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Weidmannsheil! Otto von Bismarck meinte, es werde nirgends so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd. Schaut man sich den derzeitigen Sumpf in der Bundespolitik an, bleibt für uns offen, ob jetzt „vor der Wahl“ ist oder ob wir uns schon mitten im Krieg befinden. Die zentrale Frage lautet: Wie nur bewahre ich mir mein Vertrauen? Vertrauen in die Politik, in den korrekten Umgang mit Steuergeldern, Vertrauen in den Datenschutz, in das Geschäftsgebaren österreichischer Großfirmen, Vertrauen in den Euro – in die Europäische Union ... „Vertrauen“ bedeutet, dass Entwicklungen einen positiven oder erwarteten Verlauf nehmen. Vertrauen heißt, noch eine Handlungsalternative zu haben, besteht diese nicht mehr, dann bleibt nur noch die Hoffnung. Wenn ich Bezugspersonen oder Organisationen vertraue, sind daran die Erwartungen geknüpft, dass sich deren zukünftige Handlungen im Rahmen von gemeinsamen Werten oder moralischen Vorstellungen bewegen. Vertrauen wird durch Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und Authentizität begründet, es wirkt sich in der Gegenwart aus, ist aber auf künftige Ereignisse gerichtet. (Vgl. Wikipedia) Handlungsalternativen, gemeinsame Werte, moralische Vorstellungen ... Jeder hänge den eigenen Gedanken nach. Auf gemeinsame Werte sind wir jedenfalls in unserer umfangreichen Recherche zum aktuellen Leitthema, der Jagd, gestoßen: Die Jagd wirkt durch die damit verbundene Ethik wie eine geheime Religion – und stellt einen unerwartet lukrativen Wirtschaftszweig dar. Haben Sie gewusst, dass sich der jährliche Wirtschaftswert der Jagd in Österreich auf 475 Mio. Euro, in Tirol auf 50 Mio. Euro beläuft? Denn wer ein echter Jäger ist, der braucht auch eine weidmannsgerechte Ausstattung, von der Waffe über den Geländewagen bis zum Abschuss und dem Pachtschilling sowie den Kosten für Wildschaden ... lesen Sie selbst.
Chefredakteurin Mag. Ulrike Delacher delacher@econova.at
Moralische Vorstellungen haben auch Tirols Bestatter – eher allerdings mit ihren Kunden als untereinander: Der Tod ist ein sicheres Geschäft – todsicher. Doch neben der Pietät besitzt der Tod auch eine kommerzielle Komponente. Wir haben einige Beerdigungsinstitute besucht und nachgefragt, wer denn aller am Geschäft mit dem Tod verdient. eco.geld widmet sich in dieser Ausgabe auch/wieder der Krise – von der Spekulationsblase zum Staatsbankrott – und möglichen Auswegen, also Handlungsalternativen für den Vertrauensaufbau, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Daneben haben wir uns angesehen, wie vertrauenswürdig die Anlagen in Gold trotz des aktuellen Crashs sind, und unser Redakteur meint getrost: Es ist alles Gold, was glänzt. Wen die ganzen Nachrichten zu Schulden, Staatsbankrott und Börsencrashs krank machen, dem kann geholfen werden. In unserem aktuellen Gesundheits-Spezial widmen wir uns Themen fürs ganz persönliche Wohlbefinden, wie z.B. Gesund altern oder Rehabilitation in Tirol. Wir schauen uns an, wie es um den Forschungsstandort Innsbruck bestellt ist, und haben für Sie den Chef des Biozentrums befragt sowie uns an der Innsbrucker Universitätsklinik für Urologie über den aktuellen Forschungsstand zum Thema Prostatakarzinom informiert. Und wer sich für gesundes Essen interessiert, kommt mit „nachhaltigen“ Ernährungstipps und einem Beitrag, bei dem es „um die Wurst geht“, gleich doppelt auf seine Kosten. In diesem Sinne: Weidmannsheil und bleiben Sie gesund! Ihre eco.nova-Chefredaktion
*Kling Glöckchen* klingelingeling Damit es Ihnen nicht so ergeht wie Josef und Maria auf Herbergssuche … Buchen Sie schon jetzt Ihre Weihnachtsfeier. Bei uns sind Sie immer herzlich willkommen!
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eco.nova 3
.EU IM 3ORTIMENT seite 10: wirtschaftsfaktor jagd
seite 24: das geschäft mit dem tod
eco.inhalt
eco.titel 010 weidmannsdank Die Jagd – ein unglaublicher Wirtschaftsfaktor in Tirol.
eco.wirtschaft 024 sterben für anfänger Nur der Tod ist umsonst? Von wegen ...
030 yog innsbruck 2012 Was werden die olympischen Ringe bringen?
034 steuer.berater 042 recht.aktuell
eco.zukunft 046 datensicherheit Regierungen und Geheimdienste aus aller Welt vertrauen einer Technologie aus Tirol.
048 ausgezeichnete (sonnen-)energie Die IKB setzt auf den Ausbau erneuerbarer Energien.
054 der op der zukunft Das Sanatorium Kettenbrücke bekommt einen zukunftsweisenden Operationssaal.
Impressum Herausgeber & Medieninhaber: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/290088, E-Mail: redaktion@econova.at, www.econova.at • Geschäftsleitung: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin • Assistenz: Marina Kremser, Ruth Loreck • Chefredaktion: Mag. Ulrike Delacher, MSc Redaktion: eco.wirtschaft: MMag. Klaus Schebesta, Mag. Sandra Nardin, Bruno König, Stefan Becker, Renate LinserSachers, Doris Penna, MMag. Paul Salchner, Barbara Liesener, DI Caterina Molzer-Sauper, Uwe Schwinghammer • eco.zukunft: Dr. Barbara Hoffmann • eco.geld: Dr. Michael Posselt, Michael Kordovsky • eco.kultur: Julia Sparber • eco.mobil: Bruno König • steuer.berater: Dr. Verena Maria Erian • recht.aktuell: RA Mag. Dr. Ivo Rungg • eco.gesundheit: Mag. Ulrike Delacher, MSc • eco.life: Marina Kremser Anzeigenverkauf: Ing. Christian Senn, Christoph Loreck, Bruno König, Mag. Sandra Nardin, Martin Weissenbrunner • Fotoredaktion: Florian Schneider, Julia Türtscher • Titelseite: stadthaus 38 • Jahresabo: EUR 25,00 (14 Ausgaben) • Druck: a-print, Klagenfurt Unternehmensgegenstand: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova.
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Grundlegende Richtung: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar.
seite 82: krisensitzung am finanzsektor
seite 90: im test: bmw 5er touring
056 betriebliche nachfolge leicht gemacht Die Ăœbergabe eines Unternehmens braucht starke Partner und viel Know-how.
seite 98: herbstlicher weingenuss
082 spekulation und staatsbankrott Warum sich die Krise von einer Nische des Finanzsektors auf den gesamten Markt ausbreitet.
058 bildung nach talenten Das WIFI unter neuer FĂźhrung.
060 mergers & acquisitions Unternehmenserwerb zwischen Lotterie und Strategie.
064 innsbrucks beste Volkswirt Matthias Sutter im Interview.
eco.geld 074 auswege aus der schuldenkrise Wie zahlreiche Länder in der Vergangenheit aus der Verschuldungsfalle kamen und was man daraus fßr heute lernen kann.
076 es ist alles gold, was glänzt Was Gold nach wie vor attraktiv macht. Nicht nur als Schmuckstßck.
eco.mobil 090 gutaussehender alleskĂśnner Der neue BMW 5er Touring im Test.
092 zu besuch auf der iaa Autoredakteur Bruno KĂśnig hat die skurrilsten Fahrzeuge eingefangen.
eco.life 098 edle tropfen zu herbstlichen kĂśstlichkeiten Der passende Wein zu Wild & Co.
100 weihnachten & silvester 2011 Stilvoll feiern, kultiviert speisen.
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eco.mmentar
Die Moral von der Geschicht‘ Korruption und unsaubere Deals der politischen Akteure dominieren die Schlagzeilen. Wenn die österreichische Bundespolitik jetzt nicht die Notbremse zieht, ist das Vertrauen der Bürger endgültig dahin. Und damit die Chance, mit demokratischen Prozessen die Zukunft zu gestalten.
MMag. Klaus Schebesta
Text: Klaus Schebesta Foto: Florian Schneider
Das Interesse an Politik ist am Boden. Ebenso der Glaube an die Handlungsfähigkeit der Bundesregierung. Und die Glaubwürdigkeit der politischen Akteure ganz allgemein. Während sich vor zehn Jahren noch 56 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher für Politik interessierten, sind es jetzt nur mehr 26 Prozent, Tendenz fallend. 77 Prozent sind mit der Regierung nicht zufrieden. Bei 75 Prozent ist das Vertrauen in die Politik gesunken. Der Souverän, das Volk, wendet sich angewidert vom politischen Personal ab. Kein Wunder. Inhaltliche Themen werden zur Randnotiz – und lösen sich in der zähen Blockadepolitik der Großen Koalition zu belanglosen Ankündigungen, Phrasen und gegenseitigen Drohungen auf. Die Schlagzeilen werden dominiert von Skandalen, Korruption und Selbstbedienungsmentalität. Herr und Frau Österreicher müssen tagtäglich neue Nachrichten verkraften, in denen es um astronomische Summen geht, die ihre Mandatare bei halbseidenen Deals unbemerkt in ihre Taschen zu streifen versuchten, ohne die weiße Weste dabei anzupatzen. Das jedoch ist gründlich misslungen. Die Medien zerren laufend neue Beispiele vom moralischen Versagen der politischen Kaste ans Licht. Es ist für einen hart arbeitenden Durchschnittsverdiener nicht leicht zu verstehen, dass ein ehemaliger Finanzminister es bei Spekulationsgewinnen und anderen undurchschaubaren Geschäften an der steuerlichen Redlichkeit fehlen ließ; dass ein ehemaliger Verteidigungsminister Gelder von einem Rüstungskonzern bezieht, der das österreichische Heer beliefert hat; dass ein ehemaliger Kanzler die politische Bühne verlässt und gleichzeitig beteuert, von der Telekom-Afäre nichts gewusst zu haben; dass der amtierende Bundeskanzler sich die „wohlwollende“ Berichterstattung der größten Boulevardzeitung des Landes durch großzügige Inserate eines staatsnahen Betriebes absichern ließ. Fünf vor zwölf ist längst vorbei. Jetzt ist es fünf nach zwölf. Um die moralische Glaubwürdigkeit halbwegs wieder zurückzuerobern, bleibt der heimischen Politik nur eine Möglichkeit: Gnadenlose Transparenz und beinharte Korruptionsbekämpfung. Das heißt im Klartext: Untersuchungsausschüsse, wo immer es
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nötig ist; ein radikales Verbot des Anfütterns von Beamten; Offenlegung von Geldflüssen an die Parteien; lückenlose Lobbyistenregister; Aus für Provisionen bei Deals mit der öffentlichen Hand; Anonymität für Whistleblower, also jene, die unsaubere Vorgänge ans Licht bringen. Nur wenn die öffentliche Bühne in allen Ecken ausgeleuchtet wird, bleibt kein Platz für dunkle Geschäfte. Das wäre ein Anfang, um sich das Vertrauen der Bürger wieder zu verdienen. Und um die Vorbildwirkung auszuüben, die unsere Vertreter nun einmal haben. Kein Wunder, dass sich Anstand und Moral auch abseits der Politik am Tiefpunkt befinden. Warum sollte auch ein kleiner Handwerker nicht pfuschen gehen, wo doch die eigene politische Elite zulangt und abzockt, wo es gerade geht? Warum sollte man sich mit Zivilcourage einem Risiko aussetzen, wo doch auch der Politik egal zu sein scheint, ob die Pensionen in zehn Jahren noch finanzierbar sind? Warum sollte man sich mit Eigenverantwortung herumquälen, wo doch die Vollkaskomentalität viel bequemer ist? Wenn es „die da oben“ mit der Moral nicht so genau nehmen, dann gehen Tugenden wie Handschlagsqualität, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und Rücksicht auch „unten“ vor die Hunde. Einem Aufrichten des moralischen Rückgrats müssten auf politischer Ebene freilich inhaltliche Schritte folgen: Bei der Staatsreform; bei der Verwaltungsreform; bei der Pensionsreform; bei den Staatsfinanzen. Die Schwachpunkte sind hinlänglich bekannt. Und das Schreckensgespenst Überschuldung ist so intensiv in den Medien diskutiert worden, dass es bei den Wählern die Bereitschaft gibt, den Gürtel enger zu schnallen, um wieder eine solide Basis zu bekommen. Die Österreicher sind nicht dumm. Sie müssen selbst ihre privaten Haushalte im fi nanziellen Lot halten und haben Kinder und Enkel, denen sie ein funktionierendes Staatswesen erhalten wollen. Die Zeit ist reif, die Staatschulden in den Griff zu bekommen – doch das Projekt scheitert am nötigen Mut der Regierenden. Wenn aber die Politik aufhört, an die Vernunft ihrer eigenen Bürger zu glauben, ist Hopfen und Malz verloren.
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Wirtschaft & Unternehmen
seits genießt deren Ausbildung im Vergleich zum Hochschulstudium bei weitem nicht das Ansehen, das sie verdient – Politik und Wirtschaft sind gefragt, hier Initiativen zu setzen.“ Der größte Bedarf nach neuen Mitarbeitern herrscht im kommenden Quartal österreichweit in den Bereichen Energieversorgung (+20 %), Finanzwesen & Dienstleistungen (+13 %) und Handel (+13 %). Weniger rosig sieht es für den Sektor Verkehr & Telekommunikation mit einem Netto-Beschäftigungsausblick von –3 % aus, eine Verringerung um 11 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.
„Jung vs. Alt“ – Wer stopft das Fachkräfteloch? „Nach dem recht positiven Ergebnis unserer letzten Umfrage fürs dritte Quartal sind Österreichs Personalisten auch für die Wintersaison vermehrt auf der Suche nach neuen Mitarbeitern: Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte haben sich die Einstellungsvorhaben stark erhöht“, freut sich Erich Pichorner, Geschäftsführer von Manpower Österreich, über anhaltenden Aufwind im Jobmarkt. Der Nettobeschäftigungsausblick Österreich ist im Vergleich zum Vorquartal zwar von 10 % auf 6 % leicht gesunken, nach –7 % im ersten und mageren 2 % im zweiten Quartal jedoch stabil positiv. 13 % der HR-Spezialisten wollen Personal aufnehmen, 7 % planen Mitarbeiter abzubauen und 77 % aller Personalisten wollen den Personalstand nicht verändern. 3 % sind unentschlossen. Seit acht Jahren erhebt der Personaldienstleister mit dem Manpower Employment Outlook Survey (kurz: MEOS) die Recruitingpläne von 750 Personalisten aus Österreich und über 65.500 HR-Verantwortlichen weltweit.
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Personalisten möchten Stellen besetzen – oft fehlen passende Qualifikationen Der Manpower-Beschäftigungsausblick fällt für den Großteil aller Bundesländer positiv aus: Spitzenreiter ist Vorarlberg (+13 %), gefolgt von Kärnten und Tirol (beide +10 %). Auch in Salzburg (+7 %), Oberösterreich (+6 %), Niederösterreich (+6 %), Wien (+4 %) und der Steiermark (+2 %) erwarten die Personalisten in den kommenden Monaten Zuwachs. Als einziges Bundesland liegt das Burgenland mit –2 % im negativen Bereich. „Während die Prognosen der Personalverantwortlichen – sprich auf Nachfrageseite – durchaus positiv sind, sieht es in vielen Bereichen auf der Angebotsseite eher dünn aus. Oft möchten Unternehmen gerne einstellen, finden aber keine passenden Kandidaten“, erklärt Josef Buttinger, Area Manager Salzburg/OÖ bei Manpower Österreich. „Das liegt auch am leidenden Image der Lehrberufe in Österreich. Einerseits werden qualifizierte Facharbeiter dringend gebraucht, anderer-
Human Age: Talente bestimmen über Erfolg und Misserfolg Die Arbeitswelt stößt laut Manpower auf ein neues Zeitalter: das „Human Age“. „Wir nennen diese Entwicklung auch ‚from Capitalism to Talentism‘. Der Mensch als Individuum, nicht das Unternehmen als abstrakte Einheit wird zum wichtigsten Motor für das Wirtschaftswachstum“, erklärt Pichorner: „Es sind immer mehr die Talente, die sich ein Unternehmen aussuchen, anstatt umgekehrt. Das ändert auch den Umgang mit traditionell weniger gefragten Altersgruppen: Die ganz jungen Menschen müssen entsprechende Ausbildungsprogramme geboten bekommen und das Know-how erfahrener Mitarbeiter muss zugleich mehr Wertschätzung erfahren.“ Mag. Johannes Blätterbinder, Leiter Konzernpersonalwesen Energie AG OÖ, sieht das ähnlich: „Jede Organisation und viele Aufgabenbewältigungen benötigen eine Mischung aus Enthusiasmus der jüngeren Mitarbeiter und Erfahrung der älteren Mitarbeiter. Unternehmen sind daher gefordert, Modelle zu entwickeln, die diese Mischung ermöglichen und die Beschäftigung älterer Mitarbeiter fördern.“ Alle Detailanalysen nach Bundesländern, Wirtschaftssektoren und 41 Ländern weltweit finden Sie unter www.manpower.at.
eco.wirtschaft
Auf weitere fünf Jahre ... Kürzlich wurde die Akkreditierung der UMIT – Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik durch den Österreichischen Akkreditierungsrat (ÖAR) für weitere fünf Jahre genehmigt, wie das Rektorat der UMIT, Rektorin Univ.-Prof. Dr. Christa Them und Vizerektor Philipp Unterholzner, MSc, berichteten. Die UMIT ist damit – nach der Katholischen Theologischen Privatuniversität Linz und der Webster University Vienna – die dritte österreichische Privatuniversität, die sich nach der Erstakkreditierung bereits zum zweiten Mal erfolgreich einem Reakkreditierungsverfahren gestellt hat und um weitere fünf Jahre verlängert wurde. Im Rahmen der Sitzung wurden vom ÖAR auch die von der UMIT beantragten Master-Studien Gerontologie und Psychologie genehmigt. Die Entscheidungen bedürfen noch der Unterschrift des Bundesministers. Das Reakkreditierungsverfahren, das einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten in Anspruch genommen hat, war an der UMIT mit einem hohen administrativen und auch personellen Aufwand verbunden. „Sämtliche Mitarbeiter arbeiteten in den universitären Gremien und Arbeitsgruppen nahezu ein Jahr am 2000 Seiten umfassenden Reakkreditierungsantrag, der die Basis für die gefällte positive Entscheidung des Österreichischen Akkreditierungsrates (ÖAR) war“, so Them.
100%iger Zuwachs In ihrer ersten vollen Betriebssaison übertraf die AREA 47 sämtliche Erwartungen. Von Mai bis Ende September 2011 verdoppelten sich die Nächtigungen und OutdoorAktivitäten in Tirols großem Abenteuerpark. Auch den umliegenden Ferienregionen bescherte „The Ultimate Outdoor-Playground“ starke touristische Impulse. Mehr als 24.000 Nächtigungen in den hauseigenen Lodges und Tipis bedeuten einen Zuwachs von 100 % gegenüber dem Vorjahr. Eine nähere Analyse zeigt, dass sich die Tagesausgaben von Gästen, die in der AREA 47 nächtigen, jenen in der gehobenen 4-SterneHotellerie ähneln. Zusatzprogramme von Rafting & Co. machen’s möglich. „Wir sprechen hier von Tagesausgaben bis zu 120 Euro pro Tag. Das ist für den Sommer- und speziell für den Outdoor-Tourismus eine ganz klare Botschaft – wer Erlebnisqualität bietet, hat auch eine ordentliche Erlössituation“, so Hansi Neuner, Geschäftsführer der AREA 47. Die Auslastung der Unterkünfte betrug 82 %, für das traditionell wochenendlastige Outdoor-Geschäft stellt dies einen Traumwert dar. > Weitere Infos: www.area47.at
Kufgem-EDV erweitert Produkt-Portfolio Mit der Vertragsunterzeichnung wurde Anfang September eine vielversprechende Partnerschaft besiegelt: Das Kufsteiner IT-Systemhaus Kufgem-EDV und der Software-Entwickler PraKom bieten ab sofort mit VenDoc eine moderne Unternehmenssoftware für die Auftragsabwicklung an. Zielmarkt sind alle KMU in Tirol, Salzburg und dem benachbarten Bayern. „Das Warenwirtschaftssystem VenDoc ist eine Software, die neue Maßstäbe setzt“, ist Kufgem-Geschäftsführer Franz Mayer überzeugt. Entwickelt wurde das Programm von Hannes Koidl und Martin Praxmarer, beide ehemalige Mitbegründer von Koram (Kplus), die bei der Neuentwicklung auf modernste Technologien gesetzt haben. Hannes Koidl: „Wir haben mit VenDoc ein Programm entwickelt, das dem Unternehmer eine schnelle und flexible Auftragsabwicklung ermöglicht – wie noch keine andere Software zuvor.“ Das Verrechnungsmodell lässt ebenso aufhorchen. Franz Mayer: „Für VenDoc ist kein Ankauf von Software-Lizenzen erforderlich, sondern der Unternehmer bezahlt nur ein moderates monatliches Nutzungsentgelt.“ Das ergibt für den Kunden geringe finanzielle Startkosten für die Softwareumstellung und für die Zukunft fixe, planbare Kosten. Und da es keine Bindungsfristen gibt, bedeutet das für den Kunden auch null Risiko!
Heute schon an übermorgen denken SONNENTOR, der Bio-Spezialist aus dem niederösterreichischen Waldviertel, trägt Verantwortung. Wie ernst er diese Verantwortung nimmt, zeigt er im neu erschienenen, 30-seitigen Nachhaltigkeitsbericht 2011, in dem alle nachhaltigen Aspekte des letzten Geschäftsjahres zu den Bereichen Umwelt, Mitarbeiter, Gesellschaft, Kooperationen und Wirtschaft zusammengefasst sind. „SONNENTOR steht für Werte, für die es sich lohnt, geradezustehen und zu arbeiten. Leben und leben lassen, das gegenseitige Anerkennen und Wertschätzen sind für ein langfristiges Miteinander unerlässlich“, erklärt Johannes Gutmann, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens. Der Unternehmenszweck und die Philosophie des Unternehmens veranlassen es zur Bewusstseinsbildung für gesunde Lebensweise, Nachhaltigkeit und biologische Kreislaufwirtschaft. Das erwirtschaftete Kapital wird zum Großteil reinvestiert oder geht über Steuern und Sozialversicherungsbeiträge an den Staat. So wurden im letzten Geschäftsjahr rund 1,66 Mio. Euro an den Staat bezahlt. Weitere Infos sowie den gesamten Nachhaltigkeitsbericht finden Sie auf www.sonnentor.at (News/Downloads/Unternehmen)
eco.nova 9
Text: Ulrike Delacher Fotos: Florian Schneider
eco.titel
Weidmannsdank!
Die Jagd – unglaublicher Wirtschaftsfaktor in Tirol Die geheime Religion in Tirol heißt Jagd – und ihr folgen viele Jünger: Österreichweit pirschen rund 119.000 Jäger durch die Wälder, in Tirol waren es 2010 gesamt 18.000 Weidmänner und -frauen. Der Tiroler Landesjägerverband zählt 16.137 Mitglieder, davon 1.323 Weidfrauen und 4.160 ausländische Jäger. Bundesweit beträgt die jagdlich genutzte Fläche 82.164 km2 – also 98 % der Gesamtfläche. Und in Tirol? Ist praktisch das ganze Land Jagdfläche: Von 12.647 km2 sind 12.445 km2 zur Jagd freigegeben. Der Wirtschaftswert der Jagd wird in Österreich auf 475 Mio. Euro geschätzt, in Tirol fließen mit Pachtschilling, Steuern und Ausrüstung etwa 50 Mio. Euro seitens der Weidwerker in die Wirtschaft. Beeindruckende Zahlen – und für eco.nova Grund genug, sich rechtzeitig zur Hirschbrunftzeit dem Thema Jagd ausführlich zu widmen.
Jäger und Sammler – ohne die Jagd hätten die Menschen in Zeiten vor der Domestizierung und dem Ackerbau nicht überlebt; verwertet wurde alles, vom Fleisch über das Fell bis zu den Knochen. Später wurden die Menschen sesshaft und betrieben Landwirtschaft und Viehzucht, die Jagd war zur Lebensmittelbeschaff ung nicht mehr zwingend notwendig, allerdings wurde sie zur Machtdemonstration eingesetzt: Ab dem 9. Jahrhundert war das Recht auf freien Tierfang dem jeweiligen Herrscher vorbehalten, im 15. Jahrhundert entstand der hohe und der niedere Adel, wovon heute noch die Begriffe „Hochwild“ (z.B. Schalenwild außer Reh, Auerhähne, Steinadler), das dem Adel vorbehalten war, und das so genannte „Niederwild“, das vom niederen Adel, Bauern und dem Klerus gejagt werden durfte, zeugen. Mit der Revolution 1848 änderte sich auch für die Jagd Grundlegendes: Seitdem ist das Jagdrecht an den Grundbesitz gebunden, Verpachtungen wurden ermöglicht, sofern das Jagdausübungsrecht nicht selbst genutzt wurde.
Dünkelgrün Auch heute noch ist die Jagd hier und dort ein Zeichen für unternehmerische oder sonstige Potenz und wirkt für Außenstehende durch die strengen Rituale, durch die grüne Uniformierung sowie die eigene Sprache des Jägerlateins – und nicht zuletzt, wenn es um namhafte Jagdpächter und Jagdgäste geht – ein wenig geheimnisumwittert ... So liegen in Tirols Wäldern des Öfteren prominente Weidmänner wie etwa Politiker aus den Nachbarländern auf der Lauer, nicht weniger prominent ist die Liste der Jagdpächter – die allerdings unter Datenschutz fällt, wie uns versichert wurde. Uns hat die Geheimniskrämerei überrascht, wenngleich dann doch recht freimütig über die namhaftesten Jagdpächter in Tirol Auskunft gegeben wird.
Schalenwild = Paarhufer (= Hornträger, Geweihträger) und Schwarzwild (Wildschweine), Klauen = Schalen
Die Who-is-who-Liste der Jagdpächter reicht vom Prinzen zu Sayn-Wittgenstein bis zum Pächter aus Wien, Heinz Pezina, Chef des Investmenthauses Vienna Capital Partners. Eine Jagdpacht betreiben beispiels-
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Abschuss: Gams: 3.000 Euro Steinbock: 10.000 Euro
weise Rene Benko, Bauunternehmer Eduard Fröschl, auch der Vorstandsvorsitzende der Firma ThyssenKrupp blickt auf eine langjährige Jagdgeschichte in Gerlos zurück. Der eine oder andere erinnert sich auch an den Brandanschlag 2009 auf den Jagdsitz des Schweizer Novartis-Chefs Daniel Vasella im Lechtal ... Und die Liste der klingenden Namen könnte mit Sicherheit fortgesetzt werden. Fakt aber ist, dass die Jagd nicht nur im elitären Bereich angesiedelt ist: 42 % der Jagdkarteninhaber sind Gewerbetreibende, 29 % Angestellte und Arbeiter, 16 % Bauern, 8 % Freiberufler, 4 % Pensionisten und 1 % Industrielle. Im letzten Jahr sind insgesamt rund 18.000 Weidmänner und -frauen in Tirol auf die Jagd gegangen. 16.137 Mitglieder zählt der Tiroler Jäger verband, 25 % kommen aus dem Ausland – vorwiegend aus Deutschland und Italien. 2010 haben rund 600 Jungjäger die Prüfung für die Jagdkarte erfolgreich absolviert, im selben Jahr hat der Verband 1.847 Jagdgastkarten ausgestellt.
Tiroler Jagdgründe Heute ist die Jagd in Tirol, wie in ganz Österreich, nach dem Reviersystem geordnet. Dies bedeutet, dass für ein fest umrissenes Gebiet jeweils die Eigentumsverhältnisse, die Jagdverpachtung und die Abschusspläne festgelegt sein müssen. Damit ist die Verantwortlichkeit für jedes einzelne Revier eindeutig geregelt. Reviere können zusammengelegt oder getrennt werden und die Pacht kann von Einzelpersonen oder Gemeinschaften erfolgen. Nicht jeder Jäger ist zugleich Pächter eines Reviers. Insgesamt zählt der Tiroler Jägerverband 1.247 Jagdgebiete, 1.046 davon sind an 1.200 Jagdpächter vergeben. Man unterscheidet zwischen Eigenjagdrevieren (47 % in Tirol) und Genossenschaftsrevieren (53 %). Die Eigenjagd hat eine zusammenhängende Mindestfläche von 300 ha und gehört ein und demselben Eigentümer, nicht zwingend in einer einzelnen Ortsgemeinde liegend. Zur Genossenschaftsjagd zählen jene Grundflächen einer einzelnen Ortsgemeinde, die nicht als Eigenjagdgebiet deklariert sind. Genossenschaftsjagden umfassen eine zusammenhängende Fläche von 500 ha. In Tirol sind laut Tiroler Jagdkataster 208.203 ha (16,7 %) an die 300 ausländischen Jagdpächter vergeben.
Landesjägermeister Karl Berktold, Vorstand Tiroler Jägerverband
zählen nicht nur die Regulierung des Wildbestandes und die Erfüllung des Abschussplanes. Ein Jagdjahr beginnt am 1. April und endet am 31. März. Neben der Wildfütterung während des Winters müssen auch Salzlecken bestückt sein, das Wildtier benötigt die wichtigen Mineralstoffe speziell während des Haarwechsels. Die Futterbeschaff ung ist oft aufwändig, die Tiroler Jägerschaft achtet nach eigener Aussage darauf, dass hier vor allem Futtermittel von den regionalen Landwirten verwendet werden. Parallel dazu muss das Wild ständig beobachtet werden, auf mögliche Erkrankungen, aber auch auf schlecht entwickelte Tiere hin, um sie „der Wildbahn zu entnehmen“. Eine weitere verantwortungsvolle Aufgabe ist der Schutz der Forstpflanzen vor Verbiss.
Nimrods1) Verantwortung und Pflicht Jagdkarte: 101Euro Pachtschilling: 5–40 Euro/ha
Halali2) 2010 – Weidmannsdank Im Jagdjahr 2009/10 wurden bundesweit 805.000 Abschüsse getätigt (597.000 Haarwild und 208.000 Federwild). Neben den Wildabschüssen kommt es auch immer wieder zum Wildverlust durch den Straßenverkehr, durch ungünstige Witterungsverhältnisse oder Krankheit. Für das letzte Jagdjahr wurden insgesamt 146.000 solcher Verluste vermeldet, dem Straßenverkehr allein fielen 37.100 Rehe und 37.000 Hasen und Fasane zum Opfer.
1. „Nimrod, gewaltiger Jäger vor dem Herrn“: Nachkomme Noahs und historisch verbürgter Jäger in der Bibel 2. Jagdruf aus der Jägersprache, zeigt das Ende einer Jagd an
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Das Market-Institut hat in einer österreichweiten Umfrage Ende 2008 Image und Akzeptanz der Jagd untersucht. 37 % der 1.000 Befragten befürworteten die Jagd, 40 % wiesen eine ambivalente Einstellung auf und 18 % sprachen sich vehement gegen die Jagd aus. Für Landesjägermeister Karl Berktold ist die Aufgabe der Jagd klar: „Jagen ist eine Verpfl ichtung! Wir müssen uns genau überlegen, welches Wild unserem Standort entspricht und wie hoch der Wildbestand sein darf.“ Zu den Aufgaben der Jagd selbst
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> Im Gespräch mit Landesjägermeister Karl Berktold, Vorstand Tiroler Jägerverband Dem Tiroler Jägerverband gehören alle Tiroler Jagdkartenbesitzer an. Zu seinen Hauptaufgaben zählen neben der Ausbildung von Jägern, Jagdaufsehern und Berufsjägern auch die Pflege und Förderung der Jagd. eco.nova: Worin sehen Sie die größten Herausforderungen für die Jägerschaft in Tirol? Karl Berktold: Tirol macht es uns nicht immer leicht. Wir sind konfrontiert mit der wilden Natur, mit hohen Bergen, steilen Flanken und Schnee zu jeder Jahreszeit. Die Jäger bewegen sich in einem immer enger werdenden Raum, in dem viele Menschen leben, arbeiten oder immer mehr ihre Freizeit verbringen. Dasselbe gilt für den Lebensraum des Wildes. Die Erhaltung dieser Wildlebensräume ist somit mit Sicherheit unsere größte Herausforderung. Jede weitere Verkleinerung ist zwangsweise mit einer Verringerung der Wildbestände verbunden und zählt daher zu den bedeutendsten Rückgangsursachen bei heimischem Wild. Ist die Jagd einer elitären Gruppe vorbehalten? Nein, die Jagd ist bei uns in allen Kreisen der Bevölkerung verankert. Auch das Reviersystem mit der Genossenschaftsjagd, über 50 %, mit moderatem Pacht-
zins ermöglicht vielen die Chance, auf die Jagd zu gehen, ohne sich finanziell zu verausgaben. Es braucht auch nicht jeder Jäger zu Beginn der Jagdausübung drei Waffen und das neueste Geländeauto. Und die berufsständische Zugehörigkeit unserer Jagdkartenbesitzer zeigt ein breites Spektrum. Sie sagen, Jagen sei eine Verpfl ichtung. Was meinen Sie damit? Im Sinne der wildökonomischen Verträglichkeit muss der Wildbestand reguliert werden. Dies ist im so genannten Abschussplan gesteuert, den der Grundeigentümer gemeinsam mit dem Jagdausübungsberechtigten oder dem Jagdschutzpersonal erstellt und dann bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft beantragt. Von dieser wird er dann mit Bescheid verfügt. Die Abschusszahlen sind abhängig von den Waldzuständen, dem Geschlechterverhältnis und natürlich vom Wildbestand selbst. Als Faustregel gilt, dass für ein ausgeglichenes Verhältnis so viele Hegeabschüsse getätigt werden, wie Jungtiere jährlich neu dazukommen. Damit kann nur der Jäger aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung den gesunden Wildbestand sichern.
Alle wollen zurück zur Natur. Ich bin schon dort.
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Waffen und Zubehör: 15.000 Euro Waffenschrank: 500 Euro
Die Statistik für Tirol zeigt, welches Wild typisch für unser Gebiet ist: Von den gesamt 20.530 Stück Gamswild, die bundesweit erlegt wurden, fanden 7.838 Abschüsse allein in Tirol statt. Beim Steinwild sind es mit 255 Abschüssen über zwei Drittel der insgesamt 394 erlegten Steinböcke und -geißen, die in Tirol erlegt worden sind. Was gejagt werden darf, ist im Tiroler Jagdgesetz genau festgelegt: Zu den jagdbaren Tieren zählt das Haarwild (z.B. Hirsch, Reh, Gämse, Steinwild) und das Federwild (z.B. Auer-, Birkhahn). Auch die Jagd- und Schonzeiten für das jeweilige Wild sind genau festgelegt, ganzjährig bejagbar sind beispielsweise der Fuchs oder der Steinmarder. Daneben gibt es aber auch Wildarten, die ganzjährig zu schonen sind, wie die Wildkatze, der Baummarder, der Wolf oder der Braunbär.
Jagdtourismus: „Wildbeobachtung, Fährtenlesen, Hüttenromantik“ Auch der Tirol-Tourismus hat den Jagdgast für sich entdeckt. So bietet beispielsweise der Stanglwirt in
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seinem „600 Hektar großen, sehr gut gepflegten und leicht begehbaren Jagdrevier am Wilden Kaiser ein fantastisches Naturerlebnis. Wildbeobachtung, Fährtenlesen, Hüttenromantik. Zum Hegen und Pflegen gehört neben dem Beobachten auch das Bejagen des Wildes.“ Wer sich für die Abschussgebühren (mit 3.000 Euro liegt der Auerhahn an der Spitze, Gams bis zu 1.985 Euro) interessiert, klickt sich auf der Website unter Sport&Vital ein. Zu buchen gibt es auch ein ganzes Package mit drei Übernachtungen in der Forsthütte, einem 5-Sterne-Schmuckkästchen, für zwei Personen um 3.500 Euro, Aufpreis für den Gamsabschuss: 800 Euro. Auch der Gast, der in den Marcati-Hotels und Appartementhäusern in Seefeld absteigt, hat in den Jagdrevieren Reith bei Seefeld und Navis die Möglichkeit zur Jagd. Von der Unterkunft über die Jagdkarte und den Pirschgang bis zu den Abschusspreisen und Trophäenkosten ist für Jagdfreunde alles auf der Website einsehbar, der Preis für eine Gams variiert zwischen 1.250 und 2.200 Euro, für den Auerhahn berappt der Jagdgast 4.000 Euro, ein mittlerer Hirsch kostet 4.000 Euro.
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Das Geschäft mit Kimme und Korn Damit ist die Zielgruppe für die einzelnen Wirtschaftsbranchen eindeutig festgelegt: Vom Büchsenmacher und Waffenhändler über die Erzeuger optischer Geräte und Outdoor-Ausrüster bis zu den Autohändlern hat jeder Bereich die Jäger als zahlungspotente Kunden für sich entdeckt. Ob Hobbyoder Berufsjäger, die Ausrüstung muss stimmen und entsprechende Qualität haben, nicht zuletzt deshalb, weil die richtige Ausstattung bei Waffe und Optik tatsächlich eine tragende Rolle beim erfolgreichen Erlegen eines Tieres spielt. Österreichweit schätzt die Zentralstelle der Landesjagdverbände die Ausgaben für Waffen und Munition auf jährlich 40 Mio. Euro, für optische Hilfen auf 16 Mio. Euro und für die Jagdbekleidung auf 40 Mio. Euro. Auch die öffentliche Hand kassiert fleißig mit: 2,6 Mio. Euro Jagdabgaben flossen letztes Jahr an das Land Tirol, insgesamt wurden 13 Mio. Euro Pachtschilling in Tirol eingenommen, bundesweit beläuft sich diese Zahl auf 54 Mio. Euro. Das gesamte Wildbretaufkommen in Österreich beträgt rund 10 Mio. Kilogramm pro Jahr. Das entspricht einem Wert von 28,8 Millionen Euro (Quelle: Lebensministerium 06/2011). Die Ausgaben für die Wildfütterung betrugen in Tirol vier Mio. Euro, für Wildschäden und Verhütung 850.000 Euro, daneben müssen die Reviereinrichtungen wie Fütterungen oder Hochsitze erhalten werden. Den Gesamtumsatz des jährlichen Wirtschaftswertes durch
das Jagdwesen in Österreich schätzt die Zentralstelle auf 475 Mio. Euro, allein in Tirol kommt der Jägerverband auf jährliche 50 Mio. Euro inklusiv 6 Mio. Personalaufwand.
„Ist die Kugel aus dem Lauf, hält sie kein Teufel mehr auf“ Zu den wichtigsten Stücken der Gesamtausrüstung zählt beim Jagen vor allem die Waffe – mit einer ganzen Liste an hilfreichem Zubehör für den erfolgreichen Schuss. Dazu der Innsbrucker Büchsenmacher Gerhard Fuchs: „Der typische Tiroler Jäger besitzt heute drei unterschiedliche Waffen für die jeweilige Beute.“ Eine für den Weidmann notwendige Investition, die inklusive Zubehör die 15.000-EuroGrenze schon einmal erreichen oder gar übersteigen kann. Auf den korrekten Umgang mit der Waffe besonders auch bei der praktischen Jagd wird in der Ausbildung der Tiroler Jungjäger großer Wert gelegt. So heißt es in den Unterlagen zur Erlangung der Jagdkarte: „Vor Abgabe eines Schusses muss das zu erlegende Wild genau angesprochen werden. Man muss sich dabei vergewissern, ob das Stück von seiner Art, seinem Geschlecht, seinem Alter, seiner Trophäe, seinem Gesundheitszustand und seinem Verhalten nach erlegt und damit aus der Wildbahn entnommen werden kann.“ Insgesamt ist der Weidmann zum sorgfältigen Umgang mit der Waffe angehalten.
„Kugelfang“: Das auf das Wild abgegebene Geschoss muss wenige Meter hinter dem Wild in den Erdboden einschlagen können.
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Für den Termin mit eco.nova hat der Jagdhundereferent Obmänner der Tiroler Jagdhundevereine eingeladen
Ausgaben Optik: 4.000 Euro
Jagdhund, Kosten: bis zu 6.000 Euro
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Die Optik muss stimmen ... Bei der Optikausstattung greift der Jäger ein weiteres Mal tief in die Tasche: Heute braucht man neben dem obligatorischen Feldstecher (1.000–2.000 Euro) ein Zielfernrohr (ebenfalls 1.000–2.000 Euro), ein Spektiv mit 30–60facher Vergrößerung und einen Entfernungsmesser (500– 800 Euro). Letzterer war früher eher verpönt, zählt heute aber zur Ausrüstung jedes fairen Jägers. Neuere Feldstecher haben den Entfernungsmesser bereits integriert, hier liegen die Kosten zwischen 2.000 und 2.700 Euro. So muss der Jäger nur ein Gerät mittragen. Die in Tirol am weitesten verbreiteten Marken sind Swarovski, Zeiss und Leica.
„Ho Rüd Ho – das Tiroler Jagdhundewesen ... ... lebt!“, erklärt der Landesreferent für das Tiroler Jagdhundewesen, Josef Tabernig. Für Reviergrößen ab 1.000 ha besteht die Verpflichtung, einen Schweißhund oder einen auf der Schweißfährte geprüften Gebrauchshund zu führen. Die Aufwendungen für Welpenkauf, Impfungen, Hundehaltungen (Zwinger), eine ca. 3-jährige Ausbildung mit Prüfungen bis zum fertigen Vollgebrauchshund belaufen sich ca. auf 5.000 Euro. In Tirol sind ca. 600 geprüfte Jagdhunde im Einsatz. Jagdhund und Hundeführer erfüllen wichtige Aufgaben rund um die weidgerechte Bejagung sämtlichen jagdbaren Wildes – „Jagd ohne Hund ist Schund“, meint Tabernig. Der Tiroler Jägerverband fördert folgende Jagdhunderassen, „weil gerade diese sich in besonderer Weise (Spurlaut, Härte) für den Einsatz in den Tiroler Bergrevieren eignen: Der Bayrische Gebirgsschweißhund, der Hannoveranische Schweißhund und die Dachsbracke sind die Vertreter der Schweißhunde. Die Tiroler Bracke, die Brandl- und Steirische Rauhaarbracke sind Spezialisten für die
Brackierjagd auf Hase und Fuchs. Stöbern und die Wasserarbeit sind Aufgabe des Deutschen Wachtelhundes und was wäre eine Baujagd ohne Dackel oder Deutschen Jagdterrier?“ In allen Tiroler Bezirken wurden so genannte Nachsuchestationen organisiert: Diese können Jäger, die selbst keinen Jagdhund besitzen, bei allfälligen Nachsuchen für Hilfe kontaktieren bzw. kommen solche Nachsuchen oft auch bei Verkehrsunfällen mit Wild zum Einsatz. Für Anschaff ung und Haltung eines Jagdhundes raten die Hundevereinsobmänner: „Wie der Herr so’s Gescherr: Die Wahl der Hunderasse hängt auch von der charakterlichen Eignung für den Hundehalter ab.“ Um einen Jagdhund zu führen, bedarf es neben großem Einfühlungsvermögen des Hundeführers auch die Akzeptanz der ganzen Familie. Die Möglichkeit eines täglichen Revierbesuches ist notwendig.
Die Trophäe – konservierte Erinnerung Hauptsächlich Jäger kommen in das Geschäft von Kurt Kaser in der Leopoldstraße, Tierpräparator und Meister seines Faches. Dort hängt das Fell eines Grizzleybärs, die Kopftrophäe eines Kudus, ein weißer Wolf, aber auch heimisches Wild – das Stillleben eines Auerhahns, ein kleines Rehkitz („beim Mähen umgekommen“), viele Murmeltiere und ausgekochte Trophäen von Rehböcken, auch das Geweih eines monumentalen ungarischen Hirschen steht vor dem Tresen. Ein besonders erfolgreiches Jagderlebnis will nämlich in Erinnerung behalten werden – am besten dreidimensional und zum Angreifen: mittels der Trophäe. Dafür wenden sich die Jäger an den Tierpräparator Kurt Kaser, der das erlegte Tier und damit die Erinnerung an die Jagd selbst professionell konserviert. Vom Auskochen des Schädels (20 Euro) über das Kopf-Schulter-Präparat (Hirsch 700-1.000, Rehbock: 300 Euro) bis zum präparierten Murmeltier (ab 250 Euro) oder dem Auerhahn (ab 450 Euro) – präparieren lasse sich jedes Tier. „Die Trophäe ist für einen Jäger ein weitaus besseres Erinnerungsstück an das Jagderlebnis als jedes Foto.“ In diesem Sinne: Weidmannsheil oder Guten Anblick!
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Trophäe: Kopfpräparat Hirsch 1.000 Euro
Für die Auf bewahrung daheim besteht die gesetzliche Verpfl ichtung, die Jagdwaffen in einem Schrank wegzuschließen, um sie vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen (Sorgfaltspfl icht). Ab 2014 wird ein ordnungsgemäßer Waffenschrank (rund 500 Euro) als Auf bewahrungsort auch gesetzlich vorgeschrieben.
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dieses Service deshalb, weil beispielsweise speziell bei der Gamsjagd oder generell im Winter die Waffen anlaufen oder durch Kondensierung Rost ansetzen. Auch bei oftmaliger Verwendung bilden sich metallische Geschossablagerungen, die der Büchsenmacher dann mit einer chemisch-mechanischen Reinigung entfernt, damit die Waffe weiterhin präzise eingesetzt werden kann. „Präzise“ bedeutet, dass bei drei Schussabgaben der Streukreis auf 100 m kleiner als 2 cm ist. Welche Jagdwaffen kommen in Tirol zum Einsatz? Waffen sind zwar des Weidmanns Stolz, aber auch eine Kostenfrage. Früher verwendete man in der Tiroler Jagd vorwiegend die Bockbüchsfl inte. Man hat sich eben eine Waffe für alles geleistet, die Bockbüchsfl inte ist ja ein Schrot- und Kugelgewehr kombiniert. Dann hat die Industrialisierung eingesetzt, die Jäger haben mehr Geld verdient. Heute hat ein moderner, typischer Jäger in Tirol mindestens drei Waffen. Seit den 80er Jahren ist das Repetiergewehr das typische Tiroler Jagdgewehr. Diese Waffe hat mehrere Vorteile gegenüber der Bockbüchsfl inte: Es ist unempfindlich für den zweiten Schuss – man repetiert und ein zweiter Schuss ist sofort möglich, die Treff punktlage verändert sich nicht.
