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eco.nova SPEZIAL Architektur 2022

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N° 04 architektur & lifestyle

ZUSAMMENRÜCKEN

Dichte ist keine Zumutung

MAI 2022 | P.B.B. VERLAGSPOSTAMT 6020 INNSBRUCK | ZNR. GZ 02Z030672 M | EURO 3.00

DRAUSSEN DAHEIM

Hinaus mit Ihnen!

Bauen für die Zukunft WAS LANGE WÄHRT, IST SCHLIESSLICH GUT.

BILDUNGSBAUTEN

Lernraum ist Lebensraum DESIGNHÄPPCHEN

Schöne Gastroarchitektur


BAGUE TTE, LIENZ BAH NH ÖF


M AN C H E M Ö G E N’ S E D E L Alles aus einer Hand I Schlosserarbeiten I Stahl I Edelstahl I Messing Kupfer I Black Inox I Möbelbau I Metall I Holz I Glas I Stein I Technik Planung & Design I Kältetechnik I Reparaturen

Edeltechnik Kluckner GmbH I Valiergasse 38, 6020 Innsbruck +43 512 344 228 I office@kluckner.at I @edelgruppe


© BLICKFANG PHOTOGRAPHIE

eco.edit

eco.nova-Herausgeber Sandra Nardin (re.) und Christoph Loreck mit Chefredakteurin Marina Bernardi

SCHÖN UND GUT Architektur hat viele Aufgaben zu erfüllen. Sie soll zweckmäßig sein, ästhetisch, anpassungsfähig und doch eigenständig, vor allem nachhaltig, manchmal soll sie ganz still dastehen, gelegentlich darf sie polarisieren. Architektur ist der Spagat zwischen dem Ausdruck ihrer Zeit und entspannter Zeitlosigkeit, eine ewige Gratwanderung und damit ein bisschen wie das Leben selbst.

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as Bauen liegt den Menschen im Blut. Bei vielen beginnt die Leidenschaft schon im Sandkasten und so mancher rettet sie hinüber ins Erwerbsleben. Theoretisch einzig der Schwerkraft verpflichtet und dank immer belastbarerer Materialien auch darüber erhaben, ist Architektur für viele mehr Berufung als Beruf. Tatsächlich sehen sich Architekten einem Berg von Aufgaben gegebenüber und es werden immer mehr. Das ist einerseits so gewünscht – etwa, weil immer mehr Auftraggeber eine Komplettlösung für die Gestaltung von Innen und Außen anstreben –, andererseits unvermeidbar, denn alles entwickelt sich weiter: die Menschen, das Material, die Möglichkeiten und die Meinungen. „Architektur sollte immer Ausdruck Wir haben uns in dieser Ausgabe angesehen, was Archiihrer Zeit und Umwelt sein, jedoch tektur leisten soll, kann und muss, wie sie zu einer sinnnach Zeitlosigkeit streben.“ vollen Stadtentwicklung beiträgt und das Lernen fördert, wie individuell sie mit ihrer Umgebung inter­agiert und F R A N K G E H R Y, A R C H I T E K T auf äußere Umstände reagiert. Und ja, es geht auch um Nachhaltigkeit. Letztlich ist das beste Gebäude jenes, das am längsten genutzt werden kann. Das wiederum hängt stark davon ab, womit und vor allem wie es gebaut wurde. Zu viel (technischer) Schnickschnack ist dabei übrigens nicht wirklich förderlich. Wie in vielen Bereichen des Lebens täte auch beim Bauen ein bisschen mehr Einfachheit gut. Und weil Architektur eben nicht nur gut, sondern im besten Fall auch schön ist, haben wir die Ausgabe wieder mit einem Lifestyle-Teil kombiniert, in dem wir die Themen Design, Ästhetik und Funktionalität in etwas breiterer Form weiterspinnen. Leben wir los! Ihre Redaktion der eco.nova

HER AUSGEBER & MEDIENINHABER: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, 0512/290088, redaktion@econova.at, www.econova.at GESCHÄF T SLEITUNG: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin

A S SIS TENZ: Martin Weissenbrunner CHEFREDAK TION: Marina Bernardi AU TOREN DIE SER

AUS GABE: Marian Kröll, Ümmü Yüksek, Caterina Molzer-Sauper, Alexandra Keller, Doris Helweg ANZEIGENVERK AUF: Ing. Christian Senn, Daniel Christleth,

Matteo Loreck L AYOUT: Tom Binder LEK TOR AT: Mag. Christoph Slezak DRUCK: Radin-Berger-Print GmbH COVER: Haus Eigenhofen, Architektur: Christian Günther & Michael Wallraff, Ausführung: Holzbau Aktiv, Foto: Christoph Simon. Mehr dazu auf Seite 36. UNTERNEHMENSGEGENS TAND: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. GRUNDLEGENDE RICHT UNG: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Well­ness, Steuern, Recht, Kulinarium und Life­s tyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. JAHRE SABO: EUR 25,00 (14 Ausgaben). Sind Beiträge in dieser Ausgabe in der Kopfzeile mit dem FIRMENNAMEN gekennzeichnet, handelt es sich um BEZ AHLTE ANZEIGEN.


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MEHR INFOS auf unserer WEBSITE!


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© MARIAN KRÖLL, GÜNTER RICHARD WETT, EDRA, KELZ SABINE PHOTOGRAPHIE

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ARCHITEKTUR

EINFACH KOMPLIZIERT

Wie gut ein Gebäude ist, hängt nicht allein von der Wahl des Baustoffs ab, sondern ganz wesentlich auch von der Nutzungsdauer.

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ZUSAMMENRÜCKEN

Dichte ist ein Hauptmotiv in der menschlichen Siedlungsgeschichte, doch ist sie heute fast verpönt, gilt doch das Häuschen im Grünen vielen Menschen nach wie vor als ideale Wohnsituation.

WOHNEN

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MIT DEM LEBEN WOHNEN

Die statistische Lebenserwartung der Österreicher steigt stetig an, die Menschen werden immer älter. Das stellt auch die Zukunft des Wohnens vor Herausforderungen.

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BUENA VISTA

Cucurucho Valdés ist nicht nur einer der bekanntesten kubanischen Pianisten und Mitglied einer der virtuosesten Familien Kubas. Er ist im Juni auch zu Gast in Innsbruck.

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DU, ICH, PASST

Das steirische Label Andy Wolf und Tanja Schaffenraths Sehenswert in Wattens: Das passt wie die Brille aufs Aug.

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POLYCHROM

Polychromelab: Im Spannungsfeld zwischen Alpakahof, Bergleben und Couture.

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BEWEGENDE BIKES

Franz Kneissl III und Fitstore24CEO Werner Zanier machen gemeinsame Sache und bringen eine E-Bike-Kollektion heraus, die bereits vor Marktstart im Mai ausverkauft ist.

06 EDITORIAL 82 RECHTLICHTES 90 FEIN DAHEIM 124 KURZ & BÜNDIG 128 LIEBLINGSDINGE 140 LIFE & STYLE 148 BLÄTTERWALD 172 HOTELTIPPS 178 SOZIALES

MÖBEL WIE KUNSTWERKE

Vor Edra war es das Sofa, das dem Benutzer vorschrieb, wie er zu sitzen hatte. Bei Edra gibt der Nutzer die Form des Sitzens vor.

Eglo Immobilien proHolz Tirol Kitzmüller Architektur Bodner Bau Neue Heimat Tirol Spechtenhauser

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Aufschnaiter Tischlerei Falgschlunger Freudling Wohndesign Betten Eberharter Garten Wammes Zumtobel

ohne umhang. aber mit serviette.

40 44 52 56 70 76

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ARCHITEKTEN, PLANER & AUSFÜHRER DER AUSGABE

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holunder-zitronentarte | erdbeer-basilikumeis

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milchkalbstafelspitz rosa gebraten | morchel | frühlingsgemüse

WOHN DICH GLÜCKLICH

Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Da ist man sich en gros einig. Die Kunst liegt darin, so zu wohnen, dass man sich damit uneingeschränkt wohl fühlt.

ENTFESSELTE KERAMIK

Dort, wo keramisches Handwerk, das zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit zählt, auf 3-D-Druck trifft, ist das cera.LAB.

rhabarbersorbet

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LIFESTYLE

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weisser spargel | vulcanoschinken 27 monate gereift | kerbel- hollandaise

LERNRAUM IST LEBENSRAUM

Kindergärten und Schulen sind längst keine reinen Bildungsstätten mehr. Die Gebäude müssen mittlerweile verschiedenste Anforderungen erfüllen.

GRÜNES GLÜCK

Nur die Harten kommen in den Garten: Außen ist das neue Innen.

tiroler alpengarnelen-curryschaumsuppe

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eismeerforellentatar | limette | sauerrahm

DESIGNHÄPPCHEN

Innsbruck hat auch als Stadt für Genießer und Barfliegen zunehmend mehr zu bieten. Viele Lokale leisten dazu einen architektonisch mitunter durchaus wertvollen Beitrag.

samstag, 7. mai & sonntag mittag, 8.mai € 80 p.p. inkl. aperitif

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eco.architektur

© MARIAN KRÖLL

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eco.architektur

BARchitektur UND DESIGNHÄPPCHEN Innsbruck hat auch als Stadt für Genießer und Barfliegen zunehmend mehr zu bieten. Der Provinzmief verzieht sich und macht einer unaufgeregten Urbanität Raum. Viele Lokale leisten dazu einen wesentlichen – und mitunter auch architektonisch durchaus wertvollen – Beitrag dazu. Ein paar haben wir uns herausgepickt. TEXTE: MARIAN KRÖLL

PLANSCH CAFÉ BAR

Die Gastfreundschaft und Lust am Barbetrieb hat Hevi Özkan auch in seine nunmehr dritte Station mit seiner Plansch Bar, die erst im Souterrain des Städtischen Hallenbads und darauf in der Jahnstraße beim Zeughaus angesiedelt war, mitgenommen. Hier, im Viaduktbogen mit der Nummer 69, scheint die Plansch Bar nun endlich angekommen. Das Lokal ist eine Bereicherung für ein Umfeld, das viel mehr Potenzial hat. Straßenseitig findet sich der Innenraum der Bar, nach hinten ist sie offen und wird als Loggia genutzt. Eingerichtet ist die Bar klar, kein Schnickschnack, der helle Betonboden findet am langen Bartisch eine würdige Fortsetzung, der luftige Bogenraum aus Breccie kommt richtig zur Geltung. Überzeugen kann auch die Akustik der Hintergrundbeschallung, die präsent ist, ohne aufdringlich zu sein. Bravo! Angebot, Service, Ambiente, Musik, Gastfreundschaft: Hier stimmt einfach alles.

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GAIA CUISINE

Modernes Ambiente im historischen Gewölbe: Das Restaurant Gaia Cuisine besticht durch einzigartige Küche und durchdachtes Interiordesign. Die Kochkünste des neuen Inhabers und Chef de Cuisine Sanyo Nagpal und seiner Frau Eva Martvonova – ihres Zeichens Patissier – im Restaurant in der Höttinger Gasse kennen keine Grenzen. Vom hausgemachten Focaccia bis zum Dry Aged Beef und von köstlichen vegetarischen Gerichten bis hin zu feinsten Dessertkreationen reicht das Speisenangebot, Gaumen- und Augenschmaus zugleich. Dazu werden feine Tropfen aus nah und fern kredenzt. Das moderne Interior setzt einen gekonnten und geschmackvollen Kontrapunkt im denkmalgeschützten Gewölbe. Sorgfältig ausgewählte Details fallen ins Auge – etwa die besondere Deckengestaltung im Separee oder die Schwarzmetallelemente. Fürs Interiordesign (und die Fotos) zeichnet missmargo, Agentur für Gestaltung, zuständig.

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RIESE CAFÉ | BAR | VINOTHEK

Wiederum ist es ein historisches Gewölbe, diesmal in der namensgebenden Riesengasse 4, das zu einem Tempel für dionysische Genüsse um- und ausgebaut wurde. Hier wird die Geselligkeit zelebriert, geredet, gelacht und gefeiert. Dabei darf klarerweise auch ein gutes Glas Wein nicht fehlen. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem genussvollen Österreich, dementsprechend werden ausschließlich österreichische Weine serviert, flankiert von heimischen Säften, Bieren, Spirituosen und hierzulande geröstetem Kaffee. Kulinarisch unterfüttert wird das Ganze mit allerlei Schmankerl aus – erraten – Österreich; vom Bregenzerwälder Bergkäse, der Wollschweinsalami aus der Südsteiermark über Gewürzgurken aus der Wachau und natürlich Tiroler Speck, Käse- und Fischspezialitäten. In der Vinothek gibt’s ein harmonisches Zusammenspiel aus Delikatessen, Wein und Design. Fein.


We t s c h e r Wo h n g a l e r i e n im Zillertal.

5* Hotel MalisGarten in Zell am Ziller – eingerichtet von Wetscher.

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Die Wetscher Wohngalerien sind einzigartig in Österreich. himmel. Studio für Design und Kommunikation | © Alle Rechte vorbehalten. 03.2019 | www.himmel.co.at Hier vereint sich internationales Spitzendesign mit Arbeiten aus den eigenen Meisterwerkstätten. Besuchen Sie uns und erleben Sie persönlich, was Wetscher heute zu einem der führenden Einrichtungshäuser in Österreich macht.

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Seit 1912. PLANUNG. WERKSTÄTTEN. WOHNGALERIEN. Fügen, Zillertal / Tirol • www.wetscher.com

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ANN’S DINER

Dieses innen ganz im Stil eines amerikanischen Diners gehaltene Lokal in der Leopoldstraße 19 hat uns nicht unbedingt durch seine Originalität, sondern – ganz im Gegenteil – durch seine konsequenten Zitate des popkulturellen Phänomens Diner und seine Liebe zum Detail abgeholt. Entstanden ist das American Diner einst dadurch, dass ausrangierten Eisenbahnwaggons – Dining Cars – als fix aufgestellte Immobilien zwischen Schnellimbiss und Restaurant ein zweites Leben eingehaucht wurde. Davon kann in Ann’s Diner, das in eine Häuserzeile in der Leopoldstraße eingebettet ist, freilich nicht die Rede sein. Das tut dem Charme des kleinen Lokals aber überhaupt keinen Abbruch. Ann’s Diner wertet die Umgebung des Wiltener Platzls gastronomisch wie kulturell auf. Die Hot Dogs sind übrigens ausgezeichnet!

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Natürlich gibt’s auch anderswo Bars, Bistros und Restaurants, die nicht nur mit ihren Karten glänzen, sondern auch architektonisch. Besonders aufgefallen ist uns kürzlich das „Bogen“ in einer der ältesten Handelsstraßen Bozens, das sich in einer ehemaligen Werkstatt unter altem Tonnengewölbe befindet. Das noa* network of architecture hat den Raum zu neuem Leben erweckt und ihn in ein gemütliches Bistro verwandelt, in dem sich historisches Erbe und zeitgenössische Raffinesse die Waage halten. Die Außenfassade des denkmalgeschützten Gebäudes wurde sorgfältig in Aschweiß neu verputzt und der Eingangsbogen vergrößert. Für den Innenraum bestand die Grundidee darin, die vier Bögen zu betonen, die auf beiden Seiten die fast 19 Meter lange Raumtiefe rhythmisch unterbrechen. Dominierend sind definitiv die sieben Meter lange Tafel als gesellige Lösung und natürlich die mit Blumen geschmückte Decke, die rasch zum Highlight der Inneneinrichtung avancierte. „Die umgedrehten, mit Trockenblumen gefüllten Körbe sind ein suggestives Bild, das die Vergänglichkeit, aber auch die Schönheit des Lebens symbolisiert“, erklärt Silvia Marzani, Innenarchitektin bei noa*.

© ALEX FILZ

ÜBER DIE GRENZEN GESCHAUT


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Seit 25 Jahren spezialisiert auf das Design und die betriebsfertige Umsetzung von Hotels, Gastronomie- und Eventarchitektur

Hoteldesign fühlen. 70% der Gäste entscheiden sich aufgrund der Architektur für ein Hotel. Gutes Hoteldesign f ü h l t sich gut an. Wir wissen was Gäste suchen und Gastgeber brauchen.


„Ein Weinschrank darf sich nicht nur aufs Frischhalten beschränken.“


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WEINWUNDER GROSSES KINO FÜR DEN WEIN. Klumaier x Tanner gestaltet zeitgemäße Möglichkeiten und Sonderlösungen für die Präsentation sowie Verwahrung der edlen Tropfen.

Foto: Anja Koppitsch - GWAM AGENCY

Wenn es nach den erfahrenen Gastronomie-Kennern geht, darf der Weinschrank sein Dasein aber nicht nur aufs Frischhalten beschränken. Er muss seiner zusätzlichen Funktion als Teil der Raumgestaltung ebenfalls nachkommen. Die Möglichkeiten der Ausführung sind mittlerweile beinahe unbegrenzt: Rundum verglast, unterschiedliche Temperaturzonen, unzählige Varianten an Weinwandgestaltungen, eine riesige Auswahl an Lichttechnik bis hin zu etlichen Möglichkeiten im Design

und Material. Klumaier x Tanner liefert elegante Lösungen, die auch von technischer Seite überzeugen. Die Gastronomie-Experten haben es sich von Anfang an zur Aufgabe gemacht, neue Trends für die Gastronomie zu setzen, optimierte Komplettlösungen von der Idee bis zur fertigen Ausführung zu bieten und für höchste Kundenzufriedenheit und maßgeschneiderte Ergebnisse zu sorgen. Fortschritt heißt für die Klumaier x Tanner, einen Schritt vorauszudenken. Dazu gehört auch die Fähigkeit umzudenken – tagtäglich und von Projekt zu Projekt immer wieder aufs Neue.

www.kxt.cc


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© GÜNTER RICHARD WETT

LERNRAUM IST LEBENSRAUM

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Kindergärten und Schulen sind längst keine reinen Bildungsstätten mehr. Nachdem Kinder, Jugendliche und auch das Lehrpersonal bzw. Betreuer*innen oftmals ihren gesamten Tag dort verbringen, müssen diese Gebäude verschiedenste Anforderungen erfüllen. T E X T : C AT E R I N A M O L Z E R - S A U P E R

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lfenbeinturmartige Abgeschirmtheit in reinen Zweckbauten mit langen Gängen und zig gleichartigen Klassenräumen gehört längst nicht mehr zum Selbstverständnis moderner Bildungseinrichtungen. Wie aber baut man heute Schulhäuser, die auch Jahrzehnte später noch attraktiv sind und funktionieren?

Die pädagogischen Konzepte und das Bildungsangebot verändern sich stetig und stellen immer wieder neue Anforderungen an die Architektur. Seit einigen Jahren werden zunehmend Schulbauten und -sanierungen realisiert, in denen eine ansprechende Architektur eine wesentliche Rolle spielt. Lernraum soll zum Wohlfühl-Lebensraum werden.


Neben den eigentlichen Klassenzimmern, die meist nur mehr bedingt als Fixpunkte für die einzelnen Schulstufen funktionieren, sind es vor allem die Aufenthaltsräume, die eine völlig neue und wichtige Rolle im modernen Schulbau spielen. Viel Tageslicht, attraktive Freibereiche, offene Begegnungszonen und flexibel nutzbare Räumlichkeiten prägen heute das Innenleben von Schulen und Kindergärten. Die äußere Gestaltung dieser dominanten Gebäude sowie deren Nachhaltigkeit und Energieeffizienz spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für das Erscheinungsbild einer Gemeinde oder einer Stadt und daher werden die Entwürfe für neue Bildungsbauten auch meist mittels Architekturwettbewerben bestimmt.

FLEXIBILITÄT UND OFFENHEIT

Es sollte in modernen Klassenräumen möglich sein, dass sich beispielsweise Schüler in eine Nische zurückziehen können, die im Klassenzimmer integriert ist, um in ihren Büchern zu lesen oder ein Referat vorzubereiten. Vorne am Smartboard mit Beamer steht der Lehrer mit weiteren Schülern und wiederholt noch einmal den Satz des Pythagoras. Der Rest der Klasse ist in Kleingruppen im Raum verteilt und arbeitet an einem Projekt. Im Pflichtschulbereich gibt es ein Festhalten an so etwas wie einer Stammklasse für jüngere Kinder als Ansprechort. Aber es geht verstärkt auch um zusätzliche Räume für offenes Lernen oder Clustermodelle und darum, klassenübergreifende Kooperationen zu stärken. Wir haben nach Beispielen in Tirol gesucht. Und einige gefunden. Hier eine Auswahl.

ARCHITEKTURTAGE Die 11. Ausgabe der Architekturtage (ein österreichweites Projekt der Kammern der ZiviltechnikerInnen und der Architekturstiftung Österreich) erstreckt sich über ein ganzes Jahr und steht dieses Mal unter dem Thema „leben lernen raum“. Start war im Juni 2021, den Abschluss des Zyklus bildet eine landesweite zweitägige Veranstaltung am 10. und 11. Juni mit einem breitgefächerten Programm in allen Bundesländern. Infos dazu unter www.architekturtage.at.

© SOLID ARCHITECTURE ZT GMBH

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GYMNASIUM SILLGASSE INNSBRUCK

Das neue Schulhaus im Stadtzentrum von Innsbruck überzeugt durch klare Lösungen, hochwertige Materialien und vor allem durch Räume mit hoher Aufenthaltsqualität. Im zentralen Trakt befinden sich Verwaltung und Sonderräume, in den beiden Flügeln die Stammklassen. Die Gänge vor den Klassenclustern – die Jahrgänge sind hier zusammengefasst – erweitern sich zu offenen Lernbereichen im Inneren und zu den Balkonen. Durch den Einsatz von Glaswänden ist es niederschwellig möglich, den Lernbereich der Klasse sofort in den offenen Lernbereich nach außen zu erweitern und trotzdem die Verbindung zu wahren. Die räumliche Nähe von Nachmittagsbetreuung und Bibliothek im Erdgeschoß ermöglicht das Lernen in angenehmer Atmosphäre und schafft ruhige Rückzugsorte. Der Schulhof im Inneren ist nicht nur im Erdgeschoß gedacht, sondern zieht sich als „vertikaler Schulhof“ durch Balkone in die oberen Stöcke. Dadurch ist es einfach möglich, auch von den oberen Stöcken schnell an die frische Luft zu gelangen. Ein Mehrzwecksaal ermöglicht auch diverse größere Veranstaltungen. Einen besonderen Blickfang stellen die Glasbilder der Künstlerin Habima Fuchs dar, die die Gänge immer wieder neu erscheinen lassen. Planung: SOLID architecture ZT GmbH

„Die Zukunft ändert sich jeden Tag ein kleines Stück und damit auch für uns als Gesellschaft die Aufgabe, wie wir unsere Kinder darauf vorbereiten wollen. Dadurch wird der Schulbau zu einer besonderen Bauaufgabe, die sich kontinuierlich weiterentwickeln und anpassen muss. Für die Umsetzung von Innovationen im Schulbau ist es unabdingbar, sich mit den Personen, die das Gebäude täglich nutzen werden, abzustimmen, denn sie müssen die geplanten Experimente schließlich auch mit Leben erfüllen. Nur so wird die Architektur ihren Beitrag zur Weiterentwicklung des Schulbaus leisten können.“ SOLID ARCHITECTURE

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„Mir war es wichtig, durch große Fensteröffnungen die Natur ins Innere zu holen und mit Hilfe der hellen Holzoberflächen und der eigens entworfenen Einrichtungsgegenstände eine freundliche Atmosphäre für die Kinder zu schaffen.“ ARCHITEKT ARMIN NEURAUTER

© GÜNTER RICHARD WETT

KINDERGARTEN SILZ

Der kompakte, zweigeschoßige Baukörper in Holz-Massivbauweise steht etwas außerhalb des Dorfzentrums der Gemeinde Silz und ist auf drei Seiten von Spiel- und Freiflächen umgeben. Im Norden entstand ein großzügiger Vorplatz mit Brunnen, der den Eingangsbereich mit dem Straßenraum verbindet. Die erforderlichen Räume wurden ihrer Funktion entsprechend auf die beiden Ebenen verteilt. Im Erdgeschoß befinden sich sämtliche gemeinsam genutzten Räume, die Verwaltung und ein Bewegungsraum, welcher zum gedeckten Außenbereich hin öffenbar ist und mit dem Essbereich zu einer Art Aula zusammengeführt werden kann. Die fünf einzigartig ausgestatteten Gruppenräume sind im Obergeschoß rund um eine Spiel- und Bewegungszone mit viel Platz zum Entdecken und Austoben angeordnet. Das Projekt wurde mit dem BigSEE Wood Design Award 2021 ausgezeichnet. Planung: Architekt Armin Neurauter


© CHRISTIAN FLATSCHER

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VOLKSSCHULE KAPPL

Der Bauplatz inmitten des Tales ist geprägt vom dominanten Riegel der Neuen Mittelschule und dem überwältigenden Naturraum. Hierauf wurde mit einem eigenständigen Volumen reagiert und der im Verhältnis weit kleineren Volksschule eine starke Identität verliehen. Der Neubau steht als quadratischer Solitär mit abgerundeten Ecken direkt am gemeinsamen Schulvorplatz. Die Holzfassade mit ihren farbigen Einschnitten und den unregelmäßig verteilten Lochfenstern unterstreicht diese selbstbewusste Haltung als neuer Teil des Schulzentrums. Im Gebäudeinneren herrscht ein offener Charakter vor, wobei die Flächen über alle Geschoße mit Blickbezügen verbunden sind. Hier ist Raum für vielfältige Nutzungen und zeitgemäße Pädagogik innerhalb der vernetzten Cluster. Neben der Schulnutzung sind auch sonstige Veranstaltungen im flexibel bespielbaren Gebäude möglich. Zusätzlich verbinden Bezüge ins Freie die neue Volksschule mit dem Tal und dem großartigen alpinen Landschaftsraum.

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Planung: Architekten stoll.wagner+partner

„Wir haben bewusst alles sehr offen gestaltet, um den Kindern auch viel Bewegungsraum zu ermöglichen. Gerade im Volksschulalter müssen Bildung und Bewegung unbedingt Hand in Hand erfolgen.“ ARCHITEKT PHILIPP STOLL

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STIFTSGYMNASIUM M E I N H A R D I N U M S TA M S

Planung: Architekten stoll.wagner+partner

A R C HI T EK T EN S T OL L .WAGNER

© BIRGIT KÖLL

Die Architekten entwickelten an diesem geschichtsträchtigen Ort einen schlichten, jedoch eigenständigen Baukörper, der auch die vorgefundene Typologie der klösterlichen Innenhöfe weiterführt. Der neue Schulhof ermöglicht die Absenkung des winkelförmigen Neubautraktes in das natürliche Gelände zur Minimierung der oberirdischen Baumasse bei gleichzeitig großzügiger Belichtung der anliegenden Unterrichtsräume. Darüber hinaus erweitert dieses Atrium das räumliche Angebot des Gymnasiums um einen vielfältig nutzbaren Bereich unter freiem Himmel. Der zweigeschossige Zubau wurde an den bestehenden Erweiterungsbau aus dem Jahr 1984 gefügt und mit diesem verflochten. Im Innenraum fördern großzügige Sichtbeziehungen ein offenes Lernklima, die vielfältigen Blickbezüge nach außen sowie zum barocken Kloster schaffen Identität. Die unmittelbar angrenzende bestehende alte Klostermauer wurde in ihrer Charakteristik beim Neubau thematisch aufgegriffen.

„Unsere grundlegende Entwurfsidee für diesen Umbau und die Erweiterung entstand unter dem Eindruck des imposanten barocken Stiftes, das mit seinen weithin sichtbaren Türmen direkt oberhalb des Bauplatzes den Landschaftsraum in diesem Abschnitt des Oberinntales seit Jahrhunderten prägt.“


10 Jahre Meilenstein Realitäten Seit 2012 begleiten wir unsere Kunden:innen vom ersten Schritt der Vermarktung bis hin zur finalen Unterschrift. Dabei legen wir stets unseren Fokus auf eine individuelle, persönliche Betreuung und gegenseitige Wertschätzung. Denn in der hart umkämpften Immobilienbranche, ist vor allem Menschlichkeit und Fachkompetenz was zählt. Profitieren Sie von unserem Netzwerk und unseren Immobilienmaklern in Österreich. Sie beraten Sie gerne auch außerhalb von Tirol. Weitere Informationen unter www.meilenstein.co.at

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eco.architektur

„Der Schulcampus soll in seiner räumlichen Konzeption den Geist der Schule unterstützen und Offenheit, Übersichtlichkeit, Vernetzung, Großzügigkeit und lichtdurchflutete Freundlichkeit bieten.“ ARCHITEKTEN FASCH&FUCHS

SCHULCAMPUS NEUSTIFT

Planung: fasch&fuchs architekten

© HERTA HURNAUS

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Der komplexe Schulcampus in Neustift im Stubaital mit seinen fünf Institutionen ist wahrlich eine Schule von morgen, landschaftsbezogen gebaut, mit höchsten innenräumlichen Qualitäten. 12.000 Quadratmeter an Fläche wurden hier auf einem Hanggrundstück verbaut, ohne dass das Gebäude wie ein Fremdkörper in der Landschaft wirkt. Ein großer Teil des Volumens wurde ähnlich einem grünen Teppich zwischen den zweigeschoßigen Baukörper an der Straße und das turmartige Internat gelegt und so das umfangreiche Raumprogramm genial untergebracht. Dieses städtebaulich überzeugende Konzept schafft zudem ein unglaublich großes Angebot an Straßen, Plätzen, Stiegen, Rampen, Höfen und Gärten mit Ein-, Aus- und Durchblicken, die Raumgrenzen verschwinden lassen. Blickt man auf den Grundriss, ist es kaum vorstellbar, dass dieses Raumfeuerwerk mit Licht- und Schattenspielen auf einfachen, klaren Strukturen basiert. Es ist außerdem gelungen, durch kluge Konzeption auch Raum zu bieten, der außerhalb der Schulzeit von der Bevölkerung genutzt werden kann.


Träume realisieren, Menschen faszinieren

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gparchitektur


eco.architektur

WOHN DICH GLÜCKLICH

WOHNEN IST EIN GRUNDBEDÜRFNIS. DA IST MAN SICH EN GROS EINIG. DIE KUNST LIEGT DARIN, SO ZU WOHNEN, DASS MAN SICH DAMIT U N E I N G E S C H R Ä N K T W O H L F Ü H LT.

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ohl kaum eine Immobilie ist individueller als das Einfamilienhaus. Weil eben auch jeder Bewohner anders ist, seine Persönlichkeit, seine Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse. Wohnen ist damit immer auch ein Ausdruck des eigenen Seins und ein Haus zu bauen braucht folglich die tiefe Auseinandersetzung mit sich selbst. Wie man langfristig leben möchte, ist eine Entscheidung, die jeder für sich treffen muss, sich ein paar Inspirationen zu holen, ist jedoch nie verkehrt. Zum elften Mal lobte der Callwey Verlag in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architektur Museum und Partnern den Wettbewerb „Häuser des Jahres – die besten Einfamilienhäuser“ aus. Die Jury wählte aus 180 Einreichungen 50 Projekte aus und benannte aus diesen einen Preisträger, sieben Anerkennungen und einen Fotografiepreis. Dabei wurde Wert auf Nachhaltigkeit, innovativen Einsatz von Materialien, kreativen Umgang mit der baulichen Situation und auf konsequente Ausführung gelegt. Und weil es all diese Projekte verdient haben, gezeigt zu werden, wurden sie wie immer in ein Buch gepackt. Architekturjournalistin Katharina Matzig hat dazu aussagekräftige Projektbeschreibungen verfasst und beschreibt: „Die Häuser des Jahres liegen am Hang oder am Wasser, sie ducken sich aufs Gelände oder strecken sich in die Höhe. Und liest man die Antworten auf die Frage, was den Reiz und das Problem beim Bau eines Einfamilienhauses ausmacht, dann sind heute die kritischen Töne sehr viel lauter als vor Jahren, und die Architektinnen und Architekten gehen mit gutem Beispiel voran: ‚Der ständige Neubau von Einfamilienhäusern kann unseres Erachtens nicht die Antwort auf die Wohnungsfrage sein. Zumal es gleichzeitig so viel Leerstand bei bestehenden (Wohn-) Gebäuden gibt. Bei unserer Suche nach einem geeigneten Wohnraum waren wir deshalb immer auf der Suche nach gemeinschaftlichen Wohnformen oder einem interessanten Bestandsgebäude‘, so Rike Kress von ARSP. Zumal es richtig ist, dass das Einfamilienhaus nicht die einzig denkbare Wohnform ist und nicht für jeden Ort die beste Lösung. Gezeigt hat die Debatte jedoch, wie emotional aufgeladen das Thema Einfamilienhaus ist: Das eigene Haus ist und bleibt ein Traum Vieler, ein sicherer Rückzugsort und individueller Ausdruck eines persönlichen Wohn- und Lebensgefühls. Dieses Buch zeigt, dass es dafür differenzierte und höchst unterschiedliche Lösungen gibt.“ Wir zeigen Ihnen hier das Siegerprojekt und im Anschluss einige Anerkennungen, die zeigen, wie vielfältig Wohnen heute sein kann und darf.


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G E RK T E I S OJE PR

D E R S TA D T B A U S T E I N

Vier Geschosse hoch stemmt sich das neue Haus in Zürich gegen den siebengeschossigen Nachbarn. Pur und provokant stellt es gängige ästhetische Prinzipien in Frage und beantwortet sie selbstbewusst, unkonventionell und für die Nutzer höchst komfortabel. Die Bauherrschaft ist kunst-, design- und architekturaffin und schätzt eine atelierähnliche Wohnatmosphäre. Das war die Grundvoraussetzung für dieses Haus. Die baurechtlichen Bedingungen – Gebäudeabstände, Erkervorsprünge, Attikarücksprünge – gaben dem Gebäudevolumen seine Form. Die Materialkomposition ist dreigeteilt: Das aus Beton gefertigte Dachgeschoss mit integrierter Dachterrasse umfasst mit dem Betonsockel das Mauerwerk. Der gemauerte Mittelteil ist als innenisoliertes Doppelmauerwerk ausgeführt, außen wurde der Mörtel vom Maurer bewusst nicht abgezogen, das Handwerkliche bleibt sichtbar. Für die Architekten ist das ein Kommentar auf die vorherrschende Ästhetik und ihre Fixierung auf Perfektion und Entmaterialisierung von Oberflächen. In den Innenräumen wurde der Mörtel abgezogen. Die Wände sind unverputzt dekorativ. „Die Wucht des architektonischen Vortrages, seine Neuartigkeit und Kühnheit, ist schlicht begeisternd. Vor der Folie der Herausforderungen, vor die uns der Klimawandel stellt, ist es wichtig, unsere ästhetischen Positionen zu hinterfragen. Entwürfe wie das Haus Alder leisten dazu einen wichtigen Beitrag“, so Jurymitglied Dr. Fabian Peters, Chefredakteur Baumeister. ANZAHL DER BEWOHNER: WOHNFLÄCHE:

299 m2

GRUNDSTÜCKSGRÖSSE:

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256 m2

Massivbau Andreas Fuhrimann, Gabrielle Hächler Architekten, CH-Zürich F O T O G R A F I E : Valentin Jeck, CH-Stäfa BAUWEISE:

ARCHITEKTUR:

HÄUSER DES JAHRES Udo Wachtveitl, Katharina Matzig, Callwey Verlag, 320 Seiten, EUR 61,70 Der Wettbewerb Häuser des Jahres wird seit 2011 vom Deutschen Architekturmuseum und Callwey ausgelobt. Dieses Buch präsentiert die von einer Expertenjury ausgewählten besten von Architekten geplanten Einfamilienhäuser im deutschsprachigen Raum. Die Häuser werden in Text, Bild und mithilfe von Plänen ausführlich vorgestellt und gewähren so Einblick in 50 individuelle Planungsgeschichten von Architekten und Bauherren, die gemeinsam Wohn- und Lebens(t)räume realisiert haben. Weitere Infos unter www.haeuser-des-jahres.com.

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eco.architektur

DIE BAUKUNST DER REDUKTION

Der deutsche Ort Münsing bezeichnet sich selbst gern als Künstlerkolonie, die Gemeinde liegt landschaftlich reizvoll am Starnberger See und ist reich an Baudenkmälern. Das neue Haus am äußeren Ortsrand passt perfekt. Die Lage ist idyllisch, ein Bach grenzt an. Um den Grund möglichst wenig zu versiegeln und den Charme des „wilden Gartens“ zu erhalten, liegen Zufahrt und Carport ein Stück vom Haus entfernt. Elegant fügt sich das mit vorvergrautem Holz beplankte Haus an den Bach. Auf einen Keller wurde verzichtet. „Im Schwarzplan muss man das neue Gebäudeensemble aus Wohnhaus und Garage erst suchen, so selbstverständlich bildet es den Abschluss des Ortsrandes. Ebenso selbstverständlich und zurückhaltend erscheint dem Betrachter das Gebäudeensemble inmitten der natürlich gewachsenen Gartenkulisse aus Büschen und Bäumen von der Straße aus. Es fällt nicht auf. Als sei es immer schon da gewesen. Das Haus ist eine Schönheit, die nicht auffallen will, die jedoch in jedem Maßstab der Betrachtung von der städtebaulichen Setzung über die funktionale Organisation bis in den feinfühligen Umgang mit Material und Struktur spürbar wird“, so das Urteil der Jury. 4 W O H N F L Ä C H E : 173 m2 G R U N D S T Ü C K S G R Ö S S E : 1.136 m2 B A U W E I S E : Holzbau A R C H I T E K T U R : Lutz Geisel und Steffen Bathke, Bathke Geisel Architekten, D-München F O T O G R A F I E : Stefan Müller-Naumann, D-München ANZAHL DER BEWOHNER:

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FREUNDLICHE FESTUNG

Die steile Hanglage mit instabilem Baugrund stellte eine besondere Herausforderung dar. Das kompakte Haus auf beinahe quadratischem Grundriss schiebt sich eingeschossig in die bestehende Topografie, die so wenig wie möglich verändert wurde. Auch ein alter Baum beim Parkplatz konnte erhalten werden: wirtschaftlich und landschaftsarchitektonisch die ideale Lösung. Der Blick fällt gerahmt ins Tal des schweizerischen Klingenau, innen zeichnet das durch die vorgelagerte Betonschicht fallende Licht malerische Sonnenflecken. Auch wenn das Budget der Bauherren begrenzt war, so wollten sie auch im Inneren auf eine anspruchsvolle Gestaltung nicht verzichten: Klein und fein ist heute ihr Haus. Die Innenräume des Sichtbetonbaus wurden naturgrau verputzt, die gesamte Außenhülle besteht aus grobem gewaschenen Beton, der teilweise bepflanzt wird. „Architektur – zeitlos selbstverständlich, verwoben mit Baukultur und Ort, mehr Entdeckung als Erfindung, aus altvertrauten Stimmungen Neues schaffen, Atmosphäre, Licht und Schatten – das mögen wir“, erklären die drei Schweizer Architekten Markus Wespi, Jérôme de Meuron und Luca Romeo. Hier waren definitiv Könner am Werk. 3 W O H N F L Ä C H E : 111 m2 G R U N D S T Ü C K S G R Ö S S E : 729 m2 B A U W E I S E : Sichtbeton A R C H I T E K T U R : Markus Wespi, Jérôme de Meuron und Luca Romeo, Wespi de Meuron Romeo Architekten BSA, CH-Caviano F O T O G R A F I E : Monica Spezia (Living Inside srl), I-Mailand ANZAHL DER BEWOHNER:


Lebe deinen Küchentraum. Es gibt keinen Platz in einem Haus, in dem das Leben mehr pulsiert. Die Küche ist das Herz deines Dahoams. Hier wird gelacht, gelebt und genossen. Wir zelebrieren das mit viel Stil & Funktionalität für die Küche, in der deine Geschichten geschrieben werden.

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DAS HAUS AM SEE

D A S B A U - K U LT U R - S T U D I O

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50 Quadratmeter ist die Cascina klein. Die sorgfältige und respektvolle Planung sowie die handwerklich anspruchsvolle Ausführung allerdings sind großartig und bieten dem Studierenden ein höchst ansprechendes Wohn- und Arbeitsrefugium. Der Familiennachlass der Stiftung im schweizerischen Graubünden umfasst die Literatur von Mutter Johanna Garbald-Gredig (alias Silvia Andrea), das fotografische Werk von Sohn Andrea Garbald, die Familienbibliothek sowie die von Gottfried Semper erbaute Villa Garbald samt Erweiterung durch die Architekten Miller & Maranta. Mit der Cascina von Ruinelli Associati ist das Ensemble nun baukulturell noch einmal gewachsen. Das kleine Haus, das an Forscher und Künstler vermietet wird, liegt hinter dem Gebäudekomplex der Villa Garbald und ersetzt an gleicher Stelle, mit gleichem Volumen und gleicher Höhe ein ehemaliges Kastaniendörrhaus. Das Dach ist mit Gneis belegt, die Fenster, Türen und Verkleidungen wurden ihrer ursprünglichen Nutzung entsprechend aus Kastanienholz gefertigt. Ruinelli: „Das Ergebnis einer Architektur, bei der man die Sorgfalt der Ausführung und die Stimmung der Materialien wahrnimmt, ein Bau, der den Besucher emotional einbindet.“ ANZAHL DER BEWOHNER: WOHNFLÄCHE:

50 m2

GRUNDSTÜCKSGRÖSSE:

1

100 m2

Massivbau Armando Ruinelli, Ruinelli Associati AG Architetti SIA, CH-Soglio F O T O G R A F I E : Marcello Mariana, I-Morbegno BAUWEISE:

ARCHITEKTUR:

Den Bau einer Kirche vermuteten die Nachbarn während der Bauzeit. Heute ist die Villa in Wandlitz im deutschen Brandenburg Lebensraum für eine Familie und Wallfahrtsort für Architekten. Die Fassade besteht aus sibirischer Lärche, die Räume bestehen aus einfachen geometrischen Körpern. Das Untergeschoss ist aufgrund der Seenähe als Wanne aus WU-Beton ausgeführt, die Obergeschosse sind aus Holz konstruiert. Das Treppenhaus im Inneren sowie der an der Nordwand markant nach außen tretende Kamin aus Sichtbeton steifen aus. Die Apsis des Hauses nimmt im Erdgeschoss die Küche auf, darüber liegt das Elternbad. Tageslicht fällt von oben durch ein kreisrundes Dachfenster. Wie eine Lichtung liegt die große, auf zwei Ebenen verteilte Dachterrasse im Kiefernwald. „Das Haus am Wandlitzsee ist trickreich. Die Bilder sind markant, die Stimmung entspannt und die Materialität kultiviert und gekonnt, der See liegt nah und das Haus scheint in angenehmer Entfernung dazu mit einem höherliegenden Steg verbunden zu sein. Es passt“, findet Juryvorsitzender Peter Cachola Schmal, Direktor Deutsches Architekturmuseum. ANZAHL DER BEWOHNER: WOHNFLÄCHE:

280 m2

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1.800 m2 B A U W E I S E : Holzbau mit aussteifenden Elementen aus Beton, Keller: WU-Beton A R C H I T E K T U R : Thomas Kröger Architekten GmbH, D-Berlin F O T O G R A F I E : Philipp Obkircher, D-Berlin GRUNDSTÜCKSGRÖSSE:


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D I E C H A R TA V O N L U Z E R N - N O R D

Die Charta von Athen forderte 1933 die räumliche Trennung von Wohnen, Freizeit, Arbeiten und Verkehr. Heute diskutieren Architekten über Verdichtung, Umnutzung, Bauen im Bestand. Das Wohnhaus im Gewerbegebiet von Emmen in der Schweiz zeigt, dass die Verbindung von Wohnen und Arbeiten Zukunft hat. Lange Arbeitswege kann sich das Paar sohin sparen: Wand an Wand wurde ihr Haus an ihre Gewerbehalle gebaut. Der vermeintlich unattraktive Standort bietet unschlagbare Vorteile, das Haus räumlichen Luxus. „Der Bau von Einfamilienhäusern ist schon an und für sich gesellschafts- und umweltpolitisch problematisch. So ist es für uns eine große Herausforderung und auch ein drängendes Anliegen, bei der Realisierung eines Einfamilienhauses nebst den Interessen der Bauherrschaft auch die Anliegen der Allgemeinheit im Auge zu behalten. Im vorliegenden Fall konnten wir Felder bearbeiten, die bei herkömmlichen Einfamilienhäusern oft außen vorgelassen werden. Die Verdichtung und die Weiterentwicklung von Bestehendem, das synergetische Vereinen von Wohnen und Arbeiten machen das Projekt im ganzheitlichen Sinne nachhaltig“, beschreibt Architekt Christoph Steiger. 2 W O H N F L Ä C H E : 158 m2 G R U N D S T Ü C K S G R Ö S S E : 84,5 m2 B A U W E I S E : Holzbau A R C H I T E K T U R : Niklaus Graber & Christoph Steiger, Architekten ETH/BSA/SIA GmbH, CH-Luzern F O T O G R A F I E : Dominique M. Wehrli, CH-Dietikon

ANZAHL DER BEWOHNER:

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EINRAUM FÜR ZWEI

Der Fußabdruck minimal, der Grundriss reduziert, die Technik so simpel wie möglich: „Less is more“ sorgt für größtmögliche Lebensqualität. Das Haus in Spittal an der Drau hinterfragt die gewohnten Raumgrößen und Ausstattungsstandards. Im ganzen Gebäude gibt es nur eine Wand, die sämtliche Installationen beherbergt, die restlichen Leitungen und Kabel wurden „aufholz“ verlegt. Der Garten? Eine Blumenwiese. „Die Reaktionen der Menschen vor Ort auf das Haus sind gemischt“, wissen die Bauherren. „Von manchen wird es belächelt, nicht solide genug, fast armselig, zu schlicht. Einheimische Großbauern sehen darin einen Schuppen. Auch müsste man es innen doch noch verkleiden. Rohe Holzwände und offen verlegte Leitungen gehen wohl nur im Stall!“ Architekturjournalistin, Buchautorin und Jurymitglied Katharina Matzig jedenfalls findet’s gut: „Schlicht und selbstverständlich stellten die Architekten den schmalen, in rhythmisch aufgeglaste Joche gegliederten Holzbau längs zum Hang. Sparsam und effektiv wie in einem Wohnwagen wurde auch der Grundriss organisiert, ein Möbel sorgt für die gewünschte Zonierung. An allem wurde bei diesem kleinen Haus gespart, nur nicht an der Gestaltung.“ 2 W O H N F L Ä C H E : 65 m2 G R U N D S T Ü C K S G R Ö S S E : 994 m2 B A U W E I S E : Holzbau, Skelett- und Rahmenbau A R C H I T E K T U R : Sonja Hohengasser und Jürgen Wirnsberger, Hohengasser Wirnsberger Architekten ZT GmbH, Spittal an der Drau F O T O G R A F I E : Christian Brandstätter, Klagenfurt ANZAHL DER BEWOHNER:

Quellen: Häuser des Jahres 2022, Callwey Verlag


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DER KERN, AUS DEM WACHSTUM ENTSTEHT Die derzeit in Innsbruck ansässige Unternehmensgruppe Konstant GmbH verlegt ihr Headquarter und zieht ihre Partnerunternehmen im neuen gemeinsamen Kern – Nucleus – am attraktiven Standort in Schwaz zusammen. Neben mehr als 60 zeitgemäß gestalteten Arbeitsplätzen auf 1700 m² Nutzfläche entsteht ein Dachgeschoß mit spektakulärem Rundumblick. Bereits im Februar 2023 soll das innovative Projekt fertiggestellt werden: Das offene Parkdeck lässt den aus der natürlichen Geländekante wachsenden Baukörper schweben und ermöglicht freie Sicht für die darüberliegenden Geschoße. Großzügige Freibereiche bieten flexible Zugänglichkeit zu den verschiedenen Einheiten und ein hohes Maß an konstruktivem Sonnenschutz. Gemeinsam genutzte Besprechungsräume, Aufenthaltszonen sowie eine energieeffiziente Haustechnik garantieren höchste Effizienz in Errichtung und Betrieb. Neben der eigenen Belegung der Büroflächen werden noch 3 Einheiten mit 60 - 90 m² an interessierte Unternehmen vermietet. Nachdem beste Voraussetzungen für die Errichtung eines gelungenen Projekts gelegt sind, freuen sich alle Beteiligten auf eine reibungslose Bauphase und die Inbetriebnahme des Bürogebäudes Nucleus in naher Zukunft.


