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Reha Münster Eröffnungsmagazin

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Juli 2011

Eröffnungsmagazin REHA ZENTRUM MÜNSTER

Die Reha-Versorgung in Tirol 4 Reha Zentrum Münster – die Zahlen und Fakten 6 Errichter hospitals Projektentwicklungsges.m.b.H. 7 Betreiber Humanocare GmbH 10 Multiprofessionelles Team für den besten Heilerfolg 15

Information und Anfahrt 22


NEU

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Foto: Land Tirol

vorwort / inhalt

Inhalt 4

Zurückgewonnene Lebensqualität

Zum Geleit!

Über die Reha-Versorgung in Tirol

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Projektinformation Reha Zentrum Münster

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Meilenstein für die Gesundheitsversorgung Reha „Dahoam in Tirol“ dank dem Errichter hospitals Projektentwicklungsges.m.b.H.

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Garantiert qualitätsvolle Betreuung Humanocare GmbH als erfahrener Betreiber des Reha Zentrum Münster

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Neues Klinikum für erstklassige Rehabilitation Multiprofessionelles Team entscheidend für den Reha-Erfolg

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Information und Anfahrt Reha Zentrum Münster

Das neue Reha-Zentrum für Neurologie, Herz-Kreislauf und Lunge in Münster ist mit seinen 250 Betten und 200 Arbeitsplätzen ein Meilenstein für die optimale Gesundheitsversorgung der Tirolerinnen und Tiroler und auch ein interessanter Impuls für den regionalen Arbeitsmarkt. Der Fokus dieser Einrichtung liegt dabei auf drei Bereichen, in denen viele Menschen in Tirol Hilfe in der Rehabilitation benötigen. Der Bevölkerung stehen hier künftig 120 Betten für die neurologische Rehabilitation, 75 Betten für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 55 Betten für Atemwegerkrankungen zur Verfügung. Insgesamt wurden rund 36 Millionen Euro in das neue Haus investiert. Damit werden 200 attraktive und zukunftssichere Arbeitsplätze im Bereich Gesundheit geschaffen. Dank dieser neuen Reha-Einrichtung in Münster können die Tirolerinnen und Tiroler Reha-Leistungen im eigenen Land in Anspruch nehmen und müssen nicht mehr in benachbarte Bundesländer ausweichen. Denn aktuell nehmen unsere Bürgerinnen und Bürger um zwei Drittel weniger stationäre Rehabilitation in Anspruch als dies im österreichischen Durchschnitt üblich ist. Das wird sich durch eine wohnortnahe Reha-Versorgung ändern. Das Reha Zentrum Münster ist dabei eine Antwort auf den weißen Fleck auf Österreichs Landkarte, der jahrelang alle Statistiken über die Reha im Westen gekennzeichnet hat. Mit Neurologie, Kardiologie und Lungenerkrankungen setzt man ein klares Bekenntnis zu Rehabilitation auf höchstem medizinischen und therapeutischen Niveau. Bau und Ausstattung haben hervorragende medizinische Voraussetzungen geschaffen und das Ambiente in der wunderschönen Tiroler Natur trägt mit Sicherheit zum Wohlbefinden der Patienten bei. In der Zusammenarbeit aller Partner wird hier alles daran gesetzt, dass die Qualität der Leistungen den Patienten ihre gesundheitlichen Fortschritte und der Region ihre neuen Arbeitsplätze sichert. Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz für dieses Projekt und für die gute Zusammenarbeit und wünsche den Patientinnen und Patienten, aber auch dem Team vor Ort alles Gute und viel Erfolg. Ihr Gesundheitslandesrat Univ.-Prof. Dr. Bernhard Tilg

REHA ZENTRUM MÜNSTER

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zurückgewonnene lebensqualität

Zurückgewonnene Lebensqualität Die medizinische Rehabilitation verfolgt das Ziel, Menschen nach einem Unfall oder einer Akutbehandlung so rasch wie möglich wieder jenen wichtigen Teil des Lebens zurückzugeben, der dadurch manchmal verlorengegangen ist – die Selbstständigkeit. Das Angebot an wohnortnaher Reha für fast alle Erkrankungen nimmt in Tirol mit dem Jahr 2011 stark zu. Das Gesundheitssystem in Tirol ist sehr gut. Die Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte bieten medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Daneben spielen beim Therapieangebot die Prävention und Rehabilitation eine bedeutende Rolle. Eine zu geringe Versorgung an ambulanter und stationärer Rehabilitation kann dazu führen, dass nach einer erfolgreichen Akutbehandlung der weitere Therapieverlauf gefährdet ist. In der Vergangenheit haben die TirolerInnen um ungefähr zwei Drittel weniger stationäre Rehabilitation in Anspruch genommen als der österreichische Durchschnitt. Das hat unter anderem folgenden Grund: Von den im österreichischen Rehabilitationsplan angeführten 7.318 Betten befinden sich lediglich 179 in Tirol, das sind gerade einmal 2,4 Prozent; diese konzentrieren sich auf die Bereiche Unfallchirurgie und Neurochirurgie. Wegen der zu geringen Zahl an Reha-Betten im eigenen Land mussten viele PatientInnen die beschwerliche Anreise von hunderten von Kilometern in andere österreichische Bundesländer in Kauf nehmen. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass dies besonders für ältere Menschen mit viel Mühe und einem großen Aufwand verbunden war. Das wird sich in Zukunft ändern, denn die Reha-Versorgung in Tirol wird sich in der nächsten Zeit gravierend verbessern.