Büchsenmacher Gerhard Fuchs, Waffenhaus Fuchs
> Im Gespräch mit Gerhard Fuchs, Büchsenmacher und Inhaber Waffenhaus Fuchs Insgesamt gibt es in Tirol rund sieben Büchsenmacher mit Werkstätte, eco.nova hat sich bei Büchsenmacher Gerhard Fuchs kundig gemacht. Der Umsatz des Innsbrucker Büchsenmachers stammt zu 90 % von der weidmännischen Kundschaft – Weidmannsdank. In Tirol berechtigt die Jagdkarte zum Besitz der Langwaffen.
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Wie geht der verantwortungsbewusste Jäger mit der (Jagd-)Waffe um? Es ist wichtig, dass Jäger umsichtig mit ihren Waffen umgehen. Ich habe großes Vertrauen in die Jagdausbildung durch den Tiroler Jägerverband: Wichtige Grundsätze wie Sicherheitsfaktoren gehören zum Grundwissen eines Weidmanns. Wenn der Jäger eine Waffe kauft, zählt auch das persönliche Einschießen zum Ehrenkodex, unser Geschäft bietet diese Möglichkeit an. Damit gewöhnt der Schütze sich an die Waffe und trainiert die Zielsicherheit, die für Jäger und Tier gegeben sein muss.
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eco.nova: Thema Jagdwaffe: Was ist Ihre Aufgabe als Büchsenmacher? Gerhard Fuchs: Wir Büchsenmacher montieren das Zubehör bei der Waffe, wir kümmern uns um das erste Einschießen und führen jedes Frühjahr das empfohlene Service für die Waffen durch. Wir empfehlen
Was empfehlen Sie als Experte? Ich empfehle als gute Ausrüstung für einen Jäger drei Waffen: 1. Das Repetiergewehr in klassischem Kaliber ab 7 mm steigend. Damit schießt man bei uns Gämsen, Rehe, Hirsche, in Niederösterreich z.B. Wildschweine. Die Kosten liegen hier zwischen 3.000 und 7.000 Euro inklusive Zielfernrohr. 2. Als zweites Gewehr empfehle ich die Bockbüchsfl inte mit kleinem Kaliber 12/76 oder 20/76, kombiniert mit Kaliber .222 Remington. Damit schießt man Rehe, Murmeltiere, Fuchs oder so genanntes Raubzeug, wie z.B. Marder. Die Kosten liegen hier zwischen 3.000 und 5.000 Euro. 3. Und als dritte Waffe empfehle ich die Bockdoppelfl inte 12/76 für die Niederwildjagd (Hasen und Vögel) oder zum Sportschießen von Tontauben. Die Kosten belaufen sich hier von 2.500 bis 5.000 Euro, ohne Zielfernrohr.
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Kurt Kaser: Es gibt zwei Methoden, die Jagdtrophäen zu präparieren: Entweder man kocht den Kopf des Tieres mit dem Geweih aus und montiert ihn dann auf das Trophäenbrett zum Aufhängen. Oder man bestellt entweder ein Träger/Kopf- oder ein Vollpräparat – je nach Vorliebe, Größe des Tieres und vorhandenem Platz zum Ausstellen. Das präparierte Stück fertigen wir nach Wunsch des Kunden und nach vorgesehenem Platz an: Manche möchten gerne ein „Stillleben“ – also die frisch erlegte Beute etwa mit dem letzten Bissen zur Ehrung des Wildes. Oder das Tier nimmt eine natürliche Haltung ein, laufend, liegend, sitzend, fl iegend ...
Tierpräparator Kurt Kaser
> Im Gespräch mit Kurt Kaser, Tierpräparator in Innsbruck Weitere Informationen Zentralstelle der Österreichischen Jagdverbände: www.ljv.at/jagd.html Tiroler Jägerverband: www.tjv.or.at
Thema Jagdhund: Liste der Nachsuchestationen in Tirol: www.tjv.or.at/php/ natursuchestationen,2821.html www.klub-tirolerbracke.at www.klub-dachsbracke.com www.schweisshunde.at www.wachtelhunde.at www.bracken.at www.jagdterrier.at www.dachshundeclub.at FACE – Zusammenschluss der Verbände für Jagd- und Wildtiererhaltung in der EU: www.face.eu
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eco.nova: Wie lässt der Weidmann seine Trophäen präparieren?
Welchen Tipp haben Sie für die Jäger, die Ihnen ein Tier zum Präparieren bringen? Die Tiere müssen möglichst frisch zum Präparator kommen. Am besten frischtot, wenn man ein Vollpräparat möchte, dann ziehen wir das Fell so ab, dass es möglichst wenig Schaden erleidet, und der Jäger kann das Fleisch dann mitnehmen und zum Metzger bringen. Oder aber man friert das tote Tier ein, um es bis zum Präparieren frisch zu halten. Wenn der Jäger eine Kopf-Hals-Trophäe möchte, dann soll er das Tier am Rücken aufschneiden und möglichst viel Decke (Haut) dabei lassen.
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www.wildbret.at www.weidwerk.at
Ein Präparator muss umfassende Kenntnisse haben: Zoologie und Anatomie eines Tieres – was ist das überhaupt für ein Tier; wie lebt es, wie verhält es sich? – aber auch Kenntnisse der Chemie für den Gerbprozess sowie bildhauerische Fähigkeiten, um z.B. eine naturgetreue Körperhaltung für ein Ganzkörperpräparat nachzubilden. „Damit steht und fällt das erwünschte natürliche Aussehen eines Präparats“, so Präparator Kurt Kaser. Er ist ein so genannter „Dermoplastiker“ (griech.: derma = Haut, plastein = bilden), d.h., im Gegensatz zur Mumifizierung mit Formalin wird die Beute konserviert, indem das Fell abgezogen und nach der mehrfachen Behandlung über eine lebensechte Skulptur gezogen wird. Mumifizieren ist zwar einfacher, aber das Präparat hat eine verkürzte Lebensdauer und keinen Schutz vor Schädlingen wie Motten oder Speckkäfer. eco.nova hat dem Spezialisten in der Leopoldstraße über die Schulter geschaut.
Welche Arbeitsschritte sind für ein Vollpräparat notwendig? Das Präparieren ist immer derselbe Prozess: Mittels Feinstarbeit wird die Haut abgezogen – bei Lippen, Lefzen und Augen arbeiten wir beispielsweise mit dem Skalpell. Die abgezogene Haut nennt sich Balg – mit Haaren oder Federn – und wird dann gegerbt. Das heißt, dass sie in eine Säure-Salz-Pickel eingelegt wird. Die Hautfasern nehmen die Gerbstoffe auf – aus roher Haut wird damit Leder. Der Gerbprozess dauert in etwa zwei bis drei Monate. Im Anschluss wird das Fell noch imprägniert, als Schutz gegen Schädlinge wie Motten oder den Speckkäfer. Kleinere Tiere wie Murmeltiere, Rehkitze, Füchse gerben wir selbst, größere geben wir an eine Gerberei. Während der Gerbung fertigen wir eine naturgetreue Skulptur des betreffenden Tieres an – das heißt, wir verwenden PU-Schaum, schleifen und fräsen ihn nach der Anatomie des Tieres. Auf diese Skulptur wird dann die Haut aufgeleimt und vernäht. Auch die Risse durch die Schussverletzungen nähen wir sternförmig zusammen, das kann schon mal eine Stunde dauern. Die Falten am Hals, die durch die Kopfhaltung bei der Haupt-Träger-Trophäe entstehen, sowie die Adern usw. werden noch mit Ton ausmodelliert, damit es möglichst natürlich aussieht. Dann setzen wir die Glasaugen ein und die Zunge und vernähen den Balg.
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Die Jagd in Zahlen
Landesreferent für das Tiroler Jagdhundewesen, Josef Tabernig
Jagen in Österreich
Weidmänner und -frauen
Schussgeld
Fläche: 83.858 km² Jagdlich genutzte Fläche: 82.164 km² (98 %)
16.137 Tiroler Jagdkartenbesitzer, davon 1.323 Weidfrauen 130 Berufsjäger 1.300 Jagdaufseher „Jungjäger“ in Tirol (2010) – Prüfungswerber: ca. 600
(Berufsjägerkollektivvertrag 2010)
Flächenstatistik: Landwirtschaftsfläche: Waldanteil:
42 % (35.002 km²) 46 % (38.780 km²)
Waldbesitzerstruktur: Privatwald:
Kleinwald 53 % Betriebe 32 % Bundesforste: 15 % 119.140 gültige Jahresjagdkarten
Jagen in Tirol Fläche: Jagdlich genutzte Fläche: Waldanteil:
12.647 km² 12.446 km² 4.634 km² (37 %)
1.247 Jagdgebiete, davon 1.046 verpachtet. 1.200 Jagdpächter 300 Gebiete mit einer Fläche von 208.203,42 ha (16,7 %) laut Tiroler Jagdkataster an 300 ausländische Jäger verpachtet. 53 % Genossenschaftsjagden 47 % Eigenjagdreviere
Die größten Jagdgebiete in Tirol (Angaben Büro LR Steixner) Drei Jagden weisen über 10.000 ha Revierfläche auf (Reihenfolge nach Größe): Landesjagd Pitztal Kals am Großglockner Prägraten Nachfolgende Jagden weisen zwischen 5.000 und 10.000 ha Revierfläche auf (Reihenfolge nach Größe): Galtür, Scharnitz-Hinterautal, Gerlos, Birgalpe, Neustift, Obergurgl, Radurschl-ÖBF, Zillergrund, NeustiftUnterberg, Niedental-alpe, Kirchberg, Rofenberg, Hopfgarten i. D.;
Berufszugehörigkeit der Jagdkarteninhaber 42 % Gewerbetreibende 29 % Angestellte und Arbeiter 16 % Bauern 8 % Freie Berufe 4 % Pensionisten 1 % Industrielle
Jagdstatistik für Tirol Folgende Tiere wurden im Jagdjahr 2009/10 erlegt: 11.057 Stück Rotwild 13.898 Stück Rehwild 7.838 Stück Gamswild 112 Stück Muffelwild 255 Stück Steinwild 4.514 Füchse 4.365 Murmeltiere 834 Hasen 721 Marder 490 Birkhahnen 368 Dachse 356 Wildenten 113 Auerhahnen 19 Iltisse 11 Wildtauben
für die erfolgreiche Führung eines Jagdgastes durch den Berufsjäger Hirsch: Tier & Kalb: Steinwild: Bock: Geiß: Kitz: Gams: Bock: Geiß: Kitz: Reh: Bock: Geiß & Kitz Murmeltier: Auer- & Birkhahn:
100 Euro 44 Euro 92 Euro 72 Euro 44 Euro 70 Euro 70 Euro 32 Euro 57 Euro 27 Euro 28 Euro 57 Euro
Ausgaben der 1.200 Tiroler Jagdpächter 2010 Gesamtwirtschaftswert (Pacht, Steuern, Ausrüstung – Angabe TJV): ~ 50 Mio. Euro jährlich Pachtschilling: 13 Mio. Euro Personalaufwand: 6 Mio. Euro Fütterung (gesetzl. vorgeschrieben): 4 Mio. Euro Landesjagdabgabe: 2,6 Mio. Euro Wildschaden und Verhütung: 850.000 Euro
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Waffen: • Waffe: 1.800 – 5.000 Euro • Komfortriemen zum Tragen: 35 – 100 Euro • Tasche für Schut und Transport: 35 – 150 Euro • Munition: 40 – 95 Euro • Jagdmesser zum „Auf brechen“ der Beute: 40 – 190 Euro (Waffenschrank: 500 Euro)
Optik: • Feldstecher: 1.000 – 2.500 Euro • Zielfernrohr: 1.000 – 3.500 Euro • Spektiv mit 30–60facher Vergrößerung: 1.000 – 2.200 Euro • Entfernungsmesser: 500 – 800 Euro
Kleidung: • Hose: 135 Euro • Hemd: 70 Euro • Ärmellose Jacke: 115 Euro • Jacke: 179 Euro/ Winter 215 Euro • Wetterfleck: 149 Euro • Hut: 55 Euro • Schuhe: 219 Euro • Rucksack Riserva: 495 Euro
Jagdhund: • ausgebildet: 6.000 Euro (Hundezwinger: ca. 600 Euro)
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• vom Suzuki (15.000 Euro) bis zum Mercedes G (100.000 Euro)
Reviereinrichtung: • Kosten für einen Hochsitz: 5.000 Euro
Jagdkarte:
(inkl. Jagdhaftpflicht versicherung) • Erstausstellung: 101 Euro • oder Jahresjagdgastkarte: 91 Euro • Jagdpacht: 5 – 40 Euro/ha
Durchschnittliche Kosten für einen Abschuss Die Kosten eines Abschusses orientieren sich nach den Richtlinien der Bundesforste, die Einteilung des Wildes erfolgt aufgrund des Alters (Klasse I,II,III). • Alter Steinbock: 7.000 – 10.000 Euro • Alter Hirsch je nach Geweihgewicht: 5.000 – 7.000 Euro • Alte Gämse: 2.000 – 3.000 Euro • Rehbock: max. 1.000 Euro
Pachtschilling 2010: 13 Mio. Euro von 1.200 Pächtern in Tirol
Kostenfaktor Jagd (Durchschnittswerte)
Ausrüstung (Waffe, Optik, Kleidung) Hund (+ Zwinger) Geländewagen
13.100 Euro 6.600 Euro 25.000 Euro 44.700 Euro
(nicht inkludiert sind der Pachtschilling sowie die Abschusskosten)
Ausrüstung freundlicherweise zur Verfügung gestellt von astri-Moden Gewehr: Jagdwaffen Fuchs Optik: Swarovski Reh: Naturwissenschaftliche Sammlung der Tiroler Landesmuseen Model: Markus Lair Hund: Maja, Hannover’scher Schweißhund
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Geländewagen:
Wer macht sich Gedanken über die Endlichkeit des eigenen Lebens? Wahrscheinlich die wenigsten Zeitgenossen: Der Tod bleibt das Tabu unserer Zeit. Doch neben Schmerz und Trauer besitzt der Tod auch eine kommerzielle Komponente, verlangen die Gesetze unserer Gesellschaft doch eine professionelle wie pietätvolle Abwicklung des Ablebens und diese gewährleistet traditionell die Branche der Bestatter. eco.nova besuchte einige Beerdigungsinstitute in und um Innsbruck und fragte nach, wer am Geschäft mit dem Tod so alles verdient.
Sterben kostet Geld – das ist kein Geheimnis. Wie viel aber genau, daraus wird in der Öffentlichkeit gern ein Geheimnis gemacht. Einerseits von Seiten der Bestatter, weil sich keiner der Akteure in die Karten, sprich Kalkulationen schauen lassen will, schließlich agieren die Konkurrenten oft im gleichen Gemeindegebiet. Ähneln sich dann die Preise, wird schnell der Ruf nach dem Kartell der Bestatter laut. Fehlen dagegen die Mitbewerber vor Ort, macht gleich das Gerücht vom Gebietsschutz die Runde. Kein einfaches Gewerbe, einerseits, anderseits aber schon, denn außer zwei Jahren Berufspraxis und einer Befähigungsprüfung bedarf es keiner weiteren formalen Qualifikationen zum Ausüben der Profession. Deshalb befinden sich fast alle der 30 Betriebe in Tirol seit Generationen in Familienbesitz und wenn sich auf dem Markt etwas ändert, dann handelt es sich meist um Filialen bestehender Unternehmen. So eröffnete das Bestattungsinstitut von Othmar Lechner aus Schwaz vor einem Jahr eine Dependance in Wattens – wo sich seit zwei Generationen primär die Familie von Evelin Lechner um die Verstorbenen der Marktgemeinde kümmerte. Und belebt die Konkurrenz das Geschäft? Falsch formulierte Frage, schließlich sterben deswegen ja nicht mehr Menschen, eher schrumpft der individuelle Marktanteil. „In unserem Fall sorgt der Mitbewerber eher für Verwirrung, weil einige Postboten die Namensgleichheit immer noch irritiert“, sagt die Juniorchefin.
Zwischen Seelsorge und Familienstreitereien Vor acht Jahren entschied sie für sich für den Beruf der Bestatterin, verabschiedete sich aus der Glitzerwelt von Swarovski, entsagte dem schönen Schein und widmete sich von da an dem finalen Ernst des Lebens. „Meine Freundinnen reagierten erst etwas zurückhaltend, doch dann fanden sie es ziemlich cool, zu sagen – meine Freundin ist Bestatterin!“, sagt die junge Dame mit den wachen Augen. Die ihre ganz eigene Strategie entwickelt hat, um mit den Härten des Berufs fertig zu werden: Die Freude am Leben genießen. Denn neben den typischen Todesfällen, denen die Bestatter durchaus mit Routine begegnen, schocken auch immer wieder heftige Schicksalsschläge den Alltag: „Wenn die Polizei nachts anruft, um Leichen von einem Unfallort abzuholen, oder sich ein Jugendlicher aus Liebeskummer vor den Zug geworfen hat – diese Bilder beschäftigen einen lange“, sagt sie.
Text: Stefan Becker
Dabei agiert die Bestatterin oft genug selbst als Psychologin, wenn sich Angehörige ihr anvertrauen, Lebensgeschichten rund um den Verstorbenen erzählen, Familienchroniken im Galopp abhandeln und dabei ganz selbstverständlich auf die Verschwiegenheit ihres Gegenübers zählen. Eben schweigen wie ein Grab. Ganz indiskret dagegen geht sie um mit den Dienstleistungen des Hauses und legt vier Angebote auf den Tisch: einmal Erdbestattung mit Sargauf bahrung und dreimal Feuerbestattung mit verschiedenen
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eco.wirtschaft
Sterben für Anfänger
Innsbruck 859,80 Euro. Die günstigste Urnennische für den gleichen Zeitraum liegt bei 971,40 Euro, allerdings beherbergen die Betonregale, wie sie auf dem Ostfriedhof angelegt sind, mindestens zwei Stellplätze, sechs im Maximum. Wer sich mehr für eine dynastietaugliche Planung interessiert, dem offerieren die städtischen Friedhöfe auch eine Gruft für fast 10.000 Euro mit einer Laufzeit von 50 Jahren. Sind diese Formalien geklärt, geht es weiter zur Aufbahrungshalle: Grundgebühr 231,00 Euro plus zwölf Topf blumen für 72 Euro und sechs Grünstöcke für 39,60 Euro macht zusammen 342,60 Euro. Die Einsegnungshalle kommt noch hinzu, die Graböff nung oder Urnennische und auch die „Beistellung von Grabtrittplatten“ hat ihren Preis – gut 280 Euro fürs Einzelgrab und sollten die Platten „beisetzungsbedingt nachverlegt werden“, stehen weitere 100 Euro auf der Rechnung. Damit bei der gesamten Kalkulation der Laie nicht in einem Meer aus Zahlen und Tränen untergeht, arbeitet Markus Floßmann mit einer zweiseitigen Checkliste für den Kunden, deren zwei Durchschläge gleichzeitig den Auftrag zur Bestattung dokumentieren.
Abschiedsoptionen. Ohne Parten, Karten, Todesanzeigen, Kränze oder Grabstein, nur das Kerngeschäft. Während die Erdbestattung rund 1.800 Euro kostet, variiert die Feuerbestattung zwischen 1.500 und 2.600 Euro. Wobei die Einäscherung im städtischen Krematorium von Innsbruck inklusive Abholung der Urne allein schon über 500 Euro kostet. Das Krematorium selbst wirbt auf seiner Homepage unter dem Dach der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) gleich um die Gunst der Kunden: „Die Feuerbestattung im modernen Krematorium in Innsbruck ist nicht nur umweltfreundlich, sondern in Hinblick auf die Grabpflege und die Errichtung des Grabmales auch besonders kostengünstig. Einige Preisbeispiele für Innsbruck (Stand 2007).“ Mittlerweile haben wir 2011 und weil sich die Friedhofgebühren dieses Jahr nicht erhöht haben, holt Markus Floßmann die noch gültige Preisliste von 2010 aus der Schublade und allein nach den gültigen Tarifen addiert sich jeder Todesfall zu einer hübschen Summe.
Jede Gemeinde gönnt sich eigene Friedhofsgebühren Zur Grabbenützungsgebühr addiert sich die Friedhofsbenützungsgebühr plus der Gemeindeverwaltungsabgabe und dann beläuft sich der Betrag für ein einfaches Reihengrab über 10 Jahre auf 437,40 Euro. Verdoppelt sich die Lebensdauer der letzten Ruhestätte, verdoppelt sich auch die Summe, für 20 Jahre berechnet die Stadt
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Markus Floßmann leitet drei Geschäfte in Innsbruck, das Stammhaus am Marktgraben läuft unter dem Familiennamen, die beiden anderen Betriebe fi rmieren unter dem Traditionsnamen C. Müller – seit 1904. Floßmann ist stellvertretender Innungsmeister der Bestatter und Obmann des Vereins „Kuratorium Bestattung“. Der Verein habe es sich zur Aufgabe gemacht, das Personal der Mitglieder zu schulen und auch innerhalb der Betriebe auszutauschen, sagt Floßmann, der freiwillige Zusammenschluss verfolge weder die Absicht einer gemeinsamen Einkaufspolitik noch Preisabsprachen. Vielmehr ginge es darum, die Bestattungskultur in Tirol weiter zu pflegen. Unter den Fittichen des „Kuratoriums“ agieren 14 selbständige Bestatter und wer dem Klub nicht angehört, der engagiert sich bestimmt in der „Trauerhilfe“.
Marketing trifft Nächstenliebe Unter dem Markennamen haben sich in Tirol ein Dutzend Bestatter versammelt, die sehr agil ein Bundesländer-übergreifendes Franchisemodell auf Vereinsbasis vorantreiben: Neben der klassischen Corporate Identity zählt dazu auch ein firmeneigenes Krematorium sowie das jüngst ausgezeichnete Trauerportal „Aspetos“ und die Fortbildungseinrichtung „Funeralitas“. Obmann der Organisation ist Bestatter Martin Müllerer aus Innsbruck, auch er führt drei Geschäfte in Innsbruck und hält Bestattungen, die mehr als 4.000 Euro kosten, eher für die Ausnahme. Woran liegt es aber, wenn es dann doch um einiges teurer wird, wie bei einem Freund geschehen? Martin Müller schaut seine Mitarbeiterin Dr. Christine PenlochnerKügler an, beide überlegen kurz und antworten wie auf Kommando: „Das muss am Steinmetz liegen!“ Immer diese luxuriösen Grabsteine – könnte man meinen. Gegenwärtig aber heißt das schwarze Schaf
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MEIN GROSSVATER HAT MIT FREMDENZIMMERN BEGONNEN. MEIN VATER HAT AUF 42 HOTELBETTEN ERWEITERT. ABER JETZT GEHT'S ERST RICHTIG LOS. ICH BIN BEREIT.
SIND SIE BEREIT?
Ulrich Mayerhofer, IKB
der schwarzen Branche ganz passend Unschwarz und das Unternehmen probt nun schon seit vier Jahren den Aufstand gegen das Establishment. Mit wechselndem Erfolg und frei nach dem Motto: Einer gegen alle, alle gegen einen. Herwig Bichler ist der Rebell, studierter Rechtssoziologe, Erfinder von TaxischeinFernkursen im Internet, Streiter für eine Bestattungskultur auf Nachbarschaftsbasis und Vorsitzender eines türkischen Bestattungsvereins. Dabei begann alles ganz harmlos: Bichler wählte für seine Promotion das Thema des Bestattervertrages in Österreich, sammelte Fakten für seine Forschung in Form von Bestatterrechnungen und kam zu dem Ergebnis, dass diese ehrenwerte Gesellschaft nach ganz eigenen Regeln spielte.
Der kleine Grenzverkehr und die Gesetze Bichler präsentierte der Innung die vorläufigen Resultate seiner Studie und stellte ganz fi x fest, dass sich niemand für seine akademische Aufklärungsarbeit interessierte, sondern sich eher darüber amüsierte. „An dem Punkt hatte ich beschlossen, eben selbst als Bestatter aktiv zu werden, und Freunde aus Liechtenstein halfen mir dabei“, erzählt Bichler. So gründete er im kleinen Fürstentum das Unternehmen Unschwarz und fuhr von Vaduz herüber nach Tirol zum Arbeiten – im Einklang mit den Gesetzen des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und im Sinne der Dienstleistungsfreiheit. Doch ehe er sich versah, schlug das Imperium zurück und wies den potentiellen Preisbrecher in seine Schranken. Denn Unschwarz arbeitet mit Pauschalen, „die einfache Feuerbestattung kostet 1.200 Euro und eine Feuerbestattung inklusive Behördengängen und Abschiedsfeier kostet 1.700 Euro“, erklärt Bichler sein Modell. Der aktuelle Knackpunkt aber lautet: mit oder ohne Mehrwertsteuer? Denn an dem Punkt ist für die heimischen Bestatter doch Schluss mit lustig. Ob Kuratorium, Trauerhilfe oder Stefan Elmer von der Innung – hier wittern die Bestatter eine massive Wettbewerbsverzerrung und auch die Liechtensteiner Behörden zeigen sich skeptisch. Obwohl bestens vertraut im Umgang mit Briefkastenfi rmen. Was Herwig Bichler wiederum bestreitet und auf seine Nischenbestattungen in Liechtenstein verweist. Von denen die beiden im Fürstentum ansässigen Bestatter aber laut eidesstattlicher Erklärung im Laufe der Jahre noch keine Notiz genommen haben. Baustelle Vaduz und die EWR-Dienstleistungsfreiheit – sagt die Dame vom Amt: Wenn im Fürstentum keine entsprechenden Dienstleistungen erbracht werden, stehe der dortige Gewerbeschein zur Disposition. Baustelle Tirol und die hiesige Gewerbeaufsicht: Noch sei kein Gewerbeschein ausgestellt worden, sagt die Dame vom Magistrat, noch schwebe das Verfahren. Denn die Bestatterinnung verlangt neben der Befähigungs-Prüfung, die Bichler ordentlich absolviert hat, auch einen zweijährigen Praxisnachweis als Grundlage für eine Gewerbeberechtigung. Während die Behörden noch grübeln,
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was geht und was nicht, traf das Krematorium in Innsbruck eine Entscheidung und verweigert seit September der Firma Unschwarz das Einäschern. So fährt der Bestatter zum Kremieren nach Deutschland oder Salzburg und erwägt seinerseits rechtliche Schritte. Das ganze gipfelt momentan in der Verschwörungstheorie, ob die IKB das mit öffentlichen Geldern fi nanzierte Krematorium verkaufen wollen. Das wollen sie nicht, sagt Ulrich Mayerhofer, Geschäftsbereichsleiter der IKB.
Das Krematorium von Innsbruck 1999 hat er das Krematorium mit aufgebaut und war selbst überrascht, dass bereits vier Jahre später eine schwarze Null im Geschäftsbericht stand. Da die hohe Auslastung direkt auf eine Überlastung zusteuerte, investierte das Unternehmen in einen zweiten Ofen, um die Kapazitäten zu erhöhen. Doch 2008 eröffneten Bestatter der „Trauerhilfe“ in Kramsach ihr eigenes Krematorium und der IKB fehlten ad hoc 30 Prozent des Umsatzes. „Durch Marketingmaßnahmen haben wir neue Kunden in Bayern und Südtirol gewonnen“, sagt Mayerhofer. Diese externe Akquise plus vermehrter Kremationswünsche in Tirol half den Ausfall kompensieren – auch die Aktivitäten der Bestatterfi rma Unschwarz trugen ihren Teil dazu bei. Anfangs war er noch klein, doch entwickelte er sich allmählich, bis die Innung und beide Bestattervereine via Wirtschaftskammer direkt bei Ulrich Mayerhofer intervenierten. Jetzt ist der Ofen in Innsbruck aus. Für Unschwarz. Würden, rein theoretisch, weitere Bestatter vorsätzlich auf die Dienste des Krematoriums verzichten, könnten sie mit dieser Geschäftspolitik den Betrieb in die roten Zahlen manövrieren und später als Retter auftreten und das defi zitäre Unternehmen übernehmen. Es seien auch schon Kaufabsichten von Tiroler Bestattern geäußert worden, doch habe in seinem Haus niemand auf die Off erten reagiert. „Solange wir kostendeckend arbeiten oder einen kleinen Gewinn erwirtschaften, wird sich an unserem Status auch nichts ändern“, sagt Mayerhofer und der Rest sei eine politische Entscheidung der Eigentümer. Die Moral von der Bestatter-G‘schicht: Den Anfängen wehren und dem Tod tapfer in die Augen schauen – zumindest temporär. „Wer sich frühzeitig Gedanken macht über seinen Abschied, sich dabei über Preise informiert und seine Wünsche deponiert, kann das Finanzielle frühzeitig regeln und die Hinterbliebenen bei der Vielzahl von Entscheidungen wirklich entlasten“, sagt Evelin Lechner und Oliver Lercher vom Wiener Verein stimmt der jungen Bestatterin zu: „Wir bieten den Kunden eine Vorsorgeversicherung, die sofort wirksam wird, wir erledigen im Ernstfall die komplette Bürokratie im Ausland und zahlen den Bestatter gleich nach Erhalt der Rechnung.“ Bestimmt gibt es angenehmere Aufgaben auf der Agenda des Lebens, doch sollte der eigene Tod kein Tabu sein, sondern Auftakt für die letzte große Party.
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YOG Innsbruck 2012 –
Was werden die Olympischen Ringe bringen? Von 13. bis 22. Jänner 2012 werden in Innsbruck, Seefeld und Kühtai die 1. Olympischen Jugend-Winterspiele stattfinden und das olympische Feuer nach 1964 und 1976 somit zum dritten Mal in Innsbruck brennen. 1059 Athleten zwischen 14 und 18 Jahren aus 67 Nationen werden in 63 Medaillenbewerben antreten, die heimische Bevölkerung – vor allem die Jugend – soll stark in die Jugendspiele miteingebunden werden. eco.nova im Gespräch mit YOG-Geschäftsführer Peter Bayer über seine Erwartungen an die Spiele.
Text: Barbara Liesener Fotos: YOG, Birgit Pichler
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eco.nova: Die Vorbereitungen für die 1. Olympischen Jugend-Winterspiele laufen auf Hochtouren, die Erwartungen sind groß. Groß waren die Erwartungen aber auch an die EM 08, wobei die anschließende Bilanz in den Austragungsstädten mehrheitlich eher ernüchternd war. Was dürfen sich Innsbruck, Seefeld und Kühtai wirtschaftlich von den Youth Olympic Games erwarten? Peter Bayer: Die Euro zählt zu den größten Sportveranstaltungen der Welt und ist somit mit einem neuen Produkt, wie es die Olympischen Jugend-Winterspiele sind, nicht zu vergleichen. Ein großes Problem der Euro in Österreich war der eher fehlende Rückhalt der Bevölkerung, die Tickets waren sehr teuer und schwer zu erhalten, das wird bei den Olympischen Jugend-Winterspielen gänzlich anders sein.
Eines unserer Hauptanliegen ist es, der Bevölkerung den Zugang zu den Spielen und sämtlichen Programmpunkten offen zu halten, sie sowohl in das Sport- wie auch die begleitenden Kultur- und Bildungsprogramme einzubinden, um sich so in einem hohen Maße mit den Spielen identifizieren zu können. Da Tirol bereits eine der führenden Wintersportdestinationen ist, glaube ich, dass der Rückhalt der Bevölkerung auch groß sein wird. Die olympischen Ringe zählen zu den wertvollsten Marken der Welt, dass die weltweit ersten Olympischen Jugend-Winterspiele nun in Innsbruck stattfinden, ist neben all den wirtschaftlichen Benefits, die Olympische Spiele mit sich bringen, ein absolut unbezahlbarer Imagegewinn für Stadt und Land. Mit 84:15 Stimmen hat Innsbruck übrigens die größte Zustimmung für einen Austragungsort in der Geschichte des Internationa-
Was sind die wirtschaftlichen Benefits für Innsbruck/ Seefeld, wo liegt der „Return on investment“ und kann dieser überhaupt mit Zahlen belegt bzw. quantitativ bemessen werden? Mit quantitativen Zahlenspielen kann ich nicht dienen, das wäre absolute Spekulation, da keine Vergleichswerte existieren und die Olympischen Jugend-Winterspiele ja zum ersten Mal stattfinden. 2010 haben in Singapur aber bereits Olympische Jugend-Sommerspiele stattgefunden, die alleine über die TV-Distribution 260 Millionen Zuseher weltweit erreicht haben, zur Zeit der Spiele war „YOG Singapore YouTube“ der drittmeist gesehene digitale Kommunikationskanal weltweit! Was uns angeht, so investiert das IOC (Internationales Olympisches Komitee) schon 3,5 Mio. US-Dollar rein ins TV-Produkt und bringt darüber hinaus zahlreiche internationale Topjournalisten sämtlicher Medienkanäle nach Innsbruck. Wie in Singapur werden auch hier die digitalen Medien eine zentrale Komponente spielen, die gesamte PR-Maschinerie, die über die Spiele und Austragungsorte berichten wird, ist immens! Konkret messbar werden natürlich auch die Nächtigungen sein, die die Spiele bringen werden, es gibt bereits jetzt Engpässe bei Zimmern in der gehobenen Hotellerie, aber auch die Zwei- und Drei-Sterne-Betriebe werden über Innsbruck hinaus gefragt sein, da die ja noch sehr jungen Athleten oft auch ihre Familien und Freunde zu diesem Topevent mitbringen. Das IOC investiert in diese Spiele rund 9 Millionen Euro, auch das uns von Bund, Land und Stadt Innsbruck zur Verfügung gestellte Budget von 23,7 Mio. Euro fließt zu einem großen Teil in die heimische Wirtschaft. Wie für alle Olympischen Spiele wurde auch für die Jugendspiele ein Olympisches Dorf errichtet, 444 nach hochwertigsten Maßstäben gebaute Wohnungen, die im Anschluss an die Spiele an heimische Familien übergeben werden. Wir dürfen für einen Bruchteil der Summen, die andere Städte oft nur für die Bewerbung, Olympische Spiele zu generieren, ausgeben, Jugendspiele organisieren und mit den olympischen Ringen, einer der stärksten und bekanntesten Marken der Welt, kommunizieren. München zum Beispiel hat, ohne den Zuschlag zu bekommen, 35 Mio. Euro Bewerbungsgeld bezahlt, Vancouver für die Ausrichtung der Spiele ca. 2 Mrd. Dollar, in London werden es kolportierte 12 Mrd. Dollar sein. Innsbruck ist im Übrigen die erste Stadt der Welt, die bereits zum dritten Mal Olympische Spiele ausrichtet! Was wird getan, um die Spiele so nachhaltig wie möglich zu gestalten? Die Wertschöpfung, die Innsbruck und Tirol im Zuge der Olympischen Spiele generiert, wird hoch und vor allem auch nachhaltig sein. Inhaltlich ist es besonders der Kerngedanke der Spiele, der olympische Geist des gemeinsamen, internationalen sportlichen Wettkampfes, der die Jugend auf den Sport als sinnvolle Freizeitbeschäftigung unter Gleichgesinnten aufmerksam
machen soll. Begleitend zu den Spielen werden – vor allem auch für die einheimischen Jugendlichen – umfangreiche Kultur- und Bildungsprogramme angeboten. In Zusammenarbeit mit den Landesschulbehörden zum Beispiel wurden verschiedene Kommunikations- und Austauschprogramme zwischen Tiroler und internationalen Schulen organisiert, die von den jungen Leuten bereits sehr gut angenommen werden. Was die Nachhaltigkeit angeht, so ist als Erstes das neu geschaffene Olympische Dorf zu nennen, bestehend aus 444 Wohnungen in guter Innenstadtlage an der Sill, die nur durch die Jugendspiele realisierbar wurden. Das Grundstück – ursprünglich zum freien Verkauf vorgesehen – wurde der Stadt Innsbruck deshalb günstig zur Verfügung gestellt. Die Wohnungen stellen durch ihre Passivbauweise und ihre hochwertige Ausstattung mit z.B. eigenen Belüftungssystemen, Tiefgaragen, Spielplätzen etc. ein Paradebeispiel im modernen Wohnbau dar. Diese Wohnungen werden im Anschluss an die Spiele mittels günstiger Miet- bzw. Kaufangebote an Familien und Wohnungsuchende vergeben, was die angespannte Wohnsituation in Innsbruck spürbar entschärft. Das Gesamtvolumen der Grund- und Bautätigkeit beträgt rund 70 Mio. Euro, es wurden 200 Arbeitsplätze geschaffen und sämtliche Bauaufträge an Tiroler Firmen vergeben. Aber nicht nur in Innsbruck, auch in Seefeld wurde anlässlich der Spiele nachhaltig in die Infrastruktur investiert. So wurde mit einem Sonderbudget von 5 Mio. Euro die Skisprunganlage renoviert und eine neue Biathlonanlage gebaut. Im Kühtai entsteht Europas modernste Freestyleanlage und am Patscherkofel wurde durch einen minimalen Umbau eine weltcuptaugliche Slalompiste geschaffen.
eco.wirtschaft
len Olympischen Komitees erhalten, was Tirols weltweite Kompetenz im Wintersport sowie seinen Stellenwert als führende Tourismusdestination unterstreicht.
„Es ist eines unserer Hauptanliegen, die Bevölkerung in die Olympischen Jugendspiele mit einzubinden!“ Peter Bayer
Die Einbindung der Tiroler Bevölkerung ist dem Organisationsteam ein Anliegen. Wie können Einheimische konkret an den Spielen teilhaben? Neben dem Sportprogramm gibt es ein umfangreiches Bildungs- und Kulturprogramm, zu dem alle eingeladen sind. Während der Spiele gibt es beispielsweise täglich kostenlose Konzerte in der Innenstadt, es gibt, wie schon angesprochen verschiedene Austauschprogramme, sogenannte „Pairing-Projekte“, an denen jetzt schon rund 40 Tiroler Schulklassen teilnehmen, sogar Schulspiele für Tiroler Schüler innerhalb der Jugendspiele wird es geben. Wie kommt man schlussendlich zu Tickets und was werden diese kosten? Auch hier ein Novum, im Rahmen der Wettkämpfe sind grundsätzlich alle eingeladen, sich diese an den jeweiligen Austragungsorten anzuschauen. Was die platzmäßig begrenzten Indoor-Bewerbe wie Eröffnungs- und Schlussfeiern, Eishockeyspiele, Curling etc. angeht, können die Tickets bei uns online (www.innsbruck2012.at) – und zwar kostenlos! – an bestimmten Promotiontagen bestellt werden, zusätzlich werden auch Ö-Ticket-Vertriebspartner die Karten vertreiben. Die Tickets sind tatsächlich in sämtlichen Kategorien kostenlos, aber bei vielen Wettkämpfen zahlenmäßig begrenzt – man sollte sich also wirklich rechtzeitig darum bemühen!
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Alexander Horngacher
Investieren in Immobilien: „Die Vorsorgewohnung“
Franz X. Gruber: „Wirtschaft und Soziales verbinden“
Gerade in Krisenzeiten wächst die Nachfrage an sicheren und vor allem soliden Wertanlagen. Schon seit jeher ist die Immobilie – gerade in Österreich – eine der sichersten und solidesten Anlageformen. Neben der Sicherheit durch das österreichische Grundbuch bietet Ihnen die Vorsorgewohnung auch steuerliche Vorteile sowohl im Hinblick auf den Ankauf (Vorsteuerabzug) als auch auf die steuerliche Absetzbarkeit z. B. der Finanzierungszinsen und schmälert so möglicherweise Ihre steuerliche Belastung. Der in den letzten Jahren ausgebrochene Boom auf diese Wertanlage wirft jedoch immer wieder Fragen auf wie: „Bahnt sich hier eine Immobilienblase an? Wie rentabel ist eine klassische Vorsorgewohnung?“ Eines vorweg: „Mit Immobilien werden Sie nicht reich, aber Sie bleiben es!“
eco.nova: Herr Vizebürgermeister, Sie sind für Soziales zuständig. Welche Herausforderungen gilt es in Innsbruck zu lösen? Franz X. Gruber: Unser Netz der Menschlichkeit ist sehr gut ausgebaut. Dieses gilt es auch weiterhin zu finanzieren. Unsere Hauptaufgabe ist, Menschen zu helfen, aber auch wirtschaftliche Parameter in der Sozialpolitik anzulegen. Ich kämpfe daher vor allem auch um die Basis von sozialer Wohlfahrt, nämlich wirtschaftliche Erfolg und damit Arbeitsplätze. Das ist aber keine leichte Aufgabe ... Leicht ist es nicht. Wir können diese Herausforderung aber nur dann schaffen, wenn wir Wirtschaft und Soziales nicht immer als Gegensätze betrachten. Innsbruck muss weiterhin der wirtschaftliche Motor Tirols bleiben und zum neuen Zentrum der Kreativwirtschaft werden. Dazu brauchen wir: eine Stärkung des Bildungsstandortes, Forschung und Entwicklung, ein nachhaltiges Betriebsansiedelungskonzept und neue Angebote im Bereich der Freizeitwirtschaft und des Tourismus. Ist das schon Ihr Wahlprogramm? Das ist mein Arbeitsprogramm. Politik muss Ziele vorgeben und diese konsequent verfolgen. Ich möchte Innsbruck noch menschlicher und sozialer gestalten und gleichzeitig wirtschaftlich stärken.
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Im Fokus der Immobilienwertanlage in Form der klassischen Vorsorgewohnung sind neben der Lage der Immobilie vor allem auch die Wohnungsgrößen (ideal zwischen 45 und 55 m²) entscheidend. Neben der Lage und Größe ist die Vermietbarkeit das A und O einer Vorsorgewohnung. So nützt die beste Zentrumslage wenig, wenn die Mietpreisvorstellung zur Erreichung einer Wirtschaftlichkeit im Sinne der Liebhabereibetrachtung des ESTG derart hoch ist, dass eine Vermietung unmöglich wird. Entscheidend ist daher auch, welche Zusatzleistungen Ihr Anbieter von Vorsorgewohnungen für Sie bereithält. Erhalten Sie nur ein Stück Wohnung und müssen sich um die Vermietung selber kümmern? Oder können Sie ein Pauschalpaket nützen, das von der Erstvermietung über die laufende Betreuung bis hin zum Mietenpool reicht, was Ihr Risiko aus der Vermietung deutlich reduziert und Ihnen auch nachhaltig eine Wertschöpfung aus den Mieteinnahmen sichert. Als Experten im Bereich der Vorsorgewohnungen hat die Immobilien Vorsorge GmbH mit Sitz in Innsbruck, Leopoldstraße 3 nicht nur mehr als 20 Jahre Erfahrung, sondern bietet Ihnen neben der Errichtung Ihrer Vorsorgewohung auch ein Full-Service-Paket im Hinblick auf Mietenpool, Mietenabwicklung von Übergabe bis Rücknahme sowie ein schlüssiges Vermietungskonzept. Weiterer Tipp: Streuen Sie Ihr „Risiko“ im Bereich der Lage. Auch andere Standorte wie z. B. Graz sind im Hinblick auf den Anschaffungskaufpreis noch günstig zu erwerben und haben – schon allein im Hinblick auf die hohe Studentenzahl – gutes Vermietungspotenzial. Die ImmobilienVorsorge GmbH hat auch hier ein entsprechendes Projekt gestartet und wird dieses im Frühjahr 2012 umsetzen. Informieren Sie sich schon jetzt und sichern Sie sich Ihre Vorsorgewohnung! Ihr Alexander Horngacher Immobilien Vorsorge GmbH, Leopoldstraße 3, 6020 Innsbruck Tel.: +43/512/890052, Fax: +43/512/582121-710 a.horngacher@fsp.ag, www.immobilienvorsorge.at
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Fremdwährungskredite Steuerliche Auswirkung von Kursgewinnen und Kursverlusten.
Die Schwäche des Euros macht schon seit längerem so manchem Kreditnehmer zu schaffen. Yen- und CHF zeigen gegenüber dem Euro anhaltend Stärke. Angesichts des tiefen Sturzes und der zwischenzeitlichen Teilerholung des Euros denken nun viele über Konvertierungen und Tilgungen bzw. Teiltilgungen nach. Insbesondere die jüngsten Maßnahmen der schweizerischen Nationalbank bewegen die Kreditnehmer. So sehen einige in der im August eingezogenen Kursuntergrenze von CHF zu Euro in Höhe von 1,20 einen Rettungsanker, nun doch noch einigermaßen glimpfl ich aus dem CHF herauszukommen, bevor es womöglich wieder schlimmer wird. Andere wiederum vertrauen so sehr auf die 1,20 als beständige Absicherung nach unten, dass sie gerade jetzt in den CHF einsteigen möchten. Wie auch immer, bevor gehandelt wird, sollten jedenfalls auch die steuerlichen Aspekte ins Kalkül gezogen werden. Wir geben Ihnen hier einen Überblick, wie und wann eventuelle Kursgewinne und -verluste bei Fremdwährungskrediten steuerlich wirken: Text: STB Dr. Verena Maria Erian, STB Raimund Eller und STB Mag. Eva Messenlechner Foto: Foto Hofer
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Bei Betriebskrediten sind Realisate weitgehend steuerwirksam Nach der aktuellen Rechtslage wirken sich Kursgewinne und -verluste im betrieblichen Bereich immer
dann aus, wenn Sie Tilgungen oder Teiltilgungen vornehmen oder in den sicheren Euro zurückkehren. Der Wechsel zwischen zum Euro kurslabilen Währungen ist steuerlich irrelevant. Und das ist auch schon die gute Nachricht angesichts der aktuellen Verlustszenarien: Bei einem Spitzensteuersatz von 50 % zahlt die Finanz bis zur Hälfte Ihrer Kursverluste mit, sobald diese auch tatsächlich realisiert werden. Im Falle von Kursgewinnen geht dies natürlich genau in die entgegengesetzte Richtung. Hier bleibt dann vice versa nach Steuern freilich auch nur die Hälfte der Gewinne übrig. Im privaten Bereich ist dies ganz anders.
