Wir wünschen besinnliche Feiertage und einen gesunden Start in das neue Jahr!
Lokales in dieser Ausgabe
LOKAL-Sonderthema
Corona-Pandemie
Nachrichten der Kommunen, Vereine und Geschäftswelt
Testzentrum für Städtedreieck Digitale Bildungsmesse Schwandorf › S. 5 › S. 12-15 erweitert Testangebot Titel der Juli-Ausgabe
1987
das blatt ihrer region städtedreieck regenstauf schwandorf 17. April 2021 39. Jahrgang / Nr. 5
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lokal. regional. aktuell.
Top-Thema in dieser Ausgabe:
Der „Marktplatzreport“ Chaos rund um den Marktplatz!
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JAHRE LOKAL
1981-2021
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Also mal ehrlich ...
... hingeguckt von Ingrid Liez „Aachener HobbitPower gegen fränkische Urgewalt“ Die sogenannte K-Frage erhitzt wieder die Gemüter in Deutschland. Zumindest die „Heute-Show“ (siehe Titel) schlägt sich eher auf die Seite des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, denn Witze kann man offenbar mehr über Armin Laschet machen. Ob das gerecht ist? Ist es nicht kurzsichtig von der Bundes-CDU, sich (fast) geschlossen hinter den Mann aus Nordrhein-Westfalen zu stellen, obwohl die Umfragen eine andere Sprache sprechen? Statistisch fest steht, dass sich mehr Anhänger der Union deutschlandweit eher den Bayern als Bundeskanzler vorstellen können als den in Aachen beheimateten Laschet. Was hat zu dieser Einstellung geführt? Markus Söder, geboren 1967, präsentiert sich gerne als den starken Mann aus Bayern. Er führt sein Bundesland mit fester Hand durch die Pandemie – niedriger als anderswo sind die Zahlen trotzdem nicht. Söder entstammt einer konservativ-evangelisch geprägten Nürnberger Handwerkerfamilie. Er studierte Rechtswissenschaft. Politisch aktiv seit 1983, ist er seit 1994 für den Stimmkreis Nürnberg-West im Bayerischen Landtag. Bayerischer Ministerpräsident wurde er – nach einem Machtkampf mit Horst Seehofer – 2018. Außerdem ist er bundesvorsitzender der CSU. Dies sind nur wenige Stationen seiner politischen Karriere. Armin Laschet, Jahrgang 1961, kommt aus einer römisch-katholisch geprägten Mittelschichtfamilie, er ist der Kirche eng verbunden. Er studierte Rechts- und Staatswissenschaften und war als freier Journalist u. a. für das bayerische Fernsehen tätig. Einige Jahre leitete er die Kirchen Zeitung Aachen als Chefredakteur. 1989 wurde er CDU-Stadtrat in Aachen, 2010 Landtagsabgeordneter. 2012 erhielt er den Vorsitz der CDU in Nordrhein-Westfalen, 2017 wurde er Ministerpräsident, vor Kurzem CDU-Bundesvorsitzender. Innerhalb der CDU gilt Laschet als liberal-gemäßigt und christlich. Im Hinblick auf die Aufklärung von Fällen sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche ist er überzeugt, dass diese Vorfälle innerkirchlich geklärt werden müssen,
2019 lobte er die Kirche für ihre Aufklärungsarbeit. In der Corona-Pandemie scheint die Haltung Laschets nicht festgeschrieben zu sein. Im ersten Lockdown plädierte er zunächst für rasche Lockerungen der Maßnahmen, blieb aber nicht bei dieser Haltung. Seine Idee eines „Brücken-Lockdowns“ erscheint jetzt als ein etwas hilfloser Versuch der Demonstration von Konsequenz, ohne die Wirtschaft weiter zu verschrecken. Man bekommt den Eindruck, dass Laschet mit aller Macht Stärke zeigen will, doch es gelingt nicht oft, wie etwa sein Auftritt in der Sendung von Markus Lanz am 30. 3. 21 im ZDF zeigt. Markus Söder verfolgt für Bayern in der Pandemie einen strengen Kurs – bis hin zu Ausgangsbeschränkungen. Von anderen Ministerpräsidenten muss er sich aktuell den Vorwurf gefallen lassen, als Leiter der Konferenz keine einheitliche Linie zu organisieren. Die Zeitung „Heilbronner Stimme“ kommentiert, dass Söder ein „machtbewusster Taktiker“ sei. Er habe - auch durch zahlreiche Unterstützer in der CDU - die besseren Karten für die Kanzlerkandidatur. Laschet habe hingegen durch „seine zahlreichen Wendungen in der Pandemie viel Vertrauen verspielt“. Doch auch wenn sich die regionale Berliner CDU hinter CSUChef Söder stellt: Laschet könne mit „geschlossener Rückendeckung“ durch seine Partei rechnen, so schreibt t-online am 12. April 2021. Die Tagesschau am 12. April vermeldet, dass Laschet nach eigenen Worten sich nicht um Umfragen kümmern will und Söder es für ein Zeichen von mehr Demokratie hält, wenn man abwartet, was andere CDU-Organe wie die Bundestagsfraktion zur K-Frage sagen, statt sich gleich, wie Präsidium und Bundesvorstand, für den Aachener auszusprechen. Doch welcher Kandidat ist wahltaktisch besser? Haben beide gegen die Kandidaten von SPD und Grünen die gleichen Erfolgsaussichten? Da sollten die Umfragen unter den Wähler/innen wohl doch eine Rolle spielen, denn der deutsche Durchschnittsbürger traut als Unionswähler eher dem Bayern zu, das Land sicher und aus der Pandemie zu führen. Sollte Laschet zur Wahl antreten, dann erlebt die CDU/CSU vielleicht ein Grünes Erwachen.
Liebe Leserinnen und Leser, wenn wir das Internet nicht hätten! In den letzten Monaten ist die Digitalisierung zu einer absoluten Notwendigkeit geworden – denn wo können wir uns denn sicher begegnen, wenn nicht virtuell? Selbstverständlich kann das kein Ersatz für menschliche Nähe und Wärme sein, aber es ist besser als nichts! Auch sind die meisten Geschäfte, die aufgrund der Pandemie geschlossen sein müssen, auf Internet-Plattformen umgeschwenkt, um ihre Produkte zu veräußern - Click & Collect oder Click & Meet boomt. Auch Ihr LOKAL können Sie unter www.lokalnet.de/elokal online lesen, aber auf lokalnet. de ebenso aktuelle Angebote von zahlreichen Firmen und gastronomischen Betrieben vor Ort aktuell einsehen.
17. April 2021 Stätten virtueller Begegnung sind aber nicht nur Websites oder Chatrooms, sondern richtiggehende Plattformen für Ausstellungen oder Messen, die sich ins Internet verlagern mussten. So etwa geschehen bei der 19. Bildungsmesse der Lernenden Region Schwandorf e.V. im Landkreis Schwandorf, die sonst jedes Jahr in der Stadthalle in Maxhütte-Haidhof stattfand. In dieser LOKAL-Ausgabe erfahren Sie, welchen Ausstellern Sie dort begegnen und mit wem Sie ins Gespräch kommen können.
Zurück blickt LOKAL in dieser Ausgabe im Rahmen der Serie „40 Jahre lokal“ auf die Zeit der 80er und 90er Jahre und was damals rund um den Burglengenfelder Marktplatz los war. Der „Marktplatzreport“ wurde zum Stadtgespräch! Nicht alle Anwohner des Marktplatzes äußerten sich zu den „Zuständen“, aber die KosmetikstudioInhaberin Pia Kieslich war stets für ein offenes Wort zu haben. Deshalb kommt sie auch in dieser Ausgabe in einem zurückblickenden Interview zu Wort.
Lesen Sie außerdem über die virtuellen Ausstellungen des Vereins Kultureck e.V. in Kallmünz, die Sie „fast wie im richtigen Leben“ im Netz besuchen können. Hier schreiten Sie von Raum zu Raum und von Bild zu Bild – die regionalen Künstler/innen danken es Ihnen, sind es denn gerade Kunst und Kultur als Stätten der Begegnung, die es in Corona-Zeiten sehr schwer haben.
Des Weiteren finden Sie wie gewohnt Infos und Neuigkeiten aus den Rathäusern der Region vom Städtedreieck bis nach Zeitlarn auf den folgenden Seiten. Bleiben Sie gesund und halten Sie durch! Herzlich Ihre Ingrid Liez mit der LOKAL-Redaktion
Nutzen Sie regionale „angebote vor ort“ Wer was und wo anbietet, besonders in dieser Zeit, erfahren Sie auf LOKALNET unter www.lokalnet.de/avo übersichtlich präsentiert. Alle Angebote sind – stets aktualisiert – übersichtlich nach Städten und Gemeinden geordnet. Wie das Gewünschte zu Ihnen nach Hause kommt, entweder per Versand oder per kontaktloser Abholung, ist bei jedem Angebot nachzulesen. Unterstützen Sie mit Ihrem Einkauf die heimische Wirtschaft!
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17. April 2021
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Klimawandel, Flächenfraß, Wachstum auf Kosten der nachfolgenden Generationen - war da was? Die ÖDP hierzu: „Kein Baum darf fallen für jegliches Gewerbegebiet!“. Foto: ÖDP Kreisverband SAD
Online-Versammlung der ÖDP im Kreisverband Schwandorf:
„Ja zu zukunftsfähiger Stadtentwicklung und Nein zum Teublitzer Gewerbegebiet!“ SCHWANDORF (sr). Gegen immer weiter ausufernden Flächenverbrauch und für unbedingten Vorrang von Leerstands-Nutzungen sprechen sich die Mitglieder der Ö k o l o g i s c h - D e m o k ra t i s c h e n Partei (ÖDP) im Kreisverband Schwandorf aus. Während der Online-Versammlung am 19. März 2021 ging der Blick insbesondere auf das Städtedreieck. Während Bürgermeister Martin Prey (ÖDP) aus Niedermurach im nordöstlichen Landkreis bei der Ausweisung eines kleinen Gewerbegebiets für ein paar Handwerksbetriebe mit dem Landratsamt und der Bayerischen Staatsregierung große Probleme habe, sehe man offenbar keine Schwierigkeiten bei zahlreichen Großprojekten im südlichen Landkreis, mutmaßt der ÖDP-Kreisvorsitzende Alfred Damm in einer Pressemitteilung: Dabei sei es gleich, ob es um einen Versandhandelsgiganten in Nittenau, einen Riesenbaumarkt und ein Postverteilzentrum in Burglengenfeld, ein Gewerbegebiet im Zukunftswald Teublitz oder auch ein Interkommunales Gewerbegebiet an der A93 bei Schwandorf gehe. Der ÖDP-Kreisverband sagt dazu: „Ganz klar ein Nein zum Gewerbegebiet an der A93 und zur drohenden Rodung von 40 ha Wald beim Naturschutzgebiet Hirtlohweiher! Die Wachstumswirtschaft ist ein Irrweg!“ Die Leerstände in Teublitz und dem gesamten Städtedreieck seien bekannt und sollten primär mit gezielten Anreizen und allen gesetzlichen Möglichkeiten nutzbar
gemacht werden. Dabei präsentiere sich das Naabtalzentrum (NAC) in Burglengenfeld als Negativbeispiel: „Der Eigentümer sitzt inzwischen in Hamburg oder irgendwo, dem ist es egal, ob das halbe NAC leersteht oder verfällt“, so Damm. ÖDP-Kreisvorstandsmitglied Ursula Schindler aus Burglengenfeld meint: „Ein Postverteilzentrum fernab jeder Zug- oder Autobahnanbindung ist nicht nur unpraktisch, es unterstützt den Internethandel, den angeblich keiner will, weil er die Innenstädte schwächt und unterm Strich Arbeitsplätze vor Ort vernichtet.“ Die ÖDP im Landkreis werde weiter dranbleiben und die BIs vor Ort mit allen Kräften unterstützen. Evi Dams, Gründungsmitglied der ÖDP aus Maxhütte, ruft ihre Parteifreunde und die Bevölkerung auf: „Zeigt eure Solidarität, kommt auf die Demos!“ „Kurzsichtige Wohnbaupolitik“ Auf großes Unverständnis stößt bei den ÖDPlern auch die inkonsequente Wohnbaupolitik in Burglengenfeld: Auf dem Kreuzberg lehnten die Räte mit Ausnahme von BFB-Stadtrat Hans Glatzl 5 Wohneinheiten (WE) auf 3900 m2 ab, am Weißgelände hingegen befürworten sie den 10-fachen Zubau: Eine Nachverdichtung von 100 WE auf 8000 m2. „Man sollte besser das Wachstum bremsen und nicht Baugebiete ausweisen, bis der Kanal platzt. Zwingt der nachzurüstende Kanal für Hussitenweg III die Stadt Burglengenfeld nicht geradezu, weitere
Baugebiete hinterherzuschicken, damit sich der teure Kanal rentiert? Es ist unsere Pflicht, Flächen für unsere Kinder und Enkel aufzuheben, damit Zukunft bleibt!“, so Schindler. Die ÖDP-Schriftführerin plädiert für eine menschengerechte, moderate Nachverdichtung und wundert sich: „Muss nicht bei jedem neuen Haus ein Baum gepflanzt werden? Man sollte einen OBSTbaum je Wohneinheit fordern - auf dem Weißgelände und bei allen zukünftigen Wohnbauprojekten!“ So hätten vielleicht etwas weniger Wohnungen Platz, jedoch „steigen dafür Lebensqualität, Stadtklima und die Chance auf einen umweltfreundlichen Lebensstil“, so pflichtet Biologin Brigitte Schütze aus Maxhütte-Haidhof bei. „Denn von Grasdächern haben die Bewohner/innen keinen Nutzen, weder kulinarisch noch optisch.“ Zum Schluss der Sitzung ging Kreisvorsitzender Alfred Damm noch auf die Verbrennung von radioaktiv belasteten Abfällen aus Atomkraftwerken im Schwandorfer Müllkraftwerk ein. Durch den Bürgerprotest und einer von ihm, Damm, gestarteten Onlinepetition konnte zumindest ein Teilerfolg erzielt werden. „Die Mitglieder des Zweckverbandes haben beschlossen, dass kein radioaktiv belasteter Müll mehr von außerhalb des Zweckverbandes hier verbrannt werden darf. Die ÖDP fordert aber weiterhin, ganz auf die Verbrennung von Müll aus den AKWs zu verzichten“, so Damm.
LOKAL-TERMINVORSCHAU 8. Mai 2021 Sonderthema: Regionaler Stellenmarkt Anzeigen-/Redaktionsschluss: Freitag, 30. April 2021
12. Juni 2021 Sonderthema: Auto & mobil Anzeigen-/Redaktionsschluss: Freitag, 4. Juni 2021 Themenänderungen vorbehalten.
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s’Glosserl von Bönedückt Hannückl
„Verbesserte“ Lengfelder („Alb“-) Träume eines Veranstalters in besten bis allerbesten Corona Zeiten Nicht ganz ernstzunehmende Visionen eines braven Visionärs
B U R G L E N G E N F E L D phoniker stattfinden lässt. Mei, wenn schon, denn schon! Ja und der ganze „Rummel“ sollte nach Veranstalter-Träumen jeweils am 12. Juni beginnen und seinen Abschluss am 22. August finden. Ein „Luftbild“ vom künftigen „Traumgelände“ soll auch noch versandt werden. Darauf könnte man dann im östlichen Traum-Drittel-Gelände ein riesiges „Traum-Zelt“ mit gigantischer Traum-Bühne sehen. Da sind dann wohl die Auftritte von Hannes Ringelstetter, von Hans Söllner, von den Schneitzelreuther Dorfmusikanten, vom Jodlerkönig von St. Gallicus, vom russischen Staatstheaterballett, sowie den BUL´s Brothers und den Goaßl-Schnalzern von Jamaica traumhaft fest eingeplant. Letztere sollen natürlich auch traumhafte Wohltätigkeitskonzerte bei freiem Eintritt geben. Dann soll es im „VeranstalterLuftschlösser-Traum-Park“ an der Lengfelder Friedhofsstraße für Familien mit Kindern noch einen traumhaften Fuhrpark á la „Disneyland Paris“ geben, in dem man auch einen Nachbau des Schlosses Neuschwanstein bewundern könnte. Ja, und wer zeigt sich an einem Besuch dieser traumhaften Lengfelder Attraktion schon jetzt interessiert? Ja mei, da hörte man schon von Prinz William mit Kate und gesamter Royal-Family, von durchgedrehten Hollywood Stars aus Amerika, von den Augendeckel-Plattlern von den Jodler-Höhen und natürlich von den weltweit bekannten Naabtal-Comedians aus den wilden Naabtal-Auen. Ja, und welche Öffnungszeiten soll es da geben? Also, mitternächtlich sind da wohl einige Events eingeplant, sowie einige feste Überraschungsumzüge innerhalb und außerhalb des Zeltes. Die Termine dazu sollen noch mittels aktueller Traumbücher oder diverser Horoskope noch bekannt gegeben werden. Es fragt sich also nur, was die traumhafte Lengfelder Stadtverwaltung und der wohl scheinbar allwissende Pressesprecher des Landratsames noch dazu zu sagen haben? Letzterer sollte da wohl wieder mal das Stollenwasser-Orakel von Stulln befragen. Auch der amtierende 2. Bürgermeister von Lengfeld wird dazu wohl wieder mal das Wort ergreifen. Das tut der doch immer!
