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Nachhaltigkeitsbericht 2010

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Energie Wasser Bern

Nachhaltigkeitsbericht 2010

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Vorwort

Inhalt.

2010 – ein Jahr mit Signalwirkung.

Vorwort 3

Eine nachhaltige Energieversorgung ist in Zeiten des globalen Klimawandels eine zentrale Herausforderung für die ganze Gesellschaft. Die Verleihung des Labels «Energiestadt Gold» an die Stadt Bern haben wir deshalb mit viel Freude zur Kenntnis genommen, verbunden mit einem Quantum Stolz über den Beitrag, den wir zu dieser Auszeichnung leisten durften. Als verantwortungsvolles Energieunternehmen der Hauptstadt und der angrenzenden Region haben wir das Ziel, eine langfristig sichere Versorgung wirtschaftlich umzusetzen und den damit verbundenen ökologischen Fussabdruck so gering wie möglich zu halten. 2010 war in dieser Hinsicht ein entscheidendes Jahr: Das klare Ja der Bernerinnen und Berner zum Atomausstieg 2039 bestärkt uns in unserer Strategie, den Umstieg von der Kernenergie auf erneuerbare Energien sorgfältig, stetig und zahlbar anzugehen. Ein konkreter Schritt in diese Richtung ist die Beteiligung an einem Joint Venture für einen Windpark in Deutschland. Die insgesamt geplante Installation von 100 Megawatt Leistung ist unser erstes grosses Engagement im Bereich der Windenergie. Ein weiterer Meilenstein ist die zukunftsweisende Investition von über 500 Mio. CHF in unsere Berner Energiezentrale, die Kehrichtverwertungsanlage Forsthaus. Dieses schweizweite Pionierprojekt ermöglicht uns ab 2012 dank modernster Anlagen, aus Kehricht, Holz und Erdgas umweltschonend Fernwärme, Dampf und Strom zu gewinnen. Damit bereiten wir nicht nur einer nachhaltigen Energieversorgung den Boden, wir geben

Managementansatz 4 Umsetzung 8 Kommunikation 11 Umwelt 12 Kundinnen und Kunden

16

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

18

Gemeinwesen 20 Anhang 22

auch wichtige Wirtschaftsimpulse für unsere Region. Zusätzlichen Antrieb erhalten diese durch unsere Investitionen in neue dezentrale erneuerbare Energien wie Kleinwasserkraftwerke und Solaranlagen sowie durch unsere Bemühungen hinsichtlich moderner Kommunikationstechnik. Die Grundlagen für den Datentransfer der Zukunft sind mit dem angestrebten Glasfasernetz geschaffen, in der Länggasse ist die Dienstleistung gar schon verfügbar. Weitere Quartiere werden 2011 folgen. Ebenfalls mit dem Wandel der Zeit gehen wir bei energieeffizienten Anwendungen für unsere Kundinnen und Kunden. Im immer wichtiger werdenden Bereich Elektromobilität beteiligen wir uns neu am gesamtschweizerischen Förderprogramm für Elektroscooter und lancierten mit der Marke ElectroDrive ein All-inMietangebot für zweirädrige Elektrofahrzeuge. In der öffentlichen Beleuchtung testen wir energieeffiziente LED-Strassenleuchten für eine Umsetzung in den kommenden Jahren. Damit sind wir unserer Vision, im Espace Bern die Nummer eins bei erneuerbaren Energien und Energieeffizienz zu werden, einen weiteren Schritt näher gerückt.

Daniel Schafer, CEO Energie Wasser Bern

3


Managementansatz

Managementansatz

Visionär, aber machbar.

Die Bedürfnisse der heutigen Generation so befriedigen, dass auch künftige Generationen auf eine gute und gesunde Lebensgrundlage zählen können: Das ist Nachhaltigkeit. Soll darauf ausgerichtetes Handeln Erfolg haben, gilt es, Zielkonflikte nach wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Kriterien auszugleichen. Auf Energie Wasser Bern umgemünzt, bedeutet Nachhaltigkeit also, eine verlässliche, umweltfreundliche und kosteneffiziente Versorgung der Region Bern sicherzustellen. Dies gelingt nur mit einem langfristigen Denkansatz. Dafür braucht es klare Rahmenbedingungen wie den deutlichen Entscheid für einen Atomausstieg bis 2039. Das ist zwar visionär, aber machbar. Energie Wasser Bern hat ihre Ziele mit dem Ausbau erneuerbarer Energien für die Stromproduktion längst in Angriff genommen und das Thema in der Agenda an erste Stelle gesetzt. Ergänzt wird dieses strategische Ziel mit Zukunftsthemen wie Energieeffizienz und Elektromobi-

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lität. Im Bereich Energieeffizienz will Energie Wasser Bern im Espace Bern sowohl gegen aussen als auch gegen innen führend sein. Auf Kundenseite animierte deshalb der «Stromsparcours» auf humorvolle Art mit kleinen, aber effektvollen Tipps und Tricks zum Kampf gegen das etwas andere Übergewicht, die überflüssigen Kilowattstunden. Deckel drauf, Licht aus, Tür zu, Temperatur runter und Wäsche an die frische Luft, hiess es da zum Beispiel. Immer mit dem Ziel, den Stromverbrauch zu senken. Statt eines Pokals winkt den fleissigen Energiesparern ein Bonus von 15 Prozent auf ihrem gewählten Stromprodukt. Ran an den Speck müssen aber auch die Mitarbeitenden. Dies, weil es mit dem internen Stromspargewissen noch nicht so weit ist, wie es sein müsste. Ab sofort läuft darum analog der erfolgreichen und mit einem Eintrag im «Jahrbuch der Werbung» ausgezeichneten Kundenkampagne 2009 auch intern eine «Drück mich»-Kampagne.

