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Geschäftsbericht 2012

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Energie Wasser Bern

Gesch채fts- und Nachhaltigkeitsbericht 2012


Inhalt

Auf Zukunftskurs

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Nachhaltiges Managementsystem

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Was wir erreichen wollen

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Wichtigste Geschäfte

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Zuverlässige Grundversorgung

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Geschäftsfelder 16 Macht Sinn

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Umwelt 24 Kundinnen und Kunden

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Mitarbeitende 28 Gemeinwesen 30 Jahresbericht Ökofonds

33

Corporate Governance

39

Finanzbericht 51 Finanzbericht Stammhaus Finanzieller Lagebericht

52

Abschluss 54 Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung

58

Erläuterungen zu Positionen Jahresrechnung

61

Spartenergebnisse 72 Risikomanagement 88 Bericht der Revisionsstelle

90

Finanzbericht Konzern Konzernrechnung 92 Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung Erläuterungen zu Positionen der Konzernrechnung

96 100

Risikomanagement 109 Bericht der Revisionsstelle

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Daten und Fakten Stammhaus

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Auf Zukunftskurs

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tegie a r t S aren ohne l k r e n Mit ei ne Zukunft in ei trom Atoms 4


Rückblick und Ausblick

Franz Stampfli, Verwaltungsratspräsident, und Daniel Schafer, CEO

Auf Zukunftskurs

Auch auf eigenen Beinen stark unterwegs Zehn Jahre Energie Wasser Bern – ein Grund zum Feiern: Im Jahr 2002 wurden die Städtischen Werke zu einer selbstständigen öffentlich-rechtlichen Anstalt. 2012 ist für uns daher mehr als nur ein Geschäftsjahr. Im Rückblick wird deutlich, wie nachhaltig und unverwechselbar sich Energie Wasser Bern in diesen Jahren verändert hat. Diese Neuausrichtung war auch in zwischenmenschlicher und kultureller Hinsicht immer wieder eine grosse Herausforderung für das neue Unternehmen. Heute sind wir überzeugt, dass Energie Wasser Bern durch diese erfolgreiche Zusammenführung schweizweit als innovatives und zukunftsorientiertes Unternehmen innerhalb der Energiebranche wahrgenommen wird.

Unruhige Energiemärkte In den vergangenen Jahren hat sich nicht nur unsere Firma, sondern das gesamte Marktumfeld nachhaltig verändert. Die Zeiten von «business as usual» sind in der Energiebranche definitiv vorbei. Die anhaltende Eurokrise, die vermehrt dezentrale Stromproduktion aus neuen erneuerbaren Energien, die gesunkenen Preise an den Strombörsen, aber auch die Krise der Solarindustrie sind nur einige Beispiele, die den andauernden Um- und Aufbruch in unserer Branche unmissverständlich aufzeigen. Diese Entwicklungen sind u.a. dafür verantwortlich, dass die traditionellen Geschäftsmodelle deutlich weniger Profit abwerfen. Im Jahr 2012 beschlossen deshalb verschiedene Energieunternehmen einschneidende Sparmassnahmen und einen markanten Stellenabbau, was für die Branche atypisch ist. Gleichzeitig sorgten die tiefen Marktpreise zum ersten Mal seit der partiellen Marktöffnung dafür, dass eine beachtliche Zahl von Grosskunden und Wiederverkäufern ihren Stromlieferanten wechselten.

Daniel Schafer, CEO 5


Rückblick und Ausblick

Netzkonvergenz als Problemlöser Die gesamte Branche befindet sich mitten in einem tief greifenden und weitreichenden Umbruch: die energiepolitische Weichenstellung des Bundesrates für die nächsten Generationen. Die Hauptausrichtung konzentriert sich dabei auf mehr Energieeffizienz und stärkere Nutzung von erneuerbaren Energien. Das ist nicht neu. Doch erstmals liegt der Fokus nicht nur beim Strombedarf, sondern beim gesamten Energieverbrauch – also auch bei jenem für Wärme und Mobilität. Damit folgt die Energiestrategie unserer Philosophie der Netzkonvergenz, der cleveren Kombination verschiedener Energieträger und Netze. Als Querverbundunternehmen sind wir dafür optimal aufgestellt. Gemeinsam mit anderen Stadtwerken haben wir deshalb auch den Swisspower Masterplan 2050 unterzeichnet.

Ambitiöser Richtplan Auf lokaler Ebene ist der Energierichtplan der Stadt Bern ein wichtiges Instrument, um die Energiewende erfolgreich umsetzen zu können. Der Gemeinderat beschreibt darin seine Vorstellungen, wie die Energieversorgung 2035 aussehen soll. Oberste Priorität hat dabei eine ausreichende Versorgung mit Strom und Wärme.

Einen deutlich höheren Stellenwert räumt der Gemeinderat künftig aber auch der Fernwärmeversorgung – als Ersatz für Öl- und teilweise auch Gasheizungen – ein. Für Energie Wasser Bern stimmt die Stossrichtung grundsätzlich, auch wenn die Ziele sehr ambitiös sind.

Bausteine der Energiewende Unseren wohl bedeutendsten Beitrag für eine nachhaltigere Energiezukunft leisten wir mit dem kompletten Um- und Ausbau unseres Produktionsportfolios. Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum beschlossenen Atomausstieg ist die Inbetriebnahme der Energiezentrale Forsthaus. Die Anlage erreicht einen hohen Wirkungsgrad und kann mit der Produktion von Fernwärme, Dampf und Strom flexibel auf die Bedürfnisse der Kunden und des Markts reagieren. In kurzer Zeit haben wir es zudem geschafft, uns an verschiedenen Kraftwerken im In- und Ausland zu beteiligen, die Strom aus erneuerbaren Energien herstellen. Einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende leisten aber auch Massnahmen auf der Nachfrageseite: Die Kundinnen und Kunden sind gefordert, ihren Verbrauch zu senken und sich für ökologische Produkte zu entscheiden. Mit Information, Beratung und den passenden Angeboten unterstützen wir sie dabei.

«Die ambitiösen Ziele der nationalen und der städtischen Energiepolitik machen es wichtiger denn je, unsere Schwerpunkte regelmässig zu hinterfragen. Alles, was wir tun, muss Sinn machen.»

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Macht Sinn Die ambitiösen Ziele der nationalen und der städtischen Energiepolitik machen es wichtiger denn je, unsere Schwerpunkte regelmässig zu hinterfragen. Alles, was wir tun, muss Sinn machen. Das gilt nicht nur für das Kerngeschäft, sondern auch für unsere «New Businesses». Mit unseren Angeboten im Mobilitätsbereich tragen wir dazu bei, dass die Energieeffizienz beim individuellen und beim öffentlichen Verkehr steigt. Ebenfalls ein wichtiger Beitrag für den sparsameren Energieverbrauch: unser flächendeckendes Glasfasernetz, das ganz neue Möglichkeiten bietet, um unsere gesamte Infrastruktur zukünftig «smart» steuern zu können. Die letzten Jahre haben deutlich gemacht, dass viele Entwicklungen – gerade in unserer Branche – nicht wirklich prognostizierbar sind. Aber auch ein Blick in die energiepolitische Zukunft lässt keine abschliessenden Aussagen zu. In jedem Fall sind wir bereit, uns den Herausforderungen des Wandels in der Energiebranche zu stellen und weiterhin Wegbereiter der Energiewende zu sein. Franz Stampfli, Verwaltungsratspräsident

Franz Stampfli

Daniel Schafer

Verwaltungsratspräsident CEO

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Nachhaltiges Managementsystem

Kompass im dynamischen Umfeld

Wenn sich eine Branche und ihr Umfeld derart schnell verändern, wie dies in der Energiewelt zurzeit der Fall ist, gibt besonders ein kohärent aufgebautes Managementsystem die nötige Sicherheit. Es enthält Kontrollund Steuerungsinstrumente, welche die aktuelle Position und das Ziel laufend abgleichen, um die beste Route zu verfolgen. Das Managementsystem bildet daher gerade in bewegten Zeiten die Grundlage für die tägliche Arbeit jedes Unternehmens.

liefert wiederum die Leitplanken für die Umsetzung der formulierten Ziele. Die entsprechenden Werte werden in den Unternehmensgrundsätzen und im Verhaltenskodex umschrieben. Diese regeln, wie Energie Wasser Bern das Kerngeschäft abwickelt, mit Kundinnen, Kunden und Mitarbeitenden umgeht und wie sich das Unternehmen ökologisch verhält.

Prozesse hinterfragen Nachhaltigkeit als Leitfaden Energie Wasser Bern verpflichtet sich zu einer nachhaltigen Unternehmensführung. Dieses Versprechen widerspiegelt sich im gesamten Managementsystem: Das Dreisäulenprinzip der Nachhaltigkeit mit den ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimensionen ist darin derart verankert, dass diese im Tagesgeschäft zwangsläufig einen hohen Stellenwert einnehmen. Eine zentrale Funktion kommt dabei dem Prozessmanagement zu. Die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens werden in den Führungsprozessen entwickelt und in den Kern- und Supportprozessen umgesetzt. Da sich die Aufgaben der Mitarbeitenden immer stärker an Prozessen orientieren, nehmen diese die Bestrebungen des Unternehmens zur Nachhaltigkeit direkt in ihrem Arbeitsalltag wahr.

Konsistente Planung Die Eignerstrategie der Stadt Bern bildet die Basis für die Unternehmensstrategie von Energie Wasser Bern und setzt die Leitplanken für die Tätigkeiten des Unternehmens. Davon abgeleitet definiert die Unternehmensstrategie die langfristigen Ziele. In der Mittelfrist- und vor allem der Jahresplanung werden diese Ziele konkretisiert. Das Leitbild (Vision und Werte)

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Im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses überprüft und bewertet Energie Wasser Bern regelmässig das eigene Verhalten aus dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit. Ein System von Verbesserungsregelkreisen stellt dabei sicher, dass Kundenbeschwerden, Lieferantenfehler, Vorschläge von Mitarbeitenden und interne Abweichungen bearbeitet werden. Das jährlich durchgeführte Management Review sowie interne und externe Audits dienen dazu, die Wirksamkeit des Gesamtsystems stetig zu verbessern. Energie Wasser Bern bestand im Sommer 2012 das Überwachungsaudit durch die externe Zertifizierungsstelle souverän und kann die Zertifikate für Qualität und Umwelt, ISO 9001 und 14001, weiterhin ohne Auflagen nutzen. Die erstmalige Zertifizierung in den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gemäss der Norm OHSAS 18001 ist zudem im Sommer 2013 geplant. Die Umsetzung der Unternehmensstrategie überprüft Energie Wasser Bern mithilfe der Balanced Scorecard. Dabei wird nicht nur die finanzielle Erreichung der gesetzten Ziele, sondern auch die Perspektiven Kunden, Prozesse und Ressourcen betrachtet. Weitere wichtige Instrumente, um Handlungsbedarf zu erkennen und Massnahmen abzuleiten, sind das Unternehmensreporting, die Nachhaltigkeitsindikatoren nach den Vorgaben der Global Reporting Initiative (GRI) und das Beschwerdemanagement.


Transparente Kommunikation Dass auch die Unternehmenskommunikation von Energie Wasser Bern den steigenden sozioökonomischen Anforderungen gerecht wird, zeigt die jährliche Analyse der Fachhochschule Nordwestschweiz zur nachhaltigen Geschäftsberichterstattung von Schweizer Firmen. Der Geschäftsbericht 2011 von Energie Wasser Bern liegt auf Platz eins der mittelständischen Unternehmen (ab 100 MA) sowie auf Rang 20 der 250 grössten Schweizer Unternehmen. In der seit 2002 jährlich von

Process Consulting durchgeführten Webstudie werden wiederum die Internetauftritte der grössten Unternehmen der Energiewirtschaft in Deutschland, Österreich und in der Schweiz untersucht. Wie schon im vergangenen Jahr hat Energie Wasser Bern 2012 in dieser Gesamtwertung den vierten Platz erreicht. Bei den Kategorien «Service & Informationen» sowie «Sonderprüfungen» belegte www.ewb.ch sogar den ersten Platz. Diese Ergebnisse bestätigen, dass die Bestrebungen für eine verantwortungsbewusste Kommunikation nach innen wie nach aussen Früchte tragen.

Nachhaltiges Managementsystem

Leitbild, Verhaltenskodex Unternehmensgrundsätze Strategie Mittelfristplanung Jahresplanung

Qualitäts­ management

Umwelt­ management

Sozial­ management

Prozesslandschaft und -beherrschung Prozessmessung und Audits

Balanced Scorecard Nachhaltigkeitsindikatoren GRI Management Review Massnahmen

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Was wir erreichen wollen

Ziele der Geschäftsfelder

Leitplanken für die nächsten Jahre Der Wandel in der Energiebranche erhöht den Druck auf die Versorgungsunternehmen: Ihre Margen sinken, die Ressourcen werden knapper. Gleichzeitig müssen die Unternehmen hohe Investitionen für die Energiewende tätigen und die nachhaltigen Geschäftsmodelle der Zukunft entwickeln. Diese Diskrepanz erfordert mehr denn je eine konsequente Fokussierung auf das Wesentliche. In der Unternehmensstrategie hat Energie Wasser Bern rechtzeitig strategische Ziele definiert, die im Sinne von Leitplanken die Schwerpunkte der kommenden Jahre vorgeben. Davon lassen sich pro Geschäftsfeld kurzfristigere Ziele ableiten, welche die Arbeit von Energie Wasser Bern prägen:

Strom – Energie Wasser Bern will in der Region die Nummer 1 für Strom aus erneuerbarer Energie sein. – Die produzierte Menge Strom aus erneuerbaren Energien soll jährlich um mindestens 11 Gigawattstunden gesteigert werden. – Energie Wasser Bern will noch mehr Haushalte und KMU überzeugen, zertifizierten Ökostrom zu beziehen. – Grosskunden – auch solche ausserhalb der Stadt Bern – sollen sich vermehrt für ein Stromprodukt aus erneuerbaren Energien entscheiden. – Um die Energieeffizienz der öffentlichen Beleuchtung zu verbessern, wird Energie Wasser Bern die Anzahl Strom sparender LED-Lampen rasch erhöhen. – Dank der weiteren Perfektionierung des Produktionsprozesses und der Einführung einer Optimierungssoftware soll die produzierte Menge Strom mit der Aufnahme des Normalbetriebs in der Energiezentrale Forsthaus zusätzlich gesteigert werden. – Mit dem Aufbau intelligenter («smarter») Technologien zur Datenbeschaffung und Steuerung der Stromund Wärmeversorgung kann der Energiebezug bei den Kunden weiter optimiert werden.

Wärme – Durch den Ausbau und die Verdichtung des Fernwärme- und des Erdgasnetzes will Energie Wasser Bern den Marktanteil des Heizöls in der Stadt Bern und die dadurch verursachten CO2-Emissionen senken. – Dank der flexiblen Produktionsmöglichkeiten der Energiezentrale Forsthaus soll mehr Fernwärme hergestellt und abgesetzt werden. – Energie Wasser Bern will weitere Kundinnen und Kunden dafür gewinnen, ihren Erdgasbedarf teilweise oder vollständig mit Biogas zu decken. – Die umfassende Energieberatung soll dazu beitragen, die Energieeffizienz im Wärmebereich zu erhöhen. – Mit zusätzlichen Wärmeverbünden und Contracting-Lösungen will Energie Wasser Bern moderne, effiziente Heizsysteme fördern und den Einsatz von erneuerbaren Energien erleichtern.

Mobilität – Im Mobilitätsbereich nimmt Energie Wasser Bern eine Leaderrolle unter den Schweizer Energieversorgungsunternehmen ein. – Der Absatz von Erdgas/Biogas als Treibstoff soll weiter gesteigert werden. – Die Anzahl Kunden, welche die ElectroDrive-Angebote nutzen, will Energie Wasser Bern kontinuierlich erhöhen. – Dank Standards für die Fahrzeugbeschaffung und -nutzung geht Energie Wasser Bern bei der Firmenmobilität mit gutem Beispiel voran.

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Wasser – Energie Wasser Bern stellt eine zuverlässige Wasserversorgung sicher. – Die hervorragende Qualität des Berner Trinkwassers bleibt gewahrt. – Dank der regelmässigen und sorgfältigen Wartung hält Energie Wasser Bern das Wasserverteilnetz in der Stadt Bern in einem guten Zustand. – Durch eine vorausschauende Planung der Ersatz- und Ausbauinvestitionen erhöht Energie Wasser Bern die Wirtschaftlichkeit der Wasserversorgung. – Die intensive Zusammenarbeit innerhalb des Wasserverbunds Region Bern und mit anderen Gemeinden verstärkt die Synergien im Wasserbereich.

Telecom – – – – –

Bis 2020 erschliesst Energie Wasser Bern das ganze Stadtgebiet mit Glasfasern. Die Erschliessung erfolgt nach einem verbindlichen Rolloutplan, der die Arbeiten etappiert. Beim Bau und beim Betrieb des Glasfasernetzes achtet Energie Wasser Bern besonders auf die Wirtschaftlichkeit. In Zusammenarbeit mit den Serviceprovidern erbringt Energie Wasser Bern hochwertige Serviceleistungen. Durch Kooperationen beim Vertrieb sollen möglichst viele Kundinnen und Kunden gewonnen werden, die das Glasfasernetz nutzen.

Kehrichtverwertung – Bei der Kehrichtverwertung steht das Ziel im Vordergrund, die Energiezentrale Forsthaus in den sogenannten Normalbetrieb zu überführen. – Energie Wasser Bern optimiert die Organisation und die Prozesse in der Energiezentrale. – Durch eine angenehme Unternehmenskultur sollen sich die Mitarbeitenden rasch am neuen Standort einleben. – Um die Energiezentrale genügend auszulasten, will Energie Wasser Bern die verwertete Kehrichtmenge mindestens konstant halten. – Die Beziehungen zu den Gemeinden und anderen Grosskunden, die ihren Kehricht in die Energiezentrale Forsthaus liefern, sollen intensiviert und weitere Kunden hinzugewonnen werden.

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Wichtigste Geschäfte

Das Jahr 2012 im Überblick

1. Quartal

1. Januar – 31. März

Energie Wasser Bern verzeichnet 46.8 Mio. CHF Gewinn 2011 erwirtschaftete Energie Wasser Bern einen Gewinn von 46.8 Mio. CHF. An die Stadt Bern entrichtete das Unternehmen eine ordentliche Ausschüttung über 42 Mio. CHF sowie zusätzlich 25 Mio. CHF Sonderausschüttung. Damit belaufen sich die Abgaben an die Stadt auf total 67 Mio CHF. Die Bären Haustechnik AG und die Bären Elektro AG schliessen sich zusammen Gemeinsam sollen die beiden Tochterfirmen von Energie Wasser Bern zu einem führenden Anbieter rund um Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Espace Bern werden. Energie Wasser Bern lanciert mit EBM und Aravis die leading swiss renewables AG Mit der Elektra Birseck Münchenstein (EBM) und der Unterstützung von Aravis lanciert Energie Wasser Bern die Beteiligungsgesellschaft leading swiss renewables AG. Das neue Unternehmen soll sich mittelfristig zum führenden Produzenten von erneuerbaren Energien entwickeln und sich als solcher in diesem Markt etablieren. Energie Wasser Bern beteiligt sich an der RESAG Energie Wasser Bern und die RESAG intensivieren ihre auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Partnerschaft. Neu verfügt der städtische Energieversorger über eine Minderheitsbeteiligung von 25 Prozent am Recycling und Sortierwerk Bern.

2. Quartal

1. April – 30. Juni

Die Solar Industries AG meldet den Konkurs an Aufgrund von Liquiditätsproblemen der Solar Industries AG, an der Energie Wasser Bern mit einem Aktienanteil von 15.3 Prozent beteiligt ist, muss der Bau der Solarmodulfabrik in Langenthal gestoppt werden. Gegen den Verwaltungsratspräsidenten der Solar Industries AG wird Strafanzeige eingereicht. In Frankreich beteiligt sich Energie Wasser Bern am Kauf von zwei Wasserkraftwerken Energie Wasser Bern erwirbt zusammen mit der Kleinkraftwerk Birseck AG (KKB) und Hydrowatt zwei Hydrokraftwerke in Frankreich und erhöht damit die Produktion von Strom aus Wasserkraft. Anschluss der zweiten Fotovoltaikanlage in Italien Energie Wasser Bern nimmt in Norditalien eine zweite Solaranlage in Betrieb. Die Anlage liefert Strom für rund 250 Haushalte. Schrittweise Inbetriebnahme der Energiezentrale Forsthaus In der Energiezentrale Forsthaus beginnt der Probebetrieb der schweizweit einzigartigen Anlage. Dies bedeutet für Energie Wasser Bern einen wichtigen Schritt in eine nachhaltige Energiezukunft. Der Normalbetrieb ist ab 2013 geplant.

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3. Quartal

1. Juli – 30. September

Swisspower Stadtwerke unterzeichnen «Swisspower Masterplan 2050» Anlässlich der Generalversammlung der Swisspower Netzwerk AG unterzeichnet Energie Wasser Bern mit 19 weiteren Vertretern der Swisspower Stadtwerke den «Swisspower Masterplan 2050». In diesem fassen sie ihre gemeinsame Vision zur Umsetzung der von Bundesrat und Parlament beschlossenen Energiewende zusammen. Der Bundesrat eröffnet die Vernehmlassung zur Energiestrategie 2050. Swisspower Renewables AG kauft ersten Windpark Die Swisspower Renewables AG tätigt ihre erste Investition in Produktionsanlagen für erneuerbare Energie und unterzeichnet einen Kaufvertrag mit der Windreich AG für sieben Windkraftanlagen im Landkreis Hof im Nordosten von Bayern. Der grösste Windpark Bayerns umfasst insgesamt acht Anlagen mit einer gesamten jährlichen Produktion von 34 Mio. Kilowattstunden. Energie Wasser Bern und EBM sichern sich 70-Megawatt-Windparks Über die gemeinsame Beteiligungsgesellschaft leading swiss renewables AG akquirieren Energie Wasser Bern und die Elektra Birseck Münchenstein (EBM) mit Unterstützung von Aravis eine Gesellschaft in Spanien. Diese übernimmt in der Folge zwei spanische Windparks mit einer Gesamtleistung von 70 MW. Damit bauen die beiden Energieversorgungsunternehmen ihren Produktionsanteil an erneuerbaren Energien weiter aus. Erstmals seit vier Jahren wird Strom teurer Energie Wasser Bern kommuniziert die Stromtarife 2013: Der Strom wird im Durchschnitt um 6.7 Prozent teurer. Grund sind insbesondere die gestiegenen Gestehungskosten sowie die Umsetzung der Energiewende mit den damit verbundenen Investitionen. Die Bären Haustechnik AG schliesst die Standorte Thun und Aarberg Energie Wasser Bern gibt bekannt, dass das Tochterunternehmen Bären Haustechnik AG per Ende Jahr die beiden Standorte Thun und Aarberg schliesst. Diese haben sich in den letzten zwei Jahren weniger positiv entwickelt als erhofft. Künftig werden die Regionen Oberland und Seeland direkt vom Hauptsitz in Wabern aus betreut. Verabschiedung der KVA Warmbächli In der alten KVA Warmbächli findet das Abschiedsfest für Mitarbeitende und Pensionäre der alten Kehrichtverwertungsanlage statt. Im Anschluss organisiert Energie Wasser Bern für die unmittelbaren Anwohner ein Dankesfest.

4. Quartal

1. Oktober – 31. Dezember

Energie Wasser Bern eröffnet mit Schweizer Energieversorgern ein Solarkraftwerk in Spanien Gemeinsam mit den Schweizer Energieversorgern EBL, Novatec Solar, IWB, ewz und EKZ nimmt Energie Wasser Bern das im Südosten Spaniens erbaute Solarkraftwerk Puerto Errado 2 in Betrieb. Das auf einer Fläche von 91 Fussballfeldern errichtete solarthermische Kraftwerk erreicht eine Leistung von 30 MW pro Jahr. Stromsparkampagne Energie Wasser Bern lanciert die Stromsparkampagne und sensibilisiert damit die Bernerinnen und Berner für das Thema Stromsparen: Auf Plakaten, via Rechnungsbeilagen, in Kino-Dias, im Kundenmagazin und mittels eines Online-Wettbewerbs werden konkrete Stromspartipps abgegeben. Gründung der Firma Solarkraftwerke Bigla AG Im Rahmen der Zusammenarbeit von Energie Wasser Bern mit der Bigla Management AG wird die Solarkraftwerke Bigla AG (SKWB) gegründet. Die Firma hat den Bau, den Betrieb und die Vermarktung von Solaranlagen auf den Dächern von Schweizer Unternehmen zum Ziel. Der GAV 2013 wird genehmigt und unterzeichnet Nach mehr als einem Jahr Verhandlungen wird der neue Gesamtarbeitsvertrag von den Sozialpartnern genehmigt und unterschrieben. Der GAV 2013 tritt per 1. Januar 2013 in Kraft. Mit den Anpassungen will sich Energie Wasser Bern als modernes und fortschrittliches Unternehmen positionieren. Energie Wasser Bern bringt drei Kleinkraftwerke in die KKB-Gruppe ein Energie Wasser Bern bringt drei Kleinwasserkraftwerke in Frankreich mit einer Gesamtleistung von 8.7 MW in die KKB-Gruppe ein. Mit dieser Sacheinlage erwirbt Energie Wasser Bern anteilsmässig 38 Prozent der Aktien an der Birseck Hydro SAS, einer Tochtergesellschaft der Kleinkraftwerk Birseck AG (KKB). Swissgrid übernimmt die ewb Übertragungsnetz AG Im Zuge der Übernahme des Schweizer Übertragungsnetzes durch Swissgrid wird die ewb Übertragungsnetz AG an die nationale Netzgesellschaft verkauft.

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Zuverlässige Grundversorgung

Nachhaltiger Service Public Für Energie Wasser Bern haben die zuverlässige Grundversorgung mit Strom, Gas, Fernwärme, Wasser und die thermische Abfallverwertung oberste Priorität. 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr. Denn ein starker Service Public ist die Grundlage für die nachhaltige regionale Entwicklung. Als Wegbereiterin der Energiewende richtet Energie Wasser Bern das Leistungsportfolio auf den gesamten Energieverbrauch aus – also auch auf jenen für Wärme und Mobilität. Die Produkt- und Servicevielfalt wird im Querverbund erbracht. So können Synergien beim Aufbau und Unterhalt der Infrastruktur genutzt und die Kunden mit ganzheitlichen Energielösungen aus einer Hand bedient werden.


Markt

Lückenlose Versorgung aus einer Hand

Wasser

13’621’000 580 13’481

Kubikmeter geliefertes Frischwasser im Jahr Kilometer Versorgungs- und Hausanschlussleitungen Hausanschlüsse


Strom

1’125’020 Megawattstunden Stromabgabe an Kunden 1’154 Kilometer Kabel- und Freileitungen 633 Trafostationen 1’048 Trafos 98’834 installierte Zähler

Öffentliche Brunnen und Hydranten 3’477 Hydranten 217 öffentliche Brunnen

Kehrichtverwertung und Fernwärme 116’256 Tonnen verwerteter Kehricht pro Jahr 241’184 Megawattstunden Wärmeverkauf im Jahr 29’971 Megawattstunden Stromproduktion im Jahr 40 Kilometer Fernwärmeleitungsnetz


Öffentliche Uhren 48 öffentliche Uhren

Wärme

1’474’650 20’439 341 8’250 13’576

Megawattstunden eingespeistes Erdgas im Jahr Megawattstunden eingespeistes Biogas im Jahr Kilometer Erdgasnetz- und Netzanschlussleitungen Netzanschlüsse installierte Zähler

Telecom

37’295 489

mit Glasfaser erschlossene Wohn- und Geschäftseinheiten Kilometer ewb-Glasfasernetz


Öffentliche Beleuchtung 18’510 Strassenleuchten 557 Kilometer Kabel- und Freileitungen

Mobilität

26’980 15’354 4 299

Megawattstunden eingespeistes Erdgas im Jahr Megawattstunden eingespeistes Biogas im Jahr öffentlich zugängliche Stromtankstellen Elektrofahrzeuge von ElektroDrive-Kunden

Stand der Angaben: Dezember 2012.


Geschäftsfelder

Wichtigste Geschäfte im Jahr 2012 Strom: Massnahmen auf allen Gebieten Die Energiewende lässt sich nur mit einer Kombination von Massnahmen erreichen: mit den passenden Stromprodukten, finanziellen Anreizen zum Sparen, effizienteren Geräten und Anlagen sowie dem Bau weiterer Kraftwerke, die erneuerbare Energie nutzen respektive produzieren. Energie Wasser Bern war 2012 auf all diesen Gebieten aktiv. Das Unternehmen entwickelte neue Stromprodukte und reagierte damit auf Kundenbefragungen. Neu beschränkt sich das Angebot auf drei Produkte, wobei der Mehrpreis für zertifizierten Ökostrom deutlich geringer ausfällt als bisher. Nach mehreren Preissenkungen in den Vorjahren genehmigte der Gemeinderat auf Antrag von Energie Wasser Bern eine Erhöhung der Stromtarife per Anfang 2013. Die neuen Tarife umfassen eine Absenkung des Grundpreises. Damit lohnt sich das Energiesparen noch

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mehr, weil der grösste Teil der Stromkosten künftig konsumabhängig ist. Eine weitere wichtige Massnahme für mehr Energieeffizienz war 2012 die Weiterführung des Stromsparbonus, der bis Ende Jahr für eine Verbrauchssenkung um 28’217’401 Kilowattstunden sorgte. Dies entspricht 5’659’755 Kilowattstunden mehr als 2011. Zudem begann Energie Wasser Bern nach erfolgreichen Testversuchen damit, die Quartierstrassenleuchten in drei Stadtteilen mit LED-Lampen auszurüsten. Im Produktionsbereich konnte Energie Wasser Bern 2012 gleich mehrere Erfolge feiern: neue oder erweiterte Kooperationen sowie mehrere Anlagen, die in Betrieb gingen oder akquiriert wurden. Besonders viel Beachtung fand im Herbst 2012 die Einweihung des solarthermischen Kraftwerks Puerto Errado 2 im Südosten Spaniens.


