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eco.nova Juni 2017

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Ausgabe Nr. 06 / Juni 2017, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN

ANGEBOT UND NACHFRAGE Das Dilemma um bezahlbaren Wohnraum in Tirol.

SEEFELD RELOADED

Eine Region erfindet sich neu

DER EURO

Zwischen Weltwährung und Dauerkrise


DER NEUE DISCOVERY

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Besuch.

© ANDREAS FRIEDLE

eco.edit

Christoph Loreck und Mag. Sandra Nardin, eco.nova-Herausgeber

Hin und her Was Sie auf dem Cover dieser Ausgabe sehen, ist ein so genanntes Kugelstoßpendel – eine Anordnung von üblicherweise fünf Kugeln, die einmal angestoßen in schöner Regelmäßigkeit hin- und herschwingen. Für die meisten ist es ein dekoratives Spielzeug, doch es ist in vielfacher Hinsicht auch ein Sinnbild.

P

ing-pong, ping-pong, ping-pong ... das Hin und Her eines Kugelstoßpendels kann ganz schön lange dauern, wenn man nicht eingreift. Es mag für so manchen durchaus beruhigend sein, dem Pendel

zuzusehen, andere macht es nervös und sie haben das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Es scheint in dieser einen, beinahe stupiden Bewegung nichts voranzugehen. Mit dem Marktverhalten ist das ähnlich. Eine Aktion löst eine Reaktion aus: Eine Kugel wird angeschubst, am gegenüberliegenden Ende wird eine Kugel abgestoßen; Wohnraum wird knapp, die Preise steigen. Beruhigend ist dieser Mechanismus für Immobilienbesitzer, beunruhigend für alle anderen – also jene, die Eigentum erwerben wollen, aber auch Mieter, die immer höhere Preise bezahlen müssen. Das Thema des leistbaren Wohnens beschäftigt uns bereits eine ganze Weile und der lange Zeitraum zeigt, dass die Diskussion nur mäßige Erfolge bringt. Wir haben uns ab Seite 12 angesehen, wo das System hinkt. Dass es für Grundsatzprobleme indes durchaus Lösungen geben kann, zeigt die Olympiaregion Seefeld (Seite 26). Einst der Hotspot des österreichischen Tourismus hat man es im Laufe der Zeit

sich auf Ihren Besuch.

7 12:13

VON FASZINIERENDEN UHREN, LEIDENSCHAFT UND FINGERSPITZENGEFÜHL.

BELISAR CHRONOGRAPH SPORT

übersehen, dass auch Lorbeerkränze welken, und das Plateau verfiel in einen Dornröschenschlaf. Der Leidensdruck der Region musste erheblich steigen, um Platz für junge Köpfe und neue Ideen zu machen. Heute ist der alte Pelz Geschichte. Für solche Veränderungen braucht es Weitblick. Und Mut zur Umsetzung. So bequem Beständigkeit sein mag, manchmal braucht es ein aktives Eingreifen, um das Pendel zu stoppen und ihm einen neuen Drive zu geben. Sich beim Tischtennis das Bällchen in trauter Übereinstimmung hin und zurück zu ping-pongen kann zwischendurch ganz entspannend sein, Sinn des Spiels ist es nicht. Es geht darum, in

Wildauweg 1, A-6410 Telfs Bewegung zu sein, Möglichkeiten auszuloten und Chancen zu ergreifen. Und wie Tel.: +43 (0)5262 66 7 66-580 immer im Sport geht es um Fairness. Die braucht es auch in der Wirtschaft. Stößt Fax: +43 (0)5262 66 7 66-560 man beim Kugelstoßpendel eine Kugel an, stößt sich auf der anderen Seite eine info@denzel-unterberger.cc

Kugel ab. Stößt man zwei an, stoßen sich zwei ab. So harmonisch funktioniert das (Wirtschafts-)Leben leider selten, kommt es aber zu einem einseitigen Ausschlag des Pendels, tut man gut daran, bald wieder zurück zur Mitte zu finden ...

Halten Sie Ihr Pendel im Lot, Ihre Redaktion der eco.nova

20.02.15 09:54

w w w. u n i o n - g l a s h u e t t e . c o m


eco.inhalt

12 26 82

eco.titel 12

40

Mit der Eröffnung eines weiteren Christian-Doppler-Labors erweitert

Ein Gerät, das – einmal in Gang ge-

der kalten Progression ein X für

die Medizinische Universität Inns-

setzt – ohne weitere Energiezufuhr

ein U vormacht.

bruck ihre CD-Labor-Liste auf be-

48

keit. Das Dilemma um bezahlbaren Wohnraum in Tirol ist ein ähnliches Phänomen wie das Perpetuum mobile: eine ewige Diskussion.

eco.wirtschaft Seefeld reloaded Vieles musste passieren, der Lei-

Wirtschaft vor 100 Jahren Teil 3 der Serie: Landeck

50

eco.steuern

54

eco.recht

achtliche fünf.

70

Wissen aus der Box Seit 2015 arbeitet ein Team der Universität Innsbruck im Zuge eines Sparkling-Science-Projektes an der Erforschung von Betriebspraktika.

eco.zukunft

eco.geld

58

76

Tirol innovativ

Immobilien vs. Aktien

densdruck erheblich steigen und der

Von Nischen und Brücken: Im Zuge

Der Wohnungsmarkt erreicht in Ös-

Platz für junge Köpfe erst frei wer-

der Digitalisierung tun sich eine

terreich aktuell ein neues Rekordni-

den, um die Olympiaregion Seefeld

Reihe neuer Geschäftsfelder auf.

veau. Aber: Auch wenn Immobilien

neu zu erfinden. Heute prägt eine

Unsere beiden Innovativen haben in

und Grundstücke als alternative

touristische Dynamik das Plateau.

dieser digitalen Welt ihren ganz eige-

Geldanlagen nach wie vor beliebt

nen Platz gefunden.

sind, so ist auch deren Ertrag keines-

12 Stunden arbeiten? Seit Jahren stecken die Verhand-

4

Der fünfte Streich

Schelling im Zuge der Abschaffung

Perpetuum parlamentum

tisch eine physikalische Unmöglich-

34

68

Wie uns Finanzminister Hans Jörg

ständig in Bewegung bleibt, ist prak-

26

Kalte Progression

64

Daten sind die neuen Drogen

wegs in Stein gemeißelt.

82

Der Euro

lungen in Sachen flexiblere Arbeits-

Mit forschreitender Digitalisierung

zeiten in der Sackgasse. Bis Ende

wächst auch die Cyberkriminalität.

Rund 15 Jahre nach der Einführung

Juni läuft das Ultimatum für die

Wie man sich davor schützt? Damit

des Euro haben sich einige der in ihn

Sozialpartner. Dann entscheidet die

beschäftigen sich die Experten von

gesetzten Hoffnungen (zum Teil) er-

Regierung – oder die nächste.

Barracuda Networks.

füllt, doch die Euphorie ist verflogen.

eco.nova


eco.inhalt

120

102 IMPRESSUM

eco.art 94

104 Im Test 104: Ford Kuga: Mehr Sicht,

Mit dem Auge des Künstlers

mehr Sicherheit

Wilfried Kirschl war Maler, Kura-

105: Kia Optima: Sportkombi

tor, Kunsttheoretiker und Publizist

106: Volkswagen Amarok: Kein Ende im Glände

in einer Person. Aktuell ist seine

108: Renault Megane Grandtour:

Sammlung im Tiroler Landesmuse-

Nicht nur für die große Tour

um Ferdinandeum zu sehen.

eco.mobil

eco.life

100 Das E-Interview

118

Neues Zuhause

Die Elektromobilität ist in aller

Tyrler blickt auf eine fast 200-jäh-

Munde. Wir sprachen mit Auto-

rige Erfolgsgeschichte zurück und

park-Vertriebsleiter Micha E. Hauser

hat kürzlich sein neues Geschäft

über die alternative Antriebe.

eröffnet.

102 Offroad für die Straße

120 Hoteltipps

Im Gelände war der Land Rover Disco-

120: Dachsteinkönig, Gosau

very immer eine Klasse für sich. Jetzt

122: Hotel Schloss Pichlarn, Aigen

überzeugt er auch auf der Straße.

124: Alpenhof Filzmoos

Herausgeber & Medieninhaber: eco.nova Verlags GmbH Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck 0512/290088, redaktion@econova.at www.econova.at Geschäftsleitung: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin Assistenz: Martin Weissenbrunner Chefredaktion: Marina Kremser Redaktion: eco.wirtschaft: Alexandra Keller, Sonja Niederbrunner, MMag. Klaus Schebesta, Mag. Sandra Nardin, Renate Linser-Sachers, Alexandra Keller, Barbara Liesener, DI Caterina Molzer-Sauper, Marion Witting, MSc., Doris Helweg // eco.zukunft: Mag. Barbara Wildauer, Tamara Kainz // eco.geld: Dr. Michael Posselt, DDr. Jürgen Huber // eco.kultur: Julia Sparber // eco.mobil: Bruno König // steuer.berater: Dr. Verena Maria Erian // recht.aktuell: RA Mag. Dr. Ivo Rungg // eco.life: Marina Kremser Anzeigenverkauf: Ing. Christian Senn, Bruno König, Tanja Ischia, Petra Wunderer, Hannah Oderich, Hannelore Weissbacher // Grafik: Tom Binder // Druck: Radin-Berger-Print GmbH Unternehmensgegenstand: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. // Grundlegende Richtung: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. // Jahresabo: EUR 25,00 (14 Ausgaben)

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eco.mmentar

MMag. Klaus Schebesta

Prinzip Hoffnung Nach monatelanger Zermürbungstaktik ist mit Reinhold Mitterlehner ein weiterer ÖVPObmann Geschichte. Mit Sebastian Kurz beginnt nicht nur für die ÖVP, sondern für die gesamte Regierung eine neue Zeitrechnung. Die bisherige Nummer 3 ist drauf und dran, der Polit-Konkurrenz das Fürchten zu lehren. // TEXT: KLAUS SCHEBESTA

D

as Zitat ist geradezu tagesaktuell – und könnte auch von Reinhold Mitterlehner sein. Es ist jedoch älter als ein Vier-

teljahrhundert und stammt von einem seiner Vorgänger, der sich in exakt derselben Lage befunden hatte. Es müssen wohl die christlich-sozialen Wurzeln sein, die bei der Volkspartei durchschlagen und schwarze Parteigänger stets auf ein Wunder hoffen lassen. Der politische Heiland stand bei den

„DAS PROBLEM DER ÖVP IST SEIT VIELEN JAHREN, DASS SIE EIGENTLICH IMMER VON EINEM MANN EIN GEWISSES WUNDER ERHOFFT.“ Josef Riegler, 1991

ist alles eine strategische Meisterleistung, die seine Konkurrenten blass aussehen lässt. Der Kanzler musste dem Neuwahlwunsch zähneknirschend zustimmen und hat das auch noch mit einer entlarvenden Metapher getan: Kurz habe das Tischtuch zerschnitten. Es muss wohl das Tischtuch an der üppig gedeckten Self-Service-Tafel der Großen Koalition gewesen sein, die vielen Landsleuten schon längst sauer aufgestoßen ist. Und Strache? Der hat im Vergleich auch schon einmal dynamischer ausgesehen. Kein Wun-

ÖVP-Anhängern immer hoch im Kurs, aber

Seit dem Moment, wo Sebastian Kurz die

der: Um Kurz beim FPÖ-Kernthema Migra-

ab dem Zeitpunkt, wo jeweils klar wurde,

Obmannschaft übernommen hat, ist Schluss

tion überholen zu können, braucht es schon

dass der Betreffende (schon wieder) nicht

mit Könnte, jetzt zählt nur mehr das Kann.

riskante Manöver. Rechts außen wird es

über Wasser gehen konnte, schwand der Ei-

Der Blick verengt sich vom weiten Horizont

ziemlich eng, der Neue hat den Blauen auf

fer der Gläubigen. Statistisch dauerte das

der Erwartungen auf den engen Fokus der

eigenem Terrain wenig Platz gelassen.

exakt zweieinhalb Jahre – das ist die mäßige

politischen Taten. Für diese hat sich Kurz

Selbst wenn Mitbewerber, Opposition und

durchschnittliche Amtszeit von ÖVP-Obleu-

allerdings eine bessere Ausgangsbasis ver-

einige Medienvertreter noch so schäumen:

ten. Auch diesmal hat sich ein Neuer gefun-

schafft als alle seine Vorgänger zusammen.

Die Karten sind völlig neu gemischt. Ob der

den. Aber unter völlig anderen Vorzeichen.

Er hat der völlig alternativlosen ÖVP sieben

Kanzlerbonus (Kern) oder rechter Populismus

Dieser Neue, das ist für eine Partei, die sich

Punkte diktiert, die den Parteiobmann erst-

(Strache) in diesem Spiel noch etwas wert

selbst als „konservativ“ bezeichnet, durchaus

mals zu einer ernstzunehmenden Person ge-

sind, wird sich weisen. Und die Opposition

nicht selbstverständlich, verfügt über bemer-

macht haben, inklusive der Kandidatur über

muss ohnehin darum kämpfen, angesichts

kenswerte Attribute: jung, dynamisch, smart.

eine eigene Liste, powered (und payed) by

der Fokussierung auf diesen Dreikampf nicht

Bislang hat das offenkundige Polittalent

ÖVP. Der Obmann vorne, die Partei hinten –

zu einer Randerscheinung zu werden. Die-

Sebastian Kurz diesem Anforderungsprofil

das gab es bei der Volkspartei noch nie. Und

se Überlegung mag beim Rücktritt von Eva

weitgehend entsprochen. Aber das gibt über

er hat dafür gesorgt, dass ein Teil des Prin-

Glawischnig auch eine Rolle gespielt haben.

seine zukünftigen Chancen nur begrenzt

zips Hoffnung weiter lebt, indem er es abge-

Am Wahlabend im Oktober wird sich zeigen,

Auskunft: Denn noch ist er Hoffnungsträ-

lehnt hat, Vizekanzler zu werden, und dafür

welche Strategie die erfolgreichste war (oder

ger. Man traut ihm zu, dass er es könnte.

den guten Onkel der ÖVP, Wolfgang Brand-

wer überhaupt eine hatte). Bis dorthin wer-

Aber keiner weiß, ob das stimmt. Die große

stetter, nominiert hat. Wohl den einzigen,

den uns die todsicheren Prophezeiungen der

Chance liegt darin, dass auch die Wähler die

den die SPÖ verdauen konnte.

Meinungsforscher, die biblischen Warnungen

Hoffnung lieben. Sobald aber die Zukunfts-

Von der Ankündigung der Neuwahl über

vor der schrecklichen Alleinherrschaft des

komponente in die Gegenwart verlegt wird,

die mediale Vorwegnahme der sieben For-

Schwarzen Messias und die muntere Verbrei-

wird es ernst. Anders gesprochen: Aus dem

derungen bis hin zum perfekten Timing der

tung jeglicher Form von Gerüchten die Zeit

flockigen Konjunktiv wird der stahlharte In-

Bekanntgabe der Obmannschaft just zur

vertreiben. Solange nix fix ist, finden alle im

dikativ.

besten Sendezeit live in der ZIB 1: Bis hierher

Prinzip Hoffnung Trost.

6

eco.nova


KOPF DER AUSGABE

Gernot Langes-Swarovski Er ist einer, der die Menschen mag. Das hat er immer schon, erzählt seine Tochter Diana. Gernot Langes-Swarovski hat Tirol nicht nur in seinem beruflichen Schaffen geprägt, sondern auch mit seiner Persönlichkeit und seiner Leidenschaft für den Sport im Allgemeinen und den Fußball im Speziellen. // TEXT: MARINA KREMSER

G

ernot Langes-Swarovski wurde am 13. Ok-

– „am besten selbst anpflanzen und daraus etwas machen“.

tober 1943 als Urenkel von Daniel Swa-

Das scheint auch für seine Karriere zu gelten. Gernot Lan-

rovski, Gründer des gleichnamigen Kris-

ges-Swarovski ist ein Macher. Da kann und darf es passieren,

tallkonzerns, in Wattens geboren. 1965

dass mal etwas schiefgeht. Und das tat es. Doch er hat weiter-

wurde er Geschäftsführer des Familien-

gemacht.

unternehmens. Sein beruflicher Weg schließlich ist so beeindruckend wie abwechslungsreich, denn es sind nicht nur

Unternehmer- und Mäzenatentum

die Kristalle, die ihn pflastern, unter anderem ist es auch der

Man kann nicht immer gewinnen. Es ist im Leben ein biss-

Weinbau, in dem er sich engagiert. Im argentinischen Wein-

chen wie im Sport, und der begleitet Langes-Swarovski quasi

gut Bodega Norton spiegelt sich seine generelle Liebe zur Na-

sein ganzes Leben. „Ich kenne ein Foto von Papi als Eisho-

tur wider.

ckey-Tormann. Aber da war ich noch nicht auf der Welt“, er-

Mit Privatem indes halten sich die Swarovskis generell lieber

zählt Diana. Wie genau er vom Eis zum Fußball kam, lässt

zurück. Auch Gernot Langes-Swarovski ist keiner, der gern in

sich indes schwerlich sagen, eine tiefe Verbundenheit zum

der ersten Reihe steht. Das hat er wohl ein Stück weit auch

runden Leder war in der Familie jedoch immer schon vorhan-

an seine Kinder vererbt. Dabei würde es ihm allemal gebüh-

den. In der Reservemannschaft der WSG Wattens spielte er

ren. Er hat Tirol geprägt. Und wurde dafür unter anderem

einst selbst als Stürmer.

2007 mit dem Ring des Landes Tirol bedacht. Die Zahl der

Gernot Langes-Swarvoski hat als extrem heimatverbunde-

Ringträger wurde 1964 auf 15 „Lebende“ begrenzt, es ist also

ner Charismatiker die Mannschaft in den Siebzigerjahren

nicht irgendeine Verleihung.

schließlich in ihre goldene Ära geführt – in mancher Zeit

Nach außen wirkt Langes-Swarovski stets besonnen und aus-

auch in Kombination mit dem Wacker Innsbruck. Die fuß-

geglichen. Auch aus seinem beruflichen Umfeld hört man,

ballerische Geschichte ist eine etwas verworrene, ändert aber

ein respektvoller Umgang mit seinen Mitmenschen sei einer

nichts an seinem engagierten Einsatz dafür und der groß-

seiner höchsten Werte. Das galt für seine Mitarbeiter eben-

zügigen Verbundenheit damit – auch über seine Präsident-

so. Selbst als er im Zuge der Causa FC Tirol vor Gericht lan-

schaft hinaus. Diese hatte er, seinem Naturell entsprechend,

dete, kamen keine lauten Töne. Diana hat ihn auch als Vater

übrigens nie wirklich angestrebt, kam mit der Gründung des

in ihrer Kindheit so erlebt: „Der Papi hat eigentlich nie ge-

FC Swarovski Tirol im Jahr 1986, im Zuge derer der Verein mit

schimpft. Es war immer ein respektvolles Miteinander, schon

großem finanziellen Engagement mit dem Konzern verbun-

als wir klein waren“, sagt seine Tochter und Schwester von

den wurde, aber irgendwie nicht mehr darum herum. Auch

Konzernsprecher Markus Langes-Swarovski. Die Bindung ist

wenn die Wacker-Ära nicht nur mit positiven Erinnerungen

eng, wie oft zwischen Vater und Tochter, respektvoll und in-

besetzt ist, ließ es sich Gernot Langes-Swarovski nicht neh-

nig. Auch zwischen den Geschwistern. Gernot Langes-Swa-

men, zum 100. Jubiläum des Vereins ins Stadion zu kommen.

rovski hat gute Menschen aus ihnen gemacht. Das sagt auch

Man kann mit Fug und Recht behaupten: Gernot Lan-

viel über ihn selbst aus.

ges-Swarovski hatte großen Einfluss auf die Tiroler Fußball-

Es ist auch ein Stück weit die Natur, die Vater und Tochter

landschaft. Das hat ihm kürzlich bei der Tiroler Sportlereh-

seit jeher verbindet: „Wir waren oft gemeinsam im Wald, ha-

rung den „Special Award“ für sein Lebenswerk eingebracht.

ben auch außerhalb des eigenen Gartens Blumen gepflanzt

Bei derselben Ehrung wurde die WSG Wattens zur Mann-

und sind im nächsten Jahr zurückgekommen, um zu schau-

schaft des Jahres gewählt. Drei Jahre zuvor und anlässlich

en, ob sie blühen. Wir hatten eine sehr entspannte Kindheit.“

seines 70. Geburtstages wurde das Wattener Stadion in „Ger-

Ist der Vater spätabends von der Arbeit gekommen, habe

not Langes Stadion“ umbenannt. Wer zu Lebzeiten Denk-

er oft noch angefangen, Kuchen zu backen. „Richtig schö-

mäler gesetzt bekommt, hat wohl verdammt viel richtig ge-

ne und gute“, erinnert sie sich. Kochen ist generell das seine

macht.

eco.nova

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Wirtschaft © BLICKFANG PHOTOGRAPHIE

Wirtschaft & Unternehmen

UNTERNEHMERIN der Ausgabe

Eine der Besten S

Die Tirolerin Mag. Evelin Greiter, Chefin der ADVOKAT Unternehmensberatung, wurde beim diesjährigen Unternehmerinnen-Award in der Kategorie „Innovationen“ unter die besten drei Unternehmerinnen Österreichs gewählt.

// TEXT: MARION WITTING

10

eco.nova

ie ist geschäftsführende Gesellschaf-

Kunden in ganz Österreich beim Programm-

terin der Firma ADVOKAT. Mag. Eve-

support. Das modulare Angebot an Program-

lin Greiter hat seit der Gründung

men reicht von der Akten- und Adressver-

der Unternehmensberatung mit innovati-

waltung, Aktenevidenz und Suchassistenz

ven Softwarelösungen für Rechtsanwälte,

bis Leistungserfassung, Honorarabrechnung,

im Jahr 1980 eine Vielzahl von Meilenstei-

Forderungsbetreibung sowie Vertragsas-

nen gesetzt. Das Herzstück der Firma nennt

sistenz, Dokumentenverwaltung und Ter-

sich ADVOKAT und ist ein modulares Soft-

minmanager bis zu Buchhaltung und Con-

waresystem für Anwaltskanzleien, Unter-

trolling sowie den Insolvenzprogrammen,

nehmen und Behörden. Unter dieser Marke

ein effizientes Hilfsmittel für den Masse-

werden zahlreiche Basis- und Zusatzmo-

verwalter. Die mobile Variante APP ADVO-

dule, abhängig von der Spezialisierung des

KAT erlaubt den Zugriff auf alle Daten und

jeweiligen Kunden, angeboten. Entstanden

Dokumente vom Handy oder Tablet aus: „So

ist die Firma durch den Zusammenschluss

können erbrachte Leistungen von unterwegs

von 14 Anwaltskanzleien, um gemeinsam ein

direkt im System erfasst und gebucht wer-

Softwareprogramm für ihre eigenen Kanz-

den“, erklärt Evelin Greiter das ständig wach-

leien entwickeln zu lassen. Für die Reali-

sende Angebot an Programmen.

sierung wurde die Unternehmensberatung

Durch den Innovationsgeist, der das Unter-

Greiter & Greiter beauftragt. Aus der engen

nehmen bestimmt, nimmt ADVOKAT eine

Zusammenarbeit über Jahre ging das Pro-

Vorreiterrolle in der Branche ein. Nicht um-

dukt „ADVOKAT“ hervor. Es folgten laufen-

sonst erreichte es beim „Austrian Leading

de Weiterentwicklungen sowie die digitale

Companies“-Award 2016 den dritten Platz im

Anpassung an steigende Anforderungen,

„Goldenen Mittelbau“ in Tirol. „Diese Aus-

sodass sich das erprobte Produkt etablierte

zeichnung sowie die Aufforderung unserer

und der Kundenkreis auf zusätzliche An-

Klienten und Freunde hat mich auch dazu

waltskanzleien erweitert wurde. 1993 wurde

bewegt, beim Unternehmerinnen-Award

die erste Windows-Version von ADVOKAT

von Frau in der Wirtschaft teilzunehmen“,

entwickelt. Heute ist das Unternehmen mit

sagt Evelin Greiter, die auch eine Niederlas-

Firmensitz in Innsbruck Marktführer für

sung in Wien betreibt. Sie freut sich über

Rechtsanwaltssoftware in ganz Österreich

den 3. Platz in der Sparte „Innovation“, der

und bietet Branchenlösungen für Anwälte

sie zu den besten Unternehmerinnen Ös-

und Rechtsabteilungen, Banken, Behörden

terreichs zählen lässt: „Die Auszeichnungen

und Unternehmen. Insgesamt 54 Mitarbei-

unterstreichen unser Bemühen, kontinuier-

ter sind bei ADVOKAT beschäftigt, alleine 24

lich besser zu werden und unser Angebot

davon in der Programmierung, 30 weitere in

laufend zu erweitern. Sie sind außerdem ein

der Neuentwicklung, Adaptierung, Organisa-

Zeugnis und Ansporn dafür, dass wir mit un-

tion, Konzeption und Wartung aller ADVO-

serer innovativen Arbeit im Team auf einem

KAT-Programme sowie in der Betreuung von

guten Weg sind. // www.advokat.at


eco.wirtschaft

ECO.MMENTAR

© JULIA TÜRTSCHER

Hat Wahn Sinn?

Marina Kremser, Chefredaktion

MOMENTUM FÜR TRENDUMKEHR

D

er Deloitte-Radar bewertet heuer zum vierten Mal die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich. Das erfreuliche Ergebnis der Metastudie: Der Abwärtstrend der letzten Jahre scheint vorerst gestoppt. Der Indexwert über die sie-

ben bewerteten Standortfaktoren steigt im Jahresvergleich von 2,86 auf 3,00 von maximal 5,00 Punkten. Es gibt also nach wie vor durchaus Luft nach oben, Deloitte sieht jedoch die

Ich mag die deutsche Sprache, weil sie uns so viele Möglichkeiten eröffnet, uns auszudrücken. Manchmal kann sie aber auch ganz schön verwirrend sein.

wenig besser oder sogar viel besser werden, wenn wir das vorhandene Potenzial heben“, sagt

U

Bernhard Gröhs, Managing Partner von Deloitte Österreich. „Jetzt heißt es dranbleiben und

auf der einen Seite etwa um ein Prob-

dieses Momentum zu nutzen. Österreich braucht eine klare Vision: Top 3 in Europa und Top

lem herummanövriert wird, fährt man

10 weltweit bis 2015 – das ist machbar und dort gehören wir hin.“

auf der anderen Seite über die handeln-

Vor allem braucht es dafür Nachbesserungen im Bereich von Innovation und Digitalisierung.

den Personen einfach drüber. Man kann

Während die Tendenz beim politischen und makroökonomsichen Umfeld deutlich nach oben

einen Zusammenschluss vereinbaren

geht, verschlechtert sich Österreich beim Innovations-Index. Doch gerade bei Innovation und

oder vereinbaren, zusammen Schluss zu

Digitalisierung wird sich die künftige Wettbewerbsfähigkeit entscheiden. Was laut Deloitte

machen. Genauso verwirrend mutet das

dafür nötig ist: mehr Transparenz im Förderwesen, mehr Risikokapital für Unternehmen und

aktuelle Politikgeschehen an. Es wird

mehr Förderung der digitalen Kompetenzen in der Bevölkerung. Eine klare Ansage ...

spannend, doch in all dem Tumult wäre

Chance für eine nachhaltige Verbesserung. Voraussetzung: Es braucht die schnelle Umsetzung von vorliegenden Konzepten. An denen mangelt es im Grunde nicht. „Der Standort verzeichnet erstmals seit Jahren eine erfreuliche Entwicklung. Es kann nun entweder ein

mfahren und umfahren zum Beispiel bekommen in unterschiedlicher Betonung einen

völlig gegensätzlichen Sinn. Während

es angebracht, nicht gleich loszupoltern,

D

iesen Jahresumsatz erwirtschafteten jene Unternehmen, an denen das Land Tirol betei-

© ÖTZTAL TOURISMUS/ERNST LORENZI

2

MILLIARDEN EURO

sondern sich kurz zurückzulehnen, um zum Kern der Sache vorzudringen. Geben Sie der Politik Zeit, sich zu verändern und sich in dieser Veränderung zu beweisen. Dann können Sie sich immer noch überlegen: Eintritt frei oder ein Tritt frei.

Anregungen und Kommentare bitte an kremser@econova.at

ligt ist (z. B. UMIT, Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft, Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft, Congress und Messe Innsbruck) oder die sich zu 100 Prozent im Besitz des Landes befinden

ABGERECHNET WIRD AM SCHLUSS

12.000 Mitarbeiter und über 100 Lehr-

E

linge. Zum erzielten Gesamtumsatz von

Bemerkenswert war dabei die Steigerung der talweiten April-Bilanz. Der späte Osterter-

knapp zwei Milliarden Euro kommen

min führte zu einem Zuwachs von 94 Prozent. Abgerechnet wird also im wahrsten Sinne

rund 270 Millionen Euro an Investitio-

erst zum Schluss. Seit der Saison 2006/07 konnten jedenfalls über eine halbe Million Näch-

nen, die damit auch das Land selbst zu

tigungen dazugewonnen werden. Positiv verlief vor allem die Entwicklung der Vollbele-

einem bedeutenden Wirtschaftsmotor

gungstage. Das Wachstum beruht also nicht auf zusätzlichen Bettenkapazitäten, sondern

machen.

stärkt bereits Vorhandenes.

(z. B. TIWAG, Verkehrsverbund Tirol, Tirol Kliniken). Insgesamt beschäftigen die Beteiligungsunternehmen rund

s war eine durchwachsene Wintersaison für den Ötztal Tourismus. Während manche Orte Einbußen verzeichnen mussten (Oetz –4,9 %, Sautens –6,3 %), lief es andernorts hervorragend. Unterm Strich bedeutet das für das Ötztal als Gesamtes

ein Nächtigungsplus von 1,3 Prozent und damit zum siebten Mal in Folge einen Rekord.

eco.nova

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eco.wirtschaft Leistbares Wohnen – das Perpetuum mobile der Politik: oft versucht, oft gescheitert

12

eco.nova


PERPETUUM PARLAMENTUM Ein Gerät, das – einmal in Gang gesetzt – ohne weitere Energiezufuhr ständig in Bewegung bleibt, ist praktisch eine physikalische Unmöglichkeit. Das Dilemma um bezahlbaren Wohnraum in Tirol ist ein ähnliches Phänomen wie das Perpetuum mobile. Eine ewige Diskussion. // TEXT: MARINA KREMSER

E

s gibt es nicht: das Perpetuum mobile.

chen, was wiederum dort zu entsprechenden Preisstei-

Auch wenn sich viele schon daran probiert

gerungen führt.“

haben, so sind sie alle daran zerbrochen.

Generell ist das Thema Wohnen ein Die-Katze-beißt-

Aus Gründen. Energie aus dem Nichts zu

sich-in-den-Schwanz-Spiel. Es ist nämlich nicht so, dass

erzeugen, ist und bleibt eine schöne Utopie. Betrachtet

die Gemeinnützigen keine Eigentumswohnungen bau-

man die Diskussionen der vergangenen Jahre um leist-

en wollten. Einer dieser Bauträger nennt sich sogar

baren Wohnraum, gewinnt man einen ähnlichen Ein-

„Wohnungseigentum“. Die Crux ist: Sie bekommen die

druck: vielfach versucht, stets daran gescheitert. Wobei

Wohnungen nicht los, weil jene Klientel, die sich Eigen-

dieses Problem zumindest in der Theorie lösbar ist. Wo

tum leisten kann, generell schrumpft. In einem Inter-

auf der einen Seite die Physik die Grenzen vorgibt, ist

view meinte der damalige Geschäftsführer der Neuen

es auf der anderen nämlich der Faktor Mensch und der

Heimat Tirol und Landesobmann der Gemeinnützigen

kann durch Versuch und Irrtum durchaus gescheiter

Bauträger Tirols, Klaus Lugger. „Wir wollen mehr Eigen-

werden. Die Frage ist: Wie hoch muss der Leidensdruck

tum bauen, doch die Nachfrage fehlt. Wir haben kein

sein, um den Irrtum als solchen zu erkennen?

großes Interesse daran, Mietprojekte umzusetzen, aber

Schon seit vielen Jahren beschäftigen wir uns in der

das Publikum verlangt es so. Es nützt nichts, wenn wir

eco.nova mit dem Thema des leistbaren Wohnraums

Eigentum bauen, aber keiner will es haben.“ Das war vor

und fragen uns in schöner Regelmäßigkeit: Wann ist

zwei Jahren, an der Situation hat sich vermutlich wenig

der Plafond der Immobilienpreise erreicht? Und selbst

verändert.

Experten sind sich einig: Man weiß es nicht. Denn wie überall ist auch der (freie) Immobilienmarkt bestimmt

Kugelstoßpendel

von Angebot und Nachfrage. Solange die Nachfrage

Fast ein Perpetuum mobile ist das so genannte Ku-

das Angebot übersteigt, steigen die Preise. Die öffentli-

gelstoßpendel – Sie wissen: Jene Konstruktion mit den

che Hand versucht zwar mit reger Bautätigkeit durch

fünf Kugeln an dünnen Fäden, die hin- und herpen-

gemeinnützige Bauträger gegenzusteuern, kommt mit

deln, wenn man eine Kugel (oder mehrere davon) an-

dem Bauen jedoch kaum hinterher. Allein die Neue

schubst. Sie machen das eine ganz schön lange Weile,

Heimat Tirol (NHT) plant in den nächsten Jahren die

bis sie über kurz oder lang durch den Luftwiderstand

Errichtung von über 1.000 neuen Wohnungen in Inns-

gebremst werden und wieder zum Stillstand kommen.

bruck. Doch es ist und bleibt ein Dilemma. Arno Wim-

Das Kugelstoßpendel ist auch ein schönes Sinnbild für

mer, Immobilienmakler und Berufsgruppensprecher

die aktuelle Immobiliensituation. Sind die Preise einmal

der Wirtschaftskammer: „Was in Innsbruck fehlt, ist

angestoßen, pendeln sie stetig zwischen Angebot und

geförderter Wohnungseigentumsbau. Das ist auch ei-

Nachfrage. Irgendwann wird sich die Situation beruhi-

ne Herausforderung für die Bewohner, die aufgrund

gen, so wie das Pendel irgendwann stehen bleibt. Das

der hohen Preise in Innsbruck ins Umland ziehen. Dort

aber kann dauern.

kommen sie aber erst nach den dort ansässigen Ge-

Das Team von prochecked – Mag. (FH) Armin Hilpold,

meindebürgern zum Zug, wodurch sie gezwungen sind,

Mag. (FH) Michael Kugler und Mag. (FH) Peter Berger

auf den frei finanzierten Wohnungsmarkt auszuwei-

– hat heuer zum bereits zwölften Mal den Immobilien-


eco.titel

marktbericht „WOhnen und WIrtschaften in Innsbruck“ herausgebracht, in dem sie sich die Immobilien-Kauftransaktionen in der Landeshauptstadt innerhalb eines Jahres ansehen. Es geht dabei nicht um die Angebotspreise (wie in vielen anderen Erhebungen), sondern um jenen Preis, um den eine Immobilie tatsächlich über den Ladentisch gegangen ist. Analysiert werden rund 90 Prozent aller Transaktionen, statistisch gesehen also eine Vollerhebung. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Innsbruck lag 2016 im Erstverkauf demnach bei 4.803 Euro (mit einer naturgemäß breiten Schwankung innerhalb der Stadtteile). Dies entspricht einer Steigerung von 7,5 Prozent im Vergleich zu 2015. Und schon dort betrug die Steigerung 6,7 Prozent zu 2014. Rückblickend sind die Preise für Immobilien seit dem Jahr 2006 im Erstverkauf um 86,2 Prozent beinahe explo-

SCHON SEIT VIELEN JAHREN BESCHÄFTIGEN WIR UNS MIT DEM THEMA DES LEISTBAREN WOHNRAUMS UND FRAGEN UNS IN SCHÖNER REGELMÄSSIGKEIT.

WANN IST DER PLAFOND DER IMMOBILIENPREISE ERREICHT? UND SELBST EXPERTEN SIND SICH EINIG: MAN WEISS ES NICHT.

diert. Heruntergebrochen sind die Preise in den letzten zwölf Jahren im Schnitt um ca.

nicht in meiner Nähe. NIMB sozusagen – not

anzubieten und nur einen kleinen Teil in den

sechs Prozent angestiegen, die Inflation um

in my backyard.

freien Verkauf zu geben. Das wiederum macht

rund zwei Prozent. Hält man sich vor Augen,

es kaum möglich, die hohen Preise für private

dass sich die Gehälter grob an der Inflation

Wir müssen nur wollen?!

orientieren, wird der Mismatch rasch deut-

Das Problem ist also gar nicht so sehr, dass

die Käufer/Mieter weiterverrechnet werden

lich. Michael Kugler, prochecked-Mitglied und

Bauträger nicht wollten, sie können schlicht-

können. Und geförderte Wohnungen folglich

Geschäftsführer von Carisma Immobilien,

weg nicht. Zumindest nicht in einer Form, in

fast ausschließlich über den Freiverkauf zu

ortet das Problem darin, dass schlichtweg zu

der er sich (für sie) rechnet. Und ja, natürlich

subventionieren, kann auch nicht der Weisheit

wenig neue Wohnungen entstehen: „Es ge-

möchten auch sie daran verdienen. „Würde

letzter Schluss sein.

hört definitiv mehr gebaut, dann würde sich

mehr gebaut, würden die Bauträger natürlich

Was also passiert? Private Grundbesitzer

der Markt besser regulieren“, sagt er. Auch

anfangs und solange es der Markt hergibt,

kommen heute selten in die Not, ihr Grund-

wenn die Politik Signale setze, so gehen diese

dieselben hohen Preise verlangen. Wenn aber

stück verkaufen zu müssen. Wollen tun sie

für ihn in die falsche Richtung. Mit sozialem

Wohnungen im Erstverkauf anfangen leer zu

schon gar nicht, was sollen sie auch mit dem

Wohnbau allein sei es nicht getan, es gehö-

stehen, das Angebot also größer als die Nach-

Geld alternativ anfangen? Sie warten also auf

ren die Dichten erhöht. Und die Raumord-

frage wird, sind sinkende Preise die logische

Interessenten, die das Grundstück unbedingt

nung zentralisiert, auch wenn dieses Wort

Konsequenz. Das ist ganz normales Marktver-

haben möchten, und sind – nennen wir es –

in Österreich generell kein gern gehörtes ist.

halten“, sagt Kugler.

äußerst flexibel in der Preisgestaltung. Bau-

Natürlich gibt es allgemein gültige Vorgaben,

Doch genau das muss man wollen. Der anhal-

träger, die eine Wohnanlage mit geförderten

die Raumordnung liegt jedoch in den Händen

tende Trend zur Urbanisierung sorgt für aus

Einheiten errichten müssen, können sich die

der Bürgermeister und die haben an Verdich-

allen Nähten platzende Städte. Lösung: Die

Preise nicht leisten, also wird das Grundstück

tung relativ wenig Interesse. Im Gegenteil:

Gemeinden attraktivieren. Dilemma: Die wol-

filetiert und an mehrere Einfamilienhäusel-

Die Dichten werden heruntergefahren, um

len nicht. Götzens fährt die Baudichten ebenso

bauer verkauft. So entstehen statt einer An-

den Zuzug in den Gemeinden einzudämmen,

retour wie Aldrans, auch in Rum ist die Situa-

lage mit 40 Wohnungen, in denen 40 Familien

sehen diese doch infrastrukturelle Probleme

tion diesbezüglich schwierig. Laut Landesrat

Platz finden, drei oder vier Einfamilienhäuser

auf sich zukommen. Mehr Wohnraum be-

Johannes Tratter haben sich auch die Vorbe-

für drei oder vier Familien. Eine suboptima-

deutet mehr Menschen und bedeutet unter

haltsflächen – also jene Grundflächen, die für

le Lösung. Gelinde gesagt, steht dies doch im

anderem mehr Kinder. Also mehr Bedarf an

den geförderten Wohnbau bestimmt sind – im

direkten Widerspruch zum Gesamtziel, das

Kindergarten- und Schulplätzen, Straßen und

Vergleich zum Jahr 2013 verdoppelt. Das bringt

Wohnen billiger zu machen. Grund und Bo-

Gemeinschaftsflächen. Auch in Innsbruck

Bauträger auf dem freien Markt in eine Zwick-

den wären an sich vorhanden, Bauträger be-

will man partout nicht in die Höhe.

mühle, müssen sie sich ihre Grundstücke doch

kommen sie allerdings nicht. Verkauft ihnen

Gäbe es schließlich geeignete Grundstücke,

ebenso erst auf dem freien Markt suchen. Die

ja keiner um billig(er)es Geld, wenn er andern-

rücken oft die Nachbarn aus, die neben ih-

Vorbehaltsflächen gehen oft an gemeinnützi-

orts den doppelten Preis bezahlt bekommt.

rem Einfamilienhaus keine Wohnanlage ste-

ge Bauträger und das zu deutlich verträgliche-

hen haben wollen. Sie wohnen ja schließlich

ren Preisen. Viele Gemeinden schreiben jedoch

Was also tun?

schon. Dass auch andere das müssen, scheint

grundsätzlich vor, einen Großteil der Woh-

„Dass man den freien Markt politisch regeln

egal. Mehr Wohnraum für alle? Ja! Aber bitte

nungen den Förderrichtlinien entsprechend

kann, halte ich für schwierig“, sagt etwa Im-

14

eco.nova

Grundstücke zu bezahlen, weil diese nicht an


eco.titel

ECO.MMENTAR

Eine Frage der Lage mobilienmakler Andreas Kössler. „Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.“ Dass bestimmte Wohnwünsche in der Folge nicht mehr für jeden erfüllbar sind, ist normales Marktverhalten. Solange die Preise am Markt bezahlt werden, werden sie auch verlangt. Wobei Kössler zumindest bei den Mietpreisen ein Einpendeln sieht: „Vor ein, zwei Jahren waren noch deutlich höhere Mieten zu erzielen“, sagt er. „Mit der Änderung der Mietzinsbeihilfe in Innsbruck haben sich vor allem bei den Anlegerwohnungen die Mietpreise reduziert. Der Markt beginnt sich also von selbst zu regulieren. Selbiges sehen wir bei sehr exklusiven Wohnungen. Das Angebot steigt und der Verkauf um jeden Preis ist nicht mehr ganz so einfach. Stehen Wohnungen leer, sehen Vermieter sehr wohl, dass sie mit den Preisen runter müssen, bekommt man eine Wohnung nicht verkauft, gibt der Markt bestimmte Preise einfach nicht mehr her.“ Und dass gerade in Innsbruck mehr gebaut wird, zeigt der neue prochecked-Marktbericht. Das Transaktionsvolumen nahm im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Prozent zu, generell ist von 2014 bis 2016 ein merklicher und überproportionaler

Immobilientreuhänder Andreas Kössler

Auch in Zeiten bereits hoher Immobilienpreise macht ein Kauf immer noch Sinn. Immobilien sind Wohnraum und Geldanlage gleichermaßen, die Wertentwicklung geht nach wie vor nach oben.

derung.

D

„Es gibt keine einfache Lösung“, sagt auch Tratter und als logi-

Zukunft wenig ändern, was auf der anderen Seite zu einer ho-

schen Beisatz: „Sonst hätten wir sie schon.“ Andererseits impliziert

hen Wertbeständigkeit und Attraktivität von Bestehendem

seine Aussage auch, dass es durchaus Lösungen gäbe ... wenn kei-

führt. Deshalb lohnt sich ein Investment trotz hoher Immobili-

ne einfachen, dann eben schwierigere. Vor allem politisch schwie-

enpreise allemal.

riger umzusetzen. Die bereits erwähnte einheitliche Raum-

Auch wenn Tiroler Eigentum vielfach für sich selbst und nach-

ordnung wäre ein solcher Ansatz. Eine Raumordnung, die Ver-

folgende Generationen schaffen, stehen demgegenüber Anlage-

dichtung zu- und im wahrsten Sinne Luft nach oben lässt. Weg

wohnungen hoch im Kurs. In Immobilien zu investieren, ist eine

vom Kirchturmdenken hin zu einem tirolweiten Masterplan. Es

im wahrsten Sinne begreifbare Alternative zu teils abstrakten

braucht eine kluge Gemeindeentwicklung und Gemeinden, die sie

Investments am Finanzmarkt. Im Anlagebereich halten wir vor

zulassen. Es braucht den Mut, Entscheidungen mit Weitblick zu

allem Zweizimmerwohnungen für interessant, optimalerweise

treffen. Viele Visionen scheitern daran, weil man sich auf die Ver-

WG-tauglich durch zwei unabhängige Wohnbereiche. Hier sehe

längerung der Vergangenheit konzentriert, anstatt sich zu trauen,

ich in der Studentenstadt Innsbruck einen guten Markt sowie in

in die Zukunft zu schauen.

der Folge eine gute Wiederverkäuflichkeit. Investieren Sie dabei

Um auch am freien Markt leistbares Wohnen zu garantieren,

am besten in kleinere Einheiten. Diese sind zwar im Verhältnis

braucht es geschickt gesetzte Maßnahmen. Und das bald. Je län-

teurer, lassen sich jedoch auch schneller vermieten.

ger man zuwartet, je mehr die Unzufriedenheit steigt, desto dras-

Schon in der Standardausführung sind Wohnungen heute sehr

tischer werden die Maßnahmen ausfallen müssen. Die Raum-

hochwertig ausgestattet und unterscheiden sich in der Qualität

ordnung zu zentralisieren, Tirol einen Masterplan zu verpassen

kaum voneinander. Umso wichtiger ist also nach wie vor die La-

und die Dichten zu erhöhen, wäre eine mögliche wie logische

ge, wobei es neben dem Stadtteil eher die Infrastruktur ist, die

Maßnahme. Macht mehr Menschen auf weniger Raum. Es ginge

hier eine entscheidende Rolle spielt. Befindet sich die Wohnung

aber auch extremer: Stichwort Mietobergrenze. Oder noch radi-

nicht in unmittelbarer Uninähe, ist eine gute öffentliche Verkehrs-

kaler: die Mietzinsbeihilfe generell zu reduzieren. Damit fällt für

anbindung essentiell. Achten Sie beim Kauf zudem auf die Be-

bestimmte Wohnungen schlichtweg die Klientel weg. Entweder

triebskosten und – trotz allem – auf ein faires Preis-Leistungs-Ver-

man bietet diese schließlich günstiger an, oder es rücken Mieter

hältnis. Generell sehe ich im Wohnbereich sowohl von Anlageseite

„von oben“ nach, die ihre noch teurere Wohnung eintauschen,

als auch bei Privatimmobilien enormes Interesse mit gleichzeitig

wodurch diese in der Folge günstiger werden müssen. Einen ers-

hohem Wertentwicklungspotenzial. Lassen Sie sich jedoch auf je-

ten Schritt in diese Richtung hat Innsbruck bereits getan. Hatten

den Fall umfassend beraten, um von Ihrer Anlage auch profitieren

früher Bewohner ab dem ersten Tag, den sie in der Stadt lebten,

zu können. Wir sind gerne für Sie da und hören Ihnen zu.

Kaufanstieg zu verzeichnen, was den Umkehrschluss zulässt, dass auch das Bauvolumen erhöht wurde. 48,5 Prozent der Verkäufe betrafen Neubauwohnungen. Es bleibt trotzdem eine Herausfor-

er Eigentumsgedanke ist in Tirol seit jeher hoch ausgeprägt, vor allem Innsbruck hat über die Jahre nichts an Attraktivität eingebüßt. Doch vielen Suchenden steht

ein überschaubares Angebot gegenüber. Das wird sich auch in

Anspruch auf Mietzinsbeihilfe, so muss man nun drei Jahre warten. Das hat bereits Auswirkungen. Die Beihilfe schrittweise zu reduzieren, wäre wohl politisches Harakiri, und ob der breiten Masse damit geholfen ist, ist fraglich. Es zeigt aber, dass das Problem sich nicht von alleine löst und größer wird, je länger man zuwartet. Und je größer das Problem, desto größer müssen die

Egger-Lienz-Straße 4 6020 Innsbruck Tel.: 0664/414 75 94 info@immo-koessler.at www.immo-koessler.at

Schritte zur Behebung sein.

eco.nova

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eco.titel

„Es gibt keine einfache Lösung“

© LAND TIROL/CAMMERLANDER

Schon seit vielen Jahren beschäftigen wir uns auch in der eco.nova mit Immobilienpreisen und leistbarem Wohnen und haben das Gefühl, in einer Endlosschleife gefangen zu sein. Dass die Problematik keine einfache ist, sieht auch Landesrat Johannes Tratter so. Wäre es anders, wäre sie wohl längst gelöst.

M

ag. Johannes Tratter ist

Wohnen ist leistbares Wohnen. Das Land

wie Umsatzsteuer) schafft leistbaren Wohn-

als Landesrat nebst dem

steht zu seiner Verantwortung und stattet

raum für Menschen mit besonders geringem

Arbeitsmarkt zuständig

die Wohnbauförderung mit entsprechenden

Einkommen. Dies geht bei Zugeständnissen

für Gemeinden, Raum-

Budgetmitteln aus. Zuletzt betrug das Wohn-

im Hinblick auf Ausführung, Ausstattung

ordnung und Wohnbauförderung in Tirol.

bauförderungsbudget rund 290 Millionen

und Baugrund. Die erste Anlage in Schwaz –

Wie er uns in einem vergangenen Interview

Euro. Das entspricht einem Zwölftel des ge-

umgesetzt von der Neuen Heimat Tirol –

verriet, keine leichte Aufgabe. Nach wie vor

samten Landeshaushalts.

konnte bereits bezogen werden. Auch in

nicht. Trotzdem bewegt sich etwas in Tirol.

Leistbares Wohnen erfordert allerdings ein

Kitzbühel entsteht über die Wohnungseigen-

Zusammenspiel mehrerer Akteure. Ich sage

tum ein solches Projekt.

ECO.NOVA: Leistbares Wohnen ist seit

ganz klar: Überall dort, wo die Widmung für

In Städten wie Innsbruck und Kitzbühel

Jahren ein ständiges Thema. Die Immobili-

sozialen Wohnbau erfolgt (liegt im Verant-

besteht im Gegensatz zu vielen anderen ur-

enpreise gehen – vor allem im Zentralraum

wortungsbereich der jeweiligen Gemeinde)

banen Zentren das grundsätzliche Problem

– nach wie vor nach oben. Warum bekommt

sowie die Leistungen des Bauträgers (Tiroler

der Käuferschicht, die sehr stark auf den frei

man dieses Problem über einen derart lan-

Gemeinnützige Bauvereinigungen) und der

finanzierten Wohnraum zurückgreift. Die

gen Zeitraum scheinbar nicht gelöst?

Wohnbauförderung zusammenspielen, ist

privaten Bauträger bringen daher vermehrt

LR JOHANNES TRATTER: Wenn es um

Wohnen leistbar. Auch in der Landeshaupt-

solche hochpreisigen Projekte auf den Markt

Wohnkosten in Tirol geht, muss stets zwi-

stadt Innsbruck.

– an den Vorgaben der Wohnbauförderung

schen dem geförderten Wohnbau und dem

Auch das neueste von mir initiierte Projekt

vorbei und für sie mit hohen Gewinnen ver-

freien Wohnungsmarkt unterschieden wer-

„5-Euro-Wohnen“ (= Mietpreis pro Quadrat-

bunden. Dies wirkt sich entsprechend nega-

den. Es zeigt sich ganz klar: Gefördertes

meter inklusive Betriebs- und Heizkosten so-

tiv auf den gesamten Wohnungsmarkt aus.

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eco.nova


eco.titel

Während in Tirol am Land immer mehr

dem man sich aber stellen muss. Es gibt kei-

kleinere Gemeinden zusehends verwaisen,

ne „einfache“ Lösung, sonst hätte man sie

Raumordnungsgesetzes wurde unter ande-

ist der Zuzug in die Stadt ungebrochen. Das

schon. Denn beim Thema Wohnen/Wohn-

rem die örtliche Raumordnung verstärkt auf

stellt naturgemäß vor Herausforderungen

ort geht es um Lebensqualität. Und das ist

den Bedarf nach leistbarem Wohnraum aus-

nicht nur, aber auch auf dem Wohnsektor.

etwas sehr Persönliches. Zur Lebensqualität

gerichtet. Die Bestimmungen der Vertrags-

Andererseits erleichtert man Menschen un-

zählen praktische Fragen wie Ausbildung,

raumordnung wurden entsprechend den

ter anderem mit Mietzinsbeihilfen, Stadt-

Arbeitsplatz, Verkehr und Freizeitangebot

Ergebnissen der ÖREK-Partnerschaft „Leist-

wohnungen etc. das Leben in der Stadt.

ebenso wie Heimatverbundenheit, Verwur-

bares Wohnen“ überarbeitet.

Muss sich jeder „urbanes Wohnen“ leisten

zelung, familiäre und freundschaftliche Ver-

Ein Vergleich aktueller und älterer Statisti-

können?

bindungen.

ken zeigt, dass sich bereits einiges bewegt

Dass der freie Markt nicht alles „von selbst“

Im Rahmen der Novellierung des Tiroler

hat. Und zwar in die von uns gewünschte

zufriedenstellend regelt, sieht man in vielen

Erwin Zangerl, Chef der Arbeiterkammer,

Richtung. Es gibt eine merkliche Abnahme

Bereichen, nicht nur in Innsbruck und nicht

kritisierte kürzlich die von Ihnen gelob-

an unbebauten, aber für die bauliche Nut-

nur beim Thema Wohnen. Die Entwicklung

te Baulandmobilisierung. In einem Inter-

zung gewidmeten Flächen in Tirol. Die Bau-

„Reiche in der Stadt – Ärmere am Land“ ist

view vor zwei Jahren meinte der dama-

landreserven sind im Zeitraum von maxi-

keinesfalls erstrebenswert, vielmehr sollte

lige Geschäftsführer der Neuen Heimat

mal fünf Jahren deutlich abnehmend. Die

eine soziale Durchmischung der Bevölke-

Tirol, Klaus Lugger, leistbare Grundstü-

Vorbehaltsflächen (also jene Flächen, die für

rungsschichten selbstverständlich sein.

cke wären (für die Gemeinnützigen) sehr

den geförderten Wohnbau bestimmt sind)

Ich sehe es schon als Aufgabe verantwor-

wohl zu bekommen, wenn die Gemein-

zeigen hingegen eine massive Steigerung.

tungsvoller Politik, Rahmenbedingungen zu

den nur wollen. Offensichtlich gäbe es

Es gibt heute im Vergleich zu 2013 mehr als

fördern, die einerseits die Erfüllung individu-

also grundsätzlich genügend Flächen,

doppelt so viele Vorbehaltsflächen für den

eller Lebensziele ermöglichen, andererseits

die jedoch – auch von Privatbesitzern –

geförderten Wohnbau. Die Entwicklung

aber auch das Gemeinwohl, die ganzheitli-

gehortet werden. Dadurch entsteht eine

zeigt, dass die Gemeinden heute vermehrt

che Lebensentwicklung im Auge behalten

Verknappung, die eigentlich nicht sein

und ganz gezielt im Hinblick auf leistbares

– dazu gehört das urbane Zentrum ebenso

müsste. Es braucht also nicht mehr ge-

Wohnen Steuerungsmittel im eigenen Wir-

wie der ländliche Raum. Das ist eine fort-

widmetes Bauland, sondern die Freigabe

kungsbereich der örtlichen Raumordnung

währende Herausforderung, ja ein Spagat,

von bestehendem …

einsetzen.