Univ.-Doz. Dr. Brenneis, Ärztlicher Direktor Reha Zentrum Münster

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Beste Reha-Versorgung Seitens des Landes Tirol beschäftigte man sich in den vergangenen Jahren damit, die beschriebene Versorgungslücke bei den Reha-Betten bzw. in bestimmten Bereichen zu schließen. Dank der drei neuen RehaEinrichtungen in Münster, Kitzbühel und Lans, die zu den schon bisher vorhandenen hinzukommen, können

REHA ZENTRUM MÜNSTER

in Zukunft die TirolerInnen fast jede Art von RehaLeistung im eigenen Bundesland in Anspruch nehmen und müssen nicht mehr in benachbarte Bundesländer ausweichen. Die Reha-Einrichtung in Kitzbühel für die Bereiche Orthopädie, Unfallchirurgie und Neurochirurgie befindet sich in der Umsetzung, der „Sonnenpark Lans“ für psychische Erkrankungen wird noch im Laufe des Jahres 2011 seinen Vollbetrieb aufnehmen. Das Reha-Zentrum in Münster öffnet am 4. Juli 2011 seine Pforten. Betreut und begleitet werden dort Patienten mit neurologischen Erkrankungen, Herz-KreislaufErkrankungen und Atemwegserkrankungen. Damit verfügt Tirol demnächst über eine ausreichende und wohnortnahe Reha-Versorgung, die fast alle Bereiche abdeckt. Selbstständigkeit als Ziel Nach einem Unfall oder einer Akutbehandlung im Krankenhaus sind Menschen in nicht wenigen Fällen in der Situation, dass sie einen wichtigen Teil ihres Lebens verloren haben – die Selbstständigkeit. An diesem Punkt setzt die medizinische Rehabilitation an, deren Ziel es ist, den Menschen diese weitestgehend zurückzugeben und damit ein Stück Wohlbefinden und Lebensqualität. Dabei ziehen alle Mitarbeiter einer RehaEinrichtung an einem Strang und tragen zur Genesung des Patienten bei. Im ersten Schritt geht es darum, wieder ohne fremde Hilfe den Alltag bewältigen zu können und wieder ins Berufsleben zurückzukommen, falls man vor der Rehabilitation noch berufstätig war. „Verfolgt wird bei der medizinischen Rehabilitation ein gesamtheitlicher Ansatz, mit dem Ziel, körperlich und psychisch wieder


zurückgewonnene lebensqualität

gesund zu werden, aber auch das soziale Wohlbefinden wieder zu steigern. Bestimmte PatientInnenen, man denke an jene mit neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall oder Lähmungen, sind vielfach nicht mehr in der Lage, ganz gesund zu werden. Bei ihnen geht es darum, dass die Beschwerden und Symptome möglichst gering gehalten werden und sich weitestgehend zurückbilden. Ist das nicht zur Gänze der Fall, muss geschaut werden, wie man trotzdem ein selbstständiges Leben führen kann“, erläutert Univ.-Doz. Dr. Christian Brenneis, Ärztlicher Direktor des Reha Zentrum Münster. Stationäre vs. ambulante Reha Unterschieden werden zwei Arten von Reha-Einrichtungen: Einerseits ambulante und andererseits stationäre, wobei die angebotenen Behandlungen identisch sind. Ambulante Reha-Einrichtungen weisen den Vorteil auf, dass man zuhause wohnen kann und sich nur während des Tages in die behandelnde Einrichtung begibt. Unter Umständen muss man diese nur jeden zweiten oder dritten Tag aufsuchen. Der Behandlungszeitraum erstreckt sich üblicherweise über eine längere Dauer. An jedem Behandlungstag absolviert man ein mehrstündiges Reha-Programm, natürlich mit Pausen und Ruhezeiten dazwischen. Am Abend ist man dann wieder zuhause. Bei einer stationären Reha wohnt der Patient für eine bestimmte Zeit in der entsprechenden Einrichtung und erhält nach einem genauen Plan eine Reihe von Heilbehandlungen. In der verbliebenen Zeit kann der Patient/die Patientin das Reha Zentrum verlassen und die oftmals vielfältigen Angebote in der näheren Umgebung wahrnehmen. „Das gilt allerdings nur dann, wenn jemand ausreichend mobil ist und aus ärztlicher Sicht kein Einwand besteht. Wenn ein Patient/eine Patientin beispielsweise an Gedächtnisproblemen leidet, dann geht das natürlich nicht“, so Brenneis. Im neuen Reha Zentrum Münster wird ausschließlich stationäre Rehabilitation angeboten. //

Was bedeutet Reha? Das Wort Rehabilitation (kurz Reha) hat seinen Ursprung im Lateinischen und bedeutet übersetzt „wieder tauglich machen“, aber auch so viel wie „wiederherstellen“. Verwendet wird der Begriff Rehabilitation in unterschiedlichen Zusammenhängen. Bei der medizinischen Rehabilitation, wie sie unter anderem in Münster angeboten wird, geht es darum, körperliche und seelische Funktionen wieder „tauglich zu machen“. Im Unterschied dazu zielt die medizinische Akutversorgung darauf ab, organbezogene Krankheiten zu heilen. Darüber hinaus gibt es unter anderem noch die soziale Rehabilitation, die den Menschen befähigen soll, wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, oder die berufliche Rehabilitation, deren Ziel es ist, den betroffenen Menschen wieder zu mobilisieren, dass er seinem Beruf nachgehen kann.

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projektinformation reha Zentrum Münster

Projektinformation Der Standort:

Die REHA Tirol Liegenschafts GmbH mit Sitz in der Asberggasse 47 in 1103 Wien ist der Errichter des REHA ZENTRUM MÜNSTER. Die Gesellschaft befindet sich im 100%igen Eigentum der hospitals Projektentwicklungsges.m.b.H. Bauplatzgröße : Verbaute Fläche: Baumasse: Umbauter Raum: Betriebsnutzfläche:

Gemeinde Münster in Tirol Einwohner Seehöhe

2.800 540 m

Tourismus Übernachtungen Beherbergungsbetriebe Betten

22.026 41 435

Verkehrsanbindung Bus Schnellzughaltestelle Haltestelle Münster NEU Autobahn

Regionalbus-Taktverkehr – VVT Jenbach Regionalzüge Anschluss Wiesing 5 km

Standortumgebung Nachtruhe – Zug Verkehrslärm

BEG-Tunnel/Lärmschutzwand Autobahn nicht spürbar örtlich kein Durchzugsverkehr

Entfernung zu den nächsten Krankenhäusern 15 km Bezirkskrankenhaus Schwaz 20 km Bezirkskrankenhaus Kufstein 45 km Universitätsklinik Innsbruck

