Energie Wasser Bern
Gesch채fts- und Nachhaltigkeitsbericht 2013
Inhalt
Rückblick und Ausblick 3 Wichtigste Geschäfte Energiezentrale Forsthaus
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Geschäftsfelder 15 Ziele der Geschäftsfelder
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Wichtigste Geschäfte im Jahr 2013
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Anspruchsgruppen 25 Nachhaltiges Managementsystem
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Umwelt 28 Kundinnen und Kunden
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Mitarbeitende 32 Gemeinwesen 34 Jahresbericht Ökofonds 37 Corporate Governance 43 Finanzbericht 55 Finanzbericht Stammhaus
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Abschluss 58 Anhang zur Jahresrechnung
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Erläuterungen zu Positionen Jahresrechnung
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Spartenergebnisse 76 Risikomanagement 92 Bericht der Revisionsstelle
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Finanzbericht Konzern Konzernrechnung 96 Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung
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Erläuterungen zu Positionen der Konzernrechnung
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Anhang Risikomanagement Konzern
113
Bericht der Revisionsstelle
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Daten und Fakten Stammhaus 116 GRI-Zertifikat 121
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R端ckblick und Ausblick
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Rückblick und Ausblick
Franz Stampfli, Verwaltungsratspräsident, und Daniel Schafer, CEO
Gut aufgestellt als Gesamtenergiespezialist Auf diesen Moment haben wir viele Jahre lang hingearbeitet: Am 23. März 2013 feierten wir zusammen mit rund 12’000 Besucherinnen und Besuchern die Eröffnung der Energiezentrale Forsthaus. Es gehört zu den unvergesslichen Augenblicken einer Karriere in der Energiebranche, eine so grosse Produktionsanlage in Betrieb zu nehmen – planmässig und vor allem ohne grössere Unfälle während der Bauarbeiten. Ein genauso aussergewöhnliches Ereignis ist der Besuch einer Bundesrätin. Energieministerin Doris Leuthard sagte bei der Einweihung der Energiezentrale Forsthaus, mit dieser Anlage werde die Stadt Bern punkto Energiewende zum Vorbild für die ganze Schweiz. Damit übertrieb sie nicht: Die Kombination von Kehrichtverwertungsanlage, Gas- und Dampfkombikraftwerk sowie Holzheizkraftwerk bedeutet eine Schweizer Premiere und einen Meilenstein für Energie Wasser Bern. Unser Unternehmen kommt damit auf dem Weg zum Atomausstieg einen grossen Schritt voran.
Europäisch vernetzt
lokale Angelegenheit mehr, sondern funktioniert längst als europäischer Markt. In verschiedenen Nachbarländern herrschen ideale Bedingungen für die Produktion aus neuen erneuerbaren Energien. Diese Chance nutzen wir, investieren aber bewusst diversifiziert. Eine Herausforderung bleibt dabei der Energietransport: Damit der Strom dereinst besser über die Landesgrenzen fliessen kann, müssen die Netze modernisiert und ausgebaut werden. Eine ganzheitliche Sichtweise nehmen wir auch bei der künftigen Energiestrategie der Schweiz ein. Wir sind überzeugt, dass der Umbau des Energiesystems technologisch und wirtschaftlich machbar ist. Er verlangt aber eine Gesamtbetrachtung aller Anwendungen von Energie – Strom, Wärme und Mobilität – sowie der verschiedenen Netze und der Speicher. Netzkonvergenz nennen Fachleute diese schlaue Kombination. Wir verfolgen sie konsequent. Gerade deshalb ist unser New Business so wichtig: Mit unseren Angeboten bei der Gebäudetechnik und der Mobilität sorgen wir für eine höhere Energieeffizienz; dank unserem Glasfasernetz machen wir die Energieversorgung intelligenter.
Trotz solchen Leuchtturmprojekten wird die Schweiz künftig nicht nur auf die einheimische Stromproduktion setzen können. Denn die Stromversorgung ist keine
Daniel Schafer, CEO 5
Rückblick und Ausblick
Strategie überprüft Parallel zu den Herausforderungen der Energiewende beschäftigt uns mehr denn je die Liberalisierung der Energiemärkte. Im Strombereich nutzen inzwischen mehr als ein Viertel der Kunden mit grossem Verbrauch ihre Wahlmöglichkeit und beantragen den Netzzugang – also den Zugang zum freien Strommarkt. Noch auf mehrere Jahre hinaus werden tiefe Marktpreise die Bereitschaft erhöhen, den Energielieferanten zu wechseln. Dem verstärkten Wettbewerb zum Trotz schliesst Energie Wasser Bern das Jahr 2013 mit einem guten Ergebnis ab. Auch im schwierigen Umfeld bleibt unser Unternehmen kompetitiv. Doch der Trend der vergangenen Jahre hält an: Die Margen sinken weiter. Schon heute sind die Gestehungskosten des von Energie Wasser Bern produzierten Stroms teilweise höher als die Marktpreise. Vor allem der in Deutschland stark subventionierte Strom aus neuen erneuerbaren Energien sorgt dafür, dass die Preise auf dem freien Markt momentan nur eine Richtung kennen – nach unten. Uns als Produzent bringt die aktuelle Konstellation in eine schwierige Lage. Denn mit unseren Kraftwerken lassen sich nicht mehr die Gewinne früherer Jahre generieren, die wir reinvestieren könnten. Gleichzeitig müssen wir im Hinblick auf den Atomausstieg weitere Produktionsanlagen realisieren. Dieser Divergenz haben wir uns mit einem Strategiereview angenommen. Als Lösung sehen wir, uns noch stärker als Gesamtenergie-
spezialist zu positionieren und unsere strategischen Vorteile als Querverbundunternehmen intensiver zu nutzen – gerade auch für die Kundenbindung. Wir setzen auf innovative Gesamtlösungen, die reine Stromversorger nicht anbieten können.
Nachhaltigkeit im Fokus Das Ziel ist dabei nicht mehr der Verkauf möglichst vieler Kilowattstunden Energie. Stattdessen gewinnt unsere Rolle als Netzbetreiber an Bedeutung. Insbesondere geht es darum, die dezentrale Energieproduktion in vielen kleinen Anlagen optimal zu steuern und so die zunehmend schwankende Belastung des Netzes auszugleichen. Die Positionierung als Gesamtenergiespezialist passt perfekt zu unserem Fokus auf Nachhaltigkeit. Die angestrebten effizienten und kundenfreundlichen Lösungen entstehen im Rahmen unseres kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Aspekte des Qualitäts-, Umwelt- und Sozialmanagements sind dabei stets präsent. Als Leitplanken dienen uns einerseits die Vorgaben der Global Reporting Initiative (GRI). Andererseits zeigen unsere ISO-Zertifizierungen, dass das Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzmanagement in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert hat. Besonders erfreulich: Als erstes Gremium in der Energiebranche wurde unser Verwaltungsrat dieses Jahr von der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS) mit dem Best Board Practice-Label ausgezeichnet.
«Die nachhaltige Energiezukunft der Schweiz verlangt ein Umdenken – ein vernetztes Denken. Wir als Gesamtenergiespezialist wollen bei den Herausforderungen von Energiewende, Wettbewerb und Versorgungssicherheit Teil der Lösung sein.»
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Konstruktive Gespräche Qualität bedeutet für uns auch, den verschiedenen Anspruchsgruppen Wertschätzung entgegenzubringen. Dazu führen wir mit ihnen einen konstruktiven Dialog. Beispielsweise lud Energie Wasser Bern den Stadtrat im Herbst 2013 zu einer offenen Gesprächsrunde ein und führte einen Open-Space-Workshop für die Mitarbeitenden durch. Beide Anlässe lieferten wertvolle Inputs für die Weiterentwicklung unseres Unternehmens. Den Dialog mit den Kundinnen und Kunden haben wir mit unserem neuen Besucherzentrum ewb deutlich verstärkt. In dieser «Ausstellung zum Anfassen und Erleben» erzählen wir den Besucherinnen und Besuchern von unserer Arbeit, erklären ihnen die Zusammenhänge der Energieversorgung und zeigen ihnen Zukunftsperspektiven auf. Dabei werden sie sich ihrer persönlichen Mitverantwortung dafür bewusst, dass die Energie wende gelingt.
Gesamteffizienz zählt Franz Stampfli, Verwaltungsratspräsident
Auf dem Weg zur atomfreien Zukunft gibt es für uns mittlerweile verschiedene Leitplanken – städtische, kantonale und nationale. Die Beteiligten auf allen Stufen müssen offen sein für neue Lösungen. Denn effiziente Anwendungen wie Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge führen zu einem höheren Stromverbrauch, wirken sich aber dennoch positiv auf die Gesamteffizienz und den Klimaschutz aus. Die nachhaltige Energiezukunft der Schweiz verlangt also ein Umdenken – ein vernetztes Denken. Und wir als Gesamtenergiespezialist wollen bei den Herausforderungen von Energiewende, Wettbewerb und Versorgungssicherheit Teil der Lösung sein.
Franz Stampfli
Daniel Schafer
Verwaltungsratspräsident CEO
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Wichtigste Geschäfte
Das Jahr 2013 im Überblick
1. Quartal
1. Januar – 31. März
Energie Wasser Bern verzeichnet ein operatives Ergebnis von 32.6 Mio. CHF 2012 erwirtschaftete Energie Wasser Bern in einem energiewirtschaftlich schwierigen Umfeld ein gutes operatives Ergebnis von 32.6 Mio. CHF. An die Stadt Bern entrichtet der städtische Energieversorger 43 Mio. CHF. Der GAV 2013 tritt in Kraft Mit der Anpassung des GAV positioniert sich Energie Wasser Bern als modernes und fortschrittliches Unter nehmen. Das neue sozialverantwortliche Regelwerk bietet Flexibilität für alle Beteiligten. Mitarbeitendenzufriedenheitsmessung 2013 Um die Bedürfnisse und Erwartungen der Mitarbeitenden wie auch ihre Beurteilung der Arbeitssituation zu kennen, führt Energie Wasser Bern nach 2010 erneut eine Umfrage unter allen Mitarbeitenden (MiZuMe 2013) durch. Gründung der nationalen Gesellschaft Swiss Fibre Net AG Die Partner des 2011 ins Leben gerufenen nationalen Glasfaser-Verbundes der regionalen Energieversorger (EVU), Swiss Fibre Net, konkretisieren ihre Zusammenarbeit und gründen das Gemeinschaftsunternehmen Swiss Fibre Net AG (SFN AG). Damit wird der Verbund der EVU zu einem der führenden Breitbandanbieter in der Schweiz. Eröffnung der Energiezentrale Forsthaus Vier Jahre nach Baubeginn nimmt die Energiezentrale Forsthaus ihren regulären Betrieb auf. Die Eröffnung ist für Energie Wasser Bern ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur nachhaltigen Energieversorgung: Mit einer Stromproduktion von bis zu 360 Gigawattstunden pro Jahr deckt die Anlage rund einen Drittel des Stadtberner Strombedarfs.
2. Quartal
1. April – 30. Juni
Mobilitätskampagne 2013 Mit einer breit angelegten Mobilitätskampagne macht Energie Wasser Bern Privat- und Geschäftskunden auf die Mobilitätsangebote aufmerksam. Neben den ElectroDrive-Mietangeboten vergibt der städtische Energieversorger wieder Förderbeiträge für Erdgasautos sowie einen Spezialförderbeitrag für bestimmte Marken und Modelle. Eröffnung des Besucherzentrums ewb Energie Wasser Bern eröffnet das Besucherzentrum ewb, eine interaktive «Wissensplattform zum Anfassen und Ausprobieren» auf 360 Quadratmetern. An zahlreichen Stationen lernen die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung die Geschichte und die Zusammenhänge der Energieversorgung kennen. Anpassung der Erdgas-, Biogas-, Wasser- und Kehrichttarife Energie Wasser Bern passt die Erdgas- und Biogastarife der Branchennorm Nemo (Netznutzungsmodell für lokale Erdgasnetze) an, was zu einer durchschnittlichen Preiserhöhung von rund einem Prozent führt. Die Wassertarife werden für die Bernerinnen und Berner um durchschnittlich sechs Prozent reduziert und auch die Tarife für die Direktanlieferung von Abfällen in die Energiezentrale Forsthaus senkt der städtische Energie versorger um 20 bis 30 CHF pro Tonne.
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3. Quartal
1. Juli – 30. September
Open-Space-Workshop Im Rahmen des Projekts «Entwicklung Geschäftsmodelle» führt Energie Wasser Bern mit 150 Mitarbeitenden den Open-Space-Workshop durch, um mögliche neue Geschäftsfelder und -ideen zu generieren. Strom wird teurer und der Grundtarif abgeschafft Energie Wasser Bern kommuniziert die Stromtarife 2014: Der Strom wird im Durchschnitt 7.7 Prozent teurer. Grund sind höhere Netznutzungs- und Stromliefertarife sowie steigende Bundesabgaben. Um einen zusätzlichen Anreiz zum Energiesparen zu schaffen, wird der Grundtarif abgeschafft. HelveticWind kauft drei Windparks in Deutschland Die Kooperation HelveticWind baut ihre Präsenz in Deutschland aus und erwirbt in Brandenburg drei Wind parks. Die 24 Turbinen der drei Parks Gross Welle, Prötzel und Wulkow verfügen über eine Gesamtleistung von 48 Megawatt und produzieren zusammen rund 85 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Rezertifizierung des Kraftwerks Matte Das Wasserkraftwerk Matte wird vom Verein für umweltgerechte Energie (VUE) mit dem Label naturemade star rezertifiziert. Um das Qualitätszeichen zu erhalten, muss das Kraftwerk strengste ökologische Anforderungen erfüllen. Die Einhaltung dieser Auflagen wird alle fünf Jahre durch den VUE überprüft. Erstes Engagement von HelveticWind in Italien Die Kooperation HelveticWind erwirbt erstmals in Italien einen Windpark. Die 24 Turbinen des Windparks Eolo in Apu lien weisen eine Kapazität von insgesamt 36 Megawatt auf und produzieren jährlich rund 67 Gigawattstunden Strom.
4. Quartal
1. Oktober – 31. Dezember
Neues Erdgas-Standardprodukt mit fünf Prozent Biogas Durch den Ausbau der Produktionskapazität der ara region bern ag steht Energie Wasser Bern eine deutlich höhere Menge Biogas zur Verfügung. Neu liefert der städtische Energieversorger den Tarifkundinnen und -kunden deshalb standardmässig Erdgas mit einem Anteil von fünf Prozent Biogas. Barbara Rigassi wird Nachfolgerin von Franziska Teuscher Der Stadtrat wählt Barbara Rigassi zur neuen Verwaltungsrätin von Energie Wasser Bern. Rigassi ersetzt Gemeinderätin Franziska Teuscher. Die KKB AG realisiert einen ersten Windpark Die Kooperation Kleinkraftwerk Birseck AG (KKB) erwirbt 100 Prozent der Gesellschaft «Parc de Beaumont», mit dem Ziel, in Frankreich einen Windpark mit einer Gesamtleistung von 12 Megawatt und einer jährlichen Produktion von 30 Gigawattstunden Strom zu errichten. Der Windpark soll im Sommer 2014 in Betrieb gehen. Start Rückbau der KVA Warmbächli Energie Wasser Bern übergibt das Areal Warmbächliweg-Güterstrasse an den Totalunternehmer Restrukta Bau AG, der die bestehenden Anlagen bis im Frühling 2015 fachgerecht rückbaut und entsorgt. Zertifizierung des Verwaltungsrats von Energie Wasser Bern Der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern wird als erstes Gremium eines Energieversorgers mit dem Best Board Practice®-Label der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS) ausgezeichnet. Die KKB AG baut in der Schweiz das Fotovoltaikportfolio aus Die Kooperation Kleinkraftwerk Birseck AG (KKB) realisiert neben zehn mittelgrossen Fotovoltaikanlagen drei Grossprojekte in den Kantonen Thurgau, Solothurn und Aargau, mit einer installierten Spitzenleistung von insgesamt 6 Megawatt Peak (MWp) und einer jährlichen Produktion von 5.7 Gigawattstunden Strom. Damit erhöht die KKB AG ihre Produktion von Sonnenstrom in der Schweiz um fast das Fünffache. Strom von städtischen Dächern Der Gemeinderat will geeignete Dachflächen städtischer Immobilien im Verwaltungsvermögen gezielt für die Stromproduktion nutzen und beschliesst, in Zusammenarbeit mit Energie Wasser Bern schrittweise neue Fotovoltaikanlagen zu realisieren. Die Swisspower Renewables AG kauft grosses Windpark-Portfolio in Deutschland Die Kooperation Swisspower Renewables AG erwirbt das gesamte Windpark-Portfolio der Acciona Energía Internacional S.A. in den Bundesländern Brandenburg und Niedersachsen. Die 18 Windparks mit total 85 Windturbinen verfügen über eine Gesamtleistung von 150 Megawatt und produzieren jährlich rund 280 Gigawattstunden Strom.
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Energiezentrale Forsthaus
So funktioniert die Energiezentrale Forsthaus Vier Jahre nach Baubeginn hat die Energiezentrale Forsthaus Anfang 2013 ihren regulären Betrieb aufgenommen. Mit dem Pionierprojekt ersetzt Energie Wasser Bern die alte Kehrichtverwertungsanlage Warmbächli durch eine moderne und hocheffiziente Anlage, die Energie lokal produziert und hierfür zu einem beträchtlichen Teil erneuerbare Energieträger nutzt. Die schweizweit einmalige Kombination von Kehrichtverwertungsanlage (KVA), Holzheizkraftwerk (HHKW) sowie Gas- und Dampfkombikraftwerkt (GuD) verwertet Kehricht, regionales Holz und Erdgas zu Strom, Dampf und Fernwärme. Eine Fotovoltaikanlage auf dem Bunkerdach produziert zudem naturemadestar-zertifizierten Ökostrom. Die Energiezentrale Forsthaus überzeugt durch einen sehr hohen Wirkungsgrad von bis zu 76 Prozent: Im Kehrichtofen wird der regionale Abfall verbrannt. Dabei entsteht Dampf, der in einer Turbine zuerst Strom erzeugt und anschliessend über das Fernwärmenetz von Energie Wasser Bern in Form von Fernwärme und Prozessdampf zur Verfügung gestellt wird. Auch bei der Verbrennung von Holz im Holzheizkraftwerk und von Erdgas im Gas- und Dampfkombikraftwerk entsteht Dampf, mit dem in einer zweiten Turbine Strom und anschliessend Fernwärme erzeugt wird. Zu den über 450 Abnehmern von Fernwärme gehören unter anderem das Inselspital, das Bundeshaus, die Universität und der Hauptbahnhof.
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Durch das Zusammenspiel der verschiedenen Anlagekomponenten lässt sich das Gesamtsystem flexibel betreiben und die Energieproduktion je nach Jahreszeit und Bedarf der Kundinnen und Kunden variabel gestalten. Gleichzeitig wurde sowohl die Energieproduktion als auch der Anteil der erneuerbaren Energieträger im Vergleich zur alten KVA Warmbächli deutlich gesteigert: Die Energiezentrale Forsthaus liefert bis zu 290’000 Megawattstunden Fernwärme, ca. 40’000 Megawattstunden Dampf und bis zu 360 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Damit deckt das neue Kombikraftwerk rund einen Drittel des Stadtberner Strombedarfs und 12 Prozent des Wärmebedarfs – ein wichtiger Beitrag an die Umsetzung der städtischen Energie strategie. Dank modernster Technik funktioniert die Energiezentrale Forsthaus zudem umweltverträglich und hält strenge Vorgaben ein. Ein mehrstufiges Verfahren reinigt die Rauchgase aus dem Verbrennungsprozess von Schadstoffen und sorgt für sehr geringe Emissionen. Zusätzliche Reinigungsprozesse und die Rezyklierung wertvoller Stoffe schonen die Ressourcen.
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1) Holzanlieferung 2) Kehrichtanlieferung 3) Kehrichtbunker 4) Holzschnitzelsilos 5) Holzheizkraftwerk 6) Gas- und Dampfkombikraftwerk 7) Kehrichtverwertungs anlage
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8) Rauchgasreinigung 9) Generatoren 10) Dampfturbinen 11) Fernwärmeanlage 12) Waaghaus 13) Büros und Werkstätten 14) Besucherzentrum ewb
Produktion Gasturbine
Erdgas
Gas- und Dampfkombikraftwerk (GuD) Das Erdgas wird vom Gasverbund Mittelland AG (GVM) bezogen und stammt mehrheitlich aus Westeuropa. Es wird vom überregionalen Transportleitungssystem über die Druckreduzierstation Eymatt mit einem Druck von 40 bar angeliefert.
In der Brennkammer der Gasturbine werden Erdgas und komprimierte Luft gezündet. Die heissen Abgase treiben die Turbine an, die über einen Generator Strom produziert.
Abhitzekessel
Holz
Holzheizkraftwerk (HHKW) Die Anlage verwertet jährlich rund 85’000 Tonnen Holz aus der Region zu Strom und Fernwärme. Der erneuerbare, CO2-neutrale Energieträger besteht zu ca. 70% aus Frischholz aus der Forstwirtschaft und Landschaftspflege sowie zu ca. 30% aus unbehandeltem Altholz.
Im HHKW brennt das Holz regelmässig ab. Die heissen Rauchgase erzeugen Dampf, der zusammen mit dem Dampf aus dem Abhitzekessel zur Produktion von Strom und Fernwärme genutzt wird.
Dampfturbine
KVA Dampfturbine
Kehricht
Kehrichtverbrennung Die Anlage verwertet jährlich rund 110’000 Tonnen Kehricht aus der Stadt Bern und 20 Agglomerationsgemeinden sowie von Industrie, Gewerbe und der Baubranche. Aufgrund seiner natürlichen Bestandteile gilt Abfall zu 50% als erneuerbarer Rohstoff.
Im Kehrichtofen wird der Abfall vollständig verbrannt. Die heissen Rauchgase erzeugen Dampf, der zur Produktion von Strom und Fernwärme genutzt wird.
Generator
Strom
(Elektrische Leistung: 27 Megawatt)
Im Abhitzekessel wird mit der Abwärme der Gasturbine Dampf erzeugt. Zusammen mit dem Dampf aus dem HHKW wird dieser zur Produktion von Strom und Fernwärme genutzt.
Strom Generator (Elektrische Leistung: 27 Megawatt)
Dampf Fernwärmeanlage
Fernwärme
Zwei gasbefeuerte Spitzenlastkessel ergänzen die Fernwärmeversorgung bei sehr hohem Verbrauch oder bei einem allfälligen Ausfall eines der Kraftwerke.
Strom Generator (Elektrische Leistung: 27 Megawatt)
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Energiezentrale Forsthaus
Die Vision ist Wirklichkeit: ein Besuch in der Energiezentrale Forsthaus Schon wieder klingelt Daniel Bergers Telefon. Der Schichtleiter in der Leitstelle meldet ihm, das Holzsilo sei voll. Sofort ruft Berger den Holzlieferanten an, damit er an diesem Tag keinen weiteren Lastwagen mit Holz in die Energiezentrale Forsthaus schickt. Das Telefon ist Daniel Bergers wichtigster Begleiter auf seinen Rundgängen durch die neue Anlage, die aus Kehricht, Holz und Erdgas Strom, Dampf und Fern wärme erzeugt. Als Leiter Instandhaltung koordiniert er jeden Tag etliche Aufgaben – darunter viele unerwartete. Es ist ihm wichtig, immer für seine «Giele» erreichbar zu sein und ihre Fragen zu beantworten. Das Team umfasst 15 Personen aus den verschiedensten Berufsgruppen: «Ich bin stolz darauf, dass wir die meisten Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten selber erledigen können.» Dazu zählen etwa Reinigungsund Kontrollarbeiten, das Auswechseln von Verbrauchsteilen, die Schmierung mechanischer Komponenten oder die Reststoffentsorgung.
Verantwortung übernehmen Die Energiezentrale gleicht einem mehrstöckigen Labyrinth aus Räumen, Gängen und Treppen. Für die Instandhaltungsteams gehört es zum Alltag, diese abzuschreiten und die Augen für kleine Defekte offen zu halten, bevor diese sich zu einer Störung ausweiten. In der Werkstatt wird Daniel Berger bereits von einem Mitarbeiter erwartet. Ein Lieferant hat soeben eine Offerte gemailt, doch der Betrag ist höher als erwartet. Daniel Berger gibt dem Mitarbeiter den Auftrag, eine andere Lösung zu suchen. Er ist es gewohnt, rasch zu entscheiden. Während die beiden Teams der mechanischen und der elektrischen Instandhaltung dafür sorgen, dass die Energiezentrale rundläuft, überwachen vier Schichtgruppen von bis zu fünf Mitarbeitenden den Betrieb. Rund um die Uhr steuern sie die Anlage über grosse Bildschirme in der Leitstelle. Der jeweilige Schicht führer trägt die Verantwortung dafür, dass der vorgegebene Fahrplan eingehalten wird. Im Notfall steht es ihm aber auch zu, ganze Systeme abzuschalten. 2013 war keine solche Abschaltung nötig; die Energiezentrale funktionierte wie gewünscht. Die Kehrichtverwertungsanlage (KVA) ging einzig für die erste Revision ausser Betrieb. Daniel Berger erinnert sich gut an diese zweieinhalb Wochen, verlor er in dieser Zeit doch drei Kilogramm an Gewicht: «Kein Wunder, bei diesen Distanzen. Ich erhielt pro Tag bis zu 80 Anrufe und hätte überall gleichzeitig sein sollen.» Erfreulicherweise zeigten die Kontrollen an der Anlage weder aussergewöhnlichen Verschleiss noch grössere Schäden.
«Die meisten Reparatur- und Unterhaltsarbeiten erledigen wir selber.» Daniel Berger, Leiter Instandhaltung
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«Unsere Arbeit in der Energiezentrale Forsthaus wirkt sich direkt auf das Betriebsergebnis aus.» Roland Hediger, Leiter Produktion
Wirtschaftlichkeit im Fokus In den nächsten Jahren soll die Energiezentrale weiter optimiert werden – technisch und vor allem wirtschaftlich. Daran arbeitet Roland Hediger. Als Leiter Produktion trägt er die Verantwortung für alle Produktionsanlagen von Energie Wasser Bern. In diesem Portfolio kommt der Energiezentrale ein besonderer Stellenwert zu, gerade auch finanziell: «Unsere Arbeit hier im Forsthaus wirkt sich direkt auf das Betriebsergebnis von Energie Wasser Bern aus.» Deshalb stehe die Anlage deutlich mehr im Fokus des Unternehmens als früher die inzwischen stillgelegte KVA Warmbächli. Ab 2014 setzt Energie Wasser Bern für die Energiezentrale eine Software ein, die den jeweils wirtschaftlichsten Fahrplan berechnet. Diese Simulation bezieht unter anderem die aktuellen Strom- und Gaspreise, die Wetterdaten und die anstehenden Arbeiten für die Instandhaltung ein. «Wir müssen die Anlage künftig noch flexibler betreiben», ist Roland Hediger überzeugt. Bei hohen Energiepreisen soll also möglichst viel Kehricht verwertet werden, während bei niedrigeren Preisen eine reduzierte Leistung genügt. Um das Optimum zu finden, arbeiten die technischen Fachleute und die Spezialisten des Energiehandels eng zusammen. Die beiden Ressorts Produktion und Handel gehören zum Geschäftsbereich von André Moro, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Energiewirtschaft. Er leitete die Baukommission für die Energiezentrale
Forsthaus. Zehn Jahre nach den ersten Überlegungen ist seine Vision eines besonders effizienten und flexiblen Gesamtsystems mit neuartigen Möglichkeiten für die Energieproduktion Realität geworden: «Für eine derart komplexe Anlage lief bei der Planung und beim Bau insgesamt alles erfreulich gut – auch dank einem hervorragenden Team.» Die Begeisterung der Führungscrew für die Energiezentrale hat längst das Fachpersonal angesteckt, darin sind sich André Moro, Roland Hediger und Daniel Berger einig. Die starke Identifikation mit der Anlage lässt sich etwa daran erkennen, dass die Mitarbeiter in dringenden Fällen immer zu einem Sondereinsatz bereit sind.
Sicherheit zählt Daniel Berger hat seinen Rundgang inzwischen beendet und kehrt Richtung Büro zurück. 300 Meter lang ist der Hauptkorridor, der parallel zur Murtenstrasse alle Anlagenteile verbindet. Durch die bemalten Formen an Boden, Wand und Decke wirkt er wie ein begehbares Bild. Die Distanzen innerhalb der Energiezentrale kann aber auch diese Kunstintervention nicht verringern: Die langen Wege bedeuten eine Herausforderung für die Kommunikation. Umso nützlicher ist der Notizblock, den Daniel Berger immer mit sich herumträgt. Darauf notiert er sich Infos und Sicherheitsanweisungen für sein Team. Denn: «Am wichtigsten ist mir, dass am Abend jeder Mitarbeiter die Anlage gesund verlässt.»
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Gesch채ftsfelder
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Geschäftsfelder
Ziele der Geschäftsfelder
Der Wandel in der Energiebranche stellt die Energieversorger vor grosse Herausforderungen: Während die Margen weiter sinken und die Ressourcen knapper werden, müssen die Unternehmen hohe Investitionen tätigen und weitere Produktionsanlagen realisieren. Dieser Diskrepanz hat sich Energie Wasser Bern mit einem Strategiereview angenommen. Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende bedingt eine Gesamtbetrachtung aller Anwendungen von Energie – Strom, Wärme und Mobilität – sowie der verschiedenen Netze und Speicher. Deshalb will sich der städtische Energieversorger noch stärker als Gesamtenergiespezialist positionieren und nachhaltige Geschäftsmodelle entwickeln. Dementsprechend hat das Unternehmen Ziele definiert, die im Sinne von Leitplanken die Schwerpunkte der kommenden Jahre vorgeben. Hiervon lassen sich pro Geschäftsfeld kurz- und mittelfristige Ziele ableiten, welche die Arbeit von Energie Wasser Bern prägen:
Strom – Energie Wasser Bern bleibt in der Region die Nummer eins für Strom aus erneuerbaren Energien. – Die produzierte Menge Strom aus erneuerbaren Energien wird zwischen 2011 und 2025 um 320 Gigawattstunden erhöht. – Kundinnen und Kunden entscheiden sich vermehrt für ein Stromprodukt aus erneuerbaren Energien. – Energie Wasser Bern überzeugt noch mehr Privat- und KMU-Kunden, zertifizierten Ökostrom zu beziehen. – Der Energiebezug der Kundinnen und Kunden wird mit dem Aufbau intelligenter («smarter») Technologien zur Steuerung der Strom- und Wärmeversorgung weiter optimiert. – Die bestehenden E-Services im Online-Kundenportal werden mit der Möglichkeit erweitert, den Stromverbrauch im 15-Minuten-Takt einzusehen. Der Vergleich zum Vortag, zur Vorwoche oder zum Vormonat dient zudem dazu, Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz zu prüfen. – Mithilfe einer Optimierungssoftware wird der Produktionsprozess und der Einsatz der Energieträger Kehricht, Holz und Erdgas in der Energiezentrale Forsthaus weiter perfektioniert.
Wärme – Dank den flexiblen Produktionsmöglichkeiten der Energiezentrale Forsthaus wird nur so viel Fernwärme hergestellt, wie jeweils abgesetzt werden kann. – Um den für die KEV geforderten Gesamtenergienutzungsgrad des Holzheizkraftwerks der Energiezentrale Forsthaus sicherzustellen, werden zwei weitere Dampfumleitstationen installiert. Dadurch wird der Wärmenutzungsgrad entscheidend erhöht. – Energie Wasser Bern überzeugt weitere Privatkunden und Grossverbraucher, ihren Erdgasbedarf teilweise oder vollständig mit Biogas zu decken. – Die umfassende Energieberatung trägt dazu bei, die Energieeffizienz auch im Wärmebereich zu erhöhen. – Mit zusätzlichen Wärmeverbünden und Contractinglösungen fördert Energie Wasser Bern moderne, effiziente Heizsysteme und den Einsatz von erneuerbaren Energien.