130 Jahre oder 87mal um die Welt... ...diese Strecke haben die Schiffe der Achenseeschiffahrt seit der Jungfernfahrt des Dampfers St. Josef, am 27. Juni 1887 zurückgelegt und dabei 18 Millionen Fahrgäste befördert. Diese Tradition und unsere Freude den Gästen immer wieder etwas Neues zu bieten, spiegelt sich in unserem Veranstaltungsprogramm, z. B.: Schiff Ahoi beim Sonntagsbrunch, die Aperofahrt „Wenn die Sonn untergeht im Karwendel“, Theater am Schiff „Mordsadel“, das Flottenfest der Blasmusik, die Gedankenspiele, die Seeweihnacht mit dem schwimmenden Christkindlmarkt, winterliche Seegeschichten und Weihnachten wia friaga, etc. Wir freuen uns, unseren Gästen immer wieder etwas Neues zu bieten, im Linienverkehr oder auf einer unserer zahlreichen Veranstaltungen, im Jubiläumsjahr 2017.

Ablegen und aufleben seit 1887 Achenseeschiffahrt und Gaisalm | A-6213 Pertisau | Tel. +43/5243/5253-0 | info@tirol-schiffahrt.at | tirol-schiffahrt.at

eco.nova

17


eco.titel

D

ie Grund- und Baukosten sind in den letzten zwei Jahren noch einmal enorm gestiegen, dabei ist der „Standard“ und

damit vermeintlich günstiges Wohnen bereits verhältnismäßig teuer. Dementsprechend kostspielig ist das Luxussegment, weil dieses Mehr eben auch bezahlt werden will. Da heute bereits Standardwohnungen in der Regel gut ausgestattet sind, bezieht sich dieses Mehr vorrangig auf die Lage. Die Plätze in der ersten Reihe sind jedoch vielfach schon vergeben. Oder man lässt sie sich teuer ablösen. Schön langsam beginnen die Leute deshalb, Abstriche zu machen, erzählt Simon Kikl, CEO der Bonne Apart Group aus Innsbruck, deren Kundenschicht sich mittlerweile grob in zwei Kategorien einteilen lässt: Die, die können, und die, die unbedingt wollen. Kaufen nämlich. Einige davon suchen schon über Jahre nach einer passenden Immobilie, was das Unterfangen nicht einfacher macht, zumal es meist am Preis scheitert, und der steigt stetig weiter. „Abseits der Luxusklientel, die es sich leisten kann und bei der Geld quasi keine Rolle spielt, gehen Kaufinteressenten immer häufiger Kompromisse ein“, sagt Kikl. „Viele, die bis dato nur Innsbruck im Fokus hatten, erweitern ihren Radius Richtung Telfs und ins Tiroler Unterland, zumal es auch im Innsbrucker Speckgürtel und Mittelgebirge immer teurer wird. Vielfach ist gar nicht mehr so sehr die Lage das Thema für die Käufer, sondern allein das Finden einer bezahlbaren Immobilie.“

ECO.NOVA: Vor allem die Preise für Grund und Boden sind in den letzten Jahren ob deren Knappheit teils horrend gestiegen. Lässt sich bei Ihren Kunden eine Art finanzielle Schmerzgrenze feststellen?

SIMON KIKL: Es gibt eine natürliche Schmerzgrenze, nämlich jene, die die Bank vorgibt. Für viele ist der Erwerb von Eigen-

Emotion schlägt Ratio Mit einer Wohnung ist es ein wenig wie mit Autos: Es gibt die Basisausstattung, mit ein paar Extras kann das Ding aber gut und gerne das Doppelte kosten. Was dem Auto die Luxusausstattung, ist der Wohnung die Lage.

tum schlichtweg nicht leistbar. Bei jenen, die es sich leisten können, scheint die Skala nach oben offen. Die Sache ist die: Es gäbe durch-

die Bebaubarkeit spielt eine Rolle. Bringt man

aus Gründe, die zum Verkauf stehen. Wir be-

als Bauträger nur wenige Einheiten auf ei-

so lange es Menschen gibt, die bereit sind, ent-

kommen auch einige angeboten, doch es ste-

nem Grundstück unter, ist der Grundanteil

sprechende Preise zu bezahlen, werden diese

hen immer öfter Preisvorstellungen im Raum,

entsprechend hoch, was die Wohnungen folg-

auch weiter steigen.

die absurd sind. Das hat auch mit der Medien-

lich so teuer werden ließe, dass sie nicht mehr

landschaft zu tun, die das Thema pusht und

vermarktbar wären. Hier beißt sich die Katze

Das Leben wird immer flexibler, Wohn- und

Durchschnittspreise veröffentlicht, in denen

in den Schwanz.

Arbeitsorte wechseln öfter als früher. Wa-

Mikrolagen nicht berücksichtigt werden (kön-

Die steigenden Preise sind jedoch kein neues

rum ist Eigentum beim Wohnen für die meis-

nen) und die von der breiten Masse im wahrs-

Phänomen. Schon vor zehn oder fünf Jahren

ten immer noch so wichtig?

ten Sinne für bare Münze genommen werden.

hat man gemeint, der Plafond sei erreicht, so

Mieten ist im Grunde verlorenes Geld. Beim

Grundstück ist nicht gleich Grundstück. Da-

könne es nicht weitergehen. Doch es ist wei-

Kauf steht am Ende des Kredites Eigentum.

bei geht es nicht nur um die Lage allein, auch

tergegangen. Der Zuzug in die Städte ist nach

Viele denken, bevor sie Geld „vernichten“,

18

eco.nova

wie vor extrem und die Nachfrage hoch und


eco.titel

schaffen sie Werte, von denen auch ihre Kin-

Kaufpreise können nur attraktiv werden,

der profitieren können, oder es geht um den

wenn man eine Verdichtung zulässt. Doch

klassischen Vorsorgegedanken. Der Kauf ei-

viele Gemeinden gehen den gegenteiligen

ner Immobilie hat nicht immer zum Ziel, sie

Weg und fahren die Baudichten zurück. Fin-

sofort selbst zu bewohnen, deshalb ist auch

det man dann doch ein geeignetes Grund-

ein örtlicher Wechsel des Arbeitsplatzes kein

stück, ist vielfach ein Kampf mit den Nach-

Thema. À la longue schafft man mit Eigen-

barn vorprogrammiert, weil diese neben

tum greifbare Werte und für das Alter eine

ihrem Einfamlienhäuschen keine Wohnanla-

solide Basis.

ge stehen haben wollen.

Die Baubranche erlebt aktuell ein Hoch.

Durch die hohen Immobilienpreise geraten

Spüren Sie das auch in Ihrem Arbeitsalltag?

vielfach auch die Makler und Bauträger ins

Wir merken in diesem Zusammenhang vor

Visier. Können Sie den Frust nachvollziehen?

allem, dass die Baukosten extrem in die Hö-

Makler und Bauträger werden in der Diskus-

he gegangen sind, was sich natürlich in den

sion immer öfter zu den Bösewichten. Aber:

Immobilienpreisen widerspiegelt. Der Preis

Wir legen die Preise nicht fest. Wir Makler

leitet sich eben nicht nur von den Grund-,

bekommen die Preise von unseren Kunden

sondern auch den Herstellungs- und Neben-

vorgegeben, können zwar beratend eingrei-

kosten ab. Ergo: Steigen die Baukosten, wird

fen und Preisvorstellungen geraderücken,

auch die Wohnung teurer.

nur funktioniert das nicht immer. Viele ori-

Das Problem ist, dass es durch die rege Bautä-

entieren sich an in Zeitungen kommunizier-

tigkeit schwierig ist, überhaupt Baufirmen

ten Preis-Ausreißern oder den Anzeigen-

zu finden, die für neue Projekte in einem ver-

preisen im Internet, die aber nicht zwingend

nünftigen Kostenrahmen anbieten. Eben weil

dem tatsächlichen Kaufpreis entsprechen

die Auftragsbücher prall gefüllt sind, man

müssen. Das bekommt man den Leuten

nicht auf jeden Auftrag angewiesen ist und

nicht erklärt, auch wenn man versucht, Prei-

man sich kurzfristige Arbeit eben entspre-

se sachlich zu erarbeiten. Es ist das Spiel Ver-

chend vergolden lässt.

nunft gegen Emotion. Und die Emotion ge-

e l a S

ab sofort bis

- 60%

auf exklusive Ausstellungsstücke

winnt. Das ist für uns Makler nicht einfach. Das viele Bauen macht das Wohnen aktuell

Lehnen wir einen Kunden ab, weil wir uns

also teurer?

mit seinen Vorstellungen so gar nicht iden-

Natürlich wird das im Laufe der Zeit wieder

tifizieren können, geht er zum nächsten An-

besser, weil die Bautätigkeit abnimmt und im

bieter. Und er wird mit Sicherheit einen fin-

Zuge von Angebot und Nachfrage Bauen wie-

den, der darauf eingeht. Erzielt die Wohnung

der billiger wird. Die Sache ist nur die, dass

dann nicht den erwünschten Preis – weil sie

die jetzt gestiegenen Preise später als Maß-

schlichtweg nicht so viel wert ist –, ist der

stab genommen und Preisreduktionen kaum

Kunde enttäuscht.

an die Käufer weitergegeben werden. Auch

Auch der Bauträger rechnet sich seine Kosten

das ist eine Sache von Angebot und Nach-

durch und ermittelt daraus den Kaufpreis.

frage. Und um die Preise am freien Markt

Bauträger bauen nicht einfach lustig darauf

wirklich zu drücken, wird wiederum zu we-

los. Sie müssen sich an Bebauungspläne und

nig gebaut.

Vorgaben halten. Der vielfache Widerstand von Nachbarn und/oder Gemeinden ist dabei

Welche Maßnahmen lassen sich ergreifen,

auch für die Preiskalkulation nicht förder-

um Wohnen – abseits vom sozialen Wohn-

lich. Zeit ist Geld und wenn ich als Bauträ-

bau – wieder auf ein erträgliches finanziel-

ger weiß, der Vorlauf eines Projektes beträgt

les Maß zu bringen?

mehr als die übliche Zeit, muss man diese Zeit

Ich bin nicht unbedingt optimistisch, dass

irgendwo einpreisen und das Spiel beginnt

sich dieses Problem in den kommenden Jah-

von vorne: Höhere Baukosten, höhere Woh-

ren lösen wird. Die Immobilienpreisdiskussi-

nungspreise, höhere Mieten.

on ist allgegenwärtig, Grundbesitzer stützen

Wobei ich an dieser Stelle schon auch sagen

sich auf teils utopische Preisvorstellungen

möchte: Es ist nicht alles eine Katastrophe! Es

und werden gierig. Werden die Gründe trotz-

gibt auch auf dem freien Markt bezahlbare

dem gekauft, sind die darauf entstehenden

Wohnungen, weil es durchaus noch Vermieter

Wohnungen entsprechend teuer. Bewohnt

gibt, die nicht auf den Mega-Mietzins schie-

man die Wohnung nicht selbst, ist in der Fol-

len, sondern denen ein langfristiger, kontinu-

ge auch die Miete hoch, weil sich der Investor

ierlicher Mieter lieber ist, mit dem man Leer-

eine adäquate Rendite erwartet, und das Rad

stände vermeidet. Die Rechnung ist unterm

dreht sich weiter.

Strich dieselbe.

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eco.nova

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eco.titel

Nach dem Bau ist vor dem Bau Der Wohnungsmarkt befindet sich in einer prekären Situation. Wohnungen am freien Markt sind teuer, der soziale Wohnbau ist trotz reger Bautätigkeit nicht in der Lage, einen Ausgleich von Angebot und Nachfrage zu schaffen.

ist, in Bezug auf die Fläche wieder zurück. Auf der anderen Seite: Braucht es Vierzimmerwohnungen überhaupt noch in dem Ausmaß wie früher, wenn man sich unter anderem die sinkende Kinderanzahl anschaut? Üblicherweise findet man im (städtischen) Angebot von Bauträgern in der Tat nur noch wenige bis gar keine Vierzimmerwohnungen mehr. Eher noch im Luxusbereich, wo man davon ausgehen kann, dass Käufer 600.000 Euro und mehr auslegen können. Früher haben sich junge Leute bereits größere Wohnungen angeschafft, um genügend Platz für eine mögliche Familie zu haben. Das ist heute fast ein Ding der Unmöglichkeit. Man beginnt mit einer Garconniere oder Zweizimmerwohnung und steigt zum Beispiel mit dem Gründen einer Familie auf eine größere um. Was Sinn macht, weil durch den Wertzuwachs der einen eine solide Basis für die nächste gelegt wird. Macht der Kauf einer Wohnung in Zeiten derart hoher Immobilienpreise überhaupt noch Sinn? Ich kann nur jedem raten, sich – wenn irgendwie möglich – eine Wohnung zu kaufen. Und das möglichst früh. Wobei mir natürlich klar ist, dass es gerade in Innsbruck dafür ein entsprechendes Kapitalpolster und Einkommen braucht. Trotzdem: Ich sehe in der Wohnthematik generell ein Problem für die Zukunft – vor allem für Leute mit geringem Einkommen und geringer Pension. Für sie ist

K

es naturgemäß noch schwieriger, Eigentum zu erwerben, auf der anderen Seite ist die Wohnung irgendwann abbezahlt und im Alter nur noch der Betriebskostenanteil fällig.

ann es auf Dauer gut gehen,

Muss. In der Ausstattung sind bereits Stan-

wenn Wohnen immer mehr

dardwohnungen sehr gut, Luxus und Exklu-

zum Luxus wird? Wohnen

sivität bezieht man aus der Lage oder dem

Die Tatsache, dass die (staatlichen) Pen-

ist ein Grundbedürfnis und

Wohnen in kleinen Anlagen.

sionen in Zukunft nicht mehr zum Leben

für sozial verträgliche Wohnkosten muss

In Bezug auf die Fläche werden Wohnungen

reichen werden, ist nicht plötzlich vom

vor allem eines passieren: Es muss mehr ge-

zwangsläufig wieder kleiner, weil sich größe-

Himmel gefallen. Der Leidensdruck muss

baut und dabei ausreichend Platz für soziale

re schlichtweg fast keiner mehr leisten kann.

offensichtlich sehr hoch sein, damit man

Wohnungen zur Verfügung gestellt werden.

Es sind kaum Vierzimmerwohnungen am

hier gegensteuert.

Ein Gespräch übers Wohnen mit Immobili-

Markt, auch Familien müssen mit drei Zim-

In der Pension wird sich das Problem von

enmakler Gebhard Jenewein, Geschäftsfüh-

mern auskommen. Zweizimmerwohnungen,

teurem Wohnen noch zusätzlich verschär-

rer von Innreal.

die früher im Schnitt 60 bis 65 Quadratme-

fen. Ich sehe uns auf eine neue soziale Ar-

ter hatten, sind heute gut zehn Quadratme-

mut zusteuern, weil die Entwicklung der

ECO.NOVA: Der Anspruch ans Wohnen

ter kleiner, die Garconniere erlebt neue Auf-

Gehälter mit den tatsächlichen Lebenshal-

hat sich über die Jahre verändert. Wie wür-

schwünge. In den 1990ern total out, ist sie

tungskosten bei Weitem nicht mithält. Man

den Sie „modernes Wohnen“ beschreiben?

heute wieder im Kommen, auch weil Zwei-

kann sich also auch während des Berufsle-

GEBHARD JENEWEIN: Wenn ich an mo-

zimmerwohnungen im Neubau nicht mehr

bens kaum ein finanzielles Polster schaffen.

dernes Wohnen denke, ist ein Lift unum-

unter 250.000 Euro zu haben sind.

Bekommt man eine Pensionszahlung von

gänglich, auch schon bei zwei Stockwerken.

angenommen 1.500 Euro netto, das eh schon

Parkplätze, Balkon bzw. Terrasse und güns-

Es geht nach einer Zeit, in der der Platzbe-

über dem Schnitt liegt, und fällt gleichzeitig

tige Energiewerte sind ebenfalls quasi ein

darf pro Person verhältnismäßig gestiegen

aus dem System der Mietzinsbeihilfe hin-

20

eco.nova


eco.titel

*

Juni 2017 n bis 16. Bewerbe ewerbung /b du .e ci www.m

aus, wird das Mieten am freien Markt mit Preisen von 800 bis 900 Euro für eine Zweizimmerwohnung fast unmöglich. Und wenn

!

Menschen noch weniger zum Leben haben, wird es wirklich böse. Die Mieten sind in vielen ländlichen Gegenden weitaus billiger

*Bewerbungsschluss für Bachelor- & Masterstudien ohne Executive Education

als in der Stadt. Muss jeder in der Stadt wohnen können? Es ziehen ja die Preise in den Randgemeinden auch schon an.

die unternehmerische hochschule ®

Man kann der Preisschere in den Ballungszentren meiner Mei-

I n t e r n a t i o n a l s t u d i e r e n a u f h ö c h s t e m N i ve a u

nung nur ausweichen, indem man die Verbindung vom Land in die Stadt laufend verbessert. Wenn die Leute selbst aus der letzten Ecke eines Tals bequem in die Stadt kommen, sind sie auch bereit, außerhalb zu wohnen. Es wird künftig eine Aufgabe der öffentlichen Hand sein, die Zuflucht in der Stadt zu bremsen, indem auch außerhalb vermehrt Geld in die Infrastruktur investiert wird. Ich sehe auch keinen Grund dafür, warum zum Beispiel alle öffentlichen Ämter zentral in der Stadt liegen müssen. Großstädte wie München zeigen, dass Lagen mit guter S-Bahn-Anbindung in die Innenstadt genauso beliebt sind wie die Innenstadt selbst. Ich bin mir sicher, das würde auch bei uns funktionieren. Man wird künftig darüber nachdenken müssen, mehr Geld für bessere Verkehrsanbindungen in die Hand zu nehmen anstatt für immer noch mehr Mietzinsbeihilfen. Ich weiß nämlich nicht, wohin Innsbruck noch wachsen soll. Seit 1994 gilt bei Neuvermietungen bei Altbauwohnungen österreichweit der Richtwert. Für Tirol liegt dieser bei 6,81 Euro pro Quadratmeter. Wie realistisch ist der Wert und wie sinnvoll ist dieser generell (zumal Zu- und Abschläge ja jederzeit möglich sind)? Der Richtpreis geht am Markt vorbei und ist fein für die, die dort wohnen, und unfein für alle, die dort nicht wohnen können. Aus unserer Sicht wäre dieser abzuschaffen oder deutlich anzuheben, weil er in dieser Form eigentlich unsozial ist. Wohnt jemand in dritter Generation in einer solchen Wohnung, ist nicht einzu-

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nicht richtig.

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Sind Mietobergrenzen für Sie eine Option?

E X E C U T I V E P H D *** in Management E X E C U T I V E P H D in Management

sehen, warum der Vermieter durch unbefristete Mietverträge dafür bestraft wird und den Mietpreis nicht anheben darf. Das Eintrittsrecht für Nachfolgende muss aus dem Mietrechtsgesetz gestrichen werden. Ein Mietrecht vererben zu können, finde ich

Eine Obergrenze einzuführen, vor allem rückwirkend, kommt einer „Enteignung“ nahe. Immobilieneigentümer haben in den letzten Jahren schon genügend Prügel bekommen, etwa durch die Immobilienertragsteuer von 25 Prozent, die als Draufgabe auf 30 Prozent erhöht wurde, die Umsatzsteuerabschreibung wurde von zehn auf 20 Jahre verlängert. Für soziale Mieten ist nicht der Investor verantwortlich, der mit versteuertem Geld eine Immobilie erwirbt und diese als Pensionsvorsorge oder als Vorsorge für seine Nachkommen anschafft. Hierfür ist die Politik in Verantwortung zu nehmen. Abseits des sozialen Wohnbaus werden heute – im städtischen Bereich – kaum mehr sozial verträgliche Mieten verlangt und das wird sich noch verstärken. Durch den Zuzug, den Innsbruck nach wie vor erlebt, wird sich das nicht ausgehen.

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= Vollzeit,

= berufsbegleitend;

Sprache,

= in englischer Sprache

= Blended Learning (Online- &

Präsenzmodule); * vorbehaltlich (Änderungs-)Akkreditierung; © Stubaier Gletscher

Man wird dringendst darüber nachdenken müssen, es braucht einfach mehr Wohnungen für sozial schwächere Menschen. Deutlich mehr Wohnungen regulieren den Mietenmarkt von

w w w. m c i . e d u

selbst.

eco.nova

21


eco.titel

Sich nach vorne entwickeln

Der Trend zur Urbanisierung ist ungebrochen. Das stellt vor Herausforderungen. Auf beiden Seiten: In der Stadt wird der Platz immer knapper, ländliche Gegenden verwaisen zusehends.

D

r. Herbert Schöpf ist An-

Wie funktioniert Gemeindeentwicklung?

walt mit Kanzlei in Inns-

Wesentlich ist, dass man über die Grund-

bruck und Sprechstellen

bedürfnisse einer Gemeinde hinausgeht,

in Kitzbühel sowie im

also weiter als nur bis zum Wohnraum

Zillertal und als solcher unter anderem

denkt. Es gilt, den Bedarf zu erfassen

Experte für Gemeindeentwicklung und

und Feedback von der Bevölkerung ein-

öffentliches Vergaberecht – Themenbe-

zuholen. Für zukunftsorientierte Ge-

reiche, die vielfach Hand in Hand gehen.

meindeentwicklungsprozesse braucht

Mit ihm sprachen wir vor allem dar-

es die Beteiligung der Gemeindebürger.

über: Wie lassen sich Gemeinden ent-

Optimalerweise entsteht aus sämtlichen

sprechend attraktivieren, um sie zu ei-

baulichen und nichtbaulichen Maßnah-

ner echten Alternative zum städtischen

men ein Masterplan, der zeigt, wo die

Wohnen zu machen?

Gemeinde steht, was sie braucht und wo ihr Weg künftig hingeht. Man muss sich

ECO.NOVA: Gemeindeentwicklung

vom Dorfkaisertum und Kirchturmden-

ist ein äußerst komplexes Thema. Was

ken verabschieden und Pläne entwerfen,

müssen Gemeinden leisten, um für Be-

die über das Jetzt hinaus Gültigkeit ha-

wohner attraktiv zu sein?

ben. Auf dieser Basis priorisiert man ein-

HERBERT SCHÖPF: Beim Thema Ge-

zelne Projekte, die vorzureihen und drin-

meindeentwicklung muss man sich vor

gend umzusetzen sind – immer mit dem

allem vom projektbezogenen Denken

Blick darauf, in einer Ausschreibung

lösen. Es geht um eine gesamtheitliche

das Gesamtbedürfnis einer Gemeinde

Betrachtung und die Entwicklung eines

zu kommunizieren. Daraus kann in Zu-

Masterplans. Dafür gilt es vorab, die Be-

sammenarbeit mit Verkehrs- und Land-

dürfnisse auf Gemeindeseite zu erheben.

schaftsplanern intelligente Gemeinde-

Gemeinden müssen bestimmte Daseins-

entwicklung entstehen und in Folge eine

grundfunktionen erfüllen, diese schlie-

hohe Zufriedenheit und ein Bleiben im

ßen neben dem reinen Wohnen auch so-

Dorf.

ziale Funktionen mit ein, Vereinswesen, Bildung, Verkehr, Freizeit. Dies alles muss

Wie sehr ist dieser Gedanke der moder-

eine Gemeinde als einheitliche Aufga-

nen Gemeindeentwicklung bereits in

be erfassen. Es geht nicht darum, etwa

den Köpfen der Verantwortlichen ange-

punktuell einen größeren Kindergarten

kommen?

zu bauen, wenn neue Familien zuziehen.

Viele Bausünden aus der Vergangenheit

Das Problem bei isoliert betrachteten

lassen sich leider kaum mehr reparie-

Bauten ist, dass man dadurch oft eine

ren. Sie zeigen auf der anderen Seite aber

Weiterentwicklung der Gemeinde in der

auch klar auf, wie es nicht geht. Aktuell

Zukunft blockiert. Durch eine ungünsti-

ist ein Paradigmenwechsel im Gange, das

ge Situierung eines Bauteils verhindert

spüre ich in meiner täglichen Arbeit. Man

man zum Beispiel eine Erweiterung des

fokussiert sich auch nicht mehr nur auf

Straßennetzes. Man muss einen Bau

die reinen Baukosten. Dadurch entstehen

also immer weiter denken: Wo will die

völlig neue Denkmuster und damit wer-

Gemeinde die kommenden Jahrzehnte

den auch die Orte attraktiver. Es braucht

inhaltlich hin? Man muss bereits für die

oft nur wenig, um eine Gemeinde aufzu-

nächsten Generationen mitdenken und

werten – eine zusätzliche Bushaltestelle

kluge Vorbereitungen treffen, um künf-

zum Beispiel. Die ist an sich nicht teuer,

tig daran anschließen zu können.

wenn sie aber nicht da ist, ist es ein extre-

22

eco.nova


eco.titel

„EINE GEMEINDE WIRD DANN ATTRAKTIV UND ZUM GEGENPOL ZUR URBANISIERUNG, WENN SIE ES SCHAFFT, DIE DASEINSGRUNDVERSORGUNG GANZHEITLICH ZU BETRACHTEN.“ Dr. Herbert Schöpf

mes Manko. Die Investition ist eine Bagatelle,

ein Schlagwort der Stunde sein, aber auch das

Ist nur der Preis das Kriterium, sprechen wir

doch es braucht den entsprechenden Blick

Dorfleben kann smart sein. Hier ist nicht al-

vom Billigstbieterprinzip, beim Bestbieter-

dafür, Defizite zu erkennen und zu beheben.

les Kuhstall und Kirchturm, genauso wie die

prinzip ist neben dem Preis zwingend ein

Stadt nicht nur Highheels und Shoppingmei-

Qualitätskriterium anzuführen. Das darf

Passiert dieser Wandel vom Billigst- zum

le ist. Gemeinden können unglaublich pfiffig

kein Lippenbekenntnis oder Alibikriterium

Bestbieterprinzip, weil die Notwendigkeit

und cool sein, nicht jede Stube muss jodeln.

sein, sondern muss Gewicht und maßgebli-

wirklich von den Gemeinden erkannt wur-

chen Einfluss auf die Gesamtentscheidung

de oder weil es mittlerweile auch gesetzlich

Investitionen sind natürlich immer auch

haben. In Bezug auf das Bestbieterprinzip

verankert ist?

eine Frage des Budgets. Kürzlich gab es von

hat der Gesetzgeber gewisse Vorgaben fest-

Ich halte es ja generell mit Dr. Watson, der zu

Seiten der Landesregierung Vorschläge zur

gelegt. Es gibt auftragsbezogene Qualitäts-

Sherlock Holmes sagte: „Wir sind zu arm, um

Unterstützung von Gemeindekooperatio-

kriterien, die eine höhere Ausführungsqua-

billig zu bauen.“ Das versuche ich auch zu

nen oder freiwilligen Zusammenlegungen.

lität mit sich bringen und die direkt mit

kommunizieren. Früher hat kein Mensch ka-

Ist der Zusammenschluss von Gemeinden

dem Auftragsgegenstand zu tun haben. Ein

piert, dass billig oder falsch bauen schlussend-

eine gangbare Option für Sie?

klassisches Beispiel ist der Heizwärmebe-

lich teurer ist, als es von Beginn an richtig zu

Grundsätzlich erachte ich die Kooperation

darf. Das ist ein gutes Kriterium, weil man

machen und vielleicht ein bisschen mehr in

und Zusammenarbeit von Gemeinden als es-

die Gesamtenergieeffizienz nur durch intelli-

Planung und Qualität zu investieren. Das ist

sentiell. Um eine effiziente und gute In-

gente Planung und hochwertige Materiali-

auffallend bei den Gemeinden angekommen.

frastruktur zu schaffen, braucht es manche

en verbessern kann. Auch umwelttechnische

Gemeinden sind keine abstrakten Körper-

Einrichtungen nicht drei oder vier Mal im

Kriterien sind erlaubt, man bepunktet zum

schaften, sie bestehen aus Menschen und die

Umkreis von 20 Kilometern. Vielfach geht

Beispiel kürzere Zulieferwege. Zudem gibt

entwickeln sich weiter, sodass eine Gemeinde

es dabei um persönliche Eitelkeiten. Öffent-

es Qualitätskriterien, die der Europäische

heute viel intelligenter aufgestellt ist als noch

liche Infrastruktur muss aber nicht nur ge-

Gerichtshof in seiner Novelle 2014 stärker

vor Jahrzehnten. Grundsätzlich glaube ich,

baut, sondern auch erhalten werden. Auf

hervorgehoben hat, die vermehrt auf soziale

dass wir alle gescheiter werden. Das bezieht

Verwaltungsebene liegt enormes Einspa-

Aspekte abzielen. Beschäftigt ein Bieter zum

sich nicht nur auf die Stadt. Denkhorizonte er-

rungspotenzial in der Kooperation mit ande-

Beispiel Über-50-Jährige oder bietet er ent-

weitern sich, weil auch die Menschen am Land

ren Gemeinden. Ein gemeinsamer Bauhof,

sprechende Kinderbetreuungsmöglichkeiten

immer besser ausgebildet sind. Ich denke also,

ein gemeinsames Bauamt oder gemeinsame

für seine Mitarbeiter, kann man ihm dafür

dass Gemeinden per se moderner werden. In

Schulen, Schwimmbäder oder Musikpavil-

Punkte verleihen. Auch besondere Quali-

vielen Gemeinden ist ein extremes Know-how

lons machen für mich nicht nur Sinn, ich

fikationen von Schlüsselpersonal können

vorhanden. Es sitzen engagierte Menschen im

finde sie sogar unbedingt notwendig. Die

beurteilt werden, hier ist die Bewertung je-

Gemeinderat, Unternehmer. Das spürt man in

Zusammenlegung von Gemeinden halte ich

doch schon schwieriger. Das ist das Knifflige

der Zusammenarbeit. Und mit der Bildung der

indes für schwierig und nicht sonderlich iden-

dabei: Kriterien festzulegen, die die Qualität

Menschen werden auch die Gemeinden als

titätsstiftend, besonders wenn es um einen

eines Projektes merklich heben und gleich-

Organisation klüger.

gemeinsamen Ortsnamen geht. Dass sich eine

zeitig relevant sind. Alle Ausschreibungskri-

Auf der anderen Seite schärft sich immer

gewachsene Gemeinde namentlich aufgibt,

terien müssen generell plausibel nachvoll-

mehr das Bewusstsein für gesetzliche Ver-

um quasi ein Bezirk einer anderen zu werden

ziehbar sein, transparent und überprüfbar.

antwortung. Dieses „Wir machen, was wir

... das kann ich mir nicht vorstellen. Politisch

Gerade Kriterien, die nicht direkt mit dem

wollen“ und die Beratung von Freunden am

soll Gemeinde A Gemeinde A bleiben dürfen,

Auftragsgegenstand zu tun haben (wie Qua-

Stammtisch ist per se vorbei. Der gesetzliche

durch geschickte Kooperationen lassen sich je-

lität, umweltfreundliche Produktion ...), sind

Spielraum wird enger und das führt dazu,

doch Verwaltung und Kosten optimieren.

nicht immer einfach zu argumentieren und

dass man sich professionelle Beratung holt.

zu kontrollieren. Vor allem bei ausländi-

Diese Kombination – selbst besser informiert

Sie wickeln als vergebende Stelle die Aus-

schen Bietern sind soziale Aspekte schwer

zu sein und sich zudem fundiert beraten zu

schreibung und Beschaffung von öffent-

überprüfbar. Es liegt also an mir als aus-

lassen – bringt Gemeinden nach vorne. Der

lichen Aufträgen nach dem Bundesverga-

schreibender Stelle, die richtigen Kriterien

Markt verfügt über unglaublich viel Know-

begesetz ab. Welche Kriterien lassen sich

auszuwählen und ihnen eine entsprechende

how, aber wenn du den Markt nicht fragst,

abseits vom Kostenfaktor bei einer Aus-

Gewichtung zu geben, um einen fairen Wett-

sagt er dir auch nichts. Urbanisierung mag

schreibung festmachen?

bewerb zu ermöglichen.

eco.nova

23


Innsbrucks

IMMOBILIEN in Zahlen Kürzlich wurde im Hypo Center Tirol der Marktbericht „WOhnen und WIrtschaften in Innsbruck 2017“ des Teams prochecked vorgestellt. Die Quintessenz daraus: Die Kaufpreise steigen weiter.

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis im Erstverkauf lag in Innsbruck bei . EURO. Das ist eine Steigerung von , % gegenüber dem Vorjahr. Im Wiederverkauf werden im Schnitt 3.432 Euro pro Quadratmeter erzielt, ein Plus von 7,1 %.

Neubauten in „hochwertiger Lage“ erzielten im Schnitt einen Preis von . EURO pro Quadratmeter und waren damit um fast 1.000 Euro teurer als neue Objekte in „guter Lage“.

Die HUNGERBURG ist im aktuellen Erhebungszeitraum mit einen Durchschnittspreis von . EURO im Erstverkauf der teuerste Stadtteil Innsbrucks. Der maximale Preis pro Quadratmeter lag dort bei 8.941 Euro. Bestandswohnungen kosteten im Schnitt 4.802 Euro.

, % der Käufer sind Österreicher,

3,83 % Italiener. Von einem „Ausverkauf“ kann also nach wie vor keine Rede sein – dieser Wert ist übrigens seit Jahren stabil • 2,23 % Deutschland • 1,52 % andere Länder


eco.titel

Von 2006 bis 2016 stiegen die Preise im Erstverkauf um , % an. Der VPI stieg im selben Zeitraum um 22,2 %, der ATX verzeichnet ein Minus von 28,6 %.

Das Team von prochecked hat kürzlich nach intensiver Recherche seinen neuen Marktbericht präsentiert: Mag. (FH) Michael Kugler, Mag. (FH) Peter Berger und Mag. (FH) Armin Hilpold.

Mit insgesamt 

TRANSAKTIONEN hat Hötting West-Allerheiligen knapp  % Anteil an den Gesamtverkäufen. Für den Zuwachs ist das Erstverkaufssegment verantwortlich: 152 Neubauwohnungen wurden veräußert, im letzten Jahr waren es noch 78 Einheiten.





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 



, % der Verkäufe

erfolgten aus Neubauten. 34,2 % der Immobilien waren älter als 25 Jahre.

, % der Verkäufer sind gewerbliche Bauträger, 43,54 % Privatpersonen und 4,73 % Unternehmen.

, % der Käufer sind männlich,

33,84 % weiblich • 19,79 % männlich + weiblich • 9,82 % Unternehmen

 

DER MARKTBERICHT

bietet bereits zum 12. Mal eine qualitativ hochwertige Analyse der aktuellen Immobilienlandschaft in Innsbruck. Neben der gesamtstädtischen Preisentwicklung, dargestellt mittels Prochecked-Index (PIX), werden die Preise in den 17 einzelnen Stadtteilen detailliert betrachtet. Der jüngste Marktbericht basiert dabei auf der Auswertung von 1.417 real erfolgten Kauftransaktionen. Damit nahm das Transaktionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Prozent zu. Die neue Ausgabe von „WOhnen und WIrtschaften in Innsbruck 2017“ kann unter www.prochecked.at angefordert werden.

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eco.wirtschaft

Seefeld reloaded Leicht war es nicht. Echt nicht. Vieles musste passieren, der Leidensdruck erheblich steigen und der Platz für junge Köpfe, Ideen wie Ziele erst frei werden, um die Olympiaregion Seefeld neu zu erfinden. Heute prägt eine spannende touristische Dynamik das Plateau. Die WM 2019 ist ein Höhepunkt. Und der alte Pelz ist Geschichte. // TEXT: ALEXANDRA KELLER


eco.wirtschaft

D

iese Episode ist durch die betriebswirtschaftliche Brille betrachtet recht amüsant. Und sie ist auch bezeichnend.

Bezeichnend für eine Art unternehmerische Trägheit, die folgt, wenn Milch und Honig scheinbar ohne Zutun fließen und für den Genuss von gebratenen Tauben lediglich die Hand ausgestreckt werden muss. „Ich weiß von einem Hotelier, der am 15. September alle entlassen und sein Haus zugesperrt hat, um es am 15. Dezember wieder zu öffnen.

Reservierungsanfragen und Geschäftskorrespondenz sind in dieser Zeit in einen Wäschekorb geworfen worden und unbeantwortet geblieben“, erzählt Klaus Ennemoser. Der Tiroler Tourismusexperte und Unternehmensberater ist mit dem Sporthotel Xander in Leutasch selbst Hotelier am Seefelder Plateau, was den Expertenblick auf die Entwicklung der Region mit Praxis schärft. Seine Wäschekorb-Episode steht dabei nicht nur stellvertretend für ein unternehmerisches Laissez-faire, das skurril anmutet, sondern eben dafür, „dass die Unternehmer nicht alles unternommen haben“. Ennemoser spricht damit die Zeit an, in der der einstige Hotspot des österreichischen Tourismus zunehmend abkühlte, sukzessive verstaubte und dann schockstarr darauf reagierte, aus dem Tourismusparadies vertrieben worden zu sein. „Wir haben in nur zehn Jahren 20 Prozent der Nächtigungen verloren“, unterlegt Alois Seyrling, Chef des Klosterbräu in Seefeld und Obmann des TVB Olympiaregion Seefeld, den Abwärtstrend mit Zahlen. Der Dornröschenschlaf, dem sich die Region hingegeben hatte, hatte mehrere Ursachen, dauerte mehr als 20 Jahre und er war bleischwer.

Mehr als zerknautschte Gesichter Wer satt ist, hat keinen Hunger. Und wer richtig satt ist, macht auch gerne mal ein Schläfchen. Im Fall der Olympiaregion Seefeld hinterließ das kollektive Nickerchen jedoch mehr als zerknautschte Gesichter. Als die Bilder jener Zeiten, in denen Seefeld ein Plätzchen für die High Society gewesen war, langsam

© OLYMPIAREGION SEEFELD

an den Honorablen-Galerien der Hotels vergilbten und die Erinnerungen an Prominenz, Highlife und Fünfuhrtee genauso verblassten wie jene an die tunlichst jegliche Bewegung meidenden Damen in Pelz, war der Zug schon

eco.nova

27


eco.wirtschaft

am Plateau vorbeigefahren. Auf der idyllisch beschaulichen Bahnstrecke – in andere, modernere Destinationen. Der Blick zurück, wo allerlei gekrönte Häupter, Stars wie Udo Jürgens oder Josephine Baker und Staatsmänner wie Willy Brandt und Henry Kissinger hier residierten, konnte diesen Zug nicht stoppen. „Während meines Studiums – so um 1990 – habe ich als Croupier im Casino in Seefeld gearbeitet. Da waren noch viele extrem gut betuchte Italiener zu Besuch. Dann kam die Zeit, in dem der Ort verschlafen hat, zu erkennen, dass es eine Konkurrenz gibt“, erinnert sich Werner Frießer, Bürgermeister von Seefeld, und erzählt weiter: „Auf einmal sind andere Destinationen nach oben geschossen und haben Gas gegeben ohne En-

DER DORNRÖSCHENSCHLAF, DEM SICH DIE REGION HINGEGEBEN HATTE, HATTE MEHRERE URSACHEN, DAUERTE MEHR ALS 20 JAHRE UND ER WAR BLEISCHWER. BIS MAN BEGANN, DIE REGION ZU ENTSTAUBEN UND IHR EIN JÜNGERES IMAGE ZU GEBEN.

de. Die Konkurrenz wurde extrem stark, sie bauten sehr moderne, neue Hotels und Seefeld hinkte hinterher.“

nehmend trister werdende Situation mit ei-

schärft. Wenn ich als Hotelier heute Unsum-

War es im Seefeld der 1960er- und 1970er-Jah-

ner kleingeistigen Stimmung des Verhinderns

men für eine Feuermeldeanlage ausgeben

re, den paradiesischen Tourismuszeiten des

und der Missgunst. „Jeder Betrieb hat auf sich

muss, ist das zwar wichtig, doch der Kunde

Plateaus, unheimlich einfach gewesen, in der

geschaut“, sagt der Bürgermeister.

nimmt das nicht wahr“, so Frießer.

Hotellerie und Gastronomie Geld zu verdie-

Es war ein Teufelskreis. Tja. Weil sich aber so

nen, so hatte sich die daraus resultierende

Ein Teufelskreis

Sattheit zunehmend in Trägheit und schließ-

Das würde schon reichen, doch das war es

der landeshoheitlich verordneten Fusion der

lich in Bewegungsunfähigkeit verwandelt.

nicht allein. Zum Verschlafen der neuen An-

Tourismusverbände des Seefelder Plateaus ei-

Keine wirklich zukunftsfreudige Entwicklung

sprüche oder der Tatsache, dass der „neue“

ne Hürde, in deren mächtigem Schatten sogar

war das. „Es waren schwierige Zeiten. Viele

Käufermarkt gänzlich anders bedient werden

die Hohe Munde zu einem Maulwurfshügel

Hoteliers haben nach einem Bettenstopp ge-

wollte als der „alte“ Verkäufermarkt, kam er-

schrumpfte. Die Fusion gab allen Beteiligten

schrien, damit das Bestehende erhalten bleibt,

schwerend hinzu, dass in zahlreichen Betrie-

und Verantwortlichen in Seefeld, Leutasch,

im Glauben, dass so der eigene Betrieb am Le-

ben die Übergaben anstanden. „Wenn meh-

Mösern, Reith und Scharnitz erst einmal den

ben erhalten werden kann“, weiß Frießer.

rere Kinder da waren, die ausbezahlt werden

Rest. Und förderte nicht unbedingt die bes-

Derartige Ängste waren für die über Jahr-

mussten, war meist kein Geld mehr da, um zu

ten Eigenschaften in ihnen zutage. Die er-

zehnte zwar fleißigen, aber auch verwöhnten

investieren. Zudem hatten sich die behördli-

zwungene Eintracht ließ lange auf sich war-

Gemüter neu. Und sie verschärften die zu-

chen oder baupolizeilichen Spielregeln ver-

ten. Scharmützel zwischen den Vertretern

gut wie alles beliebig steigern lässt, wuchs mit

der – mit dem Weiler Mösern – viereinhalb Ortschaften prägten den Alltag und die Verbandssitzungen. Obwohl Seefeld mit seinen knapp 25 Quadratkilometern Gemeindefläche das flächenmäßig kleinste Gebiet war, wurde von den anderen stets mit Argusaugen darauf geachtet, was dort passiert. Die Sorge, benachteiligt zu werden, war meist größer als die Aussicht auf ein großes Ganzes. Fatalisten mit Hang zur regionalen Mythologie mögen sich angesichts dieser geballten negativen Wucht an den bäuerlichen Riesen Thyrsus erinnert haben, diesen sagenhaf© OLYMPIAREGION SEEFELD

ten Unhold der Seefelder Berge, der mit sei-

28

eco.nova

ner Holzkeule keine Chance hatte im Kampf gegen den gepanzerten und das Schwert schwingenden Riesen Haymon. Thyrsus war der Sage nach jämmerlich verblutet und der Olympiaregion drohte ein ähnliches Schicksal. Das neue Jahrtausend begann für diese


eco.wirtschaft

© OLYMPIAREGION SEEFELD

jedenfalls eher mit einer schmerzhaften Implosion als mit einem großen Feuerwerk. Noch einmal feierten die alten, verkrusteten Strukturen eine Hoch-

von Gemeinde- und Behördenpolitik hat, kann sich vorstellen, dass der tatsächliche Weg nicht so flockig war wie die rasche Darstellung im Rückblick, doch machte sich langsam, aber si-

zeit und würde über die jüngere Entwicklung der Tourismusdes-

zurück. Das Schwimmbad der Gemeinde war

cher ein neuer unternehmerischer Geist breit,

tination ein Drehbuch geschrieben, wäre die

uralt, die Strandperle am Wildsee in einem

der über die Grenzen der Gemeinde Seefeld

Gemeinderatswahl 2004 wohl ein so genann-

beschämenden Zustand und der Ortskern

zu strahlen begann.

ter Plot-Point, ein Ereignis, an dem sich das

von Seefeld war – so überstrapaziert dieses

Parallel zu den Veränderungen im Ort selbst

Blatt zu wenden begann und der nächste Akt

Adjektiv auch verwendet wurde, so trefflich

wurden die Sportstätten modernisiert, die

eingeläutet wurde. „Es passiert nur etwas,

war es – verstaubt. Bar jeglicher Moderne

Loipen auf Vordermann gebracht und die

wenn der Leidensdruck groß genug ist. Das

waren weder Infra- noch Suprastruktur all-

nordische Kompetenz der Region durch hoch-

ist in allen Bereichen so“, hält Alois Seyrling

zu einladend. „Unsere ersten Ziele waren der

karätige Veranstaltungen ausgebaut. Frießer:

fest. An Leidensdruck mangelte es wahrlich

Wildsee und unsere Fußgängerzone. Da ha-

„Irgendwann hat das Rad zu schwingen ange-

nicht – ob in den Betrieben, den Gemeinden

ben wir dann schnell die Fiaker nach draußen

fangen, ein neues Image entstand und plötz-

oder dem sich ächzend formierenden TVB.

gebracht. Rund um einen Fiakerstand ist es

lich hieß es, Seefeld sei der beste WM-Veran-

schwierig, Gastronomie zu entwickeln. Dann

stalter in der nordischen Kombination.“ Die

wurden der Dorfplatz und der Kurpark neu

offensiv verbesserte Kommunikation nach

„2004 wurde ich zum Bürgermeister gewählt

gestaltet, die Fußgängerzone aufgepäppelt,

außen zeigte Früchte und jene nach innen –

und wir versuchten, eine Strategie zu erarbei-

dann die Strandperle und der Spazierweg um

also innerhalb des TVB – stärkte ein Wir-Ge-

ten, um den Ort zu verjüngen. Der hatte so

den See“, zählt Frießer die ersten Schritte der

fühl, das alte Ressentiments zu dämpfen ver-

ein verstaubtes Image“, blickt Werner Frießer

Metamorphose auf. Wer eine kleine Ahnung

stand.

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29


© OLYMPIAREGION SEEFELD

eco.wirtschaft

Es ist schwer, einen klaren Zeitpunkt festzu-

13 Baukräne – ohne die der WM – gezählt

Nach den Olympischen Winterspielen der

machen, an dem sich das Blatt zu wenden be-

zu haben. Frießer verweist darauf, dass die

Jahre 1964 und 1976 und der Nordischen WM

gann, doch ist Klaus Ennemoser überzeugt,

Gemeinde in den letzten 13 Jahren über 260

1985 hatte die Olympiaregion in jüngeren

dass es die neuen Köpfe an den Spitzen der

Bauverhandlungen im gewerblichen Bereich

Jahren zwar des Öfteren gezeigt, dass sie für

Betriebe, der Gemeinde und des TVB waren,

abgewickelt habe. Und Ennemoser verweist

WM-Bewerbe bestens gerüstet ist und auch

die den Relaunch der Region zu verantworten

auf das Zielpublikum, die Gäste, die es anzu-

für den olympischen Gedanken gewappnet,

haben. „Sie haben neue Ideen gebracht, eine

sprechen und abzuholen gilt: „Im Umkreis ei-

doch war der Zuschlag eine kleine Sensation.

neue Dynamik und es entstand auch wieder

ner Fahrtzeit von rund fünf Stunden leben ca.

Seefeld hatte seine Bewerbung im allerletzten

Mut sowie die Begeisterung, etwas gemein-

86 Millionen Menschen in rund 38 Millionen

Moment eingereicht und Oberstdorf aus dem

sam zu tun“, sagt er und hält weiters fest: „Die

Haushalten und mit einem Kaufkraftindex

Rennen gekickt. „Wir haben schon seit über

neuen Vorstände im TVB beispielsweise ha-

von durchschnittlich 150. Die Olympiaregion

einem Jahr eine Buchungssperre für die WM-

ben gesehen, dass der Gegner nicht die Nach-

Seefeld-Leutasch hat die besten Vorausset-

Zeit. Alles ist voll, und zwar nicht nur für die

bargemeinde sein kann, sondern die Touris-

zungen, tolle Zugpferde an der Spitze und das

zwei Wochen, in denen die Wettbewerbe statt-

musdestinationen woanders sein müssen.

Potenzial für weitere große Investitionen.“

finden, sondern für vier Wochen“, kann Klaus

Die Grabenkämpfe haben aufgehört und ich

Aus seiner Begeisterung und seiner Freude

Ennemoser über einen Effekt berichten, der

würde sagen, dass die Fusion zu 80 Prozent

über den Aufschwung in der Region macht

direkt nach dem entscheidenden FIS-Kon-

umgesetzt wurde. Man hat Luft nach oben,

Ennemoser keinen Hehl. Warum auch.

gress Anfang Juni 2014 in Barcelona eintrat.

gemeinsam etwas zu bewegen, doch die Denke hat sich grundsätzlich geändert.“.

Die WM 2019 – das Highlight

Über die unmittelbar die Region erfassende Buchungswelle bass erstaunt zu sein, ist an-

Dass das Plateau für internationale Investo-

gebracht, galt es doch bislang als empirischer

ren interessant wurde, liegt nicht nur an den

Fakt, dass während derart internationaler

Der Generationenwechsel am Plateau wirk-

positiven Aussichten zwischen Scharnitz und

Großveranstaltungen weniger Gäste anrei-

te wie ein touristischer Defibrillator. „Leute,

Mösern, sondern auch an den negativen Ent-

sen. Nicht nur damit scheinen in und für See-

die in der digitalen Welt groß geworden sind,

wicklungen in von der Weltpolitik geschüt-

feld neue Zeiten eingeläutet zu werden. Die

haben einen Schwung nach vorne gemacht

telten und in vielerlei Hinsicht unsicheren

Investitionen durch die öffentliche Hand in

und vieles initiiert“, weiß Ennemoser. „Es hat

Gegenden. In dem Zusammenhang ist die Re-

WM-Infrastruktur und den neuen Seefelder

einige Verkäufe gegeben, doch die restlichen

gion Nutznießerin einer Entwicklung, die sie

Bahnhof belaufen sich auf 50 Millionen Euro.

Betriebe haben mit der jungen Hotellerie das

selbst nicht zu beeinflussen vermag. Andere

Ein großer Batzen Geld ist das, ein Batzen, der

Gefühl mitbekommen, dass sich doch noch

Entwicklungen gehen jedoch ausschließlich

aus eigenen Kräften nie für den Ausbau nach-

ein bissl Geld verdienen lässt“, sagt Werner

auf Aktivitäten zurück, die nach der geistigen

haltig wirkender Infrastrukturen aufgebracht

Frießer. „Viele Unternehmen haben mündige

Wende und in konstruktivem Zusammen-

hätte werden können. „Der TVB hat ein Jah-

Nachfolger gefunden, die ihre Produkte wei-

spiel möglich wurden. Wie die Bewerbung um

resbudget von 19 Millionen Euro, die auf die

terentwickeln und verjüngen. Die Betriebe

die Nordische Ski-Weltmeisterschaft im Jahr

viereinhalb Gemeinden aufgeteilt werden“,

investieren teils extrem und glauben seit ei-

2019. Und der Zuschlag. „Das ist ein Glücksfall,

stellt Bürgermeister Frießer die dafür ent-

nigen Jahren wieder stärker an die Region“,

aber kein Zufall. Es ist sicher ein Resultat der

scheidende Relation her.

hält Alois Seyrling fest. Der TVB-Obmann

Anstrengungen, Investitionen und Bemühun-

Im Zusammenhang mit den längst in die We-

verweist etwa darauf, im vergangenen Herbst

gen in der Vergangenheit“, sagt Alois Seyrling.

ge geleiteten Baumaßnahmen fällt auch die

Touristischer Defibrillator

30

eco.nova


eco.wirtschaft

DER WECHSEL AM PLATEAU WIRKTE WIE EIN TOURISTISCHER DEFIBRILLATOR.

Ruhe in der Bevölkerung auf. Um sie im Vorfeld darüber zu informieren, was, wie, wo und wann im Zusammenhang mit der WM passieren wird, wurde eine große Bürgerversammlung organisiert. „Der Saal war bumsvoll“, erinnert sich Bürgermeister Frießer. „Wir hatten damals schon mit den Baumaßnahmen

LEUTE, DIE IN DER DIGITALEN WELT GROSS GEWORDEN SIND, HABEN EINEN SCHWUNG NACH VORNE GEMACHT UND VIELES INITIIERT.

im Möserertal begonnen und es hatte zu keinen Widerständen geführt. Für Naturliebhaber sind derartige Baustellen ja nicht das Schönste, es sind erhebliche Eingriffe, doch im Rahmen der Versammlung wurde lange und sachlich diskutiert. Die extremen Pole gibt es bei uns nicht.“ Als Leiter des Patscherkofel-

F ind us on:

bahn-Baus weiß er, dass das anders sein kann. „Bei uns steht jeder hinter dem Tourismus und will, dass es nach vorne geht. Darum gibt es keine Gruppen, die da Stress machen“, weiß er. Stress machen andere Sachen. Bürokratische Feinheiten können bei derart komplexen und umfangreichen Projekten Bremsklötze sein, die enervieren und verzögern. Doch der Bürgermeister nimmt es mit Humor. „Ja, im Großen und Ganzen macht es unglaublich Spaß“, sagt er. Seit Juni 2014 geht jedenfalls die Post ab. Auch, wenn die Innovationen betrachtet werden, für die diese WM ein weiterer Funke ist. Revolutionär ist etwa das Snowfarming, der „Schnee von gestern“ und eine um-

25. G

G TSTA EBUR

10. M

17

AI 20

weltfreundliche Methode des Schneemanagements, bei dem riesige Mengen Schnee der Vorsaison über die Sommermonate unter einer dicken Lage Holzschnitzel konserviert und zum Saisonstart wieder aufbereitet werden. Bei der Ski-WM könnte erstmals eine „Pay per use“-Zahlungsmöglichkeit zum Einsatz kommen, mit der beispielsweise nur Liftfahrten bezahlt werden, die tatsächlich in Anspruch genommen wurden. In puncto Nachhaltigkeit geht die WM in Seefeld schon lange vor der Eröffnung in die Geschichte ein und Bürgermeister Frießer sagt: „Die Sportanlagen, das Leistungszentrum, die Beschneiung – all das gibt es auf der ganzen Welt noch nicht. Das ist einzigartig.“ Von 19. Februar bis 3. März 2019 wird die Welt zu Gast und Zeuge einer spannenden touristischen Metamorphose sein. Das richtige Leben am Seefelder Plateau geht dann am 4. März 2019

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Erfolgsmodell Lehre und Matura Das Land Tirol unterstützt seit 2008 das Projekt „Lehre und Matura“. Bereits  Lehrlinge gehen mit der allgemeinen Hochschulreife doppelt sicher in die Zukunft.

