Skip to main content

Zeitlos Seefeld Winter 2017/18

Page 1

LANGLAUFPARADIES

Seefeld wird weltmeisterlich

EIN HERZ FÜR HOLZ

Traditionsreiches Handwerk

TOP-EVENTS

Termine in der Region

W I N T E R 2017/18 € 5,-

E I N P L AT E A U . F Ü N F G E M E I N D E N . E R L E B E N S I E D A S S O N N E N P L AT Z L .


HAPPY HEARTS

HAPPY DIAMONDS


E D ITO R IA L

WINTERWELT A WORLD OF WINTER Are you looking for a winter with glistening snow, white woods, and a real skiing experience? Grüß Gott and a hearty welcome to the Olympiaregion Seefeld! Where your personal winter fairy tale can come true. The winter landscape of the plateau enchants visitors anew every year, with its wide-open spaces, gentle hills and its special mountain panorama. Let yourself be inspired by the beauty of the scenery and get to know the wide range of possibilities it has to offer. Find your favourite slope or your own rustic ski hut, go for a stroll through the town’s pedestrian area or let yourself be thoroughly spoiled at your hotel wellness area. The sporting and cultural variety on offer will enchant you! Our reputation is built on fulfilling the widely-varying demands of our guests. Whether you’re here for a little bit of luxury or simply for fun, Seefeld and its surrounding area will welcome you with typical Tyrolean hospitality. Discover the power of nature and spend your most precious time in the most beautiful location. I look forward to welcoming you personally to the Olympiaregion Seefeld! Elias Walser Managing Director of Seefeld Tourism Association

Lust auf Winter, glitzernden Schnee, weiße Wälder und echtes Skierlebnis? Grüß Gott und herzlich willkommen in der Olympiaregion Seefeld! Hier wird Ihr eigenes Wintermärchen wahr!

ie Winterlandschaft des Hochplateaus mit seinen weiten Ebenen, sanften Hügeln und dem einzigartigen Bergpanorama verzaubert jedes Jahr aufs Neue. Lassen Sie sich durch die Schönheit der Landschaft inspirieren und lernen Sie das breite Spektrum an Möglichkeiten kennen. Finden Sie Ihren Lieblingshang, die Lieblingsloipe oder Ihre urige Skihütte, bummeln Sie durch die Fußgängerzone oder lassen Sie sich im Wellnessbereich Ihres Hotels mal so richtig verwöhnen: Die Vielfalt sowohl im sportlichen als auch im kulturellen Bereich wird Sie begeistern!

D

U n s e r N a m e ist bekannt für die

verschiedensten Ansprüche unserer Gäste. Ob mit ein bisschen Lust auf

Luxus oder einfach nur zur Gaudi – die Olympiaregion Seefeld begrüßt Sie mit typischer Tiroler Gastfreundschaft. Entdecken Sie die Kraft der Natur und verbringen Sie Ihre schönste Zeit dort, wo es am schönsten ist.

I c h w ü r d e m i c h f r e u e n , Sie persönlich in der Olympiaregion Seefeld begrüßen zu dürfen!

E l i a s Wa l s e r , G e s c h ä f t s f ü h r e r To u r i s m u s v e r b a n d S e e f e l d

I M P R E S S U M // I M P R I N T

ZEIT.LOS – DAS MAGAZIN FÜR DIE OLYMPIAREGION SEEFELD ERSCHEINUNGSWEISE: 2 x jährlich • AUFLAGE: 35.000 Stück • MEDIENINHABER, VERLEGER UND HERAUSGEBER: eco.nova corporate publishing KG GESCHÄFTSFÜHRUNG: Mag. Sandra Nardin, Christoph Loreck • CHEFREDAKTION: Marina Kremser • REDAKTION: Alexandra Keller • LAYOUT: Tom Binder ANZEIGEN: Hannah Oderich • FOTOS: Wenn nicht anders gekennzeichnet: Tom Bause, Olympiaregion Seefeld • DRUCK: Radin-Berger-Print GmbH REDAKTION UND ANZEIGENANNAHME: eco.nova corporate publishing KG, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/290088, E-Mail: zeitlos@econova.at

W I N T E R 2017/18

3


I N H A LT / C O N T E N T

EIN PLATEAU. FÜNF GEMEINDEN. DAS MAGAZIN.

REGIONAL

REGIONAL

6_D i e

48_Vo n

grosse Chance

Die Langlauf- und Olympiageschichte des Seefelder Plateaus. Als die Bretter vor über 50 Jahren wandern lernten und welche Chancen Großveranstaltungen bergen.

16_I m

Interview

Der Seefelder Langlaufheld Martin Tauber über die Planung zur FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2019.

20_P r ä c h t i g e s

Erbe

Toni Gaugg war ein echtes Original und hat nicht nur herzliche Erinnerungen hinterlassen, sondern auch das berühmte Elchkalb und seine Pleisenhütte. TRADITION

26_S t i m m u n g s v o l l e s

Hans und Monika Neuner haben mit dem Kapellenadvent eine vorweihnachtliche Tradition erschaffen.

34_E i n

Herz für Holz

Der Leutascher Georg Nairz hat eine Leidenschaft für Holz und gemeinsam mit seiner Frau Doris aus einer Passion eine Profession gemacht. FREIZEIT

42_M a g i s c h e

54_S e e f e l d

alpin

Die Ski-Arena der Olympiaregion Seefeld bietet modernste Liftanlagen für Wiedereinsteiger, Ski-Anfänger und Fortgeschrittene.

62_W i n t e r i d y l l e

Nach dieser Wanderung durch das winterliche Idyll des Seefelder Plateaus ist das Leben ein schönes Stück reicher. KULINARIK

Königin der Krapfen

Patrick Trois, Chef des Dorfkrug in Mösern, lässt mit seinen Schlutzkrapfen die Geschmacksknospen tanzen. V E R A N S TA LT U N G E N

76_T o p - E v e n t s

im Winter

Sportlich-vital, lebensfroh und authentisch: die Veranstaltungen in der Olympiaregion Seefeld bieten für jeden Geschmack das Passende.

Kräfte

Wer bei Vollmond eine Tour auf die Rauthhütte unternimmt, spürt den Rausch der Glückshormone.

4

Stöpseln und Flitzern

In den letzten zwei Jahren hat sich der Seefelder Birkenlift zu einem Winterzauberland für Kinder jeden Alters entwickelt.

68_D i e E i n ta u c h e n

15_ The big opportunity

The cross-country skiing history of the Seefeld plateau. 23_ A precious heritage Toni Gaugg and the story of his Pleisenhütte.

TRADITION 32_ Getting into the mood

for Christmas The chapel Advent has become a new tradition. 40_ A heart for wood Georg Nairz has turned his passion into a profession.

LEISURE 47_ Magical powers

To the Rauthhütte under a full moon. 52_ Toddlers to speed merchants The Birkenlift in Seefeld is a winter wonderland for children. 60_ Skiing in Seefeld An overview of the Olympiaregion Seefeld ski arena. 67_ A winter idyll Experiencing the winter idyll of the Seefeld plateau the gentle way.

CUISINE 74_T he queen of Krapfen

The Dorfkrug inn in Mösern makes taste buds dance for joy.

EVENTS 78_ The top winter events

Alle Events und Infos finden Sie unter WWW.SEEFELD.COM

W I N T E R 2017/18

Selected events in the Olympiaregion Seefeld.


Krumers Post Hotel & Spa ****s Dorfplatz 25 | 6100 Seefeld in Tirol Tel. +43 (0) 5212 2201 post@krumers.com www.krumers.com

Hotel Karwendelhof **** Bahnhofstrasse 124 | 6100 Seefeld in Tirol Tel. +43 (0) 5212 2655 office@karwendelhof.com www.karwendelhof.com

Krumers Alpin Resort & Spa ****s Krinz 32 | 6100 Seefeld in Tirol Tel.: +43 (0) 5212 53333 urlaub@krumers-resort.com www.krumers-resort.com


REGIONAL

ALS DIE BRETTER WANDERN LERNTEN Die ersten Skiwanderer, die sich auf dem Seefelder Plateau tummelten, galten als kurios und auch ein wenig verrückt. Mit den Olympischen Spielen des Jahres 1964 änderte sich das. Als langjähriger TVB-Direktor hat Walter Frenes die Entwicklung angestoßen und begleitet. Wie ein unermüdlicher Prediger mit richtig viel Gespür für den Schnee am Plateau.

6

W I N T E R 2017/18


W I N T E R 2017/18

7


DIE OLYMPIAREGION hat sich seit den ersten Olympischen Winterspielen im Jahr 1964 zum Langlaufparadies entwickelt. Allein in Seefeld laden zehn bestens präparierte Loipen zu Sport und Genuss ein.

8

W I N T E R 2017/18


REGIONAL

WENN DIE OLYMPISCHEN WINTERSPIELE 1964 ALS INITIALZÜNDUNG FÜR DAS BESTE LANGLAUFZENTRUM IM ALPENRAUM BEZEICHNET WERDEN, DANN BRACHTEN DIE SPIELE DES JAHRES 1976 DEN DURCHBRUCH. IM FEBER 1933 wurden die 10. Nordischen Skiweltmeisterschaften in Innsbruck ausgetragen. Die Langlaufbewerbe fanden in Seefeld statt – mit dabei unter anderem der Schwede Lars Utterström, der über 18 Kilometer den 5. Platz belegte und über 50 Kilometer Zweiter wurde.

as Bild des verschneiten Seefelder Plateaus ganz ohne Langläufer. Die Vorstellung mag so gar nicht passen, doch in Seefeld wie anderswo in den Tiroler Bergen entlockten diese eigentümlichen Gestalten mit ihren lustigen Mützen und den im Bart gefrorenen Kondensstreifen früher ein leicht arrogantes Naserümpfen. Sich mit Skiern an den Füßen in der Ebene zu bewegen war für Anhänger des alpinen Skilaufs fast schon würdelos und wurde jedenfalls als kurios belächelt. So waren sie nun mal, die wilden Buben der Berge, die ihren Wagemut an den zunehmend mit Liften erschlossenen Hängen unter Beweis stellten und ihre nordischen Kollegen, die Anfang der 1960er-Jahre anfingen, stundenlang durch die Wälder zu marschieren, um am Ende fix und fertig umzufallen, schlichtweg für verrückt hielten. „Wir waren bei einer Veranstaltung in Oslo und da habe ich gesehen, wie die Leute hinaus in die Wälder gezogen sind – auf den Langlaufloipen. Das war für mich ein prägender Eindruck“, blickt Walter Frenes zurück in die 1960er-Jahre, als er mit dem nordischen Virus infiziert wurde.

D

I n I n n s b r u c k standen für 1964 die Olympischen Winterspiele auf dem Plan und Seefeld war aufgrund seiner

dafür perfekten geografischen Voraussetzungen dazu auserkoren worden, die nordischen Wettbewerbe auszurichten. Langlauf, Biathlon, Skispringen. Das Plateau musste vorbereitet werden. Diese Herausforderung führte den Direktor des damaligen Fremdenverkehrsverbandes Seefeld gleichsam zwangsläufig in den Norden Europas, wo dem Nordischen gehuldigt wurde wie hierzulande dem Alpinen. „Es war zu der Zeit schon klar, dass wir am Plateau im Alpinskilauf begrenzte Möglichkeiten haben, und wir haben im Skiwandern eine Chance gesehen“, erklärt Frenes die Faszination, die ihn erfasste, als er die große Zahl Skandinavier gesehen hatte, deren Volkssport es war, die Freizeit auf Langlaufskiern zu verbringen.

D e r K u lt manifestierte sich bei dem Vollblut-Seefelder, der 1955 die Geschäftsführung des Fremdenverkehrsverbandes übernommen hatte, und verwandelte sich zunehmend in eine an Obsession grenzende Vision. Seine extreme Einstellung war durchaus notwendig, hatte sich doch selbst bei den Olympischen Winterspielen des Jahres 1964 gezeigt, dass der Langlaufsport mehr als touristischer Gag empfunden wurde denn als Möglichkeit, dem Plateau den entW I N T E R 2017/18

LANGLAUFEN HEUTE Das großflächige Langlaufareal der Olympiaregion offeriert täglich frisch gespurte Langlaufstrecken für den Klassik- und Skatingstil. Langlauf auf höchstem Niveau wird neben den traditionellen Loipen auch auf Spezialloipen geboten: 44,5 Kilometer qualitätsgeprüfte Loipen stehen für ein barrierefreies Schlittenlanglaufen, zwei beleuchtete Nachtloipen und eine Hundeloipe bieten beste Voraussetzungen für das Langlaufen in einer der herrlichsten Berglandschaften in Tirol.

9


REGIONAL

WEIL ES ANFANGS NOCH KEINE GERÄTE GAB, MIT DENEN DIE LOIPEN PRÄPARIERT WERDEN KONNTEN, WURDEN SIE VON DEN SEEFELDERN EBEN ERFUNDEN.

scheidenden Kick zu verpassen. Auf dem hehren olympischen Treppchen waren damals Männer mit teils schwer auszusprechenden Namen gelandet – Eero Mäntyranta oder Klawdija Bojarskich. So gut wie alle Medaillengewinner der zehn nordischen Disziplinen stammten aus Skandinavien oder der Sowjetunion. Der Sieger der nordischen Kombination jedoch – der Deutsche Georg Thoma – darf im Rückblick wohl als gutes Omen für die Zukunft des Plateaus verstanden werden. „Die Zuschauerzahl von 50.000 Menschen beim Skispringen ist mir in besonderer Erinnerung geblieben. Die sind von der Sprungschanze bis zur Sportalm gestanden und mittendrin waren der Schah von Persien und seine Gattin Farah Diba“, erinnert sich Frenes gut an die Bilder, die damals nicht nur ihn, sondern die ganze Welt entzückten. Diese Olympischen Spiele hatten die Prominenz wie ein Magnet angezogen. Könige, Königinnen, Kronprinzen oder Prinzessinnen waren nach Tirol gereist, österreichweit wurde ein Run im Verkauf von TV-Geräten ausgelöst, die Tiroler Schulen waren generell geschlossen und in den Wiener Schulen durften die Schüler – kraft eines besonderen ministeriellen Erlasses – nicht nur die Eröffnungsfeier, sondern auch andere Olympiaereignisse via Fernseher verfolgen. Das olympische Fieber wurde durch das erstmals im antiken Olympia entzündete Feuer angeheizt. „Es war ein Highlight“, weiß Frenes. Ein Highlight, das zur Initialzündung für den Langlaufsport am Seefelder Plateau wurde.

10

AM PLATEAU wurden sie lange belächelt, die Langläufer. Heute ist Seefeld ohne sie kaum denkbar.

S p o r t j o u r n a l i s t Karl Morgenstern

hielt am 17. Januar 1975 in der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“ fest: „Wie kein anderes Dorf im Alpenland hat es dieser Flecken verstanden, binnen weniger Jahre aus dem Skilanglauf – auf dem Seefelder Hochplateau spricht man mit unüberhörbarem urlauberfreundlichen Understatement vom Skiwandern – einen Kult und dazu ein gutes Geschäft zu machen.“

1 9 7 5 . In Seefeld und Innsbruck bereitete man sich auf die Olympischen Winterspiele 1976 vor und in den elf Jahren, die seit den ersten Spielen vergangen waren, hatte sich einiges verändert. „Wir haben das mit dem Skiwandern gestartet. Es war W I N T E R 2017/18

mühsam, aber es hat funktioniert. Fast bis zu den zweiten Olympischen Spielen hat es gedauert, bis es gegriffen hat“, sagt Walter Frenes. Wie ein Prediger sei er nach den ersten Spielen herumgefahren, hatte sich erkundigt, wie es die anderen machten, und bei den heimischen Sportgeschäften geradezu gebettelt, doch auch Langlaufskier anzubieten. Ablehnende und pur alpin verblendete Sturheit war die Reaktion, sodass sich der Tourismusverband zu cleveren Tricks gezwungen sah. Aus Norwegen wurden Langlaufskier importiert und ein begeisternder Mitarbeiter animierte die Gäste vor dem Seekirchl, dem Wahrzeichen des Ortes, dazu, sie doch kostenlos auszuprobieren. Mosaiksteinchen für Mosaiksteinchen,


Herzlich willkommen.

© TOM BAUSE

Einen unvergesslichen Aufenthalt im 4*-SuperiorHotel Eden wünscht Ihnen schon jetzt das gesamte Eden-Team. Wir sorgen für Ihre guten Gefühle.

„WIR HABEN DAS MIT DEM SKIWANDERN GESTARTET. ES WAR MÜHSAM, ABER ES HAT FUNKTIONIERT. FAST BIS ZU DEN ZWEITEN OLYMPISCHEN SPIELEN HAT ES GEDAUERT, BIS ES GEGRIFFEN HAT.“ WALTER FRENES

mal offensiv, mal subversiv wurde so an einer Sportart gebastelt, die dem Seekirchl bald als so bewegtes wie bewegendes Wahrzeichen Konkurrenz machen sollte. Die an Obsession grenzende Vision versetzte Berge und kitzelte zudem den Erfindungsgeist. Weil es anfangs noch keine Geräte gab, mit denen die Loipen präpariert werden konnten, wurden sie von den Seefeldern eben erfunden, und als dann die erste österreichische Skifirma Lunte roch und damit begann, Langlaufskier zu produzieren, startete mit dem immer mehr in die Breite gehenden Sport auch das Seefelder Plateau durch. In vielfacher Hinsicht prägten die Olympischen Winterspiele den Ort. „1964 wurde die Umfahrung von Seefeld im Osten gebaut. Vorher war der gesamte Verkehr durch Seefeld gegangen“, weiß Frenes. Und 1976? „Da wurde beispielsweise die Umfahrung für die Fußgängerzone gebaut. In dem Jahr waren wir nach Zermatt der zweite Ort in den Alpen mit einer Fußgängerzone. Das alles hat uns auch ermutigt, das Sport- und Kongresszentrum zu bauen. Alle Infrastruktureinrichtungen, die für die nordischen Wettkämpfe gebaut wurden, wurden und werden genutzt.“ Nachhaltigkeit, das Leitmotiv für die FIS Nordische Ski-WM 2019, hat am Plateau eine lange Tradition.

Nordic-Lifestyle-Package: • 5 Übernachtungen im Doppelzimmer „Standard“ • Begrüßungsgetränk • Reichhaltiges Frühstücksbuffet • Hausgemachter Kuchen am Nachmittag • WLAN gratis • 5-Gang-Genießerhalbpension mit Salat- und Käsebuffet • Granderwasser und Tees im Eden SPA mit beheiztem Außenpool, verschiedenen Saunen und Fitnessbereich • Badetasche mit Bademantel, Slippern und Badetüchern • Casino-Gutschein für ein Glas Frizzante und ein Casino-Souvenir Ihre Vorteile mit unserem Nordic-Lifestyle-Package: • 1 Kopf-Nacken-Schulter-Massage (ca. 25 Min.) • Langlaufkurs mit der Cross Country Academy „Martin Tauber“: 3x Gruppenunterricht: Montag, Dienstag und Mittwoch (klassisch oder skaten / Anfänger oder Fortgeschrittene) 1x Privatunterricht (60 Minuten): Do. nach Vereinbarung • Loipengebühr für über 256 km Langlaufloipen Buchbar von Sonntag bis Freitag! 18.12. – 22.12.2017 und 04.03. – 19.03.2018 07.01. – 19.01.2018 28.01. – 03.03.2018

€ 608,00 € 690,00 € 788,00

Das Hotel Eden Münchner Straße 136 | 6100 Seefeld T +43 (0)5212 50495 | F +43 (0)5212 50494 info@eden-seefeld.at | www.eden-seefeld.at

W I N T E R 2017/18

11


REGIONAL REGIONAL

1985 war Seefeld Austragungsort der Nordischen Ski-WM.

„WIR WAREN BEI EINER VERANSTALTUNG IN OSLO UND DA HABE ICH GESEHEN, WIE DIE LEUTE HINAUS IN DIE WÄLDER GEZOGEN SIND – AUF DEN LANGLAUFLOIPEN.“

WALTER FRENES

12

W e n n d i e Olympischen Winterspiele 1964 als Initialzündung für das beste Langlaufzentrum der Alpen bezeichnet werden, dann brachten die Spiele des Jahres 1976 den Durchbruch. Die Zeit dazwischen füllt der Pioniergeist, für den Walter Frenes Pate steht. Wie später bei der Prägung des Plateaus als Golfdestination hatte er zur rechten Zeit das richtige Gespür gehabt – für Chancen, die die Berglandschaft des auf 1.200 Höhenmetern gelegenen Hochplateaus bietet. Und wie später bei den Grundstücksverhandlungen für den Golfplatz hatte er es auch bei der Planung und Umsetzung der Loipen verstanden, die vielen unterschiedlichen Köpfe unter einen Hut zu bringen. „Das hat mir immer Spaß gemacht. Langfristig zu denken war dabei immer die wichtigste Kategorie“, erzählt der 1937 Geborene. Mit diesem Ansatz und dem unermüdlichen ganzkörperlichen Einsatz, der dem nordischer Athleten durchaus ähnelt, konnte sich die Region entwickeln wie keine andere. Stand Mitte der 1970er-Jahre bei guten Schneeverhältnissen schon ein bestens präpariertes Loipennetz von rund 80 Kilometern Länge zur Verfügung, so kann an den aktuell 256 Loipenkilometern ein Stück W I N T E R 2017/18

weit abgemessen werden, wie die Langlaufgeschichte weitergegangen ist. A l l e S c h w i e r i g k e i t s g r a d e kön-

nen nordisch gelaufen werden, teilweise mit Hund oder ohne, in der Nacht oder bei Sonnenlicht, auf weltmeisterlichem Niveau oder in gemütlicher Stimmung. Und immer wieder waren Großveranstaltungen Highlights, mit denen die Entwicklung vorangetrieben wurde. 1985 war Seefeld Austragungsort der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaft, seit 2004 wird alljährlich der Weltcup der Nordischen Kombinierer in der Olympiaregion Seefeld veranstaltet, 2012 strahlte sie neuerlich in den Farben der olympischen Ringe, als die nordischen Wettkämpfe der Jugendwinterspiele hier ausgetragen wurden, und mit der FIS Nordischen Ski-WM 2019 steht das nächste große Ereignis auf dem Programm.

