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DiREKT 2/2016

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DiREK T. Kundenmagazin von Energie Wasser Bern

Besser betreut dank Bits und Bytes Digitalisierung

hello ewb, i ha e frag ...

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INHALT

WILLKOMMEN Seite 3

Die Chancen der Digitalisierung nutzen

DIGITALISIERUNG Seite 4

Besser betreut dank Bits und Bytes

Seite 9

«Wir alle profitieren von der Digitalisierung …» AKTUELL

Seite 11

Erdgasautos so günstig wie noch nie SERVICE PUBLIC

Seite 12

Bernerinnen und Berner haben die Wahl WOHIN FLIESST IHRE ENERGIE?

Seite 14

Andreas Herrmann, Jobcoach der GEWA RATGEBER / KINDER

AKTUELL

«Sunraising» auf Berns Dächern

Seite 16

Seite 10

Seite 18

Emma entdeckt das Internet KONTAKT

«Wasser unser»

Impressum Herausgeberin Energie Wasser Bern, Monbijoustrasse 11, 3001 Bern, Telefon 031 321 31 11, info@ewb.ch, ewb.ch

Autoren: Raphael Bühler (bür), Thomas Hügli (hue), Alexandra Jäggi (jäg), Claudia Kohlschütter (koc), Raphaël Wyss (wyr), Christine Zwahlen (zac)

Redaktion Energie Wasser Bern, Ressort Unternehmenskommunikation

Fotos Andrea Campiche, Adrian Moser, Franziska Rothenbühler

Gesamtverantwortung: Claudia Kohlschütter (koc) Redaktionsleitung: Raphaël Wyss (wyr)

Gestaltung Polyconsult AG, Bern

Druck Stämpfli AG, Bern Auflage 92’000 Exemplare DiREKT erscheint 3-mal jährlich und geht an die Kundinnen und Kunden von Energie Wasser Bern.


WILLKOMMEN

Die Chancen der Digitalisierung nutzen Claudia Kohlschütter, Leiterin Unternehmenskommunikation

Kein Gerücht, kein Trend, die Digitalisierung ist heute das Topthema schlechthin. Oftmals ist hier auch die Rede von der «vierten Industriellen Revolution». Die digitale Transformation beschreibt, wie sich bisher analoge Geschäftsprozesse zu digitalen bzw. vernetzten Vorgängen entwickeln. Es geht konkret um die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, um Anpassungen bei den Organisationsstrukturen und um Veränderungen in der Unternehmenskultur, vor allem aber um Kundennutzen. Bisher waren hauptsächlich die Informationsund Telekommunikationstechnologien von diesem Wandel betroffen. Heute aber greift die Digitalisierung auch massiv in Unternehmen und ganze Branchen ein. Fakt ist, dass nur jene Unternehmen erfolgreich sein werden, die anpassungsbereit und -fähig sind. Dieses analoge Naturgesetz gilt auch für das digitale Zeitalter.

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Als Gesamtenergiespezialist sind auch wir bei diesem tiefgreifenden sozioökonomischen Wandel überdurchschnittlich gefordert. Viele unserer Kundinnen und Kunden kommunizieren heute ganz anders als noch vor ein paar Jahren. Deshalb nutzen wir die Digitalisierung, um die Interaktionen mit ihnen grundlegend zu verändern und sie möglichst individuell zu betreuen. Daneben setzen wir auf digitale Technologien, um Produktionsanlagen, Speicher, Netzkomponenten, Zähler und energieintensive Geräte zu einem intelligenten Energiesystem zu vernetzen sowie für datenbasierte Innovationen. Es ist unbestritten, dass dieser digitale Transformationsprozess für Gesellschaft und Wirtschaft einschneidend ist. Als Querverbundunternehmen sind wir davon überzeugt, dass wir noch erfolgreicher sein werden, wenn wir diesen Wandel aktiv mitgestalten und die Chancen nutzen, die uns die Digitalisierung bietet.


Wie die Digitalisierung den Kunden endgültig zum König macht

Besser betreut dank Bits und Bytes Noch nie gab es so viele Kommunikationskanäle wie heute – Smartphone und mobilem Internet sei Dank. Kundinnen und Kunden können so ganz nach ihren Gewohnheiten wählen, wie sie mit Unternehmen in Kontakt treten. Energie Wasser Bern baut deshalb nicht nur die elektronischen Kanäle aus, sondern will mit den Bernerinnen und Bernern auch individueller kommunizieren.

hello ewb Ist es günstiger, wenn ich den Geschirrspüler nachts laufen lasse? Lara

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DIGI TAL I SIERUNG

Liebe Lara Sie beziehen Strom zum Einfachtarif. Es macht preislich keinen Unterschied, ob Sie tagsĂźber oder nachts Strom brauchen. Ihre ewb

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DIGI TAL I SIERUNG

hello ewb Wann kriege ich an meiner Adresse einen Glasfaseranschluss? LG, Mike

K

onrad Zuse veränderte 1941 die Welt, ohne es zu wissen. Die damals vom deutschen Bauingenieur entwickelte vollautomatische Rechenmaschine Z3 gilt heute als erster funktionstüchtiger Computer. In Amerika und England folgten bald ähnliche Maschinen; der Wettlauf um immer leistungsfähigere Geräte begann. 75 Jahre später steht in fast jedem Haushalt mindestens ein Computer. Mit dem Smartphone tragen die meisten Leute zudem dauernd einen in der Hosentasche mit sich. Besonders das mobile Internet hat unseren Alltag fundamental verändert. Zu den Gewinnern dieser Entwicklung gehören die Konsumenten. Denn die Digitalisierung fördert Innovationen – auch in der Energiebranche, die lange Zeit als wenig innovativ galt. Sie ist vom digitalen Wandel gleich doppelt betroffen: Erstens muss sie für die Energiewende und den wachsenden Wettbewerb ihre Infrastruktur umbauen und vernetzen (siehe Seite 7). Zweitens möchten viele Kundinnen und Kunden heute bei einem Anliegen nicht mehr in ein Kundencenter anrufen und an Schalteröffnungszeiten gebunden sein. Sprechen, schreiben oder zwitschern Dank der Digitalisierung haben die Kundinnen und Kunden von Energie Wasser Bern mehr Möglichkeiten denn je, das Unternehmen zu kontaktieren: neben Telefon, E-Mail und Kundenportal auch über die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter. Vor allem die jüngere Generation – die «Digital Natives» – schätzt

