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DiREKT 1/2016

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DiREK T. Kundenmagazin von Energie Wasser Bern

Die Energiewende verändert das Energiesystem Die neue Rolle des Netzbetreibers

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INHALT

WILLKOMMEN Seite 3

Das Schlüsselwort lautet «smart»

VERSORGUNGSSICHERHEIT Seite 4

Die neue Rolle des Netzbetreibers AKTUELL

Seite 10

Heiliggeistkirche strahlt wieder

Seite 11

Novum an der Stapfenstrasse 45 SERVICE PUBLIC

Seite 12

Festen mit ewb WOHIN FLIESST IHRE ENERGIE?

Seite 14

Laurent Graber, Citizen Scientist RATGEBER

SANIERUNG DER MATTESCHWELLE

Bitte bedienen Sie sich

Mehr Schutz vor Hochwasser

Seite 16

Seite 10

Seite 17

Die Krönung von Prinzessin Emma

Seite 18

KONTAKT

KINDER

Zurück in die digitale Zukunft

Impressum Herausgeberin Energie Wasser Bern, Monbijoustrasse 11, 3001 Bern, Telefon 031 321 31 11, info@ewb.ch, ewb.ch Redaktion Energie Wasser Bern, Ressort Unternehmenskommunikation Gesamtverantwortung: Claudia Kohlschütter (koc) Redaktionsleitung: Raphaël Wyss (wyr)

Autoren: Cornelia Berger (bec), Michaela Eicher (eim), Nadine Hess (hna), Thomas Hügli (hue), Claudia Kohlschütter (koc), Bruno Spring (spr), Raphaël Wyss (wyr), Christine Zwahlen (zwc) Fotos Michaela Eicher, Alexandra Jäggi, Adrian Moser, Philipp Streit Gestaltung Polyconsult AG, Bern

Druck Stämpfli AG, Bern Auflage 92’000 Exemplare DiREKT erscheint 3-mal jährlich und geht an die Kundinnen und Kunden von Energie Wasser Bern.


WILLKOMMEN

Das Schlüsselwort lautet «smart» Martin Moser, Leiter Netze

Die Anforderungen an die Stromnetze haben sich in den letzten Jahren laufend verändert. Früher floss der Strom wie in einer Einbahnstrasse von den Übertragungsnetzen über die Verteilernetze bis zu den Verbrauchern. Heute müssen die Netze den Stromtransport u.a. aufgrund der dezentralen Stromproduktion mit Gegenverkehr bewältigen. Mit der Zunahme des Stromhandels, dem Ausbau der erneuerbaren Energien und der damit verbundenen zunehmenden Trennung von Stromerzeugungs- und Stromverbrauchsschwerpunkten sind auch die Stromübertragungsmengen gestiegen. Entsprechend häufiger sind heute Schwankungen bei der Stromerzeugung zu beobachten. Um diesen Anforderungen auch in Zukunft gerecht zu werden, sind erhebliche Investitionen in den Ausbau und die Modernisie-

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rung der Stromnetze erforderlich. Das Schlüsselwort hierbei lautet «smart». Im Fokus stehen die Regulierungsbedingungen und die Frage, wie diese zukünftig ausgestaltet sein müssen, damit die Netzbetreiber die Anforderungen der Energiewende erfüllen können. Angesichts dieser Herausforderungen dürfen Erzeugung, Netz und Verbrauch nicht isoliert betrachtet werden. Alle Beteiligten müssen an einem Strang ziehen – die Netz­ betreiber, die Planungs- und Genehmigungsbehörden sowie die Bevölkerung. Nur so kann ein gemeinsames und zielführendes Verständnis für den erforderlichen Netzaus- und -umbau entstehen. Es ist eine ganzheitliche Betrachtung notwendig, denn bereits heute steht fest, die Zukunft ist «smart».


Die neue Rolle des Netzbetreibers

Die Energiewende verändert das Energiesystem In den nächsten Jahren wird immer mehr Strom in kleinen, dezentralen Produktionsanlagen erzeugt. Darauf müssen sich die Energieversorger einstellen und ihre Stromnetze entsprechend weiterentwickeln. Gefragt sind intelligente Lösungen bei Produktion und Verbrauch.

Tagsüber produziert der Prosument bei schönem Wetter Solarstrom für den Eigenverbrauch und speist allfällige Überschüsse ins Verteilnetz.

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VERSORGUNGSSICHERHEIT

Marc Peyer geht mit gutem Beispiel voran. Der Inhaber eines Berner Umzugs- und Transportunternehmens produziert selber Solarstrom. Vor zweieinhalb Jahren liess er auf dem Dach seines Hauses eine Fotovoltaik­ anlage installieren. Als Fan der Elektromobilität faszinierte ihn der Gedanke, den «Treibstoff» für sein Elek­ troauto und seinen Elektroroller selber herzustellen. Nun produziert er rund die Hälfte des für Haushalt und Fahrzeuge benötigten Stroms aus Sonnenenergie: «So lernen meine Kinder, wie Elektrizität umweltschonend entsteht, und ich beweise gleichzeitig anderen Leuten, dass es funktioniert.» Das grosse Dach seines Firmengebäudes hat er an Energie Wasser Bern vermietet, damit dort ebenfalls eine Solarstromanlage entstehen konnte. Logisch, dass das Unternehmen seinen Jahresbedarf seither vollständig mit erneuerbarer Energie vom eigenen Dach deckt. Genau wie Marc Peyer leisten immer mehr Leute einen Beitrag zur Energiewende. Jedes Jahr nimmt in der Schweiz die Menge an Strom zu, die in kleinen, dezentralen Produktionsanlagen aus erneuerbaren Energie­ trägern wie Sonne, Wind oder Biogas erzeugt wird. Dadurch verändert sich das gesamte Energiesystem grundlegend. Denn bisher ist Strom nur in eine Richtung geflossen: von Grosskraftwerken über Hochspannungsnetze bis in die Städte und Gemeinden. Dort gelangte er über die lokalen Verteilnetze zu den einzelnen Gebäuden und Ver­brauchern. Die Produktion der grossen Kraftwerke wurde dabei flexibel auf den Bedarf der Kundinnen und Kunden abgestimmt und war entsprechend planbar.