Wärme: Ausgewogenes Tarifsystem Im Wärmebereich lässt sich die Energieeffizienz besonders wirkungsvoll steigern, da inzwischen ganz verschiedene Technologien und Energieträger zur Auswahl stehen. Aufgrund dieser Konkurrenzsituation spielen allerdings auch die Preise eine grössere Rolle. Energie Wasser Bern muss bei der Kalkulation der Erdgastarife verschiedene Faktoren berücksichtigen: Die Preise sollten gleichzeitig konkurrenzfähig sein, dem Verursacherprinzip entsprechen, Anreize zum Energiesparen geben und die Wirtschaftlichkeit der Erdgasversorgung sichern. Per 1. Juni 2012 wurden die Tarife in der Stadt Bern entsprechend angepasst, damit sie den Ansprüchen ausgewogener genügen. Bisher übernahmen Kundinnen und Kunden, deren Erdgasanschluss sehr klein dimensioniert ist, nur einen geringfügigen Anteil der effektiv anfallenden Fixkosten. Durch den nun eingeführten

minimalen Leistungstarif erfolgt die Verrechnung der effektiven Kosten verursachergerechter. Dies gilt insbesondere auch gegenüber den Erdgaskundinnen und -kunden in den anderen Gemeinden des Versorgungsgebiets, die seit jeher eine Grundgebühr bezahlen. Eine weitere Neuerung: Ein Wechsel des Gasprodukts – etwa von Erdgas auf Biogas – ist nun mit einer Kündigungsfrist von einem Monat auf den ersten Tag jedes Monats möglich statt wie bisher nur auf Ende eines Rechnungsjahres. Die Änderung soll die Kundinnen und Kunden motivieren, sich für das nahezu CO2-neutrale Biogas zu entscheiden. Energie Wasser Bern realisiert regelmässig Verkaufsförderungsmassnahmen für Biogas – im Jahr 2012 beispielsweise mit einer erfolgreichen Mailingaktion im Frühling.

trales u e n CO2 Biogas Biogas setzt bei der Verbrennung nur so viel CO2 frei, wie bei seiner Entstehung in den Grundstoffen gebunden wurde. Dieses frei werdende CO2 dient dann wieder dem Pflanzenwachstum und schliesst so den natürlichen CO2-Kreislauf.

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Geschäftsfelder

Mobilität: Informieren und begeistern Um die Energiebilanz der Schweiz zu verbessern, sind neben Massnahmen im Strom- und Wärmebereich auch solche bei der Mobilität nötig. Mit dem Engagement für Erdgas/Biogas als Treibstoff und die Elektromobilität fördert Energie Wasser Bern die alternativen Antriebe. Informations- und Verkaufsförderungsmassnahmen erleichtern den Kundinnen und Kunden die Entscheidung, auf Fahrzeuge mit neuen Technologien zu setzen. Im Jahr 2012 konnte Energie Wasser Bern in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern besonders attraktive Förderbeiträge für Erdgasfahrzeuge anbieten – rechtzeitig auf die Markteinführung mehrerer neuer Modelle. Zudem schloss das Unternehmen mit weiteren Händlern Vereinbarungen zur aktiven Förderung von Erdgasautos ab. Auch das ElectroDrive-Sortiment wurde

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stark erweitert: Seit Frühling 2012 besteht die Wahl zwischen den bewährten Premium-Mietpaketen, die alle anfallenden Kosten abdecken, und den günstigeren Basic-Angeboten, die Fahrzeugmiete und Ökostrom umfassen. Fahrerinnen und Fahrer von Elektrovelos der Marke Flyer können zusätzlich mit dem Produkt ElectroDrive Power einen Akku mieten. Die neuen Angebote liessen die Zahl der Vertragsabschlüsse deutlich ansteigen. Positiv wird sich ausserdem die Partnerschaft mit dem Migros-Tochterunternehmen m-way auswirken: Das ElectroDrive-Sortiment ist nun schweizweit in allen m-way-Shops erhältlich. Dieser wichtige Schritt bestätigt die Rolle von Energie Wasser Bern als einem der führenden Energieunternehmen im Mobilitätsbereich.


Wasser: Zuverlässige Arbeit im Hintergrund Die störungsfreie Versorgung mit bestem Trink- und Brauchwasser gehört zu den wichtigsten Aufgaben von Energie Wasser Bern. Um Synergien zu nutzen, hat das Unternehmen vor wenigen Jahren alle Wasserfassungen, Reservoire, Pumpwerke und Transportleitungen an die Wasserverbund Region Bern AG übertragen. Nach wie vor im Eigentum und in der Verantwortung von Energie Wasser Bern befindet sich das sogenannte Sekundärsystem: das Verteilnetz zu den einzelnen Kunden und die Hydranten für den Brandschutz. Durch Kontroll-, Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten hält Energie Wasser Bern das städtische Wassernetz in einem guten Zustand. 2012 betrug die Erneuerungsrate für

Versorgungsleitungen 1.3 Prozent und für Anschlussleitungen 1.7 Prozent. Die Schadensrate ist zudem kontinuierlich zurückgegangen. Dank regelmässigen Leitungskontrollen werden bereits geringe Undichtheiten frühzeitig erkannt und noch vor einem eigentlichen Leitungsbruch behoben. In den seltenen Fällen von grösseren Leitungsbrüchen beweist der Pikettdienst von Energie Wasser Bern seine Leistungsfähigkeit – so etwa im Dezember des Berichtsjahrs beim Bruch einer Hauptleitung im Nordosten der Stadt. Mit vollem Einsatz sorgten die Fachkräfte dafür, dass der Schaden in wenigen Stunden behoben war und die betroffenen Kundinnen und Kunden wieder mit Wasser versorgt werden konnten.

Der Wasserverbund Region Bern gewährleistet, dass rund 190’000 Menschen in der Stadt Bern und in acht Gemeinden der Region jederzeit ausreichend mit sauberem Wasser versorgt werden. Als grösste Aktionärin betreibt Energie Wasser Bern die meisten Anlagen des Wasserverbunds.

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Geschäftsfelder

Telecom: Partnerschaften für die Marktbearbeitung

Mit dem Bau des Berner Glasfasernetzes sorgt Energie Wasser Bern in Zusammenarbeit mit Swisscom dafür, dass bereits in wenigen Jahren alle Liegenschaften in der Hauptstadt bestens für die künftigen Anforderungen der modernen Kommunikation vorbereitet sind. Im Jahr 2012 wurden ca. 7’000 neue Hausanschlüsse resp. Nutzungseinheiten realisiert. Somit können nun bereits 32 Prozent der Bernerinnen und Berner das Hochleistungsnetz nutzen. Energie Wasser Bern führt selbst keine Kommunikations- oder Multimediadienste im Sortiment, sondern betreibt eine offene Plattform für alle Anbieter. Mit strategischen Partnerschaften will das Unternehmen jedoch die Marktbearbeitung intensivieren. Im Privatkundensegment steht die Zusammenarbeit mit der Finecom Telecommunications AG im Vordergrund, die auf Basis des Glasfasernetzes ihre

QuickLine-Produkte anbietet. 2012 haben die beiden Firmen ihre Kooperation weiter verstärkt. Sie setzen nun sämtliche Marketingmassnahmen zur Förderung des Berner Glasfasernetzes und für den Verkauf der QuickLine-Angebote gemeinsam um. Durch einen Produkte-Relaunch bieten die Dual- und Triple-PlayAngebote zum gleichen Preis noch mehr Leistung. Im Berichtsjahr ist Energie Wasser Bern zudem eine Partnerschaft mit der deep AG eingegangen, um den Geschäftskundenmarkt für Telecom-Dienstleistungen in der Hauptstadt intensiver zu bearbeiten. Die Synergien solcher Kooperationen ergeben sich dadurch, dass Energie Wasser Bern den lokalen Markt bestens kennt und die Partnerunternehmen über ein grosses Knowhow bei der Erbringung von Endkundendiensten verfügen.

Schnelles Internet wird bald so bedeutend sein wie ein starker Service Public. Das flächendeckende Glasfasernetz leistet einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit unserer Stadt und bietet zukünftig die Möglichkeit, die ganze Infrastruktur von Energie Wasser Bern «smart» zu steuern.

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fall Aus Ab ewinnen eg Energi

Kehrichtverwertung: Erstes Feuer, letzter Dampf Energie Wasser Bern verwertet Kehricht nicht nur umweltschonend, sondern gewinnt daraus auch grosse Mengen Energie. Ganz neue Möglichkeiten dafür bietet die hocheffiziente Energiezentrale Forsthaus. Ihre Inbetriebnahme begann im Frühling 2012. Damit fing das Herz einer Anlage zu schlagen an, die durch ihre Kombination von Kehrichtverwertung, Holzheizkraftwerk sowie Gas- und Dampf-Kombikraftwerk schweizweit einzigartig ist. Während der ersten Phase, der sogenannten Kalt-Inbetriebnahme, wurden einige Tausend Messgeräte, Armaturen, Pumpen und Antriebe getestet. Das erste Feuer entfachte Energie Wasser Bern am 19. Juli. Mit diesem wichtigen Moment begann die Warm-Inbetriebnahme. Dabei wurden zunächst die Dampfkessel gereinigt, anschliessend alle Einzelsysteme in Betrieb genommen und schliesslich miteinander vernetzt. Ab August 2012 brachten die Kehrichtfahrzeuge ihren Abfall bereits grösstenteils in die Energiezentrale Forsthaus. Im gleichen Monat lieferte ein Lastwagen die ersten 80 Kubikmeter Waldholz fürs Holzheizkraftwerk an. Während des Probebetriebs – des letzten Schrittes der Inbetriebnahme – mussten die Lieferanten beweisen, dass die Anlage im Normalbetrieb sämtliche Anforderungen erfüllt, die im Werkvertrag vereinbart wurden. Im September 2012 setzte Energie Wasser Bern die Kehrichtverwertungsanlage Warmbächli nach fast 60 Betriebsjahren ausser Betrieb. Damit bleiben auch die markanten Dampf-Fahnen über den beiden KVA-Kaminen aus, die längst ganz selbstverständlich zum Stadtbild von Bern gehört hatten.

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Macht Sinn

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Umwelt

Innovationen fördern – Bewusstsein verändern Nachhaltigkeit und Umweltschutz gehören zu den Leitmotiven von Energie Wasser Bern. Im Fokus stehen dabei der interdisziplinäre Austausch, die Innovation sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit auf ein energieeffizientes Verhalten. Um den fachübergreifenden Dialog zwischen den relevanten Bereichen Umwelt, Infrastruktur und Facility Management zu fördern, hat Energie Wasser Bern im Berichtsjahr die erstmals stattfindende Berner Fachmesse und Begegnungsplattform Cleantec City als Leading Partner unterstützt. Das Unternehmen selbst war mit dem Projekt ElectroDrive zur umweltschonenden Elektromobilität sowie mit einem anschaulichen Modell der Energiezentrale Forsthaus vertreten. Als Beitrag zur Förderung von Innovationen im Umweltschutz unterstützte Energie Wasser Bern 2012 erneut den Berner Umweltforschungspreis. Das Unternehmen fördert dadurch die disziplinäre und interdisziplinäre Forschung im Fachbereich Ökologie/Umweltwissenschaften der Universität Bern. Ausserdem vergibt Energie Wasser Bern Umweltpraktika an Studierende der Fachrichtung Ökologie. Für ein Forschungsprojekt der Firma BSH Umweltservice AG, im Auftrag des Amtes für Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich (AWEL), stellte das Unternehmen von Oktober bis Dezember ferner Anlagekomponenten der alten KVA Warmbächli zur Verfügung. Der Grossversuch testete ein Verfahren zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlammasche unter industriellen Bedingungen. Phosphor ist ein überlebenswichtiger, aber begrenzter Nährstoff für Mensch und Natur.

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Genauso wichtig ist es für Energie Wasser Bern, die Kunden im Alltag zu umweltfreundlichem Handeln zu motivieren und die Öffentlichkeit entsprechend zu sensibilisieren. 2012 hat das Unternehmen mehrere Kampagnen lanciert und unterstützt: In der ersten Jahreshälfte lief die ElectroDrive-Kampagne, mit dem Ziel, neue Privat- und Geschäftskunden für den Einsatz von Elektrofahrzeugen zu gewinnen und gleichzeitig auf die ElectroDrive-Angebote aufmerksam zu machen. Energie Wasser Bern beteiligte sich auch an der Kampagne «Earth Hour» des WWF, welche weltweit dazu aufforderte, am 31. März für eine Stunde die Lichter zu löschen. Im Herbst animierte die Stromsparkampagne die Stadtbevölkerung via Plakate, Rechnungsbeilagen, Wettbewerb sowie Radio- und Kinospots zum Stromsparen. Im Rahmen der Aktion «Warmwasser sparen» wurden den Bernerinnen und Bernern zudem Dusch-Sparbrausen zu einem stark reduzierten Preis angeboten. Als Querverbundunternehmen geht Energie Wasser Bern mit gutem Beispiel voran. So wird der innerbetriebliche Stromverbrauch dank energieeffizienter Beleuchtung und Bewegungsmeldern laufend reduziert.


Energie- und Stoffbilanz Versorgung

Einheit

2012

2011

Stromproduktion werkeigene Anlagen (netto)

MWh

141’463

102’530

Stromproduktion Beteiligungen

MWh

1’363’153

1’169’733

Verkauf an Endkunden

Kommentar Details siehe Seite 112

Verkauf innerhalb und ausserhalb des eigenen Netzgebietes

Strom erneuerbar

MWh

621’111

526’446

Aktives Verkaufen von erneuerbarer Energie

Strom nicht erneuerbar

MWh

481’139

594’416

d

Strom aus Abfall

MWh

18’988

22’470

d

Strom aus nicht überprüfbaren Energieträgern

MWh

0

0

d

Erdgas

MWh

1’495’089

1’258’318

d

MWh

20’439

15’425

d

davon Biogas Nah- und Fernwärme

MWh

241’184

213’711

3

Wasserabgabe an Stadt Bern

1000m

13’621

13’268

Kehrichtverwertung (inkl. Zusatzfeuerungen)

Tonnen

170’043

156’705

Contractinganlagen

Tonnen

12’697

10’573

Blockheizkraftwerke

Tonnen

3’585

3’512

Gesamte Kehrichtverwertung in der KVA

Tonnen

116’256

109’163

Schlacke aus KVA

Tonnen

25’781

25’987

Hydroxidschlamm aus KVA

Tonnen

1’100

1’212

Umweltkennzahlen eigener Betrieb

Einheit

2012

2011

Kommentar

MWh

24’445

25’484

ewb bezieht nur noch Strom aus erneuerbarer Energie

MWh

4’830

4’555

Wärmeenergie aus Biogas

MWh

862

836

Wärmeenergie aus Heizöl

MWh

167

178

Wärmeenergie aus Fernwärme

MWh

867

1’478

Treibstoff aus Biogas

MWh

428

341

ewb bezieht als Treibstoff für Erdgasfahrzeuge nur noch Biogas

Treibstoff aus Dieselöl

MWh

846

777

Intensive Bautätigkeit im Netz

Treibstoff aus Benzin

MWh

496

514

CO 2 -Emissionen eigene Produktionsanlagen Erhöht infolge grösserer Kehrichtmenge und Einsatzes von fossilem Brennstoff zur Deckung von Lastspitzen während Kälteperioden

Energie Strom erneuerbar davon zertifizierter Ökostrom

Im Gebäudebereich bezieht ewb nur noch zertifizierten Ökostrom ewb bezieht für Heizzwecke in Gasheizungen nur noch Biogas

Wert 2012 exkl. KVA Warmbächli

Eigene Emissionen und Abfälle CO 2 -Emissionen

Tonnen

467

495

Bürogebäude, Werkstätten, Magazine

Tonnen

106

152

d

Fahrzeugflotte, inkl. Geräten

Tonnen

361

343

d

Kehricht

Tonnen

62

67

Altpapier

Tonnen

108

130

Gesamtzahl Firmenfahrzeuge

179

171

Anteil Gasfahrzeuge

%

31

34

Anteil Elektrofahrzeuge

%

3

3

Seit mehreren Jahren kontinuierliche Abnahme der Kehrichtmenge

d

Wasser verbrauch Grundwasserentnahme

1000m 3

336

403

Trinkwasser

1000m

49.2

46.4

3

Nutzung durch KVA

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Kundinnen und Kunden

Gute Noten für eine zuverlässige Versorgung Energie, Mobilität und Kommunikation sind unverzichtbar für eine hohe Lebensqualität. Deshalb ist es Energie Wasser Bern wichtig, die entsprechenden Dienstleistungen und Produkte zuverlässig, bedürfnis- und serviceorientiert erbringen resp. anbieten zu können. Im Berichtsjahr hat Energie Wasser Bern 400 Privatund Geschäftskunden befragt, wie zufrieden sie mit den Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens sind, wie sie ihren Energieversorger wahrnehmen und wie sich dieser weiter verbessern kann. Energie Wasser Bern erhielt dabei gute Noten. So erreichte beispielsweise die Zuverlässigkeit betreffend Versorgung den Zufriedenheitsindex 94 von maximal 100 Punkten, der Gesamt-Zufriedenheitsindex lag bei 80 Punkten. 81 Prozent der Befragten beurteilten die Kompetenz der ewb-Mitarbeitenden zudem als sehr gut. Energie Wasser Bern sorgt bei Ausfällen oder Störungen dafür, dass die Ursachen unverzüglich behoben werden und der Betrieb so schnell wie möglich fortgesetzt werden kann. Im August 2012 führte beispielsweise ein Kurzschluss zu einem Stromausfall in drei Quartieren der Innenstadt. Nach nur elf Minuten hatten die betroffenen Kunden von Energie Wasser Bern wieder Strom. Damit die Versorgung reibungslos funktioniert, bedarf das Netz einer regelmässigen Kontrolle und Wartung. Hierbei ist es unvermeidlich, dass die Leitungen bei einer Lebensdauer von 50 bis 80 Jahren früher oder später saniert oder ersetzt werden. Durch den Baustellenbetrieb fühlen sich zuweilen Anwohner belästigt, was in Einzelfällen zu Beschwerden führen kann. Um Ärgernisse zu vermeiden, hat

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Energie Wasser Bern bereits 2005 ein eigenes Konzept zur Baustellenkommunikation entwickelt. 2012 wurde zusätzlich ein illustrierter «Baustellenknigge» mit Verhaltensregeln entworfen, der den Mitarbeitenden auf den Baustellen abgegeben wird. Ausserdem werden die Mitarbeitenden an Schulungen und Instruktionstagen für das Thema sensibilisiert. Als effizient hat sich auch das Beschwerdemanagement erwiesen. Die unternehmensinterne Richtlinie schreibt vor, dass eine Beschwerde innerhalb von maximal drei Tagen bearbeitet werden muss. Im Berichtsjahr kam es hauptsächlich zu Beanstandungen betreffend Datenschutz, die allesamt geklärt und zur Zufriedenheit der Kunden beantwortet werden konnten. Für Energie Wasser Bern ist diese Kundennähe sehr wichtig und hilfreich; hilfreich, da sich das Unternehmen mit jeder Beschwerde resp. Beanstandung verbessern und noch verstärkt auf die Bedürfnisse der Kunden einstellen kann. Energie Wasser Bern bietet den Kunden ferner Hilfestellung, um effizienter und ökologisch nachhaltiger zu handeln. So wurden Firmenkunden 2012 schriftlich ermuntert, ihre Rechnungen künftig via E-Banking zu begleichen. Dank E-Rechnungen lässt sich das Zahlungsverfahren nicht nur schneller, sondern auch umweltfreundlicher abwickeln. Weitere Anreize schafft eine Stromsparaktion: Mit einem Stromsparzähler unter www.ewb.ch wird die Menge Strom gezählt, welche die Kunden gesamthaft einsparen. Wer 2012 gegenüber dem Vorjahr 10 Prozent Strom sparte, dem gewährte Energie Wasser Bern einen Rabatt von 10 resp. 15 Prozent auf der Stromlieferung. Für das Berichtsjahr zeigte der Stromsparzähler ein Total von 28‘217‘401 Kilowattstunden an.


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Mitarbeitende

Die wichtigste Ressource

Energie Wasser Bern motiviert die Mitarbeitenden und fördert deren Kompetenzen. Denn sie sind die wichtigste Ressource des Unternehmens. Im Berichtsjahr einigten sich Unternehmen und Sozialpartner auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Wesentliche Neuerungen sind die Einführung der Jahresarbeitszeit und ein neues Lohnsystem sowie eine grosszügige Ferienregelung. Gemeinsames Ziel ist es unter anderem, mit Massnahmen wie der Förderung der Teilzeitarbeit, der Einführung eines Vaterschaftsurlaubs oder dem Schaffen von idealen Voraussetzungen für Home Office die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Darüber hinaus wurde der Informationsaustausch zwischen Geschäftsleitung und Mitarbeitenden dank zusätzlichen internen Kommunikationskanälen intensiviert. Die Gesundheit und die Sicherheit der über 600 Mitarbeitenden haben bei Energie Wasser Bern oberste Priorität. Das Unternehmen verfügt über ein Gesundheitsförderungskonzept mit einer Reihe von Angeboten zu gesunder Ernährung und Fitness im Alltag. Ebenso wurden die Mitarbeitenden im Berichtsjahr erneut zur Teilnahme am Schweizer Firmenlauf, am Grand-Prix von Bern und am Schweizer Frauenlauf Bern ermuntert, indem ihnen das Startgeld erstattet wurde. Energie Wasser Bern unterstützt auch die Aktion «bike to work», die möglichst viele Mitarbeitende dazu motivieren will, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.

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Gewisse branchentypische Berufsgattungen sind erhöhten Unfallrisiken ausgesetzt. Daher wird der Arbeitssicherheit grosse Bedeutung beigemessen. Unter dem Projektnamen PROsec integriert Energie Wasser Bern seit 2011 Aspekte der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes in das Managementsystem des Unternehmens, mit dem Ziel einer Zertifizierung nach der Norm OHSAS 18001 im Jahr 2013. Daneben investiert Energie Wasser Bern gezielt in die Weiterbildung der Mitarbeitenden. Hierzu gehören mehrheitlich obligatorische Schulungen zu verschiedenen Führungsaufgaben für Kader. Weiter wurde im Berichtsjahr ein internes Seminar zum Thema «Sitzungsleitung» angeboten. Für Mitarbeitende, die älter als 55 Jahre sind oder kurz vor der Pensionierung stehen, bietet das Unternehmen spezifische Kurse an. Auch Beratungen zur Finanzplanung können in Anspruch genommen werden. Sämtliche getroffenen Massnahmen zielen darauf ab, Energie Wasser Bern als modernes Unternehmen und attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Angesichts des umfassenden Bedarfs an Fachkräften bemüht sich das Unternehmen, vermehrt Junge und insbesondere Frauen für die Energiebranche zu begeistern. Entsprechend nahm Energie Wasser Bern auch 2012 wieder am Nationalen Zukunftstag teil und vermittelte den Kindern von Mitarbeitenden einen Einblick in die Arbeitswelt der Energiebranche. Zudem absolviert derzeit bei Energie Wasser Bern erstmals eine junge Frau die Ausbildung zur Metallbauerin.


Indikatoren sozialverantwortlicher Personalpolitik

Einheit

2012

2011

Anzahl Mitarbeitende total

Personen

640

646

Anzahl Mitarbeitende

Vollzeitäquivalente

602.7

606.0

Anzahl Teilzeitmitarbeitende

Personen

75

70

Anzahl Mitarbeitende mit befristeter Anstellung

Personen

5

8

Anzahl Neuanstellungen

Personen

60

56

Fluktuationsrate (ohne Pensionierungen)

%

5.5

6.0

Total Fluktuationsrate (inkl. Pensionierungen)

%

7.1

9.0

Anzahl Mitarbeitende in GL, oberes und mittleres Kader

Personen

71

69

Anzahl unteres Kader und Mitarbeitende

Personen

553

562

Personalbestand

Personalvielfalt

Anzahl Lernende

Personen

16

15

Frauenanteil in GL, oberes und mittleres Kader

%

9.9

8.7

Frauenanteil unteres Kader und Mitarbeitende

%

17.6

17.7

Mitarbeitende unter 30 Jahren

%

8.6

8.4

Mitarbeitende zwischen 30 und 50 Jahren

%

54.8

56.7

Mitarbeitende über 50 Jahren

%

36.6

34.9

Gesamte Personalausgaben (Löhne und Sozialleistungen)

Mio. CHF

74.0

74.8

Durchschnittliche Weiterbildungszeit pro Mitarbeitenden (Vollzeitäquivalente)

in Stunden pro Jahr

17.0

23.6

Aus- und Weiterbildungsausgaben

in % der gesamten Personalkosten

1.2

1.7

Total Ausfalltage durch Berufsunfälle

Tage

152

354

Total Ausfalltage durch Nichtberufsunfälle

Tage

729

765

Aus- und Weiterbildung

Arbeitsschutz

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Gemeinwesen

Nachhaltig engagiert in Stadt und Region Energie Wasser Bern übernimmt als städtischer Energieversorger auch Verantwortung für das Gemeinwesen und engagiert sich entsprechend für gesellschaftliche Belange in Stadt und Region. Dabei pflegt das Unternehmen einen offenen und transparenten Dialog – ganz im Sinne des Service Public. Im Berichtsjahr wurde das Sponsoringkonzept vollständig überarbeitet und aktualisiert. Neu orientiert sich das Konzept am Leitgedanken der Nachhaltigkeit mit den drei Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales. Das bedeutet, dass Energie Wasser Bern künftig nur solche Projekte fördert, die zumindest einer dieser drei Dimensionen Rechnung trägt. Ein weiteres Kriterium bei der Auswahl von Sponsoring-Aktivitäten ist der möglichst grosse Personenkreis, dem ein Engagement zugutekommt. Die geförderten Projekte sollen in der Berner Bevölkerung breit abgestützt sein. So gehörten 2012 beispielsweise die über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Kulturinstitution «Bierhübeli» oder die Kunsteisbahn auf dem Bundesplatz zu den von Energie Wasser Bern unterstützten Projekten. Sowohl das Konzertlokal wie auch die Eisbahn werden zu 100 Prozent mit naturemade-star-zertifiziertem Ökostrom betrieben. Zudem ist Energie Wasser Bern Sponsor des SC Bern und Leading Partner der Berner Fachmesse Cleantec City (siehe Seite 24).

Das «Bierhübeli» bietet ein vielseitiges Angebot kultureller Anlässe, das für jede und jeden etwas zu bieten hat. Doch die Veranstalter legen auch grossen Wert auf einen ökologischen Betrieb. Das traditionsreiche Konzertlokal bezieht 100 Prozent Ökostrom und ist besorgt, den ökologischen Fussabdruck so klein wie möglich zu halten.

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Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen in Form von Kooperationsprojekten: Das Geschäftsfeld Mobilität unterstützt die «Taubenmutter» des Tierparks Dählhölzli mit einem umweltfreundlichen Elektroauto. Das Fahrzeug ist ohne Abgas- und Lärmemissionen mit naturemade-star-zertifiziertem Ökostrom unterwegs. Der Fahrdienst BETAX für körperlich benachteiligte Menschen fährt dank dem Engagement von Energie Wasser Bern mit einem Erdgasauto und damit ebenfalls ökologisch durch Berns Strassen. Grosse Beachtung fand auch in diesem Jahr die Verleihung des Berner Energiepreises, den Energie Wasser Bern und das Amt für Umweltschutz seit 2007 gemeinsam vergeben. Die Auszeichnung ging im Jahr 2012 gleich an zwei Bewerber: die Gfeller Elektro AG in Wohlen in der Kategorie Unternehmen und die Liegenschaftsverwaltung der Stadt Bern in der Kategorie Institutionen. Die unabhängige Jury würdigte damit das innovative Engagement der beiden Preisträger in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

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Jahresbericht Ă–kofonds

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Jahresbericht Ökofonds

Jahresbericht 2012 des Fonds für erneuerbare Energien Zweck und Finanzierung des Ökofonds Der städtische Leistungsauftrag verpflichtet Energie Wasser Bern zur aktiven Förderung von Produktion und Vertrieb von erneuerbarer Energie sowie zur finanziellen Unterstützung von Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz. Dies ist im Reglement von Energie Wasser Bern festgehalten (ewr, Art. 6). Die Eignerstrategie 2009 verlangt, dass die Fördergelder für die Kunden in der Stadt Bern und für die eigenen Anlagen zu verwenden sind. Finanziert wird der Fonds für erneuerbare Energien durch einen zweckgebundenen Rückbehalt von mindestens 10 Prozent des jährlich durch Energie Wasser Bern an die Stadt auszuschüttenden Gewinns.

Die Kommission Gemäss der gültigen Verordnung setzt sich die Kommission des Fonds für erneuerbare Energien aus zwei externen Fachpersonen sowie drei Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern zusammen. Der Kommission gehören per 31. Dezember 2012 folgende Personen an: Vorsitzende: – Lilo Lauterburg, ehemalige Grossrätin GFL Mitglieder: – Adrian Stiefel, Leiter Amt für Umweltschutz der Stadt Bern – Urs Balzli, Leiter Finanzen & Services und Mitglied der Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern – Jörg Ryser, Leiter Marketing & Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern – Martin Bretscher, Leiter Contracting von Energie Wasser Bern Sekretariat: – Ruth Boss, Bereichsassistentin Marketing & Vertrieb von Energie Wasser Bern

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Nachhaltige Einflussnahme auf ökologische Entwicklung Seit 2002 fördert die Kommission Einzelprojekte und unterstützt über mehrere Jahre laufende Förderprogramme. Dabei steht die Sensibilisierung der Bevölkerung für eine nachhaltige und effiziente Energieanwendung im Vordergrund. Im Berichtsjahr behandelte die Kommission verschiedene Gesuche zur individuellen Förderung von Einzelprojekten. Dabei stechen die folgenden als besonders zukunftsorientiert hervor:

Abwärmenutzung Grossrechenzentrum Wyler Auf dem Areal der RUAG, vormals Waffenfabrik Bern, erstellt die Swisscom AG ein grosses Rechenzentrum. Die Abwärmeleistung beträgt rund 2000 Kilowatt und fällt in Form von Warmwasser mit einer Temperatur von rund 25 Grad Celsius an. Das durch den Ökofonds unterstützte Projekt sieht vor, das warme Wasser über ein erdverlegtes Leitungssystem dem Nahwärmeverbund Wyler und der Wyler-Baugesellschaft zukommen zu lassen. Die Nutzung der Abwärmeenergie führt zu einer Reduktion des Einsatzes fossiler Energie sowie des CO2-Ausstosses um rund 800 Tonnen pro Jahr.

Fernwärmeerschliessung Monbijou-Sulgenau Die Wärmeverbund Marzili Bern AG betreibt im Gebiet Sulgenau-Marzili seit 1996 eine Wärmeverbundanlage. Zur Steigerung der Kapazität und zur Erschliessung neuer Liegenschaften entlang der Monbijoustrasse ist ein Zusammenschluss mit der Fernwärmeversorgung der Stadt Bern geplant. Mit der Umsetzung dieses Projekts lässt sich der jährliche CO2-Ausstoss um 330 Tonnen reduzieren.


Setzt auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien: die Ökofondskommission. Von links: Urs Balzli, Jörg Ryser, Lilo Lauterburg, Adrian Stiefel, Martin Bretscher.