Privatkredite sind nur bei vermeintlicher Spekulation steuerrelevant Bei privaten Schulden in fremder Währung führt einzig und allein eine Rückwechslung in Euro innerhalb eines Jahres (Spekulationsfrist) nach Einstieg in die fremde Währung zu einem steuerlichen Tatbestand. Der Gesetzgeber spricht hier von einem Spekulationsgeschäft, welches auch im Privatbereich steuerlich erfasst wird. Bei einem Kursgewinn ist dies ja kein Problem und kann zudem ganz einfach vermieden werden, indem man die Spekulationsfrist ganz einfach aussitzt. Das ist freilich nur so lange ein guter
Bei Mieteinkünften sind Kursergebnisse steuerlich irrelevant Handelt es sich nicht um eine gewerbliche Vermietung, so werden Kredite für Immobilien zur Vermietung gleich behandelt wie Privatkredite. Dies ist deshalb so, da Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung den so genannten außerbetrieblichen Einkünften zugeordnet werden. Damit gelten hier dieselben Regeln wie bei Privatkrediten. Kursverluste fallen daher durch den Rost und können von den Mieteinkünften nicht steuerlich in Abzug gebracht werden.
Tipps und Faustregeln im Umgang mit Krediten • Handlungsbedarf bei endfälligen Krediten mit baldiger Fälligkeit: Sowohl bei betrieblichen als auch bei privaten Schulden sollte rechtzeitig darüber nachgedacht werden, ob man den Kredit zum derzeitigen Kurs tatsächlich zurückzahlen möchte. Bei Aussicht auf einen künftig günstigeren Kurs kann eine Prolongation weiterhelfen. Dies gilt vor allem im privaten Bereich, da hier die Kursverluste in der Regel ja nicht einmal steuerlich verwertet werden können. Mit dem Wegfall der Kreditsteuer sind seit 2011 die Kosten einer solchen Kreditverlängerung auch deutlich geringer geworden. • Haben Sie das Bedürfnis, vorzeitig Schulden zurückzuzahlen und führt dies zu Kursverlusten, so sollten Sie das vorrangig mit Betriebskrediten tun. Können Sie dabei hingegen Kursgewinne einfahren, so empfiehlt es sich, dies zuerst mit privaten Schulden zu tun. • Schaffen Sie sich Dispositionsfreiheit über Bares für die Zukunft! Nicht selten kommt es vor, dass man bereits kurze Zeit nach einer „Tilgungsfleißaufgabe“ wieder Finanzierungsbedarf hat. Vor allem, wenn in naher Zukunft private Investitionen anstehen, kann es sich mehrfach bezahlt machen, die Kreditlinien im betrieblichen Bereich vollständig auszunutzen, denn: 1. Zinsen aus betrieblichen Schulden können steuerlich geltend gemacht werden, während Zinsen für Privatkredite in voller Höhe selbst zu tragen sind.
2. Entsteht nach der Tilgungsfleißaufgabe erneut Finanzierungsbedarf, so fallen wiederum trotz der Abschaff ung der Kreditsteuer weiterhin Geldbeschaff ungskosten an. Das Bereitstellungsentgelt und die Bearbeitungsgebühren gibt es nämlich nach wie vor. 3. Neuerliche Bankgespräche für neue Kredite fallen bei der Nutzung bestehender Kreditlinien weg. Damit sparen Sie Zeit und Mühe und gewinnen an Flexibilität und Freiheit. Dies kann umso mehr ein Vorteil sein, wenn für bestehende Kreditlinien seinerzeit hervorragende Konditionen ausgehandelt werden konnten, an die man heute eventuell gar nicht mehr herankommen würde. Basel III wird nämlich zu noch höheren Kosten führen, als wir das schon nach Basel I + II zu spüren bekommen haben. 4. Im Falle eines Gewinnszenarios: Die bei der Tilgung betrieblicher Kredite realisierten Gewinne müssten sofort versteuert werden. D.h. Sie verlieren nicht nur Liquidität auf Grund der Rückzahlung, sondern zudem durch die Steuerpfl icht der realisierten Kursgewinne. Ein Aufschub der Tilgung bedeutet damit auch einen zusätzlichen Liquiditätsvorteil aus der Steuerersparnis.
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Tipp, als inzwischen nicht ein Kursverlust eintritt. Führt das Ganze zu einem Kursverlust, was derzeit eher an der Tagesordnung steht, so kann dieser Verlust leider nur dann verwertet werden, wenn aus einem anderen Spekulationsgeschäft ein Kursgewinn gegenüber steht. Das ist nämlich die fragwürdige Eigenheit dieser Spekulationsbesteuerung. In den meisten Fällen bleiben Sie daher mit Kursverlusten aus privaten Fremdwährungstransaktionen völlig allein. Eine grundsätzliche steuerliche Absetzbarkeit von realisierten Kursverlusten ist de facto nicht gegeben. Nicht einmal Kursverluste aus tatsächlich erfolgten Tilgungen finden steuerliche Berücksichtigung. Genauso verhält es sich auch mit Krediten für Vermietungsobjekte.
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Resümee Vorausschauendes Denken ist gefragt. Insbesondere wenn in Zukunft mit neuerlichem Finanzierungsbedarf zu rechnen ist, kann es sich bezahlt machen, sich nicht von Kursschwankungen verrückt machen zu lassen und nicht voreilig zu tilgen. Für Betriebskredite gilt das umso mehr, als Liquiditätsreserven in den privaten Bereich gelenkt werden sollen und können. Im betrieblichen Bereich haben realisierte Kursgewinne und -verluste nach der aktuellen Rechtslage immer Steuerrelevanz. Damit können hier Kursverluste bis zur Hälfte durch die daraus resultierende Steuerersparnis wieder hereingeholt werden. Im Privatbereich führen lediglich Kursgewinne aus der Rückwechslung von einer Fremdwährung in den sicheren Euro innerhalb der 1-Jahres-Spekulationsfrist zur Steuerpfl icht. Private Darlehenstilgungen führen bei Kursgewinnen zu nicht steuerpfl ichtigen Einkünften, womit Kursverluste im privaten Bereich völlig durch den Rost fallen. Da Vermietungseinkünfte von der Finanz als außerbetriebliche Einkünfte qualifiziert werden, sind auch Kredite für Vermietungsobjekte mit Privatkrediten gleichgestellt, womit Kursverluste im Rahmen von Mieteinkünften nicht von der Steuer abgesetzt werden. Die gute Nachricht: Sollte es wieder einmal Kursgewinne aus Fremdwährungskrediten geben, so können diese bei Privatkrediten oder im reinen Vermietungsgeschäft vollkommen steuerfrei lukriert werden (Ausnahme: Spekulationstatbestand – siehe oben).
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Fremdwährungskredite für die Ordination Kursverluste aus Praxiskrediten sind steuerlich absetzbar
Angesichts des tiefen Sturzes und der zwischenzeitlichen Teilerholung des Euros beschäftigen sich derzeit viele mit dem Thema Konvertierung und Tilgungen. Einige haben mit ihren Praxiskrediten in Auslandswährung inzwischen schon längst die Gewinnzone verlassen und fürchten nun die Realisierung von Verlusten. Die jüngsten Maßnahmen der schweizerischen Nationalbank sorgen hier auch nicht unbedingt für Beruhigung, sondern mitunter eher für weiteres Grübeln und Bewegung. Vor diesem Hintergrund ist es gut zu wissen, dass ...
Text: TEAM JÜNGER – Steuerberater DIE ÄRZTESPEZIALISTEN www.aerztekanzlei.at
... Kursverluste bei Tilgungen und Teiltilgungen von Praxiskrediten sowie auch bei einer Rückkehr in den sicheren Euro im betrieblichen Bereich voll steuerwirksam sind. Das heißt, derart realisierte Kursverluste können über die Steuerersparnis zu einem Teil (bis zu 50 %!) wieder zurückgewonnen werden.
... bei Privatkrediten derartige Kursverluste völlig durch den Rost fallen. Bei privaten Schulden in fremder Währung führt einzig und allein eine Rückwechslung in Euro innerhalb eines Jahres (Spekulationsfrist) nach Einstieg in die fremde Währung zu einem steuerlichen Tatbestand. Der Gesetzgeber spricht hier von einem Spekulationsgeschäft, welches auch im Privatbereich steuerlich erfasst wird. Jedoch sind solche Verluste nur mit anderen Spekulationsgewinnen verrechenbar, leider aber nicht mit „normalen“ Einkünften. ... Kredite im Vermietungsbereich gleich behandelt werden wie Privatkredite. Damit gelten dieselben Regeln wie bei Privatkrediten. Kursverluste können von den Mieteinkünften nicht steuerlich in Abzug gebracht werden.
Tipp Haben Sie das Bedürfnis, vorzeitig Schulden zurückzuzahlen, und führt dies zu Kursverlusten, so sollten Sie das vorrangig mit Ihren Praxiskrediten tun.
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Finanzierungsstruktur nach Maß Markus Sappl, Landesdirektor Firmenkunden der Bank Austria Tirol, über die Konjunkturentwicklung und die Bedeutung einer optimalen Finanzierungsstruktur. Der Wirtschaftsmotor ist ins Stottern geraten. Wie geht es weiter? Markus Sappl: Der Konjunkturhöhepunkt ist unseren Analysen nach auf jeden Fall überschritten. Die Unternehmen und die Konsumenten zeigen sich weniger optimistisch als noch im ersten Halbjahr 2011. So hat sich der Ausblick auf Neuaufträge getrübt, auch der Außenhandel als wichtigster Treiber lässt nach.
Weitere Informationen erhalten Sie im Internet: www.bankaustria.at unter Firmenkunden, bei Ihrer Firmenkundenbetreuerin und Ihrem Firmenkundenbetreuer oder direkt bei Bank Austria Corporate & Investment Banking Mag. Markus Sappl Maria-Theresien-Straße 36 6020 Innsbruck Tel.: 05 05 05–95182 markus.sappl@unicreditgroup.at
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Was können Unternehmen tun, damit die neuen Rahmenbedingungen nicht negativ auf ihren Geschäftserfolg durchschlagen? Sie können – was ihr Finanzmanagement betrifft – proaktiv agieren, indem sie sich genau ansehen, wie ihr Unternehmen finanziert ist. In wirtschaftlich turbulenteren Zeiten sind eine solide Eigenkapitalausstattung und die frühzeitige Sicherstellung von Fremdkapital besonders wichtig, um auch bei Konjunkturschwächen dauerhaft liquide und wettbewerbsfähig zu bleiben. Wie schaut aus Ihrer Sicht die optimale Finanzierungsstruktur eines Unternehmens aus? Es kommt auf ein vernünftiges Verhältnis zwischen Eigenkapital und Fremdkapital an, welches von Branche
zu Branche unterschiedlich sein kann. Dieses Verhältnis findet man über eine regelmäßige Aktualisierung der Planung und ein aktives Bilanzmanagement. Die Bank Austria versteht sich nicht nur als Kreditgeber, sondern unterstützt als strategischer Finanzpartner auch beim Planen und Analysieren der Finanzierungsstruktur. Dabei schlagen wir eine schrittweise Herangehensweise vor: Verstehen der Ausgangssituation des Kunden, gemeinsame Analyse von Optimierungspotenzialen, sorgfältige Liquiditätsplanung und Erarbeitung eines maßgeschneiderten Finanzierungsmix. Die Bank Austria verfolgt einen individuellen Ansatz bei der Betreuung ihrer Firmenkunden. Welche sind die zentralen Punkte? Wir laden unsere Kunden ein, in einen offenen, kontinuierlichen Dialog mit uns zu treten. Dadurch haben wir die Möglichkeit, die Unternehmensziele unserer Kunden frühzeitig kennenzulernen und von Anfang an in die Gestaltung ihrer Finanzierungsstruktur eingebunden zu sein. Die Unternehmen wiederum profitieren vom speziellen Know-how einer Großbank, unserem kritischen Auge in der Sache und der langjährigen Erfahrung der Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer der Bank Austria, einem Finanzpartner, der neben dem klassischen Bankgeschäft auch stets die Zukunftsthemen seiner Kunden im Blick hat.
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Verkehrsverbund Tirol. Ein Unternehmen des Landes Tirol.
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Text: Mag. Elisabeth Steinlechner, StB Mag. Andreas Kapferer LL.M., WP/StB
Urlaub in der Kündigungsfrist Muss ein Dienstnehmer den Resturlaub während der Kündigungsfrist verbrauchen, wenn der Arbeitgeber darauf besteht? Und gebührt ihm/ihr bei Dienstfreistellung eine Ersatzleistung für nicht konsumierten Urlaub? In diesem Artikel erfahren Sie, welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen.
Oftmals wünscht sich der Arbeitgeber, dass ein Dienstnehmer in der Kündigungsfrist einen allfällig offenen Urlaub verbraucht, um eine fi nanzielle Abgeltung des nicht konsumierten Urlaubs am Ende des Dienstverhältnisses zu vermeiden. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, unter welchen Voraussetzungen ein Dienstnehmer dazu angehalten werden kann, seinen Resturlaub während der Kündigungsfrist oder Dienstfreistellung zu verbrauchen. Verbleibt bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein Resturlaub, muss der Arbeitgeber eine Urlaubsersatzleistung auszahlen.
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Individuelle Urlaubsvereinbarung Wann und in welchem Ausmaß ein Urlaub konsumiert wird, ist grundsätzlich zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer individuell und einvernehmlich zu vereinbaren. Dabei ist auf die Erfordernisse des Betriebes und die Erholungsmöglichkeiten des Arbeitnehmers Bedacht zu nehmen. Jedenfalls aber sollte der Urlaub möglichst bis zum Ende des Urlaubsjahres, in dem er entstanden ist, verbraucht werden. Das Urlaubsgesetz sieht die Verjährung des Urlaubes nach Ablauf von zwei Jahren ab dem Ende des Urlaubsjahres, in dem dieser entstanden ist, vor.
• Muss der Dienstnehmer während der Kündigungsfrist auf Urlaub gehen? Prinzipiell ist der Dienstnehmer nicht dazu verpfl ichtet, seinen (Rest-)Urlaub während der Kündigungsfrist zu konsumieren – und der Arbeitgeber kann einen solchen Verbrauch grundsätzlich auch nicht wirksam anordnen. Dies ergibt sich aus dem Urlaubsgesetz, wonach der Zeitpunkt des Urlaubs in jeder Phase des Dienstverhältnisses – also auch unmittelbar vor der Beendigung – zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu vereinbaren ist. • Gebührt dem Dienstnehmer bei Dienstfreistellung eine Urlaubsersatzleistung? In der Praxis wird der zu kündigende Dienstnehmer nach Ausspruch der Kündigung oftmals für die Zeitphase der Kündigungsfrist vom Dienst freigestellt. Da eine solche Dienstfreistellung (in Ermangelung einer Vereinbarung) nicht auf den Urlaub anzurechnen ist, gebührt dem Dienstnehmer in einem solchen Fall am Ende seines Dienstverhältnisses trotzdem die volle Urlaubsersatzleistung. • Muss der Dienstnehmer während der Dienstfreistellung auf Urlaub gehen? Ist der Dienstnehmer – auch ohne Urlaubsvereinbarung in Einzelfällen – verpfl ichtet, während seiner Dienstfreistellung einen noch offenen Urlaub zu konsumieren? Hier ist vor allem die Treue pfl icht des Arbeitnehmers gegenüber seinem (Noch-)Arbeitgeber zu berücksichtigen. Mit der Treuepfl icht wäre es z.B. nicht vereinbar, wenn der Arbeitnehmer das Angebot des Arbeitgebers, den Urlaub zu konsumieren, ablehnt, aber zur selben Zeit „erst recht“ einen Urlaub am Strand verbringt und damit de facto den charakteristischen Erholungswert eines Urlaubs genießt. Ein solches Verhalten wäre treuwidrig. Für diese Zeit würde daher eine Urlaubsersatzleistung am Ende des Dienstverhältnisses jedenfalls ausscheiden. • Wann entfällt die Urlaubsersatzleistung? Die Urlaubsersatzleistung entfällt, wenn ein Fall von Rechtsmissbrauch durch den Arbeitnehmer vorliegt. Dies ist der Fall, wenn eine Schädigungsabsicht den überwiegenden Grund der Rechtsausübung bildet oder wenn zwischen den Interessen des Arbeitnehmers und jenen des Arbeitgebers ein ganz krasses Missverhältnis besteht. Ob im Ergebnis tatsächlich ein Rechtsmissbrauch vorliegt, ist immer anhand der Umstände des Einzelfalles zu beurteilen. Die Urlaubsersatzleistung entfällt auch, wenn das Arbeitsverhältnis durch einen ungerechtfertigten vorzeitigen Austritt endet.
Möglichkeiten des Dienstgebers Eine Vereinbarung bereits im Dienstvertrag, wonach der Dienstnehmer im Falle einer Kündigung dazu verpfl ichtet ist, während der Kündigungsfrist seinen Urlaub zu verbrauchen, ist laut ständiger Rechtsprechung des OGH unwirksam. Grund hierfür ist, dass der Sinn eines Urlaubes nur der sein kann, sich „von den Sorgen des Alltags zu erholen“. Dies Jahre – wenn nicht sogar Jahrzehnte – im Vorhinein zu beurteilen und den Erholungswert somit zu antizipieren, ist de facto nicht möglich. Ein Ausweg aus diesem Dilemma ist die Einigung zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer auf eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses. Dabei könnte vereinbart werden, dass der Dienstnehmer einen allenfalls noch offenen Resturlaub bis zum Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu verbrauchen hat. Stimmt der Dienstnehmer dem zu, so ist eine gültige Urlaubsvereinbarung zustande gekommen. Stimmt der Dienstnehmer einer einvernehmlichen Auflösung des Dienstverhältnisses nicht zu und muss eine Arbeitgeberkündigung ausgesprochen werden, so wäre ein Angebot einer Dienstfreistellung bis zum Ende des Dienstverhältnisses unter der Prämisse eines (zumutbaren) Urlaubskonsums möglich. So der Dienstnehmer zustimmt, kommt es zum entsprechenden Urlaubsverbrauch und eine fi nanzielle Abgeltung entfällt. Sollte der Dienstnehmer auch hier seine Zustimmung verweigern, so bleibt – vor allem bei einer langen Kündigungsfrist – dem Arbeitgeber nur die Möglichkeit, den Dienstnehmer schriftlich zu ersuchen, seinen noch offenen Urlaub zu verbrauchen. Hier sind die Möglichkeiten des Dienstgebers freilich sehr eingeschränkt. Nur dann, wenn eine solche Aufforderung mehrmalig erfolgt und der Nichtantritt des Urlaubes (nachweislich) eine bloße Schikane gegenüber dem Arbeitgeber darstellt, könnte in diesem Zusammenhang unter Umständen ein Rechtsmissbrauch gegeben sein, der die finanzielle Abgeltung in Form der Urlaubsersatzleistung entfallen ließe.
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In der Praxis stellen sich in diesem Zusammenhang oft folgende Fragen:
Mag. Elisabeth Steinlechner, StB
Mag. Andreas Kapferer LL.M., WP/StB
Empfehlung: Dienstverhältnis einvernehmlich auflösen Abgesehen von Fällen des Rechtsmissbrauchs und von Verstößen gegen die Treuepfl icht gegenüber dem Dienstgeber kann ein Dienstnehmer nicht einseitig verpfl ichtet werden, seinen allenfalls noch offenen Resturlaub während der Kündigungsfrist zu verbrauchen. Um größtmögliche Rechtssicherheit zu erlangen und den Dienstnehmer dazu zu bewegen, den offenen Urlaub zu verbrauchen, empfiehlt sich in der Praxis eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses mit entsprechenden Formulierungen oder aber eine separat zu einer allfälligen Kündigung erfolgende Urlaubsvereinbarung.
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Achtung: Steuerhinterziehung! Durch die Schaffung des Tatbestandes „Abgabenbetrug“ in § 39 Finanzstrafgesetz (FinStrG) werden seit 01.01.2011 bestimmte vorsätzlich begangene Finanzvergehen mit einer Strafdrohung belegt, die einem schweren Betrug entsprechen. Typische Tatmuster wie „Umsatzsteuerkarusselle“ oder „Verschleierungshandlungen unter Zuhilfenahme von undurchsichtigen Gesellschaftskonstruktionen“ sollen dadurch geahndet werden. Doch die Norm greift weitaus tiefer.
Text: Philipp Hagele
1) Die Definition entspricht zum leichteren Verständnis nicht dem gesamten Gesetzestext.
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Des Abgabenbetruges macht sich nach Absatz 1 schuldig, wer a) unter Verwendung von falschen oder verfälschten Urkunden, falscher oder verfälschter Daten oder anderer solcher Beweismittel mit Ausnahme unrichtiger Abgabenerklärungen, Anmeldungen, Aufzeichnungen oder Gewinnermittlungen oder b) unter Verwendung von Scheingeschäften oder anderen Scheinhandlungen im Sinne des § 23 BAO, Finanzvergehen der Abgabenhinterziehung, des Schmuggels, der Hinterziehung von Eingangsoder Ausgangsabgaben oder der Abgabenhehlerei nach § 37 (1) FinStrG, begeht.1) Wer unabhängig vom neuen Absatz 1 laut § 39 Absatz 2 Vorsteuerbeträge geltend macht, denen keine Lieferungen oder sonstigen Leistungen zugrunde liegen und dadurch ungerechtfertigte Abgabengutschriften erlangt, verwirklicht ebenso den Tatbestand des Abgabenbetruges. Die Zuständigkeit des Gerichtes ist stets Voraussetzung für die Anwendbarkeit der gesamten Norm (siehe Factbox).
Urkunden(ver)fälschung Relevant für die Verwirklichung des § 39 (1) lit a) FinStrG sind unter anderem gefälschte oder verfälschte Rechnungen, Verträge, Quittungen, Zahlungsbelege oder andere Lugurkunden. Es ist jedoch maßgeblich, dass die Herstellung falscher bzw. die Verfälschung vorhandener derartiger Beweismittel im Vorbereitungsstadium des Grunddeliktes, also der Abgabenhinterziehung, erfolgt. Ausdrücklich ausgenommen hiervon sind jedoch unrichtige Abgabenerklärungen, Anmeldungen, Anzeigen, Aufzeichnungen und Gewinnermittlungen.
Scheingeschäfte Die in der lit. b) des § 39 (1) angeführten „Scheingeschäfte“ liegen nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes dann vor, wenn Geschäfte vorgetäuscht werden, die in Wirklichkeit nicht bestehen, gar nicht ernstlich gewollt sind oder ein anderes Geschäft verdecken. Hierzu zählt beispielsweise ein als Schenkung deklarierter Kauf. Wird ein Kaufvertrag über ein Grundstück abgeschlossen und im Kaufvertrag ein niedrigerer Betrag als der tatsächlich vereinbarte Kauf-
Grundsätzlich ist die Vortäuschung von Rechtsbeziehungen wie Mietverträge, Arbeitsverträge oder Gesellschaftsverträge, welche nur zum Schein mit dem vorsätzlichen Ziel abgeschlossen wurden, Steuern zu hinterziehen, je nach Lage des Sachverhaltes vom neuen § 39 erfasst. Keine Scheingeschäfte sind jedoch solche, die zwar eine unübliche Vorgangsweise darstellen, aber ernstlich gewollt und durchgeführt werden. Treuhandverträge und Umgehungsgeschäfte sind demnach nicht als Scheingeschäfte zu qualifizieren. Treuhandverhältnisse begründen aus abgabenrechtlicher Sicht eine vom Zivilrecht abweichende Zurechnung von Wirtschaftsgütern oder Einkünften und können bei Nicht-Offenlegung gegenüber dem Finanzamt eine Abgabenverkürzung bewirken. Da das Treuhandverhältnis von den Vertragsparteien jedoch gewollt ist, liegt kein Scheingeschäft iSd § 39 (1) FinStrG vor. In der Praxis lässt sich die Abgrenzung zwischen Umgehungsgeschäften und Scheingeschäften schwer vollziehen, die finanzstrafrechtlichen Folgen sind jedoch unterschiedlich. Ob bspw. eine in einer Steueroase gegründete Briefkastenfi rma ohne eigene Infrastruktur ein Umgehungsgeschäft oder ein Scheingeschäft darstellt, hat steuerlich dieselben Folgen, ist jedoch finanzstrafrechtlich aufgrund der unterschiedlichen Rechtsfolgen relevant.
Vorsteuerbetrug gem. § 39 (2) FinStrG Der Gesetzgeber versucht den Vorsteuerbetrug verschärft einzudämmen und bestimmt nun hohe Strafen für jene Fälle, in denen Vorsteuerbeträge ohne Zugrundelegung einer Lieferung oder sonstigen Leistung betrügerisch geltend gemacht werden. Im Verhältnis zu Absatz 1 kommt dieser jedoch nur subsidiär zur Anwendung. Werden bspw. Vorsteuern in der UmsatzsteuerVoranmeldung (oder auch in der -Jahreserklärung) geltend gemacht, indem Vorsteuerbeträge ohne tatsächlichem Geschäftsfall abgezogen werden, liegt ein Fall des § 39 (2) FinStrG vor. Nach herrschender Auffassung ist es jedoch notwendig, dass durch die zu Unrecht abgezogenen Vorsteuern tatsächlich Gutschriften am Steuerkonto beim Finanzamt bewirkt werden. Werden keine Leistungen bzw. Lieferungen getätigt und diese Vorsteuerbeträge vermindern lediglich die Umsatzsteuer-Zahllast, liegt „nur“ eine Abgabenhinterziehung gem. § 33 FinStrG mit anderen Rechtsfolgen vor. Erfolgt bspw. eine Rechnungsumschreibung für den Einbau eines Schwimmbades im Privathaus eines Unternehmers und wird die Rechnung illegalerweise an das Unternehmen für bspw. Umbauarbeiten am Betriebsgebäude ausgestellt, liegt zwar eine Leistung vor, allerdings wird der Vorsteuerabzug auf Basis einer in der Realität nicht erfolgten Leistung (Vor-
steuerabzug für Umbau am Betriebsgebäude, welches gar nicht umgebaut wurde) geltend gemacht, und der Abgabenbetrug ist verwirklicht.
Rechtsfolgen / Strafdrohung Der Strafrahmen wird im Finanzstrafrecht grundsätzlich durch den „strafbestimmenden Wertbetrag“ bestimmt. Dieser dient jedoch zuallererst als Kriterium zur Abgrenzung der gerichtlichen von der verwaltungsbehördlichen Zuständigkeit. Im Finanzstrafrecht werden zwar vorrangig Geldstrafen verhängt, da der Abgabenbetrug gem. § 39 Finanzstrafgesetz dem Betrug des Strafgesetzbuches nachgebildet ist, sind ab 01.01.2011 erstmals im Finanzstrafrecht Freiheitsstrafen primär bei Anwendung dieser Norm zu verhängen. Daneben ist eine Geldstrafe zu verhängen, deren Höchstbetrag nicht wie sonst im Finanzstrafrecht unmittelbar von einem Vielfachen des strafbestimmenden Wertbetrages abhängt. Die Strafdrohungen sind in § 39 FinStrG in drei Stufen eingeteilt und werden in der Factbox dargestellt.
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preis festgehalten (um sich auf diese Weise einen ungerechtfertigten Steuervorteil zu verschaffen), dann liegt ein tauglicher Abgabenbetrug des § 39 (1) lit. b) FinStrG vor. Der Kaufvertrag wäre zudem als falsches Beweismittel zu qualifizieren.
MMag. Philipp Hagele, Steuerberater und Standortleiter Grüner & Partner, Innsbruck Grüner & Partner Steuerberatungsgesellschaft m.b.H. & Co Kommandit-Partnerschaft Imst – Innsbruck – St. Anton www.gruener-partner.at
Würdigung Eine erst nach der Begehung des Grundtatbestandes begangene Betrugshandlung, wie etwa die Produzierung eines unrichtigen Beweismittels im Zuge einer Betriebsprüfung zur Untermauerung einer bereits bewirkten Abgabenverkürzung, führt nach herrschender Literaturmeinung nicht zur Verwirklichung des Betrugstatbestandes im Sinne des neuen § 39 FinStrG. Etwaig sind jedoch Verträge zwischen nahen Angehörigen, die lediglich zum Schein abgeschlossen wurden, um einen Steuervorteil zu erzielen, von dieser neuen Regelung erfasst. Die Rechtsprechung zu dieser Norm bleibt jedoch abzuwarten. Die oben beschriebenen Handlungen führen nach dem neuen § 39 Finanzstrafgesetz zu wesentlich höheren Strafen. Unabhängig davon sind die dargestellten Tatbestandsmerkmale mit der in Strafverfahren ansonsten auch erforderlichen Sicherheit nachzuweisen.
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Factbox zum „Abgabenbetrug“: • Vorsätzlich begangenes Finanzvergehen • Zuständigkeit des Gerichts - gem. § 53 (1) FinStrG ab 100.000,00 Euro strafbestimmender Wertbetrag - gem. § 53 (2) ab 50.000,00 Euro strafbestimmender Wertbetrag bei Schmuggel, Verzollungsvergehen oder der Hinterziehung von Ein- oder Ausgangsabgaben • Strafdrohungen: Hinterzogener Betrag (Strafbestimmender Wertbetrag)
Freiheitsstrafe
Geldstrafe
bis 250.000 Euro
bis 3 Jahre
daneben bis zu 1 Mio. Euro
über 250.000 Euro bis 500.000 Euro
6 Monate bis 5 Jahre
daneben – wenn die verhängte Freiheitsstrafe 4 Jahre nicht übersteigt – bis zu 1,5 Mio. Euro
1 bis 10 Jahre
daneben – wenn die verhängte Freiheitsstrafe 8 Jahre nicht übersteigt – bis zu 2,5 Mio. Euro
über 500.000 Euro
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recht.aktuell
M&A-Transaktionen bei Familienunternehmen Familienunternehmen sind anders. Während börsennotierte Kapitalgesellschaften – getrieben durch Renditeerwartungen der Aktionäre – stärker auch kurzfristige Ziele verfolgen müssen, haben Familienunternehmen idealtypisch eine langfristige, nachhaltige Perspektive.
RA Dr. Ivo Rungg
Die persönliche Bindung zwischen Eigentümer und Unternehmen hat handfeste Auswirkungen auf strategische Ausrichtung, Organisation und Unternehmenskultur. Das zeigt sich etwa auch bei Fragen der betrieblichen Nachfolge, wo gerade eine differenzierte, an die jeweiligen Bedürfnisse angepasste Herangehensweise notwendig ist.
organisatorische und personelle Aspekte einer umfassenden Kompatibilitätsprüfung unterworfen werden. Das kann regelmäßig im Rahmen einer sogenannten Due Diligence erfolgen. Ist die Grundsatzentscheidung einmal gefallen, unterscheidet sich die Transaktionsdurchführung bei Familienunternehmen nur unwesentlich von sonstigen Unternehmen.
Gründe für M&A bei Familienunternehmen
Spezifische Stärken und Schwächen von Familienunternehmen
Charakteristisch für das Familienunternehmen ist die Identifi kation der Eigner oder der Eigentümerfamilie mit dem Unternehmen, also die weitgehende Personifizierung der Unternehmensinteressen. Die Unternehmensstrategie ist meist langfristig ausgerichtet, wobei dem Interesse an einer generationenübergreifenden Erhaltung des Unternehmens eine große Rolle zukommt. Eine gute Nachfolgelösung rechtzeitig umzusetzen ist zwar nicht einfach, aber unter Umständen geboten, um einen Verkauf an einen Externen „zur Unzeit“ vermeiden zu können. Doch auch losgelöst von dieser Nachfolgefrage nimmt die Zahl der M&A-Transaktionen bei Familienunternehmen stark zu. Oft ist für eine Expansion Liquidität notwendig, die am besten durch die (Minderheits-) Beteiligung eines Investors geschaffen werden kann. Schillernde Beispiele für besonders akquisitionsfreudige Familienunternehmen sind etwa die deutschen Firmen Miele und Würth, deren Expansionskurs ein massives Wachstum erst ermöglichte.
Besonderheiten im M&A-Prozess
Text: Ivo Rungg / Johannes Barbist, Binder Grösswang Rechtsanwälte, Innsbruck
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Die Erfahrung zeigt, dass Familienunternehmen in vielen Fällen über keine dokumentierte Unternehmensstrategie und erst recht nicht über eine ausgereifte Akquisitionsstrategie verfügen. Daher muss gerade im Vorfeld der M&A-Transaktion oftmals mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden. Synergien alleine sind vielfach kein ausreichendes Argument. Mindestens ebenso wichtig ist es, dass Geschäftsmodell und Unternehmenskultur zueinander passen und so die Identität des Unternehmens auch nach der Transaktion gewahrt werden kann. In der Praxis müssen daher die betreffenden Geschäftsmodelle wie auch
Allgemein wird Familienunternehmen oftmals eine gewisse Entscheidungsträgheit nachgesagt, da familieninterne Angelegenheiten auch Einfluss auf Unternehmensentscheidungen haben können. Tatsächlich hat die nunmehr intensivere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen Familienunternehmen gezeigt, dass diese – ganz im Gegenteil – zumeist überdurchschnittlich hohe Entscheidungsgeschwindigkeiten und Innovationsbereitschaft aufweisen. Dies liegt nicht zuletzt an schnelleren Entscheidungsabläufen und einer pragmatischen Herangehensweise. Die unkomplizierteren und weniger strukturierten Prozesse können aber auch eine „downside“ haben, wenn nämlich subjektive Motive der Familienunternehmer zu stark in den Vordergrund treten. Hochinteressant sind die Ergebnisse einer kürzlich von der Beratungsfirma Duff&Phelps veröffentlichten Studie in Deutschland, wonach bestimmte Eigenschaften von Familienunternehmen einen klar wertsteigernden Effekt in Zusammenhang mit M&ATransaktionen aufweisen. Dies gilt z.B. für die enge – meist längerfristige – Bindung zwischen Management, Eigentümer(n) und Unternehmen, woraus allgemein eine höhere Vertrauenswürdigkeit abgeleitet wird.
Fazit Familienunternehmen und M&A-Transaktionen müssen nicht in einem Spannungsverhältnis stehen. Wird die Transaktion ausreichend strategisch vorbereitet und sind die Entscheidungsträger von der Sinnhaftigkeit einmal überzeugt, haben Familienunternehmen im „harten“ Transaktionsgeschäft gute Karten.
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Foto: Bachler
Der Holzfachberater von proHolz Tirol, DI Stephan Simonek, informiert Sie gerne von 20. bis 25. Oktober 2011 (außer sonntags) am Hauptplatz in St. Johann bzw. am Nationalfeiertag, Mittwoch, 26. Oktober 2011 am Landhausplatz in Innsbruck von 9:00 bis 17:00 Uhr kostenlos zu allen Fragen rund um Wald und Holz. Informationen erhalten Sie auch zu den vielen Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Forst und Holz.
„Die holzfachlichen Ausbildungsmöglichkeiten in Tirol sind äußerst vielfältig. Diese reichen von der forstwirtschaftlichen Ausbildung über das Handwerk (z.B. Lehre als Zimmerer oder Tischler) und die höher bildenden technischen Lehranstalten bis zur universitären Ausbildung am Holzbaulehrstuhl an der Universität Innsbruck“, so proHolz-Tirol-Geschäftsführer DI Rüdiger Lex. Die Berufschancen rund um den zukunftsträchtigen Rohstoff Holz wachsen stetig. So beziehen schon jetzt in Tirol etwa 30.000 Menschen Einkommen aus der Forst- und Holzwirtschaft. Die Zukunftsbranche Holz punktet mit modernster Technologie, nachhaltigen Produkten und innovativem Denken. Sie ist international gut aufgestellt und bietet interessante berufl iche Chancen mit ausgezeichneten Zukunftsaussichten.
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H.o.T – der mobile Holzbau tourt mit Holzfachberatung durch Tirol. Bei den Auftritten im Oktober (siehe unten) kann eine Ballonfahrt gewonnen werden. Bildnachweis: Arminia; Copyright: Archiv Wolfgang Nairz; Fotomontage: proHolz Tirol
Kostenlose, firmenneutrale Holzfachberatung erhalten Sie bei proHolz Tirol unter www.holzinformation.at oder demnächst von 20. bis 25. Oktober (außer sonntags) am Hauptplatz in St. Johann bzw. am Nationalfeiertag, Mittwoch, 26. Oktober 2011 am Landhausplatz in Innsbruck. Eine Ballonfahrt winkt als Preis eines Gewinnspiels.
Geniale Holzjobs Die „genialen Holzjobs“ im Oktober sind ein Projekt von proHolz in Zusammenarbeit mit dem Landesschulrat. Betriebe der Forst- und Holzwirtschaft laden an den Aktionstagen SchülerInnen in ihr Unternehmen ein, damit die Jugendlichen hinter die Kulissen von Jobs mit Holz blicken, Berufsluft schnuppern und neue Berufsbilder entdecken können. Mehr zu den „genialenholzjobs-Tagen“ erfahren Sie bei unserem Holzfachberater unter 0664/41 15 712.
„Zum Preis von zwei Cornetto kann ein Kind im Sommer schwimmen gehen.“ Bäderausschuss-Obmann Karlheinz Bader, Berufsgruppenobmann Josef Fiegl und Fachgruppengeschäftsführer Bernhard Wanner
Versöhnlicher Sommer Nach einem durchwachsenen Sommer zeigt sich die Bilanz der Tiroler Bäder zum Schluss doch versöhnlich. Mehr als zwei Millionen Besucher haben in den vergangenen Monaten das Angebot der Tiroler Bäderbetriebe genutzt und trugen so zu einer Umsatzsteigerung von fünf Prozent gegenüber dem Sommer 2010 bei. Der heurige Sommer war durchwachsen, und dennoch sorgten viele Sonnenstunden für volle Schwimmbäder, was schlussendlich eine Steigerung der Besucherzahlen und des Umsatzes auf insgesamt 8,6 Millionen Euro nach sich zog. „Die Erlöse je Badegast lagen im heurigen Sommer bei 4,22 Euro – eine Steigerung von 7 % gegenüber dem Vorjahr“, resümiert Berufsgruppenobmann Josef Fiegl, und weiter: „Eines muss man ganz klar sagen: 250.000 Besucher braucht ein Hallenbad, um seine Investitionen verdienen zu können. Und unter 10 Euro
Foto: WKT
Eintrittspreis je Besucher darf in einem Hallenbad niemand nass werden.“ Durchschnittlich liegt der Eintrittspreis bei Erwachsenen jedoch bei 5,44 Euro pro Tag. Davon muss nicht nur das Bad selbst erhalten, sondern auch die Mitarbeiter bezahlt werden. „Wir haben in allen Tiroler Bäderbetrieben sehr gut geschultes Personal und die Sicherheit steht an oberster Stelle. Dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass Baden und Schwimmen zu den sichersten Freizeitaktivitäten in Tirol zählt“, betont Bäderausschussobmann Karlheinz Bader.
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Karriere mit hölzerner Lehre
Wissenschaft & Neue Märkte
Green Events Das Lebensministerium zeichnet gemeinsam mit dem Bundesländer-Netzwerk „Green Events Austria“ mit dem Wettbewerb „Sportlich zur Nachhaltigkeit“ Sportveranstaltungen aus, die im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit vorbildliche Maßnahmen setzen. Insgesamt können 7.000 Euro gewonnen werden. Ausgezeichnet werden Aktivitäten, die einen Beitrag zur Abfallvermeidung, zur Einsparung bei Energie- und Wasserverbrauch oder zur umweltverträglichen Anreise der Teilnehmer leisten. Auch regionale und saisonale Lebensmittel, Fair-Trade-Produkte oder soziale Projekte, die im Rahmen der Events unterstützt werden, fließen in die Bewertung der Einreichungen mit ein. Noch bis Ende Oktober 2011 haben Veranstalter die Möglichkeit, ihren Sportevent grüner zu gestalten und die bereits umgesetzten Maßnahmen für mehr Umwelt- und Klimaschutz einzureichen. Infos: wettbewerb.greeneventsaustria.at WK-Präsident Jürgen Bodenseer (r.) und WIFIKurator Martin Felder präsentieren die neue App der Wirtschaftskammer Tirol (Foto: Die Fotografen)
Neu in Tirol: Berufs-Safari-App Mittels einer mobilen Applikation für iPhone und Android-Smartphones möchte die Wirtschaftskammer Tirol Jugendliche, Eltern, aber auch Lehrer bei der Berufsorientierung unterstützen. Um die richtige Berufswahl zu treffen, sollten die Jugendlichen sich im Klaren darüber werden, wo ihre Interessen und Fähigkeiten liegen. Am Beginn der App steht daher eine vereinfachte Form der Talent-Card. In einem zweiten Schritt liefert die App eine Auswahl von infrage kommenden Lehrberufen. Schlussendlich zeigt die App nach Bezirken geordnet alle Tiroler Unternehmen an, die Lehrlinge in dem gewählten Lehrberuf ausbilden. Infos unter www.berufs-safari.at
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Woche der Physik Die international erfolgreiche Physik der Universität Innsbruck präsentierte sich Anfang Oktober der breiten Öffentlichkeit und führte im Rahmen der „Woche der Physik“ in die faszinierende Welt der Astro- und Teilchenphysik, der Ionen- und Molekülphysik, der angewandten Physik und der Quantenphysik ein. Eröffnet wurde das Programm mit einem Fachvortrag zum Thema „Schwarze Löcher und Galaxien“ des deutschen Astrophysikers Reinhard Genzel. Zum Abschluss eines umfangreichen Programms hielt die österreichische Physikerin Claire Gmachl einen Vortrag. Sie hat in Innsbruck studiert und ist heute Professorin an der renommierten Princeton-Universität in den USA.
Workshop: Qualität im Tourismus Der alljährliche Branchentreff der Österreich Werbung (ÖW) ging heuer vom 19. bis 21. September in Tirol, Salzburg und Wien über die Bühne. Eines der Hauptthemen hieß Qualitätsverantwortung. Dies war unter anderem im bei der letzten Tourismuskonferenz vorgelegten Expertenbericht „Österreich-Tourismus – Zurück zum Wachstumskurs“ von Tourismusorganisationen und -betrieben gefordert worden. Mehr als 250 Gäste folgten der Einladung der ÖW in die Hofburg Vienna. Nach Impulsen, Fachvorträgen und konkreten Praxisbeispielen zum Thema „Qualität im Tourismus“ standen Mitarbeiter der ÖW für Einzelgespräche zur Verfügung. Die Key Note Speaker zum Thema „Qualität als Erfolgsfaktor“ waren die freie Journalistin und Standard-Kolumnistin Ute Woltron sowie Helga Bauer, Projektleiterin „Landlust – Urlaub für die Sinne“ und Finalistin beim diesjährigen EDEN-Award. Ute Woltron widmete sich in ihrem Vortrag mit dem Titel „Infrastrukturaspekte von Tourismusorten“ u.a. dem Begriff der Touristifizierung, der Qualität und Materialität in der Architektur, dem Design von Tourismusorten, aber auch den infrastrukturellen Anforderungen in Bezug auf Mobilität. Helga Bauer gab den Zuhörern am Beispiel ihrer Angebotsgruppe einen Einblick in Service- und Erlebnisqualität. Insgesamt rund 500 Vertreter von Landestourismusorganisationen, Destinationen, Regionen und Betrieben informierten sich auf der touristischen Wissens-, Beratungs- und Verkaufsplattform der Österreich Werbung.
Neuer MCI-Lehrgang Controlling & Unternehmenssteuerung Modernes Controlling schafft in Unternehmen Zielsicherheit, indem es für Ergebnis- und Strategietransparenz sorgt. Dabei nimmt es zunehmend die Rolle einer unternehmensinternen Beratungsinstanz ein. Dieser Verantwortungsbereich bedingt, dass Controller/-innen vermehrt selbst Managementfunktionen wahrnehmen und dabei fachliche, methodische sowie soziale Kompetenzen in sich vereinen. Seit mehr als 10 Jahren leistet das MCI einen wesentlichen Beitrag zur qualitätsorientierten und praxisnahen Ausbildung von Controller/-innen – u. a. auch mit dem neu angebotenen Management-Lehrgang „Controlling und Unternehmenssteuerung“. Start für den Lehrgang ist der 11. November. Infos: Victoria Abenthung, 0512/2070-2102 oder victoria.abenthung@mci.edu
Das Tiroler Biotechnologieunternehmen Innovacell meldet einen Durchbruch bei der klinischen Entwicklung der Zelltherapie ICES13 zur Behandlung von Stressinkontinenz. „Nach intensiver Arbeit konnten wir kürzlich die multizentrische Phase-IIb-Studie an 32 Kliniken in vier europäischen Ländern erfolgreich abschließen. Die Hypothese der Wirksamkeit von ICES13 wird durch die Studienergebnisse weiter unterstützt“, erklärt Ekkehart Steinhuber, CEO der Innovacell Biotechnologie AG mit Sitz in Innsbruck. 280 Patienten waren in die Studie eingebunden. Im Mittelpunkt der Phase-IIb-Studie standen die Überprüfung der Wirksamkeit, die Arzneimittelsicherheit sowie die Dosisfindung. Die zentrale EU-Zulassung durch die European Medicines Agency, die zur Vermarktung der Therapie notwendig ist, wird für das Jahr 2013 erwartet.
Verlässliche Wegbegleiter des Top-Technologiestandortes Tirol: LRin Patrizia Zoller-Frischauf, BM Karlheinz Töchterle und Harald Gohm
Technologiestandort Tirol bleibt top Aktuellen Zahlen der Statistik Austria zufolge konnten die Tiroler Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den Krisenjahren 2008 und 2009 auf 683 Millionen Euro gesteigert werden. Das bedeutet ein erneutes Wachstum in Höhe von 19,1 Prozent. Und mit 969 Euro an Ausgaben pro Einwohner den dritten Platz im Bundesländervergleich. Der Bund investiert in die Tiroler Forschung und Entwicklung nach aktuellen Zahlen 336 Euro pro Einwohner. Gegenüber dem Vergleichsjahr 2007 bedeutet das ein Plus von 40 Euro. Mehr zahlt er nur mehr im Bundesland Wien ein. Wesentliche Impulse gehen laut Angabe der Standortagentur Tirol dabei von der Technologieoffensive des Landes aus. K-Regio ist das Leitprogramm der regionalen Technologieförderung. Es unterstützt mehrjährige gemeinsame Forschungsprojekte der Wirtschaft und Wissenschaft in Ergänzung zum COMET-Programm des Bundes. Dabei fördert es sehr spezialisierte Forschungsverbünde, um vor allem Klein- und Mittelbetrieben den Zugang zur kooperativen Forschung noch einmal zu erleichtern. Seit dem Jahr 2008 sind in bisher vier Ausschreibungen 6,7 Millionen Euro an Landesmitteln zur Förderung bewilligt worden.