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WOHNEN AM STEILHANG Auf herausfordernden Grundstücken gelingen oftmals richtig spannende Bauprojekte. In diesem Fall entstand an einem extrem steilen Hang ein modernes Wohnhaus, das schon aus der Ferne viele Blicke auf sich zieht.

© CHRISTOF SIMON

T E X T : C AT E R I N A M O L Z E R - S A U P E R

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as Grundstück mit einer Hangneigung von etwa 33 Grad im Weiler Eigenhofen bei Zirl stand schon längere Zeit zum Verkauf, doch niemand traute sich so recht heran. Ein kreativer Planer und seine Familie schnappten sich den Baugrund und fanden nach der Entwurfsplanung mit Holzbau Aktiv ein Holzbauunternehmen, das sich der Umsetzung des speziellen Gebäudes in Holzriegelbauweise hoch droben annahm. Die Ausrichtung des Baugrundes mit herrlichem Rundumblick geht in südwestliche Richtung, nördlich schließt ein steiles Waldgebiet an. Die Zufahrt erfolgt vom Fuß des Hanges. Für den Bauherren und Architekten Christian Günther und seinen Kollegen Michael Wallraff war es bei ihrem Entwurf wichtig, das Gebäude so wenig wie möglich in den Hang einzugraben und damit das Gelände kaum zu verändern. Aus dieser Überlegung entstand ein quaderförmiger Baukörper, der nach Süden hin über den Hang hinauskragt und nach Nordosten leicht ins Gelände einschneidet. So bildet das Haus Richtung Inntal eine Lärmschutzwand für die dahinter liegende Terrasse. Die Autostellplätze und ein Abstellraum befinden sich am Ende der Zufahrtsstraße, weiter nach oben geht es über 39 Fertigteilstufen mit Punktfundamenten zum Hauseingang und weiter auf die Terrasse. Konzeptionell sind dies die drei Hauptelemente, die den Hang und die Funktionen gliedern. Das Haus – ein schmaler, länglicher, zweigeschossiger Quader mit Flachdach ohne Vordach – ist präzise an der Nord-Süd-Achse ausgerichtet. Die Auskragung an der Südseite liegt auf einem sichtbaren, feuerverzinkten Stahlträger auf, auf nordöstlicher Seite ist der Baukörper leicht in den Hang eingeschnitten. Die Bodenplatte, die auf dem Stahlträger aufliegt, sowie sämtliche erdberührten Wandteile wurden nach außen hin in Stahlbeton auf Sicht aus-

Das Haus in Eigenhofen thront auskragend am steilen Hang und ist ein Paradebeispiel für einen modernen, eleganten Holzbau.

Schlichte Gemütlichkeit, beeindruckende Aussichten und der gelungene Materialmix machen den besonderen Charme des Wohnhauses aus.

geführt. Auf diese Basis wurde eine leichte, zweigeschossige Holzbox gesetzt, deren Fassade mit einem weißen Kalkputzsystem ausgeführt wurde. Sämtliche Fensterflächen auf der Südseite inklusive der westseitigen Balkontür und dem dazugehörigen Fenster wurden mittels verschiebbarer Läden, die in einem Alurahmen laufen, verschattbar gemacht. Auf dem bekiesten Flachdach wurde eine Photovoltaikanlage aufgestellt, die Strom für die Luft-Wasser-Wärmepumpe liefert. Nordseitig hinter dem Haus wurde auf Höhe des Obergeschosses abgesetzt vom Baukörper eine Terrasse errichtet. Diese ist nach hinten hin leicht in den Hang eingeschnitten und in Stahlbeton auf Sicht ausgeführt. Der zum Haus hingewandte auskragende Teil wurde in Holzbauweise ausgeführt und ist durch eine Brücke mit der Terrassentür verbunden. Man betritt das Gebäude an der Ostseite direkt gegenüber dem Austritt der Außentreppe. Von hier aus kann man entweder direkt über eine Treppe nach oben in den Wohnbereich gelangen oder man erreicht geradeaus über einen erweiterten Gang mit Blick ins Tal drei Zimmer, ein Familienbad und einen Abstellraum. An einer Stelle des gut nutzbaren Gangbereiches kann man auf einen kleinen Minibalkon ins Freie treten und nach oben in den Wohnraum blicken. An dieser Stelle wird die kommunikative Verbindung der beiden Geschosse spürbar. Darüber befindet sich der offene, helle Koch-Ess-Wohnraum mit Fließestrichboden und Sichtholzdecke. Ein weiteres Bad ergänzt hier das Raumprogramm. „Die uneinsichtige Terrasse hinter dem Haus erweitert unseren Wohnraum und ist unsere ganz private Oase am Waldrand“, so die vierköpfige Familie begeistert.


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PIONIER DES MODERNEN WOHNENS

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as einzig beständige im Leben ist die Veränderung. Alles ist in ständigem Wandel, in ständiger Entwicklung. Insofern müssen wir genauso wandelbar und offen für neue Konzepte sein. Gerade was das Wohnen betrifft, tut sich momentan einiges in Richtung Multifunktionalität. Im Rahmen der Verdichtung sollen viele Aspekte des Lebens an einem Ort stattfinden können. Sparsamkeit und Nachhaltigkeit sind hier zwei grundlegende Stichwörter. Schwaz Urban vereint gleich mehrere zukunftsweisende Komponenten. Zum einen handelt es sich um ein hybrides Projekt, das Gebäude umfasst also mehrere Funktionen: Wohnräume, Büros, eine Skybar, eine Kinderbetreuungseinrichtung, Dachgärten und Tiefgaragen mit Carsharing-Angeboten zur Unterstützung der E-Mobilität im urbanen Raum, das Ganze in einer energieeffizienten Gebäudestruktur mit eigener Photovoltaikanlage am Dach. Zum anderen fördern die zentrale Lage, der direkte Anschluss an den Bahnhof sowie eine Park&Ride-Anlage für 130 Autos alternative Verkehrslösungen und somit den öffentlichen Verkehr. Das alles soll unter einem Dach möglich werden. Wohnen und Arbeiten sind mittlerweile nicht mehr so scharf trennbar und auch in Zukunft wird es immer wichtiger werden, diese zwei Lebensbereiche flexibel zu vereinen. Die Kinderbetreuungseinrichtung im Haus bietet dementsprechend einen wesentlichen Mehrwert. In direkter Abstimmung mit der Stadt Schwaz werden innovative Ideen zum Thema Kinderbetreuung überlegt. „Die Gemeinde unterstützt hier diese Idee seit Beginn an und ist mit urban flatSZ GmbH in sehr engem Kontakt“, erklärt Daniel Kostenzer, Geschäftsführer der EGLO Immobilien. Die Kinderbetreuungseinrich-

EGLO Immobilien setzte sich gemeinsam mit der Stadt Schwaz das Ziel, ein multifunktionales Gebäude zu schaffen. Eines, das modern und zukunftsweisend ist, alle Lebensbereiche vereint und die Stadt weiterentwickelt. Mit dem Leuchtturmprojekt Schwaz Urban wurde diese Vision zum Leben erweckt. TEXT: ÜMMÜ YÜKSEK


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tung sowie eine begrünte Dachfläche sollen sich im vierten Obergeschoß befinden. Die entsprechenden Räumlichkeiten und Flächen werden für einen zumindest dreigruppigen Kindergarten samt Einrichtung und Spielmöglichkeiten für Kinder im Freien auf dem Dach in einer abgegrenzten Gartenfläche errichtet. Die Positionierung des Kindergartens erfolgt mit direktem Zugang auf die Freifläche. Ein hybrides System ist aus vielerlei Hinsicht der richtige Umgang in der Tradition des klassischen Stadthauses. „Diese Struktur ist ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts abhanden gekommen. Die Menschen wollten keine Störung und eine saubere Trennung. Das hat das Stadtleben in gewisser Weise ein bisschen zerstört“, so Architekt Johannes Wiesflecker. „Viele Architekten arbeiten mittlerweile daran, dass man wieder Leben in der Stadt schafft.“ Hierbei nimmt EGLO Immobilien in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Schwaz eine Vorreiterrolle ein.

ARCHITEKTONISCHER PROZESS

Das schmale Grundstück mit einer großen Längenausdehnung sowie die Integration der Park&Ride-Anlage waren eine der größten Herausforderungen. Grundverantwortung für jeden Architekten ist es, dass sich ein Projekt sauber in den städtebaulichen Kontext einfügt. Die zwei Hauptmerkmale bei Schwaz Urban sind der langgestreckte Grundriss sowie die zwei Höhen. Die entscheidenden Grundüberlegungen für diesen Entwurf waren die Positionierung des Hochpunktes und der Zäsur sowie die Umsetzung des hybriden Systems in Verbindung mit der Integration des Bahnhofgeländes. Der zentrale Entwurfsansatz war die Schaffung einer hybriden urbanen Struktur, die die Stadt weiterentwickelt und an diesem Standort verdichtet. Damit war das Parkthema ein zentraler Ansatzpunkt, der durch eine Unterbauung neben der Spornbergerstraße bis zum Bestandsbahnhof gelöst wurde. Insofern konnte eine große zukunftsweisende Lösung realisiert werden. Das Parken der Autos und Fahrräder sowie alternative Fortbewegungsmittel konnten mit dem direkten Bahnhofsanschluss konzipiert werden. Der erdgeschossige Stadtraum ist zum großen Teil befreit von Garagenfassaden, somit können sich die Erdgeschosszonen hochwertig mit den Büro- und Geschäftsflächen entwickeln. Die Konzepterstellung geht über zwei wichtige

„Die Hauptarbeit ist es, ein inhaltliches Konzept zu kreieren, einen Ort zu interpretieren und daraus ein Entwurfskonzept zu erstellen.“ DI JOHANNES WIESFLECKER, ARCHITEKT

Parameter: Zunächst muss der Charakter des Ortes erfasst werden. Dafür benötigt es ein architektonisches Gespür, das recht schnell einen Blick auf Dinge ermöglicht, die andere nicht sehen. Die Miteinbeziehung des Ortscharakters verleiht dem Projekt das gewisse Etwas. Wiesflecker redet von der Veränderung des Ortes und der Prägung der Gesellschaft mit dem Schaffen von Räumen. Dabei müssen Lage und Proportionen sehr stark berücksichtigt werden. Sich zur Verortung bekennen und die Stärken des Ortes nutzen sind dabei wichtige Grundpfeiler. Zudem gibt es meist noch eine funktionale Vorgabe, die zeigt, was das Projekt können soll. Daraufhin wird das Konzept skizzenhaft aufgezeichnet. Erst wenn die ersten Schritte sitzen, wird angefangen zu zeichnen. Grundlegend ist die Erstellung eines theoretischen Konzeptes, das umgesetzt werden soll. Die Gestaltung an sich fällt infolgedessen relativ leicht. „Die Hauptarbeit ist es, ein inhaltliches Konzept zu kreieren, einen Ort zu interpretieren und daraus ein Entwurfskonzept zu erstellen“, erläutert Wiesflecker. Es handelt sich um ein intellektuelles Vorgehen, das keineswegs dem Zufall überlassen werden darf.

BAUFORTSCHRITT Die Arbeiten beim Bauvorhaben Urban FlatSZ gehen laut EGLO Immobilien sehr gut voran, und zwar so gut, dass der Bauzeitplan nun sogar verkürzt wird. Anfangs waren zwei Bauabschnitte geplant, nun ist es nur mehr einer. Eine besondere Herausforderung sind die sehr beengten Platzverhältnisse, das Grundwasser und die Leitung des Verkehrs. „Die Zusammenarbeit vieler Firmen auf diesem engen Raum ist sehr fordernd und benötigt einen genauen Ablaufplan und viel Präzision“, erklärt Kostenzer. „Wir sind mit dem Verlauf der Baustelle sehr zufrieden.“ Zurzeit stehen drei Kräne im Einsatz und die Tiefgaragen sind schon zur Hälfte fertiggestellt. Aktuell werden die Spundwände mit Mobilkränen gezogen und die Baugrube hinterfüllt. In den nächsten zwei Monaten finden die Grundarbeiten am östlichen Baufeld statt. Sobald das Straßenniveau erreicht ist, wird der Bereich des Hochhauses forciert. Zum Schluss kommt der niedrigere Bauteil. Ende 2023 wird das multifunktionale Gebäude seiner Bestimmung übergeben. www.eglo-immobilien.at www.wiesflecker-architekten.com

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erade in Tirol herrscht ein allgemeiner Grundstückmangel, der viel Umdenken in Verbindung mit Bauvorhaben und Wohnen erfordert. Ein wesentlicher Faktor dabei ist der Umgang mit wenig Platz. Gleichzeitig möchte niemand auf einen gewissen Wohnstandard verzichten. Dazu gehören eine Toplage, Freiflächen in Form von Terrasse, Balkon oder Garten, die seit der Pandemie erst recht nicht mehr wegzudenken sind, genug Privatsphäre und am besten noch einen separaten Arbeitsbereich in den eigenen vier Wänden. Die größte Herausforderung der Arche6 war die Schaffung einer Balance zwischen

KOMPAKT GEBAUT Die Urban flatSZ GmbH errichtet mit Arche6 ein kompaktes und gleichzeitig vielseitiges Bauprojekt, das ein hochwertiges Ambiente kreiert – mit dem Ziel, sparsam mit dem wertvollen Grundstück umzugehen und dabei hohe Qualität zu bieten. Ein weiterer Immobilienmeilenstein in der Stadt Schwaz. TEXT: ÜMMÜ YÜKSEK


eco.architektur

maximaler Ausnutzung der Liegenschaft in Kombination mit einer hohen Qualität der Außenräume und Außenbezüge. Insbesondere gilt es, den richtigen gesetzmäßigen Umgang mit der denkmalgeschützten Wand der südlichen Grundstücksgrenze und des bestehenden Gebäudes an der Archengasse zu gewähren. So viele Komponenten wie möglich in ein Bauprojekt zu packen, ist sicherlich eine der größeren Herausforderungen bei der Projektentwicklung, bei der man jeden Quadratmeter, der zur Verfügung steht, ausnutzen will. Ein komplexes Bauprojekt wie Arche6 benötigt viel Planung und viele Zwischenschritte, bis es vollständig ist. Als erster Schritt musste das Grundstück gründlich analysiert werden. Beobachtet wurden bei dieser Besichtigung der erste Eindruck, die Rahmenbedingungen und die Dimension, in der man sich im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften bewegen darf. Darauffolgend wurden im kleineren Maßstab Modelle gebaut, Grundrissstudien durchgeführt und Grundrissvarianten miteinander verglichen. Die Erschließung, wo sich nun die Abfahrt zur Tiefgarage befindet, war anfangs noch nicht gegeben. Der Zugang wurde erst im Laufe der Projektentwicklung sichergestellt. Dass solche Änderungen bzw. neue Ideen im Nachhinein dazukommen, ist nicht unüblich. In solchen Fällen muss dementsprechend flexibel gehandelt werden. Nachdem diese Grundthemen geklärt waren, wurde das Projekt wirtschaftlich betrachtet und von dort aus nochmals aus verschiedenen Aspekten optimiert. Gestalterische Komponenten flossen hinein, das Projekt entwickelte und optimierte sich mit jedem Tag mehr. Nach dem letzten Feinschliff ging die Arche6 in die Abstimmungsrunde mit den Behörden, wobei hier die Stadt Schwaz, der Gestaltungsbeirat des Landes Tirol und das Bundesdenkmalamt stark involviert sind. Mit Erhalt der Genehmigung wurden schließlich die Pläne gezeichnet. „Ganz wichtig ist dabei zu bedenken, was es rundherum gibt, damit sich das Projekt gut in die Umgebung hineinfügt. Nur so ist es möglich, eine hohe Qualität zu gewährleisten“, erklärt Architekt Peter Reiter. Hier wird wieder klar, wie allumfassend solch ein Bauvorhaben durchdacht werden muss. Das Projekt so kompakt wie möglich zu gestalten, war eine wichtige Vorgabe und somit auch ein grundlegender Wegweiser für alle weiteren notwendigen Schritte. Entscheidend war zudem die Materialwahl, die in Anlehnung an die Umgebung getroffen

Daniel Kostenzer, Geschäftsführer der urban flatSZ GmbH

werden sollte. Ein Dickschichtputzsystem eignete sich in diesem Fall besonders gut. Zusätzlich war eine geneigte Dachfläche erwünscht. Außerdem wurde versucht, Komponenten wie Holzfenster einzusetzen, um das Ambiente der bestehen Häuser fortzusetzen. Bevorzugt wurde eine reduzierte Materialwahl, da Projekte, die einen gewissen Maßstab nicht überschreiten, großzügiger wirken.

WAS DIE ARCHE6 AUSMACHT

Bei diesem Objekt handelt es sich um zwei bewusst gesetzte Kuben, die leicht verdreht zueinanderstehen sowie unterschiedliche Ausblicke und Einblicke gewähren, um Privatsphäre zu schaffen. „Die beiden Wohnge-

bäude bestehend aus je drei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss werden für eine westlich gelegene Einfahrt erschlossen“, beschreibt Daniel Kostenzer, Geschäftsführer der urban flatSZ GmbH. Von der untergeschossigen Tiefgarage mit 34 Stellplätzen gelangt man per Aufzug bzw. Treppe in die beiden Gebäude. Der ebenerdige Zugang erfolgt über einen Vorplatz, der sich zwischen den gedeckten Eingangsbereichen der beiden Gebäude und der Tiefgaragenabfahrt aufspannt, welches das Zentrum des Projekts bildet und als Kommunikationszone im Freien dient. Von dort führt der Weg in die beiden nördlich ausgerichteten Treppenhäuser, die mit einem Lift ausgestattet sind. Insgesamt befinden sich in den beiden Häusern 28 Wohneinheiten mit deren zugehörigen Terrassen oder Loggien. Die Baukörper erzeugen durch die schräggestellte Anordnung interessante Zwischenräume, die Fassaden sind in grauem Putz ausgeführt. Die raumhohen Verglasungen mit dekorativen Holzelementen versehen und die in die Ecken eingeschnittenen Balkone mit pulverbeschichteten Stahlgeländen bilden eine dynamische Lochfassade. Die Obergeschosse sind jeweils rückspringend ausgestaltet und stellen dadurch die für die Penthousewohnungen erforderlichen besonders großen Freiflächen bereit. Die Dachlandschaft mit den geneigten Dächern ist in Anlehnung an die bestehende Struktur der Archengasse entlang inspiriert, wo alle Häuser mit Satteldächern ausgestattet sind. www.eglo-immobilien.at www.peterreiter.at

Architekt Peter Reiter hat mit dem Arche6 ein Projekt geplant, das wunderbare Aus- und Einblicke gewährt und trotzdem genügend Privatsphäre schafft.

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PROHOLZ TIROL

NEUIGKEITEN IN SACHEN HOLZ Bei proHolz Tirol gibt es wieder viel Spannendes und Gelungenes zum Thema Holz. Die Universität Innsbruck forciert den Holzbau durch eine eigene Stiftungsprofessur für Architektur und Fabrikation. Auf die ausgezeichneten Leistungen im Bereich Tischlerhandwerk folgt in Kürze die Einreichphase zum Holzbaupreis Tirol. Anhand zweier bereits umgesetzter Projekte wird die Qualität des modernen Holzbaus in Tirol deutlich sichtbar. T E X T : C AT E R I N A M O L Z E R - S A U P E R

© DAVID HECHL

AUSGEZEICHNETES TISCHLERHANDWERK

Die Landesinnung der Tischler und Holzgestalter sowie proHolz Tirol forcieren gemeinsam mit den Fachberufsschulen in Absam und Lienz das Thema Gestaltung und Design in der Tischlerausbildung. Hierzu wurde heuer zum dritten Mal ein Gestaltungspreis ausgelobt. Mitte April 2022 wurde in der Hypo Bank Tirol in Innsbruck im Beisein von Landeshauptmann-Stellvertreter ÖR Josef Geisler und Wirschaftskammer-Vizepräsident Martin Wetscher die Preisverleihung vorgenommen.

(v.li.) Martin Wetscher, Vizepräsident der Tiroler Wirtschaftskammer, Markus Decker, Lehrher, der mit einer Auszeichnung belohnte David Hechel, LHStv. ÖR Josef Geisler, Landesinnungsmeister der Tischler Klaus Buchauer und Manfred Saurer, proHolz Tirol-Vorstandsvorsitzender

U N I I N N S B R U C K S TÄ R K T D E N H O L Z B A U

An der Universität Innsbruck wird eine BMLRT-Stiftungsprofessur für Holzbau – Architektur, Ressourceneffizienz und Fabrikation eingerichtet. Mit der Finanzierung durch das Landwirtschaftsministerium, den Fachverband der Holzindustrie Österreichs, proHolz Tirol mit Partnern, IIG – Innsbrucker Immobilien sowie mit der fachlichen Unterstützung weiterer Kooperationspartner soll die neue Professur den Holzbau in Westösterreich weiterentwickeln und eine Verbindung zwischen Architektur und Ingenieurholzbau etablieren.

proHolz-Geschäftsführer Rüdiger Lex, Dekan Günter Hofstetter und Anton Kraler, Leiter des Arbeitsbereichs Holzbau an der Universität Innsbruck

EINLADUNG ZUM HOLZBAUPREIS TIROL 2023

proHolz Tirol lädt gemeinsam mit der Kammer der ZiviltechnikerInnen | Arch+Ing Tirol und Vorarlberg zur Einreichung hervorragender Projekte für die Auszeichnung „Holzbaupreis Tirol 2023“ ein. Der Holzbaupreis wird in Tirol alle vier Jahre ausgelobt. Eingereicht werden können beispielhafte Holzgebäude, die zwischen 2018 und 2022 errichtet wurden. Die Bewerbungsunterlagen sind ab 1. Juni 2022 online unter auszeichnungen.proholz-tirol.at bis spätestens 10. Juli 2022 einzureichen. Um ein einheitliches Layout der Projekte für die Präsentation bei der Jury zu gewährleisten, wird von proHolz Tirol ein Plakateditor online zur Verfügung gestellt.


© MARIO HANDLE

WOHNHAUS AUS MASSIVHOLZ

Bei diesem Gebäude in Mils bei Hall i.T. handelt es sich um ein Massivholzhaus, das auf das bestehende Kellergeschoß eines Altbaus aufgesetzt wurde. Die Massivholzwände wurden nach höchsten ökologischen Kriterien errichtet. Innenseitig sind die meisten Wände mit Lehm verputzt. Die Lamellen aus Lärchenholz außen und Fichtenholz innen schaffen Raum, begrenzen, bieten Sicht- und Sonnenschutz, übernehmen statische Aufgaben und sind das typische Markenzeichen der Architektur von Mario Handle, die eben nicht nur ein Innen und Außen kennt, sondern auch viel Raum dazwischen. Die Bauherren haben sich alles aus einer Hand gewünscht – so stammt auch die Möbelgestaltung inklusive Küche und Badmöbel aus der Hand von Mario Handle.

V I E R W O H N H Ä U S E R F Ü R E I N E FA M I L I E

Ein gutes Beispiel für vorbildliche Nachverdichtung im urbanen Raum ist diese kleine Mehrgenerationen-Reihenhausanlage für eine Familie im Westen von Innsbruck. Das alte Doppelhaus wurde abgerissen, die Grundstücke neu parzelliert und darauf vier eigenständige Wohnhäuser nach den Entwürfen des Architekturbüros teamk2 aus Innsbruck errichtet – schlüsselfertig und in nachhaltiger Massivholzbauweise. Die moderne Interpretation des Satteldachs springt bei diesem Projekt besonders ins Auge. Jedes Haus bekam neben einem Carport und zwei Wohngeschoßen noch ein frei gestaltbares Dachgeschoß. Die Gebäude sind mit einem Massivholzdach mit Bitumendeckung und Innenwänden in Holz-Riegelbauweise sowie Lehmwänden ausgestattet. Die Fassadengestaltung erfolgte in einer Kombination aus verputzten Wandflächen, die in einem warmen Braunton gestrichen wurden, und einer lasierten Sichtholz-Fassade bei den wettergeschützten Bereichen.

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© ELI/ZWEIRAUM.EU

© PAUL SANTEK

PROHOLZ TIROL


© MAX KRATZER

eco.architektur

WAS LANGE WÄHRT, IST SCHLIESSLICH GUT Wie gut ein Gebäude ist, hängt nicht allein von der Wahl des Baustoffs ab, sondern ganz wesentlich auch von der Nutzungsdauer. Bauaufgaben mit hoher Komplexität können zulasten der Langlebigkeit gehen. Das beste Gebäude ist schließlich jenes, das am längsten genutzt werden kann. TEXT: MARIAN KRÖLL

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eco.architektur

Das Forschungsprojekt „Einfach bauen“ der TU München möchte eine neue Baukultur der Vereinfachung etablieren. Im bayrischen Bad Aibling wurden zur Veranschaulichung dafür nebeneinander drei gleiche Häuser aus unterschiedlichen Materialien gebaut – eines aus speziellem Leichtbeton, eines aus Holz und eines aus Ziegel, allesamt ohne zusätzliche Dämmschichten.

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eco.architektur

Lass die Sonne rein: Gebäude werden heutzutage nicht mehr nur als Energieverbraucher, sondern auch als -produzenten gedacht. Auf den Dächern und an den Fassaden wird etwa elektrische Energie mittels Photovoltaik erzeugt.

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in Haus zu bauen, kostet neben viel Zeit und Geld auch noch eine ganze Menge an Energie. Im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Energie ist deshalb auch das Thema, das über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes eine ganz zentrale Rolle spielt. Es geht dabei zum einen um die Energie, die investiert werden muss, um einen gewissen Baustoff – ganz gleich ob Holz, Ziegel, Beton oder neue, experimentellere Materialien – herzustellen, zum anderen um die Energie, die durch die Wahl des jeweiligen Baustoffs über den gesamten Lebenszyklus zum Heizen und Kühlen aufgewendet werden muss bzw. eingespart werden kann. Die Energie, die bei Herstellung, Lagerung, Transport und Verarbeitung und nicht zuletzt Entsorgung verbraucht wird, bezeichnet man als graue Energie bzw. Primärenergiebedarf, der für eine ehrliche Ökobilanz berücksichtigt werden sollte. Im angelsächsischen Raum spricht man vom Life Cycle Assessment, im Deutschen meist mit „Lebenszyklusanalyse“ übersetzt. Der Primärenergiebedarf wird nach wie vor überwiegend durch konventionelle, fossile Energieträger gedeckt, die – wie die meisten Baumaterialien – nur endlich zur Verfügung stehen. Diese graue Energie spielt

heute in Österreich im Planungsprozess noch eine eher untergeordnete Rolle. Die Rechnung geht in etwa so: Je weniger graue Energie in einem Gebäude steckt, desto umwelt- und klimafreundlicher ist es. Bleiben graue Energie und auch graue Emissionen dagegen völlig unberücksichtigt, kann ein falsches Bild entstehen. Besonders die Herstellung von Zement braucht große Mengen an Energie und verursacht gleichzeitig hohe CO2-Ausstöße. Dementsprechend muss auch ein Passivhaus, in dem besonders viel Zement in Form von Beton eingebaut ist und das technisch komplex sein kann, nicht unbedingt als der Weisheit letzter Schluss gelten. Energetisch optimierte Gebäude – dazu gehört das Passivhaus – können nämlich einen wesentlich höheren Anteil von grauer Energie am Gesamtenergiebedarf über die Lebensdauer aufweisen als energetisch etwas ungünstigere Bauten. Bei diesen ist dagegen der Betriebsaufwand meist wesentlich höher. Bei Dämmstoffen – selbst bei den bekanntermaßen aus ökologischer Sicht „bösen“ polystyrolbasierten EPS- und XPS-Platten – dürfte es sich allerdings so verhalten, dass sich die in der Produktion benötigte Energie und die anfallenden CO2-Emissionen im Verhältnis zur gesamten Nutzungsdauer sehr rasch

amortisieren. Nach einigen Monaten kann bereits die durch die Dämmung eingesparte Energie die graue, die bei der Herstellung angefallen ist, überwiegen. Übrigens gibt es mit „EPSolutely“ seit kurzer Zeit ein von Fraunhofer Austria mit Industriepartnern vorangetriebenes Kreislaufwirtschaftskonzept für EPS in Österreich. Derzeit erreicht die heimische EPS-Industrie Recyclingquoten von lediglich 26 Prozent bei Bauware und 56 Prozent bei Verpackungen. Der Großteil wird momentan noch energetisch verwertet, sprich verbrannt, wodurch das Dämmmaterial aus dem Wertschöpfungskreislauf ausscheidet. Bei sortenreiner Verarbeitung eignet sich EPS prinzipiell gut für die Kreislaufwirtschaft. Bereits für 2025 peilt man recht ambitioniert eine Recyclingquote von 80 Prozent an.

DAS GEBÄUDE ALS ENERGIEPRODUZENT

Gebäude werden heutzutage vermehrt nicht mehr als Energieverbraucher, sondern auch als -produzenten gedacht. Auf den Dächern und an den Fassaden wird thermische Energie mittels Solarthermie und elektrische mittels Photovoltaik erzeugt, Gebäudemassen können durch Bauteilaktivierung zur Temperaturregulierung ge-


eco.architektur

Vitruvs antiker Dreiklang aus Schönheit, Nützlichkeit und Festigkeit könnte architektonisch ausgerechnet durch einfacheres Bauen eine Renaissance erfahren. nutzt werden, mittels Wärmepumpe kann der Umwelt – Luft, Grundwasser oder Erdreich – Wärme zum Heizen entzogen oder umgekehrt Wärme aus den Innenräumen zum Kühlen an die Umgebung abgegeben werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig und die Notwendigkeiten, in einem Gebäude zu heizen oder zu kühlen, wesentlich von der Wahl des Baustoffs abhängig. Ob das Passivhaus, das Energieverluste durch bestmögliche Wärmedämmung zu minimieren sucht, oder das Aktivhaus, das überhaupt eine positive Energiebilanz aufweisen soll, das Nonplusultra des Bauens sind, darf dennoch hinterfragt werden. Es ist besonders heutzutage gleich in mehrfacher Hinsicht wichtig, beim Bauen die Nachhaltigkeitsdimension nicht aus den Augen zu verlieren. Die besten Baumaterialien sind prinzipiell jene, die am längsten Bestand haben, zudem reparaturfreundlich sind und eine energetisch angemessene Bauweise ermöglichen. Zudem sollten sie während der Nutzung keine Schadstoffe an die Umwelt abgeben und sich möglichst problemlos rückbauen bzw. recyceln lassen.

sondern möglichst aus nur einem Material, langlebiger sind. Der Architekt und Universitätsprofessor Florian Nagler, der an der TU München als Professor für Entwerfen und Konstruieren lehrt, hat sich zum Ziel gesetzt, mit seinem Forschungsprojekt „Einfach Bauen“ mit einer neuen Baukultur der Vereinfachung einem Richtungswechsel zum Durchbruch zu verhelfen. Anhand der komplexen Lüftungstechnik eines – wohlweislich ausgezeichneten – Schulprojekts illustriert Nagler in einem Vortrag beim Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) seinen Antrieb, auf mehr Einfachheit zu setzen: „Ich hatte das Gefühl, so nicht weitermachen zu kön-

nen. Wir waren in der Planung überfordert, Firmen waren in der Ausführung überfordert und die Bauherren hinterher auch in der Nutzung.“ Zudem sei die Baukonstruktion extrem aufwändig gewesen. Eine Zwischenwand besteht beispielsweise aus elf Schichten, jede für sich ein Arbeitsgang und eine potenzielle Fehlerquelle. Im bayrischen Bad Aibling wurden unter Federführung der Forschungsgruppe „Einfach Bauen“ der TU München nebeneinander drei Häuser – eines aus speziellem Leichtbeton, eines aus Holz und eines aus Ziegel, allesamt ohne zusätzliche Dämmschichten – gebaut, um die Probe aufs Exempel zu machen. Die Außenwände des Leichtbetonhauses sind notabene ohne Bewehrung ausgeführt, was die graue Energie wesentlich reduziert. Den Niedrigenergiestandard verfehlen die Probehäuser zwar allesamt, aber – wie sagt man so schön – abgerechnet wird zum Schluss, also am Ende der Lebensdauer. Die Herausforderungen beim klimafitten Bauen sind vielschichtig, so wie die Bauteile, die trotzdem immer leichter recycelbar

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EINFACH KOMPLIZIERT

Tendenziell werden heutige Gebäude in ihren Anforderungen an Haus- und Bautechnik immer komplexer, auch deshalb, weil sie immer „smarter“ werden. Die Anforderungen an Wärme-, Feuchte-, Brand- und Schallschutz, Hygiene und Gesundheit sowie den allgemeinen Nutzerkomfort steigen kontinuierlich. Doch das ist ein zweischneidiges Schwert, weil sich die Fehleranfälligkeit hochgezüchteter Häuser mit zunehmender Komplexität beträchtlich erhöht, ihre technische Ausstattung die Nutzer überfordern kann und deren Adaptierbarkeit und Lebensdauer möglicherweise zu gering ist, um kostenoptimal zu sein. Deshalb gibt es bereits verschiedentlich Bestrebungen, die Komplexität des Bauens zu reduzieren, um robustere und langlebigere Gebäude schaffen zu können. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass Häuser, die mit weniger Technik auskommen und deren Wände nicht aus verschiedenen Schichten aufgebaut sind,

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Es gibt bereits verschiedentlich Bestrebungen, die Komplexität des Bauens zu reduzieren, um robustere und langlebigere Gebäude schaffen zu können.

erfahren. Vielleicht trägt auch die sich angesichts der globalen demografischen Entwicklung verschärfende Rohstoffknappheit dazu bei, einen Paradigmenwechsel hin zu mehr Einfachheit bei gleichzeitiger architektonischer Hochwertigkeit zu beschleunigen.

AUF DIE NUTZUNGSDAUER KOMMT ES AN sein sollen. Das Bauen wird komplexer, die Standards und die Technik umfangreicher, das Bauen ebenso wie das Wohnen dadurch teurer. Für die architektonische Gestaltung bleibt meist nur noch wenig Raum, sie verkommt oft zum Anhängsel. Die Forschungshäuser der TU München legen den beinahe ketzerischen Gedanken nahe, dass womöglich Gebäude, die 80 und mehr Jahre halten, viel nachhaltiger sein könnten als solche, die zwar während der Nutzung geringere Betriebskosten aufweisen, aber nur halb so lange nutzbar sind. Wenig überraschend hat in Sachen CO2-Bilanz der Holzbau die Nase vorn, der insgesamt am nachhaltigsten ist. Um den Anforderungen zu genügen, mussten allerdings auch im Holzbau Stahlbetondecken – aufgrund des Trittschalls mit einer Dicke von 30 Zentimetern – eingebaut werden, was eine konstruktive Herausforderung darstellt. Was die Recyclingfähigkeit betrifft, hat der Dämmbeton überraschenderweise kaum schlechter abgeschnitten als das Holzhaus. Wirtschaftlich hatte dagegen der Ziegelbau

die Nase vorn, am teuersten war das Haus aus Leichtbeton, wohl auch deshalb, weil diese Bauweise noch recht unkonventionell ist. Neue Wege beschritten haben übrigens auch Baumschlager Eberle Architekten mit ihrem Firmenhauptsitz in Lustenau. Das Gebäude heißt 2226, weil dort konstant eine Temperatur zwischen 22 und 26 Grad herrscht. Als Wärmequelle dienen lediglich die Gebäudenutzer selbst – jeder Mensch hat eine Wärmeabstrahlung von durchschnittlich 80 Watt – sowie die Beleuchtung, Rechner, Kopierer und selbst Kaffeemaschinen. Eine technische Revolution, die aus ihrem weitgehenden Verzicht auf Technik besteht. Ein reduziertes Gebäude, das sich durch geringere Baukosten, geringere Energiekosten und zugleich natürlicheres Raumklima auszeichnet und gerade dadurch aus der grauen Masse hervorstechen kann, weil es sich aufs Wesentliche beschränkt. Vitruvs antiker Dreiklang aus Schönheit, Nützlichkeit und Festigkeit – Venustas, Utilitas, Firmitas – könnte architektonisch ausgerechnet durch einfacheres Bauen eine Renaissance

Die Gretchenfrage ist also gar nicht so sehr jene nach dem Baustoff der Wahl – Holz, Ziegel oder Beton –, sondern ob so einfach wie möglich oder aber kontinuierlich komplexer, der Entwicklung der Normen und Trends folgend, gebaut werden soll. Die Antwort auf diese Frage ist nicht so einfach, bedarf aber einer breiteren Debatte. Unter anderem darüber, was als qualitativ hochwertiges Bauen gelten darf und ästhetische, bauphysikalische und raumplanerische Argumente miteinbezieht. Damit einhergehen könnte ein intensives Nachdenken darüber, wie viel Komfort ein heute gebautes Haus bieten muss und ob alles, was Komfort verspricht, diesen auch in der täglichen Nutzung einlösen kann. Mit einem immer Mehr an Technologie allein wird man die ambitionierten Klimaziele wahrscheinlich nicht erreichen können. Jedenfalls ist der sparsamere Umgang mit Rohstoffen, Energie und Fläche angesichts des Weltenlaufs ein Gebot der Stunde. Beim nachhaltigen Bauen gilt: Was lange währt, ist schließlich gut. Wenn nicht sogar am besten.


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KITZMÜLLER ARCHITEKTEN

Oben angekommen, fährt man in eine neue Bergstation, die sich ebenfalls schlicht und unaufdringlich in die Landschaft integriert und sich wie ein gläsernes Maul öffnet.

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DIE ARCHITEKTUR ALS BÜHNE Architekt Jürgen Kitzmüller sorgt seit vielen Jahren für architektonische Highlights im Wintersporteldorado Lech am Arlberg. Wir haben zwei aktuelle Highlights herausgepickt. T E X T : C AT E R I N A M O L Z E R - S A U P E R


© CHRISTOPH HASIBEDER

KITZMÜLLER ARCHITEKTEN

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ürgen Kitzmüller hat im Seilbahnbereich wieder einen neuen Eyecatcher geschaffen. Mit dem Bau der neuen Zugerbergbahn, einer 10er-Kabinen-Umlaufbahn, und ihren architektonisch höchst ansprechenden Stationen schließt sich das letzte Nadelöhr beim Weißen Ring. Die Bergstation sowie der Gondelbahnhof der Talstation sind komplett unterirdisch angelegt. Einen weiteren Pluspunkt bietet der neue unterirdische Zugang zur Skihütte Balmalp. Über diesen gelangen auch Gäste ohne „Ein Neubau Ski direkt zu Events und Festlichkeiten.

ZUGERBERGBAHN UND BALMALP

unter Berücksichtigung bestehender Gebäude in einer dörflichen Siedlungsstruktur bzw. in alpiner Umgebung erfordert viel Fingerspitzengefühl und technisches Know-how.“

Die ambitionierte Aufgabe für Architekt Jürgen Kitzmüller und sein Team war es, die zwei bestehenden Personalhäuser, eine perfekt funktionierende Talstation und ein weiteres, neues Personalgebäude als verdichtetes Ensemble zu gestalten. Aus den drei Gebäuden wurde eine Art Gehöft, von deren Flachdach aus die Kabinenbahn wie aus einem gläsernen Hut startet. So verschwindet die Bahn optisch aus der dörflichen Struktur, die Garagen für die Kabinen und die Technikräume liegen unter der Erde. Die Gebäude des Ensembles sind in Holz gehalten und umrahmen den unscheinbaren Zugang zur Bergbahn. So hat man vom Dorf aus nicht JÜRGEN KITZMÜLLER das Gefühl, einen hochtechnisierten Komplex zu betreten. Oben angekommen, fährt man in eine neue Bergstation, die sich ebenfalls schlicht und unaufdringlich in die Landschaft integriert und sich wie ein gläsernes Maul öffnet. Die alte Bergstation lag direkt vor der Terrasse der beliebten Balmalp und störte die herrlichen Ausblicke. Nun fährt man quasi in den Berg und gelangt über Rolltreppen entweder direkt hinauf auf die Piste oder in die Balmalp-Hütte. Die dynamisch geschwungene Holzdecke der Bergstation wirkt als Kontrast zu den Felsformationen rundum. Die Balmalp selbst wurde vor einigen Jahren ebenfalls von Architekt Kitzmüller entworfen und nun im Zuge des Bahn-Neubaus etwas saniert. Die Innen- und Außenbar wurden miteinander verbunden und können nun bei allen Witterungsbedingungen ideal bespielt werden.

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KITZMÜLLER ARCHITEKTEN

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Die Schuh-Ausstellungswand gibt jedem Kunden die Chance, zum Designer seines eigenen individuellen Modells zu werden.


© CHRISTOPH HASIBEDER

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„Wenn man ein exklusives Produkt vertreibt, sollte man auch das entsprechende Ambiente bieten, um Kunden von den eigenen Ansprüchen zu überzeugen. Die neue Skibootique bietet dem StrolzSkischuh die perfekte Bühne.“ MERLIN STROLZ

SKIBOOTIQUE STROLZ

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in besonders hochwertiger Skischuh verlangt nach einem besonders attraktiven Ambiente. In diesem Sinne hat Architekt Jürgen Kitzmüller in der vormaligen Ambrosiuspassage am Rüfiplatz in Lech eine spezielle Boutique und Manufaktur für den beliebten Skischuh aus dem Hause Strolz entworfen. Das Raumprogramm im neuen, exklusiven Shop am Rüfiplatz umfasst eine modernst ausgestattete Werkstatt mit Ausblicken in den Schau- und Probierraum sowie einen gemütlichen Cafébereich, in dem die Kunden samt Begleitung entspannt auf ihren individuell gefertigten Skischuh warten können. Die unterschiedlichen Zonen im Geschäft sind funktional voneinander getrennt, fließen jedoch harmonisch ineinander über. Besucher erhalten die komplette Hannes-Strolz-Kollektion in einem völlig neuen Ambiente und der bewährten Beratungsqualität. Die Schuh-Ausstellungswand gibt jedem Kunden die Chance, zum Designer seines eigenen individuellen Modells zu werden. Der äußerst kreative Geschäftsführer Merlin Strolz wünschte sich eine coole Location im New-York-Style mit Artdéco-Elementen und fand mit Architekt Kitzmüller den genialen Partner für die Umsetzung seiner Ideen. Der Materialmix aus naturbelassenen Holzoberflächen, abgerundeten Metallund Glaselementen und gezielt gesetzten Farbtupfen erzeugt ein ganz spezielles Wohlfühl-Ambiente, das typisch für das einzigartige Kitzmüller-Design ist.

KITZMÜLLER ARCHITEKTUR ZT GMBH Rhombergstraße 9, 6067 Absam, Tel.: 05223/43 644 kitzmueller@kitzmueller-architektur.at

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BODNER

SICH LAUFEND ANPASSEN Die Bodner Gruppe ist eine der führenden österreichischen Baugruppen in hundertprozentigem Familienbesitz mit Hauptsitz in Kufstein und zahlreichen Niederlassungen in Österreich, Bayern und der Schweiz. Die Sparte Bodner Immobilien entwickelt auf hochwertigen Standorten gemeinsam mit namhaften Architekten besondere Immobilien. Wie man nachhaltiges Bauen gewährleisten kann, Mitarbeiter zufriedenstellt und wie sich die Raumgestaltungsbedürfnisse verändert haben, erklärt Ing. Mag. Ralph Lagler, Bereichsleiter und Projektentwickler der Bodner Immobilien, im folgenden Interview.

© ZECHNER.COM_EXPRESSIV.AT

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ECO.NOVA: Sie sind Bereichsleiter und Projektentwickler der Bodner Immobilien. Was gehört zu Ihren Kernaufgaben in dieser Position? RALPH LAGLER: Wir entwickeln in unserer Abteilung Gewerbeimmobilien ebenso wie Wohnbauprojekte auf Bauträgerbasis. Der Aufgabenbereich unserer Abteilung umfasst die Grundstücksoder Gebäudeakquise, die gesamte Entwicklung des Immobilienprojektes bis hin zur Einreichung für die notwendigen Baubewilligungen und allenfalls notwendigen Betriebsanlagengenehmigungen. Weiters wird der Verkauf bzw. die Vermietung – je nach Projekt – von unserer Abteilung abgewickelt. In der Planungsphase arbeiten wir eng mit der hauseigenen Generalunternehmer-Abteilung (GU) zusammen. Aufgrund der sehr breit gefächerten Kompetenz am Bau innerhalb der Bodner Gruppe decken wir viele Gewerke selber ab und können so für den Bauherrn, die Kunden, Mieter und Betreiber ein optimales Gesamtprojekt auf die Beine stellen. Eigenimmobilien bleiben auch in der Verwaltung und Betreuung bei uns, da durch unsere eigene Facility-Management-Firma BFM auch das nachhaltige Gebäudemanagement gesichert ist. Bei größeren Projekten handelt es sich dann konsequenterweise oft um eigene Projektgesellschaften wie das Orbis Office, das Atrium Amras, die Kufstein Galerien und viele mehr. Das ist ganz grob umrissen der sehr breit gefächerte und interessante Bereich, in dem man sich in der Immobilienentwicklung in der Bodner Gruppe bewegt.