sie, um ihre Anliegen zu platzieren. Andererseits steht Leuten, die den persönlichen Kontakt bevorzugen, auch weiterhin das Kundencenter an der Monbijoustrasse 11 in Bern offen. Energie Wasser Bern nutzt die Digitalisierung, um die Kommunikation mit den Bernerinnen und Bernern grundlegend zu verändern. «Wir möchten von ihnen mehr wissen als bloss den Zählerstand», bringt Lukas Biere, Business Development Manager, das Umdenken auf den Punkt. «Uns interessieren ihre Gewohnheiten und Bedürfnisse – zum Beispiel, ob sie bei ihrem Konsum auf Umweltverträglichkeit achten oder mehr auf den Preis. Dadurch können wir ihnen Dienstleistungen empfehlen, die auf sie zurechtgeschnitten sind, und belästigen sie nicht mit Angeboten, die nicht zu ihnen passen.» Das geschieht nicht zuletzt im Hinblick auf die Öffnung des Energiemarkts, wie Urs Schaffner, Business Development Manager, erklärt: «Die Kundinnen und Kunden bleiben uns im liberalisierten Markt nur dann erhalten, wenn sie mit uns zufrieden sind. Das hängt unter anderem davon ab, wie individuell wir sie betreuen.» Bisher nehmen die Konsumenten ihren Energieversorger primär über die Rechnungen wahr, kein besonders positiv besetzter Kontakt. Die digitalen Kanäle bieten neu viele Gelegenheiten, mit positiven Aktionen aufzufallen. «Wir verändern unsere Sichtweise», sagt Urs Schaffner, «von einer Innensicht, mit Fokus auf Technik, zur Aussensicht der Kunden.»

Fortsetzung auf Seite 8

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Warum die Energiewelt immer digitaler wird

Intelligenz zahlt sich aus In Zukunft werden Kraftwerke, Energienetze, Speicher und energieintensive Geräte miteinander kommunizieren. «Smart Energy» heisst dieses clevere Zusammenspiel, das für die Energiewende nötig ist. Möglich macht es die Digitalisierung – der blitzschnelle Austausch riesiger Datenmengen. Durch die Energiewende entsteht immer mehr Strom in kleinen Produktionsanlagen, etwa in Solarstromanlagen. Anders als grosse Kraftwerke liefern sie diesen aber unregelmässig. Damit Stromproduktion und -verbrauch dennoch in Balance bleiben, gewinnen Netze und Speicher an Bedeutung. Die heutige Infrastruktur ist allerdings nicht dafür konzipiert. Energieversorger wie Energie Wasser Bern haben nun zwei Optionen: Entweder verstärken sie ihre Netze, oder sie setzen auf intelligente, digitale Technologien. Beide Varianten sind mit Investitionen verbunden, doch bei der zweiten fallen sie tiefer aus. Digitalisierung bedeutet in der Energiewelt, dass Produktionsanlagen, Speicher, Netzkomponenten, Zähler und energieintensive Geräte wie Wärmepumpen und Elektroboiler Daten austauschen und sich automatisch aufeinander abstimmen. Speisen zum Beispiel Solarstromanlagen bei Regen nur wenig Strom ins Netz ein, verschieben abschaltbare Geräte ihren Betrieb auf später. In ein solches intelligentes Energiesystem lassen sich auch andere Netze einbinden. Vor allem das Gasnetz erhält eine wichtige Speicherfunktion. Den Zustand auf dem Bildschirm Energie Wasser Bern hat schon erste Schritte in diese Richtung gemacht. Ziel ist, den Zustand von Netzen und Anlagen jederzeit zu kennen und sie teilweise fernzusteuern. Bei einer Trafostation in Bümpliz ist das bereits möglich. Wie bei allen Trafostationen besteht ihre Aufgabe darin, die Spannung zu reduzieren. Anders als die rund 600 Artgenossen in Bern hat Energie Wasser Bern sie ans Glasfasernetz angeschlossen und mit der Leitstelle verbunden. Von dort aus können die Mitarbeiter nun jederzeit ablesen, wie stark die Anlage ausgelastet ist. Tritt ein Kurzschluss auf, erhalten sie eine Meldung. Bei einer Störung lassen sich gewisse Schaltungen direkt von der Leit-

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stelle aus vornehmen, damit der Strom nach kurzer Zeit wieder fliesst. Die Erfahrungen mit dieser ersten intelligenten Trafostation dienen dazu, später weitere Anlagen mit digitaler Technologie auszurüsten. Für den Ausgleich im Netz muss Energie Wasser Bern künftig auch den Stromverbrauch der Kundinnen und Kunden genauer kennen. Die nötigen Daten liefern digitale Energiezähler, sogenannte Smart Meter, die den Energieverbrauch automatisch übermitteln. Im Rahmen eines Pilotprojekts hat Energie Wasser Bern bei interessierten Kunden erste Smart Meter eingebaut. Gleichzeitig wurde ein Konzept zum Datenschutz erarbeitet und mit dem Datenschützer abgestimmt. Noch sieht Energie Wasser Bern aber davon ab, alle mechanischen durch digitale Zähler zu ersetzen. Gesamtpaket für Selbstversorger Ein wichtiger Teil des künftigen Energiesystems sind private Produktionsanlagen wie Solaranlagen. Daher betrifft der Trend zur Digitalisierung auch die Hauseigentümerinnen und -eigentümer. Speziell für sie entwickelt Energie Wasser Bern derzeit ein Angebot namens «Selbstversorgerhaus». Es richtet sich an Kundinnen und Kunden, die möglichst viel Strom aus Eigenproduktion und möglichst wenig aus dem Netz konsumieren wollen. Zum Gesamtpaket gehören eine Fotovoltaikanlage, eine Batterie als Speicher sowie eine Steuerung. Energie Wasser Bern unterstützt die Kunden dabei, die Anlagen optimal einsetzen, und kann dazu die Batterie steuern: Basierend auf Informationen wie den Wetterprognosen, den aktuellen Strompreisen und dem Strombedarf wird die Batterie entweder geladen oder entladen. Dadurch fallen kaum noch Netznutzungskosten an. Zudem stellt die Batterie sicher, dass der Strom im eigenen Haus selbst bei einem Ausfall immer noch fliesst.

