ELBPHILHARMONIE
DAS FESTIVAL MIT MUSIK DER GEGENWART 29.1. – 7.2.2027
29.1.2027 VISIONS 1 – ERÖFFNUNGSKONZERT NDR ELBPHILHARMONIE ORCHESTER 30.1.2027 VISIONS 2 HR-SINFONIEORCHESTER FRANKFURT 31.1.2027 VISIONS 3 NDR RADIOPHILHARMONIE 2./3.2.2027 VISIONS 4 (KLEINER SAAL) ENSEMBLE RESONANZ
4.2.2027 VISIONS 5 KONTRABASSIST:INNEN DER NDR ENSEMBLES 5.2.2027 VISIONS 6 WDR SINFONIEORCHESTER 6.2.2027 VISIONS 7 NDR ELBPHILHARMONIE ORCHESTER NDR BIGBAND 7.2.2027 VISIONS 8 – FINALE SWR SYMPHONIEORCHESTER
ELBPHILHARMONIE VISIONS Ein infernalisches Schlagzeugkonzert, ein grooviges Happening für Beatboxer, Jazzband und Orchester, eine singende Komponistin, die als Hologramm im Saal schwebt – so bunt und originell klingt die klassische Musik von heute! Zu erleben beim zehntägigen Festival »Elbphilharmonie Visions«, das in einstündigen Kompaktkonzerten eine faszinierende Momentaufnahme aktueller Trends bietet. Eingebettete Bühnengespräche mit den Kompo nistinnen und Komponisten – sowohl Größen der Szene als auch Newcomer – vermitteln Hintergrundinfos und sorgen zusätzlich für Nahbarkeit. Präsentiert werden die sämtlich groß besetzten Werke von einigen der besten Rundfunk orchester Deutschlands, für die aktuelle Musik selbstverständlicher Teil des künstlerischen Profils ist. Allen voran das NDR Elbphilharmonie Orchester unter seinem Chefdirigenten Alan Gilbert, Festival-Initiator und engagierter Fürsprecher der Musik unserer Zeit. Auch die NDR Bigband ist erstmals dabei. Für ein solches Panorama heutiger Musik dürfte es keinen besseren Ort geben als den Großen Saal der Elbphilharmonie. Mit seiner Architektur und seiner hochauflösenden Akustik, die noch die raffiniertesten Details hörbar macht, bietet er den optimalen Rahmen für die packendsten musikalischen Visionen des 21. Jahrhunderts. Im Kleinen Saal kitzelt zudem eine Klanginstallation des Schweizer Künstlers Zimoun auf vielfältige Weise die Sinne, und im Foyer ist eine Festival-Bar eingerichtet, um das Erlebte stilecht Revue passieren zu lassen.
Ein gemeinsames Festival von
Projektförderer
Kompositionspreis
VelJKo NeNAdIĆ DANÍel BJArNASoN
FR, 29.1.2027 | 20 UHR ELBPHILHARMONIE GROSSER SAAL € 14 / 18 / 36 / 48 / 55
VISIONS 1 – ERÖFFNUNGSKONZERT NDR Elbphilharmonie Orchester Vivi Vassileva Schlagwerk Dirigent Alan Gilbert Veljko Nenadić, Daníel Bjarnason
Veljko Nenadić Six Caryatids – Epos für Orchester (Uraufführung) (2027) Claussen-Simon-Kompositionspreis Daníel Bjarnason Inferno / Konzert für Schlagzeug und Orchester (2021)
Es wird heiß! Im Eröffnungskonzert entfacht die Perkussionistin Vivi Vassileva mit Gongs, Trommeln und Marimba das »Inferno« des Isländers Daníel Bjarnason. Eine tour de force für die preisgekrönte, ultra-dynamische Solistin. Zuvor hebt Festival-Initiator Alan Gilbert mit seinem NDR Elbphilharmonie Orchester ein neues Auftragswerk des Serben Veljko Nenadić aus der Taufe, jüngst ausgezeichnet mit dem Preis der Claussen-Simon-Stiftung. Benannt ist »Six Caryatids« nach tragenden Säulen in Frauenform, etwa auf der Athener Akropolis. Entsprechend feierlich und klanggewaltig kommt das groß besetzte Werk daher.
