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Wirtschaftsmagazin eco.nova - April 2013

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Ausgabe Nr. 4 / April 2013, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

www.econova.at

das wirtschaftsmagazin

Wohnen in Tirol Mieten statt kaufen: Ist Wohnen noch leistbar? Plus: Was Anlegerwohnungen wirklich bringen. Tirol wählt

Ausblicke auf die Landtagswahl und Einblicke in die Parteien.

Gekommen, um zu bauen

TIWAG-Vorstand Johann Herdina im Interview über Kraftwerksprojekte und Widerstände aus der Bevölkerung.


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Mag. Sandra Nardin und Christoph Loreck eco.nova-Herausgeber

Un(ver)käuflich Wir geben es zu: Es gibt Tage, an denen so gar nichts läuft und wir uns wünschen, mal rasch ein klein wenig angefüttert zu werden, um ans schnelle Geld zu kommen. Aber diese Anwandlungen dauern meist nur kurz. Weil wir uns unsere Unabhängigkeit bewahren möchten ... und weiterhin gut schlafen.

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s gibt Episoden, die würde man nicht glauben, wäre man nicht selbst dabei gewesen. Die Vorbereitungen zu dieser Ausgabe waren dieses Mal voll davon. Wir haben endlich TIWAG-Vorstand Johann Herdina aus seinem Versteck gelockt und ihn zum Interview gebeten (Seite 28) – und den neuen Messedirektor Christian Mayerhofer gleich dazu (Seite 32). Der wollte sich zwar erst auf die berühmten 100 Tage Einarbeitungszeit rausreden, hat sich aber schlussendlich doch bereit erklärt. Und just hat uns ein Mitbewerbs-Fotograf, der knapp hinter uns seinen Fototermin hatte, unser hart erarbeitetes und arrangiertes Motiv geklaut. Wir sind aber nicht nachtragend. Kopiert zu werden, ist nämlich eines der schönsten Komplimente, wie wir finden. Also auf diesem Wege: Gern geschehen, Herr Kollege. Richtig verwundert waren wir hingegen über die Vorgehensweise so mancher Partei im Zuge unseres Wahl-Spezials (ab Seite 42) in dieser Ausgabe. Die Einmischung ins politische Tirol überlassen wir normalerweise gerne anderen. Ob der bevorstehenden Landtagswahlen kamen aber auch wir nicht ums Thema herum. Und was uns da passierte, erinnerte uns wieder daran, warum wir die Politik normalerweise meiden. Einfache Fragestellung: Bitte übermitteln Sie uns Ihr Wahlprogramm. Zeit: drei Wochen! Antwort der Kleinparteien: schnell und unkompliziert. Antwort der Großen mit eigenem Mitarbeiterstab für Öffentlichkeitsarbeit: eher weniger schnell bis extrem langsaaaaaaaam. Ähnlich verhielt es sich mit unseren Interviewanfragen. Während sich die einen freuten, endlich einmal unvoreingenommen interviewt zu werden, fühlten sich die anderen von unseren Fragen gekränkt und sagten schmollend gleich zwei Termine ab, verbunden mit der Aussage, ob sie denn zu wenig inserierten, weil unsere Fragen so kritisch seien. Man möge sich seinen Teil dazu denken, von unserer Seite nur so viel: Meine sehr geehrten Damen und Herren: Wir sind nicht käuflich! Waren es nie und werden es nie sein. Wir brauchen Inserate, um unser Magazin zu finanzieren und uns und unseren Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz zu geben, weil wir keine Spielwiese eines betuchten Mäzens sind. Der gebuchte Platz ist der Ihre – machen Sie damit, was Sie wollen (naja, fast). Redaktionelle Inhalte sind die unseren. Ausnahmslos. Völlig unpolitisch sind wir indes freilich nicht. Jeder von uns hat seine Präferenzen und Interessen, als Medium treten wir jedoch gänzlich unabhängig auf und sind stolz darauf. Nicht einmal unser Büro ist gemietet. Dass wir diese Immobilie gefunden haben, war zugegeben Glück, aber das braucht es wohl auf einem Immobilienmarkt wie Innsbruck. Mehr dazu in der Titelgeschichte (ab Seite 14) ... Sollten Sie uns nach alldem dennoch ein wenig anfüttern wollen: Schicken Sie uns Kuchen. Wenn wir uns was wünschen dürfen, bitte aus Dinkelmehl.

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eco.inhalt

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048 Parteien im Überblick

eco.titel

Programme und Spitzenkandidaten

014 Ist Wohnen noch leistbar?

050 Im Interview: die Parteichefs

Viele Tiroler zieht es in die Städte. Doch Wohnen in Innsbruck ist teuer, wodurch der eigene Wohnraum für viele unleistbar wird – trotz neuer Wohnbauförderungsrichtlinien.

Alle neun tirolweit antretenden Parteien im Interview über Ziele, Fallstricke, Freunde und Feinde.

064 steuer.berater

eco.wirtschaft

068 recht.aktuell

028 Im Interview: Johann Herdina

Anfang des Jahres trat Johann Herdina seinen Posten als neuer TIWAG-Vorstand an. Wir trafen ihn zum Gespräch.

eco.zukunft

032 Im Interview: Christian Mayerhofer

076 Mission Mars

Der neue Messedirektor und Wahltiroler ganz persönlich.

Wann Menschen auf den Mars fliegen und was ein Tiroler damit zu tun hat ...

034 Skigebietszusammenschlüsse

082 Kooperationspartner

Wie die Verbindung Lizum–Schlick das Stubai aus der touristischen Tristesse holen soll.

Aktuelles von unseren Kooperationspartnern Standortagentur Tirol, WIFI, CAST und der Uni Innsbruck.

096 Smart Social Media Contest

eco.wahl

Wie eine kreative Strategie neue Kunden bringt.

042 Wahlen in Zahlen

Wahlkampf budgets, Listen und mehr.

eco.geld

044 Im Interview: Ferdinand Karlhofer

100 Anlegerwohnungen

Der Politexperte über Wählerverhalten und warum das Thema Agrargemeinschaften zur Gretchenfrage wird.

Lohnen sich Immobilien noch als Wertanlage?

Endlich Amigo-Wirtschaft abschaffen! •

• • vorwärts-tirol.at Gründungsteam BGMin Mag.a Christine OPPITZ PLÖRER, DI Hans LINDENBERGER und Dr. Anna HOSP

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nachvollziehbare und transparente Vergabe von Aufträgen des Landes und landesnaher Unternehmen Rückzug der Politik aus Aufsichtsräten von landesnahen Unternehmen (TIWAG, HYPO, etc.) und sonstigen Institutionen wie ORF und Schulen Bürgernähe statt Freunderlwirtschaft

am 28. April »


eco.inhalt

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120 Ausstellung: Helmut Schober

Die Galerie Rhomberg präsentiert Werke des Ausnahmekünstlers.

eco.mobil

124 Im Test 124 // 125 // 126 // 128 // 129 //

104 Im Interview: Klaus Hilber

Der neue Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder im Gespräch.

eco.art

112 Im Interview: Christa Redik

Die Geschäftsführerin der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik blickt entspannt in die neue Saison.

116 Passionsspiele Erl

Zum 400. Mal feiert Erl seine Passionsspiele – heuer in einer ganz besonderen Adaptierung von Felix Mitterer.

Toyota RAV 4 Mercedes GLK Drei 3er im BMW-Vergleich Volvo V40 Mazda CX-5

130 Autosalon Genf

Mobile Neuigkeiten aus der Schweiz.

eco.life

134 Ausflugstipp: Meran

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff lassen eine ganze Stadt erblühen.

138 Lifestyle-Drink

Was ein Kaugummi und ein neuer Drink mit Philosophie zu tun haben.

140 Österreichischer Wein

Tradition & Sortenvielfalt.

KÖNNEN

HAARE HÖREN

Impressum Herausgeber & Medieninhaber: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/290088, E-Mail: redaktion@econova.at, www.econova.at // Geschäftsleitung: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin // Assistenz: Ruth Loreck // Chefredaktion: Marina Kremser Redaktion: eco.wirtschaft: MMag. Klaus Schebesta, Mag. Sandra Nardin, Bruno König, Renate Linser-Sachers, MMag. Paul Salchner, Barbara Liesener, DI Caterina Molzer-Sauper, Uwe Schwinghammer, Mag. Barbara Wildauer, Marion Witting, MSc. // eco.zukunft: Dr. Barbara Hoffmann // eco.geld: Dr. Michael Posselt, Michael Kordovsky // eco.kultur: Julia Sparber // eco.mobil: Bruno König // steuer.berater: Dr. Verena Maria Erian // recht.aktuell: RA Mag. Dr. Ivo Rungg // eco.life: Marina Kremser Anzeigenverkauf: Ing. Christian Senn, Bruno König, Martin Weissen­brunner // Fotoredaktion: Julia Türtscher (blickfang-photographie.com), Ursula Aichner (fotowerk.at) Grafik: Sophie Frenzel // Druck: Radin-Berger-Print GmbH // Jahresabo: EUR 25,00 (14 Ausgaben) Unternehmensgegenstand: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. // Grundlegende Richtung: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar.

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18.03.13 10:15

eco.nova

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eco.mmentar

Endlich: Showdown! Tirol wählt. Am 28. April wird abgerechnet. Ob die Wähler wollen oder nicht: Sie sitzen erste Reihe fußfrei und erleben den Showdown um die Macht im Land, der an Schärfe nicht zu überbieten ist. Viele Wähler sind froh, wenn der 28. April endlich vorbei ist – dann besteht die Chance, dass endlich wieder so etwas wie Normalität in Tirol einkehrt. // Text: Klaus Schebesta, Foto: Florian Schneider

MMag. Klaus Schebesta

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OCH NIE hat es eine der-

art geballte Front gegen eine Partei im Land gegeben. Die Jagd auf die Mandate der Volkspartei ist das erklärte Ziel aller Fraktionen, erst danach geht es um eigene Themen und Inhalte.

NOCH NIE stand die historische Chance

derart greifbar im Raum, die Machtverhältnisse im Land zu ändern. Bis zur Gemeinderatswahl in Innsbruck schien es geradezu undenkbar, an einer Regierungsbeteiligung der Volkspartei zu rütteln. Jetzt regiert in der Stadt Gelb-Grün-Rot und die VP sitzt in Innsbruck in Schockstarre auf der Oppositionsbank. Um die VP auch auf Landesebene zum Wanken zu bringen, scheint jedes Mittel heilig, jeder Untergriff erlaubt. Die Erfolge der Volkspartei – von der niedrigsten Arbeitslosigkeit aller EU-Regionen bis hin zum soliden Landesbudget – werden vom Tisch gewischt wie lästige Krümel.

NOCH NIE stand ein einziges Thema, noch

dazu eines, das ehrlich betrachtet auf viele Wähler keinerlei Auswirkungen hat, bei zwei aufeinanderfolgenden Wahlen im Brennpunkt. Die Agrargemeinschaften drängten schon bei den letzten Landtagswahlen die Volkspartei in die Defensive. Nun ist die Volkspartei Opfer von langwierigen juristi-

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eco.nova

schen Auseinandersetzungen, auf die sie im Grunde wenig Einfluss hat. Sie steht vor dem Faktum, dass das Agrarthema immer noch nicht erledigt ist, und muss sich dafür durch Sonne, Mond und Sterne prügeln lassen. Dabei spielt es in der öffentlichen Debatte offenbar keine Rolle, ob eine Rückübertragung des Eigentums an die Gemeinden verfassungsrechtlich überhaupt möglich ist. Die Opposition untermauert diese Behauptung mit populistisch-knackigen Sagern und die VP ist dazu verdammt, mit spröden juristischen Erklärungen dagegenzuhalten. Es spricht vieles dafür, dass der Vorschlag der Opposition zur Rückübertragung an die Gemeinden tatsächlich verfassungswidrig ist. Doch damit kommt die VP in der öffentlichen Meinung genauso wenig durch wie mit der Tatsache, dass von den 2.000 Agrargemeinschaften nur 250 aus Gemeindegut entstanden sind und bereits 6.000 Bescheide erlassen wurden. Dass bei 70 Prozent eine einvernehmliche Lösung zwischen Agrargemeinschaft und Gemeinde gefunden werden konnte, scheint auch niemanden zu interessieren. Die Schlagzeilen der restlichen 30 Prozent überstrahlen alles und versorgen die vereinte Opposition weiterhin reichlich mit Wahlkampfmunition.

NOCH NIE war so deutlich zu beobachten, dass Koalitionen bloße taktische Manöver und Zweckvereinigung sind, denen jegliche Verbundenheit fehlt. Die Sozialisten stimmten fünf Jahre lang brav mit der Volkspartei mit, nun vollzogen sie eine 180-Grad-Wende bei den Agrargemeinschaften und versuchen den Wählern zu erklären, dass sie mit ihrer über die gesamte Legislaturperiode vertretenen Meinung nichts mehr zu tun haben. NOCH NIE konnte man dem Hin- und

Herschwappen der Proteststimmen so glasklar zusehen. Vor einigen Monaten, als das Team Stronach erstmals auftauchte, schlugen die Umfragen bei acht Prozent aus, obwohl weder Namen von Tirol-Kandidaten noch Inhalte bekannt waren. Einige Wochen später kam „vorwärts Tirol“ – und erzielte mit einem ähnlichen inhaltlichen Anspruch auf

Anhieb zehn Prozent. Proteststimmen sind erschreckend einfach zu haben – das wird zur zukünftigen Herausforderung für das ganze demokratische System.

NOCH NIE hat die Volkspartei vor den

Wahlen so hoch gepokert. Dazu gehört die Vorverschiebung des ursprünglich für Herbst geplanten Parteitags. Messlatte ist das Wahlergebnis für Günther Platter beim letzten Parteitag im Jahr 2009 mit 96,3 Prozent. Erreicht der Landesparteiobmann diesmal ein ähnliches Ergebnis, nimmt er einen ordentlichen Schub für das Wahlkampffinale mit. Im Falle eines Dämpfers bei den Landtagswahlen für die VP kann Platter dann immerhin auf sein persönliches gutes Ergebnis beim Landesparteitag verweisen. Schneidet jedoch Platter am Parteitag schwächer ab – und hier reichen schon einige Prozentpunkte weniger, um schlechte Presse zu bekommen –, kommt der Landeshauptmann ins Gedränge. Das Risiko ist hoch: Die Partei rechnet offenbar damit, dass Loyalität und Vernunft der Delegierten höher wiegen als die Verlockung, dass Unzufriedene in den eigenen Reihen (auch und gerade in der Agrarfrage) das Kreuzchen verweigern.

SCHON IMMER hingegen spitzten sich

die Auseinandersetzungen vor Wahlgängen zu. Das ist nichts Neues. Neu ist allenfalls die Schärfe und Unerbittlichkeit der geführten Debatten und die Fokussierung auf ein einziges Thema, mit dem übrigens viele Bürger, vor allem in den Städten, null Berührungspunkte haben. Aber um das geht es nicht, es geht um Emotionen. Es liegt nun in der Verantwortung der Parteien, nicht alles Porzellan zu zerbrechen, um die Wähler nicht gänzlich zu verschrecken. Es liegt in der Verantwortung der Medien, nicht jede unachtsame Bemerkung zu einem Bürgerkrieg der Worte hochzustilisieren, um die journalistische Sorgfalt nicht zu verschrecken. Und es liegt in der Verantwortung der Wähler, am 28. April trotz alledem ihre Stimme abzugeben, um die Demokratie nicht zu verschrecken.

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eco.zahlen

wohnen in Zahlen Fläche Tirols in km2:

12.640

• davon dauerhaft besiedelbar in %: 12

• Landesfläche über 1.000 m Seehöhe in %: 85

• größte Gemeindefläche in km 2: 467 (Sölden)

• bevölkerungsmäßig kleinste Gemeinde, Einwohner: 54 (Gramais im Bezirk Reutte) Quelle: Österreich. Zahlen. Daten. Fakten/Statistik Austria

Kauftransaktionen 2012 in Tirol (ohne Innsbruck):

1.487

• davon Einfamilienhäuser: 149, unbebaute Grundstücke: 187, Wohnungen: 1.151

• Kauftransaktionen in Innsbruck: 1.171

• durchschnittlicher Preis eines Einfamilienhauses in Euro: 315.081

• durchschnittlicher Preis einer Eigentumswohnung pro m 2 in Euro: 2.721

• Mietpreisänderungen 2008 bis 2013 in Innsbruck in %: + 20,73

Quelle: Prochecked

Gebäude in Tirol:

188.000

• davon mit Wohnungen: 155.000

• Bevölkerung per 01.01.2012: 714.449

• Wohnungen in Tirol:

374.000

• Anteil der Haushalte mit Internetzugang in Tirol / Österreich in %: 73,9 / 79,3 • Anteil der Bevölkerung in Eigenheimen und Eigentumswohnungen 2011 in Tirol / Österreich in %: 70,8 / 61,9 • Wohnnutzfläche pro Einwohner in Privathaushalten 2010 in Tirol / Österreich in m 2: 42,2 / 43,7 Quellen: Landesstatistik/Amt der Tiroler Landesregierung, Österreich. Zahlen. Daten. Fakten/Statistik Austria

Raumnutzung und Wohlfühlfaktor: (Welchen Raum nutzt man am meisten / wo fühlt man sich am wohlsten, in %) • Wohnzimmer: 49 / 53 • kombiniertes Wohn-/Esszimmer: 24 / 22 • Küche: 22 / 12 • Schlafraum: 1 / 3 Quelle: Studie „Zukunft des Wohnens“/Zukunftsinstitut

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Kopf der Ausgabe

Univ.-Prof. Dr. Alois Saria ist Leiter der Abteilung für Experimentelle Psychiatrie der Medizinischen Universität Innsbruck und der einzige österreichische Wissenschaftler im Managementbereich des Projektkonsortiums des Human Brain Project, einem auf 10 Jahre angelegten Großprojekt zur Erforschung des menschlichen Gehirns. // Text: Barbara Wildauer, Foto: Ursula Aichner 10

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as menschliche Gehirn zu verstehen, ist eine der ganz großen Herausforderungen, die die Wissenschaft beschäftigen. Um die Funktionen im Gehirn verstehen zu können, wird daran gearbeitet, sie mit Hilfe eines Supercomputers zu simulieren. Der Neurochemiker Dr. Alois Saria befasst sich seit Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn mit Funktionen und Prozessen im Gehirn, Erkrankungen und der Frage, welche Auswirkungen Suchtmittel auf das Gehirn zeigen. Über 80 europäische und internatioale Forschungsstätten sind in das „Human Brain Project“ eingebunden, das im Rahmen des neuen FET-Flaggschiffprogramms von der EU für die nächsten 10 Jahre mit bis zu einer Milliarde Euro mitfinanziert wird – dazu kommen Mittel von Forschungseinrichtungen und privaten Partnern. Die Koordination des Projektes erfolgt an der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) in der Schweiz durch den Neurowissenschafter Henry Markram. Prof. Alois Saria koordiniert im Projekt die Ausbildung von bis zu 1.000 PhD-Studierenden, entwickelt neue Ausbildungsmodelle und Curricula und baut eine neue Fernstudienplattform für junge Wissenschafter auf. eco.nova: Wie kommt man als in Österreich tätiger Wissenschaftler in das Board eines solchen Projektes? Dr. Alois Saria: Ich befasse mich seit 25 Jahren – seit ich in Tirol bin – mit den Funktionen des menschlichen Gehirns. Zu den Neurowissenschaften bin ich eher zufällig gekommen – über die Dissertation meines Studiums der technischen Chemie in Graz zum peripheren Nervensystem. Ich konnte dann in Stockholm die in Graz begonnene Forschung weiterführen. 1987 wurde die psychiatrische Klinik in Innsbruck auf mich aufmerksam, die erstmals Grundlagenforschung zu dem Thema in Innsbruck etablieren wollte, und es war sehr spannend für mich, ein Forschungslabor von Grund auf aufbauen zu können. Wie darf man sich die Arbeit eines „Gehirnforschers“ vorstellen. Am lebenden menschlichen Hirn kann natürlich niemand invasiv forschen. Wir haben darüber hinaus auch heute noch kaum die Möglichkeit, Prozesse im Gehirn zu beobachten. Wir untersuchen biochemische Abläufe, dazu gibt es verschiedene biochemische Verfahren, und in den letzten Jahren haben die Möglichkeiten neuer bildgebender Verfahren, die zweiund auch schon dreidimensional zur Verfügung stehen, die Forschung weitergebracht. Bei Gehirnforschung geht es aber auch darum, provozierte Prozesse ablaufen zu lassen,

und das geht wiederum beim Menschen kaum und auch bei Tierversuchen nur eingeschränkt. Daher ist die Entwicklung von Simulationsmodellen so interessant für die Wissenschaft. Welche Aufgaben haben Sie im Projekt und wie sind Sie zu diesen gekommen? Ich bin im Managementteam des Projektes. Das hat sich einerseits aus meiner Forschung und meinem Bekanntheitsgrad in der internationalen Fachwelt ergeben und andererseits organisiere ich seit 22 Jahren Konferenzen. Bei der Organisation großer wissenschaftlicher Konferenzen ist auch kaufmännisches Denken erforderlich und gefragt und das ist scheinbar eine meiner Stärken. Meine Aufgabe im Projekt ist ganz konkret, ein Ausbildungsprogramm zu konzipieren. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor wissenschaftlicher Arbeit ist, die neuen Erkenntnisse möglichst schnell in die Ausbildung und die wissenschaftlichen Fragestellungen an den Universitäten fließen zu lassen. Das Ziel dabei ist, Exzellenz in der Ausbildung zu erreichen. Meine Aufgaben im Management Team umfassen neben der Funktion als Leiter des Educational Teams auch die Mitarbeit im Bereich Technologietransfer, das ist vor allem Öffentlichkeitsarbeit und auch die Verbindung zur EU-Administration des Projektes. Was ist bei einem so umfassenden internationalen Projekt die größte Herausforderung für Sie persönlich? Das Projekt ist sehr interdisziplinär. Es treffen sehr unterschiedliche wissenschaftliche Fachgebiete und „Sprachen“ aufeinander und es ist eine große Herausforderung schon bei kleineren Projekten, dass sich Fachgebiete auch untereinander so weit verstehen, dass sie wissen, woran der andere gerade arbeitet, und sich austauschen. Die Wissenschaftler sind durch die vielen Kooperationspartner auch räumlich weit verteilt. Wie werden bei einem Projekt mit 80 wissenschaftlichen Partnern die strategischen Ziele festgelegt und Entscheidungen getroffen? Wir haben uns bereits im Wettbewerb gegen rund 20 andere große Projekte durchgesetzt, das Human Brain Project wurde in einer zweiten Wettbewerbsphase von sechs Finalisten als eines von zwei geförderten Projekten ausgewählt. Meine persönliche Philosophie ist, die Visionen zu verfolgen – das motiviert mich und treibt mich an. Und ich engagiere mich dort, wo ich etwas bewegen will. Das heißt dann aber auch, alle Aktivitäten, mit denen nichts Erkennbares bewegt werden kann, zu vermeiden. Das alles muss in der zur Verfügung stehenden Zeit mit größtmöglicher Effizienz erfolgen. Ich versuche

dazu sehr genau zu beobachten, welche Menschen und Entscheidungsträger sich engagieren oder bewegen. Es ist in allen Bereichen so, dass man erkennen kann, wem mehr das gemeinsame Ziel am Herzen liegt oder das eigene Fortkommen. In einem großen Projekt ist das gemeinsame Finden von Zielsetzungen und die strategische Ausrichtung eine riesige Anforderung. Dass Wissenschaftler gemeinsam eine Richtung finden, in die sie arbeiten, erfordert sehr viel an Kommunikation, Austausch und Kooperation. Es geht dabei letztendlich immer um Menschen. Fortschritt entsteht da, wo es um ein höheres Ziel geht. Können Sie Ihre Ziele immer durchsetzen? Ich unterlasse Tätigkeiten, wo mir großer Widerstand entgegenbläst, der nicht sachorientiert ist. Bevor ich eine Funktion übernehme, schaue ich sehr genau, ob ein Großteil der Entscheidungsträger mir das auch zutraut, was von mir erwartet wird. Nur das gewährleistet, in einer Funktion und Tätigkeit den notwendigen Respekt zu erhalten. Viele scheitern heute an der Respektlosigkeit der Menschen, mit denen sie agieren sollen. Wie gehen Sie mit dem Druck so großer Verantwortung um? Das Projekt soll ja erfolgreich fortschreiten. Ich versuche diesen Anforderungen vor allem mit Gelassenheit zu begegnen. Druck entsteht dabei aus verschiedenen Faktoren – allein die wissenschaftliche Debatte kann zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten führen. Die Detailvorstellungen sind oft sehr unterschiedlich und es gibt auch im Leitungskonsortium Kollegen, die gerne als Zweifler auftreten. Ich habe diese Gelassenheit im Laufe meiner beruflichen Entwicklung lernen müssen und mich dazu auch mit Zeitmanagement befasst, um für mich und meinen Körper die richtige Balance zu finden. Ich reihe nach Prioritäten, die zwei bis dreimal täglich überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Wenn mich jemand sehr unter Druck zu setzen versucht, setze ich mich hin und überlege sehr genau, was passiert, wenn das jetzt nicht gemacht wird. Was wird sich durch das Projekt verändern? Wir erwarten, dass das Projekt dazu führt, dass die Hirnforschung in zehn bis fünfzehn Jahren ganz anders sein wird als bisher. Für Innsbruck bedeutet das Projekt, dass es gelungen ist, einen wichtigen Teil externer Fördermittel, die in der Leistungsbilanz der Medizinischen Universität auch vorgesehen sind, zu lukrieren. Und es bedeutet eine enorme Aufwertung des Standortes Innsbruck, weil es die Sichtbarkeit der Medizinischen Universität erhöht. eco.nova

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Wirtschaft & Unternehmen

führen am limit

„innovativ ist nur der, der dorthin geht, wo die anderen nicht sind.“ Extrembergsteiger Reinhold Messner

Der Polarforscher Sir Ernest Henry Shackleton ist zweifelsohne ein Macher. Berühmt aber wurde er durch sein Scheitern. Shackleton macht sich im Zuge seiner Nimrod-Expedition unter widrigsten Bedingungen auf, um als erster Mensch den geografischen Südpol zu erreichen, um kurz davor zum Wohle seiner Mannschaft umzukehren. Sein Mut zur Umkehr sicherte rückblickend das Vermächtnis und Überleben aller Teilnehmer. Shackleton erkannte und respektierte (seine) Grenzen. Er bewegte sich am Limit, ging aber nie darüber hinaus –

shackleton befahl nicht. er ging voraus. so motivierte er seine männer. Peter Baumgartner über den Polarforscher Sir Ernest Henry Shackleton und dessen Vermächtnis für heutiges Führungsverhalten

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und sendet damit unwissentlich eine Botschaft an das heutige Unternehmertum. „Shackleton war kein übermütiger Grenz­ überschreiter, der ungestüm und unüberlegt ans Werk ging. Er war auch keiner, der sein Eigeninteresse über das seiner Crew stellte, sondern einer, der im Miteinander die Kraft zum Weitermachen und für die Zielerreichung aktivierte. Die Bedingungen, unter denen sich Führungsverhalten heute bewähren muss, sind oft von Ungewissheit, Unsicherheit und scheinbarer Ausweglosigkeit bestimmt sowie von der Notwendigkeit, Komplexität zu beherrschen. Das Ausmaß der Probleme ist immens gewachsen und daher bedarf es mancher Anker, um – so wie es Shackleton gelang – Orientierung zu schaffen“, schreibt Wirtschaftsliteraturpreisträger Peter Baumgartner in seinem Buch „Geniale Grenzgänge“, ein Plädoyer für leidenschaftliches und souveränes Handeln und Wirtschaften. Seine Thesen und Aussagen in dem Buch sind zwar nicht neu, werden aber an-

hand des Shackleton-Beispiels von einer anderen Seite beleuchtet und bilden in ihrer kompakten Gesamtheit eine gute Basis, das eigene Führungsverhalten zu überdenken. Laut Baumgartner arbeitet jeder dritte Berufstätige beständig am Limit. Die wachsenden Anforderungen am Arbeitsplatz bringen Unternehmen und die Menschen in ihnen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Das Buch zeigt, warum es manchmal besser ist, den Reset-Knopf zu drücken.

buchtipp Geniale Grenzgänge Peter Baumgartner böhlau Verlag, 272 Seiten EUR 29,90


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konjunkturfrühling

standortisicherung mit 10-punkte-lösungsprogramm „Wenn Tirol heute in vielen Rankings und Statistiken besser dasteht als andere Bundesländer oder EU-Regionen, wenn in den letzten fünf Jahren Rahmenbedingungen für Unternehmen und das Unternehmertum verbessert wurden, die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt, neue Arbeitsplätze geschaffen und der Wohlstand in Tirol gesteigert werden konnten, dann geht das in sehr vielen Fällen auf Ideen, Forderungen und Initiativen der Wirtschaftskammer Tirol zurück“, spart Präsident Jürgen Bodenseer nicht mit Eigenlob. Trotzdem gibt es immer noch Punkte, die verbesserungswürdig sind. Bodenseer & Co. haben diese auf 10 zusammengefasst und als „umfassendes Lösungsprogramm zur Verbesserung der Rahmenbedingungen und Sicherung des Standortes für die nächste Legislaturperiode 2013 bis 2018“ präsentiert – pünktlich zum VorWahlkampf, dessen Auftakt ursprünglich für Nach-Ostern geplant war und den die VP mit ihrer „Wir-arbeiten-für-Tirol“-Kampagne im hübschen Gelb bereits ein wenig vorgezogen hat. Diese will es freilich nur als Information und nicht als Wahlplakat betitelt wissen ... Das Kammer'sche Lösungsprogramm, das aus allen sieben Sparten der WK Tirol zusammengestellt wurde, enthält konkret Forderungen und Vorschläge zu den Themen­bereichen 1. Bürokratie (Verwaltung vereinfachen und Bürokratie abbauen), 2. Bildung (Bildungssystem reformieren und Lehre stärken), 3. Infrastruktur (Verkehrswirtschaft entlasten und Infrastruktur ausbauen), 4. Innovation (Innovationen fördern und F&E-Chancen nutzen),5.Energie (Ressourcen schonen und erneuerbare Energie forcieren), 6. Tourismus (Tourismuswirtschaft stärken und die Marke Tirol klar positionieren), 7. Bauen (Tirols Bauwirtschaft stärken – leistbares Wohnen fördern), 8. Export (Zukunftsbranchen entwickeln und Internationalisierung fördern), 9. Soziales (Tirol sozial und leistungsstark gestalten), 10. Ortskerne (Ortskerne stärken und Nahversorgung sichern). Die 60 Seiten starke Broschüre wird übrigens allen wahlwerbenden Gruppen im Vorfeld der Landtagswahl zugestellt, um alle einzuladen, gemeinsam daran zu arbeiten.

Die Stimmungsaufhellung in Europa schlägt sich auch in der österreichischen Wirtschaft langsam nieder – so das Ergebnis des Bank-Austria-Konjunkturbarometers im Feber, der erstmals seit neun Monaten mit einem Anstieg auf 0,6 Punkte wieder im Plus liegt. Das heimische Konjunkturklima verbessert sich demnach auf breiter Basis. So sei laut Bank Austria erstmals ein einheitlicher Aufwärtstrends aller Komponenten des Konjunkturindikators zu erkennen. Trotzdem bleibt die Wirtschaftserwartung für das heurige Jahr bei 0,9 Prozent. Die Unterstützung für den Aufwind kommt ganz wesentlich aus dem Ausland. Das Geschäftsklima in Europa hat sich durchwegs verbessert; sowohl in Ländern der sogenannten Periperhie als auch in den Kernländern. Infolge der positiven Entwicklung in Gesamteuropa erfährt auch das heimische Industrievertrauen einen deutlichen Aufwärtsschub. Die Stimmungslage sei mittlerweile so stabil, dass selbst politische Störfaktoren, wie das nicht eindeutige Ergebnis der Parlamentschaftswahlen in Italien (oder aktuell die Zypern-Krise), kaum belastend auf die heimischen Märkte wirken. Der knapp vor dem Jahreswechsel eingesetzte Stimmungswandel wird mittlerweile von einer breiten, solideren Basis getragen. Dies stärkt die Erwartung, dass der Aufwärtstrend der weichen Stimmungsindikatoren sich bald in den realen Wirtschaftsdaten positiv niederschlagen wird.

stipendium für erfolgreiche wirtschaftsstudentin zu vergeben Der Zonta Club Innsbruck I vergibt zum ersten Mal das Jane M. Klausmann Woman in Business-Stipendium an eine erfolgreiche Studentin der Wirtschaftswissenschaften. Dieser mit 500 Euro dotierte Preis soll junge, engagierte Frauen unterstützen, ihr Potenzial als weibliche Führungskraft auszuschöpfen. // Nähere Infos: www.innsbruck1.zontaclub.net

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eco.titel

Der Luxus der Städter –

ist Wohnen noch leistbar?

Stadtentwicklung dominierte das heurige Immobilienforum Anfang März. Das kommt nicht von ungefähr, denn der Trend der Urbanisierung schwebt schon seit Längerem über dem Grundthema „Immobilien”. Was zum einen dazu führt, dass Dörfer und Kleingemeinden zusehends aussterben, Nahversorger oder Freizeiteinrichtungen dort mangels Kundschaft zusperren und in weiterer Folge ob deren Fehlen niemand mehr zuzieht, und zum anderen, dass die Preise in den Städten explodieren. Was mit Angebot und Nachfrage zu tun hat. Aber auch damit, dass Grund und Boden im wahrsten Sinne des Wortes von Natur aus knapp sind – vor allem in einem Bundesland wie Tirol, wo lediglich 12 Prozent des Landes dauerhaft besiedelbar sind. // Text: Marina Kremser

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inzig Landesrat Johannes Tratter wies im Eröffnungsvortrag des Immobilienforums kurz darauf hin, dass man natürlich auch ländliche Gemeinden in deren Entwicklung unterstützen müsse. Generell ging es aber darum, Städte – und vor allem Stadtkerne – entsprechend für die Zukunft zu rüsten. Oder um es in Tratters Worten zu sagen: „Wir müssen das Leben ins Zentrum holen und Altstädte wieder für den Wohnbau attraktiv machen.“ Die Sache hat nur einen Haken ...

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Die Zukunft liegt in den Städten

Eines lässt sich trotz vieler Bemühungen nicht leugnen: Den gemeinen Tiroler (und nicht nur den) zieht es in die Stadt. Hierzulande vorrangig nach Innsbruck. Nun hat die Landeshauptstadt aber ein gehöriges Problem und das heißt Platzmangel. Berge lassen sich eben nicht so leicht versetzen. Demzufolge müssen Konzepte her, um anderwertig Räume zu schaffen. In die Breite lässt sich kaum mehr wachsen, also setzt man auf die Ver-

dichtung nach innen. Immer mehr Gebäudekonzepte vereinen dabei Wohnen, Arbeiten und Freizeit. Was durchaus gewünscht ist. Im letzten Jahrhundert wurden Wohnen und Arbeiten in vielen Städten strikt voneinander getrennt – gewohnt wurde im Zentrum, gearbeitet in der Peripherie. Es kam zur so genannten „Entmischung“. Was zu einem Großteil damit zu tun hat, dass sich die Arbeit von früher von der heutigen gänzlich unterscheidet. Dominierten damals Fabriken mit rauchenden Schloten, sind es heute


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„Der Wohnungsneubau hat sich nicht nur durch laufende Kostensteigerungen, sondern vielmehr durch zusätzliche gesetzliche Vorschriften, insbesondere in den letzten Jahren, verteuert. Eine Entrümpelung überschieSSender gesetzlicher Regelungen und Anpassung an die Notwendigkeiten wäre höchst angebracht.“ Arno Wimmer, WK Tirol/Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder

vor allem Büroarbeiter, die vermehrt wieder in die Innenstadt zurückwollen. In der Arbeitswelt dominieren längst der Dienstleistungssektor und Betriebe mit weniger als 20 Beschäftigten, die mit dem Wohnen darüber nicht in Konflikt kämen. „Re-mixing the City“ war deshalb nicht nur der Titel einer internationalen Stadtplaner-Konferenz im vergangenen Jahr in Schwechat, sondern gibt einer spürbaren Trendumkehr einen Namen.

Grundbedürfnis Wohnen

Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Doch es stellt sich unweigerlich die Frage: Wie definiert sich dieses Grundbedürfnis und wo beginnt Luxus? Denn spricht man in Tirol davon, Wohnen leistbarer zu machen, geht es in der Quintessenz darum, Eigentum einer breiteren Masse zugänglich zu machen. Natürlich gehört allen Vermietern, die heruntergekommene Immobilien anbieten, in denen aufgrund mangelhaft isolierter Fenster mehr Geld hinausgeheizt als Wärme für die Wohnung erzeugt wird, auf die Finger geschaut und nötigenfalls kräftig hinaufgeklopft. Gehört jedoch zur generellen Befriedigung des Grundbedürfnisses Wohnungseigentum statt Miete ein Leben in der Stadt oder Wohnen nahe am Arbeitsplatz? Wobei wir in dieser Hinsicht in Tirol recht verwöhnt scheinen und durchschnittlich von der Wohnung zum Arbeitsplatz insgesamt so lange brauchen, wie ein Wiener morgens im Stau steht. Klare Definitionen gibt es dazu offensichtlich nicht. Auf die eigentlich klare Frage „Gibt es für das Grundbedürfnis Wohnen entsprechende Definitionen (Größe der Wohnung, Ausstattung etc.) oder ist das sprichwörtliche Dach

über dem Kopf bereits Bedarfsbefriedigung genug? Und ist es notwendig, dass im sozialen Wohnbau teilweise bis zu drei Autoabstellplätze gefordert werden?“ kam die etwas vage Antwort von Landesrat Thomas Pupp: „Wohnen als Grundbedürfnis darf nicht in der Definition ‚ein Dach über dem Kopf haben‘ stecken bleiben. Gerade der gemeinnützige Wohnbau in Tirol zeichnet sich durch hohe Qualität und klimafreundliche Haustechnik aus. Daran wollen wir festhalten. Was aber zu hinterfragen ist, sind die Kostentreiber wie die Stellplatz- und Bauvorschriften oder die Aufzugspflicht. Das ist bereits ein Bestandteil des Tiroler Weges für leistbares Wohnen, der auf meinen Antrag von der Landesregierung und vom Landtag beschlossen wurde.“ Was von der Landesregierung übrigens als „Meilenstein“ gefeiert wurde, ist für die Wirtschaftskammer lediglich ein Schritt in die richtige Richtung. Nichtsdestotrotz würde vermehrter geförderter Wohnbau gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Tiroler kämen leichter zu ihrem hart ersehnten Eigentum, gleichzeitig würde ein größeres Angebot die Immobilienpreise generell automatisch nach unten drücken.

Reformiertes Wohnen

„Für den Tiroler ist persönliches Eigentum ein hohes Ziel. Politik und Behörde müssen sich schnellstens um die Anpassung der Wohnbauförderung und die Korrektur völlig überzogener Auflagen kümmern, damit vernünftiges Bauen wieder möglich wird und keine sozialen Konflikte durch Wohnungsnot entstehen“, meint auch Ing. Mag. (FH) Alexander Wolf, Geschäftsführer der ZIMA

Tirol. Das Land Tirol hat Anfang des Jahres ein laut eigenen Angaben umfassendes Reformpaket bei Wohnbauförderung und Baurecht beschlossen, das Wohnen in Tirol künftig leistbarer machen soll. 47.000 Haushalte sollen dabei von verbesserten Rückzahlungskonditionen bei bereits bestehenden sowie künftigen Krediten profitieren. Der Zinsvorteil für die betroffenen Haushalte belaufe sich auf 480 Mio. Euro verteilt auf 40 Jahre, also rund 12 Mio. Euro pro Jahr. Die Schwerpunkte der vergangenen Jahre, wie die Erhöhung der Fördersätze für die verdichtete Bauweise, Eigenheime sowie Alten- und Pflegewohnheime, Verbesserung der Wohnbeihilfe und die einkommensunabhängige Sanierungsoffensive 2013/14 sowie die Verankerung von Klimaschutzmaßnahmen in den Grundsätzen des Tiroler Wohnbauförderungsgesetzes seien wichtige Schritte gewesen. Auch im Bereich des Bau- und Raumordnungsrechts wurden Maßnahmen zur Verbesserung gesetzt, die sich in etwa mit jenen von Pupp genannten Punkten (Anpassung technischer Bauvorschriften, Lockerung bei den Stellplatzverordnungen sowie bei der Aufzugspflicht) decken. Nachgefragt bei Bau-Landesinnungsmeister Anton Rieder, der bereits im Frühjahr 2012 gemeinsam mit einem Expertengremium ein entsprechendes Strategiepapier präsentierte, ob er mit dem „großen Wurf“ der Landesregierung zufrieden sei, meinte dieser sinngemäß, dass es zumindest positiv zu werten sei, dass über das Thema überhaupt geredet werde und die Verantwortlichen einsehen, dass Handlungsbedarf bestehe. Große Beklatschung sieht anders aus. „Die großen eco.nova

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„Das Eigentumsrecht wird in Tirol beim Wohnen hoch bewertet. DemgemäSS wird mit den Mitteln der Wohnbauförderung das Eigenheim unterstützt. Genauso schweben mir für die Zukunft günstige wie innovative Startwohnungen mit flexiblen Grundrissen für junge Menschen vor, die gemietet oder gekauft werden können.“ Landesrat Thomas Pupp

Einsparungen wird’s nicht bringen“, so Rieder. Er habe das Gefühl, die Regierung wolle mit ihren Beschlüssen erst einmal beruhigen, das Problem sei mit diesen Maßnahmen aber nicht behoben und werde früher oder später wieder aufpoppen. „Für den Wohnbau gibt es meiner Meinung nach derzeit keine Signale für eine Entspannung. Aktuell mag man damit zufrieden sein, die tatsächlichen Auswirkungen sind in der Baubranche aber erst nach einem gewissen Verzögerungseffekt zu spüren. Tirol braucht einen verträglichen Ausgleich zwischen leistbarem Wohnbau und kostendeckender Ausführung.“ Für

ihn müsse das Gesamtpaket also auch mit einer Aufstockung des Budgets einhergehen, um das Problem nicht auf die Baubranche umzuwälzen. Was Landesrat Pupp ähnlich sieht. So meint er auf die eher verhaltene Reaktion Rieders: „Als Wohnbaulandesrat fordere ich bekanntlich die Wiedereinführung der Zweckbindung der Wohnbauförderungsmittel. Mit einem Schlag könnten wir dann in Tirol über ein wesentlich höheres Budget verfügen als die derzeit 250 Millionen Euro jährlich. Außerdem trete ich für eine Wohnbauanleihe des Landes ein, die uns weiteres Geld für das leistbare Wohnen der Tiro-

Fehlerquellen bei der Immobilienfinanzierung:

Mag. Markus Hörmann, Vorstand der Volksbank Tirol Innsbruck-Schwaz AG 1. Keine bzw. zu wenig Eigenmittel vorhanden. Mindestens 30 % Eigenmittel sollten im Verhältnis zu den Gesamtkosten vorhanden sein. (Die Hypo Tirol Bank spricht von ca. 20 %, die RLB Tirol AG von 20 bis 30 %.) 2. Zu hohe Ratenbelastung im Verhältnis zum Einkommen. Die Ratenbelastung sollte maximal 40 % des verfügbaren Netto-Haushaltseinkommens betragen. (Die RLB Tirol AG spendiert rund 50 %.) 3. Kalkulation mit zwei Einkommen ohne Berücksichtigung der Familienplanung. Berücksichtigen sollte man auch, dass das Einkommen der Gattin/Lebenspartnerin bei Geburt eines Kindes – abgesehen vom Kindergeld – unter Umständen wegfällt. 4. Keine oder schlechte Kostenkalkulation. Was kostet der Hausbau, Umbau bzw. die Sanierung wirklich? Häufig kommt es hier zu Fehlkalkulationen, oftmals werden wesentliche Kosten einfach vergessen, übersehen oder auch nur falsch berechnet. Kalkulieren Sie einen Sicherheitspolster von insgesamt rd. 10 % in das Wohnprojekt ein, dann sind Sie auf der sicheren Seite. 5. Keine Berücksichtigung von Kauf-, Bau- bzw. Finanzierungsnebenkosten. Nebenkosten wie z. B. Grunderwerbssteuer (3,5 %), Eintragung des Eigentumsrechtes (1,1 %), Kaufvertragserrichtung (3 %), Erschließungs- oder Finanzierungskosten müssen bei der Finanzierungsplanung berücksichtigt werden. Auch hier empfiehlt es sich, eine Größenordnung von insgesamt rd. 10 % zu bemessen.

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ler liefern würde. Die Neubauleistung muss auf jeden Fall gesteigert werden. Was dann möglich wird, wenn die Gemeinden endlich über die Vorbehaltsflächen für den geförderten Wohnbau verfügen können und infolgedessen die Vertragsraumordnung angewendet werden kann.“ Die Zweckbindung der Wohnbauförderung ist dabei längst zum österreichweiten Wahlkampfthema geworden. Rieder indes ortet hier ein Tiroler Luxusproblem, gibt aber zu bedenken: „In Tirol fließt die Wohnbauförderung großteils wieder zurück und wird nicht verspekuliert. Wichtig wäre, aus der jetzigen guten Situation vertretbare Maßnahmen für die Zukunft zu treffen.“ Nur leider traue sich hierzulande derzeit niemand drüber. Das große Problem dabei: Wohnbau denkt in Jahrzehnten, Politik in Legislaturperioden. Auch Arno Wimmer als Vertreter der Wirtschaftskammer Tirol sieht die Reform der Wohnbauförderung kritisch: „Grundsätzliche Reformen sind leider nicht erfolgt. Insbesondere muss darauf geachtet werden, dass ausreichend Mittel für die subjektgeförderte Eigentumsbildung zur Verfügung stehen. Dies ist auch ein wirksames Instrument der eigenen Pensionsvorsorge. Für junge Familien wäre es notwendig, das Eigenmittelersatzdarlehen wieder einzuführen.“

Preistreiber Stadt

Zweifelsohne ist Innsbruck eine der teuersten Städte Österreichs und aufgrund teilweise unverschämt hoher Preise für viele schlichtweg nicht mehr leistbar. Ist das kürzlich angedachte gesetzliche Regulieren von Mieten jedoch ein probates Mittel? Steht der Mieter über dem Vermieter? Ist es fair, Anleger und Immobilienkäufer erst in die urban-alpine Welt-


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stadt zu locken, um ihnen dann zu sagen, sie dürfen ihre teuer erworbene Immobilie nicht ebenso teuer weitervermieten? Arno Wimmer: „Die Preise sind ein Resultat aus Angebot und Nachfrage. Bei entsprechend großen Immobilienangeboten würden solche Preissprünge, wie insbesondere in den letzten vier Jahren, nicht möglich sein. Es wäre Aufgabe der Politik, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Eine gesetzliche Preisregelung würde letztlich nur dazu führen, dass weniger investiert würde, es zu einer weiteren Verknappung des Wohnungsmarktes und weiteren sozialen Ungerechtigkeiten kommt.“ Tatsächlich wurden in den Jahren 2005 bis 2011 in Tirol durchschnittlich pro neu gemeldetem Einwohner 1,2 neue Wohnungen gebaut. Verschärft wird die Situation speziell in Innsbruck jedoch durch die vielen Studenten, ausländische Investoren vor allem aus Italien, außerhalb durch zunehmende Zweitwohnsitze und generell durch gesellschaftliche Veränderungen mit zunehmenden Einund Zweipersonenhaushalten. Wimmer: „Die Entwicklung in Tirol ist einerseits geprägt durch ein stabiles wirtschaftliches Umfeld und andererseits durch Bevölkerungswachstum. Das durchschnittliche Wachstum in Tirol beträgt bis zum Jahr 2031 plus 3,4 Prozent, in den Bezirken Innsbruck Stadt und Land überproportionale plus 5,3 Prozent.

Der Wunsch, eine eigene Immobilie zu haben, ist weiterhin ungebrochen. Aufgrund der gestiegenen Preise ist es allerdings schwieriger geworden, entsprechendes Eigentum zu erwerben.“ Da hilft auch die neue Wohnbauförderung und der zunehmende geförderte Wohnbau nichts. Auf die Frage, ob das Angebot an gefördertem Wohnbau in Tirol reiche, meint Wimmer: „Das bisweilen vornehmlich praktizierte Modell der Mietkaufmodelle hat dazu geführt, dass die Bewohner kaum vom Optionsrecht Gebrauch gemacht haben und weiterhin Mieter bleiben. In den letzten Jahren hat es viel zu wenige subjektgeförderte Eigentumswohnungen in Innsbruck gegeben, sodass es vielen förderungswürdigen Familien nicht möglich war, Eigentum zu erwerben.“ Was unter anderem dazu führte, dass derartige Mietkaufwohnungen in Schwaz bereits vor dem Aus stehen. Passenderweise beschäftigte sich kürzlich auch die „Frage der Woche“ von innsbruckinformiert.at mit dem Thema. Aus jungen Familien, die unter die Wohnbauförderungsrichtlinien fallen, werden später oft Familien, die eigentlich keinen Anspruch mehr auf eine geförderte Wohnung hätten, dort aber unbefristet und bei günstiger Miete wohnen blieben. Die Umfrageteilnehmer beurteilten dies mit 63 % als ungerecht. Das sieht auch Wim-

mer so: „Bereits gewährte Wohnbauförderungen sollen periodisch überprüft werden, ob diese Personen auch nach der Förderungszusage förderungswürdig sind. Gesetzlich ist dies wohl vorgesehen, wird aber in der Praxis nicht gelebt.“ Stadtrat Mag. Gerhard Fritz: „Unser Ziel bis 2018 sind 2.000 neue geförderte Wohnungen. Aber die dürfen dann nicht wieder ‚privatisiert‘ werden. Wer im Lebenslauf besser verdient als zum Zeitpunkt der Wohnungsvergabe, sollte auch einen höheren Beitrag an die Gesellschaft zurückgeben. Und mit geförderten Eigentumswohnungen soll später nicht auf dem ‚freien‘ Markt spekuliert werden dürfen.“

Mieten statt kaufen?

Ob man sich generell für Miete oder Eigentum entscheidet, hängt in erster Linie von der persönlichen Lebenssituation ab und ist in der Grundsatzfrage unabhängig vom finanziellen Aspekt. Es gibt durchaus Lebensphasen, in denen Mieten die überlegene Option ist, vor allem dann, wenn der eigene Lebensweg noch nicht gefestigt ist, Arbeits- und damit Wohnortwechsel anstehen. Im städtischen Bereich etwa sei laut Wimmer aufgrund des sehr hohen Studentenanteils eine große Nachfrage nach Mietwohnungen gegeben. Sobald sich das Leben stabilisiert, ist der Erwerb von Eigentum zumindest überlegenswert. >

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Preise Eigentumswohnungen neuwertig Region Tirol Imst

unteres Quartil €/m2 Wfl.

Median €/m2 Wfl.

oberes Quartil €/m2 Wfl.

3.058

3.708

5.164

Trend

Median 1/2012 €/m2 Wfl.

Median Österreich €/m2 Wfl.

3.660

3.198

-

-

-

-

3.593

3.998

4.689

4.165

Innsbruck Land

2.962

3.208

3.442

3.255

Kitzbühel

4.000

5.164

7.434

5.082

Kufstein

2.452

2.548

3.554

2.632

Landeck

-

-

-

-

Innsbruck Stadt

Lienz

-

-

-

-

Reutte

-

-

-

-

Schwaz

2.579

2.734

2.866

2605

Preise Eigentumswohnungen gebraucht Region Tirol Imst

unteres Quartil €/m2 Wfl.

Median €/m2 Wfl.

oberes Quartil €/m2 Wfl.

2.166

2.771

3.715

Trend

Median 1/2012 €/m2 Wfl.

Median Österreich €/m2 Wfl.

2.474

2136

-

2.148

-

2.170

Innsbruck Stadt

2.983

3.379

3.788

3.363

Innsbruck Land

2.097

2.264

2.745

2.247

Kitzbühel

3.192

4.113

5.233

3.440

Kufstein

1.837

2.123

2.604

2.137

Landeck

-

-

-

-

Lienz

-

-

-

-

Reutte

-

-

-

-

Schwaz

2.019

2.161

2.208

2.204

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Preise mietwohnungen Region Tirol Imst

unteres Quartil €/m2 Wfl.

Median €/m2 Wfl.

oberes Quartil €/m2 Wfl.

9,1

10,9

13,2

Trend

Median 1/2012 €/m2 Wfl.

Median Österreich €/m2 Wfl.

10,8

8,5

-

-

-

-

10,4

11,9

14,2

11,6

Innsbruck Land

8,5

10,0

11,9

9,2

Kitzbühel

10,9

12,5

15,6

12,0

Kufstein

8,0

9,1

9,9

8,9

Innsbruck Stadt

Landeck

-

-

-

-

Lienz

-

-

-

-

Reutte

-

-

-

-

Schwaz

8,7

9,5

11,1

9,5

unteres Quartil €/m2 Wfl.

Median €/m2 Wfl.

oberes Quartil €/m2 Wfl.

165,0

246,0

410,0

Preise privatgrundstücke Region Tirol

Trend

Median 1/2012 €/m2 Wfl.

Median Österreich €/m2 Wfl.

205,2

171,3

Imst

120,0

155,0

175,0

170

Innsbruck Stadt

246,0

332,0

416,0

304,0

Innsbruck Land

-

-

-

-

Kitzbühel

230,0

647,0

1.442,0

450,0

Kufstein

185,0

225,0

298,0

215,0

Landeck

-

-

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Lienz

-

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-

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Reutte

-

-

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Schwaz

165,0

225,0

300,0

204,3 Quelle: ImmoDEX, Preisdaten Q1/2013

Meditationsraum zu vermieten Die Terra Yogi wurde 2010 eröffnet und vermietet ihren 120 qm großen Meditationsraum auch an Interessierte. Der Saal ist barrierefrei erreichbar, verfügt über Saallautsprecher, eine hervorragende Akustik, dimmbare Beleuchtung, Kraftstrom, Lüftungsanlage und Tageslicht. Durch seine Ausrichtung nach Norden eignet er sich perfekt für Veranstaltungen mit esoterischem Hintergrund. Im Vorraum befindet sich eine kleine Gästeküche. Auf Wunsch ist auch ein Catering möglich. Vom Saal gelangt man direkt in den Wildblumengarten mit hohen Steinmauren und Biotop. Saal und Garten sind nicht einsehbar!

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„Eine Faustregel besagt, dass Sie sich bei einer Finanzierung wohl fühlen müssen. Für eine ausgewogene und langfristige Finanzierung sollten die monatlichen Kosten fürs Wohnen maximal 50 % des Nettoeinkommens ausmachen.“ Manfred Miglar, Leiter Privat- und Geschäftskunden der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG

Manfred Held, WohnVision Center der Hypo Tirol Bank: „Einflussfaktoren wie Familienplanung, Lebensmittelpunkt, Standort des Arbeitgebers oder Berufsausbildung spielen beim Immobilienkauf eine wichtige Rolle. Da Wohnbaufinanzierungen aber sehr lange ausgelegt sind, ist der Start in die eigenen vier Wände in jungen Jahren sicher von Vorteil. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten im Alter sind kritisch zu betrachten. Ein Immobilienkauf zur Abdeckung der persönlichen Wohnbedürfnisse ist nach wie vor positiv zu beurteilen. Bei der Auswahl der Immobilie ist vor allem auf die persönlichen Anforderungen Rücksicht zu nehmen und das Thema Nachhaltigkeit mit einfließen zu lassen.“ Schlussendlich kostet Mieten wie Kaufen gleichermaßen Geld. Manfred Miglar, Leiter Privat- und Geschäftskunden der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG, rechnet vor: „Sowohl bei der Miete als auch beim Kauf müssen Sie mit einmaligen Nebenkosten rechnen: Die Nebenkosten beim Immobilienkauf machen ca. zwölf Prozent des Kaufpreises aus, beim Eigentumserwerb entsprechen sie ungefähr dem Betrag, den Sie rund zwei Jahre lang für die Miete des Objektes zahlen müssen. Beim Mieten fällt eine Mietvertragsgebühr an. Bei befristeten Verträgen mit einer Vertragsdauer von drei Jahren ist das ein Prozent der dreifachen Jahresmiete. In vielen Fällen ist die Kreditrate (ohne Betriebskosten, Strom etc.) etwa gleich hoch wie die derzeitige Miete. Wenn Sie alle Ausgaben (Kreditrate, Betriebskosten, Strom, Heizung, Lebenshaltungskosten, Wohnungsaufwand, Mobilität, Telefon, Medien, Versicherungen, Hobbys, Ausbildung, Rückzahlungen, Sparen …) von Ihrem Einkommen abgezogen haben, sollte Ihnen noch genug zum Leben bleiben. Das Weihnachts- und Urlaubsgeld sollen davon unberührt sein und für Sonderausgaben wie den Urlaub zur Verfügung stehen.“

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Erbschaftswelle im Anrollen

Und auch Erben ist nicht kostenlos. 59 Prozent der Tiroler, die der Generation 50+ angehören, werden Immobilienbesitz vererben, zeigt eine Studie der Raiffeisen Bausparkasse. Demnach hinterlassen acht von zehn Tirolern eine Immobilie, wobei der Durchschnittswert in Tirol mit 260.000 Euro deutlich höher als im Bundesschnitt (200.000 Euro) liegt. Das gesamte Immobilienvermögen, das jährlich in Tirol vererbt oder verschenkt wird, quantifiziert die Raiffeisen Bausparkasse mit rund einer Milliarde Euro. Der Großteil davon bleibt jedoch in der Familie. Notar Christian Gasser: „Die Übertragung von Immobilien (wie Haus, Grundstück oder Eigentumswohnung) in die nächste Generation stellt eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben eines Grundeigentümers dar. Dabei sollten möglichst keine offenen Fragen über die rechtlichen

und steuerlichen Folgen und Auswirkungen bestehen.“ Aus diesem Grund gibt Gasser am Ende des Artikels einen Überblick über die Gestaltungsmöglichkeiten bei Liegenschaftsübertragungen. Durchaus positiv zu bewerten ist hierbei, dass sich ein großer Teil der befragten Tiroler bereits mit dem Thema „Erben“ auseinandergesetzt hat. 37 Prozent haben demnach ihre Erbschaftsangelegenheiten bereits geregelt, 54 Prozent wollen dies noch tun, drei Prozent möchten ihr Vermögen lieber selbst aufbrauchen und sieben Prozent sagen, sie hätten nichts zu vererben. Was die Erblasser mit dem neuen Vermögen anfangen möchten? Knapp die Hälfte wollen die Immobilie selbst bewohnen, immerhin 29 Prozent wissen es noch nicht ... Was in diesem Zusammenhang Anlegerwohnungen bringen und wie sich der Tiroler Immobilienmarkt konkret weiterentwickelt, lesen Sie ab Seite 100. >

Die neue Studie „Zukunft des Wohnens“ des Zukunftsinstitutes zeigt in insgesamt fünf Trendfeldern die spannendsten Entwicklungen zum Thema und wirft dabei einen Blick von heute bis ins Jahr 2025 und weiter bis 2050. Welche Märkte entstehen durch neue Wohnformen, wie wirkt die zunehmende Mobilität auf das Wohnen, welche Technologien setzen sich durch und welche neuen Wohnservices braucht der moderne Individualist? Dies sind nur ein paar von vielen interessanten Fragen, die nicht nur jeden Einzelnen, sondern auch fast alle Branchen des Wirtschaftslebens betreffen und hier beantwortet werden. Der Fokus der Studie liegt dabei auf der Frage, wie sich Unternehmen, aber auch Kommunen im wandelnden Umfeld „Wohnen“ entwickeln können.

Zukunft des Wohnens

Christiane Varga, Adeline Seidel, Christof Lanzinger, Harry Gatterer
 März 2013, 115 Seiten, 170 Euro zzgl. 7 % MwSt. www.zukunftsinstitut.de


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eco.mmentar

Mag. Ing. Thomas Bodner, Geschäftsführer der Ing. Hans Bodner Bauges.mbH

Topaktuell. Die Sicherheit einer Immobilie!

WER AUF QUALITÄT BAUT, ERNTET NACHHALTIGEN ERFOLG Mag. Ing. Thomas Bodner über die Erfolgsfaktoren des Immobilienprojektes Atrium Amras

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as überzeugt Unternehmer auf ihrer Standortsuche wirklich? Eine klingende Adresse? Ein exklusiver Standort? Eine ansprechende Architektur? Selbstverständlich. Doch diese Komponenten allein reichen heute nicht mehr aus, um eine Gewerbeimmobilie erfolgreich zu machen. Die Erfahrungen des viel umkämpften Marktes zeigen ganz deutlich, dass ein neuer Business-Standort auf allen Ebenen überzeugen muss. Hierzu zählen Faktoren wie: einfach erreichbare Lage, beste Parkmöglichkeiten für Mitarbeiter und Kunden, eine optimale Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz und die unmittelbare Nähe zu den Autobahnzubringern. Doch auch ein belebtes und vitales Umfeld mit interessanter Infrastruktur und verschiedensten Synergiepotentialen in diversen Branchen ist für viele Unternehmer entscheidend. Auch bei der Gebäudeausstattung wird ein hohes Qualitätsniveau immer mehr zur Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Vermietung. Im Atrium Amras verbinden wir genau diese Aspekte miteinander und ernten dafür sehr viel positives Feedback. Dank der prominenten Lage im Wirtschaftszentrum Innsbruck Ost ist das Atrium Amras schon jetzt ein markanter Orientierungspunkt. Seit einigen Wochen bekennen wir nun auch tatsächlich Farbe und setzen mit der fertiggestellten Fassade ein architektonisches Statement. Die klare und schlichte Formensprache wird durch die hochwertigen Materialien des gesamten Baus ansprechend untermalt. Dieses Gesamtkonzept findet sehr guten Anklang und zeigt sich beim attraktiven Mietermix, der sich bereits aus den Branchen Gesundheit und Medizin, Tourismus, Personalservices und weiteren Dienstleistungsunternehmen zusammensetzt. Insgesamt wird das Atrium Amras die neue Topadresse für maximal zwölf bis sechzehn Unternehmen werden, inklusive der neuen Apotheke Atrium. Von dieser profitieren nicht nur medizinische Dienstleister, Ärzte und Therapeuten, sondern auch die 8000 Beschäftigten der benachbarten Firmen. Ein wichtiges Plus liegt schlussendlich in der Betreuung des Büro- und Gewerbegebäudes, die auch nach der Übergabe weiterhin von uns geleistet wird. So entsteht Business mit Weitblick.

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Gestaltungsmöglichkeiten bei Liegenschaftsübertragungen Seit der Aufhebung der Erbschafts- und Schenkungsteuer vor einigen Jahren ist für die Vererbung und Schenkung von Liegenschaften zwar keine Schenkungssteuer mehr zu entrichten, dennoch fallen bei Liegenschaften weiterhin Steuern an: die Grunderwerbsteuer und die neue Immobilienertragsteuer.

Immobilienertragsteuer neu

Notar Mag. Christian Gasser, Imst Tel.: 05412/66240, www.notargasser.at

D

ie Grunderwerbsteuer ist linear, das heißt es liegt ein gleichbleibender fixer Steuersatz vor – im Gegensatz zur aufgehobenen progressiven Schenkungssteuer (der Steuersatz ist früher mit zunehmendem Wert des Grundstückes angestiegen). Der Steuersatz der Grunderwerbsteuer beträgt regulär 3,5 % der Bemessungsgrundlage bzw. in bestimmten begünstigten Fällen sogar nur 2 % – vor allem bei näheren Verwandten oder anlässlich von Scheidungen. Die Bemessungsgrundlage ist die sogenannte Gegenleistung: also etwa der Kaufpreis beim Kauf oder der Wert der übernommenen Schulden und des Wohnrechtes bei der Übergabe. Als Mindestbemessungsgrundlage gilt derzeit noch das Dreifache des steuerlichen Einheitswertes. Aber Achtung: Diese Begünstigung endet aufgrund eines höchstgerichtlichen Erkenntnisses spätestens mit Juni 2014 bzw. durch eine allfällig schon früher erlassene gesetzliche Regelung! Der steuerliche Einheitswert wird von den zuständigen Lagefinanzämtern anhand verschiedener Faktoren wie Grundgröße, Ausmaß und Bauweise der darauf befindlichen Gebäude usw. mittels Bescheid festgesetzt.

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Seit 1.4.2012 gibt es die neue Immobilienertragsteuer, wobei an dieser Stelle auf die detaillierten Ausführungen im Steuerteil in diesem Heft verwiesen werden darf. Vielleicht nur der Hinweis, dass – neben dem klassischen Verkauf als Hauptanwendungsfall – es nach Ansicht des Finanzamtes aber auch beim familiären Übergabsvertrag unter Umständen zur Immobilienertragsteuer kommt: dies insbesondere dann, wenn neben dem (für die Immobilienertragsteuer) unschädlichen Wohnungsgebrauchsrecht geldwerte Leistungen vereinbart werden, wie etwa die Übernahme von bestehenden Hypothekarschulden oder Entfertigungszahlungen an Geschwister.

Übergabe innerhalb der Familie

Bei der Übergabe einer Immobilie im Familienkreis erfolgt regulär die Einräumung eines Wohnungsrechtes oder Fruchtgenussrechtes zugunsten der Übergeber oder auch die Übernahme von bestehenden Schulden durch den oder die Übernehmer. Gleichzeitig wird häufig ein Belastungs- und Veräußerungsverbot (oft kombiniert mit einem Vorkaufsrecht) zugunsten der Übergeber im Vertrag vorgesehen, um die Übergeber noch besser abzusichern. Bei den meisten dieser Vereinbarungen liegen steuerlich relevante Gegenleistungen vor, die bewertet und beziffert werden müssen, um die steuerlichen Auswirkungen ermitteln zu können. Insbesondere wird vom Notar geprüft werden, ob die vorgesehenen Gegenleistungen höher oder niedriger als der steuerliche Wert (dreifacher Einheitswert) sind. Dabei ist es durchaus möglich, mit dem Kunden durch leichte Modifikation von zu treffenden Vereinbarungen die Steuerbelastung merklich zu senken. Der Notar wird dem Kunden aber auch empfehlen, die grundsätzliche Einigung in der Familie und die Absicherung der beteiligten Vertragsparteien als höherwertig und vorrangig vor einer steuerlichen Minimierung anzusehen. Oftmals wird

daher vielleicht letztlich die Entscheidung so ausfallen, dass eine etwas höhere Gesamtbelastung mit Grunderwerbsteuer und Eintragungsgebühr akzeptiert und in Kauf genommen wird, dafür aber der Wunsch und die Absicherung aller Beteiligten optimal umgesetzt wird. Für seine Übergabsplanung berücksichtigen sollte man aber auch die internationale Diskussion, wonach Österreich die Arbeit zu hoch, das Vermögen jedoch zu gering besteuert (die OECD fordert, dies abzuändern und an übliche internationale Standards anzupassen!). Weiters ins Kalkül einzubeziehen ist der schon erwähnte Umstand, dass laut Ausspruch des Verfassungsgerichtshofes mit Ablauf des 31.5.2014 (oder durch Gesetzgebungsmaßnahmen sogar schon früher!) die Grunderwerbsteuer im Familienkreis auf jeden Fall nicht mehr vom günstigen dreifachen Einheitswert bemessen werden darf. Im Lichte dieser Erwägungen wird man wohl davon ausgehen dürfen, dass die Höhe der Steuerbelastung in Zukunft eher nicht sinken wird. Die Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen der Übertragung einer Liegenschaft jedoch stellt aber wohl eindeutig die wichtigste Vorfrage dar: Faktoren wie die Reife und Eignung des Übernehmers, sozialrechtliche Auswirkungen (insbesondere die Frage eines möglichen Pflegefalles des Übergebers oder seines Partners und alle damit zusammenhängenden Fragen der Sozialhilfegewährung) sowie natürlich gerade erb- und pflichtteilsrechtliche Überlegungen in der Familie sind dabei an erster Stelle zu nennen. Sogenannte Teilpflichtteilsverzichte der Geschwister etwa (auch Einrechnungsverzichte genannt) lassen die Übergeber beruhigt sein, da es später keinen Rechtsstreit und Unfrieden zwischen den Kindern geben kann. Weitere Infos, Rechtstipps, ein Begriffslexikon und Checklisten finden Sie unter www.notar.at


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Wo Wohnträume wahr werden Wohnungssuche in und um Innsbruck kann zur Nervenprobe werden. Wer genug hat vom endlosen Studium der Kleinanzeigen, findet im wohn²Center der Tiroler Sparkasse fachkundige Hilfe.

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m Anfang steht der Wunsch vom trauten Eigenheim. Doch allzu oft platzt dieser Wohntraum, noch bevor ein geeignetes Objekt gefunden werden konnte. Denn der Immobilienmarkt in Tirol ist heiß umkämpft. Wer hier noch den Überblick bewahren will, muss Experte sein. So wie Thomas Issig und sein Team vom wohn²Center der Tiroler Sparkasse.

Immobilie nach MaSS

An Issigs Arbeitsplatz am Sparkassenplatz Nummer 5 im Herzen von Innsbruck laufen die Fäden in Sachen Immobilien zusammen, wie er erklärt: „Das wohn²Center der Tiroler Sparkasse ist nicht nur das Kompetenzzentrum für den privaten Wohnbau, wo es um die Immobilienfinanzierung geht, sondern es ist auch das Kompetenzzentrum für den Immobilienmarkt.“ In Zusammenarbeit mit über 120 Bauträgern und Maklern stehen hier laufend mehr als 600 Wohneinheiten zur Auswahl. Es handelt sich dabei in erster Linie um Immobilien in den Bezirken Innsbruck und Innsbruck Land. „Wer im Bereich Tirol Mitte seine Traumimmobilien sucht, ist bei uns goldrichtig“, versichert Thomas Issig. Das 22-köpfige Team im wohn²Center hat den Über- und Durchblick, dadurch

bekommen hier Kunden auf ihre Bedürfnisse maßgeschneiderte Angebote.

Umfassende Beratung

Wer im wohn²Center Hilfe bei der Suche nach der Traumimmobilie sucht, erhält zuallererst ein fundiertes Beratungsgespräch. „Das ist Voraussetzung“, erklärt Thomas Issig. Denn die Berater müssen sich vorab ein Bild vom Wunsch des Kunden machen. Oft ist selbst den Suchenden nicht ganz klar, wonach ihnen eigentlich der Sinn steht. Daher wird im persönlichen Gespräch herausgearbeitet, wonach der Kunde wirklich sucht. Sobald das feststeht, erörtert der Sparkassen-Berater zusammen mit dem Kunden, wie es um die Finanzierungsmöglichkeiten bestellt ist. Sprich: Was kann sich der Kunde leisten? Issig und sein Team haben zudem den Überblick, was die möglichen Förderungen und Finanzierungsmodelle angeht. Ist dies geklärt, kann man sich als Suchender im System des wohn²Centers vormerken lassen. „Derzeit sind rund 5.000 Personen bei uns registriert“, sagt Issig. Das bedeutet aber keineswegs, dass keine passenden Wohnungen gefunden werden, viele Kunden lassen sich schlichtweg Zeit, um auf ihre Traumimmobilie zu warten. Wann immer im wohn²Center neue Angebote einlangen, werden sie den jeweils passenden potentiellen Kunden

via Newsletter zugeschickt: „Wir können hier einen exklusiven Vorsprung bieten, da wir dank der guten Beziehungen zu den Bauträgern mitunter ein Vorrecht erhalten, die Objekte unseren Kunden anzubieten.“

Den Traum verwirklichen

Das Service im wohn²Center der Tiroler Sparkasse endet aber keineswegs mit dem Finden der passenden Immobilie. Schließlich will der persönliche Wohntraum auch finanziert werden. Hier profitieren Sparkassenkunden vom Knowhow der wohn²Center-Experten. Thomas Issig und sein Team wissen genau, woran man denken muss, wenn es um die Immobilienfinanzierung geht. Sie begleiten ihre Kunden von der Suche bis hin zur Finanzierung: „Es gilt vieles zu bedenken. Wie muss ich mich absichern, wenn etwa ein Unfall passiert und der Hauptverdiener der Familie ausfällt?“ All diese Fragen bedenken die Experten vom wohn²Center schon im Vorhinein. Damit der Traum vom Eigenheim nicht plötzlich zum Alptraum wird. Weitere Informationen: wohn²Center der Tiroler Sparkasse Sparkassenplatz 5, Innsbruck Tel.: 05 0100 - 70007 wohnen@tirolersparkasse.at

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Der Traum vom Haus Tipps vom Notar betreffend den Kauf von Baugrundstücken, Häusern und Wohnungen.

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er Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Hauses ist für die meisten Käufer kein alltägliches Ereignis, zumal meist hohe Summen dafür aufgewendet werden müssen. Unabhängig davon, ob es sich überwiegend um Käufe aus Ersparnissen oder um fremdfinanzierte Transaktionen handelt, müssen alle Schritte sorgfältig überlegt und begleitet sein, da sich Fehler bei der Abwicklung schnell zu existentiellen Fragen auswachsen können. Unvorhersehbare Ereignisse, wie das unerwartete Ableben eines Vertragsteils,

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die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder auch „nur“ die Rücknahme einer Finanzierungszusage durch eine Bank, und viele weitere Fallstricke müssen in der Gestaltung von Vertragswerken von vornherein mitbedacht werden, weshalb eine qualifizierte fachliche Begleitung durch einen Notar empfohlen wird.

Kriterien für die Kaufentscheidung

Der Preis einer Liegenschaft sollte bei der Frage nach der Kaufentscheidung somit kei-

neswegs das einzige Kriterium sein. Vielmehr sind insbesondere die Lage und die Bebaubarkeit eines Grundstücks von besonderer Bedeutung. In diesem Zusammenhang spielt die Frage nach der Widmung eines Grundstücks eine entscheidende Rolle, da eine Bebauung nur auf entsprechend gewidmeten Flächen (Bauland) erfolgen darf; eine Bestätigung darüber kann und sollte beim zuständigen Bauamt eingeholt werden. Auch ist bei unbebauten Grundstücken vorab zu klären, ob seitens der Gemeinde ein Bebauungsplan bereits besteht oder ob ein solcher geplant ist


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und ob schon absehbar ist, welchen Inhalt der Bebauungsplan haben wird. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass die ins Auge gefasste Liegenschaft entweder bereits erschlossen ist oder jedenfalls erschlossen werden kann. Der Anschluss an das öffentliche Wege-, Leitungs- und Kanalnetz ist essentiell und kann unter Umständen mit hohen Kosten verbunden sein. Gerade die Zufahrt zur Liegenschaft sollte entweder direkt über öffentliche Wege erfolgen oder jedenfalls über privatrechtlich vereinbarte Fahr- und Wegerechte (sogenannte Dienstbarkeiten oder Servituten) abgesichert sein. Eine solche Dienstbarkeit räumt dem Berechtigten die Befugnis ein, über ein fremdes Grundstück zu gehen oder zu fahren. Auch muss überlegt werden, ob die Stromversorgung gewährleistet ist oder allenfalls an eine Gasleitung angeschlossen werden kann; entscheidend ist weiters die Erschließbarkeit für Kabelleitungen hinsichtlich Fernsehen, Radio oder Internet. Eine besondere Absicherung kann dadurch hergestellt werden, dass die jeweilige Dienstbarkeit im Grundbuch eingetragen wird und diese somit auch im Verkaufsfall jedenfalls bestehen bleibt. Der Umfang von Dienstbarkeiten ist dabei abhängig vom jeweiligen Vertrag, welcher in der Urkundensammlung des Grundbuchs hinterlegt wird. Liegenschaftserwerber sollten deshalb jedenfalls in jene Urkunden Einsicht nehmen, welche ein Grundstück betreffen. Mitunter betreffen Dienstbarkeiten nämlich nicht eine ganze Liegenschaft, sondern lediglich besondere Teilflächen; darüber hinaus finden sich in Dienstbarkeitsverträgen meist weitreichende Regelungen betreffend die Tragung und Aufteilung von Errichtungsund Erhaltungskosten von Wegen oder – gerade bei Fahr- und Wegedienstbarkeiten – wer konkret zur Schneeräumung verpflichtet ist, wenn mehrere Anrainer den betroffenen Weg nutzen.

umfassende Sicherheit. Nicht alle Belastungen einer Liegenschaft sind jedoch direkt im Grundbuch ersichtlich. Aus diesem Grund ist es für Käufer entscheidend, auf Garantie- oder Gewährleistungszusagen durch die Verkäufer zu drängen und diese im Kaufvertrag festzuschreiben. Dies gilt insbesondere auch hinsichtlich allfälliger Kontaminationen (Schadstoffbelastung des Erdreichs oder von baulichen Anlagen), deren Beseitigung mit hohen Kosten verbunden sein kann. Sowohl aus der Sicht der Käufer als auch der Verkäufer ist die Sicherung des Kaufpreises von entscheidender Bedeutung. Einerseits muss für Käufer gewährleistet sein, dass diese jedenfalls das Eigentum an der Liegenschaft erwerben, wenn diese den Kaufpreis bezahlt haben. Andererseits wollen Verkäufer zu Recht auch eine Garantie dafür, dass sie den Kaufpreis auch tatsächlich erhalten, wenn sie ihr Eigentum aufgeben. Eine klassische Aufgabe des Notars im Zusammenhang mit Immobilientransaktionen ist deshalb die Übernahme von Treuhandschaften. Der Notar nimmt den Kaufpreis entgegen und leitet ihn erst an die Verkäufer weiter, wenn die erforderlichen Grundbuchseintragungen erfolgt sind. Jede Treuhandschaft wird ins Treuhandregister eingetragen. Bei der Notartreuhandbank, einer speziellen Bank, der Aktienspekulationen untersagt sind, wird für jeden Treuhandvertrag mit Zahlungsflüssen ein eigenes Konto geführt. Über dieses dürfen nur der beauftragte Notar und dessen bestellter Stellvertreter verfügen. Jeder Notar in Österreich ist online mit der Notartreuhandbank verbunden. Die Transaktionen erfolgen rasch und unkompliziert über E-Banking. Treugeber und Zahlungsempfänger werden über alle Kontobewegungen automatisch schriftlich verständigt. Dadurch bleiben Geldflüsse transparent, Zahlungsausgänge kontrollierbar und die Zinsentwicklung jederzeit einsehbar.

Notar als Treuhänder

Vorsicht bei Nebenkosten

Neben allenfalls auf der Liegenschaft haftenden Dienstbarkeiten sind im Grundbuch auch andere Lasten wie beispielsweise Pfandrechte eingetragen. In diesen Fällen ist im Rahmen der Kaufvertragsabwicklung die Lastenfreistellung der kaufgegenständlichen Liegenschaft zu besorgen – diesbezüglich bietet eine treuhändige Abwicklung für alle Vertragsteile

Unabdingbar müssen beim Liegenschaftskauf auch die Nebenkosten – insbesondere Steuern und Gebühren – berücksichtigt und kalkuliert werden. Grundsätzlich beträgt die Grunderwerbsteuer, die beim Kauf anfällt und die an das Finanzamt zu entrichten ist, 3,5 Prozent des Kaufpreises (im nahen Familienverband 2 Prozent). Hinzu kommt für die

Eintragung des Eigentumsrechts der Käufer im Grundbuch noch ein Betrag in Höhe von 1,1 Prozent des Kaufpreises als Eintragungsgebühr zur Vorschreibung. Wird der Kauf darüber hinaus mittels Kredit fremdfinanziert und verlangt die Bank eine pfandrechtliche Sicherstellung, beträgt die diesbezügliche Gebühr für die Eintragung des Pfandrechts 1,2 Prozent vom eingetragenen Pfandbetrag. Weiters ist seit 1.4.2012 zu berücksichtigen, dass auch private Liegenschaftsveräußerungen grundsätzlich der sogenannten Immobilienertragsteuer unterliegen, die von den Verkäufern zu bezahlen ist. Die Frage, ob eine solche Immobilienertragsteuer anfällt (das Gesetz normiert zahlreiche Ausnahmen) oder wie hoch diese ausfällt (die Sätze reichen bis zu 15 Prozent des Kaufpreises), kann dabei nur im Einzelfall beantwortet werden. Verkäufer sollten jedenfalls schon vor Aufnahme von Verkaufsverhandlungen über diese Steuer im Detail informiert sein. Dr. Philipp Schwarz, Präsident der Notariatskammer für Tirol und Vorarlberg

Es gäbe noch viel zu schreiben, denn die Risken und Gefahrenquellen sind bei Liegenschaftsverkäufen leider zahlreich und bergen zudem hohes Verlustpotential. Um diesbezüglich Nachteile für Sie zu vermeiden, bleibt an dieser Stelle der Rat, vor Aufnahme von Vertragsverhandlungen eine gründliche und detaillierte Beratung durch den Notar Ihres Vertrauens einzuholen. Übrigens: Eine erste Rechtsberatung ist bei allen Notaren kostenlos.

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Einfach besonders Wohnen Ein schönes Zuhause in traumhafter Lage mit ansprechender Architektur wünschen wir uns alle. Abhängig von Faktoren wie den Lebensumständen oder den finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen sollte sich jeder das Grundbedürfnis „Besonders Wohnen in den eigenen vier Wänden“ erfüllen können. // Text: Caterina Molzer-Sauper, Fotos: ZIMA

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ie Entwicklung und Umsetzung von leistbarem und trotzdem ansprechendem Wohnraum wird zunehmend ein komplexes Thema. Es gilt immer mehr, sich auf das Wesentliche zu reduzieren und dabei Lebensqualität und Nachhaltigkeit sowohl für Nutzer als auch für Käufer von Eigentumswohnungen zu schaffen. Mit diesem Vorsatz hat sich die ZIMA Unternehmensgruppe in der Immobilienentwicklung als einer der führenden privaten Anbieter im Alpenraum etabliert.

Ein neues Projekt am Innsbrucker Südring soll mit leistbarem Wohnraum die Umgebung aufwerten

Projekte gemeinsam entwickeln und umsetzen

Dem aktuellen Geschäftsbericht der ZIMA ist zu entnehmen, dass Innsbruck als Landeshauptstadt Tirols der Brennpunkt in der Schaffung von neuem Wohnraum ist. Die Nachfrage ist nach wie vor auf hohem Niveau und das Entwicklungspotential beachtlich. Die Chancen und Ziele des bedeutenden Projektentwicklers bestehen darin, frühzeitig interessante Grundstücke zu akquirieren, Projekte gemeinsam mit der Behörde zu entwickeln und auf eigenes Risiko umzusetzen. Die Unternehmensgruppe ZIMA lässt neben Büro- und Handelsimmobilien zum großen Teil hochwertige Wohnungen mit Lebensqualität und von bleibendem Wert entstehen. Dieser Anspruch beginnt bei einer modernen Gebäudehülle und geht über eine hochwertige Ausstattung der Einheiten bis hin zu einer perfekten Anbindung an die bestehende Infrastruktur. Nicht zuletzt garantiert die eigene Verwaltung der entwickelten Immobilien in der Nutzungsphase Sicherheit und Werterhalt. „Zuhause schaffen“, das die vielen Wohnungssuchenden genießen und sinnvoll nützen können, heißt das Gebot der Stunde für ZIMA und um dieses Ziel zu erreichen, ist von allen Beteiligten rasches Handeln gefordert.

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Projekt „Am Sonnenhang“, Höttinger Au, Innsbruck


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Es besteht dringender Handlungsbedarf

Ein Gespräch mit Ing. Mag. (FH) Alexander Wolf, dem Geschäftsführer der ZIMA in Innsbruck, machte klar, mit welchen Problemen Projektentwickler derzeit zu kämpfen haben und wo die Möglichkeiten für eine Lockerung in der angespannten Wohnungssituation im Stadtgebiet von Innsbruck liegen könnten. Fakt sei, dass ein beträchtlicher Anteil der Innsbrucker für geförderte Miet- und Eigentumswohnungen mit ihrem Einkommen knapp über den Grenzen der Wohnbauförderung liegt, für die Anschaffung einer frei finanzierten Eigentumswohnung jedoch derzeit deutlich zu wenig verdient. Zu 70 bis 80 Prozent kommen heute Wohnungskäufer (Anleger) aus den umliegenden Märkten und können meist horrende Mieten von den einheimischen Normalverdienern verlangen. Alexander Wolf spricht von drohenden sozialen Konflikten aufgrund der angespannten Situation und fordert ein schnelles Handeln von Politik und Behörden. „Die angemessenen Grundkosten der Wohnbauförderung müssen nach mehr als einem Jahrzehnt wieder erhöht werden, um mit der gegenwärtigen Entwicklung mithalten zu können. Eine 20%ige Erhöhung würde sich bei den Wohnungskosten mit nur drei bis fünf Prozent durchschlagen. Hingegen sollte sich der Gesetzgeber bzw. die Wohnbauförderung überlegen, wie die Baukosten durch eine Novellierung der Baugesetze gesenkt werden können. Es ist zu hinterfragen, ob die künftigen Nutzer mit der Übertechnologisierung der Bauten nicht überfordert sind und ob Effizienz in der Nutzung gegeben ist. Im heiß umkämpften Markt Innsbruck müsste man dringend durch Umwidmungen von bebaubaren Grundstücken und eine Erhöhung

„Der Markt regelt die Nachfrage auf natürliche Weise und daher muss sich die Politik über die Umsetzbarkeit und Vermarktungsmöglichkeit eines komplexen Projektes in vermeintlich ‚schwierigen‘ Lagen keine Gedanken machen.“ Ing. Mag. (FH) Alexander Wolf, ZIMA-Geschäftsführer

der zulässigen Dichten dem Immobilienpreisanstieg entgegenwirken. An verkaufsbereiten Grundstückseigentümern, mit denen man Raumordnungsverträge abschließen könnte, mangle es nicht. Durch eine Erhöhung des Angebotes würde sich der Markt entspannen – Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis! Zahlreiche fertig geplante Projekte warten auf ihre Umsetzung und werden durch bürokratische Hürden nur verzögert realisiert. Die bisherigen Ansätze, wie vorgezogene Erschließungsabgaben, Widmungssteuer und Immobilienertragssteuer, haben keine Wirkung erzeugt – im Gegenteil: Grundstücksbesitzer wollen diese Nachteile ersetzt haben oder horten weiterhin diese.

Beispiele für die sinnvolle Nutzung wertvoller Grundstücksflächen

Das Projekt „Sonnenhang“ in der Höttinger Au im Westen von Innsbruck wurde im Jahre 1996 erstmals entwickelt und um die Jahrtausendwende von der ZIMA übernommen. Es handelt sich hierbei um ein 200 Meter lang-

gezogenes, anspruchsvolles Projekt an einem steilen Sonnenhang, das im Frühjahr 2013 seine Firstfeier begehen und den Immobilienmarkt um rund 140 Wohnungen entspannen wird. Nachdem der enorme Preisanstieg im Wohnungsmarkt überwiegend von den hohen Grundpreisen herrührt, ist die Nutzung solcher Flächen für die Zukunft bei der Schaffung von Eigenheim und damit für die Sicherung einer florierenden Bauwirtschaft enorm wichtig. Auch am viel diskutierten Innsbrucker Südring soll ein weiteres Projekt der ZIMA die Umgebung aufwerten und leistbaren Wohnraum zum angenehmen Leben schaffen. Es gilt, die wenigen nutzbaren Flächen der Landeshauptstadt für ihre Bewohner sinnvoll zu bebauen – die ZIMA bleibt am Ball.

ZIMA Tirol

Burgenlandstraße 41 6020 Innsbruck Tel.: 0512/348178 innsbruck@zima.at, www.zima.at

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Wir haben einen klaren politischen Auftrag. Die Aufgabe, die wir haben, ist es, Projekte zu entwickeln, auszuarbeiten, baureif zu machen. DI Johann Herdina

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Gekommen, um zu bauen Mitte letzten Jahres wurde DI Johann Herdina als dritter Vorstand der TIWAG präsentiert. Angetreten hat er seinen Posten als Bauvorstand Anfang des Jahres. Öffentlich geredet hat er seitdem wenig. Bis jetzt. // Text: Uwe Schwinghammer, Fotos: Julia Türtscher

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I Johann Herdina ist seit Jahresbeginn Bauvorstand der TIWAG. Mit eco.nova hat er über aktuelle Kraftwerksprojekte, den Widerstand der Bevölkerung gegen das Unbekannte und die drohende Konkurrenz in Europa gesprochen. eco.nova: In den letzten Jahren wurde immer wieder der Vorwurf laut, die TIWAG betreibe den Bau von neuen Kraftwerken mit zu wenig Nachdruck. Was sagen Sie dazu? Johann Herdina: Wir sind jedenfalls auf einem guten Weg. Diese umfangreichen Genehmigungsverfahren brauchen ihre Zeit. Und das ist auch gut so, denn es sind alle Nuancen und Schattierungen so eines Projektes zu betrachten. Es geht um Ökologie und den umweltschonenden Umgang mit Ressourcen. Es gibt auch immer wieder Fragestellungen, die sich neu ergeben, die sich in einem großen Projekt, sobald es eingereicht wurde, entwickeln und die es zu hinterfragen und die Untersuchungen anschließend in einzelnen Punkten zu vertiefen gilt. Natürlich würden wir als TIWAG es lieber sehen, wenn Genehmigungsverfahren rascher vonstatten gingen. Die Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz wurde vor über 30 Jahren, das Kraftwerk Langkampfen vor 15 Jahren fertig gestellt. Seither hat die TIWAG kein größeres Kraftwerk in Tirol gebaut. Haben Sie noch die personellen Ressourcen, um ein neues Projekt zu bewältigen? Ich bin als Bauvorstand bestellt worden, um die Projekterfahrung, die ich aufgrund meiner Vita mitbringe, hier einzusetzen. Und ich war sehr positiv überrascht über das umfassen-

de Know-how, das in der TIWAG vorhanden ist. Hier ist man bestrebt, das Wissen der langgedienten Mitarbeiter, die kurz vor ihrer Pensionierung stehen, an die junge Generation weiterzugeben. Die Projektumsetzung werden wir in Zukunft noch straffer und effizienter vorantreiben. Dies wird insbesondere mit der Unterstützung einiger junger Mitarbeiter, die auch schon Praxiserfahrung sammeln konnten, gelingen.

la bis Prutz, wofür unsere Tochtergesellschaft Anfang des Jahres sämtliche Genehmigungen bekommen hat. Derzeit sind wir in der Vorbereitung für den Baubeschluss, den wir Ende des Jahres fällen wollen, um nächstes Jahr mit dem Bau beginnen zu können. Wir haben außerdem viele Kraftwerke in unserem Portfolio, die schon älteren Semesters sind. Das sind zum Teil kleinere Kraftwerke, die wir erneuern und instand halten müssen.

Von den 2005 in die nähere Auswahl gezogenen Projekten (Kaunertal, Sellrain-Silz, Malfon und Raneburg) ist wenig übrig geblieben. Kraftwerke, die schon beinahe fix waren, wie jenes bei Telfs, sind wieder fraglich. Welche Projekte sind derzeit aktuell? Der damalige Optionenbericht war ja kein Bauprogramm, sondern lediglich ein Bericht, der diverse Möglichkeiten aufgezeigt hat. Alle Projekte, die man anschließend näher untersucht hat, sind in Einreichung oder in Umsetzung: Kaunertal, Sellrain-Silz, der Ausbau Prutz-Imst, Imst-Haiming, die Erneuerung und Erweiterung von Kirchbichl und Tauernbach-Gruben, das erst kürzlich – im Jänner 2013 – eingereicht wurde. Zudem ist mit dem GKI ein weiterer Meilenstein gelungen, also mit dem Gemeinschaftskraftwerk von Ovel-

Der Widerstand gegen jedes neue Projekt ist erheblich, wie man erst unlängst bei einer Diskussion im Ötztal gesehen hat. Ist hier in der Kommunikation mit den Betroffenen etwas schief gelaufen? Ich denke, jedes Infrastrukturprojekt und jede Veränderung führt dazu, dass Menschen Ängste haben. Ängste um das, was sie gewohnt sind. Selbstverständlich ist es gerade dann wichtig, in der richtigen Weise zu kommunizieren, aber es ist – wie bei allen Großprojekten – ganz natürlich, dass es Bedenken in der Bevölkerung gibt. Und diese Bedenken werden nun einmal in der Öffentlichkeit als Widerstand wahrgenommen. Wir als Projektwerber haben die Aufgabe, die Beteiligten umfassend zu informieren und die Fakten klar auf den Tisch zu legen, wel-

DI Johann Herdina

Nach dem Studium in Innsbruck zwischen 1984 und 1999 bei verschiedenen Baufirmen als Tunnelbauingenieur tätig. 2000 bis 2003: Projektkoordinator des Brennerbasistunnels (BBT) 2003 bis 2007: Technischer Geschäftsführer, Brenner Eisenbahngesellschaft (BEG) 2008 bis 2012: Prokurist ÖBB-Infrastruktur/Geschäftsbereichsleiter Unterinntaltrasse.

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Jedes Infrastrukturprojekt und jede Veränderung führt dazu, dass Menschen Ängste haben und es Bedenken in der Bevölkerung gibt. Und diese Bedenken werden nun einmal in der Öffentlichkeit als Widerstand wahrgenommen. Wir als Projektwerber haben die Aufgabe, die Beteiligten umfassend zu informieren und die Fakten klar auf den Tisch zu legen, welche Eingriffe ein Projekt mit sich bringen wird. DI Johann Herdina

che Eingriffe ein Projekt mit sich bringen wird. Andererseits muss es uns auch erlaubt sein, auf die positiven Aspekte solcher Projekte hinzuweisen. Außerdem hat sich in den gesetzlichen Vorschriften für den Bau von Kraftwerksanlagen in den letzten Jahrzehnten einiges geändert: Die Auflagen wurden um ein Vielfaches verschärft. Energieversorger sind beispielsweise dazu verpflichtet, bestimmte Restwassermengen in den Bächen zu belassen, mit größtmöglicher Rücksicht auf das ökologische Gleichgewicht. Woher kommt diese Ablehnung der an sich sauberen Wasserkraft dann? Nun ja, erst geht die TIWAG mit der Information an die Öffentlichkeit, dass ein bestimmtes Projekt in Arbeit ist. Und bevor sich überhaupt jemand intensiv damit befasst, was bedeutet das Kraftwerk für mich, für die Region, wird das Projekt kategorisch abgelehnt: Nein, das wollen wir nicht bei uns haben, das brauchen wir nicht. Der Widerstand kommt so schlagartig, dass es uns gar nicht möglich ist, umfassend darüber zu informieren. Ein positiver Aspekt des Widerstandes ist, dass mit ihm die Bevölkerung aktiviert wird. Sie ist bereit, zuzuhören, dabei zu sein, zu unseren Veranstaltungen zu kommen. Auf diese Weise wird es uns auch erst möglich, die Menschen unmittelbar zu erreichen und sie persönlich zu informieren. Fühlen Sie sich bei der Umsetzung von der Politik im Stich gelassen? Nein, was soll die Politik tun? Wir haben einen klaren politischen Auftrag. Die Aufgabe, die wir haben, ist es, Projekte zu entwickeln, auszuarbeiten, baureif zu machen. Und dazu gehört natürlich neben dem Genehmigungsverfahren auch, das Projekt in der Öffentlichkeit zu vertreten. Wesentlich ist es für uns, dass wir von den Projekten selbst absolut überzeugt sind und sie deshalb auch authentisch vertreten können. Ich kann nichts anpreisen, von dem ich nicht selbst zu 100 Prozent überzeugt bin.

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Beim Verbund modernisiert und optimiert man derzeit einige Kraftwerke und bekommt eine starke Leistungsverbesserung heraus. Macht das die TIWAG auch? Ja, das Projekt Kirchbichl ist eine reine Modernisierung, wobei wir dort auch noch zusätzliche Maschinen integrieren. Kirchbichl ist ja noch ein Kraftwerk aus der Kriegszeit und es ist wirtschaftlich absolut sinnvoll, dieses „Repowering“ vorzunehmen, um seine Leistung zu optimieren. In Kirchbichl bedeutet das eine Verdoppelung des Schluckvermögens, die Produktion soll von derzeit 131 auf 172 Gigawattstunden pro Jahr steigen. Dieses Repowering ist auch für viele Kleinkraftwerke geplant.

In den letzten Monaten wurde deutlich, dass die Absicherung der Depots bei den Cross-Border-Geschäften zusätzliche Kosten in Millionenhöhe verursachen wird. Ist das alles oder befürchtet die TIWAG weitere Überraschungen in den nächsten Jahren? Cross-Border-Leasing-Geschäfte sind natürlich eine Gesamtvorstandsverantwortung, aber nicht direkt mir zugeordnet und als Bauingenieur nicht wirklich mein Thema. Würden Sie aus heutiger Sicht diese Cross-Border-Deals erneut eingehen? Nein ... Noch ist der Großteil des Wasserkraftpotenzials in heimischer Hand. Wie groß sehen Sie die Gefahr, dass sich europäische Konzerne in Tirol betätigen und eigene Projekte umsetzen?

Kennzahlen TIWAG • • • • • •

Die stehen vor der Tür. Das Wasserrecht steht jedem offen, und es steht auch jedem offen, ein Projekt einzureichen. Wenn die Ötztaler sagen: „Das Ötztaler Wasser den Ötztalern“, dann sage ich: „Das Tiroler Wasser den Tirolern.“ Wir sollten uns bemühen, die sinnvollen Kraftwerksprojekte möglichst schnell dort umzusetzen, wo wir sie umsetzen können, damit wir sie auf viele Jahre in unserer eigenen Hand haben. Die Webseite dietiwag.org erfreut sich großer Beliebtheit. Wie ist hier die Strategie der TIWAG? Richtig stellen, dagegen ankämpfen, ignorieren? Ich finde die Webseite tiwag.at viel interessanter und informativer.

EGT Tiroler Wasserkraft AG 2011: 109,6 Mio. Euro EGT TIWAG-Konzern 2011: 111,6 Mio. Euro Mitarbeiter 2011: 1.251 Angestellte und Arbeiter, 49 Lehrlinge Stromabgabe an Tiroler Kunden: 4.724 GWh Eigenerzeugung: 2.967 GWh Stromabsatz: 17.292 GWh


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Zu Hause angekommen Von seinen Wurzeln in Baden bei Wien über das Studium der Betriebswirtschaften in Deutschland in das Messewesen hineingewachsen, kehrt der heute 47-jährige Wahltiroler Christian Mayerhofer in die Heimat zurück und will hier als Geschäftsführer von Congress und Messe Innsbruck seinen beruflichen Gipfel erklimmen. // Text: Marion Witting, Foto: Julia Türtscher

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ein Interesse an der Wirtschaft zeichnete sich schon auf seinem Ausbildungsweg ab: Handelsakademie Baden, erste berufliche Schritte und dann der Wunsch, Betriebswirtschaftslehre zu studieren, der ihn nach Deutschland führte. In drei statt üblichen vier Jahren schloss er sein Diplomstudium zum Betriebswirt (FH) mit dem beachtlichen Durchschnitt von 1,8 ab und öffnete sich damit selbst alle Wege in die Messewelt. Dabei ließ er keine wesentliche Station aus: Vom Einstieg über den Messebau über ausstellende Unternehmen bis zum Messeveranstalter hat Christian Mayerhofer „das Messe- und Veranstaltungshandwerk von der Pike auf gelernt“, wie er selbst meint. Sein persönlicher beruflicher Erfahrungsschatz beruht auf Anstellungen in Unternehmen in mehrheitlich öffentlich-rechtlichem Eigentum, wie der Messe München, sowie in privat geführten, börsennotierten Konzernen wie Apple und Reed Elsevier. Zuletzt

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war Mayerhofer Direktor des Business Development und Prokurist der deutschen Niederlassung des weltweit größten Messe- und Eventveranstalters Reed Exhibitions in Düsseldorf und dort auch Mitglied der erweiterten Geschäftsführung. In dieser Position verantwortete er über acht Jahre sowohl die Weiterentwicklung der bestehenden Messen als auch die Neuentwicklung von Messen und Veranstaltungen in Deutschland, China, Brasilien, Russland, Dubai, Indien und den USA und war mit der Leitung aller strategi-

Das moderne Management versucht ja, Überraschungen möglichst auszuschlieSSen. Aber was wäre die Welt ohne Überraschungen? Christian Mayerhofer

schen Prozesse betraut. Immer weiter wuchs sein Aufgabengebiet sowie sein Verantwortungsbereich. Zudem teilt er sein umfangreiches Fachwissen bei Vorträgen an Universitäten und Fachhochschulen. „Ich bin kunden-, budget- und prozessorientiert und mein Blick auf den Markt reicht dabei immer über den Tellerrand hinaus. Meine 20 Jahre Berufserfahrung in Deutschland und drei Jahre in Australien waren dafür eine sehr gute Schule“, blickt Mayerhofer ohne Wehmut zurück und zugleich mit großer Freude über das Vertrauen, das ihm von den Gesellschaftern der Congress und Messe Innsbruck GmbH (CMI) entgegengebracht wird, voraus.

Messekenner mit Strategie

Wer mit so viel Begeisterung an eine neue Herausforderung herangeht, hat den Erfolg bereits auf seiner Seite. Christian Mayerhofer, mit zwei Brüdern in Oberwaltersdorf aufgewachsen, ist ein bodenständiger VollblutMessekenner. Mit Beginn des Jahres 2013 hat er die Veranstaltungshäuser Congress und Messe Innsbruck von Langzeitdirektor Georg Lamp „in einem fulminant aufgebauten Geschäftszustand“ übernommen, zollt Mayerhofer seinem Vorgänger großen Respekt. Das Messejahr 2013 startete er bereits erfolgreich mit rund 120 Veranstaltungen im ersten Quartal in den Locations Congress Innsbruck, Messe Innsbruck und Congresspark Igls. „Insbesondere die Weiterentwicklung im

Segment Messen und Kongresse im Unternehmen CMI ist mir sehr wichtig“, sagt der Stratege. Im privaten Bereich war es mehr der Wunsch danach, „Heimat zu leben“, wie er es ausdrückt: „Ich mag die Menschen in Tirol. Ich war als Kind in Niederösterreich in traditionelle Gemeinschaften eingebunden, als Ministrant und bei der freiwilligen Feuerwehr. Von daher schätze ich auch das solide Fundament an Werten, das in Tirol allseits gegenwärtig zu sein scheint. Ich erfahre hier in substanziellen Themen einen kritischen Umgang miteinander. Ich habe mich in all den Jahren im Ausland als Österreicher gefühlt und meinen Patriotismus klar zum Ausdruck gebracht“, erklärt der Wahltiroler.

Weitblick & Familiensinn

Von seinem Büro kann Christian Mayerhofer die Nordkette sehen: „Ein wunderbarer Ausblick! Zum Schwärmen muss auch zwischendurch Zeit sein, denn als Geschäftsführer der CMI bin ich eigentlich fast immer im Dienst. Jede Tätigkeit, ob Sport, Lesen oder Reisen, hat indirekt mit Messe- und Kongressthemen zu tun. Wenn man, wie ich, sehr große Freude an der Vielfalt der Themen und Interesse an Hintergründen zu Technologien, Wertschöpfungsketten und Vertriebswegen hat, ist das eine wunderbare Symbiose, die auch gerne in die Freizeit einwirken darf“, erklärt Mayerhofer. Und was macht der neue Messechef, wenn er ganz privat ist? „Wenn ich komplett abschalten möchte, gehe ich in die Berge, unabhängig von der Jahreszeit und vom Wetter. Congress und Messe Innsbruck erwartet 2013 rund 600.000 Besucher – in den Bergen darf ich dementsprechend auch gerne mal ganz einsam sein.“ Auf die Frage, ob auch Zeit für die Familie bleibt, sagt Mayerhofer: „Ja, Familie ist mir sehr wichtig. Den Begriff Familie erweitere ich persönlich auf den Kreis der sehr engen Freunde.“

Kernaufgabe Kommunikation

Die klassischen Führungsstrukturen in der Congress und Messe Innsbruck GmbH hat Mayerhofer von seinem Vorgänger Georg Lamp übernommen, allerdings teilweise bereits nach seinen eigenen Vorstellungen angepasst: „Den innersten Führungszirkel bilden Mag. Werner Verocai, der als Prokurist mein Stellvertreter ist und das Resort Organisation verantwortet, gemeinsam mit Astrid Kirchbichler, die als Prokuristin für Finanzen, Rechnungswesen und Controlling verantwortlich zeichnet. Darüber hinaus habe ich Abteilungs-, Fach-, Strategie- und Budgetmeetings initialisiert.“ Mit diesen regelmäßig stattfindenden abteilungsinternen und auch -übergreifenden Treffen zeigt Mayerhofer ein klares Bekenntnis zu offener Kommunikation: „Ich halte Kommunikation für eine meiner Kernaufgaben und das sowohl nach innen als auch nach außen.“ Dabei ist seine Türe jederzeit offen für alle Mitarbeiter. Seine Art, auf Menschen zuzugehen, und sein vielschichtiges Interesse machten es Mayerhofer nicht schwer, sich sehr schnell in seinem neuen Umfeld zurechtzufinden: „Wunderbare Möglichkeiten zum Netzwerken ergaben sich bei vielen unserer Events. Neujahrsempfänge, 14 Bälle, insgesamt 77 Veranstaltungen alleine im Januar und Februar in unseren drei Häusern Congress, Messe und Congresspark Igls boten dazu ausreichend Gelegenheit. Einen besseren Einstieg kann ich mir nicht vorstellen, so gut wie ich hier in Tirol von Beginn an aufgenommen wurde.“ Seine Gedanken darüber, was er der Stadt Innsbruck geben möchte, was sie noch nicht hat, klingen vielversprechend: „Einen weiteren Kopf, der Tirol und die Stadt Innsbruck im Wettbewerb der Städte und Regionen nach vorne bringt. Sprich gute Ideen, einen langen Atem für die Umsetzung und einen breiten Rücken, um Kritik auszuhalten.“

Congress und Messe Innsbruck

Im Juni 2004 wurden die beiden Unternehmen Congress Innsbruck und Innsbrucker Messen verschmolzen und zu einer Firma, der Congress und Messe Innsbruck GmbH, zusammengeschlossen. CMI beschäftigt derzeit 42 Mitarbeiter im Congress Innsbruck und im Congresspark Igls sowie 17 in der Messe Innsbruck. • Stammkapital: 255.000 Euro • Gesellschafter: Land Tirol (65.025 Euro / 25,5 %), Stadtgemeinde Innsbruck (147.900 Euro / 58 %), Wirtschaftskammer Tirol (34.425 Euro / 13,5 %), Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer (7.650 Euro / 3 %) • Beteiligt an: Innsbrucker Stadtmarketing GmbH (18.000 Euro / 24 %), medex Medizinische Ausstellungsgesellschaft m.b.H (17.500 Euro / 50 %), COMM-INN Gastro GmbH (34.750 Euro / 34,75 %) Stand: 31.12.2010

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Gemeinsam statt einsam Das waren noch Zeiten, als Peppi Stiegler und Christl Haas 1964 ihre olympischen Goldmedaillen in Slalom bzw. Damen-Abfahrt auf den Hängen der Axamer Lizum erobern konnten. Modernste Lifte und Gastronomie, die wahrlich „up to date“ waren, wurden in den 60er-Jahren in der Hochalm über der Mittelgebirgsgemeinde Axams errichtet und boten eine perfekte Kulisse für Olympia. Innsbruck hatte neben dem Patscherkofel und der Seegrube ein neues, für damalige Zeiten hochmodernes und konkurrenzfähiges Skigebiet, das bereits 1976 wieder Austragungsort von olympischen Skirennen war. Diesmal holten Piero Gros und Rosi Mittermayr auf der Hoadl-Piste das begehrte Edelmetall! // Fotos: Manfred Hassl, Schlick

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ie Axamer Lizum hatte es in sich. Egal ob vom Hoadl in den Talboden oder vom Birgitzköpfl: Die Axamer Lizum war ein modernes und konkurrenzfähiges Skigebiet, das im Zuge der Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 1976 einen weiteren wesentlichen Ausbau erlebte. Die Lizum hat es noch heute in sich. Immerhin schlägt der Tiroler Skilehrerverband seine Zelte in Form eines modernen Ausbildungszentrums ab der kommenden Wintersaison mitten im Skigebiet auf. Wesentliche Faktoren für die Standortentscheidung waren neben der perfekten Erreichbarkeit die Topografie und die ski-

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fahrerischen Möglichkeiten, die sich den künftigen Skilehrern zwischen Hoadl und Birgitzköpfl bieten! Technisches Highlight war über lange Zeit die Standseilbahn auf den Hoadl. Aber auch noch heute erfüllt die 1975 erbaute Olympiabahn ihre Aufgabe mit Bravour und vor allem unbeeindruckt von Wind und Wetter. Daneben wurden in den letzten Jahrzehnten sechs Sessellifte und drei Schlepplifte errichtet. Absolute Spitze ist das 2003 nach modernsten Gesichtspunkten errichtete neue Hoadlhaus, das nebst seiner modernen Architektur über ein zukunftsweisendes und besonders nachhaltiges energieeffizientes Haustechnik-Konzept verfügt.

Auch Lorbeerkränze welken

Doch all der Glanz der Vergangenheit kann nicht über den Abstieg des westlichen Mittelgebirges in touristischer Hinsicht hinwegtäuschen. Während in Tirol der Tourismus in den letzten 30 Jahren exorbitant hohe Steigerungsquoten vorzuweisen hat, haben in Axams und Umgebung Hotels und Gasthöfe geschlossen oder wurden einer anderen Nutzung zugeführt. Zu wenig hat der Tourismus abgeworfen, zu sehr hat das schnelle Geld gelockt, das mit einer Verwertung der ehemaligen Hotel- und Gastgewerbeliegenschaften zu machen war! Dies beklagt auch Rudolf Nagl, der Bürgermeister der einst so stolzen Tourismusgemeinde Axams: „Wir erleben es


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„Während in Tirol der Tourismus in den letzten 30 Jahren exorbitant hohe Steigerungsquoten vorzuweisen hat, haben in Axams und Umgebung Hotels und Gasthöfe geschlossen oder wurden einer anderen Nutzung zugeführt. “ tagtäglich, wie unsere Heimat immer mehr zum Schlafzimmer Innsbrucks wird. Vom früher so gut funktionierenden Wirtschaftsraum ist wenig über. Diese Entwicklung muss so rasch wie möglich gestoppt werden.“ Wenn Bürgermeister Nagl, zugleich Obmann des Planungsverbandes Westliches Mittelgebirge, von „Stoppen“ spricht, dann meint er wesentliche Projekte wie die skitechnische Verbindung der Mutterer Alm mit der Axamer Lizum und in weiterer Folge mit der Schlick. Schützenhilfe gibt ihm dabei Karl Gostner, Obmann des Innsbrucker Tourismusverbandes: „Die touristische Infrastruktur im westlichen Mittelgebirge ist in den letzten Jahren dramatisch nach unten gegangen. Aus einem ehemaligen Tourismus-Hotspot wurde ein Problembezirk. Wir sind daher dringend aufgerufen, sinnvolle und nachhaltige Lösungen umzusetzen. Dazu zählt definitiv eine Verbindung der beiden Skigebiete in Mutters und Axams mit der Schlick im Stubai. Wir hier im Mittelgebirge haben die Skiflächen und modernen Anlagen, die nur an den Wochenenden halbwegs ausgelastet sind, wäh-

rend im Stubai ein großes Potenzial an Betten und Gästen vorhanden ist, aber kein konkurrenzfähiges Winterskigebiet.“ Dabei konnten nach jahrelangen Verhandlungen zwischen den beteiligten Unternehmen die wichtigsten Fragen geklärt werden. Das sieht auch Reinhard Wieser, Vorstand der Axamer Lizum AG, so: „Wir sind uns über die wesentlichen Punkte der Verbindung einig. Der Teufel liegt aber bekanntlich oft im Detail und diese Details werden laufend abgestimmt, um keine Fehler mit nachhaltiger Wirkung zuzulassen. Wichtig ist die wirtschaftliche Darstellbarkeit des Projektes und die Abstimmung unter den Eigentümern und Gebietskörperschaften. Das dauert, aber wie gesagt, so weit wie aktuell sind wir noch nie gewesen.“

Touristische Tristesse

Kernstück des Brückenschlags ist dabei eine 3-S-Bahn vom Hoadlhaus auf das Kreuzjoch in der Schlick. In wenigen Minuten sollen bereits ab 2015 Skifahrer und Naturfreunde an den Kalkkögeln vorbei von Gipfel zu Gipfel schweben können. Unterbrochen wird der

„Flug“ dabei lediglich von zwei Stützen. Ein Verfechter des Brückenschlags ist auch der Chef des TVB Stubai, Sepp Rettenbacher: „Der Brückenschlag ist gemeinsam mit einer Anbindung von Neustift an die Schlick existenziell für unseren Tourismus. Wir spüren bereits seit Jahren eine Stagnation der Nächtigungen und eine Rezession der Investitionstätigkeit im Stubai. Wenn nicht bald neue Akzente gesetzt werden, dann verlieren wir den Anschluss an die führenden Destinationen in unmittelbarer Nachbarschaft und dem Stubai droht der Abstieg in die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit.“ Diesen drohenden Abstieg untermauern auch Zahlen, die das Stubai tirolweit als eines der Schlusslichter unter den führenden Tourismusdestinationen ausweisen. Besonders traurig schaut es bei den Umsätzen pro Gast und pro Nacht aus – vergleicht man diese mit anderen Destinationen, wie dem Zillertal oder dem Arlberg. Statistiken braucht man im Westlichen Mittelgebirge hingegen schon lange nicht mehr. Es genügt, mit offenen Augen durch eco.nova

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eco.wirtschaft

2015 Einheimische und Gäste zugleich vom Brückenschlag profitieren. Wenn diese letzte Chance nicht genützt wird, dann droht Innsbruck, seinen Feriendörfern und dem Stubai das Schicksal, zu Liftmuseen zu verkommen und den Wintertourismus komplett zu verlieren. Dann allerdings müsste „Skifoahrn“ von Wolfgang Ambros wohl umgetextet werden: „Im Stubai hätt’s zwar an leiwanden Schnee, aber i kumm mit’m Lift nimmer in die Höh ...“

Axamer Lizum

„Bürgermeister-Brückenschlag“: Neustifts Bürgermeister Peter Schönherr, Sepp Rettenbacher/TVB Stubai, Dr. Karl Gostner/TVB Innsbruck und seine Feriendörfer, der Axamer Bürgermeister Rudolf Nagl und Manfred Leitgeb/ Bürgermeister Mieders und Planungsverband Stubai

die Dörfer im Mittelgebirge zu gehen, und man erlebt touristische Tristesse in Reinkultur. Leider, und das mussten viele Bürger schmerzhaft miterleben, hängt an einem funktionierenden Hotel- und Gastgewerbe auch ein wesentlicher Teil des sozialen Lebens einer Dorfgemeinschaft. Immer mehr Gemeinden haben mittlerweile das letzte Gasthaus verloren. Ein Zustand, der weiter dazu beiträgt, dass Identität verloren geht und das Mittelgebirge zum anonymisierten Vorhof der Landeshauptstadt mutiert. Dies gilt es nun zu stoppen. „Ich weiß nicht, wie viele Chancen wir noch haben, aber es kann schon sein, dass der Brückenschlag die letzte bleibt“, befürchtet Bürgermeister Rudolf Nagl, der zugleich auf eine Umsetzung des Brückenschlags hofft.

ARGE Brückenschlag

So soll der Brückenschlag primär aus insgesamt drei neuen Seilbahnen bestehen, die es ermöglichen, von Neustift direkt nach Mutters und umgekehrt zu gondeln und dabei in einem der schönsten Skigebiete der Alpen unterwegs zu sein. Mehrwert des Brückenschlags soll dabei die Tatsache sein, dass es ohne maßgebliche Eingriffe in die Natur und das Landschaftsbild möglich wird, aus drei weniger attraktiven Skigebieten eine Arena zu machen, die internationalen Standards gerecht wird. So sind im besonders sensiblen Bereich der Kalkkögel weder Pisten noch Wege und schon gar keine Baustraßen notwendig oder geplant. Um dieses Projekt, das immerhin von elf Gemeinden, zwei Tourismusverbänden und drei Seilbahnunternehmen seit mehreren Jahren intensiv verfolgt wird, zu strukturieren, haben sich alle dem Projekt positiv gesonnenen Kräfte bereits vor zwei Jahren zur ARGE-Brückenschlag zusammengefunden. Diese Arbeitsgemeinschaft hat sich seit Gründung bemüht, am nicht unumstrittenen Projekt zu arbeiten, und es auch geschafft, die meisten Argumente der Kritiker aus allen Lagern zu zerstreuen. So wurde ein Naturraum-Managementkonzept für das jetzige Ruhegebiet Kalkkögel erarbeitet, das auf alle Schutzgüter intensivst reflektiert. Weiters wurden alle möglichen Trassen auf deren Machbarkeit hin geprüft und die Entscheidung in Absprache aller involvierten Betreiber und Partner gefällt. Zudem, und das ist wohl die größte Errungenschaft der ARGE-Brückenschlag, konnten tragfähige Finanzierungskonzepte erarbeitet werden, die allen EU-Richtlinien standhalten und im Grunde auch von den wesentlichen Vertretern aller Partner als machbar und umsetzbar erkannt und eingestuft wurden. Wenn alles weitere glatt geht und auch die Landesregierung mittels neuer Ruhegebietsverordnung Flexibilität im Sinne der Menschen unter Beweis stellt, dann könnten schon

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Anlage

Baujahr

theoretische Förderkapazität (P/h)

Olympiabahn

1974

1.200

4 SBK Schönboden

1991

1.908

4 SL Karleiten

2004

2.381

DSL Hoadl I

1962

807

DSL Hoadl II

1991

1.320

DSL Birgitzköpfl

1982

1.447

DSL Pleisen

1987

1.435

SL Kaserwald I

1963

1.004

SL Kaserwald II

1987

1.004

SL Götzner Grube

1966

816

Gesamt

13.322

Pistenkilometer gesamt: ca. 41 davon blau: 7.064 m / rot: 21.609 m / schwarz: 7.634 m / Skirouten: 4.137 m Pistenfläche gesamt: ca. 135 ha davon 60 % technisch beschneit Derzeit beschneite Pistenfläche: 67 ha mit Götzner Abfahrt, 60 ha ohne Götzner Abfahrt Freier Skiraum insgesamt: ca. 300 ha Restaurants Axamer Lizum (Sitzplätze außen / innen) Hoadl-Haus (400 / 600), Liz (100 / 30), Sunnalm (150 / 250) Pleisenalm (60 / 60), Dohlennest (20 / 60), Naturfreundehaus (100 / 150), Lizumer Hof (120 / 30), Lizumer Alm (50 / 40), Schirmbar (60 / 0), Pfeffermühle (100 / 100)

„Wir sind uns über die wesentlichen Punkte der Verbindung einig. Der Teufel liegt aber bekanntlich im Detail.“ Reinhard Wieser, Vorstand der Axamer Lizum AG


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www.porscheinnsbruck.at Kraftstoffverbrauch gesamt in l/100 km: 3,8 – 5,6. CO2-Emission in g/km: 99 – 130. Symbolfoto.


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www.tirol.at will Europas bester Reiseführer werden Laut deutscher Reiseanalyse haben Anfang 2011 46 Prozent der reisenden Bevölkerung mit Internetzugang schon einmal über das Internet gebucht. Bei den Alpenurlaubern Internetzugang waren es bereits 57 Prozent, die eine Reise oder zumindest Teile davon online gebucht haben. In den letzten Jahren erzielte kein anderer Markt so rasante Wachstumsraten wie der Onlinemarkt. Vor diesem Hintergrund hat die Tirol Werbung ihre touristische Online-Plattform www.tirol.at komplett überarbeitet. Anfang März erfolgte zeitgerecht vor Beginn der Sommersaison 2013 der Relaunch. Ambitioniertes Ziel von tirol.at neu ist es, bester digitaler Reiseführer Europas zu werden. // Text: Barbara Liesener, Fotos: Tirol Werbung Die Startseite im flat-design

Der interaktive Videoreiseführer

A

uf tirol.at sind alle Tiroler Betriebe vom Fünf-Sterne-Hotel bis zum Privatzimmervermieter buchbar, die auf einer der gängigen Buchungsplattformen dargestellt sind. Dennoch versteht sich die Website in erster Linie nicht als Buchungsplattform, sondern vor allem als hochqualitative digitale Service- und Informationsquelle für Gäste und Einheimische gleichermaßen. „Die Website bietet ein umfassendes touristisches Angebot, das schnell, übersichtlich, benutzerfreundlich und ohne ständig zwischen diversen Sites herumwechseln zu müssen abrufbar ist“, so der Projektverantwortliche, Eckard Speckbacher. Authentizität, Interaktion, Service und mobile Verfügbarkeit stellen laut TW-Markenmanagerin Claudia Knab die vier Grundpfeiler der neuen Onlineplattform dar. Zentrales Augenmerk der neuen tirol.at liegt laut Knab auf einer optimalen Präsentation der Tiroler Orte und Regionen, der hochwertigen Kommunikation des touristischen Angebotes sowie der adäquaten Präsentation der Marke Tirol im Netz.

Was ist neu?

Der emotionale Einstieg auf der Startseite über einen interaktiven Videoreiseführer entspricht dem aktuellen Trend der Videonavigation. Das neue Design ist sehr reduziert und folgt dem „Flat-Design“-Trend, der einer Reizüberflutung in den digitalen Medien entgegenwirkt. Große internationale Portale wie microsoft.com arbeiten ebenfalls mit Flat Design. Die Inhalte der tirol.at passen sich automatisch an alle Endgeräte wie Smartphones oder Tablets (iPad) an. Die von der Abteilung Landesentwicklung und Zu-

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tirol.werbung

„Mit der neuen tirol.at soll Tirol auch im online-Bereich eine Vorreiterrolle einnehmen.“ TW-Geschäftsführer Josef Margreiter

ner vorausgesetzt. Begleitend zu den Marketingkampagnen der Tirol Werbung auf den Hauptherkunftsmärkten sind eigene mehrsprachige Länderportale in Ausarbeitung, die dann ebenfalls über konkrete Angebote der an den internationalen Kampagnen teilnehmenden Tiroler Orte und Betriebe verfügen. „Unser Ziel, mit der neuen tirol.at bester digitaler Reiseführer Europas zu werden, ist ein hohes, das auch nicht sofort realisierbar. Aber wir sind zuversichtlich, es in absehbarer

Zeit zu erreichen und Tirol somit auch im Onlinebereich eine neue Vorreiterrolle zu verleihen. Wir wollen nicht nur Erwartungen und Standards erfüllen, sondern sie übertreffen. Die Website wurde zwar ausführlichst konzipiert, dennoch können trotz modernster digitaler Technik bei einem innovativen Projekt dieser Dimension Anfangsprobleme vorkommen, dafür bitten wir um Verständnis“, so Tirol-Werbung-Chef Josef Margreiter über die neue Tiroler Website. >

© Tirol Werbung/Markus Jenewein

kunftsstrategien des Landes Tirol entwickelte neue Kartentechnologie „Tiris“ ermöglicht eine genaue Navigation und detaillierte kartographische Ansichten, die über eine noch höhere Qualität als viele andere – auch große – Online-Kartenanbieter verfügen. Die Inhalte auf tirol.at neu folgen einer klar festgelegten Redaktionsstrategie, die alle Anforderungen von webgerechtem Schreiben und Suchmaschinenoptimierung erfüllt. Ein eigenes Contentteam im Tirol Haus ist für die Inhalte verantwortlich und bereitet sämtliche Texte redaktionell auf. Dies gilt vor allem auch für Orts- und Regionsbeschreibungen, die bisher von einer Drittplattform übernommen wurden. Somit verbessert sich die Präsentation der Tiroler Partner gegenüber der früheren Darstellungsvariante erheblich. Ein absolutes Novum im touristischen Bereich stellt die sogenannte „Timeline“ auf den Ortsdarstellungen dar, eine Zeitleiste am Ende der Ortstexte, auf der sich der Betrachter einen raschen Überblick über das Geschehen in den sozialen Netzwerken des jeweiligen Ortes machen kann, ohne – wie bisher – auf andere Internetseiten wechseln zu müssen. Via Timeline hat man Zugriff auf alle gängigen sozialen Medien (Facebook, Twitter, Blogs etc.) oder aktuelle Detaileinträge zum jeweiligen Ort. Auch Such- und Buchungsfunktionen wurden optimiert und gehören nun zu den modernsten auf touristischen Plattformen. Für themenbezogene Onlinekampagnen wurden eigene Angebotsseiten, sogenannte Landingpages, mit topaktuellen Urlaubsangeboten und Packages der Tiroler Unterkünfte und Tourismusverbände erstellt – die zeitgerechte Einspielung und Pflege der Inhalte und Angebote der jeweiligen Tiroler Part-

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tirol.werbung

„Wir hoffen, dass sich möglichst viele Tiroler mit den Artikeln unserer Bergsommer-Kollektion identifizieren und diese mit Stolz und Freude tragen. Sie sind nämlich die authentischsten Botschafter des Landes!“ Claudia Knab, Leitung Markenmanagement

Um die Positionierung und Etablierung Tirols als attraktive Ganzjahresdestination nachhaltig zu stärken, setzt die Tirol Werbung schon seit Jahren einen Schwerpunkt auf die Bewerbung des Sommers. Seit 2011 vereint die langfristige und breit angelegte Kampagne „Bergsommer Tirol“ die vielfältigen Tiroler Angebote unter einem Dach. „Der Bergsommer fungiert sozusagen als Klammer und Ordnungssystem, in welchem die Angebote des Tiroler Sommers gesammelt und gebündelt werden. Dies erleichtert dem Gast die Orientierung und gewährleistet gleichzeitig eine einheitliche Positionierung der Marke Tirol im Sommer“, erklärt Markenmanagerin Knab. Nachdem es mit den Maßnahmen 2011 und 2012 gelungen ist, den Bergsommer in das Bewusstsein der Tiroler Partner zu rücken, sollen die Tourismusregionen 2013 noch stärker aktiviert werden. Der Bergsommer soll in allen Regionen ankommen, in weiterer Folge auf Standortpartner und Wirtschaftsbetriebe ausgedehnt werden, um schlussendlich in ganz Tirol wahrgenommen und kommuniziert zu werden. Inhaltlich wird das touristische Sommerangebot in vier thematische – den Sommertourismus tragende – Säulen untergliedert. Diese sind: Sport & Aktiv, Natur & Gesundheit, Familienerlebnis und Kultur & Kulinarik. Zu jedem der vier zentralen Themen wurden zahlreiche Maßnahmenpakete und Angebote entwickelt. Eine übergeordnete Imagekampagne macht auf emotionaler Ebene mit authentischen und unverfälschten Tirol-Bildern (zum Teil auch aus den prämierten „Sight-Seeing-Projekten“) Lust auf den Tiroler Sommer. Eine angebotsorientierte Kampagne mit Integration der Tiroler Partner bildet die integrierte Bergsommerkampagne, die in den Hauptzielmärkten

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© Tirol Werbung/Matthias Ziegler

Tiroler Bergsommer als Kraftplatz im Herz der Alpen

Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Belgien und der Tschechischen Republik um potenzielle Tirol Gäste wirbt. Aber auch die einheimische Bevölkerung profitiert vom Tiroler Bergsommer und kann diesen mit all seinen Vorzügen erleben, schließlich stellen die Angebote auch für sie attraktive Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung dar. Das persönliche Erleben bietet die optimale Voraussetzung dafür, dass auch die Tiroler zu begeisterten Botschaftern des Bergsommers werden. Die schönsten Geschichten aus dem Tiroler Bergsommer werden erstmals im Magazin „Mein Tirol“ erzählt. Das Sommer-Hauptwerbemittel enthält umfangreiche Informationen, Tipps und Geschichten zu jedem der vier Sommer-Hauptthemen und ist kostenlos erhältlich. Eine eigens kreierte „Bergsommer Kollektion 2013“ sorgt dafür, dass jeder sein Stück Tirol erwerben kann und seine Botschafterrolle auch kleidungstechnisch unterstreicht.

Die neue Tirol-Kollektion, das Magazin zum Tiroler Bergsommer sowie zahlreiche weitere Informationsmittel zum Sommer sind im Tirol Shop, Maria-Theresien-Straße 55, erhältlich.

Der Bergsommer in Zahlen • 18.330.000 Nächtigungen gab es im Sommer 2012 insgesamt in Tirol. • 4.590.000 Ankünfte verzeichneten Tirols Tourismusbetriebe im Bergsommer. • 340.000 Gästebetten gibt es in Tirol. • Tirol verfügt über 5.600 beschilderte Mountainbike-km und über 900 km Radwege, • 5.000 Alpinkletterrouten, 3.000 Sportkletterrouten, 100 Klettersteige, • 15.000 km vom Alpenverein gewartete Wanderwege und 2100 bewirtschaftete Almen.


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wahlen in Zahlen Wahlberechtigte in Tirol 2013:

532.496

• Wahlberechtigte 2008: 520.527 / abgegebene Stimmen: 342.713 /

davon gültig: 336.781 (98,27 %) / Wahlbeteiligung in %: 65,84

• höchste / niedrigste Wahlbeteiligung seit 1945 in %: 96,57 (1949) / 60,91 (2003)

Wahlergebnisse 2008 in % ÖVP: 40,50 / SPÖ: 15,46 / Grüne: 10,73 / FPÖ: 12,41 / KPÖ: 1,16 / Die Christen: 1,40 / Liste Fritz: 18,35 Aktuelle Wahlkampfbudgets in Euro ÖVP: 1,5 bis 2 Mio. / SPÖ: 600.000 / FPÖ: 500.000 / Grüne: 400.000 /

Vorwärts Tirol: mind. 205.000 / Team Stronach: mind. 545.000 / Liste Fritz: 400.000 /

Gurgiser & Team: 150.000 / Für Tirol: 30.000

Längste Landeshauptmannzeit in Jahren:

23

• Eduard Wallnöfer von 13. Juli 1963 bis 2. März 1987

• Günther Platter: Landeshauptmann seit 1. Juli 2008

Anzahl der Listen 2013:

11

• Anzahl der Listen 1945: 3

• davon Stimmen in % für die ÖVP: 69,83 / SPÖ: 27,99 / KPÖ: 2,18

• Anzahl der Listen 1949: 5 / 1953: 4 / 1957: 6 / 1961: 5 (erstmaliges Antreten der Partei „Mensch und Tier“) / 1965: 3 (die KPÖ trat erstmals seit 1945 nicht an) / 1970: 7 / 1975: 4 / 1979: 5 (neu: Liste „Tiroler Mittelstand“) / 1984: 7

(neu u. a.: „Liste für ein anderes Tirol“) / 1989: 7 (erstmaliger Einzug der „Grünen Alternative“ in den Landtag) / 1994: 8 (u. a. „Die Unabhängigen Tiroler“ und die „Österreichische Naturgesetz Partei“) / 1999: 6 / 2003: 5

(Liberales Forum tritt nicht mehr an) / 2008: 7

• Anzahl der Abgeordneten zum Landtag in Tirol: 36

Seiten der aktuellen Frank-Stronach-Biografie:

192

(erschienen im ueberreuter-Verlag, Autor: Wolfgang Fürweger) 42

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Quelle: Österreich. Zahlen. Daten. Fakten/Statistik Austria


eco.wahl

Die Qual der Wahl In diesen Sonderteil der eco.nova finden Sie Fakten, Hintergründe und Zusammenhänge zur Landtagswahl 2013.

D

ie Ausgangslage ist denkbar einfach: Alle machen Jagd auf den Platzhirschen ÖVP. Aktuelle Umfragen zeigen, dass dieses Dauerfeuer – vor allem beim Thema Agrargemeinschaften – Wirkung zeigt und es für die langjährige Regierungspartei schwierig wird. Karmasin Motivforschung sieht die Volkspartei bei 35 Prozent, das Innsbrucker Meinungsforschungsinstitut IMAD landet gar bei katastrophalen 30 Prozent, also gut zehn Prozent unter dem Wahlergebnis vor fünf Jahren. Die Zeiten absoluter Mandatsmehrheiten für die Volkspartei scheinen ewig her – doch bis 2008 stellte dies die Normalität in der Tiroler Politiklandschaft dar.

Schwere Entscheidung

Schwierig wird die Wahl allerdings nicht nur

für die ÖVP, sondern auch für die Wähler, die sich diesmal für eine von elf Listen entscheiden müssen. Ein derart breites Angebot ist völlig neu in Tirol. Innerhalb von einem Jahrzehnt hat sich das Land damit von einer Parteien-Monokultur zum politischen Fleckerlteppich gewandelt, der den Wähler vor die Qual der Wahl stellt. Dieser Sonderteil bietet Übersicht und Hilfestellung bei der Meinungsbildung. In einem ausführlichen Interview erläutert der Leiter des Instituts für Politikwissenschaft, Professor Ferdinand Karlhofer, die Ausgangslage und wagt einen Blick auf mögliche Konstellationen nach dem Wahltag. Wir haben allen Parteien, die tirolweit antreten, die Gelegenheit gegeben, kostenlos Programm und Personen darzustellen.

Schade, dass die Volkspartei diese Chance nicht genutzt und unsere Fragen als Majestätsbeleidigung aufgefasst hat. Den Abschluss bildet ein Beitrag des Kabarettisten Markus Koschuh, der sich mit seinem Programm „Agrargemein“ der Causa Prima im Land auf satirische Weise genähert hat. Es ist uns bewusst, dass seine Aussagen subjektiv gefärbt sind – aber wir wollen den staubtrockenen juristischen Argumentationen in dieser Frage einen Kontrapunkt entgegensetzen. Ganz egal, welche Partei Sie am ehesten anspricht, wichtig ist nur eines: Nutzen Sie Ihr demokratisches Recht und geben Sie am 28. April Ihre Stimme ab. Mehr Auswahl als heuer gab es noch nie!

Arbeitsplätze schaffen Wirtschaft fördern Kleinunternehmen stärken Gerhard Reheis

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„Mit Ausnahme der ÖVP, teilweise auch der SPÖ, treten alle Parteien mit der Ansage an, dass das Land einen grundlegenden Wechsel braucht. Also werden alle sich auf die ÖVP einschieSSen. Die VP wieder wird versuchen, den SpieSS umzudrehen mit der Ansage: Alle gegen uns und ohne uns das Chaos.“ Prof. Dr. Ferdinand Karlhofer, Leiter des Instituts für Politikwissenschaft in Innsbruck

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Alle gegen eine Fast alle Parteien treten bei der Landtagswahl mit einem Thema an: Das Land braucht einen Wechsel. // Text: Klaus Schebesta

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on Politikwissenschaftler Professor Ferdinand Karlhofer wollte eco.nova wissen, wie sich die Inflation an Listen auf das Wählerverhalten auswirken, warum das Thema Agrargemeinschaften zur Gretchenfrage wird und welche Koalition am wahrscheinlichsten zukünftig Tirol regieren wird. eco.nova: Bislang war die Anzahl der Listen bei Landtagswahlen überschaubar. Diesmal gibt es ja eine regelrechte Inflation. Rechnen Sie damit, dass diese hohe Polarisierung die Wahlbeteiligung hebt? Ferdinand Karlhofer: Eine Wahl ist nicht einfach vergleichbar mit einem Markt. Wenn das Angebot breiter ist, muss sich das nicht in einer größeren Nachfrage bei den Wählern äußern. Ob die Wahlbeteiligung hoch ausfällt oder niedrig, hängt viel stärker davon ab, ob es Themen gibt, die den Menschen wichtig sind. Ist das nicht der Fall, dann hält sich der Ansturm an den Urnen in Grenzen, egal wie viele Parteien antreten.

Drohen Tirol italienische Verhältnisse? Es sind ja nicht alle dieser vielen Listen Ausdruck einer Polarisierung in Tirol. Einige Listen sind zuletzt auch in Kärnten und Niederösterreich angetreten. Und zusätzlich rechnet sich mit Blick auf die Krise der Volkspartei die eine oder andere Gruppe Chancen aus. Klar ist aber auch: Nicht alle werden den Einzug in den Landtag schaffen. Und klar ist auch, die ÖVP wird auch nach der Wahl noch stärkste Partei sein. Ist diese Vielfalt für die Wähler noch überschaubar? Der Stimmzettel wird diesmal größer sein als gewohnt. Die Übersicht fördert das natürlich nicht. Wer dann neben der Stimme für eine Partei auch noch eine Vorzugsstimme vergeben will, tut gut daran, sich das nicht erst in der Wahlzelle zu überlegen. Welche Vorgangsweise bietet die größten Chancen, das Protestimmen-Potenzial abzuräumen?

Mit Ausnahme der ÖVP, teilweise auch der SPÖ, treten alle Parteien mit der Ansage an, dass das Land einen grundlegenden Wechsel braucht. Also werden alle sich auf die ÖVP einschießen. Die VP wieder wird versuchen, den Spieß umzudrehen mit der Ansage: Alle gegen uns und ohne uns das Chaos. Das Agrarthema dominiert – wie schon bei der letzten Wahl – den Wahlkampf. Was hätte die VP tun können/müssen, um diese Angriffsfläche zu verhindern? Die ÖVP hätte die vergangenen fünf Jahre nützen können und müssen, um das Thema zu lösen. Das hat sie sichtlich nicht getan. Immer noch sorgt eine – wenn auch kleiner werdende – Zahl von Hardlinern für Negativschlagzeilen. Für ihre Entscheidungsschwäche im Umgang mit diesen Fällen zahlt die ÖVP nun einen hohen Preis. Das Thema Agrar mit all seinen bizarren Facetten – von illegalen Heizkostenzuschüssen und getürkten Rechnungskreisen bis hin zu allein auf Zeitgewinn abzielenden Einsprüchen gegen eco.nova

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Rechtsentscheide – ist ein nicht gerade leicht zu tragender Rucksack für die ÖVP. Sie muss ihre Linie beständig rechtfertigen und verteidigen. Wie zuletzt beim nicht gerade ruhmvollen Sonderlandtag, bei dem sie nicht allein von der Opposition, sondern sogar vom Regierungspartner SPÖ ins Visier genommen wurde. Wie bewerten Sie die Kehrtwendung der SP in dieser Frage? Dass die SPÖ aus dem Schatten der ÖVP tritt und gemeinsam mit der Opposition handelt, das hat es so noch nie gegeben. Es dürfte der SPÖ aber auch bewusst geworden sein, dass sie Profil zeigen muss. Sie könnte sonst leicht im Schlagabtausch ÖVP auf der einen und geballte Opposition auf der anderen Seite regelrecht aufgerieben werden. Viele der neuen Kleinparteien entstammen ursprünglich aus dem schwarzen Lager. Hat man hier versäumt, diese in die Partei einzubinden – oder war das aus Ihrer Sicht gar nicht möglich? In einer Partei wie der ÖVP mit ihrer bündischen Gliederung – Bauernbund, Wirt-

Die guten Konjunkturdaten kann die Landesregierung mit Recht als Asset im Wahlkampf hervorheben. Nicht gelungen ist es allerdings, eine Reihe von strukturellen Mängeln zu entschärfen, insbesondere die Lebenshaltungskosten. Ein Euro ist in Tirol spürbar weniger wert als im Osten Österreichs – bei keineswegs höheren Löhnen und Gehältern. Das Gefälle zieht sich von den Wohnkosten bis hin zu den Treibstoffpreisen. War die Entscheidung der VP, die Hälfte der Mannschaft auszutauschen – und das auch zu kommunizieren – klug? Schon Weingartner hat seinerzeit versucht, mehr Dynamik in die Partei zu bringen – mit neuen Gesichtern und der Aufforderung an die Kandidaten, sich im Wahlkampf zu profilieren. Die Rechnung ist nur zum Teil aufgegangen, denn bei solchen Maßnahmen gibt es immer Widerstand von denen, die das Feld nicht kampflos räumen wollen. Wie sehen Sie die Rolle der Innsbrucker Bürgermeisterin bei „vorwärts Tirol“? „vorwärts Tirol“ gäbe es vermutlich nicht ohne die innerparteilichen Querelen im Zusam-

„Wem die Wähler ihre Stimme geben, werden viele diesmal wohl später als in bisherigen Wahlgängen entscheiden. Damit ist auch der Wahlausgang so unberechenbar wie noch nie.“ Prof. Dr. Ferdinand Karlhofer, Leiter des Instituts für Politikwissenschaft in Innsbruck

schaftsbund, AAB – wird es immer innerparteiliche Rivalitäten geben. In anderen Bundesländern kommt die Partei damit ganz gut zurecht, in Tirol dagegen nicht. Für die Führungsprobleme und die zentrifugalen Kräfte in der Partei wird man zu einem Gutteil, aber keineswegs allein das Agrarthema verantwortlich machen können. Wenn gleich mehrere Listen gegen die Mutterpartei antreten, dann ist das Ausdruck von schweren Versäumnissen und Fehleinschätzungen, die sich jetzt rächen. Die VP kann offenkundige Erfolge vorweisen – etwa die niedrigste Arbeitslosigkeit aller EU-Regionen und ein vergleichsweise solides Landesbudget. Warum gelingt es nicht, damit in der öffentlichen Debatte stärker zu punkten?

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menhang mit der Bürgermeisterwahl vor einem Jahr in Innsbruck. Die ÖVP schickte einen Überraschungskandidaten gegen die Amtsinhaberin ins Rennen. Nicht nur, dass sie damit scheiterte, als Folge dieses Abenteuers gibt es in der Landeshauptstadt seither eine Stadtregierung ohne Beteiligung der ÖVP. Mit dem Parteiausschluss von Christine Oppitz-Plörer ist der Riss nun jedenfalls nicht kleiner geworden. Welche Koalitionen halten Sie für die wahrscheinlichsten? Die ÖVP räumt selbst bereits ein, dass 40 Prozent Stimmenanteil nicht zu schaffen sein werden, in einigen Umfragen liegt sie sogar deutlich darunter. Wenn verschiedentlich nun bereits von einer Art Ampelkoalition nach Innsbrucker Vorbild die Rede ist, dann ist das

wenig realistisch. Die ÖVP wird in Tirol auch nach der Wahl die mit Abstand größte Partei sein. Und es wird die nächste Landesregierung eine Koalition ÖVP plus eine weitere Partei sein. Sollte das für eine Mandatsmehrheit im Landtag nicht reichen, käme eine Variante ins Spiel, die tatsächlich einer Sensation gleichkäme – nämlich eine 3er-Koalition unter Führung der ÖVP. Sollte es so weit kommen, dann müsste die ÖVP viel von ihrer bisherigen Macht abgeben. Und es würde wohl auch der nächste Landeshauptmann ein anderer sein als heute. Was geschieht mit den Stimmen der Parteien, die unter der Fünf-Prozent-Hürde bleiben? Wie wirkt sich das auf die restlichen Parteien aus? Gibt es Parteien, die davon besonders profitieren? Für die ÖVP ist es, wie oft angenommen, sogar ein Vorteil, dass ihre Gegnerschaft sich auf so viele Listen verteilt. Es gibt in dieser Landtagswahl keinen klaren, auch nur annähernd gleich starken Konkurrenten. Bei jenen kleinen Listen, die die Hürde für den Einzug in den Landtag nicht schaffen, werden viele Stimmen verloren gehen. Allerdings nur auf den ersten Blick. Bei der Mandatsvergabe werden in einem ersten Schritt sogenannte Grundmandate in den Bezirken vergeben. Diese Hürde schaffte schon bisher nur die ÖVP, da und dort auch SPÖ, FPÖ und Grüne. In einem zweiten Schritt werden dann die Reststimmen landesweit vergeben. Und da sind wieder die Kleineren am Zug – die Summe der Reststimmen summiert sich stärker zu Mandaten, als das bei der ÖVP der Fall ist. Wenn also die ÖVP nun die Parole „Viele Gegner, gut für uns“ ausgibt, dann ist das nur ein Teil der Wahrheit. Bei Wahlgängen wird ja die Zahl der Spätentschlossenen immer höher. Wie wird sich diese Tatsache auf die Ausrichtung des Wahlkampfes auswirken? Eine Reihe von Listen haben ihre Positionen und Inhalte erst nach Ostern bekanntgegeben. Der Wähler kann sich also erst knapp vor der Wahl ein Bild machen. Der ÖVP kommt das gelegen, sie hat sich als Kraft der Stabilität in Stellung gebracht und setzt auf Kontinuität. Bei den anderen Listen ist noch so gut wie alles offen. Es kann viele Überraschungen und Zuspitzungen geben; was sich aber jetzt schon abzeichnet, ist eine Konstellation „alle gegen die ÖVP“ und umgekehrt. Eine grundsätzliche Entscheidung können die Wähler freilich jetzt schon treffen. Wem genau sie dann ihre Stimme geben, werden viele diesmal wohl später als in bisherigen Wahlgängen entscheiden. Damit ist auch der Wahlausgang so unberechenbar wie noch nie


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entscheidet.

Nicht Wien. Nicht Br端ssel.

28. April . WA H R H E I T . T R A N S PA R E N Z . FA I R N E S S

H C A N O R T S TEAM

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Tirol wählt Auf dieser Doppelseite präsentieren wir Ihnen die tirolweit antretenden Parteien in einer Kurzübersicht. Wir baten selbige, uns dafür ihr jeweiliges Wahlprogramm kompakt zusammengefasst zu übermitteln – was alle auf ihre ganz eigene Weise taten. Schönes Detail am Rande: Fast alle Parteien hielten sich dieses Mal an die Zeichenvorgabe. Sollten Sie in der Auflistung die KPÖ und die Piraten vermissen: Die KPÖ tritt nur in acht Bezirken (allen außer Landeck), die Piraten lediglich in drei (Innsbruck, Innsbruck-Land und Schwaz) an, deshalb haben wir sie von der Übersicht – und den nachfolgenden Interviews – ausgenommen.

Tiroler Volkspartei – Landeshauptmann Günther Platter Spitzenkandidat: Günther Platter

Ausgewählte Projekte der Tiroler Volkspartei bis 2018: • Wohnen: Bau von 11.500 neuen Wohnungen / Sanierung von 60.000 Wohnungen • Kinderbetreuung: 3.000 zusätzliche Kinderbetreuungsplätze • Bildung: Bau MCI / Bau Chemie-HTL / Bau Haus der Physik • Forschung: 3,4 Mrd. Euro Investitionen • Energie: Weitere Schritte zur Erreichung der Energieunabhängigkeit / Bau des größten Wasserkraftwerkes Österreichs (400 Mio. Euro) / Erstellung einer tirolweiten Solarlandkarte • Verkehr: Als 1. Bundesland Einführung eines elektronischen Ticketsystems / massive Anstrengungen zur Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene, Bau des Brennerbasistunnels • Sicherheit: Bau Sicherheitszentrum • Kultur: Bau Haus der Musik

Sozialdemokratische Partei Österreichs – Tirol Spitzenkandidat: Gerhard Reheis

Auszug aus dem Wahlprogramm: • Ein gutes Land gerecht gestalten: Einheitliche Steuern auf Bauland / Agrargemeinschaften: Gemeindegut zurück an die Gemeinden / Startwohnungen für junge Menschen • Beste Bildung – bessere Chancen: Schulabschluss für jedes Kind / Gesamtschule für alle bis 14 / Ja zur Ganztagsschule – Schluss mit Nachhilfe! • Gute Gesundheit – erfülltes Leben: Keine Zwei-Klassen-Medizin / Gesundheitsförderung in Betrieben / Pflege: ambulantes und stationäres Angebot ausbauen • Sichere Arbeit – guter Lohn: 500 neue Lehrstellen im öffentlichen Bereich / Mindestlohn von 1.500 Euro brutto / Unterstützende Rahmenbedingungen für Kleinunternehmen

Die Grünen – Die Grüne Alternative Tirol Spitzenkandidatin: Ingrid Felipe

Wir leben in einem schönen Land. Tirol ist liebenswert als Lebensraum, wertvoll als Wirtschaftsraum und schützenswert als Naturraum. Es ist wichtig, dass dieses Land so schön und lebenswert bleibt – für uns alle und für die kommenden Generationen. Und wir Grüne sind die, die auf dieses Land schauen. Um dieser Verantwortung stark und verlässlich nachkommen zu können, bitten wir am 28. April um Deine Stimme. Damit Tirol grün bleibt! Zum Beispiel für • wirksamen Schutz von Naturjuwelen wie der Isel in Osttirol oder dem Piz Val Gronda im Paznaun • Jahresticket für alle Busse und Bahnen in Tirol um 1 Euro pro Tag – 365 Euro pro Jahr • Vorrang für Bio

vorwärts Tirol

Spitzenkandidat: Hans Lindenberger Es herrscht Unzufriedenheit mit dem seit 60 Jahren eingefahrenen Machtsystem. Die Veränderung muss im Land erfolgen und nicht durch Vorgaben von außerhalb. Das erfordert Mut und Anstrengung! Der bisherige Weg war bequem, aber oft nicht richtig. Nur wer das System abwählt, wird das Land nachhaltig verbessern. Wir werden einen neuen, offenen Stil vorleben und einfordern. Ideen politischer Mitbewerber sollen nicht mehr reflexartig ungeprüft zurückgewiesen werden, die Sache und der Nutzen für Tirol sollen im Vordergrund stehen. Sachpolitik, echte Transparenz, Objektivität und Bürgerbeteiligung müssen ausnahmslos in allen Bereichen eingeführt werden. Als freie Bürgerbewegung haben wir kein Parteibuch, verstaubte Parteiideologie oder Mutterpartei und sind somit frei und unabhängig.

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Freiheitliche Partei Österreichs – die Tiroler Freiheitlichen Spitzenkandidat: Gerald Hauser

Themen für die Landtagswahl: Gerechte Löhne – kein Geld für Pleitestaaten • für eine ehrliche und saubere Politik • Familien stärken und finanziell entlasten • Wohnungen zu teuer – an Tiroler zuerst vergeben • Kraftwerke und Lifte bauen – Strompreis senken • mehr Schutz für Leib, Leben und Eigentum • keine weiteren Minarette – Ja zur Wertegemeinschaft • Gerechtigkeit auch bei den Agrargemeinschaften • Obergrenzen bei den Treibstoffpreisen – Ja zu Tempo 100 km/h • FPÖ-Herzensangelegenheit Südtirol (Gerald Hauser: „Wir treten für die Landeseinheit und das Selbstbestimmungsrecht für Südtirol ein und unterstützen das Modell Freistaat Südtirol nach den Vorstellungen der Südtiroler Freiheitlichen“) (Gerald Hauser kommentierte die einzelnen Punkte entsprechend, was leider den Platzrahmen sprengt.)

Gurgiser und Team – Bürgerklub Tirol Spitzenkandidat: Fritz Gurgiser

Kurze Vorstellung: Unabhängig und ausschließlich dem Land Tirol und seiner Bevölkerung verpflichtet. GURGISER & Team steht für Tiroler Familien, Gesundheit und Arbeitsplätze, für transparente Finanzen und Sicherheit bei Rettungsversorgung, Pflege, Ehrenamtlichkeit und den Tiroler Lebensraum. Diese Werte bilden den Tiroler Kreislauf, sind das Fundament einer gesunden Regionalwirtschaft und sichern Kaufkraft, Steuern, Einnahmen und Abgaben als Existenzgrundlage für Jung und Alt. Wir setzen ein Werbebudget von rund 150.000 Euro ein, haben keine Parteiförderung oder Sponsoren wie andere.

Bürgerforum Tirol – Liste Fritz

Spitzenkandidatin: Andrea Haselwanter-Schneider Wahlprogramm: Unser Ziel ist ein soziales und gerechtes Tirol. So garantiert unser FRITZ-3-B-Konzept, dass die Mieten im sozialen Wohnbau um bis zu 30 Prozent günstiger werden. Dafür reformieren wir die Boden-, Bau- und Bankenpolitik. Für leistbare Baugründe beenden und lösen wir das Agrarunrecht und geben den Tiroler Gemeinden ihre rund zwei Milliarden Quadratmeter Grund und Boden sowie ihr Milliardenvermögen zurück. Das nützt allen Tirolern. Für Wenigverdiener, Mindestpensionisten, kinderreiche Familien und Alleinerziehende führen wir denselben günstigeren Stromund Gaspreis wie für Industriekunden ein. Und kein Tiroler soll künftig ohne Schul- und Berufsabschluss bleiben!

Team Stronach für Tirol Spitzenkandidat: Walter Jenewein

Das TEAM STRONACH steht für Wahrheit, Transparenz und Fairness in allen Bereichen! Hier ein Auszug unserer Themen für Tirol: Leistbares Wohnen statt Gewinnmaximierung für Wohnbauträger, Förderung von Jungfamilien, energieautarkes Tirol durch Ausnützung der Wasserkraft und massiver Ausbau von Photovoltaikanlagen mit garantierten Einspeispreisen, Ende der Freunderlwirtschaft durch Offenlegung aller Geldflüsse, Einsparungen durch schlankere Verwaltungsapparate, Abschaffung der Zwangsmitgliedschaften (auch für Kammern gilt das Bestleistungsprinzip!), Lösungskompetenz beim Agrarthema.

Für Tirol – Partei der Mitte Spitzenkandidat: Patrick Pfurtscheller

Folgende Punkte sind für eine wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Gesundung unseres Landes aus Sicht von Für Tirol unbedingt vonnöten: • Reduzierung von Verwaltungs- und Bürokratiehürden • dadurch Einsparung in den Verwaltungs- und Personalkosten des Landes, die 2013 erstmals die Ein-Milliarden-Grenze überschreiten und somit mehr als die Hälfte (!!!) des gesamten Haushaltsbudgets Tirols auffressen • Verwendung der eingesparten Mittel für Förderungsprogramme des Mittelstandes und der rasant wachsenden EPUs • Einführung einer EPU-Initiative und 100%ige Gleichstellung zu ASVG-Versicherten im Sozialversicherungsrecht incl. Pensionsversicherungs- und Arbeitslosenrecht • Verschlankung der Kammern incl. Freiwilligkeit der Kammermitgliedschaften (die ersten fünf von insgesamt zehn übermittelten Punkten, die leider der Zeichenvorgabe zum Opfer fielen) eco.nova

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m nicht den Eindruck zu vermitteln, wir hätten die ÖVP in unserem Wahl-Sonderteil schlichtweg „vergessen“, möchten wir Ihnen unsere Fragen nicht vorenthalten. Wir hätten der ÖVP – wie allen anderen tirolweit antretenden Parteien – hier gerne eine (kostenlose!) Plattform gegeben, sich zu erklären und den Wählern eine entsprechende Hilfestellung zu geben. Es tut uns leid, Ihnen in diesem Fall keine Antworten geben zu können. eco.nova: Ein „Schwarzer“ in Tirol zu sein, hat mittlerweile viele Schattierungen. Wie konnte es so weit kommen, dass sich ehemalige Weggefährten bzw. deklarierte ÖVP-Wähler hinter Splittergruppen verstecken? Günther Platter: – Blindtext – Amtskollege Pröll konnte in Niederösterreich wiederholt einen absoluten Wahlsieg feiern, der die ÖVP Tirol wohl wehmütig an alte Wallnöfer-Zeiten erinnert. Wird die neue Flut antretender Listen solche Ergebnisse künftig verhindern? – Blindtext –

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An dieser Stelle wäre das Interview mit dem derzeitigen Landeshauptmann Günther Platter vorgesehen gewesen. Die Tiroler Volkspartei hat den zugesagten Termin nach Übermittlung der Fragen leider kurzerhand abgesagt, da die Fragen zu kritisch und zu wenig positiv seien.

Sie sind – entgegen der (Bundes-)Parteilinie – ein glühender Verfechter der Gesamtschule für 10- bis 14-Jährige und möchten in Tirol einen Schulversuch starten. Welche Vorteile hätte dieses Modell für Kinder, Eltern und Lehrer? – Blindtext – Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen treffen auch das „heilige“ Land Tirol in noch nie dagewesenem Maße. Wie sehen Sie das und durch welche möglichst schnell greifenden – und vor allem realisierbaren – Maßnahmen könnten viele Tiroler wieder ruhiger schlafen? – Blindtext – Wie weit muss/darf Loyalität in der Politik gehen? Wo endet für Sie Parteigehorsam? Ist beispielsweise das Verhalten von Norbert Darabos in den letzten Wochen für Sie noch nachvollziehbar? – Blindtext – Welches Ziel verfolgen Sie mit der unbeugsamen Haltung in der Agrarfrage und damit der Ablehnung einer Rückführung an die Gemeinden? – Blindtext –

Ein Blick zu den deutschen Nachbarn in puncto Rücktritten (neuerdings bis hin zum Papst) zeigt, wie schnell eine Politkarriere enden kann. Zögern unsere Politiker manchmal vor diesem finalen Schritt zu lange? – Blindtext – Gibt es Situationen, in denen Sie sich fragen, warum Sie sich nach so vielen aktiven und arbeitsintensiven Jahren Politik überhaupt noch antun? – Blindtext – Positiv denkend sind Sie nach dem 28. April in der glücklichen Lage, ihre(n) Koalitionspartner aussuchen zu können. Mit wem würden Sie sich eine Zusammenarbeit für Tirol wünschen? – Blindtext – Das wachsende Desinteresse der Bevölkerung an Politik manifestiert sich deutlich in steigenden Zahlen von Nicht- und Weißwählern. Mit welcher Wahlbeteiligung rechnen Sie nun bei den Landtagswahlen? – Blindtext –


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„Ich habe ein groSSes Ziel“ Gerhard Reheis, ein Kind der Ära Kreisky und seit Juni 2012 mit überwältigender Mehrheit gewählter SP-Landesparteichef, ist reformfreudigen Mutes, die rote Tristesse der vergangenen Jahre wieder ins linke Licht zu rücken. // Text: Renate Linser, Foto: Ursula Aichner

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oziallandesrat Gerhard Reheis hat große Ziele. Ein Gespräch über „Gesundheit für alle“, Kronprinzen und Partei-Splittergruppen. eco.nova: Sie glauben, mit der SPÖ in zwei Legislaturperioden stärkste Kraft im Landtag werden zu können. Muss der Glaube da Berge versetzen angesichts der Tatsache von überschaubaren 15 % bei den letzten Wahlen 2008? Gerhard Reheis: Man muss immer ein Ziel haben, und ich habe ein großes. Dieses Mal ist es noch etwas zu früh, da bin ich realistisch genug. Ich bin überzeugt, dass es nun mehr als 15 % werden, und verspüre sowohl innerhalb der eigenen Partei eine gute Stimmung als auch bei den Menschen, deren Kontakt ich ständig suche. Seit der Übernahme des Parteivorsitzes habe ich in verschiedensten Betrieben gearbeitet, um die Arbeitswelt weiterhin zu spüren und Politik nicht abgehoben zu sehen. Eine wichtige Erfahrung als Soziallandesrat und Vorsitzender der SPÖ. Wie soll Ihre an sich löbliche Forderung nach „Gesundheit für alle“ im Detail finanziert und realisiert werden? Wenn ich Menschen angefangen beim Kindergartenkind dazu bewegen kann, gesünder zu leben und sich mehr zu bewegen, sparen wir Krankheitskosten. Beispiel Ganztagsschule: Anstatt Fast Food daheim könnten sie hier zumindest einmal am Tag ein gesundes Essen erhalten. Das wäre ein sehr wichtiger

Schritt neben dem Effekt der ganzheitlichen Bildung. Diese muss daher für alle leistbar sein, hier kann man sich bei den Selbstbehalten durchaus eine Staffelung für einkommensschwächere Familien vorstellen. Thomas Pupp als neuer, flotter Landesrat soll frischen Wind in die roten Reihen bringen. War die SPÖ noch nicht bereit dazu, ihn auch als Spitzenkandidat zu platzieren? Ist er der Kronprinz? Thomas Pupp ist im Oktober – nach dem auch für mich überraschenden Rücktritt Gschwentners – eingestiegen, musste sein Unternehmen aufgeben und hauptberuflich Landesrat sein. Alleine das war schon eine Herausforderung. Ich bin froh, mit ihm eine kompetente Persönlichkeit aus der Wirtschaft gewonnen zu haben. Innerparteilich ist die Frage, ihn als Spitzenkandidaten zu setzen, nie zur Diskussion gestanden – sehr wohl jedoch von außen hereingetragen worden. Als Kronprinz möchte ich ihn nach wenigen Monaten nicht bezeichnen, aber es ist sehr positiv, gute Leute zu haben, die das Team stärken. Ex-Parteikollege Hans Lindenberger, nach dem Wahlfiasko 2008 zurückgetreten, steht nun in der Poleposition auf der schwarzen „Vorwärts-Tirol“-Liste. Angst vor dieser Konkurrenz? Ich sehe ihn wie alle anderen als Mitbewerber. Angst habe ich keine, sie ist kein guter Ratgeber, ganz besonders nicht in der Poli-

tik. Das sehe ich ganz biblisch: „Fürchte dich nicht“ ... Was würden Sie sich aus der legendären Ära Kreisky (selbstredend nebst Wahlergebnissen) heute zurückwünschen? Ich bin ein Kind der Ära Kreisky und am 1. Mai 1972 ganz bewusst Mitglied der SPÖ geworden. Maßgeblich dafür verantwortlich waren die Reformbewegung und Aufbruchsstimmung in allen Bereichen des gesellschaftspolitischen Lebens. Das versuche ich jetzt mitzunehmen – diese Stimmung der Internationalisierung, das Aufmachen der Fenster, ist noch da. Die grassierende und allgemeine Politverdrossenheit einmal beiseite gestellt – woran krankt es in Tirol, dass sich so viele Splittergruppen bilden konnten? Es macht mich schon nachdenklich, wenn ich die letzten Wahlen z.B. in Innsbruck oder Hall anschaue, wo wir knapp 50 % Wahlbeteiligung hatten. Das signalisiert Verdrossenheit, obwohl die Menschen aus einer Vielzahl von Listen auswählen könn(t)en. Vielleicht ist manches zu beliebig geworden. Das möchte ich ändern. Es geht um das Vertrauen zu den Menschen, die Politik machen. Betrachtet man die neuen Splittergruppen, findet man eigentlich nur unzufriedene ÖVP-Funktionäre, Mandatare, ehemalige Landesräte und ehemalige Bürgermeister. Bis hin zum Gemeindeverband, wo der Präsident seiner Mutterpartei das Vertrauen abspricht. eco.nova

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„Bei uns weiSS man, was man kriegt“ Mit Ingrid Felipe und Gebi Mair vollzieht sich gerade ein Generationenwechsel bei den Tiroler Grünen. Die Partei ist überzeugt: Bei ihr weiß man, was man bekommt. // Text: Uwe Schwinghammer, Foto: Julia Türtscher

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ie Grünen wollen in Tirol endlich mitregieren. Wir sprachen mit Spitzenkandidatin Ingrid Felipe über „junge“ und „alte“ Grüne und mit wem sie so gar nicht können. eco.nova: In der Regel ist es so, dass es vor Wahlen bei Umfragen für die Grünen immer sehr gut aussieht, das Ergebnis aber hinter den Erwartungen zurückbleibt. Wird es dieses Mal anders sein? Ingrid Felipe: Es wird dieses Mal ganz sicher anders sein. Und zwar ganz nüchtern betrachtet, weil momentan die Wählerlandschaft

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und damit, wie die Wahl ausgeht, nicht einzuschätzen ist. Daher sind Meinungsumfragen mit noch mehr Vorsicht zu genießen als bisher. Wir selber sind in den Umfragen mal etwas besser und mal etwas weniger gut, aber in jedem Fall besser als 2008. Und daher bin ich überzeugt, dass es für die Grünen in Tirol gut laufen wird. Erstaunlicherweise haben wir jetzt die Situation, wo wir sagen können: „Wir sind der Fels in der Brandung.“ Denn bei uns weiß man, was man kriegt. Seit 25 Jahren kämpfen wir für den Schutz und den Erhalt unserer Natur, unserer Lebensgrundlagen. Das machen wir erfolgreich. Und auch das neue Team steht schon seit bald einem Jahr. Man weiß, wie wir antreten und wofür. Mit Ihnen und Gebi Mair tritt die nächste Generation an. Gibt es ideologische und stilistische Unterschiede zu den „alten“ Grünen? Mhmm. Ideologisch ist bei den Grünen immer schwer einzuschätzen. Wir haben sechs Grundwerte und innerhalb dieser bewegen sich alle Grünen. Es gibt eher die Diskussion über die linken progressiven oder die eher bürgerlichen Grünen. Da ist auch das neue Team wieder eine ganz gute Mischung dieser unterschiedlichen Schwerpunkte. Was uns alle eint, ist unser Sinn fürs Ökologische und die Menschenrechte. Stilistisch, wenn ich den Vergleich zwischen Georg Willi und mir nehmen darf, sind wir uns sehr ähnlich. Wir sind beide sehr kommunikations- und dialogfähig, wir sind keine Wadelbeißer und gelten als Menschen, die den Ausgleich suchen. Von dem her hat sich nichts wesentlich verändert. Etwas jünger und etwas weiblicher sind wir halt. Gibt es – so wie bei den Innsbrucker Wahlen – ein klares Bekenntnis, Regierungsverantwortung übernehmen zu wollen? Wenn ich in die Parteipolitik gehe, ist es ein völlig legitimer Wunsch oder Anspruch zu sagen: Ich möchte gerne mitgestalten. Das ist auch die Ansage der Tiroler Grünen für

diese Wahl. Natürlich nicht um jeden Preis und unter allen Bedingungen. Es muss sich am Stil der Zusammenarbeit etwas ändern. Wenn man sich ansieht, wie die ÖVP mit der SPÖ umgegangen ist, wie undemokratisch da vorgegangen wird – so kann man mit Grünen nicht zusammenarbeiten. Und natürlich geht es auch um inhaltliche Fragen. Die Lösung des Agrarunrechts zum Beispiel ist ein Muss. In Innsbruck regieren die Grünen seit einem dreiviertel Jahr mit. Ist das ein Vor- oder ein Nachteil im Wahlkampf ? Ich schätze das ganz klar als Vorteil ein, weil man sieht, wie Grün wirkt. Was jetzt wahrscheinlich nicht alle total begeistert, weil bestimmte Dinge nicht von heute auf morgen umgestellt werden können. Es braucht schon Zeit, bis sie sich verändern. Aber man sieht schon viele kleine und auch größere Erfolge, die es bringt, wenn Grüne mitregieren können. In der letzten Legislaturperiode hat man im Landtag in der Agrarfrage sehr oft auch mit den Freiheitlichen zusammengearbeitet. Kann man daraus schließen, dass auch eine Koalition mit der Tiroler FP möglich ist? Ganz klar nein. Ein Regierungsübereinkommen mit den Freiheitlichen geht nicht. Da sind die ideologischen Gräben zu tief. Wer so ausgrenzend mit manchen Bevölkerungsgruppen umgeht, mit dem werden wir nie auf einen grünen Zweig kommen. Gibt es sonst eine Koalitionsansage? Wir sind Demokraten und dialogfähig. Daher wollen wir zuerst einmal möglichst viele Tiroler davon überzeugen, dass es starke Grüne braucht in unserem Land. Wenn wir eine erfolgreiche Wahl gehabt haben, dann werden wir mit den anderen Parteien ins Gespräch gehen. Außer mit den Freiheitlichen wird man mit allen reden. Dann wird man schauen, was an Inhalten und Zusammenarbeit geht, und sehen, was rauskommt.


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„Es wäre an der Zeit, zu akzeptieren, dass politische Mitbewerber auch gute Ideen haben können.“ Hans Lindenberger

Kein Freund der Amigos Vorwärts Tirol will Freunderlwirtschaft und Stillstand in Tirol den Kampf ansagen. // Text: Uwe Schwinghammer, Foto: Julia Türtscher

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ir sprachen mit dem Spitzenkandidaten, dem ehemaligen SP-Verkehrslandesrat Hans Lindenberger, über Ideologien, Kampfansagen und Parteiabspaltungen. eco.nova: Sie waren Sozialdemokrat und arbeiten jetzt unter anderem mit Leuten zusammen, die man zu den Tiefschwarzen im Land gezählt hat. Wo sind Sie ideologisch einzuordnen? Hans Lindenberger: Wir haben eine Bewegung gegründet, die parteiübergreifend sein soll, freigespielt von irgendwelchen Mutterparteien. Ich habe damals, als ich in der Regierung war, aus eigener Erfahrung feststellen können, dass ideologische Zwänge die Sachpolitik stark behindern. Und ich würde bei keiner anderen parteipolitisch aufgestellten Partei, wo auch immer, mitarbeiten. Das können Sie von allen in Ihrer Partei sagen? Das kann ich eigentlich von allen sagen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man in Tirol bei der Kandidatensuche „tiefschwarze“ Mitglieder bekommt, ist relativ groß. Aber es zeigt die Begeisterung, bei uns mitzutun, dass eine gewisse Unzufriedenheit da sein muss, die sich nicht auf wenige Personen beschränkt, sondern durchs ganze Land zieht. Sie bemängeln den Stillstand in Tirol. Was wäre für Sie Fortschritt?

Bei großen Entscheidungen geht nichts weiter, weil die Ideen der anderen reflexartig und ungeprüft zurückgeworfen werden. Es wäre an der Zeit, zu akzeptieren, dass politische Mitbewerber auch gute Ideen haben können. Und daher haben wir eine offene, breite Aufstellung von Leuten, die nicht durch Zurufe aus Wien, Kanada oder sonst woher bestimmt werden, sondern die ein Tiroler Paket und eine bürgerliche Alternative zum bisherigen bürgerlichen System darstellen. Sie haben angekündigt, gegen die „Freunderlwirtschaft“ anzutreten. Ihre Mitstreiterin Anna Hosp war in der Vergangenheit diesbezüglich auch nicht ganz frei von Vorwürfen. Stichworte: Verkauf eines ererbten Hofes in Osttirol oder Jagdeinladungen. Ist Ihre Kampfansage überhaupt glaubwürdig? Auch Anna Hosp hat erkannt, dass das alte System zu einer Amigo-Wirtschaft, wie ich das nenne, geführt hat. Damit muss Schluss sein. Es sind gewisse Spielregeln aufzustellen, gerade im Hinblick auf andere Mitbewerber, die solche Einladungen ebenso angenommen haben: Was ist Repräsentation? Wann hat ein politischer Mandatar an gewissen Veranstaltungen teilzunehmen, um präsent zu sein? Hier wird es Richtlinien geben müssen, die zeitgemäß sind. Unter Wallnöfer haben manche Dinge der damaligen Zeit entsprochen und wurden offen durchgeführt. Heute hat sich das geändert und darauf wird man reagieren.

Wer finanziert Ihre Partei? Das Parteienfinanzierungsgesetz sieht seit 1.1.2013 eine neue Regelung vor. Wir haben uns exakt daran gehalten und unseren Financier dem Rechnungshof genannt. Offensichtlich sind wir da die Einzigen. Vielleicht haben sich manche vor dem 1.1. noch mit entsprechender Finanzierung abgesichert. Wir hätten das auch tun können, aber ich habe bewusst darauf verzichtet. Wir haben 200.000 Euro von der Firma Berchtold bekommen. Es wird oft spekuliert, Vorwärts Tirol wäre als Abspaltung gegründet worden, um getrennt von der ÖVP wahlzukämpfen, um schließlich gemeinsam zu regieren. Ist eine solche Variante mit einem Landeshauptmann Günther Platter möglich, wenn man an das gespannte Verhältnis zu Christine Oppitz-Plörer denkt? Von einer Abspaltung kann man nur reden, wenn sie beide Seiten akzeptieren. Das ist nicht der Fall. Wir sehen uns als bürgerliche Alternative, die nicht am Gängelband von irgendwelchen Bünden hängt. Das hat mit keiner anderen Partei etwas zu tun, sondern das ist unser Angebot. Wenn der Wähler es annimmt, wird sich das am Wahlabend entsprechend ausdrücken. Das Wahlergebnis werden wir abwarten und uns dann entsprechend positionieren. Und es gibt keine Spekulationen mit wem. eco.nova

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Im Namen sauberer Gerechtigkeit

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Persönliches.

Ganz leicht haben es die Freiheitlichen in Tirol gerade nicht. Neue Protestparteien, die da sprießen, oder Landesparteigenossen, die sich – inklusive gesamtem Imageschaden – einer Reform verweigern. Doch in der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft. // Text: Renate Linser-Sachers, Foto: Ursula Aichner PÖ-Klubobmann Gerald Hauser spricht im Interview über Politisches, aber auch

eco.nova: Müssen Sie die ernüchternden Ergebnisse in Kärnten und Niederösterreich als Stimmungsbarometer auch für Tirol deuten? Gerald Hauser: Kärnten und Niederösterreich tun weh. Wir müssen versuchen, die Wahl in Tirol selbst zu gewinnen. Mit Rudi Federspiel als Spitzenkandidat in Innsbruck und Christian Haager als Obmann der Traditionsverbände konnte ich personell optimieren. Und dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Bei der letzten Wahl haben wir von 7,9 auf 12,4 Prozent dazugewonnen – trotz Dinkhauser! Jetzt stärker zu werden, ist bei elf Listen ein durchaus engagiertes Ziel. Soll die Vernunftsehe mit dem vor 14 Jahren aus der Partei ausgeschlossenen und nun wieder in den Mutterschoß zurückgekehrten Rudi Federspiel ein weiteres „blaues Wunder“ verhindern helfen? Rudi Federspiel ist eine Marke. Er war politisch selbst immer erfolgreich und setzt sich seit Jahren glaubhaft für Themen wie etwa Sicherheit, Klein- und Mittelbetriebe sowie

Tourismus ein. Deswegen ist eine Zusammenarbeit mit ihm geradezu verpflichtend. Werden die marokkanischen Nachwehen aus der Innsbrucker Gemeinderatswahl den Urnengang landesweit beeinflussen? Ich glaube nein, die Sache ist erledigt. Auch, dass ich diesen Slogan nicht entwickelt habe, dürfte hinlänglich bekannt sein. Fakt ist aber, dass die nordafrikanische Drogenszene (auch im Jargon!) nach wie vor existiert. Es muss möglich sein, im Wahlkampf Themen anzusprechen, die für die Bevölkerung wichtig sind. Der entscheidende Punkt dabei ist, dies jedoch ohne Interpretationsspielraum zu transportieren. Unsere Aufgabe ist es, gegen illegalen Drogenhandel – egal, ob von Nordafrikanern oder Einheimischen – rigoros vorzugehen. Wir fordern, dass keinesfalls unter dem Deckmantel des Asyls Drogen gedealt werden können. Hier wird ein Gesetz zweckentfremdet, das eigentlich aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen helfen soll. Jeder Asylwerber, der dealt und verurteilt wird, ist abzuschieben. Das „Team Stronach“ wird bevorzugt blau-orangen Terrains eine Alternative für Protestwähler bieten. Also beim bisherigen Stimmenpotenzial der FPÖ ... Die Stimmen für Stronach fliegen in Wahrheit

nach Kanada. Stronach ist ja weder da noch daran interessiert, in irgendwelchen Parlamenten zu sitzen – für mich überhaupt die interessanteste Entwicklung! Die Fragen für Stronach-Wähler lauten also: Was passiert mit meiner Stimme, wo geht sie hin und was kann ich damit bewegen? Die Antwort: Gar nichts. Hier wird genau das EU-Modell, wo von oben über die Bevölkerung „drübergefahren“ wird, im Kleinen umgesetzt. Sie engagieren sich seit jeher stark für den Tourismus. Wie interpretieren Sie etwa die Forderung nach „ehrlichen“ Pistenkilometern? Je mehr Kilometer angegeben werden, desto teurer kann man Skipässe verkaufen. Skifahren ist kein Breitensport mehr und für viele nicht mehr leistbar. Es müssen Einheimischenpässe wie in Südtirol eingeführt werden, was jedoch der ständige Kniefall der Landesregierung vor Brüssel verhindert. Wir bleiben daran, ein Ganzjahresfreizeitpaket zu schnüren, das für eine Familie mit zwei Kindern 400 Euro nicht überschreiten darf. Zum Tourismus noch Stichwort Privatzimmervermieter, die 25 Prozent der Nächtigungen in Tirol ausmachen und 2012 nur 20.000 Euro Subvention erhielten, nachdem meine geforderte Verdoppelung abgelehnt wurde! Da drängt sich der Vergleich mit dem Tirolberg auf, der 800.000 Euro kostetet, wo mehr Wein auf Werbekosten „vertrunken“ wird ... Es sei gestattet, Ihre überwundene schwere Krankheit anzusprechen und die Frage anzuknüpfen, warum Sie sich das politische Hickhack weiterhin antun? Wenn man das Glück hat, eine wirklich schwere Krankheit zu überleben, gibt es verschiedene Wertigkeiten. Einerseits die Familie, die immer hinter mir gestanden ist, andererseits die Möglichkeit, in einem politischen Leben etwas für die Gerechtigkeit zu bewegen. Politik war immer eine Herzensangelegenheit für mich. Dadurch hatte ich wenig Zeit, über die Krankheit nachzudenken, was mit gut getan zu haben scheint und mich neu durchstarten ließ.

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„Die Mauschelei und Packelei ist vorbei“ Warum Fritz Gurgiser zwar nicht sagt, mit wem er kann, aber gleichzeitig verklausuliert „Vorwärts Tirol“, Frank Stronach und der „Liste Fritz“ dennoch eine Absage erteilt. // Text: Uwe Schwinghammer, Foto: Julia Türtscher

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ritz Gurgiser gibt mit seinem Bürgerklub sein „Herzbluat für Tirol“. Wie das konkret aussieht, lesen Sie hier. eco.nova: Sie selbst bezeichnen sich als Umweltpolitiker. Auch Ihr Programm liest sich sehr grün. Können Sie erklären, warum man dennoch Sie und nicht die Grünen wählen sollte? Fritz Gurgiser: Es nützt der beste Umweltschutz nichts, wenn die Leute keine Arbeit haben. Und es nützt der beste Arbeitsplatz nichts, wenn die Umwelt versaut ist. Naturschutz ist mir ein Herzensanliegen. Gleichzeitig aber auch die Sicherheit der Leute, überhaupt in diesem Raum leben zu können. Sich nur hinzustellen und zu sagen, wir schützen alles, ist zu wenig. Da unterscheiden wir uns stark von den Grünen. Wir möchten eine Vereinbarkeit von Wirtschaft und Natur, und zwar in einem sehr, sehr schwierigen Umfeld. Wir unterscheiden uns auch darin, dass wir bekennende Anti-Berufspolitiker sind. Die Grünen sind zum größten Teil Berufspolitiker. Wie ist Ihr Verhältnis zur EU? Könnte man es als Hassliebe bezeichnen? Weder Liebe noch Hass. Ich war seinerzeit gegen den Beitritt, das ist bekannt. Nicht gegen den Beitritt zu Europa, sondern gegen den Beitritt zu einer Gemeinschaft, die keine ist. Und das hat sich bewahrheitet. Die EU ist bei der Verwirklichung des Binnenmarktes stehengeblieben. Sie haben den Binnenmarkt liberalisiert, aber nicht harmonisiert. Darum haben wir ja die Probleme. Aber nicht nur in Tirol. Die Freiheiten unterlaufen letztlich die Ziele des Binnenmarktes. Derzeit ist das System so ausgerichtet, dass durch diese Freiheiten nur eine ganz kleine Klientel pro-

fitiert. Wir brauchen ein Europa mit starken Regionen, wo jede Region ihre Stärken nutzen kann. Als Kämpfer gegen den Transit setzen Sie auf Aktionismus, weil Sie wissen, dass man sich sonst kein Gehör verschafft. Andererseits haben Sie angekündigt, mit Ihrem Team Sachpolitik machen zu wollen. Warum soll das jetzt plötzlich funktionieren? Es braucht beides. Die beste Sachpolitik nützt nichts, wenn man das Thema medial nicht in Schwung bringt. Aber unterm Strich kann man die Probleme, die wir heute haben, nicht mehr lösen wie in den 60er-, 70er-, 80er-Jahren. Die Zeiten ändern sich und es braucht eine sehr, sehr starke Sachpolitik, weil man auf der europäischen Ebene nur dann gehört wird. Die Polit-Landschaft in Tirol ist inzwischen völlig zersplittert. Mit wem von diesen vielen Gruppierungen können „Gurgiser und Team“, mit wem nicht? Ich will mich jetzt vor dieser Frage nicht drücken. Aber ich habe mein Leben lang immer gesagt: Zuerst wird gewählt und dann geschaut. Das ist die eine Antwort. Die zweite: Dieses bewusste Herumgaukeln und Verbrüdern vor der Wahl, davon halte ich nichts.

Aber ich habe ein Riesenproblem mit Leuten, die sich einkaufen lassen, wie auf einem Ramschmarkt. Ob von einem kanadischen Industriellen oder von einem Innsbrucker Transporteur, ist mir eigentlich gleich. Politik muss frei sein. Denn sowohl der Kanadier als auch der Innsbrucker erwartet sich für sein Geld etwas. Und mit Leuten, bei denen die Staatsanwaltschaft die Immunität aufheben hat lassen, ist es halt auch schwierig, an einem Tisch zu sitzen. Ihr Ziel haben Sie so formuliert: Zwei Mandate halten, aber wenn es mehr werden, sind wir auch nicht böse. Was ist, wenn es weniger werden? Wäre das das Ende des Parteipolitikers Fritz Gurgiser? Das entscheiden wir nach der Wahl. Ich habe zwei große Ziele mit dieser Gruppe: Das erste ist, eine hohe Wahlbeteiligung zu erreichen. Das zweite, natürlich stärker zu werden. Was nicht leicht sein wird. Aber ich bin ein Fußballer: Ich gehe auf den Platz, um zu gewinnen. Das Ziel, das dahinter steht, ist nicht, dass man das eine oder andere Mandat für sich hat, sondern dass man diese Bürgerpolitik, diese unabhängige Politik, stärker im Landtag verankert. Die Mauschelei, die Packelei ist vorbei. Die kann sich Tirol nicht mehr leisten. eco.nova

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„Wir wollen ein Bündnis gegen die ÖVP“

Wie es mit der „Liste Fritz“ ohne Fritz weitergeht, erzählt die Frontfrau und zweifache Mutter Dr. Andrea Haselwanter-Schneider im Interview. // Text: Paul Salchner, Foto: Julia Türtscher

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m Jänner 2013 kündigte Parteigründer Fritz Dinkhauser an, nicht mehr als Spitzenkandidat der Liste Fritz zur Verfügung zu stehen. Anfang März wurde Dr. Andrea Haselwanter-Schneider als neue Frontfrau für die Landtagswahl präsentiert. Im Interview geht sie auf ihre Beweggründe ein, bzw. warum sie sich mit der ÖVP keine Koalition vorstellen kann, und auf die Politik ihrer Liste.

eco.nova: Sie hatten nach dem Rückzug von Fritz Dinkhauser eine Kandidatur als Spitzenkandidatin zunächst ausgeschlossen. Warum kam es zu einem Umdenken? Andrea Haselwanter-Schneider: Für mich stellte sich in der Vergangenheit nie die Frage einer Spitzenkandidatur. Durch den tragischen Tod von Bernhard Ernst im Dezember 2012 und den Rückzug von Fritz Dinkhauser aus gesundheitlichen Gründen im Jänner 2013 änderte sich alles. Ich traute

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mir die Spitzenkandidatur stets zu, habe aber gezögert, weil sich für mich als Mutter von zwei Kindern die Frage stellte, wie ich Familie und Beruf unter einen Hut bringen kann. Ich habe aber gesehen, dass wir nach wie vor gebraucht werden, weil viele Dinge, für die wir eingetreten sind, noch ungelöst sind. Mitendscheidend für mein Antreten war, dass mir Dr. Andreas Brugger zur Seite steht.

Wir haben immer gesagt, dass wir ein Bündnis Tirol wollen und die ÖVP auf Erholung schicken möchten, damit endlich wieder ein frischer Wind in diesem Land weht. Wegen einer konkreten Zusammenarbeit muss man sich anschauen, was sich rein rechnerisch ausgeht. Von den antretenden Parteien möchte ich keine ausschließen, außer die ÖVP.

Wir groß sind die Fußstapfen von Fritz Dinkhauser? Sie sind sehr groß. Ich habe viel von ihm gelernt, aber auch von Bernhard Ernst. Darauf kann man aufbauen. Was uns alle eint, ist das Engagement in der Sache. Fritz Dinkhauser bleibt uns als Parteiobmann erhalten und wird uns weiterhin in politischen Fragen beraten.

Was müsste passieren, damit auch eine Zusammenarbeit mit dieser möglich wäre? Das wird sich nicht spielen. Selbst wenn einige Personen in der Partei zurücktreten würden, würde das nicht viel bringen, wenn die Inhalte und die Ideologie gleich bleiben. Das Austauschen von Köpfen ist nicht die Lösung, sondern man muss in der ÖVP grundlegend an Inhalten arbeiten und erkennen, dass alle Menschen im Land wichtig sind.

Was wird sich in puncto Politik mit Ihnen an vorderster Front ändern? Wir haben gemerkt, dass wir in den vergangenen fünf Jahren unsere Finger oft in offene Wunden gelegt haben und in der Folge viele unserer Themen aufgegriffen wurden. Wir werden die bisherige Sachpolitik fortsetzen und neue Initiativen für die Bürger umsetzen. Mit wem können Sie sich nach der Wahl eine Zusammenarbeit vorstellen, mit wem nicht?

Was würde sich in der Frage der Agrargemeinschaften ändern, käme Ihre Liste in die Regierung? Das Agrarthema ist für uns zentral und war 2008 einer der Hauptgründe, warum wir überhaupt angetreten sind. Wenn wir in einer Regierung sind, dürfen sich die Gemeinden auf eine Rückübertragung des ehemaligen Gemeindeguts freuen.


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„Frank und ich sind absolut auf einer Wellenlänge.“ Der Start des Team Stronach in Tirol war turbulent. So haben Anfang Februar der ehemalige Koordinator Alois Wechselberger sowie vier weitere Mitarbeiter all ihre Funktionen zurückgelegt. Seit Anfang März steht fest, dass Walter Jenewein aus Mieders das Team Stronach in die Landtagswahl führen wird. // Text: Paul Salchner, Foto: Florian Schneider

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m eco.nova-Interview spricht er darüber, was ihn dazu bewogen hat, sich ins Abenteuer Landespolitik zu stürzen, und welche Vorhaben er in Tirol umsetzen, möchte. eco.nova: Ist mit Ihnen als Spitzenkandidat endlich Ruhe ins Team Stronach eingekehrt? Walter Jenewein: Absolut. Wir haben ein neues Team gegründet, das gut arbeitet. Mir zur Seite steht meine Stellvertreterin Sonja Ullman aus Telfs, die dort schon in der Kommunalpolitik tätig ist. Was hat sie dazu bewogen, an vorderster Front für die Landtagswahl anzutreten? Die ganze Bewegung interessiert mich. Ins Spiel gebracht hat mich Doris Walser, die Frank Stronach zum Thema Spitzenkandidat in Tirol befragt hat. Nachdem sie mich darauf angesprochen hatte, saß ich am nächsten Tag bereits im Flugzeug nach Wien. Ich hatte ein gutes Gespräch mit Frank, der mich sehr fasziniert, und wir merkten, dass wir auf einer Wellenlänge sind.

Frank Stronach betont immer wieder, dass er die Werte und damit die Linie im Team Stronach vorgibt. Wie eigenständig können Sie und Ihre Mitstreiter in Tirol agieren? Frank hat mir einen klaren Auftrag gegeben: Walter, du machst mir Tirol ganz alleine, du hast alle Freiheiten und kannst dein Team selbst zusammenstellen. Natürlich gibt er Werte vor, mit denen wir gut leben können und mit denen wir uns identifizieren. Die Werte für Tirol werden wir als Themen selbst ausarbeiten, die teils andere sind als etwa in Niederösterreich oder Kärnten.

wird. Warum soll man das Wasser ungenützt hinunterrinnen lassen, wenn man es für die Energieerzeugung nutzen und damit den Tirolern einen günstigeren Strompreis bieten kann? Die ÖVP spricht seit fünf Jahren vom Ausbau der Wasserkraft, aber weitergegangen ist gar nichts. Wir möchten auch die Ganztagsschule umsetzen, mit einem Mittagstisch auf freiwilliger Basis und einer Nachmittagsbetreuung. Weitere Themen sind unter anderem die Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft in der Arbeiterund Wirtschaftskammer und der Kampf dem Postenschacher.

Wollen Sie mit Ihrer Liste überhaupt mitregieren, sollte der Einzug in den Landtag gelingen? Ja, aber nur, wenn jemand unsere Themen gemeinsam mit uns umsetzen möchte.

Sie leiten eine Tischlerei mit 18 Mitarbeitern in Mieders im Stubaital und sind Familienvater. Da fragt man sich natürlich: Wie geht sich für Sie das Abenteuer „Landespolitik“ zeitlich aus? Ich habe bereits im Alter von 24 Jahren mein Unternehmen gegründet, in dem sich mittlerweile mein Sohn sehr engagiert. Somit kann ich mir jetzt Zeit nehmen, um Politik zu machen.

Welche Vorhaben wollen Sie unbedingt umsetzen, sollten Sie einer Regierung angehören? Ein wichtiges Thema ist für uns die Wasserkraft und wir wollen, dass diese ausgebaut

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„Die ÖVP gehört zur Genesung auf die Oppositionsbank“ Die Liste „Für Tirol“ wird bei der Landtagswahl in allen neun Wahlkreisen antreten. Obmann und Spitzenkandidat Mag. (FH) Patrick Pfurtscheller, lange Jahre in der ÖVP aktiv, nimmt im Interview Stellung zu den Gründen, warum er „Für Tirol“ gegründet hat, und schickt eine klare Kampfansage in Richtung ÖVP.

leicht getan. Die späte Einreichung hatte taktische Gründe, da wir es schaffen wollten, in möglichst vielen Wahlkreisen den Listenplatz 11 zu bekommen.

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atrick Pfurtscheller machte zuletzt unter anderem mit etwas eigenwilligen YouTube-Videos auf seine neu gegründete Partei aufmerksam. Beim Beantworten der Fragen zeigte er sich umso klarer. eco.nova: Ihre Liste hat in letzter Minute die notwendigen Unterstützungserklärungen bei der Wahlbehörde eingebracht. Wie schwierig war es, die erforderliche Zahl zu sammeln? Patrick Pfurtscheller: Wir haben uns mit den Unterstützungserklärungen sehr

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Sie sind seit Ihrem 19. Lebensjahr in der ÖVP aktiv und waren lange Jahre im Wirtschaftsbund verankert, aus dem Sie im Dezember 2012 ausgeschlossen wurden. Wie kam es dazu? Es gab keinen Ausschluss. Ich habe mit Gründung von „Für Tirol“ im Juli 2012 statutengemäß den Wirtschaftsbund von mir aus verlassen. Da brauchen die eitlen Herren nicht beleidigt sein. Ich habe bis heute kein Schreiben des Wirtschaftsbundes dazu erhalten, dafür aber den Zahlschein für den Mitgliedsbeitrag 2013. Bodenseer versuchte dann Monate später diesen medial zu inszenieren, damit kurz vor der Wahl nicht die gesamte ÖVP kollabiert. Die Bünde zerfallen, was angesichts der schwachen und unbeliebten Parteiführung auch nicht verwunderlich ist. Diese Partei ist von innen heraus nicht zu gesunden. Das ist ein Faktum. Die ÖVP gehört zur Genesung auf die Oppositionsbank. Deshalb habe ich auch „Für Tirol“ gegründet. Wodurch unterscheidet sich die Liste „Für Tirol“ von den anderen antretenden Parteien? Den größten Unterschied sehe ich erstens im Umstand, dass es im Gegensatz zu allen anderen Wahlwerbern bei „Für Tirol“ ein klar kommuniziertes, 34-seitiges Parteiprogramm

gibt, und zweitens in der Zusammenstellung unserer Mitstreiter. Wir kommen zu 95 Prozent aus der Privatwirtschaft und haben dort schon vielfach bewiesen, dass wir Führungsfunktionen höchst erfolgreich bekleiden können. Sehen Sie sich die Regierungsmannschaft der ÖVP an. Bis auf eine ehemalige Fotografin besteht sie ausschließlich aus Beamten, die allesamt noch keinen einzigen Tag die Härte der realen Welt der Privatwirtschaft gespürt haben. Tirol hat sich etwas Besseres verdient. Sie gehen mit einem relativ unbekannten Team in die Wahl ... … das tut die stärkste Partei ja auch. Wen außer jenen, die ohnehin schon längst ausgetauscht gehörten, kennen Sie? „Für Tirol“ will jene ansprechen, die dieser Verhinderungsund Vetternwirtschaftspolitik der ÖVP einen Denkzettel verpassen wollen. „Für Tirol“ ist so etwas wie der neue Wirtschaftsflügel der Konservativen. Wir treten ja schließlich auch bei der Wirtschaftskammerwahl an – das ist bereits fixiert. Möchten Sie einer Regierung angehören, sollten Sie den Einzug in den Landtag schaffen? Ich gehe davon aus, dass wir das Zünglein an der Waage sein können. Eine Zweierkoalition geht sich nicht mehr aus. Wenn man eine starke Vertretung der Wirtschaft in der Regierung endlich zulässt, sehe ich gute Chancen für eine Beteiligung.


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Angewandte Tiroler Mathematik ... 28. April 1789: Auf der „Bounty“ meutern Teile der Besatzung. Mit der Schiffsführung Unzufriedene übernehmen das Schiff. 28. April 2013, 224 Jahre später: In Tirol versuchen manche zu meutern. Mit der Landesführung Unzufriedene wollen das Ruder übernehmen. // Foto: Berger

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irol ist gespalten – vor allem aber: abgespaltet: Noch nie hat es so viele sogenannte „bürgerliche“ Parteien gegeben, die ihr Glück versuchen. 2008 war es Fritz Dinkhauser, der die ÖVP das Fürchten lehrte, heute ist es gleich Fritz mal zwei – mit nur einem Fritz dabei. Bitte, wie? Nun, das ist angewandte Tiroler Mathematik Volume 1: Schon kurz nach geschlagener Wahl waren sich die gemeinsam angetretenen Fritz Dinkhauser und Fritz Gurgiser nicht mehr grün und der eine, nämlich der Gurgiser, spaltete sich vom anderen, nämlich dem Dinkhauser, ab. Zur Wahl treten beide an, zur Wahl STEHEN wird jedoch nur einer. Während Fritz Gurgiser als „Team Gurgiser“ antritt, schickt Fritz Dinkhauser seine Mitstreiter mit seinem Namen auf Stimmenfang. Dinkhauser selbst muss aus gesundheitlichen Gründen leiser treten. Abspaltung 1 und 2 de la bürgerlich. Und beide Fritz betonen, dass ein Politik- und vor allem Stilwechsel her muss. Die Liste „Für Tirol“ des (ehemaligen) Wirtschaftsbündlers Patrick Pfurtscheller (mittlerweise fusioniert mit dem von der FPÖ abgespaltenen „freien Tiroler“ Walter Gatt) ist die ÖVP-Abspaltungsliste 3. Sowohl Pfurtscheller als auch Gatt betonen, dass ein Politik- und vor allem Stilwechsel her muss. Dann wäre da noch ÖVP-Abspaltungsliste 4 namens „vorwärts Tirol“. Die Mannen und Frauen von „vorwärts Tirol“ betonen, dass ein Politik- und Stilwechsel her muss. Der große Unterschied zu den ÖVP-Abspaltungslisten 1 bis 3: „vorwärts Tirol“ will diesen Wechsel MIT der ÖVP erreichen. Bitte, was? Abspalten, um schon vor der Wahl für die Zeit nach der Wahl eine Zusammenarbeit anzukündigen? (O-Ton Hans Lindenberger: „Ich bin für eine Koalition oh-

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ne ÖVP nicht zu haben.“). Nun, das ist angewandte Tiroler Mathematik Volume 2.

Thematisch liegt von A bis Z Vieles im Argen:

A wie Agrargemeinschaften: Als Macher des Kabarettprogramms „Agrargemein“ weiß ich, wovon ich rede. Die Gräben ziehen sich quer durch Dörfer und Familien, Rodelbahnen werden gesperrt, Loipenführungen verhindert, „nicht zwingend rückzahlbare“ (!) Darlehen ausgeschüttet, die Serles gekauft, Baugrund an besonders Auserwählte um knapp 3 Euro pro Quadratmeter verschachert (richtig gelesen: 3 Euro) und und und. Z wie Zuckerle, Wahlkampf. Der Aufschrei war groß, als ÖVP-Landesrat Tilg in bester Robin-Hood-Manier verkündete, den Bediensteten der TILAK einmalig 400 Euro zukommen zu lassen. Wenige Wochen vor der Wahl. Noch dazu sollte das 400-Euro-Wahlkampfzuckerl aus einem TILAK-Fonds für soziale Härtefälle finanziert werden. Nun, nach dem großen Aufschrei, wird das Zuckerl doch großteils aus dem laufenden TILAK-Budget finanziert, das ursprünglich eine Nulllohnrunde notwendig gemacht hatte. Nun, das ist angewandte Tiroler Mathematik Volume 3. Unvergessen auch die Skandale und Skandälchen rund um S wie Switak, L wie Lebenshilfe oder J wie Jagdeinladungen ... Dank all dieser Dinge weiß ich für mich jedenfalls, wo ich am 28. April mein Kreuzerl NICHT mache. Wo ich es mache? Wohl neben jener Partei, die sich am glaubhaftesten dafür einsetzt, dass das gespaltene Tirol wieder ein Ort zum Wohlfühlen wird. Da bin ich berechenbar. Oder: Angewandte Tiroler Mathematik Volume 4.

Markus Koschuh

Der Innsbrucker Kabarettist Markus Koschuh scheut nicht vor Kritik, Stoff für Pointen liefert nicht selten der Tiroler Landtag. Dass so manch einer seine geschliffenen Kabarettworte für bitteren Ernst nimmt, zeigt nicht zuletzt die jüngste Morddrohung eines Unbekannten gegen ihn und Treibhaus-Chef Norbert Pleifer. Infos und Termine (für sein Kabarett, nicht den Mord) unter www.markuskoschuh.at


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Umsatzsteuer & Immobilien Hier wurde letztes Jahr so einiges auf den Kopf gestellt. Galten z. B. Ärztinnen und Ärzte vor einem Jahr noch als beliebte Mieter, so will nun plötzlich so mancher nicht mehr an sie vermieten. // Text: STB Dr. Verena Maria Erian, STB Raimund Eller und STB

Mag. Eva Messenlechner, Foto: Foto Hofer

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as gleiche Schicksal trifft auch Banken, Versicherungen und Gemeinden. Dies hat damit zu tun, dass deren Leistungen von der Umsatzsteuer befreit sind und damit der Vermieter nun erhebliche Vorsteuerabzugsbeträge aus seinem Immobilieninvestment verlieren kann. Warum das so ist und wie es dazu kam, lesen Sie hier:

Wie es einmal war . . .

Es war einmal und ist nicht mehr ... da konnte man eine Immobilie kaufen und sich bei umsatzsteuerlicher Verwendung vom Gebäudeanteil 20 % Umsatzsteuer vom Finanzamt zurückholen. Das funktionierte immer dann, wenn man die Immobilie direkt vom Bauträger oder aus einer bis dato schon umsatzsteuerhängigen Verwendung (heraus) kaufte oder selbst errichtete und sodann wiederum einer umsatzsteuerpflichtigen Verwendung zuführte. Im Klartext: Man musste das Objekt einfach nur vom „Richtigen“ kaufen oder selbst errichten, anschließend vermieten und von der

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Miete Umsatzsteuer abführen. Der Clou dabei war, das man Letzteres mitunter nur 10 Jahre lang tun musste, um in den Genuss der vollen Vorsteuer zu kommen. Dabei gab es zwei besonders attraktive Fälle:

1. Ausgliederungsmodelle:

Unternehmer, die von der Umsatzsteuer befreit sind, können ihre Leistungen umsatzsteuerfrei erbringen. Im Gegenzug dafür dürfen von den Vorleistungen keine Vorsteuern geltend gemacht werden. Diese Regelung gilt z. B. für Ärztinnen und Ärzte, Banken, Versicherungen und Gemeinden. Solcherart von der Umsatzsteuer befreite Unternehmer können daher auch beim Kauf von betrieblichen Räumlichkeiten die darauf lastenden Vorsteuern primär nicht geltend machen. Vor noch ca. einem Jahr war es allerdings möglich, den Immobilienkauf einfach auszulagern und sodann vom Käufer anzumieten. Banken, Versicherungen und Gemeinden gründeten dazu Errichter- und Besitzgesellschaften, die die Immobilie errichteten oder kauften und sodann an sie vermieteten.

Ärztinnen und Ärzte halfen sich mit dem sogenannten Ehegattenmodell. Dabei hat die Ehegattin oder der Ehegatte gekauft und anschließend 10 Jahre lang mit Umsatzsteuer an die/den ärztlich tätige/n Partner/in vermietet. Da man nach zehn Jahren wiederum ohne Probleme auf eine Nettomiete umsteigen konnte, führte dieses Modell nicht nur zu einem satten Finanzierungs- und Liquiditätsvorteil, sondern hat die gewonnene Vorsteuer den Nachteil aus der umsatzsteuerpflichtigen Vermietung der Folgejahre in den meisten Fällen auch um ein Mehrfaches kompensiert. Bei einer eventuellen Veräußerung nach der zehnjährigen Spekulationsfrist blieben obendrein die Wertsteigerungen der Immobilie früher vollkommen steuerfrei. Aber auch damit ist es nun vorbei. Was vom Ehegattenmodell noch geblieben ist: Durch die Miete kann ein Teil des Einkommens zum Ehepartner umgeleitet werden. Bei entsprechenden Einkommensunterschieden können die verschobenen Einkommensteile so einem günstigeren


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Steuersatz zugeführt werden (Ehegattensplitting). Auch wenn das weiterhin funktioniert, ohne den umsatzsteuerlichen Benefit ist das für sich genommen nur noch halb so attraktiv.

2. Die steueroptimale Vorsorgewohnung:

Eine weitere freudige Situation fanden all jene vor, die sich eine Wohnung mit Vorsteuerabzug und mindestens 10-jähriger Vermietungsabsicht gekauft haben. Hier kam an Attraktivität noch hinzu, dass in den Baukosten 20 % Umsatzsteuer stecken und die Vermietung zu Wohnzwecken dem ermäßigten Steuersatz von nur 10 % unterliegt. Für Kleinunternehmer mit einem Umsatz von maximal 30.000 Euro pro Jahr war nach Ablauf von 10 Jahren die weitere Vermietung überhaupt gänzlich ohne Umsatzsteuer möglich. Damit ist es nun vorbei ...

Und so ist es heute . . .

Derzeit steht der Vorsteuerabzug für Immobilieninvestments nur noch dann zu, wenn auch der Mieter vorsteuerabzugsberechtigt ist. Die Neuregelung gilt für Vermietungen, die nach dem 31.8.2012 begonnen haben. Wurde das Gebäude selbst errichtet, so gilt noch die alte Rechtslage, wenn mit der Errichtung vor dem 1. September 2012 begonnen wurde.

Bei der Vermietung zu Wohnzwecken steht der Vorsteuerabzug zwar grundsätzlich weiterhin zu, allerdings wird der Beobachtungszeitraum hinsichtlich der umsatzsteuerpflichtigen Vermietung von bisher 10 Jahren auf nunmehr 20 Jahre verdoppelt. Das bedeutet, dass z.B. bei einer Beendigung der Vermietung mit Umsatzsteuer vor Ablauf von 20 Jahren für die noch nicht „verusteten“ Jahre anteilige Vorsteuerberichtigungen vorzunehmen sind und eine entsprechende Rückerstattung an das Finanzamt zu erfolgen hat. Der verlängerte Beobachtungszeitraum von 20 Jahren gilt für Neuvermietungen nach dem 31.3.2012, wenn die Immobilie nicht bereits vorher schon unternehmerisch oder zur Vermietung (Mieterwechsel) genutzt wurde.

Koproduktion der EMF TEAM TIROL STEUERBERATER GMBH und den ÄRZTESPEZIALISTEN vom TEAM JÜNGER: STB Dr. Verena Maria Erian, STB Mag. Eva Messenlechner, STB Raimund Eller, v. l.

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Mit diesen Änderungen sollte die Ausgliederung von Immobilienerrichtungen durch nicht zum Vorsteuerabzug berechtigte Steuerpflichtige unattraktiv gemacht werden. So wie es derzeit ausschaut, dürfte dies nun leider bestens gelungen sein. Die schönen Zeiten der lukrativen Umsatzsteuergestaltungen im Immobilienbereich sind damit Vergangenheit. Betroffen sind neben Körperschaften öffentlichen Rechts z.B. Banken, Versicherungen sowie auch Ärztinnen und Ärzte.

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Vertragssharing & Übergabepraxis Neu seit 1.1.2013 für Kassenärzte in Tirol

Die Ärztekammer für Tirol hat mit der TGKK eine Vereinbarung über die Möglichkeit der Kassenvertragserfüllung durch zwei Ärzte gemeinsam abgeschlossen. Danach kann der bisherige Einzelvertragsinhaber unter bestimmten Voraussetzungen mit einem anderen Arzt im Innenverhältnis eine privatrechtliche Vereinbarung über eine künftige gemeinsame Vertragserfüllung abschließen. // Text: TEAM JÜNGER – Steuerberater DIE ÄRZTESPEZIALISTEN

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benso neu seit Anfang des Jahres ist auch eine mögliche Vereinbarung zur Vorwegnahme der Ausschreibung von Kassenstellen in Form einer Übergabepraxis. Dabei stellt der bisherige Einzelvertragsinhaber ein Ansuchen auf Ausschreibung seiner Kassenstelle als Übergabepraxis bei gleichzeitiger Kündigung seiner Vertragsarztstelle. Bei Stattgabe muss er mit dem erstgereihten Bewerber im Innenverhältnis eine privatrechtliche Vereinbarung über die künftige gemeinsame Vertragserfüllung abschließen. Nach Eintritt des Kündigungstermins des Über-

gebers wird dessen frei gewordene Kassenstelle dem Übernahmepartner zugesprochen. Dem Vertragsarzt ist es möglich, den erstgereihten Bewerber abzulehnen. In diesem Fall kann Ersterer seine Tätigkeit als Einzelvertragsarzt fortsetzen. Der Kündigungstermin bleibt aber aufrecht. Bei Beendigung der Kooperation innerhalb der Laufzeit der Übergabepraxis gilt dasselbe wie bei Ablehnen des erstgereihten Bewerbers von Beginn an. Der übergabewillige Vertragsarzt kann zudem neuerlich einen Antrag auf Ausschreibung stellen und einen erneuten Versuch starten. Allerdings kann sich auch der Bewerber, mit

dem die Übergabepraxis bereits gescheitert ist, neuerlich bewerben. Sowohl beim Vertragssharing als auch bei der Übergabepraxis erfolgt die Abrechnung gegenüber der Kassa weiterhin durch den Kassenarzt alleine. Dieser honoriert dann seinerseits seinen Teilungs- bzw. Übergabepartner gemäß individueller Vereinbarung. Bei Überschreiten des § 2-Honorares der Vergleichsperiode vor Beginn des Vertragssharings um mehr als 10 % wird der Überschreitungsbetrag gekürzt. Für Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen und Vorsorgeuntersuchungen gibt es keine Streichungen.

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Einkommensteuer & private ImmobilienVerkäufe Für private Immobilienbesitzer hat als Steuerzahler am 01.04.2012 eine neue Ära begonnen. Dabei gibt es gute und schlechte Nachrichten. // Text: Mag. Andreas Kapferer LL.M., Mag. Harald Moosbrugger LL.M.

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ie bittere Nachricht zuerst: Wertsteigerungen und Umwidmungsgewinne von Liegenschaften und Gebäuden im Privatvermögen sollen bei Verkauf nicht mehr steuerfrei lukriert werden können. Es gibt aber auch Verbesserungen: Die Belastung von Spekulationsgewinnen mit progressiver Einkommensteuer bis zum Spitzensteuersatz von 50 % wurde ersetzt durch einen Fixsteuersatz von 25 % und ein neu eingeführter Inflationsabschlag vermindert in vielen Fällen den steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn, zudem wurden wichtige Steuerbefreiungen erweitert. Die neuen Regelungen betreffen natürliche Personen, Personengesellschaften, Privatstiftungen, Vereine und Gemeinden. Für Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) bleibt hingegen alles beim Alten. Ebenso bleiben die Grunderwerbsteuer und die Grundbucheintragungsgebühr weiterhin bestehen.

Was galt bisher?

Durch Verkäufe realisierte Wertzuwächse von Liegenschaften im Privatvermögen unterlagen vor dem 01.04.2012 nur dann der Ein-

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kommensteuer mit einem Steuersatz bis zu 50 %, wenn die Spekulationsfrist von 10 Jahren zwischen entgeltlicher Anschaffung und Verkauf noch nicht abgelaufen war. Auch Wertsteigerungen, die durch die Umwidmung eines Grundstücks eintraten, waren bei Verkauf außerhalb der Spekulationsfrist steuerfrei. „Steuerfreie“ Verkäufe innerhalb der Frist waren in Einzelfällen durch Gestaltungsmaßnahmen möglich, etwa durch den Verkauf einer Liegenschaft im Wege der Übertragung von Anteilen an einer liegenschaftsbesitzenden Personengesellschaft oder durch Fruchtgenussmodelle.

Was hat sich geändert?

Mit Stichtag 01.04.2012 wurde vom Steuergesetzgeber das private Liegenschaftsvermögen in Bezug auf die Steuerpflicht beim Verkauf in zwei Gruppen eingeteilt, nämlich in einen Altbestand und einen Neubestand. Zum Altbestand zählen jene Liegenschaften, die bei Inkrafttreten des neuen Gesetzes am 01.04.2012 nicht mehr steuerverfangen waren, für die also die Spekulationsfrist von 10 Jahren schon abgelaufen war. Der Neube-

stand besteht folglich aus jenen Grundstücken, die nach dem 31.03.2002 entgeltlich angeschafft wurden, für die die Spekulationsfrist am 01.04.2012 noch nicht abgelaufen war und die innerhalb der alten Frist somit am 01.04.2012 noch steuerhängig waren. Sowohl Altbestand wie auch Neubestand wurden per 01.04.2012 zeitlich unbefristet steuerhängig, allerdings mit unterschiedlichen Regelungen zur Berechnung des steuerpflichtigen Gewinnes bei Verkauf. Der Gewinn (oder Verlust) wird in beiden Fällen ausgehend vom Veräußerungserlös ermittelt. Beim Altbestand dürfen davon gesetzlich pauschal und großzügig geschätzte Anschaffungskosten abgezogen werden, beim Neubestand sind hingegen nur die tatsächlichen und nachgewiesenen Anschaffungskosten abzugsfähig.

ErmäSSigter Steuersatz – ein Trostpflaster

Veräußerungsgewinne unterliegen seit dem 01.04.2012 nicht mehr dem progressiven, d.h. stufenweise ansteigenden Einkommensteuersatz bis zu 50 %, sondern unabhängig


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von der Höhe des sonstigen Einkommens des Veräußerers dem fixen Steuersatz von 25 %. Hierin besteht im Vergleich zur alten Rechtslage eine wesentliche Steuererleichterung, die übrigens auch im Betriebsvermögen für Einzelunternehmer und Personengesellschaften anwendbar ist. Die Steuersatzermäßigung ist allerdings verknüpft mit einem generellen Abzugsverbot von Kosten (Vertragserrichtungskosten, Maklerkosten, Zinsaufwand) im Zuge des Verkaufs der Liegenschaft. Lediglich die Kosten für die Berechnung und Meldung der Immobilienertragsteuer an das Finanzamt, in der Regel durchgeführt vom vertragserrichtenden Notar oder Rechtsanwalt, dürfen vom Gewinn abgezogen werden.

Was kostet der Verkauf von Altbestand?

Für Grundstücke des Altbestands (Anschaffung vor dem 01.04.2002) dürfen die vom Verkaufserlös abzuziehenden Anschaffungskosten pauschal mit 86 % des Verkaufspreises geschätzt werden, sofern kein Umwidmungsfall vorliegt. Es verbleibt somit ein steuerpflichtiger Gewinn von 14 %. Dieser Gewinn unterliegt dem fixen Einkommensteuersatz von 25 %. Die Einkommensteuerbelastung beträgt daher bezogen auf den Verkaufspreis 3,5 %. Wurde das Grundstück nach dem 31.12.1987 in Bauland umgewidmet und hat weiters seit dieser Umwidmung noch kein Verkauf stattgefunden, will der Fiskus bei diesem nunmehr realisierten Umwidmungsgewinn mitnaschen. Wie erreicht er dies? Ganz leicht: In solchen Fällen dürfen die abziehbaren Anschaffungskosten nur mit 40 % des Veräußerungspreises pauschal geschätzt werden. Es verbleibt ein steuerpflichtiger Gewinn von 60 %, welcher wiederum dem Fixsteuersatz von 25 % unterliegt. Die Steuerbelastung beträgt diesfalls schon empfindliche 15 % vom Verkaufspreis. Zusammengefasst: Am 01.04.2012 sind alle Eigentümer österreichischer Liegenschaften, die von der Neuregelung betroffen sind, bezogen auf den Verkehrswert ihrer Liegenschaften schlagartig um mindestens 3,5 % – in Umwidmungsfällen gar 15 % – ärmer geworden. Dieser Wert entspricht jener Einkommensteuer, die im Falle eines zukünftigen Verkaufs mindestens anfällt, unabhängig davon, wie lange man bereits Grundeigentümer ist und auf welche Weise man das Grundstück erworben hat, sei es durch Kauf, Schenkung oder Erbschaft.

Was kostet der Verkauf von Neubestand?

Nur der Veräußerungsgewinn ist steuerpflichtig, nicht der erzielte Veräußerungspreis. Dieser Gewinn errechnet sich beim Neubestand

(Anschaffung ab 01.04.2012) durch den Abzug der eigenen Anschaffungskosten sowie nachträglicher Investitionskosten (Sanierungen) vom Veräußerungspreis. Jeder nachgewiesene Euro an abziehbaren Kosten ist in Zukunft bares Geld wert. Eigentümer sollten daher bei Investitionen in ihre Objekte besonders darauf achten, belegmäßige Nachweise für ihre Ausgaben zu erhalten und aufzubewahren. Bei Verkauf ab dem 11. Jahr nach Anschaffung darf zusätzlich ein Inflationsabschlag von 2 % vom Gewinn abgezogen werden, wobei dieser maximal 50 % betragen darf. Auf den so ermittelten Veräußerungsgewinn ist der fixe Steuersatz von 25 % anzuwenden.

Welche Verkäufe bleiben steuerfrei?

Die wichtigste Ausnahme von der Steuerpflicht besteht in der Hauptwohnsitzbefreiung. Sie fußt auf der vernünftigen Überlegung, dass Wohnungseigentümer, welche ihren Hauptwohnsitz verlegen, den gesamten erzielten Verkaufspreis in die Anschaffung ihres neuen Hauptwohnsitzes investieren können sollten. Die Befreiung steht nur zu, wenn bestimmte Mindestfristen eingehalten werden, die genau beachtet werden sollten. Zum einen ist der Verkauf einer Wohnung steuerfrei, wenn sie seit dem Erwerb durchgehend zwei Jahre als Hauptwohnsitz gedient hat. Alternativ steht eine Befreiung zu, wenn innerhalb der letzten zehn Jahre vor dem Verkauf die Wohnung mindestens fünf Jahre als Hauptwohnsitz genutzt wurde, durchgehende Nutzung ist nicht erforderlich. In beiden Fällen muss der Hauptwohnsitz in der verkauften Wohnung aufgegeben werden. Sofern die Voraussetzungen für die Hauptwohnsitzbefreiung nicht erfüllt sind, besteht daneben noch die Chance auf die Herstellerbefreiung, gedacht für den typischen Häuslbauer. Wer mit viel Fleiß und Eigenleistung ein Eigenheim errichtet und dieses später verkauft, wird mit jenem Anteil des Verkaufspreises nicht steuerpflichtig, der auf das errichtete Gebäude entfällt. Der auf das Grundstück entfallende Anteil bleibt dagegen steuerpflichtig.

Weltweite Steuerpflicht!

Auch Liegenschaften im Ausland sind von der neuen Regelung erfasst. Veräußert daher ein Eigentümer mit Wohnsitz in Österreich seine Liegenschaft in Italien, zählt der erzielte Gewinn zu seinem in Österreich steuerpflichtigen Welteinkommen. Je nach Land, in dem das Grundstück belegen ist, wird Österreich auf Grund von internationalen Doppelbesteuerungsabkommen den Gewinn in Österreich von der Steuerpflicht befreien oder aber wenigstens die ausländische Steuer in

Links: Mag. Andreas Kapferer LL.M., Partner bei Deloitte bzw. Kapferer Frei Grüner Rechts: Mag. Harald Moosbrugger LL.M., Steuerberater bei Deloitte bzw. Kapferer Frei Grüner

Österreich anrechnen. Die Erfassung in Österreich wird ab 01.01.2014 durch das neue EU-Amtshilfegesetz wesentlich erleichtert. Ab dann sind EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, entsprechende Meldungen an die Wohnsitzstaaten der Liegenschaftseigentümer zu erstatten. Umgekehrt gilt: Verkaufen Ausländer eine in Österreich belegene Immobilie, werden sie damit in Österreich ebenfalls steuerpflichtig, auch wenn sie im Inland nicht über einen Wohnsitz verfügen.

Was passiert bei Schenk-­ ungen und in Erbfällen?

Schenkungen und Erbschaften gelten nicht als steuerpflichtige Veräußerungen. In diesen Fällen tritt der unentgeltliche Erwerber steuerlich in die Rechtsstellung des Übertragenden ein. Er setzt die relevanten Fristen seines Vorgängers fort und übernimmt auch dessen Anschaffungskosten. Erst wenn der Erwerber selbst verkauft, muss dieser Vorgang auf seine Steuerpflicht hin überprüft werden. Kontakt & Info unter www.deloitte-tirol.at

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Kurz und knapp: Einkommensteuer-Kosten Altbestand: 3,5 % vom VP Altbestand mit Umwidmung: 15 % vom VP Neubestand: 25 % vom VG Diese Kosten treffen den Verkäufer. Sonstige Kaufnebenkosten Grunderwerbsteuer: 3,5 % vom VP (2 % zwischen Angehörigen) Grundbuchseintragungsgebühr: 1,1 % vom VP Diese Kosten werden üblicherweise vom Käufer getragen. VP = Verkaufspreis VG = VP minus Anschaffungskosten, Investitionen (Sanierungen), Kosten der Berechnung der Immo-ESt

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recht.aktuell

Der Kampf der EU gegen den Zahlungsverzug Nun ist es also so weit – die Zahlungsmoral wird durch ein Gesetz gestärkt. Die Initiative kommt von der EU, welche im Jahr 2011 die „Richtlinie zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr“ neu gefasst hat. Österreich hat auf dieser Grundlage das sog. Zahlungsverzugsgesetz erlassen. Es ist seit dem 1. März 2013 in Kraft. Ziel der Neuregelung ist die Steigerung von Liquidität und Schaffung von Raum für Investitionen und Expansionen, was wiederum dem Wirtschaftsstandort Österreich zugutekommen soll. // Text: Ivo Rungg/Johannes Barbist, Binder Grösswang Rechtsanwälte, Innsbruck

Ivo Rungg

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m Wesentlichen wird geregelt, wie und wie schnell bezahlt werden muss und was die Folgen einer Nichtzahlung sind. Das hat im Detail seine Tücken: So wird ein neuer Paragraph (§ 907a) ins Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) eingeführt, nach dem Geldschulden nunmehr Bringschulden sind. Bisher wurden diese als sogenannte „qualifizierte Schickschulden“ definiert. Im bargeldlosen Geschäftsverkehr genügte also für eine rechtzeitige Zahlung, dass dem Bankinstitut der Überweisungsauftrag am letzten Tag der Frist erteilt wurde. Nun ist vorgeschrieben, dass die Geldschuld am Wohnsitz oder der Niederlassung des Gläubigers (und nicht wie früher des Schuldners) zu erfüllen ist und der Gläubiger bei Fälligkeit der geschuldeten Geldschuld über den Betrag auf seinem Konto verfügen können muss. In der Praxis bedeutet dies, dass der Schuldner für das rechtzeitige Einlangen geradestehen muss. Er muss also die Überweisung so rechtzeitig vor Fälligkeit in

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Auftrag geben, dass das Geld rechtzeitig am Konto des Gläubigers ist. Diese Regelung ist aber dispositiv, die Vertragsparteien können also auch anderes vereinbaren. Für Konsumenten bleibt hingegen alles beim Alten. Im Konsumentenschutzgesetz wird festgeschrieben, dass für Konsumenten auch weiterhin der Grundsatz gilt, dass eine Zahlung im bargeldlosen Geschäftsverkehr generell dann rechtzeitig ist, wenn der Überweisungsauftrag am Fälligkeitstag erteilt wird. Dies wurde damit begründet, dass Verbraucher diese Praxis jahrzehntelang verinnerlicht hätten, ein Abgehen davon zu einer weitreichenden Verunsicherung und durch die Vielzahl von Verzugsfällen zu gravierenden Nachteilen für die Verbraucher führen würde. Für Verbraucher gibt es also eine Ausnahme von der geforderten besseren Zahlungsmoral. Auch private Mieter müssen sich nicht sorgen, nun allenfalls ihre Miete früher bezahlen und deshalb womöglich ihr Konto überziehen zu müssen. Entgegen diversen Berichten in den Medien bleibt für private Mieter auch hier alles wie gehabt. Denn erstens sieht die durch die Umsetzung der Zahlungsverzugsrichtlinie erfolgte Änderung des Mietrechtsgesetzes vor, dass – mangels abweichender Vereinbarung – der Mietzins jeweils erst am Fünften eines Kalendermonats fällig wird. Und zweitens ist es wie beschrieben für Konsumenten weiterhin ausreichend, die Miete am Fünften eines Kalendermonats zu überweisen. Unternehmer als Mieter müssen jedoch beachten, dass der Mietzins am Fünften eines Kalendermonats bereits dem Konto des Vermieters gutgeschrieben sein muss.

Die Schwerpunkte der Gesetzesinitiative zur Stärkung der Zahlungsmoral liegen damit bei den Unternehmern. Im Unternehmensgesetzbuch (UGB) wird gar ein neuer Abschnitt eingeführt, der sowohl für Geschäftsvorgänge zwischen Unternehmen als auch für solche zwischen Unternehmen und öffentlichen Stellen gilt. Die gesetzlichen Verzugszinsen liegen nunmehr bei 9,2 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz. Für die Bestimmung des Basiszinssatzes ist der 1. Jänner bzw. der 1. Juli jeweils für das folgende Halbjahr maßgeblich. Somit beträgt der aktuelle Verzugszinssatz bei Unternehmern 9,58 Prozent (aktueller Basissatz von 0,38 % plus 9,2 %-Punkte). Dieser Zinssatz wird jedoch nur bei verschuldetem Verzug fällig, ansonsten greift die Regelung des Zivilrechts und der Schuldner hat lediglich Zinsen in Höhe von 4 % pro Jahr zu bezahlen. Eine verschuldens­ unabhängige Nichtzahlung ist aber wohl nur in Ausnahmefällen denkbar. Darüber hinaus ist im UGB nun eine Entschädigung für Betreibungskosten vorgesehen. Dieser Anspruch besteht in Pauschalkosten in Höhe von 40 Euro und entsteht unabhängig von einer Mahnung. Ein Nachweis eines Verschuldens oder eines konkret entstandenen Schadens ist nicht erforderlich. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass ein Verzug für Unternehmen teurer wird. Unternehmer sollten deshalb besonders beachten, dass nunmehr eine Zahlung am Fälligkeitstag beim jeweiligen Gläubiger eingelangt sein muss, wenn nichts anderes vereinbart ist.

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recht.aktuell

Berücksichtigung ökologischer Kriterien in öffentlichen Ausschreibungen Die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen ermöglichen umweltfreundliche Beschaffungen in Österreich. Die Zulässigkeit der Verwendung ökologischer Aspekte im Bereich der öffentlichen Auftragsvergabe basiert in Österreich auf den Bestimmungen des Bundesvergabegesetzes (BVergG) 2006, welches das Europäische Richtlinienrecht umsetzt (Vergaberichtlinie 2004/17/EG und Vergaberichtlinie 2004/18/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 31.03.2004).

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ie Vergaberichtlinien der EU regeln Beschaffungen, die über einem bestimmten Schwellenwert liegen. Für Beschaffungen unterhalb dieses Schwellenwertes ist das nationale Vergaberecht zuständig. Unabhängig davon sind alle öffentlichen Einrichtungen in Europa dazu verpflichtet, bei jedem Beschaffungsvorgang die Bestimmungen des EG-Vertrages einzuhalten, ganz gleich, welchen Umfang der zu vergebende Auftrag hat oder unter welches Rechtssystem (nationales oder europäisches Recht) er fällt. Die folgenden Grundsätze des EG-Vertrages sind für die Beschaffung wesentlich: • Der Grundsatz des freien Warenverkehrs • Der Grundsatz der Dienstleistungsfreiheit • Der Grundsatz der Nichtdiskriminierung • Der Grundsatz der Niederlassungsfreiheit • Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit • Der Grundsatz der Transparenz So lange diese Grundsätze beachtet werden, können Umweltkriterien in öffentlichen Ausschreibungen aufgenommen werden, ohne

Weitere Informationen: Advokatur Dr. Herbert Schöpf LL.M., Rechtsanwalt-GmbH, Arkadenhof, Maria-Theresien-Straße 34, 6020 Innsbruck, advokatur@dr-schoepf.at

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dabei den nationalen Regelungen zu widersprechen. Die Vergaberichtlinien der EU definieren sehr genau, wo und wie Umweltkriterien in Ausschreibungen berücksichtigt werden können. Diese Bereiche sind auch im nationalen Recht der meisten Mitgliedstaaten der EU geregelt: • Der Auftragsgegenstand • Die technischen Spezifikationen des Produkts/der Bauleistung/der Dienstleistung • Die Eignungskriterien für Lieferanten, Dienstleister und Bauunternehmen • Die Zuschlagskriterien • Die Auftragsausführungsklauseln Der Auftragsgegenstand besagt, was der Auftraggeber zu beschaffen beabsichtigt. Wenn Umweltaspekte im Beschaffungsprozess berücksichtigt werden sollen, ist es daher der schnellste und direkteste Weg, dies bei der Festlegung des Auftragsgegenstandes zu tun. Nachdem der Auftragsgegenstand definiert ist, müssen die Beschaffungsverantwortlichen diesen in nachprüfbare technische Spezifikationen übertragen, die das Produkt oder die Dienstleistung erfüllen muss. Diese Anforderungen sind verbindlich, daher wird ein Angebot, das die Anforderungen nicht erfüllt, automatisch ausgeschlossen. Die Zuschlagserteilung stellt die letzte Phase des Ausschreibungsprozesses dar. In

dieser Phase bewerten die Beschaffungsverantwortlichen die Qualität derjenigen Angebote, die die technischen Spezifikationen erfüllen, um das geeignetste Angebot auszuwählen. Wenn der Auftraggeber dem wirtschaftlich günstigsten Angebot den Zuschlag erteilt, berücksichtigt der Auftraggeber neben dem Preis weitere Zuschlagskriterien. Diese Kriterien können beispielsweise die Qualität, die Lieferzeit, die technische Leistung oder die Umweltgerechtheit der Leistung betreffen. Wenn der Auftraggeber den Preis der Leistung betrachtet, dann sollte der Auftraggeber die gesamten Kosten (Lebenszykluskosten) berücksichtigen, die mit dem Produkt oder der Dienstleistung in Bezug stehen. Dies schließt nicht nur den Einkaufspreis ein, sondern auch die Kosten, die während der Nutzung anfallen, wie die Kosten für Strom und Wasser, die Kosten der Wartung und die Entsorgungskosten. Schließlich kann der Auftraggeber Umweltkriterien auch in den Ausführungsbestimmungen des Vertrages – also den Regeln, wie der Vertrag ausgeführt werden muss – festlegen. Diese Regeln haben keinen Einfluss auf den Zuschlag, sie müssen aber in der Ausschreibung genannt werden und müssen im Zusammenhang mit der Ausführung des Vertrages stehen.

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Gesund arbeiten in der RLB Eine Bank, die sehr nachhaltig handelt. Mitarbeiter sind ihr besonders wichtig. Das ist Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in der RLB Tirol AG. Peter Frizzi und Karin Ratschiller von der TGKK sorgen für Gesundheit in Tirol.

© Raiffeisen/www.fotowerk.at, TGKK/Bruckner , Horvàth

TGKK Obmann Werner Salzburger

Vorstand Hannes Schmid: „Als erste Bank Westösterreichs wurde die RLB Tirol AG BGFzertifiziert. Unseren Mitarbeitern geht es gut!“

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itarbeiter sind für den Vorstand der RLB Tirol, Hannes Schmid, die tragende Säule – sie stützen das Gebäude. Geht es ihnen nicht gut, leidet die Bank darunter. „Gesundheit am Arbeitsplatz ist eine Denkhaltung für nachhaltiges Wirtschaften, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt“, erklärt Schmid. „Daher haben wir mit Hilfe der TGKK das begehrte BGF-Gütesiegel erhalten.“

Wir unterstützen Betriebe bei der BGF-Zertifizierung – kostenlos und mit hohem Output für Unternehmen. Als Gesundheitskasse wünschen wir uns, dass der Arbeitsplatz ein Ort ist, der gesund hält. Daher darf ich Sie als Unternehmer einladen: Lernen Sie BGF kennen, setzen Sie BGF mit uns um und gewinnen Sie mit Ihren Mitarbeitern. Obmann Salzburger

Was ist BGF?

Hinter einer BGF-Zertifizierung stecken viele Maßnahmen. „Der Weg bis dahin war nicht immer leicht – dafür ist die positive Resonanz unserer Mitarbeiter das schönste Lob“, freut sich Schmid. In der RLB gibt es heute eine gesunde Kantine, einen Fitnessraum, Vorträge, Einzelberatung, Seminare, Mentalkurse, Impfungen, Workshops usw. BGF ist mehr als eine Turnstunde und Ernährungstipps; sie umfasst alle Aspekte des Berufslebens, die Gesundheit beeinflussen.

Ein Siegel lässt aufhorchen

Als BGF-zertifizierte Organisation wurde die RLB auch als Arbeitgeber interessanter. „In Vorstellungsgesprächen werden wir immer wieder darauf angesprochen.“ So bekommt man gute Mitarbeiter, man hält die eigenen länger und sie sind zufriedener und gesünder. Bei BGF geht es aber nicht um mehr Leistung oder mehr Wirtschaftskraft. „Unsere Leute sollen gerne bei uns arbeiten und gesund bleiben.“

BGF starten

Die Masterminds hinter der BGF in Tirol sind Karin Ratschiller und Peter Frizzi von der TGKK, wo BGF übrigens streng gelebt wird. „BGF ist kein Lippenbekenntnis, sondern ein intensiver und sinnvoller Zertifizierungsprozess zum Wohl der Arbeitnehmer“, betont Schmid und ergänzt: „Der richtige Weg, den wir mit der TGKK gegangen sind.“ Begonnen wird mit einer Ist-Analyse, dann werden Strukturen für Gesundheit geschaffen, am Schluss steht die Erfolgskontrolle. Laufend werden in Gesundheitszirkeln interne Abläufe verbessert. „Die Mitarbeiter selbst sind ein wichtiger Teil davon. Das Zauberwort heißt also Partizipation“, berichtet BGF- Koordinator Frizzi.

Kontakt

Tiroler Gebietskrankenkasse Peter Frizzi, Public-Health-Koordinator Tel.: 059160 1711 Mail: bgf@tgkk.at

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recht.aktuell

„ich mag zeitloses, elegantes design, das die primär geforderte funktionalität unterstützt. so war es mir wichtig, diese aspekte in die gesamtplanung und umsetzung einzubringen.“ Dr. Wolfgang Oberhofer

anwaltliche kompetenz in ansprechendem ambiente Die Rechtsanwälte Wolfgang Oberhofer und Erwin Markl führen seit mehr als 20 Jahren in der Innsbrucker Schmerlingstraße vis à vis des Landesgerichtes eine Gemeinschaftskanzlei, in die Rechtsanwalt Christian Kurz als weiterer Partner eingetreten ist. Die personelle Erweiterung der Anwaltskanzlei, bei der im Rahmen einer Regiegemeinschaft jeder Partner seine jeweilige Klientel eigenständig betreut, war der Anlass dafür, in einem gemeinsamen Projekt die Gemeinschaftskanzlei umzubauen und zu erneuern. // Fotos: Günter R. Wett

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recht.aktuell

„da ich ein weltweit führendes lichtplanungsbüro zu meinen klienten zählen darf, lag mein schwerpunkt auf einer den modernsten entwicklungen entsprechenden beleuchtung der räumlichkeiten.“ Dr. Erwin Markl

U

nter tatkräftiger Unterstützung durch den Innenarchitekten Armin Hausberger wurden die Räumlichkeiten, die auf eine ehrwürdige Anwaltstradition zurückblicken können, an die Erfordernisse eines modernen Kanzleibetriebs in technischer wie architektonischer Hinsicht angepasst.

Dabei war es den Partnern wichtig, Funktionalität und Design in Einklang zu bringen. Und so lautete der Auftrag an den Innenarchitekten: Die Neukoordinierung der Bürobereiche sowie Arbeitsabläufe mit Respekt gegenüber und im Einklang mit den historischen Räumlichkeiten zu gestalten!

„die planung und abwicklung des kanzleiumbaus war spannend, die vorstellungen von drei individualisten waren, beinahe meditationsmäSSig, zu vereinheitlichen. das war nicht immer ganz einfach, im ergebnis aber äuSSerst befruchtend.“

Dr. Erwin Markl

erwin.markl@ra-kanzlei.co.at • Spezialgebiete: Immobilienrecht, Unternehmens- und Gesellschaftsrecht, Bankrecht und Anlageberaterhaftung

Dr. Wolfgang Oberhofer

wolfgang.oberhofer@ra-kanzlei.co.at • Spezialgebiete: Schadenersatzrecht, Immaterialgüterrecht, insbesondere Wettbewerbsrecht, Gesellschafts- und Vertragsrecht

Dr. Christian Kurz

christian.kurz@ra-kanzlei.co.at • Spezialgebiete: Immobilien- und Bauträgervertragsrecht, Familien- und Scheidungsrecht Kanzleitelefon: 0512/58 77 78 Fax: 0512/57 12 74

Dr. Christian Kurz

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Wissenschaft & Neue Märkte

datenrohstoff der digitalen welt

Thomas Lörting, geboren 1973 in Innsbruck, studierte Chemie an der Universität Innsbruck und promovierte 2000 mit Auszeichnung. Von 2001 bis 2003 war er als Postdoc am Massachusetts Institute of Technology im Labor von Nobelpreisträger Mario J. Molina. Dort studierte er die Wechselwirkung von Chlor und Eis und entwickelte neue Theorien zur Quantifizierung des Ozonabbaus. // Foto: LFU

Daten spielen eine immer wichtigere Rolle in der Wirtschaft und bei der Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen. „Big Data” heißt die Technologie, mit der große, unzusammenhängende Datenmengen in Echtzeit analysiert werden können. So wurde dank Big Data das Verkehrsaufkommen in Stockholm um 20 Prozent reduziert, die individuellen Fahrzeiten sind gar auf die Hälfte geschrumpft. Dafür werden jede Sekunde 250.000 Standortdaten von Verkehrsteilnehmern, Video- und Sensorsysteme ausgewertet und zur Verkehrssteuerung eingesetzt. Auch die Verkehrsemissionen wurden so um 20 Prozent verringert. „Hierzulande steckt Big Data noch in den Kinderschuhen“, sagt Michael Kleinemeier, Mitglied des BITKOM-Präsidiums, am Rande der Hightech-Messe CeBIT. „Die gute Nachricht ist: Big Data hat ein enormes Wachstumspotential.“ Und weiter: „Wir produzieren immer mehr Daten und das in immer höherer Geschwindigkeit. Bisher wurden diese nicht sinnvoll genutzt. Daten sind aber die wichtigste Ressource in der digitalen Welt. Big Data ist in Verbindung mit intelligenten Netzen der Schlüssel zur Lösung unserer großen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen, vom Klimaschutz und dem Erhalt der Mobilität bis zur Verbesserung der medizinischen Versorgung einer alternden Gesellschaft.“

ausgezeichnet I. Der Chemiker Thomas Lörting von der Universität Innsbruck wurde mit dem mit 45.000 Euro dotierten Friedrich-Wilhelm-Bessel-Forschungspreis ausgezeichnet, mit dem die Alexander-von-Humboldt-Stiftung international anerkannte Wissenschaftler für herausragende Forschungsleistungen auszeichnet. Verbunden mit dem Preis ist ein Forschungsaufenthalt in Deutschland. Im Zentrum des Interesses von Thomas Lörting steht das Wasser: „Je tiefer es unterkühlt wird, desto ausgeprägter werden seine anomalen Eigenschaften.“ Im vergangenen Jahr konnte der Chemiker mit seinem Team den ersten direkten Nachweis erbringen, dass Wasser bei sehr tiefen Temperaturen aus zwei unterschiedlich dichten Flüssigkeiten bestehen kann. Damit hat Lörting eine seit Jahrzehnten in Fachkreisen heftig diskutierte Frage eindrücklich entschieden. Mit dem nun von der Alexander-vonHumboldt-Stiftung verliehenen Preis ist die Möglichkeit verbunden, während eines Zeitraums von bis zu einem Jahr ein selbst gewähltes Forschungsvorhaben in Kooperation mit Fachkollegen in Deutschland durchzuführen.

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Prof. Dr. Anita Zehrer, Preisträgerin Martina Gratl und Prof. Hubert Siller // Foto: MCI

LR Bernhard Tilg und IV-Tirol-Präsident Reinhard Schretter (im Bild mit Reinhart Kögerler/CDG) wünschen sich mehr CD-Forschungslabors in Tirol // Foto: IV Tirol

ausgezeichnet II.

wissen schafft wert

2013 scheint das Jahr des MCI zu sein. So konnte die Unternehmerische Hochschule auf der ITB in Berlin kürzlich einen weiteren Erfolg einfahren: Martina Gratl, Absolventin des Studienganges Enterpreneurship & Tourismus, gewann mit ihrer Masterarbeit den begehrten ITB-Wissenschaftspreis in der Hauptkategorie „Beste praxisorientierte Arbeit“. Sie beschäftigte sich dabei mit dem Thema der Destinationspositionierung im Wanderbereich, wobei die Analyseergebnisse Eingang in einen Leitfaden fanden, der interessierten alpinen Destinationen als Hilfestellung und Orientierung dienen soll.

„Über viele Jahre gab es in Österreich öffentlich finanzierte Auftragsforschung und Unternehmen, die ihre eigene interne Forschung betrieben. Inzwischen reifte allerdings die Überzeugung, dass beide Formen nicht den maximalen Nutzen für einen wettbewerbsfähigen Industriestandort und eine zukunftsorientierte Gesellschaft bringen. Durch kluge Kooperationen von Unternehmen und Wissenschaft entstanden allmählich neue Instrumentarien, um beide Welten näher aneinanderzuschmieden“, erläuterte Univ.-Prof. Dr. Reinhart Kögerler die Arbeitsschwerpunkte und Zielsetzungen der renommierten Christian-Doppler-Forschungsgesellschaft (CDG), die sich im März in Innsbruck erstmals vorgestellt hat.


Dr. Gertraud Unterrainer und Dr. Gerald Fischer, Geschäftsführer von AFreeze. Gegründet wurde das Unternehmen 2008 von den Forschern Gerald Fischer und Florian Hintringer. Die Idee und der Prototyp des Katheters entstanden im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen der Landesuniversität UMIT und der Kardiologie der Medizinischen Universität Innsbruck. // Foto: Florian Schneider

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die unternehmerische hochschule ® I n te rn a tion a l stu d ie re n a u f h öch ste m N i veau BacheLorstudium Biotechnologie Business & Management Lebensmittel- & Rohstofftechnologie

erste tests bestanden In Österreich leiden rund 150.000 Menschen an Vorhofflimmern, weltweit sind rund 14 Mio. Menschen von der Volkskrankheit betroffen. Das Tiroler Unternehmen AFreeze hat dafür einen neuartigen Herzkatheter entwickelt, um eben jenes Vorhofflimmern des Herzens erfolgreich zu behandeln. Die ersten Behandlungen zeigten durchaus positive Ergebnisse. „Bei der Behandlung der ersten Patienten erwies sich der neuartige Eingriff als schonend und effizient“, verweist der leitende Prüfarzt und Kardiologe Markus Stühlinger auf den positiven Verlauf der bisherigen klinischen Studien. Bereits Ende des Vorjahres wurde die Methode erstmals erfolgreich an Patienten der Universitätsklinik Innsbruck und des Allgemeinen Krankenhauses in Linz getestet. „Nun sollen weitere klinische Studien folgen, damit der Katheter europaweit eingeführt werden kann“, so AFreeze-Geschäftsführerin Gertraud Unterrainer. Das Unternehmen stehe dabei in Konkurrenz mit weltweiten Konzernen, deshalb werden nun weitere Investoren für die Markt­ einführung gesucht. Bis dato wurde AFreeze vom Land, dem Austria Wirtschaftsservice AWS und der Forschungsförderungsgesellschaft FFG sowie von privaten Geldgebern finanziell unterstützt.

selber denken hilft Digitale Medien nehmen uns geistige Arbeit ab. Was wir früher einfach mit dem Kopf gemacht haben, wird heute von Computern, Smartphones, Organizern und Navis erledigt. Und das ist nicht gut. Meint zumindest Gehirnforscher Manfred Spitzer und schrieb gleich ein ganzes Buch über die negativen Auswirkungen von Bildschirmmedien auf Körper und Geist sowie die Lernfähigkeit von Kids und Jugendlichen. Vieles mag überspitzt sein, im Kern trifft es die Sache jedoch sehr wohl. Kleines Detail am Rande: Das Buch gibt's – ziemlich inkonsequent – auch als E-Book.

Digitale Demenz

Manfred Spitzer, Droemer Verlag 368 Seiten, EUR 19,99 Manfred Spitzer, Jg. 1958, studierte Medizin, Psychologie und Philosophie. Habilitation im Fach Psychiatrie. Zweimal war er Gastprofessor an der Harvard University.

Management, Communication & IT Management & Recht Mechatronik Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmgmt. Soziale Arbeit Tourismus- & Freizeitwirtschaft Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik Wirtschaft & Management Wirtschaftsingenieurwesen

masterstudium Biotechnologie Entrepreneurship & Tourismus International Business International Business & Law International Health & Social Mgmt. Management, Communication & IT Mechatronik – Maschinenbau Rohstoff- & Lebensmittelwirtschaft* Soziale Arbeit, Sozialpolitik & -mgmt. Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik Wirtschaftsingenieurwesen

executive masterstudium General Management Executive MBA Master in Innovation & IPR MSc Master of Science in Management MSc Internationales Wirtschafts- & Steuerrecht LL.M.

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Mars-Mission Als Marsrover „Curiosity“ nach einer Technikpanne Anfang März wieder fit gemacht wurde, packten etwa zur gleichen Zeit die Wissenschaftler des Projektes „Mars2013“ ihre Sachen zusammen und machten sich von der Sahara aus wieder auf den Heimweg. Was sie dort gemacht haben? Sie arbeiten daran, Curiosity auch bald Menschen folgen zu lassen. // Text: Marina Kremser, Fotos: ÖWF

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m Juli 2002 berichtet Spiegel online über Witali Semjonow, Leiter des Projektes Mars-XXI vom russischen Keldysch-Forschungszentrum. Seine ambitionierte Weissagung: Bereits im Jahr 2015 könnten Raumfahrer zum Mars aufbrechen. Semjonow zufolge würde das Unternehmen die internationale Gemeinschaft knapp 20 Milliarden US-Dollar kosten und damit weit weniger als die von der US-Raumfahrtbehörde Nasa veranschlagten 500 Milliarden Dollar und sogar noch weniger als die Schätzung der privaten Mars Society, die von 30 Milliarden Dollar ausgeht, stand dort zu lesen. Heute wissen wir, dass Semjonow nicht unbedingt den heiligen Gral der Vorhersage gefunden hat. 2015 wird sich kaum ausgehen. Obwohl ... Anfang des heurigen Jahres wiederum verlautbarte die Inspiration Mars Foundation via pressetext.com: „Am 5. Januar 2018 startet der erste benannte Marsflug. Die vom US-Unternehmer Dennis Tito gegründete Non-Profit-Organisation will einen Mann und eine Frau auf eine 501-tägige Reise schicken, die sie bis auf 100 Meilen an den roten Planeten heranbringt.“ Auch wenn die Zwei-Mann-Besatzung nicht direkt auf dem Mars landen soll, so hält Andreas Schütz, Pressesprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, selbst die etwas abgespeckte Mars-Mission für wenig realistisch.

Die Reise zum Mars

Wann also sind wir wirklich so weit, um Menschen auf den Mars zu fliegen? Die europäische Raumfahrtagentur ESA fasst 2033 ins Auge, auch US-Präsident Barack Obama peilte in seiner Rede am 16. April 2010 im Kennedy Space Center in Florida Mitte der 2030er an, die Russen geben sich mittlerweile ziemlich vage und sprechen von „der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts“, glaubt man Wikipedia. Einzig die Inder waren mit ihrer Prognose aus dem Jahr 2004 weit weniger ehrgeizig und boten an, bis zum Jahr 2050 ein US-amerikanisch-indisches Team auf den Mars zu schicken. Sollten sie dieses Ziel immer noch haben, wird die amerikanische Flagge wohl schon in den Mars gerammt sein, bevor die Inder die ihre dazustecken können. Eine Non-Profit-Organisation namens Mars One indes will 2023 eine Marsbasis errichten und Menschen im wahrsten Sinne auf den Mars schießen, denn Zurückkommen sieht der Plan nicht vor. Ihnen geht es um die dauerhafte Besiedelung des eco.nova

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eco.zukunft

Marokko ist ein aufstrebendes Land in technologie- und wissenschaftsfreundlicher Aufbruchsstimmung, wie wir sie uns in Österreich nur wünschen können. Gernot Grömer, ÖWF Innsbruck

Planeten. Die Rekrutierung von Freiwilligen läuft ... Und dass Leben auf dem Mars bereits möglich war, haben neueste Analysen von Curiosity unlängst bewiesen. Dabei handelte es sich allerdings um mikrobielles Leben. Realistischerweise wird es wohl noch rund 20 Jahre dauern, bevor die erste bemannte Marsmission den Roten Planeten betritt.

In die Wüste geschickt

Während also die einen in Visionen schwelgen, gehen die anderen das Vorhaben weitaus pragmatischer an. So entwickelte das Österreichische Weltraum Forum ÖWF gänzlich mit den Füßen auf der Erde Konzepte und Technologien für die Erkundung des Roten Planeten – und das unter der Projektleitung eines Tirolers. Von 1. bis 28. Feber führte das ÖWF in Zusammenarbeit mit dem Ibn Battuta Center/Marrakesch eine vierwöchige Mars-Feldsimulation in der nördlichen Sahara nahe Erfoud durch. Die Feldcrew in Marokko unter der Federführung von Dr. Gernot Grömer vom ÖWF Innsbruck wurde dabei vom in Innsbruck stationierten Mission Support Center angeleitet und überwacht. Die Experimente – vor allem aus den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Arbeitseinsätze auf Planetenoberflächen, Astrobiologie, Geophysik/ Geologie und Biowissenschaften – dienen der Grundlagenforschung für zukünftige bemannte Marsmissionen. Mitte letzten Jahres hat das ÖWF dazu 17 Experimente aus 10

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Ländern ausgewählt. Schlussendlich waren an der Marssimulation MARS2013 Mitarbeiter aus 23 Nationen beteiligt. Wir haben Gernot Grömer an seinem letzten vollen Arbeitstag in Marokko erreicht, wo er gerade mit dem Abbau von „Camp Weyprecht“ beschäftigt war, und fragten nach ersten Eindrücken der Mission: „Als erste persönliche Einschätzung dieser ungewöhnlichen Expedition lässt sich sagen, dass MARS2013 eine ebenso herausfordernde, anstrengende und komplexe wie auch eine ebenso spannende und wissenschaftlich erfolgreiche Mission gewesen ist. Wir hatten hier in Marokko massive Unterstützung durch die Behörden, die etwa das gesamte Testgelände im Umkreis von 5 km abgeriegelt und uns massiv logistisch unterstützt haben. Eine derartige Wissenschaftsfreundlichkeit wie in diesem Land können wir uns in Österreich nur wünschen. Besonders spannend (neben den atemberaubenden Sonnenaufgängen, dem Sahara-Sternenhimmel und der wirklich beeindruckenden Landschaft) waren für uns die Simulationen, wo wir gleichzeitig viel Hardware im Einsatz hatten: So etwa, wenn die Raumanzüge mitsamt Zeitverzögerung von Innsbruck und Wellington/Neuseeland aus dirigiert wurden, während via Satellitenleitung die Kontrollzentren in Budapest und Warschau die Roboterfahrzeuge steuerten und wir wie ein ‚globales Orchester‘ gleichzeitig an einem Experiment arbeiteten. So konnten wir erstmals im Feldversuch unser neues Laserinstrument L.I.F.E.

testen, das bei der Suche nach Biomarkern im Gestein eingesetzt wird und auch für zukünftige Marsmissionen eine Rolle spielen kann. 17 wissenschaftliche Experimente, 23 Nationen, über 100 beteiligte Wissenschaftler unter Tiroler Führung – alleine diese Zahlen sprechen für sich, denke ich.“ Und mit einem Smiley versehen: „Zeit für uns, dass wir eine echte Raumfahrtagentur – etwa nach deutschem oder italienischem Vorbild – in Österreich etablieren.“ Konkret wurden in Marokko etwa Softwaretests für eine Kommando- und Datenerfassungsinfrastruktur unter Feldbedingungen durchgeführt, Eignungstests leichter Quadbikes als Transportmittel auf der Marsoberfläche und Systemtests des Raumanzug-Simulators inklusive Stimmerkennung, Datenübertragung und Mobilität/Ergonomie absolviert, Vitalfunktionen in Echtzeit überwacht, die Zeitverzögerung gemessen, die während des Tragens des Raumanzuges entsteht, oder grundlegende geologische Untersuchungsmethoden unter Raumfahrtbedingungen simuliert. Für handfeste Ergebnisse ist es freilich zu früh. Die wissenschaftlichen Daten werden im Mai auf einem Workshop in Wien diskutiert und voraussichtlich Ende des Jahres Fachjournalisten erstmals präsentiert. „Eine komplexe Analyse wird noch ein gutes Jahr dauern“, meint Grömer. Infos zu den Experimenten und zur Mission gibt es derweil unter www.oewf.org.


Der

Frühling

kann kommen BERATUNG MODE KOMPETENZ IHR KONTAKTLINSENSPEZIALIST Isser Optik, 6020 Innsbruck Meinhardstraße 3 Tel. 0512/580469 Fallmerayerstraße 3 Tel. 0512/584712 Isser Optik, 6100 Seefeld Klosterstraße 43 Tel.: 05212/2885 Isser Optik, 6010 Telfs Bahnhofstraße 2 Tel. 05262/63496


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Vom Unternehmen zur Marke Wenn es darum geht, Marke zu werden, haben mittelständische Unternehmen oft Aufholbedarf. Zwei, die Unternehmen auf ihrem Weg zur Marke begleiten und dabei mit Strategie, Kreativität und langjähriger Erfahrung ans Werk gehen, sind Julia Seidl und Tom Stadlmeyr unter dem Namen „Brandwerker“. // Text: Marion Witting, Foto: Julia Türtscher tegien, ‚Branding‘, wie die Bezeichnung im Englischen lautet, mit allen Bausteinen, die dazugehören, wenn sinnvoll und notwendig auch Markennamen bzw. Brandnames. Daraus setzt sich auch unser eigener Markenname ‚Brandwerker‘ zusammen“, ergänzt Agenturgründerin und Inhaberin Julia Seidl.

Familiär statt ungefähr

„Wir sind nicht die Anzug- und Schlipsträger.“ Tom Stadlmeyr

W

ir schaffen Wettbewerbsvorteile“ ist an der Wand im Gang der Agentur in deutlichen Lettern zu lesen. Damit weiß jeder, der an der Eingangstür in ebensolchen Lettern „gefunden“ gelesen hat, was man sich von den Brandwerkern erwarten kann, wenn man bei ihnen gelandet ist. „Wir verstehen uns als Werker und arbeiten mit unseren Kunden Hand in Hand“, be-

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schreibt Tom Stadlmeyr, selbstständiger Partner der ersten Agentur für Markenstrategie, die sich auf inhabergeführte Unternehmen in Westösterreich und Südtirol spezialisiert hat, kurz umrissen das Arbeitsumfeld der Brandwerker, während er in der Küche hervorragenden Espresso zubereitet. „Das was wir tun, ist Handwerk und Analyse- sowie Strategiearbeit. Wir entwickeln und erarbeiten gemeinsam mit unseren Kunden Markenstra-

Es fällt einem schwer, diese Agenturräumlichkeiten zu betreten und sich dabei nicht auf Anhieb wohl zu fühlen: Mit viel Liebe zum Detail, einer dezenten Buntheit in den Arbeitsräumen und viel Platz für offene Begegnungen haben die beiden eine Atmosphäre geschaffen, die Raum für freie Gedanken zulässt. „Es ist uns sehr wichtig, eine offene Basis mit unseren Kunden zu haben und ihnen familiär zu begegnen. Das leben wir in unserer Agenturarbeit. Dabei entsteht eine gewisse Intimität, in der genau die Dinge ausgesprochen werden, die unsere Kunden und uns in die richtige Richtung führen“, erklären die beiden Profis, jeder aus einem anderen Fach und daher zusammen ein gutes Team, weil sie sich gegenseitig ergänzen: Julia Seidl baut als gelernte Politologin mit Schwerpunkt Medien und Öffentlichkeitsarbeit und als ausgebildete Redakteurin auf Strategien und fundiertes Fachwissen. Tom Stadlmeyr ist als Markendesigner und Querdenker der kreative Geist des gemischten Doppels.

Besser erster sein

Was es ist, das Konsumenten dazu verführt, ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung erwerben zu wollen und nicht wahllos aus dem Angebot der vielen Mitbewerber zu schöpfen, darüber denken immer mehr Kleinund Mittelbetriebe nach und kommen zum Schluss, dass der Preis allein nicht das einzig entscheidende Kriterium sein kann. Genau hier setzen die Markenstrategen an und helfen den kleinen und mittleren Unternehmen auf die Sprünge, um ihr schlummerndes Potenzial zu entdecken und sich selbst in die Poleposition zu bringen. Nicht selten begann


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ein Auftrag mit der Anfrage nach einer Kampagne oder einem Werbemittel und im ausführlichen Erstgespräch stellte sich dann heraus, dass das Unternehmen eigentlich ganz andere Herausforderungen zu lösen hätte, erzählt Tom Stadlmeyr von den Wegen, die sie mit ihren Kunden zusammenführen: „Üblicherweise gibt es drei Zugänge zu unseren Kunden: die, die wissen, sie müssen etwas tun, aber nicht wissen wie oder was; jene Unter-

„Um zu wissen wo hin ich gehen kann, muss ich zu allererst wissen, wo ich stehe.“ Julia Seidl

nehmen, wo es um einen Generationenwechsel geht, oder die Unternehmen, bei denen es gut läuft und der Inhaber rechtzeitig darauf bedacht ist, dass das auch so bleibt. In seltenen Fällen auch Start-up-Unternehmen.“ Jeder Auftrag, den die Brandwerker annehmen, beginnt mit einer umfangreichen, mehrstufigen Analyse. Bei einem ersten Workshop, der außerhalb des Betriebes stattfindet, geht es zusammen mit der Unternehmensführung und Mitarbeitern aus allen Zuständigkeitsbereichen, um tiefe ehrliche Einblicke in die Firmenkultur und Geschichte des Unternehmens um herauszufinden: Wer sind wir? Was wollen wir? Wo wollen wir hin? „Anhand von eigens dafür entwickelten Bausteinen und Bewertungsmustern halten wir einen Spiegel vor“, erklärt Julia Seidl die zwar etwas aufwändigere, aber erfolgversprechende Methode, alles was schon im Betrieb vorhanden ist, hervorzuholen, zu nutzen und in eine zukunftsfähige Vision zu packen: „Um zu wissen, wohin ich gehen kann, muss ich zuallererst wissen, wo ich stehe“, bringt es die Strategin auf den Punkt. Als Nächstes analysiert die Agentur den Markt und interviewt bestehende sowie mögliche Kunden. Dabei steckt sie in der Branche ab, wer die Mitbewerber sind, wie diese auftreten und für was sie stehen. Diese Recherche kann Ergebnisse darüber liefern, in welchem Segment die Differenzierung des Auftraggebers gegenüber dem Rest des Marktes am besten greifen kann. Ein wichtiger Teil sind auch die Besuche im Unternehmen vor Ort. Hier wird provokativ überspitzt der Frage auf den Grund gegangen: Wie schlimm ist es wirklich? Bei

dieser Bewertung fließen auch Eindrücke über die externe Kommunikation des Unternehmens anhand des Gebäudes, der Beschriftung etc. mit ein. „Wir versetzen uns in die Lage des Kunden und schätzen ab, ob alles schlüssig ist oder ob und welches Veränderungspotenzial besteht“, fasst Julia Seidl die Phase der Analyse zusammen: „Bei der Markenentwicklung steht für uns das Gesamtpaket Unternehmen im Fokus. Gerade KMU profitieren davon, wenn sie für etwas stehen. Sie nutzen damit eine große Chance, sich sogar gegenüber den großen Playern zu behaupten.“ Als ein Beispiel aus dem Best-practicePool der Markenmacher für eine gelungene Positionierung nennt Seidl die „Gastroärzte“: Als verlässlicher Servicepartner für Gastronomiebetriebe ist die Firma Gastroärzte GmbH nicht selten der Retter in der Not, wenn Gastrogeräte mitten in der Hochsaison den Geist aufgeben und dabei wichtige Umsätze in Gefahr sind. Mit dem Markenauftritt „Gastroärzte“ hat jeder einzelne Mitarbeiter bei einem Reparatureinsatz den Status eines Retters und erfährt dadurch eine besondere Wertschätzung, welche die erwünschte Nebenwirkung der steigenden Motivation mit sich bringt. Damit positioniert sich das Unternehmen als erster Servicedienstleister am Markt mit seinem Markenkern „Lebensretter“ in den Köpfen der Konsumenten. Die „Gastroärzte“ seien auch ein schönes Beispiel dafür, dass sich KMU mehr trauen dürfen, wenn es um Positionierung geht, und, dass Mut belohnt wird, sagt Julia Seidl: „Es gilt auch, die Angst abzulegen, Kundensegmente zu verlieren. Sich zu spezialisieren anstatt mit

einem Bauchladen herumzulaufen, erleichtert dem Konsumenten die Wahl.“

Werbung kommt zum Schluss

Die Agentur für Markenstrategie bereitet sozusagen den Boden für gute Werbung: „Bei uns ist Werbung der letzte Baustein innerhalb der Markenstrategie und -führung. „Unsere Arbeit beginnt vor der Werbung. Wir bieten dem Kunden durch analytisches und strategisches Vorgehen, seinen einzigartigen Markenkern und seine Firmenidentität bzw. -persönlichkeit zu finden und festzuhalten. Daraus erarbeiten wir die Differenzierung und entwickeln visuelle und verbale Anker, manchmal auch einen Brandname.“ Damit ist das Fundament geschaffen, auf dessen Basis effektive, kreative Werbearbeit aufsetzen kann. Im Durchschnitt erstreckt sich die Zeitspanne, in der die Brandwerker einen Kunden auf seinem Weg zur Marke begleiten, zwischen ein und drei Jahren. „Alles dreht sich darum, der Erste in den Köpfen der Konsumenten zu sein und positive Vorurteile zu verankern“, bringt Tom Stadlmeyr die Stärken einer Marke auf den Punkt. Mit einem daraus resultierenden Markenversprechen hat das Unternehmen dem Kunden gegenüber einen verbindlichen Auftrag zu erfüllen. Nur so vermittelt die Marke ein Gefühl des Vertrauens und gibt dem Konsumenten die Sicherheit, die richtige Wahl getroffen zu haben. KMU, die es geschafft haben, eine Marke zu werden, können bei guter Markenpflege auf einen starken Unternehmenswert und ein positives Image zurückgreifen, das Stabilität garantiert und die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens erhöht.

BRANDWERKER Mag. Julia Seidl • Agenturgründerin und Inhaberin • Vor fast 32 Jahren in Rum geboren, aufgewachsen und veredelt in Tirol, der Steiermark und Italien • 01/2009 Gründung der Markenagentur Vielfalter eU • 01/2013 wurde daraus das Label Brandwerker – Agentur für Markenstrategie • Analytisch strategische Denkerin mit offenem Geist und vorausschauendem Humor. • Studium in Innsbruck und Pavia, PR- und redaktionserfahren, theater- und gestaltpädagogisch weiterentwickelt, ideen- und designaffin, projektorientiert. • Tel.: 0699/11623755 Tom Stadlmeyr • Selbstständiger Markendesigner. Kreativer Teil im Brandwerker-Projektteam. • Querdenker mit schubladenfreiem Verstand und langjähriger Erfahrung im KMU-Marketing • Studium in Unternehmen, marketing- und bauchgefühlerfahren, designsprachlich ausgebildet, trendaffin, chaosorientiert und wissbegierig • Tel.: 0699/10643000 office@brandwerker.com www.brandwerker.com

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Smart Energy braucht ganz neue Lösungen Das gesamte Energiesystem befindet sich derzeit in einem sehr weitreichenden Umbruch. Mehr Effizienz und mehr erneuerbare Energien brauchen auf vielen Ebenen – vom Energieproduzenten über den Lieferanten bis zum Verbraucher – neue Strategien und vor allem auch neue technische Lösungen. Das Schlagwort dazu heißt „intelligente Vernetzung“. // Text: Barbara Wildauer

Zur Person

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m 10. April widmen sich die Cluster Erneuerbare Energien Tirol und Cluster IT Tirol der Standortagentur mit einer Veranstaltung diesen Zukunftsfragen. Im Zentrum des Interesses steht dabei, welche Chancen diese Umgestaltung für Unternehmen bringt. Am 10. April wird Prof. Dr. Lutz Heuser dabei unter anderem auch die „Smart-Cities&-Communities“-Initiative der EU-Kommission aus erster Hand vorstellen und

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beleuchten. Er ist einer der Experten und Berater des maßgeblich zuständigen EU-Kommissärs Günther Öttinger. Mit Hilfe von „Smart Cities & Communities“ will die EU vielfältige Modellentwicklungen vorrangig in den drei Bereichen Energie, IKT und Verkehr anregen. Tirol hat sich auf Initiative der Standortagentur Tirol hier bereits im Rahmen eines Projektantrages von über 20 Partnern eingebracht und gute Chancen, Modellregion zu werden.

Prof. Dr. Lutz Heuser ist Informatiker, der sich mit Energienetzen beschäftigt. Die beiden Welten Informatik und Energienetze müssen zusammenwachsen und Dr. Heuser ist einer der Grenzgänger, der mithilft, die beiden Seiten zu vernetzen. Dr. Heuser war 25 Jahre in der Forschung tätig und hat für verschiedene IT-Unternehmen von Beginn der Entwicklungen im Computer- und Netzwerkbereich an gearbeitet. In Amerika hat er für den damals weltweit zweitgrößten Computerhersteller hinter IBM, DEC (Digital Equipment Corporation), gearbeitet, sich dann mit dem Internet in seinen Anfängen beschäftigt. Für SAP hat er die weltweite Forschung aufgebaut und sich bei AGT International mit dem Thema sichere Infrastrukturen beschäftigt. Mit dem „Urban Software Institute“ erfolgte dann die Gründung eines kommerziellen Inkubators, der Ideen aus der Forschung und Wissenschaft aufgreift und auf den Markt bringt. Dr. Heuser: „Ich habe festgestellt, dass viele gute Forschungsergebnisse den Markteintritt nicht schaffen. Die Idee wird zwar generiert, aber die wirtschaftliche Nutzung gestaltet sich dann oft sehr schwierig. In Amerika wurde das Problem mit Venture Capital und Silicon Valley insofern verstanden, als dass Ideen erst wachsen und gedeihen können müssen, bis sie an den Mann gebracht werden können. Das BusinessAngel-Modell ist für das Urban Software Institute ein wichtiges Thema, denn es geht darum, neben Geld auch das entsprechende Know-how bereitstellen zu können.“ Dr. Heuser ist einer der maßgeblichen Initiatoren von Smart Cities und Communities – die Ideen dahinter wird er persönlich am 10. April in Innsbruck erläutern.


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Im Interview

eco.nova im Gespräch mit Lutz Heuser über Energiewende, die Pläne der Europäischen Union und aktuelle Anforderungen an Städte und die Gemeinschaft sowie Herausforderungen und Chancen für innovative Unternehmen. eco.nova: Welche Themen werden Sie in Innsbruck beleuchten? Lutz Heuser: Am 10. April werde ich in Innsbruck Smart Cities & Communities mit dem Fokus Energie und IT vorstellen. Wir arbeiten in Innsbruck konkret mit der IKB zusammen an der Frage, wie intelligente Energienetze der Zukunft aussehen. Der Fokus des Vortrages von meiner Seite liegt dabei auf der zukünftigen Rolle von Unternehmen und IT-Infrastruktur. Was ist der Hintergrund Ihres Vortrages in Innsbruck? Ich bin in die Expertengruppe berufen, die sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie europäische Innovationspartnerschaften in dem Bereich aussehen und wie sich dabei Unternehmen und Städte zusammentun können, um europäische Städte so fit zu machen, dass sie in den drei Gebieten Energie, Informations- und Kommunikationstechnologie und Verkehr zu Smart Cities werden. In allen drei Bereichen eröffnen sich für Unternehmen viele Möglichkeiten, neue Produkte und Dienstleistungen zu definieren. Hinter den Überlegungen von Smart Cities & Communities stehen ursprünglich die Klima- und Energieziele 2020 der EU. 2020 sollen 20 Prozent der Energie aus erneuerbaren Energien kommen, 20 Prozent Reduktion der Treibhausgase erreicht sein und 20 Prozent Energieeffizienzsteigerung erreicht sein. Es braucht dazu viele Partner und innovative Ideen, was alles smart sein könnte. Ein wichtiges Thema dabei ist die Entwicklung im Bereich der Energienetze. Worum geht es dabei? Mit der Zunahme von erneuerbaren Energi-

en haben sich die Anforderungen an Energieverteilung und -netze praktisch umgedreht. Bisher wurde so viel Energie erzeugt, wie verbraucht wird. In Deutschland ist der Anteil erneuerbarer Energie zum Teil bereits bei 25 Prozent und die Situation hat sich insofern verändert, dass mittlerweile die Stromproduktion den Verbrauch steuern muss. Das bedeutet eine fundamentale Kehrtwende in der gesamten Energiewirtschaft, denn bisher hat der Verbrauch die Produktion gesteuert. Das ist eine große Herausforderung für die Steuerung und hier greift die Informationstechnologie ein. Das alles bedeutet in der Praxis, dass der Strom dann verbraucht werden muss, wenn er da ist. Je besser das funktioniert, umso besser können auch die bestehenden Netze genützt werden und die Energieversorger ersparen sich neuen Ausbau. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Kosten aus. Ich bin dabei kein Freund der Diskussion, dass die Stadtwerke in Zukunft meine Waschmaschine steuern werden, davon halte ich wenig. Es gibt allerdings bei Unternehmen enormes Potenzial als flexibler Stromabnehmer – z.B. Unternehmen mit großen Gefrieranlagen oder Kälte- oder auch Wärmebedarf. Diese können dann angeschaltet werden, wenn gerade die Sonne scheint oder der Wind weht. Das erfordert Energienetze und vor allem intelligente Steuerungen, die in alle Richtun-

Smart Energy – Smart Solutions”

10. April 2013, 13.30 bis 16.30 Uhr, Standortagentur Tirol Keynote: Poli-Energienetze – Rolle der IT-Infrastruktur
 Prof. Dr. Dr. e.h. Lutz Heuser, Urban Software Institute GmbH & Co. KG Standortagentur Tirol, 
Ing.-Etzel-Str. 17, 
6020 Innsbruck www.standort-tirol.at Programm und Anmeldung unter www.standort-tirol.at/smartenergy bis 5. April 2013.

„Netzwerke begleiten mich bereits mein ganzes berufliches Leben.“ Prof. Dr. Dr. e.h. Lutz Heuser

gen gehen. Wir dringen hier gerade stark auf die regionale Ebene, also wieder in innovative Modelle für Regionen oder Städte vor.

Tirol wird zur Pilotregion

Die Standortagentur Tirol, der Cluster Erneuerbare Energien Tirol und insgesamt 23 Partner machen Tirol mit dem zukunftsweisenden EU-Projekt „Sinfonia“ zur Pilotregion für moderne Energieanwendungen. Das Konsortium des von der Standortagentur Tirol initiierten EU-Projektes wurde von der EU-Kommission soeben zu Vertragsverhandlungen eingeladen. Die Partner: Standortagentur Tirol, Cluster Erneuerbare Energien Tirol, Stadt Innsbruck, Innsbrucker Kommunalbetriebe, Neue Heimat Tirol, Universität Innsbruck, Liebherr-Hausgeräte Lienz, ATB Becker, alpS, Innsbrucker Immobiliengesellschaft, e3 consult sowie auf Südtiroler Seite EURAC Research, Gemeinde Bozen, Institut für Sozialen Wohnbau, Südtiroler Elektrizitäts AG und Agenzia Casaclima. Mit Hilfe von „Sinfonia“ werden Innsbruck und Bozen zu Demonstrationsstädten der Energieeffizienz. Die Euregio-Städte sollen zeigen, wie intelligente Wärme-, Kälte- und Stromnetze in Kombination mit nachhaltigen Gebäudesanierungen den Energieverbrauch und CO2-Emissionen deutlich senken und die Lebensqualität in Städten steigen kann. Achtzehn europäische Städte sollen sich die vorgezeigten Maßnahmen im Anschluss zum Vorbild nehmen und ebenso umsetzen. eco.nova

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Pflegewissenschaft macht Schule Kürzlich wurde an der Tiroler Gesundheitsuniversität UMIT unter Beisein des Altöttinger Landrates Erwin Schneider und des Tiroler Wissenschaftslandesrates Bernhard Tilg ein Kooperationsvertrag mit den Kreiskliniken Altötting-Burghausen bzw. der dazugehörigen Berufsfachschule für Krankenpflege unterschrieben. Damit werden die Kreiskliniken in Zukunft bei der Pflegeausbildung im Rahmen des von der UMIT entwickelten „Kombistudiums Pflege“ eng zusammenarbeiten. 84

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haben, jetzt auch in Bayern Schule macht. Mit den Kreiskliniken Altötting-Burghausen haben wir jetzt erstmals eine moderne und vielseitige Gesundheitseinrichtung außerhalb der Grenzen Österreichs mit im Boot“, sagte Them. Them hofft, dass die jetzt besiegelte Kooperation im Bereich des Kombistudiums Pflege mit den Kreiskliniken Altötting-Burghausen ein erster Schritt für eine fruchtbare und nachhaltige Partnerschaft ist. „Es würde mich auch sehr freuen, wenn in Zukunft weitere bayerische Landkreise dem Altöttinger Beispiel folgen und auf ‚Pflegewissenschaft made in Tirol‘ zurückgreifen“, hofft Them.

Studium mit Zukunft

Beim Kombistudium Pflege handelt es sich um ein innovatives Ausbildungskonzept der Tiroler Gesundheitsuniversität UMIT, in dessen Rahmen in vier Jahren ein beruflicher Abschluss (Ausbildung in der Gesundheitsund Krankenpflege/Kinderkrankenpflege) und ein universitärer Abschluss (Bachelor of Science in Nursing) erworben werden. Die Ausbildung wird partnerschaftlich mit Gesundheits- und Krankenpflegeschulen abgewickelt, die die Berufsausbildung vor Ort übernehmen. Im konkreten Fall ist das das Bildungszentrum Gesundheit und Pfle-

ge der Kreiskliniken Altötting-Burghausen. Die wissenschaftliche Ausbildung erfolgt am Universitätscampus in Hall.

Vorreiterrolle

Mit dem Department für Pflegewissenschaft und Gerontologie hat die UMIT seit dessen Gründung im Jahr 2003 in dieser bisher in Österreich noch jungen Wissenschaftsdisziplin eine Vorreiterrolle eingenommen und schrittweise Forschungskompetenz aufgebaut. Inzwischen besteht das Department aus drei Instituten und zwei Forschungsabteilungen. Es wurde in den vergangenen Jahren ein konsekutives pflegewissenschaftliches Studium vom Bachelor bis zum Doktorat aufgebaut und etabliert und mit dem „Kombistudium Pflege“ ein innovatives duales Ausbildungsangebot geschaffen. Heute kooperiert das Department für Pflegewissenschaft und Gerontologie im Ausbildungsbereich mit 15 Gesundheits- und Krankenpflegeschulen in Österreich – und jetzt erstmals auch in Bayern. Mit vier „Pflegewissenschaftlichen Ausbildungskrankenhäusern der UMIT“ an den Standorten Wien, Linz, Kufstein und Hall versucht das Department laufend den Anspruch, Pflegewissenschaft für die Praxis zu machen, in die Realität umzusetzen.

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ie Leiterin des Departments für Pflegewissenschaft und Gerontologie, UMIT-Rektorin Univ.-Prof. Dr. Christa Them, freut sich über den Kooperationsvertrag und glaubt, dass dieser erste Schritt nach Bayern ein Meilenstein in der weiteren Entwicklung der Pflegewissenschaft an der UMIT ist. „Es macht mich stolz, dass unsere Kompetenz in Wissenschaft und Lehre, die wir in den vergangenen zehn Jahren hier an der UMIT in Hall aufgebaut

Der Kooperationsvertrag wurde von UMIT-Vizerektor Philipp Unterholzner, UMIT-Rektorin Christa Them und dem Verwaltungsratsvorsitzenden der Kreiskliniken Altötting-Burghausen, Altöttinger Landrat Erwin Schneider, unterschrieben (v. l.)

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Netzwerken über den Dächern von Innsbruck Neue Horizonte eröffnet das Unternehmerzentrum der Wirtschaftskammer Tirol im 6. Stock des WIFI-Gebäudes im mehrfachen Sinn. Die völlig neu gestaltete, moderne Institution widmet sich der hochwertigen Vermittlung von Kompetenzen für Unternehmer und Führungskräfte in Tirol und in angrenzenden Regionen. Der Blick auf Innsbruck und die Berge ist dabei nur eine Draufgabe. // Text: Barbara Wildauer, Fotos: Julia Türtscher

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Martin Felder (WK-Vizepräsident), Mag. Horst Wallner (Direktor der WK Tirol), Mag. Paul Vyskovsky, CMC (Geschäftsführer WIFI) und Mag. Wolfgang Sparer, MAS (Geschäftsführer WIFI)

Wissensparcours bei der Eröffnung

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eränderungen sowie Erneuerungen geschehen immer – wichtig ist, mit ihnen Schritt halten zu können und sich für solche zu öffnen. Unternehmer müssen mehr denn je innovativ sein, Netzwerke knüpfen sowie sich am neuesten Stand des Wissens und aktuellsten Entwicklungen orientieren. Ein Netzwerkzentrum zu errichten, das die Bedürfnisse und Wünsche der Unternehmer – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern – abdeckt, ist schon lange der Wunsch von Wirtschaftskammerpräsident Dr. Jürgen Bodenseer und Vizepräsident Martin Felder. Am 25. Februar 2013 war es endlich so weit und unter dem Motto „Wissen erleben“ wurde das Unternehmerzentrum im 6. Stock des WIFI-Gebäudes eröffnet. Martin Felder: „Mit dem Unternehmerzentrum ist ein langgehegter Wunsch von uns in Erfüllung gegangen. Nach dem Auszug der Fachhochschule aus dem WIFI-Gebäude in Innsbruck hat sich die Chance und sprichwörtlich der Raum eröffnet, für Unternehmen, Führungskräfte und Funktionäre der Wirtschaftskammer ein maßgeschneidertes Bildungsangebot zu schaffen. Das Unternehmerzentrum bietet hier in einem neuen Rahmen Unternehmern und Führungskräften Wissensvermittlung mit modernsten Methoden und Formaten, in komprimierter Form und inklusive der Möglichkeit, sich mit anderen Unternehmern, Führungskräften und Experten in sehr angenehmer und befruchtender Atmosphäre auszutauschen.“ Dabei umfasst das speziell für Unternehmer zusammengestellte Angebot Managementthemen vom Start (Programm für Gründer, Unternehmensentwicklung …) über Wachstum (z.B. Innovationsmanagement), Change (z.B. Mitarbeiterführung) und Nachhaltigkeit bis zur Nachfolge – für EPUs,


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KMUs, Großbetriebe und Konzerne. Nicht nur anspruchsvolle Seminare sowie das Unternehmer-Forum selbst werden dort tagen – auch Tiroler Wirtschaftstreibenden stehen die modernst ausgestatteten Räumlichkeiten für ihre Topveranstaltungen zur Verfügung. Ob Kundenveranstaltung oder Mitarbeiterschulung, ob Kongress, Seminar, Workshop oder Vortrag: Das WIFI betreut die Veranstaltungen von A wie Angebot, Annonce und Anpreisung über O wie Organisation bis Z wie zentrale Dienstleistung oder optimale Zusammenarbeit.

Erste Einblicke

Einen Vorgeschmack auf das neue Programm im Unternehmerzentrum gab es bereits bei der Eröffnung für interessierte Unternehmer aus ganz Tirol in Form einer unterhaltsamen Demonstration, wie sich moderne Aus- und Weiterbildung anfühlt. Das Team des Unternehmerzentrums hatte einen Bildungsparcours vorbereitet. Mag. Wolfgang Sparer, Geschäftsführer des WIFI Tirol: „Lernen hat sich – so wie unsere Kommunikationsmittel und vieles in unserem Alltag – in den letzten Jahren stark verändert. Gerade für Unternehmer spielt der Zeitfaktor eine große Rolle: Wie kann ich mir in kurzer Zeit neueste Kompetenzen und gleichzeitig noch Erfahrungen anderer Unternehmer aneignen. Lernen muss für Unternehmer und Führungskräfte praxisnah und entlang der Fragen der täglichen Herausforderungen möglich sein. Das ist auch für uns als Bildungsanbieter eine enorme Herausforderung, die wir mit dem neuen Angebot angenommen haben. Das Unternehmerzentrum ist seit September 2012 in Betrieb und wir haben bereits eine ganze Reihe innovativer Veranstaltungen umgesetzt. Unser Motto dabei heißt ‚Wissen on top‘ – lebendiges und nachhaltiges Lernen in hervorragender Atmosphäre.“

Interessierte Eröffnungsgäste aus der Wirtschaftskammer und Unternehmen

Die nächsten Veranstaltungen: „Unternehmer-Forum: Motivierte Mitarbeiter = Begeisterte Kunden = Mehr verkaufen!“ mit Wolfgang Ronzal, 4.4.2013 „2. Tiroler Wissensforum“, 17.5.2013 Kontakt und Infos: Alexander Mairginter, Tel.: 05 90 90 5 – 7243, alexander.mairginter@wktirol.at „Informationsabend Business Manager MAS und MBA“, 17.7.2013 und 27.8.2013 „Uni-Lehrgang Business Manager“, 5.9.2013 Kontakt und Infos: Patricia Schmeißner, Tel.: 05 90 90 5 – 7254, patricia.schmeissner@wktirol.at Kontakt Unternehmerzentrum: Wirtschaftskammer Tirol, WIFI Unternehmerzentrum Egger-Lienz-Straße 120, 6020 Innsbruck Mag. Corinna Gassmayer, Tel.: 05 9090 5 - 7270 corinna.gassmayer@wktirol.at http://tirol.wifi.at/unternehmerzentrum

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Fahrgastinfo 2.0 Dass unsere Lebens- und Arbeitswelten immer schneller, flexibler und vielfach auch unkomplizierter werden, zeigt sich nicht nur, aber vor allem in der Art der Kommunikation. Ein Leben ohne Computer und mobile Endgeräte ist heute kaum mehr vorstellbar. Dass dies nicht nur ein Bauchgefühl ist, zeigen beeindruckende Zahlen des Verkehrsverbund Tirol (VVT).

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aut GfK Austria lag der Smartphone-Anteil in Europa im Jahr 2011 bei knapp 40 %. In Österreich ist rund jedes dritte verkaufte Handy ein „schlaues“. Das hat zum einen mit einer gewissen Portion Coolness und Lifestyle zu tun, andererseits trägt es dem Trend zur ständigen Verfügbarkeit von Informationen Rechnung. Unsere Art der Kommunikation hat sich im Laufe der letzten Jahre extrem gewandelt.

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allein im feber 2013 gab es beim vvt 320.000 online-fahrplanabfragen, wobei rund 70 % von der app smartride kamen. seit der einführung der app hat sich das abfragevolumen beinahe vervierfacht.

Dank Facebook und Twitter, Blogs und Apps lagern wir Teile unseres Lebens in die Virtualität aus und holen uns auf der anderen Seite auch immer mehr Informationen über diese Schiene. Anstatt vor einem Kundentermin kurz anzurufen, um nach der Adresse oder dem Weg zu fragen, wird beides schnell ge­ googelt. Anstatt in Zug oder Bus seinem Nachbarn mit der Zeitung die Sicht zu nehmen, lesen wir diese bequem am Display – und noch aktueller als in der Printversion.


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Smartride bietet schnelle auskunft für alle zug-, bus- und tramlinien in tirol. ab sofort ist die app für iphone und android noch aktueller und zeigt ankunfts- und abfahrtszeiten stets in echtzeit und damit minutengenau – inkl. verspätungen – an.

Das Internet bietet uns Informationen in Echtzeit. Gerade passiert, schon im Netz.

technologietreiber vvt

Dies funktionert seit geraumer Zeit auch beim Verkehrsverbund Tirol. Derzeit sind die Linien der IVB, ÖBB-Züge und -Postbusse sowie viele Fahrzeuge anderer Verkehrsunternehmen mit Telematiksystemen ausgestattet, um die Daten unmittelbar an die Ausgabemedien zu übermitteln. Ziel ist der tirolweite Ausbau. Derzeit sind insgesamt 38 Verkehrsunternehmen unter dem Dach des VTT vereint, der damit als zentrale Stelle sämtliche (Fahrzeug-)Daten bündelt. Ab sofort geht der VVT noch einen Schritt weiter und bringt die Echtzeit-Informationen via SmartRide-App auch aufs Smartphone. Seit Anfang des Jahres können hier u. a. sämtliche IVB-Fahrzeuge minutengenau abgefragt werden, was Fahrgästen in Innsbruck Stadt einen zusätzlichen und spürbaren Mehrwert bringt.

smartride bringt echtzeitinfos aufs smartphone

Um noch mehr Menschen dazu zu bewegen, vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, braucht es neben einer gut ausgebauten Infrastruktur und einem Mobilitätsangebot mit starken Takten vor allem schnelle und genaue Information für die Fahrgäste. Mobile Informationen lösen herkömmliche Fahrpläne dabei zusehends ab. Der Fokus der Fahrgastinformation verschiebt sich in Richtung Internet. Der VVT reagiert darauf mit einem breiten Informationsspektrum und einer Fülle

an modernen Kommunikationsschnittstellen (siehe Randspalte), was ihn in diesem Bereich federführend in ganz Österreich macht. Vor allem die Fahrplan-App „SmartRide“ entwickelte sich zur Erfolgsgeschichte und übertrifft alle Erwartungen. Eingeführt Anfang September 2011 wurde die App bis zum heurigen Feber insgesamt 56.800 Mal heruntergeladen (Updates nicht eingerechnet!), allein im Feber 2013 waren es rund 4.000 Downloads. Insgesamt gab es in den ersten beiden Monaten des heurigen Jahres mit insgesamt 650.000 Fahrplanabfragen schon jetzt mehr als im gesamten Jahr 2010, in der es SmartRide noch nicht gab. Die kostenlose SmartRide-App ist einfach handhabbar und übersichtlich gestaltet. Alle Abfahrtszeiten und Verbindungen sämtlicher öffentlichen Verkehrsmittel in Tirol und jeder Fußweg zu den Haltestellen können abgefragt werden. Es können sowohl bekannte Orte oder Sehenswürdigkeiten als auch Start- und Zielpunkte eingegeben werden. Die Adresse reicht, Haltestellennamen muss der User keine wissen. Das System findet folglich die schnellste Verbindung – und das in Innsbruck ab sofort noch genauer. Denn seit Anfang des heurigen Jahres sind alle Linien der IVB an das System des VVT angeschlossen und liefern auf diese Weise minutengenaue Daten über Ankunfts- und Abfahrtszeiten. Diese Daten werden ab sofort auch in die SmartRide-App eingepf legt, die bisher nur die geplanten Fahrplanzeiten angezeigt hat. Auf diese Weise werden bei der Streckenberechnung auch bereits Verspätungen berücksichtigt und die Information noch präziser.

digitale Fahrgastinfo des VVT im überblick Der Papierfahrplan wird vermehrt durch elektronische Medien abgelöst. Auf der neu gestalteten Website www.vvt.at finden Sie unter dem Reiter „Fahrplan“ sämtliche Möglichkeiten zur digitalen Abfrage. • „Tarif & Fahrplanauskunft“ be­ inhaltet die herkömmliche Fahr­plan­abfrage (Wahl von Start, Ziel und Verkehrsmittel). • Unter der „mobilen Fahrplanauskunft“ finden Sie vorrangig die App VVT SmartRide. Damit haben Sie die Tiroler Öffis auf Ihrem iPhone oder Android-Smartphone immer in der Hosen­tasche. Alle Abfahrts­ zeiten der IVB-Busse, ÖBB-Züge, der Stubaitalbahn sowie sämtlicher Buslinien in Tirol werden stets minutengenau prognostiziert. Alle, die kein Smartphone, aber ein internetfähiges Handy besitzen, kommen über mobile.vvt.at zu den gewünschten Informationen. • Das kostenlose Infotool VVT TimeView ist eine personalisierbare Fahrplananzeige samt Echtzeitanzeige für den Computer. Einfach gewünschte Haltestelle(n) auswählen und schon werden Sie direkt auf Ihrem Desktop laufend über Abfahrtsund Ankunftszeiten informiert. Wird das Tool nicht benötigt, „verschwindet“ es bequem in der Taskleiste und lässt sich per Mausklick wieder aktivieren. Ebenfalls mit nur einem Klick lässt sich die Fahrgastinfo über den gesamten Bildschirm ziehen, was vor allem für TVBs, Seilbahngesellschaften, Hotels und Gaststätten, Gemeinden und sämtliche Unternehmen mit hoher Kundenfrequenz interessant ist – dazu einfach den Computer mit einem öffentlichen Monitor verbinden. • Hinter dem Punkt „Mehr Auskunft“ verbergen sich u. a. die klassischen Linienfahrpläne und das Linienverzeichnis zum Download als pdf. • Die „VVT Fahrplan-Box“ richtet sich vorwiegend an Unternehmen, die die elektonische Fahrplanauskunft in Ihre Homepage integrieren möchten – funktioniert ganz simpel mittels HTML-Code.

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Auf zum Start-Up Day 2013 Beim 2. Start-up Day von CAST und aws (Austria Wirtschaftsservice) am 6. Juni 2013 in der Villa Blanka in Innsbruck werden wieder erfahrene Unternehmenspersönlichkeiten auf angehende stoßen und Ideen und Innovation in Tirol werden einen ordentlichen Wachstums- und Motivationsschub verpasst bekommen. // Text: Barbara Wildauer, Fotos: CAST

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rfolgreiche Unternehmer, die im Gründungs- und Entrepreneurshipbereich schon viel erlebt haben, Investoren und Förderexperten stehen mit wertvollem Feedback, Tipps & Tricks in Vorträgen, Workshops und persönlichen Gesprächsrunden zur Verfügung. Jungunternehmer bringen ihre Ideen und Erfahrungen unter die Menschen. Besondere Schwerpunkte werden auf die Branchen Life Sciences, IT, Other Technologies, Creative Industries und in diesem Jahr ganz neu Social Entrepreneurship gelegt. Gründer und Gründungsinteressierte werden die Erfahrungen von bestehenden Un-

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ternehmern regelrecht aufsaugen können. Die Teams von CAST und aws unterstützen und begleiten Tiroler Start-ups, insbesondere Spin-off-Unternehmen mit Wachstumspotenzial, und wissen, wo bei Gründungen der Schuh drückt. Aufgerufen, am Startup Day teilzunehmen, sind alle, die sich mit dem Gedanken tragen, ein Unternehmen zu gründen oder das bestehende erfolgreich in die Zukunft zu führen. „Der START-UP DAY ist eine ideale Plattform, um sich mit anderen Jungunternehmern zu vernetzen, sich über Fördermöglichkeiten zu informieren und erfolgreiche Unternehmer kennenzulernen“, sagt Michael Felde-

rer, Mitgründer und Geschäftsführer der QE Lab Business Services GmbH und Teilnehmer 2012. Alle Infos und Anmeldemöglichkeit zum Start-up Day 2013 sowie einen Rückblick auf das letzte Jahr finden Sie unter www.cast-tyrol.com.

Save the date

Start-up Day 2013 6. Juni 2013, 9–19 Uhr, Villa Blanka, Innsbruck Info und Anmeldung: www.cast-tyrol.com


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Frischer Wind für Ihr Unternehmen Mit Frühlingsbeginn startet die Kampagne „Frischer Wind für Ihr Unternehmen – AMS ON TOUR 2013“. Im Mittelpunkt stehen dabei persönliche Beratungsgespräche bei den Unternehmen rund um die Themen Personalsuche, E-Services und Förderungen. // Foto: DoRo 2011

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as Tiroler AMS ist nicht nur ein Ort, an dem sich Jobsuchende treffen: Das AMS geht auch aktiv in die Betriebe. Um den Bedarf der Wirtschaft genau zu kennen und die passenden Arbeitskräfte zu vermitteln, informieren MitarbeiterInnen des AMS Tirol im Rahmen der AMS on Tour 2013 über die Dienstleistungsangebote des Service für Unternehmen (SfU), dabei werden in den Betrieben auch freie Stellen akquiriert. In persönlichen Gesprächen informieren sie vom 21. März bis 17. Mai Unternehmen in ganz Tirol über die AMS-Angebote zu Personalsuche, Förderungen und zu den AMSE-Services. Darüber hinaus positioniert sich das AMS bei heimischen Arbeitgebern als Trendscout am Arbeitsmarkt: Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus namhaften Unternehmen und den Sozialpartnern identifiziert das AMS künftig gefragte Qualifikationen und macht Arbeitsuchende mit entsprechenden Weiterbildungsangeboten fit

für ihre berufliche Zukunft. „Optimale Personalvermittlung ist ein Hauptthema der diesjährigen AMS on Tour, dazu zählen etwa die Bewerbervorauswahl oder Jobbörsen“, umreißt Dr. Bernhard Pichler die Hauptzielrichtung. „Viele Unternehmen nutzen aber auch bereits das eAMS-Konto, um bei der Personalsuche zeit- und ortsunabhängig mit dem AMS in Kontakt zu sein, auch diesen Service werden wir vorstellen“, ergänzt Dr. Bernhard Pichler. 2012 erteilten Unternehmen dem AMS Tirol Aufträge zur Besetzung von 42.507 freien Stellen. Zugleich stieg sowohl die Zahl der vom Service für Unternehmen durchgeführten Betriebsbesuche als auch jene der angebotenen Personalvorauswahlen für Betriebe. Das AMS Tirol verfügt darüber hinaus über eine breite Palette von ESF-kofinanzierten Förderungen, um einerseits Beschäftigungsverhältnisse zu stabilisieren bzw. drohende Arbeitslosigkeit zu verhindern und andererseits die Wettbe-

werbsfähigkeit von Betrieben zu erhöhen. Qualifizierungsverbünde und die Qualifizierung von Beschäftigten verfolgen den Zweck, das Know-how im Unternehmen zu steigern und die Aufstiegschancen der MitarbeiterInnen zu erhöhen. Beratungsleistungen wie Flexibilitätsberatung und TOP-Beratung ermöglichen Betrieben eine kostenlose professionelle Unterstützung im Personal- und Organisationsbereich, aber auch bei Themen wie Productive Ageing, Equal Pay und Diver­sity Management.

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Besuchen Sie auch unsere Homepage: www.ams.at/tirol und www.arbeitszimmer.cc

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Business-Angels-Kultur made in Tirol Innovative Unternehmen, die eine Leistung oder ein Produkt zur Marktreife bringen wollen, benötigen Geld und Ressourcen für Forschung und Unternehmensentwicklung. Dafür braucht es mutige und zukunftsorientierte Investoren. // Text: Barbara Wildauer, Foto: Florian Schneider

Thomas Bluth, innet-Investmentmanager.

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er Wirtschaftsstandort Tirol verfügt als Universitätsstandort und durch innovative Unternehmen über ein großes Potenzial für neue Produkte und Leistungen. Unternehmen, die Innovationen mit internationalen Marktchancen entwickeln, haben weltweit eines gemeinsam: sie brauchen mutige Investoren, die bereit sind, die Vorlaufzeiten bis zur Marktreife eines Produktes/einer Leistung und der Erreichung von ausreichend Umsätzen mitzufinanzieren. Das innet. investorennetzwerk tirol ist im Umfeld des CAST entstanden. Der innet-Investmentmanager Thomas Bluth beschäftigt sich seit 2006 mit der Thematik der Finanzierung von innovativen Unternehmen. Er hat selber ein IT-Unternehmen gegründet

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und begleitet im CAST innovative Unternehmen ab der Entwicklung ihrer Idee bis zur erfolgreichen Etablierung am Markt. Thomas Bluth: „Wir haben im Sommer letzten Jahres mit innet in Tirol begonnen, innovative Unternehmen, die einen Finanzierungsbedarf haben, professionell und strukturiert zu begleiten. Wir fungieren dabei als Ansprechpartner sowohl für Unternehmen, die Geld für Forschung und Entwicklung sowie die Etablierung ihrer Produkte am Markt benötigen, als auch als Ansprechpartner für interessierte Investoren. Die spezielle Herausforderung dabei ist, dass es für Innovation kaum möglich ist, herkömmliche Finanzierungen zu erhalten. Innovation schafft etwas Neues, das es am Markt bisher noch nicht gibt und das daher auch nicht für Finanzierungen bewer-

tet oder besichert werden kann. Also springen hier Investoren (sogenannte Business Angels) ein. Neuentwicklungen sind jedoch immer risikoreich für den Geldgeber, bieten aber bei Erfolg auch sehr große Renditechancen. Beim Business-Angels-Modell ist es auch durchaus vorgesehen, dass sich Investoren mit ihrem Know-how in den Prozess einbringen. innet bietet Unternehmen und Investoren eine strukturierte Begleitung von der Aufbereitung der Unterlagen über die Entwicklung des Finanzierungsmodells bis hin zum Abschluss einer Finanzierungsrunde. innet hat sich aber auch ganz allgemein das Ziel gesetzt, eine Tiroler Business-Angels-Kultur zu fördern. Thomas Bluth: „Wichtig ist uns dabei, durch Information, Veranstaltungen und Coaching von Unternehmen, die vielversprechende Projekte bearbeiten, das Thema insgesamt bekannter zu machen. Es geht nicht nur darum, Investoren zu suchen, sondern wir bieten Unternehmen und Investoren unser gesamtes Know-how an, um Finanzierungen strukturiert zu managen. Investoren haben den Vorteil, dass sie einen umfassenden und einzigartigen Überblick über die Investitionsmöglichkeiten in unserem Land erhalten, außerdem können sie durch innet Zeit und Geld sparen und das Risiko wird reduziert. Langfristig soll daraus auch in Tirol eine Business-Angels-Kultur wachsen, wie sie bereits in anderen europäischen Regionen erfolgreich umgesetzt ist.“

Jetzt anmelden zum innet.cup am 6. Juni

Am 6. Juni 2013, im Rahmen des Start-up Days von CAST in Innsbruck auf der Villa Blanka, ermöglicht innet innovativen Unternehmen, sich vor einem breiteren Publikum und interessierten Investoren zu präsentieren. Unternehmen können sich im Vorfeld bei innet mit ihren Ideen und Vorhaben anmelden. Eine Jury wählt dann die Unternehmen aus, die sich am 6. Juni 2013 präsentieren. Einsendeschluss ist der 6. Mai 2013! www.innet-tirol.com


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Flexible Personalentwicklung mit dem BFI Tirol

Das BFI Tirol ist seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner der heimischen Unternehmen. Besonders „Inhouse-Trainings“ stellen eine effektive und wirtschaftliche Form der Mitarbeiterqualifizierung dar. Gemeinsam mit dem Betrieb entwickelt das Team des BFI Tirol maßgeschneiderte Qualifizierungskonzepte, die sich ausschließlich an den individuellen Bedürfnissen des Unternehmens und der Teilnehmer orientieren. Vorhandene Ressourcen nutzen und Effizienz erhöhen

Nutzen Sie Förderungen

Jedes Unternehmen hat unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen, um am Markt auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Die laufende Weiterbildung und Spezialisierung von Mitarbeitern ist ein wesentlicher Baustein dafür. Das BFI Tirol konzipiert gemeinsam mit den Personalverantwortlichen Maßnahmen, die dabei helfen, die Mitarbeiter optimal weiterzuentwickeln und die Unternehmensziele zu erreichen. Erfahrene und praxisorientierte Experten und Trainer sind bei der Kurskonzeption behilflich und stehen natürlich während der Weiterbildung unterstützend zur Verfügung.

Höchste Qualität in der Weiterbildung

Das BFI Tirol steht Unternehmen mit seiner langjährigen Erfahrung in der Seminarorganisation als kompetenter Partner zur Seite. Auf die Qualität dieser Leistungen ist Verlass – als ISO-9001-zertifizierter Bildungs- sowie Ö-Cert-Qualitätsanbieter steht am BFI Tirol die Entwicklung flexibler, praxis- und bedürfnisorientierter Ausbildungen über alle Branchen im Vordergrund.

Es gibt eine Vielzahl an Förderungen, die die Umsetzung von firmen­ internen Schulungen unterstützen. Viele renommierte Tiroler Unternehmen haben bereits von den langjährigen Marktkenntnissen und dem Fach-Know-how von Tirols Bildungsinstitut Nummer 1 profitiert. Gerne informiert Sie das Team des BFI Tirol über die Förder­ möglichkeiten und die notwendigen Schritte für die Entwicklung Ihrer maßgeschneiderten Weiterbildung.

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Kontakt Firmenschulungen GF Mag. Simone Riedl MIM BFI Tirol Ing.-Etzel-Straße 7 6010 Innsbruck Tel. 0512/59 660-354 simone.riedl@bfi-tirol.at www.bfi-tirol.at

Die Entertainment-Highlights in Tirol! Woodschtock 2013 4.-7. April 2013 Olympiahalle

FC Wacker IKB SK Rapid Wien 6. April 2013 Tivoli

Die Schlagernacht des Jahres 7. Mai 2013 Olympiahalle

Zucchero 10. Mai 2013 Olympiahalle

sports. business. entertainment.

Die Toten Hosen LIVE 25. Mai 2013 Olympiahalle

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Olympia Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GmbH Tel.: +43 (512) 33838-0 Fax: +43 (512) 33838-200

Olympiastraße 10 6020 Innsbruck E-Mail: marketing@olympiaworld.at

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Moderne Kommunikationsmittel werden zum Lernbehelf Informelles Lernen am Arbeitsplatz ist in vielen Branchen längst als wichtiger Faktor neben formale Fortbildungsveranstaltungen getreten. In einem EU-Projekt arbeiten Innsbrucker Wirtschaftsinformatiker an neuen mobilen Informationsund Kommunikationstechnologien mit, die gezieltes Lernen abseits von Seminarräumen und Klassenzimmern direkt am Arbeitsplatz ermöglichen. // Text: Barbara Wildauer

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ir haben es in den unterschiedlichsten Branchen mit immer rascheren Neuerungen zu tun, auf die sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einstellen müssen“, so Prof. Dr. Ronald Maier, Leiter des Instituts für Wirtschaftsinformatik, Produktionswirtschaft und Logistik an der Fakultät für Betriebswirtschaft. In dem seit November 2012 laufenden EU-Projekt „Learning Layers“ befassen sich insgesamt 17 Projektpartner in Europa mit der Entwicklung von neuen Lernmodellen und einer Softwarelösung konkret für die Bereiche Bauwirtschaft und Gesundheitswesen, mit der Wissen und Erfahrungen zwischen Praktikern ausgetauscht werden sollen. Entstehen soll ein Gerüst, in das mit modernen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets vor Ort und aus der Praxis Anwendungsbeispiele, neuartige Fragestellungen und Lösungen von den Praktikern selber eingespeist und für andere auffindbar und nutzbar werden. Prof. Maier: „Wir haben die zwei Bereiche Bau und Gesundheit gewählt, konkret Handwerker und Meister im Baugewerbe sowie medizinisches Fachpersonal und Ärzte in Arztpraxen, weil die Bereiche trotz der Unterschiede in der formalen Qualifikation viele Parallelen im professionellen Lernen aufweisen. Eine rasante Entwicklung sowohl im technischen als auch Dokumentationsbereich und die Anforderung für die Fachkräfte, sich ständig auf dem neuesten Stand der Technik zu halten. Learning Layers nimmt auch im Begriff Anleihe bei den Bauarbeitern: Entstehen soll ein Gerüst bzw. Ebenen, in denen Problemstellungen oder Lösungen mit Hilfe der modernen Kommunikationstechnologie auf der Baustelle oder vor Ort

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beim Patienten über Mobilgeräte direkt eingespeist werden. Prof. Maier: „Aus wissenschaftlicher Sicht geht es uns dabei um die Entwicklung neuer Modelle für kollektive Lernprozesse in Netzwerken von kleinen und mittleren Unternehmen, die sich in einer Region organisiert haben. Das konkrete Ziel des Projektes ist es, professionelles Lernen besser zu verstehen und es durch die Entwicklung eine entsprechenden Software zu befördern.“ Im Masterstudium befassen sich auch Studierende des Instituts mit den verschiedenen Fragestellungen des Projektes und nehmen die Erkenntnisse und Erfahrungen dann ganz direkt in die Praxis der Unternehmen mit. Prof. Maier: „Die bisherigen Absolventen unseres Masterstudiums sind alle von den Unternehmen der Region begeistert aufgenommen worden. Neben den Projekten ist das unsere stärkste Verbindung zur Wirtschaft. Hier wird ganz direkt das Wissen aus der universitären Ausbildung in den Unternehmen genützt.“

Univ.-Prof. Dr. Ronald Maier

Informelle Lernprozesse

„Die Handwerker, mit denen die Forscherinnen und Forscher zusammenarbeiten, sind im Bereich der erneuerbaren Energien tätig – sie montieren etwa Solaranlagen und errichten energieeffiziente Häuser nach dem neuesten Stand der Technik“, erklärt Dr. Stefan Thalmann, der als Teil von Ronald Maiers Team an „Learning Layers“ arbeitet. „Diese Branche unterliegt extrem kurzen Innovationszyklen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssten in der Praxis sehr häufig an Schulungen fern des Arbeitsplatzes teilnehmen, um immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben“, beschreibt Ronald Maier eine grundlegende Herausforderung.

EU-Projekt Learning Layers

Insgesamt 17 Forschungsinstitute und Partnerunternehmen aus sieben EU-Ländern arbeiten in unterschiedlichen Bereichen an „Learning Layers“ mit. Ronald Maier liefert mit seinem Team in Kooperation mit europäischen Universitäten die theoretische und empirische Basis zu informellem Lernen an Arbeitsplätzen sowie ihrer Unterstützung durch IT, z.B. SmartphoneApps, die das Lernen auch während der Arbeit erleichtern sollen. Mehr zum Projekt: http://learning-layers.eu


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know-how & persönlichkeit Die WIFI-Werkmeisterschule ist eine besonders zielorientierte Ausbildung, die neben fachtechnischem Know-how und betriebswirtschaftlichem Wissen auch die persönlichen Fähigkeiten weiterentwickelt. Wer den Meister hat, ist in seinem Handwerksberuf auf der höchsten Stufe qualifiziert!

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er höchstmögliche Qualifizierungsnachweis für Handwerker ist und bleibt der Meisterbrief. Die Werkmeisterschule des WIFI ist dabei eine effiziente Vorbereitung für Perso­ nen mit Lehrabschluss, denn in der Zeit der Ausbildung erwerben die Teilnehmer/innen

„Die werkmeisterschule ist eine umfassende, fachlich tiefgreifende und dementsprechend angesehene ausbildung.“ Ing. Walter Brem, Lehrgangsleiter WIFI-Werkmeisterschule für Elektrotechnik

sämtliche Kompetenzen, die sie für einen erfolgreichen Prüfungsabschluss brauchen. Führungspositionen, Lehrlingsausbildung, Unternehmertum, Unterricht an berufsbildenden Schulen – der Werkmeister ist für eine breite Palette an Jobs qualifiziert. Die ganzheitliche Ausrichtung der Ausbildung (fachtechnisches und betriebswirtschaftliches Know-how, Persönlichkeitsentwicklung) macht die Werkmeisterschule gleichsam anspruchsvoll wie angesehen in der Wirtschaft. Derzeit haben Sie die Wahl zwischen zwei Fachrichtungen: Elektrotechnik sowie Technische Chemie & Umwelttechnik. Beide Ausbildungen starten im Herbst, dauern je vier Semester (berufsbegleitend) und schließen mit dem Meistertitel ab. Der Werkmeisterbrief legt Zeugnis über die bereichsübergreifenden Kompetenzen der Absolventen/innen

ab und eröffnet ihnen als europaweit anerkanntes Diplom zahlreiche berufliche Möglichkeiten. Auch die Unternehmer- und Ausbilderprüfung sind inkludiert.

WIFI-Werkmeisterschule Elektrotechnik: 09.09.2013 – 07.02.2014 WIFI Innsbruck, Va.-Nr. 92521.013 Technische Chemie & Umwelttechnik: 09.09.2013 – 07.02.2014 Sandoz Kundl, Va.-Nr. 92541.013 Weitere Infos: Gabriele Hable 05 90 90 5-7271 gabriele.hable@wktirol.at www.tirol.wifi.at

Noch mehr Elektrotechnik am WIFI Tirol Das TU-WIFI-EnergyCollege schult die Teilnehmer im Verständnis der Zusammenhänge und Prozesse in Energiewandlung, -übertragung und -verteilung, um aktiv an der Gestaltung der Energiesysteme der Zukunft mitwirken zu können. Das fachliche Know-how ist die Voraussetzung, um Entwicklungen und Trends hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung für den eigenen Verantwortungsbereich einschätzen zu können. Das Elektrotechnik-Seminar der Technischen Universität Wien richtet sich an (Werk-)Meister, facheinschlägige Abteilungsleiter und Geschäftsführer sowie HTL-Absolventen/innen und kann bei positivem Abschluss bei einem entsprechenden weiterführenden Studium angerechnet werden. Modul 1 beginnt am 26.04.2013. Wer die Matura nachholen möchte, der kann am WIFI ab sofort auch das Fach Elektrotechnik belegen. Damit stehen nun insgesamt neun Fachbereiche und für jede Berufssparte die passende fachliche Spezialisierungsrichtung auf dem Weg zur vollwertigen Matura zur Verfügung. Viele höhere Ausbildungen (z. B. Meister- oder Befähigungsprüfung) werden angerechnet, d. h. dass in diesem Fall der Fachbereich entfällt und Sie nur die Grundfächer Deutsch, Mathematik und Englisch belegen müssen.

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Mit Social Media hoch hinaus Airway Helicopter aus Südtirol hat es 2012 mit seiner Social-Media-Strategie ins Finale des SMART Social Media Contest geschafft: Mit einer kreativen Strategie, wie in sozialen Netzwerken das Gefühl von Abenteuer, Reiselust, Ferien und dem „Besonderen“ hinter den Angeboten vermittelt wird und (potentielle) Kunden direkt angesprochen und in das Unternehmen eingebunden werden. // Text: Barbara Wildauer

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as 1996 gegründete Unternehmen ist Spezialist im Bereich Luftarbeit und Personentransport mit 15 Mitarbeitern und 4 Helikoptern. Das Unternehmen war lange im Bereich Arbeitseinsätze tätig, erkannte aber, dass Privatkunden einen lukrativen Wachstumsmarkt darstellen und sogar zur Hauptklientel für Airway Helicopter werden könnten. Spezielle Angebote für dieses Kundensegment wie Rundflüge, Event- und Gourmetflüge, Erlebnisflüge und Transferflüge wurden ausgetüftelt, doch wie kann man diese an den Mann und die Frau bringen? Wie gelingt es, Leute – ob Kunden oder nicht – für die eigene Idee und

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das Unternehmen zu begeistern? Vor allem, da bis zur Teilnahme am SMART Contest Mund-zu-Mund-Werbung das wichtigste Marketing-Tool darstellte. Martin Winkler, Geschäftsführer Airway Helicopter: „Der Contest hat uns über die Wissensvermittlung von Referenten viele Anregungen sowohl im strategischen Bereich für den Aufbau einer Social-Media-Strategie als auch für die praktische, operative Umsetzung gebracht. Für uns sind Community-Bildung und ein mittlerweile schon ganz gut angenommener Last-Minute-Ticker sehr interessant.“ In den sozialen Netzwerken setzt Airway neben dem konsequenten Aufbau einer Community und der Dialogkommunikation mit ihr sowie der

Imagebildung auf das Einbeziehen von Multiplikatoren und vor allem auf das Herzstück jeder Social-Media-Präsenz: Die Interaktion mit der Community. Social Media bedeutet nachhaltige Kundenbindung, bedeutet Zuhören und Dialog, das Aufbauen von Vertrauen und Transparenz und die Identifikation von Kunden mit einem Unternehmen und seinen Angeboten sowie des Unternehmens mit seinen Followern. Über „Story telling“ schafft das Unternehmen diese Verbindung zu den Followern. „Interaktivität und Community-Bildung erfordern aber auch Geduld und Ausdauer. Social Media sind ein weiteres Marketing-Tool, bei dem man sich wie bei allen


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Martin Winkler, Geschäftsführer Airway Helicopter, Meran. www.airway.it

Community darauf reagiert, und laufend daraus lernen”, zieht Martin Winkler Resümee aus dem ersten Jahr Umsetzung des Social-Media-Konzeptes.

SMART zu neuen Zielgruppen

anderen genau überlegen muss, was damit erreicht werden soll. Gratis ist der Einsatz von Social Media nicht, auch nicht besonders kostengünstig – wenn man eine entsprechende Reichweite bedienen will, fallen Gebühren für Kontakte an und es braucht Zeit und personelle Ressourcen. Aber mit Ausdauer haben wir bereits einige Erfolge erzielt: Wir haben unsere im SMART Contest festgelegte Strategie umgesetzt, die angepeilten 4.000 Fans auf der Facebookseite sind fast erreicht und 2012 haben wir bereits 20 Prozent unserer Gutscheine über Facebook abgesetzt. Die Interaktivität der neuen Medien muss man leben und sehr genau die Wirkung der Strategien verfolgen und beobachten, wie die

Während die Nutzerzahlen sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter, YouTube, Xing etc. konstant ansteigen, sind viele Kunden über herkömmliche Kanäle nur mehr bedingt zu erreichen. Social Media bieten für Unternehmen neue Kommunikations- und Dialogmöglichkeiten mit bestehenden und neuen Kundenschichten, bei Marketing und Vertrieb, der Personalsuche und der (Weiter-)Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Damit der Ein- und Aufstieg in sozialen Netzwerken eine Erfolgsgeschichte wird, unterstützen Experten im Smart Social Media Contest Klein- und Mittelbetriebe aus Nord-, Ost- und Südtirol beim effektiven Einsatz sozialer Medien. Tipps und Tricks zum Aufbau einer SocialMedia-Strategie und Best-practice-Beispiele helfen, den Unternehmenserfolg zu steigern. Bis zum 26. April können interessierte Unternehmen ihre Ideen und Vorhaben un-

ter www.smart-regio.eu/contest einreichen. Die 20 besten eingereichten Konzepte werden von Social-Media-Experten ein halbes Jahr lang begleitet und gemeinsam mit den Unternehmen perfektioniert. Das moderierte und interaktive Smart-Portal www. smart-regio.eu gibt außerdem News und Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um Social Media sowie nützliche Infos zum wirkungsvollen Gebrauch von Social Media. Einreichen – durchstarten – gewinnen auf www.smart-regio.eu/contest

Der Smart Social Media Contest ist Teil des Interreg-IV-Projekts Smart und wird von der Standortagentur Tirol, dem TIS Innovation Park Südtirol und dem Management Center Innsbruck betreut.

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Finanzieren & Versichern

„tirol ist overbanked“ Bank-Austria-Landesdirektor Markus Sappl über Banken in Tirol im Allgemeinen und die Situation der Bank Austria im Besonderen. eco.nova: In Bezug auf die neuen regulatorischen Vorschriften, Eigenkapitalvorgaben und Liquiditätsbestimmungen hat Bank-Austria-CEO Willibald Cernko mit seiner Aussage, dass die Bank die Margen um 0,5 Prozent erhöhen wird, aufhorchen lassen. Wie sehen Sie die Lage? Markus Sappl: Willibald Cernko hat absolut Recht. Ein Anstieg der Margen in dieser Größenordnung ist unumgänglich. Unsere Volkswirtschaft hat berechnet, dass die Banken in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt 3,8 Milliarden Euro pro Jahr verdient haben. Die Kosten, die die diversen Vorschriften mit sich bringen, summieren sich auf sechs Milliarden. Dies stellt also jedenfalls eine enorme Belastung für die Banken dar und diese kann nur über eine Reduktion der Eigenkapitalrenditen und eben über eine Erhöhung des Kundenpreises gestemmt werden. Und über die Reduktion der Kosten. Glauben Sie, dass in Tirol künftig vermehrt Bankfilialen geschlossen werden (müssen)? Der Markt ist in Tirol ausgesprochen kom­ petitiv und Tirol in der Tat overbanked. Dies belegen auch statistische Zahlen. So kommen in Tirol auf eine Bankfiliale nicht einmal 2.000 Kunden. Berechnungen haben ergeben, dass für einen gewinnbringenden Betrieb vierbis fünftausend Kunden notwendig wären. Ich glaube, dass Banken ihr Geschäftsmodell und ihren Zugang zum Kunden generell überdenken müssen. Aus meiner Sicht wird es auch weiterhin die klassische Filiale als Anker geben. Daneben wird es aber auch

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einen virtuellen Marktplatz, mobilen Vertrieb und weitere Zugangsformen bis hin zum Video geben. Im Übrigen sind die Banken hier keineswegs Vorreiter, sondern vollziehen nur nach, was in anderen Bereichen, etwa im Lebensmittel- oder Buchhandel oder bei der Post, bereits vollzogen wurde. In diesem Sinne kann sich der Kunde zukünftig die von ihm bevorzugte Betreuungsform aussuchen. Insbesondere in ländlichen Gebieten wird die Betreuung dadurch sogar ausgebaut. Zuletzt sorgte die Bank Austria hier nicht immer für positive Schlagzeilen – Stichwort Onlineumstellung. Bei der EDV-Umstellung haben 99 Prozent im Hintergrund sehr gut funktioniert. Aber ein Prozent, und das war das Gesicht zum Kunden, hat nicht funktioniert. Österreichweit waren davon 700.000 Kunden betroffen. Nichtsdestotrotz haben sich die Beschwerden und Reklamationen in Grenzen gehalten. Etwa 360.000 Kunden haben die Gutscheinaktion (via Homepage konnten sich die Kunden einen 30-Euro-Gutschein ausdrucken, der bei verschiedenen Geschäften wie SPAR eingelöst werden konnte) in Anspruch genommen. Diese Umstellung war jedoch absolut notwendig, weil erstens unser altes System an seine Kapazitätsgrenzen gelangt ist und die Umstellung zweitens durch die neuen regulatorischen Vorschriften, die auf uns zukommen, notwendig geworden ist. Wie sieht es konkret mit dem Kundengeschäft in den nächsten Monaten aus? Konzernintern ist es zu einer Neuausrichtung und Neuorientierung im Kundengeschäft gekommen. Das Motto lautet wieder mehr regional statt divisional. Dies bringt eine Stär-

„Banken werden ihr Geschäftsmodell an die neuen Gegebenheiten und Anforderungen anpassen müssen. andererseits ist das umfeld für die banken durchaus sportlich.“ Bank-Austria-Landesdirektor Markus Sappl

kung der Ländereinheiten wie zum Beispiel der Bank Austria mit sich und ebenso eine Stärkung der regionalen Verantwortlichkeiten. Konkret wurde das österreichbezogene Privatund Firmenkundengeschäft in einem neu geschaffenen Vorstandsbereich gebündelt. Daneben bleiben die beiden Vorstandsbereiche Corporate & Investment Banking sowie Private Banking. An den regionalen Ansprechpartnern in Tirol ändert sich nichts, außer dass jetzt die Entscheidungswege noch kürzer sind. Die Bank Austria ist sehr offensiv im Firmengeschäft aktiv. Welche Initiativen sind hier weiter geplant? Im Firmenkundenbereich planen wir eine Kredit- und Förderoffensive für KMUs, insbesondere im Exportbereich. Dabei möchten wir die Unternehmer motivieren, die günstigen Bedingungen für Investitionen zu nutzen, und ihnen leistbare Kredite und attraktive Konditionen zur Verfügung stellen. Dies ist insbesondere über Förderungen möglich, die wir ihnen zugänglich machen. In diesem Bereich ist die Bank Austria Marktführer. Als besonderes Highlight können wir hier gemeinsam mit dem EIF, dem Europäischen Innovationsfonds, im Rahmen eines RiskSharing Modells österreichischen KMUs in den nächsten zwei Jahren Kredite in der Höhe von 120 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Dabei geben wir den Vorteil aus der 50-prozentigen Haftungsübernahme des EIF zu 100 Prozent an den Kunden weiter.


geduld und das richtige timing Mit der Tyrol Equity feiert eine der erfolgreichsten österreichischen Beteiligungsgesellschaften heuer ihr fünfjähriges Bestehen. 2007 von den Initiatoren rund um Christoph Gerin-Swarovski gegründet, erwirtschaftet die Gruppe einen Jahresumsatz von rund 120 Mio. Euro. Um das angestrebte Wachstum von 300 bis 500 Mio. Euro zu erzielen, sollen weiterhin jährlich zwei bis drei Transaktionen umgesetzt werden. Tyrol Equity investiert in mittelständische Produktionsunternehmen mit einem Umsatz zwischen 10 und 150 Mio. Euro. Der Fokus liegt auf zukunftsträchtigen Unternehmen in attraktiven Märkten als auch auf Restrukturierungsfällen, soweit ein gesunder Kern erkennbar ist. Das Unternehmen bietet dafür langfristiges Unternehmenskapital bei Nachfolgelösungen, Wachstumsfinanzierungen oder Konzernausgliederungen. Bisher hat sich Tyrol Equity erfolgreich an SUSPA, BBS, RSN Sihn, Eisbär sowie venturetec mechatronics beteiligt. Derzeit arbeiten in der Unternehmensgruppe weltweit rund 1.000 Personen, Aktionäre sind u. a. Finanzinstitute wie die Raiffeisenbank Oberösterreich oder die Hypo Tirol Bank.

Transaktionen im Überblick: • • • • • • •

Juni 2009: Tyrol Equity übernimmt 80 % der SUSPA Dez. 2009: Beteiligung an der Eisbär Sportmoden GmbH August 2011: Tyrol Equity finanziert SUSPA-Zukauf Dez. 2011: Einstieg bei der RSN Sihn GmbH März 2012: Beteiligung an der BBS GmbH Juni 2012: Weitergabe SUSPA Nov. 2012: Beteiligung an venturetec mechatronics GmbH

Christoph Norz, Goldschmiedemeister seit 1991 Diamantenfachmann mit HRD-Diplom 1992 Geschäftsführer des seit 1764 bestehenden Familienunternehmens

der diamant – das geheimns der 4 cs Wenn man an bleibende Werte denkt, verbindet man damit weltweit Gold und Diamanten und in Innsbruck automatisch den Namen Norz. Christoph Norz ist ein am HRD-Institut in Antwerpen ausgebildeter Diamantenfachmann mit jahrelanger Erfahrung. „Für mich stellt der Diamant die größte Herausforderung dar und ich arbeite mit der größten Begeisterung mit Diamanten. Aus Diamanten und Gold einzigartige Schmuckstücke zu gestalten, ist meine Leidenschaft. Das HRD-Diplom befähigt mich, Diamanten zu bestimmen und zu graduieren. Das ist besonders bei der Arbeit mit mittleren und größeren Steinen unerlässlich. In den letzten Jahren geht das Kundeninteresse stark in Richtung großer Diamanten. Je nach Größe und Schliff des Diamanten entwickle ich laufend neue, aufregende Entwürfe und Schmuckstücke“, sagt Christoph Norz. www.norz.eu.com Weil der Diamant ein umfangreiches Thema ist, wird Christoph Norz in den kommenden Ausgaben die vier Cs ausführlich darstellen: Cut (Schliff) / Colour (Farbe) / Clarity (Reinheit) / Carat (Gewicht)

die aktuelle zahl:

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Anzahl der Bausparverträge Ende 2012. Bausparen ist nach wie vor eine beliebte Anlageform in Österreich, ist aber durch die Halbierung der Prämie weniger attraktiv geworden. Der Bestand an Bausparverträgen sank daher auf den niedrigsten Wert seit September 2009. Der Höchststand seit der Jahrtausendwende wurde 2005 mit 5.672.343 erzielt. Insgesamt wurden im Jahr 2012 907.706 neue Bausparverträge geschlossen, ein Minus von 7,2 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Der Rekord an Neuabschlüssen wurde 2010 Quelle: OeNB mit 1.073.220 erreicht.

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Tiroler Wohnungen bleiben eine attraktive Geldanlage Die Wohnungspreise kletterten in Innsbruck in exorbitante Höhen und die größten Preissprünge könnten vorerst vorbei sein. Doch Experten sehen noch immer keine Anzeichen einer Immobilienblase. Wer in diesem Umfeld eine sorgfältige Objektauswahl trifft, bleibt weiterhin auf der Gewinnerseite. // Text: Michael Kordovsky

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mmobilien gelten im Volksmund als sicherste Anlage und beste Pensionsvorsorge. Da die Mieten an den Verbraucherpreisindex gebunden sind, erhöhen sich die Mieterträge im Einklang mit der Inflationsrate, sofern im Rahmen der Schwellwertklausel der Verbraucherpreisindex seit Start bzw. der letzten Anpassung um mehr als fünf Prozent stieg. Auf der anderen Seite bleibt der Nominalwert des Immobilienkredites zur Finanzierung der Anlegerwohnung gleich. Auf diese Weise lassen sich über langjährige Zeiträume die Schulden weginflationieren.

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Dazu ein Beispiel für eine 2-Zimmer-Anlegerwohnung in Innsbruck: Netto-Anschaffungswert inklusive Nebenkosten: 170.000 Euro • Eigenmittel: 40.000 Euro • Kredit: 130.000 Euro • Laufzeit: 25 Jahre • Fixzins von 4,00 % p.a. auf 20 Jahre • Monats-Nettomiete: 600 Euro • Kreditrate in Fixzinsperiode: 686,19 Euro • Mietrendite zu Beginn: 4,24 % p.a. Mieteinnahmen in 10 Jahren: 731,40 Euro bei Inflationsdurchschnitt von 2 % und 806,35 Euro bei Inflationsdurchschnitt von 3 % Mieteinnahmen in 20 Jahren: Unter der Annahme, dass in diesem Zeitraum die Verbraucherpreise um 2,5 % p.a. steigen, würden die monatlichen Mieteinnahmen auf 977,34 Euro steigen. Abzüglich der Kreditrate würde ein Brutto-Überschuss von 291,15 Euro bleiben.


Ein wesentlicher Ertragsfaktor ist die Inflationsrate. Bei monatlichen Mieteinnahmen von 600 Euro entscheidet nach zehn Jahren der Unterschied zwischen zwei und drei Prozent Durchschnittsinflation über eine monatliche Einnahmendifferenz von 74,95 Euro oder knapp 900 Euro jährlich. Da die Geldmenge in den vergangenen Jahren massiv ausgeweitet wurde, während Grund und Boden nicht beliebig vermehrbar ist, flüchteten zahlreiche Anleger aus Angst vor Geldentwertung seit der Finanzkrise 2008/09 verstärkt in Betongold.

Run auf Wohnungen in Wien und Innsbruck

Die Folge: Vorsorge- und Eigentumswohnungen sind derzeit schnell vergriffen und das größte Problem der Branche ist in Österreich die Schaffung eines ausreichenden

Angebots zur Befriedigung der Nachfrage. Doch leider sind Grund und Boden nicht beliebig vermehrbar und so wirkt der hohe Bedarf, insbesondere bei qualitativ hochwertigen Objekten in guten Lagen, preistreibend. Das zeigt sich vor allem in Wien, wo von 2007 bis 2012 die Eigentumspreise um 31,1 Prozent auf 3.981 Euro pro Quadratmeter anzogen, da aufgrund des starken Zuzuges im gleichen Zeitraum die durchschnittlichen Mieten um 30,3 Prozent auf 14,45 Euro pro Quadratmeter angehoben wurden – so die Daten des Immo-Barometers, dessen Quelle rund 6.000 Objekte sind, die auf FindMyHome.at online angeboten werden. 2012 stiegen laut diesem auf Angebotspreisen beruhenden Indikator in Wien die Eigentums- und Mietpreise sogar um 11,7 bzw. 9,8 Prozent. Ähnliche Entwicklungen gab es auch in Tirol: Laut Immobilien-Preisspiegel der WKO stiegen in Innsbruck in den Jahren 2007 bis 2011 die Preise für Wohnungen mit gutem und sehr gutem Wohnwert um je 22,0 bzw. 28,6 Prozent, während in diesen Qualitätsstufen die Mieten für Wohnungen bis 60 Quadratmeter um je 17,0 bzw. 13,2 Prozent stiegen. 2012 beschleunigte sich dieser Aufwärtstrend: Laut den Zahlen des RE/ MAX-ImmoSpiegels (in Kooperation mit IMMOunited) stiegen 2012 die Preise für Eigentumswohnungen in der Stadt Innsbruck um 7,25 Prozent gegenüber 2011. Laut Immobilienpreisspiegel sind die gebrauchten Wohnungen von 2011 auf 2012 zwischen 6,9 und 10,6 Prozent und im Eigentumserstbezug um 6,5 bis 7,9 Prozent gestiegen. Die Innsbrucker Grundstückspreise explodierten sogar um 13 Prozent auf 460,9 Euro pro Quadratmeter, da Bauträger und Projektgesellschaften immer höhere Preise für das geringe verfügbare Grundstücksangebot bezahlen, wobei es enorme Preisdifferenzen zwischen den einzelnen Stadtgebieten gab. Bereits abzubröckeln beginnen die Grundstückspreise in Innsbruck Land mit einem Minus von 4,1 Prozent – eine Entwicklung, die erfahrungsgemäß für ganz Tirol (noch leichte Steigerung um 0,5 Prozent) repräsentativ ist. Mit Preissteigerungen positiv stechen jedoch Umlandgemeinden von Innsbruck hervor, wo vereinzelt bis zu über 700 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. Weniger gefragt hingegen sind Einfamilienhäuser, deren durchschnittlicher Preis im Stadtgebiet von Innsbruck 2012 um 13,5 Prozent auf 402.605 Euro zurückging (vgl. mit 336.964 Euro im Durchschnitt von Tirol), wobei hier nur sehr wenige Transaktionen erfolgten.

Ausblick 2013: Verflachung der Preisanstiege – Qualität zählt

Für 2013 gehen die Experten von RE/MAX Austria von einer Verflachung der Preiskurve aus. Laut dem intern erstellten, auf Maklerumfragen beruhenden „Real Estate Future Index“ des Franchise-Netzwerks wird für das laufende Jahr ein bundesweiter Immobilienpreisanstieg (Wohnen und Gewerbe, alle Kategorien) um 2,8 Prozent erwartet, in Tirol soll das Plus nur noch bei 1,4 Prozent liegen. Nach wie vor stärkere Wertsteigerungen von 5,9 Prozent werden bei Eigentumswohnungen in zentraler Lage erwartet. Am Land hingegen sollten sich die Eigentumspreise um zwei Prozent reduzieren. Anhaltend unter Druck hingegen steht der Markt für Gewerbeimmobilien. Büroflächen sollten 3,6 Prozent an Wert verlieren. Doch man kann hier nicht den ganzen Markt in einen Topf werfen, denn die Preise für gute Geschäfte in stark frequentierten Straßen und Büros in zentralen Lagen entwickeln sich natürlich stabiler als der Marktdurchschnitt. Kritisch zu betrachten für Innsbruck ist die Tatsache, dass das im österreichischen Durchschnitt ohnehin niedrige Nettojahreseinkommen der Tiroler unselbständig Beschäftigten schon über einen längeren Zeitraum mit den Miet- und Immobilienpreisanstiegen nicht mehr Schritt halten kann und die Mieten bereits teilweise die Grenzen des für Otto Normalverbraucher Leistbaren erreichten. Das durchschnittliche Jahreseinkommen der Unselbständigen in Tirol lag 2011 bei 18.491 Euro und somit 9,9 Prozent unter dem Österreich-Durchschnitt, während die Miet- und Immobilienpreise weit über dem Durchschnitt liegen. Von 2004 bis 2011 stieg das unselbständige Einkommen lediglich um 16,7 Prozent an, während in Innsbruck die durchschnittlichen Mietund Wohnungspreise für mittleren Wohnwert um 28,7 bzw. 29,2 Prozent nach oben kletterten. Wer 2004 noch 100 Quadratmeter mieten oder kaufen konnte, hatte 2011 nur noch die Kaufkraft für 90,7 bzw. 90,3 Quadratmeter. Eine weitere Gefahr für Anlegerwohnungsbesitzer wäre ein Zinsanstieg, denn ein 3-Monats-Euribor von 0,20 Prozent ist kein Dauerzustand. Langfristig realistisch sind viel mehr Werte zwischen zwei und drei Prozent. Das würde bei zahlreichen Anlegerwohnungsbesitzern dazu führen, dass sich ein Mietüberschuss über die Kreditratenzahlungen in eine Zuschusserfordernis verwandelt. Zahlreiche Wohnungsbesitzer könnten dann die Geduld verlieren und durch ihre Verkäufe einen Preisrückgang auslösen. eco.nova

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Keine Blasenbildung

Wir sprachen mit Arno Wimmer, Mitglied des Tiroler WKO-Fachgruppenausschusses der Immobilien- und Vermögenstreuhänder und Geschäftsführer der RE/MAX Conterra Immobilien GmbH, zur Lage und Entwicklung des Tiroler Immobilienmarktes: eco.nova: Die Diskrepanz zwischen den Preisen frei finanzierter und geförderter Wohnungen wird zunehmend größer und die Entwicklung der Nettoeinkommen kann schon seit Jahren nicht mehr mit der Immobilienpreissteigerung Schritt halten. Gleichzeitig erreichten die Mieten in guten Stadtlagen und erholsamen Wohngebieten im Umland von Innsbruck für Otto Normalverbraucher die Grenze des Leistbaren. Sind dies bereits Anzeichen einer spekulativen Immobilienblase? Arno Wimmer: Die Preisunterschiede zwischen geförderten und frei finanzierten Wohnungen sind zunehmend größer geworden. Einerseits ergibt sich dies daraus, dass bei den geförderten Wohnungen ein maximaler Grundkostenanteil bezogen auf die Nutzfläche von der Wohnbauförderung vorgegeben wird und andererseits auch die Baukostensteigerungen im geförderten Wohnbau bei den angemessenen Baukosten nicht voll berücksichtigt werden. Daraus ergibt sich die Problematik, dass die Bauträger ernsthaft überlegen müssen, ob sie im geförderten Wohnbau tätig sein wollen, weil dieser kaum kostendeckend ist. Im frei finanzierten Wohnbau gibt es derartige Beschränkungen nicht. Auch durch die hohen Grundkosten ergeben sich hier erhebliche Unterschiede. Der Preisanstieg in den letzten Jahren, gerade im Zentralraum Innsbruck, ist das Ergebnis aus Nachfrage und Angebot. Wenn die Nachfrage in den letzten drei Jahren um jährlich ca. 25 Prozent gewachsen ist, das Wohnungsangebot aber gleich geblieben ist, z. T. sogar etwas geringer wurde, ist eine Preissteigerung die Folge daraus. Eine Blasenbildung ist aufgrund der wirtschaftlichen und insbesondere der demographischen Entwicklung nicht zu erwarten. In einzelnen Marktsegmenten, wie z.B. ältere Wohnungen nicht saniert, kann es zu Preisreduktionen kommen. Nachdem diese Wohnungen in den letzten Jahren auch eine erhebliche Preissteigerung erfahren haben, ist dies ist eine normale Marktkorrektur. Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen 2012 in Innsbruck um 7,25 Prozent, im Luxussegment wurden sogar Spitzenpreise von über 7.500 Euro pro Quadratmeter erzielt –

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und dies trotz Einführung der Immobilien-Ertragssteuer und der verpflichtenden Vorlage des Energieausweises bei öffentlichen Immobilienangeboten. Ist diese im österreichischen Vergleich starke Preissteigerung auf die geografische Nähe zu Italien und Wiedereinführung der dortigen Immobiliensteuer unter der Regierung Monti zurückzuführen? Oder waren noch andere Sonderfaktoren preistreibend? Die Spitzenpreise jenseits von 7.500 Euro/m² sind wenige Einzelfälle und können nicht als Vergleichsbasis herangezogen werden. Meistens ist bei diesen Wohnungen eine großzügige Terrasse dabei, sodass bei Berücksichtigung der reinen Nutzfläche die Preise pro Quadratmeter wesentlich niedriger liegen. Die Immobiliensteuer und auch der Energieausweis haben hier keine Auswirkung auf den Markt gehabt. Betreffend Energieausweis war lediglich beim Inkrafttreten am 01.12.2012 kurzfristig zu beobachten, dass weniger Objekte auf dem Markt angeboten wurden, weil die Energieausweise erst erstellt werden mussten. Mittlerweile hat sich die Situation normalisiert. Die verstärkte Nachfrage von italienischen Käufern bei nahezu gleichem Angebotsvolumen hat natürlich dazu geführt, dass der Markt beeinflusst wurde. Allerdings ist auch zu beobachten, dass dieser Effekt sich etwas beruhigt. Die Investitionen von italienischen Käufern sind sehr stark von den dortigen politischen, wirtschaftlichen und insbesondere auch steuerlichen Gegebenheiten abhängig und daher auch nicht kontinuierlich. Innsbruck gilt als Studentenstadt. Zu den 120.000 Einwohnern kommen noch 30.000 Studenten. Darüber hinaus nimmt die Zuwanderung aus Osteuropa zu. Auf der an-

deren Seite mangelt es an weiteren Bauflächen. Der Ausbau von Dachböden und der Aufbau weiterer Stockwerke bei bestehenden Gebäuden ist weitgehend untersagt und Grünflächen am Stadtrand werden kaum umgewidmet. Welche Auswirkungen hat dies langfristig auf den Innsbrucker und Tiroler Immobilienmarkt? Soweit die Studenten angemeldet sind, sind sie bei der Bevölkerungszahl inkludiert. In allen Städten, wo ein relativ hoher Anteil der Studenten an der Bevölkerung gegeben ist, ist ein Druck auf den Wohnungsmarkt zu verzeichnen. Das Bevölkerungswachstum in Innsbruck resultiert nur über Zuzug, nicht aus der Geburtenrate. Wir sind stolz, eine Studentenstadt zu sein. Das bedeutet aber auch, dass ausreichend studentische Wohnmöglichkeiten geschaffen werden müssen, um den Druck auf den freien Markt etwas zu lindern. Durch die Lage von Innsbruck sind die verfügbaren Grundstücke beschränkt. Es gibt noch freie Flächen, diesen müssen aber sinnvoll genutzt werden. Wenn eine Flächenausdehnung nicht möglich ist, muss man etwas mehr Mut entwickeln, etwas mehr in die Höhe zu bauen. Das bedeutet nicht, dass Hochhäuser gebaut werden sollen. Das bedeutet lediglich, dass der Wohnungsbau das eine oder andere zusätzliche Stockwerk vertragen könnte. Im Funktionsbau haben wir mehrere Beispiele, die sehr hohe Stockwerkszahlen aufweisen. Sinnvolle Nachverdichtungen, die auch wirtschaftlich vertretbar sind und nicht durch gesetzliche Vorschriften unmöglich gemacht werden, sind ein weiteres Mittel, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Allfällige Überlegungen der Politik, Zuzug in irgendeiner Form zu beschränken, würden einem Wirtschaftsstandort Innsbruck in kei-

Um beim Kauf von Anlageimmobilien nachhaltig gute Erfahrungen zu machen, sollte man folgende Punkte beachten: • Renditeoptimierung durch 2-Zimmer-Wohnungen mit 45 bis 60 m2 und Balkon in zentraler Lage (Universitätsnähe, Nähe zur Klinik oder zum Stadtzentrum) mit Nähe zur Busstation und Supermärkten. Alternativ kann bei gleicher Lage in Studenten-WG-taugliche 3- bis 5-Zimmer-Wohnungen investiert werden. • Ökonomisch sinnvolle Raumanordnungen: Rechteckige Zimmerformen, keine Platzverschwendung und „Verwinkelungen“ • Wohnungen in Gebäuden mit hoher Energieeffizienz suchen: Durch die niedrigeren Energie- und Betriebskosten bleibt mehr Spielraum für höhere Mieten. • Ein Anlegerwohnungsprojekt muss innerhalb von 20 Jahren ab Vermietungsbeginn steuerliche Gewinne abwerfen. Ansonsten sind aufgrund von „Liebhaberei“ nachträglich die ersparten Umsatz- und Einkommenssteuern nachzuzahlen. Dieses Risiko kann durch einen hohen Eigenkapitalanteil ab 40 Prozent und Zinsabsicherung mittels Fixzinsvereinbarungen oder Zinscaps erheblich verringert werden.


experten.tipp

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ner Weise gerecht werden und die zukünftige Entwicklung negativ beeinträchtigen. Wer sind die größten Immobilienbesitzer in Tirol und Innsbruck? Das Eigentum in Innsbruck ist breit gestreut. Sicherlich gibt es Institutionen, aber auch Privatpersonen, die eine erhebliche Anzahl von Wohnungen haben, die sie dem Markt durch Vermietungen zur Verfügung stellen und nicht leer stehen lassen. Wenn es diese Immobilienbesitzer nicht geben würde, wäre in Innsbruck eine drastische Wohnungsnot zu verzeichnen, und man kann nur hoffen, dass die gesetzlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen auch zukünftig so geregelt werden, dass die Privaten dem Markt weiterhin Immobilien zur Verfügung stellen. Die öffentliche Hand hat es in all den Jahrzehnten nicht geschafft, dieses Problem zu lösen. Inwiefern beeinflussen die vorherrschenden Grundbesitzverhältnisse Angebot und Immobilienpreise in Tirol? Seit mehreren Jahren überlegt die Politik, wie man bereits gewidmetes Bauland zur Bebauung mobilisieren kann. Da muss man der Politik den Vorwurf machen, dass gesetzliche Instrumentarien nicht nachhaltig genutzt wurden. Keinem Grundstückseigentümer ist vorzuwerfen, wenn er sein Grundstück so gut wie möglich verkaufen möchte. In der Tiroler Raumordnung sprechen wir von bodensparend. In der Praxis zeigt sich, dass insbesondere in den Umfeldgemeinden von Innsbruck nicht immer bodensparend vorgegangen wird. Einerseits muss man dafür auch das Verständnis aufbringen, dass die Gemeinden nicht das Wohnungsproblem von Innsbruck lösen wollen und können. Hier bedarf es überregionaler Konzepte, die die Politik sehr rasch in die Umsetzung bringen sollte. Wie schätzen Sie für die kommenden Jahre die Entwicklung der Wohnimmobilienpreise in Tirol ein? Welche Segmente in welchen Gebieten erscheinen für Sie am aussichtsreichsten? Aufgrund der demographischen Entwicklung wird der Zentralraum Innsbruck weiterhin sehr begehrt bleiben. Die Preisentwicklung ist allerdings auch davon abhängig, wie weit Wohnen für die Bevölkerung im Kauf und in der Miete leistbar ist. Dies ist auch eine Frage für den Wirtschaftsstandort. Daher wird die Preisentwicklung auch differenziert verlaufen. Wir werden weiterhin Preissteigerungen, aber auch Preissenkungen sehen. Welche Immobiliensegmente in welchen Gebieten Tirols werden Ihrer Meinung nach in den kommenden Jahren besonders an Wert verlieren? In bestimmten Regionen von Tirol ist eine Bevölkerungsabnahme zu erwarten. Dort wird vornehmlich eine Preisreduktion erfolgen. Diese Entwicklung ist auch in den europäischen Regionen zu verfolgen. Ansonsten ist zu erwarten, dass ältere Wohnungen, wenig oder schlecht saniert, und Wohnungen mit sehr hohen Betriebskosten jenes Segment sind, wo eine Preissättigung bereits eingetreten ist und wo auch Preisreduktionen zu erwarten sind. Ein Anleger mit überdurchschnittlichem Einkommen und Eigenmitteln von 50.000 Euro möchte für die Pensionsvorsorge eine Anlegerwohnung oder auch Geschäftsimmobilien kreditfinanziert kaufen. Welche Art von Immobilien in welchem Gebiet von Tirol würden Sie diesem Anleger empfehlen? Bei diesem Eigenmittelanteil ist die Investitionssumme begrenzt. Die Investitionssumme ist gut geeignet für eine Anlegerwohnung in Innsbruck mit zwei Zimmern. Für eine Geschäftsimmobilie ist die Investitionssumme kaum ausreichend.

Ewald Zobler, MBA, BA Landesdirektor der Wüstenrot-Gruppe

zuhause bestens abgesichert Jeder Mensch hat seine Träume – die eigenen vier Wände gehören für die meisten von uns dazu. Mit Wüstenrot als Partner lässt sich die finanzielle Herausforderung leichter bewältigen und das eigene Zuhause auch gleich richtig absichern. Egal, ob man kauft, baut oder saniert, das Bauspardarlehen ist dank der Zinssicherheit und der Unabhängigkeit von Kurs- und Währungsschwankungen so sicher wie nahezu keine andere Finanzierung und langfristig kalkulierbar. Ist der Traum von den eigenen vier Wänden erfüllt, ist es wichtig, die geschaffenen Werte zu erhalten und abzusichern, denn leider lauern im Alltag jede Menge Gefahren – vom defekten Fernseher, der das Wohnzimmer in Brand setzt, bis zur unabsichtlich umgestoßenen Vase von Freunden.

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Konstruktiver Durchsetzer Seit Jahresbeginn steht die Kammer der Wirtschaftstreuhänder in Tirol unter neuer Leitung. Steuerberater MMag. Dr. Klaus Hilber übernahm im Rahmen des Neujahrsempfanges das Amt von Mag. Josef Sporer, der nach 14 Präsidentenjahren in den Ruhestand wechselt. // Text: Michael Posselt, Fotos: Julia Türtscher

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ie neue Kammerführung mit MMag. Dr. Klaus Hilber und Vizepräsident Mag. Dr. Helmut Schuchter (löste Dr. Alois Pircher ab) will die Arbeit der Vorgänger kontinuierlich fortsetzen, vor allem in den Bereichen der kammerinternen Fortbildungen, der überregionalen Zusammenarbeit der Steuerberater sowie der fairen Zusammenarbeit mit der Tiroler Finanzverwaltung. Als neue Ziele wurden insbesondere die verstärkte Zusammenarbeit mit den anderen rechtsberatenden Berufen, eine weiterführende Modernisierung der Kammer sowie die Schaffung neuer Kommunikationsplattformen definiert. Wir sprachen mit dem neuen Kammerpräsidenten über Herausforderungen, Berufsbilder und Basel III.

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eco.nova: Sie haben mit Jahresanfang das Amt des Präsidenten der Kammer der Wirtschaftstreuhänder Tirol übernommen. Was reizt Sie an dieser Aufgabe bzw. zeichnet Sie dafür besonders aus? Dr. Klaus Hilber: Ich bin ein sehr kontaktfreudiger Mensch und ich habe ein hohes Maß an Beharrungs- und auch Durchsetzungsvermögen. Und das ist in einer politischen, auch interessenpolitischen, Funktion neben der Fachkompetenz, die man voraussetzt, unbedingt notwendig. Und dann benötigt es auch einen gewissen Weitblick und Problembewusstsein, um erkennen zu können, wo die Mitglieder der Schuh drückt bzw. drücken könnte. Natürlich ist es auch meine Aufgabe, die Tiroler Interessen in Wien zu vertreten. Anders als in anderen Organisatio-

nen haben wir ja keine Länderkammern, sondern eine österreichweite Kammer, in der wir vertreten sind. Um es mit Ihren Worten zu formulieren: Wo drückt denn die Tiroler Unternehmer der Schuh? Wir sind anders als in anderen Kammern keine eigenständige Organisation, sondern Teil der Österreichischen Kammer. Und hier ist es meine Aufgabe, die Tiroler Interessen einzubringen und bestmöglich zu vertreten. Es gibt durchaus Unterschiede zwischen den Interessen einer kleineren Steuerberatungskanzlei und den Big four mit 500 bis 1.000 Mitarbeitern, mit ganz anderen Zielen und Betätigungsfeldern – und natürlich auch Repräsentanten in den Gremien.


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„Finanzierungs- oder allgemeine Finanzprobleme entstehen nicht kurzfristig. Zumeist sind es betriebswirtschaftliche Probleme, die man schon vorzeitig hätte lösen können.“

Nichtsdestotrotz: Mit welchen Herausforderungen sehen Sie sich und Ihren Berufsstand aktuell konfrontiert? Unser größtes Problem ist es, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Diese brauchen wir aber angesichts der notwendigen Spezialisierung durch die immer komplexer werdende Materie und Gesetzesvorschriften wie die Luft zum Atmen. Ist der Beruf zu wenig attraktiv? Ich meine nein. Ich sage sogar, unser Beruf ist der spannendste Beruf, den es gibt. Aber: Er ist auch unglaublich herausfordernd und schwierig. Sie benötigen wie in kaum einem anderen Beruf trotz einer umfangreichen Ausbildung laufende Weiterbildung, auch über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus, damit sie immer auf dem Laufenden sind und für ihre Klienten das Beste oder zumindest die richtigen Lösungen vorschlagen und umsetzen können. Und: Die Tätigkeit des Steuerberaters ist nicht auf das Steuerrecht reduziert. Wir beraten Unternehmen. Und zwar an der Schnittstelle zwischen Betriebswirtschaft, Recht und eben Steuern und Abgaben. Genau in dieser Querschnittsmaterie liegt unsere Kernkompetenz. Womit Sie mir die Antwort auf meine nächste Frage bereits gegeben haben: Von kritischen Stimmen wird der Steuerberater oftmals als ein besserer Buchhalter bezeichnet, der eben auch noch die Steuererklärung bzw. steuerliche Veranlagung machen darf. Diese Einschätzung greift aus Ihrer Sicht viel zu kurz und wird dem eigentlichen Betätigungsfeld bei Weitem nicht gerecht. So ist es. Nicht umsonst bezeichnen wir unsere Tätigkeit auch als rechnungswesenorientierte Unternehmensberatung. Diese spielt in viele Bereiche hinein, sei es in der Personalpolitik, wenn es um Entlohnungs- und Anreizsysteme geht oder um die Entscheidung zum Mitarbeiteraus- oder -abbau, aber auch in der Kalkulation oder Kostenrechnung, wenn es um die Liquiditätssteuerung oder -sicherung geht, ist der Steuerberater der erste Ansprechpartner für seine Unternehmer. Ebenso bei der Unternehmensbewertung

Dr. Klaus Hilber

– etwa bei Betriebsübergabe oder -erweiterung, wenn man einen Partner ins Unternehmen hereinholt oder auch bei Gesellschafterstreitigkeiten, wo einige von uns auch als Mediatoren ausgebildet sind und ihre Dienste anbieten. Im Übrigen sagen das auch die Unternehmer selbst, dass der Steuerberater die wichtigste Ansprechperson für ihr Unternehmen ist, wie uns eine Umfrage im Herbst 2012 bestätigte. Ein Bereich, der mir persönlich nahe steht und den Sie bis jetzt noch nicht angesprochen haben, ist jener der Unternehmensfinanzierung. Rund um Basel III hört man, dass die Kreditvergabe seitens der Banken eingeschränkt und schwieriger wird. Sehen Sie das auch so und wie können Sie hier helfen? In der Tat ist das ein großes Problem für viele Unternehmer und natürlich können wir uns auch hier unterstützend einbringen, etwa durch das zeitnahe Erstellen und Übermitteln der Bilanzen. Es ist aber auch nicht so, dass Finanzierungs- oder allgemein Finanzprobleme kurzfristig entstehen. Zumeist sind es betriebswirtschaftliche Probleme, die wir

gemeinsam mit dem Kunden durch Optimierungen etwa im Bestellwesen oder der Lagerhaltung, mittels Mahnwesen oder durch Verbesserungen im Ablaufmanagement schon vorzeitig hätten lösen können. Manchmal kann aber auch ein Gesundschrumpfen die richtige Lösung sein, etwa wenn dem Unternehmer sein Unternehmen einfach über den Kopf gewachsen ist und er mit der Mitarbeiterführung nicht zurechtkommt. Jedenfalls gilt es, intensiven Kontakt mit der Bank zu halten, diese über die eingeleiteten Schritte laufend zu informieren und dem Unternehmer weitestgehend den Rücken frei zu halten, damit er sich auf seine Belange im und um sein Unternehmen konzentrieren kann.

Zur Person

MMag. Dr. Klaus Hilber ist promovierter Jurist und Betriebswirt, hat im Jahr 2000 seine eigene Steuerberatungskanzlei gegründet und beschäftigt derzeit sieben Mitarbeiter. Daneben hat sich Hilber österreichweit als Fachvortragender im Bereich des Steuerrechts Bekanntheit verschafft, wirkt als Dozent am MCI Management Center Innsbruck im Bereich der Betriebswirtschaftslehre sowie als Lehrbeauftragter an der juridischen Fakultät der Universität Innsbruck und als gerichtlich beeideter Buchsachverständiger. Er ist Mitherausgeber der Fachzeitschrift AFS (Verlag Österreich), ein Dutzend Publikationen in den führenden österreichischen Verlagshäusern runden sein Tätigkeitsfeld ab. Der 44-jährige Neo-Präsident ist seit mehr als 15 Jahren verheiratet und hat zwei Söhne.

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§ Für alle Fälle § Die Anzahl von Rechtsnormen und Verwaltungsvorschriften steigt unaufhörlich. Verantwortliche Unternehmer oder Führungskräfte stehen als Erste im Kreuzfeuer und werden rechtlich zur Verantwortung gezogen, wenn in ihrem Betrieb Verwaltungsvorschriften übertreten oder missachtet worden sind. Letztlich gilt: Für alles, was in ihrem Verantwortungsbereich geschieht – z.B. Arbeitsunfälle, Umweltdelikte, Gefahren durch verdorbene oder beschädigte Ware, aber auch kaufmännische (Fehl-)Entscheidungen –, müssen sie ihren Kopf hinhalten. Eine entsprechende Rechtsschutz-Versicherung gibt ihnen zumindest die Möglichkeit, sich optimal zu verteidigen, wenn sie ins Visier von Staatsanwaltschaft, Strafverfolgungsbehörden oder sonstigen Anspruchsberechtigten geraten sind. // Text: Michael Posselt, Fotos: Günther Dirr

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nsbesondere im betrieblichen Bereich ist durch das Verbandsverantwortlichengesetz die strafrechtliche Haftung von Unternehmern, Geschäftsführern, angestellten Führungskräften, aber auch Aufsichtsräten oder Vereinsfunktionären, vor allem aber auch des Verbandes (= Unternehmens), enorm gestiegen. Nicht zuletzt deswegen ist für Versicherungsmakler Christian Klausner der Abschluss einer Rechtsschutz-Versicherung für diese Zielgruppe Pflicht. Klausner bietet die-

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„Oft wird auf die strafrechtliche Absicherung des Unternehmers oder der leitenden Mitarbeiter vergessen.“

se Deckungen ausschließlich über Spezialversicherer an, da es im Rahmen von Vertragsstreitigkeiten auch zu Auseinandersetzungen mit dem eigenen Versicherer kommen kann. In diesem Fall müsste die Versicherung dann gegen sich selbst prozessieren, was nicht nur theoretisch zu Interessenkonflikten führen könnte.

Roland Rechtsschutz-Versicherung

Universalschutz

Ludwig Strobl,

Ein besonders wichtiger Bereich, der bei der Rechtsschutz-Deckung aber nur all-


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„Für den Fall der Fälle ist es wichtig, einen starken, unabhängigen und kompetenten Partner an der Seite zu haben.“ Christian Klausner, GF der CK Versicherungsmakler GmbH

zu oft vergessen wird, ist der Straf-Rechtsschutz. Meistens führen unternehmerische Entscheidungen oder auch Nicht-Entscheidungen (Unterlassungen) zu Folgen wie Unfällen, die neben zivilrechtlichen auch strafrechtliche Auseinandersetzungen zur Folge haben. Diese sind oft unvermeidlich, weil sie – z.B. bei Fällen der Körperverletzung – oft auch von der Versicherung des Geschädigten oder auch von Amts wegen eingeleitet werden. „Neben der professionellen strafrechtlichen Verteidigung wird hierbei ebenfalls häufig vergessen, dass selbst bei einem Freispruch jede Partei ihre Kosten selbst zu tragen hat“, so Klausner. Umfangreichen Schutz bietet in diesem Fall der Abschluss eines Universal-Strafrechtsschutzes, der auch Gerichtskosten bevorschusst und Fälle von Vorsatzvorwurf z.B. im Falle von Steuerhinterziehung oder Konkursverschleppung deckt (sofern man nicht wegen des Deliktes verurteilt wird). „Eine Universal-Straf-Rechtsschutz-Polizze deckt also alle im und für das Unternehmen tätigen Personen, von der Reinigungskraft bis zum Eigentümer“, so Ludwig Strobl, Vertriebsdirektor der Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG in Österreich. Im Zusammenhang mit strafrechtlichen Vergehen kann es schnell auch zu einer Untersuchungshaft kommen. Für diesen Fall hat die Roland-Versicherung ein eigenes U-Haft-Package geschnürt, das hier kompetente Hilfe und Unterstützung leistet. Dieses umfasst u.a. entsprechende Assistance-Leistungen, wie die Übermittlung von Nachrichten an Angehörige, das Unternehmen und Geschäftspartner, der Versand dringend benötigter Arzneimittel, einen Botschafts- und Konsulats-Service im Ausland, Kfz-Rückholung. Im Zusammenhang mit einer Untersuchungshaft können auch Gehaltszahlungen eingestellt und das Vermögen eingefroren werden. Hier hilft das integrierte U-Haft-Tagegeld mit bis zu 300 Euro für maximal 30 Tage weiter.

Rundum-Rechtsschutz

Insbesondere für angestellte Geschäftsführer hat die Roland-Versicherung den Top-Manager-Rechtsschutz-Tarif konzipiert. „Dieses speziell für Organe juristischer Personen entwickelte Deckungskonzept umfasst die wichtigsten rechtlichen Risiken, denen Manager in Führungspositionen ausgesetzt sind“, so Strobl und weiter: „Neben dem Straf-Rechtsschutz und dem Vermögensschadens-Rechtsschutz umfasst die Top-Manager-Rechtsschutz-Versicherung auch einen Dienstvertrags-Rechtsschutz. Da sich dieser Schutz tendenziell gegen das dienstgebende Unternehmen richtet, ist es empfehlenswert, dass sich der angestellte Geschäftsführer diese Polizze selbst bezahlt.“ Nichtsdestotrotz ist die Rechtschutz-Absicherung des Unternehmens und dessen Mitarbeiter extrem wichtig. Den Risiken gegenüber fallen die Kosten für die Versicherung kaum ins Gewicht, meint Klausner. Die-

se richten sich neben dem Deckungsumfang und der Deckungssumme auch nach der Größe des Unternehmens und der Branche, in der dieses tätig ist. Christian Klausner gibt für eine die wesentlichen Haftungsvarianten umfassende Versicherung, für den Universal-Straf-Rechtsschutz, eines Produktionsbetriebs als Richtwert für eine Deckungssumme von 500.000 Euro folgende Werte an: Ein Top-Manager-Rechtsschutz für einen Geschäftsführer eines Einzelhandelsunternehmens mit 250 Mitarbeitern und einem Umsatz von 100 Millionen Euro kommt auf ca. 1.500 Euro Jahresprämie. Eine Straf-RechtsschutzDeckung für ein Unternehmen mit 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von bis zu 150 Millionen Euro kostet rund 5.000 Euro pro Jahr.

Fälle für die Rechtsschutz-Versicherung Strafrechtliche Haftung In einer Brauerei kommt es an einer Abfüllanlage zu einem schweren Unfall, bei dem einem Arbeiter ein Arm abgetrennt wird. Die Staatsanwaltschaft leitet gegen den Geschäftsführer und Herstellerfirma der Abfüllmaschine ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung ein. Dem Geschäftsführer wird vorgeworfen, die Arbeiter bei der Bedienung der Maschine nicht ordnungsgemäß unterwiesen zu haben. Leistung der RS-Versicherung: Übernahme der Anwaltskosten, Gerichtskosten und Kosten für ein Gutachten. Zivilrechtliche Haftung Der Aufsichtsrat einer Papierfabrik klagt seinen mittlerweile pensionierten Vorstandsvorsitzenden auf Zahlung einer sechsstelligen Summe, weil dieser während seiner aktiven Amtszeit eine mangelhafte Maschine angeschafft hatte, die zu Produktionsausfällen und damit zu Verlusten geführt hat. Der Manager habe die Sorgfaltspflicht verletzt und haftet mit seinem Privatvermögen. Leistung der RS-Versicherung: Übernahme der Anwaltskosten und der Kosten für ein Gutachten. Dienstvertragsstreitigkeiten Der Aufsichtsrat verweigert dem Vorstand aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die Zielerreichung zugesagte Bonifikationen. Leistung der RS-Versicherung: Übernahme der Anwaltskosten und der Kosten für ein Gutachten.

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Vermรถgen sicher vermehren Der Blick auf das Zinsniveau verursacht bei Anlegern derzeit durchaus Stirnrunzeln. Angesichts der Situation lautet die Herausforderung, die eng gesetzten Grenzen zwischen Sicherheit und Ertrag bestmรถglich auszuloten und dabei das Vermรถgen zumindest in seinem Wert zu erhalten. // Text: Barbara Wildauer, Fotos: Hypo Tirol 108

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ie Hypo Tirol Bank hat mit dem Hypo Vermögensmanagement vor zwei Jahren ein Modell entwickelt, das Anlegern ab einem zu veranlagenden Vermögen von circa 50.000 Euro ein interessantes Service bietet. Anleger wählen zwischen drei Modellen, in denen die grundsätzliche Risikobereitschaft und damit auch der mögliche Ertrag abgesteckt werden. Erfahrene Experten übernehmen das Management und reagieren rasch auf Veränderungen am Markt. Die Leistung wird nach einem ebenso transparenten wie attraktiven Gebührenmodell abgerechnet. Mag. Stefan Moser, Leiter Firmenkunden Unterland der Hypo Tirol Bank: „Die Vermögensveranlagung ist ein Thema, das alle unsere vermögenden Kunden beschäftigt. In den letzten Jahren hat sich die Situation grundlegend verändert, weil der Sicherheitsgedanke bei der Veranlagung durch stark schwankende Märkte eine neue Qualität erhalten hat. Wir haben dazu ein Modell entwickelt, in dem der Kunde vorab festlegen kann, wie hoch der Aktienanteil insgesamt sein darf – der Kunde kann zwischen 30, 60 oder bis zu maximal 100 Prozent Aktienanteil wählen.

Hypo Vermögensmanagement

Durch eine dynamische Steuerung der drei Anlagebausteine Anleihen/Geldmarkt, Aktien sowie Investmentideen (Gold, Rohstoffe, Immobilien oder Wandelanleihen) soll eine stabile Wertentwicklung angestrebt und ausgeprägte Verlustphasen vermieden werden. Technische Modelle für Aktien und Zinsen sowie die fundamentale Einschätzung der Hypo Tirol Bank sind der Kern der Anlagestrategie. Beim Instrument der fundamentalen Steuerung werden Marktprognosen für Aktien, Zinsen, Währungen und Rohstoffe ebenso einbezogen wie die Analyse des wirtschaftlichen Umfelds (Wirtschaftswachstum, Inflation, Leitzinsen etc.) und Bewertungskennziffern. Die maximale Höhe der Aktienquote wird vom Kunden vorgegeben. Ein technisches Modell gibt dem Management Signale (Ampel), wie stark die Trends an den Aktienmärkten sind. In Abwärtsphasen schaltet die Ampel auf rot und die Portfoliomanager der Hypo reduzieren die Aktienquote – je nach Entwicklung bis auf null, damit Verluste begrenzt werden können. Gleiches gilt auch für starke Aufwärtstrends: Wenn die Ampel auf grün schaltet, kann die Aktiengewichtung bis zum festgelegten maximalen Aktienanteil erhöht und bestmögliche Erträge erwirtschaftet werden. Das Ganze läuft für den Kunden automatisch ab, über die Entwicklung kann er sich jederzeit bei seinem Berater informieren.

Im Interview Wir sprechen mit Mag. Stefan Moser über volatile Märkte und Vermögensmanagement.

der Aktienquote ist ein stabiler Ertrag bei gleichzeitig geringerer Schwankungsbreite möglich.

Mag. Stefan Moser, Leiter Firmenkunden Unterland, Hypo Tirol Bank

eco.nova: Wie schaut die Stimmung der Kunden derzeit aus? Stefan Moser: Bei den Anlegern ist teilweise große Verunsicherung zu spüren. Die Zinslandschaft ist historisch tief, die Märkte sind nach wie vor volatil, das heißt, die Schwankungen bei Aktienkursen sind teilweise groß. Es ist für Anleger gar nicht leicht, zumindest die Inflationsrate auf das investierte Kapital zu erzielen, und das ist für alle eine schwierige Situation. Was ist das Besondere an Ihrem Modell? Mit unserem Modell „Hypo Vermögensmanagement“ kommen wir vor allem Anlegern entgegen, die sich nicht selber intensiv mit dem Thema befassen können oder möchten und trotzdem Wertsicherung bei größtmöglichen Ertragschancen suchen. Durch die dynamische Steuerung

Ein Thema bei Veranlagungen sind immer auch die Gebühren. Was bietet das Modell in diesem Bereich? Das Gebührenmodell besteht aus einer Managementgebühr, die sich bei den Modellen Hypo Vermögensmanagement 30 mit maximal 30 Prozent Aktienanteil und Hypo Vermögensmanagement 100 zwischen 0,75 und 1,75 Prozent p.a. bewegt. Bei guten Erträgen kommt dazu eine Erfolgsprämie, bei Nichterreichen der Benchmark gibt es eine Rückvergütung. Auf welches Investment setzen die Experten der Hypo Tirol Bank beim Hypo Vermögensmanagement? Das Investment besteht aus Anleihen, Aktien und weiteren Investmentideen. Bei Aktien erfolgt die Fondsauswahl aktiv nach Marktsegmenten wie Regionen, Unternehmensgröße und Wachstumsausrichtung. Die Umsetzung der Aktienstrategie erfolgt mit Aktiendachfonds. Zum Portfolio zählen weiters Anleihen mit hoher Bonität und zum Teil auch Investments wie Gold, Rohstoffe, Wandelanleihen, Unternehmensanleihen oder Immobilien.

Kontakt

Mag. Stefan Moser, Leiter Firmenkunden Unterland Tel: 050700-7855 E-Mail: stefan.moser@hypotirol.com

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Kunst & Kultur

(C) Irene Rabeder

sax 'n' more

von liebe und angst Vom 24. April bis 6. Juni ist Mia Florentine Weiss mit ihrer Ausstellung „Those in love live in fear“ zu Gast in Birgit Fraisls artdepot in der Innsbrucker Maximilianstraße 3. Eröffnet wird die Schau mit der Live-Performance „Please touch! (touching can heal the art)“ am 23. April um 19 Uhr. Weiss verbrachte 10 Jahre damit, die Kontinente unserer Erde zu bereisen und diese Reise mit verschiedensten ihr zur Verfügung stehenden Medien zu dokumentieren, während sie jedem, dem sie begegnete, die immer gleiche Frage stellte: What is your place of protection? Mit ihrer hinterfragenden Kunst versucht Weiss den Zuschauer sowohl zu animieren als auch zu ermutigen, seine eigenen Antworten darauf zu formulieren. // www.artdepot.co.at Vorschau: Von 8. bis 15. Juni stellt Künstler Albert R. Hofer unter dem Titel „acht tage“ Figuren und Bilder im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Blitzlichter“ im artdepot aus.

Mitte März feierte Saxofonistin Maria Kofler ihr 15-jähriges Jubiläum auf Schloss Ambras. Seit eineinhalb Jahrzehnten feilt die hübsche Tirolerin an ihrem ganz eigenen Stil und interpretiert Jazz, Pop und Rocksongs völlig neu auf dem Saxophon – von Standards wie „I did it my way“ bis Heavy-Metal-Songs wie „Nothing Else Matters“. Derzeit spielt sie ihr Soloprogramm „sax 'n' more“ – wo auch Klarinette und Flöte gerne zum Einsatz kommen und das es neben „Have a nice day“ als eigene CD gibt. Wer Maria Kofler lieber live hört, kann sie für Events jedweder Art buchen, von der abendfüllenden Hintergrundmusik bis zum Konzert. Viele Tiroler Firmen (und nicht nur die!) wissen die One-Woman-Show bereits zu schätzen, für das ÖOC hat sie sogar den VIP-Bereich des Olympia­ hauses in London bespielt. // www.maria-kofler.at

muttersöhnchen reloaded Aufgrund des großen Erfolges im vergangenen Jahr wurde das Stück „Muttersöhnchen“, geschrieben von Kellertheater-Chef Manfred Schild höchstpersönlich, heuer wieder ins Programm genommen. Noch bis 20. April schwadronieren vier Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, über das Leben ... und das Verhältnis zu ihren Müttern. Herrlich komisch, ironisch und überspitzt, aber im Kern doch irgendwie wahr. Und so ist Muttersöhnchen eine feine Komödie über Männer am Rande der Nabelschnur, deren Szenarien sich ausgerechnet dort abspielen, wo Männer noch richtige Männer sein können: am Fußballplatz. Was bei der Premiere deutlich wurde: Das Stück scheint eher Frauen anzuziehen, die zahlreich im Keller saßen und wissend nickten, während die einigen wenigen Männer den vorgehaltenen Spiegel nur schwer ertrugen. Dass nur eine Handvoll männlicher Besucher zugegen war, könnte allerdings auch daran liegen, dass just am Premierenabend das Spiel Barca : Milan im Fernsehen lief. // www.kellertheater.at (C) Fotowerk Aichner

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Der Maler Peter Fleming bezaubert durch seine strengen Interieurs in Öl und Tempera

buch.tipps „Sinnvolle“ Bücher

Irmgard Parth wird in ihrer Arbeit von großartigen Berpanoramen inspiriert

von bergen und interieur Die April-Ausstellung der Innsbrucker Galerie Nothburga zeigt dieses Mal Werke zweier Künstler, die seit vielen Jahren zwischen Tirol und Innsbruck pendeln. Noch bis 27. April werden auf der einen Seite heimische Bergwelten gezeigt, auf der anderen ist feines englisches Interieur zu sehen. Wie die beiden Genres zusammenpassen? Die Künstler sind verheiratet! Irmgard Parth, geboren in Sautens, war schon in ihrer Studienzeit von Holzschnitten fasziniert, die für sie schließlich zum Mittelpunkt ihres künstlerischen Ausdrucks wurden. Sie entwickelte dabei ihre ganz eigene Technik – eine Kombination aus westlicher und japanischer Tradition. 1967 übersiedelte sie nach London – dem Heimatort Peter Flemings, dessen Malerei sich dem Innenleben von Wohnungen widmet. Beide gemeinsam leben und arbeiten heute in London und Sautens. // www.galerie-nothburga.at

• Anyway – die paradoxen Gebote, Kent M. Keith Irisiana Verlag, 128 Seiten, EUR 10,30 Bei den zehn paradoxen Geboten handelt es sich um prägnan­ te Leitsätze, die Keith 1968 als Student formulierte. In diesem Buch erzählt er die Ideen hinter den Geboten und zeigt, warum es Sinn macht, stets sein Bestes zu geben, auch wenn Undank der Lohn dafür ist. • Barfuß zur Quelle, Petra Hillebrand Tyrolia, 48 Seiten, EUR 9,95 Das Geschenkbuch für Ausgepowerte und Mutlose im emotionalen Ausnahmezustand. • Heute ist ein guter Tag für eine Frage, Pierre Franckh südwest Verlag, 192 Seiten, EUR 13,40 Dieses Buch hilft neue Ziele im Leben zu definieren oder alte Ziele wiederzufinden – auf jeden Fall aber, die wichtigsten Fragen des Lebens für sich selbst zu beantworten. • Achtsamkeitsmeditation, Christian Stock Trias Verlag, 144 Seiten, EUR 17,99 (inkl. CD) Dieses Buch hilft, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren. Mit Atem- und Körperübungen, Meditationen und konkreten Alltagsübungen findet man wieder zurück zu sich sebst.

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geprägte geschichte Münzen sind das erste Massenmedium der Geschichte – wa­ rum und wie zeigt die aktuelle Ausstellung des Geldmuseums im Foyer der Oesterreichischen Nationalbank in der Innsbrucker Adamgasse. Noch bis 27. Dezember sind die geheimnisvollen Bildwelten der Münzen unter dem Titel „Geprägte Geschichte“ zu sehen. Der Eintritt ist frei. // www.oenb.at

www.tiroler-landesmuseen.at

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Alte Musik höchst modern Das Operngenre ist ein ganz spezielles und erschließt sich auf den ersten Blick nicht unbedingt der breiten Masse. Dabei ist gerade die Barockoper mit ihrem Facettenreichtum heute modern wie nie. Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik haben ihren ganz eigenen Zugang zum Thema gefunden. // Text: Marina Kremser, Fotos: Julia Türtscher

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er Titel „Aufbruch“ der heurigen Innsbrucker Festwochen der Alten Musik nimmt die Bemühungen der letzten Jahre auf und setzt sie konsequent fort. Wir trafen Festwochen-Geschäftsführerin Christa Redik zum Interview und konnten ihre persönliche Aufbruchsstimmung geradezu spüren. eco.nova: Im vergangenen Jahr verzeichneten die Festwochen einen Besucherrückgang von rund acht Prozent – die Auslastung war dennoch beachtlich. Ein Grund für den Rückgang könnte das ambitionierte Programm gewesen sein, das Werke beinhaltete, die selbst Fachleuten nicht geläufig waren. Heuer setzt man bei den Opern mit Mozarts „La clemenza di Tito“ und Caccinis „L’Euridice“ wieder mehr auf Bekannt-Bewährtes. War das vergangene Jahr eine Lehre oder will man auch künftig wieder Experimente wagen? Christa Redik: Der Rückgang der Auslastung war ein marginaler und hat meiner Meinung nach auch nicht primär mit dem Programm zu tun. Nicht nur wir stellen generell fest, dass die Menschen in den letzten Jahren anders mit ihren Ressourcen umgehen. Das Programm an sich ist äußerst positiv angenommen worden. Heuer steht wieder der ein oder andere bekanntere Name auf dem Plan – aber auch hier gibt es viele Überraschungen. Wir werden eine Produktion von „La clemenza di Tito“ von Wolfgang Amadeus Mozart auf die Bühne bringen, allerdings in einer für die heutige Zeit ungewöhnlichen Fassung; nämlich in einer Art, wie sie vermehrt im 19. Jahrhundert aufgeführt wurde. Wir werden also einen ganz neuen Titus von Mozart zeigen. Nach welchen Gesichtspunkten werden Werke generell ausgewählt? Wir haben nicht den Auftrag, ein kommerzielles Programm zu machen, sondern dem Publikum die Möglichkeit zu geben, im Bereich

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der Alten Musik neue Zugänge zu erfahren. Hier gibt es für uns noch sehr viel zu erforschen. Die Archive sind voll mit Werken, die noch gar nicht gesichtet wurden. Wir arbeiten mit Musikwissenschaftlern zusammen und versuchen, für unsere szenischen Produktionen Schwerpunkte zu kreieren. Die Frage, welches Werk in welchem Jahr zur Aufführung kommt, hat mit der Gesamtkonzeption der einzelnen Saison zu tun. Orientiert man sich bei der Auswahl an bestimmten Trends oder Strömungen bzw. ist dies ob der langen Vorbereitungszeit überhaupt möglich? Ein Trend der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik war immer, dass Werke oder Komponisten zur Aufführung kommen, die eben noch nicht Trend sind. Viele Repertoirestücke, die auch international in den großen Häusern gespielt werden, sind zum ersten Mal in Innsbruck aufgeführt worden. Wir möchten also primär Impulse setzen. Wodurch unterscheidet sich die Handschrift des aktuellen künstlerischen Leiters Alessandro De Marchi von seinem Vorgänger René Jacobs? Lässt ein Konzept wie jenes der Innsbrucker Festwochen große Veränderungen überhaupt zu? René Jacobs hat sehr viel zur internationalen Positionierung des Festivals beigetragen und hat seinen Fokus klar auf eine Opernproduktion gelegt. Alessandro De Marchi konnte auf einem wunderbaren Fundament aufbauen, hat aber natürlich seine eigene Handschrift, die für mich auch klar spürbar ist. Einerseits ist er ein sehr konzeptioneller und stringenter Planer: Es ist ihm wichtig, zwischen allen Aufführungen einer Saison und auch dem Rahmenprogramm einen inhaltlichen Zusammenhang herzustellen. Auf der anderen Seite ist vor allem sein Interesse an der Nachwuchsförderung sehr visibel. So hat De Marchi im Jahr 2010 einen Gesangswettbewerb eingeführt, der genau dieses Repertoire, also das Opernrepertoire der Barockzeit, abfragt. Dies ist eine weltweitweite Besonderheit, mit dem ihm ein extremer Coup gelungen ist, wie ich finde. In diesem Zusammenhang steht auch die BAROCKOPER:JUNG, deren gesamte Besetzung sich aus dem Wettbewerb rekrutiert. Wir versuchen dabei den jungen Sängern in einem sehr aufwändigen und pädagogisch bewussten Probenkonzept nicht nur die Möglichkeit zu geben, aufzutreten, sondern ihnen auch Know-how in diesem Barockoper-spezifischen Bereich zu vermitteln.

„Die Alte Musik entspricht unserem heutigen Lebensgefühl ganz besonders: Lebensfreude, Lust am Improvisieren, Humor. Das barocke Repertoire trifft also den Nerv der Zeit. Man ist heute darin auch viel freier als noch vor 50 Jahren, als diese Alte-Musik-Bewegung und die Rückbesinnung auf das historisch informierte Spielen begonnen hat und teilweise sehr dogmatisch anmutete. Heute ist es sehr modern und gerne auch mit einem gewissen Augenzwinkern versehen.“ Christa Redik

Die Barockoper nimmt generell einen immer größeren Stellenwert ein. Es ist also umso wichtiger, hier unseren Fokus zu setzen, weil wir sozusagen die „Spezialisten“ dieser historischen Aufführungspraxis sind. Das heißt, wir erforschen, wie Musik damals aufgeführt wurde, welche Instrumente zur Anwendung kamen oder welches technische Know-how auch die Sänger mitbringen müssen, um dieses Repertoire stilgerecht singen zu können. Die Festwochen machen das Genre Oper auch dank des umfangreichen Rahmenprogramms einem breiten Publikum zugänglich und bringen es von seinem bis dato oft elitären Standpunkt herunter. Hat sich das Publikum im Laufe der Jahre verändert? Es gibt generell große Veränderungen in unserer Gesellschaft, die wir natürlich sehr genau beobachten. Hier möchte ich noch einmal kurz darauf zurückkommen, wie wir Werke aussuchen: Ich glaube, der Ausgangspunkt ist die Kraft, von der wir überzeugt sind, dass sie unsere Inhalte bieten. Ich glaube hingegen nicht, dass es in irgendeiner Weise zielführend ist, die konkrete Opernauswahl von irgendwelchen äußeren Einflüssen abhängig zu machen. Die Frage ist eigentlich: Wie kann man eine veränderte Gesellschaft, mit verändertem Allgemeinwissen und Lebensgefühl, für unsere Inhalte begeistern. Wir versuchen, das Publikum dort abzuholen, wo es steht, und überlegen permanent, welche Formate und Aufführungsformen sich eignen, um ihm diese tollen und kraftvollen Inhalte näherzubringen. Wir möchten damit auch ein Publikum erreichen, das bis dato keine oder wenig Beziehung zu klassischer Musik hatte. Viele Veranstaltungen kann man bei freiem Eintritt besuchen und somit ein wenig in diese Welt hineinschnuppern. Mit Alessandro De Marchi haben wir auch das Projekt Open-Mind entwickelt, das die Alte Musik mit anderen Genres verbindet

und den Einstieg erleichtern soll. In den vergangenen Jahren waren es Jazz, orientalische Musik oder Tango, heuer ist es die Verbindung mit Literatur. Donna Leon wird speziell für diesen Anlass neue Texte schreiben, die bei den Festwochen zum allerersten Mal zur Aufführung kommen. Eine ganz wesentliche Rolle spielt in diesem Zusammenhang auch die Kinder- und Jugendarbeit. Eine Heranführung an die klassische Musik findet im Alltag immer weniger statt. Umso mehr sind wir aufgefordert, das von unserer Seite aus zu tun. Mit der Kinderoper oder dem Kindermusiktheater tragen wir dem Rechnung und können schon sehr früh Begeisterung wecken.

Christa Redik

Geboren 1966 in Graz, Studien der Musikpädagogik, Germanistik und Kunstgeschichte in Graz, Salzburg und Wien Berufspraxis: 1994 bis 1997: Morawitz Musik Management – Künstlervermittlung und Festivalabwicklung, Betreuung von Orchsterkonzertreisen 1996/97: Geschäftsführerin der Österr.-Ungar. Haydnphilharmonie 1997 bis 2002: Leiterin des Künstlerischen Betriebsbüros des Gustav Mahler Jugendorchsters 2002 bis 2005: Leiterin des Prüfungsund Studienreferates sowie der Abteilung Chor- und Orchestermanagement des Konservatorium Wien (jetzt Konservatorium Wien Privatuniversität) 2005 bis 2009: stv. Leiterin der Abteilung Produktion und Dramaturgie am Festspielhaus St. Pölten Sommer 2008: Artist Liaison beim Edinburgh International Festival Seit Herbst 2009: Geschäftsführerin der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

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„Ein Sponsor ist kein Mäzen. Wir haben das Glück, unseren Partnern sehr viel Gegenleistung anbieten zu können.“ Christa Redik

Sponsoren und 20 % sind Eigenleistungen durch Kartenverkauf, Lizenzen, Einnahmen durch den Wettbewerb wie Anmeldegebühren oder aus dem Verkauf von Produktionen.

Auch die Preispolitik spielt natürlich eine Rolle – gerade wenn man sich einem breiten Publikum öffnen will. Wir haben seit über acht Jahren keine Preiserhöhungen im Rahmen unserer Konzerte auf Schloss Ambras und den Opernproduktionen vorgenommen, Unter-30-Jährige erhalten eine Ermäßigung von 50 Prozent auf alle Opern und Konzerte. Geld darf nicht der Grund sein, warum man unsere Produktionen nicht besuchen kann. Um nun auf die eigentliche Frage zurückzukommen: Ja, wir spüren auf jeden Fall eine Wandlung. Wir spüren, dass unsere Bemühungen aufgehen, wissen aber auch ganz genau, dass man sich nicht ausruhen darf, sondern immer langfristig denken und kreativ sein muss. Der eigentlich geplante Regisseur für diese Saison, Davide Livermore, hat ein Engagement in Valencia bekommen und ist Ihnen damit für heuer sehr kurzfristig abhanden gekommen. Mit Christoph von Bernuth haben Sie zweifelsohne tollen Ersatz gefunden. Wie gestaltet sich die Suche nach passenden Künstlern generell? Für die wesentlichen Aufgaben wie Regie und musikalische Leitung von unseren Opernproduktionen haben wir – und ganz besonders Alessandro De Marchi – meist gewisse Persönlichkeiten im Auge, die wir gerne präsentieren möchten, und eigentlich habe

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ich noch nie erlebt, dass jemand nicht gerne nach Innsbruck kommt. Zum einen, weil hier die Inhalte im Mittelpunkt stehen und auch, weil Innsbruck ein schöner Ort ist, um hier Zeit zu verbringen. Viele Künstler sind im Sommer viele Wochen bei uns, um die Produktion einzustudieren. Es gibt also wohl mehr, die gerne wollen, als wir schlussendlich engagieren können. Der Vorlauf ist jedenfalls ein sehr langer. Der Ausfall von Davide Livermore war deshalb wirklich extremst kurzfristig und keine ganz einfache Situation, auch für den „Einspringer“ Christoph von Bernuth. Wir planen die großen Opernproduktionen normalerweise viele Jahre im Voraus, zumal auch Sänger teilweise auf fünf oder sechs Jahre ausgebucht sind. Christoph von Bernuth macht seine Sache aber ganz toll und wirkt auch noch recht entspannt. Wir freuen uns aber, Davide Livermore im nächsten Jahr bei uns begrüßen zu dürfen, weil er auch seit Langem ein Wunschkandidat von Alessandro De Marchi ist. Laut Kulturbudget des Landes sind für die Festwochen im Jahr 2013 Förderungen in Höhe von rund 900.000 Euro vorgesehen. Welches Budget steht den Festwochen insgesamt zur Verfügung? Wir haben ein Budget von ungefähr 2,3 Mio. Euro, ungefähr 70 % kommen aus der öffentlichen Hand (Stadt, Land, Bund), 10 % von

Waren in Bezug auf das Sponsoring Auswirkungen der Krise zu spüren? Wir haben mit der RLB, TIWAG, IKB, Wiener Städtischen und dem Innsbruck Tourismus fünf Hauptsponsoren, die uns über viele Jahre treu sind und auch für die Zukunft ihr Engagement in Aussicht gestellt haben. Heute ist es aber sicher schwieriger, neue Sponsoren zu akquirieren. Wir sind als Kulturveranstalter jedoch immer mehr darauf angewiesen. Was die Festwochen und die Sponsoren betrifft, bin ich dennoch optimistisch. Wir haben das Glück, dass wir unseren Partnern in Bezug auf Werbeleistung sehr viel anbieten können, vom Imagetransfer bis zu unserer Exzellenz im Bereich Eventmanagement. Wir sehen unsere Sponsoren als Partner, mit denen wir gemeinsam Konzepte entwickeln. So gesehen ist das eine sehr schöne Zusammenarbeit. Was erwarten Sie sich für die heurigen Festwochen? Ich erwarte mir spannende Produktionen und hochkarätige Konzerte. Ich erwarte mir einen regen Publikumszuspruch. Der Kartenverkauf hat bereits begonnen und läuft sehr erfreulich. Ich erwarte mir auch, dass unser Rahmenprogramm neue Publikumsschichten und viele neue zukünftige Gäste anregt und begeistert.

37. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 7. bis 25. August 2013

50 Jahre Ambraser Schlosskonzerte 9./16./23./30. Juli 2013 Tickets & Info unter www.altemusik.at


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Kristall und seine Heimat –

neue Wunderkammer bei Swarovski Innsbruck Seit der Wiedereröffnung 2011 besitzt auch Swarovski Innsbruck in Anlehnung an die Swarovski Kristallwelten eine eigene Wunderkammer, in der Kunst und Kristall aufeinandertreffen: Am 21. März enthüllte Swarovski Innsbruck mit „The Monument“ die Installation der Designerin Hilda Hellström – eine Hommage an Kristall umgeben von seiner alpinen Heimat. // Fotos: Swarovski Innsbruck/Bernhard Aichner

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warovski Innsbruck möchte seine Besucher überraschen und Kristall in immer neuen Bedeutungszusammenhängen zugänglich machen. Darum wird ebendort neben den funkelnden Produkten von Swarovski der Kunst ein besonders prominenter Platz eingeräumt. „The Monument“ vereint Kristall und seine Tiroler Heimat in drei verschiedenen Ausdrucksmedien: Video, Sound und Skulptur. Letztere – als zentrales Element der Installation – besteht aus einem Kristall, der das Relief der Berge zwischen Pleisenspitze, Laliderer Spitze, Halltal und Möslalm widerspiegelt; gleichzeitig wird diese Topografie in einem Gegenüber aus einem steinähnlichen Material auf Gipsbasis aufgenommen. In Videoprojektionen an den Wänden der Wunderkammer zeigt Hellström filmisch, bisweilen abstrakt, die Tiroler Berge und erzählt ihre individuelle Interpretation der Geschichte von Kristall und des Ursprungsortes von Swarovski. Dazu sorgen Soundeffekte und nicht zuletzt die abgedunkelte Atmosphäre der Wunderkammer selbst für das Eintauchen in eine andere Realität: Der Kurzfilm und die Miniaturlandschaft erzählen eine mystische Geschichte von Wattens. Als begeisterte Nutzerin von Google Earth schuf Hilda Hellström – nach realen und digitalen Reisen nach Wattens – eine wundersame Aufzeichnung ihrer Vorstellung vom Leben vor Ort. Die Designerin wollte sich der Erinnerung an Österreich und Wattens digital nähern, und so ist auch der Entstehungsprozess von „The Monument“ sehr digital.

Analytische Handwerkskunst

Ihre Inspiration bezieht Hilda Hellström aus Kunstströmungen wie der Romantik und dem Dadaismus, die beide das Prinzip Vernunft in einer an sich unvernünftigen Welt

Künstlerin Hilda Hellström und Stefan Isser, Geschäftsführer der d. swarovski tourism services gmbh

ablehnten. Hellström, die über mehrere Studienabschlüsse im Bereich Kunst und Design – unter anderem vom Royal College of Arts in London – verfügt, vermischt in ihren Werken Realität und Fiktion. „Ich erzähle gern Geschichten rund um meine Werke, sodass es leichter ist, sich auf sie einzulassen“, sagt Hellström. „Manchmal sind diese Geschichten real, manchmal sind sie ausgedacht.

In diesem Fall ist die Wiedergabe der Tiroler Berge eher wie eine Erinnerung an diesen Ort.“ Bis auf die kristallinen Elemente, die von den Experten von Swarovski gefertigt wurden, entstand „The Monument“ mit digitaler Technik. So ist die Rauminstallation auch ein perfektes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und zeitgenössischen Künstlern. eco.nova

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Alte Geschichte im neuen Kleid Zum Jubiläum der Passionsspiele feilen ein Autor, ein Regisseur, viele Musiker, Komponisten, Bühnen- und Kostümbildner sowie 600 Laiendarsteller an der Leidensgeschichte Christi. Erl ist gerüstet dafür. Heuer bereits zum 400. Mal. // Text: Julia Sparber, Fotos: Peter Kitzbichler/Passionsspiele Erl, Jürg Christiandl/Kurier/picturedesk.com

1976 in Schwaz geborene Schauspieler und Regisseur hat bereits 99 Inszenierungen abgeliefert, lauter geschichtsträchtige Texte bekannter Autoren, doch keine sei mit der Leidensgeschichte Jesu vergleichbar: „Weil sie vor Liebe nur so strotzt“, meint er. Besonders die neue, dem schönsten aller menschlichen Gefühle gewidmete Adaptierung von Felix Mitterer liegt dem Regisseur: „Weil die Frauen in den Mittelpunkt gerückt sind, mit dem Antisemitismus aufgeräumt und eben die Liebe vollends herausgearbeitet wurde.“

„Ich möchte Menschen über die Rollen stülpen und nicht umgekehrt.“

1613 – Beginn der Erler Passionsgeschichte

Bayrische Wallfahrer sollten der Überlieferung nach auf „der Scheiben“ – einem Ortsteil von Erl – ein Osterspiel gesehen haben, das aus Dankbarkeit für Gottes Schutz und Hilfe vor Krankheit, Pest und Krieg aufgeführt wurde. Das Passionsspiel wurde also 1613 erstmals urkundlich erwähnt, heute, 400 Jahre später, zählt Erl zum bekanntesten Passionsspielort Europas und führt im Zyklus von sechs Jahren die Leidensgeschichte Jesu auf. Früher an wechselnden Orten, seit 54 Jahren jedoch in dem eigens errichteten Passionsspielhaus, das durch seine einzigartige Architektur von weitem zu erkennen ist und sich vor allem durch professionelle Akustik auszeichnet.

Regisseur Markus Plattner

2013 – Ein Kulturbetrieb mit inhaltlicher Fokussierung

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s klingt fast unglaublich: 600 Mitspieler der 1.450-Seelen-Gemeinde Erl proben vom November 2012 bis zur Uraufführung im Mai 2013 rund 110 Mal – für 33 Vorstellungen, die jeweils fast vier Stunden dauern. Bis dato wurden bereits 37.000 von möglichen 49.500 erhältlichen Karten im Vorver-

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kauf abgesetzt. Für Kulturveranstalter klingen diese Zahlen fast wie eine Utopie, in Erl sind sie real: „Die Passion ist kein Theater, sie ist eine eigene Welt. Als Außenstehender kann man sich nicht vorstellen, wie sehr ein Dorf für eine Sache brennen kann“, erzählt Markus Plattner, der für die Regie der 400. Jubiläumspassion verantwortlich zeichnet. Der

Die Passionsspiele Erl steigerten sich über die Jahre peu à peu. Neben den wechselnden Autoren und Regisseuren, die die alte Menschheitsgeschichte stets neu schreiben und adaptieren, wird mittels Musik der Dramatik des Textes und dem dramaturgischen Konzept eine neue Bedeutung verliehen. Heuer komponierte Wolfram Wagner bereits zum zweiten Mal für die Erler Passion. Bernhard Sieberer zeichnet für die Chor- und Orchesterleitung verantwortlich. Auch Bühnenbild und Kostüme werden auf die jeweiligen Textfassungen abgestimmt. Für das 400. Jubiläum hüllt


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die Kostümkünstlerin Lenka Radecky die Passionsspiele in ein neues Kleid. Historische Gewänder bleiben erhalten, werden aber mit neuen Farbakzenten und modernen Einflüssen überarbeitet. Annelie Büchner versucht mit ihrem Bühnenbild die Zuschauer der Jubiläumspassion ins Hier und Heute einzuladen: „Die den gesamten Bühnenraum erfassende Bodenschräge wird von einem weißen Felsen durchbrochen und bietet eine abstrakte, karge Wüstenlandschaft als Einheitsraum für die neue Passion. Der Felsen mit seiner symbolischen Kraft wird in allen Bildern präsent sein. Mit dieser neuen Grundbühne ist ein Ort geschaffen, der sich mittels weniger Versatzstücke, Licht und Projektionen in eine Innen- oder Außenwelt verändern lässt.“ Lebendig erscheinen Bühnenbild und Kostüme jedoch erst durch die Spieler, die mit inszenierten Lichtstimmungen von Ralf Wapler gekonnt ins Szene gesetzt werden.

Felix Mitterer im Interview Volksdichter Felix Mitterer erzählt von seiner zeitgeistigen Erneuerung der wohl größten Geschichte der Menschheit und warum in seinem Text auch eine Apostolin vorkommt.

Neuerungen zum 400. Jubiläum

Die Passionsspiele Erl sind eine gewachsene Struktur aus Leidenschaft, Hingabe und Theaterprofession. Ein Indiz dafür ist die Auszeichnung „Euregio Inntal Preis“, den der Passionsspielverein Erl im Februar 2013 erhalten hat. Von 31. Mai bis 2. Juni wird Erl auch zum Austragungsort der „Europapassion“, bei der sich Vertreter der 93 Passionsspielorte Europas zum Gedankenaustausch treffen. Durch dieses Mehr an Internationalität wird bei den Aufführungen heuer auch eine englische Szenenerläuterung per Kopfhörer angeboten. Junge Erler Hauptschüler arbeiteten unter fachkundiger Begleitung an der englischen Übersetzung des neuen Textes von Felix Mitterer. Also wurde auch hier die Bevölkerung eingebunden. In Erl wird in allen Bereichen an einem Strang gezogen, um die liebevolle Leidensgeschichte professionell auf die Bühne zu bringen. Dieselbe Geschichte wie 1613, aber mit den Möglichkeiten von 2013.

eco.nova: Inwiefern haben Sie die klassische Passionsgeschichte verändert, haben den biblischen Figuren neues Leben eingehaucht? Felix Mitterer: Die Evangelien sind ja in einer sehr kargen, lakonischen Sprache gehalten. Jesus ist der Einzige, der wirklich

deutlich hervortritt. Die anderen Personen muss man erst zum Leben erwecken, um eine dramatische Geschichte erzählen zu können, um Menschen auf der Bühne zu erleben und nicht nur Heiligenbildchen und zum Teil perfide Abziehbilder.

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Eine große Herausforderung für Sie? Eindeutig die größte bisher! Ich habe mich noch nie so schwer getan. Es handelt sich hier um „die größte Geschichte aller Zeiten“ – jedenfalls für uns Christen – und das muss man als Autor ganz ernst und tief nehmen. Daraus folgt auch, dass man viel lernen muss – die Theologie und Geschichtswissenschaft betreffend. Ich las abgesehen von den Evangelien noch unzählige andere Bücher und merkte, wie offen dieser Stoff für Spekulationen ist. Also Glatteis, auf dem man leicht ausrutschen kann. In Ihren Dramen blicken Sie den Protagonisten tief ins Herz. Für die Passionsspiele schreiben Sie aus der Sicht Jesu, legen also einer biblischen Figur andere Worte in den Mund. Wie schwer war dies für Sie als Autor? Zwar ist ein Großteil des Textes den Evangelien entnommen, aber es ist richtig – Jesus und auch alle anderen Personen sprechen zusätzlich Dialoge, die ich erfunden habe. Das ist im Grunde eine Art von „Spekulation“. Ein Autor spekuliert immer. Spekulieren ist seine Aufgabe, seine Berufung. Wenn er Glück hat, trifft er den Kern, erfindet die Wahrheit. Dann ist es keine Spekulation mehr, sondern Dichtung. Sie sagten in einem Interview, dass Sie bei der ersten Version geschrieben haben, „wie mir war“. Wie war Ihnen denn? Sehr radikal. Ich musste erst lernen, dass Passionsspiele ein sehr sensibles Terrain sind. Wäre das Stück für ein Profitheater gedacht, würde man einen kontroversen Zugang zu diesem Thema sogar begrüßen. Aber in Erl wird ja nicht nur irgendein Theaterstück unter vielen aufgeführt, sondern seit 400 Jahren ausschließlich die Leidensgeschichte Christi. Und das bedeutet den Erlern sehr viel, es gehört einfach zu ihrem Leben. Also müssen letztlich alle 600 Mitspieler einverstanden sein mit dem Text. Es kann nicht sein, dass Spieler Dialoge sprechen müssen, mit denen sie nicht einverstanden sind. Allerdings ist Erl der wohl fortschrittlichste und aufgeschlossenste Passionsspielort von allen. Seit Jahrzehnten wird in Erl jedes Mal ein anderer Autor beauftragt, den Text zu erneuern. Insofern ist mein Text auch in der Endfassung immer noch sehr mutig. Vor allem erzählt er die Passionsgeschichte für die Menschen von heute. Kommt hinzu, dass der Regisseur Markus Plattner eine Inszenierung erstellt, die geradezu revolutionär ist. Und die Erler Bevölkerung ist mit Begeisterung dabei.

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„Angekommen bin ich überhaupt noch nicht. Dafür brauche ich noch eine Weile – falls ich es überhaupt jemals schaffen werde – aber ich hoffe, dass mir diese Zeit noch gegönnt ist.“ Autor Felix Mitterer

In Ihren ersten Statements ließen Sie verlauten, dass Sie mit antisemitischen Bezügen aufräumen wollen und Frauen größere Bedeutung erlangen. Welche Stellen meinen Sie damit im Besonderen? Der Antisemitismus war für mich das größte Problem. Jahrhundertelang lautete die Aussage: „Die bösen Juden haben unsern Herrn Jesus Christus umgebracht.“ Erst nach dem 2. Weltkrieg ging man daran, den Antisemitismus aus den Passionsspielen zu entfernen. Und es ist sehr schwer, ihn gänzlich zu entfernen, denn es existieren sogar in den Evangelien Aussagen, die man sehr leicht antisemitisch interpretieren kann. Es ist in der Tat so, dass die Hohen Priester Jesus für einen Gotteslästerer gehalten haben, es kommt aber hinzu, dass wir uns in einer politisch sehr schwierigen Zeit befinden. Das „Heilige Land“ ist von den Römern besetzt, es kommt immer wieder zu Aufständen gegen die Besatzungsmacht, der Hohe Rat ist nicht mehr – wie früher – vom Volk gewählt, sondern von den Römern eingesetzt, insofern muss der Hohe Rat mit den Römern einerseits kollaborieren, andererseits versuchen, sein Volk zu schützen. Eine sehr schwierige Gratwanderung. Was die Frauen betrifft: Schon in den Evangelien haben sie eine viel größere Bedeutung als ihnen die römisch-katholische Kirche bis heute zugestehen will. Wer steht unterm Kreuz? Mutter Maria, Maria Magdalena und Johannes. Sonst niemand. Wer trifft Jesus als erster Mensch nach der Auferstehung? Maria Magdalena. Meine Meinung ist: Jesus hatte nicht nur Jünger um sich geschart, sondern auch Jüngerinnen. Die Zeugin der Auferstehung, Maria Magdalena, ist also eine Apostolin! Nach den frühen Theaterskandalen (nach „Stigma“ mussten Sie sogar Morddrohungen aushalten) scheinen Sie heute wesentlich

mehr Wertschätzung zu erfahren. Wie erklären Sie sich diesen Wandel? Bei „Stigma“ (das Schicksal einer stigmatisierten Bauernmagd) traf ich in eine offene Wunde, ganz unschuldig, ich hatte keinerlei Provokation im Sinn. Kommt hinzu, dass die meisten Menschen, die mich wegen dieses Stückes verurteilten, das Stück gar nicht kannten, sondern nur aus dem Zusammenhang gerissene Zitate, die von den Gegnern verbreitet wurden. Heute wäre so ein Aufruhr gar nicht mehr möglich. Die Menschen sind – auch was Religion betrifft – viel offener geworden, lassen sich nicht mehr aufhetzen, bilden sich lieber selber ihre Meinung. Bei der „Piefke-Saga“ traf ich einen ebenso wunden Punkt – nämlich die Auswirkungen des Massentourismus. Heute werden die vier Teile in so manchem Hotel-Fernsehraum den Gästen vorgeführt, die sich köstlich amüsieren. Dass ich heute so viel Wertschätzung erfahre, was mich sehr glücklich macht, hat auch damit zu tun, dass ich einfach kontinuierlich weiterarbeitete. Die Menschen merkten bald, dass ich sie nicht fertigmachen will, sondern dass ich sie mag. Im Grunde will ich immer nur aufzeigen, was wir Menschen uns gegenseitig unnötigerweise antun.

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26. Mai (Uraufführung) bis 5. Oktober 2013 Beginn jeweils 13 Uhr An den Spielsonntagen: Heilige Messe im Passionsspielhaus um 10 Uhr www.passionsspiele.at

Jubiläumsausstellung „400 Jahre Erler Passion“ An jedem Spieltag im Kunstraum des Passionsspielhauses geöffnet. Eintritt frei


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die malerei ist tot – lang lebe die malerei! „Das nicht aufhörende Gerede vom Ende der Malerei ist angesichts der Werke Schobers der Lächerlichkeit preisgegeben“ , schreibt Helmut Herbst im Klappentext zu Helmut Schobers Buch „Enigmatische Horizonte“. Werke des Künstlers sind bis 24. Mai in der Galerie Rhomberg in Innsbruck zu sehen.

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„Es sind fiktive Zustände und Prozesse, die Helmut schober auf die leinwand bannt. sein verfahren ist nicht malerei in traditionellem sinne, sondern eine selbstentwickelte methode, helle farbpartikel auf dunklen gründen zu virtuellem leuchten zu bringen. seit vielen jahren lotet schober die modifikationsmöglichkeiten dieses prinzips aus.“ Peter Anselm Riedl

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eboren wurde Helmut Schober als Neujahrskind des Jahres 1947 in Innsbruck; viel gelobt sind vor allem seine Bilder, in denen er unter Titeln wie „Zeit neben mir“, „Nietzsches letzter Tanz“ oder „Schwarzer Raum“ fiktive Zustände und Prozesse in seiner ihm eigenen Technik in Acryl auf die Leinwand bringt. Zu sehen sind solche Werke nebst seinen nicht minder bekannten Zeichnungen mit permanentem Filzstift im April und Mai unter dem Motto „Neue Bilder“ in der Galerie Rhomberg in der Innsbrucker Templstraße. Nachdem Schobers Familie während des Krieges zweimal ausgebombt wurde, übersiedelte sie nach Wien, um schließlich 1955 wieder zurück nach Tirol zu kommen. Er besuchte Abendkurse für Aktzeichnen im Atelier Kühn in Innsbruck, machte die Matura, absolvierte die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien (Abschluss mit Auszeichnung 1972) und verbrachte längere Zeit in Italien. 1969 schließlich lernte er Peggy Guggenheim kennen, die prompt eine seiner Zeichnungen kauf-

te, die Peter Anselm Grüner später einmal als „hochsensiblen Elementarismus“ bezeichnen sollte. 1971 stellte er erstmals in Galerien in Parma, Venedig und Mailand aus, wo er heute auch lebt. Bis heute kann Helmut Schober auf insgesamt 35 Museumsausstellungen verweisen, darunter auch eine Zusammenarbeit mit der renommierten Tate Gallery, London. In Innsbruck war er insgesamt achtmal zu Gast, darunter widmete ihm das Innsbrucker Landesmuseum Ferdinandeum gleich drei Ausstellungen. 2003 waren Werke und auch Performanceinstallationen in der RLB Kunstbrücke zu sehen. Immer wieder leistet Helmut Schober seinen ureigensten Beitrag zur Malerei, wobei er stets aus einem breiten Repertoire an Erfindergeist schöpft oder wie es Dieter Ronte ausdrückt: „Er generiert immer wieder neue Bildlösungen, die sich oft außerhalb gängiger chromatischer Gewohnheiten bewegen. Die Bilder von Schober wandeln sich, wenn wir uns die Zeit dafür nehmen, uns drauf einlassen, fortwährend.“

Helmut Schober „Neue Bilder“ 4. April bis 24. Mai 2013

Galerie Rhomberg Templstraße 2–4, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/58808-0 www.galerie-rhomberg.at Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 9:30 bis 18 Uhr Sa. von 9:30 bis 12:30 Uhr

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Auto & Motor

W Tes eitere t akt beric h uel und le N te, ww mehr ews w.e co - unter mob il . a t

BMW 3er GT: Reisekomfort in Lounge-Atmosphäre

Mit einem Einstiegspreis von 114.500 Euro nicht ganz billig, aber selten war ein Open-Air schöner: Audi RS 5 Cabriolet

aufenthaltsraum auf rädern

nach oben offen

Mit dem Gran Turismo präsentiert BMW ein innovatives, komplett eigenständiges Konzept innerhalb der erfolgreichen 3er-Reihe und vereint die sportlich-dynamischen Gene der Limousine mit der Funktionalität des Touring. Außen besticht die fahrende Lounge mit progressiver Eleganz, wobei vor allem die coupéhafte Dachlinie für die nötige Portion Geschmeidigkeit sorgt. Im Innenraum machen sich die größeren Abmessungen mehr als bezahlt, Formgebung, Farbgestaltung und Materialauswahl sind gewohnt edel. Die 143-PS-Variante kostet ab rund 36.000 Euro. Aber auch hier gilt: Je mehr Pferde, desto (viel) mehr Geld. Die Motoren gehen bis 306 PS. Rechnen für Fortgeschrittene ...

Der meteorologische Frühling ist schon da – und immer mehr scheint diese Info auch beim Wettergott anzukommen. Deshalb heißt es ab sofort wieder: Dach runter! Am schönsten gelingt dies beim neuen Audi RS 5 Cabrio mit satten 450 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von (abgeregelten) 250 km/h. Dann sollten Sie das Dach allerdings wieder zumachen – es warat wegen der Frisur.

geheimnislüfter

Die neue E-Klasse: effizient, intelligent, emotional

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Mercedes Benz hat seine E-Klasse so umfangreich überarbeitet wie nie zuvor und nimmt dafür auch gleich ein paar Entwicklungen der künftigen S-Klasse vorweg. Über allem schwebt dabei der Begriff des „Intelligent Drive“. Konkret geht es hier um optimierte Assistenzsysteme und verbesserte Sicherheitsfeatures. Nur klingt das halt weniger sexy. Einen deutlichen Schritt vorwärts machen die Stuttgarter auch in puncto Effizienz und Ökologie. An Komfort und Fahrspaß sowie an Qualität in der Verarbeitung und bei den Materialien hat‘s sowieso nie gehapert.


eco.mmentar

Schönes Auto zum schönen Preis: Den Seat Toledo gibt‘s ab rund 14.000 Euro

Der Toyota RAV4 ist wie gemacht für die Abenteurer unter den Premium-Liebhabern

Bruno König, Motorredaktion

¡olé!

schönheit beginnt als idee

spannendes autojahr

Der neue Toledo von Seat ist die wohl sportlichste Limousine seiner Klasse – elegant wie ein Coupé, variabel wie ein Kombi, bestückt mit modernsten Aggregaten von 75 bis 122 PS und viel Serienausstattung. Alles zusammen wurde in ein klares Design mit Extra-Raffinesse verpackt.

Toyota geht mit dem RAV4 in die nunmehr vierte Modellgeneration und stellt dem Urvater des Geländegängers auf dem Genfer Autosalon gleich zwei neue Designstudien zur Seite. Dafür wurde der Abenteurer in die eigens entwickelte Außenfarbe „Deep Bronze“ gehüllt. Wir sind gespannt, was im Serienmodell davon übrig bleibt ...

Wolfgang Rötzer, Gremialobmann des Tiroler Autohandels, erwartet heuer ein spannendes Autojahr. Nach den Rekordzahlen von 2012 geht er zwar von einem Rückgang aus, der sollte sich jedoch in Grenzen halten. Rötzer erwartet heuer rund 320.000 Neuzulassungen, 336.000 waren es im abgelaufenen Jahr. Mit diesen Verkäufen könnte die Branche immer noch gut leben, ist Rötzer überzeugt. Würde diese Zahl jedoch unter 300.000 sinken, würde es problematisch, glaubt er. Allerdings halten zahlreiche neue Modelle und noch effizientere Motoren das Interesse der Kunden hoch. Obwohl der Februar in Tirol ein Minus von gut vier Prozent auswies, liegt der heimische Markt 2013 immer noch mit mehr als elf Prozent im Plus. Anregungen und Kommentare bitte an koenig@econova.at

Alfa Romeo 4C: Vierzylinder-Turbobenziner mit 240 PS aus 1.750 ccm Hubraum

100 für den rest Ebenfalls Premiere in Genf feiert die „Launch Edition“ des exklusiven Alfa Romeo 4C (C für Cilindry/Zylinder), der die italienische DNA perfekt aufnimmt und durch einen Race-Modus erweitert. Der Vollalu-Vierzylinder-Direkteinspritzer spurtet in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 und regelt bei 250 km/h ab. Kosten wird der limitierte Supersportler von 61.000 Euro aufwärts. 400 Einheiten davon gibts in Europa, Afrika und dem Nahen Osten, 500 in Nordamerika und 100 für den Rest der Welt.

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RAV4 die vierte Er war der Vorreiter der kompakten SUV. Seit 1994 am Markt feierte Toyotas RAV4 einen Erfolg nach dem anderen. Nun geht die mittlerweile vierte Generation an den Start. // Text: Bruno König, Fotos: Werk

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ewachsen ist der RAV4 besonders in der Länge. Seit dem ersten Modell von 1994 von 3,72 auf sage und schreibe 4,57 Meter. War die erste Generation noch eher spartanisch ausgestattet, so ist das aktuelle Modell mit allerhand Luxus, Komfort und Sicherheitseinrichtungen bestückt. Mit an Bord sind etwa Spurhalteassist, Fernlichtautomatik und ein Toter-Winkel-Warner. Ebenso sind im Cockpit hochwertige Materialien zu finden, deren Verarbeitungsqualität nichts zu wünschen übrig lässt. Übersichtliche Anzeigen vermitteln einen aufgeräumten Eindruck und der große Touch-Bildschirm zählt zu den Highlights im neuen RAV4-Innenraum. Die Sitzposition ist auch für Großgewachsene hervorragend, was bei den Kunden gut ankommen wird. Zur Auswahl stehen drei

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Ausstattungslinien: City, Elegance und Executive. Klima, LED-Tagfahrlicht und Berganfahrhilfe sind bereits beim City mit an Bord.

Antrieb und Motor

Zum Start bietet Toyota drei Motoren zur Auswahl. Zwei Dieselaggregate mit 124 und 150 PS sowie einen Benziner mit 151 PS. Beim starken Diesel und dem Benziner ist der moderne Allradantrieb serienmäßig. Den 124-PS-Diesel kann man auch als Frontantrieb ordern. Alle Varianten werden standardmäßig mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe ausgestattet. Für den Benziner gibt es optional ein CVT-Getriebe, für den 150-PS-Diesel auf Wunsch eine Automatik. Zur Automatik gibt’s zusätzlich eine Bergabfahrhilfe dazu. Der neu entwickelte Allradantrieb lässt sich in vier unterschiedlichen Modi einstellen. Je

nach Einsatz und Untergrund wird dabei die Kraft variabel an die zwei Achsen verteilt. Der Normverbrauch beim 151-PS-Benziner soll laut Hersteller bei gut sieben Litern liegen. Die Dieselmodelle begnügen sich mit rund fünf Litern auf 100 km. Als Einstiegsmodell bietet Toyota den RAV4 2.0 D-4D City mit Frontantrieb um 27.980 Euro an.

Toyota RAV4

• Zwei Diesel (124, 150 PS), ein Benziner (151 PS) • 2WD bzw. 4WD • Toter-Winkel-Warner, Spurhalteassist, Berganfahrhilfe, Fernlichtautomatik u.v.m. • Verbrauch von 4,9 bis 7,2 Liter auf 100 km • Preis ab 27.980 Euro (2.0D-4D City)


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Dynamisch aufgewertet Mercedes überarbeitete jüngst den GLK – optisch nur dezent, dafür verstärkt beim Interieur und in Sachen Komfort. Darüber hinaus ist der kompakte SUV agiler und sicherer geworden. Im Test der 220 CDI. // Text und Fotos: Bruno König

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on vorne wirkt der überarbeitete GLK wesentlich wuchtiger als sein Vorgänger. Verantwortlich dafür sind die voluminöse Stoßstange, die neuen Scheinwerfer samt LED-Taglicht und noch mehr Chrom als zuvor. Eingestellt hat Mercedes mangels Nachfrage die in Kunststoff gehaltenen Schürzen. Ab sofort sind alle Teile in Wagenfarbe lackiert. Neben den optischen Retuschen haben die Schwaben vor allem in Sachen Komfort nachgelegt. Zum einen wurde der Innenraum viel besser geräuschgedämmt und zum anderen das Fahrwerk überarbeitet. Das ergibt in Summe wesentlich mehr Fahrkomfort als früher. Auch der kräftige Dieselmotor des 220er ist als Passagier akustisch kaum noch wahrnehmbar. Dafür schieben die 170 PS mittels 400 Nm an der Kurbelwelle ordentlich nach vorne. Bis Tempo 100 vergehen auch nur 8,5 Sekunden und erst bei 205 km/h stellt der GLK 220 CDI seinen Vorwärtsdrang endgültig ein. Nicht schlecht für ein „Kompakt-SUV“. Noch dazu, weil sich der Verbrauch mit durchschnittlich 6,8 Litern auf 100 km absolut in Grenzen hält.

Aufgeräumt, aber modern

Wie bei allen neuen Mercedes-Modellen wanderte auch beim GLK der Wählhebel des

Automatikgetriebes ans Lenkrad. Das gibt jede Menge Platz und Ablagefächer rund um die Mittelkonsole. Insgesamt wirkt das ganze Interieur viel aufgeräumter, aber genauso modern. Die Alu-Applikationen vermitteln einen überaus stylishen Eindruck und unterstreichen den edlen Eindruck. Die Infotainment-Einheit besticht mit neuen Farben und logischer Bedienbarkeit.

Komfort im Gelände

Viel Feinarbeit steckten die Ingenieure in die Abstimmung des Fahrwerks. Der neue GLK wirkt wesentlich komfortabler und agiler. Dazu konnten die Wankbewegungen der Karosse deutlich reduziert werden, was wiederum mehr Sicherheit vermittelt. Zu haben ist der Facelift-GLK bereits ab 38.470 Euro.

Mercedes GLK 220 CDI

• Motor: 2,2-Liter-VierzylinderTurbodiesel • Leistung: 125 kW/170 PS • Drehmoment: 400 Nm zwischen 1.400 und 2.800 U/min • Beschleunigung: 8,5 sec von 0 auf 100 km/h • Spitze: 205 km/h • Testverbrauch: 6,8 Liter/100 km • Crashsicherheit: 5***** (89 % lt. NCAP) • Preis: ab 38.570 Euro (200 CDI)

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Drei mal drei Der 3er BMW ist zweifelsohne ein gelungenes Auto und eines der wichtigsten Produkte des bayrischen Herstellers. Doch welche Motorisierung ist die bessere? Dieser Frage gingen wir auf den Grund und fuhren dafür den 330d, 328i und 316d. // Text und Fotos: Bruno König

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lar, der Stärkste muss doch auch der Beste sein, oder? Was sich früher meist bewahrheitete, muss heute nicht zwangsläufig so sein. Moderne Dieselmotoren vermitteln dank ihres enormen Drehmoments schon mit weit weniger Leistung mindestens genauso viel Fahrspaß wie stärkere Benziner. So auch beim 316d. Obwohl nur mit relativ schwachen 116 PS bestückt, stemmt der Vierzylinder ordentliche 260 Nm Drehmoment. Das ergibt einen Sprint von 11 Sekunden auf 100 und reicht für eine Spitze von 200 km/h. Spitze ist dabei auch der Verbrauch des kleinen Diesels: nur 6,3 Liter auf 100 km.

Der Benziner

Der 328i xDrive ist der Benziner unter den Dreien und glänzt mit 245 PS. Genauso wie die beiden Dieselmodelle wird nun auch der 328i mittels Turbotechnologie aufgeladen. Dafür hat er jedoch zwei Zylinder seiner früheren sechs entbehren müssen. Die gute Akustik der BMW-6-Zylinder fehlt, leistungsmäßig allerdings gibt’s nichts zu meckern. 5,7 Sekunden auf Landstraßentempo und 250 km/h Spitze. Der Verbrauch liegt bei rund 8,3 Liter im Schnitt.

Der Stärkste

Der Stärkste im Trio ist der 330d. Beein-

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druckende 258 PS stark und ein brachiales Drehmoment von 560 Nm, das bereits bei 1.500 Umdrehungen anliegt. Das schiebt den 3er in nur 5,6 Sekunden auf 100 km/h und ermöglicht ihm ebenfalls elektronisch abgeriegelte 250 Spitze. Der Verbrauch allerdings liegt deutlich niedriger. Gerade einmal 6,8 Liter nahm der bärenstarke Dreiliter-6-Zylinder zu sich.

Fazit

Ausstattung und Verarbeitung waren in allen Dreiern nahezu perfekt. Wer sich einige Extras zur Serienausstattung wünscht, sollte die Kreuzchen allerdings vorsichtig und überlegt

setzen. Der Kaufpreis klettert dadurch rasant nach oben. Ansonsten muss gesagt werden, dass hier doch der Stärkste als Sieger hervorging. Weniger ob der Tatsache der meisten PS, sondern viel mehr wegen des hervorragenden Motors im 330d. Kraftentfaltung, Laufruhe und Effizienz zählen zum Besten, was die Motorenbauer aktuell zu bieten haben. Natürlich muss das Geldbörserl den nötigen Inhalt liefern. Unter 48.850 Euro (Limo) ist ein 330d nicht zu haben. Beim 316d würde man mit 31.750 Euro das Auslangen finden. Und für den 328i xDrive verlangt der Händler mindestens 39.950 Euro ohne zusätzliche Kreuzchen auf der Bestellung.


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Ideal für die Familie: der neue Verso

Toyota-Händler Willi Bacher freut sich auf die neuen Modelle und ein herausforderndes Autojahr

Moderne Linien, sauberer Antrieb: Toyota Auris Touring Sport

Geht möglicherweise in Serie: GT86 Cabrio

Wendig wie ein Motorrad, sicher und praktisch wie ein Auto: i-Road

Emotionale Nummer 1 Vorbei sind die Zeiten, als Toyota biedere 0815-Autos baute. Die neuen Modelle sprühen vor Emotionalität und ansprechendem Design. Sie sollen dafür sorgen, dass die Japaner auch in Zukunft die Nummer 1 der Automobilhersteller bleiben.

// Text: Bruno König, Fotos: Bruno König, Werk

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ehr als 320.000 Mitarbeiter beschäftigt der japanische Automobilriese. 2012 wurden mehr als 9,7 Millionen Fahrzeuge gebaut. Damit steht Toyota unangefochten an der Spitze der Hersteller. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, kommen 2013 gleich mehrere neue Modelle auf den Markt. Dass Toyota die zuverlässigsten Autos baut,

zeigen die Pannenstatistiken seit vielen Jahren eindrucksvoll. Doch öfters litt das Design unter den manchmal biederen Karossen. Das soll sich ändern und wird es auch.

Emotionale Autos

Wie ernst es Toyota damit meint, zeigte der 83. Internationale Automobilsalon in Genf. Der großzügige Stand der Japaner war ge-

prägt von Emotionen und Lebensfreude. Mitverantwortlich dafür war der offene Sportwagen GT86 oder die Konzeptstudie i-Road – ein dreirädriges Elektrofahrzeug, das wendig wie ein Motorrad und dabei sicher und praktisch wie ein Auto ist. Aber auch die Serienmodelle RAV4, Auris Touring Sport oder der facegeliftete Verso vermitteln neue Emotion und moderne Linien. eco.nova

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Kühler Schwede Sportliches Design und sicherheitstechnisch am letzten Stand: So tritt der neue Volvo V40 an, die heiß umkämpfte untere Mittelklasse aufzumischen. // Text und Fotos: Bruno König

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ie Konkurrenten des feschen V40 sind nicht irgendwer, sondern ordentliche Kaliber vom Schlage eines Audi A3 oder BMW 1er. Deshalb mussten sich die Volvo-Ingenieure schon ordentlich ins Zeug legen. Mit

Erfolg: Die markentypische Schnauze, geschwungene Seitenlinie und weit hinaufgezogene Rückleuchten verleihen dem V40 einen sportlichen und unverkennbaren Auftritt. Typisch für Volvo sind nach wie vor die zahlreichen Sicherheitssysteme. Vom City-Safe-

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Für aktives Fahren

ty mit automatischer Notbremse über Spurhalteassist bis hin zum Spurwechselassistenten reicht die Palette im V40. Im Falle einer Kollision mit einem Fußgänger polstert ein neuartiger Außenairbag Scheibenwischer und Windschutzscheibe ab. Sein 5-Zylinder-Dieselherz mit 150 Pferdchen sorgt für flottes und sparsames Vorankommen. Gut neun Sekunden auf Tempo 100 und eine Spitze von 205 km/h bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 6,9 Liter sind ein Wort. Zu haben ist der kühle Schwede schon ab 23.600 Euro.


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CE-IX-FÜNF Den Boom bei den kompakten SUVs will kein Hersteller verschlafen. Auch Mazda nicht und stellt nach dem CX-7 den hübschen und agilen CX-5 auf die Beine. 175 Diesel-PS und wenig Gewicht machen den Gelände-Mazda zum flotten Begleiter. // Text und Fotos: Bruno König

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ein optisch kann es der CX5 mit seinen Marktbegleitern locker aufnehmen. Schmale Lichter vorne und eine wellenförmige Seitenlinie bescheren dem Japaner einen besonders dynamischen Auftritt. Da die Karosse aus über 60 Prozent hochfesten Stählen besteht, die dünner sind und damit weniger Gewicht auf die Waage bringen, ist der CX-5 deutlich leichter als etwa sein schärfster Konkurrent aus Deutschland. Das macht sich vor allem in der Fahrdynamik bemerkbar. Agil, sicher und zügig lässt sich der Kompakt-SUV bewegen. Der 2,2-Liter-Diesel mit 175 PS hat mit dem 1,6-Tonner leichtes Spiel und stemmt bereits knapp über Leerlaufdrehzahl beachtliche 420 Nm auf die Welle. Die Kraftentfaltung bleibt bis etwa 5.000 Umdrehungen gleichmäßig und bietet damit ein breit nutzbares Drehzahlband. Gelungen ist den Mazda-Technikern auch die Geräuschdämmung zum Innenraum. Auch bei höheren Geschwindigkeiten drin-

gen kaum Wind- und Motorengeräusche bis zu den Insassen vor. Keinen Maßstab setzen die Japaner allerdings beim Verbrauch des Triebwerkes. 7,6 Liter im Schnitt sind zwar o.k., aber keine Meisterleistung.

Rundum gelungen

Der positive Eindruck von außen setzt sich im Innenraum fort. Gute Materialien und Topverarbeitung geben keinerlei Anlass zur Kritik. Im Gegenteil: Das weich geschäumte Armaturenbrett vermittelt einen ebenso hochwertigen Eindruck wie Schalter und Bedienelemente für das gut funktionierende Navi. Die bequemen Sitze für die vorderen Passagiere, überzogen mit feinem Leder, lassen ausreichend Platz für zwei Mitfahrer im Fond. Dank 2,70 Meter Radstand bleibt dann auch noch Raum für das Wochenendgepäck für vier. Der intelligente Allradantrieb regelt alles von selbst und leitet bei durchdrehenden Vorderrädern blitzschnell und automatisch bis zu

50 Prozent der Kraft an die Hinterachse weiter. Das Fahrwerk ist sportlich und harmoniert gut mit der direkten Lenkung. Wenn Mazda nun auch noch die Lieferzeiten in den Griff bekommt, könnte der CX-5 zum echten Tiguan-Schreck werden. Ab 24.990 Euro geht’s los.

Mazda CX-5 2,2 D-AWD

• Motor: 2,2-Liter-VierzylinderTurbodiesel • Leistung: 129 kW/175 PS • Drehmoment: 420 Nm bei 2.000 U/ min • Beschleunigung: 9,4 sec von 0 auf 100 km/h • Spitze: 204 km/h • Testverbrauch: 7,6 Liter/100 km • CO2-Ausstoß: 144 g/km • Crashsicherheit: 5***** (94 % lt. NCAP) • Preis: ab 24.990 Euro (2,0i 2WD), ab 36.590 Euro (2,2 D-AWD)

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Tirol goes Genf Großes Interesse zeigten die Tiroler Autohändler anlässlich des Ausfluges auf den 83. Internationalen Automobilsalon in Genf. Die Wirtschaftskammer Tirol lud die heimischen Branchenprofis zur Neuheitenschau in die französische Schweiz. // Text und Fotos: Bruno König

VW zeigte erstmalig den Golf 7 Variant

Tiroler Autohändler zu Gast in Genf

Renaults neuer Captur Schön und sündteuer: McLaren P1

Effizienz im Rampenlicht

Messehighlight i-Road von Toyota

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er KFZ-Handel hat trotz schlechter Vorhersagen einen sehr guten Jahresstart hingelegt. Womöglich trug auch das positiv dazu bei, dass die heimischen Händler so zahlreiches Interesse für den Ausflug nach Genf zeigten. Gremialobmann Wolfgang Rötzer und sein Geschäftsführer Marco Stütz charterten aus diesem Grund gleich zwei „Dornier 328“ der Welcome Air, um Anfang März in Richtung Westen abzuheben.

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Zur Freude vieler Besucher standen nicht, wie noch in den Vorjahren, die kaum alltagstauglichen Elektrofahrzeuge im Rampenlicht, sondern vielmehr die höchst effizienten Produkte der weltweiten Hersteller. So zeigte Ford den Ecosport, einen kleinen SUV, der im Herbst nun auch nach Europa kommt, Alfa mit dem 4C den Bruder des 8C und Opel öffnete das Dach und präsentierte erstmalig das Cascada-Cabrio. Volkswagen machte den Golf auf Variant und zeigte daneben den brandheißen 180 PS starken Seat Leon Cupra. Die Franzosen begeisterten mit dem Peugeot 2008, dem Renault Clio RS 200 und dem Captur. Emotionen weckte auch Toyota. Zum einen flitzte auf dem Stand der weltweiten Nummer 1 der Automobilbauer ein dreirädiges „iRoad“ herum, zum anderen zeigten die Japaner den neuen RAV4 und den Auris Sports Tourer sowie den Verso. Bei BMW wurde der 3er GT bestaunt, bei

Audi präsentierten die Ingolstädter den brutalen RS6, einen RSQ3 und den Hybrid A3.

Besuchermagnet Sportwagen

Bei Porsche drängten sich die Besucher um den Cayenne Turbo S und den 911 GT3. Lamborghini zeigte den Prototypen Veneno und McLaren setzte den Supersportler P1 in Szene. Ferrari präsentierte erstmals den LaFerrari, ein 960-PS-Monster, das nur 499mal gebaut wird.

Manfred Santer in Genf verstorben

Ein tragisches Ende fand der diesjährige Auftritt des Tiroler Unternehmens MS-Design. Firmengründer Manfred Santer verstarb 55-jährig vermutlich an den Folgen eines Herzinfarktes am ersten Tag der Messe.


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premium-hochprozentiges Seit der Einführung von SPAR PREMIUM im Herbst 2010 sucht der Lebensmittelhändler nach fruchtbaren Kooperationen mit heimischen Qualitätsproduzenten. Nach Haubenköchin Johanna Maier, Chocolatier Josef Zotter, Marmeladenkönig Hans Staud und „Kaiser der Paradeiser“ Erich Stekovics sind seit Neuestem auch Hans Reisetbauer und Alois Gölles mit an Bord. Ihr im wahrsten Sinne fruchtiger Beitrag: vier Top-Edelbrände mit den Sorten Marille, Alte Zwetschke, Alter Apfel und Williams Birne. In internationalen Kennerkreisen schon bekannt, sehen die beiden Produzenten den Einstieg in den heimischen Lebensmittelhandel als zukunftsträchtiges Modell für kleinere Qualitätshersteller.

guter sound schön verpackt Laut Presseaussendung versteht sich SOL Republic als ein weltweit agierendes Consumer-Electronics-Unternehmen, das sich auf die Verbesserung der menschlichen Lebensqualität spezialisiert hat. So weit würden wir zwar nicht gehen, immerhin handelt es sich hier um einen Kopfhörer und nicht den Stein der Weisen. Trotzdem finden wir das Teil richtig gut. Gegründet von den CE-Veteranen Kevin Lee, Scott Hix und Seth Combs, macht SOL Republic mit Preisen von 100 bis 180 Euro großen Sound erschwinglich. Die SOL Tracks Ultra bieten dank V12-Sound-Engine ein tolles Klangerlebnis und sind zudem dank tauschbarer Headbands komplett individualisierbar, denn die nahezu unkaputtbaren Kopfbügel sind in verschiedenen Designs erhältlich. Da der Kopfhörer zudem besonders leicht ist, ist er ideal für unterwegs ...

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dubai: stadt der superlative Um Dubai zu beschreiben, ist man stets versucht, Wörter wie „erste, größte, teuerste, opulenteste oder fremdartigste“ zu verwenden. Wo sonst findet man ein Sieben-Sterne-Hotel wie das Burj Al Arab, wo sonst kann man 200 von Menschenhand geschaffene Inseln in Form der Länder dieser Welt besuchen oder das höchste Gebäude der Welt besteigen? Und inmitten all dieser kompromisslosen Modernität, in der Sie nach einem Bad im Meer das Angebot der Designerboutiquen erkunden, eine Runde Golf spielen oder in einem Teppanyaki-Restaurant schlemmen, tauchen Sie unvermittelt in die Düfte der jahrhundertealten Souks ein, um nach Herzenslust zu feilschen. Aber kaum verlässt man die Stadt Dubai, wird das Leben traditioneller und gemütlicher. Durchstreifen Sie die atemberaubende Bergwelt oder entdecken Sie auf einer Jeepsafari die Schönheit der Wüste, speisen Sie in einem Berberzelt bei orientalischen Klängen oder erkunden Sie die herrlichen Strände der Ostküste. Überall werden Sie auf freundliche, entgegenkommende Menschen treffen, die gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen, auch wenn Sie keine gemeinsame Sprache sprechen.

hoteltipp: Jumeirah Zabeel Saray*****

Das Jumeirah Zabeel Saray ist ein wahrhaft luxuriöses Strand­resort auf der westlichen Hälfte der unverkennbaren Palm Jumeirah. Die reizvolle Innenarchitektur ist den osmanischen Palästen nachempfunden und wartet mit handbemalten Verkleidungen, türkischen Kunstwerken und beeindruckenden Wandmalereien auf. Das Resort bietet von der Abgeschiedenheit seiner Privatstrände aus einen atemberaubenden Blick auf den Persischen Golf und Dubais beeindruckende Skyline. Alle anderen Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote Dubais liegen in unmittelbarer Nähe. Mit dem weltweit größten Türkischen Bad und einem großen Angebot an Behandlungen lockt das Royal Spa. Sportliche Gäste haben im Zabeel Saray Hotel die Wahl zwischen vielen Sporteinrichtungen, wie dem Fitnesscenter, einem Tennis- oder Basketballplatz. Infos & Buchungen: Reisestudio QoolTOUR, Fürstenweg 55, Innsbruck, www.qooltour.at

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Die Verbindung aus Kunst und Natur macht die Gärten von Schloss Trauttmansdorff, dem ehemaligen Feriensitz von Kaiserin Sissi, zu einer weltweit einzigartigen Sehenswürdigkeit. Die vielfältigen Gartenlandschaften mit Pflanzen aus aller Welt gepaart mit moderner Architektur und hohem Erlebnisfaktor kreieren ein stimmungsvolles Gesamtpaket und adeln die Gärten zu Südtirols Ausflugsziel Nr. 1.

Eine Stadt blüht auf Südtirol hat für uns Nordtiroler zweifelsohne seine Vorzüge: sehr nah und doch weit genug weg, um in Urlaubsstimmung zu kommen. Das Klima, das Essen, das Flair ... der mediterrane Einfluss ist allgegenwärtig und lässt sogar vergessen, dass man hier unsere Sprache spricht. Nicht einmal zwei Autostunden südlich von Innsbruck liegt Meran, das als „Südbalkon der Alpen“ bereits unzählige Maler, Musiker und Poeten inspiriert und sich als Kulturstadt ebenso einen Namen gemacht hat wie durch seine kulinarischen Genüsse. Und einen ganz besonderen Garten ... // Fotos: Die Gärten von Trauttmansdorff/Meran 134

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enn die Russen kommen, dann kommen sie über den Brenner, den Reschen, über Tarvis oder Winnebach. In weniger als einem Tag, so hatten es sich die Generäle des westlichen Verteidigungsbündnisses gedacht, könnte die Rote Armee von den Außengrenzen des Warschauer Paktes den Norden Italiens erreichen. Wenn die

Deutschen kommen, dann kommen sie über den Brenner, den Reschen oder Winnebach. So hatte es sich Benito Mussolini gedacht – und errichtete aus Angst vor seinem verbündeten Gesinnungsgenossen den Vallo Alpino del Littorio. Wenn die Franzosen kommen, dann kommen sie über Taufers im Münstertal, den Nonsberg oder Salurn. So hatten es sich Habsburger Militärstrategen Ende des

18. Jahrhunderts gedacht. (Aus „Auf nach Südtirol“, Folio Verlag). Südtirol war immer schon begehrt. Freilich auch heute noch, wenn auch aus anderen Gründen.

Meran: Stadt der Gärten

Viel Sonne und milde Winter kennzeichnen das Klima von Meran. Der Kranz der über 3.000 Meter hohen Berggipfel der Texeleco.nova

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Mitte März haben die Gärten von Schloss Trauttmansdorff auf der Garden Tourism Conference in Toronto, Kanada, die begehrte Auszeichnung „Internationaler Garten des Jahres 2013“ erhalten. Nach den Titeln „Schönster Garten Italiens“ 2005 und „Europas Garten Nr. 6“ 2006 sind die Gärten von Schloss Trauttmansdorff damit in die Liga der berühmtesten Gärten und Parks weltweit aufgestiegen.

gruppe schirmt im Norden das Meraner Talbecken ab. Die Milde des Klimas zeigt sich dabei am deutlichsten im Reichtum an exotischen und mediterranen Pflanzen: Zedern, Palmen, Mandelbäume, Oleander, Granatäpfel- und Lorbeerbäume, Kakteen und Winterjasmin säumen die zahlreichen Parks, weitläufigen Gartenanlagen und Spazierwege. Alles zusammen findet sich unter anderem in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff, die Meran, das auf eine traditionsreiche touristische Geschichte zurückblickt, neue Impulse gaben. Rund 400.000 Besucher

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besichtigen während der rund siebenmonatigen Gartensaison die über 80 Landschaften und zahlreichen Kunstwerke in den botanischen Gärten. Nicht ganz verkehrt war also der Gedanke, inmitten von Südtirols Besucherattraktion Nr. 1 auch das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus, kurz Touriseum (www.touriseum.at), als originelles Erlebnismuseum zu etablieren.

Blühende Gartenwelten

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff am östlichen Stadtrand von Meran erstrecken

sich in Form eines natürlichen, terrassierten Amphitheaters über einen Höhenunterschied von mehr als 100 Metern und eröffnen damit nicht nur Einblicke in die vielfältige Fauna, sondern auch Ausblicke auf die umliegende Bergwelt. Auf einer Fläche von 12 ha finden sich Pflanzen aus aller Welt, deren Erscheinungsbild sich Woche für Woche ändert. Den Frühling läutet ein Meer Abertausender Tulpen ein, gefolgt von Rhododendren, Päonien und Rosen. Im Sommer leuchtet farbintensiver Lavendel, frische Zitronenbäume säumen das Frühstück im kaiserlichen Garten und bei sommernächtlichen Konzerten liegt der schwere Duft von Rosen und Lotos in der Nase, bis die Zeit köstlicher Früchte die Gärten in stimmungsvolle Herbstfarben taucht. Hier versammelt sich die ganze Welt in einem Garten, in dem es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Informativ, lehrreich und mit einem fröhlichen Augenzwinkern präsentieren die Gärten von Schloss Trautmannsdorff eine Vielzahl bunter Landschaften aus mannigfaltigen Perspektiven. Saison für Saison überrascht der „schönste Garten Italiens“ mit neuen Attraktionen und Veranstaltungen und sorgt damit dafür, dass man immer wieder gerne kommt. Nachdem im Jubiläumsjahr 2011 (die Gärten feierten ihren 10. Geburtstag) der Multimedia-Parcours „Die Botanische Unterwelt“ und in der Saison 2012 die Sonderausstellung zum Thema „Wurzel, Knolle & Co.“ die Gartengäste in die verborgenen Welten unter der Erdoberfläche entführten, steht das Gartenjahr 2013 im Zeichen exotischer Flora und Fauna. Im Spätsommer steht nämlich die Eröffnung des neuen Glashauses und mit ihr die Präsentation einer ganz besonderen Pflanzensammlung samt Terrarium mit teils ausgefallenen Bewohnern am Plan: Tropische Laubfrösche, ägyptische Wüstenheuschrecken, Leguane und „Wandelnde Äste“ machen Natur zum Erlebnis.

Gärten von Schloss Trauttmansdorff www.trauttmansdorff.it

Öffnungszeiten: 29. März bis 31. Oktober von 9 bis 19 Uhr 1. bis 15. November von 9 bis 17 Uhr Freitags im Juni, Juli und August: 9 bis 23 Uhr Event-Highlights 2013: Gartennächte – World Music Festival: donnerstags von Juni bis August Frühstück bei Sissi: sonntags im Juni Trauttmansdorff nach Feierabend: lange Freitagabende im Juni, Juli und August bis 23 Uhr


Meran und mehr Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind zweifelsohne schon für sich einen Besuch wert. Wenn Sie aber schon mal hier sind, machen Sie Ihren Ausflug doch auch gleich zu einem kulinarischen Highlight. Ein paar Tipps haben wir hier für Sie zusammengestellt. Und weil’s doch viel schöner ist, gutes Essen mit einem Glas Wein zu veredeln und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, als sich noch über den Brenner zu kämpfen, können wir auch gerne das ein oder andere Hotel empfehlen. Essen & Trinken

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• Der Klassiker: Seit 1991 zählt Andrea Fegnolio mit seinem „Sissi“ zu den Fixpunkten in der Südtiroler Gastronomieszene. Das sonnendurchflutete Haus liegt in Sichtnähe zum Meraner Prachtboulevard und lässt mit seiner Küche selbst kulinarisch Verwöhnte ins Schwärmen geraten. Restaurant Sissi, Via Galilei 44, Meran, Tel.: +39/0473/231062, sissi@andreafenoglio.com, www.andreafenoglio.com – (1) • Fundstück: Zusätzlich zu einem herrlichen Delikatessenladen gibt’s im „Seibstock“ ein kleines Bistro mit feinster Kost aus Berg und Tal. Das meiste davon ist selbst hergestellt, die Lebensmittel dazu werden penibel ausgesucht, ebenso wie die erlesenen Weine. Gegessen wird im Kellergewölbe, während man dem Speck beim Reifen zusieht. Seibstock Delikatessen, Lauben 227, Meran, Tel.: +39/0473/237107, info@steibstock.com, www.seibstock.com – (2) • Geheimtipp: Oberhalb von Dorf Tirol liegt das „Culinaria im Farmerkreuz“. Hier genießt man eine geradlinige, klare Küche, regional mit mediterranem Einfluss. Die beiden Brüder Manfred und Stefan Kofler haben zunächst im Ausland Erfahrung gesammelt, bevor sie das einst traditionelle Ausflugslokal übernahmen und in ein stilvolles Panoramarestaurant verwandelten. Culinaria im Farmerkreuz, Haslachstraße 105, Dorf Tirol, Tel.: +39/0473/923 508, info@culinaria-im-farmerkreuz.it, www.culinaria-im-farmerkreuz.it – (3) • Einkaufswelt: Mitten in Meran, direkt im Kurhaus wurde im März 2010 auf 450 Quadratmetern „Pur Südtirol“ eröffnet – ein Schaufenster bäuerlicher Qualitätsprodukte. Hier können Sie ein Stück Südtirol auch gleich mit nach Hause nehmen. Pur Südtirol, Freiheitsstraße 35, Meran, Tel.: +39/0473/012140, info@pursuedtirol.com, www.pursuedtirol.com (mit Onlineshop!)

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Schlafen • Design: Mitten im Zentrum von Meran liegt das Hotel Imperialart, in dem keines der 11 Kunstzimmer dem anderen gleicht. Hier verschmelzen moderne innenarchitektonische Highlights mit dem traditionsreichen Jugendstilgebäude. Hotel Imperialart, Freiheitsstraße 110, Meran, Tel.: +39/0473/237172, info@imperialart.it, www.imperialart.it – (4) • Lifestyle: Relaxen steht im stylishen Hotel Therme Meran ganz oben. Die Zimmer: klar und edel mit der Extraportion Lifestyle. Nur wenige Schritte vom Hotel entfernt und bequem durch einen eigenen „Bademanteltunnel“ erreichbar, liegt Südtirols einzige Therme – entworfen von Stararchitekt Matteo Thun. Die ist übrigens auch einen Besuch wert, wenn Sie nicht im Hotel übernachten! Hotel Therme Meran, Thermenplatz 1, Meran, Tel.: +39/0473/259000, info@hotelthermemeran.it, www.hotelthermemeran.it – (5) • Wohlfühlen: Oberhalb der Kurstadt Meran liegt das Dorf Tirol und bietet eine herrliche Panoramaaussicht auf das Meranerland und seine Bergwelt. Im Hotel Gartner wohnt man in individuell gestalteten modernen Zimmern, die mit viel Liebe zum Detail eingerichtet wurden. Hotel Gartner, Dorf Tirol, Tel.: +39/0473/923414, info@hotelgartner.it, www.hotelgartner.it – (6)

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Die Philosophie eines Kaugummis

Eigentlich hätte es ein Gespräch über das neue Lifestyle-Getränk „Trypto“ werden sollen. Geworden ist es eines über Philosophie und Lebensgefühl. Was den beiden Menschen hinter der Marke, Dr. Marianna Pircher und Thomas Klammer, gar nicht so unrecht sein dürfte, denn Trypto soll mehr sein als ein Drink. Viel mehr ist es das Transportmittel einer Message. Und begonnen hat sowieso alles mit einem Kaugummi. // Text: Marina Kremser

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„Wir wollen weg von dem Höher – Schneller – Weiter. In der Ruhe liegt die Kraft und die besten Ideen kommen in Zeiten der Entspannung.“ Dr. Marianna Pircher und Thomas Klammer, Trypto

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ass es ein ungewöhnlicher Talk werden würde, hätte man erahnen können, wenn man weiß, dass man einer Psychologin und Naturwissenschaftlerin und einem ehemaligen Werber und heutigem systemischen Coach gegenübersitzt. Eine Kombi, die auf ihre ganz spezielle Weise miteinander harmoniert.

Die Stressabbauer

Es war die Dissertation von Dr. Marianna Pircher, Psychologin mit Praxis in Hall in Tirol, die die Basis für die Rezeptur von Trypto legte. Konkret geht es darum, dass die essentielle Aminosäure Tryptophan die Grundlage des Hormons Serotonin bildet, das wiederum für den Gemütszustand, Schlafrhythmus oder auch die Körpertemperatur zuständig ist. Ist der Serotonin-Spiegel im Gleichgewicht, fühlen wir uns entspannt und gleichzeitig stressresistent und leistungsfähig. Unser Serotonin-Depot sollte also stets gut gefüllt sein. Die Crux an der Sache: Tryptophan kann der Körper nicht selbst bilden. Es muss also von außen zugeführt werden. Dies veranlasste Dr. Marianne Pircher dazu, eine Möglichkeit zu finden, dem Körper eben jenes Tryptophan möglichst unkompliziert zukommen zu lassen. Manchmal liegt die Sache dabei näher als man glaubt: Selbst passionierte Kaugummi-Kauerin packte sie die Aminosäure einfach in einen Chewing gum. Wie’s schließlich zum Drink kam? „Die Positionierung eines Kaugummis im Handel ist wahnsinnig schwierig, weil wir anfangs auch gar nicht wussten, in welche Kategorie unser Produkt einzuordnen ist. Also haben wie einen passenden Drink entwickelt, den wir vorrangig über die Gastronomie und Sportshops absetzen“, so Geschäftsführer Thomas Klammer. Trypto will man dabei nicht als Energydrink verstanden wissen, weil diese in der Regel nur kurzfristig aufputschen. Trypto

hingegen liefert durch das laufende Auffüllen des Serotonin-Spiegels eine sehr subtile Art von Energie, weil es auf den ersten Blick das genaue Gegenteil bewirkt: Es entspannt. Doch Pircher und Klammer sind sich einig: „Wer Leistung erbringen will, muss gechillt sein. Wir sind quasi der Gegenpart zum allgemein gültigen Höher, Schneller und Weiter.“ Den Drink in die Sedativum-Schublade zu stecken, wäre aber auch falsch. Klammer: „Wir gehen mit Trypto in Richtung Essential Drink. Aber eigentlich wollen wir nicht nur unser Produkt verkaufen, sondern vor allem Sinn stiften.“

Weniger ist mehr

Viele Menschen definieren sich heute über ihren Stresslevel. Gehetzt zu sein und viel zu tun zu haben, ist ein Zeichen für Erfolg. Pircher und Klammer wollen weg davon und halten ein brennendes Plädoyer für mehr Ruhe und Gelassenheit im Leben. Trypto soll im Laufe der Zeit zu einem Anker werden, der in schöner Regelmäßigkeit daran erinnert, einen Gang zurückzuschalten. Daran halten sich auch die beiden.

Bei der Gründung des Unternehmens stand nicht der Businessplan an erster Stelle. Einen solchen gibt es bis heute nicht. Stattdessen wurden in einem Leitbild klare Werte und Grundsätze definiert – quasi ein Ziel hinter dem Ziel –, nach denen sich alle handelnden und beteiligten Personen richten. Klammer: „Wir propagieren einen gänzlich anderen Lifestyle.“ Nicht umsonst steht gleich auf Seite 2 des Leitbildes: „Unternehmen, die rein auf wirtschaftlichen Erfolg fixiert sind, sind viel zu bescheiden.“ Und weiter: „Unsere gemeinsame Vision besteht darin, einen Beitrag zu einer mutigen, ausgeglichenen und offenen Gesellschaft zu leisten. Eine Gesellschaft, die klare Werte hat und lebt, sinnorientiert handelt, sich an Träumen orientiert und Taten folgen lässt.“ Und weil sich das gesamte Leitbild (steht übrigens zum Download unter www.trypto.at bereit) schwer einfach so nebenher erklären lässt, stehen Drink und Kaugummi stellvertretend dafür. Beides schmeckt übrigens leicht mandelig-kirschig – und sollte es seinen Calmdown-Effekt nicht gleich erfüllen, so ist’s wenigstens lecker.

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Österreich, ein Weinbauland mit enormer Sortenvielfalt Der Weinanbau in Österreich hat eine lange Tradition. Schon die Kelten und ihre illyrischen Vorgänger dürften sich für den Rebensaft begeistert haben, systematisch angebaut haben den Wein in unseren Breiten allerdings erst die Römer um Christi Geburt. Die österreichischen Winzer haben es in den letzten Jahren verstanden, eine äußerst geglückte Verbindung aus Weinbautradition und zeitgemäßer Verarbeitungstechnik zu schaffen. Die Qualität kann sich international sehen lassen und so kommen auch die Tiroler Weinhändler nicht umhin, heimischen Wein in ihr Sortiment aufzunehmen. Sie wissen um die edlen Tropfen aus österreichischen Gefilden bestens Bescheid und beraten ihre Kunden bei der Suche nach dem optimalen Wein für jeden Anlass. // Text: Paul Salchner, Foto: ÖWM / Lukan

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ie größten Weinanbauflächen finden sich weltweit gesehen in Spanien, Frankreich und Italien und in diesen drei Ländern wird auch der meiste Wein produziert – zusammen kommen sie auf rund 50 Prozent der Weltjahresproduktion; international gesehen spielen außerdem die Vereinigten Staaten eine bedeutende Rolle in Sachen Weinproduktion. Im Vergleich dazu nimmt der in Österreich erzeugte Wein eine untergeordnete Rolle ein: Sowohl der Anteil an den weltweit bewirtschafteten Weinanbauflächen als auch jener an produziertem Wein bewegen sich deutlich unter einem Prozent. Trotzdem findet sich österreichischer Wein auf jeder guten Weinkarte und wird von Weinkennern geschätzt. „Es

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gibt seit Jahren den Trend, dass die Gastronomen in den Tourismusregionen stark auf heimische Weine setzen, weil die Gäste gerne ein Stück Österreich konsumieren“, so Daniel Ribis von der Vinoribis Privatkellerei in Neustift im Stubaital, die der Absolvent der Weinakademie und ausgebildete Diplomsommelier seit dem Jahr 2005 leitet.

Optimale Rahmenbedingungen

Der Weinbau in Österreich blickt auf eine lange Tradition zurück und so gehören die Weinreben in bestimmten Regionen zum typischen Landschaftsbild. Auch gibt es in Österreich typische Rebsorten, von denen viele nur in heimischen Weinbaugebieten vorkom-

men. Dort finden sie in Kombination mit idealen klimatischen und geologischen Bedingungen beste Voraussetzungen für authentische, unverwechselbare Weine mit Charakter und Persönlichkeit. Neben dem Engagement der österreichischen Winzer und ihrem Streben nach Qualität zeichnet zudem die Vielfalt die österreichische Weinbaukunst aus. Die Palette reicht von spritzigen, leichten bis zu kraftvollen Weißweinen, aber auch von fruchtigen bis zu gehaltvollen, langlebigen Rotweinen und nicht zuletzt werden hochwertige Süßweine und Schaumweine in Österreich produziert. „Im Weißwein- und Süßweinsegment liegt Österreich sogar im internationalen Spitzenfeld. Die hier erzeugten Rieslinge gehören zu den bes-


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„Österreichische WeiSS- und SüSSweine gehören zu den besten weltweit.“ Daniel Ribis

ten weltweit. Außerdem wird die Weinbauregion rund um den Neusiedler See in einem Atemzug mit den besten Süßweingegenden der Welt wie Tokaj in Ungarn und Sauternes in Frankreich genannt“, bricht Daniel Ribis eine Lanze für den österreichischen Wein.

Tradition wie kaum anderswo

Schon die Kelten und vermutlich sogar ihre illyrischen Vorgänger haben Kulturreben in einer sehr einfachen Form des Weinanbaus gezogen. So hat man unter anderem in einem Grabhügel aus der Hallstattzeit im burgenländischen Weinbauort Zagersdorf eindeutig Traubenkerne gefunden. Mit dem systematischen Weinbau in unseren Breiten begannen die Römer um Christi Geburt. Hinweise darauf finden sich unter anderem im Donauraum, rund um den Neusiedler See, aber auch in der Südsteiermark und damit in jenen Regionen, die noch heute vom Weinbau geprägt sind. Eine lange Tradition hat der Wein auch in Südtirol, das bekanntlich bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zu Österreich gehörte, aber auch in Nordtirol lassen sich Weingärten urkundlich bis in das 13. Jahrhundert nachweisen. Nachdem sich das Klima um 1700 veränderte („kleine Eiszeit“), verebbte der Weinanbau zunehmend. In den vergangenen Jahren erlebte der Nordtiroler Weinbau eine Wiedergeburt und so haben sich in Thaur und vor allem in Oberland (zum Beispiel in Haiming, Tarrenz oder Prutz) einige Idealisten gefunden, die den Weinanbau wiederbelebten – und das mit Erfolg. „Für die Tiroler Weinhändler haben die hier produzierten Weine praktisch keine Bedeutung, weil ihre Menge zu gering ist. Aufgrund der Witterung mit zum Beispiel plötzlich auftretenden Kälteein­

brüchen ist es schwierig, dauerhaft Weinbau im gewerblichen Ausmaß zu betreiben“, so Ribis.

Stärkere Betonung der Herkunft

International unterscheidet man zwischen dem romanischen (Italien, Frankreich, Spanien) und dem germanischen Weinrecht (Österreich, Deutschland). Bei Ersterem wird eher die Herkunft in den Vordergrund gerückt, bei Zweiterem ist das eher bei der Sortenbezeichnung der Fall. Das bringt auch mit sich, dass etwa ein Österreicher auf die Frage, welchen Wein er getrunken habe, meist die Sorte (z. B. Chardonnay) und ein Konsument aus einem romanischen Land in der Regel die Region (z. B. Chianti, Bordeaux) nennt. Das hängt damit zusammen, dass in den romanischen Ländern die Angabe der Region (= Herkunft) quasi einer Beschreibung des Weins entspricht. „In Österreich bewegt sich derzeit einiges in dieser Hinsicht. Man möchte stärker die Region und den Charakter dieser in den Vordergrund rücken. Den ersten Schritt in Richtung gebietstypischer Weine machte man in Niederösterreich mit dem Weinviertel DAC, einem würzig-pfeffrigen Grünen Veltliner. Der letzte dazugekommene gebietstypische Wein ist der Neusiedler DAC, ein Zweigelt. Derzeit gibt es acht solche DAC-Gebiete. Durch die Hervorhebung der Herkunft – im Unterschied zur Rebsorte – soll es für den Konsumenten einfacher werden“, erläutert Experte Daniel Ribis.

Vielfalt an besonderen Rebsorten

In Österreich sind 22 weiße und 13 rote Rebsorten für die Produktion von Qualitätswein oder Qualitätswein besonderer Reife und Le-

seart (Prädikatswein) sowie von Landwein zugelassen, wobei sich der Rotweinanteil in den vergangenen beiden Jahrzehnten verdoppelt hat. Derzeit macht er rund ein Drittel der österreichischen Gesamtrebfläche von derzeit rund 46.000 Hektar aus. Das Weinanbauland Österreich verfügt über hervorragende Lagen für international bekannte Sorten, wie zum Beispiel Pinot Blanc, Chardonnay, Merlot oder Cabernet. „Der österreichische Weinbau zeichnet sich aber auch durch seine autochthonen Sorten aus, also durch jene, die ausschließlich in einer bestimmten Region vorkommen. Zu erwähnen sind hier der Grüne Veltliner, aber auch die in der Thermenregion angebauten Weißweinsorten Rotgipfler und Zierfandler, die in Kennerkreisen einen besonderen Stellenwert genießen. Nicht zu vergessen ist der Zweigelt, ein Rotwein, der ebenfalls zu den autochthonen Sorten gehört und fast nur in Österreich angebaut wird“, so Ribis.

weinbauregionen mit charakter Niederösterreich Mit 27.128 ha ist Niederösterreich die größte der vier heimischen Weinbauregionen. Es dominieren seit jeher die Weißweine, die rund 80 Prozent der gesamten Rebfläche ausmachen. Unter den weißen Rebsorten spielt der Grüne Veltliner mit einem Anteil von 50 Prozent die Hauptrolle. Burgenland Die Weinbauregion weist einen für Österreich hohen Rotwein-Anteil auf: Es werden rund 35 Prozent der Gesamtweinbaufläche von insgesamt 13.840 ha für den Rotweinanbau verwendet. Durch das spezielle Klima gedeihen im östlichsten Bundesland die körperreichsten Rotweine Österreichs. Steiermark Aufgrund der besonderen klimatischen Bedingungen wird der Weinbau vielfach auf steilen Hanglagen betrieben (gesamte Weinbaufläche 4.240 ha). Der neue Jahrgang wird mit dem leichten Junker Anfang November gefeiert, im Frühjahr kommen die trockenen „Klassik-Weine“ auf den Markt. Wien Eine untergeordnete Rolle spielt Wien (612 ha Weinbaufläche), das vornehmlich ein Weißwein-Anbaugebiet ist. Der typische Heurigenwein wird aus dem Gemischten Satz hergestellt, bei dem verschiedene Rebsorten im selben Weingarten angepflanzt und gemeinsam gekeltert werden.

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Die Künster Roman Habeler, Ernst Müller, Georg Loewit, Karl Gabl und Marcello Bizzarri mit Gastgeberin Dagmar Wresnik

IM GESPRÄCH

vernissage zum geburtstag Das BFI schenkte sich zum Geburtstag heuer selbst eine Ausstellung. Geschäftsführerin Dagmar Wresnik lud zur Vernissage mit einem unterhaltsamen Mix aus Kunst, Musik und Kulinarium. Fünf namhafte Künstler zeigen ihre Werke. Zugunsten der Kinderkrebshilfe Tirol wurden zusätzlich vier Kunstwerke von Toni Innauer, Raimund Margreiter, Mirjam Weichselbraun und Karl Schranz versteigert.

VIKING-Marketing- und Verkaufsleiter Wolfgang Simmer Doris Bergmann, Vorsitzende des Betriebsrates der RLB Tirol AG, Michaela Landauer, Geschäftsführerin des Tiroler Sozialmarktes Innsbruck, und RLB-Vorstandssprecher Hannes Schmid // Foto: Raiffeisen/Fischer

hilfe, die ankommt Die RLB rief ihre Mitarbeiter zum Spenden auf – mit großem Erfolg. Insgesamt kam dabei der stolze Betrag von 6.386,73 Euro für den Tiroler Sozialmarkt Innsbruck zusammen, den der Vorstand in der Folge auf 13.000 Euro aufrundete. Am Tiroler Freiwilligentag 2013 wurde der Verkaufsraum zudem von einem RLB-Mitarbeiterteam kostenlos renoviert (siehe Seite 146).

design-mäher Knapp vor Start der neuen Garten­saison heimste der Gartengeräte­hersteller VIKING ein weiters Mal einen DesignAward ein. Im wahrsten Sinne eingefahren wurde der „Universal Design Award 2013“ duch den Rasenmäher MB 448 TC, ein Modell aus der völlig neu konzipierten Serie 4. Die Einreichungen werden sowohl von einer Design-Expertenrunde als auch einer 100-köpfigen Verbraucherjury geprüft.

skifahren mit knieprothese Um ihren Patienten maximale Sicherheit bei sportlichen Aktivitäten zu geben, lud die Sportsclinic Austria zum Aktionstag „Skifahren und Skitouren gehen mit künstlichen Gelenken“. Die Unfallchirurgen und Sporttraumatologen Christian Fink, Christian Hoser und Peter Gföller begleiteten dabei 40 Patienten einen Tag lang auf der Piste. Christian Hoser (li.), Peter Gföller (2. v. l.) und Christian Fink (2. v. r.) mit ihren Patienten Gerlinde Kleiner, Fußballtrainer Didi Constantini und Karl Mayr, Leiter der Skischule Mutters-Natters

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Ablinger.Garber-Verlagschef Walter Garber, UMIT-Rektorin Christa Them und Tirols Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg

10 jahre umit In 10 Jahren hat sich die Privatunversität UMIT von einer Universität für Medizininformatik mit 19 Studierenden zur Health-&-LifeSciences-Universität mit 1.600 Studierenden und 160 Mitarbeitern entwickelt. Das Buch „10 Jahre UMIT – eine Chronik“ dokumentiert diese Erfolgsgeschichte. Das 168-seitige Werk von Alfred Fischer, Sabine Seitz, Katharina Kern und Hannes Schwaighofer fasst den Weg der modernen Bildungseinrichtung übersichtlich zusammen und wurde kürzlich im Medienturm des Haller Verlages Ablinger.Garber vorgestellt. „Wir verstehen die Chronik als interessantes Zeitdokument, in dem der Aufbau und die Entwicklung der UMIT in den ersten zehn Jahren dokumentiert wird“, fasst Rektorin Christa Them zusammen.


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TIWAG-Bauvorstand Johann Herdina, Künstlerin Patrica Karg, Gastgeber Reinhard Schretter und STRABAG-Tirol-Chef Manfred Lechner

Fröschl-Prokurist Thomas Mayr, Landesbaudirektor Robert Müller und Alpine-Tirol-Chef Martin Schwaiger beim Schmökern im Gästebuch // Fotos: Wolfgang Lackner

LR Patrizia Zoller-Frischauf, Gastgeber Markus Handle und Elisabeth BaldaufBracke, Vizepräsidentin des Damen-Lionsclubs Innsbruck-Victoria

Foto li.: Landtags-Vizepräsidentin Gabi Schiessling und Josef Rieder, ärztlicher Direktor der Tyrol Air Ambulance Foto re.: Conny Weestrich und Barbara Löberbauer

betonhuangart Bereits zum 17. Mal scharte der Vilser Baustoffhersteller Schretter & Cie. die maßgeblichen Persönlichkeiten der Baubranche auf Schloss Büchsenhausen um sich. Der seit vielen Jahren etablierte Beton­ huangart stellt einen wichtigen ersten Höhepunkt im Geschäftsjahr von Schretter & Cie dar. Auch heuer fanden wieder zahlreiche Geschäftsfreunde aus nah und fern eine unkonventionelle Plattform für angeregte Gespräche und Diskussionen. Dieses Mal hat die Geschäftsleitung auf die Vergabe des in der Branche begehrten Förderpreises verzichtet und stattdessen die Künstlerin Patricia Karg zu einem Referat über Beton & Kunst geladen.

Foto li.: Besitzer des Helbinghauses Wilfried Striessnig mit seiner Ehefrau Foto re.: Conny Van der Voorde, Priska Jung und Heidi Rappoort

schöne adresse Der Plastische Chirurg Dr. Markus Handle hat Anfang März seine neuen Räumlichkeiten im Helblinghaus in der Innsbrucker Altstadt eröffnet und bietet seinen vorwiegend weiblichen Kunden damit eine wahrlich schöne Adresse samt stilvollen Räumlichkeiten. Der Einladung zur Eröffnung waren zahlreiche Gäste gefolgt, die mit Köstlichkeiten von Sacher-Küchenchef Florian Prelog verwöhnt und Rhythmen von Gina aus Kuba unterhalten wurden.

Die Referenten des Bau- & Wohn-Forums in Innsbruck mit Volksbank-Vorstand Markus Hörmann (2. v. l.) // Foto: Holy

bauherren-abend Mitte März lud die Volksbank Tirol Innsbruck-Schwaz AG wieder zu ihren erfolgreichen Bauherren-Abenden. Auch dieses Mal holten sich mehr als 400 Häuselbauer und Wohnungskäufer entsprechende Infos.

neue führung Der Verein „Rettet das Kind“ bekommt eine neue Führung. Nach 45 Jahren ehrenamtlicher, erfolgreicher und überaus engagierter Arbeit legt Obfrau Inge Partl ihr Amt in jüngere Hände. Künftig steht Brigitte Schieferer dem Verein als Vorstandsvorsitzende vor, ihre Stellvertreterin ist Brigitte Plattner. Infos zum Verein: www.rettet-das-kind-tirol.at

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Josef Zelger und Fotokünstlerin Isolde C. Schack // Foto: Renate Linser-Sachers

kunst & shopping

IM GESPRÄCH

Die Farben des Modefrühlings und passend dazu Innsbruck in peppige Couleurs getaucht präsentierten sich in einer Symbiose, die unter dem Motto „Kunst & Shopping“ von Zelger Damenmode und Fotokünstlerin Isolde C Schack arrangiert wurde. Der Einladung waren zahlreiche Kunden, Freunde und Geschäftspartner gefolgt, die sich bei einem Gläschen Cava und köstlicher Frittata an der neuen Modekollektion und den kreativen Stadtansichten erfreuten.

Foto li.: Paul und Martin Wetscher mit Kunde Hermann Moser Foto re.: Robert Tanner, Leiter Wetscher Werkstätten, und Raimund Flörl, Berufsschule für Holztechnik

start in die neue möbelsaison Mit einer Inszenierung der neuesten Trends der Messe Köln und der Tour de Design startet Wetscher in die neue Einrichtungssaison und zeigt auf drei Etagen eine selektive Auswahl der schönsten Möbel der Welt – und viele Gäste kamen, um sie sich anzusehen. Beim anschließenden Dinner blieb Zeit, um in entspannter Atmosphäre zu plaudern und die eigenen Stilwelten zu vergleichen.

spatenstich Gemeinsam mit der Alpenländischen Heimstätte baut die NHT insgesamt 119 Mietwohnungen und acht Reihenhäuser am Areal Untere Lend in Hall. Ende März luden beide zur Spatenstichfeier. AH-Geschäftsführer Markus Lechleitner, die Haller Bürgermeisterin Eva-Maria Posch und NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner

Anna Rottensteiner, Leiterin Literaturhaus am Inn, Kulturlandesrätin Beate Palfrader und Chefredakteurin Petra Streng // Foto: Renate Linser-Sachers

frauenkultur Auf Initiative von Kulturlandesrätin Dr. Beate Palfrader hat Tirol nun seine erste Frauenkulturzeitschrift. „Panoptica.frauen.kultur.tirol“, sinnigerweise am Weltfrauentag im Literaturhaus erstmals präsentiert, beweist auf 90 Seiten, wie sehr Frauen das kulturelle Leben im Land prägen und auf ganz unterschiedliche Weise vieles bewegen.

die perfekte bauverhandlung Dies war das Thema des diesjährigen Baurechtstages des BFI Tirol, der auch heuer auf enormes Echo gestoßen ist. Über 150 Bausachverständige, Gemeindeverantwortliche und Planer aus ganz Tirol ließen den Kongress zu einem großen Erfolg werden. Aufgrund des außerordentlichen Interesses musste die ganztägige Veranstaltung in die Messe Innsbruck verlegt werden. Im Bild v. l.: Peter Stockhauser, Tiroler Gemeindeverband, BFI-Tirol-Spartenleiterin Traude Montuoro, RA Christian Girardi, Sachverständiger Johannes Schmidt, Alfred Brunnsteiner, Präsident der Architektenkammer, Martin Exenberger, Stadtmagistrat Innsbruck, Franz Vogler und Barbara Gstir, Amt der Tiroler Landesregierung, Christian Kugler, Stadtmagistrat Innsbruck, Landesrat Johannes Tratter, Bruno Oberhuber, GF Energie Tirol, Bernhard Maierhofer, Stadtmagistrat Innsbruck // Foto: BFI Tirol

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Das Casino-Innsbruck-Marketing- und Veranstaltungsteam mit Julia Steiner, Carina Mauthner und Martina Wagner

Das Ensemble des etablierten Gastrotheaters entführt die Besucher in die mysteriöse Welt des englischen Theaters: Die berühmte Schauspieltruppe probt zu ihrem 20-jährigen Jubiläum ein Stück von Agatha Frisby. Zur Generalprobe sind nur die engsten Freunde auf das Anwesen von Lord Alfred Mitchcock geladen. Nicht zufällig wurde dieses gewählt, denn genau vor 20 Jahren wurde dort ein kaltblütiger Mord begangen, der nie geklärt wurde. Doch als der Vorhang aufgeht, kommt es anders als man denkt. Kann die Premiere stattfinden?

beliebte casino-events Das Casino Innsbruck verzeichnete im vergangenen Jahr 17,8 Prozent mehr Veranstaltungsbesucher als noch im Jahr davor. „22.344 Gäste nutzten in unserem Jubiläumsjahr 2012 das umfangreiche Veranstaltungsangebot. Damit haben wir auch erstmals die 20.000er-Schallmauer überschritten“, zieht Carina Mauthner, Marketingleiterin im Casino Innsbruck, stolz Bilanz. // Fotos: Casino Innsbruck, Philipp Görlich

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ie erfreuliche Besuchersteigerung ist einerseits auf das zunehmende Interesse an hochwertigen kulturellen Veranstaltungen im Casino Innsbruck zurückzuführen, anderseits auf einen stetig wachsenden Kreis von Firmenkunden. Diese schätzen die attraktiven Packages, die mit den spannenden Spielen bestens harmonieren. Großer Beliebtheit erfreuen sich Spielveranstaltungen, die zugunsten eines guten Zwecks ausgerichtet werden. Durch Spendengalas und kreative Kooperationsveranstaltungen konnten im Jahr 2012 wieder weit über 20.000 Euro an Institutionen und Bedürftige in Tirol gespendet werden. Auch die Buchungslage für das Glücksjahr 2013 zeigt eine sehr erfreuliche Tendenz. Zahlreiche Firmen haben bereits

ihre Kundenevents, Roadshows, Präsentationen, Spielveranstaltungen und Incentives gebucht. Für Veranstaltungen mit großen Entertainern, beliebten Kabarettisten, hochinteressanten Vortragenden sowie das beliebte Krimidinner® kann man sich jederzeit direkt im Casino anmelden.

Krimidinner® Sommervorstellungen

Krimifans und Freunde des interaktiven Theaters nützen am 14. und 28. Juni 2013 beim Stück „Das geheimnisvolle Amulett“ die Möglichkeit, den Kommissar zu unterstützen und selbst Teil eines fesselnden Kriminalfalls zu werden. Sie sichern Spuren, verhören ihre Tischnachbarn, treffen Zeugen und Verdächtige. Mit der richtigen Kombination kommen Sie dem Mörder auf die Spur ...

Ein Abend der besonderen Art

Das Krimidinner® im exklusiven Ambiente des Casino Innsbruck ist sowohl für Theaterliebhaber als auch Feinschmecker ein Pf lichttermin. Dafür sorgt die hervorragende Küche mit einem exquisiten 3-gängigen Menü, das keine Wünsche mehr offen lässt. Im Anschluss können die Besucher noch auf ihre Glückssträhne vertrauen – und die in den Tickets enthaltenen Begrüßungsjetons an den Spieltischen in bares Geld verwandeln.

weitere infos: Krimidinner® im sommer Das beliebte Gastrotheater-Stück gastiert im Juni im Casino Innsbruck Tickets und Geschenkgutscheine Krimidinner®-Karten oder Gutscheine gibt es zum Preis von 89 Euro pro Person. Darin enthalten sind der Aperitif, ein exquisites 3-gängiges Menü, Begrüßungsjetons im Wert von 15 Euro, das spannende Theaterstück und kostenfreies Parken in der Casino­ garage. Information und Reservierung: Casino Innsbruck Tel.: 0512/587040-112 Tickets online auf www.innsbruck.casinos.at

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Vor der Renovierung

Vom Schaltermitarbeiter bis zu den Vorständen mit Dr. Hannes Schmid, Dir. MMag. Reinhard Mayr und Dr. Thomas Bock halfen alle mit: Das RLB-Team renovierte in 250 Arbeitsstunden den Tiroler Sozialmarkt Innsbruck.

Erstrahlt in neuem Glanz: der Tiroler Sozialmarkt Innsbruck.

55 RLB-Mitarbeiter im Einsatz, 250 Arbeitsstunden: Am Ende lohnte sich der Einsatz!

Banker krempelten Ärmel hoch und sanierten Tiroler Sozialmarkt Innsbruck Mit Maurerkelle oder Pinsel und im Blaumann oder Malermantel statt im „feinen Zwirn“ – so sind engagierte Mitarbeiter der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG zur Nachbarschaftshilfe angetreten. // Fotos: fotowerk.at

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n nur drei Tagen haben sie rund um den Tiroler Freiwilligentag den Tiroler Sozialmarkt in der Innsbrucker Adamgasse im Rahmen einer tollen Hilfsaktion auf Vordermann gebracht.

Helfen ganz direkt

Helfen ohne Umwege: Der Tiroler Sozialmarkt freut sich über jede Spende auf das: Konto Tiroler Sozialmärkte GmbH Kennwort: „Freiwillige Spenden“ Kontonummer 800-552.836 Bankleitzahl 36.000 bzw. IBAN AT523600000800552836 BIC RZTIAT22

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55 RLB-Mitarbeiter waren kürzlich 250 Arbeitsstunden für die gute Sache im Einsatz. Sie renovierten die Räumlichkeiten des Tiroler Sozialmarkts in der Adamgasse in Innsbruck. An drei Arbeitstagen führte das RLB-Team umfangreiche Verputz- und Malarbeiten sowie diverse Elektroinstallationen im Tiso-Geschäftslokal durch. Die Fenster wurden gestrichen, Schäden ausgebessert und der gesamte, insgesamt 250 Quadratmeter große Sozialmarkt bekam einen neuen Farbanstrich verpasst. Auch der Vorstand der RaiffeisenLandesbank Tirol AG mit Vorstandssprecher Dr. Hannes Schmid, Dir. MMag. Reinhard Mayr und Dr. Thomas Bock schlüpfte vom Anzug in die Arbeitskleidung und half vor Ort

bei den Renovierungsarbeiten tatkräftig mit. Bereits seit Ende letzten Jahres helfen die Banker dem Tiroler Sozialmarkt. Von Spenden angefangen bis zur freiwilligen Mitarbeit vor Ort. „Anpacken und andauernd helfen“ werden sie auch weiterhin, denn die Hilfe ist nachhaltig. Der gemeinnützige Innsbrucker Sozialmarkt ermöglicht Menschen mit sehr geringem Einkommen, Nahrungsmittel für den täglichen Bedarf besonders günstig einzukaufen. Freiwilligenarbeit hat bei Raiffeisen generell einen hohen Stellenwert: Die Mitarbeiter der Tiroler Raiffeisenbanken leisten Jahr für Jahr über 170.000 Stunden ehrenamtlich im Dienst an der Allgemeinheit, zum Beispiel bei der Rettung, sozialen Diensten, Vereinen und Verbänden.


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