Mit solchen innovativen Dienstleistungen macht Energie Wasser Bern die Digitalisierung zur Chance. Der städtische Energieversorger verfolgt die Trends und prüft bei interessanten Technologien genau das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Denn längst nicht alles Machbare ist auch sinnvoll. (hue)


Mit weniger Klicks zum Ziel Komplett darauf abgestimmt ist die neue Website von Energie Wasser Bern. Sie lässt sich intuitiv nutzen, ist immer auf den Kundenservice ausgerichtet und gleichzeitig emotionaler gestaltet als zuvor. Mit wenigen Klicks finden die Userinnen und User, was sie suchen. Dazu hat Energie Wasser Bern ihre Bedürfnisse genau analysiert und gemerkt: Viele der bisherigen Inhalte wurden von den Nutzern wenig beachtet. Deshalb wurde die neue Website deutlich entschlackt und zugleich für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets optimiert. Einen ungewöhnlichen Weg beschreitet der städtische Energieversorger bei der Sprache: Um die regionale Verbundenheit zu betonen, erscheinen die Webtexte auf «Bärndütsch». Per Mausklick wechselt die Sprache auf Hochdeutsch.

Mit einem neuen Kundenportal, das die Website ergänzt, geht Energie Wasser Bern nächstes Jahr einen Schritt weiter. Die Kundinnen und Kunden können dann alle ihre Anliegen rund

um die Energieversorgung elektronisch platzieren oder gleich selber erledigen – etwa Daten aktualisieren und Produkte wechseln. Wer online eine Frage stellt, bekommt diese umgehend beantwortet. Bei der elektronischen Rechnung stehen sogar zwei Varianten zur Auswahl: Die User können sie per E-Rechnung an das Online-Banking-Portal geliefert erhalten, oder in das neue Kundenportal von Energie Wasser Bern übermitteln lassen. Mehr noch: Zusammen mit der Rechnung erhalten die Kundinnen und Kunden auf Wunsch einen Verbrauchsvergleich zu den Vorperioden. So erkennen sie die Entwicklung ihrer Energieeffizienz und bekommen individuelle Spartipps gleich mit dazu. Dadurch steigt der Anreiz, Energie bewusster zu konsumieren. Ein separates Einloggen oder das lästige Eingeben von Zählerständen entfällt. Für alle elektronischen Funktionen genügt ab dem nächsten Jahr ein einziges Login.

Information à la carte Wie die Kundinnen und Kunden die verschiedenen Kanäle kombinieren, bestimmen sie künftig individuell. Wer zum Beispiel die Rechnung in das E-Banking-Portal und das Kundenmagazin elektronisch bekommen möchte, klickt dies im Kundenportal einfach an. Auf Wunsch wird man per E-Mail über neue Informationen benachrichtigt. Durch die vielen Möglichkeiten wird der Kunde endgültig zum König – und soll es auch bleiben. Dazu beobachtet Energie Wasser Bern, wie sich das Kommunikationsverhalten der Bevölkerung verändert. Als Nächstes prüft das Unternehmen die Einführung einer Chatfunktion. Solche zusätzlichen Kanäle stehen für eine klare Philosophie: Die Kundinnen und Kunden sollen sich nicht mehr überlegen müssen, wie sie Energie Wasser Bern erreichen. Vielmehr will der städtische Energieversorger da sein, wo die Kundinnen und Kunden sind. (hue)

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Dr. Joël Cachelin zu den Auswirkungen der Digitalisierung

«Wir alle profitieren von der Digitalisierung ...» Dr. Joël Cachelin, Leiter der Wissensfabrik, ist überzeugt; Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung, die unseren Alltag fundamental verändern wird. Schöne, bequeme neue Welt oder digitaler Wahnsinn? Wir werden sehen …

Herr Cachelin, was verstehen Sie unter Digitalisierung? Ich sehe die Digitalisierung als dreifache Vernetzung: technologisch, sozial und wirtschaftlich. Technologisch betrachtet, gibt es in unserem digitalen Umfeld immer mehr Geräte. Via Clouds kommunizieren sie zunehmend miteinander – auch ohne unser Zutun. Sozial sind wir so gut vernetzt wie noch nie. Wie von Zauberhand finden sich – dank digitaler Vernetzung – Menschen mit ähnlichen Interessen, losgelöst von den räumlichen Strukturen der analogen Welt. Gleichzeitig entsteht ein neues Wirtschaftssystem. Je nach Perspektive wird es «Sharing Economy» oder «Plattform Kapitalismus » genannt. Wie verändert die Digitalisierung unsere Gesellschaft? Sie hat in erster Linie die Art und Weise verändert, wie wir miteinander kommunizieren. Das gilt sowohl für die Menschen untereinander als auch für die Beziehungen zwischen Unternehmen und ihren Kunden. Wir bestellen – und reklamieren –

zunehmend online. Diese Veränderungen sind auch in der Arbeitswelt spürbar. Wir arbeiten weniger bürokratisch und weniger hierarchisch organisiert zusammen. Kombiniert verlagert die soziale und technologische Vernetzung unser Leben stärker in die Virtualität. Deshalb wischen wir auch immer häufiger auf unseren Smartphones herum. Wir wollen in beiden Welten gleichzeitig zu Hause sein, in der realen und in der digitalen. Diese Veränderungen gehen weiter, und letztlich steht dabei das Menschliche zur Diskussion. Was macht die Digitalisierung mit dem Einzelnen? Das Individuum ist Opfer und Täter zugleich. Wir alle profitieren von der Digitalisierung, weil sie unser Leben einfacher und intensiver macht. Eine grenzenlose Welt der Möglichkeiten eröffnet sich. Das Weltwissen und die Weltgemeinde sind jederzeit auf dem Smartphone präsent. Diese Transparenz und Zugänglichkeit verspricht, dass wir die perfekte Feriendestination, Partnerschaft

Dr. Joël Luc Cachelin ist Geschäftsführer der Wissensfabrik und hat mehrere Sachbücher zur digitalen Transformation veröffentlicht.