Gebäudesanierungsprogramm: bern-saniert Seit mehreren Jahren bietet der Ökofonds den Liegenschaftsbesitzerinnen und -besitzern in der Stadt Bern eine Beratung für die energietechnische Sanierung ihrer Immobilien an. In enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz wurde hierfür ein Team von Fachberatern engagiert und ein Programm erarbeitet, um den Eigentümern die gewonnenen Erkenntnisse in einem Fachbericht zur Verfügung zu stellen.

Förderung Elektromobilität

ElectroDrive ermöglicht den Bernerinnen und Bernern dank innovativen Dienstleistungspaketen einen einfachen und risikofreien Einstieg in die Elektromobilität: Im monatlichen Fixpreis sind neben der Fahrzeugmiete und dem Ökostrom-Mehrwert auch die Versicherungen, Services und Reparaturen inbegriffen. Die Pakete sind für E-Bikes, E-Scooter und auch für E-Autos erhältlich. Begleitend zu den Mietangeboten wird in Bern eine Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge aufgebaut. Damit kann potenziellen Elektrofahrzeugnutzern die Reichweitenangst genommen und den Elektrofahrzeugen weiter zum Durchbruch verholfen werden.

In der Schweiz wird mehr als ein Drittel des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen durch den Verkehr verursacht – Tendenz steigend. Für eine nachhaltige Energiezukunft ist es daher unerlässlich, wirkungsvolle Massnahmen im Bereich der Mobilität zu ergreifen.

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Jahresbericht Ökofonds

Weiterführung und Ausbau der Förderprogramme Erfolgreich durch Kontinuität

Jahresrechnung

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass neben der Unterstützung von Einzelprojekten insbesondere die Förderprogramme sehr erfolgreich sind und von der Bevölkerung mit Wohlwollen aufgenommen werden. Im Interesse der Kontinuität hat die Kommission beschlossen, diese Programme auch im Jahre 2013 weiterzuführen. Dementsprechend setzt der Ökofonds seine Förderbeiträge seit vielen Jahren nach folgenden Standardkriterien ein:

Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln konnte die Ökofondskommission bis heute rund 110 Projekte und damit den Bau von rund 900 Anlagen finanziell unterstützen. Die mit Geldern aus dem Ökofonds geförderten Projekte reduzierten den CO2-Ausstoss um rund 17’000 Tonnen pro Jahr. Über die zu erwartende Lebensdauer der Anlagen werden somit rund 260’000 Tonnen CO2 weniger in die Umwelt ausgestossen.

– Installation von Wärmepumpenanlagen – Aufbau von Sonnenkollektoranlagen – Aufbau von Fotovoltaikanlagen – Ersatz von alten Beleuchtungsanlagen – Ersatz von Umwälzpumpen bei haustechnischen Anlagen

Jahresrechnung Einlagen aus den Jahresabschlüssen 2002 bis 2010 Einlage aus Geschäftsabschluss 2011 Total Einlagen Bewilligte Projektbeiträge bis 31.12.2011

30’215’845 4’200’000 34’415’845 28’442’344

Korrektur durch nicht beanspruchte Beiträge

1’500’000

Bewilligte Projektbeiträge 2012

3’767’000

Total Projektbeiträge bis 31.12.2012 Bewilligte Projektbeiträge für das Jahr 2013 und folgende

Bewilligte Projektkredite

30’709’344 3’454’000

CHF

Förderung erneuerbare Energie

19’026’380

Förderung Energieeffizienz

12’450’950

Förderung Erdgas/Biogas als Treibstoff Kommunikationsmassnahmen und -kampagnen

36

CHF

1’902’339 783’675


mit n e r h Fa om Ökostr Fast die Hälfte aller Autofahrten in der Schweiz sind kürzer als fünf Kilometer. Für diese Kurzstrecken sind E-Bikes im Mietpaket von ElectroDrive eine ideale Alternative zum motorisierten Verkehr. Sie verursachen weder Lärm noch Abgase und fahren CO2-neutral, da sie mit 100 Prozent Ökostrom betrieben werden.

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Corporate Governance

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Corporate Governance

Verantwortungsbewusst und transparent Soweit sich aus der Rechtsform des Unternehmens nichts anderes ergibt oder gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen, orientiert sich Energie Wasser Bern an den allgemein anerkannten Corporate-GovernanceGrundsätzen des Verbandes der Schweizer Unternehmen economiesuisse (Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance). Dadurch können wir eine einheitliche und vergleichbare Berichterstattung sicherstellen. Das Reglement Energie Wasser Bern vom 15. März 2001 (ewb-Reglement) verpflichtet uns zur Offenlegung von Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung. Massgebend für diese Angaben an den Gemeinderat und den Stadtrat sind die Bestimmungen von Artikel 663bbis und 663c des Obligationenrechts (OR). Diese gesetzlichen Vorgaben im Bereich der Corporate Governance richten sich primär an schweizerische börsenkotierte Unternehmen, sogenannte Publikumsgesellschaften.

Unternehmensstruktur Die Führungsstruktur von Energie Wasser Bern ist in nebenstehendem Organigramm abgebildet. Wir verfügen über Beteiligungen an mehreren Unternehmen (siehe Seite 67).

Kapitalstruktur Das von der Stadt Bern an Energie Wasser Bern zur Verfügung gestellte Dotationskapital beträgt 80 Mio. CHF. Die Veränderungen des Eigenkapitals von 2012 und 2011 sind auf Seite 57 des Finanzberichts ersichtlich. Kapitalveränderungen aus dem Geschäftsjahr 2010 finden sich im Geschäftsbericht 2011 auf Seite 61.

Marktgebiet und Kundensegmente Der Verwaltungsrat regelt seine Führungs- und Organisationsgrundsätze in einer Organisationsverordnung (OrgV ewb), die sich in den wesentlichen Punkten an den für den Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft massgebenden gesetzlichen Bestimmungen orientiert (insbesondere Artikel 716a OR, unübertragbare Aufgaben). Dadurch ergibt sich eine klare Zuweisung der Zuständigkeiten. Ergänzt wird die OrgV ewb durch die Geschäftsordnung für die Geschäftsleitung (GO GL), welche den Prozess und die Zuständigkeiten für die Unternehmensführung auf operativer Ebene definiert.

Rechtsform von Energie Wasser Bern Energie Wasser Bern ist eine selbstständige, autonome öffentlich-rechtliche Anstalt im Eigentum der Stadt Bern und an den im ewb-Reglement definierten Leistungsauftrag gebunden. Das Unternehmen ist rechtsfähig und im Handelsregister eingetragen. Der Hauptsitz befindet sich an der Monbijoustrasse 11 in Bern. Energie Wasser Bern ist mehrheitlich in der Schweiz operativ tätig.

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In der Stadt Bern betreiben wir die Energie- und Wasserversorgung sowie die thermische Kehrichtverwertung für etwa 70’000 private Haushalte, 8’000 KMU sowie 100 Grosskunden. Ferner erschliessen wir die Stadt Bern in Kooperation mit Swisscom flächendeckend mit einem Glasfasernetz (Fibre to the Home). Überdies bieten wir unseren Kundinnen und Kunden verschiedene Produkte und Dienstleistungen an, welche das Kerngeschäft ergänzen, namentlich im Bereich der Energieberatung, des Contracting und der Mobilität. In weiteren rund 30 Gemeinden der erweiterten Region Bern versorgen wir Kundinnen und Kunden direkt oder indirekt mit unseren Produkten und Dienstleistungen. Seit Januar 2009 können Grosskunden, die mehr als 100’000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauchen, ihren Stromlieferanten frei wählen. Energie Wasser Bern hat sich den Herausforderungen der ersten Phase der Strommarktliberalisierung gestellt und neue Kundinnen und Kunden auch ausserhalb des Versorgungsgebietes von ihrem Angebot überzeugen können. Unser Hauptfokus liegt auf einer hohen Qualität bei Beratung, Service und Angeboten mit ökologischem Mehrwert.


Verwaltungsrat Präs Franz Stampfli VPräs René Zimmermann Interne Revision

Organigramm Stand 31.12.2012

CEO / C Daniel Schafer Stv André Moro

Personalmanagement / CP

Generalsekretariat / CG

Unternehmenskommunikation / CK

Unternehmensentwicklung / CU

Daniel Wehrle

Urs Möri Stv Alain Probst

Claudia Kohlschütter Stv Florian Knapp

Simone Mörikofer Stv Simon Bürgi

Recht & Compliance / CGR

Nachhaltigkeitsmanagement / CUN

Alain Probst

Christof Scherrer

Energiewirtschaft / E

Netze / N

Marketing & Vertrieb / M

Finanzen & Services / F

André Moro Stv Markus Schellenberg

Marcel Ottenkamp Stv Martin Moser

Jörg Ryser Stv Roger Riedo

Urs Balzli Stv Matthias Reinhard

Projekt Forsthaus / EF

Netzbewirtschaftung / NB

Energieberatung & Verkauf / ME

Controlling & Risk Management / FC

Peter Magnaguagno Stv Hansruedi Brunner

Martin Moser Stv Urs Spring

Roger Riedo Stv Martin Bretscher

Charles Mauron Stv Stephan Mücher

Energiehandel / EH

Netzbau / NN

Key Account Management / MG

Einkauf & Logistik / FE

Markus Schellenberg Stv Andreas Bieri

Erich Fuhrer Stv Rolf Moosmann

Martin Schaub Stv Beat Ducret

Stefan Getzmann Stv Andreas Kyburz

Produktion / EP

Netz Service / NS

Kommunikation / MK

Corporate Finance / FF

Roland Hediger Stv Thomas Bücherer

Viktor Obrist Stv Peter Walther

Claudia Kohlschütter Stv Florian Knapp

Tobias Haefeli Stv Anna Miriam Lucek

Produktionsportfolio Energie / ER

Telecom / NT

Marketing / MM

Informatik / FI

Fabian Baerlocher Stv Thomas Gonschiorek

Peter Zbinden Stv Andreas Waber

Nicolas Müller Stv Roger Longaron

Daniel Lörtscher Stv André Iseli

Mobilität / MO

Rechnungswesen / FR

Ivo Brügger Stv Nicole Steck

Simon Berger Stv Urs Leuenberger Services & Facility Management / FS Matthias Reinhard Stv Anita Haller

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Corporate Governance

Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen, wovon mindestens eines dem Gemeinderat angehören muss. Ein Sitz im Verwaltungsrat steht den Arbeitnehmenden zu. Mindestens zwei Mitglieder des Verwaltungsrates müssen in der Stadt Bern wohnen. Nachfolgende Aufstellung gibt Aufschluss über die Zusammensetzung unseres Verwaltungsrats am 31. Dezember 2012. Es werden die einzelnen Mitglieder, deren Nationalität und Geburtsjahr sowie ihre Ausbildung, Funktion und das Jahr der erstmaligen Wahl in den Verwaltungsrat aufgeführt. Weitere Mandate und Interessenbindungen in bedeutenden Unternehmen, Organisationen und Stiftungen sowie dauernde Leitungs- und Beraterfunktionen für wichtige Interessengruppen wie auch amtliche Funktionen und politische Mandate werden nach dem Prinzip der Selbstdeklaration ausgewiesen. Die beiden bisherigen Verwaltungsrätinnen Ursula Gasser-Büttiker und Franziska Teuscher (nach ihrer Wahl am 25. November 2012 in den Gemeinderat der Stadt Bern) haben per Ende 2012 darauf verzichtet, für eine weitere Amtsdauer zu kandidieren. An seiner Sitzung vom 6. Dezember 2012 hat der Stadtrat Susanne Blank als Nachfolgerin von Ursula Gasser-Büttiker bestimmt und die verbleibenden Verwaltungsräte für die neue Amtsperiode bestätigt. Die Regelung der Nachfolge für Franziska Teuscher wird im ersten Quartal 2013 erfolgen.

Mitglieder des Verwaltungsrats

Ursula Gasser-Büttiker (1955, CH), Mattstetten

Franz Stampfli (1954, CH/I), Ittigen

Dipl. Betriebswirtschafterin HF, dipl. Expertin in Rechnungslegung und Controlling, Verwaltungsratsmitglied seit 17. Februar 2005 bis 31. Dezember 2012.

Lic. rer. pol., Universität Bern, Verwaltungsratspräsident seit 1. März 2011. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Finetool International Holding bis 24. Januar 2012, Lyss; Bigla AG, Biglen; tm concept AG, Aarau; Homedia, Neuenburg; switchplus AG, Zürich; Verband openaxs, Freiburg, und Swisspower Energy, Präsident seit 1. Februar 2012.

René Zimmermann (1947, CH), Rüfenacht Betriebsdisponent SBB, pensionierter Verbandssekretär, Verwaltungsratsmitglied und Vizepräsident seit 1. Juli 2002. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Coop Bern, Regionalrat und Fachrichter Regionalgericht BernMittelland.

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Verwaltungsrats- und andere Mandate: Regionalverkehr Bern-Solothurn AG, Vizedirektorin und Leiterin Finanzen und Controlling; Bären Haustechnik AG, Köniz, und Guggisberg Dachtechnik AG, Köniz.

Reto Nause (1971, CH), Bern Lic. phil. I, Historiker und Politologe, Gemeinderat Stadt Bern, Verwaltungsratsmitglied seit 12. März 2009. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen; Alpar AG, Belp; Kommission Wirtschaft der Teilkonferenz (unter dem Dach der Regionalkonferenz Bern-Mittelland), Bern; Bernische Ortspolizeivereinigung (BOV), Bern, Vorstand; Einbürgerungskommission, Bern, Präsident; Energiekommission, Bern, Vorsitz; Erwachsenen- und Kindesschutzkommission, Bern, Präsident; Konferenz der städtischen Polizeidirektorinnen und Polizeidirektoren (KSPD), Bern; Feuerwehr- und Zivilschutzkommission, Bern, Präsident; Stiftung Gurten-Park im Grünen, Bern; Rudolf SeelhoferStiftung, Worb; Bernische Genossenschaft für Feuerbestattung, Bern; Bern Tourismus, Bern; Kontaktgremium Sicherheit Kanton-Gemeinden (KGSKG), Bern, und Mitglied Vorstand CVP Bern.


Fällt strategische Entscheide: der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern. Von links: Reto Nause, Franziska Teuscher, Dieter Többen, Ursula Gasser-Büttiker, Franz Stampfli, André Wehrli-Koch, René Zimmermann.

Franziska Teuscher (1958, CH), Bern

André Wehrli-Koch (1952, CH), Küttigen

Biologin, NDS Umweltwissenschaften, Verwaltungsratsmitglied seit 1. Juli 2002 bis 31. Dezember 2012.

Mechanikerlehre, danach Schlosser und Lokomotivführer und pensionierter VPOD-Sekretär, Verwaltungsratsmitglied seit 1. Juli 2002.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Verkehrs-Club der Schweiz (VCS), Herzogenbuchsee, Präsidentin; Schweizerische Verkehrs-Stiftung des Verkehrs-Club der Schweiz, Präsidentin; Nationalrätin, Bern; Nationalrätliche Geschäftsprüfungskommission, GPK, Bern; Nationalrätliche Delegation der Geschäftsprüfungskommission GPDel, Bern; Arbeitsgruppe SNB der Geschäftsprüfungskommissionen, Bern; Nationalrätliche Kommissionen für Verkehr und Fernmeldewesen KVF, Bern; Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB, nationale Frauenkommission, Mitglied Co-Präsidium; Kantonale Naturschutzkommission, Bern, und Fachkommission für das Elfenau-Reservat, Natur- und Stadtökologie, Bern.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Verein und Stiftung der Angestellten sozialer Organisationen in der Schweiz, Vizepräsident.

Dieter Többen (1967, CH), Muri Dipl. HLK-Ingenieur FH, NDS Umweltwissenschaften, Verwaltungsratsmitglied seit 13. August 2009. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Dr. Eicher+Pauli AG, Liestal, Bern, Luzern und Zürich; Ingenieurbüro Riesen AG, Bern, Vizepräsident; Genossenschaft Sportzentrum, Heimberg, und TGM-Holding AG, Liestal, Präsident.

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Corporate Governance

Wahl und Amtszeit Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden durch den Berner Stadtrat für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt, wobei diese mit der Legislatur des Gemeinderats übereinstimmt. Es besteht keine Amtszeitbeschränkung. Der Stadtrat bestimmt auch die Präsidentin oder den Präsidenten. Im Übrigen konstituiert sich der Verwaltungsrat selbst.

Interne Organisation Gemäss Artikel 17 Absatz 1 ewb-Reglement verfügt der Verwaltungsrat im Rahmen des Leistungsauftrages über sämtliche Befugnisse, die nicht durch das ewb-Reglement oder durch ihn selbst an andere Stellen übertragen worden sind. Er fällt die strategischen Entscheide, überprüft die getroffenen Anordnungen und überwacht ihren Vollzug sowie die Einhaltung und Erfüllung des Leistungsauftrages und sorgt für ein zweckmässiges Controlling (Artikel 17 Absatz 2 ewb-Reglement). Der Verwaltungsrat kann zur Vorbereitung seiner Geschäfte Ausschüsse einsetzen. Die Zusammensetzung und das Pflichtenheft dieser Ausschüsse richten sich nach Anhang I der OrgV. Per 31. Dezember 2012 besteht ein Ausschuss (Verwaltungsratsausschuss). Im Berichtsjahr hielt der Verwaltungsrat sieben ordentliche und eine ausserordentliche Sitzung ab. Zusätzlich führte der Verwaltungsrat eine Klausur durch, während der er insbesondere die bestehende Strategie kritisch evaluierte (Strategiereview). Ferner liess sich der Verwaltungsrat durch Silvan Felder, Geschäftsführer der Verwaltungsrat Management AG, über die Möglichkeit einer Zertifizierung (Auszeichnung mit dem Best Board Practice-Label) informieren. Der Verwaltungsratsausschuss tagte an fünf ordentlichen Sitzungen. Gemäss den Bestimmungen der OrgV beruft in der Regel der Verwaltungsratspräsident die Mitglieder des Verwaltungsrats oder des Verwaltungsratsausschusses zu den Sitzungen ein und erstellt die Traktandenliste. Die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrats oder der CEO können die Aufnahme eines Traktandums

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beantragen. In besonderen Fällen können überdies die externe Revisionsstelle, der Gemeinderat oder zwei Mitglieder des Verwaltungsrats unter Angabe der Gründe unverzüglich die Einberufung einer Sitzung verlangen. Der CEO nimmt an den Sitzungen des Verwaltungsrats mit beratender Stimme und Antragsrecht teil.

Kompetenzregelung Der Verwaltungsrat wählt die fünf Mitglieder der Geschäftsleitung und bestimmt deren Vorsitzende oder Vorsitzenden (Artikel 20 ewb-Reglement). Die Geschäftsleitung leitet das Unternehmen nach den Bestimmungen des ewb-Reglements und den Vorgaben des Verwaltungsrats in allen technischen, betrieblichen und administrativen Belangen (Artikel 21 ewb-Reglement). Sie ist verantwortlich für die Geschäftsführung im Rahmen der ihr durch das ewb-Reglement und durch den Verwaltungsrat im Rahmen der OrgV zugewiesenen Zuständigkeiten. Sie kann ihre Kompetenzen an einzelne Mitglieder oder an Mitarbeitende delegieren (Artikel 22 ewb-Reglement). Die Geschäftsleitung setzt die durch den Verwaltungsrat gesetzten Ziele um.

Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Geschäftsleitung Der Verwaltungsrat überprüft seine Anordnungen und überwacht ihren Vollzug sowie die Einhaltung und Erfüllung des Leistungsauftrags. Zudem kontrolliert er, ob die Geschäftsleitung ihre Aufgaben rechtmässig und in Übereinstimmung mit der OrgV erfüllt. Er sorgt mittels entsprechender Vorgaben für ein zweckmässiges internes Kontrollsystem, für den verantwortungsvollen Umgang mit Risiken und für das Controlling. Zudem überwacht er die Umsetzung der Compliance-Massnahmen, welche die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien und freiwilligen Kodizes beinhalten. Die internen Unternehmenswerte, die Unternehmensgrundsätze und der Verhaltenskodex von Energie Wasser Bern sorgen für ein einheitliches Verständnis der Verhaltensregeln im Umgang der Mitarbeitenden untereinander sowie mit Geschäftspartnern, Kundinnen und Kunden und Aufsichtsbehörden. Im September 2011 verabschiedete der Verwaltungsrat zudem das Compliance-Konzept für Energie Wasser Bern. Es orientiert sich in vielen Bereichen an bereits eingeführten und bewährten


Prozessen, wie zum Beispiel dem Beschaffungswesen und der internen juristischen Unterstützung. Während des Berichtsjahres erarbeitete die für die Compliancebelange zuständige Stelle von Energie Wasser Bern geeignete Massnahmen zur praktischen Umsetzung des Compliance-Konzeptes. Der Verwaltungsrat verfügt unter anderem über folgende Instrumente zur Überwachung der Geschäftsführung: − Quartalsreporting − Budget- und Mittelfristplanung − Jahresrechnung − Interne Revision, Revisionsplan − Riskmanagement und Risk Reports

Zudem informiert der CEO den Verwaltungsratspräsidenten mindestens einmal pro Monat über den allgemeinen Geschäftsgang, über die finanzielle Entwicklung sowie über besondere Geschäfte und Entscheide, welche die Geschäftsleitung oder er getroffen haben. Ebenfalls benachrichtigt der CEO den Verwaltungsratspräsidenten umgehend über Vorkommnisse von erheblicher Bedeutung für Energie Wasser Bern oder die Stadt Bern, von öffentlichem Interesse oder von grosser Tragweite für einzelne Personen. Letzterer entscheidet über eine unverzügliche Information der restlichen Mitglieder des Verwaltungsrats. Ferner informiert der CEO den Verwaltungsrat an dessen Sitzungen über den Geschäftsgang.

Vergütungen, Beteiligungen und Darlehen Die Abgeltung der Mitglieder des Verwaltungsrats einschliesslich allfälliger Spesenentschädigungen wird vom Berner Gemeinderat geregelt (Artikel 25 Absatz 3 ewb-Reglement). Die folgenden Angaben richten sich nach den Vorgaben von Artikel 663bbis OR. In den genannten Beträgen nicht enthalten sind die Spesenentschädigungen. Insgesamt wurden an die Mitglieder des Verwaltungsrats Vergütungen im Gesamtbetrag von 114’450 CHF ausgerichtet, wovon an: Franz Stampfli, Präsident René Zimmermann, Vizepräsident Ursula Gasser-Büttiker, Mitglied Reto Nause, Vertreter des Gemeinderats* Franziska Teuscher, Mitglied Dieter Többen, Mitglied André Wehrli-Koch, Mitglied, Vertretung der Arbeitnehmenden

41’700 17’125 9’725 12’425 9’175 12’000 12’300

CHF CHF CHF CHF CHF CHF CHF

Der Gesamtbetrag der Vergütungen für die Geschäftsleitung betrug im Berichtsjahr 1’072’984 CHF (Vorjahr 1’084’724 CHF). Nicht miteinbezogen sind Spesenentschädigungen, Sozialzulagen sowie allfällige weitere von Gesetzes wegen bestehende Ansprüche. Den höchsten auf ein Mitglied der Geschäftsleitung entfallenden Betrag von 252’946 CHF bezog Daniel Schafer, CEO. Im Berichtsjahr wurden keine direkten oder indirekten Vergütungen an frühere Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung ausbezahlt, die in einem Zusammenhang mit der früheren Tätigkeit als Organ der Gesellschaft stehen oder nicht marktüblich sind. Darlehen und Kredite wurden keine gewährt. Ein Beirat wurde nicht eingesetzt. Angaben zu den Beteiligungen sind auf den Seiten 67 und 98 im Finanzbericht zu finden. * Auszahlung an Stadtkasse gemäss Artikel 91 Absatz 3 der Gemeindeordnung der Stadt Bern vom 3. Dezember 1998.

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Corporate Governance

Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung besteht aus dem CEO und den Leitern der vier Bereiche. Nachfolgende Aufstellung berücksichtigt die Zusammensetzung der Geschäftsleitung am 31. Dezember 2012. Es werden die einzelnen Mitglieder, deren Nationalität und Geburtsjahr sowie ihre Ausbildung, Funktion und das Jahr der Berufung in die Geschäftsleitung aufgeführt. Weitere Mandate und Interessenbindungen in bedeutenden Unternehmen, Organisationen und Stiftungen sowie dauernde Leitungs- und Beraterfunktionen für wichtige Interessengruppen wie auch amtliche Funktionen und politische Mandate werden nach dem Prinzip der Selbstdeklaration ausgewiesen.

Mitglieder der Geschäftsleitung

Daniel Schafer (1967, CH) CEO seit 2008 bei Energie Wasser Bern, ing. él. dipl. EPFL. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Kraftwerk Sanetsch AG, Gsteig b. Gstaad, Verwaltungsratspräsident; The Mobility House AG Schweiz, Bern, Verwaltungsratspräsident; pvenergie AG, Niederönz, Verwaltungsratspräsident; Geo-Energie Suisse AG, Basel, Verwaltungsratspräsident; Solarkraft Oberaargau AG, Langenthal, Verwaltungsratspräsident; Swisspower Netzwerk AG, Zürich, Verwaltungsrat; Gasverbund Mittelland AG, Arlesheim, Verwaltungsrat; Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, Däniken, Verwaltungsrat; Bernexpo Holding AG, Bern, Verwaltungsrat; Regionalwerke AG Baden, Baden, Verwaltungsrat, und Unigaz SA, Givisiez, Verwaltungsrat.

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André Moro (1963, CH) Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Energiewirtschaft seit 2003 bei Energie Wasser Bern resp. bei EWB seit 1994 u. a. als Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Energieproduktion, dipl. Maschineningenieur FH. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen, Verwaltungsrat; Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, Däniken, Verwaltungsrat und Präsident Betriebskommission; Kraftwerk Sanetsch AG, Gsteig b. Gstaad, Verwaltungsrat; Tram Bern West AG, Bern, Verwaltungsrat; AVAG AG für Abfallverwertung, Thun, Verwaltungsrat; Maggia Kraftwerke AG, Locarno, Verwaltungsrat und Präsident Technische Kommission; Blenio Kraftwerke AG, Locarno, Verwaltungsrat und Präsident Technische Kommission; ewb Natur Energie AG, Bern, Verwaltungsratspräsident; Energie Naturale Italia S.r.l., Milano, Verwaltungsrat; Berna Energía Natural España S.L., Barcelona, Verwaltungsrat; Lignocalor Seeland AG, Aarberg, Verwaltungsratspräsident; Tubosol PE2 S.L., Murcia, Verwaltungsrat; Kleinkraftwerk Birseck AG, Münchenstein, Verwaltungsrats-Vizepräsident; RESAG Recycling und Sortierwerk AG, Bern, Verwaltungsrat; Solarkraft Oberaargau AG, Langenthal, Verwaltungsrat, und Swisspower Renewables AG, Zürich, Verwaltungsrat.


Umsichtige Unternehmensführung: die Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern. Von links: Marcel Ottenkamp, André Moro, Daniel Schafer, Jörg Ryser, Urs Balzli.

Marcel Ottenkamp (1970, CH)

Urs Balzli (1969, CH)

Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Netze bei Energie Wasser Bern seit 2009, Maschineningenieur EPFL, Executive MBA in Management of Technology.

Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Finanzen & Services bei Energie Wasser Bern seit Februar 2011, Betriebsökonom FH, Master of Science in Finance.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Wasserverbund Region Bern AG, Bern, Verwaltungsrat; energiecheck bern ag, Bern, Verwaltungsrat, und Energy Policy & Generation Committee, eurelectric, Brüssel, Mitglied.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Bären Haustechnik AG, Köniz, Vizepräsident Verwaltungsrat; Guggisberg Dachtechnik AG, Köniz, Vizepräsident Verwaltungsrat; energiecheck bern ag, Bern, Verwaltungsrat; Leading Swiss Renewables AG, Münchenstein, Verwaltungsrat; ewb Natur Energie AG, Bern, Verwaltungsrat; Lignocalor Seeland AG, Aarberg, Verwaltungsrat; Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen, Mitglied Finanzkommission; Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, Däniken, Mitglied der Finanzkommission; Anlagekomitee Personalvorsorge der Stadt Bern, Mitglied, und Ökofondskommission Energie Wasser Bern, Mitglied.

Jörg Ryser (1963, CH) Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Marketing & Vertrieb bei Energie Wasser Bern seit 2006, dipl. Elektroingenieur ETH, Master of Business Administration (MBA). Verwaltungsrats- und andere Mandate: Bären Haustechnik AG, Köniz, Verwaltungsratspräsident; Guggisberg Dachtechnik AG, Köniz, Verwaltungsratspräsident; energiecheck bern ag, Bern, Verwaltungsratspräsident; Gasverbund Mittelland AG, Arlesheim, Verwaltungsrat; Verband der Schweizerischen Gasindustrie, Zürich, Verwaltungsrat; Swisspower Energy AG, Verwaltungsrat; The Mobility House AG Schweiz, Bern, Verwaltungsrat; Energiekommission der Stadt Bern, Mitglied; Ökofondskommission Energie Wasser Bern, Mitglied und Programme Committee Marketing & Communication, International Gas Union, Mitglied.

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Corporate Governance

Mitwirkungsrechte der Stadt Bern als Eigentümerin

Informations- und Kommunikationspolitik

Gemäss Artikel 25 ewb-Reglement beaufsichtigt der Gemeinderat unser Unternehmen. Er genehmigt unter anderem die Jahresbudgets sowie die Jahresrechnungen und entscheidet auf Antrag des Verwaltungsrates über die Gewinnverwendung. Die Mitwirkungsrechte der Gemeindebehörden richten sich im Übrigen nach Artikel 25 ff. ewb-Reglement.

Energie Wasser Bern hat den Anspruch, transparent, aktuell und verständlich zu kommunizieren. Wir informieren die Stadt Bern als Eigentümerin sowie unsere weiteren Anspruchsgruppen wie Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeitende, die Öffentlichkeit, die Medien und die Politik umfassend und regelmässig über unsere Tätigkeiten.

Am 18. März 2009 verabschiedete der Gemeinderat die Eignerstrategie, die in enger Zusammenarbeit mit Energie Wasser Bern erarbeitet wurde. Am 5. Mai 2010 beschloss der Gemeinderat, ein Kennzahlensystem einzuführen, um die Umsetzung der Strategie zu steuern und zu überwachen. Im Zentrum steht dabei die Einhaltung der Zielvorgabe, bis spätestens 2039 aus der Kernenergie auszusteigen. Diese Vorgabe aus der Eignerstrategie haben die Stimmberechtigten der Stadt Bern am 28. November 2010 in das ewb-Reglement übernommen (Annahme des Gegenvorschlags zur Initiative «EnergieWendeBern»).