Nachhaltig und vernetzt. Der Anspruch auf die Nummer eins im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energie im Espace Bern und die grossen Herausforderungen durch sich ändernde Marktbedingungen und neue Technologien erfordern einen stetigen Auf- und Ausbau des eigenen Knowhows sowie starke Partnerschaften. Neben der Umwelt und deren Interessenvertretungen sind insbesondere Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende, Politik und Gesellschaft wichtige Anspruchsgruppen. Sie haben einen unmittelbaren und grossen Einfluss auf das Geschäft von Energie Wasser Bern und sind umgekehrt von unseren Kerntätigkeiten direkt betroffen. Entsprechend unserer Vision «Wir begeistern Kunden – nachhaltig und vernetzt» vertreten wir unsere führende Position hinsichtlich Serviceorientierung mit viel Engagement, stellen die Kundenbeziehung in den Mittelpunkt

unserer Dienstleistung und setzen uns beherzt für die Zufriedenheit und die Sicherheit der Kundinnen und Kunden ein. Dafür sind wir auf unsere Mitarbeitenden angewiesen. Sie sind die wichtigste Kraft im Unternehmen. Gute Anstellungsbedingungen und entsprechende Entwicklungsmöglichkeiten sind wichtige Motivatoren. Als modernes und innovatives Unternehmen mit lokaler Verankerung erbringt Energie Wasser Bern zudem Service Public für die Region und wird dabei als verlässlicher Partner eingestuft. Dies gelingt uns nicht zuletzt dank einer offenen und ehrlichen Kommunikation nach aussen wie nach innen. Die strategischen Schwerpunkte im Umgang mit den wichtigsten Anspruchsgruppen zeigen die Herausforderungen klar auf. Unsere Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit messen wir an den Fortschritten in diesen Themenbereichen.

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Managementansatz

Managementansatz

Strategische Schwerpunkte.

Die schematischen Darstellungen zeigen, wie sich Energie Wasser Bern in den nächsten Jahren für Nachhaltigkeit einsetzen wird. Pro Bereich findet sich oben die Vision, die drei Pfeiler nennen Ziele und Schwerpunkte für die Umsetzung, in der Basis stehen die Ansätze für ein Monitoring.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Umwelt. Umweltgerechte Gestaltung der gesamten Wertschöpfung: nachhaltiger Umgang mit Ressourcen Nummer eins im Bereich Energieeffizienz und erneuer­ bare Energien im Espace Bern

Nachhaltiger Umgang mit Natur und Wasser

Effizienter Umgang mit Abfällen und Materialien

–  Ausbau Portfolio erneuerbarer Energien und aktive Förderung bei Kunden

–  Ausstieg aus Kernenergie –  Wasserversorgung nach Vorgaben des kantonalen Rechts

–  Effiziente und umweltgerechte Entsorgung von Siedlungs­ abfällen in Kehrichtverwertungsanlage

–  Verantwortungsvoller Umgang mit Altlasten

–  Reduktion der internen Abfälle und des Materialienverbrauchs

–  Beratung Kunden zu effizientem Einsatz von Energie –  Förderung umweltschonender Mobilität

–  Erhaltung der Biodiversität

Begeisterte Mitarbeitende: kontinuierliche Entwicklung und Verbesserung Faire und leistungsorientierte Anstellungsbedingungen

Weiterentwicklung Kompetenz

Integration und Bindung Mitarbeitende

–  Marktgerechte und leistungs­ bezogene Löhne

–  Führung nach klaren Grundsätzen

–  Verankerung Leitbild und Werte

–  Honorierung von Arbeitsleistung statt Arbeitszeit

–  Systematische Personal­‑ ent­wicklung

–  Förderung einer ausgeglichenen «Work-Life-Balance»

–  Befähigung zu kostenorientiertem Handeln

–  Verhinderung von Diskrimi­ nierung –  Förderung der Chancengleichheit

– Flexibles Arbeitszeitmodell

–  Vorbildfunktion bei eigenem Energieverbrauch und Einführung eines CO2-Managements Umfassendes Umweltmanagementsystem mit Controlling, Energieberatung mit Erfolgskontrolle

Periodische Mitarbeitergespräche und Messung Mitarbeitendenzufriedenheit

Gemeinwesen.

Kundinnen und Kunden. Führend hinsichtlich Serviceorientierung: Kundenbeziehung im Mittelpunkt der Dienstleistungen Qualitätsanbieter bei Produkten und Services

Langfristige Kundenbindung dank Zuverlässigkeit

Sicherheit und Datenschutz

–  Differenzierung über den Service

–  Hohe Versorgungssicherheit gemäss Leistungsauftrag

–  Rasche Umsetzung neuer gesetzlicher Vorgaben

–  Marktführerschaft in der Stadt Bern

–  Datenschutz bei Kundendaten

–  Keine aggressive Preispolitik –  Absatzsteigerung von ökologischen Produkten

Verankert in der Region Bern: Reputation als verlässlicher Partner Service Public in der Region Bern –  Zuverlässige Versorgung im Querverbund –  Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit –  Angemessene Gewinnablieferung an die Stadt Bern

Fairer Umgang mit Anspruchs­gruppen

Offene und ehrliche Kom­munikation

–  Keine Dumpingpreise bei Akquisition von Neukunden

–  Hohe Transparenz (z.B. Reporting nach GRI)

–  Professionalisierung Public Affairs

–  Klares Profil und vermehrte Kommunikation von Erfolgen

– Gelebte Sozialpartnerschaft –  Eingehen von Kooperationen

–  Sponsoring lokaler Veranstaltungen

Systematisches Benchmarking mit Wettbewerbern und Erhebungen Kundenzufriedenheit

6

Systematischer Dialog mit Anspruchsgruppen

7


Umsetzung

Umsetzung

Dreistufiges Managementsystem. Energie Wasser Bern setzt sich für ihr Leitbild ein, in dem sowohl Vision als auch Werte des Unternehmens definiert sind. Konkretisiert wird das Leitbild in den Unternehmensgrundsätzen, der Strategie sowie in der Mittelfrist- und Jahresplanung. In jedem Führungsinstrument sind Aspekte des Qualitäts-, Umwelt- und Sozialmanagements integriert und konkrete Ziele formuliert. Deren Erreichen wird mittels Balanced Scorecard und der Nachhaltigkeitsindikatoren festge­halten. So eingebunden, können wir unsere an Nachhaltig­ keit orientierten Werte in der täglichen Arbeit leben, über­prüfen und stetig verbessern. Eine jährliche Überprüfung durch die Geschäftsleitung im Rahmen des Management Review stellt zudem sicher, dass die geplanten Massnahmen in Bezug auf Nachhaltigkeit auch wirklich umgesetzt werden. Daraus ergeben sich ihrerseits Korrektur- und Vorbeugemassnahmen, die in den neuen Jahreszielen sowie periodisch in Vision, Unternehmensgrundsätzen und Strategie Eingang finden. Mit diesem Zyklus gewährleisten wir die kontinuierliche Verbesserung unseres nachhaltigen Handelns.

