Ausgabe Nr. 09 / Oktober 2018, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00
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© ANDREAS FRIEDLE
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Christoph Loreck und Mag. Sandra Nardin, eco.nova-Herausgeber
Schöne Dinge fragen nicht nach Aufmerksamkeit Wohnen ist ein Grundbedürfnis, Leben eine Frage des Stils. Und wahrer Luxus ist nicht laut. Das gilt in der Mode und das gilt fürs Einrichten. Qualität zeigt sich in edlen Materialien und hochwertiger Verarbeitung, nicht in schrillen Farben und schrägen Tönen. Es geht zurück zur zeitlosen Klassik, zu natürlichen Materialien, unprätentiösen Formen und modern interpretierter Handwerkskunst.
W
ohnen ist niemals kurzfristig, sondern ein Pro-
Lebensstil auseinanderzusetzen und zu schauen, welche Dinge wir
jekt, das uns durch unser ganzes Leben begleitet.
wirklich brauchen. Es geht dabei übrigens nicht zwangsläufig um das
Trotzdem ist auch die Einrichtung Trends und
Dogma „less is more“, weil weniger zwar mehr sein kann, aber es nicht
Strömungen unterworfen. Die Basis des Wohnens sollte jedoch nie-
zwangsläufig auch sein muss. Wir haben in dieser Ausgabe das The-
mals modisch sein, sondern einen Fixpunkt bilden, der sich mit tren-
ma von verschiedenen Seiten betrachtet – in Bezug aufs Wohnen (ab
dig-stylischen Accessoires je nach Lust und Laune an aktuelle Be-
Seite 68), aber auch in der Architektur. Was es mit der Tiny-House-Be-
findlichkeiten anpassen lässt. Deshalb finden wir auch den Wohnstil
wegung auf sich hat und ob Wohnen auf kleiner Fläche oder gar auf
des Minimalismus so schön. Weil der Raum damit vieles offen lässt
Rädern in Anbetracht horrender Grundstückspreise tatsächlich der
und uns somit alle Freiheiten gibt.
Weisheit letzter Wohn-Schluss ist, klären wir ab Seite 10. In der Folge
Eroberte der new minimalism zuerst noch die Kunst, so zieht er sich
widmen wir uns den Themenbereichen Handwerk und Energie und
heute weiter bis ins Design und die Architektur. Der neue Minima-
schauen – weil es beim Bauen eben auch um den Preis geht –, wer die
lismus fordert dazu auf, sich achtsam und bewusst mit dem eigenen
wirklichen Treiber in dieser Hinsicht sind.
Wir wünschen Ihnen einen wohnlichen Herbst! Ihre Redaktion der eco.nova
eco.inhalt
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10 26
58 10
26
Winzig wohnen
46
Im Förderdschungel
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Alles im Lot
Wir leben trotz Flächenknappheit
Die Schaffung und Sanierung von
Wohntrends gibt es ungefähr so viele
vielfach auf zu großem Fuß. Die
Wohnraum ist mit vielen Fallstricken
verschiedene wie Charakterunter-
Tiny-House-Bewegung hat dagegen
verknüpft. Wer Förderungen lukrie-
schiede bei den Bewohnern. Und das
interessante Rezepte. Doch taugen
ren möchte, muss sich vor dem Bau-
ist gut so, weil Wohnen schließlich
diese zum Massenprogramm? Und
vorhaben Gedanken machen. In der
etwas ganz Persönliches ist. Weniger
ist weniger tatsächlich mehr? Letz-
Förderlandschaft steckt zwar Ideolo-
Stil denn Lebenseinstellung ist der
lich braucht es beim Bauen und Woh-
gie, das schließt die technische, öko-
neue Minimalismus, der in wunder-
nen ein gesundes Mittel zwischen
nomische und ökologische Plausibili-
bar vielen Varianten daherkommen
bigger is better und less is more.
tät aber nicht aus.
kann, aber eine gemeinsame Basis
Vom Wissen und Können
58
Preistreiber Staat?
hat: die Kunst des Weglassens. // 94: Zeit für Gemütlichkeit: Wenn
In Tirol hat das Handwerk lange Tra-
Wer Zeitungen liest, kommt schon
es draußen herbstlich wird, wird es
dition und steht für Beständigkeit,
seit Jahren um ein Thema nicht he-
drinnen herrlich. Schöne Accessoires.
Erfahrung und Qualität. Die Zukunft
rum: Die Immobilienpreisentwick-
des Handwerks allerdings ist ambiva-
lung, und dass sie nur eine Richtung
lent. Während so manches Handwerk
kennt – nämlich nach oben. Das liegt
Neuigkeiten rund ums Bauen und
vom Aussterben bedroht ist, erleben
an den verschiedensten Gründen.
Trendiges und Praktisches fürs
andere einen regelrechten Boom.
Darunter auch dem Staat.
Wohnen.
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IMPRESSUM Herausgeber & Medieninhaber: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/290088, redaktion@econova.at, www.econova.at Geschäftsleitung: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin // Assistenz: Martin Weissenbrunner // Chefredaktion: Marina Kremser Autoren dieser Ausgabe: Marian Kröll, Doris Helweg, Sonja Niederbrunner, Stefan D. Haigner, Marina Kremser Anzeigenverkauf: Ing. Christian Senn, Bruno König, Tanja Ischia, Hannelore Weissbacher Grafik: Tom Binder // Druck: Radin-Berger-Print GmbH Unternehmensgegenstand: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. Grundlegende Richtung: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Jahresabo: EUR 25,00 (14 Ausgaben) Coverfoto: Sessel Haussmann 310 aus der Classic Edition von Walter Knoll. Design: Trix & Robert Haussmann Sind Beiträge in dieser Ausgabe in der Kopfzeile mit dem Firmennamen gekennzeichnet, handelt es sich um bezahlte Anzeigen.
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Interessant sind die kleinen Baukörper auch als Zusatzräume zu bestehenden Gebäuden, etwa zum Arbeiten oder als zusätzlicher Wohnraum. Gerne auch im Wald.
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Weniger kann, muss aber nicht mehr sein! Zwischen „bigger is better“ und „less is more“ findet sich das gesunde Mittelmaß. Wir leben trotz Flächenknappheit vielfach auf zu großem Fuß. Die Tiny-House-Bewegung hat dagegen interessante Rezepte. Ob diese zum Massenprogramm taugen, lässt sich jedoch aus mehreren Gründen bezweifeln. // TEXT: MARIAN KRÖLL
mal muss man umziehen, ein größeres Haus kaufen. Warum? Kein Platz mehr für deine Sachen?
Zu viele Sachen? Dieser Monolog stammt aus George Carlins großartiger, im Rückblick gar visionärer Stand-up-Nummer „Stuff“. Der 2008 verstor-
igentlich ist das nur ein Ort für meine Sachen, weißt du? Das ist alles ein kleiner Platz für meine Sachen. Das ist alles, was ich will, das ist alles, was du im Leben brauchst, einen kleinen Ort für deine Sachen. Ich kann es auf deinem Tisch sehen, jeder hat einen kleinen Platz für seine Sachen. Das sind meine Sachen, das sind deine Sachen, das sind seine Sachen da drüben. Das ist alles, was du im Leben brauchst, einen kleinen Platz für deine Sachen. Das ist alles, was dein Haus ist: ein Ort, an dem du deine Sachen aufbewahren kannst. Wenn du nicht so viel Zeug hättest, bräuchtest du kein Haus. Du könntest einfach die ganze Zeit herumlaufen. (...) Ein Haus ist nur ein Haufen Zeug mit einer Abdeckung darauf. Das sieht man, wenn man in einem Flugzeug abhebt. Du schaust nach unten, siehst, dass jeder einen kleinen Haufen Zeug hat. All die kleinen Haufen Zeug. Und wenn du dein Haus verlässt, musst du es abschließen. Ich würde nicht wollen, dass jemand vorbeikommt und ein paar deiner Sachen nimmt. Sie nehmen immer das gute Zeug. Sie kümmern sich nie um den Mist, den du aufbewahrst. Alles, was sie wollen, ist das glänzende Zeug. Das ist es, was dein Haus ist, ein Ort, an dem du deine Sachen aufbewahren kannst, während du rausgehst und ... mehr Sachen besorgst! (...) Manch-
BUCHTIPP „W I N Z I G A L P I N “ Alexander Hosch, DVA, 224 Seiten, EUR 30,90 Auch wenn Redakteur Marian Kröll etwas skeptisch ist: Small kann auch beautiful. Alexander Hosch ist heute als freier Autor und Journalist in Sachen Architektur, Reise, Musik und Alpen unterwegs. Seit 2016 betreibt er einen eigenen Blog unter Alpine-Kultur.com und hat für „Winzig Alpin“ 35 besondere neue Minibauten aus den Alpen zusammengetragen. Sie stammen von Star-Alpenarchitekten wie Matteo Thun oder Armando Ruinelli oder Newcomern wie OFIS. Tiny Houses sind ebenso dabei wie andere, in eleganter Reduzierung ausgeführte „kleine“ Bauaufgaben: Almhütten, Baumhäuser, Badepavillons, kleine Schutzhütten, Gipfelbars und eine Skifahrer-Kapelle. Allen Projekten gemein ist eine außergewöhnliche Qualität der Architektur sowie ihre Angemessenheit in Bauweise und Ausstattung im Hinblick auf Klimaschutz und Ökologie.
bene US-amerikanische Komiker hatte zweifellos neben einem grandiosen, weil pechschwarzen Humor auch eine ausgeprägte sozialkritische Ader, die nicht nur zum Lachen, sondern vor allem auch zum Denken anregen konnte. Kaum jemand, wohl am allerwenigsten George Carlin selbst, hätte angenommen, dass er es mit seiner Nummer in eine Nummer von „Bauen und Wohnen“ schaffen würde. Das verdankt sich dem Umstand, dass Carlin ein Unbehagen vorweggenommen hat, das sich weltweit in einem Trend zu manifestieren beginnt. Einem Trend zum Wohnen auf kleinem Raum. Deshalb, weil der mit dieser Entwicklung verbundene Lebensstil zwangsläufig minimalistisch ist und Minimalismus durchaus als Antithese zum Konsumismus interpretiert werden kann. Als radikaler Gegenentwurf zum Gerümpel, das viele Menschen geradezu magisch anzieht und das in den Häusern, Wohnungen, Kellerabteilen und Garagen gehortet wird, ohne je wirklich gebraucht worden zu sein.
Größer ist besser Die Ansprüche, die an den Wohnraum gestellt werden, steigen immer weiter, sowohl qualitativ als auch quantitativ. Der
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Den Traum vom eigenen Häuschen zu realisieren, ist eine komplexe Aufgabe. Toll hinbekommen haben es die Wiener Architekten Schuberth & Schuberth, die dieses Kleinod für zwei mit einer Wohnfläche von rund 44 Quadratmetern geschaffen haben (Grundstücksfläche: 423 Quadratmeter). In Holzriegelkonstruktion entstand ein kleiner Holzkubus, der bis in den letzten Millimeter durchgeplant ist. Bonsaiarchitektur vom Feinsten. // Aus: Die besten Einfamilienhäuser bis 150 m2, Wolfgang Bachmann, Callwey Verlag, 176 Seiten, EUR 59,95
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© CHRISTOPH PANZER, WIEN
Wohnen auf Rädern: Kann man mögen, muss man aber nicht. Auch wenn’s für eine kurze Zeit ganz romantisch sein mag.
Flächenverbrauch übertrifft die Bevölke-
Mit dem Leben auf kleinem Raum wird ein
den Konzepts der Nachhaltigkeit stellen.
rungsentwicklung in Österreich wesentlich.
gewisser Lifestyle assoziiert. Ob dieser hält,
Um vollständig nachhaltig zu sein, muss ein
Statistisch kamen im Jahr 1971 auf jeden
was er verspricht, kann man zumindest in
Haus Ressourcen schonen, als ökologisch ge-
Einwohner etwas mehr als 20 Quadratme-
Tirol mangels Erfahrungswerten noch nicht
sunder Raum für seine Bewohner fungieren
ter Wohnfläche. Bis 2011 hat sich die durch-
mit Gewissheit sagen.
und ökologisch bewusst mit seiner unmittel-
schnittliche Wohnfläche pro Person sogar
Es gibt kaum systematische, wissenschaftli-
baren Umgebung umgehen und dabei gleich-
mehr als verdoppelt. Vor allem im ländlichen
che Forschung über die Motivlage, die Men-
zeitig das soziale und wirtschaftliche Umfeld
Raum wohnt man aufgrund der hohen An-
schen dazu bewegt, „tiny“ zu leben. Die An-
berücksichtigen. Diese Anforderungen, die
zahl an Einfamilienhäusern im Gegensatz
hänger der Tiny-House-Bewegung wurden
Tiny Houses einrichtungsseitig an sich selbst
zu den urbanen Ballungsräumen noch auf
aber, so viel ist gesichert, vom Credo der Mi-
stellen, sind hoch und bedeuten in mancher-
vergleichsweise großem Fuß. Das wird für
nimalisten des 20. Jahrhunderts, dem „less is
lei Hinsicht einen Paradigmenwechsel, des-
manchen Hausbesitzer in der Pension zum
more“, inspiriert. Das Konzept der „Nachhal-
sen Überschwappen in den herkömmlichen
Problem, wenn mit kleinerem Einkommen
tigkeit“ sollte man nicht auf den Umweltas-
Wohnbereich kein Schaden wäre.
ein großes Haus zu erhalten ist und die Kin-
pekt verengen, sondern um soziale und öko-
der, sofern vorhanden, aus beruflichen Grün-
nomische Betrachtungsweisen erweitern.
Die Mühen des kleinen Lebens
den oder wegen eines Studiums in die Städte
Der 1987 von den Vereinten Nationen heraus-
Zyniker würden vermutlich anmerken, dass
gezogen sind. Die Frage nach der optimalen
gegebene Brundtland-Report hielt fest, dass
die Tiny-House-Bewegung sehr gut zu den
Wohnraumgröße wird wenig diskutiert, ob-
„ein wahrhaftig nachhaltiges Projekt die ak-
Tiny Incomes passt, mit denen viele Arbeits-
wohl sie gesellschaftlich relevant ist. Derzeit
tuellen Bedürfnisse erfüllen müsse, ohne die
kräfte, vor allem in Teilzeit Beschäftigte,
scheint noch die Maxime „Bigger is better“ zu
Fähigkeit zukünftiger Generationen, ihre ei-
ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen.
gelten. Das muss nicht so bleiben.
genen Bedürfnisse zu befriedigen, zu beein-
Und zu den fleckenweise riesigen Grund-
trächtigen. (...) Diese Entwicklung führt zu
stückspreisen, die mit normalen Mitteln nur
einer fortschreitenden Transformation von
noch für ein winziges Grundstück reichen
Wirtschaft und Gesellschaft. (...) Selbst der
würden. Vergleicht man die tatsächliche Ver-
Die sogenannte Tiny-House-Bewegung
enge Begriff der physischen Nachhaltigkeit
breitung der Tiny Houses mit deren Gewicht
kommt wie so viele Trends ursprünglich aus
impliziert die Sorge um die soziale Gerech-
in der medialen Berichterstattung in Zeitun-
den USA und propagiert das Leben auf klei-
tigkeit zwischen den Generationen.“
gen, Magazinen und einer Vielzahl von Blogs,
nem bzw. kleinstem Raum. Eine verbindliche
Was dort zu lesen stand, machte deutlich,
drängt sich der Gedanke auf, dass es sich
Definition der Wohnfläche, innerhalb der
dass Nachhaltigkeit nicht nur eine in sich
womöglich in unseren Breiten zum jetzigen
man von Tiny Houses spricht, existiert nicht.
geschlossene Praxis für den Umgang mit der
Zeitpunkt zu einem guten Teil um ein me-
Man darf aber davon ausgehen, dass diese 45
Umwelt ist, die kurzfristigen Zielen dient,
diales Phänomen handelt, das hierzulande
Quadratmeter nicht übersteigt. Wenn es et-
sondern etwas, das den Weg für einen positi-
in der Realität noch kaum Raum gegriffen
was größer sein darf, spricht man eher von
ven Wandel auf lange Sicht ebnen kann und
hat. Da passt es ins Bild, dass auch das Mik-
Mini Houses und Small Homes. Ursprüng-
es zukünftigen Generationen ermöglicht, in
rohaus kein raumgreifendes Phänomen ist,
lich stand die Reduktion der Kosten im Zen-
einer gesunden Umgebung zu leben, die zu-
sondern Platz sparen will. Dem grundlosen
trum der Bewegung. Mittlerweile haben
dem soziale und wirtschaftliche Gerechtig-
Bauen könnte es nicht grundlos ergehen wie
sich dazu Nachhaltigkeit und Unabhängig-
keit fördert. Einrichtung und Design können
vielen anderen angekündigten Revolutio-
keit, etwa in energetischen Fragen, gesellt.
sich auch in den Dienst dieses umfassen-
nen: Sie finden nicht, nur als feuchter Hips-
Paradigmenwechsel aus Übersee
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eco.nova
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DIE ANFORDERUNGEN, DIE TINY HOUSES EINRICHTUNGSSEITIG AN SICH SELBST STELLEN, SIND HOCH UND BEDEUTEN IN MANCHERLEI HINSICHT EINEN PARADIGMENWECHSEL, DESSEN ÜBERSCHWAPPEN IN DEN HERKÖMMLICHEN WOHNBEREICH KEIN SCHADEN WÄRE. ter-Traum oder Architekturstudie statt, die über die Konzeptphase nie hinauskommt. Hausbesitzer zu sein, ohne gleichzeitig Grundbesitzer zu sein, hat einen Haken. Man kann die Rechnung nicht ohne den Grundbesitzer machen, das infrage kommende Grundstück braucht in der Regel eine entsprechende Widmung und muss verfügbar sein. Das Leben in einem Tiny House, so ganz „Off-the-Grid“, mit geringstmöglicher Abhängigkeit von öffentlichen Infrastrukturen und größtmöglicher Autarkie, stellt man sich vermutlich idyllisch vor. In Werbeprospekten wird gerne das Haus im Grünen gezeigt, in dem man ein von lästigen Nachbarn und den sonstigen Zumutungen des Lebens in Dauersiedlungsräumen ungestörtes Leben verbringen kann. Dieses Bild entpuppt sich als Fata Morgana, als Illusion allein schon deshalb, weil es rein rechtlich gar nicht so einfach ist, so zu leben. Es ist nämlich so, dass den sogenannten Tiny Houses keine rechtliche Sonderstellung zukommt und ein Haus unabhängig von dessen Größe der Tiroler Bauordnung 2018 (TBO 2018) sowie dem Tiroler Raumordnungsgesetz 2016 (TROG 2016) unterliegt. Theore-
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tisch können Kleinsthäuser auch auf Kleinstgrundstücken errichtet werden, da das Gesetz keine bestimmte Grundstücksmindestgröße vorsieht. Im TROG ist lediglich als ein Ziel der örtlichen Raumordnung niedergelegt, dass „die Ausweisung ausreichender Flächen zur Befriedigung des dauernden Wohnbedarfes der Bevölkerung zu leistbaren Bedingungen (...) entsprechend dem bei einer zweckmäßigen und Boden sparenden Bebauung im jeweiligen Planungszeitraum gegebenen Bedarf“ zu erfolgen habe. So weit, so gut.
So klein und trotzdem schon der Bauordnung unterlegen Baurechtlich unterliegen auch Tiny Houses den Bestimmungen der Tiroler Bauordnung, da auch sie im gesetzlichen Sinne Gebäude sind. Diese sind dort definiert als „überdeckte, allseits oder überwiegend umschlossene bauliche Anlagen, die von Menschen betreten werden können und die dazu bestimmt sind, dem Schutz von Men-
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schen, Tieren oder Sachen zu dienen“. Diese Häuser sind allesamt bewilligungspflichtig im Sinne des § 28 TBO 2018. Ausgenommen davon sind einzig ortsübliche Stadel in Holzbauweise, die landwirtschaftlichen Zwecken dienen, Gerätehütten in Holzbauweise, die
eco.nova EIN PROJEKT DER BODNER G RUPPE
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Auch auf kleinem Grund ist groĂ&#x;e Architektur mĂśglich.
© SABINE BERTHOLD
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Mit dabei im Buch „Winzig Alpin“: Max und sein Wohnwagon.
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Effizienz und Zeitersparnis als auch der verbesserte Informationsaustausch, die durch digitale Komplettlösungen möglich sind, sichern den Weg in eine stabile Zukunft.
Die Zukunft des Bauens ist digital Die digitale Revolution erfasst mittlerweile alle Wirtschaftsbereiche, sie wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette aus und verändert Geschäftsmodelle von Grund auf. Auch in der Baubranche ergeben sich aus neuen digitalen Möglichkeiten viele Vorteile.
Ein Vertreter von „Winzig Alpin“ und fürs erste Kennenlernen von „tiny“ im Urlaub: die drei Hüttentürme des Tannerhofs in Bayrischzell.
forstwirtschaftlichen Zwecken dienen, und Bienenhäuser in Holzbauweise. Darüber hinaus sind Gebäude, die als Geräte-
O
b Virtual-Reality-Brillen, speziell für den Bau entwickelte Apps, 3-D-Betondrucker oder Maurer-Roboter – wer jetzt die Digitalisierungsstrategie systematisch
in Angriff nimmt, kann sich nachhaltige Marktvorteile sichern. Zudem macht der Umbruch die Baubranche für die junge Gene-
und Holzschuppen fungieren, bis zu einer Grundfläche von
ration wieder attraktiver, immerhin sind die Fachkräfte von mor-
zehn Quadratmetern und einer Höhe von 2,80 Metern be-
gen Digital Natives.
willigungs- und anzeigefrei. Das Fazit, das aus einer Rechtsauskunft des Landes zum Thema Mikrohaus hervorgeht:
Digitalisierung fordert Umdenken
Nachdem die TBO nicht auf die Größenverhältnisse von
Mithilfe der Planungsmethode Building Information Modeling,
Wohnhäusern abstellt, gelten alle Bestimmungen, im Gro-
kurz BIM, werden in der Planung und Bauausführung sämtliche
ßen wie im Kleinen. Das gilt in allen Gemeinden. Baubehörde
Prozessschritte digital erfasst, kombiniert und vernetzt. Die Ko-
sind auch in kleinen Bauangelegenheiten die jeweiligen Bür-
ordination der einzelnen Gewerke ist effizienter, die Kommuni-
germeister. Extrawürste für die kleinsten Behausungen sind
kation stark verbessert. Zudem werden sowohl Kosten als auch
gesetzlich nicht vorgesehen und auch nicht zu argumentie-
Fehlerquoten minimiert. Besonders nordeuropäische Länder wie
ren. Deshalb bleiben Interessenten oft auch nur Interessen-
Skandinavien gelten in der Nutzung von BIM als Vorreiter. Die
ten, und die Mikrohäuser – ob mobil oder stationär – schie-
integrale Planung funktioniert dort deshalb so gut, weil die Ab-
ßen nicht allerorts wie Pilze aus dem Boden.
wicklung von Bauvorhaben im Kooperationsverfahren stattfin-
Doch wie sieht es beim autarken, mobilen Wohnen aus? Bau-
det. Bauherr, Architekt und Generalunternehmer bilden eine Alli-
rechtlich gesehen gibt es dafür noch keine genauen Regelun-
anz und ziehen an einem Strang. „In Tirol können sich die Vorteile
gen. Verfügt das Tiny House über Räder bzw. ist es auf einem
von BIM noch nicht voll und ganz entfalten, weil immer noch alle
Anhänger errichtet, fällt es nicht unter die Bauordnung. Hier
Gewerke getrennt sind. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel
greift das Straßenverkehrsrecht. Einfach in der Gegend her-
hinsichtlich des Geschäfts- und Abwicklungsmodells der Tiroler
umstehen lassen kann man es aber auch dann nicht. Dafür
Baubranche“, so Landesinnungsmeister Anton Rieder.
bieten sich Schrebergärten oder Dauercampingplätze an. Dort permanent zu wohnen entspricht aber wohl nicht dem Traum von Freiheit und Unabhängigkeit. Eine Galionsfigur der Tiny-House-Bewegung auf Rädern ist der US-Amerikaner Jay Shafer, der seine Häuschen auf einem kleine Häuser zu entwerfen. Ich wollte ein effizientes Haus bauen. Als ich alle unnötigen Teile des Hauses herausnahm, stellte sich heraus, dass es ein sehr kleines Haus war“, erklärt Shafer, warum er schlussendlich am Tiny House angelangt
© CH. ASCHER
Doppelachshänger aufgebaut hat. „Es war nie meine Absicht,
„WIR MÜSSEN IN DER TIROLER BAUBRANCHE EIN UMFELD SCHAFFEN, IN DEM DIE POSITIVEN ASPEKTE DER DIGITALISIERUNG FRUCHTEN KÖNNEN.“ Landesinnungsmeister DI Anton Rieder
eco.nova
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bauen.wohnen
war. Die globale Aufmerksamkeit, die seiner Mut zur Lücke. Selbst auf engstem Platz ist Wohnen möglich.
Kreation zuteil wird, erklärt er sich folgendermaßen: „Es gibt viele Gründe, aber ich denke, letztlich ist der Erfolg auf die Natur zurückzuführen. In jedem Bereich der Natur ist Effizienz das Gebot der Stunde. Effizienz
mehr als Hasenställe betrachten würde“. In
macht einfach Sinn. Das Einzige, das ich ken-
Japan ist diese Art von Häusern keine Kurio-
ne, was sich nicht an der Effizienz orientiert,
sität mehr, sondern in urbanen Gebieten das
ist das menschliche Ego.“ Und: „Ich war noch
„New Normal“. Um ein Haus auf engstem
nie ein Fan davon, mich um Dinge zu küm-
Raum erfolgreich bauen zu können, greifen
mern, die ich nicht benutze. Ich denke, kleine
Architekten auf ein ganze Palette an opti-
Häuser haben diesen Appeal, dass sie sehr
schen Tricks, platzsparenden Techniken und
einfach zu pflegen sind und alles genutzt
kreativen Aufbewahrungslösungen zurück.
wird. In der Kunst nennt man etwas, wo al-
Multifunktionsräume sind ein wichtiger Be-
les genutzt wird, eine ‚starke Komposition’.
standteil eines jeden Mikrohauses; die Küche
Ich denke, kleine Häuser haben so eine star-
kann als Essbereich genutzt werden oder ein
ke Komposition im architektonischen Sinne.“
Schlafzimmer auch ein Erholungsraum sein. Der Wegfall von Innenwänden und Fluren
Japanischer Normalzustand
eröffnet optisch Räume für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, ebenso wie innovative
Die Japaner haben mit kyosho jutako ihre eigene, bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen-
das es uns ermöglicht, die Schaffung einer
Features wie Möbel, die sich in den Wänden
de Tradition und japanische Variante des Mi-
komplementären Beziehung zu unserer Um-
verstauen lassen. Der Einfall von so viel na-
krohauses. Wieder groß in Mode gekommen
gebung zu verfolgen.“
türlichem Tageslicht wie nur möglich trägt
sind diese Häuser in den 1990er-Jahren, als
Das grenzt an Esoterik und ist dem Fahrwas-
zusätzlich dazu bei, dass sich ein kleiner
Rezession herrschte und die Immobilienprei-
ser, in dem sich manche Proponenten des
Raum offener und luftiger anfühlt.
se durch die Decke gingen. Seitdem erfreu-
Tiny Housing bewegen, nicht ganz unähn-
en sich kyosho jutako hoher Popularität. Sie
lich. Als Strategie für nachhaltiges Wachs-
Inspirierende Winzlinge
sind im Gegensatz zu Micro-Apartments für
tum machen kyosho jutaku aber durchaus
Tiny Houses sind, wenn man sich die Preise
Familien ausgelegt und beanspruchen Bau-
Sinn, da sie dabei helfen können, Städte in-
für marktgängige Produkte ansieht, oft gar
plätze, die kaum größer sind als ein Park-
tern zu verdichten, ohne auf das Umland
nicht als Aussteigerhäuser konzipiert, son-
platz. Der japanische Architekt Kengo Kuma
ausweichen zu müssen. Es ist dennoch zwei-
dern als „etwas, das sich die Leute gönnen“,
beschreibt seine Faszination für die Mik-
felhaft, ob man diese Platznot zur höchsten
sagt etwa Theresa Steininger, die das öster-
rohäuser so: „Für mich als Architekt schlägt
Tugend hochstilisieren sollte. Das japanische
reichische Unternehmen Wohnwagon führt,
die Gestaltung von kleinen Häusern neue
Modell lässt sich jedenfalls nicht eins zu eins
das sich auf die Produktion kleiner mobiler
Wege im Verhältnis zwischen Mensch und
auf den Westen umlegen. Zu sehr unter-
Häuser spezialisiert hat. Anbieterabhängig
Umwelt und im weiteren Sinne in der Zu-
scheiden sich die Mentalitäten.
kann es einem, wenn man sich die Quadrat-
kunft des Hauses vor. In vielen westlichen
Bereits in den 1970ern ließ sich der Brite Roy
meterpreise ausrechnet, auch beim winzigen
Ländern werden die Natur und das vom
Denman, damals Chef der Europäischen
Wohnen die Sprache verschlagen.
Menschen geschaffene Objekt als gegensätz-
Kommission, zur Äußerung hinreißen, Ja-
In das Phänomen Mikrohäuser wird viel hi-
liche Kräfte behandelt ... Das kleine Haus ist
pan sei „eine Nation von Workaholics, die in
neininterpretiert. Man könnte den Eindruck
in gewisser Weise ein experimentelles Labor,
dem leben, was man im Westen als wenig
gewinnen, dass sie, entweder als eigenständige Baukörper oder in der Form von Wohnun-
MINIMALISMUS KANN ALS ANTITHESE ZUM KONSUMISMUS INTERPRETIERT WERDEN. ALS RADIKALER GEGENENTWURF ZUM GERÜMPEL, DAS VIELE MENSCHEN GERADEZU MAGISCH ANZIEHT UND DAS IN DEN HÄUSERN, WOHNUNGEN, KELLERABTEILEN UND GARAGEN GEHORTET WIRD, OHNE JE WIRKLICH GEBRAUCHT WORDEN ZU SEIN. 16
eco.nova
gen bzw. sogenannten Micro-Apartments, der Schlüssel zur Lösung aller Wohn(raum)probleme sein sollen. Das wird sich nicht ausgehen, zumal man, selbst wenn man dem digitalen Minimalismus anhängen sollte, trotzdem noch analog essen und schlafen, eben leben muss. Das würdevolle Altern dürfte in den meisten Mikrohäusern ebenfalls relativ schwierig sein, da sie aufgrund der Tatsache, dass jeder Millimeter sinnvoll genutzt werden will, sehr oft nicht barrierefrei sind. Tiny Houses können eine gute Ergänzung zum gängigen Raumprogramm und zur Einstellung gegenüber dem Wohnen sein. Der Politik muss aber daran gelegen sein, dass räumliche Selbstbeschränkung und Minima-
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In diesem raffinierten, verspiegelten Haus mit eckigem Dach und gekippten Wänden leben die zwei Konzeptkünstler Grace Weir und Joe Walker. Durch die Spiegelungen erscheint es, als würde das Haus mit Landschaft und Himmel verschmelzen. // Aus: Tiny Houses, Jane Field-Lewis, Knesebeck Verlag, 240 Seiten, EUR 30,80
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ROS KAVANAGH/KNESEBECK VERLAG
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zieren geht. Als abschreckendes Beispiel und Warnung zugleich dürfen etwa die in den USA zu besichtigenden Wohnwagensiedlungen dienen. Diese Trailerparks, in denen laut Schätzungen 20 Millionen Amerikaner leben, haben so gar nichts mit dem romantischen Bild von der kleinen, aber feinen Behausung im Grünen zu tun. Es ist vielmehr bezeichnend, dass der wenig schmeichelhafte Begriff „trailer trash“ von dorther stammt, weil Trailerparks hauptsächlich soziale Brennpunkte sind und nicht etwa Rückzugsorte von minimalistisch angehauchten Individualisten, die Wert auf einen kleinen ökologischen Fußabdruck legen. Paradoxerweise schicken sich die kleinen Häuschen, mit oder ohne Räder, in unseren Breiten an, als Statussymbol zu dienen. So könnte es auch sein, dass man das eine oder andere Tiny House in großen Gärten neben ausladenden Häusern zu sehen bekommen wird, wo es als Rückzugsort oder Gästehäuschen fungiert. Interessant sind die kleinen Baukörper auch als Zusatzräume an bestehenden Gebäuden, etwa zum Arbeiten oder als zusätzlicher Wohnraum. Das läuft aber der grundsätzlichen Idee des minimalistischen Lifestyle zuwider. Wie auch immer: Die diversen Anbieter von Tiny Houses
TINY HOUSES KÖNNEN EINE GUTE ERGÄNZUNG ZUM GÄNGIGEN RAUMPROGRAMM UND ZUR EINSTELLUNG GEGENÜBER DEM WOHNEN SEIN. DER POLITIK MUSS ABER DARAN GELEGEN SEIN, DASS RÄUMLICHE SELBSTBESCHRÄNKUNG FREIWILLIG BLEIBT UND NICHT ETWA GESCHIEHT, WEIL SICH EIN GROSSER TEIL DER BEVÖLKERUNG ANDERES GAR NICHT LEISTEN KANN UND DAS PREKÄRE IN DEN HIPPEN GEWÄNDERN DES PROGRESSIVEN SPAZIEREN GEHT.
könnten auch bei Vermietern auf dankbare Abnehmer stoßen, die Urlaube in den winzigen Häusern feilbieten. Für Menschen, die es im Urlaub gerne einmal minimalistisch angehen lassen wollen. Derart könnte auch die eine oder andere Alm als uriges Tiny House ein Comeback am Urlaubsmarkt geben. Angesichts der Tatsache, dass sich die durchschnittliche Wohnraumfläche pro Person in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich erhöht hat und mit ihr der Flächenverbrauch, kann man von den Tiny Houses jedoch auch fürs „normale“ Wohnen einiges lernen. Nämlich, dass man mit sinnvollen und durchdachten Grundrissen größenunabhängig mehr aus der jeweiligen Wohnfläche herausholen kann. Man muss aber nicht gleich zwischen den Extremen riesengroß und winzig pendeln, sondern kann das langweilige Mittelmaß ins Visier nehmen und von diesem ausgehend etwas kleiner werden. Denn auch beim Wohnen kann die Devise lauten: Small is beautiful. Tiny vielleicht nicht mehr so sehr.
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04.09.2018 14:16:49
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BUCHTIPPS
Architektur in Wort und Bild Bauen und Wohnen von seinen schönsten Seiten EINFACH LEBEN
Lina Jachmann, Knesebeck Verlag, 240 Seiten, EUR 25,70 Weniger ist mehr: mehr Zeit, mehr Glück, mehr Geld, mehr Freiheit. Dieser Minimalismus-Ratgeber im Magazin-Look inspiriert dazu, Platz für die wichtigen Dinge im Leben zu schaffen, und würde deshalb auch gut als Buchtipp zu unseren Wohntrends passen. Lina Jachmann hat den Trend offensichtlich schon im vergangenen Jahr erkannt und gemerkt, was Minimalismus in erster Linie bedeutet: nämlich einfach leben! Für feine Fotos sorgt Marlen Müller.
BEST OF LOW BUDGET HÄUSER
Thomas Drexel, DVA, 320 Seiten, EUR 30,90
Gut und (relativ) günstig: Die 50 schönsten Low-Budget-Häuser der letzten Jahre in diesem Buch zeigen unterschiedlichste Wege zum architektonisch hochwertigen und gleichzeitig kostengünstigen Bauen. Singlehaus oder Familiendomizil, Holz oder Beton: hinsichtlich Größe, Bauformen und Materialien illustrieren die Projekte eine riesige Bandbreite. Jedes Projekt wird mit kompakten Texten, bautechnischen Informationen, Baudaten und Kostenangaben (Brutto-Gesamtkosten), Plänen und Fotos vorgestellt. Schön und teuer kann (fast) jeder – wie schön und preiswert geht, zeigt dieses Buch.
BEST OF INTERIOR
Tina Schneider-Radnig, Callwey Verlag, 208 Seiten, EUR 59,95 „Best of Interior“ ist der wichtigste Wohndesign-Award für Innenarchitekten und Designer. Gesucht wurden herausragende private Einrichtungskonzepte: harmonisch, wohnlich, zeitgemäß und persönlich. Der Sieg ging heuer an Ester Bruzkus Architekten in Berlin (siehe Bilder), alle Projekte wurden zudem in Buchform gegossen und hochwertig fotografiert. So geht Wohnen!
GARDEN GIRLS
Jana Henschel, Callwey Verlag, 208 Seiten, EUR 29,95
Nun mögen Herbst und Winter nicht unbedingt die klassischen Gartenzeiten sein, aber die nächste Sonne kommt bestimmt. Und Inspirationen für sein grünes Glück kann man sich schließlich immer holen. Wir empfehlen das Buch Garden Girls, in dem 20 Frauen zeigen, wie aus einem Traum Wirklichkeit wurde. Sie zeigen ihre besten Ideen für Garten und Laube, geben Upcyling-, Pflanzen- und Einrichtungstipps und verraten noch dazu feine Rezepte von der Apfeltarte bis zum Zwetschkenmus. Die Fotos kommen von Ulrike Schacht, die für Callwey bereits die Bücher „Sugar Girls“ und „Shop Girls“ in Szene gesetzt hat.
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ICH GLAUBE, DER FLIESENLEGER IST TOT
Julia Karnick, Blanvalet Verlag, 368 Seiten, EUR 11,30 Ist es nicht ärgerlich, wie viel Geld man verschleudert, wenn man lebenslang Miete zahlt? Wer diese Frage stellt, steht schon mit einem Bein in der Baugrube – oder zumindest im Notariat. Egal ob man neu, aus-, an- oder umbaut, eines kommt sicher auf die Bauherren zu: eine Menge. Julia Karnick hat das alles hinter sich und weiß, wie man eine drohende Kostenexplosion bewältigt, sich das Leben ohne Keller schönredet, abgetauchte Handwerker aufspürt, einen Jahrhundertwinter und zwei Wasserschäden übersteht. Schon etwas älter, aber immer noch gut!
WENN AUS WOHNGEFÜHL WOHLGEFÜHL WIRD. Organische Formen, natürliche Materialien, behagliches Licht – die neuen KLAFS Saunen bringen ARCHITECTS’ HOUSES
Michael Webb, DVA, 320 Seiten, EUR 60,70 Wenn Sie schon immer mal wissen wollten, wie Architekten selbst wohnen, dann schmökern Sie am besten durch dieses Buch. Der in Los Angeles lebende Architekturexperte Michael Webb nimmt uns darin nämlich mit auf eine Reise zu 30 inspirierenden Häusern auf der ganzen Welt. Mit dabei: kompakte Stadtvillen und Refugien auf dem Land, großzügig und reduziert, extravagant und minimalistisch. Wenn Architekten für sich selbst bauen, können sie ihre Ideen und Visionen kompromisslos umsetzen. Das Ergebnis ist spannend und teils auch ziemlich gewöhnungsbedürftig, mit Sicherheit aber immer individuell.
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bauen.wohnen In Igls entstehen aktuell zwölf hochwertige Wohneinheiten mit teils großzügigen, überdachten Terrassen. Fertigstellung: 2019
Kundenzentrierte und nachhaltige Immobilienentwicklung Wenn es um die Schaffung von qualitativ hochwertigem Wohnraum geht, ist eine gesunde Portion EGLOismus angebracht. Das Team von EGLO Immobilien zeigt vor, dass Immobilienentwicklung und -verwaltung nicht bei der Schlüsselübergabe aufhört. Mit EGLO Leuchten hat man einen großen Bruder im Hintergrund, der die Nachhaltigkeit des raschen Wachstums gewährleistet. // TEXT: MARIAN KRÖLL
I
m Jahr 2013 wurde in Schwaz der
ßerdem weiß man die zahlreichen Synergien
Münchner Straße angesiedelten Unterneh-
Grundstein für eine Erfolgsgeschich-
mit EGLO Leuchten bestens zu nutzen. Wer
mens gehört die Entwicklung und Veräuße-
te gelegt. Im Windschatten des gro-
für Wohnraumbeleuchtung brennt, versteht
rung von Wohnimmobilien. Weiters ist man
ßen Bruders, des Leuchtenherstellers
auch mehr vom Wohnen. Wer bei EGLO Im-
auch für die Entwicklung und Instandhal-
EGLO Leuchten, hat sich die EGLO Immobi-
mobilien ein Objekt erwirbt, bekommt des-
tung der Immobilien des großen Bruders
lien GmbH in den vergangenen Jahren zu ei-
halb unter anderem eine Lichtplanung und
EGLO Leuchten zuständig. Derzeit wird der
nem formidablen Player – nicht nur in Tirol,
30 Prozent Rabatt auf Leuchten und Leucht-
große Bruder in der Entwicklung einiger gro-
sondern in ganz Österreich und darüber hi-
mittel dazu.
ßer Immobilien, wie etwa einem Logistikzen-
naus – entwickelt. Das ist so, weil man kon-
trum in Magdeburg sowie weiteren Immobi-
sequent eine Strategie verfolgt, bei der die
Hüterin des Hauses
Verantwortung nicht bei der Übergabe der
Zum Kerngeschäft des heute im eigenen,
GmbH, von der EGLO Immobilien GmbH
Wohn- oder Gewerbeimmobilie aufhört. Au-
2013 errichteten Gebäude in der Schwazer
unterstützt. Der Aktionsradius ist groß. Da-
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lien im Expansionskurs der EGLO Leuchten
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Wohnen in Stadtnähe und doch im Grünen: Projekt Franz-Seelos-Weg in Zirl
ße Wohnanlagen bis hin zu großen Anlagen mit über 100 Wohnungen. Das Unternehmen ist echter Innovation im Immobilienbereich verpflichtet und sieht die Standortgemeinden als Partner. So wird derzeit etwa in Schwaz in enger Abstimmung mit der Stadt ein ganzer Ortsteil entwickelt. „Wir arbeiten sehr lösungsorientiert mit den Gemeinden und Nachbarn zusammen. Diese Zusammenarbeit muss funktionieren, damit eine gute Immobilie herauskommt“, sagt Kostenzer. Als Herausforderungen werden die rüber hinaus hat das Unternehmen auch
mit der starken Baukonjunktur steigenden
einige Gewerbeimmobilien und Immobilien
Preise und die raumordnungspolitischen
mit gemischter Nutzung im Portfolio bzw. in
Maßnahmen des Landes wahrgenommen.
der Pipeline. „Wir entwickeln derzeit parallel
In puncto Vertragsraumordnung, die einen
zwischen 40 und 50 verschiedene Projekte in
tendenziell immer höher werdenden An-
Tirol und in Wien“, sagt Geschäftsführer Da-
teil von sozialem Wohnbau vorschreibt, ist
niel Kostenzer. Der Baumeister verantwortet
gut gemeint eben nicht immer gut gemacht.
den operativen Part. Ihm steht Dr. Andreas
Hier wünscht sich Kostenzer, dass die Markt-
Lilg als zweiter Geschäftsführer in rechtli-
kräfte stärker zum Tragen kommen. Zudem
chen Angelegenheiten zur Seite. Insgesamt ist das Unternehmen schlank aufgestellt. Das heißt, die Hierarchien sind flach, die Entscheidungswege kurz, die Eigentümer Ludwig und Christian Obwieser in alle wichtigen Entscheidungen eingebunden. „Was im Großen funktioniert, funktioniert auch im Kleinen“, ist Kostenzer überzeugt, der sich damit
„WAS IM GROSSEN FUNKTIONIERT, FUNKTIONIERT AUCH IM KLEINEN.“ Geschäftsführer Daniel Kostenzer
würden die angemessenen Baukosten bei der Wohnbauförderung längst nicht mehr der Realität entsprechen. Es ist vor allem in den ländlichen Regionen die Philosophie, dass abweichend von der Stellplatzhöchstzahlenverordnung, mindestens 2 Stellplätze pro Wohnung eingeplant werden. „Wir sind der Meinung, dass wir gerade am Land zwei Stellplätze pro Wohnung zur Verfügung stel-
auf die gemeinsame Unternehmensphilosophie von EGLO bezieht, die auch im Immobi-
agieren zu können, beschäftigt man auch ei-
len sollten. Damit planen wir von vornher-
lienbereich uneingeschränkt gilt. Als Teil der
nen zehnköpfigen Bautrupp, der sich um die
ein, weil die Autos nachgewiesenermaßen
EGLO-Familie wissen Kunden, mit wem sie es
Instandhaltung der Objekte kümmert und
auch da sind. Unser Zugang findet bei den
zu tun haben. Dementsprechend wird größ-
schnell und flexibel eingesetzt werden kann.
Gemeinden durchaus Anklang“, sagt Kosten-
tes Augenmerk auf die Qualität, unter ande-
Generell wird sehr viel Herzblut und Energie
zer und führt exemplarisch aus: „Wir hatten
rem beim Lichtkonzept und der Auswahl der
in die Entwicklung jeder einzelnen Immobi-
jetzt den ersten Fall, bei dem wir für ein Ob-
Standorte, gelegt. „Wo wir selbst nicht woh-
lie gelegt. Im Zentrum stehen dabei immer
jekt mit 30 Wohneinheiten nur 28 Stellplätze
nen wollen würden, dort kaufen wir auch
– wie auch bei EGLO Leuchten – die Anfor-
gebraucht hätten. Das ist weder realistisch
nicht“, sagt der Geschäftsführer. So ist sicher-
derungen und Bedürfnisse der Kunden. „Wir
noch sinnvoll.“ Generell sieht man bei EGLO
gestellt, dass einzig Projekte ins Portfolio auf-
sind auf den Mehrwert fokussiert, der sowohl
in der Mischnutzung von Immobilien noch
genommen werden, von denen man zu 100
dem Käufer als auch uns langfristige Vorteile
großes Potenzial.
Prozent überzeugt ist.
bringt“, formuliert Andreas Lilg. Aus Kunden-
Dem Unternehmen mangelt es weder an
„Wenn man ein Gebäude errichtet hat, ist des-
wünschen und Wohnbedürfnissen manifes-
Ideen noch an den Werkzeugen zu deren
sen Lebenszyklus erst am Anfang. Unser Zu-
tieren sich am Ende des Tages Immobilien,
Umsetzung. Dafür bürgt wiederum der gro-
gang ist es nicht, mit der Übergabe alles hinter
die sowohl architektonisch als auch von der
ße Bruder EGLO Leuchten. Mit diesen Vor-
uns zu lassen“, erklärt Kostenzer. Deshalb wur-
Ausstattung her einen hohen Standard ge-
aussetzungen steht einem weiteren Wachs-
de kürzlich die VESTA Objektmanagement
währleisten, ohne dabei die Kosten aus den
tumskurs in den kommenden Jahren nichts
GmbH gegründet. Benannt wurde die Tochter
Augen zu verlieren. Energetisch setzt man
im Wege.
passenderweise nach der gleichnamigen rö-
bei EGLO Immobilien ebenfalls auf effiziente
mischen Göttin Vesta, der Hüterin des Hauses.
Heizsysteme und niedrigeren Energiebedarf,
„Wir übernehmen damit die Hausverwaltung
um die Betriebskosten für die zukünftigen
sowohl eigener als auch fremder Objekte“, so
Bewohner so niedrig als möglich zu halten.
der Baumeister. EGLO Immobilien hat es sich zum Ziel gesetzt, Immobilien nicht nur nach-
Idee und Umsetzung
haltig zu bauen, sondern auch nachhaltig zu
Die Bandbreite der Wohnimmobilienprojek-
bewirtschaften. Um im Bedarfsfall rasch re-
te reicht von Doppelhäusern über mittelgro-
EGLO IMMOBILIEN
Münchner Straße 15 6130 Schwaz Tel.: 05242/699 68 87 www.eglo-immobilien.at
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Š NETZWERK HANDWERK
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Warum in die Ferne schweifen, ist das Gute doch so nah. Zumindest wenn es um den Werkstoff Holz geht. Die Liebe zum Material setzt man in der Tischlerei Schlemaier in SĂśll in Tisch, Bett und Co. um.
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Vom Wissen und Können Während so manches Handwerk vom Aussterben bedroht ist, erleben andere einen regelrechten Boom. Eines indes ist allen handwerklichen Betrieben gemein: Sie müssen höchste Qualität liefern und sich wenn möglich in regionalen Nischenmärkten positionieren. Und sich vernetzen, untereinander wie nach außen. // TEXT: DORIS HELWEG
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© NETZWERK HANDWERK
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Nicht immer ist ein Stuhl nur ein Stuhl oder eine Bank einfach zum Sitzen da. Raumausstatter Anton Buchmayr aus Hopfgarten setzt seit mehr als 40 Jahren bewusst auf Naturmaterialien wie Holz, Wolle, Seide und Flachs und gestaltet Räume und Raumsituationen neu – mit dem Wissen, wann Perfektion erreicht ist, ohne pompös zu wirken, mit Reduktion auf das Wesentliche und mit dem Wissen vom Maß der Dinge.
E
twas zu schaffen, scheint
schaft, steht er zum Meister als Regelzugang
ternehmer ohne ausreichende Kompetenzen
glücklich zu machen, zählen
zur Gewerbeberechtigung, von den Nach-
wiederum selbst ausbildet. Denn Handwerk
doch Menschen in Hand-
sichtunternehmen hält er wenig: „Die Zeche
ist vor allem auch Wissen, wie es geht, und
werksberufen zu den zu-
zahlt schlussendlich der Konsument, denn
lebenslanges Lernen. „Auch eine Maschi-
friedensten Berufsgruppen.
dieser darf sich zu Recht höchste Qualität
ne ist nur so gut wie sein Bediener. Darum
Auch wenn das Image in der Vergangenheit
erwarten“, so Höck. Besonders bedenklich
muss dieses Wissen und Können auch wei-
auch mal gelitten hat, so ist echtes Hand-
wird es für ihn dann, wenn ein Nachsichtun-
tergegeben werden.“
werk eine anspruchsvolle Tätigkeit, die alle Sinne fordert. Dennoch: „Es ist sehr schwierig, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter im Handwerk zu finden“, so Rainer Höck, Obmann von Netzwerk Handwerk Tirol, einem EU-LEADER-geförderten Bildungsprojekt für Handwerk und Gestaltung in den Bezirken Kitzbühel und Kufstein, das sich zum Ziel setzt, das regionale Handwerk zu stärken, neue Wege aufzuzeigen und vor allem die Begeisterung bei jungen Menschen für das Handwerk zu wecken.
Im Trend und doch in Gefahr In Tirol hat das Handwerk lange Tradition und steht für Beständigkeit, Erfahrung und Qualität. Die Zukunft des Handwerks ist allerdings in Gefahr. Industrialisierung, Globalisierung, Überregulierung, Billigprodukte, Lehrlings- und Fachkräftemangel sind Faktoren, die das Handwerk unter Druck setzen. Dieser Entwicklung möchte Netzwerk Handwerk entgegentreten. Denn trotz aller Probleme ist Qualitätshandwerk im Trend, ebenso wie Regionalität und Ursprünglichkeit. „Diese positive Grundstimmung will sich das Netzwerk Handwerk Tirol zu Nutze machen und Beiträge leisten, damit das Handwerk auch im 21. Jahrhundert erfolgreich sein kann“, so Netzwerkobmann Höck. Eine gute Ausbildung und hohe fachliche Kompetenz sind für ihn die Basis für erfolgreiches Handwerk. Selbst Maler aus Leiden-
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DIE GEMEINSAME PHILOSOPHIE
Netzwerk Handwerk ist die erste branchenübergreifende Handwerksinitiative in Tirol – mit einem Mix an klassischen Handwerksbetrieben und Kreativberufen. Aus dem EU-Förderprojekt soll eine dauerhafte Einrichtung zur Stärkung des Handwerks werden. Mit Veranstaltungen wie den „Open Doors – hereinspaziert“ oder dem 2. Handwerksforum Tirol zum Thema „Aufbruch im Handwerk“ will Netzwerk Handwerk Beiträge zur öffentlichen Diskussion um die Zukunft des Handwerks leisten und das Handwerk im Gespräch halten. Die Kriterien für die Mitgliedschaft gelten für alle gleichermaßen: • Leidenschaft und Bekenntnis zur Qualität im Handwerk • Bereitschaft, handwerkliches Wissen und Fähigkeiten anzuwenden und weiterzugeben • Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und ressourcenschonendem Umgang mit Materialien und Rohstoffen • Verwendung von weitestgehend regionalen Rohstoffen • Offenheit für Neues und Gestaltung im Handwerk • Bereitschaft zur gemeinsamen Bewusstseins- und Vermittlungsarbeit für das Handwerk und den Mehrwert von Gestaltung zu nutzen • Förderung der Zusammenarbeit mit Kreativen Mitgliedsbetriebe: • Installationen Pletzer, Hopfgarten • Tischlerei Max Schlemeier, Söll • Tischlerei Biembacher/Misslinger, Hopfgarten • Konditorei Hacker, Rattenberg • Schlosserei/Laserschnittcenter Gwercher, Kundl • Gerberei Trenkwalder, Scheffau • Trachtenschneiderei Helene Mayr, Kirchbichl • Architekten Wurzer und Nagl, Rattenberg • Raumausstattung Buchmayr, Hopfgarten • der maler höck, Hopfgarten • Dachplattenerzeuger Bucher, Fieberbrunn • Vergolderin Maria Birbamer-Zott, Söll • Biokäserei „Die Milchbuben“, Hopfgarten • Kupferschmiede Hanspeter Schmidt, Wörgl
© ANDREAS FRIEDLE
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„HANDWERK IST EINE KOMPLEXE SACHE, DAS SCHAFFEN EINE MESSBARE GRÖSSE. ALS UNTERNEHMER IST DIE TÄTIGKEIT MITUNTER SCHWEISSTREIBEND, ABER ALS HANDWERKER BIN ICH JEDEN TAG GLÜCKLICH.“ Rainer Höck, Obmann des Netzwerk Handwerk Tirol und selbst Malermeister
Ab JAN 2019 zu mieten!
Die Vielfalt des Handwerks Und so setzt sich das Netzwerk Handwerk zum Ziel, traditionelles und lebendiges, lokales Handwerk zu bewahren, weiterzuentwickeln, zu ge-
von Handwerkern und Kreativen und insbesondere auch durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Vermittlungsprogramme soll das Handwerk sicht- und erlebbar gemacht werden. So haben wir in Zusammenarbeit mit dem bilding Innsbruck und Studio 41 ein eigenes Kinder- und Jugendprogramm entwickelt. Bei unserer ersten ‚Expedition Handwerk’ sind wir von Handwerker zu Handwerker gefahren und haben die einzelnen Schritte bei der Entstehung eines Sitzmöbels erläutert“, erklärt Projektleiterin Andrea Achrainer. Ganz nach der Devise „Handwerk begreifen“ durften die Jugendlichen hautnah miterleben, wie ein Sitzmöbel entsteht, vom Planlesen über Tischler-, Drechsler- und Schlosserarbeiten bis zum Raumausstatter. Und sie durften sogar selbst Hand anlegen. „Nicht nur die Kids waren vollauf begeistert, sondern auch die Handwerker“, freut sich Achrainer. Denn durch das Bewusstsein zum Handwerk
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tausch untereinander und neue Kooperationen und Zusammenarbeit
228 m 280 m rent
Handwerk und einen gemeinsamen visuellen Auftritt, durch regen Aus-
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stalten und zu vermitteln. „Durch gemeinsame Leidenschaft für das
möchte sie Wertschätzung schaffen – Wertschätzung dem Beruf des Handwerkers gegenüber ebenso wie den Produkten. So solle sich auch der Blickwinkel ändern, Lehre und Handwerk wieder einen höheren Stellenwert erlangen. „Diese Jugendarbeit ist extrem wichtig, denn das sind unsere zukünftigen Lehrlinge und auch Konsumenten“, so Achrainer.
Handwerk ist anspruchsvoll „Wir müssen im Handwerk intellektueller werden. Handwerk braucht ein neues Selbstverständnis und ein neues Selbstbewusstsein“, ist Rainer Höck überzeugt. „Die Lehre mit Matura ist schon ein guter Ansatz, wird aber wenig angenommen. Jetzt wird über die Lehre nach der Matura diskutiert, aber auch hier gibt es noch offene Fragen wie etwa jene der Bezahlung. Handwerk ist anspruchsvoll, fordert alle Sinne und erfordert viele Kompetenzen – schulische Bildung, aber auch Praxis. Darum wollen wir regional Talente fördern und junge Menschen
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zum Nachdenken anregen: Was ist meine Begabung? Was möchte ich? Handwerk ist eine komplexe Sache, das Schaffen eine messbare Größe. Als Unternehmer ist die Tätigkeit mitunter schweißtreibend, aber als Handwerker bin ich jeden Tag glücklich.“
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Man trägt wieder Farbe Nicht nur die Mode unterliegt wechselnden Trends, auch das Handwerk der Maler gestaltet sich durchaus kreativ. Aus einem Universum an Farben und Techniken wählt Rainer Höck für seine Kunden am liebsten ökologisch und bauphysikalisch optimale Lösungen. // TEXT: DORIS HELWEG
D
as gute Alte ist oft auch
Netzwerk Handwerk Tirol sowie Landes-
Aus einem alten, desolaten Bauernhof im
das bessere Neue. Davon
innungsmeister der Maler ist, dass der Ver-
Ortskern wurden über 600 Quadratmeter
ist Malermeister Rainer
zicht auf Standardlösungen ein Gewinn
moderner und bauphysikalisch hochwerti-
Höck aus Hopfgarten
ist. Frei nach dem Motto „less is more“ ist es
ger Wohn- und Büroraum geschaffen. Hier
überzeugt. Seit 35 Jah-
ihm ein Anliegen, mit Material zu arbeiten,
haben wir sowohl reine Lehm- als auch
ren leitet er den kleinen Handwerksbetrieb,
das wenig Energieaufwand bei seiner Pro-
Kalkfarbe verarbeitet.“ Die hochwertigen
den er im jungen Alter von 20 Jahren von
duktion benötigt und stofflich problemlos
Dachplatten der Bucher Dachplattenma-
seinem Vater übernahm. „Ökologie war mir
wieder eingliederbar ist. „Resilienz ist das
nufaktur – übrigens ein neues Mitglied im
schon von Anfang an wichtig“, betont der
Ziel dabei, das sich auch sehr schön an un-
Netzwerk Handwerk – setzen dem restau-
Maler, der genau aus diesem Grund histo-
serem Projekt Kasperhof in Patsch zeigt.
rierten Bauwerk die Krone auf.
rische Maltechniken wie mit Kalk, Lehm und echten Ölfarben bevorzugt. Für Rainer Höck hat vor allem Kalkputz Riesenpotential: „Kalkputz mit der richtigen Farbe ist so alkalisch, dass praktisch kein Schimmel wachsen kann. Der Putz ist rein mineralisch und eignet sich auf alten und neuen Mauerwerken für den Innen- wie auch wieder für den Außenbereich und sorgt für ein gesundes Raumklima. Ein weiterer Vorteil ist, dass Reinkalke von allen Systemen am © ANDREAS FRIEDLE
längsten sauber bleiben”, schwärmt Höck: „Kalkputz ist ein echtes Multitalent, nur die Verarbeitung erfordert einiges an Wissen und Erfahrung.“
Less is more Generell sieht Höck, der neben seiner Tätigkeit als Malermeister auch Obmann des
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„DAS GUTE ALTE IST OFT AUCH DAS BESSERE NEUE.“ Maler Rainer Höck
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Das Handwerk im Blut Es gibt nur mehr sehr wenige in Österreich, die eines der ältesten Handwerke beherrschen. Martin Trenkwalder ist einer davon und er hat das Gerben quasi im Blut. // TEXT: DORIS HELWEG
D
ie Leidenschaft für das
erweitert wurden. Mittlerweile ist das Unter-
ter in Stiefeln, die Lederhose oder das Geld-
Gerben wurde ihm wahr-
nehmen in Scheffau zu Hause und beschäf-
börserl. Mit dem Unterschied, dass heute der
lich in die Wiege gelegt,
tigt 21 Mitarbeiter.
denn die Familie von Martin Trenkwalder
Uraltes Handwerk
Großteil dieser Waren aus China, Asien und zum Teil aus Südamerika stammt. Bedenkt man, dass aus einem Schaffell gerade mal
gerbt schon seit fünf Generationen. Den el-
Das Gerben ist eine der ältesten kulturellen
zwei Paar Stiefel gefertigt werden, so kann
terlichen Betrieb hat sein Bruder übernom-
Errungenschaften der Menschheit. Bereits
man sich vorstellen, wie groß der Bedarf ist:
men und so brach der damals 18-jährige Mar-
in der Altsteinzeit war die Lederverarbeitung
„Wir haben uns aus diesem Marktsegment
tin nach seiner Gesellenprüfung zum Gerber
sowohl bei den Neandertalern als auch bei
mehr und mehr zurückgezogen, da hier un-
nach Wien auf und absolvierte dort die Che-
den modernen Menschen im mittleren und
term Strich nichts mehr übrig bleibt, und
mie-HTL Rosensteingasse. Nach verschiede-
nördlichen Eurasien bekannt. „Früher gab es
spezialisieren uns heute mehr auf Nischen-
nen beruflichen Stationen – unter anderem
in jedem Ort mindestens einen Gerber“, so
produkte wie Kleinkinderprodukte und
war Trenkwalder für einen Chemiekonzern
Martin Trenkwalder. „Die rohen Tierüberres-
Trachtenmode.“
international tätig – lernte er während seiner
te waren ja nicht lange haltbar und so wa-
Tätigkeit bei einer Lederfabrik in Hopfgar-
ren Gerber vor Ort und fertigten Leder für
ten seine Frau kennen. Im Keller ihres Hau-
Schuhmacher, Sattler oder Schneider.“ Auch
Vom Haltbarmachen tierischer Häute und Felle
ses begannen sie zu gerben, bis der Keller
heute sind Leder- oder Fellprodukte allge-
Das Gerben ist ein aufwändiger Prozess und
zu klein und die Räumlichkeiten mehrmals
genwärtig. Man denke an das Lammfellfut-
dauert je nach Endprodukt zwischen sechs
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© NETZWERK HANDWERK
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und neun Wochen. Über 30 Arbeitsschritte bedarf es bis zum fertig gegerbten Leder oder Fell. Die Gerberei Trenkwalder setzt dabei auf mehrere Standbeine: Lammfelle für den Kleinkinder- und Gesundheitsbereich, Lohngerbungen für Jäger, Herstellung von Sämischleder für Lederhosen sowie die Herstellung von Pergament für Trommeln und Pauken. Und nicht zuletzt werden aus eher schlechteren Fellen, bei denen sich zum Teil die Haarwurzel schon gelockert hat, noch Krampus- und Perchtenfelle erzeugt. Den Löwenanteil nimmt aber eindeutig die Lammfellproduktion ein. Von den 80 bis 100 täglich produzierten Lammfellen geht rund ein Viertel in die hauseigene Produktion von Kleinkindprodukten wie Babypatscherl und
BEDENKT MAN, DASS LAUT STIFTUNG WARENTEST WARE AUS CHINA CHROMGEFÄRBT UND SOMIT MIT SCHWERMETALLEN BELASTET IST, IST ES UMSO ERFREULICHER, DASS MARTIN TRENKWALDER AN EINEM ALTEN HANDWERK FESTHÄLT UND QUALITATIV HOCHWERTIGE WARE FERTIGT, DIE NUR MEHR SELTEN ZU FINDEN IST.
Fußsäcke für Kinderwägen. Die Tierfelle stammen zu hundert Prozent aus tierischem Schlachtabfall aus der Fleischproduktion regionaler Betriebe und werden umgehend gewaschen und aufgeweicht. Nach dem Entfleischen und Entfernen des Unterhautfettgewebes erfolgt die eigentliche Gerbung, das heißt das Verwandeln von verwesbarem Eiweiß in unverwesbares Leder. Dabei gibt es unterschiedliche Gerbarten, im Fall der Lammfelle kommt die schadstofffreie Medizinalgerbung zum Zug, bei der die Maisstärke als Basis für die Herstellung des Gerbstoffes dient. Weitere bei Trenkwalder angewandte Gerbarten sind die Weißgerbung, die Sämischgerbung mit Fischölen, die vor allem für die Lederbekleidung eingesetzt wird, und die rein pflanzliche Gerbung, die vollkommen schadstofffrei ist und immer stärker nachgefragt wird. Vor allem Jäger zählen zu den Kunden des Scheffauer Handwerksbetriebes: „Die Jäger schicken ihre erlegten Tierfelle aus ganz Österreich und Deutschland zu uns und bekommen ihr Einzelstück nach ihrer gewünschten Gerbung wieder zurück. Insbesondere bei Kunden aus Oberösterreich wird nach der rein pflanzlichen Gerbung gefragt.“
Individuelles Finishing Nach der eigentlichen Gerbung folgt das individuelle Schönheitsprogramm. Durch Strecken und Ziehen werden die Felle oder Leder nach dem Trocknen wieder weich, Felle werden frisiert, geföhnt und auf gleiche Wolllänge geschnitten, gekräuseltes Haar geglättet. Leder wird durch Schleifen schön gemacht und Sämischleder einseitig mit Holzfarben gefärbt. „Bei uns erfolgt alles in Handarbeit, wir arbeiten mit alten Maschinen und Bottichen, da es schwierig ist, solche Geräte überhaupt noch zu bekommen“, betont Martin Trenkwalder.
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Erfolgreich wiederbelebt Mit der Wiederaufnahme der stillgelegten Dachplattenmanufaktur seines Großvaters hat Peter Bucher wohl die richtige Entscheidung getroffen. Die sowohl in der Ökobilanz wie auch in der Haltbarkeit unschlagbaren Dachplatten aus Fieberbrunn heimsen einen Preis nach dem anderen ein. // TEXT: DORIS HELWEG
J
ene Dachplatten, deren Herstel-
Auch am Bahnhof Salzburg (Architektur: kadawittfeld) war der Plattenmacher aus Tirol beteiligt.
lungsweise 1844 im Chiemgau erstmals angewandt wurde und die bis dato voll und ganz funktionsfähig sind, gelten
auch heute noch – oder besser gesagt wieder – als das Nonplusultra in der Bedachung. Mit einer Lebensdauer von mindestens 140 Jahren und der höchsten Hagelschlagsklasse sowie Druck- und Windfestigkeit halten die guten alten Betonplatten so gut wie allem stand, was wettertechnisch auf ein Dach so einwirken kann. „Die Dachlandschaft verändert sich immer wieder“, so Peter Bucher, Inhaber der Bucher Dachplattenmanufaktur in Fieberbrunn. „Waren früher in unseren Gefilden Holzschindeln und Betonplatten en vogue, wollte man sich später mit etwas Modernerem wie Eternit eindecken. Derzeit
Tiroler Landesregierung im Bereich Dorfer-
den Jugendstilgebäudes rekonstruiert und
haben wir die Bitumen-Welle, die aber keine
neurung die Verwendung von handgefertig-
produziert. Und damit auch noch den Euro-
lange Lebenszeit verspricht“, glaubt Bucher.
ten Betondachplatten, einerseits aufgrund
päischen Kulturpreis gewonnen“, ist Bucher
Trotz all dieser Tendenzen setzt sich mehr
des Tiroler Landschaftsbildes und anderer-
sichtlich stolz und setzt sich seit Kurzem auch
und mehr auch die Betonplatte wieder
seits wegen der langen Lebensdauer, bei der
im Netzwerk Handwerk ein, um seltene Ge-
durch, wie renommierte Bauobjekte wie der
sich mehrmalige Förderungen erübrigen.“
werbe zu erhalten und insbesondere die Ju-
Bahnhof Salzburg oder die Festung Fran-
gend wieder für das Handwerk zu motivieren.
zensfeste beweisen. „Die in den letzten Jah-
Zahlreiche Auszeichnungen
ren ständig steigende Nachfrage lässt eine
Belohnt wird der tagtägliche Einsatz des
Alte Handarbeit
Trendwende erkennen, weg vom Kurzzeit-
Einzelkämpfers mit zahlreichen Auszeich-
Hergestellt werden die mittlerweile in ver-
hin zu einem nachhaltigen Produkt“, gibt
nungen. wie jüngst dem Europäischen Kul-
schiedensten Varianten erhältlichen Dach-
Bucher ein paar Einblicke in die Firmenhis-
turpreis „Europa nostra“, dem Denkmalpreis
platten in alter Handarbeit aus Sand, Was-
torie. Kämpfen muss er dennoch gegen die
für Nachhaltigkeit 2018 oder dem Sanie-
ser und Portlandzement. Weder Kunststoffe
Übermacht der Industrie, „die durch kurzle-
rungspreis des Landes Tirol. „Auf diese Vorzei-
noch sonstige Zusätze werden dem zu 100
bigere Produkte mehr Umsatz für sich selbst
geobjekte sind wir natürlich sehr stolz. Beim
Prozent wiederverwertbaren Material zuge-
und dadurch mehr Arbeit für die Dachde-
Projekt Sanatorium Dr. Barner in Braunlage
setzt. Der Energieverbrauch bei der Herstel-
cker lukriert“, bedauert der Dachplattenher-
ist David Chipperfield auf uns zugekommen
lung der Dachplatten entspricht laut Bucher
steller. „Immerhin empfiehlt das Amt der
und wir haben die Dachplatten des bedeuten-
dem eines kleinen Haushaltes. „Heute gibt es
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eco.nova
bauen.wohnen
Peter Bucher hat die Dachplatten des Jugendstilgebäudes des Sanatoriums Dr. Barner in Braunlage rekonstruiert und produziert und dafür den Kulturpreis „Europa Nostra Award 2018“ bekommen. Architekt war David Chipperfield.
keine Plattenmacher mehr, nur mehr Konzerne, die Masse produzieren und bei denen Gewinnmaximierung im Vordergrund steht. Die Qualität wurde auf das Notwendigste reduziert und Nachhaltigkeit ist nicht gefragt, weil in der Sanierung die Absätze fehlen würden“, so Bucher. Vielleicht überlebte die händische Produktion von Peter Bucher all diese Veränderungen gerade deshalb, weil diese hochwertige Qualität maschinell nicht herstellbar ist. „Ich hatte den besten und größten Maschinenbauer für Automation in Europa engagiert mit dem Ergebnis, dass diese geforderte Qualität maschinell nicht rationell erreichbar wäre, wir mögen doch an unserer Handarbeit festhalten.“ Und das hat Peter Bucher dann auch getan und wird mit mehr Mitarbeitern der steigenden Nachfrage gerecht. In seinem Bestreben, das perfekte Dach zu liefern, ist es dem Ingenieur stets ein Anliegen, auch in Sachen Dämmung mit Holz und Kork ökologisch nachhaltig wie beständig am Weg zu sein, „denn was nützt die 140 Jahre lang beständige Dachplatte, wenn das Material darunter nicht hält?“ Und da sich auch al-
„HEUTE GIBT ES KEINE PLATTENMACHER MEHR, NUR MEHR KONZERNE, DIE MASSE PRODUZIEREN UND BEI DENEN GEWINNMAXIMIERUNG IM VORDERGRUND STEHT.“ Plattenmacher Peter Bucher
tes Handwerk stets weiterentwickelt, werden in der Bucher Plattenmanufaktur mittlerweile nicht mehr nur verschiedenste Dachplatten von Hand erzeugt, sondern auch Bodenund Fassadenplatten und Mauerwerkteile.
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© ANDREAS FRIEDLE
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Ein Stück Seele Was durch ihre Hände geht, erklingt später auf Bühnen: Die Instrumentenbauerin Claudia Unterkofler hat sich auf Barockinstrumente spezialisiert und versucht dabei, sich vom Perfektionismus zu verabschieden – wahrer Charakter kommt nämlich ohne aus. // TEXT: SONJA NIEDERBRUNNER
„DAS SCHÖNE IM GEIGENBAU IST, DASS KLEINE UNFEINHEITEN EIN GANZ ANDERES GESAMTBILD ENTSTEHEN LASSEN. SIE SCHAFFEN CHARAKTER.“ Claudia Unterkofler, Geigenbauerin
M
der eigenen Note der Instrumentenbauerin
it 30 Jahren ist das
Lehr- und Wanderjahre durch Norditalien.
Leben zu Ende.
In Cremona spezialisierte sie sich schließlich
versehen. „Jeder Instrumentenbauer hat sei-
Dachte sich die jün-
auf Barockinstrumente. „Beim Bau alter In-
ne Handschrift. Dabei geht es nicht nur um
gere Claudia Un-
strumente hat man mehr Freiraum für die
handwerkliches Können, sondern auch um
terkofler dereinst
künstlerische Tätigkeit“, erklärt Unterkofler.
Gefühl und Intuition. Würde man ein beste-
– wie wir alle es taten, in unseren Jugend-
Freiheit im Tun war und ist ein steter An-
hendes Instrument gleich nachbauen, würde
jahren, als 30-Jährige uns fad, angepasst, so
trieb in ihrem Leben. Es war auch die Trieb-
es trotzdem nie gleich klingen.“ Ein Instru-
fürchterlich erwachsen schienen. Claudia
feder, die sie in die Selbständigkeit führte:
ment, das sie erschaffen hat, erkennt sie un-
ist jetzt 38. Und das Leben hat nicht aufge-
„Das Angestelltenverhältnis war für mich
ter Tausenden wieder.
hört. Ganz im Gegenteil hat es erst so rich-
immer schwierig. Dabei konnte ich meine
Und sie findet es auch nach all den Jahren
tig begonnen. Aus dem Lehrling wurde eine
Ideen nicht verwirklichen. Das hat mir die
immer noch schwer, sich von ihren Schöp-
Meisterin, aus der Suchenden eine Zufrie-
Entscheidung zur Selbständigkeit leicht ge-
fungen zu trennen. „In jedes Instrument
dene, aus der Perfektionistin erwächst eine
macht.“ Bis zu ihrem 30. Lebensjahr – also
fließt sehr viel von meiner Persönlichkeit
Mutige.
rechtzeitig zum Ende des Lebens – wollte sie
mit ein. Das macht es schwer, es wegzuge-
Das Gespräch mit Claudia Unterkofler ist
den Schritt setzen. Zwei Tage vor ihrem Ge-
ben, auch wenn das vielleicht etwas kitschig
ein tiefes, jedoch ein auch in den leisen Tö-
burtstag meldete sie schließlich ihr Gewerbe
klingt.“ Ihre Instrumente, sagt sie, seien
nen heiteres. Manche Gespräche vermögen
an. Und tatsächlich endete das Leben. Und
so wie sie selbst. Etwas zu perfektionis-
es, gerade diese Töne erklingen zu lassen, die
ein neues begann.
tisch vielleicht noch. Auch in ihrem Hand-
im Trubel, der Schnelligkeit, der Unachtsam-
werk sucht Claudia Unterkofler nach mehr
keit gerne überhört werden. Claudia Unter-
Der Klang vergangener Zeiten
kofler ist es gewohnt, genau hinzuhören.
Die ersten Aufträge waren hauptsächlich Re-
vielleicht zu zaghaft, ich habe übertrieben
Die Instrumentenbauerin vertraut auf ihre
paraturen – „dafür habe ich heute keine Zeit
genau gearbeitet und dadurch waren mei-
Sinne. Sie sind – neben ihren Händen – ihr
mehr“. Denn heute ordern Musiker Geigen,
ne Instrumente fast ein wenig zu glatt und
wichtigstes Werkzeug. Ihr Handwerk hat
Bratschen, Celli, Gamben und Viole d’amore
brav.“ Doch jedes Lebensjahr, jedes Projekt
sie in Italien erlernt: Nach der Matura be-
bei der Meisterin. Instrumente aus lange ver-
bringt – wenn man offen dafür ist – mehr
suchte die Innsbruckerin die vierjährige Gei-
gangenen Zeiten, jedes nach den Vorstellun-
an Erfahrung, mehr an Erkenntnis, mehr an
genbauschule in Parma, darauf folgten ihre
gen des jeweiligen Kunden gefertigt und mit
Verständnis. Das Leben muss dadurch nicht
Freiheit. „In meinen ersten Jahren war ich
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© ANDREAS FRIEDLE
bauen.wohnen
zwangsläufig besser werden, aber wir verstehen es, besser zu leben, entspannter. Wir verstehen, dass es nicht um Perfektion geht. „Das Schöne im Geigenbau ist, dass kleine Unfeinheiten, die gezielt mit einem Hobelstrich oder einem Hohleisenstich eingesetzt werden, ein ganz anderes Gesamtbild entstehen lassen. Sie schaffen Charakter.“ Charakter zu zeigen, braucht aber auch Mut. Doch der Lohn ist die Einzigartigkeit.
„IN JEDES INSTRUMENT FLIESST SEHR VIEL VON MEINER PERSÖNLICHKEIT MIT EIN. DAS MACHT ES AUCH SCHWER, ES SCHLIESSLICH WEGZUGEBEN.“ Claudia Unterkofler, Geigenbauerin
Ihre Werkstatt in der Grillparzerstraße liegt verborgen in einem Innenhof. Inmitten des Stadttrubels hat sich die Künstlerin und
Ende ist alles aus ihrer Hand gefertigt. Auch
sie mit sich selbst im Reinen, kann sie über
Handwerkerin ein Idyll geschaffen, das auch
die Bögen macht sie selbst, barocke Bögen,
ihrem Tun die Zeit völlig vergessen, aus der
Prinzessin zu würdigen weiß. Die Streuner-
die in ihrer Ausarbeitung um ein Vielfaches
Arbeit wird ein Fließen.
katzendame beehrt Claudia Unterkofler täg-
feiner sind als moderne. Bis zu 30 Stunden
Für das Foto setzt sich Claudia an ihre Gam-
lich mit ihrem Besuch, trinkt etwas Milch,
Arbeitszeit stecken allein darin, die Wartelis-
be. Die rechte Hand führt den Bogen, die
absolviert einen Kontrollgang durch ihr
te der Interessenten ist lang. Übertriebene
linke beginnt einen Tanz über die Saiten.
Reich und rollt sich auf der Werkbank zu-
Eile hat in diesem Beruf nichts verloren, die
Die ersten Töne von „Grand Ballet“, einem
sammen, wenn ihre Gastgeberin keine Hand
Dinge brauchen ihre Zeit und sie brauchen
Stück von Marin Marais, ertönen. Der sam-
zum Streicheln frei hat.
vor allem ein klares Bild. Erst wenn die Inst-
tige Klang des Instruments in den Händen
rumentenbauerin dieses deutlich vor Augen
seiner Erschafferin, inmitten seiner Ge-
hat, beginnt ihrer Hände Werk. Man sieht die
burtsstätte, beschert Gänsehaut. Und selbst
Etwa vier Instrumente baut Unterkofler je-
Dinge nicht klar, wenn der Blick vernebelt
Unwissenden wird bei diesem Anblick, bei
des Jahr, immer eins nach dem anderen. An-
ist. „Meine Arbeit ist eine sehr intuitive. Geht
diesen Tönen klar, dass Meisterwerke tat-
gefangen von der Auswahl des Holzes über
es mir nicht gut oder kann ich mich nicht
sächlich ein Stück der Seele ihrer Erbauer in
feine Einlegearbeiten bis zur Lackierung am
konzentrieren, dauert alles viel länger.“ Ist
sich tragen.
Eins nach dem anderen
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DACH+FACH
Im Holzbau alles unter Dach+Fach Qualität, Individualität und Innovation gepaart mit Termintreue, Verlässlichkeit und Kundenorientierung – dafür steht ein kompetentes und erfahrenes Team von Dach+FachMännern seit 1996. Hier werden die Visionen vom „Schöner wohnen“ Wirklichkeit.
W
er einen Tiroler Handwerks-
Smart, schön und flexibel
betrieb sucht, der hält, was er
Mit dem Chalet-D+F-Room-System hat das
verspricht, ist bei der Dach+
Unternehmen auch die perfekte Lösung für
Fach Holzbau GmbH garantiert an der rich-
smarte Räumlichkeiten im Angebot. Dabei
tigen Adresse. Und das in einer Vielzahl von
handelt es sich konkret um flexible Arbeits-,
Bereichen, sei es bei Holz- und Passivhäu-
Wohn- und Repräsentationsräume in Holz-
sern, Aufstockungen, Dachstühlen, thermi-
bauweise, die individuell angepasst werden
schen Sanierungen, Dachsanierungen, im Massivholzbau, bei Wintergärten und nicht zuletzt bei landwirtschaftlichen Gebäuden.
können und mit einem hohen WohlfühlfakDach+Fach ist Ihr Spezialist in Sachen Wohnen – bei Aufstockungen und vielen anderen Bereichen.
tor punkten. Das Chalet wird aus heimischen Hölzern hergestellt und lässt sich rasch auf-
Das Team um die beiden Geschäftsführer
und abbauen. Variabel in der Größe und
Karl-Heinz Eppacher und Josef Riml hält
komfortabel lässt es sich überall einsetzen,
auch bei Preis und Termin, was es verspricht,
wo kurz- oder auch längerfristig Raum benö-
und bietet beste Planungs- und Ausfüh-
tigt wird. Geliefert wird das exakt nach Kun-
rungsqualität. Diese Vorzüge konnte man
denanforderungen ausgestattete Chalet fix-
seit 1996 in hunderten von unterschiedlichen
fertig mit dem Kranwagen. Es lässt sich sogar
Projekten unter Beweis stellen. Jedes Bau-
auf einem Flachdach platzieren und ist drei
projekt ist dabei so einzigartig wie der Kunde
Meter breit und zwischen sechs und neun
selbst. Deshalb gibt es maßgeschneiderte Lösungen, die in höchster handwerklicher Qualität umgesetzt werden.
Das Chalet wurde speziell für Ein-PersonenUnternehmen oder Zwei-Mann/Frau-Betriebe konzipiert.
Metern lang. Egal ob als Arbeitsraum, stylische Eventlocation, Wohnraum oder Fumoir: Das Chalet ist ein echter Alleskönner.
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Bewahrte Tradition
© JULIA TÜRTSCHER
Anpruggen in Innsbruck – dort, wo die schönen bunten Häuser stehen – wird auch gerne Stadtteil der Handwerker und Lebenskünstler genannt. Das trifft es auf den Punkt. Hier arbeitet auch Gerda Wachter. // TEXT: SONJA NIEDERBRUNNER
E
s war ein denkwürdiger Zu-
fasziniert hat mich daran, wie einfach und
und noch vieles mehr aus Papier an. „Nicht je-
fall, dass Gerda Wachter vor
gleichzeitig auch vielfältig die Herstellung
der braucht handgeschöpftes Papier“, ist sich
Jahren ein Buch über das
von Papier eigentlich ist.“ Kurz darauf zog es
Gerda Wachter im Klaren darüber, dass sie mir
Papierschöpfen geschenkt
Gerda Wachter nach Italien. In Fabriano er-
ihrem Handwerk eine kleine Nische besetzt.
bekam. Die Tochter eines
kundete sie die Handwerkskunst näher und
„Aber ich war von Anfang an überzeugt, dass
Künstlers und ehemalige Lehrerin war im-
eines Abends fiel der Entschluss, der die Wei-
ich es schaffen kann, wenn ich Qualität und
mer schon handwerklich interessiert, doch
chen für ihre nächste Zukunft stellen sollte.
außergewöhnliche Produkte biete.“ Bis heute
mit Papier hatte sie sich noch nie beschäftigt.
Zurück in Innsbruck fand sie in Anpruggen
hat sie ihren Schritt nicht bereut, im Gegen-
Das sollte sich ändern. „Ich habe das Buch ta-
die perfekte Räumlichkeit für ihr Papierwerk
teil: Nach wie vor liebt sie ihr Handwerk, an
gelang nicht mehr aus der Hand gelegt“, erin-
32 und auch das ideale Umfeld. Seit 14 Jahren
dessen Grenzen sie noch lange nicht gestoßen
nert sie sich. Schließlich besorgte sie sich die
ist sie nun hier und fertigt Karten, insbeson-
sein wird, so umfangreich ist es.
ersten Materialien und legte los. „Besonders
dere für Hochzeiten, Fotoalben, Dekoprodukte
Neben ihren zahlreichen Eigenkreationen – auch Sonderanfertigungen sind möglich –
„NICHT JEDER BRAUCHT HANDGESCHÖPFTES PAPIER. ABER ICH WAR VON ANFANG AN ÜBERZEUGT, DASS ICH ES SCHAFFEN KANN.“ Gerda Wachter
bietet sie in ihrem kleinen Laden auch Spezialpapiere aus aller Welt, die sonst kaum zu bekommen sind: Traditionell hergestellter Papyrus aus Kairo, das nepalesische Papier Loktapaier, hauchdünne japanische Papiere, die man für Paravents oder Lampen verwendet, gecrashte Papiere, die wie Batik aussehen. Eine Fundgrube für jeden, der das Besondere liebt.
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GASTEIGER BAD
Räume zum Leben
Es gibt Räume, in denen fühlen wir uns sofort wohl. Weil wir den Geruch angenehm finden, das Design uns anspricht. Meist sind es gar keine rationalen Gründe, es ist ein Gefühl. Im Projekt „Lebensraum“ von Gasteiger wird ein Einrichtungskonzept realisiert, das Design, Harmonie und perfekte Verarbeitung verbindet und damit eine feine Symbiose aus gutem Handwerk und Design schafft.
D
er Besuch im Lebensraum soll für
an bringt es ganz gut auf den Punkt. Im „Le-
der verschiedenen Gewerke möglich.
den Kunden ein einzigartiges Er-
bensraum“ geht es aber nicht nur ums Bad,
Gasteiger: „Der Kunde erlebt uns als perfek-
lebnis sein, eine Möglichkeit, in die
sondern um das ganzheitliche Leben zuhau-
ten Gast- und Ideengeber sowie als Vorreiter
Welt eines feinen und gehobenen Lebens-
se. „Ziel ist es, eine Plattform von gleichge-
für neue, unverbrauchte Stilwelten.“ Durch
stils einzutauchen“, erklärt Christina Gastei-
sinnten, ausgezeichneten Partnerfirmen zu
die Zusammenarbeit verschiedener Unter-
ger vom gleichnamigen Badarchitektur-Un-
schaffen, die gutes Handwerk und Design
nehmen vom Architekten über die Hersteller
ternehmen aus Aurach bei Kitzbühel. Seit
ebenso schätzen und leben wie wir“, sagt
bis zu den Handwerkern kann nicht nur vie-
fast 40 Jahren beschäftigt sich Gasteiger
Christina Gasteiger. Der Kunde sieht anhand
les erreicht, sondern auch Neues und Außer-
Bad mit Wohlfühlen und der Kultur des Ba-
einer exklusiven Musterwohnung, was her-
gewöhnliches geschaffen werden. Jeder Kun-
des. Die Konzepte sind so vielfältig wie in-
auskommen kann, wenn alle am Projekt be-
de wird individuell beraten und betreut, der
dividuell und atemberaubend – klassisch,
teiligten Unternehmen perfekt zusammenar-
Stil auf die jeweiligen Bedürfnisse, Wünsche
puristisch-geradlinig und offen, jung und
beiten – von der Planung und Beratung über
und vor allem die Persönlichkeit der Bewoh-
zeitgeistig oder im rustikalen und dennoch
die (termingerechte!) Ausführung bis hin zur
ner angepasst. Im Lebensraum geht es aber
modernen Chalet-Stil. „Aus Freude am Schö-
Hausbetreuung. Auch die schlüsselfertige
nicht nur um Optik, sondern auch Haptik.
nen“ nennt es Gasteiger selbst und der Slog-
Übergabe ist durch die gelebte Kooperation
Man kann sich nicht nur durch neue Mate-
42
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GASTEIGER BAD
DAS ZUSAMMENSPIEL DER VERSCHIEDENEN HANDWERKER IN VERBINDUNG MIT (INNEN)ARCHITEKTEN ERMÖGLICHT ES, AUSSERGEWÖHNLICHE LÖSUNGEN SOWIE UNVERBRAUCHTE STILWELTEN ZU SCHAFFEN. rialien fühlen, innovative Ideen werden im
ähnlich hohem Anspruch an Handwerk und
wahrsten Sinne des Wortes anfassbar. Durch
Design, der bereits in der Musterwohnung
den Know-how-Transfer der einzelnen Part-
anschaulich zur Vollendung geführt wur-
nerfirmen ist eine perfekte Planung und Aus-
de. Beginnend bei der Innenarchitektur für
führung bis ins Detail möglich. Damit findet
das gesamte Haus über die Einrichtung und
die hohe Kunst des Handwerks im Lebens-
Raumausstattung bis hin zur professionel-
raum ihre Bestimmung.
len Erlebnisküche für den Privatbereich fin-
Wert und Wertigkeit
den Architekturaffine und Designconnoisseure alles, was es für das gehobene Wohnen
Durch die enge Zusammenarbeit entsteht
braucht. „Das Küchenstudio werden wir
für Kunden ein großartiger Mehrwert, doch
selbst betreiben“, erzählt Christina Gasteiger.
auch alle am Projekt beteiligten Unterneh-
Ab sofort ist Gasteiger zusätzlich zur Bad-
men profitieren davon. Einzelkämpfer ha-
architektur auch Handelspartner der Firma
ben es heute schwer am Markt, ohne pas-
SieMatic, Geräte von unter anderem Gagge-
sendes Netzwerk geht fast gar nichts mehr.
nau, Miele oder Bora werden im Zuge des Le-
Zusammen ist man definitiv weniger allein.
bensraumes dann auch vor Ort vertrieben.
Im Lebensraum treffen Unternehmer auf
Eröffnet wird der Lebensraum Ende Novem-
gleichgesinnte, ausgezeichnete Partner mit
ber des Jahres.
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Welcome to the Dschungel Die Schaffung und Sanierung von Wohnraum ist mit vielen Fallstricken verknüpft. Wer Förderungen lukrieren möchte, muss sich vor dem Bauvorhaben Gedanken machen. Instrumente wie der Energieausweis helfen bei der Planung. In der Förderlandschaft steckt zwar Ideologie, das schließt die technische, ökonomische und ökologische Plausibilität aber nicht aus. // TEXT: MARIAN KRÖLL
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bauen.wohnen
bung eines Phänomens, das oft angekündigt,
Wachen Auges durch den Förderdschungel
aber nie eingetreten ist, sich mit dem deut-
Michael Braito ist langjähriger Berater bei
schen „le waldsterben“ behelfen mussten.
der Energie Tirol, einem gemeinnützigen
Hoffentlich ereilt die Energiewende nicht ein
Verein des Landes Tirol, der als unabhängi-
ähnliches Schicksal.
ge Einrichtung in Energiefragen für Priva-
Während sich die internationale Staaten-
te, Gemeinden und Unternehmen fungiert.
gemeinschaft dem ambitionierten Ziel, die
Er hat den Überblick über die bisweilen
globale Erwärmung aufzuhalten, verschrie-
schwer zu überschauende, weil sich ständig
ben hat, mögen es die Nationalstaaten, in
im Fluss befindliche Förderlandschaft: „Es
diesem Fall Österreich, und darin die Bun-
gibt grundsätzlich verschiedene Förderge-
ie Energiewende ist eine jener Wortschöp-
desländer, in diesem Fall Tirol, eine Nummer
ber. Bund, Länder, Gemeinden und Unter-
fungen, die dermaßen populär ist, dass sie
kleiner. Tirol soll bis 2050 energieautonom
nehmen mischen im Förderdschungel mit.“
es zum Germanismus, zum deutschen
werden. Das bedeutet einen um die Hälfte
Ist es tatsächlich, so wie oft dargestellt, ein
Sprachexport, gebracht hat. Während
reduzierten Energieverbrauch und ein Plus
Dschungel? „Im Neubau ist es einigermaßen
Deutschland als Energiewende-Nation par
von 30 Prozent bei der erneuerbaren Ener-
überschaubar, vor allem in der Sanierung
excellence Energie zeitweise wendebedingt
gie. Ambitioniert, aber machbar. Doch dafür
gibt es aber schon sehr viele verschiedene
– Stichwort Grundlastfähigkeit – aus franzö-
muss man unter anderem die Häuslbauer,
Förderungen.“ Da ist es nur sinnvoll, sich be-
sischen Atomkraftwerken importieren muss,
Wohnungs- und ganz generell Immobilien-
reits in der Planungsphase kompetent bera-
hat es der Begriff „Energiewende“ ins Aus-
besitzer in die Pflicht nehmen. Das geschieht
ten zu lassen.
land geschafft, etwa in den Economist und
bereits und soll – so ist das System angelegt
Es gibt zwar Interesse daran, diesen Dschun-
den Guardian. Einst wurde diese Ehre dem
– der Schaden der Häuslbauer und -sanierer
gel zu durchforsten und aufzuräumen, kei-
Wirtschaftswunder zuteil, dem Wunderkind
nicht sein. Die Steigerung der Energieeffizi-
ne Gebietskörperschaft – weder der Bund
und – eine zweifelhafte Ehre – der Scha-
enz macht nämlich Sinn. Nicht nur für die
noch Länder und Gemeinden – will aber un-
denfreude. Die ist angesichts der deutschen
Rettung vor der befürchteten „Klimakatas-
bedingt bei den Förderungen das Heft aus
Energiewende, die gerne einmal physika-
trophe“, sondern vor allem auch für die eige-
der Hand geben. Effizient ist das zwar nicht,
lische politische Gegebenheiten unterord-
ne Geldbörse, den Ort, wo der Idealismus üb-
aber das ist der Föderalismus eben nicht im-
net, sicher nicht angebracht. Es ist aber kein
licherweise rasch aufhört.
mer. „Die Förderbereiche können sich über-
Wunder, dass die Franzosen bei der Beschrei-
DAS ENERGIEEFFIZIENTE BAUEN, DAS MITTELS FÖRDERUNGEN UND VORSCHRIFTEN VON BUND UND LAND FORCIERT WIRD, STÖSST GLEICH AUF MEHRERE VORURTEILE.
DAVON SIND EINIGE IN TECHNOLOGISCHEN KINDERKRANKHEITEN BEGRÜNDET, DIE MITTLERWEILE WEITESTGEHEND BEHOBEN SIND. DIE TECHNOLOGIEN – SEI ES BEI DER WÄRMEPUMPE, DER KONTROLLIERTEN WOHNRAUMLÜFTUNG ODER DEN DÄMMSYSTEMEN – DÜRFEN HEUTE ALS AUSGEREIFT GELTEN. VORAUSGESETZT, SIE WERDEN FACHGERECHT GEPLANT, MONTIERT UND EINGEBAUT. DARUM EMPFIEHLT ES SICH, DIESE ARBEITEN ALLESAMT VON ANERKANNTEN FACHBETRIEBEN DURCHFÜHREN ZU LASSEN. 48
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lappen, sind manchmal kombinierbar, manchmal nicht“, erklärt Braito. Der Neubaubereich sei mit der klassischen Tiroler Wohnbauförderung relativ einfach, der
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Bund fördere im Neubau ohnedies nur Technologien. Mit den Förderungen will man selbstverständlich gewisse Ziele erreichen, führt Michael Braito aus: „Man will dem Klimaschutz zuträglich sein. Es geht um den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger, die Steigerung der Energieeffizienz im Sinne besser gedämmter Gebäudehüllen und um effizientere Heizungs-
Who else?
systeme.“ Das klingt vernünftig, überhaupt dann, wenn die Förderungen technologisch begründbar und nicht primär weltanschaulich motiviert sind. „Die Technologieförderungen sind technisch argumentierbar. Die Tiroler Wohnbauförderung hat aber nicht nur den Auftrag, die Energiewende zu bedienen, sondern auch soziale Komponenten. Da steckt natürlich ein politischer Wille dahinter. Das merkt man.“ Wollte man dieser sozialen Steuerungsfunktion die Legitimation absprechen, müsste man wirklich außerordentlich libertär sein. Zweifellos hat sich die Wohnbauförderung bewährt, zumal der Umgang mit den Darlehen in Tirol vonseiten der Politik verantwortungsvoll erfolgt ist. Das ist nicht überall in Österreich so.
Holzblockhaus, Traumlage Eben am Achensee, Grundstücksfläche ca. 724 m², Wohnnutzfläche ca. 141 m², KG & EG / OG, Doppelgarage, Werkstatt, 2 Autoabstellplätze im Freien, Baujahr 2015, FREIZEITWOHNSITZ-Widmung
West-Ost-Technologiegefälle Die föderale Struktur sorgt unter anderem dafür, dass in den Ländern auch bei der Förderung von Technologien unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden. „Das ist definitiv so. Der Westen Österreichs tickt ganz anders als der Osten. Es werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. In manchen Ländern wird Gas gut gefördert, in manchen die Wärmepumpe. Zweitere wird in Tirol sehr stark gefördert. Für Unternehmen, die in mehreren Bundesländern agieren, wird es knifflig, den Überblick zu behalten. Generell lässt sich sagen, dass die Förderungen noch viel weiter auseinanderstreuen als etwa die
Ideale Wohnung im Westen von Innsbruck, 3 Zimmer, Wohnnutzfläche ca. 81,5 m², 2 Balkone, Carport, Keller, Baujahr 1985
Bauordnungen.“ Das liegt unter anderem daran, dass bei den bautechnischen Vorschriften zunehmend qua OIB (Österreichisches Institut für Bautechnik)-Richtlinien Harmonisierung angestrebt wird. Das ist insgesamt ein gutes Signal, das Bauen auf Sicht sogar billiger machen könnte. Derzeit werden solche Effekte allerdings von der aufgeheizten Baukonjunktur mehr als kompensiert.
Stromheizung abgedreht In Gestalt der Infrarotheizung gibt es seit einigen Jahren einen populären Wiedergänger der elektrischen Widerstandsheizung. Der elektrische Strom als Haupthei-
Seenahes Grundstück am Attersee, Grundstücksfläche ca. 1.001 m², Bauland, Wohngebiet
zungsenergiequelle wurde mit den OIB-Richtlinien 2011 baurechtlich zwar vorerst komplett abgedreht, hat aber mit den Richtlinien 2015 ein Comeback gegeben. Totgesagte leben länger. Aber nur unter gewissen Voraussetzungen, wie Michael Braito darlegt: „Grundsätzlich ist im Neubau eine reine Stromheizung möglich, aber mehr oder weniger nur im Passivhaus. Es braucht eine
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sehr gute Wärmedämmung. Hintergrund ist der, dass
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bauen.wohnen
Heizen mit Strom nicht effizient ist.“ War-
der Tiroler Wohnbauförderung zumindest
wirtschaftliche und ökologische Aspekte,
um, führt Braito aus: „Eine Stromheizung
theoretisch möglich, sofern man nachwei-
die Bewertung und Entscheidung, ob fossile
kann nicht mehr als 100 Prozent haben, ei-
sen kann, dass man ein hinsichtlich Ener-
Systeme verwendet werden dürfen, liegt bei
ne Wärmepumpe hat im schlechtesten Fall
gieeffizienz vergleichbares System hat.“ Der
den Gemeinden. Die Alternativenprüfung sei
100 Prozent.“ Damit ist gemeint, dass aus der
politische Widerstand gegen die elektrische
auch eine „bewusstseinsbildende Maßnah-
elektrischen Antriebsenergie einer Wärme-
Widerstandsheizung (in diese Gruppe gehört
me“, sagt Michael Braito.
pumpe ein Mehrfaches an Wärmeleistung
neben den Elektroradiatoren, Heizlüftern
Das Land Tirol hat sich wie eingangs er-
generiert werden kann. Bei der Stromhei-
und Elektro-Fußbodenheizungen auch die
wähnt mit dem Programm TIROL 2050 ener-
zung wird dagegen Strom in Wärme umge-
Infrarotheizung) ist jedenfalls beträchtlich.
gieautonom das ambitionierte Ziel gesetzt,
wandelt, die an den Raum abgegeben wird.
Zum bloßen Heizen sei Strom zu schade,
den Energieverbrauch bis 2050 zu halbieren
Das Verhältnis zwischen Wärmeleistung und
heißt es allenthalben. Dieser Standpunkt
und den Anteil an erneuerbaren Energie-
elektrischer Antriebsenergie wird bei der
lässt sich durchaus argumentieren. Elektri-
trägern um 30 Prozent zu erhöhen. Für eine
Wärmepumpe als „Arbeitszahl“ bezeichnet
scher Strom ist schließlich die höchste Form
„enkeltaugliche Zukunft“, wie es in der Vision
und liegt mit modernen Geräten zwischen
der Energie. „Von der Infrarotheizung raten
heißt, werden auch beim Wohnen entspre-
drei und vier, teils sogar noch höher. Bei ei-
wir allein schon deshalb ab, weil es bau-
chende Reize – entweder als Anreiz im Form
ner Jahresarbeitszahl von beispielsweise
rechtlich gesehen schwierig ist, eine solche
von Förderungen oder aber durch Verbote –
drei können mittels Wärmepumpe aus einer
überhaupt genehmigt zu bekommen“, sagt
gesetzt. Führt man sich einmal vor Augen,
Kilowattstunde elektrischer Energie drei Ki-
Michael Braito und fährt fort: „Aus unserer
dass mehr als 40 Prozent des gesamten Tiro-
lowattstunden nutzbare Wärme gewonnen
Sicht als Energie Tirol und auch aus meiner
ler Energiebedarfs für Gebäude aufgewendet
werden. Deshalb wird auch vonseiten der
Sicht als Techniker gibt es im Neubau ganz
werden muss, wird die strategische Bedeu-
Energie Tirol die Wärmepumpe als mitunter
einfach bessere Optionen.“ Im nicht sanier-
tung des Themas klar.
zukunftsfittestes Heizungssystem betrach-
ten Altbestand sieht die Sache wieder an-
tet. Wobei das bestgeeignete Heizungssys-
ders aus. Dort kann unter Umständen die
Das Haus der Zukunft
tem immer davon abhängt, ob es sich um
Wärmepumpe als Option gänzlich ausfallen.
Wie das Haus der Zukunft aussehen kann,
Neubau oder Sanierung handelt: „Im Sanie-
Um den Beweis zu führen, dass man ein auf
damit hat sich Energie Tirol bereits ein-
rungsfall kann alles ganz anders aussehen.
Strom oder fossilen Brennstoffen basieren-
gehend beschäftigt. Dort betont man den
Im Neubau ist es relativ eindeutig, wohin der
des Heizungssystem umsetzen kann, gibt es
dreifachen Nutzen des energieeffizienten
Weg weist. In diese Richtung gehen auch die
das Instrument der Alternativenprüfung:
Bauens: Einmal in Form eines Förderbonus
Förderungen.“
„Wer einen Neubau hat und ein fossiles Sys-
des Landes, dann mit einer Reduktion der
Die Frage, ob man trotz anderslautendem
tem einsetzen möchte, muss nachweisen,
Heizkosten und nicht zuletzt mit erhöhtem
Ratschlag auf Infrarot als Hauptheizung set-
dass andere Systeme nicht wesentlich besser
Wohnkomfort. Ökologisches Handeln dür-
zen kann, beantwortet Braito so: „Das ist in
sind.“ Dieser Nachweis umfasst technische,
fe nicht länger als wirtschaftliche Bürde
50
eco.nova
© BLITZKNEISSER
bauen.wohnen
Michael Braito, langjähriger Berater bei der Energie Tirol
empfunden werden. Ganz im Gegenteil ver-
die Kinder einmal aus dem Haus sind, den
versellen Standards noch verschiedentlich
tritt man die Ansicht, dass energieeffizien-
Grundriss umfunktionieren und unkompli-
Kritiker auf den Plan. Das Thema „Smart Ho-
tes Bauen leistbares Wohnen bedeute. Ein
ziert eine Einliegerwohnung aus dem Einfa-
me“ ist nicht zu Unrecht umstritten.
Standpunkt, der durchaus seine Berechti-
milienhaus herauslösen kann. Die haustech-
In der Vision von Energie Tirol für das kom-
gung hat, berücksichtigt man den durch-
nischen Systeme sollten praktikabel, einfach
mende Tiroler Haus kommt auch die kont-
schnittlichen Lebenszyklus eines Gebäudes
und über ihre Lebensdauer hindurch war-
rollierte Wohnraumlüftung, hier zur Kom-
in der Gesamtbetrachtung. Bereits in der
tungsarm sein. Der Einsatz von Bussystemen
fortlüftung geadelt, ins Spiel. Doch damit
Planung gilt es, auf sich zukünftig ändern-
für die Steuerung eines eventuellen „Smart
nicht genug. In der Energieversorgung setzt
de Nutzungsbedingungen Rücksicht zu
Homes“, eines intelligenten Hauses, ruft der-
man auf erneuerbare Energien wie Wärme-
nehmen. Damit man beispielsweise, wenn
weil mangels Ausgereiftheit und eines uni-
pumpen, Biomasse, Fern- oder Abwärme.
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25.09.2018 09:52:41
eco.nova
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bauen.wohnen
„DIE LEUTE SCHAUEN SICH IN DER REGEL IN DER KALKULATION SELTEN DEN LEBENSZYKLUS AN, SONDERN MEIST DIE INVESTITIONSKOSTEN. DAS IST ZWAR SCHADE, ABER ANGESICHTS DER HOHEN GRUNDKOSTEN NACHVOLLZIEHBAR.“ Michael Braito
Wärmepumpe und solare Energieversor-
Energiesysteme bei der Errichtung von Hei-
förderung wird nach einem Punktesystem
gung sind für die aktive Energieerzeugung
zungs- und Warmwasserbereitstellungssys-
errechnet.
im Haus der Zukunft zuständig. Versieht
temen. Dazu zählen die Wärmepumpe, Bio-
man das Gebäude mit einer thermisch hoch-
masse und Fernwärme. Fossile Energieträger
Besser als ihr Ruf
wertigen Hülle, energieeffizienter Haus-
haben dagegen in der Wohnbauförderung
Die kontrollierte Wohnraumbelüftung
technik und einem sinnvollen Umgang mit
einen schweren Stand, da sie den Energiezie-
kommt in der Öffentlichkeit meist nicht be-
Flächen, auch was die Ausrichtung betrifft,
len des Landes zuwiderlaufen: Erdgas ist im
sonders gut weg. Das hängt wohl auch damit
soll am Ende – so die Vision – nicht etwa das
Neubau erst nach Alternativenprüfung zu-
zusammen, dass über sie viele Halbwahr-
Niedrigstenergie- oder Passivhaus stehen.
lässig und selbst dann nur in Kombination
heiten zirkulieren. So hält sich besonders
Nein, längerfristiges Ziel ist das Plusener-
mit Solaranlage oder kontrollierter Wohn-
hartnäckig das Gerücht, dass man in einem
giehaus, das eine positive Energiebilanz auf-
raumlüftung. Zudem ist eine signifikante
Haus mit Lüftungsanlage die Fenster nicht
weist, also mehr Energie gewinnt, als von
Verbesserung der thermischen Hülle vorzu-
mehr öffnen dürfe. Wahr ist vielmehr, dass
außen zugeführt werden muss. Doch vom
nehmen. Wer auf Öl setzt, hat überhaupt kei-
man sie nicht mehr öffnen muss, um die
Plusenergiehaus als Standard ist man nicht
ne Aussicht auf Wohnbauförderung.
Luft im Raum auszutauschen, da eine Lüf-
nur in Tirol momentan noch weit entfernt.
Eine erhöhte Förderung winkt jenen, die
tungsanlage für kontinuierliche Frischluft-
Das könnte so bleiben, denn es ist lange
schonend mit der knappen Ressource Grund
zufuhr sorgt und nebenbei auch permanent
nicht gesagt, dass aus einer Vision Realität
und Boden umgehen – etwa in Form von
überschüssige Feuchtigkeit abführt. Damit
wird. Den Ansatz „One Size fits all“ gibt es
verdichteter Bauweise. Die förderbare Nutz-
hat zugleich der Schimmel schlechte Karten.
generell beim Hausbau oder der Sanierung
fläche darf 30 Quadratmeter nicht unter-
„Wer trotzdem weiterhin auch die Fenster
nicht. Es gilt, verschiedene Faktoren zu be-
und 150 Quadratmeter nicht überschreiten.
zum Lüften öffnen will, kann das natürlich
rücksichtigen und sich auf die eigenen An-
In verdichteter Bauweise gibt es einen am
machen. Es ist aber nicht notwendig. Es ist
sprüche und das konkrete Nutzungsverhal-
Grundverbrauch bemessenen Fixbetrag pro
ein Komfortthema. Wenn jemand einer kont-
ten hin zu befragen.
Quadratmeter und eine personenabhängi-
rollierten Wohnraumlüftung von vornherein
ge förderbare Nutzfläche. Diese beträgt bei
ablehnend begegnet, möchte ich ihn auch
ein oder zwei Personen höchstens 85 Quad-
nicht bekehren. Die Energieeinsparung ist
Die Wohnbauförderung des Landes steht,
ratmeter, bei drei Personen 95 Quadratmeter
ein schöner Benefit, der Fokus der Lüftung
wie bereits angedeutet, im Dienst der Errei-
und bei vier oder mehr Personen 110 Quad-
ist der Komfortgewinn. Wenn man sich in
chung der Energieziele. Es gibt neben der
ratmeter. Die Höhe des Förderungskredits er-
einem Raum befindet, möchte man es fein
Möglichkeit eines Förderungskredits oder
rechnet sich aus der Multiplikation eines
haben“, sagt der Experte. Außerdem ist – wie
Wohnbauschecks eine erhöhte Zusatzför-
Fixbetrags pro Quadratmeter Wohnfläche
oft kolportiert – eine Lüftungsanlage auch
derung für „Energiesparende und umwelt-
mit der förderbaren Nutzfläche.
kein schwer zu reinigender Bakterienherd.
freundliche Maßnahmen“. Dafür kommen
Stattdessen kann auch ein Wohnbauscheck
Mittels Außenluftfilter wird die Luft für den
vor allem Gebäude infrage, die im klimaaktiv
in Anspruch genommen werden. Dieser
Innenraum gereinigt, der Abluftfilter im
Standard deklariert sind oder eine Passiv-
muss nicht zurückgezahlt werden, wird im
Gerät hält dieses sauber und dient zugleich
hauszertifizierung vorweisen können. Eine
Gegensatz zum Kredit nicht im Grundbuch
der Wärmerückgewinnung. Hygienisch weit
Voraussetzung für die Wohnbauförderung
sichergestellt und beträgt 35 Prozent der För-
problematischer als die Wohnraumlüftung
ist der Einsatz hocheffizienter, alternativer
derungskredit-Summe. Die Höhe der Zusatz-
ist der Dunstabzug in der Küche oder die
Im Dienst der Energieziele
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eco.nova
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bauen.wohnen
TIROL VERFOLGT MIT DER ENERGIEAUTONOMIE AMBITIONIERTE ZIELE, DIE OHNE DIE HÄUSLBAUER NICHT ZU ERREICHEN SIND. Feuchtraumlüftung im Badezimmer. Die
und zu welchem Zeitpunkt diese beantragt
denkt, sollte jedenfalls so früh wie möglich
kontrollierte Wohnraumlüftung ist aber kei-
werden müssen. Oft scheitert die Förderung
um entsprechende Förderungen ansuchen.
ne Klimaanlage, bringt also an heißen Som-
nicht daran, dass die Voraussetzungen nicht
Darüber hinaus zahlen viele Energiever-
mertagen keine Linderung.
erfüllt sind, sondern an fehlenden Informati-
sorger den Sonnenanbetern, etwa in Form
Einige Volksweisheiten kursieren auch rund
onen oder versäumten Fristen“, weiß Michael
eines Investitionszuschusses oder anderer
um die Wärmedämmung, die mit der Realität
Braito.
Fördervarianten, noch etwas dazu. Der Ta-
allesamt wenig zu tun haben, aber immer wie-
Mit dem Energieausweis lässt sich die ener-
rif für das Einspeisen des hausgemachten
der gerne wiederholt werden. Nein, Wände
gietechnische Qualität einer Immobilie auf
Solarstroms ins Netz wurde in den letzten
müssen nicht atmen. Haben sie nie getan und
den ersten Blick erkennen. Er enthält allerlei
Jahren kontinuierlich nach unten korri-
werden sie auch nie tun müssen. Der Luftaus-
aufschlussreiche Kennwerte des Hauses und
giert. Deshalb macht es Sinn, den Eigenver-
tausch in einem Gebäude, das nicht gerade
die wichtigste Kennzahl, den spezifischen
brauch zu optimieren. Vom Land sehr wohl
ein rustikaler Bau mit daumengroßen Ritzen
Heizwärmebedarf. Er ist bei neuen Gebäu-
gefördert würden aus diesem Grund Pho-
zwischen den Brettern ist, erfolgt immer über
den bereits beim behördlichen Bauverfahren
tovoltaik-Stromspeicher, die Anlagen selbst
die Fenster und Türen. Verputzte Wände sind,
notwendig, aber mitnichten ein Übel oder,
dagegen nicht, sagt Braito. Generell dürfte
ob mit oder ohne Dämmung, luftdicht. „Man
wie der gelernte Österreicher argwöhnen
die Erzeugung von eigenem Strom auf dem
möchte gar nicht glauben, wie oft man dieses
möchte, eine weitere Futterquelle für den ge-
Dach vielen Bauherrn ein Gefühl einer ge-
Plastiksackerl-Denken in der Beratung noch
fräßigen Amtsschimmel. Der Energieausweis
wissen energetischen Unabhängigkeit von
antrifft“, schmunzelt Michael Braito. Ein wei-
ist nicht nur ein taugliches Planungsinstru-
den Unwägbarkeiten des Weltmarkts geben.
terer Aspekt, der für die gedämmte Gebäu-
ment, sondern das zentrale Instrument zur
Eine emotionale Komponente neben der
dehülle spricht, ist, dass sie auch in heißen
Energieoptimierung von Gebäuden. Er dient
ökonomischen und ökologischen. Dennoch
Sommern einen Überwärmungsschutz dar-
ferner als Grundlage für die Angebots-
gilt fürs Häuslbauen wie fürs Sanieren, dass
stellt. Die Herstellung von Dämmmaterialien
einholung bei Neubauten und Sanierungen.
der Taschenrechner der beste Freund des
kostet auch keineswegs mehr Energie, als sie
Generell gilt, dass Information beim Haus-
Bauherren bleiben soll. Ein gutes Bauchge-
einspart. Die energetische Amortisationsdau-
bau oder der Sanierung Trumpf ist. Wer den
fühl allein trägt weder zur Energiewende
er liegt in der Regel bei unter zwei Jahren. Das
Energieausweis als Planungstool nutzt, fährt
bei noch sorgt es zwangsläufig für höhere
ist nur ein Bruchteil des Lebenszyklus eines
jedenfalls besser als jemand, der ihn hinten-
Wohnqualität und Energieeffizienz.
Gebäudes. Dämmstoffe aus nachwachsenden
nach in einer Alibiaktion nachreicht.
Zur Zielerreichung, der Abkehr von den fos-
Rohstoffen sind derzeit zum Teil noch teurer
Die Europäische Union hat sich das Ziel ge-
silen Brennstoffen und Steigerung der Ener-
als jene aus Expandiertem Polystyrol (EPS).
setzt, dass bis 2020 nur noch kostenoptimal
gieeffizienz bedienen sich die Republik und
Letzteres ist, obwohl erdölbasiert, besser als
gebaut werden soll. In der OIB-Richtlinie
das Land unterschiedlicher Methoden, von
sein Ruf. EPS sei nicht wie oft kolportiert der
spiegelt sich dieser Ansatz bereits wider. „Bei
rechtlichen Vorgaben über ökonomische An-
„Sondermüll von morgen“, hält man bei Ener-
der Kostenoptimalität sind wir im Bereich
reize bis hin zu subtilem Nudging. Das tut
gie Tirol fest. Dämmen kann man nicht nur
Niedrig- und Niedrigstenergiegebäude. Zur
der Sinnhaftigkeit der vom Land in Gestalt
mit EPS. Es gibt auch eine Vielzahl von öko-
Erreichung dieses Standards sind verschie-
auch der Energie Tirol favorisierten Stan-
logischen Dämmstoffen (z. B. Zellulose, Hanf,
dene Technologien zulässig.“ Dem kostenop-
dards, Energiequellen, Haustechniksysteme
Holzfaser), die gut funktionieren. „Richtig ist,
timalen Bauen liegt notwendigerweise eine
und Dämmstoffe jedoch keinen Abbruch.
dass es derzeit noch keine marktreife Lösung
Betrachtung über den Lebenszyklus des Ge-
Es ist nicht verwunderlich, dass auch beim
für das Recycling von Wärmedämmverbund-
bäudes zugrunde, der üblicherweise mit 30
Wohnraum bzw. dessen Schaffung und Sa-
systemen gibt. Wir sind allerdings zuversicht-
Jahren angenommen wird. Die Wärmepum-
nierung ideologische Motive hineinspielen.
lich, dass die Industrie hierfür zeitnah Lösun-
pe steht nach wie vor hoch im Kurs und die
Solange diese nicht die technische und öko-
gen findet“, meint der Energieberater.
Nachfrage nach PV-Anlagen ist hoch, wes-
nomische Sinnhaftigkeit überlagern, ist das
halb gewisse Fördertöpfe meist rasch aus-
kein Problem, sondern eine Chance, in effi-
geschöpft sind. Wie diese im kommenden
ziente und nachhaltige Lebensqualität zu
„Förderoptimierung beginnt damit, zu wis-
Jahr dotiert sind, lässt sich noch nicht mit
investieren und dabei dem Klima und der
sen, welche Förderungen es überhaupt gibt
Gewissheit sagen. Wer an eine PV-Anlage
Geldbörse etwas Gutes zu tun.
Information ist Trumpf
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RAIFFEISEN IMMOBILIEN
Eine Sache des Vertrauens Das landesweite Netzwerk der Immobilienprofis: Raiffeisen Immobilien.
F
ür die große Mehrheit der Menschen
Den realistischen Wert einer Immobilie und
ist die Anschaffung einer eigenen
somit den am Markt erzielbaren Preis zu
Immobilie die größte wirtschaftli-
ermitteln, erfordert Expertenwissen. Dabei
che Investition ihres Lebens. Zudem ist auch
zählt in fast allen Fällen deutlich mehr als
der Verkauf oder die Vermietung der eigenen
nur die Lage der Immobilie. Technische, wirt-
Liegenschaft ein wesentlicher persönlicher
schaftliche und auch rechtliche Faktoren
Schritt, der gut überlegt und vorbereitet sein
sind wichtige Wertparameter, die erst genau
will. In diesen Lebenslagen sind ein verläss-
überprüft und ermittelt werden müssen.
licher Partner und eine vertrauensvolle Beziehung deshalb besonders wichtig. Bei allen
Vorteil liegt in der Kompetenz
Immobilienfragen lohnt es sich, auf Unter-
Die Garantie einer reibungsfreien und ver-
stützung durch Experten zu setzen. Raiff-
lässlichen Abwicklung ist eines der wichtigs-
eisen Immobilien ist seit vielen Jahren der
hoher Qualitätsstandards. Permanente
ten Argumente bei der Wahl eines Maklers.
größte Immobilienmakler Österreichs und
Marktbeobachtung, Studien und Umfra-
Raiffeisen Immobilien bietet ein umfas-
aufgrund der landesweiten Abdeckung stets
gen helfen dem Unternehmen, die Wün-
sendes Angebot nach dem „Alles aus einer
bestens über aktuelle Marktlagen informiert.
sche der Kunden sowie das Marktverhal-
Hand“-Prinzip. Die fundierte Marktkenntnis
ten zu verstehen, und garantieren beste
und das dichte Raiffeisen-Netzwerk sind un-
Marktkenntnis.
schlagbare Vorteile und gewährleisten Kun-
Konsequente Arbeit Vor circa drei Jahren wurde unter der Dachmarke „Raiffeisen Immobilien“ ein öster-
Preis als wesentlicher Faktor
reichweit flächendeckendes Netzwerk aus
Am Beginn der meisten Immobilienüber-
Immobilienprofis etabliert. Dabei ging es
legungen steht der am Markt erzielbare
schon früh darum, mit dem neuen Bünd-
Preis. Die Preisdynamik der vergangenen
nis mehr als nur eine lose Kooperationsge-
Jahre war mancherorts jedoch so enorm,
meinschaft zu entwickeln. Hintergrund des
dass es Laien kaum mehr möglich ist, ei-
Zusammenschlusses war vielmehr der An-
nen realistischen Überblick zu bewahren.
spruch, eine umfassende Marktpräsenz mit
Vor allem in Tirol und in größeren Städten
höchstem Qualitätsanspruch zu verbinden.
sind die Marktpreise für Wohnimmobilien
Heute ist Raiffeisen Immobilien der führen-
massiv gestiegen und unterliegen weiter-
de Immobilienmakler Österreichs. Diese
hin einer ständigen Veränderung. Angebot
Marktposition ist Ergebnis einer konsequen-
und Nachfrage regeln den Markt, der einer
ten Marktbearbeitung und der Etablierung
genauen Beobachtung und Analyse bedarf.
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eco.nova
den beste Information und eine breite Auswahl. // www.raiffeisen-immobilien.at
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Im Jahr 2017 vermittelte Raiffeisen Immobilien Tirol 326 Transaktionen erfolgreich und erzielte ein Transaktionsvolumen von 60 Mio. Euro. 16.000 m² Wohnfläche und 50.000 m² Grundstücksfläche fanden dabei einen neuen Eigentümer oder Mieter. 24 Mitarbeiter stehen an 12 Tiroler Standorten den Kunden zur Verfügung.
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Wörgl Schwaz
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Kössen-Schwendt Kitzbühel Lienz
Innsbruck
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eco.wirtschaft
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eco.nova
bauen.wohnen
Preistreiber Staat? Wer Zeitungen liest, kommt schon seit Jahren um ein Thema nicht herum: Die Immobilienpreisentwicklung und dass sie nur eine Richtung kennt – nämlich nach oben. // TEXT: STEFAN D. HAIGNER
D
ie Immobilienpreisentwicklung ist natürlich kein Tiroler Spezifikum. Und trotzdem: Für viele junge Familien in Tirol ist diese Entwicklung zum Verzweifeln,
rückt sie doch das Ziel der eigenen vier Wände in weite Ferne. Und spätestens beim Durchstöbern der Angebote ist selbst für Haushalte mit einem über-
durchschnittlichen Einkommen der Traum vom Eigenheim schnell ausgeträumt, kann doch die Entwicklung der Durchschnittseinkommen mit jener der Neubaukosten nicht mithalten. Letzteres ist für manche sogar ein sozialpolitischer Skandal (Architekt Christoph Achammer in der Tiroler Tageszeitung vom 31. August 2016). So leicht aber der Befund erstellt ist, so schwierig gestaltet sich die Therapie, sind doch die potenziellen Ursachen für diese Entwicklung und damit die möglichen Ansatzpunkte, um gegenzusteuern, vielfältig. Die einen zielen dabei eher auf angebotsseitige Entwicklungen ab, andere sehen mehr die Entwicklung der Nachfrage als Ursache der Preisentwicklung der letzten Jahre.
Ursache und Wirkung Als Preistreiber wird regelmäßig die Finanzkrise genannt, die nicht nur das Vertrauen in die Finanzbranche massiv erschüttert hat, sondern auch eine Periode historisch niedriger Zinsen im Euroraum nach sich zog, was in Kombination zu einer Flucht in das Betongold führte. Auch ein steigender Leerstand oder das rasch steigende Angebot über Airbnb werden genannt. Auf der anderen Seite werden der Zuzug breiter Bevölkerungsschichten in die Ballungsräume, die demographische Entwicklung, das Gold-Plating bei der Vielzahl an einzuhaltenden
eco.nova
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bauen.wohnen
Steu ern
IMMOBILIENMARKTBERICHT „WO H N E N U N D WIRTSCHAFTEN I N I N N S B R U C K“ Wer mehr über den Innsbrucker Immobilienmarkt wissen möchte, dem empfehlen wir den neuen Marktbericht „Wohnen und Wirtschaften in Innsbruck“ von prochecked. Der Marktbericht ist ein Spiegelbild der aktuellen Wohnpreissituation und gibt allen Interessierten eine kompakte und übersichtliche Darstellung und Orientierung des Innsbrucker Wohnungsmarktes. Im Erhebungszeitraum zwischen 1. Jänner und 31. Dezember 2017 konnten 1.544 Transaktionen verzeichnet werden, tatsächlich für den Bericht herangezogen wurden schließlich 1.369 Transaktionen aus dem Primär- und Sekundärmarkt. Zudem wird die Entwicklung seit dem Jahr 2006 (als der Bericht das erste Mal erschien) bis in die Gegenwart dargestellt und mit dem Aktienindex ATX sowie dem Verbraucherpreisindex verknüpft. Daraus ergibt sich ein spannendes und vielfältiges Bild. Zudem beinhaltet der Marktbericht eine detaillierte Übersicht über die einzelnen Stadtteile samt vorhandener Infrastruktur und den wichtigsten Infos. Damit wird der ProcheckedImmobilienmarktbericht zu einer fundierten Entscheidungshilfe beim Wohnungskauf. Der aktuelle Immobilienmarktbericht (sowie alle vergangenen) kann um 18 Euro online unter www.prochecked.at bestellt werden.
60
eco.nova
ALS TREIBER FÜR DIE STEIGENDEN IMMOBILIENPREISE WERDEN VIELE SCHULDIGE AUSGEMACHT. EINEM ASPEKT KOMMT IN DER DISKUSSION JEDOCH NUR WENIG AUFMERKSAMKEIT ZU, NÄMLICH DEM STAAT SELBST. Vorschriften und Normen wie die Vorgaben
einer Untersuchung 2017 nachgegangen. Ziel
zum Energieverbrauch, zur Barrierefreiheit
der Studie war es, den Kaufpreis einer Im-
oder die Brandschutzauflagen sowie die zu-
mobilie in seine Bestandteile Netto-Grund-
nehmende (und künstliche?) Verknappung
stückskosten, Netto-Errichtungskosten so-
von Bauland dafür verantwortlich gemacht.
wie Steuern und Abgaben aufzuspalten.
Wie sehr jeder der einzelnen Faktoren einen
Dabei sei vorausgeschickt, dass die nun
Beitrag zur Erklärung der Entwicklung der
folgenden Zahlen aus einer Untersuchung
Immobilienpreise in Tirol liefern kann, ist
stammen, die Ende 2016 durchgeführt wur-
letztlich eine empirische Frage. Mit Sicher-
de. Seit damals zogen die Immobilienpreise
heit kann wohl nur gesagt werden, dass es
jedoch abermals merklich an, je nach Region
sich um ein multidimensionales Problem
sogar erheblich. Auch müssen die genann-
handelt.
ten Zahlen notgedrungen Ergebnis einer
Einem Aspekt kommt in der Diskussion je-
Durchschnittsbetrachtung sein und können
doch nur wenig Aufmerksamkeit zu, näm-
daher nicht jeden Einzelfall abbilden. Für die
lich dem Staat selbst. Geschrieben wird über
eigentliche Kernaussage ist dies jedoch uner-
die Entwicklung der Grundstückspreise oder
heblich, zeigen sich doch auch so ganz deut-
dass das Bauen so teuer geworden sei. Aber
lich die Relationen. Und nur darum geht es.
dass der Staat bei jedem Neubau kräftig
Zur Beantwortung der Frage, aus welchen
mitschneidet, geht fast völlig unter.
Kostenblöcken sich der Kaufpreis einer Woh-
Ebendieser Frage ist die Gesellschaft für An-
nung im Neubau zusammensetzt, wurden
gewandte Wirtschaftsforschung (GAW) in
für die Errichtungskosten die angemessenen
bauen.wohnen
Baukosten gemäß der Tiroler Wohnbauför-
gefallen. Dabei stiegen unter den Baukos-
derungsrichtlinie herangezogen. Ebenso
ten wiederum die Löhne mit 2,3 Prozent
orientiert sich die in den Berechnungen zu-
stärker an als die sonstigen Baukosten mit
grunde gelegte Grundstücksgröße an dieser
1,3 Prozent jährlich (Statistik Austria, 2016).
Richtlinie, die in diesem Zusammenhang von
Somit kann der Baubranche per se bzw.
einem „angemessenen Grundanteil“ spricht.
den an der Wohnungserrichtung beteilig-
Werden die modellhaften Berechnungen am
ten Unternehmen keineswegs alleine der Schwarze Peter zugeschoben werden.
Beispiel einer Wohnung mit einer Wohnnutzfläche von 75 Quadratmetern in einem
2. Steuern und Abgaben machen einen be-
Mehrfamilienhaus bei geringer Bebauungs-
trächtlichen Anteil an den Gesamtkos-
dichte durchgeführt, so beträgt der Anteil
ten von Wohnungen aus. Dieser Punkt ist
der Steuern und Abgaben am gesamten
grundsätzlich zu beachten, sollte aber vor
Kaufpreis der Musterwohnung 41,6 Pro-
allem in politischen Diskussionen nicht
zent. Der Rest, und das sind weniger als 60
außer Acht gelassen werden. Auch wenn
Prozent, setzt sich aus den Kosten für den
eine unmittelbare steuerliche Entlastung
Grundstückserwerb und den Errichtungs-
etwa durch eine Reduktion des Mehr-
kosten zusammen, wobei der Anteil der
wertsteuersatzes oder Ähnliches nicht
Errichtungskosten mit 43,2 Prozent nur ge-
realistisch ist, so sollte der Gesetzgeber
ringfügig über der gesamten Steuer- und Ab-
seine Rolle in der gesamten Preisentwick-
gabenbelastung liegt. Die anteiligen Grundstückskosten liegen demnach bei zwölf Prozent. Wird eine höhere Bebauungsdichte oder eine andere Zahl an Autoabstellplätzen
Dr. Stefan D. Haigner ist geschäftsführender Gesellschafter der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW).
könnten dämpfend auf die Preisentwicklung wirken, ohne dass dabei eine mindere muss.
belastung sogar noch leicht und erreicht in 1. Zum einen ist der Spielraum bei jenen Kos-
ihr Maximum.
ten, die unmittelbar durch die an der Er-
Kaum anders ist die Situation, wenn das
richtung von Wohnungen beteiligten Un-
Beispiel eines Doppelhauses herangezogen
ternehmen verursacht werden, gering. Dies
wird. Zwar ist hier der Anteil an Steuern
überrascht nicht sonderlich, wird doch der
und Abgaben am Gesamtkaufpreis im Ver-
Preis auf einem weitgehend wettbewerbli-
gleich zur Wohnung deutlich niedriger, aber
chen Markt gebildet. Zudem zeigt ein Blick
auch beim Beispiel Doppelhaus schneidet
auf die Preisentwicklung der letzten Jahre,
der Staat kräftig mit, wenn der Anteil an
dass die Baukosten nur unterdurchschnitt-
Steuern und Abgaben zwischen 30,1 und 32,3
lich gestiegen sind. Während die Inflations-
Prozent liegt.
raten seit 2010 rund zwei Prozent jährlich
Was bleibt?
einschlägigen Vorschriften und Normen
Qualität im Wohnbau befürchtet werden
unterstellt, steigt die Steuer- und Abgabenden Berechnungen der GAW mit 42,6 Prozent
lung immer mitdenken. Adaptionen von
betrugen, lag der Anstieg der Baukosten mit durchschnittlich 1,8 Prozent jährlich
Zwei zentrale Erkenntnisse können aus den
darunter. Dieser Unterschied mag klein
gezogenen Schlussfolgerungen abgeleitet
erscheinen, aber in diesem Zeitraum sind
werden.
die Baukosten real um rund zwei Prozent
ÜBER GAW
Die Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW) ist eine private Forschungseinrichtung mit Sitz in Innsbruck, die für Unternehmen, Interessenvertretungen sowie die öffentliche Hand Studien zu volksund regionalwirtschaftlichen Themen erstellt. Im Bereich der Erstellung von Wertschöpfungsstudien, aber auch zum Thema kalte Progression zählt die GAW seit Jahren zu den führenden Forschungseinrichtungen in Österreich. // www.gaw.institute
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T
PROHOLZ
Projekt Spieljochbahn: Planung: BESTO ZT GmbH, Jenbach, Ausführung: Tischlerei Walder, Außervillgraten
„Gute Gestaltung und Design sind für die Akzeptanz unserer Tischlerprodukte sehr wesentlich. Deshalb werden wir diese Themen nun bereits während der Ausbildung unserer Lehrlinge forcieren.“ Klaus Buchauer, Landesinnungsmeister Tischler
Tischler schaffen Lebensräume
Was wären Architektur und Raumdesign ohne hochwertiges, fachgerechtes Tischlerhandwerk? Ist die Symbiose zwischen Planern und Ausführenden in Sachen Holz entsprechend groß, führt dies zu wahren Gesamtkunstwerken. Je besser die Aus- und Weiterbildungschancen für die Tiroler Tischler, desto höher ist auch die Qualität bei der Gestaltung und in der Verarbeitung. // TEXT: CATERINA MOLZER-SAUPER
E
die Qualität seiner einzelnen Be-
Engagement wird gefördert und belohnt
standteile. Die perfekte Zusammen-
ProHolz Tirol und seinen Mitgliedern ist
in Gebäude ist immer nur so gut wie
arbeit zwischen dessen Erdenkern auf Papier
es ein großes Anliegen, die Bedeutung, den
und den Umsetzern auf der Baustelle ist dem-
Ruf und die Qualität des Tiroler Tisch-
nach von höchster Wichtigkeit. Besonders bei
lerhandwerkes zu unterstützen und zu
der Gestaltung von Innenräumen spielt das
stärken, was sich auf zahlreichen Veran-
Tischlerhandwerk eine bedeutende Rolle. Ne-
staltungen und bei Auszeichnungen für
ben ihrer Funktion als freistehende Einzelstü-
besonders gelungene Arbeiten immer wie-
cke gewinnen Möbel als fix eingebaute Stau-
der zeigt. Bereits in frühen Jahren werden
möglichkeiten, Wohnskulpturen, Raumteiler
in Tirol schon die Jüngsten in Kindergär-
oder gar Trennwände immer mehr an Bedeu-
ten und Schulen spielerisch mit dem nach-
tung. Dies bedingt die enge Zusammenarbeit
haltigen und vielseitigen Werkstoff Holz
mit den planenden Architekten schon in der
in Kontakt gebracht und Interessierten
Entwurfsphase, um ein harmonisches und
später eine Vielzahl an Ausbildungsmög-
funktionelles Gesamtergebnis im Sinne der
lichkeiten u.a. im Bereich des Tischler-
späteren Nutzer zu gewährleisten.
handwerks geboten.
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„Das Tiroler Tischlerhandwerk strahlt weit über die Landesgrenzen hinaus. Es hat eine große Bedeutung für die heimische Wirtschaftsleistung. Grundlage für den aktuellen und weiteren Erfolg ist das duale Ausbildungswesen. Das heißt, die Ausbildung in den Betrieben und in den Berufsschulen ist optimal aufeinander abgestimmt.“ Rüdiger Lex, Geschäftsführer proHolz Tirol
„Ich arbeite sehr gerne mit Tiroler Tischlern zusammen. Besonders schätze ich ihr hohes handwerkliches Können und ihre konstruktive Beratung bei der Umsetzung.“ Architekt Bernhard Stöhr, BESTO
Traumküchen von Poliform Neu eröffnet: PoliformKüchenstudio
Alle Küchentrends direkt von der Mailänder Möbelmesse zeigen wir in unserem neuen Poliform-Küchenstudio.
Neue Trends, neue Ideen
Design und Qualität
Wenn Sie in nächster Zeit eine neue Küche planen, sollten Sie jetzt zu uns in die Wetscher Wohngalerien kommen: In unserem neuen Poliform-Küchenstudio zeigen wir alle topaktuellen Küchentrends von der Mailänder Möbelmesse. Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich inspirieren – Ihre Traumküche wartet! Ihr Martin Wetscher
bulthaup b1 Bei Wetscher gibt’s das einzige bulthaupStudio in ganz Tirol: Das Einsteigermodell b1 gibt’s bereits ab 12.980 Euro.
Wetscher Wohngalerien Zillertalstraße 30, Fügen / Tirol www.wetscher.com
Handwerkstradition Wetscher hat immer schon eigene Küchen hergestellt: Im Wetscher Chalet treffen Spitzenmarken auf Tischlerhandwerk.
PLANUNG. WERKSTÄTTEN. WOHNGALERIEN.
Die italienische Marke Poliform haucht dem Wesen der Küche neues Leben ein. Reduziertes, stilvolles Design, gepaart mit höchsten Qualitätsansprüchen machen diese Küchen zu wahren Kraftplätzen.
Immer einen Besuch wert Wetscher ist Ihr Möbelstandort im Zillertal. Neu bei uns: Das innovative Konzept von wetscherMax und das Wetscher Home Spa!
ENNEMOSER
Lebensqualität steigern und Energie sparen Der heurige Sommer hat es eindrucksvoll gezeigt: Neben dem Insekten- wird der Sonnenschutz beim Hausbau immer wichtiger. Auch aus ökonomischen Gründen sollte kein Haus mehr ohne sein.
M
it der richtigen Steuerung ist
wirken mit einer Markise luxuriöser. Mar-
Sonnenschutz Klima-, Einbruch-
kisen können durch eine passende Hül-
sowie Sichtschutz und sorgt für
se bzw. Kassette gegen Verschmutzungen
Energieeffizienz beim Kühlen, Heizen und
geschützt werden, wenn kein Mauervor-
Beleuchten. Die Möglichkeiten dabei sind so
sprung vorhanden ist. Aber auch der Stoff
vielfältig wie individuell.
ist durch spezielle Behandlungen schmutzabweisend und wasserresistent. Das Ein-
Sonnenschutz
und Ausrollen kann sowohl manuell mit
Außenliegende Sonnenschutzsysteme ermög-
einer Kurbel als auch elektrisch über einen
lichen es, Gebäude effizient zu beschatten.
Motor erfolgen.
Textile Systeme sind in diesem Bereich in den letzten Jahren definitiv auf dem Vormarsch
Raffstores
und werden insbesondere im öffentlichen
Raffstores sind technische Weiterentwick-
Segment, aber auch zunehmend im privaten
lungen in Bezug auf Lamellenform, Sei-
Bereich immer stärker nachgefragt. Die Grün-
tenführung, Antrieb und Materialien von
de dafür liegen auf der Hand: Neben vielfälti-
Außenjalousien. Die optimale Lichtregulie-
gen optischen Gestaltungsmöglichkeiten, die
rung erhalten Sie mit Hilfe von Steuerun-
die Gewebe bieten, bringen sie hervorragende Sonnen- und Sichtschutzeigenschaften mit.
Markisen Markisen als Sonnenschutz geben Terrassen ein elegantes, mediterranes Flair und werten das Haus dadurch optisch auf. Auch Wohnungen mit Balkon oder Dachterrasse
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„DIE MÖGLICHKEITEN ZUM SONNENSCHUTZ SIND VIELFÄLTIG UND WERDEN DANK TECHNISCHER WEITERENTWICKLUNGEN IMMER INDIVIDUELLER.“ Remo Ennemoser
gen der neuesten Generation. Besonders Funkfernsteuerungen minimieren den Installationsaufwand und geben Ihnen Flexibilität. Tecnolux-Raffstores sind ausgereifte Qualitätsprodukte. Sie überzeugen durch ihre Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit wie auch ihr Design in Verbindung mit Belastbarkeit.
© HEROAL.DE
ENNEMOSER
tecnolux® ZIP Außenrollo: Textiler Sonnenschutz mit hoher Windstabilität Das ZIP-System funktioniert wie ein genialer und ultrastabiler „Reißverschluss“, der je nach Ausführung aufgeschweißt oder aufgenäht wird und den textilen Behang sehr exakt, stabil und geräuscharm in der zweiteiligen Führungsschiene bewegt. Das System hält sehr hohe Windstärken aus. Die Flexibilität besteht in der Auswahl des Tuches. Je nach Wunsch und Tuch ist eine Nutzung des Tageslichts (bis zu 80 Prozent) oder eine fast vollständige Abschattung möglich. So wird das Raumklima energiesparend optimiert, ohne dass zu viel Tageslicht verloren geht.
Rollläden Ein Ennemoser-Rollladen bietet eine Fülle
ausgefallene Wünsche wahr werden. Selbst
an Eigenschaften, die ihn zu einer sinnvol-
nach Jahren machen die lichtechten Farben
len und nachhaltigen Investition werden
noch Freude. Geschlossene Rollläden wir-
lassen. Qualität und Langlebigkeit werden
ken durch das entstehende Luftpolster zwi-
durch die Verwendung hochwertiger Mate-
schen Rollladen und Fenster wärmedäm-
rialien (vornehmlich Aluminium) garantiert.
mend. Das spart Heiz- und Energiekosten
Farb- und Gestaltungsvielfalt lassen auch
und schont die Umwelt.
SONNENSCHUTZ UND MEHR PER APP STEUERN
Sie möchten Ihren Sonnenschutz bzw. Ihre Hausautomation bequem zu Hause per Tablet oder von unterwegs per SmartphoneApp steuern und zum Beispiel die Rollladen schließen? Das Ennemoser-Team berät Sie gerne, welches Funksystem für Ihre spezielle Anwendung geeignet ist, und zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Haustechnik komfortabel und intuitiv steuern können. Einige Vorteile: • weltweit per App auf Ihre Haustechnik zugreifen • schnelle und einfache Inbetriebnahme • Zeitsteuerungen schaffen mehr Komfort und Sicherheit vor Einbrechern – besonders während der Abwesenheit. • Energieeinsparungen
ENNEMOSER SONNENSCHUTZ Unser Fachbetrieb unterstützt Sie bei der Planung und Ausführung unterschiedlichster Anforderungsprofile in allen Bereichen von Sonnen- und Wetterschutzanlagen. Durch unser regelmäßig geschultes Fachpersonal erhalten Sie umfassende Beratung bei Ihnen vor Ort oder in unserer Firma mit großem Ausstellungsraum. Zuverlässigkeit und hohes fachliches und handwerkliches Können sind für uns die Grundlagen unseres Erfolgs. Sie vermissen noch etwas, haben Fragen oder auch Anregungen? Nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf oder besuchen Sie unsere Homepage unter www.ennemoser-sonnenschutz.at
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WOHNTRENDS
Der neue Minimalismus Wohntrends gibt es ungefähr so viele verschiedene wie Charakterunterschiede bei den Bewohnern. Von Vintage- und Industrial-Design über den Happy Chic bis zu Hygge und dem Skandistyle im Allgemeinen war und ist so ziemlich alles dabei, was die Stilpalette hergibt. Und das ist gut so, weil Wohnen schließlich etwas ganz Persönliches ist. Weniger Stil denn Lebenseinstellung ist der neue Minimalismus, der in wunderbar vielen Varianten daherkommen kann, aber eine gemeinsame Basis hat: Weniger ist mehr. // TEXT: MARINA KREMSER
W
ar es früher die Opulenz, ist
Die Kunst des Weglassens
es heute der Minimalismus.
New Minimalism fordert dazu auf, sich achtsam
Eroberte der zuerst die bil-
und bewusst mit dem eigenen Lebensstil ausein-
dende Kunst, so zieht er sich
anderzusetzen und Beziehungen und Erfahrungen
heute weiter bis ins Design und die Architektur. Es
einen größeren Wert beizumessen als materiellen
ist die Eleganz der Schlichtheit, die das Wohnen
Dingen. Es steht für eine Lebensform, die sich der
beherrscht, man mag es auch eine neue Coolness
Idee verschrieben hat, dass Glück nicht käuflich ist.
nennen – nicht zu verwechseln mit dem Beton-
Diese Philosophie vertritt die Überzeugung, dass
und Stahlpurismus, der Anfang der 2000er-Jah-
es sinnerfüllender ist, Zeit mit anderen Menschen
re das Maß aller Dinge, auf Dauer aber dann doch
zu verbringen, statt ständig auf der Suche nach
zu kühl war, um sich langfristig durchzusetzen.
Dingen zu sein, sie zu ordnen, zu organisieren, zu
Naturmaterialien wie Stein, Leder und vorrangig
säubern und zu kaufen (und sie dann wieder abzu-
Holz geben der modernen Umgebung von heute
geben). Der traditionelle
einen heimeligen Touch und nehmen dem Weni-
Minimalismus huldigt der
ger-ist-mehr-Prinzip die wohnliche Strenge.
Überzeugung des „Weni-
Wohnen ohne Schnickschnack
ger ist mehr“. Ihm liegt eine ziemlich asketische
WOHNEN UND EINRICHTEN IST IMMER AUCH EINE FRAGE DER PSYCHOLOGIE. WER BIN ICH UND WAS MÖCHTE ICH? WIE UND WO FÜHLE ICH MICH WOHL?
In der Kunst strebt Minimalismus nach Objektivi-
Denkweise zugrunde, die
tät, schematischer Klarheit, Logik und Entpersön-
sich auf das absolut Not-
lichung. Entstanden ist die Kunstrichtung in den
wendige beschränkt und
USA der frühen 1960er-Jahre als Gegenbewegung
sich fragt, was der Einzel-
zur gestischen Malerei des abstrakten Expressio-
ne zum nackten Überle-
nismus; in der Architektur wird der Minimalismus
ben braucht. Das andere
in den 1980ern zum Stilelement, wenngleich die Ur-
Ende des Spektrums bil-
sprünge in der Architekturmoderne der 1920er-Jah-
det ein konsumorientier-
re liegen. Bezeichnend ist eine einfache Formen-
ter Lebensstil, der leider
sprache und der fast völlige Verzicht auf dekorative
gleichbedeutend mit dem
Elemente.
amerikanischen Traum geworden ist. Dieses über-
So strikt zeigt sich der neue Minimalismus heute
steigerte Konsumverhalten mochte anfangs auf-
nicht mehr, vielmehr geht es um ein achtsameres,
regend sein. Doch wir haben in der Folge erkannt,
sortiertes und damit leichteres Leben und eine da-
dass an all diesen Dingen sehr viel Gewicht und
mit einhergehende beruhigende Ordnung, die uns
Schwere hing. Der neue Minimalismus beschreibt
im hektischen Alltag ein Stück Sicherheit und Ge-
den Mittelweg. Wir würdigen die Bedeutung mate-
borgenheit zurückgibt und auch ganz weit weg ist
rieller Dinge für unser Leben. Wir schätzen Schön-
von der Kargheit früherer Versionen.
heit, Textur und Farben in unserem Zuhause. Wir
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BUCHTIPP S I M P L I F Y YO U R H O M E Der Minimalismus-Praxisguide Cary Telander Fortin & Kyle Louise Quilici Knesebeck Verlag, 208 Seiten, EUR 22,70 Zu jedem Frühjahrsputz fallen einem dieselben Dinge in die Hände – und dann entscheidet man sich doch, sie zu behalten, schließlich könnten sie in Zukunft noch nützlich sein. Schluss damit! Mit Simplify your Home bieten die Autorinnen endlich das nötige Startkapital: Praktische Hilfe für alle, die mal richtig aussortieren, ordnen und leichter leben möchten.
BUCHTIPP M I T A N D E R E N WO R T E N
© KELLY ISHIKAWA/KNESEBECK VERLAG
Unübersetzbares aus aller Welt Christopher J. Moore Knesebeck Verlag, 128 Seiten, EUR 15,40 Das Büchlein hat zwar nicht direkt mit Wohnen zu tun, ist aber so entzückend, dass es als Tipp quasi immer passt. Wunderbar illustriert entführt Christopher J. Moore in die bunte Welt der Sprache und hat insgesamt 90 bezaubernde Wörter zusammengetragen, die sich nicht direkt übersetzen lassen, die mehr sind als nur ein Wort, sondern eine Situation beschreiben oder eine Emotion. Und schließlich ist auch Wohnen eine Sache des Gefühls ...
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© KELLY ISHIKAWA/KNESEBECK VERLAG
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FENG-SHUI
Der Name ist eine Kombination aus den chinesischen Wörtern für „Wind“ (feng) und „Wasser“ (shui). Gemeint ist das Erlernen und Praktizieren einer harmonisierenden Lebensweise, die den Menschen und seine umgebende Natur in Einklang bringt, insbesondere in Bezug auf Lebenszentrum und Wohnraum.
WABI-SABI
Wabi-Sabi geht in die Richtung „kontemplativ“. Wabi ist eines der wichtigsten Wörter im reichen japanischen Wortschatz der Ästhetik. Wenn etwas nicht Wabi, also eine gewisse Patina/ Aura hat, ist es einfach nicht japanisch. Die ersten Menschen, die mit Wabi-Sabi zu tun hatten, d. h. mit dem ästhetischen Konzept, in dessen Mittelpunkt Wabi steht, waren die ZenBuddhisten – Teezeremonienmeister, Priester und Mönche, die eine direkte, intuitive Erkenntnis der überirdischen Wahrheit deutlich machten. Wabi-Sabi bezeichnet daher die Empfindung der Schönheit im Unvollkommenen, Unbeständigen, Unfertigen und Einfachen.
HYGGE
Es leitet sich von dem norwegischen Wort für „Wohlsein“ ab und wird oft mit „Gemütlichkeit“ übersetzt. Jedoch beinhaltet es in Wirklichkeit noch mehr als das. Als Adjektiv, Verb oder Nomen verwendet, beschreibt es das Gefühl des Wohlbefindens im Zusammenhang mit den einfachen Freuden des Lebens bei sich zu Hause. Es kann sich darauf beziehen, eine schöne Zeit mit Freunden zu verbringen, oder auch auf Entspannung im Familienkreis. Es bedeutet warme Pullis an kalten Abenden, friedliche Tage zu Hause und Essen bei Kerzenschein. Im Kern ist es dieses lauschige Ambiente, das beim Genuss der kleinen Dinge des Lebens entsteht. Quelle: „Mit anderen Worten“
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NEW MINIMALISM FORDERT DAZU AUF, SICH ACHTSAM UND BEWUSST MIT DEM EIGENEN LEBENSSTIL AUSEINANDERZUSETZEN UND BEZIEHUNGEN UND ERFAHRUNGEN EINEN GRÖSSEREN WERT BEIZUMESSEN ALS MATERIELLEN DINGEN.
Area
AFTER WORK
wissen, wie viel Freude unsere Lieblingstasse macht. Wir kennen die angenehme Wirkung eines geliebten Pullovers. Wir genießen die Kunst, die ohne praktischen Nutzen auskommt, aber unsere Seele berührt. So lauten die einführenden Worte von Cary Fortin und Kyle Quilici zu ihrem neuen Buch „Simplify your Home“. Recht haben sie und beschreiben damit ganz gut, worauf es beim Wohnen eigentlich ankommt: Nicht aufs Haben, sondern aufs Sein. Fortin ist studierte Psychologin und hat sich viel mit der Psychologie hinter Entscheidungen und Bindung beschäftigt. Zusammen mit Kyle Quilici ist sie das Team der Agentur „New Minimalism“, die Klienten hilft, sich von überflüssigen Dingen zu trennen und diese zu spenden. Qulicis Schwerpunkt ist es, mit den Dingen, die ihre Kunden bereits besitzen, gemütliche und reduzierte Innenräume zu schaffen. Sie studierte Verhaltensforschung am Boston College und Interior Design an der Parson School of Design in New York. Gemeinsam haben sich die beiden für das Buch in die Untiefen des „Zuviel“ des Alltags begeben. „Aussortieren hilft uns dabei, unsere Werte zu verstehen und zu beobachten, wie sich diese Werte in unserem Zuhause widerspiegeln. Wie bei jeder geistigen Unternehmung ist es auch hier ratsam, bei sich selbst zu beginnen“, sagen die Mädels. Wohnen und Einrichten ist immer auch eine Frage der Psychologie. Wer bin ich und was möchte ich? Wie und wo fühle ich mich wohl? Sind diese Fragen beantwortet, braucht es auch noch ein Stück Mut – nämlich sein Zuhause wirklich derart zu gestalten, wie man es selbst gerne möchte, und nicht, wie es andere vielleicht von einem erwarten. Die eigenen vier Wände sind keine Repräsentationsfläche für andere, wie es ein Büro oder Schauraum ist. Zuhause muss man ganz man selbst sein dürfen. Ohne Kompromisse. „Wenn du einen wirklich zufriedenstellenden Status quo erreichen willst, musst du erst mal den Reset-Knopf drücken und eine große, umfassende Entrümplungsaktion starten. Du musst all die Gegenstände in den Griff bekommen, die sich angesammelt haben, und zu dem Punkt gelangen, an dem du nur noch ein aufgeräumtes Heim pflegen musst. Dieser große Reset bedeutet weder eine Art von Selbstgeißelung oder Askese, noch ist er Anlass zu tiefem Leid. Genau das Gegenteil ist der Fall“, so Fortin und Quilici. „Es ist, als schöpftest du das Fett ab oder entferntest alles Überflüssige, sodass all das, was gebraucht, genutzt und geliebt wird, plötzlich den Platz bekommt, den es verdient.“ Und das ist doch irgendwie schön …
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WOHNEN
Bereits sehr jung traten Maurizio und Davide Riva, heute zusammen mit ihrer Schwester Anna Besitzer von Riva 1920, dem Familienbetrieb bei. Mit großer Intuition und Leidenschaft für Holz haben sie sich von den anderen abgehoben und unter anderem den Tisch „Auckland“ kreiert, der aus massivem, mehrere tausend Jahre altem und aus Neuseeland stammendem Kauri-Holz besteht. Ein StatementObjekt, das nicht viel Drumrum braucht. Riva 1920 erhältlich bei Wetscher.
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INTERVIEW
Natürlich wohnen KAMA-Geschäftsführer Martin Hubmann über das Wohnen mit Naturstein.
VORFREUDE
Zuhause A U F I H R N EU ES
ECO.NOVA: Wohnen mit Naturmaterialien wird immer
beliebter. Welche Vorteile hat das Wohnen mit Stein? MARTIN
HUBMANN: Ein natürlich entstandenes Material schafft Wertig-
keiten für Generationen. Schon die ersten Gebäude der Menschheit wurden auf und aus Stein gebaut. Die Meisterwerke der Architektur bestehen heute noch. Heute wird Naturstein gerne dort verwendet, wo neben ästhetischen Anforderungen auch ein Material mit hoher Widerstandskraft gesucht wird. Auch die ausgezeichnete Wärmeleitfähigkeit macht den Belag zum idealen Partner für die Fußbodenheizung. An Wänden und Fassaden kommt Naturstein zum Einsatz, wo Wandflächen gefordert sind, die wartungsfrei auf Jahrzehnte bleiben sollen. Auch als Küchenarbeitsplatte hat sich Stein durchgesetzt. Kratzfest, hitzebeständig und unverwüstlich hält er sämtlichen Kochkünsten stand. Stein gilt als eher kühles Material. Wie schafft man es, mit ihm trotzdem eine wohnliche Atmosphäre zu schaffen? Durch verschiedene Oberflächenbearbeitungen wie Schleifen, Flammen, Bürsten, Satinieren und vieles mehr schafft man nicht nur optisch, sondern auch haptisch warme und „weiche“ Oberflächen am Stein. Es gibt auch warme Farben zur Auswahl, die den behaglichen Eindruck noch verstärken. In Tirol sind die verschiedenen klimatischen Bedingungen eine Herausforderung für Materialien im Außenbereich. Worauf muss man hier bei Naturstein achten? Vor allem die sehr hohen Temperaturunterschiede in Tirol stellen jeden Belag vor diese Herausforderung. Bei Sonneneinstrahlung entwickeln sich auf dunklen Oberflächen um die 70 °C. Im Winter sind es nicht selten –10 °C, somit ergibt sich ein Delta von ca. 80 °C und teilweise noch höher. Hier muss dann die Materialwahl stimmen und auch die richtige Verlegetechnik. Es kommen daher fast nur Hartgesteine in Frage, einige wenige Kalksteine halten den Anforderungen auch stand. Eine fachkompetente Beratung ist aber auf jeden Fall zu empfehlen. Naturstein ist zeitlos – gibt es dennoch Trends? Farben und Oberflächen des Steines folgen natürlich auch den Architekturtrends. In den letzten Jahren haben sich sanfte Beigetöne und Schlammfarben am Markt positioniert. Die Klassiker Schwarz und Weiß werden aber immer noch häufig angewendet, am meisten sind diese Farben als Küchenarbeitsplatte vertreten. Schon lang bekannte Materialien wie Travertine werden über große Formatgrößen oder Sonderformen neu interpretiert und erleben gerade eine Renaissance.
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WOHNEN
„Ordnung ist wichtig.“ Seit Nick Hornby in seinem Buch „High Fidelity“ beschrieb, mit welcher Obsession der Plattenladenbesitzer Robert Fleming seine Plattensammlung immer wieder aufs Neue ordnet, wissen wir, dass Ordnung nicht nur mit staubigen Karteikastenreitern zu tun hat, sondern mit Leidenschaft und Hingabe. Das Regal In-aga von Mobimex bringt dazu die perfekte Struktur. Erhältlich im Einrichtungshaus Kranebitter in Innsbruck.
Da(mit) hält man gerne Ordnung: Schrankmöbel Casiers Standard nach einem Erstentwurf von Le Corbusier. Vor zwei Jahren präsentierte Cassina eine neue Version des Regalklassikers, blieb dabei bei den bewährten Varianten von damals, sorgte aber in Bezug auf Höhe, Abmessung und Farbtypus für mehr Spielraum. Noch immer beeindruckt das Möbel durch auffällig wenig Chichi und ist dennoch stets präsent. Cassina erhältlich bei Wetscher.
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promotion
Die neue Wohnlichkeit Die Sauna als Rückzugsort in hektischen Zeiten ist gefragter denn je. Selbst notorische „Onliner“ legen ihr Smartphone mit der Kleidung ab und genießen die Stille, die Wärme, die Achtsamkeit und das gute Gefühl, dem Organismus wie auch der Seele etwas zurückzugeben.
D
ie Sauna ist zu einem kostbaren Rückzugsort geworden – und das gern auch mittendrin. Längst nicht mehr sind Sauna & Co im Keller untergebracht, sondern fin-
den nun dort Platz, wo wir leben: im Badezimmer, im Wohnzimmer, auf Galerien oder im Schlafzimmer. Die Sauna soll nicht nur mehr heiß und funktional, sie darf auch Genuss für alle Sinne sein. Einladend wie eine Lounge, hochwertig wie KLAFS: Die neuen Sauna-Designs setzen Maßstäbe in puncto Raumwirkung und Wohnlichkeit. Faszinierende Ausstattungsdetails machen ei-
Perfektion und Harmonie in den Proportionen und Noblesse in jeder Farbe sind die charakteristischen Merkmale des Familienbetriebes Living Divani, der Polstermöbel zu seiner Trademark gemacht hat. Die „Easy Lipp“ prägt trotz ihrer optischen Zurückhaltung jeden Raum. Erhältlich bei mg interior in Innsbruck.
nen Rückzucksort für Auge und Seele.
Komfort auf kleinstem Raum Mit der raumsparenden Sauna S1 ist fehlender Platz kein Argument mehr für den Verzicht auf die eigene Wellnessoase. Die innovative S1 macht sich nämlich auf Knopfdruck ganz klein. Im eingefahrenen Zustand misst die Sauna in der Tiefe schlanke 60 Zentimeter und damit nicht mehr als ein Kleiderschrank. Ausgefahren ist die Kabine innerhalb von 20 Sekunden 160 Zentimeter tief und bietet Platz für zwei Personen. Dieses einzigartige Zoomkonzept gibt’s nun auch ohne Motorantrieb – bei der S1 Manuell wird die Sauna mit Hilfe einer Reling von Hand ausgefahren.
Mit allen Sinnen erleben Highlights werden mit den vielfältigen Beleuchtungsideen gesetzt: von puristisch bis verspielt, von unsichtbar bis auffallend wohnlich. Dank raffinierter Inlays und hochwertiger Bezüge der neuen „Mollis“-Saunakissen und -matten wird das Saunabaden außerdem gemütlicher denn je. // www.klafs.at
Die Kunst der Leichtigkeit: Der Keypiece Management Desk von Walter Knoll (Design: Eoos) schafft Freiräume – für Gedanken, Ideen und Gespräche. Modern in Maß und Gestaltung, einladend im Ausdruck. Der Schreibtisch macht in jedem Büro eine gute Figur, ist aber auch perfekt fürs Home-Office, weil er sich auffällig unauffällig in jedes Interieur einfügt. Walter Knoll erhältlich bei Wetscher in Fügen.
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WOHNEN
fpapier der Mitglieder fpapier fpapier der der Mitglieder Mitglieder
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Sie sind der Inbegriff formaler Schlichtheit: Möbel von USM. Vom Beistellmöbel bis zum Bücherregal – Ursprung der Mobilität ist die verchromte Kugel, Rohre sowie weitere Elemente lassen entstehen, was sich der Nutzer vorgestellt hat. Seit 50 Jahren gehören die modularen Möbelbausysteme zu den beliebtesten Klassikern im Einrichtungsbereich. Aus gutem Grund, sind die Möbel doch höchst anpassungsfähig und erweiterbar. USM gesehen bei mg interior in Innsbruck.
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Die Immobilien Dr. Rhomberg & Partner KG hat sich in den letzten Jahren zu einer der führenden Firmen in Sachen Immobilienverwaltung, Immobilienvermietung und Immobilienverkauf entwickelt.
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Wetscher
Individualität macht begehrenswert: Die hauseigene Tischlerei zählt heute zu einer der modernsten in ganz Österreich. In der „Wetscher Meisterklasse” werden Lehrlinge zu hochqualifizierten Fachkräften ausgebildet, die für eindrucksvolle Eigenkreationen wie das Wetscher Penthouse sorgen.
Wenn es draußen kühler und innen wieder kuscheliger wird, sorgen Ausstellungen wie das Wetscher Chalet oder das Treca-Paris-Bettenstudio für Inspiration fürs eigene Wohlfühl-Wohnen.
Zuhause ist ein Gefühl
Gerade in der kalten Jahreszeit rücken weiche Faktoren wie Wärme, Sinnlichkeit, Emotion und Natürlichkeit wieder mehr in den Vordergrund. Auch und vor allem beim Wohnen.
E
inrichten ist weit mehr als das blo-
Feinheiten renommierter Spitzenmarken,
ße Aufstellen von Möbeln. Wohnen
personalisiert durch traditionelles Hand-
ist Wohlfühlen und ganz viel Gefühl,
werk aus der hauseigenen Tischlerei. Sie
emotional und persönlich. So muss auch die
sind Ideengeber für das eigene Zuhause, Ins-
Beratung sein.
piration für Stil und Style. Optik und Haptik
Am Anfang steht der Mensch
in meisterlicher Abstimmung für das perfekte Wohngefühl!
Wetscher steht seit Generationen für höchs-
Die Wetscher-Innenarchitekten machen aus
te Einrichtungskompetenz; die Wohngale-
Räumen ein Zuhause, das so individuell ist
rien in Fügen zählen zu den schönsten Ein-
wie die Menschen, die dort leben. Und für alle
richtungshäusern Europas. Auch und vor
Designliebhaber, die gerne auch online unter-
allem weil man hier ganz weit weg ist vom
wegs sind, dabei aber nicht auf das Offline-Er-
Alltäglichen. Es geht um den Menschen als
lebnis verzichten möchten, empfiehlt sich ein
Bewohner seiner eigenen vier Wände, des-
Besuch im neuartigen Mitnahmemarkt für
sen Bedürfnisse und das Erfüllen von Wün-
Junges Wohnen: wetscherMAX – die Design-
schen, die man selbst vielleicht noch gar
halle für alle – wurde heuer neu am Standort
nicht kennt. Mit der Wetscher-Wohnstilana-
Fügen eröffnet. // www.wetscher.com
lyse begeben Sie sich auf eine Entdeckungsreise, die das Fundament für die weitere Beratung und Planung bildet. Die verschiedenen Ausstellungswelten bieten wohnliche
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eco.nova
Mit dem neuen Wetscher Home SPA eröffnet sich eine ganz neue Welt privater Wellnessrefugien: Die Wetscher-Innenarchitekten planen Ihr Bad so individuell, dass sich die Wohlfühloase harmonisch in jeden Wohnraum einfügt. Fachmann Klaus Suppacher sorgt für die optimale Umsetzung.
Living Inn Zirl
Wohnanlage mit nur fünf Einheiten Freiungweg 5, 6170 Zirl Wohnflächen: jeweils ca. 76 m2 Anzahl der Schlafzimmer: 2 Terrasse & Garten Tiefgarage & Kellerabteil Kaufpreis: ab 409.000 Euro
Die kleine Wohnanlage überzeugt nicht nur durch die hochwertige Bauqualität, sondern auch durch die besondere Lage und Ruhe am Land. Alle Wohnungen verfügen entweder über Privatgärten oder über großzügige, überdachte Terrassen.
Maria-Theresien-Straße 29 / 3. OG, A-6020 Innsbruck Telefon: +43 512 909060, Fax: +43 512 90906060, office@bonne-apart.at, www.bonne-apart.at
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SCHLAFEN
Gesunder Schlaf im Herzschlag der Zirbe ist seit Jahren ein Dauerbrenner. Und Zirbe geht auch in der Boxspring-Version, wie der Massivholzspezialist ANREI-Reisinger mit Big Ann zeigt. Der hohe Rahmen des Bettes ist speziell für Boxspring-InsideSysteme konzipiert und mit den meisten Boxspring-Systemen kompatibel. Gesehen im Einrichtungshaus Föger, Telfs.
Chloé vereint Haute Couture mit Design. Die Formen sind gerade, aber die Volumen werden durch das Rautenmuster der Polsterung und die Keder subtil zur Geltung gebracht. Die Verarbeitung steht für zarte Raffinesse und Emotionen, die an das Ambiente französischer Boudoirs erinnern. Treca erhältlich bei Wetscher in Fügen und Kranebitter in Innbruck.
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Noble Zurückhaltung: Das Schranksystem „New Entry“ von Poliform ist unglaublich flexibel und kommt auch mit schwierigen Ecken oder Dachschrägen problemlos klar. Ein Schrank, dem Sie in jedem Raum hohe Anforderungen stellen können. Poliform gesehen bei Wetscher in Fügen.
SOLANGE
ES
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Wohlige Wärme
Wie man sich bettet, so liegt man. Auf „Bam Bam“ von Designerin Terry Dwan für Riva 1920 träumt man ganz besonders gut. Die Besonderheit des komplett aus Massivholz hergestellten Bettes ist der aus Holzleisten bestehende Kopfteil, der von einem Brett mit Naturkante zusammengehalten wird. Riva 1920 erhältlich bei Wetscher.
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Handwerkstradition, Innovationsgeist, Planungskompetenz und Topqualität sind die vier Eckpfeiler, die das Tiroler Unternehmen Spechtenhauser seit bald 90 Jahren tragen.
Das Tiroler Familienunternehmen Spechtenhauser fertigt seit fast 90 Jahren erstklassige Fenster in allen Variationen – Topqualität aus eigener Produktion.
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In der hauseigenen Tischlerei entsteht handveredelte Maßarbeit – vor allem auch individuelle Sonderanfertigungen und Speziallösungen.
as ca. 100-köpfige Spechtenhau-
tenzen für Neubau und Sanierung abdeckt:
ternehmen sämtliche Fenstervarianten aus
ser-Team liebt die kniffligen Her-
hochwertiger Fenster-, Glas- und Möbelbau
eigener Produktion: Holz-, Alu-Holz-, Kunst-
ausforderungen jenseits von 08/15.
– dazu das hauseigene Möbelstudio. „Neben
stoff-, Kunststoff-Alu- sowie faserverstärkte
Als Spezialisten mit langer Handwerkstradi-
der handwerklichen Präzision bringen wir
Hightechfenster. Dadurch ist exzellente Qua-
tion im Möbel- und Fensterbau sind sie es ge-
großes Planungs-Know-how mit, das A und
lität garantiert – vom optimalen Schall- und
wohnt, Maßarbeit in höchster Ausführungs-
O für einen erfolgreichen Projektverlauf“,
Einbruchschutz bis hin zur Energieeffizienz
qualität zu liefern. Kein Standard von der
betont die Geschäftsführung bei Spechten-
auf Passivhausniveau. Kein Wunder, dass
Stange, sondern individuelle Lösungen.
hauser.
die geballte Kompetenz von Spechtenhau-
Der einst kleine Innsbrucker Tischlerbetrieb,
ser bevorzugt auch bei Denkmalschutz oder
der im Jahr 1930 in einer Kellerwerkstatt
Einmalige Fensterqualität
startete, ist zu einem innovativen Unterneh-
Schon gewusst? Die Spechtenhauser-Profis
Ob Fenster, Möbel oder Glas, überall gilt:
men herangewachsen, das sämtliche Kompe-
bieten als einziges Tiroler Fensterbau-Un-
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Edle Markenküchen und Designermöbel sowie Eigenfertigungen findet man im Spechtenhauser Möbelstudio. Das Unternehmen übernimmt auch den kompletten Innenausbau samt Planung.
Sonderbauelementen zum Einsatz kommt.
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Reif für die Insel: Vadholma von IKEA hat viel Platz, um Dinge unterzubringen, und ist gleichzeitig eine robuste Arbeitsfläche, an der man auch mal Platz und ein Gläschen nehmen kann.
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Ohne viel (äußerlichen) Schnickschnack und gerade deshalb so schön: Die Küche „Twelve“ von Poliform wurde auf eine neue Wesentlichkeit reduziert. Inspiration für Ihre Küche gibt’s ab Ende September im neuen PoliformKüchenstudio bei Wetscher in Fügen.
Geradlinig und dennoch mit ordentlich Stauraum ausgestattet: Die „filigno“-Küche schafft durch ihr Design einen feinen, fließenden Übergang zwischen Küche und Wohn-Ess-Bereich. Team7 erhältlich im Einrichtungshaus Föger in Telfs.
Durch intelligente Minimierung lassen sich viele Dinge des Lebens einfacher und besser machen. Diesem Grundsatz folgt die bulthaup b1 in ihrer puristischen, ergonomischen Gestaltung. Infos zu bulthaup erhalten Sie bei mg interior in Innsbruck.
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HIGHTECH
Berührungslos: Bei der Waschtisch-Armatur „Essence E“ von Grohe bringt ein Infrarotsensor das Wasser zum Fließen, was sie ganz besonders hygienisch macht. Ca. 350 Euro.
Mit dem „Raumluftsensor CO2“ hat Busch-Jaeger ein Gerät zur Kontrolle der Raumluft auf den Markt gebracht, das den Ist-Zustand und den CO2-Gehalt der Luft anzeigt und dazu Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Temperatur im Raum misst. Darüber hinaus können Schwellenwerte eingegeben und übertragen werden, via Relais werden dann Fenster und Lüftung automatisch gesteuert.
Bora bezeichnet seinen „BORA Professional“ selbst als Meilenstein und Symbiose aus Innovation, Ästhetik und Effektivität. Eine grundlegende Neuerung ist der Wechsel von einem bisher mechanischen zu einem elektrischen BORA-System. Wird eine Kochstelle eingeschaltet, öffnet sich leise und automatisch die Verschlusskappe. Zum Abschluss des Kochvorgangs schließt sie sich wieder, völlig plan und ohne Fugenabstand. Das Herzstück des Systems sind die Knebel mit dem User-Interface auf der Frontfläche, die eine smarte Bedienerführung ermöglichen.
Gaggenau präsentierte heuer seine neue Vario-Kühlgeräte-Serie 400: ein vollständig integriertes modulares Sortiment aus Kühl- und Gefriergeräten, Kühl-/Gefrierkombinationen und Weinklimaschränken, die sich auf vielfältige Weise kombinieren lassen. Nebst progressiver Optik beinhalten die Geräte auch Innovationen, die sonst nur Profiküchen vorbehalten sind.
Sind wir nicht alle ein bisschen retro? Standgeschirrspüler von SMEG im Stil der Fifties, aber technisch ganz auf der Höhe der Zeit und fein leise. Erhältlich in vielen (Zuckerl-) Farben um ca. 1.350 Euro.
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Die Band an der Wand
BeoSound Shape ist ein modulares Lautsprechersystem, bestehend aus sechseckigen Kacheln, die dekorativ in einer beliebigen Anzahl und einem individuellen Muster an der Wand angebracht werden können. Designliebhaber können damit voll und ganz auf die Individualität eines Raumes eingehen.
M
it BeoSound Shape präsentiert Bang & Olufsen ein drahtloses Laustprechersystem, das herausragenden Klang (wie von der Lifestylemarke gewohnt) mit individualisierbarem Design verbindet und dabei gleichzeitig zu einer angenehmen Rauma-
kustik beiträgt – selbst im ausgeschalteten Zustand. Dank seiner einzigartigen Resonanzdämpfungsfunktionen ist BeoSound Shape auch ideal für große, multifunktionale Räume.
Wall of Sound für unbegrenzte Möglichkeiten BeoSound Shape besteht aus mehreren Kacheln, die jeweils einen Lautsprecher, Verstärker oder akustischen Dämpfer beinhalten. Die Verbindung aus beliebig vielen, aber mindestens sechs Kacheln überzeugt mit beeindruckender Klangleistung. Durch den BeoSound-Core-Verbindungshub, der hinter einer der Kacheln verborgen ist, wird das kabellose Streamen von Musik in hoher Audioqualität vom Mobilgerät über Streamingtechnologien wie AirPlay, integriertes Chromecast oder Bluetooth ermöglicht. BeoSound Core verfügt außerdem über Multiroom-Funktionen, durch die er mühelos mit weiteren Bang-&Olufsen- und B&O-PLAY-Produkten kombiniert werden kann. Je nach individuellen Designvorstellungen können unendlich viele Kacheln miteinander kombiniert werden. Und nicht nur die Anordnung des BeoSound Shape kann ganz nach individuellen Wünschen gestaltet werden, das Lautsprechersystem bietet außerdem eine große Auswahl an Stoffen und Optiken – von Parisian Night Blue, Purple Heart und Infantry Green über Brazilian Clay und Wilde Dove Grey bis hin zum klassischen Schwarz. Bekennen Sie Farbe!
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WOHLFÜHLEN
Das Bad ist längst von der klassischen Nasszelle zum Wohlfühlraum geworden. Die Serie Zero by GKI zeigt, wie formschön Zurückhaltung sein kann. Doppelwaschtisch mit Handtuchreling und WC mit Cataglaze-Oberflächenveredelung.
Groß, größer, Optima. Das neue Fliesenkonzept von Villeroy & Boch Fliesen spielt die elegante Leichtigkeit großer Formate voll aus. Denn die imposanten Megaformate erzeugen große, attraktive Keramikflächen mit nur ganz wenigen Fugen und bringen so wohnlichen Purismus in den Raum. Dabei ermöglichen sie exklusive Gestaltungen, die gleichermaßen ästhetisch wie funktional sind. Zum Beispiel im Badezimmer: Hier kann man eine komplett fugenlose Dusche gestalten, mit jeweils einer einzigen Wand- und Bodenfliese.
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Konzepte. Planung. Produkte.
Es gibt viele verschiedene Arten, seine Badezimmer zu gestalten. Auch Duravit hat die unterschiedlichsten Varianten im Angebot – darunter auch ganz Reduziertes: Mit der Serie „Cape Cod“ holen Sie sich ein Stück Natur ins Bad.
Der italienische Badmöbelhersteller Inova produziert seit mehr als 30 Jahren hochwertige Badmöbeleinrichtungen, die er in enger Abstimmung mit der Keramik von Catalano entwickelt. Heraus kommen formschöne, unprätentiöse Waschtische und Schränke wie jene aus der Serie „Green“. Erhältlich bei GKI.
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So geht Waschplatz: Aufsatzwaschbecken Immersion von Agape aus Cristalplant auf einer Teak-Tischplatte mit schwarzen Armaturen. Dazu passt die Accessoires-Stange Dot.
Anfang Juli eröffnete Wetscher in Kooperation mit dem Kufsteiner Badezimmerausstatter Klaus Suppacher sein „Home SPA“. Die neue Ausstellung soll einen essenziellen Beitrag dazu leisten, das Bad als Oase des erweiterten gehobenen Wohnambientes mit zu integrieren: Schillernde und wertvolle Wandboisserien, metallische Ornamente, gläserne Mosaike und wertvolle Steinmaterialien lassen die Besucher eintauchen in eine Welt sinnlicher Wellnessund Wohlfühlrefugien für zu Hause. Das mag nun nach viel Opulenz klingen, die Produkte an sich zeigen sich in der Optik aber ziemlich reduziert.
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HERBSTMESSE INNSBRUCK
Trends rund ums Bad
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Ob Smart-Spiegel oder Dusch-WC: Auf der Innsbrucker Herbstmesse können Besucher vom 10. bis 14. Oktober 2018 die Neugestaltung oder Renovierung ihres Badezimmers mit den Fachbetrieben in Angriff nehmen. er Schwerpunkt Aqua Life im Rahmen der Innsbrucker Herbstmesse ist seit 2008 zur größten Infor-
mations- und Beratungsplattform rund um Bäder und die dazugehörige Einrichtung in Tirol herangewachsen. Das Konzept von Initiator und Badprofi Andreas Landauer bindet die komplette Branche ein: „Von regionalen Installationsunternehmen bis hin zu Erzeugern und Händlern sind zahlreiche ausstellende Firmen mit im Boot.“
Innovationen und Bad-Museum Als besondere Neuheiten werden heuer et-
Initiator und Badprofi Andreas Landauer präsentiert auf der Aqua Life auch heuer wieder die neuesten Trends.
wa Smart-Spiegel präsentiert: „Ein eleganter Spiegel mit Hightech-Fenster“, erklärt
nik für Badplanung auf höchstem Niveau
Aber auch die Geschichte des Badbereichs
Landauer. Unter der Oberfläche des als
informieren. „Dusch-WCs von namhaften
wird thematisiert: Messebesucher können
Touchscreen nutzbaren Spiegels verbirgt
Ausstellern in unterschiedlichen Preisklas-
zum Beispiel eine WC-Anlage im Vineta-Stil
sich zeitgemäße Technologie für viele smar-
sen sind mittlerweile ein Must-have in vie-
aus dem Jahr 1890 oder im Bad-Museum Ba-
te App-Anwendungen. In einem fünf Meter
len Haushalten und geben ein völlig neues
dewanne, Badeofen und Wannenbrunnen
langen Caravan werden Bad- und Energie-
Gefühl von Frische und Sauberkeit“, so der
aus dem Jahr 1940 besichtigen.
aussteller zudem über modernste Tech-
Badprofi.
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Die neue Badewanne „Hollywood“ von Devon&Devon als formschöne Synthese aus Klassik und Moderne, Tradition und Innovation ist in Weiß genauso schön wie in Bunt. Color Tec, ein umweltverträgliches Verbundmaterial aus Mineralien, Harz und Polyester, ist perfekt glänzend und ermöglicht eine Personalisierung mit über 500 Farben. Die Wanne, mit einem Augenzwinkern an die kalifornische Atmosphäre der 1950erJahre angelehnt, muss übrigens nicht an der Wand bleiben, sondern fühlt sich auch in der Raummitte wohl.
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Winke, winke: Eine Maneki-neko (japanisch: Winkende Katze) soll Glück bringen. Falls sie es nicht tut, schaut sie zumindest cool aus. Ein Stück vom Glück gibt’s bei Ruth in ihrem APFIs in Wattens um 19,95 Euro.
Winter-Buddy: Wärmeflasche mit flauschigem Fleecebezug. Ab Mitte Oktober um ca. 13 Euro bei Tchibo.
Herbstzeit ist Suppenzeit. Akzente am Tisch setzt die Stonecast-Serie von Churchill, die in vielen wunderbaren Naturfarben und in verschiedenen aufeinander abgestimmten Varianten daherkommt. Erhältlich bei Tyrolglas in Innsbruck. Kochen müssen Sie allerdings selbst.
Die Dänen sind einfach unschlagbar in Sachen Design: Feines, Farbiges und Frohes von Verpan gibt’s bei Wetscher in Fügen – wie den gepolsterten Series-430Stuhl, der perfekt an den Esstisch und zum Wollteppich passt. Preis: ca. 750 Euro.
Der Raumduft von Alessi hat einen Ursprung in einem jahrhundertealten Ritual. Dieser Tradition zufolge ermöglicht uns ein einziger Duftstoß einen wundervollen Moment der Ruhe, sei der Alltag noch so hektisch. Die Zerstäuber mit wohligen Namen wie „Brrr“, „Ahhh“, „Grrr“ oder „Shhh“ duften nicht nur fantastisch, sie sehen auch so aus. Toll ist auch der Duftdiffusor aus Lavastein, der sich dem Thema Raumduft auf eine ganz neue, originelle Weise nähert. Zerstäuber ca. 80 Euro, Lavastein ca. 90 Euro. Alessi erhältlich bei Tyrolglas in Innsbruck.
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Die wohl einfachste Art, dem Wohnzimmer neuen Pep zu geben: Kissenbezug Skäggört – der Name lässt’s erahnen: von IKEA. 50 x 50 cm, 4,99 Euro.
Verner Panton gilt als ein Pionier unter den skandinavischen Designern. Sein Wollteppich „Grande rug“ mit 220 cm Durchmesser lehnt sich an Pop-Art der 1960er-Jahre an. Um ca. 1.300 Euro unter dem Label Verpan erhältlich bei Wetscher in Fügen.
Bussi aufs Fußi: Zwar kein Accessoire für die Wohnung, aber für die Bewohner. Hüttenpatschen nach alter Hutmachertradition von Villgrater Natur. Ca. 70 Euro.
Wenn’s draußen kühler wird, wird’s in unseren Tassen wieder wärmer. Damit das auch so bleibt, gibt’s bei Tchibo ab Mitte Oktober praktische Trinkbecher mit Deckel, die sich wahlweise auch als Teebeutelablage einsetzen lassen. Je ca. 10 Euro.
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Wie süß ist die denn? Tischlampe „Rozita“ von skitso gesehen um ca. 200 Euro im Laden von Petra König in Schwaz.
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1865 mit einen „Leder Geschäft“ in Stuttgart gestartet, setzt Walter Knoll im Laufe der Zeit kontinuierlich Zeichen in der Möbelgeschichte, schuf Klassiker und Ikonen der Avantgarde und steht weltweit für das Design der Moderne. Wir lieben den neuen „Onsa Chair“ nach einem Design von Mauro Lipparini, der das schöne Gefühl von Entspannung und Harmonie, von Weichheit und Geborgenheit vermittelt. Ca. 5.500 Euro. Walter Knoll erhältlich bei Wetscher in Fügen.
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Wie kaum ein anderes Thema polarisiert und beherrscht die Flächennutzung die Tiroler Politik. Raumordnungspolitik, Wohnungspolitik, Tourismuspolitik, Naturschutz und Landwirtschaft – all diese Themen sind eng mit der Flächennutzung verbunden. Letztlich geht es darum, Nutzungskonflikte zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen zu verhindern bzw. zu lösen und den vorhandenen Grund und Boden möglichst effizient und umweltschonend zu nutzen. Über 39 Prozent der Tiroler Landesfläche sind dabei von Wald bedeckt, das so genannte „alpine Ödland“ umfasst rund 25 Prozent. Die besondere Problematik in Tirol ergibt sich dadurch, dass nur 12,4 Prozent der Gesamtfläche Dauersiedlungsraum sind. „Flächenbundesländer“ wie das Burgenland, Nieder- und Oberösterreich hingegen verfügen über einen Dauersiedlungsraum von rund 60 Prozent ihrer jeweiligen Gesamtfläche. Dieser eng begrenzte Dauersiedlungsraum verschärft die Nutzungskonflikte und ist eine der Ursachen der hohen Grundstücks-, Wohnungs- und Standortkosten Tirols. Besonders im Fokus steht das Thema Naturschutzflächen und wirtschaftlich genutzte Flächen. Die tatsächlichen Relationen entsprechen dabei oft nicht den in der politischen und medialen Diskussion vorgebrachten Behauptungen. Rund 3.800 Quadratkilometer sind in Tirol als „Schutzgebiete“ (Naturschutzgebiete, Naturparks, Ruhegebiete, Landschaftsschutzgebiete, Natura 2000) ausgewiesen. Das sind 30 Prozent der Gesamtfläche Tirols. Die insgesamt 93 Skigebiete Tirols kommen auf rund vier Prozent der Gesamtfläche. Zählt man ausschließlich die Pistenflächen, sind es 127,5 Quadratkilometer, also ein Prozent der Gesamtfläche des Bundeslandes. Die gesamten Gebäudeflächen umfassen 0,43 Prozent der Gesamtfläche, gewidmete Wohngebiete kommen auf 0,77 Prozent, gewidmete Mischgebiete auf 0,46 Prozent. Eng bemessen sind indes die Flächen für Industrie- und Gewerbebetriebe: Gewidmete Gewerbe- und Industriegebiete umfassen 0,15 Prozent der Gesamtfläche, an landwirtschaftlichen Flächen stehen 8,8 Prozent zur Verfügung.
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Mitte September fand die bereits achte Auflage der Messe für kreatives Gestalten, Basteln und Dekorieren in Bozen statt. „Die Messe Kreativ positioniert sich im wachsenden Wettbewerbsumfeld der Kreativmessen als qualitativ hochwertige Veranstaltung mit einem spannenden Mix an Ausstellern aus dem deutschen und italienischen Sprachraum“, resümiert Thomas Mur: „Besonders beliebt beim Publikum war die Neuheit 2018, der Koffermarkt, bei dem zum ersten Mal Kreative aus der Region ihre handgemachten Kreationen in witziger Form präsentieren und gleich vor Ort verkaufen konnten.“ Insgesamt wurden an den drei Messetagen 12.000 Besucher gezählt. Weitere Infos – auch zum weiteren Programm – unter www.fierabolzano.it/kreativ.
Der Lebenszyklus-Award zeichnet heuer zum zweiten Mal Bauherren, öffentliche Institutionen und Gemeinden aus, um diese als Vorreiter innovativer Prozesse bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb ihrer Gebäude zu würdigen. Unter den sieben Nominierten ist mit dem Gebäude der Technischen Wissenschaften auch ein Projekt in Tirol vertreten. „Es wurden durchwegs Projekte eingereicht, die ein hohes Niveau mit unterschiedlich starker Ausprägung in den jeweiligen Kategorien aufweisen. In einer zweiten Auswahlrunde werden die Nominierten im Herbst detaillierte Informationen über die gelebte Projektkultur und den Prozess präsentieren“, kündigt Gerald Goger, Universitätsprofessor für Baubetrieb und Bauverfahrenstechnik an der TU Wien und Vorsitzender der interdisziplinär besetzten Jury, an. Die Preisträger des Lebenszyklus-Awards 2018 werden schlussendlich im Rahmen des 8. Kongresses der IG Lebenszyklus Bau am 14. November 2018 vor über 200 Entscheidern der Bau- und Immobilienwirtschaft in der Wirtschaftskammer in Wien ausgezeichnet.
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NACHHALTIG GEBAUT
NEUE DIMENSIONEN
Nur sechs Monate nach dem ersten IMMOBlick gibt’s bereits die neuen Daten zur Kitzbühler Immobilienlandschaft. Der Marktbericht präsentiert neben dem üblichen Umfang fünf neue Gemeinden aus der Region und analysiert deren Grundbuchdaten bis ins Ausgangsjahr 2013 zurück. Der aktuelle IMMOBlick 2018 greift für seine objektive Marktanalyse auf noch mehr Immobilientransaktionen zurück – nämlich insgesamt auf über 3.000. Die Höchstpreise sind dabei in manchen Segmenten noch weiter nach oben geklettert und kratzen im Ausnahmefall sogar an der 30.000-Euro-Marke pro einzelnem Quadratmeter. Vor allem hat auch der Markt für Grundstücke 2017 einen besonderen Boom erlebt. Interessierte und Marktbeobachter können den Bericht unter www.immobwertung.tirol um 18 Euro bestellen.
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Die Meissl Architects wurden kürzlich mit dem Iconic Architecture Selection Award 2018 für das PAULY in Seefeld in der Kategorie Interior ausgezeichnet. Der hohe Designanspruch, ohne dabei auf bekannte Klassiker zu setzen, die Gemütlichkeit und das Living Dolce Vita haben die Jury überzeugt. Der Entwurfsgedanke wurde stark vom gastronomischen Konzept geleitet, das auf ausgewählten Qualitätsprodukten kleiner italienischer Manufakturen und Familienbetriebe basiert. Das Interieur wird zur Bühne, Keramik und Gläser zu den Akteuren. Die italienische Küche lebt von ihrer Einfachheit, was sich in der schlichten, geradlinigen Gestaltung des Lokals widerspiegelt.
SUPER MARKTARCHITEKTUR
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MPREIS hat schon des Öfteren mit seiner Architektur für Aufsehen gesorgt. Im positivsten aller Sinne, war das Unternehmen doch der erste heimische Lebensmittelhändler, der sich für seine anspruchsvolle Optik das Engagement renommierter Architekten geleistet hat. Kürzlich wurde der MPREIS in Wattens umgebaut und nicht nur technisch auf den neuesten Stand gebracht, sondern auch visuell eindrucksvoll adaptiert. Verantwortlich für die zeitlose Raumqualität ist der international bekannte französische Architekt Dominique Perrault. Ansatzpunkt war der Wunsch nach Nachhaltigkeit in dem Sinne, als das Gebäude über die unmittelbar geplante Nutzung hinaus geplant wurde. Der großzügig wirkende Raum in Form einer offenen Halle kann sich an unterschiedlichste Bedürfnisse anpassen. Zurzeit dient er als Hülle für einen der attraktivsten Supermärkte des Landes.
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OLYMPIAHALLE In gewohnter „Mountainman-Power“ und in Begleitung seiner Band.
11. – 13.01.19 HOLIDAY ON ICE OLYMPIAHALLE Das Original unter den Eisshows feiert 2019 ihr 75-jähriges Jubiläum.
VORSCHAU AUF DIE NÄCHSTEN EVENTS 12. – 14. Oktober 2018 Disney on Ice 09. Februar 2019 Mario Barth 16. Februar 2019 Ehrlich Brothers
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Dorfschmiede St. Johann 160 m² attraktive Büro- bzw. Ordinationsräume • Barrierefrei im EG mit Privatparkplätzen • Im Zentrum von St. Johann in der Speckbacherstraße • Miet- oder Kaufoption
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eco.kurz&bündig
BRAVO DÄNEMARK
Dass die Dänen etwas von Design verstehen, wissen wir nicht erst seit Bang&Olufsen, auch in Sachen Schmuck (Ole Lynggaard zum Beispiel oder Sense Copenhagen) sowie Mode sind die Nordlichter ganz weit vorne dabei. Und auch beim Thema Wohnen – bei Möbeln ebenso wie bei Accessoires. Gerade wenn’s im Herbst wieder ans Innen-Leben geht, mögen wir fein gedeckte Tische und schönes Geschirr umso mehr. Im Lifestyleladen von Petra König in der Schwazer Altstadt haben wir die Marke Bungalow entdeckt, die von Wohnaccesoires über Tischdecken und Servietten bis zu passenden Tellern alles im Angebot hat, was es für Drumherum am Tisch braucht. In schönen Farben und von schlicht bis aufregend.
SPIEGLEIN, SPIEGLEIN
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: In den Swarovski Kristallwelten entsteht eine zusätzliche Wunderkammer. Unter dem Titel „Chandelier of Grief“ zeigt die japanische Künstlerin Yayoi Kusama eine ihrer bisher spektakulärsten Spiegelinstallationen. Das Kunstwerk ist Teil der „Infinity Mirror Rooms“-Serie der Künstlerin und umfasst ein Spiegelraumformat, das variantenreich arrangiert und kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Kusama arbeitet bereits seit 1965 mit dieser Kunstgattung. Zentrales Element von „Chandelier of Grief“ wird ein rotierender SwarovskiKristallluster sein, der effektvoll in einem rundum verspiegelten Raum platziert ist. Der Riese erhält durch diese Erweiterung noch im Herbst eine neue kristalline Facette in Form eines zusätzlichen Raumes. Die nunmehr 17. Wunderkammer soll noch im Oktober 2018 eröffnet werden.
FEINE DEKO
© SWAROVSKI KRISTALLWELTEN
Anknüpfend an die Vasenentwürfe Fast, Squall und Blown fängt das Objekt La Chute von Rosenthal die Utopie des Bewahrens einer Bewegung im Moment ein. Zwei Vasenkörper schmelzen wie Wachs dahin, ohne Kontur und Form gänzlich aufzulösen. Leicht und doch präzise erzählt der Entwurf vom Ausloten der Verformbarkeit von Material im Spannungsfeld von Raum, Zeit und Materie und den großen Fragen von Schöpfung und Endlichkeit. Man kann es aber auch kurz und bündig sagen: einfach schön! Gesehen um ca. 200 Euro bei Tyrolglas in Innsbruck.
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FOCUS
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1,0 EcoBoost 62,5 kW / 85 PS, 6-Gang
Die Schokoladenseite: das neue Focus-Heck
Verbrauch 4,8 l/100 km, 110 g CO2/km SERIENAUSSTATTUNG:
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