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und Arbeitsstelle finden. Gleichzeitig leiden wir aber unter der digitalen Transformation, weil sie das Leben schneller, marktorientierter, anonymer und vielleicht auch einsamer macht. Wo sehen Sie die Risiken und Chancen der Digitalisierung bezüglich Energiewende? Die grössten Risiken liegen beim immer grösseren Energiebedarf. Zwar werden die Geräte effizienter, man braucht aber immer mehr davon, um an der digitalen Gesellschaft teilhaben zu können. Noch wichtiger ist die globale Optik. Länder in Asien, Afrika und dem Nahen Osten wollen eines Tages denselben Digitalisierungsgrad wie wir – mit allen Konsequenzen. Die Digitalisierung hat anderseits aber auch das Potenzial, unseren Umgang mit Energie zu verbessern. Zum einen indem klar wird, wer wann wie viel Energie verbraucht. Zum anderen weil das Prinzip der Dezentralisierung die Energieeffizienz aus Makro-Sicht erhöht. Wir werden alle zu Stromproduzenten und funktionieren bei hohem Energiebedarf als Minikraftwerke. Auf welchen Digitalisierungsprozess warten Sie noch? Die Verwaltung hat nach wie vor einen grossen Nachholbedarf. Wenn ich auf ein Amt gehen muss, damit ich meinen Handelsregistereintrag von einem Kanton zum anderen wechseln kann, ist das nicht digital kompetent. Auch eine Steuererklärung, die nicht auf automatischem Datenaustausch beruht und mich jährlich nötigt, Formulare auszufüllen, gehört in das vordigitale Zeitalter. (bür)


AKTUELL

Kurzmeldungen Berner Strom wird billiger Energie Wasser Bern senkt die Strompreise: Die Stadtbernerinnen und Stadtberner bezahlen 2017 durchschnittlich 5.3 Prozent weniger für den Strom als im Vorjahr. Grund sind tiefere Netznutzungs- und Energiekosten. Die Stromprodukte ewb.NATUR.Strom und ewb.ÖKO.Strom werden weiter mit Solarenergie angereichert. 125 Jahre Stromversorgung Energie Wasser Bern feiert das 125Jahre-Jubiläum der Stromversorgung der Stadt Bern: Am 10. August 1891 wurde das Elektrizitätswerk in der Matte offiziell in Betrieb genommen. Anlässlich der damaligen 700-JahrFeier der Hauptstadt wurden die Hauptstrassen zwischen Hirschen­ graben und Zytglogge erstmals mit elektrischen Bogenlampen beleuchtet.

Projekt zur Förderung von Sonnenenergie

«Sunraising» auf Berns Dächern Bisher hatten Mieterinnen und Mieter keine Möglichkeit, in Solaranlagen zu investieren, da sie keinen Zugriff auf bebaubare Dachflächen hatten. Das Projekt «Sunraising» soll diese Lücke schliessen: Für einmalige 350 Franken pro Quadratmeter können Bernerinnen und Berner Anteile an Solaranlagen kaufen. «Sobald die komplette Fläche eines Daches verkauft ist, realisieren wir die Anlage und produzieren Strom», erklärt Melanie Mettler, Mitinitiantin des Projekts. Pro Quadratmeter und Jahr bekommen die Kunden 110 Kilowattstunden Solarstrom gutgeschrieben. Dies entspricht rund zehn Prozent des durchschnittlichen Jahresverbrauchs einer Person. «Für eine Person reichen damit bereits vier Quadratmeter, um ihre persönliche Energiewende umzusetzen», betont Mettler. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Energie Wasser Bern und Immobilien

Tiefere Kehrichttarife für Bern Auf Antrag von Energie Wasser Bern hat der Gemeinderat beschlossen, den Grundtarif für die Direktanlieferung von Abfällen in die Energiezentrale Forsthaus um zehn Prozent zu senken. Grund ist das verbesserte Ergebnis der Kehrichtverwertungsanlage. Die Tarifanpassung trat am 1. Juli 2016 in Kraft und kommt auch den Berner Gebührenzahlenden zugute. ewb-Posten auf Velotrail Im Frühsommer wurde in Bern der erste Velotrail eröffnet. Auf einer spielerischen Velotour durch Stadt und Umgebung müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer knifflige Aufgaben lösen und entdecken dabei die Region von einer neuen Seite. Der Parcours macht unter anderem halt am Wasserkraftwerk Felsenau, wo man durch Strampeln Strom erzeugen muss. foxtrail.com

Die Initianten des Projekts, Melanie Mettler (rechts) und Matthias Egli (links) zusammen mit ihrem Botschafter, dem Rapper Greis (Mitte).

Stadt Bern realisiert: Die Stadt stellt die Dächer ihrer Liegenschaften für die Solaranlagen zur Verfügung. Energie Wasser Bern übernimmt den produzierten Solarstrom und zieht den Besitzern der Solarpanels die entsprechende Menge direkt von ihrer Stromrechnung ab. «Dank dieser Partnerschaft kostet der Solarstrom praktisch gleich viel wie der Ökostrom ab Netz», sagt Matthias Egli, Mitinitiant. Am 21. Juni 2016 wurde die erste Anlage des Projekts im Lorrainequartier eingeweiht: Auf einer Fläche von 80 Quadratmetern produziert diese ungefähr 11‘000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Und dies ist bloss der Anfang: «In den nächsten zwei bis drei Jahren wollen wir 10‘000 Quadratmeter Solaranlagen auf Berner Dächern errichten», so Egli. (wyr)

sunraising.ch

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AKTUELL

Nationale Promotion von Erdgasautos

Erdgasautos so günstig wie noch nie CEO Daniel Schafer betankt sein Auto mit 100 Prozent CO2-neutralem Biogas.