Die drei Säulen. Unser Managementsystem nimmt das Dreisäulen­ prinzip der Nachhaltigkeit zum Vorbild und basiert auf unserem Prozessmanagement. Stellvertretend für das Mindestmass an vorgegebenen Qualitätsanforderungen, die wir in all unseren Prozessen einhalten müssen, steht die erste Säule deshalb für das Qualitätsmanagement. Es nimmt die Forderungen der ISONorm 9001 auf. Die zweite Säule bildet das auf der ISO-Norm 14001 basierende Umweltmanagement. Hier sind insbesondere Abklärungen zur Umweltrelevanz für alle Unternehmensbereiche und der systematische Einbau von Umweltschutzmassnahmen in unsere Prozesse beheimatet. Als dritte und letzte Säule verstehen wir das Sozialmanagement, welches unter anderem die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz beinhaltet.

Nachhaltiges Managementsystem. Leitbild Unternehmensgrundsätze Strategie Mittelfristplanung Jahresplanung

1. Qualitäts­ management

2. Umwelt­ management

3. Sozial­ management

Prozesslandschaft und -beherrschung Prozessmessung und Audits

Balanced Scorecard Nachhaltigkeitsindikatoren GRI Management Review Massnahmen

Umweltschutz als zentrales Anliegen. Im Sinne einer kontinuierlichen Weiterentwicklung lag der Fokus 2010 auf dem Prozess- und Umweltmanagement sowie dem weiteren Aufbau des Qualitätsmanagements: Zusammen mit den Fachabteilungen erarbeiteten wir die Grundlagen für eine einheitliche und integrierte Prozesslandschaft, erstellten die Unternehmens-Prozesslandkarte und auditierten über 100 Prozesse. Die Umweltauswirkungen des Unternehmens haben wir mittels der Umweltrelevanzmatrix analysiert. Sie ist ein Kernelement des Umweltma-

8

nagementsystems. In einem nächsten Schritt bauen wir nun Umweltmassnahmen systematisch in die einzelnen Prozesse ein. Mehrere Mitarbeitende aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen nahmen an externen Weiterbildungen zum Thema Umweltschutz teil. Auf diese Weise konnten wir die Umweltkompetenz im Unternehmen weiter erhöhen. Unsere Bestrebungen führen wir auch im Jahr 2011 weiter. Dann soll unser Qualitäts- und Umweltmanagementsystem gemäss den ISO-Normen 9001 und 14001 zertifiziert werden.

9


Kommunikation

Kommunikation

«Die Kampagne

Strom­-

sparcours ist aufgefallen: Über 4’000 Personen haben die

Microsite www.stromsparcours.ch besucht und mehr als

450 haben

sämtliche Wissensfragen fehlerfrei beantwortet.» Michael Bähler, Projektleiter Markom & Internet

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Offen und transparent: unsere Kommunikation. Eine transparente Kommunikation unserer Leistungen bezüglich Nachhaltigkeit ist uns wichtig. Deshalb haben wir unsere Nachhaltigkeitsberichterstattung in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut und verbessert. Ein kontinuierliches und offenes Reporting, das auch in Fachkreisen wahrgenommen wird. So stufte die nationale Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz zur Geschäftsberichterstattung der grössten Schweizer Unternehmen unseren Bericht 2009 in der Spitzengruppe der Energieversorger ein. Dass unsere Kommunikationsaktivitäten bei den richtigen Anspruchsgruppen ankommen, zeigt auch unsere Wirkungsmessung: Im Berichtsjahr haben wir erstmals unsere Medienarbeit und Medienresonanz professionell analysieren lassen. In der internen Kommunikation hat der Schweizerischen Verein für interne Kommunikation (SVIK) unser Mitarbeitendenmagazin DiALOG erneut nominiert. In der Kategorie Text erreichten wir den dritten Platz, das Magazin als Ganzes wurde mit dem vierten Platz belohnt. Gar internationale Beachtung finden unsere Kampagnen: Die aufs Stromsparen aufmerksam machende «Drück mich»-Kampagne ging 2010 im Jahrbuch der Werbung als Branchensieger des deutschsprachigen Raums hervor. Und bereits ist die Folgekampagne Strom­sparcours (Bild links) wieder für die nächste Ausgabe nominiert.

Geprüfte Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Im vorliegenden Bericht setzt Energie Wasser Bern die G3-Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) um und agiert damit nach dem weltweit führenden Standard der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Unser Geschäftsbericht samt Nachhaltigkeitsbericht und ergänzendem GRI-Inhaltsindex erfüllt wie in den letzten zwei Jahren den GRI-Anwendungslevel B. Dies wurde von GRI geprüft und bestätigt (siehe Anhang Seite 22). Anhand von über 90 Indikatoren zeigt der Bericht unsere Massnahmen in den Bereichen Umwelt, Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende sowie Gemeinwesen auf. Neben den folgenden Kapiteln, die ebendiesen Anspruchsgruppen gewidmet sind, finden sich im umfassenden GRI-Inhaltsindex auf unserer Website www.ewb.ch/nachhaltigkeit zahlreiche weitere Informationen.

11


Umwelt

Umwelt

Mit entscheidenden Schritten zum ökologischen Fussabdruck. Nummer eins in Energieeffizienz.