Sie sprießen wie Pilze aus dem Boden. Sie vermehren sich wie die Karnickel. Und seien wir ehrlich: Die meisten davon brauchen wir so dringend wie dieses Sommerwetter. Das Mysterium iPhone-App. V. l.: Prof. Hubert Siller (MCI Tourismus Innsbruck), Dr. Jakob Edinger (ETB Edinger Tourismusberatung), Josef Margreiter (Tirol Werbung), Erich Falkensteiner (Falkensteiner Michaeler Tourism Group), Dr. Alois Kronbichler (Kohl & Partner), Mag. Wolfgang Kleemann (Direktor der Österreichischen Tourismusbank) Foto: APA-OTS Tourismuspresse/APA-Fotoservice/Lechner
Keine Angst vor der Kettenhotellerie Die österreichische Ferienhotellerie wird sich gegenüber Betreibergruppen behaupten können, wenn sie den Strukturwandel ernst nimmt und noch professioneller wird, lautet das Resümee der zweiten Podiumsdiskussion der Tourismus Community Austria im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach. Rund 130 Touristiker, Interessenvertreter und Journalisten verfolgten die Podiumsdiskussion zum Thema „Wer wird heute noch Hotelier?“ unter der Leitung von Prof. Mag. Hubert Siller (MCI Tourismus Innsbruck). Die Frage war vor allem angesichts der Tatsache, dass in den nächsten zehn Jahren mehr als 2.000 österreichische Hotelbetriebe zur Übergabe anstehen, sehr aktuell. Erich Falkensteiner (Falkensteiner Michaeler Tourism Group) ließ keinen Zweifel über den Strukturwandel in der Ferienhotellerie: „Es gibt in Österreich bis jetzt keine ausländische Konzerngruppe, die sich in der Ferienhotellerie durchsetzen konnte. Der österreichische Hotelmarkt sollte sich also weniger mit den internationalen Konzernen als mit dem eigenen Angebot beschäftigen.“ Dr. Jakob Edinger (ETB Edinger Tourismusberatung) kennt die Thematik von beiden Seiten: „Wir müssen keine Angst vor Kettenhotellerie und Betreibergruppen haben, vor allem nicht in der Ferienhotellerie. In den Städten wird die Kettenhotellerie deswegen immer erfolgreicher, weil sie es geschafft hat, Eigentum von Betrieb zu trennen und daher gewaltig wachsen kann.“ Die Situation in der Ferienhotellerie stellt sich grundlegend anders dar, hier sind Hotelketten weit weniger aktiv, dafür nimmt der Konkurrenzdruck zu. Edinger: „Ich finde es unfair, wenn Organisationen wie die TUI als Quasi-Monopolisten in Österreich Eigenbetriebe aufbauen und diese über ihre Buchungssysteme bevorzugen können. Ich finde es auch unfair, wenn die öffentliche Hand Einzelprojekte mit 30 % und mehr fördert und die Betreiber dieser Projekte dann mit Niedrigpreisen gegen Familienbetriebe vorgehen.“ Edinger betonte aber, dass die Kettenhotellerie in Österreich bei weitem nicht an die Ergebnisse der familiengeführten Tophotellerie herankommt. Kritisch betrachtet wurde der Umstand, dass sich mancher Bürgermeister in Österreich auf der Suche nach Investoren von Betreibern blenden lässt. „Hier wird oft viel zu viel versprochen“, meinte Berater Jakob Edinger aus Erfahrung, „die öffentliche Hand muss dann häufig tief in die Tasche greifen, um diese Investoren überhaupt bei der Stange zu halten!“
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Wir fragen nach, welche davon wirklich Anwendung finden. Dieses Mal bei Doris Penz-Schneeweis, Hautfachärztin in Innsbruck – offensichtlich ein Fan sozialer Netzwerke. WhatsApp Massenger Nachrichten, Bilder und Videos senden und empfangen. Nach einer Investition von 79 Cent in weiterer Folge kostenlos.
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Internet als Gesundheitsratgeber Im Schnitt nutzt heute ungefähr jeder zweite Internetnutzer in der EU das Web für die Suche nach Gesundheitsinformationen. So lautet das Ergebnis einer Studie, die der deutsche Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) kürzlich veröffentlicht hat. Experten warnen angesichts dieses Trends, dass Arztbesuche nicht durch Onlineangebote ersetzt werden können. Nutzer sollten daher darauf achten, dass Gesundheitsportale möglichst unabhängig sind. Das Bundesministerium für Gesundheit hat daher im vergangenen Jahr das Portal www.gesundheit.gv.at online gestellt. Das Angebot enthält neben medizinischen Themen auch Informationen zu Struktur und Organisation des Gesundheitswesens. Durch die Bereitstellung von seriösen Informationen soll die Mitwirkungsund Entscheidungsmöglichkeit der Patienten in der Gesundheitsversorgung gesichert und erweitert werden („patient empowerment“).
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Datensicherheit:
Regierungen und Geheimdienste weltweit vertrauen Technologie aus Tirol
Text: Barbara Hoff mann, Foto: Florian Schneider
Unbrechbare Verschlüsselung Von Beginn an setzt das Unternehmen auf das so genannte One-Time-Pad-Verfahren (Einmalverschlüsselung). „Das ist das einzige, wissenschaftlich nachweisbar, unbrechbare Verschlüsselungsverfahren, das es weltweit gibt“, erklärt Coll. „Es wurde 1917 von einem amerikanischen Techniker erfunden.“ Die Produkte von mils electronic ermöglichen es dem Kunden, Schlüsseldaten zu erzeugen, die nicht auf einem Algorithmus, also einer mathematischen Formel beruhen, sondern auf Zufall. „Dementsprechend kann der Schlüssel nicht berechnet werden“, erklärt Coll die Vorteile des Systems.
Hoher administrativer Aufwand Während früher eigene Geräte für die Verschlüsselung von Daten benötigt wurden, sind die aktuellen Sicherheitslösungen PC-basiert. Die so genannte „Mils Card“ ist vergleichbar mit einem USB-Stick, der an einen Computer angeschlossen wird und die Daten verschlüsselt. MilsCourier und MilsMessage sind dann dazugehörige Programme, die auf dem Computer laufen und je nachdem, um welche Nachricht es sich handelt, den Text verschlüsseln. Die einzelnen Schlüssel, die nur einmal verwendbar sind, werden von einer zentralen Administratorstation erzeugt. „Die Verteilung muss dann geschützt erfolgen. Die Schlüssel werden zum Beispiel von Kurieren persönlich überbracht.“ Dadurch entsteht vor allem bei global agierenden Organisationen ein enormer administrativer Aufwand. Die Methode kann daher auch nur für geschlossene Benutzergruppen von bis zu 500 Personen angewendet werden. „Für Onlinebanking oder den sicheren Zahlungsverkehr im Internet ist die Methode nicht geeignet.“
Agenten kommen persönlich nach Mils Ein entscheidender Faktor bei den Produkten aus Mils ist, dass die Codes vom Kunden selbst produziert werden. „Wir liefern die gesamte Ausrüstung, die quasi jungfräulich ist.“ Das garantiert, dass auch niemand
im Milser Unternehmen die Codes kennt. Alles andere würden Kunden wie Geheimdienste auch nicht akzeptieren, so Coll. Vertrieben werden die sensiblen Produkte durch Partnerfirmen in den verschiedenen Ländern. „Trotzdem kommen 99 Prozent der Kunden persönlich nach Mils, um sich den Lieferanten genau anzuschauen.“ Agenten und Vertreter von Regierungen aus aller Welt gaben sich daher schon in Mils die Klinke in die Hand. Der Firmensitz in Tirol ist dabei ebenfalls von Vorteil. „Es wird geschätzt, dass wir eine österreichische Firma sind, weil Österreich ein neutrales Land ist.“ Ein weiterer Pluspunkt im konservativen Regierungsmarkt ist die lange Tradition des Unternehmens. „Kontinuität ist ein weiterer wesentlicher Faktor, weil das garantiert, dass auch noch in zehn Jahren Ersatzteile erzeugt werden können.“
Nicht erfolgreich im kommerziellen Markt Während sich mils electronic auf dem Regierungsmarkt weltweit in diesem Sektor zu den Major Playern zählt, gehören nur wenige Unternehmen zu den Kunden. „Im kommerziellen Markt gelten andere Gesetze als im Regierungsmarkt“, erklärt Coll. Ein Grund, warum mils electronic nicht auf dem kommerziellen Markt punkten kann, dürfte aber der Preis sein. „Unser System ist eher teuer, wir haben eine relativ geringe Stückzahl und einen hohen Entwicklungsaufwand“, sagt Coll. Genaue Summen möchte der Marketingleiter aber nicht nennen. „Im Prinzip fordern nur öffentliche Einrichtungen dieses hohe Sicherheitsniveau. Kommerzielle Firmen sind nicht bereit, den hohen Aufwand an Administration zu akzeptieren. Wenn es um die Staatssicherheit geht, ist dieser leichter zu rechtfertigen.“ Wenn es allerdings um sehr wertvolle Daten aus der Produktentwicklung geht, gibt es durchaus Firmen, die sich für die Produkte aus Mils entscheiden. Markus Coll darf hier zwar keine Namen nennen, aber er nennt ein Beispiel: „Wenn eine Ölfirma Forschungsergebnisse darüber hat, wo weitere Ölvorkommen vermutet werden, dann ist diese Information schon sehr viel wert.“
Wie sicher sind meine Daten? Das ist eine aktuelle Frage, die für Unternehmen oder Internetuser in Zeiten von Cloud Computing und Social Media immer wichtiger wird. Auch der diesjährige IT-Kongress am BFI Tirol am 20. Oktober widmet sich dem Thema Datensicherheit. Einer der Referenten, Markus Coll von mils electronic, erklärt, wie Regierungen und Geheimdienste ihre hochsensiblen Daten schützen: Kunden aus 60 Ländern vertrauen Produkten des Tiroler Unternehmens die Verschlüsselung ihrer Top-SecretInformationen an.
Kundenliste ist streng geheim Die Kundenliste von „mils electronic“ ist streng geheim. „Nicht einmal alle unserer Mitarbeiter kennen die Liste“, erklärt Coll, der 1983 bei „mils electronic“ als Programmierer angefangen hatte. Der Homepage des Unternehmens kann allerdings entnommen werden, dass diese nicht im deutschsprachigen Raum angesiedelt sein dürften. Den Webauftritt www.mils.com gibt es nur in englischer, französischer und spanischer Sprache.
IT-Kongress Datensicherheit Do., 20. Oktober 2011
Absolut sichere Videokonferenzen Die Zukunft in der Entwicklung liegt für Markus Coll in der so genannten „unified communication“. Das bedeutet, dass es für Nachrichten, Chat, Voicemail oder Videos nicht mehr jeweils ein eigenes Programm gibt, sondern nur mehr eine Applikation. „Auf diesen Trend werden auch wir reagieren und unsere Produkte entsprechend anpassen.“ Im Moment wird daher in Mils daran gearbeitet, auch die Übertragung von Videokonferenzen absolut sicher zu machen.
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Wer das Gebäude von mils electronic betritt, glaubt auf den ersten Blick nicht, dass in diesem unscheinbaren Gebäude eines der weltweit führenden Unternehmen für die Verschlüsselung hochsensibler Regierungsdaten untergebracht ist. Der Betrieb mit 25 Mitarbeitern ist seit über sechzig Jahren in diesem hoch spezialisierten Nischenmarkt erfolgreich. In Mils werden Produkte für Regierungen, Militärs oder Geheimdienste in rund 60 Ländern weltweit produziert und entwickelt, die es ermöglichen, Top-Secret-Nachrichten absolut sicher zu verschlüsseln. 1947 wurde das Unternehmen von einem ehemaligen Nachrichtenoffizier in Trier in Deutschland gegründet. Seit 1967 ist der Betrieb in Mils angesiedelt. Aufgrund des Beitritts von Deutschland zur NATO musste der Firmenstandort in das „neutrale“ Österreich verlegt werden. Da „mils electronic“ informationstechnisch sensible Produkte erzeugt, ist es notwendig, für die Ausfuhr Genehmigungen vom Wirtschaftsministerium einzuholen. „Nach dem NATO-Beitritt von Deutschland war es zunehmend schwieriger geworden, Kunden aus Nicht-NATO-Staaten weiterhin zu beliefern“, sagt Markus Coll, Head of Marketing.
Ausgezeichnete (Sonnen-)Energie Die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) steht für eine funktionierende und leistbare Stromversorgung in Innsbruck und Umgebung. Dabei übernimmt das Unternehmen auch Verantwortung für unsere Umwelt und damit für nachfolgende Generationen. Die IKB setzt auf den Ausbau erneuerbarer Energiequellen, um von fossilen Brennstoffen und Stromimporten weitgehend unabhängig zu werden.
Schon vor mehr als 100 Jahren wurde in Innsbruck die natürliche Kraft des Wassers zur Stromerzeugung genutzt – und das ist auch heute noch so. Derzeit kann ca. 45 Prozent des Strombedarfs im Versorgungsgebiet mit sauberer Energie aus eigener Wasserkraft gedeckt werden. Die sieben bestehenden Wasserkraftwerke sowie das im Bau befindliche Ökostromkraftwerk Mühlen versorgen zusammen knapp 95.000 Haushalte mit sauberem Strom. Doch
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der Strombedarf steigt kontinuierlich, wodurch der Ausbau der Wasserkraft notwendig wird, um von Importen unabhängiger zu werden und die Nachhaltigkeit zu stärken. Auch wenn man beim Zukauf aus dem Ausland seit Sommer auf weitestgehend atomfrei erzeugten Strom (durch den Kauf entsprechender Zertifi kate) zurückgreift. Trotzdem wird man um den Bau weiterer Wasserkraftwerke nicht umhinkommen, möchte man die angepeilten Klimaschutzziele
erreichen. So plant die IKB derzeit die Errichtung des Laufkraftwerkes „Regionalkraftwerk Mittleres Inntal (RMI)“ bei Pettnau in Höhe der Autobahnraststätte, wofür rund 120 Millionen Euro investiert würden. Das Kraftwerk soll ca. 25.000 Haushalte mit Strom versorgen und jährlich 55.000 Tonnen CO2 einsparen.
Alternative Energiequellen
erzeugt, das in etwa dem Strombedarf von 30 Haushalten und einer jährlichen Einsparung von rund 30 Tonnen CO2 entspricht. Mit dem Bau dieser Photovoltaikanlage wird ein weiterer Schritt in Richtung Realisierung der „Energiezentrale Rossau“ gesetzt. Das hochkomplexe Zusammenspiel vieler zukunftsorientierter Technologien macht dieses Projekt am Areal der Kläranlage zu einem Musterbeispiel für das Umweltengagement der IKB. So soll hier saubere Energie aus Abfall gewonnen werden, was dem Projekt kürzlich auch den Energie-Innovationspreis „Epcon Award 2011“ einbrachte, der jährlich vom Institute for International Research ausgeschrieben wird (Infos dazu unter www.iir.at). Mit einer intelligenten Verknüpfung innovativer Technologien wird die Kläranlage Rossau aus verschiedenen Quellen Wärme und Strom erzeugen. Die Restwärme des Abwassers wird mittels einer Wärmepumpe für die Fernwärme nutzbar gemacht; das durch Fermentation von Bioabfällen abgegebene Biogas wird in einem Blockheizkraftwerk genutzt. Mit der aus Abfall gewonnenen Energie kann also Wärme und Strom erzeugt werden, wodurch fossile Energieträger wie Öl oder Gas praktisch gänzlich ersetzt werden können. Diese Maßnahmen sparen zusammen jährlich rund 16.000 Tonnen CO2. Die neue Photovoltaikanlage ist ein weiteres Puzzlestück auf dem Weg zur Unabhängigkeit und in eine saubere Zukunft.
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„Neben der Erhöhung der Energieeffizienz wie der Optimierung der Straßenbeleuchtung (Stichwort: Licht-Contracting, so wurden z. B. bei der Autobahnausfahrt Innsbruck Ost 30 moderne LED-Leuchten der Tiroler Swarco-Gruppe installiert) ist der Ausbau der erneuerbaren Energien ein wesentliches Ziel der IKB. Die IKB will interessierte Innsbruckerinnen und Innsbrucker auf dem Weg zum eigenen Sonnenkraftwerk unterstützen“, betont IKB-Direktor Helmuth Müller. „In unserem Versorgungsgebiet gibt es derzeit über 50 Photovoltaikanlagen, in denen jährlich 650.000 kWh Sonnenstrom erzeugt wird. Das entspricht immerhin dem Verbrauch von rund 180 Haushalten“, erklärt Müller das Engagement der IKB in Bezug auf Photovoltaik, die neben der Wasserkraft deutlich vorangetrieben werden soll. Mit dem Bau einer Anlage bei der Kläranlage Rossau setzt die IKB ein erstes deutliches Zeichen. Mit einer Leistung von 100 kWp werden hier 100.000 kWh Strom pro Jahr
Die IKB plant und errichtet Photovoltaikanlagen für Gemeinden, Industrie und betriebliche Einrichtungen, aber auch für Private, wie das erste fertig gestellte Projekt – errichtet in nur zwei Tagen – in Ranggen zeigt. Die Anlage hat eine Leistung von 4,6 kWp.
Innsbrucks Goldene Dachln Dank eines intelligenten Services können alle Bewohner im IKB-Versorgungsgebiet ab sofort schnell und kostenlos auch grafisch sehen, ob sich ihr Haus für die Installation einer Photovoltaikanlage eignet. So stellt die IKB auf ihrer Homepage unter www.ikb.at eine digitale Karte zur Einschätzung des Energiepotenziales der Hausdächer zur Verfügung. Durch adressgenaues Zoomen kann sich jeder individuell über die Eignung seiner eigenen Dachfläche für Photovoltaik informieren und den potenziellen Ertrag des eigenen Dachs feststellen.
Photovoltaik Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie. Diese Umwandlung findet mit Hilfe von Solarzellen, die zu Solarmodulen verbunden werden, statt. Die erzeugte Elektrizität kann entweder vor Ort genutzt, in Akkumulatoren gespeichert oder ins allgemeine Stromnetz eingespeist werden. Die Nennleistung von Photovoltaikanlagen wird meistens in Wp (Watt Peak) oder kWp angegeben. „Peak“ (engl. Höchstwert, Spitze) bezieht sich auf die maximale Spitzenleistung einer Anlage. Vorteile einer Photovoltaikanlage Nach Errichtung und Inbetriebnahme der Anlage kommt der Strom durch die Nutzung der Sonnenenergie quasi unbegrenzt und kostenlos ins Haus. Dadurch wird man unabhängig von fossilen Brennstoffen und trägt durch CO2- und schadstoff freie Stromerzeugung zum Klimaschutz bei. Die heutigen Anlagen überzeugen durch ihre ausgereifte Technologie mit langer Lebensdauer und vielseitigen Montagemöglichkeiten, wodurch sie sich auch an bereits bestehende Gegebenheiten anpassen lassen.
Bei der Umsetzung der eigenen Photovoltaikanlage findet man in der IKB den kompetenten und vor allem unabhängigen Partner, wobei das Dienstleistungspaket der IKB weit über die Beratung hinausgeht. Das PhotovoltaikDienstleistungspaket der IKB umfasst: • •
Kundenberatung • Projektierung, Planung und Kalkulation bis zur Anbotslegung • Fördermanagement Montage und Prüfung • Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage
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In Höhe der Autobahnraststätte Pettnau ist das Projekt „Regionalkraftwerk Mittleres Inntal (RMI)“ geplant. Durch den Strom aus dem Laufkraftwerk könnten 25.000 Haushalte mit Strom versorgt werden.
zeugten Stroms stammt aus der Wasserkraft. Unser Ziel ist die Erhöhung der Eigenerzeugung des Stroms. Damit werden wir von Stromimporten unabhängiger. Durch die Nutzung der Wasserkraft tragen wir dazu bei, internationale Klimaschutzziele zu erreichen. Tirol hat mit der Wasserkraft einen wertvollen Schatz, den es zu heben gilt. Für das neue Laufkraftwerk „Regionalkraftwerk Mittleres Inntal“ steht eine Umweltverträglichkeitsprüfung ins Haus, bei der auch Anrainer und Interessengemeinschaften eingebunden werden. Wir haben überdies laufend Kontakt mit den Bürgermeistern der Anrainergemeinden. Diesen haben wir eine Option zur Beteiligung am Kraftwerk angeboten, um sie noch mehr in das Projekt einzubinden.
Die Energiezentrale Kläranlage Rossau wurde mit dem Epcon Award 2011 ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich vom IIR ausgeschrieben. Dieses Jahr stand der Award unter dem Motto „Die Evolution zum Energiedienstleister“. Klimaschutz, Energieeffizienz, aber auch konkreter Kundennutzen waren die Kriterien der Bewertung.
Im Interview Wir baten IKB-Vorstandsvorsitzenden DI Harald Schneider zum Gespräch über Energieeffizienz und erneuerbare Energien.
IKB-Vorstandsvorsitzender DI Harald Schneider
eco.nova: Die IKB setzt immer wieder neue Maßnahmen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Strom leistbar zur Verfügung zu stellen. In letzter Zeit werden durch den Einsatz erneuerbarer Energien auch immer konkretere Schritte in Richtung Erreichung der Klimaschutzziele gesetzt. DI Harald Schneider: Das ist richtig. Wir möchten mit diesen Maßnahmen unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dazu gehört vor allem, Strom nachhaltig und selbst zu erzeugen und die erneuerbaren Energien stetig auszubauen. Das Repertoire dabei ist vielfältig. Die IKB gewinnt Energie aus Bioabfällen und Klärschlamm, arbeitet an der Nutzbarmachung von industrieller Abwärme mit und plant das Wasserkraftwerk „Regionalkraftwerk Mittleres Inntal“. Bei aller Rücksicht auf die Umwelt darf jedoch die Wirtschaftlichkeit nicht zu kurz kommen. Wir arbeiten wirtschaftlich hocheffizient. Für uns ist es kein Widerspruch, dabei auch auf die Umwelt zu achten. Das Laufkraftwerk RMI dient der regionalen Bedarfsdeckung. Mit dem Bau einer eigenen Photovoltaikanlage bei der Kläranlage Rossau gehen wir mit gutem Beispiel voran. Die Kraftwerksdiskussion in Tirol ist immer wieder eine heiße. Wasserkraft ja, aber bitte nicht in meiner Nähe. Warum ist der Ausbau der Wasserkraft für die IKB so wichtig? Der rasche Ausbau der Wasserkraft ist ein Gebot der Stunde, um weiterhin einen günstigen Strompreis anbieten zu können und vor allem von Importen unabhängiger zu werden. Ca. 45 Prozent des eigen er-
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Die IKB engagiert sich neuerdings stark im Bereich der Photovoltaik. Was können Interessierte von der IKB hier erwarten? Der Schritt Richtung Photovoltaik war eine logische Konsequenz in der Nutzung der erneuerbaren Energienquellen. Die Sonne ist eine schier unerschöpfl iche Energiequelle. Wir bieten kompetente Beratung von unseren unabhängigen Experten, die gemeinsam mit dem Kunden die beste Lösung suchen, ohne an ein bestimmtes Produkt oder Unternehmen gebunden zu sein. So können sie sich auf eine objektive Beurteilung verlassen. Unseren Photovoltaikservice bieten wir übrigens in ganz Tirol an – für Gemeinden, Unternehmen, aber auch Privatleute. Erst Ende August wurde die erste private Photovoltaikanlage der IKB nach nur 1,5 Tagen Vorarbeit in Ranggen in Betrieb genommen. Zudem sind die IKB-Fachleute auch bei den verschiedenen Förderungsmöglichkeiten bis hin zur entsprechenden Antragsstellung behilfl ich. Was passiert mit dem erzeugten Strom aus dem hauseigenen Sonnenkraftwerk? In erster Linie wird die produzierte Energie direkt im Haushalt verwendet und reduziert auf diese Weise die eigenen Stromkosten. Wann sich eine solche Anlage amortisiert, hängt natürlich vom individuellen Stromverbrauch ab. Wird jedoch mehr Strom produziert, als genutzt wird, so kann bei einer netzgekoppelten Anlage mit einer Leistung bis 5 kWp der überschüssige Sonnenstrom in das öffentliche Netz eingespeist werden. Dieser wird selbstverständlich entsprechend vergütet. Für diesen Überschuss aus privaten Photovoltaikanlagen in unserem Netz zahlen wir 15 Cent pro kWh. Bei Ökostromanlagen über 5 kWp wird der Strom direkt ins öffentliche Netz eingespeist. Die Energiezentrale Rossau würde kürzlich mit dem Epcon Award ausgezeichnet. Warum setzt sich die IKB so sehr für dieses Projekt ein? Das Ziel der IKB ist es, das vorhandene Wärmepotenzial der Kläranlage Innsbruck, sowohl was die Abwärme aus dem Abwasser als auch das vorhandene Biogas betriff t, als regenerative und daher nachhaltig günstige Energiequelle zu nutzen. Dies entspricht genau unserem Leitbild in Bezug auf die Stromerzeugung der Zukunft.
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Gesundheit boomt: Die Gesundheitswirtschaft hat einen der am stärksten wachsenden Märkte der kommenden 10 bis 20 Jahre. Laut einer Studie des Stanford Research Institute 2010 liegt das weltweite Marktvolumen bei 1.900 Milliarden Dollar. Das Wachstum wird mit sechs Prozent pro Jahr beziffert. Im Rahmen der Tiroler Fachmesse für innovative Gastlichkeit „fafga 11“ veranstaltete der Cluster Wellness Tirol der Standortagentur Tirol kürzlich ein Symposium zum Thema Gesundheitstourismus. Vor allem Hoteliers sollten auf ungenutzte Chancen in diesem Bereich aufmerksam gemacht werden. Was ein erfolgreiches Gesundheitshotel ausmacht, berichtete Harald Stossier, ärztlicher Leiter des Viva Resort für Moderne Mayr Medizin in Kärnten.
Immer mehr Europäer unternehmen einen gesundheitsorientierten Urlaub, um Alltagsstress abzubauen oder fit für den Beruf zu sein. Laut einer Studie der Österreich Werbung nahm der gesundheitsorientierte Urlaub im Ausland in den vergangenen Jahren um 38 Prozent zu. In Tirol gibt es bereits einige Leitbetriebe in diesem Bereich, wie zum Beispiel den Lanserhof, das AlpenMed Lamm Hotel in Seefeld oder das Ayurveda Hotel Sonnhof in Hinterthiersee. Diese Häuser erzielen auch international große Aufmerksamkeit. Auf dem Symposium „Gesundheitstourismus“ auf der „fafga 11“ diskutierten Experten und Hoteliers über das Gesundheitsland Tirol. Die Teilnehmer waren sich darüber einig, dass es wesentlich mehr Anbieter in Tirol geben könnte, die ihre Angebote hin zu Urlauben spezialisieren, die ihren Gästen nachhaltigen, gesundheitlichen Erfolg bringen.
Wettbewerbsfähiger durch Vernetzung Die Gesundheitswirtschaft wird am Standort Tirol vor allem durch den „Cluster Life Sciences Tirol“ und den „Cluster Wellness Tirol“ vertreten. Mit dem Management dieser Cluster arbeitet die Standortagentur Tirol daran, die Branchen durch Vernetzung aller Beteiligten zu stärken und damit wettbewerbsfähiger zu machen. Der „Cluster Wellness Tirol“ hat derzeit 120 Mitglieder, die in Tirol rund 7.000 Arbeitsplätze schaffen. Knapp ein Viertel der Mitglieder kommt aus der Hotellerie. Während dabei die Hardware- und Anlagenbauer im „Cluster Wellness Tirol“ das Thema Gesundheit intensiv besetzen, gibt es bei den Hoteliers noch Entwicklungspotential. Diese können den Cluster Wellness Tirol bei Interesse am Thema als Anlaufstelle nutzen. Er arbeitet als Drehscheibe zu den Unis und Fachhochschulen und
stellt Verbindungen zu den jeweils passenden, spezialisierten Partnern her.
Gast bleibt im Durchschnitt drei Wochen Ein Plädoyer für Netzwerke wie den „Cluster Wellness Tirol“ hielt auch der ärztliche Leiter des Viva Resort für Moderne Mayr Medizin in Kärnten, Harald Stossier: „Gerade in der Medizin macht eine Zusammenarbeit Sinn, denn keiner ist Spezialist für alles und jeder hat seine Erfahrungen, auf die man zurückgreifen kann.“ Das Viva Resort beschäftigt rund 60 Mitarbeiter im Ganzjahresbetrieb und zählt zu den erfolgreichsten Betrieben im Gesundheitstourismus in Österreich. Im VIVA wird ein ganzheitliches Diagnose- und Therapiekonzept angewendet, basierend auf der Heilkunst des berühmten österreichischen Arztes Franz Xaver Mayr. Um sich auf diesem boomenden Markt zu positionieren, reicht ein guter Wellnessbereich schon lange nicht mehr aus, glaubt Stossier. „Der Gast geht inzwischen selbstverständlich davon aus, dass ein Hotel über die entsprechende Logistik verfügt“, erklärt Stossier. „Um im Gesundheitsbereich erfolgreich zu sein, braucht es eine Idee aus dem medizinischen Bereich, die gute Qualität abliefert und das Bedürfnis der Menschen nach Gesundheit trifft.“ Darüber hinaus sei ein qualifiziertes Team ein weiterer entscheidender Erfolgsfaktor. Auch Stossier sieht im Gesundheitstourismus enorme Entwicklungspotentiale. „Im Tourismus geht der Trend zu kurzen Urlauben. Im Gesundheitsbereich haben wir genau das Gegenteil. Jeder Einzelne ist bereit, für seine Gesundheit Geld auszugeben. Wir haben daher Gäste, die im Durchschnitt drei Wochen bleiben. Dafür erwarten sie aber perfekte Medizin.“
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Harald Stossier, ärztlicher Leiter des Viva Resort für Moderne Mayr Medizin in Kärnten
Text: Barbara Hoff mann Foto: BLICKFANG photographie
Cluster Wellness in Tirol Wellness und Gesundheit sind Megatrends der letzten Jahre. Neben Wintersport und Bergerlebnis sind es längst vornehmlich exklusive SpaLandschaften und professionelle Gesundheitsangebote, aufgrund derer sich Gäste aus dem In- und Ausland für Urlaub in Tirol entscheiden. In Tirol hat sich eine ganze Industrie entwickelt, die Produkte und Dienstleistungen zum Wohlbefinden für den Kunden liefert. Entlang der kompletten Wertschöpfungskette beheimatet der Standort kompetente und innovative Unternehmen, die dazu beitragen, das Alpenland als führende Wellnessund Gesundheitsregion zu positionieren. 120 innovationsstarke Unternehmen, Institutionen und Hochschulen mit über 7.000 Mitarbeitern in den Betrieben repräsentieren den Cluster Wellness Tirol. Jedes interessierte Unternehmen bzw. jede Institution kann Mitglied werden. Eine Übersicht über die aktuellen Mitglieder im Cluster Wellness Tirol und weitere Informationen finden Sie auf www.standort-tirol.at/mitglieder.
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Tirol sollte Chancen nutzen
Gute Ideen braucht unser Land Text: Barbara Hoff mann
Innovative Entwicklungen sind der Motor der Wirtschaft. Die Wirtschaftskammer Tirol stellt daher jetzt Kreativität und Erfindergeist ins Rampenlicht. Auf einem eigenen Stand der „Ideenkammer“ auf der Design- und Erfindermesser vom 5. bis 9. Oktober in Innsbruck werden bemerkenswerte Tiroler Unternehmen und deren Innovationen vorgestellt: Die Firma Vizrt aus Schwaz ist Weltmarkführer in Sachen 3-D-Echtzeitgrafik. Sie präsentiert ein virtuelles Gewinnspiel. Auch für den Nachwuchs ist gesorgt: Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren können Experimente durchführen.
Die Tiroler Wirtschaftskammer präsentiert sich auf der ersten Design- und Erfindermesse in Tirol mit der so genannten „Ideenkammer“. „Wir möchten Stimmung machen für Entwicklung und Innovationen im Land“, erklärt Gernot Bock, Leiter der Abteilung Innovation und Technologie. Ein innovatives Rahmenprogramm soll möglichst viele Besucher anlocken. „Auch Kinder und Jugendliche werden angesprochen, sie erhalten die Möglichkeit, interessante Experimente durchzuführen und so die Freude am Forschen und Entwickeln kennenzulernen.“ Dabei werden sie betreut von Astrophysikern und „MATHE-cool!“ der Uni Innsbruck sowie durch die Initiative „Jugend forscht in der Technik“ von Land, Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung.
Tiroler Innovationen
Kontakt Innovation und Technologie, Wirtschaftskammer Tirol Meinhardstraße 14 6020 Innsbruck Tel.: 05 90 905-1371 innovation@wktirol.at www.wktirol.at
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Außerdem werden innovative Tiroler Unternehmungen präsentiert. Die Firma Vizrt veranstaltet ein virtuelles Spiel. In der Schwazer Firma werden Lösungen für Echtzeit-2-D- und 3-D-Grafi ken angeboten. Vizrt ist in diesem Bereich Weltmarktführer und zählt zu seinen Kunden unter anderem Fernsehsender wie CNN, CBS, BBC, Sky, ITN, ZDF oder TV Today. An einem eigenen Stand werden drei Entwicklungen, die vom Patententwicklungspool der WK Tirol und des Landes Tirol gefördert worden sind, vorgestellt. Dazu gehört die Firma Gams Sport. Das Unternehmen aus Kirchbichl hat die „Gams“
entwickelt und patentieren lassen. Dabei handelt es sich um ein tragbares „Fun-Bike“ für den Einsatz am Berg. Die „Gams“ ist eine sportliche Abfahrtshilfe, mit der man nach erfolgter Bergtour wieder rasant ins Tal kommt. Ein einzigartiges Hörerlebnis verspricht die Erfindung „Deeflexx“ der Marke Hoovi. Der Tiroler Gitarrist Hubert Hochleitner hat einen High-End-Schalldiff user entwickelt, der den für einen Gitarrenlautsprecher typischen schrillen Schallstrahl eliminiert. Das junge Start-up „jusign“ Julia Schedl vertreibt ein flexibles Möbelsystem. Ein weiteres Highlight am Stand ist ein 3-D-Spiel der Firma „Clockstone Studio“ aus Innsbruck. Das junge Unternehmen entwickelt Computerspiele und wurde 2006 gegründet. Einen Namen in der Branche haben sich die Softwareentwickler unter anderem durch das Action-Rollenspiel „Avencast: Rise of The Mage“ gemacht. Am Stand der Wirtschaftskammer besteht die Möglichkeit, auf einer zweieinhalb Meter großen Leinwand virtuell auf Tontauben zu schießen.
Innovationspreis 2011 Für Besucher, die sich über Themen wie Patentierung oder Designschutz informieren möchten, steht das Team der Abteilung „Innovation und Technologie“ zur Verfügung. Unterstützt werden sie dabei von Rechtsexperten. Passend zum Thema wird auch der „Tiroler Innovationspreis“ direkt am Stand am 2. Messetag verliehen werden.
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Die erste Tiroler „Design- und Erfindermesse“ findet im Rahmen der Innsbrucker Herbstmesse von 5. bis 9. Oktober in der Halle 1 auf dem Innsbrucker Messegelände statt. Auf dem Innovationsstand der Wirtschaftskammer Tirol wird eine Auswahl von innovativen Entwicklungen Tiroler Unternehmen gezeigt. Auch außerhalb dieser Präsentation steht das Expertenteam „Innovation und Technologie“ der Wirtschaftskammer für alle Fragen zu Entwicklungen, Patentierungen und Designschutz etc. für interessierte Tiroler zur Verfügung.
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„Exzellente räumliche Voraussetzungen schaffen für unsere Ärzte und Mitarbeiter die Grundlage für optimale Prozessund Arbeitsabläufe. Diese sind wesentlich für die hochqualitative und sichere chirurgische Betreuung unserer Patienten.“ Mag. Annette Leja, Geschäftsführerin
OP der Zukunft Das Sanatorium Kettenbrücke der Barmherzigen Schwestern ist eine der größten Privatkliniken Österreichs und immer wieder Vorreiter in der Versorgung seiner Patienten. Modernste Technik und Standards setzen laufend medizinische Maßstäbe. Im Moment entsteht ein neuer zukunftsweisender Operationssaal, der im April 2013 in Betrieb genommen werden soll.
„Das Gesundheitswesen in Tirol genießt weit über die Landesgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf. Das OP-Projekt vom Sanatorium Kettenbrücke ist für mich ein zentraler Beitrag zur Sicherstellung der qualitativ hochwertigen Versorgung der Patienten“, erklärt LR Univ.-Prof. Dr. Bernhard Tilg.
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Konkret geht es um den Neubau eines voll digitalisierten und modernst ausgestatteten Operationskomplexes mit integriertem Aufwachtrakt, für den die Vorbereitungsarbeiten bereits in vollem Gange sind. Das alte Personalhaus wurde abgerissen, um Platz für die „Operationssäle der Zukunft im Grünen“ zu schaffen. Die Baufahrzeuge rollen ab
November über das Areal. Im April 2013 soll der neue Trakt in Betrieb genommen werden können. Die Investitionssumme in Höhe von rund 10 Millionen Euro kann über Eigenmittel fi nanziert werden. Für die Konzipierung des OP-Neubaus zeichnet Architekt DI Karlheinz Röck verantwortlich, der damit seine Zusammenarbeit mit dem Sanatorium Kettenbrücke fortsetzt. „Im Vorfeld wurde entschieden, ob die bestehenden OPs saniert bzw. erweitert werden oder ein Neubau in Betracht gezogen wird. Nach Abwägung der Vor- und Nachteile fi el die Entscheidung auf den Neubau – die zukunftssicherste Option. Der architektonische Reiz dieses Projektes liegt ganz klar im Spannungsfeld von alter, unter Denkmalschutz stehender Bausubstanz zu einem Neubau“, so der Experte. Röck hat es geschaff t, die perfekte Liaison aus Gebäudehülle und Innenleben zu kreieren und dabei ein einheitliches Gesamtkonzept zu entwickeln. Für Sanatorium Kettenbrücke Geschäftsführerin Mag. Annette Leja ist der OP-Neubau nach den vielen Um- und Ausbauten in der Vergangenheit eine weitere wichtige Investition in die
Und auch die Stadt Innsbruck profitiert von diesem ambitionierten Projekt. „Im Hinblick auf die demografi sche Entwicklung der Gesellschaft und den medizinischen Fortschritt sind diese Investitionen notwendig, um die Versorgung der Patienten zu optimieren, und es freut mich, dass das Sanatorium Kettenbrücke sich für diesen zukunftsweisenden Weg in der Landeshauptstadt Innsbruck entschieden hat“, betont Innsbrucks Bgm. Mag. Christine Oppitz-Plörer.
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Das Sanatorium Kettenbrücke der Barmherzigen Schwestern Das Sanatorium Kettenbrücke wurde 1910 am heutigen Standort von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul gegründet. 150 Ärzte aus 24 Fachrichtungen und rund 250 Mitarbeiter sind dort tätig. Das private Krankenhaus verfügt über 150 Betten auf 7 Stationen. Zum Haus gehören zudem die neu gebaute PIK (Physiotherapie Innsbruck Sanatorium Kettenbrücke), das RIK (Radiologisches Institut Kettenbrücke Sanatorium Kettenbrücke), das 2008 eröffnete WIK (Wirbelsäulenzentrum Innsbruck Sanatorium Kettenbrücke), die einzige private Geburtshilfe Tirols sowie eine Tagesklinik. Die Schwerpunkte liegen in den Fachbereichen Augenheilkunde, Gynäkologie & Geburtshilfe, Innere Medizin, Neurochirurgie, Orthopädie, Psychiatrie und Unfallchirurgie. Ambulant und stationär werden jährlich über 20.000 Patienten behandelt – damit ist das Sanatorium Kettenbrücke eine der größten Privatkliniken Österreichs. Weitere Informationen unter: www.sanatorium-kettenbruecke.at
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Patienten sicherheit, die Versorgungsqualität und damit in die Zukunft: „Der Um- und Ausbau der Physiotherapie PIK, die Entstehung des Wirbelsäulenzentrums WIK, die Radiologie RIK und die Geburtshilfe waren wichtige Meilensteine unserer umfassenden Patientenbetreuung. Der neue OP-Komplex ist der nächste – und vorläufi g auch der größte – Baustein für unser Haus.“ Auch der Ärztliche Direktor MR Dr. Adalbert Liener sieht im OP-Neubau eine große Chance für das Sanatorium Kettenbrücke der Barmherzigen Schwestern: „Durch die neuen Räumlichkeiten können wir zusätzliche Schwerpunkte in der Chirurgie setzen und unser Leistungsangebot für interessierte chirurgisch tätige Ärzte und damit für die Patienten dementsprechend erweitern.“
Architekt DI Karlheinz Röck, Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer, der Ärztliche Direktor MR Dr. Adalbert Liener, Geschäftsführerin Mag. Annette Leja, Generaloberin Sr. Pia Regina Auer und Landesrat Univ.-Prof. Dr. Bernhard Tilg
Betriebliche Nachfolge leicht gemacht Die Übergabe eines Unternehmens gehört mit zu den spannendsten und richtungweisendsten Ereignissen. Die Hypo Tirol Bank ist seit über 100 Jahren ein starker und erfahrener Partner der Tiroler Wirtschaft und hat in dieser langjährigen Partnerschaft zahlreiche Unternehmensnachfolgen erfolgreich begleitet.
Text: Paul Salchner Foto: iStockphoto
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Die betriebliche Nachfolge ist ein brisantes Thema für Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch für die Geldinstitute. Sie kommt einem Neustart gleich und gestaltet sich ebenso komplex und herausfordernd wie die Gründung eines neuen Unternehmens. Laut KMU-Forschung Austria stehen in den nächsten zehn Jahren alleine in Österreich ca. 60.000 potenzielle Unternehmensnachfolgen bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU, inkl. Ein-Personen-Unternehmen) mit über 500.000 Beschäftigten an. Vor allem die Sparten Handel sowie Tourismus und Freizeitwirtschaft sind davon stark betroffen.
Bei einem Informationsabend der Hypo Tirol Bank am 12. Oktober 2011 dreht sich alles um dieses so bedeutende Thema „Betriebliche Nachfolge“ (siehe Infokasten).
Übergabe rechtzeitig vorbereiten Die vorherrschende Erscheinungsform bei den KMU ist das Familienunternehmen und damit vielfach die Nachfolge innerhalb des Familienkreises das Ziel. Bei Familienunternehmen sind die sozialen Systeme Familie und Unternehmen nur schwer trennbar. Diese Vermischung hat wesentliche Auswirkungen auf die Führungs- und Unternehmenskultur, die Strategien
Genaue Regeln für die betriebliche Nachfolge aufzustellen macht wenig Sinn, da jede Nachfolge individuell gestaltet werden muss. Jedoch sollte der Zeitpunkt und der Ablauf der Nachfolge gut geplant werden. Dabei kommt der Bestandsaufnahme des Vermögens und der rechtlichen Gegebenheiten sowie der Klärung der Beziehung zwischen Übergeber und Nachfolger große Bedeutung zu.
Hypo kompetenter Ansprechpartner Der überwiegende Teil der potenziellen Unternehmensnachfolgen ist langfristig erfolgreich. Ein Scheitern geht nicht selten auf private Spannungen zwischen Übergeber und Übernehmer zurück. Aber auch eine mangelnde Einbeziehung potenzieller Übernehmer und Berater wie Rechtsanwälte, Steuerberater, Notare und Banken in die Nachfolgeplanung kann sich nachteilig auf die Übergabe eines Unternehmens auswirken. In dieser für alle Beteiligten höchst spannenden Phase ergeben sich eine Reihe von Chancen – in betrieblicher und in privater Hinsicht. Die Hypo Tirol Bank steht in dieser Phase als umfassender Finanzdienstleister mit einem umfangreichen Leistungspaket im Rahmen des Investition-, Liquiditäts-, Risiko- und Veranlagungsmanagements zur Seite. Nützen Sie aber auch die Dienste der Kooperationspartner und die Netzwerke der Hypo Tirol Bank zu rechtsberatenden Berufen (Steuerberater, Wirtschaftstreuhänder, Rechtsanwälte, etc.), zu Landes- und Bundesförderstellen, zur Wirtschaftskammer Tirol und zum Land Tirol.
Beratungskonzept: PerLe Plus Business Gerade bei der Unternehmensnachfolge gilt es, zahlreiche Fragen ganzheitlich und nicht isoliert zu beantworten. Als hilfreich kann sich PerLe Plus Business erweisen, ein in Österreich einzigartiges Beratungskonzept der Hypo Tirol Bank. In dessen Mittelpunkt stehen die individuellen Bedürfnisse der Unternehmen und der Unternehmerinnen bzw. Unternehmer. Das Ziel dieser ganzheitlichen Beratung ist es, den Kunden mit seinen Wünschen in seiner Vielschichtigkeit zu erfassen und die für ihn beste finanzielle Strategie, den optimalen Mix von Leistungen und Produkten, zu finden. In einem persönlichen Gespräch werden diese Vorstellungen erfasst und optimale Lösungen für alle finanziellen Angelegenheiten erarbeitet. Die bestens ausgebildeten Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer werden bei der Erstellung der maßgeschneiderten Gesamtpakete in den Bereichen Investitions-, Liquiditäts-, Risiko- und Veranlagungsmanagement von internen wie externen Experten unterstützt. Mit dieser ganzheitlichen Betrachtung und maßgeschneiderten Lösungen für alle Finanzsituationen leistet die Hypo Tirol Bank einen wesent-
lichen Beitrag für die nachhaltige Entwicklung der heimischen Unternehmer und der Wirtschaft in Tirol.
Umfangreiches Förderprogramm Im Rahmen der betrieblichen Nachfolge und für die darauf folgenden Investitionen spielen Förderungen eine wichtige Rolle. Die öffentliche Hand – Bund und Länder – fördert Projekte mit unterschiedlichen Förderinstrumenten (siehe Infokasten) und Förderintensitäten. Damit kann Nachfolgern der Start und die Übernahme eines Unternehmens erleichtert bzw. oft erst ermöglicht werden. Das Um und Auf für das optimale Ausschöpfen von Beihilfen ist die frühzeitige Kontaktaufnahme mit Förderexperten der Hypo Tirol Bank, der Wirtschaftskammer Tirol und des Amtes der Tiroler Landesregierung (Abteilung Wirtschaftsförderung).
Der Schlüssel einer erfolgreichen betrieblichen Nachfolge für alle Beteiligten liegt in einer frühzeitigen und sorgfältigen Planung, bei der alle Partner und Experten – insbesondere die finanzierende Bank – mit einbezogen werden. eco.zukunft
und Ziele, die Organisation des Unternehmens und die private Sphäre des Übergebers und des Nachfolgers. Neben rechtlichen, psychologischen und betriebswirtschaftlichen Belangen muss auch auf die finanzielle Situation des Unternehmens, aber auch auf jene des Übergebers und des Nachfolgers geachtet werden.