33.147 m2 4.162 m2 54.797 m2 56.976 m2 13.544 m2

1. Ausbaustufe davon in 1-Bett-Zimmer in der Krankenstation 2-Bett-Zimmer in der Krankenstation 1-Bett-Zimmer in den REHA (Hotel-)Geschoßen Paarzimmer in den REHA (Hotel-)Geschoßen Komfortzimmer in den REHA (Hotel-)Geschoßen

250 Betten 24 Betten 56 Betten 140 Betten 20 Betten 10 Betten

Sämtliche Zimmer, sowohl in der Krankenstation als auch in den REHA-Geschossen sind behindertengerecht ausgestattet! Für die 2. Ausbaustufe sind 50 Betten geplant. Die erforderlichen Genehmigungen für eine 2. Ausbaustufe sind vorhanden, es würde ein Aufbau auf den derzeit 1-stöckigen Seitentrakten erfolgen. Betten der 1. Ausbaustufe: Neurologie 120 Betten Herz-Kreislauf 75 Betten Pulmologie 55 Betten Gesamt 250 Betten

Projektkenndaten: Untersuchung / Behandlung: 11 U/B-Plätze EKG, Spirometrie, große Lungenfunktion Ergometrie, Ultraschall, Langzeit-EKG/RR Doppler-Sonografie, EEG, Reanimation, konv. Röntgen

Gemäß dem erstellten Businessplan und auf Basis der Leistungsprofile für die Rehabilitation der PV werden bei Vollauslastung der 250 Betten 163 Vollzeitarbeitskräfte in folgenden Qualifikationen benötigt: Ärzte

Ärztliche/r DirektorIn Fachärzte, Allgemeinmediziner

Psychologischer Dienst:

3 U/B-Plätze

Schulungsräume / Gruppenraum:

3 Räume à max.40 Pat.

Pflege

PflegedirektorIn Stationsleitungen Dipl. Pflegepersonal, Pflegehelfer

Nasstherapie: Fango, Parafango, Wannenbäder, Hydroxeur, Aqua Jet, Bewegungsbecken

9 Behandlungsplätze + Bad

Med./techn. Berufe

Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Diätologen, MTA

Verwaltung

Kfm. Leiter, Materialverwaltung/ Apotheke, Verrechnung/Buchhaltung, Sekretariat/Schreibkräfte

Trockentherapie: Einzelheilgymnastik, Massagen, Elektrotherapie, Ergometer-Training etc.

20 Behandlungsplätze + Turnsaal

Küche/Service

Küchenleiter, Köche, Küchenhilfe, Service

Technik

Technische Dienste, Transport

Sonstige

Masseure, Psychologen, Sozialarbeiter

Ergotherapie: Werkraum, Übungsbad, Übungsküche, Einzeltherapie

8 Behandlungsplätze + Diätschulungsküche

Stationsnahe Therapie:

4 Behandlungsplätze

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REHA ZENTRUM MÜNSTER

SUMME

1 14 1 2 44,5 36

19,5 28 6 11 163

Die Reinigung und die Wäscheversorgung werden outgesourct. An das Grundstück des REHA ZENTRUM MÜNSTER anschließend werden Personal- und Mietwohnungen errichtet.


meilenstein für die gesundheitsversorgung

Meilenstein für die Gesundheitsversorgung Das Reha Zentrum Münster mit 250 Betten wurde von der hospitals Projektentwicklungsges.m.b.H. errichtet. Das Grazer Unternehmen leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des wohnortnahen Reha-Angebots in Tirol.

„Dahoam in Tirol“, so lautet eine der Überschriften in einer Broschüre, in der das neue Reha Zentrum Münster vorgestellt wird. Sie beschreibt treffend, was hospitals mit der Errichtung dieses Hauses bezweckt hat – der Tiroler Bevölkerung ein besseres Angebot an Rehabilitation im eigenen Bundesland zu ermöglichen. „In meiner früheren Funktion als Vorstand der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft ist mir immer wieder in Statistiken die recht dürftige Versorgungssituation in der Rehabilitation im Westen Österreichs aufgefallen. Besonders betraf dies die Fächer Neurologie und Kardiologie. So entstand die Idee, in Tirol ein derartiges Haus zu entwickeln und schließlich zu bauen und zu betreiben. Tatsächlich sehr positiv entwickelt hat sich die Rehabilitation in Tirol erst in den letzten Jahren und unser Projekt hat sicherlich eine gewisse Vorreiterfunktion erfüllt“, so Dipl.-Ing. Berndt Martetschläger, Geschäftsführer der hospitals Projektentwicklungsges.m.b.H., dem Errichter des Reha Zentrum Münster. Mit dem Bau wurde im November 2009 begonnen, der Patientenbetrieb konnte plangemäß mit dem 4. Juli 2011 aufgenommen werden.

Münster idealer Standort Nachdem sich hospitals entschieden hatte, so ein Haus in Tirol zu errichten, galt es, einen optimalen Standort zu finden. Gemeinsam mit dem Land Tirol begab man sich auf die Suche. Dass die Wahl schließlich auf Münster fiel, hat eine Reihe von Gründen: „Wichtig waren vorrangig natürlich die medizinischen Aspekte: Eine zu große Höhenlage schied wegen der Kardiologie aus und aus therapeutischer Sicht war das Vorhandensein von Wanderwegen unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade eine notwendige Voraussetzung. Münster liegt außerdem am Verkehrsknotenpunkt zwischen dem Inntal, dem Zillertal und der Achensee-Straße mit guten Verbindungen innerhalb Österreichs und nach Deutschland“, erläutert Martetschläger. Schließlich war auch Humanocare, Partner von hospitals und Betreiber des Reha Zentrum Münster, bereits mit einem Sozial- und Pflegezentrum vor Ort und so können zahlreiche Synergien zwischen den beiden Einrichtungen entwickelt und genutzt werden.