Nachts und bei schlechter Witterung deckt der Prosument seinen Strombedarf überwiegend aus dem Verteilnetz.

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VERSORGUNGSSICHERHEIT

Der Konsum und die Produktion müssen besser aufeinander abgestimmt werden.

Doch eine genaue Prognose wird aufgrund der Dezentralisierung immer schwieriger: Durch die stetig steigende Zahl der sogenannten Prosumenten, die gleichzeitig Produzenten und Konsumenten sind, fällt die Stromerzeugung immer zufälliger aus. So entsteht Solarstrom, wenn die Sonne scheint, und Strom aus Wind, wenn dieser bläst. In Spitzenzeiten speisen die Prosumenten eine beträchtliche Menge Energie ins Netz ein – allerdings ganz unregelmässig, je nach Jahres- bzw. Tageszeit und Wetter. Das bringt zwei gewichtige Veränderungen mit sich: Erstens ist die Stromproduktion der kleinen Anlagen – anders als jene der grossen Kraftwerke – nicht auf die Nachfrage abgestimmt und weniger planbar. Und zweitens fliesst Strom auf dem Netz nun nicht mehr in eine, sondern in beide Richtungen. Dafür sind die lokalen Verteilnetze aber nur bedingt konzipiert. Die Stromnetze nehmen auch zukünftig eine Ausgleichsfunktion wahr. Doch sie werden deutlich stärker belastet als bisher. Zudem wird der Ausgleich von Überund Unterproduktion – auch über die Jahreszeiten hinweg – immer anspruchsvoller. Daraus ergeben sich zwei Lösungsansätze: Zum einen werden die Produktionsüberschüsse für den Tages- und den saisonalen Ausgleich gespeichert (siehe Seite 8) und zum anderen wird der Verbrauch zunehmend an die Produktion angepasst. Rechtzeitig anpassen Kein Zweifel, trotz diesen Herausforderungen wird es den Energieversorgern weiterhin gelingen, Stromangebot und -nachfrage in ihren Netzen auszugleichen und genauso zuverlässig Energie zu liefern wie heute. Dafür sind aber rechtzeitige Anpassungen nötig. Der Konsum und die Produktion müssen besser aufeinander abgestimmt werden. «Intelligenz» heisst das Zauberwort.

Um das Stromnetz zu entlasten, sollen verfügbare Geräte mit hohem Energieverbrauch wie etwa Wärmepumpen, Boiler oder Kühlschränke künftig vor allem dann laufen, wenn viel Strom vorhanden ist. Die richtigen Anreize schaffen dabei die flexiblen Preise, die bei hohem Energieangebot – etwa an sonnigen Mittagen – sinken. Die intelligenten Geräte werden dereinst so programmiert sein, dass sie sich mithilfe von Echtzeit-Informationen bei tiefen Strompreisen ein- und bei hohen ausschalten. Dadurch optimieren sie automatisch die Energiekosten ihrer Besitzer. Ganz so weit ist die Technik zwar noch nicht entwickelt. Doch erste Schritte in diese Richtung hat Energie Wasser Bern zusammen mit Grossverbrauchern bereits umgesetzt. So informiert das Unternehmen beispielsweise die Wasserverbund Region Bern AG jeweils über den Verlauf des Strompreises am folgenden Tag. So können sie ihre energieintensiven Pumpen für die Trinkwasserversorgung vor allem dann einschalten, wenn es viel Strom am Markt gibt und die Preise tief sind.

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Richtige Balance finden Die sogenannt intelligente Technologie dürfte in Zukunft nicht nur beim Stromkonsum Einzug halten, sondern auch bei der Stromproduktion und bei den Netzen. Zum Beispiel können Energieversorger kleine Produktionsanlagen dank neuen Steuerungsmöglichkeiten zu grösseren virtuellen Kraftwerken zusammenschalten, die sich ähnlich wie Wasserkraftwerke flexibel einsetzen lassen. Und bei den Transforma­ torenstationen in den Quartieren wird es dank Glasfaserleitungen und Sensoren möglich, Strom aus privaten Anlagen in das übergelagerte Netz einzuspeisen. Dadurch kann er auch in die umgekehrte Richtung fliessen.

Technisch ist vieles machbar, um die Stromversorgung auf die Energiewende vor­ zubereiten. Energie Wasser Bern verfolgt die Entwicklung der «smarten» Technologien genau. Gleichzeitig achtet das Unternehmen aber auch stark auf das KostenNutzen-Verhältnis, wie Martin Moser, Leiter Netze, betont: «Wir suchen nicht nach der technisch besten Lösung, die oft teuer ist, sondern nach der Balance von Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit.» Im Rahmen des unternehmensweiten Projekts «Smart for future» macht sich der städtische Energieversorger derzeit auf den Weg, die Netze für die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Im Fokus steht dabei eine Vielzahl von Anpassungen im System und von Prozessen. Auf Experimente hingegen verzichtet Energie Wasser Bern: «Wir machen ganz bewusst nicht jeden technischen Trend mit, denn eine unsichere Entscheidung im Netz­ bereich kann sehr kostspielig werden.» Vom Lieferanten zum Dienstleister Sicher ist: Weil immer mehr Strom in privaten Anlagen produziert wird, ändert sich die Aufgabe der Energieversorgungsunternehmen. Sie sind nicht länger reine Energielieferanten, sondern werden zu Dienstleistern, die ihre Kundinnen und Kunden bei der Stromproduktion unterstützen. Als Gesamtenergiespezialist ist Energie Wasser Bern geradezu prädestiniert, Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Energiecontracting und Smart-Home anzubieten. Im Vordergrund steht dabei immer die Erhöhung des Kundennutzens bei gleichzeitiger Optimierung des gesamten netzgebundenen Energiesystems.