Entwicklung Stromproduktion und -absatz Energie Wasser Bern 2010–2050 2’500 Produktion Energiezentrale 2’000 Forsthaus +360 GWh

Wegfall Kernkraftwerk Fessenheim –120 GWh

Wegfall Ersatz Kernkraftwerk Wasserkraftwerke Gösgen Oberhasli (KWO) –595 GWh +/– 400 GWh

Ersatz Gas- und DampfKombikraftwerk Forsthaus +/– 300 GWh

1’500

1’000

2050

2049

2048

2047

2046

2045

2044

2043

2042

2041

2039

2038

2037

2036

2035

2034

2033

2032

2031

2030

2029

2028

2027

2026

2025

2024

2023

2022

2021

2020

2019

2018

2017

2016

2015

2014

2013

2012

2011

0

2040

500

2010

Vielversprechend und mannigfaltig sind zudem die Signale gegen aussen: Die Inbetriebnahmen der Fotovoltaikanlage in Spanien und des Windparks in Deutschland sind wichtige erste Schritte in Richtung Atomausstieg 2039, ebenso das Projekt Energiezentrale im Forsthaus West; die Eröffnung der grössten dachintegrierten Solaranlage in Melchnau, die Förder- und Mietprogramme für Elektromobilität weisen den Weg in die Mobilität der Zukunft. Sämtliche All-in-Pakete für Elektrofahrzeuge enthalten im Basispreis die fürs Aufladen notwendige Energie in Form von Ökostrom. Sichtbar wird nachhaltiges Handeln bei der öffentlichen Beleuchtung: Im Berichtjahr haben wir im Gebiet Bümpliz über 900 Quecksilberdampfleuchten durch energieeffiziente Halogen-Metalldampflampen ersetzt. Ziel ist, bis 2013 sämtliche herkömmlichen Leuchten zu ersetzen.

GWh

Energie Wasser Bern liegt ein nachhaltiger Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen am Herzen. Wir wollen unseren eigenen ökologischen Fussabdruck so klein wie möglich halten. Deshalb richten sich unsere Aktivitäten nicht nur an die Kundinnen und Kunden. Auch die Mitarbeitenden werden in die Pflicht genommen und für umweltbewusstes Handeln sensibilisiert. Gute Noten kriegt dabei das interne Recycling. Eigens dafür Verantwortliche sorgen dafür, dass alles, was recycelt werden kann, wiederverwertet wird, und trennen, was das Zeug hält. Um effizient arbeiten zu können und auch grösseren Mengen Altpapier gewachsen zu sein, haben wir eigens eine hausinterne Presse angeschafft. Für PET wurden die Mitarbeitenden vermehrt auf die interne Sammelstelle hingewiesen, was zu einer leichten Steigerung der fachgerecht entsorgten Flaschen führte. Was weder allgemeiner Kehricht, Altpapier, PET, Batterie noch Grünabfall ist, wird am Recycling-Hauptstandort Holligen genauer unter die Lupe genommen und gesondert gesammelt. Weniger rosig steht es um das interne Stromspargewissen. Hier will Energie Wasser Bern zukünftig noch mehr in entsprechende Kommunikationsmittel und Sensibilisierungsmassnahmen investieren. Den Anfang machte die interne «Drück mich»-Kampagne, die Ende letzten Jahres in Anlehnung an die Kundenkampagne 2009 lanciert wurde.

–500 Ersatz- und Neubauten

Heute bestehende Produktionsanlagen

Total Produktion

Total Absatz

Mit einer Prise Humor haben wir unsere Kundinnen und Kunden beim «Stromsparcours» angesprochen. Auf spielerische Art forderte die Kampagne sie zum StromsparTraining auf und versprach den Fleissigsten unter den Trainierenden gar einen Bonus von 15 Prozent auf das Stromprodukt ihrer Wahl. Ein weiterer Schritt, um das Verhalten zu sensibilisieren und den Energieverbrauch zu senken. Damit Energie Wasser Bern im Espace Bern in Sachen Energieeffizienz und erneuerbare Energie die Nummer eins bleibt.

«Was immer wieder ­­­verwertbar ist, sammeln und trennen wir.» Ernst Willimann, Lagerist

12

13


Umwelt

Indikatoren zu Umweltschutz

Massnahmen 2010

Umwelt

Wert 2010

Wert 2009

Veränderung Bewertung (Bandbreite +/–5%)

Handlungs­ Ausblick Massnahmen ab 2011 bedarf

Produktion und Ankauf erneuerbare Energie in MWh1

618’294

609’021

Laufende Investitionen in die Erneuerung der Anlagen KWO, Maggia und Blenio

471’462

476’603

K

Nein

Laufende Investitionen in die Erneuerung der Anlagen KWO, Maggia und Blenio

Davon Wasserkraft, die nach naturemade star (zertifizierter Ökostrom) hergestellt wird

Gesteigerter Absatz durch Zertifikate gedeckt. Studie zur Zertifizierung nach naturemade star des Kraftwerks Felsenau in Auftrag gegeben

22’699

19’865

J

Ja

Zertifizierung des Kraftwerks Felsenau nach naturemade star

Strom aus Abfall (Anteil erneuerbare Energie 50%)

KVA Forsthaus im Bau. Die neue KVA wird einen besseren Wirkungsgrad und weniger schädliche Emissionen ausweisen

17’315

16’796

K

Ja

Fertigstellung der neuen KVA 2012

Strom aus Fotovoltaik, Wind, Biomasse 2

Inbetriebnahme von zwei Fotovoltaikanlagen: Businesspark Bern und Melchnau. Förderprogramm für Fotovoltaikanlagen wurde weitergeführt. Insgesamt wurde weniger Biomasse zu Strom umgewandelt

4’580

4’7563

K

Ja

Weitere Investitionen in Fotovoltaikanlagen

Biogas

Gesteigerte Biogasproduktion ARA Region Bern

15’737

11’285

Holz

Verschiedene Contracting-Projekte mit Holzfeuerungen in der Projektierung. Inbetriebsetzung 480-kW-Pellets-Feuerungsanlage im November 2010

118

0

Wärme (inkl. Nah- und Fernwärme)

104’318

Kälte Produktion und Ankauf nicht erneuerbare Energie in MWh1 Steigerung der Effizienz des Kernkraftwerks Gösgen durch Erneuerung von Generator, Kondensatoren und Kühlturmelementen

Strom aus Abfall (Anteil nicht erneuerbare Energie 50%) Strom aus Pumpspeicherung Förderbeiträge für Gasbrenner

Heizöl Wärme (inkl. Nah- und Fernwärme) Kälte Verkauf erneuerbare Energie in MWh1