MÁRtoN ILlÉS VIto ŽurAJ
SA, 30.1.2027 | 20 UHR ELBPHILHARMONIE GROSSER SAAL € 14 / 18 / 36 / 48 / 55
VISIONS 2 hr-Sinfonieorchester Frankfurt Raschèr Saxophone Quartet Christine Rall Sopransaxofon Elliot Riley Altsaxofon Andreas van Zoelen Tenorsaxofon Kenneth Coon Baritonsaxofon Dirigent Matthias Pintscher
Márton Illés, Vito Žuraj
Márton Illés Saxotèr (2025) Vito Žuraj Anemoï (2023 –2024)
Die vier unterschiedlichen Saxophone des renommierten Raschèr Saxophone Quartet verschmelzen in Márton Illés’ »Saxotèr« zu einem einzigen, riesigen Superinstrument. Zugleich reizt der ungarische Komponist alle nur denkbaren Spieltechniken aus, vom Schnal zen und Klappen-Klappern über sanftes Säuseln bis zu satten Sounds. Das Thema des Luftstroms führt sein slowenischer Kollege Vito Žuraj in »Anemoï« fort, benannt nach den antiken griechischen Göttern des Windes: mal schneidend und frostig, mal schwer und schwül. Eine Steilvorlage für das hr-Sinfonieorchester und Matthias Pintscher, selbst ein renommierter Komponist.
ANdReAS SChAeREr
SO, 31.1.2027 | 20 UHR ELBPHILHARMONIE GROSSER SAAL € 14 / 18 / 36 / 48 / 55
VISIONS 3 NDR Radiophilharmonie Hildegard Lernt Fliegen Jazzensemble Andreas Schaerer Gesang, Stimme Matthias Wenger Saxofon Marco Müller Kontrabass Andreas Tschopp Tuba Benedikt Reising Saxofon Christoph Steiner Schlagwerk Dirigent Mariano Chiacchiarini
Andreas Schaerer
Andreas Schaerer The Big Wig (2017)
Er ist ein Stimm-Akrobat ohnegleichen: Andreas Schaerer. Der Schweizer Vokal-Virtuose kann in Sekundenbruchteilen mühelos zwischen jazzigem Scat- und Crooner-Gesang und Belcanto wechseln, Instrumente von der Trompete bis zur Beatbox imitieren und nebenbei das Publikum charmant um den Finger wickeln. Mit seiner Avantgarde-Jazz-Zirkus-Band »Hildegard Lernt Fliegen« wurde er in der Elbphilharmonie schon mehrfach begeistert gefeiert. Nun präsentiert er nochmals seinen größten Erfolg »The Big Wig«, ein Meisterwerk aus Stimme, groovigem Jazz und der orchestralen Komplexität zeitgenössischer Musik, das seine Band mit der NDR Radiophilharmonie aus Hannover zusammenbringt.
PeTEr EÖTvÖS SErgEJ PrOKofJeW REbeCCA SAuNdErS
DI, 2.2. / MI, 3.2.2027 | 19:30 UHR ELBPHILHARMONIE KLEINER SAAL € 19 / 29 / 44 / 58
VISIONS 4 Ensemble Resonanz Sophie Lücke Kontrabass Goran Stevanovich Akkordeon Dirigent Enno Poppe
Peter Eötvös, Rebecca Saunders
Peter Eötvös Aurora / Konzert für Kontrabass und Streichorchester mit Akkordeon (2019) Sergej Prokofjew Visions fugitives op. 22 / Bearbeitung für Streichorchester von Rudolf Barshai (1915–1917/1962) Rebecca Saunders Neues Werk für vier Streichquartette und zwei Kontrabässe (2026) Kleiner Saal, große Namen: Eigens für das Hamburger Ensemble Resonanz hat Rebecca Saunders, eine der wichtigsten Komponistinnen unserer Zeit, ihr neues Werk geschrieben, das erst kurz zuvor in Donaueschingen uraufgeführt wird. In raffinierten Texturen werden Zeit, Atem und Stille selbst zum Material – eine akustische Nahaufnahme von größter Inten sität. Das gilt auch für »Aurora« des ebenfalls bedeutenden, 2024 verstorbenen Ungarn Peter Eötvös, der das ätherische Schimmern der Polarlichter über Anchorage in irisierende Klangfarben übersetzt. Flüchtige, surreale Momente, wie sie schon Sergej Prokofjew in seinen ursprünglich für Klavier geschrieben »Visions fugitives« festzuhalten suchte.