Dipl.-Ing. Berndt Martetschläger, Geschäftsführer hospitals Projektentwicklungsges.m.b.H

REHA ZENTRUM MÜNSTER

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meilenstein für die gesundheitsversorgung

Wunsch nach Umsetzung Die Unterstützung seitens des Landes und der Gemeinde hätte besser nicht sein können: „Nachdem wir mit unserem Projekt einen so unbestritten vorhandenen Bedarf an einer derartigen Rehabilitationseinrichtung befriedigen, hat es kaum die sonst häufig auftretenden Probleme gegeben. Ein ganz wichtiger Punkt dabei war auch, dass die Pensionsversicherungsanstalt, als wesentlichster Versicherungsträger für Rehabilitationsleistungen, sehr früh bestätigt hat, dass dieses Haus für die Menschen im Westen Österreichs wirklich dringend benötigt wird, und dass wir daher auch mit den notwendigen Verträgen rechnen können“, sagt Martetschläger. Schließlich muss auch die Gemeindepolitik erwähnt werden, die in einer wirklich einzigartigen Art und Weise das Projekt unterstützt hat. Werner Entner, Bürgermeister von Münster, hat bereits Erfahrungen mit dem Humanocare-Management im Sozialzentrum Münster gemacht und schätzt die Investitionen in seiner Gemeinde: „Wir freuen uns, dass Münster ein Ort wird, an dem Menschen auf ihrem Weg zur Heilung bzw. Besserung betreut werden. Unsere Gemeinde profitiert in mehrfacher Hinsicht: Die Belebung der touristischen Infrastruktur, positive Synergieeffekte mit dem Sozialzentrum Münster, Belebung des Dorfzentrums und 200 Arbeitsplätze sind die wichtigsten Aspekte.“

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REHA ZENTRUM MÜNSTER

Werner Entner, Bürgermeister Münster

Zu überwindende Hürden Doch es gab auch Zeiten, in denen hospitals nicht sicher war, ob das Reha Zentrum überhaupt (fertig-)gebaut werden kann. Eine große Hürde für einige Zeit war, dass man mit der Finanzierung des Projektes genau in die Phase der Finanzkrise geraten war: „Es sah einige Monate so aus, als würden wir nie und nimmer eine Finanzierung durch erforderliche Fremdmittel aufstellen können. Eine zweite Herausforderung bestand darin, dass wir unseren Keller im Schwemmland des Inns nur in den Niedrigwasserzeiten, also von November bis März, betonieren durften. Eine Verzögerung um einige Wochen hätte unser Projekt in Wahrheit um ein ganzes Jahr zurückgeworfen. Diese Phase war wie ein Krimi: Schaffen wir es mit dem Baubeginn oder verlieren wir ein Jahr, wenn nicht gar das ganze Projekt“, blickt Martetschläger zurück. Doch es ist gelungen und hospitals setzt mit Neurologie, Kardiologe und Lungenerkrankungen sein klares Bekenntnis zu Rehabilitation auf höchstem medizinisch-therapeutischen Niveau fort: „Wir haben uns in unserer Unternehmensphilosophie ganz bewusst auf die anspruchsvollsten und schwierigsten Bereiche der Rehabilitation spezialisiert, wie Neurologie, Kardiologie und Lungenerkrankungen, weil wir davon überzeugt sind, dass wir nur damit und mit höchster Qualität einen dauerhaften Erfolg unserer Häuser sichern können“, meint Martetschläger. Beste Reha-Voraussetzungen Das lichtdurchflutete Reha Zentrum Münster verfügt über rund 16.000 Quadratmeter Fläche, die auf vier Geschoßen untergebracht sind (Erdgeschoß und drei Obergeschoße). Der kleinere Quertrakt wird bei der Eröffnung nur aus zwei Geschoßen bestehen. Er ermöglicht im Zuge einer Aufstockung die Erhöhung der Bettenanzahl auf 300. „Außer in der Krankenstation für besonders pflegebedürftige Patientinnen und Patienten, wo es auch 2-Bett-Zimmer gibt, verfügen wir im eigentlichen Reha-Bereich ausschließlich über Einbettzimmer, alle mit Balkon und wundervollem Ausblick auf die Tiroler Bergwelt. Schließlich spielen die Diagnostik und Therapie alle Stücke, die zu einem Teil eigentlich nur in einem Akutspital erwartet würden. Allein 1,7 Millionen Euro wurden in die medizintechnische Ausstattung investiert“, so Martetschläger. Selbstverständlich wurden alle Zimmer behindertengerecht ausgeführt, sowohl in der Krankenstation als auch in den Reha- und allen weiteren Bereichen. //


meilenstein für die gesundheitsversorgung

Reha Zentrum Münster • Medizinische Schwerpunkte: Neurologie, Herz-Kreislauf und Lunge • Patientenaufnahme: ab 4. Juli 2011 • Führungsteam: Univ.-Doz. Dr. Christian Brenneis (Ärztlicher Direktor), Dipl.-Pflegew. (FH) DGKS Herlinde Hörmandinger (Pflegedirektorin), Christian Elzinger (Verwaltungsdirektor) • Gesamtbetten: 250 (Ausbau auf 300 geplant), davon 120 für die neurologische Rehabilitation, 75 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 55 für Atemwegserkrankungen • Entfernung zu den nächsten Krankenhäusern: - 15 km Bezirkskrankenhaus Schwaz - 20 km Bezirkskrankenhaus Kufstein - 45 km Universitätsklinik Innsbruck • Verkehrsanbindung - Bus: Regionalbus-Taktverkehr Verkehrsverbund Tirol - Schnellzug: Haltestelle Jenbach - Regionalzug: Haltestelle Münster neu (geplant) - Autobahn: Anschluss-Stelle Wiesing • Errichter: hospitals Projektentwicklungsges.m.b.H., Betreiber: Humanocare GmbH • Gesamtbaukosten: 36 Millionen Euro • 200 neue Arbeitsplätze