99’321

4’764

5’016

2’537’309

2’365’126

734’020

687’902

 

J J

Nein

  

J K K

Nein

K

Ja

16’796

K

Ja

114’833

124’863 1’317’899

1’600

2’703

228’162

201’414

K K K K K J J

Nein

1’429’542

      

Ja

Verschiedene KMU-Kampagnen (Mailings), aktives Anbieten von Wasserkraft

13’549

552’674

500’763

Nein

Ja

– Zunahme zertifizierter Wasserkraft aufgrund Phase-out ewb.BERNER.Kraft – Ökostromkampagne im 3.Q

Strom aus anderen erneuerbaren Energien (Fotovoltaik, Wind, Biomasse)

– Verschiedene KMU-Kampagnen (Mailings) – Verkaufsförderungsmassnahmen für Ökostrom umgesetzt

2’172

2’319

K

Ja

– Ökostromkampagne im 3.Q – Kapazität aus Phase-out ewb.BERNER.Kraft ¢ Mengenverkauf über Handel

Wärme (inkl. Nah- und Fernwärme) Kälte

Verkauf nicht erneuerbare Energie in MWh an Endverbraucher

Wärme (inkl. Nah- und Fernwärme) Kälte

14

Aktiver Verkauf von erneuerbaren Energien auf Kosten von nicht erneurbaren Energien

15’737

11’285

Nein

J

Nein

 

J K

Nein

104’318

99’321

4’764

5’016

2’357’478

2’368’296

K

673’325

695’441

J

Nein

15’595

16’224

J

Nein

1’428’558

1’316’805

  

K K J

Nein

228’162 11’837

201’414 13’549

0

0

K

Ja

Ab 2011 wird der Eigenverbrauch (exkl. KVA) ausschliesslich mit Biogas gedeckt

Wärme (inkl. Nah- und Fernwärme)

1’047

1’051

4’041

4’420

K K

Nein

Eigenverbrauch nicht erneuerbare Energie: Interner nicht erneuerbarer Energieverbrauch in MWh

 

Strom aus Kernenergie, Blockheizkraftwerken

0

0 1’094

J J

Nein

984

   

K K

Nein

 

K J

Nein Nein

Reduktion des Fahrzeugflottenbestands, Ersatz soweit möglich durch Erdgasfahrzeuge

Biogas

Ja

Ja

Umfassende Analyse sämtlicher Bürogebäude bezüglich Energieverbrauchs

Umstellung des gesamten Erdgasverbrauchs auf Biogas (exkl. KVA)

1’047

1’051

Heizöl

162

191

Dieselöl

868

957

Benzin

529

733

398

355

J

Ja

Umstellung des gesamten Erdgastreibstoffverbrauchs auf Biogas

35

27

J

Nein

Ausgemusterte Fahrzeuge werden weiterhin durch Erdgasmodelle ersetzt

8

2

J

Nein

2011 werden zwei Elektroautos für die ewbFahrzeugflotte angeschafft

836

936

J

Ja

Siehe Massnahmen oben

72’310

66’567

K

Nein

0.223

0.227

K

Nein

106’087

102’859

  

J K

Ja

Anteil Gasfahrzeuge der Betriebsflotte in %

Nein

J

Massnahmenplan mit Kundenmailing und Kundenbesuchen für die Erhöhung des Bekanntheitsgrades und zur Generierung von Biogas-Bestellungen

Eigenverbrauch ab 2011 ausschliesslich zertifizierter Ökostrom (ewb.NATUR.Kraft Mix), Weiterentwicklung der internen Stromsparkampagne «Drück mich»

CO2-Emissionen

K

Ja

CO2-Emissionen in t Eigener Energieverbrauch

19’865

K

Nein

23’152

6’540

Interne Stromsparkampagne «Drück mich» zum Reduzieren des eigenen Stromverbrauchs

Nein

Produkt ewb.BERNER.Kraft wird abgebaut, diese Menge wird 2011 drastisch abnehmen und ab 2012 reine Handelsmasse

Ausbau Kälteverbund Businesspark und Steigerung der Abwärmenutzung, Start Projektierung Kälteproduktion von Roll 2011, Inbetriebnahme 2013

Gesamtmenge CO2-Emissionen in t inkl. Contractinganlagen, Kehrichtverwertung und eigener Blockheizkraftwerke Ausstoss CO2-Emissionen in t pro MWh Contractinganlagen, Kehrichtverwertung und eigene Blockheizkraftwerke

Ja

Heizölverbrauch wird ab 2011 durch Erdgas abgelöst

Materialgebrauch, Recycling, Abfall Gesamte Kehrichtverwertung in der KVA in t

Nein

Eigener Abfall Kehricht in t

Verfeinerung des Abfallkonzeptes

72

87

Altpapier in l

Konsequente Abfalltrennung, Information an Mitarbeitende

237’000

220’000

Pet in l

Konsequente Abfalltrennung, Information an Mitarbeitende

104’000

73’000

J

Nein

Sonstige Recyclingmaterialien in t (Metalle, Altkabel, Nespressokapseln etc.)

Verbesserte Informationen über die diversen Sammelstellen

277

410

J

Nein

Grünabfall in l

Grünfläche wurde verkleinert, deshalb weniger Grünabfälle

13’000

15’000

J

Nein

24’682

23’010 1’142

 

K K

Nein

1’238

Schlacke aus KVA in t Sondermüll in t (Hydroxidschlamm, Altöl etc.)