T

irol genießt international große

führt. Dabei kann zwischen einem „Beglei-

Praxis im Betrieb mit der schulischen Vor-

Anerkennung als idealer Wirt-

tenden Modell“ und einem „Integrierten

bereitung auf die Matura. Die Jugendlichen

schaftsstandort, eine wichtige

Modell“ gewählt werden. „Lehre und Matu-

können damit höherqualifiziert und dop-

ra“ kombiniert die Lehrausbildung in der

pelt sicher in die Zukunft starten.

Rolle dabei spielen hoch motivierte und bestens qualifizierte Fachkräfte. Bisher konnten sich Jugendliche entweder für eine Lehrausbildung oder eine rein schulische Ausbildung entscheiden. Durch das Modell „Lehre und Matura“ ist es gelungen, dass eine Lehre und eine höhere schulische Ausbildung einander nicht mehr ausschließen. „Lehre und Matura“ verbindet seit 2008 eine vollständige Berufsausbildung mit der allgemeinen Hochschulreife und wird gerade auch durch die Unterstützung des Landes kostenlos angeboten. Bereits 624 Lehrlinge (232 Frauen, 392 Männer) gehen nunmehr doppelt sicher in die Zukunft. Sie konnten erfolgreich neben ihrer Berufsausbildung die Maturaprüfung ablegen. In Tirol wird die Ausbildung „Lehre und Matura“ vom WIFI und vom BFI durchge-

ALLGEMEINE INFORMATION

Die Matura wird in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und dem Fachbereich abgelegt. Der Fachbereich richtet sich nach dem Lehrberuf.

MODELLE

• Integriertes Modell: Das integrierte Modell ist Bestandteil des Lehrverhältnisses und muss mit dem Lehrbetrieb abgeklärt sein. Der Unterricht findet bei diesem Modell einmal pro Woche am Vormittag oder Nachmittag statt. • Begleitendes Modell: Im begleitenden Modell findet der Unterricht in der Freizeit statt. Damit ist der Unterricht unabhängig vom Lehrbetrieb und es gibt keine Überschneidungen mit dem Berufsschulunterricht.

KOSTEN

Die Finanzierung des Ausbildungsmodells „Lehre und Matura“ erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) mit Unterstützung des Landes Tirol. Damit können diese Kurse vom BFI Tirol und WIFI Tirol für Lehrlinge kostenlos angeboten werden. www.tirol.gv.at/lehre-und-matura

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mit zwei ausbildungen doppelt sicher in die zukunft. Lehre & Matura verbindet eine vollständige Berufsausbildung mit der allgemeinen Hochschulreife. In Tirol wird dieses Angebot vom WIFI und vom BFI durchgeführt. Mehr Informationen unter: www.tirol.gv.at/lehre-und-matura

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eco.wirtschaft

Schreckgespenst 12-Stunden-Tag? Seit Jahren stecken die Verhandlungen in Sachen flexiblere Arbeitszeiten in der Sackgasse. Bis Ende Juni läuft das Ultimatum für die Sozialpartner. Dann entscheidet die Regierung – oder die nächste. Das ändert aber nichts daran, dass der Standort dringend einen moderneren Rahmen in dieser Frage braucht. // TEXT: KLAUS SCHEBESTA

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eco.wirtschaft

JETZT TICKT DIE UHR BEI DEN SOZIALPARTNERVERHANDLUNGEN. WÄHREND ES BISLANG AUSSER DEM ÖFFENTLICHEN KEINEN FAKTISCHEN ZEITDRUCK GEGEBEN HATTE, SEHEN SICH DIE VERHANDLER NUN EINEM ULTIMATUM GEGENÜBER. tretungen. Während die einen eine dringende

nach Hause zu fahren und dafür Überstun-

Anpassung an die geänderten Anforderungen

denzuschläge oder Freizeitausgleich zu erhal-

verlangen, sehen die anderen keinen dringen-

ten, ist derzeit nicht möglich. Die Wirtschaft

den Handlungsbedarf und blockieren jegliche

betont ausdrücklich, dass 12-Stunden-Tage die

Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Seit Jahren.

Ausnahme bleiben und nur für Spitzenzeiten

Aber jetzt …

zur Anwendung kommen sollen.

Tick. Tack.

Die Arbeitnehmerseite hält von derartigen Praxisbeispielen nicht viel und kontert mit

Jetzt tickt die Uhr bei den Sozialpartnerver-

ihren Bedenken: Sie wittert einen Anschlag

handlungen. Während es bislang außer dem

auf die Überstundenzuschläge, befürchtet

öffentlichen keinen faktischen Zeitdruck ge-

ausgebeutete und ausgebrannte Mitarbeiter

geben hatte, sehen sich die Verhandler nun

mit der Folge erhöhter Krankenstände, einen

einem Ultimatum gegenüber. Der Bundes-

Anstieg der Fehleranfälligkeit aufgrund stän-

regierung – die selbst nicht für rasende Ent-

diger Überlastung und warnt davor, dass sich

scheidungsabläufe bekannt ist – wurde diese

die Beschäftigten ihre Ausgleichszeiten nicht

Dauerschleife zu viel. Bundeskanzler Christi-

selbständig einteilen könnten und auf die Be-

an Kern gab den Sozialpartnern bis Ende Ju-

triebe Rücksicht genommen werden müsse.

ni Zeit, das Thema Arbeitszeitflexibilisierung

Und zusätzlich – als ob die Situation nicht ver-

(zusammen mit dem Thema Mindestlohn) zu

fahren genug wäre – verbinden Arbeiterkam-

regeln. Widrigenfalls wird die Bundesregie-

mer und Gewerkschaften eine Zustimmung

rung (ob diese nach dem Schwenk auf Neu-

mit weiteren langjährigen Forderungen: Wenn

wahlen überhaupt noch dazu in der Lage sein

überhaupt könne man über 12-Stunden-Tage

wird, ist eine andere Frage) die Thematik per

nur reden, wenn die Mindestlöhne angeho-

ie Uhr tickt. Genau da-

Gesetz regeln. Ohne die Sozialpartner.

ben werden, die sechste Urlaubswoche für alle

rum geht es bei die-

Doch bislang sind die beiden Vertragspartei-

langjährig Beschäftigten kommt, Qualifizie-

sem Thema. Die Zeit ist

en nicht sehr weit gekommen. Die Argumente

rungsmaßnahmen im Zuge der Digitalisie-

schnelllebig geworden.

liegen längst auf dem Tisch: Die Arbeitgeber-

rung erfolgen, mehr Kinderbetreuungsplätze

Für die Kunden zählt

seite argumentiert, dass die österreichischen

zur besseren Vereinbarkeit von Familie und

nicht nur, wie etwas gemacht wird, sondern

Arbeitszeitgesetze nicht mit der Realität zu-

Beruf zur Verfügung gestellt werden und die

auch wann. Besonders in Branchen mit ho-

sammenpassen und mangelnde Flexibilität

Möglichkeit zur Ausübung von Ehrenämtern

her Konkurrenz ist eine zügige Auftragsab-

Wettbewerbsfähigkeit und damit Arbeitsplät-

erhalten bleibt. Auch eine 35-Stunden-Woche

wicklung mitunter ein K.o.-Kriterium. Das

ze kosten würde. Immer wieder werden Bei-

ist im Gespräch – also so ziemlich alles, was

ergibt für die Betriebe die Forderung nach

spiele wie dieses genannt: Ein Techniker im

auf der gewerkschaftlichen Agenda steht.

Flexibilität. Selbst wenn sich der Chef noch

Außendienst fährt zwei Stunden zu einer Bau-

Oft genug stößt nationale Gesetzgebung an

so bemüht: Eine völlige Gleichmäßigkeit bei

stelle, arbeitet dort vier Stunden und ist im

europäische Normen. Das ist hier nicht der

der Auftragsabwicklung ist nicht erreichbar.

Anschluss auf einer zweiten Baustelle weite-

Fall: Geht es nach der EU-Arbeitszeitrichtlinie,

Eng wird es bei Auftragsspitzen, die rasch ab-

re drei oder vier Stunden im Einsatz. Danach

wäre es auch in Österreich durchaus erlaubt,

gearbeitet werden müssen. Doch die Firmen

ist seine Maximalarbeitszeit erreicht. Er darf

ausnahmsweise 12,5 Stunden am Stück zu ar-

können nur so flexibel sein, wie es die Arbeits-

nach insgesamt zehn Arbeitsstunden nicht

beiten (mit Zeitausgleich an einem anderen

zeiten ihrer Mitarbeiter zulassen. Und hier

mehr nach Hause fahren, sondern muss sich

Tag). Die europäische Normalarbeitswoche

gibt es bedeutende Auffassungsunterschiede

ein Hotelzimmer suchen. Die Alternative, den

erlaubt hingegen höchstens zehn Stunden

zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerver-

Auftrag noch fertigzustellen, anschließend

– aber an generelle 12-Stunden-Tage denken

D

eco.nova

35


eco.wirtschaft

OFT GENUG STÖSST NATIONALE GESETZGEBUNG AN EUROPÄISCHE NORMEN. DAS IST HIER NICHT DER FALL: GEHT ES NACH DER EUARBEITSZEITRICHTLINIE, WÄRE ES AUCH IN ÖSTERREICH DURCHAUS ERLAUBT, AUSNAHMSWEISE 12,5 STUNDEN AM STÜCK ZU ARBEITEN.

cherweise derselbe Befund zutrifft, beeilten sich die Spitzen der Sozialpartner, den Rüffel zu kontern. In einer gemeinsamen Aussendung unterstrichen Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und Arbeiterkammerpräsident Rudolf Kaske die Zuversicht, zu einer Einigung zu kommen. Kaske hielt zudem dem Finanzminister seine eigenen Baustellen vor und konnte sich die Bemerkung nicht verkneifen, dass ein Scheitern der Verhandlungen „kein Beinbruch“ sei. Was möglicherweise eine kapitale Fehleinschätzung ist. Denn die Zeit läuft ....

Tick. Tack. Speziell Arbeiterkammer und Gewerkschaften sollten ihre Forderungen nicht übertreiben.

nicht einmal Hardliner auf Unternehmer-

lassen sich keine internationalen Vergleiche

Wenn keine Einigung gelingt, ist das tatsäch-

seite. Auch wenn manchmal anderes zu le-

anstellen, da in vielen Ländern Löhne zwölf

lich ein großer Rückschlag für die Sozialpart-

sen ist: Das Hin und Her der Sozialpartner

Mal ausbezahlt werden, in Österreich hin-

nerschaft. Selbst wenn sich das Rudolf Kaske

wird in der öffentlichen Kommunikation mit

gegen vierzehn Mal. Wenn man das berück-

noch so schönredet: Öffentlich angezählt zu

reichlich Polemik angereichert. Speziell die

sichtigt, sind auch jene Branchen, die sich mit

werden ist alles andere als ein Sieg. Leitl legte

Gewerkschafter malen gerne das Schreckge-

1.500 Euro Mindestlohn derzeit schwertun, im

im Zuge eines Interviews mehr Realismus als

spenst eines generellen 12-Stunden-Tags an

Grunde schon jetzt dort angelangt, argumen-

sein Gegenüber an den Tag: „Wenn wir bis Juni

die Wand und warnen vor „Lohnraub“, die

tiert die Unternehmerseite. Realpolitisch wird

keine Lösung präsentieren, dann stellen wir

Wirtschaft ärgert sich im Gegenzug über eine

an einer Anhebung kein Weg vorbeiführen.

auch die Sozialpartnerschaft in Frage.“ Seit

Gesinnung im Klassenkampfstil des 19. Jahr-

Knackpunkt wird die Länge der Übergangs-

dem Überraschungscoup von Sebastian Kurz

hunderts.

fristen, die den betroffenen Branchen dafür

ist sowieso alles anders. Dass Neuwahlen im

Beim zweiten, den Sozialpartnern als Aufga-

eingeräumt wird. Dass man sich nicht mit

Herbst stattfinden, ist klar – ob die Regierung

be gestellten Thema, den Mindestlöhnen, ist

einem simplen Tausch höhere Mindestlöhne

in der Zwischenzeit noch irgendwelche konst-

die Situation ebenso verfahren. Allerdings

gegen Flexibilität einlassen werde, haben die

ruktiven Beschlüsse zusammenbringen wird,

hat dieser Bereich nicht derart massive Aus-

Arbeitnehmervertreter bereits deponiert.

steht in den Sternen. Wahrscheinlich gehen

wirkungen wie die Arbeitszeitflexibilisierung,

Angesichts des bislang erfolglosen gegenseiti-

sich gerade noch einige bereits fertig verhan-

weil nur einzelne Branchen betroffen sind. Es

gen Ausrichtens von Forderungen, Gegenfor-

delte Koalitionsentscheidungen aus. Die fle-

geht in einem ersten Schritt um eine Anhe-

derungen und Gegen-Gegen-Forderungen hat

xibleren Arbeitszeiten und die Mindestlöhne

bung auf einen Mindestlohn von 1.500 Euro,

sich Finanzminister Hans Jörg Schelling kürz-

gehören nicht dazu. Hier gehen die Meinun-

der in manchen Branchen wie Friseure, Flo-

lich zu einem groben Foul hinreißen lassen.

gen weit auseinander. Daher werden uns diese

risten oder Konditoren noch verfehlt wird.

Er sagte wörtlich: „Die Sozialpartnerschaft ist

Themen in die nächste Legislaturperiode be-

Auch hier ist die Situation komplizierter, als

tot. Sie weiß es nur noch nicht.“ Abgesehen

gleiten. Mit genau denselben Argumenten, die

es auf den ersten Blick scheint. Beispielsweise

davon, dass für die Bundesregierung mögli-

hier dargestellt wurden

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eco.wirtschaft

Stark nachgefragt und top organisiert Der Geschäftsführer der FH Kufstein Tirol, Prof. (FH) Dr. Thomas Madritsch, im Interview. © FH KUFSTEIN TIROL

Das deutsche Centrum für Hochschulentwicklung hat gerade die Ergebnisse der aktuellen Studierendenbefragung veröffentlicht. Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis? Ich bin sehr zufrieden, vor allem deshalb, weil unser Engagement, auf die Bedürfnisse der Studierenden einzugehen, genauso bei ihnen angekommen ist. Befragt wurden diesmal die Studierenden der Bachelorstudiengänge mit wirtschaftlichem Fokus. Sie bestätigen uns im aktuellen

ECO.MMENTAR

ent und Gesundheitsmanagem lohnen sich Unternehmenskultur Märkte werden immer globaler, Produkte immer ähnlicher, der Kunde erwartet rasche, lösungsorientierte Dienstleistungen. Daraus ergeben sich zwei wesentliche Fragen, denen sich Verantwortliche eines Unternehmens zu stellen haben.

Günther Wurm, Consultant, Business Pool Austria

CHE-Hochschulranking vor allem eine sehr gute Betreuung während des Studiums. Natürlich freut es mich auch, dass sie den Praxisbezug

Wie gelingt es, Unternehmen auch langfristig erfolgreich im

der jeweiligen Studiengänge positiv bewerten, schließlich zeichnet ge-

Markt zu positionieren?

nau das die Fachhochschulen aus.

Wie schaffen Sie es, ein motivierendes Umfeld zu gestalten, worin Mitarbeitende bereit sind, Überdurchschnittliches zu

Welcher Studiengang zieht die meisten Bewerber an?

leisten? Eine mögliche Antwort wäre, ein effizientes, nachhal-

Was die Bewerber angeht, sind wir besonders stark in unseren Marke-

tiges Gesundheitsmanagement zu positionieren. Damit ist

tingstudiengängen und in Internationale Wirtschaft und Management.

nicht jenes stiefmütterliche Konstrukt gemeint, das primär

Wirklich einzigartig ist die Kombination von Sport, Kultur und Veran-

mit Pausenäpfeln und Fitnessstudio in Verbindung gebracht

staltungen in einem Studiengang, das gibt es so nur bei uns. Die Studie-

wird, sondern ein Instrument, das es erlaubt, im Unterneh-

renden kommen dafür sogar aus den USA, Kanada und Großbritanni-

men ganzheitlich Veränderungen zu bewirken. Ein innovatives

en zu uns. Dass unser Angebot auch gut ankommt, bestätigen uns die

Unternehmen nutzt die sich abzeichnende gesellschaftliche

Bewerberinnen und Bewerber jedes Jahr aufs Neue. Leider können wir

Veränderung als Chance, verstaubte unternehmerische Wer-

nicht alle aufnehmen. Im vergangenen Studienjahr 2016/17 haben über

te einer Prüfung zu unterziehen, um sie im praktischen Alltag

500 das Aufnahmeverfahren für einen der 132 Plätze in den Studien-

wieder lebendig werden zu lassen.

gängen Sport-, Kultur- & Veranstaltungsmanagement absolviert. Warum soll sich ein guter Mitarbeitender künftig gerade für Bis zum 18. Juni können sich Interessierte noch für Masterstudien-

unser Unternehmen entscheiden?

gänge an der FH Kufstein Tirol bewerben. Was ist das Besondere an

Studien belegen: Das Geheimnis des Erfolges eines Unter-

Ihrem Angebot?

nehmens liegt maßgeblich in einer mitarbeiterorientierten

Genau genommen haben wir zwei Besonderheiten in unserem Master-

Unternehmenskultur. Den größten Einfluss auf das Engage-

angebot. Sieben unserer bereits bestehenden Master sind berufsbeglei-

ment der Mitarbeiter haben dabei Mitarbeiterorientierung, die

tend und bieten so eine perfekte Lösung, um Beruf, Familie und Studi-

Schaffung von Teamgeist und das Erleben von Zugehörigkeit

um optimal zu kombinieren. Dabei ist es ganz egal, ob die Interessierten

zum Unternehmen. Während sich Ärzte noch vor wenigen Jah-

gerade ihren Bachelor abgeschlossen haben oder schon länger berufs-

ren vor allem fragten, was Menschen krank macht, fragt man

tätig sind. Ganz konkret auf eine internationale Karriere zielen die bei-

sich heute: Was hält Menschen gesund? Inzwischen ist dieser

den englischsprachigen Masterstudiengänge in Vollzeitform, Internati-

Blickwechsel auch in Unternehmen und der Führungskultur

onal Business Studies und Sports, Culture & Events Management.

angekommen. Man weiß heute, dass der Führungsstil darüber entscheidet, ob Arbeitnehmer gesund und leistungsfähig

Ab Herbst gibt es zwei neue innovative Masterangebote an der

bleiben oder gestresst sind und krank werden. Führungskräfte,

FH Kufstein Tirol. Worum geht es dabei?

die ihren Mitarbeitenden Vertrauen und Anerkennung entge-

Neben unserem vielseitigen Angebot an technischen und gesellschaft-

genbringen und sie als Individuen wahrnehmen und behan-

lichen Studiengängen, die immer sehr engen Bezug zur Wirtschaft ha-

deln, haben gesündere Teams, als jene, die auf Kontrolle und

ben, bieten wir einen neuen berufsbegleitenden Masterstudiengang an:

Machtausübung setzen.

Smart Products & Solutions startet, vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria, ab dem Wintersemester 2017/18 und betrachtet vernetzte Produkte aus der Perspektive der Entstehung. Der internationale und englischsprachige Master (M.Sc.) Bio Inspired Engineering hingegen fokussiert die Umsetzung von Innovationen der Natur in neue

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37


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Top-Service für Tiroler Betriebe Export ist das Gebot der Stunde für Tirols Mittelständler. Wie das konkret geht, sagen 29 österreichische Wirtschaftsdelegierte aus aller Welt beim Exporttag am 23. Juni in Innsbruck.

E

s ist DIE Gelegenheit für alle Tiroler

Anwesend sein werden die Wirtschaftsdele-

ka – Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbi-

Unternehmen, die Kunden im Aus-

gierten aus Asien, konkret aus China (Hong-

en, Mexiko, Venezuela, Kanada und den USA

land gewinnen wollen: Am 23. Juni

kong und Peking), Indien, Indonesien, Ja-

(Chicago, Los Angeles, New York) – sowie aus

kommen 29 Wirtschaftsdelegierte zum Tiroler

pan, Südkorea, Malaysia, Singapur, Taiwan

Europa (Deutschland, Italien, Schweiz, Tür-

Exporttag zu kostenlosen Beratungsgesprä-

und Thailand, aus Nord- und Lateinameri-

kei, UK) und Australien.

chen durch absolute Vor-Ort-Experten nach Innsbruck. Organisiert von der Außenwirtschaft Austria und der Wirtschaftskammer Tirol bietet dieser Tag allen Tiroler Betrieben die Chance, konkrete Export- und Internationalisierungsanliegen zu besprechen.

Jedes Anliegen wird ernst genommen Die Wirtschaftsdelegierten kennen ihre Märkte, haben Kontakte zu möglichen Vertriebspartnern und vor allem: Sie sind Profis in der Recherche von Marktchancen, können für die Tiroler Unternehmen eruieren, wie die Marktsituation in einem bestimmten Exportmarkt aussieht, welche Chancen es gibt, welche Vertriebswege man nützen und welche Fehler man tunlichst vermeiden sollte. Tiroler exportorientierte Betriebe können sich so eigene Marktbearbeitungsstrategien abstimmen und individuelle Problemfälle besprechen. Der Tiroler Exporttag hat sich schon in den letzten Jahren als ideale Plattform für Tiroler Export- und Importunternehmen und alle, die es noch werden wollen, erfolgreich etabliert. „Diese kostenlosen Beratungsgespräche mit den Experten der Außenwirtschaft Austria bieten eine ideale Möglichkeit, firmenspezifische Anliegen abzuklären“, sagt Gregor Leitner, Leiter der Abteilung Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer Tirol.

DIE WELT ZU GAST IN TIROL

Freitag, 23. Juni 2017, 9 bis 16 Uhr Wo? Wirtschaftskammer Tirol, Wilhelm-Greil-Straße 7, Innsbruck Teilnahme: kostenlos (kostenpflichtige Parkmöglichkeiten gibt es in der Tiefgarage der Wirtschaftskammer Tirol und in den umliegenden Parkgaragen) Onlineanmeldung und Terminvereinbarung unter WKO.at/tirol/exporttag Anmeldeschluss ist der 15. Juni 2017.

DIE WORKSHOPS

Parallel zu den individuellen Beratungen gibt es Präsentationen von Exportdienstleistern sowie Workshops zu bestimmten Auslandsmärkten: • Doping für die Wirtschaft | Freihandelsabkommen • Wirtschaft 4.0 – internationale Trends | Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA begleitet Sie in die Zukunft • Neue Geschäftskonzepte • Reindustrialisierung • Neue Services der Außenwirtschaft Austria • Schutz des geistigen Eigentums in China – Schwerpunkt Markenschutz • Brexit, Trump, Erdogan | Export in Zeiten des Umbruchs

EXPORTDIENSTLEISTER ZEIGEN IHR ANGEBOT

Top-Aussteller präsentieren ihre Services für den Export/Import: • Atradius Kreditversicherung • CRIF GmbH • Die Sprachdienstleister – Covi, Wurzer & Partner • Enterprise Europe Network • Internationalisierungsoffensive go-international • Kanzlei CHG Czernich Rechtsanwälte • Kanzlei Greiter Pegger Kofler & Partner • OeKB - Oesterreichische Kontrollbank AG • Raiffeisen-Landesbank Tirol AG • PRISMA Die Kreditversicherung. Eine Marke der Acredia Versicherung AG • Tiroler Exportberater, Fachgruppe UBIT Tirol

WEITERE INFORMATIONEN:

Abteilung Außenwirtschaft der Wirtschaftskammer Tirol Tel.: 05 90 90 5-1297, aussenwirtschaft@wko.at

WUNDERK Michael Neuner, Vital Schuhe, Kitzbühel | Ulf Kattnig, Chillaz, Schwaz | Siegfried Stark, Stark Services, Landeck


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Exportieren in Tirol

Best-Practise-Beispiele – sie zeigen, wie es gehen kann: Ulf Kattnig, Chillaz International GmbH, Vomp / Michael Neuner, Vital Schuhe GmbH, Fieberbrunn / Siegfried Stark, Stark Services GmbH, Kappl.

D

er Export zählt zu den wichtigsten Wachstumsmotoren der heimischen Wirtschaft. Tiroler Betriebe

sind auf internationaler Ebene unterwegs und haben sich ein solides Standbein geschaffen. Nicht immer ist diese länderübergreifende Zusammenarbeit einfach, international weht oft ein rauer Wind. Dann heißt es, die Segel richtig zu setzen, um dauerhaft erfolgreich zu bleiben.

UM AM INTERNATIONALEN MARKT ÜBERLEBEN ZU KÖNNEN, BRAUCHT ES EIN QUALITATIV HOCHWERTIGES PRODUKT, DAS SICH DURCH EIN ALLEINSTELLUNGSMERKMAL VON DER KONKURRENZ ABHEBT.

Um am internationalen Markt überleben zu können, braucht es ein qualitativ hochwerti-

Siegfried Stark von der Stark Services Gmbh

Kanten entdecken, sich der Bedürfnisse der

ges Produkt, das sich durch ein Alleinstel-

sieht die Herangehensweise, neue internati-

Kunden bewusst werden, um auf sie einge-

lungsmerkmal von der Konkurrenz abhebt.

onale Märkte zu erobern, ähnlich: „Die Kon-

hen zu können, und den Wettbewerb im Au-

Kunden schätzen die österreichische Ge-

kurrenz abseits der österreichischen Gren-

ge behalten – das sind die Grundbausteine

nauigkeit und Mentalität. Das Label „made

zen ist mächtig. Damit die Geschäfte auch

einer Markteroberung für den Geschäftsfüh-

in Austria“ ist dabei ein gern gesehener Zu-

dort stabil bleiben, braucht es eine Abgren-

rer der Chillaz International GmbH, Ulf Katt-

satz, mit dem Kunden und Geschäftspart-

zung zu den Mitanbietern. Vielseitigkeit und

nig. Gekauft wird das Produkt, wenn es den

ner ein Premiumprodukt verbinden. Wenn

Flexibilität sind hierbei das A und O.“ Für

Erwartungen entspricht, und das gelingt nur,

dazu auch ein abgestimmter Service ange-

Stark liegt der Fokus auf dem jeweiligen Pro-

indem man sich die Kundenstrukturen im

boten wird, ist man dem Erfolg schon sehr

jekt, denn die Kunden vor Ort haben eine ho-

Detail ansieht, die Bedürfnisse kennenlernt

nahe. Aus der Sicht von Michael Neuner,

he Erwartungshaltung, was den Service, das

und vor allem die länderspezifischen Merk-

Geschäftsführer der Vital Schuhe GmbH,

Know-how und die Verlässlichkeit angeht.

male berücksichtigt ... und dabei auf die Kon-

hat dieser Ansatz gut funktioniert: „Zudem

Ist das nicht gegeben, ist man sofort verlo-

kurrenz vergisst. Gibt es sie? Wenn ja, wer

halten wir zu unseren bestehenden Kunden

ren. Diese Umstände muss man im Vorfeld

ist sie, welche Produkte bietet sie an und wo

gerne einen engen Kontakt. So gewinnen wir

kennen und sich dessen bewusst sein. Für

befindet sie sich? Diese Fragen erleichtern

ihr Vertrauen. Für den Aufbau eines Kunden-

Geschäfte im Ausland gehört viel Mut und

es, die Übersicht nicht zu verlieren. Neben

stocks nutzen wir verschiedene Kanäle. Zum

Einsatz dazu, weiß Stark aus Erfahrung. Um

diesen wichtigen Punkten zählen Logistik,

einen besuchen wir themenspezifische Mes-

etwaige Risiken besser ein- bzw. abschätzen

Zollbestimmungen, Steuern, die Einfuhr von

sen im In- und Ausland, zum anderen gibt

zu können, schützt ein gesundes Maß an

Waren und Markenrechte zu den besonders

es die Anlaufstellen der Wirtschaftskammer

Realitätsbewusstsein. Bauchentscheidun-

beachtenswerten Bereichen. Ohne die ge-

im jeweiligen Land. Diese Servicepoints hel-

gen und ein zu schneller Handshake können

nauen Details zu kennen, würde Kattnig kei-

fen uns beim Knüpfen von Kontakten, da

dem Unternehmen schaden. Für ihn gilt da-

nen Export wagen. Die passende Beratung

sie einen Einblick vermitteln, was der Markt

her, sich auch bewusst gegen einen Auftrag

dazu hat er sich bei den einzelnen Service-

verlangt und auf welche ‚Unebenheiten’ Acht

zu entscheiden – und sei er noch so attraktiv.

stellen geholt, die ihm mit Rat und Tat bei-

gegeben werden muss.“

Den Markt genau studieren, seine Ecken und

seitestehen.

RKAMMER Das Exportpaket der Kammer wirkt weit über die Grenzen Österreichs hinaus. Alle Infos unter WKO.at/tirol


eco.wirtschaft

Wenn aus einem X ein U wird ...

Sind Sie auch genervt, dass auf Bundesebene beim Thema „Abschaffung der kalten Progression“ nichts weitergeht? Das wäre verständlich. Dabei sollten Sie besser froh sein, denn hinter diesem Titel versteckt sich eine veritable Steuererhöhung. // TEXT: STEFAN D. HAIGNER

M

an lehnt sich wohl nicht

wen wundert’s? Die Koalitionspartner brin-

allzu weit aus dem Fens-

gen seit Monaten nichts weiter und die Ta-

näher hinsieht, wird völlig erstaunt beobach-

ter mit der Behauptung,

geszeitungen berichten selten Neues. Zudem

ten, wie die Debatte geführt wird. Und zwar

dass das Thema kalte

wirkt die kalte Progression schleichend und

quer über alle Medien, aber auch von der

Progression nicht in die Kategorie Sex sells

die steuerliche Mehrbelastung scheint oben-

fällt und bei so manchem das spontane Ver-

drein nicht einmal am Lohnzettel auf. Man

langen nach Weiterblättern auslöst. Aber

könnte meinen, das Thema sei einfach nur

40

eco.nova

ein momentaner Hype. Und trotzdem: Wer

✱ DIESES SYMBOL VERWEIST AUF ERGÄNZUNGEN,

WEITERE ERKLÄRUNGEN ODER QUELLEN, DIE SIE UNTER GAW.INSTITUTE/ECONOVA FINDEN KÖNNEN.


eco.wirtschaft

Opposition. Wie gebannt scheinen die poli-

die Entlastungen der aktuellen Steuerreform

tischen Zaungäste auf das Duell ÖVP-SPÖ

‚dauerhaft’ in Höhe von 5,2 Milliarden Euro

zu starren und die Frage, ob nun künftig 80

erhalten bleiben“, so Schelling. Und das ist

oder 90 Prozent der kalten Progression au-

eben falsch.

tomatisch abgegolten werden oder sich doch

Um das zu verstehen, muss man zunächst

Finanzminister Hans Jörg Schelling mit

wissen, dass auch die kolportieren Kosten

seinem Vorschlag noch voll und ganz wird

für den Finanzminister in der Höhe von 400

durchsetzen können.

Millionen Euro pro Jahr, die mit der Abschaf-

Das Erstaunliche daran ist, dass scheinbar al-

fung der kalten Progression einhergehen,

le Beteiligten in der Hitze des Gefechtes die

falsch sind. Sie sind viel zu niedrig angesetzt.

eigentliche Frage aus den Augen verloren

Das wiederum macht bereits eine einfache

haben. Denn unter der Überschrift „Abschaf-

Plausibilitätsrechnung offensichtlich. Dazu

fung der kalten Progression“ wird mitnich-

müsste man allerdings wissen, wer von kal-

ten die Abschaffung der kalten Progression

ter Progression betroffen ist. Und Sie werden

betrieben. Ganz im Gegenteil. Die Situation

es jetzt vielleicht nicht glauben, aber auch

ist beinahe so absurd, als behaupte jemand,

das wird regelmäßig in den Medien falsch

Zitronenfalter würden Zitronen falten und

dargestellt ✱.

sich alle dann nur noch die Frage stellen,

Bei all der Verwirrung starten wir daher zu-

wie groß die Zitronen maximal sein dürfen.

nächst mit genau dieser Frage und führen

Weder der Schelling-Vorschlag noch die Än-

hinüber zur Frage, wie hoch die Belastung

derungswünsche der SPÖ ändern etwas da-

aus der kalten Progression tatsächlich ist,

ran, dass in Österreich die kalte Progression

um dann zu sehen, wie der Schelling-Vor-

nicht abgeschafft wird. Und noch viel mehr:

schlag tatsächlich wirkt, und zwar vor dem

Unter dem Titel wird uns die nächste Steuer-

Hintergrund, dass die steuerliche Entlastung

erhöhung untergejubelt.

der Steuerreform 2016 erhalten bleiben soll.

Zu diesem Schluss kommt, wer zwei Fäden Das ist zum einen, wie der Vorschlag von

Wen trifft die kalte Progression?

Schelling zur Abschaffung der kalten Pro-

Häufig ist zu lesen, dass kalte Progression

gression wirkt. Zum anderen ist dies eine

dann entsteht, wenn man mit seinem Ein-

Aussage, mit der Schelling bereits im Juni

kommen durch den Inflationsausgleich in

2015 und damit noch vor Inkrafttreten der

eine höhere Steuerstufe rutscht. Das ist zwar

Steuerreform 2016 in den Oberösterreichi-

grundsätzlich nicht falsch, würde aber in Ös-

schen Nachrichten ✱ zitiert wurde. „Durch

terreich nur sehr wenige Einkommensbezie-

den zu erarbeitenden Mechanismus werden

her betreffen. Vielmehr ist es so, dass kalte

ein und derselben Geschichte verknüpft.

GRAFIK 1

GRAFIK 2

(PROGNOSE UNTER STATUS QUO)

(PROGNOSE UNTER SCHELLING-VORSCHLAG)

EINNAHMEN AUS DER KALTEN PROGRESSION

EINNAHMEN AUS DER KALTEN PROGRESSION € . Mio.

€ . Mio.

€ . Mio.

€ . Mio.

€ . Mio.

€ . Mio. € . Mio.

€ . Mio.

€ . Mio.

€  Mio.



€  Mio.



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Schnitt

QUELLE: GAW,  ANMERKUNG: UNTERSTELLT WIRD EINE JÄHRLICHE INFLATIONSRATE VON ZWEI PROZENT. REFERENZJAHR IST , DAS JAHR DER LETZTEN STEUERREFORM.



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Schnitt

QUELLE: GAW,  ANMERKUNG: UNTERSTELLT WIRD EINE JÄHRLICHE INFLATIONSRATE VON ZWEI PROZENT. REFERENZJAHR IST , DAS JAHR DER LETZTEN STEUERREFORM.

eco.nova

41


eco.wirtschaft

Progression immer entsteht, wenn die Löhne zum Ausgleich der Inflation angehoben wer-

im ersten Schritt dazu, dass auch im Jahr

den, nicht aber die Steuertarifgrenzen. Und

2021 Einnahmen aus der kalten Progressi-

Punkt. Ein Reinrutschen in die viel zitierte

on anfallen, weshalb über den gesamten Be-

höhere Steuerstufe ist dazu nicht notwendig.

trachtungszeitraum die durchschnittlichen

Dies liegt daran, dass kalte Progression in je-

Einnahmen auf 1,63 Milliarden Euro steigen.

dem progressiven Steuertarifsystem auftritt.

Da aber unter diesem Vorschlag nach Über-

Progressiv nennt man ein Steuersystem da-

schreiten der Fünf-Prozent-Grenze ad infi-

bei immer dann, wenn die durchschnittliche

nitum alles immer wieder auf das Jahr 2018

Steuerbelastung mit steigenden Einkommen

und nicht auf das Jahr 2016 zurückgesetzt

zunimmt. Diese progressive Wirkung kann

wird, bedeutet das auch, dass dann im Drei-

aber direkt oder indirekt entstehen. Direkt

jahresrhythmus bis in alle Ewigkeit zunächst 1,055 Milliarden (neues Referenzjahr), dann

entsteht sie, wenn man mit seinem EinkomDr. Stefan D. Haigner ist geschäftsführender Gesellschafter der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW)

men tatsächlich in die nächsthöhere Steuerstufe rutscht. Aber eben auch innerhalb ein und derselben Steuerstufe wirkt das österreichische Tarifsystem progressiv, und zwar

1,61 (1. Jahr), dann 2,187 (2. Jahr) und dann 2,774 Milliarden (3. Jahr) an Einnahmen anfallen würden. Das sind im Schnitt 1,9 Milliarden pro Jahr und damit um 1,9 Milliarden pro Jahr mehr, als Schelling bei einer echten

indirekt ✱. Und diese indirekte Progression hat zur Folge, dass vom Lehrling bis zu Pen-

kalten Progression in diesem Jahr wieder

Abschaffung der kalten Progression einneh-

sionisten alle, wirklich alle Einkommensbe-

null. Im Jahresschnitt ergeben sich so Mehr-

men würde. Und um 557 Millionen pro Jahr

zieher von der kalten Progression betroffen

einnahmen in der Höhe von 1,34 Milliarden

mehr, als er heute schon durch die kalte Pro-

sind. Und damit rund sechs Millionen Men-

Euro – und zwar pro Jahr und damit weit

gression einnimmt. Das heißt, egal wie man

schen ✱. Alleine das zeigt, dass die kolpor-

mehr.

es auch dreht und wendet: Schellings Vor-

tierten 400 Millionen nicht stimmen können,

Genau an dieser Stelle aber könnten Kritiker

schlag wird uns am Ende des Tages eine veri-

da es damit jeden von uns mit nur fünf Eu-

einhaken. Denn wie hoch die Mehreinnah-

table Steuererhöhung bescheren.

ro pro Monat treffen würde. Also, wie hoch

men aus der kalten Progression sind, hängt

Und der Grund dafür ist derart simpel, dass

sind die Kosten tatsächlich?

entscheidend davon ab, welches Jahr als Re-

es kaum anzunehmen ist, dass der Finanzmi-

Das Problem mit den 400 Millionen ist nicht

ferenzjahr herangezogen wird. Ist das Refe-

nister das nicht weiß: Sein Vorschlag führt

so sehr, dass die Zahl an sich falsch ist, auch

renzjahr wie in unserem Beispiel das Jahr

dazu, dass die Steuerbelastung nie wieder auf

wenn diese nach neuesten Berechnungen

2016, so betragen im Jahr 2018 die Mehr-

das Jahr 2016 zurückgesetzt wird, sondern

bei etwas über 500 Millionen liegt. Vielmehr

einnahmen aus der kalten Progression wie

immer und immer wieder auf das Jahr 2018.

ist das Problem, dass die Zahl nicht richtig

beschrieben 1,1 Milliarden Euro. Ist das Refe-

Einem Jahr, in dem die Mehreinnahmen be-

interpretiert wird. Denn die genannten Kos-

renzjahr hingegen das Jahr 2017, so betragen

reits über eine Milliarde Euro betragen.

ten stellen nicht die Kosten pro Jahr dar. Die

die Mehreinnahmen im Jahr 2018 aus der

Es spricht aber noch ein anderer Punkt ge-

genannten Kosten stellen die Mehreinnah-

kalten Progression „lediglich“ 536 Millionen

gen die Annahme, dass dies dem Finanzmi-

men aus der kalten Progression in einem

Euro (1.055 minus 519 Millionen Euro). Aber

nister nicht bewusst ist: Die Abschaffung

Jahr „im Vergleich zum Vorjahr“ dar.

diese Kritik entkräftet unser Finanzminis-

der kalten Progression ist zu trivial. Es müss-

Konkret schauen für Österreich die diesbe-

ter höchstpersönlich, wenn er meint, dass die

te einfach jährlich das Steuersystem an die

züglichen Prognosen bis zum Jahr 2020 ba-

Entlastungen der 2016er-Reform dauerhaft

Inflation angepasst werden. Und jeder, der

sierend auf einer Inflationsprognose von

erhalten bleiben sollen. Denn damit legt er

eine andere Lösung vorschlägt, will die kalte

zwei Prozent wie in Grafik 1 dargestellt aus.

selbst 2016 als Referenzjahr fest. Und die in

Progression nicht abschaffen. Oder umver-

Diese zeigt, dass unter der Annahme, dass

der Grafik ausgewiesenen Mehreinnahmen

teilen. Aber Letzteres ist Verteilungspolitik

die Preise von 2016 auf 2017 um zwei Prozent

stehen damit außer Streit.

und daher eine andere Frage.

steigen, die Einnahmen aus der kalten Pronach der letzten Steuerreform, 519 Millio-

Wie wirkt im Vergleich Schellings Vorschlag?

nen Euro betragen werden. Wenn nun auch

Unter Schellings Vorschlag würden begin-

von 2017 auf 2018 die Preise um zwei Prozent

nend mit dem Jahr 2018 die Steuertarifgren-

steigen, sind die Preise im Jahr 2018 natur-

zen immer dann angepasst, wenn die in

gemäß bereits um vier Prozent höher als im

Summe angelaufene Inflation fünf Prozent

Jahr 2016. Daher ist es nur logisch, dass auch

überschreitet. Dies wird aller Voraussicht

die Einnahmen im Jahr 2018 höher liegen als

nach zum ersten Mal 2021 der Fall sein. Die

2017, nämlich bei über einer Milliarde Euro.

erste Anpassung des Tarifes würde dement-

Und so geht die Logik weiter bis zur nächs-

sprechend im Jahr darauf und damit 2022

ten Steuerreform. Da wir seit dem Jahr 2000

erfolgen. Damit entwickeln sich unter Schel-

in Österreich im Schnitt alle fünf Jahre eine

lings Vorschlag die Einnahmen aus der kal-

Steuerreform haben, wäre die nächste Re-

ten Progression bis 2021 wie in Grafik 2 dar-

form 2021 und damit die Einnahmen aus der

gestellt. Demnach führt Schellings Vorschlag

gression im Jahr 2017, also dem ersten Jahr

42

eco.nova

GAW

Die Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW) ist eine private Forschungseinrichtung mit Sitz in Innsbruck, die für Unternehmen, Interessenvertretungen sowie die öffentliche Hand Studien zu volks- und regionalwirtschaftlichen Themen erstellt. Im Bereich der Erstellung von Wertschöpfungsstudien, aber auch zum Thema kalte Progression zählt die GAW seit Jahren zu den führenden Forschungseinrichtungen in Österreich. // www.gaw.institute


Damals haben wir davon geträumt … Heute ist sie Realität: unsere Wohnung von Weinberg!

Weitere besondere Projekte sind im Entstehen – in gehobenem Weinberg-Standard, in ausgewählten Lagen. WEINBERG BAUTRÄGER & PROJEKTENTWICKLUNGS GMBH Innrain 22, 6020 Innsbruck, Austria | Tel. +43 (0)512 578157 office@weinberg.at | www.weinberg.at


eco.wirtschaft

© ANDREAS FRIEDLE

Die neuen E-Tankstellen des SILLPARK befinden sich in der zweiten Ebene der Tiefgarage, unübersehbar in Grün gehalten. Der Strom dafür kommt aus dem eigenen Kraftwerk.

Umweltfreundliches Erlebnis-Shopping Als Shoppingmall dürfte der SILLPARK wohl hinlänglich ein Begriff sein. Weniger bekannt scheint allerdings die Tatsache, dass das Einkaufszentrum auch ein eigenes Sillkraftwerk betreibt und neuerdings auch mit zwei E-Tankstellen aufwartet. // TEXT: DORIS HELWEG

I

nsgesamt 70 Shops auf 29.500

den Nacht- und Wochenendstunden wird

in der zweiten Ebene der Tiefgarage, farblich

Quadratmetern, das bedeutet

der grüne Strom in das öffentliche Netz ein-

passend in Grün markiert. Für die Sportli-

ohne Zweifel jede Menge Ener-

gespeist!

cheren steht am Vorplatz des SILLPARK-Ge-

giebedarf. Diesem begegnet der SILLPARK mit einem eigenen

Kostenlos Strom tanken

bäudes eine Bikeladestation für E-Bikes zur Verfügung.

Wasserkraftwerk, das in den letzten Mona-

Diesen im eigenen Kraftwerk aus der Sill ge-

ten sehr aufwändig saniert wurde.

nerierten Ökostrom können Fahrer von Elek-

Bereits seit seiner Eröffnung im Jahr 1990

troautos neuerdings auch an zwei E-Tank-

Den Fischen ihren Lebensraum

versorgt dieses Wasserkraftwerk das Ein-

stellen in der SILLPARK-Garage beziehen.

Dank der neu errichteten Fischrampe er-

kaufszentrum mit Ökostrom. Jetzt wurde

Und zwar kostenlos. „Jetzt können auch

streckt sich der Lebensraum der Flussbe-

es auf den neuesten Stand der Technik ge-

unsere Kunden den Ökostrom aus der Sill

wohner erstmals seit 70 Jahren wieder wei-

bracht und produziert mehr als vier Milli-

tanken“, freut sich Center-Manager Markus

ter flussaufwärts. Diese in Zusammenarbeit

onen kWh pro Jahr. Aber nicht nur das: In

Siedl. Zu finden sind die neuen E-Tankstellen

mit der BBT SE (Brenner Basistunnel) neu

44

eco.nova


eco.wirtschaft

ECO.MMENTAR

© ANDREAS FRIEDLE

Wildbachflair mitten in der Stadt

Markus Siedl an der Fischrampe an der Sill

Center-Manager Markus Siedl

Mag. Markus Siedl, Center-Manager SILLPARK Shopping Center GmbH, über die neu errichtete Fischrampe und das Thema Umweltfreundlichkeit.

heimischen Fischen nun wieder, diese

D

Barriere – also das Gefälle von vier Pro-

ehemaligen Rhomberg Kleiderfabrik miterwor-

zent – zu überwinden und sich wieder

ben und deckt unseren Strombedarf seit unse-

geschaffene Fischtreppe ermöglicht es

as Kraftwerk besteht bereits seit der Jahrhundertwende und wurde von uns, also der SES Spar European Shop-

© SILLPARK

ping Center GmbH, mit dem Grundstück der

oberhalb und unterhalb des Kraftwerks ausbreiten zu können. Erste Beobach-

rer Eröffnung im Jahr 1990 beinahe zur Hälfte ab. In der Nacht wird unser Ökostrom in das öffentliche Netz eingespeist.

tungen bestätigen diese erfreuliche Entzeichnen konnte, liegt wohl zum einen

Beim Ansuchen auf die Wiederverleihung der

am äußerst interessanten Branchenmix

wasserrechtlichen Bewilligung haben wir uns

mit etablierten und neuen Shopkonzep-

für die äußerst umweltschonende Variante einer

Trotz der guten Erreichbarkeit mit dem

ten und zum anderen am gelungenen

Fischrampe entschieden. Jede Form der Ener-

Auto und den günstigen Parkmöglich-

Umbau im Jahr 2015, der vor allem die

giegewinnung stellt in einem gewissen Ausmaß

keiten in der Tiefgarage – Kunden par-

Haupthalle in völlig neuem Glanz er-

auch eine Belastung für das Ökosystem dar.

ken 90 Minuten gratis – zeigt eine Mark-

strahlen lässt. Trendige und neuartige

Beim Bau von an und für sich sehr umweltscho-

tumfrage, dass rund zwei Drittel der

Shops wie Villa Kuchenbunt oder Par-

nenden Wasserkraftwerken ist dies mitunter die

Kunden CO2-neutral in den SILLPARK

ty Fiesta stehen in einem spannenden

eingeschränkte Passierbarkeit von Fischen.

kommen. Dabei ist die Gruppe derer, die

Kontrast zu den etablierten Anbietern

Die neue Fischrampe, die in Zusammenarbeit

mit den Öffis anreisen, mit 35,8 Prozent

und runden das Angebot der insgesamt

mit der BBT errichtet wurde, stellt einen beson-

am größten. Zu Fuß gelangen 20,8 Pro-

70 Shops im SILLPARK ab. Zudem lo-

ders ökologischen Betrieb des SILLPARK-Kraft-

zent in den SILLPARK, mit dem Fahrrad

cken interessante Events zahlreiche

werkes sicher. Für den Laien sieht der Lauf der

8,3 Prozent der Befragten. Die direkte

Besucher in das beliebte Einkaufszent-

Sill an dieser neuen Verbauung jetzt aus wie ein

Anbindung an das stark frequentierte

rum. Besonders stolz ist das junge und

natürlicher Flusslauf. So haben wir nun sozu-

Radwegenetz sowie die sogar nach dem

dynamische SILLPARK-Team jedoch

sagen ein Wildbachflair mitten in der Stadt. Ein

SILLPARK benannte Bus- und Straßen-

auf die neue Biblio-Takeaway: Hier kön-

positiver Nebeneffekt für uns als Kraftwerks-

bahnhaltestelle direkt vor der Tür spie-

nen Kunden stilecht verweilen, in Bü-

betreiber ist, dass die neu errichtete Fischrampe

len dabei sicher ebenso eine große Rolle

chern schmökern, diese sogar mit nach

nicht nur ökologisch die beste Lösung darstellt,

wie die gute innerstädtische Lage und

Hause nehmen und andere wieder mit-

sondern auch wartungsfrei ist.

die Bahnhofnähe.

bringen. „Sowohl die dreidimensionale

Parallel zur Stromgewinnung wurde 2007 ein

Fassadengestaltung als auch der rege

2 x 200 Meter langes Rohrsystem zur thermi-

Kundenbesuch übertrifft all unsere Er-

schen Nutzung verlegt. Dieses System unter-

wartungen“, freut sich Siedl sichtlich.

stützt unsere Kälteanlagen und sorgt damit

Dass der SILLPARK seit seinem Beste-

Das Angebot im SILLPARK ist also im

zusätzlich für Kälteenergiegewinnung. Wir ver-

hen im letzten Jahr sein bestes Jahr mit

wahrsten Sinne des Wortes vielfältig

suchen also, den Betrieb unseres Centers so um-

einem Umsatz von 111 Millionen Euro

und der Betrieb zudem noch umwelt-

weltschonend wie möglich zu gestalten.

und fast 5,7 Millionen Besuchern ver-

freundlich.

wicklung bereits.

Öffi- und fahrradfreundlich

Kunterbunter Shoppingmix

eco.nova

45


promotion

Doris Plachel und Marcel Ostermann vermieten ihren Kunden nicht nur saubere Lagerboxen, sondern bieten darüber hinaus einen Service, auf den die stetig steigende Anzahl von Firmenkunden mit ihren individuellen Anforderungen nicht mehr verzichten wollen.

W

er kennt sie nicht, die ewige Frage nach dem Wohin mit all den Dingen. Seien es

Waren aller Art, Akten, Gefriertruhen oder Sportgeräte und Autoreifen ... der Platz für die Lagerung von Gegenständen ist meistens rar. Umso gefragter sind daher saubere und sichere Lagermöglichkeiten – für berufliche wie private Zwecke. In den gepflegten und bewachten Hallen von DeineLagerBox in Innsbruck stehen 1.000 Lagerabteile in den Größen von zwei bis zwölf Quadratmetern (bei Zusammenlegung auch größer) für die unterschiedlichsten Zwecke zur Verfügung.

Was auch immer Ob als externes Warenlager, für die Akteneinlagerung und Archivierung oder zur Zwischenlagerung bei Übersiedlungen: Die praktischen und kurzfristig verfügbaren Lagerboxen bieten den idealen Einstellraum für was auch immer zu lagern ist. Sauber, hell ausgeleuchtet und immer barrierefrei erreichbar sind die Lagerboxen sieben Tage die Woche von fünf Uhr morgens bis 22 © ANDREAS FRIEDLE

Uhr abends jederzeit zugänglich. Sämtli-

Self Storage mit Mehrwert

Es ist schon erstaunlich, was sich in so einer Lagerbox alles unterbringen lässt. Wenn dann auch noch ein überaus freundliches Team mit einem Rundumservice wie Warenannahme und Versand aufwartet, ist das ein unvergleichliches Angebot für alle, die eine Lagermöglichkeit brauchen. // TEXT: DORIS HELWEG 46

eco.nova

che Gänge und Ladezonen sind videoüberwacht, zahlreiche Transporthilfen stehen in Form von Hub- und Rollwägen zur Nutzung bereit. Und sogar für den Unrat ist gesorgt: An mehreren Müllentsorgungsinseln kann Verpackungs- oder anderer Müll schnell und unkompliziert entsorgt werden. Somit sparen sich Kunden die Extrafahrten zum Recyclinghof.

Wann auch immer „Heute anmieten und morgen kündigen: Bei uns kann jeder jederzeit mit einer vierwöchigen Frist kündigen“, erläutern Doris Plachel und Marcel Ostermann, Gründer und Geschäftsführer von DeineLagerBox. Und so nutzen zahlreiche Gewerbetreibende die Vorteile der Lagerboxen auch saisonal zum Beispiel zum Einlagern der Gartenmöbel oder zwischenzeitlichen Verwahren größerer Warenbestellungen.


promotion

Einer der zufriedenen Lagerbox-Mieter: Manfred Eisendle in seinem Kleinbüro.

Flexibel und ungebunden

Arbeiten, die dem Kunden verlässlich und

Bereits über 300 Handelsvertreter und Ge-

professionell abgenommen werden, ohne da-

werbetreibende wurden hier fündig: Neben

bei vor Ort sein zu müssen. Kein Warten auf

den bewährten Lagerboxen bietet das Unter-

die Zustellung eines Paketes oder einer Palet-

nehmen nämlich auch Büroeinheiten in der

te, kein mühsames Abholen oder Versenden

Größe von 15 Quadratmetern samt KFZ-Ab-

zu bestimmten Öffnungszeiten, alles wird

stellplatz vertragsfrei und jederzeit kündbar.

prompt und zuverlässig erledigt.

Ideal also für Jungunternehmer oder Start-

Als Doris Plachel und Marcel Ostermann

ups, die flexibel und ungebunden agieren.

2006 ihre ersten 100 Lagerboxen zur Vermie-

Das besondere Plus

tung feilboten, ahnten sie wohl selbst noch nicht, welch durchschlagenden Erfolg ihr

Was DeineLagerBox so unvergleichbar

Konzept haben würde. Heute leiten sie ein

macht, sind die unzähligen Serviceleistun-

Unternehmen mit 1.000 Lagerboxen, erfreu-

gen eines über die Maßen engagierten und

en sich immer noch einer stark steigenden

freundlichen Teams. So dürfen Firmenkun-

Nachfrage und begrüßen jeden Tag aufs

den verlässlich darauf zählen, dass 10.000

Neue zufriedene und neue Langzeit- und

einlangende Pakete pro Jahr unmittelbar

Kurzzeitmieter.

und kostenlos in die jeweiligen Lagerboxen

// www.deinelagerbox.at

verbracht werden. Und: Der Empfänger wird per SMS informiert, dass eine Sendung für ihn eingegangen ist. Vice versa sind die LagerBoxler auch beim Versand von inzwischen über 2.000 Paketen pro Jahr stets zu Diensten. Einfach Versandschein ausfüllen, in das nächstgelegene Versandkästchen einwerfen und schon kümmert sich das LagerBox-Team um Verpackung und Versand des gewünschten Gutes. „Unsere Businesskunden schätzen diese kostenlose Warenannahme und Verbringung in die angemietete Lagerbox sehr. Auch der Paketversand und der Verpackungsservice werden immer mehr angenommen, zumal wir zudem mit gut ausverhandelten Konditionen aufwarten können“, freuen sich Plachel und Ostermann. Es sind diese zeitintensiven

eco.nova

47


eco.wirtschaft

Wirtschaft vor 100 Jahren ✧S

erie T eil

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Wirtschaf

t

Es gibt in Tirol keine vergleichbare Gemeinde, die innerhalb von fünf Jahren die Entwicklung von einer überwiegend bäuerlich und kleingewerblich strukturierten Bevölkerung zur Markt- und Industriegemeinde erlebt hat, wie es in Landeck der Fall war. en Anfang zu dieser Geschichte bildete der Zusam-

3✧

0 0 J ahren

menschluss von Angedair und Perfuchs zur Gemeinde

Landeck. Beide Gemeinden besaßen 1900 nicht einmal ein Rathaus. In Angedair wickelte Bürgermeister Josef Trenkwalder die Geschäfte in seiner Bauernstube ab, in Perfuchs lag das Gemeindezentrum im Hinterzimmer des Gemeinderates und Krämers Peter Zangerl (der Vorgängerbau des heutigen Ärztehauses in der Innstraße). Nach der Vereinigung der beiden Gemeinden überschlugen sich die Ereignisse. Der Gemeinderat vergab Aufträge, die das Steueraufkommen bei Weitem überstiegen. Das

Das Landecker Fabriksviertel anno dazumal

neue Schul- und Gemeindehaus stand 1902 vor seiner Vollendung, ebenso der Friedhof und die Gerberbrücke, die bis dahin nur als

funden werden mussten. Die Textilfabrik

Fußgängersteg benutzbar war. In Perjen

und die Beleuchtung der umliegenden Ge-

war ein Jahr zuvor die Brücke fertiggestellt

meinden hätten den Bau des Kraftwerkes

worden, und so musste man auch eine neue

nicht gerechtfertigt. So kam es zur Grün-

Straße zur Kirche sowie zum Schul- und Ge-

dung einer „Gesellschaft für angewand-

meindehaus bauen. Das „Neue Strassl“ trägt

te Elektrizität“ und damit zum Bau einer

seither diese Bezeichnung. Alle diese Inves-

zweiten Fabrik. Diese sollte „stromintensiv“

titionen sollten durch Einnahmen aus den

sein, also einen hohen und konstanten Leis-

Industriebetrieben finanziert werden, die

tungsbedarf haben. Dazu bot sich die Er-

eben im Entstehen waren.

zeugung von Kalziumkarbid an.

Deren Situierung in Landeck ist auf das

1892 war es erstmals gelungen, in einem

Zusammentreffen einiger glücklicher

elektrischen Schmelzofen aus Kalk und

Umstände zurückzuführen. Als Initiator

Kohle Karbid zu erzeugen. Diese ersten

gilt der Pianner Gemeindevorstand Josef

Öfen waren offen und benötigten im Ver-

In der Zwischenzeit gab es neben den per-

Krautschneider, der die Bekanntschaft mit

hältnis zu ihrer bescheidenen Leistung

manenten Verbesserungen in der Ofenanla-

dem Industriellen Heinrich Just machte, der

viel Strom. Später ersetzte man sie durch

ge auch eine Änderung im Gesellschaftsver-

wiederum als Sektionsvorstand der Ascher-

geschlossene Öfen. Auch den anfänglich

hältnis. Am 7. Juni 1938 bekam die „Conti“,

hütte in die Gegend kam. Dieser stand in

nicht kontinuierlichen Betrieb konnten die

wie die „Continentale Gesellschaft für ange-

Geschäftsbeziehungen mit Jean Paravicini,

Betreiber mit neuen Blocköfen wirtschaft-

wandte Elektrizität“ in Landeck allgemein

der in Schwanden im Kanton Glarus eine

licher gestalten. So erlebte Landeck alle Ent-

angesprochen wird, offiziell die Bezeich-

Baumwollspinnerei und Zwirnerei betrieb.

wicklungsstufen dieses neuen Betriebs-

nung „Donau-Chemie AG“. Seit Jahren ist

Infolge der hohen Einfuhrzölle, die der ös-

zweiges mit großen Härten für die Arbeit-

die Conti nun ein sauberer und umwelt-

terreichische Staat damals verlangte, suchte

nehmer und noch größeren Belastungen

freundlicher Betrieb. Auch die soziale Ein-

er einen günstigen Standort und entschied

der Umwelt. In der Gemeindestube mach-

stellung den Arbeitnehmern gegenüber ist

sich schließlich für Landeck. Ausschlagge-

te sich dehalb bald Ernüchterung breit; ein

vorbildlich. Einzig der optische Eindruck

bend war auch die Möglichkeit der Nutzung

jahrzehntelanges Ringen zwischen den Be-

der Anlagen im Zentrum der Stadt wirkt

der Wasserkraft zur Erzeugung von elektri-

hörden und der Bevölkerung auf der einen

nicht unbedingt einladend. Die zahlreichen

schem Strom.

und der Betriebsführung auf der anderen

Postkarten von Landeck blenden dieses

Von Anfang an war den Initiatoren klar,

Seite begann. Erst rund 60 Jahre später war

Wahrzeichen deshalb meist diskret aus.

dass für das Elektrizitätswerk Wiesberg, das

diese Phase beendet, nachdem das Werk

zur damaligen Zeit zu den größten in ganz

Millionenbeträge zur Verbesserung der Um-

Europa zählte, Abnehmer für den Strom ge-

weltbedingungen investiert hatte.

48

eco.nova

Mit dem Bau der ersten Fabrik zur Erzeugung von Kalziumkarbid wurde im Juli 1900 begonnen, 1902 wurde sie fertig gestellt – samt Verwaltungsgebäude und Portierhäuschen.

QUELLE: AUSZUG EINES BEITRAGS VON GEORG ZOBL, LANGJÄHRIGER STADTARCHIVAR VON LANDECK, ERSCHIENEN IN DER „RUNDSCHAU“, 


eco.wirtschaft

Landeshauptmann Günther Platter und Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf ehrten Arnold und Roland Linser von der Tischlerei Lanser GmbH für ihr 140-jähriges Unternehmensjubiläum.

2.240 Jahre Tradition

E

Das Land Tirol ehrte kürzlich 31 heimische Traditionsbetriebe, die heuer ein rundes Firmenjubiläum feiern. Insgesamt fanden sich im Congress Igls nebst vielen Gästen 2.240 Jahre Unternehmensgeschichte ein. s war ein feiner Abend im Congress Igls, an dem Landeshauptmann Günther Platter und Wirtschaftslandesrätin Patrizia

Zoller-Frischauf im Rahmen einer wunderschönen Gala 31 Tiroler Traditionsbetriebe ehrten. Besonders „runde“ Jubiläen konnten dabei die Tischlerei Lanser GmbH in Innervillgraten (140 Jahre) sowie die Achenseeschifffahrt GmbH in Pertisau und das Hotel Gasthof Handl (jeweils 130 Jahre) in Schönberg begehen. „Mit diesem Galaabend sagen wir allen Persönlichkeiten, die hinter den Traditionsunternehmen stehen, ein herzliches Dankeschön – für ihren Einsatz, die

„TIROL LIEGT IM RANKING DES RÜCKGANGS DER ARBEITSLOSENZAHLEN ÖSTERREICHWEIT IMMER VORNE. DAZU LEISTEN AUCH UNSERE TRADITIONSBETRIEBE EINEN WESENTLICHEN BEITRAG UND SORGEN MIT IHRER DYNAMIK UND ERFAHRUNG SOWIE IHREM JAHRZEHNTELANGEN ENGAGEMENT FÜR MUT UND ZUVERSICHT IN DER TIROLER WIRTSCHAFT.“ Landeshauptmann Günther Platter

Sicherung von Arbeitsplätzen, die regionale

blicken. Im Juni 1887 wurde das erste Dampfschiff in Betrieb genommen. Mittlerweile betreibt die Hundertprozenttochter der TIWAG sechs Schiffe und zählt in der Hauptsaison bis zu 70 Angestellte. Als Ganzjahresbetrieb werden mehr als 150 Events pro Jahr veranstaltet. Eine Besonderheit stellt das von der Achenseeschifffahrt GmbH betriebene Gasthaus Gaisalm am Westufer dar, weil es nur per Schiff oder zu Fuß erreichbar ist.

Seit 130 Jahren schmeckts gut Bereits die fünfte Generation der Familie Handl ist im Hotel Gasthof Handl in Schönberg im Stubaital am Werk. Im Jahr 1887 erwarb Jakob Steixner das Haus, das als

Versorgung der Bevölkerung und der Gäste

nen beschäftigt. Seit der Gründung im Jahr

Bauerngasthof und Dorfwirtshaus Karten-

sowie ihren Beitrag zum Funktionieren un-

1877 durch Georg Lanser wurde in den 140 Be-

runden und Stammtische beherbergte und

seres Sozialsystems zum Wohle der Bevölke-

triebsjahren bis heute ein Firmengelände von

wo auch der Holz- und Viehhandel seinen

rung“, erklärte Platter.

3.000 Quadratmeter Produktionsfläche und

Mittelpunkt hatte. Der Hausname „Handl“

3.000 Quadratmeter Lagerfläche aufgebaut.

bezieht sich noch heute auf den Handel von

Dabei werden Massivhölzer wie Fichte, Eiche,

Gütern aller Art. Hermann und Agnes Steix-

Die Gebrüder Roland und Arnold Lanser

Lärche oder Zirbe seit jeher in den Mittel-

ner traten 1979 in den Familienbetrieb ein

führen das Familienunternehmen Tischle-

punkt jeder Wohnraumgestaltung gesetzt.

und erfüllten die Aufgabe als Nahversorger

140 Jahre gediegenes Handwerk rei Lanser GmbH in Innervillgraten mit zwei

für Familienfeste, Vereinstreffen und Musi-

Verkaufsräumen in Sillian und Lienz bereits

130 Jahre Achensee-Genuss

in fünfter Generation. Noch heute sind im Fa-

Auf stolze 130 Jahre glückliche Betriebsjahre

biläum übernimmt Johannes Steixner die

milienunternehmen mehr Hände als Maschi-

kann die Achenseeschifffahrt GmbH zurück-

Leitung.

kantenhoangart. Zum heurigen 130-Jahr-Ju-

eco.nova

49


eco.steuern

Mieteinnahmen & Betriebskosten richtig abrechnen – gewusst wie! Vermieter rätseln mitunter, ob und in welcher Höhe sie ihren Mietern Umsatzsteuer in Rechnung stellen sollen. Vor allem hinsichtlich der Betriebskosten gibt es Zweifel bezüglich des korrekten Umsatzsteuersatzes. // TEXT: STB DR. VERENA MARIA ERIAN, STB RAIMUND ELLER, STB MAG. EVA MESSENLECHNER

G

rundsätzlich ist es so, dass die

Prozent (vorher 10 Prozent) unterliegt. Solche

Vermietung zu Wohnzwecken:

Vermietung für Wohnzwecke

Beherbergungsleistungen sind nicht Gegen-

Betriebskosten als Nebenleistung einer Woh-

dem ermäßigten Umsatzsteu-

stand dieses Beitrages und bleiben in der wei-

nungsvermietung unterliegen ebenso der

ersatz von 10 Prozent unter-

teren Betrachtungsweise ausgeklammert.

10-prozentigen Umsatzsteuer. Davon gibt es

liegt und Geschäftsräumlichkeiten mit 0

zwei Ausnahmen: Dies sind zum einen die

Umsatzsteuer vermietet werden können. Von

Nebenkosten teilen das Schicksal der Hauptleistung

der Vermietung zu Wohnzwecken zu unter-

Hinsichtlich der Betriebskosten gilt die ein-

sind auch bei der Wohnraumvermietung mit

scheiden ist die Beherbergung in möblierten

fache Grundregel, dass Nebenleistungen das

dem Normalsteuersatz in Höhe von 20 Pro-

Wohn- und Schlafräumen (Hotellerie), die seit

Schicksal der Hauptleistung (Miete) teilen.

zent abzurechnen. Dies gilt unabhängig da-

1. Mai 2016 einem Umsatzsteuersatz von 13

Im Detail zeigt sich folgendes Bild:

von, ob ein gesondertes Entgelt vereinbart

Prozent oder optional auch mit 20 Prozent

50

eco.nova

Heizkosten, zum anderen die Miete für Garagen und Abstellplätze. Diese Leistungen


© HOFER

eco.steuern

Koproduktion der Ärztesteuerberater vom Team Jünger und der Team Tirol Steuerberater GmbH: STB Dr. Verena Maria Erian, STB Mag. Eva Messenlechner und STB Raimund Eller, v. l.

HINSICHTLICH DER BETRIEBSKOSTEN GILT DIE EINFACHE GRUNDREGEL, DASS NEBENLEISTUNGEN DAS SCHICKSAL DER HAUPTLEISTUNG (MIETE) TEILEN. Geschäftsraummiete:

wie bei der Wohnraummiete, sodass die-

Nutzt der Mieter die Räumlichkeiten für

se beiden Komponenten gesondert mit 20

betriebliche Zwecke, so ist die Vermietung

Prozent auszuweisen sind.

der Räumlichkeiten primär umsatzsteuerwurde oder ob als Miete ein Pauschalentgelt

frei. Führt der Mieter in den betreffenden

inklusive Park- oder Garagenplatz abgerech-

Räumlichkeiten überwiegend selbst umsatz-

net wird.

steuerpflichtige Umsätze (mindestens zu 95

Kleinunternehmerregelung:

Prozent) aus, so kann der Vermieter zur Umsatzsteuer in Höhe des Normalsteuersatzes

Beträgt Ihr Nettoumsatz jährlich maximal

von 20 Prozent optieren. Dies hat den Vor-

30.000 Euro, dann gelten Sie als Kleinunter-

teil, dass alle in den Vorleistungen enthalte-

nehmer. Damit kann auch die Miete samt

nen Vorsteuern von der Finanz zurückgeholt

Nebenkosten ohne jegliche Umsatzsteuer in

werden können, was vor allem bei größeren

Rechnung gestellt werden. Bis einschließ-

Baumaßnahmen ordentlich ins Gewicht fal-

lich 2016 waren auch generell umsatzsteu-

len kann.

erfreie Umsätze mitzuzählen, sodass zum

Ebenso wie bei der Wohnungsvermietung

Beispiel Ärzte, die neben ihren Einkünften

gilt auch hier der Grundsatz, dass die Ne-

aus umsatzsteuerfreien ärztlichen Leistun-

benleistungen das Schicksal der Haupt-

gen auch Einnahmen aus einer Vermietung

leistung teilen. Wird also zur Umsatzsteu-

hatten, in der Regel nicht in den Genuss der

er optiert, kann einfach alles pauschal mit

Kleinunternehmerregelung kamen. Seit

20 Prozent Umsatzsteuer in Rechnung

heuer bleiben bestimmte umsatzsteuerfreie

gestellt werden. Bleibt es bei der grund-

Leistungen, wie eben Umsätze aus ärztlicher

sätzlich gesetzlich normierten Umsatz-

Tätigkeit, bei der Grenzwertermittlung in

steuerfreiheit, so gilt hinsichtlich der Wär-

Hinblick auf die Kleinunternehmerregelung

melieferung und der Miete für Garagen

außer Ansatz.

und Abstellplätze die gleiche Ausnahme

DAS UMSATZSTEUER-X FÜR VERMIETER

Ob und in welcher Höhe soll den Mietern Umsatzsteuer in Rechnung gestellt werden, und wie ist das mit den Betriebskosten? Lesen Sie hier, wie’s wirklich geht: • Wohnraummiete: 10 Prozent Ausnahme: Kleinunternehmer (Umsatz bis 30.000 Euro netto p. a.) sind umsatzsteuerbefreit. • Geschäftsraummiete:  Prozent mit Optionsmöglichkeit zum Normalsteuersatz von 20 Prozent, wenn der Mieter selbst überwiegend (95 Prozent) umsatzsteuerpflichtige Umsätze tätigt. • Betriebskosten teilen das Schicksal der Miete. Ausnahme: Heizung und Parkmöglichkeiten sind immer mit 20 Prozent abzurechnen, es sei denn, die Kleinunternehmerregelung kommt zur Anwendung

eco.nova

51


eco.steuern

Die neue Kleinunternehmerregelung ab 2017 Mit dem Abgabenänderungsgesetz 2016 wurde vom Gesetzgeber eine Ausweitung der Kleinunternehmerregelung nach dem Umsatzsteuergesetz beschlossen. Die neuen Bestimmungen gelten seit 1. Jänner 2017. // TEXT: ANDREAS KAPFERER UND CHRISTOPH BÖDL

Mag. Christoph Bödl, Steuerberater bei Deloitte, und Mag. Andreas Kapferer, LL.M., Partner bei Deloitte

A

ls Kleinunternehmer im

Besonders Unternehmer mit überwie-

Grund steuerbefreit sind, auch nicht mehr in

Sinne des Umsatzsteuerge-

gend unecht befreiten Umsätzen waren auf

die Berechnung der Kleinunternehmergren-

setzes gelten (inländische)

Grund dieser Regelung benachteiligt, wenn

ze einzubeziehen.

Unternehmer mit einem

sie neben ihrer unecht befreiten Haupttä-

Ein einmaliges Überschreiten der Umsatz-

jährlichen Umsatz von nicht mehr als 30.000

tigkeit weitere steuerpflichtige Umsätze

grenze von 15 Prozent innerhalb eines Zeit-

Euro. Das bedeutet, dass ein Kleinunterneh-

von bloß geringem Umfang erzielten. Ins-

raumes von fünf Jahren war bereits nach

mer für seine erzielten Umsätze keine Mehr-

besondere Ärzte, die neben ihrer (unecht

der alten Regelung für die Kleinunterneh-

wertsteuer abzuführen braucht, andererseits

steuerbefreiten) Haupttätigkeit auch (steu-

mereigenschaft unschädlich und das bleibt

aber auch auf für die von ihm bezogenen

erpflichtige) Umsätze aus Vortrags-/ Gutach-

auch ab 2017 weiterhin unverändert.

Lieferungen und Leistungen keine Vorsteuer

tertätigkeit oder aus einer Vermietung erzie-

geltend machen kann. Man spricht deshalb

len, waren davon betroffen.

Beispiel: Ein Arzt erzielt aus seiner ärztli-

auch von einer unechten Steuerbefreiung.

Die Kleinunternehmerregelung konnte in

chen Tätigkeit mit Heilbehandlungen Um-

solchen Fällen nicht genutzt werden, falls die

sätze in Höhe von 250.000 Euro pro Jahr.

Gesamtumsätze (inkl. der unecht befreiten

Daneben erzielt er Umsätze aus seiner Gut-

Nach der bisherigen Rechtslage wurden zur

Haupttätigkeit) über der Kleinunternehmer-

achtertätigkeit in Höhe von 15.000 Euro und

Berechnung der Kleinunternehmergrenze

grenze lagen. Dadurch mussten die Umsätze

weitere Umsätze aus der Vermietung einer

sämtliche Umsätze des Unternehmers – so-

aus der meist geringfügigen Nebentätigkeit

Garconniere zu Wohnzwecken in Höhe von

mit steuerpflichtige als auch steuerbefreite

steuerpflichtig behandelt werden.

8.500 Euro.

Alte Rechtslage

Umsätze – herangezogen. Lediglich Hilfsge-

• Lösung bis 31. Dezember 2016: Es wurden

schäfte oder die Geschäftsveräußerung zähl-

Änderungen ab 2017

ten nicht zur Berechnung der 30.000-Euro-

Seit 1. Jänner 2017 sind nun die meisten Um-

Kleinunternehmereigenschaft zusammen-

Grenze.

sätze, die ohnehin bereits aus einem anderen

gezählt. Die Anwendung der Kleinunterneh-

52

eco.nova

sämtliche Umsätze zur Beurteilung der


eco.steuern

merregelung war mit Umsätzen in Höhe von

Wechsel Vorsteuerkorrekturen für Vorjahre

insgesamt 273.500 Euro daher nicht möglich.

negativ auswirken.

• Lösung seit 1. Jänner 2017: Die bereits nach

könnte in solchen Fällen künftig versagt werden, da „im Inland betrieben“ im Zweifelsfall bedeutet, dass auch im Inland die we-

befreiten Umsätze aus ärztlicher Tätigkeit

Neue Definition Kleinunternehmer

werden nicht mitgerechnet. Der Arzt fällt

Eine weitere Änderung betrifft die Defini-

troffen werden müssen. Ob dies zutreffend

nun mit seinen Umsätzen als Gutachter

tion der Kleinunternehmer an sich. Konnte

ist und die Kleinunternehmerregelung wei-

und aus der Wohnungsvermietung (insge-

man bis zum 31. Dezember 2016 als Kleinun-

terhin angewendet werden darf, wird fallbe-

samt 23.500 Euro) unter die Kleinunterneh-

ternehmer gelten, wenn man „(…) im Inland

zogen zu beurteilen sein.

mergrenze und muss für diese Umsätze kei-

einen Wohnsitz oder Sitz hat (…)“, ist ab 1.

ne Mehrwertsteuer in Rechnung stellen.

Jänner 2017 die Kleinunternehmerschaft nur

Fazit

noch dann möglich, wenn das Unternehmen

Die Änderungen in der umsatzsteuerlichen

Diese Erleichterung gilt nicht nur für Ärzte,

auch im Inland betrieben wird – die Einhal-

Kleinunternehmerregelung sind insbesonde-

sondern auch für die meisten anderen Un-

tung erwähnter Umsatzgrenze von 30.000

re für Ärzte und andere Unternehmer mit un-

ternehmer, die unecht befreite Umsätze aus

Euro pro Jahr vorausgesetzt.

echt befreiten Umsätzen durchaus erfreulich.

ihrer Haupttätigkeit erzielen (zum Beispiel

Diese Definition kann insbesondere dann

Mit dem Wechsel zur Kleinunternehmerschaft

Versicherungsvertreter, Tagesmütter etc.).

relevant werden, wenn beispielsweise im

ist jedoch auch der Abzug von laufenden Vor-

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn auf Grund

Ausland ansässige Personen (Investoren) Im-

steuern ausgeschlossen und gegebenenfalls

der neuen gesetzlichen Regelung ein Wech-

mobilien im Inland besitzen, die bis zum 31.

die nachträgliche Korrektur bereits geltend ge-

sel zur Kleinunternehmerregelung überlegt

Dezember 2016 auf Grund der Kleinunter-

machter Vorsteuern möglich. Die Vorteilhaf-

wird. Insbesondere bei einer Vermietungs-

nehmerregelung umsatzsteuerfrei vermie-

tigkeit eines Wechsels bzw. des optimalen Zeit-

tätigkeit könnten sich durch einen solchen

tet wurden. Die Kleinunternehmerregelung

punktes ist daher im Einzelfall abzuklären.

§ 6 Abs 1 Z 19 Umsatzsteuergesetz unecht

sentlichen Entscheidungen zur allgemeinen Leitung des Unternehmens (Vermietung) ge-

eco.nova

53


eco.recht

Verzeichnis der verarbeiteten Daten – ab Mai 2018 Pflicht Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) stärkt den Datenschutz natürlicher Personen, bringt aber auch eine Menge neuer Regelungen und Herausforderungen, insbesondere für Unternehmen, die Daten erarbeiten. // TEXT: IVO RUNGG & JOHANNES BARBIST, BINDER GRÖSSWANG RECHTSANWÄLTE, INNSBRUCK

M Dr. Ivo Rungg

54

eco.nova

it der DSGVO verschiebt

tenverarbeitung. Dieser ist regelmäßig das

sich die Dokumentati-

Unternehmen (und somit die Geschäfts-

on von Verarbeitungs-

führung) selbst, das über die Art der Ver-

tätigkeiten von den

arbeitung von personenbezogenen Daten

nationalen Behörden zu den Unterneh-

entscheidet. Gibt es einen solchen Verant-

men. Notifikationspflichten und (teilweise)

wortlichen in der EU nicht, so hat das Un-

Genehmigungstatbestände an die Daten-

ternehmen einen Vertreter mit Sitz in der

schutzbehörde (DSW) sind dann Geschichte.

EU mit der Führung eines solchen Verzeich-

In diesem Verzeichnis sind unter anderem

nisses zu beauftragen, sobald es Waren oder

alle verarbeiteten persönlichen Daten, der

Dienstleistungen in der EU anbietet. Diese

Zweck der Verarbeitung, allfällige Emp-

„Marttorregelung“ schiebt der Auslagerung

fänger, Löschungsfristen sowie technische

der Datenverarbeitung in Drittstaaten –

und organisatorische Maßnahmen zu be-

und somit der Umgehung der DSGVO – ei-

schreiben. Zu führen ist dieses Verzeichnis

nen Riegel vor.

in einem geeigneten elektronischen oder

Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbei-

schriftlichen Format. Folgt man dem zen-

tern sind grundsätzlich nicht zur Führung

tralen Konzept der DSGVO, so ist das Ver-

eines Verfahrensverzeichnisses verpflichtet.

fahrensverzeichnis möglichst praktikabel

Diese Ausnahme gilt allerdings nicht, wenn

– einerseits zur Entbürokratisierung, an-

• sie sogenannte sensible Daten verarbeiten,

dererseits zur effizienteren Kontrolle – zu

• durch die Verarbeitung ein Risiko für die

führen. Daher ist von einer Aufzeichnungs-

Freiheiten und Rechte jener Personen be-

pflicht für Kategorien von Datenverarbei-

steht, deren Daten verarbeitet werden, oder

tungen auszugehen. Beachtet werden muss

• die Verarbeitung personenbezogener Da-

bei der Wahl der Verzeichnisführung, dass

ten nicht nur gelegentlich erfolgt.

die Portabilität der Daten gewährleistet

Damit ist diese ursprünglich weit gefass-

werden muss, um sie den nationalen Behör-

te Ausnahmebestimmung in der letztlich

den zur Verfügung stellen zu können. Die

beschlossenen Form jedoch eher zu einem

nationalen Behörden werden ihre Überwa-

Kieselstein in der Brandung geschrumpft.

chungs-, Untersuchungs- und Sanktions-

Insbesondere die zuletzt genannte Bedin-

aufgaben und Kontrollen nämlich (im We-

gung wird nämlich kaum auf moderne Un-

sentlichen auch) auf der Grundlage dieser

ternehmen zutreffen, die regelmäßig perso-

Verzeichnisse wahrnehmen.

nenbezogene Daten verarbeiten, man denke

Damit der Verantwortliche seiner Rechen-

nur an die Personalverrechnung oder Kun-

schaftspflicht gegenüber den Behörden

dendateien.

nachkommen kann, muss dieser jederzeit

Jedes Unternehmen sollte sich daher klar

über ein aktuelles Verzeichnis über alle Ver-

werden, welche Daten im Unternehmen ver-

arbeitungstätigkeiten verfügen. Es emp-

arbeitet werden und wie die Verzeichnisse

fiehlt sich daher, bei der Einführung neuer

für diese Verarbeitung dargestellt werden sol-

oder geänderter Verarbeitungsmöglichkei-

len. Trotz des Mehraufwandes sollte ein sol-

ten diese sofort in das Verzeichnis aufzu-

ches Verzeichnis geführt werden, da ein Ver-

nehmen. Die Aufzeichnungspflicht trifft

stoß mit einer Strafe von bis zu vier Prozent

generell den „Verantwortlichen“ für die Da-

des Umsatzes geahndet werden kann.


promotion

Die digitale Zukunft braucht IT-Kompetenzen Digitalisierung bedeutet nicht nur Automatisierung, Rationalisierung und Beschleunigung von Dienstleistungs- und Produktionsprozessen. Es geht um die Gestaltung von zusätzlichem Kundennutzen und echten Qualitätsverbesserungen.

AKTUELLE SEMINARE • Tabellenkalkulation mit MS Excel Start am 12. Juli 2017 • ECDL Base und Standard (Europäischer Computer Führerschein) Start am 17. Juli 2017 • Fachlehrgang Grafik und Mediengestaltung mit ISO-Zertifikat Start am 2. Oktober 2017 • Fachlehrgang Webdesign mit ISO-Zertifikat Start am 3. Oktober 2017 • Fachlehrgang Betrieblicher Datenschutzbeauftragter Start am 3. November 2017 • Ausbildung zur Sicherheitsvertrauensperson Start am 12. Juni 2017 • Arbeiten unter Spannung Start am 19. Juni 2017 • Betriebliche Gesundheitsförderung Workshop-Termin nach Vereinbarung • Marketing – Basisseminar Start am 9. Juni 2017 • Aus- und Fortbildung für Trainer - Basislehrgang Erwachsenenpädagogik, Präsentation und Moderation, E-Learning-Komponenten - Zertifikatslehrgang für Alphabetisierung in Deutsch als Fremdsprache - Zertifikatslehrgang für Deutsch als Fremd-/Zweitsprache - Zertifikatslehrgang Intercultural Trainer (Bildungsinnovationspreis 2017 des Landes Tirol) - Zertifikatslehrgang Native Language Trainer Beginn im September 2017

D

er digitale Einfluss hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Je stärker dieser voranschreitet, umso spannender wird die Frage, welche Rolle der Mensch im Arbeitsleben spielen

wird. Aber Digitalisierung ist mehr als reine Rationalisierung und Automatisierung. Neue Chancen entstehen vor allem dann, wenn der Mensch im Mittelpunkt bleibt und neue Kundennutzen, wie Verfügbarkeit, generiert werden. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, dass ihre Mitarbeiter über ausreichend IT-Kompetenzen verfügen müssen, um die Chancen der Digitalisierung nutzen zu können. Doch welche Kompetenzen sind künftig gefragt und welche Defizite sind bei den Arbeitnehmern noch aufzuholen? Das BFI Tirol bietet eine große Auswahl an Kursen und Lehrgängen im EDV-Bereich an – ob Grundlagenkurse wie den ECDL (Europäischer Computerführerschein) oder Office-Schulungen für den Arbeitsalltag – nun neu auch in der E-Learning-Variante mit Durchführungsgarantie. Lernen, wann und wo Sie wollen! Das Angebot umfasst mehrere zertifizierte Lehrgänge wie die Ausbildung zum betrieblichen Datenschutzbeauftragten (Hinweis: ab Mai 2018 tritt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft), die Lehrgänge für Grafik und Mediengestaltung sowie für Webdesign und neue Medien. Zusätzlich kann aus dem breiten Angebot an Seminaren für System- oder PC-Technik sowie Netzwerk-Administration gewählt werden. Für maßgeschneiderte Lösungen erarbeiten wir gerne auch Individualcoachings für unsere Firmenkunden.

„GUTE IT-KENNTNISSE UND -FERTIGKEITEN SIND DER SCHLÜSSEL, UM FÜR DIE DIGITALE ZUKUNFT GEWAPPNET ZU SEIN.“ Dr. Karin Klocker, Geschäftsführerin des BFI Tirol

• Ausbildung zum/zur diplomierten Gesundheitsund Fitnesstrainer/-in Start am 6. Oktober 2017 • Lehre mit Matura Start im Herbst 2017 in ganz Tirol Kontakt Firmenschulungen:

BFI TIROL

© FOTOLIA

Ing.-Etzel-Straße 7, 6010 Innsbruck Tel.: 0512/59 660 info@bfi-tirol.at www.bfi.tirol


Zukunft

STARTUP der Ausga be

© FLOORWORK OG

Bildung & Innovation

Bodenständig K ann man Bodenbeläge zu einem

sen-Krupp, Toyota, Airbus, Dunlop oder

innovativen Produkt machen? Drei

Re­nault verlegt. Der Boden ist besonders

Jungs aus Telfs meinen ja und tre-

robust, erzeugt ein angenehmes Gehgefühl

ten mit ihrem Start-up Floorwork auch gleich

und ist zudem herausragend ökologisch,

den Beweis an. Seit dem vergangene Sommer

sprich zu 100 Prozent recycelbar, schnell ver-

beschäftigen sich Fabian Höpperger, Andreas

legbar und sofort begehbar.

Waldhart und Felix Stark vorwiegend mit

Die zertifizierten PVC-Fliesen von Floorwork

individuellen Bodenlösungen für Industrie,

werden in Europa produziert und nicht nur

Gewerbe und Handel sowie den Privatbe-

KR Arthur Thöni zeigt sich begeistert vom

reich. Und sie tun das mit Erfolg. Bereits bei

Produkt der lokalen Unternehmer. Auch das

Durch die langjährige Erfahrung im Bereich

vielen Tiroler Betrieben wurden hochwerti-

Verteilerzentrum der Post in Hall, der Au-

von Industrie- und Gewerbearbeiten kennen

ge PVC-Beläge bei Sanierungen und Neuaus-

toschauraum der Firma CTC – Car Technik

die Unternehmer die Anforderungen der Kun-

stattungen verlegt. Ein besonderes Vorzeige-

Center in Vomp oder die Zentrale der Öster-

den: „Unser smartes System ermöglicht indi-

projekt ist die Lehrlingswerkstätte der Thöni

reichischen Bergrettung in Flaurling wurden

viduelle Lösungen für verschiedene Indust-

Industriebetriebe, wo zahlreiche Lehrlinge

zuletzt mit dem smarten Bodensystem verse-

riebereiche“, so Höpperger. Für die heimische

seit Jahresbeginn die Vorzüge des Bodens bei

hen. Und natürlich testet auch das Floorwor-

Wirtschaft zählt vor aber allem eines: „Wir

ihrer Ausbildung genießen.

ker-Trio selbst den Boden in verschiedenen

bieten ein Komplettpaket vom Produktions-

Floorwork ist der exklusive Vertrieb von

Anwendungen. Höpperger: „Wir selbst gehen

bis hin zu Büroboden an und legen Wert auf

PVC-Bodenfliesen des zertifizierten franzö-

seit Jahren auf PVC-Fliesen und sind von den

eine schnelle und zuverlässige Auftragsab-

sischen Herstellers TLM in der DACH-Regi-

Vorteilen des Systems überzeugt. Wir haben

wicklung. 2017 wollen wir unser Bodensystem

on. Weltweit wurden über die Jahre bereits

ein 20 Tonnen schweres Gefährt aufgefahren,

in 100 weitere Unternehmen bringen und den

mehr als zehn Millionen Quadratmeter da-

um erfolgreich die Robustheit der Bodenflie-

österreichischen Markt erschließen.“

von bei internationalen Playern wie Thys-

sen zu testen.“

// www.floorwork.eu

56

eco.nova

Das Floorwork-Team Fabian Höpperger, Andreas Waldhart und Felix Stark


KÖPFE

eco.zukunft

© BFI TIROL

ECO.MMENTAR

. Wirklich.

Landesrätin Beate Palfrader, BFI-Tirol-Geschäftsführerin Karin Klocker und Abteilungsleiterin Anne Tovmasov

INTERKULTURELL

A

© FABIAN ISARA

Miteinander arbeiten Es ist erstaunlich, wie wenig es in Organisationen Thema ist, obwohl man die positiven Auswirkungen auf Motivation und Wohlbefinden kennt, wenn ein Team gemeinsam eine Aufgabe löst. Nicht umsonst ist das fixer Bestandteil von Outdoor-Seminaren. Doch im Büro vergraben wir uns lieber hinter den Bildschirmen und fühlen uns von jeglicher Interaktion mit Kollegen gestört. // TEXT: HANNES OFFENBACHER

lle zwei Jahre schreibt das Land Tirol den Bildungsinnovationspreis für herausragende Leistungen im Bereich der Erwachsenen-

wirkungen der sich ändernden Arbeitswelt auf die Er-

F

wachsenenbildung“ und „Integration durch Erwachse-

ter und dann rein ins Bildschirm-Wachkoma. Zwischendurch unterbrechen

nenbildung“ im Fokus. Unter gesamt 17 eingereichten

Anrufe und meist schlecht vorbereitete Besprechungen die zyklischen Bewe-

Projekten ging das BFI Tirol in der Kategorie Insti-

gungen zwischen E-Mail-Programm und anderen Dingen. Zumindest kann

tution als Sieger hervor. Das ausgezeichnete Projekt

man im „Jour fixe“ seine Nachrichten auf WhatsApp und Facebook abarbeiten

„Lehrgang Intercultural Trainer“, das von der Abtei-

und Katzenfotos liken. Dinge, die durch die unfokussierte Routine nicht fer-

lung Sprachen unter Mag. Anne Tovmasov entwickelt

tig werden wollen, werden mit Scheinfragen an die Kollegen weitergeleitet.

wurde, bildet Personen aus, die als Multiplikatoren ihr

CC sei Dank, man hat Zeit gewonnen. Lästige Fragen werden auf das nächste

Wissen in Schulungen für Menschen mit Migrations-

Meeting vertröstet, immerhin sei man bis oben voll mit Aufgaben.

hintergrund weitergeben.

Ja, ich überzeichne. Natürlich gäbe es viele Unternehmen nicht, wenn der

bildung und des öffentlichen Büchereiwesens aus. Mit dem Preis soll das Engagement im Bildungsbereich gewürdigt werden. Heuer standen die Themen „Aus-

ür die meisten Büromenschen beginnt der Tag ähnlich. Rein ins Büro, den Mantel aufhängen und am Weg zum Schreibtisch übernächtige Kollegen grüßen. Nach dem Einschalten des Computers folgt der not-

wendige Marsch zur Kaffeemaschine. Fünf Minuten Smalltalk über das Wet-

Alltag sich so abzeichnen würde. Doch ein gefährlicher Befund bleibt, wenn man in vielen Unternehmen und Organisationen Einblicke gewinnt: Wir haben verlernt, miteinander zu arbeiten. Miteinander arbeiten. Damit meine ich nicht das parallele Abarbeiten von Aufgaben und E-Mails. Zufällig im gleichen Raum. Damit meine ich auch nicht das Besprechen von Aufgaben in Meetings. Ich meine das zeitgleiche, räumlich konzentrierte Arbeiten an einer Sache. Wie man wieder miteinander arbeiten kann? Ich empfehle das Einführen von gemeinsamen Hackdays, zumindest einmal im Monat. Ein bis zwei Tage, an denen im gleichen Raum gemeinsam an einem Projekt gearbeitet wird – nur an diesem. Das Ziel: Das Umsetzen des Projektes innerhalb der limitierten Zeit, um am Ende ein Erfolgserlebnis zu haben. Es ist erstaunlich, was mit Patrik Penz, Maximilian Ebner und Thomas Braunegger von der HTL Anichstraße holten sich den Sieg. Simon Zigala (Förderverein Technik) und die Jurymitglieder Anton Ledl, Andreas Mehrle und Wolfgang Eichinger gratulierten.

dieser Methodik alles in kurzer Zeit möglich ist und wie gut sich das für ein

DIE BESTEN IDEEN

bei Gründern oft zu finden ist. Das gelingt natürlich nur mit guter Vorberei-

B

Team anfühlt, wenn man Disziplin, Fokus und Bereitschaft für dieses Experiment aufbringt. Durch die konzentrierte Dichte entsteht nämlich etwas, was in vielen Büros verschwunden ist: Energie und Aufbruchsstimmung, wie es tung und dem konsequenten Schaffen von operativem Freiraum an diesen Tagen. Es empfiehlt sich, den Kunden die Abwesenheit vom Tagesgeschäft anzu-

ereits zum achten Mal wurden kürzlich im

kündigen und dann konsequent die Telefone abzuschalten bzw. umzuleiten.

Rahmen von „Be the best“ die besten Diplom-

Welche Projekte sich eignen? Das kann die Planung der eigenen Weihnachts-

und Facharbeiten von HTL-Schülern durch

feier, die Umgestaltung der Kantine, die Überarbeitung der Website oder die

den Förderverein Technik Tirol prämiert. 23 Teams

Entwicklung eines neuen Produktes sein. Da geht was.

haben heuer daran teilgenommen, durchsetzen konnten sich zwei Teams von der HTL Anichstraße (Platz 1: Next Step – mechatronische Steighilfe für Tourenskibindungen / Platz 2: AthleticCam – Zukunft der Sportfotografie) sowie eines von der PHT Lienz (Platz

HANNES OFFENBACHER

ist Unternehmer, Neudenker und Bergsteiger. Seit 2013 lebt er in Innsbruck und bloggt unter www.offenbacher.cc.

3: Magic Mirror – Spiegel mit Gestensteuerung).

eco.nova

57


eco.zukunft

TIROL INNOVATIV

n e k c ü r B & n e Von Nisch en wir Ihnen chreitet, damit erzähl ns ra vo en itt hr Sc en er auftun ... ng in groß e neuer Geschäftsfeld ih Re Dass die Digitalisieru e ein ch au it m Welt s. Dass sich da , die in dieser digitalen en m eh wahrlich nichts Neue rn te Un en es eicht aber mit di T: TAMARA KAINZ damit auch nicht. Viell r auf seine Weise. // TEX de Je n. be ha en nd fu atz ge ihren ganz eigenen Pl

Parallel zur Verbesserung bestehender Prozesse überlegt das Start-up Anyline, wie neue, zukunftsträchtige Geschäftsfelder erschlossen werden können. Datenbrillen im Industriekontext – das ist einer der Bereiche, in dem das Jungunternehmer-Quartett große Chancen ortet. Die Augmented-Reality-Brille „Hololense“ von Microsoft mag für viele noch als Spielerei wahrgenommen werden, birgt jedoch enorme Potenziale und Chancen.


eco.zukunft

TIROL INNOVATIV

ANYLINE

Vier Freunde und ein Raketenstart Die namhaftesten Investoren des Landes, jede Menge Fördergelder und haufenweise Auszeichnungen – das Start-up Anyline zeigt einer rasanten Branche, wie’s geht! Hinter der Idee, „dem Smartphone das Lesen beizubringen“, stehen drei Tiroler Computerfreaks.

Die Anyline-Gründer Jakob Hofer (Head of Organization), David Dengg (Head of Tech Infrastructure), Lukas Kinigadner (CEO) und Daniel Albertini (CTO)

B

ahnbrechend. Wenn die Swa-

nologie entwickelt, die es Smartphonekame-

Die ausgeklügelten Lösungen für die Texter-

rovski-Stiftung und Business

ras – vereinfacht ausgedrückt – ermöglicht,

kennung kommen außerdem beim Ablesen

Angels wie Hansi Hansmann

Texte und Zeichen in Echtzeit zu scannen,

von Blutzuckermessgerätdaten oder Strom-

oder Hermann Hauser, der

sprich zu digitalisieren, um sie dann auto-

zählern sowie zum Scannen von Pässen oder

„Steve Jobs Großbritanniens“, begeistert be-

matisch in einer Datenbank zu speichern.

Führerscheinen zur Identitätskontrolle zum

trächtliche Summen für ein Start-up bereit-

Im Fachjargon nennt sich das OCR – Optical

Einsatz. Letzteres macht sich etwa die UNO

stellen, dann muss das Unternehmen wirk-

Character Recognition.

zunutze. Eigentlich ist die Technologie von

lich vielversprechend sein. Anyline ist das.

Wer so was braucht? Vorwiegend Konzerne.

Anyline überall dort hilfreich, wo manuelles

Das Unternehmen wird als eines der besten

Das Bauteil aus dem Hause Anyline, das SDK

Abschreiben und Eintippen viele Fehler ver-

Start-ups in Österreich gehandelt. Deshalb

(Software Development Kit), wird in Apps in-

ursacht.

wurden von verschiedensten Seiten auch be-

tegriert, die dann firmenintern oder von Pri-

reits Millionenbeträge investiert. Die Anfüh-

vatpersonen genutzt werden. Zum Beispiel

Brücke von analog zu digital

rer einer der jüngsten Revolutionen im Bild-

beim Einscannen eines Gewinncodes auf

Die automatische Text- und Zeichenerken-

bearbeitungsbereich sind drei Tiroler und

einer Red-Bull-Dose oder Karlsberg-Bierfla-

nung stand nicht immer im Fokus von David

ein Burgenländer Techniker. Sie haben als ei-

sche. QR- und Barcodes werden damit bald

Dengg, Lukas Kinigadner und Daniel Alber-

ne der Ersten weltweit eine mobile Scantech-

schon wieder der Vergangenheit angehören.

tini, drei alten Schulfreunden aus der HTL

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59


© ANDREAS FRIEDLE

eco.zukunft

Anichstraße für Elektronik in Innsbruck. Die Spezialisierung hat sich zufällig ergeben. Was jedoch geplant war, war der Schritt in die Selbstständigkeit. „Für uns war immer klar, dass wir viel Abwechslung und Unabhängigkeit in unserer Arbeit haben wollen. Ja und jetzt geht es voll ab“, lacht Dengg. Der 32-Jährige und seine Kollegen repräsentieren das, was man sich unter Unternehmern der neuen Generation vorstellt: lockeres Auftreten, offene Art und jede Menge innovative Ideen. Kombiniert mit einem guten Gespür fürs Geschäft gelang es ihnen, Anyline binnen weniger Jahre dorthin zu bringen, wo es heute steht: sehr weit. Weltweit. Dabei war OCR 2013 noch ein ungelöstes Problem. Der Input für das heutige Erfolgsprodukt kam damals aus einer kleinen App-Schmiede von Kinigadner und Albertini. Die beiden standen mit dem Diabetes-Start-up mySugr vor der Frage, wie man die gemessenen Werte am besten in die mySugr-App zur täglichen Dokumentation übertragen könnte. Die Entwicklung des Scanners gelang schließlich gemeinsam mit Dengg und Jakob Hofer aus dem Burgenland. Das war die Geburtsstunde von Anyline. Seit seiner Gründung im Jahr 2014 hat das Start-up auf über 20 Mitarbeiter in der Werkstätte Wattens, Wien und Berlin aufgestockt.

„FÜR UNS WAR IMMER KLAR, DASS WIR MEHR WOLLEN, ALS ANGESTELLT ZU SEIN. WIR WOLLTEN BEWEGUNG UND ABENTEUER.“ David Dengg

Vielfältige Anwendungsgebiete (im Kopf)

und dazu sofort Zusatzinformationen, so

gung, dass die große Wirtschaft junge Un-

genannte Metadaten, geliefert bekommt“,

ternehmen wie unseres ernst nimmt und

Anyline ist mittendrin statt nur dabei.

erwartet Dengg spannende Zeiten. Einem

ihnen vertraut.“ Dennoch haben er und sei-

Was Geschwindigkeit und Genauigkeit an-

Techniker auf der Ölplattform etwa würde

ne Mitstreiter den Hauptsitz von Anyline

geht, sind die Jungs schon richtig gut. Die

dann im Vollvisierhelm angezeigt, ob er eh

nach Wien verlegt. Weil es „hier in Tirol trotz

Scan-Wahrscheinlichkeit geht bereits in

gerade das richtige Ersatzteil einbaut oder

allem verdammt schwer ist, als Gründer

Richtung der 100 Prozent. Das SDK so zu

nicht. Auch machine learning, also Software,

wirklich Fuß zu fassen“, sagt er und wünscht

professionalisieren, dass es relevante Infos

die man trainiert und nicht mehr nur pro-

sich, dass Jungunternehmer in Tirol bald

von Konturen, Rahmen und Dreck unter-

grammiert – die man sozusagen intelligent

keinen „Minderwertigkeitskomplex“ mehr

scheiden kann, war eine echte Herausforde-

macht –, wird zunehmend an Bedeutung ge-

haben müssen: „Fruchtbringende Koopera-

rung. Und dann soll das System ja auch bei

winnen. Themen, bei denen Anyline punkten

tionen wie die von Anyline und Swarovski

unterschiedlichsten Lichtverhältnissen ver-

kann, gibt es genug. So fürchten die Tiroler

könnten und sollten Signalwirkung haben.“

lässlich funktionieren ... „Trotzdem sind wir

auch nicht, dass ihr System eines Tages viel-

// www.anyline.com

immer noch ein Start-up. Wir haben noch

leicht nicht mehr gebraucht werden könnte.

nicht die haargenaue Linie, die wir gerne

„Wir verkaufen keine Übergangstechnologie,

hätten“, gibt sich David Dengg aus Telfs ehr-

sondern eine Brückentechnologie. Ohne uns

geizig. Er ist der Einzige, der noch regelmä-

kann die Umstellung von analog auf digital

ßig in Tirol weilt. Der Rest operiert vom Sitz

nicht funktionieren. Außerdem wird es im-

in Wien aus.

mer Texte geben und es wird immer Schnitt-

Parallel zur Verbesserung bestehender Pro-

stellen zwischen der natürlichen und der di-

zesse wird natürlich überlegt, wie neue, zu-

gitalen Welt geben“, gibt sich Dengg gelassen.

kunftsträchtige Geschäftsfelder erschlossen werden können. Datenbrillen im Industrie-

Gründerlandschaft Tirol

kontext – das ist einer der Bereiche, in dem

Frisches Kapital brachte unter anderem

das Jungunternehmer-Quartett große Chan-

Gernot Langes-Swarovski in Anyline ein.

cen ortet: „Es wird bald gängige Praxis sein,

Dengg: „Das freut uns als Tiroler natürlich

dass man durch die Brille etwas anschaut

besonders. Ich sehe es als schöne Bestäti-

60

eco.nova

AUSZEICHNUNGEN UND FÖRDERUNGEN

2014 gewann Anyline den trend@venture Award und den Futurezone Award. 2015 den österreichischen Staatspreis in der Kategorie Multimedia und E-Business, 2016 folgte die Auszeichnung zur BEST AR/VR Company bei der Wearable Technology Show in London. Innovationsförderungen gab es von der Wirtschaftsagentur Wien, über das FFGBasisprogramm sowie von Marktstart.


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TIROL INNOVATIV

SOFTCON

Digitale Nischen angeklickt Die Welt wird digitalisiert. Das ist nichts Neues. Die Zugänge aber werden immer wieder neu erfunden. Die SOFTCON GmbH in St. Johann hat sich in der IT-Branche mit einer Musikschulsoftware einen Namen gemacht. Gegenwart und Zukunft liegen in innovativen Apps.

H

ätte er in jungen Jahren nicht

zitiert. In diesem Sinne erspart die Soft-

Trompete gelernt, wäre Peter

ware den Kunden vor allem viel Papierkram.

Seiwald nicht auf die Idee ge-

Schülerakten können ganz einfach digital

kommen, seine EDV-Kennt-

übergeben und Schulgeld kann automatisch

nisse in genau diesem Bereich zu Geld zu ma-

berechnet werden, alle Lehrerstunden wer-

chen. Als er damals aber sah, wie viel Zeit in

den aufgezeichnet und über die eigene Leh-

der Administration einer Musikschule verloren

rer-App mo2go kann der Unterrichtende au-

geht, war der Grundstein für seine berufliche

ßerdem ganz unkompliziert die Präsenz der

Spezialisierung gelegt. Heute ist die Musik-

Schüler, Beurteilungen oder Hausaufgaben

schul-Verwaltungssoftware der wichtigste Ge-

erfassen. MOnline führt darüber hinaus di-

schäftszweig der SOFTCON GmbH. „Um 1997

gital Buch über den Instrumentenstand, das

während meines Wirtschaftsinformatikstu-

Noteninventar und so weiter. Das System ist

diums habe ich mit dem Programmieren von

gut ausgereift. Es wird auch schon seit fast

MusicOffice begonnen und irgendwann hat es

20 Jahren laufend verbessert und erweitert.

dann das Land Tirol für alle Musikschulen ha-

SOFTCON darf sich in dieser Nische öster-

ben wollen“, erinnert sich Seiwald an das erste

reichischer Marktführer nennen. Auf diesem

landesweite Geschäft. Mittlerweile ist er mit

und einigen artverwandten Gebieten, denn

„MOnline“ bundesweit unterwegs. Neben Tirol

adaptierte Versionen der Software kommen

vertrauen auch Vorarlberg, Ober- sowie Nie-

auch in anderen Musikausbildungsstätten

derösterreich auf die anwenderfreundlichen Lösungen aus St. Johann.

Marktführer „Es ist schöner, die Zeit mit Musizieren zu verbringen, als vor dem Computer“, wird Seiwald auf der firmeneigenen Homepage

„ES IST SCHÖNER, DIE ZEIT MIT MUSIZIEREN ZU VERBRINGEN, ALS VOR DEM COMPUTER.“ Peter Seiwald

oder bei großen Musikwettbewerben zum Einsatz, etwa bei „Prima La Musica“.

Weitere Standbeine Mit der Entwicklung der Musikschul-Verwaltungssoftware – und mit ein bisschen Startkapital von Oma – ist Peter Seiwalds

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18.05.17 10:32

eco.nova

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eco.zukunft

Von vier auf flexibel: Gegründet mit drei Partnern zählt Softcon heute elf fixe und viele freie Mitarbeiter.

Unternehmen 1997 entstanden und stetig ge-

„Flüchtlings-App“

wachsen. 2001 wurde mit drei Partnern die

Das neueste Produkt von Softcon ist die

SOFTCON GmbH gegründet, seither deckt

FOMA-App. FOMA steht für Fortbildungs-

er gerade an selected.de. Dabei handelt es

diese alle relevanten IT-Bereiche ab. Das

manager und wurde über die GemNova

sich um eine intelligente Print-Web-Lösung,

Team aus elf fixen und zahlreichen freien

für die Tiroler Sozialen Dienste in Auftrag

die den klassischen Flyer ersetzt, indem die

Mitarbeitern kümmert sich um stimmige Ge-

gegeben. Anlass war die jüngste Flücht-

Infos gleich übers hoteleigene WLAN auf

samtlösungen – also um die Soft- genauso

lingswelle. Man suchte nach einer Mög-

das Smartphone geschickt werden. Die An-

wie um die Hardware. Seiwald: „Ursprünglich

lichkeit, Fortbildungen und Trainings der

gebote werden logischerweise auf die unmit-

wollte ich keinen Hardwarevertrieb, aber die

Asylwerber überblicksmäßig darzustellen.

telbare Umgebung heruntergebrochen und

Nachfrage war so groß, dass wir dann doch

Ein Knopfdruck liefert jetzt Nachweise un-

sind auch offline verfügbar. Das wäre Pha-

einen Computershop eingerichtet haben.“

ter anderem über Integrationskurse oder

se eins. Die neue Spielwiese ist damit aber

Besonders klein- und mittelständische Be-

Deutschkenntnisse der jeweiligen Per-

erst betreten, denn im zweiten Schritt sollen

triebe aus dem Tiroler Unterland schätzen

sonen. Gut geschützt versteht sich, denn

Tickets, Führungen und vieles mehr direkt

die Paketlösungen in Verbindung mit dem

speziell im Bildungsbereich ist hundert-

übers Handy buchbar sein. Die Zeichen ste-

Know-how der Experten. Parallel dazu wird

prozentige Datensicherheit ein Muss. Ha-

hen voll auf digitales Rundumservice für

der Zweig Webdesign immer stärker nachge-

ckerangriffe sind gang und gäbe, weshalb

den Urlaubsgast.

fragt: Ob einfache Web-Visitenkarte, Firmen-

SOFTCON quasi Hochsicherheitsserver

Was die Zukunft noch bringen wird?„Eine

präsentation, Profiwebsite oder Onlineshop

installiert. Das ausgezeichnete FOMA-Sys-

neue Schüler-App für MOnline, die die Kom-

– bei SOFTCON weiß man wie. Wobei die

tem soll bald in anderen österreichischen

munikation zwischen Schülern und Lehrern

Kernkompetenz der St. Johanner mehr auf

Bundesländern Schule machen. „Ich bin

auf eine neue Ebene hieven wird, und na-

der Ausarbeitung der technischen Details

schon ein bisschen stolz darauf, dass es uns

türlich habe ich noch viele weitere Visionen,

liegt, während für den gestalterischen Part

gelungen ist, FOMA in sehr kurzer Zeit op-

die wir aber nicht niederschreiben können,

mitunter auch Partnerfirmen herangezogen

timal an die Erfordernisse anzupassen. Ab-

sonst kommt mir noch jemand zuvor!“, so

werden. In der hauseigenen Softwareabtei-

solute Flexibilität ist sicher ein Vorteil, den

Seiwald. Trompete spielt Seiwald mittlerwei-

lung konzentriert man sich nämlich haupt-

wir gegenüber großen Konzernen haben“,

le nur noch sporadisch, am liebsten zu Weih-

sächlich auf (Eigen)entwicklungen. Realisiert

sagt Seiwald.

nachten für seine Familie oder wenn er im

werden diese dann oft in Zusammenarbeit

Sommer als Hobbyhüttenwirt auf der Alm

mit dem Unternehmen GoingSoft, das zwar

Und sonst so?

ein komplett anderes Produktportfolio hat,

Der 39-Jährige ist nach wie vor Chefent-

muss, um Internetempfang zu haben, und es

aber Bruder Stefan gehört. Peter Seiwald ist

wickler in seinem Unternehmen und hat das

genießt, für wirtschaftliche und politische

hier als Entwicklungsleiter tätig. Stichwort:

nächste Projekt bereits in der Schublade: Ge-

Belange nicht permanent erreichbar zu sein.

Synergien nutzen.

meinsam mit einem deutschen Partner feilt

// www.softcon.at

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ist. Da, wo er einen Kilometer weit gehen


eco.zukunft

RÄCH EXPERTEN IM GESP

i Chirurgische Hilfe be he Beckenbodenschwäc In Österreich leidet etwa jede vierte Frau unter Blasenschwäche. Ursache sind häufig eine Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur und Absenkung des Beckenbodens.

S

Prim. Dr. Burghard Abendstein, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

törungen des Beckenbodens stellen eine besonders häufige und meist tabuisierte Problematik dar. Die Harninkontinenz ist eine der bekanntesten Folgen, aber auch die

Senkung, Stuhlinkontinenz und andere unklare Schmerzen im Beckenbereich belasten viele Frauen jeglichen Alters. Prof. Dr. Peter Petros aus Australien war der erste Wissenschaftler, der sich Mitte der 1980er-Jahre mit diesen Problemen beschäftigt hat. Er entwickelte die so genannte Integraltheorie des Beckenbodens, die besagt, dass die Scheide gleichsam einer Trampolinmembran in die Steuerung von Harnröhre, Harnblase und Mastdarm involviert sei. Durch eine Schwäche der Trampolinmembran oder der seitlichen Verankerungen entstehen Störungen, die zu den genannten Symptomen führen. Ein Wiederaufbau der geschwächten Bereiche kann diese Störungen beseitigen. Anfang der 1990er-Jahre entwickelte Petros gemeinsam mit Prof. Dr. Ulf Ulmsten aus Schweden die erste Technik zur Behandlung der Stressharninkontinenz mit der Einlage von Bändern unter die Harnröhre. Eine Vielzahl an stressinkontinenzbehandelten Patientinnen wurden seither durch diese als „TVT“ bekannte Methode geheilt. In Europa wird TVT seit zwölf Jahren angewandt, Studien zeigen langfristige Heilungen von über

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80 Prozent. Mittlerweile werden nicht nur Bänder zur Verstärkung des Beckenbodens eingesetzt, sondern auch Netze, wodurch ebenfalls hohe Heilungsquoten erreicht werden. Diese Operationen werden als Schlüssellochchirurgie durchgeführt, das heißt mit sehr kleinen Wunden, wenigen Blutungen, wenigen Schmerzen, einer raschen Erholung und relativ schnellem

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Daten sind die neuen Drogen Wenn statt des gewohnten Startbildschirms plötzlich nur noch ein Totenkopf oder ein Erpresserbrief auf dem Monitor erscheint, hat man es höchstwahrscheinlich mit Ransomware zu tun. Mit fortschreitender Digitalisierung wächst nämlich auch die Cyberkriminalität in rasantem Tempo. Wie man sich davor schützt? Damit beschäftigen sich die Experten von Barracuda Networks. // TEXT: DORIS HELWEG

E

s ist gerade mal ein paar Ta-

alität. Man braucht nur an die fortschreiten-

User sie nicht mehr nutzen kann. Ziel ist es,

ge her, dass die bislang größ-

de Digitalisierung in Krankenhäusern oder an

von den Nutzern Lösegeld zu fordern. Der

te Cyberattacke zigtausende

selbstfahrende Autos zu denken, dann wird

Datenzugriff wird erst nach Lösegeldzahlung

Computer weltweit lahmge-

schnell klar, wie wichtig es ist, diese vor An-

mittels eines Kennwortes wieder freigegeben,

legt hat, und laut Experten

griffen von außen zu schützen.

was aber auch nicht immer verlässlich der

könnte das erst der Anfang sein. „IT-Security

Ransomware (ransom bedeutet zu Deutsch

Fall ist, da es den Kriminellen bekanntlich ja

ist ein entscheidender Faktor, der Einfluss auf

„Lösegeld“, auch Erpressungstrojaner, Kryp-

nur um die Zahlung des Lösegelds geht. Be-

Leben und Tod haben kann.“ Diese Aussage

totrojaner oder Verschlüsselungstrojaner ge-

troffen davon sind keinesfalls nur große Un-

mag bislang vielleicht für viele übertrieben

nannt) sind Schadprogramme, die entweder

ternehmen oder öffentliche Datenträger. Spe-

geklungen haben, entspricht aber, wie es sich

den Bildschirm sperren oder wichtige Daten

ziell kleinere und mittlere Unternehmen, die

gerade erst gezeigt hat, in vielen Fällen der Re-

auf dem Computer so verschlüsseln, dass der

über begrenzte Ressourcen verfügen, sind be-

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eco.zukunft

WAREN ES FRÜHER VERRÜCKTE HACKER, DIE WIE VANDALEN MEHR SCHADEN ANGERICHTET HABEN ALS GELD DAMIT VERDIENT, STELLT SICH DIE CYBERKRIMINALITÄT HEUTE ALS HOCHORGANISIERTE UNTERNEHMUNG DAR, DIE MIT LÖSEGELDERPRESSUNGEN IN GROSS ANGELEGTEM STIL GUTES GELD VERDIENT. nötigt man heute ein Vielfaches davon, was durchaus schwierig ist. Inzwischen fahren Firewalls in Bussen herum. IT findet heute überall statt, ist selten mehr als 1,5 Meter von uns entfernt. All diese intelligenten, vernetzten Dinge zu schützen, stellt tatsächlich eine große Herausforderung dar.“ Waren es früher verrückte Hacker, die wie Vandalen mehr Schaden angerichtet haben als Geld damit verdient, stellt sich die Cyberkriminalität heute als hochorganisierte Unternehmung dar, die mit Lösegelderpres-

Das autonome Auto hat nicht nur zwei Augen Dr. Wieland Alge, Vice President und General Manager EMEA bei Barracuda Networks, über selbstfahrende Autos, Cybercrime und eine durchaus spannende Firmengeschichte.

sungen in groß angelegtem Stil gutes Geld verdient. FBI sowie andere öffentliche Stellen

ECO.NOVA: Wie sehen Sie den rasanten

raten Betroffenen eindringlich, KEIN Löse-

technologischen Fortschritt?

geld zu bezahlen. Ausnahmefälle sind Kran-

WIELAND ALGE: Ich denke, man hat diesen

kenhäuser, da hier mitunter Menschenle-

bislang völlig unterschätzt. Meiner Meinung

ben auf dem Spiel stehen. Genau aus diesem

nach ist das Bedürfnis, mit Menschen zu

Grund sind Kliniken besonders gefährdet,

kommunizieren, die gerade nicht in der Nähe

Opfer von Ransomware-Angriffen zu werden.

sind, ein Höhlenmenschenbedürfnis. Der Be-

liebte Ziele. Cyberkriminelle nutzen eine Viel-

Je mehr man als Unternehmen von der IT ab-

darf eines Handys ist eigentlich 2.000 Jahre

zahl von Einfallstoren, einschließlich E-Mail,

hängig ist, umso wichtiger ist ein lückenloser

alt. Sobald unsere Vorfahren die Sprache ent-

Datenverkehr von Netzwerken und Applikati-

Schutz auf verschiedenen Ebenen. Das be-

wickelt hatten, war auch das Bedürfnis nach

onen sowie das Benutzerverhalten, um einen

ginnt bei der Datensicherung, den gesamten

Kommunikation vorhanden. Das Festnetzte-

Ransomware-Angriff erfolgreich durchzufüh-

Netzwerken, E-Mail-Verkehr und Internetnut-

lefon war dabei nur eine Zwischenstufe. Als

ren. Ein Unternehmen ohne eine umfassen-

zung, den vernetzten Endgeräten und geht

die ersten Mobiltelefone am Markt erschie-

de Sicherheitsstrategie, die alle Schwachstel-

bis zur Wiederherstellung von Daten, sollte

nen sind, haben 70 bis 80 Prozent der Bevöl-

len absichert, wird beinahe zwangsläufig zum

doch einmal ein Schaden entstanden sein.

kerung gemeint, das bräuchten sie nicht, fünf

Opfer von Ransomware werden. „Die IT-Se-

Durch die Kombination einer preisgekrönten

Jahre später hat jeder eines gehabt. Genauso

curity hat sich in den letzten Jahren grundle-

Technologie mit leistungsstarker Open-

wird es jetzt mit den autonomen Autos sein.

gend verändert“, weiß Dr. Wieland Alge, Vice

Source-Software kann Barracuda Networks

President und General Manager EMEA bei

seinen Kunden einfach zu verwendende, um-

Werden wir wirklich bald alle in selbstfah-

Barracuda Networks und Mitbegründer der

fassende und absolut zuverlässige Lösungen

renden Autos sitzen?

vormaligen phion AG. „Noch vor gar nicht

an die Hand geben. Das Erfreuliche daran ist,

Ja, in Wirklichkeit ist es ja völlig absurd, selbst

langer Zeit hat man ein Unternehmen mit ei-

dass die Flaggschiffprodukte wie Firewalls

Auto zu fahren. Um wieder zum Höhlenmen-

nigen wenigen Firewalls ausgerüstet. Durch

nahezu vollständig in Innsbruck und Wien

schenbedarf zurückzukommen: Das Ziel ist

die Vernetzung aller möglichen Geräte be-

entwickelt wurden und werden.

es doch, möglichst schnell zu einer selbst gewählten Zeit zu einem anderen selbst gewählten Ort zu gelangen. Dass man sich da-

WELTWEITES PRODUKTVERTRAUEN

Barracuda ist ein börsennotiertes Unternehmen (NYSE: CUDA), das leistungsstarke und dennoch benutzerfreundliche Security- und Storagelösungen bietet, die zu einer Vereinfachung der Informationstechnologie beitragen. Weltweit beschäftigt Barracuda Networks derzeit ca. 1.500 Mitarbeiter, davon etwa 200 in Österreich. Unter anderem gehören CitiBank, Coca-Cola, Delta Dental, FedEx, Harvard University, IBM und L’Oreal zu den mehr als 150.000 Organisationen in über 100 Ländern, die auf die Securitylösungen von Barracuda Networks vertrauen. // www.barracuda.com

bei die ganze Fahrt über konzentrieren muss, anstatt sich zu entspannen, zu arbeiten oder was auch immer, ist eine lästige Angelegenheit. Außerdem ist unsere Reaktionszeit schlecht. Das autonome Auto hat nicht nur zwei Augen, der Infrarotsensor sieht alles. Die Software ist da, die fahren, einparken, Geschwindigkeit einhalten und unverzüglich

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eco.zukunft

wisse Zeit dauern, bis alles wieder läuft, aber

auf Hindernisse reagieren kann. Das selbstfahrende Auto wird schneller da sein, als wir

immerhin hat man eine Chance. Dabei ist

vermuten.

es wichtig, Backup- und Recovery-Lösungen nicht mehr als Versicherung gegen einen

Was bedeutet diese Entwicklung für Ihr

Serverraum-Brand zu sehen, denn diese pas-

Unternehmen?

sieren ja recht selten. Ungewolltes Löschen,

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit haben

korrupte Dateien oder eben auch externe

wir Daten und Applikationen gesichert, wir

Angriffe auf Daten sind die wahren Feinde

haben gewusst, wo sie sind und die entspre-

der Vollständigkeit und Integrität der Daten.

chende Infrastruktur darum gebaut. Heute

Deshalb muss ein Backup- und Recoverysys-

durchdringt die IT alle Lebensbereiche, ist

tem auch permanent nicht nur ausprobiert,

Teil des realen Lebens geworden, ist nie wei-

sondern wirklich im Einsatz sein. Dann geht

ter als ein oder zwei Meter entfernt von uns.

es auch im größeren Ernstfall rasch.

In einer einzigen Supermarktfiliale gibt es heute mehr IT als früher im gesamten Unter-

Sie können in den nun 17 Jahren des Beste-

nehmen. Je mehr IT es gibt, umso attraktiver

hens auf eine durchwegs spannende Firmen-

ist es, sie anzugreifen. Wir versuchen auf ver-

geschichte zurückblicken. Wie sehen Sie die

schiedenen Ebenen, Dinge vorauszudenken. Wie denken die Angreifer? Welche Ziele verfolgen sie? Und daraus entwickeln wir Produkte, die die IT sicherer machen, sie vor kriminellen Angriffen schützt. Wie kann man sich so einen Schutz, so eine Firewall, vorstellen? Nehmen wir als Beispiel Windräder. 10.000

„JE MEHR IT ES GIBT, UMSO ATTRAKTIVER IST ES, SIE ANZUGREIFEN.“ Wieland Alge

Windräder sind heute leichter anzugreifen

Entwicklung aus heutiger Sicht? Wir haben eine durchaus bewegte Start-up-Geschichte mit vielen Schlaglöchern hinter uns. Im Grunde waren wir drei theoretische Physiker, die sehr viel aus Erfahrung lernen mussten. In unserer Start-up-Phase herrschte noch eine sehr gründungsfeindliche Umgebung in Tirol, wir bekamen keine Kredite und hatten keinerlei Unterstützung. Es hat etwa vier bis fünf Jahre gedauert,

als ein einziges Kernkraftwerk. Die Sabotage

der Cyberkrieg findet tatsächlich statt. Heute

bis wir den Reifegrad erlangt hatten, um or-

auf ein Windrad auf physikalischem Wege

kämpfen Soldaten tagtäglich in der Cyberde-

dentlich und professionell expandieren und

ist sehr aufwändig. Digital kann man jedoch

fence-Abteilung.

wachsen zu können. Im Juli 2007 gingen wir

gleich 10.000 auf einmal lahmlegen und or-

an die Börse, was sich aus heutiger Sicht als

dentlich Lösegeld fordern. Hat das Windrad

Wenn Firewalls kleine Geräte in Handygrö-

durchaus sinnvoll erwiesen hat, auch wenn

eine Firewall – also ein kleines Gerät – einge-

ße sind, wie kann man vernetzte Handys

das anfangs nicht danach ausgesehen hat.

baut, wird es nicht gefunden, antwortet nicht

und Tablets oder Daten in Clouds schützen?

Denn ohne das Kapital des Börseganges hätte

und kann somit auch nicht von Fremdangrei-

Daten und Applikationen in der Cloud wer-

sich auch das Angebot von Barracuda nicht

fern lahmgelegt werden. Selbiges gilt für

den von Softwareprogrammen geschützt, die

ergeben. Dieser Zusammenschluss war zu

Gefriertruhen in Supermärkten oder – noch

Malsoftware oder andere Angriffe identifi-

dem Zeitpunkt unter mehreren Optionen

bedrohlicher – Medizinapparate in Spitälern.

zieren und ausschalten. Handys und Tablets

der vielversprechendste und wir können aus

Generell empfehlen die Behörden eindrück-

bleiben ein Problem, da viele Nutzer Agilität

heutiger Sicht sagen: Es hat sich gelohnt. Wir

lich, keine Lösegeldzahlungen zu leisten, mit

und Flexibilität über die Sicherheit stellen

hatten genau das, was Barracuda brauch-

Ausnahme von Spitälern. Diese können nicht

und sich nicht Restriktionen beugen wollen.

te, nämlich die Firewallprodukte, vice versa

verhandeln, um keine Menschenleben zu ge-

Deshalb muss man davon ausgehen, dass die

bot uns Barracuda die Chance, über Europa

fährden.

Auswirkungen beschränkt werden müssen.

hinaus Fuß zu fassen. Entgegen vieler Mei-

Keine einfache Aufgabe.

nungen war es nie ein Thema, den Standort

Der Angriff auf ein Kernkraftwerk klingt

Innsbruck aufzugeben. Amerikanische Soft-

auch bedrohlich. Warum sind diese weniger

Heißt das, dass man bei Smartphones aus Si-

wareunternehmen sind sich der Kraft eines

gefährdet?

cherheitsgründen all diese Apps mit Zugrif-

bestehenden Standortes durchaus bewusst

Sie sind insofern weniger gefährdet, als dass

fen auf Handydaten meiden sollte?

und würden das nie ändern.

man sich bei KKWs immer schon sehr stark

Absolut. Je weniger Apps, desto besser. Gera-

mit der Sicherheit beschäftigt hat und diese

de Android-Apps haben sich immer wieder als

Sie betreiben nun auch einen Standort in

nur sehr schwer zu knacken sind.

kleine Spione entpuppt.

Wien. Was hat Sie dazu bewogen?

Wenn kriminelle Angriffe derart häufig sind,

Ist der GAU dennoch geschehen und die Un-

nicht schnell genug wachsen können. Von un-

warum hört man relativ wenig darüber?

ternehmens-EDV von Malsoftware befallen,

seren rund 200 Mitarbeitern sind derzeit etwa

Weil Betriebe solche Vorfälle nicht publizie-

ist es dann möglich, auch ohne Lösegeldzah-

55 in Wien beschäftigt. Wir lukrieren unsere

ren möchten, schon gar nicht, wenn es ge-

lungen möglichst rasch wieder an seine Da-

Mitarbeiter schon aus Deutschland, Spani-

fährlich werden könnte. Nach der neuen

ten zu kommen?

en, Ägypten, Marokko, Polen ... also aus aller

Gesetzeslage herrscht jetzt jedoch eine Mel-

Tatsächlich ist eine moderne Backuplösung

Herren Länder. Der Fachkräftemangel ist al-

depflicht, wenn man als Unternehmen ange-

ein wesentliches Element gegen die Daten-

so nach wie vor Thema in Tirol. Der Wiener

griffen wird. Es klingt vielleicht utopisch, aber

verschlüsselungserpresser. Es mag eine ge-

Standort wächst rasant.

Die Tatsache, dass wir aus personeller Sicht

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Schlüsselfaktor Forschung Es geht Schlag auf Schlag an der Medizinischen Universität Innsbruck. Anfang des Jahres wurden dort zwei Christian-Doppler-Labors genehmigt und die Zahl damit auf vier verdoppelt. Was an sich schon eine beachtliche Leistung ist. Kürzlich wurde nun ein weiteres eröffnet.

N

eben dem Tourismus ist es

Anfang des Jahres in Innsbruck zu Gast

rapie zu vergrößern. Als onkolytisches Vi-

auch in Tirol die Industrie,

war. „Die Forschung bewegt sich in einem

rus kommt das von den Forschern in Inns-

die unser Land auf solide

sehr modernen Bereich“, sagt er. Und das

bruck ursprünglich klonierte und in den

Beine stellt. Um dies weiterhin zu gewähr-

scheint sich fortzusetzen. Mit Anfang Mai

vergangenen Jahren als potent und sicher

leisten und Innovationen voranzutreiben,

hat die Medizinische Universität Innsbruck

beschriebene „VSV-GP“ zum Einsatz. Dieses

braucht es vor allem eines: Forschung. Die

nämlich ein fünftes dieser Labore einge-

aus einer Kombination zweier für den Men-

passiert vielfach auf wissenschaftlicher Ebe-

richtet bekommen.

schen als harmlos geltender Viren generier-

ne in den Universitäten, umso wichtiger ist

te VSV-GP ist vor der vorschnellen Erken-

es, dieses Wissen auch in die Wirtschaft zu

Innovative Krebstherapie

transferieren. Dazu gibt es unterschiedliche

„Wer hätte vor zwei Jahren gedacht, dass wir

Infiziert dann dieses Virus eine Krebszelle,

Möglichkeiten, eine davon funktioniert über

an der Medizin-Uni Innsbruck in dieser kur-

wird hingegen das Immunsystem aktiviert,

so genannte Christian-Doppler (CD)-Labors.

zen Zeit fünf neue CD-Labors etablieren kön-

was wiederum zur Krebstherapie genutzt

Die Christian Doppler Forschungsgesell-

nen. Maßgeblich war hier wohl das bestehen-

werden kann.

schaft (CDG) ist seit mehr als 20 Jahren

de Forschungsumfeld am Medizinstandort

Ziel ist die Etablierung einer großen Biblio-

Bestandteil des österreichischen Innovati-

Tirol und die Tatsache, dass sich das neue La-

thek an VSV-GP-Virusvarianten, die je nach

onssystems, deren Modelle zählen zu den

bor ideal in unseren onkologisch-immunolo-

Effekt auf das Immunsystem mit anderen

wichtigsten Instrumenten zur Forschungs-

gischen Forschungsschwerpunkt eingliedert“,

Immuntherapien kombiniert werden kön-

förderung an der Schnittstelle von Wissen-

so Rektorin Helga Fritsch.

nen. So soll in Zusammenarbeit mit der

schaft und Wirtschaft. CD-Labors betreiben

Konkret wird im „CD-Labor für virale Im-

österreichischen Biotechfirma ViraThera-

anwendungsorientierte Grundlagenfor-

muntherapie von Krebs“ unter der Leitung

peutics GmbH – einer Ausgründung der Me-

schung und fördern aktiv die Kooperation

des Mediziners Guido Wollmann von der

dizin-Uni Innsbruck – und der deutschen

zwischen herausragenden Wissenschaftern

Sektion für Virologie (Direktorin: Dorothee

Pharmafirma Boehringer Ingelheim Pharma

und Unternehmen. Die Einrichtung eines

von Laer) an Wegen geforscht, um einerseits

GmbH und Co KG eine multimodale Immun-

solchen Labors ist an strenge Bedingungen

die Wirksamkeit bekannter Krebstherapi-

therapie für Krebs entstehen.

geknüpft, die Genehmigung also ein großes

en mittels onkolytischer, also krebstötender,

Das neue CD-Labor wird in den kommenden

Kompliment an den Forscher und dessen

Viren zu verbessern und andererseits die

sieben Jahren mit rund 4,7 Millionen Euro

Arbeit.

Reichweite immuntherapeutischer Ansätze

gefördert, die Hälfte davon kommt aus der

An der Medizinischen Universität hat sich

durch die Kombination mit der Virusthe-

öffentlichen Hand.

nung durch das Immunsystem geschützt.

in den vergangenen Jahren im Bereich der Forschung enorm viel getan. Das anerkennt auch Univ.-Prof. Dr. Reinhart Kögerler, Präsident der CDG, der anlässlich der Eröffnung der beiden Labors „CD-Labor für Krebsimmuntherapie mit pharmakologischem NR2F6 Inhibitor“ (Leitung: Univ.Prof. Dr. Gottfried Baier) und des „CD-Labors für Mukosale Immunologie“ (Leitung: Assoz. Prof. PD Dr. Alexander Moschen)

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eco.nova

HINTERGRUND CD-LABORS

In Christian-Doppler-Labors wird anwendungsorientierte Grundlagenforschung auf hohem Niveau betrieben, hervorragende Wissenschafter kooperieren dazu mit innovativen Unternehmen. Für die Förderung dieser Zusammenarbeit gilt die Christian Doppler Forschungsgesellschaft international als Best-Practice-Beispiel. Christian-Doppler-Labors werden von der öffentlichen Hand und den beteiligten Unternehmen gemeinsam finanziert. Wichtigster öffentlicher Fördergeber ist das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW).


© DORO

promotion

AMS fördert „Qualifizierung für Beschäftigte“ in Tiroler Betrieben Mit dem Programm „Qualifizierung für Beschäftigte“ unterstützt das AMS Tirol vor allem Klein- und Mittelbetriebe bei der Gestaltung und Umsetzung von Maßnahmen der Mitarbeiterqualifizierung.

D

ie Qualifizierung von Beschäftig-

tere, niedrig Qualifizierte und teilweise Frau-

die die Soft Skills der Mitarbeiter verbessern.

ten stellt für Unternehmen eine

en laut Statistik stärker von einem Arbeits-

Entscheidend ist, dass die Ausbildung für

wirkungsvolle Strategie zur Prä-

platzverlust gefährdet sind, werden speziell

das Berufsleben verwertbar ist. Privatausbil-

vention gegenüber dem wachsenden Fach-

diese Zielgruppen gefördert, betont Schaur:

dungen und Hobbykurse sind für dieses Pro-

kräftebedarf dar. Wenn Betriebe mit ihren

„Personen über 45 Jahre und Menschen mit

gramm klarerweise kein Thema.“

Mitarbeitern Weiterbildungen vereinbaren,

maximal Pflichtschulabschluss sind für das

Wichtig ist neben der beruflichen Anwen-

können diese im Rahmen der ‚Qualifizierung

AMS erfahrungsgemäß schwieriger auf dem

dung auch die Dauer der Weiterbildung. Ein

für Beschäftigte’ vom AMS mitfinanziert

Arbeitsmarkt zu vermitteln. Deshalb gilt

Kurs muss mindestens 24 Maßnahmenstun-

werden“, erklärt Mag. Christian Schaur vom

es hier besonders, ihre Dienstverhältnisse

den umfassen, ab der 25. Stunde übernimmt

AMS Tirol. Mit der „Qualifizierungsförde-

durch Weiterbildung und Höherqualifizie-

das AMS sogar 50 Prozent der Lohnkosten

rung für Beschäftigte“ beteiligt sich das AMS

rung zu sichern. Auch Frauen tun sich oft

für die versäumte Arbeitszeit.

seit Jänner 2015 wieder an den Aus- und Wei-

schwerer, weshalb wir Frauen bereits mit

terbildungskosten von Mitarbeitern in Tiro-

Lehrabschluss und mittlerer Schulbildung in

ler Betrieben. Der Schwerpunkt liegt dabei

das Förderprogramm aufnehmen.“

auf niedrig qualifizierten Personen, Älteren die Wettbewerbsfähigkeit der Tiroler Betrie-

Wissen der Mitarbeiter. Kapital der Unternehmen.

be zu erhöhen und die Jobs der Arbeitneh-

Das AMS übernimmt die Hälfte der Kurs-

mer besser abzusichern.

kosten und beteiligt sich zudem bei länger

und Frauen. Ziel des Förderprogramms ist es,

Ältere, niedrig Qualifizierte, Frauen

dauernden Maßnahmen an den Personalkosten. Gefördert werden können alle Maßnahmen und Kurse, die in der Wirtschaft

Das AMS investiert mit diesem Programm

benötigt werden und anwendbar sind, sagt

in Beschäftigte, damit soll Arbeitslosigkeit

Schaur: „Wir fördern technische Ausbildun-

bereits im Vorfeld verhindert werden. Da Äl-

gen ebenso wie wirtschaftliche sowie Kurse,

WEITERE INFOS

Informationen erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Service für Unternehmen beim AMS Tirol. Besuchen Sie auch unsere Homepage www.ams.at/tirol oder kontaktieren Sie die AMS-ServiceLine unter 0512/58 19 99. ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG


eco.zukunft

Wissen aus der Box

Seit 2015 arbeitet ein Team des Instituts für Organisation und Lernen der Universität Innsbruck im Zuge eines Sparkling-Science-Projektes an der Erforschung von Betriebspraktika. Der Name weist dabei den Weg: PEARL – Praktikanten/innen erforschen ihr Arbeiten und Lernen. // TEXT: MARINA KREMSER

B

etriebspraktika sind mittlerweile ein fixer Bestandteil fast aller mittleren und fast aller höheren berufsbildenden Schulen in Ös-

terreich. Obwohl sie ein wichtiger und zentraler Bestandteil des Lehrplans sind, ist wenig gesichertes wissenschaftliches Wissen darü-

ber vorhanden. Noch. Denn ein Projektteam der Universität Innsbruck will das ändern und hat dafür Praktikanten zu aktiven Mitforschenden gemacht. Ein wirtschaftspädagogisches Forschungsteam der Universität Inns-

„WIRD MAN ALS PRAKTIKANT ALS VOLLWERTIGER MITARBEITER ANGESEHEN, GEHT DAS EBENSO AM GRUNDGEDANKEN VON BETRIEBSPRAKTIKA VORBEI WIE WENN MAN AUSSCHLIESSLICH ALS LERNENDER BETRACHTET WIRD. DAS EINE IST ARBEIT, DAS ANDERE SCHULE – EIN PRAKTIKUM SOLL ALS MISCHUNG AUS ARBEITEN UND LERNEN EIN BINDEGLIED SEIN, BEREITS ERWORBENE KOMPETENZEN IM PROZESS DER ARBEIT SITUATIV UMZUSETZEN UND NEUE ZU GEWINNEN.“ Univ.-Prof. Dr. Annette Ostendorf

bruck arbeitet mit Schülerinnen und Schülern sowies Lehrkräften der Höheren Technischen

entstanden individuelle „Forschungspläne“.

Zeit dafür, doch die meisten haben sich be-

Bundeslehranstalt (HTL) Innsbruck und der

Mit diesen und weiteren Tools wie USB-Stick

müht, ihre Dokumentation möglichst zeitnah

Höheren Lehranstalt für Tourismus (HLT)

oder Log-Book – zusammengepackt in einer

nachzuholen. Ausgestattet mit ihren Erfah-

Bludenz dabei gemeinsam an der Erkundung

Box – sind die Schüler in ihre Betriebsprakti-

rungen und der gefüllten Box sind die Schüler

der Lebenswelt Betriebspraktikum.

ka gestartet und waren durchschnittlich acht

anschließend an unser Institut gekommen,

Wochen unterwegs, um ihr Praktikum zu ab-

wo wir individuelle, qualitative, rund einstün-

solvieren und gleichzeitig eine Art (auto-)eth-

dige Interviews geführt haben.“ Die Interview-

nographische Feldforschung zu betreiben.

daten und die Inhalte der Box bilden 59 Cases,

Projektleiterin Univ.-Prof. Dr. Annette Os-

Die Jugendlichen erlebten ihr Praktikum also

die anschließend einer intensiven Auswertung

tendorf: „Zentral und neu ist, dass wir versu-

nicht nur als Teil der Belegschaft eines Un-

unterzogen werden, teils auch unter Einbin-

chen, durch die aktive Einbindung der Prak-

ternehmens, sondern nahmen über diesen

dung der Schüler. „Das Projekt war auch für

tikanten das Betriebspraktikum aus Sicht

Zeitraum als Forschende an der ausgewählten

uns eine große Herausforderung“, sagt Osten-

der Lernenden zu erfassen.“ Insgesamt 59

Lebenswelt teil. Sie erhoben Daten und per-

dorf. „Die didaktische Kunst bestand darin,

Schüler haben daran teilgenommen. „Wir ha-

sönliche Erfahrungen in Form eines Tagebu-

den Schülern beizubringen, wie sie sich als

ben die Schüler dafür im Vorfeld in mehreren

ches (Log-Book), sammelten Dokumente, Ma-

Forschende zu verhalten haben.“ Prinzipiell ist

unterschiedlichen Workshops in der Metho-

terialien, Fotos, die ihnen für ihr persönliches

das Forschungsteam mit dem Datenmateri-

dik qualitativer Sozialforschung ausgebil-

Lernen wichtig erschienen. „Nicht bei allen

al sehr zufrieden. Auch wenn die Auswertung

det und versucht, ihnen beizubringen, dass

hat dieses Einsammeln gleichmäßig gut funk-

nach wie vor anhält, lassen sich bereits Ergeb-

Lernen weit mehr bedeutet, als sich fachliche

tioniert. Vor allem für jene, die ihr Praktikum

nisse ableiten. Erkenntnisse gibt es sowohl auf

Kompetenz anzueignen.“ In weiterer Folge

in der Gastronomie absolvierten, blieb wenig

bildungstheoretischer wie didaktischer Seite.

Felderhebung aus Schülerperspektive

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eco.nova


eco.zukunft

DIE SYSTEMATISCHE ERFORSCHUNG DES BETRIEBSPRAKTIKUMS DURCH DIE SCHÜLER UND DIE DAMIT EINHERGEHENDE REFLEKTIERTE AUSEINANDERSETZUNG MIT DEN GEMACHTEN ERFAHRUNGEN TRAGEN ELEMENTAR ZUR BERUFLICHEN KOMPETENZENTWICKLUNG BEI.

PROJEKT PEARL – ABSCHLUSSVERANSTALTUNG Die Abschlussveranstaltung des wirtschaftspädagogischen Forschungsprojektes PEARL stellt die Einsichten und Ergebnisse in Bezug auf den Lern- und Arbeitsraum Praktikum vor. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden konkrete didaktisch-methodische Implikationen für die Öffnung, Nutzung und nachhaltige Verankerung des Lernraums Praktikum diskutiert.

„Wir haben versucht, die unterschiedlichen

einem Lehrbuch“, erzählt die Projektleiterin.

Lernräume von Betriebspraktika zu beschrei-

„Konntektivitätsorientierte Praktikumsdi-

ben. Dabei zeigen sich unterschiedliche Facet-

daktik – den Lernraum Praktikum öffnen“

ten: soziale und fachliche, personale, aber auch

lautet der Titel, der vorerst noch ein Ar-

ästhetische. Was auch sehr deutlich wurde:

beitstitel ist. Das Buch wird das Team noch

Die Art der Betreuung und Begleitung der jun-

den Sommer über beschäftigen und soll

gen Menschen im Unternehmen ist ein sehr

schließlich eine Orientierungshilfe für die

zentraler Punkt, um die Kapazitäten des Lern-

Lehrerfortbildung oder die Ausbildung von

raums Praktikum ausschöpfen zu können“, er-

Wirtschaftspädagogen bieten. Auch Prakti-

klärt Ostendorf.

kumsbetreuer in den Betrieben sollen davon

Aus den Ergebnissen entstanden bereits ei-

profitieren. Ziel ist zudem die Entwicklung

nige Veröffentlichungen. Besonderen Beifall

einer eigenen Seminareinheit für die Fort-

der wissenschaftlichen Community fand

bildung von Lehrkräften. Vor allem in kauf-

dabei die Tatsache, dass die Praktikanten

männischen Schulen, in denen verpflicht-

bei der Datenerhebung nicht nur mitgehol-

ende Betriebspraktika erst 2014 eingeführt

fen haben, sondern – unter Anleitung – fast

wurden, bestehe noch einige Unsicherheit,

im Alleingang dafür verantwortlich waren.

meint Ostendorf: „Wir möchten mit unserem

Das eröffnet neue Dimensionen in der For-

Buch und den Veranstaltungen unterstüt-

schung. Was mit diesem Fundus an sehr spe-

zen, qualitätsvolle Praktika zu implementie-

zifischen, wertvollen und besonderen Daten

ren, von denen die Schüler und folglich die

nun passiert? „Im Moment schreiben wir an

Wirtschaft wirklich profitieren.“

Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Lehrkräfte, Schüler und das Schulmanagement der BMHS, Praktikumsbetriebe sowie Studierende aller pädagogischen Fachrichtungen. Termin: Dienstag, 4. Juli, 14.30 bis 17.30 Uhr Fakultätssitzungssaal, 3. Stock, SoWi-Campus, Universitätsstraße 15, Innsbruck Projektteam: Univ.-Prof. Dr. Annette Ostendorf, Dr. Bettina Dimai, Mag. Christin Ehrlich, Mag. Hannes Hautz, M.Sc. www.ubik.ac.at/projects/pearl

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Impulse für Tirol

Wir haben uns ein Ziel gesetzt: Wir möchten einen Beitrag leisten, damit die Stärken dieses wunderbaren Landes immer wieder neu erlebbar werden. Aus Erfahrung wissen wir: Das gelingt am besten, indem man Menschen unterstützt, die die Zukunft unseres Landes mitgestalten. Durch Visionen und Engagement.

D

amit Tirol als Wirtschaftsregion

Potenzial in Tirol beheimatet ist. Denn sie

seine ganze Kraft entfalten kann,

haben erkannt: Regionale Chancen nutzen

braucht es Unternehmerinnen

und sich auf die eigenen Stärken konzentrie-

und Unternehmer mit Ideen. Und finanziel-

ren ist die Antwort auf die Herausforderun-

le Schubkraft, um diese Ideen erfolgreich zu

gen im internationalen Wettbewerb.

verwirklichen. Deshalb setzen wir auch heuer wieder einen finanzstarken Impuls. 350

Gemeinsam stark

Millionen Euro für die heimische Wirtschaft.

Das ist nicht nur die Gründungsidee der Hy-

In Form von maßgeschneiderten Finanzie-

po Tirol Bank. Es ist die Konstante in unse-

rungen für Tirols klein- und mittelständige

rer Geschichte. Und unsere Überzeugung.

Unternehmen:

Die Skulptur „Aussichtsreiche Festgirlande“

• passend zu Ihrer Planung,

von Alois Schild ist das stählerne Symbol da-

• abgestimmt auf Ihre Liquiditäts-

für. 2016 überreichten wir vier dieser Kunst-

anforderungen,

werke an Tiroler Vorzeigeunternehmen.

• ausgerichtet auf Ihre kurz- und

Nicht als Preis eines Wettbewerbs, sondern

langfristigen Perspektiven.

als Ausdruck dafür, dass jedes Unternehmen

Für zukunftsweisende Investitionen. Damit

Teil eines größeren Ganzen ist. Nur wenn

aus Chancen, die sich Ihnen bieten, handfes-

alle Girlandenglieder ineinandergreifen,

te Erfolge werden. Für Ihr Unternehmen. Für

schließt sich der Wirtschaftskreislauf.

die Menschen. Und für das Land.

Visionen aus Stahl – zur Person Alois Schild

Gewusst wie. Gewusst was. Gewusst wann.

Der Kramsacher Alois Schild ist Impulsgeber für die Kultur in unserem Land. Und darü-

Auch Förderungen sind ein wichtiger Erfolgsfaktor bei der Umsetzung von Projek-

unsere Entscheidungen vor Ort. Persönlich,

ber hinaus. Ein international erfolgreicher

ten. Unsere Experten haben immer den ak-

nachvollziehbar, direkt. Damit Sie auf dem

Stahlbildhauer und Biennale-Teilnehmer

tuellen Überblick und wissen, was Sie bei

Weg zu Ihrem Ziel keine wertvolle Zeit ver-

2015. Seit Jahren liefert er imposante Stahl-

Anträgen, Fristen und Formalitäten berück-

lieren.

skulpturen mit dadaistischen Namen wie

sichtigen müssen. Damit Förderungen und

„Herrenloser Wunschkristall“ oder „Zeitrau-

Zuschüsse den Erfolg Ihrer Investition opti-

Vorreiter und Vorbilder

mal unterstützen.

Bei der Initiative „Impulse für Tirol“ geht es

nicht nur dank ihrer Größe Anerkennung.

um mehr als nur um Geld. Es geht um Vor-

Quer durch Tirol trifft man auf Skulpturen

reiter und Visionäre. Um Tradition und Zu-

des Gironcoli-Schülers. Vom „Inntalengel“ ne-

kunft. Wir holen erfolgreiche Geschäftsmän-

ben der Autobahn über die „Arche Noah“ im

Wir wissen: Rasche Entscheidungen brin-

ner und Geschäftsfrauen vor den Vorhang.

Kreisverkehr Wörgl bis hin zum „Gigant der

gen Sie schneller voran. Deshalb treffen wir

Ihre Erfolgsgeschichten beweisen, wie viel

vier Jahreszeiten“ im Congresspark Igls.

Entscheidungsstark und verlässlich

bende Glücksmomente“. Seine Werke finden

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Ausgezeichnete Projekte 

KINDERHOTEL GALTENBERG

CEREALPS

TIROMETALL

WINTERSPORT TIROL AG

Das Kinderhotel Galtenberg gehört zu den touristischen Leitbetrieben im Alpbachtal. Frank Kostner weiß, wie wichtig Spezialisierung im Tourismus ist. Die „Hardware“ macht den entscheidenden Unterscheid. 2016 investierte der Hotelier in Schlechtwettereinrichtungen – das Kinderparadies und die Wellnessanlage. Und nahm damit einen wichtigen weiteren Schritt in die höchste Kategorie bei den Kinderhotels. Das Galtenberg führt jetzt fünf Smileys. Das war uns eine Ehrung als Impulsgeber in der Region wert.

Helmut Werlberger hat sich seinen Traum erfüllt: 2016 machte er sich selbständig. Seine Leidenschaft ist Metall. Das Fräsen und Drehen von Maschinenteilen für die Industrie. Mit dem Ziel, seinen Kunden Komplettlösungen anzubieten – von der Entwicklung, dem Engineering bis zur Produktion der Teile. Auf die Frage nach seinen Beweggründen antwortete er: „Meine größte Motivation war, meine Ideen, meine Visionen umzusetzen.“ Genau dazu sind wir als Landesbank da. Menschen dabei zu unterstützen, dass ihre Visionen zu Chancen, und ihre Chancen zu handfesten Erfolgen werden.

Die Südtiroler Unternehmerfamilie Fuchs ist mit der Firma Cerealps seit Herbst 2016 in Nauders ansässig. Cerealps erzeugt hochwertiges Müsli und Frühstückscerealien – frei nach dem Motto „Natürliche Getreideprodukte aus dem Herz der Alpen“. In den kommenden drei Jahren sollen bis zu 80 neue Arbeitsplätze in der Region entstehen. Ein kräftiger Impuls für Tirol, wie wir finden. Als Anerkennung dafür erhielten David, Simon und Helmut Fuchs die „aussichtsreiche Festgirlande“.

64 Millionen Euro investierte die Wintersport Tirol AG in den Neubau der Eisgratbahn am Stubaier Gletscher. Die Planung des Großprojekts dauerte sage und schreibe acht Jahre. In den Medien war von Österreichs größter Gletscherbaustelle die Rede, von der längsten Dreiseilumlaufbahn der Alpen. Dabei ging es Geschäftsführer Reinhard Klier nie um Superlative. Wichtig war ihm immer das optimale Ergebnis für die Gäste. Und das ist ihm gelungen. Die Eisgratbahn ist ein wirkliches Vorzeigeprojekt und die Wintersport Tirol AG eine Erfolgsgeschichte in der zweiten Generation.

350 MIO. EURO Mit Mit unserem unserem Finanzierungspaket Finanzierungspaket sorgen sorgen wir wir für für die die finanzielle finanzielle Schubkraft, Schubkraft, die die Ihre Ihre Ideen Ideen brauchen. brauchen. Denn: Denn:

Jeder Jeder Erfolg Erfolg beginnt beginnt mit mit einer einer genutzten genutzten Chance. Chance.


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„SPARER MÜSSEN ZU INVESTOREN WERDEN. NUR SO KÖNNEN SIE ANGESICHTS ANHALTEND NIEDRIGER ZINSEN UND ANSTEIGENDER INFLATION IHR KAPITAL ERHALTEN UND VERMEHREN.“

Finanzieren & Versichern

Heinz Mayer, Investmentvorstand Schoellerbank

Börsenpreise nicht automatisch so funk-

der auf einem Wachstumskurs, viele Frühin-

tioniert, wie viele das vorher vorausgesagt

dikatoren würden darauf hinweisen. So etwa

haben. Überraschende Ereignisse führten

der weltweit wichtige Einkaufsmanagerin-

wiederholt zu noch überraschenderen Reak-

dex. Für Aktienanleger sei das Umfeld wei-

tionen an der Börse. Das verunsichert viele

terhin positiv, der über mehrere Jahrzehn-

Anleger und ist sicher mit ein Grund, warum

te anhaltende Bullenmarkt bei Anleihen

trotz Nullzinspolitik der Notenbanken viel

sei hingegen am Auslaufen.. Die aktuellen

zu viel Geld renditelos auf Sparbüchern und

Zahlen deuten vor allem auf eine weitere

Geldmarktkonten schlummert und nicht an-

Expansion in Nordamerika, Europa und Chi-

derweitig investiert wird. Dabei wäre es so

na hin. Aber auch in Brasilien, der größten

einfach, meint Heinz Mayer, Investmentvor-

Volkswirtschaft Südamerikas, hellten sich

stand der erst kürzlich wieder für ihre Ver-

die letzten Daten etwas auf. Die Aktienmärk-

mögensverwaltung ausgezeichneten Schoe-

te könnten von diesen Rahmenbedingun-

llerbank: Die Menschen müssten nur in ein

gen weiterhin profitieren. Ihr wichtigster

Portfolio ausgewählter Qualitätsaktien von

Erfolgsfaktor bleibt aber weiterhin die Ent-

Unternehmen investieren, deren Geschäfts-

wicklung der Unternehmensgewinne, so

modelle von den politischen Entwicklungen

der Assetmanager. Bei Staatsanleihen setzt

nicht unmittelbar betroffen sind und regel-

Dürnberger auf kurze Laufzeiten, europäi-

mäßige Erträge abliefern. Konsumtitel etwa,

sche und amerikanische High-Yield-Anleihen

„weil es egal ist, ob Donald Trump Präsident

und Schwellenländeranleihen. Mayer hinge-

ist – die Menschen putzen sich trotzdem die

gen legt einen Großteil in inflationsgestütz-

Zähne“, so Mayer. Mit ihrem Aktienportfo-

ten Anleihen an. High Yields kämen ihm

lio konnte die Schoellerbank seit 1993 eine

nicht ins Depot, weil dort der Preis zu hoch

Rendite von etwas mehr als acht Prozent pro

beziehungsweise der Zinssatz für das Risiko

gal, ob Brexit, Trump-Wahl, Ukrai-

Jahr erzielen und so das Kapital der Anleger

zu niedrig sei. Herkömmliche Staatsanleihen

ne- oder Syrien-Krise und die damit

in etwa versechseinhalbfachen.

mit kurzen Laufzeiten dienen ihm in erster

einhergehenden Sorgen um die stei-

Chancen für Aktienanleger sieht auch Mar-

Linie als Liquiditätsersatz, „um Chancen, die

gende Zuwanderung: Wenn das letzte Jahr

kus Dürnberger, Bereichsleiter Assetmanage-

sich am (Aktien-)Markt ergeben, kurzfristig

wieder einmal eines gezeigt hat, dann, dass

ment beim Bankhaus Spängler. Die globale

nutzen zu können“.

der Abstimmungsmechanismus über die

Wirtschaftsentwicklung befindet sich wie-

Zu fürchten gäb’ es immer was

E

// TEXT: MICHAEL POSSELT

LEITFADEN FÜR INVESTOREN

• Investieren Sie in Geschäftsmodelle, die möglichst unabhängig von politischen Veränderungen funktionieren. • Investieren Sie in den Regionen der freien Welt, in denen zurzeit keine Euphorie oder gar ein Boom herrscht, und vertrauen Sie darauf, dass die schöpferische Kreativität die Dinge zum Besseren wenden wird. • Gehen Sie keine Investmentrisiken ein, die Sie von Entscheidungen anderer – und seien es auch die Notenbanken – abhängig machen. • Kaufen oder verkaufen Sie nichts, nur weil es alle anderen auch tun. Und investieren Sie bereits heute nur in Dinge, die Sie auch dann noch haben möchten, wenn es fürs Sparen wieder höhere Zinsen geben sollte. • Begnügen Sie sich nicht mit lediglich einem Ei im Korb, die Anlagewelt bietet Ihnen viel mehr. • Denken Sie nicht in Monaten, sondern längerfristig, und bleiben Sie gelassen, wenn andere nervös werden.

SCHOELLERBANK AG

Quelle: Heinz Mayer, Schoellerbank, März 2017

Vorausschauende Anlagestrategien und beispielgebende Kundenberatung haben der Schoellerbank in den letzten Jahren zahlreiche Auszeichnungen eingebracht – so etwa zum fünften Mal in Folge jene als beste Privatbank im deutschsprachigen Raum beim Elite Report, zum zweiten Mal als Beste Private Bank in Österreich beim Global Finance Award oder Bester Vermögensverwalter 2017 in der deutschen Wirtschaftswoche. Im letzten Jahr konnte zudem – entgegen dem Markttrend – das veranlagte Volumen um 7,5 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro ausgebaut werden. „Rund die Hälfte davon liegt in unseren Vermögensver waltungsportfolios oder in hauseigenen Fonds. Das zeigt, wie sehr unsere Kunden uns vertrauen“, so Heinz Mayer. Einen Grund zum Feiern hat auch Regionaldirektor Peter Jenewein: In Tirol und Vorarlberg konnte erstmals die Milliardengrenze beim verwalteten Volumen übertroffen werden. 27 Mitarbeiter betreuen rund 2.000 Kunden; das durchschnittliche Kundenvolumen beträgt 500.000 Euro.

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eco.nova


eco.geld

AUF WACHSTUMSKURS

D

ie Generali Versicherung, mit 14 Prozent Marktanteil Nummer 2 in Tirol, hat sich 2016 sehr gut

entwickelt. Trotz eines weiter herausfordernden Umfelds konnte die Genera-

BETONGOLD GLÄNZT NICHT IMMER

I

li hierzulande Prämienzuwächse in allen wichtigen Sparten erzielen und das Gesamtprämienvolumen auf 176,4 Millionen Euro steigern. 79 Prozent der Versiche-

mmobilien sind zyklische Werte. Viele Anleger haben diese Tatsache aber zu wenig im

rungsanträge erfolgen mittlerweile übri-

Blick“, so Michael Wurzinger von UBM Development. Der erfahrene Immobilienmana-

gens papierlos. Seit März 2017 bietet die

ger betont, dass auch bei Investments in Immobilien der Erfolg am richtigen Einstiegs-

Generali zudem die Möglichkeit, Versi-

zeitpunkt hängt – abhängig von Risikoneigung und fachlichem Know-how. Er beschreibt den

cherungsanträge oder Schadensmeldun-

typischen Immobilienzyklus innerhalb der vier Phasen „Stabilisierung“, „Ausdehnung und

gen am Touchscreen des Smartphones

Boom“, „Übernachfrage und Sättigung“ sowie „Rezession“. Gerade in Phase drei sei – wie in

oder Tablets zu unterschreiben und di-

anderen Sparten auch – eine Investition wenig sinnvoll. Die Analyse und seriöse Auseinan-

rekt zu übermitteln, und auch sonst liegt

dersetzung mit dem Markt ist also auch bei Immobilieninvestments ein absolutes Muss. Es

der Fokus klar auf der Digitalisierung. Ab

gelte, den Markt und dessen Entwicklungen möglichst genau einzuschätzen, so Wurzinger.

Juni erfolgt außerdem die Ausweitung

Auch bei Immobilien gilt das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage sowie die altbe-

der Produktwelt Betrieb und Beruf um

kannte Weisheit: Hohe Renditechancen – hohes Risiko ... und umgekehrt.

die Deckung von Cyberattacken und ei-

Der Experte über seine Erwartungen für den europäischen Immobilienmarkt: „Wachstums-

ne 24-Stunden-Hilfe bei IT-Problemen für

führer wird weiterhin Zentraleuropa bleiben, vor allem Deutschland und Österreich bieten

KMU. Die IT-Assistance unterstützt in Zu-

immer noch Potential, ebenso Spanien und Irland.“ Innerösterreichisch gäbe es zahlreiche

sammenarbeit mit der Europ Assistance

Entwicklungen insbesondere von Wohnimmobilien, insgesamt liegt die aktuelle Neubauleis-

Kunden bei Problemen mit IT-Anwendun-

tung aber noch unter dem Nachfrageniveau. Selektiv seien in Wien und Salzburg noch gute

gen und mobiler Kommunikation.

Renditen erzielbar. // Mehr dazu auf den folgenden Seiten.

FINANZWISSEN GUT – VORSORGEVERHALTEN UNGENÜGEND

I

m aktuellen Nullzinsdilemma bei

entwicklung unter Berücksichtigung der

gleichzeitig steigender Inflation

Inflation richtig beantworten, sieben von

stellt sich für Österreichs Bevölke-

zehn können mit den Begriffen „Dividen-

rung mehr denn je die Frage: Was tun mit

de“ und „Rendite“ etwas anfangen. „Negativ

dem Geld? Und obwohl der Zins auf dem

ist, dass sich dieses nicht entsprechend auf

Sparbuch schon seit Langem unter der In-

das Vorsorgeverhalten auswirkt“, so Chris-

flationsrate liegt, setzten die Österreicher

toph Obererlacher, CEO von Swiss Life

beim Thema Vorsorge nach wie vor auf das

Select. Bereits zu Jahresbeginn präsentier-

altbewährte Produkt. Laut einer Umfra-

ten Obererlacher und sein Team in einem

ge vom Feber 2017 ist das Sparbuch oder

Finanzbarometer ihre Erfahrungen aus

Sparkonto für 70 Prozent das beliebteste

Gesprächen mit mehr als 96.000 Kunden.

Vorsorgeprodukt, gefolgt vom Bausparver-

Die Swiss-Life-Select-Berater stellten dabei

trag und der Lebensversicherung. Auch der

fest, dass viele Menschen einfach zu wenig

sprichwörtliche Sparstrumpf erfreut sich

Vertrauen in die Chancen von Wertpapier-

immer größerer Beliebtheit: Für immerhin

veranlagungen haben. Dies habe speziell in

vier von zehn Befragten stellt das Bargeld

Österreich auch mit dem negativen öffent-

und Alternativen zu den klassischen Vor-

bzw. der Notgroschen eine adäquate Form

lichen Klima gegenüber Aktien zu tun, die

sorgeprodukten anbieten müssen. Oberer-

der Zukunftsvorsorge dar. Wertpapiere

oftmals in die Spekulationsecke gedrängt

lacher: „Wir müssen gemeinsam ein starkes

werden hingegen als risikoreich, dafür aber

werden. Das ist nach Überzeugung der

Bewusstsein schaffen, damit die Menschen

als Anlage mit der höchsten Ertragsmög-

Experten ein wesentlicher Grund für das

ihr viel zu konservatives Anlageverhalten

lichkeit gesehen. Positiv ist, dass es um das

überwiegend unkluge Anlage- und Vorsor-

ändern. Insbesondere im Hinblick auf die

Finanzwissen der Österreicher gar nicht

geverhalten der Bevölkerung. Die aktuelle

steigende Lebenserwartung braucht es An-

so schlecht bestellt ist. So konnten acht

Studie zeige einmal mehr, dass Finanzbran-

reize für ein mutiges Spar- und Vorsorge-

von zehn Personen Fragen zur Betrags­

che und Finanzpolitik Anreize schaffen

verhalten.“

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eco.geld

Der Wohnungsmarkt hat 2016 in Österreichs Grundbüchern erneut Rekordspuren hinterlassen. 47.846 Wohnungen wurden auf den Grundbuchgerichten verbüchert; dies entspricht einem Plus von 4.102 Wohnungen oder 9,4 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2015. Der Wert der gehandelten Wohnungen betrug 9,66 Milliarden Euro, das sind um 1,16 Milliarden und damit 13,6 Prozent mehr als im Jahr 2015. Somit ist der Markt zwar noch immer gewachsen, allerdings prozentuell geringer als im Jahr zuvor.* // TEXT: MICHAEL POSSELT

W

ie 2015 verzeichneten auch 2016 alle Bundesländer bei Anzahl und Wert der gehandelten Wohnungen

Anstiege. Aber wie schon in den vergangenen Jahren verflachten sich die Zuwächse. Das heißt, die Anzahl der verkauften Wohnungen ist weiter gestiegen, die Preise haben in weiten Teilen Österreichs zugelegt, mehr als 2015, aber deutlich weniger als in den Jahren 2009 bis 2014“, so Arno Wimmer, Immobilienmakler und Berufsgruppensprecher in Tirol. Preistreiber waren dabei vor allem Tirol und Vorarlberg, wo die Wohnungspreise um 8,9 beziehungsweise 9,8 Prozent angestiegen sind. Damit sind die gehandelten Wohnungen im Westen (Vorarlberg, Tirol und Salzburg) erstmals wieder teurer als in Wien, wo die Preise nur um 1,7 Prozent angestiegen sind. Insgesamt liegen die Wohnungspreise in Bregenz, Innsbruck und Salzburg etwa auf dem Niveau der Nummer neun und zehn der Wiener Bezirke. Während sich die Preise in den großen Landeshauptstädten kontinuierlich entwickeln, schwanken diese in den wesentlich kleineren Märkten wie Eisenstadt und St. Pölten stärker – unter anderem aufgrund eines größeren Neubauprojektes.

Preistreiber im Westen Auch die teuersten Wohnbezirke außerhalb Wiens und den Landeshauptstädten liegen im Westen. So kostete im Bezirk Kitzbühel 2016 eine Wohnung im Schnitt 328.534 Euro. Der Bezirk Landeck, der 2015 eingeknickt war, hat sich

*) QUELLE: RE/MAX IMMOSPIEGEL 2016. WWW.REMAX.AT/PRESSE/IMMOSPIEGEL/WOHNUNGSPREISE. BASIS DIESER DATEN SIND ALLE IN ÖSTERREICH VERKAUFTEN UND VERBÜCHERTEN WOHNUNGEN.

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eco.nova

Wohnungsmarkt erneut auf Rekordniveau


eco.geld

ECO.MMENTAR

Aktien sind die besseren Immobilien

Dr. Michael Posselt Finanzredaktion

Auch wenn Immobilien und Grundstücke als alternative Geldanlagen nach wie vor beliebt sind, so ist auch deren Ertrag keineswegs in Stein gemeißelt.

D

ie Immobilienpreise sind in den letzten Jahren massiv gestiegen, die Renditen im Gegenzug stark gesunken. Doch ob die Nachfrage

auch in Zukunft die Preise weiter steigen lässt, darüber sind sich selbst Experten nicht einig. Die Unsicherheit hinsichtlich des zukünftigen Wertes und des Ertrages ist bei einer Anlageimmobilie gestiegen. Demgegenüber können Anleger mit einem Korb von fair bewerteten Qualitätsaktien auf lange Sicht eine Rendite von sieben bis acht Prozent erwarten. Damit würde sich das eingesetzte Kapital innerhalb von zehn Jahren verdoppeln. Wer bereits seit mehr als zehn Jahren eine Anlegerimmobilie besitzt, sollte sich daher überlegen, diese zu verkaufen und in Aktien zu investieren. In wissenschaftlichen Studien hat der Nobelpreisträger Robert Shiller bewiesen, dass alle Vermögensklassen immer wieder zum langfristigen Bewertungsdurchschnitt zurückkehren. Auf lange Sicht werden Wohnimmobilien bezogen auf den aktuellen Preis daher eine unterdurchschnittliche Rendite erzielen. Dafür spricht auch, dass die für die Immobilienfinanzierung wichtigen Langfristzinsen wieder steigen werden. Auch angesichts der immer wieder aufkeimenden politischen Diskussionen über leistbares Wohnen und demografischer Veränderungen können die Immobilienpreise nicht unendlich steigen und eventuell auch bei andauernder Vollvermietung fallen. Eine Verdoppelung des Aktienkurses europäischer oder weltweit tätiger Unternehmen ist bei Reinvestition der Erträge hingegen durchaus realistisch. Und das gilt auch bei steigenden Zinsen, denn die aktuelle Bewertung berücksichtigt im Gegensatz zum Immobilienmarkt die niedrigen Zinsen nicht in dem Ausmaß. Zinssteigerungen wirken sich auf diesem niedrigen Niveau nicht unmittelbar negativ auf die Aktienentwicklung aus, da sie auch Ausdruck besserer Konjunkturdaten und steigender Inflation sind.

eco.nova

77


eco.geld

PREISENTWICKLUNG IN DEN LANDESHAUPTSTÄDTEN TYPISCHER EIGENTUMSWOHNUNGSPREIS 2016

VERGLEICH ZU 2015

VERGLEICH ZU 2011

Bregenz inkl. Bezirk

€ 247.114

+13,3

+32,9

Innsbruck

€ 235.619

+6,4

+36,3

Salzburg

€ 232.819

+4,7

+49,4

Wien

€ 207.998

+1,7

+37,7

Linz

€ 177.657

+1,1

+20,1

Graz

€ 156.034

+6,9

+34,3

Klagenfurt

€ 151.015

–1,5

+38,3

Eisenstadt u. Umgebung

€ 96.315

+10,5

+48,2

St. Pölten

€ 73.702

–22,5

+4,7

IN PROZENT

IN PROZENT

QUELLE: RE/MAX IMMOSPIEGEL 2016 – AUF BASIS DES ÖSTERREICHISCHEN GRUNDBUCHS, AUSGELESEN VON IMMOUNITED – ROLAND SCHMIED

wieder erholt und liegt mit 328.183 Euro nur

Prozent geradezu preisstabilisierend wirkte.

knapp dahinter, dann folgen die Vorarlber-

Ausnahmen bestätigen aber auch hier natür-

ger Bezirke Bregenz, Bludenz, Feldkirch sowie

lich die Regel.

Zell am See im Bundesland Salzburg. anbelangt, ist Tirol hinter Wien an der Spit-

Eigener Markt Einfamilienhäuser

ze der Bundesländer. Mit 1,32 Milliarden Euro

Ein eigener Markt ist laut Wimmer der Ein-

liegt der Tiroler Wohnungs-Transaktionswert

familienhausmarkt. Dieser entwickelte sich

2016 um 166 Millionen Euro über dem Vorjahr.

in den letzten Jahren im Vergleich zu den Ei-

Mehr als die Hälfte der Wohnungen wurden

gentumswohnungen immer wesentlich ru-

dabei in Innsbruck-Stadt und Innsbruck-Land

higer und konstanter. Dies vor allem deshalb,

verkauft. Dahinter folgen die Bezirke Kuf-

weil hier der Eigennutzen stärker im Vorder-

stein, Kitzbühel und Schwaz. Diese fünf Be-

grund stehe und so der preistreibende Fak-

zirke konnten auch mengenmäßig zulegen

tor der Geldanlage und Spekulation wie bei

(Innsbruck-Stadt: 8,3 %, Innsbruck-Land: 9,2 %,

Wohnungen und Grundstücken nahezu voll-

Kufstein: 3,0 %, Kitzbühel: 14,9 %, Schwaz: 10,4

kommen wegfalle. Allerdings ging auch hier

%), wohingegen die umschlagsschwächeren

in den vergangenen Jahren die Entwicklung

Bezirke Einbrüche verzeichneten (Imst: –1,9 %,

nach oben (österreichweit +21,2 % in den letz-

Lienz: –0,5 %). Besonders spektakulär sehen

ten fünf Jahren, +105,3 % in Kitzbühel).

die Rückgänge in Landeck (–23,2 %) und Reut-

In Tirol wurden im Vorjahr 598 Einfamilien-

te (–27,9 %) aus. Diese erklären sich aber auch

häuser mit einem Gegenwert von 345 Mil-

aus den extremen Zuwächsen 2015. So liegen

lionen Euro verbüchert. Damit liegt Tirol

beide Bezirke 2016 trotz Einbruch noch weit

stückmäßig vor Salzburg auf Rang sechs der

über dem Fünfjahresschnitt an Verbücherun-

Bundesländer und wertmäßig auf Rang vier.

Was den Wert der verbücherten Wohnungen

gen. „Insgesamt haben die Wohnungspreise in Tirol nach einer Konsolidierung im Jahr zuvor 2016 wieder kräftig angezogen“, resümiert Wimmer. Nur in Vorarlberg war, je nach Sichtweise, die Wertsteigerung oder Teuerung noch höher. Plus 8,9 Prozent ergeben die Berechnungen von RE/MAX-Research für den Tiroler Landesschnitt. Außer in Imst haben die Preise praktisch überall angezogen, statistisch besonders bedeutend aufgrund der großen Wohnungsanzahl sind die +6,4 Prozent in Innsbruck-Stadt und +10,0 Prozent in Innsbruck-Land, wohingegen Kitzbühel mit +1,9

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eco.nova

„DER DRUCK AUF DEN WOHNUNGSMARKT NIMMT AB; EINE DYNAMISCHE ENTWICKLUNG WIE IN DEN LETZTEN JAHREN WERDEN WIR NICHT MEHR SEHEN.“

Arno Wimmer, Geschäftsführer RE/MAX, Conterra Immobilien GmbH

Diese Diskrepanz erklärt sich aus dem zweithöchsten Durchschnittspreis hinter Wien mit 409.027 Euro. Der Tiroler Durchschnittspreis wird naturgemäß von zwei Hotspots beeinflusst: Innsbruck-Stadt und Kitzbühel, wo ein Haus auch mal über eine Million Euro kostet. Aber selbst wenn man diese beiden in Österreich einzigartigen Flecken außer Acht lässt, liegen die Preise in den anderen Bezirken erheblich über dem Bundesdurchschnitt. Im Fünfjahresvergleich hat sich der Preis für ein Einfamilienhaus in Tirol im Schnitt um 29,6 Prozent erhöht.


eco.geld

WOHNUNGSPREISE IN ÖSTERREICH Sondersituation Innsbruck

EIGENTUMSWOHNUNGEN 2016

Innsbruck sieht Wimmer aufgrund des hohen Anteils von Anlegerwohnungen und Studenten in einer Sondersituation. „Doch auch in Innsbruck nimmt der Druck auf dem Wohnungsmarkt ab“, so der Immobilienexperte – einerseits durch den Wegfall der Mietzinsbeihilfe für neue Wohnsitzbegründer (was vor allem Studenten betrifft), andererseits fehlt es in Innsbruck mangels geförderten Wohnungseigentumbaus an entsprechendem leistbarem Angebot für Wohnungskäufer. Dies führe dazu, dass immer mehr Bewohner ins Umland ziehen: „Dort kommen sie (im geförderten Wohnbau) allerdings erst nach den Gemeindebürgern zum Zug, was dazu führt, dass sie auf den frei fi-

QUELLE: RE/MAX IMMOSPIEGEL 2016 – AUF BASIS DES ÖSTERREICHISCHEN GRUNDBUCHS, AUSGELESEN VON IMMOUNITED – ROLAND SCHMIED

nanzierten Wohnbau ausweichen müssen und es dort die Preise nach oben treibt.“

gealternativen. Auch auf dem Grundstücks-

Einen weiteren Grund für die hohen Preise

markt gebe es genügend gewidmete Grund-

Miet- und Preisniveau in den nächsten Jah-

sieht Wimmer in den überbordenden, kos-

stücke, die aber nicht zum Verkauf stünden.

ren eher stagnierend, jedenfalls „werden wir

ten- beziehungsweise preistreibenden Bebau-

„Auch hier ist die Politik gefordert, mit ent-

die Entwicklung der letzten Jahre nicht mehr

ungsvorschriften und Energieeffizienzauf-

sprechenden Maßnahmen wie Vorgaben der

sehen, zumal auch die für die Finanzierung

lagen bei Neubauten sowie Leerständen aus

Gemeinde, Bebauungsplänen oder Erhöhung

und Finanzierbarkeit wichtigen Zinsen am

Spekulationsgründen. Und mangels Anla-

der Baudichte für eine Belebung zu sorgen“,

langen Ende wieder steigen.“

so Wimmer. Insgesamt sieht aber auch er das

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eco.nova

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eco.geld

Geldgeschäfte basieren auf Vertrauen Im aktuellen Umfeld historisch niedriger Zinsen lassen sich mit ausschließlich sicherheitsorientierten Anlagestrategien kaum mehr nennenswerte Erträge realisieren. Investmentfonds bieten als Alternative zahlreiche Möglichkeiten und Chancen. tmentfonds konnte mit dem Start der Sparplankampagne im September 2016 innerhalb von vier Monaten um 30 Prozent gesteigert werden und liegt nun bei über 30.000 Stück. Das Sicherheitsbedürfnis der Anleger ist nach wie vor hoch. Wie nehmen Sie ihnen die Angst vor Investments? Die Ergebnisse der erfolgreichen Zusammenarbeit zeigen, dass einerseits der Bedarf der Menschen in Österreich an qualitativ hochwertigen und zeitgemäßen Anlageformen vorhanden ist und andererseits diese starke Partnerschaft das Vertrauen der Anleger ganz besonders genießt. Zudem braucht es eine gute, vernünftige und ehrliche Beratung. Und Streuung ist ein Gebot der Stunde. Ein Schwerpunkt, auf den wir bei unseren Anlagekunden setzen, sind deshalb Multi-Asset-LöUnion Investment und Volksbank Tirol bieten als starkes Team seit 2016 professionelle Lösungen im Anlagebereich.

I

sungen, bei denen man mit einem einzigen Fonds auf mehrere Anlageklassen setzt und somit sein angelegtes Vermögen auf unterschiedliche Säulen stellt. Anleger profitier-

m vergangenen Jahr investierten Kun-

ternehmen am Markt. Bester Beweis sind die

ten im vergangenen Jahr von einer positiven

den der Volksbank Tirol AG rund 170

Auszeichnungen Fondsgesellschaft des Jahres

Wertentwicklung der Fonds von Union Inves-

Millionen Euro in Fondsveranlagun-

2017, die EuroFund Awards 2017 sowie die kürz-

tment in allen Assetklassen. Die Aktienfonds

gen, im ersten Quartal 2017 waren es bereits

lich zum bereits 15. Mal in Folge vergebene

erzielten dabei die beste Wertentwicklung. So

70 Millionen Euro. Ein Grund für den Anla-

Höchstnote von fünf Sternen der deutschen

erzielte der UniGlobal per Ende Februar 2017

geboom ist mit Sicherheit die Zusammenar-

Zeitschrift Capital. Gepaart mit unserer Bera-

einen Zuwachs von 18,6 Prozent in den vergan-

beit der Tiroler Bank mit Union Investment,

tungskompetenz können wir unseren Kunden

genen zwölf Monaten. Allerdings kommt es

mit einem gemanagten Vermögen von über

so einen wirklichen Mehrwert bieten.

bei Aktien naturgemäß zu zwischenzeitlichen

300 Millarden Euro und über vier Millionen

Schwankungen, weswegen viele Menschen

Kundendepots einer der größten Fondsan-

Was sind die ersten Ergebnisse aus dieser

aktuell Mischfonds oder vermögensverwal-

bieter am deutschen Markt. Diese Zahlen

Zusammenarbeit?

tende Fonds bevorzugen. Durch ihre ausgewo-

und ein hohes Maß an Verlässlichkeit schaf-

Insgesamt konnten die österreichischen

gene Vermögensstruktur konnten sie auch im

fen Vertrauen – auch bei Tiroler Kunden. Wir

Volksbanken im letzten Jahr gemeinsam mit

vergangenen Jahr ihre Stärken ausspielen, die

sprachen mit Mag. Markus Hörmann, Vor-

Union Investment im Privatkundengeschäft

sich durch eine geringere Schwankungsbreite

standsvorsitzender der Volksbank Tirol AG.

einen Bruttoabsatz in Fondsprodukten von

und dennoch attraktive Renditen ergab.

rund 530 Millionen Euro erzielen. Der aktuelle

So legten beispielsweise die Privat-Fonds

ECO.NOVA: Die Partnerschaft zwischen

Bestand in Österreich liegt bei rund zwei Mil-

zwischen 3,5 und 8,9 und die Strategie-Fonds

der Volksbank Tirol und Union Investment

liarden Euro. Die Zahl der Sparpläne in Inves-

zwischen 4 und 9 Prozent zu.

D P

die zu unserer passen muss. Diesen Anspruch

„DER KONTINUIERLICHE VERMÖGENSAUFBAU MIT FONDSSPARPLÄNEN STELLT EINE WICHTIGE KOMPONENTE IN DER ANLAGESTURKTUR DAR. DAS IST DIE MODERNE UMSETZUNG DES SPARGEDANKENS – EINE STRATEGIE, DIE FUNKTIONIERT.“

erfüllt Union Investment wie kein zweites Un-

Mag. Markus Hörmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Tirol AG

MARKUS HÖRMANN: Wir haben die enge Zusammenarbeit mit Union Investment unter der Prämisse gestartet, dass wir unseren Kunden nur die für sie besten Fondsprodukte anbieten möchten. Ausschlaggebend hierfür ist neben der Größe und Erfahrung des Fondsunternehmens auch dessen Werteausrichtung –

80

eco.nova

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geht ins zweite Jahr. Wie kam es zur Zusammenarbeit?

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eco.wirtschaft

82

eco.nova


eco.geld

Zwischen Weltwährung und Dauerkrise Als der Euro am 1. Jänner 2002 erstmals als Bargeld ausgegeben wurde, schien dies für viele der krönende Abschluss eines langen Weges zu sein. Eine gemeinsame Währung für Europa, die die Union untrennbar zusammenschweißt, die Wirtschaft stärkt und dem Dollar auf Augenhöhe Paroli bieten würde. Heute, gut 15 Jahre später, haben sich einige dieser Hoffnungen (zum Teil) erfüllt, doch die Euphorie ist verflogen. Der Euro hatte ab 2010 eine veritable Krise zu überstehen, die sein Fortbestehen bisweilen in Frage stellte. // TEXT: JÜRGEN HUBER

B

eginnen wir am Anfang:

derlande. Vorwiegend im Süden fanden sich

Warum wurde der Euro

„Weichwährungsländer“ mit ebenso hohen

überhaupt gegründet und

Zinsen wie Inflation und Defiziten sowie

wie wurde bestimmt, wer

Währungen, die immer wieder abwerteten.

dabei sein würde und wer

Typische Länder waren Italien, Spanien, Por-

nicht? Der beste Startpunkt zum Verständ-

tugal und Griechenland – genau jene Länder,

nis des Euro ist gegen Ende des Zweiten

die uns in der Euro-Schuldenkrise ab 2010

Weltkrieges: Nach dem Zusammenbruch

wieder begegnen werden.

der Weltwirtschaft in den 1930er-Jahren und

Spätestens ab 1978 gab es die Vision einer ge-

den Verwüstungen des Zweiten Weltkrieges

meinsamen Währung für Europa. Bis zu ei-

vereinbarten die westlichen Siegermächte

nem konkreten Zeitplan und Vertrag dauerte

1944 in Bretton Woods (USA) die Schaffung

es aber bis 1992. Dieser in Maastricht unter-

eines neuen Weltwährungssystems, das auf

zeichnete Vertrag legte fest, dass jene Länder

fixen Wechselkursen zwischen allen Wäh-

die Eurozone bilden sollten, deren Wirtschaft

rungen und der Bindung des US-Dollar an

ähnlich genug war. Dazu wurden Konver-

Gold basierte. Dieses System funktionier-

genzkriterien festgelegt, insbesondere soll-

te bis Anfang der 1970er-Jahre leidlich gut,

ten die Zinsen und Inflationsraten ähnlich

brach aber zusammen, als die wirtschaftli-

sein, das Budgetdefizit nicht über drei Pro-

chen Ungleichgewichte zu groß wurden und

zent der Wirtschaftsleistung (BIP) liegen,

spekulative Attacken die fixen Kurse unter

die Gesamtschulden dürften 60 Prozent des

Druck setzten. Seit dem endgültigen Ende

BIP nicht übersteigen. War anfangs – speziell

dieses Systems (etwa 1973) leben wir in einer

von Deutschland – eine sehr kleine Gruppe

Welt flexibler Wechselkurse, wo auf den De-

von Ländern innerhalb des Euro gesehen

visenmärkten täglich (bzw. sekündlich) neue

worden, erweiterte sich der Kreis durch die

Wechselkurse gebildet werden.

EU-Erweiterung 1995 (z. B. um Österreich) als

In Europa entstanden in der Folge grob ge-

auch durch politischen Druck etwa aus Itali-

sprochen zwei Zonen: „Hartwährungslän-

en, das trotz Schulden von über 100 Prozent

der“ im Norden, die durch niedrige Inflation,

seines BIP als Gründungsmitglied der EU

niedrige Budgetdefizite und niedrige Zinsen

auch im Euro sein wollte. Bis zur Einführung

sowie starke Währungen, die tendenziell auf-

des Euro als Bargeld 2002 kamen damit ne-

werteten, gekennzeichnet waren – zum Bei-

ben Italien auch Spanien, Portugal und (mit

spiel Deutschland, Österreich und die Nie-

Verzögerung und durch Vorlegen falscher

eco.nova

83


eco.geld

Entwicklung der Lohnstückkosten 1999–2016

Lohnstückkosten normiert auf 1999

180 160 140 120

Deutschland

100

Irland

80

Griechenland

60

Spanien

40

Italien Österreich

20

1999 Q1 1999 Q4 2000 Q3 2001 Q2 2002 Q2 2002 Q4 2003 Q3 2004 Q2 2005 Q1 2005 Q4 2006 Q3 2007 Q2 2008 Q1 2008 Q4 2009 Q3 2010 Q2 2011 Q1 2011 Q4 2012 Q3 2013 Q2 2014 Q1 2014 Q4 2015 Q3 2016 Q2

0

Entwicklung der Lohnstückkosten in ausgewählten Euroländern von der Einführung des Euro Anfang 1999 bis Ende 2016

Zahlen) Griechenland dazu. Die Gründe, wa-

in Italien übrigens. Tatsächlich wurden die

ist als Deutschland mit 60 Prozent Staats-

rum diese Länder in die Eurozone wollten,

niedrigeren Zinsen in einigen südlichen Mit-

verschuldung und 200 Milliarden Euro

waren sehr klare wirtschaftliche Vorteile:

gliedsländern zur Aufnahme neuer Schul-

jährlichem Handelsbilanzüberschuss. Da-

Ziel der EU war es, mit dem Euro DM-Sta-

den genutzt, um weitere Beamte einzustellen

her stiegen die Zinsen (Risikoprämie) für

bilität mit niedrigen Zinsen und niedriger

(Wähler) und Gehälter und Pensionen zu er-

griechische Staatanleihen, während jene

Inflation auch in diese Länder zu bringen

höhen (dankbare Wähler).

für Deutschland sanken. Die Kernerrun-

und ihnen damit einen wirtschaftlichen Auf-

Jahrzehntelang hatten Italien und andere

genschaft des Euro – niedrige Zinsen für

holprozess zu ermöglichen. Reichere Spanier

Weichwährungsländer ihre Wettbewerbs-

alle – löste sich damit auf, da Investoren (zu

und Italiener wären dann auch für Deutsch-

fähigkeit nur durch wiederholte Abwer-

Recht) Unterschiede in der Kreditwürdig-

land von Vorteil, da dies Millionen neuer

tung ihrer Währungen aufrechterhalten.

keit der einzelnen Länder sahen.

kaufkräftiger Kunden bedeuten würde.

Mit dem Euro war dies nicht mehr möglich,

Tatsächlich erfüllte sich die Hoffnung nied-

sodass Reformen (insbesondere Flexibili-

Was ging schief?

rigerer Zinsen für alle auf beeindruckende

sierung des Arbeitsmarktes, Entbürokra-

Doch warum hatte der Euro nicht eine ho-

Weise. Zahlte Italien noch 1995 satte 14 Pro-

tisierung und Bekämpfung der Korrupti-

mogen reiche Eurozone geschaffen, wie es

zent Zinsen auf seine Staatsschulden (und

on) dringend nötig gewesen wären, um im

durch einen Wachstumsschub im Süden

damit 14 Prozent seines BIP, was rund ein

Wettbewerb zum Beispiel mit Deutschland

erhofft wurde? Der Kernfaktor, um dies zu

Drittel seiner gesamten Staatsausgaben ent-

bestehen zu können. Die gute Wirtschafts-

verstehen, ist Wettbewerbsfähigkeit. Diese

sprach), so sanken die Zinsen bis 1999 (Ein-

entwicklung und die niedrigen Zinsen in

lässt sich sehr gut anhand der Lohnstück-

führung des Euro als Buchgeld) auf rund

den Jahren 2002 bis 2008 überdeckten diese

kosten erklären. Lohnstückkosten sind, was

vier Prozent. Italien erhielt damit ebenso wie

Probleme jedoch. Die Wirtschaft boomte,

das Wort ausdrückt – die Lohnkosten, die ein

andere frühere Weichwährungsländer eine

der Euro wurde gegenüber dem US-Dol-

Unternehmer zu zahlen hat, um ein Stück

Jahrhundertchance, denn es sparte sich nun

lar deutlich stärker, Inflation, Zinsen und

von etwas herzustellen. Durch Lohnerhö-

zehn Prozent seines BIP an Zinszahlungen

Arbeitslosigkeit waren niedrig. Erst der

hungen steigen die Lohnstückkosten, durch

auf seinen Schuldenberg. Ein Budgetdefizit

Lehman-Crash im September 2008 und die

Produktivitätszuwächse sinken sie, und je

von fünf Prozent hätte sich damit in einen

anschließende Wirtschaftskrise ließen die

niedriger sie sind, desto wettbewerbsfähi-

Budgetüberschuss von fünf Prozent gedreht

Investoren hellhörig werden. Während bis

ger ist ein Land. Steigt also beispielsweise

– ohne Reformen, ohne Sparpaket, ohne

dahin alle Euroländer dieselben niedrigen

die Produktivität um drei Prozent und die

Kürzungen, nur bei Fortführung der aktu-

Zinsen zahlten, begannen Investoren (z. B.

Löhne werden auch um drei Prozent erhöht,

ellen Politik. Die Chance, den italienischen

internationale Großbanken) genauer hinzu-

bleiben die Lohnstückkosten beständig.

Schuldenberg abzubauen, wurde jedoch

sehen. Sie schlossen, dass Griechenland mit

Deutschland und Österreich gelang es, die

nicht genutzt. Die Devise schien zu sein, auf-

über 120 Prozent seines BIP Staatsverschul-

Lohnstückkosten von 2000 bis 2008 fak-

grund gedrittelter Zinsen im Gegenzug drei

dung, hohem Defizit und 15 Prozent seines

tisch konstant zu halten, während in den

Mal so viele Schulden zu machen. Nicht nur

BIP Handelsbilanzdefizit deutlich riskanter

späteren Krisenländern Italien, Spanien,

84

eco.nova


eco.geld

Griechenland, Portugal und Irland die Lohn-

Zinsersparnis aber in Form zu hoher Pensi-

stückkosten im selben Zeitraum um 25 bis

onen und Beamtengehälter, zu vieler Staats-

50 Prozent anstiegen. Dies bedeutet, dass

bediensteter sowie laxer Steuereintreibung

in Deutschland die Lohnerhöhungen etwa

ausgegeben, sodass produktive Zukunftsin-

gleich hoch wie das Produktivitätswachstum

vestitionen meist zu gering ausfielen. Seit

ausfielen (durch die funktionierende Sozi-

dem Lehman-Crash Ende 2008 hat sich die

alpartnerschaft zwischen Arbeitgebern und

Schere in den Lohnstückkosten verringert,

-nehmern), während anderswo die Lohn-

vor allem durch bewusst höhere Lohnstei-

erhöhungen deutlich höher waren als der

gerungen in Deutschland und Sparmaßnahmen in den Krisenländern. Gerade Grie-

Produktivitätszuwachs, wodurch die Lohnstückkosten jährlich stiegen. 2008 kostete es daher VW in Deutschland gleich viel wie acht Jahre zuvor, einen VW Golf herzustel-

chenland und Italien haben aber weiteren

Univ.-Prof. DDr. Jürgen Huber ist Leiter des Instituts für Banken und Finanzen an der Universität Innsbruck.

Reformbedarf.

Retten, wen man kann

len. Der Konkurrent Fiat in Italien hingegen hatte pro Fiat Cinquecento 25 Prozent mehr

Als sich Griechenland ab Ende 2009 mit

zu bezahlen. Als Konsequenz erwirtschaftete

werbsfähigkeit ist vor allem auf zu hohe

deutlich steigenden Zinsen für neue Staats-

VW Rekordgewinne, während Fiat Verluste

Lohnerhöhungen sowie geringe Produkti-

anleihen (Kredite des Staates, um sein Defi-

schrieb. Als es noch DM und Lira gab, wäre

vitätszuwächse (aufgrund zu geringer In-

zit zu bedienen) konfrontiert sah, rief es sei-

dieser Unterschied in der Wettbewerbsfähig-

vestitionen in Forschung, Entwicklung und

ne EU-Partner um Hilfe. Solche Hilfen sind

keit behoben worden, indem die Lira um 25

Bildung) im Süden zurückzuführen. Die süd-

aufgrund des Maastricht-Vertrages, des Lis-

Prozent abgewertet hätte. Mit dem Euro gibt

lichen Euromitglieder ersparten sich durch

sabon-Vertrages und der EZB-Statuten un-

es diese Möglichkeit aber nicht mehr, so dass

die niedrigen Zinsen, die ihnen die Euro-Mit-

tersagt. Weder EZB noch andere Euroländer

wir heute dauerhafte Handelsbilanzüber-

gliedschaft brachte, Milliardenbeträge an

dürfen laut der sogenannten „No-Bail-

schüsse Deutschlands sehen, während die

Zinszahlungen. Wäre dieses Geld in Bildung

out-Klausel“ Schulden anderer Euroländer

meisten südeuropäischen Staaten Defizite

und Forschung sowie zur Schuldenreduk-

übernehmen, doch es gab keinen Plan, was

ausweisen.

tion eingesetzt worden, sähen wir heute

zu tun ist, wenn ein Mitgliedsland in Pro-

Die unterschiedliche Entwicklung der

dort vermutlich ein deutlich dynamischeres

bleme gerät. Nach einigen Krisentreffen

Lohnstückkosten und damit der Wettbe-

Wachstum. Leider wurde der Großteil der

wurden die Verträge letztlich ignoriert und

PORTRÄTWASSERZEICHEN Hält man die Banknote gegen das Licht, werden das Porträt der mythologischen Gestalt Europa, ein Fenster und die Wertzahl sichtbar. SMARAGDZAHL Beim Kippen bewegt sich ein Lichtbalken auf und ab. Die Farbe der Zahl verändert sich von Smaragdgrün zu Tiefblau. SICHERHEITSFADEN Hält man die Banknote gegen das Licht, wird ein dunkler Streifen mit €-Symbol und Wertzahl sichtbar.

Entgeltliche Schaltung

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Die neue 50-Euro-Banknote FÜHLEN – SEHEN – KIPPEN

PORTRÄTFENSTER Betrachten Sie die Banknote gegen das Licht. Das im Hologramm enthaltene Fenster wird durchsichtig. In ihm erscheint ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa, das von beiden Seiten des Geldscheins zu erkennen ist. PAPIER UND RELIEF Das Papier fühlt sich griffig und fest an. Auf der Vorderseite kann man am linken und rechten Rand erhabene Linien ertasten. Auch Hauptmotiv, Schrift und große Wertzahl haben ein fühlbares Relief.

Stabilität und Sicherheit.

OESTERREICHISCHE NATIONALBANK EUROSYSTEM

Drei einfache Schritte, um die Echtheit einer Banknote zu erkennen.

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eco.geld

JAHRZEHNTELANG HATTEN ITALIEN UND ANDERE WEICHWÄHRUNGSLÄNDER IHRE WETTBEWERBSFÄHIGKEIT NUR DURCH WIEDERHOLTE ABWERTUNG IHRER WÄHRUNGEN AUFRECHTERHALTEN. MIT DEM EURO WAR DIES NICHT MEHR MÖGLICH, SODASS REFORMEN DRINGEND NÖTIG GEWESEN WÄREN. ABER DIESE SIND AUSGEBLIEBEN.

Griechenland erhielt ab Mai 2010 ein erstes

haben. In den Gründungsverträgen des Euro

Was haben wir also für die nächsten Jah-

Hilfspaket im Umfang von 110 Milliarden Eu-

(Maastricht und Lissabon) war dies ebenso

re und Jahrzehnte zu erwarten? Der Euro

ro (später folgten ein zweites und drittes).

geplant, doch als es 2010 zur ersten großen

ist vor allem ein politisches Projekt – wirt-

Der wahre Grund für die Hilfen war wohl,

Krise kam, gab es keine Regelung, wie Län-

schaftlich ist er nützlich und macht gerade

dass damals der Großteil der griechischen

dern in Notlagen geholfen würde. Letztlich

für jene Staaten Sinn, deren Wirtschaft ähn-

Staatsanleihen von deutschen und franzö-

setzten sich die Regierungen daher über die

lich genug ist. Aber es war nicht wirtschaft-

sischen Banken gehalten wurde. Bei einem

Verträge hinweg und schnürten für Grie-

licher Zwang, sondern politischer Wille, der

griechischen Staatsbankrott hätten diese ge-

chenland (und später auch Irland und Portu-

zur Einführung des Euro führte. Solange

meinsam wohl rund 50 Milliarden an Ausfäl-

gal sowie Spanien) Rettungspakete.

der politische Wille da ist, den Euro als un-

len erlitten und damit mehr als sie damals so

Die akute Serie von Krisen wurde nach gut

sere Währung zu erhalten, wird er bestehen,

kurz nach der Finanzkrise hätten verkraften

zwei Jahren durch den Chef der EZB, Ma-

doch auch Stolpersteine bleiben bestehen.

können. Politisch wären neue Rettungspa-

rio Draghi, am 26. Juli 2012 beendet, da er

Hätten die Franzosen Marine Le Pen zu ihrer

kete für Banken damals sehr unpopulär

mit seinem berühmt gewordenen „We will

Präsidentin gewählt, hätte es dort wohl ein

gewesen, in einem Rettungspaket für Grie-

do whatever it takes to save the Euro“ die

Euro-Austrittsreferendum (mit ungewissem

chenland sahen Merkel und Sarkozy wohl

nervös gewordenen Anleger nachhaltig be-

Ausgang) gegeben. Ich bin jedoch optimis-

eine elegante Lösung: Man zeigt europäische

ruhigte. Auch wenn derzeit keine akute Kri-

tisch, dass lange genug politischer Konsens

Solidarität und rettet – sozusagen durch die

sensituation vorliegt, die Unterschiede in

besteht, den Euro als „unser Geld“ zu sehen,

Hintertür – gleich noch seine Banken. Damit

der Wettbewerbsfähigkeit und in der Folge

bis daran auch in den Köpfen der Menschen

beschritt die EU einen anderen Weg, als ihn

Massenarbeitslosigkeit sowie Lohn- und So-

und Investoren kein Zweifel mehr besteht.

die USA seit knapp 200 Jahren gehen. Dort

zialkürzungen in Griechenland, aber Vollbe-

Vermutlich wird dies in eine milde Form ei-

stützt weder Washington noch die Zentral-

schäftigung sowie Budget- und Handels-

ner „Transferunion“ münden, wo also Gelder

bank Bundesstaaten, die in Finanzprobleme

bilanzüberschüsse in Deutschland bleiben

von den wettbewerbsfähigeren Euro-Län-

geraten. Bankrotte von Einzelstaaten sind

bestehen, da unter anderem Griechenland,

dern zur Stützung an weniger wettbewerbs-

dort keine Seltenheit. Im 20. Jahrhundert

Süditalien und Portugal nach wie vor nicht

fähige fließen, ebenso wie seit Jahrzehnten

gab es 74 solche Bankrotte, alleine der Bun-

als attraktive Standorte für Fabriken gese-

Steuergeld von Nord- nach Süditalien und

desstaat Arkansas ging sieben Mal pleite.

hen werden. Und gerade in diesen Regionen

von West- nach Ostdeutschland fließt. Für

Diese Lösung sorgt dafür, dass die einzelnen

fließt weiterhin zu wenig Geld in die Bildung

den Frieden und die Einheit Europas sowie

Staaten ordentlich wirtschaften müssen,

der Jugend, die es dieser irgendwann ermög-

eine Währung, die international stark und

weil sie auch die Konsequenzen zum Bei-

lichen würde, ihre Lage nachhaltig zu ver-

angesehen ist, scheint mir das ein Preis, den

spiel von Überschuldung selbst zu tragen

bessern.

es wert ist, zu zahlen.

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eco.nova


Ihr Vermögen: IHRE GELDANLAGE.

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„DIE BTV FINANZIERT ALS HAUSBANK ZAHLREICHE UNTERNEHMEN. ALS PARTNER AUF AUGENHÖHE BEGLEITEN WIR SIE AUF IHREM WACHSTUMSKURS. WENN ES UNSEREN KUNDEN GUT GEHT, DANN GEHT ES AUCH DER BTV GUT.“ Gerhard Burtscher, BTV Vorstandsvorsitzender


eco.geld

Mit den Kunden wachsen © NIKOLAUS SCHLETTERER

Die Bank für Tirol und Vorarlberg AG blickt auf ein erfreuliches erstes Quartal 2017 zurück. Ausgezeichnetes Vermögensmanagement Besonders erfreulich ist der starke Zuwachs bei den betreuten Kundengeldern, die mit 13,4 Milliarden Euro einen Höchststand erreichten. Die positive Entwicklung ist auf das BTV Vermögensmanagement zurückzuführen, das 2017 erneut ausgezeichnet wurde. Burtscher weiß die Bank damit auf dem richtigen Weg und verspricht, den Werten der BTV weiterhin treu zu bleiben: „Danke an alle unsere Kundinnen und Kunden für dieses große Vertrauen! Unsere in vielen Jahrzehnten erlangte Kompetenz und Erfahrung, unsere Bodenhaftung sowie unser Geschäftsmodell ‚Investieren statt spekulieren‘ werden auch künftig die Leitlinien unseres Handelns bleiben.“

BTV Leasing Die BTV Leasing GmbH, 100-Prozent-Toch-

W

ichtige Bilanzpositi-

Die BTV vernetzt mehr als 8.000 Unternehmen und Unternehmer in Österreich, Süddeutschland, der deutschsprachigen Schweiz und Südtirol.

ter der Bank für Tirol und Vorarlberg AG, vervollständigt das Angebot für die Kunden. Das 1988 gegründete Unternehmen ist mittlerweile im Mobilien-Neugeschäft sowie im Bestandsgeschäft österreichweit jeweils die

onen wie Kredite an Kunden (erstmals über

pitalquote – die wichtigste Kennzahl einer

fünftgrößte Gesellschaft und führend in

7 Milliarden Euro),

Bank – mittlerweile rund 15 Prozent. BTV

Westösterreich.

betreute Kundengelder, Eigenkapital oder

Vorstandsvorsitzender Gerhard Burtscher:

Bilanzsumme sind auf den höchsten Stän-

„Das seit Jahrzehnten nachhaltige Wirt-

den in der 113-jährigen Geschichte der Bank

schaften zahlt sich aus. Die BTV gehört

für Tirol und Vorarlberg/ BTV. Dementspre-

weiterhin zu den sichersten Banken Öster-

chend positiv fällt auch die Ergebnisrech-

reichs. Diese Kapitalstärke ist in Kombina-

nung des BTV Konzerns aus: Das Quartalser-

tion mit dem erfrischend konservativen Ge-

gebnis vor Steuern wuchs um 23,6 Prozent

schäftsmodell die Basis für den Erfolg der

auf 37,6 Millionen Euro.

BTV. Danke an alle unsere Kundinnen und

Starker, sicherer Bankpartner

Kunden für das große Vertrauen!“ Die weitgefasste Dienstleistungsorientierung der

Der anhaltende Wachstumskurs zeigt deut-

BTV sichert schnelle Entscheidungen und

lich das große Vertrauen der Kunden in die

individuelle Lösungen für Kunden weiter-

BTV, das sich auch in einer besonders ho-

hin als Standard.

hen Weiterempfehlungsbereitschaft widerspiegelt. Für diese wurde die BTV im Jahr 2016 mit dem Recommender Award ausgezeichnet. Sicherheit gibt den Kunden unter anderem die hervorragende Eigenkapitalausstattung men ein gesundes Kreditwachstum und digkeit. Mit der im Mai abgeschlossenen Kapitalerhöhung beträgt die harte Kernka-

Das Marktgebiet der BTV erstreckt sich von Tirol und Vorarlberg über Wien, Bayern, Baden-Württemberg und die deutschsprachige Schweiz bis nach Südtirol. In dieser Region – einem der attraktivsten Wirtschaftsräume Europas – punktet die BTV als starker Partner für die Wirtschaft. Vorstandsvorsitzender Gerhard Burtscher: „Die BTV ist als Unternehmerbank der Realwirtschaft verpflichtet. Wir finanzieren Projekte heimischer Unternehmer und investieren die Einlagen aus unserer Region wieder direkt dort, wo wir zu Hause sind. Jede Einlage unserer Kunden fördert somit direkt die heimische Wirtschaft.“

BANK FÜR TIROL UND VORARLBERG

der Bank. Diese ermöglicht den Unternehsichert der BTV langfristig ihre Eigenstän-

BTV  LÄNDER BANK

firstfive und Recommender Award – die Auszeichnungen bestätigen die positive Entwicklung der BTV.

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eco.geld

Klare Wertigkeit © ANDREAS FRIEDLE

Schnelligkeit ist bei Versicherungen dann Gebot, wenn es zum Ernstfall kommt. Für die Erstellung des Versicherungskonzeptes nimmt sich das Versicherungsmaklerbüro oberhauser & co hingegen Zeit: Maßgeschneiderte Lösungen entscheiden schlussendlich darüber, ob Existenzen gesichert sind. Und deshalb geht es ums Zuhören und Verstehen. darauf aufbauend um die Versicherung zu kümmern. In der breiten Masse ist dieses Prozedere oft nicht der Fall. Ich war zuvor 24 Jahre lang in einem Bankenkonzern tätig, dort wird natürlich eine ganz andere Masse abgewickelt, der Fokus liegt auf anderen Dingen. Und dabei kommen manche Qualitätskriterien eben zu kurz. Welche Wertigkeit messen Unternehmer Versicherungen bei? Versicherungen sind nicht das Lieblingsthema von Unternehmern, weil sie sich mit einem negativen Szenario, das in der Zukunft passieren kann, beschäftigen müssen. Aber die Art und Weise, wie wir arbeiten, wird sehr geschätzt – wie wir auf unsere Kunden zugehen, sie begleiten, Konzepte erarbeiten, wie wir auch die Schadensbegleitung abwickeln. Die Wertigkeit ist da, weil wir uns mit dem Unternehmer und seinem Betrieb beschäftigen. In dem Ausmaß, wie wir das tun, ist das für viele neu, für uns aber eine logische Konsequenz: Gerade, wenn es zu Schadensfällen kommt, wo es im Extremfall um Existenzen und damit auch um Arbeitsplätze gehen kann, zeigt sich, ob ein Versicherungskonzept hält oder nicht. Dann zeigt sich aber auch, welchen Stellenwert Versicherungen haben. Diese Wertigkeit wollen wir vermitteln, und das wird geschätzt, weil die Unternehmer merken: Endlich jemand, der sich wirklich darum kümmert. Also sehen wir uns als outgesourcte Versicherungsabteilung des Unternehmens. Dementsprechend arbeiten und servicieren wir. Sie sind seit Ende letzten Jahres Teil eines der weltweit größten Versicherungsmakler-

ECO.NOVA: Ihr Versicherungsmakler-Büro

tativ hochwertiges Versicherungsmaklerbüro

netzwerke – was ändert das an Ihrer Aus-

besteht seit fünf Jahren – wie lautet Ihre

zu installieren, das sich auf den KMU-Kunden

richtung?

Zwischenbilanz?

konzentriert und fokussiert. Wobei hochqua-

Als Vertretung für Westösterreich können wir

PETER OBERHAUSER: Das, was wir uns

litative Arbeit das Um und Auf ist. Und genau

Unternehmen nun weltweit begleiten. Viele

von Start an vorgenommen hatten, ist auch so

das ist es auch, was in der Versicherungsbran-

Unternehmen im produzierenden Bereich sind

eingetroffen. Die Ergebnisse sind die, wo wir

che teilweise fehlt – dementsprechend ist ihr

international aufgestellt, auch viele KMU, die in

hinwollten, was uns sehr freut.

Ruf: Vieles wird schnell gemacht und man

einer Nische tätig, aber extrem erfolgreich sind

beschäftigt sich nicht wirklich mit den Un-

und weltweit liefern. Die österreichische und

Was hatten Sie sich vorgenommen?

ternehmen, die man beraten soll. Hier geht es

auch deutsche Versicherungsbranche hat aber

Wir haben uns von Beginn an auf Firmenkun-

ums Zuhören. Herauszufinden, welche Risi-

ein Problem: Sie kennt die EU noch nicht. Je-

den spezialisiert. Unser Ziel war es, ein quali-

ken der Unternehmer tatsächlich hat und sich

der sieht sich nur für sein Land zuständig. Un-

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eco.geld

ternehmer sind dynamisch und kennen keine Grenzen. Wir sehen es als unsere Aufgabe, sie dabei zu unterstützen. Es ist eine unserer abso-

„WIR WOLLEN DIE WERTIGKEIT VON VERSICHERUNGEN VERMITTELN, UND DAS WIRD GESCHÄTZT, WEIL UNTERNEHMER MERKEN: ENDLICH JEMAND, DER SICH WIRKLICH DARUM KÜMMERT.“

luten Stärken, dass wir gerade Österreich und Deutschland durch sehr enge Kooperationen perfekt bedienen und abdecken und nun auch weltweit begleiten können. Das bedeutet wohl auch, dass permanente Weiterbildung für Sie mehr als nur ein Schlagwort ist?

Peter Oberhauser

Absolut (lacht). Das ist auch der Motor, der mich in den letzten Jahrzehnten immer angetrieben hat. Mein Antrieb war stets der, etwas Neues zu machen – getrieben durch die

menzuarbeiten – egal, ob die Versicherung es

Bedürfnisse meiner Kunden. Was umso inte-

fordert oder nicht. Auch das bieten wir an und

ressanter ist, wenn es noch keine Lösungen

empfehlen es auch dezidiert, denn hier gibt

gibt. Dabei geht es aber auch um Themen, die

es enorm viel Nachholbedarf. Ich habe noch

nicht nur über Versicherungen abzuwickeln

kein produzierendes Unternehmen gesehen,

sind – beispielweise Cyberkriminalität. Hier

wo sich Riskmanagern nicht viel Potenzial

greifen Risikomanagement und Versicherung

für Tipps geboten hätte. Eine Umsetzung die-

ineinander. Es nützt nichts, eine tolle Versi-

ser Tipps ist nämlich nicht immer teuer, kann

cherung zu haben, wenn das Management

aber im Ernstfall entscheidend sein. Viele

dahinter nicht funktioniert und etwa die Feu-

Kunden sind überrascht, wenn wir dieses The-

erstandards im Unternehmen nicht entspre-

ma anschneiden. Aber Prävention und eine

chen. Eine Versicherung kann immer nur das

finanzielle Abdeckung im Schadensfall gehen

Finanzielle regeln. Deshalb sehen wir es als

irgendwo Hand in Hand. Im Endeffekt geht es

enorm wichtig, mit Riskmanagern zusam-

um das höchstmögliche Maß an Sicherheit.

OBERHAUSER & CO

Das Innsbrucker Versicherungsmaklerbüro firmierte bis Ende 2016 unter dem Namen Prosecura. Im Zuge der Internationalisierung des Unternehmens, das nunmehr Teil eines der weltweit größten Versicherungsmaklernetzwerke ist, kam es auch zu einer Umbenennung. Der geschäftsführende Gesellschafter Peter Oberhauser und sein fünfköpfiges Team haben sich auf KMU aus den Bereichen Bau & Immobilien, Handel & Produktion sowie Hotellerie & Tourismus spezialisiert.

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© GÜNTER KRESSER

Art Kunst & Kultur

© THILO SKUSA

Links: Garten im Regen 3, 2013. Kohlepapier-Übertragung auf Papier, 80 x 120,5 cm Rechts: Amélia 3 – Lisboa, 2014, Farbstift auf Papier, 90 x 132 cm

AUSGEDEHNTE AUGENBLICKE

N

och bis 1. September 2017 sind in der RLB Kunstbrücke (Bankstelle Adamgasse zu den Schalteröffnungszeiten) Werke von Othmar Eder zu sehen. Neben gängigen Methoden nutzt er für seine Zeichnungen eine seltene Methode der

Kohlepapier-Übertragung und führt den Betrachter mit scheinbar realistischen Naturund Alltagseinblicken aufs Glatteis der Wahrnehmung. Der 1955 in Kufstein geborene Eder lebt seit über 30 Jahren in der Schweiz, die Ausstellung in der RLB Kunstbrücke zeigt – übrigens erstmals in Innsbruck – eine größere Werkschau. Der Eintritt ist kos-

tenlos. // www.rlb-kunstbruecke.at

Offen, kreativ und vielseitig

fältigen Kulturschaffens und ist innerhalb kürzester Zeit zur Institution im

D

kulturellen Sommer Tirols geworden. Von 8. Juni bis 8. Juli wird auch 2017 an

entspricht die altbekannte „Taxisgalerie“ weit

SOMMERKULTUR

D

Max Mutzke samt Band ist das Highlight des heurigen BurgSommers in Hall. Das Open Air findet am 23. Juni im Hofratsgarten der Burg Hasegg statt. Beginn ist um 20:30 Uhr, Karten gibt’s bei allen Ö-Ticket-Vorverkaufsstellen sowie beim TVB Hall Wattens um 33,50 Euro, an der Abendkasse um 36 Euro.

er BurgSommerHall steht heuer zum fünften Mal ganz im Zeichen eines viel-

ie landeseigene Galerie im Taxispalais hat einen neuen Namen. Sowohl in Hinblick auf die Größe als auch

die Ausstellungs- und Veranstaltungsformate

verschiedenen Veranstaltungsorten quer durch Hall (komödiantisches) Schauspiel,

mehr, als der Name es vermuten ließe. Des-

Kunst und feine Musik geboten. Das Konzerthighlight bildet dabei der Songwriter,

halb hat sie kürzlich folgerichtig einen Zusatz

Popsänger, Jazzer und Vollblutkünstler Max Mutzke, der mit seiner Band monoPunk

bekommen und heißt nun vollständig TAXIS­

am Freitag, den 23. Juni, in der Burg Hasegg zu Gast sein wird. Wie wandlungsfähig die

PALAIS Kunsthalle Tirol. Für die zuständige

Entdeckung von TV-Mastermind Stefan Raab ist, hat dieser sowohl auf seinem Num-

Landesrätin Beate Palfrader vermittelt der

mer-eins-Debütalbum als auch seinen Nachfolgewerken bewiesen. Vor allem live zeigt

Begriff „Kunsthalle“ Weitläufigkeit, Offenheit,

Max Mutzke, dass er gemeinsam mit seiner Band künstlerisch in der höchsten Liga

Kreativität und Vielseitigkeit: „Außerdem wird

spielt. Nach einem vielbeachteten Ausflug in die Welt des Jazz konzentriert sich der

mit dem Begiff Galerie in der Kunstszene in

Deutsche 2017 wieder verstärkt auf seinen kraftvollen Signature-Sound aus Pop, Soul

der Regel ein kommerzieller Betrieb assoziiert.

und Funk, den er auch mit nach Hall bringen wird. Mit Max Mutzke hat der BurgSom-

Die Umbenennung sorgt für mehr Klarheit:

merHall einen würdigen Nachfolger für Jan Josef Liefers gefunden, der 2015 mit Radio

Das Taxispalais ist eine nicht kommerzielle,

Doria die Bühne rockte, letztes Jahr standen die Senkrechtstarter Seiler und Speer an

öffentliche Einrichtung des Landes. Der neue

selber Stelle auf der Bühne. // www.burgsommer-hall.at

Terminus entspricht also viel besser dem Charakter der Institution“, so Palfrader.

THEATER AM SCHIFF

B

ereits im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde der Betrieb der Personenschifffahrt auf Tirols größtem See aufgenommen, seitdem hat sich am Achensee so einiges getan. Nicht nur die Schiffe sind moderner geworden, auch das Unter-

haltungsprogramm am und ums Schiff wurde vielfältiger. Neben privaten und Firmenfeierlichkeiten finden auf der MS Achensee immer wieder Veranstaltungen statt – im Winter etwa die beliebte Seeweihnacht, aktuell heißt es regelmäßig Schiff Ahoi beim Sonntags-

brunch. Krimifans wird indes das „Theater am Schiff“ gefallen. Unter dem Titel „Mords­ adel“ gilt es im Zuge eines Theaterstücks auf der MS Achensee einen Mord zu lösen, kulinarisch begleitet von einem Dreigangmenü. Die Termine sowie die Möglichkeit zur Reservierung (unbedingt erforderlich!) finden Sie auf der Homepage. Abendliches Boarding ist jeweils in Pertisau. // www.tirol-schiffahrt.at

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eco.nova


eco.art

Das FO.KU.S. – © MARKUS BSTIELER

eine Galerie, viele Arten der Fotografie

Donata Wenders, Cristiana Palandri I, 2012

diesen Kooperationen entstanden mehrere Publikationen wie „Pina – The Film and the Dancers“, „The Heart is a Sleeping Beauty“, „Buena Vista Social Club“ und „Beyond the Clouds / My Time with Antonioni“. Schnell trat sie aus dem Schatten ihres berühmten Mannes und entwickelte eine eigene künstGregor Sailer, Complexe de Tir en Zone UrBaine, French Army, France, 2015 aus der Serie „The Potemkin Village"

Viviane Sassen, DNA, 2007

lerische Bildsprache. Ihre ausdrucksstarken, vorwiegend in Schwarz-Weiß gehaltenen Fotografien erzählen Geschichten, eingefan-

D

gen in der Poesie des flüchtigen Moments.

as FO.KU.S – Foto Kunst Stadtfo-

Die aktuelle Ausstellung

rum, die Galerie der Bank für Tirol

Seit 18. Mai werden im FO.KU.S in der Aus-

vedt brachte ihren Eindruck von Donata

und Vorarlberg AG im BTV Stadtfo-

stellung „Im Licht der Zeit“ Arbeiten von Do-

Wenders’ Arbeiten folgendermaßen auf den

rum in Innsbruck, besteht seit mittlerweile

nata Wenders präsentiert. Die 1965 in Berlin

Punkt: „Bei aller Vielfalt der Motive verbin-

zehn Jahren und versteht sich als ein offener

geborene Künstlerin begleitet unter ande-

det die Fotos ein emotionaler Klang, der

Kunstraum vor allem für zeitgenössische in-

rem als Setfotografin seit den 1990er-Jahren

beim Betrachten in mir widerhallt.“

ternationale Fotokunst. Dazu kommen Prä-

die Filme ihres Mannes Wim Wenders. Aus

// www.btv-fokus.at

Die New Yorker Schriftstellerin Siri Hust-

sentationen angewandter Fotografie aus den Bereichen Architektur, Industrie und Werbung sowie, kontrapunktisch zu zeitgenössischen Positionen, der Fotografie der klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Das FO.KU.S ist mit international renommierten Kulturinstitutionen vernetzt und bietet ein dementsprechend vielfältiges Programm auf hohem künstlerischem Niveau. So konnte das FO.KU.S in den vergangenen Jahren regelmäßig herausragende Positionen, auch

FO.KU.S – FOTO KUNST STADTFORUM

Stadtforum 1, 6020 Innsbruck, Tel.: 050 53 33 – 14 17 info@btv-fokus.at, www.btv-fokus.at • Mo. bis Fr. von 11 bis 18 Uhr, Sa. von 11 bis 15 Uhr. Eintritt frei.

AUSSTELLUNGEN  DONATA WENDERS – IM LICHT DER ZEIT. Noch bis 29. Juli 2017 Öffentliche Führungen: Samstag, 20. Mai, und Samstag, 10. Juni, jeweils um 11 Uhr

viele weibliche, präsentieren – etwa Bruno

VIVIANE SASSEN – LEXICON. 7. September bis 4. November 2017

Barbey, Heinrich Kühn, Elfie Semotan, Xenia

GREGOR SAILER – THE POTEMKIN VILLAGE. 16. November 2017 bis 20. Jänner 2018

Hausner, Rinko Kawauchi oder Edward Bur-

Schüler- und Gruppenführungen gerne auf Anfrage.

tynsky.

eco.nova

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eco.art

© PETER BLOCH

Wilfried Kirschl im Café Central, Innsbruck, um 2005

Mit dem Auge des Künstlers Wilfried Kirschl war Maler, Kurator, Kunsttheoretiker und Publizist in einer Person. Aktuell ist seine Sammlung im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum zu sehen.

© WOLFGANG LACKNER

H

eute würde man Wilfried Kirschl wohl als Allroundtalent bezeichnen. Er engagierte sich auf verschiedens-

te Weise für die österreichische Kunst: Als Kurator stellte er Ausstellungen zusammen.

Galerie des Ferdinandeums wesentliche Lücken geschlossen und erstaunliche Ergänzungen zum bestehenden Sammlungsbestand hinzugefügt“, betont PD Dr. Wolfgang Meighörner, Direktor der Tiroler Landesmuseen. Es sei Ehre und Verpflichtung zu-

Als Kunstpublizist war er in Printmedien

gleich gewesen, sie seit der Übernahme wis-

und Fernsehen präsent. Er verfasste Künst-

senschaftlich aufzuarbeiten und nun der

lermonografien, beispielsweise über Albin

Öffentlichkeit vorzustellen.

Egger-Lienz, und fing als Maler unter anderem die Landschaft Griechenlands ein. Sei-

Der Sammler Wilfried Kirschl

ne Sammlung beweist darüber hinaus auf

Kirschls Sammeltätigkeit war aufs Engste

beeindruckende Weise, welch feines Gespür

mit seinen Ausstellungen und seiner kunst-

er für die eher untypischen Arbeiten seiner

theoretischen Arbeit, unter anderem für die

Kollegen hatte.

Galerie des Landes Tirol, die Galerie im Ta-

In über vier Jahrzehnten trug Kirschl Wer-

xispalais (nunmehr Taxispalais Kunsthalle

ke größtenteils Tiroler Künstler zusammen,

Tirol), verbunden. Seine Sammellust folg-

2012 wurde die Sammlung Kirschl vom Land

te einer ganz eigenen Lesart, geleitet von

Tirol und der Tiroler Landesgedächtnisstif-

künstlerischer Intuition, Sensibilität und

tung erworben und den Tiroler Landesmuse-

dem Wissen um Kunst. „Der Ausstellungs-

en zur wissenschaftlichen Bearbeitung und

titel trifft unseres Erachtens voll und ganz

Bewahrung übergeben. Das Ferdinandeum

auf Kirschls Arbeitsstil zu. Mit dem Auge des

macht in der Ausstellung „Mit dem Auge

Künstlers hielt er nicht nur Landschaften in

des Künstlers“ mit rund 130 Arbeiten eine

seinen Gemälden fest oder arrangierte auf

repräsentative Auswahl des Sammlungsbe-

der Leinwand unterschiedliche Gegenstän-

standes erstmals öffentlich zugänglich. „Die

de zu subtilen Stillleben, sondern baute so

Sammlung Kirschl ist eine außergewöhnlich

über Jahre seine Sammlung auf“, hebt Dr.

umfangreiche und qualitativ herausragende

Günther Dankl, Kurator der Ausstellung und

Bereicherung für die Tiroler Landesmuseen. Mit der Kollektion werden in der Modernen

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Kustos der Kunstgeschichtlichen SammBlick in die Ausstellung

lungen ab 1900 und Grafischen Samm-


© WOLFGANG LACKNER

© TLM

eco.art

Wilfried Kirschl, Weißes Stillleben II, 1988, Öl auf Leinwand, 44,3 x 42 cm © WOLFGANG LACKNER

Blick in die Ausstellung. Ausstellungsarchitektur: wallat + lang architekten, München

lungen der Tiroler Landesmuseen, hervor. Entsprechend Kirschls Interessensgebieten und Forschungsbereichen bilden Werke von Albin Egger-Lienz, Carl Moser, Ludwig Penz, Ottomar Zeiller, Artur Nikodem, Erich Lechleitner oder Sepp Orgler Schwerpunkte der Kunst von 1900 bis 1940. Die Kunst nach 1945 ist unter anderem durch Arbeiten seiner Freunde und Künstlerkollegen Gerhild Diesner, Anton Tiefenthaler, Paul Flora, Peter Prandstetter, Norbert Drexel, Markus Valazza, Franz Pöhacker, Rudi Wach oder Gernot Baur vertreten. Werke von Fritz von Herzmanovsky-Orlando, Alfred Kubin, Rudolf Wacker, André Lhote, Georges Rouault oder Herbert Boeckl dokumentieren darüber hinaus das regionale, nationale und internatio-

Blick in die Ausstellung. Im Vordergrund: Scherenstuhl aus dem Besitz von Albin-Egger-Lienz

nale Beziehungsgeflecht, innerhalb dessen sich Kirschl zeit seines Schaffens sowohl mit

ben und Möbel. Plakate von den vielen Aus-

studierte. Dieses Thema faszinierte ihn bis zu-

seiner Kunst als auch seinem kunstwissen-

stellungen, die Kirschl ausrichtete, säumen

letzt. Nach 1978 entstanden vermehrt Pastell-

schaftlichen und kulturellen Handlungskon-

den Rundgang. Auch nahezu alle dreidimen-

zeichnungen, die vorwiegend europäische

tinuum bewegte.

sionalen Kunstwerke der Sammlung sind im

Stadtlandschaften zeigen. Die Ausstellung

Dabei sammelte Kirschl meist nicht die gro-

Ferdinandeum ausgestellt.

schließt mit zehn Werken aus Kirschls Hand,

gen. Er konzentrierte sich eher auf die un-

Wilfried Kirschl als Maler

scheinbaren, skizzenhaften und mitunter

Die in Kirschls Kunstsammlung eingeflos-

untypischen Arbeiten. Er schätzte vor allem

senen 22 eigenen Ölbilder, Aquarelle und

das kleine Format – bei sich selbst und auch

Zeichnungen spiegeln seinen künstlerischen

bei anderen. Dieses Spezifikum greift die

Schaffensprozess wider. Den Beginn mach-

Ausstellung bereits im ersten Raum auf. Ei-

ten Ölgemälde, die während seiner ersten

ne Auswahl an kleinformatigen Arbeiten,

Frankreichaufenthalte in den 1950er-Jahren

die Kirschl als „Fundstücke“ bezeichnete, ver-

entstanden. Es folgten Architekturlandschaf-

deutlicht, wie Max von Esterle, Arthur Niko-

ten und Stillleben, inspiriert von seinen vielen

dem oder Hans Josef Weber-Tyrol hier mit

Griechenlandaufenthalten. Die intensive Be-

Form, Farbe und Wirkung experimentierten.

schäftigung mit dem Phänomen Licht in Be-

Des Weiteren versucht die Präsentation, Ein-

zug auf Körper, Raum und Volumen floss in

blick in das Leben des Sammlers und Malers

diese Bildthemen mit ein. Höhepunkte dieser

zu geben. In einem übergroßen Regal sind

Auseinandersetzung sind die „Weißen Stillle-

Fotos aus Kirschls Atelier, Publikationen und

ben“, in denen Kirschl den Lichteinfall auf we-

verschiedene Gegenstände untergebracht.

nigen von ihm mit Bedacht arrangierten Ge-

Zu sehen sind seine Malstaffelei, Pastellfar-

genständen mit fein nuancierten Farbtönen

darunter „Abend in Arles“ (1952), „Fabrikstraße, London“ (1984) und „Dorf bei Fez“ (1998). // www.tiroler-landesmuseen.at © WOLFGANG LACKNER

ßen Werke, die einem sofort ins Auge sprin-

Vorne: Alfred Hrdlicka, Sitzende, 1958, Bronze, 22 x 13,2 x 23,2 cm // hinten: Peter Blaas, ohne Titel, Mischtechnik auf Papier, 500 x 650 mm

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eco.art

Hoffnung, 2014 Acryl auf Leinwand, 82 x 58 cm

Das Galerieteam, v. l.: Sibylle Saßmann-Hörmann, Anna Maria Achatz, Barbara Fuchs, Romana Trägner, Walter Klier und Gabriela Nepo-Stieldorf. Vorne: Elisabeth Melkonyan und Ina Luttinger. Nicht im Bild: Johanna Bair und Inge von Reusner

Die Galerie Nothburga stellt sich vor Der eco.nova-Leserschaft sind die Ausstellungen der Galerie Nothburga durch regelmäßige Veröffentlichungen schon seit längerem bekannt. Diesmal soll zur Abwechslung einmal ein Blick auf jene Personen geworfen werden, die hinter diesen Aktivitäten stehen.

S

eit dem Jahr 1979 ist der Ansitz Albersheim am Innrain ein Zentrum für Kunst und Kultur. In der Nachfolge der Galerie Ynnsprugger Werkstatt unter Albert Rangger gründete die Künstlerin und Kunsterzieherin Elfriede Gerber 1995 die

Inge von Reusner. Geb. 1928 in Innsbruck, 1951–1955 Akademie der Bildenden Künste, München, 1955–1956 Sommerakademie Salzburg bei Oskar Kokoschka // Zahlreiche Ausstellungen in Österreich, Deutschland und den USA. „Bewegt zur Mitarbeit hat mich vor allem die Möglichkeit, Ausstellungen für meine Künstlerkolleginnen und -kollegen zu den günstigen Bedingungen einer nichtkommerziellen Galerie anzubieten. Motivation war auch das gemeinsame Miteinander, Planen und Überlegen im Team.“ // www.reusner.de Romana Trägner. „Es war ein Glücksfall für mich, als ich zeitgleich mit meiner Pensionierung im Jahr 2009 gefragt wurde, ob ich im Team der Galerie Nothburga mitarbeiten möchte. Seither bin ich im Unterstützungsverein in der Funktion der Kassierin und für die Finanzen im Allgemeinen zuständig. „Ich stehe zur Verfügung, wo immer man mich braucht. Durch diese Tätigkeit bin ich der Kunst und den Künstlern ein großes Stück näher gekommen. Ich bin nicht künstlerisch tätig wie die meisten anderen Teammitglieder, aber immer schon sehr kunstinteressiert. Meine Sichtweise auf die Kunst ist durch die vielen abwechslungsreichen Ausstellungen und die oft sehr persönlichen Gespräche mit den Künstlern viel offener und toleranter geworden.“

Galerie Nothburga. Seit einigen Jahren wird diese nun in ihrer Nachfolge durch jenes Team geführt, das sich Ihnen hier vorstellt. Die besondere Atmosphäre der schönen Räume in dem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Ansitz bildet einen idealen Rahmen für die Ausstellungen ebenso wie für die persönliche Begegnung zwischen Künstlern und Besuchern. Zur Erweiterung des Ausstellungsprogramms werden immer wieder Kunstschaffende aus den Sparten Literatur und Musik zur Gestaltung eines Abends eingeladen. „Unsere Intention ist es – als von der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol und unserem Freundeskreis unterstützter gemeinnütziger Verein –, primär Künstler zu fördern und ihnen in der Galerie Nothburga eine Plattform zu bieten; gerne gehen wir dabei auch unbekannte Wege. Durch das Engagement der neun Teammitglieder ist es uns gelungen, im Laufe der Jahre internationale Kontakte zu knüpfen. Als Tiroler Galerie achten wir auf Ausgewogenheit zu den heimischen Künstlern. Die Beurteilung der eingereichten Bewerbungsunterlagen seitens der Künstler stellt für unser Team – mit verschiedensten Präferenzen – vor allem bei den Jurierungssitzungen eine große, auch emotionale Herausforderung dar. Dies alles zu koordinieren und auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, ist das Besondere in meinem Aufgabenbereich. Die Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlichster Herkunft, Kultur und Tradition ist faszinierend und bereitet mir Freude. Die rasche Veränderung im alltäglichen Leben sowie weltweit spiegelt sich auch in der Kunst wider und präsentiert sich optisch und haptisch in unserer Galerie: sie bricht Normen, schafft Neues und erweitert den Horizont.“ Dr. Sibylle Saßmann-Hörmann, Kunsthistorikerin Vorsitzende der Galerie, Kuratorin, PR-Management

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eco.nova

Venus und Mars, 2017 Öl auf Leinwand, 60 x 60 cm

Johanna Bair. Geb. 1948 in Innsbruck, lebt in

Innsbruck, arbeitete als Sonderpädagogin und Sprachheillehrerin. Seit 2003 Teammitglied. // Mehrere Einzel- und Gruppenausstellungen, Ankäufe durch das Land Tirol, die Stadt Innsbruck und private Sammler. „In meiner Malerei erzähle ich meistens Geschichten. Dabei sind mir Farbe, Klarheit und Tiefe wichtig. In der Galerie bin ich für die Home­page zuständig. Computer sind wirklich eigenartige Wesen. Aber ich komme ihnen schon noch auf die Schliche!“ // www.johannabair.bplaced.net


DIE KUNST IST EINE VERMITTLERIN DES UNAUSSPRECHLICHEN Johann Wolfgang von Goethe

Wollgrasboot, 2016

Unterm Himmel, 2017 Öl auf Leinwand, 65 x 65 cm

Ina Luttinger. Geb. 1950 in Häselgehr, Lechtal. HTL und Kunstgeschichte-Studium in Innsbruck. // Ausstellungen: Schloss Maretsch, Bozen; Burg Hasegg, Hall; Galerie Nothburga; Amtsgebäude, Trient; Foyer der Hofburg, Innsbruck; [kunstwerk] krastal, Kärnten; Galerie Sandhofer, Innsbruck; Haus der Regionen, Brüssel; Kunsthalle Kempten u. a. „Durch die Mitarbeit im Team der Galerie Nothburga ist es mir möglich, meine Liebe zu Kunst und Kultur mit Gleichgesinnten zu teilen: aktiv durch die Gestaltung und Abwicklung des Galeriebetriebes als Kuratorin und Schriftführerin sowie durch den Austausch mit den vielen Künstlerpersönlichkeiten aus dem In- und Ausland.“ //www.ina-luttinger.at

Elisabeth Melkonyan. Geb. in Schwaz. Studium an der Akademie der Bildenden Künste und Hochschule für Angewandte Kunst, Wien. Kuratorentätigkeit in der Galerie Nothburga und für internationale Projekte. // Teilnahme an internationalen Wettbewerben und Symposien. „Ich bin seit 17 Jahren in der Galerie Nothburga. Diese Arbeit gibt mir die Möglichkeit, interessante Künstler zu unterstützen und zu fördern.“ // www.melkonyan.at

Vernähtes Packpapier, Schallerhaus, Mils

Barbara Fuchs. Geb. 1966, lebt in Hall, Ausbildung Glasfachschule Kramsach, Holz- und Steinbildhauerei Innsbruck. // Seit 1988 eigene Ausstellungen im In- und Ausland, Kunst am Bau, Teilnahme und Organisation von internationalen Symposien. „Ich bin eine begeisterte Zeichnerin, daher auch die Liebe zur Druckgrafik und eine große Begeisterung für Papier. Zwei Mal im Jahr organisiere ich in den Räumen der Galerie Nothburga je eine Woche Abendakt für geübte Zeichner, daraus hat sich ein richtiger Künstlertreff entwickelt. Weiters war ich Ideengeberin für den Fritzi-Gerber-Preis. Die Preisträgerausstellung findet diesen Juni statt und wird von mir kuratiert.“ // www.barbara-fuchs.at

Cesto humano/Menschenkorb, 2014/16 Plexiglas, 180 x 100 x 80 cm

karmin magenta. Tusche/Xuanpapier

Anna Maria Achatz. Geb. in Klagenfurt, Studi-

um der Naturwissenschaften. Mitglied der Tiroler Künstlerschaft. Kuratorin, Malerin, lebt und arbeitet in Innsbruck. // Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Innsbruck, Bozen, Krastal bei Villach, Wien, Marquette (Michigan, USA), Aleksar, Vranje (Serbien), 2. Preis beim Wettbewerb der Tiroler Röhren- und Metallwerke, Ankauf Land Tirol, Gestaltung CD-Cover für Orgellandschaften von Peter Waldner. „Die Galerie Nothburga gibt mir den Raum, vor allem im Rahmen meiner Kuratorentätigkeit mit den Künstlerinnen und Künstlern in einen Dialog zu treten und gemeinsam mit ihnen ihre Werke so zusammenzuführen, dass eine neue Erzählung entsteht.“

Gabriela Nepo-Stieldorf. Studium an der Universität für Angewandte Kunst Budapest und Kunstuniversität Linz. Symposien und Ausstellungen weltweit. Dozentin im Kulturservice und bei bilding, Gründerin und Organisatorin der Triennale IKSIT (des Internationalen Keramik Symposiums Innsbruck, Tirol), Kuratorin von internationalen Kunstprojekten, mehrere Preise; Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich. Mitglied der IG Bildende Kunst, des Künstlerhauses Wien, von Sculpture Network, INTAKT. „Durch Aufenthalte und Ausstellungen im Ausland konnte ich die Erfahrung machen, dass die Auseinandersetzung mit Kunstschaffenden aus anderen Kulturen fruchtbar für die eigene Person als auch für das Umfeld ist. Die Galerie Nothburga ist ein wunderbarer räumlicher und menschlicher Rahmen, Künstler aus aller Welt in Innsbruck vorzustellen. Zudem kann ich hier den Kunstaustausch zwischen den Bundesländern fördern.“

Die Freiheit (Pfeis/Karwendel), 2016 Öl auf Leinwand, 60 x 70 cm

Walter Klier. Geb. 1955, lebt in Innsbruck. Schriftsteller und Maler. In der Galerie für das Layout des Jahresprogramms zuständig. // Mehrere Buchveröffentlichungen. Ausstellungen: Galerie im Andechshof, Galerie Nothburga, Altstadtgalerie Hall, Schallerhaus, Mils u. a. „Ich male meistens Gegend. Möglichst genau, man ist ja jederzeit damit beschäftigt, den notwendigen Grad der Stilisierung abzuschätzen und mit den eigenen Fähigkeiten und malerischen Vorstellungen in Einklang zu bringen. Das geschieht in Zwiesprache mit der Vorlage, meist einer Fotografie. Diese eignet sich gut, den Augenblick einzufangen und in der Malerei haltbarer zu machen.“ // www.walterklier.at

GALERIE NOTHBURGA

Innrain 41, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/56 37 61, info@galerienothburga.at, www.galerienothburga.at Öffnungszeiten: Mi. bis Fr. von 16 bis 19 Uhr, Sa. von 11 bis 13 Uhr Fritzi-Gerber-Preisträgeraustellung, Malerei. Mit Veronica Moroder und Reni Donkova. 6. Juni bis 1. Juli 2017

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Mobil Auto & Motor

!

CHTE, WEITERE TESTBERI TER UN HR NEWS UND ME AT L. BI WWW.ECO-MO

Kleines Auto mit großem Gegenwert: Der neue Ford KA+ glänzt mit Raumangebot, Wirtschaftlichkeit und Fahrspaß. Und das ab 9.950 Euro.

FRUCHTZWERG

M

an mag es kaum glauben, aber der neue Kleinwagen von Ford bietet auf weni-

ger als vier Metern Länge fein Platz

Italienische Designkunst par excellence: Die Moto Guzzi V7 III Special ABS in Türkis bzw. Hellblau metallic ist eine von vier Schönheiten der Jubiläumsausgabe. Einführungspreis: 10.799 Euro

für fünf Personen. Deshalb hat der KA

DIE LEGENDE VOM COMER SEE

bekommen. Unter der Motorhaube des

D

auch ein hübsches Plus als Ergänzung KA+ tritt eine neue, besonders effiziente 1,2-Liter-Version der Duratec-Motoren-

er italienische Traditions-Motorradhersteller Moto Guzzi feiert heuer das 50. Ju-

familie an. Der Euro-6-Vierzylinder-Ben-

biläum der Modellreihe V7, die 1967 erstmals mit einem einzigartigen V2-Motor

ziner leistet wahlweise 70 oder 85 PS, der

ausgestattet wurde. Ursprünglich für die Autobahnpolizei konzipiert, zeigte sie

Verbrauch liegt bei rund 4,8 Litern. Be-

rasch auch ihre Qualitäten als Tourenmotorrad. Ausschlaggebend waren die geringen

reits in der Basisversion sind die Modelle

Erhaltungs- und Servicekosten. Moto Guzzi fertigte die V7 in zahlreichen Ausführun-

gut ausgestattet, in der Cool-&-Sound-

gen bis zum Jahr 1976, bevor die Baureihe vom bekannten Le-Mans-Konzept abgelöst

Variante gibt’s unter anderem noch das

wurde. 2008 erlebte das V7-Konzept schließlich mit der Neuvorstellung der „V7 Classic“

sprachgesteuerte Kommunikations- und

seine Renaissance. Zum runden Geburtstag präsentiert die Piaggio-Tochter neben einer

Entertainmentsystem Ford SYNC und

Jubiläumsedition drei weitere Versionen des Erfolgskonzeptes. Moto Guzzi geht mit der

den programmierbaren MyKey-Zweit-

neuen Baureihre V7 III (tre / drei) dabei den nächsten Evolutionsschritt in der Einsteigerklas-

schlüssel dazu. Lieferbar ist der in Indien

se. Klassisches Design trifft auf hohe Technikstandards, Zuverlässigkeit und ein hohes Si-

produzierte KA+ in acht erfrischenden

cherheits- und Komfortniveau. Die wohl schönsten Motorräder der Saison 2017 sind ab sofort

Farben.

auch in Österreich verfügbar.

GEHEIMNISKRÄMER

H

yundai erweitert seine SUV-Familie. Der Name: Kona. Recht viel mehr ist (noch) nicht bekannt. Die Bezeichung leitet sich vom Distrikt Kona auf Hawaii ab und steht dementsprechend für die Energie und den einzigartigen

Lifestyle der Insel, die sich – auch dank des dynamischen Designs – auf die Kunden übertragen sollen. Nebst dem (Grand) Santa Fe und dem Tucson ist der Kona das vierte SUV-Modell der Koreaner, die bis 2021 zum führenden asiatischen Fahrzeughersteller in Europa werden möchten. Wir sind gespannt auf die ersten Infos zum Neuen – lange sollte es nicht mehr dauern, die ersten Erlkönige sind bereits unterwegs.

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ECO.MMENTAR

Autojahr!

Die Technologie im CX-5 unterstützt den Fahrer, nimmt ihm aber nicht den Spaß am Autofahren. Ab Juni ist der neue Mazda im Handel. Die Preise starten bei 25.990 Euro.

Bruno König, Motorredaktion

Hübsches Ding

Das Autojahr 2017 scheint ein sehr erfolgreiches zu werden.

D

dig lackierte Karosseriefarbe Crystal Soul Rot verstärkt den selbstbewussten Auftritt. Ganz

N

nach Mazda-Philosophie ist auch der neue CX-5 zum Selberfahren gebaut – und nicht fürs

raum auf einen Zuwachs von neun Pro-

autonome Fahren. Das Fahrdynamik-System G-Vectoring-Control, der tiefere Schwerpunkt

zent. Besonders stark zulegen konnten

und das steifere Chassis unterstützen den Fahrspaß. Unter dem Namen i-Activsense fasst

dabei Fiat, Skoda, Toyota, Dacia, Mitsu-

Mazda seine sensorgesteuerten Assistenzsysteme zusammen. Der Tempomat regelt die Ge-

bishi und Jaguar. Zu den Verlierern zäh-

schwindigkeit abhängig von den vorausfahrenden Autos und beherrscht in Verbindung mit

len Audi, Jeep und Subaru.

dem Automatikgetriebe jetzt auch Start-Stopp-Verkehr. Darüber hinaus gibt es Verkehrszei-

Weiterhin nicht richtig in Schwung

chenerkennung, verbesserte Bremsassistenten oder die neue Anzeige, die relevante Infor-

kommen – trotz staatlicher Förderung –

mationen wie Geschwindigkeit oder Navigationshinweise direkt in die Windschutzscheibe

Fahrzeuge mit alternativen Antrieben:

projiziert. Während der Fahrt ist es im Innenraum des CX-5 künftig leiser. Einerseits wurde

Von den insgesamt 7.774 Neuzulassungen

die Aerodynamik optimiert, um Windgeräusche zu reduzieren. Andererseits ist die Passa-

im ersten Quartal entfallen nur 95 Kauf-

gierkabine besser gedämmt, um Reifen- und Motorgeräusche zu dämpfen. Außerdem kön-

verträge auf rein elektrische und 219 auf

nen Kunden aus vielen Varianten frei kombinieren: Allrad- oder Frontantrieb, entweder

Hybridfahrzeuge.

as Design des neuen CX-5 ist klar und schnörkellos, von minimalistischer, japanischer Ästhetik inspiriert und verzichtet auf überflüssigen Zierrat. Insgesamt wirkt der neue Mazda jetzt weniger hochbeinig, dafür umso kraftvoller. Die aufwän-

ach dem ersten Quartal weisen die Zulassungszahlen in Österreich ein Plus von knapp 13

Prozent aus. Tirol kommt im selben Zeit-

mit Benzin- oder Dieselmotor, mit Sechsgang-Schaltung oder Sechsgang-Automatik. Den 2,2-l-Diesel gibt es als CD150 oder CD175, also wahlweise mit 150 oder 175 PS. Die 2-l-Benzinversion G160 (G165 als 2WD) leistet 160 PS (165 PS als 2WD). Ab September ist zudem unter

Anregungen und Kommentare bitte an koenig@econova.at

der Bezeichnung G194 ein neues 194-PS-Benziner-Topmodell für den CX-5 erhältlich.

KULTBUS AUS  TEILEN

H

aben wir Ihnen an dieser Stelle Anfang des Jahres einen 6-Zylinder-Boxermotor zum Selberbauen ans Herz gelegt, so wird nun nicht gebastelt, sondern gepuzzelt. Das Ergebnis sollte mit ein wenig Geduld und Geschick der legendäre

rot-weiße Bulli von Volkswagen in einer 3-D-Version werden. Seit 50 Jahren ist der T1 von VW zwar im Ruhestand, Kult ist das Liebhaberauto aber immer noch – und wird jetzt wiederbelebt. Sind die 162 knickbaren Puzzleteile aus Kunststoff richtig zusammengesetzt, kommt noch das passende Zubehör dran: drehbare Räder, originalgetreue Stoßstangen, Surfbrett am Dach ... und das für rund 30 Euro.

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ECO.NOVA: Alles spricht derzeit vom Elektroauto und der E-Mobilität. Die Verkaufszahlen sind trotz hoher Förderungen von bis zu 4.000 Euro aber immer noch bescheiden. Wie ist die aktuelle Situation wirklich?

MICHA E. HAUSER: Die Elektromobilität ist in der Tat ein Thema, das in Zukunft größerer Aufmerksamkeit bedarf. Wobei gerade die derzeitigen konventionellen Antriebe mit moderner Benzin- und Dieseltechnologie State of the Art sind und uns die nächsten zehn bis 15 Jahre sicher noch intensiv beschäftigen werden. Hier stecken nach wie vor viel Potential und Verbesserungsmöglichkeiten. In diesem Prozess wird die Elek-

„Kunden fehlt das Vertrauen in die Elektromobilität“ Die Elektromobilität ist derzeit in aller Munde. Kaum ein Hersteller, der nicht ein Elektro- oder Hybridfahrzeug im Angebot hat. Wir sprachen mit Autopark-Vertriebsleiter Micha E. Hauser über die aktuelle Situation bei alternativen Antrieben und entdeckten dabei noch zahlreiche Hürden am Weg zu einer funktionierenden E-Mobilität. // TEXT: BRUNO KÖNIG

tromobilität jedoch stetig zunehmen. Fachleute gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2030 etwa 30 Prozent Elektrofahrzeuge am Markt sein werden. Von diesen 30 Prozent entfällt die Hälfte auf Hybridantriebe. Er-

kundäre Rolle. Es mag vielleicht ein kleiner Anreiz sein,

wähnen sollte man auch, dass bei den tradi-

aber der Punkt ist: Der Kunde hat noch kein Vertrauen

tionellen Antriebsformen in Vergangenheit

in diese Technologie! Mit Förderungen allein wird man

enorm viel Entwicklungsarbeit betrieben

das fehlende Vertrauen nicht wettmachen können. Viel

wurde. Zum Beispiel konnte der CO2-Aus-

wichtiger ist es, Reichweite, An-

stoß bei einem 100-PS-Benziner seit 2008

schaffungspreis und Verwer-

um rund 40 Prozent reduziert werden. Ich

tungschancen von Elektroautos

bin überzeugt, dass sich diese Entwicklung

zu verbessern.

weiter fortsetzen wird. Was sind die größten Hürden am Wie reagieren denn Ihre Kunden auf das

Weg zur E-Mobilität?

Thema Elektromobilität?

Neben den angesprochenen

Die Nachfrage unserer Kunden auf dieses

Schwierigkeiten wie Reichwei-

Thema ist noch sehr gering. Was wir jedoch

te, Anschaffungspreis, Wertver-

deutlich spüren, ist ein erhöhtes Interes-

lust oder fehlende Infrastruktur

se am Benzinmotor. Sparsame Dreizylin-

wird derzeit noch gar nicht über

der mit wenig Hubraum werden verstärkt

die Ökobilanz eines E-Fahrzeu-

nachgefragt, nicht nur bei Kleinwagen. Dieser Trend wird sich künftig bis zu den SUVs entwickeln. Meiner Meinung nach hat dazu auch die VW-Dieselthematik beigetragen. Ford wird bis zum Jahr 2020 insgesamt 13 neue Modelle mit unterschiedlichen Antrieben auf den Markt bringen. Werden Ihrer Meinung nach staatliche Förderungen dem Elektroauto zum Durchbruch verhelfen? Nein, das glaube ich nicht. Die Förderung – auch wenn sie hoch ist – spielt nur eine se-

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„DER STÄNDIGE BLICK AUF DIE VERBLEIBENDE REICHWEITE EINES E-AUTOS MACHT STRESS, LENKT VOM FAHREN AB UND RAUBT EINEM DIE FAHRFREUDE.“ Micha E. Hauser, Autopark-Vertriebsleiter

ges diskutiert. Welche ökologisch sensiblen Ressourcen werden für die Strom-Produktion verwendet, wie lange halten die Akkus, wie entsorgen wir sie danach und vor allem, wie entwickelt sich der Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos? Das ist derzeit ein immenses Risiko für den Käufer. Wenn ich heute mit einem E-Auto unterwegs bin, ist das für mich vergleichbar, als ob ich mit einem herkömmlichen Fahrzeug im Re-


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servemodus fahre. Ständig fällt der Blick auf die verbleibende Reichweite und die nächste Tankstelle. Das lenkt nicht nur vom Fahren ab, es macht einen auch unsicher und raubt die Fahrfreude. Beim Elektroauto kommen dann noch zahlreiche Faktoren wie Geschwindigkeit, Klima, Temperatur oder Höhenunterschiede dazu. Das erzeugt Stress und der ist im Auto besonders gefährlich. Darüber hinaus werden elektrisch betriebene Fahrzeuge aufgrund der geringen Geräusche von anderen Verkehrsteilnehmern schwerer wahrgenommen. Worin sehen denn Sie die besten Chancen der künftigen Mobilität? Die Elektromobilität in Verbindung mit der Brennstoffzelle hat künftig sicher gute Chancen, aber auch ständig optimierte Verbrennungsmotoren werden uns noch lange begleiten. Man darf nämlich nicht vergessen, dass bestimmte Regionen am Weltmarkt auch unterschiedliche Bedürfnisse haben. Da reichen nicht ein oder zwei Antriebsformen. Besonders bei Nutzfahrzeugen wird der Diesel die nächsten 20 oder 30 Jahre immer noch den Ton angeben. Beim PKW wird es ein Mix aus Elektro-, Hybrid-, Erdgas- und Verbrennungsmotoren sein. Der Autohandel erfreut sich derzeit starker Zuwächse. Wie läuft das Geschäft in den insgesamt vier Autoparks? Wir haben ein sehr erfolgreiches abgelaufenes Jahr hinter uns. Diesen Erfolg konnten wir 2017 mitnehmen und verzeichnen im ersten Quartal ein sattes Plus von 19 Prozent. Alle Marken konnten stark zulegen. Für den weiteren Jahresverlauf sind wir extrem optimistisch. Unser Ziel ist es, heuer 4.000 Fahrzeuge zu verkaufen. Welche Pläne haben Sie für die Zukunft? Grundsätzlich sind wir immer bestrebt, unsere Standorte zu optimieren. Dazu sind in absehbarer Zeit einige bauliche Maßnahmen notwendig, die wir noch kundtun werden. Aber auch sonst ist unser Fokus in Richtung Expansion – auf gesunden wirt© ANDREAS FRIEDLE

schaftlichen Füßen – gerichtet. Diese Expansion gilt natürlich auch neuen Marken, dafür sind wir stets offen.

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Offroad für die Straße © BRUNO KÖNIG

Im Gelände war der Land Rover Discovery schon immer eine Klasse für sich. Daran ändert sich auch nach 27 Jahren mit Einführung der Neuauflage nichts. Die fünfte Generation bietet noch mehr Platz und punktet zudem mit enorm viel Komfort für die Straße. // TEXT: BRUNO KÖNIG

Der neue Land Rover Discovery begeisterte im Bergwerk mit seinen Offroad-Fähigkeiten.

M

it dem SUV ins Gelände?

very dann im Gelände aber wirklich leisten

Treppe hinauf. Zahlreiche elektronische

Naja, die meisten soge-

kann, verblüfft.

Helferlein unterstützen den Fahrer dabei.

nannten Geländefahrzeu-

Land Rover hatte sich für unsere erste Test-

Ganz neu an Bord ist die „Low Traction

ge schaffen das schon, so-

fahrt etwas ganz Besonderes einfallen las-

Control“ und die funktioniert beeindru-

lange das Terrain nicht allzu schwierig wird.

sen. Wir fuhren mit dem neuen Discovery

ckend: Per Touch am Bildschirm wird sie

Doch wirklich dafür gebaut sind sie nicht.

im Grenzgebiet zwischen Deutschland und

aktiviert, dann die gewünschte Geschwin-

Richtige Geländekraxler haben allerdings oft

Luxemburg in ein Dolomit-Bergwerk. Dort

digkeit eingestellt und sobald der Fahrer

den Nachteil, dass sie auf Autobahnen und

wurden einige Hindernisse aufgebaut. Über

die Bremse loslässt, fährt der Discovery

längeren Touren nicht besonders komforta-

den Fahrmodus-Schalter kann der jeweili-

so sanft wie möglich bis zum eingestell-

bel sind. Dass das aber nicht immer so sein

ge Untergrund vorausgewählt werden. Was

ten Tempo an.

muss, beweist Land Rover seit mittlerweile

im Grunde aber gar nicht nötig ist, denn

27 Jahren mit dem Discovery. Jetzt hat der

der „Landi“ stellt in der Auto-Funktion al-

Raum und Klappe

Brite in der neuesten und mittlerweile fünf-

le Systeme in Sekundenbruchteilen selber

Der Land-Rover-Neuling ist knapp fünf

ten Auflage seine Offroad-Talente bewahrt,

richtig ein. In Folge regelt der Allradan-

Meter lang, mit Außenspiegeln 2,22 Me-

ja sogar noch ausgebaut, und zeigt auch auf

trieb die optimale Kraftverteilung. Souve-

ter breit und 1,84 Meter hoch. Eine impo-

„normalen“ Straßen, was Land Rover unter

rän überwindet der Discovery schwierigste

sante Erscheinung, die auch viel Platz im

Komfort versteht.

Geländepassagen und fährt auch eine steile

Innenraum bietet. Ein praktisches Detail

Äußert leise und geschmeidig rollt das knapp

findet sich im Kofferraum: eine elekt-

fünf Meter lange Dickschiff dahin und fühlt

risch ausfahrbare Klappe nämlich, auf

sich dank der 480-Kilo-Diät deutlich agiler

der man angenehm picknicken kann. Zur

und direkter an als sein Vorgänger. Mit bis zu

Markteinführung bringt Land Rover das

sieben vollwertigen Sitzen wird der neue Dis-

Sondermodell „First Edition“ zum Ein-

covery zum perfekten Reisebegleiter.

stiegspreis von 56.950 Euro.

Offroadvergnügen 34 Grad Böschungswinkel vorne, mehr als 28 Zentimeter Bodenfreiheit und bis zu 90 Zentimeter Wattiefe: Diese Zahlen allein las-

Edle Materialien und hochwertige Verarbeitung im Innenraum

sen schon einiges erwarten. Was der Disco-

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Seit seiner Einführung 2008 erfreut sich der Ford Kuga großer Beliebtheit.

Die neu gestaltete Heckklappe lässt sich auf Wunsch elektrisch bedienen.

Kuga im Fokus

Der Kuga zählt schon seit seiner Einführung zu den Bestsellern aus dem Hause Ford. Das kompakte SUV erfreut sich seitdem ungebrochener Nachfrage. Vor Kurzem wurde er optisch aufgefrischt und mit neuen Technologien ausgestattet. // TEXT: BRUNO KÖNIG

I

m Jahr 2008 kam der erste Kuga auf

raum. Nach wie vor misst der Bildschirm 22

sich zurück. Mitverantwortlich dafür ist

den Markt, vier Jahre später brach-

Zentimeter und lässt sich dank Touch nun

das exakt arbeitende Powershift-Automa-

te Ford die zweite Generation. Die-

ganz einfach bedienen. Vorbei sind damit die

tikgetriebe mit Doppelkupplung. Kompli-

se wurde nun aufgefrischt. Neue

Zeiten der vielen Bedienungsknöpfe rund

ment auch an den intelligenten Allradan-

Scheinwerfer und der markante Ford-Fami-

um das Radio. Zudem wurde die Sprachsteu-

trieb (iAWD), der uns gleich bei mehreren

liengrill stechen einem dabei sofort ins Au-

erung spürbar verbessert und auf die neues-

nächtlichen Wintereinbrüchen vor bösen

ge. Aber auch hinten findet sich Neues: Die

te Generation SYNC3 umgestellt.

Überraschungen bewahrte. Die Sensoren

Rücklichter wurden neu designt, die Heck-

Unter der Haube hat sich – zumindest in

des Allradsystems messen alle 16 Millise-

klappe wurde ebenfalls umgestaltet und

unserem Testfahrzeug – weniger getan.

kunden, ob ein Reifen Grip verliert, und

lässt sich nun auf Wunsch auch elektrisch

Hier verrichtet der bewährte und kraftvol-

verteilen die Kraft in Folge unvermittelt

bedienen. Damit wirkt der neue Kuga wuch-

le 2.0-Diesel mit 150 PS zuverlässig seine

und stufenlos an das jeweilige Rad mit

tiger, größer und verkörpert die aktuelle De-

Arbeit. Mit diesem Antrieb ist der 1,6-Ton-

dem meisten Halt.

signsprache von Ford.

nen-Allradler souverän und vor allem sicher

Nicht größer, aber mit einer besseren Grafik

unterwegs. Überholmanöver meistert das

Mehr Sicht, mehr Sicherheit

ausgestattet wurde das Display im Innen-

SUV spielend und auch der Verbrauch hält

Erstmalig im neuen Kuga kommt ein multifunktionales Scheinwerfersystem zum Einsatz. Dieses erkennt die aktuellen

FACTS

Lichtverhältnisse und passt den Leuchtwinkel abhängig von der gefahrenen Ge-

FORD KUGA . TDCI AWD

• • • • •

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Motor: 2.0-Liter-Vierzylinder-TD Leistung: 110 kW/150 PS Drehmoment: 370 Nm Beschleunigung: 9,9 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 192 km/h Testverbrauch: 6,4 Liter/100 km CO2 -Ausstoß: 134 g/km Crashsicherheit: 5***** (91 % lt. NCAP) Preis: 19.990 Euro

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schwindigkeit, dem Lenkwinkel und vorausfahrenden Fahrzeugen an. Zusätzliche Assistenzsysteme wie der City-Notbremsassistent oder der Parkassistent übernehmen weitere Aufgaben. Wer es sportlicher mag, ist mit dem Kuga ST-Line bestens bedient, Luxusverwöhn© BRUNO KÖNIG

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te werden sicher am Topmodell Vignale Gefallen finden. Die Preise für den neuen Kuga beginnen mit speziellen Aktionen bereits bei 19.990 Euro.


Kurven sind sexy Alfa Romeo gibt Gas und wechselt auf die Überholspur. Nach der feschen Giulia bringen die Italiener nun ihr erstes SUV auf den Markt. Der Stelvio soll zum Bestseller avancieren, die Gene dazu hat er allemal. Wir waren damit Richtung Hochgurgl unterwegs. // TEXT: BRUNO KÖNIG

© TOM BAUSE

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Macht mehr Sport Nach der Limousine schickt Kia den Optima nun auch als Kombi an den Start. Als „GT“ zeigt sich der Koreaner nicht nur optisch von seiner sportlichen Seite, 245 PS aus einem Zweiliter-Turbobenziner sorgen auch für ordentliche Fahrleistungen. // TEXT: BRUNO KÖNIG

W

D

ie Limousine begleitet und begeistert uns bereits seit gut fünf Jahren. Für die Kombiversion ließen sich die Koreaner jedoch viel Zeit. Doch endlich hat das Warten ein Ende und wie es scheint, hat es sich gelohnt, geduldig zu

sein. Der Auftritt ist nämlich ein imposanter geworden. Scharfe Linien, ansteigende Schulterlinie, dynamische Formen und ein aggressiver Blick: So steht der Kia Optima GT vor uns.

er lange wartet, kann vieles besser ma-

Doch es ist nicht nur der Auftritt, der für Begeisterung sorgt, auch das

chen. Diesem Motto hat sich Alfa wohl

Platzangebot und die Qualität, die der große Koreaner mitbringt, über-

beim Stelvio, dem ersten SUV der Mar-

zeugen. 552 Liter Kofferraumvolumen sind es mindestens, dank der vari-

ke, bedient. Deshalb sind die Erwartun-

abel umklappbaren Rückbank kann das Volumen äußerst flexibel bis auf

gen an das neue Modell ziemlich hoch. Doch immer wieder

1.682 Liter erweitert werden. Fünf Erwachsene finden auf den bequemen

werden die zu spät Kommenden damit bestraft, dass sich

Sitzen ausreichend Platz. Einen wahren Ohrenschmaus bietet die herr-

andere bereits die Rosinen herausgepickt haben. Doch die

liche Harman-Kardon-Anlage. Genauso wie der bärenstarke 245-PS-Tur-

Italiener sind sich sicher, mit dem Stelvio das Segment rund

bobenziner. Nie aufdringlich, aber dank Soundgenerator stets hörbar,

um Porsche Macan, Audi Q5 oder BMW X3 ordentlich unter

sorgt dieser für flottes Vorankommen. Nur 7,6 Sekunden vergehen bis

Druck bringen zu können.

Tempo 100 und 240 km/h wären maximal möglich. Der Verbrauch liegt

Der Stelvio – benannt nach dem höchsten Alpenpass Itali-

mit 8,5 Litern im Schnitt auf dem Niveau vergleichbarer Fahrzeuge. Das

ens, dem Stilfser Joch – baut auf derselben Plattform auf wie

ausgewogene Fahrwerk versucht es allen rechtzumachen und sortiert

die Sportlimousine Giulia, die erst im vergangenen Jahr prä-

sich mittig zwischen Sport und Komfort. Neben der hochwertigen Mate-

sentiert wurde. Diese Sportlichkeit hat Alfa nun auch dem

rialanmutung fallen im Innenraum die zahlreichen Ablagefächer beson-

Stelvio verpflanzt. Nicht nur optisch, auch fahrdynamisch

ders positiv auf. Wer es etwas gemütlicher möchte, auf den feschen Kom-

beeindruckt der fesche Italiener.

bi aber nicht verzichten will, kann entweder zur 163-PS-Benziner oder

Auf unserer ersten Ausfahrt von Innsbruck über das Küh-

zum 141-PS-Diesel greifen.

tai hinunter über den Ochsengarten und wieder hinauf bis Hochgurgl hinterließ der jüngste Spross aus dem Hause Alfa einen sehr guten Eindruck. Sitzposition, Lenkrad, Übersicht ... alles passt auf Anhieb. Dazu kommen ein bärenstarker 2.0-Turbo-Benzinmotor mit 280 PS und ein 210 PS starker Diesel. Die kurvige Straße vom Kühtai hinunter über den Ochsengarten nach Oetz wurde zum absoluten Genuss. So eine direkte und feinfühlige Lenkung macht einfach Spaß. Bereits am 30. März begeisterte Auto Meisinger seine Kunden und Alfa-Freunde und präsentierte vor über 400 geladenen Gästen den brandneuen Stelvio. Die Stimmung war grandios und der Stelvio der Star des Abends.

KIA OPTIMA SPORTSWAGON GT • • • •

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Motor: 2.0-Liter-Vierzylinder-TD Leistung: 180 kW/245 PS Drehmoment: 353 Nm Beschleunigung: 7,6 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 240 km/h Testverbrauch: 8,5 Liter/100 km CO2 -Ausstoß: 191 g/km Spaßfaktor: 8 von 10 Preis: 51.790 Euro

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Kein Ende im Gelände Traktion ist die Grundlage sicheren Vorankommens. Nicht nur aus diesem Grund erweitert Volkswagen sein Allradspektrum im Nutzfahrzeugbereich. Auch der mächtige Amarok wurde für das neue Modelljahr frisch gemacht und mit einem kräftigen Sechs-Zylinder-Diesel ausgestattet. // TEXT: BRUNO KÖNIG

© BRUNO KÖNIG

Wo Straßen aufhören, fängt der Spaß im Amarok erst an.

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Motor: 3.0-V6-Turbodiesel Leistung: 165 kW/224 PS Drehmoment: 550 Nm Beschleunigung: 8,0 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 191 km/h Testverbrauch: 9,1 Liter/100 km CO2 -Ausstoß: 204 g/km Spaßfaktor: 8 von 10 Preis: ab 24.300 Euro (exkl. Steuer)

eco.nova

odelle mit Allradantrieb

1,90 Meter Höhe ergibt in Summe einen mäch-

stehen ganz oben auf der

tigen Auftritt. Die Anzahl der für diese Vehi-

Kunden-Beliebtheits-

kel verfügbaren Parkplätze reduziert sich in

skala – besonders in der

der Stadt quasi gegen null. Elektrische Sitze,

Alpenregion. Volkswagen stattet aus diesem

Klimaautomatik und Infotainment sorgen

Grund nicht nur zahlreiche PKW-Modelle

jedoch für reichlich Komfort, sollte die Suche

mit dem bewährten 4MOTION-Antrieb aus,

einmal länger dauern, und die hohe Sitzpo-

sondern auch Nutzfahrzeuge. Und das seit

sition sorgt für ein verstärktes Sicherheits-

30 Jahren. Aktuell hat der Wolfsburger Her-

gefühl. Damit taugt der große VW auch auf

steller sein Nutzfahrzeug-Allradprogramm

langen Strecken und hat dabei reichlich Platz

erweitert und brachte den überarbeiteten

auf der Ladefläche. Ein Hänger kann ebenso

Amarok mit V6-Antrieb und verbesserter

noch problemlos hinten dran.

Ausstattung an den Start. Der brandneue 6-Zylinder beeindruckt durch

Zuhause im Gelände

sein mächtiges Drehmoment von 550 Nm,

Auf unbefestigten Straßen fühlt sich der

das bereits ab 1.500 Umdrehungen zur Verfü-

Amarok zuhause. Das bewies er auf unse-

gung steht, aber auch mit der neugewonne-

ren Testfahrten gleich mehrmals und im-

nen Laufruhe. Die moderne 8-Gang-Automa-

mer eindrucksvoll. Schlamm, Schotter, steile

tik sortiert unauffällig jeweils den richtigen

Berg- und Abfahrten: Das ist sein Revier und

Gang und zügelt damit den Durst des großen

hier meistert er jede Aufgabe mit souveräner

Pick-up. Knapp neun Liter genehmigt sich

Lockerheit. Ans Limit ist der leistungsstar-

das über 2,2 Tonnen schwere Arbeitstier auf

ke Pick-up dabei kaum zu bringen. Ab sofort

100 Kilometer. Der kleine Durst ist aber die

reicht Volkswagen eine 163 PS starke Diesel-

einzige Bescheidenheit des großen Amarok:

version mit Heckantrieb oder zuschaltba-

5,25 Meter Länge, 2,23 Meter Breite und fast

rem 4x4-Allrad nach.