Man träumt sich da in Profi-Veranstalter-Träumen in allerbesten Corona-Zeiten wohl hinein in massive Luftschlösser der ganz besonderen Art. Kleine Hinzuträume dürften da wohl auch gestattet sein, ohne dabei das Veranstalter-TraumUrheberrecht zu gefährden. Gedanken sind ja bekanntlich immer frei! Zum Beispiel wäre da der Veranstalter-Traum einer gar wundersamen Verwandlung eines einfachen Volksfestplatzes am Anger an der Lengfelder Friedhofsstraße zu einen „Kulturgarten de Luxe“ zu nennen. Vielleicht aber kommen wir durch solche TausendundeineNacht-Träume gar hin zu einer Art „Disneyland“ mit Micky Mouse, Goofy, Ali Baba und Schweinchen Dick? Bekommen wir nun in Burglengenfeld einen erträumten dauerhaften Ersatz für ausgefallene Mai-Dulten, Kinderfeste und Italienische Nächte? In Veranstalter-Träumen geistern dann Kultur-SommerGärten mit dort stattfindenden traumhaften beglückenden Höhepunkten der Spitzenklasse. Da werden die Teublitzer und Maxhütterer dann aber vielleicht schauen, wenn man dann im wohl ganz überdachten Lengfelder Kultur-SommerGarten (Zeltdach á la Olympia München) eine einmalige Geschlechter-überschreitende „Pfingstochsenparade“ unter musikalischer Marsch-MusikMit sackrischen Grüßen Euer Begleitung der Berliner SymBönedückt Hannückl
17. April 2021
Bürgermeister Thomas Gesche und zweiter Bürgermeister Josef Gruber verabschiedeten Pressereferent Michael Hitzek und wünschten ihm alles Gute für seine weitere berufliche Laufbahn. Foto: Pelikan-Roßmann
Bürgermeister und Kollegen verabschieden Michael Hitzek BURGLENGENFELD (sr). „Wir verlieren mit dir einen fachlich höchst versierten und geschätzten Kollegen. Menschlich verlieren wir auch einen Freund“, sagte Bürgermeister Thomas Gesche sichtlich gerührt im Rahmen der Verabschiedung seines Pressereferenten Michael Hitzek. Gesche, welcher aufgrund einer schweren Erkrankung von dem zweiten Bürgermeister Josef Gruber vertreten wurde, lies es sich nicht nehmen, persönliche Worte voll der Anerkennung für seine Leistung an Hitzek zu richten. Michael Hitzek war seit 2009 für die Stadt und ihre „Töchter“ wie Stadtwerke und Bulmare GmbH
als Pressereferent tätig gewesen und hatte in diesem Zeitraum maßgeblich eine offene, freundliche und serviceorientierte Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern geprägt. „Für jedes Anliegen fanden die Menschen bei dir ein offenes Ohr“, sagte Thomas Gesche weiter, „und das weit über den üblichen Rahmen der Tätigkeit hinaus“. Gesche war es auch, der Hitzek 2018 spontan den Titel „Mr. Bürgerfest“ verliehen hatte, da Hitzek auch im kulturellen Bereich und bei der Organisation und Konzeption von Veranstaltungen Maßstäbe setzte. Der Pressereferent beendete zum 31. März 2021 auf
eigenen Wunsch seine Tätigkeit und wechselte an die OTH in Regensburg. Zweiter Bürgermeister Josef Gruber sagte, es sei eine hohe Kunst, die Arbeit der Verwaltung transparent, verständlich und für alle nachvollziehbar zu erklären, was Michael Hitzek „vortrefflich beherrscht hat“. Die Position eines Pressesprechers gründe auf Vertrauen und hoher Sachkenntnis; Fähigkeiten, die Hitzek stets unter Beweis gestellt habe. Für den Personalrat sprach Sebastian Schelchshorn, der mit Wohlwollen und kleinen Anekdoten an die gemeinsame Zusammenarbeit erinnerte.
Wir liefern jeden Nachmittag ab 15 Uhr von Montag - Freitag, außer Mittwoch. Auch bis Dietldorf, Holzheim, Leonberg, Pirkensee, Pistlwies. Anrufen und vorbestellen. Christian Bauer e.K. Regensburger Str. 35 93133 Burglengenfeld
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17. April 2021
B U R G L E N G E N F E L D
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Foto: Wasserwacht Burglengenfeld
Testangebot in der Stadthalle wird erweitert BURGLENGENFELD (sr). Seit dem 20. März 2021 befindet sich in der Stadthalle Burglengenfeld im Naabtalpark im Auftrag des Landratsamtes das Corona-Testzentrum des BRK-Kreisverbandes Schwandorf für das Städtedreieck. Das Testzentrum wird von den ehrenamtlichen Kräften der Wasserwacht-Ortsgruppen und der Bereit-
schaften aus Burglengenfeld und Maxhütte-Haidhof gemeinsam betrieben. Aufgrund der Click & Meet Möglichkeiten im Städtedreieck wird das Testangebot in der Stadthalle erweitert. Nahezu täglich können seit 13.4.2021 die Testungen gebucht werden. Die Testtermine sind unter www.etermin.net/ coronatest verfügbar.
Simon Jäger kehrt dem Burglengenfelder Stadtrat nach einem Jahr den Rücken. Eine Entscheidung, die persönlich schmerzt. Die Zusammenarbeit in der Ausschussgemeinschaft mit Jäger war angenehm und anregend. Andererseits ist der Rückzug ein Signal für die Kolleg/innen, darüber nachzudenken, ob die Jugend mit ihren Anliegen in der Burglengenfelder Kommunalpolitik ausreichend Aufmerksamkeit findet. Dabei wäre gerade in Burglengenfeld der Nachwuchs geeignet, eingefahrene Parteiwege zu verlassen und gemeinsam Brücken in die Zukunft zu bauen. Frühere Versuche mit Jugendbeauftragten und dem Jugendparlament sind gescheitert, weil die Institution im regulären Politbetrieb zum Veranstaltungsmotor für die Feier- und Spaßgesellschaft umfunktioniert wurde, ohne den Jugendlichen wie erwartet eine echte Teilnahme an kommunalen Zukunftsentschei-
dungen zu ermöglichen. Dass hier der „alternative Marsch“ durch die eingefahrenen Parteiinstitutionen zur harten Ochsentour wird, ist eine bittere Erfahrung für engagierte Jungpolitiker. Wenn man eigene Ideen hat, die von der ideologisch geprägten Parteilinie und dem Gut-Böse-Schema abweichen, ist man unbequem und muss sich meist hinten anstellen. Im hiesigen Stadtrat wird ein Abweichen von der Parteilinie mit der Höchststrafe der Nichtbeachtung und Isolation bestraft. Kleben bleiben an den eroberten Sitzen nur windschlüpfrige smarte Möchtegernprofis, deren einziges Lebensziel ein Mandat im Land- oder Bundestag mit lukrativer Alimentierung beinhaltet. Der Stadtrat bietet dann das Sprungbrett für Leute, die vom Normalleben außerhalb ihrer Partei-Blase keine Ahnung haben und deshalb auf Gedeih und Verderb auf die stromlinienförmige Politkarriere angewiesen sind. Schauen wir uns um im Burglengenfelder Kosmos, dann tummeln sich dort, außer dem bekannten „Urgestein“ bei der CSU wie bei der SPD, spätberufene Nachwuchskräfte wie Sigi Klopp und die BWG-Wie-
Hans Glatzl dergänger, die das Ehrenamt mit einer Umkleidekabine - mal raus mal rein – verwechseln. Da wird der Listenplatz eng für neue Ideen und Akteure, die sich nicht immer dem Diktat ihrer Fraktion unterwerfen. Der Druck ist groß und der Frust sitzt tief. Die wenigsten haben Lust, sich in endlosen Marathonsitzungen an den Pranger stellen zu lassen. Die Entscheidung meines Kollegen Jäger ist in diesem Umfeld nachvollziehbar, aber für das Gremium ein echter Verlust. Das bekennen nach dreißig Jahren Erfahrung im Burglengenfelder Stadtrat
Hans Glatzl und das BFB
„Engagement langfristig würdigen und fördern!“ Markus Frank und Reinhold Nießl sorgen für frische Farbe und Frühling in der Stadt. Hier bepflanzen die Bauhof-Mitarbeiter mit geübten Händen die Pyramide vorm Rathaus. Foto: Pelikan-Roßmann
Burglengenfeld blüht auf BURGLENGENFELD (sr). Reger Betrieb in den Gärtnerkolonnen: Die Mitarbeiter des Bauhofs sorgten Ende März 2021 für ein farbenfrohes Stadtbild. Grünanlagen, Blumenampeln, Pflanzentröge und Verkehrsinseln wurden mit Frühjahrsblühern bepflanzt. Primeln, Narzissen und Osterglocken in verschiedenen Variationen sorgen für Abwechslung nach dem langen Grau des Winters. „Man spürt die Freude, dass der Winter endlich vorbei geht und alles wieder zu blühen beginnt“, sagte Bauhof-Mitarbeiter Markus Frank. In der alltäglichen Praxis bedeuten die Pflanzarbeiten jede Men-
ge Handarbeit. Markus Frank und Reinhold Nießl, welche im Stadtbereich unterwegs waren, setzten beispielsweise jede einzelne Blume von Hand in die Tröge ein und bewiesen dabei ein untrügliches Gespür für die richtige Farbkombination. Und wenn nötig, unterstützte die richtige Technik, wie beispielsweise der Multicar, die Arbeiter bei der Bewässerung. In Burglengenfeld gibt es rund 20 Hektar öffentliches Grün, das vom Bauhof bewässerungstechnisch zu betreuen ist, außerdem 75 Pflanztröge und Blumentöpfe, fünf Pflanzpyramiden, 14 Blumenampeln und fünf bepflanzte Kreisverkehre/Verkehrsinseln.
BWG regt Bereitstellung entsprechender Mittel im Haushalt an BURGLENGENFELD (sr). In Teublitz und Maxhütte-Haidhof sind die Haushalte für das Jahr 2021 bereits verabschiedet worden. „In Burglengenfeld liegen noch nicht einmal Zahlen zur Diskussion vor“, bemängelt die Burglengenfelder Wählergemeinschaft – BWG. Die Freien Wähler möchten die Attraktivität der Altstadt, sowie Burglengenfeld als Kulturstadt erhalten und fordern deshalb für die bevorstehende Haushaltsverabschiedung die Bereitstellung entsprechender Gelder, so betont Stadtrat Gregor Glötzl in einer Pressemitteilung. „Haushaltsmittel müssen bereitgestellt werden, nicht nur für ein City-Management, sondern auch für eine zeitgemäße Wirtschaftsförderung im Städtedreieck und zur Förderung der Kultur in der Stadt.“
Nur dem großen Einsatz vieler Engagierter sei es zu verdanken, dass man in Burglengenfeld die Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht noch viel stärker spüre, so Glötzl weiter. „Dieses Engagement muss künftig nicht nur gewürdigt, sondern auch aktiv gefördert werden. Das ist nötig, um die Innenstadt lebendig zu halten und die vielfältigen kulturellen Angebote für Burglengenfeld zu erhalten.“ Jeder sehne ein Ende der CoronaPandemie herbei oder zumindest eine Normalität, wie sie etwa letzten Sommer zurückgekehrt ist. „Einen großen Beitrag dazu leisten alle Ehrenamtlichen von BRK und Wasserwacht Burglengenfeld, die im Testzentrum in der Stadthallte regelmäßig im Einsatz sind“, lobt die BWG. „Die Stadtbibliothek bietet dank des Einsatzes ihrer Leiterin und der Mitarbeiterinnen
weiterhin Bücher, Spiele, Filme und mehr zur Ausleihe an. Click & Collect macht auch möglich, dass zahlreiche Geschäfte Wege gefunden haben, ihre Kunden zu erreichen. Die Gastronomie hat sich auf die Abholung der Gerichte umgestellt, was sicherlich zunächst nicht so einfach möglich war.“ Auch hätten City-Management und Wifo mit ihrer gelungenen Plakat- und Social-Media-Aktion genau das formuliert, was eigentlich selbstverständlich sein sollte und dennoch so wertvoll ist: „Sei ein Teil deiner Stadt“ und setze dich für sie ein. Dies alles seien nur „einige Beispiele für die Kreativität und das Engagement so vieler, die derzeit den Laden am Laufen halten.“ Kreativität und Einsatzfreude müssten auch über die Krise hinaus erhalten und gefördert werden.
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R Ü C K B L I C K
17. April 2021
„Marktplatzreport“ in LOKAL: Chaos rund um den Marktplatz! (lz). Die Proteste gegen die WAA, der Kampf gegen die drohende Schließung des Eisenwerks Maximilianshütte – in den 80er Jahren war rund um das Städtedreieck und Schwandorf bzw. Wackersdorf einiges los. Die noch junge Verbraucherzeitschrift LOKAL war mit ihren Berichterstattern immer mittendrin! Hier war die Plattform für öffentliche heiße Diskussionen alle Themen betreffend. Im November 1986 feierte LOKAL sein 5-jähriges Bestehen und verloste sogar eine Reise nach Paris. Ob die vielen Demonstrationen gegen die geplante atomare Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf, die in Burglengenfeld am 16. Oktober 1986 einen weiteren Höhepunkt erfuhren, mit aufgeheizter Atmosphäre die örtliche Situation am Marktplatz zusätzlich befeuerte, bleibt dahingestellt. An diesem Tag jedenfalls erlebte die Stadt an der Naab ein Polizeiaufgebot wie noch nie zuvor, die die Demonstrierenden in der Altstadt einkesselten. Ansonsten machte sich die Staatsmacht in Burglengenfeld zunächst rar – und die Anwohner und Geschäftsleute
der Innenstadt fühlten sich alleingelassen. Seit einiger Zeit kam es nämlich besonders an den Wochenenden zu einer abendlichen und nächtlichen unerträglichen Lärmbelästigung und unhaltbaren Zuständen: Die jugendlichen Besucher/innen mehrerer Diskotheken in der Innenstadt machten sich zusehends einen Spaß daraus, mit aufgemotzten Autos und Zweirädern ihre Kreise zu ziehen und die Anwohner aus dem Schlaf zu reißen. Wildes Parken, aufheulende Motoren, quietschende Reifen: „Kaum hat der Berufsverkehr nachgelassen, geht die Rumkurverei los. Die Tour ist immer dieselbe: Die Hauptstraße entlang, durch die Robert-Koch-Straße, mit Schwung um die Kurve in die Kirchenstraße und das Ganz wieder von vorne – oft die ganze Nacht lang“, schrieb LOKAL-Reporter Oskar Duschinger im Juli 1987. LOKAL berichtete über die Zustände ab sofort öfters unter der Rubrik „Marktplatzreport“. Die Anwohner schilderten bereits die Sylvester-Nacht 1986/87 als besonders schlimm: „Wir dachten, dass der ganze Marktplatz explodiert!“ Man war froh, in LOKAL ein-
mal seine Wut und Hilfslosigkeit Luft machen zu können, doch die Mehrheit hatte Angst vor Repressalien und wollte lieber anonym bleiben: „Erwähnen Sie bloß nicht meinen Namen!“ „Uns stinkt es ganz gewaltig!“ Bei Lärm ist es nicht geblieben: Stinkende Auspuffgase, gezielte Sachbeschädigungen, Vandalismus, Scherbenfelder, Zerstörung von Blumenrabatten und wildes Pinkeln machte den Menschen das Leben schwer. Schaufenster wurden mit farbigem Haarlack eingesprüht und eine Burglengenfelderin fand sogar eines Morgens ihren Briefkasten voll mit Exkrementen. LOKAL nahm kein Blatt vor den Mund. Eine der wenigen, die sich namentlich äußerten, war Kosmetikstudio-Inhaberin Pia Kieslich. Sie erzählte offen, dass sie fast jeden Morgen erstmal die Ursache ekelerregenden Gestanks vor ihrem Geschäft in der Ladenpassage entfernen muss, wenn wieder jemand seine Notdurft dort verrichtet hat. „In Insider-Kreisen ist dieser Durchgang bereits als „Pissecke“ verschrien“, schreibt LOKAL. Auf die Anzeige eines 19-Jährigen, den Kieslich beim Pinkeln erwischte und angezeigt hatte, folgte ein Racheakt, „denn drei Wochen nach der Anzeige hing eine großflächige Alu-Tafel in Fetzen vom Schaufenster herunter“. Kieslich beschloss, niemanden mehr anzuzeigen, „das nächste Mal schlagen sie garantiert die
LOKAL-Ausgabe 24. Juli 1987 - Der Marktplatzreport sorgte für Gesprächsstoff ...