Unser jährlich erscheinender Geschäftsbericht beinhaltet Informationen über unseren gesamten Betrieb, den integrierten Nachhaltigkeitsbericht und finanzielle Informationen über unsere Tochtergesellschaften (siehe konsolidierte Jahresrechnung Seite 92).

Revisionsstelle Der Gemeinderat setzt gemäss Artikel 23 ewb-Reglement als Revisionsstelle eine fachlich ausgewiesene Treuhandgesellschaft ein. Bisher wurde diese Funktion durch PricewaterhouseCoopers AG (PWC), Bern, wahrgenommen. Mit Beschluss vom 7. März 2012 übertrug der Gemeinderat das Mandat der externen Revisionsstelle für die Geschäftsjahre 2012 bis 2014 der KPMG AG, Gümligen. Die Revisionsstelle berichtet dem Verwaltungsrat und dem Gemeinderat umgehend über das Ergebnis ihrer Prüfung und empfiehlt die Abnahme, mit oder ohne Einschränkung, oder die Rückweisung der Jahresrechnung. Der Bericht muss den Mindestumfang der Revision für Gemeinden einhalten. Stellt die Revisionsstelle bei ihrer Prüfung gravierende Mängel oder Verstösse gegen das Reglement oder das Gesetz fest, meldet sie dies den zuständigen Gremien.

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Zu wichtigen aktuellen Ereignissen veröffentlichen wir Medienmitteilungen und informieren, wo erforderlich, direkt. Hierfür übliche Kommunikationsinstrumente sind neben persönlichen Kontakten und Mailings an die Kundinnen und Kunden insbesondere Baustelleninformationsblätter, Informationsveranstaltungen und Mitteilungen im «Anzeiger». Weitere zielgruppenspezifische externe Kommunikationsinstrumente sind die laufend aktualisierte Website www.ewb.ch, das dreimal jährlich erscheinende Kundenmagazin «DiREKT», verschiedene Rechnungsbeilagen, Kundenveranstaltungen und Kampagnen. Intern kommunizieren wir ausser an Mitarbeitenden- und Kaderanlässen mittels Newslettern, Intranet, Podcasts und der dritteljährlich verschickten Mitarbeiterzeitschrift «DiALOG». In regelmässigen Befragungen überprüfen wir die Wirkung aller internen und externen Kommunikationsinstrumente.


Sie vertreten die Mitarbeitenden: der Personalausschuss. Von links: Anita Haller, Nicole Willi, Walter Kindler, Präsident, Marcel Zbinden, Hanspeter Blum, Stephan Wingeier, Vizepräsident, Daniel Gafner.

Personalvertretung Die Personalvertretung umfasst sieben Mitglieder, die von den Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern für eine Amtsperiode von vier Jahren gewählt werden. Eine Wiederwahl ist möglich. Bei der Wahl ist auf eine angemessene Vertretung der verschiedenen Berufsgruppen und Unternehmensbereiche zu achten. Wahlberechtigt und wählbar ist die Gesamtheit der dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) von Energie Wasser Bern unterstellten Mitarbeitenden. Die Personalvertretung konstituiert sich selbst. Die Aufgaben und Rechte der Personalvertretung sind im GAV sowie in dem vom Unternehmen und von der Personalvertretung gemeinsam erarbeiteten Mitwirkungsreglement festgelegt. Die aktuellen Mitglieder der Personalvertretung nahmen ihre Funktion per 1. Januar 2011 auf. Die Bereiche haben folgende Vertretungsansprüche: drei Sitze für den Bereich Netze, zwei Sitze für den Bereich Finanzen & Services, ein Sitz für den Bereich Marketing & Vertrieb und ein Sitz für den Bereich Energiewirtschaft. In der Personalvertretung sind beide Geschlechter und alle Hauptstandorte vertreten. Während des Berichtsjahres begleitete die Personalvertretung die Verhandlungen für den neuen GAV.

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Finanzbericht

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Finanzbericht Stammhaus

Finanzieller Lagebericht Stammhaus 2012

Die nachfolgenden Zahlen und Kommentare beziehen sich auf die Jahresrechnung des Stammhauses (Einzelabschluss Energie Wasser Bern). Die Konzernrechnung inklusive Vorjahr ist auf den Seiten 92 bis 109 abgebildet. Im Geschäftsjahr 2012 weist Energie Wasser Bern einen Jahresver­ lust von 140.9 Mio. CHF aus. Dieser Verlust ist hauptsächlich auf zwei Sondereffekte zurückzuführen: 1. Spezialfinanzierungen werden neu im Fremdkapital geführt Die Spezialfinanzierungen der Sparten Wasser und Kehrichtver­ wertung wurden in der Vergangenheit im Eigenkapital geführt, Gewinne und Verluste der Sparten wurden ausgewiesen und im Rahmen der Gewinnverwendung den Spezialreserven zugewiesen. In Zukunft werden die Spezialfinanzierungen durch geeignete Massnahmen abgebaut. Es werden Mittelabflüsse in Höhe der bis­ herigen Reservepositionen erwartet. Daher wurden Rückstellungen gebildet, die der Höhe der bestehenden Spezialfinanzierungen per Ende 2011 und der Ergebnisse 2012 entsprechen. Für die Sparte Wasser sind das 34.1 Mio. CHF, für die Sparte Kehrichtverwertung 41.8 Mio. CHF. 2. Impairment Energiezentrale Forsthaus Die jährliche aktualisierte Wirtschaftlichkeitsberechnung (Be­ trachtungszeitraum 60 Jahre) für die Energiezentrale Forsthaus hat in diesem Jahr für den Kehrichtteil der Anlage ein Impairment von 97.6 Mio CHF ergeben. Dieses beruht im Wesentlichen auf dem aufwendigen und komplexen Neubau der Kehrichtverwertungs­ anlage (KVA) und insbesondere deren Rauchgasreinigung. Für diese Ersatzinvestitionen wurde in den vergangenen Jahren die Spezialfinanzierung Kehricht aufgebaut. Weitere Gründe für die veränderte Wirtschaftlichkeit liegen in der geplanten Senkung der Kehrichtpreise und in zukünftig erwarteten tieferen Strompreisen an der Energiebörse. Ohne diese zwei Sondereffekte ergibt sich ein Ergebnis von 32.6 Mio. CHF, welches 17.3 Mio. CHF unter dem Vorjahresergeb­ nis von 49.9 Mio. CHF liegt. Dieser Rückgang basiert hauptsäch­ lich auf einem Impairment auf der Gastankstelle BERNMOBIL in der Höhe von 6.0 Mio. CHF (Sparte New Business), auf der Abschreibung der Beteiligung an der in Konkurs gegangenen Solar Industries AG in der Höhe von 3.0 Mio. CHF (Sparte Elektrizität) sowie auf Rückstellungen für belastende Bezugsverträge aus dem Kernkraftwerk Fessenheim in der Höhe von 4.0 Mio. CHF (Sparte Elektrizität). Mit 98.4 Mio. CHF liegt das von den zwei oben erwähnten Sondereffekten nicht beeinflusste Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) des Berichtsjahres 6.5 Mio. CHF oder 6.1 Prozent unter dem EBITDA des Vorjah­ res. Der Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen stieg in der gleichen Periode von 388.2 Mio. CHF auf 406.0 Mio. CHF an. Der

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Energieaufwand nahm gegenüber dem Vorjahr um 28.0 Mio. CHF zu. Sowohl die höheren Erlöse als auch die höheren Energie­ einkäufe sind auf einen grösseren Absatz von Gas und Fernwärme infolge tieferer Durchschnittstemperaturen und höherer Preise zurückzuführen. Der Personalaufwand von 68.5 Mio. CHF ist im Vergleich zum Vorjahr um 6.9 Mio. CHF oder 9.2 Prozent gesun­ ken. Der Grund liegt in der im Jahr 2012 vorgenommenen Auf­­lösung der Rückstellungen Sozialplanfonds und Hilfsfonds in der Höhe von 5.9 Mio. CHF. Die Zunahme der anderen betrieblichen Aufwendungen um 3.6 Mio. CHF auf 39.1 Mio. CHF begründet sich insbesondere durch höhere Kosten für Dienstleistungen von Dritten für Tiefbau, Hochbau und Informatik. Bedingt durch die oben erwähnten Impairments, sind die Abschreibungen von 45.6 Mio. CHF auf 152.1 Mio. CHF angestiegen. Das um 4.0 Mio. CHF tiefere Finanzergebnis resultiert hauptsächlich aus zusätzlichen Zinskos­ ten für Fremdkapital und der Wertberichtigung auf der Beteiligung Solar Industries AG. Betriebsertrag Mit 422.9 Mio. CHF liegt der Betriebsertrag 18.5 Mio. CHF oder 4.6 Prozent über dem Vorjahresertrag von 404.4 Mio. CHF. Die Sparte Elektrizität erzielte einen Betriebsertrag von 230.1 Mio. CHF. Dies entspricht einer Zunahme um 2.9 Mio. CHF oder 1.3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Sparte Wärme stieg der Betriebsertrag von 120.7 Mio. CHF auf 144.0 Mio. CHF, was einer Zunahme um 23.3 Mio. CHF oder 19.3 Prozent entspricht. Der Betriebsertrag der Sparte Wasser sank von 35.2 Mio. CHF auf 32.9 Mio. CHF. Die Sparte Kehrichtverwertung erzielte einen Be­ triebsertrag von 35.0 Mio. CHF, was einer Zunahme um 0.7 Mio. CHF entspricht. Die Sparte New Business hat einen Betriebsertrag von 9.8 Mio. CHF (Vorjahr 9.1 Mio. CHF) erwirtschaftet. Die Zu­ nahme um 0.7 Mio. CHF ist durch höhere Nettoerlöse entstanden. Umfeld Das Geschäftsjahr stand im Zeichen von tieferen Strommarkt­ preisen und dem starken Franken. Dies führte zu deutlich mehr Marktbewegungen bei freien Kunden. Abgesehen davon waren die prägenden Elemente des Jahres 2012 der Bau und die schritt­ weise Inbetriebnahme der Energiezentrale Forsthaus sowie die konsequente Fortsetzung des Umbaus des Produktionsparks in Richtung erneuerbare Energien. Ausblick Auch die nähere Zukunft wird geprägt sein von den grossen Ver­ änderungen, die gegenwärtig in der Energiewirtschaft stattfinden. Sinkende Strompreise auf den Strommärkten, verbunden mit dem Umbau des Produktionsparks in Richtung erneuerbare Energien, die Energiestrategie 2050 des Bundes und nicht zuletzt die Ein­ bindung der neuen Energiezentrale Forsthaus in die bestehenden Prozesse werden die bestimmenden Themen der nächsten Zeit sein.


Finanzbericht Stammhaus

Betriebsertrag 470’000 460’000 450’000 440’000

TCHF

430’000 420’000 410’000 400’000 390’000 380’000 370’000

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2010

2011

2012

EBIT-Entwicklung 80’000 60’000 40’000

TCHF

20’000 0 –20’000 –40’000 –60’000 –80’000

2006 EBIT in TCHF

EBIT in TCHF ohne Sondereffekte

Gewinnentwicklung 80’000 60’000

TCHF

0 –40’000 –80’000 –120’000 –160’000

2006

2007

Gewinn/Verlust in TCHF

2008

2009

Gewinn/Verlust in TCHF ohne Sondereffekte

53


Finanzbericht Stammhaus

Abschluss Stammhaus

Die Bilanzen, Erfolgsrechnungen und Mittelflussrechnungen der einzelnen Sparten Elektrizität, Wärme, Wasser, Kehrichtverwer­ tung und New Business sind auf den Seiten 72 bis 87 abgebildet.

Erfolgsrechnung Stammhaus TCHF Erläuterungen 2012 % Nr. Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen

20111 %

1)

406’005

388’169

Aktivierte Eigenleistungen

14’726

14’279

Andere betriebliche Erträge

2)

Betriebsertrag

2’207 422’938 100.0

Energieaufwand und Wassereinkauf -211’474 Materialaufwand

50.0

–5’485 1.3

1’972 404’420 100.0 –183’539

45.4

–5’035 1.2

Personalaufwand

–68’513 16.2

–75’446 18.7

Andere betriebliche Aufwendungen

–39’098

–35’505

3)

9.2

Betriebsaufwand –324’570 76.7 Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) Abschreibungen

14)

Betriebsergebnis (EBIT) Finanzergebnis

23.3

–299’525 74.1

104’895

–45’554 11.3

–53’773

59’341

–12.7

–65’598

–15.5

51’521

5)

–75’958

Betriebsfremdes Ergebnis

6)

496

62

Ausserordentliches Ergebnis

7)

–196

Jahresverlust/Jahresgewinn vor Steuern Steuern

–141’060

8)

Jahresverlust/Jahresgewinn nach Steuern 1

14.7

–33.4

51’387

12.7

12.7

180 –1’454

–140’880

–33.3

49’933

Restatement. Siehe Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen im Anhang der Jahresrechnung Stammhaus.

54

25.9

–152’141 36.0

4) –11’825 –7’820

Ordentliches Ergebnis Veränderung Spezialfinanzierungen

98’368

8.8

12.3


Finanzbericht Stammhaus

Bilanz TCHF Erläuterungen 31.12.2012 % 31.12.20111 % Nr. Umlaufvermögen

132’290 7.3

220’757 12.1

Flüssige Mittel

9)

18’178

26’558

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

10)

78’089

66’055

Sonstige kurzfristige Forderungen

11)

18’132

104’377

Vorräte und angefangene Arbeiten

12)

2’491

3’854

Aktive Rechnungsabgrenzung

13)

15’400

19’913

Anlagevermögen 1’679’979 92.7

1’599’836 87.9

Sachanlagen

14) 1’361’812 1’330’167

Finanzanlagen

15) 295’251 245’219

Immaterielle Anlagen

14)

Total Aktiven

22’916 1’812’269 100.0

Kurzfristiges Fremdkapital 131’659 7.3

24’450 1’820’593 100.0 91’855 5.0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

16)

34’281

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

17)

47’368

53

Kurzfristige Rückstellungen

21)

12’700

8’724

Passive Rechnungsabgrenzung

18)

37’310

35’511

Langfristiges Fremdkapital 1’067’530 58.9 Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge

47’567

903’577 49.6

19)

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

20)

940’198

846’428

Langfristige Rückstellungen

21)

127’332

57’149

Total Fremdkapital 1’199’189 66.2

995’432 54.7

Eigenkapital

825’161 45.3

613’080 33.8

Dotationskapital 80’000 80’000 Betriebsreserven und Spezialfinanzierungen

673’960

695’228

Jahresverlust / Jahresgewinn

–140’880

49’933

Total Passiven 1

1’812’269

100.0

1’820’593

100.0

Restatement. Siehe Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen im Anhang der Jahresrechnung Stammhaus.

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Finanzbericht Stammhaus

Geldflussrechnung Das Kontokorrent bei der Stadt Bern wird neu unter der Position Veränderung Finanzverbindlichkeiten geführt. Guthaben auf diesem Konto waren bisher im Bestand der flüssigen Mittel resp. in Verän­ derung des Fonds Flüssige Mittel, Verpflichtungen in Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungs­ abgrenzungen enthalten. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

TCHF 2012 20111 Jahresverlust/Jahresgewinn –140’880 49’933 Abschreibungen Sachanlagen/immaterielle Anlagen

48’455

42’513

Abschreibungen Finanzanlagen 4’423 3’866 Wertbeeinträchtigungen (Impairment)

103’686

3’041

Nicht liquiditätswirksamer Erfolg

–3’115

–1’026 –14’279

Eigenleistungen für Investitionen

–14’726

Veränderung Spezialfinanzierungen

75’958

Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen

–529

–62

Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

–12’035

9’942

Veränderung der Vorräte

1’363

477

Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen

3’618

–2’909

Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

–12’047

5’525

Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen

2’705

–3’918

Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)

56’876

93’103

Investitionen in Sachanlagen

–185’565

–236’451

Devestitionen von Sachanlagen

5’081

6’522

Eigenleistungen für Investitionen

14’726

14’279

Investitionen in immaterielle Anlagen

–1’239

–21’217

Investitionen in Beteiligungen

–2’751

–16’972

Investitionen in Finanzanlagen

–63’452

–50’397

Devestitionen von Finanzanlagen

2’622

2’480

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

–230’578

–301’756

Gewinnausschüttung Vorjahr –67’000 –65’000 Speisung Fonds für erneuerbare Energien aus Gewinn Vorjahr

–4’200

–4’000

Veränderung Finanzverbindlichkeiten 236’522 233’924 Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit Veränderung des Fonds Flüssige Mittel

165’322

164’924

–8’380 –43’729

Bestand flüssige Mittel am 1.1.

26’558

70’287

Bestand flüssige Mittel am 31.12.

18’178

26’558

1

Restatement. Siehe Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen im Anhang der Jahresrechnung Stammhaus.

56


Finanzbericht Stammhaus

Nachweis der Eigenkapitalveränderung per 31.12.2012 und 2011 TCHF Dotations- Betriebs- Spezial- Einbehaltene Total kapital reserven finanzierungen Gewinne Eigenkapital Bestand am 1.1.2011 vor Restatement

80’000

Restatement1 Bestand am 1.1.2011

80’000

535’880 578’308

Jahresgewinn Zuweisung

Bestand am 31.12.2011

80’000

12’958

–25’000 555’476

59’126

18’411 126’793

2’168

Verwendung (Ökofonds) Ausschüttung an Stadt Bern

108’382

42’428

139’751

783’388

60’839

59’126

844’227

49’933

49’933

–15’126

–4’000

–4’000

–40’000

–65’000

49’933

825’160

Jahresverlust –140’880 –140’880 Zuweisung Entnahme

20’096

–20’096

–16’363

16’363

Verwendung (Ökofonds)

–4’200

–4’200

–42’000

–67’000

–140’880

613’080

Ausschüttung an Stadt Bern

Bestand am 31.12.2012

80’000

1

–25’000 514’113

159’847

Siehe Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen im Anhang der Jahresrechnung Stammhaus.

57


Finanzbericht Stammhaus

Anhang zur Jahresrechnung Stammhaus

Grundlagen der Rechnungslegung Swiss GAAP FER Die Jahresrechnung Stammhaus (Einzelabschluss) und die Konzern­rechnung vermitteln ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den von der Fachkommission für Emp­ fehlungen zur Rechnungslegung festgelegten Grundsätzen (Swiss GAAP FER). Energie Wasser Bern wendet das gesamte Swiss-GAAP-FER-Regelwerk an. Geldflussrechnung Der Fonds Flüssige Mittel bildet die Grundlage für den Ausweis der Geldflussrechnung. Der Geldfluss aus der Betriebstätigkeit wird aufgrund der indirekten Methode berechnet. Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen Berechnung Vorsorgeverpflichtung Das im Swiss GAAP FER 16 bisher mögliche und von Energie Wasser Bern angewendete Wahlrecht, die Vorsorgeverpflichtung nach ei­ nem höheren Standard, wie z.B. IAS 19, zu berechnen, entfällt auf Ende 2013. Energie Wasser Bern hat die Änderung bereits auf den Abschluss 2012 umgesetzt. Diese Änderung führt zu einem Re­ statement der Vorjahreszahlen. Das Vorjahresergebnis hat sich da­ bei um 3.2 Mio. CHF verbessert und das Eigenkapital hat sich da­ durch um 64.0 Mio. CHF erhöht, während sich die Langfristigen Verbindlichkeiten aus Vorsorge um 64.0 Mio. CHF reduziert haben. Änderungen in der Darstellung Fonds Flüssige Mittel In den Vorjahren wurden Kontokorrente bei der Stadt Bern als flüssige Mittel dargestellt. Diese Kontokorrente werden ab 2012 in den kurzfristigen Forderungen und kurzfristigen Verbindlichkeiten dargestellt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Vorräte und angefangene Arbeiten Die Vorräte sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Skontoabzüge behandelt Energie Wasser Bern als Anschaffungs­ wertminderungen. Für inkurante Vorräte werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Die angefangenen Arbeiten werden zu Herstellkosten bewertet, Anzahlungen von Kunden werden in Abzug gebracht. Sachanlagen Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaf­ fungs- beziehungsweise zu Herstellkosten abzüglich betriebswirt­ schaftlich notwendiger Abschreibungen. Diese erfolgen bei den unten stehenden Anlagekategorien linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer gemäss Branchennormen, wobei in begründeten Fällen davon abgewichen wird. Unbebaute Grundstücke werden zum Kaufpreis inklusive Gebühren und Abgaben bilanziert. Wert­ berichtigungen auf Grundstücken erfolgen nur bei einer allfälligen Wertminderung.

Anlagekategorie Wirtschaftliche Nutzungsdauer in Jahren Grundstücke Gebäude

8

Fahrzeuge > 3.5 t

20

EDV (Hardware und Software)

5

Mobiliar 10 Stromleitungen: Freileitungen 25 Kabelleitungen 40 Trafostationen, Schaltanlagen, Gleichrichter

Bewertungsgrundsätze Die Jahresrechnung wird mit Ausnahme der Equity-Beteiligungen auf Basis von historischen Kosten erstellt.

Unterwerke, technische Einrichtungen

Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel enthalten Kassenbestände, Postcheck- und Bankguthaben sowie kurzfristige Festgeldanlagen. Energie Wasser Bern bewertet sie zu Nominalwerten.

Gasleitungen

Kraftwerke mechanischer Teil: Mess-/Schutz-/Steuereinrichtungen Hydraulische Maschinen Gasstationen, technische Einrichtungen Fernwirkanlage, Mess- und Steueranlagen Gas Fernwärmeleitungen und -kanäle Kehrichtverwertungsanlage, Leittechnik

58

60 bis 100

Fahrzeuge < 3.5 t

Leitstelle (ohne Bau), Mess- und Steueranlagen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen werden zu Nominalwerten bilanziert und erkenn­ bare Einzelrisiken durch entsprechende Wertberichtigungen be­ rücksichtigt. Das allgemeine Bonitätsrisiko wird mittels einer stetig berechneten und pauschalen Wertberichtigung berücksich­ tigt. Diese berechnet sich aus dem Durchschnitt der in den letzten drei Jahren effektiv eingetretenen Debitorenverluste in Prozent des Umsatzes.

Abschreibungen nur bei Werteinbusse

Kehrichtverwertungsanlage, maschinelle Anlagen

40 bis 60 15 15 bis 40 15 50 50 bis 60 30 10 bis 15 40 10 bis 15 25


Finanzbericht Stammhaus

Aktivierte Eigenleistungen Die selbst erstellten, im Betrieb verbleibenden Anlagegüter werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Die aktivierten Eigenleis­ tungen beruhen hauptsächlich auf dem Bau- und den Erweite­ rungsmassnahmen von Versorgungsnetzen und Kraftwerksanlagen. Contracting-Anlagen Die Abschreibungen von Contracting-Anlagen richten sich nach den in den Verträgen mit den Contracting-Kunden festgelegten Bestimmungen. In der Regel erfolgt die Abschreibung progressiv über 10 bis 20 Jahre. Bauzinsen Bei Hochbauprojekten mit Bausummen von über 5.0 Mio. CHF und einer Erstellungsdauer von über einem Jahr werden die Fremd­ kapitalzinsen als Bauzinsen aktiviert. Als Berechnungsgrundlage dienen die durchschnittlich in den betreffenden Bauprojekten investierten Mittel (Bestand Anfang Jahr plus Bestand Ende Jahr, geteilt durch zwei) und der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des betreffenden Geschäftsjahres. Renditeliegenschaften Energie Wasser Bern besitzt keine reinen Renditeliegenschaften. Es werden diverse Räumlichkeiten und Gebäudeteile an Dritte vermie­ tet. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf einen separaten Ausweis dieser Gebäude verzichtet. Sachanlagen der Wasserversorgung Anlagen der Wasserversorgung werden in Anwendung der diesbe­ züglichen kantonalen Richtlinien auf Basis des Wiederbeschaf­ fungswerts abgeschrieben. Von diesem Abschreibungsbetrag wer­ den 80 Prozent (Vorjahr 60 Prozent) als jährliche Abschreibungen auf den Wasseranlagen verbucht.

Anlagekategorie

Wirtschaftliche Nutzungsdauer (kantonale Richtwerte) in Jahren

Grundstücke

Abschreibung nur bei Werteinbusse

Wassertransportleitungen 80 Wasserverteilleitungen 80

Wertbeeinträchtigungen (Impairment) Die Werthaltigkeit der langfristigen Vermögenswerte wird an jedem Bilanzstichtag einer Beurteilung unterzogen. Liegen Hinweise ei­ ner nachhaltigen Wertverminderung vor, wird eine Berechnung des realisierbaren Wertes durchgeführt (Impairment-Test). Übersteigt der Buchwert den realisierbaren Wert, wird durch ausserplanmässi­ ge Abschreibungen eine erfolgswirksame Anpassung vorgenommen. Finanzanlagen Die Beteiligungen an den Energieproduktionsgesellschaften (Partnerwerke) sind branchenüblich zum anteiligen Eigenkapital (at equity) bewertet. Übrige Beteiligungen sind zu Anschaffungs­ werten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Abschreibun­ gen bewertet. In den Anschaffungswerten enthaltene noch nicht bezahlte Kaufpreiskomponenten (earn outs) werden als Anschaf­ fungswert aktiviert und in den Finanzverbindlichkeiten bis zur Auszahlung passiviert. Immaterielle Anlagen Die immateriellen Anlagen enthalten Rechte, Software und Inves­ titionsbeiträge an Kundinnen und Kunden. Die Abschreibung der aktivierten Beiträge erfolgt linear über die jeweilige Nutzungsoder Vertragsdauer. Die Nutzungsrechte aus dem koordinierten Bau des Glasfasernetzes werden über 35 Jahre abgeschrieben. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zu Nominalwerten bilanziert. Personalvorsorgeverpflichtungen Arbeitnehmende und ehemalige Arbeitnehmende erhalten verschie­ dene Personalvorsorgeleistungen oder Altersrenten. Energie Wasser Bern ist bei der rechtlich selbstständigen Personalvorsorgekasse der Stadt Bern angeschlossen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen aus den vorhandenen Vorsorgeeinrichtungen werden jährlich be­ urteilt und der daraus abgeleitete wirtschaftliche Nutzen oder die wirtschaftliche Verbindlichkeit bilanziert. Rückstellungen Für faktische und gesetzliche Verpflichtungen sowie für drohende Risiken und Verluste bildet Energie Wasser Bern Rückstellungen. Diese beziehen sich ausschliesslich auf Transaktionen, deren Ursa­ che in der Vergangenheit liegt. Die Höhe der Rückstellungen ba­ siert auf der Einschätzung der Geschäftsleitung und widerspiegelt die per Bilanzstichtag zu erwartenden künftigen Aufwendungen.

59


Finanzbericht Stammhaus

Spezialfinanzierungen Die Einlage in den Fonds für erneuerbare Energien (Ökofonds) erfolgt gemäss Reglement Energie Wasser Bern (ewr) Art. 25 Abs. 5. Über Ausschüttungen befindet die Ökofondskommission (siehe Seiten 34 bis 37). Die Äufnung/Auflösung der Spezialfinanzierungen der Wasserrech­ nung richtet sich nach den betreffenden kantonalen Vorschriften. Latente Steuern Die jährliche Abgrenzung der latenten Ertragssteuern basiert auf einer bilanzorientierten Sichtweise und berücksichtigt grundsätz­ lich alle zukünftigen ertragssteuerlichen Auswirkungen. Aktive latente Steuern, die sich aus Verlustverrechnungspotenzia­ len ergeben, werden nur dann bilanziert, wenn eine entsprechende Realisierung als wahrscheinlich gilt. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Währungsrisiken und zur Optimierung der Produktions- und Verbrauchsprofile werden bei Energie Wasser Bern derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Sie werden in der Bilanz erfasst, wenn sie die Definition eines Aktivums oder einer Verbind­ lichkeit erfüllen. Instrumente zur Absicherung von zukünftigen Cashflows werden nicht bilanziert. Sie sind im Anhang offengelegt.

60


Finanzbericht Stammhaus

Finanzbericht Stammhaus

Erläuterungen zu Positionen der Jahresrechnung Stammhaus Erfolgsrechnung 1) Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen TCHF 2012 2011 Nettoerlös aus Verkauf Elektrizität 209’858 206’677 Verkauf Gas und Fernwärme

140’611

113’112

Verkauf Wasser 27’378 29’016 Kehrichtannahme und Energieabgabe

33’957

33’528

abzüglich betriebsinterne Energielieferungen

–28’844

–21’992

Übrige Erlöse aus Lieferungen und Leistungen Sparte Elektrizität 12’098 12’776 Sparte Wärme

75

4’679

Sparte Wasser 3’881 4’260 Sparte New Business

6’991

6’113

Total Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen

406’005

388’169

Davon Lieferungen und Leistungen an Dritte 355’750 344’024 Stadt Bern einschliesslich übriger Stadtbetriebe

43’362

35’527

Nahestehende Personen 6’893 8’618

2) Andere betriebliche Erträge Die bisher unter diesem Titel geführten Entnahmen aus den Spezialfinanzierungen nach kantonalem Recht werden neu zu­sammen mit den Einlagen in die Spezialfinanzierungen in der neuen Position Veränderung Spezialfinanzierung ausserhalb des ordentlichen Betriebsergebnisses dargestellt. Die Vorjahres­ werte wurden entsprechend angepasst.

3) Andere betriebliche Aufwendungen TCHF 2012 2011 Dienstleistungen Dritte für Unterhalt

11’774

8’352

Benutzung öffentlicher Raum

5’700

5’700

Aufwand für Werbung, Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit

4’199

4’530

Honoraraufwand 3’718 3’864 Entsorgungsaufwand 3’267 3’085 Übrige betriebliche Aufwendungen

10’440

9’974

Total andere betriebliche Aufwendungen

39’098

35’505

Gegenüber dem Vorjahr werden in dieser Aufstellung die Positionen Aufwand für Werbung, Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit so­wie Honoraraufwand neu separat aufgeführt. Diese Positionen waren bisher in Übrige betriebliche Aufwendungen enthalten. Aus Gründen der Wesentlichkeit nicht mehr separat dargestellt

werden die Durchleitungsentschädigungen (nun enthalten in Übrige betriebliche Aufwendungen). Die Position Einlagen in Spezialfinanzierungen nach kantonalem Recht wird neu unter dem Titel Veränderung Spezialfinanzierung ausserhalb des ordentlichen Betriebsergebnisses dargestellt. 61


Finanzbericht Stammhaus

4) Finanzergebnis TCHF 2012 2011 Zinsertrag aus Forderungen gegenüber Nahestehenden

2’423

1’091

Erfolg aus Beteiligungen gegenüber Nahestehenden

–467

207

Übriger Finanzertrag

385

1’672

Aktivierte Bauzinsen 8’471 7’824 –22’191

–17’691

Zinsaufwand gegenüber Nahestehenden

Zinsaufwand gegenüber Stadt Bern

–1

Übriger Finanzaufwand –446 –922 Total Finanzergebnis

Die aktivierten Bauzinsen steigen mit dem Baufortschritt der neuen Energiezentrale Forsthaus weiter an. Die höheren Zinskosten resultieren aus der weiter gestiegenen Verschuldung aufgrund der hohen Investitionen. Die Wertberichtigung auf der Beteiligung Solar Industries AG von 3.0 Mio. CHF führt zu einem negativen Erfolg aus Beteiligungen gegenüber Nahestehenden. 5) Veränderung Spezialfinanzierungen Da die in der Vergangenheit aufgelaufenen Reserven aus Spezial­ finanzierungen für Wasser und Kehrichtverwertung mittelfristig mittels geeigneter Massnahmen abgebaut werden, wurden ent­ sprechende Rückstellungen in der Höhe der bestehenden Reser­ ven per 31. Dezember 2011 und der Ergebnisse 2012 gebildet. Damit wird auch der aus kantonalem Recht ableitbaren Tatsache Rechnung getragen, dass Rechnungsüberschüsse nur zur Deckung künftiger Verluste verwendet werden dürfen und demzufolge den Gebührenzahlern und nicht der Eigentümerin von Energie Wasser Bern zuzurechnen sind. Ferner sind hier neu die Einlagen in die Spezialfinanzierung Werterhalt nach kantonalem Recht sowie Ent­ nahmen daraus enthalten (2012 je 5.7 Mio. CHF und 2011 je 4.2 Mio. CHF). Diese beiden Positionen wurden bisher unter An­ dere betriebliche Aufwendungen resp. Andere betriebliche Erträge aufgeführt.