Was sind bei diesen Aufgaben die größten Herausforderungen? Eine der größten Herausforderung heutzutage ist es, ein vernünftiges Grundstück mit einer vernünftigen Dichte zu bekommen. Oder aber auch bestehende Immobilien, welche revitalisiert oder umgebaut werden können. Dieses Auftreiben der Grundstücke oder potenzieller Immobilien ist die Königsdisziplin in unseren täglichen Aufgaben. Aufgrund mangelnder verfügbarer Flächen wäre die Erhöhung der Bebauungsdichten wichtig, um Grundstücksresourcen zu schonen. Hier prallen jedoch häufig zwei Welten aufeinander. Erschwinglicher Wohnraum ist notwendig, die geringe Dichte und die teils exorbitanten Grundstückspreise ersticken diese Möglich-

In Linz entsteht derzeit der Komplex Quadrill, bestehend aus vier Gebäuden. Der Quadrill Tower ist mit 109 Metern das derzeit höchste Gebäude außerhalb Wiens.

© ALEXANDRA SCHWEINBERGER PHOTOGRAPHY

BODNER

„Wir versuchen, uns mit gewerblichen Objekten auf interessanten Lagen zu positionieren und verstehen uns auch als Entwickler für durchaus schwierige Projekte.“ RALPH LAGLER

keit jedoch oftmals im Keim. Hier wäre mehr Mut der Gemeinden bei der Erstellung der Raumordnungskonzepte und den Baudichtevorgaben wünschenswert. Die Bodner Gruppe ist nicht nur Bauträger, sondern Projektentwickler für großvolumige Projekte, die zum Teil in Tirol vielleicht gar nicht so bekannt sind. Derzeit errichten wir in Linz das QUADRILL in der Tabakfabrik. Der Gebäudekomplex besteht aus vier Gebäuden, der QUADRILL Tower ist mit 109 Meter das derzeit höchste Gebäude außerhalb Wiens. Vom Hotel über den Handel bis zum Wohnen ist auf einer Nutzfläche von ca. 40.000 Quadratmetern alles drinnen. Hier sind wir neben Projektenwickler auch bauausführendes Unternehmen und Betreiber. In Salzburg entwickeln wir derzeit auf unserem eigenen Grundstück in Wals das AlpAreal, einen Bürostandort mit ca. 10.000 Quadratmeter Büronutzflächen allein im ersten Bauabschnitt. Dieses Projekt umfasst insgesamt vier Bauabschnitte. Der Standort kann so über die nächsten Jahre erweitert werden. Das Perron am Salzburger Hauptbahnhof ist ebenfalls eine unserer Immobilien. Wir versuchen, uns mit gewerblichen Objekten auf interessanten Lagen zu positionieren, und verstehen uns auch als Entwickler für durchaus schwierige Projekte, wie den Goldenen Hirsch in Kufstein – ein denkmalgeschützter Altbau in der Kufsteiner Innenstadt.

Gerade aufgrund der Pandemie haben sich die Wohnbedürfnisse der Menschen verändert. Wie wirkt sich dieser neue Wohnstil bei der Entwicklung von neuen Projekten aus? Wir haben unsere Standards, von denen wir ausgehen, die wir zu jeweiligen Entwicklungen anpassen. Man muss die Wünsche der Bevölkerung und den Bedarf der Wirtschaft aufnehmen, hinterfragen und bestmöglich in die Projekte einbauen. Selten in der Vergangenheit änderten sich die Anforderungen an Wohn- und Arbeitswelten derart schnell wie derzeit. Bei Büroprojekten steht zum Beispiel das Desksharing durch vermehrtes Homeoffice immer mehr im Vordergrund. Mitarbeiter*innen haben keinen fix zugewiesenen Arbeitstisch mehr, Büroflächen könnten so eingespart werden. Es kann somit das Unternehmen als Mieter der Büros Flächen optimieren, indem nicht mehr für 100 Prozent der Angestellten ein Arbeitsplatz vorbehalten werden muss. Das wiederum bedeutet, dass wir flexibel planen müssen, um dem Mieter diverse Alternativen der Büronutzung ermöglichen zu können. Die Anforderungen ändern sich und die Unternehmen sind in letzter Zeit stark im Umdenken, wenn sie neue Flächen suchen, anmieten und gestalten. Man muss Büroflächen schaffen, die einen Mehrwert für die Mitarbeiter*innen bieten und die diese über

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© STEFAN ZAUNER

BODNER

and Environmental Design). Mit diesen Zertifikaten ausgezeichnete Projekte sind am internationalen Markt gegebenenfalls als Investorenprojekte handelbar. Wir streben für unsere Projekte jedenfalls Planungen an, die eine Zertifizierung nach diesen Standards sicherstellen. Die Nachhaltigkeit des gesamten Wertschöpfungsprozesses – vom Transport bis zur Fertigstellung – versuchen wir über die Zertifizierung der Baustoffe und der Subunternehmen zu gewährleisten. Man muss jedoch auch deutlich sagen, dass nachhaltiges Bauen seinen Preis hat und unter Umständen im täglichen Leben dort und da Verzicht bedeuten wird.

Direkt zwischen Gleis 1 und der Rainerstraße entstand das Eigenprojekt „Perron Salzburg“ als neues architektonisches Juwel am Salzburger Hauptbahnhof.

© LOLIN

Mit dem Atrium Amras entstand in nur 13 Monaten Bauzeit ein modernes Büround Geschäftsgebäude im Osten von Innsbruck.

© ICARUS

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andere Benefits an das Unternehmen binden. Wir als Projektentwickler und Anbieter von großen Flächen müssen unsere Gebäude folglich so konzipieren, dass die jeweiligen Unternehmen ihre individuellen Unternehmenskulturen bestmöglich in die Bürogestaltung einfließen lassen können. Das variiert natürlich von Branche zu Branche. Diesen Spagat gilt es zu bewältigen. Dass Gebäude aus Nachhaltigkeitssicht mehrere Jahrzehnte alt werden und darüber hinaus möglichst nach mehreren Mietern noch anpassbar sein sollten, ist ebenfalls eine enorme Herausforderung in der Planung und Entwicklung. Ein weiterer Wandel im Büroalltag ist das vermehrte Arbeiten im Homeoffice. Diese Flächen müssten in den Wohnungen mitgedacht werden. Dies gilt auch für die Finanzierung dieser Heimarbeitsplätze. Die Büromiete zahlt der Arbeitgeber, aber den Platz dafür in der Wohnung? Man kann dieses Platzproblem also nicht umgehen? Der Trend geht aus Kostengründen zu immer schlanker geschnittenen Wohnungen. Das alles wird einrichtungstech-

Direkt in Innsbruck am Kreisverkehr Tivolistadion/ Olympiaworld wurde das Eigenprojekt Orbis Office nach Entwürfen des New Yorker studioMDA, basierend auf einer Studie der Stararchitektin Zaha Hadid, erbaut.

nisch eine Herausforderung sein, auf engem Raum auch diese Homeoffice-Situation für vielleicht sogar mehrere Personen im Haushalt zu schaffen. Bei einem Singlehaushalt ist dies eher möglich als bei Wohnungen für beispielsweise zwei Erwachsene und mehrere Kinder. Inwiefern ist nachhaltiges Bauen möglich? Nachhaltiges Bauen ist möglich, vor allem werden bestimmte Standards und Normen angegeben, an die wir uns halten. Erwähnenswert ist zudem das Engagement der Firma Bodner im Netzwerk Passivhaus. Es gibt zahlreiche anerkannte Zertifizierungen, die man für Gebäude bereits in der Planung anstreben kann. Angefangen bei „klimaaktiv“, einer österreichischen Zertifizierung, die derzeit die strengste Beurteilung in Europa darstellt. Beispielsweise dürfen wir hier für den Betrieb des Hauses keine fossile Energie verwenden. Des Weiteren geht es darum, gewisse Standards etwa in der Dämmung oder Lüftung einzuhalten. Weitere Nachhaltigkeitszertifizierungen sind „ÖGNI“ und „Leed“ (Leadership in Energy

Wie sieht es mit dem Thema Recruiting aus? Das große Problem aller Projektentwickler ist es, Mitarbeiter*innen zu finden, die bereits entsprechend Projektentwicklungserfahrung mitbringen. Es gibt wenige gute Projektentwickler mit umfangreicher Erfahrung, um diese Personen gibt es einen Riesenwettbewerb. Nach solchen Mitarbeitern suchen alle. Wir haben allerdings den Vorteil und das Glück, dass wir unsere Mitarbeiter*innen derart zufriedenstellen können, dass sie gerne langfristig bei uns bleiben. Natürlich gibt es hie und da Ausreißer, aber grundsätzlich ist das Ziel von Bodner, alle Mitarbeiter*innen langfristig zu halten. Es gibt genug Kollegen, die schon 20 bis 25 Jahre dabei sind. Wie schafft es Bodner, seine Mitarbeiter*innen zufrieden zu halten? Das ist sehr individuell. Was für viele sicher einen Pluspunkt darstellt, ist, dass wir ein familiengeführtes Unternehmen sind. Für mich persönlich macht das zum Beispiel schon einen Unterschied aus, dass wir einen Thomas Bodner haben, zu dem wir gehen können. Mitarbeiterzufriedenheit ist allgemein ein schwieriges Thema, weil Menschen so unterschiedlich sind. Der eine braucht mehr Freiheit, der andere mehr Regeln, der eine braucht ein schickes Büro, dem anderen ist das egal. Letztendlich hängt es von der Anforderung ab, die man im Unternehmen zu bewältigen hat. Egal ob jemand auf der Baustelle seine Aufgaben erledigt oder in der Produktion oder am Schreibtisch oder beim Arbeiten mit Baumaschinen: Letztendlich ist jeder einzelne richtig ausgeführte Handgriff am Ende des Tages für das Unternehmen und die Zufriedenheit gleich wichtig. Nur die Summe der gut abgestimmten ineinandergreifenden Zahnräder lässt das Werk rund laufen.


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eco.architektur

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ZUSAMMENRÜCKEN Dichte ist ein Hauptmotiv in der menschlichen Siedlungsgeschichte, doch ist sie heute fast verpönt, gilt doch das Häuschen im Grünen vielen Menschen nach wie vor als ideale Wohnsituation. Dabei schafft qualitätsvolle Nachverdichtung neben privaten auch öffentliche Räume, die Aufenthaltsqualität haben. TEXT: MARIAN KRÖLL


ohnimmobilien haben in erster Linie den Zweck, ein grundlegendes Wohnbedürfnis des Menschen zu erfüllen. Häufig leerstehende Anlegerobjekte tun genau das nicht. Dieser Leerstand ist das eine Thema, die Knappheit an bebaubaren Flächen gerade in Tirol das andere. Tirol ist mit Dauersiedlungsraum nicht gesegnet. Lässt man den aus vergangenen Widmungssünden resultierenden, kaum mobilisierbaren Baulandüberhang in vielen Gemeinden Tirols einmal unberücksichtigt, rückt die Idee der Nachverdichtung ins Zentrum, um das Grundbedürfnis Wohnen erschwinglicher zu machen. Nachverdichtung kann als „Erhöhung der (vorhandenen) Bebauungsdichte in einem bestehenden bebauten oder jedenfalls bebaubaren Gebiet mit im Wesentlichen gleicher Nutzungsart“ definiert werden. Es geht konkret um die Ausnutzung noch freistehender Flächen innerhalb eines schon bebauten oder bebaubaren Gebiets durch bauliche Erweiterungen oder Ergänzungen. Dichte stehe, so eine gängige Argumentation, am Ursprung menschlichen Siedelns. Höfe, Dörfer und Siedlungen seien nicht nur zum Schutz gegründet worden, sondern vor allem, um dank räumlicher Nähe besser interagieren und kommunizieren zu können. Dichte verlangt übrigens nicht zwangsläufig nach Hochhäusern, kann doch ein Quartier, bestehend aus mehrstöckigen Wohnhäusern, eine höhere Dichte aufweisen als eine Hochhaussiedlung.

ENTWICKLUNG NACH INNEN

BEBAUUNGSDICHTE

Die Bebauungsdichte ist eine Verhältniszahl aus Bruttogeschossfläche eines Gebäudes zur Bauplatzfläche. Je höher die Zahl ist, desto dichter – also mehr Fläche – darf gebaut werden. Bei einer Dichte von 0,4 darf man also auf seinem 1.000 Quadratmeter großen Grundstück bis zu 400 Quadratmeter Fläche bauen – alle Geschosse eingerechnet; bei 2,5 zum Beispiel in Städten 2.500 Quadratmeter. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Baumassendichte, die das Verhältnis zwischen der Baumasse und der Fläche des Bauplatzes (mit Ausnahme von Verkehrsflächen) angibt. Eine zu strenge Limitierung der Baumassendichte ist kontraproduktiv, weil sie Verdichtung verhindert.

Es sind besonders die Raumplaner und Architekten, die immer wieder mit dem Thema Nachverdichtung konfrontiert sind und das Bauen im und um den Bestand herum zunehmend als würdige architektonische Herausforderung begreifen. Martin Schönherr, selbst ausgebildeter Architekt, arbeitet in der Abteilung Raumordnung & Statistik des Landes Tirol und kennt als Experte die Herausforderungen des Status quo. Ebenso wie die Architekten Hanno Vogl-Fernheim, Präsident der Kammer der ZiviltechnikerInnen Tirol und Vorarlberg, und Christian Höller, Vorsitzender der Sektion ArchitektInnen in der Kammer. Angestrengt nachdenken ließ jüngst auch das Land Tirol mit dem Impulspapier „Alles Tun hat Raumbezug“, das als Diskussionsgrundlage dafür dienen kann, wie wir künftig leben und unseren Wirtschafts-, Kultur- und Lebensraum denken wollen. Dort wird auch die Nachverdichtung diskutiert und unter anderem angeregt, dass bereits bei der Baueinreichung zwingend auf zukünftiges Nachverdichtungspotenzial eingegangen werden sollte. „Nachverdichtung ist Ent-

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64 wicklung nach innen, also dort, wo der Ort bereits ist“, definiert Martin Schönherr. „Diese innerörtlichen Freiflächen, die noch nicht verbaut sind, sollen bevorzugt mobilisiert und bebaut werden.“ Eine zweite, häufig anzutreffende Form der Nachverdichtung findet statt, wenn Kinder ihr Elternhaus aufstocken oder anbauen. „Das kann problematisch sein, weil die durch Aufstockung erreichten Dichten jener von Kleinwohnanlagen entsprechen“, weiß Schönherr. Schriebe man also pauschal eine maximale Baumassendichte von beispielsweise 2,5 fest – was auf einer normalen Einfamilienhausparzelle eine Nachverdichtung erlaubt – erlaubt man damit ebenso die Errichtung von Kleinwohnanlagen, macht Schönherr aufmerksam. Gemeinden sehen sich damit gezwungen, mit zweierlei Maß zu messen und zu unterscheiden, ob die Verdichtung im Familienverbund vorgesehen ist oder aber eine Wohnanlage entstehen soll. Eine solche Differenzierung ist rechtlich kaum möglich, weil sie gleichheitswidrig wäre. Eine Möglichkeit, dennoch steuernd einzugreifen, ist beispielsweise die gemeindeseitige Widmung als geförderter Wohnbau. „Damit wäre dem Spekulativen ein Riegel vorgeschoben“, meint Schönherr. Die Situation dürfte sich diesbezüglich in Tirols Gemeinden völlig unterschiedlich darstellen, weshalb es auch kein Patentrezept für den Umgang mit der Kontrolle der Bodenspekulation gibt. Die Abteilung Raumordnung kann zwar Hilfestellung anbieten und aufklären, die Entscheidung liegt jedoch auf Gemeindeebene. In der Abteilung Raumordnung wird die Nachverdichtung indes generell mit Wohlwollen gesehen. Auch für Chris-

Architekt Hanno Vogl-Fernheim (re.), Präsident der Kammer der ZiviltechnikerInnen Tirol und Vorarlberg, und Christian Höller, Vorsitzender der Sektion ArchitektInnen in der Kammer

tian Höller ist die Nachverdichtung „ein ganz wichtiger Punkt, nicht nur im Umgang mit bestehender Bausubstanz, die sich häufig sehr gut transformieren lässt – aus einem Einfamilienhaus oder Hof kann ein Mehrparteien- oder Mehrgenerationenhaus werden –, sondern auch dafür, das Leben in den Gemeinden zu stärken.“ Die Formel „Dichte ist Leben“ mag pathetisch klingen, ist aber wahr. Höhere Dichte ermöglicht kürzere Wege, das ist verkehrstechnisch vorteilhaft und nachhaltig.

VERDICHTEN STATT ZERSIEDELN

„Im Bestand zu bauen, ist gedanklich aufwändiger, als ein Gebäude auf der grünen Wiese hinzustellen. Ob es finanziell aufwändiger ist, möchte ich in Zweifel ziehen“, sagt Schönherr auch mit Verweis auf die im Bestand bereits bestehende Infrastruktur. Den Kommunen entstehen durch fortschreitende Zersiedelung – das ungeregelte und unstrukturierte Wachstum von Ortschaften in den unbebauten Raum hinein – jedenfalls hohe Mehrkosten für die Aufschließung und die technische wie soziale Infrastruktur. Das Haus im Grünen verursacht hohe Kosten, die von der Allgemeinheit zu tragen sind. Es ist nach wie vor der Wohntraum vieler Menschen in Österreich und nachvollziehbar schön, aber eben auch schön teuer. Was die offenen und versteckten


„Mit dem Einfamilienhaus verbaut man sehr viel Fläche, die wir eigentlich jetzt schon gar nicht mehr haben.“ HANNO VOGL-FERNHEIM

Infrastrukturkosten der Zersiedelung betrifft, gibt es keine Kostenwahrheit und auch keine nennenswerten Bestrebungen, ein solches Fass aufzumachen. Verdichten kann man sowohl in der Vertikalen als auch horizontal, wobei Martin Schönherr eine vertikale Verdichtung durch höhere Gebäude im ländlichen Raum nur punktuell für sinnvoll hält. „Im Normalfall sollte man am Land so bauen, dass man nicht unbedingt auf einen Lift angewiesen ist. Im hochverdichteten urbanen Raum wird man dagegen um Hochhäuser nicht herumkommen“, meint der Experte. „In den Gemeinden würde ich eher in die Fläche gehen, dafür aber die Abstände verkürzen und Doppelhäuser, Reihenhäuser und Atriumhäuser forcieren.“ Besonders letzterer Typus sei raumordnerisch interessant, weil die Häuser mit ihrem Innenhof bzw. Atrium Privatheit trotz Verdichtung ermöglichen. „Wenn man die vorherrschende freistehende Einfamilienhaustypologie beibehält und nur die Abstände verkürzt, schaut man dem Nachbarn quasi ins Essen hinein“, gibt Schönherr zu bedenken. Paradebeispiele dieser unvorteilhaften Entwicklung, die sich auch durch immer kleiner werdende Bauplatzgrößen ergibt, sind in Tirol mittlerweile vielerorts zu besichtigen. Es darf konstatiert werden, dass die Architektur den sich ändernden Platzverhältnissen noch nicht genügend Rechnung getragen hat. Es entsteht der Eindruck, dass die Architektur des Einfamilienhauses sich selbst genügt und – im Gegensatz zur Realität – keinen oder nur sehr wenig Bezug nimmt auf die gebaute Umgebung, in die sie sich eigentlich einfügen sollte.

DICHTE IST KEINE ZUMUTUNG

Ganz neu ist die Dichtediskussion nicht, wie Schönherr ausführt: „Bereits in den 1920er-Jahren wurde alles

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Massiv. Besser. Wohnen. jenewein.co.at


eco.architektur

EINE FRAGE DER BAUWEISE

„Nachverdichtung ist ein wichtiger Punkt, nicht nur im Umgang mit bestehender Bausubstanz, sondern auch dafür, das Leben in den Gemeinden zu stärken.“ CHRISTIAN HÖLLER

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Vernünftige über die Verdichtung gesagt, aber bis heute ist man der Meinung, manches davon sei den Menschen nicht zuzumuten.“ Dichte Besiedelung wird als Zumutung empfunden, die sie aber keineswegs sein muss, vorausgesetzt, sie ist sinnvoll geplant und umgesetzt. Es gibt zu wenig Bewusstsein dafür, dass hohe Dichte und hohe Lebensqualität einander nicht ausschließen. Im Gegenteil wird Dichte von manchen Proponenten als etwas Notwendiges betrachtet, weil sie funktional, ökonomisch, ökologisch, gesellschaftlich und kulturpolitisch unvermeidlich sei. Es müsse also nicht die Frage nach Verdichtung diskutiert werden, sondern das Wie. Architekt Hanno Vogl-Fernheim nimmt dabei auch in der Architektenschaft eine gewisse Abkehr vom Ideal des bisher üblichen Einfamilienhauses wahr: „Man muss über neue Formen des Bauens nachdenken, so dass es Wohngruppen und dergleichen auch am Land geben kann. Diesbezüglich gibt es bei uns großen Nachholbedarf.“ Es brauche Flexibilität, so dass sich die Wohnform im Lauf des Lebens an das Wohnbedürfnis anpassen kann. Das Einfamilienhaus auf der grünen Wiese ist allerdings nach wie vor die heilige Kuh unter den Wohnimmobilien, die es angesichts der Flächenknappheit eigentlich zu überdenken gälte. Zudem ist es für älter werdende Menschen, deren Kinder aus dem Haus sind, nicht die praktischste Form des Wohnens. „Mit dem Einfamilienhaus verbaut man sehr viel Fläche, die wir eigentlich jetzt schon gar nicht mehr haben“, sagt Vogl-Fernheim. Architekt Christian Höller bringt als positiven Gegenentwurf das schweizerische Modell des kooperativen Wohnbaus ins Spiel: „Dabei können sich gerade kleinere Haushalte – und die Tendenz zu kleineren Haushaltsgrößen gibt es – Infrastruktur teilen. Das wird unseren vorherrschenden Lebensmodellen zunehmend besser gerecht.“

Gelingende Verdichtung verlangt auch ein Stück weit nach einer Abkehr von der meist unhinterfragt geschätzten „offenen Bauweise“. „Diese Bauweise prägte in den vergangenen Jahrzehnten das Baugeschehen in Tirol wie keine andere. Die Folge davon ist eine stark aufgelockerte Siedlungsstruktur, die aufgrund ihrer geringen Dichte zu einem starken Anwachsen der Siedlungsfläche im Verhältnis zur Einwohnerzahl führte. Die allseits freistehende Anordnung von Gebäuden stößt nun an ihre Grenzen, da (Nach-)Verdichtung und offene Bauweise zueinander im Widerspruch stehen. Der Garten, der ein freistehendes Einfamilienhaus umgeben soll, verkommt so zu einem für dessen Bewohner kaum mehr nutzbaren Abstandsgrün“, umreißt Schönherr das grundlegende Problem. Laut Schönherr gelinge es derzeit in den allermeisten Einfamilienhaussiedlungen nicht, einen Raum zu bilden, der einen Filter schaffe zwischen dem öffentlichen, halböffentlichen und privaten Bereich. In den Ortskernen des Landes herrscht mitunter gähnende Leere. Die dortigen Leerstände will Hanno Vogl-Fernheim aktiviert wissen, und zwar „nicht nur fürs Wohnen, sondern zentral infrastrukturbildend“. Das heißt, dass man bei geeigneten Objekten vor allem in den Erdgeschossen eine gewerbliche Nutzung nicht nur zulassen, sondern sogar fördern sollte. Mit der Corona-Pandemie strebe man allerdings allgemein wieder verstärkt der Peripherie zu. Diese Entwicklung hält der Architekt für kontraproduktiv. Die Pandemie habe zudem gelehrt, dass „keine Wohnung mehr ohne Balkon oder anderen Freiraum geplant werden sollte“, sagt Vogl-Fernheim, der in urbanen Kontexten eine Nachverdichtung, die zulasten von Grünräumen geht, skeptisch sieht und für ein Verdichten in der Vertikalen plädiert. Ein anderer Paradigmenwechsel geht von einer nicht nur, aber wesentlich auch krisenbedingten dynamischen Entwicklung der Rohstoffpreise aus: „Man muss viel mehr über BAUWEISE: G E S C H L O S S E N S TA T T O F F E N

Als Alternativen zur offenen Bauweise sind in Tirol die sogenannte „besondere Bauweise“ sowie die „geschlossene Bauweise“ definiert. Letztere sieht vor, dass an den die Baufluchtlinie*) schneidenden Grundstücksgrenzen alle einzelnen Gebäude zusammengebaut werden müssen. Dadurch können zwei Abstandsflächen eingespart werden. Diese Bauweise gibt vielen historisch gewachsenen Ortskernen ihr typisches Erscheinungsbild. Die Abstandsflächen zwischen Baufluchtlinie und Straße sind in der offenen Bauweise nicht raumbildend, meist völlig zufällig und treten im Straßenraum nicht in Erscheinung, so dass von der Straße aus betrachtet nicht ohne weiteres erkennbar ist, dass man sich in einem Wohngebiet befindet. *Baufluchtlinie: Abgrenzung innerhalb eines Grundstücks, über die mit Hauptgebäuden nicht hinausgebaut werden darf.


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eco.architektur

Martin Schönherr ist ausgebildeter Architekt und arbeitet in der Abteilung Raumordnung & Statistik des Landes Tirol.

68 den Lebenszyklus nachdenken und Baustoffe wiederverwenden. Die Zinshäuser, die um die Jahrhundertwende gebaut wurden, können sowohl als Wohnräume als auch Büroräume oder Arztpraxen verwendet werden und haben eine hohe Qualität und Vielseitigkeit, an die wir derzeit mit dem sozialen Wohnbau nicht annähernd herankommen“, zeigt sich Vogl-Fernheim kritisch. „Wir bauen derzeit Gebäude für 50, 60 Jahre, die – anders gebaut – für 100, 120 Jahre Bestand haben könnten.“ Die hohe Flexibilität in der Nutzung alter Bausubstanz streicht auch Christian Höller explizit als Plus hervor. Angesichts der Klima- und Rohstoffdebatte regt Vogl-Fernheim an, dass man mit dem Rohstoff Holz viel mehr erlauben müsse, vor allem beim Bauen in die Höhe: „Holzhochhäuser gibt es bereits, nur eben nicht bei uns.“ Es ist kein Geheimnis, dass die Baustoffindustrie ihre Interessen auch in den normsetzenden Gremien zu artikulieren weiß.

VERDICHTET WIRD, WO DICHTE HERRSCHT

Nach Einschätzung des Landes Tirol trägt die private Bautätigkeit im Land zur Hälfte zur Bodenversiegelung bei. „Zur anderen Hälfte geht der Flächenfraß auf die Kappe der Erschließung der Verkehrsflächen. Ohne Verdichtung und verkürzte Abstände entstehen mit und auf jedem Bauplatz beträchtliche Verkehrsflächen. Eine kompaktere Form des Einfamilienhauses könnte diesen Flächenverbrauch reduzieren helfen“, erklärt Martin Schönherr. Als Sündenfall sieht der Experte die in unseren Breiten selbstverständliche Neigung,

den PKW am eigenen Grundstück unterzubringen, frei nach dem Credo: „Mein Auto muss bei mir schlafen.“ Einfamilienhaussiedlungen könnten durch Sammelgaragen im Nahbereich wesentlich kompakter ausgestaltet werden. Das spart Verkehrsflächen und reduziert Flächenfraß gleichermaßen wie Bodenversiegelung. Allzu große Hoffnungen macht sich Schönherr diesbezüglich allerdings nicht. Seine Erfahrung lehrt ihn anderes: „Kulturpessimistisch muss ich sagen, dass vor allem dort verdichtet wird, wo bereits Dichte herrscht, nämlich im städtischen Raum.“ Hanno Vogl-Fernheim sieht in der qualitätsvollen Nachverdichtung auch das Instrument des Architekturwettbewerbs gefordert, um zu optimalen Lösungen zu kommen: „Blinde Nachverdichtung mit maximaler Fläche und maximaler Höhe kann nicht die Lösung sein. Leider gibt es genügend solche Projekte, die vielfach hauptsächlich der Gewinnmaximierung dienen.“ Mit der Dorferneuerung und dem Landesgestaltungsbeirat gibt es weitere diesbezüglich hilfreiche Instrumente. „Es ist vielfach leider zu wenig bekannt, welche Vorteile es hat, beizeiten unabhängige Fachleute beizuziehen“, sagt Vogl-Fernheim. „Der Architekt kann durch gute Planung nachweislich dabei helfen, die Kosten im Zaum zu halten“, argumentiert Höller.

STARKES GESAMTBILD

Historisch gewachsene Ortskerne sind gestalterisch sensible Bereiche auch dann, wenn sie nicht als Schutzzone nach dem Tiroler Stadt- und Ortsbildschutzgesetz (SOG) ausgewiesen sind. Eine Anything-goes-Mentalität ist also auch bei einer als Notwendigkeit erachteten Verdichtung nicht geboten. „Die Gemeinden können den Landesgestaltungsbeirat beratend hinzuziehen“, sagt Schönherr. Baukultur ist außerhalb der Schutzzonen eine Sache der Freiwilligkeit, Sensibilität kann man nicht dekretieren, sondern lediglich erhoffen. Und Schönherr hofft, dass so manch freistehendes Objekt, das eben dadurch eine überproportionale Bedeutung erfährt, durch die Verdichtung in einen baulichen Gesamtzusammenhang zurückgeholt werden kann. Dabei geht es nicht etwa darum, dass alle Häuser gleich aussehen sollen, aber um ein stimmigeres Gesamtbild, das dazu führen kann, dass der Gesamteindruck eines Ensembles besser sein kann als die Summe seiner Baukörper. Zusammenrücken – auch und gerade in baulicher Hinsicht – stärkt den Gemeinsinn und kann dazu beitragen, einen sparsameren und bewussteren Umgang mit Grund und Boden zu etablieren und dabei sogar noch an Lebensqualität zu gewinnen.

„Nachverdichtung ist Entwicklung nach innen, also dort, wo der Ort bereits ist.“ MARTIN SCHÖNHERR


TOP ARBEITGEBERIN

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NEUE HEIMAT TIROL

LEBENSRÄUME GESTALTEN Die NEUE HEIMAT TIROL (NHT) prägt mit ihren Wohnprojekten das Orts- und Stadtbild in vielen Tiroler Gemeinden. Neben leistbaren Mieten sind eine hohe Wohnqualität sowie eine moderne Architektur besonders wichtig.

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© NHT/FORCHER

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m Zuge der Projektplanung arbeitet die NHT sehr eng mit der heimischen Architekturszene zusammen. „Auch leistbarer Wohnbau darf anspruchsvoll sein“, steht für NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner fest: „Deshalb führen wir nahezu sämtliche Bauvorhaben gemeinsam mit renommierten Architekturbüros aus. Bei großen Projekten gibt es sogar eigene Wettbewerbe.“ Und NHT-Geschäftsführer Markus Pollo ergänzt: „Die große Herausforderung dabei ist, das Kostenkorsett der Tiroler Wohnbauförderung einzuhalten. Aufgrund unserer großen Erfahrung gelingt es uns jedoch immer wieder, neue Landmarks umzusetzen, die keinerlei Vergleiche zu Bauvorhaben von privaten Bauträgern scheuen müssen. Außer beim Preis: Wir bauen nämlich deutlich günstiger.“

STADTQUARTIER

Mit der Modernisierung der Südtiroler Siedlung im Pradler Saggen zeichnet die NHT für das aktuell größte Wohnbauprojekt in Innsbruck verantwortlich. Bis Ende 2026 sollen hier 550 neue Wohnungen errichtet werden. Auch beim vierten und letzten Bauabschnitt setzt die NHT auf eine professionelle Begleitung. Die beiden renommierten Architekturbüros ATP und teamk2 aus Innsbruck haben mit ihren Plänen den Wettbewerb für sich entschieden. Pollo: „Das ursprüngliche Leitkonzept von Silvia Boday wird weiter fortgeführt und durch neue, architektonische Inputs aufgewertet. Es entsteht insgesamt ein buntes und attraktives Stadtquartier.“ Die Weiterentwicklung des städtebaulichen Grundgedankens resultiert in der Implementierung eines dritten Turms. Dieser ist notwendig für eine ausgewogene, gleichmäßige Quartiersdichte unter allen Baustufen und hilft bei der Zonierung des Areals. Die Türme definieren und flankieren auch die vorgesehenen Außenräume, den nördlichen Quartiersplatz und den Zentrumsplatz.

URBAN FARMING

Mit den großzügigen Grün- und Erholungsflächen wird an die Freiraumgestaltung in

Die NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner (li.) und Markus Pollo setzen auf eine hochwertige Architektur bei der Umsetzung ihrer Wohnprojekte.

den vorangegangenen Bauabschnitten angeknüpft. Die Platzflächen sind Aufenthaltsbereiche mit Sitzgelegenheiten, sind Treffpunkte und unterstützen so den sozialen Austausch. Gemeinschaftsgärten auf den Dachflächen ergänzen das Angebot. Ein besonderes Highlight sind die vielen Obstbäume als Reminiszenz an die Südtiroler Vergangenheit. „Gerade die Südtiroler Siedlungen hatten immer sehr großzügige Grün- und Gartenflächen, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern auch zur Selbstversorgung genutzt wurden. Diese Grundidee greifen wir mit einem aufwendigen Grün- und Bepflanzungskonzept wieder auf“, erläutert Gschwentner. Der Baustart für den letzten Abschnitt im Pradler Saggen ist für das 1. Quartal 2025

geplant. Derzeit befindet sich die dritte Bauphase voll im Gang: 150 Wohnungen sowie ein Wohnturm für Studierende werden bis Sommer/Herbst 2023 errichtet. Insgesamt investiert die NHT rund 110 Millionen Euro in das Projekt. PR

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NEUE HEIMAT TIROL

3 FRAGEN AN … MARTIN GAMPER UND DIETMAR EWERZ VON TEAMK2 [ARCHITECTS]

ECO.NOVA: Warum verträgt auch der gemeinnützige Wohn-

bau eine architektonische Handschrift? Kann man das überhaupt trennen? Baukultur beinhaltet neben ökologischen und ökonomischen Ansprüchen natürlich auch städtebauliche und architektonische Qualitäten. Die Geschichte der modernen Architektur und des Wohnbaus ist nicht trennbar. Viele wegweisende Entwicklungen im Wohnungsbau hatten ihren Ursprung in Architekturkonzepten. Architektur darf und kann natürlich nicht isoliert als reine Gestaltung einer Gebäudehülle gesehen werden, sondern beinhaltet auch die Entwicklung städtebaulicher Lösungen, spannender Raumabfolgen, qualitätsvoller Wohnungsgrundrisse, hochwertiger Frei- und Aufenthaltsflächen, … und dies natürlich auch für den gemeinnützigen Wohnbau. Was ist aus Ihrer Sicht beim aktuellen Projekt besonders gelungen? Durch den Fokus auf die Bauaufgabe (Wohnen und Leben) unter Einbeziehung der Parameter des Ortes wurde bei der Planung des Projektes speziell auf die städtische Wohnqualität für die zukünftigen Bewohner geachtet. Das notwendige ausgeglichene Verhältnis zwischen Gemeinschaft und Privatsphäre war ein weiterer Ausgangspunkt der Überlegungen, ebenso wie eine nachhaltige Errichtung und Bewirtschaftung der Wohngebäude. Wie kann eine kluge Planung dazu beitragen, Wohnen leistbar(er) zu machen? Abgesehen von einer durch architektonische Planung nicht beeinflussbaren Preisentwicklung gibt es Faktoren, die auf die Umsetzung bezüglich Errichtungskosten teilweise großen Einfluss haben können. Darauf muss geachtet werden. Dies beinhaltet zum Beispiel Überlegungen hinsichtlich Bauweise, statischem Konzept, Gebäudetechnik oder Gebäudekubaturen.

Martin Gamper und Dietmar Ewerz (re.)

FOTOS: © ATP/BECKER, TEAMK2

PA U L O H N M A C H T H E A D O F D E S I G N , AT P A R C H I T E K T E N I N G E N I E U R E

ECO.NOVA: Warum verträgt auch der gemeinnützige Wohnbau eine architektonische Handschrift? Architektonische Qualität und Atmosphäre sind keine Fragen des sozialen Status. Vielmehr treiben Grundstücksspekulation und steigende Baukosten die Wohnpreise in lichte Höhen, sodass sie sich der Mittelstand nicht mehr leisten kann. Deshalb ist der geförderte Wohnbau quasi ein Ausgleich dieser Tendenz. Wohnqualität und Außenraumqualität tragen maßgeblich zum Wohlbefinden jedes Einzelnen und der Gesellschaft insgesamt bei. Die Konzeption guter, lebenswerter Quartiere – die maßgeblich über den Städtebau beeinflusst werden – ist ein wesentlicher Bestandteil einer guten, lebenswerten städtischen Entwicklung.

Was ist aus Ihrer Sicht beim aktuellen Projekt besonders gelungen? Gerade der Städtebau wurde bei unserem Projekt sehr gewürdigt. Besonderes Augenmerk haben wir bei diesem sehr großen Wohnquartier auf lebenswerte und qualitätsvolle Außenräume gelegt. Mit den zwei Quartiersplätzen ist es uns gelungen, Treffpunkte mit Café und Kindergarten zu schaffen, die tatsächlich mehr gesellschaftliches Treiben zulassen als das gängige „Abstandsgrün”. Außerdem konnten wir durch die Setzung eines dritten Hochpunktes das Areal und die Plätze besser gliedern und ca. 30 Wohnungen mehr anbieten als geplant. Auch die intensive Auseinandersetzung in der Außenraumgestaltung mit unserem Landschaftsarchitekten im Team hat Potenziale aufgezeigt. Die Ausrichtung der Wohnungen und die Optimierung der Baukörpersetzung in Bezug auf die Belichtung ergeben sehr qualitätsvolle Wohnungsgrundrisse.

Wie kann eine kluge Planung dazu beitragen, Wohnen leistbar(er) zu machen? Wir müssen geförderten Wohnbau zukünftig radikal anders denken und planen. Weg von jedes Mal wieder neu geplanten Prototypen, hin zu einer industriell-hochwertigen Produktentwicklung. In der Bauindustrie von heute (die sich übrigens in puncto Effizienz und Nachhaltigkeit in den letzten hundert Jahren nicht wesentlich weiterentwickelt hat) liegt ein Verschwendungspotential von 30 bis 50 Prozent. Zusätzlich sind auch die veralteten Mobilitätskonzepte zu hinterfragen: Es wird noch immer mit dem Hinweis auf die Stellplatzverordnungen und mit dem Zutun des Förderwesens Geld vergraben, im wahrsten Sinne des Wortes. Jene Tiefgaragen sind weder leistbar noch im Sinne des EU-GreenDeals zu rechtfertigen.

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eco.architektur

GO WITH THE FLOW Wo und wie wir Menschen leben (wollen), ist laufenden Veränderungen unterworfen. Das stellt die Stadt- und Standortentwicklung fast naturgemäß vor Herausforderungen, wenn sie Orte aktiv und vorausschauend gestalten, agieren und nicht nur reagieren möchte. INTERVIEW: MARINA BERNARDI

ECO.NOVA: Eine Stadt muss sich laufend entwickeln, um auf die verschiedensten (gesellschaftlichen) Veränderungen zu reagieren. Welche „Funktionen“ muss eine Stadt generell erfüllen? HARALD GOHM: Wir verstehen uns in der PRISMA als „Standortentwickler“ und die grundsätzlichen Themen gelten für jeden Standort, ob groß oder klein, Dorf, Marktgemeinde oder Stadt. Standorte sind Räume, in denen Menschen leben, arbeiten und sich erholen. Es sind also Räume, die elementare Grundfunktionen übernehmen. Von der Schaffung von Wohnraum und Arbeitsmöglichkeiten, der Ver- und Entsorgung über Bildung und das Gesundheitssystem sowie die Freizeitgestaltung. All diese Bereiche sind massiven Wandlungen unterworfen. Wie und wo wir

© LUKAS SCHMIED

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ntwicklung findet in den wenigsten Bereichen linear statt. Das ist auch in Städten und Gemeinden nicht anders, die auf die unterschiedlichsten Einflüsse – wirtschaftlicher wie gesellschaftlicher Natur – reagieren müssen und sohin vor verschiedenen Herausforderungen stehen. Wie kann Wohnen und Wirtschaften in Zukunft ausschauen, wohin entwickelt sich der Handel, was passiert mit aussterbenden Ortskernen und wie geht es mit dem Tourismus weiter? Und wie wollen wir mit unserem (Lebens-)Raum künftig umgehen? Wir haben Dr. Harald Gohm, geschäftsführender Gesellschafter der PRISMA Zentrum für Standort- und Regionalentwicklung GmbH in Innsbruck, dazu ein paar Fragen gestellt.


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eco.architektur

arbeiten, wie wir in Geborgenheit und Sicherheit leben können, wie in Zukunft Bildung vermittelt wird und wie etwa medizinische Versorgung und die Pflege älterer Mitmenschen organisiert wird, um hier nur einige Themen aufzuzählen. Standorte stehen also vor permanenten Veränderungsherausforderungen und haben gleichzeitig die wesentlichen Stellschrauben in der Hand, um ihre Attraktivität für Talente, Ideen und Kapital anzuziehen. Unter dem Slogan #zukunftorten wollen wir in unserer Arbeit aktiv gestaltend auf diese Wandlungsprozesse eingehen.

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Was sind ganz allgemein die Ziele der Stadt-/Standortentwicklung? Zunächst ist es die ureigenste Aufgabe der in der Standortentwicklung Verantwortlichen, sich um die Bürgerinnen und Bürger und das jeweilige Territorium bestmöglich zu kümmern. Das ist aber kein statischer Prozess, denn wie bereits bemerkt ist es eben auch die Aufgabe der Standortentwicklung, die künftige Attraktivität und Vitalität zu sichern.

Welche Mittel stehen zur Verfügung, um Städte und Regionen sinnvoll weiterzuentwickeln? Ich verstehe „Mittel“ hier als Instrumente und möchte gerade das Wort „sinnvoll“ hervorstreichen. In den letzten Jahrzehnten hat man wohl sehr stark insbesondere wirtschaftlichen Profit als wesentliches Kriterium herangezogen und die Entwicklungen darauf fokussiert. Wir sehen aber gerade in jüngster Zeit sehr deutlich, dass Themen wie Klima- und Umweltschutz, sozialer Zusammenhalt und „good governance“ das Gebot der Stunde sind – die sogenannten ESG-Kriterien. Ich bin überzeugt, dass jene Standorte, die sich heute verstärkt anhand dieser Kriterien entwickeln, zukünftige Attraktivität schaffen. Und es wird weiterhin darum gehen, den Menschen ein würdiges Dasein in einem intakten Umfeld zu ermöglichen. Dazu braucht es die drei Ts: Talent, Technologie und Toleranz – Letzteres im Sinne von Offenheit und Neugierde. Wir befinden uns inmitten einer Zeit des Wandels: Der stationäre Handel verändert sich ebenso wie Arbeitsorte oder die Demografie. Wie können Orte und Regionen der Zukunft aussehen und wie rasch kann diese Anpassung passieren? Die Geschwindigkeit des Wandels überfordert unser Vorstellungsvermö-

„Dort, wo man nicht von oben vorgibt, sondern zulässt, erlaubt und ermöglicht, passiert Neues.“ HARALD GOHM

gen. Wir befinden uns in exponentiellen Wachstumszyklen. Erinnern Sie sich noch an die Zeit der ersten Mobiltelefone vor 25 Jahren? Man hat berichtet, dass man jemanden gesehen hat, der so etwas benutzte. Heute zählen wir in Österreich 125 Handys auf 100 Einwohner*innen. In China sind es sogar 134! Diese Wandlungsprozesse sind massiv. Sie schaffen völlig neue Möglichkeiten. Gleichzeitig werden wir uns aber fragen müssen, was für uns einen Wert darstellt und was uns wichtig ist. Es liegt an unserem Verhalten, ob wir lokal einkaufen, ins Café und Restaurant, ins Theater und Kino gehen oder ob wir uns durch Mitarbeiter*innen in prekären Beschäftigungsverhältnissen alles liefern und uns mit Bezahlfernsehen auf der Couch berieseln lassen und zusehen, wie Innenstädte aussterben.

In Städten entwickeln sich einzelne Stadtteile oft scheinbar unabhängig von anderen, werden plötzlich zu hippen Treffpunkten oder Kulturvierteln. Passiert diese Entwicklung gewollt oder eher von innen heraus, also ausgehend von den dortigen Bewohnern oder Geschäften? Braucht eine Stadt folglich diese „eigenständigen“ Viertel oder braucht es eher das große Ganze, um nicht bestimmte Zonen auszutrocknen? Ich habe vorhin von den drei Ts gesprochen. Dieser Begriff stammt vom Amerikaner Richard Florida, der die Attraktivität von Standorten untersuchte. Ein wesentliches Element, das für Attraktivität sorgt, ist die Toleranz. Dort, wo man eben nicht von oben vorgibt, sondern zulässt, erlaubt und ermöglicht, passiert Neues. Das macht eine Stadt ja auch so vielfältig und lebenswert. Das soll gerade von den Menschen ausgehen, die ihren Sehnsüchten und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ich vertrete daher den Ansatz, dass die Stadtpolitik mehr zulassen muss, Impulse aufnehmen und verstärken soll und ja nicht davon ausgeht, irgendetwas bestellen oder gar verordnen zu können. Go with the flow!