Energie Wasser Bern hat beispielsweise auch das Produkt ewb.SOLARHAUS lanciert und stellt den Prosumenten damit das Stromnetz wie einen virtuellen Strom­ speicher zur Verfügung. Wenn ihre Fotovoltaikanlage an einem sonnigen Tag mehr Strom liefert, als sie verbrauchen, fliesst der Rest ins Stromnetz und wird ihnen als Guthaben angerechnet. An einem regnerischen Tag können sie dieses Guthaben wieder abbauen und Strom aus dem Netz von Energie Wasser Bern beziehen. Nicht zuletzt gewährleistet ihnen das städtische Netz auch bei längeren Ausfällen ihrer Anlage Versorgungssicherheit. Marc Peyer hat sich für das Produkt ewb.SOLARHAUS entschieden. Das Angebot hilft ihm dabei, beim Strom schrittweise zum Selbstversorger zu werden. Ein erster Speicher für den eigenen Solarstrom steht ohnehin schon in seiner Garage: das Elektroauto. (hue)

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«Wir machen ganz bewusst nicht jeden technischen Trend mit, denn eine unsichere Entscheidung im Netzbereich kann sehr kostspielig werden.» Martin Moser, Leiter Netze


Wie sich Energie künftig speichern lässt

Wenn Strom zu Erdgas wird Strom ist der vielseitigste Energieträger. Er lässt sich in viele andere Energieformen wie beispielsweise Wärme oder Bewegung umwandeln. Doch er lässt sich nur sehr beschränkt speichern. Inzwischen gibt es aber immer mehr Speichertechnologien. Eine Übersicht der derzeit gängigsten Speichermöglichkeiten.

Pumpspeicher-Kraftwerke Sie sind der Klassiker unter den Speichern und schon seit rund 100 Jahren im Einsatz. Das Wasser in ihrem oberen Stausee wird genau dann auf die Turbinen geleitet, wenn der Strombedarf hoch ist, und anschliessend im unteren Becken aufgefangen. In Tageszeiten mit einem Stromüberangebot lässt sich das Wasser damit in den oberen Stausee zurückpumpen, sodass es erneut für die Stromproduktion zur Verfügung steht. Pumpspeicher-Kraftwerke eignen sich für eine Speicherung über mehrere Tage oder sogar Wochen.

Power-to-Gas Bei der Power-to-Gas-Technologie wird überschüssiger Strom – etwa aus grossen Windparks – zunächst in Wasserstoff und dann in synthetisches Erdgas verwandelt. So lässt sich die Energie im bestehenden Gasnetz über weite Strecken transportieren und problemlos für lange Zeit speichern. Bei Bedarf wird das synthetische Erdgas entweder als Wärmeenergie genutzt oder wieder verstromt. Ein gewichtiger Vorteil dieses Verfahrens: Das Gasnetz bietet schon heute riesige Speicherkapazitäten, die nicht erst teuer aufgebaut werden müssen. Zudem kann das Gas darin auch langfristig, über Monate gespeichert werden.

Druckluftspeicher Überschüssiger Strom lässt sich auch verwenden, um Druckluft in abgeschlossene Hohlräume zu pressen und dort während mehrerer Stunden oder Tage zu speichern. Wenn wieder Strom benötigt wird, treibt die Druckluft eine Turbine an. Obwohl das Verfahren seit mehreren Jahrzehnten bekannt ist, gibt es weltweit erst zwei solche Anlagen. Derzeit wird die Technologie erneut vorangetrieben. Ihr wichtigstes Plus ist die grosse Speicherkapazität.

Schwungräder Wegen ihrer enorm schnellen Zugriffszeit im Millisekundenbereich eignen sich solche Speicher vor allem, um Stromnetze zu stabilisieren und Netzschwankungen auszugleichen. Das von einem Elektromotor angetriebene Schwungrad lässt sich jederzeit durch einen Generator abbremsen, sodass es seine Energie abgibt. Für die Speicherung über mehrere Stunden oder sogar Tage eignen sich Schwungräder wegen ihrer hohen Reibungsverluste aber nicht.

Batteriespeicher Batterien wurden in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Einerseits lässt sich darin immer mehr Energie speichern, andererseits sinken die Preise laufend. Interessant dürfte in einigen Jahren vor allem die sogenannte Second-Life-Nutzung werden. Ausgediente Batterien von Elektroautos lassen sich nämlich bündeln und zu stationären Speichern umfunktionieren. Anders als die übrigen Technologien könnten sich Batteriespeicher dereinst auch für Hausbesitzerinnen und -besitzer mit einer Fotovoltaikanlage eignen, die beim Strom zu Selbstversorgern werden wollen. Bislang reicht deren Speichkapazität aber maximal für wenige Tage, sodass Prosumenten weiterhin auf einen Netzanschluss angewiesen sind, um auch einen längerfristigen Ausfall ihrer Anlage zu überbrücken. (hue)

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Dr. Pascal Previdoli zur Bedeutung von Speichern für die Energiewende

«Ab 2035 brauchen wir zusätzliche Energiespeicher» Effizienter, klimaschonender und atomfrei; so soll die Schweizer Energie­ versorgung gemäss der Energie­strategie 2050 des Bundes künftig funktionieren. Welche Rolle dabei Energiespeicher spielen, erklärt Dr. Pascal Previdoli, Stellvertretender Direktor des Bundesamts für Energie und Leiter der Abteilung Energiewirtschaft.

Attestiert den Energiespeichern eine tragende Rolle: Dr. Pascal Previdoli.