2015 wurden in der Region Bern fast doppelt so viele Erdgasautos verkauft wie im Vorjahr. Die Verkaufszahlen zeigen, dass die umweltschonenden Autos allmählich die Nische verlassen. Mit einer schweizweiten Sonderaktion schaffen Erdgasanbieter in Zusammenarbeit mit AMAG nun zusätzliche Kaufanreize. Energie Wasser Bern engagiert sich seit vielen Jahren für eine umweltschonende Mobilität. Als Pionier hat das Unternehmen an vorderster Front mitgeholfen, den Markt für Erdgasautos zu entwickeln und die notwendige Infrastruktur auszubauen. CEO Daniel Schafer geht mit gutem Beispiel voran. Er fährt selbst eines der sparsamen Fahrzeuge und ist damit mehr als zufrieden: «Gegenüber Autos mit Benzinoder Dieselmotor muss ich keine Kompromisse eingehen, weder bezüglich Fahrkomfort noch bezüglich Leistung – und dies bei deutlich tieferen Treibstoffkosten», ist Schafer überzeugt. «Zudem vermittelt einem das Fahren mit klimaneutralem Biogas ein gutes Gefühl.» Ökologisch fahren und dabei sparen Erdgasautos stellen heute eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Mobilitätsform dar: Sie sind gleichwertig mit Fahrzeugen mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren, stossen aber 40 Prozent weniger CO2, 60 bis 95 Pro-

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zent weniger Schadstoffe und keinen Feinstaub aus. Nebst den geringeren Emissionen sind Erdgasautos merklich sparsamer: Mit 99 Rappen pro Liter ist Erdgas wesentlich günstiger als Benzin oder Diesel. Hinzu kommen Einsparungen bei der Fahrzeugversicherung und der kantonalen Verkehrssteuer. Ein dichtes Netz mit mehr als 140 Erdgastankstellen garantiert zudem schweizweite Mobilität. Dem an den Tankstellen abgegebenen Treibstoff mischt die Schweizer Erdgaswirtschaft mindestens 10 Prozent Biogas bei. Wer besonders umweltfreundlich unterwegs sein möchte, kann aber auch 100 Prozent CO2-neutrales Biogas tanken. Schweizweite Sonderaktion Die Sensibilität der Öffentlichkeit betreffend Umweltstandards von Fahrzeugen hat deutlich zugenommen. Entsprechend hat sich auch der Markt für Erdgasautos in den letzten Jahren stark entwickelt: Inzwischen sind die Fahrzeuge nicht nur hinsichtlich

der Betriebskosten, sondern auch bezüglich Anschaffungspreis attraktiv. Um die Verkäufe von Fahrzeugen mit Erdgasantrieb weiter anzukurbeln, haben die AMAG und die nationalen Gasversorger, darunter auch Energie Wasser Bern, eine gemeinsame nationale Sonderaktion lanciert: Bis zum 30. November werden die Erdgasmodelle von Audi, VW, Seat und Skoda zum gleichen Kaufpreis angeboten wie das gleichwertige Fahrzeug mit Dieseloder Benzinmotor. Damit profitiert man von der ersten Minute an von den günstigeren Treibstoffkosten. (wyr)

Jetzt Gas geben! Beim Kauf eines Erdgasautos der AMAG profitieren Sie bis zum 30. November von Prämien von bis zu 5000 Franken. ewb.ch/erdgasfahren/ topangebote


SERVICE PUBLIC

Vielfältiges Angebot auf dem Berner Glasfasernetz

Bernerinnen und Berner haben die Wahl Nur die Glasfasertechnologie kann den stetig wachsenden Bedarf an ultraschneller Übertragung grosser Datenmengen langfristig decken. Mit dem Berner Glasfasernetz sorgt Energie Wasser Bern nicht nur für die notwendige Infrastruktur, sondern auch für eine grosse Auswahl und faire Preise.

Bis 2022 erschliesst Energie Wasser Bern in Kooperation mit Swisscom das gesamte Stadtgebiet mit Glasfasern. Damit baut und betreibt der städtische Energieversorger eine moderne Grundinfrastruktur, die allen Anbietern von Internetdienstleistungen offensteht: Sämtliche Service Provider können ihre Produkte und Angebote auf dem leistungsfähigen Datennetz anbieten. Damit fördert Energie Wasser Bern den Wettbewerb und eine breite Angebotspalette. Privat- wie Geschäftskunden profitieren von fairen Preisen und können von einer Vielzahl an Anbietern das für sie passende Produkt wählen: Insgesamt acht Service Provider bieten ihre vielfältigen Dienstleistungen auf dem Berner Glasfasernetz an. Der Zugang zur Datenautobahn ist denkbar einfach: Erschliessung prüfen, Provider auswählen und Angebot bestellen. Getreu dem Motto «nimm dir, was du brauchst» hat auch Energie Wasser Bern Anfang 2015 ein Internetprodukt unter eigener Marke lanciert: ewb.INTERNET bietet symmetrische Internetverbindungen in fünf Up- und Downloadgeschwindigkeiten zwischen 30 Mbit/s und 1‘000 Mbit/s. Dabei handelt es sich um ein reines Internetprodukt. Zusatzdienste können nach Wunsch und Bedarf einfach von den bevorzugten Anbietern dazukombiniert werden. (jäg/wyr)

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In drei Schritten auf die Datenautobahn 1. Erschliessung prüfen unter ewwwb.ch/erschliessung 2. Provider auswählen unter ewb.ch/service-provider 3. Angebot bestellen

Mehr Informationen zu den fünf Berner Internet­angeboten

GSCHWING, HURTI, TIFIG, BOUZGREDI und VOUGAS

gibt es unter ewwwb.ch


SERVICE PUBLIC

Service Provider auf dem Berner Glasfasernetz

Übersicht sämtllicher Provider unter ewb.ch/service-provider

Qualität seit 1995 iWay AG steht seit über 20 Jahren für attraktive Internet- und Telefonieangebote sowie Hosting- und CloudServices inklusive Domainregistrierungen aus einer Hand für KMU und Privat­personen. Markenzeichen des Unternehmens sind der persönliche und kostenlose Support sowie transparente Kondi­t ionen ohne versteckte Kosten. Zum Angebot gehört jeweils auch ein kostenlos zugestellter und betriebsbereit vorinstallierter Router. iWay arbeitet eng mit Energie Wasser Bern zusammen und bedient bereits zahlreiche zufriedene Bernerinnen und Berner mit schnellstem und günstigem Internet sowie modernen Telefonielösungen nach neuem Standard. iway.ch/bern