Ein unvergesslicher Report. LOKAL-Archivfoto Fenster ein. Da mache ich lieber weiter sauber und kehre Kippen weg.“ Trotz allem machte die Kosmetikerin deutlich, dass sie nichts gegen die Jugendlichen hatte, „ich weiß doch, dass nur wenige von ihnen Rowdys sind“. Alle Anwohner, mit denen Oskar Duschinger sprach, unterstrichen, dass die Wohnqualität in der Altstadt deutlich nachlasse. Sage und schreibe vier „Discos“ konzentrierten sich rund um den Marktplatz. Ein weiteres Ärgernis war das Zuparken von Einfahrten, wenn die Discobesucher auf ihren „Stammplätzen“ vor dem Rathaus keine Lücke mehr fanden. Während Konditormeister Herrmann Daiminger sich noch relativ gelassen äußerte und auch Positives zu vermelden hatte („Jemand hatte einen Kanaldeckel in der Robert Koch-Straße herausgehoben. Da hätten Fußgänger in der Dunkelheit hineinstürzen können, doch nachdem viele gleichgültig vorbeigegangen oder gefahren waren, hob ein junger Mann ihn wieder hinein!“), äußerte sich der Ingenieur Gerhard Wittmann wutentbrannt und dachte auch an Selbstjustiz. „Die Polizei muss hier jetzt endlich abschleppen!“ Als Erfolg wertete Wittmann die Tatsache, dass die Robert-KochStraße ab 22 Uhr für Motorräder gesperrt wurde, auch wenn sich niemand daran halte. Und da Wittmann ständig unter die Ladentür gepinkelt wurde, dachte er bereits daran, diese einmal unter Stromspannung zu setzen. Bei Jozef Kercmar von der Gaststätte „Zum Jozef“ hatte ein Auto sogar die Außenmauer des Hauses durchbrochen und stand mit der Motorhaube auf einem Speisetisch. LOKAL gab ein Gespräch Kercmars mit einem der stadtbekannten Rowdys wörtlich wieder, das der Wirt um drei Uhr nachts geführt hatte und das „Einblick in die Psyche eines Rasers“ gab: „Kercmar: „Warum machst du das?“ – Jürgen Bell (Name geändert): „Das ist meine Freiheit. Ich schufte den ganzen Tag im Eisenwerk, da muss ich mich abreagieren.“ Für die Serie „Marktplatzreport“ nahm Duschinger gemeinsam
mit LOKAL-Verleger Max Krempl nachts gegen elf Uhr in der Nähe des Gasthauses „Zu den 3 Kronen“ einen Beobachtungsposten ein, um das Geschehen einmal hautnah mitzuerleben. Das Resultat: Der Artikel „Tatort Marktplatz“, der schockierende Einblicke in das Burglengenfelder Nachtleben Mitte der 80er Jahre präsentierte. Heiße Öfen, heulende Motoren und viel Imponiergehabe „Ein roter Fiat, Marke Ritmo, schießt mit einem Irrsinnstempo Richtung Marktplatz, setzt in Höhe des Geschäfts „Farben Berr“ zu einer Vollbremsung an. Das Fahrzeug rutscht mit pfeifenden Reifen weiter bis zum Rathausvorplatz, wo der Fahrer sofort nach Stillstand das Lenkrad um 90° herumreißt, in den 2. Gang schaltet und mit Vollgas in die Rathausstraße durchrast.“ So schilderte der LOKAL-Reporter die wahnwitzige Fahrweise der abendlichen Innenstadt-Gäste. „Im Bereich des Unteren Marktplatzes herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, Gasgeben und Bremsen …“ Und obwohl die Luft sommerlich heiß ist, hat niemand der Anwohner das Fenster geöffnet. Der LOKAL-Beobachtungsposten war jedoch nicht ganz ungefährlich: Der Fahrer eines silber-metallicfarbenen Audis wollte abbiegen und fühlte sich durch die Reporter gestört: Ein schwarzhaariger, braungebrannter Muskelmann öffnete die Wagentür und pöbelte ohne Umschweife los: „Schaut’s bloß, dass abhaut’s, ihr A….!“ Als gegen Viertel vor zwölf ein Streifenwagen heranfuhr, brachte der Ruf „Die Bullen kommen!“ schnell noch zwei Falschparker dazu, die Kurve zu kratzen. Insgesamt zog LOKAL nach dieser durchwachten Nacht eine schockierende Bilanz, „die allen Verantwortlichen zu denken geben sollte.“ Während die „echten Unruhestifter“ von einigen Leuten der Szene, die die Reporter ansprachen, als „maximal zehn, mehr nicht“ beziffert worden waren, wehrten sich die Diskotheken-Betreiber gegen den Vorwurf, „an allem schuld“ zu
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Aufheulende Motoren und quietschende Reifen. LOKAL-Archivfoto sein, in einem weiteren LOKAL-Artikel. Für die Beschwerden der Anwohner äußerte einer der Pächter der Diskothek „Sound“ durchweg Verständnis. Allerdings gebe es rund um den Marktplatz noch andere Lokalitäten und es sei „unfair, das „Sound“ für alles verantwortlich zu machen“. Man bemühe sich um ein konfliktfreies Klima und versuche, mit den Leuten zu reden. Wenn man das Sound weghaben wolle, müsse sich die Stadt auch im Klaren darüber sein, dass die Burglengenfelder Innenstadt womöglich abends zu einem toten Stadtkern erstarre. „Der Marktplatz ist eben ein attraktives Kommunikationszentrum!“ Es dauerte nicht lange und der wiederholte Marktplatzreport in LOKAL wurde Stadtgespräch. „Es wurde gefachsimpelt, gelobt und kritisiert“, und ein Unternehmer brachte es auf den Punkt: „Es wird Zeit, dass die Polizei endlich was macht.“ LOKAL schrieb: „Woran es wohl liegt, dass trotz massiver Beschwerden niemand wagt, Anzeige zu erstatten?“ Und wer soll es denn nun richten – Polizeipräsenz in Zivil oder in Uniform? Zwei zusätzlich abgestellte Beamte? Strafzettel für die Falschparker ohne Ende? Konrad Keil, der Polizeichef der Inspektion Burglengenfeld, erklärte im LOKAL-Gespräch, dass es „in nächster Zeit keine Verstärkung der Polizeikontrollen geben wird. Wir kontrollieren ja eh schon jeden Tag.“ Als unmöglich erachtete Keil, dass ein Polizist speziell für den Marktplatz abgestellt werden könne, das gebe die Personalsituation nicht her. Fakt war jedenfalls, dass der „Marktplatzreport“ bei den Jugendlichen auf Interesse stieß: „Zwei junge Damen saßen auf den Motorhauben ihrer PKWs, die – wie sollte es besser passen – im Parkverbot standen, und lasen eine Dreiviertelstunde lang konzentriert die Zeitschrift LOKAL.“ Erst drei Jahre später, im September 1990, wurde ein nächtliches Parkverbot ab 21 Uhr für den
Altstadtbereich Burglengenfeld erlassen. Ob das wohl Zoff gebe, fragte sich LOKAL in dem Artikel „Rächen sich die Verkehrsrowdys?“. „Ein neues Konzept zur Verkehrsberuhigung, das die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Polizei austüftelte, soll den Bewohnern der Altstadt bis zur Fertigstellung des Parkhauses und der Umgestaltung des Marktplatzes mehr Ruhe und damit mehr Lebensqualität vermitteln.“ Damit war es vorbei - mit dem „Sammelplatz für aufgemotzte Blechschlitten“ vor dem Rathaus, doch um die Strafzettel hat sich wohl doch nicht jede,r geschert: „Lieber blättere ich 20 Mark hin als dass ich hundert Meter geh‘.“ Umsatzrückgang durch Parkzeitbeschränkung Die Tage des Marktplatzes im Verkehrs- und Blechlawinenkollaps waren mit dem Bau der Umgehungsstraße ohnehin gezählt. Der neue Bürgermeister, Heinz Karg (SPD), sorgte ab Sommer 1990 für frischen Wind nicht nur im Rathaus. Karg brachte vielfältige Veränderungen und Neuerungen in der Stadt auf den Weg und er verstand es, auch gegen hartnäckige Widerstände so manches Projekt zum Wohl der Stadt umzusetzen. Mit visionärem Blick, einem ausgeprägten „Think big“ und großer Durchsetzungskraft wandelte er den Anblick des Marktplatzes von Grund auf. Dafür bekam er nicht
nur Lob und Anerkennung, sondern musste sich insbesondere von der Opposition im Stadtrat über Jahre hinweg den Vorwurf gefallen lassen, die Finanzsituation der Stadt überzustrapazieren:
November 1992 LOKAL-Gespräch mit Bürgermeister Heinz Karg über Bauland- und Wohnungspolitik in Burglengenfeld. Genehmigungsverfahren um das Naabtalcenter wirft Bedenken in Teublitz und Maxhütte auf. LOKAL-Blickpunkte in Burglengenfeld: „Top-Geschäftslage rund um den Marktplatz“, das BEZ bietet gute Parkmöglichkeiten. Hans Glatzl (BFB) fordert „Fairness statt Polemik“ im Stadtrat. Erste Baumaßnahmen am ehemaligen Karl-Weiß-Gelände. Dezember 1992 Erster Schwandorfer Weihnachtsmarkt. LOKAL-Blickpunkte in Maxhütte-Haidhof: Neuer Standortvorschlag für das NAC von der Stadt. Maxhütte hält an Plänen für ein eigenes Fachmarktzentrum fest.
Mit dem Umbau des Sitzungssaals im Rathaus, der Anschaffung einer neuen Computeranlage „vom Allerfeinsten“ sowie mit dem neuen Parkhaus auf dem Gelände der ehemaligen Brillenfabrik habe „das provinzielle Repräsentationsbedürfnis“ des Bürgermeisters außerdem einen neuen Höhepunkt erreicht, so zitiert LOKAL den Vorsitzenden des Bürgerforums Burglengenfeld, Hans Glatzl. Und doch war es Heinz Karg, der die notwendige Verkehrsberuhigung am Marktplatz und dessen Umgestaltung auf den Weg brachte. Ende 1991 herrschte am Marktplatz noch immer das Chaos, so ein LOKAL-Titel. Doch nun wurde die kommunale Verkehrsüberwachung eingeführt: Die „Wildwest-Manieren“ rund um den Marktplatz sollten durch das Aufstellen von Parkschein-Automaten, eine Parkzeitbegrenzung und die verstärkte Verteilung von Strafmandaten ein Ende haben.
Februar 1993 „Parkhaus-Story Schwandorf“: Ständig zugeparkte Behindertenparkplätze … die Stadt sieht keinen Handlungsbedarf. Bürgermeister Karg: Burglengenfeld ist der beste Standort für das NAC! Gespräch in LOKAL mit dem Teublitzer 2. Bürgermeister Damm. März 1993 LOKAL: Burglengenfeld ist im wirtschaftlichen Aufschwung. Bürgermeister Karg sieht „deutliche Zeichen“. LOKAL-Umfrage bei 10 Wirtschaftsunternehmen im Städtedreieck: „…von der Rezension kaum betroffen!“ LOKAL-Gespräch mit Regierungssprecher Karl über Asylunterkünfte im Städtedreieck. Mai 1993 LOKAL: Umweltskandal im Verauer Gewerbegebiet Maxhütte, unglaubliche Grundstücksverwahrlosung und Gifte im Erdreich. Die regionale Suchmaschine LOKAL-NET ist mit CD-NET (einem Vorläufer des Internets) für den Landkreis Schwandorf startbereit. Per Modem an
den Telefonanschluss können die User von PC zu PC mit E-Mail kommunizieren und auch Kleinanzeigen mit Fotos austauschen. Juni 1993 LOKAL berichtet über neuen Umweltfrevel in Pottenstetten. Parkchaos in der Innenstadt Burglengenfelds wegen der Marktplatzumgestaltung. „Warum plante man die Parkhauseröffnung nicht vorher?“, klagen die umsatzgeschwächten Geschäftsleute an. Juli 1993 LOKAL berichtet über die Demo gegen das Baugebiet Spitzwegstraße. „Stadt Maxhütte widerspricht sich“ … „So nicht, Herr Bürgermeister (…), wenn Politiker in die Zwickmühle geraten, sollte man nicht versuchen, die Schuld auf Presseorgane abzuwälzen.“ September 1993 Nacht- und Nebelaktion der Regierung. Die Stadt Burglengenfeld leistet tatkräftige Hilfe für 28 Asylbewerber. November 1993 LOKAL: „Aidsverseuchtes Blutplasma auch im Burglengenfelder Krankenhaus?“ LOKAL-Interview mit dem Chefarzt des Kreiskrankenhauses Dr. Ernst Hampe. Dezember 1993 LOKAL berichtet über die Parkhaus-Eröffnung in Burglengenfeld – die Geschäftsleute atmen auf. Spezial-Stahlbau-Unternehmer J. Beer wirft bereits zuvor Bedenken auf wegen einer möglichen Korrosionsgefahr und erklärt: „Es wurde geschlampt!“ März 1994 Burglengenfeld: Aus Naabtalkaserne soll Naabtalpark werden. BFB-Stadtrat Hans Glatzl kritisiert die Kosten. Bürgermeister Heinz Karg widerspricht und weist auf die Gründung einer Stadtbau GmbH hin.
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April 1994 LOKAL berichtet über die beengten Wohnverhältnisse im Übergangswohnheim für Aussiedler in Teublitz. „Die Verbesserung hängt davon ab, ob die Menschen hier Arbeit finden, so Heimleiter Roland Rötzer in LOKAL. Juli 1994 LOKAL Serie: „Drogen – ein Problem beschäftigt unsere Gesellschaft“. Interview mit Marianne Deml (CSU) und MdL Franz Schindler (SPD). Burglengenfeld: „Tod in der Duschwanne. Drogenbedingter Hintergrund ist nicht auszuschließen“. LOKAL-Interview mit einem Insider aus dem Städtedreieck: „Macht kiffen süchtig?“ September 1994 Lokal-Wahlausgabe zur Landtagswahl. Regionale Politiker werden mit ihrer Partei, ihren Zielen und Ideen vorgestellt: Marianne Deml (CSU), Renate Dechant-Duschinger (FBU), Irene Sturm (Bündnis 90/die Grünen) sowie Franz Schindler (SPD). LOKAL-Interview mit Dr. Albert Schmid (SPD), Hans Huber (CSU) und Bundeswehr-Oberst Volk: „Tiefflug – ein notwendiges Übel?“ November 1994 LOKAL berichtet über erbitterten Streit über die Besetzung der Stadtbau GmbH. Josef Gruber (CSU): „Eine Aushöhlung der Demokratie!“ Bürgermeister Heinz Karg (SPD): „Die CSU verweigert sich!“ LOKAL-Serie über den Wirtschaftsraum Städtedreieck: Burglengenfeld, MaxhütteHaidhof und Teublitz. Dezember 1994 LOKAL-Bericht über die Bürgerversammlung. Bürgermeister Karg: „Das erfolgreichste Jahr unserer Stadt!“ Josef Gruber (CSU) kritisiert erneut die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der neuen Stadtbau GmbH: „… ist ein SPD-Verein!“
Februar 1995 LOKAL: Der Burglengenfelder Stadtrat Schreiner „im Kreuzfeuer“ … „Aus für das Hallenbad“… „Schandfleck Bayern Alm wird beseitigt“. Maxhütte-Haidhof: „Wer wird Bürgermeister-Kandidat der SPD – Richter oder Nießl?“ … „Tankstellenräuber ermordet Holzheimer Polizisten“. LOKAL-Interview mit MdL Franz Schindler. März 1995 LOKAL zur Situation nach dem Umbau: „Pflasterwüste Unterer Marktplatz?“ April 1995 Planung des Existenzgründerzentrums im Städtedreieck: „Macht Maxhütte-Haidhof das Rennen?“ Unterer Marktplatz in Burglengenfeld „grau“, „steril“, „trostlos“. Spötter sprechen vom „Kargen Platz“. Interessengemeinschaft Innenstadt geht in die Offensive. Mai 1995 LOKAL-NET stellt das erste Info-Center auf der Maxhütter Gewerbeschau vor. LOKAL-Interview mit Vertreter der Interessengemeinschaft Innenstadt: „Total fertiggemacht!“ Juni 1995 Erstes Info-Center von LOKALNET geht in Betrieb. Kostenlose Landkreis-Infos mittels CD-NET-Touch-Screen am Schaufenster des Kopiershops in Schwandorf.
Park-Chaos am Unteren Marktplatz vor dem Gasthof „Zu den 3 Kronen“. LOKAL-Archivfoto Der Bau des Parkhauses, der nun unmittelbar bevorstand, werde allerdings nicht die Lösung der Probleme bringen, so sagte Volker Liedtke, damals SPD-Stadtrat in Burglengenfeld, in LOKAL. „Wir müssen auch andere bauliche Maßnahmen vornehmen, die ein Parken in weiten Bereichen des Marktplatzes verunmöglichen.“ So kam es, dass der neue Marktplatz zunächst (fast) autofrei gestaltet wurde, was dem Bürgermeister und dem Stadtrat wiederum jede Menge Kritik eintrug. Alles unter einen Hut bringen – der Platz als Begegnungsstätte, ästhetisch ansprechend, frei von zu viel Verkehr und Abgasen, jedoch gleichzeitig genügend Parkraum für Einkaufswillige – das war nicht einfach umzusetzen. So wurde in der Folgezeit der Mangel an Parkplätzen in unmittelbarer Nähe der Geschäfte von den Gewerbetreibenden (trotz Parkhaus!) bitterlich beklagt. „Seit meine Kunden nur mehr eine Stunde parken dürfen, habe ich rund 20% Umsatzeinbußen!“, so äußerte sich die Inhaberin eines alteingesessenen Friseursalons in LOKAL im März 1992. Von „Sauerei“ spreche man hinter vorgehaltener Hand, heißt es weiter von anderen Betroffenen, und von 30% Verlust in der Gastronomie seit der rigiden Parkbeschränkungen. Diejenigen Autofahrer/innen,
für die die eine Stunde Parkzeit nicht ausreiche, sollen nach dem Willen des Bürgermeisters und der SPD-Fraktion am Eislaufplatz parken, denn dort gibt es keine Begrenzung der Parkdauer. Vielen war dieser Parkplatz jedoch zu weit weg, deshalb „träumten“ dort meistens nur eine Handvoll Autos „vor sich hin“. Die CSU im Stadtrat plädierte für eine zweistündige Parkdauer in der Innenstadt, um den Parkenden entgegenzukommen. Weiterhin kritisierte die CSU jedoch die Eigenmächtigkeit des Bürgermeisters, was die Parkplätze vor dem Rathaus betraf: Karg habe die Kette von Pollern, die das Parken einschränken sollten, bis an den Fahrbahnrand versetzen lassen, dadurch seien auch diese ursprünglichen Parkplätze verschwunden. Der Marktplatz im Wandel Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte ist das Gesicht des Marktplatzes nie aus der öffentlichen Diskussion verschwunden. Mit der Zeit kamen wieder einige Parkplätze hinzu, so etwa dürfen Pkw rechts in Höhe des „Nackerten Schorschs“ und weiter unten auf einem Streifen kurzzeitig parken. Das Parkhaus ist wohl bis heute das günstigste Parkhaus in ganz Bayern, es ist zentrumsnah und stets
August 1995 LOKAL berichtet über das Richtfest für das Naabtalcenter. Bericht zum Parkhausbau: „Kosten plötzlich mit 20 Mio. DM (vorher 12 Mio.) angegeben“. LOKAL: „Aus für die Maxhütter Kartbahn!“ Bürgerinitiative verhindert Europas größte Hallen-GoKart-Bahn in Maxhütte-BIrkenzell. Fortsetzung folgt ...