Kehrichtverwertung – Energie Wasser Bern optimiert die Organisation und die Prozesse in der Energiezentrale Forsthaus weiter. – Um die Energiezentrale Forsthaus genügend auszulasten und die verwertete Kehrichtmenge mindestens konstant zu halten, schliesst Energie Wasser Bern weitere Liefervereinbarungen mit Grosslieferanten ab. – Die Beziehungen zu den Gemeinden und anderen Grosskunden, die ihren Kehricht an die Energiezentrale Forsthaus liefern, werden intensiviert und weitere Kundinnen und Kunden gewonnen.
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Wasser – Energie Wasser Bern stellt eine zuverlässige Wasserversorgung sicher. – Die hervorragende Qualität des Berner Trinkwassers bleibt gewahrt. – Dank der regelmässigen und sorgfältigen Wartung hält Energie Wasser Bern das Wasserverteilnetz in der Stadt Bern in einem guten Zustand. – Durch eine vorausschauende Planung der Ersatz- und Ausbauinvestitionen wird die Wirtschaftlichkeit der Wasserversorgung erhöht: Das Zielnetz Wasser wird bei der Erneuerungsplanung berücksichtigt, Parallelleitungen werden wo möglich aufgehoben und zu sanierende Leitungen wo möglich verringert. – Durch die intensive Zusammenarbeit innerhalb des Wasserverbunds Region Bern sowie mit anderen Gemeinden werden die Synergien im Wasserbereich verstärkt genutzt.
Telecom – Die Erschliessung der Stadt Bern mit Glasfaser erfolgt nach einem verbindlichen Rolloutplan, der die Arbeiten etappiert. – Bis 2020 erschliesst Energie Wasser Bern das ursprünglich im Rolloutplan definierte Stadtgebiet mit Glasfaser. Im Jahr 2014 werden weitere 7’000 Nutzungseinheiten erschlossen. – Beim Bau und beim Betrieb des Glasfasernetzes achtet Energie Wasser Bern besonders auf die Wirtschaftlichkeit. – In Zusammenarbeit mit den Serviceprovidern erbringt Energie Wasser Bern für die Kundinnen und Kunden hochwertige Serviceleistungen auf dem Glasfasernetz.
Mobilität – Energie Wasser Bern nimmt in der Stadt und im Espace Bern weiterhin eine Pionierrolle im Bereich Elektro mobilität ein. – Durch den weiteren Ausbau von Angebot und Dienstleistungen und eine nationale Marktbearbeitung wird die Anzahl der Neukunden im Bereich der Zweirad-Elektromobilität gegenüber 2013 nochmals verdoppelt. – Neue Pilotprojekte zur Förderung von Elektroautos erhöhen die Akzeptanz und das Interesse der Kundinnen und Kunden für die alternative Antriebstechnologie. – Dank neuen Vertriebspartnern und weiteren Förderprogrammen baut Energie Wasser Bern die schweizweite Leaderrolle im Bereich Erdgas/Biogas als Treibstoff im Versorgungsgebiet weiter aus. – Die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand und stadtnahen Betrieben wird im Bereich der Mobilität verstärkt.
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Geschäftsfelder
Wichtigste Geschäfte im Jahr 2013 Strom: Intensiver Wettbewerb Die Konkurrenz um die grossen Stromkunden hat sich 2013 deutlich verschärft. Wegen der tiefen Marktpreise ziehen immer mehr Unternehmen – inzwischen auch viele KMU – den Wechsel ihres Energielieferanten in Betracht. Verschiedene Anbieter werben aktiv um solche Kunden. Der Vertrieb von Energie Wasser Bern nimmt diese Situation nicht als Bedrohung, sondern als Chance wahr. Schon vor mehreren Jahren hat Energie Wasser Bern als eines der ersten Unternehmen in der Schweiz damit begonnen, Grosskunden ausserhalb des eigenen Versorgungsgebiets zu akquirieren. Entsprechend gut eingespielt sind heute die Vertriebs- und Wechselprozesse. Trotz der stärkeren Konkurrenz gelang es Energie Wasser Bern im Berichtsjahr, den Marktanteil zu halten. Dies ist umso erfreulicher, weil potenziellen Kunden ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Energien offeriert wird. Bei den Privatkunden und den Unternehmen mit geringem Stromverbrauch hat
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sich Energie Wasser Bern zum Ziel gesetzt, noch mehr zertifizierten Ökostrom zu verkaufen. Um die Wahl zu erleichtern, wurden im Frühling 2013 drei neue Stromprodukte eingeführt. Die Erfahrung der letzten Jahre hatte gezeigt, dass zu viele verschiedene Produkte und Kombinationsmöglichkeiten die Kundinnen und Kunden eher abschreckten. Das verbesserte Angebot lässt sich deutlich einfacher überblicken. Weil Energie Wasser Bern neben den erneuerbaren Energien auch das Energiesparen fördert, bezahlen die Kundinnen und Kunden künftig keinen Grundtarif mehr. Auf der Produktionsseite ist Energie Wasser Bern 2013 der Energiewende wiederum einen Schritt nähergekommen: In der Schweiz nahm das Unternehmen zusätzliche Solarstromanlagen in Betrieb und im Ausland ergänzen weitere Wind- und Wasserkraftanlagen das Portfolio.
Wärme: Nachhaltige Lösungen Die Fachkompetenz von Energie Wasser Bern als Gesamtenergiespezialist bringt den Kundinnen und Kunden besonders im Wärmebereich grosse Vorteile. Hier lassen sich Massnahmen für mehr Energieeffizienz mit erneuerbaren Energien und Zusatzdienstleistungen wie Contracting zu Gesamtlösungen kombinieren – insbesondere zu Wärmeverbünden. Solche Überlegungen flossen 2013 bei den Diskussionen zum städtischen Energierichtplan ein. Er sieht vor, dass die Fernwärme bei der künftigen Wärmeversorgung einen höheren Stellenwert erhält. Einerseits begrüsst Energie Wasser Bern diese Strategie, zumal die Energiezentrale Forsthaus neue Möglichkeiten zur CO2-neutralen Fernwärmeproduktion bietet. Andererseits bedeutet der Energierichtplan auch eine Herausforderung: Die bestehende Infrastruktur reicht für eine Lösung, die den Anliegen der Stadt gerecht wird, noch nicht aus. Erdgas bleibt ein wichtiger Energieträger, um den Wärmebedarf zu decken. Daher
macht eine weitere Verdichtung des bestehenden Gasnetzes Sinn. Dieses eignet sich ferner auch bestens zur zukünftigen Speicherung von erneuerbaren Energien. Gleichzeitig setzt sich Energie Wasser Bern dafür ein, dass immer mehr Biogas hergestellt und verkauft wird. Drei Beispiele aus dem Berichtsjahr: Erstens beliefert Energie Wasser Bern die Tarifkundinnen und -kunden in der Stadt und der Region Bern seit dem 1. Oktober 2013 standardmässig mit fünf Prozent Biogas. Die benötigte Menge bezieht Energie Wasser Bern von der ara region bern ag, die ihre Produktionskapazität für Biogas ausgebaut hat. Zweitens ist es Energie Wasser Bern gelungen, vermehrt auch Industriekunden für einen Bezug von Biogas zu überzeugen. Drittens hat Energie Wasser Bern zusammen mit dem Stadtwerk Zofingen (StWZ Energie AG) die Planung für eine gemeinsame Biogasanlage initiiert. Inzwischen beteiligen sich vier weitere Stadtwerke an diesem Projekt.
Fernwärme ist eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Energie, die bei der Verbrennung von Abfall, Holz und Erdgas entsteht. Ein gefüllter 35-Liter-Kehrichtsack enthält die potenzielle Energie von 17 Kilowattstunden und damit gleich viel wie 1,7 Liter Heizöl. Damit kann ein Zimmer einen Tag lang geheizt werden.
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Geschäftsfelder
Mobilität: Erfreuliche Verkaufszahlen Die neue Energiestrategie des Bundes will die Nachhaltigkeit nicht nur bei Strom und Wärme verbessern, sondern auch bei der Mobilität. Als Gesamtenergiespezialist gehört Energie Wasser Bern hier zu den Leadern unter den Schweizer Energieversorgern: Seit mehreren Jahren schon erleichtern eine Informationsoffensive sowie attraktive Angebote den Kundinnen und Kunden, auf umweltschonende Elektro- und Erdgas/BiogasFahrzeuge umzusteigen. 2013 ist dies Energie Wasser Bern besonders gut gelungen: Insgesamt 380 neue Kundinnen und Kunden haben sich für ein E-Bike oder ein Elektroauto und 122 für ein Erdgas/Biogas-Auto entschieden – eine markante Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Diesen Verkaufserfolg erreichte das Unternehmen dank der engen Partnerschaft mit vielen Händlern, zahlreichen Auftritten an Events und Messen, zielgruppenspezifischen Verkaufsförderungsmassnahmen für
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Privat- und Geschäftskunden sowie der zunehmenden Nutzung von Online-Kanälen. Positiv wirkte sich zudem die deutlich wachsende Modellpalette an Erdgas/ Biogas-Autos aus. Für die nächsten Jahre strebt Energie Wasser Bern deshalb einen weiterhin steigenden Absatz des umweltschonenden Treibstoffs Erdgas/Biogas an. Bei den Elektrofahrzeugen wiederum eröffnen nationale Vertriebspartnerschaften wie jene mit dem MigrosTochterunternehmen m-way neue Chancen, da die ElectroDrive-Angebote dadurch schweizweit erhältlich sind. Zudem will das Unternehmen im Mobilitätsbereich künftig die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand und den stadtnahen Betrieben intensivieren sowie das Management der eigenen Flotte weiter verbessern. Bei dieser sollen der Fahrzeugbestand und der CO2-Ausstoss pro Fahrzeug kontinuierlich sinken.
Wasser: Einwandfreie Qualität Wasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Deshalb steht bei der Wasserversorgung die Qualität seit jeher besonders im Fokus. Eine hohe Qualität bedeutet für Energie Wasser Bern einerseits, sämtliche Richtwerte einzuhalten und alle Hygienevorschriften zu erfüllen. Genauso wichtig ist andererseits die zuverlässige Versorgung der Kundinnen und Kunden. Um Versorgungsunterbrüche zu vermeiden, kontrolliert, saniert und erweitert Energie Wasser Bern das Verteilnetz in der Stadt Bern fortlaufend. Zwei Kennzahlen dienen beim Wassernetz als Qualitätsindikatoren: 2013 wurden 68 Schäden festgestellt, was einer Schadensrate von 0.118 Lecks/km entspricht – noch bis 2008 wurden jeweils über 100 Lecks pro Jahr gezählt. Die Erneuerungsrate beträgt im Berichtsjahr 1.2 Prozent für Versorgungsleitungen und 1.5 Prozent für Anschlussleitungen. Diese Werte belegen, dass sich die
Investitionen der vergangenen Jahre positiv auswirken. Selbstverständlich spielen die Wirtschaftlichkeit und somit die Kosten auch bei der Wasserversorgung eine wichtige Rolle. Deshalb wird Energie Wasser Bern in den kommenden Jahren bei Erneuerungsarbeiten konsequenter darauf achten, die Leitungen nur noch so gross wie nötig zu dimensionieren und unnötige Parallelleitungen aufzuheben. Dadurch entwickelt sich das bisher eng vermaschte Netz schrittweise zu einem hierarchischen Netz. Dass Energie Wasser Bern bereits heute stark auf die Kosten der Wasserversorgung achtet, belegt die Senkung der Wassertarife per 1. Juni 2013 um durchschnittlich sechs Prozent. Bei der Wasserrechnung darf kein Gewinn ausgeschüttet werden: Einnahmen und Ausgaben müssen sich über mehrere Jahre betrachtet die Waage halten, sodass tiefere Kosten automatisch zu sinkenden Preisen führen.
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Geschäftsfelder
Telecom: Gebündelte Kräfte Immer schnellere Downloads, eine noch höhere Auflösung, internetbasierte Kommunikation, HDTV und viele praktische Zusatzfunktionen: Was sich die meisten Telecom-Kunden wünschen, lässt den Bedarf an Bandbreite kontinuierlich wachsen. Mit dem Bau des Berner Glasfasernetzes schafft Energie Wasser Bern in Kooperation mit Swisscom hierfür die nötige Infrastruktur. Die Arbeiten verlaufen nach Plan: 2013 hat Energie Wasser Bern weitere 10’000 Anschlüsse realisiert. Somit sind inzwischen rund 58 Prozent der Wohnungen und Geschäftsräume mit dem Glasfasernetz verbunden. Damit die Kundinnen und Kunden von den neuen Möglichkeiten tatsächlich profitieren, wird der Vertrieb nun immer wichtiger. Dazu ist Energie Wasser Bern verschiedene Kooperationen mit erfahrenen Partnern eingegangen. Gleichzeitig setzt sich das Unternehmen dafür ein, dass alle Anbieter das Glasfasernetz diskriminierungsfrei nutzen können. Nur so entsteht ein fairer Wettbewerb,
der auch den Endkunden einen Mehrwert bringt. Um dies zu erreichen, haben Energie Wasser Bern und mehrere weitere Stadtwerke im Frühling 2013 die Swiss Fibre Net AG gegründet. Das Gemeinschaftsunternehmen kümmert sich um die Kommerzialisierung von Angeboten, indem es Kräfte bündelt. Denn im Alleingang ist es für lokale Energieversorger kaum möglich, eine Alternative zu den grossen nationalen Anbietern aufzubauen. Zudem wollen die an der Swiss Fibre Net AG beteiligten Unternehmen Synergien nutzen und so Kosten senken. Neben der Vermarktung verfolgt Energie Wasser Bern mit dem Berner Glasfasernetz noch ein weiteres Ziel: Es ermöglicht die Datenübertragung, die das intelligente Stromnetz der Zukunft erfordert. So tragen die hauchdünnen Fasern zu mehr Energieeffizienz bei und erleichtern es, dezentral produzierte Energie ins Netz einzuspeisen.
Der Bedarf an Bandbreite wächst kontinuierlich. Schnelles Internet ist bald genauso bedeutend wie ein starker Service Public. Das flächendeckende Glasfasernetz leistet einen wichtigen Beitrag zu Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit unserer Stadt und bietet zukünftig die Möglichkeit, die ganze Infrastruktur von Energie Wasser Bern «smart» zu steuern.
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Kehrichtverwertung: Gelungener Startschuss Im Frühling 2013 hat Energie Wasser Bern die Energiezentrale Forsthaus offiziell von den Lieferanten übernommen und betreibt sie seither selbstständig. Die ersten Erfahrungen fallen positiv aus: Der Normalbetrieb ist reibungslos angelaufen und die Mitarbeitenden haben sich gut eingelebt. Im ersten Betriebsjahr sind keinerlei grössere Mängel an der Anlage aufgetaucht. Das Gas- und Dampfkombikraftwerk setzt Energie Wasser Bern wegen der weiterhin tiefen Preise am Strommarkt bisher weniger häufig ein als vorgesehen – vorwiegend in Zeiten mit hohem Fernwärmebedarf. Mithilfe eines Optimierungstools lassen sich die Auslastung und die Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlage weiter verbessern. Die Menge des angelieferten Kehrichts lag 2013 leicht über den Erwartungen. Mit verschiedenen Massnahmen sorgt Energie Wasser Bern dafür, dass dies mittel- und langfristig so bleibt. Besonders wichtig sind konkurrenzfähige Anliefertarife. Hier verfügt die Energiezentrale Forsthaus über gute Argumente: Per 1. April 2013 sind die Tarife für die Direktanlieferung von Abfällen deutlich gesunken. Ausserdem will Energie Wasser Bern die Beziehungen zu den Grosslieferanten intensivieren und die regionale Zusammenarbeit bei der Kehrichtbeschaffung verstärken. Die KVA Warmbächli wurde in Zusammenarbeit mit externen Spezialisten auf ihren Rückbau vorbereitet: Dazu wurden der Kehrichtbunker und die beiden Ofenlinien gereinigt, Chemikalien abgepumpt, Öl entsorgt sowie die Strom- und Wasserleitungen entfernt. Die Anlage wird bis im Frühling 2015 fachgerecht rückgebaut und entsorgt. Danach wird das Gelände Immobilien Stadt Bern (ISB) übergeben.
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Anspruchsgruppen
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Nachhaltiges Managementsystem
Immer im Dialog mit den Anspruchsgruppen In der Energiebranche spielt das Vertrauen der Anspruchsgruppen in die Leistungsfähigkeit und die nachhaltige Ausrichtung ihres jeweiligen Dienstleisters eine entscheidende Rolle. Die Versorgungssicherheit, die ökologische Verantwortung bei wirtschaftlicher Betriebsführung, die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Kundenakquisition und -bindung, aber auch ein vorausschauendes Personalmanagement sind wichtige Eckpfeiler einer nachhaltigen und damit erfolgreichen Geschäftsentwicklung. Auf die unterschiedlichen Anforderungen und Interessen der vielfältigen Anspruchsgruppen antwortet Energie Wasser Bern stets transparent und aktuell: Mit Geschäfts- und Privatkunden, Anwohnern, Mitarbeitenden, der Eigentümerin und Vertretern der Politik, der Gewerkschaften sowie mit der breiten Öffentlichkeit und den Medien kommuniziert das Unternehmen regelmässig und pflegt mit ihnen einen vertrauensvollen Dialog. Dementsprechend ist die Kommunikation mit den Anspruchsgruppen Teil des strategischen Managements. Im Mittelpunkt aller Leistungen und Aktivitäten stehen die Kundinnen und Kunden und ihre Bedürfnisse. Persönliche Betreuung und individuelle Beratung durch Key Account Manager sind zentrale Bestandteile der Kundenkommunikation. Zudem können sich die Kundinnen und Kunden mit ihren Fragen und Bedürfnissen jederzeit an das Kundencenter von Energie Wasser Bern richten. Darüber hinaus informiert das Unternehmen regelmässig im dreimal jährlich erscheinenden Kundenmagazin «DiREKT», über spezifische Mailings, Rechnungsbeilagen, Baustelleninformationsblätter und Mitteilungen im «Anzeiger Region Bern» wie auch anlässlich von Kundenveranstaltungen, mittels Kam pagnen und auf der laufend aktualisierten Website www.ewb.ch. Auch betriebsintern legt Energie Wasser Bern Wert auf eine intensive Kommunikation und einen regen Austausch mit dem Personal – im direkten Kontakt anlässlich von internen Mitarbeitenden- und Kaderan-
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lässen, bei Weiterbildungen sowie an Sitzungen und Mitarbeitendengesprächen. Indirekt kommuniziert das Unternehmen mit seinen Mitarbeitenden wiederum in der dreimal pro Jahr verschickten Mitarbeitendenzeitschrift «DiALOG» und mittels Newslettern sowie digital im Intranet. 2013 führte Energie Wasser Bern ferner einen OpenSpace-Workshop durch – ein weiteres Beispiel für den konstruktiven und lebendigen Dialog zwischen der Geschäftsleitung und dem Personal: Im offenen Austausch entwickelten Mitarbeitende aus allen Hierarchiestufen gemeinsam Ideen für neue Geschäftsmodelle. Die Veranstaltung lieferte wertvolle Inputs und Vorschläge für die Weiterentwicklung des Unternehmens, welche nun von den Mitarbeitenden selbst in Arbeitsgruppen ausgearbeitet werden. Diese Initiative ist Teil eines Projekts mit dem Ziel, das Wissen und die Erfahrung im eigenen Betrieb noch verstärkter zu nutzen, um die Zukunft des Unternehmens positiv zu gestalten. Ein umfassendes Informationsbedürfnis besteht auch aufseiten der Politik und der Gewerkschaften. Mit der Eigentümerin des Unternehmens und den Gewerkschaften fanden im Berichtsjahr regelmässig Treffen statt. Zudem nahmen Vertreter von Energie Wasser Bern an Stadt- und Gemeinderatssitzungen teil. Des Weiteren führte das Unternehmen Informations- und Besichtigungsveranstaltungen für Politiker durch und lud den Stadtrat im Herbst 2013 zu einer offenen Gesprächsrunde ein. Für die breite Öffentlichkeit veranstaltete Energie Wasser Bern ein grosses Fest, um zusammen mit der Berner Bevölkerung die Eröffnung der neuen Energiezentrale Forsthaus zu feiern. Am selben Ort öffnete wenig später auch das Besucherzentrum ewb seine Türen für das Publikum. Besucherinnen und Besucher der interaktiven Wissensplattform erfahren dort alles rund um die Aktivitäten des städtischen Energieversorgers. Zu wichtigen aktuellen Ereignissen veröffentlicht das Unternehmen zudem kontinuierlich Medienmitteilungen und steht neuerdings auch über Social-Media-Kanäle mit allen Interessierten in Kontakt.
Anspruchsgruppen
Interaktion
Anliegen
Ergebnisse
Kundinnen und Kunden (Privat-, KMU- und Grosskunden), Anwohner und Bevölkerung
– Energielieferung – Projektierung, Bau und Betrieb von Energieversorgungsanlagen von Kunden – Persönliche Betreuung und individuelle Beratung durch Key Account Manager – Persönliche Beratung durch Kundenberater – Auskünfte im Kundencenter – Beschwerdemanagement – Mailservice info@ewb.ch – Kundenveranstaltungen – Kampagnen – Kundenmagazin «DiREKT» – Kundenmailings und Rechnungsbeilagen – Baustelleninformation – A mtliche Mitteilungen im «Anzeiger Region Bern» – Website www.ewb.ch mit Online-Kundenportal und E-Services – Social Media (Twitter und Facebook) – Eröffnungsfest Energiezentrale Forsthaus – Besucherzentrum ewb – Sponsoring – Förderprogramme
– Versorgungssicherheit – Service/Dienstleistungen – Beratung und Auskünfte – Information (Markt- und Tarif entwicklungen) – Transparenz – Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit ihres Energieversorgers – Öffentliche Beleuchtung – Energiewende – Engagement für Sport, Umwelt, Kultur und Gemeinwesen
– Kundenzufriedenheit – Kundenbindung – Vertrauen – Information – Transparenz – Nachhaltiges Managementsystem – Umbau des Produktions- und Produkteportfolios – Förderbeiträge und Sponsoring
Mitarbeitende
– Informationsveranstaltungen – Stabs-, Kader- und Mitarbeitendenanlässe – Stabs-, Bereichs- und Teamsitzungen – Mitarbeitendengespräche – Mitarbeitendenzufriedenheitsmessung – Weiterbildungen und Schulungen – Mitarbeitendenmagazin «DiALOG» – Newsletter (Interna, A-Post, Express, Personelles, Aktuell) – Intranet – Projekt «Geschäftsmodelle» und Open-Space-Workshop
– Arbeitssicherheit – Information – Compliance – Transparenz – Weiterbildung – Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Work-Life-Balance – Arbeitsplatzsicherheit – Lohnsicherheit – Gutes Arbeitsklima
– Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzkonzept – Identifikation mit dem Unternehmen – Kompetente Mitarbeitende – Neuer GAV – Mitarbeitendenzufriedenheit – Vertrauen – Motivation
Eigentümerin und Vertreter der Politik (Gemeinde- und Stadtrat)
– Regelmässige Verhandlungen im Rahmen der Paritätischen Kommission (PariKo) – Teilnahme an Gemeinde- und Stadtratssitzungen – Informations- und Besichtigungs veranstaltungen – Stadtratsanlass – Parlamentarische Vorstösse – Gemeinsame Kommunikation
– Information – Transparenz – Stellungnahmen und Auskünfte – Kontrolle – Energierichtplan der Stadt Bern
– Information – Transparenz – Vertrauen – Umsetzung der Zielvorgaben und der Eignerstrategie – Umbau Produktions- und Produkteportfolio
Gewerkschaften
– Regelmässige Verhandlungen im Rahmen der Paritätischen Kommission (PariKo) – Personalvertretung – Einladung der Sozialpartner zu Mitarbeitendenanlässen
– Anwendung des Arbeitsrechts – Faire Arbeitsbedingungen – Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Work-Life-Balance
– Neuer GAV – Modernes Lohnsystem – Lohnerhöhung – Flexible Arbeitsbedingungen (Home office, Jobsharing, Teilzeitarbeit) – Vaterschaftsurlaub – Jahresarbeitszeit – Fortschrittliche Urlaubsregelung
Medien
– Medienmitteilungen – Medienkonferenzen/-gespräche – Medienanfragen – Social Media (Twitter und Facebook)
– Information – Auskünfte – Kontrolle
– Information – Transparenz
Berichterstattung zur Nachhaltigkeit Die Berichterstattung zur Nachhaltigkeit von Energie Wasser Bern basiert für das Berichtsjahr 2013 auf den weltweit führenden Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI G3), Anwendungslevel B (siehe GRI-Zertifikat Seite 121). Die Berichterstattung zur Nachhaltigkeit umfasst den Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht sowie einen ausführlichen GRI-Bericht. Der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2013 liegt in Druckversion in deutscher Sprache vor und ist unter www.ewb.ch/geschaeftsbericht verfügbar. Der ausführliche GRI-Bericht ist unter www.ewb.ch/gri-report abrufbar.
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Umwelt
Gesamtbetrachtung notwendig
Energie Wasser Bern engagiert sich für den kontinuier lichen Ausbau der Produktion und des Absatzes von erneuerbaren Energien sowie für die Steigerung der Energieeffizienz. Damit unterstützt das Unternehmen die Umsetzung der Energiestrategien der Stadt und des Kantons Bern. Der städtische Energieversorger hat zum Ziel, die produzierte Menge Strom aus erneuerbaren Energien bis 2025 um 320 Gigawattstunden zu erhöhen. Dieses Engagement trägt auch beim Stromabsatz Früchte: 2012 bezogen die Kundinnen und Kunden des Unternehmens erstmals mehr Strom aus erneuerbaren Energien als aus fossilen Brennstoffen oder Kernenergie. Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende bedingt allerdings eine Gesamtbetrachtung des Energiesystems. Das Produkteportfolio von Energie Wasser Bern umfasst nicht nur Strom, sondern auch Erdgas/Biogas, Fernwärme, Mobilität, Telecom- und weitere verwandte Dienstleistungen. Entsprechend kann das Querverbundunternehmen für seine Kundinnen und Kunden als Gesamtenergiespezialist massgeschneiderte Gesamtlösungen anbieten. Ein Vorzeigeprojekt ist hierfür das zukunftsweisende Energieversorgungskonzept der Wohnbaugenossenschaft Oberfeld: Die sogenannte Hybridkollektorenanlage nutzt die Sonnenenergie zur Erzeugung sowohl von Strom wie auch von Wärme, die im Boden gespeichert und bei Bedarf über Erdsonden wieder bezogen wird (siehe Jahresbericht Ökofonds Seite 38).
Meilensteine auf dem Weg zur Energiewende Im März 2013 nahm die Energiezentrale Forsthaus den regulären Betrieb auf. Die Pionieranlage verwertet Kehricht, regionales Holz und Erdgas zu Dampf, Fernwärme und Strom. Mit einer Produktion von bis zu 360 Gigawattstunden Strom pro Jahr deckt das Kombikraftwerk rund einen Drittel des Strombedarfs der Stadt Bern – ein Meilenstein auf dem Weg zum Ausstieg aus der Kernenergie. Auch mit der Lancierung des Förderprogramms ewb.SOLARHAUS übernahm Energie Wasser Bern eine Vorreiterrolle: Mit einer einmaligen Direkt-Investitionshilfe unterstützt das Programm Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer bei der Installation einer Solarstromanlage und motiviert sie, nach dem Prinzip der Selbstversorgung den Solarstrom nicht nur selbst zu produzieren, sondern auch selbst zu nutzen. Die Nutzung von grossen Dachflächen zur Produktion von Solarenergie ist ein weiterer Mosaikstein auf dem Weg zur Energiewende. Aus diesem Grund haben
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Energie Wasser Bern und der Gemeinderat der Stadt Bern beschlossen, auf geeigneten Dachflächen städ tischer Immobilien gemeinsam neue Fotovoltaikanlagen zu realisieren. Auch die Flusskraftwerke Matte und Felsenau stehen weiterhin für Ökostrom, der mitten in der Stadt produziert wird: Das Wasserkraftwerk Matte wurde im Berichtsjahr vom Verein für umweltgerechte Energie (VUE) mit dem Label naturemade star rezertifiziert. Um das Qualitätszeichen zu erhalten, müssen Kraftwerke strengste ökologische Anforderungen erfüllen, die alle fünf Jahre vom VUE überprüft werden. Mit weiteren Beteiligungen an Windparks, Wasserkraftwerken und Fotovoltaikanlagen im In- und Ausland baute Energie Wasser Bern das Produktionsportfolio für Strom aus erneuerbaren Energien zusätzlich aus. Dank dem Ausbau der Produktionskapazität der ara region bern ag steht Energie Wasser Bern ferner eine deutlich höhere Menge Biogas zur Verfügung. Deshalb liefert der städtische Energieversorger seinen Tarifkundinnen und -kunden seit Oktober 2013 standardmässig Erdgas mit einem Anteil von fünf Prozent Biogas. Damit wird der CO2-Ausstoss im ganzen Versorgungsgebiet um bis zu 5’000 Tonnen pro Jahr reduziert.
Verbesserungen im eigenen Betrieb Energie Wasser Bern bewegt aber nicht nur die Kundinnen und Kunden zu umweltfreundlichem und energie effizientem Handeln, sondern geht auch selbst mit gutem Beispiel voran: Mit dem Einsatz von LED-Technologie oder anderen energieeffizienten Systemen für die Beleuchtung, mit der Optimierung von haustechnischen Anlagen oder dem Verbrauch von 100 Prozent zertifiziertem Ökostrom und Biogas wird beispielsweise der innerbetriebliche Strom- und Wärmeverbrauch laufend optimiert. Auch Infrastruktur und Liegenschaften werden unter dem Aspekt der Energieeffizienz kontinuierlich verbessert und Gebäudehüllen wenn immer möglich nach dem Minergie-Standard konzipiert. Gleichzeitig verkleinert das Unternehmen die Fahrzeugflotte und setzt vermehrt auf alternative Antriebstechnologien, mit dem Ziel, den CO2-Ausstoss auf durchschnittlich 130 g/km zu reduzieren. Zwecks einer detaillierten CO2-Bilanz der Liegenschaften und Anlagen startete Energie Wasser Bern in Zusammenarbeit mit Swisspower Services Ende 2013 mit der Implementierung eines Online-Tools, das eine differenzierte Erhebung und Auswertung der relevanten Daten ermöglicht.