62

–11’825

–7’820

6) Betriebsfremdes Ergebnis Aus Verkäufen von nicht mehr notwendigen technischen Anlagen entstanden Buchgewinne und -verluste. 7) Ausserordentliches Ergebnis Im Vorjahr wurden Mindererlöse im Zusammenhang mit der Übertragung der Höchstspannungsanlagen an die Swissgrid AG verbucht. 8) Steuern Energie Wasser Bern erfüllt in den Sparten Elektrizität, Wärme, Wasser und Kehrichtverwertung vorwiegend öffentliche Aufgaben. Diese sind nicht der Steuerpflicht unterworfen. Steuerbar sind die Sparte New Business und die Einnahmen aus der Vermietung diverser Räumlichkeiten oder Liegenschaften.


Finanzbericht Stammhaus

Bilanz 9) Flüssige Mittel TCHF

31.12.2012 31.12.2011

Flüssige Mittel

18’147

Wertschriften

26’522

31 36

Total flüssige Mittel und Wertschriften

18’178

26’558

In den Vorjahren wurden Kontokorrente bei der Stadt Bern als flüssige Mittel dargestellt. Diese Kontokorrente werden ab 2012 in den Sonstigen kurzfristigen Forde­ rungen und Sonstigen kurz­fristigen Verbindlichkeiten dargestellt. Die Vor­jahreszahlen wurden im Umfang von 95.8 Mio. CHF entsprechend angepasst.

10) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TCHF

31.12.2012 31.12.2011

Gegenüber Dritten

63’671

60’600

Gegenüber der Stadt Bern

13’755

5’784

Gegenüber Nahestehenden Wertberichtigung (Delkredere) Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

1’850

962

–1’187

–1’291

78’089

66’055

11) Sonstige kurzfristige Forderungen TCHF

31.12.2012 31.12.2011

Gegenüber Dritten

5’528

4’572

Gegenüber der Stadt Bern

3’863

99’805

Gegenüber Nahestehenden Total sonstige kurzfristige Forderungen

8’741 18’132

104’377

Die Kontokorrente bei der Stadt Bern werden wie in Kommentar Nr. 9 erläutert neu bei den Sonstigen kurz­ fristigen Forderungen dargestellt. Das Vorjahr wurde angepasst. Die kurzfristigen Forderungen gegenüber Nahestehenden beinhalten Darlehenstranchen, welche im Jahr 2013 fällig werden.

12) Vorräte und angefangene Arbeiten TCHF Material- und Warenvorräte Angefangene Arbeiten

31.12.2012 31.12.2011 3’560

7’591

654

261

Wertberichtigung

–1’723 –3’998

Total Vorräte und angefangene Arbeiten

2’491

Die Abnahme der Materialvorräte ist auf die Stilllegung der alten Kehrichtverwertungsanlage zurückzuführen. Diese bereits wertberichtigten Ersatz­materialien wurden verkauft oder verschrottet.

3’854

13) Aktive Rechnungsabgrenzung TCHF

31.12.2012 31.12.2011

Gegenüber Dritten

5’528

Gegenüber der Stadt Bern

1’149

2’492

Gegenüber Nahestehenden

8’723

11’744

15’400

19’913

Total aktive Rechnungsabgrenzung

5’677

63


Finanzbericht Stammhaus

14) Sachanlagen und immaterielle Anlagen TCHF

Unbebaute Grundstücke

Grundstücke und Bauten

Anlagen und Einrichtungen

Anlagen im Bau

Übrige Sachanlagen

Total Sachanlagen

Nettobuchwerte 1.1.2012

2’914 128’781 753’341 435’002 10’128 1’330’167

Anschaffungskosten Stand per 1.1.2012

2’933

281’475

1’809’473

435’002

28’699

Zugänge 58’056 103’045 23’165

2’557’582

1’299 185’565

Abgänge –9’933 –8’954 –898

–52 –19’836

Reklassifikation/Umbuchung 129’980 279’606 –410’022

890

Stand per 31.12.2012

2’933

459’579

Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2012

–20

–152’694

2’183’170

454

47’247

30’837

2’723’765

–1’056’132

–18’570

–1’227’416

Planmässige Abschreibungen –6’224 –38’363 –2’827 –47’414 Wertbeeinträchtigungen (Impairment) –36’480 –65’985 –102’465 Abgänge 9’681 5’561

43 15’284

Reklassifikation/Umbuchung 3 55 58 Stand per 31.12.2012 Nettobuchwerte 31.12.2012

–20

–185’715

–1’154’864

2’914 273’864 1’028’306

TCHF Immaterielle Immaterielle Total Anlagen Anlagen immaterielle im Bau Anlagen Nettobuchwerte 1.1.2012 21’451 2’999 24’450 Anschaffungskosten Stand per 1.1.2012

21’451

6’089

27’540

Zugänge 1’239 1’239 Abgänge Reklassifikation/Umbuchung –21’442 20’988 Stand per 31.12.2012

–454

9

28’316

28’325

Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2012

–3’090

–3’090

Planmässige Abschreibungen –1’040 –1’040 Wertbeeinträchtigungen (Impairment) –1’222 –1’222 Abgänge Reklassifikation/Umbuchung –58 –58 Stand per 31.12.2012 Nettobuchwerte 31.12.2012

64

–5’409

–5’409

9 22’907 22’916

47’247

–21’355

–1’361’953

9’482 1’361’812

Die starke Abnahme der Anlagen im Bau ist hauptsächlich auf die Teilinbe­ triebnahme der neuen Energiezentrale Forsthaus zurückzuführen. Die Zugänge enthalten aktivierte Fremdkapitalzinsen in der Höhe von 8.5 Mio. CHF (Vorjahr 7.8 Mio. CHF). Per Bilanzstichtag wurden die Aktiven auf allfällige Anzeichen für Wertbeein­ trächtigungen überprüft. Die betroffenen Anlagen wurden auf den erziel­baren Wert reduziert. Die Reduktion ist unter Wertbeeinträchtigungen (Impairment) ausgewiesen. Die wesentlichen Fälle sind nachfolgend aufgeführt.


Finanzbericht Stammhaus

TCHF

Unbebaute Grundstücke

Grundstücke und Bauten

Anlagen und Einrichtungen

Anlagen im Bau

Übrige Sachanlagen

Total Sachanlagen

Nettobuchwerte 1.1.2011

2’914 126’441 742’325 257’286 11’647 1’140’614

Anschaffungskosten Stand per 1.1.2011

2’933

275’467

1’778’624

257’286

31’588

Zugänge 4’090 23’014 207’849

2’345’899

1’234 236’187

Abgänge –1’885 –16’852 –6’030 –24’767 Reklassifikation/Umbuchung 3’804 24’687 –30’133 1’906 263 Stand per 31.12.2011

2’933

281’475

Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2011

–20

–149’026

1’809’473

435’002

28’699

2’557’582

–1’036’299

–19’940

–1’205’285

Planmässige Abschreibungen –5’395 –33’066 –3’556 –42’018 Wertbeeinträchtigungen (Impairment) –3’041 –3’041 Abgänge 1’727 15’199 6’001 22’927 Reklassifikation/Umbuchung 1’075 –1’075 Stand per 31.12.2011

–20

Nettobuchwerte 31.12.2011

Die jährliche aktualisierte Wirtschaft­ lichkeitsberechnung (Betrachtungszeit­ raum 60 Jahre) für die Energiezentrale Forsthaus hat in diesem Jahr für den Kehrichtteil der Anlage ein Impairment von 97.6 Mio CHF ergeben. Dieses beruht im Wesentlichen auf dem aufwendigen und komplexen Neubau der Kehrichtver­ wertungsanlage (KVA) und insbesondere deren Rauchgasreinigung. Für diese Ersatz­­ investitionen wurde in den ver­gangenen Jahren die Spezialfinanzie­rung Kehricht aufgebaut. Weitere Gründe für die ver­ änderte Wirtschaftlichkeit liegen in der geplanten Senkung der Kehrichtpreise und in zukünftig erwarte­ten tieferen Strompreisen an der Energiebörse. Die Aktualisierung der Wirtschaftlich­ keitsberechnung für die Gastankstelle BERNMOBIL (weniger Busse, eine zu­ sätzliche Redundanztankstelle) führt zu einem Impairment von 6.0 Mio. CHF.

–152’694

–1’056’132

–18’570

–1’227’416

2’914 128’781 753’341 435’002 10’128 1’330’167

TCHF Immaterielle Immaterielle Total Anlagen Anlagen immaterielle im Bau Anlagen Nettobuchwerte 1.1.2011 823 2’906 3’729 Anschaffungskosten Stand per 1.1.2011

823

5’500

Zugänge 21’216

6’323

264 21’480

Abgänge Reklassifikation/Umbuchung –589 325 –263 Stand per 31.12.2011

21’451

6’089

27’540

Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2011

–2’594

–2’594

Planmässige Abschreibungen –496 –496 Wertbeeinträchtigungen (Impairment) Abgänge Reklassifikation/Umbuchung Stand per 31.12.2011

–3’090

–3’090

Nettobuchwerte 31.12.2011 21’451 2’999 24’450

Per 31.12.2012 bestanden wie im Vorjahr keine verpfändeten Sachanlagen.

65


Finanzbericht Stammhaus

Brandversicherungswert der Sachanlagen TCHF Anlagen Elektrizität

31.12.2012 31.12.2011 164’473

161’538

Anlagen Wärme

10’857

10’708

Anlagen Wasser

921

921

724’442

518’679

Anlagen Kehrichtverwertung

Anlagen New Business Total

900’693 691’846

Die Zunahme bei den Anlagen der Kehrichtverwertung ist auf den Neubau (Versicherung analog dem Baufortschritt) der Energie­ zentrale Forsthaus zurückzuführen.

15) Finanzanlagen TCHF At equity Zum Total Übrige Übrige Total bewertete Anschaffungs- Beteiligungen Finanzanlagen Finanzanlagen Finanzanlagen Beteiligungen wert bewertete gegenüber gegenüber Beteiligungen Dritten Nahestehenden Bestand am 1.1.2011

60’082

34’057

94’139

379

79’904

Zugang

51

25’420

25’471

50’398

75’869

–2’335

–2’480

Abgang Wertveränderung at equity

1’274

Wertberichtigung

–3’366

Bestand am 31.12.2011

61’407

56’111

Zugang

1’051

6’170

1’274 –3’366

1’314

Wertberichtigung Bestand am 31.12.2012

63’772

–3’751 58’530

Im Geschäftsjahr hat sich Energie Wasser Bern an den Gesellschaften Resag Recycling und Sortierwerk Bern AG, Solarkraftwerke Bigla AG, Solarkraft Oberaargau AG und Kleinkraftwerk Birseck AG beteiligt. Auf dem Beteiligungsbuchwert und dem Darlehen der Geo-Energie Suisse AG wurde eine Wertberichtigung vorgenommen. Über die Solar Industries AG wurde im Jahr 2012 der Konkurs eröffnet. Der Rest­ buchwert von 3.0 Mio. CHF wurde im Geschäftsjahr wertberichtigt. Der Abgang bei den übrigen Finanzanlagen gegenüber Nahestehenden enthält die in die Sonstigen kurzfristigen Forderungen umgegliederten, nächstes Jahr zur Rückzahlung fällig werdenden Darlehenstranchen (unter anderem 6.7 Mio. CHF ewb Übertragungsnetz AG, 1.9 Mio. CHF Wasserverbund Region Bern AG).

66

1’274

–500

–3’866

234

127’467

245’219

7’221

57’282

64’503

–11’180

–11’362

117’518

Abgang Wertveränderung at equity

–145

174’422

–182

1’314 –3’751 122’302

52

1’314

–672

–4’423

172’897

295’251


Finanzbericht Stammhaus

Wesentliche Beteiligungen von Energie Wasser Bern Gesellschaft Sitz Zweck Aktienkapital 2012 2011 Bewertung in TCHF Kapitalanteil Kapitalanteil in der Bilanz ewb Natur Energie AG 1

Bern Beteiligungen 1’000 100% 100% Anschaffungswert

ewb Übertragungsnetz AG

Bern

Netzbetrieb

100

100%

100%

Anschaffungswert

Köniz

Installationen

1’000

100%

100%

Anschaffungswert

Installationen

1’000

Bären Haustechnik AG Bären Elektro AG 2

Bern

Guggisberg Dachtechnik AG

0%

100% Anschaffungswert

Köniz

Dachtechnik

100

100%

100%

Bern

Wasserversorgung

20’000

61%

61%

Anschaffungswert

energiecheck bern ag Bern

Dienstleistungen in der Energiebranche

200

60%

60%

Anschaffungswert

Wasserverbund Region Bern AG

The Mobility House AG Schweiz

Anschaffungswert

Bern

Mobilität

700

50%

50%

Anschaffungswert

Aarberg

Holzbeschaffung

300

35%

35%

Anschaffungswert

Resag Recycling und Sortierwerk Bern AG

Bern

Abfallverwertung

4’400

25%

0%

Anschaffungswert

AG für Abfallverwertung AVAG

Thun

Abfallverwertung

3’400

15%

15%

Anschaffungswert

Glarus Nord

Solartechnik

30’921

15%

15%

Anschaffungswert

Basel

Geothermie

700

14%

14%

Anschaffungswert

Münchenstein

Beteiligungen

4’389

11%

0%

Anschaffungswert

Swisspower Energy AG

Zürich

Energievertrieb

1’990

11%

11%

Anschaffungswert

Swisspower Netzwerk AG

Zürich

Netzwerk

360

5%

5%

Anschaffungswert

BERNEXPO HOLDING AG Bern

Infrastruktur Messeplatz Bern

4’200

7%

7%

Anschaffungswert

Lignocalor Seeland AG

Solar Industries AG Geo-Energie Suisse AG Kleinkraftwerk Birseck AG

Thun Solar AG Solarkraftwerke Bigla AG Kraftwerk Sanetsch AG Solarkraft Oberaargau AG pvenergie AG Kraftwerke Oberhasli AG Gasverbund Mittelland AG

Thun

Energieproduktion

100

51%

51%

at equity

Biglen

Energieproduktion

100

51%

0%

at equity

Gsteig

Energieproduktion

3’200

50%

50%

at equity

Langenthal

Energieproduktion

2’000

50%

0%

at equity

Niederönz

Energieproduktion

300

40%

40%

at equity

Innertkirchen

Energieproduktion

120’000

17%

17%

at equity

Arlesheim

Energievertrieb

6’140

10%

10%

at equity

Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG

Däniken

Energieproduktion

Maggia Kraftwerke AG

Locarno

Energieproduktion

350’000  8% 8% at equity 100’000

5%

5%

at equity

Blenio Kraftwerke AG

Blenio

Energieproduktion

60’000

5%

5%

at equity

3

Namensänderung von ewb Beteiligungen AG auf ewb Natur Energie AG 2 Fusioniert mit der Bären Haustechnik AG per 1.1.2012 3 Davon einbezahlt 290’000 TCHF 1

Gesellschaften, die aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zwischen den Aktionären gemein­ schaftlich geführt werden – insbesondere die Partnerwerke –, werden als Joint Ventures behandelt. Joint Ventures bewertet Energie Wasser Bern unabhängig von der Beteiligungs­ quote nach der Equity-Methode.

16) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TCHF 31.12.2012 31.12.2011 Gegenüber Dritten 20’432 37’319 Gegenüber der Stadt Bern

254

694

Gegenüber Nahestehenden

13’595

9’554

Total Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

34’281

47’567

67


Finanzbericht Stammhaus

17) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten TCHF 31.12.2012 31.12.2011 Gegenüber Dritten

9’425

Gegenüber der Stadt Bern

37’937

Gegenüber Nahestehenden

6

Total sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

47’368

53

53

Unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten werden die nächstes Jahr zur Rückzahlung fälligen Anteile bestehender Darlehen von Dritten und der Stadt Bern sowie das Kontokorrent gegenüber der Stadt Bern ausgewiesen.

18) Passive Rechnungsabgrenzung TCHF 31.12.2012 31.12.2011 Gegenüber Dritten 29’609 25’482 Gegenüber der Stadt Bern

13

488

Gegenüber Nahestehenden 7’688 9’541 Total passive Rechnungsabgrenzung

37’310

35’511

19) Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge Alle Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern sind der Personal­ vorsorgekasse der Stadt Bern angeschlossen und für Ruhestand, Todesfall und Invalidität versichert. Der Vorsorgeplan entspricht dem Leistungsprimat gemäss dem BVG. Das im Swiss GAAP FER 16 bisher erlaubte und angewendete Wahlrecht, die Vorsorgeverpflichtung nach einem höheren Standard, wie z.B. IAS 19, zu berechnen, entfällt auf Ende 2013. Energie Wasser Bern hat die Änderung auf den Abschluss 2012 umgesetzt. Dies führt zu einem Restatement der Verbindlich­ keiten aus Vorsorgeverpflichtungen (im Geschäftsbericht 2011 mit 64.1 Mio. CHF ausgewiesen).

Wirtschaftlicher Nutzen / wirtschaftliche Verpflichtung und Vorsorgeaufwand in TCHF Einrichtungen mit Unterdeckung (Schweiz) Total

68

Über-/Unterdeckung gemäss FER 26 31.12.11

Wirtschaftlicher Anteil des Unternehmens 31.12.12

Veränderung zum Vorjahr resp. erfolgswirksam im GJ

Auf die Periode abgegrenzte Beiträge

31.12.11

Vorsorgeaufwand im Personalaufwand 31.12.12

31.12.11

–19’645

0

0

0

0

6’343

6’857

–19’645

0

0

0

0

6’343

6’857


Finanzbericht Stammhaus

20) Langfristige Finanzverbindlichkeiten TCHF 31.12.2012 31.12.2011 Gegenüber Dritten 15’198 21’428 Gegenüber der Stadt Bern Total langfristige Finanzverbindlichkeiten

925’000

825’000

940’198 846’428

Die Stadt Bern als Eigentümerin nimmt die benötigten Mittel für die Investition in die Energiezentrale Forsthaus oder den Bau des Glasfasernetzes in Form von Darlehen oder Anleihen auf und stellt sie Energie Wasser Bern zur Verfügung.

21) Rückstellungen TCHF Steuerrück- Restruktu- Spezial- Sonstige stellungen rierungsrück- finanzierungen Rück stellungen stellungen Buchwert per 1.1.2011

1’445

5’937

Bildung

1’454

Verwendung

–1’979

Auflösung Buchwert per 31.12.2011

920

35’258

22’986

–46

Verwendung

Auflösung

–181

–5’891

Buchwert per 31.12.2012

739

0

Davon mit geschätzter Fälligkeit < 12 Monate

739

65’626

9’564

11’018

–8’746

–10’725

5’891

Bildung

Total

–46

35’258

23’804

65’873

81’665

8’452

90’117

–5’707

–4’130

–9’837

–50

–6’122

111’216

28’076

140’031

3’885

8’076

12’700

Mit dem Abschluss eines neuen Gesamtarbeitsvertrages (GAV) per 1. Januar 2013 ist der im alten GAV vorgeschriebene Sozialplan­ fonds nicht mehr nötig. Die Restrukturierungsrückstellung wurde vollständig aufgelöst und dem Personalaufwand gutgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurden Spezialfinanzierungen Wasser und Kehricht in den Rückstellungen gebildet. Dies führte zu einem einmaligen Verlust bei den Sparten Wasser und Kehricht. Aus dem spezialfinanzierten Haushalt geht damit aber kein Geld verloren. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten eine Rückstellung für die Sanierung des Gaswerkareals von insgesamt 20.2 Mio. CHF, den Ökofonds 3.2 Mio. CHF sowie die Rückstellungen über 4.0 Mio. CHF aus belastenden Bezugsverträgen für das Kern­ kraftwerk Fessenheim.

69


Finanzbericht Stammhaus

22) Beziehungen zu Nahestehenden und Gesellschaften TCHF Stadt Bern Stadt Bern Nahestehende Nahestehende und und Gesellschaften Gesellschaften (Beteiligungen) (Beteiligungen) 2012 2011 2012 2011 Verkauf von Energie

15’932

14’939

4’665

5’093

Übrige Verkäufe und Dienstleistungen

27’430

20’588

2’228

3’525

Erhaltene Zinsen und Dividenden

1’956

3’298

Kauf von Energie und Wasser

147’111

128’812

Abgaben und Gebühren 1 6’337 6’611 Übrige Käufe und Dienstleistungen 1 1’330 1’973 9’646 5’096 Bezahlte Zinsen

22’191

17’691

1

Gewinnablieferung 67’000 65’000 Gewährte Darlehen 181’637 127’467 Sonstige kurzfristige Forderungen

3’863

99’805

8’741

Forderungen und Abgrenzungen

14’904

8’276

10’573

12’706

Langfristige Finanzverbindlichkeiten 925’000 825’000 Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 1

38’205

1’182

21’289

19’095

Inkl. aktivierter Leistungen Sachanlagen

23) Offene derivative Finanzinstrumente Kontrakt­wert Währungsinstrumente Energielieferungen

Passive Werte 2012

Zweck

Kontraktwert

2012

Aktive Werte 2012

21’309

1’064

1’301

Absicherung

Devisentermingeschäfte Total derivative Finanzinstrumente

36’685

1’583

1’739

Absicherung

187

Absicherung

31’749 21’309

1’064

Im Vorjahr wurde neben den üblichen Energiehandelsgeschäften eine Eurokursabsicherung getätigt.

70

Passive Werte 2011

Zweck

2011

Aktive Werte 2011

1’301

68’433

1’583

1’926


Finanzbericht Stammhaus

24) Eventualverpflichtungen Fonds Nukleare Entsorgung Für alle Inhaber, Mitinhaber und Mitnutzer von Kernanlagen besteht in Bezug auf den Differenzbetrag zwischen Fondsaus­ gleichszahlungen und den anteiligen Fondsguthaben für die nukleare Entsorgung, die Stilllegung und die Nachbetriebsphase eine Nachschusspflicht im Sinne einer Solidarhaftung. Gasverbund Mittelland AG Aus dem Partnerschaftsvertrag mit der Gasverbund Mittelland AG ergibt sich eine Solidarhaftung. pvenergie ag Energie Wasser Bern bürgt solidarisch für ein Darlehen von Dritten über 624 TCHF an die Gesellschaft.

25) Offene Rechtsfälle Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist Energie Wasser Bern in Rechtsstreitigkeiten involviert. Daraus zu erwartende Geldab­ flüsse werden entsprechend zurückgestellt. Die Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom hat im Jahr 2010 gegen Energie Wasser Bern ein Verfahren betreffend die Elektrizitätstarife eröffnet. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen, allfällige Auswirkungen können momentan nicht beziffert werden. 26) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf das Jahresergebnis haben. Die Jahresrechnung wurde am 25. Februar 2013 vom Verwaltungs­ rat von Energie Wasser Bern für die Sitzung des Gemeinderates vom 20. März 2013 zur Genehmigung vorgeschlagen.

Verwendung des Jahresergebnisses 2012 Ergebnisverwendung in TCHF

2012

Jahresverlust 2012 nach OR

–87’457

Restatement IAS 19 (Einlage in die Betriebsreserven der Sparten)

–64’023

Equitybewertung der Beteiligungen (Entnahme aus den Betriebsreserven der Sparten)

10’600

Jahresverlust 2012 nach Swiss GAAP FER

–140’880

Reserveausschüttung an die Stadt Bern

–43’000

Einlage in den Ökofonds (sonstige Rückstellungen)

–4’300

Entnahme aus der Spezialfinanzierung Wasser (Betriebsrücklage)

32’147

Entnahme aus der Spezialfinanzierung Kehrichtverwertung

127’699

Entnahme aus den Betriebsreserven Elektrizität

22’559

Einlage in die Betriebsreserven Wärme

–9’992

Entnahme aus den Betriebsreserven New Business

15’767

Die Gewinnverwendung basiert auf dem Einzelabschluss nach Gesetz und Statuten (OR). Im Vergleich zum hier dargestellten FER-Abschluss wird das Restatement aus Änderung des Rech­ nungslegungsstandards FER 16 erfolgswirksam (Gewinn nach OR von 64’023 TCHF) vorgenommen.

Im FER erfolgt die Bewertung der Beteiligungen nach der Equitymethode, im Obligationenrecht gilt der Anschaffungswert (Verlust nach OR von 10’600 TCHF).

71


Finanzbericht Stammhaus

Spartenergebnisse: Elektrizität

Der Jahresgewinn nach Steuern liegt mit 24.7 Mio. CHF um 12.3 Mio. CHF unter dem Vorjahresergebnis von 37.0 Mio. CHF. Das tiefere Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) in Höhe von 56.4 Mio. CHF (Vorjahr 67.6 Mio. CHF) ist vor allem auf höhere Jahreskosten der Partnerwerke und die Bildung einer Rückstellung für das Kernkraftwerk Fessenheim zurückzuführen.

Das im Vorjahresvergleich um 4.3 Mio. CHF schlechtere Finanzergeb­ nis ergibt sich vor allem aus der Abschreibung der Beteiligung an der in Konkurs gegangenen Solar Industries AG.

Erfolgsrechnung in TCHF

2012

%

20111 %

Nettoerlös aus Energielieferungen

209’858

206’677

Übrige Erlöse aus Lieferungen und Leistungen

12’098

12’776

Aktivierte Eigenleistungen

6’488

6’073

Andere betriebliche Erträge

1’660

1’644

Betriebsertrag

230’104 100.0

227’170 100.0

Energieaufwand

–129’621 56.3

–112’856 49.7

Materialaufwand

–2’904 1.3

–2’385 1.0

Personalaufwand

–31’469 13.7

–34’357 15.1

Andere betriebliche Aufwendungen

–15’654

–14’176

Interne Verrechnungen

6.8

6.2

5’949 –2.6

4’225 –1.9

Betriebsaufwand –173’699 75.5

–159’550 70.2

Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

56’405

Abschreibungen

–24’596 10.7

–25’856 11.4

Betriebsergebnis (EBIT)

31’809 13.8

41’765 18.4

24.5

67’620

29.8

Finanzergebnis –7’678 –3’366 Ordentliches Ergebnis Betriebsfremdes Ergebnis

24’131 10.5

38’399 16.9

480

27

Ausserordentliches Ergebnis –196 Jahresgewinn vor Steuern Steuern

24’611

Jahresgewinn nach Steuern   24’741 1

10.7

38’230

10.8

37’060

Das Vorjahr wurde aufgrund des Restatements FER 16 angepasst (Personalaufwand nimmt um 1.7 Mio. CHF ab).

72

16.8

130 –1’170 16.3


Finanzbericht Stammhaus

Das Anlagevermögen ist vor allem durch Investitionen in die neue Energiezentrale Forsthaus und Beteiligungen an Anlagen für die Produktion von erneuerbarer Energie um 138.2 Mio. CHF ange­ stiegen. Zur Finanzierung dieser neuen Anlagen und Beteiligungen hat Energie Wasser Bern langfristige Darlehen aufgenommen und die kurz­fristigen Finanzverbindlichkeiten (interne Kontokorrente) erhöht.

Bilanz in TCHF

Guthaben auf dem Kontokorrentkonto bei der Stadt Bern werden neu unter Sonstige kurzfristige Forderungen anstatt unter flüssige Mittel geführt. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend ange­ passt.

31.12.2012

Umlaufvermögen Flüssige Mittel

%

67’989 6.7 10’809

31.12.20111 % 119’241 12.8 15’681

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

40’240

34’434

Sonstige kurzfristige Forderungen

12’336

62’557

Vorräte und angefangene Arbeiten

1’466

1’317

Aktive Rechnungsabgrenzung

3’138

5’252

Anlagevermögen

953’426 93.3

815’228 87.2

Sachanlagen 757’606 672’844 Finanzanlagen 195’085 141’136 Immaterielle Anlagen Total Aktiven Kurzfristiges Fremdkapital

735 1’021’415 100.0 211’765 20.7

1’248 934’469 100.0 179’926 19.3

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

10’832

28’448

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

173’647

132’667

Kurzfristige Rückstellungen

8’022

2’564

Passive Rechnungsabgrenzung

19’264

16’247

Langfristiges Fremdkapital

340’500

33.3

238’934

25.6

Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge Langfristige Finanzverbindlichkeiten

340’500

236’250

Langfristige Rückstellungen

2’684

Total Fremdkapital

552’265

54.1

Eigenkapital

469’150 45.9

418’860

44.8

515’609 55.2

Dotationskapital 50’000 50’000 Betriebsreserven und Spezialfinanzierungen

394’409

428’549

Jahresgewinn

24’741

37’060

Total Passiven 1

1’021’415 100.0

934’469 100.0

Das Vorjahr wurde aufgrund des Restatements FER 16 angepasst (Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge im Umfang von 29.3 Mio. CHF wurden in die Betriebsreserven gebucht).

73


Finanzbericht Stammhaus

Der operative Cashflow beträgt 32.2 Mio. CHF und liegt damit 33.4 Mio. CHF tiefer als im Vorjahr, insbesondere durch die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie durch ein tieferes Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA). Das Kontokorrent bei der Stadt Bern wird neu unter der Position Veränderung Finanzverbindlichkeiten geführt. Guthaben auf diesem Konto waren bisher im Bestand flüssige Mittel resp. in Veränderung des Fonds Flüssige Mittel, Verpflichtungen in Veränderung der übrigen kurzfristigen Ver­

bindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen enthalten. Verpflichtungen und Guthaben zwischen den einzelnen Sparten (Kontokorrent intern) werden neu ebenfalls unter der Position Veränderung Finanzverbindlichkeiten geführt. Guthaben waren bisher in Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rech­ nungsabgrenzungen, Verpflichtungen in Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgren­ zungen enthalten. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend an­­gepasst.