Nein

Ausgemusterte Fahrzeuge wurden weiterhin durch Erdgasmodelle ersetzt. 2010 haben wir aus Kostengründen einen Beschaffungsstopp für Fahrzeuge ausgesprochen. Alte Fahrzeuge wurden aussortiert und es wurden keine Ersatzfahrzeuge mehr beschafft

Anzahl Elektrofahrzeuge in eigener Betriebsflotte Den Mitarbeitenden stehen 4 Elektroscooter (E-Bikes, E-Scooter) und 4 Elektrovelos zur Verfügung. Diese eignen sich besonders für Fahrstrecken in der Innenstadt, da damit die Parkplatzproblematik umgangen werden kann

Nein

Verkaufsförderungsaktivitäten für Ökostrom bei KMU und Privatkunden

6’302

22’061

Fertigstellung der neuen KVA 2012

Davon Wasserkraft, die nach naturemade star (zertifizierter Ökostrom) hergestellt wird

Strom aus Abfall (Anteil erneuerbare Energie 50%)

23’136

Strom

Erdgas als Treibstoff

Auslaufende Beteiligung Kernernergie (KKW Fessenheim) durch neue regionale Anlagen für erneuerbare Energie ersetzen

17’315

11’837

Nein

Umweltfreundliche Mobilität

376’282

Erdgas

Handlungs­ Ausblick Massnahmen ab 2011 bedarf

K

Nein

419’381

Strom aus Abfall (Anteil nicht erneuerbare Energie 50%)

Veränderung Bewertung (Bandbreite +/–5%)

Wärme (inkl. Nah- und Fernwärme)

Nein

Verschiedene KMU-Kampagnen (Mailings), aktives Anbieten von Wasserkraft

Strom aus Kernenergie, Blockheizkraftwerken

Wert 2009

23’112

Erdgas

Strom aus Wasserkraft (ohne Pumpenergie)

Biogas

Wert 2010

24’183

Eigenverbrauch erneuerbare Energie: Interner erneuerbarer Energieverbrauch in MWh

Strom aus Wasserkraft (ohne Pumpenergie)

Erdgas

Massnahmen 2010

Eigenverbrauch

Energieproduktion

Strom aus Kernenergie, Blockheizkraftwerken

Indikatoren zu Umweltschutz

1)

ohne Handel

2)

ohne KEV-Produktion in Spanien

3)

korrigierte Mengen 2009

Nein

Nein

Nein

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Kundinnen und Kunden

Kundinnen und Kunden

Zuverlässig und kompetent.

Gute Neuigkeiten von der Kundenseite: Laut dem Kundenbindungsmonitor von Swisspower sind 62 Prozent der Kundinnen und Kunden von Energie Wasser Bern als treue Fans einzustufen. Ebenso erfreulich der Index für die Bleibebereitschaft. Er ist gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen und sichert Energie Wasser Bern im Vergleich zu anderen städtischen Energieversorgern der Schweiz den Spitzenplatz. Werte, die zeigen, dass unsere Vision, die Kundinnen und Kunden nachhaltig und vernetzt zu begeistern, glaubwürdig gelebt wird und das Unternehmen Kundenkritik ernst nimmt. So sind wir verschiedene Verbesserungspotenziale konsequent angegangen und haben beispielsweise die Kommunikation bei Mitarbeitenden mit Kundenkontakt vermehrt geschult. Als Basis, um unsere Dienstleistungen und unser Verhalten zu optimieren, haben wir eine umfassende Analyse des Kundencenters gestartet. Dank professionellem Kundenbeziehungsmanagement (CRM) und Informationsveranstaltungen zu Themen wie dem neuen Preissystem für Erdgas und der Einführung von Biogas konnten wir unsere Kundenbeziehungen weiter intensivieren. Bereits zum vierten Mal konnten wir zusammen mit dem Amt für Umweltschutz der Stadt Bern den Berner Energiepreis verleihen. In der Kategorie «privatrechtliche Unternehmen» überzeugten zwei Firmen, die sich gleicher-

Indikatoren zu wirtschaftlicher und verlässlicher Kundenversorgung

Massnahmen 2010

Wert 2010

massen für Energieeffizienz und erneuerbare Energien einsetzen: Das Restaurant O bolles und die Swisscom AG. Die Pfadi Falkenstein Köniz gewann in der Kategorie «öffentlich-rechtliche Institutionen».

Kunden nutzen Energieberatung.

Besondere Erfolge gibt es in der Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien zu vermelden. Der Stromsparbonus machte viele Kunden neugierig und auch die aktive Kundenansprache im Bereich KMU zeigte erneut Wirkung. Neben zahlreichen Telefonberatungen durfte das Kundenberatungsteam im Berichtsjahr insgesamt 80 Energieberatungen Standard durchführen. Ebenfalls beeindruckende Zahlen generierte das Privatkunden-Mailing «Winback auf erneuerbare Energien». Hier liessen sich 15.3 Prozent der angeschriebenen Kunden ohne zusätzliche Anreize zu einem Wechsel von ewb.BASIS.Kraft auf ewb.WASSER.Kraft bewegen. Resultate, die einer nachhaltigen Zukunft den Boden bereiten. Innovative Neuerungen wie die Einführung von ausschliesslich aus der Schweiz stammendem Biogas ermöglichen unseren Kundinnen und Kunden, in Zukunft auch beim Kochen und Heizen auf erneuerbare Energie zu setzen.

Wert 2009

Veränderung Bewertung (Bandbreite +/–5%)

Handlungs­ Ausblick Massnahmen ab 2011 bedarf

Kundenbeziehungen, Beratung und Zufriedenheit Einnahmen von Kunden in Mio. CHF

Weiterführung des Aktionsprogramms Kundenorientierung

437.7

464.6

K

Nein

Ungestützter Bekanntheitsgrad in %

Kommunikationsmassnahmen gemäss Kommunikationskonzept

96

94

Nein

Kundenzufriedenheit (Index 0: sehr unzufrieden bis 100: sehr zufrieden)

Weiterführung des Aktionsprogramms Kundenorientierung

81

80

Nein

673

607

Nein

100

100

Nein

11

11

Nein

0.22

0.24

Nein

8.374

9.83

Nein

11

21

Nein

Anzahl Kundennachfragen via Website Anteil Mitarbeitende in %, in deren jährlichen Führungsgesprächen die Kundenorientierung ein fixes Thema ist

Auf Bogen für Mitarbeitergespräche ist Kundenorientierung ein Bewertungskriterium

Anzahl Kundenmitteilungen zu Sicherheit und Schutz

Medienmitteilungen, Rechnungsbeilagen und Artikel im Kundenmagazin

Versorgungssicherheit SAIFI (System Average Interruption Frequency Index): Anzahl Energieversorgungsunterbrüche eines Kunden innerhalb eines Jahres SAIDI (System Average Interruption Duration Index): Durchschnittliche Zeit in Minuten, die eine Kundin oder ein Kunde pro Jahr keine Energie geliefert erhält Anzahl Beschwerden wegen Unterbruch der Versorgung

«Mit unseren Gross­ kunden pflegen wir eine persönliche Beziehung, die sehr stark auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt basiert.» Markus Illien, Key Account Manager

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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Zeichen des Wandels.