Als wesentlichste Voraussetzung für geplante Projekte/Investitionen gilt, die Anträge vor Projektbeginn/Investitionsbeginn bei den entsprechenden Förderstellen einzubringen. Ansuchen, welche nach Beginn des Projektes eingebracht werden, können in der Regel von den Förderstellen nicht mehr berücksichtigt werden.
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Förderstellen und -instrumente (Auswahl) Förderstelle Land Tirol (Sachgebiet Wirtschaftsförderung) Austria Wirtschaftsservice GmbH – AWS/ERP-Fonds Österr. Hotel- und Tourismusbank Ges.m.b.H. (ÖHT) Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC) Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)
Zuschuss x x x x x
Förderinstrument Haftung/ FörderdarGarantie lehen x x x x x x
x
Beratung x x x x
Informationsabend der Hypo Tirol Bank Betriebliche Nachfolge Mittwoch, 12. Oktober 2011 – Beginn: 18.30 Uhr Hypo Center Tirol – Hypo-Saal, Hypo-Passage 2, 6020 Innsbruck Programm Begrüßung: Mag. Johann Kollreider, Vorstand der Hypo Tirol Bank AG Präsentation der Forschungsergebnisse durch Dr. Stefan Mark, Universität Innsbruck, Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus Impulsreferat von Univ.-Prof. Dr. Kurt Matzler, Universität Innsbruck, Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus Podiumsdiskussion Teilnehmer Mag. Johann Kollreider, Hypo Tirol Bank AG KR Hermann Oberreiter, Bergland Tirol Reisebüro GesmbH & Co KG Ludwig Obwieser, EGLO Leuchten GmbH Univ.-Prof. Dr. Franz Pegger, Greiter Pegger Kofler & Partner, Rechtsanwälte Mag. Richard Rubatscher, Rubatscher Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH Durch den Abend führt Mag. (FH) Mario Zangerl, Leiter Firmenkunden Innsbruck der Hypo Tirol Bank AG. Im Anschluss lädt die Hypo Tirol Bank zum Buffet! Anmeldungen bitte per Mail an carina.vedovelli@hypotirol.com
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Bildung nach Talenten Das neue Führungsduo – Mag. Wolfgang Sparer MAS und Neuzugang Mag. Paul Vyskovsky – will den innovativen und erfolgreichen Kurs des WIFI Tirol weiter fortsetzen, aber noch viel mehr. Mit einem ambitionierten Programm setzen die beiden erfahrenen Experten neue Maßstäbe in Sachen Weiterbildung und wollen so die Vorreiterrolle in Österreich weiter ausbauen.
„Theorie ist grau, Praxis ist grün.“ Mag. Wolfgang Sparer, MAS
Der breite Themenkatalog hat die Entscheidungsträger dazu bewogen, die Geschicke des WIFI Tirol gleich in vier erfahrene Hände zu legen. Mag. Wolfgang Sparer MAS kann bereits auf 20 Jahre Erfahrung am WIFI Tirol zurückblicken und war zuletzt als stellvertretender Geschäftsführer für das Marketing zuständig. Er gilt als Experte in Sachen Weiterbildung und ist auch für das erfolgreiche Lernmodell LENA, das von Innsbruck aus ganz Österreich erobert hat, verantwortlich. Neu ins Boot gestiegen ist Mag. Paul Vyskovsky, zuletzt Geschäftsführer des Roten Kreuz Niederösterreich und somit erfahrener Personalentwickler, denn
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immerhin zählt das niederösterreichische Rote Kreuz rund 16.000 fi xe wie auch ehrenamtliche Mitarbeiter und fungiert auch als einer der größten Bildungsträger des Landes.
Klare Visionen „Mit Bildung und Weiterentwicklung von Menschen kann man ein ganzes Land weiterbringen und darum ist es mir ein großes Anliegen, für die Menschen im Lande die richtigen Entwicklungangebote zu finden, zu entwickeln, anzubieten und dann auch in der Praxis umzusetzen“, verrät Paul Vyskovsky seine Ambitionen in seiner neuen Funktion als Geschäftsführer am WIFI Tirol.
„Es ist mir ein persönliches Anliegen, die Menschen in Tirol bestmöglich in ihrer Entwicklung zu unterstützen.“ Mag. Paul Vyskovsky
LENA macht S.P.A.S.S. „LEbendig und NAchhaltig soll sich Weiterbildung gestalten. Selbstbestimmt, produktiv, aktivierend, situativ und sozial lauten die Bausteine des Lernmodells LENA und sollen vor allem die Selbstlernkompetenz als Schlüsselqualifi kation stärken“, schildert Wolfgang Sparer die wesentlichen Eckpfeiler. „Nicht der Frontalunterricht mit Auswendiglernen hinterlässt nachhaltiges Wissen, sondern lebendige und individuelle Lernmethoden“, ist der Fachmann überzeugt. Das innovative und vor allem auf Lernstärken abgestimmte Lernmodell wurde mit wissenschaftlicher Unterstützung von Univ.-Prof. Dr. Rolf Arnold – einem der führenden Erwachsenenpädagogen im deutschsprachigen Raum – entwickelt und von Innsbruck aus österreichweit übernommen.
Hohe Weiterbildungskompetenz Mit 97 % Weiterempfehlungsrate zeigt das WIFI Tirol heute schon eine sehr hohe Kundenzufriedenheit. „Bei uns entscheidet der Kunde über die Qualität der Bildung, nicht eine Behörde“, zeigt sich Wolfgang Sparer sichtlich stolz. Rund 36.000 Teilnehmer pro Jahr nutzen die rund 3.500 Bildungsangebote für alle Branchen und vielfältigste Themen. Und das in allen Bezirken Tirols. Als erstes Bildungsinstitut Tirols ist das WIFI Tirol auch auf die neue Norm ISO 29990 zertifiziert, „eine neue und sehr anspruchsvolle Norm, bei der der Lernende und sein Lernprozess im Mittelpunkt stehen und nicht das Produkt“, betont Paul Vyskovky.
Duale Bildung im Fokus Großes Augenmerk wird die neue Geschäftsleitung auch auf das Thema Duale Bildung, Lehre und Matura, setzen. Und das beginnt schon bei der Auswahl des Berufs. Berufsorientierung, Talent-Card und Berufssafari sind nur einige Angebote am WIFI Tirol, die den Jugendlichen die richtige Entscheidung für die
Berufswahl erleichtern sollen. „Was man gern macht, macht man gut“, ist Paul Vyskovky überzeugt und sieht daher die richtige Berufswahl nicht nur maßgeblich entscheidend für das Individuum, sondern auch für die gesamte Wirtschaft, denn kompetente Mitarbeiter sind die Stütze jedes Unternehmens.
Text: Doris Penna Fotos: BLICKFANG photographie
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Schon seit jeher als treibende und innovative Kraft am WIFI Tirol hat sich Wolfgang Sparer mit seinem Lernmodell LENA, aber auch mit seinem Engagement für die Weiterbildung in Unternehmen einen Namen gemacht. „Die Theorie ist grau, die Praxis ist grün“, unter diesem Motto ist es ihm ein großes Anliegen, dass sich die guten Erfolge in der Erwachsenenbildung früher oder später auch im gesamten Bildungsbereich niederschlagen werden.
„Während nach einem Universitätsstudium für die Praxis wenig anwendbares Wissen vorhanden ist, bietet das duale System Praxis und Bildung bis hin zu Berufsakademien, die einem Universitätsabschluss europaweit gleichgestellt werden“, bringt Wolfgang Sparer die wesentlichen Vorteile des dualen Bildungssystems auf den Punkt.
Dialog mit Unternehmen „Unternehmen brauchen Fachkräfte, die oft am Arbeitsmarkt gesucht werden. Doch oftmals befindet sich der geeignete Kandidat mit entsprechender Förderung unter den eigenen Mitarbeitern“, zeigt Paul Vyskovsky auf. „Wir wollen mit den Unternehmen noch stärker in Dialog treten und mit Unternehmern und Mitarbeitern gemeinsam und individuell an der Weiterbildung arbeiten und nicht nur Kurse anbieten.“ Das Angebot für Unternehmen ist breit und reicht von individuell abgestimmten fi rmeninternen Trainings für Mitarbeiter bis zur Unternehmerakademie. Ein eigenes Unternehmenszentrum soll in naher Zukunft für Unternehmer und Führungskräfte eine Plattform bieten, Netzwerke zu schaffen und die Weiterentwicklung zu fördern.
Modernisierungsoffensive Im Rahmen einer Modernisierungsoffensive entstehen gleich insgesamt vier neue Kompetenzzentren. Im Kompetenzzentrum Gesundheit werden Aus- und Weiterbildungen in Gesundheitsberufen wie z.B. Masseure, Optiker oder Akustiker forciert, das Kompetenzzentrum Seilbahnwirtschaft bietet als einziges in ganz Österreich ein Ausbildungszentrum in diesem Bereich an, das Kompetenzzentrum Lehre und Matura widmet sich verstärkt der Bildung für Jugendliche mit Berufssafari und Talent Card. Das schon erwähnte Unternehmerzentrum wird das ambitionierte Programm abrunden. Es tut sich also viel am WIFI Tirol, ein Grund zum Optimismus, dass sich im Bildungsbereich doch auch positive Vorzeigeprojekte finden lassen.
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Mergers & Acquisitions: Unternehmenserwerb zwischen Lotterie und Strategie Bei rund 6.000 Unternehmen in Österreich stellt sich jährlich die Frage nach der Unternehmensnachfolge. Rund 500 Betriebsübergaben finden jedes Jahr allein in Tirol statt. Allerdings zeigen Studien, dass 40 bis 60 Prozent dieser „Fusionen und Übernahmen“ (Mergers & Acquisitions) eher wertvernichtend als wertsteigernd sind. Am Management Center Innsbruck (MCI) werden die Risiken erforscht. In einem Forum am 4. November informieren Experten, wie ein Unternehmenserwerb nicht zu einem Lotteriespiel wird.
Text: Barbara Hoff mann Fotos: BLICKFANG photographie
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Am Markt für Unternehmenstransaktionen ist derzeit ein deutlicher Aufwärtstrend zu bemerken: Mit einem Volumen von 2,4 Billionen US-Dollar wurde 2010 wieder annähernd das Level des Jahres 2008 erreicht. Die Tendenz ist weiter steigend. In den Medien wird allerdings häufig nur von den kartellrechtlich relevanten Übernahmen bei Großunternehmen berichtet. M&A-Transaktionen werden mit Personalabbau, feindlichen Übernahmen und der Profitgier internationaler Großbanken in Verbindung gebracht. Tatsächlich handelt es sich beispielsweise bei den jährlich rund 500 Betriebsnachfolgen in Tirol zum Großteil nicht um Großunternehmen, sondern um KMUs. „Es gibt zwar keine genauen Werte für Österreich, aber die KMU Forschung Austria geht davon aus, dass zwischen 2009 und 2018 über 57.000 KMUs in Österreich übergeben werden“, erklärt Ralf Geymayer, Leiter
des Departments & Studiengänge „Management & Recht“ und „International Business & Law“. Diese Anzahl von Betriebsübergaben verdeutlicht die hohe wirtschaftliche Bedeutung dieses Themas.
Know-how einkaufen Fusionen und Übernahmen werden grundsätzlich in drei zeitliche Phasen geteilt: Es gibt eine Pre-Merger-, eine Merger- und eine Post-Merger-Phase. „Alle drei spielen beim Erfolg oder Misserfolg eine große Rolle“, erklärt Geymayer. „Zirka 30 Prozent der Risiken liegen in der Pre-Merger-Phase. Etwa 10 Prozent in der Zeit, wo das Unternehmen, das man erwerben will, rechtlich und steuerlich durchleuchtet wird, also der Merger-Phase. Die restlichen rund 60 Prozent betreffen die Post-Merger-Phase, also die Zeit, in der es darum geht, Synergien zu heben und die
Unternehmenskulturen aneinander anzugleichen.“ Aufgrund der hohen Anzahl von wertvernichtenden Transaktionen ist es insbesondere für KMUs von großer Bedeutung, sich bei einer Betriebsübernahme gut vorzubereiten. „KMUs sollten sich das notwendige Know-how für alle drei Phasen einkaufen“, rät der Experte. „Zum Teil wird dies zwar auch gemacht, dann aber vor allem in der Merger-Phase, in der Anwaltskanzleien und Steuerberater damit beauftragt werden, rechtliche und steuerliche Aspekte auszuloten. Allerdings liegt in dieser Zeit nur ein Teil der Risiken.“
Ein Fehler, der laut Geymayer häufig gemacht wird, ist die Überschätzung von Synergien: „Wenn Sie jetzt zum Beispiel ein Ölhändler in Innsbruck sind und Sie erwerben einen Ölhändler in Imst, dann ergeben sich nicht sehr viele Synergien. Sie brauchen oft an beiden Standorten ein Büro und zwei Fahrzeuge. Wenn Sie hingegen einen Konkurrenten am selben Ort übernehmen, ergibt sich ein größeres Einsparungspotential.“ Ein weiterer wichtiger Faktor, der bei einer Betriebsübernahme oder Fusion berücksichtigt werden muss, ist das Personal. „M&A-Transaktionen können immer auch mit der Verunsicherung von Mitarbeitern, aber auch Kunden verbunden sein.“ Kein Patentrezept gibt es für die Dauer einer solchen Transaktion. „Unsere Forschungsarbeit hat gezeigt, dass die Integrationsgeschwindigkeit eine erhebliche Rolle spielt. Eine Transaktion kann sowohl zu schnell als auch zu langsam durchgeführt werden. Das richtige Tempo hängt dabei aber von vielen Faktoren ab.“
Zu Unrecht negatives Image Misslungene Betriebsübernahmen oder Fusionen, damit in Zusammenhang gebrachter Personalabbau oder sogenannte feindliche Übernahmen sorgen häufig für negative Schlagzeilen in den Medien. Für Geymayer haben M&A-Transaktionen allerdings völlig zu Unrecht dieses negative Image: „Es kann eine Übernahme auch bedeuten, dass ein Unternehmen gerettet wird. Dies ist zum Beispiel bei einer Insolvenz der Fall, wenn sich ein anderer Betrieb findet, der das betroffene Unternehmen weiterführt. Das ist natürlich oft mit schmerzhaften Einschnitten verbunden, wie zum Beispiel Verlusten für die Gläubiger oder dem Abbau von Arbeitsplätzen. Aber das andere Szenario wäre häufig die Liquidation oder Stilllegung des insolventen Betriebes.“
MCI-Forum Ob eine Betriebsübernahme ein Misserfolg oder Erfolg wird, ist für Geymayer keineswegs ein Zufall. „Ich kann durch eine entsprechende Vorbereitung und Nachbearbeitung die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass eine Übernahme oder Fusion zu einem Erfolg wird.“ Der studierte Jurist möchte daher vor allem in Tirol für ein größeres Bewusstsein über die hohe Bedeutung des Themas M&A sorgen. „In Tirols gewerblicher Wirtschaft gibt es nur 86 Großunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern. Von den insgesamt rund 38.000 Betrieben haben ca. 34.000
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Risiken bei Betriebsübernahmen
„Ich kann durch eine entsprechende Vorbereitung und Nachbearbeitung die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass eine Übernahme oder Fusion zu einem Erfolg wird.“ Anwalt Ralf Geymayer, Leiter des Departments & Studiengänge „Management & Recht“ und „International Business & Law“
zwischen 0 und 9 Mitarbeiter. Die Übergaben betreffen also auch Kleinstunternehmen. Aber gerade hier wird häufig keine sehr umfassende Prüfung des Zielunternehmens durchgeführt.“ Das am 4. November 2011 vom MCI-Department „Management & Recht“ veranstaltete Forum „Mergers & Acquisitions: Unternehmenserwerb zwischen Lotterie und Strategie“ soll vor diesem Hintergrund insbesondere auch Kleinst- und Mittelunternehmen ansprechen. „Wir wollen verschiedene Phasen einer M&A-Transaktion durchleuchten, wichtige rechtliche Aspekte verdeutlichen und versuchen zu erklären, warum Übernahmen so häufig scheitern.“
Forschung in Innsbruck Am Management Center Innsbruck lernen die Absolventen der Bachelor- und Masterstudiengänge „Management & Recht“ und „International Business & Law“ alle Phasen von M&A-Transaktionen kennen. Darüber hinaus gibt es seit 2008 Forschungsprojekte zu dem Thema „Integrationsprozessmanagement bei Unternehmenstransaktionen“. Dass diese Arbeit auch international anerkannt wird, zeigte sich im vergangenen Jahr. Im Rahmen der Fachtagung „Mergers & Acquisitions im Spannungsfeld der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften“ in Frankfurt am Main konnte ein Forscherteam des MCI den ersten Platz des ausgeschriebenen „Best Paper Awards“ belegen. Mit der Arbeit „Corporate Brand Management bei Mergers & Acquisitions“ erhielten Claudia Wille, Florian Bauer und Tobias Anslinger den mit 5.700 Euro dotieren Preis.
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„Forum: Mergers & Acquisitions – Unternehmenserwerb zwischen Lotterie und Strategie“ Datum: Freitag, 4. November 2011 von 13.15 bis 18 Uhr Ort: Aula Management Center Innsbruck (MCI) In Rahmen der Veranstaltung werden anerkannte Experten aus Wissenschaft und Praxis aktuelle Forschungsergebnisse sowie praxisnahe Problemstellungen und Lösungsvorschläge vorstellen und diskutieren. www.mci.edu/forumm-a
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D/GB
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Der Wettbewerb zum Thema Umwelt. Machen Sie mit! Bewerben kĂśnnen sich Privatpersonen und juristische Personen (Unternehmen, Gemeinden, Vereine, Institutionen, Schulen,...) mit Wohnsitz bzw. Rechtssitz in Tirol-SĂźdtirol-Trentino.
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Eingereicht werden kĂśnnen Ideen, Verbesserungsvorschläge, Projekte sowie allgemein bisherige Umweltaktivitäten und –maĂ&#x;nahmen. Einreichtermin ist Freitag 4. November 2011 Preise im Gesamtwert von Euro 7.000
Tirol ¡ Sßdtirol/Alto Adige ¡ Trentino
Informationen: www.umweltpreis.at - Tel: +39 0471 28 90 87
Ein Gemeinschaftsprojekt der Abteilung Umweltschutz/Tirol, der Landesagentur fĂźr Umwelt/ SĂźdtirol, Agenzia provinciale per la protezione dell‘ambiente/Trentino und der Transkom KG. Mit freundlicher UnterstĂźtzung von
Erfolgsfaktor Weiterbildung – Executive Development, das Lernen und Weiterentwickeln auf Führungsebene, braucht Maßarbeit: Führungskräfte haben knappe Zeitressourcen, Interesse an einer professionellen Karriereentwicklung auch auf internationalem Niveau und einen hohen Qualitätsanspruch, was ihre postgraduale Fortbildung anbelangt. Die Executive-Master-Studiengänge des Management Center Innsbruck erfüllen diese Ansprüche auf höchster Ebene und bieten Führungskräften und Potentialträgern die Möglichkeit einer berufsbegleitenden postgradualen Fortbildung mit international anerkanntem akademischen Abschluss. Topreferenten, die Zusammenarbeit mit renommierten internationalen Partneruniversitäten, begrenzte Studienplätze sowie ein starker Praxisbezug charakterisieren die Executive-Master-Studiengänge. eco.nova: Warum hat Weiterbildung diesen besonders hohen Stellenwert? Mag. Susanne Herzog: Die Aneignung von Wissen, speziellen Fähigkeiten und Fertigkeiten ist der Schlüssel zu Erfolg und Aufstieg. Ein Zitat von Benjamin Franklin bringt es auf den Punkt: „Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.“ Wissen ist eine einzigartige Ressource für persönliche, organisationale und auch gesellschaftliche Weiterentwicklung. Nicht nur Potenzialträger und junge Nachwuchsführungskräfte sind auf dem Gebiet der Weiterbildung gefordert, auch arrivierte Manager dürfen im Sinne von lebenslangem Lernen nicht den Anschluss verlieren und verschaffen sich im Berufsleben entscheidende Vorteile, indem sie aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen in ihren Verantwortungsbereichen nützen. Was sind Ihrer Meinung nach zentrale Inhalte einer qualitativ hochwertigen Führungskräfteausbildung? Führungskräfte brauchen die notwendigen Kompetenzen, um die zentralen Herausforderungen der nächsten Zukunft meistern zu können – Herausforderungen wie Wachstum, Innovation und Veränderung, eingebettet in fortschreitende Globalisierung und demografische Entwicklungen. Profitables und nachhaltiges Wachstum wird primär durch hohe unternehmerische Innovationsfähigkeit und die Schaffung einer entsprechenden Unternehmenskultur erreicht. Fakt ist, dass die Anforderungen an Führungs-/Nachwuchsführungskräfte steigen, da neben den harten Fakten wie strategische Ziele setzen, Kosten managen und Ergebnisse verantworten zusätzlich weiche Faktoren wie Selbstführung, Personalentwicklung, Kommunikation und Coaching an zentraler Bedeutung gewinnen. Entscheidend sind Leadership & Innovation, die Gestaltung und Begleitung von Veränderungsprozessen sowie ein ausgeprägter Markt- und Kundenfokus. Wie schätzen Sie die Wertigkeit der Weiterbildung in der Wirtschaft heute ein? Unternehmen nehmen wieder deutlich mehr Geld für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter in die Hand und er-
kennen Personalentwicklung zunehmend als wichtigen strategischen Stellhebel. Viele Unternehmen sind davon überzeugt, dass die Unterstützung der Mitarbeiter in der Entwicklung ihrer persönlichen Kompetenzen, Fach- und Handlungskompetenzen, Talente ans Unternehmen bindet und sie gleichzeitig als attraktiven Arbeitgeber im Kampf um Fach- und Führungskräfte positioniert. Folglich werden Führungskräften, Nachwuchsführungskräften und Potenzialträgern besonders attraktive Entwicklungsmöglichkeiten angeboten, häufig in maßgeschneiderten Organisationsentwicklungsprogrammen. Das MCI bietet ein umfassendes Weiterbildungsprogramm an – welche Vorteile haben Führungskräfte von einer Teilnahme? Das MCI bietet innovative Programme an, die Entscheidungsträger aller Managementebenen bei der Bewältigung ihrer beruflichen und persönlichen Herausforderungen unterstützen und sie in ihren Bedürfnissen und aktuellen Entwicklungen begleiten. Neben unserem Angebot an attraktiven ein- bis fünftägigen Seminaren mit Impulsen zur nachhaltigen Selbst- und Unternehmensführung und zur Steigerung der Handlungs- und Persönlichkeitskompetenz bietet das MCI fachspezifische ManagementLehrgänge an, die sich über ein oder zwei Semester erstrecken und auf die international akkreditierten Executive-Master-Studiengänge MBA, MSc und LL.M. anrechenbar sind.
„Ohne Wissen ist in unserer modernen Gesellschaft kein Erfolg möglich. Lebenslanges Lernen wird zum Innovations- und Wettbewerbsfaktor – sowohl für die Unternehmen als auch für die Mitarbeiter.“ Mag. Susanne E. Herzog, Leiterin MCI Executive Development
Darüber hinaus zählen die Konzeption, Begleitung und Durchführung von maßgeschneiderten Lehrgängen, Firmentrainings und Change-Prozessen zu unseren Kernkompetenzen und stellen ein stark wachsendes Segment dar. Das Angebot des MCI zeichnet sich vor allem durch zwei Aspekte aus: Zum einen liegt der zentrale Fokus in der unmittelbaren Anwendung des Gelernten im persönlichen Arbeitsumfeld. Zum anderen erlaubt der modulare Aufbau der Master-Studiengänge eine flexible, an die eigenen Erfordernisse optimal angepasste Gestaltung der persönlichen Weiterbildungsmaßnahmen.
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mit dem Rohstoff Wissen fit für die Zukunft
Experimente mit griechischen Taxifahrern und zum Wettbewerbsverhalten von Frauen:
Innsbrucker Volkswirte gehören zu den Besten Das jüngste Ranking der deutschen Tageszeitung Handelsblatt zeigt, dass die Volkswirte der Universität Innsbruck zu den Besten im deutschsprachigen Raum zählen. Die Universität Innsbruck belegte den elften Platz unter 81 erfassten Universitäten. Das Ranking misst die Forschungsleistungen in den Bereichen Volkswirtschaftlehre und Statistik. Grundlage dafür ist eine Datenbank, in der die Veröffentlichungen von über 2.400 Forscherinnen und Forschern in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfasst werden. Bestplatzierter Volkswirt Österreichs ist Matthias Sutter, Professor für Experimentelle Wirtschaftsforschung am Institut für Finanzwissenschaft in Innsbruck. Im Gespräch mit eco.nova berichtet der Wissenschaftler von seinen Experimenten mit griechischen Taxifahrern, Kindern und zum Wettbewerbsverhalten von Frauen. So konnte Sutter aufzeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Sparfreudigkeit und der Geduld von Kindern mit dem späteren Alkohol- und Zigarettenkonsum gibt. Außerdem ist der Volkswirt davon überzeugt, dass die hervorragenden Forschungsleistungen der Innsbrucker Volkswirte auch für den Wirtschafts- und Wissensstandort Tirol Vorteile bringen.
Text: Barbara Hoff mann Fotos: Florian Schneider
eco.nova: Was bedeutet experimentelle Wirtschaftsforschung? Matthias Sutter: Experimentelle Wirtschaftsforschung untersucht menschliches Verhalten unter realen Bedingungen in Bezug auf Geld. Das Wichtigste ist, dass wir die Teilnehmer unserer Studien real danach bezahlen, was sie tun. Wir haben an der Universität 1998 begonnen, eine Teilnehmerdatenbank anzulegen. Inzwischen gibt es 3.800 Studierende, die regelmäßig zu uns kommen. Hinzu kommen einige tausend Kinder, mit denen ich in Schulen zusammenarbeite. Wir machen einfache Spiele, bei denen es um Entscheidungen geht. Es ist noch ein relativ junges Forschungsgebiet. Warum haben Sie eine Untersuchung mit Taxifahrern in Athen gemacht? Taxifahrten sind ein Beispiel für so genannte Vertrauensgütermärkte. Dabei hat der Verkäufer mehr Informationen als der Käufer. Das ist zum Beispiel bei einem Automechaniker der Fall. Sie bringen Ihr Auto zur Reparatur, Sie wissen, was nicht funktioniert, aber nur der Verkäufer weiß, was zu tun ist. Wenn das Auto wieder abgeholt werden kann, weiß man immer noch nicht, ob die richtige Reparatur gemacht wurde. Aber um 100 Autoreparaturen zu machen, dafür hatten wir kein Geld. Deshalb haben wir uns ein Setting gesucht, das bezahlbar ist. Da in Griechenland das Taxisystem im ganzen Land normiert ist, haben wir uns für Athen
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entschieden. Wir haben 174 Taxifahrten gemacht mit drei Testern, die mit GPS-Loggern ausgestattet waren, um die Wegstrecke exakt in Metern auszurechnen. Ein Gast hat griechisch gesprochen, der zweite Gast auch, allerdings hat er den Zusatz gesagt: „Sie wissen eh, wo das ist?“ Der dritte Tester war ein englisch sprechender Fahrgast, der signalisiert hat, dass er nicht ortskundig ist. Das Ergebnis war, dass bei den letzten beiden Testfahrern die Taxifahrer genau doppelt so viele Umwege gefahren sind wie bei dem ersten, offensichtlich ortskundigen Fahrgast. Außerdem war bei dem englisch sprechenden Fahrgast in jeder fünften Fahrt etwas in den Preis inkludiert, was nicht korrekt war. Wir haben also gesehen, dass es Anreize gibt, Informationsvorsprünge auszunützen. Aber auch, dass im schlimmsten Fall – also bei dem englisch sprechenden Gast – 80 Prozent aller Taxifahrten korrekt waren. Welche Erkenntnisse können Sie aus Projekten mit Kindern gewinnen? Eines unserer spannesten Projekte war die Untersuchung der Sparfreudigkeit und der Geduld von Kindern. Konkret haben wir Kindern zwischen 10 und 17 Jahren die Möglichkeit gegeben, 10 Euro sofort zu bekommen oder in drei Wochen einen höheren Betrag. Uns hat dabei nicht nur interessiert, wie geduldig Kinder sind, sondern ob diese Daten auch mit dem realen Leben zusammenhängen. Das Ergebnis war, dass die ungedul-
Sie haben auch das Wettbewerbsverhalten von Frauen untersucht. Wie kann dieses beeinflusst werden? Dabei ging es uns um Geschlechterunterschiede im Wettbewerbsverhalten, also die allgemeine Frage, woher kommen Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt. Dass Frauen niedrigere Löhne etc. bekommen, liegt neben anderen Faktoren auch daran, dass Frauen selbst bei gleicher Qualifikation weniger gewillt sind, sich kompetitiven Situationen auszusetzen. Daher sollte man sich überlegen, was man macht, um die besten Frauen zu bewegen, in den Wettbewerb einzutreten. Wir haben Studierende Rechenaufgaben lösen lassen und dabei Interventionen gesetzt. In einer Versuchsanordnung wurde die Aufgabe wiederholt, wenn es nicht genug weibliche Gewinner gab. In einem weiteren Experiment wurde eine Frauenquote eingeführt, also festgelegt, dass unter den Gruppensiegern zumindest eine Frau sein muss. Im dritten Versuch wurden Frauen schließlich durch extra Punkte bevorzugt. Dabei hat sich gezeigt, dass eine Frauenquote und das so genannte „preferential treatment“, also eine bevorzugte Behandlung, am besten wirkt, um die besten Frauen zu motivieren, in den Wettbewerb zu gehen. Die Förderung von Frauen ist also ein Instrument, das wirkt. Außerdem konnten wir feststellen, dass sich die Männer systematisch überschätzt haben, während Frauen eine realistischere Selbsteinschätzung in ihrer Leistungsgruppe hatten. Die richtige Lösung wäre es also, die Männer realistischer zu machen und den Frauen mehr Selbstvertrauen zu geben. Hat Ihre Forschungsarbeit auch einen Nutzen für den Wirtschafts- und den Wissenschaftsstandort Tirol? Grundsätzlich glaube ich, dass jede Region davon profitiert, wenn ausgezeichnete Forschung gemacht wird. Hier in Tirol versuchen wir aber noch nicht, unsere Ergebnisse für Unternehmensberatungen einzusetzen. Aber es gibt experimentell motivierte Verhaltensforschung in diesem Bereich, zum Beispiel zum Thema „Wie verändere ich das Gehaltsschema?“ Wir bemühen uns bisher Spitzenforschung zu leisten. Der nächste Schritt ist, dass wir das in die Praxis tragen, dann profitieren auch Tiroler Unternehmen von dem Know-how an der Universität. Auch bei der Rekrutierung von neuem Personal helfen unsere wissenschaftlichen Erfolge. Innsbruck wird als Forschungsstandort attraktiver. Das Ranking des Handelsblatts hilft uns, attraktive Bewerberinnen und Bewerber für Professuren oder auch Postdocstellen zu bekommen.
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digen Kinder mit höherer Wahrscheinlichkeit Geld für Zigaretten und Alkohol ausgeben und weniger sparen. Das Interessante daran ist, dass wir mit ganz einfachen Entscheidungsexperimenten einen statistisch klaren Zusammenhang dazu herstellen konnten, was die Kinder gesundheitsökonmisch tun. Gesundheitsschädliches Verhalten in der Jugend hat langfristig negative Folgen, wie zum Beispiel erhöhte Kosten bei der Gesundheitsversorgung. Auch Sparbereitschaft ist natürlich ein wichtiger Faktor für die Altersversorgung und spielt eine Rolle bei der Ausbildungsentscheidung. Ist ein Jugendlicher gewillt, weitere fünf Jahre für ein Studium auf ein Einkommen zu verzichten?
Sie sind auch Sprecher der Forschungsplattform „Empirische und experimentelle Wirtschaftsforschung“. Was ist die Intention dieses Zusammenschlusses? Die Universität Innsbruck hat eine Forschungsstruktur geschaffen, die dreigliedrig ausschaut. Es gibt Forschungsschwerpunkte, -plattformen und -zentren. Die Plattformen sind größere Forschungsverbände, die mehrere Fakultäten umfassen und die international sichtbare Forschungsarbeit leisten. Bei unserer Plattform arbeiten das Institut für Finanzwissenschaften und das Institut für Statistik gemeinsam mit dem Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte sowie dem Institut für Banken und Finanzen zusammen. Gemeinsam mit unseren Doktoranden sind ungefähr 90 Wissenschaftler zu dieser Plattform zugehörig. Damit versucht die Universität Synergien zu fördern. Als Organisationseinheit führte diese Zusammenarbeit dazu, dass man sich besser kennenlernt. Zweimal im Jahr veranstalten wir Workshops, wo wir auch internationale Verknüpfungen vorantreiben. Darüber hinaus organisieren wir diverse Tagungen. Die Plattform arbeitet sehr erfolgreich. Seit 2008 konnten wir 1,5 Millionen Euro an Drittmittelförderungen nur für die Plattform lukrieren.
Matthias Sutter hat 1995 als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Finanzwissenschaft begonnen zu arbeiten. 1999 promovierte er in Volkswirtschaftslehre an der Universität Innsbruck. Drei Jahre später erfolgte die Habilitierung zum außerordentlichen Universitätsprofessor wiederum in Innsbruck. 2003 ging der Volkswirt nach Jena an das Max-PlanckInstitut. 2005 erhielt Sutter eine Lehrstuhlvertretung in Köln. 2006 kehrte er dann als Professor nach Innsbruck zurück. Seit 2007 ist der gebürtige Vorarlberger außerdem Teilzeitprofessor in Göteborg.
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eco.nova.at Beitrag des Monats Der kleine Pauli ďŹ ndet das neue eco.nova Kulinarium zum AnbeiĂ&#x;en! Wir ihn auch :-)
eco.nova.at war unterwegs ... Neue-Medien-Tag der Tiroler Wirtschaftskammer mit Ă–sterreichs Ober-Twitterer Armin Wolf: „Jeder Deutsche und Ă–sterreicher konsumiert 583 Minuten pro Tag Medien. Mehr geht offenbar nicht mehr, weil irgendwann mĂźssen Sie arbeiten, schlafen oder doch einmal mit Ihrem Mann oder Ihrer Frau reden.“ eco.nova.at In der „Sonntagsausgabe“ schmĂśkern Unsere vergangene Ausgabe ab jetzt zum Online-Blättern. Besucht uns auf Facebook. eco.nova.at zum Kommentieren Nutzen Sie unsere Facebook-Seite, um uns Ihr Feedback zu schreiben. Der neue Leserbrief heiĂ&#x;t ‚Pinnwandeintrag’! Wir sind gespannt!
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eco.nova.at freut sich 852 Freunde auf Facebook – schaffen wir die 900er-Grenze bis Ende das Jahres? Empfehlt uns weiter. eco.nova.at
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Liebe heiĂ&#x;t gemeinsam teilen. Social Media ist Teilen. Die Revolution ist voll im Gange. Sie bedeutet Veränderung, diese ruft wiederum Ungewissheit hervor. Da ist es nur zu gut zu verstehen, wenn bei traditionell verankerten Menschen Ă„ngste entstehen. Aber vielleicht versuchen wir, Social Media aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten. Nämlich von der positiven Seite. Und dort sehen wir Innovation, Verbesserung, Vorteilsschaff ung. Neues, Spannendes und zu guter Letzt finden immer auch noch Denkprozesse statt. Wenn wir Ăźber die meistverwendeten Worte von Social Media, Teilen (share), MĂśgen (like), 1+ oder Dialog, nachdenken, dann wird uns eine geballte Ladung von positiven EindrĂźcken auffallen. Dem stehen Worte wie Schutz, Daten, Privatsphäre usw. ganz klar gegenĂźber. FĂźr uns von ICA ist das Thema Datenschutz ein ständiger Begleiter. Wir denken permanent darĂźber nach, welche, wie und warum wir Inhalte (DATEN) in das weltumspannende und freie Internet stellen. Das ist unser stärkster Schutz. Es geht nicht um die Menge an Fans oder Freunden. Es geht um Dialog, um Erfahrungen zum Weitererzählen. Sei es Wissen, Interessantes oder NĂźtzliches. Wer teilt solche Informationen nicht gerne mit seiner Umgebung. Ganz egal, ob man ZuhĂśrer, „Weitersager“ oder beides ist.
Caroline Holzknecht, Projektleiterin, ICA
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Die guten Socialnomics geben dem Informationsaustausch noch einen emotionalen bzw. menschlichen Beigeschmack mit. Sie wählen nicht nur treffende Bilder, Videos oder Worte aus, sondern unterstreichen ihre Aussage mit „ihhhhh, uiiiii, ohhhh oder dergleichen“. 1 + 1 = <3
Rechts: Das Team von NTS Bozen – Konrad Defranceschi (Service Engineer), Paul Knoll (technischer Leiter), Matthias Ploner (kaufmännischer Leiter) und Vanessa Fusaro (Administration) Fotos: doppelpunkt, SeehauserFoto
NTS wächst –
Neue Niederlassung in Bozen eröffnet Der wachsende IT-Dienstleister NTS hat einen neuen Standort in Bozen eröffnet. Vom italienischen Markt erwartet sich das Unternehmen gute Wachstumschancen. Erst 2010 eröffnete die NTS Netzwerk Telekom Service AG einen Standort in Innsbruck und erreichte damit einen Meilenstein in der noch jungen Unternehmensgeschichte – eine flächendeckende Vertretung in gesamt Österreich. Der nächste große Schritt folgte jetzt am 22. September. Die Eröff nung der ersten Niederlassung in Italien in Bozen. Nach Graz, Wien, Linz und Innsbruck ist es der insgesamt fünfte und gleichzeitig erste internationale Standort des ITSpezialisten. Vom italienischen Markt erwarten sich die Vorstandsmitglieder Hermann Koller und Alexander Albler gute Wachstumschancen.
Trend zur visuellen Kommunikation „Mit unserer Kompetenz in Sachen Qualität und Kundenzufriedenheit, bieten wir künftig auch über die Grenzen hinaus innovative Lösungen für Netzwerktechnik, Videokommunikation und Datacenter“, erklärt Koller. Dafür setzt NTS auf starke Partnerschaften mit den wichtigsten Herstellern wie Cisco, EMC und VMWare. Viele internationale Auszeichnungen für höchste Kundenzufriedenheit bestätigen diesen Weg. Zur Unternehmensstrategie in Italien gehören außerdem kontinuierliches Wachstum und der Ausbau der lokalen Kompetenz am Markt vor Ort. Besonders gute Wachstumschancen sehen die Profis etwa im Bereich der Videokonferenzen. „Die steigenden Kraftstoff preise und der globale Trend zur
visuellen Kommunikation werden bei Unternehmen mit mehreren Standorten über kurz oder lang ein Umdenken einläuten“, ist Albler überzeugt. Gleichzeitig fordert diese neue Flexibilität aber auch hohe Anforderungen an die IT-Sicherheit. Ein Aspekt, den NTS ebenfalls berücksichtigt und optimiert. Koller: „Wir sparen für unsere Kunden Zeit und Geld, indem wir Komplexität und Verwaltungsaufwand minimieren – frei nach dem Motto: Relax, we care.“
Relax, we care Insgesamt beschäftigt das Unternehmen mit Hauptsitz in Grambach bei Graz derzeit mehr als 100 Mitarbeiter. Vorläufiger wirtschaftlicher Höhepunkt ist die Steigerung im Jahr 2010, die hoch über den Erwartungen lag. Der Umsatz stieg um 40 Prozent auf 24,5 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg ebenfalls um 40 Prozent auf rund 800.000 Euro – trotz großer Investitionen in Personal und Infrastruktur. Als Grund für den Erfolg sieht NTS, neben der wichtigen technologischen Kompetenz, vor allem die zufriedenen Mitarbeiter. Das Unternehmen legt seit jeher Wert auf ein innovationsfreundliches Betriebsklima, das von Eigenverantwortung, Weiterbildungsmöglichkeiten und einem kontinuierlichen Managementstil geprägt ist. Enge Kontakte zu Forschungseinrichtungen und Fachhochschulen sorgen außerdem für einen regen Wissensaustausch.
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NTS Netzwerk Telekom Service AG Innsbruck Technikerstraße 3 6020 Innsbruck Tel.: +43/512/90 88 99-0 Fax: DW -56 office-innsbruck@nts.eu Bozen NTS Italy G.m.b.H. – s.r.l. Schlachthofstrasse 30 I-39100 Bozen Tel.: +39/0471/097 733 Fax: +39/0471/097 756 office-bozen@nts.eu www.nts.eu
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Links: Die NTS-Vorstände Alexander Albler und Hermann Koller
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Alle Fahrpläne immer und überall im Griff Der Verkehrsverbund Tirol (VVT) startet mit SmartRide das neue Fahrplan-Allroundtalent für Smartphones. Die neue App ist ab sofort gratis erhältlich. Alle Infos dazu auf len www.vvt.at ww
Mit der neuen Applikation SmartRide für iPhones und Android-Smartphones startet der Verkehrsverbund Tirol (VVT) ab sofort das neue Allverb roundtalent für mobile Fahrplanauskunft in Tirol. roun Die Anwendungen der gratis erhältlichen App sind Die einfach handhabbar und übersichtlich gestaltet. Alle Abfahrtszeiten und Verbindungen aller öffentlichen Verkehrsmittel und jeder Fußweg zu den Haltestellen können abgefragt werden: Zum Beispiel vom Innsbrucker Stadtteil Wilten bis nach Sillian in Osttirol oder von Kitzbühel bis nach Vils im Bezirk Reutte. „SmartRide funktioniert einfach per Adresseingabe oder vollautomatischer GPS-Lokalisierung. So können auch bekannte Orte oder Sehenswürdigkeiten als Start- oder Zielpunkte eingegeben werden. Das System findet selbst die schnellste Verbindung z.B. zur Annasäule, zur Freizeit Arena Sölden oder zum Planetarium in Schwaz. Jugendliche können sich z.B. auch die Reiseroute zum BMX-Park in Völs anzeigen lassen“, so DI Mag Jörg Angerer, VVT-Geschäftsführer, zu SmartRide. Haltestellennamen muss der User also keine mehr wissen. Als weitere Features werden die Ticketpreis-Info zu den gewählten Verbindungen sowie die Kartendarstellung von Haltestellenumgebungen und Linienverläufen angeboten.
Das kann SmartRide
Downloads SmartRide für ... iPhones: http://tinyurl.com/5trgtvz Android-Smartphones: http://tinyurl.com/66wvcem
Weitere Infos unter www.vvt.at 68 eco.nova
• Direkt vom Smartphone (iPhone, Android) aus schnell, aktuell und einfach alle Fahrpläne online abrufen • Abfrage durch Eingabe von Adressen, Bahnhöfen, Haltestellennamen, Sehenswürdigkeiten oder mittels automatischer GPS-Ortung • Tirolweite Fahrplandaten aller Verkehrsunternehmen auf allen Linien • Übersichtliche Anzeige des gesamten Fahrwegs, aller Fußwege und des Fahrpreises
Zahlen – Daten – Fakten – alle Details zu SmartRide: Haltestellensuche via GPS Wird SmartRide gestartet, so sind am Abfahrts-Tab sofort alle umliegenden Haltestellen und Bahnhöfe sowie die Fußwege zu diesen ersichtlich. Hierfür
muss lediglich die GPS-Ortung am Handy aktiviert werden. Diese Funktion kann individuell verändert werden. Nach Eingabe von gewünschten Adressen, Straßennamen oder den Namen von Sehenswürdigkeiten sowie einer Uhrzeit werden die Abfahrtszeiten an den umliegenden Haltestellen angezeigt. SmartRide zeigt den Weg automatisch zur Haltestelle Bei der Eingabe von Start und Ziel der geplanten Reise können bei SmartRide Haltestellennamen, die Namen von Sehenswürdigkeiten oder einfach Adressen und Straßennamen angegeben werden. Auch die im Smartphone gespeicherten Kontakte können dafür verwendet werden. Ist der Startpunkt der Reise wie die gewünschte Destination einmal eingegeben, so werden am Fahrtauskunft-Tab mehrere Fahrtvorschläge angezeigt. Nach Wahl der gewünschten Reisevariante können dann alle Tarife, Linien, Umsteigeinformationen und die Kartendarstellung der gewählten Fahrt angezeigt werden. Bei Wahl der Karten-Tab wird die Ortsumgebung von Haltestellen und Linienverläufen dargestellt. Die Karte kann dabei als eine gute Orientierungshilfe bei der Suche nach Haltestellen oder benachbarten Adressen dienen. Sie lässt sich dabei einfach mit Fingerbewegungen auf dem Screen in die gewünschte Darstellung bringen. Einfache Wiederwahlfunktion Bereits gewählte Verbindungen können immer als „Favoriten“ gespeichert werden. Dies ermöglicht die schnelle Wiederwahl zu einem späteren Zeitpunkt. Das Favoriten-Tab ermöglicht dabei die Verwaltung von bereits gewählten Startpunkten und Destinationen und Verbindungen. Diese können von diesem Menü direkt ausgewählt werden und immer in den Kategorien Abfahrtspunkt, Start- oder Endpunkt getrennt gespeichert werden. Unter dem Tab „Mehr“ können weitere nützliche Einstellungen getroffen werden. Es kann die Art des gewünschten Verkehrsmittels gewählt werden, die maximale Fußwegzeit modifiziert und die Gehgeschwindigkeit eingegeben werden.
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Tirols Bildungsanbieter Nr. 1 setzt auf maßgeschneiderte Schulungsangebote. Das BFI Tirol ist seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner der heimischen Betriebe. „Inhouse-Trainings“ stellen eine besonders effektive und wirtschaftliche Form der Mitarbeiterqualifizierung dar. Gemeinsam mit dem Kunden entwickelt das Team des BFI Tirol maßgeschneiderte Qualifizierungskonzepte, die sich ausschließlich an den individuellen Zielen und Umfeldbedingungen des Unternehmens und der Teilnehmerstruktur ausrichten.
Vorhandene Ressourcen nutzen und Effizienz erhöhen Abhängig von der Größe des Betriebes und der Branche hat jedes Unternehmen andere Bedürfnisse, um am Markt auch in Zukunft erfolgreich zu sein bzw. sich zu entwickeln. Das BFI Tirol konzipiert gemeinsam mit der Geschäftsleitung und den Personalverantwortlichen Maßnahmen, die dabei helfen, die Ressourcenplanung langfristig zu optimieren und die Unternehmensziele zu erreichen. Die besten Trainer des Landes sind bei der
Kursausarbeitung behilflich und stehen auch während der Weiterbildungsmaßnahme unterstützend zur Verfügung.
Mobiler Lehrsaal für Ihre Trainings Die Trainings werden auf Wunsch in einem der modernst ausgestatteten Schulungsräume oder direkt im Unternehmen abgehalten. Falls dafür EDV benötigt wird, stellt das BFI Tirol gerne einen mobilen Lehrsaal zur Verfügung. Viele renommierte Tiroler Unternehmen haben bereits von diesen Möglichkeiten, der langjährigen Erfahrung und dem Know-how des BFI Tirol profitiert.
Nutzen Sie Förderungen Viele Unternehmer sind sich nicht bewusst, dass es eine Vielzahl von Förderungen gibt, die firmeninterne Schulungen möglich machen bzw. ihre Organisation erleichtern. Gerne informiert Sie das Team des BFI Tirol über Fördermöglichkeiten und berät Sie, in welchem Zeitraum eine Schulung erfolgreich abgewickelt werden kann.
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Die Entertainment-Highlights in Tirol! DJ Carl Cox 25. Oktober 2011 Olympiahalle
Bob Dylan & Mark Knopfler 8. November 2011 Olympiahalle
JUFF Spielemesse 25. - 27. Nov. 2011 Olympiahalle
Mag. Dagmar Wresnik, GF BFI Tirol
Kaya Yanar All Inclusive 9. Dezember 2011 Olympiahalle
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Olympia Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GmbH Olympiastraße 10 6020 Innsbruck Tel.: +43 (0)512 33838 Fax: +43 (0)512 33838-200 Email: marketing@olympiaworld.at
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BFI Tirol: Individuelle Firmenschulungen und Inhouse-Trainings
„Unsere Firmenschulungen sind sehr genau auf die Bedürfnisse der Unternehmen abgestimmt. So können wir für jede Firma einen höchstspezialisierten Unterricht anbieten. Topqualifizierte Trainer garantieren eine effektive Umsetzung.“
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Personalsuche mit dem AMS Tirol Unsere Leistungen – Ihr Unternehmenserfolg
Foto: Wodicka
Check-in auf der AMS-TirolHomepage: www.ams.at/tirol oder direkt unter www.jobroom.at AMS – Ihr Partner im Internet
Der Auftrag des AMS Tirol ist es, Unternehmen und Arbeitsuchende zusammenzuführen. Als größter Personalvermittler und führendes Dienstleistungsunternehmen am Tiroler Arbeitsmarkt unterstützt Sie das AMS aktiv bei der Suche nach geeignetem Personal, um freie Stellen rasch und treffsicher zu besetzen. Das AMS Tirol versteht sich als moderner Dienstleister, das Service für die KundInnen steht im Mittelpunkt.
rungsmöglichkeiten oder gesetzliche Rahmenbedingungen“, konkretisiert Dr. Karin Klocker. Bei der Personalsuche unterstützen Sie die ExpertInnen beim gemeinsamen Erstellen eines Anforderungsprofi ls, bei der Veröffentlichung eines Stellenangebots und der Auswahl geeigneter BewerberInnen – damit Sie rasch zu Ihrem Wunschpersonal kommen!
Erfolgreiche Personalvermittlung Effiziente Beratung Mehr als 50 BeraterInnen aus dem Bereich Service für Unternehmen stehen seitens des AMS Tirol mit Rat und Tat zur Seite. „Sie informieren und beraten über das Arbeitskräfteangebot Ihrer Region, Förde-
„Seit Jahren vermitteln wir erfolgreich Personal an die heimische Wirtschaft. BewerberInnen werden sorgfältig ausgewählt und durchlaufen eine individuelle Bewerbervorauswahl“, ist Dr. Karin Klocker vom AMS Tirol stolz auf ihre Experten. Zum „Profi ling“ gehört die Feststellung von berufl ichen und persönlichen Merkmalen wie Kenntnisse, Aktualität der Qualifi kation, Berufserfahrung und die immer wichtiger werdenden „soft skills“. Fragen zum Dienstleistungsangebot lassen sich am besten im persönlichen Gespräch klären. Nehmen Sie Kontakt mit dem Service für Unternehmen in Ihrer Nähe auf: www.ams.at/geschaeftsstellen. Die AMS-MitarbeiterInnen beraten Sie gerne.
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Audi Vorsprung durch Technik
Der neue Audi Q3. Ab 21.10. 2011 bei uns! Der Audi Q3 vereint traditionelle SUV-Stärken mit den Anforderungen eines modernen, immer urbaner werdenden Lebensstils. Von seinem Design lassen sich Eigenschaften wie Sportlichkeit, Alltagstauglichkeit, fortschrittliche Effizienz und Individualität ablesen. Lassen Sie sich inspirieren. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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www.vowainnsbruck.at
PORSCHE
INNSBRUCK-MITTERWEG
www.porscheinnsbruck.at Kraftstoffverbrauch gesamt in l/100km: 5,2 – 7,7. CO2-Emission in g/km: 138 – 179. Symbolfoto.
Finanzieren & Versichern
Sollte man heute noch in Aktien investieren? Für Aktienanleger waren die zurückliegenden Wochen schmerzhaft: Der Euro Stoxx 50 hat seit dem 1. Juli etwa 30 Prozent eingebüßt. Während die Börsenindizes Anfang 2011 augenscheinlich in den Startlöchern standen, um auf das Niveau von vor der 2008/2009erKrise zurückzukehren, laufen heute einige bereits Gefahr, ihr während der Krise erreichtes Tief weiter zu unterbieten, schreibt Guy Wagner, Chefökonom der Banque de Luxembourg, in seinem wöchentlich erscheinenden Marktkommentar. Zum jüngsten Kurseinbruch komme aus seiner Sicht die Tatsache hinzu, dass auch das längerfristige Marktverhalten Anlegerherzen kaum mehr höherschlagen lasse. So habe der Dax um die Jahrtausendwende bei ca. 7.000 Punkten gestanden – heute, knapp zwölf Jahre später, bewege er sich um die Marke von 5.100 Punkten. Der französische Index CAC 40 befinde sich praktisch 50 Prozent unter seinem Stand von Ende 1999 und der S&P 500 in den USA,
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welcher sich diesen Sommer deutlich besser behaupten konnte als die europäischen Indizes, habe ebenfalls noch 20 Prozent gutzumachen. Mittlerweile, so Wagner, werde selbst jenen Anlegern die Zeit lang, die eigentlich durchaus einsehen, dass Aktienanlagen einen langfristigen Horizont erfordern. Zunächst erscheint die Fragestellung zur Investition in Aktien zu unscharf, denn niemand käme es in den Sinn, zu fragen, ob man heute noch Eigentümer eines Unternehmens sein sollte. Und der Kauf einer Aktie bedeutet, dass man Miteigentümer dieses Unternehmens wird. (Dies gilt nur für die Länder, in denen die Rechte der Aktionäre und besonders der Minderheitsaktionäre geschützt sind.) Trotz Rezessionsgefahr und Staatsschuldenkrise in Europa verkauft derzeit kaum ein Unternehmer seine Firma – während sich Anleger in wesentlich größerem Umfang von ihren Aktien trennen (andererseits: ohne Käufer keine Verkäufer).
Hinzu kommt, dass das Kaufen „von Aktien“ oder „des Marktes“ normalerweise nicht viel heißt, sofern man nicht gerade von Indizes besessen ist. Unsere Frage sollte deshalb anders lauten: „Lassen sich auf dem aktuellen Kursniveau Qualitätsunternehmen mit einer Bewertung finden, die so niedrig ist, dass auf mittlere bis lange Sicht eine realistische Perspektive auf eine attraktive Rendite besteht?“ Entscheidend ist die „mittlere bis lange Sicht“. Denn die Strategie, Qualitätsunternehmen mit angemessener Bewertung zu kaufen, ist keine Zauberformel für das schnelle Geld. Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass kurzfristig (Zeithorizont unter einem Jahr) keinerlei Korrelation zwischen Bewertung und Ertrag besteht. Auf kurze Sicht kann ein günstiges Qualitätsunternehmen noch billiger werden, das heißt der Kurs weiter sinken. Unsere umformulierte Frage beantworten wir mit „ja“.
experten.tipp Bank-Austria-Landesdirektor Tirol Martin Anker, Landesdirektor Firmenkunden Tirol Markus Sappl und Peter Ortner, Leitung Private Banking Tirol
Zeichen auf Wachstum
Raiffeisen-Club goes App Die Raiffeisen Bankengruppe Österreich bietet als erste Bankengruppe eine mobile App speziell für die junge Zielgruppe an. Die App ermöglicht es allen Raiffeisen-Club-Mitgliedern, jederzeit alle Vorteile auch mobil zu nutzen. So wurde das gesamte Angebot in eine smarte Lösung verpackt und Mitglieder können etwa alle Events in der Nähe suchen und nach eigenen Kriterien selektieren. Die App kann unter www. raiffeisenclub.at/android bzw. www.raiffeisenclub.at/ ios und demnächst www. raiffeisenclub.at/nokia heruntergeladen werden.
Die EFM-Versicherungsmakler in Tirol, v. l.: Hans-Peter Krissmer (EFM Imst), Florian Singer (EFM Innsbruck), Josef Kuenz (EFM Seefeld), Georg Langmaier (EFM Kufstein), Mag. Christopher Rossiwall (EFM Innsbruck), Karin Mark-Flür (EFM Imst), Bernd Ganzer (EFM Matrei), Willi Purner (EFM Terfens), Michael Hochmuth (EFM Hippach), Roland Gratl (EFM Lienz), Martina Hagspiel (EFM Innsbruck), Christian Profer (EFM Lienz)
Risiko Berufsunfähigkeit Schlaganfall, Herzinfarkt, Burnout oder schwerer Unfall. Stellen Sie sich vor, Sie haben gestern von einer schweren Krankheit erfahren. Sie können heute nicht mehr Ihrer Arbeit nachgehen. Ihre Fixkosten bleiben dennoch unverändert. Haben Sie für diesen Fall vorgesorgt? Viele Österreicher haben mit Versicherungen für KFZ, Haushalt, privater Unfalloder Pensionsvorsorge bereits einen Teil ihres Risikos abgesichert. Doch wie hoch ist der Schaden, wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im eigenen Job arbeiten kann? Heute scheidet bereits jeder 5. Österreicher vorzeitig aus dem Berufsleben aus. Wobei das Risiko aufgrund von Krankheiten, wie Rheuma, Gelenks-, Nerven- oder Herzerkrankungen, seinen Beruf nicht mehr ausüben zu können, 18-Mal höher ist als durch einen Unfall. Die meisten von uns glauben im Ernstfall eine ausreichende Hilfe vom Staat zu bekommen. Denn wozu bezahlt man monatlich seine Sozialversicherungsbeiträge? Man bekommt zwar eine staatliche Rente, die jedoch weit unter dem Nettoeinkommen liegt. Wer also berufsunfähig wird und nicht vorgesorgt hat, gefährdet die eigene Existenzgrundlage und die seiner Familie. Denn die Lebenskosten (Miete, Strom, Heizung, Kredit- oder Leasingrate...) bleiben in der Regel unverändert.
Mehr Informationen dazu bei Ihrem EFM-Versicherungsmakler! EFM – mit über 50 Standorten DIE Nr. 1 in Österreich! Für Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter ter der EFM-Versicherungsmakler unter den en unten angegebenen Telefonnummern n gerne zur Verfügung. Mehr Informationen finden Sie im Internet unter www.efm.at
EFM-Büros in Tirol EFM Hippach, Hippach-Dorf 9, 6283 Hippach, 05282/20581, hippach@efm.at EFM Imst, Johannesplatz 10, 6460 Imst, 05412/66338, imst@efm.at EFM Innsbruck, Höttinger Auffahrt 5, 6020 Innsbruck, 0512/908045, innsbruck@efm.at EFM Kufstein, Vorderthiersee 87c, 6335 Thiersee, 05376/20123, kufstein@efm.at EFM Lienz, Amlacher Straße 2/Stg. 3, 9900 Lienz, 04852/56757, lienz@efm.at EFM Matrei, Pfarrangerweg 19, 9971 Matrei, 04875/20138, matrei@efm.at EFM Seefeld, Am Kirchwald, 6100 Seefeld, 05212/2493, seefeld@efm.at EFM Terfens, Umlberg 57, 6123 Terfens, 05224/68313, willi.purner@efm.at
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Die Bank Austria konnte im 1. Halbjahr trotz des schwierigen geschäftlichen Umfeldes in Tirol ein weitgehend stabiles Ergebnis erzielen. Das Geschäftsvolumen verzeichnete mit 6,1 Mrd. Euro zwar einen leichten Rückgang, die wichtigsten Kennzahlen konnten aber stabil gehalten werden. Besonders erfreulich ist der mit 3,3 % verzeichnete Kundenzuwachs bei der Kernzielgruppe der kleinen und mittleren Unternehmen. „Im Geschäft mit Privatkunden liegt unser Hauptaugenmerk weiter auf dem Thema Kundenzufriedenheit. Zweiter Schwerpunkt ist der Fokus auf KMUs. So werden wir in die Förderberatung weiter investieren und inbesondere unsere KMU-Kunden mit maßgeschneiderten Produkten und Beratungsinstrumenten offensiv unterstützen. Zu diesem Zweck haben wir zwei weitere KMU-Spezialfilialen in Wörgl und Imst eröffnet, die die bestehenden Standorte Innsbruck, Lienz und Kitzbühel ergänzen“, so Martin Anker, Bank-AustriaLandesdirektor in Tirol für Privatkunden, Klein- und Mittelbetriebe, und weiter: „Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Beratung von Fremdwährungskreditnehmern. Hier raten wir ganz klar zum Ergreifen von risikoreduzierenden Maßnahmen. 20 Mitarbeiter sind ausschließlich mit der Beratung zu diesem Thema betraut.“
Mögliche Auswege aus der Schuldenkrise Die aktuelle Situation der Industrieländer ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Bereits in der Vergangenheit hatten zahlreiche Länder Verschuldungsgrade auf heutigem Niveau und darüber erfolgreich in den Griff bekommen. Dieser Beitrag zeigt denkbare Lösungsansätze.
Hohe Staatsschulden alleine sind kein Drama, sofern drei Bedingungen gegeben sind, nämlich niedrige Zinsen, ein Umfeld soliden Wirtschaftswachstums und eine gerechte Verteilung der Steuerlasten nach dem Schema hohe Steuern auf Luxus, Vermögen und hohe Einkommen bei gleichzeitiger Entlastung niedriger Einkommen. Diese Steuerpolitik wurde die Nachkriegszeit hindurch bis weit in die 90er-Jahre hinein in den Industrieländern konsequent verfolgt mit dem Ergebnis einer langanhaltenden Prosperität.
Umsatzsteueranhebung in den USA So gelang es beispielsweise den USA, die Staatsschuldenquote von 121 Prozent des BIP im Jahre 1946 binnen 14 Jahren zu halbieren. Während das US-Bruttoinlandsprodukt von 1946 bis 1964 um 137 Prozent anstieg, wuchsen die Staatsschulden lediglich um 6 Prozent, wodurch die Staatsschuldenquote auf 54 Prozent zurückging. Das Umfeld war jedoch geprägt vom globalen Wiederauf bauboom nach dem 2. Weltkrieg und von niedrigen Zinsen. Beispielsweise bewegten sich die durchschnittlichen Leitzinsen (Fed Fund Rate) der Jahre 1955 bis 1960 in einer Bandbreite von 1,57 (1958) bis 3,31 Prozent (1959). 1946
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bis 1951 lag in der Einkommensteuer der Spitzensteuersatz auf Einkommen von über 200.000 US-Dollar (1950 inflationsbereinigt hochgerechnet auf heutige Verhältnisse: 1,86 Mio. USD) bei 91 Prozent (effektiv 85,5 Prozent), abgelöst von 92 Prozent in den Jahren 1952 und 1953. Bis 1965 folgte dann eine Senkung auf 70 Prozent und bis 1981 verharrte der Spitzensteuersatz auf diesem Niveau. 1980 lag die Staatsschuldenquote der USA nur noch bei 42,4 Prozent und trotz Ölschock und Konjunkturabschwung lag das Haushaltsdefizit in diesem Jahr nur bei 2,3 Prozent des BIP. Würden heute hingegen in den USA alle Jahreseinkommen von über einer Million US-Dollar in absoluten Beträgen doppelt so hoch besteuert wie bisher, würde dies nur 260 Milliarden US-Dollar bzw. 15,8 Prozent des für 2011 erwarteten Defizits beisteuern. Wesentlich größer wäre das Einnahmenpotenzial durch höhere Besteuerung von Vermögen und Kapitalerträgen, aber auch durch Umsatzsteuererhöhungen. Letzteren sollte jedoch eine Umverteilung der Einkommenssteuerlasten vorangehen, denn dadurch kommt es tatsächlich zu einem Mehrkonsum. Das Steuerpotenzial wäre dann enorm: Während in der Eurozone die Umsatzsteuer-Normalsätze
EZB-Kredite für Staatsanleihenrückkäufe Hoff nung gibt es auch für die Eurozone, die grundsätzlich eines finalen Krisengipfels bedarf, in dessen Rahmen ein Staats-Insolvenz(vorbeuge)-Mechanismus eingeführt werden sollte, der die Abwicklung von Haushaltskrisen und möglichen Staatspleiten genau regelt (ev. ein Chapter XI für Staaten). Zur Abwendung einer drohenden Staatspleite könnte beispielsweise die EZB anstatt ihre umstrittenen Staatsanleihenkäufe durchzuführen, die in den vergangenen vier Wochen bis Mitte September bereits ein Volumen von 63,56 Milliarden Euro erreichten, diese Mittel krisengeschüttelten Ländern direkt einerseits als Erste Hilfe in Form von Überbrückungskrediten und andererseits auch für Rückkäufe von Staatsanleihen am freien Markt bzw. bei den einzelnen Gläubigern zur Verfügung stellen. Griechische Staatsanleihen notieren derzeit teilweise sogar unter einem Drittel des Nominalwertes und der Abschreibungsbedarf für Kreditinstitute ist enorm, weshalb die im Juli erzielte Einigung Griechenlands mit dem internationalen Bankverband IIF über einen Anleihentausch in Form eines Abschlags von 21 Prozent auf den Gegenwartswert, einer Verlängerung der Laufzeiten auf 15 bis 30 Jahren und niedrigerer Zinsen eine Win-Win-Situation für beide Seiten darstellt. Zur nachhaltigen Eindämmung der Krise ist es auch erforderlich, dass die stärkeren Euroländer wie beispielsweise Deutschland, die Niederlande und Finnland nochmals Mittel für den „Euro-Stabilisierungsfonds“, EFSF, zur Verfügung stellen, was zwar kurzfristig zu Ausgaben führt, jedoch nicht zwangsläufig in Verluste münden muss, denn es werden Kredite zur Verfügung gestellt, die günstiger refinanziert werden können. Ein weiterer – genauso wie der EFSF umstrittener – Lösungsansatz ist das von Eurogruppen-Chef JeanClaude Juncker vorgeschlagene Eurobond-Modell, das vorsieht, dass zukünftig eine europäische Schuldenagentur neue Gemeinschaftsanleihen herausgeben wird. Über die Verwendung des Emissionserlöses sollte laut den Vorstellungen der Experten des Brüsseler Forschungsinstituts, Bruegl, Jahr für Jahr ein unabhängiger Stabilitätsrat entscheiden. Das Finanzierungspotenzial aus Eurobonds soll mit 60 Prozent des BIP begrenzt werden. Innerhalb dieses
Rahmens soll den Eurobonds für den Ernstfall eine vorrangige Bedienbarkeit eingeräumt werden. Dies führt bei den Eurobonds zu einem Zins, der unter dem Durchschnitt der einzelnen Eurostaaten liegt. Allerdings würden dann die Zinsen für nachrangige nationale Staatsanleihen emporschnellen. Ein großes Hindernis dieser Konstruktion sind auch die internationalen Ratingagenturen. So Moritz Krämer, Leiter des Länderbereichs Europa bei Standard & Poors: „Wenn wir einen Eurobond haben, bei dem Deutschland 27 Prozent garantiert, Frankreich 20 Prozent und Griechenland 2 Prozent, dann läge das Rating des Eurobonds bei CC, was der Kreditwürdigkeit Griechenlands entspricht.“ Eine bessere Alternative wäre somit eine Lösung, bei der jeder Staat gegenüber der Europäischen Schuldenagentur mit einer entsprechenden Deckungsgarantie von z. B. 300 Prozent des Emissionsvolumens plus Zinsen haftet.
Text: Michael Kordovsky Foto: iStockphoto
Trotzdem sind Eurobonds die umständlichere Alternative zu einer einfachen Aufstockung des EFSF, die in Koordination mit Direktkrediten der EZB zu einer erheblichen Entspannung der Eurokrise beitragen kann. Danach können die fiskalen Probleme in Angriff genommen werden. Die Kernpunkte dabei könnten sein: • Eine konsequente Privatisierungswelle und strengere Steuereintreibung in Griechenland • Europaweite Steuerreformen: Millionärssteuern (höchster Einkommenssteuersatz von beispielsweise 70 Prozent auf Jahreseinkommen von über einer Million Euro), höhere Umsatzsteuersätze auf Luxusgüter und einheitliche Vermögenssteuern ab einem Freibetrag von beispielsweise 250.000 Euro. Gleichzeitig sollte es zur steuerlichen Entlastung niedrigerer Einkommen bis jährlich 40.000 Euro kommen – wirkt konsumfördernd. • Einsparungen in der Rüstung, im Gesundheitswesen und Pensionssystem Zwar werden die Sparmaßnahmen das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen. Doch selbst ein reales Nullwachstum würde noch bedeuten, dass das heutige Wohlstandsniveau weitgehend gesichert ist. Dass es keines Wiederaufbaubooms bedarf, um die Staatsverschuldung zu drosseln, zeigen die Daten der Tabelle.
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im Schnitt bei knapp 20 Prozent liegen, haben die US-Bundesstaaten Alaska, Delaware, Montana, New Hampshire und Oregon überhaupt keine Umsatzsteuern. Die Steuersätze in den übrigen Staaten bewegen sich in einer Bandbreite zwischen 2,9 und 7,25 Prozent. Hinzu kommen optionale Gemeindesteuern von bis zu 11,5 Prozent. Würde man das Umsatzsteuersystem der USA auf europäische Verhältnisse umstellen, könnten jährliche Einnahmen von ca. 5 bis 6 Prozent des BIP erzielt werden, die gemeinsam mit Einsparungen im Gesundheitswesen und bei den Rüstungsausgaben sogar einen nachhaltigen Haushaltsüberschuss ermöglichen könnten.
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Fazit: Kein Weltuntergangsszenario 2012, jedoch eine anhaltend kritische Marktsituation.
Staatsschulden in % des BIP Belgien Dänemark Spanien Irland Niederlande Finnland USA Schweden
1995
2007
130,4 72,6 63,3 82,1 76,1 56,6 71,6 72,8
84,2 27,5 36,1 25,0 45,3 35,2 62,4 40,2
Quellen: EU-Kommission, Monatsbericht BMF (Deutschland)
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Es ist alles Gold, was glänzt Seit Jahresanfang hat sich Gold um 25 Prozent verteuert. Am 6. September markierte der Preis für das gelbe Edelmetall in New York ein Rekordhoch bei 1.923,70 Dollar je Unze. Die sich zuspitzende Schuldenkrise in Europa und die Aussichten auf eine schwächelnde Konjunktur in den USA haben die Nachfrage nach dem Edelmetall angekurbelt. Nach einem veritablen Crash in der dritten September-Woche (der Goldpreis fiel innerhalb weniger Tage um mehr als zehn Prozent) notiert Gold wieder bei rund 1.700 USD. Und: Der langfristige Aufwärtstrend scheint ungebrochen.
„Solange die Notenbanken mehr Geld drucken als es das Wirtschaftswachstum erfordert, wird Gold steigen.“ Wolfgang Lechner, Novaportfolio Management
„Gold befindet sich in einer fortgeschrittenen Hausse.“ Herbert Schmarl, Tiroler Sparkasse
Text: Michael Posselt Fotos: iStockphoto
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Während ATX, DAX und Dow Jones angesichts der Staatsschuldenkrise und schwachen Konjunkturaussichten immer tiefer ins Minus rutschen, stört das Goldanleger wenig – ihre Gewinne steigen scheinbar unaufhaltsam weiter. Seit September 2008 schoss der Preis je Feinunze aus Sicht eines Euroanlegers um 145 Prozent nach oben. Roland Stöferle, Goldexperte der Erste Bank, sieht das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: „Bis zum Jahr 2013 wird der Goldpreis auf mindestens 2.300 US-Dollar je Feinunze ansteigen.“ So gesehen wäre jede Schwächephase eher ein Grund zum Ein- als zum Aussteigen. Gründe für weiter steigende Notierungen gibt es viele: Wolfgang Lechner von der Innsbrucker Vermögensverwaltung Nova Portfolio Management listet in einem Sondernewsletter zum Thema Gold Ende August gleich sieben auf: 1. Gold hat sich schon seit Jahrhunderten als Versicherung gegen Katastrophen aller Art bewährt.Angesichts der drohenden Pleite in Griechenland und Co und der Schuldenprobleme in den USA bleibt Gold die Krisenwährung Nummer 1. 2. Niedrige Zinsen beflügeln den Goldkurs. Wenn der Kunde bei der Bank/auf dem Sparbuch fünf Prozent Zinsen risikolos erhält, ist der Anreiz gering, in Gold zu investieren (Gold zahlt keine Zinsen, birgt aber USDollar- und Schwankungsrisiken). Zahlen die Banken aber kaum Zinsen (wie derzeit in Europa oder den USA) oder gar negative Zinsen auf Veranlagungen (wie dzt.
zum Teil in Japan und der Schweiz), ist eine Investition in Gold besonders attraktiv, da man keine Opportunitätsverluste erleidet. (Dass durch die große Nachfrage der Goldkurs dann auch noch steigt, kommt gewissermaßen als Sahnehäubchen obendrauf.) 3. Gold als „neutrale Währung“ gilt als „sicherer Hafen“, wenn Aktien-, Anleihen- und Rohstoffmärkte fallen. Außerdem ist Gold ein stabiles Investment bei steigender Volatilität und damit verbunden steigender Unsicherheit an den internationalen Finanzmärkten. 4. Schutz vor Kaufkraftverlust der Papierwährungen. Solange die Notenbanken mehr Geld drucken als es das Wirtschaftswachstum erfordert, wird Gold steigen. Bis zur Weltwirtschaftskrise 2008 wurde die Geldmenge von den Nationalbanken in einem vernünftigen Verhältnis zur Wirtschaftsleistung (BIP) zur Verfügung gestellt. Um die aktuellen Krisen kurzfristig abwehren (bzw. in die Zukunft verschieben) zu können, verloren die Notenbanken jegliches Augenmaß. Es werden hemmungslos USD, JPY, EUR und jetzt auch CHF gedruckt. Solange die Notenpressen laufen, wird Gold als neutrale Währung steigen. Mit jedem gedruckten Dollar mehr nimmt die Kaufkraft ab. 5. Gold ist die einfachste und günstigste Maßnahme für alle Sparer und Investoren, um sich vor der heimtückischen Enteignung via Inflation zu schützen. Bei einer Inflation von 3,5 Prozent und Sparbuchzinsen von durchschnittlich 1,5 Prozent verliert das gesparte Kapital jährlich zwei Prozent an Wert.
7. Weltweit steigt die Nachfrage nach Gold weiterhin in einem gesunden Ausmaß, wie dem Bericht des World Gold Councils (WGC) vom 18.08.2011 zu entnehmen ist: Große Zuwächse verzeichneten Schmuck, Goldbarren und Goldmünzen. Goldschmuck ist nach wie vor besonders bei der indischen und der chinesischen Bevölkerung äußerst beliebt. Von den Goldminen wurde im 2. Quartal 2011 sieben Prozent mehr Gold abgebaut (710 Tonnen) als im Vergleichszeitraum 2010. Gleichzeitig wurden 1.060 Tonnen Gold verkauft, die Hälfte davon wurde von den Bürgern in Indien und China gekauft, rund 70 Tonnen kauften diverse Notenbanken auf. Über viele Jahre traten die Zentralbanken als Verkäufer am Goldmarkt auf. Erst in den letzten Monaten beginnen einige Zentralbanken, insbesondere in den Emerging Markets (China, Russland, Lateinamerika), ihre Goldreserven aufzustocken – mit wahrscheinlich massiven Auswirkungen auf den Goldpreis (siehe unten).
In die gleiche Kerbe schlägt auch ein weiterer Tiroler Goldexperte, der schon seit Jahren auf das gelbe Edelmetall setzt. Herbert Schmarl, Fondsmanager und Anlagestratege bei der Tiroler Sparkasse. Schmarl sieht Gold in einer fortgeschrittenen Hausse, was sich insbesondere an den zuletzt immer größer werdenden Schwankungen zeigt. Aus diesem Grund würde er konservativen Anlegern Gold derzeit nicht mehr zum Kauf empfehlen, allerdings auch keine Verkaufsempfehlung (Gewinnmitnahmen) abgeben, weil sich die Frage nicht beantworten lässt, wohin die Erlöse investiert werden sollten. Auf ein konkretes Kursziel angesprochen weicht Schmarl aus und bringt die Entwicklung der Aktienmärkte ins Spiel. In einem inflationären Umfeld und einem Stand des Dow Jones bei 10.000 Punkten, könne der Goldpreis noch bis 5.000 US-Dollar steigen, bei Deflation hingegen sieht Schmarl Gold nur bei 2.500 USD. Die größte Gefahr sieht Schmarl derzeit in einem Bankencrash, der alles (mit Ausnahme von Gold) mit nach unten ziehen wird. Dann aber sei der Zeitpunkt gekommen, aus Gold auszusteigen und wieder in Aktien zu investieren.
Hohe Förderkosten sichern hohen Goldpreis Auf der anderen Seite sind diese ausufernden Kosten auch eine Absicherung gegen einen stark fallenden Goldpreis. Können die Minen nämlich nicht mehr gewinnbringend produzieren, werden die weniger ertragreichen Stollen und Gruben stillgelegt. Mit dem Effekt, dass am Schluss nur mehr die schwierig und teuer zu fördernden Lagerstätten übrig bleiben. Damit wäre dann der nächste Preisschub nur mehr eine Frage der Zeit.
„Für mich sind Goldminenaktien derzeit eine sensationelle Kaufoption.“ Roland Stöferle
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Nichtsdestotrotz warnt Wolfgang Lechner: „Gold gibt keine Garantie auf den Kapitalerhalt.“ Vorübergehend kann eine Investition in Gold auch mit erheblichen Verlusten verbunden sein. Im Krisenjahr 2008 verlor Gold in einem Monat in US-Dollar gerechnet rund 17 Prozent. Deshalb sollte auch ein Golddepot niemals aus den
Augen verloren und aktiv betreut werden, so Lechner. In jedem Fall sei es aber sinnvoll, Gold seinem Portfolio beizumischen. Anlageexperten raten zu einem Anteil von fünf bis zehn Prozent – in physischer Form oder in Fonds. „In Extremsituationen (Staatspleite Griechenlands und daran anschließend weiterer Euro-Staaten) sind aber auch bis zu 50 Prozent angebracht“, so Günter Minatti, Lechners Geschäftsführer-Kollege und Fondsmanager bei Nova Portfolio.
Goldminenaktien: Bislang nicht vom Höhenflug des Goldpreises profitieren konnten die Besitzer von Goldminenaktien. Während der Preis des physischen Goldes heuer um rund 300 Euro pro Unze gestiegen ist, war mit Goldminenaktien unterm Strich nichts zu verdienen. Der aus 16 wichtigen Goldminenaktien bestehende Gold-Bux-Index zeigt, dass Edelmetalltitel den Run auf Gold weitgehend verschlafen haben. Die meisten Papiere notieren aus Sicht eines Euroinvestors sogar unter dem Stand vom Jahresanfang. Der Grund dafür ist vor allem ein psychologischer: Wer Angst hat, kauft Münzen oder Barren und lässt Aktien links liegen. Für die meisten Anleger sind Goldminenaktien dann eben doch mehr Aktie als Gold. „Letztlich sind aber Minenaktien nichts anderes als ein unterirdischer Goldtresor, der nur gefördert werden muss“, so Roland Stöferle, der für Goldminenaktien jetzt eine sensationelle Kaufoption sieht. Eine Meinung, die Kollege Alfred Grusch von Pioneer Investments durchaus teilt: „Wenn ich mir die Netto-Inventarwerte der Unternehmen anschaue, dann muss ich feststellen: Solche Bewertungen hat es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Sogar wenn der Goldpreis korrigieren sollte, könnte sich da noch ein Gewinn für die Aktie ausgehen. „Ich glaube, es ist an der Zeit, über Umschichtungen aus physischem Gold in Goldminenaktien nachzudenken.“ Auf der anderen Seite verdienen sich die Minenbetreiber derzeit – anders als viele vielleicht erwarten – keine goldene Nase. Zwischen 2000 und 2010 verdreifachten sich die Förderkosten. 2010 lag der Aufwand bei rund 925 US-Dollar pro Feinunze. Heuer dürfte bereits die 1.000-Dollar-Marke durchbrochen worden sein. Einerseits nimmt der Goldgehalt immer weiter ab (für eine Unze Gold müssen 8.000 Tonnen Gestein exploriert werden), andererseits explodieren die Kosten für Diesel, Personal und Equipment.
Goldminenaktienfonds Fonds BGF World Gold Fund (EUR) Nestor Gold Earth Gold Fund Lombard Odier World Gold Exp. (USD) Julius Bär Gold Equity Pioneer Gold Stock
ISIN LU0252963623 LU0147784465 DE000A0Q2SD8 LU0172583626 LU0223332320 AT0000675095
2011 –6,63 –5,97 –3,71 –1,25 –9,15 –1,80
1 Jahr 4,01 9,96 5,65 15,40 10,19 3,13
3 Jahre 21,52 30,80 40,55 31,73 31,43 19,86
5 Jahre 13,76 14,08 k. A. 19,22 14,96 12,64
Quelle: www.fondsprofessionell.at, fiap, Stand 22.09.2011
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eco.geld
6. Unter Berücksichtigung der Inflation ist der Goldkurs noch weit von seinem Höchst von 1980 entfernt. Verglichen mit seinem Höchstkurs im Jahr 1980 müsste sich der Goldpreis – unter Berücksichtigung der Inflation – noch zumindest verdreifachen.
Nachfrage nach Goldund Silbermünzen extrem gestiegen Bereits in den letzten Jahren ist der Umsatz der Münze Österreich (MÖAG) extrem gestiegen. 2008 vervierfachte sich der Münzumsatz von 300 Millionen Euro in den Vorjahren auf 1,2 Milliarden Euro, um 2009 um weitere 50 Prozent auf 1,8 Milliarden zu steigen. Im Vorjahr stabilisierte sich der Umsatz bei 1,6 Milliarden auf sehr hohem Niveau. Der 2010er-Umsatz stellt umgerechnet in Mengen einen Absatz von 40 Tonnen Gold (in Barren und Münzen) sowie über 350 Tonnen Silber dar. Pro Arbeitstag verkauft die MÖAG damit im Schnitt mehr als 150 kg Gold und fast 1,5 Tonnen Silber. Der Silberumsatz wird dabei ausschließlich durch den 2008 eingeführten Silberphilharmoniker repräsentiert. Vom Goldphilharmoniker wurden seit Markteinführung 1989 knapp neun Millionen Stück verkauft. Der Wiener Philharmoniker ist in Europa und Japan Marktführer. Insgesamt werden ¾ des Umsatzes der MÖAG im Inland erzielt. Vom Silberphilharmoniker gehen allerdings 75 Prozent in den Export. Für die im nächsten Jahr europaweit erscheinende Zwei-Euro-Sondermünze hat ein Mitarbeiter der MÖAG den Designwettbewerb gewonnen. Davon werden insgesamt 90 Millionen Stück in allen 17 Euro-Ländern produziert.
Zentralbanken als Goldkäufer Neben privaten Käufern treten auch immer mehr Zentralbanken als Goldkäufer auf. Während in vielen westlichen Ländern die Devisenreserven zu mehr als 70 Prozent in Gold angelegt sind, hat Chinas Zentralbank gerade erst begonnen, Goldbarren in großem Stil einzulagern (Goldanteil unter 2 %). Pedram Payami, Rohstoffexperte der Schweizer EFG: „Chinas Zentralbank verfügt über Devisenreserven in der Höhe von zwei Billionen US-Dollar. Wenn China nur einen Bruchteil davon zusätzlich in Gold investiert, hat das eine enorme Wirkung auf den Goldkurs.“ Bereits in den letzten Jahren verdoppelte die russische Nationalbank ihre Goldbestände. Im
Goldreserven der Zentralbanken Land
Tonnen
% der Gesamtreserven
1. USA 2. Deutschland 3. Italien 4. Frankreich 5. China 6. Schweiz 7. Russland 8. Japan 9. Niederlande 10. Indien 11. Taiwan 12. Portugal 13. Venezuela 14. Saudi-Arabien 15. UK 16. Libanon 17. Spanien 18. Österreich 19. Belgien 20. Algerien
8.133,5 3.401,0 2.451,8 2.435,4 1.054,1 1.040,1 836,7 765,2 612,5 557,7 423,6 382,5 365,8 322,9 310,3 266,5 281,6 280,0 227,5 173,6
74,2 % 71,4 % 71,2 % 66,2 % 1,6 % 17,8 % 7,7 % 3,3 % 58,9 % 8,7 % 5,0 % 85,1 % 60,5 % 3,3 % 15,9 % 29,6 % 40,2 % 54,7 % 38,2% 4,7 % Quelle: World Gold Council
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Frühjahr überraschte die mexikanische Notenbank, als sie ihre Goldbestände um über 90 Tonnen auf 106 Tonnen angehoben hat. Der Goldbestand der OeNB liegt seit Jahren stabil bei 280 Tonnen. Allerdings hat sich der Wert in der Bilanz von 2007 (5 Mrd. Euro) auf 2010 (9,5 Mrd. Euro) fast verdoppelt. Auch wenn es keine explizite Bestimmung mehr dafür gibt, könnte man behaupten, dass fast die Hälfte des Bargeldumlaufs in Österreich durch Gold gedeckt ist. Zukäufe sind bis auf weiteres nicht vorgesehen, Verkäufe, die ebenso nicht geplant sind, wären ergänzend durch das europäische Goldabkommen der Notenbanken begrenzt. Dieses läuft jeweils fünf Jahre bis 2014 und sähe eine maximale Verkaufsmenge von 400 Tonnen pro Jahr vor, also in Summe maximal 2.000 Tonnen über die gesamte Laufzeit. Dabei hat jede Notenbank ein bestimmtes Kontingent, welches aber viele nicht ausgenutzt haben (und dann auch nicht mehr nachträglich ausnützen dürfen).
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Goldprognosen diverser Experten Preis je Feinunze Roland Stöferle, Erste Bank
2.300 USD bis 2013
Herbert Schmarl, Tir. Sparkasse bis 2.000 USD Ende 2011 Bloomberg-Umfrage Roland O‘Brien, CEO Newmont Mining UBS Oro Mining
2038 USD bis Ende 2011 2263 bis Ende 2012 > 2.000 USD 2012 2.500 USD bis 2013 2075 USD 2012 1725 USD 2013 3.000 USD bis 03/2013
„Das Einstiegsalter für Vorsorgemaßnahmen wird deutlich auf unter 30 Jahre sinken und die monatlichen Ausgaben für die private Altersvorsorge werden steigen.“
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Regionaldirektor Arno Schuchter
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Private und betriebliche Vorsorge wreden stark wachsen Arno Schuchter, Regionaldirektor der Generali Versicherung für Tirol und Vorarlberg, spricht im Interview über das Vorsorgebewusstsein der Österreicher und die Zukunft der Altersvorsorge.
Aufholbedarf bei der Pensionsvorsorge eco.nova: Wie entwickelt sich die Lebensversicherung bei der Generali? Arno Schuchter: Die Lebensversicherung hat sich auch in Zeiten der Finanzkrise als hervorragende Lösung für die Altersvorsorge bewährt. Bei unseren Kunden steht die klassische Lebensversicherung ganz hoch im Kurs. Sowohl bei der laufenden Prämienzahlung als auch bei den Einmalprämien verzeichnen wir ein starkes Wachstum, was ich vor allem auf das starke Sicherheitsbewusstsein der Bevölkerung zurückführe.
Welche Erwartungen haben Sie konkret? Die Lebenserwartung steigt und das tatsächliche Pensionsantrittsalter sinkt. Für die kommenden eineinhalb Jahrzehnte erwarte ich daher, dass das Einstiegsalter für Vorsorgemaßnahmen deutlich auf unter 30 Jahren sinken und die monatlichen Ausgaben zur privaten Altersvorsorge steigen werden. Auch die Vorsorgeangebote werden sich weiterentwickeln und dem starken Sicherheitsbewusstsein der Bevölkerung entgegenkommen. Das stärkste Wachstum wird es aber im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge geben.
Und dennoch hat Österreich einen großen Nachholbedarf bei der Pensionsvorsorge? Die Mehrheit der Bevölkerung ist sich der Pensionsproblematik inzwischen bewusst. Doch fast die Hälfte der Österreicher hat bisher noch keine Maßnahmen gesetzt. Damit liegen wir bei der privaten Pensionsvorsorge im internationalen Vergleich auf den hinteren Plätzen und auch bei den Firmenpensionen sind wir weit abgeschlagen. Da gibt es enormen Aufholbedarf. Langfristig ist nur eine Kombination aus staatlicher, privater und betrieblicher Vorsorge der richtige Mix.
Viele Arbeitsnehmer wünschen sich eine betriebliche Altersvorsorge, aber wie wollen sie die Unternehmen dafür begeistern? Die betriebliche Vorsorge wird als teuer wahrgenommen und oft nur von Großunternehmen angeboten. Doch sie ist für jeden Betrieb geeignet. Mittels betrieblicher Vorsorgeleistungen werden Unternehmen attraktiver für ihre Mitarbeiter, was nicht nur eine Investition in die Zukunft des Unternehmens ist, sondern zugleich Steuervorteile bringt. Wir wollen verstärkt Klein- und Mittelunternehmen über diese Vorteile informieren.
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Detaillierte Infos über die Vorsorgemöglichkeiten erhalten Sie beim Generali-Kundendienst unter Tel. 0512 / 5926-0 oder via E-Mail unter office.tirol@generali.at, in einer der GeneraliGeschäftsstellen in Ihrer Nähe oder bei Ihrem persönlichen GeneraliKundenberater.
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Griechenland-Pleite – eine Katastrophe für die Unvorbereiteten Für Günter Minatti und Wolfgang Lechner von der Innsbrucker Wertpapierfirma Nova Portfolio VermögensManagement GmbH ist ein Staatsbankrott von Griechenland unvermeidlich und steht unmittelbar bevor.
„Die unaufhaltsame Vermehrung der Geldmenge und der damit verbundene Kaufkraftverlust der Papierwährungen ist heimtückischer Diebstahl an hart erarbeitetem und erspartem Vermögen.“ Günter Minatti, Nova Portfolio Vermögens Management
Das optimale Krisenportfolio: 30 % Gold 30 % aktiv gemanagte Vermögensverwaltungsfonds, die alle Anlageklassen abdecken und sich vor allem durch ShortStrategien vor fallenden Kursen schützen bzw. von diesen profitieren können, wie z.B. der Supernova Vermögensverwaltungsfonds (AT0000495593) 30 % Fremdwährungsmix aus USD, AUD, CAD, SGD, NOK, SEK Maximal 10 % bzw. die für den täglichen Bedarf notwendige Summe an Bargeld sollte derzeit in EUR gehalten werden.
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„Es ist schier unerträglich, wie durch immer neue Umgehungen der ursprünglich beschlossenen EU-Verträge die Lösung der europäischen Schuldenkrise mittels Staatshaftungen und Rettungsschirmen immer weiter in die Zukunft verschoben und Volksvermögen der Geberländer sinnlos vernichtet wird“, so Günter Minatti. Tatsächlich verstößt die EZB andauernd gegen den Artikel 123 der EU-Verträge, der die monetäre Staatsfinanzierung verbietet. Auch die jüngsten Vorschläge, den Rettungsschirm durch Hebelgeschäfte bis zu 8-fach zu vergrößern, zeigen die Bereitschaft der EU-Bürokraten, die Wirtschafts- und Währungsunion mit allen derzeitigen Konstruktionsfehlern, und damit auch ihre eigenen Jobs, ohne Rücksicht auf Verluste zu verteidigen. Dieselben Politiker, die noch vor kurzem diese gefährliche Finanzakrobatik verurteilt und für die Finanzkrise verantwortlich gemacht haben, sind nun plötzlich der Meinung, dass das Eingehen von gigantischen Schuldenrisiken die geeignete Strategie zur Bekämpfung der Krise sei. Die EU muss weitere Zahlungen an Griechenland sofort stoppen, da ein Schuldenerlass von 70–80 % früher oder später ohnehin unausweichlich ist. Griechenland ist in der Schuldenfalle gefangen und mathematisch nicht in der Lage, Zinsen zu bedienen, geschweige denn Rückzahlungen zu leisten. Ohne weitere Hilfszahlungen ist Griechenland Mitte Oktober zahlungsunfähig und gezwungen, den Staatsbankrott zu erklären. Mit weiteren Hilfszahlungen der EU wird Griechenland ebenfalls, von sich aus, die Zahlungsunfähigkeit erklären, weil die gesamte Bevölkerung und vor allen Dingen die Gewerkschaften die drastischen Sparmaßnahmen, die die Geberländer fordern, nicht hinnehmen werden. Griechenland wird aller Voraussicht nach vorübergehend zur Drachme zurückkehren müssen. Um die Wirtschaft wieder wettbewerbsfähig zu machen, muss die Drachme drastisch abgewertet und zusätzlich der sozialistische Wohlfahrtsstaat mit ca. 20 % Beamtenanteil entschlackt werden. Griechische Banknoten könnten beispielsweise über ein Wochenende eingefroren und die Eurobeträge zu einem fi xierten Wechselkurs in Drachmen getauscht werden. Diese „neue“ Drachme wird, bevor die Bürger Griechenlands ihr Erspartes in Sicherheit bringen können, stark abwerten (Minatti hält einen Wertverlust zwischen 50 und 70 Prozent für möglich). Dieses Szenario könne jederzeit, das heißt in den kommenden Tagen, Wochen oder Monaten, auf uns zukommen. Sollte mit Griechenland ein Präzedenzfall geschaffen werden, so werden Irland, Portugal, Italien und Spa-
nien unweigerlich folgen. „Wenn Griechenland keine Schulden mehr bezahlt, wird man keinen Politiker aus Portugal, Spanien, Irland und schon gar nicht aus Italien finden, der sich für den mit Blut, Schweiß und Tränen gepflasterten Weg einsetzen wird“, so Minatti. „Das Volk wird sich mit 100%iger Sicherheit für den leichteren Weg des Staatsbankrottes entscheiden und Zinsen nicht mehr bedienen und Schulden nicht mehr begleichen.“
Flucht aus dem Euro Sobald diese Entwicklung von den Investoren und Sparern wahrgenommen wird, wird eine gigantische Flucht aus dem Euro einsetzen. Ein Verhältnis von 1:1 zum USD ist wahrscheinlich. Mit dem Staatsbankrott sind auch die meisten Banken Europas insolvent und die EZB, als größte Bad-Bank der Welt, bankrott. Nichtsdestotrotz werden die Notenbanken das Finanz- und Bankensystem (versuchen zu) erhalten, indem sie so viel Geld drucken, wie die Banken zur Rekapitalisierung benötigen. Auch die bankrotte EZB wird mit frischem Kapital ausgestattet werden. Durch das Drucken von Geld steigt die Geldmenge unverhältnismäßig zum Angebot an Gütern und Dienstleistungen, sodass eine Hyperinflation vorprogrammiert ist und der Euro extrem an Kaufkraft verlieren wird.