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Platz, Qualität und Design: drei Kategorien, in denen der Megane punkten kann

Nicht nur für die große Tour

wäre einmal die üppige Komfortausstattung im Sondermodell Bose: Leder, Navi, elektrische Sitze mit Massagefunktion, Voll-LED-Scheinwerfer und noch vieles mehr. Dazu kommt ein wirklich großzügiges Raumangebot, das wir während unseres Tests sehr genossen haben. Im großen Kofferraum lässt sich enorm viel verstauen,

Renault hat es geschafft, zurück auf die Überholspur zu finden. Und das nicht nur dank der neuen Designsprache. Wir waren mit der vierten Generation des Megane als praktischem Grandtour unterwegs und genossen dabei Komfort und Raum, aber auch den klangvollen „Bose“-Sound. // TEXT: BRUNO KÖNIG

D

dazu bleibt noch reichlich Platz für die ganze Familie. Sollte sogar das einmal zu wenig sein, kann die Rückbank umgelegt werden. Dann passen Gegenstände bis zu 1,75 Meter in den Megane.

Großes Kino Neben dem ganzen Komfort punktet der Meas Verwöhnprogramm ab

Die vierte Generation des Renault Megane

gane mit dem modernen Multimedia-Navi-

Werk ist bei den französi-

ist dabei besonders gelungen. Die neue De-

gationssystem „R-Link2“. Klingt zwar etwas

schen Autobauern hinläng-

signsprache aus der Feder von Laurens van

verspielt, ist aber einfach zu bedienen und

lich bekannt. Auch für das

den Acker kommt besonders gut an.

praktisch. Damit lassen sich alle Fahrzeug-

außergewöhnliche Design wird der europä-

Doch der fesche Grandtour – sprich Kombi –

einstellungen verwalten und verändern.

ische Hersteller von seinen Kunden geliebt.

kann noch mehr als nur gut auszusehen. Da

Dazu kommt der satte Klang aus dem Bose-Surround-System. Ein Klang wie in der Konzerthalle und ein Genuss für jedes Ohr. Überzeugen konnte uns auch der

FACTS

1500er-Diesel mit seinen 110 PS. Dank knackigem 6-Gang-Schaltgetriebe geht’s mit

RENAULT MEGANE GRANDTOUR DCI  BOSE

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Motor: 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel Leistung: 81 kW/110 PS Drehmoment: 260 Nm Beschleunigung: 11,3 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 187 km/h Testverbrauch: 5,6 Liter/100 km CO2 -Ausstoß: 95 g/km Crashsicherheit: 5***** (86 % lt. NCAP) Preis: ab 18.090 Euro (Life), ab 26.390 Euro (Bose)

eco.nova

dem Grandtour flott und vor allem sparsam voran. Während unseres 14-tägigen Tests gönnte sich der Feschak nur 5,6 Liter Dieselöl auf 100 Kilometer. Einen zusätzlichen Pluspunkt verleihen wir dem Triebwerk für seine akustische Zurückhaltung. So leise kann Diesel – Kompliment an die Renault-Ingenieure. Das Technikpaket inklu© BRUNO KÖNIG

• • • •

diert zudem zahlreiche Assistenzsysteme, wie Notbremsassistent und Abstandswarner, und macht den Megane Grandtour zum sicheren Reisebegleiter.


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eco.mobil

Mehr als 150 nostalgische und ausgefallene Vespas bekamen die Besucher bei der zweiten Vespa Alpen Custom Show bei Auto Meisinger zu sehen.

Teresa Meisinger und Markus Tomasini freuten sich über eine gelungene Veranstaltung.

Alpen Custom Show Zum bereits zweiten Mal mussten bei Auto Meisinger sämtliche Autos in den Schauräumen vorübergehend Platz für die Protagonisten der Vespa Alpen Custom Show machen. 110

eco.nova

U

nzählige umgebaute alte Vespas

mit Airbrush verzierte Schönheiten bis hin

und Apen verwandelten das be-

zu kurios umgebauten italienischen Flit-

kannte Autohaus bei Völs in ei-

zern bekamen die Besucher von über 150

ne farbige Bühne für Kreative, die ihre Lei-

Ausstellern ein sehenswertes Potpourri an

denschaft für die italienischen Kultroller

Vespa-Kunst präsentiert. Ein gelungener

zur Schau stellten. Angefangen von liebe-

Nachmittag voller Nostalgie, den knapp 900

voll restaurierten Klassikern über auffällig

Besucher miterlebten.


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UVs sind aktuell bekanntlich total in. Fast jeder Autohersteller hat einen davon im Angebot und der Boom

schwappt nun auch auf andere Bereiche über. Wie das Grillen. Das ist ja an sich schon so ein Männerding. Und das lässt sich jetzt sogar noch steigern. Mit „The Beast“ nämlich, einem portablen Grill im SUV-Style. Das Blech ist mit einem hitzebeständigen grünen Lack überzogen, der das Offroadfeeling noch zusätzlich verstärkt. Deshalb fühlt sich der Grill vor allem abseits des eigenen

Unterwasser-Airbag

D

ie Badesaison beginnt und Millionen Urlauber steuern Richtung Meer oder Ba-

Gartens wohl. Mit überschaubaren 6,5 Kilo Gewicht lässt er sich praktisch überallhin mitnehmen – verwenden aber bitte nur, wo’s erlaubt ist. 399 Euro, www.donkey-products.com

desee. Das klingt erst mal schön, weniger schön ist, dass jährlich rund 372.000 Menschen weltweit ertrinken, 140.000 davon sind Kinder. Gerade das Schwim-

men in offenen Gewässern birgt Gefahren – Unterströmungen, hohe Wellen, dazu kommt oft die Selbstüberschätzung. Bevor man die Gefahr erkennt, ist es oft schon zu spät. Nun gibt’s Hilfe: PLOOTA hat nämlich die erste sensorgesteuerte Rettungshilfe der Welt entwickelt. Getragen als Halskette funktioniert sie wie ein Airbag-System: Die Sensortechnologie erkennt Notsituationen daran, dass sich der Träger länger als 30 Sekunden unter Wasser befindet (so lange können Menschen in der Regel durchschnittlich die Luft anhalten), nach Ablauf dieser Zeit lösen die beiden integrierten Schwimmkörper aus und werden durch eine CO2-Kartusche befüllt. Dadurch wird der Kopf über Wasser

gehalten und so die Atmung sichergestellt. Bei Bedarf kann die Rettungshilfe auch selbst ausgelöst werden. PLOOTA ist sowohl für Kids als auch Erwachsene erhältlich. Bis 6. Juni läuft noch eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter, im Spätherbst sollen die ersten PLOOTAs ausgeliefert werden. // www.ploota.de

TREUER ALLTAGSBEGLEITER

R

ucksäcke sind ja generell wieder in. Und sie sind praktisch. Vor allem der Berkeley II von Case Logic mit seinem separaten Fach fürs Notebook (15,6'') und der Extrahülle fürs Tablet. Das asymmetrische Ordnungsfach verstaut Elektrogeräte in verschiedenen Größen sowie Schul- und Büroutensilien, dazu gibt es ein geräumiges Stiftefach. Das Hauptfach öffnet sich wie ein Koffer

und bietet somit einen perfekten Überblick beim Packen und anschließend leichten Zugriff auf die Gegenstände. In der seitlichen Netztasche ist die Wasserflasche jederzeit griffbereit. Und weil Rucksäcke dem Namen folgend am Rücken getragen werden, sind sie gerade in Städten (und meist im Urlaub) immer wieder beliebtes Angriffsziel von Dieben. Deshalb lässt sich Bargeld an der Rückwand in einem Geheimfach aufbewahren, auch der Personalausweis findet darin noch Platz. Erhältlich bei Mediamarkt und Saturn um 49,99 Euro.

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eco.life

Make your music come ALIVE

C

razy, sexy, cool. Marshall steht für vieles und ganz besonders für guten Klang. Den brauchen sie vor allem bei ihren Gitarrenverstärkern, für die sie so bekannt sind. Die-

Pride Eyewear, Model 303

ses Wissen übertragen die Briten auch in Lautsprecherboxen wie den Bluetooth-

Speaker Woburn, quasi den großen Bruder des Kilburn. Wie sein tragbares Pendant verkörpert der Woburn den rohen, widerspenstigen Geist des Rock’n’Roll, kommt in Schwarz oder Cremeweiß daher und gewährt Ihnen die Freiheit, Ihre Lieblingsmusik auf unterschiedlichste Weisen abzuspielen. Verbinden Sie einfach ein Bluetooth-Gerät, über den optischen Eingang lassen sich auch TV-Geräte, Apple TV, Satelliten- oder Kabel-TV-Empfänger anschließen. Der Sound ist über das gesamte Klangspektrum fantastisch. Erhältlich um rund 380 Euro bei Mediamarkt und Saturn (Achtung: nur im Store, nicht online).

GUT (AUS)SEHEN

W

ir sind ja in vielen Belangen Fans von „abseits des Mainstreams“, deshalb

mögen wir auch die Brillen von Pride Eyewear. Die stylishen Stücke, die auch gern mal mit achteckigen Gläsern daherkommen, werden in Italien entworfen und handgefertigt und verbinden die handwerkliche Tradition eines Familienunternehmens mit dem hippen Style und modernster Technik eines Start-ups. // Gesehen bei Optik Renate Hopffer in der Innsbrucker Altstadt. www.optik-hopffer.at

WENN BIER, DANN HIER ...

A

lle reden vom Craftbier-Trend und natürlich macht auch der legendäre Bier Guide von Conrad Seidl hier keine Ausnahme. Österreichs Biervielfalt hat zuge-

nommen. Etwa im Monatsrhythmus sperrt eine neue Kleinbrauerei auf und einige davon sind durchaus professionell unterwegs. Doch auch die Klassiker wie Helles oder Märzen haben ihren Charme. Seidl: „Junge Gastronomen haben das Bier als Differenzierungsmöglichkeit entdeckt und erfreulicherweise fühlen sich viele alteingesessene Betriebe dazu angeregt, noch mehr Vielfalt, noch mehr Bierkultur zu bieten.“ Insgesamt haben es heuer knapp 1.200 Bierlokale in den Guide geschafft, dazu gibt’s Empfehlungen für den Einkauf im Spezialitätengeschäft. // www.bier-guide.net TIPP: In Tirol haben zwei Lokale die Höchstnote von 5 Krügerln erreicht: Das 11er-Haus sowie das Tribaun in Innsbruck. Conrad Seidels Top-Empfehlung für Tirol ist jedoch die Weiss Bar in Axams (Bilder li.).

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eco.life

Sprache

zum Leben erwecken Sie ist ein tolles Instrument, unsere Sprache. Nur leider wird sie viel zu wenig bewusst genutzt. Dabei ist beim Reden nicht nur das Gesagte an sich wichtig, Inhalt gehört gehört. Und das lässt sich lernen. // TEXT: MARINA KREMSER

K

ennen Sie dieses leicht un-

ren sich meist auf den Inhalt des Gesagten,

gute Gefühl, wenn Sie sich

kaum jemand schaut auf die Verpackung.

selbst sprechen hören? Auf

Ich mache dabei immer wieder die Erfah-

einem Aufnahmegerät oder

rung, wie sehr Menschen an Kleinigkeiten

Video zum Beispiel. In der Regel hört man

gewinnen“, sagt Verena, die mit ihren Teil-

sich beim Sprechen quasi von innen, auf

nehmern aus Prinzip per Du ist. Kritik üben

Band führt die Wahrnehmung von außen zu

zu dürfen, Menschen zu lehren und sich ehr-

einem Verfremdungseffekt und man reagiert

lich mit ihnen auseinanderzusetzen, braucht

im ersten Moment mit Ablehnung. Die Stim-

viel Vertrauen und das auf beiden Seiten.

me ist ein sensibles Thema. Das weiß auch

„Viele Menschen sind in ihren Vorträgen sehr

Verena Covi, Schauspielerin und Stimmtrai-

inhaltslastig, weil ihnen der Kopf Sicherheit

nerin, deshalb ist der Einstieg in ihre Semi-

gibt. Es geht aber nicht nur um das Was, son-

nare oft derselbe: „Ihr müsst eure Stimme

dern viel mehr um das Wie. Erst wenn man

kennenlernen. Denn nur was ich kenne,

die Sprache zum Leben erweckt, entfacht

kann ich auch einsetzen.“

man ein Feuer“, ist Verena überzeugt.

Die Stimme ist schon seit Jahrzehnten ihr

Natürlich ist nicht jeder für die Bühne ge-

Thema: „Stimme ist etwas sehr Kreatives,

macht, doch es gibt Situationen, die sich

auch das Sprechen an sich. Für mich war die

nicht umgehen lassen. „Ich versuche den

Stimme immer ein Instrument.“ Tatsächlich hat die Stimme auch einen gesellschaftlich-sozialen Effekt. Weiß man sie nicht richtig einzusetzen, wird man im wahrsten Sinne nicht gehört. Sie ist Ausdruck der Persönlichkeit, eine raumfüllende Stimme verschafft einem sofort Aufmerksamkeit, viel mehr noch als das Auftreten. Man kann in

„STIMME KOMMT VON STIMMUNG – WER IN EINER SITUATION STIMMIG SEIN MÖCHTE, MUSS IN STIMMUNG KOMMEN.“ Sprechtrainerin Verena Covi

Teilnehmern zu zeigen, wie sie möglichst viel Gutes für sich selbst tun können, um sich in der Situation wohl(er) zu fühlen. Unsicherheit sollte sich nicht in der Stimme widerspiegeln. Mit der richtigen Technik lässt sich vieles zum Positiven verändern. Bei Sprechphobien arbeite ich zusätzlich mit Coachingelementen und stärke vorhandene Ressourcen, damit sich die Teilnehmer in der Folge

Vorträgen oder Gesprächen fachlich noch so versiert sein, ohne entsprechende Stim-

ßer Gestaltungsbereich und Sprache beginnt

in der Situation besser zurechtfinden. Nicht

me wird man in seiner Kompetenz nicht

unheimlich Spaß zu machen. Und die Zuhö-

jeder will in der ersten Reihe stehen und das

wahrgenommen. Verena Covi hat das be-

rer reagieren sofort darauf. Man kann mit

ist auch vollkommen o.k.“, erklärt die Sprech-

reits vor 20 Jahren erkannt. Sie war die Erste,

der Stimme Menschen führen, merkt sofort,

technikerin. Das Thema Stimme ist alters-

die das Thema im Westen Österreichs aufs

wenn sie wegbrechen. In der Regel neigen

und geschlechtsunabhängig und unabhän-

Tapet brachte. Damals erntete sie reichlich

wir dann dazu, uns in unsere Komfortzone

gig von Positionen. Entsprechend vielfältig

Kopfschütteln, schließlich hat sie für ihre

zurückzuziehen, was in dem Moment das

ist Verenas Klientel. Wenn man in einer Situ-

Geschäftsidee einen Preis gewonnen. Aus

genau Verkehrte ist. Man muss dranbleiben,

ation stimmig sein möchte, ist es wichtig, in

Gründen.

die Zuhörer zurückholen.“ Dafür braucht es

Stimmung zu kommen. Wer sich beim Spre-

Heute weiß man um die Macht der Sprache.

die richtigen Werkzeuge. Weiß man mit dem

chen gut fühlt, hat gute Voraussetzungen,

Wer gehört werden will, muss präsent sein.

Instrument Stimme umzugehen, kommt

sein Gegenüber auch zu erreichen.

Um Inhalte zu transportieren, braucht es ne-

man meist gar nicht in die Verlegenheit, das

ben fachlicher Expertise die passende Tonla-

Publikum „zu verlieren“.

ge, es braucht Volumen, Höhen und Tiefen,

Oft sind es nur kleine Veränderungen, eine

um Temperament in das Gesagte zu bringen

andere Atmung, Nuancen in der Tonlage, die

und Emotion zu vermitteln. „Ich vergleiche

Haltung. Bewegung, Sprache, der Umgang

Sprache gerne mit Musik. Auch dort gibt es

mit Emotion ... das alles will gelernt sein und

unterschiedliche Tempi und Töne. Hat man

dieses Lernen basiert auf offenem Feedback.

das verstanden, eröffnet sich einem ein gro-

„Freunde oder Arbeitskollegen konzentrie-

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Obst, Gemüse, Spezereien. Einfach Stauder. Ein Familienbetrieb seit Generationen mitten in Innsbruck. Als kleines Obst- und Gemüsegeschäft vor Jahrzehnten immer am selben Standort in Pradl eröffnet, steht „Der Stauder“, wie er allerorts genannt wird, für Qualität und Spezialitäten. Täglich geöffnet findet man hier alles, was das Obst- und Gemüseherz begehrt, aber auch Köstliches wie Trockenobst, feinste Öle und selbstgemachte Marmeladen. Und das Allerbeste – seit Kurzem gibts auch den Lieferservice: „der stauder bringt’s“. Zur Freude der Mitarbeiter erhält man somit die individuell zusammenstellbare Obstration in einem dekorativen Obstkorb direkt ins Büro oder in die Praxis wöchentlich frisch geliefert. Pradler Straße 55, 6020 Innsbruck qualitaet@obst-stauder.at, 0512 341187 eco.nova

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Der Aufstieg des Tyrler Burgele Als der Kaufmann Peter Tyrler im Jahr 1825 am Marktgraben 11 ein Geschäft für „Bettfedern, Flaumen und Tuche“ gründete, ahnte er vermutlich nicht, dass sein Name einmal zu einer Institution in Innsbruck werden würde.

E

igentlich ist es ja nur halb sein

einem verlässlichen Angebot und anderer-

Name, benannte Peter Tyrler sein

seits auf der Pflege von Stammkunden in

Geschäft doch nach seiner Toch-

der Stadt, vor allem aber auf dem Land fuß-

ter Notburga, die es auch bis ins hohe Alter

te. Legendär ist die dazugehörende Federn-

führte. Das „Tyrler Burgele“, übrigens der

reinigung, die bis heute im traditionellen

Spitzname der Geschäftsleiterinnen bis heu-

Verfahren von Inhaber Karl Gostner persön-

te, war bekannt für Qualität und ein gutes

lich betrieben wird.

Preis-Leistungs-Verhältnis. Da Notburga

1972 wurde die Firma Notburga Tyrler in den

Tyrler kinderlos war und ihre Nichten in Ost-

damals größten Textilhandelsbetrieb West­

tirol nicht nach Innsbruck ziehen und das

österreichs eingegliedert – die Firma Leopold

Geschäft weiterführen wollten, verkaufte

Hepperger, die ebenfalls der Familie Gost-

sie den Betrieb und vermachte ihr Vermögen

ner gehörte. Neben dem Bettengeschäft am

dem Innsbrucker Sozialfonds. Nach mehre-

Marktgraben entstanden die sogenannten

ren Besitzerwechseln erwarb 1907 schließlich

Tyrler-Märkte, die in den verschiedensten

Franz Gostner die Firma Tyrler. Seitdem ist

Stadtteilen günstig Wäsche, Kurzwaren und

sie in inzwischen vierter Generation im Be-

andere Textilien für den täglichen Bedarf

sitz der Familie Gostner.

verkauften.

Das „Tyrler Burgele“ indes überstand sämtliche Wirtschaftskrisen und die beiden Welt-

Zurück zum Kerngeschäft

kriege mit einer ebenso konsequenten wie

Nach der Auflösung der Firma Leopold Hep-

seriösen Geschäftspolitik, die einerseits auf

perger 1986 konzentrierte sich das „Tyrler

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© SPAR

eco.life

Josef und Theresa Norz betreiben den Schotthof in Thaur und produzieren dort Salate und Gemüse in bester Qualität für SPAR.

Frischer geht’s nicht SPAR setzt auf knackige Salate und Gemüse vom Schotthof in Thaur.

D

er Schotthof in Thaur ist ein Tiroler Traditionsbetrieb mit Ge-

Burgele“ wieder auf sein Kerngeschäft mit Bettwäsche, Daunendecken und anderen Wohntextilien. 1994 übersiedelte der Betrieb ins Ischia-Haus am Marktgraben 1,

schichte: Seit 400 Jahren wird dort Landwirtschaft betrieben, im Jahr 1973 wurde auf Gemüseanbau umgestellt. Josef und

Theresa Norz haben den bäuerlichen Betrieb in dieser Form über-

in fast schon logischer Konsequenz unter dem Namen Betten

nommen und mit viel Leidenschaft und Engagement weiter ausge-

Tyrler. Im Jahr darauf wurde gegenüber am Innrain das Studio

baut. Auf 150 Hektar baut der diplomierte Landwirtschaftsmeister

Tyrler eröffnet, das Heimtextilien und Wohnaccessoires führte.

unterstützt von seinen Mitarbeitern unter anderem Salate, Karotten,

Im Jahr 2002 schloss sich das Studio Tyrler schließlich mit Mary

Porree, Radieschen, Kohlrabi, Knollensellerie, Chinakohl, Kraut, Jung-

Rose, dem führenden Wohntextilgeschäft aus Vorarlberg, und

zwiebeln und Erdbeeren an.

dessen Inhaber Stefan Grabher zusammen und eröffnete direkt neben dem Betten Tyrler auf 350 Qudratmetern das neue Studio

Voller Geschmack, kurze Wege

Tyrler samt Bettwäsche, Frotteewaren und Zierkissen unter der

Beste Qualität und regionale Herkunft stehen bei der Produktion an

Exklusivmarke „Mary Rose“ sowie internationalen Wohntextili-

erster Stelle. „Gemüse ist eines der wertvollsten Lebensmittel und soll-

en, Kleinmöbeln, Wohnaccessoires und Geschenkartikeln. Mitt-

te bei keiner Mahlzeit fehlen. Unser Gemüse wird vollreif geerntet und

lerweile ist „der Tyrler“ in Innsbruck – und auch darüber hinaus

hat keine langen Transportwege. Diesen Unterschied schmeckt man“,

– längst ein Begriff. Das textile Sortiment ist inzwischen nach al-

weiß Josef Norz. Auch SPAR bezieht schon viele Jahre das Gemüse

len sozialen und ökologischen Standards zertifiziert, „Mary Rose“

vom Schotthof. Ab sofort sind die erntefrischen Produkte wieder in al-

ist die erste Heimtextilmarke, die als Mitglied von Fairwear auf-

len SPAR-, EUROSPAR- und INTERSPAR-Märkten erhältlich.

genommen wurde. Und die Geschichte geht weiter ... Im Jahr 2016 wurde das benachbarte Café Baguette im Pancheri-

130 Tiroler Produzenten bei SPAR

Haus frei und es gelang, die beiden Geschäftslokale zu verbinden.

Als Tiroler Traditionsunternehmen ist SPAR die Zusammenarbeit mit

Betten Tyrler und Studio Tyrler wurden zusammengeführt und

der Landwirtschaft ein großes Anliegen. „Unsere Bauern produzieren

bieten jetzt auf rund 500 Quadratmetern das gesamte Sortiment

Lebensmittel in bester Qualität. Durch unsere vielen Partner können

unter einem Dach – und unter dem gemeinsamen Namen „Tyrler“.

wir unseren Kunden eine große Auswahl an Tiroler Qualitätsproduk-

So trägt das Geschäft nun auch offiziell jenen Namen, unter dem

ten anbieten. Die Familie Norz aus Thaur zählt seit vielen Jahren zu

es eigentlich seit jeher bekannt ist. Lokale Themen wie Zirben-,

unseren treuen Lieferanten. Auf diese Partnerschaft sind wir sehr

Dinkel- oder Hirsekissen, bayrische Daune oder Seife vom ältesten

stolz“, erklärt SPAR-Geschäftsführer Dr. Christof Rissbacher.

Seifensieder Innsbrucks treffen auf feinsten Schweizer Satin und

Der Schotthof ist einer von 130 Tiroler Produzenten, die für SPAR

handgefertigte Daunenbetten. Auch die Näherei und die Federn-

über 2.600 regionale Produkte liefern. Wo und wann nur möglich, be-

reinigung sind von der Außenstelle in der Innstraße hierher über-

zieht SPAR sein Gemüse und Obst direkt aus der Region. „SPAR ist für

siedelt. Die Werkstatt befindet sich dabei direkt im Geschäft. Hier

uns ein wichtiger Partner“, so Josef Norz: „Und es beruhigt mich, einen

wird Wäsche genäht, Änderungen und Sondergrößen werden an-

Abnehmer zu haben, der uns als heimischen Landwirt schätzt.“

gefertigt, Betten gefüllt und Federn gereinigt. Fast so wie früher ...

// www.spar.at

// Tyrler, Seilergasse 16, 6020 Innsbruck. www.tyrler.com

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Familienurlaub 2.0 „Ein Familienurlaub darf sich nur so nennen, wenn das Angebot sowohl für Kinder als auch für Erwachsene stimmt“, ist Ernst Mayer überzeugt. Recht hat er, der Gastgeber des Dachsteinkönig im oberösterreichischen Gosau, und zeigt auch gleich, wie’s geht.

S

eit der Dachsteinkönig im Dezember 2016 eröffnet hat, dreht sich dort alles um die Kinder. Und Eltern. Und Entspannung.

Und alles zusammen. Wellness im Kinderhotel geht nicht, meinen Sie. Geht, sagen wir. Das wissen wir deshalb mit solcher Be-

stimmtheit, weil wir’s ausprobiert haben. Ernst Mayer und seine Familie setzen seit Jahren Meilensteine in Sachen exklusiver Urlaub für Groß und Klein – in der Alpenrose in Lermoos zum Beispiel oder im Kinderhotel Oberjoch in Bad Hindelang. Auch mit

WER ÜBER WELLNESS IM KINDERHOTEL NACHDENKT, MUSS FANTASIEVOLL SEIN UND GLEICHZEITIG UNKONVENTIONELLES ZULASSEN. 120

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dem Dachsteinkönig ist es ihnen wieder hervorragend gelungen. Die Mayers haben den Beweis angetreten, dass es sehr wohl möglich ist, ein Hotel auf Familien auszurichten und gleichzeitig in Sachen Wellness und Fitness überragend zu sein.


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Adults only im Kinderhotel „Wer über Wellness im Kinderhotel nachdenkt, muss fantasievoll sein und gleichzeitig Unkonventionelles zulassen“, sagt Ernst Mayer. Die Lösung im Dachsteinkönig ist eine kinderfreie Zone. Eltern können in der exklusiven Wellness- und Saunalandschaft mit elf Behandlungsräumen für wohltuende Anwendungen, Massagen, Bäder, Kosmetik und Ayurveda ihre freie Zeit genießen, während die Kids professionell in ihrer ganz eigenen Spiel- und Spaßwelt samt 2.000 Quadratmeter großem Indoorbereich und entzückendem Streichelzoo (die Esel sind hier definitiv die Lieblinge) betreut werden. Sieben Tage die Woche, 13 Stunden täglich, für Kinder ab dem siebten Lebenstag. Die gemeinsame Familienzeit wird dann dafür umso intensiver und entspannter genossen. Deshalb ist ein schlechtes Gewissen gänzlich fehl am Platz. Eltern-Sein ist eine der schönsten Aufgaben im Leben, braucht aber auch viel Energie. Eine Auszeit zwischendurch ist also verdient und wenn man die Kinder derart gut aufgehoben weiß, auch mehr als erlaubt. Insgesamt gibt’s im Dachsteinkönig 105 Suiten sowie zwölf Chaleteinheiten für Familys ab fünf Personen, die absolute Privatsphäre bei gleichzeitigem Full-Service-Angebot garantieren. Toll ist auch die Umgebung, die allerhand Möglichkeiten fürs Aktivsein in der Natur bietet. Und auch gespeist wird fürstlich, umfangreiche Weinkarte inklusive. Für die Kleinen gibt’s einen eigenen Speisesaal, wo sie gut aufgehoben und unter sich sind und sich ganz unabhängig von den Eltern mal so richtig erwachsen fühlen können.

LEADING FAMILY HOTEL & RESORT DACHSTEINKÖNIG****S Gosau 851, 4824 Gosau Tel.: 06136/8888 info@dachsteinkoenig.at www.dachsteinkoenig.at

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Hole in one!

Wohnen in herrschaftlichen Gemäuern auf allerhöchstem Niveau, fein speisen und der Abschlag direkt vor dem Hotel – das ist es, was man in Golfkreisen wohl als „Luxusklasse“ bezeichnet.

E

in Schloss wird nicht neu erbaut

Vor der Kulisse der herrlichen Bergwelt kre-

quisiter Tropfen aus der neuen Weinlounge,

und ein Kraftplatz kann nicht

ieren Golfer in einer der traditionsreichsten

den Ausklang findet der Tag bei interessanten

einfach erschaffen werden. Im

Anlagen Europas ihr eigenes Golfmärchen

Gesprächen an der Schloss Bar.

Romantik Hotel Schloss Pich-

und begegnen dabei der spielerischen Her-

larn ist beides über Jahrhunderte gewach-

ausforderung des Golfplatzes. Anlässlich des

sen, durch den großen Umbau im letzten

45-Jahr-Jubiläums des Clubs erwarten die

Jahr kam der letzte Schliff zur Luxusklasse.

Gäste in dieser Saison Jubiläumsangebote

Das renommierte Schlosshotel wurde auf

der Extraklasse. Der direkt am Hotel gelege-

exklusivste Art modernisiert und empfängt

ne 18-Loch-Platz macht dabei als Genussgolf-

den Gast mit 5-Sterne-Niveau in allen Be-

platz seinem Namen alle Ehre: Getränkeser-

reichen. Entspannung pur findet man in

vice, Genießerloch, Frühstücksmöglichkeit

der Relax-Landschaft, Gesundheitsurlauber

zwischen Loch 9 und 10 ... der Pichlarn-Gast

schätzen den hauseigenen Ayurveda-Bereich

golft und genießt. Die Golfakademie mit ge-

mit professionellstem Angebot, Golfer haben

pflegten Anlagen und einem 3-Loch-Übungs-

den Abschlag praktisch vor der Hoteltüre

platz hat zudem einen außerordentlich guten

und Verliebte werden im Schloss auf Wolke 7

Ruf bei Anfängern wie Fortgeschrittenen.

gehoben. Genießerherz, was willst du mehr?

Doch egal ob Bogey oder Birdie: Nach dem

Zwei, die sich mögen

Spiel ist vor dem Spiel ... und vor dem Essen. Nach Sonnenuntergang überrascht das Kü-

Golf und Genuss – eine Kombination, die im

chenteam mit kulinarischen Explosionen.

Hotel Schloss Pichlarn ihren Meister findet.

Und das täglich aufs Neue. Dazu passt ein ex-

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„GOLF UNLIMITED“

Eine Nacht in einem eleganten Schlosszimmer Ihrer Wahl, Pichlarner Schloss Kulinarik, Begrüßungscocktail, unlimited Golf-Greenfees am hauseigenen 18-Loch-Golfplatz, Benutzung des Linden Spa inklusive flauschigem Bademantel und Badeschuhen, freie Minibar sowie freie Kaffee- und Teeauswahl im Zimmer. Ab 242 Euro pro Person.

ROMANTIK HOTEL SCHLOSS PICHLARN

Zur Linde 1, 8943 Aigen im Ennstal Tel.: 03682/24 440-0 romantikhotel@schlosspichlarn.at www.schlosspichlarn.at


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Genießen am Fuße der Bischofsmütze

Wo Bergschuhe auf Almschmankerl treffen, wird Kraft getankt. Der Alpenhof im Salzburger Filzmoos ist ein Paradies für alle Wanderer.

N

ach einem schneereichen

bauern kennen sich aus mit den Pongauer

ze. Gegen 22 Uhr verabschiedet die Wasser-

Winter freuen wir uns dar-

Schmankerln.

welt ihre Gäste schließlich mit einer fulmi-

auf, die Berggipfel nun wie-

Zusätzlich zur Almcard bietet das Ho-

nanten Licht- und Wassershow – spätestens

der ohne Skier zu erklim-

tel viele wanderliche Extras wie den Gra-

jetzt ist auch der Kopf frei geworden.

men. Die Region Filzmoos im Salzburger

tis-Wanderbus, das Almfrühstück oder den

Pongau bietet eine besonders feine Kulisse

Bergfex-Stammtisch und gemeinsam mit

– nebst Bergen und Wäldern warten hier vie-

Hotelchef Michael Walchhofer (trotz Na-

le magische Kraftplätze und 200 Kilometer

mensgleichheit nicht der Ex-Skifahrer) geht

Wanderwege samt urigen Almen zur Ein-

es zu den schönsten Flecken in der Region.

kehr. Denn jede Wanderung braucht auch

Um die Ruhe der Natur zu genießen, dür-

ein (kulinarisches) Ziel!

fen die zahlreichen Kraftplätze rund um

Perfekte Ausgangsbasis für den Wanderrei-

Filzmoos nicht fehlen: „Mit unseren Gästen

gen ist das gemütliche Vier-Sterne-Hotel

wandere ich gerne zu diesen speziellen Or-

Alpenhof, als Premium-Wanderhotel und

ten, an denen eine besonders magische Kraft

Gründungsbetrieb der neuen „Filzmoo-

zu verspüren ist“, sagt Walchhofer.

ser Almcard“ quasi prädestiniert dafür. So

Und nach der Wanderung geht's zum Rela-

lädt das Landhotel seine Gäste ein, bei ei-

xen – Saunawelt, Hallenbad und Außenpool

ner „Alm-Roas“ auf verschiedene Almen der

mit 31 Grad warmem Granderwasser aus der

Gegend Spezialitäten aus der regionalen

eigenen Quelle warten auf die Rückkehrer.

Küche zu verkosten: Kaspressknödel(sup-

Während Muskeln und Gelenke im warmen

pe), Fleischkrapfen, Kas-Jause oder Kaiser-

Wasser entspannen, schweift der Blick über

schmarrn zum Beispiel. Die heimischen Alm-

das imposante Bergmassiv der Bischofsmüt-

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HITS FOR KIDS

Vom 1. Juli bis 19. August 2017 bietet das Hotel günstige Familienpauschalen: 7 Übernachtungen für 2 Erwachsene und 1 Kind sind bereits ab 1.700 Euro buchbar. Inkludiert sind: Schnupperklettern, Geocaching, Eintritt in die Therme Amadé, freies Golfspiel am Orange-Course St.Johann, Familienwanderungen, Almcard sowie alle gewohnten Alpenhof-Leistungen.

****LANDHOTEL ALPENHOF Neuberg 24, 5532 Filzmoos, Tel.: 06453/87000 office@alpenhof.com www.alpenhof.com


MO - FR / MON - FRI 7.00 - 18.30 · SA / SAT 7.00 - 13.00 UHR Bauernmarkt / Farmers Market MO - SA / MON - SAT 7.00 - 12.00 Uhr Restaurants & Bars MO - SA bis 22 Uhr / MON - SAT till 10.00 pm 1H GRATIS PARKEN AB € 15,00 EINKAUF

www.markthalle-innsbruck.at


LIFESTYLE

© TVB PAZNAUN-ISCHGL

im Gespräch

Petra Polin, Jörg Tschoner und Knud Tiroch

Eva-Maria übt schon mal für später.

Zucchero – der „Vater des italienischen Blues “ – rochte bei bester Stimmung zwei Stunden lang die Idalp-Bühne in Ischgl

KUNST & CO Kunst und so gabs bei Toast & Co. Petra Polin, die das feine Lokal erst kürzlich übernommen hat, lud Vespa- und Rollerfreunde zum ersten Rollout. Neben Cappuccino und Dolce konnte man zahlreiche geile Vespas bestaunen. Dazu kam Torro-Rosso-Künstler Knud Tiroch angebraust und veredelte vor Publikum die Vespa der Chefin.

VIKING-Geschäftsführer Dr. Peter Pretzsch

Die VIKING GmbH hat im Wirtschaftsjahr 2016 erfolgreich gearbeitet. Die Unterländer steigerten ihren Umsatz um 37,6 Prozent auf 267 Millionen Euro. 414 Mitarbeiter waren beim Gartengerätehersteller angestellt, also um rund elf Prozent mehr als im Vorjahr. Die Bilanzsumme ist 2016 weiter auf 167 Millionen Euro gestiegen, die Eigenkapitalquote liegt bei 60 Prozent, die Exportquote bei 98 Prozent. Zudem wird es – wie Anfang des Jahres angekündigt – ab 2019 einen Markenwechsel im Unternehmen geben, dann nämlich wird VIKING in STIHL integriert und beide zu einer Marke zusammengefasst. VIKING-Grün wird also zu STIHLOrange. Grund ist die hohe Markenbekanntheit sowie die damit verbundene Zugkraft der Marke STIHL. Das Sortiment bleibt jedoch erhalten, die Produkte bleiben im Rahmen des Markenwechsels technisch unverändert. Auch der Standort in Langkampfen soll samt allen Mitarbeitern erhalten bleiben.

Genossen das Spektakel mit ihren Frauen: Ischgls Bürgermeister Werner Kurz und Anwalt Herbert Schöpf

SAISONFINALE Es war ein würdiger Abschluss einer ebenso schnee- wie erfolgreichen Saison: Ende April feierten rund 18.200 Menschen in der Silvretta Arena auf 2.320 Metern bei herrlichem Sonnenschein und Italo-Rock. Superstar Zucchero begeisterte samt 13-köpfiger Band beim legendären „Top of the Mountain Closing Event“ in Ischgl auf ganzer Linie. TVB-Geschäftsführer Andras Steibl freut sich also nicht nur über eine hervorragende Saison, sondern auch über deren fulminanten Abschluss. Die Skisaison in Ischgl endete mit 1. Mai.

TIROL GOES JAPAN Was Markus Vogel als Erfinder des Spielund Sportgerätes Bassalo in kurzer Zeit erreicht hat, kann vielen innovativen Jungunternehmern Mut machen. Aus Auftritten auf internationalen Messen resultierten über 200 Anfragen, eine Company aus Japan war sogar so begeistert, dass sie ihm gleich ein Flugticket nach Tokio auf den Tisch gelegt hat. // www.bassalo.org

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© ATM

GEWACHSEN

Kampagnenmaskottchen „Grauslig“, Christina Skupien (Tierschutzverein für Tirol), Martin Mölgg (Land Tirol), Innsbrucks Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider, ATM-Projektleiter Alexander Würtenberger, Stadtrat Gerhard Fritz, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Bernhard Schneider (Abfallwirtschaftsverband Osttirol)

OFFENSIVE Ein Gackerl auf der Innpromenade, ein Häufchen auf der Spielwiese, ein Hundesackerl im Feld – nicht schön fürs Ortsbild, unhygienisch und ein Ärgernis für die Bauern. Eine Offensive der ATM – Abfallwirtschaft Tirol Mitte soll die letzten schwarzen Schafe unter den Hundebesitzern von ihren Pflichten überzeugen: nämlich die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge mittels Gackisackerl aufzusammeln und im nächsten Mülleimer zu entsorgen.


© PROHOLZ TIROL

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Schuler-Geschäftsführer Romed Weber, Sterneköchin Anna Matscher und Joachim Schmutzhard mit Irene Abraham

Foto li.: proHolz-Tirol-Vorstandsvorsitzender Karl Schafferer im Gespräch mit Franz-Xaver Kreupl (RosenheimKreis e.V.), aut-Leiter Arno Ritter, dem Dekan der Fakultät für Architektur der Universität Innsbruck, Bart Lootsma, und Hanno Vogl-Fernheim, Präsident der Kammer der ZiviltechnikerInnen Foto re.: Michael Flach, Franz-Xaver Kreupl und proHolz-Tirol-Geschäftsführer Rüdiger Lex

GRENZÜBERSCHREITEND IM ALPENRAUM

Hobbyköchin Barbara Spielmann und Romed Weber mit den Haubenköchen Alexander und Armin Gründler

Fischzüchter Andreas Mittermayr, Architekt Mario Geat, Aurelio-Küchenchefs Christian Rescher und Markus Niederwanger und Annelise Thielmann

Das Foyer des Architekturgebäudes auf dem Campus Technik der Universität Innsbruck bildete den idealen Rahmen für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten des 4. Rosenheimer Holzbaupreises. Für den Tiroler Holzbau war der Holzbaupreis, eine Initiative von RosenheimKreis e.V. – Architektur im Gespräch, besonders erfolgreich. Gleich zwei Tiroler Projekte konnten sich unter den insgesamt 76 Einreichungen an die Spitze setzen und belegten den ersten (bilding, Kunst- und Architekturschule in Innsbruck) und dritten (Wohnanlage Kaspar Weyrer in Hötting) Platz.

Luis aus Südtirol war in diesem Jahr zum ersten Mal der Interpret der Gambrinus-Rede.

MPREIS-Unternehmenssprecherin Ingrid Heinz mit Marianne Hengl (RollOn Austria) und Elisabethinum-Leiter Klaus Springer

Groß aufgekocht Es war viel los in der Schuler Aktiv Küche in Thaur. Anna Matscher vom Restaurant Zum Löwen in Tisens und einzige Sterneköchin Südtirols brachte südliche Gaumenfreuden zum Kochkurs mit – unter anderem Carbonara von Sepie und Spargel oder confiertes Lamm. Im Zuge der Alpin-Aroma-Küche kochten schließlich Vater und Sohn gemeinsam auf. Armin und Alexander Gründler, Kulinarikhotel Gründler Achenkirch, zauberten dabei aus einfachen Zutaten ein ganz wunderbares Gourmetmenü und zeigten, was mit der richtigen Kochtechnik und ein paar Küchentricks möglich ist. Beim Gourmet-Kochseminar kredenzte Aurelio-Küchenchef und 3-Hauben-Koch Christian Rescher Fisch aus See und Meer, ganz im Sinne seiner Natural Art Cuisine. Passend dazu erklärten Fischzüchter Andi Mittermayr und Fischhändler Seppi Peer, worauf es beim Fisch zu achten gilt. // Das weitere Programm finden Sie unter www.schuler.co.at.

Viel Politprominenz: Wolfgang Brandstetter, Bürgermeister Robert Pramstrahler, Andrä Rupprechter, Kathrin Kaltenhauser, Sebastian Kurz, Günther Platter, Zillertal-Bier-Chef Martin Lechner und TVB-Obmann Ferdinand Lechner

FESTE FEIERN Neben Landeshauptmann Günther Platter, der in gewohnt gekonnter Weise mittels feierlichem Bockbieranstich das Gauder Fest eröffnete, gaben sich mit Brandstetter, Kurz und Rupprechter gleich drei Bundesminister am Eröffnungsfreitag die Ehre. Für die Gambrinus-Rede zeichnete heuer Luis aus Südtirol verantwortlich, der nicht nur der Landespolitik den Kopf wusch.

Klaus Springer, Kurt Pribil (Mitglied des Direktoriums der OeNB Wien) und Armin Schneider (Direktor OeNB West)

48.000 EURO MPREIS unterstützte das Elisabethinum kürzlich mit 40.000 Euro. Die Summe wurde durch den Kauf der „Elisabethinum-Sackerln“ sowie die „Ein Like für einen guten Zweck“-Aktion auf der MPREIS-Facebook-Seite ermöglicht. Auch die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) konnte dem Elisabethinum einen Scheck über 8.000 Euro überreichen – gespendet von Kunden und von der OeNB verfünffacht.

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© TRAVELLERSDREAMCATCHER

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Präsident Klaus Hilber, Peter Pülzl (Vorsitzender Fachsenat für Steuerrecht), Angelika May (Vorsteherin Bezirksgericht Innsbruck), Erster Oberstaatsanwalt Richard Freyschlag, Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, Klaus Schröder (Präsident des Oberlandesgerichts), Wirtschaftsprüfer Rolf Kapferer, Rudolf Steckel, Bundesrätin Anneliese Junker, Regionalmanager Walter Oberacher, Notariatskammer-Präsident Philipp Schwarz und Vizepräsident Helmut Schuchter Zukunftsforscher Harry Gatterer, Hypo-Vorstand Alexander Weiß, Johannes Haid und Hans-Peter Hörtnagl, Hypo-Bereichsleiter Treasury Florian Weihs und Finanzmarktexperte Oliver Roth

ÜBER GELD MUSS MAN NACHDENKEN Anfang Mai lud die Hypo Tirol Bank zur Veranstaltung „Zukunftstrends 2.0“ in die voll gefüllte Dogana des Congress Innsbruck. Die Gesellschaft und ihre Megatrends – nie zuvor konnten wir so viel Veränderung gleichzeitig wahrnehmen. Das verunsichert. Doch wie Victor Hugo schon sagte: „Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.“ Unter diesem Motto spannten Finanzexperte Oliver Roth und Harry Gatterer einen Bogen von der Gegenwart mit den Herausforderungen an Börsen und Finanzmärkten und wagten einen Blick nach vorne: Wie beeinflussen Digitalisierung und Robotisierung unser Jetzt und die Zukunft? Der ehemalige Profifußballer und jetzige Börsianer Oliver Roth schaffte es dabei, nackte Zahlen und Fakten kurzweilig zu verpacken und das Börsengeschehen verständlich aufzudörseln, während Zukunftsforscher Harry Gatterer gewohnt launig einen Blick über das Heute hinauswarf. Fazit: Auch wenn man die Zukunft nicht wirklich vorhersagen kann, so wird sie herausfordernd, aber bestimmt nicht hoffnungslos ...

Musikkapelle und Schützenkompanie Oberperfuss im Rahmen des landesüblichen Empfanges

Links: Peter Pülzl, Klaus Hilber und Helmut Schuchter / Rechts: Patrizia Zoller-Frischauf und Klaus Hilber beim Abschreiten der Ehrenformation

70 Jahre Steuerberaterkammer Die Kammer der Wirtschaftstreuhänder feierte Mitte Mai 2017 bundesweit ihr 70-Jahr-Jubiläum. Die Landesstelle Tirol lud aus diesem Anlass zur Jubiläumsgala in die Hofburg in Innsbruck. Nach einem landesüblichen Empfang im Innenhof der Hofburg mit Musikkapelle und Schützen aus Oberperfuss fanden sich die zahlreich anwesenden Ehrengäste aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Bildung sowie die Vertreter des Berufsstandes im Riesensaal ein, wo bei bester Stimmung dieses runde Jubiläum begangen wurde.

AKTIVITÄTEN ERWEITERT Die Akademie der Wirtschaftstreuhänder, eine Tochter der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, hat in Innsbruck ein neues Aus- und Weiterbildungszentrum eröffnet. Die Räumlichkeiten teilt sich die Akademie mit der Landesstelle Tirol der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, die nunmehr über eine moderne Infrastruktur verfügt. Das neue Seminarzentrum ist auch ein klares Zeichen für den hohen Stellenwert, den Ausbildung bei Tiroler Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern hat.

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StB Helmut Schuchter (Vizepräsident der Landesstelle Tirol), StB Klaus Hilber (Präsident der Landesstelle Tirol), Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, StB Klaus Hübner (Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder), Kammerdirektor Gerald Klement und Gerhard Stangl (Geschäftsführer Akademie der Wirtschaftstreuhänder)


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GUTER ZWECK Erkenntnisse jenseits von Wissen und Verstand, darum ging es bei der ersten Auflage der Veranstaltung „AHA2go“ in der Münze Hall. Im Mittelpunkt der Vorträge des IAK – Institut für Angewandte Kreativität standen Inspirationen zum Thema Veränderung, provokative Denkansätze und so manch radikale These. Der Reinerlös von 1.500 Euro kam der Tiroler Initiative „Kindern eine Chance“ zugute.

© PLETZER GRUPPE

© BFI TIROL

Stefan Pleger (Obmann des Vereins „Kindern eine Chance“), Kassierin-Stellvertreterin Esther Wilhelm und Markus Gruber (Geschäftsführer IAK Österreich)

GRANDER ON TOUR DAS GRANDER CATERING ESSEN VOM GRANDER - UND DOCH NICHT IM GRANDER RESTAURANT Eine tolle Alternative: bestellen Sie Grandertypische Köstlichkeiten für Ihr individuelles Buffet! Warme oder kalte Gerichte für die kleine Party ab 4 Personen oder das große Fest!

Martin Schretthauser (AUVA Salzburg), Wolfgang Boesau (AUVA Salzburg), Erich Birgmayer (Ingenieurbüro Birgmayer), Traude Montuoro (BFI Tirol), BFI-Tirol-Geschäftsführerin Karin Klocker und Wolfgang Tremel (VÖSI)

Tirol-Werber Josef Margreiter, Investor Anton Pletzer, Manfred Pletzer und Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Bodenseer

IM FOKUS

AUFTAKT

Über 150 Sicherheitsfachkräfte besuchten den 13. Expertenkongress des BFI Tirol zum Thema Arbeitssicherheit in der Messe Innsbruck. Für die Konferenz der Sicherheitsfachkräfte war die dreizehnte Auflage keine Unglückszahl – im Gegenteil. Mit einem neuen Besucherrekord von über 150 Teilnehmern wurde deutlich, dass das Thema Arbeitssicherheit immer mehr an Bedeutung gewinnt. „Doch dieser Bereich wird auch zunehmend komplexer, und deshalb ist es umso wichtiger, den Experten in Tirol eine solche Plattform zu bieten“, bekannte sich BFI-Tirol-Geschäftsführerin Karin Klocker in ihrer Eröffnungsrede zur Veranstaltung.

Fünf Monate nach der Inbetriebnahme des neuen 4-Sterne-Sportresorts Hohe Salve in Hopfgarten und einem vielversprechenden Auftakt in die erste Wintersaison mit einer 70-prozentigen Auslastung hat die Pletzer Gruppe kürzlich zur großen Eröffnungsfeier geladen. Insgesamt 18 Millionen Euro hat die Pletzer Gruppe in das touristische Aushängeschild gesteckt. Für die künstlerische Begleitung zeichnet der Osttiroler Maler Hans Salcher verantwortlich. Österreichweit einzigartig ist auch das gemeinsam mit Wissenschaftern und Sportpraktikern erarbeitete Move-&Relax-Konzept.

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Frühlingserwachen Ende April fand im Gasthaus Goldener Adler in Innsbruck der Auftakt für das Frühlingserwachen 2017 statt, das einen besonderen Höhepunkt im kulinarischen Jahresreigen bildet. Die Aktion mit Schwerpunkt auf saisonalen Köstlichkeiten ist längst Tradition. Tiroler Topprodukte und beste Rezepte erwecken in der schönsten Zeit des Jahres wahre lukullische Freuden. Durchgeführt wurde die Aktion in Kooperation mit der Genussregion Nordtiroler Gemüse und den dahinterstehenden Bauern.

GRANDER RESTAURANT | Thomas Grander Dr. Felix-Bunzl-Straße 6. 6112 Wattens. T 05224-52626. info@grander-restaurant.at www.grander-restaurant.at

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Einziges Tiroler Krankenhaus mit schwarzen Zahlen Sehr erfreuliche Zahlen präsentierte das Bezirkskrankenhaus (BKH) St. Johann in Tirol für das Jahr 2016: Das Haus konnte im abgelaufenen Jahr zum dritten Mal in Folge als einziges Tiroler Krankenhaus einen Betriebsüberschuss erwirtschaften. Das Betriebsergebnis nach dem Tiroler Krankenanstaltengesetz ergab demnach einen Überschuss von 1,02 Millionen Euro. Insesamt zählte das Krankenhaus 2016 rund 540 Vollbeschäftigte, 67.713 Patienten und 142.830 ambulante Frequenzen.

Die geschäftsführenden Gesellschafter Dieter und Gerald Unterberger, flankiert von Betriebsleiter Martin Kornexl und Geschäftsführer Josef Gruber

AUTOWELT DIE 4.

© WEINBERG

Vor 20 Jahren eröffnete Unterberger Automobile seine erste Autowelt in Kufstein. Damit begründete das Familienunternehmen seine erfolgreiche Schiene mit modernen Mehrmarken-Autohäusern. Mit dem Ausbau des bisherigen Telfer SalesPoints zur vollwertigen Autowelt Telfs erschließt Unterberger einen wichtigen Wirtschaftsraum und baut sein Servicenetz für die Kunden im Tiroler Oberland aus.

Matthias Bank (Dekan BWL & Jurysprecher, Uni Innsbruck), MCI-Rektor Andreas Altmann, Ida Wander (Privatstiftung Tispa), UMIT-Rektorin Sabine Schindler, Tirol-Sonderpreisträger Stefan Stichlberger, Hauptpreisträger Parampreet Christopher Bindra, Innovation-Sonderpreisträgerin Rebecca Wahler, Unirektor Tilmann Märk und Hans Unterdorfer (Vorstand der Tiroler Sparkasse)

JUNGAKADEMIKERPREIS VERGEBEN Der mit insgesamt 4.000 Euro dotierte Graf-Chotek-Hochschulpreis wurde heuer erstmalig in der Geburtsstätte der Tiroler Sparkasse – im Alten Rathaus im Stadtturm – vergeben. Der Hauptpreis im Wert von 2.000 Euro ging an Parampreet Christopher Bindra von der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, der sich in seiner Abschlussarbeit mit auf den ersten Blick unerklärlichem Verhalten von Investoren beschäftigt.

FIRSTFEIER  Zufriedene Gesichter bei den Vertretern des Bauträgers, Vorfreude bei den Bewohnern: Die Firma Weinberg lud zur Firstfeier nach Innsbruck-Kranebitten, wo derzeit der zweite Bauabschnitt des Wohnparks Anna-Dengel-Straße entsteht. Fünf neue Häuser ergänzen dort die bereits fertiggestellten sieben Gebäude im Süden des Grundstücks. Insgesamt 60 Eigentumswohnungen, ein Teil mit Wohnbauförderung, sollen bis Ende des Jahres bezugsfertig sein. Manfred König und Raimund Wulz (Architekturhalle), Weinberg-Projektleiter Christian Schleich, Geschäftsleiterin Monika Froschmayr, Stadtrat Franz X. Gruber und Bauleiter Othmar Kühbauch

© UMIT/KERN

 JAHRE UMIT

Bauherr Hannes Hess, Johannes Stimpfl und Centermanager Helmut Larch

FIRSTFEIER  Auf dem dez-Areal entsteht aktuell ein neues Büro- und Geschäftsgebäude. Kürzlich konnte am Bleichenweg 14 die zugehörige Firstfeier begangen werden. Die Fertigstellung ist für den heurigen Juli geplant.

„Die UMIT – Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik hat sich in den vergangenen 15 Jahren in einem dynamischen Umfeld sehr positiv entwickelt“, bilanzierte Rektorin Sabine Schindler anlässlich des Jubiläums-Festabends in der Aula der UMIT in Hall die Entwicklung der Universität des Landes Tirol in den vergangenen Jahren. Insgesamt zählt die Universität 2.973 Absolventen, aktuell bietet die UMIT 27 Bachelor-, Master-, Doktoratsstudien und Universitätslehrgänge an.

UMIT-Vizerektor Philipp Unterholzner, Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, UMIT-Rektorin Sabine Schindler, Halls Bürgermeisterin Eva Posch und der Rektor der Universität Innsbruck, Tilmann Märk

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