Energie- und Stoffbilanz-Versorgung
Einheit
2013
2012
Stromproduktion werkeigene Anlagen (netto)
MWh
228’904
141’463
Stromproduktion Beteiligungen
MWh
1’257’053
1’363’153
Strom erneuerbar
MWh
987’958
621’111
Strom nicht erneuerbar
MWh
393’499
481’139
Strom aus Abfall
MWh
3’583
18’988
Strom aus nicht überprüfbaren Energieträgern
MWh
0
0
Erdgas
MWh
1’390’780
1’413’822
MWh
30’073
20’439
256’934
241’184
13’719
13’621
Verkauf an Endkunden
davon Biogas
Kommentar Details siehe Seite 116
Verkauf innerhalb und ausserhalb des eigenen Netzgebietes
Nah- und Fernwärme
MWh
Wasserabgabe an Stadt Bern
1’000 m
3
Aktives Verkaufen von erneuerbarer Energie
Reduktion durch Einspeisung in KEV und Änderung Produktemix
CO 2 -Emissionen eigene Produktionsanlagen Energiezentrale Forsthaus
Tonnen
122’047
28’030
2012 nur Teilbetrieb der Anlage. Abfall gilt zu 50% als CO2-neutral
Contractinganlagen
Tonnen
14’475
12’697
2013 fünf zusätzliche Anlagen in Betrieb genommen
Blockheizkraftwerke
Tonnen
3’816
3’585
Gesamte Kehrichtverwertung in der KVA
Tonnen
116’913
116’256
Schlacke aus KVA
Tonnen
25’598
25’781
Hydroxidschlamm aus KVA
Tonnen
853
1’100
Umweltkennzahlen eigener Betrieb
Einheit
2013
2012
Kommentar
MWh
9’132
24’445
Eigenverbrauch 2013 ohne Energiezentrale. Dieser ist detailliert auf S. 116 als Differenz zw. Brutto- und Netto-Produktion ausgewiesen
MWh
6’182
4’830
Wärmeenergie aus Biogas
MWh
521
862
Wärmeenergie aus Heizöl
MWh
103
167
Wärmeenergie aus Fernwärme
MWh
826
867
Energie Strom erneuerbar
davon zertifizierter Ökostrom
2013 erhöht durch Vergrösserung der Bürofläche im Neubau Energiezentrale Forsthaus Reduktion durch Sanierung von Heizungsanlagen
Treibstoff aus Biogas
MWh
464
428
ewb bezieht als Treibstoff für Erdgasfahrzeuge nur noch Biogas
Treibstoff aus Dieselöl
MWh
1’002
846
Intensive Bautätigkeit im Netz (Marktgasssanierung, Glasfaser)
Treibstoff aus Benzin
MWh
494
496
Tonnen
586
467
Eigene Emissionen und Abfälle CO 2 -Emissionen Bürogebäude, Werkstätten, Magazine
Tonnen
181
106
Fahrzeugflotte, inkl. Geräten
Tonnen
406
361
Kehricht
Tonnen
58
62
Altpapier
Tonnen
72
108
Gesamtzahl Firmenfahrzeuge
179
179
Anteil Gasfahrzeuge
%
32
31
Anteil Elektrofahrzeuge
%
3
3
Seit mehreren Jahren kontinuierliche Abnahme der Kehrichtmenge Jährliche Werte schwanken in Abhängigkeit von Aufräum- und Umzugsaktivitäten
Wasser verbrauch Grundwasserentnahme
1’000 m 3
46.5
336.0
Trinkwasser (Wert 2012 berichtigt)
1’000 m 3
148.8
63.2
Energiezentrale braucht viel weniger Grundwasser als die alte KVA; bei der Inbetriebsetzung musste z.T. Trinkwasser statt Grundwasser eingesetzt werden Inbetriebnahme Energiezentrale: Grundwasser konnte noch nicht voll genutzt werden, deshalb Einsatz von Trinkwasser
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Kundinnen und Kunden
Zuverlässige Dienstleistungen für individuelle Kundenansprüche Die Kundenzufriedenheit hat bei Energie Wasser Bern oberste Priorität. Das Querverbundunternehmen versteht sich als Gesamtenergiespezialist, der den verschiedenen Kundensegmenten wirtschaftliche und benutzerfreundliche Dienstleistungen anbietet. Der Erfolg gibt dem städtischen Energieversorger Recht: Trotz starkem Wettbewerb in der Energiewirtschaft konnte Energie Wasser Bern seine Marktanteile 2013 halten und ausserhalb des Versorgungsgebietes neue Kundinnen und Kunden gewinnen. Für die Zukunft hat sich das Unternehmen klare Ziele gesetzt: Künftig sollen noch mehr Privat-, KMU- und Grosskunden für Stromprodukte aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Gleichzeitig treibt das Projektteam «smart for future» den Aufbau intelligenter («smarter») Technologien zur Erfassung von Verbrauchsdaten und zur Steuerung der Strom- und Wärmeversorgung voran. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die konsequente Förderung alternativer Antriebstechnologien: Mit attraktiven Angeboten will Energie Wasser Bern Privat- wie Geschäftskunden noch vermehrt von den Vorteilen der Elektromobilität sowie von Erdgas/Biogas als Treibstoff überzeugen. Ein ebenso zentrales Anliegen von Kundinnen und Kunden wie auch des Unternehmens selbst ist die Versorgungsqualität: Wichtige Kenngrössen für die Versorgungsqualität sind die Häufigkeit und die Dauer von Versorgungsunterbrüchen. Im Stromversorgungs gebiet von Energie Wasser Bern waren im Berichtsjahr zehn Prozent der Kundinnen und Kunden von ungeplanten Stromunterbrüchen oder Störungen betroffen, welche im Durchschnitt sechs Minuten dauerten. Dieser Wert liegt deutlich unterhalb des Mittelwerts von 16 Minuten, den die Eidgenössische Elektrizitätskommission (ELCom) unter den grössten Schweizer Netzbetreibern ermittelt hat (siehe GRI-Bericht, S. 121).
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Attraktives Produkteportfolio Um den Kundinnen und Kunden die Übersicht und die Auswahl zu erleichtern, führte Energie Wasser Bern per 1. Januar 2013 neue Stromprodukte ein. Statt der bisher fünf wurde das Angebot auf drei Stromprodukte reduziert: ewb.BASIS.Strom aus Kernenergie bzw. fossilen Energieträgern, ewb.NATUR.Strom aus erneuerbaren Energiequellen und ewb.ÖKO.Strom, der zu 100 Prozent aus naturemade-star-zertifizierter Wasserkraft, Sonnenenergie und Windkraft besteht. Doch der «umweltfreundlichste Strom ist immer noch der eingesparte». Dementsprechend erwiesen sich die Stadtbernerinnen und Stadtberner im Berichtsjahr erneut als fleissige Stromsparer und verbrauchten 2013 über 20 Millionen Kilowattstunden weniger Strom als im Vorjahr. Dafür erhielten 2’495 Geschäfts- und 10’726 Privatkunden den Stromsparbonus und damit einen Rabatt auf der Stromlieferung – 15 Prozent für Privat- und zehn Prozent für Geschäftskunden. Um einen zusätzlichen Anreiz zum Energiesparen zu schaffen, beschloss Energie Wasser Bern, den Grund tarif per 1. Januar 2014 abzuschaffen. Im Bereich Mobilität lancierte Energie Wasser Bern im Berichtsjahr erneut eine breit angelegte ElectroDriveKampagne: In Rechnungsbeilagen, Kundenmailings und Radiospots, auf Plakaten und Bushecks von BERNMOBIL machte der städtische Energieversorger Privat- und Geschäftskunden auf die Mobilitätsangebote aufmerksam. Eine «Runde Sache», wie der Werbeslogan zu Recht ankündigte: Immerhin taxierte die Mehrheit der Interviewten einer anschliessenden Umfrage die Kampagne als ehrlich und glaubwürdig. Neben den ElectroDrive-Mietangeboten vergab das Unternehmen auch 2013 wieder Förderbeiträge für Erdgasautos. Als zusätzlicher Anreiz für den Kauf eines Erdgasfahrzeugs erhielten Kundinnen und Kunden aus dem Versorgungsgebiet einen Spezialförderbeitrag in der Höhe von 5’000 CHF für ausgewählte Modelle bestimmter Marken. Geschäftskunden bot das Unternehmen ausserdem die Gelegenheit, verschiedene Fahrzeuge mit Erdgas/Biogas- und Elektroantrieb zu testen.
Kommunikation auf allen Kanälen In sämtlichen Bereichen legt Energie Wasser Bern grossen Wert auf eine transparente Kommunikation: Der städtische Energieversorger informierte die Kundinnen und Kunden auch 2013 frühzeitig über neue Erd- und Biogastarife, verbilligte Wasserpreise und die neuen Stromtarife. Neuerdings kommuniziert das Unternehmen auch über die Social-Media-Kanäle und publiziert beispielsweise seine Pressemitteilungen via Twitter oder Informationen zu Engagements, Events oder Publikationen über Facebook. Um den Kundenservice weiter zu verbessern und den Dialog mit der Kundschaft auszubauen, nutzt Energie Wasser Bern immer mehr Möglichkeiten und Plattformen, die das Internet bietet: Über das neue OnlineKundenportal können Privatkunden seit Anfang 2013 jederzeit ihre Kundendaten abrufen, haben Zugriff auf ihre Energieprodukte oder Verbrauchsangaben und Einsicht in den laufenden Zahlungsverkehr. Künftig soll das Online-Kundenportal zu einem individuellen Energiemanagement-Tool mit Verbrauchsmonitoring ausgebaut werden. Mit den E-Services verfolgt Energie Wasser Bern zwei Ziele: Zum einen schaffen die Online-Dienste einen Mehrwert für die Kunden. Zum anderen werden die Mitarbeitenden im Kundencenter dank der Prozessautomatisierung entlastet.
Daneben pflegt Energie Wasser Bern auch weiterhin den direkten Kontakt mit der Kundschaft: Neben einer persönlichen Kunden- und Energieberatung verfügt das Unternehmen über ein effizientes Beschwerdenmanage ment: Wenn sich Kundinnen und Kunden beschweren wollen, können sie sich direkt an das Unternehmen wenden. Im Berichtsjahr nahmen die Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern mehr als die Hälfte der Kundenreaktionen (127) per E-Mail entgegen. Die übrigen Rückmeldungen wurden am Telefon oder per Post geäussert. Sämtliche Beschwerden beantworteten die Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern jeweils innerhalb von drei Tagen. Mit einem grossen Fest feierte Energie Wasser Bern zusammen mit den Stadtbernerinnen und Stadtbernern im März 2013 ferner die Eröffnung der Energiezentrale Forsthaus. Rund um den offiziellen Eröffnungsakt erhielten die über 12’000 Besucherinnen und Besucher Einblick in die Pionieranlage und bekamen den ganzen Tag hindurch vielfältige Attraktionen geboten. An gleicher Stelle eröffnete kurz darauf auch das Besucherzentrum ewb. Die interaktive Wissensplattform von und über Energie Wasser Bern setzt sich mit aktuellen Fragen der Energieversorgung auseinander: An zahlreichen Stationen lernen die Besucherinnen und Besucher die Geschichte und die Zusammenhänge der Energieversorgung kennen. Führungen in Begleitung von Guides ermöglichen den Besuchern zudem Einblicke in die Kommandozentrale, den Kehrichtbunker oder den Verbrennungsofen der Anlage. Die Ausstellung erwies sich als wahrer Publikumsmagnet und konnte schon im ersten Halbjahr über 3’000 Besucherinnen und Besucher empfangen.
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Mitarbeitende
Attraktive Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden Der Erfolg von Energie Wasser Bern steht und fällt mit den Fähigkeiten und der Motivation seiner Mitarbeitenden. Deshalb hat sich das Personalmanagement im Berichtsjahr insbesondere mit der Personalplanung und der Weiterbildung sowie mit dem Kompetenzmanagement und dem Diversity Management auseinandergesetzt. Ein Meilenstein war zudem die Einführung des neuen Gesamtarbeitsvertrags (GAV): Unter anderem wurden ein neues Arbeitszeitmodell, eine fortschrittliche Urlaubsregelung und ein modernes Lohnsystem umgesetzt. Mit dem neuen GAV verfügt das Unternehmen über ein soziales und fortschrittliches Regelwerk, das mehr Flexibilität für den Arbeitgeber und die Arbeitnehmenden ermöglicht und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt. Mit der Einführung eines zeitgerechten Lohnsystems stehen auch die individuellen Leistungen der Mitarbeitenden stärker im Vordergrund. Um eine einheitliche und faire Leistungsbeurteilung zu gewährleisten, wurden die bestehenden Instrumente für Mitarbeitendengespräche, einschliesslich des Kompetenzmodells, umfassend überarbeitet. Für die strategische Personal- und Nachfolgeplanung wurden im Rahmen der Unternehmensstrategie klare Ziele definiert: Energie Wasser Bern will seine Attraktivität als Arbeitgeber weiter steigern, bereichsüber greifende Berufskarrieren bewusst fördern und Mitar beitende gezielt auf zukünftige Aufgaben vorbereiten. Um diese Ziele zu erreichen, wurden in einem ersten Schritt entsprechende Kriterien und Schlüsselfunktionen bestimmt.
Arbeitssicherheit und Gesundheit Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeitenden haben bei Energie Wasser Bern hohe Priorität: Daher lancierte das Unternehmen im Berichtsjahr eine weitere Reihe von Fitness- und Gesundheitsangeboten. Ziel ist es, die vielfältigen Massnahmen zukünftig in einem Gesundheitskonzept zu verankern und entsprechende Bemühungen weiter auszubauen. Im Bereich der Arbeitssicherheit machte Energie Wasser Bern 2013 ebenfalls einen grossen Schritt nach vorne:
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Der Energieversorger wurde erstmals nach OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series), dem bekanntesten Standard für Arbeitsschutzmanagementsysteme, zertifiziert. Hierfür wurden über 600 Mitarbeitende betreffend mögliche Gefährdungen, Präventions- und Notfallmassnahmen im Arbeitsalltag geschult. Das verbindliche Arbeitsschutzmanagementsystem und die dazugehörige Dokumentation traten per 1. Juni 2013 in Kraft.
Weiterbildung und Chancengleichheit für alle Mitarbeitenden Neben den individuellen sowie fachbezogenen Schulungen bot Energie Wasser Bern seinen Mitarbeitenden 2013 erneut umfangreiche interne Ausbildungsmöglichkeiten an. Im Fokus standen vorwiegend Seminare im Bereich der Sozial- und Selbstkompetenz. Um die Vielfalt im Unternehmen, die Chancengleichheit auf allen Ebenen und ein produktives Arbeitsklima weiter zu fördern, beschäftigte sich das Unternehmen zudem mit dem Thema Diversity Management: Mittelfristig soll der Frauenanteil im gesamten Unternehmen wie auf Kaderebene kontinuierlich steigen und Teilzeitarbeit weiter unterstützt werden. Als eine der ersten Massnahmen bietet Energie Wasser Bern sämtliche neuen Stellen auch im Teilzeitpensum an. Wo es umsetzbar und sinnvoll ist, ermöglicht das Unternehmen ausserdem Jobsharing und Home office.
Hohe Identifikation mit dem Unternehmen In Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Beratungsund Forschungsunternehmen empiricon AG führte Energie Wasser Bern im Berichtsjahr erneut eine anonyme Umfrage zur Messung der Mitarbeitendenzufriedenheit durch. Bei einer Rücklaufquote von über 80 Prozent wurden sowohl die Arbeitszufriedenheit wie auch die Identifikation mit dem Unternehmen als «hoch» bewertet. Dieses erfreuliche Resultat weist zugleich auf das grosse Engagement der Mitarbeitenden bei der Umsetzung der Unternehmensziele hin. Kritische Beurteilungen wurden von der Geschäftsleitung analysiert, entsprechende Massnahmen erarbeitet und auf allen Ebenen angestossen.
Indikatoren sozialverantwortlicher Personalpolitik
Einheit
2013
2012
Anzahl Mitarbeitende total
Personen
637
640
Anzahl Mitarbeitende
Vollzeitäquivalente
597.6
602.7
Anzahl Teilzeitmitarbeitende
Personen
87
75
Anzahl Mitarbeitende mit befristeter Anstellung
Personen
4
5
Anzahl Neuanstellungen
Personen
59
60
Fluktuationsrate (ohne Pensionierungen)
%
5.3
5.5
Total Fluktuationsrate (inkl. Pensionierungen)
%
8.9
7.1
Personalbestand
Personalvielfalt Anzahl Mitarbeitende in GL, oberes und mittleres Kader
Personen
67
71
Anzahl unteres Kader und Mitarbeitende
Personen
556
553
Anzahl Lernende
Personen
14
16
Frauenanteil in GL, oberes und mittleres Kader
%
10.4
9.9
Frauenanteil unteres Kader und Mitarbeitende
%
18.0
17.6
Mitarbeitende unter 30 Jahren
%
9.1
8.6
Mitarbeitende zwischen 30 und 50 Jahren
%
51.7
54.8
Mitarbeitende über 50 Jahre
%
39.2
36.6
Personalausgaben (Löhne und Sozialleistungen)*
Mio. CHF
70.2
72.0
Durchschnittliche Weiterbildungszeit pro Mitarbeitende/-n (Vollzeitäquivalente)
in Stunden pro Jahr
11.8
17.0
Aus- und Weiterbildungsausgaben
in % der gesamten Personalkosten
1.0
1.2
Total Ausfalltage durch Berufsunfälle
Tage
294
152
Total Ausfalltage durch Nichtberufsunfälle
Tage
459
729
Aus- und Weiterbildung
Arbeitsschutz
*G emäss der Berechnung im Geschäftsbericht 2012 entspricht der Wert 2013 74 Mio. CHF. Die Differenz von 2 Mio. CHF entspricht dem übrigen Personalaufwand. Seit 2013 werden nur noch die Löhne und Sozialleistungen, nicht aber die übrigen Personalkosten unter den Personalausgaben aufgeführt. Der gesamte Personalaufwand ist im Finanzbericht ersichtlich (siehe Seite 58).
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Gemeinwesen
Innovation und Engagement im Dienst von Stadt und Region Als öffentlich-rechtliches Unternehmen ist Energie Wasser Bern eng mit Stadt und Region verbunden. Dementsprechend fühlt sich das Unternehmen dem Gemeinwesen verpflichtet. Für die Stadtbernerinnen und Stadtberner war das augenfälligste Projekt im Berichtsjahr sicherlich die erfolgreiche Sanierung der Marktgasse: Weil die abgenutzten Tramschienen durch ein modernes Gleissystem ersetzt und zusätzliche Abwasserleitungen verlegt wurden, mussten die Werkleitungen im Untergrund teilweise verschoben und erneuert werden. Die besondere Herausforderung des Projektes bestand in der Koordination und Etappierung der Arbeiten, aber auch in der lückenlosen Versorgung der rund 150 Anwohnenden und 319 Gewerbebetriebe während der Bauphase. Dank der Installation eines provisorischen überirdischen Leitungssystems für Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation sowie vorübergehend montierten Hydranten für den Brandschutz konnte Energie Wasser Bern die Versorgung durchgehend gewährleisten. Die Sanierung verlief nach Zeitplan und brachte eine wichtige Verbesserung der Elektroversorgung: Neu verlaufen die Leitungen in Rohren, welche über Schächte zugänglich sind. Dadurch können zukünftige Reparaturen und Sanierungsarbeiten ohne Grabenarbeiten und somit ohne Behinderung des Verkehrs durchgeführt werden – ein enormer Vorteil.
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Im Bereich der öffentlichen Beleuchtung ersetzte Energie Wasser Bern im Berichtsjahr einen Grossteil der Quecksilberdampflampen durch Metalldampflampen oder LED-Leuchten. Zudem wurde die Beleuchtung von Rathaus und Münster erneuert: Dank dem Einsatz neuer Beleuchtungstechniken wie LED und Projektoren sind die historischen Gebäude nun nicht nur besser ausgeleuchtet, gleichzeitig wurden auch die Lichtverschmutzung und der Energieverbrauch um rund 60 Prozent reduziert. Daneben setzte Energie Wasser Bern 2013 auch seine Förder- und Sponsoringaktivitäten fort. Diese müssen dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit in mindestens einer der drei Dimensionen – Ökonomie, Ökologie und Soziales – Rechnung tragen. Um den ökologischen Fussabdruck der im Frühjahr auf dem Bundesplatz installierten Kunsteisbahn so klein wie möglich zu halten, lieferte der Energieversorger für deren Betrieb erneut 100 Prozent naturmade-star-zertifzierten Ökostrom. An der Berner Fachmesse Cleantec City war das Unternehmen als Leading Partner vertreten und präsentierte dort das neue Förderprogramm ewb.SOLARHAUS. Ausserdem hat Energie Wasser Bern den Sponsoringvertrag mit dem SC Bern verlängert und den Fokus des Engagements neu auf den Schwerpunkt «Hospitality» und somit auf das Networking gelegt. Die Ökofondskommission hat ihrerseits einen finanziellen Unterstützungsbeitrag über insgesamt 375’000 CHF für ein Förderprogramm der Stadt Bern zugunsten effizienter gewerblicher Kühl- und Gefriergeräte gesprochen. Nach Abschluss des drei Jahre dauernden Programms sollen dadurch allein in Bern rund vier Millionen Kilowattstunden Strom eingespart werden, was wiederum einer jährlichen Einsparung von 100’000 CHF entspricht. Der Ökofonds wurde von der Stadt Bern eingerichtet, um die Produktion und den Vertrieb von erneuerbarer Energie sowie Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz zu fördern (siehe Jahresbericht Ökofonds, Seite 38). Jährlich fliessen zehn Prozent des von Energie Wasser Bern an die Stadt ausgeschütteten Gewinns in diesen Fonds.
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Jahresbericht Ă–kofonds
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Jahresbericht Ökofonds
Jahresbericht 2013 des Fonds für erneuerbare Energien Zweck und Finanzierung des Ökofonds Der städtische Leistungsauftrag verpflichtet Energie Wasser Bern zur aktiven Förderung von Produktion und Vertrieb von erneuerbaren Energien sowie zur finan ziellen Unterstützung von Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz. Dies ist im Reglement von Energie Wasser Bern festgehalten (ewr, Art. 6). Die Eignerstrategie 2009 verlangt, dass die Fördergelder für die Kundinnen und Kunden in der Stadt Bern und für die eigenen Anlagen zu verwenden sind. Finanziert wird der Fonds für erneuerbare Energien durch einen zweckgebundenen Rückbehalt von mindestens zehn Prozent des jährlich durch Energie Wasser Bern an die Stadt auszuschüttenden Gewinns.
Die Kommission Gemäss der gültigen Verordnung setzt sich die Kommission des Fonds für erneuerbare Energien aus zwei externen Fachpersonen sowie drei Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern zusammen. Die bisherige Vorsitzende Lilo Lauterburg hat ihr Amt per 31. Dezember 2012 niedergelegt. Als Nachfolger wurde Urs Frieden zum neuen Präsidenten der Ökofondskommission bestimmt; er hat sein Amt am 1. Februar 2013 angetreten. Der Kommission gehören per 31. Dezember 2013 folgende Personen an: Präsident: Urs Frieden, ehemaliger Berner Stadtratspräsident Mitglieder: – Adrian Stiefel, Leiter Amt für Umweltschutz der Stadt Bern – Urs Balzli, Leiter Finanzen & Services und Mitglied der Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern – Jörg Ryser, Leiter Marketing & Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern – Martin Bretscher, Leiter Contracting von Energie Wasser Bern Sekretariat: Ruth Boss, Bereichsassistentin Marketing & Vertrieb von Energie Wasser Bern
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Nachhaltige Einflussnahme auf ökologische Entwicklung Seit 2002 fördert die Kommission des Fonds für erneuerbare Energien Einzelprojekte und unterstützt über mehrere Jahre laufende Förderprogramme. Dabei steht die Sensibilisierung der Bevölkerung für eine nachhal tige und effiziente Energieanwendung im Vordergrund. Im Berichtsjahr behandelte die Kommission verschiedene Gesuche zur individuellen Förderung von Einzelprojekten. Dabei sind die folgenden als besonders zukunftsorientiert hervorzuheben:
Weltgrösste Hybridkollektorenanlage Auf dem Areal des ehemaligen Schiessplatzes Ostermundigen erstellt die Wohnbaugenossenschaft Oberfeld rund 100 Wohnungen, verteilt auf drei Baukörper. In enger Zusammenarbeit mit Energie Wasser Bern wurde ein Energieversorgungskonzept entwickelt, welches die Energieautarkie zum Ziel hat. Das Konzept basiert auf einer neuartigen Kombination von bereits bewährten Technologien. Dabei wird die Sonnenenergie mittels Hybridkollektoren zur Erzeugung von Strom wie auch von Wärme genutzt. Das so erwärmte Wasser wird über Erdsonden in einen offenen Erdspeicher geleitet, wo die Wärmeenergie gespeichert wird und bei Bedarf wieder entnommen werden kann. Wärmepumpen, welche mit dem selbst produzierten Strom betrieben werden, sind wiederum dafür verantwortlich, dass die notwendigen Temperaturen für die Raumheizung und zur Aufbereitung des Warmwassers erreicht werden können. Die sich im Besitz von Energie Wasser Bern befindenden Anlagen und das zukunftsweisende Projekt konnten nur dank der finanziellen Unterstützung des Fonds für erneuerbare Energien realisiert werden.
Setzt auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien: die Ökofondskommission. Von links: Jörg Ryser, Urs Frieden, Adrian Stiefel, Urs Balzli, Martin Bretscher.
Nahwärmeverbundanlagen in der Stadt Bern
Gebäudesanierungsprogramm bern-saniert
Im Zusammenhang mit den Anstrengungen zur Umsetzung des Energierichtplans in der Stadt Bern sind zukünftig vermehrt dezentrale Wärmeverbundanlagen zu erstellen. Die Ökofondskommission hat deshalb auf Antrag entschieden, Bauherrschaften, welche die Umsetzung der energiepolitischen Ziele durch den Aufbau von Quartierwärmeverbundanlagen in hohem Masse verfolgen, in den ersten Betriebsjahren finanziell zu entlasten. Mit diesem Förderprogramm soll die oft ungenügende Wirtschaftlichkeit in den ersten Betriebsjahren verbessert werden.
Seit mehreren Jahren bietet der Ökofonds den Liegenschaftsbesitzerinnen und -besitzern in der Stadt Bern eine Beratung für die energietechnische Sanierung ihrer Immobilien an. In enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz wurde hierfür ein Team von Fachberatern engagiert und ein Programm erarbeitet, um den Eigentümerinnen und Eigentümern die gewonnenen Erkenntnisse in einem Fachbericht zur Verfügung zu stellen.
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Jahresbericht Ökofonds
Weiterführung und Ausbau der Förderprogramme Erfolgreich durch Kontinuität
Jahresrechnung
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass neben der Unterstützung von Einzelprojekten insbesondere die Förderprogramme sehr erfolgreich sind und von der Bevölkerung mit Wohlwollen aufgenommen werden. Im Interesse der Kontinuität hat die Kommission beschlossen, diese Programme auch im Jahre 2014 weiterzuführen. Dementsprechend setzt der Ökofonds seine Förderbeiträge seit vielen Jahren nach folgenden Standardkriterien ein:
Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln konnte die Ökofondskommission bis heute den Bau von rund 1’000 Anlagen finanziell unterstützen. Die mit Geldern aus dem Ökofonds geförderten Projekte reduzierten den CO2-Ausstoss um rund 20’000 Tonnen pro Jahr. Über die zu erwartende Lebensdauer der Anlagen werden somit rund 300’000 Tonnen CO2 weniger in die Umwelt ausgestossen.
– Installation von Wärmepumpenanlagen – Aufbau von Sonnenkollektoranlagen – Aufbau von Fotovoltaikanlagen – Energieeffiziente Beleuchtungsanlagen – Ersatz von Umwälzpumpen bei haustechnischen Anlagen – Ersatz von ineffizienten Plug-in-Kühlgeräten
Jahresrechnung Einlagen aus den Jahresabschlüssen 2002 bis 2011 Einlage aus Geschäftsabschluss 2012 Total Einlagen Bewilligte Projektbeiträge bis 31.12.2012 Bewilligte Projektbeiträge 2013 Total Projektbeiträge bis 31.12.2013 Bewilligte Projektbeiträge für das Jahr 2014 und folgende
Bewilligte Projektkredite
38’715’845 2’500’000 40’315’845 30’709’344 3’455’295 34’164’639 3’775’500
CHF
Förderung erneuerbarer Energie
19’995’175
Förderung Energieeffizienz
14’715’950
Förderung Erdgas/Biogas als Treibstoff Kommunikationsmassnahmen und -kampagnen
40
CHF
2’372’339 856’675
Energie Wasser Bern betreibt in der Stadt und im Espace Bern 14 Fotovoltaikanlagen aus dem eigenen Produktionspark und Beteiligungen. Die Solarzellen produzieren zusammen jährlich rund 2’300 Megawattstunden naturemade-star-zertifizierten Ökostrom und decken den Jahresverbrauch von 510 Durchschnittshaushalten.
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Corporate Governance
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Corporate Governance
Verantwortungsbewusst und transparent Soweit sich aus der Rechtsform des Unternehmens nichts anderes ergibt oder gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen, orientiert sich Energie Wasser Bern an den allgemein anerkannten Corporate-GovernanceGrundsätzen des Verbandes der Schweizer Unternehmen economiesuisse (Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance). Dadurch wird eine einheitliche und vergleichbare Berichterstattung sichergestellt. Das Reglement Energie Wasser Bern vom 15. März 2001 (ewb-Reglement) verpflichtet das Unternehmen zur Offenlegung von Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung. Massgebend für diese Angaben an den Gemeinderat und den Stadtrat sind die Bestimmungen von Artikel 663bbis und 663c des Obligationenrechts (OR). Diese gesetzlichen Vorgaben im Bereich der Corporate Governance richten sich primär an schweizerische börsenkotierte Unternehmen, sogenannte Publikumsgesellschaften.
Unternehmensstruktur
Der Verwaltungsrat regelt seine Führungs- und Organisationsgrundsätze in einer Organisationsverordnung (OrgV ewb), die sich in den wesentlichen Punkten an den für den Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft massgebenden gesetzlichen Bestimmungen orientiert (insbesondere Artikel 716a OR, unübertragbare Aufgaben). Dadurch ergibt sich eine klare Zuweisung der Zuständigkeiten. Ergänzt wird die OrgV ewb durch die Geschäftsordnung für die Geschäftsleitung (GO GL), welche den Prozess und die Zuständigkeiten für die Unternehmensführung auf operativer Ebene definiert.
Marktgebiet und Kundensegmente
Rechtsform von Energie Wasser Bern Energie Wasser Bern ist eine selbstständige, autonome öffentlich-rechtliche Anstalt im Eigentum der Stadt Bern und ist an den im ewb-Reglement definierten Leistungsauftrag gebunden. Das Unternehmen ist rechtsfähig und im Handelsregister eingetragen. Der Hauptsitz befindet sich an der Monbijoustrasse 11 in Bern. Energie Wasser Bern ist mehrheitlich in der Schweiz operativ tätig.
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Die Führungsstruktur von Energie Wasser Bern ist in nebenstehendem Organigramm abgebildet. Der städtische Energieversorger verfügt über Beteiligungen an mehreren weiteren Unternehmen (siehe Seiten 71 und 102).
Kapitalstruktur Das von der Stadt Bern an Energie Wasser Bern zur Verfügung gestellte Dotationskapital beträgt 80 Mio. CHF. Die Veränderungen des Eigenkapitals von 2013 und 2012 sind auf Seite 61 des Finanzberichts ersichtlich. Kapitalveränderungen aus dem Geschäftsjahr 2011 finden sich im Geschäftsbericht 2012 auf Seite 57.
In der Stadt Bern betreibt Energie Wasser Bern die Energie- und Wasserversorgung sowie die thermische Kehrichtverwertung für etwa 70’000 private Haushalte, 8’000 KMU sowie 100 Grosskunden. Ferner erschliesst das Unternehmen in Kooperation mit Swisscom die Stadt Bern flächendeckend mit einem Glasfasernetz (FTTH). Überdies bietet Energie Wasser Bern den Kundinnen und Kunden verschiedene Produkte und Dienstleistungen an, welche das Kerngeschäft ergänzen; namentlich im Bereich der Energieberatung, des Contractings und der Mobilität. In weiteren rund 30 Gemeinden der Region Bern versorgt der städtische Energieversorger Kundinnen und Kunden direkt oder indirekt mit Produkten und Dienstleistungen. Seit Januar 2009 können Geschäftskunden, die mehr als 100’000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauchen, ihren Stromlieferanten frei wählen. Energie Wasser Bern hat sich den Herausforderungen der ersten Phase der Strommarktliberalisierung gestellt und neue Kundinnen und Kunden auch ausserhalb des Versorgungsgebietes von seinem Angebot überzeugen können. Der Haupt fokus des Unternehmens liegt auf einer hohen Qualität bei Beratung, Service und Angeboten mit ökologischem Mehrwert.
