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eco.nova SPEZIAL Bauen & Wohnen 2019

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WOHL FÜHL WOHNEN BAUEN . WOHNEN . LEBEN

Ausgabe Nr. 10 | Oktober 2019 P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck ZNr. GZ 02Z030672 M | Euro 3.00


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© MARIAN KRÖLL

eco.edit

Mag. Sandra Nardin und Christoph Loreck, eco.nova-Herausgeber

DAS LEBEN ZUHAUSE Wohnen ist ein Grundbedürfnis, Leben eine Frage des Stils. Und der hat nicht zwangsläufig etwas mit Geld zu tun.

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ahrer Luxus ist nicht laut. Qualität zeigt sich in edlen Materialien und hochwertiger Verarbeitung, nicht in schrillen Farben und schrägen Tönen. Das gilt in der Mode und das gilt fürs Wohnen. Und es gilt auch fürs Bauen an sich. In der ersten Geschichte dieser Ausgabe schauen wir uns an, wie sich dieses Bauen im Laufe der Zeit verändert hat – das Wohnhaus im Wandel der Zeit sozusagen.

Die Verbreitung des Eigenwohnheims hat ursprünglich mit der Etablierung bürgerlicher Lebensformen im nichtbürgerlichen Milieu zu tun, als Arbeiten und Wohnen anfingen, an unterschiedlichen Orten stattzufinden. „Betritt man Einfamilienhäuser, die im Laufe der letzten Jahre erbaut worden sind, erkennt man an der GrundBevor du mit dem Kopf durch rissgestaltung deutlich, wie sehr sich die Wohnvorstellungen die Wand gehst, überleg dir, und Bedürfnisse der Menschen verändert haben“, schreibt Inwas du im Nebenzimmer willst. nenarchitektin Caterina Molzer-Sauper in ihrem Beitrag. Bäder sind zu Wellnessoasen geworden, Küchen zum Wohnraum hin offen. Und weil das zwar schön, aber – geruchs- und lärmtechnisch – mitunter doch auch ganz schön schei*e sein kann, werden immer öfter so genannte Backkitchen eingerichtet, also Zweitküchen, in denen dann tatsächlich auch gearbeitet wird. Das muss man nicht verstehen. Unverständlich ist uns auch, warum das Thema Licht in der Wohnraumplanung noch immer teils sträflich vernachlässigt wird. Licht ist essenziell – fürs Wohlfühlen und auch aus ganz pragmatischen Gründen: Ohne Licht sieht man nämlich nichts. Ab Seite 34 sorgen wir für Erhellung und weil Bauen und Wohnen quasi gleichzusetzen sind mit Design, haben wir uns in einem umfangreichen Beitrag dem Bauhaus gewidmet (ab Seite 68). Auch wenn das Bauhaus nur 14 Jahre Bestand hatte, so hat es die Art und Weise künstlerischen Schaffens maßgeblich beeinflusst – bis heute. Haben Sie eine entspannte Zeit. Ihre Redaktion der eco.nova

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FOTOS: BIRGIT KOELL, ALMUT VON WILDHEIM, MARIAN KRÖLL, MARTIN WETSCHER


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ECO.BAUEN&WOHNEN 10 DAS WOHNHAUS IM WANDEL Es liegt auf der Hand, dass die Baukultur einer Gesellschaft, in der der Besitz eines Eigenheims die Wunschliste sozialen Strebens anführt, sich wesentlich im Einfamilienhaus widerspiegelt. Entstanden aus der Villa des 19. Jahrhunderts lässt das Einfamilienhaus zwei Grundtypen erkennen: die Stadtvilla und das Landhaus. 22 SCHÖNE SCHACHTELN Mit ihrem Chalet Roomsystem bringen die Holzbauexperten von Dach+Fach vielseitige Raumwunder genau dorthin, wo man sie braucht. Privat und öffentlich, zum Wohnen, Arbeiten, Präsentieren und Feiern. 30 PIMP YOUR HOME Möbel geben einem Raum Struktur, Accessoires setzen Akzente. Und manchmal darf’s auch praktisch sein. 34 OHNE LICHT IST ALLES NICHTS Ohne künstliches Licht sitzen wir im Dunkeln. Es beeinflusst unser Wohlbefinden und den Biorhythmus. Dennoch wird dem richtigen Licht in der Praxis oft zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. 50 HEUREKA! Almut von Wildheim. Allein schon der Name hat eine gewisse Gravitas und Würde, etwas Edles und zugleich Wildes. Ist es das „von“, der germanische Vorname oder ist es das aus Wildnis und Heimat zusammenkomponierte Wildheim? Oder die Kombination?

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INDUSTRIEDESIGN

Gutes Design ist so wenig Design wie möglich, befand dereinst Dieter Rams. Wir haben uns folglich auf die Suche nach Klassikern und Designikonen gemacht, die heute noch genauso formale Gültigkeit haben wie zur Zeit ihres Entstehens. 68 LEBEN, HANDWERK, KUNST Das Bauhaus hat die Art und Weise des künstlerischen und gestalterischen Schaffens auf der ganzen Welt revolutioniert. Obwohl kein einheitlicher Bauhaus-Stil existiert, wirkt die vielschichtige Idee bis heute in unterschiedlichen Formen nach und ist ungebrochen aktuell. 82 GESPÜR FÜR ÄSTHETIK Design ist eine Lebenseinstellung. Ein Gespür, die richtigen Materialien und Formen zusammenzufügen. Neben ihrer Kernkompetenz – hochwertige Bäder und Fliesen – hat sich die Familie Gasteiger auch dem Innenausbau verschrieben. 88 EXOTIK UND URSPRÜNGLICHKEIT Die „Maison & Objet“ in Paris ist die weltweit wichtigste Möbelmesse. Einrichtungsexperte Marin Wetscher hat die neuesten Strömungen beobachtet und die Trends nach Tirol mitgebracht.

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07 EDITORIAL 86 ZEHN DINGE 96 ECO.STEUERN 98 KURZ & BÜNDIG

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HER AUSGEBER & MEDIENINHABER: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, 0512/290088, redaktion@

econova.at, www.econova.at GESCHÄF T SLEITUNG: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin A S SIS TENZ: Martin Weissenbrunner CHEFREDAK TION: Marina Bernardi AUTOREN DIESER AUSGABE: Marian Kröll, DI Caterina Molzer-Sauper, Doris Helweg ANZEIGENVERK AUF: Ing. Christian Senn, Bruno König, Matteo Loreck L AYOUT: Tom Binder PRODUK TION: Conny Wechselberger,

Tom Binder DRUCK: Radin-Berger-Print GmbH Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Well­ness, Steuern, Recht, Kulinarium und Life­s tyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. JAHRE SABO: EUR 25,00 (14 Ausgaben) UNTERNEHMENS GEGENS TAND: GRUNDLEGENDE RICHT UNG:

Sind Beiträge in dieser Ausgabe in der Kopfzeile mit dem FIRMENNAMEN gekennzeichnet, handelt es sich um BE Z AHLTE ANZEIGEN! FACEBOOK.COM/ECO.NOVA.AT

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eco.bauen&wohnen

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DAS LEBEN MITDENKEN Folgt die Entstehung eines Einfamilienhauses einem gewissen Zeitgeist, den individuellen Bedürfnissen der Bewohner, regionalen Gegebenheiten oder technischen Möglichkeiten? Eine Zeitreise in die Geschichte des Wohnhauses zeigt, was dem klassischen Häuslbauer wichtig war und ist und wo die Unterschiede zwischen einst und heute liegen. T E X T : C AT E R I N A M O L Z E R - S A U P E R


eco.bauen&wohnen

MANCHE DINGE SCHEINEN SICH NIE ZU ÄNDERN – W A R U M A U C H . W A R E N S I E D O C H F R Ü H E R S C H O N G U T. D I E S E A U S G E W Ä H LT E N P R O J E K T B E I S P I E L E S I N D B I S Z U 9 0 J A H R E A LT U N D D O C H I M M E R N O C H H O C H M O D E R N .

Villa Savoye, Architekt Le Corbusier (1928) Haus Absam, Architekt Lois Welzenbacher (1945)

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Berghaus Kitzbühel von Architekt Clemens Holzmeister (1930)

© RIETVELDSCHRODERHUIS.NL

Rietveld-Schröder-Haus, Architekt Gerrit Rietveld (1924)

Haus Gehry von Architekt Frank O. Gehry (1978)


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„Das Haus hat allen zu gefallen. Im Unterschied zum Kunstwerk, das niemandem zu gefallen hat. Das Kunstwerk ist eine Privatangelegenheit des Künstlers. Das Haus ist es nicht.“ ADOLF LOOS

ie Entwicklung des Einfamilienhauses ist vergleichsweise jung. Vor der Industriellen Revolution war das Bauern- oder Bürgerhaus der übliche Wohnort für den größten Teil der Bevölkerung, wobei Wohnen und Arbeiten am Land meist unter einem Dach stattfanden. In der Hausgemeinschaft wohnten nicht nur die Kleinfamilie, sondern oft auch Mitarbeiter des Betriebs oder weitere Verwandte. Die Verbreitung des Eigenwohnheimes hat mit der Etablierung bürgerlicher Lebensformen im nichtbürgerlichen Milieu zu tun. Arbeiten und Wohnen fanden dann in der Regel an unterschiedlichen Orten statt. So wurde das Wohnen als intimer Rückzugsraum gesehen, es entstand das Ideal der bürgerlichen Kleinfamilie in einer eigenen abgeschlossenen Wohnung mit selbstbestimmter Freizeitgestaltung. Eine erste Welle von Eigenheimen entstand durch Kriegersiedlungen nach dem Ersten Weltkrieg. Die weite Verbreitung des Einfamilienhausbaus fand mit dem Bedarf und den Möglichkeiten in den 1960er-Jahren statt. Mit zunehmendem Wohlstand konnte sich ein großer Anteil aus dem Arbeiter- und Angestelltenmilieu den „Traum vom Einfamilienhaus“ verwirklichen, wobei der Aufbau häufig mit hohem Eigenleistungsanteil erfolgte.

cher über Clemens Holzmeister und Josef Lackner bis heute eine Fülle origineller Lösungen hervorgebracht hat, wird überwiegend doch von der oft ungeschickten Auseinandersetzung mit der traditionellen Form des Bauernhauses oder dem Klischee einer unverstandenen Postmoderne bestimmt. Die Zahl an Bauherren, die sich eine qualitativ hochwertige Planung mit Hilfe eines Fachmannes erstellen lassen, steigt jedoch erfreulicherweise an.

VON DER WOHNKÜCHE ZUR KOCHINSEL

Betritt man Einfamilienhäuser, die im Laufe der letzten Jahre erbaut worden sind, er-

kennt man an der Grundrissgestaltung deutlich, wie sehr sich die Wohnvorstellungen und Bedürfnisse der Menschen verändert haben. Hat man sich vor Jahrzehnten noch täglich in einer Wohnküche auf der Eckbank getroffen und zweimal im Jahr am feierlich gedeckten Esstisch im Wohnzimmer, so ist heute beinahe immer ein offener, heller Wohn-Ess-Küchenbereich das Zentrum des Hauses. Abgeschlossene Küchen, in denen die Hausfrau einsam vor sich hin werkelt, sterben aus. Um die frei stehende Kochinsel im Wohnraum aber nicht zu sehr als Küche zu verunstalten, werden teilweise sogenannte Backkitchen eingerichtet. Hier handelt es sich um Zweitküchen, in denen sämtliche

Qualitätsvolle Reihenhäuser in Mils In ruhiger und bevorzugter Lage von Mils entstehen 5 qualitätsvolle Reihenhäuser mit hochwertiger Ausstattung, Größen zwischen 108 und 118 m².

Es liegt auf der Hand, dass die Baukultur einer Gesellschaft, in der der Besitz eines Eigenheims die Wunschliste sozialen Strebens anführt, sich wesentlich im Einfamilienhaus widerspiegelt. Entstanden aus der Villa des 19. Jahrhunderts lässt das Einfamilienhaus zwei Grundtypen erkennen: die Stadtvilla und das Landhaus. Neben der Spannung zwischen dem als avantgardistisch empfundenen Geschmack einer Minderheit von Architekten und Bauherren und der traditionalistisch eingestellten Mehrheit zählt auch das seit Jahrzehnten beklagte Problem der Verhüttelung der Landschaft zu den Konstanten der architektonischen Szene. Die Geschichte des Tiroler Einfamilienhauses, die beginnend bei Lois Welzenba-

Visualisierung: renderwerk.at

EINFAMILIENHAUS - ARCHITEKTUR

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© GÜNTER RICHARD WETT

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Dieses Haus in Zams ist ein Beispiel für einen gelungenen Umbau eines alten Architektenhauses. Architektur: Platter-Häusler


WK BAU

TIROLER BAUINNUNG STÄRKT REGIONALE WIRTSCHAFT

© ADOBE STOCK / GEARSTD

„Energieeffizienz und Individualität stehen an oberster Stelle der Wunschliste unserer Kunden, die durchwegs bestens informiert sind und großen Wert auf eine professionelle Planung legen.“

Damit neben den „Big Playern“ auch kleine und mittlere Bauunternehmen in öffentlichen Vergabeverfahren verstärkt berücksichtigt werden, stellt die Landesinnung Bau eine Fibel als praktischen Wegweiser für Auftraggeber zur Verfügung. Im Wettbewerb um öffentliche Aufträge sollen neben großen Unternehmen auch KMU in den Vergabeverfahren berücksichtigt werden.

ARCHITEKT MARTIN GAMPER, TEAMK2 ARCHITECT

Küchengeräte stehen und in denen auch gearbeitet wird. Das kleine, von oben bis unten zugeflieste Bad von damals wurde zur Wellnessoase mit Sauna und Infrarotkabine und der Kleiderschrank im Schlafzimmer zum Schrankraum. Nachdem an Grundfläche aber eher gespart wird, werden mitgeplante Möbel oftmals gleichzeitig zum Stauraum und Raumteiler. Auch der schmale Balkon im Obergeschoß, auf dem man maximal Kleidungsstücke auslüften oder seine Blumenpracht präsentieren konnte, wich längst großzügigen Terrassen mit Loungemöbeln.

NATUR STATT PLASTIK

Sowohl bei der Wahl der Baumaterialien und Dämmstoffe als auch bei der Innenausstattung der Wohnräume legt der moderne, bewusst lebende Bauherr Wert auf ökologische Produkte. Asbest und giftige Lacke oder Zusatzstoffe haben ausgedient, Styropor an der Fassade wird immer häufiger ersetzt. Neben hochgedämmten Beton- und Ziegelbauten nimmt die Zahl der Häuser in moderner Holzbauweise stark zu. Der traditionelle, nachhaltige Baustoff überzeugt auch bei Zubauten und bringt viel Wohlgefühl in die eigenen vier Wände. Hölzer für Fassaden, Böden und Möbel bleiben immer öfter unbehandelt oder werden maximal gewachst oder geölt. Auch biologische Materialien wie Lehm, Hanf oder Stroh erleben eine Wiedergeburt.

ENERGIEEFFIZIENZ MACHT SINN

Gerade in Zeiten des Klimawandels und dem Wunsch nach Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist eine energieschonende Haustechnik mehr gefragt denn je. Beinahe jedes neu gebaute Haus ist heute zumindest ein Niedrigstenergiegebäude oder gar ein Passivhaus. Im besten Fall erzeugt ein hochwertig ausgeführtes Objekt sogar mehr Ener-

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ie Möglichkeit der erfolgreichen Teilnahme von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an öffentlichen Vergabeverfahren stärkt die regionale Wirtschaft und sichert heimische Arbeitsplätze. Nicht das Gesetz, sondern die operative Umsetzung bei Ausschreibungen legt kleinen und mittleren Betrieben Stolpersteine in den Weg. Da das Vergaberecht extrem komplex ist, werden vor allem seitens der Gemeinden Möglichkeiten nicht ausreichend ausgeschöpft. Das führt dazu, dass manchmal Billigst- statt Bestbieter beauftragt werden und regionale Betriebe nicht zum Zug kommen. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, hat die Bauinnung eine kompakte Vergabefibel als praxisorientierten Wegweiser ausgearbeitet. Sie soll Auftraggebern wesentliche Anhaltspunkte bieten, um KMU bei der Ausschreibung von Bauleistungen verstärkt mit ins Spiel zu bringen.

PRAXISORIENTIERTER WEGWEISER

Die Gemeinde trägt als Bauherr die Verantwortung für die Gestaltung ihrer Projekte und kann die jeweilige Vergabemethode – auch zugunsten von KMU – bestimmen. Auftraggeber sollten sich vor der Einleitung eines Vergabeverfahrens bewusst werden, welchen Bietermarkt sie ansprechen können. In der Vergabefibel gibt es dafür ein Musterformular, welches auch über die Wirtschaftskammer durchgeführt werden kann. In der Fibel werden zudem die negativen Auswirkungen zu hoch angesetzter Auswahl- und Eignungskriterien übersichtlich dargestellt und mit einem farblich gestalteten Ampelsystem erläutert. Beispielsweise gilt die Forderung eines Mindestjahresgesamtumsatzes als nicht KMU-freundlich und ist somit rot markiert. Stattdessen sollten die Auftraggeber auf eine Bankerklärung als Bonitätsauskunft (grün) bestehen. „Das Team der Landesinnung Bau steht für Fragen rund um die Vergabe und viele weitere Fälle beratend zur Seite“, so Landesinnungsmeister DI Anton Rieder. PR

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© HANNES SENFTER

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„Haus Dreierlei“ in Neustift. Drei Baukörper auf einer Ebene. Ein schönes Beispiel für flexibles, zukunftsorientiertes Wohnen. Architektur: Gerhard Ostermann, Sissibay

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© HOLZBAU SCHAFFERER

Die Schindelfassade wirkt ein wenig wie eine Hommage an frühere Zeiten, dabei ist das Haus in Sistrans gänzlich in der Moderne angekommen: Passivhausstandard, Photovoltaikanlage, viel Blick nach draußen. Architektur: teamk2, Ausführung: Schafferer Holzbau


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experten.tipp

Ingmar Schwabl, Geschäftsführer von s REAL Tirol

„Das moderne Wohnhaus soll Flexibilität für mehrere Generationen gewährleisten können. Nur so ist ein schonender Umgang mit wertvollen Ressourcen möglich.“ ARCHITEKT GERHARD OSTERMANN, SISSIBAY ARCHITEKTUR

gie als es verbraucht. Nachdem auch die größten Glasflächen beste Werte erzielen und kontrollierte Wohnraumlüftungen für eine optimale Durchlüftung sorgen, ist das Thema Schimmel meist kein Problem mehr. Luftwärmepumpen, Tiefenbohrungen, Photovoltaikanlagen und vieles mehr gehören bereits zum Standard und die Entwicklung in Sachen Haustechnik-Optimierung läuft und läuft.

INFORMIERT UND VORAUSSCHAUEND

Menschen, die sich für den Bau eines eigenen Hauses entscheiden, sind heute im Allgemeinen bestens informiert und wissen sehr genau, was sie wollen. Und was nicht. Medien, Messen und Referenzprojekte stehen mit Information und anschaulichen Beispielen jedem zur Verfügung und die Auswahl an Möglichkeiten scheint unendlich. Eine qualitätsvolle, individuell angepasste Planung hat für die meisten Bauherren viel Gewicht und wird auch dementsprechend in Anspruch genommen. Es wird auch nicht nur für die nächsten paar Jahre gebaut, sondern sorgfäl-

GUT ZU WISSEN

Die Geschichtsschreibung des Wohnens beginnt mit einem Irrtum. Die Steinzeitfamilie hat nicht, wie es Generationen von Schulkindern gelernt haben, in einer Höhle gelebt. Nach neueren paläoanthropologischen Erkenntnissen zog der prähistorische Jäger und Sammler das Freiland der dunklen Höhle vor und nächtigte auf seiner Suche nach Nahrung in Laubhütten, auf Bäumen, in ledernen Zelten oder wählte überhängende Felswände als Behausungen. Höhlen wurden eher zu kultischen Zwecken genutzt.

So wird der Immobilienverkauf zum Erfolg Der Kauf sowie Verkauf einer Immobilie stellt eine der wichtigsten Lebensentscheidungen dar. Vertrauen Sie dabei auf einen Profi. Warum sollte man beim Immobilienverkauf auf die Dienste eines Maklers zurückgreifen? INGMAR SCHWABL: Wir unterstützen unsere Kunden durch eine fachkundige Beratung rund um die Immobilie und bieten ein professionelles und effektives Vermarktungspaket an. Das geht von der Bewerbung auf sämtlichen großen Portalen im Internet sowie auf sreal.at über persönliche Angebote an bei uns vorgemerkte Kunden, in den Auslagen der Sparkassen und der s REAL-Betriebsstätten, bis hin zu unserer Zeitschrift s REAL aktuell sowie diversen Printmedien. 40 Prozent der Immobilien werden direkt über unsere eigenen Vermarktungswege vermittelt. Unsere Kunden profitieren hierbei von einem wertvollen Informationsvorsprung mittels s REAL Premiumservice.

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© GÜNTER RICHARD WETT

Dieses Einfamilienhaus in Mieders ist der Inbegriff modernen Bauens: Wohnküche mit Kochinsel und ein Bad mit integrierter Sauna. Architektur: Markus Tauber

Für Architekten spielt die Auseinandersetzung und Kommunikation mit der Umgebung stets eine zentrale Rolle. Architektur: Gilbert Sommer, sommerarchitektur

© FLORIAN SCHERL

© CHRISTOF SIMON

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tig in die Zukunft geblickt. Barrierefreiheit, eigene Wohneinheiten für Kinder bzw. für eventuell notwendige Pflegekräfte werden beispielsweise von Beginn an eingeplant.

IDEEN STATT FLÄCHENVERBRAUCH

Aufgrund steigender Grundstücks- und Errichtungskosten wird auf kleineren Flächen gebaut, die Grundrisse werden gut durchdacht. Es ist verblüffend, mit wie wenig Fläche man auskommen und sich auch wohlfühlen kann, wenn die Planung stimmt und exakt an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst

„Architektur ist nicht das Leben, Architektur ist Hintergrund. Alles andere ist nicht Architektur.“ HERMANN CZECH

Einfache Kuben in hochwertiger Ausführung, wie hier beispielsweise ganz aus Holz, überzeugen mit ihrer Schlichtheit. Architektur: Peter Beer, Hermann Glatzl, Holzbau Aktiv

wird. Viel Fläche bedeutet auch Arbeit und höhere Erhaltungskosten – das ist den Menschen heute wohl bewusst und so verzichtet kaum mehr jemand auf seinen Urlaub, weil er tausende Quadratmeter Grund bewirtschaften muss. Teilweise haben Wohnhäuser sogar nur mehr Terrassen statt große Gartenflächen. Auch das Nachverdichten durch Sanierungen oder das Zubauen oder Aufstocken bestehender Häuser ist eine immer interessanter werdende Möglichkeit, neuen Wohnraum zu schaffen und Generationen wieder unter einem Dach zu vereinen.


Hier wurde das Bett zum Trampolin. Bis Mama „Ende der Vorstellung!“ rief. Ein guter Platz zum müde werden um € 2.599,– Die Show beginnt um 20 Uhr. Also dann, wenn schon lange Ruhe sein sollte. Das Zirbenbett wird zum Zirkuszelt und die Matratze zur Manege. Gut, dass der gedrechselte Fuß Stabilität und das Kopfteil aus Loden Sicherheit für alle kleinen Clowns bietet.

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nge P. hatte sich entschieden. Die alte Dame wollte ihr am Waldrand liegendes Einfamilienhaus verkaufen und in eine Wohnung übersiedeln. Die Pflege von Haus und Garten, Ersteres ist 180 Quadratmeter, Zweiterer 800 Quadratmeter groß, waren ihr allmählich zu viel geworden. Dazu kamen anstehende Investitionen in die in die Jahre gekommene Immobilie. Nach ihren Preisvorstellungen gefragt, sagte Inge P., die das Haus privat verkaufen wollte: „700.000 Euro hätte ich gerne.“ Haus und Grund würden viel Platz für Familien bieten, die Immobilie sei ruhig gelegen, sie und ihre Familie hätten sich immer sehr wohl hier gefühlt – und die Gegend sei begehrt, was sich in den Preissteigerungen der vergangenen Jahre gezeigt habe. Doch die Realität war eine andere. Die Größe von Haus und Garten, die Anordnung der Räume und die erforderlichen Investitionen sowie die Tatsache, dass Frau P. von ihrer Preisvorstellung nicht abrücken wollte, schreckten die Interessenten ab. Eineinhalb Jahre und zahlreiche Telefonate und Besichtigungen später wandte sich Frau P. an einen Makler. Dem Profi gelang es, Frau P. von einer Preisminderung zu überzeugen – und vier Monate später war die Immobilie verkauft. „Statistisch gesehen sind die Preise für Immobilien in den vergangenen Jahren tatsächlich teils stark gestiegen“, weiß Gerhard Hofer, Geschäftsführer der Raiffeisen Immobilien Tirol GmbH. Diese Preissteigerungen können jedoch nicht eins zu eins auf die einzelnen Objekte umgelegt

DER WERT DER IMMOBILIE Die Immobilienpreise sind vielerorts so hoch wie nie zuvor – zumindest statistisch gesehen. Das heißt allerdings nicht, dass der Wert bei Gebrauchtimmobilien dementsprechend gestiegen ist. Denn dieser wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst.

werden. Denn der Verkaufspreis wird von vielen verschiedenen Faktoren bestimmt, die sich unterschiedlich stark auf diesen auswirken. Eine Tatsache, die gerade bei Gebrauchtimmobilien für viele Verkäufer ein böses Erwachen bedeutet.

RICHTWERTE

Die Tatsache, dass so viele Einflussgrößen den Wert einer Immobilie bestimmen, macht es auch schwierig, sich, wie Frau P., an den in Zeitungsinseraten und auf Onlinebörsen genannten Preisen zu orientieren. Diese können zwar eine Richtung vorzeigen, in der Regel sind die dort genannten Preise jedoch selten die tatsächlichen Verkaufspreise. Dementsprechend seien, so Hofer, auch die in Onlinetools genannten Preise nur als Richtwerte anzusehen. Viele Parameter könnten hier gar nicht eingegeben werden, sagt der Immobilienprofi, der die Schwankungsbreite der Onlinetools mit etwa 20 Prozent beziffert. Um einen realistischen Wert feststellen zu können, rät Hofer potenziellen Verkäufern, aber auch Käufern, den Rat eines Fachmannes einzuholen. Dieser könne anhand entsprechender Unterlagen – vom Grundbuchsauszug über

den Altlastenkataster und den Bauakt bis zum Eigentümerprotokoll – sowie entsprechender Berechnungsmethoden und unter Einbeziehung von Vergleichspreisen aus der engsten Umgebung den marktkonformen Wert beziehungsweise Preis feststellen. „Man fragt natürlich nach den Vorstellungen des Kunden und findet danach mit ihm gemeinsam einen Kompromiss“, beschreibt Hofer.

DAVON WIRD DER WERT IHRER IMMOBILIE BEEINFLUSST • Marktsituation (Angebot und Nachfrage) • Mikro- und Makrolage • Infrastruktur (Verkehrsanbindung, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen ...) • Baujahr und Bauart • Zustand der Immobilie • Größe und Grundriss • Ausstattung (Balkon, Terrasse, Lift, Garage ...) • Nutzungsmöglichkeiten und -rechte


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TRADITION TRIFFT MODERNE 4

BODNER WOHNBAU

STARKES FUNDAMENT FÜR EIGENE (WOHN-)TRÄUME

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Erstklassige Eigentumswohnungen im Zentrum der Festungsstadt

Bauen heißt Raum schaffen und aufbauen. Aufbauen wiederum bedeutet zuhören, mitdenken, übersetzen und zielführend handeln. Dies und eine über hundertjährige Baukompetenz ist Basis für die besonderen Immobilien der Bodner Gruppe. © RENDERWERK.AT

Im Wettbewerb um öffentliche Aufträge sollen neben großen Unternehmen auch KMU in den Vergabeverfahren berücksichtigt werden.

NACHHALTIGKEIT ALS PLANUNGSPRINZIP

Nachhaltig bauen bezieht sich nicht nur auf die Wahl der Baustoffe, sondern setzt bereits bei der Entwicklung an. Immobilien der Bodner Gruppe werden über den gesamten Lebenszyklus begleitet und so fließen Erfahrungen aus der Bauphase bis zur Gebäudeverwaltung bereits in das nächste Projekt ein. Neue Wohnbedürfnisse und Wünsche werden dabei berücksichtigt und mit ausgeprägtem Gespür zukunftsorientiert in neue Projekte eingeplant. So ist man bereit für Neues, für Bewährtes und für Visionen.

renderwerk.at

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esondere Orte, ausgezeichnete Lagen und eine Wohnqualität, die Generationen überdauert, kennzeichnen die Immobilien der Bodner Gruppe. Dazu zählt der Wohnbau mit erstklassigen Eigentums- und Mietwohnungen ebenso wie Gewerbeflächen in bestgelegenen Geschäftsgebäuden.

BAUSTART BEREITS ERFOLGT

STARK GEBAUT

Unter diesem Leitsatz setzt die Bodner Gruppe mit ihren Niederlassungen und Tochterfirmen in Österreich, Bayern und der Schweiz Bauvorhaben und Eigenprojekte in Perfektion um. Bautradition und Innovation, ein familiengeschichtliches Unternehmensfundament und visionäre Projekte, Weitsicht und Hochwertigkeit zeichnen die im Hause Bodner entwickelten Immobilien aus. PR

KONTAKT

Gerne beantworten wir Ihre Anfragen zu unseren Immobilien- und Projektentwicklungen sowie zu Ihren Angeboten unbebauter und bebauter Baugrundstücke unter immobilien@bodner-bau.at.

Information und Verkauf:

Tel: 0664 80699 1209 Email: office.wohnbau@bodner-bau.at www.bodner-wohnbau.at


DACH+FACH Die Chalets von Dach+Fach sind Multifunktionsboxen, die Lifestyle auf kleinem Raum bieten.

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SCHÖNE SCHACHTELN Flexibler und zugleich vollwertiger Raum zum Wohnen und Arbeiten. Das klingt erst einmal nach einem Widerspruch, der Kompromisse verlangt. Nicht unbedingt. Das zeigen die Holzbau-Experten von Dach+Fach Holzbau aus Polling mit ihrem Chalet Roomsystem mustergültig vor. Einfacher kann man sich heutzutage kaum neuen Raum schaffen.

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er Anlassfall, ein containergroßes Chalet ganz aus Holz zu kreieren, war eine konkrete Anfrage von jemandem, der seine Physiotherapie zu Hause anbieten wollte, ohne dabei die privaten Wohnräumlichkeiten nutzen zu müssen“, schildert Sabine Eppacher von Dach+Fach. Das ökologische Schmuckkästchen aus Holz ist drei Meter breit und zwischen sechs und neun Metern lang. Daraus ergeben sich Flächen zwischen 18 und 27 Quadratmetern. Das Chalet lässt sich ganz einfach per LKW an Ort und Stelle transportieren. Alles, was am Stellplatz noch benötigt wird, sind elektrische Anschlüsse,

bei Bedarf Wasser- und Abwasserleitung und ein Punktfundament. Die Chalets bedürfen in Tirol lediglich einer Genehmigung vonseiten der Standortgemeinde. Auf Kundenwunsch kümmert sich das Unternehmen um sämtliche benötigte Einreichungen. Die Materialität des Innenraums lässt sich je nach Wunsch und Budget flexibel gestalten. „Bis jetzt haben wir alle Einheiten in Zirbe ausgeführt“, sagt Eppacher. Der typisch-angenehme Zirbenduft macht sowohl bei der Arbeit als auch im Wohnraum gute Laune. Außen hat man die Holzfassade in verschiedenen Farben lackiert, auf Wunsch sind aber auch andere Varianten

wie sägeraue Lärche oder eine gehobelte Fichtenschalung möglich. Beheizt werden die Chalets mit platzsparenden und effizienten Infrarotpaneelen. Die Isolation besteht überwiegend aus Naturdämmstoffen wie Jute, Flachs und Hanf. „Wir achten generell darauf, dass wir in der Materialwahl möglichst natürlich bleiben. Das gilt auch für die Dämmung“, sagt Geschäftsführer KarlHeinz Eppacher.

WANDELBARE RAUMWUNDER

Die Chalets in Holzbauweise sind vielseitige Raumwunder, erfüllen sie doch gleich mehrere Anforderungen und eignen sich unter


DACH+FACH

Abgeschlossener Arbeitsbereich: Die Boxen eignen sich für Physiotherapeuten, als Kosmetikstudio (Beauty-Box) oder auch als Hofladen.

anderem für Wohnzwecke als komfortable Alternative zum Wohnwagen, als hochwertiger Ersatz fürs Gartenhaus, als Anbau an einen bestehenden Baukörper oder aber als Hotelzimmer der ganz besonderen Art und einfache und kostengünstige Erweiterung für Hotel- und Pensionsbetreiber. „Living Henri“ nennt man das beim Hersteller. Selbst die Platzierung am Flachdach stellt kein Problem dar. Das Wohnchalet lässt sich individuell gestalten und ist wahlweise mit einer Nasszelle ausgestattet. Für die Hotellerie besonders interessant ist die Möglichkeit, die Holzchalets zu stapeln und nebeneinander zu stellen, um so einen eigenständigen, hölzernen Baukörper schaffen zu können. In seiner Gestalt als „Smokii Joe“ bietet das Chalet nach dem gesetzlichen Rauchverbot als Fumoir genutzt auch Rauchern eine neue Unterkunft. Doch auch als Arbeitsraum hat das Chalet eine Menge zu bieten – etwa als ausgelagertes Home-Office, als Behandlungsraum für Physiotherapeuten und Masseure oder als Beautysalon, als (Co-)Working Space, Werkraum und Showroom oder als Inforaum für Tourismusverbände. „Working Ida“ heißt das Modell als Arbeitsraum. Bestens geeignet sind die kompakten Holzbauten auch als temporäre oder fixe Eventlocations, die unter dem Namen „Event Matilda“ angeboten werden und fürs Ticketing, als VIP-Lounge, Pressebereich oder auch als Pop-up-Store dienlich sind. In Aldrans steht eines der ersten Chalet Roomsystems, das dort mit Erfolg als Bio-Bauern- bzw. Hofladen genutzt wird. Konsequenter lässt sich Regionalität kaum

Das Roomsystem wächst je nach Platzbedarf mit und ist deshalb auch für Start-ups höchst interessant.

Küche, Bad, Wohnen: Das Chalet gibt’s auch als „Wohnbox“.

umsetzen. „Das Chalet ist ein reines Tiroler Produkt. Wir verwenden heimische Hölzer, die Fenster und Türen stammen von einem Tiroler Tischlereibetrieb“, sagt Eppacher. Der Kostenrahmen pro Chaleteinheit beginnt bei rund 30.000 Euro netto und variiert mit der Wahl der Hölzer und der Ausstattung. Naturgemäß bietet ein derartiges Chalet aus Holz ein wesentlich besseres Raumklima als etwa ein herkömmlicher Metallcontainer, in dem kein rechtes Wohlgefühl aufkommen mag. Das fängt schon beim angenehmen Holzgeruch an und reicht bis zur überlegenen Haptik. „Man fühlt sich in unseren Chalets so wohl und heimelig wie in einer Holzstube“, meint Sabine Eppacher.

EIN RAUM, DER MITWÄCHST

Nicht zuletzt ist das Roomsystem von Dach+Fach auch für Start-ups ideal, weil

„Das Chalet ist ein reines Tiroler Produkt. Wir verwenden heimische Hölzer, die Fenster und Türen stammen von einem Tiroler Tischlereibetrieb.“ SABINE EPPACHER

es mit dem jungen Unternehmen je nach Platzbedarf mitwachsen kann. Eigens dafür wird eine Leasingvariante angeboten, die steuerlich interessant ist. Stellt man das D+F Roomsystem laut Tiroler Bauordnung als sogenannte „Bauliche Anlage vorübergehenden Bestandes“ auf, gelten etwas weniger strikte Regelungen als bei normalen Bauten. So können etwa die Mindestabstände zum angrenzenden Grundstück von vier Metern fallweise unterschritten werden. Eine solche Anlage vorübergehenden Bestandes darf für fünf Jahre mit der Möglichkeit einer Verlängerung um weitere zwei Jahre bestehen bleiben. Wer also größtmögliche Flexibilität bei kleinstmöglichem ökologischen Fußabdruck made in Tirol haben möchte, ist mit den Chalets goldrichtig. Sie sind vielseitige Raumwunder für verschiedenste Ansprüche und Anwendungsmöglichkeiten, die hochmodern und zeitlos zugleich sind, regional und handwerklich hergestellt. Ob leben, arbeiten oder feiern: Mit dem Chalet Roomsystem steht ein Raumsystem zur Verfügung, mit dem sich in jeder Lebenssituation neue Türen aufstoßen lassen. Weitere Infos unter

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LIEBLINGSPLÄTZE Eine Umgestaltung der Wohnsituation bedeutet immer auch eine Veränderung des gewohnten Lebens. Der Schritt will deshalb gut durchdacht sein. Um seinen neuen Lieblingsplatz zu finden, braucht es Partner, die Wünsche erkennen und Bedürfnisse verstehen.

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WOHNEN NACH WUNSCH

Im Jahr 2011 wurde die Meilenstein Realitäten GmbH gegründet. Einer der Gründungsmitglieder war damals Alessandro Piglia, MBA, der vor zwölf Jahren ins Immobiliengeschäft eingestiegen ist und Geschäftsführer der Immobilien-Agentur ist. Das achtjährige Bestehen der Meilenstein Realitäten GmbH wurde kürzlich mit einem Umzug an den neuen Standort im Innsbrucker Arkadenhof gefeiert. Die Immobilienexperten sind österreichweit tätig und zählen aufgrund ihres starken Netzwerkes und der, dank lokaler Partner außergewöhnlich guten, regionalen Marktkenntnisse als Top-Adresse in

der Branche. Vom Auszubildenden bis zum erfahrenen Profi kümmert sich ein mittlerweile 25-köpfiges Team um die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden. Das Angebot der Meilenstein Realitäten GmbH ist dabei breit gefächert. Im Portfolio findet sich die urbane Studentenwohnung ebenso wie das alpine Luxuschalet. Durch die perfekte Vernetzung in ganz Österreich lassen sich schnell seriöse Immobilien an aufrichtige Käufer oder Mieter vermitteln. Derzeit liegt der Fokus hierbei mitunter bei einem bestehenden Mehrparteienhaus in Innsbruck in der Höttinger Au. Dort werden gegen Ende des Jahres 20 preiswerte

„Lassen Sie sich schon jetzt für Ihr neues Zuhause in der Höttinger Au vormerken.“ © MEILENSTEIN

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er Kauf und Verkauf einer Immobilie oder der Umzug in ein neues Zuhause setzt einen Meilenstein im Leben. Vielfach ist die Entscheidung eine emotionale, sollte aber dennoch rational getroffen werden. Ein vertrauensvoller Partner an seiner Seite sowie eine intensive und persönliche Beratung spart Nerven und Zeit und verwandelt Träume in Realität(en).

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Dreizimmerwohnungen verkauft, die jeweils zwischen 80 und 86m² groß sind. Die zentrale Lage und die gute Infrastruktur sprechen dort für sich. Wer also auf der Suche nach einem neuen Lieblingsplatz im Westen Innsbrucks ist, hat ab sofort die Möglichkeit, sich als Interessent vormerken zu lassen. Das Expertenteam steht Ihnen in allen Belangen rund um den Verkauf persönlich zur Verfügung. PR

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Ingenieurbüros arbeiten unabhängig, neutral und vor allem treuhändisch für ihren Auftraggeber, für den sie beraten, planen, berechnen, untersuchen und überwachen. Sie sind daher keine Hersteller und nehmen an der Ausführung des Werkes selbst nicht teil. www.vorherdenker.at

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RAUMWUNDER Das Büro prem architektur ZT GmbH ist mit seinen zwei Standorten in Schwaz und Wien ein Unternehmen mit großer Bandbreite. Mit Planungen in allen Facetten – angefangen bei Einfamilienhäusern über Wohnanlagen bis hin zu Büro- und Verwaltungsgebäuden sowie Betriebsanlagen und natürlich auch im Bereich Innenarchitektur – zeigt das Architekturbüro seine Qualitäten. T E X T : C AT E R I N A M O L Z E R - S A U P E R

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Team Schwaz

Wohnhaus Kraken: 169 Quadratmeter Grundstücksfläche für ein vollwertiges Einfamilienhaus – Mission impossible? Nicht für prem architektur. Team Vienna

Wohnbüro prem: Das Wort „Büro“ wird all dem eigentlich nicht gerecht – man könnte hier wohl eher von einem Studio, Atelier oder Business-Loft sprechen.


PREM ARCHITEKTUR

Vor ein paar Wochen erfolgte der Spatenstich für ein Großprojekt in Magdeburg. prem architektur zeichnet für die Planung und örtliche Bauaufsicht eines Logistikzentrums für Eglo Leuchten mit ca. 25.000 Quadratmetern Nutzfläche verantwortlich.

City Appartment Schwaz

Eglo Logistikzentrum Magdeburg/D

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as Team von prem architektur mit 25 kompetenten Mitarbeitern in Schwaz und Wien stellt sich jeder Herausforderung. Keine Aufgabe ist zu klein und kein Interesse zu groß – es lohnt sich immer, gemeinsam mit den Architekturprofis Ideen zu verwirklichen: „Wir arbeiten in einem von uns selbst geplanten Gebäude mit Panoramablick und stellen täglich fest, dass einfach alles passt. Wir leben und arbeiten an einem der schönsten Plätze der Welt. Diesen Lebensraum mitgestalten zu dürfen, ist ein riesengroßes Privileg. Wir möchten Architektur schaffen, die sich ständig weiterentwickelt, ganz nach dem Motto: Höre nie auf anzufangen, fange nie an aufzuhören.“

DAS EIGENE WOHNBÜRO

Betritt man als Besucher das Architekturbüro, fühlt man sich dort sofort zuhause, während die Mitarbeiter im Wohnbüro konzentriert arbeiten können. Sie erleben einen Mehrwert an Entspannung, die Umgebung festigt den Zusammenhalt, gibt Motivation für die tägliche Arbeit, fördert die Kommunikation, ist ein Ort der Produktivität und regt den kreativen Geist an. Ein über 200 Quadratmeter großes Open Office sorgt für diese angenehmen Arbeitsbedingungen. Wohl durchdachte Licht- und Farbkonzepte machen es zu einem Umfeld mit Atmosphäre, das sich nicht zuletzt durch den Einsatz hochwertiger Materialien in ein einzigartiges Wohnbüro verwandelt. Mit halbhohen Ordnerschränken wird die Konzentration am eigenen Arbeitsplatz ermöglicht, Stauraum FOTOS: © PREM ARCHITEKTUR, JULIA GREITER

LB3 Weer

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geboten und das Gleichgewicht zwischen Offenheit und Intimität erhalten.

ZWEIGSTELLE WIEN

Auch das Büro von prem architektur in Wien ist wie eine Wohlfühloase für die Mitarbeiter gestaltet und wird den Ansprüchen moderner Architektur mehr als gerecht. In Zeiten hochtechnisierter Digitalisierung sind die beiden Büros bestens miteinander verbunden und die eingespielten Teams ergänzen einander optimal.

REVITALISIEREN UND VERDICHTEN

Am Beispiel der beiden Projekte „Wohnhaus Kraken“ und „City Appartment“ in Schwaz wird deutlich, welch wichtigen Stellenwert die Themen Revitalisierung und Nachverdichtung in der modernen Architektur haben. Ohne Kompromisse und ohne Abstriche in

der Wohnqualität zu machen, entstand mit dem Einfamilienhaus ein Musterbeispiel für die bestmögliche Verdichtung auf kleinstem Raum. Zum Sanierungsprojekt in Schwaz meinen die Architekten: „Man kann sich im Altbau sowohl als Planer als auch zukünftiger Nutzer bei der Mitgestaltung in der Planungsphase einbringen und entfalten. Bauen in der Innenstadt ist eine große und herausfordernde Aufgabe für alle Beteiligten. Ungewöhnliche und kreative Lösungen sind gefragt und es braucht eine detailgenaue Planung.“

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Münchner Straße 15/4, 6130 Schwaz Belvederegasse 26, 1040 Wien Tel.: 05242/211 00 office@premarchitektur.com www.premarchitektur.com


SPECHTENHAUSER

HANDWERK GEFRAGT? HIER IST DIE ANTWORT Ein Unternehmen, vier Kompetenzen: Willkommen bei Spechtenhauser!

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b Neubau oder Sanierung: träumen Sie nicht auch von einem Unternehmen, das mehrere Kompetenzen vereint und vom Glasbau bis zum Möbelunikat der richtige Ansprechpartner für Sie ist? Schluss mit Träumen – es gibt den Meister-Allrounder wirklich! Der Name Spechtenhauser steht für Qualitätshandwerk aus Tirol. Seit 1930 bewegt sich das Innsbrucker Familienunternehmen zwischen Tradition und Innovation und entwickelt sich in seinen vier Kernbereichen Fensterbau, Tischlerei, Glasbau und Möbelstudio konsequent weiter. Warum das alles? „Wir wollen unseren Kunden Lösungen am Puls der Zeit bieten und

investieren stets in neueste Technik“, betont die Geschäftsführung bei Spechtenhauser.

FENSTER IN ALLEN FORMEN

kann Spechtenhauser sogar bei Wind und Wetter Fenster tauschen.

Neben zeitlosen Klassikern punktet das Unternehmen mit individuellen Fenstern nach Maß: Jedes gewünschte Fenster in jeder erdenklichen Form ist möglich. Vor allem im Denkmalschutz sind die Spezialanfertigungen von Spechtenhauser sehr gefragt. „Wenn man bedenkt, dass rund 75 Prozent des monatlichen Energiebedarfs fürs Heizen gebraucht werden, sollte man an der Qualität der Fenster nicht sparen.“ Dank der schnellen und professionalisierten Abläufe

Das Tiroler Unternehmen bringt auch in punkto Glasbautechnik langjährige Erfahrung und gewachsenes Know-how mit. „Ob es um außergewöhnliche Innen- oder Außenverglasungen geht – wir bewahren den Durchblick bei Projekten jeder Größenordnung: Konzeption, Planung, Fertigung und Montage – alles aus einer Hand“, so die Spechtenhauser-Profis. Und auch der Wohntraum aus Holz wird mit dem Traditionsunternehmen wahr: vom Möbelstück bis zum gesamten Innenausbau. PR

DURCHBLICK VON A BIS Z

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Fensterbau-Know-how aus Tirol: zeitlose Klassiker und innovative Sonderlösungen nach Maß

In der Stadtbibliothek Innsbruck punktet Spechtenhauser mit moderner Inneneinrichtung und hochwertigem Handwerk.


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Hochwertige Fenster, maßgefertigte Möbel und innovative Lösungen aus Glas – sorgfältig produziert in Innsbruck. Nur echt mit Specht. www.spechtenhauser.com


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SCHÖNES FÜRS ZUHAUSE Möbel geben einem Raum Struktur, Accessoires setzen Akzente. Und manchmal darf’s auch praktisch sein. LICHTSPIEL

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Die Federkugel-Lichterkette mit zehn fest integrierten LEDs macht warmweißes Licht und ist perfekt, wenn’s daheim wieder kuscheliger wird. Um rund 20 Euro gesehen bei Tchibo.

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TIERLIEBE

Wir lieben dänisches Design, deshalb mögen wir auch die Tierchen von Kay Bojesen besonders gern. Die gibt’s in vielen verschiedenen Versionen bei Tyrolglas in Innsbruck. Mit dabei: Äffchen aus Teak- und Limaholz um 130 Euro (Mütze: 22 Euro), Eichenholz-Elefant um 145 Euro, Flusspferd bemalt mit schwarzer Tafelfarbe für kleine Notizen um 99 Euro.

SCHONGANG

Mit dem Sous-VideSchongarer von Russel Hobbs werden Gemüse, Fisch und Fleisch perfekt und behalten ihr volles Aroma. Ca. 130 Euro.

POLSTERSCHLACHT

Verschiedene Kissen von Art de Lys aus der Textilnation Frankreich. Die gibt’s in unterschiedlichen Designs und auch ganz schön tierisch bei Tyrolglas. Ab 69 Euro.


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Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung.

Kleiderhaken sind ja immer so eine Sache ... uns gefällt die Vogelvariante, die wir in verschiedenen Größen bei mg interior in Innsbruck gesehen haben. Ab 73 Euro pro Stück.

WIEDERVERWERTET

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Die Körbe von muubs werden aus alten Autoreifen gefertigt und sind in verschiedenen Größen ab 44 Euro bei mg interior zu haben.

Die Sweet Cats sind zurück. 500-ml-Tasse um 5,99 Euro bei Depot. Dazu gibt’s passende Müslischalen, Vorratsdosen und Milchkännchen.

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Den Kids kann es nicht bunt genug sein. Kinderstuhl „Mammut“ von Ikea, 14,99 Euro. Da darf der Schrank ruhig dezent sein.

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KLASSIKER

Die Möbel von USM passen immer und überall. Sideboard mit vier Klappen, verschiedene Farben ab 1.817 Euro. Bei mg interior.


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HERBSTZEIT IST MESSEZEIT Ob für die eigenen vier Wände, den Kleiderschrank oder das kulinarische Wohl: Die 87. Innsbrucker Herbstmesse öffnet vom 9. bis 13. Oktober 2019 ihre Tore und hält Topangebote für die Herbst- und Wintermonate bereit.

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irgendwo sonst treffen so viele Menschen an einem Ort zusammen, um sich über die neuesten Produkte und Dienstleistungen rund um die Herbst- und Wintermonate zu informieren, diese zu probieren und auch zu kaufen, wie auf der Innsbrucker Herbstmesse. Wieder werden zahlreiche Neuheiten und Innovationen fünf Tage lang die Besucher begeistern.

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Mehr als 400 Aussteller bieten in diversen Schwerpunkten wie WohnLust, Design- und Erfindermesse, Modeschauen, Bauen, Messeshopping und Piazza Italia ihre Neuheiten, Trends und beste persönliche Beratung an – unter anderem auch im Schwerpunkt Aqua Life in der Halle B.1, der im Rahmen der Innsbrucker Herbstmesse seit 2008 zur größten Informations- und Beratungsplattform rund um Bäder und die dazugehörige

Einrichtung in Tirol herangewachsen ist. Fachbetriebe und Badprofis präsentieren dabei Trends und Neuheiten aus den Be-

reichen Wellness, Badmöbel, Armaturen, Fliesen, Marmor, Wasser und Filter sowie Beleuchtung. www.herbstmesse.info PR

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UND ES WARD LED Ohne künstliches Licht sitzen wir im Dunkeln. Es beeinflusst unser Wohlbefinden und den Biorhythmus. Dennoch wird dem richtigen Licht in der Praxis oft zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. In Tirol gibt es mehr als ein Unternehmen, das daran arbeitet, das nachhaltig zu ändern. TEXT: MARIAN KRÖLL


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Das Basispatent der Lampenentwicklung von Thomas Edison, Nr. 223.898 „Electric Lamp“, wurde am 4. November 1879 beantragt und am 27. Januar 1880 erteilt. Es war nicht sein einziges. Insgesamt trugen nämlich 1.093 Patentanträge Edisons Namen, das ist bis heute einsamer US-Rekord.


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hne Licht ist alles nichts. Das natürliche Licht, das Sonnenlicht, entstand vor etwas mehr als 13 Milliarden Jahren. Eine unvorstellbare, kaum fassbare Zeitspanne. Die kosmischen Nebel begannen sich aber erst rund 400.000 Jahre nach dem Urknall allmählich zu lichten. Zu diesem Zeitpunkt entflochten sich Materie und Strahlung. Die Wellenlänge dieses ersten Lichts hat sich in den für uns nicht sichtbaren Bereich verschoben.

Vielfach ist das Licht in der Planung nicht mehr als ein lästiger Nebenschauplatz. Das kann sich rächen, denn mit der Wahl des richtigen Lichts kann man einen Raum mit verhältnismäßig geringem finanziellen Aufwand eben ins rechte Licht rücken oder aber x-beliebig aussehen lassen.

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MIT SONNENSTRAHLEN UND WALEN Die Sonne war früher des Menschen einzige Lichtquelle, ehe vor etwa 300.000 Jahren der prähistorische Mensch das Feuer als Wärme- und Lichtquelle zu nutzen begann. Diese Phase hat die Menschheit seit langem hinter sich, und dank elektrischen Stroms und Erdöls sind wir nicht mehr auf Walöl bzw. Waltran angewiesen, wenn es um die künstliche Beleuchtung geht. Licht lässt sich physikalisch mittels Strahlen- und Wellenoptik und quantenphysikalisch erklären. Trifft das Licht auf Materie, wird es gestreut, reflektiert, verlangsamt, gebrochen oder absorbiert. Unsere Augen nehmen die Lichtintensität als Helligkeit und die spektrale Zusammensetzung als Farbe wahr. Licht wirkt mehrfach auf uns – biologisch, emotional und nicht zuletzt visuell. Es beeinflusst, ob wir uns wach oder müde fühlen, wie Räume auf uns wirken und ob wir uns dort wohlfühlen können. Was wir sehen, sehen wir deshalb, weil jeder Gegenstand Licht absorbiert oder reflektiert. Das reflektierte Licht trifft via Pupille auf unsere Netzhaut und wird dort von den Zapfen und Stäbchen, den lichtempfindlichen Sinneszellen, aufgenommen und ans Gehirn weitergereicht, wo die Informationen in Bilder übersetzt werden. Zapfensehen ist Farbsehen, bei sehr wenig Licht übernehmen die Stäbchen, die es uns erlauben, selbst im Halbdunkel noch Umrisse und Schwarz-, Weiß- und Grautöne zu erkennen. Das Auge vermag die elektromagnetische Strahlung, die wir Licht nennen, in einem Bereich zwischen 380 Nanometer (blau) und 780 Nanometer (rot) wahrzunehmen. Der Mensch kann also nur einen Bruchteil des gesamten elektromagnetischen Spektrums sehen. An diesen Bereich grenzt am unteren

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Büro/Lager/Werkstatt/Wohnen INZING, Grundstück ca. 850 m², UG/EG/OG mit ca. 750 m² Nutzfläche, Baujahr 1980, Mischgebiet, Möglichkeit von Wohnungen im Obergeschoss, HWB in Arbeit, KP 1.500.000 Euro

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Ende die ultraviolette Strahlung, am oberen die Infrarotstrahlung an. Die Lichtfarbe wird in Kelvin angegeben und beschreibt den Farbeindruck einer Lichtquelle. Gleiche Lichtfarben können aufgrund unterschiedlicher spektraler Zusammensetzungen der Farbbestandteile unterschiedliche Farbwiedergabeeigenschaften haben. Weiß ist also nicht gleich Weiß. Die Lichtfarbe setzt sich aus Farbtemperatur und Farbwiedergabe zusammen. 2.700 Kelvin sorgen für Wärme und Behaglichkeit und eignen sich für Wohnräume oder deren indirekte Beleuchtung, 3.000 Kelvin ergibt unaufdringliches, warmweißes Licht mit hohem Wohlfühlfaktor. Bei 3.500 Kelvin wird der Spagat zwischen sachlicherer Büro- und heimeliger Wohlfühlatmosphäre versucht, 4.000 Kelvin liegt zwischen dem Tages- und Glühlampenlicht und gehört zum guten Ton in Büros. Mit 6.500 Kelvin ausgeleuchtete Räume können tageslichtähnlichen Charakter annehmen Leuchtmittel mit 8.000 Kelvin imitieren einen hohen Blauanteil, sind dem Sonnenlicht nachempfunden und tageslichtweiß. Die Imitation des Tageslichts ist überdies auch eine Frage der Lux. Die sterile „Krankenhausatmosphäre“, die als kalt, technisch und steril empfunden wird, kann auch schon bei 4.000 Kelvin in Kombination mit den im Vergleich zum Tageslicht deutlich geringeren Lux zustandekommen. Im allgemeinen Gebrauch haben Leuchtmittel mit 8.000 Kelvin kaum Bedeutung.

DIE GESCHICHTE VOM LICHT

1879 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des künstlichen Lichts. Es ist dies das Jahr, in dem Thomas Alva Edison die langlebige Kohlefadenglühlampe erfindet. Die Metallfadenglühlampe wurde dagegen – so wie kurz zuvor der Gasglühstrumpf – vom Österreicher Carl Auer von Welsbach entwickelt. Man schrieb das Jahr 1889. General Electric beginnt einige Jahrzehnte später, 1938, mit der Produktion von Leuchtstoffröhren und patentiert 1959 die erste kommerziell verfügbare Halogenglühlampe. 1980 kommt dann die Energiesparlampe bzw. Kompaktleuchtstofflampe auf den Markt. Diesmal ist Philips Vorreiter. In den 1990er-Jahren tritt die LED-Technologie auf den Plan, 2008 gibt es die erste LED-Fadenlampe. Ein Jahr später wird unter anderem in der EU die Herstellung und der Vertrieb von Glühlampen mit geringer Energieeffizienz schrittweise verboten.

UND PLÖTZLICH WURDE LED

Mit der lichtemittierenden Diode (LED) wurde seit den 1990ern die Technologie der 1960er-Jahre aufgrund einer ständig größer werdenden Lichtausbeute auch als Leuchtmittel zum Alltagsgegenstand. Das Glühlampenverbot hat die-

„Licht ermöglicht es uns erst, Dinge zu sehen.“ MARKUS KIRCHMAIR, MARKETING DIRECTOR BEI PROLICHT


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se Entwicklung naturgemäß wesentlich beschleunigt, aber auch die Marktverfügbarkeit von leistungsfähigen und günstigen blauen – und damit auch weißen – Leuchtdioden seit den 2000er-Jahren. Heute ist LED Standard. Im Gegensatz zu Glühlampen sind Leuchtdioden keine Wärmestrahler. Mit ihnen lässt sich im Vergleich zur Halogenlampe bis zu 85 Prozent Energie sparen. Zudem sind sie robust, effizient und flexibel und mittlerweile von hoher Lebensdauer. Mittlerweile lassen sich LEDs auch „natürlich“ dimmen, indem die Lichtfarbenänderung, die beim Dimmen von Glüh- und Halogenleuchtmitteln stattfindet, nachgeahmt wird. Was Produkte betrifft, ist Tirol ein strahlend helles Licht am Firmament der Leuch-

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Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war, ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar, das stolze Licht, das nun der Mutter Nacht den alten Rang, den Raum ihr streitig macht. FAUST, JOHANN WOLFGANG VON GOETHE

tenhersteller. Es gibt einige renommierte Unternehmen in diesem Bereich und ambitionierte Newcomer. Zum Fixstern ist seit der Gründung als Handelsunternehmen 1993 auch Prolicht geworden, mittlerweile zum erfolgreichen und innovativen Hersteller mutiert. „Wir produzieren ausschließlich in Göt-

zens. Das Besondere an Prolicht ist, dass wir sehr stark auf Individualisierung setzen. Wir haben kein eigenes Lager, sondern fertigen jede einzelne Leuchte auftragsbezogen und innerhalb von fünf Werktagen. Dadurch können wir eine extreme Angebotsvielfalt anbieten, die es so am Markt sonst nicht gibt. Das macht uns in der Branche einzigartig“, sagt Marketing Director Markus Kirchmair. „Das gibt die totale Freiheit in der Lichtplanung.“ Lichtplanung. Ein großes Wort, gelassen ausgesprochen. Denn vielfach ist das Licht in der Planung nicht mehr als ein lästiger Nebenschauplatz. Das kann sich rächen, denn mit der Wahl des richtigen Lichts kann man einen Raum mit verhältnismäßig geringem finanziellen Aufwand eben ins rechte Licht rücken oder aber x-beliebig aussehen lassen. „Jeder Raum ist anders und muss unterschiedlich in Szene gesetzt werden“, weiß Kirchmair, der für Wohnungskäufer und Häuslbauer einen guten Tipp parat hat: „Gute Lichtplanung sollte möglichst früh in einem Projekt involviert werden. Ist das Gebäude schon errichtet und eingerichtet und holt man erst dann einen Lichtplaner dazu, ist das sicher nicht optimal. Licht ermöglicht es uns erst, Dinge zu sehen. Daher spielen auch Material und Materialität eine große Rolle. Lichtplanung hört nicht bei der Wahl der Leuchte auf, sondern sollte ein umfassenderes und stimmiges Gesamtkonzept sein, das mit der Innenarchitektur harmoniert.“ Die Wahl des „richtigen“ Lichts und der dieses emittierenden Leuchtmittel hängt immer von den jeweiligen Bedürfnissen ab. Ein Arbeitsplatz wird anders ausgeleuchtet sein als ein Wohnzimmer oder eine Küche. Es geht wesentlich darum, mittels Licht eine Wohlfühlatmosphäre zu erzeugen, denn Licht beeinflusst unseren Biorhythmus maßgeblich und kann den Unterschied ausmachen, ob wir uns in einem Raum geborgen fühlen oder unwohl. „Es gibt den Begriff des Human Centric Lighting, das heißt, der Mensch steht im Mittelpunkt und das Lichtkonzept wird dem Menschen, seiner inneren Uhr und seinen Bedürfnissen, angepasst“, sagt Kirchmair.


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Mit dem Glühfaden ist der Menschheit ein (elektrisches) Licht aufgegangen, mit LED ist das Licht gewissermaßen intelligent geworden. „Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit, mit Sensoren das jeweilige Umgebungslicht zu messen und das Licht daran anzupassen“, sagt Kirchmair. Ein weiterer großer Vorteil von LED sei, dass sie ganz neue Formen zulassen würden, so der Lichtexperte. „Die Lichtsteuerung ist auch um einiges leistungsfähiger und flexibler geworden.“ Auf ein fest installiertes Gebäude-Bussystem wie beispielsweise dem im professionellen Anwendungsbereich (zB in der Gastronomie oder im Einzelhandel), etablierten DALI-Standard ist man dabei nicht zwingend angewiesen. Mit dem relativ jungen CASAMBI-Standard kann jede entsprechend ausgestattete LED-Leuchte auch drahtlos via Bluetooth angesteuert werden. „Dadurch, dass wir vor Ort produzieren, können wir die Treiber für die Leuchten an die jeweilige Kundenanforderung flexibel anpassen“, sagt Kirchmair. Ein LED-Treiber ist ein Vorschaltgerät, das den Stromfluss reguliert und aus dem Wechselstrom im Netz Gleichstrom macht. In ihm kann etwa auch ein Bluetooth-Modul

Licht gibt Räumen Struktur, mit Licht lassen sich Bereiche schaffen, die je nach Stimmung und Zweck unterschiedlich ausgeleuchtet werden können.

zur Fernsteuerung via App integriert sein. „Es lassen sich dabei auch Szenen einspeichern, die für unterschiedliche Anlässe aufgerufen werden können. Generell gilt, dass man nachhaltig gut bedient ist, wenn man auf einen gängigen und etablierten Standard wie CASAMBI setzt“, so Kirchmair, der mit Prolicht vorwiegend das Premiumsegment bedient, aber insgesamt sei in der Gesellschaft ein steigendes Bewusstsein für qualitätsvolle Beleuchtung zu beobachten. Im privaten Bereich ist das Wissen ums richtige Licht aber jedenfalls noch nicht besonders ausgeprägt. „Mit Licht lassen sich Räume strukturieren“, so Kirchmair, „dabei spielt auch die Farbtemperatur eine große Rolle. Wer sich über den Esstisch eine schöne 4.000 K-Leuchte kauft, wird beim

ersten Einschalten zur Mittagszeit vielleicht noch begeistert sein. Spätestens beim ersten Abendessen macht sich dann aber Enttäuschung breit. Hier empfindet man diese Farbtemperatur als sehr unangenehm und unpassend.“ 4.000-Kelvin entspricht etwa der Farbtemperatur, die eine typische Arbeitsplatzleuchte hat. Sie wirkt aktivierend und macht gerade in Kombination mit Tageslicht besonders Sinn. Also nichts, was man mit einem romantischen Abendessen in Verbindung bringen würde. Da kommt höchstens Krankenhausatmosphäre auf.

MODEN UND MÖGLICHKEITEN

Der Lichtexperte ist überzeugt davon, dass in den kommenden Jahren die Ansteuerung von Lichtquellen über Tablet oder Smart-


Wo h n k u l t u r i n T i r o l hat einen Namen.

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erfolgs.geschichten

Wo viel Licht ist, ist starker Schatten. GÖTZ VON BERLICHINGEN MIT DER EISERNEN HAND, JOHANN WOLFGANG VON GOETHE

Johann Koch mit Firmenkundenbetreuerin Carina Unterkircher

Türen zum Erfolg 1979 als Tischlerei gegründet, brilliert Koch Türen zum 40-jährigen Jubiläum als größter Türenproduzent Westösterreichs.

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Wir müssen immer besser werden, der Optimierungsprozess hört nie auf. Mit dieser Philosophie hat Firmengründer Johann Koch das Unternehmen Koch Türen seit 40 Jahren zu einem der größten gewerblichen Türenhersteller geführt. Dabei stehen bei Koch Türen die Mitarbeiter im Mittelpunkt. Jede Idee wird ernst genommen, so wurde auch die gesamte Software des Unternehmens gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickelt, um das große Produktspektrum qualitativ hochwertiger Türen zu bewerkstelligen. Von verschiedenen Innentürmodellen nach Maß bis hin zu Schiebetüren, Stockelementen und Sicherheitstüren reicht das Produktangebot des Tiroler Familienbetriebes. Bereits 1993 spezialisierte sich der Handwerksbetrieb auf die Produktion von Türen in Plattenbauweise und perfektionierte diese fortan, bis das Werk in Lans im wahrsten Sinne des Wortes aus allen Nähten platzte. 2014 übersiedelte das gesamte Unternehmen nach Steinach am Brenner. Auf einer hellen Produktionsfläche von 15.000 Quadratmetern fertigen heute 70 Mitarbeiter rund 18.500 Türen im Jahr nach den Attributen Produktqualität, Kundenzufriedenheit und Liefertreue, Nachhaltigkeit, Innovation und Lifestyle. „Auch wenn es harte Zeiten gab, es ist für mich auch heute noch jeden Tag schön, in den Betrieb zu fahren“, so der Seniorchef. Dank der Begeisterung seiner Söhne Simon und Alexander sowie des Neffen Andreas ist der Familienbetrieb auch für die Zukunft bestens aufgestellt. „Qualität ist Pflicht und Herausforderung gleichermaßen. Seit über 30 Jahren habe ich nur gute Erfahrungen mit der Hypo Tirol Bank gemacht. Durch das gegenseitige Vertrauen auch in den schwierigen Anfangszeiten sowie bei großen Investitionen konnte sich unser Betrieb so erfolgreich entwickeln“, zeigt sich Johann Koch dankbar für die Zusammenarbeit mit der Landesbank über Jahrzehnte hinweg. PR

phone – neben dem herkömmlichen Lichtschalter – zum Standard wird. Im Lichtbereich ist LED jedenfalls nicht nur die Zukunft, sondern bereits die Gegenwart. „Mittlerweile gibt es bei der LED nur noch Vorteile“, sagt Kirchmair und weist auf die Energieeffizienz der Technologie hin. Die Lichtausbeute und Haltbarkeit sei anfangs zwar ein Thema gewesen, inzwischen aber mehr als nur konkurrenzfähig. Leuchten sind, was Farben und Formen anbelangt, auch den Moden unterworfen, auch wenn es durchaus zeitlose Klassiker gibt. Derzeit seien Metallicfarben sehr angesagt, weiß Kirchmair. „Kupfer, Gold, Champagne Cream, Bronze“, zählt er einige Trendfarben auf. Mit LED lassen sich auch Lichtsysteme realisieren, die bis vor wenigen Jahren noch kaum möglich gewesen wären. Möglich macht das die Mischung aus High-Performance-LED, effizientem Hitzemanagement und hochwertigen Optiken. Dazu gehört etwa das sogenannte Wallwashing bzw. die Wandflutung mit Licht. „Wallwasher sind dazu da, um eine Wand möglichst gleichmäßig auszuleuchten“, erklärt der Experte. Und dezent. Diese Form der vertikalen Beleuchtung trägt wesentlich zum Helligkeitseindruck von Räumen bei. Es gibt unterschiedliche Leuchtentypen, etwa Strahler, Anbauoder Profilleuchten und Profilsysteme, die randlos, als Ein- oder Anbau-Pendel- oder Stehleuchten ausgeführt sein können. Erst die LED hat im Beleuchtungsbereich gezeigt, was ohne den guten alten Glühfaden alles möglich geworden ist. Und die technologische Entwicklung schreitet unaufhaltsam fort. Dennoch sollte man eines bei der Lichtplanung trotz aller technologischer Verlockungen nicht aus dem Auge verlieren: Im Fokus steht das eigene Wohlbefinden.


Eine neue Dimension für die Immobilienbranche Der technische Fortschritt machtʼs möglich und eröffnet in der Immobilienpräsentation eine neue, dritte Dimension.

Virtuelle Immobilien setzen neue Maßstäbe und ermöglichen es, die Präsentationen plastisch und anschaulich zu gestalten wie nie zuvor. Mittels hochwertiger, dreidimensionaler 360-Grad Touren können sich Kaufinteressenten durch die Räume bewegen. Dadurch bleiben Verkäufern permanente Besichtigungen erspart und auch der Interessent spart wertvolle Zeit, weil er seine Traumimmobilie in allen Facetten bequem von zu Hause aus oder unterwegs via Smartphone erleben kann. Die virtuelle Besichtigung ermöglicht es, das dreidimensionale Objekt realitätsnah zu erkunden, weil ein Grundriss allein für das Vorstellungsvermögen nicht ausreicht. Die virtuellen Besichtigungen können sowohl zeitlich als auch räumlich völlig flexibel erfolgen. So vermeidet man unnötige Besichtigungstermine und vereinbart solche erst dann, wenn das Objekt dem Interessenten beim virtuellen Rundgang zusagt. Zudem dient das 3D-Panorama selbst nach realen Besichtigungen als zusätzliche Entscheidungshilfe, weil sich Interessenten damit einzelne Details nochmals ansehen können.

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OHNE LICHT SIEHT MAN NICHTS Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen. Konfuzius meinte das damals zwar wohl eher im übertragenen Sinn, aber es stimmt auch bei ganz pragmatischer Betrachtung.

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Heiligenschein: Die Leuchtenserie „Halo“ wurde von Designerin Nina Mair für planlicht entwickelt und auf der Mailänder Möbelmesse 2014 erstmals vorgestellt. Uns gefällt sie auch nach Jahren immer noch wahnsinnig gut. Verschiedene Größen ab 2.268 Euro unter anderem im Shop unter www.ninamair.at.

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ALMUT VON WILDHEIM. ALMUT VON WILDHEIM. Allein schon der Name hat eine gewisse Gravitas und Würde, etwas Edles und zugleich Wildes. Ist es das „von“, ist es der germanische Vorname, der Almut als die Edelmütige ausweist, oder ist es das aus Wildnis und Heimat zusammenkomponierte Wildheim? Oder die gesamte Kombination? TEXT: MARIAN KRÖLL


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Die Lampen von Almut von Wildheim sind eine zum Produkt gewordene Gründungsidee, ein Designprozess, der natürlich gewachsen ist. Wie diese Holzhängeleuchten. Die gibt’s derzeit in den Ausführungen Eiche, Walnuss oder Zirbe um je 149 Euro.


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52 Bei der neuesten Kollektion steht – wahlweise auch hängt – ein leuchtender Alleskönner am Ende des kreativen Schaffens. Der Schirm lässt sich tauschen und erfindet die Lampe somit immer wieder neu. Ein- und ausgeschaltet wird mittels Berührung.

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edenfalls ist Almut von Wildheim ein Firmenname, der das Zeug dazu hat, im Gedächtnis haften zu bleiben. Dahinter stehen die drei jungen Tiroler Stefanie Graber und als Geschäftsführer Uli Huber und Clemens Pfefferkorn. Ein guter Name macht aber noch kein gutes Produkt. In diesem Fall schon. Almut von Wildheim produzieren Lampen, die erfrischend anders sind als das, was sich im Lampenuniversum sonst so findet. Um den genauen Hergang der Unternehmensgründung ranken sich unterschiedliche Mythen. Hier sei nur so viel gesagt: Keine der handelnden Personen kommt aus dem Lampengeschäft. Vielleicht hat man es gerade deshalb geschafft, ausgetretene Pfade zu verlassen und den Alltagsgegenstand Lampe von einer anderen Seite zu beleuchten. Aus einem Ausflug in ein unbekanntes Metier ist eine Geschäftsidee geworden. Und aus einer

Heu ist für Almut nicht nur getrocknetes Gras. Es ist der Stoff, aus dem die Lampenschirme sind.

Geschäftsidee eine konkrete Lampenserie. Und aus einer Serie mehrere. „Wir drei Gesellschafter waren vorher schon Arbeitskollegen und haben uns immer wieder darüber unterhalten, was man nicht alles machen könnte. Es hat sich dann herauskristallisiert, dass wir gerne etwas Physisches, etwas zum Angreifen machen wollten. Ein alltägliches Produkt, in unserem Fall die Lampe, neu interpretieren“, erzählt Clemens Pfefferkorn.

HEUREKA!

Heu ist für Almut nicht nur getrocknetes Gras. Es ist der Stoff, aus dem die Lampenschirme sind. „Almut ist gewissermaßen auch eine

Hommage an die Tiroler Kulturlandschaft“, sagt Uli Huber. „Die Zutaten für unsere erste Linie 2610 stammen aus der Almregion. Und Almut hat auch mit Mut zu tun. Wir haben uns getraut, uns in eine Branche vorzuwagen, von der wir anfangs kaum Ahnung hatten. Wir wussten gerade einmal, wie man eine Glühbirne wechselt.“ Das hat sich mittlerweile fundamental gewandelt, Expertise ist zur Genüge vorhanden, die anmutigen Almut-Lampen sind absolut ausgereift. Von der (Alm-)Wiese ins Wohnzimmer. Geht das? Ja, das geht. Die Lampenschirme aus Heu sind mittlerweile fast schon so etwas wie ein Markenzeichen des Un-


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Die Almut-Geschäftsführer Clemens Pfefferkorn (li.) und Uli Huber

NEUES VON ALMUT Der Designprozess hat sich verändert, ist insgesamt zwar planvoller geworden, aber um nichts weniger verspielt. Der Zufall hat weiterhin Raum. „Wir arbeiten aber generell marktorientiert, hören ganz genau auf un-

Sonnige Wohnanlage in Grins In sonniger und ruhiger Aussichtslage in Grins wird eine Wohnanlage mit insgesamt 16 Einheiten mit Größen zwischen 39 und 105 m² errichtet.

„Nachhaltiges Arbeiten ist für uns nicht bloß ein Trend, sondern eine völlig logische Grundvoraussetzung für alles, was wir tun.“ ULI HUBER

Visualisierung: archivisu

ternehmens geworden und ein duftendes Alleinstellungsmerkmal sowieso. Gefertigt werden die Schirme bei Organoid Technologies im Tiroler Oberland. „Im Gegensatz zu anderen Herstellern haben wir bei unseren Schirmen kein Trägermaterial verwenden müssen. Sie bestehen aus purem Heu, das in Holz eingefasst ist“, so Uli. „Wir sind naturverbunden und gern draußen. Und dieses Draußen wollen wir nach drinnen bringen“, formuliert Clemens eine Art Mission Statement. Natur pur sozusagen. „Soweit wir das beeinflussen können, bestehen unsere Lampen ausschließlich aus natürlichen Materialien“, zeigt Uli Huber die konsequente Natürlichkeit der Marke auf. Sogar das Stromkabel ist mit Jutefasern umhüllt. Der weiteste Weg, den die Komponenten zurücklegen müssen, liegt ebenfalls in den Alpen, nämlich in Turin. „Die Serie 2610 ist ein Produkt aus dem Alpenbogen.“ Ein Produkt, das den Gründern – naturgemäß, möchte man anfügen – besonders am Herzen liegt. Eine zur Lampe gewordene Gründungsidee, ein Designprozess, der natürlich gewachsen ist, an dessen Anfang der Rohstoff, das alpine Heu, stand.

sere Kunden“, sagt Clemens. Ausfluss dieses Zuhörens, aber auch des eigenen kreativen Schaffens ist eine neue, ganz besondere Kollektion. Ein Produkt, in das eine ganze Menge Zeit und Hirnschmalz investiert wurde. Ein leuchtender Alleskönner steht am Ende des kreativen Prozesses – oder hängt, je nachdem, wie man die Lampe verwenden möchte. Die neue Linie, die im Herbst erscheint, punktet mit einem vermutlich bald patentierten Lampenschirm, der sich auswechseln lässt. Dazu braucht man eine Hand und eine funktionierende Gehirnhälfte, so selbsterklärend ist das Ganze. „Das Spezielle an der Lampe bzw. am Schirm ist die Kederschiene und Nut“, erklärt Uli. Damit lässt sich binnen Sekunden der Lampenschirm tauschen. Außerdem ist die Leuchtquelle, in diesem Fall eine LED, nicht im Zentrum, sondern bündig in den hölzernen Arm der Lampe integriert. Die Kabel verlaufen im

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Die Dreibein-Tischleuchte mit Eichenstehern, Kabel aus Jutefasern und dem Heulampenschirm (pur, mit blauen Kornblumen oder roten Rosenblüten) gibt’s um 649 Euro.

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Inneren, der Treiber ist in den Fuß eingelassen. Ein- und ausgeschaltet werden die Lampen mittels Berührung. Ja, Touch funktioniert auch bei Holz. Nice Touch!, möchte man bei so viel Kreativität rufen. Auch wenn man es bei Almut von Wildheim niemals so offensiv formulieren würde, spielt Nachhaltigkeit eine Hauptrolle im unternehmerischen Handeln. „Nachhaltiges Arbeiten ist für uns nicht bloß ein Trend, sondern eine völlig logische Grundvoraussetzung für alles, was wir tun“, so Uli. Dementsprechend kann man auch alle Teile der Lampe, Linse, LED, Platine und Kühlkörper unkompliziert selbst tauschen. „Sollte einmal etwas kaputt sein, kann man es problemlos selbst ersetzen. LEDs sind heute meist fix in den Lampen verbaut. Ist etwa die LED kaputt, kann man die Lampe wegwerfen. Dafür sind wir nicht zu haben“, so der Lichttüftler. Die austauschbaren Lampenschirme bestehen aus einem Birkenfurnier, auf dem eine Klebefolie aufgebracht ist. Auf diese werden die – natürlich allesamt natürlichen – Oberflächen aufgeklebt. Darunter als goldiges Highlight das aus Ananasfasern in Spanien hergestellte Ananasleder oder ein hauchdünnes, biegbares Steinfurnier. Gerade für den Hospitali-

„Wir sind naturverbunden und gern draußen. Und dieses Draußen wollen wir nach drinnen bringen.“ CLEMENS PFEFFERKORN

ty-Bereich ist das überaus praktisch, weil sich die Lampen mittels Schirmwechsel nach erfolgtem Umbau im Restaurant- und Barbereich oder in den Zimmern rasch und völlig unkompliziert dem neuen Stil anpassen lassen. „Damit haben wir einen Individualisierungsgrad erreicht, den keine andere Lampe so einfach und unkompliziert erfüllt“, sagt Uli Huber. Designleuchten haben üblicherweise eine Lebensdauer von zehn bis 15 Jahren, bis sie – Klassiker ausgenommen – irgendwie aus der Mode kommen oder kaputt werden. „Bei uns besteht grundsätzlich die Möglichkeit, beim Lampenschirm die neue Kollektion in den aktuellen Trendfarben zu bestellen“, erklärt Clemens Pfefferkorn. Dergestalt hat man eine Lampe, die immer trendy sein kann, wenn man das möchte. Die hölzernen Komponenten der Lampe sind ohnehin von ebenso zeit- wie schnörkelloser, schlichter

Eleganz. Der Individualisierungsgrad der kommenden Almut-Serie ist beachtlich und nicht auf das Aussehen beschränkt, wie Uli ausführt: „Der eine sagt, Einschalten, Ausschalten, Dimmen, mehr muss die Lampe nicht können. Andere wollen die Lampe vielleicht über Alexa oder Google Assistant ansteuern. Das geht auch. Braucht ein Hotelier eine DALI-fähige Lampe, können wir auch das liefern.“ Das emittierte Licht ist mit einer Farbtemperatur zwischen 2.700 und 3.000 Kelvin warm und wird beim Dimmen dank Dim-to-Warm-Funktion noch wärmer, was für zusätzliche Atmosphäre sorgt. Überhaupt spricht vieles dafür, dass die Neo-Lampenproduzenten von Almut von Wildheim auf dem richtigen Weg sind. Guter Name, gutes Produkt, konsequent durchgedacht, haptisch wertig und dabei auch noch richtig schön. So muss Licht.


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GUTES DESIGN IST SO WENIG DESIGN WIE MOGLICH. DIETER RAMS


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MAX BILL

Kitchen Clock, 1956–1957 Die Küchenuhr aus blau glasierter Keramik mit Zeitschalter – designt von Max Bill für Junghans – verkörperte die langjährigen Markenzeichen der modernen Küche: Zeitmessung und Effizienz. Die Uhr war eine der frühesten Entwürfe Max Bills und gilt als klassisches Beispiel für „gutes Design“ in Alltagsgegenständen der Nachkriegszeit und ist längst zur Ikone geworden. Max Bill selbst studierte in Dessau am Bauhaus, war Architekt und als Bildhauer, Grafiker und Maler vielseitiger Künstler – in der Malerei gilt er als einer der Vertreter der Zürcher Schule des Konkreten. Die mechanischen Armbanduhren, die Max Bill seinerzeit für Junghans entwarf, werden heute noch nahezu unverändert hergestellt.

MARIANNE BRANDT Tea Pot MT 49, 1924

Das Tee-Extraktkännchen aus 925er Sterling Silber hat Designerin Marianne Brandt während ihrer Studienzeit am Bauhaus in Weimar entworfen. Heute gilt das Kännchen neben den Entwürfen von Wilhelm Wagenfeld und Wolfgang Tümpel als eine der wichtigsten Arbeiten der Metallwerkstatt. Die Kanne, konsequent nach den Formprinzipien des Bauhaus – Kreis, Kugel, Quadrat – hergestellt, stammt aus einem aus mehreren Teilen bestehenden Tee- und Kaffeeservice, von dem nur ein komplettes Exemplar bekannt ist. Von der Teekanne indes gibt es mehrere, die heute in verschiedenen Museen zu finden sind. Marianne Brandt war eine deutsche Designerin, Fotografin, Malerin und Bildhauerin. Mit ihren Produktentwürfen in der Metallwerkstatt, von denen einige als Designklassiker noch heute nachgebaut werden, zählt sie zu den bekanntesten Bauhaus-Künstlerinnen.

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ETTORE SOTTSASS

Bücherregal Carlton, 1981 Zur 1981 von Ettore Sottsass in Mailand gegründeten Gruppe Memphis gehörten internationale Architekten und Designer. Ebenso bezeichnet Memphis die Kollektion der Gruppe sowie deren Firma (1981–88). Ähnlich der Vorgängerbewegung Studio Alchimia brach Memphis mit den vorherrschenden Regeln des Funktionalismus und stellte etablierte Designcodes auf den Kopf, indem man sich ganz bewusst außerhalb der damaligen Grenzen „des guten Geschmacks“ bewegte. Im Gegensatz zu Alchimia wollte Memphis jedoch aus der internationalen Anerkennung des italienischen Anti-Designs Profit schlagen und seine Produkte gewinnbringend vermarkten. Das Bücherregal „Carlton“ von Ettore Sottsass gehört wohl zu jenen Memphis-Kreationen, an denen man am wenigsten vorbeikommt. Zu haben ist das Teil heute noch – zu Preisen jenseits der 10.000 Euro.

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Ettore Sottsass wurde 1917 in Innsbruck geboren und war Architekt und Designer von Einrichtungsgegenständen, die er vorwiegend in der von ihm stark geprägten Stilrichtung des Anti-Designs gestaltete.

ETTORE SOTTSASS

Reiseschreibmaschine Valentine, 1968 Man möge uns verzeihen, dass wir von Ettore Sottsass ein zweites Stück ausgewählt haben – hier schwingt ein klein wenig Patriotismus mit, außerdem konnte er nicht nur Möbel, wie er mit der Reiseschreibmaschine „Valentine“ für Olivetti zeigt. olivetti valentine (wie sie richtig geschrieben wird) ist eine mechanische Schreibmaschine, die vor allem durch ihr unkonventionelles Design auffällt. Sottsass hat sie gemeinsam mit Perry A. King entwickelt. Sie gilt als Meilenstein des Industriedesigns, daher besitzen nahezu alle wichtigen Designsammlungen Exemplare davon, darunter das Museum of Modern Art in New York. Das Gehäuse der Reiseschreibmaschine ist aus dem thermoplastischen Kunststoff ABS und misst etwa 11,7 x 34,3 x 35,2 Zentimeter. Die Box wird am Klappgriff getragen und wie ein Aktenkoffer aufrecht auf den Boden gestellt. So kann die Maschine nach dem Öffnen von zwei Verschlussclips am Tragegriff nach oben aus der Box herausgezogen werden. Das Ding war in Rot, Weiß, Grün und Blau erhältlich.


Der springende Punkt? Ein starkes Linienspiel.

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GEORGE CARWARDINE

Tischleuchte „Original 1227“, 1935

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Die 1935 erstmals produzierte „Original 1227“ des englischen Traditionsunternehmens Anglepoise wird in der Designwelt als die erste Schwenklampe dieses Typs angesehen und setzt heute noch Maßstäbe für viele andere Tischleuchten. Kreiert wurde die Leuchte vom Automobilingenieur George Carwardine. 1931 entwickelte er ein theoretisches Konzept für ein Verfahren zum Auswuchten von Gewichten mittels Federn, Kurbeln und Hebeln. Dies ermöglichte es Carwardine, mithilfe der qualitativ hochwertigen Federn von Herbert Terry and Sons Ltd. eine Leuchte zu kreieren, die Flexibilität und Balance in sich vereint. 1933 wurde die erste Vier-Feder-Anglepoise-Leuchte auf den Markt gebracht. Sie galt damals aber als zu industriell für das heimische Wohnzimmer, weshalb Carwardine und die Designer von Terry’s zusammen eine Drei-Feder-Version entwickelte. Dieser Entwurf, bekannt als die Anglepoise Original 1227, wurde im Laufe der Jahre immer wieder optimiert, gilt im Allgemeinen aber als die archetypische Anglepoise-Leuchte.

WILHELMUS ANDRIANUS VAN BERKEL Volano Schwungrad-Aufschnittmaschine, um 1940

Der Mythos entsteht 1898 aus dem Erfindergeist von Wilhelmus Andrianus Van Berkel, der durch Kombination von Leidenschaft und Erfahrung mechanisch die Bewegung der Hand nachahmt, die mit dem Messer schneidet. Die Erfindung der Aufschnittmaschine ist eine geniale Idee, die sich schnell in der ganzen Welt ausbreitet. Bereits in den 1950er-Jahren ist Berkel längst nicht mehr nur ein innovativer Hersteller von Aufschnittmaschinen, sondern Hersteller einer Marke, die zu einem wahren Statussymbol geworden ist. Die Eleganz der Formen, die Harmonie der Bewegungen, der Glanz der Messer und das unverkennbare Rot von Berkel machen die Volano-Schwungradmaschinen zu Ikonen des Designs. Die Volano P15 Red im Bild ist eine Neuauflage des historischen Modells P der 1940er-Jahre und kostet rund 7.300 Euro.


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eder Mensch hat ein Anrecht auf ein angemessenes Zuhause. Dieses Motto hat sich das Land Tirol auf die Fahnen geheftet. Mit dem 5-Euro-Wohnen, der Sanierungsoffensive oder den Mietunterstützungen. Knapp 900.000 Euro investiert das Land jeden Tag dafür, um Wohnen leistbarer zu machen. So wurden heuer die Einkommensgrenzen für den Erhalt der Wohnbauförderung angehoben, die Förderung von Eigenheimen um 6.000 Euro erhöht, Sonderzuschüsse für den Bau von kleinen Wohnanlagen und Sonderförderungen für Bauprojekte in ländlichen, strukturschwachen Gegenden beschlossen. Alle diese Verbesserungen in der Wohnbauförderung sind mit 1. Oktober 2019 in Kraft getreten. So wurden im vergangenen Jahr von der Wohnbauförderung des Landes Tirol über 12.700 Förderansuchen in den Bereichen Fenstertausch, Vollwärmeschutz und Tü-

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Das Land Tirol stellt heuer 328 Millionen Euro zur Verfügung.

ren, Heizungserneuerung, Alten- und Behindertenmaßnahmen, Dachsanierung und Wohnungserweiterung/-teilung genehmigt und dafür 42 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. PR

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T3-Taschenradio, 1958

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Ende der 1950er-Jahre waren klobige Radiogeräte aus Nussbaum mit Messingleisten und mit Goldfäden bespannten Lautsprechern Standard. Dann kamen die Söhne von Max Braun. Schon 1954 gaben die Brüder eine Marktanalyse in Auftrag, die zeigte, dass fast 40 Prozent der Bevölkerung lieber ein Rundfunkgerät hätten, das mehr dem modernen Wohnstil entsprach – sprich: einfacher, klarer, schöner. Die ersten Veränderungen waren noch Chefsache, 1956 wurde schließlich die Abteilung für Formgestaltung unter der Leitung von Dieter Rams ins Leben gerufen. Für Braun spielte fortan das Design eine größere Rolle als für andere Hersteller. Das Ziel war klar: die Bedienung zu erleichtern. 1958 entwarf das Team um und mit Dieter Rams das T3-Taschenradio, das viele anfangs als den Total-Flop ansahen. Jahrzehnte später diente es als Referenz für den ersten iPod.

MARCEL BREUER

Freischwinger S64, 1929/30 Diese Entwürfe sind die wohl berühmtesten und am meisten produzierten Stahlrohr-Klassiker. Das wichtigste Merkmal des Freischwingers nach einem Design von Marcel Breuer ist die ausgereifte konstruktive Form und die geniale ästhetische Verbindung von Stahlrohr, Holz und Rohrgeflecht. Der Entwurf fällt in Breuers fruchtbare Berliner Jahre 1928 bis 1931, in denen er, am Bauhaus ausgeschieden, sich als Architekt und Innenarchitekt selbständig machte und eine Reihe großartiger Interieurs realisierte und zahlreiche Möbel entwarf. Thonet produziert die Modelle seit 1930. Durch die ästhetische Reduktion und Klarheit haben sie eine zeitlose Eleganz und passen auch heute noch – und immer mehr – in viele Bereiche: in die private Wohnung genauso wie in Konferenzräume, Wartezonen und Restaurants. Ein Sessel kostet rund 1.000 Euro.


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ALVAR AALTO Stool 60, 1933

Der stapelbare Hocker 60 wurde 1933 von Alvar Aalto entworfen und von O.Y. Huonekalu – ja Rakennustyötehdas hergestellt. Nach Gründung von Artek im Jahr 1935 wurde der Hocker in dessen Standardsortiment aufgenommen. In den 1940er-Jahren entwickelte sich der schlichte Dreibeiner zu einem famosen Bestseller. Das berühmte Design entstand für die Bibliothek in Viipuri und ging um die ganze Welt. Die Beine sind aus Holz zu einer L-Form gebogen: erste Erfolge Aaltos, Schichtholz zu biegen. Heute gibt es den ikonischen Hocker in den verschiedensten Ausführungen ab ca. 220 Euro.

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Hugo Alvar Henrik Aalto war ein finnischer Architekt, Stadtplaner und Möbeldesigner. Bekannt wurde er vor allem durch seine besonderen Konzeptionen im Bereich des organischen Bauens. In den nordischen Ländern wird er vielfach als „Vater des Modernismus“ und als Pionier der finnischen Architektur angesehen.

HULDREICH ALTORFER Altorfer-Liege, 1948

Der Altorfer-Liegestuhl, im Volksmund auch „Spaghetti-Stuhl“ genannt, ist einer der bekanntesten Designklassiker im Gartenmöbelbereich und wird heute noch in leicht veränderter Form unter der Modellbezeichnung Embru-Modell 558 in der Schweiz hergestellt und verkauft. Entworfen hat ihn Huldreich Altorfer, der Sohn des damaligen Direktors der Firma Embru, im Jahr 1948. Im Jahr 1964 wurde er von Max Bill mit der „Guten Form“ ausgezeichnet. Anfänglich war er nur für den Gebrauch im Garten gedacht, heute wird er auch oft im Objektbereich eingesetzt. Zur Liege gesellte sich bald auch ein passender Stuhl und Sessel, der von anderen Designern und Herstellern unzählige Male neuinterpretiert worden ist. Der Embru-Modell 558 zeichnet sich durch seine zeitlose Form und extreme Haltbarkeit aus. Er besteht aus einem feuerverzinkten Rohrgestell und wird anschließend in Handarbeit mit 160 Meter farbigen Kunststoffschnüren (PVC) bespannt, was ihm sein unverkennbares Aussehen verleiht und der Grund für seinen Beinamen ist.


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KINOREIFE LEISTUNG Beovision Harmony ist ein atemberaubendes (und diesen Begriff verwenden wir wahrlich selten) Designerstück, das einmal mehr den kompromisslosen Ansatz von Bang & Olufsen in Bezug auf Design, Handwerkskunst und Klangleistung demonstriert.

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ie dänische Lifestylemarke Bang & Olufsen hat kürzlich ihren Beovision Harmony vorgestellt und mit ihm einen Fernseher, der eigentlich viel mehr ist. Wenn der Beovision Harmony ausgeschaltet ist oder nur Musik abgespielt wird, liegt der Bildschirm ganz nahe am Boden, teilweise bedeckt von zwei sorgfältig gearbeiteten Eichen- und Aluminiumfronten. Der Fernseher wird zur Designskulptur, die an sich schon als Statement wirkt. Wird der Beovision Harmony eingeschaltet, entfaltet er seine wahre Raffinesse. Die beiden Fronten fächern sich auf und schieben den Bildschirm nach oben. Wird er ausgeschalten, wird das feinchoreografierte Spektakel in umgekehrter Reihenfolge vollführt. Die handgefertigten Fronten sind aber nicht nur eine optische Aufwertung, sie beherbergen mit dem leistungstarken Soundcenter auch ganz schön viel Technik. Ge-

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paart mit dem 77-Zoll-OLED-Bildschirm mit helleren, selbstleuchtenden Pixeln und einer faszinierenden Farbwelt erweckt der von den Dänen gewohnte erstklassige Klang Filme, Dokus und Sportveranstaltungen zu neuem Leben. Musik lässt sich über die integrierten Dienste wie TuneIn und Deezer oder direkt vom Smartphone über Apple Airplay 2, Chromecast oder Bluetooth streamen. Beo­vision Harmony kommt außerdem mit der neuesten webOS-4.5-Plattform von LG, mit der sich bequem und unkompliziert auf Netflix, Amazon und YouTube zugreifen lässt. Letztlich wurde Beovision Harmony als zentrales Element für die Heimunterhaltung entwickelt – das ist zweifellos gelungen. PR

Wie ein Schmetterling, der seine Flügel öffnet, fächern sich zwei Fronten aus Eichenholz und Aluminium auf, und der flache Bildschirm erreicht die perfekte Betrachtungshöhe.

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MAX BILL

Ulmer Hocker, 1955

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Der Ulmer Hocker wurde 1955 von Max Bill, der nicht nur am Bauhaus studierte, sondern auch der erste Direktor der Ulmer Hochschule für Gestaltung war, in Zusammenarbeit mit Hans Gugelot und Paul Hildinger für die Studenten der HfG entworfen. „Zwei senkrechte Bretter, ein waagrechtes, die drei fest verzahnt, von einem Holzstab unten zusammengehalten.“ So beschrieb ein Zeitgenosse das Konstruktionsprinzip des Hockers. Dergestalt sollte er als Sitz, Beistelltisch, Regal und Tragehilfe für die beim Studium benötigten Bücher dienen. Puristisch, schön, praktisch und eine der meistbeachteten Arbeiten von Max Bill im Produktdesign. Die erste Produktskizze soll auf einer Serviette entstanden sein. Der Ulmer Hocker ist heute um rund 250 Euro erhältlich.

GRETE JALK

Lounge Chair, 1963 Der so genannte GJ-Chair besteht aus zwei gefalteten Sperrholzteilen, die täuschend einfache Konstruktion wurde durch einen derart komplexen Laminierungsprozess erreicht, dass in den 1960er-Jahren nur etwa 300 Stück produziert wurden (das Design wurde 2009 neu aufgelegt). Für eine Frau ungewöhnlich, hatte Jalk eine Lehre als Tischlerin gemacht und Möbel an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Kopenhagen bei Kaare Klint studiert, bevor sie ihr eigenes Designbüro gründete. Eines ihrer frühesten Projekte als unabhängige Designerin war ein Möbelset für eine „selbsttragende Frauenhöhle“ von 1947. Grete Juel Jalk spielt eine wichtige Rolle im dänisch modernistischen Design. Sie entwarf Möbeldesigns für einige der berühmtesten dänischen Hersteller wie Poul Jeppesen, Fritz Hansen, Glostrup und France & Søn. Inspiriert von den organisch geformten Möbeln von Charles & Ray Eames experimentierte Jalk immer wieder mit neuen Materialien und Produktionstechniken. Ihr kultiger GJ Chair – auch bekannt unter dem Namen Shell Chair – für Poul Jeppesen ist ein umwerfendes Beispiel für die Innovationen der Nachkriegszeit.


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DAS BAUHAUS: LEBEN, HANDWERK UND KUNST UNTER EINEM DACH Das Bauhaus hat, obwohl es nur 14 Jahre lang Bestand hatte, die Art und Weise des künstlerischen und gestalterischen Schaffens auf der ganzen Welt revolutioniert. Obwohl kein einheitlicher Bauhaus-Stil existiert, wirkt die vielschichtige Idee bis heute in unterschiedlichen Formen nach und besitzt ungebrochene Aktualität. Man suchte im Bauhaus nicht nur nach dem Neuen Bauen und dem Neuen Wohnen, sondern nach dem Neuen Menschen. TEXT: MARIAN KRÖLL


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„DAS ENDZIEL ALLER BILDNERISCHEN TÄTIGKEIT IST DER B AU! IHN ZU SCHM ÜCKEN WAR EINST DIE VORNEHMSTE AUFGABE DER BILDENDEN KÜNSTE, SIE WAREN UNABLÖSLICHE BESTANDTEILE DER GROSSEN B AUKUNST. HEUTE STEHEN SIE IN SELBSTGENÜGSAMER EIGENHEIT, AUS DER SIE ERST WIEDER ERLÖST WERDEN KÖNNEN DURCH BEWUSSTES MIT- UND INEINANDERWIRKEN ALLER WERKLEUTE UNTEREINANDER. ARCHITEKTEN, MALER UND BILDHAUER M ÜSSEN DIE VIELGLIEDRIGE GESTALT DES B AUES IN SEINER GESAMTHEIT UND IN SEINEN TEILEN WIEDER KENNEN UND BEGREIFEN LERNEN, DANN WERDEN SICH VON SELBST IHRE WERKE WIEDER MIT ARCHITEKTONISCHEM GEISTE FÜLLEN, DEN SIE IN DER SALONKUNST VERLOREN. (...) BILDEN WIR ALSO EINE NEUE ZUNFT DER HANDWERKER OHNE DIE KLASSENTRENNENDE ANMASSUNG, DIE EINE HOCHM ÜTIGE MAUER ZWISCHEN HANDWERKERN UND KÜNSTLERN ERRICHTEN WOLLTE! WOLLEN, ERDENKEN, ERSCHAFFEN WIR GEMEINSAM DEN NEUEN B AU DER ZUKUNFT, DER ALLES IN EINER GESTALT SEIN WIRD: ARCHITEKTUR UND PLASTIK UND MALEREI, DER AUS MILLIONEN HÄNDEN DER HANDWERKER EINST GEN HIMMEL STEIGEN WIRD ALS KRISTALLENES SINNBILD EINES NEUEN KOMMENDEN GLAUBENS.“

DAS BAUHAUS-MANIFEST, WA LT E R GROPI US , 1 9 1 9

Das Fagus-Werk ist eine Fabrikanlage in der südniedersächsischen Kleinstadt Alfeld an der Leine. Das Werk wurde 1911 von Walter Gropius und Adolf Meyer entworfen und steht als eines der ersten Beispiele der architektonischen Moderne seit 1946 unter Denkmalschutz. Seit Juni 2011 gehört die gesamte Fabrikanlage zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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„The young architects and artists who came to the Bauhaus to live and study and learn from the Silver Prince (Walter Gropius, Anm. d. Red.) talked about “starting from zero.” One heard the phrase all the time: “starting from zero.” Gropius gave his backing to any experiment they cared to make, so long as it was in the name of a clean and pure future.“ TOM WOLFE , “FROM BAUHAUS TO OUR HOUSE ”


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Für Bauhaus-Gründer Walter Gropius war der Bau der Zukunft ein Gesamtkunstwerk.

ie einleitenden Zeilen schrieb BauhausSchöpfer Walter Gropius 1919 in seinem Manifest. Das Bauhaus sollte als neue Kunstschule Leben, Handwerk und Kunst unter einem Dach vereinen und Klassenunterschiede nivellieren oder gar aufheben. Für die traditionelle Baukunst und ihre Methoden hatte Gropius dagegen nur Spott übrig. „Salonkunst“ nannte er sie. Im Gegensatz dazu wollte Gropius im Bau der Zukunft eine dualistische Ausbildung in Werkstätten forcieren. Ein Handwerker als Werkmeister und ein Künstler als Formmeister sollten die Ausbildung gemeinsam leiten. Als Arbeitsgemeinschaft, welche die Unter-

scheidung zwischen Künstler und Handwerker aufheben sollte. Der Berliner Architekt begriff die handwerkliche Arbeit als ideale Einheit von künstlerischer Gestaltung und materieller Produktion. Gropius begriff sein Bauhaus, das als Schule anfangs den offiziellen Namen „Staatliches Bauhaus in Weimar“ trug, als intellektuelles Labor, das die hergebrachte Einteilung in Lehrling und Meister zumindest aufweichte und jedenfalls auf neue Art und Weise miteinander verband. Die Endresultate sollten nicht a priori feststehen, sondern durch gemeinsames Experimentieren

70 Dessau ist die Stadt, mit der das Bauhaus wohl am stärksten verbunden wird. Hier hat die 1919 in Weimar von Walter Gropius gegründete Hochschule am längsten gewirkt und zwischen den Jahren 1925 bis 1932 ihre Blütezeit erlebt. 1972 ist das Gebäude dann unter Denkmalschutz gestellt und erstmals restauriert worden. Eine umfassende Sanierung erfolgte, nachdem die UNESCO das Bauhaus-Gebäude zum Weltkulturerbe erklärt hatte, sie wurde 2006 abgeschlossen. Dafür, dass es heute wieder ein lebendiger Ort der experimentellen Gestaltung, Forschung und Lehre ist, zeichnet die 1994 gegründete Stiftung Bauhaus Dessau verantwortlich, die sich der Pflege, Erforschung und Vermittlung des großen BauhausErbes verschrieben hat. www.bauhaus-dessau.de

und Forschen zustande kommen. Für den Bauhaus-Gründer war der Bau der Zukunft ein Gesamtkunstwerk. Die Nationalsozialisten, welche die vom Bauhaus vertretene Kulturauffassung wenig überraschend völlig ablehnten, schlossen das Bauhaus 1933, Gropius emigrierte erst nach England und dann weiter in die Vereinigten Staaten. Die Nazis denunzierten das Bauhaus als undeutsch und bolschewikisch. Viele ehemalige Bauhaus-Studenten wurden aufgrund ihrer ästhetischen und politischen Überzeugungen verfolgt, inhaftiert und vernichtet. Während seiner Amtszeit als Bauhaus-Direktor von 1919 bis 1928 war Walter Gropius ganz klar die maßgebliche Autorität dieser Schule. Der Umzug von Weimar nach Dessau erfolgte im Jahr 1925, wenige Jahre später, im Jahr 1932, musste das Bauhaus erneut umziehen, diesmal nach Berlin, wo es nur


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Oskar Schlemmers „Die Bauhaustreppe“ von 1932 ist laut Schlemmer selbst sein „vielleicht ... bestes“ Werk. Es hing jahrzehntelang an exponierter Stelle im New Yorker MoMa und wurde derart zum Inbegriff der Bauhaus-Idee. „In dem weißrot-schwarzen Akkord des zentralen Rückenfigurtrios inmitten einer blau gestimmten, weit aufgefensterten Treppenhalle wird das Thema ‚der Mensch als Maß und Mitte‘ – verbunden mit dem Bau der Zukunft – geradezu fanfarenhaft in Szene gesetzt“, beschreibt SchlemmerForscherin Karin von Maur das Bild.

ein Jahr später zwangsgeschlossen wurde. In Weimar gelang es Gropius, bedeutende Künstler, darunter Johannes Itten, Gerhard Marcks, Lyonel Feininger, Paul Klee, Oskar Schlemmer – von ihm stammt das Bauhaus-Logo – sowie Wassily Kandinsky und László Moholy-Nagy, zu verpflichten. Nach dem Bauhaus-Rückzug von Gropius wurde in Dessau Hannes Meyer zum neuen Direktor, der die Zusammenarbeit mit der Industrie intensivierte, aber aufgrund seiner linkssozialistischen Positionen 1930 vom Dessauer Oberbürgermeister fristlos entlassen wurde. Der Schweizer Architekt wird in der Rückschau meist eher stiefmütterlich behandelt, obwohl sein Einfluss auf das Bauhaus größer war als gemeinhin angenommen. Meyer war gelernter Maurer und Steinmetz, in seiner Vita manifestierte sich die Bauhaus-Idee nahezu ideal. Als Werkstattleiter kam er der von Gropius ursprünglich zum Ideal erhobenen Mischung aus Werk- und Formmeister wohl am nächsten. „Volksbedarf statt Luxusbedarf“ lautete Meyers wahrscheinlich bekannteste Parole, die darauf anspielte, dass die meisten Bauhaus-Produkte bereits damals entgegen der eigentlichen Ausrichtung einer kaufkräftigen Schicht vorbehalten waren. Auf Meyer folgte sodann der weltbekannte Architekt Ludwig Mies van der Rohe, der erfolglos versuchte, das Bauhaus zu retten und in Berlin als private Einrichtung fortzuführen. Mies van der Rohe emigrierte später wie viele seiner Bauhaus-Kollegen in die Vereinigten Staaten.

ARCHITEKT DER MODERNE

Ludwig Mies van der Rohe zählt zweifellos zu den Architekten der Moderne. Er soll gesagt haben, es sei schwieriger, einen guten Stuhl zu bauen als einen Wolkenkratzer. Führt man sich die Unzulänglichkeit vieler

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heutiger Sitzmöbel vor Augen, ist man geneigt, dem zuzustimmen. Ludwig Mies van der Rohe war bereits als deutscher Avantgardist bekannt, als er ans Bauhaus berufen wurde. Es war dies allerdings seine erste Station in der akademischen Lehre. Bereits 1921 ging er mit einem Entwurf an die Öffentlichkeit, der viel von seiner visionären „Haut-und-Knochen“-Architektur vorwegnahm. Dabei umschließt eine transparente „Haut“, eine Gebäudehülle aus Glas, die „Knochen“ eines Tragwerks aus Stahl. Das kommt uns doch heute irgendwie bekannt vor. Derartige Gebäude sind aus dem Stadtbild moderner urbaner Räume gar nicht mehr wegzudenken. Mit dem Haus Ryder in Wiesbaden folgte 1923 Mies van der Rohes erstes tatsächlich gebautes Werk in moderner Formensprache. Hell, kubisch, mit Flachdach, in Geist und Stil bereits nahe am Bauhaus, mit dem der Architekt damals aber noch gar nichts zu

tun hatte. Wenige Jahre später, 1927, setzte der Avantgardist in Berlin-Wedding vier Mehrfamilienwohnhäuser um, für die er – die Senkung der Baukosten im Visier, ein wahrlich zeitloses Thema – auf vorgefertigte Normbauteile zurückgriff. Das Fertigteilhaus lässt grüßen, nur dass diese Variante um einiges ansehnlicher ist als heutige Häuser von der Stange, die an Einfallsarmut schwer zu überbieten sind.

AUF DEN SPUREN DES BAUHAUS

Das heute mit Abstand größte Bauhaus-Ensemble steht in Tel Aviv. Die sogenannte Weiße Stadt umfasst mehr als 4.000 Gebäude, die ab den 1930er-Jahren von emigrierten jüdischen Bauhaus-Architekten errichtet wurden. Doch auch in den Vereinigten Staaten hinterließ das Bauhaus deutliche Spuren. Gropius lehrte in Harvard Architektur, Marcel Breuer, Ludwig Mies van der Rohe, Ludwig Hilberseimer, Walter Peterhans und


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Herbert Bayer zog es ebenso in die Staaten. Sie alle beeinflussten – und bereicherten – die amerikanische Kunst und Kultur. 1937 erfolgte die Gründung des „New Bauhaus“ in Chicago durch László Moholy-Nagy, das später unter einem anderen Namen fortgeführt und schließlich 1946 dem Illinois Institute of Technology angegliedert wurde. Gropius und Mies van der Rohe gehörten auch in den USA zweifellos zu den einflussreichsten Architekten ihrer Generation, was sowohl mit ihren Arbeiten als auch mit ihrer Lehre zu tun hatte. Ein schlechteres Schicksal war den Bauhaus-Schülern dagegen in der damaligen Sowjetunion beschieden. Sie wurden Opfer der immer stärker werdenden stalinistischen Repressionsmaschinerie, die in der Lage war, nicht nur ihre eigenen, sowjetischen, sondern auch avantgardistische Konzepte von außen zugunsten der Doktrin des sozialistischen Realismus zu unterdrücken. Im Nachkriegsdeutschland beeinflussten Bauhaus-Schüler maßgeblich Design, Architektur und Kunst. Während das Bauhaus im Westen zunächst auf seine bedeutendsten

Das heute mit Abstand größte Bauhaus-Ensemble steht in Tel Aviv. Die sogenannte Weiße Stadt umfasst mehr als 4.000 Gebäude, die ab den 1930er-Jahren von emigrierten jüdischen Bauhaus-Architekten errichtet wurden.

Künstler reduziert, mystisch verklärt und daher nicht vollständig untersucht wurde, begann mit der Anfang der 1950er-Jahre gegründeten Ulmer Hochschule für Gestaltung (HfG) ein differenzierter Untersuchungsprozess, in dem der ehemalige Bauhaus-Student Max Bill eine wesentliche Rolle spielte. Die Hochschule für Gestaltung existierte bis 1968. Wenige Jahre zuvor, 1960, war das Bauhaus-Archiv gegründet worden, eine Institution, die sich als Erste der Erforschung des Bauhauses und der Erhaltung seiner Sachmerkmale widmete und die bis heute in Berlin angesiedelt ist.

In der ehemaligen DDR kam das Bauhaus nach hoffnungsvollen Anfängen durch den sogenannten Formalismusstreit in Verruf. Es wurde als Ausdruck spätbourgeoiser Ideologie, die dem Sozialismus schaden würde, gesehen. In der wiedervereinigten Bundesrepublik ist das Bauhaus mittlerweile zum wohlbeforschten Untersuchungsobjekt geworden, das bisweilen museale Züge anzunehmen droht, obwohl es – darin herrscht große Übereinstimmung – auch im digitalen Zeitalter noch durchaus von Relevanz ist. Im Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe versucht man


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„Baukunst ist die räumliche Auseinandersetzung des Menschen mit seiner Umwelt und der Ausdruck dafür, wie er sich darin behauptet und wie er sie zu meistern versteht.“ LUDWIG MIES VAN DER ROHE

sich am Spagat zwischen digitalem Zeitalter und Bauhaus-Methodologie, um ein Bauhaus der Gegenwart zu erschaffen.

BAUHAUS DARF (NICHT) CHICAGO WERDEN

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Man möchte annehmen, dass das Bauhaus rein avantgardistisch konzipiert gewesen sein müsse. Dem war nicht ganz so. Das Bauhaus war nämlich keineswegs so geschichtsvergessen und traditionslos, wie manchmal behauptet wurde. Das Verschwimmen der Grenzen zwischen den Disziplinen bzw. die angestrebte Auflösung selbiger verwies auf die aus dem Mittelalter herrührende Bauhütte. Der amerikanische Autor Tom Wolfe war es in den 1980ern gewesen, der mit seinem Pamphlet „From Bauhaus to Our House“ gegen die architektonischen Grundzutaten des Bauhaus-Stils – Flachdach, fließende Grundrisse, kein ornamentierter Schnickschnack – pointiert, aber ohne große Sachkenntnis aufbegehrte, wie ihm von Kritikern vorgeworfen wurde. Zwischen der alten Welt mit ihrem Bauhaus und den USA fand aber, anders als oft wahrgenommen, eine wechselseitige künstlerische Befruchtung statt. Die sogenannte erste Chicagoer Schule hatte sowohl Mies van der Rohe als auch Gropius beeinflusst und inspiriert. Ohne diese wären wohl keine derart visionären Hochhausentwürfe entstanden, wie sie von beiden Architekten geboren worden waren. Das von einem verheerenden Feuer gezeichnete Chicago der 1870er-Jahre war etwa der Geburtsort der Skelettbauweise, die Hochhäuser überhaupt erst ermöglicht hatte. Der US-Architekt Louis Henry Sullivan war ein Pionier dieser Architektengeneration. Er war es gewesen, der den heute häufig anzutreffenden Leitsatz „form follows function“ geprägt hatte, der meist dem Bauhaus zugerechnet wird. Mit Mies van der Rohe, Gropius und Moholy-Nagy, die in den USA lehrten, begann der Siegeszug der Bauhaus-Ästhetik in Architektur

und Design, wohingegen gesellschaftspolitische Konzepte, eine der Grundfesten des Bauhauses, eigentlich bedeutungslos waren. Das Bauhaus in den USA wurde so zur reinen Stilfrage, die sich mit der Frage nach dem Formalästhetischen begnügte.

BAUHAUS IN TIROL

In Tirol sticht vor allem der früh verstorbene Siegfried Mazagg (1902–1932) unter den heimischen Architekten hervor. Seine Bauten sind, wie Christoph Hölz vom Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck Das Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung besitzt die weltweit größte Sammlung zur Geschichte des Bauhauses (1919–1933), der bedeutendsten Schule für Architektur, Design und Kunst des 20. Jahrhunderts.

schreibt, „Zeugnisse einer euphorischen Aufbruchstimmung unter den Architekten in den Alpen, die sich zum Ziel gesetzt hatten, Anschluss an die internationale Moderne zu gewinnen“. Mazagg war mit Lois Welzenbacher, Clemens Holzmeister, Theodor und Wilhelm Nicolaus Prachensky sowie Franz Baumann einer der federführenden Architekten der klassischen Moderne in Tirol. Mazagg dürfte die vom Bauhaus ausgehenden Entwicklungen genau verfolgt haben und zeigte – ganz, wie es dem Bauhaus-Gedanken entsprach – großes Verständnis für das Handwerk. Als Interpret der frühen Moderne in Tirol dürfte Siegfried Mazagg als Suchender zu charakterisieren sein, der versuchte, Anschluss an die Ideen in Architektur und


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Das Foto „Bautatelier Gropius“ von Edmund Collein, von 1927 bis 1930 selbst Studierender am Bauhaus, gilt als Ikone der Bauhaus-Fotografie.

Bauhaus in Tirol: Mit dem Hotel Berghof in Seefeld schuf Siegfried Mazagg ein Schlüsselwerk der Tourismusarchitektur und klassischen Moderne in Tirol.

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Als Wassily Kandinsky ans Bauhaus berufen wurde, gehörte er bereits zu den Künstlergrößen der Moderne. Sein Name war für viele junge Talente Grund genug, das Experiment Bauhaus zu wagen. Kandinsky ist für seine abstrakten Werke bekannt, wie „Grey and pink“ aus dem Jahr 1924.

Design zu finden, die vom Bauhaus ausgingen. In eine vorgegebene Schablone ließ sich Mazagg jedoch nicht pressen. Er nahm zwar da und dort Anleihen, verlieh seinen Bauten aber eine bemerkenswert individuelle Note und gelangte zu eigenen, neuen Lösungen. Mit seinem Hotel Berghof in Seefeld schuf er ein Schlüsselwerk der Tourismusarchitektur und klassischen Moderne in Tirol.

BAUHAUS IST PLURALISMUS

Das Bauhaus war zweifellos eine der wichtigsten und einflussreichsten kulturellen Erscheinungsformen der letzten 100 Jahre.

Mehr denn je ist es ein Phänomen globalen Ausmaßes, das sich einen Platz im öffentlichen Bewusstsein geschaffen hat. Es ist, ein Jahrhundert nach seiner Gründung, von ungebrochener Aktualität. Um das Bauhaus und seine Erfolge zu verstehen, muss man sich von traditionellen Stilvorstellungen oder dem falschen Verständnis des Bauhaus-Stils als unbeabsichtigte Auswirkung abwenden und die kreativen Methoden des Bauhauses mit seinem Kreativitätstraining, dem Fokus auf Team- und Werkstattarbeit, mit seiner Internationalität und seinem permanenten Diskurs konzentrieren. Das Bau-

„Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau!“ WALTER GROPIUS IN SEINEM BAUHAUS-MANIFEST

haus war nicht durch vorgefasste Denk- oder Stilvorstellungen geprägt, sondern durch ein hohes Maß an Individualismus und Pluralismus. Bauhaus-Produkte – darunter Marcel Breuers berühmter Freischwinger – sind zeitlos. Das vor allem auch, weil der Einfluss des Bauhauses bis heute ungebrochen ist. Im Bauhaus als interdisziplinäre und internationale Ideenschmiede ging es letztlich um nichts Geringeres als darum, die Welt neu zu denken. Das ist ein großer und mutiger Anspruch, der heute im allgemeinen Klein-Klein vielleicht sogar ein bisschen zu kurz kommt.


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TIROLER VERSICHERUNG

KULT-SPRÜCHE Von Villgraterisch bis Ötztalerisch: Tirols einzigartige Dialekt-Vielfalt.

Im Rahmen einer Preisverleihung am 20. August 2019 gratulierte die TIROLER VERISCHERUNG den fünf Sieger*innen und überreichte die Gewinne. V. l.: Anna Pfanzelter (TIROLER VERSICHERUNG), Christian Elzinger, Sylvia Zlöbl, Paula-Sophie Draxl, Anna Maria Schuler, Bernhard Lackner und Vorstandsdirektor Mag. Franz Mair (TIROLER VERSICHERUNG)

I

n allen Tiroler Bezirken konnte man in den letzten Wochen die kultigen Sprüche der TIROLER VERSICHERUNG hören. Grund dafür war das Gewinnspiel des Versicherungsanbieters. Im eigenen Dialekt galt es, den bislang geschriebenen Sprüchen Leben einzuhauchen. Neben den glücklichen Gewinner*innen geht aus der Aktion vor allem eines hervor: Die Tiroler Dialekte sind genauso vielfältig wie die Tiroler*innen selbst – sympathisch, authentisch und individuell.

DIE TIROLER*INNEN IM FOKUS

Bereits seit zwei Jahrzehnten setzt die TIROLER VERSICHERUNG auf Mundart-Werbung und unterstreicht damit ihre regionale Herkunft. Beim diesjährigen Gewinnspiel des Versicherungsanbieters waren jedoch die Dialekte der Tiroler*innen gefragt. Ob von Nord- oder Osttirol, Außerfern, Innsbruck oder Kufstein – gesucht wurde nach den besten Mundart-Interpretationen der TIROLER Sprüche. „Nach 20 Jahren wollten wir un-

sere Sujets zum Leben erwecken – und das ist den Tiroler*innen gelungen. Wir freuen uns über die zahlreichen Teilnahmen und bedanken uns recht herzlich bei allen, die mitgemacht haben. Tirols Dialekt-Vielfalt hat uns wieder einmal positiv überrascht“, zeigt sich Vorstandsvorsitzender Mag. Franz Mair begeistert.

DIE GEWINNER*INNEN UND PREISE

Das Ergebnis kann sich sehen und vor allem hören lassen: Insgesamt 398 Einsendun-

gen erreichten per WhatsApp die TIROLER VERSICHERUNG. In Audio- und Videoaufnahmen gaben die Tiroler*innen ihren Lieblingsspruch des Versicherungsanbieters zum Besten – sei es als Gesang, kleine Theateraufführung oder humorvolle Sprachnachricht. Sowohl Einzelpersonen als auch Familien, Freunde und Vereine konnten mitmachen. Ausgewertet wurden die zahlreichen kreativen und humorvollen Einsendungen von einer Jury. Die Gewinner*innen dürfen sich über originelle Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro freuen. PR

DIE GEWINNER*INNEN:

• Sylvia Zlöbl aus Lienz: E-Mountainbike • Paula-Sophie Draxl aus Innsbruck: Gardaland-Wochenende für vier Personen inkl. 4-Sterne-Hotel • Anna Maria Schuler aus Grins: Grillfest für 50 Personen • Bernhard Lackner aus Innsbruck: zwei Tiroler Snow Cards für die Wintersaison 2019/20 • Christian Elzinger aus Kirchbichl: Freundschaftsspiel mit dem FC Wacker Innsbruck

FOTO: © KOCH/TIROLER VERSICHERUNG


TOP ARBEITGEBERIN

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Die Immobilienprofis mit Power von der Firma Immobilienmanagement Jenewein bewegen den Immobilienmarkt und erwirtschaften Höchstpreise.

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WAS NICHTS KOSTET, IST NICHTS WERT Dienstleister mit hohem Qualitätsanspruch kosten Geld. Eine angemessene Honorierung ist nicht nur eine Form der Wertschätzung, sie ist essentiell für eine Arbeit auf Augenhöhe zwischen Kunde und Unternehmen.

S

eriöse Immobilienmakler mit hohem Qualitätsanspruch sind derzeit in ihrer Arbeit gefordert. Aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation wird vermehrt vorhandenes Kapital in Immobilien investiert. Aus diesem Grund werden andererseits aber auch weniger Immobilien verkauft. Ein weiterer Grund ist, dass vermehrt junge, unerfahrene Makler den Kunden zum Teil mit unrealistischen Versprechungen ihre Dienstleistung zum Nulltarif anbieten. Die klare Aussage von Peter Jenewein dazu: „Wenn der Immobilienmakler nicht fähig ist, seine Leistungen mit einem angemessenen Honorar zu verkaufen, so ist er auch nicht fähig, den besten Preis für die Immobilie seines Kunden zu verhandeln.“

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zu können, ist eine aufwändige Präsentation derselben in verschiedenen adäquaten Printmedien und auf digitalen Plattformen, auf denen die Immobilien weltweit gesehen werden können, unerlässlich“, sagt Immobilien­experte Peter Jenewein, der gemeinsam mit seinem – übrigens ausschließlich weiblichen – Team dafür sorgt, dass Käufer und Verkäufer auf einer professionellen und für beide Seiten fairen Ebene zusammenfinden. Immobilienmanagement Jenewein fertigt für jede Immobilie hochwertige Exposés, aussagekräftige Fotos und Filme, die teils mit Hilfe von Drohnen erstellt werden. Dieser Aufwand kostet Geld, lohnt sich aber, weil durch die Erfarhung und das Know-how der Experten die Immobilien in der Regel rascher und zu einem höheren Preis verkauft werden können, da die qualitätsvolle Präsentation eine kapitalstärkere Klientel anspricht. Die Immobilienprofis verfügen außerdem über die entsprechende rechtliche Expertise und ein breites Netzwerk an Professionisten, um Käufe und Verkäufe markt- und rechts-

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GASTEIGER

VISIONÄRE SCHÖNHEIT UND FORMSCHÖNE UMSETZUNG

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„So gemütlich und trotzdem modern“ lautet der Tenor zahlreicher zufriedener Kunden. Die Begeisterung der Zweitwohnsitzler ist so groß, dass sie sich auch an ihrem Hauptwohnsitz in ganz Europa Gasteiger Bäder errichten lassen. Und so verstreuen sich die exklusiven Bäder und Inneneinrichtungen von Aurach aus in alle Himmelsrichtungen Europas. Größter Bedacht wird dabei nicht nur auf die Auswahl der Einrichtungsgegenstände gelegt, sondern auch auf den akribisch genauen Einbau. Insbesondere die Verlegung großflächiger Plattenformate von Fliesen und Naturstein verlangt nach echter Handwerkskunst. In diesem Bereich vertraut die Gasteiger Fliesen GmbH auf exklusive Handwerker, die dem hohen Anspruch der Gasteigers auch gerecht werden.

DAS GESPÜR FÜR ÄSTHETIK

Bei Gasteiger betritt man eine Welt der visionären Schönheit, der außergewöhnlichen Materialien, der Stilbrüche im positiven Sinne.

Design ist eine Lebenseinstellung. Ein Gespür, die richtigen Materialien und Formen zusammenzufügen. Neben ihrer Kernkompetenz hochwertiger Bäder und Fliesen hat sich die Familie Gasteiger nun auch dem kompletten Innenausbau verschrieben und bietet ganzheitliche Raumkonzepte auf höchstem Niveau. T E X T : D O R I S H E LW E G


GASTEIGER

an spürt ihn und sieht ihn in jedem kleinen Detail, aus jedem Blickwinkel und in jedem Augenblick: Der Sinn für Ästhetik und die Freude am Schönen wurde der Familie Gasteiger quasi in die Wiege des Unternehmertums gelegt und ist im Laufe der Zeit zu einer wahren Überzeugung herangereift. Das einmalige Gespür für exklusive, ausgefallene Materialien gepaart mit dem Anspruch, immer wieder einen neuen Stil zu kreieren, macht Gasteiger-Inneneinrichtungen zu außergewöhnlichen und individuellen Wohlfühlrefugien im Luxussegment. Hauptkunden sind vorrangig Zweitwohnsitzler der Region Kitzbühel, Luxushotels oder Wellnessoasen und immer Kunden, die etwas Besonderes suchen. Und das bekommen sie hier auch. In den anmutenden Ausstellungsflächen finden Besucher nichts von der Stange. Hier findet man auch keine klassischen Waschbecken, Sofas oder Küchenzeilen. Hier betritt man vielmehr eine Welt der visionären Schönheit, der außergewöhnli-

IM ZEICHEN DES BADES

Badarchitektur à la Gasteiger, die Kernkompetenz des nunmehrigen ganzheitlichen Innenausstatters, bedeutet die Erfüllung höchster Qualitätsanforderungen in sämtlichen Bereichen. Formschön umgesetzte Badarchitektur, die auch an Funktionalität nichts zu wünschen übriglässt. Doch dies steht erst am Ende vieler besonderer Kundenbeziehungen. Ein wahrlich einzigartiges Bad entsteht zuerst in der Vorstellung des Kunden. Hier unterstützt das Unternehmen Gasteiger seine Kunden von Anfang an mit fundierter Beratung, stimmiger Planung und der passenden Produktauswahl, sodass Gedanken Gestalt annehmen und in die Wirklichkeit umgesetzt werden können. Das Ergebnis: Exklusive Bäder und „ganzheitliche“ Wohlfühlbereiche – vom sparsam dimensionierten Bad bis zur großzügigen Wellnesslandschaft. Von der individuellen, maßgefertigten Küche bis zum einzigartigen Wohnbereich. Zu sehen und fühlen in der Villa am Starnberger See, dem Luxushotel im Ötztal oder in Wellnessoasen am Arlberg, in Wien, München, Italien und unzähligen Topbädern privater Natur (die natürlich der Öffentlichkeit weitestgehend verborgen bleiben …). Und selbstverständlich in der Gasteiger-Ausstellung in Aurach bei Kitzbühel.

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GASTEIGER

Komplettiert wird die Ausstellungsfläche von der Kostbar – zentraler Treffpunkt des Unternehmens und Bistro.

AUS FREUDE AM SCHÖNEN – S E I T FA S T V I E R J A H R Z E H N T E N

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Wenn man heute das Gasteiger-Firmenaral betrachtet, kann man sich kaum mehr vorstellen, dass der Grundstein dafür in der Garage des elterlichen Hauses gelegt wurde. 1980 war es, als Hans Gasteiger mit einem VWBus, zwei Schreibtischen und einem Regal begann, Installateure mit Sanitärteilen zu beliefern. Das Geschäft florierte und Hans Gasteiger hatte gerade seine erste Lagerhalle gebaut, da brachte ihn ein Vertreter auf die Idee, doch eine Badausstellung zu kreieren. Nach etwas Bedenkzeit entschieden sich Hans und Margit Gasteiger 1989 dazu, diesen Rat in die Tat umzusetzen, und da zum Bad auch Fliesen gehören, gründeten sie kurzerhand auch gleich die Gasteiger Fliesen GmbH, die heuer ihr 30-jähriges Jubiläum feiert. Fortan florierten beide Unternehmen prächtig, die Ausstellungsflächen wurden stetig erweitert – immer mit dem hehren Anspruch, die schönsten Bäder Tirols anzubieten. 2009 stieg Tochter Christina mit ein und setzte mit dem Neubau der Ausstellungsgebäude einen weiteren Schritt in Richtung exklusiver Badeinrichter. Die Planung wurde auf ein noch höheres Level gestellt. Mit dreidimensionalen Planungen bis hin zu fotorealistischen Visualisierungen kann sich der Kunde schon bei der Planung seine Wohlfühloase Bad besser vorstellen. Den Großhandel mit Sanitärbedarf überließ man kürzlich den großen Onlineanbietern und verfolgte den Weg in Richtung exklusiver Ausstattung weiter. Mit dem Projekt Lebensraum wurde ein Partnernetzwerk ins Leben gerufen, das von klassischen Einrichtungshäusern weit entfernt ist. Es sind ausschließlich exklusive Professionisten, vom Inneneinrichter, Tischler sowie Elektro- und Multimedia-Experten über den Raumausstatter bis hin zum Ofensetzer, die dem Kunden hier unter einem Dach individuelle, exklusive und hochprofessionelle Ausstattungen bieten. Im Dezember 2018 wurde schließlich die neue Ausstellung eröffnet, ein Raum, der Besucher in die faszinierende Gasteiger-Welt eintauchen lässt. Komplettiert wird die neue Ausstellung mit einem weiteren Schmuckstück: der Kostbar. Ob zum gemütlichen Mittagessen, zur Besprechung mit einem Kunden oder als Veranstaltungsraum – die Kostbar hat sich binnen kürzester Zeit zu einem eigenen Bistro und einem zentralen Treffpunkt des Unternehmens entwickelt. Ganz im Sinne eines erfolgreichen Familienbetriebes packen hier alle mit an, ob Mitarbeiter oder die Familie Gasteiger selbst – ein kommunikativer Ort, der zum Verweilen einlädt und gleichzeitig die Philosophie des Hauses widerspiegelt. www.gasteiger.design

„Wir gehen nicht jeden Trend mit, wenn wir nicht persönlich davon überzeugt sind.“ MATTHIAS GASTEIGER

chen Materialien, der Stilbrüche im positiven Sinne. Denn auf der Suche nach dem Besonderen, dem Exklusiven wagen die Gasteiger-Innenarchitekten und -Planer durchaus auch ungewöhnliche Kombinationen in der Materialwahl ebenso wie im Design. „Unser Anspruch ist es, immer einen Schritt voraus zu sein“, erzählt Matthias Gasteiger, Sohn des Firmengründers Hans Gasteiger. „Wir versuchen immer, einen neuen Stil zu finden, den Spagat zwischen Tradition und Moderne zu schaffen.“ Praxisorientiertheit und die Vorlieben der Kunden stehen dabei immer im Vordergrund. „Wir gehen nicht jeden Trend mit, wenn wir nicht persönlich davon überzeugt sind. Es ist nicht jedes Stück für jedes Bad geeignet“, so Gasteiger. So müsse eine freistehende Wanne genügend Platz zur Verfügung haben, um auch wirklich frei stehen zu können und zur Geltung zu kommen. Bei Gasteiger-Bädern muss alles nicht nur architektonisch schön und anspruchsvoll sein, sondern auch funktional. „Ist zum Beispiel ein Kunde bei den Beinen kitzelig, werden wir ihm beim Fußende keine Massagedüsen in die Whirlwanne einbauen, ist die Dame des Hauses etwas kleiner, wird auch hier in der gesamten Innenausstattung darauf Rücksicht genommen“, so der Experte. Denn einzigartige Wohnräume entstehen zuerst in der Vorstellung und den Anforderungen des Kunden. Hier unterstützen die professionellen Berater ihre Kunden von Anfang an mit fundierter Beratung, stimmiger Planung und der passenden Produktauswahl, sodass Gedanken Gestalt annehmen und in die Wirklichkeit umgesetzt werden können. Bis ins kleinste Detail – bei Gasteiger werden sogar die Scharniere am WC-Sitz in dem entsprechenden Design und in Sonderoberflächen umgearbeitet – werden hier ganzheitliche Wohlfühlbereiche geschaffen, die im wahrsten Sinne des Wortes einzigartig sind. Die Wünsche der Kunden bestmöglich zu realisieren, das ist das große Anliegen der Familie Gasteiger und ihrer etwa 40 Mitarbeiter und exklusiven Partner.


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EINWEG-TRI NK H AL ME

Sie sind in allen möglichen und unmöglichen Formen, Farben und Mustern zu haben und zugegeben: Sie werden uns schon ein bisserl fehlen, auch weil die Alternativen aktuell noch nicht ganz so optimal sind. Ab 2021 werden die Einwegröhrchen in Europa jedenfalls verboten. Im gleichen Atemzug verabschieden wir uns auch gleich von Plastikbechern, -tellern und -besteck.

G LÜ H B I R N E N Das Verbot der Glühbirne wurde als Untergang der Industriekultur bejammert. So schlimm wurde es dann doch nicht, als die Dinge ab 2009 aus den Regal flogen. Ein klein wenig Wehmut schwingt aber trotzdem mit. Ab nächstem Jahr sind dann auch Leuchtstoffröhren nicht mehr erlaubt. Mehr zum Thema Licht ab Seite 34.

TECH NI KSCH NI CKSCH NAC K Früher hatte man quasi für alles ein eigenes Gerät: für Musik gab’s Kassetten-, CD- und MP3-Player, Filme schaute man auf VHS, DVD oder Blu-ray, der Gameboy war – dem Namen folgend – zum Spielen da, Teig geknetet hat man mit dem Handmixer, Suppen mit dem Pürierstab verflüssigt. Dass das heute alles auf dem Smartphone und mit einem einzigen Küchengerät geht, ist zwar platzsparend, aber für die älteren Generationen unter uns doch ein bisserl traurig. Und dass der Thermomix gar einen ganzen Koch ersetzt, wollen wir hier eigentlich gar nicht erwähnen.

Ö LH EIZUN G Lange wurde sie propagiert und beworben: die moderne Ölheizung. Nun geht’s ihr doch an den Kragen. In Niederösterreich ist der Einbau von Ölkesseln bei Neubauten seit 1. Jänner 2019 verboten, der Bund zog nach. Ab nächstem Jahr soll das Verbot österreichweit gelten, ab 2025 ist auch der Ausstieg aus dem Bestand geplant.

SAT-SC H Ü SS E L Sie war der televisionäre Inbegriff der großen weiten Welt. Gott sei’s gedankt gibt es heute modernere Methoden, um sich das globale Fernsehen nach Hause zu holen. Nicht nur die Vertreter der örtlichen Verschönerungsvereine jauchzen vor Freude.


DINGE DIE VOM AUSSTERBEN BEDROHT SIND*) EINFA MILI ENH AUS

Wir haben uns zwar in der Titelgeschichte umfänglich mit ihm beschäftigt – trotzdem wird es in Zukunft wohl ein Auslaufmodell sein. Aus Geld- oder Platznot, in der Regel aufgrund der Kombination aus beidem, wird es das gute alte Einfamilienhaus, wie wir es heute kennen, wohl nur noch selten als Neubau geben.

ST Y RO P O R Auf Österreichs Fassaden sollen sich laut Schätzungen mehr als eine Million Tonnen Polystyrol, wie sich das Styropor in seriös nennt, befinden. Und Dämmen ist ja an sich was Gutes, dennoch ist Styropor nicht umsonst in die Kritik geraten und wird vor allem bei der Entsorgung zum Problem(stoff). Mittlerweile gibt’s zahlreiche Alternativen – von der Hanfdämmung über Schafoder Mineralwolle bis zur Zellulose.

PARK PL ÄTZ E Und zwar überirdische öffentliche. In vielen Gemeinden ist es heute schon nicht mehr gern gesehen, wenn Wohnblöcke, Kaufhäuser oder sonstige Zentren Frei- als Parkflächen verwenden. Und auch wirtschaftlich wird es immer schwieriger, wertvollen Grund zuzuparken. Deshalb müssen die Autos wohl künftig vermehrt unter die Erde.

A N A LO G I E FESTNETZTEL EFON Auch wenn es in vielen Wohnungen offiziell noch Anschlüsse gibt und die meisten Bewohner – oft unwissentlich – sogar über eine Telefonnummer verfügen, so ist in privaten Haushalten das Festnetztelefon quasi verschwunden. Dabei hätte es durchaus seinen Charme ...

Unsere Welt wird immer digitaler, auch im eigenen Zuhause. Das ist eines der wenigen Dinge, die wir wirklich schade finden. Wenn Alexa sich mit Siri darüber unterhält, dass die Milch im Kühlschrank fehlt und welche Netflix-Serie wir uns wohl als Nächstes anschauen könnten, dann ist es ein bisschen wie mit Lagerfelds Jogginghose: Wir haben die Kontrolle über unser Leben verloren.

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UND IN DEN MEISTEN FÄLLEN IST DAS GUT SO!


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Die „Maison & Objet“ in Paris ist die weltweit wichtigste Möbelmesse – über 3.000 Aussteller präsentieren hier alljährlich auf 130.000 Quadratmetern die neuesten Designs und Interieurs. Einrichtungsexperte Martin Wetscher von den Wetscher Wohngalerien hat die neuesten Strömungen beobachtet und die Trends nach Tirol mitgebracht.

NATUR, EXOTIK UND URSPRÜNGLICHKEIT 88

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aris ist die Welt der Einrichtungstrends, vielfältig und opulent mit Besuchern aus allen Teilen der Welt. Die Möbelmesse „Maison & Objet“ präsentierte auch heuer wieder ein riesiges Angebot an Dekorationsund Einrichtungsgegenständen, Möbeln für drinnen und draußen, Licht und Leuchten, Accessoires, Teppichen, Heimtextilien und Skulpturen. Die internationale Schau prägt damit wie keine andere unsere aktuellen Vorstellungen von Schönheit und Funktion unserer Innenräume.

PRÄGEND

„Auffallend war in Frankreich heuer der große Hang zur Natur“, betont Martin Wetscher. Das viele Grün, die großen Blätter auf Stoffen und Tapeten, die übergehen bzw. ein Bild ergeben mit den fein geordneten Zimmerpflanzen, waren nicht zu übersehen – mehr oder weniger unterstützt mit Motiven und Skulpturen aus tiefen Ozeanen oder dunklen Wäldern, gehalten durch kleine, streng geometrische Muster. „Hier zeigt sich unübersehbar die Suche des Städters nach der Verbindung mit der Natur. Es ist eine wilde Exotik für den urban getakteten Menschen in Richtung Historie, Weltenbummler, Sammler, Entdecker – von der musealen Humboldt’schen Wunderkammer bis zur gewollten Unordnung. Ein Einrichtungskonzept für den Punk von heute“, analysiert Wetscher.


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90 MORALISCHE GESCHICHTENERZÄHLER

Unübersehbar ist heuer der Hang zur Natur und die Sehnsucht nach Materialität, die uns im Herzen berührt.

Die aktuell stilprägenden Trends werden laut Wetscher auch von starken kollektiven Bedürfnissen geprägt: von Bequemlichkeit, Komfortwünschen und – ganz wichtig – einer Verarbeitung, einer Materialität, die uns im Herzen berührt. Dies gilt insbesondere auch für die Dekorationsgegenstände. „Es braucht die gute, moralisch wertvolle Geschichte“, ist Wetscher überzeugt. So importiert der deutsche Hersteller ames seine Vasen, Töpfe und Schalen aus Kolumbien und lässt sie dort von einfachsten Handwerkern nach überlieferten Traditionen fertigen. Keiner der Tongegenstände gleicht dem anderen, nur die Typen ähneln und sind damit einzigartiges Kunsthandwerk. Zerknittert und geflochten in den Höhen Südamerikas oder den tiefen Weiten Afrikas. Kunstvoll geflochtene Körbe und flache Dekoteller entstehen aus festen, farbigen Gräsern. Wie selbst gewachsen oder über Jahrzehnte der Natur schutzlos ausgeliefert stehen manche Neuheiten gekonnt beleuchtet auf dieser Messe.

seine Eindrücke zusammen. Hauptsache ist, dass man den Dingen ihre Handwerklichkeit von Weitem ansieht. Zerknittert, rau, unbehandelt, fast unfertig wirkt vieles. Gras, Ton, Pappmaché und aufgeraute Strukturen sind Ausdruck dieser Entwicklung. Organische, fließende Formen stehen im Vordergrund. „Tiermotive vom Affen, Eisbär, Flamingo bis hin zum Tiger halten Einzug und bedienen die Sehnsucht nach Harmonie und Exotik, oft mit einem ironischen Augenzwinkern“, so Wetscher. Damit sei eine neue Archaik in der Wohnraumdekoration zu sehen. Eine neue Verbindung zwischen Urbanität und der universellen Sehnsucht nach Natur.

„Ein starkes Verlangen nach Ursprünglichkeit ist überall zu spüren“, fasst der Experte

Das ganz persönliche Fazit von Wetscher: „Wir wollen in den Wohnräumen unsere Persönlichkeit wie nie zuvor spiegeln. Wir

URBANITÄT MIT UNIVERSELLER SEHNSUCHT

PERSÖNLICHKEIT VOR TREND

setzen mit unseren Möbeln, die den sachlich funktionalen Vorstellungen entwachsen, starke individuelle Statements. Wir setzen ein Ausrufezeichen hinter unsere Weitläufigkeit und Weltgewandtheit. Man glaubt, hier in Paris in die Wohnung des Sammlers und Entdeckers zu sehen, eines Bewohners, der die Unterschiedlichkeit der Welt mit großer Neugierde und als Bereicherung erlebt.“ Voraussetzung für ein derart persönliches, authentisches Wohngefühl sei aber, dass man sich dem Trend zum reinen Repräsentieren widersetze. „Das Interesse am tatsächlichen Leben, die eigene Persönlichkeit, das wirklich Erlebte sind Statements, die sich in individuellen Raumkompositionen spiegeln sollen. Genau deshalb bleiben eine Prise Herkunft und Regionalität, der Sinn fürs Bequeme und Praktische sowie die eigenen Vorlieben und Haltungen entscheidend!“


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VON HAND GEMACHT Folgerichtig angeschlossen an das Fazit von Martin Wetscher zur Pariser Möbelmesse – beim Wohnen bleiben die Prise Herkunft und Regionalität, der Sinn fürs Bequeme und Praktische sowie die eigenen Vorlieben und Haltungen entscheidend – macht das familiengeführte Traditionsunternehmen Wetscher genau das: Es kombiniert renommierte Topmarken mit maßgefertigter Handwerkskunst.


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DIE KÜCHE IST ZUM LEBEN DA

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chon bei seiner Gründung im Jahr 1912 wurde dem Unternehmen der Qualitätsanspruch in seine DNA programmiert. Firmengründer Franz Wetscher konnte damals freilich noch nicht ahnen, dass aus seiner kleinen Tischlerei einmal eines der besten Einrichtungshäuser Europas werden würde. Heute zählen die Wetscher Wohngalerien zu den Topadressen für stilvolles, individuelles Wohnen auf internationalem Niveau. Die Wetscher Werkstätten wiederum gelten als einer der innovativsten und modernsten Tischlereibetriebe im ganzen Land. Seit jeher von der Offenheit für Neues geleitet, schuf man im letzten Jahr außerdem unter dem Namen WetscherMAX eine „Designhalle für alle“, mit der die digitale Ära in der Firmengeschichte eingeläutet wurde. Die dazugehörigen, real gebauten Möbel-Mitnahme-Stores finden Kunden und Interessierte ganz analog im Greif Center in Innsbruck und in Fügen gegenüber den Wetscher Wohngalerien.

50 Jahre der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen den Italienern und Wetscher zu feiern. Beide Familienunternehmen verbindet ihr hohes Maß an Stilempfinden und ihr Anspruch an Qualität sowie jede Menge Herzblut für schönes Design. Weitere Infos unter

wetscher.com oder wetschermax.com.

Die beiden Familienunternehmen Wetscher und Poliform verbindet seit Jahrzehnten und damit über Generationen hinweg eine tiefe Freundschaft. Altes Wissen und traditionelle Werte, verpackt mit modernstem Knowhow, das ist der Anspruch, dem beide stets folgen. Auf über 300 Quadratmetern zeigen die Wetscher Wohngalerien im großzügig gestalteten Poliform-Küchenstudio nahezu alle Modelle der italienischen Spitzenmarke. Ganz klar erkennbar: der Trend zum offenen Wohnen.

Kreativität und Innovation sind die Merkmale des Stils von B&B Italia.

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TRADITION UND MODERNE

Mit ihrem Konzept wohnfertiger Präsentationen bieten die Wetscher Wohngalerien in Fügen thematisch wechselnde Ausstellungen das ganze Jahr hindurch. Führende internationale Design-Spitzenmarken werden dabei in Symbiose mit verschiedensten Maßanfertigungen aus den Wetscher Werkstätten zu stilvollen Einrichtungskonzepten kombiniert. Kürzlich wurde die neue Ausstellung von B&B Italia eröffnet, die aktuelle Modelle ebenso wie Klassiker der Marke zeigt. Giorgio Busnelli, Präsident von B&B Italia, war bei der Eröffnung persönlich dabei, um die

Der Sessel „Up“ von Gaetano Pesce machte B&B Italia bekannt, hob die Grenzen zwischen Design und Kunst auf und ist heute ein Klassiker.


MAIRAUM

Im Schauraum werden Möbel und verschiedene Beleuchtungen präsentiert. Das Herzstück ist die Bar, die öffentlich und damit für jeden zugänglich ist.

MAIRAUM

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Selbst gelernter Tischler war Mario Mair von 2003 bis 2017 als Handelsagent im Objektmöbelhandel tätig. Seit 2010 ist er Inhaber von Mairaum, mit Beginn 2018 übersiedelte das Unternehmen von Hall in die Innsbrucker Resselstraße, wo derzeit im Büro sieben Mitarbeiter beschäftigt sind. Die hauseigene Tischlerei mit vier Mitarbeitern teilt sich auf mehrere Standorte auf. Tatkräftige Unterstützung weiterer Mitarbeiter in den Bereichen Verkauf, Handwerk und Junior-Projektleiter ist jederzeit willkommen. www.mairaum.at

DESIGNANSPRUCH Stilvoll maßgeschneiderte Raumkonzepte von großen und kleinen Objekten, damit hat sich MAIRAUM einen Namen gemacht. Neuerdings öffnet sich der gehobene Innenausstatter auch dem privaten Kunden. Ort des Geschehens ist der 3Raum, eine Verschmelzung von trendiger Bar, Möbelausstellung und Lichtkonzepten. T E X T : D O R I S H E LW E G

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inrichten ist ihre Kernkompetenz. Und das hat das Team rund um Mario Mair anhand zahlreicher Objekte schon eindrucksvoll bewiesen. Namhafte Hotels wie das Hotel Chalet Austria in Lech, das Jagdschlössl in Kühtai, das Restaurant Jaipur, das Adler’s, MCI, Messe und Congress Innsbruck, die VIP-Lounge und die Vielfliegerlounge am Innsbrucker Flughafen – um hier nur einige zu nennen – vertrauen auf die Leistungen von MAIRAUM. Dazu gesellen sich immer mehr, Komplettausstattungen im Sozialbereich, wie Altenheime, soziale Einrichtungen, ISD oder

die Diözese Innsbruck. „Aktuell stellen wir gerade die Ausstattung der Med-Uni für die tirol kliniken fertig und starten mit unserem bislang größten Einzelauftrag: Wir übernehmen den kompletten Innenausbau von 73 Appartements in Hinterstoder“, freut sich MAIRAUM-Inhaber Mario Mair. Auf die Frage nach dem Erfolgsgeheimnis von MAIRAUM antwortet Mair schmunzelnd: „Der Kunde bekommt bei uns sowohl Serien- als auch individuelle Produkte zu einem sehr fairen Preis. Dieses Know-how aus dem Objektbereich stellen wir mit dem neuen Schau-

raum auch Privatkunden zur Verfügung.“ Das schlüssige Konzept, von der individuellen Planung durch einen hauseigenen Designer über die Produktion und den Verkauf von Möbelstücken bis hin zum professionellen Einbau, findet also immer mehr Einzug im privaten Bereich. Sorgenfreie Gesamtlösungen und die schlüsselfertige Übergabe individuell maßgeschneiderter Raumkonzepte werden auch im Privatbereich immer mehr nachgefragt. „Generell geht der Trend weg von der Stange hin zu individuellen Lösungen. Was die Menschen in den Hochglanz-


Wohnen mit allen Sinnen: Im 3Raum lassen sich Möbel sehen, fühlen, riechen und ausprobieren.

N AKTIO NG: NU ERÖFF

€ 0 5 , 8 89 e x k l.

magazinen sehen, möchten sie auch in den eigenen vier Wänden haben“, weiß Mair aus Erfahrung. Schon des Öfteren wurde er bisher von seinen zufriedenen Objektkunden gefragt, ob er nicht auch den Innenausbau im privaten Wohnbereich übernehmen möge. Diesem Wunsch wird MAIRAUM nun gerecht und eröffnet dem Privatkunden einen Gesamtservice, der bislang nur Objektkunden vorbehalten war.

3RAUM ERÖFFNET

ein Gefühl zu bekommen, was zu den eigenen Wohnvorstellungen passt“, erklärt Mair. Im Café wird es neben anspruchsvollem Design auch köstliche Kleinigkeiten geben und Kaffee von der Innsbrucker Rösterei Brennpunkt. Einmal im Monat erhalten junge Künstler die Möglichkeit, sich im Schauraum zu präsentieren und ihre Bilder auszustellen. Der 3Raum ist eben mehr als nur ein Schauraum, der 3Raum ist lebendig.

Mit der Eröffnung des 3Raum im orbis-Office in der Innsbrucker Resselstraße öffnen die Unternehmen Mairaum und Rowa-Moser neue Wege in Sachen Schauraum. Zentrum der Ausstellungsfläche ist eine öffentlich zugängliche Bar, selbstverständlich im Mairaum-Design und mit Lichtkonzepten von Rowa-Moser. „Unser 3Raum verbindet Design und Möbel, Lichtkonzepte und eine Bar zu einem Ort, an dem man sich ungezwungen von Wohnideen inspirieren lassen kann. Privatkunden möchten die Möbel sehen, angreifen, am besten auch ein wenig testen. Diese Möglichkeit geben wir ihnen im 3Raum. Insofern ist das Konzept mit der Bar ideal, um entspannt

Schon im Eingangsbereich trifft man auf den ersten Trend: eine Tapete mit floralem Design, davor ein puristisches Sofa. Vom Barbereich zweigen mehrere Bereiche ab: Eine Jagdlounge mit Vertäfelung, gemütlichen Sofas und Kaminatmosphäre. Ein Besprechungsbereich, der zeigt, was ein Büro heute alles kann. Dann gibt es die Men’s World, die einer Bibliothek und einem Whiskeyzimmer nachempfunden ist. Femininen Touch in der Einrichtung findet Frau im Women’s Castle, auch der Küchen- und Esszimmerbereich besticht durch zeitgemäßes, maßgefertigtes Design. Im Außenbereich gibt es Loungemöbel und Outdoor-Sitzgelegenheiten zum Ausprobieren. PR

t.

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SEHEN – FÜHLEN – GENIESSEN

„Unser Know-how aus dem Objektbereich stellen wir mit dem neuen Schauraum auch Privatkunden zur Verfügung.“ MARIO MAIR

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Orig. Loungesessel Modell 369 Preisbeispiel: Bezug: Stoff-Samt Gestell: chrommatt, schwarz od. chromglanz Listenpreis: 1.198 € Netto (1.437,60 € Brutto) Eröffnungsaktion: 898,50 € Netto (1.078,20 € Brutto)

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„PAPAMONAT“ – AUSZEIT FÜR VÄTER Für Geburten ab 1. September.2019 haben Väter einen Anspruch auf Freistellung anlässlich der Geburt ihres Kindes. Dadurch besteht für Väter die Möglichkeit, einen Papamonat während des Beschäftigungsverbotes der Mutter zur Förderung der Vater-Kind-Beziehung und des Familienlebens in Anspruch zu nehmen. Im Folgenden werden die konkreten Voraussetzungen hinsichtlich Ansprüche und Voraussetzungen dargestellt. TEXT: ELISABETH STEINLECHNER

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ach § 1a Väterkarenzgesetz (VKG) besteht seit dem 1. September 2019 für den Dienstnehmer ein arbeitsrechtlicher Rechtsanspruch auf Konsumation einer einmonatigen Freistellung anlässlich der Geburt eines Kindes („Papamonat“). Diese Regelungen gelten sinngemäß auch für das Arbeitsverhältnis einer Frau, die gemäß § 144 ABGB als „Elternteil“ gilt.

Folgende Voraussetzungen für die Inanspruchnahme müssen vorliegen: • Der Arbeitnehmer muss die Freistellung „verlangen“ – dadurch wird ein Gestaltungsrecht ausgeübt und der Anspruch geltend gemacht. • Die Meldefristen an den Arbeitgeber müssen eingehalten werden. • Es muss ein gemeinsamer Haushalt mit dem Kind bestehen. Fällt der gemeinsame Haushalt weg, so hat der Arbeitnehmer auf Verlangen des Arbeitgebers seinen Dienst unverzüglich wieder anzutreten. Die Freistellung endet damit vorzeitig. Eine Mindestbeschäftigungsdauer des Dienstnehmers in einem Unternehmen oder eine bestimmte Betriebsgröße ist für die Inanspruchnahme nicht erforderlich.

„PAPAMONAT“ – DIE BESONDERHEITEN

Väter haben einen Kündigungs- und Entlassungsschutz, welcher mit der Vorankündigung der Inanspruchnahme des Papamonats durch den Vater, allerdings frühestens vier Monate vor dem errechneten Geburtstermin beginnt und vier Wochen nach dem Ende des Papamonats endet. Der Dienstnehmer wird während dieser Zeit vom Dienstgeber abgemeldet und unterliegt der Kranken- und Pensionsversicherung aus der Gewährung des Familienzeitbonus durch den zuständigen Krankenversicherungsträger, sofern dieser durch den Dienstnehmer beantragt wird. Die Freistellungszeiten werden auf dienstzeitabhängige Ansprüche (z. B. Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung usw.) angerechnet. Gesetzliche, kollektivvertragliche oder einzelvertragliche Dienstfreistellungsansprüche, die aus Anlass der Geburt eines Kindes zu gewähren sind, werden auf den Freistellungsanspruch nicht angerechnet. Sieht zum Beispiel ein Kollektivvertrag einen Anspruch auf eine Dienstfreistellung wegen der Geburt eines Kindes mit drei Ta-

Mag. Elisabeth Steinlechner ist Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin bei Deloitte Tirol.

gen vor, vermindern diese drei Tage den „Papamonat“ nicht.

„PAPAMONAT“ – DIE MELDEFRISTEN

Beabsichtigt der Arbeitnehmer die Freistellung in Anspruch zu nehmen, hat er spätestens drei Monate vor dem errechneten Geburtstermin dem Dienstgeber unter Bekanntgabe des Geburtstermins den voraussichtlichen Beginn der Freistellung anzukündigen (Vorankündigung). Im zweiten Schritt hat der Arbeitnehmer den Arbeitgeber unverzüglich von der Geburt des Kindes zu verständigen und spätestens eine Woche nach der Geburt des Kindes den Antrittszeitpunkt seiner Freistellung bekanntzugeben. Eine Sonderkonstellation kann sich im Rahmen von Frühgeburten ergeben. Kann demnach die Vorankündigung der Freistellungsabsicht aufgrund einer Frühgeburt nicht erfolgen, so entfällt die Vorankündigung.

„PAPAMONAT“ – FINANZIELLE LEISTUNGEN

Aufgrund der Dienstfreistellung muss der Dienstgeber für diese Zeit kein Entgelt an den Dienstnehmer bezahlen. Väter können aber zur Kompensierung des finanziellen Ausfalles während des Papamonats den Familienzeitbonus beantragen.

Achtung! Der Familienzeitbonus und der Papamonat sind unterschiedliche Ansprüche, welche zeitlich miteinander abgestimmt werden müssen.

Weiters ist der Anspruch auf Familienzeitbonus an einige Voraussetzungen geknüpft: • Der Familienzeitbonus setzt eine Unterbrechung der Erwerbstätigkeit voraus. • Der Vater hat in den letzten 182 Kalendertagen unmittelbar vor Bezugsbeginn der Leistung durchgehend eine in Österreich kranken- und pensionsversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit ununterbrochen ausgeübt. • Die Beantragung muss binnen 91 Tagen ab Geburt des Kindes beim zuständigen Sozialversicherungsträger erfolgen. • Für das Kind muss Familienbeihilfe bezogen werden. • Es muss ein gemeinsamer Haushalt mit Mutter und Kind mit Hauptwohnsitz vorliegen. Der Familienzeitbonus beträgt 22,60 Euro täglich und wird auf ein allfälliges später vom Vater bezogenes Kinderbetreuungsgeld angerechnet, wobei sich in diesem Fall der Betrag des Kinderbetreuungsgeldes verringert, nicht jedoch die Bezugsdauer.

FAZIT

Der Gesetzgeber hat durch die Neuregelung des Papamonats für Familien die Möglichkeit geschaffen, nach der Geburt des Kindes gemeinsam Zeit zu verbringen. Durch den besonderen Kündigungs- und Entlassungsschutz und die Beantragung des Familienzeitbonus werden die Väter in diesem Monat abgesichert. Zu Detailfragen steht Ihnen Ihr Personalverrechner und Steuerberater gerne zur Verfügung. www.deloitte-tirol.at

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KURZ & BÜNDIG

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Der Styleguide „Chez moi“ zeigt, wie man mit einfachen Mitteln den Pariser Chic in seine vier Wände einziehen lassen kann. Der Fokus des Buchs liegt auf leicht umsetzbaren Interiortipps für Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer, Bad und Kinderzimmer. Ein kleiner Modeguide, kreative Rezeptideen und die Lieblingsadressen von Autorin Sarah Lavoine in Paris und auf der ganzen Welt ergänzen den Ratgeber. Tolle InteriorFotografien aus dem Hause Lavoine geben einen Einblick in das Leben der Stilikone und machen Lust, sofort mit dem Umstyling der eigenen Wohnung zu beginnen. Magnifique!

WELTLEITKONGRESS FÜR HOLZBAU IN INNSBRUCK

Zum 25. Mal wird der Zusammenschluss aus Hochschule Rosenheim, Berner Fachhochschule, Aalto University School of Science and Technology Helsinki, Technische Universität München, Technische Universität Wien und University of British Columbia unter der Bezeichnung „Internationales Holzbau-Forum (IHF)“ den weltweit führenden Kongress, bei dem alle wesentlichen und aktuellen Entwicklungen der globalen Holzbaubranche in den Fokus gerückt werden, veranstalten. In diesem Jahr wird dieser erstmals in Innsbruck stattfinden. Neben hochkarätigen Fachvorträgen steht eine Industrieausstellung der Branchenleader im Fokus des Kongresses. Termin: 4. bis 6. Dezember 2019. Infos unter www.cmi.at.

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SO SEHEN SIEGER AUS

„Best of Interior“ ist der wichtigste Wohndesignaward für Innenarchitekten und Interior Designer. Auch in diesem Jahr wurden sie wieder gesucht, die herausragendsten privaten Einrichtungskonzepte – harmonisch, wohnlich, zeitgemäß und persönlich. Der Callwey Verlag hat Mitte September das Buch dazu veröffentlicht, in dem Autorin Janina Temmen individuelle Wohngeschichten erzählt. Vorgestellt werden die 30 besten Projekte des Jahres, dazu gibt’s authentische Reportagen, umfangreiche Herstellernachweise und richtig tolle Fotos. Gewinner des Awards ist Stephanie Thatenhorst Interior Design aus München. Laudatorin und Schöner-WohnenChefredakteurin Bettina Billerbeck dazu: „Heimat und Natur harmonisch mit zeitgenössischem Design zu verbinden, ist wirklich eine Kunst.“

STEIN:WERK-Weinbars sind eine Symbiose aus Naturelementen und Kreativität und in vielen verschiedenen Varianten erhältlich. Die Version im Bild kostet 6.500 Euro. WEIN UND DESIGN

BUCHTIPP

BEST OF INTERIOR 2019 Callwey Verlag, 280 Seiten, EUR 59,95

Die Natur formt wunderschöne Dinge und Heinz Dissauer formt daraus Weinbars in individuellen Designs. Um die Schätze der Natur neu zu interpretieren, nutzt der österreichische Bildhauer die Naturelemente Stein, Holz, Feuer, Wasser und Luft. Die Ergebnisse seiner Arbeit sind immer Individualisten und tragen die Marke „STEIN:WERK“. Kombiniert mit Materialien wie Glas oder Edelstahl und ebenso mit persönlicher Gravur erhältlich, schmiegen sich die Barelemente als naturverbundene Designobjekte mit Geschichte wie selbstverständlich in jede Vinothek oder Lobby, in den Wohnraum oder Restaurants ein. www.stein-werk.at


REDEWENDUNG DER AUSGABE: SICH ÜBER DIE HÄUSER HAUEN Verschwinden, weggehen HERKUNFT: Die Redewendung hat ihr geografisches Zentrum in Wien. Wir dürfen mutmaßen, dass sie ihren Ursprung in der biedermeierlich-frühindustriellen Epoche hat, als gestrenge Hausmeister die Tore der im Kern oft noch gotischen Wiener Bürgerhäuser in der Stadt und draußen in den Vorstädten geschlossen hielten. Und geschlossen halten mussten. Nicht zuletzt im Sinne der Metternich’schen Polizei, der viel daran lag, das sogenannte lichtscheue Gesindel vom Abtauchen in den nächsten Hauseingang oder vom Nächtigen in den Kellern abzuhalten. Von Einbrüchen sowieso. Die Flucht über die Häuser, also über die Dächer, dürfte nur den Extremfall einer Flucht dargestellt haben und wohl meist nur innerhalb eines Häuserblocks möglich gewesen sein. Für den Transfer der Wendung von der Wiener Gaunersprache ins Gemeinwienerische reichte das.

DAS EIGENE HEIM

Der Wunsch vom Eigenheim ist in uns Tirolern nach wie vor stark verankert und selbst wenn die Immobilienpreise kontinuierlich steigen, erfüllen sich viele diesen Wunsch auch. Vor allem geht es darum, sich lastenfreies Eigentum für die Pension zu schaffen, um unabhängig von Mietzahlungen zu sein. Hier spielen der Vorsorgegedanke und die Aufrechterhaltung der Lebensqualität eine entscheidende Rolle. 2018 haben allein die 15 Wohnbauexperten des WohnVision Center der Hypo Tirol Bank rund 2.200 Informationsgespräche zur privaten Wohnbaufinanzierung durchgeführt und Anfragen über ein Kreditvolumen von 450 Millionen Euro erhalten. Die bisherigen Zahlen für das heurige Jahr können das Niveau halten. „In den vergangenen Jahren haben die Anfragen jeweils um zehn Prozent zugenommen. Wir spüren eine ungebrochen starke Nachfrage nach Wohneigentum“, sagt Wolfgang Schönfelder, Leiter des Hypo Tirol WohnVision Centers, und weiter: „Die Steigerung der Wohnpreise bzw. Baukosten, der Zugang zu möglichen Förderungen oder geförderten Objekten, die anfallenden Nebenkosten und Informationen zur bürokratischen Abwicklung sind häufige Fragen rund um das gewünschte Eigenheim.“

© KLIMABÜNDNIS TIROL/OSS

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Klimabündnis-Geschäftsführer Andrä Stigger, KlimabündnisObfrau-Stellvertreterin Cornelia Hagele, Tom Zluga (Prokurist und Klimaschutzbeauftragter BFI Tirol), BFI-Tirol-Geschäftsführerin Karin Klocker und Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe

GUT ZUM KLIMA

Im Rahmen des Tiroler Klimaforums anlässlich der ÖKO FAIR Messe in Innsbruck wurde das BFI Tirol als neuer Klimabündnis-Betrieb ausgezeichnet. Der Aus- und Weiterbildungsanbieter übernimmt Verantwortung zum Schutz des Klimas und will einen aktiven Beitrag dafür leisten. BFI-Tirol-Geschäftsführerin Dr. Karin Klocker: „Unsere Klimaziele setzen wir uns vor allem im Bereich der Kommunikation, der Förderung umweltfreundlicher Mobilität sowie in der Durchführung von Green Events. Nachhaltigkeit verstehen wir nicht nur im Sinne des Umweltund Klimaschutzes, sondern auch in unserer täglichen Arbeit, der Vermittlung von Wissen und dadurch dem Schaffen von neuen Chancen und Perspektiven.“

Exklusive Wohnhäuser in Kössen In Kössen entstehen zwei Wohnhäuser mit insgesamt 14 exklusiven Einheiten mit Größen zwischen 47 und 118 m².

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© SWAROVSKI KRISTALLWELTEN

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AB UNTER DIE DUSCHE

Die Seerosenlandschaft erklimmt seit September den Luftraum des Swarovski-Kristallwelten-Stores am Eingang der Innsbrucker Altstadt.

NEU INSTALLIERT

© KULTURSCHMIEDE KAISERWINKL

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Es gibt Menschen, die baden wahnsinnig gerne, und es gibt welche, für die ist Duschen das totale Erlebnis. Für Letztere hat Waltz7 – die mit den Duschbomben – nun ein paar Neuheiten parat. Eine davon ist der Duschkaffee. Genau das Richtige für Kaffeejunkies wie uns. Jetzt können wir die braune Bohne nämlich nicht nur trinken, sondern uns damit auch einrubbeln. Der Duschkaffee peelt sanft mit ArabicaBohnen und verwöhnt mit Moussekonsistenz. Die Optik ist so lala, die Wirkung aber toll (und macht natürlich auch Sinn nach einem ausgiebigen Bad). 4,99 Euro der Becher. Und wenn Sie auch zu jenen Eltern gehören, die mit ihren Kids regelmäßig Duschkämpfe ausfechten: Greifen Sie zur Wabbelseife mit lustiger JellyKonsistenz. Neben der Butterkeksvariante gibt’s auch eine fruchtige Bubble-Gum-Version. 2,99 Euro pro Stück. Beides erhältlich bei dm.

Im Swarovski-Store in der Innsbrucker Altstadt findet man nicht nur die funkelnde Produktwelt des Kristallunternehmens, die Räumlichkeiten werden auch immer mit künstlerischem Leben gefüllt. Bis vor kurzem beeindruckte das interaktive Kunstobjekt PARS PRO TOTO aus dem Werkzyklus IM FACETTENREICH des Tiroler Künstlers Thomas Feuerstein im zweigeschossigen Luftraum. Diesen prominenten Platz nimmt nun die Lichtinstallation „Lily Pond“ der renommierten deutschen Künstlerin Susanne Rottenbacher ein. „Menschen wollen der Sinnlichkeit nachgehen, und das Licht soll sie dabei führen.“ So beschreibt die Künstlerin ihre Vision von dem, was die Lichtinstallation „Lily Pond“ beim Betrachter auslösen soll. Die Seerosenlandschaft aus fünf Rosen, kristallinen Blättern und pastellfarbenen Ranken ist mit 800.000 Swarovski-Kristallen besetzt.

SCHÖNER SCHROTT

Ein Kunstprojekt in Kössen verwandelt Müll in Kunst. Herausgekommen ist „Transformationen,“ für das rund 20 Künstler aus drei Ländern Kunst aus Recyclingmaterial geschaffen haben, das von einer alten Müllhalde in der Auwirtslacke stammt. Die Kunstwerke entstanden in Zusammenarbeit mit der Tiroler Edelschmiede. Der Metalltechnikbetrieb hat dafür Entwürfe von Künstlern umgesetzt, Halterungen für Skulpturen angefertigt und die Beschilderung für einen Rundgang montiert. Stefan Schwentner, Geschäftsführer der Tiroler Edelschmiede, steuerte ebenfalls eine Skulptur für das Kunstprojekt bei. Stefan Schwentner hat eine Skulptur zum Thema Umweltschutz und nachhaltige Ressourcennutzung in Kössen am Schrott-Skulpturenweg ausgestellt.


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EIN GEBÄUDE VOLLER

Im Freibad Hall sorgen mehr als 80 Bäume für Schatten und damit Abkühlung. Ulrich Mayerhofer (Berufsgruppenobmann der Tiroler Bäder), IMAD-Geschäftsführerin Barbara TrawegerRavanelli und Bernhard Wanner (Fachgruppengeschäftsführer der Tiroler Bäder) waren vor Ort.

RÜCKZUGSORTE

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Die Tiroler Bäderbetriebe zählten heuer knapp 2,5 Millionen Besucher. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl somit um 4,3 Prozent gesunken, der Umsatz hingegen weist einen leichten Anstieg auf. Die Betriebe erwirtschafteten rund 15 Millionen Euro und damit ein Plus von 4,6 Prozent. Auf einen nasskalten Mai folgte ein Juni mit extremer Hitze und zahlreichen Höchstwerten. Gerade in dieser Zeit konnten überdurchschnittlich viele Einzeleintritte verbucht werden, die sich positiv auf den Umsatz auswirkten. „Im langjährigen Vergleich ist der diesjährige Badesommer erfreulich verlaufen, mit dem Jahrhundertsommer 2018 können die Ergebnisse jedoch nicht mithalten“, fasst Ulrich Mayerhofer, Obmann der Tiroler Bäder, zusammen. Viele der Tiroler Freibadeanlagen verfügen über große parkartige Liegewiesen mit altem Baumbestand. „Die Bäderbetreiber stecken viel Arbeitszeit, Personal und finanzielle Mittel in die Errichtung und Pflege der Grünanlagen. Die konstanten Besucherzahlen des heurigen Sommers bestätigen abermals, dass unsere Bäderkunden diese temperaturregulierenden Freizeitanlagen besonders bei großer Hitze als Rückzugsort schätzen“, so Mayerhofer.

D I G I TA L E R M Ö G L I C H K E I T E N

Anton Rieder war es schon immer ein Anliegen, Riederbau in Sachen Technologie voranzutreiben. Schon im Jahr 2011 hat sich das Team mit der Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) auseinandergesetzt, die zu diesem Zeitpunkt nur wenige in der Branche kannten. Der Baumeister möchte das Bauen in der Region smarter gestalten und Pionier im digitalen Handwerk sein. Das beweist Riederbau auch am eigenen Standort. So wurde in Schwoich ein neuer Gebäudekomplex errichtet, in dem die digitale Welt greifbar wird. Mit der Erweiterung werden Vorteile wie Lösungen mittels Computer-Aided Facility Management (CAFM), 3D-Projektor und Gebäudebesichtigungen mit Virtual-Reality-Brillen noch greifbarer für die Kunden. Der neu eröffnete und energieeffiziente Gebäudetrakt umfasst 600 Quadratmeter und ist eine Art Live-Lab für die Baustelle. Neben der digitalen Ausrichtung wurde in der Planung des neuen Gebäudekomplexes auch ein großes Augenmerk auf ein modernes Bürolayout gelegt.

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Exklusive Eigentumswohnungen im Zentrum von Brixlegg

Mitten im idyllischen Ortszentrum der Marktgemeinde Brixlegg trifft mit dem Neubau in der Marktstraße Tradition auf Moderne. © RENDERWERK.AT

Im Wettbewerb um öffentliche Aufträge sollen neben großen Unternehmen auch KMU in den Vergabeverfahren berücksichtigt werden. ROHBAU BESICHTIGUNG MÖGLICH

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ieben Eigentumswohnungen und eine Geschäftsfläche entstehen hier eingebettet in hervorragende Infrastruktur. Schulen, Kindergärten, Ärzte und Geschäfte befinden sich in unmittelbarer Nähe dieser zentralen Adresse.

Die zeitgemäße Architektur überzeugt mit ihrem Spiel der Gegensätzlichkeiten. Dementsprechend wird das Haupthaus in Massivbauweise errichtet und das Hofhaus in moderner Holzbauweise gebaut. Das gesamte in der Form traditionell gehaltene Äußere kombiniert moderne Putz- und Holzfassaden und trifft auf ein großzügiges Raumangebot. Die 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohnungen halten mit ihren Terrassen und Loggien dieses Versprechen. Ankommen, wohlfühlen und die unaufgeregte Exklusivität genießen zieht sich so als Leitgedanke durch dieses neu entstehende Wohn- und Geschäftshaus.

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Von architektonisch ausgefallen im Penthaus mit Mansardencharakter bis zurückhaltend modern in den größtenteils nach Südosten und Südwesten ausgerichteten Einheiten steht die Wohnqualität stehts im Vordergrund. Gut durchdachte und dennoch flexible Grundrisse ermöglichen die Verwirklichung Ihres individuellen Stils. Bei der Realisierung Ihres Wohntraums werden Sie kompetent begleitet, denn langfristige Entscheidungen brauchen neben Zeit und Mut den richtigen Ansprechpartner. PR

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„Man soll bauen, als wolle man ewig leben, und so leben, als müsste man morgen sterben.“ ZITAT NACH MARTIN LUTHER

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Mitte September präsentierte Raiffeisen WohnBau seinen ersten „KunstKatalog“. Dieser bildet über 20 Projekte ab, die seit 2015 im Rahmen der Raiffeisen-WohnBau-Initiative „Kunst & Wohnen“ realisiert bzw. juriert wurden. Die Kunstwerke werden exklusiv für Wohnimmobilien konzipiert, von einer Expertenjury ausgewählt und damit zeitgenössische, oft junge Künstler der bildenden Kunst gefördert. Alle Kunstwerke werden im Transitbereich zwischen privatem und halböffentlichem Raum situiert – Garagen, Gänge, Foyers, vor oder zwischen Gebäuden – und haben einen konkreten Bezug zum jeweiligen Bau und dessen Umgebung. So erzählen sie ihre ganz eigenen Geschichten.

Das Bauhaus bestand in Deutschland nur 14 Jahre, seine Ideen werden jedoch seit 100 Jahren weitergetragen, seine Produkte neu aufgelegt, imitiert oder weiterentwickelt. Anlässlich des Gründungsjubiläums des Bauhauses erkundet „original bauhaus“ berühmte, bekannte und vergessene Bauhaus-Originale. Ausgehend von 14 Schlüsselobjekten entfalten sich 14 Fallgeschichten: Wie wurde die Sitzende im Stahlrohrsessel zur berühmtesten Unbekannten des Bauhauses? Hat das Haus am Horn in Weimar einen heimlichen Zwilling? Wieso blieb das Tee-Extraktkännchen, als Prototyp für die Industrie geschaffen, immer ein Unikat? Autoren aus den Bereichen Architekturgeschichte, Kulturwissenschaft, Kunst, Kunstgeschichte, Vermittlung und Medienkunst schreiben mit Wissen, Kritik und Witz über Bauhaus-Ikonen, Kopien, Remix und Aneignungen. Der reich bebilderte Band eröffnet mit Essays und Interviews neue Sichtweisen zur Bauhaus-Geschichte. Mehr zum Thema Bauhaus ab Seite 68!

Dressed for success: Aus der einstigen Industriehalle wurde ein hochmodernes Innovationszentrum.

AUSGEZEICHNET UNKONVENTIONELL

Auch in diesem Jahr ist ATP unter den Gewinnern eines Ionic Awards. Der prestigeträchtige Preis für visionäre Gebäude geht in der Kategorie Interior an das Innovationszentrum „ALPHA Retail Network“ von Hofer. Mit der neuen 23.000 Quadratmeter großen Innovationshalle realisierte der Handelsriese seine Zukunftsinitiative. Entstanden ist ein unkonventioneller Arbeitsraum, in dem sich kreative Ideen entfalten und neue Kooperationen entstehen können. Nach dem „Activity-Based-Working“-Prinzip wählen Mitarbeiter von Hofer, Start-ups sowie Studierende der FH Oberösterreich je nach Aufgabe oder Tätigkeit den jeweils passenden Arbeitsplatz in unterschiedlichem Ambiente. ATP begleitete das Projekt als integraler Planer über alle Planungsphasen und zeichnete auch für das Farbund Materialkonzept, die Möblierung und die Objektüberwachung verantwortlich.

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