Indikatoren zu sozialveranwortlicher Personalpolitik

Massnahmen 2010

Wert 2010

Wert 2009

Veränderung Bewertung (Bandbreite +/–5%)

Handlungs­ Ausblick Massnahmen ab 2011 bedarf

Personalbestand und Fluktuation Personalbestand in Vollzeitäquivalenten

Konsolidierung und Effizienzsteigerung durch übergreifenden Einsatz der Mitarbeitenden

619

595

* Nein

Fluktuationsrate gesamt in % (inkl. Pensionierungen)

Firmenimage und Mitarbeiterbindung durch gute Arbeitsbedingungen sichern

7.75

7.5

* Nein

11

11

* Ja

64

51

Nein

Anzahl Mitarbeitende ohne GL, oberes und mittleres Kader

592

606

Nein

Frauen in GL, oberes und mittleres Kader in %

4.7

3.9

Nein

19.8

19.1

Nein

17

19

Ja

1.8

2.0

Nein

Ausbildungsbudget auf realisierbare und betrieblich notwendige Weiterbildungen anpassen

75.7

72.3

Nein

Konsolidierung und Prüfung weiterer Optimierungsmöglichkeiten (pro.ewb)

74.6

71.7

Ja

0.18

0.12

Nein

70

65.0

Nein

Anzahl Mitarbeitende mit Teilzeitstelle in %

Mitarbeitende sind bei Energie Wasser Bern die wichtigste Ressource des Unternehmens. Entsprechend werden sie gefördert und gefordert. Denn nur motivierte und leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbringen herausragende Arbeitsergebnisse, wie sie die Dynamik der Energiebranche erfordert. Das interne Kaderschulungs- und Entwicklungsangebot STeP wurde im Berichtsjahr nicht nur weiterentwickelt, sondern nebst dem oberen wurde neu auch das mittlere Kader miteinbezogen. Das obere Kader bildete sich in den Bereichen Strategie- und Prozessmanagement, Changemanagement, vernetztes Denken und Handeln weiter. Derweil unterzogen sich die Mitarbeitenden der mittleren Kaderstufe einer Analyse in einem Development Center. Basierend auf diesen Ergebnissen werden für 2011 die drei Module Führungskommunikation, Veränderungsmanagement und Umgang mit Konflikten konzipiert. Weiteren frischen Wind verspricht die im Oktober 2010 von der Geschäftsleitung verabschiedete, neue HR-Strategie, mit deren Umsetzung ab 2011 begonnen werden soll.

Zielorientiert und fachlich herausfordernd.

Nach 2007 haben wir im vergangenen Jahr erneut eine Mitarbeitendenzufriedenheitsmessung (MiZuMe) durchgeführt. Der mit 78 Prozent sehr hohe Rücklauf spricht für die kombinierte Befragung online wie auch auf Papier für jene Mitarbeitenden ohne Internetzugang. Das für Arbeitszufriedenheit und Identifikation zentrale Thema Arbeitsinhalt erhielt eine sehr positive Beurteilung. Auch das zielorientierte Verhalten der Mitarbeitenden ist mit 77 von 100 möglichen Punkten auf einem sehr guten Niveau. Die Mitarbeitenden haben Freude an ihrer Arbeit und betrachten den Arbeitsinhalt als sinnvoll und fachlich herausfordernd. Ebenfalls positiv bewertet wurden die Themenbereiche Vorbildfunktion, Kundenorientierung, Gesundheitsfragen und die Begeisterung. Schwächer beurteilt wurden die Themenfelder Entwicklungsmöglichkeiten, Mitarbeitergespräch, Geschäftsleitung, Verbindlichkeit sowie Arbeitsabläufe, wobei sich die Beurteilung der Arbeitsabläufe im Zeitvergleich erfreulich verbesserte. Nach einer detaillierten Analyse inklusive einem Workshop mit der Geschäftsleitung wird das Handlungs- und Verbesserungspotenzial genutzt, um gezielt Massnahmen zu erarbeiten.

Personalstrukturanalyse durchführen (Demographie)

Gleichstellung Anzahl Mitarbeitende in GL, oberes und mittleres Kader

Frauen ohne GL, oberes und mittleres Kader in %

Ausbildungsmodule für oberes Kader; Entwicklungsassessments für mittleres Kader

Mädchen auch für technische Lehrberufe motivieren

Kompetenzentwicklung und Förderung Durchschnittliche Weiterbildungszeit pro Mitarbeitenden in Stunden pro Jahr

Vermehrt individuelle Förderung gemäss Weiterbildungskonzept; Strategiekommunikation

Verfügbares Ausbildungsbudget in % der gesamten Personalkosten Beanspruchter Anteil des verfügbaren Ausbildungsbudgets in %

Fokussiertere Ausbildungen gemäss Funktionsanforderungen

Anstellungsbedingungen und Schutz Gesamte Personalausgaben in Mio. CHF (Löhne und Sozialleistungen) Durchschnittliche Abwesenheiten infolge Berufsunfällen in % Anteil Personal (inkl. Büropersonal), das Auffrischungskurs zu Arbeitssicherheit erhielt, in %

Weiterführung der Schulungsangebote

GAV-Verhandlungen inkl. neuem Lohnsystem

* keine Bewertung sinnvoll bzw. möglich

«Insgesamt hat sich die

Zufrieden­heit der Mitar­ beitenden bei den befragten Themengebieten erhöht. Unsere Umfrage zeigt jedoch ganz klar,

Verbesserungs­ potenzial liegt. Hier

wo das

lassen sich konkrete Massnahmen umsetzen.» Natascha Sunier, Organisationsberaterin

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Gemeinwesen

Gemeinwesen

Herkunft verpflichtet.