Verwaltungsrat Präsident Franz Stampfli Vizepräsident René Zimmermann
Interner Revisor Peter Soltermann
CEO / C
Organigramm Stand 31.12.2013
Daniel Schafer Stv. André Moro
Business Development Telecom / CB
Personalmanagement / CP
Generalsekretariat / CG
Unternehmenskommunikation / CK
Unternehmensentwicklung / CU
Peter Zbinden
Daniel Wehrle Stv. Michel Zahnd
Urs Möri Stv. Alain Probst
Claudia Kohlschütter Stv. Raphaël Wyss
Simone Mörikofer Stv. Simon Bürgi
Rechtsdienst / CGR
Nachhaltigkeitsmanagement / CUN
Alain Probst
Christof Scherrer
Energiewirtschaft / E
Netze / N
Marketing & Vertrieb / M
Finanzen & Services / F
André Moro Stv. Markus Schellenberg
Marcel Ottenkamp Stv. Martin Moser
Jörg Ryser Stv. Roger Riedo
Urs Balzli Stv. Matthias Reinhard
Produktion / EP
Netzbewirtschaftung / NB
Marketing / MM
Einkauf & Logistik / FE
Roland Hediger Stv. Thomas Bücherer
Martin Moser Stv. Urs Spring
Nicolas Müller Stv. Ivo Kaeser
Stefan Getzmann Stv. Andreas Kyburz
Handel / EH
Netzbau / NN
Kommunikation / MK
Informatik / FI
Markus Schellenberg Stv. Andreas Bieri
Erich Fuhrer Stv. Rolf Moosmann
Claudia Kohlschütter Stv. Raphaël Wyss
Daniel Lörtscher Stv. André Iseli
Produktionsportfolio Energie / ER
Netz Service / NS
Key Account Management / MG
Controlling & Risk Management / FC
Fabian Baerlocher Stv. Thomas Gonschiorek
Viktor Obrist Stv. Peter Walther
Martin Schaub Stv. Beat Ducret
Charles Mauron Stv. Stephan Mücher
Energieberatung & Verkauf / ME
Rechnungswesen / FR
Roger Riedo Stv. Martin Bretscher
Simon Berger Stv. Urs Leuenberger
Mobilität / MO
Services & Facility Management / FS
Ivo Brügger Stv. Nicole Steck
Matthias Reinhard Stv. Anita Haller Corporate Finance / FF Tobias Haefeli Stv. Anna Miriam Lucek
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Corporate Governance
Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen, wovon mindestens eines dem Gemeinderat angehören muss. Ein Sitz im Verwaltungsrat steht den Arbeitnehmenden zu. Mindestens zwei Mitglieder des Verwaltungsrats müssen in der Stadt Bern wohnen. Nachfolgende Aufstellung gibt Aufschluss über die Zusammensetzung des Verwaltungsrats von Energie Wasser Bern am 31. Dezember 2013. Es werden die einzelnen Mitglieder, deren Nationalität und Geburtsjahr sowie ihre Ausbildung, ihre Funktion und das Jahr der erstmaligen Wahl in den Verwaltungsrat aufgeführt. Weitere Mandate und Interessenbindungen in bedeutenden Unternehmen, Organisationen und Stiftungen sowie dauernde Leitungs- und Beraterfunktionen für wichtige Interessengruppen wie auch amtliche Funktionen und politische Mandate werden nach dem Prinzip der Selbstdeklaration ausgewiesen. Die bisherige Verwaltungsrätin Franziska Teuscher hat ihr Amt nach ihrer Wahl zur Gemeinderätin der Stadt Bern per 31. Dezember 2012 niedergelegt. An seiner Sitzung vom 17. Oktober 2013 hat der Stadtrat Barbara Rigassi als Nachfolgerin bestimmt. René Zimmermann, Vizepräsident des Verwaltungsrats, demissionierte Ende Dezember 2013 mit Wirkung auf den 30. September 2014. Die Suche nach einem Nachfolgemitglied des Verwaltungsrats wird im Verlaufe des ersten Quartals 2014, entsprechend dem durch die hierfür zuständigen Gremien definierten und mittlerweile etablierten Prozess, gestartet.
Mitglieder des Verwaltungsrats
Susanne Blank (1972, CH), Bern
Franz Stampfli (1954, CH/I), Ittigen
Lic. rer. pol., Volkswirtschaft und Politologie, Chefredaktorin der Zeitschrift «die Volkswirtschaft», Verwaltungsratsmitglied seit 1. Januar 2013.
Lic. rer. pol., Universität Bern, Verwaltungsratspräsident seit 1. März 2011. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Bigla AG, Biglen; tm concept AG, Aarau; Homedia, Neuenburg; switchplus AG, Zürich; Verband openaxs, Fribourg, und Swisspower Energy, Präsident seit 1. Februar 2012.
René Zimmermann (1947, CH), Rüfenacht Betriebsdisponent SBB, pensionierter Verbandssekretär, Verwaltungsratsmitglied und Vizepräsident seit 1. Juli 2002. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Fachrichter Regionalgericht Bern-Mittelland.
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Verwaltungsrats- und andere Mandate: Schweizerische Post, Bern; Geschäftsprüfungskommission Hilfswerk Brücke-le Pont, Fribourg.
Reto Nause (1971, CH), Bern Lic. phil. I, Historiker und Politologe, Gemeinderat Stadt Bern, Verwaltungsratsmitglied seit 12. März 2009. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen; Mitglied der Kommission Wirtschaft der Regionalkonferenz Bern Mittelland, Bern; Bernische Ortspolizeivereinigung (BOV), Bern, Vorstand; Einbürgerungskommission, Bern, Präsident; Energiekommission, Bern, Vorsitz; Konferenz der städtischen Sicherheitsdirektorinnen und -direktoren (KSSD), Bern, Vorstand; Feuerwehr- und Zivilschutzkommission, Bern, Präsident; Stiftung Gurten-Park im Grünen, Bern; Rudolf Seelhofer-Stiftung, Worb; Bernische Genossenschaft für Feuerbestattung, Bern; Bern Tourismus, Bern; Kontaktgremium Sicherheit Kanton-Gemeinden (KGSKG), Bern; Energiepolitische Kommission Städteverband, Präsident; Konferenz Kantonaler Energiedirektorinnen und -direktoren, Vorstand, und Mitglied Vorstand CVP Bern.
Fällt strategische Entscheide: der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern. Von links: Reto Nause, Barbara Rigassi, Dieter Többen, Franz Stampfli, Susanne Blank, André Wehrli-Koch, René Zimmermann.
Barbara Rigassi (1960, CH), Muri bei Bern Dr. oec. HSG, Managing Partner, BHP – Brugger und Partner AG, Verwaltungsratsmitglied seit 17. Oktober 2013. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Schweizerische Mobiliar Genossenschaft, Bern; Stiftung atupri, Bern; Ausgleichsfonds AHV/IV/EO, Genf; Verein Blinden- und Behindertenzentrum Bern, Bern, Präsidentin.
Dieter Többen (1967, CH), Muri Dipl. HLK-Ingenieur FH, KMU-HSG, NDS Umweltwissenschaften, Verwaltungsratsmitglied seit 13. August 2009. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Dr. Eicher+Pauli AG, Liestal, Bern, Luzern und Zürich; Ingenieurbüro Riesen AG, Bern und Zürich, Vizepräsident; Genossenschaft Sportzentrum, Heimberg, und TGM-Holding AG, Liestal, Präsident.
André Wehrli-Koch (1952, CH), Küttigen Mechanikerlehre, danach Schlosser und Lokomotivführer und pensionierter VPOD-Sekretär, Verwaltungsratsmitglied seit 1. Juli 2002.
Best Board Practice®-Label Im Berichtsjahr wurde der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern als schweizweit erstes Gremium eines Energieversorgungsunternehmens mit dem Best Board Practice®-Label der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS) ausgezeichnet. Energie Wasser Bern hat ein unternehmerisches und gesellschaftliches Interesse, dass die Kundinnen und Kunden, die Öffentlichkeit, die Eigentümerin wie auch die Kooperationspartner Vertrauen in das Unternehmen haben. Mit dieser geschützten Garantiemarke hat der Verwaltungsrat erfolgreich dargelegt, dass das Gremium seine Aufgaben unabhängig, professionell und ganzheitlich wahrnimmt. Die Auszeichnung Best Board Practice®-Label unterstreicht zudem die effiziente und effektive Führungs- und Kontrollstruktur von Energie Wasser Bern.
Verwaltungsrats- und andere Mandate: Verein und Stiftung der Angestellten sozialer Organisationen in der Schweiz, Vizepräsident.
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Corporate Governance
Wahl und Amtszeit Die Mitglieder des Verwaltungsrats werden durch den Berner Stadtrat für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt, wobei diese mit der Legislatur des Gemeinderats übereinstimmt. Es besteht keine Amtszeitbeschränkung. Der Stadtrat bestimmt auch die Präsidentin oder den Präsidenten. Im Übrigen konstituiert sich der Verwaltungsrat selbst. Im Rahmen der Zertifizierung mit dem Best Board Practice®-Label evaluierte der Verwaltungsrat die durch ihn erlassene OrgV. Im Sinne einer Selbstregulierung beschränkte er dabei die Amtszeit seiner Mitglieder auf drei Amtsdauern. Zudem darf ein Mitglied dem Verwaltungsrat gemäss der revidierten OrgV inskünftig längstens bis zum vollendeten 70. Altersjahr angehören.
Interne Organisation Gemäss Artikel 17 Absatz 1 ewb-Reglement verfügt der Verwaltungsrat im Rahmen des Leistungsauftrags über sämtliche Befugnisse, die nicht durch das ewb-Reglement oder durch ihn selbst an andere Stellen übertragen worden sind. Er fällt die strategischen Entscheide, überprüft die getroffenen Anordnungen und überwacht ihren Vollzug sowie die Einhaltung und Erfüllung des Leistungsauftrags und sorgt für ein zweckmässiges Controlling (Artikel 17 Absatz 2 ewb-Reglement). Der Verwaltungsrat kann zur Vorbereitung seiner Geschäfte Ausschüsse einsetzen. Die Zusammensetzung und das Pflichtenheft dieser Ausschüsse richten sich nach Anhang I der OrgV. Per 31. Dezember 2013 besteht ein Ausschuss (Verwaltungsratsausschuss). Im Berichtsjahr hielt der Verwaltungsrat sieben ordentliche Sitzungen ab. Zusätzlich führte der Verwaltungsrat eine Klausur durch, während der er insbesondere die bestehende Strategie kritisch evaluierte (Strategiereview). Der Verwaltungsratsausschuss tagte an fünf ordentlichen Sitzungen. Gemäss den Bestimmungen der OrgV beruft in der Regel der Verwaltungsratspräsident die Mitglieder des Verwaltungsrats oder des Verwaltungsratsausschusses zu den Sitzungen ein und erstellt die Traktandenliste. Die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrats oder der CEO können die Aufnahme eines Traktandums
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beantragen. In besonderen Fällen können überdies die externe Revisionsstelle, der Gemeinderat oder zwei Mitglieder des Verwaltungsrats unter Angabe der Gründe unverzüglich die Einberufung einer Sitzung verlangen. Der CEO nimmt an den Sitzungen des Verwaltungsrats mit beratender Stimme und Antragsrecht teil.
Kompetenzregelung Der Verwaltungsrat wählt die fünf Mitglieder der Geschäftsleitung und bestimmt deren Vorsitzende oder Vorsitzenden (Artikel 20 ewb-Reglement). Die Geschäftsleitung leitet das Unternehmen nach den Bestimmungen des ewb-Reglements und den Vorgaben des Verwaltungsrats in allen technischen, betrieblichen und administrativen Belangen (Artikel 21 ewb-Reglement). Sie ist verantwortlich für die Geschäftsführung im Rahmen der ihr durch das ewb-Reglement und durch den Verwaltungsrat im Rahmen der OrgV zugewiesenen Zuständigkeiten. Sie kann ihre Kompetenzen an einzelne Mitglieder oder an Mitarbeitende delegieren (Artikel 22 ewb-Reglement). Die Geschäftsleitung setzt die durch den Verwaltungsrat gesetzten Ziele um.
Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Geschäftsleitung Der Verwaltungsrat überprüft seine Anordnungen und überwacht ihren Vollzug sowie die Einhaltung und Erfüllung des Leistungsauftrags. Zudem kontrolliert er, ob die Geschäftsleitung ihre Aufgaben rechtmässig und in Übereinstimmung mit der OrgV erfüllt. Er sorgt mittels entsprechender Vorgaben für ein zweckmässiges internes Kontrollsystem, für den verantwortungsvollen Umgang mit Risiken und für das Controlling. Zudem überwacht er die Umsetzung der Compliance-Massnahmen, welche die Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und freiwilligen Kodizes beinhalten. Die internen Unternehmenswerte, die Unternehmensgrundsätze und der Verhaltenskodex von Energie Wasser Bern sorgen für ein einheitliches Verständnis der Verhaltensregeln im Umgang der Mitarbeitenden untereinander sowie mit Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnern und Aufsichtsbehörden. Auf der Grundlage des im September 2011 durch den Verwaltungsrat verabschiedeten Compliance-Konzepts schulte die für die Compliance-Belange zuständige Stelle von Energie Wasser Bern während der Monate Februar bis April des Berichtsjahres das
gesamte Personal. An zehn Schulungsveranstaltungen wurden alle Mitarbeitenden in das Thema eingeführt, um diese zu befähigen, die Compliance-Regeln in ihrem Arbeitsalltag anzuwenden. Der Besuch dieser Veranstaltung war für alle Mitarbeitenden obligatorisch. Der Verwaltungsrat verfügt unter anderem über folgende Instrumente zur Überwachung der Geschäftsführung: − Quartalsreporting − Budget- und Mittelfristplanung − Jahresrechnung − Interne Revision, Revisionsplan − Riskmanagement und Risk Reports
Zudem informiert der CEO den Verwaltungsratspräsidenten mindestens einmal pro Monat über den allgemeinen Geschäftsgang, über die finanzielle Entwicklung sowie über besondere Geschäfte und Entscheide, welche die Geschäftsleitung oder er getroffen haben. Ebenfalls benachrichtigt der CEO den Verwaltungsratspräsidenten umgehend über Vorkommnisse von erheblicher Bedeutung für Energie Wasser Bern oder die Stadt Bern, von öffentlichem Interesse oder von grosser Tragweite für einzelne Personen. Der Verwaltungsratspräsident entscheidet über eine unverzügliche Information der restlichen Mitglieder des Verwaltungsrats. Ferner informiert der CEO den Verwaltungsrat an dessen Sitzungen über den Geschäftsgang.
Vergütungen, Beteiligungen und Darlehen Die Abgeltung der Mitglieder des Verwaltungsrats einschliesslich allfälliger Spesenentschädigungen wird vom Berner Gemeinderat geregelt (Artikel 25 Absatz 3 ewb-Reglement). Die folgenden Angaben richten sich nach den Vorgaben von Artikel 663bbis OR. In den genannten Beträgen nicht enthalten sind die Spesenentschädigungen. Insgesamt entrichtete Energie Wasser Bern an die Mitglieder des Verwaltungsrats Vergütungen im Gesamtbetrag von 132’400 CHF aus, wovon an: Franz Stampfli, Präsident René Zimmermann, Vizepräsident Susanne Blank, Mitglied Reto Nause, Vertreter des Gemeinderats* Barbara Rigassi, Mitglied Dieter Többen, Mitglied André Wehrli-Koch, Mitglied, Vertretung der Arbeitnehmenden
57‘175 19’600 13’050 13’850 3’225 13’200 12’300
CHF CHF CHF CHF CHF CHF CHF
Der Gesamtbetrag der durch Energie Wasser Bern ausgerichteten Vergütungen für die Geschäftsleitung betrug im Berichtsjahr 1’076’240 CHF (Vorjahr: 1’072’984 CHF). Nicht miteinbezogen sind Spesenentschädigungen, Sozialzulagen sowie allfällige weitere von Gesetzes wegen bestehende Ansprüche. Den höchsten auf ein Mitglied der Geschäftsleitung entfallenden Betrag von 257’002 CHF inkl. Treueprämie (Vorjahr: 252’946 CHF) bezog Daniel Schafer, CEO. Im Berichtsjahr wurden keine direkten oder indirekten Vergütungen an frühere Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung ausbezahlt, die in einem Zusammenhang mit der früheren Tätigkeit als Organ der Gesellschaft stehen oder nicht marktüblich sind. Darlehen und Kredite wurden keine gewährt. Ein Beirat wurde nicht eingesetzt. Angaben zu den Beteiligungen sind auf den Seiten 71 und 102 im Finanzbericht zu finden. * Auszahlung an Stadtkasse gemäss Artikel 91 Absatz 3 der Gemeindeordnung der Stadt Bern vom 3. Dezember 1998.
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Corporate Governance
Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung besteht aus dem CEO und den Leitern der vier Bereiche. Nachfolgende Aufstellung berücksichtigt die Zusammensetzung der Geschäftsleitung am 31. Dezember 2013. Es werden die einzelnen Mitglieder, deren Nationalität und Geburtsjahr sowie ihre Ausbildung, ihre Funktion und das Jahr der Berufung in die Geschäftsleitung aufgeführt. Weitere Mandate und Interessenbindungen in bedeutenden Unternehmen, Organisationen und Stiftungen sowie dauernde Leitungs- und Beraterfunktionen für wichtige Interessengruppen wie auch amtliche Funktionen und politische Mandate werden nach dem Prinzip der Selbstdeklaration ausgewiesen.
Mitglieder der Geschäftsleitung
Daniel Schafer (1967, CH) CEO seit 2008 bei Energie Wasser Bern, ing. él. dipl. EPFL. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Kraftwerk Sanetsch AG, Gsteig b. Gstaad, Verwaltungsratspräsident; pvenergie AG, Niederönz, Verwaltungsratspräsident; Geo-Energie Suisse AG, Zürich, Verwaltungsratspräsident; Solarkraft Oberaargau AG, Langenthal, Verwaltungsratspräsident; Swisspower AG, Zürich, Verwaltungsrats-Vizepräsident; Gasverbund Mittelland AG, Arlesheim, Verwaltungsrat; Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, Däniken, Verwaltungsrat; Bernexpo Holding AG, Bern, Verwaltungsrat; Messepark Bern AG, Bern, Verwaltungsrat; Bernexpo AG, Bern, Verwaltungsrat; Regionalwerke AG Baden, Baden, Verwaltungsrat; Unigaz SA, Givisiez, Verwaltungsrat.
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André Moro (1963, CH) Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Energiewirtschaft seit 2003 bei Energie Wasser Bern resp. bei EWB seit 1994 u. a. als Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Energieproduktion, dipl. Maschineningenieur FH. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen, Verwaltungsrat; Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, Däniken, Verwaltungsrat und Präsident Betriebskommission; Kraftwerk Sanetsch AG, Gsteig b. Gstaad, Verwaltungsrat; Tram Bern West AG, Bern, Verwaltungsrat; AVAG AG für Abfallverwertung, Thun, Verwaltungsrat; Maggia Kraftwerke AG, Locarno, Verwaltungsrat und Präsident Technische Kommission; Blenio Kraftwerke AG, Locarno, Verwaltungsrat und Präsident Technische Kommission; ewb Natur Energie AG, Bern, Verwaltungsratspräsident; Energia Naturale Italia S.r.l., Milano, Verwaltungsrat; Berna Energía Natural España S.L., Barcelona, Verwaltungsrat; Lignocalor AG, Bern, Verwaltungsratspräsident; Tubosol PE2 S.L., Murcia, Verwaltungsrat; Kleinkraftwerk Birseck AG, Münchenstein, Verwaltungsrats-Vizepräsident; RESAG Recycling und Sortierwerk AG, Bern, Verwaltungsrat; Solarkraft Oberaargau AG, Langenthal, Verwaltungsrat; Swisspower Renewables AG, Zürich, Verwaltungsrats-Vizepräsident.
Umsichtige Unternehmensführung: die Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern. Von links: Marcel Ottenkamp, André Moro, Daniel Schafer, Jörg Ryser, Urs Balzli.
Marcel Ottenkamp (1970, CH)
Urs Balzli (1969, CH)
Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Netze bei Energie Wasser Bern seit 2009, dipl. Maschineningenieur EPFL, Executive MBA in Management of Technology.
Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Finanzen & Services bei Energie Wasser Bern seit Februar 2011, Betriebsökonom FH, Master of Science in Finance.
Verwaltungsrats- und andere Mandate: Wasserverbund Region Bern AG, Bern, Verwaltungsrat; energiecheck bern ag, Bern, Verwaltungsratspräsident; Energy Policy & Generation Committee, eurelectric, Brüssel, Mitglied.
Verwaltungsrats- und andere Mandate: Bären Haustechnik AG, Köniz, Verwaltungsrats-Vizepräsident; Guggisberg Dachtechnik AG, Köniz, VerwaltungsratsVizepräsident; Leading Swiss Renewables AG, Münchenstein, Verwaltungsrat; ewb Natur Energie AG, Bern, Verwaltungsrat; Lignocalor AG, Bern, Verwaltungsrat; Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen, Mitglied Finanzkommission; Anlagekomitee Personalvorsorge der Stadt Bern, Mitglied; Ökofondskommission Energie Wasser Bern, Mitglied.
Jörg Ryser (1963, CH) Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Marketing & Vertrieb bei Energie Wasser Bern seit 2006, dipl. Elektroingenieur ETH, Master of Business Administration (MBA). Verwaltungsrats- und andere Mandate: Bären Haustechnik AG, Köniz, Verwaltungsratspräsident; Guggisberg Dachtechnik AG, Köniz, Verwaltungsratspräsident; Gasverbund Mittelland AG, Arlesheim, Verwaltungsrat; Verband der Schweizerischen Gasindustrie, Zürich, Verwaltungsrat; Swisspower Energy AG, Verwaltungsrat; Energiekommission der Stadt Bern, Mitglied; Ökofondskommission Energie Wasser Bern Mitglied; Programme Committee Marketing & Communication, International Gas Union, Mitglied.
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Corporate Governance
Mitwirkungsrechte der Stadt Bern als Eigentümerin Gemäss Artikel 25 ewb-Reglement beaufsichtigt der Gemeinderat Energie Wasser Bern. Er genehmigt unter anderem die Jahresbudgets sowie die Jahresrechnungen und entscheidet auf Antrag des Verwaltungsrats über die Gewinnverwendung. Die Mitwirkungsrechte der Gemeindebehörden richten sich im Übrigen nach Artikel 25 ff. ewb-Reglement.
Prüfung und empfiehlt die Abnahme, mit oder ohne Einschränkung, oder die Rückweisung der Jahresrechnung. Der Bericht muss den Mindestumfang der Revi sion für Gemeinden einhalten. Stellt die Revisionsstelle bei ihrer Prüfung gravierende Mängel oder Verstösse gegen das Reglement oder das Gesetz fest, meldet sie dies den zuständigen Gremien.
Informations- und Kommunikationspolitik Am 18. März 2009 verabschiedete der Gemeinderat die Eignerstrategie, die in enger Zusammenarbeit mit Energie Wasser Bern erarbeitet worden war. Am 5. Mai 2010 beschloss der Gemeinderat, ein ausgebautes Kennzahlensystem einzuführen, um die Umsetzung der Strategie zu steuern und zu überwachen. Im Zentrum steht dabei die Einhaltung der Zielvorgabe, bis spätestens 2039 aus der Kernenergie auszusteigen. Diese Vorgabe aus der Eignerstrategie haben die Stimmberechtigten der Stadt Bern am 28. November 2010 in das ewb-Reglement übernommen (Annahme des Gegenvorschlags zur Initiative «EnergieWendeBern»). Der Verwaltungsrat berichtet dem Gemeinderat im Rahmen des Kennzahlensystems zweimal pro Jahr schriftlich insbesondere über den Zielerreichungsgrad in Bezug auf die Versorgung bzw. die Versorgungssicherheit, die Werterhaltung, die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit sowie über die Kooperationen. Zweimal jährlich tauscht sich der Verwaltungsrat mit dem Gemeinderat auf der Grundlage einer durch den Gemeinderat festgelegten Tagesordnung über aktuelle Themen aus. Im Rahmen dieses Austauschs orientiert der Verwaltungsrat die Eigentümerin namentlich auch über den aktuellen Stand des Risikomanagements.
Revisionsstelle Der Gemeinderat setzt gemäss Artikel 23 ewb-Reglement als Revisionsstelle eine fachlich ausgewiesene Treuhandgesellschaft ein. Dieses Mandat hat derzeit die KPMG AG, Gümligen, inne. Die Revisionsstelle berichtet dem Verwaltungsrat und dem Gemeinderat umgehend über das Ergebnis ihrer
52
Energie Wasser Bern hat den Anspruch, transparent, aktuell und verständlich zu kommunizieren. Das Unternehmen informiert die Stadt Bern als Eigentümerin sowie seine weiteren Anspruchsgruppen wie Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeitende, die Öffentlichkeit, die Medien und die Politik umfassend und regelmässig über seine Tätigkeiten. Der jährlich erscheinende Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht beinhaltet Informationen über den gesamten Betrieb und finanzielle Informationen über die Tochtergesellschaften des Unternehmens (siehe konsolidierte Jahresrechnung Seite 96). Zu wichtigen aktuellen Ereignissen veröffentlicht Energie Wasser Bern Medienmitteilungen und informiert, wo erforderlich, direkt. Hierfür übliche Kommunika tionsinstrumente sind neben persönlichen Kontakten und Kundenmailings insbesondere Baustelleninfor mationsblätter, Informationsveranstaltungen und Mitteilungen im «Anzeiger Region Bern». Weitere ziel gruppenspezifische externe Kommunikationsinstrumente sind die laufend aktualisierte Website www.ewb.ch, das dreimal jährlich erscheinende Kundenmagazin «DiREKT», Rechnungsbeilagen, Kundenveranstaltungen und Kampagnen. Intern kommuniziert das Unternehmen an Mitarbeitenden- und Kaderanlässen sowie mittels Newslettern, Intranet, Podcasts und der dreimal pro Jahr verschickten Mitarbeitendenzeitschrift «DiALOG». Die Wirkung aller internen und externen Kommunikationsinstrumente wird in regelmässigen Befragungen überprüft.
Sie vertreten die Mitarbeitenden: der Personalausschuss. Von links: Hanspeter Blum, Walter Kindler, Präsident, Stefan Humbel, Marcel Zbinden, Anita Haller, Stephan Wingeier, Vizepräsident, Daniel Gafner.
Personalvertretung Die Personalvertretung umfasst sieben Mitglieder, die von den Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern für eine Amtsperiode von vier Jahren gewählt werden. Eine Wiederwahl ist möglich. Bei der Wahl ist auf eine angemessene Vertretung der verschiedenen Berufsgruppen und Unternehmensbereiche zu achten. Wahlberechtigt und wählbar ist die Gesamtheit der dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) von Energie Wasser Bern unterstellten Mitarbeitenden. Die Personalvertretung konstituiert sich selbst. Die Aufgaben und Rechte der Personalvertretung sind im GAV sowie in dem von dem Unternehmen und von der Personalvertretung gemeinsam erarbeiteten Mitwirkungsreglement festgelegt. Durch den Austritt von Nicole Willi aus dem Unternehmen wurde in der Personalvertretung ein Sitz für den Bereich Netze frei. Anlässlich der Ersatzwahl im Juni 2013 wurde Stefan Humbel als Nachfolger bestimmt. Das neue Mitglied hat seine Funktion per 1. Juli 2013 aufgenommen. Alle weiteren Mitglieder der Personalvertretung amten in ihrer Funktion seit dem 1. Januar 2011. Die Bereiche haben folgende Vertretungsansprüche: drei Sitze für den Bereich Netze, zwei Sitze für den Bereich Finanzen & Services, einen Sitz für den Bereich Marketing & Vertrieb und einen Sitz für den Bereich Energiewirtschaft.
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Finanzbericht
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Finanzbericht Stammhaus
Finanzieller Lagebericht Stammhaus 2013
Die nachfolgenden Zahlen und Kommentare beziehen sich auf die Jahresrechnung des Stammhauses (Einzelabschluss Energie Wasser Bern). Die Konzernrechnung inklusive Vorjahr ist auf den Seiten 96 bis 112 abgebildet. Im Geschäftsjahr 2013 hat Energie Wasser Bern einen Jahresge winn von 44.6 Mio. CHF erwirtschaftet. Im Vorjahr wurde, auf grund der Bildung der Rückstellungen für Spezialfinanzierungen und des Impairments der Energiezentrale Forsthaus, ein Jahres verlust von 140.9 Mio. CHF ausgewiesen. Ohne diese beiden Son dereffekte konnte das Unternehmen 2012 ein operatives Ergebnis von 32.6 Mio. CHF ausweisen. Gegenüber diesem bereinigten Jahresergebnis liegt das Jahresergebnis 2013 um 12 Mio. CHF oder 36.8 Prozent höher. Der Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 19 Mio. CHF auf 425 Mio. CHF. Der Aufwand für Energie- und Wassereinkauf nahm hingegen um 14.5 Mio. CHF von 211.5 Mio. CHF auf 197 Mio. CHF ab. Beim Nettoerlös schlagen unter anderem die Förderbeiträge für das Holzheizkraftwerk der neuen Energiezentrale Forsthaus zu Buche. Beim Aufwand für Energie- und Wassereinkauf tragen insbesondere tiefere Kosten bei den Partnerwerken und tiefere Strommarktpreise zur Kostenreduktion bei. Mit 5.8 Mio. CHF liegt der Materialaufwand 0.3 Mio. CHF über dem Vorjahreswert. Der Personalaufwand hat sich von 68.5 Mio. CHF auf 72.2 Mio. CHF erhöht. Dies entspricht einer Erhöhung um 5.4 Prozent. Der Vor jahresaufwand wurde jedoch durch die Auflösung der Rückstellun gen des Sozialplanfonds um 5.9 Mio. CHF tiefer ausgewiesen. Die anderen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 39.1 Mio. CHF auf gleicher Höhe wie im Vorjahr. Die Abschreibungen des Jahres 2013 enthalten ein Impairment in der Höhe von 6.3 Mio. CHF, welches auf dem Produktionsteil der Energiezentrale Forsthaus vorgenommen wurde. Diese Ab schreibung wurde aufgrund der anhaltend tiefen Energiepreise nötig. Die gut doppelt so hohen Abschreibungen des Vorjahres enthalten demgegenüber die Sondereffekte aus den Impairments der Energiezentrale Forsthaus und den Anlagen zur Gasbetankung der BERNMOBIL-Busse in der Höhe von 103.6 Mio. CHF. Mit 15.7 Mio. CHF liegt das Finanzergebnis um 3.9 Mio. CHF tiefer als im Vorjahr. Diese Abweichung von 33.1 Prozent basiert auf im Vorjahr aktivierten Bauzinsen im Umfang von 8.5 Mio. CHF. Mit der Fertigstellung der Energiezentrale Forsthaus fallen im Berichts jahr stattdessen die vollen Fremdkapitalzinsen im Aufwand an.
56
Betriebsertrag Der Betriebsertrag von Energie Wasser Bern liegt mit 441.8 Mio. CHF um 18.9 Mio. CHF oder 4.5 Prozent höher als im Vorjahr. Anders als beim Betriebsertrag werden bei den einzelnen Spartenum sätzen interne Verrechnungen berücksichtigt. Am stärksten stieg im Berichtsjahr der Betriebsertrag der Sparte Elektrizität: von 230.1 Mio. CHF auf 320.1 Mio. CHF. Der Hauptgrund hierfür liegt in den geänderten Werteflüssen. Per 1. Dezember 2013 hat das Geschäftsfeld Handel auch den Gaseinkauf übernommen und verrechnet die Aufwände nun intern der Sparte Wärme weiter. Der Betriebsertrag der Sparte Wärme stieg von 144 Mio. CHF um 2.4 Prozent auf 147.4 Mio. CHF. Dies ist hauptsächlich auf höhere Verkaufspreise zurückzuführen. Die Reduktion der Wasserpreise führte in der Sparte Wasser zu einem Rückgang des Betriebser trages um 0.9 Mio. CHF auf 32 Mio. CHF. Der Betriebsertrag der Sparte Kehrichtverwertung sank von 35 Mio. CHF um 9 Mio. CHF auf 26 Mio. CHF. Der Betriebsertrag der Sparte New Business liegt mit 9.9 Mio. CHF um 0.1 Mio. CHF höher als im Vorjahr. Umfeld Die angespannte Konjunkturlage sowie ein Angebotsüberhang in Europa setzten auch im Jahr 2013 den Trend zu sinkenden Strommarktpreisen fort. Parallel verschärfte sich der Wettbewerb in der Branche und führte zu einem entsprechenden Margendruck beziehungsweise zu Marktbewegungen bei den freien Kunden. Umso erfreulicher ist das Jahresergebnis 2013, gelang es Energie Wasser Bern doch trotz diesen widrigen Umständen, das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich zu verbessern. Ein weiterer Meilenstein des Jahres 2013, die Integration der neuen Energie zentrale Forsthaus in die bestehenden Prozesse und Werteflüsse, konnte im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen werden. Ausblick Das wirtschaftliche und regulatorische Umfeld wird weiterhin schwierig bleiben. Von steigenden Preisen ist in naher Zukunft nicht auszugehen. Auch die Umsetzung der Energiestrategie des Bundes wird die gesamte Energiebranche weiter vor grosse organisatorische und finanzielle Herausforderungen stellen.