Ü b e r 5 0 J a h r e , 256 Loipenkilometer und die Aussicht auf wieder eine mit den Weltbesten gespickte nordische Meisterschaft später hat sich das Bild total gewandelt. Das verschneite Seefelder Plateau ganz ohne Langläufer ist so unvorstellbar wie kurios. Und auch ein wenig verrückt.


Urlaubs-Feeling BY CASINOS AUSTRIA

& Dinner ght Ni Casino um nur

7,– € 14 p.P.

Unvergessliche Momente voll Genuss und prickelnder Unterhaltung. Dinner & Casino Night um nur € 147,– pro Person beinhaltet: Eine Übernachtung mit Frühstück in einem der charmanten CasinoUrlaub-Hotels in Baden, Bregenz, Graz, Innsbruck, Kitzbühel, Linz, Salzburg, Seefeld, Velden, Wien oder Zell am See, ein exklusives 4-gängiges Dinner und € 20,– in Begrüßungsjetons für Ihren Casinobesuch samt einem Glas Frizzante* an der Casino Bar. * wahlweise Mineralwasser oder Orangensaft. Details & weitere Angebote auf casino-urlaub.at Serviceline: +43 (0)1 534 40 50

casino-urlaub.at

facebook.com/casinosat


14

W I N T E R 2017/18


E N G L I S H S U M M A RY

WHEN SKIS LEARNED HOW TO WALK The first ski hikers traversing the Seefeld plateau were considered a curiosity, as well as a little crazy. Today, it’s almost impossible to think of Seefeld without cross-country skiers.

t’s hard to imagine a picture of the I snow-covered Seefeld plateau without cross-country skiers. In the past, alpine skiing enthusiasts deemed it almost beneath their dignity to move on level terrain with skis on their feet. A lot has changed since then and numerous large sport events played a part in that change. T h e O ly m p i c W i n t e r G a m e s o f 1 9 6 4 , for

example, when Seefeld was chosen to host the Nordic competitions, i.e. cross-country skiing, biathlon, and ski jumping, because of its perfect geographical situation. The plateau had to get ready for the event. And it was. “No other village in the Alps understood how to turn cross-country skiing into a cult within a few years – on the Seefeld plateau people with unmistakable tourist-friendly understatement talk about ski walking –and to do great business into the bargain,” wrote sports journalist Karl Morgenstern for the German weekly Die Zeit on January 17, 1975. At the time, Seefeld and Innsbruck were getting ready for the 1976 Olympic Winter Games and, in the eleven years since the first Games, quite a lot had changed. “We started the ski walking thing. It was not easy, but it worked. It took almost until the second Olympic Games for it to take hold,” says Walter Frenes, director of the local tourist board for many years. While the Olympic Winter Games of 1964 are

regarded as the initial spark for the establishment of the best cross-country skiing centre in the world, the Games of 1976 brought the real breakthrough. The years in between were filled by the pioneering spirit represented by Walter Frenes himself. As with the later promotion of the plateau as a golf destination, he had the right instinct at the right time, an instinct for the opportunities offered by the mountain landscape of the plateau at 1,200 metres above sea level. Whereas, in the middle of the Seventies, and with favourable snow conditions, the resort boasted a perfectly-groomed network of tracks extending across some 80 kilometres, the 256 kilometres currently available give a fair indication of how the cross-country skiing story has developed. To d ay, Nordic athletes can choose from all levels

of difficulty. And large events have repeatedly provided highlights with which the development has been pushed forward. In 1985, Seefeld was the venue for the FIS World Nordic Ski Championships, and the Olympiaregion Seefeld has hosted the World Cup Nordic Combined Triple every year since 2004. In 2012, it once again displayed the colours of the Olympic rings, when the Nordic competitions of the Youth Olympic Games were held here. And with the 2019 World Nordic Ski Championships, the next big event is already in the offing.

W I N T E R 2017/18

15


I NTE RVI E W

„ECHTE NACHHALTIGKEIT IST DER GRÖSSTE UND WICHTIGSTE SCHWERPUNKT IN DER PLANUNG UND UMSETZUNG. JEDER VERBAUTE ZENTIMETER WIRD SO VERBAUT, DASS MAN IHN DANACH ZU 100 PROZENT FÜR DIE GÄSTE NUTZEN KANN.“ © TOM BAUSE

MARTIN TAUBER

„DAS NONPLUSULTRA“ Der Seefelder Langlaufheld Martin Tauber ist federführend an der Planung der weltmeisterlichen Infrastruktur für die FIS Nordische Ski-WM 2019 beteiligt. Im Interview verrät er, warum die Olympiaregion damit zur Lokomotive der nordischen Skiwelt wird.

MARTIN TAUBER 2006 bei den Olympischen Winterspielen in Turin

16

ZEIT.LOS: Sie arbeiten intensiv an der Planung der FIS Nordischen Skiweltmeisterschaft 2019 mit. Welche Rolle spielen Sie dabei? MARTIN TAUBER: Bei der WM 2019 bin ich Rennleiter für Langlauf und war von der ersten Sekunde bei der Planung und Layoutgestaltung dabei, als es etwa darum ging, welche Loipen wir wo und wie neu bauen oder wo das Stadion errichtet wird. Jetzt beaufsichtige ich die Bauarbeiten im sportlichen Bereich. Ich bin nicht der Diplomingenieur, sondern schaue mir im Detail an, ob die Loipenbreiten passen oder wie sich die Kurven ausgehen – ob sie beispielsweise zu schnell sind oder man sie noch nachkorrigieren W I N T E R 2017/18

muss. In weiterer Folge geht es darum, das Ganze dem Tourismus zu übergeben. Ist die Mischung aus eigenen Erfahrungen im Spitzensport und der Ortskenntnis als Seefelder hilfreich? Natürlich. Ich war sieben Jahre in der Nationalmannschaft und bin beim TVB verantwortlich für die nordischen Belange – ob das nun Loipenbauten, Präparierung oder Beschneiung betrifft, vom Schneemanagement bis hin zur Beschilderung. Da ist es natürlich gut, das täglich zu beobachten und zu beurteilen, ob sich alle vom Profisportler bis zum Hobbylangläufer wohlfühlen.


IN SEEFELD wird seit drei Jahren Snowfarming betrieben und damit quasi Schnee als Backup für schneearme Zeiten gelagert.

Wie können Profis und Amateure verbunden werden, wenn Strecken für den weltmeisterlichen Wettkampf gestaltet werden? Das klingt nach einer Monsterherausforderung. Nein, das ist es nicht. Es gibt Minimum- und Maximumwerte, wie eine FIS-Strecke auszuschauen hat. Da kann ich die Monster-WM machen mit den schwersten Loipen und damit in die Geschichte eingehen. Oder wir sagen, unsere WM entspricht den Normen, aber von den Höhendifferenzen der Anstiege bewegen wir uns eher auf dem unteren Niveau. Bei den Abfahrten ist es so konzipiert, dass wir sie bewusst eher sanfter bauen – auch in Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Wettkämpfe bei der WM im Massenstart ausgetragen werden und man davon ausgehen muss, dass die Dichte der Athleten immer mehr zeitgleich unterwegs ist. Wir haben beispielsweise keine rechtwinkeligen Kurven dabei. Man muss ja nicht alles noch extremer machen. Trotzdem kann die Loipe nicht für Anfänger geeignet sein? Es gibt ganz klare Definitionen zwischen leichten, mittelschweren und schweren Loipen, die blau, rot und schwarz gekennzeichnet sind. Dass die Wettkampfloipe eine schwarze Loipe sein wird, ist klar. Die ist nicht geeignet für einen Anfänger, der gerade frisch aus dem Kurs kommt. Aber wir haben in der Region mehr als genug blaue, sprich leichte Loipen. Wenn ich an die Leutasch denke oder an Scharnitz – da ist man bestens aufgehoben und hat unendlich viele Loipenkilometer für den Urlaub.

Machen die klaren Vorgaben, die für die WM 2019 gelten, es auch leichter, weil eben klar ist, dass keine groben Eingriffe in die Natur erlaubt sind und so gar nicht weiter darüber nachgedacht werden muss? Grundsätzlich ist der Eingriff in die Natur, der 2017

passierte, schon ein enormer. Man darf nicht vergessen, dass wir mit der letzten Nordischen Skiweltmeisterschaft in Seefeld 1985 die letzte Großveranstaltung hatten. Zu der Zeit war der Langlaufsport noch ganz anders aufgestellt. Es gab keine Skatingtechnik beziehungsweise wurde die während dieser WM geboren. Alle Loipen waren während der WM schon zu schmal und darum wertlos geworden. Danach wurde zwar ein Skatingangebot geschaffen, was aber jetzt passiert, ist, dass wir nicht nur up to date für die Nordische WM sind, sondern das ist für Jahrzehnte das Nonplusultra. Woran kann das festgemacht werden? Wir haben etwa bei den Loipenbreiten schon sehr weit vorausgeschaut. Auch wenn sich der Sport weiterentwickelt, werden wir die passenden Breiten haben. In der Bauphase geht natürlich überall der Staub auf, aber jede Baustelle sollte ihre Zeit bekommen und im Herbst 2018 wird alles schon grün sein. Das gesamte Bauvorhaben wird auch durch die ökologische Bauaufsicht begleitet, wo man bewusst darauf schaut, dass keine Autobahn gebaut, sondern es so geformt wird, dass es ein bisschen wild ausschaut. So wie es die Natur vorgibt. Darauf wurde großer Wert gelegt. In

unserer Langlaufgeschichte haben wir überall dort, wo jetzt Strecken gebaut werden, schon einmal eine Loipe gehabt. Wir sind zum Teil auf Trassen aus dem Jahr 1976, die in den letzten Jahrzehnten zugewachsen sind. Nur ein Teil ist ganz neu, doch dafür haben wir im Gegenzug viele alte Loipenkörper, die bis letztes Jahr noch im Einsatz waren, der Natur zurückgegeben. Die Bauarbeiten haben am Seefelder Plateau zu vergleichsweise sehr wenig Widerstand geführt. Worauf führen Sie das zurück? Von Anfang an hat es immer Treffen mit der Bevölkerung gegeben, wo sie informiert wurde. Dieser Informationsfluss war und ist entscheidend. Ich merke es selber, wenn ich draußen am Gelände bin und von Einheimischen gefragt werde. Im Laufe der Baustelle, wo alles ein Gesicht bekommen hat, hat sich auch bei den Kritikern das Blatt gewendet und ich führe das auf die Transparenz zurück, die stets gelebt wurde. Das Verständnis, dass der Langlaufsport die touristische Ader unserer Region ist, ist viel mehr in den Köpfen verankert als das noch vor ein paar Jahren der Fall war. Das hat sich in den vergangenen 10 Jahren sehr gut entwickelt und es wird sich nach der

„WIR HABEN AUF DEN RUND 15 KILOMETERN WM-LOIPENLÄNGE AN 77 PUNKTEN DIE MÖGLICHKEIT, SCHNEEERZEUGER AUFZUSTELLEN.“ MARTIN TAUBER

W I N T E R 2017/18

17


I NTE RVI E W

DIE VORBEREITUNGEN für die WM 2019 laufen, das Streckenlayout für die Langlaufbewerbe steht.

Weltmeisterschaft noch weiter entwickeln – davon bin ich zu 100 Prozent überzeugt.

Nicht nur die Nachhaltigkeit ist ein tragendes Schlagwort für die WM 2019, sondern auch Innovation. Welche Innovationen sind es, die Seefeld bieten wird? Das Nonplusultra oder das Must-have ist Schnee. Wenn zu Weihnachten der Schnee fehlt, ist das nicht lustig. Vor dem Hintergrund hat man den Schwerpunkt daraufhin ausgerichtet und gesagt, wir brauchen eine Beschneiungsanlage in einer ganz anderen Dimension. Es ist kein Geheimnis, dass die wirklich kalten Tage vor Weihnachten immer weniger werden. Umso wichtiger ist, dass die Beschneiungsstunden maximal genutzt werden können. Darum sind der Wasserspeicher am Gschwandtkopf, die Beschneiungsanlagen und die Beschneiungspunkte so wichtig.

Was sind Beschneiungspunkte? Wir haben auf den rund 15 Kilometern WM-Loipenlänge an 77 Punkten die Möglichkeit, Schneeerzeuger aufzustellen. Das wurde fix verrohrt. Wo wir den Schnee brauchen, können wir ihn produzieren. Das ist in dieser Dimension und Klasse – also dem modernen Stil, wie wir es gebaut haben – weltweit einzigartig. Am Langlaufsektor gibt es das sonst noch nicht. Welche Rolle spielt Snowfarming? Snowfarming gibt es schon einige Jahre – bei uns in der Region nun das dritte

18

Jahr. Zu wissen, dass ich schon eine gewisse Schneemenge zur Verfügung habe, ist so beruhigend wie wichtig. Wenn wir aufgrund der Temperatur unsere Beschneiungsanlage nicht in Betrieb nehmen können, dann haben wir unseren Backup-Schnee liegen, auf den wir zurückgreifen können. Auch wenn es ein enormer Aufwand ist, das Ganze zu betreiben, ist es für uns sehr wichtig. So wird der Langlauf auch planbarer.

Man muss flexibel sein und die Möglichkeiten zu nutzen wissen? Genau, man muss es einfach zusammenspielen können. Das zählt zum Schneemanagement und eine Maßnahme ist, eine Absicherung zu schaffen. Dafür muss ich schon im Winter vorher eine Schneemenge bunkern. Schnee wird immer wertvoller. Das ist für uns das weiße Gold. Auf Frau Holle als Schneemanagerin ist kein Verlass mehr? Nicht wirklich. Es wird mit Sicherheit im Zuge der Klimaveränderung auch wieder einmal Ausreißer mit schneereichen Wintern geben, aber in Summe wird es wärmer.

Im Zuge des Großprojektes WM 2019 haben wir alles, was technisch möglich ist, angeschafft, um dem positiv begegnen zu können.

Ist es ein Spaß für jemanden wie Sie, der das Leben auf der Loipe verbracht hat, das dabei gesammelte Wissen mit Neuem zu kombinieren und eine WM federführend mitzugestalten? Ja, das ist ein großer Spaß. Als Sportler bist du Jahrzehnte damit beschäftigt, deinen Körper und deine Leistung zu optimieren. Das Gleiche gilt es nun auf Funktionärsseite zu leben oder umzusetzen. Wir haben begrenzte Ressourcen aus der Natur und es gilt, das zu bündeln und zu optimieren, damit der Athlet das Gleiche bekommt, das ich vor zehn Jahren bekommen habe. Wir haben enorm viel technisches Know-how angesammelt, das erst für die Nordische Ski-WM und danach für die Tourismuswirtschaft auf dem Seefelder Plateau genutzt wird. Nichts ist für die Ewigkeit und irgendwann wird es wieder etwas Neues geben – aber jetzt sind wir auf dem Gebiet die Lokomotive.

ZUR PERSON Martin Tauber (* 1976) wuchs in der Gemeinde Seefeld auf. Sein Wohnhaus stand direkt an einer Langlaufloipe, wodurch ihm der Sport sozusagen in die Wiege gelegt schien. 1993 startete er im Alter von 17 Jahren in den Langlauf-Weltcup. Zu seinen zahlreichen Erfolgen seiner 24-jährigen Langlaufkarriere zählen neben der Teilnahme an den Olympischen Spielen und dem 5. Rang mit der ÖSV-Staffel in Oberstdorf 2005, mehrfach als österreichischer Staatsmeister im Skating und im Sprint auf dem Treppchen gestanden zu sein. Tauber ist Geschäftsführer der Cross Country Academy in Seefeld und Spezialist für Langlauf, Skiroller und Biathlon.

W I N T E R 2017/18


U N S E R S I E! E FÜR SERVIC en Loipenlich Den täg achstipp u n d W n te r gibt’s u lde fe www.se f.at langlau

VERKAUF • Langlaufausrüstung vom Anfänger bis zum Profi • Funktionelle Bekleidung auch für Kinder • Mountainbikes, Rennräder, Skiroller VERLEIH • Langlaufausrüstung – Skating & Classic • Kinder ab Schuhgröße 25 • Erwachsene bis Schuhgröße 50 • Schneeschuhe, Tourenski & Rodeln

JETZ T I N L E U AU C H T F Ü R S A SCH I E DA ! Weida ch 318 c 6105 L e u t as , e h e ma ch ls Spor t G ü nte r

SERVICE – WIR BRINGEN IHRE AUSRÜSTUNG WIEDER IN SCHWUNG • Spezial Langlauf-Strukturschliff • Gleitwachs/Steigwachs • Belagservice • Reparaturen und Montagen • Neueste Infrarottechnologie

WWW.SPORT-NORZ.AT Klosterstraße 120 • 6100 Seefeld • Tel. 05212-6252 • Öffnungszeiten: Montag – Sonntag 09.00 – 18.00 Uhr Weidach 318c • 6105 Leutasch• 05214-6305 • E-Mail: info@sport-norz.at

Hotline: +43 5212 50300 Booking: info@xc-academy.com Office I Seefeld: im Shop Sport Norz Office II Seefeld: Möserer Straße 273a Office III Leutasch: im Shop Sport Norz

www.xc-academy.com Skilanglaufkurse Biathlonkurse Skirollerkurse

Ihre Langlaufschule für Winter und Sommer Skate it. Roll it.


EIN RUNDUM PRÄCHTIGES ERBE Er war der Luis Trenker des Karwendels. Ein Original eben. Der „Pleisentoni“ hat nicht nur herzliche Erinnerungen hinterlassen, sondern auch das Wissen um die Höhlen, das berühmte Elchkalb und die Pleisenhütte. Ihr Standort bleibt legendär. So wie er.

20

W I N T E R 2017/18


REGIONAL

„ DIE GANZE HÜTTE TRÄGT DIE HANDSCHRIFT MEINES VATERS.“ SIGGI GAUGG

ier werden selbst die hartgesottensten Bergler weich. Auch jene, die glauben, alles gesehen und alle tollen Panoramen gespeichert zu haben, die die Bergwelten so bieten. Bei der Pleisenhütte weit oberhalb von Scharnitz halten sie alle inne. Um zu staunen. Und zu genießen. Und sich zu sagen: Ja, das hat er wohl gemeint. Von den Lechtaler Alpen über die Samnaungruppe und die Stubaier Alpen bis zum nahen Wettersteingebirge und dem Karwendel selbst – was sich von diesem Platz aus den Augen der Betrachter schenkt, ist fast schon zu viel des Schönen. Noch vor rund 65 Jahren war dieser trunken machende Blick nur einigen wenigen vorbehalten gewesen. Den Gämsen etwa, die sich gerne hier tummeln und diesen Bildern konsequent mit beneidenswerter Selbstverständlichkeit begegneten.

© TOM BAUSE

H

SIGGI GAUGG, Sohn des „Pleisentoni“, bleibt fasziniert vom Elchkalb-Skelett, das im Informationsbüro Scharnitz zu bestaunen ist.

F ü r T o n i G a u g g aber war dieser Flecken Erde schon immer der Platz der Plätze gewesen. Als er noch jung war und hier oben die Tiere der Scharnitzer Bauern hütete, wenn sie zur Sommerfrische auf die rund 1.750 Meter hoch gelegene Alm geschickt wurden, hatte ihn die Leidenschaft für den Pleisen und alles um ihn herum erfasst. Der Platz muss sein Sehnsuchtsort gewesen sein, als der junge Scharnitzer in russische Kriegsgefangenschaft geriet und nach dem Irrsinn des Zweiten Weltkrieges auch diesen Irrsinn zu überstehen hatte. Fünf Jahre und vier Monate verbrachte er in Gefangenschaft und nachdem er Mitte Dezember 1949 nach Hause kam, zog es ihn hinauf. Sollte er hierher zurückkehren – nach Scharnitz und in das Karwendel –, hatte er sich in den harten russischen Jahren zwei Ziele gesteckt: Die Birkkarspitze, der mit 2.749 Metern höchste Gipfel des Karwendels, sollte ein Kreuz bekommen und an den Hängen der Pleisenspitze W I N T E R 2017/18

DIE HÜTTE Die Anfang der 1950er-Jahre von Toni Gaugg errichtete Pleisenhütte liegt auf einer Höhe von 1.757 Metern unterhalb der Pleisenspitze und oberhalb des Ortes Scharnitz. Im Winter ist die Hütte nur an den Wochenenden geöffnet, im Sommer (Anfang Juni bis Ende Oktober) jeden Tag. Gehzeit von Scharnitz: ca. 2,5 bis 3 Stunden

TIPP: Aufgrund ihrer Lage und der Tourenmöglichkeiten ist die Hütte für Bergsteiger auch ein Stützpunkt bei mehrtägigen Touren – beispielsweise längeren Karwendeldurchquerungen (Toni-Gaugg-Höhenweg zum Karwendelhaus) oder bei Gipfelbesteigungen. Im Matratzenlager gibt es 39 Schlafplätze.

21


REGIONAL

„DIE FASZINATION HIER OBEN WIRD SOGAR ZUNEHMEND MEHR.“ SIGGI GAUGG

ein sprudelnder Quell für gute Geschichten gewesen, sodass seine Kinder nichts ausschmücken mussten: „Nein, das war alles schon spannend genug.“

DER „PLEISENTONI“ Toni Gaugg war ein echtes Original und sprudelnder Quell spannender Geschichten für Groß und Klein.

wollte er eine Hütte bauen. Beide Vorhaben setzte er mit einer Energie, die wohl durch die Erleichterung der Rückkehr befeuert wurde, rasch in die Tat um. Er errichtete das Gipfelkreuz und mit dem dortselbst unfreiwillig gesammelten Wissen darum, wie in Russland Blockhütten gebaut werden, baute er seine Hütte. D i e P l e i s e n h ü t t e . Knapp 25 Qua-

dratmeter umfasste dieser Grundstein, aus dem im Laufe der Jahre eine so stattliche wie dem urigen Stil treu bleibende Schutzhütte entstand. Sieben Stunden Sonnenpracht werden hier selbst am kürzesten Tag des Jahres, dem 21. Dezember, gezählt. Dass die Hütte im Winter ein Magnet für Skitourengeher oder Schneeschuhwanderer ist, hat viele gute Gründe. Seit 25 Jahren wird die Hütte von Siggi Gaugg, Tonis Sohn, bewirtschaftet und der berichtet mit Stolz: „Die ganze Hütte trägt die Handschrift meines Vaters.“ Und nicht nur mit der Hütte hat er sich verewigt. Der von geübten Bergsteigern geschätzte „Toni-Gaugg-Höhenweg“ erinnert an das Karwendeloriginal genauso wie unzählige herzliche Geschichten derer, die ihn kannten, oder eben das Skelett eines Elchkalbes, das nach wie vor als Sensation gilt und in voller prähistorischer Pracht im Büro des TVB Olympiaregion Seefeld

22

in Scharnitz zu bewundern ist. „Mein Vater war ein leidenschaftlicher Höhlenforscher. Allein im Bereich der Hütte hat er 14 Höhlen entdeckt – in unterschiedlichen Größen und mit unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten“, erinnert Siggi Gaugg an den Forscherdrang seines Vaters. Derart angetrieben war Toni Gaugg 1951 weit in die Vorderkarhöhle vorgedrungen und entdeckte Knochen. Viele Knochen eines richtig großen Tieres. Nach Untersuchungen eines Paläontologen aus München wurde klar, dass die Knochenreste die eines Elchkalbes waren, das vor etwa 7.000 bis 8.000 Jahren hier gelebt und möglicherweise auf dramatische Weise in der Höhle ums Leben gekommen sein muss. Vieles an dieser Entdeckung ist nachhaltig faszinierend. Dass das Skelett nahezu vollständig erhalten ist, etwa. Oder dass das Elchkalb in einer Zeit gelebt hat, in der im Karwendel eine Wärmezeit herrschte und die Waldgrenze wesentlich höher lag als heute.

„ A l s K i n d e r haben wir unser erstes Geld damit verdient, die Leute in die Vorderkarhöhle zu führen. Das war unser Steckenpferd und wir sind täglich zwei bis drei Mal zur Höhle und haben den Gästen die Geschichten erzählt“, muss Siggi Gaugg schmunzeln. Sein Vater war W I N T E R 2017/18

D i e s e s pa n n e n d e n W e lt e n und das Naturschauspiel an den Hängen der Pleisenspitze bildeten die Kinderstube des „Pleisen-Siggi“. Es war selbstverständlich, dass die Kinder die Ferientage stets auf der Hütte verbrachten. „Da haben wir nicht groß nachgedacht“, sagt Siggi. Im Alter von 12 oder 13 Jahren begann er darüber nachzudenken, hatte etwas anderes im Kopf und blieb vermehrt im Tal: „Meine Eltern haben mich auch gelassen. Dadurch ist es später leichter gefallen, wieder zurückzukommen.“ Zurück auf die Pleisenhütte, um das Erbe seines Vaters anzunehmen und die Hütte weiter zu führen – bald zusammen mit seiner Frau Andrea, deren Kochkünste er aus wahrlich guten Gründen über den Klee lobt, sind doch nicht nur ihre Spinatknödel oder das Hirschgulasch Gedichte, die stets mit einer atemberaubenden Portion Panoramablick serviert werden. „Die Faszination hier oben wird sogar zunehmend mehr. Auch dadurch, dass die Hütte nicht allzu erschlossen ist. Sie ist, wie sie ist“, sagt Siggi und hält fest: „Mein Vater hat das nie wirtschaftlich gesehen, sondern immer mit dem gesamten Rundherum. Zu meinen schönsten Erinnerungen zählen seine Zufriedenheit und seine Liebe zu den Bergen, der Natur und den Leuten, die das auch mögen.“ A m 1 . F e b r u a r 2 0 0 7 starb „der Plei-

sentoni“ im Wissen darum, seine großen Leidenschaften mit vielen Menschen geteilt zu haben. Er wurde direkt neben der Kapelle beerdigt, die ihm zum 80. Geburtstag geschenkt worden war. An seinem Platz der Plätze. Wo auch sonst.


E N G L I S H S U M M A RY

A PRECIOUS HERITAGE

© GERARD MOLL

Toni Gaugg, known as Pleisentoni, didn’t just leave warm memories behind, but also his knowledge of caves, the famous elk calf, and the Pleisenhütte mountain hut.

his place will soften the hearts of T the most hard-bitten mountain resident. Even those who think they have seen everything and have filed away all the great panoramas in their memory bank. At the Pleisenhütte, high above Scharnitz, all of them pause for reflection. From the Lechtaler Alpen range through to the Samnaun group and the Stubaier Alpen and all the way to the nearby Wetterstein mountains and the Karwendel range itself - what you behold here is almost too much of a beautiful thing. As little as sixty-five years ago, this view was reserved for the very few. For Toni Gaugg, though, this little corner of the world had always been his special place. Once the young Scharnitzer had survived imprisonment in Russia during the war, he set himself two goals. The Birkkarspitze peak, at 2,749 metres the highest of the Karwendel range, should get a cross. And he wanted to build a cabin on the slopes of the Pleisenspitze. He managed both tasks. T h e f i r s t i n c a r n at i o n of the

Pleisenhütte was only 25 square metres when he moved in, but over the years it grew into a substantial, yet still very rustic, mountain shelter. There are seven hours of sunshine here even on the shortest day of the year, on December 21. But there are so many reasons why the

shelter became a magnet for ski tourers and snow-shoe walkers that it would be impossible to list them all. You just have to experience them for yourself.

O n F e b r u a r y 1 , 2 0 0 7 , Pleisentoni died, but the hut was not his only legacy. In its immediate vicinity alone, he discovered fourteen caves of various sizes and with different ways of accessing them. And the Toni Gaugg High Route, treasured by experienced mountain walkers, is a further reminder of the Karwendel pioneer, as are the many stories of those who knew him and the skeleton of an elk calf, which still is regarded as a sensation and can be admired in its full prehistoric majesty at the Olympiaregion Seefeld Tourist Board office in Scharnitz. The Pleisenhütte shelter, by the way, has been managed for twenty-five years by Siggi Gaugg, Toni’s son, who proudly says: “The whole shelter bears my father’s handwriting.”

INFO The Pleisenhütte shelter, built in the 1950s, is situated at 1,757 metres above sea level, below the summit of the Pleisenspitze above the village of Scharnitz. In winter, the shelter is only open on weekends; in summer every day (from the beginning of June to the end of October). Walking distance from Scharnitz: ca. 2 ½ to 3 hours

W I N T E R 2017/18

Herzlich willkommen bei uns im Hotel Central in Seefeld! Wir freuen uns, Sie in der einzigartigen Olympiaregion Seefeld in Tirol willkommen heißen zu dürfen. Im Hotel Central sind wir täglich darum bemüht, Ihren Österreich-Urlaub zu etwas Besonderem werden zu lassen. Das garantieren wir durch unsere individuelle Betreuung, die ausgezeichnete Küche und traditionelles Essen und gemütliches Wohnen durch den Komfort unserer geräumigen und hellen Zimmer. Unserer Tradition verpflichtet und unseren Gästen verbunden eröffnen wir Ihnen eine neue Dimension des Wohlfühlurlaubs und bereiten Ihnen einmalige Urlaubserinnerungen. Überzeugen Sie sich selbst und seien Sie unser Gast! Ob im Sommer oder Winter – bei uns im Wohlfühlhotel Central wird Ihr Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Hotel Central

• • • • • • • •

Familie Ölhafen Münchner Straße 41 | A-6100 Seefeld T: +43 (0)5212 2688 F: +43 (0)5212 2688 66 E: info@central-seefeld.at www.central-seefeld.at


Moderner Luxus Nach einer mehrmonatigen Umbauphase erstrahlt das A S T O R I A R E S O R T in neuem Glanz und darf sich gleich über eine hohe Auszeichnung freuen: So gehört das Resort nun zu der Kategorie der 5-Sterne-Superior-Hotels und darf sich zu den 21 besten Hotels in Österreich zählen. Das Astoria Resort ist der perfekte Rückzugsort, um dem hektischen Alltag zu entfliehen und neue Energie zu tanken. Inmitten eines 20.000 Quadratmeter großen Hotelparks mit traumhaftem Blick auf die Berge und das Seefelder Sonnenplateau fällt Ankommen und Entspannen leicht.

E x k l u s i v i tät & T r a d i t i o n .

A k t i v i tät & E n t s pa n n u n g .

Unaufdringlicher Luxus und die großzügigen Räumlichkeiten vereinen sich im unverwechselbaren „Astoria-Ambiente“: alpiner Chic, der mit Wärme und Gemütlichkeit zum entspannten Verweilen einlädt.

Das Astoria-Aktiv-Alpin-Spa sorgt durch die Kombination von aktiven und individuell abgestimmten Bewegungsprogrammen sowie durch entspannende Behandlungen für einen lang anhaltenden Wohlfühleffekt.


ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

DAS ASTORIA RESORT IST FÜR SEINE HUNDEFREUNDLICHKEIT BEKANNT UND WURDE VON ‚PFOTENCHECK‘ MIT 4 PFOTEN AUSGEZEICHNET!

Genuss & Kulinarik.

Die seit Jahren durch Gault Millau ausgezeichnete Küche in Kombination mit erlesenen Weinen sorgt für unvergessliche kulinarische Highlights während Ihres Aufenthalts in Seefeld. I n d i v i d u a l i tät & Q u a l i tät.

Persönliche Betreuung in allen Bereichen des Resorts auf höchstem Niveau ist für das 5-Sterne-SuperiorResort eine Selbstverständlichkeit. Ob fachkundige Therapeuten im Spa, bestens ausgebildete Servicemitarbeiter oder Meister ihres Faches in der Küche – das gesamte Team steht gerne rund um die Uhr zur Verfügung. W I N T E R 2017/18

CULTOUR SALON Elisabeth Gürtler bringt ein Stück Wiener Salonkultur mit dieser Veranstaltungsreihe nach Tirol. Das kann man sich nicht entgehen lassen!

ASTORIA RESORT Geigenbühelstraße 185 6100 Seefeld Tel.: +43 5212/2272-0 hotel@astoria-seefeld.com www.astoria-seefeld.com

25


TRADITION

STIMMUNGSVOLLES EINTAUCHEN Es geht unter die Haut, wenn die Leutascher Kapellen in einem Fackelmeer erstrahlen und dabei ihrer ewig jungen Bedeutung gehuldigt wird. Für viele geht der Advent erst los, wenn sie eine Kapellenwanderung miterlebt haben. Dafür gibt es so besinnliche wie gesellige Gründe.

JE ZWEI BIS DREI KAPELLEN WERDEN PRO KAPELLENWANDERUNG BESUCHT. ZUM ABSCHLUSS LÄDT STETS EINES DER LEUTASCHER GASTHÄUSER ZUM KULINARISCHEN AUSKLANG.

s ist die dunkelste Zeit des Jahres. Die Natur hat sich unter eine Schneedecke zurückgezogen, mit dem 21. Dezember naht der kürzeste Tag und mit dem 24. Dezember jener, an dem die Sonne wieder langsam an Kraft gewinnt. Weihnachten wird gefeiert. Alles strebt diesem Höhepunkt zu und so verrückt die Tage auch vielfach erscheinen, so hat einfaches Kerzenlicht in den Adventwochen einen besonderen Charme. Irgendwie wirkt es, als würde das leichte Flackern eine leuchtende Ruhe symbolisieren, nach der sich die Menschen in den letzten Wochen des Jahres sehnen. Wenn Fackeln diese Nächte erhellen, wird die Wirkung potenziert – und wenn dann irgendwo in der Leutasch ein wahres Fackelmeer entdeckt wird, dann zieht es die Blicke wie magisch an. „Es waren schon öfter um die 200 Leute bei den Wanderungen dabei“, sagt Hans Neuner.

E

26

K e i n e g e w ö h n l i c h e n Fackelwande-

rungen sind es, die der „Bantl-Hansi“ da anspricht. Nichts ist gewöhnlich in der Leutasch und so verbirgt sich auch hinter diesen Wanderungen etwas Besonderes. Vor 15 Jahren wurde damit begonnen, an den Freitagen und Samstagen vor den Adventsonntagen von Kapelle zu Kapelle zu wandern und dabei eine vorweihnachtliche Besinnlichkeit zu wecken, die ihresgleichen sucht. „Meine Frau Monika und ich erhielten im Jahr 2003 vom TVB Olympiaregion Seefeld den Auftrag, für die Veranstaltungsreihe Advent Austria einen zum Tal passenden Beitrag zu schaffen und zu organisieren“, blickt Hans Neuner zurück. Vor dem Hintergrund schafften und organisierten sie die ersten Kapellenwanderungen. Je zwei bis drei Kapellen werden dabei besucht, bei jeder Kapelle wird deren Geschichte erzählt oder die des Schutzheiligen, Musikanten oder Sänger W I N T E R 2017/18

15 JAHRE LEUTASCHER KAPELLENADVENT 2017 1. ADVENTWOCHENENDE • Freitag, 1. Dezember: Rundwanderung über den Klammsteg durch die wildromantische Leutascher Geisterklamm zur Klammkapelle (Nr. 17 | Höllkapelle), weiter dem Klammsteg entlang zur bayrisch-tirolerischen Grenze, über den Waldweg retour. Im Anschluss trifft man sich beim Leutascher Klammgeist in Burggraben. • Samstag, 2. Dezember: Wanderung zur Öfenkapelle (Nr. 3), Kreuzigungsgruppe, St.-Martins-Bild in den Öfen (Eingang zum Gaistal) und zum Kalvarienberg (bei geeigneter Witterung). Im Anschluss trifft man sich im Mundestadl in Moos.


W I N T E R 2017/18

27


TRADITION

INSGESAMT GIBT ES IM TAL 19 KAPELLEN sowie das „Bildstöckl in der Scheibe“. Beim Leutascher Kapellenadvent werden sie in verschiedenen Etappen alle besucht.

2. ADVENTWOCHENENDE • Freitag, 8. Dezember: Wanderung zur Mooskapelle und zur Obernkapelle (Nr. 1 und 2). Im Anschluss trifft man sich im Bergidyll & Hotel Trofana in Obern. • Samstag, 9. Dezember: Wanderung zur Itzlkapelle und weiter zur Zenznkapelle in Unterleutasch bei den Sonnenhöfen (Nr. 15 und 16). Im Anschluss trifft man sich im Gasthof Zur Mühle in Burggraben. 3. ADVENTWOCHENENDE • Freitag, 15. Dezember: Wanderung von der Kapelle Reindlau zur Kapelle Oberlochlehn und zur Kapelle Lochlehn (Nr. 12, 13 und 14). Im Anschluss trifft man sich im Gasthof Brücke in Burggraben. • Samstag, 16. Dezember: Wanderung von der Mahderkapelle in Neuleutasch zur Kreithkapelle und zur Kapelle Oberweidach (Nr. 20, 8 und 7). Im Anschluss trifft man sich im Sporthotel Raffl in Weidach. 4. ADVENTWOCHENENDE • Freitag, 22. Dezember: Wanderung zur Schneiderliasnkapelle und weiter zur Ferlkapelle, über den Achweg retour (Nr. 5 und 4). Im Anschluss trifft man sich im Gasthof Zugspitze in Platzl. • Samstag, 23. Dezember: Wanderung von der Kapelle Obere Gasse zur Lehnerkapelle (Nr. 9 und 10). Im Anschluss trifft man sich im Naturwirt in Gasse. Start ist jeweils um 17 Uhr. Jede Kapellenwanderung wird von einer Gesangs- oder Bläsergruppe begleitet!

28

„FÜR VIELE GEHT DER ADVENT ERST MIT EINER KAPELLENWANDERUNG LOS.“ HANS NEUNER

stimmen Weihnachtliches an und zum Abschluss lädt stets eines der Leutascher Gasthäuser zum kulinarischen Ausklang und zum „Hoangarten“ ein. „Die Leutascher haben es recht nett gefunden, dann auch die Gäste und dann sind es immer mehr geworden“, sagt Hans Neuner. In gewisser Weise haben seine Frau Monika und er eine Tradition erschaffen, die für viele Leutascher wie Nichtleutascher mehr zur vorweihnachtlichen Zeit zählt als Lebkuchen oder Glühwein. Vielleicht weil bei den Wanderungen eine gemeinsame Langsamkeit und Bedächtigkeit erlebt werden kann, die sonst so schwer zu finden ist. „Für viele geht der Advent erst mit einer Kapellenwanderung los“, weiß der Organisator.

B e i m L e u ta s c h e r Kapellenadvent gibt es insgesamt acht Möglichkeiten, dabei zu sein, und dass keine Kapelle zwei Mal besucht wird, liegt wieder an einer Besonderheit in der Leutasch. 19 Kapellen und das dem heiliggesprochenen ladinischen Pater Josef Freinademetz gewidmete „Bildstöckl in der Scheibe“ W I N T E R 2017/18

bilden eine satte Auswahl im Tal. „Beeindruckende Zahlen, wenn man bedenkt, dass das Tal zu jener Zeit, als die meisten Kapellen erbaut wurden, keine 1.000 Einwohner zählte“, stellt Hans Neuner nicht ohne „Talstolz“ fest. Die Gemeinde Leutasch erstreckt sich über mehr als 20 Kilometer, die Pfarrkirchen waren fußläufig teils unmöglich weit weg von den Häusern oder Höfen, sodass sich die derart über die einzelnen Weiler verstreuten Einwohner Kapellen bauten, um dort zu beten oder sich zu treffen. J e d e e i n z e l n e K a p e l l e hat ihre

ganz spezielle Geschichte. Dank für Liebesglück oder Kindersegen, überstandene Krankheiten, Kriege oder Katastrophen können Anlass für ihren Bau gewesen sein. Die Klamm- oder Höllkapelle im Grenzgebiet zwischen Leutasch und Mittenwald etwa stand zur Zeit ihres Baus Ende des 17. Jahrhunderts am Fußweg, der Tirol und Bayern verband. Sie ist Jakobus gewidmet, dem Schutzheiligen der Reisenden und Pilger. Der Jakobsweg führt an ihr vorbei. Oft kümmerten sich


ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Zauberhafte Wintermomente Die S W A R O V S K I K R I S TA L LW E LT E N werden Sie auf Anhieb beeindrucken.

ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich von 8:30 bis 19:30 (letzter Einlass 18:30)

Schon zu Beginn überrascht das Areal mit Architektur und kunstvollen Installationen wie dem Spielturm oder der Kristallwolke. Im Riesen gibt es seit November 2017 noch mehr zu bestaunen: Vier international renommierte Künstler haben neue Wunderkammern gestaltet. Erkunden Sie in den Ausstellungsräumen die Faszination Kristall und entdecken hinterher garantiert ein schönes Souvenir in unserem Store. Zum Abschluss lassen Sie sich kulinarisch im Daniels Kristallwelten verwöhnen.

Von 19.01.2018 bis 18.02.2018 täglich von 8:30 bis 21 Uhr (letzter Einlass 20 Uhr)

Highlights im Winter

• Winterwunderwelt 11. November 2017 bis 14. Januar 2018 Stimmungsvolle Lichtinstallationen verwandeln das Reich des Riesen in eine Märchenlandschaft.

SWAROVSKI KRISTALLWELTEN Kristallweltenstraße 1 6112 Wattens Tel.: +43 5224/51080 swarovski.com/kristallwelten facebook.com/swarovski. kristallwelten instagram.com/kristallwelten kristallwelten.com/blog

• Lichtfestival im Riesen 19. Januar bis 18. Februar 2018 Mit Einbruch der Dunkelheit fängt der Garten an zu leuchten und begeistert die Sinne – magisch, mystisch, erleuchtend.

Ob Anfäng er du findest oder Profi, , was d Beratung, u suchst: S und beste ervice Auswahl!

Damit LangLaufen freuDe macht

LEU

TAS C

HY

SCHARNITZ X

Verkauf

Seefeld P

ueckenwind Mösererstraße 120 100 Seefeld ffice@rueckenwind.at

RUECKENWIND INNSBRUCK i

Umfahrungsstraße

S

LF

TE

Service

Defreggerstrasse 12 | 6020 Innsbruck Bahnhof +43 (0)512 399 898 | E-Mail office@rueckenwind.at P P Öffnungszeiten: Mo-Fr 10.00 bis 19.00, Sa 10.00 bis 17.00 OlympiaP zentrum w w w. r u e c k e n w i n d . a t P

T

Verleih

Rueckenwind-Tirols erste Laufsportadresse

Schuhe

Mode

RUECKENWIND SEEFELD Mösererstr. 120 | 6100 Seefeld In Tirol +43 (0)5212 52 987 | E-Mail erich.rettenegger@rueckenwind.at Öffnungszeiten: 01.11.2017 bis 08.04.2018 Täglich von 09:00 bis 18:00 durchgehend geöffnet Rueckenwind Seefeld

Wildsee

f INNSBRUCK

W I N T E R 2017/18

29


© TOM BAUSE

TRADITION

30

W I N T E R 2017/18


HANS NEUNER und seine Frau Monika haben mit dem Kapellenadvent eine vorweihnachtliche Tradition erschaffen.

mehrere Familien, die so genannten Kapellengemeinschaften, um Erhalt und Pflege ihrer wichtigen Schmuckstücke. 17 Familien waren es beispielsweise bei der Kapelle Obere Gasse gewesen, der größten im Tal. Wie in den anderen Weilern, so wurden auch sie durch das Läuten der Kapellenglocken vor nahenden Unwettern oder Stürmen gewarnt. Und starb einer aus ihrer Mitte, so wurde die Totenglocke geläutet. „Am darauffolgenden Sonntag wird dann der Seelenrosenkranz in der Kapelle gebetet. Das machen wir heute noch so“, weist Hans Neuner darauf hin, dass die Kapellen ihre Bedeutung nicht verloren haben und dort, wo dies gepflegt wird, nach wie vor zum Alltag in den Weilern zählen. Die Kapellen sind Kulturgüter in der Leutasch und sie zu ehren beziehungsweise ihren Wert lebendig zu halten, war früh schon eine Herzensangelegenheit von Monika und Hans Neuner: „Wir sind halt Leutascher mit Leib und Seele. Die Wegkreuze, Marterln und Kapellen sind Teil unserer

DURCH DIE WANDERUNGEN IST DEN KAPELLEN EINE WERTSCHÄTZUNG WIDERFAHREN, DIE AUCH DAZU FÜHRTE, DASS EINIGE DAVON RESTAURIERT WURDEN.

Kultur und es ist uns ein Anliegen, das zu erhalten und die Bedeutung weiterzugeben.“ M i t d e m L e u ta s c h e r K a p e l l e n a d v e n t ist ihnen das auf besonders stimmige Weise gelungen. Durch die Wanderungen ist den Kapellen eine

Wertschätzung widerfahren, die auch dazu führte, dass einige Kapellen restauriert wurden. Zur Weihnachtszeit werden sie dann zusätzlich feierlich dekoriert, um die nächtlichen Wanderer gebührend zu empfangen und im bewegten Schein ihrer Fackeln zu erstrahlen. Damit der Advent beginnen kann.

Wir verwöhnen unsere Gäste vom Frühstück bis zum Abendessen und von der Vorspeise bis zum Dessert. Für Süße gibt’s Eis und Kuchen aus unserer Konditorei. Und für alle, die ein Stück Nannis mit heim nehmen wollen, haben wir täglich ofenfrisches Gebäck sowie frisch gepresste Fruchtsäfte und Fruchtsalate.

Innsbruckerstrasse 24, A-6100 Seefeld, +43 (0) 5212 2229 622, info@nannis-cafe.at, www.nannis-cafe.at


E N G L I S H S U M M A RY

GETTING INTO THE MOOD FOR CHRISTMAS The Advent period only starts for many Leutasch residents once they have been on a hike to a chapel. There are both spiritual and social reasons for that. t is the darkest time of the year. Nature has retreated beneath a blanket of snow, the shortest day approaches on December 21, and, on December 24, the sun slowly begins to regain its power. The Christmas celebrations take place. Everything points to this highlight, and, as hectic as these days sometimes seem to be, the simple light of a candle during the Advent weeks has its own charm. The light of a torch in the night magnifies this effect. And, when a real sea of torches forms in Leutasch, it draws the gaze as if by magic. “At times there were more than two hundred people at the hikes,” says Hans Neuner.

I

T h e s e a r e n o o r d i n a r y torchlit hikes that ‘Bantl-Hans’, as people call him, is referring to here. Fifteen years ago, people began to hike from chapel to chapel on the Fridays and Saturdays before the

32

Advent Sundays. “In 2003, my wife Monika and I were commissioned by the Seefeld Tourist Board to create and organise a fitting contribution for the Advent Austria event series,” Hans Neuner recalls. The couple came up with the idea of the chapel hikes. Two to three chapels are visited on each outing, at each chapel its history is explained, musicians or singers help create the Christmas atmosphere and the hike comes to a culinary end in one of the Leutasch inns. The fact that there are eight opportunities to take part in the Leutasch chapel Advent without repeating a visit is down to something special about the valley. Nineteen chapels and the Bildstöckl in der Scheibe (a wayside shrine), dedicated to the canonised Ladin priest Josef Freinademetz, make an impressive number to choose from. And the organiser knows: “For many people Advent only really begins with a chapel hike.”

W I N T E R 2017/18


ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Gemütlicher geht’s kaum In den urigen Almhüttensaunen der ErlebnisWelt A L P E N B A D L E U TA S C H fühlt man sich auf Anhieb wohl. Es sind die Holzhütten am „Saunadorfplatz“, die einem sofort ins Auge stechen und in denen man am liebsten sofort den ersten Aufguss erleben möchte. Doch das Motto „die Ruhe genießen“ im Alpenbad Leutasch hat schon seinen Sinn. Deshalb suchen Sie sich am besten zuerst einen angenehmen Liegeplatz in einem der verschiedenen Themenruhebereiche. Dort dürfen Sie ganz in Ruhe ankommen. Nach einer kalten Dusche ist die angenehme Alm-Biosauna mit einer Temperatur von 50 bis 60° dann der perfekte Start. Ambitioniertere Saunagänger bevorzugen gleich die finnische Sauna oder die Kelo-Blockhaussauna im Freigelände, in der einem beim Eintritt sofort der angenehme Geruch des Holzes und des aromatischen Zirbenöls entgegenkommt. Doch was auch immer Sie im Alpenbad Leutasch erleben möchten: Das Wich-

NACH CA. 10 BIS 15 MINUTEN Schwitzen in der 95° heißen finnischen Sauna dürfen Sie Ihrem Körper nach einer abkühlenden Dusche etwas Ruhe gönnen. In acht verschiedenen Ruhebereichen können Sie die Seele baumeln lassen.

tigste ist, dass Sie Ihre Auszeit in vollen Zügen genießen. Das lässt es sich auch im Alpenbad-Restaurant, das mit leichten Gerichten und feinen regionalen Speisen sowie Pizza und Pasta verwöhnt. B e s o n d e r s t o l l : Als Saunagast im

Alpenbad Leutasch können Sie auch das komplette Schwimmbad mitnützen. Es steht Ihnen also frei, zwischendurch ins Hallen- oder Freibad mit Relaxbecken zu wechseln, um sich dort auf den Luftsprudel-Massageliegen zu entspannen. Ausblick in die eindrucksvolle Tiroler Bergwelt inklusive.

TIPP: Jeden Samstag und Sonntag findet in der Saunawelt Alpenbad Leutasch ein Bierund Obstaufguss statt, der mit einem erfrischenden Radler oder frischem Obst abgeschlossen wird.

auf 1100m2

W I N T E R 2017/18

33


© TOM BAUSE

34

W I N T E R 2017/18


EIN HERZ FĂœR HOLZ In kleinen Funken hat sie immer schon in ihm geschlummert. Die Leidenschaft fĂźr Holz. Vor etwa zehn Jahren fasste sich der Leutascher Georg Nairz ein Herz und begann damit zu arbeiten. Und ein Feuer zu entfachen.

W I N T E R 2017/18

35


© TOM BAUSE

TRADITION

GEORG UND DORIS NAIRZ haben in ihrem Geschäft „Holz und schenken mit Herz“ in der Innsbrucker Straße in Seefeld aus einer Passion eine Profession gemacht.

„FICHTE, LÄRCHE, TANNE UND BUCHE HABE ICH SELBST IM WALD. DA HOLE ICH RAUS, WAS VERTRÄGLICH IST MIT DER NATUR.“

doch betont er, dass sich das Risiko „mit einer starken Partnerin an der Seite“ minimiere.

GEORG NAIRZ

A p r o p o s H e r z . Herzen aus Holz sind

ie Zirbe mag besonders sein, D doch ist sie damit nicht ganz allein. Schlängelt sich der Geruch von Holz in die Nase, um auf seltsamen Wegen die Gefühlswelt zu betören, passiert da etwas. Möglich, dass es für dieses wohlige, heimelige Gefühl eine wissenschaftliche Erklärung gibt. Doch eigentlich ist das egal, weil es eben schön ist und gut tut. Das reicht doch schon. Wird Holz gerade frisch verarbeitet, ist dieser Geruch noch viel intensiver. Georg

36

Nairz wird regelmäßig von ihm umhüllt. Der Leutascher nimmt ihn schon gar nicht mehr richtig wahr. Diese beneidenswerte olfaktorische Selbstverständlichkeit hat einen guten Grund. Georg Nairz arbeitet leidenschaftlich gerne mit Holz und macht sein Hobby immer mehr zum Beruf. „Ich möchte mich viel mehr darauf konzentrieren. Ob das vernünftig ist, weiß ich nicht. Der Kopf sagt nein, das Herz sagt ja. Ich folge einfach dem Herzen“, meint er. Ein mutiger Ansatz, W I N T E R 2017/18

es beispielsweise, die Georg Nairz bestens versteht, aus einem Ast oder Stamm zu schneiden und derart zu bearbeiten, dass die Botschaft weit über die des weltumrundenden Liebeszeichens hinausgeht. „Alle Botschaften können mit einem Holzherzerl verbunden werden, von einem persönlichen Geburtstags- oder Hochzeitsgruß hin zu einem Dankeschön fürs Blumengießen“, erzählt er. Welche Form auch immer gewählt wird und was auch immer darauf steht, der Effekt, dass neben dem Erfühlen und Ertasten des Holzes auch das „Erriechen“ dazugehört, ist immer da. Hat Georg die Sprüche


früher mit einem Lötkolben in das Holz gebrannt, so bedient er sich seit drei Jahren einer Lasermaschine, die alles, was er am Computer kreiert, eins zu eins in das Holz graviert – ob Sprüche, Logos oder Bilder. Auch wenn dieser Laser arbeitet, riecht es nach Holz, nach leicht angebranntem, um genau zu sein. Gerade nimmt beispielsweise das Seefeld-Logo im Zirbenherzen Gestalt an und wer nun denkt, dass die Nutzung digitaler und automatisierter Möglichkeiten bei der Bearbeitung der Rohlinge den Stücken den Charme nimmt, der irrt. Schlicht, weil jedes Stück Holz ein Unikat für sich ist. Das kann nicht kopiert werden. „Oft wacht er in der Nacht auf und hat eine Idee“, erzählt Doris Nairz. Sie ist die zweite Hälfte des Leutascher Duos, das es gewagt hat, aus einer Passion eine Profession zu machen. Im kleinen Geschäft „Holz und schenken mit Herz“ in der Innsbrucker Straße in Seefeld beweisen sie, dass es funktioniert.

A n g e fa n g e n hat es zu Hause, klein und fein in der feinen und klitzekleinen Werkstatt im häuslichen Garten. Und im häuslichen Wald. „Bei uns haben viele selber einen Wald und jeder macht sein Holz. Wenn ich mal keine Lust hatte, zu machen, was man machen muss, habe ich aus einem Holzstock ein kleines Bäumchen geschnitten – mit der Kettensäge“, bestätigt Georg, wie gut es doch sein kann, sich dem Muss auch mal zu verweigern. Nach drei oder vier Fehlversuchen sei dann schon etwas Nettes daraus geworden. „Seine grob aus dem Baumstamm geschnittenen Bäume oder die mit der Kettensäge geschnitzten Schwammerln haben wir dann als Dekoration vor die Haustüre gestellt“, erzählt Doris Nairz. Bald seien auch Herzen dazugekommen und die Stammgäste ihrer Pension klopften fragend an, ob Georg nicht auch für sie so ein Bäumchen, einen Holzpilz oder ein Herz machen könnte. „Dann ist es losgegangen wie eine kleine Lawine“, W I N T E R 2017/18

blickt er zurück in die ersten Jahre, in denen seine kleine Werkstatt zu seinem zweiten Zuhause wurde. Dort schneidet er aus dem eigenen Holz aus dem eigenen Wald die Rohlinge – sofern es eben keine Zirbe sein sollte. Diesen mit so speziellen Heilkräften ausgestatteten Baum muss Georg kaufen. „Fichte, Lärche, Tanne und Buche habe ich selbst im Wald. Da hole ich raus, was verträglich ist mit der Natur. Ich brauche ja nicht viel. Aus einem Baum kann ich sehr viel machen und ich will das auch weiter so halten“, sagt er. G a n z s c h l e c h t geht es ihm, wenn

er die großen, martialischen Harvester sieht, die vielfach zum brutalen Holzfällen eingesetzt werden und regelrechte Autobahnen in den Wäldern hinterlassen. „Der macht alles kaputt“, weiß Georg. Seit er Holz mit kreativer Leidenschaft bearbeitet, hat sich diese Einstellung noch mehr verfestigt. Hochgradig aufmerksam geht er heute durch den Wald: „Ich finde

37


© TOM BAUSE

AKTUELL nimmt das Seefeld-Logo im Zirbenherzen Gestalt an.

38

TRADITION


„ALLE BOTSCHAFTEN KÖNNEN MIT EINEM HOLZHERZERL VERBUNDEN WERDEN, VON EINEM PERSÖNLICHEN GEBURTSTAGS- ODER HOCHZEITSGRUSS HIN ZU EINEM DANKESCHÖN FÜRS BLUMENGIESSEN.“ GEORG NAIRZ

Auszeit im B iohotel

HOLZ & SCHENKEN MIT HERZ Mit ihrem Familienbetrieb haben sich Georg und Doris Nairz einen kleinen Traum erfüllt und bieten in feiner Atmosphäre Holzdekos aus eigener Erzeugung. Verwendet wird ausschließlich reines Fichten-, Birken- und Tannenholz. Nebst allerlei Holzfiguren ist es vor allem das Herz, das sich ganz besonderer Beliebtheit erfreut und mit Rinde oder ganz in Natur in vielen verschiedenen Größen erhältlich ist. Zum Aufhängen und Stellen, als Geburtstagsgruß oder einfach zum Danke sagen.

www.be-oh.at

keine Pilze, sondern alte Holzstücke, die so lässig zu bearbeiten sind.“ Wie eine Sucht mutet die unablässige Suche nach derart alten Holzstücken an, deren einzigartigen Charakter er später in seiner Werkstatt herauskitzelt. „Ich könnte weinen, wenn ich sehe, dass 400 Jahre alte Holzbalken zerschnitten und verheizt werden“, ortet er eine teils recht mangelhafte Sensitivität gegenüber diesem nachhaltigsten und lebendigsten aller Baustoffe. Auf sein Gesicht vermag der Anblick einer uralten Schindel ein Lächeln zu zaubern, entdeckt er doch gleich, was darin stecken oder daraus werden könnte. Bei Rostigem oder Schieferplatten geht es ihm ganz ähnlich. Ist er ein Künstler? „Oh nein, da bin ich sehr vorsichtig, weil Künstler für mich Menschen sind, vor denen ich große Hochachtung habe. Ich versuche nur, in meiner Welt zu spielen und das Beste daraus zu machen“, sagt er. Wahrscheinlich muss seine Arbeit gar nicht definiert werden. Georg Nairz: „Ja, eigentlich ist es wurscht. Wichtig ist, was dabei herauskommt.“ Was dabei herauskommt, erfreut nicht nur ihn.

Weidach 305 A-6105 Leutasch +43 5214 6208 www.leutascherhof.bio

W I N T E R 2017/18

39


E N G L I S H S U M M A RY

A HEART FOR WOOD Georg Nairz from Leutasch plucked up the courage to begin working with wood about 10 years ago.

omething happens when the scent of wood creeps into your nose. It beguiles your senses in unusual ways and, when wood is being worked, this scent is even more intense. Georg Nairz is regularly surrounded by it, as he has a passion for working with wood and is increasingly turning his hobby into a profession. “I’d like to concentrate more on it but I’m not sure whether this is sensible. My head says no, my heart says yes. I simply follow my heart,” he says. A brave stance, although he points out that “with a strong partner at your side” there isn’t as much risk.

S

© TOM BAUSE

G e o r g N a i r z is best at carving wooden hearts from a branch or a trunk, and he works on them until his message goes well beyond the worldwide symbol of love. “All kinds of messages can be sent with a little wooden heart, from a personal birthday or wedding greeting to a thank-you for watering the plants,” he says. Whichever form is chosen and whatever is written on it, the smell of the wood is always

40

there along with the feel of it. In the past Georg burned the sayings into the wood with a soldering iron, but for the last three years he has used a laser machine. This takes everything that he has created on the computer, whether it is sayings, logos or images, and engraves them perfectly into the wood. While this laser is doing its work, there is also the scent of wood, the smell of slightly burnt wood, to be precise. At the moment, for example, the Seefeld logo is taking shape on a Swiss pine heart, and anyone who thinks that the objects are robbed of their natural charm when digital and automated methods are used in the work process is wrong. Every piece of wood is simply unique. One that can’t be copied. “ O f t e n , h e wa k e s in the middle of the night

because he has an idea,” says Doris Nairz. She is the second half of the Leutasch duo who dared to turn a passion into a profession. Their little shop Holz und schenken mit Herz in Innsbrucker Strasse in Seefeld is proof that it works.

W I N T E R 2017/18


ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Liebeserklärung an Italien Im Sommer hat Seefeld gastronomischen Zuwachs bekommen. Mit dem PA U LY ist das Dolcefarniente Italiens am Plateau angekommen.

© ANDRÉ SCHÖNHERR

DIE GASTGEBER Veronika Kirchmair, gebürtige Seefelderin, und Claus Haslauer (St. Peter Stiftskulinarium Salzburg) haben Seefeld mit einem Restaurant im klassischen Bistrostil nicht nur kulinarisch bereichert.

„PAULY - DIE FASZINIERENDE MISCHUNG AUS KULTUR, LIFESTYLE UND „VITA ITALIANA“ – EINER SYMBIOSE AUS TRINKEN, MODE, ITALIENISCHEM DESIGN UND SPITZENKÜCHE.“

Seit Generationen werden in allen Regionen Italiens und rund um das Mittelmeer in Familienbetrieben und kleinen Manufakturen in alter Tradition und mit viel handwerklichem Können feinste Lebensmittel hergestellt. Jedes einzelne dieser Produkte erzählt seine eigene, ganz besondere Geschichte von den Großvätern zu den Enkeln. Dieser Reichtum, die Kultur und die Unverwechselbarkeit des Südens lassen sich seit einigen Monaten auch in Seefeld genießen. Im Pauly nämlich, wo die südliche Lesart und das Dolcefarniente zu Hause sind. Im unkomplizierten Ambiente, entworfen unter der Federführung der Architekten Alexander Meissl und Anke Stern, wird hier Küche auf höchstem Niveau serviert, die trotzdem nichts an traditioneller Bodenständigkeit einbüßt. Die Speisekarte ist mit 10 bis 15 Gerichten bewusst klein gehalten, wird dafür aber dem saisonalen Angebot entsprechend immer wieder aktualisiert (Speisekarte auf der Homepage). Den ganzen Tag lang gibt es dazu ein täglich wechselndes „schnelles“ Gericht. Die kommunikative Stehbar ist dazu ein Ort für den schnellen Happen.

DAS INTERIEUR verzichtet bewusst auf den alpinen Lifestyle-Schnickschnack und hält sich betont zurück. Chic, Charme und Style hat es jedoch allemal.

Bis zum Beginn des Abendessens wird hier venezianisches Fingerfood – so genannte Cichetti – serviert. Das Barangebot blickt natürlich auch bei den Getränken gen Süden. Café aus dem Veneto, Wein aus allen Regionen Italiens, Franciacorta, Prosecco und Bier sowie alkoholfreie Getränke und Klassiker wie Campari oder Aperol finden in bunten Eigenkreationen wie Negroni Pauly oder Bellini Pauly die perfekte Ergänzung – am besten genossen zum entspannten Aperitif ab 17 Uhr. Der italienische Kaffee ist übrigens auch nachmittags ein wahrer Genuss. Vor allem zu einem der herrlichen Cornetti, die hier wahlweise mit Schoko-Nougat-, Zitronencreme- oder Marillenmarmeladen-Füllung daherkommen. F e s t e f e i e r n . Das Pauly mit seinen 30 Sitzplätzen und der stylischen, ungezwungenen Atmosphäre bildet außerdem den perfekten Rahmen für Events aller Art – für Firmen und Geschäftliches, Familie und Freunde, Feste und Feiern, W I N T E R 2017/18

Vernissagen, Kunstausstellungen, Lesungen, Empfänge und alles dazwischen. Das Pauly-Team berät Sie gerne und hilft auch bei der Organisation individueller Veranstaltungswünsche wie Verkostungen und Events. BRUNCHEN IM PAULY Jeden Sonntag „Italien-Brunch“ von 10 bis 13 Uhr APERITIVO LUNGO Jeden Montag von 17 bis 20 Uhr. After-Work-Drinks, feine Lounge-Klänge und raffinierte, mediterrane Häppchen.

PAULY BAR.RISTORANTE Bahnhofstraße 389 6100 Seefeld Tel.: +43 664/8419210 info@ciao-pauly.com www.ciao-pauly.com

41


© ROLI NOICHL

42

W I N T E R 2017/18


AUF DEN SPUREN DER WILDEN KERLE Nicht zu heulen wie ein Wolf oder zu juchezen vor Verzückung ist schlicht unmöglich. Wer bei Vollmond eine Tour auf die Rauthhütte unternimmt, spürt den Rausch der Glückshormone.

W I N T E R 2017/18

43


FREIZEIT

INFOS Die 1928 von Andrä Rauth erbaute Rauthhütte liegt am Fuße der Hohen Munde auf 1.600 Metern und ist seit 2003, nach der Einstellung des Mundelifts, nur noch zu Fuß erreichbar (ca. 1 Stunde vom Parkplatz). Das macht sie zu einem herrlichen Tourenskigebiet und zum idealen Ausgangspunkt für Schneeschuhwanderungen. Außerdem beginnt vor der Tür eine ca. 3 Kilometer lange Naturrodelbahn. Ab Mitte Dezember startet der Hüttenbetrieb in die Wintersaison, dann ist von Montag bis Samstag von 8:30 bis 22 Uhr, am Sonntag bis 19 Uhr offen. Infos unter www.rauthhuette.at Infos zu den Themenwochen, Burger-Tagen oder sonstigen Highlights werden regelmäßig auf Facebook veröffentlicht: www. facebook.com/rauthhuette Unter www.seefeld.com finden Sie zudem viele weitere Tipps über Schneeschuhwanderungen, Rodelvergnügen und Skitouren in der Olympiaregion Seefeld.

44

SCHEINT DER VOLLMOND im Winter in der Leutasch, dann gibt es kaum etwas Schöneres, als in seinem Licht auf die Rauthhütte zu wandern – ob mit Tourenski, Schneeschuhen oder mit der Rodel im Schlepptau.

riedlich und rund präsentiert die Hohe Munde ihren großen Rücken. Der Ostgipfel scheint zufrieden unter der Schneedecke zu schlummern. Das mildert den Respekt vor dem sonst so stattlichen Berg, dessen Westgipfel mit über 2.660 Metern dem Himmel noch ein Stück näher ist. Dieser zackige Teil ist aber nur zu erahnen, ist es auf dem Weg zur Rauthhütte doch die sanfte Seite, die den Blick magisch anzieht. Gleitender Schritt für gleitender Schritt scheinen die Tourenski sich wie von allein zu bewegen. Der Vollmond lässt – stolz, wie er ist – nur ein paar Sterne neben sich erstrahlen. Das leise „Huuuusch“ der befellten Skier und der regelmäßige Takt, in dem die Stöcke den Aufstieg erleichtern, wären die einzigen Geräusche, wäre da nicht dieser unbändige Reiz, immer wieder ein „Wow“ hinauszuheulen. Oder beim Blick zurück, hinunter ins durch seine Lichterketten

F

W I N T E R 2017/18

erkennbare Leutaschtal, verzückt zu juchezen.