Gegenüber dem Gemeinwesen pflegt Energie Wasser Bern die Werte Nachhaltigkeit und Kontinuität ebenso wie bei den übrigen Anspruchsgruppen. Getragen wird dies durch einen fairen Umgang und von einer offenen, ehrlichen und transparenten Kommunika­tion. Qualität statt Quantität und langfristige Engagements statt kurzlebige Begeisterung heissen die Maximen des Sponsorings. Dazu gehören in erster Linie der BärenPark und der SCB. Flankiert wurden sie im Berichtsjahr von der Eisbahn vor dem Bundeshaus, dem Beckett-Klassiker «Warten auf Godot» im alten Bärengraben und dem TramBernFest zur Eröffnung der neuen Tramlinie Bern West. Als klares Bekenntnis zu nachhaltigem Handeln und ökologischer Ausrichtung unterzeichnete Energie Wasser Bern im August zudem den Sponsoringvertrag für den von der Universität Bern vergebenen Berner Umweltforschungspreis. Doch bewegt sich das Unternehmen in seiner Rolle als Unterstützerin nicht nur dort, wo viel Rampenlicht zu erwarten ist. Vielmehr wurden im Sinne eines aktiven Kultur- und Vereinslebens in Bern und Umgebung auch im vergangenen Jahr viele kleine Vereine

und Institutionen mit Gönnerbeiträgen unterstützt. Dass der Fokus hierbei auf Lokalem und Regionalem liegt, gründet in der engen Verbindung des Energieversorgers zu seiner Heimat.

Indikatoren zu gesellschaftlichem Engagement

Massnahmen 2010

Wert 2010

Wert 2009

Veränderung Bewertung (Bandbreite +/–5%)

Handlungs­ Ausblick Massnahmen ab 2011 bedarf

Gewinnausschüttung, Sponsorship, und Gratisleistungen Gewinnausschüttung an die Stadt Bern in Mio. CHF

Erhöhung der Gewinnausschüttung um 25 Millionen Franken (2009–2011), siehe Verwendung des Jahresergebnisses, GB S. 68

65.0

72.5

Nein

Zum Wohle des Gemeinwesens.

Gesamtsumme für lokales Sponsorship (effektiv getätigte Ausgaben) in CHF

Weiterführung bisheriger Sponsoringengagements, neues Sponsoring Berner Umwelt­ forschungspreis (ausgabewirksam erst 2011)

545’568

581’958

Nein

In Bern ist das Unternehmen zu Hause, hier will es Service Public leisten. Service Public, der nicht an den Rändern der Sponsoringverträge haltmacht, sondern auch als wichtige Arbeitgeberin und durch die Gewinnablieferung an die Stadt Bern gelebt wird. Immer mit dem Ziel, die zuverlässige Versorgung der Kundinnen und Kunden sicherzustellen. Dass Energie Wasser Bern in dieser Hinsicht viel Vertrauen geniesst, zeigte die Abstimmung von vergangenem November. Mit 60.6 Prozent bekennt sich das Stadtberner Stimmvolk zur Strategie des geplanten Atomausstiegs 2039. Bestätigt wird dieser Entscheid durch die Studie der INFRAS zur Energieeffizienz, welche wir zusammen mit Kantonen und Umweltverbänden unterstützt haben.

Anzahl Personen, die eine Werkführung besucht haben

1’350

1’482

Nein

Gönnerbeiträge gemäss Sponsoringkonzept

41

30

Nein

Anzahl Neuanstellungen

Kontinuierliche Optimierung und Professionalisierung der HRM-Prozesse. Firmenimage und Mitarbeiterbindung durch gute Arbeits­ bedingungen sichern.

66

70

Nein

Anzahl Lernende

Bestehende Ausbildungsplätze attraktiv auf unserer Homepage positionieren. Abklärungen für zusätzliche Ausbildungsprofile im Betrieb durchführen.

18

23

Nein

4

3.8

Nein

Anzahl geförderte lokale Anlässe/Gruppen (Gönnerbeiträge) Arbeitgeber und Auftraggeber

Vermeidung von negativen Auswirkungen Durchschnittliche Zeit in Tagen, die Anwohnende auf Antwort zu Anfragen oder Beschwerden warten mussten

«Wir setzen im

Sponsoring auf

mittel- bis langfristige Partnerschaften, einen starken regionalen Bezug und Projekte, die zu unserem Unternehmen passen.»

Florian Knapp, Leiter Markom, Sponsoring & Events

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Anhang

Impressum.

Herausgeberin Energie Wasser Bern (ewb) Monbijoustrasse 11 3001 Bern Telefon 031 321 31 11 Telefax 031 321 34 95 info@ewb.ch www.ewb.ch

Beratung Nachhaltigkeit sustainserv GmbH, Zürich/Boston Datenerhebung Umwelt INES Ingenieurbüro, Bern Text sustainserv GmbH, Zürich/Boston Karin Hänzi, Text Stil Leben, Bern

Fotos Andrea Campiche, bildlich.ch, Schönbühl Micha Eicher, Energie Wasser Bern, Bern Brigitte Mathys, gestalterin & bildermacherin, Langenthal Lithografie Marti Media AG, Hinterkappelen Druck Rub Graf-Lehmann AG, Bern

U ern

Gestaltung Polyconsult AG, Bern

Unser Strom erneuerbaren E

geliefert du

Unser Strom kommt aus erneuerbaren Energien

geliefert durch Energie Wasser Bern

CO2-Fussabdruck dieses Berichtes. Unser Druckpartner Rub Graf-Lehmann legt Wert auf einen nachhaltigen Druckprozess. Unser Strom kommt aus Gedruckt wird mit 100 Prozent Wasserkraft auf Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft erneuerbaren Energien (FSC). Anstelle von Heizöl oder Gas bezieht Rub Graf-Lehmann Fernwärme aus der nahen Kehrichtverwertungsanlage. Das Unternehmen achtet auf kurze Transportwege und bezieht das Papier bei seinem Hauptlieferanten in unmittelbarer Nähe entweder per Bahn oder via CO2-neutrale LKW-Logistik. geliefert durch Energie Wasser Bern

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Nachhaltigkeitsbericht 2010 by Energie Wasser Bern - Issuu