Welchen Stellenwert haben Energie­ speicher für die Energiestrategie 2050 des Bundes? Dr. Pascal Previdoli: Sie spielen schon heute eine wichtige Rolle im gesamten Energiesystem und gewinnen künftig noch an Bedeutung. Kombiniert mit steuerbaren Produktionsanlagen und intelligenten Netzen sorgen sie für eine sichere Energieversorgung, wenn unsere Kernkraftwerke dereinst vom Netz gehen und mehr Strom in kleinen Produktionsanlagen produziert wird. Mit unseren heutigen Speichern – insbesondere den Wasserkraftwerken in den Alpen – verfügen wir bis etwa ins Jahr 2035 über genügend Kapazität. Erst für die Zeit danach ist der Aufbau zusätzlicher Speicher nötig, weil der Bedarf steigt. Deshalb setzen wir heute auf Forschung und Entwicklung. Der vom Parlament beschlossene Aktionsplan Energie­ forschung legt einen Fokus auf die neuen Speichertechnologien.

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Welche Technologien stehen aus heutiger Sicht im Vordergrund? Dr. Pascal Previdoli: Die Kapazität von Wasserkraftwerken lässt sich durch kontinuierliche technische Verbesserungen weiter erhöhen. Zudem liegen in den Schubladen der Kraftwerksbetreiber mehrere interessante Ausbauprojekte bereit, die wegen der tiefen Strompreise derzeit auf Eis gelegt sind. Für den Tagesausgleich – also die kurzfristige Speicherung – dürften Batterien an Bedeutung gewinnen. Beim saisonalen Ausgleich zwischen Sommer und Winter bieten sich Verfahren wie Power-to-Gas und die Wasserstoffspeicherung an. Welches Potenzial sehen Sie beim Power-to-Gas-Verfahren? Dr. Pascal Previdoli: Sein Durchbruch hängt vor allem davon ab, ob und wann das Verfahren wirtschaftlich wird. Zudem ist für uns zwingend, dass der eingesetzte Strom aus erneuerbaren Energien stammt. Wir behalten die Technologie sicher auf dem Radar und unterstützen sinnvolle Pilotprojekte – gerade weil sich Power-to-Gas auch für die Herstellung von nahezu CO2-neutralem Treibstoff eignet. (hue)


AKTUELL

Kurzmeldungen Jahresabschluss 2015 Im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete Energie Wasser Bern in einem schwierigen Marktumfeld ein operatives Ergebnis von 16.3 Mio. Franken. An die Stadt entrichtete der städtische Energieversorger 22.5 Mio. Franken. Der Ökofonds wurde zusätzlich mit 2.5 Mio. Franken alimentiert. Sanierung Eigerplatz Seit April 2016 laufen die Arbeiten zur Neugestaltung des Eigerplatzes. Bis im Spätsommer 2017 soll aus dem unübersichtlichen Verkehrsknoten ein attraktives Stadtteilzentrum werden. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten ersetzt Energie Wasser Bern die dort bestehenden Werkleitungen. Weitere Informationen: bern.ch/eigerplatz Mehr PV-Anlagen auf Stadtgebiet In der Stadt Bern betreibt Energie Wasser Bern insgesamt 16 Fotovoltaikanlagen. Die Hälfte davon wurde 2014 und 2015 neu gebaut. Damit konnte die Jahresproduktion von Solarstrom auf Stadtgebiet um rund 1 Million Kilowattstunden erhöht werden. Der RBS fährt 100 Prozent erneuerbar Seit Anfang Jahr fahren alle RBSZüge mit 100 Prozent erneuerbarer Energie von Energie Wasser Bern. Der gesamte Strom wird in der Schweiz produziert. Ein Drittel davon ist naturemade-star-zertifizierter Ökostrom und damit aus besonders umweltfreundlicher Produktion.

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Mehr Licht und Akzente mit weniger Strom

Heiliggeistkirche strahlt wieder Während des Umbaus des Bahnhofplatzes in den Jahren 2007 und 2008 wurde die Flutlichtanlage der Heiliggeistkirche demontiert und das historische Bauwerk seither nicht mehr beleuchtet. Nun hat Energie Wasser Bern die veraltete Anleuchtung der Kirche durch modernste Projektortechnik ersetzt: Das neue Beleuchtungskonzept brilliert durch ein schöneres Fassadenbild, wenig Lichtverschmutzung, 80 Prozent weniger Stromverbrauch und tiefere Unterhaltskosten. Speziell angefertigte Lichtmasken bringen das historische Gebäude nun besser zur Geltung und werten den Bahnhofplatz damit zusätzlich auf. (wyr)

Die neue Beleuchtung akzentuiert bestimmte Bereiche der Fassade und verhindert Streulicht.

Sanierung der Matteschwelle

Mehr Schutz vor Hochwasser Führte die Aare bei Hochwasser viel Schwemmholz, kam es bisweilen vor, dass sich dieses zwischen dem Wasserschütz und dem Schwellenhaus verfing. Das angestaute Treibgut musste dann jeweils in aufwendiger und riskanter Handarbeit entfernt werden, um den Wasserabfluss zu gewährleisten. Nun hat Energie Wasser Bern das Schwellenhaus versetzt und den Hochwasserschutz für das Mattequartier damit weiter optimiert: Entstanden ist ein Sammelbecken, aus welchem das Schwemmholz gefahrlos per Kran entfernt werden kann. Gleichzeitig wurden die schadhaften Schwellenbretter zum Schutz des Schwellenfundaments ersetzt. (wyr)