Oberer Marktplatz Höhe Optik Schildhauer. LOKAL-Archivfoto
gut ausgelastet. Inzwischen ist auch der Wunsch aufgekommen, das Parkhaus mit e-Ladesäulen auszustatten, was sicherlich für Langzeitparker interessant wäre. In einer Umfrage sprachen sich die Marktplatzanwohner dagegen aus, dass die Kurzzeitparkplätze wieder unbegrenzt zu nutzen sind – denn für die Gewerbetreibenden sind diese zwar rar, aber von großer Bedeutung. Durchaus besteht aber bei den ansässigen Betrieben der Wunsch nach einem Parkausweis für „erweitertes Be- und Entladen“. Insgesamt wünscht man sich hier ferner „etwas mehr Feingefühl“ bei den Kontrollen: Das Erteilen von Strafmandaten für Parksünder sei zwar richtig und nötig, allerdings sollten die Kundinnen und Kunden nicht verschreckt und abgeschreckt werden. Im Moment liegt der Marktplatz einsam und verlassen. Tische und Stühle der Gastronomien sind weggeräumt, die großen Sonnenschirme verpackt. Alle hoffen, dass mit dem Sommer die Coronazahlen sinken und man hier wieder gemütlich sitzen, Eis essen oder Bierchen schlürfen kann. Man vermisst Märkte und Feste oder einfach die Tasse Kaffee nach dem Shopping. Es wird Zeit, dass auch der Marktplatz Burglengenfeld wieder aus dem Dornröschenschlaf erwacht.
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Kosmetikerin Pia Kieslich im LOKAL-Gespräch:
Die Dame mit der Rose erinnert sich ... DIETLDORF (lz). Sozusagen ein laut und ein mit schlechter Luft Urgestein unter den Gewerbetrei- verpesteter Platz: Alles war zugebenden in Burglengenfeld, das ist parkt und mit Autos vollgestopft. Pia Kieslich. 1984 eröffnete sie Die vielen Dauerparker in der Inam Unteren Marktplatz ihre „Par- nenstadt nahmen unseren Kunden fümerie Pia“. Nach 14 Jahren in die Parkplätze weg. der Altstadt zog sie dann in erweiterte Geschäftsräume in die Regensburger Straße 38 um. Nach weiteren 13 Jahren verband sie endgültig ihre Liebe zur Kosmetik mit dem Traum vom Leben mitten in der Natur: In Dietldorf baute sie ein Haus auf einem Grundstück, das mit uralten Apfelbäumen bestanden war, pflanzte noch mehr Bäume und legte einen Garten nach den Maßstäben des Naturschutzes an. An die Jahre in Burglengenfeld denkt sie als eine schöne, aber auch arbeitsreiche und teils schwierige Zeit zurück. Weil sie es gewagt hatte, in LOKAL den Mund aufzumachen und die chaotischen LOKAL-Ausgabe Zustände besonders an 3. September 1987 den Abenden rund um den Marktplatz zu benennen, bekam LOKAL: Das sind sie sogar einmal „eine Rose für ja mehrere Problembereiche! Ab wann wurde es denn mit den Ihren Mut“ überreicht. nächtlichen Störungen besser? LOKAL: Frau Kieslich, die 80er und Kieslich: Naja, die große Disco-Zeit 90er Jahre waren turbulent – auch ging ja im Laufe der 90er Jahre zu in Burglengenfeld. Wie haben Sie Ende. Und die Anwohner haben sich natürlich vermehrt die Autodiese Zeit empfunden? Pia Kieslich: Ich habe meine Zeit nummern der Raser und Lärmbeals Geschäftsfrau in Burglengen- lästiger gemerkt. Ich habe in der feld eigentlich sehr positiv in Erin- Nähe des Altenheims gewohnt nerung und ich liebe meinen Beruf und den Lärm in der Nacht nicht als Kosmetikerin. Die Situation so mitbekommen. Die Polizei hat am Marktplatz habe ich jedoch aber immer stärker eingegriffen gemeinsam mit vielen anderen und vor Ort reagiert. Außerdem Geschäftsinhaber/innen als teil- hat wohl die Berichterstattung weise unerträglich empfunden. in LOKAL etwas bewirkt, denn in Und wissen Sie, ich bin jemand, den vier Wochen nach dem Report der auch mal seinen Mund auf- vom Juli 1987 in Ihrem Blatt war macht und sagt, was Sache ist. unsere Passage nur noch einmal Da ging es nicht nur darum, dass verschmutzt gewesen. wir oft Hinterlassenschaften der Disco-Besucher weggeputzt ha- LOKAL: Und dann kam die Marktben und auch Angst hatten vor platzumgestaltung … Repressalien! Das war jedenfalls Kieslich: Oh ja. Für uns Geschäftsimmer eine schwierige Gratwan- leute wurde dadurch aber nichts derung: Sage ich offen etwas und besser. Den Umbau selbst haben versuche etwas zu verändern, wir als sehr ungeschickt und auch oder halte ich meinen Mund und geschäftsschädigend empfunden, schwinge den Putzlappen, aus weil er sich ewig lange hingezoAngst, dass ich als nächstes die gen hat. Autos sowie Lärm und Schaufensterscheibe eingeschla- Dreck waren dann zwar weg, aber gen bekomme? Jedenfalls ging es es durfte nirgends mehr geparkt aber auch in diesen Jahren darum, werden, außer auf ganz wenigen den Schwerlastverkehr, der sich Plätzen. Man hat uns noch nicht tagsüber durch die Stadt wälzte, einmal direkt vor den Läden Bezu ertragen, mit seinem Lärm und und Entladestellen genehmigt, seinem Gestank. Das verbesser- dazu brauchte es einer speziellen te sich dann ja mit dem Bau der Erlaubnis aus dem Rathaus. TrotzUmgehung. Der Marktplatz selbst dem gab es noch den einen oder war auch tagsüber in dieser Zeit anderen Strafzettel!
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LOKAL: Und haben Sie versucht, etwas zu ändern? Kieslich: Klar! Der Marktplatz war tot, viele nannten ihn nun einen „kargen“ Platz, Sie verstehen, was ich meine! Auch konnte man auf dem unebenen Pflaster und mit den vielen Stufen, die vor den Gebäuden angelegt worden waren, um wildes Parken zu verhindern, sehr schlecht laufen. Im Bereich Robert-Koch-Straße wurde später der raue Belag dann durch glatteres Material ersetzt … Also, wir haben 99 Unterschriften von Gewerbetreibenden gesammelt, weil die Innenstadt ausgelaugt war. Wir schrieben einen Brief an Bürgermeister Karg und hatten auch einen Gesprächstermin. Der verlief, gelinde gesagt, negativ … LOKAL: Mit anderen Worten: Es kam zu einem Skandal. Kieslich: Wissen Sie, unser Alt-Bürgermeister war ein Macht-Mensch. Kritik hat er schlecht vertragen, und so gab es im Laufe der Jahre immer weniger Leute, die sich überhaupt trauten, den Mund aufzumachen, auch in seinen eigenen Reihen. Der geringste Anlass, den Leuten „einen Strick zu drehen“ und sie zum Schweigen zu bringen, wurde ausgenutzt. Wir Geschäftsleute haben dann nochmal Glück gehabt. Auch hatten wir eine Interessengemeinschaft gegründet, die versucht hat, auf die Gestaltung des Marktplatzes mit einzuwirken. LOKAL: Darüber hat auch LOKAL ausführlich berichtet. Kieslich: Der Gewerbeverein hatte eine Mindestanzahl von Kurzzeitparkplätzen gefordert. Diese waren zunächst nur im oberen Bereich, in der Nähe des neuen Parkhauses geplant, und nicht am unteren Marktplatz. Wir haben dann eine gleichmäßige Verteilung gefordert. Gestört haben uns außerdem die ständigen Vollsperrungen wegen der Bauarbeiten und wegen Veranstaltungen im Rahmen der 450-Jahr-Feier Burglengenfelds. Da wollten wir ein Mitspracherecht erreichen. LOKAL: Und wie finden Sie den Marktplatz heute? Kieslich: Ganz ehrlich gesagt, wenn die Gastronomie nicht wäre und ein paar alteingesessene Traditionsgeschäfte, dann wäre der Marktplatz wirklich tot. Dieser Pavillon, der am Unteren Marktplatz von Anfang an steht, der war ja wohl vollkommen überflüssig und hat an der Situation auch nichts mehr gerettet. Aber schön aussehen tut er ja, unser Marktplatz mit seinem „Schorsch“ und den Kastanienbäumen, er ist ja „die gute Stube Burglengenfelds“.
Jahre voller Emotionen von Oskar Duschinger
Während in Wackersdorf die Schlacht am Bauzaun tobte, im Eisenwerk Haidhof die Arbeiter jeden Tag um ihre Existenz kämpften, herrschte am Burglengenfelder Marktplatz tagsüber das Verkehrschaos und nachts scheinbar das Gesetz der Rechtlosigkeit. Wenn tagsüber dröhnende Schwerlaster über Schwerlaster den Marktplatz hochkrochen, der Parkplatzsucher-Verkehr keinen Stillstand kannte und Pkw hinter Pkw sich durch die Stadt zwängte, zitterten nicht selten die Gläser in den Vitrinen der Anwohner. Lärm – nichts als Lärm! Doch das war nichts gegen das, was sich abends, vor allem an den Wochenenden, rund um den Burglengenfelder Marktplatz abspielte: Vollgepisste Hauseingänge, Exkremente in den Briefkästen, herausgehobene Kanaldeckel, blutige Haarbüschel an Schaufenstern, irre Typen, die mit heruntergelassenen Fenstern und voll aufgedrehten Boxen stundenlang um den Marktplatz kurvten. Stockbesoffene Diskothekenbesucher, aggressive, vollgedröhnte Möchte-GernKerle, ständige Schlägereien. Die Polizei schien dem Treiben, vor allem am Wochenende, nicht mehr Herr zu werden. Im Katz-und-Maus-Spiel mit den „Marktplatz-Gangs“ zogen sie fast immer den Kürzeren, was diese nur noch mehr bestärkte in ihrem Treiben. Immer wieder wandten sich Anwohner sowie Geschäftsinhaber an die LOKAL-Redaktion, sehr wohl wissend, dass LOKAL kein Blatt vor den Mund nahm und die Missstände offenlegte. Jedem war bewusst: So konnte es nicht weitergehen. So schickte ich mich gemein-
sam mit LOKAL-Verleger Max Krempl an einem lauen Juliabend 1987 an, die Szene vor Ort zu beobachten. Dass wir nicht im Krankenhaus landeten, war wohl nur dem Zufall zu verdanken: Angedrohte Prügel; Rasern, denen wir nur um Haaresbreite entkamen. Der Markplatzreport „Tatort Marktplatz“ sorgte wochenlang für Aufsehen. Die Anwohner hatten kein Blatt vor den Mund genommen und uns ihre Erlebnisse und Sorgen in drastischer Form geschildert. Auch bei den politisch Verantwortlichen stieß ihr Hilfeschrei auf fruchtbaren Boden. In der Folgezeit wurden Überlegungen angestellt, wie man den Schwerlastverkehr aus der Stadt bringen könnte, wie die chaotische Parkplatzsituation entschärft werden könnte und vieles mehr. Auch die Anziehungskraft der örtlichen Diskotheken nahm im Laufe der Jahre und Jahrzehnte ab und damit einhergehend die Zahl der exzessiven Partyfreaks. Heute ist es eher ruhig geworden rund um den Marktplatz. Manchen Geschäftsinhaber/ innen fast schon zu ruhig. Das Geschäfts- und Partyleben hatte sich vielerorts in die Randbezirke verlagert. Im Sommer entwickelte sich der Burglengenfelder Marktplatz durch hinzugestaltete Außenbewirtung ansässiger Gastro-Betriebe regelmäßig zum Treffpunkt mit Wohlfühlcharakter. Die turbulenten Jahre rund um den Marktplatz sind zum Glück passé, auch wenn die seit Beginn der „Corona-Pandemie“ entstandenen Maßnahmen sämtlicher Geschäftsschließungen momentan auch nicht angenehm sind.
LOKAL-Reporter Oskar Duschinger im Gespräch mit Burglengenfelder Bürgerinnen und Bürgern. LOKAL-Archivfoto
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Vertreter der Baufirma Guggenberger, des Ingenieurbüros Preihsl + Schwan und der Stadt Burglengenfeld trafen sich zur Vorbesprechung der Tiefbauarbeiten für die Schulerweiterung im Naabtalpark. Foto: Ramona Krotter
Schulerweiterung: Start der Tiefbauarbeiten im Naabtalpark BURGLENGENFELD (sr). Die zuletzt milden Temperaturen gaben Ende März 2021 den Startschuss zur Vorbesprechung der Tiefbauarbeiten für die Erweiterung der Hans-Scholl-Grundschule im Naabtalpark. „Anderorts werden coronabedingt Maßnahmen verschoben. Nicht in Burglengenfeld. Wir sehen uns gerade in Krisenzeiten als Kommune in der Pflicht und halten an unseren Projekten und Terminen fest“, erklärte Stadtbaumeister Franz Haneder.
Nach einer zeitlich ambitionierten, aber konsequenten Planung und Ausschreibung durch das Burglengenfelder Ingenieurbüro Preihsl+Schwan wurde der Auftrag vom Stadtrat zur Ausführung an die Firma Guggenberger vergeben. „Uns freut es, dass wir nicht nur absolut im Zeitplan, sondern auch im Kostenplan liegen“, so Diplom-Ingenieur (FH) Fabian Biersack, Geschäftsführer bei Preihsl + Schwan. Mit einem Auftragsvolumen von 250.000 Euro seien
die vorbereitenden Tiefbaumaßnahmen sicherlich der kleinste Teil des Schulerweiterungsbaus, „haben es aber technisch in sich“. „Zusammen mit dem Planungsbüro haben wir ein Konzept entwickelt, wie wir auch zukünftig einen Teil des anfallenden Niederschlagwassers als Grauwasser für die Toiletten der Grundschule nutzen können. So spart die Stadt dauerhaft nicht nur Kosten, sondern auch wertvolles Trinkwasser“, so Haneder.
Bei der Spendenübergabe im REWE-Markt (v.li.): Dr. Bernd Mühldorf, Andreas Schmid und Michael Pinzl. Foto: Michael Hitzek
REWE unterstützt ASV und TV Burglengenfeld BURGLENGENFELD (sr). REWEKaufmann Andreas Schmid unterstützt den ASV und den TV Burglengenfeld: Eine Spende in Höhe von zusammen 1.840,00 Euro überreichte Schmid an Vertreter der beiden Vereine. Dahinter steckt das Projekt „Vereinskarte“.
Der REWE-Markt im Naabtalpark hat an ASV und TV „Scheckkarten“ ausgegeben, die mit einem Strichcode versehen sind. Mitglieder der Vereine zeigen beim Einkauf ihre Vereinskarte vor. So wird ein Prozent des Netto-Umsatzes ermittelt, der Gesamtbetrag aus allen
Einkäufen von Vereinsmitgliedern am Ende an ASV und TV gespendet. Die bereits dritte SpendenÜbergabe fand jetzt im REWEMarkt statt. Für den TV nahm Vorsitzender Dr. Bernd Mühldorf 1100 Euro entgegen, für den ASV freute sich Michael Pinzl (Vorsitzender Förderkreis Fußball) über 740 Euro. Die beiden Vereinsvertreter bedankten sich bei Andreas Schmid für die Unterstützung und die angekündigte Fortführung des Projekts.
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Matthias Schaller (rechts) stellte sich als neuer Leiter des JohannMichael-Fischer-Gymnasiums in Burglengenfeld bei Landrat Thomas Ebeling vor. Foto: Hans Prechtl, Landratsamt Schwandorf
Bei strahlendem Sonnenschein eröffnete der neue Curry & Co. Imbiss in der Regensburger Straße. Foto: Curry & Co. Burglengenfeld
Rockstüberl Burglengenfeld eröffnete Curry & Co. Imbiss BURGLENGENFELD (sr). Aus Liebe zur Wurst! – Mit diesem Motto eröffneten die Schwestern Susanne und Simone Meyer-Götz ihren ersten Currywurst-Imbiss 2006 in Dresden. Beflügelt durch den großen Erfolg, folgten in kürze weitere Filialen im Raum Dresden und Leipzig. Das daraus entstandene Franchisekonzept expandiert nun deutschlandweit mit Standorten in Chemnitz, Weimar und Wiesbaden. Regensburg ist in Planung. Am 9. April 2021 war es so weit: Die Betreiber des Rockstüberls aus Burglengenfeld eröffneten in unmittelbarer Nachbarschaft ihren Curry & Co. Imbiss an der Regensburger Str. 6 in Burglengenfeld. Das Interesse war groß und die ersten Kundinnen und Kunden überzeugten sich von den zahlreichen Imbiss-Angeboten.
Curry & Co. liebt die Currywurst. riante. Als weitere Saucen steDas erkennt man am Sortiment, hen noch Erdnuss-, Honig-Senf-, denn hier beschränken sich weder Zwiebel-Chili und Käse-Jalapeño zur Auswahl. Neben den leckeren preisgekrönten Pommes gibt es auch Gemüsepommes im Sortiment. Geöffnet ist der Curry & Co. Imbiss von Montag bis Freitag von 11.30 bis 19.00 Uhr und am Samstag von 17.00 bis 20.00 Uhr. Im Sommer und sobald Corona es erlaubt, wird der Curry & Co. Imbiss am Wochenende den Öffnungszeiten des Rockstüberls und des Foto: Curry & Co. Burglengenfeld Rockstüberl-Beach und Biergartens angepasst, damit man hier die Würste noch die Saucen auf auch in gemütlicher Runde seine die klassischen Varianten. Neben Currywurst genießen kann. einer klassischen geräucherten Weitere Informationen findet man bzw. gebrühten Currywurst mit auf der neuen Webseite unter milder oder scharfer Curry-Sauce, www.CurryundCo.com oder auf findet der Wurstliebhaber noch der Facebookseite: Curry & Co. Rindswurst und eine vegane Va- Burglengenfeld.