ZIMouN ThoMAS CorNeLIuS
DO, 4.2.2027 | 20 UHR ELBPHILHARMONIE GROSSER SAAL € 13 / 16 / 28 / 41 / 48
VISIONS 5 Kontrabassist:innen der NDR Ensembles Thomas Cornelius Orgel Leitung Alan Gilbert Zimoun, Thomas Cornelius
Zimoun Neues Werk für 40 Kontrabässe (Uraufführung) (2027) Thomas Cornelius Refractions (Uraufführung) (2027)
Für seine Klanginstallationen orchestriert der Schweizer Künstler Zimoun hunderte identi scher Elemente im Raum – zu erleben auch bei »Elbphilharmonie Visions« (s. vorletzte Seite). Erstmals überträgt er dieses Verfahren nun auf ein Musikensemble, bestehend aus 40 Kontrabassist:innen der NDR Orchester und Gästen aus ganz Deutschland. Auch dieser Klang organismus spielt mit Gegensätzen wie Routine und Zufall, Wiederholung und Abweichung, Ordnung und Chaos. Im Anschluss reflektiert Thomas Cornelius, Komponist, Organist und mit der opulenten Orgel der Elbphilharmonie bestens vertraut, Zimouns ästhetische Idee in seinem neuen Stück »Refractions«.
LIZA LIM MIRoSlAv SrNKA
FR, 5.2.2027 | 20 UHR ELBPHILHARMONIE GROSSER SAAL € 14 / 18 / 36 / 48 / 55
VISIONS 6 WDR Sinfonieorchester Valerie Fritz Violoncello Dirigentin Elena Schwarz Liza Lim, Miroslav Srnka
Liza Lim A Sutured World Konzert für Violoncello und Orchester (2024) Miroslav Srnka Superorganisms (2022)
Das WDR Sinfonieorchester präsentiert zwei Werke rund um das Verhältnis zwischen Individuum und Kollektiv. In »A Sutured World« entwirft die australische Komponistin Liza Lim das Bild einer »zusammengenähten Welt«. Das Prinzip erinnert an die japanische Kintsugi-Technik, bei der Bruchstellen mit goldenem Lack zusammengefügt werden und so neue Schönheit entsteht. Valerie Fritz am Cello übernimmt dabei eine Schlüsselrolle, indem sie Klangfragmente verbindet und zum Leuchten bringt. In »Superorganisms« des Tschechen Miroslav Srnka formiert sich das Orchester analog zu Ameisenstaaten oder Bienen schwärmen zu einem Klangkörper zwischen individueller Geste und kollektiver Energie.
MISSY MAZZolI DArCY JAMeS ArGue
SA, 6.2.2027 | 20 UHR ELBPHILHARMONIE GROSSER SAAL € 14 / 18 / 36 / 48 / 55
VISIONS 7 NDR Elbphilharmonie Orchester NDR Bigband Leif Ove Andsnes Klavier Dirigent Alan Gilbert
Missy Mazzoli, Darcy James Argue
Missy Mazzoli Neues Klavierkonzert (Uraufführung) (2026) Darcy James Argue Neues Werk für Bigband und Orchester (Uraufführung) (2026)
Große Hausparty: Die von Minimal Music inspirierte Amerikanerin Missy Mazzoli, aktuell »NDR Artist Across Ensembles«, hat für den NDR Residenzkünstler Leif Ove Andsnes ein brandneues Klavierkonzert geschrieben, ihr erstes überhaupt. Neben Orchester und Chef dirigent ist an diesem Abend auch die Bigband des NDR erstmals bei »Elbphilharmonie Visions« am Start. Darcy James Argue gilt international als der Jazz-Komponist der Stunde und wurde in der Elbphilharmonie unlängst im Zusammenspiel mit Brad Mehldau gefeiert. Sein neuestes Stück vereint nicht nur die NDR Ensembles, sondern auch Jazz, Klassik, Hip-Hop und Rock.
KlAuS LANg AgAtA ZuBel
SO, 7.2.2027 | 20 UHR ELBPHILHARMONIE GROSSER SAAL € 14 / 18 / 36 / 48 / 55
VISIONS 8 – FINALE SWR Symphonieorchester Rei Nakamura Klavier Dirigent Bas Wiegers Klaus Lang, Agata Zubel
Klaus Lang 王山 (ōzan) Konzert für Klavier und Orchester (Uraufführung) (2026) Agata Zubel Outside the Realm of Time für Hologramm-Solistin und Orchester (2022)
Zum großen Finale fährt das SWR Symphonieorchester wirklich alles auf – sogar eine virtuelle Solistin, die als Hologramm in ständig wechselndem Dress über dem Orchester schwebt. Es handelt sich um das Alter Ego der polnischen Komponistin und Sängerin Agata Zubel, die mit »Outside the Realm of Time« in eine surreale Klangwelt entführt, die das Konzept der Zeit aufzuheben scheint. Zuvor stellt die Pianistin Rei Nakamura das neue Klavierkonzert des Österreichers Klaus Lang vor, das wenige Tage zuvor in Stuttgart seine Premiere feiert. Seine höchst originelle Musik ist äußerst meditativ angelegt und lebt von steter Bewegung und feinen, beinahe mikroskopischen Veränderungen.