AKTUELL

Energiecontracting als integrierte Gesamtlösung

Novum an der Stapfenstrasse 45 In Bümpliz wird der erste Wohnblock zum Selbstversorger mit eigener Produktionsanlage. Mit einem innovativen Energiedienstleistungspaket kombiniert Energie Wasser Bern dort die dezentrale Wärme- und Stromproduktion. Für unsere nachhaltige Energiezukunft sind integrierte Gesamtlösungen rund um Energie und innovative Geschäftsmodelle gefragt. Wie diese im konkreten Fall aussehen können, zeigt die Komplettsanierung des Mehrfamilienhauses an der Stapfenstrasse 45 in Bümpliz: Die Wärmebilanz der insgesamt 134 Wohneinheiten soll schon bald dem Minergiestandard entsprechen und der benötigte Strom möglichst vor Ort produziert werden. Hierzu versieht Energie Wasser Bern die Fassaden und das Dach der Liegenschaft gegenwärtig mit Solarmodulen zur Stromerzeugung. Eine im Keller installierte Mikrogasturbine erzeugt zusätzlichen Strom und die nötige Heizwärme während der Wintermonate. In Kombination ermöglicht diese Anlage eine nachhaltige, teilautonome Energieversorgung des gesamten Gebäudes; Energieproduktion und -verbrauch halten sich in etwa die Waage. Energiecontracting als Sorglospaket Die Lösung liegt im sogenannten Energiecontracting, einem neuen Geschäftsmodell: Die komplette Anlage wird von Energie Wasser Bern geplant, finanziert, gebaut und während 20 bis 25 Jahren betrieben. Der Liegenschaftsbesitzer muss keine Investitionen tätigen, trägt weder Risiko noch Unterhaltskosten und wird zuverlässig mit günstiger, selbst produzierter Energie versorgt. Produktionsüberschüsse sowie Versorgungsengpässe gleicht Energie Wasser Bern über das eigene Stromnetz aus. Nach Ablauf der Vertragsdauer kümmert sich das Unternehmen um den Rückbau oder es übergibt die Anlage an den Kunden. Die erstmalige Verknüpfung von Strom und

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Die Anlage an der Stapfenstrasse 45 kombiniert Bestehendes mit Neuem und geht Ende 2016 in Betrieb.

Wärme in einem einzigen integrierten Energiedienstleistungspaket ist allerdings ein Novum: Mit der kombinierten Contractinglösung liefert Energie Wasser Bern an der Stapfenstrasse 45 eine ausgereifte Lösung der dezentralen Energieproduktion. (wyr)

Attraktiv für Grossverbraucher Ein Energiecontracting mit Energie Wasser Bern eignet sich sowohl für Grossverbraucher wie KMU, Immobiliengesellschaften und Generalunternehmen als auch für Architekten, Elektroinstallateure oder Dachdecker, die ihren Kunden abgerundete Gesamtlösungen präsentieren wollen. Auch Institutionen wie Spitäler, Pflegeheime oder Schulen können von den Energiedienstleistungspaketen profitieren. ewb.ch/contracting


SERVICE PUBLIC

Engagements für Berner Lebensfreude

Festen mit Energie Wasser Bern Energie Wasser Bern hält die Hauptstadt am Laufen – und dies in vielerlei Hinsicht. Mit Engagements im Bierhübeli, am Gurtenfestival oder am Stadtfest sorgt der Gesamtenergiespezialist auch dafür, dass in Bern immer wieder der Bär tanzt. Als städtischer Energieversorger engagiert sich Energie Wasser Bern auch in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport. Das Unternehmen legt dabei Wert auf langfristige Partnerschaften und fokussiert auf Institutionen und Veranstaltungen von lokaler oder regionaler Bedeutung: Als Silbersponsor des SC Bern durfte Energie Wasser Bern im April zusammen mit Tausenden von Fans aus Stadt und Region

den Meistertitel feiern. Als Partner des Berner Kulturlokals Bierhübeli und Hauptsponsor der Waldbühne fördert das Unternehmen wiederum talentierte Schweizer Musiker und ermöglicht ihnen Auftritte vor grosser Kulisse am Gurtenfestival. Und mit der Unterstützung des Stadtfests Bern 2016 will der Gesamtenergiespezialist zu einem gelungenen Sommeranlass für alle Bernerinnen und Berner beitragen.

«Ticket to Rock» fürs Gurtenfestival Vom 14. bis 17. Juli 2016 ist Energie Wasser Bern wieder als Hauptsponsor der Waldbühne am Gurtenfestival präsent. Mit den «Waldbühne Live Contests» im Bierhübeli hat das Warm-up für den Grossanlass aber schon Mitte März begonnen: Mit dem grossen Ziel vor Augen, auf dem Berner Hausberg aufzutreten, traten acht Schweizer Bands live gegeneinander an. Die vier Finalisten mit den meisten Jurystimmen und dem lautesten Applaus ergatterten sich jeweils ein «Ticket to Rock», das ihnen einen Auftritt auf der Wald-

bühne garantiert. Dieser Wettbewerb ist aber nur eines von zahlreichen Events und Konzerten im Bierhübeli, die Energie Wasser Bern unterstützt. Damit will der Gesamtenergiespezialist nationales Musikschaffen fördern und es Schweizer Bands ermöglichen, die Waldbühne als Plattform für ihre Musik und als Sprungbrett für ihre Karriere zu nutzen. «Denn Energie bedeutet für uns nicht nur Strom, Wärme, Mobilität und Wasser, sondern auch Lebensfreude und unvergessliche Momente

mit Freunden», so Cornelia Berger, Marketingspezialistin. Marius, Les Touristes, Major B. und The two Romans, die vier diesjährigen Gewinnerbands des «Tickets to Rock», dürfen sich jedenfalls auf einen grossartigen Auftritt am Gurtenfestival freuen. Ihre Konzerte werden die Musikfans von der ewb-Lounge aus mit bester Sicht auf die Bühne geniessen können. (bec)

4-Tages

-Pä

gewinne sse n!