Finanzbericht Stammhaus
Betriebsertrag 500’000 450’000 400’000 350’000
TCHF
300’000 250’000 200’000 150’000 100’000 50’000 0
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2008
2009
2010
2011
2012
2013
EBIT-Entwicklung 80’000 60’000 40’000
TCHF
20’000 0 –20’000 –40’000 –60’000 –80’000
2006
2007
EBIT in TCHF
EBIT in TCHF ohne Sondereffekte
Gewinnentwicklung 80’000 40’000
TCHF
0 –40’000 –80’000 –120’000 –160’000
2006
2007
Jahresergebnis in TCHF
2008
2009
2010
2011
2012
2013
Jahresergebnis in TCHF ohne Sondereffekte
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Finanzbericht Stammhaus
Abschluss
Die Bilanzen, Erfolgsrechnungen und Geldflussrechnungen der einzelnen Sparten Elektrizität, Wärme, Wasser, Kehrichtverwer tung und New Business sind auf den Seiten 76 bis 90 abgebildet.
Erfolgsrechnung TCHF Erläuterungen 2013 % Nr. Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen
2012 %
1)
424’986
406’005
Aktivierte Eigenleistungen
14’085
14’726
Andere betriebliche Erträge
2)
2’750
2’207
Betriebsertrag
441’821 100.0
422’938 100.0
Energieaufwand und Wassereinkauf
–197’032
–211’474
Materialaufwand
44.6
–5’775 1.3
50.0
–5’485 1.3
Personalaufwand
–72’154 16.3
–68’513 16.2
Andere betriebliche Aufwendungen
–39’071
–39’098
3)
8.8
Betriebsaufwand –314’032 71.1 Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) Abschreibungen
13)
127’789
98’368
23.3
61’132
–53’773
13.8
–12.7
4) –15’697 –11’825
Veränderung Spezialfinanzierungen
5)
Betriebsfremdes Ergebnis
6)
Jahresergebnis vor Steuern 7)
Jahresergebnis nach Steuern
58
28.9
–152’141 36.0
Ordentliches Ergebnis
Steuern
–324’570 76.7
–66’657 15.1
Betriebsergebnis (EBIT) Finanzergebnis
9.2
45’435
10.3
–65’598
–796
–75’958
0 44’639
10.1
496 –141’060
–49 44’590
10.1
–15.5
–33.4
180
–140’880
–33.3
Finanzbericht Stammhaus
Bilanz TCHF Erläuterungen 31.12.2013 % 31.12.2012 % Nr. Umlaufvermögen 157’116 8.2
132’290 7.3
Flüssige Mittel
8)
8’387
18’178
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
9)
79’573
78’089
Sonstige kurzfristige Forderungen
10)
51’204
18’132
Vorräte und angefangene Arbeiten
11)
2’557
2’491
Aktive Rechnungsabgrenzung
12)
15’395
15’400
Anlagevermögen 1’748’838 91.8
1’679’979 92.7
Sachanlagen
13) 1’443’897 1’361’812
Finanzanlagen
14) 279’856 295’251
Immaterielle Anlagen
13)
Total Aktiven Kurzfristiges Fremdkapital
25’085 1’905’954 100.0 219’839
11.5
22’916 1’812’269 100.0 131’659
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
15)
35’272
34’281
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
16)
146’458
47’368
Kurzfristige Rückstellungen
20)
10’446
12’700
Passive Rechnungsabgrenzung
17)
27’663
37’310
Langfristiges Fremdkapital 1’075’745 56.4
1’067’530 58.9
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
19)
945’855
940’198
Langfristige Rückstellungen
18/20)
129’890
127’332
Total Fremdkapital 1’295’584 68.0 Eigenkapital
610’370 32.0
7.3
1’199’189 66.2 613’080 33.8
Dotationskapital 80’000 80’000 Betriebsreserven 485’780 673’960 Jahresergebnis 44’590 –140’880 Total Passiven
1’905’954 100.0
1’812’269 100.0
59
Finanzbericht Stammhaus
Geldflussrechnung TCHF 2013 2012 Jahresergebnis 44’590 –140’880 Abschreibungen Sachanlagen/immaterielle Anlagen
60’044
Abschreibungen Finanzanlagen
745
48’455 4’423
Wertbeeinträchtigungen (Impairment)
6’613
103’686
Nicht liquiditätswirksamer Erfolg
–2’515
–3’115
Eigenleistungen für Investitionen
–14’085
–14’726
Veränderung Spezialfinanzierungen
797
75’958
Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen
–165
0
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
–1’484
–12’035
Veränderung der Vorräte
–67
1’363
Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen 4’353 3’618 Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
290
–12’047
Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen
–8’029
2’705
Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)
91’087
57’405 –185’565
Investitionen in Sachanlagen
–139’436
Devestitionen von Sachanlagen
281
4’552
Eigenleistungen für Investitionen
14’085
14’726
Investitionen in immaterielle Anlagen
–3’088
–1’239
Investitionen in Beteiligungen
–10’533
–2’751 –63’452
Investitionen in Finanzanlagen
–22’753
Devestitionen von Finanzanlagen
10’276
2’622
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
–151’168
–231’107
Gewinnausschüttung –43’000 –67’000 Speisung Fonds für erneuerbare Energien aus Gewinn
–4’300
–4’200
Veränderung Finanzverbindlichkeiten
97’590
236’522
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
50’290
165’322
Veränderung des Fonds Flüssige Mittel
–9’791 –8’380
Bestand flüssige Mittel am 1.1.
18’178
26’558
Bestand flüssige Mittel am 31.12.
8’387
18’178
60
Finanzbericht Stammhaus
Nachweis der Eigenkapitalveränderung per 31.12.2013 und 2012 TCHF Dotations- Betriebs- Spezial- Einbehaltene Total kapital reserven finanzierungen Gewinne Eigenkapital Bestand am 1.1.2012
80’000
555’476
139’751
Jahreserfolg
Zuweisung
20’096
49’933
825’160
–140’880
–140’880
–20’096
Entnahme
–16’363
16’363
Verwendung (Ökofonds)
–4’200
–4’200
Ausschüttung an Stadt Bern
–25’000
–42’000
–67’000
–140’880
613’080
Bestand am 31.12.2012
80’000
514’113
159’847
Jahreserfolg 44’590 44’590 Zuweisung
9’992
Entnahme
–38’325
–159’847
Verwendung (Ökofonds) Ausschüttung an Stadt Bern
Bestand am 31.12.2013
80’000
485’780
–9’992 198’172 –4’300
–4’300
–43’000
–43’000
0
44’590
610’370
61
Finanzbericht Stammhaus
Anhang zur Jahresrechnung
Grundlagen der Rechnungslegung Swiss GAAP FER Die Jahresrechnung Stammhaus (Einzelabschluss) und die Konzern rechnung vermitteln ein den tatsächlichen Verhältnissen ent sprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Dies in Übereinstimmung mit den von der Fachkommission für Emp fehlungen zur Rechnungslegung festgelegten Grundsätzen (Swiss GAAP FER). Energie Wasser Bern wendet das gesamte SwissGAAP-FER-Regelwerk an. Geldflussrechnung Der Fonds Flüssige Mittel bildet die Grundlage für den Ausweis der Geldflussrechnung. Der Geldfluss aus der Betriebstätigkeit wird nach der indirekten Methode berechnet. Bewertungsgrundsätze Die Jahresrechnung wird mit Ausnahme der Equity-Beteiligungen auf Basis von historischen Kosten erstellt. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel enthalten Kassenbestände, Postcheck- und Bankguthaben, sowie kurzfristige Festgeldanlagen. Energie Wasser Bern bewertet sie zu Nominalwerten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen werden zu Nominalwerten bilanziert und er kennbare Einzelrisiken durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Bonitätsrisiko wird mittels einer stetig berechneten und pauschalen Wertberichtigung berücksich tigt. Diese berechnet sich aus dem Durchschnitt der in den letzten drei Jahren effektiv eingetretenen Debitorenverluste in Prozent des Umsatzes.
Sachanlagen Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaf fungs- beziehungsweise zu Herstellungskosten abzüglich betriebs wirtschaftlich notwendiger Abschreibungen. Diese erfolgen bei den unten stehenden Anlagekategorien linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer gemäss Branchennormen, wobei in begründeten Fällen davon abgewichen wird. Unbebaute Grundstücke werden zum Kaufpreis inklusive Gebühren und Abgaben bilanziert. Wert berichtigungen auf Grundstücken erfolgen nur bei einer allfälligen Wertminderung.
Anlagekategorie Wirtschaftliche Nutzungsdauer in Jahren Grundstücke Gebäude
62
60 bis 100
Fahrzeuge < 3.5 t
8
Fahrzeuge > 3.5 t
20
EDV (Hardware und Software)
5
Mobiliar 10 Stromleitungen: Freileitungen 25 Kabelleitungen 40 Trafostationen, Schaltanlagen, Gleichrichter Leitstelle (ohne Bau), Mess- und Steueranlagen Unterwerke, technische Einrichtungen Kraftwerke mechanischer Teil: Mess-/Schutz-/Steuereinrichtungen Hydraulische Maschinen Gasleitungen Gasstationen, technische Einrichtungen Fernwirkanlage, Mess- und Steueranlagen Gas
Vorräte und angefangene Arbeiten Die Vorräte sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Skontoabzüge behandelt Energie Wasser Bern als Anschaffungs wertminderungen. Für inkurante Vorräte werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Die angefangenen Arbeiten werden zu Herstellkosten bewertet, Anzahlungen von Kunden werden in Abzug gebracht.
Abschreibungen nur bei Werteinbusse
Fernwärmeleitungen und -kanäle Kehrichtverwertungsanlage, Leittechnik Kehrichtverwertungsanlage, maschinelle Anlagen
40 bis 60 15 15 bis 40 15 50 50 bis 60 30 10 bis 15 40 10 bis 15 25
Finanzbericht Stammhaus
Aktivierte Eigenleistungen Die selbst erstellten, im Betrieb verbleibenden Anlagegüter werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Die aktivierten Eigenleis tungen beruhen hauptsächlich auf dem Bau und den Erweiterungs massnahmen von Versorgungsnetzen und Kraftwerksanlagen. Contracting-Anlagen Die Abschreibungen von Contracting-Anlagen richten sich nach den in den Verträgen mit den Contracting-Kunden festgelegten Bestimmungen. In der Regel erfolgt die Abschreibung progressiv über 10 bis 20 Jahre. Bauzinsen Bei Hochbauprojekten mit Bausummen von über 5 Mio. CHF und einer Erstellungsdauer von über einem Jahr werden die Fremd kapitalzinsen als Bauzinsen aktiviert. Als Berechnungsgrundlage dienen die durchschnittlich in den betreffenden Bauprojekten investierten Mittel (Bestand Anfang Jahr plus Bestand Ende Jahr, geteilt durch zwei) und der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des betreffenden Geschäftsjahres. Renditeliegenschaften Energie Wasser Bern besitzt keine reinen Renditeliegenschaften. Es werden diverse Räumlichkeiten und Gebäudeteile an Dritte vermietet. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf einen separaten Ausweis dieser Gebäude verzichtet.
Sachanlagen der Wasserversorgung Anlagen der Wasserversorgung werden in Anwendung der dies bezüglichen kantonalen Richtlinien auf Basis des Wiederbeschaf fungswerts abgeschrieben. Von diesem Abschreibungsbetrag werden 100 Prozent (Vorjahr 80 Prozent) als jährliche Abschrei bungen auf den Wasseranlagen verbucht. Anlagekategorie
Wirtschaftliche Nutzungsdauer (kantonale Richtwerte) in Jahren
Grundstücke
Abschreibung nur bei Werteinbusse
Wassertransportleitungen 80 Wasserverteilleitungen 80
Wertbeeinträchtigungen (Impairment) Die Werthaltigkeit der langfristigen Vermögenswerte wird an jedem Bilanzstichtag einer Beurteilung unterzogen. Liegen Hinweise einer nachhaltigen Wertverminderung vor, wird eine Berechnung des realisierbaren Wertes durchgeführt (Impairment-Test). Über steigt der Buchwert den realisierbaren Wert, wird durch ausser planmässige Abschreibungen eine erfolgswirksame Anpassung vorgenommen. Finanzanlagen Die Beteiligungen an den Energieproduktionsgesellschaften (Partnerwerke) sind branchenüblich zum anteiligen Eigenkapital (at equity) bewertet. Übrige Beteiligungen sind zu Anschaffungs werten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Abschrei bungen bewertet. In den Anschaffungswerten enthaltene noch nicht bezahlte Kaufpreiskomponenten (earn outs) werden als Anschaffungswert aktiviert und in den Finanzverbindlichkeiten bis zur Auszahlung passiviert.
63
Finanzbericht Stammhaus
Immaterielle Anlagen Die immateriellen Anlagen enthalten Rechte, Software und Inves titionsbeiträge an Kundinnen und Kunden. Die Abschreibung der aktivierten Beiträge erfolgt linear über die jeweilige Nutzungsoder Vertragsdauer. Die Nutzungsrechte aus dem koordinierten Bau des Glasfasernetzes werden über 35 Jahre abgeschrieben. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zu Nominalwerten bilanziert. Personalvorsorgeverpflichtungen Arbeitnehmende und ehemalige Arbeitnehmende erhalten verschie dene Personalvorsorgeleistungen oder Altersrenten. Energie Wasser Bern ist bei der rechtlich selbstständigen Personalvorsorgekasse der Stadt Bern angeschlossen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen aus den vorhandenen Vorsorgeeinrichtungen werden jährlich be urteilt und der daraus abgeleitete wirtschaftliche Nutzen oder die wirtschaftliche Verbindlichkeit bilanziert. Rückstellungen Für faktische und gesetzliche Verpflichtungen sowie für drohende Risiken und Verluste bildet Energie Wasser Bern Rückstellungen. Diese beziehen sich ausschliesslich auf Transaktionen, deren Ursa che in der Vergangenheit liegt. Die Höhe der Rückstellungen ba siert auf der Einschätzung der Geschäftsleitung und widerspiegelt die per Bilanzstichtag zu erwartenden künftigen Aufwendungen.
64
Rückstellungen Spezialfinanzierung Die Einlage in den Fonds für erneuerbare Energien (Ökofonds) er folgt gemäss Reglement Energie Wasser Bern (ewr) Art. 25 Abs. 5. Über Ausschüttungen befindet die Ökofondskommission (siehe Seiten 37 bis 41). Die Äufnung/Auflösung der Spezialfinanzierungen der Wasserrech nung richtet sich nach den betreffenden kantonalen Vorschriften. Latente Steuern Die jährliche Abgrenzung der latenten Ertragssteuern basiert auf einer bilanzorientierten Sichtweise und berücksichtigt grundsätz lich alle zukünftigen ertragssteuerlichen Auswirkungen. Aktive latente Steuern, die sich aus Verlustverrechnungspotenzialen ergeben, werden nur dann bilanziert, wenn eine entsprechende Realisierung als wahrscheinlich gilt. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Währungsrisiken und zur Optimierung der Produktions- und Verbrauchsprofile werden bei Energie Wasser Bern derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Sie werden in der Bilanz erfasst, wenn sie die Definition eines Aktivums oder einer Verbind lichkeit erfüllen. Instrumente zur Absicherung von zukünftigen Cashflows werden nicht bilanziert. Sie sind im Anhang offengelegt.
Finanzbericht Stammhaus
Finanzbericht Stammhaus
Erläuterungen zu Positionen der Jahresrechnung Erfolgsrechnung 1) Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen TCHF 2013 2012 Nettoerlös aus Energielieferungen Sparte Elektrizität
213’728
209’858
Verkauf Gas und Fernwärme
124’866
112’879
Verkauf Wasser 26’941 27’378 Kehrichtannahme und Energieabgabe
20’398
18’979
Übrige Erlöse aus Lieferungen und Leistungen Sparte Elektrizität 13’325 12’098 Sparte Wärme 15’690 13’941 Sparte Wasser 3’031 3’881 Sparte New Business
7’007
6’991
Total Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen
424’986
406’005
Davon Lieferungen und Leistungen an Dritte 380’826 355’750 Stadt Bern einschliesslich übriger Stadtbetriebe
36’119
43’362
Nahestehende Personen 8’041 6’893
Die Abweichungen gegenüber den Spartenrechnungen entspre chen den ewb-internen Energielieferungen. Im Geschäftsbericht des Vorjahres wurden die Energielieferungen inklusive interner Verrechnungen dargestellt und in einer separaten Zeile bereinigt. Im Geschäftsjahr werden die Zahlen ohne interne Verrechnungen gezeigt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Zudem wurden im Vorjahr der Nettoerlös aus Verkauf Gas und
Fernwärme und die übrigen Erlöse aus Lieferungen und Leistun gen Sparte Wärme nicht korrekt dargestellt (Verschiebung von 13.8 Mio. CHF). Die Vorjahreszahlen wurden angepasst. 2) Andere betriebliche Erträge Die Erlöse beinhalten Einnahmen aus Miet-, Pacht- und Bau rechtszinsen der eigenen Anlagen.
3) Andere betriebliche Aufwendungen TCHF 2013 2012 Dienstleistungen Dritte für Unterhalt
11’581
11’774
Konzessionsabgaben an Gemeinden
8’822
5’700
Aufwand für Werbung, Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit
3’044
4’199
Honoraraufwand 2’741 3’718 Entsorgungsaufwand 2’764 3’267 Übrige betriebliche Aufwendungen
10’119
10’440
Total andere betriebliche Aufwendungen
39’071
39’098
Die Sondernutzungskonzession für die Benutzung des öffentlichen Raumes wurde seitens der Stadt Bern per Anfang 2013 erhöht.
65
Finanzbericht Stammhaus
4) Finanzergebnis TCHF 2013 2012 Zinsertrag aus Forderungen gegenüber Nahestehenden
4’370
2’423
Erfolg aus Beteiligungen gegenüber Nahestehenden
3’492
–467
Übriger Finanzertrag
1’475
385
Aktivierte Bauzinsen
34
8’471
Zinsaufwand gegenüber Stadt Bern
–24’171
–22’191
Zinsaufwand gegenüber Nahestehenden
–81
0
Übriger Finanzaufwand –816 –446 Total Finanzergebnis –15’697 –11’825
Mit der Fertigstellung der Energiezentrale Forsthaus per Ende 2012 fallen die aktivierten Bauzinsen im Geschäftsjahr deutlich tiefer aus. Die höheren Zinskosten resultieren aus der weiter gestiegenen Verschuldung aufgrund der hohen Investitionen. Der Verlust aus Beteiligungen gegenüber Nahestehenden im Vorjahr war vor allem auf eine Wertberichtigung der Beteiligung Solar Industries AG von 3 Mio. CHF zurückzuführen. 5) Veränderung Spezialfinanzierung Die Sparte Wasser entnimmt der Spezialfinanzierung 2.9 Mio. CHF. Die Sparte Kehrichtverwertung legt 3.7 Mio. CHF in die Spezialfinan zierung ein.
66
6) Betriebsfremdes Ergebnis Aus Verkäufen von nicht mehr notwendigen technischen Anlagen entstanden im Vorjahr Buchgewinne. 7) Steuern Energie Wasser Bern erfüllt in den Sparten Elektrizität, Wärme, Wasser und Kehrichtverwertung vorwiegend öffentliche Aufgaben. Diese sind nicht der Steuerpflicht unterworfen. Steuerbar sind die Sparte New Business und die Einnahmen aus der Vermietung diverser Räumlichkeiten oder Liegenschaften.
Finanzbericht Stammhaus
Bilanz 8) Flüssige Mittel TCHF Flüssige Mittel Wertschriften Total flüssige Mittel und Wertschriften
31.12.2013 31.12.2012 8’358
18’147
29 31 8’387
18’178
9) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TCHF
31.12.2013 31.12.2012
Gegenüber Dritten
68’541
63’671
Gegenüber der Stadt Bern
11’272
13’755
Gegenüber Nahestehenden Wertberichtigung (Delkredere) Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
640
1’850
–880
–1’187
79’573
78’089
10) Sonstige kurzfristige Forderungen TCHF
31.12.2013 31.12.2012
Gegenüber Dritten
2’968
5’528
Gegenüber der Stadt Bern
4’289
3’863
Gegenüber Nahestehenden Total sonstige kurzfristige Forderungen
43’947
8’741
51’204
18’132
Die kurzfristigen Forderungen gegenüber Nahestehen den beinhalten Darlehenstranchen, welche im nächsten Jahr zur Rückzahlung fällig werden.
11) Vorräte und angefangene Arbeiten TCHF Material- und Warenvorräte Angefangene Arbeiten
31.12.2013 31.12.2012 3’676
3’560
968
654
Wertberichtigung
–2’087 –1’723
Total Vorräte und angefangene Arbeiten
2’557
2’491
12) Aktive Rechnungsabgrenzung TCHF Gegenüber Dritten
31.12.2013 31.12.2012 7’373
5’528
Gegenüber der Stadt Bern
677
1’149
Gegenüber Nahestehenden
7’345
8’723
15’395
15’400
Total aktive Rechnungsabgrenzung
67
Finanzbericht Stammhaus
13) Sachanlagen und immaterielle Anlagen TCHF
Unbebaute Grundstücke
Grundstücke und Bauten
Anlagen und Einrichtungen
Anlagen im Bau
Übrige Sachanlagen
Nettobuchwerte 1.1.2013
2’914 273’864 1’028’306
47’247
Anschaffungskosten Stand per 1.1.2013
2’933
47’247
459’579
2’183’170
Total Sachanlagen
9’482 1’361’812
30’837
2’723’765
Zugänge 24’856 90’697 30’013 2’374 147’940 Abgänge
–5
–337 –10’922
–650 –11’915
Reklassifikation/Umbuchung –5’292 29’081 –25’402 1’484 –128 Stand per 31.12.2013
2’929
478’806
Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2013
–20
–185’715
2’292’025
51’858
34’044
2’859’662
–1’154’864
–21’355
–1’361’953
Planmässige Abschreibungen –7’989 –47’622 –3’387 –58’998 Wertbeeinträchtigungen (Impairment) –6’613 –6’613 Abgänge
5
337 10’826
631 11’799
Reklassifikation/Umbuchung 69 –69 Stand per 31.12.2013 Nettobuchwerte 31.12.2013
–15
–193’297
–1’198’342
2’914 285’509 1’093’684
TCHF Immaterielle Immaterielle Total Anlagen Anlagen immaterielle im Bau Anlagen Nettobuchwerte 1.1.2013
9 22’907 22’916
Anschaffungskosten Stand per 1.1.2013
9
28’316
28’325
Zugänge 3’088 3’088 Abgänge Reklassifikation/Umbuchung –9 137 128 Stand per 31.12.2013
0
31’541
31’541
Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2013
–5’409
–5’409
Planmässige Abschreibungen –1’046 –1’046 Wertbeeinträchtigungen (Impairment) Abgänge Reklassifikation/Umbuchung Stand per 31.12.2013 Nettobuchwerte 31.12.2013
68
–6’456
–6’456
0 25’085 25’085
51’858
–24’111
–1’415’765
9’933 1’443’897
Finanzbericht Stammhaus
TCHF
Unbebaute Grundstücke
Grundstücke und Bauten
Anlagen und Einrichtungen
Anlagen im Bau
Übrige Sachanlagen
Total Sachanlagen
Nettobuchwerte 1.1.2012
2’914 128’781 753’341 435’002 10’128 1’330’167
Anschaffungskosten Stand per 1.1.2012
2’933
281’475
1’809’473
435’002
28’699
Zugänge 58’056 103’045 23’165
2’557’582
1’299 185’565
Abgänge –9’933 –8’954 –898
–52 –19’836
Reklassifikation/Umbuchung 129’980 279’606 –410’022
890
Stand per 31.12.2012
2’933
459’579
Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2012
–20
–152’694
2’183’170
454
47’247
30’837
2’723’765
–1’056’132
–18’570
–1’227’416
Planmässige Abschreibungen –6’224 –38’363 –2’827 –47’414 Wertbeeinträchtigungen (Impairment) –36’480 –65’985 –102’465 Abgänge 9’681 5’561
43 15’284
Reklassifikation/Umbuchung 3 55 58 Stand per 31.12.2012
–20
Nettobuchwerte 31.12.2012
Die Zugänge enthalten aktivierte Fremdkapitalzinsen in der Höhe von 0.34 Mio. CHF (Vorjahr 8.5 Mio. CHF). Per Bilanzstichtag wurden die Aktiven auf allfällige Anzeichen für Wertbe einträchtigungen überprüft. Aufgrund der anhaltend tiefen Energiepreise wurde ein Impairment von 6.3 Mio. CHF auf dem Produktionsteil der Energie zentrale Forsthaus vorgenommen. Die Reduktion ist unter Wertbeeinträchti gungen ausgewiesen. Per 31.12.2013 bestanden wie im Vorjahr keine verpfändeten Sachanlagen.
–185’715
–1’154’864
2’914 273’864 1’028’306
47’247
–21’355
–1’361’953
9’482 1’361’812
TCHF Immaterielle Immaterielle Total Anlagen Anlagen immaterielle im Bau Anlagen Nettobuchwerte 1.1.2012 21’451 2’999 24’450 Anschaffungskosten Stand per 1.1.2012
21’451
6’089
27’540
Zugänge 1’239 1’239 Abgänge Reklassifikation/Umbuchung –21’442 20’988 Stand per 31.12.2012
–454
9
28’316
28’325
Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2012
–3’090
–3’090
Planmässige Abschreibungen –1’040 –1’040 Wertbeeinträchtigungen (Impairment) –1’222 –1’222 Abgänge Reklassifikation/Umbuchung –58 –58 Stand per 31.12.2012 Nettobuchwerte 31.12.2012
–5’409
–5’409
9 22’907 22’916
69
Finanzbericht Stammhaus
Brandversicherungswert der Sachanlagen TCHF Anlagen Elektrizität
31.12.2013 31.12.2012 164’673
164’473
Anlagen Wärme
10’293
10’857
Anlagen Wasser
921
921
552’549
724’442
0
0
Anlagen Kehrichtverwertung Anlagen New Business Total
728’436 900’693
Die alte Kehrichtverwertungsanlage am Warmbächliweg wurde stillgelegt und wird in den Jahren 2014 und 2015 rückgebaut. Im Vorjahr waren noch beide Kehrichtverwertungsanlagen versichert.
14) Finanzanlagen TCHF At equity Zum Total Übrige Übrige Total bewertete Anschaffungs- Beteiligungen Finanzanlagen Finanzanlagen Finanzanlagen Beteiligungen wert bewertete gegenüber gegenüber Beteiligungen Dritten Nahestehenden Bestand am 1.1.2012
61’407
56’111
Zugang
1’051
6’170
Abgang Wertveränderung at equity
234
127’467
7’221
57’282
64’503
–11’180
–11’362
1’314
Wertberichtigung Bestand am 31.12.2012
117’518
–3’751
–182
1’314 –3’751
245’219
1’314
–672
–4’423
63’772
58’530
122’302
52
172’897
295’251
Zugang
11’000
11’000
5’578
24’221
40’799
Abgang
–350
–350
–57’254
–57’604
1’305
1’305
Wertveränderung at equity
1’305
Wertberichtigung Bestand am 31.12.2013
65’077
Im Geschäftsjahr hat Energie Wasser Bern die Gesellschaft Swiss Fibre Net AG mitgegründet. Durch die am 3. Januar 2013 erfolgte Veräusserung der ewb Übertragungsnetz AG an die Swissgrid AG hält Energie Wasser Bern neu eine Beteiligung an der Swissgrid AG. Die Wasserverbund Region Bern AG hat 2013 eine Kapi talerhöhung durchgeführt. Energie Wasser Bern hat an dieser Erhöhung mit 8 Mio. CHF partizipiert. Auf dem Beteiligungs buchwert und dem Darlehen der Geo-Energie Suisse AG wurde, aufgrund einer Kapital- und Darlehenserhöhung im Jahr 2013,
70
–167 69’013
–167 134’090
5’630
272
105
140’136
279’856
eine Wertberichtigung vorgenommen. Der Abgang bei den übrigen Finanzanlagen gegenüber Nahestehenden enthält die in die sonstigen kurzfristigen Forderungen umgegliederten, im nächsten Jahr zur Rückzahlung fällig werdenden Darlehen und Darlehens tranchen (unter anderem 42.9 Mio. CHF Wasserverbund Region Bern AG und 2.2 Mio. CHF Swissgrid AG). Diese Umgliederungen sind nicht geldwirksam. Bei einem Vergleich der Veränderung in den Finanzanlagen und in der Geldflussrechnung müssen diese Transaktionen berücksichtigt werden.
Finanzbericht Stammhaus
Wesentliche Beteiligungen von Energie Wasser Bern Gesellschaft Sitz Zweck Aktienkapital 2013 2012 Bewertung in TCHF Kapitalanteil Kapitalanteil in der Bilanz ewb Natur Energie AG
Bern
Beteiligungen
1’000
100%
100%
Anschaffungswert
Bären Haustechnik AG
Köniz
Installationen
1’000
100%
100%
Anschaffungswert
Guggisberg Dachtechnik AG
Köniz
Dachtechnik
100
100%
100%
Anschaffungswert
Bern
Wasserversorgung
32’060
67%
61%
Anschaffungswert
energiecheck bern ag Bern
Dienstleistungen in der Energiebranche
200
60%
60%
Anschaffungswert
Wasserverbund Region Bern AG
Lignocalor AG 1
Bern Holzbeschaffung 300 35% 35% Anschaffungswert
Resag Recycling + Sortierwerk Bern AG
Bern
Abfallverwertung
4’400
25%
25%
Anschaffungswert
Swiss Fibre Net AG Bern
Dienstleistungen in der Telecombranche
2’760
22%
0%
Anschaffungswert Anschaffungswert
AG für Abfallverwertung AVAG
Thun
Abfallverwertung
3’400
15%
15%
Glarus Nord
Solartechnik
30’921
15%
15%
Anschaffungswert
Geo-Energie Suisse AG
Zürich
Geothermie
1’990
14%
14%
Anschaffungswert
Swisspower Energy AG
Zürich
Energievertrieb
1’990
11%
11%
Anschaffungswert
BERNEXPO HOLDING AG Bern
Infrastruktur Messeplatz Bern
3’900
8%
7%
Anschaffungswert
Beteiligungen
7’889
6%
11%
Anschaffungswert
Solar Industries AG in Liquidation
Kleinkraftwerk Birseck AG Swisspower AG 2
Münchenstein
Zürich Interessenvertretung 360 5% 5% Anschaffungswert
Swissgrid AG Laufenburg Betrieb Hochspannungsnetz
264’980
1%
0%
Anschaffungswert
ewb Übertragungsnetz AG
Bern
Netzbetrieb
100
0%
100%
Anschaffungswert
The Mobility House AG Schweiz
Bern
Mobilität
700
0%
50%
Anschaffungswert
Thun Solar AG Solarkraftwerke Bigla AG Kraftwerk Sanetsch AG
Thun
Energieproduktion
100
51%
51%
at equity
Biglen
Energieproduktion
100
51%
51%
at equity at equity
Gsteig
Energieproduktion
3’200
50%
50%
Langenthal
Energieproduktion
2’000
50%
50%
at equity
Niederönz
Energieproduktion
300
40%
40%
at equity
Innertkirchen
Energieproduktion
120’000
17%
17%
at equity
Arlesheim
Energievertrieb
6’140
10%
10%
at equity
Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG
Däniken
Energieproduktion
Maggia Kraftwerke AG
Locarno
Energieproduktion
100’000
5%
5%
at equity
Blenio Kraftwerke AG
Blenio
Energieproduktion
60’000
5%
5%
at equity
Solarkraft Oberaargau AG pvenergie AG Kraftwerke Oberhasli AG Gasverbund Mittelland AG
350’000 3 8% 8% at equity
Namensänderung von Lignocalor Seeland AG zu Lignocalor AG. Namensänderung von Swisspower Netzwerk AG zu Swisspower AG. 3 Davon einbezahlt 290’000 TCHF. 1 2
Gesellschaften, die aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zwischen den Aktionären gemeinschaftlich geführt werden – insbesondere die Partnerwerke – werden als Joint Ventures behandelt.
Joint Ventures bewertet Energie Wasser Bern unabhängig von der Beteiligungsquote nach der Equity-Methode.
15) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TCHF 31.12.2013 31.12.2012 Gegenüber Dritten 20’518 20’432 Gegenüber der Stadt Bern
311
254
Gegenüber Nahestehenden 14’443 13’595 Total Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
35’272
34’281
71
Finanzbericht Stammhaus
16) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten TCHF 31.12.2013 31.12.2012 Gegenüber Dritten
51’864
9’425
Gegenüber der Stadt Bern
69’594
37’937
Gegenüber Nahestehenden
25’000
6
Total sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
146’458
47’368
Unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten werden die nächstes Jahr zur Rückzahlung fälligen Anteile bestehender Darlehen von Dritten, von Nahestehenden und der Stadt Bern sowie das Kontokorrent gegenüber der Stadt Bern ausgewiesen.
17) Passive Rechnungsabgrenzung TCHF 31.12.2013 31.12.2012 Gegenüber Dritten 21’585 29’609 Gegenüber der Stadt Bern
7
13
Gegenüber Nahestehenden 6’071 7’688 Total passive Rechnungsabgrenzung
27’663
37’310
18) Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge Alle Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern sind der Personal vorsorgekasse der Stadt Bern angeschlossen und für Ruhestand, Todesfall und Invalidität versichert. Der Vorsorgeplan entspricht dem Leistungsprimat gemäss dem BVG. Wirtschaftlicher Nutzen/ wirtschaftliche Verpflichtung und Vorsorgeaufwand in TCHF Einrichtungen mit Unterdeckung (Schweiz) Total
Über-/Unterdeckung gemäss FER 26 31.12.12
Wirtschaftlicher Anteil des Unternehmens 31.12.13
Auf die Periode abgegrenzte Beiträge
31.12.12
Vorsorgeaufwand im Personalaufwand 31.12.13
31.12.12
–17’521
0
0
0
6’935
6’935
6’343
–17’521
0
0
0
6’935
6’935
6’343
Der technische Zinssatz sinkt per 1. Januar 2014 um 1 Prozent punkt auf 2.75 Prozent. Die Arbeitgeber können sich freiwillig an der Verzinsung der Deckungslücke beteiligen. Aus diesem Sachverhalt entsteht eine Eventualverpflichtung (siehe Kom mentar 23).
72
Veränderung zum Vorjahr resp. erfolgswirksam im GJ
Finanzbericht Stammhaus
19) Langfristige Finanzverbindlichkeiten TCHF 31.12.2013 31.12.2012 Gegenüber Dritten 20’855 15’198 Gegenüber der Stadt Bern
925’000
925’000
Total langfristige Finanzverbindlichkeiten
945’855
940’198
Die Stadt Bern als Eigentümerin nimmt die benötigten Mittel für die Investition in die Energiezentrale Forsthaus oder den Bau des Glasfasernetzes in Form von Darlehen oder Anleihen auf und stellt sie Energie Wasser Bern zur Verfügung.
20) Rückstellungen TCHF Steuerrück- Restruktu- Spezial- Sonstige stellungen rierungsrück- finanzierungen Rück stellungen stellungen Buchwert per 1.1.2012
920
5’891
Bildung
Verwendung
Auflösung
–181
Buchwert per 31.12.2012
739
35’258
23’804
65’873
81’665
8’452
90’117
–5’707
–4’130
–9’837
–50
–6’122 140’031
–5’891
111’216
28’076
Bildung
10’887
6’404
17’291
Verwendung
–7’201
–6’895
–14’096
Auflösung
0
Total
Buchwert per 31.12.2013
739
Davon mit geschätzter Fälligkeit < 12 Monate
739
0
–2’890
–2’890
112’012
27’585
140’336
3’411
6’296
10’446
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellungen für die Sanierung des Gaswerkareals von insgesamt 20.2 Mio. CHF und den Ökofonds.
73
Finanzbericht Stammhaus
21) Beziehungen zu Nahestehenden TCHF Stadt Bern Stadt Bern Nahestehende Nahestehende Gesellschaften Gesellschaften 2013 2012 2013 2012 Verkauf von Energie
16’964
15’932
5’512
4’665
Übrige Verkäufe und Dienstleistungen
19’155
27’430
2’529
2’228
Erhaltene Zinsen und Dividenden
7’556
1’956
Kauf von Energie und Wasser
150’738
147’111
Abgaben und Gebühren
10’302
6’337
Übrige Käufe und Dienstleistungen 1 1’593 1’330 5’661 9’646 Bezahlte Zinsen
24’171
22’191
81
Gewinnablieferung 43’000 67’000 Gewährte Darlehen 140’080 181’637 Sonstige kurzfristige Forderungen
4’289
3’863
43’947
8’741
Forderungen und Abgrenzungen
11’949
14’904
7’986
10’573
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 925’000 925’000 Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 1
69’912
38’205
45’810
21’289
Inkl. aktivierter Leistungen Sachanlagen.
Als nahestehende Gesellschaften werden alle Beteiligungen > 20 Prozent und die At-equity-Beteiligungen betrachtet.
22) Offene derivative Finanzinstrumente Kontraktwert TCHF Energielieferungen Total derivative Finanzinstrumente
74
Passive Werte 2013
Zweck
Kontraktwert
2013
Aktive Werte 2013
10’916
766
795
Absicherung
10’916
766
795
Passive Werte 2012
Zweck
2012
Aktive Werte 2012
21’309
1’064
1’301
Absicherung
21’309
1’064
1’301
Finanzbericht Stammhaus
23) Eventualverpflichtungen Fonds Nukleare Entsorgung Für alle Inhaber, Mitinhaber und Mitnutzer von Kernanlagen besteht in Bezug auf den Differenzbetrag zwischen Fondsaus gleichszahlungen und den anteiligen Fondsguthaben für die nukleare Entsorgung, die Stilllegung und die Nachbetriebsphase eine Nachschusspflicht im Sinne einer Solidarhaftung. Gasverbund Mittelland AG Aus dem Partnerschaftsvertrag mit der Gasverbund Mittelland AG ergibt sich eine Solidarhaftung. pvenergie AG Energie Wasser Bern bürgt solidarisch für ein Darlehen von Dritten über 556 TCHF an die Gesellschaft. Personalvorsorgekasse der Stadt Bern Die Verwaltungskommission der Personalvorsorgekasse der Stadt Bern senkt den technischen Zinssatz per 1. Januar 2014 um 1 Prozentpunkt auf 2.75 Prozent.
Dadurch steigt der Fehlbetrag auf rund 341 Mio. CHF (Stand 31. Dezember 2012) an. Das finanzielle Gleichgewicht des Leis tungsplans wird durch Leistungsk ürzungen und eine eventuelle, freiwillige Beitragserhöhung bei den Arbeitgebern wiederher gestellt. 24) Offene Rechtsfälle Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist Energie Wasser Bern in Rechtsstreitigkeiten involviert. Daraus zu erwartende Geldab flüsse werden entsprechend zurückgestellt. Die Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom hat im Jahr 2010 gegen Energie Wasser Bern ein Verfahren betreffend die Elektrizitätstarife eröffnet. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen, allfällige Auswirkungen können momentan nicht beziffert werden. 25) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf das Jahresergebnis haben. Die Jahresrechnung wurde am 6. März 2014 vom Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern für die Sitzung des Gemeinderates vom 26. März 2014 zur Genehmigung vorgeschlagen.
Verwendung des Jahresergebnisses 2013 Ergebnisverwendung in TCHF
2013
Jahresergebnis 2013
44’590
Gewinnausschüttung an die Stadt Bern
–22’500
Einlage in den Ökofonds (sonstige Rückstellungen) Einlage in die Betriebsreserven Elektrizität
–2’500
–18’088
Einlage in die Betriebsreserven Wärme
–10’590
Entnahme aus den Betriebsreserven New Business
9’088
75
Finanzbericht Stammhaus
Spartenergebnisse: Elektrizität
Der Jahresgewinn nach Steuern liegt mit 34.1 Mio. CHF um 9.4 Mio. CHF über dem Vorjahresergebnis von 24.7 Mio. CHF. Das höhere Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) in Höhe von 75.4 Mio. CHF (Vorjahr 56.4 Mio. CHF) ist vor allem auf tiefere Jahreskosten der Partnerwerke im Jahr 2013 und die Bildung einer Rückstellung für das Kernkraftwerk Fessenheim im Vorjahr zurückzuführen. Die um 12.6 Mio. CHF höheren Abschreibungen sind vor allem auf das Impairment von 6.3 Mio. CHF auf dem Produktionsteil der Energiezentrale Forsthaus, welche aufgrund der anhaltend
tiefen Energiepreise vorgenommen werden musste, zurückzu führen. Im Vorjahr wurde die Beteiligung Solar Industries AG infolge Konkurs abgeschrieben. Das im Vorjahresvergleich um 3.6 Mio. CHF bessere Finanzergebnis resultiert hauptsächlich daher. Ab 2013 wird die gesamte Beschaffung von Erdgas durch das Geschäftsfeld Handel, eine Organisationseinheit der Sparte Elektrizität, vorgenommen. Dadurch erhöhen sich die Positionen Nettoerlös aus Energielieferungen sowie Energieaufwand.
%
2012
Nettoerlös aus Energielieferungen
Erfolgsrechnung in TCHF
297’912
2013
209’858
Übrige Erlöse aus Lieferungen und Leistungen
13’325
12’098
Aktivierte Eigenleistungen
7’026
6’488
Andere betriebliche Erträge
1’866
%
1’660
Betriebsertrag
320’129 100.0
230’104 100.0
Energieaufwand
–191’879 59.9
–129’621 56.3
Materialaufwand
–3’586 1.1
–2’904 1.3
Personalaufwand
–34’378 10.7
–31’469 13.7
Andere betriebliche Aufwendungen
–17’883
–15’654
Interne Verrechnungen
5.6
6.8
2’989 –0.9
5’949 –2.6
Betriebsaufwand –244’737 76.4
–173’699 75.5
Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)
75’392
Abschreibungen
–37’192 11.6
–24’596 10.7
Betriebsergebnis (EBIT)
38’200 11.9
31’809 13.8
23.6
56’405
24.5
Finanzergebnis –4’063 –7’678 Ordentliches Ergebnis Betriebsfremdes Ergebnis Jahresergebnis vor Steuern Steuern Jahresergebnis nach Steuern
76
34’137 10.7 0 34’137
10.7
–49 34’088
24’131 10.5 480 24’611
10.7
130
10.6 24’741
10.8
Finanzbericht Stammhaus
Das Anlagevermögen ist vor allem durch Investitionen in die neue Energiezentrale Forsthaus und Finanzinvestitionen in Anlagen für die Produktion von erneuerbarer Energie um 54.3 Mio. CHF angestiegen. Zur Finanzierung dieser neuen Anlagen und Beteili gungen hat Energie Wasser Bern Darlehen aufgenommen.
Bilanz in TCHF
31.12.2013
Umlaufvermögen
%
31.12.2012
60’084 5.6
Flüssige Mittel
5’173
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
37’907
40’240
Sonstige kurzfristige Forderungen
8’408
12’336
10’809
Vorräte und angefangene Arbeiten
1’725
1’466
Aktive Rechnungsabgrenzung
6’871
3’138
Anlagevermögen 1’007’671 94.4
%
67’989 6.7
953’426 93.3
Sachanlagen 785’004 757’606 Finanzanlagen 222’121 195’085 Immaterielle Anlagen Total Aktiven Kurzfristiges Fremdkapital
546 1’067’755 100.0 145’318 13.6
735 1’021’415 100.0 211’765 20.7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
24’420
10’832
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
98’955
173’647
Kurzfristige Rückstellungen
6’481
8’022
Passive Rechnungsabgrenzung
15’462
19’264
Langfristiges Fremdkapital Langfristige Finanzverbindlichkeiten
466’499 43.7 466’499
340’500 33.3 340’500
Total Fremdkapital
611’817 57.3
552’265 54.1
Eigenkapital
455’938 42.7
469’150 45.9
Dotationskapital 50’000 50’000 Betriebsreserven und Spezialfinanzierungen
371’850
394’409
Jahresergebnis 34’088 24’741 Total Passiven
1’067’755 100.0
1’021’415 100.0
77
Finanzbericht Stammhaus
Der operative Cashflow beträgt 69.3 Mio. CHF und liegt damit 36.6 Mio. CHF über dem Vorjahr, insbesondere durch die Verände rung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie durch ein höheres Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA). Der Geldabfluss aus Investitionstätigkeit ist tiefer als im Vorjahr, da die Energiezentrale Forsthaus Anfang 2013 den Betrieb vollständig aufgenommen hat. Wie in den Vorjahren wurde die Gewinnausschüttung an die Stadt Bern und die Äufnung des Ökofonds vollständig aus der Sparte Elektrizität bezahlt.
Geldflussrechnung in TCHF
2013
2012
Jahresergebnis 34’088 24’741 Abschreibungen Sachanlagen/immaterielle Anlagen
30’579
24’524
Abschreibungen Finanzanlagen
415
4’423
Wertbeeinträchtigungen (Impairment)
6’613
72
Nicht liquiditätswirksamer Erfolg
–3’030
1’459 –6’487
Eigenleistungen für Investitionen
–7’026
Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen
–77
0
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2’333
–5’806
Veränderung der Vorräte
–259
–150
Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen
–3’970
2’639
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
13’191
–16’700
Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen
–3’548
4’001
Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)
69’309
32’716 –91’379
Investitionen in Sachanlagen
–67’337
Devestitionen von Sachanlagen
176
4’543
Umgliederung Sachanlagen zwischen Sparten
2’768
–22’007
Eigenleistungen für Investitionen
7’026
6’488
Investitionen in immaterielle Anlagen
69
–2
Investitionen in Beteiligungen
–4’025
–1’051
Investitionen in Finanzanlagen
–22’753
–63’452
Devestitionen von Finanzanlagen
4’976
573
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
–79’100
–166’287
Gewinnausschüttung –43’000 –67’000 Speisung Fonds für erneuerbare Energien aus Gewinn
–4’300
–4’200
Veränderung Finanzverbindlichkeiten
51’455
199’899
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
4’155
128’699
Veränderung des Fonds Flüssige Mittel
–5’636
–4’872
Bestand flüssige Mittel am 1.1.
10’809
15’681
Bestand flüssige Mittel am 31.12.
5’173
10’809
78
Finanzbericht Stammhaus
Spartenergebnisse: Wärme
Die Sparte Wärme weist mit 19.6 Mio. CHF einen um 9.6 Mio. CHF höheren Gewinn aus als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern nahm von 23.8 Mio. CHF auf 35.6 Mio. CHF um 11.8 Mio. CHF zu. Dies vor allem durch den vergleichsweise höheren Umsatz infolge höherer Gas- und Fernwärmepreise. Im Vorjahr wurden der Nettoerlös aus Verkauf Gas und Fernwärme und die übrigen Erlöse aus Lieferungen und Leistungen Sparte Wärme nicht korrekt dargestellt (Verschiebung von 13.8 Mio. CHF). Die Vorjahreszahlen wurden angepasst.
%
2012
Nettoerlös aus Gas- und Wärmeverkauf
Erfolgsrechnung in TCHF
128’814
2013
126’745
Übrige Erlöse aus Lieferungen und Leistungen
15’690
13’941
Aktivierte Eigenleistungen
2’623
3’114
Andere betriebliche Erträge
237
Betriebsertrag
147’364 100.0
%
232 144’032 100.0
Gas- und Fernwärmeeinkauf
–84’754
57.5
–92’684
64.3
Material- und Energieaufwand
–706
0.5
–534
0.4
Personalaufwand
–16’442 11.2
Andere betriebliche Aufwendungen
–7’484
Interne Verrechnungen
–2’398 1.6
–15’388 10.7
5.1
Betriebsaufwand –111’784 75.9
–8’907
6.2
–2’747 1.9 –120’260 83.5
Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)
35’580
Abschreibungen
–12’654 8.6
–11’207 7.8
Betriebsergebnis (EBIT)
22’926
12’565
24.1 15.6
23’772
16.5 8.7
Finanzergebnis –3’336 –2’613 13.3
9’952
Betriebsfremdes Ergebnis
Ordentliches Ergebnis
0
–9
Ausserordentliches Ergebnis
0
–1
Jahresergebnis vor Steuern Steuern Jahresergebnis nach Steuern
19’590
19’590
13.3
0 19’590
13.3
9’942
6.9
6.9
50 9’992
6.9
79
Finanzbericht Stammhaus
Das Anlagevermögen hat vor allem aufgrund des Baus einer Fernwärmeleitung zur ara region bern ag um 5.2 Mio. CHF zu genommen. Aufgrund einer Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierte sich das Fremdkapital um 17.9 Mio. CHF.
Bilanz in TCHF
31.12.2013
Umlaufvermögen
%
31.12.2012
39’459 10.6
Flüssige Mittel
2’269
5’209 26’075
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
30’501
Sonstige kurzfristige Forderungen
61
691
Vorräte und angefangene Arbeiten
450
486
Aktive Rechnungsabgrenzung
6’178
10’478
Anlagevermögen Sachanlagen
331’082 89.4
325’910 88.4
325’766
320’521
Finanzanlagen 4’572 Immaterielle Anlagen Total Aktiven Kurzfristiges Fremdkapital Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
744 370’541 100.0 70’543 19.0
4’598 791
368’849 100.0 79’729 21.6
2’833
15’794
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
58’343
50’692
Kurzfristige Rückstellungen
191
430
Passive Rechnungsabgrenzung
9’176
12’813
Langfristiges Fremdkapital
106’288 28.7
%
42’939 11.6
115’000 31.2
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
84’999
95’000
Langfristige Rückstellungen
21’289
20’000
Total Fremdkapital
176’831 47.7
194’729 52.8
Eigenkapital
193’710 52.3
174’120 47.2
Dotationskapital 30’000 30’000 Betriebsreserven und Spezialfinanzierungen
144’120
134’128
Jahresergebnis
19’590
9’992
Total Passiven
80
370’541 100.0
368’849 100.0
Finanzbericht Stammhaus
Der operative Cashflow beträgt 17.3 Mio. CHF und liegt damit 1.7 Mio. CHF über dem Vorjahr. Dies ist hauptsächlich auf den höheren Gewinn trotz tieferen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die Investitionen sind um 9.5 Mio. CHF zurückgegangen.
Geldflussrechnung in TCHF
2013
2012
Jahresergebnis 19’590 9’992 Abschreibungen Sachanlagen/immaterielle Anlagen
12’654
11’207
Nicht liquiditätswirksamer Erfolg
1’075
–2’612
Eigenleistungen für Investitionen
–2’623
–3’115
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
–4’426
–3’128
Veränderung der Vorräte
35
1’264
Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen 4’931 2’616 Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
–13’175
386
Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen
–808
–966
Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)
17’253
15’644
Investitionen in Sachanlagen
–17’881
–26’430
Umgliederung Sachanlagen zwischen Sparten
166
–1’401
Eigenleistungen für Investitionen
2’623
3’115
Investitionen in immaterielle Anlagen
–136
–204
Devestitionen von Finanzanlagen
0
182
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
–15’228
–24’738
Veränderung Finanzverbindlichkeiten
–4’965
6’614
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
–4’965
6’614
Veränderung des Fonds Flüssige Mittel
–2’940
–2’480
Bestand flüssige Mittel am 1.1.
5’209
7’689
Bestand flüssige Mittel am 31.12.
2’269
5’209
81
Finanzbericht Stammhaus
Spartenergebnisse: Wasser
höheren Betriebskosten und den tieferen Umsatz aufgrund der im Vorjahresvergleich tieferen Wasserpreise zurückzuführen. Der Abschreibungssatz vom Wiederbeschaffungswert der Anlagen des Wassernetzes wurde im Jahr 2013 von 80 Prozent auf 100 Prozent erhöht. Somit erhöhten sich die Abschreibungen um 1.5 Mio. CHF.
In der Sparte Wasser wurde im Vorjahr eine Rückstellung Spezial finanzierung gebildet. Zukünftige Gewinne oder Verluste werden mittels Äufnung der oder Entnahme aus der Spezialfinanzie rung ausgeglichen. Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich das Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) um 3.2 Mio. CHF. Der Rückgang ist vor allem auf die
%
2012
Nettoerlös aus Wasserabgabe
Erfolgsrechnung in TCHF
26’941
2013
27’378
Übrige Erlöse aus Lieferungen und Leistungen
3’031
3’881
Aktivierte Eigenleistungen
1’882
1’557
Andere betriebliche Erträge
117
%
46
Betriebsertrag
31’971 100.0
32’862 100.0
Wassereinkauf
–11’110 34.8
–10’727 32.6
Material- und Energieaufwand
–670
2.1
–833
2.5
Personalaufwand
–8’164 25.5
–7’262 22.1
Andere betriebliche Aufwendungen
–4’861
–3’806
Interne Verrechnungen Betriebsaufwand
15.2
–349 1.1 –25’154 78.7
11.6
–199 0.6 –22’827 69.5
Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)
6’817
Abschreibungen
–7’201 22.5
–5’707 17.4
Betriebsergebnis (EBIT)
–384 –1.2
4’328 13.2
21.3
10’035
30.5
Finanzergebnis –2’506 –2’354 Ordentliches Ergebnis Veränderung Spezialfinanzierungen
–2’890
–9.0
1’974
2’890
–34’119 –3
Betriebsfremdes Ergebnis
0
Ausserordentliches Ergebnis
0
1
Jahresergebnis vor Steuern
0
–32’147
Steuern
0
Jahresergebnis nach Steuern
0
82
6.0
–97.8
0
–32’147
–97.8
Finanzbericht Stammhaus
Das Umlaufvermögen nahm um 40.6 Mio. CHF zu. Diese Zunahme beruht hauptsächlich auf den höheren kurzfristigen Forderungen. Das Anlagevermögen hat hingegen um 34.8 Mio. CHF abgenom men. Diese Veränderungen sind auf das im nächsten Jahr zur Rück zahlung fällige Darlehen der Wasserverbund Region Bern AG in
Bilanz in TCHF
der Höhe von 42.9 Mio. CHF zurückzuführen. Dieses wurde von den Finanzanlagen in die sonstigen kurzfristigen Forderungen umgegliedert. Die Umgliederung ist nicht geldwirksam und daher in der Geldflussrechnung nicht ersichtlich.
31.12.2013
Umlaufvermögen
%
31.12.2012
51’634 29.0
Flüssige Mittel
469
1’077
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
6’366
6’347
Sonstige kurzfristige Forderungen
43’004
1’988
Vorräte und angefangene Arbeiten
267
442
Aktive Rechnungsabgrenzung
1’528
1’130
Anlagevermögen
126’560 71.0
%
10’984 6.4
161’404 93.6
Sachanlagen
106’256
106’149
Finanzanlagen
20’304
55’255
Immaterielle Anlagen Total Aktiven
178’194 100.0
Kurzfristiges Fremdkapital Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
172’388 100.0
42’117 23.6
18’895 11.0
1’490
1’125
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
35’642
11’231
Kurzfristige Rückstellungen
3’524
3’998
Passive Rechnungsabgrenzung
1’461
2’541
Langfristiges Fremdkapital
136’077 76.4
153’493 89.0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
73’000
88’000
Langfristige Rückstellungen
63’077
65’493
Total Fremdkapital
178’194 100.0
172’388 100.0
Eigenkapital
0
Betriebsreserven und Spezialfinanzierungen
0
Jahresergebnis
0 –32’147
Total Passiven
178’194 100.0
0 32’147
172’388 100.0
83
Finanzbericht Stammhaus
Der operative Cashflow sank gegenüber dem Vorjahr um 2 Mio. CHF auf 1.4 Mio. CHF. Der Geldabfluss aus Investitionstätigkeit er höhte sich um 8.3 Mio. CHF. Diese Erhöhung ist vorwiegend auf die Partizipation an der Kapitalerhöhung der Wasserverbund Region Bern AG im Jahr 2013 zurückzuführen.
Geldflussrechnung in TCHF
2013
Jahresergebnis
2012
0 –32’147
Abschreibungen Sachanlagen/immaterielle Anlagen
7’201
5’707
Nicht liquiditätswirksamer Erfolg
0
–696
Eigenleistungen für Investitionen
–1’882
–1’557
Veränderung Spezialfinanzierungen –2’889 34’119 –64
0
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen
–19
–635
Veränderung der Vorräte
175
71
Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen
–330
136
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
319
–186
Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen
–1’115
–1’365
Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)
1’396
3’447 –6’656
Investitionen in Sachanlagen
–6’287
Devestitionen von Sachanlagen
64
0
Umgliederung Sachanlagen zwischen Sparten
–1’022
0 1’557
Eigenleistungen für Investitionen
1’882
Investitionen in Beteiligungen
–8’000
0
Devestitionen von Finanzanlagen
1’867
1’867
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
–11’496
–3’232
Veränderung Finanzverbindlichkeiten
9’492
–728
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
9’492
–728
Veränderung des Fonds Flüssige Mittel
–608 –513
Bestand flüssige Mittel am 1.1.
1’077
1’591
Bestand flüssige Mittel am 31.12.
469
1’078
84
Finanzbericht Stammhaus
Spartenergebnisse: Kehrichtverwertung
Der Verlust im Vorjahr resultierte insbesondere aus dem gebuch ten Impairment in der Höhe von 97.6 Mio. CHF. Zusätzlich wirkte die Bildung der oben genannten Rückstellung Spezialfinanzierung
von 41.8 Mio. CHF ergebnisverschlechternd. Die Zunahme des Betriebsergebnisses vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) um 1.4 Mio. CHF gegenüber dem Vorjahr erklärt sich durch die tieferen Betriebskosten. Das tiefere Finanzergebnis gegenüber dem Vorjahr von 6.1 Mio. CHF ist auf die Inbetriebnahme der Energiezentrale Forsthaus zurückzuführen. Im Vorjahr wurden Bauzinsen in der Höhe von 8.5 Mio. CHF aktiviert, 2013 fliessen diese Zinsen in den Aufwand.
In der Sparte Kehrichtverwertung wurde im Vorjahr eine Rück stellung Spezialfinanzierung gebildet. Zukünftige Gewinne oder Verluste werden mittels Äufnung der oder Entnahme aus der Spezialfinanzierung ausgeglichen.
Erfolgsrechnung in TCHF
2013
%
2012
Nettoerlös aus Energielieferungen
5’407
14’978
Nettoerlös aus Kehrichtannahme
20’398
18’979
Aktivierte Eigenleistungen
234
1’029
Betriebsertrag
26’039 100.0
Energieaufwand
–457 1.8
Materialaufwand
–573 2.2
Personalaufwand
–5’774 22.2
Andere betriebliche Aufwendungen
–4’666
Interne Verrechnungen Betriebsaufwand
34’986 100.0 –5’184 14.8 –916 2.6 –7’385 21.1
17.9
–5’957
–83 0.3 –11’553 44.4
Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)
14’486
%
17.0
–2’442 7.0 –21’884 62.6
55.6
13’102
37.4
Abschreibungen
–6’814 26.2
–101’030 288.8
Betriebsergebnis (EBIT)
7’672
–87’928
29.5
Finanzergebnis –3’986
–251.3
2’070
Ordentliches Ergebnis
3’686
14.2
–85’858
Veränderung Spezialfinanzierungen
–3’686
–41’839
Betriebsfremdes Ergebnis
0
–2
Jahresergebnis vor Steuern
0
–127’699
Steuern
0
Jahresergebnis nach Steuern
0
–245.4
–365.0
0
–127’699
–365.0
85
Finanzbericht Stammhaus
In den Vorjahren hat die Sparte Kehrichtverwertung den anderen Sparten interne Darlehen zur Verfügung gestellt. Dies ist unter den Positionen langfristige Finanzverbindlichkeiten und sonstige kurzfristige Forderungen ersichtlich. Diese internen Darlehen wurden reduziert, was zu einem Rückgang der beiden Positionen führt. Das langfristige Fremdkapital sank um 97.3 Mio. CHF auf 223 Mio. CHF, die sonstigen kurzfristigen Forderungen sanken um 128.8 Mio. auf 39.3 Mio. CHF.
Bilanz in TCHF
31.12.2013
Umlaufvermögen
%
31.12.2012
43’350 18.9
Flüssige Mittel
320
724
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2’961
4’185 168’089
Sonstige kurzfristige Forderungen
39’292
Vorräte und angefangene Arbeiten
3
0
Aktive Rechnungsabgrenzung
774
7
Anlagevermögen
185’782 81.1
153’509 47.0
Sachanlagen
185’782
149’684
Finanzanlagen
0
3’825
Total Aktiven
229’132 100.0
Kurzfristiges Fremdkapital Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
326’514 100.0
6’107 2.7
6’175 1.9
2’431
4’285
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
2’383
544
Kurzfristige Rückstellungen
250
250
Passive Rechnungsabgrenzung
1’043
1’096
Langfristiges Fremdkapital
223’025 97.3
320’339 98.1
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
177’501
278’500
Langfristige Rückstellungen
45’524
41’839
Total Fremdkapital
229’132 100.0
326’514 100.0
Eigenkapital
0
Betriebsreserven und Spezialfinanzierungen
0
127’699
Jahresergebnis
0
–127’699
Total Passiven
86
%
173’005 53.0
229’132 100.0
0
326’514 100.0
Finanzbericht Stammhaus
Der operative Cashflow beträgt 10.1 Mio. CHF gegenüber dem Vorjahres-Cashflow von 14.1 Mio. CHF.
Geldflussrechnung in TCHF Jahresergebnis
2013
2012
0 –127’699
Abschreibungen Sachanlagen/immaterielle Anlagen
6’814
3’430
Wertbeeinträchtigungen (Impairment)
0
97’600
Nicht liquiditätswirksamer Erfolg
0
–659
Eigenleistungen für Investitionen
–234
–1’029
Veränderung Spezialfinanzierungen
3’686
41’839
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1’224
–1’864
Veränderung der Vorräte
–3
171
Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen
533
–1’252
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
–1’880
3’359
Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen
–55
244
Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)
10’085
14’140
Investitionen in Sachanlagen
–40’948
–49’372
Umgliederung Sachanlagen zwischen Sparten
–1’964
22’443
Eigenleistungen für Investitionen
234
1’029
Devestitionen von Beteiligungen
3’825
0
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
–38’853
–25’900
Veränderung Finanzverbindlichkeiten 28’364 11’417 Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
28’364
11’417
Veränderung des Fonds Flüssige Mittel
–404
–343
Bestand flüssige Mittel am 1.1.
724
1’067
Bestand flüssige Mittel am 31.12.
320
724
87
Finanzbericht Stammhaus
Spartenergebnisse: New Business
Die Sparte New Business umfasst die Aktivitäten in den Berei chen Telekommunikation und Mobilität sowie die Beteiligungen im Bereich Gebäudetechnik. Der Bereich Telekommunikation umfasst im Wesentlichen den Aufbau und den Betrieb des Glasfasernetzes für die Stadt Bern (FTTH). Der Bereich Mobilität beinhaltet das Geschäft mit der Elektromobilität sowie der Gasbetankung. Im Bereich Gebäudetechnik ist insbesondere der Beteiligungserfolg der Tochtergesellschaften Bären Haus technik AG und Guggisberg Dachtechnik AG enthalten.
Der Jahresverlust sank um 6.7 Mio. CHF auf 9.1 Mio. CHF. Der Hauptgrund für diese Ergebnisverbesserung ist ein Impairment im Geschäftsfeld Mobilität im Vorjahr. Damals wurde, basierend auf der jährlich aktualisierten Wirtschaftlichkeitsrechnung, eine Wertberichtigung auf der Gastankstelle BERNMOBIL vorge nommen. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) konnte um 0.4 Mio. CHF auf –4.5 Mio. CHF verbessert werden. Dies ist auf Effizienzsteigerungen und einen Rückgang bei den externen Dienstleistungen zurückzuführen.