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Ehemaliger Schüler ist neuer Schulleiter Matthias Schaller stellt sich bei Landrat Thomas Ebeling vor SCHWANDORF/BURGLENGENFELD (sr). Die Corona-Pandemie verzögerte zwar den Antrittsbesuch, die alte Volks-weisheit „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ galt aber auch hier: Oberstudiendirektor Matthias Schaller, der am 1. August 2020 die Leitung des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld übernommen hatte, stattete Landrat Thomas Ebeling einen Antrittsbesuch ab. Schaller, der zuletzt stellvertretender Schulleiter war, ist damit Nachfolger von Dr. Beate Panzer, die nach elf Jahren an der Spitze der Schule in den Ruhestand trat. Im Gespräch mit dem Landrat zeigte Schaller auf, dass die Schulen einen umfassenden Bildungsauftrag zu erfüllen und dabei laufend auf Veränderungen zu reagieren haben, die sich auch aus den Familienverhältnissen und den Lebensbedingungen ergeben können. Wichtig seien auch die Bereiche, die über den Lehrplan hinausgehen. Die Gymnasien sind eine beliebte Schulform, die keine Belegungsprobleme hat. Dabei standen gerade auch die Gymnasien vielfach vor neuen Herausforderungen, die aber allesamt gut gemeistert wurden. Der neue Schulleiter, der in wenigen Wochen seinen 50. Geburts-
tag begehen kann, ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Burglengenfeld. Dort hatte er auch die Grundschule und das Gymnasium besucht, bevor er nach Ableistung des Wehrdienstes das Studium an der Universität Regensburg für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Biologie und Chemie absolvierte. Es folgten Lehrer-Stationen in Deggendorf, Parsberg, Augsburg und Oberviechtach, wo er seit dem Jahr 2009 bereits stellvertretender Schulleiter war. 2016 wurde er vom Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach ans JohannMichael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld versetzt und blieb dabei stellvertretender Schulleiter. Seit dem laufenden Schuljahr ist Matthias Schaller Leiter der Schule, an der er als Schüler einst selbst die Schulbank gedrückt hatte. „Ich kenne die Schule von klein auf und freue mich auf die spannende Aufgabe“, bekundete er dem Landrat. Landrat Thomas Ebeling wünschte dem neuen Schulleiter viel Erfolg bei seinen Aufgaben und war davon überzeugt, dass er diese „mit Herzblut und Leidenschaft“ ausüben werde. Als Dank für den Vorstellungsbesuch überreichte der Landrat das aktuelle Landkreisbuch.
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Digitale Bildungsmesse Schwandorf: Infos, Vorträge und Gesprächsmöglichkeiten LANDKREIS SCHWANDORF (lz). Sich über Ausbildung, Studium und Beruf informieren und miteinander in Kontakt kommen – dafür steht seit Jahren die Bildungsmesse im Landkreis. Auf dieser Plattform kamen junge Menschen, Absolventen und Studienwillige ins Gespräch mit den Unternehmen und Bildungsstätten ihrer Wahl. Dies ist auch uneingeschränkt in CoronaZeiten möglich.
Bisher fand die Bildungsmesse im Landkreis einmal jährlich in der Stadthalle in Maxhütte-Haidhof statt. Da dies heuer nicht gegeben ist, geht der Landkreis Schwandorf beim Thema Berufsorientierung neue Wege und veranstaltet die Messe digital. Vom 3. bis zum 9. Mai 2021 können alle Interessierten unter www.bildungsmesseschwandorf.de durchgehend virtuelle Stände von über 65
Ausstellern besuchen und sich über Ausbildungs-, Berufs- und Studienmöglichkeiten informieren. Der Besuch ist ohne Anmeldung möglich und kostenfrei. In einem zeitlich begrenzten Chat sind die Aussteller zudem für alle Fragen rund um den Bereich Bildung ansprechbar. Der Verein Lernende Region Schwandorf e.V. veranstaltet die Messe heuer zum 19. Mal. Auch wenn der Veranstaltungsort digital ist, müssen die Besucher/innen nicht auf das gewohnte Messeangebot verzichten. Top-Ausbildungsbetriebe der Region sowie verschiedenste Bildungsträger präsentieren sich und ihre Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Wie gewohnt gibt es zudem ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm. Die Aussteller stellen überdies informative Videos zur Verfügung, die während der Messezeiten durchgehend abrufbar sind. Zu den Ausstellern gehören die Agentur für Arbeit Schwandorf, AOK Bayern, Asklepios Klinik im Städtedreieck, BMW Group Werk Regensburg, HORSCH Maschinen GmbH, die Sparkasse im Landkreis Schwandorf, Krones AG, Conrad Electronic SE, Die Johanniter Unfallhilfe e.V., emzHanauer GmbH & Co. KGaA, Netto Marken-Discount, Norma, Sparkasse im Landkreis Schwandorf, VR Bank Mittlere Oberpfalz eG etc., die alle auf der Suche nach jungen Menschen und zukünftigen Mitarbeiter/-innen sind. Auch die Kreishandwerkerschaft ist mit allen Schwandorfer Innungen (Bäcker, Metzger, Metall, Friseur, Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik, Schreiner, Zimmerer sowie Maler- und Lackierer) auf der Messe vertreten. Eine aktuelle Ausstellerliste ist auf der Messeseite zu finden.
Digitale Bildungsmesse entdecken Auf der Webseite www.bildungsmesse-schwandorf.de findet man die Messehalle mit Infos zu Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen in der Region. Alle Aussteller werden übersichtlich dargestellt, zudem wird ein breit gefächertes Vortragsprogramm angeboten. Der Career-Corner bietet viele Tipps rund um das Thema Be-
werbung, auch ist ein Blick auf die Jabwall nie verkehrt, denn dort präsentieren sich alle teilnehmenden Branchen. Wer Fragen zu einem Beruf hat, kann sich direkt an den Aussteller wenden. Der Chat mit den verschiedenen Ausstellern ist für folgende Zeiten geplant: Dienstag, den 4. Mai 2021 von 8.00-13.00 Uhr, sowie am Mittwoch, den 5. Mai 2021 von 8.00-13.00 und 16.00-18.00 Uhr.
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Berufschancen in der Oberpfalz: Für alle, die wissen, was sie wollen
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17. April 2021 Anzeige
Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Ein sozialer Arbeitgeber mit echtem Teamgeist und vielfältigen Weiterbildungs-, Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten REGENSBURG (sr). Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist seit mehr als 65 Jahren in den unterschiedlichsten karitativen und sozialen Bereichen aktiv. Mit mehr als 40.000 ehrenamtlichen und rund 25.000 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählen die Johanniter dabei zu einer der größten Hilfsorganisationen in ganz Deutschland. Auch in Ostbayern sind sie aktiv – und das schon seit mehr als 35 Jahren. Aus Liebe zum Leben engagieren sich die Johanniter täglich in folgenden Bereichen: Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen sowie der Hospizarbeit. Als große Gemeinschaft, die anderen Menschen hilft, richten sich die Angebote der Johanniter an Menschen jeden Alters. Ebenso setzen sich die Johanniter als großer sozialer Arbeitgeber
dafür ein, dass auch die erbrachten Leistungen der Mitarbeiter angemessen entlohnt und gewürdigt werden. So gelten die Johanniter als TOP-Arbeitgeber in Deutschland mit einer überdurchschnittlichen Vergütung, echtem Teamgeist und vielfältigen Weiterbildungs-, Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Ausbildung bei den Johannitern Die Johanniter bieten eine Ausbildung mit sozialer Verantwortung – denn der Dienst am Menschen steht hier im Vordergrund. Wer sich also für eine Ausbildung bei den Johannitern entscheidet, erhält einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Bereiche der sozialen Dienste. Neben der Ausbildung zum Notfallsanitäter und zur Pflegefachkraft werden Ausbildungen im Bereich des Gesundheitswesens und des Marketings angeboten. Ergänzt wird das breite Angebot durch die Ausbildung zum Erzieher, welche man im Rahmen des OptiPrax-
Modells machen kann. „Du möchtest gerne einen sozialen Beruf ausüben, verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen und starken Zusammenhalt erleben? Dann bist du bei uns genau richtig! Deine Ausbildung bei den Johannitern macht nicht nur Spaß, sondern ist besser für alle! Falls du dir noch nicht sicher bist, für welche Ausbildung du dich entscheiden möchtest – kein Problem! Wir bieten dir auch die Möglichkeit, im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) oder Bundesfreiwilligendienstes (BFD) in einen unserer Bereiche zu schnuppern und erste Erfahrungen zu sammeln, die dich in deiner Entscheidungsfindung stärken“, so Barbara Haller, Personalrecruiterin der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. im Regionalverband Ostbayern. Weitere Informationen findet man unter www.besser-für-alle. de oder während der Digitalen Bildungsmesse im virtuellen Vortragsraum.
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17. April 2021 Erster Bürgermeister Thomas Beer (links) und Bauhofleiter Peter Roidl (rechts) überzeugten sich vom neuen Trinkwasserbrunnen am Marktplatz. Foto: Thomas Stegerer
Schnelltestzentrum in der Dreifachsporthalle TEUBLITZ (sr). Die Stadt Teublitz hat in Zusammenarbeit mit der Teublitzer Spitzweg-Apotheke ein kostenloses Corona-Schnelltestzentrum in der Dreifachsporthalle, Im Schlossgarten 9, eingerichtet. „Es war uns wichtig, dass wir unseren Bürgerinnen und Bürgern in Teublitz die Möglichkeit geben, sich direkt vor Ort kostenlos testen zu lassen“, erklärte Bürgermeister Thomas Beer in einer ersten Besprechung vor Ort. „In nur kurzer Zeit ist es der Stadtverwaltung in Kooperation mit der Spitzweg-Apotheke gelungen, nun an sieben Tagen die Woche eine Testung anzubieten.“ Mit dieser Testung besteht nun für die Bevölkerung eine weitere Möglichkeit, sich aktiv an der Bekämpfung der Corona-Pandemie zu beteiligen. Betreiber des „Teublitzer-Schnelltestzentrums“ ist die Spitzweg-Apotheke aus Teublitz. Die Kosten für die Tests rechnen die Apotheken mit der Kassenärztlichen Vereinigung ab, wie der pharmazeutische Kaufmann Benjamin Moser von der Spitzweg-Apotheke erklärte. Somit ist
gewährleistet, dass man sich einmal in der Woche kostenlos testen lassen kann. Online-Anmeldung Wer dies in Anspruch nehmen will, sollte sich vorher für einen Termin unter www.etermin.net/spitzwegapo anmelden. Mitzubringen ist ein gültiger Lichtbildausweis. Getestet werden ausschließlich nur symptomfreie Personen. Bereits Erkrankte brauchen einen PCRTest, der der derzeit nur in Arztpraxen und staatlichen Testzentren angeboten wird. Den Test können auch Behörden, öffentliche Einrichtungen und Firmen unter vorheriger Anmeldung in Anspruch nehmen. „Ziel ist es, die hohen Inzidenzwerte durch frühzeitiges und zahlreiches Testen auch in Teublitz wieder zu senken. Gemeinsam wird es gelingen, wieder zur Normalität zurückzukehren“, stellte Erster Bürgermeister Thomas Beer abschließend fest. Weitere Infos findet man auch auf der Webseite der Stadt Teublitz unter www.teublitz.de.
wassers selbst zu überzeugen – selbstverständlich kostenlos.“ Die „Errichtung eines Trinkwasserbrunnens am Marktplatz oder Umgebung“ wurde im Rahmen des Bürgerhaushalts vorgeschlagen. Im Anschluss daran hatte der Stadtrat die Verwirklichung der Maßnahme beschlossen. Die Gesamtkosten für die Umsetzung belaufen sich auf rund 3.000 Euro, die vom Gesamtbudget des Bürgerhaushalts in Höhe von 40.000 Euro abgezogen werden. Im März 2021 konnte der städtische Bauhof die Arbeiten am Trinkwasserbrunnen beenden. Künftig besteht dadurch die Möglichkeit, sich eine kleine Erfrischung am Bürgermeister Thomas Beer, der Marktplatz zu erlauben. sich durch einen „frisch gezapften Schluck Wasser“ aus dem neuen Bürgerhaushalt Trinkwasserbrunnen selbst davon Sie haben selbst einen Vorschlag? überzeugte. „Der Brunnen zeigt, Seit dem 1. April besteht wieder welche einfallsreichen Vorschläge die Möglichkeit im Rahmen des Bürgerhaushalts, unsere Bürgerinnen und Bürger diesjährigen einbringen. Damit besteht künftig Vorschläge unter https://www. für jeden die Möglichkeit, sich von teublitz.de/startseite/rathausder hervorragenden Qualität unse- und-buergerservice/service/buerres reichlich vorhandenen Trink- gerhaushalt/ einzubringen.
Trinkwasserbrunnen für Teublitz TEUBLITZ (sr). Am Platz der Freiheit, direkt vor dem Rathaus, wurde ein Trinkwasserbrunnen errichtet. Die im Bürgerhaushalt 2019 vorgeschlagene Maßnahme ist damit umgesetzt. „Es freut mich, dass wir seit ein paar Tagen ein besonderes Schmankerl für alle Teublitzerinnen und Teublitzer am Marktplatz anbieten können“, sagte Erster
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Thomas Fyrguth, Sabine Eichinger und Thomas Grundstein (v.l.n.r., Reihe oben) sowie Georg Beer (unten links) und Erster Bürgermeister Thomas Beer (unten rechts) hießen die neue Mitarbeiterin Sandra Binder (unten Mitte) herzlich willkommen. Foto: Thomas Stegerer, Stadt Teublitz
Verstärkung für die Stadtverwaltung TEUBLITZ (sr). Seit dem 1. April 2021 verstärkt Sandra Binder die Stadtverwaltung in Teublitz. Sie ist im Vorzimmer des Bauamts erste Ansprechpartnerin für Anliegen in der Bauabteilung. Die Teublitzerin Sandra Binder hatte vor ein paar Tagen ihren ersten Arbeitstag an neuer Wirkungsstät-
te. Die ausgebildete Bürokauffrau und Verwaltungsmanagerin sammelte über viele Jahre in verschiedenen Branchen Erfahrung. Ihre vielseitigen Kenntnisse will sie nun in der Bauabteilung einbringen. Bürgermeister Thomas Beer zeigte sich erfreut über die Verstär-
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Das traditionelle Volksfest im Stadtpark, wie es die Besucher*innen kennen. Foto: Thomas Stegerer
Volksfest in den Herbst verschoben TEUBLITZ (sr). Das Teublitzer Volksfest wird nicht wie geplant stattfinden können. Ein Ersatztermin im Herbst 2021 steht fest. Somit werden sich die Besucher*innen des traditionellen Festes noch ein wenig gedulden müssen. Durch die noch immer anhaltende Covid-19-Pandemie ist es nicht möglich, das vom 12. bis 16. Mai 2021 angesetzte Volksfest planmäßig abzuhalten. Mit der Thema-
tik hat sich der Stadtrat in seiner vergangenen Sitzung befasst und einen Ausweichtermin im Herbst 2021 angesetzt. „Sofern es die Entwicklung der Infektions- und Impfzahlen zulässt, werden wir unser traditionelles Volksfest im Herbst feiern können“, sagte Erster Bürgermeister Thomas Beer, nachdem der Stadtratsbeschluss gefasst worden war. „Wir alle sehnen uns nach Normalität, zu der auch Feste ge-
hören. Deshalb war es uns wichtig, die Möglichkeit eines Volksfestes noch in diesem Jahr offenzuhalten.“ Nach Rücksprache mit dem Festwirt, dem Teublitzer Daniel Feuerer, und den regelmäßig am Volksfest teilnehmenden Schaustellern konnte auch schon ein neuer Termin festgelegt werden. So wird das Teublitzer Volksfest, sofern es „Corona“ zulässt, vom 10. bis 13. September 2021 stattfinden.
TEUBLITZ (sr). Am 12. April 2021 begannen die Bauarbeiten zur Erneuerung der Fahrbahndecke zwischen Schwandorf-Süd und Teublitz in Fahrtrichtung Regensburg. Deswegen ist eine Baustellenverkehrsführung erforderlich, teilt die Autobahn GmbH des Bundes in einer Pressemitteilung mit. Während der Bauzeit wird der Verkehr auf der Richtungsfahrbahn Weiden mit zwei Fahrstreifen in Fahrtrichtung Weiden und einem Fahrstreifen in Fahrtrichtung Regensburg sowie einem Fahrstreifen auf der Richtungsfahrbahn Regensburg in Fahrtrichtung Regensburg geführt. Nur für den Einbau der Binder- und Deckschicht erfolgt für die Dauer von etwa zehn Tagen eine 3s+0 Verkehrsführung auf der Fahrbahn in Richtung Weiden.
Die Bauarbeiten werden von Montag bis Samstag unter Nutzung der Tageshelligkeit, sowie auch teilweise nachts, durchgeführt. Im Zuge der Bauarbeiten muss auch die Anschlussstelle Teublitz zweimal für ein Wochenende gesperrt werden. Im Rahmen der Maßnahme werden rund 75.000 Quadratmeter Asphalt ausgebaut und erneuert. Die Kosten der Maßnahme betragen circa 7 Millionen Euro. Die Deckenerneuerung ist wegen zunehmender Schäden an der über 25 Jahre alten Fahrbahn notwendig. Nach Abschluss der Arbeiten ist mit besserem Fahrkomfort und weniger Lärm für die Anwohner*innen zu rechnen. Die Bauarbeiten werden bis voraussichtlich Samstag, den 17. Juli 2021 andauern.