Energie Wasser Bern bringt nicht nur Schweizer Bands, sondern auch Leserinnen und Leser von DiREKT ans Gurtenfestival: Senden Sie eine E-Mail an event@ewb.ch mit einer Begründung, warum wir ausgerechnet Sie ans diesjährige Gurtenfestival schicken sollen. Die drei originellsten Begründungen werden mit je zwei 4-Tages-Pässen belohnt. Teilnahmeschluss: Mittwoch, 6. Juli 2016

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SERVICE PUBLIC

t s e f t d a t S Bern Bern feiert sich drei Tage lang Nach 25 Jahren gibt es endlich wieder ein Berner Stadtfest: Vom 19. bis 21. August wird in Bümpliz-Bethlehem gefeiert. Der Stadtteil hat am gleichen Wochenende sein 1’000-Jahr-Jubiläum und gilt als lebendiges und innovatives Trendquartier in Bern. Während der drei Tage gibt es hier denn auch einiges zu erleben: Ein beeindruckendes musikalisches Line-up und ein kulinarisches Angebot, das so vielfältig ist wie die Bevölkerung im Stadtkreis 6, versprechen Unterhaltung und Gaumen­ freuden für jeden Geschmack. Ein Sommerfest, wie es sich gehört! Dafür steht allein schon das Plakat der

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Veranstaltung: Die Glace bedeutet Sommer, Genuss und Spass. Darin versteckt sich eine Statistik des Bevölkerungsbestandes der verschiedenen Quartiere der Stadt Bern. Es zeigt, dass das Stadtfest sowohl Lebensfreude als auch Wissenswertes vermitteln soll. Obwohl Energie Wasser Bern im Normal­ fall auf langfristige Partnerschaften setzt, macht das Unternehmen beim Stadtfest Bern eine Ausnahme. Schliesslich findet dieses nur alle 25 Jahre statt. Eine solche Feier will der städtische Energieversorger auf

keinen Fall auslassen und unterstützt den Anlass als Co-Sponsor. «Wir wollen damit unsere Verbundenheit mit der Stadt Bern zeigen und der Bevölkerung für das Vertrauen danken, welches sie uns tagtäglich entgegenbringt», erklärt Raphael Bühler, Leiter Marketing­ kommunikation. «Das Berner Stadtfest ist die perfekte Gelegenheit dazu, weil es ein breites Publikum anspricht und für jede und jeden etwas bietet. Damit passt es geradezu ideal zu uns.» So freut man sich bei Energie Wasser Bern schon auf ein geselliges Volksfest mit und für alle Bernerinnen und Berner. (hna)


«Ich liebe es, aufs offene Meer zu schauen und mit dem Kopfhörer zu lauschen, was da unten vor sich geht.»


WOHIN FLIESST IHRE ENERGIE?

Laurent Graber, Citizen Scientist

«Ich werde mich weiter für die Meeressäuger einsetzen.» Als ich mich vor fünf Jahren zum ersten Mal als Citizen Scientist – eine Art Laienforscher – bei OceanCare anmeldete, wusste ich noch nicht allzu viel über den Lebensraum Meer. Bei meinem ersten Einsatz regelrecht aufgerüttelt hat mich ein militärisches Sonar, das ich unter Wasser inmitten eines Meeresschutzgebietes hörte: Ich musste sofort die Kopfhörer abnehmen, so laut war es. Dieser durchdringende, weiträumige und penetrante «Lärmteppich» war für mich ein prägendes Erlebnis: Da wurde mir erst bewusst, was dies für die Tiere bedeutet. Denn sie können nicht einfach wegschwimmen, der Lärm ist überall. Dass infolge des übermässigen Unterwasserlärms Wale stranden, überrascht mich seither nicht mehr. Damals wurde mir klar: Ich werde mich weiter für die Meeressäuger einsetzen. Ich bin ein Kopfmensch. Doch auf dem Meer kann ich richtig runterfahren und mich entspannen. Die Kombination aus Freiwilligenarbeit und Ferien gefällt mir daher sehr. Wenn ich in meinen Ferien als Laienforscher arbeite, ist es anders als in meinem Alltag als Umweltplaner in Bern: Auf dem Segelschiff lebe ich im Moment. Die einzige Anspannung besteht darin, die Meeresoberfläche zu beobachten und auf die Unterwassertöne zu horchen. Mit einem speziellen Mikrofon nehmen wir die Geräusche unter Wasser auf und analysieren sie nach deren Ursprung. Ich liebe es, aufs offene Meer zu schauen und mit dem Kopfhörer zu lauschen, was da unten vor sich geht. Eingetaucht in die Unterwasserwelt nehme ich nichts anderes mehr wahr. Das hat schon fast etwas Meditatives.

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Das Leben unter Wasser hat viele Töne. Delfine erkennt man zum Beispiel deutlich an deren hochtonigen Pfeiflauten, was sich für mich wie Gesang anhört. Manchmal schnattern sie aber auch. Während unserer letzten Forschungsreise auf dem Mittelmeer haben wir sehr viele Streifendelfine sowie einige grosse Tümmler gesichtet. Die für Pottwale charakteristischen Klicks, mit denen sie sich akustisch orientieren – man nennt es Biosonar –, haben wir hingegen nur zweimal gehört. Das war ein spezieller Moment an Bord: Wir starrten alle angespannt auf die Wasseroberfläche und wollten die Sichtung eines Pottwals auf gar keinen Fall verpassen. Denn wenn nur noch die Schwanzflosse hochschnellt, ist klar: Jetzt ist er für die nächsten rund 40 Minuten abgetaucht. Wir hatten leider kein Glück; die Wale waren zu weit weg und die folgenden Tage war das Meer so stürmisch, dass wir unsere Beobachtungen unterbrechen mussten. Es war bereits das dritte Mal, dass ich als Citizen Scientist auf Forschungsreise ging. Für mich steht aber jetzt schon fest: Ich werde weiterhin meine Freizeit einsetzen, um den Lebensraum der Meeressäuger zu erforschen. Mit den Forschungsergebnissen können Meeresschutzorganisationen politischen Druck ausüben und entsprechende Massnahmen einfordern. Denn wenn niemand weiss, wodurch Delfine, Pottwale und andere Meeres­bewohner im Mittelmeer bedroht sind, setzt sich auch niemand für sie und ihren Lebensraum ein. (eim) oceancare.org


R ATGEBER

Öffentliche Kühlschränke gegen die Lebensmittelvergeudung

Bitte bedienen Sie sich Bald beginnt die Ferienzeit. Was also tun, wenn man kurz vor der Abreise noch Joghurt, Sellerie, Schmelzkäse oder Bündnerfleisch im Frigo liegen hat? In den Gemeinschaftskühlschränken von «Bern isst Bern» kann man überschüssige Esswaren deponieren und alle dürfen sich bedienen.

