften Im Berichtsjahr musste das Unternehmen keine Bussgelder wegen Verstössen gegen Rechtsvorschriften oder wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften in Bezug auf die Bereitstellung und Nutzung von Produkten und Dienstleistungen bezahlen.
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6.5 Lieferanten Strom und Gas beschafft das Ressort Energiehandel (Kennzahlen siehe Geschäftsund Nachhaltigkeitsbericht, Elektrizität und Wärme, Seite 84 - 86). Die Wasserversorgung Region Bern AG liefert das Wasser in das Verteilnetz der Stadt Bern (siehe Energie- und Umweltbilanz, Kapitel 5, Wasser; Kennzahlen siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Wasser, Seite 87) Die Gasbeschaffung erfolgt via Gasverbund Mittelland AG (GVM), welcher seinerseits das Erdgas via Swissgas beschafft. Die folgende Grafik zeigt den Erdgasbezug nach Produzentenländern des in die Schweiz importierten Erdgases.
Erdgasbezug der Schweizer Erdgaswirtschaft 2016 (Quelle: Swissgas AG) In 2017 wurden Waren und Dienstleistungen ausserhalb der Strom-, Gas- und Wasserbeschaffung im Wert von CHF 68 Mio. beschafft. Die wichtigsten Kennzahlen sind wie folgt: 2017 Einkaufsvolumen (in Mio.)1) Lieferantenzahl Hauptwarengruppen Herkunftsland Lieferanten in % vom Einkaufsumsatz 1)
2016
68
69
1791
1784
29
29
CH: DE: Andere:
96
CH: DE: Andere:
2015
96 3 1
2014
76
96
1779
1798
29
29
CH: DE: Andere:
97 2 1
CH: DE: Andere:
95 4 1
ohne Strom-, Gas- und Wasserbeschaffung
Die geringere Anzahl von Grossprojekten und das allgemein zurückgehende Investitionsvolumen in den letzten drei Jahren führten zu einem deutlich geringeren Einkaufsvolumen gegenüber 2014. 70% des gesamten Einkaufsvolumens teilen sich auf neun Warengruppen auf. Die übrigen 20 Warengruppen machen schliesslich nur noch 30% des Gesamtvolumens aus.
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Managementansatz zur Bewertung der Lieferanten nach ökologischen und sozialen Kriterien Energie Wasser Bern legt grossen Wert auf eine nachhaltige Beschaffung mit klar definierten Prozessen. Nebst ökonomischen Kriterien werden ökologische und soziale Kriterien bezogen auf den gesamten Produktelebenszyklus berücksichtigt, welche Eingang in die Eignungs- und Zuschlagskriterien der Beschaffungen finden (Siehe Managementansatz zur Kategorie Ökologie, Kapitel 4.2). Die Verantwortung für das Beschaffungsmanagement liegt beim Ressort „Supply chain Management & Immobilien“, welches die Güter und Dienstleistungen in enger Zusammenarbeit mit den Bedarfsträgern beschafft. Energie Wasser Bern beschafft den allergrössten Teil der Waren und Dienstleistungen aus der Schweiz. Damit sind die Nachhaltigkeitsrisiken aufgrund der Lieferantenherkunft und der Beschaffungsgüter stark eingeschränkt. Für energie- und umweltrelevante Waren bestehen dokumentierte „Umweltkriterien nach Warengruppen“. Umweltkriterien sind beispielsweise Energieeffizienz von Geräten und Anlagen, Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit von Betriebs- und Hilfsstoffen (Chemikalien) oder Ökoeffizienz von Fahrzeugen im Hinblick auf Energieverbrauch und Emissionen. Im Rahmen von Submissionen (Ausschreibungen nach ÖBG/ÖBV) werden alle Lieferanten verpflichtet, die Einhaltung der gültigen Arbeitsbedingungen, die Gleichbehandlung von Frau und Mann bzgl. Lohngleichheit sowie die Einhaltung ihrer Verpflichtungen gegenüber den Steuerbehörden und den Sozialversicherungen zu bestätigen. Die Lieferanten haben eine Selbstdeklaration auszufüllen und entsprechende Nachweise vorzulegen. Sie sind ebenfalls verpflichtet, Dritte, die zur Erfüllung der Aufgaben beigezogen werden, darauf zu verpflichten. Insbesondere ist vertraglich festgelegt, dass ausländische Arbeitskräfte nur mit einer gültigen Ar-
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beitsbewilligung, welche das Vorhandensein von Unfall- und Sozialversicherungen voraussetzt, auf Baustellen beschäftigt werden dürfen. GRI 308-1/414-1 Prozentsatz neuer Lieferanten mit Prüfung zu Nachhaltigkeitsaspekten und Auswirkungen in der Lieferkette hinsichtlich Nachhaltigkeit Alle hinsichtlich Einkaufssumme oder Risikoexposition wesentlichen Lieferanten durchlaufen den Check entsprechend der oben beschriebenen internen Leitlinien. Dies gilt insbesondere auch für die neuen Lieferanten. Die Checks und das Monitoring bestehender Lieferanten zu Nachhaltigkeitskriterien haben in 2017 in keinem Fall zur Auflösung eines Liefervertrages geführt.