Nachhaltigkeit ist eines DER Themen der Gegenwart und Zukunft. Wie lassen sich Städte zukunftsfähig und nachhaltig gestalten? Nehmen wir nur die drei Themen Mobilität, Energieversorgung und Ernährung. Hier einen ehrlichen Blick draufzuwerfen, lässt unmittelbar Handlungsfelder und Optionen sichtbar machen. Wir müssen dabei aber auch offen bleiben. Welchen Stellenwert geben wir Radfahrer*innen wirklich? Sind wir bereit, etwa wie in Kopenhagen und Amsterdam, Straßen rückzubauen und attraktive Begegnungsräume zu schaffen? Stellt es für uns einen Wert dar, Energie nicht aus Krisenregionen zu beziehen, sondern regional und nachhaltig aus Wasserkraft, Sonne und Biomasse zu produzieren? Wie viele Lebensmittel werden in unserem Ort, in unserer Stadt weggeworfen? Sind wir bereit, öfter auf Fleisch zu verzichten und uns pflanzenbasierter zu ernähren?

Viele Menschen zieht es beim Wohnen nach wie vor in urbane Zentren, durch die dort rasant steigenden Preise ist indes auch eine Gegenbewegung hin Richtung Land erkennbar. Wie kann Entwicklung in diesem Spannungsfeld funktionieren? Nach einer Statistik der UNO lebten in den 1950er-Jahren weltweit 70 Prozent der Bevölkerung auf dem Land. 2015 lebten erstmals mehr Menschen in Städten und dieser Prozentsatz wird bis 2050 auf 65 Prozent anwachsen. Gleichzeitig haben uns gerade die vergangenen zwei Jahre gezeigt, dass Arbeiten von vielen Orten aus möglich wird. Ich sehe hier also kein Spannungsfeld, sondern einen Möglichkeitsraum, gerade für den Alpenbogen. Es geht um Werthaltungen. Was ist mir wichtig im Leben? Wie sollen meine Kinder aufwachsen, welchen ökologischen Fußabdruck will ich setzen? Durch neue Mobilitätsangebote, die Schaffung von Subzentren und die Möglichkeiten der Digitalisierung lässt sich auch unerwünschten Auswüchsen von Entwicklungen begegnen. Wir stehen vor immensen Herausforderungen, letztlich sind damit jedoch auch viele Gestaltungschancen gegeben.


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Der Fensterbau zählt zu den Kernkompetenzen von Spechtenhauser. Energieeffiziente Fenster nach Maß gibt es für Großprojekte sowie für den Haus- bzw. Wohnungsinhaber in unterschiedlichen Materialien und Formen. // Als Glasspezialist findet Spechtenhauser individuelle Lösungen auch in ungewöhnlichen Formen für jede Raumsituation. // Küchen (und andere Wohnräume) werden vom SpechtenhauserMöbelstudio nach Maß geplant und von der hauseigenen Möbeltischlerei ausgeführt.

VON TIROL FÜR TIROL Spechtenhauser ist ein echter Meister-Allrounder. Gleich in vier Bereichen erreicht das Unternehmen höchstes Qualitätsniveau: im Fensterbau, im Glasbau, im Möbelbau und bei der Inneneinrichtung – bei manchen Projekten auch über die verschiedenen Abteilungen hinweg. 76

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u kaum einer Zeit war das Thema Regionalität wohl präsenter als heute. Das gilt bei Lebensmitteln, aber auch in vielen anderen Bereichen des Lebens – beim Handwerk zum Beispiel. Beim Bauen auf Partner aus der Region zu vertrauen, hat gleich mehrere Vorteile: Der Ansprechpartner ist in der Regel persönlich vor Ort und erreichbar, die (Transport-)Wege kurz, Arbeitsplätze werden gesichert und die Wertschöpfung bleibt im Land. Spechtenhauser ist ein lokales Unternehmen und hat seinen Sitz seit seiner Gründung im Jahr 1930 in Innsbruck. „Mit unseren hochqualifizierten Mitarbeitern verbinden wir Handwerk und Technologie, um technisch und optisch hochwertige Produkte herzustellen, zeitgemäß, professionell und verlässlich. Wir produzieren hauptsächlich für den Tiroler Markt und sind tief in der Region verwurzelt“, so Geschäftsführer Martin Wegscheider. Produziert wird ausschließlich auftragsbezogen und nach individuellen Kundenwünschen, nichts in den Werkstätten ist Standard oder Lagerware. Durch die vier Kompetenzbereiche Fenster, Möbel, Glas und das eigene Möbelstudio kann Spechtenhauser Bauen und Wohnen aus einer Hand bieten – egal ob im Neubau oder bei Sanierungen. „Wir liefern unseren

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Glas ist als Werkstoff in der modernen Architektur kaum mehr wegzudenken. In Innenbereichen sorgen individuelle Verglasungen für spannende Raum-in-Raum-Konzepte oder strukturieren Räume, ohne sie optisch zu verkleinern. Das System Frambe bietet dazu viele neue technisch hochwertige Möglichkeiten im Glaswandbau. Wegscheider: „Kaum auf dem Markt wurde es von uns bereits erfolgreich eingebaut – sehr zur Zufriedenheit von Architekten und Bauherren. Viele Details, die hier zum Einsatz kommen, waren technisch bislang nicht möglich und erweitern das planerische Spektrum um interessante Aspekte.“ Es bleibt also auch weiterhin spannend. PR

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eco.architektur

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eco.architektur

MIT DEM LEBEN WOHNEN Die statistische Lebenserwartung der Österreicher steigt stetig an, die Menschen werden immer älter. Das stellt auch die Zukunft des Wohnens vor Herausforderungen. TEXT: MARINA BERNARDI

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it dem Wohnen im Alter ist es tatsächlich eine Crux: Es ist vor allem die heutige Pensionistengeneration, die sich im Laufe ihres Lebens (Wohn-)Eigentum aufbauen konnte und heute vielfach in eigenen Wohnungen und Häusern lebt. Das ist generell natürlich etwas Schönes, hat jedoch seine Tücken. Vieles von diesem vorhandenen Eigentum wurde geschaffen, als Familienverbünde generell noch größer waren und ein Kind manchmal sogar im elterlichen Haus wohnen blieb, dort seine eigene Familie gründete und das Haus in weiterer Folge übernahm. Einfamilienhäuser sind – dem Namen folgend – für eine Familie gebaut, die in der Regel Kinder beinhaltet, und haben damit eine Dimension, die für ein Paar oder gar einen allein zu groß ist. Das kann im Alter zur Belastung werden, zumal das Haus erhalten werden möchte. Das stellt körperlich vor Herausforderungen, denn viele ältere Häuser wurden schlicht nicht fürs Alter mitgedacht, als auch finanziell. Nicht nur, weil immer wieder Reparaturen, Erhaltungsmaßnahmen oder gegebenenfalls (größere) Sanierungen anstehen. Oft ist das gesamte Geld der Elterngeneration in das Haus geflossen, sodass für Rücklagen für die Zeit der Pension keine Reserven vorhanden waren.

Immobilien stellen zwar einen beträchtlichen Wert dar, deren Vermögen ist allerdings gebunden und damit nicht verwertbar. Dazu kommen beim Wechsel von der Arbeitswelt in den Ruhestand oftmals finanzielle Einbußen (im Schnitt liegen Pensionen etwa ein Drittel unter dem Letztgehalt), bei gleichzeitig quasi ausschließlicher Frei-Zeit, die man mit Hobbys oder Reisen verbringt, die meistens zusätzlich Geld kosten. Auch die Gesundheitskosten nehmen vielfach zu. Manche Eltern möchten außerdem ihre Kinder beim Aufbau eines eigenen Lebens finanziell unterstützen und das bereits zu Lebzeiten und nicht erst in Form eines Erbes, wobei Kinder die vorhandenen Immobilien heute nicht mehr unbedingt – wie früher quasi selbstverständlich – nach dem Ableben der Eltern selbst bewohnen, sondern diese ohnehin verkaufen. Es stellt sich also irgendwann unweigerlich die Frage: Was tun mit der Immobilie? Und diese Frage ist eine höchst emotionale, schließlich hat man sein gesamtes Leben darin verbracht, schöne Zeiten erlebt und viele Erinnerungen gesammelt. Die Antworten darauf indes können vielfältig sein. „Das kann ganz klassisch die Vermietung oder der Verkauf der Immobilie und der Erwerb einer neuen Immobilie sein. Ein Weg kann auch der Verkauf mit

„Wir stehen als Makler unseren Kunden beratend zur Seite, nehmen sie an der Hand und begleiten sie durch den gesamten Prozess des Immobilienverkaufs.“ SIGRID KOBER, RAIFFEISEN IMMOBILIEN

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eco.architektur

„Wir begegnen unseren Kunden mit Empathie und Emotion, bei Verhandlungen mit potenziellen Käufern indes sind wir ausschließlich faktenbasiert und versuchen, das Beste für unsere Kunden herauszuholen.“ SIGRID KOBER

80 lebenslangem Wohnrecht sein, das dem Verkäufer einräumt, bis an sein Lebensende in der Immobilie verbleiben zu dürfen. Weiters ist der Verkauf auf Leib­rentenbasis möglich. Dabei verpflichtet sich der Käufer zur Zahlung einer Leibrente und erwirbt im Gegenzug das Eigentum des Verkaufsgegenstandes. Diese Variante ist vor allem für jene geeignet, die sich ihre Pension mit einem Zusatzeinkommen etwas aufhübschen wollen oder müssen“, erklärt Sigrid Kober, Geschäftsführerin von Raiffeisen Immobilien in Innsbruck.

GELD IST VERTRAUENSSACHE. IMMOBILIEN AUCH.

Entscheidet sich ein Immobilienbesitzer für einen Verkauf derselben, ruft das größtenteils Bauträger auf den Plan. Das klassische Einfamilienhaus hat nebst finanziellen Gründen auch ob des Mangels an der Ressource Platz à la longue vermutlich ausgedient (siehe Beitrag zur Verdichtung auf Seite 62). Selbst kleinformatigere Grundstücke bieten heute Platz für Wohnanlagen und schaffen auf diese Weise Wohnraum für mehrere Menschen. „Für viele Verkäufer sind Bauträger der erste Ansprechpartner, dabei macht es auch in diesem Fall Sinn, einen Makler zwischenzuschalten“, sagt

Kober. Tatsächlich geht es in solchen Fällen um viel Geld und eine wesentliche Veränderung im Leben. Und Geld ist nach wie vor Vertrauenssache. Makler können Grundstück und Immobilien realistisch bewerten, sie kennen den Markt und das Umfeld und bieten damit eine wertvolle Hilfestellung. „Viele Menschen wissen nicht genau, was ihr Besitz wert ist, manche stapeln zu hoch, einige zu tief. Auch die Preise im Internet entsprechen nicht immer den realen Kaufabschlüssen. Wir können als Makler die Erwartungshaltung in realistische Bahnen lenken und manchmal sogar aufzeigen, dass ein Grundstück durchaus mehr wert ist, als man selbst dachte. Aufgrund der derzeitigen dynamischen Entwicklung ist es für Laien oft schwierig, den Überblick zu behalten“, so Kober. Und gerade weil Immobilienverkäufe mit vielen Emotionen verbunden sind, ist es klug, einen neutralen, objektiven Vermittler zwischenzuschalten. Kober: „Wir begegnen unseren Kunden mit Empathie und Emotion, bei Verhandlungen mit potenziellen Käufern indes sind wir ausschließlich faktenbasiert und versuchen, das Beste für unsere Kunden herauszuholen. Wir haben einen professionellen Blick für den Markt und die Möglichkeit, Angebote von vielen verschiedenen

Bauträgern einzuholen und zu vergleichen. Wir übernehmen die gesamte Abwicklung und nehmen dem Verkäufer damit ein großes Stück Arbeit und Verantwortung ab.“ Makler verfügen über juristische Experten im Hintergrund und holen als Vermittler das Beste für den Verkäufer heraus: „Eine Immobilie zu verkaufen, ist eine weitreichende Entscheidung, die wohlüberlegt und durchdacht sein muss. Wir helfen unseren Kunden, die beste Entscheidung für sich zu treffen und den optimalen Partner dafür zu finden.“ Will man trotz Verkauf in seiner gewohnten Umgebung wohnen bleiben, bietet sich die Möglichkeit an, in der neu errichteten Anlage quasi als Tausch eine Wohnung zu beziehen. „Wir sehen, dass sich viele Immobilienverkäufer in der Folge flächenmäßig verkleinern wollen, die Lösung, im neuen Gebäude eine eigene Wohnung zu beziehen, ist daher optimal. Außerdem muss man sich damit nicht vollständig von seinem Eigentum trennen, das für viele mit einem großen Sicherheitsaspekt verbunden ist. Die Dachgeschosswohnung ist dabei erfahrungsgemäß ganz besonders beliebt. Da neue Wohnungen heute vielfach barrierefrei gebaut werden, lässt sich hier auch das Alter wunderbar genießen“, so Kober. www.raiffeisen-immobilien.at


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PFUSCH AM BAU Wenn der Traum vom Eigenheim zum Albtraum wird. T E X T : D R . E S T H E R P E C H T L - S C H AT Z


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der Übergabe auftreten, ist in diesem Fall jedenfalls ein Mängelprotokoll anzufertigen.

ES SIND BAUMÄNGEL VORHANDEN – WAS NUN?

llein die Vorstellung von Baumängeln und „Pfusch am Bau“ löst bei jedem Häuslbauer wahrscheinlich schlaflose Nächte aus. Deshalb ist es umso wichtiger, sich bereits vorab Gedanken über mögliche – und leider nicht selten vorkommende – Baumängel zu machen.

VOR BAUBEGINN

Unabhängig davon, ob das Bauprojekt einem ausführenden Unternehmen (Generalunternehmer) übergeben oder von mehreren verschiedenen (direkt beauftragten) Unternehmern realisiert wird, sollte bereits bei Vertragsabschluss darauf geachtet werden, eine möglichst detaillierte Vereinbarung zu treffen, welche Leistungen zu erbringen sind. So kann später bei Fertigstellung der einzelnen Teilleistungen und jedenfalls vor den Teilzahlungen geprüft werden, ob diese wie vereinbart ausgeführt wurden. Auch die Prüfung der bauausführenden Unternehmen im Vorfeld, beispielsweise durch eine Bonitätsabfrage, ist oft von Vorteil.

DOKUMENTIEREN, FOTO GRAFIEREN, FESTHALTEN

Besonders wichtig ist es, den Baufortschritt mit Fotos zu dokumentieren und ein Bautagebuch zu führen bzw. führen zu lassen. Die Führung eines solchen Bautagebuches kann mit der ausführenden Baufirma vereinbart werden und dem Häuslbauer beispielsweise wöchentlich zur Gegenzeichnung vorgelegt werden. Dort kann zum Beispiel festgehalten werden, wie viele Arbeiter der jeweiligen Gewerke sich auf der Baustelle aufhalten, sowie deren Stundenanzahl und die von ihnen erbrachten Leistungen, ebenso festgestellte Mängel und Ausführungsfehler sowie besondere Anweisungen oder Materialentscheidungen. Nach der Baufertigstellung sollte im Zuge der Übergabe jedenfalls eine Begehung mit dem bauausführenden Unternehmen stattfinden, bei der ein so genanntes Übernahmeprotokoll zu führen ist. In diesem Protokoll sind alle bei der Übergabe vorhandenen Baumängel festzuhalten. Sollten Baumängel erst zu einem Zeitpunkt nach

Wurden die Mängel dokumentiert, muss im nächsten Schritt das ausführende Bauunternehmen bzw. der betreffende Handwerker hierüber informiert werden. Dabei sollte der jeweilige Ansprechpartner schriftlich und nachweislich (Einschreiben) über die Mängel in Kenntnis gesetzt werden. Im österreichischen Rechtssystem spielen – neben verschiedenen weiteren Rechtsbehelfen – im Zusammenhang mit Baumängeln vor allem die Gewährleistung und der Schadenersatz eine wichtige Rolle. Bei der Gewährleistung geht es um die Beseitigung des aufgrund des Mangels hervorgerufenen Missverhältnisses zwischen Leistung und Gegenleistung. Hierbei haftet der Schuldner (in diesem Fall der Unternehmer/Handwerker) verschuldensunabhängig für Mängel, die sein Gewerk aufweist, wobei man unter einem Mangel gemäß § 922 ABGB ein Abweichen von dem vertraglich Geschuldeten versteht. Ob ein solcher Mangel vorliegt, ist immer einzelfallbezogen zu prüfen. Konkret geht es immer nur um Mängel, die zum Zeitpunkt der Übergabe bereits vorhanden sind und es obliegt grundsätzlich dem Übernehmer (in diesem Fall dem Häuslbauer), zu beweisen, dass ein Mangel vorliegt. Nachdem dies oft schwer bzw. nur mit erheblichem Aufwand möglich ist, hat der Gesetzgeber hier eine Erleichterung vorgesehen. Für den Fall, dass der Mangel in den ersten sechs Monaten ab Übergabe hervorkommt, muss der Übergeber (Unternehmer/Handwerker) beweisen, dass der Mangel zum Übergabezeitpunkt noch nicht vorhanden war. In den meisten Fällen ist dem Unternehmer/Handwerker zunächst die Verbesserung bzw. der Austausch innerhalb einer gewissen Frist zu ermöglichen. Ist beides nicht möglich bzw. mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand verbunden, kommen Preisminderung und Wandlung in Frage. Die Gewährleistungsfrist beträgt bei beweglichen Sachen zwei Jahre, bei unbeweglichen Sachen drei Jahre und ist in Geschäften zwischen Unternehmern und Konsumenten zwingend. Darüber hinaus kann die Gewährleistung in diesen Geschäften auch nicht ausgeschlossen werden. Achtung! Bei Rechtsgeschäften zwischen Privatpersonen ist der Gewährleistungsausschluss möglich und üblich. Der Lauf der Frist beginnt mit

der Übergabe und wird nur durch die gerichtliche Geltendmachung gewahrt. Alternativ gibt es die Möglichkeit, Schadenersatz geltend zu machen. Der Gesetzgeber hat hier in § 933a ABGB das Rechtsinstitut „Schadenersatz statt Gewährleistung“ geschaffen. Dies ist für jene Fälle vorgesehen, in denen der ausführende Unternehmer/Handwerker den Baumangel verschuldet hat. Besonders wichtig sind hier die zu beachtenden Fristen. Im Gegensatz zur Gewährleistung beginnt die Frist zur Geltendmachung von Schadenersatz erst ab Kenntnis von Schaden und Schädiger und beträgt drei Jahre (absolute Frist 30 Jahre). Kommt ein Mangel also erst zu einem Zeitpunkt zum Vorschein, zu dem die gewährleistungsrechtlichen Fristen bereits abgelaufen sind, kann unter Umständen noch Schadenersatz geltend gemacht werden, wobei in den ersten zehn Jahren ab Übergabe das Verschulden des Übergebers (Unternehmers/Handwerkers) sogar vermutet wird. Nach Verstreichen dieser Zeit hat der Übernehmer (Häuslbauer) das Verschulden seines Geschäftspartners zu beweisen. Auch in diesem Fall ist dem Unternehmer zunächst die Möglichkeit der Verbesserung bzw. des Austausches zu gewähren, bevor Geldersatz in Form von Preisminderung bzw. Wandlung in Frage kommt.

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SCHÖNER WOHNEN Neue rechtliche Rahmenbedingungen für nachhaltigeres Wohnen.

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er Klimaschutz ist zweifellos ein bestimmendes Thema des 21. Jahrhunderts. Im privaten Bereich kann man vor allem beim Wohnen einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten und gleichzeitig bares Geld bei den Energiekosten sparen. Eine Win-win-Situation, die der Gesetzgeber bei Wohnungseigentumsgemeinschaften mit einer Novelle des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) zusätzlich fördern möchte. Welche Möglichkeiten haben Wohnungseigentümer nun, ihre eigene Wohnung und die gesamte Anlage hin zu weniger Energieverbrauch und mehr Nachhaltigkeit zu optimieren?

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© DI CHRISTIAN PREMM

TEXT: JOHANNES ZILLER & DANIEL KÖHLE

MEHRHEITSFÄHIG

Sofern geplante Maßnahmen ausschließlich die eigene Wohnung betreffen und die anderen Wohnungseigentümer dadurch nicht beeinträchtigt werden, wie dies etwa bei „smarten“ Thermostaten zum effizienteren Heizen der Fall ist, kann man diese selbständig umsetzen. Greifen Sie mit den für die eigene Wohnung geplanten Maßnahmen allerdings auch in die Allgemeinfläche der Anlage ein (wozu auch die Fassade, Fenster oder Balkone zählen), müssen Sie dafür die Zustimmung aller anderen Miteigentümer einholen. Dies gilt etwa für die Anbringung einer kleinen Photovoltaikanlage auf Ihrem Balkon oder den Austausch der Fenster in Ihrer Wohnung. Betreffen die geplanten Maßnahmen die gesamte Anlage, müssen Sie eine entsprechende Einigung mit den anderen Miteigentümern finden. Dies gilt etwa bei einer thermischen Sanierung des gesamten Hauses, der nachträglichen Anbringung einer Solaranlage auf der Dachfläche zugunsten aller Wohnungen oder der Installation einer Beschattungsanlage für das gesamte Haus. Bisher musste man bei der notwendigen Beschlussfassung der Eigentümergemeinschaft zumindest eine Mehrheit von 50 Prozent aller Miteigentumsanteile erreichen. Nachhaltige Projekte scheiterten aber oft schlichtweg an der notwendigen Beteiligung der Miteigentümer an solchen

MMag. Dr. Johannes Ziller (re.) und MMag. Daniel Köhle sind Rechtsanwälte in Innsbruck.

Abstimmungen. Hier erleichtert die Gesetzesnovelle ab 1. Juli 2022 einen Mehrheitsbeschluss: Es genügt dann schon eine Mehrheit von zwei Dritteln der tatsächlich abgegebenen Stimmen, solange diese Mehrheit gleichzeitig zumindest einem Drittel aller Miteigentumsanteile entspricht. Eine weitere Vereinfachung gibt es bei der Einholung von Zustimmungen für die Umsetzung von privaten Ladestationen für E-Autos: Wenn Sie die anderen Miteigentümer ordnungsgemäß schriftlich über die geplante Ladestation informiert und sie auf ihr Widerspruchsrecht binnen zwei Monaten hingewiesen haben, wird auch ein Schweigen als Zustimmung zur Ladestation gewertet. Sollte ein Miteigentümer Widerspruch erheben, können Sie eine Ersetzung der Zustimmung bei Gericht beantragen. Seit der Novelle muss das Gericht bei seiner Entscheidung Ihr Interesse an der Ladestation als wichtig berücksichtigen. Dieselbe Zustimmungsfiktion wird für die Anbringung von Solaranlagen auf Dächern

von Wohnungseigentumsobjekten ermöglicht, dies allerdings nur bei Einzel- oder Reihenhäusern. Um weitere Anreize für Nachhaltigkeitsprojekte zu setzen, sieht die Gesetzesnovelle die Bildung höherer Rücklagen vor: Die Rücklage muss ab 1. Juli 2022 zumindest 0,90 Euro je Quadratmeter Nutzfläche und Monat betragen. Von einer höheren Rücklage verspricht sich der Gesetzgeber mehr Antrieb der Eigentümergemeinschaft zur Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen. Eine Unterschreitung dieses neuen Mindestbetrags ist zulässig, wenn das Gebäude erst vor Kurzem errichtet oder durchgreifend saniert wurde.

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WOHNEN UM JEDEN PREIS Die Nachfrage nach Immobilien ist groß, das Angebot verhältnismäßig gering, die Grundstückspreise steigen rasant in die Höhe – eine Situation, die Bauträger mehr denn je beschäftigt und vor neue Aufgaben stellt. TEXT: ÜMMÜ YÜKSEK

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ie Grundstückssituation in Tirol stellte schon immer eine Herausforderung für Bauträger dar. Damals wie heute. Einfacher wird es nicht, ganz im Gegenteil: Früher wurde ein Grundstück noch gerne verkauft, um sich einen Traum zu erfüllen, doch die Philosophie hat sich geändert. Heute müssen Bauträger Grundverkäufern einen Vorschlag unterbreiten, was sie mit dem Geld machen könnten. Die sind nämlich der Meinung, sie würden eh wieder eine Immobilie kaufen, weil sie für das Geld im Moment keine Verwendung haben. Ja, das ist ein enormes Luxusproblem, allerdings eines, das den gesamten Immobilienmarkt beeinflusst. Das ist nur einer der Gründe für die Preisexplosion. Hinzu kommt, dass wir es in Tirol mit einer höheren Bauträgerdichte zu tun haben als in den anderen Bundesländern. Dass sich Wohnungen so gut verkaufen, bringt viele Laien auf die Idee, ein eigenes Bauträgerprojekt zu starten. Viele mischen im Teich mit und je mehr in so einem Teich mitmischen, desto höher wird der Preis. Der Grund: Es gibt Bauträger, die wenige Projekte realisieren und dadurch oft vor dem Problem stehen, für das Personal keine Arbeit zu haben und aus diesem Grund Liegenschaften zu überhöhten Preisen ankaufen (müssen), um die Mitarbeiter auszulasten. „Oft passiert es, dass Marktteilnehmer ganz frisch dabei sind, manche sogar nur ein, zwei Mal“, so Stefan Moser, Berufsgruppensprecher der Bauträger in der Wirtschaftskammer Tirol. „Teilweise fahren sie mit Preisen rein, wo man sich fragt, ob das schon richtig kalkuliert wurde oder ob er ein zu hohes Risiko

„Der Lebensstil der Gesellschaft hat sich geändert, deswegen steigt der Bedarf an Wohnungen.“ STEFAN MOSER, BERUFSGRUPPENSPRECHER DER BAUTRÄGER

eingeht.“ Definitiv etwas, was ein erfahrener Bauträger so nicht machen würde. Auch das pusht den Preis enorm nach oben.

PREISHEBENDE FAKTOREN

Eine weitere große Hürde in Tirol und speziell in der Stadt ist der Grundstücksmangel. Nur wenige Grundstücke sind mittelfristig verwendbar. Viele Bauern wollen ihre gewidmeten Grundstücke nicht verkaufen und natürlich haben sie die Berechtigung, die Landwirtschaft weiter zu betreiben. Allerdings gibt es aus dem Grund in der Stadt eher kleinere Liegenschaften. Das feuert die Preise wieder nach oben, da das Angebot sinkt. Laut Moser macht es allerdings keinen Sinn, im Sinne der Nachverdichtung überall Hochhäuser zu bauen. Schließlich muss alles raumordnungstechnisch ins Stadtgefüge passen. Stattdessen sollte der Speckgürtel mehr aktiviert werden, sodass die Gemeinden in den Bereichen mit bestehendem Bauland mobilisiert werden, um ein gewisses Angebot zu schaffen.

Ein weiterer ausschlaggebender Punkt ist die Geschwindigkeit, mit der Projekte bewilligt werden. Gerade in der Stadt Innsbruck dauert es nicht selten ein ganzes Jahr, bis der Gestaltungsbeirat mit einem Bauprojekt zufrieden ist. Dieser Zeitverlust kostet Geld, dem jemand nachkommen muss. Weiters gibt es in Innsbruck noch die Besonderheit hinsichtlich des Grundwassers. In gewissen Bereichen kann nur im Dezember gebaut werden. So kann es leicht passieren, dass in Kombination mit dem Zeitverlust, der durch den Gestaltungsbeirat bzw. das Behördenverfahren verursacht wird, wieder ein Jahr verloren geht. Diese verlorenen zwei Jahre führen zu einer Preiserhöhung von bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und das nur, weil die Baubehörde in der Bewilligungsphase so kompliziert ist. Der erste Preistreiber indes ist für gewöhnlich immer der Grundverkäufer. Wenn jemand verkauft, will er naturgemäß den besten Preis erzielen. „In der Vergangenheit konnte ich noch viele Grundstücke kaufen,

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an denen ich zum Teil allein Bieter gewesen bin“, erinnert sich Moser. Damals hat es allerdings nur selten ein Bieterverfahren gegeben. Heute schon. Entweder übernimmt diesen Prozess ein Immobilienmakler, der zwei bis drei Runden abhält, bis die Liegenschaft effektiv verkauft ist, oder der Kunde wird von Juristen vertreten, die Bieterrunden organisieren. Hierbei werden zehn bis 20 Bauträger eingeladen und es wird über mehrere Wochen geboten, bis der beste Preis gewinnt. Folglich ist es auch diesen Bieterverfahren geschuldet, dass sich die Grundstückskosten verdoppelt haben. Während vor zehn bis 15 Jahren das Grundstück im Verhältnis zum Gesamtpreis der Wohnung einen Anteil von 20 bis 25 Prozent ausgemacht hat, ist das Grundstück mittlerweile so teuer geworden, dass dieser Anteil schon bei 40 bis 45 Prozent liegt. Oftmals herrscht die Annahme, dass es kein Bevölkerungswachstum gibt, weshalb Bauträger nur für Investoren bauen. Ja, es entstehen möglicherweise mehr Wohnungen als die Bevölkerung wächst, allerdings wird hierbei ein ausschlaggebender Punkt nicht beachtet. „Mittlerweile gibt es mehr Einpersonenhaushalte, mehr Scheidungen. Der Lebensstil der Gesellschaft hat sich geändert, deswegen steigt der Bedarf an Wohnungen“, erklärt Moser. Bauträger müssen mit ihrem Netzwerk stets auf der Suche sein und sobald sich eine Gelegenheit ergibt, zuschlagen.

BESONDERHEIT TIROLS

Stefan Moser ist auch in Wien tätig, wo die Situation teilweise ganz anders aussieht. Vor circa fünf Jahren hat es in Wien Stadt-

teile gegeben, in denen Wohnungen im frei finanzierten Markt noch unter 4.000 Euro pro Quadratmeter kosteten. In Tirol lagen die Preise pro Quadratmeter damals schon bei 6.000 Euro. Doch auch dort explodieren mittlerweile die Preise. Sogar in günstigeren Stadtteilen kostet der Quadratmeter mindestens 5.000 Euro, trotzdem ist die Situation in Wien anders als in Tirol. Insgesamt gibt es in Wien noch sehr viele freie Flächen und damit noch viele Bereiche, in denen Gemeinnützige leistbare Wohnungen errichten können. In Tirol ist dieses Szenario kaum mehr denkbar. Durch die hohen Grundstückspreise tun sich Gemeinnützige schwer, an Bauland zu kommen. Außerdem gibt es in Wien weniger Zuzug in die Stadt als in Tirol, wo immer mehr Menschen das Stadtleben bevorzugen. Das heizt hierzulande die Preise an. Wien indes hat einen ganz besonderen Preistreiber: Es gibt viele institutionelle Investoren quer durch ganz Europa, eben auch in Wien, die in Immobilien investieren und diese vermieten. Das hat zu einer allgemeinen Preiserhöhung geführt. Die Renditen gehen nach unten und Renditeerwartungen sind in jeder Assetklasse deutlich gesunken. Das hat die Verkaufspreise zunehmend nach oben gepusht. Diesen Markt gibt es in Tirol – abgesehen von der ein oder anderen Versicherung – fast nicht. Tirol ist jedoch unter den Europäern besonders begehrt. Viele investieren gerne, erlaubt und unerlaubt, in eine Ferienwohnung. Das ist mit Sicherheit ein Faktor, der die Preise zum Explodieren gebracht hat. In vielen Gegenden des Landes wie Kitzbühel gibt es Bauland, das nicht verkauft wird. Grundbesitzer, die irgendwann mal

eine Widmung bekommen haben, hatten nie das Interesse, dort entweder selbst zu bauen oder die Liegenschaft zu veräußern. Neue Widmungen sind auch seitens der Politik nicht geplant. In Tirol haben wir es vorrangig mit privaten Käufern zu tun. Die Menschen wollen aus den Tälern in die Stadt. Das feuert in dem Bereich, in den alle hinwollen, die Nachfrage an. Und je höher die Nachfrage, desto höher der Preis. Die Knappheit der Grundfläche selbst ist in Tirol eher geografischer Natur. In Wien steht generell viel mehr Fläche zur Verfügung, wodurch es insgesamt mehr Möglichkeiten gibt. Tirol bietet nicht viel bewohnbaren Siedlungsraum. Wir haben viele Berge, wo es nicht viel Sinn macht, dass neue Riesenwohngebiete im Steilen kreiert werden. Daneben ist die Tatsache, dass viel gewidmetes Bauland da ist, das nicht verkauft wird, ein kleiner Aspekt. Es ist auch nicht begrüßenswert, zum Beispiel von Innsbruck bis Hall flächendeckend eine Widmung für reinen Wohnraum zu machen. Gemeinden sollen innerhalb ihrer Gemeindegrenzen bleiben. Zuletzt noch ein Appell an die Politik: Bei Widmungen und der Erlassung von Bebauungsplänen sollten sich die Gemeinderäte von dem Neidgedanken trennen, dass sie irgendwelche Personen dadurch fördern oder sogar „reich“ machen. Vielmehr sollte der Gedanke im Vordergrund stehen, mehr Bauland zu mobilisieren und dadurch leistbare Wohnungen zu schaffen. „Wenn wir heute statt fünf Grundstücken zehn oder 20 zugleich kaufen können und alle sind bebaut und alle kommen zugleich auf den Markt, dann wird der Preis nach unten gehen“, erklärt Moser. „Ebenso ist es mir ein Anliegen, dass in den Gemeinden, die auf leistbares Wohnen pochen, die Kompetenz der gewerblichen Bauträger hervorzuheben ist. Auch wir können zu gleichen Bedingungen leistbaren Wohnraum schaffen wie dies die Gemeinnützigen anbieten, sofern wir dieselben Bebauungspläne mit gleicher Dichte erhalten. Die privaten Bauträger sind diesbezüglich meist mit schlechteren Bedingungen konfrontiert und können dadurch nur in den frei finanzierten Markt ausweichen. Die Bereitschaft unsererseits für ein leistbares Wohnen wäre da“, ergänzt Moser.


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AUSGEPENDELT

nordlux hat mit seiner „Ivona“ dem klassischen Kronleuchter ein neues Gesicht gegeben. Wir mögen den organisch-modernen Look sehr. Bei Spechtenhauser gesehen mit vier und sechs Kugeln ab ca. 300 Euro.

KEEP SMILING!

In seiner Frontalansicht wirkt der „CH07 Shell Chair“ von Carl Hansen & Son, als würde er einen anlächeln. Bei seiner Präsentation im Jahr 1963 polarisierte das Modell ziemlich, uns gefällt’s. Um rund 3.300 Euro in Clemens Rhombergs Einrichtungshaus Kranebitter.

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Die Plant Box von ferm LIVING aus pulverbeschichtetem Metall fühlt sich innen genauso wohl wie außen und ist durch ihre verschiedenen Varianten und passendes Zubehör maximal flexibel. Von klein bis groß, rund und eckig ist alles dabei. Draufstellen kann man übrigens nicht nur Pflanzen, sondern quasi alles, was man mag. Gesehen im Resort in Innsbruck, Varianten im Bild um je 219 Euro.

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ZEHN NACH ZEHN

So muss Uhr: „Tempo“ wurde von Naoto Fukasawa für Magis entworfen und zeigt die Zeit an. Mehr braucht sie auch nicht. In verschiedenen Farben um rund 100 Euro bei mg interior in Innsbruck.

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Daheim soll’s nicht nur der Mensch fein haben, sondern auch das Haustier. Mit dem Bettchen „Emil“ (60 x 90 cm) findet der Hund flugs seinen Lieblingsplatz. Um 79,90 Euro erhältlich im Tirol Shop oder unter www.tirolshop.com.


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SOMMER, SONNE, SONNENSCHEIN

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Lichtschalter sind eine gänzlich unterschätzte Spezies, wie wir finden. Dabei können die ein echtes Designelement sein, wie SmartHome-Pionier Gira mit seiner EspritSerie zeigt, die es nun auch mit stylischem Bronzerahmen gibt.

Der Liegestuhl „Cabin“ von Weishäupl sorgt mit seinem fröhlichen Bunt für Urlaubsfeeling im eigenen Garten. In der De-luxe-Variante mit flottem Vordach um rund 700 Euro bei Kranebitter in Innsbruck. Passend dazu gibt’s dort auch Sonnenschirme.

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Das Leinensofa „Nebula Nine“ by Diesel Designers für Moroso ist weich wie eine Wolke und großzügig in den Dimensionen. Da kann man sich bequem lang machen. Preis auf Anfrage im Einrichtungshaus Kranebitter in Innsbruck.

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GOLDIG

Antonio Lupi steht für die perfekte Kombination aus Design und Qualität und beherrscht das Spiel aus Formen, Farben und Materialien wie kaum ein anderer. Uns gefällt der freistehende Waschtisch „Simplo 85“ ausgesprochen gut, den es ab sofort in verschiedenen Ausführungen (Abbildung rund 6.100 Euro) bei mg interior in Innsbruck gibt.

MINIMALISMUS

Stilvolle Garderoben zu finden, ist gar nicht einfach. Manchmal ist auch hier die einfachste Lösung die beste, wie „Tilda“ von schönbuch zeigt. Die kombiniert einen minimalistischen Garderobenständer mit einem gepolsterten Hocker. In vielen verschiedenen Stoffen ab rund 1.500 Euro im Möbelstudio von Spechtenhauser in Innsbruck.


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Mit seinem „Hopper“ hat Designer Dirk Wynants für den belgischen Designmöbelhersteller extremis die klassische Biergarnitur neu interpretiert. Uns hat er damit definitiv überzeugt. Aus pulverbeschichtetem Aluminium und Iroko-Hartholz, um aktuell 6.849 statt 8.940 Euro im Einrichtungshaus Föger in Telfs.

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Die Leuchte „FollowMe“, die Inma Bermúdez für marset entworfen hat, ist schlicht und schnörkellos und begegnet dem Thema Licht dennoch mit einem Augenzwinkern. Um 185 Euro gesehen im Einrichtungshaus Föger in Telfs.

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Das Zuhausebüro wird in vielen Fällen auch in Zukunft beibehalten bleiben. Da muss man gscheit sitzen – zum Beispiel auf „Linq“ von Girsberger. Der ist natürlich höhenverstellbar, verfügt über eine synchrone Neigefunktion und Jonathan Prestwich hat ihm auch noch ein cooles Design verpasst. In Stoff, Netz oder Leder ab 2.040 Euro erhältlich bei mg interior in Innsbruck.


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SITZGELEGENHEIT

Kartell setzt zunehmend auf eine nachhaltige Produktion. Der Stuhl „A.I.“ nach einem Design von Philipp Starck wird aus recyceltem Material hergestellt (ca. 230 Euro, li.), für Abwechslung am Tisch sorgt die Kombination mit „Masters chair“ (ca. 230 Euro, re.).

UNDERSTATEMENT

Wir lieben die Möbel von USM Haller, weil sie unglaublich flexibel, hochwertig und schön sind. Den Tisch mit Chromgestell gibt’s mit verschiedenen Oberflächen und in diversen Größen ab 1.140 Euro bei mg interior an der Innsbrucker Haller Straße.

KNAUTSCHZONE 96

Der Stuhl „Arva“ von KFF ist mit seinen umpolsterten Kissen ein wahrer Meister des Komforts und dabei zeitlos im Design. Weil die Qualität passt, hält der auch eine ganz schöne Weile. Erhältlich in Stoff oder Leder und vielen Gestellausführungen sowie mit oder ohne Armlehne ab rund 810 Euro bei Spechtenhauser in Innsbruck.

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Ein Zuhause ohne Kerzen? Möglich, aber halt auch nur halb so stimmungsvoll. In diesem Halter von Madam Stoltz kommen sie – drinnen und draußen – richtig gut zur Geltung. Ab 39,95 Euro gekauft im APFIs in Wattens.

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Vorbei sind die Zeiten, in denen Schaukelstühle nur was für alte Leute waren. „Folio Rocking“ von Nardi aus glasfaserverstärktem Kunststoff ist echt chic und perfekt für draußen. Dass er gleich mehrere Designpreise gewonnen hat, verstehen wir voll und ganz. Gesehen im Einrichtungshaus Föger in Telfs um derzeit 319 statt 375 Euro (inklusive Kissen).


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Das Gellyfoam ist die Seele vieler Edra-Sofas, gemeinsam mit dem schweren, fülligen Stoff des „Grande Soffice“ passt es sich jeder Körperhaltung an und ist in der Ausführung maximal anpassungsfähig.

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WIE KUNSTWERKE Vor Edra war es das Sofa, das dem Benutzer vorschrieb, wie er zu sitzen hatte. Bei Edra gibt der Nutzer die Form des Sitzens vor.


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Heißt zwar „Standard“, ist aber weit mehr. Die Arm- und Rückenlehnen des Sofas können fast beliebig verändert werden, seine Weichheit lädt zum Sitzen, Liegen und Wohlfühlen ein.

Die Blütenblätter des „Rose Chair“ nach einem Design von Masanori Umeda sind einzeln von Hand gepolstert, der Samtbezug macht aus dem Sessel eine Haute-Couture-Kreation.

„On the rocks“ kann in seinen diversen Modulen beliebig zusammengesetzt werden und erfindet sich damit laufend neu. Die Rückenlehne ist frei positionierbar.

Der Sitzstoff von „Pack“ erinnert an die Schichten polarer Eisschollen, mit dem dazugehörigen Bären wird das Sofa zur Mini-installation im eigenen Zuhause.

E

dra steht für makelloses Design, höchsten Komfort und klassische Eleganz. Klassisch ist dabei per definitionem zeitlos und es ist diese Zeitlosigkeit, die die Produkte von Edra eint. Durch ihre intelligenten Kissen werden Armlehnen zu Rückenlehnen. Und umgekehrt. Der Aufbau in Elementen erlaubt es, ein Edra-Sofa immer wieder neu zu durchdenken, auseinanderzunehmen und anders zusammenzusetzen. Damit wird jedes Stück zu einem lebendigen Mikrokosmos, der sich mit seinen Nutzern mitverändert, sich Raum und Bewohnern angleicht. Das eigens entwickelte Gellyfoam passt sich jeder Körperhaltung an – beim Sitzen, Liegen und Schlafen, beim Lesen und Nichtstun, beim Musikhören und Fernsehen, beim Plaudern, beim Zusammenund Alleinsein. 1987 in der Toskana gegründet ist Edra heute weltweit bekannt für seine künstlerische Tradition, die in technologischer Forschung, handwerklichem Wissen und der Verwendung hochwertiger Materialien ihre Vollendung findet. Jedes Sofa wirkt wie ein Kunstwerk, das sich dem Betrachter auf den ersten Blick erschließt und gleichzeitig vie-

„Dank seiner Beziehung zum Körper wird das Sofa der letzte Gegenstand sein, der in der Wohnung verbleibt, wenn alles digitalisiert wird.“ FRANCESCO BINFARÉ, DESIGNER

les verborgen hält. Sessel, Stühle und Betten tun es den Sofas gleich, Tische, Accessoires und eine Outdoorkollektion ergänzen das Sortiment.

IM ZEICHEN DER WEICHHEIT

Edra hat sich für die Formgebung namhafte Designer mit an Bord geholt: die brasilianischen Brüder Fernando und Humberto Campana zum Beispiel, deren Möbel zu eigenständigen Objekten werden, Mario Cananzi und Roberto Semprini, die Sitzgelegenheiten optisch oft völlig neu denken, Masanori Umeda, der organische Formen wie kaum ein anderer in Sessel und Stühle verwandelt, Jacopo Foggini, der Polycarbonat wie kein Zweiter versteht, und vor allem Francesco Binfaré, der für Edra Sofas entwirft und nicht zu Unrecht den Titel „Meis-

ter des weichen Designs“ trägt. Er nähert sich dem Sofa auf fast philosophische Art und spielt mit Formen und Dimensionen. Die Sofas „Standard“ und „Grande Soffice“ zählen dabei zu seinen ultimativen Meisterwerken. „Ein Sofa von Edra betrachtet man wegen seiner Schönheit, aber man erkennt es, wenn man darauf sitzt“, sagt Binfaré. Vor allem das Grande Soffice mit seinen großzügigen Abmessungen und klassischen Formen bezeichnet er selbst als den Inbegriff des Sofas von heute: „Hierbei handelt es sich um eine Form der Kunst, die keine Idee zu offenbaren braucht“, beschreibt er es in einem Interview, erschienen im Architectural Digest. Probesitzen, -liegen und -wohlfühlen kann man im Schauraum von mg interior in der Innsbrucker Haller Straße.

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AUFSCHNAITER

DESIGN MIT VIER STERNEN Im neugestalteten Hotel Langwies vor den Toren Salzburgs trifft lebendige Tradition auf moderne Wohlfühl-Standards. Beides spiegelt sich im naturbewussten Einrichtungsstil wider, den der Tiroler Komplettausstatter Aufschnaiter mit viel Liebe zum Detail verwirklicht hat.

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ochgenuss zieht sich wie ein roter Faden durch das 4-Sterne-Haus Langwies – angefangen bei den kulinarischen Kreationen über zurückhaltenden Service bis hin zur herzlichen Gastfreundschaft der Gastgeberfamilie. Nach großem Umbau erstrahlt das Hotel nun in neuem Glanz und bietet mit formvollendetem Design den perfekten Rahmen zum Wohlfühlen. Heimische natürliche Materialien, klare Linien, ein stimmiges Farbkonzept und kreative Lösungen charakterisieren den neuen Look, der aus der Feder des St. Johanner Einrichtungsprofis Aufschnaiter stammt.

DIE ARCHITEKTUR DES WOHLFÜHLENS

Projekte, bei denen das Aufschnaiter-Team seine Gesamtkompetenz ausspielen kann, gehören zu den großen Leidenschaften des Familienunternehmens. Durchdachte Planung ist dabei das A und O. Die Abteilungen Innenarchitektur und Design gehen bei Aufschnaiter Hand in Hand, um die Kundenwünsche in individuelle Einrichtungs-

„Mir war es wichtig, die Tradition des Hauses auch im Design der Räumlichkeiten auszudrücken und gleichzeitig moderne Akzente zu setzen: zeitlos und gemütlich.“ OLIVER DEUBLER, INNENARCHITEKT BEI AUFSCHNAITER

konzepte zu verwandeln, die anschließend von der hauseigenen Möbeltischlerei maßgefertigt werden. So lässt sich das Interiordesign perfekt an die Architektur der Räum-

lichkeiten anpassen – für ein harmonisches Gesamtbild zum Wohlfühlen. Genießen Sie noch mehr Design by Aufschnaiter unter www.aufschnaiter.com . PR


Tradition zum Wohlfühlen

www.diewildenkaiser.com

Mit heimischen, natürlichen Materialien, unserem Gespür für Formen und Farben, frischen Ideen sowie kreativen Lösungen setzten wir mit klaren Linien moderne Akzente. Jetzt empfängt das Hotel Langwies seine Gäste im neuen Look: zeitlos und so gemütlich!