Seit April 2015 stehen in Bern drei öffentliche Kühlschränke. Diese sind jederzeit frei zugänglich und jede und jeder ist willkommen, sich darin zu bedienen. Vier Studentinnen haben das Projekt «Bern isst Bern» lanciert, um gegen die Lebensmittelverschwendung anzukämpfen.

bereit. Deponieren darf man alle frischen oder abgepackten Nahrungsmittel, die das Verfalldatum noch nicht überschritten haben. Essensreste, abgelaufene Waren und Alkohol sind nicht erwünscht.

Im Zentrum der Initiative steht das Tauschen von Esswaren: Alle Produkte, die man selber nicht mehr braucht oder nicht mag, kann man in die Gemeinschaftskühlschränke hineinlegen, damit sie jemand anderes bei Bedarf gratis herausnehmen kann und sie nicht im Abfall landen.

In Bern gibt es zurzeit drei Standorte: beim Punto im Ostring, beim Eingang zur Designbörse am Loryplatz sowie im Hinterhof des Lola-Ladens im Lorrainequartier. In der Länggasse soll bald ein vierter Frigo dazukommen. Über die FacebookSeite von «Bern isst Bern» kann man sich jeweils über den aktuellen Inhalt der Kühlschränke informieren.

In den Kühlschränken willkommen sind vor allem Obst, Gemüse und verschlossene Produkte. Für Brot stehen zusätzlich Boxen

Mit ihrem Projekt zielen die vier Initiantinnen bewusst auf die Privathaushalte ab: Nach wie vor werden in der Schweiz

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jährlich zwei Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen; das sind durchschnittlich 100 Kilogramm Nahrung pro Person und Jahr. Hauptverantwortlich sind die Privathaushalte, die fast die Hälfte dieser Vergeudung verursachen. Sollten Sie also demnächst einmal überschüssige Esswaren in Ihrem Frigo stehen haben, dann stellen Sie diese doch einfach in einen der öffentlichen Kühlschränke. Damit erreichen Sie, dass geniessbare Nahrung statt unsinnig im Mülleimer doch noch auf dem Teller landet. (wyr)

facebook.com/bernisstbern


KINDER

Die Krönung von Prinzessin Emma Als Emma an diesem Morgen die Augen aufmacht, kitzelt ein warmer Sonnenstrahl ihre Nase. Draussen zwitschern die Vögel und in der Luft liegt der herrliche Duft von blühenden Blumen. Der Sommer ist da! «Herr Mutz, Herr Mutz», ruft Emma, während sie aus dem Bett hüpft. Der Teddybär ist in der Nacht zu Boden gefallen. Sie befreit ihn aus seinem Kopfstand, wirbelt ihn lachend herum und poltert die Treppe hinunter zu ihrer Mutter. «Was ist denn mit dir los?», will diese wissen. Doch Emma erklärt nur knapp, dass sie mit Herrn Mutz draussen an der Sonne auf Entdeckungsreise gehen will. Emmas Haare stehen in alle Himmelsrichtungen, sie trägt zwei verschiedene Socken an den Füssen und ihr T-Shirt verkehrt herum. Doch noch bevor die Mama etwas entgegnen kann, verabschiedet sich die junge Dame mit einem kurzen «Tschüss, Mami» nach draussen. Durchs Fenster sieht die Mutter noch, wie Herr Mutz auf den Schultern ihrer Tochter hin und her wippt. Auf der Wiese erblickt Emma ein kunterbuntes Blumenmeer. Als sie an den Blüten schnuppern will, purzelt ihr Herr Mutz von den Schultern. Und schon wieder plumpst der arme Teddybär kopfüber auf den Boden und landet mitten in der Blütenpracht. Erst kichert Emma, als sie Herrn Mutz erneut aus seiner misslichen Lage befreit. Doch als sie unter dem pummeligen Plüschbär die vielen umgeknickten Blumen entdeckt, überkommt sie das schlechte Gewissen. Das kleine Mädchen ruft ihre Mutter ans Fenster und klagt ihr das Missgeschick. Natürlich weiss Mama gleich Rat: «Pflücke die umgeknickten Blumen und bring sie rüber zum Gartentisch.» Kurz darauf erscheint sie mit Gartenschere, Blumendraht und Bändern. Im Nu bindet sie aus den Blüten einen farbenfrohen Kranz, sodass die Krokodilstränen in Emmas Gesicht rasch wieder einem Lächeln weichen.