hospitals Errichter und Rechtsträger: REHA Tirol Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. Die REHA Tirol Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. steht im 100-%-Eigentum der hospitals Projektentwicklungsgesellschaft mit Sitz in Graz. hospitals ist „der“ Partner für Projekte im Gesundheitswesen aus dem Konzernbereich von PORR, UBM und ORTNER. Das Unternehmen ist mittlerweile an 6 Rehabilitationszentren in Österreich mit insgesamt mehr als 900 Betten beteiligt. Neben der Beteiligung an diesen Einrichtungen ist hospitals vor allem im Bereich Bau- und Projektmanagement tätig und ist beispielsweise mit der Projektsteuerung für Investitionsvorhaben im Umfang von insgesamt 75 Mio. € beauftragt. Schließlich konzentriert sich hospitals auf seine Kernkompetenzen im Bereich EDV, Medizintechnik und Betriebsorganisation im Rahmen der Betriebsführung aller 6 Häuser. Zudem ist hospitals auch in Polen und Bosnien-Herzegowina mit Projektentwicklungs- und Projektrevisionsleistungen vertreten.

Kontakt: Reha Zentrum Münster Gröben 700 6232 Münster Tel.: 05337/20004 office@reha-muenster.at www.reha-muenster.at

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garantiert qualitätsvolle betreuung

Garantiert qualitätsvolle Betreuung Das Reha Zentrum Münster wird von der Humanocare GmbH betrieben, einem erfahrenen Unternehmen im Gesundheits- und Sozialbereich. In enger Zusammenarbeit mit den zuweisenden ÄrztInnen will man den PatientInnen eine optimale Rehabilitation bieten. Im Westen Österreichs ist das Angebot an RehaEinrichtungen traditionell gering. Das hat sich mit dem Juli 2011 schlagartig geändert, zumindest für PatientInnen mit neurologischen Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Atemwegserkrankungen. „Wir freuen uns, mit dem Reha Zentrum Münster, gemeinsam mit unserem Partner, der hospitals Projektentwicklungsges.m.b.H., ein erfolgreiches Projekt umgesetzt zu haben, das die Versorgungssituation der Tiroler Bevölkerung substantiell verbessert und die gute Zusammenarbeit zwischen privat und öffentlich spiegelt“, meint KR Mag. Julian M. Hadschieff, Geschäftsführer der Humanocare GmbH, dem Betreiber des Reha Zentrum Münster. Als solcher ist man etwa für die Auswahl der MitarbeiterInnen und der Geschäftspartner (Labore, Reinigungsfirmen …) zuständig. Humanocare ist ein Unternehmen, das viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Gemeinden und dem Land Tirol einbringt. In Tirol betreibt man das Pflegeheim in Absam, das Soziale Kompetenzzentrum in Rum, das Sozialzentrum in Münster und das Pflegeheim in Brandenberg.

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Engagement mit Herzblut Humanocare war von Anfang bei der Projektentwicklung mit eingebunden. Zu den Gründen, warum man als Betreiber mit ins Boot stieg, meint Hadschieff: „Es tut meiner Seele gut und macht mich stolz, dass wir mit dem Reha Zentrum eine Lücke in der Reha-Versorgung in Tirol schließen konnten. Besonders verlockend war es für mich zudem, als gebürtiger Tiroler, im eigenen Geschäftsbereich und hier in meiner Heimat etwas umzusetzen, neben den Pflegeheimen und Altenbetreuungseinrichtungen, die wir in Tirol bereits führen.“ Das Reha-Zentrum Münster ist modern angelegt und bietet alles, was für den Reha-Erfolg, von der baulichen und infrastrukturellen Seite, notwendig ist. Es liegt schön eingebettet in die Landschaft, die Infrastruktur rundherum kommt den PatientInnen zugute. Das Haus bietet exzellente Sicherheit, falls einmal etwas passieren sollte, aber natürlich auch gute Therapiemöglichkeiten. Qualifiziertes Expertenteam „Wir freuen uns, einen Betrieb zu führen, der in Münster in Zukunft etwa 200 qualitätsvolle Arbeitsplätze mit hohem Fachwissen und Erfahrung sichert und


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in Rehabilationseinrichtungen und in der Akutpflege stehen die Niedrigpflegebetten wechselnden Anforderungen gegenüber. Diesen Herausforderungen stellt sich das sentida 03 hospitel.

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Das Reha Zentrum Münster bietet optimale Therapiemöglichkeiten für PatientInnen mit neurologischen Erkrankungen, Herz-KreislaufErkrankungen und Atemwegserkrankungen.

KR Mag. Julian Hadschieff, Geschäftsführer Humanocare GmbH

„Von der Akzeptanz des Reha Zentrum Münster sind wir sehr positiv angetan, besonders seitens der Patientinnen und Patienten, aber auch der Ärzteschaft.“ Mag. Julian M. Hadschieff

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damit den Wirtschaftsstandort Tirol unterstützt. Wir sind stolz, dass wir mit dem Ärztlichen Direktor Univ.Doz. Dr. Christian Brenneis, der Pflegedirektorin Dipl. Pflegew. (FH) DGKS Herlinde Hörmandinger und Verwaltungsdirektor Christian Elzinger ein großartiges und kompetentes Leading-Team gefunden haben und darüber hinaus hochkarätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Hadschieff. Bei der Suche nach MitarbeiterInnen stieß man auf ein überraschend großes Interesse: Über 1.000 Bewerbungen langten für die rund 200 Stellen ein. „Die Auswahl fiel uns nicht leicht, aber es ist uns gelungen, aus erfahrenen und jungen, bestens ausgebildeten Bewerberinnen und Bewerbern einen guten Mix zu finden“, so Hadschieff. Dass kompetente und freundliche MitarbeiterInnen, neben den baulichen Voraussetzungen und einer optimalen, unter anderem medizinisch-technischen Ausstattung, eine enorm wichtige Rolle bei einer erfolgreichen Rehabilitation spielen, liegt für ihn klar auf der Hand.