Geldflussrechnung in TCHF

2012

20111

Jahresgewinn 24’741 37’060 Abschreibungen Sachanlagen/immaterielle Anlagen

24’524

23’985

Abschreibungen Finanzanlagen 4’423 3’016 Wertbeeinträchtigungen (Impairment)

72

1’871

Nicht liquiditätswirksamer Erfolg

1’459

–2’504 –6’073

Eigenleistungen für Investitionen

–6’487

Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen

–529

–30

Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

–5’806

3’824

Veränderung der Vorräte

–150

361

Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen

2’639

986

Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

–16’700

9’224

Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen

4’001

–6’117

Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)

32’187

65’603

Investitionen in Sachanlagen

–91’379

–100’763

Devestitionen von Sachanlagen

5’072

5’063

Umgliederung Sachanlagen zwischen Sparten

–22’007

5

Eigenleistungen für Investitionen

6’488

6’073

Investitionen in immaterielle Anlagen

–2

–66

Investitionen in Beteiligungen

–1’051

–5’972

Investitionen in Finanzanlagen

–63’452

–47’948

Devestitionen von Finanzanlagen

573

468

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

–165’758

–143’140

Gewinnausschüttung Vorjahr –67’000 –65’000 Speisung Fonds für erneuerbare Energien aus Gewinn Vorjahr

–4’200

–4’000

Veränderung Finanzverbindlichkeiten 199’899 112’297 Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

128’699

43’297

Veränderung des Fonds Flüssige Mittel

–4’872

–34’240

Bestand flüssige Mittel am 1.1.

15’681

49’922

Bestand flüssige Mittel am 31.12.

10’809

15’682

1

Das Vorjahr wurde aufgrund des Restatements FER 16 angepasst (Gewinn nimmt um 1.7 Mio. CHF zu).

74


Finanzbericht Stammhaus

Spartenergebnisse: Wärme

Die Sparte Wärme weist mit 9.9 Mio. CHF einen um 9.0 Mio. CHF höheren Gewinn aus als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern nahm von 16.4 Mio. CHF auf 23.8 Mio. CHF um 7.4 Mio. CHF zu, vor allem durch den höheren Absatz infolge tieferer Durchschnitts­ temperaturen sowie höherer Gas- und Fernwärmepreise gegenüber dem Vorjahr.

Erfolgsrechnung in TCHF

2012

%

20111 %

Nettoerlös aus Gas- und Wärmeverkauf

140’611

Übrige Erlöse aus Lieferungen und Leistungen

75

4’679

Aktivierte Eigenleistungen

3’114

2’653

Andere betriebliche Erträge Betriebsertrag

113’112

232 144’032 100.0

219 120’663 100.0

Gas- und Fernwärmeeinkauf

–92’684

64.3

–76’838

63.7

Material- und Energieaufwand

–534

0.4

–560

0.5

Personalaufwand

–15’388 10.7

Andere betriebliche Aufwendungen

–8’907

Interne Verrechnungen

–2’747 1.9

–15’977 13.2

6.2

Betriebsaufwand –120’260 83.5 Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

23’772

Abschreibungen

–11’207 7.8

Betriebsergebnis (EBIT)

12’565 8.7

–8’357

6.9

–2’494 2.1 –104’226 86.4

16.5

16’437

13.6

–12’513 10.4 3’924 3.3

Finanzergebnis –2’613 –2’914 Ordentliches Ergebnis

9’952

6.9

Betriebsfremdes Ergebnis

–9

Ausserordentliches Ergebnis

–1

Jahresgewinn vor Steuern Steuern Jahresgewinn nach Steuern 1

9’942

6.9

1’010 0.8 35 1’045

50 9’992

6.9

0.9

–57 988

0.8

Das Vorjahr wurde aufgrund des Restatements FER 16 angepasst (Personalaufwand nimmt um 0.8 Mio. CHF ab).

75


Finanzbericht Stammhaus

Guthaben auf dem Kontokorrentkonto bei der Stadt Bern werden neu unter Sonstige kurzfristige Forderungen anstatt unter flüssige Mittel geführt. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend ange­ passt.

Die Aktiven haben aufgrund des tieferen Umlaufvermögens um 14.4 Mio. CHF abgenommen, dies insbesondere als Folge der tieferen kurzfristigen Forderungen. Das Fremdkapital verringer­ te sich um 24.4 Mio. CHF aufgrund von tieferen kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Bilanz in TCHF

31.12.2012

Umlaufvermögen

%

31.12.20111 %

42’939 11.6

73’978 19.3

Flüssige Mittel

5’209

7’689

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

26’075

22’947

Sonstige kurzfristige Forderungen

691

28’324

Vorräte und angefangene Arbeiten

486

1’749

Aktive Rechnungsabgrenzung

10’478

13’269

Anlagevermögen Sachanlagen

325’910

88.4

309’266

320’521

303’688

Finanzanlagen 4’598 Immaterielle Anlagen Total Aktiven Kurzfristiges Fremdkapital Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

791 368’849 100.0 79’729 21.6

4’781 797

383’244 100.0 101’131 26.4

15’794

15’622

50’692

65’973

Kurzfristige Rückstellungen

430

5’797

Passive Rechnungsabgrenzung

12’813

13’739

Langfristiges Fremdkapital

115’000

31.2

80.7

117’985

30.8

Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge Langfristige Finanzverbindlichkeiten

95’000

100’739

Langfristige Rückstellungen

20’000

17’246

Total Fremdkapital

194’729

52.8

Eigenkapital

174’120 47.2

219’116

57.2

164’128 42.8

Dotationskapital 30’000 30’000 Betriebsreserven und Spezialfinanzierungen

134’128

133’140

Jahresgewinn

9’992

988

Total Passiven 1

368’849 100.0

383’244 100.0

Das Vorjahr wurde aufgrund des Restatements FER 16 angepasst (Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge im Umfang von 12.6 Mio. CHF wurden in die Betriebsreserven gebucht).

76


Finanzbericht Stammhaus

Der operative Cashflow beträgt 15.6 Mio. CHF und liegt damit 2.5 Mio. CHF über dem Vorjahr. Das Kontokorrent bei der Stadt Bern wird neu unter der Position Veränderung Finanzverbind­ lichkeiten geführt. Guthaben auf diesem Konto waren bisher im Bestand flüssige Mittel resp. in Veränderung des Fonds Flüssige Mittel, Verpflichtungen in Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen ent­ halten. Verpflichtungen und Guthaben zwischen den einzelnen

Sparten (Kontokorrent intern) werden neu ebenfalls unter der Position Veränderung Finanzverbindlichkeiten geführt. Gutha­ ben waren bisher in Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen, Verpflichtungen in Verände­ rung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen enthalten. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Geldflussrechnung in TCHF

2012

20111

Jahresgewinn 9’992 988 Abschreibungen Sachanlagen/immaterielle Anlagen

11’207

12’044

Wertbeeinträchtigungen (Impairment) 469 Nicht liquiditätswirksamer Erfolg

–2’612

1’337

Eigenleistungen für Investitionen

–3’115

–2’653

Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen

–31

Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

–3’128

4’645

Veränderung der Vorräte

1’264

135

Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen 2’616 –2’347 Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 386 345 Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen

–966

-1’751

Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)

15’644

13’181

Investitionen in Sachanlagen

–26’430

–32’279

Devestitionen von Sachanlagen

1’432

Umgliederung Sachanlagen zwischen Sparten

–1’401

–5

Eigenleistungen für Investitionen

3’115

2’653

Investitionen in immaterielle Anlagen

–204

–212

Investitionen in Finanzanlagen

1

Devestitionen von Finanzanlagen

182

144

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

–24’738

–28’266

Veränderung Finanzverbindlichkeiten 6’614 9’434 Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

6’614

9’434

Veränderung des Fonds Flüssige Mittel

–2’480

–5’651

Bestand flüssige Mittel am 1.1.

7’689

13’340

Bestand flüssige Mittel am 31.12.

5’209

7'689

Das Vorjahr wurde aufgrund des Restatements FER 16 angepasst (Jahresgewinn nimmt um 0.8 Mio. CHF zu).

1

77


Finanzbericht Stammhaus

Spartenergebnisse: Wasser

Die Sparte Wasser verzeichnet einen Jahresverlust nach Steuern von 32.1 Mio. CHF, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 3.9 Mio. CHF ausgewiesen wurde. Der Rückgang resultiert aus der Bildung der Spezialfinanzierung im Fremdkapital. Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich das Betriebsergebnis (EBIT) um 2.3 Mio. CHF. Dies, weil im Geschäftsjahr der Abschreibungssatz vom Wiederbeschaffungswert der Anlagen des Wassernetzes von 60 Prozent auf 80 Prozent erhöht wurde.

Erfolgsrechnung in TCHF

2012

%

20111 %

Nettoerlös aus Wasserabgabe

27’378

Übrige Erlöse aus Lieferungen und Leistungen

3’881

4’260

Aktivierte Eigenleistungen

1’557

1’835

Andere betriebliche Erträge

29’016

46

46

Betriebsertrag

32’862 100.0

35’157 100.0

Wassereinkauf

–10’727 32.6

–10’480 29.8

Material- und Energieaufwand

–833

2.5

–999

2.8

Personalaufwand

–7’262 22.1

–8’940 25.4

Andere betriebliche Aufwendungen

–3’806

–3’653

Interne Verrechnungen Betriebsaufwand Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

11.6

–199 0.6 –22’827 69.5

10’035

30.5

10.4

–263 0.7 –24’335 69.2

10’822

30.8

Abschreibungen

–5’707 17.4

–4’176 11.9

Betriebsergebnis (EBIT)

4’328 13.2

6’646 18.9

Finanzergebnis –2’354 –2’653 Ordentliches Ergebnis Veränderung Spezialfinanzierungen Betriebsfremdes Ergebnis Ausserordentliches Ergebnis Jahresverlust/Jahresgewinn vor Steuern

1’974

6.0

3’993

11.4

–34’119 –3 1 –32’147

–97.8

3’993

11.4

Steuern –72 Jahresverlust/Jahresgewinn nach Steuern 1

–32’147

–97.8

3’921

Das Vorjahr wurde aufgrund des Restatements FER 16 angepasst (Personalaufwand nimmt um 0.2 Mio. CHF ab).

78

11.2


Finanzbericht Stammhaus

Das Umlaufvermögen nahm um 4.0 Mio. CHF ab. Diese Abnahme ist vor allem auf tiefere kurzfristige Forderungen zurückzuführen. Aufgrund von Änderungen in der Gemeindeverordnung per 1. Januar 2013 wird die Spezialfinanzierung Übertragung Ver­ waltungsvermögen linear über die nächsten 16 Jahre aufgelöst. Der Teil des Jahres 2013 von 2.2 Mio. CHF wird in den kurz­ fristigen Rückstellungen gezeigt.

Guthaben auf dem Kontokorrentkonto bei der Stadt Bern werden neu unter Sonstige kurzfristige Forderungen anstatt unter flüssige Mittel geführt. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend ange­ passt.

Bilanz in TCHF

31.12.2012

%

Umlaufvermögen

10’984

6.4

14’956

1’077

1'591

Flüssige Mittel

31.12.20111 %

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

6’347

5’712

Sonstige kurzfristige Forderungen

1’988

5’894

Vorräte und angefangene Arbeiten

442

513

Aktive Rechnungsabgrenzung

1’130

1’246

93.6

164’189

Sachanlagen

Anlagevermögen 161’404

106’149

105’200

Finanzanlagen

55’255

58’989

Total Aktiven Kurzfristiges Fremdkapital Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

172’388 100.0 18’895

11.0

20’044

1’125

1’378

11’231

14’654

Kurzfristige Rückstellungen

3’998

113

2’541

3’899

153’493

89.0

126’953

Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

88’000

91’000

Langfristige Rückstellungen

65’493

35’953

Total Fremdkapital Eigenkapital Betriebsreserven und Spezialfinanzierungen

172’388

11.2

70.9

100.0

146’997 82.1

0 0.0

32’148 17.9

32’147

Jahresverlust/Jahresgewinn –32’147 Total Passiven

91.7

179’145 100.0

Passive Rechnungsabgrenzung Langfristiges Fremdkapital

8.3

172’388

100.0

28’227 3’921 179’145

100.0

Das Vorjahr wurde aufgrund des Restatements FER 16 angepasst (Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge im Umfang von 7.4 Mio. CHF wurden in die Betriebsreserven gebucht).

1

79


Finanzbericht Stammhaus

(Kontokorrent intern) werden neu ebenfalls unter der Position Veränderung Finanzverbindlichkeiten geführt. Guthaben waren bisher in Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen, Verpflichtungen in Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungs­ abgrenzungen enthalten. Die Vorjahreswerte wurden entspre­ chend angepasst.

Der operative Cashflow sank gegenüber dem Vorjahr um 5.0 Mio. CHF auf 3.4 Mio. CHF. Das Kontokorrent bei der Stadt Bern wird neu unter der Position Ver­ände­rung Finanzverbindlichkeiten geführt. Guthaben auf diesem Konto waren bisher im Bestand flüssige Mittel resp. in Veränderung des Fonds Flüssige Mittel, Verpflichtungen in Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbind­ lichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen enthalten. Verpflichtungen und Guthaben zwischen den einzelnen Sparten

Geldflussrechnung in TCHF

2012

20111

Jahresverlust/Jahresgewinn –32’147 3’920 Abschreibungen Sachanlagen/immaterielle Anlagen

5’707

4’175

Nicht liquiditätswirksamer Erfolg

–696

–58

Eigenleistungen für Investitionen

–1’557

–1’835

Veränderung Spezialfinanzierungen

34’119

Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen

–1

Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

–635

1’008

Veränderung der Vorräte

71

–52

Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen

136 –1’035

Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –186 –956 Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen

–1’365

3'243

Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)

3’447

8’409 –6’083

Investitionen in Sachanlagen

–6’656

Eigenleistungen für Investitionen

1’557

1’835

Devestitionen von Finanzanlagen

1’867

1’868

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

–3’232

–2’380

Veränderung Finanzverbindlichkeiten

–728

–7’245

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

–728

–7’245

Veränderung des Fonds Flüssige Mittel

–513

–1’216

Bestand flüssige Mittel am 1.1.

1’591

2’808

Bestand flüssige Mittel am 31.12.

1’078

1’592

Das Vorjahr wurde aufgrund des Restatements FER 16 angepasst (Jahresgewinn nimmt um 0.2 Mio. CHF zu).

1

80


Finanzbericht Stammhaus

Spartenergebnisse: Kehrichtverwertung

Der Jahresverlust nach Steuern beträgt 127.7 Mio. CHF. Im Vorjahr wurde ein Gewinn von 16.2 Mio. CHF erwirtschaftet. Hier schlägt insbesondere das gebuchte Impairment in der Höhe von 97.6 Mio. CHF zu Buche. Zusätzlich wirkt die Bildung der Spezialfinanzierung im Fremdkapital von 41.8 Mio. CHF ergebnis­ verschlechternd. Die Abnahme des Betriebsergebnisses vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) um 1.8 Mio. CHF erklärt sich durch den höheren Energieaufwand bei der Gas­ beschaffung.

Erfolgsrechnung in TCHF

2012

%

20111 %

Nettoerlös aus Energielieferungen

14’978

15’084

Nettoerlös aus Kehrichtannahme

18’979

18’444

Aktivierte Eigenleistungen

1’029

803

Betriebsertrag Energieaufwand Materialaufwand Personalaufwand

34’986 100.0

34’331 100.0

–5’184 14.8

–3’274 9.5

–916 2.6

–898 2.6

–7’385 21.1

–8’467 24.7

Andere betriebliche Aufwendungen

–5’957

–6’228

Interne Verrechnungen

–2’442 7.0

Betriebsaufwand Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

17.0

–21’884 62.6

13’102

–19’387 56.5

37.4

Abschreibungen

–101’030 288.8

Betriebsergebnis (EBIT)

–87’928

–251.3

14’944

Ordentliches Ergebnis Betriebsfremdes Ergebnis

–85’858

–245.4

43.5

–1’255 3.7 13’689

Finanzergebnis 2’070 Veränderung Spezialfinanzierungen

18.1

–520 1.5

39.9

2’641 16’330

47.6

–41’839 –2

Ausserordentliches Ergebnis Jahresverlust/Jahresgewinn vor Steuern

–127’699

–365.0

16’330

47.6

Steuern –155 Jahresverlust/Jahresgewinn nach Steuern 1

–127’699

–365.0

16’175

47.1

Das Vorjahr wurde aufgrund des Restatements FER 16 angepasst (Personalaufwand nimmt um 0.2 Mio. CHF ab).

81


Finanzbericht Stammhaus

Das Anlagevermögen hat von 227.6 Mio. CHF auf 153.5 Mio. CHF abgenommen. Grund dafür ist das gebuchte Impairment im Keh­ richtteil der Energiezentrale Forsthaus. Guthaben auf dem Kontokorrentkonto bei der Stadt Bern werden neu unter Sonstige kurzfristige Forderungen anstatt unter flüssige Mittel geführt. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend ange­ passt.

Bilanz in TCHF

31.12.2012

%

Umlaufvermögen

173’005

53.0

181’301

724

1’067

Flüssige Mittel

31.12.20111 %

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

4’185

2’321

Sonstige kurzfristige Forderungen

168’089

177’736

Vorräte und angefangene Arbeiten

171

Aktive Rechnungsabgrenzung Anlagevermögen

7 153’509

44.3

6

47.0

227’610

Sachanlagen

149’684

223’785

Finanzanlagen

3’825

3’825

55.7

Total Aktiven

326’514

100.0

408’911

100.0

Kurzfristiges Fremdkapital

6’175

1.9

2’053

0.5

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

4’285

950

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

544

2

Kurzfristige Rückstellungen

250

250

Passive Rechnungsabgrenzung

1’096

851

98.1

279’159

Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge

Langfristiges Fremdkapital

320’339

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

278’500

278’500

Langfristige Rückstellungen

41’839

659

Total Fremdkapital

326’514

100.0

281’212

68.3

68.8

Eigenkapital 127’699 31.2 Betriebsreserven und Spezialfinanzierungen

127’699

111’524

Jahresverlust/Jahresgewinn

–127’699

16’175

Total Passiven

326’514 100.0

1

408’911 100.0

Das Vorjahr wurde aufgrund des Restatements FER 16 angepasst (Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge im Umfang von 11.4 Mio. CHF wurden in die Betriebsreserven gebucht).

82


Finanzbericht Stammhaus

Der operative Cashflow beträgt 14.1 Mio. CHF gegenüber dem Vorjahres-Cashflow von 16.0 Mio. CHF. Das Kontokorrent bei der Stadt Bern wird neu unter der Position Veränderung Finanz­ verbindlichkeiten geführt. Guthaben auf diesem Konto waren bisher im Bestand flüssige Mittel resp. in Veränderung des Fonds Flüssige Mittel, Verpflichtungen in Veränderung der übrigen kurz­ fristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen enthalten. Verpflichtungen und Guthaben zwischen den einzelnen

Sparten (Kontokorrent intern) werden neu ebenfalls unter der Position Veränderung Finanzverbindlichkeiten geführt. Guthaben waren bisher in Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen, Verpflichtungen in Verände­rung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungs­ abgrenzungen enthalten. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Geldflussrechnung in TCHF

2012

20111

Jahresverlust/Jahresgewinn –127’699 16’175 Abschreibungen Sachanlagen/immaterielle Anlagen

3’430

Wertbeeinträchtigungen (Impairment)

97’600

1’255

Nicht liquiditätswirksamer Erfolg

–659

145

Eigenleistungen für Investitionen

–1’029

–803

Veränderung Spezialfinanzierungen

41’839

Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

–1’864

435

Veränderung der Vorräte

171

18

Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen

–1’252

1’738

Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

3’359

–2’920

Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen

244

–33

Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)

14’140

16’010

Investitionen in Sachanlagen

–49’372

–85’093

Umgliederung Sachanlagen zwischen Sparten

22’443

Eigenleistungen für Investitionen

1’029

803

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

–25’900

–84’290

Veränderung Finanzverbindlichkeiten 11’417 65’831 Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

11’417

65’831

Veränderung des Fonds Flüssige Mittel

–343

–2’449

Bestand flüssige Mittel am 1.1.

1’067

3’515

Bestand flüssige Mittel am 31.12.

724

1’066

Das Vorjahr wurde aufgrund des Restatements FER 16 angepasst (Jahresgewinn nimmt um 0.2 Mio. CHF zu).

1

83


Finanzbericht Stammhaus

Spartenergebnisse: New Business

Die Sparte New Business umfasst die Aktivitäten in den Berei­ chen Telekommunikation und Mobilität sowie die Beteiligungen im Bereich Gebäudetechnik. Hier stieg der Jahresverlust um 7.6 Mio. CHF auf 15.8 Mio. CHF. Hauptgrund ist ein Impairment im Geschäftsfeld Mobilität, wo basierend auf der jährlich

aktualisierten Wirtschaftlichkeitsrechnung eine Wertberichtigung auf der Gastankstelle BERNMOBIL vorgenommen wurde. Das Be­ triebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA), das von den Sondereffekten nicht beeinflusst ist, blieb stabil bei –4.9 Mio. CHF.

Erfolgsrechnung in TCHF

2012

%

20111 %

Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen

6’991

6’113

Aktivierte Eigenleistungen

2’538

2’915

Andere betriebliche Erträge

269

63

Betriebsertrag

9’798 100.0

9’091 100.0

Energieaufwand

–2’102 21.5

–2’084 22.9

Materialaufwand

–298 3.0

–193 2.1

Personalaufwand

–7’009 71.5

–7’705 84.8

Andere betriebliche Aufwendungen

–4’774

48.7

–3’090

34.0

Interne Verrechnungen

–561

5.7

–947

10.4

Betriebsaufwand Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) Abschreibungen Betriebsergebnis (EBIT)

–14’744 150.5

–4’946

–50.5

–9’601 98.0 –14’547

–148.5

–14’019 154.2

–4’928

–54.2

–1’755 19.3 –6’683

–73.5

Finanzergebnis –1’250 –1’528 Ordentliches Ergebnis Betriebsfremdes Ergebnis

–15’797

–161.2

–8’211

–90.3

30

Ausserordentliches Ergebnis Jahresverlust vor Steuern

–15’767

–160.9

–8’211

–90.3

Steuern Jahresverlust nach Steuern 1

–15’767

–160.9

–8’211

Das Vorjahr wurde aufgrund des Restatements FER 16 angepasst (Personalaufwand nimmt um 0.2 Mio. CHF ab).

84

–90.3


Finanzbericht Stammhaus

Das Umlaufvermögen hat sich um insgesamt 16.0 Mio. CHF verringert, insbesondere wegen der Abnahme der sonstigen kurzfristigen Forderungen. Guthaben auf dem Kontokorrentkonto bei der Stadt Bern werden neu unter Sonstige kurzfristige Forderungen anstatt unter flüssige Mittel geführt. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend an­ge­ passt.

Bilanz in TCHF

31.12.2012

Umlaufvermögen

%

28’527 25.0

31.12.20111 % 44’525 34.8

Flüssige Mittel

359

530

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

1’242

641

Sonstige kurzfristige Forderungen

26’182

43'110

Vorräte und angefangene Arbeiten

97

104

Aktive Rechnungsabgrenzung

647

140

Anlagevermögen Sachanlagen

85’730 75.0 27’852

83’543 65.2 24’650

Finanzanlagen 36’488 36’488 Immaterielle Anlagen

21’390

22’405

Total Aktiven

114’257

100.0

128’068

100.0

Kurzfristiges Fremdkapital

6’249

5.5

1’945

1.5

2’245

1’169

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

2’408

1

Passive Rechnungsabgrenzung

1’596

775

Langfristiges Fremdkapital

138’198 121.0

140’546 109.7

Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge Langfristige Finanzverbindlichkeiten

138’198

139’939

Langfristige Rückstellungen 607 Total Fremdkapital

144’447 126.4

142’491 111.3

Eigenkapital

–30’190 –26.4

–14’423 –11.3

Betriebsreserven und Spezialfinanzierungen

–14’423

–6’212

Jahresverlust –15’767 –8’211 Total Passiven 1

114’257 100.0

128’068 100.0

Das Vorjahr wurde aufgrund des Restatements FER 16 angepasst (Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge im Umfang von 3.2 Mio. CHF wurden in die Betriebsreserven gebucht).

85


Finanzbericht Stammhaus

Der operative Cashflow verbesserte sich von –10.1 Mio. CHF auf –8.5 Mio. CHF. Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit reduzierte sich um –32.7 Mio. CHF auf –11.0 Mio. CHF. Das Kontokorrent bei der Stadt Bern wird neu unter der Position Ver­­änderung Finanzverbindlichkeiten geführt. Guthaben auf diesem Konto waren bisher im Bestand flüssige Mittel resp. in Veränderung des Fonds Flüssige Mittel, Verpflichtungen in Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und

86

passiven Rechnungsabgrenzungen enthalten. Verpflichtungen und Guthaben zwischen den einzelnen Sparten (Kontokorrent intern) werden neu ebenfalls unter der Position Veränderung Finanzver­ bindlichkeiten geführt. Guthaben waren bisher in Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen, Verpflichtungen in Verände­rung der übrigen kurzfristigen Verbind­ lichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen enthalten. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.


Finanzbericht Stammhaus

Geldflussrechnung in TCHF

2012

20111

Jahresverlust

–15’767

–8’210

Abschreibungen Sachanlagen/immaterielle Anlagen

3’587

1’054

Abschreibungen Finanzanlagen 850 Wertbeeinträchtigungen (Impairment)

6’014

Nicht liquiditätswirksamer Erfolg

–607

701 54

Eigenleistungen für Investitionen

–2’538

–2’915

Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

–602

30

Veränderung der Vorräte

7

15

Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen –546 –1’284 Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1’094

–168

Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen

816

–227

Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)

–8’542

–10’100

Investitionen in Sachanlagen

–11’728

–12’233

Devestitionen von Sachanlagen

9

27

Umgliederung Sachanlagen zwischen Sparten

965

Eigenleistungen für Investitionen

2’537

2’915

Investitionen in immaterielle Anlagen

–1’033

–20’939

Investitionen in Beteiligungen

–1’700

–11’000

Investitionen in Finanzanlagen Geldfluss aus Investitionstätigkeit

–10’950

–2’450 –43’680

Veränderung Finanzverbindlichkeiten 19’320 53’607 Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

19’320

53’607

Veränderung des Fonds Flüssige Mittel

–172

–173

Bestand flüssige Mittel am 1.1.

530

702

Bestand flüssige Mittel am 31.12.

358

529

Das Vorjahr wurde aufgrund des Restatements FER 16 angepasst (Jahresgewinn nimmt um 0.2 Mio. CHF zu).

1

87


Finanzbericht Stammhaus

Risikomanagement

Ziel des Risikomanagements ist die Schaffung von Handlungs­ spielräumen für das Unternehmen. Aufgrund umfassender Kennt­ nis der Risiken und der Risikozusammenhänge können Risiken bewusst eingegangen werden. Der kontrollierte Umgang mit Risiken soll dazu beitragen, bestehende Chancen konsequent zu nutzen, um den Geschäftserfolg zu steigern und die erfolg­ reiche Durchführung von Projekten sicherzustellen. Transparenz und Bewusstsein schaffen Das Risikomanagement schafft Transparenz und fördert das Bewusstsein für die Chancen- und Risikosituation von Energie Wasser Bern. Dank stetem Überwachen des Geschäftsumfeldes können mögliche Chancen und Gefahren für die finanzielle Lage sowie die Reputation des Unternehmens, mittels Analysen und Interviews mit den internen Verantwortlichen, frühzeitig erkannt werden. In einem weiteren Schritt werden die erkannten Risiken bewertet und deren Eintrittswahrscheinlichkeit sowie das finan­ zielle Ausmass geschätzt. Anschliessend werden Massnahmen ent­­wickelt, überarbeitet und deren Umsetzung überwacht. Mittels halbjährlichen, ordentlichen Berichten sowie Ad-hoc-Analysen bei ausserordentlichen Situationen werden die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern über die Risiko­ situation informiert. Aussagekräftig und integriert Das Risikomanagement stellt der Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern ein aussagekräftiges Führungsinstrument zur Ver­ fügung, welches einen klaren Mehrwert schafft. Im Berichtsjahr konnte das Risikomanagement massgeblich weiterentwickelt werden. Erwähnenswert sind nachfolgende Entwicklungen: – Neu werden bei der Risikobetrachtung auch der Eintrittszeit­ punkt sowie die Risikoentwicklung über die Zeit berücksichtigt. Damit wird dem ordentlichen Reporting eine dynamische Risi­ kokarte beigefügt. Diese bildet die Entwicklung der Risikoland­ schaft über einen Zeitraum von fünf Jahren ab und stellt damit die Auswirkungen für Energie Wasser Bern aussagekräftig dar. – Die Integration des Risikomanagements in die Planungspro­ zesse konnte ebenfalls umgesetzt werden. Mit der Berücksich­ tigung der Planannahmen in den Risikobewertungen können die Risikosummen adäquat ermittelt und im Verhältnis zu den vorgesehenen Cashflows untersucht werden. – Das Interne Kontrollsystem (IKS) sowie das Compliance Ma­­na­gement wurden mit dem Risikomanagement zusammengeführt. Damit werden Synergien genutzt und Koordinationsaufwände vermindert. – Die jeweiligen Chancen- und Risikolandschaften wurden neu auch den Bereichsleitern präsentiert. Damit wird das Bewusst­ sein für Chancen, Risiken und dazugehörige Massnahmen ge­­­­fördert.