Erfolgsrechnung in TCHF
2013
%
2012
Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen
7’007
6’991
Aktivierte Eigenleistungen
2’320
2’538
Andere betriebliche Erträge
530
%
269
Betriebsertrag
9’857 100.0
9’798 100.0
Energieaufwand
–2’371 24.1
–2’102 21.5
Materialaufwand
–240 2.4
–298 3.0
Personalaufwand
–7’396 75.0
–7’009 71.5
Andere betriebliche Aufwendungen
–4’177
–4’774
Interne Verrechnungen Betriebsaufwand
42.4
–159 1.6 –14’343 145.5
Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) Abschreibungen Betriebsergebnis (EBIT)
–4’486
–14’744 150.5
–45.5
–4’946
–2’796 28.4 –7’282
–73.9
48.7
–561 5.7
–50.5
–9’601 98.0 –14’547
–148.5
Finanzergebnis –1’806 –1’250 Ordentliches Ergebnis Betriebsfremdes Ergebnis Jahresergebnis vor Steuern Steuern Jahresergebnis nach Steuern
88
–9’088
–92.2
–15’797
0 –9’088
–92.2
30 –15’767
0 –9’088
–92.2
–161.2 –160.9
0
–15’767
–160.9
Finanzbericht Stammhaus
Das Umlaufvermögen hat sich um insgesamt 13.1 Mio. CHF ver ringert, insbesondere wegen der Abnahme der sonstigen kurz fristigen Forderungen. Im Vorjahresvergleich stieg das Anlage vermögen um 12 Mio. CHF auf 97.7 Mio. CHF. Der Anstieg ist vor allem auf den weiteren Netzausbau für die Glasfaserleitungen zurückzuführen.
Bilanz in TCHF
31.12.2013
Umlaufvermögen Flüssige Mittel
%
31.12.2012
15’367 13.6 156
359
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1’838
1’242
Sonstige kurzfristige Forderungen
13’217
26’182
Vorräte und angefangene Arbeiten
112
97
Aktive Rechnungsabgrenzung
44
647
Anlagevermögen Sachanlagen
97’743 86.4 41’089
%
28’527 25.0
85’730 75.0 27’852
Finanzanlagen 32’859 36’488 Immaterielle Anlagen Total Aktiven
23’795 113’110 100.0
21’390 114’257 100.0
Kurzfristiges Fremdkapital
8’532 7.5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4’098
2’245
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
3’913
2’408
Passive Rechnungsabgrenzung
521
1’596
Langfristiges Fremdkapital Langfristige Finanzverbindlichkeiten
143’856 127.2 143’856
6’249 5.5
138’198 121.0 138’198
Total Fremdkapital
152’388 134.7
144’447 126.4
Eigenkapital
–39’278 –34.7
–30’190 –26.4
Betriebsreserven und Spezialfinanzierungen
–30’190
–14’423
Jahresergebnis –9’088 –15’767 Total Passiven
113’110 100.0
114’257 100.0
89
Finanzbericht Stammhaus
Der operative Cashflow verbesserte sich leicht von –8.5 Mio. CHF auf –7 Mio. CHF. Der Geldabfluss aus Investitionstätigkeit reduzierte sich um 4.5 Mio. CHF auf 6.5 Mio CHF.
Geldflussrechnung in TCHF
2013
2012
Jahresergebnis
–9’088
–15’767
Abschreibungen Sachanlagen/immaterielle Anlagen
2’796
3’587
Abschreibungen Finanzanlagen
330
0
Wertbeeinträchtigungen (Impairment)
0
6’014
Nicht liquiditätswirksamer Erfolg
–560
–607
Eigenleistungen für Investitionen
–2’320
–2’538
Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen
–24
0
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
–596
–602
Veränderung der Vorräte
–15
7
Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen
1’757
–546
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1’835
1’094
Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen
–1’071
816
Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow) –6’956 –8’542 Investitionen in Sachanlagen
–6’983
–11’728
Devestitionen von Sachanlagen
41
9
Umgliederung Sachanlagen zwischen Sparten
52
965
Eigenleistungen für Investitionen
2’320
2’537
Investitionen in immaterielle Anlagen
–3’021
–1’033
Investitionen in Beteiligungen
–2’333
–1’700
Devestitionen von Finanzanlagen
3’433
0
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
–6’491
–10’950
Veränderung Finanzverbindlichkeiten 13’244 19’320 Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
13’244
19’320
Veränderung des Fonds Flüssige Mittel
–203
–172
Bestand flüssige Mittel am 1.1.
359
530
Bestand flüssige Mittel am 31.12.
156
358
90
Finanzbericht Stammhaus
91
Finanzbericht Stammhaus
Risikomanagement
Die umfassende Kenntnis von Risiken und ihren Zusammenhängen ermöglicht den bewussten Umgang mit Risiken. Entsprechend schafft das Risikomanagement Handlungsspielräume für das Unter nehmen. Dieser kontrollierte Umgang mit Chancen und Gefahren trägt dazu bei, bestehende Chancen konsequent zu nutzen. Dies wiederum hilft, den Geschäftserfolg zu steigern und Projekte erfolgreich durchzuführen.
Compliance Als selbstständiges, öffentlich-rechtliches Energieversorgungs unternehmen misst Energie Wasser Bern dem Thema Compliance eine hohe Bedeutung zu. Dies nicht nur, um sich als Firma am Markt glaubwürdig behaupten zu können, sondern auch, um straf rechtliche Folgen mit entsprechenden Bussen und Imageschäden zu verhindern.
Transparenz und Bewusstsein schaffen Das systematische Risikomanagement schafft damit in erster Linie Transparenz und fördert das Bewusstsein für die Chancen- und Risikosituation von Energie Wasser Bern. Die ständige Überwachung des Geschäftsumfeldes sowie Analysen und Interviews mit den internen Verantwortlichen, erlauben es dem Unternehmen, Chancen oder Gefahren für die finanzielle Lage oder die Reputation des Unternehmens frühzeitig zu erkennen. Nach deren Identifikation werden die Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und finan ziellem Schadenspotenzial geschätzt und entsprechend bewertet. Aufgrund dieser Risikobewertung entwickelt oder überarbeitet das Ressort Risk Management Massnahmen und überwacht deren Umsetzung. Mit halbjährlichen, ordentlichen Berichten sowie Ad-hoc-Analysen bei ausserordentlichen Situationen werden die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern über die Risikosituation informiert.
Mit einem entsprechenden Compliance-Management-System stellt die eigens dafür geschaffene Compliance-Stelle sicher, dass sämtliche Aktivitäten von Energie Wasser Bern im Rahmen des gelten den Rechts und unter Einhaltung gesetzlicher, regulatorischer sowie interner Anforderungen durchgeführt werden. Zudem bietet die Compliance-Stelle den Mitarbeitenden aller Stufen Informa tionen, Beratung und Unterstützung in Bezug auf die Einhaltung der Compliance-Regeln und den richtigen Umgang mit Compli ance-Risiken.
Aussagekräftig und integriert Mit dem Risikomanagement steht der Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern ein aussagekräftiges Führungsinstrument zur Ver fügung, welches auch im Berichtsjahr kontinuierlich weiterent wickelt wurde. Erwähnenswert sind nachfolgende Entwicklungen: – Die Risikotragfähigkeit und die Risikolimiten wurden über arbeitet. Dadurch konnte ein abgestuftes Frühwarnsystem (Ampelsystem) aufgebaut werden, welches sowohl die aktuelle als auch die zukünftige wirtschaftliche Situation von Energie Wasser Bern berücksichtigt und so wichtige Informations- und Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung stellt. – Die systematische Bewertung von Chancen sowie die Um setzung entsprechender Massnahmen wurden weiter ausgebaut. – Das Risikomanagement wurde vermehrt in die Planungsprozesse integriert, was die Aussagekraft der Planungsergebnisse massgeblich verbesserte. – Die Risiken und Chancen in Zusammenhang mit den Auslands beteiligungen wurden eingehend analysiert. – Einhalteprüfungen im internen Kontrollsystem (IKS) wurden durchgeführt.
92
Im Berichtsjahr konnte das Compliance-Management-System mass geblich weiterentwickelt werden. Erwähnenswert sind nachfolgen de Massnahmen: – Sämtliche Mitarbeitende nahmen an einer Einführungsveranstal tung zum Thema Compliance teil. Die Schulungen lösten posi tive Rückmeldungen aus und trugen zur Akzeptanz des Themas bei den Mitarbeitenden bei. Solche Einführungsveranstaltungen werden zukünftig auch für die neuen Mitarbeitenden organisiert. – In einem ersten Schritt wurde eine Richtlinie zum Umgang mit Daten im Kundencenter erstellt und von der Geschäftsleitung genehmigt. Anschliessend wurden die Mitarbeitenden des Kundencenters entsprechend geschult. Darauf aufbauend wurde ein Weisungsvorschlag für eine allgemeine Regelung des Um gangs mit Kundendaten bei Energie Wasser Bern fertiggestellt. Dieser wird Anfang 2014 der Geschäftsleitung und dem Verwal tungsrat zur Genehmigung vorgelegt. – Als präventive Massnahmen im Hinblick auf identifizierte Compliance-Risiken wurden verschiedene Regelungen erarbeitet und den Mitarbeitenden kommuniziert. – Durch die tatkräftige Unterstützung in verschiedenen Projekten hat die Compliance-Stelle massgeblich zur verstärkten Sensi bilisierung der Mitarbeitenden für Compliance-Themen beige tragen.
Finanzbericht Stammhaus
Risikoaspekte im Energiehandel Mit einer konsequenten Hedgingstrategie am Markt verringert Energie Wasser Bern das Positionsrisiko aus Produktion und Vertrieb fortlaufend. Die Handelstätigkeit ist dabei nicht Selbst zweck, sondern dient vielmehr der Optimierung der Produktionsund Verbrauchsprofile sowie der Verwertung allfälliger Produk tionsüberschüsse beziehungsweise der Abdeckung von Energie lücken. Eine interne Handelsweisung definiert diese Ausrichtung: Termingeschäfte tätigt Energie Wasser Bern nur, sofern sie zu einer Verminderung des Risikos führen. Spekulationsgeschäfte sind folglich nicht erlaubt. Termingeschäfte dürfen zudem ledig lich dann abgeschlossen werden, wenn mindestens zwei erfah rene Mitarbeitende des Handelsteams dem Geschäft zustimmen. Das Unternehmen verrechnet alle internen Transfers der Energie zu Marktpreisen. Damit lässt sich der Beitrag der einzelnen Ge schäftsfelder zum Unternehmensresultat präzise abrechnen.
Weitere identifizierte Risiken des Unternehmens – Regulatorische Risiken aus der Marktliberalisierung Strom – Allgemeine rechtliche Risiken – Fremdbestimmung (z.B. bei Investitionsvorhaben) – Wetterrisiken – Volatilität der Preise an den Energiemärkten und Währungsschwankungen – Einflüsse der Politik auf die Produktpalette von Energie Wasser Bern – Grossinvestitionen – Altlasten bei Grundstücken – Preisentwicklung am Beschaffungsmarkt (z.B. Rohstoffe, Eisen, Kupfer, Erdöl) – Störfälle, Ausfall von grösseren Produktionsanlagen
Als zusätzliches Steuerungsinstrument steht dem Energiehandel ein Risikokomitee zur Seite. Dieses tagt periodisch und über wacht die Positions- und Marktpreisrisiken. Insbesondere be stimmt es die Parameter des Stresstests, der täglich durchgeführt wird. Die darauf basierende Überprüfung der Limiteneinhaltung erfolgt über das Risikomanagement. Damit ist sichergestellt, dass die Positionsrisiken vom Handelsteam korrekt bewirtschaftet und durch die Geschäftsleitung, den Bereich Finanzen & Services und den Ressortleiter Energiehandel zusätzlich überwacht werden. Asset Management Das Asset Management nimmt bei Energie Wasser Bern eine zentrale Stellung ein. Der hohe Stellenwert ergibt sich nicht zuletzt auch aus dem Umfang des Versorgungsnetzes. Über alle Medien – inklu sive der Glasfasern (FTTH) – weist dieses eine Länge von über 3’300 Kilometern auf. Da sich Energie Wasser Bern hier in einem Spannungsfeld mit weiteren Bedarfsträgern befindet, ist die Koordination nach innen und aussen eine wesentliche Aufgabe des Ressorts. Nebst der konsequenten Nutzung möglicher Synergien setzt das Asset Management auf eine risikobasierte und zustands orientierte Erneuerung der Anlagen und Netze: Investitionen werden erst dann getätigt, wenn sie tatsächlich begründet sind. Die erkennbaren Risiken in den Anlagen und Netzen werden anhand eines einheitlichen Risikokatalogs erfasst. Damit ist sichergestellt, dass die Risiken systematisch und periodisch überprüft werden und gegebenenfalls Massnahmen getroffen werden können.
93
Finanzbericht Stammhaus
Bericht der Revisionsstelle
94
Finanzbericht Stammhaus
95
Finanzbericht Konzern
Konzernrechnung 2013
Konsolidierte Erfolgsrechnung TCHF Erläuterungen 2013 % Nr. Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen
2012 %
487’099 26)
476’052
19’068 Aktivierte Eigenleistungen 22’000 945 Andere betriebliche Erträge
2’369
100.0 507’112 Betriebsertrag 500’421 100.0 36.7 –186’352 Energieaufwand und Wassereinkauf
–201’742
40.3
5.5 –27’933 Materialaufwand –35’402 7.1 19.2 –97’524 Personalaufwand –95’481 19.1 Andere betriebliche Aufwendungen
9.4 –47’760 27)
–48’200
9.6
70.9 –359’569 Betriebsaufwand –380’825 76.1 Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen 29.1 147’543 und Steuern (EBITDA) Abschreibungen
15.6 –79’195 35)
119’596
23.9
–168’252 33.6
13.5 68’348 Betriebsergebnis (EBIT) –48’656 –9.7 Finanzergebnis
–29’056 28) –18’342
7.7 39’292 Ordentliches Ergebnis –66’998 –13.4 Veränderung Spezialfinanzierungen
–796 29)
–75’958
0 Betriebsfremdes Ergebnis 634 0 Ausserordentliches Ergebnis –103 7.6 38’496 Jahresergebnis vor Steuern und Minderheitsanteilen Steuern
–142’425
280 30)
7.6 38’776 Jahresergebnis inkl. Minderheitsanteilen
–28.5
–995
–143’420
–28.7
–1’107 Minderheitsanteile –680 –1’107 0.2 Minderheitsanteile –680 0.1 37’669 7.4 Jahresergebnis exkl. Minderheitsanteilen
96
–144’100
–28.8
Finanzbericht Konzern
Konsolidierte Bilanz TCHF Erläuterungen 31.12.2013 % 31.12.2012 % Nr. 7.2 141’994 Umlaufvermögen 154’173 8.1 19’011 Flüssige Mittel 29’378 31) 87’846 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
89’564
32) 12’120 Sonstige kurzfristige Forderungen
13’637
33) 7’121 Vorräte und angefangene Arbeiten
5’640
34) 15’896 Aktive Rechnungsabgrenzung 15’954 92.8 1’838’307 Anlagevermögen 1’738’615 91.9 35) 1’634’057 Sachanlagen 1’562’550 36) 174’352 Finanzanlagen 145’477 35) 29’898 Immaterielle Anlagen 30’588 100.0 1’980’301 Total Aktiven 1’892’788 100.0 14.4 284’893 Kurzfristiges Fremdkapital 163’250 8.6 37) 37’683 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
36’634
38) 206’132 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
74’443
42) 10’630 Kurzfristige Rückstellungen 12’706 39) 30’448 Passive Rechnungsabgrenzung 39’467 54.8 1’086’128 Langfristiges Fremdkapital 1’113’927 58.9 41) 953’760 Langfristige Finanzverbindlichkeiten 984’277 42) 132’368 Langfristige Rückstellungen 129’650 69.2 1’371’021 Total Fremdkapital 1’277’177 67.5 30.2 597’771 Eigenkapital exkl. Minderheitsanteilen
605’927
32.0
80’000 Dotationskapital 80’000 480’102 Betriebsreserven 670’027 37’669 Jahresergebnis –144’100 0.6 11’509 Minderheitsanteile 9’684 0.5 11’509 Minderheitsanteile 9’684 100.0 1’980’301 Total Passiven 1’892’788 100.0
97
Finanzbericht Konzern
Konsolidierte Geldflussrechnung TCHF
2013 2012
38’776 Jahresergebnis inkl. Minderheitsanteilen
–143’420
72’582 Abschreibungen Sachanlagen/immaterielle Anlagen
64’557
4’758 Ab-/Zuschreibungen Finanzanlagen
4’321
6’613 Wertbeeinträchtigungen (Impairment)
103’695
4’397 Erfolg aus Bewertung Beteiligungen at equity
–2’102
11’100 Nicht liquiditätswirksamer Erfolg
3’101
–19’068 Eigenleistungen für Investitionen
–22’000
796 Veränderung Spezialfinanzierungen
75’958
Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von –1’017 Gegenständen des Anlagevermögens
2’450
1’718 Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
–14’159
–1’481 Veränderung der Vorräte und angefangenen Arbeiten
1’014
Veränderung der übrigen Forderungen und 1’575 aktiven Rechnungsabgrenzungen
10’588
1’049 Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
–14’049
Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten –7’264 und passiven Rechnungsabgrenzungen
–3’727
114’534 Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)
66’227
–156’526 Investitionen in Sachanlagen
–203’919
2’788 Devestitionen von Sachanlagen
11’833
19’068 Eigenleistungen für Investitionen
22’000
–3’448 Investitionen in immaterielle Anlagen
–1’845
–12’401 Investitionen in Beteiligungen (abzüglich erworbener flüssiger Mittel)
–42’845
0 Devestitionen von Beteiligungen
3’476
–26’143 Investitionen in Finanzanlagen
–36’603
3’824 Devestitionen von Finanzanlagen
6’092
–172’838 Geldfluss aus Investitionstätigkeit
–241’811
–43’000 Gewinnausschüttung an Stadt Bern
–67’000
–4’300 Speisung Fonds für erneuerbare Energien aus Gewinn
–4’200
–87 Gewinnausschüttung an Minderheiten
–77
2’060 Eigenkapitalzuführung von Minderheiten
0
93’173 Veränderung der Finanzverbindlichkeiten
238’606
47’846 Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
167’329
91 Einfluss aus Währungsumrechnung
–213
–10’367 Veränderung des Fonds Flüssige Mittel –8’468 29’378 Bestand flüssige Mittel am 1.1.
37’846
19’011 Bestand flüssige Mittel am 31.12.
29’378
98
Finanzbericht Konzern
Konsolidierter Eigenkapitalspiegel per 31.12.2013 und 2012 TCHF Dotations- Betriebs- Spezial- Einbehaltene Kumulierte Total exkl. Minderheits- Total inkl. kapital reserven finanzierungen Gewinne Währungs- Minderheits- anteile Minderheits einflüsse anteilen anteilen Bestand am 1.1.2012
80’000 569’444 139’751 31’968
–532 820’631
9’387 830’018
Änderung 314 314 1’054 1’369 Konsolidierungskreis –143’420 –143’420 Jahresergebnis
–680 –144’100
–398 –398 –398 Währungseinflüsse 20’096 –20’096 Zuweisung Entnahme
–30’290 30’290
–4’200 –4’200 –4’200 Verwendung (Ökofonds) –25’000 –42’000 –67’000 Ausschüttungen Bestand am 31.12.2012
80’000 514’154 159’847 –147’144
–930 605’927
–77 –67’077 9’684 615’611
Änderung 985 -70 915 805 1’720 Konsolidierungskreis 37’699 37’699 1’107 38’776 Jahresergebnis 560 560 560 Währungseinflüsse 9’992 -9’992 Zuweisung 43’605 -159’847 203’452 Entnahme -4’300 -4’300 -4’300 Verwendung (Ökofonds) -43’000 -43’000 -87 -43’087 Ausschüttungen Bestand am 31.12.2013
80’000 480’541
0 37’699
-440 597’771 11’508 609’280
99
Finanzbericht Konzern
Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung Grundlagen der Rechnungslegung Es gelten die auf Seite 62 aufgeführten Grundlagen der Rech nungslegung. Bewertungsgrundsätze Es gelten die auf den Seiten 62 bis 64 aufgeführten Bewertungs grundsätze. Die Anlagen der Wasserverbund Region Bern AG werden nicht nach den für die Anlagen der Wasserversorgung geltenden kantonalen Richtlinien abgeschrieben, sondern nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten über 60 Jahre. Konsolidierungsgrundsätze der Konzernrechnung Der Konzernabschluss beruht auf den jeweils per 31. Dezember nach einheitlichen Grundsätzen erstellten Jahresabschlüssen der zum ewb-Konzern gehörenden Gesellschaften. In den Kon solidierungskreis werden jene Gesellschaften aufgenommen, an deren Kapital Energie Wasser Bern eine direkte oder indirekte Beteiligung hält und bei denen sie die Mehrheit der Stimmrechte besitzt oder auf die sie anderweitig direkt oder indirekt massgeb lich Einfluss nimmt. Beteiligungen an Energieproduktionsgesell schaften (Partnerwerke) und Beteiligungen mit 20 bis 50 Prozent Anteil werden zum anteiligen Eigenkapital (at equity) bewertet. Sie werden in der Folge als «assoziierte Gesellschaften» bezeich net. Minderheitsbeteiligungen von weniger als 20 Prozent werden zum Anschaffungswert abzüglich betriebswirtschaftlich notwendi ger Wertberichtigungen bilanziert.
100
Konsolidierungsmethode Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag der voll konsoli dierten Gesellschaften erfasst Energie Wasser Bern zu 100 Prozent. Alle gruppeninternen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden vollständig eliminiert. Das Gleiche gilt für die in den Vorräten enthaltenen Gewinne, die durch gruppeninterne Lieferungen entstanden sind. Die Anteile der Minderheitsaktionäre am Eigenkapital und am Geschäfts ergebnis werden separat ausgewiesen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der angelsächsischen Purchase-Methode. Dabei werden Beteiligungszugänge auf das Erwerbsdatum hin zu aktuellen Werten neu bewertet und ab diesem Zeitpunkt konsolidiert. Ein nach dieser Neubewertung verbleibender Goodwill – die Differenz zwischen Kaufpreis und den erworbenen Nettoaktiven der akquirierten Gesellschaft nach Neubewertung – wird aktiviert und über die Nutzungsdauer von fünf Jahren erfolgswirksam abgeschrieben. Ein allfälliger Badwill wird direkt mit dem Eigenkapital verrechnet. Fremdwährungsumrechnung Jahresrechnungen von konsolidierten Gesellschaften in fremden Währungen werden wie folgt umgerechnet: Umlaufvermögen, An lagevermögen und Fremdkapital zu Jahresendkursen (Bilanzstich tag), Eigenkapital zu historischen Kursen. Die Erfolgsrechnung, die Geldflussrechnung und die Bewegungen in den Anlage- und Rückstellungsspiegeln werden zu Jahresdurchschnittskursen um gerechnet. Die dabei anfallenden Umrechnungsdifferenzen bucht Energie Wasser Bern erfolgsneutral über das Eigenkapital.
Finanzbericht Konzern
Veränderungen im Konsolidierungskreis Im Berichtsjahr haben die folgenden Veränderungen im Konsolidierungskreis stattgefunden:
Konsolidierte Gesellschaften Gesellschaft Sitz Währung Aktienkapital 2013 2012 in Tausend Kapitalanteil Kapitalanteil The Mobility House AG Schweiz
Bern
Verkauf per 01.01.2013
CHF
700
0%
50%
ewb Übertragungsnetz AG
Bern
Verkauf per 03.01.2013
CHF
100
0%
100%
Luxembourg, L Liquidation per 15.01.2013
100%
Nergia S.A. Swiss Fibre Net AG HelveticWind Italia S. r. l.
EUR
100
0%
Bern
Gründung per 19.03.2013
CHF
2’760
22%
0%
Milano, IT
Gründung per 06.06.2013
EUR
10
29%
0%
Wesentliche Bilanzpositionen von verkauften Unternehmen zum Zeitpunkt des Verkaufs TCHF Flüssige Mittel Übriges Umlaufvermögen Anlagevermögen
The Mobility House AG Schweiz
ewb Übertragungsnetz AG
7
0
111
135
0
16'352
617
13'560
Eigenkapital -498
2'927
Fremdkapital Bilanzsumme
118
16'487
101
Finanzbericht Konzern
Der Konsolidierungskreis umfasst folgende Unternehmen: Gesellschaft Sitz Zweck Währung Aktienkapital 2013 2012 Konsolidierungs in Tausend Kapitalanteil Kapitalanteil methode Bären Haustechnik AG
Köniz
Installationen
CHF
1’000
100%
100%
Vollkonsolidierung
Guggisberg Dachtechnik AG
Köniz
Dachtechnik
CHF
100
100%
100%
Vollkonsolidierung
Bern
Beteiligungen
CHF
1’000
100%
100%
Vollkonsolidierung
Desarrollos Fotovoltaicos Mos del Bou, S.L.
Sevilla, ES
Energieproduktion
EUR
3
100%
100%
Vollkonsolidierung
C2C Inver Park I, S.L.
Sevilla, ES
Energieproduktion
EUR
3
100%
100%
Vollkonsolidierung
Energia Naturale Italia S.r.l.
Milano, IT
Beteiligungen
EUR
20
100%
100%
Vollkonsolidierung
Barcelona, ES
Beteiligungen
EUR
295
100%
100%
Vollkonsolidierung
Saja Renovables, S.L.
Sevilla, ES
Energieproduktion
EUR
218
100%
100%
Vollkonsolidierung
Solar Power Plant Porto Tolle S.r.l.
Brescia, IT
Energieproduktion
EUR
10
95%
95%
Vollkonsolidierung
Salò, IT
Energieproduktion
EUR
10
95%
95%
Vollkonsolidierung
Wasserverbund Region Bern AG
Bern
Wasserversorgung
CHF
32’060
67%
61%
Vollkonsolidierung
energiecheck bern ag
Bern Dienstleistungen in der Energiebranche
CHF
200
60%
60%
Vollkonsolidierung
Thun Solar AG
Thun
Energieproduktion
CHF
100
51%
51%
Vollkonsolidierung
Biglen
Energieproduktion
CHF
100
51%
51%
Vollkonsolidierung
Bern
Mobilität
CHF
700
0%
50%
Abgang Abgang
ewb Natur Energie AG
Berna Energia Natural España, S.L.
Solar Power Plant Goito S.r.l.
Solarkraftwerke Bigla AG The Mobility House AG Schweiz ewb Übertragungsnetz AG Nergia S.A. Kraftwerk Sanetsch AG Solarkraft Oberaargau AG pvenergie AG Birseck Hydro SAS Lignocalor AG 1) Swiss Energie Service AG
Bern
Netzbetrieb
CHF
100
0%
100%
Luxembourg, L
Beteiligungen
EUR
100
0%
100%
Abgang
Gsteig
Energieproduktion
CHF
3’200
50%
50%
at equity
Langenthal
Energieproduktion
CHF
2’000
50%
50%
at equity
Niederönz
Energieproduktion
CHF
300
40%
40%
at equity
St-Louis, FR
Beteiligungen
EUR
66’514
38%
38%
at equity
Bern
Holzbeschaffung
CHF
300
35%
35%
at equity
Bern Service- und Reparaturdienstleistungen
CHF
200
33%
33%
at equity
Münchenstein
Beteiligungen
CHF
12’000
32%
32%
at equity
HelveticWind Deutschland GmbH
Berlin, DE
Energieproduktion
EUR
25
29%
29%
at equity
HelveticWind Italia S.r.l.
Milano, IT
Beteiligungen
EUR
10
29%
0%
at equity
leading swiss renewables AG
Resag Recycling + Sortierwerk Bern AG
Bern
Abfallverwertung
CHF
4’400
25%
25%
at equity
Swiss Fibre Net AG
Bern
Dienstleistungen Telekommunikation
CHF
2’760
22%
0%
at equity
Innertkirchen
Energieproduktion
CHF
120’000
17%
17%
at equity
Arlesheim
Energievertrieb
CHF
6’140
10%
10%
at equity
Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG
Däniken
Energieproduktion
CHF
350’000 2)
8%
8%
at equity
Maggia Kraftwerke AG
Locarno
Energieproduktion
CHF
100’000
5%
5%
at equity
Blenio Kraftwerke AG
Blenio
Energieproduktion
CHF
60’000
5%
5%
at equity
Kraftwerke Oberhasli AG Gasverbund Mittelland AG
1 2
Namensänderung von Lignocalor Seeland AG zu Lignocalor AG. Davon einbezahlt 290’000 TCHF.
102
Finanzbericht Konzern
Gesellschaft Sitz Zweck Währung Aktienkapital 2013 2012 Konsolidierungs in Tausend Kapitalanteil Kapitalanteil methode AG für Abfallverwertung AVAG
Thun
Abfallverwertung
CHF
3’400
15%
15%
Anschaffungswert
Glarus Nord
Solartechnik
CHF
30’921
15%
15%
Anschaffungswert
Geo-Energie Suisse AG
Basel
Geothermie
CHF
1’990
14%
14%
Anschaffungswert
Swisspower Energy AG
Zürich
Energievertrieb
CHF
1’990
11%
11%
Anschaffungswert
Swisspower Renewables AG
Zürich
Beteiligungen
CHF
7’360
10%
12%
Anschaffungswert
Bern
Infrastruktur Messeplatz Bern
CHF
3’900
8%
7%
Anschaffungswert
Münchenstein
Beteiligungen
CHF
7’889
6%
11%
Anschaffungswert
Murcia, ES
Energieproduktion
EUR
50
6%
6%
Anschaffungswert
5%
5% Anschaffungswert
1%
0%
Solar Industries AG in Liquidation
BERNEXPO HOLDING AG Kleinkraftwerk Birseck AG Tubo Sol PE 2, S.L. Swisspower AG 3) Swissgrid AG 3
Zürich Laufenburg
Interessenvertretung Betrieb Hochspannungsnetz
CHF CHF
360 264’980
Anschaffungswert
Namensänderung von Swisspower Netzwerk AG zu Swisspower AG.
103
Finanzbericht Konzern
Erläuterungen zu Positionen der Konzernrechnung Konsolidierte Erfolgsrechnung 26) Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen TCHF 2013 2012 Nettoerlös 234’952 Sparte Elektrizität 232’430 140’556 Sparte Wärme 126’821 35’202 Sparte Wasser 36’216 20’398 Sparte Kehrichtverwertung 18’979 55’991 Sparte New Business
61’606
487’099 Total Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen
476’052
Davon Lieferungen und Leistungen an 445’395 Dritte 428’498 Stadt Bern einschliesslich übriger Stadtbetriebe
36’119
43’362
5’585 Assoziierte Gesellschaften 4’192
27) Andere betriebliche Aufwendungen TCHF 2013 2012 18’035 Dienstleistungen Dritte für Unterhalt
19’827
1’093 Dienstleistungen Stadt Bern für Unterhalt
618
2’918 Entsorgungsaufwand Dritte 2’914 81 Entsorgungsaufwand Stadt Bern
564
14’272 Übrige betriebliche Aufwendungen
17’452
10’722 Übrige betriebliche Aufwendungen Stadt Bern
6’186
639 Übrige betriebliche Aufwendungen assoziierte Gesellschaften
639
47’760 Total andere betriebliche Aufwendungen
48’200
Die Erhöhung der übrigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber der Stadt Bern ist hauptsächlich auf die Erhöhung der Sondernutzungskonzession für den öffentlichen Raum zurückzuführen. 28) Finanzergebnis TCHF 2013 2012 Zinsertrag Dritte 620 696 Zinsertrag assoziierte Gesellschaften 486
470
Erfolg aus Beteiligungen Dritte 772
–3’468
Erfolg aus Beteiligungen assoziierte Gesellschaften –2’643
2’563
Übriger Finanzertrag 1’466 3’034 Aktivierte Bauzinsen 8’471 34 Zinsaufwand gegenüber Dritten –3’043
–982
Zinsaufwand gegenüber Stadt Bern –24’171
–22’192
Zinsaufwand gegenüber assoziierten Gesellschaften -81
0
Übriger Finanzaufwand –5’290 –6’179 Total Finanzergebnis –18’342 –29’056
104
29) Veränderung Spezialfinanzierungen Im Vorjahr wurden die Rückstellungen Spezial finanzierung in den Sparten Wasser und Keh richtverwertung gebildet. Zukünftige Gewinne oder Verluste werden mittels Äufnung der oder Entnahme bei der Spezialfinanzierung ausgeglichen. Die Sparte Wasser entnimmt der Spezialfinanzierung 2.9 Mio. CHF. Die Sparte Kehrichtverwertung legt 3.7 Mio. CHF in die Spezialfinanzierung ein. 30) Steuern Energie Wasser Bern erfüllt in den Sparten Elek trizität, Wärme, Wasser und Kehrichtverwertung vorwiegend öffentliche Aufgaben. Im Gegensatz zu den Tochterunternehmen und der Sparte New Business unterliegen diese Sparten nicht der ordentlichen Steuerpflicht. Aufgrund unter schiedlicher Bewertungen zwischen den Einzel abschlüssen nach OR und dem Konzernabschluss nach FER bestehen Bewertungsreserven. Auf diesen wird die latente Steuerlast gemäss den massgeblichen Gewinnsteuersätzen abgegrenzt. Dieser Satz beträgt für Schweizer Gesellschaften gleich wie im Vorjahr 22 Prozent. Im Berichts jahr resultierte ein latenter Steueraufwand von 200 TCHF, im Vorjahr von 465 TCHF. Per 31. Dezember 2013 bestanden aktivierte steuerliche Verlustvorträge im Ausland in der Höhe von 1.484 Mio. CHF (Vorjahr: 0.114 Mio. CHF). Diese Verlustvorträge verfallen in 18 Jahren (Italien) oder können unbegrenzt vorgetragen werden.