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www.weblifting.at Gemeinsam an einem Strang Eine weitere wichtige Voraussetzung für ein qualitativ hochwertiges Leistungsangebot und damit eine zielführende Rehabilitation ist das Zusammenwirken aller Beteiligten – sowohl hausintern als auch extern. Unter anderem mit der Ärzteschaft wird ein gutes Einvernehmen angestrebt: „Wir sind als Rehabilitationszentrum keine Insel. Wir schätzen die Leistung der zuweisenden Ärztinnen und Ärzte und werden uns daher besonders um gute Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Medizinern bemühen. Ein guter Dialog mit den niedergelassenen Ärzten ist enorm wichtig, weil er den nachhaltigen Erfolg einer Rehabilitation sichert“, ist Hadschieff überzeugt. Die optimale Versorgungskette ist ihm ein besonderes Anliegen: „In diesem Sinne darf ich an alle Tiroler Ärztinnen und Ärzte appellieren, uns hier auf die Probe zu stellen, und sie einladen, mit uns gemeinsam daran zu arbeiten, dass wir die Lebensqualität ihrer Patientinnen und Patienten verbessern.“

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garantiert qualitätsvolle betreuung

HUMANOCARE

Humanocare GmbH HUMANOCARE ist Betreiber von gemeinnützigen und privaten Gesundheits- und Sozialeinrichtungen und kann auf mehr als 17 Jahre Erfahrung zurückblicken. HUMANOCARE führt 9 Betriebe in Österreich, 402 Mitarbeiter arbeiten in den von HUMANOCARE geführten Einrichtungen, in denen 633 Bewohner und Patienten betreut werden. Dienstleistungsorientierung und qualitätsvolle Betreuung zeichnen die HUMANOCARE-Betriebe aus. Der Qualitätsanspruch beginnt im eigenen Unternehmen, deshalb ist die HUMANOCARE GmbH bereits seit 2003 ISO-zertifiziert. Als ein im Sozial- und Gesundheitsbereich tätiges Unternehmen wird auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen, die Einrichtungen sind hochsensible und individuelle Systemeinheiten mit hohem Qualitätsanspruch.

Der Weg zu uns Es gibt zwei Möglichkeiten, um eine Rehabilitation im Reha Zentrum Münster in Anspruch zu nehmen: • Die Zuweisung erfolgt durch einen niedergelassenen Haus- oder Facharzt – bitte beraten Sie sich mit einem Arzt Ihres Vertrauens. Hier finden Sie das entsprechende Antragsformular als Download: www.reha-muenster.at • Im Rahmen eines Anschlussheilverfahrens direkt nach einem Spitalsaufenthalt. Der Antrag kann bereits während des Akutaufenthalts gestellt werden. Bitte besprechen Sie diese Möglichkeit mit Ihrem behandelnden Arzt.

Eine Oase des Wohlfühlens „Wir haben alles für unsere Patientinnen und Patienten vorbereitet: einen umfassenden Therapie- und Trainingsbereich mit Indoor-Pool, freundliche und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auf ihre Wünsche eingehen, helle Zimmer, ein Restaurant mit regionaler Feinschmeckerküche und einen sonnigen Garten. Die Reha-Patientinnen und -Patienten sollen sich hier von Anfang an wohl fühlen. Auch ihre Partnerinnen und Partner heißen wir herzlich willkommen, gemeinsam die Vorzüge unseres modernen Hauses zu genießen“, so Hadschieff. Der Therapiebereich verfügt über alle dem Stand moderner Reha entsprechenden Anforderungen. Neben einem hochwertigen Therapieprogramm erwartet die Reha-PatientInnen in Münster ein Werkraum und eine Reha-Küche, in der auch Kochschulungen durchgeführt werden. Das großzügige Schwimmbad und der Fitnessbereich stehen außerhalb der Therapiestunden für die Reha-PatientInnen zur Verfügung. Im gemütlichen Restaurant wird den Gästen regionale Feinschmeckerküche und selbstverständlich auch entsprechende Diätküche serviert. Das Café empfiehlt sich als Treffpunkt, um andere Gäste kennenzulernen oder BesucherInnen zu empfangen. Ein großzügiger Garten lädt ein, Natur und Sonne sowie den wunderbaren Blick auf eine spektakuläre Bergwelt zu genießen. Auf dem großen Parkplatz sind auch Besucherautos willkommen. //


neues klinikum für erstklassige rehabilitation

Neues Klinikum für erstklassige Rehabilitation Das am 4. Juli 2011 eröffnete Reha Zentrum Münster dient der Nachbetreuung von PatientInnen mit neurologischen Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Atemwegerkrankungen. Neben der hochwertigen medizinisch-technischen Ausstattung ist es vor allem das multiprofessionelle Team, das für den ersehnten Reha-Erfolg einen wesentlichen Beitrag leistet.

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neues klinikum für erstklassige rehabilitation

Eine medizinische Behandlung ohne eine anschließende Rehabilitation ist oftmals sinnlos, denn eine solche ist in vielen Fällen notwendig, um wieder ganz gesund zu werden oder die Lebensqualität zu verbessern. Damit sich die PatientInnen in Münster wohl fühlen, damit sie nach einer schweren Krankheit wieder neuen Lebensmut und Lebensfreude finden, bedarf es eines Planes, wie diese Ziele erreicht werden können. Dafür braucht es ein multiprofessionelles Team, das dafür sorgt, dass eine optimale Rehabilitation angeboten wird. In Münster handelt es sich dabei um rund 200 Personen, die zum Wohle der PatientInnen zusammenarbeiten. Das Team setzt sich aus insgesamt 15 Ärzten, 38 Therapeuten, fünf Psychologen, 48 Pflegekräften, drei Diätologen, 26 Verwaltungskräften und Technikern sowie 28 Mitarbeitern in Küche und Service zusammen. Univ.-Doz. Dr. Christian Brenneis, Ärztlicher Direktor des Reha Zentrum Münster: „Wir sehen uns als Hilfesteller im Genesungsprozess unserer Patienten. Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität auch bei chronischen Erkrankungen oder bei bleibender Behinderung. Das beinhaltet nicht nur die Behandlung körperlicher