88

Compliance Für Energie Wasser Bern als selbstständiges, öffentlich-rechtliches Energieversorgungsunternehmen ist das Thema Compliance von grosser Bedeutung. Nicht nur, um sich als Firma am Markt be­ haupten zu können, sondern auch, um strafrechtliche Folgen mit entsprechenden Bussen und Imageschäden zu verhindern. Auf Beschluss des Verwaltungsrats wurde per Anfang 2012 eine Compliance-Stelle geschaffen. Diese stellt sicher, dass sämtliche Aktivitäten von Energie Wasser Bern im Rahmen des geltenden Rechts und unter Einhaltung gesetzlicher, regulatorischer sowie interner Anforderungen durchgeführt werden. Dafür baut die Abteilung Risk Management & Compliance (FCR) zurzeit ein Com­­pliance Management System auf. Zudem bietet die ComplianceStelle Informationen, Beratung und Unterstützung für die Einhal­ tung der Compliance-Regeln und für den richtigen Umgang mit Compliance-Risiken. Im Berichtsjahr wurden folgende Massnahmen umgesetzt: – Compliance-Felder und -Risiken wurden im Rahmen von Work­ shops mit Prozesseignern und Delegierten der Strategischen Geschäftsfelder analysiert und priorisiert. – Ein Schulungskonzept wurde entwickelt und von der Geschäfts­ leitung genehmigt. Die für alle Mitarbeitenden obligatorischen Einführungsveranstaltungen zum Thema Compliance werden ab Februar 2013 durchgeführt. – Die Intranetseite Risk Management & Compliance wurde aufge­­schaltet. Sie enthält wichtige Informationen zum Thema Com­­pliance sowie ein Fragen- und Mitteilungsformular (Whistleblowing-System). Risikoaspekte im Energiehandel Mittels einer konsequenten Hedgingstrategie am Markt verrin­ gert Energie Wasser Bern das Positionsrisiko aus Produktion und Vertrieb fortlaufend. Die Handelstätigkeit ist dabei nicht Selbstzweck, sondern dient vielmehr der Optimierung der Pro­ duktions- und Verbrauchsprofile sowie der Verwertung allfälliger Produktionsüberschüsse beziehungsweise der Abdeckung von Energielücken. Eine interne Handelsweisung definiert diese Ausrichtung: Termingeschäfte tätigt Energie Wasser Bern nur, sofern sie zu einer Verminderung des Risikos führen. Spekula­ tionsgeschäfte sind folglich nicht erlaubt. Termingeschäfte dürfen zudem lediglich dann abgeschlossen werden, wenn min­ destens zwei erfahrene Mitarbeitende des Handelsteams dem Geschäft zustimmen. Das Unternehmen verrechnet alle internen Transfers der Energie zu Marktpreisen. Damit lässt sich der Beitrag der einzelnen Geschäftsfelder zum Unternehmensresultat präzise abrechnen.


Finanzbericht Stammhaus

Für den Energiehandel existiert als zusätzliches Steuerungsinst­ rument ein Risikokomitee. Dieses tagt periodisch und überwacht die Positions- und Marktpreisrisiken in Übereinstimmung mit dem dafür verantwortlichen Controller. Insbesondere bestimmt es die Parameter des Stresstestes, der täglich durchgeführt wird. Die darauf basierende Überprüfung der Limiteneinhaltung erfolgt über das Risikomanagement. Damit ist sichergestellt, dass die Positionsrisiken vom Handelsteam korrekt bewirtschaftet und durch die Geschäftsleitung, den Bereich Finanzen & Services und den Ressortleiter Energiehandel zusätzlich überwacht werden. Asset Management Das Asset Management nimmt bei Energie Wasser Bern eine zentrale Stellung ein. Es versteht sich als risikoorientierte Denkhaltung im Umgang mit den Anlagen und Netzen, den Assets des Unternehmens. Der hohe Stellenwert ergibt sich zwangs­ läufig, wenn man sich vor Augen führt, dass das Versorgungsnetz über alle Medien inklusive der Glasfasern (FTTH) gesamthaft eine Länge von rund 2‘950 Kilometer aufweist. Da sich Energie Wasser Bern in einem Spannungsfeld mit weiteren Bedarfsträgern befindet, ist die koordinierende Komponente nach innen und aussen eine wesentliche Aufgabe des Ressorts. Dabei setzt das Asset Management auf eine risikobasierte und zustandsorientierte Erneuerung der Anlagen und Netze: Investitionen werden erst dann getätigt, wenn sie tatsächlich begründet sind. Die Risiken in Infrastrukturprojekten werden anhand eines einheitlichen Risikokatalogs gesteuert. Damit ist sichergestellt, dass die Risiken in den Projekten systematisch und periodisch überprüft und allenfalls nötige Massnahmen umgesetzt werden. Weitere identifizierte Risiken des Unternehmens – Regulatorische Risiken aus der Marktliberalisierung Strom – Allgemeine rechtliche Risiken – Fremdbestimmung (z.B. bei Investitionsvorhaben) – Wetterrisiken – Volatilität der Preise an den Energiemärkten und Währungs­ schwankungen – Einflüsse der Politik auf die Produktpalette von Energie Wasser Bern – Grossinvestitionen (z.B. Energiezentrale Forsthaus sowie Fibre to the Home) – Altlasten bei Grundstücken – Preisentwicklung am Beschaffungsmarkt (z.B. Rohstoffe, Eisen, Kupfer, Erdöl) – Störfälle, Ausfall von grösseren Produktionsanlagen

89


Finanzbericht Stammhaus

Bericht der Revisionsstelle

KPMG AG Au d it Hofgut CH-3073 Gümligen-Bern

Tel +41 58 249 76 00 Fax +41 58 249 76 47 Internet www.kpmg.ch

Bericht der Revisionsstelle an den Gemeinderat der Stadt Bern zur Jahresrechnung der Energie Wasser Bern, Bern

Als Revisionsstelle haben wir die auf den Seiten 54 bis 89 abgebildete Jahresrechnung der Energie Wasser Bern, bestehend aus Erfolgsrechnung, Bilanz, Geldflussrechnung, Nachweis der Eigenkapitalveränderung und Anhang, für das am 31. Dezember 2012 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Die Vorjahresrechnung ist von einer anderen Revisionsstelle geprüft worden. In ihrem Bericht vom 27. Februar 2012 hat diese ein uneingeschränktes Prüfungsurteil abgegeben. Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den Swiss GAAP FER verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung vermittelt die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2012 abgeschlossene Geschäftsjahr ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den Swiss GAAP FER.

KPMG AG/SA, a Swiss corporation, is a subsidiary of KPMG Holding AG/SA, which is a subsidiary of KPMG Europe LLP and a member of the KPMG network of independent firms affiliated with KPMG International Cooperative (“KPMG International”), a Swiss legal entity.

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Mitglied der Treuhand-Kammer


Finanzbericht Stammhaus

Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert. Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen. KPMG AG

Markus Forrer Zugelassener Revisionsexperte Leitender Revisor

Silvan Jurt Zugelassener Revisionsexperte

Bern, 25. Februar 2013

91


Finanzbericht Konzern

Konzernrechnung 2012

Konsolidierte Erfolgsrechnung TCHF Erläuterungen 2012 % Nr. Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen

20111 %

27)

476’052

447’078

Aktivierte Eigenleistungen

22’000

19’525

Andere betriebliche Erträge

28)

2’369

2’562

Betriebsertrag

500’421 100.0

469’165 100.0

Energieaufwand und Wassereinkauf

–201’742

–173’930

Materialaufwand

40.3

–35’402 7.1

37.1

–35’235 7.5

Personalaufwand

–95’481 19.1

–98’233 20.9

Andere betriebliche Aufwendungen

–48’200

–44’116

28)

9.6

Betriebsaufwand –380’825 76.1

9.4

–351’514 74.9

Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

119’596

Abschreibungen

38)

–168’252 33.6

–58’835 12.5

Betriebsergebnis (EBIT)

–48’656 –9.7

58’816 12.5

Finanzergebnis

117’651

30)

–66’998

–13.4

49’459

Betriebsfremdes Ergebnis

31)

634

202

32)

–103

–929

Jahresverlust/Jahresgewinn vor Steuern und Minderheitsanteilen

–142’425

33)

Jahresverlust/Jahresgewinn vor Minderheitsanteilen

–28.5 –28.7

–680

Minderheitsanteile

–680 0.1

1

48’732

–144’100

–28.8

46’994

10.0

–61 –61 0.0 46’933

Restatement. Siehe Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen im Anhang der konsolidierten Jahresrechnung.

92

10.4

–995 –1’738

–143’420

Minderheitsanteile Jahresverlust/Jahresgewinn nach Minderheitsanteilen

10.5

–75’958

Ausserordentliches Ergebnis Steuern

25.1

29) –18’342 –9’357

Ordentliches Ergebnis Veränderung Spezialfinanzierungen

23.9

10.0


Finanzbericht Konzern

Konsolidierte Bilanz TCHF Erläuterungen 31.12.2012 % 31.12.20111 % Nr. Umlaufvermögen Flüssige Mittel

154’173

8.1

251’990

29’378

37’846

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

34)

89’564

76’465

Sonstige kurzfristige Forderungen

35)

13’637

110’393

Vorräte und angefangene Arbeiten

36)

5’640

6’655

Aktive Rechnungsabgrenzung

37)

15’954

20’631

Anlagevermögen

1’738’615

91.9

1’679’100

13.0

87.0

Sachanlagen

38) 1’562’550 1’554’941

Finanzanlagen

39) 145’477 89’684

Immaterielle Anlagen

38)

30’588

34’475

Total Aktiven

1’892’788

100.0

1’931’090

100.0

Kurzfristiges Fremdkapital

163’250

8.6

133’917

6.9

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

40)

36’634

59’362

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

41)

74’443

27’817

Kurzfristige Rückstellungen

45)

12’706

9’323

Passive Rechnungsabgrenzung

42)

39’467

37’415

Langfristiges Fremdkapital Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge

58.9

967’155

43)

1’113’927

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

44)

984’277

904’735

Langfristige Rückstellungen

45)

129’650

62’420

50.1

Total Fremdkapital

1’277’177

67.5

1’101’072

57.0

Eigenkapital ohne Minderheitsanteile

605’927

32.0

820’631

42.5

Dotationskapital 80’000 80’000 Betriebsreserven und Spezialfinanzierungen

670’027

693’698

Jahresverlust/Jahresgewinn –144’100

46’933

Minderheitsanteile

9’387

9’684

0.5

Minderheitsanteile 9’684 Total Passiven 1

1’892’788

100.0

0.5

9’387

1’931’090

100.0

Restatement. Siehe Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen im Anhang der konsolidierten Jahresrechnung.

93


Finanzbericht Konzern

Konsolidierte Geldflussrechnung TCHF

2012 20111

Jahresverlust/Jahresgewinn vor Minderheiten

–143’420

46’994

Abschreibungen Sachanlagen/immaterielle Anlagen

64’557

55’794

Ab-/Zuschreibungen Finanzanlagen

4’321

2’266

Wertbeeinträchtigungen (Impairment)

103’695

3’041

Erfolg aus Bewertung Beteiligungen at equity

–2’102

–1’273

Nicht liquiditätswirksamer Erfolg

3’101

941

Eigenleistungen für Investitionen

–22’000

–19’525

Veränderung Spezialfinanzierungen

75’958

Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens

2’450

–62

Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

–14’159

9’086

Veränderung der Vorräte und angefangenen Arbeiten

1’014

696

Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen

10’588

–5’166

Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

–14’049

10’457

Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen

–3’727

15’984

Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)

66’227

119’233 –282’543

Investitionen in Sachanlagen

–203’919

Devestitionen von Sachanlagen

11’833

6’523

Eigenleistungen für Investitionen

22’000

19’525

Investitionen in immaterielle Anlagen

–1’845

–11’885

Devestitionen von immateriellen Anlagen Investitionen in Beteiligungen (abzüglich erworbener flüssiger Mittel)

–42’845

Devestitionen von Beteiligungen

3’476

Investitionen in Finanzanlagen

–36’603

–10’659 –36’456

Devestitionen von Finanzanlagen

6’092

2’480

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

–241’811

–313’015

Gewinnausschüttung an Stadt Bern

–67’000

–65’000

Speisung Fonds für erneuerbare Energien aus Gewinn Vorjahr

–4’200

–4’000

Gewinnausschüttung an Minderheiten

–77

–80

Veränderung der Finanzverbindlichkeiten

238’606

226’368

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

167’329

157’288

–213

–227

Einfluss aus Währungsumrechnung Veränderung des Fonds Flüssige Mittel

–8’468 –36’721

Bestand flüssige Mittel am 1.1.

37’846

74’567

Bestand flüssige Mittel am 31.12.

29’378

37’846

1

Restatement. Siehe Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen im Anhang der konsolidierten Jahresrechnung.

94


Finanzbericht Konzern

Konsolidierter Eigenkapitalspiegel per 31.12.2012 und 2011 TCHF Dotations- Betriebs- Spezial- Einbehaltene Kumulierte Total exkl. Minderheits- Total inkl. kapital reserven finanzierungen Gewinne Währungs- Minderheits- anteile Minderheits einflüsse anteile anteile Bestand am 1.1.2011 vor Restatement

80’000 543’440 108’382 50’101

–502 781’421

9’358 790’779

Restatement1 42’896 18’411 61’307 61’307 Bestand am 1.1.2011

80’000 586’336 126’793 50’101

–502 842’728

9’358 852’086

Änderung Konsolidierungskreis 49 49 Jahresgewinn 46’933 46’933

61 46’994

Währungseinflüsse –30 –30 –30 Zuweisung 8’108 12’958 –21’066 Verwendung (Ökofonds) –4’000 –4’000 –4’000 Ausschüttungen –25’000 –40’000 –65’000 Bestand am 31.12.2011 80’000 569’444 139’751 31’968

–532 820’631

–81 –65’081 9’387 830’018

Änderung Konsolidierungskreis 314 314 1’054 1’369 Jahresverlust –143’420 –143’420

–680 –144’100

Währungseinflüsse –398 –398 –398 Zuweisung 20’096 –20’096 Entnahme –30’290 30’290 Verwendung (Ökofonds) –4’200 –4’200 –4’200 Ausschüttungen –25’000 –42’000 –67’000 Bestand am 31.12.2012 80’000 514’154 159’847 –147’144

–930 605’927

–77 –67’077 9’684 615’611

Restatement. Siehe Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen im Anhang der konsolidierten Jahresrechnung.

1

95


Finanzbericht Konzern

Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung Grundlagen der Rechnungslegung Es gelten die auf der Seite 58 aufgeführten Grundlagen der Rechnungslegung. Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen Berechnung Vorsorgeverpflichtung Das im Swiss GAAP FER 16 bisher mögliche und von Energie Wasser Bern angewendete Wahlrecht, die Vorsorgeverpflichtung nach einem höheren Standard, wie z.B. IAS 19, zu berechnen, entfällt auf Ende 2013. Energie Wasser Bern hat die Änderung bereits auf den Abschluss 2012 umgesetzt. Diese Änderung führt zu einem Restatement der Vorjahreszahlen. Das Vorjahresergebnis hat sich dabei um 3.4 Mio. CHF verbessert und das Eigenkapital hat sich dadurch um 64.7 Mio. CHF erhöht, während sich die Langfristi­ gen Verbindlichkeiten aus Vorsorge um 64.7 Mio. CHF reduziert haben. Änderungen in der Darstellung Fonds Flüssige Mittel In den Vorjahren wurden Kontokorrente bei der Stadt Bern als flüssige Mittel dargestellt. Diese Kontokorrente werden ab 2012 in den kurzfristigen Forderungen und kurzfristigen Verbindlich­ keiten dargestellt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Bewertungsgrundsätze Es gelten die auf den Seiten 58 bis 60 aufgeführten Bewertungs­ grundsätze. Die Anlagen der Wasserverbund Region Bern AG werden nicht nach den für die Anlagen der Wasserversorgung geltenden kantonalen Richtlinien abgeschreiben, sondern nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten über sechzig Jahre.

Konsolidierungsgrundsätze der Konzernrechnung Der Konzernabschluss beruht auf den jeweils per 31. Dezember nach einheitlichen Grundsätzen erstellten Jahresabschlüssen der zum ewb-Konzern gehörenden Gesellschaften. In den Konsoli­ dierungskreis werden jene Gesellschaften aufgenommen, an deren Kapital Energie Wasser Bern eine direkte oder indirekte Betei­­li­ gung hält und bei denen sie im Besitz der Mehrheit der Stimm­­ rechte ist oder über die sie eine anderweitige direkte oder indirekte Beherrschung ausübt. Beteiligungen an Energieproduk­ tionsgesellschaften (Partner­werke) und Beteiligungen mit 20 bis 49.9 Prozent Anteil werden zum anteiligen Eigenkapital (at equity) bewertet. Sie werden in der Folge als «assoziierte Gesellschaften» bezeichnet. Minder­heitsbeteiligungen von weniger als 20 Prozent werden zum Anschaffungswert abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert. Konsolidierungsmethode Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag der voll konso­ lidierten Gesellschaften erfasst Energie Wasser Bern zu 100 Prozent. Alle gruppeninternen Forderungen und Verbind­ lichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden vollständig eliminiert. Das Gleiche gilt für die in den Vorräten enthaltenen Gewinne, die durch gruppeninterne Lieferungen entstanden sind. Die Anteile der Minderheitsaktionäre am Eigenkapital und am Geschäftsergebnis werden separat ausgewiesen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der angelsächsischen Purchase-Methode. Dabei werden Beteiligungszugänge auf das Erwerbsdatum hin zu aktuellen Werten neu bewertet und ab diesem Zeitpunkt konsolidiert. Ein nach dieser Neubewertung verbleibender Goodwill – die Differenz zwischen Kaufpreis und den erworbenen Nettoaktiven der akquirierten Gesellschaft nach Neubewertung – wird aktiviert und über die Nutzungsdauer von fünf Jahren erfolgswirksam abgeschrieben. Ein allfälliger Badwill wird direkt mit dem Eigenkapital verrechnet. Fremdwährungsumrechnung Jahresrechnungen von konsolidierten Gesellschaften in fremden Währungen werden wie folgt umgerechnet: Umlaufvermögen, An­ lagevermögen und Fremdkapital zu Jahresendkursen (Bilanzstich­ tag), Eigenkapital zu historischen Kursen. Die Erfolgsrechnung, die Geldflussrechnung und die Bewegungen in den Anlage- und Rückstellungsspiegeln werden zu Jahresdurchschnittskursen um­ gerechnet. Die dabei anfallenden Umrechnungsdifferenzen bucht Energie Wasser Bern erfolgsneutral über das Eigenkapital.

96


Finanzbericht Konzern

Veränderungen im Konsolidierungskreis Im Berichtsjahr haben die folgenden Veränderungen im Konsolidierungskreis stattgefunden:

Konsolidierte Gesellschaften Gesellschaft Sitz Währung Aktienkapital 2012 2011 in Tausend Kapitalanteil Kapitalanteil Bären Elektro AG Bern

Fusion mit Bären Haustechnik AG per 1.1.2012

CHF

1’000

0%

Kauf per 1.1.2012

EUR

10

95%

0%

HelveticWind Deutschland GmbH

Wiesbaden, DE Teilverkauf per 27.1.2012

EUR

25

29%

50%

leading swiss renewables AG

Münchenstein

Kauf per 13.2.2012

CHF

12’000

32%

0%

Nergia S.A.

Luxembourg, L

Kauf per 16.4.2012

EUR

100

100%

0%

Solar Power Plant Goito S.r.l.

Resag Recycling und Sortierwerk Bern AG

Salò, IT

100%

Bern

Kauf per 14.5.2012

CHF

4’400

25%

0%

Solarkraft Oberaargau AG

Langenthal

Gründung per 23.5.2012

CHF

2’000

50%

0%

Solarkraftwerke Bigla AG

Biglen

Gründung per 17.7.2012

CHF

100

51%

0%

Münchenstein

Kauf per 17.8.2012

CHF

4’389

11%

0%

Swisspower Renewables AG Zürich

Kapitalerhöhung der Partner per 12.12.2012

CHF

6’460

12%

16%

Birseck Hydro SAS St-Louis, FR

Sacheinlage per 22.12.2012

EUR

16’400

38%

0%

Kleinkraftwerk Birseck AG

97


Finanzbericht Konzern

Der Konsolidierungskreis umfasst folgende Unternehmen: Gesellschaft Sitz Zweck Währung Aktienkapital 2012 2011 Konsolidierungs in Tausend Kapitalanteil Kapitalanteil methode Bären Haustechnik AG Bären Elektro AG1 Guggisberg Dachtechnik AG

Köniz Bern

Installationen

CHF

1’000

Installationen

CHF

1’000

100% 0%

100%

Vollkonsolidierung

100% Vollkonsolidierung

Köniz

Dachtechnik

CHF

100

100%

100%

Vollkonsolidierung

ewb Übertragungsnetz AG

Bern

Netzbetrieb

CHF

100

100%

100%

Vollkonsolidierung

ewb Natur Energie AG

Bern Beteiligungen CHF 1’000 100% 100% Vollkonsolidierung

2

Desarrollos Fotovoltaicos Mos del Bou, S.L.

Sevilla, ES

Energieproduktion

EUR

3

100%

100%

Vollkonsolidierung

C2C Inver Park I, S.L.

Sevilla, ES

Energieproduktion

EUR

3

100%

100%

Vollkonsolidierung

Energia Naturale Italia S.r.l.

Milano, IT

Beteiligungen

EUR

20

100%

100%

Vollkonsolidierung

Barcelona, ES

Beteiligungen

EUR

3

100%

100%

Vollkonsolidierung

Sevilla, ES

Energieproduktion

EUR

218

100%

100%

Vollkonsolidierung

Luxembourg, L

Beteiligungen

EUR

100

100%

0%

Vollkonsolidierung

Brescia, IT

Energieproduktion

EUR

10

95%

95%

Vollkonsolidierung

Salò, IT

Energieproduktion

EUR

10

95%

0%

Vollkonsolidierung

Bern

Wasserversorgung

CHF

20’000

61%

61%

Vollkonsolidierung

Berna Energia Natural Espana, S.L. Saja Renovables, S.L. Nergia S.A. Solar Power Plant Porto Tolle S.r.l. Solar Power Plant Goito S.r.l. Wasserverbund Region Bern AG

energiecheck bern ag Bern Dienstleistungen in der Energiebranche CHF 200 60% 60% Vollkonsolidierung Thun Solar AG Solarkraftwerke Bigla AG The Mobility House AG Schweiz Kraftwerk Sanetsch AG Solarkraft Oberaargau AG pvenergie AG Birseck Hydro SAS Lignocalor Seeland AG

Thun

Energieproduktion

CHF

100

51%

51%

Vollkonsolidierung

Biglen

Energieproduktion

CHF

100

51%

0%

Vollkonsolidierung

Bern

Mobilität

CHF

700

50%

50% Quotenkonsolidierung

Gsteig

Energieproduktion

CHF

3’200

50%

50%

at equity

Langenthal

Energieproduktion

CHF

2’000

50%

0%

at equity

Niederönz

Energieproduktion

CHF

300

40%

40%

at equity

St-Louis, FR

Beteiligungen

EUR

16’400

38%

0%

at equity

Aarberg

Holzbeschaffung

CHF

300

35%

35%

at equity

Swiss Energie Service AG Bern Service- und Repara turdienstleistungen CHF 200 33% 33% at equity leading swiss renewables AG

Münchenstein

Beteiligungen

CHF

12’000

32%

0%

at equity

HelveticWind Deutschland GmbH

Wiesbaden, DE

Energieproduktion

EUR

25

29%

50%

at equity

Bern

Abfallverwertung

CHF

4’400

25%

0%

at equity

Innertkirchen

Energieproduktion

CHF

120’000

17%

17%

at equity

Resag Recycling und Sortierwerk Bern AG Kraftwerke Oberhasli AG Gasverbund Mittelland AG

Arlesheim

Energievertrieb

CHF

6’140

10%

10%

at equity

Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG

Däniken

Energieproduktion

CHF

350’0003

8%

8%

at equity

Maggia Kraftwerke AG

Locarno

Energieproduktion

CHF

100’000

5%

5%

at equity

Blenio Kraftwerke AG

Blenio

Energieproduktion

CHF

60’000

5%

5%

at equity

Fusioniert mit der Bären Haustechnik AG per 1.1.2012 Namensänderung von ewb Beteiligungen AG auf ewb Natur Energie AG 3 Davon einbezahlt 290’000 TCHF 1 2

98


Finanzbericht Konzern

Der Konsolidierungskreis umfasst folgende Unternehmen: Gesellschaft Sitz Zweck Währung Aktienkapital 2012 2011 Konsolidierungs in Tausend Kapitalanteil Kapitalanteil methode Swisspower Renewables AG AG für Abfallverwertung AVAG Solar Industries AG Geo-Energie Suisse AG Swisspower Energy AG Kleinkraftwerk Birseck AG Tubo Sol PE 2, S.L. Swisspower Netzwerk AG

Zürich

Beteiligungen

CHF

6’460

12%

16%

Anschaffungswert

Thun

Abfallverwertung

CHF

3’400

15%

15%

Anschaffungswert

Glarus Nord

Solartechnik

CHF

30’921

15%

15%

Anschaffungswert

Basel

Geothermie

CHF

700

14%

14%

Anschaffungswert Anschaffungswert

Zürich

Energievertrieb

CHF

1’990

11%

11%

Münchenstein

Beteiligungen

CHF

4’389

11%

0%

Anschaffungswert

Murcia, ES

Energieproduktion

EUR

50

6%

6%

Anschaffungswert

Zürich

Netzwerk

CHF

360

5%

5%

Anschaffungswert

BERNEXPO HOLDING AG Bern Infrastruktur Messeplatz Bern CHF 4’200 7% 7% Anschaffungswert

Akquisitionen Die von Energie Wasser Bern im Jahr 2012 akquirierten, vollund quotenkonsolidierten Unternehmen wiesen zum Erwerbszeit­ punkt folgende wesentliche Bilanzpositionen auf: Akquisitionen Nergia S.A. in TCHF Flüssige Mittel Übriges Umlaufvermögen

Solar Power Plant Goito S.r.l.

Birseck Hydro SAS

281

0

3’689

4

0

1’644 102’971

Anlagevermögen

447

29

Fremdkapital

786

19

25’498

Eigenkapital -54

10

82’806

Bilanzsumme

29

108’304

732

Am 16. April 2012 wurden Wasserkraftwerke in Frankreich (Nergia Gruppe) zu 100 % gekauft. Diese Gesellschaften wurden am 22. Dezember 2012 in die Birseck Hydro SAS eingebracht. Die Muttergesellschaft Nergia S.A. wurde am 10. Januar 2013 aufge­ löst und ist per 31. Dezember 2012 noch im Konsolidierungskreis enthalten.

99


Finanzbericht Konzern

Erläuterungen zu Positionen der Konzernrechnung Konsolidierte Erfolgsrechnung 27) Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen TCHF 2012 2011 Nettoerlös Sparte Elektrizität 232’430 224’345 Sparte Wärme 126’821 110’882 Sparte Wasser 36’216 36’923 Sparte Kehrichtverwertung 18’979 18’444 Sparte New Business

61’606

56’484

Total Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen

476’052

447’078

Davon Lieferungen und Leistungen an Dritte 428’498 406’776 Stadt Bern einschliesslich übriger Stadtbetriebe

43’362

35’526

Assoziierte Gesellschaften 4’192 4’776

28) Andere betriebliche Aufwendungen und Erträge TCHF 2012 2011 Dienstleistungen Dritte für Unterhalt

–19’827

–12’705

Dienstleistungen Stadt Bern für Unterhalt

–618

–833

Entsorgungsaufwand Dritte –2’914 –3’295 Entsorgungsaufwand Stadt Bern

–564

–57

Übrige betriebliche Aufwendungen

–17’452

–19’118 –7’694

Übrige betriebliche Aufwendungen Stadt Bern

–6’186

Übrige betriebliche Aufwendungen assoziierte Gesellschaften

–639

–414

Total andere betriebliche Aufwendungen

–48’200

–44’116

Die bisher unter den Anderen betrieblichen Erträgen geführten Entnahmen aus den Spezialfinanzierungen nach kantonalem Recht werden neu zusammen mit den Einlagen in die Spezialfinanzierungen in der neuen Position Veränderung Spezialfinanzierung ausserhalb des ordentlichen Betriebsergebnisses dargestellt. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. 29) Finanzergebnis TCHF 2012 2011 Zinsertrag Dritte 620 289 Zinsertrag assoziierte Gesellschaften

470

99

Ertrag aus Beteiligungen Dritte

–3’468

–1’774

Ertrag aus Beteiligungen assoziierte Gesellschaften

2’563

3’203

Übriger Finanzertrag 1’466 2’207 Aktivierte Bauzinsen 8’471 7’824 Zinsaufwand gegenüber Dritten

–982

–951

Zinsaufwand gegenüber Stadt Bern

–22’192

–17’691

Zinsaufwand gegenüber assoziierten Gesellschaften

–1

Übriger Finanzaufwand –5’290 –2’562 Total Finanzergebnis 100

–18’342

–9’357

30) Veränderung Spezialfinanzierungen Da die in der Vergangenheit aufgelaufenen Reserven aus Spezialfinanzierungen für Wasser und Kehrichtverwertung mittelfristig mittels geeigneter Massnahmen abgebaut werden, wurden entsprechende Rückstellungen in der Höhe der bestehenden Reserven per 31. Dezem­ ber 2011 und der Ergebnisse 2012 gebildet. Damit wird auch der aus kantonalem Recht ableitbaren Tatsache Rechnung getragen, dass Rechnungsüberschüsse nur zur Deckung künftiger Verluste verwendet werden dürfen und demzufolge den Gebührenzahlern und nicht der Eigentümerin von Energie Wasser Bern zuzurech­ nen sind. Ferner sind hier neu die Einlagen in die Spezialfinan­zierung Werterhalt nach kanto­ nalem Recht sowie Entnahmen daraus enthalten (2012 je 12.1 Mio. CHF und 2011 je 10.6 Mio. CHF). Diese beiden Positionen wurden bisher unter Andere betriebliche Aufwendungen resp. Andere betriebliche Erträge aufgeführt. 31) Betriebsfremdes Ergebnis Das betriebsfremde Ergebnis besteht im Wesent­ lichen aus Buchgewinnen aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Sachanlagen. 32) Ausserordentliches Ergebnis Das ausserordentliche Ergebnis ist durch Integrationskosten für die Fusion von Tochter­ gesellschaften entstanden. 33) Steuern Energie Wasser Bern erfüllt in den Sparten Elek­ trizität, Wärme, Wasser und Kehrichtverwertung vorwiegend öffentliche Aufgaben. Diese sind nicht der Steuerpflicht unterworfen. Die Toch­ terunternehmen und die Sparte New Business unterliegen jedoch der ordentlichen Steuer­ pflicht. Aufgrund unterschiedlicher Bewertun­ gen zwischen den Einzelabschlüssen nach OR und dem Konzernabschluss nach FER bestehen Bewertungsreserven. Auf diesen wird die latente Steuerlast aufgrund der massgeblichen Gewinn­ steuersätze abgegrenzt. Dieser Satz beträgt für Schweizer Gesellschaften, gleich wie im Vorjahr, 22 Prozent. Im Berichtsjahr resultiert ein latenter Steueraufwand von 465 TCHF, im Vor­ jahr war es ein Steuerertrag von 85 TCHF.