Einrichtungshaus Tischlerei Innenarchitektur aufschnaiter.com


© WEBHOFER

eco.architektur

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ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN:

Gemeinsam mit seinen Partnern, Architekten, Planern und Kunden blickt das Team rund um Daniel und Mario Falgschlunger positiv nach vorn.


TISCHLEREI FALGSCHLUNGER

ZUKUNFT WIRD AUS MUT GEMACHT Wir leben derzeit in einer ziemlich ver-rückten Welt und das schon seit einer recht langen Weile. Nie ist Kooperation und ein gelebtes Miteinander wichtiger als in herausfordernden Zeiten, weil man letztlich nur gemeinsam vorankommt. TEXT: MARINA BERNARDI

D

ie vergangenen Jahre waren herausfordernd – für die Gesundheit, die Wirtschaft, die Gesellschaft, den Menschen, die Unternehmer. Niemand war und ist von dieser Situation nicht in irgendeiner Weise betroffen, im Kleinen wie im Großen, lokal, regional, national, international und global. Die Krise(n) haben uns wieder einmal sehr deutlich vor Augen geführt, wie sehr wir alle voneinander abhängen. Der Erfolg des einen bedingt jenen des anderen. Das gilt in der Wirtschaft als Ganzes und das gilt in jedem Unternehmen im Kleinen.

DER WERT DES MITEINANDERS

Auch die Tischlerei Falgschlunger stellt die aktuelle Situation vor große Aufgaben. Doch Jammern ist Daniel Falgschlungers Sache nicht. Er führt die 1929 in Patsch gegründete Tischlerei gemeinsam mit seinem Bruder Mario in nunmehr vierter Generation. „Gerade solche Zeiten verlangen nach Optimismus“, sagt er. „Selbst wenn es manchmal schwerfällt. Dennoch machen wir unsere Arbeit mit viel Freude und wir versuchen durch ressourcenschonendes, nachhaltiges Arbeiten alles zu tun, was wir selbst dazu beitragen können, um im Kleinen unsere Welt etwas besser zu machen.“ Und tatsächlich gibt es wohl kaum eine aufrichtigere Arbeit als ehrliches Handwerk. In der Tischlerei Falgschlunger darf Handwerk tatsächlich noch der Hände Werk bleiben, es gibt keine Serienproduktion, keine Masse. „Letztlich produzieren wir ausschließlich Prototypen, kein Kasten gleicht dem anderen, jedes Projekt ist individuell. Wir fangen bei jedem Stück wieder bei null an. Jeder Auftrag ist anderes, jeder Kunde ist anders, jedes Holz ist anders“, so Falgschlunger. Die Wege im Unternehmen sind kurz, das sorgt einerseits für Flexibilität, andererseits für ein Umfeld,

in dem sich die Mitarbeiter genauso wohlfühlen wie Kunden oder Partner wie Planer und Architekten. Man begegnet einander auf Augenhöhe. Falgschlunger: „Die vergangenen Monate und Jahre haben uns gezeigt, dass wir mit einem Höher, Schneller, Weiter langfristig nicht vorankommen. Rund um den Patscherkofel gibt es viele Betriebe, hinter denen eine Familie steht, die ihnen ein Gesicht gibt, wo noch Tradition und Handschlagqualität zählen. Es braucht wieder ein Miteinander und dass jeder auf jeden schaut.“

TRADITION TRIFFT ZUKUNFT

Kaum irgendwo liegen Tradition und Zukunft so nah beieinander wie im Handwerk. Regionalität findet nicht nur in Supermarktregalen statt, sondern auch beim Wohnen. Die Tischlerei Falgschlunger tritt den Herausforderungen der Zukunft mit Mut, Optimismus, Verlässlichkeit und sauberer Arbeit entgegen und Daniel Falgschlunger ist überzeugt: „Ehrliches Handwerk hat auch künftig seine Berechtigung. Der Kunde will wissen, welches Gesicht hinter dem Möbel steht. Kunden kaufen Persönlichkeit. Sie vertrauen mehr denn je auf Betriebe aus der Region, die Arbeiter aus der Region beschäftigen.“ Es gibt kaum eine nachhaltigere Form der Zusammenarbeit, als auf regionale Unternehmen zu vertrauen und damit die heimische Wirtschaft zu stärken.

TISCHLEREI GEBRÜDER FALGSCHLUNGER Hofrat-Hirn-Weg 6 6082 Patsch Tel.: 0512/37 88 27 info@tischlerei-falgschlunger.at

www.tischlerei-falgschlunger.at

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FREUDLING

WO DESIGN HANDWERK KÜSST … dort tanzen auch Trends mit Traditionen. Im Zillertal entstehen seit beinahe 100 Jahren maßgeschneiderte Raum- und Wohnkonzepte, die auch 2022 Maßstäbe in Sachen perfektes Zuhause setzen.

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ls kleine Möbeltischlerei gegründet, hat sich Wohndesign Freudling in den letzten Jahrzehnten zu einem Gesamtanbieter für einzigartige Innenarchitektur etabliert. Zwischen Formen, Farben und Materialien wird hier eine Leidenschaft gelebt, die die Symbiose von Design und Handwerk auf den Punkt bringt. Speziell 2022 darf Wohnen auf allen Ebenen gefühlt werden: Reiner Minimalismus wird gepaart mit individuellen Gestaltungen, Holz behält eine Spitzenposition unter den beliebtesten Einrichtungsmaterialien. „Vor allem die Eiche in allen Ausführungen ist bei Wohntrends auch heuer das Maß aller Dinge“, weiß Christian Wildauer, Innenarchitekt und Inhaber von Wohndesign Freudling.

Dazu gesellen sich Stahl, Messing, Stein und Glas. Farblich dreht sich aktuell vieles um den Farbton Salbei, außerdem bewegt man sich zwischen Nude- und Beerentönen, die inmitten grober Materialien für Ruhe sorgen. Nicht zu vergessen sind altbewährte Klassiker: Hochwertiges Leder in all seiner Schönheit, Wolle, Leinen und grobe 3D-Stoffe schaffen Wohlfühlambiente, Muster aus den 1960er- und 1970er-Jahren sorgen für das gewisse Etwas.

DAS HERZ DES HAUSES

Das Zentrum eines Zuhauses ist nach wie vor die Küche. Kein Wunder, ist sie mittlerweile nicht mehr nur Mittel zum Zweck, sondern einer der meistdiskutierten Berei-

che der Innenarchitektur. In der komplett überarbeiteten Ausstellung bei Wohndesign Freudling wird eine außergewöhnliche und sehenswerte Vielfalt an Küchengestaltungen und Ideen rund um die Küche präsentiert, von der kleinen, kompakten Küche bis hin zu großen Wohnküchen. „Die Küche ist mittlerweile viel mehr als bloß der Platz, an dem Essen zubereitet wird. Sie hat einen sozialen und emotionalen Wert – hier spielt sich das Leben ab, sie ist das Herz eines Zuhauses“, so Wildauer. Die Küche hat daher bei Wohndesign Freudling auch in den neu adaptierten Ausstellungsräumlichkeiten einen besonderen Stellenwert. „Unser Ziel ist es, für jeden Anspruch die perfekte Küche am Puls der


FREUDLING

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Zeit zu gestalten, an der man viele Jahre Freude hat“, sagt er. Neben individuell gestalteten und in der hauseigenen Möbelwerkstätte hergestellten Küchen finden Kundinnen und Kunden ausgewählte Modelle der Marken ewe, INTUO, Team 7, Eggersmann sowie die italienischen Kitchen-Designlabels Cesar und Molenti&C/ Dada. Letztere gibt es in Westösterreich exklusiv bei Wohndesign Freudling. „Besonders stolz sind wir auf die Modelle VVD und Ratio, designt von Vincent Van Duysen – einer der aktuell wohl angesehensten Architekten der internationalen Szene“, sagt Wildauer. Einzigartige Küchenträume, die Tradition und Trends in Perfektion vereinen – das ist die Vision des WohndesignFreudling-Teams.

HANDWERK ALS ALL TIME FAVOURITE

Auch in allen anderen Bereichen des Wohnens setzt man auf Fortschritt kombiniert mit Beständigem: Wer vorangehen will, muss sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen. Das gekonnte Zusammenspiel aus handgemachten Eigenprodukten und ausgewählten Designerstücken ist die Handschrift der Freudling-Philosophie, die vermutlich auch die nächsten 100 Jahre mit ausgeklügeltem Wohndesign begeistern wird. www.freudling.at PR

„Die Küche ist mittlerweile viel mehr als bloß der Platz, an dem Essen zubereitet wird. Sie hat einen sozialen und emotionalen Wert – hier spielt sich das Leben ab, sie ist das Herz eines Zuhauses.“ CHRISTIAN WILDAUER


Türen für Generationen

Wippro - Türen und Dachbodentreppen in Handwerksqualität

„Wenn eine unserer Türen ins Schloss fällt, ist das wie ein Handschlag“, betont Alexander Wipplinger, Prokurist bei Wippro, „sicher, ruhig, beständig. Es ist ein Versprechen.“ Ein Versprechen von Stabilität und handwerklicher Qualität, das Wippro-Türen seit mittlerweile drei Generationen geben und halten. Dort bei Wippro im Mühlviertel OÖ, wo man noch etwas vom Handschlag versteht. Seit 1955 werden in Vorderweißenbach Innentüren und Haustüren in unglaublicher Vielfalt und von höchster Sicherheit hergestellt.

ALEXANDER WIPPLINGER Prokurist/ Vertriebsleitung

ROBERT WIPPLINGER Geschäftsführender Gesellschafter

der Schönheit und Schlankheit ist jede Tür ein High-Tech-Produkt, der man die Technik nicht ansieht. Mit dem revolutionären Zargensystem „FLAT“ verschmelzen zum Beispiel Zarge, Türblatt und Wand zu einer optischen Einheit. Wird es räumlich herausfordernd, kann fast jede Tür auch als Schiebe- oder Raumspartür geliefert werden. Da werden plötzlich aus kleinen Kammern neue Räume.

kein Schimmel. Die Auswahl der richtigen Treppe wird von der Dämmung des Dachbodens bestimmt. Egal welche Version gewählt wird, die Technik ist immer top. Die exzellente Kugellagerführung, der mit einer Feder versehene Handlauf, die stabilen Metallstufen in normaler Trittweite – all das ist Qualitätsmerkmal jeder WipproDachbodentreppe. Schließlich geht es den Wipplingers seit 1955 darum, Treppen und Türen für Generationen zu bauen.

Eine ganz spezielle „Tür“ ist die Dachbodentreppe

Allen Türen zugrunde liegt die Liebe zum Werkstoff und handwerkliches Können. Eine besondere Zuneigung hat das Wippro-Team zu Holz, immerhin ist der Produktionsstandort reichlich von Wald umgeben. Wippro-Türen sind Mosaiksteine der Innenarchitektur und in unglaublicher Formenvielfalt vorhanden. Der Innenraumgestaltung sind mit den Türen keine Grenzen gesetzt, denn Wippro bietet alle nur erdenklichen Oberflächen. Holz, Stein, Ganzglas oder Material-Kombinationen. Rustikal, klassisch, elegant. Und bei all

Da hat Wippro eine perfekte Dachbodentreppe entwickelt und perfektioniert. Kein Luftaustausch, kein Kondensat und somit

WIPPRO Türen- & Treppenwerk in Vorderweißenbach

www.wippro.com

Wo Sie uns finden

<<< WIPPRO Türen- & Treppenwerk <<< Ausstellungszentrum bei München Gewerbestraße 2 | 4191 Vorderweißenbach | Österreich Benzstraße 5a | 85551 Kirchheim bei München | Deutschland


Kurvig und alpin jeglichen Mehraufwand in herkömmliche Maueröffnungen eingebaut werden. Die „Curve“ ist bei Haus- und Innentüren in sämtlichen Modellen integrierbar und ermöglicht somit eine durchgängige Türenlösung vom Eingangsbereich bis ins Wohnzimmer. Eine Kategorie für sich sind Türen aus der legendären Alpin Edition. Sehr zeitgeistig ist das neue WipproTürenmodell „Curve“. Mit seinen abgerundeten Ecken. Jede Zeit hat ja Ihre eigene Formensprache und diese runden Ecken, wie man sie von den Smart Phones und Tablets kennt, machen sich auch bei Türen ausgesprochen gut. Die neuen abgerundeten Türen können selbstverständlich ohne

Alpin Edition

Da ist jede Tür ein Unikat, produziert aus echtem Altholz. Gewonnen wird es aus alten Fußböden, Heustadln und Dachstühlen. Da hat man dann eine Holztür, die Geschichten erzählt. Vom Leben auf der Alm oder von Jahrhunderten in einem Dorf. Das Schöne daran ist, dass dafür kein einziger Baum gefällt werden muss. „Eine solche Tür fordert einem in der Produktion Respekt ab“, meint Prokurist Alexander Wipplinger.

Slim oder Flat Edition

In klassisch-gediegenen Design ist die Prima-Tür angesiedelt. Es gibt diese Rahmentür in verschiedenen Ausführungen. Sie eignet sich perfekt zum Renovieren von Altbauwohnungen oder im stilvollen Neubau. Die Türen gibt es auch „Slim“ und „Flat“. Sie schmiegen sich richtig in die Wand hinein und werden eins mit ihr. Türblatt, Zarge und Mauer bilden eine plane Fläche. Bei all der Schönheit bleibt auch die Sicherheit gewahrt. Von der top-modernen Curve bis zur meisterlichen Alpin Edition sind alle Türen High-Tech-Produkte, denen man die Technik nicht ansieht.

Prima-Tür

Damit die Qualität auch in Zukunft abgesichert ist, hat Wippro ein top-modernes Werksgebäude für Dachbodentreppen an seinem Stammsitz in Vorderweißenbach gebaut. „Uns ist die bisherige Fertigung schlicht und einfach zu klein geworden. Wir brauchen mehr Platz, um der internationalen Nachfrage gerecht werden zu können“, sagt Firmenchef Robert Wipplinger zu der Investition in Millionenhöhe. Die neue Produktion auf 5.000 m2 umfasst moderne Stanz-, Schweiß- und Blechbiegeeinrichtungen sowie Roboter der jüngsten Generation. „Wir produzieren weiterhin am Puls der Zeit“, sagt Robert Wipplinger. Wer neugierig geworden ist und innovative Maßgefertigte Türsysteme für seine Kunden anbieten möchte, kann Wippro Vertriebspartner werden. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, dann schauen Sie doch auf : www.wippro.com/partner

<<< Ausstellungszentrum in Wien Sagedergasse 8 | 1120 Wien | Österreich

<<< Ausstellungszentrum Vomp in Tirol Au 41 | 6134 Vomp | Österreich

Qualität aus Österreich seit 1955.


BETTEN EBERHARTER

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Erholsamer Schlaf ist essenziell, um die Anforderungen des täglichen Lebens meistern zu können. Mittlerweile ist er jedoch zum knappen Gut geworden – und damit zu einem bedeutsamen Thema. Die Arbeit fordert, die Freizeit lockt, Familie und Freundschaften wollen gepflegt werden. Immer mehr gibt es zu tun. Oft geht das auf Kosten des Schlafes. Die Zeit im Bett wird immer kürzer, zu wenig Erholung zum Zivilisationsproblem. Es gibt doch nichts Angenehmeres, als ausgeschlafen, voller Energie, gesund und vital in einen neuen Tag zu starten. Ja, guter Schlaf ist ein Lebenselixier.

EINFACH GUT SCHLAFEN Voller Energie und gut ausgeschlafen in den neuen Tag zu starten, ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Vielleicht avanciert gerade deshalb das Schlafen immer mehr zum Lifestyle. Nach wie vor stark im Trend sind Boxspringbetten, wie sie bei Betten Eberharter im Zillertal individuell und maßgeschneidert handgefertigt werden. T E X T : D O R I S H E LW E G

E

in Traum ist unerlässlich, wenn man die Zukunft gestalten will“, wusste schon Victor Hugo. Dass Traum und Wirklichkeit oft gar nicht so weit auseinander liegen, beweist die Geschichte von Betten Eberharter im Zillertal. Als Unternehmer mit Visionen hatten Anton und Roman Eberharter ein Bett im Kopf, ein Bett, das sanft und fest zugleich ist, wohlig fürs Gemüt und ansprechend fürs Auge. Tausende Ideen wurden und werden dazu geboren und ausprobiert, es wird gezeichnet und entworfen. Man macht sich auf die Reise und sucht nach außergewöhnlichen Materialien – wertiges

Holz für den Korpus, daunenweiche Füllung für die Polsterung, handgegerbtes Leder für den Bezug, Stoffe in feinen Farben und Mustern. Nach bester Tradition wird gesägt und gehobelt, zugeschnitten und eingepasst, von Hand gepolstert und genäht. Das Ergebnis: ein Bett für wirklich guten Schlaf. Ein Bett, zum Träumen gemacht.

ECHTES HANDWERK

Damit das eigene Schlafzimmer zur Ruheoase und zum Rückzugsort wird, braucht es fachkundige Beratung und eine möglichst individuelle Gestaltung des Bettes. Den Mög-


BETTEN EBERHARTER

Guter Schlaf ist ein Lebenselixier. Und das mehr denn je. lichkeiten in der Gestaltung des eigenen Boxspringbettes sind bei Betten Eberharter kaum Grenzen gesetzt. Echtes Handwerk wird in dem Zillertaler Familienunternehmen nicht nur großgeschrieben, sondern tagtäglich gelebt. „Wir legen Wert auf heimische Produktion, heimische Wertschöpfung und heimische Mitarbeiter“, erklärt Roman Eberharter seine seit Jahrzehnten bewährte Firmenphilosophie. Am Produktionsstandort Zell am Ziller werden nach traditionellem Polsterhandwerk edle Designs und regionale Rohmaterialien zu hochwertigen Boxspringbetten, zu echten Unikaten zusammengefügt. Im Kern schlummert stets der natürliche Werkstoff Holz, als verlässliche und wertige Basis. Darüber und drumherum schmiegen sich auserlesene Stoffe: kuschelweicher Samt, charakterstarker Loden oder vegetabil gegerbtes Leder aus der ältesten Gerberei Tirols. Unterschiedliche Polsterungen und Steppungen unterstreichen den Charakter des jeweiligen Liegemöbels zusätzlich, denn Wohlfühlen bedeutet nicht nur maßgeschneiderten Liegekomfort, sondern auch optischen Anspruch. Dazu kommt die richtige Bettausstattung, denn „das Wechselspiel aus Matratze, Polster und Zudecke ist ein entscheidender Faktor für einen guten Schlaf. Im Bett verbringt man gut ein Drittel seines Lebens, gibt aber oftmals deutlich weniger Geld dafür aus, als beispielsweise für ein Auto“, so der Experte. PR

eco.kommentar

Roman Eberharter, GF Betten Eberharter

Nachhaltigkeit in der Möbelbranche Drei Fragen an Roman Eberharter. Warum ist das Thema Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft so wichtig? Nachhaltig arbeiten und leben bedeutet, die Zukunft, die Umwelt und unsere Unternehmen langfristig positiv beeinflussen zu wollen. Zirkuläres Wirtschaften ist ein Modell der Produktion und des Verbrauchs, bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Auf diese Weise wird der Lebenszyklus der Produkte verlängert. Das klingt alles sehr einfach, bedeutet in der Praxis jedoch eine Abkehr vom linearen System und somit einen Systemwandel. Dabei braucht es viel Bewusstseinsschaffung und Überzeugungsarbeit – auf allen politischen Ebenen. Hört die Nachhaltigkeit für Kunden beim Preis auf? Das ist nicht so einfach zu beantworten. Im Lebensmittelbereich etwa gibt es Kunden, die bereit sind, mehr für ein nachhaltiges – oft bio – Produkt zu bezahlen. In anderen Produktgruppen ist das leider noch nicht so. Doch das wird sich ändern (müssen). Nachhaltigkeit ist ja keine „Modeerscheinung“, sondern etwas, was unser Tun und Leben entscheidend prägen wird und muss, wenn wir etwas Gutes für die nächsten Generationen tun wollen. Dafür setze ich mich tagtäglich als Unternehmer und Interessenvertreter ein.

Es wird bereits viel für den Umweltschutz in der Branche getan. Worin liegen die größten Herausforderungen für Industrie und Handel in den kommenden Jahren? Die Politik gibt durch eine Vielzahl an Regelungen und Gesetzen die Richtung vor. Wir als Unternehmen sind gefordert, das alles umzusetzen. Auch – und da bin überzeugt – der Endkunde wird immer öfter nachhaltige Produkte und Dienstleistungen einfordern. Ob Informationen, wo Materialien und Produkte herkommen und wie sie produziert werden, über Fragen, wie sie repariert oder ersetzt werden können, bis hin zu Themen wie Entsorgung, Recycling oder Upcycling – all das werden wir umsetzen müssen. Daher ist schon jetzt proaktives Handeln von uns als Interessenvertreter gefordert. Ja zu einer nachhaltigen Wirtschaft, aber mit einem Maßnahmenmix und im Einklang mit sozialen und wirtschaftlichen Erfordernissen. Klar muss auch sein: Die Politik könnte mit Anreizen anstatt mit Verboten und Bürokratie an dieses Thema herangehen. Ich versuche bei jeder Gelegenheit, Entscheidungsträgern diesen Ansatz bewusst zu machen.

ROMAN EBERHARTER

Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit engagiert sich Roman Eberharter als Obmannstellvertreter des Elektro- und Einrichtungsfachhandels in der Wirtschaftskammer Tirol und ist Präsident des europäischen Verbandes FENA. Die FENA – European Federation fro Furniture Retailers – ist ein gemeinnütziger Verband, der die Interessen des Möbelhandels auf europäischer Ebene vertritt und der sich für die Belange von mehr als 100.000 Unternehmen einsetzt.

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eco.architektur

GRÜNES GLÜCK

AUSSEN IST DAS NEUE INNEN. SO GEHT GARTEN!

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icht nur am Land, auch immer mehr Städter entdecken die Liebe zum Grün. Das mag ein wenig grotesk anmuten, weil man sich in der Regel bewusst für ein Leben in der Stadt entscheidet, verständlich ist es aber allemal. Ein Garten hat etwas fast schon Meditatives. Garteln ist wie Yoga, nur mit Dreck unter den Nägeln. Es geht jedoch nicht nur darum, sein eigenes Obst und Gemüse anzubauen. Es geht um Erholung. Ums Abschalten. Im Garten kann man dem Gras im wahrsten Sinne beim Wachsen zusehen.

GÄRTEN DES JAHRES

Wie vielfältig das Thema Garten sein kann, wie individuell, persönlich, großzügig und kleinflächig, grün, bunt, steinig, gemütlich und nützlich, zeigt der heuer zum siebten Mal vom Callwey Verlag und Garten + Landschaft samt Partnern ausgelobte Wettbewerb „Gärten des Nur die Harten Jahres“, der das Beste vom Besten an von Landschaftsarsowie Garten- und Landschaftsbauern gestaltekommen in den chitekten ten Privatgärten im deutschsprachigen Raum auszeichnet. Garten. Oder Eine ausgewählte Jury erkor aus den vielen Einreichungen in dem Fall: 50 Projekte und benannte aus diesen einen mit 5.000 Eudotierten ersten Platz sowie fünf Anerkennungen. Dabei Nur die Besten ro wurde Wert auf ganzheitliche Konzepte gelegt, die den Garkommen in ten auf individuelle Weise zum erweiterten Wohn- und Gedas Buch. nussraum des Nutzers werden lassen. Es sollte eine starke Idee dahinterstecken, die durch Pflanzen, Materialien und Produkte erkennbar wird. Alle Projekte können wir Ihnen natürlich nicht zeigen, dafür sei Ihnen das wirklich tolle Buch anempfohlen. Einen kleinen Auszug finden Sie als Inspiration auf den nächsten Seiten.

GÄRTEN DES JAHRES

Dieter Kosslick, Konstanze Neubauer, Callwey Verlag, 320 Seiten, EUR 61,70 Das Buch zeigt eine beeindruckende Vielfalt unterschiedlichster Privatgärten anhand von über 350 Farbabbildungen und Gartenplänen. Detaillierte Angaben zu Besonderheiten des Grundstücks, des Konzepts, der verwendeten Materialien und der Auswahl der Pflanzen runden die 50 Gartenporträts ab. Die Dokumentation ist für Gartenplaner und Gartenbesitzer gleichermaßen ein vorzügliches Kompendium, um sich inspirieren zu lassen. Zum vierten Mal wurden dieses Jahr in mehreren Kategorien auch die besten Produktinnovationen gekürt. Weitere Infos unter www.gaerten-des-jahres.com.


eco.architektur

SIEG PROJ EREKT

I M G A R T E N D E R A LT E N S C H M I E D E

Einen historischen Bau oder gar eine Schmiede gab es auf diesem Grundstück in Norddeutschland nie. Vielmehr stand dort einmal ein typischer 1960er-Jahre-Bungalow, der mit den Jahren völlig zugewuchert und ohne erkennbare Raumstruktur war. Es gab jedoch alte Baumveteranen, die an einen Park denken ließen. Als die Auftraggeber dieses Nachbargrundstück erwarben, wurde der Bungalow zu einem historisch anmutenden Neben- und Wohngebäude für das Haupthaus umgestaltet. Die Illusion der „alten Schmiede“ ist dabei perfekt gelungen – dank ausgesuchter Materialien und der Wirkung der Großbäume. Der wertvolle alte Baumbestand durfte selbstverständlich stehenbleiben. „Der Garten schafft es, die Gebäude zu verbinden und unterschiedliche ‚Räume‘ mit verschiedenen Nutzungsschwerpunkten auszubilden“, so Garten- und Landschaftsarchitekt Niels Blatt. Jurorin Petra Pelz ist selbst Landschaftsarchitektin, Siegerin des Vorjahres und begeistert: „Hier möchte ich abends am Feuer bei einem Glas Rotwein sitzen. Selbstverständlich und unaufgeregt präsentieren sich das Haus aus typisch norddeutschem Klinker und der parkartige Garten. Nichts is zu viel, nicht drängt sich auf, ist protzig oder laut.“ ca. 4.000 m2 (Grundstücksanteil, der umgestaltet wurde) P L A N U N G S B Ü R O : Horeis + Blatt Partnerschaft mbB, D-Bremen A U S F Ü H R U N G : Quathamer Garten- und Landschaftsbau GmbH, D-Bad Zwischenahn F O T O G R A F I E : Ferdinand Graf Luckner, D-Hamburg GARTENGRÖSSE:

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eco.architektur

N A C H H A LT I G K E I T I M G A R T E N L E B E N

Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind keine Erfindungen der jüngsten Zeit – das Thema war schon vor 30 Jahren aktuell. Damals gab es bereits Vertreter der „grünen Zunft“, die erlebnisreiche Gärten gestalteten und dabei gleichzeitig ökologisch sinnvolle Ideen einbrachten. Auch in diesem Haus in Bremen kamen diese perfekt zur Umsetzung: Der Teich ist ausschließlich mit Lehm abgedichtet, das Dach der Garage begrünt. Die Hauptpflasterung besteht vor allem aus regionalen Materialien wie Klinker und alten Feldsteinen. Jurymitglied Prof. Dr. Swantje Duthweiler, Landschaftsarchitektin und Vorsitzende im Bund Deutscher Landschaftsarchitekten: „Haus und Garten verzahnen sich hier zu einer besonderen Einheit. Während sich der Innenraum über den Wintergarten transparent zum Garten öffnet, ergänzt der Teichgarten mit einer raumweitenden Wirkung. Die Wasserfläche öffnet den engen Raum, spiegelt den Himmel zwischen den schattengebenden Gehölzen und macht den wasserreichen Garten klimatisch wertvoll und tierökologisch erlebnisreich. Insgesamt ist hier ein charakteristisches Gartenbild entstanden, das spannende Raumgliederungen zwischen Abstand und Nähe schafft.“

1.500 m2 P L A N U N G S B Ü R O : Cordula Hamann – Gärten und mehr, D-Bremen F O T O G R A F I E : Marion Nickig, D-Essen GARTENGRÖSSE:

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ANER NUN KENGEN

E I N G A R T E N F Ü R D I E G A N Z E FA M I L I E

Der kleine, lauschige Familiengarten ist gut gegliedert und abwechslungsreich gestaltet. Auf verschiedenen Höhenstufen stehen unterschiedliche Räume bereit. Und trotz der dichten Bebauung in dritter Reihe am Thuner See in der Schweiz kann man hier unter dem grünen Baldachin der Pergola ganz für sich sein und auf der eigens entworfenen Hängeschaukel vor sich hinträumen. Störendes und die allzu nahe Nachbarschaft sind mit einem Spalier aus Chinesischen Waldbirnen ausgeblendet. Große Bäume wie der Amberbaum und die massiven Felsen helfen, die Räume zu schließen. „Der umgestaltete Garten nutzt gekonnt die Aus- und Durchblicke auf die naheliegenden Berge im Berner Oberland. Um mehr Platz zum Sitzen und Essen zu gewinnen, wurde der vorhandene Balkon mit einem Holzdeck vergrößert und zum darunterliegenden Gartenteil mit einer Hecke gesichert. Das ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass ein moderner Garten auch zu einem alten Haus passt und alle Bedürfnisse einer Familie mit Kindern erfüllt – inklusive eines Brunnens mit Quellstein im Sandkasten für ausgiebige Matschspiele“, so Folko Kullmann, Chefredakteur Gartenpraxis und Juror, in seiner Laudatio. GARTENGRÖSSE:

405 m2

P L A N U N G S B Ü R O & A U S F Ü H R U N G : Gartenkultur AG, CH-Urtenen-Schönbühl F O T O G R A F I E : Sam Bosshard Fotografie, CH-Bern


photo by: www.kama-naturstein.at

Wohnen mit Naturstein im Innen und Außenbereich

w w w . k a m a - n a t u r s t e i n . a t i h r

t i r o l e r

s t e i n m e t z

&

p f l a s t e r e r


eco.architektur

ANE N U NR K E N GEN EIN GEPFLANZTES MÄRCHEN

ADIEU TRISTESSE!

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Kleine Gärten spannend zu gestalten ist eine wahre Kunst. Dieser Schattengarten mitten in der Großstadt München ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie dies mit Raumbildung und einer an die Lichtverhältnisse angepassten Bepflanzung gelingen kann. Unter dem vorhandenen Baumbestand, vor allem alten Eichen, erstreckt sich nach der Umgestaltung ein wunderbarer Pflanzenreichtum: Immergrüne und wintergrüne Schattenstauden und Waldstauden entwickeln sich zu einer dichten, strukturreichen Bepflanzung. Die Wegeführung von der Straße zum Haus führt in weichen Schwüngen in den hinteren Bereich. Das gefällt auch der Jury. Wolfgang Bohlsen, Chefredakteur Mein schöner Garten: „Das Konzept des Gartens zeigt beispielhaft, wie durch eine Bepflanzung mit sorgfältig ausgewählten Stauden in Kombination mit einer gelungenen Wegeführung – als Bodenbelag wurde bayrischer Granit gewählt – eine harmonische Einheit entsteht. Als sei der Garten schon seit Jahren eingewachsen – so wirkt er auf den Betrachter. Ein schöner Ort, um Kraft zu tanken – sei es bei einem Rundgang durch das abwechslungsreiche Grün oder beim Entspannen auf der großzügigen Terrasse vor dem Haus.“ GARTENGRÖSSE:

261 m2

PLANUNGSBÜRO & AUSFÜHRUNG:

Inspired by Nature, D-Brunnthal F O T O G R A F I E : Martin Oelkers und Bauherrin

Gartenplaner Jörg Lohnsdorf ist einer, der seine Pflanzenleidenschaft lebt, der mit Stauden und Gräsern experimentiert, der Dynamik im Garten zulässt und sich an der so entstandenen Natürlichkeit freuen kann. Vor allem Stauden haben es ihm angetan – naturhafte, altbewährte, aber auch seltene Arten. Daher nehmen die ausdauernden Gewächse auch den Löwenanteil des Hanggartens seines Hauses im deutschen Bonn ein. „Mit der Zeit ist der Garten wilder geworden, doch das Grundkonzept mit den optischen Ruhepolen erlaubt dies, ohne dass reines Chaos entsteht“, erklärt er. Buchsbäume und ein straff aufrecht geschnittener Wacholder geben dabei Orientierung, auch der schmale Rasenteppich bietet dem Auge einen Ruhepol und hält die staudenreiche Pflanzung optisch zusammen. Juror Jens Spanjer, Geschäfsführer der Stiftung Schloss Dyck und geschäfsführender Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschafskultur: „Eine harmonische Kombination sorgsam ausgewählter Stauden, Gräser und Gehölze, gemeinsam mit einer hohen Experimentierfreudigkeit und großen Vielfalt an Arten und Sorten schafft einen intimen, nahezu märchenhaft erscheinenden Gartenraum.“ GARTENGRÖSSE:

730 m2

PLANUNGSBÜRO & AUSFÜHRUNG:

Jörg Lohnsdorf – Die Gartenenthusiasten, D-Bonn F O T O G R A F I E : Sabrina Rothe, D-Köln


© SOLARLUX GMBH

THIELMANN

Links: Die Schiebefenster „cero“ von Solarlux öffnen mit ihren großzügigen Glasflächen Räume und bieten alle Möglichkeiten, die architektonisch anspruchsvolle Gebäude benötigen. Ihre Dimensionen lösen die Grenzen zwischen innen und außen auf, schmale Rahmen und Profile unterstützen die maximale Transparenz der Elemente. Rechts: Das wärmegedämmte Flachdach „Avalis“ ist eine maßgefertigte Massivholz­konstruktion, mit der sich anspruchsvolle Wohnraumerweiterungen und neue Wohnideen verwirklichen lassen.

DIE NEUE OFFENHEIT Schon seit geraumer Zeit verschmelzen die Wohnräume zusehends miteinander, Wohnen wird offener und fließender – auch nach außen. Großzügige Glasfronten und kreative Raumlösungen sorgen für ein architektonisch harmonisch-hochwertiges Gesamtbild.

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as Tiroler Familienunternehmen Thielmann besteht seit nunmehr fast 40 Jahren und wird aktuell in zweiter Generation von Mag. Heinz Thielmann geführt. Das Hauptaugenmerk liegt auf klassischen Wintergärten, Terrassendächern und Glashäusern, hochwertigen Schiebefenstern, Glas-Faltwänden und Trennwänden. „Seit jeher versuchen wir, die Wünsche unserer Kunden durch exzellente Beratungsqualität, Zuverlässigkeit und Professionalität zu erfüllen“, sagt die Familie. „Gemeinsam mit unseren Partnern achten wir darauf, dass nur beste Rohstoffe verarbeitet werden. Damit können wir Ihnen hochwertige Produkte liefern.“ Wie im Fall von Solarlux.

DAS DRAUSSEN INS INNEN HOLEN

Solarlux bietet Architekturlösungen und Raumkonzpete, bei denen Ästhetik, Vielseitigkeit, Modularität und Energieeffizienz eine untrennbare Einheit bilden und die auch anspruchsvollsten Gebäuden gerecht werden. Der Purismus der rahmenlosen Schiebefenster „cero“ und des modernen Win-

„Mit unserer Erfahrung und hochwertigsten Produkten bieten wir einen Mehrwert für jedes Projekt.“ MAG. HEINZ THIELMANN

KURT THIELMANN GMBH Wintergärten – Trennwände – Garderoben Grenzstraße 2, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/33 560, office@thielmann.at

www.thielmann.at

tergartendachs „Avalis“ erlaubt Architekten und Planern maximalen Gestaltungsspielraum. So lässt sich das wärmegedämmte Flachdach Avalis ob seines zeitlosen Designs höchst flexibel in unterschiedlichste Bauaufgaben und Stile integrieren. Das Ergebnis ist eine durchdachte Wohnraumerweiterung, die größtmögliche Transparenz ermöglicht und gleichzeitig über hervorragende Wärmedämmung und Dichtigkeit verfügt. Solarlux Glas-Faltwände und vor allem das schlanke cero-Schiebefenster bietet dazu verschiedenste Optionen für einen transparenten Unterbau. cero verfügt mit seinem symmetrischen und minimalistischen Design dabei über einen Glasanteil von satten 98 Prozent und eröffnet damit in gestalterischer Hinsicht alle Möglichkeiten. Sie öffnen den erweiterten Wohnraum durch großflächige Verglasung zum Außen und machen gleichermaßen Lust aufs Drinnen und Draußen. Selbstverständlich ist cero nach den besten Sicherheitsstandards geprüft und zertifiziert, optional sind Einbruchschutzausstattungen erhältlich. So entstehen Lösungen, die so einzigartig sind wie Ihr Zuhause. PR

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eco.architektur

GRÜNE VISITENKARTE

Gartenplaner Simon Stix hatte bei diesem kleinen Reihenhausgarten im dicht besiedelten südlichen Umfeld von Wien das Glück, nicht nur den Hauptgarten, sondern dazu auch den Vorgarten gestalten zu dürfen. Eigentlich ist es kaum zu begreifen, warum Vorgärten häufig so stiefmütterlich behandelt werden, sind sie doch nicht weniger als der erste Eindruck, den man vom Haus und seinen Bewohnern bekommt. „Bereits der Vorgarten wartet mit einem einladenden Sitzplatz auf und weckt das Interesse auf den eigentlichen Garten“, so Stix. Den Vorgarten mit seinen stylischen Sesseln lässt eine formale Gliederung größer erscheinen, im Hauptgarten bilden Eibenhecken eine Grenze, vor deren Dunkelgrün sich Blütenbälle der Hortensie „Annabelle“ kontrastreich abheben. Statt einem klassischen Rasen bildet ein Pflanzenbeet aus Eibenkugeln und Lavendelsträuchern das Zentrum des Gartens und selbst für ein kleines Wasserbecken war noch Platz.

G A R T E N G R Ö S S E : 80 m2 Hauptgarten + 35 m2 Vorgarten PLANUNGSBÜRO & AUSFÜHRUNG:

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Stix Gartendesign KG, A-Tattendorf F O T O G R A F I E : Fotoatelier Christian Schörg, Baden bei Wien

ÖST ER CHIS REIPRO CHE JEK TE

AB IN DIE SOMMERFRISCHE

Wie bitte gestaltet man heutzutage einen zeitgemäßen Villengarten? Insbesondere, wenn dieser am Hang liegt und von seiner Größe nicht so wirklich zum vornehmen Gebäude mit seiner Jugendstilfassade passen will. Fragen, mit denen sich die Wiener Landschaftsarchitektin Maria Auböck auseinandersetzte. Die schmucke Villa, entstanden 1900, war gerade aufwendig saniert und umgebaut worden, Fassade und Charakter des historischen Gebäudes sind dabei erhalten geblieben. Nun brauchte es einen passenden Garten. Entstanden sind Gartenräume auf unterschiedlichen Niveaus. Die Wohnebene geht nahtlos auf ein Holzdeck mit Pergola und versenkbarem Tisch über, das über dem Pool zu schweben scheint. Über drei Holzstufen gelangt man hinab in den Garten. Die tiefste Ebene bildet hier ein Senkgarten, eingefasst mit Sitzkanten aus Ortbeton. „Die Schaffung eines Senkgartens und der Felsenschwelle soll kontrapunktisch zur alten Villa und als räumliche Ergänzung des Poolbereichs wirken“, so Maria Auböck.

465 m2 P L A N U N G S B Ü R O : auböck + karasz landscape architects, Wien A U S F Ü H R U N G : Grünwert GesmbH, Wien F O T O G R A F I E : Herta Hurnaus, Wien GARTENGRÖSSE:

Quellen: Gärten des Jahres 2022, Callwey Verlag


ENNEMOSER

TREND OUTDOOR LIVING © WAREMA, KE OUTDOORDESIGN, ENNEMOSER

Ennemoser Sonnen- und Wetterschutzanlagen steht seit über 50 Jahren für Qualität, Innovationen und Service.

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oderne Sonnen- und Wetterschutzanlagen wie Markisen, Rollläden, Raffstores und Co. ermöglichen die individuelle Regulierung von Licht und Schatten. Zugleich schützen diese Produkte vor neugierigen Blicken, sie verfügen zum Teil über sehr gute Dämmeigenschaften und setzen durch die Vielfalt an Modellen und Farben als architektonisches Gestaltungselement markante Akzente im Innen- und Außenbereich. „Unser Produktprogramm hat für jede Anforderung die optimale Lösung. Besonders großen Wert legen wir auf die hohe Qualität und lange Lebensdauer unserer Produkte, auf Kundennähe, persönliche Beratung und perfekten Service vor Ort“, so Geschäftsinhaber Remo Ennemoser. Schöne Abende unter freiem Himmel verbringen oder mit Freunden und Nachbarn zusammen feiern: Mit einer Terrassenüberdachung genießen Sie das Leben im Freien länger, denn gerade in unserer Region kann einem das Wetter einen Streich spielen. Erweitert um senkrechte Elemente wird aus jedem Terrassendach ein geschlossener Raum, der auch vor seitlichem Wind und Regen schützt.

VARIANTENREICH

Welcher Sonnenschutz sich für das eigene Zuhause am besten eignet, hängt unter anderem vom Einsatzort und der Bedienung ab. Outdoor-Living-Produkte punkten mit robusten Konstruktionen, elegantem De-

Ästhetik und Funktion machen Ihren Garten und Ihre Terrasse zu einem Ganzjahreserlebnis.

sign, innovativer Technik und vielen individuellen Extras. Seitenverkleidungen und Transparentrollos sorgen für einen zusätzlichen Sicht- und Wetterschutz, Heizstrahler und LED-Beleuchtung verwöhnen mit wohliger Wärme und angenehmem Licht in den Abendstunden. Die Bedienung der Elemente kann bequem per Handsender, Tablet oder Smartphone erfolgen.

LAMELLENDÄCHER

Sicht- und Sonnenschutz lässt Sie nicht im Regen stehen. Ennemoser: „Unsere Lammellendächer werden auf Maß gefertigt und finden in jedem Garten und auf jeder Terrasse Platz. Sie vereinen modernste Technologie mit perfekt angepasstem Sonnenschutz.“ Ein Lamellendach kann als freistehende Ausführung oder mit Anbindung an die Hauswand ausgeführt werden, es ist nahezu ganzjährig nutzbar und bietet Schutz vor Sonne, Wind und Regen. Die Lamellen lassen sich je nach Ausführung nicht nur wenden, sondern auch ein- und ausfahren.

PERGOLAMARKISEN

Hochwertige Pergolamarkisen begeistern durch ihre harmonische Formensprache

und setzen so einzigartige Akzente auf Ihrer Terrasse. Die große Vielfalt an Dessins, Farbtönen und Gestellfarben sowie die zahlreichen Extras garantieren ein Maximum an Gestaltungsmöglichkeiten und Komfort. „Unsere Pergolamarkisen sind mit geraden oder gebogenen Führungsschienen lieferbar – ganz wie Sie wünschen. Das mitlaufende Verstärkungsprofil bietet perfekte Sicherheit, ohne die Optik zu beeinträchtigen. Auf unsere wetterfesten Pergolamarkisen können Sie sich immer dann verlassen, wenn es mal etwas stürmisch und regnerisch wird“, erklärt Ennemoser. PR

ENNEMOSER SONNEN - UND WETTERSCHUTZANLAGEN Haller Straße 125a 6020 Innsbruck Tel.: 0512/58 88 28 firma@ennemoser-sonnenschutz.at

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© WWW.BIO.TOP

MIT GUTEM GEWISSEN

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Seinen eigenen Pool im Garten zu haben, ist unabhängig von dessen Größe ein ungemeiner Gewinn für die Lebensqualität – vor allem in einer Zeit, in der die eigenen vier Wände immer wichtiger und vermehrt zur individuellen Rückzugsoase werden. Richtig gemacht, kann ein Pool dabei auch wunderbar mit dem Megatrend Nachhaltigkeit zusammengehen. TEXT: MARINA BERNARDI

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ohannes Wammes beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Gartengestaltung in all ihren Facetten und schafft individuelle Erholungsräume, die perfekt auf die Umgebung und die (natürlichen) Gegebenheiten sowie die persönlichen Bedürfnisse ihrer Nutzer abgestimmt sind. Denn jedes noch so klei-

ne Fleckchen Grün tut der Seele gut und wird wohl durchdacht zum zusätzlichen Wohnraum unter freiem Himmel. Besonders glücklich ist, wer einen Pool sein eigen nennen kann, der im Sommer kühlt und Energie spendet und durch die sanfte Ruhe des Wassers gleichzeitig beruhigt und erdet. Garten Wammes ist einer von rund

80 Lizenzpartnern von Biotop, dem österreichischen Pionier im Schwimmteich- und Naturpoolbau, und bewegt sich infolgedessen auch im Poolbau ganz nah an der Natur. Biotop hat sich dabei gemeinsam mit seinen Partnern vor allem dem sorgsamen Umgang mit dem Lebens- und Genussspender Wasser verschrieben.


© ANDREAS FRIEDLE

GARTEN WAMMES

„Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass biologische Living Pools auch ohne Chlor und Chemikalien dauerhaft und nachhaltig funktionieren.“ JOHANNE S WAMME S

NATURNAH Biotop ist vor allem bekannt für seinen so genannten Living Pool als – biologische – Weiterentwicklung des klassischen Swimmingpools. Dabei sorgt eine spezielle Filtertechnik dafür, dass das Wasser stets klar und lebendig bleibt und man folglich gänzlich ohne Chlor und giftige Chemikalien auskommt. Auch Regenerationszonen braucht es keine, wodurch die Technik verhältnismäßig wenig Raum einnimmt und ein Pool auch auf kleinen Grundrissen Platz findet. Jeder Living Pool ist ein Einzelstück und passt sich somit jeder Gegebenheit flexibel und punktgenau an. Wer mag, integriert verschiedene Pflanzen, installiert zusätzlich eine Gegenstromanlage, Massagedüsen oder eine Heizung, die in Kombination mit einer Lamellenabdeckung die Badesaison um mindestens zwei Monate im Jahr verlängert. Spezielle Beleuchtungselemente sorgen außerdem dafür, dass der Pool im Dunkeln zum spannenden Designobjekt wird. „Wir konnten in den vergangenen Jahren bereits viele Living Pools realisieren und unsere Erfahrung zeigt, dass diese dauerhaft und nachhaltig funktionieren“, sagt Johannes Wammes. Jeder Living Pool wird individuell gefertigt und lässt sich somit den (natürlichen) Gegebenheiten und den persönlichen Wünschen der Nutzer perfekt anpassen.