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Symptome, sondern auch die Bewältigung eines kritischen Lebensereignisses und Vorbeugung von Folgeerkrankungen durch Lebensstilanpassung.“ Zum Wohle der PatientInnen Was hat Univ.-Doz. Brenneis dazu veranlasst, die ärztliche Leitung im Reha Zentrum Münster zu übernehmen? „In den vergangenen drei Jahren war ich Primar in einem Krankenhaus in St. Pölten. Dort war ich mit der Akutbehandlung von Patientinnen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen betraut. Spannend an meiner neuen Aufgabe finde ich, dass ich sie nun länger, wie in Krankenhäusern üblich, betreuen darf. Dadurch sehe ich ihre Fortschritte und wie sie, auch dank unserer Hilfestellung, wieder in ein erfülltes, selbstständiges Leben zurückkehren können. Darüber hinaus finde ich es interessant, hautnah dabei zu sein, wie mit einem Reha Zentrum eine Versorgungslücke geschlossen wird. Gereizt hat mich an der neuen Aufgabe zudem die Tatsache, dass sich das Haus in Tirol befindet – meiner Wahlheimat.“ Auch die Pflegedirektorin Dipl. Pflegew. (FH) DGKS Her-


neues klinikum für erstklassige rehabilitation

linde Hörmandinger war bisher mit der Akutversorgung von PatientInnen betraut. Sie blickt auf 25 Jahre Erfahrung im Pflegebereich zurück und bekam dabei hautnah mit, dass die Nachsorge nicht in allen Fällen ausreichend gesichert war und dass dafür nicht selten weite Wege in Kauf genommen werden mussten – weil entsprechende Einrichtungen in Tirol fehlten. „Ich bekomme in Münster die Möglichkeit, meine Ausbildung und Erfahrung voll und ganz einbringen zu können. Gereizt hat mich außerdem die Tatsache, wie auch meinen Kollegen Dr. Brenneis, dass wir hier gemeinsam etwas Neues aufbauen können“, so Hörmandinger über ihre Beweggründe. Der Dritte im Bunde des Führungsteams ist Verwaltungsdirektor Christian Elzinger, der sich als Bindeglied zwischen dem Ärztlichen Leiter und der Pflegedirektorin sieht: „Ich schaffe die nötigen Freiräume, damit sie und ihre Teams sich auf ihre fachlichen Aufgaben konzentrieren können. Verantwortlich bin ich unter anderem für den Einkauf der medizinischen Produkte, von Speisen und Getränken, aber auch für die Buchhaltung und die Haustechnik.“

Fachärzte mit viel Erfahrung Die PatientInnen kommen entweder direkt nach einem Spitalsaufenthalt zur Rehabilitation nach Münster oder werden von niedergelassenen Ärzten hierher verwiesen. „Wir Ärzte untersuchen sie und schauen, was ihre Defizite sind. Dafür und für Zusatzuntersuchungen sind wir bestens ausgerüstet. Wir haben sehr gute diagnostische Möglichkeiten im Haus. Wenn zum Beispiel eine Patientin oder ein Patient mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu uns kommt, untersucht der Kardiologe im Ultraschall die Herzleistung und führt im Rahmen einer Ergometrie einen körperlichen Belastungstest durch. Im Anschluss daran wird das Therapieprogramm festgelegt“, erläutert Brenneis. Festgelegt werden im Reha Zentrum Münster Wochen- und Gesamtziele, wobei natürlich deren Erreichung regelmäßig überprüft wird. Bei den Teambesprechungen wird für jede Patientin/jeden Patienten herausgearbeitet, was beim Therapieplan zu verbessern ist. Für die praktische Umsetzung des Therapieplans ist in erster Linie das hochqualifizierte Therapeutenteam verantwortlich.

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Führungsteam des Reha Zentrum Münster (v. l.): Christian Elzinger (Verwaltungsdirektor), Dipl. Pflegew. (FH) DGKS Herlinde Hörmandinger, Univ.-Doz. Dr. Christian Brenneis (Ärztlicher Direktor)

Professionelle Zusammenarbeit Doch nicht nur innerhalb des Hauses in Münster ist Teamwork gefragt – auch mit den Partnern außerhalb strebt man eine gute Zusammenarbeit an: „Um die optimale Versorgungskette für die Tirolerinnen und Tiroler zu sichern, ist uns die Zusammenarbeit mit den Akutkrankenhäusern und den niedergelassenen Ärzten sehr wichtig. Darüber hinaus besteht bereits eine Kooperation mit der TILAK. Ärzte der Klinik Innsbruck werden auch im Reha Zentrum Münster tätig sein“, so Brenneis. Laut Univ.-Professor Dr. Otmar Pachinger, geschäftsführender Direktor des Departments für Innere Medizin der Univ.-Klinik Innsbruck, „ist diese Form der Kooperation eines kardiologischen Zentrums mit einem Reha Zentrum einzigartig und erstmalig in Österreich.“ Verschlechtert sich beispielsweise der Zustand einer Patientin/eines Patienten, wäre ein Zugang, etwa zur dortigen Kardiologie, rasch möglich. Aber auch mit der Universitätsklinik für Neurologie (Leitung: Univ.-Prof. Dr. Werner Poewe) und der Abteilung für Neurologische Akutnachbehandlung in Hochzirl (Leitung: Univ.-Prof. Dr. Leopold Saltuari) herrscht bestes Einvernehmen. „In jedem Fall wird abgeklärt, was für die Patientin oder den Patienten das Beste ist:

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entweder direkt von der Klinik zu uns oder zuerst nach Hochzirl, wenn eine längere Reha über sechs Wochen notwendig ist. Ich habe den Eindruck, alle sind froh, dass es uns gibt“, sagt Brenneis. Von Berührungsängsten, einer Konkurrenz- oder Mitbewerberproblematik spüre er nichts. 24-Stunden-Betreuung Die medizinischen Schwerpunkte in Münster liegen vor allem auf der neurologischen Rehabilitation, speziell nach Schlaganfällen, auf der Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (zum Beispiel nach Herzinfarkten) sowie im Bereich der Lunge, etwa vor oder nach Lungenoperationen. Die hochwertige medizin-technische Ausstattung bildet die Basis der Rehabilitation. Neben der medizinischen Trainingstherapie mit Kraft- und Ausdauergeräten werden in Münster für neurologische Patienten unter anderem roboterunterstützte Therapiemodalitäten angeboten. Daneben sind es natürlich die geschulten Mitarbeiter, die einen wesentlichen Beitrag für den Reha-Erfolg leisten. Beim zum Teil sehr langen (bis zu sechs Wochen) Weg von der Aufnahme zur Erstrehabilitation bis zur Entlassung treten die Mitarbeiter des Pflegeteams auf den Plan.


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„Um dem Patienten wieder die Selbstständigkeit zurückzugeben, ist neben der medizinischen Akutbehandlung die medizinische Rehabilitation zentral.“ Univ.-Doz. Dr. Christian Brenneis, Ärztlicher Direktor Reha Zentrum Münster

Die Pflege ist durch ihre 24-Stunden-Anwesenheit eine Art Drehscheibe im Haus und erfüllt einen wichtigen kommunikativen Aspekt. „Wir arbeiten intensiv mit den Therapeutinnen und Therapeuten zusammen und führen die Therapie weiter. Viel Zeit wenden wir auf, damit die Patientinnen und Patienten Fortschritte in den Aktivitäten des täglichen Lebens machen, wie etwa beim Anziehen oder Waschen. Zu den Hauptaufgaben der Therapeutinnen und Therapeuten zählt es hingegen unter anderem, deren Bewegungseinschränkungen zu verbessern“, gibt Hörmandinger einen Einblick in die tägliche Arbeit des Pflegeteams. Vorbereitung für daheim Doch wir betreuen nicht nur PatientInnen, sondern begleiten auch deren Angehörige auf dem schwierigen Weg. Dadurch, dass das Reha Zentrum in Tirol stationiert ist, können wir sie viel besser einbinden. Für die Überleitung der PatientInnen von der Reha in die gewohnte Umgebung ist eine eigene Mitarbeiterin zuständig: „Sie erarbeitet mit den Angehörigen, in welcher Art und Weise die Wohnumgebung an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden sollte. Wir laden die Angehörigen dazu ein, zu uns zu kommen und unser Trainingsbad und unsere Trainingsküche zu besichtigen. Dabei lernen sie, wie sie zuhause mit der Patientin bzw. dem Patienten am besten umgehen und ihn bei der Verrichtung der alltäglichen Aktivitäten am besten unterstützen“, erklärt Hörmandinger. Dass eine fachkundige Pflege einen wichtigen Beitrag leistet, wenn es darum geht, den PatientInnen ein möglichst eigenständiges Leben zu ermöglichen,

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wenn sie Münster wieder verlassen, ist sie überzeugt. „Die Patienten sollen die Folgen einer Verletzung oder einer Krankheit so weit wie möglich überwinden und ihren veränderten Körper neu kennenlernen. Sie müssen Verlorenes wieder ausgleichen oder lernen bei Unabänderlichem neue Wege zu finden. Sie müssen neue Verhaltensmuster lernen und Lebensentwürfe ändern. Werden die ganze Familie und auch das weitere soziale Umfeld in diese Veränderungen einbezogen, gelingt das sicherlich besser“, fasst sie die Herausforderung zusammen. Besucher herzlich willkommen Die Einbindung der Angehörigen und Freunde spielt eine wesentliche Rolle bei der Genesung und beim Fortschritt in der Rehabilitation. „Drei bis sechs Wochen sind für einen Menschen, der in diesem Zeitraum aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen und von seinen sozialen Kontakten getrennt wird, eine sehr lange Zeit“, ist Hörmandinger überzeugt. Deshalb ist man für Besucher bestens gerüstet. Das Reha Zentrum Münster ist bis 22 Uhr für Besucher geöffnet. Es gibt im Eingangsbereich ein großes Café, dazu in jedem Stock eigene Aufenthaltsbereiche. Da das Reha Zentrum nur über Ein- und Zweibettzimmer verfügt, sind auch hier gute Rückzugsmöglichkeiten der PatientInnen mit ihren Angehörigen möglich. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, dass die PartnerInnen von PatientInnen für eine bestimmte Zeit oder während des ganzen Reha-Aufenthaltes gemeinsam im Doppelzimmer übernachten. Dieses Service muss separat bezahlt werden. //


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Reha-Angebot in Münster (Auswahl) Neurologie • Nach Schlaganfällen oder Hirnblutungen • Bei chronischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson oder leichten Gedächtnisstörungen (z. B. leichte Alzheimererkrankung) • Nach Verletzungen mit Beteiligung des Gehirns, des Rückenmarks oder der peripheren Nerven • Nach Hirnhautentzündungen • Zur Schmerztherapie (z. B. chronische Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall) • Bei Muskelerkrankungen • Bei akuten oder chronischen Erkrankungen des peripheren Nervensystems Lunge • Vor oder nach Lungenoperationen • Bei Lungenerkrankungen mit Funktionseinschränkungen • Bei chronischem Asthma Herz-Kreislauf • Nach Herzinfarkten • Bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße • Nach chirurgischen Eingriffen wie Bypass-Operationen oder Transplantationen von Herz und Lunge • Bei schwer einstellbarem Blutdruck • Nach entzündlichen Herzerkrankungen

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