Mit der Fertigstellung der Energiezentrale Forst haus per Ende 2012 fallen die aktivierten Bau zinsen im Geschäftsjahr deutlich tiefer aus. Die höheren Zinskosten resultieren aus der weiter gestiegenen Verschuldung aufgrund der hohen Investitionen. Der Verlust aus Beteiligungen gegenüber Dritten im Vorjahr war vor allem auf eine Wertberichtigung der Beteiligung Solar Industries AG von 3 Mio. CHF zurückzuführen. Die Verluste bei den assoziierten Gesellschaften sind auf Impairments und Akquisitionskosten im Bereich der Beteiligungen an Anlagen für die Produktion von erneuerbarer Energie zurückzu führen.
Finanzbericht Konzern
Konsolidierte Bilanz 31) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TCHF 31.12.2013 31.12.2012 77’134 Gegenüber Dritten 75’513 11’272 Gegenüber der Stadt Bern
13’755
451 Gegenüber assoziierten Gesellschaften
1’597
–1’011 Wertberichtigung (Delkredere) –1’301 87’846 Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
89’564
32) Sonstige kurzfristige Forderungen TCHF 31.12.2013 31.12.2012 Gegenüber Dritten 9’718 7’475 Gegenüber der Stadt Bern 4’289
3’863
Gegenüber assoziierten Gesellschaften 356
56
Total sonstige kurzfristige Forderungen 12’120
13’637
33) Vorräte und angefangene Arbeiten TCHF 31.12.2013 31.12.2012 Material- und Warenvorräte 5’071
4’849
Angefangene Arbeiten 2’514 4’137 Wertberichtigung –1’723 –2’087 Total Vorräte und angefangene Arbeiten 7’121
5’640
34) Aktive Rechnungsabgrenzung TCHF 31.12.2013 31.12.2012 8’076 Gegenüber Dritten 6’216 677 Gegenüber der Stadt Bern
1’149
7’143 Gegenüber assoziierten Gesellschaften
8’589
15’896 Total aktive Rechnungsabgrenzung
15’954
105
Finanzbericht Konzern
35) Sachanlagen und immaterielle Anlagen TCHF
Unbebaute Grundstücke
Grundstücke und Bauten
Anlagen und Einrichtungen
Anlagen im Bau
Übrige Sachanlagen
Total Sachanlagen
Nettobuchwerte 1.1.2013
2’942 285’811 1’191’271
69’718
12’807 1’562’550
Anschaffungskosten Stand per 1.1.2013
2’962 471’779 2’414’262
69’718
35’248 2’993’968
–31’121 –4’183 –35’304 Änderung Konsolidierungskreis 64 25’652 96’607 39’776 2’930 165’029 Zugänge –5 –337 –10’936 –1’778 –1’581 –14’638 Abgänge –5’292 29’081 –25’402 1’484 –128 Reklassifikation/Umbuchung 533 533 Währungseinfluss Stand per 31.12.2013
3’021 491’802 2’498’426
78’131
38’081 3’109’461
Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2013
–20 –185’968 –1’222’990
–22’440 –1’431’418
18’952 18’952 Änderung Konsolidierungskreis –8’214 –55’924 –4’002 –68’141 Planmässige Abschreibungen –6’613 –6’613 Wertbeeinträchtigungen (Impairment) 5 337 10’835 Abgänge
673 11’850
69 –69 Reklassifikation/Umbuchung –33 –33 Währungseinfluss Stand per 31.12.2013
–15 –193’776 –1’255’844
–25’770 –1’475’404
Nettobuchwerte 31.12.2013
3’006 298’026 1’242’582
78’131
TCHF Immaterielle Immaterielle Goodwill aus Total Anlagen Anlagen Beteiligungen immaterielle im Bau Anlagen Nettobuchwerte 1.1.2013
9 23’489 7’090 30’588
Anschaffungskosten Stand per 1.1.2013
9 39’523 16’783 56’316
Änderung Konsolidierungskreis
–178 –178
3’448 3’448 Zugänge –10’600 –10’600 Abgänge –9 137 128 Reklassifikation/Umbuchung 9 36 46 Währungseinfluss Stand per 31.12.2013
0 32’518 16’642 49’159
Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2013
–16’035 –9’693 –25’728
322 322 Änderung Konsolidierungskreis –1’429 –3’012 –4’441 Planmässige Abschreibungen Wertbeeinträchtigungen (Impairment) 10’600 10’600 Abgänge Reklassifikation/Umbuchung
–14 –14
Stand per 31.12.2013
–6’864 –12’397 –19’262
Nettobuchwerte 31.12.2013
0 25’654 4’244 29’898
Währungseinfluss
Die Zugänge enthalten aktivierte Fremdkapitalzinsen in der Höhe von 0.34 Mio. CHF (Vorjahr 8.5 Mio. CHF). Per Bilanzstichtag wurden die Aktiven auf allfällige Anzeichen für Wertbeeinträchtigungen überprüft. Aufgrund der anhaltend tiefen Energiepreise wurde eine Korrektur von 6.3 Mio. CHF auf dem Produktionsteil der Energiezentrale Forsthaus vorgenommen. Die Reduktion ist unter Wertbeeinträchtigungen (Impairment) ausgewiesen.
106
12’311 1’634’057
Finanzbericht Konzern
TCHF
Unbebaute Grundstücke
Grundstücke und Bauten
Anlagen und Einrichtungen
Anlagen im Bau
Übrige Sachanlagen
Total Sachanlagen
Nettobuchwerte 1.1.2012
2’942 137’692 932’173 469’384 12’750 1’554’941
Anschaffungskosten Stand per 1.1.2012
2’962 291’888 2’049’273 469’384
–26’777 Änderung Konsolidierungskreis
32’470 2’845’977
–74 –26’851
59’750 107’884 33’740 Zugänge
2’545 203’919
–14’648 –12’930 Abgänge
–657 –29’133
–898
134’789 297’102 –432’328 Reklassifikation/Umbuchung
890
454
–291 –105 –397 Währungseinfluss Stand per 31.12.2012
2’962 471’779 2’414’262
69’718
35’248 2’993’968
Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2012
–20 –154’196 –1’117’101
–19’720 –1’291’037
884 884 Änderung Konsolidierungskreis –6’476 –46’873 –3’300 –56’649 Planmässige Abschreibungen –36’480 –65’985 Wertbeeinträchtigungen (Impairment)
–9 –102’474
11’181 6’020 Abgänge
589 17’790
3 55 58 Reklassifikation/Umbuchung 10 10 Währungseinfluss Stand per 31.12.2012
–20 –185’968 –1’222’990
–22’440 –1’431’418
Nettobuchwerte 31.12.2012
2’942 285’811 1’191’271
69’718
12’807 1’562’550
TCHF Immaterielle Immaterielle Goodwill aus Total Anlagen Anlagen Beteiligungen immaterielle im Bau Anlagen Nettobuchwerte 1.1.2012
21’451 3’942 9’082 34’475
Anschaffungskosten Stand per 1.1.2012
21’451 16’689 16’653 54’793
143 143
Änderung Konsolidierungskreis
1’845 1’845 Zugänge Abgänge –21’442 Reklassifikation/Umbuchung
20’988
–454
1 –13 –12 Währungseinfluss Stand per 31.12.2012
9 39’523 16’783 56’316
Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2012
–12’747 –7’571 –20’318
Änderung Konsolidierungskreis –2’009 –2’125 –4’133 Planmässige Abschreibungen –1’221 –1’221 Wertbeeinträchtigungen (Impairment) Abgänge –58 –58 Reklassifikation/Umbuchung Währungseinfluss
Stand per 31.12.2012
2 2
–16’035 –9’693 –25’728
9 23’489 7’090 30’588 Nettobuchwerte 31.12.2012
Brandversicherungswert der Sachanlagen TCHF Sachanlagen Total
31.12.2013 31.12.2012 748’319 924’489 748’319 924’489
Die alte Kehrichtverwertungsanlage am Warmbächliweg wurde stillgelegt und wird in den Jahren 2014 und 2015 rückgebaut. Im Vorjahr waren noch beide Kehrichtverwertungsanlagen versichert.
107
Finanzbericht Konzern
36) Finanzanlagen TCHF At equity Zum Total Übrige Übrige Total bewertete Anschaffungs- Beteiligungen Finanzanlagen Finanzanlagen1 Finanzanlagen Beteiligungen wert bewertete gegenüber Beteiligungen Dritten Bestand am 1.1.2012
61’851
12’728
74’579
10’766
4’339
89’684
Veränderung Konsolidierungskreis 38’127 38’127 38’127 Zugang 5’808
4’274
26’530
36’612
Abgang –8’654
–8’058
–16’712
Wertveränderung at equity
2’102
Wertberichtigung
–3’659
5’808
2’102 –3’659
Währungseinfluss
41
–14
27
Bestand am 31.12.2012
102’121
14’863
116’984
Veränderung Konsolidierungskreis
Zugang 21’410
5’520
26’930
Abgang Wertveränderung at equity
–4’397
Wertberichtigung
–3’134
Währungseinfluss 507 36 Bestand am 31.12.2013 1
119’641
17’285
–672
–31 6’355
22’139
–76
2’102 –4’331 –4 145’477 –76
6’213
17’010
50’153
–139
–12’538
–12’677
–4’397
–4’397
–3’134
–4’759
543 136’926
–1’396
–229
88 11’045
26’382
631 174’352
Assoziierte Gesellschaften und Nahestehende.
Im Geschäftsjahr hat Energie Wasser Bern die Gesellschaft Swiss Fibre Net AG mitgegründet. Durch die am 3. Januar 2013 erfolgte Veräusserung der ewb Übertragungsnetz AG an die Swissgrid AG hält Energie Wasser Bern neu eine Beteiligung an der Swissgrid AG. Mit der Gründung der HelveticWind Italia S.r.l. und der anschliessenden Akquisition eines Windparks wurde im Berichtsjahr zum ersten Mal in Windenergie in Italien investiert. Auch in Deutschland wurden über die Beteiligung HelveticWind
Deutschland GmbH neue Windparks gekauft. Der Abgang bei den übrigen Finanzanlagen enthält in die sonstigen kurzfristigen For derungen umgegliederte, im nächsten Jahr zur Rückzahlung fällig werdende Darlehen und Darlehenstranchen. Diese Umgliederungen sind nicht geldwirksam. Bei einem Vergleich der Veränderungen in den Finanzanlagen und in der Geldflussrechnung müssen diese Transaktionen berücksichtigt werden.
37) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TCHF 31.12.2013 31.12.2012 Gegenüber Dritten 23’733 23’758 Gegenüber der Stadt Bern 311
254
Gegenüber assoziierten Gesellschaften 13’614
12’647
Total Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37’683
36’634
108
Finanzbericht Konzern
38) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten TCHF 31.12.2013 31.12.2012 111’538 Gegenüber Dritten 36’506 69’594 Gegenüber der Stadt Bern
37’937
25'000 Gegenüber assoziierten Gesellschaften
0
206'132 Total sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
74’443
Energie Wasser Bern und der Wasserverbund Region Bern haben im Geschäftsjahr kurzfristige Darlehen aufgenommen. Die Aktionärsdarlehen des Wasserverbundes werden im Jahr 2014 zurückgezahlt. Sie wurden in die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert.
39) Passive Rechnungsabgrenzung TCHF 31.12.2013 31.12.2012 24’370 Gegenüber Dritten 31’779 7 Gegenüber der Stadt Bern
13
6’071 Gegenüber assoziierten Gesellschaften
7’675
30’448 Total passive Rechnungsabgrenzung
39’467
40) Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge Tatsächliche wirtschaftliche Auswirkungen von Vorsorgeplänen für den Konzern werden auf den Bilanzstichtag bewertet und bilanziert. Bei den Vorsorgeplänen von Energie Wasser Bern und den Tochter gesellschaften handelt es sich um beitrags- und leistungsorien tierte Pläne. Die Mitarbeitenden sind für Ruhestand, Todesfall und Invalidität versichert.
Wirtschaftlicher Nutzen / Über-/Unter- Wirtschaftlicher Anteil wirtschaftliche Verpflichtung deckung des Unternehmens und Vorsorgeaufwand gemäss FER 26 TCHF 31.12.12 Einrichtungen mit Unterdeckung (Schweiz) –18’273 Einrichtungen ohne Über-/Unterdeckung (Schweiz)
0
Total –18’273
31.12.13 0
Veränderung Auf die Periode Vorsorgeaufwand zum Vorjahr abgegrenzte im Personalaufwand resp. erfolgs- Beiträge wirksam im GJ
31.12.12 0
0
7’387
31.12.13 7’387
31.12.12 6’507
0
0
0
1’154
1’154
454
0
0
0
8’541
8’541
6’961
Der technische Zinssatz der Pensionskasse der Stadt Bern sinkt per 1. Januar 2014 um 1 Prozentpunkt auf 2.75 Prozent. Die Arbeit geber können sich freiwillig an der Verzinsung der Deckungslücke beteiligen. Aus diesem Sachverhalt entsteht eine Eventualverpflich tung (siehe Kommentar 46).
109
Finanzbericht Konzern
41) Langfristige Finanzverbindlichkeiten TCHF 31.12.2013 31.12.2012 Gegenüber Dritten 59’277 28’760 Gegenüber der Stadt Bern 925’000
925’000
Total langfristige Finanzverbindlichkeiten 953’760
984’277
42) Rückstellungen TCHF Steuerrück- Restruktu- Spezial- Sonstige stellungen rierungsrück- finanzierungen Rück stellungen stellungen Buchwert per 1.1.2012
Total
5’741 5’891 35’258 24’853 71’744
Veränderung Konsolidierungskreis –2’505 –1’080 –3’584 Bildung 462 75’958 9’142 85’562 Verwendung –4’130 –4’130 Auflösung –827 –5’891 –491 –7’209 Währungseinfluss –18 –9 –27 Buchwert per 31.12.2012
2’855
Veränderung Konsolidierungskreis
Bildung
248 10’887 6’584 17’719
0 111’216 28’285 142’356
Verwendung –7’201 –6’895 –14’096 Auflösung
–49 –2’890
Währungseinfluss
Buchwert per 31.12.2013 3’054 Davon mit geschätzter Fälligkeit < 12 Monate
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellungen für die Sanierung des Gaswerkareals von insgesamt 20.2 Mio. CHF und den Ökofonds.
110
–41 –2’980
0 112’012 27’933 142’999
743
3’411
6’476
10’630
Finanzbericht Konzern
43) Verpfändete Aktiven und nicht bilanzierte Leasingverpflichtungen TCHF 31.12.2013 31.12.2012 Grundpfandbestellungen zugunsten Dritter
0
0
Total 0 0
TCHF 31.12.2013 31.12.2012 Nicht bilanzierte Leasingverpflichtungen Folgejahr
568
129
Nicht bilanzierte Leasingverpflichtungen 2–5 Jahre
974
232
Nicht bilanzierte Leasingverpflichtungen > 5 Jahre
0
1
Total 1’542 362
44) Beziehung zu Nahestehenden und Gesellschaften TCHF Stadt Bern Stadt Bern Assoziierte Assoziierte Gesellschaften Gesellschaften (Beteiligungen) (Beteiligungen) 2013 2012 2013 2012 Verkauf von Energie
16’964 15’932 5’102 4’009
Übrige Verkäufe und Dienstleistungen
19’155 27’430 483 183
–2’157 3’033 Erhaltene Zinsen und Dividenden 138’973 136’676 Kauf von Energie und Wasser 10’302 6’337 Abgaben und Gebühren 1’593 1’330 Übrige Käufe und Dienstleistungen1
–639
639
24’171 22’192 81 Bezahlte Zinsen 43’000 67’000 Gewinnablieferung 26’382 5’338 Gewährte Darlehen 4’289 Sonstige kurzfristige Forderungen
3’863
356
56
11’949 14’904 7’594 10’186 Forderungen und Abgrenzungen 925’000 925’000 Langfristige Finanzverbindlichkeiten 69’912 38’205 44’685 12’647 Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 1
Inkl. aktivierter Leistungen Sachanlagen.
Im Berichtsjahr hatte Energie Wasser Bern mit Nahestehenden und mit assoziierten Gesellschaften finanzielle Beziehungen. Alle Transaktionen wurden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
111
Finanzbericht Konzern
45) Offene derivative Finanzinstrumente Kontraktwert TCHF Energielieferungen Total derivative Finanzinstrumente
Passive Werte 2013
Zweck
2013
Aktive Werte 2013
10’916
766
795
Absicherung
10’916
766
795
46) Eventualverpflichtungen Fonds Nukleare Entsorgung Für alle Inhaber, Mitinhaber und Mitnutzer von Kernanlagen besteht in Bezug auf den Differenzbetrag zwischen Fondsaus gleichszahlungen und den anteiligen Fondsguthaben für die nukleare Entsorgung, die Stilllegung und die Nachbetriebsphase eine Nachschusspflicht im Sinne einer Solidarhaftung. Gasverbund Mittelland AG Aus dem Partnerschaftsvertrag mit der Gasverbund Mittelland AG ergibt sich eine Solidarhaftung. pvenergie AG Energie Wasser Bern bürgt solidarisch für ein Darlehen von Dritten über 556 TCHF an die Gesellschaft. Personalvorsorgekasse der Stadt Bern Die Verwaltungskommission der Personalvorsorgekasse der Stadt Bern senkt den technischen Zinssatz per 1. Januar 2014 um 1 Prozentpunkt auf 2.75 Prozent. Dadurch steigt der Fehlbetrag auf rund 341 Mio. CHF (Stand 31. Dezember 2012) an. Das finan zielle Gleichgewicht des Leistungsplans wird durch Leistungskür zungen und eine eventuelle, freiwillige Beitragserhöhung bei den Arbeitgebern wiederhergestellt. Beteiligungen an einfachen Gesellschaften Der Konzern ist an mehreren einfachen Gesellschaften beteiligt. Gemäss Art. 544 Abs. 3 OR haften die Gesellschafter von einfachen Gesellschaften solidarisch.
112
Kontraktwert
Passive Werte 2012
Zweck
2012
Aktive Werte 2012
21’309
1’064
1’301
Absicherung
21’309
1’064
1’301
47) Offene Rechtsfälle Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist Energie Wasser Bern in Rechtsstreitigkeiten involviert. Daraus zu erwartende Geldabflüsse werden entsprechend zurückgestellt. Die Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom hat im Jahr 2010 gegen Energie Wasser Bern ein Verfahren betreffend die Elektrizitätstarife eröffnet. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen; allfällige Auswirkungen können momentan nicht beziffert werden. 48) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf das Jahresergebnis haben. Die Jahresrechnung wurde am 6. März 2014 vom Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern für die Sitzung des Gemeinderates vom 26. März 2014 zur Genehmigung vorgeschlagen.
Finanzbericht Konzern
Anhang Risikomanagement Konzern Umgang mit Risiken Im vergangenen Geschäftsjahr haben die Gesellschaften eine Risikobeurteilung durchgeführt. Die wesentlichen Geschäftsrisiken werden dabei nach dem möglichen Schadensausmass und ihrer Ein trittswahrscheinlichkeit bewertet. Davon lassen sich Massnahmen zur Steuerung der wesentlichen Risiken ableiten. Bei der Überprü fung sind keine ausserordentlichen Risiken festgestellt worden, die über den üblichen Rahmen hinausgehen. Weitere Ausführungen zum Risikomanagement finden sich im Abschnitt «Risikomanage ment» des Anhangs zur Jahresrechnung des Stammhauses auf den Seiten 92/93. Zunehmende Aktivitäten im Ausland Mit dem in der Eignerstrategie geforderten Umbau des Produktions portfolios in Richtung erneuerbare Energien beteiligt sich Energie Wasser Bern zunehmend an Produktionsanlagen im Ausland. Damit verbunden sind Risiken während der Akquisitions-, Realisierungsund Betriebsphase. Dazu gehören beispielsweise die Aufnahme von Geschäftstätigkeiten mit neuen Partnern, der Eintritt in neue Märkte, Risiken im Anlagenbau sowie Risiken bei den politischen, rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in den entsprechenden Ländern. Das Risikomanagement sorgt im Rahmen etablierter Prozesse dafür, dass diese Risiken bei sämtlichen Entscheidungen identifiziert und beurteilt werden und in die Entscheidfindung einfliessen.
113
Finanzbericht Konzern
Bericht der Revisionsstelle
114
Finanzbericht Konzern
115
Daten und Fakten Stammhaus
Daten und Fakten: Elektrizität
Energieerzeugung und -beschaffung
Kraftwerk Felsenau
Brutto1 Netto1 (erzeugte Energie) (ins Netz eingespeiste/gelieferte Energie) 2013 Anteil 2012 Anteil 2013 Anteil MWh in % MWh in % MWh in %
2012 Anteil MWh in %
73’089
28.8
74’957
61.7
72’323
3.8
74’214
3.8
Dotierkraftwerk Engehalde
2’604
1.0
2’415
2.0
2’431
0.1
2’399
0.1
Kraftwerk Matte
7’216
6’919
5.7
7’103
29’971
24.6
Fernheizkraftwerk Bern (KVA Warmbächli)2
2.9
0.4
6’808
0.4
17’468
0.9
Energiezentrale Forsthaus3 33’552 1.7 Holzheizkraftwerk Forsthaus
26’453
10.4
21’646
1.1
Kehrichtverwertungsanlage Forsthaus
64’264
25.3
46’661
2.4
Gas- und Dampfkombikraftwerk
73’163
28.8
71’716
3.7
6’675
2.6
6’812
5.6
6’400
0.4
6’511
0.3
607
0.2
511
0.4
607
0.0
511
0.0
254’072
100.0
121’585
100.0
228’889
11.9
141’463
7.2
Kraftwerke Oberhasli AG
369’009
19.1
366’217
18.6
Kraftwerke Maggia AG
62’255
3.2
73’301
3.7
Kraftwerke Blenio AG
52’399
2.7
34’464
1.8
Kraftwerk Sanetsch AG
18’322
1.0
20’531
1.0
Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG
480’281
24.9
605’448
30.8
Kernkraftwerk Fessenheim (F)
104’621
5.4
141’966
7.2
Solaranlagen (CH)
1’308
0.1
1’108
0.1
Beteiligungen
1’088’195
56.4
1’243’035
63.2
Produktion erneuerbare Energien im Ausland
168’858
8.8
120’118
6.1
Blockheizkraftwerke Solaranlagen Werkeigene Anlagen
Bezug von Kleinproduktionsanlagen Dritter
7’605
0.4
9’527
0.5
Handelskäufe
434’632
22.5
452’672
23.0
Drittbezüge
442’237
22.9
462’199
23.5
Eingespeiste/gelieferte Energie
1’928’179
100.0
1’966’815
100.0
Davon naturemade-star-zertifizierter Ökostrom Strom aus Sonnenenergie
2’313
1’943
Strom aus Wasserkraft
81’858
27’371
ie Brutto-Energieerzeugung bezeichnet die gesamte in der Anlage produzierte Energie. D Die Netto-Energieerzeugung bezeichnet die Differenz zwischen der Brutto-Energieerzeugung einer Anlage und ihrem eigenen Energieverbrauch. 2 Wurde 2012 ausser Betrieb genommen. 3 Daten 2012 zur Gesamtanlage. Daten zu den einzelnen Anlageteilen der Energiezentrale liegen erst ab 2013 vor. 1
116
Daten und Fakten Stammhaus
Energieabgabe
2013 2012
MWh Anteil MWh Anteil in % in % Aufgewendete Pumpenenergie
112’844
5.9
102’502
5.2
Handelsverkäufe
529’076
27.4
587’312
29.9
Abgabe erneuerbare Energie an Dritte/KEV 1 im Ausland
168’858
8.8
120’118
6.1
Abgabe erneuerbare Energie an KEV1 in der Schweiz
44’152
2.3
0
0.0
Verluste im Netz Bern
31’602
1.6
31’863
1.6
Energieabgabe an Kunden
1’041’647
54.0
1’125’020
57.2
Abgegebene Energie
1’928’179
100.0
1’966’815
100.0
1
Kostendeckende Einspeisevergütung.
Stromnetze
2013 2012
Verteilnetz: Freileitungen (in km) Hochspannung 132 kV
91.9
91.9
Mittelspannung 11 kV
8.8
8.8
Niederspannung 400/230 V
8.2
8.4
28.3
29.4
Verteilnetz: Kabelleitungen (in km) Hochspannung 132 kV
Mittelspannung 11 kV 1 324.0 333.9 Niederspannung 400/230 V 2 715.2 639.6 Anzahl Trafostationen 637 633 Anzahl Trafos 1’052 1’048 Trafoleistung in MVA
566
558
Anzahl Netzanschlüsse (Kabel)
13’870
13’764
Anzahl Netzanschlüsse (Freileitung)
54
81
Kabelleitungen (in km)
563.3
551.6
Freileitungen (in km)
4.8
4.9
Öffentliche Beleuchtung
Anzahl Strassenleuchten 18’234 18’510 Energieverbrauch der Strassenleuchten (in kWh)
7’789’534
8’098’939
Im Verteilnetz installierte Zähler
99’727
98’834
Übrige im Netz installierte Apparate
15’402
15’664
Messung und Installationskontrolle
Aktive Verrechnungsstromkreise 98’334 97’469 Bearbeitete Installationsanzeigen (Strom)
1’815
1
Ab 2013 werden ausser Betrieb genommene Leitungen nicht mehr berücksichtigt.
2
2 013 wurden erstmals abgewickelte Längen angegeben, in den Vorjahren handelte es sich um geometrische Längen.
2’087
117
Daten und Fakten Stammhaus
Daten und Fakten: Wärme
Erdgas 2013 2012 Erdgasbezug (in MWh) Stadt Bern, belieferte Gemeinden 1, Treibstoff
1’390’780
1’413’822
Energiezentrale Forsthaus
239’810
81’267
Erdgasabsatz (in MWh) nach Verwendung Haushalt
5’298
6’737
Heizungen und Gewerbe
602’340
573’237
Fernheizwerk Warmbächli 2
77’343
Grosskunden
523’456
496’128
Blockheizkraftwerke
59’443
61’355
Treibstoff
45’017
42’334
Wiederverkäufergemeinde Moosseedorf
16’964
14’775
Wiederverkäufergemeinde Muri
113’444
120’115
21’166
17’727
Wiederverkäufergemeinde Wohlen
3’653
4’071
Total
1’390’780
1’413’822
Davon Biogas
30’073
20’439
51.6
51.9
Wiederverkäufergemeinde Urtenen-Schönbühl
Erdgasleitungsnetz Stadt Bern und Region (in km) Hochdruckleitungen, 1–5 bar Mitteldruckleitungen, 0.1–1 bar
125.4
123.3
Niederdruckleitungen, 0.022–0.1 bar
166.5
165.9
Total 343.5 341.1 Netzanschlussleitungen (in km)
117.8
116.4
Anzahl Netzanschlüsse
8’439
8’250
Messung und Installationskontrolle Im Verteilnetz installierte Zähler
13’301
13’576
Übrige im Netz installierte Apparate
8’607
8’549
Durchgeführte Abnahmekontrollen Erdgas (inkl. Druckprüfungen)
1’230
1’032
Fernwärme 2013 2012 Energieabgabe Anzahl Kunden 527 511 Wärmeverkauf (in MWh) 3 256’934 241’184 Heizgradtage 3’672 3’525 Fernwärmeleitungsnetz Stadt Bern (in km)4 Vorlaufleitungen 37.7 39.7 Rücklaufleitungen 37.5 39.9 1
irekt beliefert: Bremgarten, Ittigen, Kirchlindach, Köniz, D Münchenbuchsee, Ostermundigen, Zollikofen. Wiederverkäufer: Moosseedorf, Muri, Urtenen-Schönbühl, Wohlen.
118
Wurde 2012 ausser Betrieb genommen. Inkl. Nahwärme Blockheizkraftwerk Viktoria. 4 Datenbereinigung infolge Migration in neues GIS-System. 2 3
Daten und Fakten Stammhaus
Daten und Fakten: Contracting/Wasser
Contracting
2013
2012
Energieabgabe Anzahl Anlagen 56 51 Nutzenergieabgabe Wärme (in MWh)
75’655
63’437
Nutzenergieabgabe Kälte (in MWh)
13’936
13’137
Stromerzeugung (in MWh)
1’081
905
Wasser
2013
2012
Wasserverbrauch Stadt Bern in 1’000 m3 Jahresverbrauch 13’719 13’621 Tagesverbrauch im Maximum 49 48 im Mittel 38 37 im Minimum 26 21 Wasserleitungsnetz Stadt Bern Versorgungsleitungen (in km)
387.8
388.5
Hausanschlussleitungen (in km)
192.3
191.4
Anzahl Hausanschlüsse 13’715 13’481 Anzahl Hydranten 3’475 3’477 Anzahl öffentliche Brunnen1 217 217 Messung und Installationskontrolle Im Verteilnetz installierte Zähler
15’949
15’940
Durchgeführte Abnahmekontrollen Wasser
557
489
1
Das Wasser wird von Energie Wasser Bern unentgeltlich zur Verfügung gestellt.
119
Daten und Fakten Stammhaus
Daten und Fakten: Kehrichtverwertung /New Business
Kehrichtverwertung
2013
2012
Kehrichtanlieferung (in t) Abfallentsorgung der Stadt Bern
37’758
36’064
Direktanlieferer Stadt Bern
24’465
33’150
Partneranlagen 3’385 8’068 Regionsgemeinden 16’515 19’850 Direktanlieferer Region 34’790 19’124 Total 116’913 116’256 Davon Sonderabfälle 935 982 Kehrichtverwertung (in t) Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Bern (verbrannte Menge und Restvolumen im Bunker)
120’289
116’256
Externe KVA 0 0
New Business: Mobilität
2013
2012
Erdgas/Biogas als Treibstoff Anzahl geförderte Erdgasfahrzeuge
122
63
Anzahl belieferte Erdgastankstellen
11
10
Erdgasabsatz Tankstellen (in MWh)
29’622
26’980
Biogasabsatz Tankstellen (in MWh)
15’394
15’354
Elektromobilität Anzahl ElectroDrive All-in-Pakete
380
240
Abgesetzter Ökostrom für ElectroDrive All-in-Pakete (in kWh)
22’660
11’954
New Business: Telekommunikation
2013
2012
605
489
Berner Glasfasernetz (FTTH)1 Verbaute Glasfaserkabel (in km)
Total durch Energie Wasser Bern und Swisscom erschlossene Nutzungseinheiten 47’354 37’295 1
Bezieht sich auf erbrachte Leistungen von Energie Wasser Bern.
120
GRI-Zertifikat
121
Impressum
Herausgeberin Energie Wasser Bern (ewb) Monbijoustrasse 11, Postfach 3001 Bern Telefon 031 321 31 11 info@ewb.ch www.ewb.ch Redaktion Raphaël Wyss, Energie Wasser Bern, Bern Alexandra Jäggi, Energie Wasser Bern, Bern Text Kinetics Kommunikation, Zürich Sustainserv GmbH, Zürich/Boston Gestaltung Polyconsult AG, Bern Beratung Nachhaltigkeitsberichterstattung Sustainserv GmbH, Zürich/Boston Fotos Andrea Campiche, bildlich.ch, Schönbühl Michael Blaser, mbfotografie.ch, Bern/Zürich Brigitte Mathys, brigittemathys.ch, Langenthal Adrian Moser, adrianmoser.ch, Biel Lithografie Marti Media AG, marti-media.ch, Hinterkappelen Druck Stämpfli Publikationen AG, staempfli.ch, Bern
122
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