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6.6 Sektorspezifische Indikatoren Energie Siehe Managementansatz zur Kategorie Ökonomie, Kapitel 4.1. EU1 Installierte Leistung aufgeschlüsselt nach Primärenergiequellen und Region Installierte Kraftwerksleistung eigener Anlagen Kraftwerk Felsenau
Elektrisch [MW]
Thermisch [MW]
11.5
-
Dotierkraftwerk Engehalde
0.5
-
Kraftwerk Matte
1.1
-
s. GuD
27
16
57
73
131
0
52
Blockheizkraftwerke
3.1
3.6
Solarkraftwerke
2.0
-
Energiezentrale Forsthaus Holzheizkraftwerk Kehrichtverwertungsanlage Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk (GuD)
1)
Spitzenlastkessel Gas (2 Stk.)
1)
Inkl. Holzheizkraftwerk und Abhitzekessel
Die Energiezentrale Forsthaus (EZF) produziert Fernwärme und Prozessdampf. Sie besteht aus einem Gas- und Dampfkombikraftwerk (GuD), einem Holzheizkraftwerk (HHKW) und einer Kehrichtverwertungsanlage (KVA). Zur Deckung von Wärmebedarfsspitzen gehören ausserdem zwei Spitzenlastkessel (SLK) zum Betrieb. Das GuD und die Spitzenlastkessel werden mit Erdgas befeuert. EU2 Nettoenergieertrag aufgeschlüsselt nach Primärenergiequellen und Region Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten Elektrizität, Seite 84. EU3 Anzahl Privat-, Geschäfts- und Industriekunden Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Governance, Marktgebiet und Kundensegmente, Seite 64. EU4 Länge der Übertragungs- und Verteilnetze nach Region Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten Stromnetze, Seite 85. EU5 Zuteilung von CO2-Emissionsrechten aufgeschlüsselt nach Emissionshandelssystem Energie Wasser Bern nimmt mit der Energiezentrale Forsthaus am Emissionshandelssystem (EHS) der Schweiz teil. Die Teilnahme ist obligatorisch, sie umfasst die Anlagenteile Gas- und Dampfturbine (GuD), Holzheizkraftwerk und Spitzenlastkessel. Die Kehrichtverwertungsanlage nimmt am EHS nicht teil, ihre Treibhausgasemissionen sind in einer globalen Reduktionsvereinbarung der Schweizerischen Kehrichtanlagenbetreiber mit dem Bundesamt für Umwelt integriert. Die Energiezentrale Forsthaus erhält vom Bundesamt für Umwelt kostenlose Emissionsrechte für die Produktion von Wärme. Die fossile Stromproduktion erhält keine Gratisrechte. Folgende kostenlose Rechte wurden vom Bundesamt für Umwelt zugeteilt:
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CO2-Emissionsrechte in Tonnen für die Energiezentrale Forsthaus:
CO2-Emissionsrechte
2017
2016
2015
2014
12‘261
14‘171
16‘130
18‘136
In einem jährlichen Monitoringbericht zuhanden der Vollzugsbehörde weist Energie Wasser Bern die effektiven Treibhausgasemissionen aus und muss anschliessend die Emissionsrechte, die nicht durch Gratisrechte gedeckt sind, in Auktionen oder bei anderen EHS-Teilnehmern erwerben. Die EHS-Pflichten gemäss CO2-Verordnung hat ewb für die Jahre 2015 und 2016 vollumfänglich erfüllt, das Jahr 2017 wird gemäss Vorgabe aus der CO2-Verordnung bis 30. April 2018 abgeschlossen.