Und auch wenn sich ein natürlicher Pool fast naturgegeben in der Regel draußen befindet, so lässt sich das Biotop-System auch für Indoorpools umsetzen. Wammes: „Die ersten Indoor-Living-Pools durften wir schon umsetzen. Hier kommt der Vorteil des geruchlosen, weil ohne Chlor aufbereiteten Wassers noch mehr zur Geltung. Solche Anlagen werden deshalb gerne entweder direkt in Wohnräumen oder im direkten Anschluss daran gebaut.“ Übrigens lassen sich mit dem LivingPool-Converter-System auch bestehende Chlorpools einfach auf biologischen Betrieb umstellen. Der bestehende Wasserkreislauf kann dabei bestehen bleiben, nur die Chlorierung wird stillgelegt und durch einen Converter-Schacht ersetzt. „Mit einem Living Pool ist der perfekte Pool ohne Chemikalien, ohne trockene Haut und rote Augen Wirklichkeit“, so Wammes.

NACHHALTIG

Naturpools sind mittlerweile optisch kaum mehr von herkömmlichen Chlorpools zu unterscheiden. Neben den Vorteilen, die ein ökologisch gefiltertes Schwimmbecken für die Gesundheit bringt, ist ein Living Pool außerdem Sparmeister, was den Wasserverbrauch angeht. „Einmal befüllt, kann das Wasser über viele Jahre im Becken verbleiben“, erklärt Johannes Wammes. Stellt man den durchschnittlichen Was-

serverbrauch eines Living Pools dem eines herkömmlichen Chlor- oder Salzwasserpools gegenüber, ist der Biopool deutlich sparsamer. Während das Wasser in einem Chlorpool über die kalte Jahreszeit stets abgesenkt und im Frühjahr völlig entleert und neu befüllt werden muss, kann durch das System von Biotop das Wasser ganzjährig im Becken verbleiben. Im Frühling muss das Becken lediglich von groben Verunreinigungen befreit und dann um wenige Zentimeter auf den Sollwasserstand aufgefüllt werden. Geht man von einer durchschnittlichen Beckengröße von circa 50 Kubikmetern (Beckenmaße ca. 8 x 4 x 1,5 m) aus, spart man durch das Nicht-Entleeren in etwa den Jahres-Wasserbedarf eines Einpersonenhaushalts. Das entspricht rund 3.500 Vollbädern, die innerhalb von zehn Jahren bei einem herkömmlichen Pool in den Kanal fließen. Ein Living Pool bedeutet damit nicht nur Schwimmen in purer Natur, er leistet auch einen nachhaltigen ökologisch sinnvollen Beitrag. So macht das Draußen-Zuhause gleich noch ein Stück glücklicher.

GARTEN WAMMES Johannes Wammes Schlierenzau 37, 6425 Haiming Tel.: 05266/87 173 info@gartenwammes.at

www.gartenwammes.at

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WETSCHER

SEHNSUCHTSORT

GARTEN

Kaum ein anderer Bereich des Wohnens hat sich in den vergangenen Jahren derart stark entwickelt wie der Garten. Immer mehr Menschen wissen den Wert des Draußen-Zuhauses zu schätzen und so wird das Thema Garten auch weiterhin ein Megatrend bleiben.

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„Dass der Outdoorbereich mitgedacht wird, ist selbstverständlich und wichtig für den roten Faden, der das Wohnen erst zu einem stilvollen Ganzen macht.“ MARTIN WETSCHER

Die Hamptons stehen für Sommer, Sonne und ein amerikanisches Stilgefühl. Deshalb hat Weishäupl eines seiner Möbelprogramme danach benannt. Wir nehmen gern unterm eleganten Sonnenschirm auf der chicen Teakliege Platz.

V WETSCHER ROOFTOP Die Gestaltung der Außenanlagen hat im Interiordesign längst denselben Stellenwert wie jene des Innenraums. „Wir widmen uns dem Megatrend Garten seit Jahren mit Nachdruck und haben so viele Premiummarken unter einem Dach wie kein anderer“, sagt Martin Wetscher. In seiner Outdoorausstellung zeigt Wetscher folglich ein beispiellos umfangreiches Sortiment, Höhepunkt ist der neue Pavillon am Dach des Einrichtungshauses. Das „Wetscher Rooftop“ wird am 14. Mai mit einer Opening Party offiziell mit cooler Musik und feinen Drinks eröffnet.

www.wetscher.com

orbei sind die Zeiten, in denen unsere Außenbereiche bestenfalls als nützliche Flächen fürs Wäschetrocknen oder Kleidunglüften dienten oder zweimal im Jahr begrillt wurden. Das Draußen ist zum erweiterten Wohnraum geworden. Keine Frage: Grün macht glücklich. Viel mehr als der Innenbereich eines Hauses ist es der Außenbereich, der sich laufend verändert. Schon von Natur aus. Pflanzen blühen und verblühen, der Abend taucht die Farben ebenso in ein anderes Licht wie das Frühjahr oder der Herbst. Hochwertige Outdoormöbel bilden eine Konstante, wie im Innen geben sie auch dem Außen Struktur und Gliederung. Neben den klassischen Gartenmöbelherstellern wie Dedon, Kettal, Gloster oder Weishäupl haben mittlerweile alle wichtigen Premiummarken eigene Outdoorkollektionen in immens hoher Designund Materialqualität im Sortiment, die keine Wünsche offenlassen. Die Fülle an Strukturen, Formen und Oberflächen in allen Kollektionen eröffnet neue Perspektiven für die

Außengestaltung. Softe Textilien fügen sich an warmes Holz, handwerkliche Geflechte, edlen Stein und kühles Metall, das sich in diesem Jahr gerne in Pastellfarben zeigt. Bei den Textilien dominieren gedeckte Naturtöne, gezielte Farbtupfer lockern auf. Formal sind kaum Grenzen gesetzt – von skandinavischer Leichtigkeit über mediterrane Lebenslust bis zur balinesischen Exotik: Der Grünraum kann jede beliebige Gestalt annehmen. Ein ausladendes Daybed oder eine üppige Sofalandschaft sind oft Key Pieces der Gestaltung. Bei der Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten sowie in Komfort, Haptik und Optik stehen die Outdoor- den Indoormöbeln um nichts mehr nach. Entsprechend breit ist auch die Auswahl an Accessoires: Kissen und Teppiche jeden Formats, smarte Boards und tragbare Beistelltische sorgen für Lebensfreude im Außenraum. Perfektion erlangt der grüne Wohnraum mit einer großzügigen Outdoorküche. „Das Draußen ist das neue Drinnen. Mit guter Planung gelingt es, die beiden Welten harmonisch miteinander zu verbinden“, sagt Martin Wetscher.


WETSCHER

Mit dem Cassina-Modulsofa „Trampoline“ hat Designerin Patricia Urquiola durch feine Rundungen eine herrlich organische Sitzgelegenheit geschaffen, die sich sanft in die Umgebung einfügt.

Nachdem Minotti bisher auf vielfältige Weise Hölzer wie Iroko und Teak eingesetzt hat, schlägt die Marke mit Patio, nach einem Design des italienisch-dänischen Studios GamFratesi, einen unerwarteten Mix aus verschiedenen Materialien vor: Aluminium, Holz, Stein und Seil. Schön!

Dedon ist immer eine gute Idee: Das Sofa MBARQ nach einem Design von Sebastian Herkner lässt sich individuell zusammenstellen und ist somit maximal flexibel. In KIDA von Designer Stephen Burks lässt sich die Zeit ganz wunderbar verschaukeln.

Das Loungesofa „Erica“ und der zugehörige Sessel nach einem Design von Antonio Citterotti für B&B Italia vermitteln optische Leichtigkeit und sind dennoch robust und superbequem.

Das Geflecht ist eines der Lieblingsthemen von Flexform und hat zahlreiche Produkte der Indoor-Kollektion inspiriert. Es ist keine Überraschung, dass es auch bei der Draußen-Wohnlandschaft Vulcano das Leitmotiv ist. Gestaltet wurde das Sofa von Antonio Citterio, der viel Raum für Kombinationsmöglichkeiten gelassen hat. Der Sessel Ortigia ergänzt das Ensemble perfekt.


Fliesen Keramik Mosaik Naturstein •

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Jenewein Gesellschaft m.b.H Fliesen- und Natursteinverlegung Gewerbepark 15, 6460 Imst, +43 (0)54 12/66 8 13 Trientlgasse 41, 6020 Innsbruck, +43 (0)512/89 02 91 www.jenewein-fliesen.com


eco.architektur

IMMOBILIEN, ENERGIE, BAUEN & WOHNEN

KURZ & BÜNDIG

© JEAN-STÉPHANE MUS | INNFOCUS PHOTOGRAPHY

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WIR VERSTEHEN NUR BAHNHOF … das reicht in dem Fall aber auch, denn um genau den geht’s. Im Zuge der Neuorganisation des Bahnhofsvorplatzes in Jenbach realisierten MEISSL Architects den Neubau einer Park&Ride-Anlage für den zentralen Knotenpunkt zwischen der ÖBB-Inntalstrecke, der Zillertalbahn und der Achenseebahn. Das Parkdeck bietet Kund*innen des öffentlichen Verkehrs auf sechs Ebenen 450 überdachte PKW-Abstellplätze. Die Fassade aus vertikal angeordneten Metalllamellen dient nicht nur als besonderer Blickfang, sie verleiht dem langgestreckten Volumen auch Struktur und eine gewisse Transparenz.

GANZ PRIVAT URLAUBEN Keine Ferienwohnung und kein Chalet: Die Garden Lodge „Ju and Me“ in Rauris im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern hat eine neue Art des Urlaubs kreiert. Inspiriert vom weltberühmten Rauriser Urwald, der mit seinen uralten Tümpeln definitiv zu den schönsten Flecken Österreichs zählt, entstand ein Smart-Luxury-Hotspot im Dschungeldesign mit höchstem Wohlfühlcharakter. Von den zwei großzügigen Schlafzimmern, modernem Badezimmer mit Waschmaschine, großem Ess-Lounge-Raum mit Flat-TV bis hin zur vollwertig ausgestattete Küche mit gut bestücktem Weinfach (Prösterchen!) sind alle Annehmlichkeiten vorhanden. Unser Lieblingsplatz sind definitiv die Hängesessel an der Bar! Neben dem stylischen Wohnbereich mit über 100 Quadratmetern haben die Gäste einen großen Garten zur komplett alleinigen Nutzung. Mit weinumranktem und überdachtem Gartenhaus, dem Naschgarten, einem Grillplatz sowie Outdoordusche ist der eine echte Sommeroase. Eines der Highlights ist das Saunahaus mit Panoramablick auf die Bergwelt – besonders schön übrigens nachts. www.ju-and-me.at


eco.architektur

© ANDREAS FRIEDLE

erfolgs.geschichten

Heinrich und Thomas Auer mit Alexander Gfrei, Firmenkundenbetreuer der Hypo Tirol

Gemeinsam Ideen vorantreiben 1894 als Tischlerei gegründet ist die Holzmanufaktur und Vitrinenbau Auer GmbH aus Innsbruck zu einer international führenden Unternehmensgruppe im Interiordesign und Innenausbau herangewachsen.

Die Rotföhre ist die vierthäufigste Baumart in Österreichs Wäldern.

WA L D I S T M E H R

Das Thema Wald und Holz ist für Tirol grundsätzlich von großer ökonomischer Bedeutung. In Tirol nimmt der Wald 41 Prozent der Landesfläche ein und produziert reichlich Sauerstoff für unsere Atmung und hochwertige Baustoffe. Gerade in Tirol ist es der Wald, der den Mutterboden vor Erosion schützt und in steilen Hängen eine wesentliche Schutzfunktion bietet. Alljährlich findet am 21. März der Tag des Waldes statt, an dem gleichzeitig der Baum des Jahres präsentiert wird. Heuer ist die Wahl auf die Rotföhre (auch Weiß- oder Waldkiefer) gefallen. Sie ist sehr flexibel und wächst auf nahezu jedem Boden. Mit ihrer Pfahlwurzel erreicht sie selbst Wasservorkommen in bis zu sechs Metern Tiefe. Im Vergleich zu Fichte oder Tanne hat das Holz der Föhre mehr Äste und unregelmäßige Fasern, ist aber trotzdem vielseitig einsetzbar. Als Bauholz können damit Gebäude errichtet werden, auch im Innenbereich wird das charaktervoll nachdunkelnde Holz gerne verwendet. Speziell das Harz der Föhre hat bis heute eine große Bedeutung. Durch Destillation werden daraus Teer, Terpentinöl und Kolophonium (Bogenharz für Streichinstrumente) gewonnen.

In mehr als 120 Jahren an Historie hat es Auer geschafft, ein international tätiges Unternehmen zu werden, das durch sein enormes Know-how vor keiner Herausforderung im Innenausbau Halt macht. Heute erlaubt modernstes Equipment die Grenzen verschiedenster Materialien auszuloten. Die Arbeit mit Virtual Reality, CAD/CAM-Anwendungen sowie modernster Fräs- und Lasertechnologie ist ebenso selbstverständlich geworden wie die Verarbeitung von Materialien wie Glas, Leder, Stoffen, Metallen und Kunstharzen neben über 100 Holzund Furnierarten. Die Offenheit für Innovationen und Herausforderungen und die Liebe zum Handwerk haben das engagierte Team immer schon motiviert, vor keiner Herausforderung zurückzuschrecken und einen Schritt weiter als andere zu gehen. Dadurch wurde Auer auch im Vitrinen- und Schiffsbau tätig, und das nahezu weltweit. „Qualität ist ganz einfach zu erreichen, man nehme von allem nur das Beste. Diese Philosophie ist der Grundstein unseres Handelns. Selbst wenn es in schwierigen Zeiten schwer ist, diesem Anspruch gerecht zu werden, haben wir als Familienbetrieb immer daran festgehalten“, weiß Thomas Auer, der seit 2019 in die Geschäftsleitung eingestiegen ist und nun gemeinsam mit seinem Vater Heinrich Auer die Geschicke des aufstrebenden Unternehmens in die Zukunft führt. „In diesem Prozess begleitet uns die Hypo Tirol Bank seit Jahrzehnten und steht uns als Partner zur Seite. Als Hausbank hat sie uns stets bei Finanzierungen und strategischen Investitionen in die Zukunft tatkräftig unterstützt, was unser Wachstum und unsere Weiterentwicklung erst möglich gemacht hat. Ich fühle mich bei meinem persönlichen Ansprechpartner sehr gut aufgehoben und betreut“, betont Thomas Auer die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Hypo Tirol Bank. PR

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eco.architektur

SO GEHT HOLZHAUS Die TIROLER errichtet bekanntermaßen das erste Bürogebäude aus Holz im Zentrum Innsbrucks. Der Abbruch des Altbestandes soll bereits im Juni abgeschlossen sein, nach der Betonierung der Untergeschosse und des Erdgeschosses wird mit der Errichtung des Holzbaus begonnen. „Neben dem ökologischen Aspekt hat das Bauen mit Holz zahlreiche Vorteile. So entfallen viele staub- und lärmintensive Arbeitsschritte. Die Bauzeit ist auch deutlich kürzer als bei herkömmlicher städtischer Bauweise. Wir werden das Gebäude bereits im Jahr 2024 wieder beziehen“, erklärt Georg Gridling, Leiter des Bereiches Immobilien bei der TIROLER. Dann werden auch die Geschäfte im Erdgeschoss wieder bezogen. Insgesamt werden in der neuen TIROLER-Zentrale 1.200 Kubikmeter Holz verbaut, dazu entstehen 220 Quadratmeter begrünte Fassade und 650 Quadratmeter Dachgärten. Zusätzlich werden 13 Bäume gepflanzt und 165 Pflanzentröge aufgestellt. Weil Sie die Visualisierung des Gesamtgebäudes vermutlich kennen, zeigen wir Ihnen hier die Planansicht aus Nordwest, die die Dimension des Vorhabens recht anschaulich darstellt.

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HANDWERKSZEUG

SCHON SCHÖN Während dem Innsbruck Tourismus zwar seine Geschäftsführerin abhanden kam (Karin Seiler wechselte in die Tirol Werbung), hat er als Bauherr für seine Tourismus Information als gute Nachricht den Staatspreis für Architektur des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) erhalten. Architekt DI Manfred Sandner und Architektin DI Betina Hanel sowie das für die digitale Gestaltung der Räumlichkeiten engagierte Unternehmen Ars Electronica Solutions zeichneten bei diesem Projekt planungsverantwortlich. Initiator von Bauherrenseite war der ehemalige Tourismusobmann Dr. Karl Gostner.

In einem Haus gibt es quasi ständig was zu tun, da braucht’s die richtigen Gerätschaften. Wir empfehlen dazu das Akkusortiment von STIHL. Kürzlich präsentierten die Langkampfener ihre leistungsstarke Akku-Motorsäge MSA 300. Für diese wurde eigens der Akku-Pack STIHL AP 500 S entwickelt. Dank innovativer Technologie besticht der nicht nur durch einen hohen Energieinhalt bei niedrigem Gewicht, sondern auch durch eine deutlich höhere Lebensdauer im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus. Dank einer großflächigen LED-Anzeige haben Anwender*innen alle wichtigen Informationen zum Status der Motorsäge und zur Kettenbremse jederzeit im Blick. Ein Antivibrationssystem reduziert die Übertragung von Schwingungen und schont die Kräfte während der Anwendung. Bereits seit einigen Jahren liegt ein großer Fokus des Tiroler Gartengeräteherstellers auf der Fertigung von Akkuprodukten. Nebst der Motorsäge sind auch Rasenmäher, Mähroboter, Heckenscheren und Motorsensen in einer Akkuvariante zu haben.


eco.architektur

BAUREKORD

Das Miele-Induktionskochfeld KMDA 7476 ist 80 cm breit und für den flächenbündigen oder aufliegenden Einbau geeignet.

FÜR DIE KÜCHE

© GÜNTER R. WETT

Die Tiroler Gemeinnützigen verwalten insgesamt rund 70.000 Wohnungen, sohin wohnt jeder fünfte Tiroler unter einem Dach der Gemeinnützigen. Die zuletzt stark gestiegenen Baukosten schlagen heuer jedoch auch im gemeinnützigen Bausektor durch. Trotzdem wird für 2022 mit 1.170 fertiggestellten Wohnungen bei einem Bauvolumen von 330 Millionen Euro – und damit um 10 Millionen mehr als im Vorjahr – gerechnet. 2021 konnte seitens der Tiroler Gemeinnützigen mit 1.355 fertiggestellten Wohnungen noch ein neuer Höchstwert erreicht werden, wobei der Großteil nachfragebedingt Miet- bzw. Mietkaufwohnungen waren. Die durchschnittliche Wohnungsmiete inklusive Betriebs- und Nebenkosten liegt bei den Tiroler Gemeinnützigen derzeit bei 7,79 Euro pro Quadratmeter.

Die Küche ist schon seit Langem vielfach zum Zentrum des Hauses geworden und nicht erst seit der Pandemie entdecken immer mehr Menschen das Selber-Kochen für sich. Da braucht’s natürlich die passenden Geräte. Das Induktionskochfeld KMDA 7476 mit mittig integriertem, flächenbündigem Wrasenabzug von Miele hat vier großzügige Kochzonen auf zwei extra großen PowerFlex-XL-Kochbereichen und bietet somit jede Menge Platz für großes Kochgeschirr. Die Funktion Con@ ctivity reguliert dabei automatisch die Gebläsestufen und reagiert auf die Einstellung des Kochfeldes. ComfortSelectPlus sorgt mit einer Schnellwahl per Zahlenreihe außerdem für eine kompakte Steuerung. Der Eco-Motor arbeitet mit Gleichstrom und spart dadurch 70 Prozent Energie. Dank dieser Technologie ist er besonders laufruhig und leistungsstark. Auf die Plätze, fertig … kochen! Weitere Infos unter www.miele.at.

MÖBEL MIT SINN FÜR GENERATIONEN © MARTIN LUGGER

Seit 145 Jahren prägt die Tischlerei Lanser mit ihren Einrichtungen aus Massivholz ein ganz spezielles alpines Wohn- und Wohlgefühl und trägt dieses über Generationen weiter.

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m Handwerk der Osttiroler Tischlerei Lanser geht es vor allem darum, das Alte zu schätzen und behutsam in die Gegenwart zu tragen. So kann das Bewusstsein dafür wiedererwachen, dass Möbel kein Wegwerf­artikel sind, sondern Objekte, an denen sich ganze Generationen erfreuen können. Langlebigkeit und Nachhaltigkeit sind hier keine Schlagworte, es sind seit jeher gelebte Tugenden. Im Sinne der Ressourcenschonung werden hochwertige Möbel repariert oder restauriert, originalgetreu

wiederaufbereitet oder zu Neuem umgestaltet. „Werden Möbel in hochwertiger Qualität gefertigt, begleiten sie einen über viele Jahre und Jahrzehnte“, so die Brüder Roland und Arnold Lanser, die das Familienunternehmen in mittlerweile fünfter Generation führen. Auch das ist Nachhaltigkeit. Bestes Beispiel dafür sind Stuben, das Herzstück Tiroler Wohnens. Diese werden bei Lanser noch gefertigt oder mit viel Liebe zum Detail restauriert. „Vor allem das Leben alter Stuben wird mit der richtigen Restau-

rierung über viele weitere Jahre verlängert. Damit wird familiäres Kulturgut erhalten, ohne jemals an Charme und Atmosphäre zu verlieren“, so die Tischler. Im Mittelpunkt der Tischlerei stehen heimische Massivhölzer, frisch geschnitten oder aus Altbeständen, die in höchster handwerklicher Kunst zu Möbeln oder ganzen Einrichtungen werden. Die Raum- oder Komplettlösungen werden dabei mit renommierten Marken aus der Möbelbranche abgerundet, die der gleichen Philosophie von Qualität und Nachhaltigkeit folgen. Ganz nach dem Credo, in Qualität und Besonderes zu investieren, um viele Jahre Freude damit zu haben. PR

TISCHLEREI LANSER Gasse 96a, 9932 Innervillgraten info@tischlerei-lanser.at

www.tischlerei-lanser.at

Schauräume in Lienz und Arnbach/Sillian

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eco.life

ICE, ICE, BABY

Den legendären NavitimerB01-Fliegerchronographen von Breitling mögen wir am liebsten mit eisblauem Zifferblatt, 43-mmEdelstahlgehäuse und passendem Band. Um 8.750 Euro bei Juwelier Leitner in Innsbruck.

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MORE AMOR POR FAVOR Unsere aktuellen Lieblingsdinge für Life & Style.


eco.life

STRESSRESISTENT

Berufliche Belastungen führen oft zu Stress, der folglich unser ganzes Leben negativ beeinflusst. fit@work Stressbionic von Biogena hilft dabei, die innere Balance wiederzufinden. 60 Kapseln um 60,90 Euro unter www.biogena.com.

GEFLOCHTEN

Mit Creolen macht man immer alles richtig – die Essential-Kollektion von Fope sorgt mit ihrer geflochtenen Ausführung für einen zusätzlichen Twist. Erhältlich in 18 Karat Gelb-, Rosé- und Weißgold mit Diamanten ab 5.270 Euro bei Juwelier Leitner.

STOLZ

Die Vase „Frieda“ von Madam Stoltz hätte auch gut zu unseren Wohntrends gepasst, vielmehr aber ist sie für uns zum echten Lieblingsstück geworden, weil sie dem Alltag mit einem herrlich feinen Augenzwinkern begegnet. Zu haben um 48,95 Euro im APFIs.

SONNENSCHUTZ

Generell sollte man ja das ganze Jahr auf Sonnenschutz achten – jetzt beginnt wieder die Zeit, in der es besonders wichtig wird. Unser Tipp: Das Cellular Sun Shield von QMS Medicosmetics, das gegen Sonneneinstrahlung und vorzeitiger Hautalterung schützt. Um 79 Euro erhältlich im Kosmetikinstitut Aurora in Innsbruck und in dessen Onlineshop.

FAIRER GENUSS

Aus Kakao wird eine der wohl beliebtesten Süßwaren überhaupt hergestellt: Schokolade. Therese Mölk bezieht ihre Rohstoffe überwiegend aus Österreich, bei Kakao geht das schwerlich. Deshalb wird hier vor allem auf fairen Handel und Umweltschutz geachtet. Dafür setzt die Bäckerei nun auf Fairtrade und ist damit die erste in Tirol, die mit Fairtrade-Kakao bäckt – ihre Schokomuffins zum Beispiel.

TRADITIONELL LÄSSIG

Die „Ludwig“ von Nomos übersetzt Klassik ins Heute. Die römischen Ziffern, die zarten Indizes und die besonders feine Lünette sorgen für unaufdringlichen Stil und Eleganz. 35-mmEdelstahlgehäuse mit Lederband. Um 1.800 Euro gesehen bei Juwelier Leitner in Innsbruck. Achtung: Limitierte Auflage.

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eco.life

GIB DEINEM LEBEN EINEN GIN Er reißt einfach nicht ab, der Hype um den Gin, und es wäre gelogen, freute uns das nicht zumindest ein kleines bisschen. Unsere aktuellen Lieblinge.

DER STYLISCHE

Der obligatorische Wacholder trifft hier auf lokale Kräuter wie Majoran, Lavendel, Salbei und Rosmarin, begleitet von feinen Zitrusaromen. Der Gin ist recht mild, weshalb er auch pur ganz gut funktioniert, als Tonic empfehlen wir das ebenso stylische Seventeen von 1724. Das stammt von den Machern des Gin Mare, die kennen sich also aus mit mediterranen Gefilden. Gin um 45,60 Euro (0,5 l) und Tonic um 47,60 Euro (24 x 0,2 l) gesehen bei www.vinorama.at

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EINE SEEFAHRT, DIE IST LUSTIG

Die Brillenmarke Coblens nimmt das Leben nicht immer ganz so ernst. Gut so! Aktuell gefallen uns die filigranen Modelle Reling (Sie) und Anker (Er) aus der Kollektion Schifffahrtsstraße sehr. Um je rund 450 Euro gesehen in Tanja Schaffenraths Sehenswert in Wattens.

SCHLÜSSELKIND DER HEIMISCHE

Im Handcraft-Gin „Biber & Engel“ finden sich nebst reinstem Alpenwasser unter anderem Bibernelle und Engelwurz, daher auch der Name. Insgesamt dürfen 13 Botanicals in den Kupferkessel, von denen sieben von den Machern eigenhändig auf den umliegenden Wiesen und Wäldern gesammelt werden. Das gefällt auch den Testern von Falstaff, die den Lechtal-Gin in ihrer Spirits Trophy 2021 mit 93 Punkten zum besten Gin Tirols und zweitbesten London Dry Gin Österreichs gewählt haben. 0,5 Liter um 36 Euro unter www.biberundengel.at

Eine funktionale und stylische Verstaumöglichkeit für seine Schlüssel zu finden, ist gar nicht einfach. Hier unser Tipp: Mit dem Key-Organizer von Orbitkey sind die Dinger ordentlich organisiert und klimpern auch nicht mehr. Verschiedene Ledervarianten ab 39,95 Euro erhältlich bei KAMINSKY Schmuck_Fashion_Concept in Hall.

WUNDERBAR LEICHT

DER AUSSERGEWÖHNLICHE

Die Salzburger Manufaktur für fair hergestellte Kaffee- und Teeprodukte hat das Beste aus ihren nachhaltigen Welten in eine nostalgische Apothekerflasche gefüllt und überrascht mit einer richtig spannenden Aromenvielfalt samt koffeinreichem Haselnuss-Nougat-Touch. Der kommt von der Kaffeemischung „Da Salzburger Blues“, die dem Gin als Espresso hinzugefügt wird. Ginderassa! 0,5 Liter um 45 Euro unter www.dasalzburger.at

Die Armbänder aus 18 Karat Roségold und Brillanten von Al Coro versprühen eine italienisch-leichte Noblesse. In die (dehnbare) „Stretchy“-Kollektion schlüpft man einfach hinein. Ab 2.060 Euro erhältlich bei Juwelier Leitner.


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I WANT TO RIDE MY BICYCLE

Die „Worldchampion Carbon Enduro“ von Kneissl Design ist der Allrounder aus dem Osttiroler Gebirge und kommt mit einer durchdachten Ausstattung und neuester BoschTechnologie daher. Unter www.fitstore24.com um 6.999 Euro. Die Geschichte dazu lesen Sie auf Seite 168.

BUT FIRST, COFFEE

Es mag Menschen geben, die kommen ohne Kaffee aus. Wir gehören definitiv nicht dazu. Am liebsten trinken wir den natürlich aus lässigen Tassen – wie jenen von räder design, das auch gleich das passende Milchkännchen dazuliefert. Um je 21,95 Euro mitgenommen aus dem APFIs in Wattens.

HERZENSSACHE

„Happy Hearts“ ist die perfekte Verbindung von Talismanherz mit den legendären beweglichen Diamanten von Chopard. Die Kollektion umfasst eine Reihe von verschiedenen Halsketten und Anhängern, Armbändern, Ohrringen und Ringen – die Variante im klassischen Rot ist unser Favorit. Ring aus 18 kt Roségold, Diamant und Edelstahleinlage um 1.690 Euro gesehen bei Juwelier Leitner in Innsbruck.

SCHMECKT. DEM. HERRN FRIEDRICH. ARCHITEKTUR- INSPIRIERT

Die All Dial von Mido lehnt sich durch ihre Strukturen am Zifferblatt optisch an das römische Kolosseum an und ist zum heurigen 20-Jahr-Jubiläum der Kollektion auf 2022 Stück limitiert. 1.270 Euro. Mido erhältlich bei Norbert Huber und Juwelier Hampl in Innsbruck.

FRIEDRICH MÖLK, BRENNEREI THERESE MÖLK

„Weil unsere nachhaltigen Spirituosen aus Brot von gestern köstlich sind und zur Vermeidung von Lebensmittelmüll beitragen.“

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ENTFESSELTE KERAMIK AUS DEM DRUCKER Dort, wo keramisches Handwerk, das zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit zählt, auf 3-D-Druck trifft, ist das cera.LAB. Die jungen Architekten Jan Contala und Philipp Schwaderer haben ihre Experimentierfreude aus dem Studium in die Privatwirtschaft mitgenommen und gemeinsam ein Start-up gegründet, das die hervorragenden Materialeigenschaften der Keramik mit der digitalen Reproduzierbarkeit des 3-D-Drucks zu verbinden weiß. TEXT & FOTOS: MARIAN KRÖLL

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I

n einer ehemaligen Industriehalle bei St. Bartlmä in Innsbruck wird feines Handwerk und Hightech in Synthese praktiziert. Was dabei herauskommt, sind in Gestalt und Haptik spektakuläre Druckerzeugnisse aus Keramik, von der Espressotasse über die Lampe bis hin zum keramischen Wandpaneel. Geht es nach den beiden Gründern Jan Contala und Philipp Schwaderer, ist das noch längst nicht alles gewesen. Das technische Rüstzeug für ihr heutiges innovatives Arbeitsfeld haben sich Contala und Schwaderer im Architekturstudium in Innsbruck erarbeitet, wo sie sich unter anderem im Robotiklabor ausgetobt haben. Die Maschine, die den 3-D-Druck von Keramik ermöglicht, haben die Architekten in Eigenregie gebaut und die Druckmethoden kontinuierlich verfeinert. Unter einem Sechsachsroboterarm haben sie in einem Katalog schon ein Kreuzchen gemacht. An die Anforderungen des 3-D-Keramikdrucks angepasst wird das Gerät dann vor Ort. „Wir machen die Maschinen- und Druckkopfentwicklung selbst. Prototypen drucken wir vor Ort mit einem Kunststoffdrucker, bevor wir sie in Metall anfertigen lassen“, erklärt Jan Contala. Philipp Schwaderer hat sich bereits an der Universität intensiv mit dem heutigen Werkstoff der Wahl beschäftigt, Contala bringt entsprechendes Know-how aus dem Kunststoffbereich mit. Die Männer harmonieren gut miteinander und haben schon im Studium seit dem Bachelorabschluss alle Projekte gemeinsam umgesetzt. Die Jungarchitekten sehen sich als Brückenbauer

„Der 3-D-Druck schafft Individualität ohne Mehraufwand.“ JA N C ON TA L A

zwischen den Sphären des Analogen und Digitalen. „Der 3-D-Druck schafft Individualität ohne Mehraufwand“, sagt Contala.

KUNST TRIFFT WAND

Der Designprozess findet bei cera.LAB komplett digital statt. „Dadurch können wir komplexe und dabei doch organisch wirkende Formen generieren, die man sich in seiner Fantasie schon fast nicht mehr vorstellen kann“, erklärt Contala. Dabei werden die Formen überwiegend nicht etwa mit der Maus

gezeichnet, sondern vielmehr programmiert. Dieser Ansatz nennt sich Algorithms-Aided Design, in der Architektur spricht man in diesem Zusammenhang manchmal auch vom Parametrismus. Zaha Hadid, die mit der Bergiselschanze und Hungerburgbahn Innsbruck ihren architektonischen Stempel aufgedrückt hat, gehörte zu den Vorreiterinnen dieser architektonischen Strömung. Ursprünglich wollten die Neo-Unternehmer hauptsächlich Fassadenpaneele und keramische Elemente zur Wandgestaltung drucken, geworden ist es dann überwiegend Kunst. Vorerst. „Wir konzentrieren uns auf Kunst- und Designobjekte, um die Technologie in all ihren Facetten beherrschen zu lernen“, erklärt Schwaderer. Ihr derart erworbenes Wissen geben die Architekten als externe Lehrende auch an Architekturstudenten an

Die Architekten Jan Contala (re.) und Philipp Schwaderer machen den 3-D-Keramikdruck salonfähig und wollen sich an die Grenzen des Machbaren herandrucken.


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„Wenn wir den Keramikdruck gemeistert haben, werden wir uns wahrscheinlich nach einem neuen Material umsehen.“ PHILIPP S CHWADERER

der Universität Innsbruck weiter. „Es wird Zeit, den herkömmlichen Ziegelstein zu überdenken“, meint Contala. Dementsprechend trägt eine von den beiden Architekten gemeinsam gehaltene Lehrveranstaltungseinheit den programmatischen Titel „DIGITAL CERAMICS – ANOTHER BRICK IN THE WALL“. Der 3-D-gedruckte Ziegel der Zukunft soll die Mörtelfuge überflüssig machen, ihm soll im Rahmen der Kreislaufwirtschaft immer wieder neues Leben eingehaucht werden können. „Man kann sich das wie Lego vorstellen, nur eben für den Hausbau“, sagt Contala. Erste Prototypen für Ziegel-Stecksysteme gibt es bereits. Der 3-D-Druck ermöglicht neue und komplexe Ziegelformen, die das Potenzial haben, das Bauen vielseitiger und individueller werden lassen zu können. Keramik weist auch als Fassadenelement hervorragende Eigenschaften auf, wie Schwaderer ausführt: „In der Architektur werden da und dort bereits Keramikfassaden verwendet. Das Material ist über Jahrtausende hindurch haltbar. Derartige Fassaden sind gegen Schmutz, Chemikalien, Wasser und Feuer resistent.“ Keramikfassaden sind außerdem wunderbar zur Begrünung urbaner Räume geeignet. „Keramik ist diffusionsoffen und kann deshalb sehr gut als Trägerplatte für verschiedene Pflanzen genutzt werden“, sagt Contala, der mit seinem Kompagnon an ersten Prototypen arbeitet. Durch den 3-D-Druck lassen sich Fassaden konstruieren, die an organische Formen erinnern und diese zitieren. Durch unterschiedlich positionierte Lichteinlässe gibt es mannigfaltige Möglichkeiten, einen Raum mit Tageslicht zu versorgen. „Dadurch gibt es nicht mehr die trennscharfe Unterscheidung zwischen offen und geschlossen, sondern einen sanfteren Verlauf“, erklärt Contala. Einen Verlauf, der mehr Spielraum für architektonische Nuancen bietet als der harte Übergang zwischen zwei einander ausschließenden, weil gegensätzlichen Zuständen. Der Fantasie sind in dieser Hinsicht mit dem Werkstoff Keramik kaum noch Grenzen gesetzt.

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VON VERSUCHEN UND IRRTÜMERN Das vorherrschende Prinzip im cera.LAB heißt Trial und Error. Die keramischen Irrtümer – Jan Contala nennt sie „Fails“ – landen allesamt in einem Behälter, werden mit Wasser wieder angeschlämmt und in einem Rührgerät mit Schamottzuschlag wiederaufbereitet. Unterschätzt haben die beiden Jungunternehmer anfänglich die Bedeutung der Luftfeuchtigkeit auf das Druckergebnis. Keramik verhält sich nämlich im Sommer anders als im Winter und an feuchten Tagen anders als an trockenen. „Es ist vielleicht sogar ein Vorteil, dass wir keine gelernten Keramiker sind. Dadurch wagen wir uns an Dinge heran, die andere gar nicht probiert hätten“, meint Jan Contala. „Scheitern gehört dazu, wenn man verrückte neue Sachen ausprobiert. Ohne Versuch und Irrtum kein Lernfortschritt“, ergänzt Schwaderer. In der maximalen Größe der Keramikteile

sind Schwaderer und Contala derzeit noch durch den Brennofen limitiert. Die kleinstmögliche Schichthöhe im 3-D-Keramikdruck ist 0,5 Millimeter, die größtmögliche liegt derzeit bei sechs Millimetern. Mit der Entwicklung der Technologie handelt es sich freilich nicht um Naturgesetze. Bereits einige namhafte Hersteller von Fassadenpaneelen sind auf die Keramiktüftler aus Innsbruck aufmerksam geworden. Die beiden Architekten haben allerdings zurzeit kein gesteigertes Interesse daran, von einem dieser Unternehmen geschluckt zu werden. „Wir sind vorsichtig, weil andere unsere Technologie und unser Know-how wollen. Wir sind nicht bereit, unsere experimentelle und auch ein bisschen künstlerische Seele zu verkaufen“, hält Schwaderer fest. Für Kooperationen jeglicher Art stehen die Türen der beiden Keramiktüftler allerdings weit offen. Architektur und Kunst gehen zwar ohnedies im Idealfall Hand in Hand, doch wollen die Jungunternehmer mit ihren Keramikformen die Architekturwelt in ihren Grundfesten erschüttern. Forschung über Versuch und Irrtum, wie sie im cera.LAB betrieben wird, will indes auch finanziert werden. Daher gibt es bereits einige marktfähige Produkte, die in Serie produziert und im cera.LAB-Shop

gekauft werden können. Dazu gehören beispielsweise ästhetisch ansprechende Lampen, die aus der Ferne betrachtet fast wie aus Textilien gemacht aussehen, aus der Nähe aber offenbaren, dass sie gebrannt und nicht etwa gestrickt sind.

IRDENES TRAUMHAUS

„Wir haben die Vision, irgendwann ein kleines Konzepthaus ganz aus Keramik zu bauen, um zu zeigen, was mit diesem Werkstoff und unserer Technologie alles möglich ist“, kündigt Contala an. Ein weiteres Ziel von cera.LAB ist es, den Keramikdruck auf jenen Standard zu bringen, auf dem der Kunststoffdruck sich bereits befindet. „Wenn wir den Keramikdruck gemeistert haben, werden wir uns wahrscheinlich nach einem neuen Material umsehen“, fasst Schwaderer die Lust an der Innovation, die im cera. LAB ausgelebt wird, in Worte. Potenzial für entfesselte Keramikformen gibt es zuhauf, an der Schnittstelle zwischen Design, Kunst, Architektur und Robotik. Genau dort, wo Jan Contala und Philipp Schwaderer in ihrem cera.LAB Einblicke in die Zukunft der Keramik – oder die Keramik der Zukunft – gewähren. Reproduzierbar und individuell zugleich. www.cera-lab.com


IQ-TEC

ANDERS ALS ANDERE Der Beovision Eclipse ist der Inbegriff kunstvoll gestalteter Harmonie von Klang, Design und Technologie. Mit ihm hat Bang & Olufsen das ultimative TV-Gerät entwickelt.

S

ound is more than half of the picture. Davon ist Bang & Olufsen überzeugt und macht den Klang zu einer visuellen Komponente. Im Beovision Eclipse verschmelzen Bilder, die so lebensecht sind, dass es fast unwirklich erscheint, mit einer Klanglandschaft, die so kraftvoll ist, dass sie gefühlt aus dem Bild herausbricht.

DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN

Zur technologischen Unterstützung haben die Dänen die OLED-Experten von LG Electronics mit an Bord geholt und mit dem Beovison Eclipse einen bahnbrechenden Fernseher kreiert, der gleichzeitig ein Audiosystem ist – mit sattem, vollkommenem Klang, wie für Musik gemacht. Das Gerät unterstützt Musikstreaming über Apple AirPlay2, Bluetooth sowie Chromecast und lässt sich natürlich auch nahtlos in andere B&O-Multiroom-Produkte integrieren. Das integrierte Lautsprechersystem spielt sogar die leistungsstärkste Soundbar an die Wand. Und auch in Sachen Design ist der Eclipse ein Statement, selbstbewusst, souverän und stolz. Egal, von welcher Seite Sie ihn betrachten: Er ist immer eine atemberaubende Erscheinung: Ein scharfer Bildschirm aus tiefschwarzem Glas durchdringt dabei ein stimmiges Gehäuse aus

Aluminium. Durch seine verschiedenen Farb- und Materialkombinationen bei den Lautsprecherüberzügen und unterschiedlichen Aufstellungsvarianten ist er zudem wunderbar wandelbar. Ein (motorisierte) Bodenständer, der den Fernseher optisch über den Dingen schweben lässt, oder wahlweise eine Wandhalterung sorgen für ein Höchstmaß an Flexibilität in der Platzierung. PR

PRETTY IN GOLD Den Mut zu haben, auf der Suche nach überraschenden, dauerhaften Erfahrungen das Herkömmliche immer wieder in Frage zu stellen. Das ist die Vision unseres Partners Bang & Olufsen. Und unsere.

IQ-TEC Mühlthaler GmbH & CoKG Bundesstraße 18A, 6063 Rum Tel. (05 12) 39 36 10 elektrotechnik@iq-tec.at www.iq-tec.at Öffnungszeiten: Mo., Di. & Fr. von 10 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr Mi., Do. & Sa. nach Vereinbarung. Bitte beachten Sie auch unseren neuen Onlineshop unter www.iq-tec.at/shop


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DIE STADT ERLEUCHTEN Eine Stadt ganzheitlich betrachten, ihre Merkmale erkunden, ihre Atmosphäre fühlen: Zumtobel Group hat sich darauf spezialisiert, Orte unter die Lupe zu nehmen und ihnen mit Licht neues Leben einzuhauchen. Zwei Hotspots in Innsbruck wurden auf diese Weise ganz individuell erleuchtet. TEXT: ÜMMÜ YÜKSEK, GUDRUN SCHACH

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umtobel Group ist allseits bekannt für innovative Lichtlösungen, angefangen vom Innen- und Außenraum bis hin zu Contracting-Lösungen und mietbarem Licht. Die besondere Stärke ist die Kreation von Lichtlösungen in vollendeter Perfektion und Qualität sowie das Schaffen und Unterstreichen einer individuellen Atmosphäre der jeweiligen Umgebung. Maßgeschneidert auf die individuellen Bedürfnisse wird Licht zum Erlebnis. Für unnachahmliches, zeitloses Design werden fortlaufend neue Wege gewählt und dabei von einem einzigartigen Gestaltungsanspruch inspiriert. Nun sind auch zwei besondere Orte in Innsbruck von der Kunst des Lichts geprägt.

TRADITION TRIFFT MODERNE

Die Bergiselschanze ist einer der spektakulären Bauten in Innsbruck der viel zu früh verstorbenen Stararchitektin Zaha Hadid. Sie prägen das Stadtbild und zeigen diese spezielle Innsbrucker Mischung aus Tradition, Geschichte und einer unkomplizierten Aufgeschlossenheit fürs Moderne. Die Sprungschanze thront markant am geschichtsträchtigen Bergisel im Süden der Stadt, ist schon von weitem sichtbar und gilt als einzigartige Sehenswürdigkeit. Jedes Jahr findet hier die bekannte Vierschanzentournee statt und zieht Athleten und Besucher aus aller Welt an. Aber auch abseits der Skisprungsaison ist die Bergiselschanze eine besondere architektonische Attraktion. Die elegante, leicht erscheinende, fließende Architektursprache Zaha Hadids setzte ein starkes Zeichen in die Landschaft. Ein atemberaubender Ausblick auf die Stadt erwartet die Besucher der Aussichtsterrasse und des Panorama-Restaurants „Bergisel Sky“. Mit einer Anlaufspur als Brückenbau, dem Turm als Hochbau sowie dem Turmkopf als Stahlbau sind in der Bergiselschanze alle Sparten der Baukunst vereint – im Jahr 2002 fertiggestellt, beleuchtet und inszeniert mit einer Lichtlösung von Zumtobel. Damals waren die außentauglichen Wannenleuchten mit transparenter

Abdeckung mit den damals äußerst effizienten Leuchtstofflampen bestückt. Die Entwicklung der Lichttechnik hat LEDs nun zu den effizientesten Leuchtmitteln gemacht. Eine Umrüstung auf moderne Lichtlösungen war folglich die richtige Entscheidung. Bei der nun fertiggestellten neuen Lösung an der Schanze wurde die IP66-geschützte robuste LED-Feuchtraumleuchte AMPHIBIA in RGBW (Rot, Grün, Blau, Weiß)-Sonderanfertigung verbaut. MK Illumination wickelte das Projekt ab, Zumtobel lieferte die Lösung. Dabei handelt es sich um steuerbare, farbveränderliche Lichtleisten, die die Wünsche des Bauherren und Bergisel-Geschäftsführers Herbert Mandl so erfüllen, wie er sich das immer vorgestellt hatte. Das Restaurant und die Schanze werden nun getrennt gesteuert, Licht wird zur Inszenierung und die Lichtlösung wird der Architektursprache gerecht. Mit dem farbveränderlichen Licht können Länderfahnen dargestellt werden, an speziellen Tagen bzw. bei Veranstaltungen wird die Schanze beispielsweise in Regenbogenfarben gehüllt. Aktuell werden als Zeichen der Solidarität die Farben der ukrainischen Flagge angewendet. Ein manueller Eingriff auf die Farbeinstellung ist nun seitens der Betreiber ganz einfach möglich. Die LEDs schaffen zudem eine saubere Veränderung der Farben und die Farben an sich sind stark und gesättigt. Zu alldem wurde an die 50 Prozent Energie eingespart. Moderne Lichtlösungen bedeuten folglich nicht nur eine einfachere Handhabung und kleinere, leistungsstärkere Systeme, sondern vor allem eine Verbesserung der Energiebilanz. Und das wird immer wichtiger. Innsbruck hat nun eines seiner berühmten Wahrzeichen, die markante Bergiselschanze, im neuen Licht als Teil des nächtlichen Stadtbildes wieder. Die Bergiselschanze, eines der Wahrzeichen Innsbrucks, erstrahlt dank Zumtobel in neuem, effizienterem Licht.