Ausstellungsansicht: Le Centquatre Paris, 2017
FR, 29.1. BIS SO, 31.1.2027 ELBPHILHARMONIE KLEINER SAAL ZIMOUN / RAUMINSTALLATION
Zimoun
Ausstellungsansicht: Museum für zeitgenössische Kunst MAC Santiago de Chile, 2019
Begehbare Klanglandschaften: Der Schweizer Künstler Zimoun erschafft aus einfachen Dingen wie Pappkartons oder Blecheimern Klangquellen, die er zu Hunderten im Raum gruppiert. Das Resultat sind faszinierende, dreidimensionale Klangschwärme, die trotz der funktionalen Einfachheit höchst komplexe Verhalten und Klangtexturen entwickeln. Ein ästhetisches Erlebnis und ein Kommentar auf Phänomene unserer Zeit wie Maßlosigkeit, die fortschreitenden Robotisierung, die Wegwerfgesellschaft oder dem Aufeinandertreffen von Natur und Technik. Eigens für den Kleinen Saal kreiert Zimoun eine raumfüllende Installa tion, die am Auftaktwochenende von »Elbphilharmonie Visions« zu erleben ist.
INFOS & TICKETS Online: www.elbphilharmonie.de/visions Ticket-Hotline: 040 357 666 66 Täglich 10–20 Uhr, feiertags 15–20 Uhr Konzertkasse Elbphilharmonie Platz der Deutschen Einheit, 20457 Hamburg Täglich 11–20 Uhr, feiertags geschlossen Konzertkasse Laeiszhalle am Johannes-Brahms-Platz, 20355 Hamburg Mo–Fr 11–18 Uhr, Sa 11–16 Uhr, sonn- und feiertags geschlossen Konzertkasse Mönckebergstraße Barkhof 3, 20095 Hamburg Mo–Fr 11–18 Uhr, Sa 11–16 Uhr, sonn- und feiertags geschlossen Ermäßigungen für ausgewählte Konzerte 30% Ermäßigung beim gleichzeitigen Kauf von drei oder mehr Konzerten des Festivals »Elbphilharmonie Visions«. Wählen Sie dafür »Visions Trio-Bonus 30%« bei der Platzauswahl. Besucher:innen unter 30 Jahren erhalten 50% Ermäßigung oder ab 14 Tagen vor dem Konzert das REDticket (die besten verfügbaren Plätze für nur € 12). Weitere Ermäßigungen für Menschen mit Schwerbehinderung, Arbeitssuchende und Sozialhilfeempfänger:innen Weitere Informationen unter elphi.me/rabatte
IMPRESSUM Herausgeber HamburgMusik gGmbH Platz der Deutschen Einheit 4, 20457 Hamburg Geschäftsführung Christoph Lieben-Seutter, Jochen Margedant Pressekontakt Dr. Martin Andris | E-Mail: presse@elbphilharmonie.de Redaktion Barbara Lebitsch, Clemens Matuschek, Britta Voß Gestaltung, Layout und Satz Alexander Irschfeld Fotonachweis Visuals (Julia Sang Nguyen), Nenadić (Julian Conrad), Bjarnason (unbezeichnet), Illés (Sven Lorenz), Žuraj (Ras Rotter), Schaerer (Gregor Hohenberg), Eötvös (Priska Ketterer), Saunders (Astrid Ackermann), Zimoun (Studio Zimoun), Cornelius (Maxim Schulz), Lim (Fiona Wolf), Srnka (Kaupo Kikkas), Mazzoli (Marylene Mey), Argue (Ben Knabe), Lang (unbezeichnet), Zubel (Łukasz Rajchert), Zimoun (Studio Zimoun), Installationen (Studio Zimoun) Druck Druckerei Siepmann GmbH, Hamburg Redaktionschluss 15.9.2026 | Änderungen vorbehalten Principal Sponsors Elbphilharmonie
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