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Arbeitssicherheit Zeidler informiert
Arbeitsschutz im Unternehmen. Warum? Gesetzliche Regelungen der Arbeitssicherheit Das geltende Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) regelt grundlegende Rechte und Pflichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern; sein wichtigstes Ziel ist in § 1 verankert – die Gesundheit der Beschäftigten durch Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu sichern und zu verbessern. In der Praxis bedeutet dies: Der Arbeitgeber ist für Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten verantwortlich und hat Vorsorge gegen Unfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Erkrankungen zu treffen. Er muss dazu Fachkräfte für Arbeitssicherheit (SiFa) bestellen, die ihn entsprechend beraten und unterstützen. Die Beschäftigten haben ein Recht darauf über Gesundheitsfragen am Arbeitsplatz unterwiesen zu werden und die Pflicht, die für ihren Arbeitsplatz geltenden Vorschriften zu beachten.
• Unterstützung bei der Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen • Schulungen der Mitarbeiter • Beratung zum Notfallmanagement • Erstellung von Betriebsanweisungen für Maschinen und Anlagen • Beratung bei Gestaltung, Auswahl und Einsatz von Arbeitsmitteln und persönlicher Schutzausrüstung • Unterstützung bei Aufbau und Organisation eines Arbeitsschutzmanagements inkl. notweniger Unterweisungen der Führungskräfte
Wir lassen Sie mit den vielen Bestimmungen nicht alleine und unterstützen Sie bei der Umsetzung. Wir heben uns durch Flexibilität und individuelle Programme von der Masse ab. Für uns steht der Mensch hinter dem Unternehmen im Vordergrund! Nur gesunde MitUnser Leistungsspektrum • Beratung und Unterstützung arbeiter sind auch leistungsder Geschäftsleitung in allen starke Mitarbeiter! arbeitssicherheitstechnischen Aktueller Newsfeed: Vorschriften • Vertretung gegenüber Behör- Bleiben Sie auf dem Laufenden. den/Verwaltungen und Berufs- Aktuelle News & Trends rund um die Themen Arbeits- und genossenschaften • regelmäßige Betriebsbege- Hygieneschutz, Gefahrgut und Abfall findet man stets aktuhungen • Untersuchung, Auswertung alisiert auf der Webseite oder und Vorschläge zur Verhütung Facebookseite des Unternehmens. von Arbeitsunfällen
ROBERT ZEIDLER Arbeitssicherheit Am Dorfweiher 7b 93142 Maxhütte-Haidhof 09471 / 60 14 23 Mobil 0151 / 587 460 62 kontakt@arbeitssicherheit-zeidler.de www.arbeitssicherheit-zeidler.de Facebook: @Arbeitssicherheit.RobertZeidler
Bürgermeister Seidl verabschiedete ausgeschiedene Stadtratsmitglieder MAXHÜTTE-HAIDHOF (sr). Eigentlich sollten in der letzten Sitzung des Stadtrates Maxhütte-Haidhof die ausscheidenden Mitglieder des Stadtrates der der Amtsperiode 1. Mai 2014 bis 30. April 2020 verabschiedet werden. Corona machte einen Strich durch die geplanten Abläufe. Immer wieder wurde die offizielle Verabschiedung wegen den bestehenden Coronaregeln verschoben, bis man sich schließlich zur Einzelverabschiedung der Stadträte entschloss. Die nicht mehr angetretene Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank wurde im Rathaus Maxhütte-Haidhof verabschiedet. Dabei wurde ihr die Urkunde zur Ernennung „Altbürgermeisterin“ überreicht (es folgt ein separater Bericht). Erster Bürgermeister Rudolf Seidl besuchte nun die ausgeschiedenen Stadträtinnen und Stadträte daheim und verabschiedete sie unter Corona-Auflagen alleine. Im Einzelnen handelte es sich um die Stadträtinnen und Stadträte (in alphabetischer Reihenfolge) Pia Chwastek, Johann Feuerer, Roswitha Kiener-Gietl, Franz Krämer und Manfred Rauscher. Bürgermeister Rudolf Seidl dankte den fünf Ratsmitgliedern dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger immer ein offenes Ohr bei ihnen fanden und sie einen direkten Kontakt mit ihren Wählerinnen und Wählern gepflegt haben. „Die Tätigkeit eines Mitgliedes des Stadtrates erstreckt sich über ein weites Feld. Es umfasst sowohl wirtschaftliche, bauliche, technische wie soziale und auch kulturelle Belange. Die fünf aus-
scheidenden Stadtratsmitglieder haben sich wie ihre 19 anderen Ratskolleginnen und -kollegen mit viel Zeitaufwand immer wieder kundig gemacht“, so Bürgermeister Rudolf Seidl im Gespräch. „Dabei hatten Sie die großen Ziele stets im Auge. Andererseits waren Ihnen keine Anfragen aus der Bevölkerung und keine Probleme zu klein, um es nicht zum Thema zu machen. Ich persönlich und im Namen des jetzigen Stadtrates danken Ihnen, dass Sie stets großes Engagement bewiesen haben“, so erklärte der 1. Bürgermeister Seidl. Pia Chwastek gehörte dem Stadtrat zwölf Jahre an und war im Haupt- und Finanzausschuss tätig. Sie war in der Wahlperiode 2014 bis 2020 im Kreistag Schwandorf vertreten und hat sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Johann Feuerer war zwölf Jahre lang im Gremium als Stadtrat mit dabei. Er war im früheren Bau-, Umwelt- und Werksausschuss aktiv. Roswitha Kiener-Gietl wurde bereits 1990 in den Stadtrat gewählt. Sie war zuletzt auch im früheren Bau-, Umwelt- und Werksausschuss tätig. Roswitha Kiener-Gietl gehörte von 2002 bis 2014 auch
dem Kreisrat des Landkreises Schwandorf an und erhielt 2009 für ihre langjährigen Verdienste die Kommunale Dankesurkunde. Franz Krämer gehörte 17 Jahre dem Stadtrat von Maxhütte-Haidhof an. Er rückte im Jahre 2003 in den Stadtrat nach, nachdem Günther Chwastek in diesem Jahr verstorben war. Zuletzt gehörte Franz Krämer dem Rechnungsprüfungsausschuss und dem früheren Bau-, Umweltund Werksausschuss an. Manfred Rauscher gehörte dem Gremium ebenfalls 12 Jahre an. In der letzten Wahlperiode war er im früheren Bau-, Umwelt- und Werksausschuss tätig. Erster Bürgermeister Rudolf Seidl dankte den fünf ausscheidenden Ratsmitgliedern für ihr Pflichtbewusstsein gegenüber den Mitbürgerinnen und Mitbürgern ihrer Heimatstadt Maxhütte-Haidhof. Alle ausscheidenden Mitglieder des Stadtrates erhielten zum Dank zwei Präsente: Ein Relief aus Gips mit dem Maxhütter Rathaus und einen kleinen Geschenke-Gutschein, außerdem eine Dankesurkunde. Fotokollage: Stadt MaxhütteHaidhof
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Das Bild zeigt von links: Bernd Schindler, Peter Humbs und Erster Bürgermeister Rudolf Seidl stellen den Impfbus-Service für Senioren an der Stadthalle vor. Foto: Anita Alt, Stadt Maxhütte-Haidhof
Shuttle-Service zum Impfzentrum für Seniorinnen und Senioren MAXHÜTTE-HAIDHOF (sr). Für Maxhütter Seniorinnen und Senioren, die nicht mobil sind, gibt es seit 15. April 2021 einen ShuttleService zum Impfzentrum in die Außenstelle Stadthalle MaxhütteHaidhof. Organisiert wird der Transport von der Stadt MaxhütteHaidhof. Die Fahrten können telefonisch vereinbart werden. Die Erreichbar-
keit für den Shuttle-Service ist von Montag bis Donnerstag unter der Telefonnummer 09471/3022-225 zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses. In der Zeit von 8 Uhr bis 15 Uhr (Montag bis Donnerstag) holt ein Fahrservice die Senioren ab und bringt sie kostenlos zum Impfzentrum Außenstelle Stadthalle Maxhütte-Haidhof. In besonderen Fällen kann der Fahr-
dienst auch nach den besagten Zeiten geordert werden. Wichtig ist, dass die Senioren bereits im Vorfeld für die Außenstelle Impfzentrum Stadthalle MaxhütteHaidhof einen Impftermin vereinbart haben. Bürgermeister Rudolf Seidl möchte allen Seniorinnen und Senioren, die keine eigene Möglichkeit haben die Stadthalle zu erreichen,
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können ausschließlich über das bayernweite Online-Portal unter https://impfzentren.bayern vereinbart werden. Sollte eine Registrierung über das Internet nicht möglich sein, kann man sich von Montag bis Freitag (8.00 Uhr bis 16.00 Uhr) unter 09433/3189510 telefonisch an das Hotline-Team wenden. Die Mitarbeiter werden die Anrufer dann über das Telefon registrieren. Daher ist es notwendig, dass wirklich nur die Personen in der Hotline anrufen, welche keine Möglichkeit haben sich online zu registrieren. Registrierte Personen, die in der Rangfolge und Priorisierungsstufe als nächstes an der Reihe sind, erhalten per E-Mail oder SMS eine Aufforderung zur TerminvereinbaIm Bild v.l.n.r.: 1. Vorsitzender Edgar Bleistein, die neue Chorleiterin Michaela Kangler-Lang und der rung. scheidende Leiter Andreas Fischer. Foto: Sängerbund 1862 Maxhütte Die Personen, denen eine Registrierung über das Internet nicht möglich war und welche sich telefonisch an das Impfzentrum gewandt haben, werden von den Mitarbeitern des Impfzentrums GUT ZU WISSEN: Termine zur COVID-19-Impfung angerufen und über die MöglichMAXHÜTTE-HAIDHOF (sr). Es derlegen, auch da er es nicht mehr Durch die Vermittlung des Schriftim Impfzentrum Nabburg und der keit der Terminvereinbarung inforkönne durchaus als Meilenstein in mit den an sich selbst und den führers Richard Nausch habe sich Außenstelle Maxhütte-Haidhof miert. der nahezu 160jährigen Geschich- Chor gestellten hohen Anforderun- die Suche der Nachfolge von Andte des Sängerbundes 1862 Max- gen vereinbaren konnte. Er werde reas Fischer nicht allzu schwierig hütte bezeichnet werden, dass der Männerrunde aber „als stimm- gestaltet, da dieser Kangler-Lang wie Steinberg am See. Sie kann chen.“ Mit ihr hoffen nun alle Mitkünftig mit Michaela Kangler-Lang gewaltige Unterstützung“ auch in als versierte Leiterin verschiede- mit der Leitung des Männerchores glieder des Sängerbundes auf ein eine Frau die musikalische Lei- Zukunft erhalten bleiben, schreibt ner Chöre kennt und „seine Über- Nittenau bereits die einschlägige baldiges Ende der momentanen redungskunst“ zum Erfolg führte. Erfahrung im Umgang mit Bass- Situation und der damit verbuntung übernehmen wird, so zeigt Laßleben. sich Gerhard Laßleben vom Sän- Vor wenigen Tagen ging ein - für Die studierte Musikpädagogin und Tenorstimmen mitbringen. denen Einschränkungen, damit gerbund in einer Pressemitteilung einen Chor – ungewöhnlich lautlo- aus Fischbach leitet nicht nur die Neben einer Vielzahl von Instru- wieder ein wesentlicher Baustein begeistert. Nach fast zehn Jahren ser Wechsel in der Dirigententätig- Chöre der Pfarreiengemeinschaft menten, welche sie virtuos spielt, des sozialen und kulturellen Lemusste der bisherige Dirigent An- keit über die Bühne, als Michaela Nittenau - Fischbach, sondern be- habe sie somit ausreichend Po- bens belebt werden und auch das dreas Fischer aus Pirkensee so- Kangler-Lang sowie der 1. Vorsit- treut musikalisch daneben noch tential und Erfahrung, einen gu- bis dahin überfällige musikalische wohl berufsbedingt als auch aus zende Edgar Bleistein im Beisein Kinder- und Jugendgruppen, führt ten Chor noch besser zu machen, Willkommensständchen dargeanderweitigen Terminverpflich- der gesamten Vorstandschaft den Regie bei den Freizeitchören in denn ihr Credo sei: „Selbst das bracht werden kann. Bernhardswald, Rappenbügl so- Gute kann man noch besser matungen das zeitintensive Amt nie- Vertrag unterzeichneten.
Die neue Chorleitung des Sängerbundes ist weiblich
den Service anbieten. „Für mich ist es wichtig, dass wir mithelfen, dass alle unsere Seniorinnen und Senioren eine Impfung bekommen können“. Seidl bedanke sich bei seinen Mitarbeitern im Rathaus, Peter Humbs und Bernd Schindler sowie bei den Ehrenamtlichen Franz Krämer und Karl Berger für deren Engagement. Sie werden den Fahrdienst übernehmen. Die Fahrer holen die Senioren von Zuhause ab, warten dann mit den Fahrzeugen bei der Stadthalle und bringen sie auch wieder heim. Während der Fahrt ist das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht. Zwischen den einzelnen Fahrten werden die Busse desinfiziert. Die Kosten trägt die Stadt. Wer den Dienst nutzen möchte, kann eine Fahrt vereinbaren, sobald er oder sie einen Termin im Impfzentrum hat. Für Menschen, die bettlägerig sind, ist das Angebot nicht geeignet.
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M A X H Ü T T E - H A I D H O F
17. April 2021
Bündnis 90/Die Grünen Maxhütte-Haidhof:
Lob für den Haushaltsbeschluss 2021
Sanzio und Tanja Dimai mit Erstem Bürgermeister Rudolf Seidl im Außenbereich und Eingang bei den Toilettenanlagen am Bahnhof in Maxhütte-Haidhof, Gleis 1. Foto: Anita Alt, Stadt Maxhütte-Haidhof
Toiletten am Bahnhof freigegeben MAXHÜTTE-HAIDHOF (sr). Am Bahnhof in Maxhütte-Haidhof können seit Anfang April 2021 die Toiletten benutzt werden. Das Ehepaar Tanja und Sanzio Dimai, Besitzer des Bahnhofs in Maxhütte-Haidhof, konnten zusammen mit Erstem Bürgermeister Rudolf Seidl die fertigen Toilettenanlagen in Augenschein nehmen. Eine Damentoilette, kombiniert mit einer Behindertentoilette sowie eine Herrentoilette können gegen einen Obolus von 50 Cent benutzt werden. „Auch wenn man wenig im Allgemeinen über dieses Thema spricht, die Toiletten sind wichtig für Reisende am Bahnhof, aber auch für Spaziergänger,
welche nun diese Toilettenanlage benutzen können“, so Erster Bürgermeister Seidl. Das öffentliche WC ist derzeit täglich von 6.00 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet. Für Mitte April kündigt Familie Dimai noch einen zusätzlichen Service an, die Reisenden können sich mit einem Kaffee am Automaten versorgen. Sanzio Dimai hat noch gute Neuigkeiten für April: „Wir machen Mitte April mit den Bauarbeiten weiter.“ Bürgermeister Rudolf Seidl dankte Familie Dimai für das Engagement vor Ort und meinte: „Wir sind wieder einen Schritt weiter. Man sieht, der Knotenpunkt Bahnhof Maxhütte-Haidhof wird gestaltet und geformt, es geht voran.“
MAXHÜTTE-HAIDHOF (lz). Der Haushalt für das Wirtschaftsjahr 2021 in der Stadt Maxhütte-Haidhof findet Zustimmung bei der Fraktion der Grünen im Stadtrat. „Deshalb stimmen wir dem sorgfältig erarbeiteten, übersichtlich dargebotenen und ausführlich erläuterten Haushalt 2021 zu, der wie im vergangenen auch dieses Jahr unter „Corona-bedingt“ schwierigen Umständen erstellt werden musste“, so informieren Sigrid Markgraf-Rank und Dr. Franz Schmidkunz in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Grünen bedauern zwar, „dass sich die Investitionen lediglich auf die Erfüllung der kommunalen Pflichtaufgaben beschränken müssen, dabei zeichnen sich jedoch durchaus die uns wichtigen Leitgedanken der Nachhaltigkeit sowie des Arten- und Klimaschutzes erkennbar ab“, heißt es in dem Statement. In diesem Zusammenhang nennen die beiden Stadträte eine „unvollständige“ Liste größerer und kleinerer Einzelmaßnahmen innerhalb des Haushaltsbeschlusses, die die Zustimmung der Grünen finden: An erster Stelle stehen hier breitgefächerte Investitionen in Kindergärten und Schulen und die Förderung der regenerativen Energiegewinnung. Wichtig seien auch die Errichtung der Bike & Ride-Anlage, Fahrradboxen am Bahnhof sowie „der längst überfällige“ Bau
Lehrerin Susanne Kerscher (links) übergab die Osterkarten zusammen mit ihren Schülerinnen Jenny Preißner (rechts) und Kiara Santiago (2. v. r.) dem Leiter der Tafel im Städtedreieck Franz Rother (2. v. l.). Foto: Rebecca Federer
von Fahrradwegen. Beifall auf der „To-do-Liste“ des Haushalts finden außerdem die Ankündigung eines Ausgleichsflächenmonitorings, der Breitbandausbau und die Digitalisierung sowie die Anschaffung neuer Medien für die Bücherei. Weiterhin haben die Grünen die Begrünung von Parkplätzen und Schotterflächen und die Anbringung von Vogelnistkästen im Blick. Der Einsatz von Schafen und Ziegen als lebendiger Ersatz für Rasenmäher wird ebenfalls uneingeschränkt befürwortet. Alle Einzelmaßahmen werden als Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels weiterhin unterstützt.
rat, das bestehende Klimaschutzkonzept zu aktualisieren. „Dieser Beschluss wurde bisher nicht umgesetzt“, monieren die Grünen.