Preiswert und kundennah mhs.ch bietet auf dem Berner Glasfasernetz zuverlässiges und schnelles Internet, eine grosse Anzahl an TVund Radioprogrammen in bester Qualität sowie Telefonie mit verschiedenen Zusatzfunktionen. Das Kombiangebot Internet, Fernsehen und Telefonie mit 5/5 Mbits ist bereits ab 45 Franken erhältlich. mhs.ch garantiert einen erstklassigen Service und setzt auf grosse Kundennähe: Die Spezialisten des Anbieters nehmen sämtliche Dienste direkt bei den Kundinnen und Kunden in Betrieb. Zudem profitieren diese von einer kostenlosen persönlichen Einführung in die Bedienung. Alle Produkte sind in den ersten drei Monaten gratis erhältlich. mhs.ch

Ein «Q»uentchen anders Der Quickline-Verbund ist schweizweit die Nummer drei im TV- sowie die Nummer vier im Internetund Telefonie-Markt. Der Anbieter ist … innovativ: Quickline definiert das Fernseherlebnis neu. Das Unternehmen war 2009 der erste Anbieter von Replay-TV und geht mit der kommenden Multiscreenlösung konsequent mit dem Trend «any content, anytime, anywhere on any device». zuverlässig: Eine moderne, redundant abgesicherte Netzinfrastruktur sorgt für höchste Bandbreiten bis 300 Mbit/s. fair und transparent: Das Unternehmen hat die Mindestvertragsdauer aufgehoben und bietet hervor­ ragende Leistungen zu einem exzellenten Preis. quickline.ch/angebot-bern

ISDN-Anschluss – auch nach 2017 Ob Fixnet, Internet oder eine Kombination aus beidem: Mobile4business bietet den Bernerinnen und Bernern individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Lösungen an. Auch für Kundinnen und Kunden, die nicht wissen, was sie zukünftig ohne ISDN-Anschluss machen sollen, hält der Service Provider Alternativen bereit: Wer zu mobile4business wechselt, kann seine bestehende Telefonanlage weiterhin über den ISDN-Anschluss nutzen. Damit erspart man sich grosse Investitionen wie auch zeitraubende und aufwendige Installationen. Das Einzige, was dann auf die Nutzerinnen und Nutzer zukommt, sind die tiefen Grundgebühren. mobile4business.ch

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ÂŤMit jemandem so vertraulich arbeiten kann man nur, wenn eine verbindende Beziehung wachsen konnte.Âť


WOHIN FLIESST IHRE ENERGIE?

Andreas Herrmann, Jobcoach der GEWA

«Menschen auf ihrer Rückkehr in die Arbeitswelt zu begleiten, ist eine grosse Befriedigung» Es ist 8.57 Uhr an einem Dienstagmorgen. Ich bin unterwegs, um mich mit einem neuen Klienten zu treffen. Nach einem Hirnschlag vor zwei Jahren durchlief dieser diverse Integrationsmassnahmen im Büroservice der GEWA Zollikofen. Nun ist er bereit, wieder in den ersten Arbeitsmarkt zurückzukehren. In seinem angestammten Beruf auf dem Bau ist dies nach seinem Schicksalsschlag nicht mehr möglich. Deshalb suchen wir gemeinsam nach neuen Möglichkeiten. Als Jobcoach unterstütze ich ihn dabei; In Gesprächen mit ihm, seinen Betreuern und Bezugspersonen versuche ich, sein Profil zu schärfen und herauszufinden, in welche Richtung er sich beruflich entwickeln möchte und kann. Auf diese Weise betreue ich jeweils 12 bis 15 Personen gleichzeitig. Immer mit dem Ziel der Reintegration in den Arbeitsmarkt, sprich einer Festanstellung. Hierfür arbeiten wir mit ca. 500 Betrieben zusammen, die Praktikumsplätze für Wiedereinsteigende anbieten. Die Suche nach einer geeigneten Stelle bedingt ein intensives Social Networking. Potenzielle Arbeitgeber informiere ich transparent über die Stärken eines Klienten und Herausforderungen, die möglicherweise zu bewältigen sind. Hierbei versuche ich die Verantwortlichen der Betriebe zu unterstützen und zu begleiten, damit die Praktikanten vollen Einsatz leisten können. Menschen nach einem Schicksalsschlag auf ihrer Rückkehr in die Arbeitswelt zu begleiten, ist für mich eine grosse Befriedigung. Mitte der 90er-Jahre reifte in mir der Wunsch, mich beruflich in eine soziale Richtung zu entwickeln. Aufgrund meiner früheren Tätigkeiten verfüge ich über viele Kontakte zu verschiedensten Firmen, was in meinem Beruf ein grosser

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Vorteil ist. Daneben sind Weiterbildungen für einen Jobcoach unerlässlich; sei dies in Bezug auf Gesprächsführung, das Coaching, die Psychologie oder die vielfältigen Krankheitsbilder. Mit jemanden so vertraulich arbeiten kann man nur, wenn eine verbindende Beziehung wachsen konnte. Sich derart auf Menschen einzulassen, beschert einem viele erfrischende, überraschende und immer wieder lehrreiche Erlebnisse. Es bedeutet aber auch, dass einen ihre zum Teil erschütternden Schicksale belasten. Um dies zu verarbeiten, haben wir regelmässig Intervision, pflegen einen steten Austausch mit den Teamkollegen und besuchen interne wie externe Coachings. Um die Spannungen des Alltags abzubauen, treibe ich zudem regelmässig Sport. Für meinen neuen Klienten konnte ich im Personalbüro einer grossen Baufirma einen Termin ausmachen. Ich begleite ihn zu diesem Erstgespräch und werde auch alle weiteren Termine zusammen mit ihm wahrnehmen, sofern er es denn wünscht. Nach intensiven Gesprächen kann er in einem Monat eine Praktikumsstelle als Disponent antreten. Meine Aufgabe wird es sein, mit Arbeitgeber und Arbeitnehmer so lange Kontakt zu halten, auftretende Probleme zu besprechen und im gegenseitigen Einvernehmen konstruktive Lösungen zu finden. Ist der Einsatz erfolgreich, werde ich meinen Klienten anschliessend bei seiner Suche nach einer Festanstellung unterstützen. Wer weiss, vielleicht hat er sich bis dahin derart bewährt, dass er gleich bei der Baufirma bleiben kann. (zac)


R A T G E B E  R / K I N D E R

Emma entdeckt das Internet Ein Gspänli von Emma hat neuerdings ein Smartphone. Nach dem Schulunterricht wischt es mit seinem Finger darauf herum und surft damit im Internet. Immer noch ganz fasziniert davon, möchte Emma zu Hause auch mit Papis Tablet spielen und das World Wide Web entdecken. Ihre Eltern sind verunsichert.

Ist Emma denn nicht zu jung für Handy, Tablet und Internet? Wie verhindern wir, dass unser Mädchen auf falsche Inhalte stösst, und was, wenn sie irgendwann nicht mehr vom Smartphone zu trennen ist? Emmas Eltern stellen sich Fragen über Fragen, sind besorgt und ratlos.

Im Internet (!) suchen sie Hilfe und machen sich über das Thema schlau. Dabei treffen sie auf einen Eintrag von Michael In Albon, dem Jugendschutzbeauftragten bei Swisscom. Ohne zu zögern, greift Mama zum Hörer und versucht, den Fachmann zu erreichen. Sie hat Glück, es klingelt, und In Albon nimmt ab:

Michael In Albon:

Michael In Albon:

In Albon, wie kann ich Ihnen behilflich sein?

Entweder Sie kontrollieren ihre Tochter auf ihren Internetausflügen. Je nach Alter macht es auch Sinn, mittels Filtern den Zugriff einzuschränken. Irgendwann wird sie solche Sperren aber zu umgehen wissen. Sie sollten deshalb bereits heute damit beginnen, ihre Tochter zu begleiten, sich für das Geschehen auf dem Bildschirm zu interessieren und mit ihr darüber zu sprechen. So können sie auf unnütze oder gefährliche Inhalte hinweisen und auch mal «Schluss» sagen.

Mama: Guten Tag Herr In Albon. Unsere Tochter möchte ein Handy, drängt darauf, unser Tablet benutzen zu dürfen und will das Internet erkunden. Wir wissen nicht damit umzugehen, schliesslich ist sie noch ein Kind.

Michael In Albon:

Mama:

Sachte! Unsere Kinder kommen überall mit Medien in Kontakt. Ein eigenes Handy sollte nicht zu früh zum Begleiter Ihrer Tochter werden. Aber klar ist: Irgendwann muss sie lernen, die Geräte richtig einzusetzen und die Inhalte einzuordnen. Es geht darum, ihnen einen gesunden und selbstverantwortlichen Medienumgang beizubringen.

Mama: Und wie sollen wir das anstellen?

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Wann sollte denn Schluss sein?

Michael In Albon: Zum Beispiel wenn ein Missverhältnis von «draussen spielen» und «drinnen chatten» besteht. Digitale Medien sollten keine Ersatzwelt werden. Vieles im Netz ist nützlich und wertvoll, einiges aber auch Seich. Hier müssen Jugendliche lernen, kritisch zu hinterfragen, was sie im Netz lesen, wer was ge­ schrieben hat oder warum ein Spiel gratis ist. Das Netz kennt keine Zensur und hat keine Redaktion, die Wahres von Unwahrem trennt …


Mama:

Mama:

Und wie können wir unserem Kind klar machen, was korrekt ist und was Seich?

Okay. Und worauf müssen wir sonst noch achten?

Michael In Albon:

Michael In Albon: Machen Sie keine Liste von guten Websites. Was Ihre Tochter braucht, ist eine Anleitung, um zu lernen, selbst abzuwägen – genau so, wie Erwachsene das auch tun. Bleiben Sie offen, probieren Sie neue Medien und Plattformen selbst aus. Oder noch besser: lassen Sie sich Spiele und Apps von Ihrem Kind zeigen. So können Sie besser einschätzen, worum es geht. Und wenn alles nichts hilft, sollten sie externe Hilfe annehmen.

Haben Sie Ihren eigenen Medienkonsum im Griff? Erwachsene nutzen digitale Medien oft selber über Gebühr. Sie lassen selbst am Esstisch nicht von ihrem Handy ab, beantworten auch am Samstagmorgen Geschäftsmails und aktualisieren abends um 22 Uhr noch rasch ihren Facebook-Status. Damit sind sie den Kindern kein gutes Vorbild. Und digitale Medien als «Kindermädchen» einzusetzen, ist zwar sehr effektiv, aber einreissen darf das nicht. Es ist wichtig, die Medien in ihre Schranken zu weisen.

Mama: Was meinen Sie mit externer Hilfe?

Michael In Albon: Das Angebot ist vielfältig: Der Schulsozialdienst bietet Hilfe, und die Kantone stellen im Rahmen ihrer Sozialdienste kompetente Ansprechpersonen zur Verfügung. Das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV unterhält unter www.jugendundmedien.ch eine umfassende Liste aller Lern- und Beratungsangebote. Daneben gibt es Kurse für Eltern zur Medienkompetenzschulung. Und fragen Sie bei der Schule Ihrer Tochter nach, was sie für die Förderung der Medienkompetenz unternimmt.

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Nachdem sie aufgelegt hat, nimmt sich Mama vor, mit Emma wieder öfter nach draussen in die Natur zu gehen, ein Buch zu lesen oder zu spielen – Dinge, die man auch ohne Internetzugang tun kann. Derweil hat Emma das Interesse an Papis Tablet verloren und spielt für den Rest des Abends mit Herrn Mutz. Ihre Eltern sind erleichtert. Schön, dass sie ihren Teddybär immer noch am liebsten mag. (wyr)

jugendundmedien.ch


KONTAK T

Sonderausstellung im Alpinen Museum

«Wasser unser» Wasser ist Energie, ist Leben, ist Alltag und bestimmt unsere Existenz. Was aber, wenn das vermeintlich endlos verfügbare Gut einmal keine Selbstverständlichkeit mehr sein sollte? Die Sonderausstellung «Wasser unser» im Alpinen Museum der Schweiz fragt nach unserer Beziehung zum Wasser in der Gegenwart und nach den gesellschaftlichen Folgen klimatischer Veränderungen am Beispiel der wertvollen Ressource. Dabei wagt das Alpine Museum den Blick in die Zukunft: Die Ausstellung zeigt sechs Entwürfe für unsere Wasserzukunft zwischen Forschung und Fiktion und ist vom 27. Oktober 2016 bis zum 17. September 2017 zu besichtigen. Parallel dazu finden kulturelle Begleitveranstaltungen statt. (wyr) alpinesmuseum.ch

Gratis te eintrninten! gewi

Als Partner des Alpinen Museums unterstützt Energie Wasser Bern die Sonderausstellung «Wasser unser» und verlost Gratiseintritte unter den Leserinnen und Lesern des DiREKT: Senden Sie uns Ihr bestes Foto oder Bild von Wasser in der Stadt Bern, per E-Mail an direkt@ewb.ch oder per Post an Energie Wasser Bern, Redaktion DiREKT, Monbijoustrasse 11, 3001 Bern. Unter allen Einsendungen werden 10 × 2 Freikarten für die Sonderausstellung verlost. Teilnahmeschluss ist der Montag, 31. Oktober 2016.

Kundencenter Energie Wasser Bern Standort

Monbijoustrasse 11, 3001 Bern, ewb.ch/kundencenter

Allgemeine Fragen

Tel. 031 321 31 11, Montag bis Donnerstag 7:30 bis 12 Uhr und 12:45 bis 17 Uhr, Freitag bis 16 Uhr

Umzug melden und ewb.ch/umzug, ewb.ch/rechnung, Tel. 031 321 37 10 Fragen zur Rechnung Montag bis Donnerstag 8:30 bis 11:30 Uhr und 14 bis 17 Uhr, Freitag 8:30 bis 11:30 Uhr und 14 bis 16 Uhr Störungsmeldungen Stromausfall, Wasserunterbruch, Gasgeruch, Fernwärmeunterbruch ewb.ch/stoerungen, Tel. 031 321 31 11 Installationspikett für Stromausfall und bei Störungen in der Hausinstallation: Tel. 031 311 84 84

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PRODUKTE

Energiemessgerät zum Sonderpreis Smart-me ist nicht nur ein hochpräzises Messgerät für Strom und Wärme. Es dient auch als Fernschalter oder Zeitschaltuhr und lässt sich mit Computer, Smartphone oder Tablet bedienen. Damit können Sie überall und jederzeit Ihren Energieverbrauch steuern und Geräte zu Hause nach Bedarf an- oder ausschalten. Im Webshop von Energie Wasser Bern erhalten Leserinnen und Leser des DiREKT den smart-me bis zum 31. Oktober 2016 (oder solange Vorrat) zum Sonderpreis von 99.90 statt 119.90 Franken. Geben Sie bei Ihrer Bestellung einfach den Rabattcode DiREKT16 ein.

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Ihr Link zu unseren Dienstleistungen  Strom

Sie haben die Wahl zwischen drei Stromprodukten und entscheiden selbst,

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wie nachhaltig die von Ihnen benötigte Menge Strom hergestellt wird.

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Wasser

Der Wasserverbund Region Bern versorgt die Stadt Bern und zehn weitere Ge-

meinden mit Trinkwasser. Als Hauptaktionärin betreiben wir die meisten Anlagen.

Biogas und Erdgas

Erdgas und das CO2-neutrale Biogas sind ökonomisch und ökologisch sinnvolle

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Energien zum Heizen, Kochen sowie für die Warmwasseraufbereitung.

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Fernwärme

Die Energie aus der Verbrennung des Berner Hauskehrichts reicht für die

Wärmeversorgung von rund 23’000 Einfamilienhäusern.

ElectroDrive

Elektrofahrzeuge bequem mieten statt teuer kaufen. Das All-in-Paket zum

monatlichen Fixpreis deckt alle Kosten für den ökologischen Fahrspass.

Fahren mit Erdgas

Wir beliefern die Tankstellen der Region mit Erdgas. Erdgas und Biogas sind

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deutlich umweltschonender und kostengünstiger als Benzin.

Glasfasernetz

Gemeinsam mit Swisscom erschliessen wir in den nächsten Jahren alle Gebäude

Hotline 0848 392 392

der Stadt Bern mit Glasfasern. Über eine Steckdose können Sie das ganze Multi-

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­mediaangebot in Lichtgeschwindigkeit nutzen.

Internet

Mit ewb.INTERNET bieten wir Privat- und Geschäftskunden mit Anschluss

Infoline 058 721 31 32

an das Glasfasernetz symmetrische Internetverbindung in fünf Geschwindig-

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keiten von 30 bis 1’000 Mbit/s Up- und Download.

ewwwb.ch/erschliessung

Energieberatung

Die Energieberatung zeigt Ihnen Lösungen für eine optimale Energienutzung auf. Anmeldung: Tel. 031 321 36 54

Die Erstberatung im Kundencenter ist kostenlos.

ewb.ch/kundencenter ewb.ch/foerderprogramme

Förderprogramme

Wir unterstützen Sie finanziell bei der Anschaffung von Beleuchtung,

Elektro-Scootern, Erdgasfahrzeugen, Solarstromanlagen, Sonnenkollektoren,

(Gas-)Wärmepumpen und 150’000 Watt LED.

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Gas geben und Geld sparen. Jetzt bis Ende November ein Erdgasfahrzeug zum Preis vom vergleichbaren Benzinmodell kaufen und von wesentlich günstigeren Treibstoffkosten profitieren; testen Sie die Erdgas­autos beim offiziellen Volkswagen, Audi, SEAT oder ŠKODA Händler.


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