Finanzbericht Konzern

Konsolidierte Bilanz 34) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TCHF 31.12.2012 31.12.2011 Gegenüber Dritten 75’513 71’972 Gegenüber der Stadt Bern

13’755

5’784

Gegenüber assoziierten Gesellschaften

1’597

9

Wertberichtigung (Delkredere) –1’301 –1’300 Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

89’564

76’465

35) Sonstige kurzfristige Forderungen TCHF 31.12.2012 31.12.2011 Gegenüber Dritten

9’718

10’588

Gegenüber der Stadt Bern

3’863

99’805

Gegenüber assoziierten Gesellschaften

56

Total sonstige kurzfristige Forderungen

13’637

110’393

36) Vorräte und angefangene Arbeiten TCHF 31.12.2012 31.12.2011 Material- und Warenvorräte

4’849

8’849

Angefangene Arbeiten 2’514 1’804 Wertberichtigung –1’723 –3’998 Total Vorräte und angefangene Arbeiten

5’640

6’655

37) Aktive Rechnungsabgrenzung TCHF 31.12.2012 31.12.2011 Gegenüber Dritten 6’216 6’720 Gegenüber der Stadt Bern

1’149

2’492

Gegenüber assoziierten Gesellschaften

8’589

11’419

Total aktive Rechnungsabgrenzung

15’954

20’631

101


Finanzbericht Konzern

38) Sachanlagen und immaterielle Anlagen TCHF

Unbebaute Grundstücke

Grundstücke und Bauten

Anlagen und Einrichtungen

Anlagen im Bau

Übrige Sachanlagen

Total Sachanlagen

Nettobuchwerte 1.1.2012

2’942 137’692 932’173 469’384 12’750 1’554’941

Anschaffungskosten Stand per 1.1.2012

2’962

291’888

2’049’273

469’384

32’470

2’845’977

Änderung Konsolidierungskreis –26’777 –74 –26’851 Zugänge 59’750 107’884 33’740

2’545 203’919

Abgänge –14’648 –12’930

–657 –29’133

–898

Reklassifikation/Umbuchung 134’789 297’102 –432’328

890

454

Währungseinfluss –291 –105 –397 Stand per 31.12.2012

2’962

471’779

Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2012

–20

–154’196

2’414’262

69’718

35’248

2’993’968

–1’117’101

–19’720

–1’291’037

Änderung Konsolidierungskreis 884 884 Planmässige Abschreibungen –6’476 –46’873 –3’300 –56’649 Wertbeeinträchtigungen (Impairment) –36’480 –65’985

–9 –102’474

Abgänge 11’181 6’020

589 17’790

Reklassifikation/Umbuchung 3 55 58 Währungseinfluss 10 10 Stand per 31.12.2012 Nettobuchwerte 31.12.2012

–20

–185’968

–1’222’990

2’942 285’811 1’191’271

69’718

–22’440

–1’431’418

12’807 1’562’550

TCHF Immaterielle Immaterielle Goodwill aus Total Anlagen Anlagen Beteiligungen immaterielle im Bau Anlagen Nettobuchwerte 1.1.2012

21’451 3’942 9’082 34’475

Anschaffungskosten Stand per 1.1.2012 21’451 16’689 16’653 54’793 Änderung Konsolidierungskreis

143 143

Zugänge 1’845 1’845 Abgänge 0 Reklassifikation/Umbuchung –21’442 20’988

–454

Währungseinfluss 1 –13 –12 Stand per 31.12.2012

9 39’523 16’783 56’316

Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2012

–12’747 –7’571 –20’318

Änderung Konsolidierungskreis Planmässige Abschreibungen –2’009 –2’125 –4’133 Wertbeeinträchtigungen (Impairment) –1’221 –1’221 Abgänge Reklassifikation/Umbuchung –58 –58 Währungseinfluss

Stand per 31.12.2012 Nettobuchwerte 31.12.2012

2 2

9 23’489 7’090 30’588

Die starke Abnahme der Anlagen im Bau ist hauptsächlich auf die Teilinbetriebnahme der neuen Energiezentrale Forsthaus zurück­ zuführen. Die Zugänge enthalten aktivierte Fremdkapitalzinsen in der Höhe von 8.5 Mio. CHF (Vorjahr 7.8 Mio. CHF). Per Bilanz­ stichtag wurden die Aktiven auf allfällige Anzeichen für Wertbe­ einträchtigungen überprüft. Die betroffenen Anlagen wurden auf den erzielbaren Wert reduziert. Die Reduktion ist unter Wertbe­ einträchtigungen (Impairment) ausgewiesen. Die wesentlichen Fälle sind nachfolgend aufgeführt: 102

–16’035 –9’693 –25’728

Aufgrund der jährlich aktualisierten Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Energiezentrale Forsthaus ergibt sich für den Kehrichtteil der Anlage ein Impairment von 97.6 Mio. CHF. Gründe liegen in der geplanten Senkung des Kehrichtpreises und in zukünftig erwarteten tieferen Strompreisen an der Strombörse. Die Aktualisierung der Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Gastankstelle BERNMOBIL (weniger Busse, eine zusätzliche Redundanztankstelle) führt zu einem Impairment von 6.0 Mio. CHF.


Finanzbericht Konzern

TCHF

Unbebaute Grundstücke

Grundstücke und Bauten

Anlagen und Einrichtungen

Anlagen im Bau

Übrige Sachanlagen

Total Sachanlagen

Nettobuchwerte 1.1.2011

2’942 130’109 889’563 270’943 12’778 1’306’336

Anschaffungskosten Stand per 1.1.2011

2’962

280’516

1’979’128

270’943

33’934

2’567’484

Änderung Konsolidierungskreis 3’910 4’742 19’924 1’047 29’623 Zugänge 5’543 50’296 219’449

1’714 277’002

Abgänge –1’885 –19’120 –6’036 –27’042 Reklassifikation/Umbuchung 3’804 35’251 –40’698 1’811 168 Währungseinfluss –1’023 –234 –1’257 Stand per 31.12.2011

2’962

291’888

Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2011

–20

–150’407

2’049’273

469’384

32’470

2’845’977

–1’089’565

–21’157

–1’261’149

Änderung Konsolidierungskreis Planmässige Abschreibungen –5’516 –42’875 –3’591 –51’981 Wertbeeinträchtigungen (Impairment) –3’041 –3’041 Abgänge 1’727 17’271 6’007 25’005 Reklassifikation/Umbuchung 1’075 –980 96 Währungseinfluss 33 33 Stand per 31.12.2011 Nettobuchwerte 31.12.2011

–20

–154’196

–1’117’101

–19’720

–1’291’037

2’942 137’692 932’173 469’384 12’750 1’554’941

TCHF Immaterielle Immaterielle Goodwill aus Total Anlagen Anlagen Beteiligungen immaterielle im Bau Anlagen Nettobuchwerte 1.1.2011

Anschaffungskosten Stand per 1.1.2011 Änderung Konsolidierungskreis

823 3’874 3’074 7’771 823

16’100

7’360

24’283

Zugänge 21’216

264 9’332 30’811

Abgänge Reklassifikation/Umbuchung –589 325 –263 Währungseinfluss –38 –38 Stand per 31.12.2011

21’451 16’689 16’653 54’793

Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2011

–12’226 –4’286 –16’512

Änderung Konsolidierungskreis Planmässige Abschreibungen –524 –3’290 –3’813 Wertbeeinträchtigungen (Impairment) Abgänge Reklassifikation/Umbuchung Währungseinfluss

Stand per 31.12.2011 Nettobuchwerte 31.12.2011

3 5 8

–12’747 –7’571 –20’318

21’451 3’942 9’082 34’475

Brandversicherungswert der Sachanlagen TCHF Sachanlagen Total

31.12.2012 31.12.2011 924’489 714’425 924’489 714’425

103


Finanzbericht Konzern

39) Finanzanlagen TCHF At equity Zum Total Übrige Übrige Total bewertete Anschaffungs- Beteiligungen Finanzanlagen Finanzanlagen1 Finanzanlagen Beteiligungen wert bewertete gegenüber Beteiligungen Dritten Bestand am 1.1.2011

60’549

Veränderung Konsolidierungskreis Zugang

6’672

67’221

437

8’118

72’400 1’372

8’147

10’186

363

18’695

Abgang

–1’144

–765

–1’909

Wertveränderung at equity

29

4’741

1’372

1’273

Wertberichtigung

–2’025

1’273

1’273

–2’025

–2’025

Währungseinfluss

–37

–37

Bestand am 31.12.2011

61’851

12’728

74’579

Veränderung Konsolidierungskreis

38’127

Zugang

5’808

Wertveränderung at equity

2’102 –3’659

89’684

38’127

38’127

5’808

–14

27

Bestand am 31.12.2012

102’121

14’863

116’984

Assoziierte Gesellschaften und Nahestehende

Auf dem Beteiligungsbuchwert und dem Darlehen der Geo-Energie Suisse AG wurde eine Wertberichtigung vorgenommen. Über die Solar Industries AG wurde im Jahr 2012 der Konkurs eröffnet. Der Restbuchwert von 3.0 Mio. CHF wurde im Geschäfts­ jahr wertberichtigt.

40) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TCHF 31.12.2012 31.12.2011 Gegenüber Dritten 23’733 49’629 254

694

Gegenüber assoziierten Gesellschaften

12’647

9’039

Total Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

36’634

59’362

41) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten TCHF 31.12.2012 31.12.2011 Gegenüber Dritten 36’506 27’817 Gegenüber der Stadt Bern

37’937

Total sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

74’443

Per Ende Jahr bestanden Kontokorrentschulden bei der Stadt Bern.

104

26’530

36’612

–8’058

–16’712

2’102

41

Gegenüber der Stadt Bern

4’274 –8’654

–3’659

Währungseinfluss

1

–122

4’339

Abgang Wertberichtigung

–85 10’766

27’817

2’102

–672

–4’331

–31

–4

6’355

22’139

145’477


Finanzbericht Konzern

42) Passive Rechnungsabgrenzung TCHF 31.12.2012 31.12.2011 Gegenüber Dritten 31’779 27’456 Gegenüber der Stadt Bern

13

488

Gegenüber assoziierten Gesellschaften

7’675

9’471

Total passive Rechnungsabgrenzung

39’467

37’415

43) Langfristige Verbindlichkeiten aus Vorsorge Tatsächliche wirtschaftliche Auswirkungen von Vorsorgeplänen für den Konzern werden auf den Bilanzstichtag bewertet und bilanziert. Bei den Vorsorgeplänen von Energie Wasser Bern und den Tochter­ gesellschaften handelt es sich um beitrags- und leistungsorien­ tierte Pläne. Die Mitarbeitenden sind für Ruhestand, Todesfall und Invalidität versichert. Das im Swiss GAAP FER 16 bisher erlaubte und angewendete Wahl­ recht, die Vorsorgeverpflichtung nach einem höheren Standard, wie z.B. IAS 19, zu berechnen, entfällt auf Ende 2013. Energie Wasser Bern hat die Änderung auf den Abschluss 2012 umgesetzt. Dies führt zu einem Restatement der Verbindlichkeiten aus Vor­ sorgeverpflichtungen (im Geschäftsbericht 2011 mit 64.7 Mio. CHF ausgewiesen).

Wirtschaftlicher Nutzen / Über-/Unter- Wirtschaftlicher Anteil wirtschaftliche Verpflichtung deckung des Unternehmens und Vorsorgeaufwand gemäss FER 26 TCHF 31.12.11

31.12.12

Veränderung Auf die Periode Vorsorgeaufwand zum Vorjahr abgegrenzte im Personalaufwand resp. erfolgs- Beiträge wirksam im GJ

31.12.11

31.12.12

31.12.11

Einrichtungen mit Unterdeckung (Schweiz) –19’645 0 0 0 0 6’507 6’547 Einrichtungen mit Überdeckung (Schweiz) 648 0 0 0 0 454 274 Total –18’997 0 0 0 0 6’961 6’821

105


Finanzbericht Konzern

44) Langfristige Finanzverbindlichkeiten TCHF 31.12.2012 31.12.2011 Gegenüber Dritten 59’277 79’735 Gegenüber der Stadt Bern

925’000

825’000

Total langfristige Finanzverbindlichkeiten

984’277

904’735

45) Rückstellungen TCHF Steuerrück- Restruktu- Spezial- Sonstige stellungen rierungsrück- finanzierungen Rück stellungen stellungen Buchwert per 1.1.2011

5’008

5’938

Total

35’258

23’264

Veränderung Konsolidierungskreis

904

559

1’463

Bildung

257

5’696

5’953

Verwendung

–315

–4’599

–4’914

–46

–143

Auflösung

–97

Währungseinfluss

–16

Buchwert per 31.12.2011

5’741

5’891

35’258

69’467

-67

–82

24’853

71’744

Veränderung Konsolidierungskreis –2’505 –1’080 –3’584 Bildung

462

75’958

9’142

85’562

Verwendung –4’130 –4’130 Auflösung

–827

–5’891

–491

–7’209

Währungseinfluss –18 –9 –27 Buchwert per 31.12.2012 Davon mit geschätzter Fälligkeit < 12 Monate

Mit dem Abschluss eines neuen Gesamtarbeitsvertrages (GAV) per 1. Januar 2013 ist der im alten GAV vorgeschriebene Sozialplanfonds nicht mehr nötig. Die Restrukturierungsrück­ stellung wurde vollständig aufgelöst und dem Personalauf­­wand gutgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurden Spezialfinanzierungen Wasser und Keh­­richt in den Rückstellungen gebildet. Dies führte zu einem ein­ maligen Verlust bei den Sparten Wasser und Kehricht. Aus dem spezialfinanzierten Haushalt geht damit aber kein Geld verloren. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten unter anderem eine Rückstellung für die Sanierung des Gaswerkareals von insgesamt 20.2 Mio. CHF, den Ökofonds 3.2 Mio. CHF sowie die Rückstel­ lungen über 4.0 Mio. CHF aus belastenden Bezugsverträgen für das Kernkraftwerk Fessenheim.

106

2’855

0

745

111’216 3’885

28’285

142’356

8’076

12’706


Finanzbericht Konzern

46) Verpfändete Aktiven und nicht bilanzierte Leasingverpflichtungen TCHF 31.12.2012 31.12.2011 Grundpfandbestellungen zugunsten Dritter

0

0

Total 0 0

TCHF 31.12.2012 31.12.2011 Nicht bilanzierte Leasingverpflichtungen Folgejahr

129

136

Nicht bilanzierte Leasingverpflichtungen 2–5 Jahre

232

119

Nicht bilanzierte Leasingverpflichtungen > 5 Jahre

1

Total 362 255

47) Beziehung zu Nahestehenden und Gesellschaften TCHF Stadt Bern Stadt Bern Assoziierte Assoziierte Gesellschaften Gesellschaften (Beteiligungen) (Beteiligungen) 2012 2011 2012 2011 Verkauf von Energie

15’932

14’939

4’009

Übrige Verkäufe und Dienstleistungen

27’430

20’587

183

4’622 154

Erhaltene Zinsen und Dividenden

3’033

2’029

Kauf von Energie und Wasser

136’676

118’085

Abgaben und Gebühren 6’337 6’611 1

Übrige Käufe und Dienstleistungen1 1’330 1’973 639 414 Bezahlte Zinsen 22’192 17’691

1

Gewinnablieferung 67’000 65’000 Gewährte Darlehen 5’338 4’007 Sonstige kurzfristige Forderungen

3’863

99’805

56

Forderungen und Abgrenzungen 14’904 8’276 10’186 11’428 Langfristige Finanzverbindlichkeiten 925’000 825’000 Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 38’205 1’182 12’647 18’510 1

Inkl. aktivierter Leistungen Sachanlagen

107


Finanzbericht Konzern

48) Offene derivative Finanzinstrumente Kontrakt­wert Währungsinstrumente Energielieferungen Devisentermingeschäfte Total derivative Finanzinstrumente

Passive Werte 2012

Zweck

2012

Aktive Werte 2012

21’309

1’064

1’301

Absicherung

0

0

0

21’309

1’064

1’301

Kontraktwert

Passive Werte 2011

Zweck

2011

Aktive Werte 2011

36’685

1’583

1’739

Absicherung

31’749

0

187

Absicherung

68’433

1’583

1’926

Im Vorjahr wurde neben den üblichen Energiehandelsgeschäften eine Eurokursabsicherung getätigt.

49) Eventualverpflichtungen Fonds Nukleare Entsorgung Für alle Inhaber, Mitinhaber und Mitnutzer von Kernanlagen besteht in Bezug auf den Differenzbetrag zwischen Fondsaus­ gleichszahlungen und den anteiligen Fondsguthaben für die nukleare Entsorgung, die Stilllegung und die Nachbetriebsphase eine Nachschusspflicht im Sinne einer Solidarhaftung. Gasverbund Mittelland AG Aus dem Partnerschaftsvertrag mit der Gasverbund Mittelland AG ergibt sich eine Solidarhaftung. pvenergie AG Energie Wasser Bern bürgt solidarisch für ein Darlehen von Dritten über 624 TCHF an die Gesellschaft.

108

50) Offene Rechtsfälle Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist Energie Wasser Bern in Rechtsstreitigkeiten involviert. Daraus zu erwartende Geldab­ flüsse werden entsprechend zurückgestellt. Die Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom hat im Jahr 2010 gegen Energie Wasser Bern ein Verfahren betreffend die Elektrizitätstarife eröffnet. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen; allfällige Auswirkungen können momentan nicht beziffert werden. 51) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf das Jahresergebnis haben. Die Jahresrechnung wurde am 25. Februar 2013 vom Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern für die Sitzung des Gemeinderates vom 20. März 2013 zur Genehmigung vorgeschlagen.


Finanzbericht Konzern

Anhang Risikomanagement Konzern für den Geschäftsbericht 2012 Umgang mit Risiken Im vergangenen Geschäftsjahr haben die Gesellschaften eine Risikobeurteilung durchgeführt. Die wesentlichen Geschäfts­risiken werden dabei nach dem möglichen Schadensausmass und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Davon lassen sich Mass­nahmen zur Steuerung der wesentlichen Risiken ableiten. Bei der Überprüfung sind keine ausserordentlichen Risiken festgestellt worden, die über den üblichen Rahmen hinausgehen. Weitere Ausführungen zum Risikomanagement finden sich im Abschnitt «Risikomanagement» des Anhangs zur Jahresrechnung des Stammhauses. Zunehmende Aktivitäten im Ausland Mit dem in der Eignerstrategie geforderten Umbau des Produktions­ portfolios in Richtung erneuerbare Energien beteiligt sich Energie Wasser Bern zunehmend an Produktionsanlagen im Ausland. Damit verbunden sind Risiken während der Akquisitions-, Realisierungsund Betriebsphase. Dazu gehören beispielsweise die Aufnahme von Geschäftstätigkeiten mit neuen Partnern, der Eintritt in neue Märkte, Risiken im Anlagenbau sowie Risiken bei den politischen, rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in den entsprechenden Ländern. Das Risikomanagement sorgt im Rahmen etablierter Prozesse dafür, dass diese Risiken bei sämtlichen Entscheidungen identifiziert und beurteilt werden und in die Entscheidfindung einfliessen.

109


Finanzbericht Konzern

Bericht der Revisionsstelle

KPMG AG Au d it Hofgut CH-3073 Gümligen-Bern

Tel +41 58 249 76 00 Fax +41 58 249 76 47 Internet www.kpmg.ch

Bericht der Revisionsstelle an den Gemeinderat der Stadt Bern zur Konzernrechnung der Energie Wasser Bern, Bern

Als Revisionsstelle haben wir die auf den Seiten 92 bis 109 abgebildete Konzernrechnung der Energie Wasser Bern, bestehend aus Erfolgsrechnung, Bilanz, Geldflussrechnung, Nachweis der Eigenkapitalveränderung und Anhang, für das am 31. Dezember 2012 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Die Vorjahresrechnung ist von einer anderen Revisionsstelle geprüft worden. In ihrem Bericht vom 27. Februar 2012 hat diese ein uneingeschränktes Prüfungsurteil abgegeben. Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit den Swiss GAAP FER und den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Konzernrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Konzernrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Konzernrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Konzernrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Konzernrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Konzernrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Konzernrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung vermittelt die Konzernrechnung für das am 31. Dezember 2012 abgeschlossene Geschäftsjahr ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den Swiss GAAP FER und entspricht dem schweizerischen Gesetz.

KPMG AG/SA, a Swiss corporation, is a subsidiary of KPMG Holding AG/SA, which is a subsidiary of KPMG Europe LLP and a member of the KPMG network of independent firms affiliated with KPMG International Cooperative (“KPMG International”), a Swiss legal entity.

110

Mitglied der Treuhand-Kammer


Finanzbericht Konzern

Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Konzernrechnung existiert. Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu genehmigen. KPMG AG

Markus Forrer Zugelassener Revisionsexperte Leitender Revisor

Silvan Jurt Zugelassener Revisionsexperte

Bern, 25. Februar 2013

111


Daten und Fakten Stammhaus

Daten und Fakten: Elektrizität

Energieerzeugung und -beschaffung

Kraftwerk Felsenau Dotierkraftwerk Engehalde Kraftwerk Matte Fernheizkraftwerk Bern (KVA Warmbächli) Energiezentrale Forsthaus Blockheizkraftwerke Solarkraftwerke Werkeigene Anlagen

Brutto1 Netto1 (erzeugte Energie) (ins Netz eingespeiste/gelieferte Energie) 2012 Anteil 2011 Anteil 2012 Anteil MWh in % MWh in % MWh in %

2011 Anteil MWh in %

74’957

61.7

62’852

52.5

74’214

3.8

62’236

3.6

2’415

2.0

2’537

2.1

2’399

0.1

2’520

0.1

6’919

5.7

7’691

6.4

6’808

0.4

7’578

0.4

29’971

24.6

39’648

33.1

17’468

0.9

23’525

1.4

k.a.

k.a.

0

0.0

33’552

1.7

0

0.0

6’812 5.6 6’661

5.6 6’511 0.3 6’377 0.4

511 0.4 294 0.3 511 0.0 294 0.0 121’585

100.0

119’683

100.0

141’463

7.2

102’530

5.9

Kraftwerke Oberhasli AG

366’217

18.6

324’555

18.6

Kraftwerke Maggia AG

73’301

3.7

60’563

3.5

Kraftwerke Blenio AG

34’464

1.8

49’409

2.8

Kraftwerk Sanetsch AG

20’531

1.0

14’515

0.8

Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG

605’448

30.8

592’881

33.9

Kernkraftwerk Fessenheim (Elsass)

141’966

7.2

86’118

4.9

Solarkraftwerke 1’108 0.1 440 0.0 Beteiligungen 1’243’035 63.2 1’128’481 64.5 Produktion erneuerbare Energien im Ausland

120’118

6.1

41’252

2.3

Bezug von Kleinproduktionsanlagen Dritter

9’527

0.5

10’853

0.6

Handelskäufe 452’672 23.0 466’211 26.7 Drittbezüge 462’176 23.5 477’064 27.3 Eingespeiste/gelieferte Energiemenge 1’966’815 100.0 1’749’327 100.0 Davon naturemade-star-zertifizierter Ökostrom Strom aus Sonnenenergie

1’943

1’186

Strom aus Wasserkraft

27’371

10’098

Energieabgabe

2012 2011

MWh Anteil MWh Anteil in % in % Aufgewendete Pumpenenergie

102’502 5.2 115’213 6.6

Handelsverkäufe

587’312 29.9 417’532 23.9

Abgabe erneuerbare Energie an Dritte/KEV 2 im Ausland

120’118

6.1

41’252

Verluste im Netz Bern

31’863

1.6

31’777

1.8

Energieabgabe an Kunden

1’125’020

57.2

1’143’553

65.4

Abgegebene Energie

1’966’815 100.0 1’749’327 100.0

1

ie Brutto-Energieerzeugung bezeichnet die gesamte in der Anlage produzierte Energie. D Die Netto-Energieerzeugung bezeichnet die Differenz der Brutto-Energieerzeugung einer Anlage und ihres eigenen Energieverbrauchs.

2

Kostendeckende Einspeisevergütung

112

2.3


Daten und Fakten Stammhaus

Stromnetze

2012 2011

Verteilnetz: Freileitungen (in km)1 Hochspannung 132 kV 2 91.9 37.6 Mittelspannung 11 kV 2 8.8 9.1 Niederspannung 400/230 V

8.4

7.7

29.4

34.8

Verteilnetz: Kabelleitungen (in km)1 Hochspannung 132 kV Mittelspannung 11 kV

333.9

323.8

Niederspannung 400/230 V

639.6

531.5

Gleichstrom 400 V

42

44.6

Anzahl Trafostationen 633 644 Anzahl Trafos 1’048 1’054 Trafoleistung in MVA

558

557

Anzahl Netzanschlüsse (Kabel)

13’764

13’835

Anzahl Netzanschlüsse (Freileitung)

18

86

Kabelleitungen (in km)

551.6

621.3

Freileitungen (in km)

4.9

16.8

Öffentliche Beleuchtung1

Anzahl Strassenleuchten 18’510 18’453 Energieverbrauch der Strassenleuchten (in kWh)

8’098’939

8’481’277

Messung und Installationskontrolle Im Verteilnetz installierte Zähler

98’834

98’566

Übrige im Netz installierte Apparate

15’664

16’011

Aktive Verrechnungsstromkreise 97’469 97’210 Bearbeitete Installationsanzeigen (Strom) 1

Datenbereinigung der Leitungslängen infolge Migration in neues GIS-System

2

2011 ohne Beteiligungen

2’087

2’011

113


Daten und Fakten Stammhaus

Daten und Fakten: Wärme

Wärme 2012 2011 Erdgasabsatz (in MWh) Haushalt und Gewerbe

11’160

11’684

Heizungen 1’028’491 879’699 Fernheizwerk 158’610 68’876 Prozessgas 193’140 192’431 Blockheizkraftwerke 61’355 63’255 Treibstoff 42’334 42’373 Total 1’495’089 1’258’318 Davon Biogas 20’439 15’425 Davon Lieferung an Wiederverkäufergemeinden

156’688

151’236

Moosseedorf 14’775 15’248 Muri 120’115 115’505 Urtenen-Schönbühl 17’727 17’187 Wohlen 4’071 3’296 Erdgasleitungsnetz Stadt Bern und Region (in km) Hochdruckleitungen, 1–5 bar

51.9

51.8

Mitteldruckleitungen, 0.1–1 bar

123.3

121.2

Niederdruckleitungen, 0.022–0.1 bar

165.9

167.3

Total 341.1 340.3 Netzanschlussleitungen (in km)

116.4

114.8

Anzahl Netzanschlüsse1 8’250 8’702 Messung und Installationskontrolle Im Verteilnetz installierte Zähler

13’576

13’757

Übrige im Netz installierte Apparate

8’549

8’463

Durchgeführte Abnahmekontrollen Erdgas (inkl. Druckprüfungen)

1’032

914

Fernwärme 2012 2011 Energieabgabe Anzahl Kunden 2 511 498 Wärmeverkauf (in MWh)2 241’184 213’711 Heizgradtage 3’525 3’034 Stromerzeugung (in MWh), KVA Warmbächli

29’971

39’648

Fernwärmeleitungsnetz Stadt Bern (in km) Vorlaufleitungen 39.7 35.9 Rücklaufleitungen 39.9 35.9 1 2

Datenbereinigung infolge Migration in neues GIS-System Inkl. Nahwärme Blockheizkraftwerk Viktoria

114


Daten und Fakten Stammhaus

Daten und Fakten: Wasser

Wasser

2012

2011

Wasserbezug von der WVRB AG in 1’000 m3 Stadt Bern 13’621 13’268 Tagesleistung Bezug von der WVRB AG (in m3) 44’827 45’216 Tageswerte in 1’000 m3 Total Tagesabgabe im Maximum

48

47

Total Tagesabgabe im Minimum

21

26

Total Tagesabgabe im Mittel

37

36

Wasserleitungsnetz Stadt Bern Versorgungsleitungen (in km)

388.5

387.5

Hausanschlussleitungen (in km)

191.4

191.1

Anzahl Hausanschlüsse1 13’481 15’033 Anzahl Hydranten 3’477 3’477 Anzahl öffentliche Brunnen2 217 217 Messung und Installationskontrolle Im Verteilnetz installierte Zähler

15’940

15’921

Durchgeführte Abnahmekontrollen Wasser

489

243

1 2

Datenbereinigung infolge Migration in neues GIS-System Das Wasser wird von Energie Wasser Bern unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

115


Daten und Fakten Stammhaus

Daten und Fakten: Kehrichtverwertung /New Business

Kehrichtverwertung

2012

2011

Kehrichtanlieferung (in t) Abfallentsorgung der Stadt Bern

36’064

39’517

Direktanlieferer Stadt Bern

33’150

30’348

Partneranlagen 8’068 9’380 Regionsgemeinden 19’850 17’248 Direktanlieferer Region 19’124 12’115 Total 116’256 110’985 Davon Sonderabfälle

982

2’377

Kehrichtverwertung (in t) Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Bern (verbrannte Menge und Restvolumen im Bunker)

116’256

110’113

Externe KVA

0

1’457

New Business: Mobilität

2012

2011

Erdgas/Biogas als Treibstoff Anzahl geförderte Erdgasfahrzeuge

63

47

Anzahl belieferte Erdgastankstellen

10

10

Erdgasabsatz Tankstellen (in MWh)

26’980

27’160

Biogasabsatz Tankstellen (in MWh)

15’354

15’213

Elektromobilität Anzahl ElectroDrive All-in-Pakete

240

39

Abgesetzter Ökostrom für ElectroDrive All-in-Pakete (in kWh)

11’954

3’285

New Business: Telekommunikation

2012

2011

489

253.1

Berner Glasfasernetz (FTTH)1 Verbaute Glasfaserkabel (in km)

Total durch Energie Wasser Bern und Swisscom erschlossene Nutzungseinheiten 37’295 22’991 1

Bezieht sich auf erbrachte Leistungen von Energie Wasser Bern.

116


Impressum Herausgeberin Energie Wasser Bern (ewb) Monbijoustrasse 11 3001 Bern Telefon 031 321 31 11 Telefax 031 321 34 95 info@ewb.ch www.ewb.ch Redaktion Raphaël Wyss, Energie Wasser Bern, Bern Alexandra Jäggi, Energie Wasser Bern, Bern Text Kinetics Kommunikation, Zürich Sustainserv GmbH, Zürich/Boston Gestaltung Polyconsult AG, Bern Beratung Nachhaltigkeitsberichterstattung Sustainserv GmbH, Zürich/Boston Fotos Andrea Campiche, bildlich.ch, Schönbühl Michael Blaser, mbfotografie.ch, Bern/Zürich Brigitte Mathys, brigittemathys.ch, Langenthal Adrian Moser, adrianmoser.ch, Biel Panoramabild Bundesplatz Bern: © Reto Aebi, Rubigen Lithografie Marti Media AG, marti-media.ch, Hinterkappelen Druck Rub Media AG, rubmedia.ch, Wabern/Bern

117


Energie Wasser Bern Monbijoustrasse 11 3001 Bern

www.ewb.ch info@ewb.ch Tel. 031 321 31 11

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