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ARCHITEKTUR & LIFEST Y LE
AU S G A BE 06
ANSICHTSSACHE
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MAI 2020
STADT-OASEN
Architektur zwischen Zweck und Ästhetik
Vom Wert des Grüns MAXIMAL MINIMAL
Die Kunst des Weglassens FREI-RAUM
RAUM
Wohnen im DraußenZuhause
ZUM LEBEN BAUKUNST ALS SPIEGEL DES LEBENS UND DER ZEIT.
O
N
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ugegeben, die Zeit, in der wir uns gerade befinden, war eine dieser Wendungen, auf die man gut und gerne hätte verzichten können. Es waren nur ein paar Wochen und dennoch haben sie unser komplettes Leben auf den Kopf gestellt. Sie haben uns aber auch vor Augen geführt, was für uns wirklich wichtig ist und wie wenig wir eigentlich fürs eigene Glück brauchen. Der Wohnraum ist verstärkt in den Fokus gerückt und die Krise hat uns gezeigt, wie sehr unser Zuhause ein Ort sein soll, der uns auffängt und beschützt, in dem wir Kraft und Energie tanken, aber auch Ruhe finden. Wir haben uns in dieser Ausgabe deshalb viel mit dem Thema Wohnen auseinandergesetzt, das sich stets im Spannungsfeld zwischen Aktivität und Entspannung befindet und wo es letztlich doch immer nur um das eine geht: ums Wohlfühlen. So ähnlich verhält es sich mit der Architektur an sich. Sie hat ganz viele unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen. Sie soll zweckmäßig sein, ästhetisch, funktional, anpassungsfähig und doch eigenständig, manchmal soll sie ganz still dastehen, manchmal darf sie polarisieren. Architektur ist eine ewige Gratwanderung und damit auch ein bisschen wie das Leben selbst. Jeder Lebensabschnitt ist anders, stellt seine Ansprüche und uns vor unterschiedliche Herausforderungen. Das ganze Leben ist eine einzige Veränderung. Deshalb muss sich auch der Raum um uns „So wie du bist, so sind verändern. Städte entwickeln sich, Häuser auch deine Gebäude. ändern ihre Formen und sind damit oft auf L O U I S S U L L I VA N den ersten Blick der Zeit ihrer Entstehung zuzurechnen. Das Spiel aus Materialien, Farben, Optik und Haptik bekommt in jeder architektonischen Epoche neue Regeln. Unterschiedliche Aspekte rücken mal in den Vordergrund, mal werden sie verdrängt. Durch Neues, Anderes, gelegentlich Besseres. Prioritäten verschieben sich, um nach einer gewissen Zeit wieder oder gänzlich neu entdeckt zu werden. Wir haben uns in dieser Ausgabe – den aktuellen Umständen und der etwas eingeschänkten Bewegungsfreiheit entsprechend – vorwiegend auf den Weg durch Innsbruck gemacht und uns angesehen, welche Richtung die Stadt gerade nimmt. Vieles davon lässt sich verallgemeinern, Einzelnes ist ihr zu eigen. Es gibt schöne Fleckchen und weniger schöne. Auch das ist wie im Leben – Schönheit liegt im Auge des Betrachters und manchmal muss man einfach nur den Blickwinkel ändern.
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Kaum ein Leben verläuft linear. Es sind die so genannten Meilensteine, die ihm die verschiedensten Wendungen geben und es in eine andere, neue Richtung lenken. Das ist auch in der Architektur so.
in der ruhe liegt die kraft.
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FOTOS: © MARIAN KRÖLL, CHRONIC-PICTURES, CARL HANSEN, PROLICHT, SKAGERAK, OLIVER JAIST
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ARCHITEKTUR 06 STADTENTWICKLUNG
Das Quartier ist wieder da. Immer häufiger setzen Entwickler, Architekten und Stadtplaner auf die Verschmelzung von Wohn-, Arbeitsund Gemeinschaftsflächen. Aus guten Gründen. 20 DER WERT DES GRÜNS Für viele sind Grünflächen in Städten Erholungsraum, Treffpunkt für soziale Kontakte oder Sporträume. Für andere sind sie das Wohnzimmer, weil sie in einer viel zu kleinen Wohnung mit vielen anderen zusammenleben und ihren Freiraum daher in der öffentlichen Grünfläche suchen müssen. Die vielen Funktionen des Grüns. 32 DIE NEUE FREIHEIT Der eigene Wohnraum hat in den vergangenen Wochen noch mehr an emotionalem Wert gewonnen. In der Innsbrucker Museumstraße ist Architekt Gerhard Hauser dabei ein Vorzeigeobjekt gelungen. 36 DIE KUNST LIEGT IM DETAIL Anspruchsvollen Gästen ein einzigartiges Urlaubs-Wohlgefühl zu vermitteln, ist eine der ganz besonderen Interessen und Ansprüche von Architekt Jürgen Kitzmüller und seinem Team.
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DIE UNTERSCHÄTZTE SPEZIES
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LIFESTYLE
Stuck ist das Material, das ästhetisch ganze Epochen geprägt hat. Stuckateure waren allerorten gefragt. Heute ist das schöne Handwerk selten geworden, kaum jemand beherrscht noch dessen gesamte Facetten. Was schade ist. 50 ZWISCHEN FORM UND FUNKTION Jede Zeit reibt sich an Objekten, die so gar nicht der allgemeinen Vorstellung von gelungener Architektur entsprechen. Seine Daseinsberechtigung hat aber wohl jedes Bauwerk – ob’s uns gefällt oder nicht. DIE KUNST DES WEGLASSENS
Reduziertheit und Einfachheit und die Sehnsucht nach einem achtsamen Leben spiegelt sich in unseren Wohnräumen seit einiger Zeit wieder. Im Japandi-Style trifft die Ästhetik des Ostens auf die Schlichtheit des Nordens. 03 EDITORIAL 62 SERVICE 68 TREND DER AUSGABE 110 KURZ & BÜNDIG 128 BUCHTIPPS
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GÖTZENS TIRFFT LONDON
Der britische Designer Tom Dixon und das Tiroler Unternehmen Prolicht haben ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben. Das Ergebnis: das LED-Schienensystem CODE. 88 #STAYATHOME Die Krisenzeit hat unsere Arbeitswelt auf viele verschiedene Weisen verändert. Und sie hat auch die Art des Arbeitens beeinflusst. Viele von uns sind zumindest temporär ins Homeoffice übersiedelt. Wir zeigen, wie (schön) das Arbeiten daheim gelingen kann. 96 DAS DRAUSSEN-ZUHAUSE Vorbei sind die Zeiten, in denen unsere Balkone und Terrassen bestenfalls als nützliche Flächen zum Wäschetrocknen, Blumenpräsentieren oder Kleidunglüften dienten und vielleicht zweimal jährlich begrillt wurden. Die Außenflächen sind zum erweiterten Wohnraum geworden. 122 KURZZEITIG WOANDERS WOHNEN Vor über zehn Jahren begann der Hannoveraner Architekt Jan Hamer besondere Urlaubsdestinationen zu sammeln. Architektur auf Zeit und für die schönste Zeit sozusagen. Auch in Österreich und Tirol sind einige Projekte dabei.
& MEDIENINHABER: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, 0512/290088, redaktion@econova. at, www.econova.at GESCHÄF T SLEITUNG: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin A S SIS TENZ: Martin Weissenbrunner CHEFREDAK TION: Marina Bernardi AUTOREN DIESER AUSGABE: Marian Kröll, DI Caterina Molzer-Sauper, Doris Helweg ANZEIGENVERK AUF: Ing. Christian Senn, Bruno König, Matteo Loreck, Hannelore Weissbacher L AYOUT: Tom Binder LEK TOR AT: Mag. Christoph Slezak DRUCK: Radin-Berger-Print GmbH COVERFOTO: Living Pool von Biotop, Gartenbau Wammes, www.gartenwammes.at HERAUSGEBER
IHR GOLDSCHMIED SEIT 1764
Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova GRUNDLEGENDE RICHT UNG: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Well ness, Steuern, Recht, Kulinarium und Life style beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. JAHRE S ABO: EUR 25,00 (14 Ausgaben). Sind Beiträge in dieser Ausgabe in der Kopfzeile mit dem FIRMENNAMEN gekennzeichnet, handelt es sich um BE Z AHLTE ANZEIGEN! UNTERNEHMENS GEGENS TAND:
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DIE LEIDENSCHAFT SPÜREN.
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QUALITÄT IM QUARTIER Da entwickelt sich was, im Städtebau. Das Quartier ist wieder da. Immer häufiger setzen Entwickler, Architekten und Stadtplaner auf die Verschmelzung von Wohn-, Arbeits- und Gemeinschaftsflächen. Eine Entwicklung, die der Stadt und ihren Nutzern zum Vorteil gereicht, die Identifikation stärkt und verschüttete Identität wieder neu hervorbringt. TEXT: MARIAN KRÖLL
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n Tirol findet der Trend zur Quartiersentwicklung exemplarisch in bereits umgesetzten Projekten wie dem Kultur Quartier Kufstein oder dem noch zu errichtenden DAS RAIQA in Innsbruck seinen Niederschlag. Ersteres ist ein Gebäudekomplex, der – neben der Festung – als kulturelles Herzstück der Stadt dient und auf 5.200 Quadratmetern verschiedene Nutzungen, darunter ein Theater, einen Veranstaltungssaal, ein Hotel sowie Wohn- und Geschäftsflächen vereint. Rundum auf Zuspruch stößt dagegen das Projekt, mit dem sich die Raiffeisen Landesbank Tirol unter anderem eine neue Zentrale am bisherigen Standort in der Innsbrucker Adamgasse gibt. Aus dem in die Jahre gekommenen Bankgebäude wird ein hybrider Gebäudekomplex, der alle Stückerln spielen soll. Aus dem Architekturwettbewerb ging das Wiener Büro Pichler & Traupmann als Sieger hervor. Mit dem neuen Gebäude geht für die RLB auch eine Neuinterpretation ihrer Rolle einher, die über das klassische Bankgeschäft hinausreicht, wird die Bank doch in Zukunft auch als Gastgeberin für Dienstleistungen, Kultur, Kunst und Genuss fungieren. Aus städtebaulicher Sicht attraktiviert DAS RAIQA den Zugang vom Hauptbahnhof via Bozner Platz in die Innsbrucker Altstadt, der bisher wahrlich kein Schmuckstück ist. Innsbrucks oberster Stadtplaner Wolfgang Andexlinger, der auch an der Universität Innsbruck Stadtplanung lehrt, findet DAS RAIQA mit seinem hybriden Ansatz zwar komplex, aber auch clever und von hoher inhaltlicher Wirksamkeit für die Stadt. Eines scheint gewiss: Mit dem kommenden Quartier Innsbruck Mitte wird der erste Eindruck, den Bahn- und Busreisende von der Stadt bekommen, ein vorteilhafterer sein als bisher, wird doch aus einer finsteren und engen Passage ein weiträumiges Stück Lebensraum. Man darf mit einiger Sicherheit davon ausgehen, dass es in niemandes Interesse liegen wird, das gesellschaftliche Leben, die Begegnung und Interaktion nach bzw. mit Corona nachhaltig abzudrehen. Der RLB-Vorstandsvorsitzende und zukünftige Quartiermeister Johannes Ortner lässt sich selbst durch die derzeitige Krise vom Zeitplan für DAS RAIQA – es soll noch 2023 fertiggestellt sein – nicht abbringen und meint im aktuellen RLB-Geschäftsbericht: „Wenn wir heute das Konzept für den Um- und Neubau noch mal neu angehen müssten, denn wir müssen ja umbauen, das ist eine Notwendigkeit, dann würden wir es wieder
ganz genauso anlegen. Wir alle haben das Bedürfnis nach Begegnung, Treffen und persönlichem Austausch, jetzt sogar noch um vieles mehr. Interessanterweise wird also das, was DAS RAIQA ausmachen soll, durch die derzeitige Krise sogar noch zusätzlich befeuert.“ Die Bank gewissermaßen als Begegnungszone zu inszenieren ist jedenfalls ein spannender Ansatz, der im Nachgang auch den trotz seiner zentralen Lage nur mäßig einladenden Bozner Platz und die Adamgasse aufwerten dürfte und zusätzliche Sogwirkung in Richtung Zentrum entwickeln wird.
SCHÖN UND GUT
Quartiere wie dieses sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch ökologisch sinnvoll. Kluge Stadtentwicklung mittels Verdichtung und Mischnutzung in Quartieren zeitigt effizientere, weil gebremste Verkehrsentwicklung und kann nach Expertenmeinung dazu führen, dass rund ein Drittel der üblicherweise zurückgelegten Verkehrswege eingespart werden können. „Viele europäische Städte, so auch Innsbruck, setzen auf verstärkte Quartiersentwicklung. Unter Quartiersentwicklung können vordergründig zwei Ansätze verstanden werden. Der eine ist derjenige Ansatz, bei dem ganz bewusst neue Inhalte an einen Ort platziert werden, um diesen räumlich zu verbessern und zu aktivieren. Dabei spielt unter anderem die Belebung der Erdgeschoßzone eine ganz wesentliche Rolle. Das Beipiel DAS RAIQA kann an dieser Stelle genannt werden. Der andere Ansatz ist derjenige, der die vorhanden Potentiale und das lokale Engagement der Bewohner eines Stadtteils insgesamt aufgreift und die Bevölkerung zur Beteiligung einlädt. Durch öffentliche und private Kooperationen sowie durch partizipative Prozesse soll das eigene Lebensumfeld verbessert werden. Der gemeinsame Lebensraum von Menschen in überschaubaren, lokal identifizierbaren Bereichen einer Stadt wird dabei als wesentlicher Handlungsraum gesehen“, erklärt Wolfgang Andexlinger, der Leiter des Amtes für Stadtplanung, Stadtentwicklung und Integration der Stadt Innsbruck. Das Interview.
„W I R A L L E H A B E N D A S B E D Ü R F N I S NACH BEGEGNUNG, TREFFEN UND P E R S Ö N L I C H E M A U S TA U S C H , JE TZ T SOGAR NOCH UM VIELES MEHR. INTERESSANTERWEISE W I R D A L S O D A S , WA S D A S R A I Q A AUSMACHEN SOLL, DURCH DIE DERZEITIGE KRISE SOGAR NOCH Z U S ÄT Z L I C H B E F E U E R T.“ J O H A N N E S O R T N E R ,V O R S TA N D S V O R S I T Z E N D E R RLB TIROL, DAS RAIQA
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ECO.NOVA: Woran kranken der Städtebau bzw. die Stadt-
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planung der letzten Jahrzehnte aus Ihrer Sicht? WOLFGANG ANDEXLINGER: Städte sind in ständiger Veränderung. Die auf die Städte einwirkenden Kräfte – lokal, regional und global – formen die Städte weiter. Der Städtebau muss sich daher diesen sich verändernden Rahmenbedingungen anpassen und auf diese reagieren. Das bedeutet, dass manche Werkzeuge bzw. Instrumente, die bei der Planung einer Stadt bis vor Kurzem noch gut funktioniert haben, plötzlich hinterfragt werden müssen. Dieser Veränderungsprozess beschleunigt sich in den letzten Jahren zunehmend und es gibt laufend neue Fragen ökologischer, ökonomischer und sozialer Natur, auf die es Antworten zu finden gilt. Ich würde daher nicht sagen, dass der Städtebau insgesamt krankt, sondern dass es aktuell Fragestellungen gibt, die bis vor Kurzem so nicht dagewesen sind. Neben Fragen im Umgang mit dem Klimawandel sind das Fragen der weiter auseinanderdriftenden sozialen Landschaft sowie Fragen, wo und wie Geld investiert werden soll. Seit der Finanzkrise 2008 ist zu beobachten, dass große Teile des verfügbaren Kapitals in Immobilien investiert wurden und hier meist in den freifinanzierten Wohnbau. Das hat zu einem erheblichen Anstieg der Kosten für Wohnen beigetragen und führt auch dazu, dass sich junge Familien ein Wohnen innerhalb der Stadt Innsbruck kaum mehr leisten können. Was die aktuelle Coronakrise auf dem Finanzmarkt auslösen wird, wird sich zeigen. Das vorhandene Kapital wird sich wieder Bereiche suchen, wo Renditen zu erwirtschaften sind. Ob das weiterhin der Wohnungsmarkt sein wird, wird sich weisen. Es gilt jedenfalls geeignete Instrumente zu finden, damit bauliche Investitionen in eine Stadt auch Mehrwerte für die Gesellschaft insgesamt bringen. Ist die Quartiersentwicklung als Gegenbewegung, als Reaktion auf die Versäumnisse im Städtebau zu sehen? Lebendige Stadtquartiere zeugen von einer hohen Lebensqualität und Identifikation der Bewohner eines Stadtteils. Während früher in den Erdgeschosszonen viele kleine Läden und Boutiquen zu finden waren und damit wesentlich zur Atmosphäre eines lebendigen Stadtteils beitrugen, sind diese in den letzten Jahren in vielen nicht zentral gelegenen Straßenzügen mehr und mehr unter Druck gekommen und zum Teil leider auch verschwunden. Das wirtschaftliche Überleben einer solch kleinteiligen Struktur wurde zunehmend schwieriger, weil sich
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DAS RAIQA INNSBRUCK
Mit DAS RAIQA wagt sich die Raiffeisen Landesbank auf neues Terrain. Der hybride Gebäudekomplex, entworfen vom Wiener Architekturbüro Pichler & Traupmann, beinhaltet neben der Bank selbst ein Vier-Sterne-Hotel, Gastronomie, Shops, einen neuen Art-Space und Seminar- und Veranstaltungsmöglichkeiten – das alles in einem innovativen Urban-Sharing-Konzept, bei dem die Flächen im Quartier von mehreren Nutzern gemeinsam bespielt werden. „Zentrale Idee ist es, den Kern des Gebäudes, die wunderschöne, weit gespannte Stahlbeton-Skelettstruktur des Hochhauses, herauszuschälen, von ihren Lasten im wahrsten Sinn des Wortes zu befreien und als frei bespielbare Raumstruktur zum Atrium und zur Halle des hybriden Gebäudekomplexes zu machen“, erläutert Christoph Pichler. „Der vormals dicht genutzte Raum wird zum Leerraum, die Gebäudestruktur des alten Bankgebäudes wird zur Identifikationsstruktur der neuen Bank als Gastgeberin.“ Es soll Raum geschaffen werden, der allen offensteht – für Austausch und Begegnung, zur Benützung und Bespielung. „Zwischen Südtiroler Platz und Adamgasse entsteht eine Plaza, die sich trapezförmig bis auf die volle Breite des gegenüberliegenden Gebäudes der Nationalbank öffnet“, ergänzt Johann Traupmann. „Der Raum des Stahlbetonskeletts wird zur Bank- und Hotellobby, zur gemeinsamen Halle sowie zu einem Teil des Art-Space. Um diese Struktur herum lagern sich alle Funktionsbereiche vielschichtig an.“ Der hybride Charakter des Gebäudes zeigt sich nicht nur in seinen vielfältigen Nutzungsformen, sondern auch in der Materialwahl – im Kontrast zur vorhandenen Stahlbeton-Skelettstruktur kommt der nachhaltige Baustoff Holz zum Einsatz. Die Entscheidung für den Entwurf des Wiener Architektenbüros Pichler & Traupmann fiel im Rahmen eines Wettbewerbs, zu dem die RLB Tirol 16 regionale, nationale und internationale Architekturbüros eingeladen hatte (15 davon haben teilgenommen). Eine Jury aus Vertretern der Stadt Innsbruck, der Architektenkammer, der Bank sowie Bauexperten entschied sich im März 2019 für zwei Finalisten, Pichler & Traupmann und Iris Reiter. Im Zuge einer weiteren Konkretisierung der beiden Projekte erhielten Pichler & Traupmann nun den Zuschlag. Die Gesamtkosten der Quartiersentwicklung belaufen sich auf 140 Millionen Euro – 70 Millionen davon werden in eigengenützte Flächen investiert, die andere Hälfte wird fremdgenutzt und durch Vermietung langfristig wieder zurückverdient. Der Abschluss des Projekts ist für 2023 geplant.
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beispielsweise Shoppingcenter, große Elektronikanbieter und viele andere größere Geschäftslokale oftmals an den Rand der Städte setzten und Kaufkraft entzogen. Dadurch wurden viele Straßen ausgedünnt und haben damit viel ihrer Identität verloren. Mit der Quartiersentwicklung versucht man, solchen Entwicklungen bewusst entgegenzuwirken und Stadtquartiere wieder zu lebendigen Orten zu machen. Es geht darum, das soziale Zusammenleben und auch das wirtschaftliche Gefüge zu stärken.
Ist die Charta von Athen, welche die Trennung nach Funktionen angestrebt hatte, heute obsolet? Welches Paradigma ist an ihre Stelle getreten? Die Charta von Athen hat ihren gedanklichen Ursprung am Beginn des 20. Jahrhunderts, als viele Städte stark verschmutzt und durch die wachsenden Industriebetriebe starken Immissionsbelastungen ausgesetzt waren. Außerdem lebten viele Menschen in zum Teil verarmten, desaströsen und unhygienischen Lebensumständen. Die ursprüngliche Idee der Charta von Athen war es, die Stadt neu zu denken und den Menschen wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Damals wurde die mittelalterliche Stadt als nicht zukunftsfähiges Gebilde betrachtet. Die Zukunft der Stadt wurde in der völligen Neuorganisation gesehen. Und diese sollte vor allem durch das Trennen von Funktionen gelingen, sodass Wohnen und Arbeiten bzw. Produzieren von Gütern bewusst voneinander getrennt wurden. Vor allem in der Nachkriegszeit des 2. Weltkriegs wurde daher auf das Konzept der Charta von Athen gesetzt. Das nicht zuletzt deshalb, weil das Automobil als wesentliches Element für zukunftsfähige Städte gesehen wurde. Dass mit dem Bau großangelegter Stadtstraßen und Autobahnen und mit der bewussten Trennung von Arbeiten, Verwaltung, Shopping und Wohnen andere Probleme, etwa Staus, lange Arbeitswege und Umweltverschmutzung einhergehen, wurde erst später erkannt. Auch wenn aus heutiger Sicht die Charta von Athen oft als Fehlentwicklung gesehen wird, so ist der Gedanke der Trennung von Funktionen nicht per se schlecht. Es gab gewichtige Gründe für diesen planerischen Zugang zur Stadt und auch heute noch gibt es Gründe für ein Trennen von manchen Funktio-
Auch Schwaz bekommt dank der dortigen Raiffeisen-Regionalbank ein neues Dienstleistungszentrum. Zentral in der Stadt soll ab heurigem Herbst das „Quartier am Raiffeisenplatz“ entstehen. Aus der durchaus hochkarätigen Riege der Teilnehmer der Architekturausschreibung ging der Entwurf der Tiroler Architektin Silvia Boday als Siegerprojekt hervor – vor allem deshalb, weil der Entwurf die Typologie der Schwazer Innenstadt mit ihren gassenartigen Durchwegungen in sich aufnimmt. So wird der Bau neue fußläufige Verbindungen zwischen der Postgasse und Ullreichstraße sowie der Innsbrucker Straße auf dem Raiffeisenplatz bis zum Mathoihaus schaffen. „Das Quartier wird allen Stadtbewohnern das Leben erleichtern. Kurze Wege, viele Dienstleistungen unter einem Dach, moderne und intelligente Stadtentwicklung – dafür steht das Projekt ‚Quartier am Raiffeisenplatz‘“, erklärt Gerhard Bathelt, Geschäftsleiter der Raiffeisen-Regionalbank Schwaz. Bereits fixiert ist, dass die Tiroler Gebietskrankenkasse und ein Zahnambulatorium hier ihr neues Zuhause finden werden. Gespräche über verschiedene fachärztliche Ordinationen und Gewerbeflächen, die von der Raiffeisen-Regionalbank Schwaz vermietet werden, seien weit fortgeschritten. Zusätzlich wird mit dem Quartier auch neuer Wohnraum in verkehrsberuhigter Lage geschaffen.
nen. Auch wenn heute nicht mehr das Ziel einer „autogerechten Stadt“ – eines der Leitbilder aus den 1950er Jahren – verfolgt wird, sondern vielmehr das Leitbild der „kompakten und produktiven Stadt“, also einer Stadt, in welcher Wohnen und Arbeiten wieder enger aneinandergeknüpft werden sollen, damit Städte lebendig und vielfältig sind. Dennoch gibt es wesentliche Gründe dafür, dass zum Beispiel emissionsreiches produzierendes Gewerbe und Industriebetriebe nicht in Wohngebieten liegen sollten, um Konflikte zu vermeiden. Es gilt also Stadt heute anders und neu zu denken als zu der Zeit, in der die Charta von Athen entstand. Wir brauchen heute kompakte und lebendige Städte, in denen Wohnen und Arbeiten wieder näher aneinanderrücken, aber dennoch keine neuen gegenseitigen Konflikte entstehen. Und gerade um diese Konflikte zu vermeiden brauchen wir neben den Räumen, in denen sich Wohnen und Arbeiten überlagern, auch Räume, die für die Weiterentwicklung auch von emittierenden Wirtschaftsbetrieben zur Verfügung stehen. Darum sind Stadtgebiete wie die Rossau u.a. weiterhin klar als reines Wirtschaftsgebiet zu halten. Wir wohnen ja nicht nur, sondern wir brauchen auch Raum für Wirtschaftsbetriebe und Arbeitsplätze, die Lärm und Verkehr verursachen. Das bedeutet aber nicht, dass diese Wirtschaftsräume von der restlichen Stadt abgetrennt bleiben sollen. Vielmehr müssen diese Räume viel besser, zum Beispiel mit Radwegen und durch den weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrs, an die restliche Stadt angebunden werden. Wie ist es in der Stadtentwicklung um die Zusammenarbeit der maßgeblichen Player – Raumpla-
ner, Architekten, Verwaltung, Politik und nicht zuletzt Bewohner – bestellt? Aus meiner Sicht als Stadtplaner ist die Zusammenarbeit sehr gut, wenn auch nicht immer die gleichen Ansätze und Meinungen vorhanden sind. Die Diskussion über die Zukunft der Stadt findet auf einem sehr hohen Niveau des gegenseitigen Respekts statt. Natürlich gibt es dabei immer wieder unterschiedliche Sichtweisen. Da kommt es immer darauf an, welche Werterhaltungen und Ziele gerade aufeinanderstoßen. Sehr häufig sind die Ziele der verschiedenen Akteure ähnliche bzw. sich gegenseitig ergänzende. Dann können Projekte unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen gut entwickelt und gemeinsam umgesetzt werden. Wenn es um Projekte geht, wo einander widersprüchliche Ziele gegenüberstehen, wird die Sache natürlich etwas komplizierter. Da braucht es oftmals viele Gespräche und Diskussionen. Viele Projekte können aus der Erfahrung der beteiligten Akteure heraus, mit den vorhandenen Instrumenten und klar definierten Rahmenbedingungen einer guten Ablaufstruktur folgend entwickelt werden. Gleichzeitig gibt es ständig Projekte und Themen bei der Entwicklung einer Stadt, die neu gedacht werden müssen. Stadt verändert sich laufend und somit auch der Umgang mit ihr. Dafür braucht es eine Offenheit, Neues zu erkennen, zu hinterfragen oder mitzutragen und zu ermöglichen, damit es insgesamt zu einer positiven Entwicklung der Stadt beiträgt.
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Findet ein offener Diskurs über die Chancen und Herausforderungen der Stadtentwicklung außerhalb der Academia überhaupt statt? Ein Diskurs über Stadt findet statt, denn jede Stadtbewohnerin und jeder Stadtbewohner hat eine Meinung zu seiner bzw. ihrer Stadt und diese wird in vielen Zusammenhängen kundgetan und diskutiert. Ob im privaten Raum, im Gasthaus oder bei öffentlichen Veranstaltungen. Genauso ist es auf der politischen
„W I R B R A U C H E N KO M PA K T E U N D L E B E N D I G E S TÄ D T E , IN DENEN WOHNEN UND ARBEITEN WIEDER NÄHER ANEINANDERRÜCKEN, ABER DENNOCH KEINE NEUEN G E G E N S E I T I G E N KO N F L I K T E E N T S T E H E N .“ WOLFGANG ANDEXLINGER
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oder auf Expertenseite. Ich kenne niemanden, der keine Meinung zu seiner bzw. ihrer Stadt hat. Bezugnehmend auf Innsbruck denke ich auch, dass es hier ein breites Angebot gibt, wenn man am Diskurs über die Entwicklung der Stadt teilnehmen will. Neben dem Diskurs auf universitärer Ebene finden vielfältige Diskussionen in politischen und fachlichen Kontexten statt. Viele davon sind öffentlich zugänglich und die Bewohnerinnen und Bewohner sind eingeladen, mitzudiskutieren.
K U LT U R Q UA R T I E R KUFSTEIN
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Mit dem multifunktionalen Kultur Quartier (Bauherr: Bodner Bau) hat Kufstein 2016 eine enorme Aufwertung erfahren, auch wenn es anfangs nicht nur Befürworter für das Großprojekt gab. Ziel war es, das Areal so zu bebauen, dass eine für Innenstädte übliche Trennung von einzelnen historisch entstandenen Gebäuden weiterhin bestehen bleibt, eine Zusammengehörigkeit der Einzelteile aber jederzeit spürbar ist. Architekt Johann Obermoser hat bei seinem Entwurf großes Fingerspitzengefühl bewiesen und ließ die verschiedenen Nutzungen voneinander profitieren und sie doch ganz eigenständig stehen. Insgesamt entstand am Oberen Stadtplatz auf über 5.200 Quadratmetern ein hochwertiger Kultur-, Arbeits- und Lebensraum. Im gesamten Komplex befinden sich eine Bank, das arte hotel, einige Shops, Büroflächen und hochwertige Wohnungen. Ein Teil des Ganzen ist das Kultur-Veranstaltungszentrum, das von der Stadt gekauft wurde. Sich als Kleinstadt den Luxus eines Stadttheaters zu leisten, ist mutig. Die Auslastung aber ist bislang positiv. Das Kultur Quartier wird sowohl für Kulturveranstaltungen als auch für den Kongressbereich genutzt. Auch das neue Laad-Haus ist mittlerweile akzeptiert, auch wenn den Bauherren die Neuinterpretation zu Anfang so mancher übel genommen hat. „Mit 36 Eigentumswohnungen, rund 3.000 Quadratmetern Büro-, Kanzlei- und Ordinationsräumlichkeiten sowie 850 Quadratmetern Geschäftsflächen entwickeln wir hier einen neuen Hotspot der Stadt“, meinte Mag. Ing. Thomas Bodner zu Beginn des Projekts. Das scheint gelungen.
Gab es in der Geschichte bereits Phasen, an die die moderne Quartiersentwicklung anknüpfen kann? Früher waren Städte oftmals viel kleinräumiger gegliedert. In einem Stadtquartier gab es viele kleine Geschäfte, Handwerker und andere Einrichtungen, die den Lebensalltag in diesem Stadtteil stark mitbestimmten. Nicht umsonst entstanden Begriffe wie das Grätzl in Wien oder der Kiez in Berlin, die sozialräumlich definierbare Bereiche der Städte umschrieben. Diese Stadtquartiere hatten und haben ihre jeweiligen Besonderheiten und Identitäten, die sie von anderen klar abgrenzen ließen. Die moderne Quartiersentwicklung versucht diese zum Teil verloren gegangenen oder teils nur verschütteten Identitäten von Stadtteilen wieder hervorzuholen und zu stärken.
Welche Anforderungen werden an den Menschen gestellt, der in einem Raum wohnt, in dem sich Wohnen, Arbeit und Infrastruktur stärker überlagern und vermischen? Es ist interessant, dass in Österreich weiterhin das Wohnen im Grünen als eines der großen Lebensziele junger Menschen gesehen wird. Gleichzeitig sind aber viele der Arbeitsplätze in den Städten und so sind mit diesem Idealbild des Wohnens im Grünen auch etliche problematische Themen verbunden, etwa ein hoher Flächenverbrauch und die Verbauung von Grünland, hohe Mobilitätskosten und Umweltbelastung, teure Infrastrukturen und anderes mehr. Gleichzeitig werden in urbanen Räumen große Anstrengungen unternommen, damit Wohnen und Arbeiten wieder näher aneinanderrücken und der weitere Flächenverbrauch möglichst geringgehalten wird. Viele Menschen, die in Städten wohnen, sehen diese Entwicklung auch als richtig an. Hier wird deutlich, dass es verschiedene Lebensvorstellungen und Lebensmodelle gibt. Menschen, die in städtischen Räumen leben wollen, in denen Wohnen, Arbeiten und Infrastruktur nahe beieinander liegen, haben andere Vorstellungen vom Leben als diejenigen, die sich ein Haus am Land wünschen. Ich würde vermuten, dass je stärker die Menschen davon überzeugt sind, dass für sie das Leben im Grünen das große Ziel ist, desto schwerer werden sie sich mit einer dichten, vielfältigen und vielschichtigen Stadt tun, in der sich Wohnen, Arbeiten und Infrastruktur zunehmend räumlich überlagern und vermischen. Sie werden die Stadt vielleicht so lange gut finden, solange sie nach der Arbeit diese auch wieder verlassen können. Dagegen dürften diejenigen, die sich in einem lebendigen, urbanen Raum wohlfühlen und auch dort leben wollen, eine andere Vorstellung vom Leben haben, das sie sich wünschen.
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Für notwendige Erweiterungen des Wohnraums steht immer weniger Bauland zur Verfügung. Hier bietet sich der Holzbau als Zukunftsmodell an, weil Holz auf Grund seines geringen Eigengewichts und der gleichzeitig hohen statischen Belastbarkeit auch ideal für Aufstockungen auf dem alten Baubestand geeignet ist.
Durch laufende Innovationen und stetige Forschung und Entwicklung sind großvolumige und mehrgeschossige Holzbauten mittlerweile ohne weiteres möglich. Holzbauten punkten mit geringem Eigengewicht und aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades mit kurzen Bauzeiten.
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PROJEKT BUILD - IN -WOOD Standardisierte Lösungen für den mehrgeschossigen Holzbau schaffen und somit klimafreundliches Bauen forcieren. Förderprogramm: Horizon 2020, EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation Projektpartner: 21 Partner aus 11 Ländern
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enerell wird schon recht viel mit Holz gebaut. Laut Statistik wird in Tirol jedes dritte Haus aus Holz errichtet. „Wenn man genauer hinsieht, wird aber deutlich, dass es im großvolumigen Bauen im urbanen Umfeld noch viel ungenutztes Potential gibt, zum Beispiel beim Bau von mehrgeschossigen Gebäuden oder bei öffentlichen Bauten“, so Christian Höller, Vorsitzender der Sektion ArchitektInnen in der Kammer der ZiviltechnikerInnen Arch+Ing Tirol und Vorarlberg. Bauen mit Holz findet weniger auf den Baustellen, sondern vielmehr in den witterungsunabhängigen Produktionshallen unserer Holzbaubetriebe statt. Die Montage am Bau erfolgt in kürzester Zeit. Die Materialtransporte zur Baustelle reduzieren sich drastisch gegenüber konventionellen Bauweisen, und die Infrastruktur bei innerstädtischen Bauvorhaben wird durch die moderne Holzbauweise enorm entlastet. Dazu kommt, dass Holz aus heimischen Wäldern auch in Krisenzeiten ausreichend verfügbar ist und gleichzeitig CO2-intensive Baustoffe, wie Stahl und Beton, für viele Bauaufgaben ersetzen kann. proHolz Tirol setzt sich bereits seit Jahren für einen verstärkten Holzeinsatz im Bausektor ein und engagiert sich derzeit konkret für den großvolumigen Holzbau im Rahmen von zwei EU-Projekten (siehe Factbox). In beiden Projekten wird mit hochkarätigen internationalen Partnern an gemeinsamen Standards für einfache, ökologisch und wirtschaftlich
AKTUELLE INTERNATIONALE PROHOLZPROJEKTE ZUM GROSS VOLUMIGEN HOLZBAU:
www.build-in-wood.eu
This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement No 862820.
PROJEKT BIGWOOD
optimierte drei- bis zehngeschossige Holzbauten gearbeitet. Gleichzeitig wird durch die beiden Förderprojekte ein europaweites Netzwerk für zukunftsfähige Holz-Großprojekte aufgebaut. Die Stadt Innsbruck wird aktuell als „Early Adopter City“ mit eingebunden und kann somit aus erster Hand die Projektergebnisse direkt in der Tiroler Hauptstadt umsetzen und somit eine Vorreiterrolle einnehmen. Bürgermeister Georg Willi ist überzeugt: „Wenn es um die Reduzierung der CO2-Emissionen geht, muss der Einsatz von Holz im Bauwesen erhöht werden.“ PR
Abbau von Barrieren für einen erhöhten Einsatz von Holz bei großvolumigen Bauten Förderprogramm: Interreg V-A Italien-Österreich Projektpartner: Freie Universität Bozen, proHolz Tirol, Centro Consorzi (Provinz Belluno, Veneto), Universität Innsbruck, Arbeitsbereich Holzbau und acht assoziierte Partner (u. a. HTL Imst, htt15 – Holzbau Team Tirol, Netzwerk Passivhaus)
Weitere Informationen unter www.proholz-tirol.at
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
TOP ARBEITGEBERIN
NEUE HEIMAT TIROL
„KEINE SCHUHSCHACHTELN“
© NHT/BECKNAPHOTO
© NHT/RENDERWERK
Moderner Wohnbau der NHT im Uhrzeigersinn: Aufstockung Brucknerstraße Innsbruck, Wohnbau Zillerlände Mayrhofen, Visualisierung Wohnbau Rum, Siegerprojekt Wohnbau Axams, Neubau Pradler Saggen-Innsbruck und Südtiroler Siedlung Wörgl.
© NHT/SCHARMER-WURNIG-ARCHITEKTEN ZT
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© NHT/PAULI
© NHT/HÄRTING
© NHT/2QUADR.AT
Der gemeinnützige Wohnbau im Spannungsfeld zwischen geringen Baukosten und hoher Qualität: Die NEUE HEIMAT TIROL (NHT) schafft diesen Spagat sehr erfolgreich. Über 40.000 Tirolerinnen und Tiroler leben unter einem Dach der NHT.
ECO.NOVA: Die Geschichte der NEUE HEIMAT TIROL begann vor 81 Jahren mit einem Massenwohnbaukonzept? MARKUS POLLO: Tatsächlich ist die NHT im Jahr 1939 zu dem Zweck gegründet worden, sehr rasch und günstig Wohnraum für die vielen Tausend Südtiroler zu errichten, die ihre Heimat verlassen mussten. Viele dieser Siedlungen wurden vom Architekten Helmut Erdle im
Reichsheimstättenamt der Deutschen Arbeitsfront geplant.
Damals setzte man vorwiegend auf Masse statt Klasse, warum? POLLO: Die Zielsetzung war neben der Beseitigung der Wohnungsnot wohl auch die Verbreitung der nationalsozialistischen Ideologie – das heißt, die Bürger über die Bereitstellung von Wohnraum an den
Staat zu binden. In den Häusern sollten Angehörige verschiedener Berufe und sozialer Herkunft wohnen. Die gleichförmige, beinahe uniformierte Architektur der Häuser diente dazu, Einzelinteressen den Gruppeninteressen unterzuordnen. HANNO VOGL-FERNHEIM: Die Südtiroler Siedlungen wurden vielfach im ländlichen und nicht im städtischen Umfeld realisiert. Die Südtiroler sollten sich in Häu-
sern und Siedlungen wiederfinden, die romantisch-alpine Prägung aufwiesen. Besonders in Nordtirol zeigen die standardisierten, zwei- bis dreigeschoßig ausgeführten Bauten aber „typische Merkmale der am Heimatstil orientierten pseudotirolerischen Siedlungsarchitektur der NS-Zeit“, wie verzierte Erker, Lauben, Fensterläden, Außentreppen und verschalte Holzbalkone.
Derzeit läuft ein großes Modernisierungsprogramm dieser alten Siedlungen. POLLO: Die NHT verwaltet Südtiroler Siedlungen in 18 Tiroler Gemeinden, die sukzessive erneuert wurden und werden. Dabei ist es uns ein großes Anliegen, den ursprünglichen Charakter der Südtiroler Siedlungen beizubehalten, allerdings in einer architektonisch zeitgemäßen Formensprache. In Summe investieren wir dafür rund 800 Millionen Euro über einen Zeitraum von 25 Jahren. Es handelt sich hier um das größte Bauprojekt in der Geschichte der NHT.
Werden die alten Siedlungen komplett geschliffen? POLLO: Altersbedingt entspricht die Bausubstanz dieser Anlagen nicht mehr heute geltenden technischen Anforderungen, ebenso wenig wie der Wohnkomfort dem von uns gesetzten Qualitätsstandard. Daher werden mit Ausnahme einer unter Denkmalschutz stehenden Anlage in Kematen diese Gebäude nach und nach abgerissen und durch moderne Neubauten im Passivhausstandard ersetzt. Für viele Mieterinnen und Mieter bedeutet ein solcher Umzug einen Quantensprung in der Lebensqualität. Die Projekte werden sehr sorgsam vorbereitet und in bewährter Zusammenarbeit mit renommierten Architekten entwickelt. VOGL-FERNHEIM: Für damalige Verhältnisse waren die Wohnungen überaus komfortabel und modern, entsprechen aber bei weitem nicht mehr dem heutigen Standard. Bei der Neuentwicklung der Südtiroler Siedlungen wird auf großzügige Grünzonen, Aufenthalts- und Erholungsqualität, Rad- und Fußwegverbindungen, Barrierefreiheit und selbstverständlich auf geringsten Energieverbrauch gesetzt. Welchen Stellenwert hat für Sie Architektur im gemeinnützigen Wohnbau? POLLO: Bereits vor Jahren haben wir uns hinsichtlich architektonischer Diversität ganz bewusst entschieden, derartige kreative Leistungen extern zu vergeben. Auch um nicht irgendwann mit dem Vorwurf konfrontiert zu werden, mittels copy & paste architektonischen ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
© NHT/FORCHER
NEUE HEIMAT TIROL
DI Mag. Markus Pollo ist studierter Architekt und Betriebswirt. Nach mehreren Karrierestationen in österreichischen und deutschen Immobilienkonzernen wurde der gebürtige Tiroler 2017 zum kaufmännischen Geschäftsführer der NEUE HEIMAT TIROL bestellt.
Einheitsbrei zu fabrizieren. Größere Wohnprojekte werden ausschließlich über Architektenwettbewerbe ausgeschrieben und anonym durchgeführt. Damit gewinnt die beste Idee und nicht der klingendste Name. Auf diese Weise ist es uns gelungen, Projekte mit unterschiedlichsten Architekten zu realisieren – stets unter der Prämisse, gemeinsam eine Balance zwischen qualitätsvoller Architektur und Wirtschaftlichkeit zu finden sowie dem Anspruch unserer Bewohnerinnen und Bewohner gerecht zu werden, sich in den eigenen vier Wänden zuhause und wohl zufühlen. VOGL-FERNHEIM: Rückblickend lässt sich erkennen, dass der soziale Wohnbau als solcher bereits mehr als hundert Jahre eine der zentralen Aufgaben von Architekten ist. Der Schwerpunkt der Planung liegt nicht nur in der Organisation der Wohnungsgrundrisse, sondern vor allem im Städtebau, in der Gestaltung der Freiräume und Begegnungszonen. Besonders Architekturwettbewerbe bieten dabei die Möglichkeit, das beste Projekt für die jeweilige Aufgabenstellung zu ermitteln.
Hilft eine anspruchsvolle Architektur auch gegen das Billigimage des gemeinnützigen Wohnbaus? POLLO: Wir bauen keinesfalls billig, sondern kostenbewusst. Durch unser jahrzehntelanges Know-how können wir ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis am Markt anbieten. Nicht Gewinnmargen und Profitdenken, sondern das Kostendeckungsprinzip prägt unser Handeln. Der Entfall von Dividendenausschüttungen an unsere Gesellschafter bindet das Geld im Unternehmen. Und genau dieses wird laufend für die Reali-
DI Hanno Vogl-Fernheim ist Präsident der ZiviltechnikerInnen für Tirol und Vorarlberg und betreibt eines der größten Planungsbüros Westösterreichs. Im Auftrag der NEUE HEIMAT TIROL hat der studierte Architekt bereits zahlreiche Wohnprojekte realisiert.
sierung neuer Projekte sowie die Sanierung von Bestandsobjekten verwendet.
Hohe Qualität und Nachhaltigkeit zu einem leistbaren Preis – dafür steht die NHT. VOGL-FERNHEIM: Der baukulturelle Anspruch, den wir Architektinnen und Architekten bei der Planung fordern, liegt im Spannungsfeld von leistbarem Wohnraum und den angemessenen Baukosten in der Wohnbauförderung. Das ist derzeit wohl eine der größten Herausforderungen bei der Umsetzung von anspruchsvoller Architektur.
Die NHT ist auch ein großer Förderer von Kunst am Bau. POLLO: Darauf sind wir sehr stolz! Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Kunstwerke von und mit Tiroler Künstlerinnen und Künstlern in unseren Projekten umgesetzt. Für uns ist Kunst am Bau keine lästige Verpflichtung, sondern ein integrales Element der Baukultur. Kunst am Bau trägt zur Qualität der Anlage und zum Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner bei. PR
NEUE HEIMAT TIROL Gumppstraße 47 6020 Innsbruck Tel.: 0512/3330
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DER WERT DES GRÜNS Wie wichtig und wertvoll der öffentliche Grün- und Freiraum vor allem in urbanen Gebieten ist, wurde uns jüngst eindrucksvoll durch dessen aus gesundheitspolitischen Gründen verordnete Beschränkung vor Augen geführt. Das Leben hat vorübergehend aufgehört, sich überwiegend nicht in, sondern zwischen den Gebäuden abzuspielen. Der grüne Raum zum Leben wirkt sich positiv auf das psychische und physische Wohlbefinden des Menschen aus und spielt eine zentrale Rolle in der Raumplanung. TEXT & FOTOS: MARIAN KRÖLL
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„WA R U M G I B T E S S O O F T K E I N E M E N S C H E N D O R T, W O D I E PA R K S S I N D , U N D K E I N E PA R K S , WO DIE MENSCHEN SIND?“ JANE JACOBS
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rund und Boden ist bekanntlich vor allem in städtischen Lagen äußerst knapp und damit ebenso teuer. Die fortschreitende Urbanisierung macht auch vor Tirol nicht halt. Vor allem in der Landeshauptstadt und deren Umfeld nimmt die Bevölkerung hauptsächlich durch Zuzug seit Jahren kontinuierlich zu. Das verstärkt den Druck auf die (öffentlichen) Grünflächen, die allerdings erst wesentlich dazu beitragen, eine Stadt überhaupt lebenswert erscheinen zu lassen. Dasselbe in Grün gilt für viele andere Räume mit urbanem Charakter in Tirols Tallagen, vor allem in der Inntalfurche.
DER BABYELEFANT IM RAUM
Solange die Politik begründet durch die Coronavirus-Pandemie darauf beharrt, der Bevölkerung eine Art „neue Normalität“ zu ver-
ordnen, wird es noch mehr als vor diesem Virus gefragt sein, ausreichend städtische Grünflächen zur Verfügung zu stellen, damit die Menschen allerorten ungefähr einen Babyelefanten voneinander Abstand halten können. Der juvenile Dickhäuter scheint die landläufigen Maßeinheiten Fußballfelder (Flächen) und Badewannen (Volumen) als Abstandsmaß ganz vortrefflich zu ergänzen. Es ist deutlich geworden, dass unsere gebaute Umgebung weiterhin Raum zur Begegnung bieten und allen Stadtbewohnern gleichermaßen den Zugang zu Tageslicht, frischer Luft und Natur gewährleisten muss. Es besteht durchaus Grund zum Optimismus, was die zukünftige Nachfrage nach menschlicheren, weicheren und gemeinschaftlicheren Lebensräumen betrifft.
PARKS MIT EIGENLEBEN
Die bloße Existenz von Parks und Grünflächen determiniert allerdings noch nicht
deren Inanspruchnahme. „Menschen nutzen die städtischen Freiräume nicht einfach, bloß weil sie da sind und Stadtplaner sich das wünschen“, schrieb die kanadische Stadt- und Architekturkritikerin Jane Jacobs bereits in ihrem 1961 erschienenen Werk „The Death and Life of Great American Cities“. Diese Feststellung lässt sich durchaus generalisieren. Parks entzögen sich dagegen einer Generalisierung, hielt Jacobs fest, die im selben Atemzug mit dem Mythos aufräumte, dass Parks die Lungen einer Stadt (lungs of the city) seien. „Man braucht etwa drei Hektar Wald, um so viel Kohlendioxid aufzunehmen, wie vier Menschen ausstoßen. (…) Die Seen der Luftzirkulation um uns herum, nicht Parks, halten die Städte vom Ersticken ab. (…) Die Luft weiß nichts von Grasfetischen.“ Wir merken, dass gegen dicke Luft – etwa durch eine Inversionswetterlage in Talkesseln – trotz Grünflächen und umliegender Wälder kein Kraut gewachsen ist. Jacobs räumt auch mit der falschen Annahme auf, dass Parks sich stabilisierend auf die Immobilien bzw. deren Wert auswirkten und gesellschaftliche Ankerpunkte seien. „Parks sind nicht automatisch etwas, und am allerwenigsten
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Am westlichen Ortsrand der Silberstadt Schwaz – direkt an der Grenze zu Vomp - entsteht eine Wohnlandschaft auf drei Ebenen. Ein unverbaubarer Weitblick, lichtdurchflutete Räume und architektonische Finesse bilden den Rahmen für diesen außergewöhnlichen Rückzugsort. Weitere Informationen finden Sie unter www.riederimmo.at.
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sind diese flüchtigen Dinge Stabilisatoren des Werterhalts oder ihrer Wohngegenden und Stadtteile“, so Jacobs. Ein taugliches lokales Beispiel dafür, dass Parks nicht per se eigenständige Einheiten sind, die losgelöst von ihrer Umgebung existieren, ist der Stadtpark Rapoldi in Innsbruck, der in den letzten Jahren in der öffentlichen Wahrnehmung eine durchaus positive Wandlung vom zwielichtigen Drogenhotspot zur Grünoase erfahren hat. Dass dies unter den wachsamen Augen von nicht weniger als 72 Kameras geschah, darf durchaus als Schönheitsfehler gelten. Big Brother passt darauf auf, dass auf den saftigen Rasenflächen nur noch mit Lebensfreude gedealt wird. Na dann. Jacobs wirft eine Frage auf, deren Beantwortung alles andere als trivial ist und Stadtplanern rund um den Globus hoffentlich Kopfzerbrechen bereitet haben dürfte: „Warum gibt es so oft keine Menschen dort, wo die Parks sind, und keine Parks, wo die Menschen sind?“ Die Architekturkritikerin glaubt, dass von Stadtparks zu viel erwartet werde und die Wohnumgebung mehr Einfluss auf die Parks habe als umgekehrt: „Weit davon entfernt, irgendeine wesentliche Qualität in der Umgebung zu verändern, weit davon entfernt, ihre Umgebung automatisch aufzuwerten, werden die Parks selbst direkt und drastisch durch die Art und Weise beeinflusst, wie die Wohnumgebung auf sie einwirkt.“ Der „Erfolg“ eines Parks rührt von anderen Faktoren her, etwa von der funktionalen physischen Vielfalt zwischen benachbarten Nutzungen und damit
„FÜR VIELE SIND GRÜNFL ÄCHEN E R H O L U N G S - U N D A U F E N T H A LT S R A U M , T R E F F P U N K T F Ü R S O Z I A L E KO N TA K T E ODER SPORTRÄUME. FÜR ANDERE SIND SIE DAS WOHNZIMMER, WEIL SIE IN EINER VIEL ZU KLEINEN WOHNUNG MIT VIELEN ANDEREN ZUSAMMENLEBEN UND IHREN FREIR AUM DAHER IN DER ÖFFENTLICHEN G R Ü N F L Ä C H E S U C H E N M Ü S S E N .“ MARKUS PINTER
der Vielfalt der Nutzer und ihrer Zeiteinteilungen, führt Jacobs aus. Daraus folgt: „Es braucht eine breite funktionale Mischung von Nutzern, um einen Park zu bevölkern und den ganzen Tag über zu beleben.“ Parks scheinen dort am besten zu funktionieren, wo das Leben in all seinen Facetten blüht. „Dort, wo gearbeitet und gewohnt wird, wo es kulturelle und kommerzielle Aktivitäten gibt“, resümiert Jacobs. Kurzum dort, wo es funktionelle Vielfalt gibt. Damit sind wir schon beim Hauptproblem der Parkplanung in urbanen Kontexten: „Es läuft letztlich auf das Problem der Entwicklung und Erhaltung vielfältiger Stadtviertel hinaus, die in der Lage sind, Parks zu nützen und zu tragen.“ By the way: Klug geplante Stadtquartiere mit Mischnutzung könnten diese Rolle einnehmen. Parks machen folglich dysfunktionale Gegenden nicht automatisch lebenswerter, sondern sind vielmehr ein Brennglas, das bestehende soziale Pro-
bleme sichtbar werden lässt. „Je besser es einer Stadt gelingt, die alltägliche Nutzungsund Nutzervielfalt in ihren alltäglichen Straßen zu vermischen, desto erfolgreicher, zwangloser (und ökonomischer) beleben und fördern die Menschen damit gut gelegene Parks, die so ihren Stadtteilen Anmut und Freude statt Leere zurückgeben“, resümiert die 2006 verstorbene Stadtkritikerin in ihrem Hauptwerk. Der US-amerikanische Architekturkritiker und Intellektuelle Lewis Mumford brachte es, wohlgemerkt ohne Universitätsabschluss, immerhin zum anerkannten Fachmann in der Architektur, Kunst, Geschichte, Stadtplanung, Technologie, Literatur und Philosophie. Den Fabrikstädten des 19. Jahrhunderts attestierte Mumford in seinem Werk „The Culture of Cities“ ein „Minimum an Leben“ (minimum of life). Im Rückgriff auf Patrick Geddes‘ Phasen der Stadtentwicklung sah er in der aufkeimenden Megalopolis des frühen 20. