Gemeinsam stark für Ihr gesundheitliches Wohlbefinden.
Interview
Univ.-Prof. Dr. Rohit Arora über die Zusammenlegung zweier Kliniken.
Teamwork
Sechs spezialisierte Teams sorgen mit viel Know-how für Ihre Gesundheit.
Forschung
Klinische Forschung zum Wohle der Patienten.
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EDITORIAL
VOR WORT
SEHR GEEHRTE LESERINNEN UND LESER, SEHR GEEHRTE PATIENTINNEN UND PATIENTEN! Als Tirolerin und Tiroler waren Sie im Laufe Ihres Lebens entweder selbst oder als Begleitung sicherlich schon einmal auf der Frischverletzten-Ambulanz der Universitätsklinik für Unfallchirurgie. Einige von Ihnen waren vielleicht mit chronischen Beschwerden ohne Unfallereignis auch schon auf der Universitätsklinik für Orthopädie. Die klare Trennung, wer auf die orthopädische Ambulanz kommt und wer auf die unfallchirurgische Ambulanz, war durch das Erleiden eines Unfalls geregelt. Das hat sich mit 1. Oktober 2020 geändert. Entsprechend einer EU-Verordnung wurden die Universitätskliniken für Orthopädie und Unfallchirurgie zu einer gemeinsamen Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie zusammengeführt. Beide Kliniken wurden von meinen Vorgängern Prof. Martin Krismer (Orthopädie) und Prof. Michael Blauth (Unfallchirurgie) als komplett getrennte und eigenständige Abteilungen geführt. Die Zusammenführung dieser Kliniken sehe ich persönlich wie eine Zusammenführung von zwei getrennten Haushalten. Plötzlich stellt sich die Frage, ob man wirklich vier Kochtöpfe braucht. Wenn nicht, auf welchen dieser Töpfe verzichtet man? Und vor allem: Wer gibt seinen gewohnten Kochtopf auf? Vielleicht könnten wir ja zwei davon im Keller aufbewahren. Man weiß ja nie. Oder wo soll der Fernseher seinen Platz finden? Im Wohnzimmer oder doch im Schlafzimmer? Welche Vorteile hätte der Fernseher im Wohnzimmer und eigentlich ist man gewohnt, den Fernseher im Schlafzimmer zu haben. Warum also jetzt nicht mehr? Und wie ist es mit der Wertschätzung? Ist Staubsaugen eine minderwertigere Tätigkeit als Kochen? Wer also ist für das Kochen und wer für den Haushaltsputz zuständig? Ist nicht beides von gleich großer Bedeutung, wenn man nicht verhungern bzw. in verstaubten vier Wänden wohnen möchte? Haben sich die Lebenspartner an den neuen gemeinsamen Haushalt gewöhnt, sind die Aufgaben zugeordnet und verteilt, ein gemeinsames Ziel definiert, macht das Kochen, Staubsaugen sowie Fernsehen zusammen Spaß und man ist im neuen Zuhause angekommen. Die Zusammenführung beider bestens etablierten Abteilungen wird Synergien ermöglichen, die der Behandlung unserer Patienten zugutekommen werden. Ich sehe dadurch eine Erweiterung von Behandlungszugängen und -möglichkeiten sowie einen großen Nutzen für wissenschaftliche Projekte.
IMPRESSUM HERAUSGEBER & MEDIENINHABER: eco.nova corporate publishing KG, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/290088, office@ econova.at, www.econova.at; FÜR DEN INHALT VERANTWORTLICH: Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie Innsbruck PROJEKTLEITUNG: Mag. Claudia Elzenbaumer, Mag. Sandra Nardin; FOTOS: tirol kliniken/Clemens Unterwurzacher, istockphoto. com; REDAKTION: Doris Helweg; GRAFIK & LAYOUT: eco.nova corporate publishing, Conny Wechselberger; DRUCK: RadinBerger-Print GmbH. Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form für beide Geschlechter.
Im Vergleich zu anderen Städten mit Universitätskliniken hat der Standort Innsbruck zwei Aufgaben zu erfüllen: Als „Stadtspital“ sind wir für die Patientenversorgung und als Universitätsklinik für die medizinische Lehre und Forschung verantwortlich. Wir sind das überregionale Zentrum der Maximalversorgung für angeborene und erworbene sowie für akute und chronische Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates. Als größte bettenführende Klinik am Landeskrankenhaus Innsbruck mit 6.900 Operationen im Jahr stehen Ihnen rund 380 hervorragend ausgebildete Mitarbeiter – darunter 80 Ärzte – für Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation von Verletzungen sowie Verletzungsfolgen und angeborene bzw. verschleißbedingte Erkrankungen des Bewegungsapparates in jedem Lebensalter und zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung. Gemeinsam kümmern wir uns gerne um Sie und Ihr gesundheitliches Wohlbefinden. Bei uns stehen Sie als Patient im Mittelpunkt. Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit eco.nova und unseren Partnern der Industrie ein Sonderheft gestaltet zu haben, in dem sich die neue Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie Innsbruck mit allen ihren Berufsgruppen vorstellen darf. In den folgenden Beiträgen lernen Sie unser gesamtes Team mit seinen jeweiligen Schwerpunkten und unser Behandlungsspektrum näher kennen. Ein persönliches Kennenlernen wünschen wir Ihnen natürlich nicht, aber sollten Sie uns brauchen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Ihr Univ.-Prof. Dr. Rohit Arora Klinikdirektor
INHALT
UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE
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GEMEINSAM STARK
WENN'S SCHNELL GEHEN MUSS
VON INNSBRUCK IN DIE WELT
Die neu zusammengeführte Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. med. Rohit Arora stellt sich vor.
In der Akutambulanz wird vom Säugling bis zum Greis, von der sorgenbereitenden Bagatelle bis zur lebensbedrohlichen Verletzung ein breites Spektrum behandelt.
Becken- und Hüfteingriffe gehören zu den schwierigsten in der Unfallchirurgie. Im Bereich der Hüftprothetik hat eine OP-Technik aus Innsbruck Weltruhm erlangt.
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KOMPLEXES GELENK
HOCHLEISTUNGSORGAN
JE FRÜHER, DESTO BESSER
Den Patienten kommt bei den Kniespezialisten die beste Behandlung zu – vom einfachen Meniskusschaden bis hin zur hochspezialisierten Prothesenrevision.
Hochspezialisierte Experten stehen in der Akut- als auch in der Spezialambulanz für sämtliche Beschwerdebilder im Fuß- und Sprunggelenksbereich bereit.
Früherkennung ist im kinderorthopädischen Bereich von großer Bedeutung. Ein interdisziplinäres Team hilft, Folgeschäden vorzubeugen und zu vermeiden.
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MEHR LEBENSQUALITÄT
STARKE SCHULTERN
FÜHLEN UND (BE)GREIFEN
Schäden an der Wirbelsäule sind oft nicht vollständig heilbar, das Wirbelsäulen- und SkolioseTeam kann jedoch für eine verbesserte Lebensqualität sorgen.
Das hohe medizinische und wissenschaftliche Niveau des Schulter-Teams sowie konstanter internationaler Austausch schaffen höchste Behandlungsqualität.
Die Handchirurgie hat in Innsbruck lange Tradition und genießt international einen hervorragenden Ruf. Und die Beschwerdebilder an der Hand sind mannigfaltig.
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EXPERIMENTIERFREUDIG
PERFEKT KOORDINIERT
Die Auswirkungen von neuen Implantaten oder Operationstechniken auf den Patienten stehen im Mittelpunkt der Forschungstätigkeit des Biomechanik-Labors.
Wo viel geforscht wird, bedarf es vieler Studien. Die Studienkoordination bildet die Schnittstelle zwischen Patienten, Ärzten, Partnern und Sponsoren.
Ein starkes Team: Organigramm
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Virtual Reality im Operationssaal
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(Experimentelle) Forschung für die Klinik
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Höchstes Gütesiegel: EndoCert
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Die Erforschung der Bandscheibe
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Die Klinik in Zahlen
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Precision in fixation
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UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE
GEMEINSAM STARK
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GEMEINSAM STARK
GEMEINSAM STARK Die neu zusammengeführte Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie ist das überregionale Zentrum der Maximalversorgung für angeborene und erworbene sowie für akute und chronische Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates. Dabei wird sowohl Prävention, Diagnostik und Behandlung als auch Rehabilitation unter Anwendung der neuesten Behandlungsmethoden angeboten – und zwar für Menschen in jedem Lebensalter.
Die Klinik für Orthopädie und Traumatologie baut, entsprechend dem Leitbild der Medizinischen Universität Innsbruck, auf drei Säulen auf: Klinik, Lehre und Forschung. Aus diesen Tätigkeiten ergibt sich auch ein Austausch mit internationalen Spezialisten aus den jeweiligen Fachbereichen. So gibt es Operationstechniken, die von Innsbruck aus in zahlreichen Kliniken der Welt Einzug hielten. Tausende Operateure lernen von
den Innsbrucker Spezialisten und im eingegliederten Biomechanik- und Zelllabor kommen nicht nur Innsbrucker Forschende zu unterschiedlichen Studien. Neueste Techniken wie roboterassistierte Operationsmethoden ziehen in die Innsbrucker OP-Säle ein, in enger Zusammenarbeit mit der Universität Basel. So darf Innsbruck als verhältnismäßig kleine Stadt auf ein europa- und weltweit groß angesehenes Haus auf dem Gebiet der Orthopädie und Traumatologie stolz sein. DIE ZUSAMMENLEGUNG Österreich war eines der letzten Länder, wo Orthopädie und Unfallchirurgie als getrennte Fachdisziplinen geführt waren. Seit 1. Oktober 2020 sind die beiden Universitätskliniken für Unfallchirurgie und Orthopädie organisatorisch in eine Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie zusammengelegt, seit Jahresbeginn fungieren auch die beiden Notfallambulanzen unter einer Akutambulanz. Der erste große Schritt ist also getan. Und auch gut gelungen. Denn es war alles andere als ein leichtes Unterfangen. Ganz freiwillig ist das freilich nicht passiert. Nach dem Ausscheiden der vormaligen Vorstände Univ.-Prof. Dr. Martin Krismer und Univ.-Prof. Dr. Michael Blauth wurde mit 1. Oktober 2020 Univ.-Prof. Dr. Rohit Arora mit der Aufgabe der Zusammenführung und Leitung beauftragt und als neuer Klinikdirektor bestellt. |
„Unser Ansatz ist immer problemlösungsorientiert, sowohl in der klinischen Behandlung als auch in der Forschung.“ Univ.-Prof. Dr. med. Rohit Arora
UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE
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irol ist ein Sportland, Innsbruck eine Stadt mit vielen Freizeit- und Sportmöglichkeiten. Skifahren im Winter und Berggehen oder Biken im Sommer wird den Tirolern quasi in die Wiege gelegt. In Relation birgt diese Sportlichkeit jedoch auch die Gefahr vieler Unfälle. „Innsbruck war immer schon ein großes Traumahaus. Durch die Lage als Winter- und Sommersportland erleben wir hier eine hohe Zahl an sportspezifischen Verletzungen und Freizeitunfällen“, weiß der neue Klinikdirektor Univ.-Prof. Dr. med. Rohit Arora. „Unser Ansatz ist immer problemlösungsorientiert, sowohl in der klinischen Behandlung als auch in der Forschung. Es gibt immer wieder neue Ideen, wie man die Behandlung von akuten Verletzungen und chronischen Erkrankungen noch weiter verbessern kann“, beschreibt Arora das Grundprinzip einer forschungsgeleiteten Orthopädie und Traumatologie. So hat sich der Standort auch international einen ausgezeichneten Namen in diesen Fachrichtungen gemacht.
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INTERVIEW
IN BESTEN HÄNDEN Wir durften mit Univ.-Prof. Dr. med. Rohit Arora über die spannende Herausforderung der Zusammenlegung und über die täglichen komplexen Anforderungen an eine der größten Abteilungen der Innsbrucker Klinik sprechen.
Sie haben mit Oktober letzten Jahres mit der Leitung zeitgleich den Auftrag erhalten, zwei eigenständige Kliniken zu einer Klinik für Orthopädie und Traumatologie zusammenzuführen. Was sind die Gründe für diese Zusammenlegung? Rohit Arora: Es war eine Verordnung der Europäischen Union. Gerade in Österreich haben sich eigenständige unfallchirurgische und orthopädische Häuser bereits Anfang des 19. Jahrhunderts bestens etabliert. Diese Tradition hat sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg fortgesetzt. Unter der Trägerorganisation der AUVA entstanden eigene Unfallkrankenhäuser wie das bekannte Unfallkrankenhaus Wien Lorenz Böhler. Unfallchirurgie und Orthopädie waren eigenständige Lehrstühle an den medizinischen Universitäten. Die EU sieht jedoch einheitliche Systeme auf europäischer Ebene vor und so wurden die Universitätskliniken für Orthopädie und Unfallchirurgie zur einer Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie verschmolzen. In der Ausbildung nennt sich der neue Titel nun Facharzt für Orthopädie und Traumatologie. Klingt nach einer großen Herausforderung. Wie sind Sie an diese Aufgabe herangegangen? Ich habe mich an das alte Sprichwort „In schweren Zeiten bauen die Weisen Brü-
cken und die Narren Mauern“ gehalten. Jegliche Veränderungen in gewohnten täglichen Abläufen und im Handeln sind mit Ängsten und Ungewissheiten in Bezug zum „Neuen“ verbunden. Ich sehe es als meine Aufgabe, mit Geduld und Verständnis die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von gemeinsamen Zielen zu überzeugen und ihnen die Ängste für eine gemeinsame Zukunft zu nehmen. In beiden Bereichen, sowohl in der Orthopädie als auch in der Traumatologie, bestehen Fachkönnen und Expertisen, die international hoch anerkannt sind und ihresgleichen suchen. Die Zusammenführung beider bestens etablierten Abteilungen wird Synergien ermöglichen, die der Behandlung unserer Patienten zugutekommen werden. Ich sehe dadurch eine Erweiterung von Behandlungszugängen und -möglichkeiten sowie einen großen Nutzen für wissenschaftliche Projekte. Eine solche Entwicklung ist aber nur gemeinsam mit einem starken Team möglich. Eine Abteilung ist nur so gut wie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es ist wichtig, Mitarbeitern Raum zur individuellen Entfaltung zu geben, eingebunden in eine gemeinsame Zielrichtung, die mitgetragen, aber auch mitverantwortet werden soll. In Zeiten ökonomischen Drucks, sich verändernder Arbeitszei-
„Für mich hat das Wohl der Patienten schon immer oberste Priorität. Es leitet mich in meinem täglichen Handeln, bei medizinischen Entscheidungen, in der wissenschaftlichen Arbeit und in der interdisziplinären Zusammenarbeit.“ Univ.-Prof. Dr. med. Rohit Arora
ten und der Fächerzusammenführung sind neue, flexible und kreative Wege zu beschreiten und das vorhandene Wissen in Forschung und Lehre zur optimalen Patientenzufriedenheit einzusetzen. Können Sie schon ein erstes Resümee ziehen? Natürlich gibt es immer Ängste vor Veränderungen, immerhin treffen hier zwei unterschiedliche Kulturen aufeinander. Auf der anderen Seite gab es in manchen Bereichen seit Längerem Überschneidungen und bereits eine sehr gute Zusammenarbeit. Meines Erachtens läuft es bislang sehr gut, die Zusammenarbeit geschieht auf Augenhöhe und respektvoll. Organisatorisch und logistisch ist uns zusammen mit der Pflege, IT, Bereichsverwaltung, Personalabteilung und Administration ein großes Meisterwerk gelungen, wir sind jedoch noch lange nicht am Ziel angelangt. Im letzten Quartal haben wir begonnen, gemeinsam zu operieren und unsere Patienten auf gemeinsamen Bettenstationen zu behandeln. Mit Jahresbeginn wurden die beiden Notfallambulanzen zu einer gemeinsamen Akutambulanz zusammengelegt. Als nächster Schritt steht die Zusammenlegung der Spezialambulanzen an. An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei allen Beteiligten verschiedener Berufsgruppen, die im Hintergrund wertvolle und anspruchsvolle Arbeit geleistet haben und weiterhin leisten, herzlich bedanken. Wie sehen Ihre Ziele für die neue Klinik für Orthopädie und Traumatologie aus? Wir möchten der Bevölkerung die beste medizinische Versorgung anbieten, denn letztendlich geht es in all unseren Bestrebungen immer nur um eines: das Wohl
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INTERVIEW
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Was zeichnet die neue Klinik aus Ihrer Sicht aus? Das Zusammenspiel aus klinischer Tätigkeit, Wissenschaft und Forschung sowie die Lehre, dieses Wissen auch weiterzugeben. Es gibt in der klinischen Tätigkeit immer wieder Fälle, zu denen es noch wenig Literatur oder Forschung gibt. Es gilt also, Probleme zu erkennen und auf Basis unserer Erkenntnisse und unseres Fachwissens zu lösen. Dabei unterstützen uns unsere Forschungszentren wie die Experimentelle Orthopädie von Prof. Nogler, das Biomechanik-Labor von Prof. Schmölz oder die Bandscheibenforschung von Doz. Sitte. Wir arbeiten im Bereich der roboterassistierten Operationstechniken eng mit der Universität Basel zusammen und haben hier in Innsbruck einen von drei Robotern in ganz Europa. Wir verfügen über ein Mikro-CT, das es europaweit nur zweimal gibt, um die feine Struktur des Knochens genau analysieren zu können. Das ist vor allem in der Osteoporose-Forschung sehr interessant. Im Gegensatz zu anderen Zentren in größeren Städten haben wir durch unsere geografische Lage und eine engere Patienten-Arzt-Beziehung den Vorteil, unsere Patienten auch lange Zeit nach der Behandlung nachuntersuchen zu können und somit von Langzeitergebnissen und Verläufen nach Verletzungen und Erkrankungen zu lernen. Diese Kompetenz und Stärke sowie den guten Ruf, den wir weltweit genießen, möchten wir auch im eigenen Land wieder repräsentieren. Und wir können stolz sein, dass zahlreiche Chefärzte in anderen Kliniken und Sanatorien ihr Handwerk in unseren Häusern gelernt haben. |
© Florian Lechner
unserer Patienten. Für mich hat das Wohl der Patienten schon immer oberste Priorität. Es leitet mich in meinem täglichen Handeln, bei medizinischen Entscheidungen, in der wissenschaftlichen Arbeit und in der interdisziplinären Zusammenarbeit. Evidenzbasierte Medizin soll dem Patienten direkt zugutekommen. Es ist daher unser Anspruch, Behandlungsmethoden auf dem höchsten Stand der Wissenschaft anzuwenden und weiterzuentwickeln. Ein großes Ziel ist außerdem, interdisziplinär mit anderen Fachdisziplinen die Sterblichkeit schwerverletzter und geriatrischer Patienten zu senken.
UNIV.-PROF.DR. MED. ROHIT ARORA Facharzt für Unfallchirurgie Facharzt für Orthopädie und Traumatologie Spezialisierung in Handchirurgie Geboren am 30. Juli 1975 in Neu Delhi In Österreich seit 1983 Verheiratet mit Smriti Arora 2 Kinder • Medizinstudium an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, im Mai 2002 Approbation, im Juni 2002 Promotion zum Doktor der gesamten Heilkunde • November 2009: Habilitation an der Medizinischen Universität Innsbruck, Ernennung zum Privatdozenten • Jänner 2010: Mitglied der AO Trauma National und International als Faculty Member • Jänner 2013: Teamleiter Hand- und Ellbogenchirurgie der Univ.-Klinik für Unfallchirurgie Innsbruck • März 2013 – März 2019: Stellvertretender Klinikdirektor der Univ.-Klinik für Unfallchirurgie Innsbruck • Juni 2013: Nationaler Delegierter der Österreichischen Gesellschaft für Handchirurgie für FESSH (Federation of European Societies for Surgery of the Hand) • April 2017: Spezialisierung in Handchirurgie • März 2017: Facharzt für Orthopädie und Traumatologie • März 2019 – Oktober 2020: Interimistischer Klinikdirektor der Univ.-Klinik für Unfallchirurgie Innsbruck • seit Oktober 2020: Klinikdirektor der Univ.-Klinik für Orthopädie und Traumatologie Innsbruck
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Drücken Sie einfach den Tiefenmeßhebel nach unten und schieben Sie ihn nach vorn oder hinten bis zur gewünschten Tiefe. Variabler Tiefeneinsteller
Variabler Tiefeneinsteller
Drücken Sieeinfach einfach den den Tiefenmeßhebel Drücken Sie Tiefenmeßhebel nach unten und schieben nach unten und schieben Sie Sie ihn ihnnach nach vorn oder hinten bis zur gewünschten vorn oder hinten bis zur gewünschten Tiefe. Verschiedene Varianten Tiefe. AIR+ ist mit zwei Abwinkelungsoptionen erhältlich: Nach oben gebogen und nach unten gebogen
Verschiedene Varianten
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+erhältlich: Nach oben gebogen und nach AIR ist Biegen mitderzwei Abwinkelungsoptionen *Übermäßiges Applikationsnadel kann das Gerät unbrauchbar machen. Die Applikationsnadel nicht knicken. unten gebogen erhältlich: Nach gebogen und nach 1. TR19036 und TR18604. Datenoben liegen vor. unten gebogen . Sports Medicine Dieses Dokument ist nur für Personen aus medizinischen Fachkreisen bestimmt. Der medizinischen Fachkraft die Entscheidung für oder gegen die Verwendungmachen. bestimmter Produkte und Operationstechniken im individuellen *Übermäßiges Biegen derobliegt Applikationsnadel kann das Gerät unbrauchbar Die Applikationsnadel nicht knicken. Patientenfall. Stryker erteilt insofern keinen medizinischen Rat und empfiehlt eingehende Produktschulungen und Trainings vor der Verwendung der jeweiligen Produkte. 1. TR19036 und TR18604. Daten liegen vor.
1. TR19036 und TR18604. Daten liegen vor. Die hierin enthaltenen Informationen sind dazu bestimmt, die Bandbreite des Stryker-Produktangebots darzustellen. Vor der Verwendung eines Stryker-Produkts muss der behandelnde Arzt stets die Packungsbeilage, das Produktetikett und/oder die Bedienungsanleitung beachten. Sports Medicine
Die dargestellten Produkte sind möglicherweise nicht in allen Ländern erhältlich, da die Verfügbarkeit von Produkten regulatorischen Einschränkungen und medizinischen Standards einzelnen Märkte unterliegt. Bei Fragen zurFachkreisen Verfügbarkeit von Stryker-Produkten in Ihrem Land wenden Sie sich bitte an Ihren Dieses Dokument istder nur für Personen aus medizinischen bestimmt. Stryker-Außendienstmitarbeiter. Der medizinischen Fachkraft obliegt die Entscheidung für oder gegen die Verwendung bestimmter Produkte und Operationstechniken im individuellen Die Stryker Corporation oderinsofern ihre Tochtergesellschaften oderRat andere verbundene Unternehmen sind Inhaber, Nutzer oder Antragsteller der folgenden Patientenfall. Stryker erteilt keinen medizinischen und empfiehlt eingehende Produktschulungen und Trainings vor der Verwendung der Marken jeweiligen oder Zeichen: Stryker und AIR. Bei allen anderen Marken handelt es sich um Marken sonstiger Eigentümer bzw. Nutzer. Produkte. Die abgebildeten Produkte tragen die CE-Kennzeichnung gemäß den geltenden Verordnungen und Richtlinien der Europäischen Union. hierin enthaltenen Informationen sind dazu bestimmt, die Bandbreite des Stryker-Produktangebots darzustellen. Vor der Verwendung eines Stryker-Produkts muss der behandelnde Arzt stets die Packungsbeilage, das Produktetikett und/oder die Bedienungsanleitung beachten. Dieses Material ist nicht für den Vertrieb außerhalb der EU und der EFTA vorgesehen. Die dargestellten Produkte sind möglicherweise nicht in allen Ländern erhältlich, da die Verfügbarkeit von Produkten regulatorischen Einschränkungen und medizinischen Land wenden sich bitte an Ihren SDL 08/2020 Standards der einzelnen Märkte unterliegt. Bei Fragen zur Verfügbarkeit von Stryker-Produkten in IhremCopyright © Sie 2020 Stryker Stryker-Außendienstmitarbeiter. 2020-25335-OTARM-BRO-66_25335 stryker.com Die Stryker Corporation oder ihre Tochtergesellschaften oder andere verbundene Unternehmen sind Inhaber, Nutzer oder Antragsteller der folgenden Marken oder Zeichen: Stryker und AIR. Bei allen anderen Marken handelt es sich um Marken sonstiger Eigentümer bzw. Nutzer. Die abgebildeten Produkte tragen die CE-Kennzeichnung gemäß den geltenden Verordnungen und Richtlinien der Europäischen Union.
Stryker Kontakt Sportmedizin Austria: Christoph Pomaroli christoph.pomaroli@stryker.com / +43 (0)664 SDL 08/2020 Copyright © 2020 8590210 Stryker Dieses Material ist nicht für den Vertrieb außerhalb der EU und der EFTA vorgesehen.
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ÜBERBLICK
UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE IM ÜBERBLICK
UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE
DAS LEITBILD Wir sind das überregionale Zentrum der Maximalversorgung für angeborene und erworbene sowie für akute und chronische Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates. Wir bieten Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation für Menschen in jedem Lebensalter unter Anwendung der neuesten Behandlungsmethoden an. Wir pflegen einen respektvollen Umgang mit unseren Patientinnen und Patienten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und leben als interprofessionelles Team eine wechselseitige Kultur der Wertschätzung. Wir sind die zentrale Ausbildungsstelle für orthopädische und traumatologische Gesundheitsberufe in Tirol. Wir sind als Universitätsklinik international vernetzt und verstehen Forschung und Lehre als Basis und integralen Bestandteil unseres medizinischen Wirkens. Wir orientieren unser Handeln an Menschlichkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit.
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ZEHN OPERATIONSSÄLE Die große Kernkompetenz des Hauses liegt neben der Erstversorgung und Diagnostik auch in den knapp 6.900 Operationen pro Jahr. Acht hochmodern ausgestattete OP-Säle, zwei vollausgerüstete tagesklinische OP-Säle sowie ein Team aus hochqualifizierten Instrumentaren, OP-Assistenten und Pflegehelfern stehen wochentags von 7 bis 15:30 Uhr bereit. Mindestens ein OP wird 24/7 betrieben und steht für Notoperationen jederzeit zur Verfügung. „Die operative Versorgung eines Patienten erfordert vom Team vielfältige Kenntnisse im Umgang mit Schrauben und deren Durchmessern, Bohrern, Bohrmaschinen, Platten, Schraubenschlüsseln, Zielbügeln und vielem mehr. Komplizierte Zusammenbauten von speziellen Instrumentensystemen setzen technisches Fachwissen und Fingerfertigkeit voraus. Durch interne als auch externe Fortbildungen, Schulungen und ständigen Erfahrungsaustausch sind wir mit unserem Wissen stets am aktuellsten Stand und somit in der Lage, den Operateur selbst bei schwierigen Operationen aktiv zu unterstützen“, weiß Stefan Carconi-Klausner als leitender OP-Instrumentar über die Abläufe im OP.
DGuKP Stefan Carconi-Klausner, leitender OP-Instrumentar und akademisch geprüfte Fachkraft für Führungsaufgaben im Gesundheitswesen, und Bruno Zangerl, leitender OP-Assistent
Für die Planung der gesamten Operationen sowie der kurzfristigen Notoperationen zuständig: Dr. Markus Wambacher (oben) und OA Dr. Thomas Auckenthaler, Susanne Buxbaum, Kathrin Kogler, Gabriele Schöpfer (unten), Monika Brennsteiner (ohne Bild)
X-Ray by courtesy of Dr Bosson
optimys, Mathys Keramikkopf und RM Pressfit vitamys
Knochenerhaltend • Rekonstruktion der individuellen Anatomie und Biomechanik [1] • RM Pressfit vitamys – beugt Stress-shielding und abriebbedingte Osteolyse vor [2] • Für alle minimalinvasiven Zugänge anwendbar [1] [2]
Kutzner K.P., Kovacevic M.P., Roeder C., Rehbein P., et al. Reconstruction of femoro-acetabular offsets using a short-stem. Int Orthop, 2015. 39(7): p. 1269-75. Wyatt M., Weidner J., Pfluger D., Beck M. The RM Pressfit vitamys: 5-year Swiss experience of the first 100 cups. Hip Int, 2017: p. 0.
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ÜBERBLICK
FÜR STUDENTEN An der Universitätsklink für Orthopädie und Traumatologie gibt es ein eigenes Studentensekretariat, das zu folgenden Zeiten besetzt ist: Montag bis Mittwoch 8 bis 11:30 Uhr bzw. nach Vereinbarung.
Europaweit vorbildlich: Mag. Barbara Ganahl und Univ.-Prof. Dr. Erich Mur tragen gemeinsam mit Martina Maierl, B.Sc., mit einem Rundum-Paket bereits vor und unmittelbar nach der Operation mit physiotherapeutischen Maßnahmen zum Heilungserfolg bei.
Carolin Tiefenbrunner (oben) und Angelika Sprenger sind Ansprechpartnerinnen in allen Angelegenheiten betreffend Diplomarbeiten, Dissertationen, Praktika, Famulaturen, Vorlesungen etc.
RUNDUM-PAKET PHYSIOTHERAPIE Für Patienten steht eine Rundum-Betreuung im Sinne eines europaweit vorbildlichen Physiotherapieprogramms für die Zeit vor und unmittelbar nach der Operation zur Verfügung. Unter Leitung des Institutsvorstands für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Univ.-Prof. Dr. Erich Mur, betreut ein Team aus speziell geschulten Physio- und Ergotherapeuten die Patienten bereits präoperativ und beginnt schon am ersten Tag nach der Operation mit der Mobilisation. „Von großer Bedeutung ist die Vorbereitung auf das Alltagsleben zu Hause. Unsere Patienten bekommen schon vorab eine DVD mit allen wichtigen Informationen sowie Übungen, die sie zu Hause anwenden sollen. Mit dem Entlassungsbrief erhalten sie genaue Informationen für die weitere Betreuung beim niedergelassenen Therapeuten“, erklärt Mag. Barbara Ganahl, Leiterin des Physio-Teams Bereich Orthopädie. „Unsere Patienten haben nach der Entlassung vielfach die Möglichkeit, die bereits auf der Station begonnene Ergo- oder Physiotherapie ambulant in unserem Haus fortzusetzen. Damit wird eine nahtlose Fortführung der Therapie sichergestellt“, ergänzt die leitende Physiotherapeutin Bereich Chirurgie Martina Maierl, B.Sc.
Das Team vom Vorstandssekretariat – Melanie Grießer, Angelika Sprenger, Marion Vötter, Nadja Pertolli und Vanessa Soraperra – unterstützt Klinikdirektor Univ.-Prof. Dr. med. Rohit Arora
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PRIVATPATIENTEN Auf Wunsch stehen Privatpatienten der Klinikdirektor Univ.-Prof. Dr. Rohit Arora oder besonders erfahrene Mitglieder seines Teams jederzeit für eine ausführliche Beratung und Behandlung zur Verfügung. Termine in der Privatambulanz können über die Hotline 0512/504 – 80888 täglich von 8 bis 16 Uhr oder unter marion.voetter@tirol-kliniken.at vereinbart werden. Ebenso ist eine individuelle Terminvereinbarung mit dem betreuenden Arzt über die Hotline möglich. Angesiedelt ist die Sonderstation mit möglichen Einzel- oder Zweibettzimmern im zehnten und elften Stock des Chirurgiegebäudes. Neben hervorragender ärztlicher und pflegerischer Betreuung lassen die Hotelkomponente sowie der herausragende Ausblick auf die umliegende Bergwelt den Aufenthalt so angenehm wie möglich verstreichen.
A91MK-9646-A1-7600
Expanding precision medicine
We believe that medicine will become more precise. However, medicine today is generally based on a “one-size-fits-all” practice, and where targeted therapies are possible, it is impractical to scale. The goal of expanding precision medicine is to provide the right treatment at the right time for every patient. Tailoring treatment starts with a highly-specific diagnosis without unwarranted variation. Based on data integrated from existing sources, adding genomics
and radiomics enables a holistic understanding of the individual. These unique characteristics steer the personalization of treatment. A precise understanding of a patient’s condition is the most effective approach to deliver outcomes favorable to all stakeholders. siemens-healthineers.com/precision-medicine
ÜBERBLICK
EIN STARKES TEAM Neben der herausragenden klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit von 80 Ärzten zählt die respektvolle Zusammenarbeit in einem Team aus vielen anderen Mitarbeitern aus den unterschiedlichsten Bereichen. DIREKTOR: UNIV.-PROF. DR. ROHIT ARORA STV. DIREKTOR: ASSOZ.-PROF. PRIV.-DOZ. DR. MARTIN THALER, M.SC. GERIATRIE Hoffmann-Weltin Y.
GOA TRAUMA Hengg. C
GOA ORTHO Biedermann R.
LEITENDER OA Wambacher M.
LEITENDER OA Auckenthaler T.
OM BUND TRAUMA Sitte I.
OM BUND ORTHO Hackl W.
EXPERIMENTELLE ORTHOPÄDIE Leitung: Nogler M.
KNIE-TEAM
HAND-/ELLBOGEN-TEAM
HÜFT-/BECKEN-/TUMOR-TEAM
Senior Consultant: Hackl W./Auckenthaler T. Teamleiter Bereich Ortho: Liebensteiner M. Teamleiter Bereich Trauma: Roth T. stv. Teamleiter Bereich Ortho: Auckenthaler T. stv. Teamleiter Trauma: Koidl C.
Senior Consultant: Gabl M. Teamleiter: Schmidle G. stv. Teamleiter: Kastenberger T.
Senior Consultant: Nogler M. Teamleiter Bereich Ortho: Thaler M. Teamleiter Bereich Trauma: Krappinger D. stv. Teamleiter Bereich Ortho: Dammerer D. stv. Teamleiter Trauma: Lindtner R.
WIRBELSÄULEN-TEAM
SCHULTER-TEAM
KINDER-/FUSS-TEAM
Senior Consultant: Seykora P. Teamleiter: Schmid R. stv. Teamleiter Bereich Ortho: Fuderer L. stv. Teamleiter Trauma: Lindtner R.
Senior Consultant: Wambacher M. Teamleiter Bereich Trauma: Hengg C. stv. Teamleiter: Waldegger M.
Teamleiter Bereich Ortho: Biedermann R. Teamleiter Bereich Trauma: Bölderl A. stv. Teamleiter Bereich Ortho: Wansch J. stv. Teamleiter Trauma: Genelin K.
AMBULANZOBERARZT Struve P.
GRÖSSTE BETTENFÜHRENDE KLINIK
UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE
Mit 176 Betten auf insgesamt acht Stationen ist die Klinik für Orthopädie und Traumatologie die größte bettenführende Klinik in Innsbruck. Neben 80 Ärzten sorgen rund 300 Pflegekräfte für das medizinische und persönliche Wohl der zigtausenden Patienten im Jahr. Dazu kommen 45 Mitarbeiter aus dem administrativen Bereich, etwa Chefsekretariat, OP-Planung und OP-Sekretariat, Stationssekretariate, Klinikkoordination, Projekte und Veranstaltungen, Fotografen, Callcenter, Studiensekretariat, Forschung und Lehre.
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ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE KINDERSTATION | KHZ STATION C; G4 Stationsarzt abwechselnd: Priv.-Doz. Dr. Rainer Biedermann und OA Dr. Jürgen Wansch Evelyn Unger-Egger, evelyn.unger-egger@tirol-kliniken.at Tel.: 050 504-22539, Fax: 050 504-25874 ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE STATION 4 SÜD Stationsärztin: Dr. Karoline Holzleitner Manuela Vorhofer, manuela.vorhofer@tirol-kliniken.at Tel.: 050 504-22711, Fax: 050 504-25873 ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE STATION 5 SÜD Stationsärzin-/arzt: derzeit offen Ruth Friedrich-Hagen, ruth.friedrich-hagen@tirol-kliniken.at Tel.: 050 504-22703, Fax: 050 504-22742 ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE STATION 6 NORD Stationsärztin: Dr. Alexandra Dal-Pont Kerstin Tscharnuter, M.Sc., kerstin.tscharnuter@tirol-kliniken.at Tel.: 050 504-22850, Fax: 050 504-28823
ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE STATION 7 NORD Stationsärztin: Dr. Nicola Lechner Adriano Perwög, adriano.perwoeg@tirol-kliniken.at Tel.: 050 504-22845, Fax: 050 504-25893 ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE STATION 7 SÜD Stationsärztinnen abwechselnd Dr. Petra Bauer und Dr. Stefanie Vill Manuela Hangl, manuela.hangl@tirol-kliniken.at Tel.: 050 504-22840, Fax: 050 504-25875 ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE SONDERSTATION 10 NORD Stationsärztin: Dr. Beatrix Juen-Plörer Claudia Slamanig, claudia.slamanig@tirol-kliniken.at Tel.: 050 504-22861, Fax: 050 504-25686 ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE SONDERSTATION 11 NORD Stationsärztin: Dr. Mirjam Böhler Daniel Krabichler, daniel.krabichler@tirol-kliniken.at Tel.: 050 504-22331, Fax: 050 504-25938 Tagesklinik, kein Stationsarzt Rita Neuwirth, rita.neuwirth@tirol-kliniken.at Tel.: 050 504-80053, Fax: 050 504-22883
Sanitätshaus Konrad wünscht viel Erfolg und gutes Gelingen bei der Zusammenlegung der Orthopädie und Traumatologie! Weiters bedanken wir uns für die langjährige Zusammenarbeit bei allen MiarbeiterInnen der Tirol Kliniken, den Ärzten, den Stationsleitungen mit Team, Ambulanzen mit Team, TherapeutInnen, GipserInnen und Pflergerinnen und Pfleger und allen die für einen reibungslosen Ablauf beitragen.
Rund um die Gesundheit – seit 25 Jahren Das Team des Sanitätshauses Konrad im Ärztehaus II in Telfs sorgt für fachliche Beratung und besten Service bei Heil- und Hilfsmitteln. Hochqualifizierte Produkte werden hier im Meisterbetrieb mit orthopädischer Fachwerkstätte maßgerecht angepasst. 2020 kann nun bereits das 25-jährige Jubiläum für den Telfer Standort mit insgesamt 10 MitarbeiterInnen gefeiert werden, insgesamt blickt Orthopädietechnikermeister Hansjörg Konrad bereits auf 44 Jahre Berufserfahrung im Gesundheitsbereich zurück. „In unserem Unternehmen werden in der eigenen orthopädischen Werkstätte nach Maß-Zeichnung oder Gipsmodell hochqualifizierte Produkte hergestellt, aber auch Sonderanfertigungen sind für uns kein Problem.“ 1995 wurde das eigene Geschäft in Telfs am Wallnöferplatz eröffnet, 1998 übersiedelte das Sanitätshaus Konrad in das damals neu erbaute Ärztehaus Nummer 2. Das bestens ausgebildete Personal bemüht sich gerne, bei verschiedenen gesundheitlichen Problemen für die KundInnen das geeignete Produkt zu finden. „Gerade im Gesundheitsbereich ist Vertrauen wichtig, wir freuen uns daher über viele StammkundInnen“ meint Hansjörg Konrad. „Auch unseren MitarbeiterInnen gebührt ein Dank für ihren langjährigen und freundlichen Einsatz zum Wohle unserer Kunden und den Ärzten und Krankenhäusern für die gegenseitige Unterstützung.“ Die gute Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern Innsbruck, Natters, Hoch Zirl, Zams und den niedergelassenen Ärzten gewährleisten zudem, dass das Sanitätshaus Konrad immer auf den neuesten Stand der Medizin ist. Wir sind stets um Ihre Anliegen bemüht! Ihr Sanitätshaus KONRAD im Ärztehaus
Die Serviceleistungen und Produkte sind vielfältig: • Maß- und Sonderanfertigungen • Spezialschienen • Schuheinlagen (eigene Herstellung) • Stützapparate • Mieder und Korsette (eigene Miedernäherei) • Motorschienen- und Milchpumpenverleih • Bandagen • Prothesen und Orthesen • Colostomieartikel • Blutdruckmesser • Inhaliergeräte • Inkontinenzartikel • Gehilfen, Pflegebetten (auch Verleih) • Standard- und Pflegerollstühle • Badewannenlift und Badehilfen • Alltagshilfen für pflegebedürftige Menschen • Basisches, ionisiertes Wasser • Trinkwassertankstelle für Mitglieder • Vertag mit allen Krankenkassen
SANITÄTSHAUS KONRAD
Meisterbetrieb, Orthopädische Fachwerkstätte Marktplatz 5, 6410 Telfs Tel. 05262/67696 Mo. – Fr. von 830 – 1230 und 1300 – 1700 info@sanitaetshaus-konrad.at www.sanitaetshaus-konrad.at Vertag mit allen Krankenkassen
IM AKUTFALL Das Herz der Innsbrucker Klinik für Orthopädie und Traumatologie bildet die Akutambulanz, die nach der Zusammenlegung nun sowohl die sogenannten „Frischverletzten“ als auch orthopädische Notfallpatienten nach höchsten medizinischen Standards behandelt. Vom Säugling bis zum Greis, von der sorgenbereitenden Bagatelle bis zur lebensbedrohlichen Verletzung.
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b mit dem Hubschrauber, der Rettung oder selbst gehend: Der Eintritt in die Akutambulanz der Klinik für Orthopädie und Traumatologie erfolgt je nach Schweregrad der Verletzungen unterschiedlich. An 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden am Tag steht hier ein hochprofessionelles und wenn nötig interdisziplinäres Team aus Pflegekräften und Fachärzten zur Verfügung, um Akutpatienten die notwendige Versorgung zukommen zu lassen. Die Zeiten außerhalb der regulären Betriebszeiten von 7 bis 15:30 Uhr sind unfallchirurgischen oder orthopädischen Notfällen vorbehalten. Neben der Akutambulanz zur Notfallversorgung befinden sich auch die Kontrollambulanz sowie die Spezialambulan-
zen, für die man als Patient jedoch einen Termin oder eine Zuweisung benötigt. „Das Gros unserer Patienten muss nicht stationär aufgenommen werden und kann in den meisten Fällen die Klinik nach der Akutversorgung wieder verlassen“, berichtet Andrea Hohenegger, M.Sc., Leitende diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin der Akutambulanz, der Kontroll- und Spezialambulanzen sowie des Gipsraumes. HOCH FREQUENTIERTE AMBULANZEN Mit rund 45.000 Patientenerstkontakten war die vormalige „Frischverletzten-Ambulanz“ bereits vor der Zusammenlegung eine der größten Ambulanzen der Innsbrucker Kliniken. Mit Jahresbeginn 2021 kommen hier noch einmal gut 6.000 orthopä-
dische Notfallpatienten hinzu, sodass an der nunmehr genannten „Akutambulanz“ jährlich 51.000 Patientenerstkontakte stattfinden. Nimmt man die Kontroll- und die Spezialambulanzen der verschiedenen Teams hinzu, werden an der Innsbrucker Klinik für Orthopädie und Traumatologie im Schnitt 117.000 Patientenkontakte pro Jahr absolviert. „Da kann es bei Eintreffen von schweren Notfällen bei den Leichtverletzten schon auch mal zu etwas längeren Wartezeiten kommen“, erläutert Klinikdirektor Univ.-Prof. Dr. med. Rohit Arora. Insbesondere schöne Winterwochenenden sorgen für Spitzenbelastungen an der Akutambulanz, das Patientenaufkommen hat sich jedoch über die vergangenen Jahre schon mehr auf das ganze Jahr verteilt. „Wir verzeichnen durch die
AKUTAMBULANZ
Andrea Hohenegger, MSc
neuen Trendsportarten auch im Sommer immer mehr Akutpatienten, der E-BikeBoom, Downhiller und andere Freizeitsportler machen sich auch bei uns vermehrt bemerkbar“, so Arora. PROFESSIONELL Insgesamt fünf Röntgenräume, ein Computertomograph (CT) sowie ein Magnetresonanztomograph (MRT) stehen für die bildgebende Diagnostik in der Akutambulanz zur Verfügung. Zur regulären Betriebszeit von 7 Uhr bis 15:30 Uhr bemühen sich bis zu zwölf Ärzte um das Wohl der ambulanten Patienten, außerhalb davon stehen sieben Ärzte für alle ambulanten und stationären Patienten sowie alle Operationen zur Verfügung. „Bei uns in der Akutambulanz ist eigentlich nichts planbar. Es ist kein Einzelfall, dass wir unseren OP-Plan in einem Dienst mehrfach umstellen, insbesondere wenn ein Notfall mit größerer Dringlichkeit eintrifft“, weiß auch Ass.-Prof. Dr. med. Andreas Bölderl aus jahrzehntelanger Erfahrung als Unfallchirurg. BEI LEBENSGEFAHR: SCHOCKRAUM Lebensbedrohlich Verletzte werden in einem gesonderten Bereich, dem sogenannten Schockraum, erstbehandelt. Bereits am Unfallort verständigt der Notarzt die Rettungs-Leitstelle, welche die relevanten Vorinformationen an die Klinik weitergibt. „Notfallmedizin ist immer Teamarbeit. Unsere Ambulanz ist sicher einer der Orte, wo die engste Verzahnung zwischen den Berufsgruppen stattfindet und jedem von uns klar ist, wie wenig ohne den anderen möglich ist“, weiß Hohenegger über die großartige Teamarbeit im Haus. Und so steht bei Eintreffen des lebensgefährlich Verletz-
ten ein interdisziplinäres Team aus einem behandelnden Facharzt für Traumatologie, einer Diplompflege der Ambulanz, einem Facharzt für Anästhesie, einer Fachpflege für Anästhesie, einem Facharzt für Radiologie sowie eine röntgentechnische Assistenz Gewehr bei Fuß, um den ankommenden Patienten unverzüglich und nach einem strengen Protokoll vom Notarzt-Team zu übernehmen. „Dieses interdisziplinäre Team aus Spezialisten mit genauer Aufgabenverteilung behandelt unsere Patienten nach dem Innsbrucker Schockraumalgorithmus“, erklärt der Klinikdirektor mit sichtlichem Stolz auf sein professionelles Team. „Je nach Verlet-
„Der Leader im Schockraum ist der Unfallchirurg, er ist auch für die Diagnostik zuständig“, erklären Klinikdirektor Rohit Arora und die leitende Pflegerin Andrea Hohenegger. „Der Anästhesist übernimmt das Schmerz- und Beatmungsmanagement und stabilisiert den Patienten, die Pflegekraft nimmt die Daten des Patienten auf und ist zum Beispiel für Blutabnahmen zuständig. Ist der Patient nicht ansprechbar, wird immer ein CT vom Schädel bis zum Oberschenkel gemacht, um eventuelle innere Verletzungen auszuschließen oder festzustellen. Von den Extremitäten werden Röntgenbilder gemacht.“ In den letzten Jahren wurden durchschnittlich 855 traumatologische Patienten im Schockraum behandelt, etwa 120 davon kamen direkt in den OP und knapp 300 auf eine Intensivstation. Für 100 Patienten ging es auf eine Überwachungs-, für etwa 170 Patienten auf eine Normalstation. „So dramatisch die Situation für Betroffene
Das professionelle Gipser-Team legt im Jahr rund 80 Kilometer Gipse und Streckverbände an und assistiert bei Repositionen und Infiltrationen.
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„Notfallmedizin ist immer Teamarbeit. Unsere Ambulanz ist sicher einer der Orte, wo die engste Verzahnung zwischen den Berufsgruppen stattfindet und jedem von uns klar ist, wie wenig ohne den anderen möglich ist.“
zungsmuster werden noch Spezialisten aus anderen Fächern hinzugezogen, etwa aus der Neurochirurgie, Visceralchirurgie, Gefäßchirurgie, Plastischen Chirurgie, Herzchirurgie, Neurologie, Kieferchirurgie, HNO oder andere mehr.“
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AKUTAMBULANZ
„So dramatisch die Situation für Betroffene auch immer ist, so ist es von großer Bedeutung, dass das Schockraum-Team Ruhe bewahrt und besonnen alle notwendigen Schritte setzt.“ Univ.-Prof. Dr. med. Rohit Arora
auch immer ist, so ist es von großer Bedeutung, dass das Schockraum-Team Ruhe bewahrt und besonnen alle notwendigen Schritte setzt“, ist sich Arora sicher. ZENTRUM DER MAXIMALVERSORGUNG An die Innsbrucker Akutambulanz kommen nicht nur Frischverletzte aus der Region, sondern ebenso schwerverletzte Patienten aus den sechs Krankenhäusern in den Tiroler Bezirken. Es kommt auch vor, dass es in peripheren Häusern zu Komplikationen kommt und die Patienten in die Klinik gebracht werden. „Unser Haus ist ein Haus der Maximalversorgung. Das bedeutet, dass alle Fachrichtungen zur Behandlung schwer verletzter Patienten rund um die Uhr zur Verfügung stehen“, so Arora.
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LUXUS-GIPSRAUM Neben den Diplompflegern, die mit viel Erfahrung und Ruhe die nötigen medi-
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zinischen Maßnahmen durchführen, darf die Akutambulanz an der Innsbrucker Klinik für Orthopädie und Traumatologie auch auf einen eigenen Gipsraum samt professionellem Gipserteam stolz sein. „Das ist keine Selbstverständlichkeit mehr“, zeigt sich Klinikchef Rohit Arora stolz auf den Gipsraum. Ein Team aus zehn professionellen Mitarbeitern, speziell ausgebildet in Gips- und Repositionstechniken, verarbeitet jährlich in etwa 50 Kilometer Kunst- und 30 Kilometer Weißgips. Die Gipsprofis legen nicht nur Gipse an, sondern passen auch Schienen, legen Streckverbände an oder assistieren bei einer Vielzahl an ärztlichen Tätigkeiten wie Repositionen und Infiltrationen. Ausgestattet sind die drei Behandlungseinheiten mit digitaler Darstellung von Röntgenbildern, ein Sondergipsraum mit Narkoseeinheit und Bildwandler und Fluoroscan und einer Einheit zur Gipsabnahme.
SPEZIELLE BETREUUNG GERIATRISCHER PATIENTEN Seit 2009 werden geriatrische Patienten nach neuesten wissenschaftlichen Standards bestmöglich betreut. Diese Versorgung basiert auf 3 Säulen: Zum einen werden alle diagnostizierenden Ärzte sowie das Pflegepersonal besonders und regelmäßig auf diese spezielle Patientengruppe ausgebildet und geschult. Zum Zweiten soll die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Orthopädie/Traumatologie, Anästhesie und Geriatrie die operative Sanierung deutlich verkürzen, um die Patienten zu schonen und zum Dritten soll eine schnelle Rehabilitation die Menschen so schnell wie möglich wieder in ihre gewohnte Lebenssituation zurückführen. So stehen dem Ärzteteam der Akutambulanz und auf den Stationen zusätzlich noch eigens ausgebildete Sekundarärzte mit Geriatriediplom zur Seite. |
TAGESKLINIK Stark im Trend sind tagesklinische Aufenthalte, das heißt, dass Patienten in der Früh für einen kleinen chirurgischen Eingriff aufgenommen werden und das Haus am selben Tag bis spätestens 18 Uhr wieder verlassen. Dazu zählen vor allem arthroskopische hand- und fußchirurgische Eingriffe mit Lokalanästhesie, aber auch Eingriffe unter Vollnarkose sind tagesklinisch möglich.
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EIN MÖGLICHES SZENARIO EINER SCHWERVERLETZTENVERSORGUNG AN DER INNSBRUCKER KLINIK FÜR ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE 13:30 Uhr: Ein Rodler verunfallt auf einer Rodelbahn in der Nähe von Achenkirch. 14:10 Uhr: Der Patient wird von der internen Telefonzentrale angekündigt. Patient XY, 12 Jahre, männlich, kommt in circa 15 Minuten mit dem Hubschrauber von Achenkirch mit offener Femurfraktur rechts, Unterschenkelfraktur rechts und BWS-Verletzung. Die interne Telefonzentrale informiert das Schockraumteam. 14:38 Uhr: Nach einer ersten interdisziplinären Untersuchung des Patienten von Seiten der Traumatologie, Anästhesie und Kinderheilkunde erfolgt die Durchführung eines SchockraumCTs einschließlich der unteren Extremitäten.
15:00 Uhr: Kontaktaufnahme mit dem OP und Beginn mit der OP-Vorbereitung.
13:35 Uhr: Der Hubschrauber wird alarmiert.
14:25 Uhr: Übergabe des Patienten vom Notarzt des Hubschraubers an das Schockraumteam. Der Patient wird in den Schockraum gebracht. Es bestehen laut Notarzt ein offener Oberschenkelbruch rechts sowie der Verdacht auf eine Unterschenkelfraktur rechts und eine Wirbelsäulenverletzung. 14:47 Uhr: Das CT ergibt folgenden Befund: Typ B2Verletzung Brustwirbelsäule 5/6 und A3-Verletzung Brustwirbelsäule 7/8. Fraktur der Rippenköpfchen und der Querfortsätze Brustwirbelsäule rechts. Lungenlazeration rechts. Offener Oberschenkelbruch rechts und Unterschenkelfraktur rechts. Keine Gefäßverletzung, keine größere Blutung.
15:17 Uhr: Eintreffen des Patienten im Operationssaal. 15:30 Uhr: Beginn der chirurgischen Maßnahmen mit Versorgung der Oberschenkel- und Unterschenkelfraktur mittels Fixateur-Externe und Versorgung der Brustwirbelsäulenfrakturen mittels dorsaler Instrumentierung. 19:35 Uhr: Beendigung der chirurgischen Maßnahmen.
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20:05 Uhr: Transfer des Patienten auf die Kinder-Intensivstation.
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So oder ähnlich ist das Schockraumteam jeden Tag aufs Neue gefordert. Im Schnitt gelangen drei Patienten pro Tag in den Innsbrucker Schockraum, an manchen Tagen weniger, an manchen sogar bis zu zwölf. Der gewöhnliche Schockraumpatient bleibt meist nur eine Stunde im Schockraum.
Schwerverletzte erreichen die Akutambulanz bzw. den Schockraum per Hubschrauber. Vom Hubschrauberlandeplatz, an dem sich Andrea Hohenegger, M.Sc., und Klinikchef Univ.-Prof. Dr. med. Rohit Arora hier befinden, führt ein Bettenlift in den Schockraum.
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VON INNSBRUCK IN DIE WELT
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Eingriffe nach Verletzungen des Beckenrings und des Hüftgelenkes gehören zu den schwierigsten Operationen in der Unfallchirurgie und erfordern ausgeprägte Spezialkenntnisse. Im Bereich der Hüftprothetik hat eine Operationstechnik aus Innsbruck sogar Weltruhm erlangt.
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BECKEN
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or einigen Jahrzehnten waren Verletzungen des Beckens und des Hüftgelenkes nicht nur mit einer hohen Sterblichkeit verbunden, sie führten auch bei vielen Patienten zu einer (Teil-)Invalidität. Denn eine annähernd anatomische Ausheilung mit konservativen Methoden war trotz oftmals mehrmonatiger Bettruhe nicht zu bewerkstelligen. Bereits in den 1980er-Jahren wurden Techniken zur offenen Einrichtung und Stabilisierung von Becken und Hüftverletzungen entwickelt. Diese Techniken wurden in den folgenden Jahren sukzessive weiterentwickelt. Heutzutage stellt die perkutane Stabilisierung vorwiegend des hinteren Beckenrings durch kleine Hautschnitte ein Standardverfahren dar. Innsbrucker Chirurgen haben diese Techniken in den letzten Jahren maßgeblich mitentwickelt.
VORREITER IM HÜFTGELENKSERSATZ Um die Jahrtausendwende gelang einem Team rund um Univ.-Prof. Mag. Dr. med. Michael Nogler, MAS, M.Sc. eine innovative Operationstechnik: der minimalinvasive direkt anteriore Zugang bei Hüftprothesen. In Innsbruck und vielen Kliniken weltweit ist diese Operationstechnik heute Standard. Bis heute sind über 3.000 Chirurgen aus mehr als 50 Nationen der Welt in dieser Technik in Innsbruck ausgebildet worden. Die Ärzte des Hüftteams werden wegen dieser minimalinvasiven Technik regelmäßig als Vortragende und Lehrende zu nationalen und internationalen Kongressen, Fortbildungsveranstaltungen und Operationskursen eingeladen. Kaum eine Operation ist so erfolgreich wie die Implantation eines künst-
lichen Hüftgelenks. Die Hüftprothese wurde vor Kurzem als Operation des Jahrhunderts bezeichnet und kann für die betroffenen Patienten bei einem erfahrenen Operateur zu fast 98 Prozent zu einer vollkommenen Schmerzfreiheit führen. „Ein Gelenksersatz ist dann indiziert, wenn alle nichtoperativen Therapiemaßnahmen ausgeschöpft sind und die Lebensqualität des Patienten durch den Schmerz eingeschränkt ist“, erklärt Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. med. Martin Thaler, M.Sc., Stellvertretender Klinikdirektor und Teamleiter im Bereich Orthopädie. REVISIONSENDOPROTHETIK UND FEHLVERHEILUNGEN Zu den Experten der Innsbrucker Klinik gelangen Patienten auch in Fällen von Korrektureingriffen bei fehlverheilten
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Univ.-Prof. Mag. Dr. med. Michael Nogler, MAS, M.Sc. / Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. med. Martin Thaler, M.Sc. / Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. med. Dietmar Krappinger, PhD: Dank ihrer Expertise ist Innsbruck zu einem international renommierten Zentrum für minimal-invasive Hüftendoprothetik gewachsen. Bis heute sind über 3.000 Chirurgen aus mehr als 50 Nationen der Welt in dieser Technik in Innsbruck ausgebildet worden. Die Innsbrucker Spezialisten werden regelmäßig als Vortragende und Lehrende zu nationalen und internationalen Kongressen, Fortbildungsveranstaltungen und Operationskursen eingeladen.
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Beckenringverletzungen und insbesondere zur Revisionsendoprothetik. „Eine Wechseloperation am Hüftgelenk wird dann notwendig, wenn es zu Lockerungen des künstlichen Hüftgelenks oder zu einer Infektion kommt“, weiß Thaler. „Ursachen für eine Lockerung können ein Knochensubstanzverlust um die künstliche Prothese herum sein, eine akute oder chronische Infektion oder eine Fraktur im Bereich des Implantats sein. Die Zahl der Revisions- und Wechseloperationen steigt jedes Jahr aufgrund der erheblich gestiegenen Zahl von Primäroperationen an. An der Innsbrucker Klinik für Orthopädie und Traumatologie werden jährlich etwa 550 künstliche Hüftgelenke implantiert und etwa 170 Hüftwechseloperationen durchgeführt.“
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VON PERIPHEREN HÄUSERN NACH INNSBRUCK Die Behandlung von Beckenring- oder Hüftverletzungen und ihrer möglichen Begleitverletzungen bedürfen ausgeprägter Spezialkenntnisse. „Ein größerer Teil unserer Patienten wird daher nach Primärdiagnostik in einem peripheren Haus zu uns verlegt. Aus diesem Grund verfügen wir in unserer Klinik auch über ausreichend hohe Frequenzen, um alle gängigen Behandlungstechniken auf hohem Niveau anbieten zu können. Besonders erwähnenswert ist der 24-stündige Bereitschaftsdienst der interventionellen Radiologie. Damit verfügen wir im Gegensatz zu vielen anderen Zentren bei blutenden Verletzungen des Beckenrings über die extrem schonende und effektive Technik der selektiven arteriellen Embolisation“, erläutert Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. med. Dietmar Krappinger, PhD, Teamleiter Bereich Traumatologie, die Vorzüge der interdisziplinären Zusammenarbeit an der Innsbrucker Klinik. „Die optimale Vernetzung und Zusammenarbeit mit unseren Nachbardisziplinen wie der Radiologie und der Anästhesie, aber auch der Urologie und der Viszeralchirurgie kommen unseren Patienten insbesondere dann zugute, wenn Zusatzverletzungen vorhanden sind“, weiß der erfahrene Unfallchirurg. Besonderes Augenmerk wird im Team auch auf die Behandlung von älteren Menschen gelegt. „Brüche kommen ab einem gewissen Alter häufiger vor, bei hüftnahen Brüchen war die Sterbera-
„Brüche kommen ab einem gewissen Alter häufiger vor. An unserer Abteilung sind sowohl Ärzte als auch Pfleger speziell auf geriatrische Bedürfnisse ausgebildet.“ Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. med. Dietmar Krappinger, PhD
te früher relativ hoch. Minimalinvasive Operationstechniken und Kreuzstich-Anästhesie sind für ältere Menschen weitaus schonender und erfolgversprechender. Bei Brüchen der Hüftpfanne wird dabei vermehrt die sofortige Versorgung mittels einer Hüftprothese durchgeführt. Zudem sind an unserer Abteilung sowohl Ärzte als auch Pfleger speziell auf geriatrische Bedürfnisse ausgebildet“, versichert Krappinger. KNOCHENTUMORE Die Innsbrucker Klinik für Orthopädie und Traumatologie ist eine von nur drei Kliniken in Österreich, die muskuloskelettale Tumore behandeln. Bei Tumoren des Knochens unterscheidet man zwi-
schen gutartigen und bösartigen. Ein Großteil der Knochentumore sind als gutartig (benigne) anzusehen. Selten können auch gutartige Knochentumore vor Ort wieder auftreten (Lokalrezidiv) oder zu Tochtergeschwülsten (Metastasen) führen. Viele dieser gutartigen Knochentumore sind meist asymptomatische Zufallsbefunde, die weder eine Behandlung oder eine Kontrolle benötigen. Es gibt jedoch gutartige Knochentumore, die unbehandelt zu Schmerzen und erheblichen Knochenveränderungen wie Brüchen, Destruktionen oder Achsenfehlstellungen führen können. Dann müssen sie operativ behandelt werden. Bösartige Tumore, die primär den Knochen befallen, sind seltene Erkrankungen, die jedoch ein hochspezifisches orthopädisches Fachwissen erfordern. „Knochentumore treten häufig bei Patienten zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr auf und betreffen meist die Knochen der Arme, des Beckens und der Beine, besonders im Oberschenkel“, berichtet Thaler. Im sogenannten Tumorboard werden in einer spezialisierten Gruppe aus Orthopäden, Radiologen, Pathologen, Onkologen, Nuklearmedizinern, plastischen Chirurgen und Strahlentherapeuten Entscheidungen über die Behandlung des Tumors mit einer Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung getroffen. „Häufig erfolgt eine Kombination dieser Therapiemaßnahmen“ weiß der Spezialist. |
HÜFT-, BECKEN- UND TUMOR-TEAM Univ.-Prof. Mag. Dr. med. Michael Nogler, MAS, M.Sc., Senior Consultant Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. med. Dietmar Krappinger, PhD, Teamleiter Bereich Traumatologie Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. med. Martin Thaler, M.Sc., Teamleiter Bereich Orthopädie Priv.-Doz. Dr. med. Dietmar Dammerer, M.Sc., PhD, stellvertretender Teamleiter Bereich Orthopädie Priv.-Doz. Dr. med. Richard Lindtner, PhD, stellvertretender Teamleiter Bereich Traumatologie OA Dr. med. Wolfgang Janda OA Dr. med. Julian Lair OA Dr. med. Wolfram Pawelka Priv.-Doz. Dr. med. René Schmid Dr. med. Juana Kosiol Dr. med. Matthias Rittler Dr. med. Markus Süß
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Die Innsbrucker Klinik für Orthopädie und Traumatologie führt seit 2020 als erstes Haus in Österreich spezielle Operationen mit 3-D-Planung durch.
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Zur Anwendung kommt die 3-D-Planung insbesondere bei komplexen Tumoroperationen sowie bei Eingriffen an der Wirbelsäule.
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s war im August 2020, als nach intensiver Planung die erste Operation im virtuellen OP über die Bühne ging. Ein fußballgroßer Knochentumor im Hüft- und Lendenwirbelbereich konnte nach wochenlanger 3-D-Planung in einer äußerst komplexen Operation entfernt werden. „Es war ein Eingriff mit enormem Planungsaufwand“, erklärt Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. med. Martin Thaler, M.Sc., stellvertetender Klinikdi-
rektor, „ein falscher Schnitt hätte schwere Folgen gehabt. Schneidet man zu tief, kann der Patient möglicherweise nicht mehr gehen. Setzt man jedoch zu nah am Tumor an, so eröffnet man den Krebs. Das wäre für den Patienten tödlich.“ Der große Vorteil liege in der dreidimensionalen Darstellung des Patienten, zudem lassen sich auch herkömmliche zweidimensionale Bildgebungen wie CT- oder
MRT-Aufnahmen integrieren. „Ich kann mit der virtuellen Brille den Patienten drehen und wenden, wie ich es brauche, und habe die Vorstellung nicht im Kopf, sondern im dargestellten Bild.“ DREIDIMENSIONALE DARSTELLUNG DES KÖRPERS Zur Anwendung kommt die 3-D-Planung insbesondere bei komplexen Tumoroperationen sowie bei Eingriffen an der
EDITORIAL
NEUER GSBEREICH TR AININ
„Ich kann mit der virtuellen Brille den Patienten drehen und wenden, wie ich es brauche, und habe die Vorstellung nicht im Kopf, sondern im dargestellten Bild.“
Kompetenz in Bewegung
Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. med. Martin Thaler, M.Sc.
„Dem virtuellen Raum können auch internationale Experten beitreten“, erklärt Thaler. „So ist es möglich, Ärzte aus Australien live in die Planung miteinzubeziehen.“ Demnach können neben dem VR-Brillenträger alle Anwesenden die Aufnahmen auf einem Bildschirm mitverfolgen. Auf diesem Gebiet arbeitet die Innsbrucker Klinik eng mit der Uni Basel zusammen. HANDGEFERTIGTE PROTHESEN „Insbesondere bei der Entfernung von Knochentumoren benötigen wir individuell geformte Implantate oder Prothesen, die es nicht als Standardware gibt. Hier kommt die 3-D-Planung ebenso zum Einsatz, um hier sehr präzise und passgenaue Implantate herzustellen“, erläutert Thaler ein weiteres Einsatzgebiet für die 3-D-Rekonstruktion. |
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Wirbelsäule. So nutzt auch Fachärztin Dr. Lena Fuderer die Simulationen im virtuellen Raum für die Vorbereitung von Operationen an Patienten mit Skoliose. „Bei Skoliosen handelt es sich um dreidimensionale Abweichungen der Wirbelsäule. Dabei ist jeder Fall individuell und einzigartig. Die dreidimensionale Darstellung der Wirbelsäule ist hier von großem Vorteil“, so die Wirbelsäulen-Expertin.
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Die Erforschung von Biofilmen ist vor allem bei Transplantationen und Implantationen aller Art ein großes Thema.
FORSCHEN FÜR DIE KLINIK 2009 wurde die Experimentelle Orthopädie als eigene Professur geschaffen. Ziel ist die experimentelle und klinische Erforschung neuer Strategien zur Verbesserung von Operationstechniken im Bereich der Orthopädie.
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s ist ein Zusammenspiel aus klinischer Anwendung und Forschung. Vereinfacht könnte man sagen, die experimentelle Orthopädie forscht in Problemstellungen der Klinik und beantwortet auf wissenschaftlicher Basis praktische Fragen. Und so besteht das Team rund um Univ.-Prof. Mag. Dr. med. Michael Nogler, MAS, M.Sc., auch aus einer bunten Mischung von Klinikern und Wissenschaftlern. „Drei Themen stehen derzeit im Fokus: das Biofilm Infection Lab, die Entwicklung und Verbesserung von Instrumenten für minimalinvasive Zugänge sowie navigations- und robotergestützte Assistenzsysteme“, erklärt Nogler. Er war es auch, der mit dem minimalinvasiven anterioren Zugang eine schonende und seit mehr als 15 Jahren weltweit anerkannte Operationstechnik entwickelte und auch heute noch weiter erforscht. Die Innsbrucker Klinik für Orthopädie und Traumatologie ist seit Jahren ein international renommiertes Zentrum für minimalinvasive Hüftendoprothetik. „Mit der Robotik möchte ich noch einen Schritt weitergehen“, erklärt der Chirurg und Forscher. „Vor allem in der Endoprothetik kann man durch robotergestützte
Operationstechniken noch zielgenauer arbeiten.“ ROBOTERGESTÜTZTE ASSISTENZSYSTEME Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. med. Martin Thaler, MSc, hatte die erste robotergestützte Operation in Innsbruck durchgeführt: „Mit den robotergestützten Assistenzsytemen kann die Prothese noch viel genauer bis auf ein Grad eingesetzt werden. Dadurch kann die Haltbarkeit von Prothesen noch einmal um Jahre verlängert werden“, zeigt sich Thaler begeistert. „Wir arbeiten mit dem derzeit besten OPRoboter am Markt, der hochpräzises Arbeiten ermöglicht. Der Operateur bleibt nach wie vor der Leiter der OP, jedoch kann man die OP am Computer mitsamt allen Daten wie Röntgenbildern, und CDBildern hochpräzise planen und während der OP noch feinjustieren.“ Mittlerweile kommt diese Technik auf Grund des großen Erfolges im Rahmen einer Studie fast bei jeder Hüftprothesenoperation zum Einsatz. „Ich bin überzeugt, dass diese Technologie in der Hüftendoprothetik Standard werden wird“, zeigt sich Nogler zuversichtlich.
BIOFILM-FORSCHUNG Die Erforschung von Biofilmen ist vor allem bei Transplantationen und Implantationen aller Art ein großes Thema. „Die Biofilm-Forschung ist noch sehr jung und daher auch eine große Herausforderung“, erklärt Priv.-Doz. Lic. Mestr. Dr. Debora Coraca-Huber, die das Biofilm Infection Lab in Innsbruck leitet. „Der Biofilm an sich ist nichts Neues, Probleme kann er jedoch dann verursachen, wenn er sich auf Prothesen ansiedelt“, erklären die Wissenschaftler. „Bei nur 0,5 Prozent der Implantate geschieht die Ansiedelung von Keimen im Rahmen der Operation. Der überwiegende Anteil sind späte Infekte, die nach Jahren auftreten. Die Keime gelangen über die Blutbahnen an die Prothesen. Diese sind totes Fremdmaterial und können sich nicht wehren“, weiß Huber. „Infekte kann man nicht verhindern, Bakterien kommen in uns Menschen nun mal vor. Da kann es schon ausreichen, wenn man sich beim Garteln einmal schneidet und so Keime in die Blutbahn gelangen. Wir erarbeiten Strategien, um diese Infekte besser zu diagnostizieren. Um besser zu verstehen, was Biofilme machen und wie man sie schlussendlich behandeln kann“, erörtert Nogler.
EXPERIMENTELLE CHIRURGIE
Mitarbeiter FA Dr. med. Alexander Wurm, Univ.-Prof. Mag. Dr. med. Michael Nogler, MAS, M.Sc., Leiter der Professur für Experimentelle Orthopädie (Mi.) und Priv.-Doz. Lic. Mestr. Dr. Debora Coraca-Huber, Leiterin des Biofilm Infection Lab
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Derzeit ist es Usus, Implantate bei Infekten zu entfernen, den Patienten mit Antibiotika zu behandeln und nach etwa drei bis sechs Wochen das Implantat wieder einzusetzen. „Unser großes Ziel in der BiofilmForschung ist sowohl die Prävention und Diagnostik als auch die Behandlung von Infekten bei Prothesen“, so CoracaHuber. Geforscht wird auf mehreren Ebenen und in Kooperation mit den Instituten für Hygiene und medizinische Mikrobiologie, dem Department für Innere Medizin in Innsbruck sowie Forschungsstätten in Brasilien. „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Medizinern, Biologen, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern spiegelt sich in den jeweiligen Forschungsprojekten wider, die wesentliche Verbesserungen in den Therapiemöglichkeiten des Patienten mit sich bringen“, freut sich Nogler, in dessen Brust zwei Herzen schlagen – jenes des praktischen Anwenders als Chirurg und das des Wissenschaftlers. |
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ENDOCERT
GENAU GEPRÜFT Die Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie Innsbruck ist ein nach höchsten Standards zertifiziertes Endoprothesenzentrum.
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m Dezember 2017 wurde die Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie als erstes Krankenhaus in Westösterreich mit dem höchsten Prüfsiegel für Endoprothetik (Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung) ausgezeichnet. Dadurch sind Standards sowie Prozesse festgelegt und Instrumente geschaffen, die ein Höchstmaß an Qualität in der Gelenksersatzchirurgie für die Patienten sicherstellten.
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Die Zertifizierung nach EndoCert stellt eine quaIitativ hochwertige Durchführung dieser Eingriffe sicher. Die Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie Innsbruck und ihre Kooperationspartner wie die Radiologie werden einmal jährlich im Rahmen einer mehrtägigen Überprüfung durch externe Experten auf die Einhaltung aller qualitätssichernden Maßnahmen überprüft.
PATIENTEN PROFITIEREN VON HÖCHSTEN QUALITÄTSSTANDARDS „EndoCert ist das höchste Siegel, das es in Europa gibt“, zeigt sich der Leiter des Endoprotethik-Zentrums in Innsbruck, Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Martin Thaler, M.Sc., auch ein wenig stolz. „Pro Patient müssen 40 Parameter erfüllt sein. Durch das Qualitätssiegel nach EndoCert ist den Patienten garantiert, dass nur Spezialisten im Bereich der Endoprothetik künstliche Gelenke implantieren. Die Spezialisten für künstliche Gelenke der Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie müssen jährlich eine hohe Expertise und Operationen im Bereich der Endoprothetik nachweisen, sind verpflichtet, jedes Jahr Fortbildungen für Endoprothetik zu besuchen, und werden einmal jährlich von externen Prüfern beurteilt. Nur wenn alle diese Qualitätskriterien erfüllt sind, dürfen diese Ärzte künstliche Gelenke operieren. Der zertifizierte Operateur des Endoprothesenzentrums Innsbruck muss eine vorgegebene Mindestzahl an Patienten mit Gelenkersatz pro Jahr operieren, damit er dieses Zertifikat nicht verliert.“ Die Anzahl durchgeführter Operationen eines Arztes pro Jahr hat einen positiven Einfluss auf das Ergebnis des Patienten. Dieser seit Jahren für viele Bereiche der Medizin nachgewiesene Zusammenhang gilt auch für künstliche Hüft- und Kniegelenke. Dabei besteht dieser positive Zusammenhang sowohl für die durchgeführten Operationen pro Operateur als auch für die Anzahl der Eingriffe pro Endoprothesen-Zentrum. Dadurch profitiert der Patient von dessen Routine und fortlaufender Erfahrung. |
Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. med. Martin Thaler, M.Sc., Leiter des Endoprothetik-Zentrums an der Innsbrucker Klinik für Orthopädie und Traumatologie
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SEITE AN SEITE Spitzenmedizin geht an der Klinik für Orthopädie und Traumatologie mit Spitzenforschung Hand in Hand. So kommt den Patienten bei den Kniespezialisten stets die beste Behandlung zugute, vom einfachen Meniskusschaden bis hin zur hochspezialisierten Prothesenrevision.
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ls Traumazentrum sind wir optimal vernetzt“, hebt Univ.-Prof. Dr. med. Wolfgang Hackl, Senior Consultant des Knie-Teams, einen der wesentlichen Vorteile der Innsbrucker Klinik hervor. „Auf Grund der hohen Spezialisierung versorgen wir alle Fälle, auch polymorbide oder geriatrische Patienten, und sind in Westösterreich letzte Anlaufstelle.“ Besonders zu erwähnen ist die spezielle Behandlung von älteren Menschen, wo ein Team aus Orthopädie und Traumatologie, Altersmedizinern und Anästhesisten von Anfang an gemeinsam Verantwortung für den Patienten übernimmt. „Wir sind für jeden da“, betont Oberarzt Dr. med. Tobias Roth, Teamleiter Bereich Traumatologie. „Wir versorgen vom Meniskusriss über den Bänderriss bis hin zu komplexen Mehrfachbrüchen mit Gefäß- und Nervenbeteiligung oder Prothesenrevisionen nach infektbedingten Leiden sämtliche Patienten, egal welcher Altersgruppe.“ Dabei verteilen sich die Fälle mittlerweile auf das ganze Jahr: „Gab es früher tendenziell im Winter mehr zu tun als im Sommer, so ist das mittlerweile ziemlich ausgeglichen. Während im Winter die Wintersportverletzungen überwiegen, sind es im Sommer die Fußballer und Mountainbiker“, stellt Assoz.-Prof.
Priv.-Doz. Dr. med. Mag. Michael Liebensteiner, PhD, Teamleiter Bereich Orthopädie, seit Jahren fest. „Im Frühjahr kommt es vor, dass neben dem Skifahrer mit Schienbeinkopfbruch der Mountainbiker mit Bänderriss liegt“, bestätigt Roth. Akut werden vor allem Frakturen im Bereich des Kniegelenkes, Meniskusschäden, Bandrupturen wie Kreuzbandplastiken sowie innere und äußere Bandverstärkungen durchgeführt, aber auch Knorpelschäden und
Kniescheibenluxationen stehen an der Tagesordnung. HOCHKOMPLEXES KNIEGELENK Das Knie gilt als das größte und auch komplizierteste Gelenk des menschlichen Körpers. Als Dreh-Scharnier-Gelenk kann es zwischen Beuge-, Streckund leichter Drehbewegung wechseln. Der komplexe Aufbau und die ständige Belastung machen es jedoch anfällig für schwerwiegendere Probleme, die
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Je nachdem, welche Bereiche betroffen sind, können mit Teil- oder Komplettprothesen geschädigte Bereiche wiederhergestellt werden.
DEGENERATIVE VERÄNDERUNGEN „Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen äußerem und innerem Kompartiment des Kniegelenkes sowie der Kniescheibe“, erklärt Liebensteiner. „Insbesondere die Innenseite wird beim Gehen belastet, hier treten die häufigsten Schädigungen auf. Übergewicht ist ein wesentlicher Faktor, der für die Abnützung dieses Gelenks mitverantwortlich ist. Die Symptome derartiger Erkrankungen äußern sich unterschiedlich, zu Beginn meist nur nach stärkerer Belastung, später oft auch in Ruhephasen. Es kann bis zu Schwellungen, Gehproblemen, O-Beinen oder gelegentlich zu XBeinen kommen. Wenn der Gelenkknorpel stark abgenützt ist und Gelenkflächen des Kniegelenks geschädigt sind, ist meist ein künstliches Kniegelenk nötig.“
ähnlich wie bei Organtransplantationen Spendergewebe von Gewebebanken auf europäischer Ebene. Allerdings benötigt es nach einer Meniskustransplantation keine immunsuppressive Therapie. Es gab auch schon Versuche mit künstlichem Meniskusersatz, diese haben sich jedoch nicht bewährt.“
GELENKSERSATZ UND TRANSPLANTATIONEN „Je nachdem, welche Bereiche betroffen sind, können wir mit Teil- oder Komplettprothesen geschädigte Bereiche wiederherstellen“, führt Liebensteiner aus. „Ist der Meniskus total beschädigt, gibt es die Möglichkeit der Transplantation eines Gewebespenders. Hier gibt es Für den Patienten immer am aktuellsten Stand der Wissenschaft, v. l.: OA Dr. med. Tobias Roth, PhD, Ao. Univ.-Prof. Dr. med. Wolfgang Hackl und Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr. med. Michael Liebensteiner, PhD
„Beim Knorpelersatz, zum Beispiel im Bereich der Kniescheibe oder auch an den Hauptgelenkflächen, können wir aus körpereigenen Knorpelzellen vom Patienten Knorpelgewebe anzüchten und etwa sechs bis acht Wochen nach der Zellentnahme wieder implantieren. Dies kommt vor allem auch bei Knorpel-
„Sowohl unsere eigene wissenschaftliche Arbeit als auch unsere internationale Vernetzung machen es uns möglich, immer die modernsten und erfolgversprechendsten Methoden anzuwenden.“ Ao.Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Hackl
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einerseits traumatologisch, das heißt unfallbedingt, und andererseits abnützungsbedingt oder durch Fehlbelastungen auftreten können.
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Seit etwa eineinhalb Jahren verfügt die Klinik für Orthopädie und Traumatologie über ein Robotersystem. Das Präzisionsinstrument ermöglicht es, zum Beispiel Knieprothesen noch genauer und individuell angepasster zu implantieren.
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schäden nach einem Unfall zum Einsatz“, weiß Unfallchirurg Roth.
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Roboterassistierte Chirurgie hilft dem Operateur, beim Gelenksersatz noch genauer zu arbeiten. „Seit etwa eineinhalb Jahren verfügen wir über ein Robotersystem. Dieses ist ein Präzisionsinstrument und ermöglicht uns, zum Beispiel Knieprothesen noch genauer und individuell angepasster zu implantieren. Soweit es möglich ist, kommen auch konservative Behandlungsmethoden zur Anwendung. Auch hier wird unser Vorgehen immer wieder anhand wissenschaftlicher Evidenz bewertet und adaptiert“, so Roth. So wird bei beginnender Arthrose zum Beispiel auch eine Eigenblutbehandlung mit plättchenreichem Plasma (PRP) angeboten, da es inzwischen gute wissenschaftliche Nachweise gibt, dass diese insbesondere in frühen Stadien Erfolge bringen kann. WISSENSCHAFTLICHE EVIDENZ „Sowohl unsere eigene wissenschaftliche Arbeit als auch unsere internationale Vernetzung machen es uns möglich, immer die modernsten und erfolgverspre-
chendsten Methoden anzuwenden. Manche davon sind von uns selbst entwickelt, andere übernehmen wir von Spezialisten anderer Zentren“, erklärt Hackl. Als Senior Consultant kann er auf einen sehr großen Erfahrungsschatz sowohl in klinischer als auch wissenschaftlicher Tätigkeit verweisen und steht den jüngeren Kollegen immer mit Rat und Tat zur Seite. Bekannt ist das Team auch für die Aus- und Weiterbildung. So finden in Innsbruck regelmäßig internationale Kniekurse statt. Für Forschungszwecke erfolgt auch immer wieder eine enge Zusammenarbeit mit dem BiomechanikLabor von Prof. Dipl.-Ing. (FH) Dr. Werner Schmölz. FÜR ALLE DA Von der unvorhergesehenen Unfallverletzung bis hin zu degenerativen Veränderungen reicht das breite Repertoire des KnieTeams, das schon vor der Zusammenlegung der Klinik für Unfallchirurgie und der Klinik für Orthopädie sehr eng zusammen bearbeitet hat. „Davon profitieren wir als Ärzte und davon profitieren vor allem unsere vielen Patienten“, wird Roth auch nicht müde
zu erwähnen, „dass wir für alle da sind und es jeden Tag aufs Neue Freude macht, wenn wir unseren Patienten helfen können.“ |
KNIE-TEAM Assoz. Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr.med. univ. Michael Christian Liebensteiner Ph.D, Teamleiter Bereich Orthopädie OA Dr. med. Tobias Roth, Teamleiter Bereich Traumatologie Ao.Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Hackl, Senior Consultant OA Dr. med. Thomas Auckenthaler, stellvertretender Teamleiter Bereich Orthopädie FA Dr. med. Christian Koidl, stellvertretender Teamleiter Bereich Traumatologie OA Dr. med. Michael Ban FA Priv.-Doz. Dr. Raul Mayr, PhD FA Dr. med. Felix Riechelmann FA Dr. med. Alexander Wurm Dr. med. Christian Coppola Dr. med. Paul Nardelli Dr. med. Armin Runer Dr. med. Alexander Ruzicka
MUTARS
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EDITORIAL
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FUSS
HOCHLEISTUNGSORGAN FUSS Der Fuß als Hochleistungs-Multifunktionsorgan steht im Mittelpunkt des Fuß-Teams. Hochspezialisierte Experten stehen sowohl in der Akut- als auch in der Spezialambulanz für sämtliche Beschwerdebilder im Fuß- und Sprunggelenksbereich bereit.
D
er menschliche Fuß ist ein komplexes Gebilde, das aus sieben Fußwurzelknochen, fünf Mittelfußknochen und 14 Zehenknochen besteht. Diese Knochen sind über 33 Gelenke miteinander verbunden, sie werden von 20 Muskeln und 114 Bändern stabilisiert und in Bewegung gehalten. Unsere Füße sind tagtäglich hohen Belastungen ausgesetzt und sind somit die am meisten belasteten Abschnitte des Bewegungsapparates, denn immerhin tragen sie unseren ganzen Körper. Je höher das Körpergewicht, umso höher die Belastung für die Füße.
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Diese anspruchsvolle Funktionalität im Falle von Schädigungen wiederherzustellen, ist das Ziel des Fuß-Teams an der Innsbrucker Klinik für Orthopädie und Traumatologie. Dabei können die Schädigungen durch äußere Gewalteinwirkung wie Unfall oder Sturz erfolgen, durch Fehl- und Überbelastungen oder auch angeborene Deformitäten sein.
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KOMPLEXE FUSSVERLETZUNGEN „Die Anzahl der Verletzungen im Bereich des Sprunggelenkes und des Fußes haben zugenommen“, weiß Ass.-Prof. Dr. med. Andreas Bölderl. „Während Arbeitsunfälle durch die geforderten Schutzmaßnahmen und Präventionen rückläufig sind, nehmen Verletzungen verursacht durch die vermehrten sportlichen Freizeitaktivitäten zu. Zwangsläufig hat sich dadurch das Wissen um derartige Verletzungen in der Traumatologie dementsprechend weiterentwickelt“, so Bölderl. Wichtig ist eine rasche Diagnose und eine anatomisch exakte Wiederherstellung im Rahmen der Akutversorgung. Wird dies verabsäumt, können starke Abnützungserscheinungen wie eine Arthrose im Sprunggelenk zu Versteifungen oder einem künstlichen Sprungge-
lenk führen. „Spätfolgen von Verletzungen sind gerade an Sprunggelenk und Fuß häufig Ursachen für Beschwerden und vor allem eine Einschränkung der Mobilität. Hier kann durch verschiedene Verfahren wie Achsenkorrekturen, Gelenksrekonstruktionen oder Bandrekonstruktionen die
Der Fuß wird grundsätzlich in den Vorfuß, den Mittelfuß, den Rückfuß und in das untere und obere Sprunggelenk eingeteilt. Zudem verfügt der gesunde Fuß über zwei Fußgewölbe, eines längs entlang des Fußinnenrandes und ein Quergewölbe entlang des Fußballens. Das Fußskelett wird dabei durch die an ihm ansetzenden Sehnen, Bänder und Muskeln so verspannt, dass die Knochen nicht plan auf dem Boden aufliegen, sondern eine Art Kuppel, eben das Fußgewölbe bilden.
Funktionalität der Gelenke wiederhergestellt werden“, verrät Bölderl. VOLKSKRANKHEIT FUSSDEFORMITÄTEN Die häufigste Deformität des Fußes stellt der erworbene Senk-Spreizfuß dar, bei
FUSS
„Während Arbeitsunfälle durch die geforderten Schutzmaßnahmen und Präventionen rückläufig sind, nehmen Verletzungen verursacht durch die vermehrten sportlichen Freizeitaktivitäten zu.“ Ass.-Prof. Dr. med. Andreas Bölderl
der Zehen und Wiederherstellung normaler Belastungsverhältnisse am Vorfuß zur verbesserten Druckverteilung beim Abrollvorgang erforderlich“, berichtet Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Biedermann, Teamleiter Bereich Orthopädie im Fußteam. „Derartige Eingriffe können nahezu ausnahmslos in lokaler Betäubung und oft im Rahmen eines tagesklinischen
In regem Austausch: Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Biedermann und Ass.-Prof. Dr. med. Andreas Bölderl sind Spezialisten auf dem Gebiet der Fußchirurgie.
FUSS-TEAM OA Ass.-Prof. Dr. med. Andreas Bölderl, Teamleiter Bereich Traumatologie GOA Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Biedermann, Teamleiter Bereich Orthopädie FA Dr. med. Konstantin Genelin, stellvertretender Teamleiter Bereich Traumatologie OA Dr. med. Jürgen Wansch, stellvertretender Teamleiter Bereich Orthopädie OA Dr. Gregor Pittl FA Dr. med. Alexander Keiler, PhD FÄ Dr. Susanne Strasser, PhD MBA Dr. med. Marcis Benefelds Dr. med. Johannes Riecke Dr. med. Ismail Khosravi Dr. med. Johannes Neugebauer
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dem es zu einer Abweichung der Großzehe in eine X-Stellung (Hallux valgus), zur Ausbildung von Hammer- und Krallenzehen und zu Schmerzen an den Mittelfußköpfchen (Metatarsalgie) kommt. „Wenn die Probleme nicht ausreichend durch weiches Schuhwerk oder Einlagesohlen therapiert werden können, ist oftmals ein chirurgischer Eingriff zur Begradigung
Aufenthaltes durchgeführt werden. Im Anschluss ist die Verwendung eines speziellen Verbandsschuhes beim Gehen für sechs Wochen erforderlich, bis die korrigierten Knochen ausreichend stabil geheilt sind“, so Biedermann. „Andere bekannte Fehlstellungen wie Klumpfuß, Plattfuß oder Knickfuß können je nach Art und Schwere der Fehlstellung und der Symptome entweder konservativ oder operativ therapiert werden“, weiß der erfahrene Orthopäde. Fußfehlstellungen, wie der degenerative Plattfuß, bei dem der gesamte Rückfuß einknickt, können im Frühstadium durch konservative, später meist durch gelenkserhaltende chirurgische Maßnahmen zufriedenstellend therapiert werden. Zu den konservativen Maßnahmen zählen entsprechende Schuheinlagen oder eine gezielte Physiotherapie. |
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KINDER
JE FRÜHER, DESTO BESSER Dass Früherkennung auch im kinderorthopädischen Bereich von großer Bedeutung ist, zeigt sich am Beispiel der Hüftdysplasien. Auf Grund des Hüftultraschall-Screenings im Mutter-Kind-Pass können 75 Prozent der aufwändigen Operationen im jungen Erwachsenenalter vermieden werden. Auch bei anderen Fehlstellungen bringt die frühzeitige Erkennung weitaus bessere Heilungschancen.
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„Eines der erfolgreichsten Vorsorgeprojekte ist das Hüftultraschall-Screening, das in Österreich im Rahmen des Mutter-Kind-Passes schon seit vielen Jahren vorgeschrieben ist. Dadurch konnten und können bislang mehr als 75 Prozent dieser sehr komplexen Eingriffe im späteren Verlauf vermieden werden. Das ist eine große österreichische Erfolgsgeschichte, wir sind hier wissenschaftlich führend.“ Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Biedermann
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INTERDISZIPLINÄRES KINDERTEAM Zu den typischen Krankheitsbildern zählen die erwähnte Hüftdysplasie, die Perthes’sche Erkrankung, die Wachstumsfugenlockerung des Hüftgelenkes (Epiphyseolysis capitis femoris), der Klumpfuß sowie Deformitäten des Stütz- und Bewegungsapparates als Begleitsymptom syndromaler oder neurologischer Grunderkrankungen. „Grundvoraussetzung für die Behandlung derartiger Erkrankungen ist die Kenntnis der natürlichen Verläufe, um neben der Behandlungsbedürftigkeit auch den idealen Zeitpunkt und die Auswirkungen einer Therapie auf das weitere Wachstum abschätzen zu können. Unser Team speziell auf kinderorthopädische Fragestellungen ausgebildeter Chirurgen wird im Haus durch Kinderärzte und spezialisierte Anästhesisten unterstützt“, verrät der erfahrene Kinderorthopäde.
Die speziellen Wachstumsverläufe der Heranwachsenden im Auge: Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Biedermann, Teamleiter, und sein Stellvertreter Oberarzt Dr. med. Jürgen Wansch: „Grundvoraussetzung für die Behandlung von Erkrankungen ist die Kenntnis der natürlichen Verläufe, um neben der Behandlungsbedürftigkeit auch den idealen Zeitpunkt und die Auswirkungen einer Therapie auf das weitere Wachstum abschätzen zu können.“
ZEITIGE VORSORGE Im Idealfall kommt es erst gar nicht zu einer Operation. „Eines der erfolgreichsten Vorsorgeprojekte ist das HüftultraschallScreening, das in Österreich im Rahmen des Mutter-Kind-Passes seit vielen Jahren vorgeschrieben ist. Dadurch konnten und können bislang mehr als 75 Prozent dieser sehr komplexen Eingriffe im späteren Verlauf vermieden werden. Das ist eine große österreichische Erfolgsgeschichte, wir
sind hier wissenschaftlich führend“, freut sich Biedermann. „Wichtig ist, dass diese Untersuchungen von speziell ausgebildeten Fachärzten durchgeführt werden“, ergänzt der Spezialist. Der Grundsatz „je früher, desto besser“ gilt natürlich auch für andere Deformitäten des Fußes wie den Plattfuß oder Klumpfuß. Diese Fehlhaltungen sind in der Kindheit relativ leicht behandelbar, im
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ereits im 19. Jahrhundert erkannte man, dass bei Erkrankungen des Kindes oft eine andere Betrachtungsweise und Behandlung als beim Erwachsenen erforderlich ist. Das gilt natürlich auch für den im Wachstum befindlichen Bewegungsapparat. „Die Kinderorthopädie ist ein Spezialgebiet der Orthopädie, das sich mit angeborenen und mit im Laufe des Wachstums aufgetretenen Deformitäten und Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates beschäftigt“, erklärt Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Biedermann, Teamleiter Bereich Kinder, seine schwerpunktmäßige Fachdisziplin. „Dazu zählen auch die Therapien von Folgezuständen dieser Erkrankungen bis ins junge Erwachsenenalter. So kann eine Hüftumstellung auch noch im Alter von 25 Jahren und später indiziert sein.“
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Alter dann eher hochkomplexe operative Eingriffe notwendig. „Deshalb kann ich Erziehungsberechtigten nur anraten, bei Auffälligkeiten lieber früher als später zu kommen“, plädiert Biedermann. HOHE SPEZIALISIERUNG Als letzte Instanz bietet die Klinik für Orthopädie und Traumatologie auch hochspezialisierte Eingriffe wie Beinverlängerung, bis zu 20 Zentimeter zum Ausgleich von verschiedenen Beinlängen. „Hier gibt es seit einiger Zeit magnetbetriebene Implantate, anhand derer eine innere Knochenverlängerung durchgeführt werden kann. Muskelverkürzungen, falsche Drehverhältnisse oder herausgezogene Hüften kommen zwar insgesamt sehr selten vor, bei uns an der Klinik jedoch öfter, da wir Fälle aus ganz Westösterreich und Südtirol betreuen, teilweise auch von noch weiter her“, führt Oberarzt Dr. med. Jürgen Wansch, stellvertretender Teamleiter, aus.
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NEUROORTHOPÄDIE Deformitäten und Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, die sich auf Boden einer – angeborenen oder erworbenen – neurologischen Erkrankung gebildet haben, fallen in das Gebiet des Neuroorthopäden, einem Teilgebiet der Kinderorthopädie. Dazu gehören Kinder mit einer cerebralen Bewegungsstörung oder einer Spina bifida ebenso wie Erwachsene mit Skelettdeformitäten nach einem Schlaganfall. Beschwerden im Wirbelsäulenbereich sowie Skoliosepatienten werden indes von den Spezialisten im Wirbelsäulenteam betreut. |
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KINDER-TEAM OA Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Biedermann, Teamleiter OA Dr. med. Jürgen Wansch, stellvertretender Teamleiter OA Dr. med. Gregor Pittl FÄ Dr. Susanne Strasser, PhD MBA Dr. med. Ismail Khosravi Dr. med. Johannes Neugebauer
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WIRBELSÄULE
VERBESSERUNG DER LEBENSQUALITÄT Schädigungen oder Verletzungen an der Wirbelsäule sind oftmals per se nicht vollständig heilbar, aber das professionelle Wirbelsäulen- und Skoliose-Team der Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie kann wesentlich zu einer Stabilisierung, Erleichterungen im Alltag und einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen.
„Ist unsere Wirbelsäule einmal durch eine Verletzung mechanisch beschädigt oder gar das Rückenmark beeinträchtigt oder durchtrennt, ist eine Heilung im klassischen Sinn nicht mehr möglich.“ Priv.-Doz. Dr. med. René Schmid
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r ist im Durchschnitt männlich und 42 Jahre alt. Leider nicht Mister Superman, sondern der Patient mit Querschnittslähmung nach einem Ski-, Kletter- oder Verkehrsunfall an der Innsbrucker Klinik für Orthopädie und Traumatologie.
TRAUMATOLOGISCHE WIRBELSÄULENVERLETZUNGEN Verletzungen der Wirbelsäule entstehen in den meisten Fällen durch Stürze aus großer Höhe, beim Sport oder im Rahmen von Verkehrsunfällen. „Die dabei einwirkenden Kräfte sind so groß, dass es zu Brüchen von Wirbelkörpern oder zur Zerreißung von Bändern, Gelenken oder Bandscheiben kommen kann. Sind die Wirbelkörper durch Osteoporose, entzündliche Vorgänge oder Tumoren geschwächt, so können auch so genannte Bagatelltraumen wie schnelles Niedersetzen oder einfaches Ausrutschen zu Brüchen derselben führen“, weiß OA Dr. med. Peter Seykora, Senior Consultant, aus langjähriger Erfahrung als Unfallchirurg. „Ist das Rückenmark geschädigt, besteht die Behandlungsstrategie in einer stabilisierenden Operation mit Implantaten und zusätzlich erfolgt eine Knochenentnahme aus dem hinteren Beckenkamm,
Waren schon vor der Zusammenlegung der beiden Kliniken in regem fachlichem Austausch: Priv.-Doz. Dr. med. René Schmid, Fachärztin Dr. med. Lena Fuderer, Priv.-Doz. Dr. med. Richard Lindtner und Oberarzt Dr. med. Peter Seykora
welche im Frakturbereich angelagert wird, um eine knöcherne Heilung der verletzten Bewegungseinheiten zu erreichen. Weiters wird der Rückenmarkskanal und somit auch das Rückenmark von Knochenstücken befreit. Der eingetretene Schaden am Rückenmark kann zwar nicht behoben, jedoch können Folgeschäden vermieden werden“, so Seykora. „Bei Wirbelsäulenverletzungen ohne Schädigung des Rückenmarks sollte die Behandlung eine schnellstmögliche Mobilisation zum Ziel haben“, berichtet Schmid. „Als Universitätsklinik und Maximalversorger haben wir in unseren Behandlungen einen entscheidenden Vorteil, den für unsere Patienten besten Weg zu wählen. Das muss nicht immer die Operation sein, das ist in vielen Fällen auch eine konservative Behandlung“. DEGENERATIVE VERÄNDERUNGEN UND DEFORMITÄTEN DER WIRBELSÄULE Neben unfallbedingten Verletzungen der Wirbelsäule stehen beim Wirbelsäulen- und Skoliose-Team vor allem abnützungsbedingte Leiden an den Wirbelkörpern, Bändern oder Bandscheiben wie Bandscheibenvorfälle oder verengte Wirbelkanäle an der Tagesordnung. Auch Wirbelsäulen-Deformitäten wie Skoliosen, die bei jugendlichen Mädchen oder im Rahmen von Grunderkrankungen auftreten können, gehören zu den Spezialgebieten von Dr. Lena Fuderer, stellvertre-
tende Teamleiterin Bereich Orthopädie im Wirbelsäulen- und Skoliose-Team. „Dabei können die Verkrümmungen so ausgeprägt sein, dass es zu Beeinträchtigungen von Organfunktionen kommen kann: Im Bereich der Brustwirbelsäule zu Lungenfunktionsstörungen oder im Bereich der Lendenwirbelsäule Beeinträchtigung von abdominellen Organen und insbesondere Schmerzen im Bereich der ableitenden Harnwege“, erläutert die Fachärztin. Auch für Fälle spinaler Muskelatrophie ist unter Umständen eine Stabilisierung der Wirbelsäule für die Bewältigung des erschwerten Lebensalltags sinnvoll. „Wir führen circa 50 Skolioseoperationen im Jahr durch und behandeln auch schwierige Fälle bei kleinen Kindern. Meist operieren wir gleichzeitig zu zweit und können dadurch kurze Operationszeiten erzielen. Bei Skoliosen von Kindern im Wachstum verwenden wir verschiedene Formen der Wachstumslenkung“, erklärt Fuderer. Operationen an der Wirbelsäule gehören in die Hand von Spezialisten und bedürfen in der Regel eines verfügbaren Intensivbettes. „Bei diesen Operationen besteht das Risiko einer Schädigung des Rückenmarks. Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, überwachen wir während der Operation regelmäßig die Funktion der Rückenmarksbahnen (motorisches und sensibles Spinal Cord Monitoring)“, verrät die Wirbelsäulen-Spezialistin.
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Unser menschliches Rückgrat ist ein wertvolles, aber auch äußerst sensibles und schützenswertes Gut. „Denn ist unsere Wirbelsäule einmal durch eine Verletzung mechanisch beschädigt oder gar das Rückenmark beeinträchtigt oder durchtrennt, ist eine Heilung im klassischen Sinn nicht mehr möglich“ erklärt Priv.Doz. Dr. med. René Schmid, Teamleiter des Wirbelsäulen- und Skoliose-Teams. „Bei Verletzungen der Wirbelsäule geht es meist um eine schnelle Schadensbegrenzung. Oberste Priorität ist, den Druck vom Rückenmark zu nehmen, um weitergehende zelluläre Schäden zu verhindern.“ Kaum wo in der Unfallmedizin spielt die Zeit so eine elementare Rolle wie im Bereich der Wirbelsäule. „Der neueste wissenschaftliche Ansatz spricht von einem Eingriff innerhalb von acht Stunden, um irreparable Schäden einzudämmen. Aus diesem Grund ist es im Wirbelsäulen-Team schon seit Jahrzehnten Usus, dass wir Ärzte zu jeder Tages- und Nachtzeit abrufbereit sind und bei Bedarf in die Klinik kommen“, so Schmid.
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Links: Skoliose bei einem rollstuhlpflichtigen Kind mit Muskelschwäche und Einschränkungen der Atmung / rechts: Zustand nach der Skolioseoperation mit einliegenden Wachstumsimplantaten, die alle vier Monate ohne Operation verlängert werden können, sowie einer Abstützung des Rippenthorax zur Verbesserung der Lungenkapazität.
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WIRBELSÄULE STABILISIEREN Unabhängig davon, wo die Beeinträchtigung der Wirbelsäule herkommt, ist die Stabilisation der Wirbelsäule oberstes Gebot. „Das geschieht mit einfachen Worten in einer sogenannten versteifenden Operation. Dabei werden mit Schrauben oder Stäben zwei oder mehrere Wirbelkörper miteinander verbunden. Diese Versteifungsstrecke, vor allem bei Traumata, soll möglichst kurz gehalten werden, bei vorbestehenden Leiden wie bei einer Skoliose kann es schon auch mal eine längere Versteifung benötigen, um die Achse wiederherzustellen“, erläutert Seykora. Je nachdem, wo diese Versteifungsoperation durchgeführt werden muss, werden sich die Einschränkungen für den Patienten bemerkbar machen. „Das ist von Höhe zu Höhe unterschiedlich. So wird ein Patient mit einer kurzen Versteifung im Bereich der Brustwirbelsäule weitaus weniger Einschränkungen merken als im hochmobilen Bereich der Halswirbelsäule“, so der Experte. In äußerst spezifischen Fällen kann auch eine Bandscheibenprothese
funktionieren zum Erhalt von Bewegungssegmenten.“ TUMORE UND METASTASEN Tumore der Wirbelsäule können zu Lähmungen, Brüchen und starken Schmerzen
führen. Primäre, neu aufgetretene Tumore in der knöchernen Wirbelsäule sind selten. „In den meisten Fällen handelt es sich um gutartige (benigne) Tumore, welche keiner operativen Behandlung bedürfen. Zu den häufigsten gehören Hämangiome. Primäre bösartige (maligne) Tumore in der Wirbelsäule sind sehr selten“, so Fuderer. „Metastasen in der Wirbelsäule hingegen sind sehr häufig. Insbesondere Ansiedelungen von Tumoren der Prostata, Brust, Lunge und der Niere befallen gerne die Wirbelkörper. In den meisten Fällen äußern sich Metastasen in Form von Schmerzen. Diese können durch den Tumor ausgelöst werden, in den meisten Fällen jedoch durch Brüche, da der Wirbelkörper durch den Tumor an Stabilität verliert. Diese Fälle behandeln wir mit minimalinvasiven Verfahren zur Stabilisierung der Wirbelsäule, um das Leiden des Tumorpatienten nicht durch große Operationen zu erschweren. Ein bewährtes Verfahren ist die Auffüllung des Wirbelkörpers mit Knochenzement. Wenn die Metastase bereits über den Rand des Wirbelkörpers hinausgewachsen ist, stabilisieren wir die Wirbelsäule mit Schrauben und Stäben. Ruft der Tumor bereits Lähmungen hervor, streben wir eine möglichst schnelle Operation an, um einem Fortschreiten der Lähmungen entgegenzuwirken.“ Generell kommen bei der Therapie von Tumorpatienten alle Fachdisziplinen wie Onkologen, Pathologen, Radiologen und Chirurgen im sogenannten Tumor-Board mindestens einmal wöchentlich zusammen, um die Therapie abzustimmen. |
WIRBELSÄULEN- UND SKOLIOSE-TEAM Priv.-Doz. Dr. med. René Schmid, Teamleiter OA Dr. med. Peter Seykora, Senior Consultant Priv.-Doz. Dr. med. Richard Lindtner, PhD, stellvertretender Teamleiter Bereich Traumatologie FÄ Dr. med. Lena Fuderer, stellvertretende Teamleiterin Bereich Orthopädie Ao. Univ.-Prof. Dr. med. Alfred Hennerbichler Priv.-Doz. Dr. med. Dietmar Krappinger, PhD OA Dr. med. Michael Zegg Dr. med. Alexandra Dal-Pont Dr. med. Lea Hamberger Dr. med. Arbnor Krasniqi Dr. med. Nicola Kruijer FA Dr. med. Maximilian Mackowitz Dr. med. Cornelia Ower Dr. med. Anna Spicher
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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
DAS ENTSCHEIDENDE RICHTIG TUN Jahrzehntelange Erfahrung, junge Visionen und die Mission „das Entscheidende richtig tun“ bestimmen den Therapiealltag in der Sporttherapie Huber und Mair in Neu-Rum. piegebäudes bieten Wohnmöglichkeiten für Patienten und Sportler aus aller Welt. Dabei spielt es keine Rolle, ob man als 70-Jährige mit einer Hüftprothese oder als Profifußballer mit einer Kreuzbandplastik einchecken möchte.
Das Gesellschaftertrio Claudio Huber (Physiotherapeut und Mitgesellschafter), Reinhard Huber (Physiotherapeut, Gründer und Geschäftsführer) und Stefan Mair (Physiotherapeut und Mitgesellschafter)
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obald man den ersten Schritt in die Sporttherapie Huber und Mair setzt, fällt einem sofort die große Fotogalerie mit persönlichen Dankesworten verschiedenster Profisportler auf. Direkt gegenüber befinden sich die Fotos der derzeit rund 30 Mitarbeiter. Sofort wird einem klar, dass in diesem Haus Erfahrung und Fortschritt Hand in Hand gehen. Damit dieser Spagat funktionieren kann, wird in der Sporttherapie Kommunikation in allen Bereichen großgeschrieben. Diese beginnt bei den wöchentlichen Teambesprechungen, begleitet dann die Betreuung der Patienten und findet auch bei der Zusammenarbeit mit den Ärzten regelmäßig statt. Dieser enge Austausch ist ein wesentlicher Baustein, wenn es darum geht, „das Entscheidende richtig zu tun“. „Beim Erstellen einer erfolgversprechenden Behandlungsstrategie ist es neben dem Kontakt mit dem behandelnden Arzt notwendig, dass man mit einem ganzheitlichen Blick vorgeht.
Dabei werden auch individuelle gesundheitsrelevante Faktoren wie das berufliche und soziale Umfeld berücksichtigt“, so Mitgesellschafter Stefan Mair. Damit während der Therapie alle individuellen Bedürfnisse der Patienten optimal abgedeckt werden können, investiert die Sporttherapie Huber und Mair in die laufende Weiterbildung aller Mitarbeiter sowie in eine moderne und vielseitige Infrastruktur. So bietet sich für Patienten die Möglichkeit, von der klassischen Physiotherapie bis hin zu Osteopathie, Unterwassertherapie, therapeutischem Klettern und medizinischem Training samt Bewegungsanalysen alles unter einem Dach zu machen. COMEBACK LODGE Die Sporttherapie Huber und Mair machte sich zusätzlich einen Namen mit ihren Comeback Lodges: Drei gemütliche Appartements im ersten Stock des Thera-
Während des Aufenthaltes in der Comeback Lodge absolviert man als Patient ein individuell abgestimmtes Intensivprogramm. Je nach Ist-Zustand kann sich ein Tag in der Comeback Lodge aus dem gesamten Spektrum der Physiotherapie, Massage und Sportwissenschaft zusammensetzen. Selbst nach Abreise steht der Patient mit seinem Betreuerteam in Kontakt und erhält für zuhause einen Therapie- und Trainingsplan. „Menschen aus allen Ecken der Welt kommen als Patienten zu uns und gehen als Freunde“, erklärt Gründer und Geschäftsführer Reinhard Huber, der die Vision zu den Wohnmöglichkeiten in der Therapie hatte. VISIONEN FÜR DIE ZUKUNFT „Wir sind ein dynamisches und motiviertes Team, das stets um Weiterentwicklung und das Beste für den Patienten bemüht ist. Daher fällt es uns leicht, bodenständig zu sein und doch visionär zu denken. Wir haben schon ein neues Projekt in Planung, so viel darf ich bereits verraten“, erzählt Claudio Huber, der Mitgesellschafter der Sporttherapie Huber und Mair. Wie genau dieses Projekt aussehen wird, bleibt vorerst ein Geheimnis, man darf jedoch gespannt sein. |
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FORSCHUNG
SPANNEND WIE EIN KRIMI Forschungsarbeiten brauchen zumeist einen langen Atem. Dass das Arbeiten an einem Projekt jedoch äußerst spannend sein kann und fast ein wenig kriminalistischem Spürsinn ähnelt, beweist die Forschungstätigkeit von Dozentin Dr. Ingrid Sitte. Sie erforscht die degenerative Bandscheibe und ist dabei auf Zellen gestoßen, die dort noch nie jemand zuvor entdeckt hat.
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ie ursprüngliche Frage der wissenschaftlichen Tätigkeit war es, was nach Unfällen und bei degenerativen Erkrankungen im Bereich der Bandscheiben passiert. „Ziel unserer Arbeit ist die Beschreibung posttraumatischer, posttraumatisch degenerativer und degenerativer Bandscheibenveränderungen auf histologischer und ultrastruktureller Ebene im Transmissions-Elektronenmikroskop“, erläutert Doz. Dr. med. Ingrid Sitte. Mitarbeiterin im Forschungsprojekt BMA Miranda Klosterhuber war es dann, die auf eine Zelle aufmerksam wurde, die zuvor noch nie beschrieben worden ist. Es waren Zellen, die alle einen homogenen Kern hatten, was ein Hinweis für Aktivität der Zelle ist. Grund genug für Sitte, diese Zellen genauer unter die Lupe zu nehmen und sich näher anzusehen, wie sich diese Zellen verhalten. Die erste Publikation der erstmalig beschriebenen „Ballonzelle“ erfolgte 2009.
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Auch wenn Sitte bereits um die Jahrtausendwende mit ihrer Forschung begonnen hat, so hat ihr Interesse bis heute nicht nachgelassen. „Es ist sehr spannend, wir entdecken immer wieder was Neues, was wir vorher noch nie gesehen haben.“ Und so stecken Sitte und Klosterhuber mittendrin in einer Forschungstätigkeit, die immer wieder neue und interessante Einsichten zu Tage bringt. Nicht alles wurde bis dato publiziert, denn der wissenschaftliche Beweis dauert und bedarf zahlreicher Faktoren. Eines lässt sich für Sitte jedoch schon jetzt ableiten: „Grundsätzlich scheint sich die Neigung zu degenerativen Veränderungen der Bandscheiben wie Bandscheibenvorfälle auf eine genetische Veränderung zurückführen zu lassen, jedoch dürften auch noch weitere
Faktoren Einfluss auf dieses Geschehen haben. Hier zeichnet sich ab, dass sowohl die Belastung als möglicherweise auch die Ernährung einen Einfluss auf degenerative Veränderungen haben können“, zeigt sich Sitte zuversichtlich. Zudem lässt sich erahnen, dass sich ihre Ergebnisse auch auf Knorpel übertragen lassen. Als spannend erwies sich eine Forschungskooperation mit dem Biomechanik-Labor von Prof. Schmölz, bei dem ein Unfall nachgestellt wurde. Dabei war die Frage, was Kompression durch einen Schlag auf die Bandscheibe und ihre Zellen bewirkt.
„Interessanterweise zeigte sich, dass es auch nach Kompression zur Ausbildung dieser sogenannten Ballonzellen kommen kann. Zumindest sehen sie gleich aus, aber ist auch das Verhalten gleich? Das ist nun wieder Gegenstand weiterer Forschungen“, schmunzelt Sitte. Internationale Verbindungen vor allem nach England und der Austausch mit anderen Wissenschaftlern spornen Sitte ebenso an wie die Freude an der wissenschaftlichen Arbeit. Dennoch möchte sie auch ihre klinische Tätigkeit mit den Patienten nicht missen. |
Doz. Dr. Ingrid Sitte und ihre Mitarbeiterin BMA Miranda Klosterhuber im Labor
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SCHULTER
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STARKE SCHULTERN Mit der Gründung der unfallchirurgischen Spezialambulanz für Schulterund Ellbogenverletzungen im Jahr 1985 wurde der Grundstein für die hohe Behandlungskunst in der Schulterchirurgie an der Universitätsklinik Innsbruck gelegt. Das hohe medizinische und wissenschaftliche Niveau ermöglicht individuelle Behandlungen in höchster Qualität bei unterschiedlichsten Verletzungen und Problemen im Schulterbereich.
SCHULTER
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INTERNATIONALER AUSTAUSCH Der konstante Austausch mit international renommierten Spezialisten der Schulter- und Ellbogenchirurgie ermöglicht eine hochqualitative Behandlung der Patienten. „Um unsere Arbeit und die späteren Auswirkungen gezielt bewerten zu können, führen wir
OA Dr. med. Manfred Waldegger, M.Sc., OA Dr. med. Markus Wambacher und Priv.-Doz. Dr. med. Clemens Hengg
„Wir sind auf Grund unseres hohen Spezialisierungsgrades auch letzte Anlaufstelle für komplexe Verletzungen oder Revisionschirurgie für ganz Westösterreich und Südtirol.“ Priv.-Doz. Dr. med. Clemens Hengg
kontinuierlich Forschungsarbeiten und Auswertungen eigener Patientendaten zur laufenden Verbesserung der Behandlungen durch. So werden unsere Patienten nach einer Plan-OP in regelmäßigen Abständen bis zu zehn Jahre nachbetreut, um hier auch die Behandlungserfolge genau evaluieren zu können“, verrät Oberarzt Dr. med. Markus Wambacher.
AUSBILDUNGSZENTRUM DER EUROPÄISCHEN GESELLSCHAFT FÜR SCHULTER- UND ELLBOGENCHIRURGIE (SECEC) Neben der klinischen Tätigkeit und der intensiven Forschungsarbeit bildet das Schulterteam auch Ärzte in der Schulterchirurgie aus. Die Innsbrucker Klinik ist Ausbildungszentrum der Europäischen Gesellschaft für Schulter- und Ellbogenchirurgie (SECEC) und Veranstalter von Schulteroperationskursen für Chirurgen aus aller Welt. Ein ständiger Austausch mit anderen internationalen Spezialisten der Schulter- und Ellbogenchirurgie gewährleistet eine Betreuung der Patienten auf dem neuesten Stand.
ZUM WOHLE DES PATIENTEN „Das Wohl des Patienten steht bei uns im Vordergrund, wir operieren dann, wenn es für den Patienten auch wirklich sinnvoll ist. Das heißt, wir behandeln jeden Patienten unabhängig von seinem Versicherungsstatus nach klaren medizinischen Kriterien. In etwa 50 Prozent der Fälle reicht eine konservative Behandlung aus“, berichtet Hengg aus seiner täglichen Praxis. „Wir sind für alle Eventualitäten gerüstet und uns stehen sämtliche Möglichkeiten der Diagnostik wie Ultraschall, Röntgen und CT zur Verfügung, bei speziellen Fragestellungen auch MRT.“ In einem Sportland wie Tirol stehen natürlich Sportverletzungen an der Tagesordnung. Snowboarder und Mountainbiker zeigen oftmals nach Stürzen Brüche oder Instabilitäten. „Brüche bei jungen Patienten mit Hochrasanztrau-
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as Schultergelenk besitzt im Vergleich zu anderen Gelenken im Körper eine ausgesprochen hohe Beweglichkeit. Das ist deshalb möglich, weil das Schultergelenk weniger durch Bänder und knöcherne Strukturen (statisch) stabilisiert, sondern fast ausschließlich durch Muskeln und Sehnen (dynamisch) stabilisiert und zentriert wird. „Unsere Patienten kommen grundsätzlich auf zwei Wegen zur Behandlung in unser Team: Liegt ein frisches Trauma vor, werden die Patienten entweder durch den Rettungsdienst an unsere Akutambulanz gebracht oder sie kommen selbstständig gehend. Treten Schmerzen oder Probleme in der Schulter ohne Unfall auf, kommen die Patienten meist mit Zuweisung an unsere Spezialambulanz“, erzählt SchulterTeamleiter Priv.-Doz. Dr. med. Clemens Hengg. „Wir sind auf Grund unseres hohen Spezialisierungsgrades auch die letzte Anlaufstelle für komplexe Verletzungen oder Revisionschirurgie für ganz Westösterreich und Südtirol. Durch die hervorragende Zusammenarbeit mit anderen Instituten der Universitätsklinik Innsbruck können sämtliche Verletzungen oder Erkrankungen der Schulter- und Ellbogenregion zielgerichtet abgeklärt und im Falle auch gemeinsam behandelt werden. Dies kommt insbesondere bei Tumorerkrankungen oder sehr komplexen Verletzungen vor“, so Hengg.
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Zur Behandlung von Schulterverletzungen stehen die unterschiedlichsten Werkzeuge, Implantate und Prothesen zur Verfügung.
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men in Folge von Sportunfällen können in den allermeisten Fällen rekonstruiert werden. Gelingt das nicht mehr, haben wir sofort die Möglichkeit einen Gelenksersatz zu implantieren.“
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SPEZIELLE SCHWERPUNKTE Je nach Verletzung kommen unterschiedliche Operationstechniken zum Einsatz, einige davon wurden sogar in Innsbruck entwickelt. So wird zum Beispiel die von Prof. Herbert Resch an der Universitätsklinik in Innsbruck entwickelte J-Span-Plastik international zur operativen Behandlung bei Schultergelenksinstabilität bei vorliegendem vorderen Pfannendefekt angewandt. „Bei dieser Operationstechnik handelt es sich um eine Rekonstruktion des knöchernen Pfannendefektes mit einem J-förmigen kortikospongiösem Knochenblock, welcher vom Beckenkamm des Patienten entnommen wird.“ Speziell der Grenzbereich eines knöchernen Pfannendefektes und dessen Berechnung war unter anderem Gegenstand von Forschungsarbeiten von Oberarzt Dr. Markus Wambacher. Bei Oberarmkopffrakturen, die besonders häufig durch Stürze bei älteren
Patienten auftreten, wurden ebenfalls erfolgreiche Forschungstätigkeiten publiziert. So wurde zum Beispiel intensive biomechanische und klinische Forschungsarbeit bezüglich der Zementierung der Schraubenspitzen bei der winkelstabilen Plattenosteosynthese durchgeführt. „Kann aufgrund der Schwere eines Oberarmkopfbruches dieser nicht erhalten werden, wird vor allem bei älteren Patienten ein künstliches Gelenk eingesetzt, um auch eine rasche Genesung herbeizuführen. Hier kommt häufig die Inversprothese zum Einsatz, bei der quasi der Gelenkkopf an die Schulter angeheftet wird und die Gelenkpfanne an den Oberarm, also genau umgekehrt als beim ursprünglichen Gelenk“, erklärt Wambacher. „Neu und innovativ ist die Planung mit 3-DModellen, die eigentlich schon bei jeder geplanten Operation zum Einsatz kommt. Hier startet gerade eine großangelegte Studie, die beweisen soll, dass die Platzierung der Komponenten mit dieser 3-D-Planung besser ist als ohne. Gerade bei Implantationen ist es extrem wichtig, dass die Positionierung genau und in der richtigen Winkelstellung erfolgt“, expliziert Hengg.
Hervorzuheben ist, dass an der Innsbrucker Klinik für Orthopädie und Traumatologie alle Behandlungs- und Operationstechniken zu jeder Zeit und auf höchstem Niveau bewerkstelligt werden können, von der einfachen Infiltration bis hin zur hochkomplexen Revision einer Schulterprothese. Und dass alle dazu notwendigen Instrumentarien sowie Implantate und Prothesen bis hin zur Knochenbank jederzeit im Haus verfügbar sind. |
SCHULTER-TEAM OA Dr. med. Markus Wambacher, Senior Consultant Priv.-Doz. Dr. med. Clemens Hengg, Teamleiter Orthopädie und Traumatologie OA Dr. med. Manfred Waldegger, M.Sc., stellvertretender Teamleiter OA Dr. med. Ulrich Crepaz-Eger OA Dr. med. Dominik Knierzinger Dr. med. Lukas Dankl Dr. med. Andreas Decristoforo Dr. med. Nicola Lechner Dr. med. Friedemann Schneider
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HAND
FÜHLEN UND (BE)GREIFEN Unsere Hand ist weit mehr als ein paar kleine Knochen, Muskeln, Sehnen und Gelenke. Sie ist Greiforgan und Tastwerkzeug gleichermaßen. Die Handchirurgie an der Universitätsklink für Orthopädie und Traumatologie Innsbruck hat eine lange Tradition und genießt national wie international einen hervorragenden Ruf.
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ir behandeln Menschen und keine Röntgenbilder. Mit diesem Grundsatz geht das Hand- und Ellbogen-Team an die Behandlung der Patientinnen und Patienten an der Universitätsklinik Innsbruck heran. „Jeder Mensch ist anders und so ist auch jede Verletzung oder Abnützung unterschiedlich in ihrer Ausprägung für den Patienten, auch wenn es auf dem Röntgen- oder CT-Bild ähnlich erscheinen mag“, erklären Univ.-Doz. Dr. med. Markus Gabl als Senior Consultant und Priv.Doz. Dr. med. Gernot Schmidle als Teamleiter des Hand- und Ellbogen-Teams. Während ein Patient mit gleichem Befund über starke Schmerzen klagt, kann bei einem anderen die Symptomatik harmlos sein. „Aus diesem Grund hängt jede Behandlung immer sowohl von der Diagnose als auch vom Beschwerdebild des Menschen ab“, so Schmidle. Die Beschwerdebilder sind mannigfaltig und das Leistungsspektrum der Handspezialisten in einem Sportland wie Tirol sehr groß. Das beginnt bei traumatologischen Ereignissen wie Frakturen, Defekt- und Amputationsverletzungen, Bänderrissen oder Infektionen der Hand und reicht über degenerative oder
HAND
verletzungsbedingte Veränderungen wie Kahnbeinpseudoarthrosen, Knochennekrosen, schnellender Finger, Tennisellbogen, Instabilitäten und Bewegungseinschränkungen bis hin zu Tumoren und rheumatologischen Erkrankungen. EXPONIERT „Handverletzungen kommen sehr häufig vor. Die Hand ist ein sehr exponierter Körperteil, der ständig in Gebrauch ist. Auch bei Stürzen stützt man sich reflexartig mit der Hand ab“, erklärt Schmidle. „Dementsprechend häufig kommt es zum Beispiel zu einem Bruch der distalen Speiche, aber auch der Hand, der Handgelenke, des Unterarms oder des Ellenbogens.“ Bei der Behandlung gehen die Spezialisten mit bewusstem Augenmaß und nach dem sogenannten GPS-System vor: Goal – Plan – Standardized Treatment. Nicht immer ist eine Operation notwendig, in vielen Fällen ist auch eine konservative Behandlung zielführend. Im Gegensatz zu manch anderer Klinik in Europa finden sich an der Innsbrucker Klinik für Orthopädie und Traumatologie noch Gipsräume mit bestens ausgebildeten Gipsassistenten, um auch konservative Behandlung professionell zu ermöglichen.
Teamorientiertes, interdisziplinäres Zusammenarbeiten ermöglichte dann auch die Versorgung Schwerstverletzter mit „fremden Händen“. Innsbruck wurde unter Univ.-Prof Dr. Rainer Margreiter, Univ.-Doz. Dr. Raimund Pechlaner und Univ.-Prof. Dr. Hildegunde Piza-Katzer zu einem Zentrum für Handtransplan-
In besten Händen: Univ.-Doz. Dr. med. Markus Gabl, Senior Consultant, und Teamleiter Priv.-Doz. Dr. med. Gernot Schmidle sind international anerkannte Spezialisten in der Handchirurgie.
tationen. Auch Univ.-Prof. Dr. Otto Russe und Univ.-Prof. Dr. Emil Beck, beide Ordinarii und Handchirurgen der Unfallchirurgie, gelten als Vorreiter in der Handchirurgie. Dieses Wissen wurde über Jahrzehnte im Innsbrucker HandTrauma-Center weitergegeben. An die dabei gewonnenen Erfahrungen knüpfte Univ.-Doz. Dr. med. Markus Gabl an und konnte sich unter anderem mit Rekonstruktionen bei Mondbeinnekrosen und Ringbandrekonstruktionen bei Kletterverletzungen international einen Namen machen. Als derzeitiger Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Handchirurgie leitet er in dieser Tradition die Entwicklungen und Innovationen auf Grundlage der aktuellen Fragestellungen. „In Innsbruck wurden
über die Jahre verschiedene neue Operationsmethoden für die optimale Behandlung unserer Patienten entwickelt, die mittlerweile von nationalen und internationalen Handchirurgen als Standardmethoden verwendet werden. Wir sind dankbar und sehr stolz, dass dieses Wissen über Jahrzehnte an unserer Innsbrucker Handschule weitergegeben wird. Wir arbeiten hier auf sehr hohem Niveau“, freut sich Gabl. Der Stellenwert der Handchirurgie wird auch dadurch unterstrichen, dass mit Univ.-Prof. Dr. Rohit Arora der bisherige Leiter des Handteams zum Direktor der neuen Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie bestellt wurde. „Es freut uns, dass mit Dr. Arora ein Handchi-
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LANGE TRADITION Das Wissen der Innsbrucker Handchirurgen ist ein lange gewachsenes. Bereits 1977 gründete Univ.-Doz. Dr. med. Sigurd Pechlaner die Innsbrucker Handambulanz, die er bis 2001 leitete. Er gilt als Pionier der Handchirurgie und seine Operationsmethoden fanden weltweit Anerkennung. Er wurde in Buenos Aires von der Internationalen Gesellschaft für Handchirurgie (IFSSH) für sein Lebenswerk zum „Pioneer of Handsurgery“ ausgezeichnet, eine internationale Anerkennung der Leistungen aus Innsbruck, die nur wenigen zuteil wird.
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„In Innsbruck wurden über die Jahre verschiedene neue Operationsmethoden für die optimale Behandlung unserer Patienten entwickelt, die mittlerweile von nationalen und internationalen Handchirurgen als Standardmethoden verwendet werden.“
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Univ.-Doz. Dr. med. Markus Gabl
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rurg die Geschicke unserer Klinik leitet.“ Diese Entwicklung wäre ohne die Bereitschaft des Arbeitgebers, diese Innovationen mitzutragen, nicht möglich gewesen. Erwähnt seien unter anderem die erforderliche hohe Zahl an Fort- und Weiterbildungen, um einen Wissensstand auf Topniveau zu bieten. Intensive Forschung, patientennahe Lehre, Kommunikation und ein respektvolles teamorientiertes Arbeiten sieht Gabl auch weiterhin als die Ecksteine für die Zukunft. „Damit sind wir zuversichtlich, auch in Zukunft für die Versorgung unserer Patienten auf höchstem Niveau gerüstet zu sein.“ EUROPEAN HAND TRAUMA CENTER „Seit 2011 ist unsere Klinik als Europäisches Hand-Trauma-Zentrum nach den Richtlinien der FESSH (Federation of European Societies for Surgery of the Hand) akkreditiert“, so Teamchef Priv.-
Doz. Dr. med. Gernot Schmidle. Damit ist Innsbruck eines von derzeit 83 in Europa anerkannten Zentren der Maximalversorgung von Handtraumen. Mit der Gründung der Hand-Trauma-Zentren ist ein neues Netzwerk entstanden, das die Akutversorgung schwerer Handverletzungen auf einem exzellenten Niveau gewährleisten soll. Ein weiteres Ziel ist der Austausch aktueller Wissenschaft und Forschung zwischen den europäischen Ländern, auch in Hinsicht auf Prävention. Als Europäisches Hand-Trauma-Zentrum werden an der Innsbrucker Klinik auch Fälle behandelt, bei denen andere an ihre Grenzen stoßen. So kommen Patientinnen und Patienten aus anderen Bundesländern und Nachbarstaaten nach Innsbruck, um die hochspezialisierten Behandlungsmethoden in Anspruch zu nehmen. Auch der interdisziplinäre Austausch unter den verschiedenen
Abteilungen und Kliniken wird im Sinne des Patienten gelebt, entsprechend dem Grundsatz „Im Mittelpunkt steht der Patient“. So treffen sich zum Beispiel bei Tumorerkrankungen diverse Spezialisten im sogenannten Tumor-Board und beraten sich laufend im Team über die Behandlung der Patienten. Auch bei Replantationen von Fingern treffen sich verschiedene Disziplinen am OP-Tisch. Während die Handchirurgen ihre Expertise zur muskuloskelettalen Rekonstruktion einbringen, sorgt das Team der plastischen Chirurgie für die Revaskularisation und Defektdeckung. Im Bereich der Rheumatologie erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit Internisten. „Die hohe Expertise und der internationale Austausch mit Experten macht die Arbeit in der Handchirurgie an der Innsbrucker Klinik so spannend. Was vor fünf Jahren State of the Art war, ist heute mitunter schon wieder überholt“, erklärt Schmidle sichtlich begeistert. AUF DIE RICHTIGE VERSORGUNG KOMMT ES AN „Die rechtzeitige und richtige Abklärung mit adäquater Behandlung von Verletzungen ist aus unserer Sicht besonders wichtig“, erklärt Schmidle. „Wir sehen sehr häufig fehlverheilte Frakturen, die dann nur sehr aufwändig wieder ‚repariert‘ werden können. Handverletzungen haben oft einen langwierigen Verlauf, schon eine tiefere Schnitt- oder Sehnenverletzung am Finger kann bis zu neun Monate Zeit zur Heilung brauchen. Umso wichtiger ist eine rechtzeitige und richtige Abklärung. Je nach Situation bieten sich verschiedene Behandlungsmöglichen an. Bei günstiger Ausgangslage kann eine Erkrankung konservativ, medikamentös oder mit Ergotherapie zufriedenstellend behandelt werden. Auch der Einsatz modernster Hilfsmittel, wie eine kontrollierte Injektion unter hochauflösender Ultraschallkontrolle durch die Radiologie, steht zur Verfügung. Da es sich oft um Krankheitsbilder handelt, die einen Menschen über Jahre begleiten, haben Handchirurgen eine wichtige beratende Funktion. Diese umfassende Behandlung und Betreuung der Patienten wird durch gute Vernetzung mit Ergo- und Physiotherapeuten, Radiologen und niedergelassenen Kollegen ermöglicht.
WIDE-AWAKE-ANÄSTHESIE Operationen an der Hand werden in der Regel mit Blutsperre am Oberarm durchgeführt, da bereits einfache Verletzungen oder Wunden stark bluten und die Sicht im Operationsgebiet beeinträchtigen. Dies ist nach kurzer Zeit sehr schmerzhaft, weshalb in der Regel eine Betäubung des ganzen Arms (Plexusanästhesie) oder eine Vollnarkose notwendig ist. Bei der WALANT-Technik wird ein Lokalanästhetikum mit Zusatz von Adrenalin injiziert, was zu einer Blutarmut im Operationsgebiet führt. Dies ermöglicht schmerzfreie Operationen an Hand und Unterarm in örtlicher Betäubung ohne Anlage einer Blutsperre. Der Patient ist bei der Operation „hellwach“ („wide awake“) und die Beweglichkeit der Hand bleibt erhalten. In Innsbruck wurde die WALANT-Technik bereits 2014 als Standardverfahren eingeführt und bei entsprechender Patientenselektion erfolgreich angewendet. Für die Patienten entfallen dadurch die unangenehme Blutsperre und die Nebenwirkungen einer Narkose. Handchirurgen sind somit flexibler und effizienter in der Operationsplanung. Je schneller eine professionelle Versorgung erfolgt, umso besser sind die Heilungsaussichten. Damit unsere Hand wieder das für uns sein kann, was sie sein soll, nämlich ein unverzichtbares Werkzeug zum Fühlen und (Be-)Greifen. |
Im Gegensatz zu manch anderer Klinik in Europa finden sich an der Innsbrucker Klinik für Orthopädie und Traumatologie noch Gipsräume mit bestens ausgebildeten Gipsassistenten.
HAND-TEAM Univ.-Doz. Dr. med. Markus Gabl, Senior Consultant Priv.-Doz. Dr. med. Gernot Schmidle, Teamleiter OA Dr. med. Tobias Kastenberger, stellvertretender Teamleiter OA Dr. med. Peter Angermann OA Dr. med Peter Kaiser, PhD Dr. med. Stefan Benedikt Dr. med. Simone Bode Dr. med. Lukas Horling Dr. med. Nicola Lechner Dr. med. Kerstin Stock
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Bemerkenswert: Um die Funktionalität von verschiedensten Materialien oder Operationstechniken unter möglichst realen Bedingungen zu testen, konstruiert und baut Assoz.Prof. Dipl.-Ing. (FH) Dr. Werner Schmölz mit seinen Mitarbeitern die Geräte in Eigenregie.
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EXPERIMENTIERFREUDIG
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ie stabil ist ein neues am Markt befindliches Implantat? Welches ist in Bezug auf die Mechanik besser? Liefert eine Operation überhaupt das gewünschte Ergebnis und Funktion? Welche Effekte hat eine spezielle Operationstechnik auf das Gelenk? Diese oder ähnlich geartete Fragen beschäftigen Assoz.-Prof. Dipl.-Ing. (FH) Dr. Werner Schmölz und Ass.-Prof. Dr. Christian Haid in zahlreichen Studien und Forschungsaufträgen. Während Haid sich mehr der Bewegungsanalyse im Sport und bei Athleten widmet, liegen die Schwerpunkte bei Schmölz in der präklinischen Testung verschiedenster klinischer Anwendungen. Eine Vielzahl an Implantaten oder Operationstechniken der Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie wurden und werden im Biomechanik-Labor in diversen vorklinischen Studien und Tests auf ihre Wirksamkeit getestet und überprüft. So hält das Labor gute Kontakte zu Med-Tech-Unternehmen ebenso wie zu anderen Universitäten.
MUSKULOSKELETTALE BIOMECHANIK „Die Forschungsschwerpunkte liegen in Verletzungen des Bewegungsapparates und degenerativen muskuloskelettalen Erkrankungen sowie der Entwicklung verbesserter Behandlungsmethoden“, erläutert Schmölz während eines Rundganges durch das Labor. „In der Alterstraumatologie suchen wir nach Möglichkeiten zur Optimierung und Verbesserung der Fixierungsmöglichkeiten von Osteosynthesen im osteoporotischen Knochen, während wir in der Wirbelsäulenchirurgie Techniken und Methoden zur Stabilisierung von degenerativen Pathologien und traumatologischen Verletzungen untersuchen und den Effekt von Operationstechniken evaluieren “, so der ursprüngliche Maschinenbauer. Dieses Wissen kommt dem Biomechaniker und seinem Team insbesondere dann zugute, wenn sie die hochkomplizierten Gerätschaften für Testzwecke selbst entwickeln. So hat der erfolgreiche Forscher mit seinen Mitarbeitern in den letzten Jahren Gelenksimulatoren für das Knie-, Schulter- und Hand-
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Die Auswirkungen von neuen Implantaten oder Operationstechniken auf den Patienten stehen im Mittelpunkt der Forschungstätigkeit des Biomechanik-Labors.
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BIOMECHANIK
Mit der Fusion der Universitätsklinik für Orthopädie und der Universitätsklinik für Unfallchirurgie zur Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie zum 1. Oktober 2020 wurde die bereits in den vergangenen Jahren etablierte Kooperation der biomechanischen Forschung der zwei Kliniken offiziell zusammengeführt.
gelenk in Eigenregie selbst konstruiert und gebaut.
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ZAHLREICHE PUBLIKATIONEN Genutzt werden das Know-how und das Labor jedoch nicht nur von der Innsbrucker Orthopädie und Traumatologie, auch die Neurochirurgie, Anatomie und Gerichtsmedizin vertrauen auf die Forschungsarbeiten von Assoz.-Prof. Werner Schmölz. Sogar von Deutschland, Italien, Israel, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz kommen Forschungsteams mitsamt ihren Forschungsgeldern, um Studien durchzuführen und deren Ergebnisse zu publizieren.
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Ziel des Labors ist die Entwicklung neuer und verbesserter Behandlungsmethoden bei traumatischen und degenerativen muskuloskelettalen Erkrankungen, die Entwicklung von belastungsoptimiertem Bewegungsverhalten, die biomechanische Optimierung von bestehenden Osteosyntheseverfahren, Evaluierung und Vergleich von neuen und bestehenden Methoden/Techniken zur Frakturbehandlung, präklinische Funktionstestung von neuen Operationstechniken und -verfahren sowie die Ausbildung von Praktikanten und Diplomanten verschiedener Fachrichtungen und Doktoranten des Doktoratstudiengangs „Muskuloskelettale Wissenschaften“ der Medizinischen Universität Innsbruck. |
EDITORIAL
LINK investiert stark in Forschung und Entwicklung Um zukünftig noch mehr Menschen in die Lage zu versetzen, ein schmerzfreies Leben mit größtmöglicher Bewegungsfreiheit zu führen, arbeitet LINK konsequent an Optimierungen in allen Bereichen der Endoprothetik. So investiert das Unternehmen stark in die Erforschung neuer Materialien, Produktionstechniken und Oberflächenveredelungen und konzentriert sich speziell auf Herausforderungen der Endoprothetik wie Infektionen, Luxationen, Abrieb und Lockerungen. In der Forschung und Entwicklung arbeitet LINK an Lösungen, die die Endoprothesen noch sicherer und langlebiger machen.
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Bedenken Sie: Mit einer neuen Hüfte haben Sie keine Ausrede mehr.
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STUDIENKOORDINATION
DREHSCHEIBE FÜR KLINISCHE STUDIEN Wo viel geforscht wird, bedarf es auch vieler Studien. Dabei gilt es laut „Good Clinical Practice“ jede Menge Anforderungen zu erfüllen. Die Studienkoordination bildet die Schnittstelle zwischen Patienten, Ärzten, internen Partnern sowie externen Sponsoren. So wird ein professionelles Umfeld geschaffen, um aktuelle Forschungsfragen auf höchstem Niveau beantworten zu können.
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uns und wir unterstützen sie bei Bedarf in der Projektplanung, schauen, welche Parameter erfüllt werden müssen, was die Ethikkommission fordert, und erstellen Konzepte“, weiß Fasser über die täglichen Herausforderungen ihres Teams. „In weiterer Folge begleiten wir die Studie in der Durchführungsphase mit unterschiedlichsten Tätigkeiten, wie die Korrespondenz zwischen Sponsor, Ärzten und Abteilungen, die Rekrutierung von Studienteilnehmern, Terminplanung und Koordination der Patientenvisiten, die Erhebung von Tests und derer Dokumentation, Verarbeitung und Sicherung medizinischer Untersuchungen wie Röntgen, CT, MRT, Blutproben etc. oder auch das Datenmanagement.“
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Mariette Fasser, M.Sc. steht mit ihrem Team in allen Fragen und Phasen von klinischen Studien zur Seite.
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on der akademischen Eigenstudie bis hin zu internationalen multizentrischen Studien in Zusammenarbeit mit Auftragsforschungsinstituten und industriellen Sponsoren: Das Beschäftigungsfeld der vier Mitarbeiter in der Studienkoordination ist vielfältig. „Das beginnt bei der Projektplanung und der Entwicklung eines Studienkonzeptes und reicht bis zum Datenmanagement oder Meldun-
gen an Ethikkommission und Behörden“, erklärt Mariette Fasser, M.Sc., Leiterin der Studienkoordination. UNTERSTÜTZUNG IN ALLEN PHASEN Es braucht einiges an Wissen, um die stetig aktualisierten Anforderungen, die es im Rahmen von Studien einzuhalten gilt, immer im Fokus zu haben. „Die Ärzte kommen mit ihren Ideen zu
BREITGEFÄCHERTE ANFORDERUNGEN Die transparente und persönliche Zusammenarbeit mit den einzelnen Studienteilnehmern ist ein essentieller Bestandteil und steht beim Team an erster Stelle. Schon die Auswahl, welche Patienten als Studienteilnehmer in Frage kommen – hier gibt es verschiedene Ein- und Ausschlusskriterien –, wie auch das Patiententracking mit Fragebögen und Follow-up-Terminen sowie das Verarbeiten und Anonymisieren der Proben folgen strikten Kriterien. „Unsere Studienkoordinatorinnen unterstützen die Ärzte der Klinik also bei der Planung und Administration von Studien ebenso wie bei der lückenlosen und zeitgerechten Dokumentation. Auch wird die gesetzeskonforme und prüfplanorientierte Dokumentation der gesammelten Studiendaten gewährleistet“, resümiert Fasser. |
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ZAHLEN
UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE IN ZAHLEN OPERATIONEN
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BECKEN/ HÜFTE
OBERE EXTREMITÄT
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49.423 AKUTAMBULANZ FRISCHVERLETZTE & ORTHOPÄDIE
WIRBELSÄULE
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GESAMT
6.993
SCHOCKRAUMPATIENTEN
9.430
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KONTROLLAMBULANZEN Zahlen aus dem Jahr 2019
UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE
STATIONÄRE AUFENTHALTE
57.527
176 ENDOPROTHETIK: HÜFTE/KNIE/ SCHULTER/TUMOR/ ELLBOGEN CA.
1.200
UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR ORTHOPÄDIE UND TRAUMATOLOGIE
EDITORIAL
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2001_ELA_A – MAT-AT-2001235
Gesundheit beschäftigt uns ein Leben lang, mit allen Höhen und Tiefen, allen Heraus forderungen. Sie können groß oder klein sein, lebenslang oder akut – für jeden, jederzeit und überall. Sanofi – ein lebenslanger Begleiter in Gesund heitsfragen. Mit Leidenschaft arbeiten wir jeden Tag daran, die Gesundheitsprobleme der Menschen weltweit zu verstehen und Lösungen zu finden. Wir nennen das Empowering Life. www.sanofi.at