6.6.1 Thema: Verfügbarkeit und Verlässlichkeit Siehe Managementansatz zur Kategorie Ökonomie, Kapitel 4.1 Siehe auch EU28/29, Seite 73. EU10 Langfristig geplante Erzeugungskapazität gegenüber kalkulierter Nachfrage Energie Wasser Bern ist gemäss ewb-Reglement dazu verpflichtet, im Rahmen der Verfügbarkeit und der Leistungsfähigkeit ihrer Anlagen für eine sichere, ausreichende, rationelle und umweltgerechte Versorgung ihrer Kundinnen und Kunden mit Elektrizität, Gas und Fernwärme zu sorgen (für weitere Informationen, siehe ewb-Reglement, (ewb.ch/ewr-reglement). Dies wird durch einen Mix aus Eigenproduktion (eigene Produktionsanlagen, Beteiligungen) sowie der Beschaffung auf dem freien Markt erreicht. Die Balance zwischen Eigenproduktion und Beschaffung ist Gegenstand der Kurz- bis Langfristplanung. Für weitere Informationen, siehe ewb-Reglement, (ewb.ch/ewr-reglement).
6.6.2 Thema: Systemeffizienz Siehe Managementansatz zur Kategorie Ökonomie, Kapitel 4.1. EU11 Durchschnittlicher Wirkungsgrad von thermischen Kraftwerken aufgegliedert nach Energieträgern und Regionen Neben kleineren Blockheizkraftwerken ist die Energiezentrale Forsthaus (EZF) die wichtigste thermische Kraftwerksanlage von Energie Wasser Bern. Die EZF ist eine Anlagenkombination aus Kehrichtverwertungsanlage, Holzheizkraftwerk, Gas- und Dampfturbine sowie Spitzenlastkessel. Kehrichtverwertung, Holzheizkraftwerk sowie Gas- und Dampfturbine produzieren Strom und Wärme, der Spitzenlastkessel lediglich Wärme. Die Wirkungsgrade der EZF-Anlagen können von Jahr zu Jahr grösseren Schwankungen unterworfen sein. Grundsätzlich hat die Produktion von Wärme einen deutlich höheren Wirkungsgrad als die Produktion von Strom. Wird bei einem Anlagenteil die Wärmeproduktion gegenüber der Stromproduktion über längere Zeit forciert, resultiert für diesen Anlagenteil im entsprechenden Zeitraum ein höherer energetischer Gesamtwirkungsgrad. Bei forcierter Stromproduktion sind die Verhältnisse gerade umgekehrt. Bei den auf die kombinierte Produktion von Strom und Wärme ausgelegten An-
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lagenteilen (KVA, HHKW und GuD) werden die Wirkungsgrade deshalb umso höher sein, je höher das Verhältnis zwischen Wärme und Stromproduktion ist. Bei den ausschliesslich auf die Wärmeproduktion ausgelegten Spitzenlastkesseln hingegen ist der Wirkungsgrad relativ stabil. Ob in der EZF eher Strom oder eher Wärme produziert wird, hängt von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den Witterungsverhältnissen ab. Wärmebedarf, Kosten für Erdgas und Erlöse für Strom bestimmen im Wesentlichen die Fahrweise der Anlagenkombination und damit das Verhältnis zwischen Wärme- und Stromproduktion. Die Umwandlung der Energieträger Kehricht, Holz und Erdgas zu Strom und Wärme geschieht über mehrere Verarbeitungsschritte, und es gibt unterschiedliche Arten der Wirkungsgradberechnung. Je nachdem, ob nur die ausserhalb der Anlagen genutzte Energie oder auch die für den Eigenbedarf genutzte Energie angerechnet wird, oder ob der Strom und die Wärme noch mit einem Gewichtungsfaktor bewertet werden, resultieren unterschiedliche Werte in punkto Wirkungsgrad. Im folgenden Abschnitt werden die Wirkungsgrade auf Basis des Bruttoenergieinputs (Kehricht, Holz, Erdgas) und der ungewichteten ins Netz eingespeisten Energie (Strom und Wärme) dargestellt. Folgende Formel wurde angewendet: Wirkungsgrad = (ins Netz eingespeister Strom + Wärme am Flansch) / Energieinput. Wirkungsgrade EZF nach Anlageteilen: Anlagenteil
2017
2016
Kehrichtverwertungsanlage