„Point of no return“ bereits überschritten Für Minatti und Lechner ist der Point of no return bereits überschritten und dieser Weg unausweichlich. Gleich mehrere europäische Staaten stehen kurz vor dem Zusammenbruch und damit das gesamte globale Finanzmarktsystem. Als Lösung kommt für die Politik bis dato nur weiteres Schuldenmachen und das Drucken von frischen Banknoten im Überfluss einerseits und die Erfindung neuer beziehungsweise die Erhöhung bereits bestehender Steuern andererseits in Frage. Neue Steuern erfordern aber auch immer neue Beamte, die wiederum Kosten verursachen, welche durch neue Steuern gedeckt werden müssen. Diese Vorgehensweise führt direkt in die Planwirtschaft und zu totalitären Staatsformen (vgl. Friedrich August von Hayek, Road to Serfdom, 1944 – zu Deutsch: Der Weg zur Knechtschaft). Während die Geldmengenvermehrung zu Inflation führt und nichts anderes ist als ein heimtückischer Diebstahl an hart erarbeitetem und erspartem Vermögen, führen neue und höhere Steuern direkt zu Wohlstandsverlust.
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PRIMAGAZ verlagert Firmenstandort nach Kirchbichl in den E.3. Wirtschaftspark „Durch den neuen Standort haben wir die Möglichkeit, näher an unsere Kunden zu gelangen.“ Kerstin Büdel: Neben der optimalen Verkehrsanbindung sind natürlich die infrastrukturellen Gegebenheiten des Gebäudes und ausreichende Parkmöglichkeiten von hoher Bedeutung. Wer Top-Leistungen erzielen will, muss Top-Rahmenbedingungen vorfinden. Der E.3. Wirtschaftspark bietet für uns eine optimale Basis, weiterhin zu wachsen und zusätzlich Büros anzumieten. Der E.3. Wirtschaftspark bietet neben den flexiblen Büroeinheiten auch eines der am besten ausgestatteten Seminar- und Veranstaltungszentren im Tiroler Unterland. Welchen Nutzen ziehen Sie daraus? Kerstin Büdel: Abgesehen von den vielen Meetings und Besprechungen beabsichtigen wir, in Zukunft unsere jährlichen Schulungen in den Seminarräumen durchzuführen. Dadurch erhoffen wir uns, dass der Teamspirit im Unternehmen durch gemeinsame Veranstaltungen in der Zentrale gefestigt und noch weiter verstärkt wird.
E.3. Wirtschaftspark E.3. – das ist der neue Name für den Bürostandort, der direkt an der Autobahnabfahrt Wörgl-Ost liegt und im Mai 2011 eröffnet wurde. Das „E“ steht für „Europastraße“, in der sich der Wirtschaftspark befindet, und die „3“ ist eine Referenz auf die besondere Dreiecksform des Gebäudes sowie auf dessen Dreifach-Nutzung: Neben dem attraktiven Angebot als Bürostandort ist das Gebäude im Erdgeschoss eines der bestausgestatteten Seminar- und Veranstaltungszentren in der Region. Die flexibel mietbaren Büroeinheiten zwischen 20 m2 und 1.000 m2 sind für Kleinmieter ebenso geeignet wie für große Firmen, die sich im Tiroler Unterland ansiedeln möchten. Von den insgesamt 4.800 m2 sind bereits mehr als 3.000 m2 vermietet.
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Im Jahr 2010 entschied sich die Geschäftsführung der Primagaz Österreich, den Unternehmensstandort von Kitzbühel nach Kirchbichl in den E.3. Wirtschaftspark zu verlagern. Die optimale Verkehrsanbindung Kirchbichls und die die top Infrastruktur des E.3. Wirtschaftsparks waren zwei der ausschlaggebenden Punkte für den Umzug. Geschäftsführerin Kerstin Büdel über die Beweggründe für diese Entscheidung. Primagaz ist ein mittelständisches Unternehmen mit Hauptsitz in Tirol. Welche Vorzüge bieten Tirol und insbesondere Kirchbichl als Unternehmensstandort? Kerstin Büdel: Primagaz Österreich hat seit über 50 Jahren ihren Hauptsitz in Tirol. Die Entscheidung, den Hauptsitz weiterhin in Tirol zu haben, liegt vor allem in unserer regional verwurzelten Kunden- und Mitarbeiterstruktur begründet. Weiters haben wir durch unsere Niederlassungen in Kirchbichl, Enns und Frastanz die Möglichkeit, näher an unsere Kunden zu gelangen. Kirchbichl bietet außerdem eine optimale Verkehrsanbindung und eine sehr gute Infrastruktur. Welche Grundausstattung muss für Sie ein Bürogebäude haben und was schätzen Sie an Ihrem Geschäftsführerin neuen Firmensitz besonders? Kerstin Büdel
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Von der Spekulationsblase zum Staatsbankrott Für kurze Zeit sah es so aus, als ob Finanzmärkte und Realwirtschaft nach einer ausgestandenen Finanzkrise wieder zur Tagesordnung übergingen. Aber die erste globale Rezession seit 1945 hat tiefe Löcher in die Staatshaushalte gerissen. Nun droht zunehmend mehr Ländern ohne EU- und IWF-Hilfen der Staatsbankrott. Dieser Beitrag dokumentiert, wie sich die Krise von einer Nische des Finanzsektors auf den gesamten Finanzsektor und von dort auf Staaten und Steuerzahler verlagerte.
Text: Michael Kordovsky Foto: iStockphoto
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Im abgelaufenen Jahrzehnt platzten zwei spekulative Blasen, nämlich die IT-Bubble der „Neuen Märkte“ und NASDAQ (Baisse von März 2000 bis Oktober 2002) und die weltweite Immobilienblase (Preisverfall von 2006 bis 2009). Letztere hatte ihre Ursache in einer vorangegangenen Niedrigzinsphase. Vom 05.06.2003 bis 06.12.2005 hielt die EZB die Leitzinsen auf dem damaligen Rekordtief von 2,0 Prozent und in den USA wurden die Zinsen von 6,50 Prozent im Jahr 2001 bis zum 25.06.2003 auf 1,00 Prozent und den bis dahin niedrigsten Stand seit 1958 gesenkt, auf dem sie bis 30.06.2004 verharrten, ehe bis 29.06.2006 wieder ein Anstieg auf 5,25 Prozent erfolgte. Diese niedrigen Zinsen waren der Nährboden eines spekulativen Kontrastes zum Hightech-Boom der 1990er-Jahre. Was plötzlich zählte, waren Sachwerte in Form von Gold, diversen Rohstoffen und Immobilien. Insbesondere in
den Küstengegenden der USA, Irland, Spanien und auch Osteuropa stürzten sich Spekulanten auf Immobilien. Die Eigenheimpreise in den USA stiegen, gemessen am S&P-Case/Shiller Home Price-Index für 20 bedeutende Ballungszentren, von Jänner 2000 bis April 2006 um 12,2 Prozent p.a., ehe bis Mai 2009 ein Einbruch um 31,8 Prozent erfolgte. Banken und Hypothekarschuldner wogen sich in falscher Sicherheit. Die Kreditvergaberichtlinien wurden – nicht zuletzt unter Konkurrenzaspekten der Banken – zunehmend lockerer. Diese Entwicklung führte bereits ab 2005 selbst bei den Hypothekarkrediten für schlechteste Bonitäten, auch als Subprime-Kredite bezeichnet, zu einer Auflockerung der Vergaberichtlinien: 25 Prozent dieser Kredite sahen im Jahr 2006 in den ersten Jahren keinerlei Tilgung, sondern nur Zinszahlungen vor. Dies war im Jahr 2000 noch undenkbar. Die Hälfte der
finanz.tipp
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Kreditzusagen im Jahr 2006 (2000 weniger als ein Viertel) erfolgte auf Basis persönlicher Angaben zum Einkommen, deren Wahrheitsgehalt ungeprüft blieb. Doch die bereits stark erhöhten Leitzinsen und somit auch Kreditzinsen erschwerten zahlreichen schwächeren Schuldnern die Rückzahlung. Da sich das Volumen von US-Subprime-Hypothekarkrediten im Jahr 2006 auf 1200 Milliarden USDollar belief, ging von diesem Segment eine schwere Krise aus, die sich wie folgt ankündigte: • 4. Quartal 2006: Bereits 13,33 Prozent aller Subprime-Schuldner sind zahlungsunfähig • März/April 2007: Laut einer Analyse des Center for Responsible Lending sind zu diesem Zeitpunkt bereits 2,2 Millionen der zwischen 1998 und 2004 vergebenen über 6 Millionen Subprime-Hypothekarkredite geplatzt oder von einer drohenden Pleite betroffen und bei einem Fünftel der in den vorangegangenen 2 Jahren vergebenen Subprime-Wohnfinanzierungen stand eine gerichtliche Zwangsversteigerung bevor. Die ersten Hypothekenbanken, wie beispielsweise die am 2. April 2007 in die Insolvenz geschlitterte New Centure Financial, bekamen Liquiditätsprobleme. • Sommer 2007: Mehrere Hedge Funds gerieten unter Druck und an den Interbankenmärkten kam es zu massiven Vertrauensverlusten, die die Geldmarktzinsen und Ted-Spreads (Zinsdifferenz 3-Monats-USDollar-Libor u. 3-Monats-Treasury-Bills) emporschnellen ließen, bis die EZB eingriff und am 7. August bei einem regulären Tendergeschäft 292,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellte und in den darauffolgenden Tagen noch weitere Liquidität in die Märkte pumpte. Countrywide Financial, der größte Subprime-Hypothekenfinanzierer der USA, der 2006 20 Prozent aller in den USA vergebenen Hypothekarkredite finanzierte, musste sich Mitte August 2007 von 40 Großbanken 11,5 Milliarden Dollar leihen, um noch im letzten Moment eine Pleite zu verhindern. Per 1. Juli 2008 wurde die notleidende Hypothekenbank für 4,1 Milliarden US-Dollar von der Bank of America übernommen. Doch so richtig los ging es dann, als die ersten größeren (Investment-) Bankkonzerne und Kreditausfallversicherer unter Druck gerieten. Die Subprime-Hypothekarkredite wurden nämlich zur Refinanzierung der Hypothekenbanken in diverse überbesicherte Anlagevehikel wie beispielsweise collateralised debt obligations (CDOs) verpackt und an Banken und Hedge Funds weiterverkauft. Aufgrund der Überbesicherung erhielten diese Veranlagungen A- bis AAA-Ratings. Diese Ratings entsprachen retrospektive betrachtet jedoch nicht den tatsächlichen Ausfallrisiken. Klagen von Investoren gegen die großen Ratingagenturen wegen irreführender Bonitätsnoten folgten. Diverse ABSProdukte (asset backed securities) und Geldanlagekonstruktionen auf Subprimekredit-Basis waren nämlich der Dominostein, der eine Kettenreaktion in Gang setzte. Das Problem eines kleinen Nischenbereichs im Finanzsektor wanderte über diese Anlageprodukte hin zu den großen Investment- und Universalbanken. Gleichzeitig trübte sich infolge des Ölschocks das konjunkturelle Klima ein. Zunehmend mehr Kreditinstitute gerieten in Schwierigkeiten. Anleger flohen aus riskanten Assets wie Aktien, Hedge Funds, High Yield Bonds, Wandelanleihen, Corporate Bonds und Emerging Markets Bonds. Der Wertberichtigungsbedarf in den Bilanzen der Banken stieg und in großen systemrelevanten Instituten wurde massiv Eigenkapital vernichtet. Bankenpleiten und Zahlungsausfälle nahmen überhand und die Kreditausfallversicherer waren überfordert.
AWD Basisinvestmentstrategie – ein Konzept am Puls der Zeit Die aktuelle und rasante Entwicklung der Kapitalmärkte erfordert neue, der Zeit angepasste Strategien bei der Kapitalanlage. Bisher weit verbreitete Anlagestrategien wie „buy and hold“ sind bei den immer stärker auftretenden Kursschwankungen nur mehr bedingt geeignet, um nachhaltig positive Anlageergebnisse zu erzielen. Mithilfe der AWD Basisinvestmentstrategie wird durch den Einsatz von „Total-Return“-Strategien ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ertrag und Risiko wesentlich leichter erzielbar als durch klassische Anlagekonzepte. Bei diesem neuartigen Ansatz werden ein breit diversifiziertes Basisinvestment sowie je nach individueller Risikoneigung und Anlagehorizont entsprechende Satelliteninvestments sinnvoll kombiniert. Ziel ist es, von steigenden Aktienmärkten zu profitieren, ohne jedoch jede Talfahrt an den Börsen mitzumachen. Insbesondere die aktiv gemanagten Basisinvestments, bei denen je nach Börsensituation die Aktienquote rasch angepasst werden kann, tragen hier dazu bei, mögliche Kursausschläge an den Börsen zu dämpfen. Die Satelliteninvestments ermöglichen, die Renditechancen durch Auswahl aus den unterschiedlichsten Themenbereichen, Branchen und Regionen entsprechend zu erhöhen. Mit diesem modernen, flexiblen und individuell gestaltbaren Anlagekonzept sind Sie bestmöglich für die neuen Zeiten gerüstet.
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Wesentliche Höhepunkte der Finanzkrise 7. September 2008: Verstaatlichung der beiden größten Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac. 15. September 2008: Die viertgrößte US-Investmentbank, Lehman Brothers, beantragte mit Schulden in Höhe von 613 Milliarden US-
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Dollar Gläubigerschutz gemäß Chapter XI der amerikanischen Konkursordnung und die drittgrößte US-Investmentbank, Merrill Lynch, verkaufte sich in ihrer Notsituation an die Bank of America. 16. September 2008: Die Fed gewährte dem vom Konkurs bedrohten, einst weltweit größten Erstversicherungskonzern AIG einen Kredit von 85 Milliarden US-Dollar und übernahm im Gegenzug 79,8 Prozent der Anteile. Als Kreditausfallversicherer der Banken galt AIG als das Rückgrat des globalen Finanzsystems. Mittels Credit Default Swaps (CDS) konnten sich Banken bei AIG gegen Kreditausfälle versichern, was die Spekulationsfreude noch zusätzlich anheizte und 2008 zum Stolperstein wurde. Das Jahr 2008 riss bei AIG ein Loch von 99,3 Milliarden Dollar in die Bilanz, alleine davon 61,7 Milliarden im 4. Quartal. Vor allem die Lehman-Pleite sprengte den Rahmen des kalkulierten Risikos. Es erfolgte der Verkauf von Tochtergesellschaften und die amerikanischen Steuerzahler mussten mit 182 Milliarden US-Dollar einspringen, um dadurch das globale Finanzsystem vor dem Kollaps zu bewahren. 16. Oktober 2008: Zuvor verstaatlichte Island die drei größten Banken des Landes, deren Verbindlichkeiten auf ca. 900 Prozent des BIP anstiegen. Am 16. Oktober 2008 konnte dann die isländische Regierung eine fällige Anleihe der Glitnir Bank in Höhe von 750 Millionen US-Dollar nicht mehr zurückzahlen und kurz darauf folgte die Zahlungseinstellung für Kupons einer Anleihe der Kaupthing Bank. Ein Zusammenbruch Islands wurde noch im letzten Moment durch den IWF (Finanzhilfe von 2,1 Milliarden Dollar) und Hilfen der Länder Finnland, Dänemark, Norwegen und Schweden abgewandt.
Bankenkrise greift auf Staaten über Der Fall Island zeigte bereits die nächste Dimension der Krise, nämlich die Gefahr eines Staatsbankrotts, wenn die abzudeckenden Verluste der notverstaatlichten Banken die finanziellen Spielräume des Staates übersteigen. Dies war auch bei Irland der Fall, das Ende November 2010 noch im letzten Moment von IWF, EU-Kommission und Euroländern (EFSF) jeweils 22,5 Milliarden Euro an Krediten erhielt. Irlands Rekapitalisierungskosten für die Banken beliefen sich auf insgesamt 40,6 Prozent des BIPs. Zur Finanzierung wurde ein Teil dieses Betrags vom staatlichen Pensionsfonds entnommen. In Deutschland hat am 1. Oktober 2010 die der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) unterstellte FMS Wertmanagement als größte „Bad Bank“ des Landes von der Hypo Real Estate Holding AG und deren Tochterunternehmen und Zweckgesellschaften ein notleidendes Portfolio in Größenordnung von 173 Milliarden Euro übernommen. Der IWF beziffert das gesamte Volumen an Asset-Käufen mittlerweile auf 11,25 Prozent des deutschen BIP. Die direkten Nettokosten der Unterstützung des Finanzsektors in den Ländern USA, UK, Belgien, Deutschland, Irland, Niederlande und Spanien werden vom IWF auf insgesamt 1.270 Milliarden US-Dollar bzw. durchschnittlich 4,9 Prozent des BIP geschätzt, was diese Krise noch relativ günstig erscheinen lässt. Dennoch gerieten in der ersten Krisenwelle bereits die Länder Island, Ukraine, Lettland, Rumänien, Ungarn und im weiteren Verlauf Griechenland, Irland und Portugal an den Rand des Staatsbankrotts. Aber auch in mehreren solideren Euroländern, in Großbritannien und den USA explodierten die Staatsschulden. Sinkende Steuereinnahmen und höhere Sozialausgaben belasteten nämlich zusätzlich und zukünftig kommen auf solide Volkswirtschaften noch hohe Transferzahlungen zu.
Die Bilanz der Finanzkrise Kumulierte Staatsausagben zur Unterstüztung des Finanzsektors und Nettokosten der Finanzhilfe in % des BIP 2011* Direkthilfe
Recovery
direkte Nettokosten
Belgien Irland Deutschland Griechenland Niederlande Spanien UK USA
5,7 40,6 13,2 5,8 14 3 6,7 5,1
0,3 2,6 0,8 0,4 8,8 0,9 1,1 2
5,4 38 12,4 5,4 5,1 2,1 5,7 3,1
Durchschnitt in Mrd. USD
6,8 1.722
1,8 452
4,9 1.270
* seit Beginn der Finanzkrise, Quelle: IWF, „Fiscal Monitor, September 2011“
Euroraum Portugal Irland Italien Griechenland Spanien Belgien Deutschland Frankreich Niederlande Österreich UK USA Japan
Staatseinnahmen in % des BIP 2007 2010 45,2 44,4 41,1 41,5 36,8 34,6 46,4 46 40 39,1 41,1 35,7 48,1 48,9 43,8 43,3 49,6 49,2 45,4 45,9 48 48,3 41,3 40,3 33,9 30,9 31 30,6
Haushaltssaldo in % des BIP 2007 2010 –0,7 –6 –3,1 –9,1 0,1 –32,4 –1,5 –4,6 –6,4 –10,5 1,9 –9,2 –0,3 –4,1 0,3 –3,3 –2,7 –7 0,2 –5,4 –0,9 –4,6 –2,7 –10,4 –2,7 –10,3– –2,4 –9,2
Staatsschuldenquote in % des BIP 2007 2010 66,2 85,1 68,2 93 25 96,2 103,6 119 105,4 142,8 36,1 60,1 84,2 96,8 64,9 83,2 63,9 81,7 45,3 62,7 60,7 72,3 44,5 80 62,3 94,4 187,7 220
Erwartetes Wirtschaftswachstum in % 2007 2010 1,7 1,0 –2,0 –2,5 –0,2 0,2 0,7 0,4 –5,1 –2,2 0,7 0,6 2,4 1,6 3,0 1,6 1,7 1,3 1,9 1,3 2,8 1,6 1,2 1,6 1,6 2,0 –0,4 2,5
Quellen: Eurostat, Economist
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Anleihenmärkten Geld verlieren würden. Ähnliches würde sich auch in Spanien und Italien abspielen. Die Kernfrage ist dann, wie weit der Spielraum der einzelnen Staaten noch reicht, um systemrelevante Kreditinstitute zu retten. Eine deflationäre Kontraktion – ähnlich jener der Weltwirtschaftskrise – der 30er-Jahre wäre dann nicht mehr auszuschließen. Ihre Bilanz für die US-Volkswirtschaft zwischen 1929 und 1932 war verheerend:
Wirtschaftliche Eiszeit
• Das jährliche Bruttoinlandsprodukt fiel von 103,1 auf 58,0 Milliarden US-Dollar. • Die Arbeitslosenquote stieg von 3,2 auf 21,1 Prozent. • Die Warenpreise stürzten um 40 Prozent (Deflation!). • Über 5000 Banken mussten schließen.
Käme es aber alternativ zu einer Kaskade mehrerer Staatspleiten in Europa, würde dies den Konkurs zahlreicher Großbanken zur Folge haben, die bis dato noch als Financiers der betreffenden Staaten agierten. Es reicht eine einzige unkontrollierte Staatspleite, und die Kettenreaktion beginnt: Sobald Griechenland richtig zahlungsunfähig werden würde, wäre als nächster Schritt die Verstaatlichung mehrerer französischer Großbanken erforderlich, da diese massiv in griechischen Staatsanleihen investiert sind und auch in anderen Bond-Segmenten durch die dann einsetzende Panikwelle an den
Die „Softversion“ dieses Szenario wäre eine lange Periode des Schuldenabbaus, induziert durch massive Sparpakete. Die Kaufkraft der Bevölkerung wird für den Schuldendienst abgeschöpft und es würden – ähnlich wie in Japan – mehrere Jahrzehnte mit niedrigem Wirtschaftswachstum oder per Saldo sogar realem Nullwachstum bei minimaler Inflation bis hin zu leichter Deflation folgen. Diese wirtschaftliche Eiszeit wird – laut aktuellen Wachstumsprognosen der Volkswirte – spätestens 2012 beginnen.
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Griechenland steht kurz vor dem Staatsbankrott und auch Portugal muss für zehnjährige Laufzeiten am freien Kapitalmarkt bereits zweistellige Zinsen zahlen, weshalb eine hohe Abhängigkeit vom Rettungsschirm der Euroländer besteht. Nur noch schnelle Transferzahlungen der starken Euroländer können die drohenden Staatspleiten abwehren, was langfristig jedoch auch ihre eigene Fiskalposition schwächt. Rating-Downgrades zahlreicher einst solider Euroländer wie beispielsweise Frankreich und Belgien und in der Folge langfristig höhere Zinsen auf Staatsanleihenemissionen sind in einem Umfeld schwachen Wirtschaftswachstums bereits vorprogrammiert.
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S&P 500 Index aktueller Stand: 1.136,43 (–9,94 %)
Nasdaq Composite Index aktueller Stand: 2.483,23 (–6,39 %)
Eurostoxx 50 (Price) aktueller Stand: 2.026,03 (–27,46 %)
Nikkei 225 aktueller Stand: 8.560,26 (–16,31 %)
ATX aktueller Stand: 1.849,50 (–36,32 %)
DAX aktueller Stand: 5.196,56 (–24,84 %)
Gold-Crash, Dollaranstieg und Frankenschwäche – wer hätte dies gedacht? Die vergangenen 4 Wochen entsprachen völlig dem Motto der FebruarAusgabe „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt“. Die marktwirtschaftlich orientierte Schweizer Industrie sprach sich für Eingriffe in den Devisenmarkt zum Stopp der Frankenaufwertung aus und am 6. September wurde über Nacht eine neue Untergrenze im Währungspaar EUR/CHF von 1,20 festgesetzt, die dank massiver Interventionen und diverser Marktgerüchte über eine neue Untergrenze bei 1,25 bis dato gehalten hat. Die Flucht in den Franken hält ungehindert an. Indiz dafür: Seit dem 23. August weisen die wöchentlich emittierten Geldmarktpapiere des Schweizer Staates Negativzinsen auf. Trotzdem übersteigt die Nachfrage die zugeteilten Volumina um ein Vielfaches. Gleichzeitig tendiert – trotz des Rating-Downgrades für US-Staatsanleihen am 5. August – der US-Dollar gegenüber dem Euro fester, während die Gold- und Silberpreise wider Erwarten einbrachen. Gegen die Meinung des Mainstreams wiesen wir jedoch in der vorangegangenen eco.nova-Ausgabe darauf hin, dass im Zuge eines größeren Abschwungs der Aktienmärkte die Rohstoffpreise und sogar Gold und Silber massiv unter Druck geraten können. Tatsächlich hat der Goldpreis in der Woche bis zum Freitag, den 23. September 9,13 Prozent an Wert verloren. Auf Monatsbasis liegt das Minus sogar bei 9,81 Prozent. Noch härter traf es Silber, das binnen einer Woche 23,9 Prozent einbrach und Erinnerungen an das Platzen der Silberblase des Jahres 1980 weckt. Zahlreichen
Umlaufrenditen Staatsanleihen 10 Y*) Deutschland Österreich USA China Indien
1,76 % 2,55 % 1,88 % 4,02 % 8,48 %
Hedgefonds und Anlegern geht nach der erneuten Korrektur an den Aktienmärkten plötzlich das Geld aus. Da sie nach den jüngsten Margin-Anhebungen durch die CME für dieselbe Menge Gold und Silber bei Ihren Brokern wesentlich höhere Sicherheitsleistungen hinterlegen müssen, ist es nicht weiter verwunderlich, dass mit wachsenden Spekulationsverlusten, sinkender Risikofreude und wachsender Liquiditätspräferenz sich plötzlich die aufgestauten Korrekturpotenziale entladen. Schließlich wurde am 24. August von der CME die Initial-Margin pro Gold-Future-Kontrakt um 27 Prozent auf 9.450 US-Dollar angehoben, nachdem erst am 10. August eine Anhebung der Margins um 22 Prozent beschlossen wurde. Paradoxerweise fällt der Goldcrash genau in die kritische Entscheidungsphase der Euroländer über eine offizielle Staatspleite oder weitere Überbrückungskredite für Griechenland. Stark unter Druck stehen auch diverse Industrierohstoffe und europäische Aktien, während langlaufende Staatsanleihen mit guten Bonitäten, wie z.B. deutschen Bundesanleihen und US-Treasuries, nach dem jüngsten Höhenflug und Renditerückgang bereits eine spekulative Blase bilden, die zu platzen droht, sobald sich im Zuge des beginnenden Wirtschaftsabschwungs die fiskalen Rahmenbedingungen verschlechtern.
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Fazit: Der sicherste Hafen ist derzeit nur Bargeld – am besten griff bereit daheim im Tresor!
Währungen (Euro im Verhältnis zu ...)
Rohstoffe
EUR / USD EUR / CHF EUR / JPY EUR / AUD EUR / ZAR EUR / GBP
Gold Silber Öl (Brent Crude) Kupfer Holz Weizen
1,3497 (+1,56%) 1,2165 (–8,35 %) 103,35 (–4,61 %) 1,3731 (+5,12 %) 10,9322 (+24,21 %) 0,8678 (+0,75 %)
1.642,60 30,82 104,11 7.280,00 234,00 647,50
(+16,35 %) (+0,20 %) (+10,76 %) (–23,97 %) (–27,10 %) (–18,17 %)
*) Daten per 21.09..2011
Bund Future 137,76 (+9,91 %)
Performance seit 31.12.2010 | Stichtag: 23.09a.2011 Quellen: OnVista, eigene Recherche
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Aktienfonds mit Top-Dividende! Das Anlagekriterium „Dividendenrendite“ ist lange Zeit vernachlässigt worden. Zu Unrecht, gelten Unternehmen mit hoher Dividendenrendite doch als substanzstark und langfristig erfolgreich. Ihre Aktien haben vergleichsweise defensiven Charakter. Grundsätzlich wird die Attraktivität einer Aktie in starkem Maße von der Dividendenhöhe bestimmt.
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Unternehmen mit einer hohen Dividendenrendite zeichnen sich u. a. aus durch: • eine höhere Kapitaldisziplin: Die Dividende ist ein fester Bestandteil des jährlichen Budgets. Dieser Teil des Gewinns steht dem Unternehmen nicht mehr für Investitionen zur Verfügung. Investitionsentscheidungen müssen also mit begrenzten Mitteln getroffen werden. Damit ist der Anspruch an die Rendite einer Investition höher. • geringere Schwankungen des Aktienkurses: Die Attraktivität einer Aktie wird maßgeblich auch von der Dividende bestimmt. Im langfristigen Durchschnitt stammt rund die Hälfte des Gesamtertrages einer Aktienanlage aus Dividendenzahlungen. Diese können kursstabilisierend wirken und damit ein Aktieninvestment berechenbarer machen. Setzen Sie auf Kurschancen und regelmäßige Erträge aus Dividendenausschüttungen, z.B. mit Aktienfonds! Nach den jüngsten Kurskorrekturen an den internationalen Börsen kann unter Umständen gerade jetzt ein günstiger Zeitpunkt für einen (Wieder-)Einstieg in den Aktienmarkt sein, z.B. mit ausgewählten Aktien fonds.
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Auto & Motor
Frisch und dynamisch Mit dem neuen CX-5 läutet Mazda die neue Zoom-Zoom-Generation ein. Das frische Design demonstriert Rasse und Vitalität. Mazda nennt diese komplett neue Formensprache KODO, sinngemäß: die Seele der Bewegung. Dabei verpackt die chice Hülle auch ein Bündel an technischen Innovationen – neue Motoren, Getriebe, Fahrwerke und Karosserien, die allesamt eines zum Ziel haben: Sie so sicher und bequem wie möglich voranzubringen. Dazu setzt Mazda auch beim Fahrspaß und der Umweltverträglichkeit neue Standards.
Innovativ und individuell Der BMW 1er präsentiert sich auch in der zweiten Generation als Inbegriff für Fahrfreude, Effizienz und PremiumQualität im Kompaktsegment. Zusätzlich überzeugt die Neuauflage mit einem erweiterten Raumangebot und spürbar optimiertem Fahrkomfort. Überragende Sportlichkeit garantieren der in dieser Fahrzeugklasse einzigartige Hinterradantrieb und Vierzylinder-Motoren mit BMW-TwinPowerTurbo-Technologie. Für einen ausdrucksstarken Auftritt sorgen das sportlich-elegante Design und die neuen BMWLines Sport und Urban, die eine gezielte Individualisierung ermöglichen. Ebenfalls einzigartig in der Kompaktklasse: optionales Achtgang-Automatikgetriebe, Auto-Start-StopFunktion, ECO-PRO-Modus über serienmäßigen Fahrerlebnisschalter aktivierbar, das vielfältige Angebot von BMW ConnectedDrive einschließlich neuer, im BMW 1er erstmals vorgestellter Systeme wie Speed-Limit-Info mit Überholverbotsanzeige und Spurverlassenswarnung mit Auffahrwarner. Im Design kommt der Generationswechsel auch optisch zum Ausdruck. Die modellspezifische, jugendlich-frische Ausstrahlung wird in der aktuellen Formensprache stilvoll und hochwertig interpretiert. Präzise modellierte Karosserieoberflächen und moderer, funktioneller Innenraum unterstreichen den Premiumcharakter. Der Einstieg in die 1erReihe beginnt mit dem BMW 116i ab 24.950 Euro.
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Exklusiv, effektiv, exakt Seit Bestellstart im Juni sorgt der neue Opel Astra GTC in der Klasse der Kompaktcoupés für Furore. Dabei glänzt er nicht nur durch seine klaren Lichtkanten und schwungvollen Linien. Im Gegensatz zu vielen anderen Coupés, die lediglich eine dreitürige Variante ihrer fünftürigen Pendants darstellen, ist der Astra GTC wie schon sein Vorgänger ein eigenständiges Modell innerhalb der Opel-Produktfamilie. Die Ingenieure wollten ein Auto entwickeln, das dem Fahrer ein direktes Gefühl zur Straße vermittelt. Punktlandung!
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Auf die sanfte Tour Die dritte Generation der M-Klasse von Mercedes-Benz überzeugt vor allem mit ausgezeichneter Energieeffizienz. Im Durchschnitt konsumiert die neue Flotte 25 Prozent weniger Kraftstoff als die Vorgängermodelle. Verbrauchschampion ist der ML 250 BlueTEC 4MATIC, der sich mit einem NEFZVerbrauch von 6,0 l/100 km (158 g CO2/km) begnügt und mit einer Tankfüllung bis zu 1.500 Kilometer weit reisen kann. Zudem besticht der ML durch neue Fahrwerkentwicklungen und innovative Fahrdynamik- und Sicherheitssysteme, die sowohl den Fahrspaß wie die Fahrsicherheit weiter erhöhen. Trotz der gestiegenen Ausstattungsumfänge bleiben die Preise der ML-Flotte im Vergleich zum Vorgänger nahezu unverändert und beginnen bei rund 55.000 Euro. Zur Markteinführung der neuen M-Klasse gibt es zudem das limitierte Sondermodell Edition 1, das unter anderem ein AMG-Sport-Paket Exterieur bietet und durch ein besonders exklusives Interieur überzeugt (ab 66.500 Euro).
Mit 48 Jahren ist der Porsche 911 Carrera jünger denn je: Die völlig neu entwickelte Generation der Sportwagen-Ikone tritt mit einer flach gestreckten Silhouette, spannungsgeladenen Flächen und präzise gestalteten Details ins Rampenlicht und bleibt doch auf den ersten Blick unverkennbar ein 911. Ganz in der Tradition des Elfers drückt die unverwechselbare Porsche-Formensprache mit ihren Sehnen und Muskeln Kraft und Eleganz aus. Seit Generationen Maßstab seiner Klasse, legen der neue 911 Carrera und der 911 Carrera S die Messlatte bei Performance und Effizienz noch einmal höher. Alle Versionen kommen mit deutlich weniger als zehn Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer aus. Im Vergleich zum Vorgänger sinken Verbrauch und Emissionen um bis zu 16 Prozent. Erreicht wird dies unter anderem durch Systeme und Funktionen wie Auto-Start-Stopp, Thermomanagement, Bordnetzrekuperation, das weltweit erste Siebengang-Schaltgetriebe und – in Verbindung mit dem PorscheDoppelkupplungsgetriebe (PDK) – durch das so genannte Segeln. Die neue elektromechanische Servolenkung bietet nicht nur Porsche-typische Präzision und Rückmeldung, sondern leistet ebenfalls einen Beitrag zur Effizienzsteigerung und Verbrauchsreduktion.
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Bruno König, Motorredaktion
Großer Erfolg für die IAA 2011 Kürzlich ging sie zu Ende, die 64. Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt. Zurück bleibt ein neuer Besucherrekord mit 928.000 Besuchern an zehn Tagen, was einem Zuwachs von zehn Prozent gegenüber 2009 entspricht und beweist, dass das Interesse am Auto nach wie vor groß ist. Interessant war auch, dass die elektrisch betriebenen Fahrzeuge zwar sehr wohl und auch umfangreich gezeigt wurden, das Interesse gegenüber 2009 jedoch deutlich abgenommen hat. Kleine aufgeladene leistungsstarke Motoren mit geringem Verbrauch sind derzeit angesagt. Es ist also davon auszugehen, dass die 64.IAA wieder einmal ein Innovationsfeuerwerk gezündet hat. Anregungen und Kommentare bitte an koenig@econova.at
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Selbstbewusst Der i30 ist das erste Hyundai-Modell mit komplett europäischem Stammbaum und kommt nun mit einem flotten Facelift daher. Nach wie vor geprägt durch das dynamische Erscheinungsbild, besteht er aus kraftvollen, muskulösen Formen und markant verlaufenden Linien. Geändert hat sich der Verbrauch, der deutlich gesenkt werden konnte. Zu haben ab rund 15.500 Euro.
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Neuauflage der Sportwagen-Ikone
Gutaussehender Alleskönner Zuckten die Fans der Coupés und Sportwagen früher allein schon beim Wort „Kombi“ erschreckt zusammen, scheint diese Zeit nun vorbei zu sein. Heute gibt es nämlich Kombis, die nicht nur schön, sondern auch schnell und überaus nützlich sind. Der neue 5er Touring von BMW zählt definitiv dazu.
Text und Fotos: Bruno König
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Der blau-weiße Automobilproduzent darf sich schon seit vielen Jahren über den großen Erfolg seines 5ers freuen. Egal ob als Limousine oder Touring. Beide Varianten kommen bei den Kunden sehr gut an und zählen zur Benchmark bei den Premiumherstellern in der oberen Mittelklasse. Sind es insgesamt gesehen vorwiegend Fahrzeuge, die ihre Kraft an die Hinterachse abliefern, so sind es im alpinen Raum zunehmend Modelle mit Allradantrieb, die das Kürzel „xDrive“ in ihrer Typenbezeichnung tragen. Darüber hinaus ist sie richtig schön geworden, die vierte Generation des 5ers. Klassische Eleganz gepaart mit moderner Linienführung beherrscht sein Erscheinungsbild. Das lässt den BMW nicht nur kraftvoll und dynamisch wirken, sondern auch überaus sportlich. Dass sein Design sehr gut ankommt, beweist auch die Auszeichnung mit dem „iF Gold Award“.
Die lang gewölbte Motorhaube, die kurzen Überhänge, eine gestreckte Seitenansicht und das dynamisch abfallende Heck geben dem Touring Harmonie in der Linienführung. Durch die in die Breite gezogenen Rücklichter, die größere Scheibe und die weiten Radläufe wirkt das Heck zudem sehr dynamisch. Eine große Klappe hat er noch obendrauf. 560 Liter beträgt das reguläre Kofferraumvolumen. Das ist ein Plus von 60 Litern. Mit umgeklappten Rücksitzen (Verhältnis 40-20-40) legt die ebene Ladefläche nochmal bis maximal 1.670 Liter zu. Das ist ein Plus von 20 Litern zum Vorgänger.
Qualität der allerersten Sahne Der Innenraum präsentiert sich äußerst hochwertig, geborgener kann man sich in einem Fahrzeug kaum fühlen. Die belederten Komfortsitze sind bequem und lassen sich individuell einstellen.
Traum-Triebwerk Als einer der Besten – wenn nicht der Beste ßberhaupt – präsentiert sich im 5er der Drei-Liter-SechszylinderDiesel. Laufruhe, Kraftentfaltung, Drehmoment und Effizienz ßberzeugen auf ganzer Linie. Es gibt wohl kaum ein Triebwerk, das ähnlich kraftvoll und im Verhältnis so sparsam mit Treibstoff umgeht wie BMWs
Drei-Liter-Diesel. Das maximale Drehmoment von 560 Nm steht bereits ab 1.700 Umdrehungen an. In Kombination mit der neuen Acht-Gang-Automatik und dem xDrive-Allradantrieb wird das Fahren zum reinsten VergnĂźgen. Kraft und Durchzug stehen in jeder Fahrsituation ausreichend zur VerfĂźgung. ĂœberholmanĂśver machen richtig SpaĂ&#x; und der Motor klingt – obwohl Diesel – richtig sportlich. Die exzellente Fahrwerksabstimmung mit der im Adaptive Drive enthaltenen Wankstabiliserung bĂźgelt nicht nur fast alle StraĂ&#x;enunebenheiten aus, sondern fĂźhlt sich auf kurvigen StraĂ&#x;en mit engen Kehren saugut an.
Facts BMW 530d xDrive Touring
Mit dem neuen 5er ist BMW ein kleines MeisterstĂźck gelungen. Er kann eigentlich alles, sieht blendend aus, hat ausreichend Platz, macht richtig SpaĂ&#x; beim Fahren und sehr effizient.
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Motor: 3,0-Liter-Sechszylinder-Dieselmotor mit Turboaufladung Leistung: 190 KW / 258 PS Drehmoment: 560 Nm bei 2000 U/min Beschleunigung: 6,3 sec von 0–100 km/h Spitze: 245 km/h Verbrauch: 7,4 Liter Testverbrauch auf 100 km Preis: ab 50.300 Euro (523i), ab 62.700 Euro (530d xDrive)
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Die skurrilsten Fahrzeuge auf der 64. IAA in Frankfurt Vor kurzem fand in Frankfurt die 64. Internationale Automobilausstellung statt. Die IAA ist mit ihren über 1.000 Ausstellern und den mehr als 100 automobilen Weltpremieren die wichtigste Fachmesse weltweit. Heuer stürmten 928.000 interessierte Besucher die Messehallen, was einen Zuwachs von zehn Prozent gegenüber 2009 bedeutet. Neben den neuen Modellen, die gezeigt werden, bringen zahlreiche Hersteller auch ihre Zukunftskonzepte mit nach Frankfurt, um sie einer großen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir haben hier die skurrilsten Fahrzeuge zusammengestellt.
Text und Fotos: Bruno König
1) BMW i8 Concept BMWs Ausblick auf eine elektrische Zukunft. Die beginnt bereits im Jahr 2013, wenn der i8 Concept, ein dynamischer Sportwagen, anrollt. Mit seinem Plug-in-Hybridkonzept vereint er einen Verbrennungsmotor mit einem Elektroantrieb.
2) Cadillac Ciel
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Der 5,17 Meter lange Gran Turismo zeigt, wo das Design der in den letzten Jahren arg gebeutelten amerikanischen Traditionsmarke in Zukunft hingehen soll. Statt scharfer Kanten der aktuellen Modelle trägt er nun organischere Formen und sanftere Schwünge.
3) Volvo Concept you Volvo will mit dieser Limousine mit einer neuen Art der Mensch-Maschine-Kommunikation überzeugen: Die Bedienung der sonst bekannten Schalter- und
Tastenansammlung erfolgt größtenteils über ein Smart-Pad. Die Infos werden durch ein Head-upDisplay an die Frontscheibe projiziert.
4) Peugeot Der Innenraum des 508 RXH leuchtet doppelt. Mit seiner serienmäßig zweifarbigen Einrichtung soll er der Monotonie den Garaus machen. Farbdisplay, Navigationssystem, schallisolierte, getönte Seitenscheiben und Panorama-Glasdach sollen zur Serienausstattung gehören.
5) Land Rover DC100 Irgendwann musste es ja kommen, dass der seit Jahrzehnten nahezu unverändert in Serie produzierte Land Rover Defender abgelöst wird. Der DC100, wie die Studie heißt, soll 2015 auf den Markt kommen.
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6) Seat IBL
11) Audi Urban Concept
Das IBL-Concept lässt sich nicht so einfach im großen Portfolio des VW-Konzerns einordnen. Denn unterm Blech steckt mutmaßlich nicht wie bei der aktuellen Seat-Mittelklasse Exeo ein (alter) Audi A4, sondern das Audi-A3-Concept. Doch auch wenn die optische Verwandtschaft zum Ingolstädter klar ist, fährt der Seat in einer anderen Liga.
Für Schutz gegen den Fahrtwind sorgt ein fl aches, umlaufendes Fensterband. Der Einstieg erfolgt nicht über das nach hinten verschiebbare Dachmodul, sondern durch schräg nach oben öff nende Flügeltüren. Zwei Varianten sind geplant: Spyder und Coupé.
7) Bugatti Veyron Grand Sport L‘or Blanc Das teuerste Serienauto der Welt mag selbst manchem Sportwagen-Fan allzu exotisch erscheinen, wie der Bugatti Veyron. Der rund eine Million Euro (netto) teure Supersportwagen mit 1001 PS schaff t eine Spitzengeschwindigkeit von über 407 km/h.
Wir schreiben das Jahr 2025: Der F125 wird sauber mit Brennstoffzellentechnik angetrieben, fährt 1.000 Kilometer ohne Tankstopp, schaff t 220 km/h, lässt sich in Alltagssprache, durch Gesten oder Berührungen Befehle erteilen und sieht dabei auch noch umwerfend aus.
8) Chevrolet Miray
13) KIA GT
Der kompakte und offene Zweisitzer soll an einen Kampfjet erinnern. Flügeltüren, kantige Seitenschweller und Spoiler sowie hinten 21-Zoll-Räder unterstreichen das aggressive Aussehen. Versenkbare Heckkameras fahren automatisch aus der Seitenscheibe.
Der koreanische Hersteller zeigte mit dem GT ein Concept-Car der besonderen Art. Das viertürige Sport-Coupé besticht mit einer äußerst dynamischen Linie und verbindet den Coupé-Charakter mit den Vorzügen einer Limousine.
9) Ford Concept Evos
14) VW Buggy up
Die Studie soll einen Ausblick auf die Designphilosophie künftiger Ford-Modelle geben und läutet damit eine neue Ära nach „Kinetic“ ein.
Als eine Art Strandmobil namens Buggy Up fährt das Concept Car ohne Dach, Seitenwände und Türen. Zu den Serienchancen dieser Studien machte VW noch keine Angaben.
10) Citroën Tubik Das Konzept Tubik soll Mobilität, Komfort und Umweltfreundlichkeit vereinen. Vorbild für den zigarrenförmigen Neunsitzer ist der klassische Wellblech-Bus Citroën H, der von den 40er- bis 80er-Jahren das französische Straßenbild prägte.
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12) Mercedes F125
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15) Renault Concept Captur Der Captur sieht nicht nur sportlich aus, er soll noch dazu mit einem multivariablen Heck überzeugen. Highlight: die integrierte Hängematte im Innenraum.
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Text und Fotos: Bruno König
Ein (fast) perfekter Kombi Volkswagen versteht es nahezu in Perfektion, neue Modelle ihren Kunden so zu präsentieren, dass sie in hoher Anzahl Käufer finden. Überraschungen sind dabei jedoch kaum zu erwarten. Dies gilt auch für den neuen Passat Variant.
S-uper D-iesel Mini hat erst kürzlich mit dem Coupé sein mittlerweile fünftes Modell an den Start geschickt. Schon seit 2010 gibt es den Countryman, nun aber mit erstarktem Dieselantrieb und bissigen 143 PS.
Die Mini-Verantwortlichen haben nun eine „Schippe nachgelegt“, wie die Deutschen es betiteln würden. Neben den Benzinmotoren und dem 112 PS starken Diesel bieten die Bayern nun auch den leistungsgesteigerten Selbstzünder mit 143 Pferdchen im größten aller Minis, dem Countryman, an. Das sind nicht nur beachtliche 31 zusätzliche PS, sondern mindestens genauso viel zusätzlicher Fahrspaß, ohne jedoch einen Nachteil dabei zu haben. Denn der kräftige Diesel geht mit dem Treibstoff fast genauso knausrig um wie die schwächere Variante. Was so viel heißt, dass der über vier Meter lange Mini samt seinem All4-Allradantrieb gerade mal sechs Liter zu sich nimmt. Dafür stehen aber 305 Nm Drehmoment parat, die den „großen Mini“ flott und souverän über die Straßen bewegen. Das Tollste am Countryman jedoch ist, dass er sich trotz seiner nicht gerade bescheidenen Ausmaße wie ein Mini fährt. Trotzdem polarisiert er recht stark, da er für viele einfach etwas zu groß geraten ist.
Innen und drinnen Obwohl der Kofferraum mit 350 Liter Fassungsvermögen recht klein geraten ist, finden vier erwachsene Personen ausreichend Platz. Der Countryman ist ja auch ein echter Viersitzer, denn durch die Mitte verläuft die sogenannte „Center-Rail“ eine Schiene, auf der sich Handyhalterung, Getränkebecher oder Brillenetui befestigen lässt. Die Sitze, und zwar alle vier, sind hervorragend und langstreckentauglich. Das Fahrwerk ist betont sportlich – Mini-like – und verschafft besonders dem Fahrer viel Fahrspaß. Da reicht schon der Anblick einer kurvigen Bergstraße, um ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. In Kombination mit dem in Steyr gebauten spritzigen SD-Triebwerk, dem Allradantrieb und dem großzügigen Platzangebot wird der Countryman zu einer echten Alternative eines braven Biedermanns.
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Die wichtigsten Modelle, wie zum Beispiel den Golf, hat VW über die Generationen zu einer immens hohen Perfektion gebracht. Überraschungen bei Design und Erscheinungsbild sind dabei meist keine zu erwarten. Dies erscheint auf den ersten Blick zwar langweilig, beim zweiten Mal Hinsehen jedoch steckt auch eine Philosophie dahinter. VW- Stammkunden lieben nämlich diese Beständigkeit und Tradition der Wolfsburger Entwicklungsarbeit. Dies schlägt sich Monat für Monat in den aktuellen Zulassungsstatistiken deutlich nieder. Volkswagen führt dieses Ranking schon seit Jahrzehnten stets mit großen Abstand an. Diese Taktik scheint man auch beim neuen Passat zu verfolgen. Kaum Überraschungen, sehr hoher Wiedererkennungswert und braves, solides und leicht überarbeitetes Design.
Perfektion im Detail Falls hier etwas negativ klingen sollte, ist dies absolut nicht beabsichtigt. Im Gegenteil, der Passat Variant bietet eine beeindruckende Qualität und Perfektion bis ins Detail. Außerdem ist es ein großer Vorteil, wenn man sich im neuen Modell rasch wieder zurechtfindet, weil es einem aus dem Vorgänger schon bekannt ist. Und das Schwärmen geht noch weiter: ausgewogenes Fahrwerk, langstreckentaugliche Sitze, exakte Lenkung und der kräftige und dennoch sparsame 2,0-TDI-Motor. Dieser ist zwar kein Leisetreter, zeigte dafür im Test aber auch keine Schwächen und gab sich trotz zügiger Fahrweise mit rund sieben Litern auf 100 km zufrieden. Das Erscheinungsbild des Passat folgt nun auch der strengen Linienführung der aktuellen VW-Modellpalette. Keine Spielereien, keine Schnörkel oder Ähnliches. Alles wirkt gerade, sauber und ordentlich, ja fast schon kühl und übertrieben sachlich. Die Entscheidung, einen Passat zu kaufen, wird deshalb wohl eher gut überlegt im Kopf als schnell und emotional im Bauch fallen. Er ist halt ein Auto der Vernunft und das ist gut so. Dazu wird er von Generation zu Generation immer noch besser und ist schon jetzt ein (fast) perfektes Auto. Auch der Grundpreis von rund 28.000 Euro geht völlig in Ordnung. Jedoch ist die 30.000er-Grenze mit wenigen Extras schnell überschritten.
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Die gesamten Testberichte sowie alle Daten und Fakten lesen Sie online unter www.eco-mobil.at
Der neue Jaguar XF 2,2 Diesel ist der sparsamste Jaguar aller Zeiten und wird ab 47.900 Euro angeboten
Sparsamster Jaguar aller Zeiten Diese bewegen den gut 1.800 kg schweren XF recht flott und ermöglichen ihm einen Verbrauchswert von nur 5,4 Liter auf 100 km laut Werk. Zu dieser noblen Zurückhaltung trägt neben dem effizienten Triebwerk samt Start-Stopp-System auch die Getriebeautomatik bei. Das serienmäßige Achtstufengetriebe sortiert die Gänge blitzschnell und ruckfrei. Mitsamt reichhaltiger Serienausstattung ist der Einsteiger XF nun um deutlich unter 50.000 Euro zu haben. Damit wird Jaguarfahren nicht nur preislich interessant, sondern auch wirtschaftlich.
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DIE NEUE FORM DER EFFIZIENZ
RANGE ROVER SPORT – verfeinerte Motorenarchitektur für reduzierten Verbrauch und weniger CO2-Emissionen – 8-Stufen-Automatik mit manueller Gangwahl per Drehregler oder über Schaltwippen – Dual View-Touchscreen
DER RANGE ROVER SPORT
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Symbolfoto
RANGE ROVER SPORT /
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Jaguar war ja bis dato nicht unbedingt dafür bekannt, sparsame Autos anzubieten. Doch Zeiten ändern sich, auch bei Herstellern von Luxusfahrzeugen. So bieten die Briten nun im aktuellen XF einen 2,2-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor an. Dieses Triebwerk besticht einerseits mit tollen Werten wie etwa 450 Nm Drehmoment, 8,7 Sekunden auf 100 und 225 km/h Spitze und verhilft andererseits dem XF zum Titel „sparsamster Jaguar aller Zeiten“. Der 2,2-Liter-Biturbo-Motor stammt aus der Zusammenarbeit mit Peugeot/Citroën und leistet 190 PS.
Luxus & Trends
Funktionssofa BRIOL
Stuhl-Tisch-Kombi JALIS
Loungesessel SHRIMP
Sofalige FOSSA
Für die schönste Zeit des Tages ... Urlaub gilt als schönste Zeit des Jahres. Für die schönste Zeit des Tages hat COR besondere Möbel entwickelt: das Funktionssofa Briol, die Stuhl-Tisch-Kombination Jalis, den Loungesessel Shrimp und die Sofaliege Fossa. Letztere beiden wurden zur imm 2011 auf Anhieb mit dem „interior innovation award“ ausgezeichnet. Mit Polstergruppen wie Kaja, Quant und Rawi haben Alfed Kleene & Gabriele Assmann unser Wohngefühl in Wohlgefühl verwandelt. Wer diesen Zustand vertiefen will, streckt sich entspannt auf Briol aus, versinkt in behagliche Polsterflächen und genießt die Leichtigkeit des Seins. Der sanft geschwungene Rücken lässt sich mühelos verstellen. Werden die seitlichen Kissen nach vorn geschwenkt und ausgezogen, verwandeln sie sich in Fußstützen, die Liegefläche vergrößert sich. Aufsteckbare Kopfstützen erhöhen den Komfort. Auch optisch bildet das Vollpolstermöbel einen Ruhepol. Durch ausgewo-
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gene Proportionen, die auf Stahlkufen ruhen, wirkt das ausladende Sofa fast schwerelos.
Schützende Schale „Jeder soll die Idee verstehen und sich geborgen fühlen“, so beschreibt das Designerduo Jehs+Laub seinen drehbaren Loungesessel Shrimp. Dessen typische Konturen entstehen aus einer federnden Formholzschale mit seitlichen Einschnitten, ähnlich wie bei einem Schalentier. Der Entwurf ist ebenso ästhetisch wie funktional gelungen. Rücken, Kopf und Arme werden angenehm gestützt, wenn man tiefer in das weiche Innere gleitet. Kombiniert man Sessel und Hocker, entsteht eine bequeme Fläche zum Ausstrecken.
Fliegende Kissen, schwebende Balken Formgleiche Stühle, mit oder ohne Armlehnen, eine filigrane Tischplatte und Untergestelle aus Holz oder Metall bilden 2011 eine ganze Modellfamilie der vom Orient inspirierten Polstermöbelgruppe Jalis. Die Grund-
form: ein fliegendes Kissen. Wird es gefaltet, entstehen Sitzflächen, Rücken und Armlehnen. Schöner Kontrast: filigran wirkende Unterkonstruktionen, die an einen Schwebebalken erinnern sollen.
Steckprinzip Liege, Couch oder Sofakombination? Nebeneinander, parallel oder über Eck gestellt? Aurélien Barbry greift die einfachen Dinge des Alltags auf und fragt: „Wie kann man sie anders machen?“ Dabei ist ein Sitzmöbel entstanden, das sich mit ein paar Handgriffen verwandeln lässt. Die Vertiefungen im Rücken und an den Seiten von Fossa (lat. Gräben) erlauben es, Kissenpolster genau dort einzusetzen, wo man sie haben möchte. Oder sie werden als Ablagen genutzt, für Bücher, Zeitschriften und Accessoires. > COR gesehen bei möbel schrammel, Viaduktbögen Innsbruck, www.schrammel.com
Schweizer Unikat Die „Chesa Pirani“, erbaut 1750, ist ein Patrizierhaus in La Punt im Engadin. Heute zählt das denkmalgeschützte Haus zu den besten Restaurants der Schweiz. Auf rund 40 Sitzplätzen, verteilt in vier Original Engadiner Arvenholz-Stuben, bieten Daniel Bumann und sein kleines Team seit 1995 je nach Jahreszeit Produkte allerhöchster Qualität. Im Buch „Einfach Bumann“, erschienen bei Collection Rolf Heyne, gibt der Spitzenkoch einen Einblick in sein Tun. > 240 Seiten, 48 Rezepte, 180 Fotos, EUR 59,70
Für das Holunderblütenparfait: 1 Ei, 2 Eigelbe, 50 g Kristallzucker, 30 g Holunderblütensirup, 200 ml steif geschlagener Rahm Für die gebrannte Safran-Honig-Creme: 125 ml Vollmilch, 10 g feine Speisestärke, 2 Eigelbe, 25 g flüssiger Honig, 1 Msp. Safranpulver, 20 g Puderzucker Für den Mürbeteig: 330 g Weizenmehl (Type 405), 165 g kalte Butterwürfel, 100 g Puderzucker, 1 Prise Salz, 1 Ei, getrocknete Erbsen zum Blindbacken Anrichten: etwas flüssige dunkle Kuvertüre, etwas Puderzucker Für das Parfait das Ei und die Eigelbe mit dem Zucker in eine Metallschüssel geben und über einem warmen Wasserbad cremig schlagen. Die Metallschüssel anschließend auf ein Eiswürfelbad setzen und die Creme kalt schlagen. Dann den Holunderblütensirup in das EiZucker-Gemisch rühren. Zuletzt den geschlagenen Rahm unterheben. Die Parfaitmasse in Förmchen füllen und gefrieren lassen. Für die Safran-Honig-Creme die Milch in einen Topf geben und aufkochen. Die Maisstärke in etwas kaltem Wasser anrühren und die heiße Milch damit binden. Dann die Eigelbe und den Honig einrühren. Zuletzt den Safran hinzufügen und die Creme beiseitestellen. Für den Mürbeteig das Mehl auf eine Arbeitsplatte sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die kalten Butterwürfel am Rand der Mulde entlang verteilen. Den Puderzucker, das Salz und das Ei in die Mulde geben und alles mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und 30 Minuten kalt stellen. Den Mürbeteig dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und Kreise (12 cm Durchmesser) ausstechen. Diese Teigkreise in 4 gefettete und mit Puderzucker bestäubte Tarteletteförmchen (10 cm Durchmesser) legen. Die Böden mit getrockneten Erbsen bedecken und im auf 180 °C vorgeheizten Backofen 7–8 Minuten blind backen. Die Tarteletteböden dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Die Safran-Honig-Creme gut aufrühren und auf die Tarteletteböden streichen. Die Oberflächen mit Puderzucker bestäuben und abflämmen. Anrichten: Das Holunderblütenparfait aus den Förmchen auf 4 Teller stürzen und mit den Tartelettes anrichten. Die Teller kunstvoll mit der flüssigen Kuvertüre verzieren und mit Puderzucker bestäuben.
Warm, seidig und limitiert Angesichts des großen Erfolges der BeoVision-10-Familie lanciert Bang & Olufsen Chanterelle – eine limitierte Edition des BeoVision 10-46 in einem neuen Farbton. Der Aluminiumrahmen ist in einem warmen, seidig-glänzenden Braun gefertigt und wird durch gleichfarbige BeoLab-6002-Lautsprecher perfekt ergänzt. Der Farbton von Chanterelle wurde von David Lewis‘ Design Studio entwickelt. „Ausgangspunkt war der BeoVision 10, dessen Design und Farbgebung für ‚Hightech‘ steht. Mit Chanterelle haben wir ein Produkt entwickelt, das vom skandinavischen Interieurdesign inspiriert ist – von Materialien wie beispielsweise Möbel und Fußböden aus Massivholz in warmen Farbtönen. Die Designsprache von Chanterelle ist von organischem Minimalismus, sanften Formen und natürlichen Materialien geprägt“, erklärt Torsten Valeur vom Design Studio David Lewis. Mit einer weltweit limitierten Auflage von 500 Stück stellt Chanterelle eine Sonderedition dar, wobei jeder einzelne Fernseher auf der Rückseite eine Gravur mit der limitierten Seriennummer trägt. So viel Exklusivität hat auch ihren Preis: Um 8.790 Euro ist Chanterelle der Ihre, den Lautsprecher BeoLab in gleicher Couleur (nur erhältlich in Kombination mit dem Fernseher) gibts um 1.520 Euro. Pro Stück. > B&O erhältlich bei IQ Tec, Innsbruck & Imst, www.iq-tec.at
Im Bett mit Zirben, Schafen und Kamelen Handgemacht – ein besonderes Qualitätsmerkmal. Neuerdings auch für Kopfkissen. Gesehen bei Uta und Volker Heinz in der Wildschönau, die sich schon seit Jahrzehnten mit „gesundem Schlafen und Wohnen“ auseinandersetzen und dabei großen Wert auf das richtige Kissen legen: Sie nehmen persönlich Maß bei ihren Kunden und passen den Kopfpolster individuell an Größe, Körperbau und Schlafgewohnheiten an. Bei der Füllung kann gewählt werden: SchafSchurwolle, Naturlatex, Bio-Baumwolle, Kapok, Biodinkel oder Hirsepelz. > Infos: www.tirolernaturschlaf.at
Perlenschau
Ausgezeichnet
Noch bis 22. Oktober zeigt Juwelier Leitner in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße die aktuellsten Interpretationen hoch modischer Perlen und Edelsteinketten von Schoeffel. Lassen Sie sich verzaubern!
wein.pur zeichnete kürzlich die besten Blaufränkisch & Rotweincuvées des Landes aus. Mit dabei und mit „exzellent“ bewertet: der Phoenix 2008 und Fabian DAC 2008 des Weingutes Reumann! www.weingut-reumann.at
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HOLUNDERBLÜTENPARFAIT MIT GEBRANNTER SAFRAN-HONIG-CREME
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Daniel Ribis (rechts) mit Andi Kollwentz, einem österreichischen Blaufränkisch-Winzer
Edle Tropfen zu herbstlichen Köstlichkeiten Die Erntezeit ist wieder vorbei. Da und dort liegt der Duft von gebratenen Kastanien in der Luft. Ein sicheres Zeichen dafür, dass die Törggelezeit wieder Einzug gehalten hat. In diesen Tagen kommen auch auffallend häufig Wildspezialitäten auf den Teller. Mit der Frage nach dem richtigen Wein zu Wild, aber auch für alle anderen Anlässe, wendet man sich am besten an einen der Tiroler Weinhändler.
Text: Paul Salchner Fotos: Ribis, iStockphoto
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Es ist wieder Törggelezeit. Trotzdem möchten Sie nicht den um diese Jahreszeit für viele typischen Ausflug nach Südtirol unternehmen? Kein Problem: Man kann es sich auch in den eigenen vier Wänden gemütlich machen und zuhause törggelen. Was braucht es dazu? Nicht viel. „Wer es ganz klassisch haben möchte, wie in Südtirol um diese Jahreszeit üblich, kommt natürlich um Kastanien und Gerstensuppe nicht herum. Dazu serviert man die typischen Südtiroler Törggeleweine Lagrein oder Kalterer See. Das ist die kulinarische Seite. Man sollte sich zudem zuhause eine gemütliche Atmosphäre schaffen, vielleicht mit etwas Kerzenlicht, und ein paar nette Leute einladen, mit denen man gerne zusammen ist“, empfiehlt Daniel Ribis von der Vinoribis Privatkellerei in Neustift im Stubaital. Er absolviert gerade die Ausbildung zum Weinakademiker in Rust (Burgenland), einer der bedeutendsten Ausbildungsstätten in Sachen Wein. Regionale Produkte boomen, deshalb setzt Ribis einen Schwerpunkt bei österreichischen Weinen. Natürlich sind auch internationale Tropfen zur Genüge vertreten, etwa von einem Weingut aus Washington. Das
ist eine kleine Besonderheit, denn der Großteil der bei uns erhältlichen amerikanischen Weine stammt aus Kalifornien.
Zum Anlass passender Wein Natürlich lässt sich ein herbstlicher Abend zuhause mit Freunden kulinarisch auch abseits von Kastanien und Gerstensuppe gestalten. Der Wahl der Speisen und Menüs sind kaum Grenzen gesetzt. Doch welcher Wein passt zu welcher Speise, zu welcher Jahreszeit und zu welchen Gästen? Nach einem kurzen Nachdenken könnte man vielleicht zum Schluss kommen: „Das dürfte doch wohl nicht so schwer sein.“ „Nun ja, irgendeinen Wein auszuwählen, ist sicher nicht schwer. Doch es gibt so viele Dinge, die man berücksichtigen muss. Ich denke zum Beispiel nur an die Frage, wie eine Speise gewürzt ist, oder auch, ob sie eher fetthaltig ist. Im zweiten Fall gilt die Grundregel, dass man dazu einen Wein mit relativ frischer Säure serviert“, gibt Ribis zu bedenken. Er ist einer von vielen Tiroler Weinhändlern, die über das entsprechende Fachwissen verfügen, um die Kun-
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„Wichtig ist, dass der Kunde die Weinhandlung seines Vertrauens mit der richtigen Flasche Wein für den jeweiligen Anlass wieder verlässt.“
Rezepttipp Gebratener Hirschrücken mit Hagebuttensauce
Daniel Ribis
Zutaten für zwei Personen
Optimaler Begleiter zum Wild Essen Sie gerne Wild? Nein, lieber ruhig und gemütlich. So lautet ein Witz. Beides kann man im Herbst gut kombinieren, denn in diesen Tagen findet man häufig Wildbret auf den Speisekarten der Lokale, und dass es gemütlich wird, dafür kann man selbst Sorge tragen. Gerne wird auch zuhause einmal ein klassischer Reh- oder Hirschbraten mit dunkler Sauce sowie mit Blaukraut und Preiselbeeren serviert – einfach köstlich. „Generell bin ich offen für Neues, aber dazu schmeckt ein ausdrucksstarker Rotwein einfach am besten. Zu den wichtigsten heimischen Sorten gehören hier der kräftig ausgebaute Blaufränkisch, aber auch der Zweigelt. International gesehen sind es die Sorten Cabernet Sauvignon und Merlot. Durch das für diese Weine typische Röstaroma in Verbindung mit einem hohen Tanningehalt eignen sie sich hervorragend, um mit kräftigen Gerichten, wie es Reh- oder Hirschbraten sind, mithalten zu können. Ein leichter, tanninarmer, also gerbstoffarmer Wein würde dabei untergehen“, erklärt Ribis. Ganz anders gestaltet sich die Wahl des Weines bei Wildgeflügel: „Dieses weist einen relativ hohen Fettgehalt auf. Hier empfiehlt sich zum Beispiel ein leichtfüßiger Pinot Noir.“
Vorzüge des Herbstes genießen Wenn das Törggelen und die Wildbretzeit Einzug gehalten haben, wird einem unmissverständlich klar, dass der Sommer in seinen letzten Zügen liegt. Die warme Jahreszeit ist vorbei und damit auch die lauen Abende, an denen man draußen auf der Terrasse bei einem fruchtigen, spritzigen Glas Sommerwein sitzen konnte. Doch nur weil jetzt der Sommer vorbei ist, muss man auf dieses Vergnügen nicht verzichten. Wenn man aber nicht gerade skandinavische Vorfahren hat, die den kühleren Temperaturen ohne mit der Wimper zu zucken trotzen, wird man sich wohl doch nach drinnen begeben. „Besonders an einem verregneten Herbsttag ist es urgemütlich bei einem Glas Wein in der wohlig warmen Wohnung oder im Haus. Sehr beliebt sind Burgundersorten wie Chardonnay, dessen Aromatik von Ananas und Banane geprägt ist. Durch den mehrmonatigen Ausbau, also die Reifung in Barriques, kommen noch würzige Noten und deutliche Röstaromen von Vanille und Kaffee dazu“, erläutert Weinexperte Ribis.
Hirschrücken sauber zuputzen, Abschnitte für die Sauce beiseite geben. Den Rücken binden und mit Olivenöl, Lorbeer, zerdrückten Wacholderbeeren, Rosmarin, Thymian und Pfeffer gut einreiben. Drei Stunden ziehen lassen. Den Hirschrücken salzen, auf allen Seiten scharf anbraten und bei 170° ca. 25 min im Ofen fertig braten. Wildjus Abschnitte vom Hirschrücken 1 EL Olivenöl 50 g Schalotten oder Zwiebeln 50 g Sellerie 1 Karotte 50 g Lauch 1 EL Tomatenmark 1/8 l Rotwein 1/16 l Orangensaft 1 EL Preiselbeeren 2 Wacholderbeeren Pfefferkörner Lorbeerblätter Thymian, Rosmarin Abschnitte vom Hirschrücken in Olivenöl hellbraun anrösten, das würfelig geschnittene Gemüse kurz mitanrösten, tomatisieren, Preiselbeeren dazugeben und mit Rotwein und Orangensaft aufgießen. Wacholder, Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Thymian und Rosmarin beigeben und so lange reduzieren lassen, bis fast keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist. Mit ca. einem Liter Wasser aufgießen, ein wenig salzen und zwei Stunden leicht köcheln lassen. Durch ein feines Sieb passieren. Hagebuttensauce 1 rote Zwiebel 10 g Butter 1 EL Zucker 4 cl Rotwein 2 cl Portwein 15 g Hagebuttenpüree ¼ l Wildjus Salz, Pfeffer Rote Zwiebel fein schneiden und in Butter kurz anschwitzen, mit Zucker etwas karamellisieren und mit Rotwein und Portwein ablöschen, einreduzieren lassen, mit Wildjus aufgießen, Hagebuttenpüree dazugeben, salzen und pfeffern, einreduzieren. Als Zuspeise eignen sich zum Beispiel Speck-Grießknödel und Kürbisgemüse.
Weintipp:
Durch die kräftige und leicht süßliche Soße in Verbindung mit der Würze der Hagebutten bietet sich als Weinempfehlung ein kräftiger Blaufränkisch an. Die spätreifende Rebsorte mit ihrer tiefgründigen Waldbeer- und Kirschfrucht, ihrer kräuterigen Würze und der elegant mineralischen Struktur bietet einen harmonischen Gegenpart zu diesem anspruchsvollen Gericht.
Dieses Wildrezept wurde freundlicherweise von Alexander Hosp, Küchenchef im Schlosshotel Fiss, zur Verfügung gestellt. www.schlosshotel-fiss.com
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den dahingehend zu beraten, dass sie die Weinhandlung mit der richtigen Flasche wieder verlassen.
400 g Hirschrücken (mit oder ohne Rippenknochen) Olivenöl zum Braten 1 Zweig Thymian 1 Zweig Rosmarin 5 Wacholderbeeren 4 Lorbeerblätter Salz, Pfeffer aus der Mühle
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Weihnachten Silvester 2011 Weihnachten ist ein sehr persönliches Fest und besonders in der Adventszeit möchte man mit der Familie, Freunden und Kollegen bei gutem Essen und Wein beisammen sein. Das Europa Stüberl im Grand Hotel Europa bietet dazu den passenden Rahmen – ein außergewöhnliches Ambiente, hervorragendes Essen und eine individuelle, persönliche Gestaltung, ganz nach Ihren Wünschen.
Adventsdinner im Europa Stüberl
Gerne berät Sie das Team des Grand Hotel Europa bei der Gestaltung Ihrer ganz persönlichen Weihnachtsfeier, empfiehlt Ihnen Künstler und erstellt ein unverbindliches Angebot. Cornelia Langer, Tel.: 0512/5931-965 oder banquet@grandhoteleuropa.at
Grand Hotel Europa Südtiroler Platz 2 6020 Innsbruck www.grandhoteleuropa.at
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Jeden Donnerstag im Advent lädt das Europa Stüberl zu einem festlichen Weihnachtsmenü zum Fixpreis von 49 Euro pro Person. Der Abend beginnt mit einem prickelnden Aperitif, anschließend verwöhnt Sie die Küche mit einem saisonalen 4-Gänge-Menü, begleitet von drei Weinen, Mineralwasser und Kaffee und untermalt mit angenehmer Musik. Genießen Sie einen unterhaltsamen Abend mit Ihrer Familie, mit Freunden oder (Arbeits-)Kollegen und stimmen Sie sich ein auf die stimmungsvollste Zeit des Jahres.
Ihrer Feier dabei einen äußerst glanzvollen Rahmen, aber auch alle anderen Räumlichkeiten lassen kleine Gruppen eine kurze Auszeit vom Alltag nehmen. Genießen Sie kurzweilige Stunden im Adler-Salon (bis 16 Personen) und zelebrieren beim Nostalgiedinner längst vergessene Zubereitungsarten; die traditionelle Alte Stube (bis 15 Personen) mit ihren 200 Jahre alten Holztäfelungen sorgt für eine behagliche Atmosphäre oder dinieren Sie gediegen im Theresien-Salon (bis 20 Personen).
Feiern, wo Sie möchten Weihnachtsfeier ganz persönlich Daneben richtet das Grand Hotel Europa auch gerne Ihre ganz persönliche Weihnachtsfeier aus – unabhängig von der Größe der Gesellschaft, von traditionell-rustikal bis elegant. Das außergewöhnliche Ambiente des denkmalgeschützten Barocksaales gibt
Die haubendekorierte Küche können Sie übrigens genießen, wo immer Sie möchten, denn der GrandHotel-Catering-Service richtet Ihre ganz persönliche Feier auch gerne in Ihren (Büro-)Räumlichkeiten aus und verwöhnt Sie dort in gewohnter Europa-StüberlQualität.
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Rezepttipp
von Thomas Grander, Grander Restaurant/Wattens
Mehr von Thomas Granders Kochkünsten erleben Sie hautnah in seinem gleichnamigen Restaurant in Wattens – morgens, mittags und abends oder bei einem der exklusiven Events.
Events im Grander Restaurant: 17. Oktober bis 5. November: Wildbretwochen 22. Oktober: Düfte des Orients
• Forellentatar auf Schwarzbrotcroutons • Zutaten für 4 Personen 4 Stück Forellenfilet | 2–4 Stück Spargel | 1 Salatgurke | Meersalz Marinade 500 ml Olivenöl | 1 Limette | 1 Knoblauchzehe | Petersil, Basilikum, Dill Sardellenmayonnaise 2 Dotter | Weißweinessig | 1 TL Pommery-Senf | 5 Sardellenfilets | Basilikum | Traubenkernöl Zubereitung Forellenfilet in Meersalz wälzen und 1 ½ Stunden marinieren lassen, anschließend abspülen und mit Marinade 12 Stunden marinieren.
29. Oktober: Cooking with Tamer Kacer (Souschef von Christian Bau, 3 Michelin-Sterne) 11. November: traditionelles Martinigansl 12. November: Studio-54-Party mit DJ 31. Dezember: Silvesterbrunch von 10 bis 16 Uhr, abends Galadiner
Denken Sie schon jetzt an Ihre Weihnachtsfeier und reservieren Sie rechtzeitig!
Sardellenmayonnaise Alle Zutaten bis auf das Öl zu einem feinen Brei mixen. Tropfenweise das Öl beirühren und zur Mayonnaise aufschlagen. Forelle,Spargel und Gurke in kleine Würfel schneiden und mit Sardellenmayonnaise vermengen. Schwarzbrotcroutons 4 Tage altes Brot ganz dünn in Scheiben schneiden und in Olivenöl hellbraun rösten und auf ein Küchenpapier gut abtropfen lassen. Auf den Brotcroutons das Tatar mit Hilfe eines kleinen runden Keksausstechers (4 cm Durchmesser) anrichten und mit gekochtem Wachtelei und Dill dekorieren.
Dr.-Felix-Bunzl-Straße 6 6112 Wattens Tel.: 05224/52626 info@grander-restaurant.at www.grander-restaurant.at
V. l.: Martin Heigl (A. Gottardi) mit Katja Künssberg (Direktorin des Hotel Astoria in Seefeld), Sommelier Gerhard Schmutz und Hilde Petteck (F&B)
im Gespräch Bauen in Beziehung setzen Unter diesem Titel lud die Hypo Tirol Bank zur Ausstellung in die Zentrale am Bozner Platz. Insgesamt wurden 25 Schautafeln mit integrierten Videos zu den verschiedenen Möglichkeiten des Bauens im ländlichen Raum gezeigt.
A.-Gottardi-Außendienstmitarbeiterin Mag. (FH) Simona Kuntner mit „Phantommeister“ Walter Kirnbauer und Winzer Gerhard Pfneisl
Die Hypo-Vorstände Markus Jochum und Johann Kollreider (li. und re. außen) mit Hermann Holzknecht, Architekt Peter Knapp, Ulrich Kapferer und Daniela Ortner (beide Land Tirol/Dorferneuerung) sowie HypoAufsichtsrat Wildfried Stauder
Cassina-Zeitreise bei Wetscher
„Hausherr“ Martin Wetscher mit Arno Ritter, Kommissär der kommenden Architektur-Biennale und Leiter des aut
Markus Langes-Swarovski mit Freundin
Designjournalistin und Buchautorin Ulla Rogalski (kam extra aus Berlin angereist) mit Cassina-Repräsentantin Doris Sturm
Künstler Alois Schild mit Ehefrau Brigitte
Standesgemäß eröffnete das Fügener Möbelhaus Wetscher seine neue Sonderausstellung der Edelmarke Cassina: In den altehrwürdigen Gemäuern des Wetscher Braukellers wird mit den Möbelklassikern von Le Corbusier Designgeschichte der Extraklasse gezeigt. Mit dabei neu aufgelegte Möbelklassiker des großen Bauhaus-Architekten, dem Wetscher mit der bemerkenswerten Ausstellung Tribut zollt, die Ende September unter den Augen von viel Prominenz eröffnet wurde. > www.wetscher.com
Winzerriege national, v. l.: Josef Schmid, Michaela Haas (Weingut Allram), Ludwig Hiedler und Peter Philipp von der Domäne Wachau
Besuch aus der Nachbarschaft: Mario Noggler (DTV), Claudia Urban und Frank Silberberger (DTV)
An diesem Abend nicht „unter Druck“: Markus Mair, Karin Mair und Michael Lerchster (Tiroler Repro)
Start in die neue Weinsaison
Funkelnde Augen bei Tiroler Marketern Der grüne Riese der Swarovski Kristallwelten öffnete Anfang September für die Mitglieder des Tiroler Marketingclubs seine Tore. Über 40 Mitglieder waren der Einladung von Geschäftsführer Andreas Braun gefolgt und begaben sich auf die Suche nach der Anziehungskraft des Kristalls. Entdeckt wurde die faszinierende Marketingwelt rund um den Mythos und Zauber von Swarovski.
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Seit vielen Jahren startet Gottardi mit einer ganz besonderen Weinverkostung in die neue Saison. Und auch heuer hielt man an der Tradition fest. Anfang September war es wieder so weit und das Who is who der nationalen und internationalen Weinkunst fand sich im Gottardi-Stammhaus im Herzen Innsbrucks zum Stelldichein zusammen. Insgesamt waren 29 Weinproduzenten angereist, um den Freunden von Sankt Urban ihre besten Tropfen zu präsentieren.
15 Jahre Fruchthof ... und alle feiern mit. So konnte Geschäftsführer Heribert Lenz zum Jubiläum im September neben zahlreichen Kunden auch viel Prominenz begrüßen. Mit dabei: Vertreter von Stadt und Land in Form von Patrizia Zoller-Frischauf, Hannes Gschwentner und Christoph Kaufmann oder ART-Direktorin Johanna Penz mit Lebensgefährten Peter Jenewein.
Neues Zuhause für Honda bei Auto Moriggl: Florian Lantos, Hansjörg Winkler, Marco Stütz und Philipp Lantos (v.l.)
Feierlich eröffnet Mit einem Tag der offenen Tür und zahlreichen Gästen wurde Anfang Oktober die größte BFI-Bezirksstelle in Kufstein neu eröffnet. Ab sofort erwarten die Kursteilnehmer topausgestattete und moderne Lehrräume am Arkadenplatz 4. Im Bild, v. l.: AK-Präsident Erwin Zangerl, Roswitha Waldegger (Leiterin BFI-Tirol-Bezirksstelle Kufstein) und Bürgermeister Martin Krumschnabel
Honda kommt zu Moriggl Nach mehreren Monaten Händlersuche wurde Honda nun doch fündig. Das Autohaus Moriggl wird ab sofort die japanische Marke an der Haller Straße in ihr Angebot aufnehmen. Peugeot bleibt auch in Zukunft an beiden Moriggl-Standorten bestehen. Die Geschäftsführer Florian und Philipp Lantos freuen sich über den Zuwachs und sehen in Honda die perfekte Ergänzung zum bestehenden Angebot.
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Fotos: Andreas Friedle
Lieben Sie Überraschungen? Der neue Hyundai Gelungenes Design und revolutionäre Ausstattung sorgen für Begeisterung, Lifestyle und Oberklassefeeling! Den neuen Hyundai i40 gibt es jetzt schon ab € 23.990,-*. Bei Leasing ab € 199,-/Monat.° Leistbarer Luxus - jetzt bei Ihrem Hyundai Partner Probe fahren! * € 1.000,- Umweltprämie im Preis bereits berücksichtigt. Benzinmotoren mit 135 PS und 177 PS sowie Dieselmotoren mit 116 PS und 136 PS lieferbar. Symbolabbildung. Aktion/Preis gültig bis auf Widerruf, gilt nur für Fahrzeuge auf Lager. ° 36 Monate Laufzeit, Anzahlung, Restwert, etc. finden Sie auf unserer Homepage www.hyundai.at.
CO2: 113 - 179 g/km, NOx: 11 - 157 mg/km, Verbrauch: 4,3 l Diesel - 7,7 l Benzin/100 km
5 Jahre Werksgarantie und 5 Jahre Mobilitätsgarantie ohne Kilometerbegrenzung
eco.nova 103
Leuchtendes Jubiläum Mit 300 international geladenen Gästen feierte MK Illumination Anfang September seine 15-jährige Erfolgsgeschichte. Heimische Prominenz aus Wirtschaft und Politik genoss nebst Kunden, Partnern und Mitarbeitern einen ausgelassenen Abend im passend festlich beleuchteten Rahmen. > www.mk-illumination.com Marcus Wild, Thomas Mark, Klaus Mark, Christine Oppitz-Plörer, Karl Handl und Anton Pertl
Marketing-Director Stefan Isser, Creative-Director Carla Rumler, Markus Langes-Swarovski, Julia Ronacher und Andreas Braun, Geschäftsführer der d.swarovski tourism services gmbh
Foto: RMS/Fischer
Die kreativen Köpfe hinter Swarovski Innsbruck: hinten die Künstler Erwin Redl und Thomas Feuerstein mit Architekt Daniel Süß, vorne Stefan Isser, Architekt Hanno Schlögl und Andreas Braun
Prof. Dr. Klaus Henselmann, Prof. Dr. Lucien Jaffré, Univ.-Prof. Dr. Rudolf Steckel und Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer
Tagung zur Finanzkrise Eine hochkarätige Veranstaltung der internationalen Organisation Association des Formations Européennes a la Comptabilité et a l‘Audit, kurz A.F.E.C.A., setzte sich kürzlich in Innsbruck im Rahmen einer Podiumsdiskussion u. a. mit der aktuellen Finanzkrise auseinander. Mit dabei: 14 europäische und 1 amerikanische Universität. Ziel ist, Studenten mit der speziellen Ausrichtung auf Bilanzierung und Wirtschaftsprüfung eine intensive Auseinandersetzung mit internationalen Entwicklungen in den Fachgebieten zu ermöglichen.
V.l.: Hermann Obwexer (Hotel Rauter), Guntram Jäger (GF Jäger Bau GmbH) und Bgm. Dr. Andreas Köll (Matrei i. Osttirol) Foto: Jägerbau
Tourismusimpuls Ein Tourismusprojekt, das aus reinen Freizeitwohnsitzen besteht, ist einmalig in Tirol. Realisiert wird dieses von Jäger Bau im Zentrum von Matrei in Osttirol. Der Name: AlpinPark Matrei. Das „Dorf im Dorf“ mit traditioneller Architektur in einer parkähnlichen Gartenanlage mit Swimmingpool bietet im ersten Bauabschnitt 25 Luxus-Ferienwohnungen, im zweiten nochmals 11 Appartements. Der Spatenstich ist erfolgt. > www.jaegerbau.com
Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer mit Stefan Isser und Landerätin Patrizia ZollerFrischauf
Glanzvoller Abend Nach knapp 8-monatiger Umbauzeit eröffnete Swarovski Innsbruck Ende August seine neu gestalteten Räumlichkeiten im Herzen der Altstadt. Mit dabei: Rund 400 geladene Gäste, die sich sowohl von den Kunstinstallationen als auch der kristallinen Architektur beeinruckt zeigten. > www.swarovski.com/innsbruck
Nach 7 kommt die 8 LHStv. ÖKR Anton Steixner und DI Wendelin Juen überreichen der Gärtnerei Floristik Bernhart den Goldenen Spaten zur Gärtnerei des Jahres 2011
Gärtnerei des Jahres „In den letzten Jahren hat sich bei der Bewertung der Tiroler Gärtnereien immer wieder gezeigt: Die Nase haben jene vorn, die ihre Kunden durch Qualität und Fachkompetenz überzeugen“, so LH-Stv. ÖR Anton Steixner. Heuer punktete dabei ganz besonders die Gärtnerei Bernhart aus Telfs, die kürzlich den Titel „Gärtnerei des Jahres 2011“ verliehen bekam. > www.AMTirol.at
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Das verflixte siebte Jahr hat Jörg Tschoner mit seinem Rosseo schon hinter sich. Deshalb lud er im August zur Acht-Jahres-Feier in sein Lokal. Hunderte Gäste und Freunde folgten seiner Einladung und ließen den Abend zu einem echten Erfolg werden. Natürlich wurde auch fleißig für einen guten Zweck gesammelt, in diesem Fall für Wings for Life. Dadurch konnte Jörg Tschoner an Heinz Kinigadner 4.000 Euro übergeben. Von oben: Freute sich über die großzügige Spende: Heinz Kinigadner von Wings for Life konnte 4.000 Euro von Jörg Tschoner in Empfang nehmen. Clemens Rainer, Christina König, Carina Fink, Martin und Elisabeth Rainer, Paul Fink (v.l.) Thomas Schroll, Peter Wolfram und Michael Prachensky (v.l.)
www.lavilla.tv
Willkommen im Paradies Charmante Damen und edler Komfort verwandeln ein paar Stunden in unvergessliche Augenblicke. Genießer und Verspielte werden gleichermaßen fündig.
Unvergleichliche Frauen. Unvergessliche Nächte. Lassen Sie sich überraschen von der Vielfalt unserer bezaubernden Damen. Das La Villa lässt Träume in Erfüllung gehen. Unsere Erotikfeen internationaler Herkunft freuen sich auf Ihren Besuch und begleiten Sie gerne stilvoll durch die Nacht.
Neu in Telfs: Jeden Freitag und Samstag ab 16:00 Uhr: Grillabend
LaVilla Telfs - Bease-Buam-Weg 5 - 6410 Telfs, Tirol - T: ++43 (0)5262 / 66616
LaVilla Wörgl - Wörgler Boden 1b - 6300 Wörgl, Tirol - T: ++43 (0)5332 / 77200
Der Eintritt in eine lustvolle Traumwelt.
www.lavilla.tv
im.gespräch Tue Gutes und rede darüber
Dr. Alois Schellhorn, GF Markthalle und Spartenobmann Handel, Herbert Peer, Netzwerkkoordinator „Tirol hilft“, LABG Klaus Gasteiger und Mag. Lucas Krackl, GR Stadt Innsbruck (v.l.)
Ellen Mayer-Vons, Obfrau Lebenshilfe Tirol-Innsbruck Land, mit Gatten Rudi und Mag. Sabina Seeber, Veranstaltungsmanagement Lebenshilfe Tirol (v.r.)
Letzte Vorbereitungen fürs Jubiläums-Grillfest: Koch Peter Thyrauer und LebenshilfeKlientin Emine Reis
Nach einer Woche Training präsentierten die Kids ihr Zirkusshow Foto: Raiffeisenbank Seefeld
Zirkusprojekt 100 Kids zwischen 6 und 14 Jahren konnten Ende August eine Woche lang Zirkusluft schnuppern und lernten alles, was Artisten können müssen. Das Projekt der Raiffeisenbank Seefeld in Zusammenarbeit mit dem deutschen Kinderzirkus „Circus Soluna“ war aber mehr als Ferienunterhaltung, denn es brachte darüber hinaus Tiroler Kinder mit Flüchtlingskindern aus Afghanistan und Tschetschenien zusammen. Somit wurden nicht nur die körperlichen Fähigkeiten der Kinder erweitert, sondern auch soziale Kompetenzen.
Georg Matzak, Fachbereichsleitung Arbeit, Lebenshilfe Tirol, Jörg Pfister, Restaurantleiter Lunchhaus, und Mag. Paul Barbist, Geschäftsführer Lebenshilfe Tirol gem. GmbH (v.l.)
Das engagierte Lunchhaus-Service- und Küchenteam mit Restaurant-Fachfraulehrling Judith Baier (li. stehend) Text & Fotos: Renate Linser-Sachers
Lebenshilfe bittet zu Tisch im Landhaus 2 Mit der Übernahme des Gastronomiebetriebes im Landhaus 2 durch die Lebenshilfe Tirol war ein Meilenstein in Sachen Inklusion und Integration vollzogen worden. Nun konnte der erste Geburtstag des „Lunchhauses“ und damit das erfolgreiche Konzept gefeiert werden, Menschen mit Behinderung ein bemerkenswertes Qualifizierungsangebot und die damit verbundene Förderung ihrer beruflichen Perspektiven zu schaffen. Die Gäste erwartet ein gesundes, ausgewogenes Mittagsbuffet in modern adaptierten Räumlichkeiten. Ein Ort mit viel Atmosphäre, der zum Geschäftsmeeting ebenso einlädt wie zum entspannten Relaxen mit Freunden. Öffnungszeiten: Mo.–Do. 8–17 Uhr, Fr. 8–14.30 Uhr, www.lunchhaus.at
„Wir möchten mit dem pianozifreind-Stipendium einem blinden oder sehbehinderten Menschen, der sich für Musik begeistert, einfach eine besondere Freude machen und ihm den Zugang zu diesem Instrument ermöglichen.“
„ich freue mich, diese Aufgabe wieder zu übernehmen, und danke Dietmar Graff für sein großes Engagement.“ Prof. Klaus Guggenberger, 57 neuer TBSV-Obmann Foto: TBSV/Pichler
Alexandra Zifreind
Kostenloses Klavier
Sparkassenstiftung hilft
Neuer Obmann beim TBSV
Das Klavier zählt zu den faszinierendsten Instrumenten überhaupt. Der Tiroler Blinden- und SehbehindertenVerband stellt nun in Kooperation mit dem renommierten Tiroler Klavierfachbetrieb pianozifreind dem 14-jährigen Felix Pix ein Jahr lang ein solches kostenlos zur Verfügung – regelmäßiger, auf seine Bedürfnisse abgestimmter Unterricht inklusive. www.meinklavierhaus.at
Die Privatstiftung der Sparkasse InnsbruckHall, Tiroler Sparkasse unterstützt den Verein Senioren-Krebshilfe mit einem Scheck über 12.000 Euro. Die Überreichung durch Dr. Bruno Wallnöfer, Univ.-Prof. Dr. Hubertus Schumacher und Dr. Hans Unterdorfer an Univ.-Prof Dr. Reinhard Stauder und HR Dr. Walter Brandmayr erfolgte Mitte September. Das Geld kommt der maßgeschneiderten Therapie älterer Krebspatienten zugute. www.senioren-krebshilfe.at
Der bisherige Landesobmann des TBSV (Tiroler Blinden- und Sehbehinderten-Verband), Dietmar Graff, hat auf eigenen Wunsch alle Ämter niedergelegt. Als sein Nachfolger und geschäftsführender Obmann kommt der bisherige erste Ortsobmannstellvertreter Prof. Klaus Guggenberger. Für den 57-jährigen Innsbrucker ist es nicht das erste Mal, dass er auf diesem Chefsessel Platz nimmt. Bereits von 1993 bis 1998 war er Landesobmann. Er übernimmt auch die Täigkeiten des bisherigen Geschäftsführers Maximilian Lorenz. www.tbsv.org
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WKO.at/tirol
Innovationen brauchen einen festen Boden! Innovationen können ein Wachstumsturbo sein. Die Wirtschaftskammer Tirol berät Sie bei Energie- und Umweltfragen, Patenten, Produktentwicklungen, Betriebsanlagegenehmigungen und Förderungen. Wachstum braucht Innovationen! Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut.
Gernot Bock, Ingobert Knapp, Richard Stöckl Innovation & Technologie Wirtschaftskammer Tirol
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