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LICHT- KUNSTSTÜCK so gleichmäßig, dass man sich wohl fühlt, gleichzeitig Der beliebte innerstädtische Sparkassenplatz mit dem ist es nicht so ebenmäßig, dass es als undifferenziert Durchgang zur Maria-Theresien-Straße wurde Ende letzausgeleuchtete Fläche wahrgenommen wird. So wirkt ten Jahres fertiggestellt. Die Eigentümerin und Namensdas Licht lebendig und natürlich. Zusätzlich setzen in geberin des Platzes, die Tiroler Sparkasse, entschied den Mast integrierte sichtbare Lichtstreifen Akzente, sich in Zusammenarbeit mit der Stadt Innsbruck, den die der Orientierung dienen und die im Fall einer VerPlatz zu sanieren und neu zu gestalten. Mit der Archianstaltung die Farbe verändern können – etwa zum Antektenkammer für Tirol wurde zu einem Architekturlass des 200-jährigen Bestehens der Tiroler Sparkasse und Landschaftsarchitekturwettbewerb geladen, aus oder beispielsweise am Valentinstag in Pink. dem Architekt Michael Steinlechner und seine Kollegin Die Kompetenz der Zumtobel Group mit ihren MarJudith Widauer als Preisträger*innen hervorgingen. Ihr ken Zumtobel und Thorn ermöglichte, die AnforderunVorschlag, den Sparkassenplatz als sanfte Topografie, gen der Architekten und Lichtplaner für individuelle, als leicht kupierte Landschaft zu verstehen und so eian den Ort angepasste Lösungen nen innerstädtischen, attraktiven zu erfüllen. Neben der Gestaltung Raum für unterschiedliche AktiDas Licht ist so liegt das besondere Augenmerk auf vitäten zu schaffen, überzeugte. dem Einsatz umweltschonender Die Büros Landschaftsarchitekgleichmäßig, dass Technologien. Flächig unkontroltur batik und dlP Die Lichtplaner man sich wohl liert verteiltes Licht gehört der VerKlaus Hochschwarzer wurden mit fühlt, gleichzeitig gangenheit an. Die winzig kleinen der Umsetzung des WettbewerbsPunktstrahler minimieren durch konzepts beauftragt. ist es nicht so ihre gezielte Ausrichtung den EinNach dem Spatenstich Anfang ebenmäßig, dass es satz von künstlichem Licht und 2021 erfolgten über den Sommer als undifferenziert vermeiden so weitere Lichtverdie Abbrucharbeiten, dann die Boschmutzung. denarbeiten bis hin zur Montage ausgeleuchtete Und nicht nur Licht können die der Stelen und im September die Fläche wahrschlanken, hohen Stelen. Sie sorgen Einstellung und Feinjustierung der genommen wird. an heißen Sommertagen mittels Beleuchtung. Durch die neu verlegintegrierter Sprühnebeltechnik aute Natursteinoberfläche aus rötlißerdem für etwas Abkühlung. Bei sommerlicher Hitze chem und hellgrauem Gneis und die darauf in unrewird in den Masten eine Benebelung aktiviert und durch gelmäßiger Anordnung positionierten eleganten acht die Verdunstung die Temperatur in der Umgebung reMeter hohen Stelen ist ein lockerer und offener Platzduziert. Durch die feinst zerstäubten Tröpfchen wird charakter entstanden – wie eine Wald- oder in diesem man selbst unmittelbar darunter nicht nass. Fall Stadtlichtung. Die Materialien entsprechen dem Pro Mast sind einzelne Supersystem-Outdoorinnerstädtischen Ort und der geschaffene Freiraum ist LED-Tuben mit gesamt rund 140 Watt installiert und offen für verschiedene Nutzungen, etwa den Bauernacht farbige RGBW-Lichtlinien mit je zwölf Watt vermarkt jeden Freitagvormittag. Rund um den Platz sind baut. Am Mastkopf sind untereinander in allen vier viele Geschäfte und Gastronomiebetriebe angesiedelt, Richtungen je 1 x 6 und 1 x 5 Tuben, die der Allgeso herrscht ein stetiges und buntes Treiben. meinbeleuchtung dienen, und auf halber Höhe je drei Die Lichtlösung trägt diesem offenen Anspruch Rechverstellbare Tuben für Akzentlicht montiert. In den nung. So wurde eine recht unkonventionelle Art der Stelen wurden in Kopfhöhe dekorative farbige LichtPlatzbeleuchtung gewählt, um eine lebendige Atmosphälinien acdc Vista eingesetzt. Dank der unterschiedlire zu erzeugen. Der Lichtplaner Klaus Hochschwarzer chen Winkelstellungen der einzelnen LED-Tuben ist verzichtete gänzlich auf massive Mast-Tragkonstruktieine etwaige Blendung stark reduziert. Das Licht ist onen, stattdessen wurden Lichtstelen konstruiert, die brillant, präzise gelenkt und erzielt durch die gute mehr können, als nur am oberen Ende eine Leuchte zu Farbwiedergabe und die warmweiße Lichtfarbe eitragen. Die Stelen sind wahrlich multifunktional. ne angenehm unkonventionelle Platzbeleuchtung mit Zehn anthrazitgraue Stelen übernehmen mit mominimaler Lichtverschmutzung. Zusätzlich kann jede dernster LED-Technik und ihren miniaturisierten LichtLichtstele als Stromversorgung bei kleinen Veranstaltuben eine gerichtete, gut ausgeblendete Allgemeinbetungen eingesetzt werden. leuchtung in angenehm warmer Lichtfarbe. Das Licht ist Die projektspezifisch erarbeitete Lösung inklusive Lichtsteuerung trägt zu einer nachhaltigen städtischen Beleuchtung bei. Innsbruck hat nun mit dem zeitgemäßen Sparkassenplatz, dessen urbanen Flair und großDie spannende Lichtinstallation am zügigen freien Platz, der zum Verweilen einlädt, eine Sparkassenplatz Innsbruck stammt von weitere öffentliche Fläche mit besonderer AufenthaltsZumtobel. Mit der Neugestaltung ist ein qualität. www.zumtobel.com Platz voller Leben entstanden.

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L I F E & S T Y L E , D E S I G N , K U LT U R , T R E N D S

© CRANKWORX INNSBRUCK/BREITENBERGER

KURZ & BÜNDIG

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BACK ON TRACK

Mit Crankworx Innsbruck kehrt die größte Mountainbike-Festival-Serie der Welt zurück nach Tirol. Die letzten beiden Jahre konnten Bike-Fans die sportlichen Bewerbe pandemiebedingt nur in der City Expo und auf der Couch mitverfolgen. Heuer können Zuschauende endlich wieder live vor Ort im Bikepark Innsbruck staunen, wenn in der sechsten Auflage die Bikes in verschiedensten Varianten quer in der Luft liegen oder rasant über die Downhillstrecken wirbeln. Crankworx Innsbruck: 15. bis 19. Juni 2022. www.crankworx.com


© BERND SCHULLER

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AUSGEZEICHNETE INNOVATIONSARBEIT Die infoWERK Medien & Technik GmbH aus Innsbruck bzw. Stuttgart hat bei der 29. Runde des Wettbewerbs TOP 100 von copamedia als Ideenschmiede überzeugt und das TOP-100Siegel 2022 verliehen bekommen. Nur besonders innovativen mittelständischen Unternehmen wird diese Auszeichnung zuteil. Kernstück des Wettbewerbs ist ein wissenschaftliches Auswahlverfahren, das die Teilnehmer*innen durchlaufen müssen und im Zuge dessen die Unternehmen anhand von mehr als 100 Innovationsindikatoren bewertet werden. Im Grundsatz geht es in der Analyse um die Frage, ob die Innovationen eines Unternehmens nur ein Zufallsprodukt sind oder systematisch geplant werden und damit in Zukunft wiederholbar sind. Eine besondere Gewichtung erfährt die Frage, ob und wie sich Neuheiten und Produktverbesserungen am Markt durchsetzen. infoWERK hat sich vor allem im Bereich „Plug-and-Play-Mediensysteme für hybride Meetings“ einen Namen gemacht, die vor allem während der Pandemie sehr gefragt waren und auch künftig Teil des flexiblen Arbeitsalltags bleiben werden. Zusätzlich bekam das infoWERK vor Kurzem den eLearning-Sonderaward in der Kategorie „eLearningInnovation“ verliehen. www.infowerk.systems

Das Daumenkino verfügt einerseits über die vermeintlich durchschaubare Trivialität eines Spielzeugs, andererseits ist es ein komplexes Kunstobjekt, das Einzelfotos, Fotoserien und Film vereint. Der deutsche Künstler Volker Gerling macht es in der aktuellen Ausstellung „Portraits in Motion“ im Rahmen von INN SITU im BTV Stadtforum zu seinem Medium. Die Videoaufnahmen seiner geblätterten Daumenkinos zeigen leichtfüßige und gleichzeitig tiefsinnige Reflexionen über die Flüchtigkeit des Moments und die Bedeutung der menschlichen Begegnung. Den Protagonist*innen ist meist nicht bewusst, dass Volker Gerling sie nicht nur einmal fotografiert, sondern innerhalb von zwölf Sekunden einen ganzen Film belichtet. Sie halten daher nur kurz ihre Posen, die sie bewusst oder unbewusst einnehmen, wenn sich seine Kamera auf sie richtet. Für die Ausstellung im BTV Stadtforum hat Gerling sich unter anderem auf Wanderschaft in Tirol und Vorarlberg gemacht und seine Darsteller*innen dabei zufällig kennengelernt. Noch bis 16. Juli sind Videos von insgesamt rund 20 Daumenkinos – inklusive der fünf auf der Wanderung neu entstandenen – mit ihren Hintergrundgeschichten und ausgewählten Einzelporträts sowie Einblicke in seine Schaffensweise zu sehen. Der Eintritt ist wie immer frei.

© WOLFGANG LACKNER

DAUMENKINO

ALPINE GRENZGÄNGER

Wie schaffen es Tiere und Pflanzen, hoch in den Alpen zu überleben? Wie trotzen sie den extremen Gegebenheiten, Wind und Wetter oder anderen Launen der Natur? Die zweite Ausstellung in der Weiherburg am Innsbrucker Alpenzoo nimmt Besucher*innen mit auf einen Streifzug jenseits der Baumgrenze auf über 2.000 Metern. Unter dem Titel „Alpine Grenzgänger. Über Leben im Extremen“ stellt sie die Überlebenskünstler*innen der alpinen Tier- und Pflanzenwelt vor. Und einen Pinguin. Das Schöne an der Ausstellung: Während man in anderen Museen fürs Angreifen gern mal geschimpft wird, ist es hier an ausgewählten Streichelpräparaten ausdrücklich erwünscht. Kommen Sie, streicheln Sie!

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© INNSBRUCK TOURISMUS/MARIO WEBHOFER

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P O R T R ÄT S E I N E R K I R C H E

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Das Innsbrucker Stadtarchiv/Stadtmuseum in der Badgasse wird vor allem von Einheimischen oft übersehen, weshalb wir nicht müde werden, immer wieder auf die dortigen (Sonder-)Ausstellungen hinzuweisen. Bis 22. Mai widmet sich eine davon der Pfarrkirche Mariahilf, deren charakteristische Architektur im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Maler*innen und Grafiker*innen dazu anregte, sich künstlerisch mit dem Sakralbau auseinanderzusetzen – unter ihnen bekannte Tiroler Namen wie Gerhild Diesner oder Max Weiler, aber auch heute weitgehend vergessene Persönlichkeiten wie Alois Burger oder Walter Kühn. Zeitgenössische Kunstschaffende greifen das Motiv immer noch auf und selbst der verstorbene Altbischof Reinhold Stecher hatte ein künstlerisches Auge auf die Mariahilfkirche geworfen.

SOLIUM SITZT Der aus Lienz stammende und in Graz lebende und arbeitende Tischler und Architekt Christoph Gruber plant nicht nur durchdachte Architektur, sondern eben auch Möbel. In diesem Fall eine kompakte Sitzgelegenheit, den Hocker Solium. Die erste Auflage des platzsparend stapelbaren, dreibeinigen Hockers ist auf nur sechs Stück limitiert – drei in Eiche, drei in Nuss – und kann direkt beim Künstler (bauartgruber.christoph.g@gmail.com) angefordert werden. „Seine konsequente Geometrie und Struktur verleihen diesem Massivholzmöbel einen leichten Charakter, ein ästhetisches Erscheinungsbild und reduzieren es auf das Wesentliche. Ein kleiner Abstand zwischen den drei Teilen der Sitzfläche hebt den geometrischen Aspekt von Solium hervor. An den drei Ecken der Sitzfläche falten sich die Beine in Dreiecksform Richtung Boden. Die Kanten des Möbels erscheinen nur noch als Outline“, beschreibt Gruber das Möbel, das uns im Test ob seiner Bequemlichkeit und Ästhetik fast vom Hocker gehauen hätte. Take a seat! EC

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Übrigens: Eine der bekanntesten Mariendarstellungen im Alpenraum ist das Mariahilfbild im Innsbrucker Dom und stammt vom Renaissancekünstler Lucas Cranach dem Älteren (1472–1553). Wer aufmerksam durch Innsbruck geht, findet Kopien des Gemäldes an zahlreichen Hausfassaden.

AUSGEZEICHNETES BROT Der Internationale Brotwettbewerb in Linz ist eine hochkarätige und renommierte Leistungsschau für gewerbliche Bäckereien und setzt die Maßstäbe in der Bäckerszunft. Ziel dieser Veranstaltung ist es, Brot- und Backwaren auf internationaler Ebene miteinander zu vergleichen und die besten Erzeugnisse öffentlich zu honorieren. Ausschlaggebend für die Bewertung sind dabei die Qualität, die Konsistenz und der Geschmack. Mit 59 Bäckerbetrieben und über 900 Produkten zeigte sich das Teilnehmerfeld wie immer stark. Mit insgesamt 30 (von 30 möglichen!) Goldmedaillen konnte sich der Bäcker Ruetz heuer bereits zum fünften Mal den Gesamtsieg erbacken. Bei den Broten erhielt dabei der Ruetz-Wecken zum wiederholten Male die Goldschleife, mit dabei auch der Rudolfslaib und der Arlbergspitz, was wir vollumfänglich unterschreiben können. Bäckermeister Christian Ruetz (r.) und Backstubenleiter Günther Laner freuen sich über den grandiosen Erfolg. Das restliche Team natürlich auch.


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POLARLICHT Der schwedische Elektroexperte Polestar rollt mit echten Performance-Maschinen an. Auch wenn die Nordmannen ein rein digitales Vertriebsmodell forcieren, eröffnete kürzlich eine Temporary Destination beim Autopark Innsbruck, wo es den vollelektrischen Polestar 2 zum Anschauen, Angreifen und Probefahren gibt. Schließlich will man das Auto vor dem Kauf mit allen Sinnen erleben und Beratung gibt’s obendrein. Nach der Eröffnung des Polestar-Space in Wien und einer Temporary Destination in Linz positioniert sich die Marke mit dem neuen Standort in Innsbruck für die weitere Expansion in Österreich.

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KULINARISCHE ENTDECKUNG Wir mögen Überraschungen. Vor allem, wenn sie gut ausschauen oder gut schmecken. Und im besten Fall beides zusammen. Vor Kurzem haben wir eine solche Überraschung erlebt, im Zentrum von Reith bei Seefeld nämlich, wo wir im Weißen Rössl zu Gast waren. Nun könnte man meinen, es handle sich dabei um ein traditionelles Wirtshaus, doch damit hat man weit gefehlt. Schnitzel und Knödel sucht man hier nämlich vergebens, zumindest in der klassischen Form, und auch das Interieur ist echt stylisch. Koch Alex ist weit herumgekommen und das merkt man der Karte an. „Casual Cuisine“ nennt sich der Mix aus heimatverbundener und weltinspirierter Küche, die hier in wirklich toller Tellersprache daherkommt, ohne überkandidelt zu sein. Und weil sich der Koch auch mit Rebensäften auskennt, ist die Weinkarte reich – und teils ungewöhnlich – bestückt. Lebensgefährtin Sabrina kümmert sich charmant ums Service. Aufgesperrt haben die beiden im Sommer vergangenen Jahres und dabei auch gleich das Black Pony in Seefeld dazu übernommen, eine loungige Bar mit feinen Drinks und kleinen Zubissen aus der Rössl-Küche. www.weisses-roessl.tirol


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»Der Seele Halt, der Sinne Flügel. Das ist Musik.« Wenn die Kunst ihre Magie spielen lässt, öffnen sich neue Tore: Zur Hoffnung und Leichtigkeit. Zu tiefem Verbunden-Sein und großen Hochgefühlen. Zu Inspiration und Mut. Zu Freude – und den stillen Räumen in uns selbst, in denen wir ganz Mensch sind. Betreten Sie diese – wenn DAS KRONTHALER am Achensee erneut zum Klangraum für Eva Lind, internationale Klassikstars und talentierte Nachwuchskünstler der Eva Lind Musikakademie wird.

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14. bis 17. Juli 2022 KLASSIK.UNIQUE.Wochenende Vier Tage mit einzigartigen Highlights, musikalisch begleitet: [Alm].Wanderung mit Peter Habeler und Eva Lind, [Klassik].Serenade im Hanggarten, 5.Gang.[Klassik].Dinner inkl. Weinbegleitung kreiert von Gastkoch Julian Hofbauer, das große Open.Air am Samstagabend, Matinée mit Lesung von Julia Stemberger, Aktivprogramm, Porsche.[Driving].Experience, Weindegustation uvm.

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16. Juli 2022 KLASSIK.UNIQUE.Open.Air Weltweit Umjubeltes von Beethoven, Puccini bis hin zu Verdi, präsentiert von Eva Lind, internationalen Künstlern wie Zoryana Kushpler, Ramón Vargas, Benjamin Schmid, den Nachwuchstalenten Thomas Essl und Selina Danzl sowie dem Kammerorchester InnStrumenti. Champagnerempfang, kulinarische Highlights & Feuerwerk verstehen sich inklusive.


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„Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zaun.“

© MARIS MEZULIS

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Nur widerwillig hat Krimikönigin Agatha Christie zugestimmt, dass der 83-jährige Oskar Kokoschka zu ihrem 80. Geburtstag ein Porträt von ihr malt. Und tatsächlich prallen bei den beiden in vielerlei Hinsicht Welten aufeinander. Agneta Pleijel skizziert die beiden Charaktere in fiktiven Dialogen, knapp, pointiert und so, wie es tatsächlich gewesen sein könnte.

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E LIF LE Y ST

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Manchmal ist die Welt ein einziges Missverständnis. Auch was den Tod betrifft. In diesem Fall wurde Andrew Green am helllichten Tag in New York erschossen. An einem Freitag, den 13., doch nicht nur das sorgt für Spekulationen. Ein spannend-feines Lesebuch, einfühlsam ins Deutsche übersetzt von Werner Löcher-Lawrence.


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Die Graphic Novel hüllt Aldous Huxleys prophetische Dystopie von 1932 in ein neues Gewand und zeigt, dass einige einstige absurde Zukunftsvisionen heute beinahe schon real und Themen wie der Einsatz von Technologie zur gesellschaftlichen Kontrolle, Konsum als Bedürfnisbefriedigung und staatliche Überwachung aktueller denn je sind.

E I N E R E I S E U N T E R DI E E R DE M A T H I E U B U R N I A T, MARC-ANDRÉ SELOSSE, KNESEBECK VERLAG, 176 SEITEN, EUR 24,00

BOBBY FISCHER J U L I A N V O L O J , WA G N E R W I L L I A N

Nach „Das Geheimnis der Quantenwelt“ präsentiert Mathieu Burniat unter der wissenschaftlichen Leitung des Biologen Marc-André Selosse eine ebenso witzige wie faszinierende Geschichte über den Untergrund unter unseren Füßen. Biologie, Geologie und Mineralogie kinderleicht erklärt und in einer spannenden Geschichte verpackt.

KNESEBECK VERLAG, 192 SEITEN, EUR 22,00

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Vom Wunderkind zum Staatsfeind: Diese grafische Biografie erzählt vom Leben der Schachlegende Bobby Fischer. Eine komplexe Gratwanderung, die zeigt, wie nah beieinander Genie und Wahnsinn liegen können.

AU F D E R S U C H E N AC H DER VERLORENEN ZEIT M A R C E L P R O U S T, S T É P H A N E H E U E T, K N E S E B E C K V E R L A G ,

TIROL- PREMIERE Der neue Bronski-Krimi „Brennweite“ von Bernhard Aichner ist da und wurde Ende März im Zuge einer Charity-Lesung bei PETERA in Innsbruck erstmals präsentiert. Der Autor las selbst aus seinem Buch, Frajo Köhle sorgte für die musikalische Untermalung. Die Veranstaltung stand dabei ganz im Zeichen von Nachbar in Not / Hilfe für die Ukraine. Der Eintrittspreis kam als freiwillige Spende zu 100 Prozent dem Spendenkonto zugute. PETERA rundete nochmals auf, wodurch insgesamt 5.000 Euro zusammenkamen. // Brennweite, Bernhard Aichner, btb Verlag, 352 Seiten, EUR 17,50.

48 SEITEN, EUR 22,00

Gewohnt gekonnt setzt Stéphane Heuet in seinem Stil der „Ligne claire“ einen weiteren Teil von Marcel Prousts Werk „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ um und setzt damit die Teilserie „Im Schatten junger Mädchenblüte“ fort.

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L S T YI F E LE

THE SÜDTIROL GUIDE M O N TA M O N T A . T. C . , 2 4 6 S E I T E N , E U R 2 3 , 9 0

Das Buch führt zu den 45 schönsten Unterkünften, die Südtirol zu bieten hat. Hotels, Chalets, B&Bs und Hütten vom Brenner bis nach Bozen, vom Reschen ins sonnige Meran und über kurvenreiche Straßen bis zum Fuß der Drei Zinnen – wunderbar verpackt in ein aufgeräumtes Layout mit Bildern, die Lust aufs Dortsein machen.

S AU G U T K R I S T O F F E R H AT T E L A N D ENDRESEN, WESTEND VERLAG, 272 SEITEN, EUR 24,00

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Man braucht nicht immer einen großen Garten, um sich draußen wohlzufühlen. Auch ein Balkon kann ein echter Multitasker sein und Platz für allerhand Grün bieten. Dieses Buch zeigt, wie Balkonien gut gelingt. Im selben Verlag gibt’s übrigens noch allerhand andere zauberhafte Gartenbücher.

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FA H RV E RG N Ü G E N M IT L OR I O T HERAUSGEGEBEN VON SUSANNE VON BÜLOW UND PETER GEYER DIOGENES VERLAG, 128 SEITEN, EUR 12,40

Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow, besser bekannt als Loriot, war einer der ganz Großen und sein Humor eine einzigarige Mischung aus Spitzfindigkeit, Sarkasmus und einem rigoros genau-tiefen Blick ins Innerste. In diesem Buch widmet er sich in 120 Zeichnungen dem Auto. Und allem, was dazugehört.

E L I FY L E ST

Die Berliner Köchin und Kunstberaterin Kit Schulte wirft einen neuen Blick auf die Welt der regionalen, saisonalen und zeitgenössischen Küche Deutschlands. Die Rezepte mögen wir sehr, beim Layout sind wir uns das erste Mal beim sonst sehr stylischen Callwey Verlag nicht ganz sicher. Letztlich geht’s aber ums Kochen, nicht ums Schauen. © NORA NOVAK

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Zugegeben, ein Schwein hat’s echt nicht leicht. Es steht als Metapher für so ziemlich alles, was dreckig, ungehörig und sündhaft ist. Gleichzeitig ist es ein Glückssymbol und in der Medizin außerdem ein unschätzbares Modell für den menschlichen Körper. Kristoffer Hatteland Endresen nähert sich dem Tier erzählerisch auf vielfältige Weise.


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Unter der künstlerischen Leitung von Thomas Larcher wird bei „Musik im Riesen“ große musikalische Qualität und Vielfalt auf kleinem Raum geboten.

DIE VIELFALT DER KAMMERMUSIK „Musik im Riesen“ bringt wieder national und international bekannte Solist*innen und hochkarätige Ensembles auf die Bühne.

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TEXT: ÜMMÜ YÜKSEK

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om 19. bis 21. Mai 2022 widmet sich das Kammermusikfestival „Musik im Riesen“ in den Swarovski Kristallwelten in Wattens dem Streichquartett in seinen unterschiedlichen Ausprägungen, würdigt die Kunst des Liedes und gibt dem Klavier Raum als Solo- und Begleitinstrument.

STREICHQUARTETTE ZU GAST

Zwei Violinen, eine Viola, ein Violoncello – die Fülle an Musik, die Komponist*innen aus dem Zusammenspiel dieser vier Instrumente schöpfen, ist unendlich. Die Zugänge zum Streichquartett sind vielfältig. Jedes der drei Quartette – das Belcea Quartet, das Attacca Quartet und Quartissimo – setzt dabei einen anderen Schwerpunkt. Das Belcea Quartet, eines der renommiertesten Kammermusikensembles weltweit, vereint dabei verschiedene europäische Musiktraditionen. Sein Repertoire reicht von den Schlüsselwerken der Klassik und Romantik bis zur Aufführung zeitgenössischer Werke. Das New Yorker Attacca

Quartet repräsentiert eine junge, gleichwohl virtuose Musikergeneration, die Genregrenzen kaum Bedeutung beimisst. Beim Festival spielen sie Stücke ihrer musikalischen Weggefährtin Caroline Shaw und führen diese auch mit ihr gemeinsam auf. Die Komponistin, Geigerin und Sängerin, die 2013 als jüngste Preisträgerin bisher mit dem Pulitzer-Preis für Musik gewürdigt wurde, kommt erstmals für ein Gastspiel nach Österreich. Shaws Tonsprache ist unverkennbar – poetisch, zart, dann wieder rhythmisch, kraftvoll und farbenreich. Das dritte Streichquartett ist zugleich das jüngste. Gegründet 2016 von den Geschwisterpaaren Hannah und Jonas Alber sowie Clara und Emil Spieler treten die vier jungen Tiroler*innen nicht nur im Rahmen eines international besetzten Festivals auf, sie bereiten sich im Masterclass-Programm „Impuls“ auch mit dem Bratscher Krzysztof Chorzelski vom Belcea Quartet darauf vor. Er erarbeitet mit ihnen das Amerikanische Streichquartett von Antonín Dvořák und

das Streichquartett f-Moll op. 80 von Felix Mendelssohn Bartholdy.

MUSIK IN IHRER EXISTENZIELLEN DIMENSION

Das letzte Quartett Mendelssohns, das vielfach als Requiem für seine Schwester Fanny Hensel gedeutet wird, und das Streichquartett Nr. 14 von Dmitri Schostakowitsch, in dem er an zwei verstorbene Musiker und Freunde erinnert, verweisen auf die zweite thematische Klammer im Festivalprogramm: Musik in ihrer existenziellen Dimension. Sie verbindet den Streichquartettschwerpunkt mit dem Eröffnungskonzert von Pierre-Laurent Aimard und dem Liederabend von Andrè Schuen und Daniel Heide. Zum Abschluss bringen Bariton Andrè Schuen und Pianist Daniel Heide Lieder der Nacht und des Abschieds zu Gehör. Schuen gilt als einer der zurzeit besten Lied- und Opernsänger. Er demonstriert die Ausdruckskraft und Schönheit seiner Stimme anhand von Musik der Romantik und Moderne. Lieder von Franz Schubert stehen am Beginn und Ende, Gustav Mahlers Kindertotenlieder und Lieder von Erich Wolfgang Korngold vervollständigen diesen Abend der Nachtstücke und Trauergesänge.

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BUENA VISTA Cucurucho Valdés ist nicht nur einer der bekanntesten kubanischen Pianisten, dreifach Grammy-nominiert und Mitglied einer der virtuosesten Familien Kubas. Cucurucho Valdés ist am 10. Juni 2022 auch Stargast des Rotary Clubs Innsbruck Alpin. Im Haus der Musik wird das unvergleichliche kubanische Lebensgefühl mit seiner Kraft im Rahmen eines Benefizkonzerts zelebriert und die Aufmerksamkeit auf die Lebensumstände der Karibikinsel gelenkt. Auch sie sind unvergleichlich – unvergleichlich prekär. TEXT: ALEXANDRA KELLER

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lötzlich sind sie alle da. Und es ist eine ziemlich reizvolle Mixtur. Ernest Hemingway, Marlon Brando, Josefine Baker, Nat King Cole, Édith Piaf, das leichte Wippen in der Hüfte und die Lust auf einen Cocktail. Wer die Geschichte der Familie Valdés hört, wird ganz unweigerlich von einer Sehnsucht nach Kuba überrascht und zu einer Zeitreise inspiriert. „Bebo Valdés war zu Zeiten der kubanischen Revolution Orchestermeister im Tropicana, dem legendären Club in Havanna“, erzählt Christian Steinmayr. In diesem Club waren allerlei Berühmtheiten zu Gast gewesen und haben ein Lebensgefühl genossen, das umrahmt von unvergleichlicher Musik und tropischer Luft so untrennbar mit Kuba verbunden ist wie die Cohiba-Zigarre oder der Mojito. Aus der Zeit, in der das Tropicana auf den karibischen Inselstaat und vor allem in die Hauptstadt Havanna lockte, stammen auch die vielen amerikanischen Oldtimer, die damals nagelneu waren. Es war eine ziemlich dekadente Epoche mit Korruptionen und Zuckerrohr-Baronen auf der einen und den Widerstand gegen das Regime nährender Ungerechtigkeit auf der anderen Seite. Dass die Oldtimer heute noch in recht großer Zahl auf Kuba zu finden und sogar zu fahren sind, liegt daran, dass nach der Revolution des Jahres 1959 keine Autos mehr importiert werden durften und die Kubaner wahre Wunderwerke der nachhaltigen Automechanik vollbrachten. Den Revolutionären unter Fidel Castro war die Ausgelassenheit im Tropicana rasch ebenso zu bunt geworden. Und viel zu amerikanisch. Der Club wurde entschädigungslos verstaatlicht und 1960 verließ Bebo Valdés die Insel. Erst nach Ende der Castro-Herrschaft wollte er zurückkehren, da er – wie er sagte – „Diktaturen nicht ausstehen“ könne.

IM TAKT Der kubanische Takt der Extreme blieb aufrecht. Bebo Valdés starb 2013 in Stockholm. Er kehrte nie zurück in seine Heimat, produzierte aber zahlreiche international gefeierte Alben zusammen mit anderen kubanischen Musikern – wie seinem Sohn Cucho Valdés, den er 1978 zum ersten Mal nach seiner Flucht in New York wiedergesehen hatte. Dem ersten Wiedersehen folgten viele, Vater und Sohn veröffentlichten 2008 zusammen das Album Juntos para siempre (Für immer gemeinsam), das 2009 mit dem Latin Grammy ausgezeichnet wurde. Cucho Valdés wird als „kubanischer Mozart des Jazz“ bezeichnet. „Er hat gerade erst wieder einen Grammy gewonnen“, weiß Christian Steinmayr über den jüngsten Award-Reigen zu berichten und erzählt nicht ohne Stolz: „Cucurucho Valdés ist der Enkel von Bebo und der Neffe von Chucho Valdés. Er ist im Alter von neun Jahren in die Fußstapfen seines Onkels und Großvaters getreten, wurde schon dreimal für den Grammy nominiert und spielt am 10. Juni 2022 beim Benefizkonzert des Rotary Clubs Innsbruck Alpin im Haus der Musik in Innsbruck.“ Christian Steinmayr, Geschäftsführer der Steinmayr & Co Insurance Brokers GmbH, ist aktuell Präsident des RC Innsbruck Alpin. Seine Begeisterung über das Konzert des kubanischen Ausnahmepianisten, dessen Europatournee ihn im Juni zum ersten Mal in großer Besetzung nach Österreich führt, hat zahlreiche Gründe. Sentimentale Gründe, ziemlich liebevolle, schöne und auch bittere. „Für mich war Kuba schon immer ein Sehnsuchtsland. Ich kann mich beispielsweise erinnern, dass mein Vater, der ja ein erfolgreicher Sportler war, einen Hut mit Anstecknadeln


eco.life Cucurucho Valdés ist der Enkel von Bebo und der Neffe von Chucho Valdés. Er ist im Alter von neun Jahren in die Fußstapfen seines Onkels und Großvaters getreten und wurde schon dreimal für den Grammy nominiert.

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Der legendäre kubanische Musiker Bebo Valdés produzierte zahlreiche international gefeierte Alben zusammen mit anderen kubanischen Musikern – wie seinem Sohn Cucho Valdés.

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der Orte hatte, wo er bei Radrennen mitgefahren ist. Die kubanische Anstecknadel war meine Lieblingsanstecknadel “, erinnert sich Steinmayr an seine Kindheit. Der nächste Kuba-Trigger kam ein wenig später, in einem Alter jedenfalls, in dem er schon Alkohol genießen konnte. „Mein Onkel hatte die Diana-Bar in Hall und bei ihm habe ich immer Havanna Moon getrunken, das war mein Lieblingscocktail“, sagt Steinmayr und hält fest: „Da hat sich etwas eingebrannt und bei mir eine Vorstellung von Kuba und Havanna geweckt, die recht romantisch ist.“

KUBA - GESCHICHTEN

So richtig romantisch wurde seine Kuba-Geschichte, nachdem er den karibischen Inselstaat zum ersten Mal besucht und bald nicht nur die Liebe zu Kuba, sondern auch die Liebe seines Lebens gefunden hatte. „Ja, ich habe da gleich meine Frau und dann auch die Insel ganz gut kennen gelernt“, muss Christian Steinmayr beim Gedanken an seine Familie oder die Erinnerung daran, mit in Kübeln gewärmtem Wasser geduscht zu haben, schmunzeln: „Beim ersten Mal ist es schräg, doch ich hatte mich bald daran gewöhnt.“ Einfachheit muss nicht gleich Armut heißen, doch in den letzten Jahren kippten alle Verhältnisse zum Nachteil der Bewohner. „Derzeit ist die wirtschaftliche Situation auf Kuba so schlecht wie nie zuvor, sie ist noch schlechter als in den 1990er-Jahren. Das wird international nicht so wahrgenommen, weil es so viele andere Themen gibt. Doch Kuba ist wirklich am Rande des totalen Zusammenbruchs“, sagt Steinmayr.

Die Situation, die sich in einer von unabhängigen Ökonomen auf 300 bis 500 Prozent geschätzten Inflation beziffern lässt – selbst die kubanische Regierung sprach zuletzt von 70 Prozent – ist so lebensbedrohlich wie bizarr. „Da können Reiche in einem Lokal Hummer essen und um die Ecke stehen die Leute vier Stunden lang Schlange für ein bisschen Brot und schlagen sich die Köpfe ein, wenn sich jemand vordrängt“, skizziert Steinmayr die aktuellen kubanischen Realitäten mit einem Bild, das jeglicher Sozialromantik im Zusammenhang mit dem kommunistisch regierten Land, das Politikwissenschaftler lieber als bürokratisch-autoritären Staat ohne Gewaltenteilung bezeichnen, die Basis raubt. Zwischen Hummer und nichts auf dem Teller kann sehr rasch Zündstoff für soziale Unruhen entstehen. Diese Geschichte hat Kuba ja schon einmal geschrieben. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Wegfall der bis dato wichtigsten Handelspartner sind die Spannungsfelder extrem geworden. Das Ende der Ära Fidel Castros, der 2008 zurückgetreten und 2016 gestorben ist, markierte die nächste Krise, die Verschärfungen der Embargobestimmungen unter Donald Trump eine weitere. Die Covid-Pandemie ließ mit dem Tourismus schließlich eine der wichtigsten Einnahmequellen zusammenbrechen und im Juli 2021 gipfelte der Unmut der Kubaner*innen erstmals in landesweiten Protesten. „Es gibt keine Medikamente, kein Essen, keine Möglichkeiten und keine Hoffnung, dass es besser wird“, bestätigt die Tirol-Kubanerin Gina Duenas die unheimliche Lage der Menschen

auf Kuba. Und sie ergänzt: „Meine Schwester hat mir erzählt, dass es nicht einmal in den Hotels etwas zu essen oder zu trinken gibt. Es ist ganz schlimm. Es ist verrückt.“ Gina Duenas ist die vielleicht bezauberndste Kubanerin in Tirol und mit Sicherheit eine der mitreißendsten kubanischen Sängerinnen in den Alpen. Auch sie wird mit ihrer Band am Abend des 10. Juni 2022 auftreten und vielleicht sogar zusammen mit Cucurucho Valdés singen: „Das wäre genial, das ist mein Traum.“ Der Traum steht jedenfalls unter guten Sternen. Nicht nur, weil die Gäste dabei in den Genuss der Virtuosität weltberühmter kubanischer Musiker kommen werden, sondern weil der Erlös aus den Eintrittskarten und den Spenden ganz direkt den Ärmsten der Armen auf Kuba zugutekommt. „Kuba ist so weit weg in der Wahrnehmung, dass das Leid übersehen wird. Internationale Hilfsorganisationen oder NGOs sind in Kuba nicht zugelassen oder unter staatlicher Kontrolle und nur mit privat organisierten Initiativen ist es möglich, zu helfen“, sagt Steinmayr, der Ende April 2022 nach Kuba geflogen ist, um seine privaten Kontakte zu nutzen und in Zusammenarbeit mit der österreichischen Botschaft in Havanna ein Projekt im Namen des Rotary Clubs Innsbruck Alpin auszuwählen. „Wir wollen, dass das Geld dort ankommt, wo es am meisten bewirkt“, sagte er kurz vor Antritt seiner Reise. Mit 50 Euro kann ein Mensch auf Kuba einen Monat lang um die Runden kommen. Diese Relationen befeuern die weitreichenden Dimensionen des Benefizkonzerts. Es verspricht buenas vistas – für alle.

BENEFIZKONZERT Am 10. Juni 2022 tritt Cucurucho Valdés im Zuge eines Benefizkonzertes des Rotary Clubs Innsbruck Alpin im Haus der Musik in Innsbruck auf. Der Erlös aus den Eintrittskarten sowie Spenden kommt direkt den Ärmsten der Armen auf Kuba zugute. Christian Steinmayr war zum Redaktionsschluss gerade in Kuba, um persönlich ein Projekt dafür auszuwählen. Tickets sind im Mai über das Haus der Musik erhältlich.


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MUSEUMSPARTNER

KUNST AM LEBEN ERHALTEN

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ie im Jahr 2003 gegründete Kunstspedition MuseumsPartner eröffnete Anfang 2022 ein neues Kunstlager im Zentrum der Alpen. Aus einem anfänglich reinen Bürobetrieb entwickelte sich im Laufe der Jahre ein international tätiges Unternehmen mit den Schwerpunkten Kunsttransporte, Wanderausstellungen und Kunstlagerung. Selbstverständlich werden alle Anforderungen und internationalen Normen erfüllt. MuseumsPartner ist daher Mitglied von ICEFAT (International Convention of Exhibition and Fine Art Transporters) und zertifiziert nach europäischer Norm für Kunsttransporte, EN16648. Zu den Kunden von MuseumsPartner zählen unter anderem Museen, Banken, Privatsammler, Galerien und Künstler. Der Bedarf und die Nachfrage nach Kunstlagerung und Kunsttransporten stieg über die Jahre dermaßen an, dass das Unternehmen sich dazu entschlossen hat, ein neues Firmengebäude zu errichten. Nach langer Suche fand sich in Zirl ein perfekt geeignetes Grundstück, auf dem sich alle Anforderungen und Bedürfnisse zur Errichtung eines neuen Standortes realisieren ließen. Ganze zwei Jahre dauerte die Planung und Umsetzung, in die MuseumsPartner über zwanzig Jahre Erfahrung einfließen lassen konnte.

AUFBAU DES KUNSTLAGERS

Die MuseumsPartner-Geschäftsführung Peter Eckert, Kathrin Sandrini und Peter Elsässer

Kunst bildet eine überzeitliche Konstante, die uns von uns selbst erzählt. Wie wir dachten, was uns beschäftigte, womit wir zu kämpfen hatten, was wir liebten. Ein Evolutionsmerkmal der Menschheit seit Anbeginn unserer Existenz. Kunstwerke überdauern Menschen, Generationen, ja sogar ganze Völker, vorausgesetzt sie werden richtig erhalten. Genau diese Aufgabe hat sich MuseumsPartner als Ziel gesetzt und Kunstlagerung neu definiert. TEXT: ÜMMÜ YÜKSEK

Entstanden ist ein moderner Funktionsbau, der von außen betrachtet an einen Kubus erinnert. Fuhrpark, Lagerflächen, Büro und Werkstatt befinden sich in ein und demselben Gebäude. Der größte Teil, nämlich 3.000 Quadratmeter, stehen für die fachgerechte Lagerung von Kunstund Wertgegenständen zur Verfügung. In den klimatisierten Lagerräumen können Temperatur und Luftfeuchtigkeit an die Bedürfnisse der Kunstwerke angepasst werden. Zudem sind die Kunstwerke vollkommen vor Tageslicht geschützt. Die Lagerung der Kunstgegenstände erfolgt auf Kundenwunsch entweder auf speziellen Regalsystemen, freistehend oder in individuell angefertigten, absperrbaren Lagerboxen. Im Erdgeschoß bietet MuseumsPartner zudem die Möglichkeit, auf einer Fläche von 300 Quadratmetern Sonderformate bis zu einer Höhe von 4,50 Metern einzulagern. Bei Bedarf bietet MuseumsPartner auch den fachgerechten Kunsttransport an. In der hauseigenen Werkstatt werden Transport- und Lagerverpackungen passgenau auf Kundenwunsch angefertigt. Die Palette reicht von einfachen Transportrahmen bis zu hochwertigen Klimakisten.


MUSEUMSPARTNER

INDIVIDUELLE KUNST – INDIVIDUELLES ART- HANDLING Jedes Kunstwerk benötigt entsprechende Rahmenbedingungen, in denen es sich am wohlsten fühlt. So gilt es zum Beispiel bei archäologischen Funden zu verhindern, dass die Luftfeuchtigkeit über 30 Prozent ansteigt. Bei einer Überschreitung könnte dies den Werken Schaden zufügen. Gemälde benötigen, ähnlich wie Menschen, eine Umgebungstemperatur von 18 bis 22 Grad und circa 50 Prozent Luftfeuchtigkeit. Dementsprechend werden Werke und Objekte mit ähnlichen Klimabedürfnissen im selben Lagerbereich gelagert. Die unterschiedlichen Klimaeinstellungen werden zentral zusammengeführt, über digitale Vorrichtungen gesteuert und überwacht. Was bei allen Werken in Hinblick auf die klimatischen Bedingungen gilt: Es darf keinen abrupten Wechsel geben. Bei zu starken, schnellen Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit besteht das Risiko von Schäden. Aus diesem Grund werden bei MuseumsPartner die Klimadaten laufend überwacht. Ein geschulter Mitarbeiter führt regelmäßige Kontrollgänge durch, die dokumentiert werden.

HÖCHSTER SICHERHEITSSTANDARD

MuseumsPartner hat sicherheitstechnisch an alles gedacht. Vom Personal über technische Vorkehrungen bis hin zur Schädlingsbekämpfung werden stets alle Maßnahmen ergriffen, um die höchsten Sicherheitsstandards zu ermöglichen. Nicht umsonst ist das Kunstlager mehrfach zertifiziert. Das Gebäude selbst ist alarm- und videoüberwacht mit einer Direktverbindung zu Polizei und Feuerwehr. Der Zutritt erfolgt nur in Begleitung eines Mitarbeiters von MuseumsPartner. Die bestens ausgebildeten Mitarbeiter kümmern sich mit viel Leidenschaft und Erfahrung um die Kunstobjekte. Denn nur geschulte Mitarbeiter mit viel Liebe und Respekt zur Kunst haben das nötige Fingerspitzengefühl für solch wertvolle und fragile Kunstgegenstände. Ausgerüstet mit dem richtigen Equipment wissen sie, wie Kunstwerke angefasst, verpackt, transportiert, ausgepackt, installiert oder gehängt werden. Alles in allem bietet MuseumsPartner nicht nur einen sicheren Raum für Kunstwerke aller Art, sondern hält mit ihrer Arbeit auch die Kunst am Leben. PR

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Flößerweg 5, 6170 Zirl Tel.: 05238/212 12 info@museumspartner.com

www.museumspartner.com

Jedes Kunstwerk benötigt entsprechende Rahmenbedingungen, in denen es sich am wohlsten fühlt. MuseumsPartner bietet einen sicheren Raum für Kunstwerke aller Art und hält mit ihrer Arbeit die Kunst am Leben.