40.9 %
38.6 %
Holzheizkraftwerk
52.9 %
56.4 %
54.3
56.8 %
70.75
61.9 %
Gas- und Dampfturbine Spitzenlastkessel
EU12 Verteilungsverluste Verluste auf der Verteilinfrastruktur können durch natürliche physikalische Widerstände (z.B. Ohm’sche Verluste bei der Stromübertragung, Wärmeverluste auf der Fernwärmeleitung), durch diffuses Entweichen flüchtiger Stoffe bei Nahtstellen und Armaturen (z.B. Erdgas, Biogas) oder durch Leitungsdefekte (Wasser- oder Gasleitungsbrüche) verursacht sein. Die Minimierung der physikalisch unvermeidlichen Verluste stellt Energie Wasser Bern bereits beim Bau mittels Auswahl geeigneter Materialien und Anlagen nach neustem Stand der Technik sicher (beispielsweise Leitungsmaterialien, Transformatoren, Wärmedämmungen). Diffuse Verluste und Verluste durch Defekte werden durch sorgfältige Instandhaltung sowie durch sofortige Reparaturen bei Rohrbrüchen vermindert. Über eine Telefonnummer können auch die Bewohner der Stadt Bern Defekte oder bereits den Verdacht eines Defektes (Gasgeruch!) melden. Siehe Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten Energieabgabe, Seite 85
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Netzverluste 2017 nach Medium: Medium
Verluste in %
Bestimmungsmethodik
Strom (Netz Bern)
2.8 %
Berechnung auf Grund Netzstruktur und Stromumsatz
Erdgas
0.25 %
Erfahrungswert
Fernwärme
9.4 %
Messung
Wasser
3%
Schätzung
EU13 Biodiversität von Ersatzobjekten im Vergleich zur Biodiversität der betroffenen Gebiete Siehe GRI 304-3 EU15 Anteil Mitarbeitende die in den nächsten 5 bis 10 Jahren in Pension gehen Pensionierungen (Anzahl)
2017
2016
In den nächsten 5 Jahren
78
84
In den nächsten 10 Jahren
196
191
Siehe auch Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, Daten und Fakten, Kennzahlen Mitarbeitende, Seite 89 EU18 Anteil Kontraktoren und Subkontraktoren, die einer relevanten Arbeitsschutzschulung unterzogen wurden Energie Wasser Bern arbeitet vor allem im Netzbau, in der Projektierung/Ausführung von Bauvorhaben sowie bei Revisionen in der Energiezentrale Forsthaus mit Partnerfirmen zusammen, die gefährliche Arbeiten im Sinne der Arbeitsschutzgesetzgebung ausführen. Die entsprechenden Mitarbeitenden absolvieren die folgenden Arbeitsschutzinstruktionen: -
-
Temporär- und externes Personal im Bereich Netzbau Elektrizität: obligatorische Arbeitsschutz-Basisinstruktion zu Beginn der Tätigkeiten bei Energie Wasser Bern. Fremdpersonal bei Projektierung/Ausführung von Bauvorhaben: freiwillige Teilnahme an einer der Arbeitsschutzinstruktionen von Energie Wasser Bern. Energiezentrale Forsthaus: obligatorische Arbeitsschutzinstruktion vor Aufnahme der Revisionsarbeiten.
Neu bietet Energie Wasser Bern auch Kurse für externe Personen an, beispielsweise für Erste Hilfe und für Arbeiten mit Absturzgefahren (PSA gegen Absturz). Im Jahre 2017 haben ungefähr 50 externe Personen eine Arbeitsschutzschulung bei Energie Wasser Bern absolviert. Ausserdem erhalten Kontraktoren, die im Bereich der Starkstromanlagen Arbeiten ausführen, detaillierte dokumentierte Anweisungen über das korrekte Verhalten in den Anlagen. EU22 Anzahl Personen, die aufgrund neuer Projekte versetzt wurden und Kompensation aufgegliedert nach Projekttyp Keine Personen sind davon betroffen.
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EU25 Verletzungen und Todesfälle Dritter durch Unternehmensaktivitäten inklusive Angabe gesetzlicher Urteile, Vergleiche sowie schwebender Verfahren Verletzungen und Todesfälle Dritter durch Unternehmensaktivitäten sind keine bekannt.
6.6.3 Thema: Zugang (Stromnetz) Siehe Managementansatz bezüglich Produktverantwortung, Kapitel 4.3.3 EU26 Anteil der Bevölkerung im Vertriebsgebiet ohne Stromversorgung Energie Wasser Bern als regionales Versorgungsunternehmen und Netzbetreiber der Stadt Bern stellt auf Wunsch allen Kundinnen und Kunden einen diskriminierungsfreien Zugang zum Stromnetz sicher. Dies entspricht der „Elektrizitätsverordnung“ (ewb.ch/elektrizitaetsverordnung): Der Betrieb des Elektrizitätsnetzes, die Gewährleistung des Netzanschlusses sowie die Stromlieferung an feste Stromkundinnen und -kunden sind öffentliche Aufgaben, die ewb für ihr Netzgebiet, gestützt auf das Reglement Energie Wasser Bern sowie auf übergeordnetes Recht, erfüllt. EU27 Anzahl der Stromabschaltungen wegen ausstehender Zahlungen aufgegliedert nach Dauer der Abschaltung und Regulierungssystem Energie Wasser Bern stellt den Kunden und Kundinnen wegen ausstehenden Zahlungen den Strom nicht ab. In solchen Fällen installiert Energie Wasser Bern einen Prepaidzähler beim Kunden, resp. Kundin. Nach dem Einbau eines Prepaidzählers können die betroffenen Kundinnen und Kunden nur solange Strom beziehen, bis das im Voraus eingezahlte Guthaben aufgebraucht ist. Dieses kann anhand einer Prepayment-Karte an einem Kassenautomaten beim Hauptsitz von Energie Wasser Bern rund um die Uhr aufgeladen werden. Im Versorgungsgebiet von Energie Wasser Bern sind insgesamt ca. 350 PrepaymentZähler im Einsatz. EU28 Häufigkeit von Stromausfällen (Anzahl Ausfälle je Endverbraucher / Jahr) Um die Versorgungsqualität von elektrischen Verteilnetzen vergleichbar zu machen, gibt es international verwendete Kenngrössen. Die Normierung erfolgt hauptsächlich über die Anzahl Kundinnen und Kunden (bzw. Anzahl Zähler), welche bedient werden oder welche von einer Störung betroffen wurden. Die Kennzahl SAIFI (System Average Interruption Frequency Index) gibt Auskunft, wie oft innerhalb eines Jahres eine Kundin oder ein Kunde keine Energielieferung hat. Durchschnittswert der ungeplanten Unterbrüche über die Jahre 2012-2016 und über alle Spannungsebenen von Energie Wasser Bern: SAIFI = 0.1095 Kundinnen und Kunden haben im Durchschnitt alle 9.1 Jahre einen ungeplanten Lieferunterbruch.
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EU29 Durchschnittliche Dauer eines Stromausfalls (in Minute je Endverbrauche / Jahr) Die Kennzahl SAIDI (System Average Interruption Duration Index) beschreibt, wie lange eine Kundin oder ein Kunde pro Jahr keine Energie geliefert bekommt. Eine weitere Kenngrösse ist der CAIDI (Customer Average Interruption Duration Index), der die mittlere Zeitdauer für die Störungsbehebung aufzeigt. Durchschnittswerte in den Jahren 2012-2016 über alle Spannungsebenen von Energie Wasser Bern: SAIDI = 6.78 Kundinnen und Kunden haben im Durchschnitt pro Jahr während 6.78 Minuten einen ungeplanten Lieferunterbruch. CAIDI = 62 Die mittlere Zeitdauer für die Störungsbehebung der betroffenen Kundinnen und Kunden beträgt 62 Minuten. EU30 Durchschnittliche Verfügbarkeit der Kraftwerke nach Energiequellen und Regionen Verfügbarkeit der Kraftwerke in %
2017
Wasserkraftwerke Kraftwerk Felsenau1)
45.4
Dotierkraftwerk Engehalde1)
46.2
Kraftwerk Matte
99.1
Energiezentrale Forsthaus
1) 2)
Holzheizkraftwerk
92.1
Kehrichtverwertungsanlage
98.1
Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk (GuD) 2)
78.1
Spitzenlastkessel
99.8
reduzierte Verfügbarkeit wegen Gesamtsanierung von Turbine und Leitapparat. reduzierte Verfügbarkeit wegen Getriebe- und Pumpenschaden.
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