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«Wenn du dir jetzt noch die Haare kämmst und wir dir dann den Blumenkranz aufsetzen», lacht die Mami, «dann siehst du aus wie eine richtige kleine Prinzessin.» (zwc) Binde auch du dir einen Blumenkranz. Die Anleitung dazu findest du auf unserer Website: ewb.ch/direkt


KONTAK T

Neue Website von Energie Wasser Bern

Zurück in die digitale Zukunft Die digitale Welt verändert sich rasend schnell und mit ihr das Verhalten der User. Was gestern noch gut war, ist heute schon überholt und gilt morgen erst recht als veraltet. Deshalb hat Energie Wasser Bern seinen Internetauftritt rundum erneuert. Unser Verhalten im World Wide Web hat sich grundlegend verändert: Während wir vor ein paar Jahren noch ausschliesslich mit dem Computer im Internet surften, tun wir dies inzwischen mehrheitlich mit dem Smartphone oder dem Tablet. Bisher war die Website von Energie Wasser Bern aber nicht für mobile Geräte optimiert und bot mit ihren – in der digitalen Welt fast schon biblischen – sieben Jahren auch sonst einiges an Optimierungspotenzial. Deshalb wurde ewb.ch jüngst komplett überarbeitet und in die digitale Gegenwart katapultiert. Intuitiv und bedürfnisorientiert Der neue Internetauftritt von Energie Wasser Bern bietet den Kundinnen und Kunden einen echten inhaltlichen und funktionalen Mehrwert. Nebst einer einfachen, intuitiven Bedienung ist die Website nun vollkommen «responsive». Das heisst, dass sich Layout und Navigation dem jeweiligen Empfangsgerät anpassen. So sind die Inhalte auch auf dem Tablet oder dem Smartphone gut lesbar. Der Zugang zu den gewünschten Informationen erfolgt dabei konsequent über die Bedürfnisse

der Nutzerin oder des Nutzers: Nützliche, weiterführende Inhalte werden durch ein ausgeklügeltes System automatisch erkannt und angezeigt. Informativ und interaktiv Im Rahmen des Updates wurden auch die Inhalte aktualisiert und die verschiedenen Anwendungen, wie beispielsweise die Preisrechner, komplett überarbeitet. Neben Informationen zu Angebot und Unternehmen bietet die

Website neu auch einen Blog mit Beiträgen rund um das Thema Nachhaltigkeit. Die Beiträge können von den Besucherinnen und Besuchern kommentiert und in den sozialen Netzwerken geteilt werden. (spr)

Verschaffen Sie sich selber einen Überblick und entdecken Sie die neue digitale Welt von Energie Wasser Bern unter: ewb.ch

Kundencenter Energie Wasser Bern Standort

Monbijoustrasse 11, 3001 Bern, ewb.ch/kundencenter

Allgemeine Fragen

Tel. 031 321 31 11, Montag bis Donnerstag 7:30 bis 12 Uhr und 12:45 bis 17 Uhr, Freitag bis 16 Uhr

Umzug melden und ewb.ch/umzug, ewb.ch/rechnung, Tel. 031 321 37 10 Fragen zur Rechnung Montag bis Donnerstag 8:30 bis 11:30 Uhr und 14 bis 17 Uhr, Freitag 8:30 bis 11:30 Uhr und 14 bis 16 Uhr Störungsmeldungen Stromausfall, Wasserunterbruch, Gasgeruch, Fernwärmeunterbruch ewb.ch/stoerungen, Tel. 031 321 31 11 Installationspikett für Stromausfall und bei Störungen in der Hausinstallation: Tel. 031 311 84 84

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Ihr Link zu unseren Dienstleistungen  Strom

Sie haben die Wahl zwischen drei Stromprodukten und entscheiden selbst,

ewb.ch/strom

wie nachhaltig die von Ihnen benötigte Menge Strom hergestellt wird.

ewb.ch/oekostrom

Wasser

Der Wasserverbund Region Bern versorgt die Stadt Bern und zehn weitere Ge-

meinden mit Trinkwasser. Als Hauptaktionärin betreiben wir die meisten Anlagen.

Biogas und Erdgas

Erdgas und das CO2-neutrale Biogas sind ökonomisch und ökologisch sinnvolle

ewb.ch/biogas

Energien zum Heizen, Kochen sowie für die Warmwasseraufbereitung.

ewb.ch/erdgas ewb.ch/fernwaerme

Fernwärme

Die Energie aus der Verbrennung des Berner Hauskehrichts reicht für die

Wärmeversorgung von rund 23’000 Einfamilienhäusern.

ElectroDrive

Elektrofahrzeuge bequem mieten statt teuer kaufen. Das All-in-Paket zum

monatlichen Fixpreis deckt alle Kosten für den ökologischen Fahrspass.

Fahren mit Erdgas

Wir beliefern die Tankstellen der Region mit Erdgas. Erdgas und Biogas sind

ewb.ch/wasser

ewb.ch/electrodrive

ewb.ch/erdgasfahren

deutlich umweltschonender und kostengünstiger als Benzin.

Glasfasernetz

Gemeinsam mit Swisscom erschliessen wir in den nächsten Jahren alle Gebäude

Hotline 0848 392 392

der Stadt Bern mit Glasfasern. Über eine Steckdose können Sie das ganze Multi-

ewb.ch/berner.glasfaser

­mediaangebot in Lichtgeschwindigkeit nutzen.

Internet

Mit ewb.INTERNET bieten wir Privat- und Geschäftskunden mit Anschluss

Infoline 058 721 31 32

an das Glasfasernetz symmetrische Internetverbindung in fünf Geschwindig-

ewwwb.ch/internet

keiten von 30 bis 1’000 Mbit/s Up- & Download.

ewwwb.ch/erschliessung

Energieberatung

Die Energieberatung zeigt Ihnen Lösungen für eine optimale Energienutzung auf. Anmeldung: Tel. 031 321 36 54

Die Erstberatung im Kundencenter ist kostenlos.

ewb.ch/kundencenter ewb.ch/foerderprogramme

Förderprogramme

Wir unterstützen Sie finanziell bei der Anschaffung von Beleuchtung,

Elektro-Scootern, Erdgasfahrzeugen, Solarstromanlagen, Sonnenkollektoren,

(Gas-)Wärmepumpen und 150’000 Watt LED.

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Günstig umweltbewusst unterwegs. Wir unterstützen die ersten 20 Käufer von vollelektrischen Autos mit einem Förderbeitrag von bis zu CHF 5’000.– und die ersten zehn Käufer eines Plug-in-Hybrids mit bis zu CHF 1’000.–. Dr Schnäuer isch dr Gschwinger!

Alles Weitere unter ewb.ch/electrodrive


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