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eco.life

DU, ICH, PASST! Das steirische Label Andy Wolf und Tanja Schaffenraths Sehenswert in Wattens: Das passt wie die Brille aufs Aug. Auch wir sind Fans! Von beiden. INTERVIEW: MARINA BERNARDI

FOTOS: © KELZ SABINE PHOTOGRAPHIE

war eine Erscheinung für mich, cool, lässiger Style, das fand ich super. Sie hat mir dann erzählt, was sie vorhat, und ich dachte mir sofort, das passt.“ „Vor“ hatte Tanja einen Laden, der mehr bietet als Mainstream. „Ich bin Optikermeisterin und wollte mich in meinem Beruf frei entfalten. Es ist die Kombination aus der Zusammenarbeit mit Menschen, dem Medizinischen und dem Handwerk, was ich an meinem Tun so mag. Ich mag die Menschen und spüre die Verantwortung für ihr optimales Sehen und lege Wert auf handwerkliche Präzision und Ästhetik.“ Paris gefahren und ha„Es gibt nichts, Quasi folgerichtig auch ben nicht ein Stück verdas man nicht im Geschäft selbst, das kauft“, erzählt Wolfgang, tragen kann.“ seinen Namen „Sehensden wir zur Präsentation wert“ aus gutem Grund der neuen BrillenkollekWOLFGANG SCHEUCHER trägt. Dass dieser Beition im Sehenswert getrag in unserer Architroffen haben. Auch die tektur-Ausgabe erscheint, ist deshalb auch nächsten Messen in München und Mailand nur ein kleines bisschen Zufall. Die Labels, verliefen ähnlich. „Wir haben schon zu zweidie schließlich in dieses wunderbare Bunt feln begonnen, aber immer an unsere Idee dürfen, sind präzise ausgewählt und aufeingeglaubt“, so Wolfgang. Und plötzlich trug ander abgestimmt. Andy Wolf nimmt darin Hugh Grant in der Öffentlichkeit eine Aneinen großen Platz ein. Von Anfang an. Tanja: dy Wolf. Dann Eric Clapton, was die Presse „Bevor ich meinen Laden eröffnete habe, war auf das österreichische Label aufmerksam ich in einem Modegeschäft in Hall einkaufen werden ließ, die es gleich als „Kultmarke“ und hab ins Sackerl eine Ausgabe der Diva titulierte. mitbekommen, in der ein Bericht über Andy Mittlerweile zählt Andy Wolf insgesamt Wolf war. Das war im Frühjahr 2011 und ich 170 Mitarbeiter – Produktionsstätten im wollte diese Marke unbedingt in meinem steirischen Hartberg, wo die Firma nach Sehenswert haben. Im Herbst hab ich dann wie vor ansässig ist, und im französischen aufgesperrt – Andy Wolf inklusive.“ Dass die Jura, ein Pressebüro in Berlin sowie einen Zusammenarbeit nach wie vor von Respekt Standort in Amerika mit inbegriffen. ANDY und Freundschaft geprägt ist, merkt man im WOLF EYEWEAR bekommt man aktuell in Umgang der beiden miteinander. Und von 69 Ländern weltweit, Tendenz steigend. „Inviel Humor, den wir zumindest eine kurze ternational hat es damals also angefangen zu Zeit lang miterleben durften. laufen“, blickt Wolfgang zurück. „Österreich wollte noch nicht so recht mit. Irgendwann bekam ich einen Anruf, dass eine junge OpECO.NOVA: Woran orientieren sich Brillentikerin in Tirol ein neues Geschäft aufmatrends generell? TANJA SCHAFFENRATH: Zu chen möchte und ich sie bitte zurückrufen einem großen Teil sicher an der aktuellen möge. Das habe ich gemacht und wir haben Mode, vor allem, was die Farbgebung betrifft. uns in Innsbruck getroffen. Dann kam Tanja Internationale Marken orientieren sich dabei durch die Tür und ich dachte nur: Wow. Sie natürlich vorrangig an den Designs aus dem

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ie schönsten und erfolgreichsten Geschichten beginnen gerne in einer Hinterhofgarage. Oder sind einem glücklichen Zufall geschuldet. Ein bisschen Glück war’s auch im Fall der Zusammenarbeit von Optikermeisterin Tanja Schaffenrath und dem Brillenlabel Andy Wolf.

GANZ KLAR: TOLL

Andreas Pirkheim (besser bekannt als Andy) arbeitete Anfang der 1990er-Jahre als Großhandelskaufmann in Graz, Wolfgang Scheucher (der Wolf im Namen) war ursprünglich Bauingenieur. Kennengelernt haben sich die beiden in ihrer Jugend über ihre Eltern, die miteinander befreundet waren. Also wurden auch sie Freunde. Andreas Pirkheim machte sich schließlich in der Brillenbranche selbständig, vertrat unterschiedlichste Marken und irgendwann wurde die Arbeit für einen allein zu viel. Wolfgang Scheucher indes wurde in seinem Ursprungsberuf nie wirklich glücklich. Das Ende, oder vielmehr der Anfang der Geschichte: Die beiden gründeten 2006 ihr gemeinsames Brillenlabel und weil Pirkheim & Scheucher nicht sonderlich sexy klang, haben sie ihrer beider Vornamen genommen und ihnen einen Hauch Internationalität verpasst. Heraus kam der Name ANDY WOLF EYEWEAR. Mit der Internationalität war das anfangs allerdings eher nix. „Wir sind voller Enthusiasmus auf unsere erste Messe nach


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eigenen Haus. Mir ist es allerdings wichtig, dass die Brillen, die ich verkaufe, keine sind, die nach einer Saison ihre Gültigkeit verlieren, sondern meine Kunden länger begleiten. WOLFGANG SCHEUCHER: Wir haben schon bei der Gründung von Andy Wolf gewusst, wohin wir wollten, nämlich Acetat wieder zurückzubringen. Damals waren gerade sehr schmale Metallbrillen in Mode. Es geht uns bei all unseren Modellen nicht um more of the same, sondern um Individualität. DEN Trend gibt es bei Brillen generell und bei unseren im Speziellen nicht. Das Gesamtpaket muss stimmen. Die Brille muss zum eigenen Style passen und soll nicht zum Wegwerfprodukt verkommen.

steckt mehr Planung dahinter. Wir haben ein großes Kreativteam und beschäftigen uns 24 Stunden am Tag mit Brillen. Wir versuchen uns gerne an komplett Neuem und sind dabei oft Vorreiter, genauso versuchen wir, Retrodesigns wiederzubeleben und ihnen einen neuen Twist zu geben. Von der Idee bis zur Produktion dauert es rund ein Jahr, da ist es schwer vorherzusagen, ob dann etwas Trend sein wird oder nicht. Wir probieren es einfach aus und machen es dann eben selbst zum Trend. Es gibt Fälle, da funktionieren Modelle besser als angenommen, ab und zu ist es auch umgekehrt.

Ist man gekränkt, wenn ein Modell nicht so gut funktioniert? WOLFGANG: Nein, nicht gekränkt, eher enttäuscht. Wenn ein Modell in der Breite nicht funktioniert, heißt das allerdings nicht, dass es nicht doch Märkte dafür gibt. Erfahrungsgemäß ticken rund 80 Prozent der Märkte gleich, dazu gibt es regionale Eigenheiten, wo sich ausgefallenere Modelle letztlich doch durchsetzen.

Andy Wolf hat stets rund 150 Modelle im Sortiment, jedes Jahr kommen 90 bis 100 neue dazu. Wie geht ihr an Designs heran? WOLFGANG: Inklusive der Sonnenbrillen führen wir rund 700 verschiedene Varianten an Brillen – von jedem Modell gibt es meist fünf Farbalternativen, bei ausgewählten zehn und mehr. Du hast Andy Wolf seit Wir drehen im Jahr fast „Ich mag Andy Anfang an im Sehensdie gesamte Kollektion wert. Was macht für einmal um. Das führt Wolf in seiner dich das Label aus? zwangsläufig dazu, dass Gesamtheit: die man sich von vielen TANJA: Man muss prinziProdukte, die Modellen immer wiepiell verliebt sein, wenn der trennen muss, einiman sich auf etwas NeuMenschen. Das ge Klassiker lassen wir es, Unbekanntes einlässt, passt einfach.“ länger laufen. Dennoch und bei mir war es Liebe TA N JA S C H A F F ENR AT H geht es uns bei allen Deauf den ersten Blick. Und signs darum, dass diese das hat sich nicht geänauch dann noch ihre Berechtigung haben, dert. Andy Wolf bietet so viele Möglichkeiwenn sie nicht mehr im aktuellen Sortiment ten, auch innerhalb einer Kollektion. Kein sind. Wir nehmen die Brillen nicht heraus, Label ist so breit gefächert, damit kann ich weil sie „alt“ oder nicht mehr trendy sind, alles bieten und finde für jede Gesichtsform sondern weil der Markt laufend Neues verdas passende Modell. Ich mag die kleinen Aklangt. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es uns zente und Spielereien, die man oft erst auf wichtig, dass unsere Brillen längere Zeiten den zweiten Blick erkennt. Die Farben sind überdauern – im Design und noch viel mehr extrem vielfältig, damit kann man auf jeden in der Qualität. Früher haben wir sehr viel Typ eingehen – von klassisch-konservativ bis aus dem Bauch heraus entschieden, jetzt hip, jung und frech. Andy Wolf bietet Platz

für alles und jeden. Außerdem mag ich die Menschen dahinter. Wolfgang kenne ich seit vielen Jahren und es ist eine wirkliche Freundschaft daraus entstanden. Unsere Beziehung basiert auf Vertrauen, man weiß, wie der andere tickt, und das macht das Arbeiten sehr besonders. WOLFGANG: Mit der wachsenden Zahl an Kunden ist es mir leider nicht mehr möglich, jeden davon persönlich zu betreuen. Bei Tanja ist es mir wichtig, sie nach wie vor regelmäßig zu treffen und mich mit ihr auszutauschen. Mittlerweile weiß ich auch, welche Modelle ins Sehenswert und zu ihr passen. Tanja steht zu 100 Prozent hinter der Marke und das finde ich toll.

Gibt es erfahrungsgemäß einen „typischen“ Andy-Wolf-Kunden? TANJA: Nein, allein durch die Vielfalt können wir so viele verschiedene Typen ansprechen, sodass wir hier in keine Richtung eingeschränkt sind. Menschen, die zu einer Andy Wolf greifen, legen Wert auf Style und Qualität. Seit Beginn der Marke wird ganz bewusst in Österreich produziert. Damals hat das die Leute nur mäßig interessiert, jetzt ist diese Regionalität massiv zum Thema geworden. Immer mehr Menschen interessiert die Geschichte hinter dem Label und ich erzähle sie gern. WOLFGANG: Wir wollen ganz bewusst Brillen für jeden produzieren und niemanden ausgrenzen. Unsere Zielgruppe sind jene Menschen, die unsere Produkte und Geschichte zu schätzen wissen und sich ein Stück davon leisten wollen. Eine Brille trägt man naturgemäß im Gesicht, sie ist also optisch stets präsent. Sind deine Kunden bereit, auch mal etwas Neues auszuprobieren? TANJA: Ja, und sie legen das auch oft in meine Hände. Dieses Vertrauen freut mich natürlich sehr. Viele Kunden haben eine Vorstellung von dem, was sie möchten, und man arbeitet sich dann Stück für Stück gemeinsam voran. Probiert man einen anderen Look, muss man sich mit der neuen Brille wieder neu wahrnehmen und sich schließlich darin erkennen. Wenn dieser magische Moment dann kommt, ist das schön. WOLFGANG: Tanja hat diese natürliche Gabe, zu erkennen, welche Brille zu jemandem passt. Es gibt ein paar bestimmte, objektive Parameter, aber letztlich braucht es ein Gespür für den Menschen, der die Brille trägt. Das ist auch für uns als Label wichtig: Zu wissen, dass unsere Brillen an jemanden kommen, der sie mit Stolz trägt. www.optik-sehenswert.at www.andy-wolf.com


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Der Stoff aus dem HightechLabor von polychromelab kühlt, wenn’s warm ist und wärmt, wenn’s kalt ist.

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HÖCHSTE TEXTILQUALITÄT AUF HÖCHSTER LAGE In Serfaus-Fiss-Ladis wird maßgefertigte Ski-, Outdoor- und Designerbekleidung auf höchstem Niveau produziert. Der Hightech-Manufacturer dahinter: polychromelab. Auf 1.400 Metern wird bei extremen Wetterlagen Bekleidung für jene entwickelt, die das Außergewöhnliche suchen. TEXT: ÜMMÜ YÜKSEK

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m Serfauserfeld, einem abgelegenen Weiler, wird Outdoor- und Designerbekleidung entwickelt. Produktdesigner Michele Stinco, Elisabeth Frey und der Rest des polychromelab-Teams fertigen innovative Designkonzepte für maßgeschneiderte Jacken, Overalls und Winteraccessoires. Dabei wird stets auf Innovation zurückgegriffen. In diesem Sinne wird beispielsweise ein Verfahren zur Ultraschall-Verschweißung verwendet, um ohne Nadel und Faden zu nähen. Das hat vor allem den Vorteil, dass die Naht einer Winterjacke noch wasserdichter gemacht werden kann. Bekleidungshersteller wollen wasserdichte Jacken und dafür müssen mehrere Komponenten beachtet werden, unter anderem eben die Naht. Anhand des Ultraschall-Schweißverfahrens werden zwei Textilteile miteinander verbunden, ohne Löcher zu produzieren. Gerade Outdoorbekleidung muss jedem Wetter standhalten. Deshalb wird im alpinen Hochgebirge unter extremen Bedingungen geforscht und getestet. Im Rahmen eigener Forschungsansätze – „Alpine Proof für Outdoorjacken“ – wird in das Innerste von Produkten geblickt. Die Erkenntnisse daraus fließen direkt in die Produktentwicklung.

INNOVATION AUS DER TEX STIL WERKSTATT

polychromelab kühlt, wenn’s warm ist, wärmt, wenn’s kalt ist, und bietet die absolute Reduktion aufs Wesentliche ohne unnötigen Ballast. Die Produkte eignen sich perfekt für jeden Einsatz bei jeder WitteFOTOS: © PORSCHE DESIGN, ZAI, ARIA SADR-SALEK

Gerade Outdoorbekleidung muss jedem Wetter standhalten. Deshalb wird bei polychromelab im alpinen Hochgebirge unter extremen Bedingungen geforscht und getestet. rung. Ganz egal, was man wo vorhat. Ein Ausgangsmaterial für unzählige Anwendungen in jedem Bereich des Lebens. Beste Funktion, höchste Qualität und pure Ästhetik sind somit zu jeder Stunde des Tages garantiert. polychromelab stammt aus Tirol, Italien, Deutschland, aus den Bergen, aus unserer Zeit, vielschichtig genauso wie das Leben. Es wird ausschließlich in Europa geforscht und produziert. Das bedeutet wesentlich kürzere Wege in der Herstellung und damit weniger Belastung für Umwelt, Natur und Mensch. Daher stammt jeder einzelne Bestandteil von polychromelab aus zertifizierten mittel- und südeuropäischen Betrieben.

polychromelab orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Menschen und schneidet jedes Produkt exakt auf die ständig wechselnden Ansprüche von Freizeit und Beruf zu. Sowohl in der Herstellung als auch im Umgang mit den Menschen ist Transparenz wesentlich. Aus diesem Grund kennt das Team alle Produzenten und Produktionsstätten persönlich. Das lässt flexibel und schnell auf mögliche Änderungen reagieren und garantiert nachhaltig die bestmögliche Qualität. polychromelab stellt sich gerne neuen Herausforderungen – sowohl in der Forschung als auch in der Entwicklung. Immer mit größtem Augenmerk auf Nachhaltigkeit, Sinnhaftigkeit und eine große Portion Style.

KOOPERATIONEN MIT INTERNATIONALEN BRANDS

Die Jubiläumsjacke „50 Jahre Porsche Design“ wurde passend zum neuen Porsche 911 Targa entwickelt. In den Porsche-Design-Stores wird dabei eine limitierte Auflage von 500 Stück weltweit verkauft. Es handelt sich um eine wendbare Hybrid-Outdoor-Jacke aus der 50Y-Porsche-Design-Capsule-Collection, verwendet wurde ein leichtes High-

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Für jeden: Die polychromelab-Kollektion für die Edelskimarke zai ski kennt kein Geschlecht und definiert Skibekleidung generell neu.

166 tech-Material aus recyceltem Polyamid. Die Jacke ist temperaturregulierend, wärmt also auf der schwarzen und kühlt auf der Palladium-Seite. Diese wiederum wurde exklusiv für Porsche Design an das Innenleben des neuen 911 Targa angepasst. Ein Unikat. Für die Schweizer Edelskimarke zai ski hat polychromelab in den letzten Jahren eine edle Kollektion aus Cashmere-Laminat entwickelt, mit der Skifahren zu einem extravaganten Erlebnis wird. Diese Kollektion gibt’s weltweit nur bei zai ski. Außerdem lanciert zai eine non-binäre Capsule-Collection. Zusammen mit Loro Piana bringt sie die Natur in die Wintercouture und verlässt damit auch in der Skibekleidung die binäre Welt. Damit definieren polychromelab und zai die Haute Couture der Skiwelt neu. Zu den jüngsten Ikonen zählen der „zai non-binar“-Midlayer und der „zai ski suit“ – beide aus luxuriösem Kaschmirgewebe aus dem Hause Loro Piana. Die Haute-Couture-Collection ist radikal im Design, freundlich zur Haut, großzügig in der Bewegungsfreiheit und stilvoll in jeder Situation. Zusammen mit Designer Michele Stinco und der Stilsicherheit von Elisabeth Frey vom polychromelab entstanden zeitlose Designteile, die einen luxuriösen Tragekomfort mit Materialexpertise für Extremsituationen vereinen. „Der

Minimalismus und die Reduktion auf das Essenzielle werden im non-binary radikal umgesetzt. Die Präzision und die Expertise im Handwerk kommen in der Leichtigkeit und der Vereinfachung des Ski suit zum Aus-

druck“, beschreibt zai-CEO Benedikt Germanier die jüngste Capsule-Collection. Der non-binary Midlayer ist weder Pullover noch Jacke, sondern sowohl als auch. Und er kennt kein Geschlecht, wie die zai-Skikollektion selbst: „Wir verzichten bewusst auf Frauen- und Männerski, Frauen- und Männerbekleidung. Jeder Mensch soll sich mit zai ermächtigt fühlen, seine eigene Linie am Berg zu finden und eine Einheit zu bilden – mit sich selbst und der Natur.“ Das Kaschmirgewebe schmeichelt der Haut, stoppt den Wind von außen und kondensiert die Wärme im Inneren. Loro Piana verwendet für das Gewebe die feinsten Kaschmirfasern, die Wind und Nässe trotzen und für ein wohltemperiertes Gefühl in jeder Situation sorgen. Der abgerundete Abschluss der Ärmel, der in der Hochleistungssportindustrie etabliert ist, sorgt durch seine Formgebung für warme Hände. Und damit ist noch lange nicht Schluss: Für die Sportlinie von Yves Saint Laurent wurde mit Luxusski von zai eine Skikombi bestehend aus Cashmere und Alpaka entwickelt, die 2023 weltweit lanciert wird. Aufgrund von Geheimhaltungsgründen gibt es noch keine Bilder. Wir warten gespannt auf den Winter 2022/23. www.polychromelab.com

Inside-out: Die wendbare Hybrid-Outdoor-Jacke wurde passend zum neuen Porsche 911 Targa entwickelt. Verwendet wurde ein leichtes Hightech-Material aus recyceltem Polyamid.


HALI

DEM BÜRO EINEN NEUEN RAHMEN GEBEN Schlicht, elegant und trotzdem spannend: Mit dem zeitlosen und doch designverliebten Bürosystem „Framework“ zeigen Sie Ecken und Kanten.

© HALI GMBH

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Durch eine Vielfalt an Farbmöglichkeiten sind dem Variantenreichtum keine Grenzen gesetzt: ob modernes und cleanes Weiß, freches Chili-Rot oder doch lieber ein natürlicher Eiche-Ton.

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o vielseitig wie die Arbeitswelt im 21. Jahrhundert, so abwechslungsreich werden auch die Büromöbel. Arbeitsplätze findet man heute in unterschiedlichsten Objekten: ob industrielle Gebäude, historische Altbauten, offene Großraumbüros oder im eigenen Wohnhaus. Dabei bestimmen vor allem die Möbel den Charakter des Raumes. Ein Wechsel zwischen offener und geschlossener Fläche verleiht den Framework-Schränken und -Modulen einen ganz eigenen Charme. Mit den offenen Rahmen in mattem Schwarz, in Verbindung mit filigranen Korpussen, zeigt der oberösterreichische Büromöbelhersteller hali Modernität, aber zeitgleich Zurückhaltung und behält dabei Ecken und Kanten. Die durchgehenden Seitenwände der Schränke sorgen zusätz-

lich für eine aufgeräumte Atmosphäre. Egal ob Arbeits-, Wohn- oder Essbereich und sogar die Diele lässt sich mit der Produktserie Framework und den Aufsätzen aus Metall zu einem echten Eyecatcher machen. Dabei können die Möbel sowohl verstecken als auch präsentieren: Unliebsames wird rasch in den Schränken verstaut, wohingegen Schätze einen besonderen Platz im schlanken Aufsatzmodul erhalten. Mit Framework verfeinert hali seine Tischserie s600 und setzt neue Trends in der Arbeitswelt. Das Portfolio umfasst einen Arbeits-, Besprechungs- und Stehtisch. Durch ein zeitloses Design und die schwebende, leicht abgesetzte Optik der Tischplatte erhält der s600 eine spezielle Leichtigkeit. Ob als Esstisch, Bartisch oder als klassischer Arbeitstisch: Der s600

macht mit seinem hochwertigen Metallgestell überall eine gute Figur mit wohnlicher Lifestyle-Anmutung. PR

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BEWEGENDE BIKES MIT KNEISSL-DNA Franz Kneissl III und Fitstore24-CEO Werner Zanier machen gemeinsame Sache und bringen eine E-Bike-Kollektion heraus, die bereits vor Marktstart im Mai ausverkauft ist. Ob die zugkräftige Eigenmarke auf das E-Bike-Segment beschränkt bleiben wird, wagt Zanier heute noch nicht zu sagen. TEXT: MARIAN KRÖLL

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ie Evolution des Radfahrens hat in seiner Elektrifizierung vor einigen Jahren erst so richtig Fahrt aufgenommen. Die Elektrifizierung eines anderen Megatrends, des Skitourengehens, steht dagegen noch aus. Werner Zanier glaubt fest daran, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis es auch elektronische Aufstiegshilfen für Tourengeher geben wird. Da ist er sich deshalb so sicher, weil der Zufall ihn Bekanntschaft mit Franz Kneissl III schließen ließ. Der Name Kneissl ist wohl jedem Wintersportler, der etwas auf sich hält, ein Begriff. Es war Franz Kneissl gewesen, der 1919 den ersten Serienski produziert hatte, dessen Sohn Franz Kneissl II erfand den heute legendären Kneissl „White Star“. „Den ‚White Star‘ bin ich selbst in meiner Jugend gefahren“, erinnert sich Werner Zanier. Franz Kneissl III, der Enkel des Skipioniers, trägt die familiäre Marken-DNA und Innovationsfreude weiter. Und zwar diesmal nicht auf den Brettern, sondern im Rahmen einer eigenen E-Bike-Marke, die so heißt wie ihr Erfinder: Franz Kneissl Design. Der Namensgeber legt Wert auf die Der Prototyp des „Urban Prestige“ E-Trekking Hardtails in der Männerausführung. Kostenpunkt des Endproduktes: 4.999 Euro. Gibt’s natürlich auch als Ladys-Version.

„Wir haben rasch den Spaßfaktor und das riesige Potenzial erkannt, mit dem E-Bikes Menschen, die sonst überhaupt keinen Sport machen, zur Bewegung animieren.“ WERNER ZANIER

Feststellung, eine Marke sei „nicht nur geschriebenes Wort, sondern vielmehr das Resultat aus Präsenz, Eigenleben und Einzigartigkeit, die sie weiterleben lässt.“

BEWEGENDES UND INKLUSIVES SPORTGERÄT

Dass bereits im heurigen Sommer die ersten Kneissl-Design-Bikes auf den Straßen und Wegen in Österreich verkehren werden, ist wesentlich auch Fitstore24-CEO Werner Zaniers Verdienst. Er hat sein Unternehmen in den 25 Jahren seines Bestehens zum größten Bike- und Fitness-Onlinehändler Österreichs gemacht. „Wir sind bereits auf das Thema E-Bike aufgestiegen, als man auf den Almen noch schief angeschaut wurde und es noch etwas fast Exotisches an sich hatte. Wir haben aber rasch den Spaßfaktor und das riesige Potenzial erkannt, mit dem E-Bikes Menschen, die sonst überhaupt keinen Sport machen, zur Bewegung animieren“, sagt Zanier. Rückblickend betrachtet war die Wette auf die Elektrifizierung des Fahrrads natürlich goldrichtig, heute sind auf denselben meist höhergelegenen Almen die klassischen Biker zu Exoten geworden.

KNEISSL - SPIRIT AUS ITALIENISCHER FERTIGUNG

Zaniers Fitstore24 ist mit 18 unterschiedlichen Fahrradmarken als Händler außergewöhnlich breit aufgestellt. Jetzt kommt mit einem vollständigen Sortiment aus FranzKneissl-Design-E-Bikes noch eine Eigenmarke dazu, die es in


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Werner Zanier, Gründer und CEO von Fitstore24, mit Sohn Mario, der sich als CTO um die technologische Seite kümmert.


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FOTOS: © STUDIO 20FOUR, MARIAN KRÖLL

Die gesamte Produktion für den Marktlaunch im heurigen Jahr 2022 – insgesamt 2.170 Franz-Kneissl-DesignE-Bikes – wird im Mai angeliefert und ist bereits komplett ausverkauft. „Wir wollen mit unseren E-Bikes das gesamte Sortiment abdecken, vom Highend-Carbon-Enduro-Bike bis hin zum elektrischen Kinderrad. Dieses Segment ist mir besonders wichtig und wird derzeit noch stark unter Wert geschlagen“, erklärt Zanier. Ein nicht zu vernachlässigender positiver Effekt des E-Bikes ist, dass es gewissermaßen als „Einstiegsdroge“ in die Welt des Radfahrens dienen kann. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich E-Biker – meist als sportliche Ergänzung – irgendwann auch ein klassisches Fahrrad ohne elektrische Unterstützung kaufen. „Mein 14-jähriger Sohn Valentin ballert heute im Bikepark oder legt schon einmal Tagesstrecken von 100, 150 Kilometer mit dem klassischen Rad zurück. Die Liebe zum Radfahren ist bei ihm aber über das E-Bike entstanden“, weiß Zanier aus eigener Erfahrung. Das Pedalieren mit Elektroantrieb hält die Frustration gering und sorgt bei Kindern für rasche Erfolgserlebnisse auf zwei Rädern. Zanier, selbst seit Zaniers Fitstore24 ist mit 18 untervielen Jahren ebenso ambitionierter wie konditionsstarker schiedlichen Fahrradmarken als Händler Radsportler, hat es relativ rasch aufgegeben, am klassischen außergewöhnlich breit aufgestellt. Bike mit dem damals achtjährigen Spross mithalten zu wollen, und hat sich schließlich beim gemeinsamen Ausfahren selbst auf ein E-Bike gesetzt. „Hätte ich aufwärts mit meisich hat. Werner Zanier erzählt, wie es dazu gekommen ist: nem Sohn mithalten wollen, hätte ich mich umgebracht“, „Ich habe mitbekommen, dass Franz Kneissl III einen elektmeint Zanier rückblickend. Ihm ist bewusst, dass E-Bikes für rischen Tourenski bauen wollte. Das hätte mich als Produkt Kinder eine beträchtliche Investition sind. Die gebrauchten sehr interessiert. Ich wollte den Mann, der so etwas überlegt, Räder könnten allerdings zu einem guten Preis weiterverunbedingt kennenlernen.“ Die beiden Männer treffen also kauft werden. „Erfahrungsgemäß ist die Nachfrage nach geeinander, Zanier verschafft sich einen ersten Eindruck über brauchten E-Bikes für Kinder besonders hoch.“ Mit seinem den Prototypen des elektrischen Tourenski-Antriebs. Dieser Fitstore24 ist Zanier derzeit dabei, eine deutsche GmbH zu sei allerdings von einer Serienreife noch ein ganzes Stück gründen, um zukünftig im dort entfernt gewesen, was das anfängsehr populären Leasinggeschäft liche Interesse Zaniers dämpfte. „Ich habe mitbekommen, mitmischen zu können. „Fast die Im Zuge des Gesprächs kommt Kneissl schließlich auch auf ein dass Franz Kneissl III einen Hälfte aller deutschen Fahrräder werden bereits über Modelle wie Pedelec-Konzept zu sprechen, an elektrischen Tourenski JobRad finanziert. In Österreich dem er gearbeitet hatte. Zaniers bauen wollte. Ich wollte sind die gesetzlichen und steuInteresse ist erneut geweckt. erlichen Bedingungen dagegen Der erfahrene Händler mit den Mann, der so etwas noch längst nicht so interessant besten Kontakten zu verschieüberlegt, unbedingt wie in Deutschland, deshalb ist denen Fahrradproduzenten erkennenlernen.“ die Nachfrage bei weitem nicht so kennt das Potenzial des Private WERNER ZANIER hoch“, weiß Zanier. Auf den deutLabels und ebenso die Defizite in schen Markt schielt Zanier auch der bisherigen Umsetzung. Vor mit den Trekkingrädern aus Carbon. „Das Segment Fahrrund zwei Jahren gehen die nunmehrigen Projektpartner radreisen bzw. Bikepacking wächst momentan enorm. Wir Franz Kneissl Design und Fitstore24 daran, nach einem haben zu diesem Zweck ein möglichst leichtes Kneissl-CarProduzenten zu suchen, der die Fahrräder nach den Spebon-Trekkingbike speziell als Reiserad mit Bosch-Antrieb zifikationen von Kneissl Design bauen kann, und sich die und zwei eingebauten Akkus mit einer Reichweite von über dafür notwendigen Komponenten – Motoren, Akkus, Gabeln, 200 Kilometern konzipiert“, so der Fitstore24-CEO. Schaltwerk und dergleichen – zu sichern. Fündig wird man Mit der Kneissl-E-Bike-Kollektion hat man allerdings schließlich in Italien. „Wir haben nach einem starken Pronicht nur das mittlere Preissegment fest im Visier, 2024 duktionspartner gesucht und sind mit dem italienischen soll es auch ein absolutes Highend-Modell geben, wo alles Hersteller Atala aus Monza fündig geworden“, sagt Zanier. verbaut sein wird, was technologisch möglich und sinnvoll Atala gehört zur niederländischen Accell Group, einem der ist. Die Nachfrage nach den Kneissl gebrandeten E-Bikes größten Fahrradhersteller der Welt, mit dem Zanier seit ist hoch, dank des kompetenten Herstellungspartners hätmehr als zwei Jahrzehnten intensive Geschäftsbeziehunte man Möglichkeiten, die Produktion relativ rasch auszugen pflegt. Derzeit ist man dabei, die Produktion für das weiten. Hätte, hätte, Fahrradkette heißt es nicht umsonst. Jahr 2024 zu finalisieren.

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„Wir wollen mit unseren E-Bikes das gesamte Sortiment abdecken, vom Highend-Carbon-EnduroBike bis hin zum elektrischen Kinderrad.“ WERNER ZANIER

„Wir stehen diesbezüglich ein bisschen auf der Bremse, weil steiles Wachstum einerseits viel Kapital bindet und wir derzeit wohl auch von der Situation profitieren, dass viele Hersteller Lieferschwierigkeiten haben. Das spielt uns in die Hände“, gibt sich Zanier betont vorsichtig. Von der Zugkraft der Marke Kneissl Design ist er aber völlig überzeugt: „Unsere Händler, die vielfach einen Wintersport-Background haben, sind sofort begeistert aufgesprungen.“

MARKE MIT ZUGKRAFT

Derzeit ist am E-Bike-Markt die Nachfrage noch bedeutend höher als das Angebot, 2025 rechnet Zanier mit einer Trendwende. Wer heute zuverlässig liefern kann, zählt automatisch zu den Gewinnern. In ein paar Jahren wird ein attraktives Gesamtpaket noch mehr zählen. Ein solches haben Kneissl Design und Fitstore24 definitiv geschnürt. „Fahrrad ist Leidenschaft, Fahrrad ist Freizeitqualität. Die Leute legen immer mehr Wert auf die Freizeit“, ist Werner Zanier überzeugt, dass er mit seinem Unternehmen weiterhin vom (Frei-)Zeitgeist profitieren kann. Was die Sortimentsbreite betrifft, ist das Ende der Fahnenstange bei den Kneissl-Design-Fahrrädern noch nicht erreicht, wie Zanier andeutet: „E-Rennräder und E-Gravel-Bikes sind derzeit noch nicht massentauglich. Diese Bereiche werden aber so schnell wachsen, dass wir vermutlich auch dafür irgendwann eine kleine Serie bauen werden.“ Obwohl der Lizenzvertrag es hergeben würde, will sich Zanier einstweilen nicht in den Bereich der Sporttextilien vorwagen. „Da fehlt uns ehrlich gesagt die Kompetenz“, räumt der umtriebige Unternehmer ein, spielt aber sehr wohl mit dem Gedanken, mit der Marke bei den Fitnessgeräten etwas zu machen oder gar – ein weiteres wirtschaftliches Standbein von Fitstore24 – eine Infrarotkabine mit Kneissl-Branding auf den Markt zu bringen. Wohin die Reise tatsächlich geht, wird die Zukunft zu zeigen haben. „Ich bin jetzt über 25 Jahre in diesem Geschäft tätig und weiß, dass ich allein aus den Erfahrungen der Vergangenheit nichts kategorisch ausschließen kann“, sagt der Fitstore24-CEO. Nicht einmal einen elektrifizierten Skitourenski. „Bis jetzt haben wir vom Skisport die Finger gelassen“, sagt Zanier. Ob das so bleiben

wird, kann er aus heutiger Sicht noch nicht sagen: „Franz Kneissl ist über den Ski zum E-Bike gekommen. Und wir kommen vielleicht über Franz Kneissl zum Ski.“ Man darf gespannt sein, wo die Kooperation zwischen Franz Kneissl III und Zaniers Fitstore24 noch hinführen wird. Ein bekannter Name, ein ansprechendes Design, gute Ausstattung und ein konkurrenzfähiges Preis-Leistungs-Verhältnis machen unterm Strich ein stimmiges Produkt, das überzeugen kann. Umgemünzt auf einen Ausspruch, den Franz Kneissl einmal über den Ski getätigt hat, könnte man auch sagen: „Ein E-Bike, das dich bewegt, hinterlässt nicht nur Spuren am Boden.“ Tüfteln am ultimativen E-Bike: Franz Kneissl III, Werner und Mario Zanier

FITSTORE24 Das Unternehmen wurde 1996 von Werner Zanier gegründet und ist heute Österreichs größter Bikeund Fitness-Onlinehändler. Sohn Mario Zanier sorgt als CTO für technologische Infrastruktur und Stateof-the-Art-Prozesse. Vom Standort Nußdorf-Debant in Osttirol aus beliefert Fitstore24 Fachhändler und große Handelsmarken mit Fahrrädern, Fitnessgeräten und Infrarotkabinen – teilweise als Eigenmarken. Das Unternehmen erwirtschaftete an den Standorten in Tirol und Wien mit knapp über 100 Mitarbeitern 2021 einen Umsatz von 35 Millionen Euro. www.fitstore24.com

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WO DAS GLÜCK WOHNT Das Alpin Panorama Hotel Hubertus im südtirolerischen Olang nahe Bruneck ist ein Ort, wo das Auge auf- und einem das Herz fast übergeht. Ein Ort, wo der Horizont weit und das Glück ganz nah ist. TEXT: MARINA BERNARDI

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inst war das Hubertus ein einfacher Gasthof, heute zählt das Haus zum Besten und Schönsten, was der Alpenraum zu bieten hat. Wie kaum ein anderes Hotel trägt es die Handschrift der Gastgeberfamilie, die es mit Liebe zum Detail und dem Blick fürs große Ganze zu einem Refugium entwickelt hat, das seinesgleichen sucht. Seit jeher ist Christian Gasser, heutiger Seniorchef des Hubertus, fasziniert vom Zusammenspiel von Natur und Architektur, das sich innen wie außen auf harmonische Weise bis in den kleinsten Winkel wiederfindet, ohne kitschig, gewollt oder aufgesetzt zu wirken. Das Hubertus scheint trotz seiner Größe wie natürlich gewachsen und fast so, als wäre es immer schon Teil der Umgebung gewesen. Und die Geschichte wird laufend fortgeschrieben, Stillstand ist die Sache der Familie Gasser nicht.

ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE

International bekannt ist das Alpin Panorama Hotel Hubertus bis dato vor allem ob seines spektakulären, freischwebenden Sky-Pools mit nahtlos-atemberauben-

© KOTTERSTEGER, ALEX FILZ, JOVI TRAVEL

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Das familiengeführte Hubertus im Herzen der Dolomiten setzt seit Jahren neue Maßstäbe – in der Gastfreundschaft und in der Architektur.

dem Fernblick, der ebenso aus einer Vision Christian Gassers entsprang wie der halbrunde Zubau … und das neuste architektonische Meisterwerk: das Sky-Spa mit dem bezeichnenden Namen „Heaven & Hell“, das Wellness im wahrsten Sinne auf den Kopf stellt. Weil es manchmal einfach eine andere Perspektive braucht. Die zweigeschoßige Wellness-Plattform in Stahlkonstruktion ist über einen filigranen Steg mit dem neuen Ruheraum des Hotels verbunden. Staunend wandert der Blick von oben nach unten. Zwischen dem sattblauen Himmel und dem idyllischen Tal schwebt der außergewöhnliche Wellnessbereich, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Die eleganten Hütten, die zum Teil kopfüber an der Plattform zu hängen scheinen, erinnern an die ursprünglichen Almschupfen, die den hiesigen sanften hochalpinen Bergwiesen eigen sind, und spannen damit einen wunderbaren Bogen in die umliegende Natur, die hier so unmittelbar erlebt wird, als stünde man direkt drin. Während das wohlig-warme Wasser des Whirlpools auf der oberen Etage den Körper sanft umspielt, versinkt der Ruhesuchende in der Schönheit der Natur und glaubt, im Himmel angekommen zu sein. Eine Etage tiefer, in der die Schwerkraft wie ausgehebelt wirkt, wird Wohlfühlen um eine neue Dimension erweitert. Hier unten, im Nacktbereich, der sich Hölle nennt, wird es in den zwei Saunen quasi folgerichtig heiß. Freie Sicht aufs Gebirge inklusive.

Heaven & Hell ist eine beeindruckende Erweiterung des an sich schon herausragenden Wellnessangebotes. Nicht umsonst ist das Hubertus Teil der Belvita Leading Wellness Hotels Südtirol. Im rund 7.000 Quadratmeter großen Alpenreych Park entspannt man in sieben verschiedenen Saunen, sechs beheizten Pools und mehreren Ruheräumen, bei einer individuellen Wellness- oder Beautybehandlung kommen Körper und Geist vollends ins Gleichgewicht.

NATÜRLICH

Oben Himmel, unten Erde, innen Seelenfrieden: Die WellnessPlattform „Heaven & Hell“ ist ein architektonisches Meisterwerk, das zwischen den Welten zu schweben scheint.

Fast selbstredend hält die Natur auch in der Küche des Hubertus Einzug. Auf der international ausgerichteten Karte finden sich einzigartige kulinarische Kreationen, die Südtiroler Bodenständigkeit mit mediterraner Leichtigkeit verbinden und damit alle Sinne inspirieren. Auch das Restaurant öffnet durch seine große Panoramafront konsequent den Blick nach draußen. Freie Sicht auf die Bergwelt genießen Gäste des Hubertus auch direkt vom kuschelig-weichen Bett aus und jede Sekunde hat man das Gefühl: Ja, so muss sich der Himmel anfühlen.

ALPIN PANORAMA HOTEL HUBERTUS Furkelstraße 5 / Geiselsberg I-39030 Olang Tel.: 0039/0474/592 104 info@hotel-hubertus.com

www.hotel-hubertus.com

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HOLLADIO Direkt an der Piste im Skigebiet Col Rodella am Langkofel liegt das Rifugio Salei. Es Hütte zu nennen wäre falsch, aber irgendwie ist es auch kein Hotel. Hüttenfeeling – ja, Hotelniveau auch. Vielleicht lässt sich das Haus am ehesten als eine extrem gemütliche Unterkunft beschreiben, aus der man irgendwie nicht mehr weg mag.

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uf einer Höhe von 2.225 Metern zwischen dem Grödner- und dem Fassatal direkt an der berühmten Sellaronda trifft man auf diesen magischen Ort: die Salei Hütte. Hier vereinen sich – nur zwölf Gehminuten vom Sellajoch – romantische Tradition und moderner Komfort. Mit Restaurants, Lounge Bar, Spa mit Saunalandschaft und Swimmingpool, Wellness direkt an der Piste und einem atemberaubenden 360-Grad-Ausblick

ist die Ski-in/Ski-out-Salei-Hütte der ideale Ort, um sich zu erholen und die Jahreszeiten zu genießen. Jedes Zimmer und jede Suite ist ein Einzelstück – Designerlampen, Holz aus alten Südtiroler Berghütten, moderne Bäder und Balkone, von denen man in die magische Bergwelt der Dolomiten blickt. Abends verwöhnt das freundliche Salei-Team rund um Chef Alexander die hungrigen Skifahrer oder Wanderer mit Köstlichkeiten, die groß-

teils aus der Region kommen. Leider ist das luxuriöse Rifugio meist ausgebucht, daher empfiehlt es sich, den Wohlfühlort so früh als möglich zu buchen.

REFUGIO SALEI Passo Sella, 43 I-38032 Passo Sella Tel.: 0039/0335/753 6315 info@rifugiosalei.it

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Charakteristisch für JOYN sind besonders die Community Spaces. Als Highlight in Zürich zählt zudem der über den Innenhof schwebende Flieger der Marke Luscombe 8A aus den 1930er Jahren.

© UPARTMENTS REAL ESTATE, MANFRED SODIA PHOTOGRAPHY

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Das neue Einfach JOYN Serviced Living bietet urbanen Zeitgeist in Zürich. Und anderswo.

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nverputzte Betondecken, minimalistisches Design und knallgelbe Akzente. Mit der neuen Art des Wohnens schafft JOYN Serviced Living in Europa ein hochwertiges Zuhause auf Zeit für Entrepreneure, Business-Traveller und Städtereisende. Vor allem jene, die unkompliziert ein temporäres Zuhause suchen und gewisse Ansprüche hegen, was Stil und Komfort angeht, werden hier fündig. Denn JOYN bedeutet #stayeasy. Egal

ob Düsseldorf, Köln, Wien oder München, jedes JOYN punktet mit individuellen Besonderheiten. Im JOYN Zürich liegt die Natur direkt vor der Haustür, nur wenige Meter vom Opfikerpark entfernt. Innerhalb der grünen Parklandschaft findet sich nicht nur ein Badesee inklusive Sandstrand, auch die beliebte Hamilton-Promenade und unzählige Bars und Restaurants sind durch einen kurzen Spaziergang schnell erreichbar.

ZUSAMMENKOMMEN Charakteristisch für JOYN sind besonders die Community Spaces, in denen Gäste miteinander ins Gespräch kommen. Viele Leistungen wie Strom, Wasser oder Wi-Fi sind obendrein inklusive oder kosten nur einen geringen Aufpreis – wie die vollautomatische Laundrette und die Tiefgarage mit Ladestationen für Elektroautos oder -bikes. Ganz ohne Papierkram, Mietvertrag oder Mindestaufenthaltsdauer. #stayeasy eben. www.joyn-living.com


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eco.life

HELFEN, WO MAN KANN

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ie meisten verbinden die Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) vermutlich mit Altenwohn- und Pflegeheimen sowie der mobilen Essensversorgung durch das Innsbrucker Menu Service. Das stimmt natürlich. Mit derzeit acht Altenwohn- und Pflegeheimen (Hötting, Innere Stadt, Lohbach, Olympisches Dorf, Pradl, Reichenau, Saggen und Tivoli) ist die ISD mit Abstand der größte Heimträger Westösterreichs und beherbergt dort aktuell insgesamt über 1.000 Bürger*innen der Stadt Innsbruck. Das stationäre Angebot beinhaltet dabei Tages- und Kurzzeit- sowie Dauerpflege. Dazu stellen die ISD an neun Standorten verteilt über die gesamte Stadt über 220 Ein- bzw. ZweiPersonen-Seniorenwohnungen zur Verfügung, allesamt infrastrukturell gut angebunden und in der Regel mit Gemeinschaftszonen zum persönlichen Austausch versehen. Doch die ISD ist noch mehr.

Menschen, die in irgendeiner Form (soziale) Unterstützung brauchen, werden auch hierzulande tendenziell immer mehr. Die Innsbrucker Soziale Dienste GmbH unterstützt in der Landeshauptstadt in den verschiedensten Bereichen.

MOBIL BETREUT

Neben dem (teil)stationären Angebot hält die ISD eine Vielzahl an mobilen Betreuungsmöglichkeiten bereit: mobile Hauskrankenpflege und Heimhilfe, aber auch mobile Therapien im Bereich der Logopädie und Physiotherapie. Was viele nicht wissen: Die ISD ist auch in den Bereichen der Kinderund Jugendbetreuung, der Wohnungslosenhilfe und der ambulanten Suchtprävention tätig. Neben Kinderkrippen und -gärten betreibt die ISD in Mariahilf und im Pechegarten zwei Wohngruppen, in denen Kinder und Jugendliche einen Platz im familienähnlichen Umfeld finden, in dem sie sich gemäß ihrer Individualität, unabhängig von Herkunft, religiöser Überzeugung, sexueller Orientierung und weltanschaulichem Hintergrund, entfalten können und trotz vielfach schwieriger äußerer Umstände in ihrer Entwicklung professionell begleitet werden. Im Zuge der ambulanten Suchtprävention werden Menschen mit den unterschiedlichsten Formen von Suchterkrankungen beraten sowie psychiatrisch und medizinisch betreut. Das Team besteht aus Psychotherapeut*innen und einem Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und hilft bei der Zusammenstellung einer individuellen Therapie. Gerne können sich hier

auch Angehörige von Betroffenen melden. Die Süchte reichen von Internet- und Computersucht über Essstörungen, Glücksspiel bis hin zu Alkoholabhängigkeit und illegalen Drogen. Manchmal führen Suchterkrankungen bis hin zum Wohnungsverlust, wobei dieser meist das Ergebnis mehrerer Faktoren ist. Wie auch immer es zur Obdachlosigkeit kommt, auch dafür ist die ISD mit ihren verschiedenen spezifischen Einrichtungen Ansprechpartner.

und Freiwillige die wertvolle Arbeit. Freiwillige Arbeit ist grundsätzlich in fast allen Einrichtungen außer der Suchtprävention möglich und reicht von Besuchsdiensten bei pflegebedürftigen, oft einsamen Menschen, Begleitung bei Spaziergängen oder Hilfe bei Spiel- und Bastelrunden über verschiedene Projekte im Zuge von Stadtteiltreffs bis zur Nachbarschaftshilfe für Senior*innen.

MITHELFEN

INFO

Derzeit arbeiten mehr als 1.200 Mitarbeiter*innen in Pflege, Betreuung, Küche, Wäscherei, Verwaltung und Technik in der Innsbrucker Soziale Dienste GmbH. Zusätzlich unterstützen zahlreiche Ehrenamtliche

Wer sich engagieren möchte, meldet sich am besten bei Elisabeth Zandanel (0664/800 93 1510) oder Birgit LainerFalch (0664/800 83 1511) bzw. unter ehrenamt@isd.or.at. Erste generelle Infos finden Sie unter www.isd.or.at.


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