Foto: Sigrid Markgraf-Rank
Nicht nur Schafe und Ziegen, sondern breitangelegtes Klimaschutzkonzept Aus Sicht der Grünen fehle jedoch noch immer „ein konzertiertes Vorgehen, das die verschiedenen Ansätze zum Arten- und Klimaschutz aufeinander abstimmt, sie durch neue Erkenntnisse erweitert und damit effizienter zur Wirkung bringt“. Der Klimaschutz solle endlich als „Querschnittsaufgabe“ erkannt werden, sagen MarkgrafRank und Schmidkunz. Denn ihm komme in den Bereichen Energie, Mobilität, Stadtplanung, Landnutzung und Bildung eine große Bedeutung zu. Bereits 2019 beschloss der Stadt-
Dafür bemühe sich jedoch die Verwaltung um den Neustart des ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) mit dem Versprechen, darin ein Klimaschutzkonzept einzubinden. „Nach unseren Erfahrungen verläuft dieser Prozess bisher sehr schleppend, dennoch geben wir die Hoffnung nicht auf, dass die Stadt Maxhütte-Haidhof die große Herausforderung des Klimaschutzes verstärkt und verantwortungsvoll wahrnimmt, sowie die Bürgerinnen und Bürger umfassend und „transparent“ in die Planungen des ISEK und Klimaschutzkonzeptes mit einbezieht“, so blicken Markgraf-Rank und Schmidkunz zuversichtlich in die Zukunft.
Die Schülerinnen und Schüler merkten jedoch bei der Recherche, wie gut es ihnen und den meisten Menschen geht und dass es einige Menschen auch im Städtedreieck gibt, die sozial benachteiligt sind. Um diesen Menschen eine kleine Freude zu bereiten, kam der Gedanke auf, Osterkarten zu gestalten und sie über die Tafel an Bedürftige weiterzugeben. Christoph Imbach von der Caritas Schwandorf, Träger der Schwandorfer Tafel und ihrer Ausgabestelle im Städtedreieck, war von der Idee begeistert und gab sein Einverständnis. Zusammen mit dem Lehrer Tho-
mas Baumer und den Klassen 8a und 8b der Mittelschule MaxhütteHaidhof setzte Susanne Kerscher die Idee in die Tat um. Vier bis fünf Karten fertigte jede Schülerin und jeder Schüler an, sodass der Tafel insgesamt 112 Karten überreicht werden konnten. Zur Übergabe kamen stellvertretend für beide achten Klassen die Schülerinnen Jenny Preißner und Kiara Santiago mit zur Tafel in die Ockerstraße. Der Leiter der Ausgabestelle im Städtedreieck, Franz Rother, nahm die Osterkarten dankend entgegen und hofft, dass die handgemachten Ostergrüße für viel Freude sorgen werden.
Mittelschüler schenken der Tafel im Städtedreieck selbstgemachte Osterkarten MAXHÜTTE-HAIDHOF (sr). Mit einem Kunstprojekt Gutes leisten – das gelang Susanne Kerscher, Lehrerin an der Mittelschule Maxhütte-Haidhof, zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Klassen 8a und 8b zum Osterfest: Die Jugendlichen fertigten
im Deutsch- und Kunstunterricht insgesamt 112 Osterkarten an, die sie am 24. März der Tafel im Städtedreieck überreichten. Über die Tafel werden die Karten an Bedürftige weitergegeben und bereiten ihnen hoffentlich viel Freude zur Osterzeit.
„Alles begann damit, dass wir im Deutschunterricht über die Tafel und ihre Aufgaben recherchiert haben“, erzählt Frau Kerscher. „Wir wollten in diesem Schuljahr die Tafel mit den achten Klassen besuchen, was wegen der Pandemie Bunte Osterkarten der Mittelschüler. Foto: Rebecca Federer leider ausfallen musste.“
17. April 2021
R E G E N S T A U F
lokal 21
Markt Regenstauf informiert:
Zweitimpfungen der über 80-Jährigen REGENSTAUF (sr). Am Montag, den 19. April und Dienstag, den 20. April 2021 finden in der Jahnhalle Regenstauf die Zweitimpfungen der über 80-Jährigen statt. Der genaue Termin wurde bei der Erstimpfung mitgeteilt. „Bitte bringen Sie die Impfbe-
scheinigung der ersten Impfung bzw. Ihren Impfpass sowie Ihren Personalausweis/Reisepass zum Termin mit. Bei Rückfragen steht Ihnen Frau Holewa vom Ordnungsamt unter 09402/509-60 zur Verfügung“, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung.
Markt Regenstauf informiert: Im Beisein von Bürgermeister Josef Schindler (3. von links), Sven Zaspel (2. von links) und Marktgemeinderätin Paula Wolf (links) segneten Pfarrer Hubert Gilg (3. von rechts), Pfarrer Bernhard Kritzenthaler (2. von rechts) und Pfarrer Christian Blank (rechts) die neue Urnenwand. Foto: Sabine Norgall /Markt Regenstauf
Neue Urnenwand erhielt den kirchlichen Segen REGENSTAUF (sr). Bestattungstraditionen unterliegen dem Wandel, auch in der Marktgemeinde Regenstauf. Wenn keine Angehörigen mehr am Ort sind, die sich um ein traditionelles Erdgrab kümmern können, steigt die Nachfrage nach Urnengräbern. Die Zahl der Urnenbestattungen liegt mittlerweile in Regenstauf deutlich höher als die der Erdbestattungen. Mit einer Urnenwand am Alten Friedhof in der Ortsmitte entsprach die Marktgemeinde den Wünschen der Bürger. Bisher war eine Urnenbestattung auf den gemeindlichen Friedhöfen nur am neuen Friedhof am Grasigen Weg möglich. Bei der Segnung der neuen Urnenwand am Alten Friedhof durch die katholischen Pfarrer Christian Blank und Hubert Gilg sowie den evangelischen Pfarrer Bernd Kritzenthaler sagte Bürgermeister Josef Schindler, dass es die Möglichkeit der Urnenbestattung nun auch für die Regenstaufer Familien gebe, die einen Bezug zur Ortsmitte und zum Alten Friedhof hätten. Die drei Geistlichen beteten bei der Segnung der neuen Urnenwand auch für die trauernden Angehörigen: „Erfülle alle, die die Gräber besuchen, mit Trost und Zuversicht.“ Die Nachfrage steigt 2009 wurde am Neuen Friedhof die erste Urnenwand errichtet, später wurde dort ein weiterer Bestattungsplatz mit Stelen gestaltet. Zu den 210 bestehenden Urnengräbern am Neuen Friedhof kommen jetzt 54 Urnennischen am Alten Friedhof. Von den ins-
gesamt 264 Urnennischen sind bereits 167 belegt. Drei Steinmetzbetriebe gaben ein Angebot für die Errichtung der Urnenwand am Alten Friedhof ab. Der Zuschlag ging an den heimischen Steinmetzbetrieb Viehbacher. Mit einer Angebotssumme von knapp 38.000 Euro unterbreitete der Steinmetzbetrieb Viehbacher das günstigste Angebot. Die Fundamentarbeiten für die Urnenwand übernahm der Bauhof. Wie Steinmetzmeister Christian Viehbacher erläuterte, wurde die Urnenwand aus rotem Granitstein bewusst schlicht gestaltet, damit sie sich an der Friedhofsmauer in unmittelbarer Nähe der Aussegnungshalle gut in das Umfeld des Alten Friedhofes einfügt. Die Ausführung wurde mit der Marktverwaltung und dem Marktgemeinderat abgestimmt. Die Urnenwand hat eine Gesamtgröße von 6,2 Metern Länge mal 1,8 Metern Höhe und bietet Platz für 54 Nischen. Eine Nische kostet für die Dauer von zwölf Jahren 708,- Euro. Hinzu kommen 77,Euro für die Verschlussplatte. Vor der Urnenwand gibt es eine kleine befestigte Fläche, wo Kerzen oder Blumen abgestellt werden können. An den Nischen selbst dürfen weder Laternen noch Kerzenhalter befestigt werden. Laut Sven Zaspel von der Friedhofsverwaltung der Marktgemeinde steigt die Zahl der Urnenbestattungen auf den gemeindlichen Friedhöfen stetig. Bereits 2018 standen den 33 Erdbestattungen 68 Urnenbeisetzungen gegenüber, 2020 kamen auf 27 Erdbestattungen bereits 68 Urnenbestattungen.
Alternative Möglichkeiten Viele Angehörige entscheiden sich auch für ein kleines Erdgrab für die Urnenbeisetzung. Von diesen kleinen Urnengräbern am Neuen Friedhof sind nur noch wenige frei. Eine neue Abteilung ist aber bereits ausgemessen.
Regentalfest verschiebt sich auf Pfingsten 2022 RAMSPAU (sr). Die fortdauernde Pandemielage lässt den Veranstaltern letztlich keine andere Wahl: Das wohl g‘miatlichste Volksfest, das Regentalfest, wird für 2021 abgesagt. Ausgelassen und fröhlich zu feiern, sich mit Gleichgesinnten auf ein Bier treffen - schwer vorstellbar in dieser Zeit. Es wäre wohl auch eine einsame Veranstaltung geworden. So sinnvoll und richtig die Absage auch ist, die Enttäuschung bei den Verantwortlichen ist erneut groß. Zum einen, weil die Aussicht auf
(Rasenschnitt) darf hier entsorgt werden. Alle weiteren Grünabfälle (Baum- und Pflanzenrückschnitte, Balkon-, Terrassen- und Zimmerpflanzen, Friedhofsbepflanzungen, Wurzelstöcke usw.) müssen, ebenso wie kommunales, gewerbliches oder sonstiges Grüngut, weiterhin auf den Kompostplatz verbracht werden. Kleinmengen können auch am Wertstoffhof entsorgt werden. „Besonders wichtig, nicht nur aus Nachhaltigkeitsgründen, ist, dass keine Störstoffe wie Restmüll oder dergleichen im Grüngutcontainer landen“, appelliert 1. Bürgermeister Schindler an die Bürgerinnen und Bürger. Mit Störstoffen belastetes Grüngut könne in der Verwertungsanlage nicht angenommen werden. Der Grüngutconauf dem Containerstellplatz an tainer hätte seinen Zweck verfehlt. der Pfalzgrafenstraße zu finden, Einen „Fahrplan“ zum Thema Mülin Ramspau beim Festplatz/Badelentsorgung finden Sie unter www. platz, Am Wehr 3. entsorgungsdaten.de In Regenstauf wurde der Containerstellplatz, Parkplatz am Neuen Öffnungszeiten Kompostplatz: Friedhof, Am Grasigen Weg, für Mittwoch: 14 – 17 Uhr (Winterzeit) den Grüngutcontainer ausge- 14 – 18 Uhr (Sommerzeit) wählt. Freitag: 15 – 17 Uhr (Winterzeit) Die drei Container befinden sich 15 – 18 Uhr (Sommerzeit) vorerst im Probebetrieb, erklärt Samstag: 8 – 13 Uhr Schindler. Für die dauerhafte Einrichtung sei es wichtig, dass diese Öffnungszeiten Wertstoffhof: Grüngutcontainer ausschließlich Dienstag: 8 – 12, 14 – 18 Uhr für den gedachten Zweck Ver- Donnerstag: 8 – 12, 16 – 19 Uhr wendung finden. Nur Grüngut Samstag: 8 – 13 Uhr
Drei Grüngutcontainer für den Markt Regenstauf REGENSTAUF (sr). Seit 12. April 2021 stehen drei zusätzliche Grüngutcontainer zur Entsorgung von Grüngut (Rasenschnitt) aus Privatgärten zur Verfügung. „Diese Grüngutcontainer sollen vor allem diejenigen unterstützen, denen aus beruflichen Gründen die Anlieferung beim Kompostplatz nicht oder nur schwer möglich ist“, so 1. Bürgermeister Josef Schindler. Die neuen Grüngutcontainer wurden auf die Ortsteile Regenstauf, Ramspau und Steinsberg verteilt. In Steinsberg ist der Container
ein wenig Normalität gutgetan hätte, zum anderen, weil die Vorbereitungen wieder zunichte gemacht worden sind. „Wir haben uns alle darauf gefreut, unsere Gäste und Freunde des Regentalfestes über Pfingsten begrüßen zu dürfen. Viel Herzblut, Zuversicht und Wehmut schwimmt endgültig den Fluss Regen hinunter. Wir hoffen letztendlich alle, im Jahr 2022 voll durchzustarten“, so die Veranstalter. Aktuelle Infos findet man unter www.regentalfest.de
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Z E I T L A R N
17. April 2021
Gemeinde Zeitlarn informiert:
Aus der Gemeinderatssitzung im April ZEITLARN (sr). Die Gemeinde honoriert den sozialen Auftrag und das Engagement von Vereinen und der Kirche. Die Beträge der derzeitigen Platzpauschale bestehen seit 2014. In den vergangenen acht Jahren ist die Inflation weiter gestiegen und die Förderung von Investitionsprojekten vom BLSV von 30 auf 20 Prozent gesunken, heißt es in einer aktuellen Presseinformation. Zum Ausgleich dafür wurde bei der Gemeinderatssitzung am 8. April 2021 beantragt, die Platzpauschalen der Schützen-, Stockbahn- und Tennisanlagen sowie Rasenspielfeldern zwischen
75 € und 300 € zu erhöhen. Die Rathausverwaltung unter der Leitung von Bürgermeisterin Dobsch stimmte der angedachten Erhöhung zu und bewertete die Erhöhung der Pauschalen um 15 % als vertretbare Größe, die der kommunale Haushalt stemmen kann. Die Erhöhung gelte für die Vereine aller Ortsteile, betonte Dobsch und sah die Ausgaben nicht nur Norbert Schwarz vom Impfteam, Leiter des Impfzentrums des Landkreises Regensburg Dr. Andreas als Investition in die einzelnen An- Piberger (Mitte), Bürgermeisterin Andrea Dobsch. Foto: Gemeinde Zeitlarn lagen, sondern in alle Bürgerinnen und Bürger, die vom Angebot der Vereine profitieren. Der Gemeinderat stimmte in seiner Sitzung am 08.04.2021 dem Antrag mit 17:3 Stimmen zu.
Impfzentrum Zeitlarn: Senior/innen 80+ zu 90% geimpft!
Wertstoffhof bleibt auch künftig freitags geöffnet ZEITLARN (sr). Das Ratsgremium beschloss im vorigen Jahr, den Wertstoffhof aufgrund der Pandemie ab August 2020 auch am Freitag zu öffnen. Das Votum sollte bis deren Ende bestehen bleiben. Die Freien Wähler Zeitlarn beantragten zu Jahresbeginn, die Auslastung auszuwerten und die Freitagsöffnung künftig generell beizubehalten. Dazu liegen der Verwaltung jetzt belastbare Zahlen vor. Sie erfasste beginnend ab dem 26. Februar 2021 die Besucherzahlen.
Daraus ergebe sich, so die Verwaltung, dass die Bevölkerung den zusätzlichen Tag gut annehme. Die Warteschlangen hätten sich aufgelöst, die Bürgerinnen und Bürger könnten entspannt entsorgen. Die Finanzierung sei auch weiterhin gesichert, da die bereits ausgezahlte Aufwandspauschale des Landkreises die Kosten abdecke. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dem Antrag der Freien Wähler zu folgen und den zusätzlichen Öffnungstag des Wertstoffhofs dauerhaft beizubehalten.
ZEITLARN (sr). Geschafft! Vier Tage Einsatz haben sich gelohnt, denn für die Zeitlarner Senior/innen 80+ war es eine große Erleichterung, direkt vor Ort, in bekannter Umgebung und mit bequemer Anfahrt, geimpft zu werden. Von den 360 Einwohnern 80+ hatten sich rund 280 Personen zur Impfung angemeldet. Damit wird – zusammen mit den Senioren der AWO Seniorenresidenz – eine Impfquote von gut 90 % in der Priorisierungsgruppe 1 erzielt. Die Umsetzung und Organisation des Impfzentrums wurde ganz bewusst mit Priorität 1 bei Bürgermeisterin Andrea Dobsch angesiedelt. Unterstützt wurde sie von vielen hilfsbereiten Ehrenamtlichen: Den Seniorenbeauftragten und Mitgliedern des Seniorenforums, aber auch vielen freiwilligen Helfer/in-
nen, die sich direkt bei ihr persönlich gemeldet hatten. Die Senior/innen zeigten sich sehr dankbar für die Möglichkeit einer Impfung vor Ort und waren froh, über die kurzen, bequemen und insbesondere auch bekannten Wege. Die drei gemeindlichen Feuerwehren standen an beiden Tagen und in allen Ortsteilen zur Verfügung, um die Seniorinnen und Senioren von zu Hause abzuholen und nach der Impfung wieder nach Hause zu bringen. Dieser „Service“ mit 30 vereinbarten Abholterminen wurde dankbar angenommen. Das Impfzentrum in Zeitlarn konnte in der Mehrzweckhalle mit zwei Teams des Landkreises, mit zwei Zugängen und Anmeldungen (alles ebenerdig) im Einbahnstraßensystem und separaten Ausgängen erfolgreich umgesetzt werden. Vor
Ort stand durchwegs Reinigungspersonal zur Desinfektion von z.B. Oberflächen zur Verfügung. Aber auch am Vorplatz sowie am Parkplatz standen Helfer zur Verfügung, die darauf achteten, dass sich keine Gruppen bildeten und die die Einhaltung der weiteren Reglements gewährleisteten. Bürgermeisterin Andrea Dobsch bedankt sich ausdrücklich bei allen, die dieses Vorhaben unterstützten - den vielen Ehrenamtlichen und natürlich bei den Feuerwehren. Die Vorbereitung und die Organisation durch das Landratsamt waren super organisiert und auch wenn es mit viel Aufwand für die Gemeinde verbunden war, gilt dem Landkreis, vertreten durch den Leiter des Impfzentrums Dr. Piberger, ein herzliches Dankeschön für die Möglichkeit zu diesem Projekt.
Kostenloser Service für alle Vereine. Mailen Sie uns gerne Ihre aktuellen Vereinsnachrichten für die kommende LOKAL-Ausgabe. Mail an: lokal@medienverlag-krempl.de
lokal. regional. aktuell. Haben Sie Fragen? Montag - Freitag von 9 - 17 Uhr unter 09471 - 30 1234 oder lokal@medienverlag-krempl.de
Michael Landfried (Mitte) verstärkt seit April 2021 das Team. Foto: Gemeinde Zeitlarn
Verstärkung im Sachgebiet Bautechnik der Gemeinde Zeitlarn ZEITLARN (sr). Bürgermeisterin Andrea Dobsch und Geschäftsleiter Jürgen Schmid begrüßten den neuen Mitarbeiter der Gemeinde Zeitlarn: Michael Landfried ver-
stärkt seit April 2021 das Sachgebiet Bautechnik und besetzt dort eine halbe Stelle. Der neue Kollege ist seit vielen Jahren nicht nur praktisch im Bereich Bau tätig,
sondern arbeitet auch als Dozent in dieser Materie. Einen guten Start wünscht die Gemeinde Zeitlarn mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
17. April 2021
Z E I T L A R N
Erste Bürgermeisterin Andrea Dobsch (links), Kindergarten-Leiterin Lena Gehringer und Martin Steinkirchner, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Foto: Gemeinde Zeitlarn
Zeitlarner Waldkindergarten startet Anfang September Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. übernimmt Trägerschaft ZEITLARN (sr). Der Vertrag ist unter Dach und Fach. Am Freitag, den 27. März 2021 unterzeichneten Erste Bürgermeisterin Andrea Dobsch und der Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Martin Steinkirchner, das Doku-
ment. Am 1. September können die Kinder zusammen mit Betreuerin Lena Gehringer die Anlage „in Besitz nehmen“. Eltern von 64 Kindern hatten grundsätzlich die Bereitschaft bekundet, ein solches Angebot anzunehmen.
Die Eltern der bisher angemeldeten Kinder haben bereits ihre Zusage erhalten, aber es gibt noch freie Plätze. Die Rathauschefin berichtete vor der Vertragsunterzeichnung über ihre erfolgreichen Gespräche mit
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den beteiligten Stellen und die Vorbereitungen der Verwaltung, nachdem der Gemeinderat am 14. Januar 2021 grünes Licht für die Einrichtung gegeben hatte. Die Verwaltung prüfte zunächst den Standort Bräuberg in der Dorfmitte, den das zuständige Kreisjugendamt bedingt durch die bestehende Bewaldung und das ausgeprägte Vorkommen des Eichenprozessionsspinners nicht empfahl. Die Wahl fiel dann auf den Standort Regendorf. Die Bürgermeisterin besichtigte vorab einige beispielhafte Einrichtungen, unter anderen auch Wohnwägen und andere Bauten. Schließlich entschied sie sich für eine Blockhütte der Firma Wolf aus Osterhofen. Das Haus werde komplett aus Holz gefertigt, um den ökologischen Gedanken der Einrichtung aufnehmen, so berichtete Dobsch. Es bekomme rote Fenster und Türen sowie einen Holzofen. Das Holzhaus werde Anfang Juni angeliefert und von der Firma Wolf vor Ort montiert. Das Unternehmen zeige erfreulicherweise seit Jahren soziales Engagement in viele Richtungen und werde das ausgesuchte Häuschen für den Waldkindergarten als Spende bereitstellen. Schließlich sei auch der Pachtvertrag mit dem
Grundeigentümer, dem Regenstaufer Gemeinderat Christian Engl, geschlossen. Er habe das Projekt auch von Anfang an unterstützt. Die Leitung des Waldkindergartens wird die Erzieherin Lena Gehringer übernehmen, die bei der Vertragsunterzeichnung ebenfalls zugegen war. Sie hat bereits große Erfahrung und leitet derzeit den Waldkindergarten in Stefling. „Die Kinder können beim Aufenthalt im Freien den Wald und die Natur erforschen. Dabei dürfen sie zum Beispiel das Zählen anhand von Eicheln und Kastanien üben“, so führte Gehringer aus. „Sie lernen ihre inneren Grenzen und Fähigkeiten kennen und können ihre individuellen Neigungen entwickeln. Nicht zuletzt wirkt die Natur beruhigend auf die Kinder.“ Regionalvorstand Martin Steinkirchner erinnerte an die jahrelange gute Zusammenarbeit beim Thema Kinderbetreuung zwischen Gemeinde und Johanniter. Er zeigte sich sehr angetan vom Engagement der Gemeinde und über das Vertrauen, das diese den Johannitern entgegenbringe. Dafür bedankte er sich abschließend noch einmal ausdrücklich. Bürgermeisterin Dobsch freute sich mit Steinkirchner auf weitere Zusammenarbeit.
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Viele Kinder freuten sich sehr über die Osterüberraschung. Foto: FW Zeitlarn
kung. Der Kfz-Mechanikermeister und FW-Gemeinderat Wolfgang Mühlbauer musste (an seinem Geburtstag!) notfallmäßig den Vergaser wechseln, und aus der Nachbargemeinde Tegernheim wurde von Stefan Adler ein LastMinute-Kennzeichen organisiert. Dann konnte es endlich losgehen! Knappe drei Stunden tingelten Verena Kronschnabl, Dr. Catrin
Nießen und Bürgermeisterin Andrea Dobsch mit FFP-Masken durch alle Ortsteile, angekündigt durch die 2-Takter-Musik der Ape. Die Ostertüten fanden rasenden Absatz und viele Kinderaugen strahlten. Auch die Kindergartenkinder, die sich in COVID-Quarantäne befanden, wurden per kontaktloser Lieferung glücklich gemacht.
Mobile Osterfreuden in der Gemeinde Zeitlarn Die Freien Wähler Zeitlarn/Regendorf/Laub veranstalteten heuer eine etwas andere Osterüberraschung ZEITLARN (sr). Über 250 kleine Oster-Überraschungstüten waren schon mit leckerer Schokolade befüllt - dann stieg und stieg die Corona-Inzidenz. Um keine unnötigen Ansteckungsrisiken in Form von Ansammlun-
gen einzugehen, entschlossen sich die Freien Wähler Zeitlarn, mit ihrem ehemaligen „Wahlkampfmobil“, der kleinen weiß-türkisen Ape, durch das Dorf zu tuckern. Dies gestaltete sich leider etwas schwierig: Die Reifen platt, der
Vergaser zu, kein Kennzeichen verfügbar. Alle Hebel wurden in Bewegung gesetzt. Der Gatte der Bürgermeisterin, Christopher Dobsch, pumpte die Reifen auf und organisierte einen Benzinkanister zur Notbetan- Erste Bürgermeisterin Andrea Dobsch unterwegs. Foto: FW Zeitlarn
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K A L L M Ü N Z
17. April 2021
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Bayern WLAN im Marktbereich in Betrieb
Markt Kallmünz ist online KALLMÜNZ (sr). Ende März 2021 gingen drei Hotspots des BayernWLAN im Marktbereich Kallmünz in Betrieb. Ein Outdoor-Hotspot befindet sich am Marktplatz, zwei weitere Hotspots wurden beim VG-Gebäude angebracht. Im Jahre 2017 lehnte der Gemeinderat den Vorschlag der Verwaltung und des Bürgermeisters über einen Hotspot im Marktbereich noch ab. Noch vor der Marktgemeinderatswahl 2020, am 28.01.2020, wurde
der Tischvorlage der Verwaltung, mit Zuspruch vom Bürgermeister, über die Installation von Hotspots im Marktbereich zugestimmt. Nun ist die Nutzung des BayernWLANs im Umfeld vom Alten Rathaus auch im und außerhalb des VG-Gebäudes möglich. Seit zwei Monaten ist das BayerWLAN über einen eigens dafür gebauten Glasfaseranschluss im Schulhaus mit sechs Hotspots in Betrieb. Foto: Markt Kallmünz
Online-Ausstellungsraum: Dieter Hanisch nimmt Sie mit auf eine Reise von Regensburg nach Kallmünz (www.kultureck.de)
Kunst online erleben: KallmünzerBilderMoment KALLMÜNZ (lz). Ein genussvolles Kunsterlebnis zu Hause am Rechner – das ist mit den Werken vieler Künstler/innen digital möglich. Auch der Verein Kultureck e. V. aus Kallmünz möchte auf diese Weise Künstler/innen und Kunsthandwerker/innen eine Bühne bieten. Mit Hilfe des vielfältigen Tools Kunstmatrix.com eröffnete der Verein auf seiner Webseite www. kultureck.de ansprechend gestaltete 3D-Ausstellungsräume unter dem Motto „KallmünzerBilderMoment“, in denen die Besucher – ganz wie in einer analogen Schau – die Werke in Ruhe betrachten und auf sich wirken lassen können. Unterstützung in Zeiten von Corona „Wir wollen Künstler/innen in diesen schwierigen Lockdown-Zeiten unterstützen, in denen analoge Ausstellungen nicht möglich sind“, so informiert Eva Schropp, Vorsitzende des Vereins Kultureck e. V. „Es wird auch keine Galeristengebühr erhoben, wir freuen uns einfach, wenn Künstler/innen mit ihren Werken trotz Corona an die Öffentlichkeit gehen und etwas Geld verdienen können.“ Die Resonanz auf die Seite sei der positiv, so Schropp, auch seien schon mehrere Bilder verkauft worden. Seit 1. März 2021 kann man die Ausstellung „Kommunikation in Form und Farbe“ der Regenstaufer Künstlerin Renate Schmid online besuchen. Mit ihren Öl-, Acrylund Materialbildern können die Betrachter eintauchen in den meditativen Farbenrausch abstrakter Welten, mal knallig-bunt, mal gedeckt: Man erahnt Wasser, Landschaften und deren Spiegelungen, Flora und Fauna.
Die Liebe des Künstlers Dieter Hanisch zu Regensburg oder Kallmünz ist auf seinen Bildern, die man seit dem 15. März betrachten kann, unverkennbar. Die Ausstellung „Stadt-Land-Fluss“ zeigt vielfältige Regensburger Ansichten, aber auch malerische Flusslandschaften rund um Kallmünz. Die Ausstellung läuft noch bis zum 30. April 2021. In einer Stellungnahme unterstreicht der 1941 geborene Künstler, dessen vorwiegend impressionistische, aber zum Teil auch naturalistische Werke nicht nur in seiner bayerischen Heimat, sondern auch in Vietnam oder Kalifornien hängen, dass mit dem analogen Publikum der Ausstellung „das Salz in der Suppe“ fehle. Und doch sei es „großartig, dass uns durch Kunstmatrix und vor allem durch das Kultureck Kallmünz die Möglichkeit geboten wird, unsere Bilder virtuell auszustellen.“ Ihm fehle das Gespräch mit Kunstinteressierten, die Pandemie habe ihn „entschleunigt und zum Nachdenken gebracht“: „Sie hat mir beigebracht, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: geduldig zu sein und den Mut nicht zu verlieren. Das Podium der virtuellen Ausstellung ist der erste Schritt dahin.“ Ausstellung „Konsensus“ Seit 15. April 2021 ist der vierte Ausstellungsraum mit vielen Bildern online. Künstlerin Brigitte Beer präsentiert ihre Ausstellung „Konsensus“. Die 1967 in München geborene Künstlerin lebt heute in Burglengenfeld. Sie möchte mit ihren Bildern „die Geschichten wiedergeben, die in den Dingen geschrieben stehen“. Dabei geht es ihr weniger um die
Wiedergabe des realistischen Gegenstands, sondern um die Gefühle, die ausgelöst werden. Dafür ist für sie die Ölmalerei am besten geeignet. In ihrer neuen digitalen Ausstellung geht es Beer um gesellschaftliche und soziale Aspekte und insbesondere um die Überwindung von Spaltungen in der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang ist das Konsensprinzip für sie von elementarer Bedeutung, denn dadurch entstehe die Möglichkeit zu Diskussion und neuem Zusammenhalt.
Plakat zur Online-Ausstellung von Brigitte Beer vom 15. April bis 30. Mai 2021. Foto: Kultureck Kallmünz e.V. „In meiner Malerei will ich nicht wiedergeben, sondern die Menschen zu Gefühlen animieren. Ich möchte die Menschen dazu bewegen, sich nicht alles vorkauen zu lassen, sondern selbst zu handeln und zu denken“, so erklärt Beer. Man darf auf diese Ausstellung gespannt sein. Weitere Ausstellungen sind auf www.kultureck.de bereits fest geplant. Die Sichtung von Bewerbungen liegt bei Sonja Chaves (Kontakt: kultureck@gmx.de).
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17. April 2021
Strukturiert und sehr persönlich: Ausbildung in der Asklepios Klinik im Städtedreieck
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Interview mit den Lernbegleiterinnen Gaby Leykamm und Miriam Markgraf BURGLENGENFELD (sr). Um dauerhaft für qualifizierte Generationen in der Pflege zu sorgen, sind eine professionelle Struktur und eingespielte Prozesse in der Ausbildung sowie qualifizierte und motivierte Mitarbeiter entscheidend, die sich dem Nachwuchs annehmen. Das Pflegedienst-Credo an der Asklepios Klinik im Städtedreieck verinnerlicht und zu einem guten Stück mit konzipiert hat Gaby Leykamm. Seit Mitte 2019 ist die studierte Berufspädagogin im Gesundheitswesen (Fachrichtung Pflege) an der Klinik als Pflegemanagerin und Zentrale Praxisanleiterin tätig und zeichnet zudem verantwortlich für die „Ausbildungskoordination Generalistik“ der Asklepios-Kliniken in der Oberpfalz. Ihr zur Seite steht Miriam Markgraf, die neben ihrer Tätigkeit als Praxisanleiterin gerade das Masterstudium „Gesundheits- und Pflegewissenschaften“ absolviert. LOKAL: Frau Leykamm, Sie sind Anleiterin der Praxisanleiterinnen? Gaby Leykamm: Die Praxisanleiterinnen an der Klinik sind Fachkräfte im Pflegedienst, die sich zu-
sätzlich als Ansprechpartnerinnen unserer Auszubildenden ausbilden ließen. Da bin ich selbstverständlich auch aktiv dabei – als Zentrale Praxisanleiterin unterstütze ich die Praxisanleiterinnen bei allen Fragen und kümmere mich zudem um die Konzeption, Organisation und Koordination der Ausbildung von aktuell rund 30 Nachwuchskräften in den verschiedenen Pflege-Bereichen. Was mir wichtig ist: Aus- und Weiterbildung folgt ganz klaren Strukturen und Inhalten, denn nur dadurch können wir vorgegebene Lernziele abbilden und damit einhergehende individuelle Lernbedarfe planen, was wiederum nötig ist, um Ausbildungsqualität zu schaffen. LOKAL: Sie verstehen sich selbst als „Lernbegleiterinnen“. Was bedeutet dies? Miriam Markgraf: Nah, näher am nächsten. Das sind wir. Unsere Tür steht immer offen und uns ist ein enger Austausch mit unseren Azubis wichtig. Nur so können wir eine praktische Ausbildung auf einem hohen menschlichen Niveau gewährleisten. Gaby Leykamm: Es macht große Freude, die Entwicklung – beruf-
lich, aber auch menschlich und charakterlich – von jungen Menschen nicht nur zu sehen, sondern sie auch ein Stück auf „ihrem Weg“ zu begleiten. Allerdings beschränkt sich meine Aufgabe nicht auf die Auszubildenden. Ich bin außerdem zuständig für alle Praktikanten (von der Anmeldung bis zur Einweisung) – und stehe für alle Kolleginnen und Kollegen bereit, die sich für die diversen Möglichkeiten von Fort- und Weiterbildungen interesGaby Leykamm (re.) und Miriam Markgraf. Foto: Bernhard Krebs sieren. tungskraft unseres Pflegedienstes schen mit hoher Fachlichkeit wähLOKAL: Sie sind ein starkes Dop- dauerhaft zu sichern. Ausbildung rend der gesamten Zeit begleitet pel für die Auszubildenden! ist schließlich keine „One-Man- wird. Miriam Markgraf: Ich finde schon, Show“. So wie man ein ganzes dass wir eine besondere Kombi- Dorf braucht, um ein Kind groß zu LOKAL: Und was ist Ihnen persönnation sind: Wir vereinen pädago- ziehen, braucht man ein ganzes lich wichtig? gisches Wissen und Fertigkeiten Krankenhaus, um auszubilden. Markgraf und Leykamm: Wir möchmit pflegewissenschaftlichem ten gerne dazu beitragen, dem Kontext und generieren dadurch LOKAL: Was zeichnet die Ausbil- Nachwuchs ein Menschenbild ein Team, das einerseits gegensei- dung an der Asklepios Klinik im zu vermitteln, das Verschiedentig voneinander lernt, andererseits Städtedreieck besonders aus? artigkeit respektiert, in dem jeder ebenso methodisch, als auch Gaby Leykamm: Die großen Vor- Mensch das gleiche Recht auf fachlich bestens aufgestellt ist. teile der Burglengenfelder Klinik Leben und Gesundheit hat und in Gaby Leykamm: Im Team mit Pfle- liegen neben einer strukturierten dem der Mensch in seiner Krankgedienstleiter Steffen König sowie und professionellen Ausbildung heit seine Würde nicht verliert. den beiden Bereichsleitern Tina vor allem in der familiären Atmo- Unser Rat: Lernt selbstständig zu Fau und Andreas Pfaller und so sphäre, in der man trotz der Breite denken, euch selbst zu reflektieren vielen anderen hier im Haus arbei- der Fachgebiete keine Nummer und habt den Mut zu hinterfragen. ten wir Hand in Hand, um die Leis- ist, sondern von motivierten Men- Der Rest kommt von allein.