E s g i b t v i e l e G e s c h i c h t e n über verrückte Dinge, zu denen der Vollmond die Menschen schon immer animierte. Schlaflosigkeit ist eine davon. Schlafwandeln eine andere. Die einen tanzen, die anderen feiern und wieder andere trinken in diesen Nächten gerne. Scheint der Vollmond im Winter in der Leutasch, dann gibt es aber kaum etwas Schöneres, als in seinem Licht auf die Rauthhütte zu wandern – ob mit Tourenski, Schneeschuhen oder mit der Rodel im Schlepptau. Gut möglich, dass sich dabei das Gefühl einstellt, als würde man angetrieben von einer magischen Kraft schlafwandeln. Schlaflosigkeit ist jedenfalls garantiert. Es ist wohl der Rausch der Glückshormone. Nicht nur das bläuliche Licht, in dem die Konturen des Ostgipfels so haarscharf zu erkennen sind, dient


IHR SPEZIAL IST FÜR UHREN & S CHMU CK M ITTEN IN S EEFE LD!

© ROLI NOICHL

beim Aufstieg als Kompass. Am Fuß des Rückens strahlt es hell und fast schon frech aus der großzügigen Fensterfront der Rauthhütte. In der beeindruckenden Stille des Aufstiegs lässt sich das Stimmengewirr jener erahnen, die schon angekommen sind. Die gemütliche Stunde, die der Anstieg dauert, wird durch das mondhelle Panorama ein wenig verzerrt und Hast empfinden da nur die Hungrigen und Durstigen. Im Wissen, was sie oben erwartet, macht ihnen der Gaumen Beine. Die anderen müssen sich erst sattsehen. „Der Großteil sind Einheimische, doch auch bei den Gästen wird Tourengehen immer beliebter“, weiß Andreas Rauth. Sein Name verrät, dass er eng mit der Hütte verbunden ist. Seit drei Generationen ist die Hütte Dreh- und Angelpunkt seiner Familie. „Und es schaut so aus, als würde es

DOR FPLA T Z 25 | 6100 SEE F E L D WWW.PIRKNE RSCHMU CK. CO M


FREIZEIT

„MEINE MAMA LINDE UND UNSERE TOCHTER DANI SIND DIE KÖCHINNEN. SIE MACHEN IMMER WIEDER TOLLE EXTRAS: BURGER AM FREITAG BEISPIELSWEISE ODER AUSSERTOURLICHE KNÖDEL. SIE MACHEN DAS ECHT SPITZE.“ ANDREAS RAUTH

mit unserer Tochter Daniela eine vierte geben“, sagt der Hüttenwirt nicht ohne Stolz: „Das zu wissen, ist schon ein schönes Gefühl.“

A l s d i e H ü t t e errichtet wurde, waren die gigantischen Aussichten nur wenigen vergönnt. Andrä Rauth hatte sie 1928 als Stützpunkt für Bergsteiger erbaut, die sich im Winter jedoch kaum auf den Weg machten, von hier aus die Hohe Munde zu erkunden. „Angefangen hat es schon mit den wilden Kerlen“, lacht Andreas, der Enkel des Hüttenpioniers, in der Erinnerung an die ersten Skitourengeher, die vor nichts zurückschreckten und vor Tiefschnee im Hang schon gar nicht. D a s S k i t o u r e n g e h e n steht sprich-

wörtlich am Beginn des Skilaufes, mussten die Berge doch erst mal bergan wandernd erobert werden, bevor frische Spuren in den Tiefschnee gesetzt werden konnten. Damals wie heute dauerte der Anstieg meist um Welten länger als die Abfahrt – ein Verhältnis, das mit dem Bau der ersten Aufstiegs-

46

hilfen ein wenig angeglichen wurde. Auch die Rauthhütte war über viele Jahre mit dem 1969 erbauten Mundelift gemütlich und ohne schweres Atmen zu erreichen gewesen. Damals wurde das stolze Berghaus von Andreas’ Eltern Rudolf und Sieglinde geführt, die schon 1961 den ersten Zubau und im Zuge des Lifthypes weitere Baumaßnahmen setzten. 2003 wurde der Lift eingestellt und mit Tränen im Knopfloch abgebaut. Was anfangs vielleicht als Nachteil empfunden wurde, wandelte sich jedoch rasch zum Vorteil.

T o u r e n g e h e r lernten den Aufstieg lieben, haben sie bei der Abfahrt doch die Möglichkeit, auf der von Andreas Rauth präparierten Piste oder eben im Tiefschnee zu fahren. Passionierte Rodler finden die teils steile und echte Rodelkunst kitzelnde Bahn klasse und Schneeschuhwanderer schätzen die Möglichkeit, abseits der präparierten Wege ihre sanften Spuren zu setzen und auf dem Weg hinauf in aller Bedächtigkeit über das Leben zu sinnieren oder schlicht darüber, womit denn heute der W I N T E R 2017/18

Gaumen verzückt werden soll. „Meine Mama Linde und unsere Tochter Dani sind die Köchinnen. Sie machen immer wieder etwas Extriges. Burger am Freitag beispielsweise oder außertourliche Knödel – sie machen das echt spitze“, freut sich Andreas, dessen Gattin praktischerweise Andrea heißt. Er ist teils auf der Rauthhütte auf- und jedenfalls in das Hüttenwirtsleben hineingewachsen: „Das ist in Fleisch und Blut übergegangen. Das ist absolut mein Ding.“ Das merkt man. Es muss sich längst in den Genen manifestiert haben. Nicht nur in Vollmondnächten zieht es die Rauthhütten-Fans hinauf. „Ob Vollmond oder nicht – sie kommen. Dafür gibt es ja Stirnlampen“, stellt Andreas fest. Wahre Mondsüchtige lassen sich dadurch weder ernüchtern noch beirren. Mag eine Stirnlampe den Weg von Leutasch Moos bis zur auf 1.600 Metern gelegenen Rauthhütte auch schön ausleuchten und die nächtliche Eroberung selbst bei Schneefall ermöglichen, der Mond ist und bleibt der wahre Meister. Er macht nicht nur den Aufstieg, sondern auch die Abfahrt zu einem exorbitanten Erlebnis.


E N G L I S H S U M M A RY

BY THE LIGHT OF THE MOON Those who take a tour to the Rauthhütte by the light of a full moon will feel their happiness hormones go into overdrive. he mighty bulk of the Hohe Munde appears round and peaceful. The eastern summit seems to slumber contentedly beneath its blanket of snow. Which lessens the respect for the mountain, otherwise so imposing, and whose western summit, at more than 2,660 metres in height, is a little bit closer to heaven. This craggy section, though, can only be guessed at from here. On the way to the Rauthhütte, it is the gentle side that magically draws the wanderer’s gaze. Step by step the touring skis appear to move all by themselves.

T

I t ’ s n o t o n ly the blue light of the full moon, in which

the contours of the eastern summit can be read down to the last detail, which serves as a compass during the ascent. At the foot of the ridge there is a bright, almost cheeky glow emanating from the generous windows at the front of the Rauthhütte. The relaxed hour that the ascent takes usually is a little extended by the moonlit panorama and only the hungry and thirsty go at a faster pace. Their palates make them get a move on as they know what to expect up above. The others can keep looking to their heart’s content. “The majority are locals, but ski touring is also becoming more popular with guests” says Andreas Rauth. His name betrays his close connection to the mountain shelter. For three generations, the hut has been the centre of the family’s world. Ski tourers have grown to love this ascent, and have the option of skiing down on the slope groomed by Andreas Rauth himself or next to it in deep snow. The steep, and in parts quite challenging, run is great for

passionate tobogganers. Snow-shoe walkers appreciate the opportunity to leave their gentle tracks away from the prepared paths and, on their way uphill, to enjoy a leisurely contemplation of life or simply how to please their taste buds today. For the cuisine on the Rauthhütte is excellent.

B y t h e way, it’s not just on full moon nights that the Rauthhütte fans are drawn to the mountain. “Full moon or not, they come. That’s why headlamps were invented,” Andreas says. The truly moonstruck, however, will not be convinced. Even if a headlamp can illuminate the route from Moos, a part of Leutasch, up to the shelter at 1,600 metres above sea level perfectly, the moon is and remains the true master.

W I N T E R 2017/18

INFO The Rauthhütte shelter, constructed in 1928 by Andrä Rauth, is situated at the foot of the Hohe Munde peak, at 1,600 metres above sea level, and since 2003, when the Mundelift stopped operating, it can only be reached on foot (ca. 1 hour from the parking area). The winter season for the shelter starts in the middle of December, and it is then open from Monday to Saturday, from 08:30 to 22:00, and on Sundays until 19:00. For more information visit www.rauthhuette.at You can find many other tips for snow-shoe hikes, tobogganing fun and ski tours in the Olympiaregion Seefeld at www.seefeld.com.

47


VON STĂ–PSELN UND FLITZERN In den letzten zwei Jahren hat sich der Seefelder Birkenlift zu einem Winterzauberland fĂźr Kinder jeden Alters gewandelt. Viele haben hier schon Skifahren gelernt. Jetzt werden es noch viel mehr.

48

W I N T E R 2017/18


W I N T E R 2017/18

49


FREIZEIT

s ist schon so. Der erste Hang bleibt hängen. Vielleicht, weil es als Kind so viel Spaß macht, ihn zu bezwingen. Vielleicht, weil es nie mehr so leicht ist, zu lernen. Vielleicht, weil sich diese ersten Berührungen mit Skiern, Schnee und dem Fahrtwind in die schönste Ecke des Gedächtnisses brennen – wie der erste Schultag oder der erste Kuss. „Als wir angefangen haben, umzubauen, ist es immer wieder passiert, dass die Leute, bei denen wir wegen Genehmigungen oder Ähnlichem vorgesprochen haben, sagten: Ach, bei dem Lift habe ich Skifahren gelernt“, erzählt Markus Wackerle. Der Birkenlift in Seefeld ist ihnen hängen geblieben und für den Geschäftsführer desselben waren diese mal verklärten, mal verzückten und jedenfalls durchwegs positiven Begegnungen wie Wasser auf die Mühlen: „Das war noch mal eine Bestätigung, mit unseren Plänen auf dem richtigen Weg zu sein.“

E

„WICHTIG IST, DASS ES IMMER NOCH KLEIN UND FEIN IST.“ MARKUS WACKERLE

d e r w e g ist längst beschritten und was dabei herausgekommen ist, ist so etwas wie ein Rundherumschneeparadies für

50

W I N T E R 2017/18

Kinder genauso wie für Teenager oder Eltern oder aber schon größer Gewordene, die ihren Wagemut auf den Pisten wiederentdecken wollen. „Wichtig ist, dass es immer noch klein ist und fein“, betont Wackerle die familiäre Atmosphäre, die es auch den längst den Kinderschischuhen entwachsenen Birkenlifthang-Bezwingern leicht möglich macht, das Flair von damals wiederzufinden. Was sich aber unterscheidet, ist, dass es bunter geworden ist und die Kleinen heute viel sanfter in die Skiwelt eintauchen können, als dies früher der Fall war. Da ist etwa das kleine Förderband, mit dem die ersten Gleichgewichts- und Rutscherfahrungen auf den zwei Brettern ermöglicht werden. „Die Eltern können dabei auf der Seite mit rauf- und dann runtergehen“, erklärt der Liftmeister das Procedere des kleinen Zauberteppichs, der mit seinen 20 Metern Länge unliebsame oder unfreiwillige Begegnungen der Stöpsel mit der Schneedecke verhindert und die kleinen Beine entsprechend langsam auf Größeres vorbereitet. Wie den großen Zauberteppich, der eine Län-


ge von 135 Metern hat und der selbst bei widrigsten Wetterverhältnissen zu Hause dann rotzende Nasen verhindert. Von unten bis oben, also fast bis zum „Gipfel“ des Hanges, ist der große Zauberteppich mit Plexiglas überdacht und die 135 Meter sagen’s schon: Dieser Teppich ist für jene, die sich stolz Fortgeschrittene nennen dürfen und den vergleichsweise erwachsenen Hang bezwingen wollen. Das Gelände des Birkenlifthanges wurde an diese Bedürfnisse angepasst, die Neigung beträgt maximal 20 Prozent, perfekt also für lustvolles wie lustiges Gleiten. W e m d i e s d a n n zu wenig ist –, und

das kann angesichts dessen, wie schnell Kinder lernen, recht flott passieren –, ist bereit für den Schlepplift, dessen Ziel es ermöglicht, den kontrollierten Wagemut auf steilerem Gelände zu probieren. Wie früher sind die zwei Schlepplifte unablässig in Betrieb. Und das auch dann, wenn Frau Holle sich ziert und den Herbst partout verlängern oder den Frühling früher ins Land locken will. Mit

vier Schneekanonen kann diesen Launen begegnet werden und der Propellerschnee hilft auch, die vereinzelten Flecken am sonst so schneesicheren Hang mit dem weißen Gold zu füllen, wenn die Sonneneinstrahlung dort denn doch zu groß ist. Apropos Sonne: Tummeln sich draußen die vor Spaß quietschenden Stöpsel, ist es ihren Eltern ein doppelter Genuss, von der Terrasse des Restaurants Birkenlift aus ihre Kinder im Auge und die Sonne im Gesicht haben zu können. Da keine wild durcheinanderkurvenden Menschenmassen den Blick ablenken, ist diese Entspannung Gold wert. „Wie wichtig es ist, stets zu wissen, wo die Kinder sind, wurde mir erst bewusst, als ich selber Papa wurde“, gesteht Markus Wackerle. Der Birkenlift – auch das ist spürbar – ist ein Familienunternehmen. „Mein Opa und Alois Albrecht haben ihn 1968 gegründet und er ist in den Familien weitergegeben worden. Heute sind wir drei Gesellschafter und weil es ein Familienunternehmen ist und auch so geführt wird, geht es familiär und gemütlich ab“, erklärt der Enkel des Gründers. W I N T E R 2017/18

Das Wortpaar familiäre Gemütlichkeit schließt die schnelle Gaudi nicht aus. Gar nicht, finden am Birkenlift doch über den Winter verteilt regelmäßig Rennen der verschiedenen Skischulen und Skiclubs statt und lockt die Tubingbahn doch tagsüber wie auch in speziellen Nächten jene, die in den professionell ausgestatteten Reifen sitzend um die Wette kreischen wollen.

E r i n n e r u n g e n z u s a m m e l n , die sich in die schönste Ecke des Gedächtnisses brennen, ist damit auch für groß gewordene Flitzer möglich. Und es bleibt so. Dieser Hang bleibt hängen.

INFOS www.birkenlift.at

51


E N G L I S H S U M M A RY

FROM TODDLERS TO SPEED MERCHANTS The Birkenlift in Seefeld has been transformed into a winter wonderland for children of all ages over the last two years.

“WHAT MATTERS IS THAT IT IS STILL SMALL BUT VERY SPECIAL.” MARKUS WACKERLE

ime and again once we began with the conversion, the people we spoke to for permission said: Hey, that’s the lift where I learnt to ski,” says Markus Wackerle. The Birkenlift in Seefeld had remained in their thoughts and these encounters, some full of reminiscences, some wistful, but all very positive, were like grist to the mill for the manager. “It was once again a confirmation we were on the right path with our plans.” This journey has now come to an end and the outcome is a kind of all-round snow paradise for children, as well as teenagers or even those of a more advanced age who want to rediscover their courage on the slopes.

T

T h e r e ’ s t h e little magic carpet, for example, which helps with the initial balancing and sliding on two skis. Only twenty metres long, it acts as

52

preparation for the next step, such as the big, covered magic carpet with a length of 135 metres. Those who find this too unchallenging are ready for the drag lift, where they can test their nerve in a controlled manner on steeper terrain. As before, the two drag lifts operate without breaks.

T h e B i r k e n l i f t first went into operation in 1968 and has remained a family business to this day. The expression ‘familiar friendliness’ doesn’t however exclude a speedier kind of excitement. Not in the least, for the Birkenlift regularly hosts the various ski school and ski club races. The tubing run attracts those who want to get their adrenaline kick racing downhill sitting on big rubber tyres during the day or on certain evenings.

W I N T E R 2017/18


W I N T E R 2017/18

53


© ANDRÉ SCHÖNHERR

54

W I N T E R 2017/18


FREIZEIT

GENUSS-SKILAUF AM SEEFELDER PLATEAU Die großzügige Ski-Arena der Olympiaregion Seefeld bietet auf einer Gesamtfläche von über 600.000 Quadratmetern modernste Liftanlagen für Wiedereinsteiger, SkiAnfänger und Fortgeschrittene.

ANTON SEELOS, Erfinder des Parallelschwungs, war einer der prägendsten Vorreiter im alpinen Skisport seiner Zeit.

Pistenkilometer und rund 34 Seilbahnen und Lifte sorgen für ein Rundum-Skivergnügen für Genuss- und Sonnenverwöhnte. Das alpine Angebot der Olympiaregion Seefeld reizt alle – Skianfänger, Wiedereinsteiger und Fortgeschrittene. Auch Skistars wie Lindsey Vonn und Maria Höfl-Riesch trainierten aufgrund der optimalen Schnee- und Pistenbedingungen in der Region. Das ausgedehnte Familienskigebiet umfasst mehrere Areale und bietet zahlreiche Einkehrmöglichkeiten

37

in gemütlichen Bergrestaurants, bei denen die Gäste nicht nur kulinarisch, sondern auch von der Sonne verwöhnt werden. Ein beliebtes Spektakel ist der Nachtskilauf, der auf einer beleuchteten Skipiste zum Skifahren unterm Sternenhimmel einlädt.

D e r Pa r a l l e l s c h w u n g , der den Ski-Slalom-Sport revolutionierte, wurde übrigens vom damaligen österreichischen Skirennläufer Anton Seelos in der Olympiaregion Seefeld erfunden.

W I N T E R 2017/18

55


FREIZEIT

DIE SKIGEBIETE GSCHWANDTKOPF SEEFELD er Gschwandtkopf Seefeld besticht mit seinem einmaligen Blick auf die umliegende Landschaft und Bergwelt und bietet schöne Aussichten auf die Olympiaregion Seefeld sowie das Inntal. Frisch präparierte Pisten und tolle Abfahrten erwarten Sie. Vor allem die Ski-Profimannschaften, die auf ihre Rennen trainieren, sind jährlich vom unteren Steilhang begeistert. An der Talstation befindet sich die Skischule Sport Aktiv.

D

© ANDRÉ SCHÖNHERR

INFOS • 11 Bahnen Winterbetrieb: Ein 4er-Sessellift, 8 Schlepplifte, 2 Zauberteppiche • Höhe Skigebiet: 1.200 bis 1.500 m • Pistenkilometer: ca. 5 • Einkehrmöglichkeiten: Sonnenalm, Sportalm und Seewaldalm

56

W I N T E R 2017/18


ROSSHÜTTE SEEFELD as Skigebiet der Bergbahnen RossD hütte in Seefeld bietet mehrfach prämierte Pisten, das Panorama lässt Skifahrerherzen höherschlagen. Das Skigebiet punktet bei Familien mit mehreren Liften, etwa 18 Kilometern präparierten Pisten und einem abwechslungsreichen Gastroangebot. An der Talstation: Skiverleih Sport Sailer und Bürostellen diverser Skischulen. Nachtskilauf von Mittwoch bis Samstag. INFOS • 14 Bahnen Winterbetrieb: 1 Standseilbahn, 2 Gondelbahnen, 3 Sessellifte, 3 Schlepplifte, 3 Zauberteppiche, 1 Tellerlift und 1 Seillift • Höhe Skigebiet: 1.230 bis 2.064 m • Pistenkilometer: ca. 18 • Einkehrmöglichkeiten: Panoramarestaurant Rosshütte & Eis/Café Segafredo, Reither Jochalm, Murmelebau, Hocheggalm und Skialm TIPPS FÜR TOURENGEHER • Tourengeher-Abend „Rosshütte“: vom 29. Dezember 2017 bis 2. März 2018, jeden Freitag von 18 bis 22 Uhr / Aufstieg: Talstation – Brandlpiste (oder Waldaufstieg linksseitig der Talstation) – Forstweg zur Hocheggalm – Murmelebau – Rosshütte / Abfahrt: über die Familienabfahrt / Gastronomie: Bergrestaurant Rosshütte ist geöffnet. • Tourengeher-Abend „Nachtskilauf“: vom 8. Dezember 2017 bis 10. März 2018, jeweils Mittwoch bis Samstag von 18 bis 22 Uhr / Aufstieg: Talstation – Flutlichtpiste bis Hochangerbahn-Bergstation / Abfahrt: über die Hochanger-Abfahrt (Flutlichtpiste) / Gastronomie: Skialm an der Talstation ist geöffnet. • Tourengeher-Aufstiege bei Tag: täglich während der Betriebszeiten von 9 bis 16:30 Uhr. Bitte beachten Sie das TagesParkverbot für Tourengeher im gesamten Parkplatz- und Parkhausbereich an der Bergbahn-Talstation bis 18 Uhr.

W I N T E R 2017/18

57


FREIZEIT

BIRKENLIFT & GEIGENBÜHEL ie Skigebiete Geigenbühel und Birkenlift bieten allen Wintersportfreunden – egal ob Familien, Kindern, Anfängern, Wiedereinsteigern oder Könnern – den entsprechenden Skispaß. Durch die neue Beschneiungsanlage sind optimale Skiverhältnisse von Saisonbeginn bis ins Frühjahr nahezu garantiert. Nur wenige Meter von der Straße entfernt finden Sie den Zugang zu den jeweiligen Skigebieten. An der Talstation befindet sich die Tiroler Schischule Seefeld.

D

© ANDRÉ SCHÖNHERR

INFOS • 3 Schlepplifte und 4 Zauberbahnen • Höhe Skigebiet: 1.190 bis 1.230 m • Pistenkilometer: 2 • Einkehrmöglichkeiten: Birkenlift Food & Drink und Camp Alpin beim Birkenlift, Kracherle Moos und Milchhof beim Geigenbühel

58

W I N T E R 2017/18


IN DER REGION BRANDLIFT SCHARNITZ er Brandlift in Scharnitz verfügt über eine knapp ein Kilometer lange Piste, die bestens für Anfänger und die ersten Schwünge im Schnee geeignet ist. Das Gebiet befindet sich zwischen 964 und 1.080 Höhenmeter und wird durch einen Schlepplift erschlossen. Zusätzlich bietet der Brandlift eine Flutlichtanlage. Eine besondere Attraktion für abenteuerlustige Familien ist das Snowtubing am Brandlift.

D

SKILIFT NEULEUTASCH as Skigebiet in Neuleutasch verfügt über einen Schlepplift und ein sehr familiäres und übersichtliches Skiareal, das bestens für Anfänger sowie für Familien mit Kindern geeignet ist. Parkplätze stehen genügend direkt bei der Talstation zur Verfügung. Einkehrmöglichkeit: Gasthof Neuleutasch.

D

Sie trotzt Wind und Wetter, überlebt unter meterdicken Schneedecken und bildet nicht selten die Baumgrenze: Die Latschenkiefer. Ein besonderer Baum, der nicht nur vor Lawinenabgängen schützt, sondern auch von vielen Menschen auf Grund seiner diversen heilenden Wirkungen geschätzt wird. Doch auch geschmacklich hat die Latschenkiefer einiges zu bieten. Dies erkannte das junge Innsbrucker Unternehmen AlpPine Spirits und kreierte mit dem Zapfenstreich einen auf einem alten Familienrezept basierenden Latschenlikör, der ausschließlich aus natürlichen und regionalen Zutaten besteht. Aufgrund der dunklen Farbe wird der Likör oftmals mit der Zirbe verwechselt. „Nach einem Geschmackstest sind sich die Probanden jedoch meist einig: „Die Latsche ist eindeutig die bessere Zirbe“,erzählen die beiden Gründer Max und Michael. Erhältlich ist der Likör bei PLANGGER DELIKATESSEN, Klosterstraße 43, 6100 Seefeld oder auf www.alppinespirits.com.

W I N T E R 2017/18

www.alppinespirits.com


E N G L I S H S U M M A RY

RELAXING SKIING ON THE SEEFELD PLATEAU With 37 kilometres of groomed runs and a total of 34 cable cars and lifts, the extensive Olympiaregion Seefeld ski arena offers all-round skiing pleasure for hedonists and sun-lovers. An overview ROSSHÜTTE SEEFELD • 14 lifts (winter season): 1 funicular, 2 cable cars, 3 chair lifts, 3 drag lifts, 3 magic carpets, 1 button lift, 1 rope lift • ski resort altitude: 1,230 to 2,064 metres • kilometres of pistes: ca. 18 • possible stop-off points: Panoramarestaurant Rosshütte & Café-Bar Segafredo Espresso, Reither Jochalm, Murmelebau, Hocheggalm, Skialm

GSCHWANDTKOPF SEEFELD • 11 lifts (winter season): 1 chair lift, 8 drag lifts, 2 magic carpets • ski resort altitude: 1,200 to 1,500 metres • kilometres of pistes: ca. 5 • possible stop-off points: Sonnenalm, Sportalm, Seewaldalm

BIRKENLIFT & GEIGENBÜHEL • 3 drag lifts and 4 magic carpets • ski resort altitude: 1,190 to 1,230 metres • kilometres of pistes: 2 • possible stop-off points: Birkenlift Food & Drink and Camp Alpin at Birkenlift, Kracherle Moos and Milchhof at Geigenbühel

BRANDLIFT SCHARNITZ

The Brandlift in Scharnitz boasts a one-kilometre ski run that is perfectly suited for making your first turns on snow.

SKILIFT NEULEUTASCH

The friendly and compact ski resort in Neuleutasch offers a single drag lift.

60

W I N T E R 2017/18


S C H I M E I E R . AT

_ BEST FOR RENT

FITTING IS KING Was nicht passt, wird passend gemacht – und das schon seit über sechs Jahren beim Schimeier. Die Anpassung des Schischuhs an den eigenen Fußtyp ist eine Sache, auf die man beim Schuhkauf keinesfalls mehr verzichten darf. In spektakulären 17 Minuten und 3 Schritten verbessern wir damit Komfort und Performance auf der Piste. Neueste thermische Technologien erlauben, nicht nur Sohle und Innenschuh, sondern auch die Aussenschale perfekt aufeinander abzustimmen. Bei uns finden Sie eine große Auswahl an Custom Shell Boots der Topmarken Atomic, Rossignol, Salomon und Tecnica.

– 2

– – 1

– Step 1: Sohle anpassen Nach der manuellen Vermessung Ihres Fußes finden wir den für Sie idealen Schuh. Am Gerät wird anschließend Ihr Fußtyp analysiert – auf dieser Grundlage wird die geeignete Boot Doc Sohle ausgewählt. Diese kommt in den Ofen und wird im warmen Zustand mit dem vollen Körpergewicht belastet. 5 Minuten später ist Ihr individueller Fußabdruck eingeprägt und die Sohle bereit zum Einsatz!

– 3 –

Step 2: Einprägen

Step 3: Aushärten

Der Aussenschuh wird für 5 Minuten bei 117 °C im Ofen aufgeheizt – nach Einlegen des verformbaren 3D Innenschuhs heißt es „einsteigen“ und nochmal 2 Minuten stillhalten.

Ein Kaffee aufs Haus verkürzt die Wartezeit während spezielle Cool Packs um den Schuh gewickelt werden und Ihr Einzelstück verpackt und mit nach Hause genommen werden kann.

Schimeier Verleih Alpin Am Gschwandtkopf 702 A-6100 Seefeld T +43 (0) 5212 4152 info@schimeier.at schimeier.at Öffnungszeiten täglich von 09:00 – 17:00 Uhr

– SMART BOOKING –


62

W I N T E R 2017/18


FREIZEIT

DER SOG DER WINTERIDYLLE Nach dieser Wanderung durch das winterliche Idyll des Seefelder Plateaus ist das Leben ein schönes Stück reicher. Um drei Seen, prickelnde Momente, gigantische Aussichten – und noch viel mehr.

JEDER TAG BRAUCHT SO EIN TÜPFELCHEN AUF DEM I. UND DIESER TAG VERDIENT DIESES TÜPFELCHEN GANZ BESONDERS.

W I N T E R 2017/18

Unterer Wiesenweg (Nr. 32)

Vom Ortsteil Kirchplatzl bei der Auffahrt zur Oberen Wiese geht es links weiter durch das Erdtal b und Klamm (beim Telefonhäuschen). Gehzeit: 1 Std. Schwierigkeitsgrad: leicht

Leutasch-Seefeld (Nr. 1)

Steilenberg

Weidach-Katzenkopf (Nr. 34)

Ab dem Erlebnishotel Kristall1770 führt ein Weg hinauf bis zum Katzenkopf. Gehzeit: ca. ¾ Std. Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

Bei der Ostbachbrücke über den Schlagweg (Nr. 3) in Richtung Muggenmoosalm. Anstieg durch den Wald. Vom Rautgatter zur Ferienkolonie Wildmoos und weiter zur Wildmoosalm. Gehzeit: ca. 1 ½ Std. Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

DE

Über den Wurzelsteig (Nr. 42) zum Katzenkopf (Nr. 34)

Weidachsee-Ostbach (Nr. 3)

Vom Weidachsee in Weidach über den Weg Nr. 3 in Richtung Ostbach, bis zur Abzweigung Wurz Nr. 42, weiter bis zur Einmündung des Wanderweges Nr. 34. Hier weiter dem Weg Nr. 34 folgen. Gehzeit: ca. 1 ½ Std. Schwierigkeitsgrad: leicht

Oberhalb des Weidachsees Abzweigung durch den Wald (Nr. 3) folgen bis Ostbach.

Stuibenkopf

Gehzeit: ca. 1 Std. Schwierigkeitsgrad: leicht Hoher Gaifkopf

Schachentorkopf Wildmoosalm - Fludertal (Nr. 3) - Katzenkopf (Nr. 49) 1957 We Von der Wildmoosalm folgen Sie ca. 20 Minuten dem Weg Nr. 3 in Richtung Fludertal bis zur Abz

Rund um den Weidachsee (Nr. 3)

1924

Hoher Gaif 2288

2703 Hochblassen

1548 (Nr. 33) Oberer Wiesenweg

Vom Ortsteil Kirchplatzl ansteigend am Gasthof Kühtaierhof und Gasthof Birkegg, vorbei am Adl dann durch lichte Lärchenbestände und Wiesen zum Ortsteil Klamm. Gehzeit: ca. 1 Std. Schwierigkeitsgrad: leicht

Schlagweg-Rautgatter-Wildmoos (Nr. 3)

WINTER

Alpspitze € 2628 3,50

ze

Keilschrofen

Ab dem Mooswirt in Weidach Anstieg bis zur Straßenüberquerung, links dem Weg folgen bis zur Abzweigung (Weg Nr. 1) nach Neuleutasch. Am Ortsteil Unterkelle vorbei, nach Straßenüberquerung bis Triendlsäge. Ab Triendlsäge weiter nach Seefeld bieten sich zwei Möglichkeiten an. Von der Triendlsäge zur Heilbadstr. (ehemaliges Hotel Schneeweiß, Nr. 1) oder zum Geigenbühel (Weg Nr. 68). Gehzeit: ca. 2 Std. Schwierigkeitsgrad: leicht

2150 Höllentorköpfl

1864 Beim Forellenhof in Weidach links entlang des Seeufers, es folgt ein kurzer Anstieg bis oberhalb des

hier führt links ein gebahnter Weg zum Katzenkopf (Nr. 49). Benützung des gebahnten Weges bis nach Weidach zum Erlebnishotel Kristall (Nr. 34) möglich. Gehzeit: ca. 1 ½ Std. Schwierigkeitsgrad: mittelschwer.

Bruthauses. Sie halten sich rechts und gehen wieder absteigend am Seeufer entlang zum Ausgangspunkt. Gehzeit für den Rundgang ca. 1 Std. Schwierigkeitsgrad: leicht

Hirschbichlkopf SCHARNITZ 2276 Rundwanderweg Scharnitz Tannrain Frauenalplkopf Musterstein Vom Infobüro Scharnitz aus bis zum Gemeindeplatz, nach dem Spar-Markt rechts abzweigen. Nach vorsichtigem der Karwendelbahn gleich links abbiegen und parallel zum Bahn 2369 Überqueren2444 2477 vorbei an den Siedlungshäusern, am Fuß des Brunnsteins bis hinunter zur Bahnunterführung. Lin die Unterführung weiter Törlspitzen bis zur Bundesstraße, diese überqueren und rechts weiter bis zur Abzwe

Fludertal-Schiltenwiese-Neuleutasch (Nr. 3, Nr. 40) Durchs Fludertal (Nr. 3) bis zur Abzweigung nach Neuleutasch über die Schiltenwiese (Nr. 40) und weiter bis zum Ortsteil Neuleutasch. Einmündung auf den Weg Leutasch-Seefeld (Nr. 1). Gehzeit: ca. 1 Std. Schwierigkeitsgrad: leicht

Achweg-Klamm-Ahrn (Nr. 5) & Fortsetzung nach Unterleutasch Ab Ortsteil Klamm entlang der Leutascher Ache, an den Ortsteilen Obern, Plaik, Platzl, Aue, Kirchplatzl, Weidach (hier besteht ein Verbindungsweg zum Ortsteil Gasse), Föhrenwald vorbei bis Ahrn. Gehzeit 2 Std. Fortsetzung nach Unterleutasch, Weg Nr. 5: Bei Ahrn Straße queren, weiter über den gebahnten Weg bis Reindlau, hier erneut Straße queren um wieder in den Achweg Nr. 5 einzusteigen. Gehzeit: ca. 2 Std. Schwierigkeitsgrad: leicht

in die nächste Straße. Dem Schanzweg folgend bis zum Kindergarten, dann entweder gerade au wieder in Richtung Dorfzentrum oder rechts über die Isarbrücke, dann gleich wieder links der Porta-Claudia-Straße folgen bis zur Hauptstraße und wieder links zurück bis zum Infobüro.

Gehzeit: ca. ½ Std., ca. 2 km. Schwierigkeitsgrad: leicht Partenkirchener Dreitorspitze Rundwanderweg Scharnitz Start am Infobüro Scharnitz entlang der Inrainstraße, über die Bahnüberführung bis zur Isarbrück 2633Links den etwas ansteigenden Weg weiter, vorbei am Gästehaus Helga Ofelekopf (schöner Ausblick auf Sc wieder hinunter bis zur Karwendelbrücke. Gleich nach der Karwendelbrücke wieder rechts den A 2478 entlang der Isar, weiter auf der Isarpromenade, vorbei am Eislaufplatz zurück zur Kirche und wie

Hämmermoosalm, Gaistalalm (Nr. 7, Nr. 41)

Ab Parkplatz Salzbach dem Weg Nr. 7 folgen, leichter Anstieg bis Abzweigung rechts (Weg Nr. 41) zur Hämmermoosalm. (45 Minuten) Achtung: Dieser Weg wird auch als Naturrodelbahn benützt! Zur Gaistalalm halten Sie sich links und folgen weiter dem Weg Nr. 7. Gehzeit: ca. 1 ½ Std. Schwierigkeitsgrad: leicht

ütte

Kleiner rechts über die Isarbrücke zum Infobüro. Hundsstallkopf Gehzeit: ½ Std., 3 km. Schwierigkeitsgrad: leicht Obern-Rauthhütte (Nr. 8) 2355 Leutascher Dreitorspitze 2338 Vom Parkplatz der Rauthhütte in Moos führt der Anstieg zur Rauthhütte. Achtung: Dieser Weg wird auch Durch das Karwendeltal zur Birzelkapelle Jungfernkarkopf als Naturrodelbahn benützt!

2682 Start am Infobüro, entlang der Inrainstraße hinauf über die Bahnüberführung weiter bis zur Isarb

Gehzeit: ca. 1 ½ Std. Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

Hinterreintal-

schrofen WINTERWANDERKARTE 2670

Links den etwas ansteigenden Weg hinauf, am „Gästehaus Helga“ rechts vorbei und geradeaus

HundsstallWeg in den „Karwendeltalweg“ mündet. Dem Weg taleinwärts folgen bis zur Abzweigung „Birzel OberreintalSchüsselkarspitze Wettersteinhütte (Weg Nr. 9) kleinen Kapelle mitten im Wald. Zurück gleicher Weg. Vom Parkplatz Stupfer imköpfe Gaistal geht es zuerst ca.schrofen 400 m steil bergauf bis zum2463 Weg Nr. 9. Diesem folgen 2648 2551 einer Gehzeit: 2 Std. Achtung! Der Weg kann im Winter wegen Lawinengefahr gesperrt sein. Bitte die H Sie nun bis zur Wettersteinhütte. Achtung: Dieser Weg wird auch als Naturrodelbahn benützt! schilder beachten! 2391 2523 Scharnitzspitze 2532 mittelschwer Teufelsgrat Gehzeit: ca. 2 Std. Schwierigkeitsgrad: Teufelskopf Scharnitz - Gießenbach (Nr. 18) Moos-Katzenloch-Buchen (Nr. 24)

Schneebericht / interaktive Karten

Gegenüber der Kirche (beim Haus Frankenhof) abbiegen in den Hirlanda-Ellmann-Weg, diesen fo zur Querstraße, dann rechts und noch vor der Brücke links abbiegen, den Gießenbach entlang b Ortsteil Gießenbach (Einkehrmöglichkeit: Gasthof Ramona). Oder über die Brücke, dann links in Sportplatzweg abbiegen, rechts am Sportplatz vorbei, dem Weg folgen bis nach Gießenbach. ACHTUNG: dieser Weg kann auch wegen Lawinengefahr gesperrt sein!!! Oberer Boden Gehzeit: ca.1 Std., ca. 3 km. Schwierigkeitsgrad: leicht

Ab der Straße vom Ortsteil Moos am Haus Isabella (Hausnr. 8) vorbei, beginnt ein leichter Anstieg und führt weiter durch das Katzenloch bis Buchen. Gehzeit: ca. 1 Std. Schwierigkeitsgrad: leicht Von Buchen ist die Fortsetzung Schlagweg-Rautgatter-Wildmoosalm (Nr. 27, Nr. 3) oder SchlagwegMuggenmoosalm-Ostbachbrücke (links Nr. 27, Nr. 3) möglich. Scharnitzjoch

w w w.seefeld .com Schönberg

2142

2048

1899 Kirchl 2250

1835

Plattach 2096

TIPP: Einen Überblick über l alle Wanderungen in der s t a G i a Olympiaregion Seefeld liefert die eigene Winterwanderkarte, die in fast allen Hotels sowie in den Informationsbüros der Region erhältlich ist. 2234 Predigtstein

N

1717

G

59

LEUTASCH

9

1

2 km

60

1379 61

7

e

8

71 H24

63

OBERN

51

48

H21

H22

70 H23

3

H20

4

1169

3

H26

Rappenlöcher

d

Rundwanderweg Wildmoos (Nr. 2)

e

Hütte geht es weiter Richtung Wildmoosalm (bewirtschaftet). Vor der Alm geht es über den Hörmannweg Richtung Seefeld zurück ins Zentrum. Gehzeit: ca. 3 ½ Std. (leicht) Variante 2 - Bei der Lottenseehütte links vorbei an den Garagen (Naturkosmetik), den schmalen Weg über den Golfplatz (Wegweiser Leutasch - Ferienheim Wildmoos bewirtschaftet, Weg Nr. 3), dann weiter zur Wildmoosalm (bewirtschaftet). Von der Alm geht es über den Hörmannweg Richtung Seefeld zurück ins Zentrum. Gehzeit: ca. 3 ¾ Std. (leicht)

Seefeld - Mösern (Nr. 2)

1600

Von Seefeld zur Wildmoosalm gelangt man entweder auf einem kleinen Fahrweg, der von der Leutascher Straße gegenüber der Reitanlage links ansteigend abbiegt oder auf dem Wanderweg Nr. 2, der in der Kirchwaldsiedlung beim Haus Hosp rechts abzweigt und gleichmäßig ansteigend durch den Kirchwald über den Hörmannweg führt. Danach Einbindung in die Fahrstraße, auf der man nach ca. 400 m die Wildmoosalm (bewirtschaftet) erreicht. Gehzeit: ca. 1 Std. An der Weggabelung westlich der Wildmoosalm führt der Weg nach links in Richtung Ferienheim Wildmoos (bewirtschaftet). Bei der nächsten Weggabelung nach ca. 15 Min. biegt rechts der Wanderweg nach Buchen ab. Nach links geht es weiter über den Lottensee in Richtung Mösern. Am Lottensee besteht Einkehrmöglichkeit in der Lottenseehütte. Ca. 200 m unterhalb der Einfahrt zur Lottenseehütte zweigt nach links der Wanderweg in Richtung Mösern (Nr. 2) von der Fahrstraße ab. Die Fahrstraße führt ebenfalls nach Mösern. Der Wanderweg führt zum Gasthof Menthof, wo man entweder rechts durch Mösern oder links - Mösern umgehend - wieder zurück nach Seefeld gelangt. Gesamtgehzeit: ca. 3 ½ Std. Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

Wanderweg auf den Gschwandtkopf (Nr. 2, 4 und 85)

Vom Zentrum Seefelds durch den Kirchwald nach Mösern (Nr. 2). Auf der Höhe von Mösern bei der Kapelle die Straße überqueren. Links Wegweiser Gschwandtkopf. Zuerst Weg Nr. 4, in 10 Min. Weggabelung, Weg Nr. 85 weiter auf den Gschwandtkopf mit Einkehrmöglichkeit in der Sonnenalm und im Hotel „Sir Henry“. Kupf Gehzeit: 2 ½ Std. Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

985

H25

WC

55

S4

3

1558

1169

H o c h m o o s

ün Inntalblick

Ka 24

1193

Kaserw

l d ch w a n lo t t t a d s La

tz e

1277 56

3

1326

Muggenmoos

2 H49

886

27 H29

BUCHEN 63

3

19

Ra

H30

1206

Arzberg 1069

1

H28

24

st

2092

53

MOOS

54

Br

Von Seefeld über die Wildmoosalm und Wildmoos nach Mösern (Nr. 2)

Alte Gante 1382

8

8

Vom Zentrum in westlicher Richtung zum Seekirchl, weiter zur WM-Casino-Tennishalle. Folgen Sie hinter der Halle dem Wegweiser Nr. 2 durch den Wald Richtung Mösern. Nach ca. 1 km kommt die Abzweigung zum Möserer See oder geradeaus weiter - parallel zur Bundesstraße - auf dem Gehsteig nach Mösern. Gehzeit: ca. 1 ½ Std. Schwierigkeitsgrad: leicht

18

ut

ga

tte

r

3

Wildmoos Br

1358 2

27

1268

1210

17

1262

er er ös M 1474

h e Hö S1

2

Wildmoosalm - Fludertal (Nr. 3)

Nach der Wildmoosalm rechts durch das Fludertal bis zur Landesstraße. Von der Straße neben Neuleutasch dann links abbiegend über die Triendlsäge nach Seefeld. Gehzeit: ca. 1 ½ Std. Schwierigkeitsgrad: leicht

3

67 H17

Weidachsee 47

1151

49

PLATZL OSTBACH 52

H18 44

2

66

1149

AUE

50

7

e

Variante 1 - Vom Zentrum zum Seekirchl und zur Möserer Straße, bei der WM-Casino-Tennishalle WegNiedere Munde weiser Möserer Weg Nr. 2 immer Richtung Mösern bzw. zum Möserer See. Beim See Richtung Gasthof 2059 „Menthof“, dann über den Pirschsteig (Nr. 2) zur Lottenseehütte (bewirtschaftet). Rechts vorbei an der

Gleich nach dem Seekirchl biegt hinter der WM-Casino-Tennishalle der Waldweg Nr. 2 ab. Nach ca. 1 km quert der Weg die Straße und führt über die Wiese auf die östl. Talseite beim Mühlegg in den Weg Nr. 4. Am Waldrand führt der Weg links nach Seefeld zurück, vorbei an der Casino Arena und der Talstation des Gschwandtkopfliftes. Gehzeit: ca. 1 Std. Schwierigkeitsgrad: leicht

32

St. Josef

Kalvarienberg

Vom Zentrum Seefelds die Andreas-Hofer-Straße entlang bis zur Talstation Rosshütte. Beim Hauptgebäude links vorbei, ansteigender Weg neben der Strecke der Standseilbahn. Die Piste überquerend auf den nächsten Weg zur bewirtschafteten Hocheggalm (1.545 m). Gehzeit: ca. 1 ½ Std. Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

41 43

Alpen bad

5

H19 WC

46

33

OBERE WIESE

KLAMM

HüttenINFO 1257

WC

N

Hocheggalm

4

65

KIRCHPLATZL 45

PLAIK

41

SEEFELD - REITH - MÖSERN

Rundgang im Möserer Tal (Nr. 2 und 4)

Ganghofer-Museum

Schönegg 1624

1417

1200

e

0

Obere Mähder

Hochwanner 2548 Kleinwanner Olympiaregion 2744 Seefeld

r

sonderen Charme. Per pedes unterwegs zu sein, lässt die Eindrücke ein wenig tiefer sinken, und wer seinen Rhythmus gefunden hat, kann dabei leicht von einem meditativen Prickeln überrascht werden. Auch wenn die Sonne nicht scheint und der Himmel nicht blau strahlt, gehen diese Eindrücke unter die

D i e s e V i e l fa lt macht die Wahl durchaus zu einer Herausforderung. Lang oder doch kürzer? Mit anspruchsvollerem Anstieg oder eher gemütlich? In den Wäldern oder auf den Wiesen? Wer zwischen den nordischen oder alpinen Skitagen einen feinen Wandertag einlegen, mit den Kindern Schneebälle werfend die Gegend erkunden will oder ganz grundsätzlich die natürlichste aller Bewegungen bevorzugt, muss sich

1124 schrofen

Diensthütte

LEUTASCH

Scharnitztal

Wa n d e r n i m W i n t e r hat diesen be-

Haut. Dann etwa, wenn sich die Umgebung in Grau-Schattierungen präsentiert und die Wanderer sich in einem alten Schwarz-Weiß-Film wähnen. Sind wie hier die Wege präpariert, kann auch kein eventuell mühseliges Versinken im Schnee das flüssige Fortkommen verzögern. Über 140 Wegkilometer sind in der Olympiaregion Seefeld derart einladend präpariert.

Hohe Klam m

s knirscht unter den Sohlen. Kalt knirscht es, so eigentümlich das auch im ersten Moment klingen mag. Nur wenn die Temperaturen entsprechend niedrig sind, machen die Schritte im Schnee dieses Geräusch. Zusammen mit dem fast schon kitschig blauen Himmel über Seefeld, der Sonne und dem leichten Atemnebel verleiht es der freudigen Erwartung auf diese winterliche Wanderrunde einen zusätzlichen Zauber.

E

60

Rundwanderweg Seefeld - Brunschkopf Höhenweg - Seefeld (Nr. 60)

Von der Kirchwaldsiedlung auf dem Hörmannweg (Nr. 2) in Richtung Wildmoosalm. Auf der Hälfte des

1258


AUF EINER DER BÄNKE SITZEND, IST DIE KRAFT DER SONNE STARK GEWORDEN. KURZ NOCH EINMAL DIE AUGEN GESCHLOSSEN UND DIE SITUATION GENOSSEN, BEVOR ES WEITERGEHT.

gentümlich an, doch die Antwort darauf darf warten. Dauert es auch nicht lange, den Möserer See zu umrunden, wird schnell klar, dass die Eindrücke umso länger in Erinnerung bleiben werden. Ein Tee – mit Rum oder nicht – in der Möserer Seestubn hilft, diese Erinnerung innerlich wohlig warm zu konservieren, um sich dann weiter auf den Weg zu machen. Für ein Schnitzel ist es noch zu früh. Leider. D r a u s s e n z a u b e r t der knirschen-

irgendwann entscheiden. Okay, heute ist die Seenwanderung an der Reihe. Sie verspricht von allem etwas. Und noch ein bisschen mehr. A u f d e r W i n t e r wa n d e r w e g e K a r t e ist der Weg als Nummer 2

gekennzeichnet und schlängelt sich mit kleinen „Zivilisationsschlenkern“ in Seefeld selbst oder in Mösern durch die Wälder. Zwischen drei und vier Stunden sind einzuplanen, je nach Geschwindigkeit und Länge der Einkehrschwünge zwischendurch. Bei der WM-Tennishalle darf dem Hauptort des Plateaus ein leises Servus geflüstert werden, führt der Weg doch gleich durch den Kirchwald vorbei an Mühlegg zu den Möserer Mähdern. Wenn die kleine Steigung beginnt, ist der Rhythmus längst gefunden und

64

Schritt für Schritt die Gewissheit gewachsen, dass die richtige Wahl getroffen wurde. Es ist faszinierend, wie sich der Takt im Kopf schon jetzt verlangsamt hat. Mit den Atemnebeln hat sich das Wirrwarr längst aufgelöst und weniger erfreuliche Gedanken haben Platz gemacht – für schöne. Das ist gut so, taucht doch kurz nachdem sich wieder ein kleiner Schneeberg von einem Ast gelöst hat und mit dumpfem „Whhuff“ neben dem Weg gelandet ist, der Möserer See auf. Kurz scheint die Zeit stillzustehen. Die Ruhe, in der sich dieser kleine See mit seiner kleinen Insel präsentiert, lässt im ersten Moment nur Flüstern zu. Irgendwo unter der verschneiten Eisdecke dürfen Fische vermutet werden. Schlafen Fische im Winter mehr? Oder schlafen Fische überhaupt? Die Frage mutet eiW I N T E R 2017/18

de Schnee wieder ein Lächeln auf die Lippen. Der Lottensee ist das nächste Ziel. Der Pirschsteig führt bald dorthin. Schnell geht das nicht, tut sich doch plötzlich „überall da unten“ das Inntal auf und es sind wahrhaft majestätische Wallungen, die den Körper im Angesicht dieses Panoramas erfassen. In diesem Moment ist es undenkbar, woanders sein zu wollen. Wieder tauchen Fragen auf, deren Antworten warten dürfen. Wie lange es wohl gedauert hat, dieses Tal zu formen? Wie gigantisch muss man sich den Inntalgletscher vorstellen, der das zustande brachte? Und wie kalt war es damals? Auf einer der Bänke sitzend, ist die Kraft der Sonne stark geworden. Kurz noch einmal die Augen geschlossen und die Situation genossen. Dann weiter, den Pirschsteig entlang durch den Winterwunderwald – zum Lottensee. Wieder tut sich so ein Kraftplatz auf. Wieder ein See. Oder doch nicht? Der Schnee liegt nicht eben auf einer eisigen Decke, sondern eher wie in einem sich unregelmäßig ausbreitenden Bett. Weil sich jetzt doch ein


FREIZEIT

erwartungsvolles Grummeln im Bauch eingestellt und die Lottenseehütte geöffnet hat, können zwei Bedürfnisse mit einem Schlag befriedigt werden. Der Lottensee sei ein periodischer See, heißt es dort. Das Tiroler Gröstl soll es sein, bestimmt der Gaumen. Und während diese so geniale wie deftige Tiroler Köstlichkeit den Hunger stillt, beschäftigt das Naturwunder die Gedanken. Mal wird er seinem Namen gerecht – der Lottensee –, mal nicht, schlicht weil er kein Wasser hat und die Mulde streng genommen nur Lotte genannt werden müsste. Mit dem Karstsystem hängt das zusammen und damit, wie viel Schnee schmilzt oder Regen im Frühjahr fällt. Viel wurde schon darüber nachgedacht und geforscht, doch bis heute ist es nicht gelungen, vorauszusagen, ob der See im Sommer kommt oder ausbleibt.

„Im Winter viel Schnee, im Sommer viel See“, besagt eine Bauernregel, doch auch sie hat ihre Tücken.

D i e U n g e w i s s h e i t hat durchaus ihre Reize, wie diese Landschaft, die auf dem Weg zum nächsten Ziel Fantasien an Elfen oder Waldgeister weckt. Gut vorstellbar, dass sie hier hausen, und vielleicht haben

3-SEEN-RUNDWANDERUNG: Strecke: Seefeld – Möserer See – Lottensee – Wildmoossee – Seefeld Startpunkt: WM-Tennishalle Endpunkt: Seefeld Seekirchl Streckenlänge: 12,3 km Gehzeit gesamt: ca. 4 Stunden

sie sich einen tollen Geheimgang zum Wildmoossee geschaffen, der wie der Lottensee ein unregelmäßiges Phänomen ist. Tja, es ist offensichtlich, dass sich alle ernsten Themen auf dem Weg hierher verabschiedet haben und dem Kopf nach Schabernack zumute ist. Dieser Hang wird auch nicht weniger, wenn vor der Wildmoosalm alle Vernunft über Bord geworfen und drinnen eine richtig üppige Portion Apfelstrudel mit einem nicht weniger üppigen Sahnehäubchen bestellt wurde. Jeder Tag braucht so ein Tüpfelchen auf dem i. Und dieser Tag verdient dieses Tüpfelchen ganz besonders. Denn nicht erst auf dem Hörmannweg, der zurück nach Seefeld führt, ist sonnenklar: Diese Winterwanderung macht das Leben um ein schönes Stück reicher. Um drei Seen, prickelnde Momente, gigantische Aussichten – und noch viel mehr. WANDERN IM WINTER hat diesen besonderen Charme. Per pedes unterwegs zu sein, lässt die Eindrücke ein wenig tiefer sinken, und wer seinen Rhythmus gefunden hat, kann dabei leicht von einem meditativen Prickeln überrascht werden.

W I N T E R 2017/18

65


66

W I N T E R 2017/18


E N G L I S H S U M M A RY

THE PULL OF A WINTER IDYLL Life is a little bit richer after this hike through the winter idyll of the Seefeld plateau.

3 LAKES HIKING CIRCUIT Route: Seefeld – Möserer See – Lottensee – Wildmoossee – Seefeld Starting point: Seefeld indoor tennis centre • End point: Seefeld Seekirchl Length: 12.3 km • Walking time overall: ca. 4 hours

here’s crunching beneath the soles. A cold crunching, as funny as that may sound initially. Only when the temperatures are low enough, do our steps in the snow produce this peculiar sound. It adds an additional magic to the pleasant anticipation for this winter walking circuit, along with the almost kitschy blue sky above Seefeld, the sunshine and the light mist of our breath. The 3-lakes hike is marked on the winter walking map as number 2 and, starting from Seefeld, meanders through the woods. Between three and four hours should be set aside for it, depending on walking speed and the length of the stop-offs in between.

T

At t h e i n d o o r t e n n i s c e n t r e , a soft “Servus” may be whispered to the main town on the plateau, as the track leads from there straight through the Kirchwald, past Mühlegg, and on to the Möserer Mähder pastures. A good walking rhythm has been discovered once you get to the short incline. Just after another mound of snow has slipped off a branch and landed beside the track with a dull sound, the Möserer See comes into view. For a moment time seems to stand still. And even though it doesn’t take

long to circumnavigate the lake, it quickly becomes clear that the impressions will stick in the memory for a long time to come. Some tea, with or without rum, at the Möserer Seestubn helps preserve this memory with a cosy inner warmth.

T h e L o t t e n s e e is the next destination, soon reached along the Pirschsteig trail, which offers a breathtaking panorama and later leads to another place of power. As the stomach is starting to grumble expectantly and the Lottenseehütte happens to be open, two needs can be satisfied in one go. Afterwards, hikers head for the Wildmoossee, where all reason is thrown to the winds at the Wildmoos-Alm and a truly sumptuous portion of apple strudel ordered with a no less ample helping of whipped cream. Every day needs something a little extra. And this day deserved the little extra even more than most.

TIP An overview of all the hikes in the Olympiaregion Seefeld is provided by the winter hiking map that is available at almost all hotels and tourist offices in the region.

W I N T E R 2017/18

67


KULINARIK

DIE KÖNIGIN DER KRAPFEN

© TOM BAUSE

Er isst sie selber sehr gerne. Wenn das einen Koch zum Werkeln animiert, dann kann echt nichts schiefgehen. Patrick Trois, Chef des Dorfkrug in Mösern, lässt mit seinen Schlutzkrapfen die Geschmacksknospen tanzen. Einen Tiroler Tanz, versteht sich.

68

W I N T E R 2017/18


W I N T E R 2017/18

69


KULINARIK

DIE GESCHMACKSKNOSPEN FANGEN LANGSAM ZU TÄNZELN AN, ALS AUGEN UND NASE DIE REIZE WEITERLEITEN UND DEN GANZEN KÖRPER IN EINE FREUDIGE ERWARTUNGSHALTUNG VERSETZEN. inen Meister seines Fachs bei der Arbeit zu beobachten, ist immer faszinierend. Fast schon freche Leichtigkeit dort, wo den Ungeübten sein Ungeschick ärgert, elegante Flüssigkeit da, wo der Laie beim Blick ins Lehrbuch stockt, und ein flinkes Korrigieren, wo der Ambitionierte verzweifelt von vorne beginnt. Jede Werkstatt hat etwas von diesem Zauber. Und ist die Werkstatt eine Küche, dann prickelt das noch ein bisschen mehr. Wie hier, im Dorfkrug in Mösern eben, wo Patrick Trois Chef wie Küchenchef ist und gerade ansetzt, eine echte Tiroler Spezialität zu kochen – Schlutzkrapfen. „Es ist ein regionales Gericht, einfach zu machen und ich esse sie selber gerne. Wenn ich sie selber gemacht habe“, sagt Patrick. Der Zusatz lässt auch ihn lächeln, doch weiß er halt, wovon er spricht. Und was er kann.

E

S c h l u t z k r a p f e n ist ein sehr passen-

der Name für dieses Gericht. So geradlinig und auch ein wenig unbarmherzig wie die Tiroler selbst, die diese Krapfen offensichtlich nach ihrer leichten Schlüpfrigkeit benannt haben, die ihnen nach dem Bad im Salzwasser so eigen ist. Das Wort Krapfen ist dabei ein wenig verwirrend, sind die Schlutzkrapfen mit Faschingskrapfen etwa nur insofern verwandt, als dass sich in ihnen eine leckere Fülle befindet. Doch ist diese Fülle nicht in einem süßen Hefeteig verborgen, sondern in einem Nudelteig. Kein Wunder, dass die Italiener die Schlutzkrapfen in

70

© TOM BAUSE

SCHLUTZKRAPFEN ist ein sehr passender Name für dieses Gericht. So geradlinig und auch ein wenig unbarmherzig wie die Tiroler selbst, die diese Krapfen offensichtlich nach ihrer leichten Schlüpfrigkeit benannt haben, die ihnen nach dem Bad im Salzwasser so eigen ist.

W I N T E R 2017/18


SCHLUTZKRAPFEN À LA PATRICK TROIS Zutaten für 4 Portionen Für den Teig: 200 g Roggenmehl 200 g Weizenmehl 5 Eier 3 EL Öl Salz Mehl (für die Arbeitsfläche)

„HINHOCKEN UND LERNEN WAR NICHT MEINS. DANN HABE ICH KOCH GELERNT, WIE DER PAPA. DAS LIEGT UNS IM BLUT.“ PATRICK TROIS

Anlehnung an ihre eigene Variante „ravioli tirolesi“ oder blumiger in Anlehnung an die Form Mezzelune (Halbmonde) nennen. Die Kärntner bezeichnen ihre Version als „Kärntner Nudeln“ und die Schwaben sind froh, Maultaschen zu haben. Schlutzkrapfen aber – und das darf im Herzen Tirols mit Fug und Recht und überzeugter Subjektivität behauptet werden – sind die Besten. Ratzfatz ist Patrick Trois dabei, den Teig zu kneten. Roggenmehl, Weizenmehl, Eier, Öl und Salz hat er dabei so geschwind in der Schüssel „verkuppelt“, dass die Zutaten selbst überrascht sein mussten von ihrer blitzartigen Verwandlung. „Wenn es nicht zu heiß ist, kann der Teig ruhig ein wenig länger liegen“, verweist der Koch auf die oft praktische Möglichkeit, den Teig vorbereiten zu können, um kurz vor dem Essensruf keine von familiären Hungersnöten begleiteten Verzögerungen mehr in Kauf nehmen zu müssen. „Bei Zimmertemperatur lässt sich der Teig am besten ausrollen“, sagt der Meister noch und ist schon dabei, auf der bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelwalker aus dem Runden eine Scheibe zu rollen. Die erst in der letzten Zeit wieder erstarkten Verschwörungstheoretiker, die nicht glauben wollen, dass die Erde eine Kugel ist,

hätten ihre wahre Freude damit. Lange bleibt der Teig aber nicht ungestört und flach da liegen, hat Patrick doch bereits einen Ausstecher gezückt, mit dem er nun viele kleine Scheiben heraussticht. Weil das Runde und das Eckige außer auf dem Fußballfeld nicht so richtig zueinander passen, werden die lustig geformten Teigstücke zwischen den Scheiben noch einmal zusammengeknetet, ausgerollt und wieder eine runde Basis für noch ein oder zwei Schlutzkrapfen geschaffen. Jene vielleicht, die am Esstisch nachher einen mehr lust- als hungerbedingten Streit zu schlichten vermögen.

N u n i s t d i e F ü l l e an der Reihe. Der Dorfkrug in Mösern respektive Patrick Trois Vater Josef war Gründungsmitglied des „Culinarium Alpentraum“, einer rundum geschmackvollen Initiative am Seefelder Plateau, die sich den feinen Zutaten aus der Region, der Achtung der Jahreszeiten und der hohen Qualität der erlesenen heimischen Küche verschrieben hat. Acht „Wirte aus Leidenschaft“ haben sich darauf eingeschworen und seit 20 Jahren wird die alpenländische Kost in den Culinarium-Alpentraum-Restaurants konsequent geadelt. Das ist auch der Hintergrund dafür, dass Patrick W I N T E R 2017/18

Für die Fülle: 300 g Spinat 40 g Butter 1 Zwiebel (klein) Muskatnuss (gemahlen) Salz Pfeffer (aus der Mühle) 50 g Bergkäse (gerieben) 50 g Butter (braun) Zubereitung: • Für die Schlutzkrapfen das Mehl mit den Eiern, dem Öl, Salz und wenig Wasser zu einem glatten Teig verarbeiten. Auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und mit einem runden Ausstecher (ca. 8 cm Durchmesser) Scheiben ausstechen. • Dann wird die Zwiebel fein gehackt und in Butter goldbraun angeröstet. Der passierte Spinat wird eingemengt und die schöne Masse mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und geriebenem Bergkäse gewürzt. • Nun wird auf jede Teigscheibe etwas Fülle gesetzt, die Ränder mit Ei leicht bestrichen und die Scheiben halbmondförmig übereinandergeklappt, um gleich den Rand gut festzudrücken. • Ein großer Topf, gefüllt mit ausreichend Salzwasser, wird nun zum Brodeln gebracht und sobald dies der Fall ist, werden die Schlutzkrapfen darin ca. 10 Minuten gekocht. • Sind sie fertig, werden sie mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser gehoben und sie dürfen abtropfen, während in einer großen Pfanne die Butter braun wird. Darin werden die Schlutzkrapfen geschwenkt, bevor sie auf vorgewärmten Tellern angerichtet werden. Der geriebene Käse wird über sie gestreut und die restliche Butter darübergeträufelt.

71


© TOM BAUSE

PATRICK TROIS ist im Dorfkrug Mösern Chef wie Küchenchef und beherrscht die Kunst des SchlutzkrapfenMachens wie kein Zweiter.

72

W I N T E R 2017/18


KULINARIK

„SCHLUTZKRAPFEN SIND EIN REGIONALES GERICHT, EINFACH ZU MACHEN UND ICH ESSE SIE SELBER GERNE.“ PATRICK TROIS

zengefühl ist durchaus angebracht, ist die äußerliche Konsistenz der Halbmonde doch so, wie sie heißen – „schlutzig“ oder eben glitschig, was bei hastigeren Bewegungen dazu führen könnte, dass sich ein Schlutzkrapfen selbstständig macht. Partrick passiert das nicht. „Ich röste sie jetzt in der Butter ein bissl an“, erklärt er. Verheißungsvoll, gell?! D i e G e s c h m a c k s k n o s p e n fangen

Trois, der 2006 Küchenchef und vor zwei Jahren dann auch Chef des Mitte Dezember 1986 eröffneten Hauses in Mösern wurde, extrem wählerisch bei der Auswahl seiner Zutaten ist. Bei Schlutzkrapfen genauso wie bei all den anderen Leckereien, die die Speisekarte des Dorfkrug verspricht. Wieder ist seine eigene Vorliebe der Maßstab für die Geschmacksrichtung der Fülle, die in die Schlutzkrapfen kommt. „Mir ist Spinat am liebsten. Man kann natürlich auch Kürbis nehmen oder Pilze oder Fleisch – je nach Geschmack und Jahreszeit. Spinat geht immer“, sagt er. Wer es so richtig deftig will, kann auch eine Graukasfülle vorbereiten. An Varianten mangelt es nicht. Patrick aber mag Spinat und darum hackt er die Zwiebel klein, röstet sie in Butter goldbraun an und mengt dann – gewohnt flink – den Spinat, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und geriebenen Bergkäse darunter. Diese schon jetzt vielversprechende Masse kleckst er nun auf die runden Scheiben, bestreicht deren Ränder mit Ei, klappt sie zu und drückt mit einer Gabel die Ränder fest. Halbmonde sind es, da haben die Italiener schon recht. „Man kann sie auch sehr gut einfrieren“, stoppt

Patrick kurz nach diesem Arbeitsschritt mit einem Hinweis, der klarmacht, dass es sich durchaus lohnt, auch mal größere Mengen zu produzieren, um bei Attacken heftiger Schlutzkrapfenlust nicht in Verlegenheit zu geraten. Patrick hat übrigens einen kleinen Umweg genommen, bevor er die Küche als seine Welt entdeckte: „Ich bin zwei Jahre in die HAK gegangen. Hinhocken und Lernen war aber nicht meins. Dann habe ich Koch gelernt, wie der Papa. Das liegt uns im Blut.“ Schön.

Wä h r e n d e r e r z ä h lt, dass seine Eltern noch gerne mitarbeiten, kommt Edith Trois in die Küche und schaut mit der umsichtigen Gastfreundlichkeit, die passionierten Wirtsleuten so eigen ist, ob alles gut läuft. Das tut es, hat das Salzwasser im großen Topf doch längst zu wallen begonnen und die Schlutzkrapfen hitzig umarmt. Patrick achtet im Moment nicht darauf, sondern kümmert sich darum, dass ein großzügiges Stück Butter in einer Pfanne langsam braun wird. Jetzt naht der Moment, der den Namen erklärt. Das Bad der Krapfen ist zu Ende. Mit einem Schaumlöffel hebt sie der Koch sanft heraus. Das FingerspitW I N T E R 2017/18

langsam zu tänzeln an, als Augen und Nase die Reize weiterleiten und den ganzen Körper in eine freudige Erwartungshaltung versetzen. Raus aus der Pfanne, rauf auf die Teller, geriebenen Käse, den Rest der Butter darüber – und den ersten Schlutzkrapfen-Happen in den Mund. Jetzt tanzen sie, die Knospen. Einen Tiroler Tanz, versteht sich.

JUBILÄUM Im Jahr 2016 feierte der Dorfkrug in Mösern sein 30-jähriges Jubiläum, eröffnete das Restaurant doch am 14. Dezember 1986 zum ersten Mal seine Türen. Seit damals ist viel passiert und der Dorfkrug wurde immer mehr zu dem, was er heute ist: ein heimeliger, traditioneller Ort, der zum Genießen einlädt. Seit 2006 ist Patrick Trois Küchenchef, seit zwei Jahren auch Chef des Hauses. Weitere Infos unter: www.dorfkrug.tirol oder www.culinarium-alpentraum.at

73


E N G L I S H S U M M A RY

THE QUEEN OF KRAPFEN Patrick Trois will make your taste buds dance for joy with the Tyrolean Schlutzkrapfen he serves at his Dorfkrug inn in Mösern.

atching a master of his trade at work is always fascinating. You can sense this in every workshop but, when it is a kitchen, there’s a prickle of excitement. Like here, at the Dorfkrug inn in Mösern, where Patrick Trois is both manager and chef, and just about to cook his Tyrolean speciality, Schlutzkrapfen. “It’s a regional dish, simple to make, and I like eating them myself,” says Patrick.

W

S c h l u t z k r a p f e n is a very fitting name for this dish. Like the Tyroleans themselves, these halfmoons of stuffed pasta are straightforward and yet a little difficult, with their typical slipperiness after being cooked in salted water. In no time at all, Patrick Trois is busy kneading the dough. Rye flour, wheat flour, eggs, oil and salt are quickly mixed in his bowl. “It’s easiest to roll the dough at room temperature,” says the master, who then cuts the small round shapes out of the dough. Now it’s time for the filling. “My favourite is spinach. Of course, you can also use pumpkin, or mushrooms, or meat, according to taste and season. Spinach always works,” says

74

Patrick. Those who want it particularly savoury can also prepare a filling with Graukäse (Tyrolean grey cheese). There are plenty of different variations. Patrick, though, likes spinach and so he finely chops the onion, heats the butter until it’s golden brown, and then, deftly as usual, mixes in the spinach, some salt, pepper, nutmeg and grated Bergkäse (mountain cheese). This mixture already looks promising, but he now puts a small blob on the round circles of dough, smears the edges with whisked egg, folds them over and presses the edges firmly together with a fork. These pretty half-moons are then lowered into simmering salted water.

W h e n t h e b at h for the Krapfen comes to an end, they are lifted out with the help of a skimmer. A little delicacy is required when doing so, as the exterior consistency of the half-moons lives up to its name, schlutzig, or slippery, and one of them could take flight if the motions are too hasty. This doesn’t happen to Patrick, though. “Now I fry them a little in the butter,” he explains. And already the taste buds are starting to salivate…

W I N T E R 2017/18


ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

DAS GUT LEUTASCH ZIRBEN KISTL ist das ideale Geschenk und online zu bestellen.

Ort des guten Geschmacks Dieser eine Moment, wenn man zum Holzbrett greift und das Messer aus der Schublade holt, um durch eine dieser herzhaften Köstlichkeiten zu schneiden. Wenn die Vorfreude so groß wird, dass das erste Stück gar nicht erst auf dem Teller, sondern gleich im Mund landet. Das ist purer Genuss. D A S I S T „ G U T L E U TA S C H “ . Ein Stück Tirol. So pur, so rein, so echt wie das Land selbst: In der Metzgerei „Gut Leutasch“ werden seit 2014 Köstlichkeiten kreiert, verkostet und verkauft. Schinken und Speck, Würste, Salami, Pasteten, Frischfleisch ... feine Kost von höchster Qualität, dazu ausgewählte Getränkespezialitäten.

M i t d e m g u t e n R u f der Natur – dieses Konzept ist hier gelebter Alltag, deshalb sind alle Produkte frei von Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen. Das Angebot ist dabei so vielfältig wie die Geschmäcker verschieden. Als besonders beliebt zeigt sich die edle Trüffel-Hirschsalami mit echtem weißem Trüffel und kraftvollem, unverwechselbarem Aroma oder die Leutascher Wildwurzen mit Fleisch aus

SCHADE, dass man Bilder nicht riechen kann: Die Hirschtrüffelsalami und die Leutascher Wildwurzen schmecken so wunderbar wie sie aussehen.

traditioneller Jagd aus der Region. Bestes Frischfleisch vom Lamm, Wild, Rind oder Kalb sowie die vielen besonderen Gut-Leutasch-Spezialitäten werden direkt in der Metzgerei verkauft. Neben dem Verarbeitungs- und Veredelungsbetrieb ist der „Gut Leutasch Laden“ damit auch besonderer Nahversorger für Einheimische und Gäste, die hier ein Stück echtes Tirol mitnehmen können. Seit Oktober ist das „Gut Leutasch“ zudem mit einem eigenen Webshop online. Und weil sich Qualität eben durchsetzt, sind die Produkte des „Gut Leutasch“ auch in der Gastronomie begehrt. Der Quellenhof in Leutasch etwa begeistert seine Gäste bereits mit viel Regionalität – zur Jause zum Beispiel mit Landjägern vom Ochsen, Wacholderwurzen, Gamspeitschen, Schmugglerkäse oder

GUT LEUTASCH: der Nahversorger in der Region und Kleinod des Genusses

W I N T E R 2017/18

Blümlikas, dazu gibt’s Leutascher Zirbensenf, Feigenchutney, Birnen-Senfsoße und Schüttelbrot. So geht Genuss.

GUT LEUTASCH HOFLADEN & PRODUKTION: Klamm 80b 6105 Leutasch Tel.: +43 5214/5226 servus@gutleutasch.at www.gutleutasch.at

75


76

W I N T E R 2017/18


V E R A N S TA LT U N G E N

TOP-EVENTS WINTER 2017/18 Sportlich-vital, lebensfroh und authentisch: die Veranstaltungen im Winterwunderland der Olympiaregion Seefeld bieten fĂźr jeden Geschmack das passende Angebot.

W I N T E R 2017/18

77


V E R A N S TA LT U N G E N

1 . B I S 2 3 . D E Z E M B E R 2 0 17

LEUTASCHER KAPELLENADVENT

1 . D E Z E M B E R 2 0 17 B I S 7. J A N U A R 2 0 1 8

Ein ganz besonderes adventliches Erlebnis ist die Teilnahme an einer von Monika und Hans Neuner geführten Kapellenwanderung in der Leutasch. Musikalisch untermalt von Chören oder Weisenbläsern werden die 19 Leutascher Kapellen mit Fackeln „erwandert“ und ihre traditionsreiche Geschichte stimmungsvoll erläutert. Im Anschluss trifft man sich in einem der urigen Leutascher Wirtshäuser, um den Abend bei Köstlichkeiten aus Großmutters Küche und einem feinen „Ratscher“ ausklingen zu lassen. (Mehr dazu ab Seite 26).

ROMANTISCHER ADVENTUND WEIHNACHTSMARKT IN DER SEEFELDER FUSSGÄNGERZONE Der Seefelder Adventmarkt lädt in der Fußgängerzone mit rustikalen Hütten im Tiroler Blockhausstil zum Bummeln und Genießen ein. Von kulinarischen Köstlichkeiten bis zu regionalem Kunsthandwerk wird den Besuchern, untermalt von den Klängen traditioneller Chöre und Bläser, alles geboten, was echt und authentisch ist. Kinder freuen sich über einen schnittigen Rodelhügel mitten im Marktgeschehen, nehmen an eigens für kleine Gäste organisierten Kinderkutschenfahrten teil oder schreiben im „Engerlpostamt“ an das Christkind (Freitag bis Sonntag). Und mit echter Stubenmusik kommt auch in den Wirtshäusern vorweihnachtliche Stimmung auf.

1 – 2 3 D E C E M B E R 2 0 17

LEUTASCH CHAPEL ADVENT The Leutasch Chapel Walks, led by Monika and Hans Neuner, are a very special part of the local Advent period. Helped by musical accompaniment from choirs or brass bands, the 19 Leutasch chapels will be visited on foot by torchlight with atmospheric explanations of the history and traditions of the buildings. The evening is rounded off by a visit to a nearby inn with delicacies from the pages of grandmother’s cookbook and the chance for a chat with friends old and new.

78

1 D E C E M B E R 2 0 17 – 7 J A N U A RY 2 0 18

ROMANTIC ADVENT AND CHRISTMAS MARKET IN THE SEEFELD PEDESTRIAN AREA The Seefeld Advent Market offers the enjoyable chance to wander through a pedestrian area filled with rustic Tyrolean log cabins. Visitors have the choice of culinary delights through to regional handicrafts, with a background of choirs and brass band music – all of it authentic and genuine. Children will love the thrill of the tobogganing hill in the middle of the market activities, can take part in the sleigh rides specially organised for the little ones or can write to the Christ Child at the Angels’ Post Office (Friday to Sunday). Meanwhile folk musicians help bring the Advent atmosphere into the local inns and restaurants.

W I N T E R 2017/18


ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Wellness und Action

© ANDRÉ SCHÖNHERR

Im O LY M P I A S P O R T- U N D K O N G R E S S Z E N T R U M in Seefeld erleben Sie entspannende, wohltuende Stunden. Das Olympia bietet Bade- und Saunaspaß der Extraklasse für Groß und Klein.

Das Erlebnisbad bietet ein abwechslungsreiches und attraktives Angebot für alle Wasserratten. Angefangen von einem großen Innenbecken mit Felseninsel und einem beheizten Außenbecken bis hin zu gemütlichen Unterwasser-Massageliegen. Die drei verschiedenen Rutschen (140-Meter-Wildwasserrutsche, 110-Meter-SilverStar-Familienrutsche, 6-Meter-Kleinkindrutsche) für alle Altersklassen und das Kinder- sowie das Babybecken im abgetrennten Kinderbereich lassen nicht nur die Herzen der Kleinen höherschlagen.

S c h w i t z e n i n d e r S a u n a . Auf über 2.000 Quadratmetern bietet das Olympia zudem eine Wellnessoase, die keine

IN DER GROSSZÜGIGEN SAUNALANDSCHAFT des Sport- und Kongresszentrums Seefeld wird die Tradition der Saunakultur gelebt und Aufgüsse noch immer von menschlicher Hand durchgeführt. Täglich um 18:30 Uhr findet in der Panoramasauna zudem der beliebte Verwöhnaufguss statt. Infos zu Öffnungszeiten und Preisen (auch des Massageangebots) finden Sie unter www.seefeld-sports.at.

Wünsche offen lässt. Wer Entspannung sucht, ist im modernen Saunabereich genau richtig. Die Wohlfühllandschaft auf zwei Ebenen bietet sechs verschiedene Saunakabinen, Kaltwasserbecken, themenbezogene Ruheräume sowie eine Panoramaterrasse mit Panoramabecken und einem einzigartigen Blick auf Seefelds Seekirchl. Die wohltuenden Peelings im Dampfbad sorgen für eine strahlende Haut und einen schönen Teint. Abgerundet wird das Wohlfühlprogramm durch Kneippbecken, Solarien, Infrarotkabinen und individuelle Massagen. W I N T E R 2017/18

OLYMPIA SPORT- UND KONGRESSZENTRUM Klosterstraße 600 6100 Seefeld Tel.: +43 5212/3220 info@seefeld-sports.at www.seefeld.sports.at

79


V E R A N S TA LT U N G E N

13 . U N D 1 4 . J A N U A R 2 0 1 8

KLINGENDE BERGWEIHNACHT MIT STARGAST HANSI HINTERSEER

3. KAISERMAXIMILIAN-LAUF

12 – 1 4 D E C E M B E R 2 0 17

RING IN THE MOUNTAIN CHRISTMAS WITH STAR GUEST HANSI HINTERSEER Hundreds of music fans flock to the region every year from all over the world to experience the atmosphere of the varied programme at the Christmas Festival. The romantic torchlit walk to the mystical stone circle on the hill behind the Seefeld church (12.12., 17.00) sets the scene at the start of the Seefeld Advent Market before Sašo Avsenik & his Oberkrainer thrill their fans with a passionate performance of the music from the Upper Carniola region of Slovenia on 13.12. in the WM-Halle. The programme’s climax is reached at the Christmas gala on December 14. A special concert experience is guaranteed with the sounds of the Trenkwalder, the duo Harfonie and none less than superstar Hansi Hinterseer.

80

15 . B I S 17. D E Z E M B E R 2 0 17

LEUTASCHER LANGLAUF-OPENING Von Tageskursen im klassischen und Skatingstil für Anfänger, Fortgeschrittene und Kinder bis hin zu Wachsvorträgen namhafter Hersteller wie Swix und Toko wird alles, was das Langläuferherz höherschlagen lässt, geboten. In der Trainerriege finden sich ausschließlich staatlich geprüfte Top-Langläufer. Teststationen der Firmen Atomic, Salomon, Rossignol, KV+, Leki, Swix, Toko und Fischer runden das vielfältige Angebot ab. Infos: www.sport-wedl.com 15 – 17 D E C E M B E R 2 0 17

LEUTASCH CROSSCOUNTRY SKI OPENING The event offers everything that the cross-country skiers heart may desire, from day courses in the classic and skating styles for beginners, advanced athletes and children to waxing workshops of well-known manufacturers like Swix and Toko. The team of instructors is made up exclusively of state-certified trainers. The colourful programme is rounded off with test stations by Atomic, Salomon, Rossignol, KV+, Leki, Swix, Toko, and Fischer. Information: www.sport-wedl.com W I N T E R 2017/18

Der Kaiser-Maximilian-Lauf in Seefeld bietet ein Langlaufevent auf höchstem sportlichen Niveau im Herzen der Tiroler Alpen. Das Profi- und Amateurrennen der VISMA-SKI-CLASSIC-Rennserie startet nach bereits zwei erfolgreichen Auflagen im kommenden Jahr 2018 in die 3. Runde. Der Samstag steht ganz im Zeichen des Klassikbewerbes, am Sonntag tummeln sich Skatingbegeisterte auf den Loipen der Region. Die Strecken führen von Seefeld über Mösern, Unterleutasch und anschließend retour nach Seefeld über Distanzen von 30 bzw. 60 Kilometer. Infos: www.kaisermaximilianlauf.com 13 A N D 1 4 J A N U A R Y 2 0 1 8

3RD KAISER MAXIMILIAN RACE The Kaiser Maximilian race in Seefeld is a cross-country skiing event at the highest level of the sport set in the heart of the Tyrolean Alps. The pro-am race, part of the VISMA SKI CLASSIC series, takes place for the third time in 2018 after two successful previous years. Saturday is for the classic style while on Sunday the fans of skating have their turn on the trails around the region. The trails run from Seefeld via Mösern and Unterleutasch and eventually return to Seefeld after distances of 30 or 60 km. More Information: www.kaisermaximilianlauf.com

© STEPHAN ELSLER

Hunderte internationale Musikfans treffen sich alljährlich in der Region, um sich bei einem vielseitigen Programm auf das bevorstehende Weihnachtsfest einzustimmen. Die romantische Fackelwanderung zum mystischen Steinkreis am Seefelder Pfarrhügel mit gemütlichem Ausklang am Seefelder Adventmarkt bietet den perfekten Programmeinstieg (12. Dezember, 17 Uhr), bevor Sašo Avsenik & seine Oberkrainer am 13. Dezember mit leidenschaftlich vorgetragener Oberkrainer-Musik in der WM-Halle begeistern. Den Höhepunkt des Programms bildet die Weihnachtsgala am 14. Dezember. Mit den Klängen der Trenkwalder, dem Duo Harfonie und niemand Geringerem als Superstar Hansi Hinterseer wird ein ganz besonderes Konzerterlebnis geboten.

© STEPHAN ELSLER

12 . B I S 1 4 . D E Z E M B E R 2 0 17


2 0 . J A N U A R 2 0 18

2 0 J A N U A RY 2 0 18

SEEFELDER SCHNEEFEST

SEEFELD SNOW FESTIVAL

© STEPHAN ELSLER

It’s that time of the year again, when names from the creative art world and students from the famous colleges of timber and design in Garmisch, Berchtesgaden and Oberammergau start to gather in the region and draw hundreds of visitors to watch their handiwork with larger-than-life snow and ice sculptures. The spectacular event also hosts original attractions for the whole family. Seasonal market games wait for players to try their luck while the Seefeld restaurants and cafés offer tempting delicacies for those with a rumbling stomach. The Snow Festival Party takes place in the evening with hot live music and cool drinks.

92 Tiefgaragenplätze um 1 Euro pro Stunde! 1 Stunde GRATIS PARKEN für unsere Kunden!

Ze

g

ü nt Pa r n s D i e ru kg ti m ar gs vo a g te n ei Se m ef el d!

Wenn kreative Künstlerpersönlichkeiten und Schüler der renommierten Ausbildungsstätten für Holz und Gestaltung in Garmisch, Berchtesgaden und Oberammergau in der Region zu Gast sind, ist es wieder so weit: Überlebensgroße Skulpturen aus Eis und Schnee ziehen hunderte Besucher in ihren Bann. Ergänzt wird das spektakuläre Bild um originelle Attraktionen für die ganze Familie. Winterliche Jahrmarktspiele warten darauf, ausprobiert zu werden, während die Seefelder Gastronomie mit tollen Angeboten für das leibliche Wohl sorgt. Am Abend steigt die große Schneefestparty mit heißer Livemusik und coolen Drinks.

Unsere Öffnungszeiten im Winter: Mo. bis Fr. von 07:00 bis 19:00 Uhr Sa. von 07:00 bis 18:00 Uhr Sonn- und Feiertage von 10:00 bis 13:30 und 15:30 bis 18:00 Uhr

610 0 S E E F E L D • O LY M P I A S T R A S S E 8 8 2 • T 05212 2 2 2 91

W I N T E R 2017/18

81


© STEPHAN ELSLER

V E R A N S TA LT U N G E N

2 6 . B I S 2 8 . J A N U A R 2 0 18

SEEFELD NORDIC WEEKEND: FIS LANGLAUF WELTCUP UND NORDIC COMBINED TRIPLE Das Langlaufmekka veranstaltet, als Vorbote für die FIS Nordischen Ski Weltmeisterschaften, diese Saison zwei Highlights an einem Wochenende. Vom 26. – 28.01.2018 verwandelt sich das Gebiet rund um die Casino Arena in eine Gladiatorenarena der weltbesten Kombinierer und Speziallangläufer. Infos: www.weltcup-seefeld.com 2 6 – 2 8 J A N U A RY 2 0 18

SEEFELD NORDIC WEEKEND The cross-country paradise is organising two events on one weekend as a foretaste of the FIS Nordic Ski World Championships. From 26 - 28.01.2018 the area around the Casino Arena will turn into a venue for the gladiatorial combat between the world’s best cross-country skiers and Nordic combined athletes. More Information: www.weltcup-seefeld.com

82

1. B I S 3 . F E B R U A R 2 0 18

3 . U N D 4 . M Ä R Z 2 0 18

8. SEEFELDER KRISTALLZAUBER MIT GREGOR GLANZ

48. EUROLOPPET GANGHOFERLAUF

Der erfolgreiche Seefelder Künstler Gregor Glanz begeisterte bereits in Bernhard Pauls „Wintergarten Varieté“ in Düsseldorf mit mehr als hundert erfolgreichen Las-Vegas-Shows. Für seine Heimatgemeinde legt er sich bereits zum 8. Mal schwer ins Zeug: Das beliebte Ziesel-Jux-Rennen bringt Promis trotz Kälte zum Schwitzen, während das traditionelle Knödelessen erneut im sensationell renovierten Astoria Resort von Elisabeth Gürtler, der Grand Dame der österreichischen Hotellerie, über die Bühne geht. Den Höhepunkt des Wochenendes bildet das große Open-Air-Konzert. Die legendäre After-Show-Party findet im beliebten „Kännchen“ statt.

Über 2.000 Sportler werden erwartet, wenn der Internationale Ganghoferlauf Leutasch als ältester Langlaufmarathon Tirols im Leutaschtal stattfindet. Infos unter: www.ganghoferlauf.at 3 A N D 4 M A R C H 2 0 18

48TH EUROLOPPET GANGHOFER RACE More than 2.000 athletes are expected when the International Ganghofer Race takes place in the Leutasch valley. It is the oldest cross-country ski marathon race in the Tyrol. More Information: www.ganghoferlauf.at

1 – 3 F E B R U A RY 2 0 18

8TH SEEFELD CRYSTAL MAGIC WITH GREGOR GLANZ The successful Seefeld artist Gregor Glanz has already wowed the public in Bernhard Paul’s “Wintergarten Varieté” in Düsseldorf with over a hundred successful Las Vegas shows. He is throwing his energy behind his home area for the 8th time: the much-loved Ziesel Fun Race makes the star competitors sweat despite the cold, while the traditional meal of dumplings takes place in the Astoria Resort, sensationally renovated by the Grande Dame of Austrian hotels, Elisabeth Gürtler. The climax of the weekend is the open-air concert. The renowned After Show Party takes place in the popular “Kännchen”.

9. U N D 10 . M Ä R Z 2 0 18

5. WINTERPARTY SEEFELD MIT ANDREAS GABALIER Superstar Andreas Gabalier verwandelt die Klosterbräu Arena in einen Hexenkessel. Bereits in den vergangenen Jahren begeisterte er Tausende Besucher mit seiner unvergleichlichen Show und seinen größten Hits. 9 A N D 10 M A R C H 2 0 18

5TH SEEFELD WINTER PARTY WITH ANDREAS GABALIER Superstar Andreas Gabalier will turn the Klosterbräu Arena into a cauldron of feverish excitement. He enchanted thousands of fans in previous years with his unique show and his biggest hits. W I N T E R 2017/18


+43-(0)5212-32 20

NEHMEN SIE SICH ZEIT UND VERWÖHNEN SIE KÖRPER UND GEIST!

Freizeit Oase für Groß und Klein Badelandschaft: • • • • • •

großes Hallenbecken beheizter Außenpool Baby- und Kinderbecken Unterwasser-Massageliegen 3 verschiedene Rutschen Felseninsel

www.seefeld-sports.at

Saunawelt: • • • • • •

6 verschiedene Saunakabinen themenbezogene Ruheräume beheiztes Panoramabecken Grotte mit Wasserfall Caldarium Solarien, Massage, uvm.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Zeitlos Seefeld Winter 2017/18 by eco.nova verlags gmbh - Issuu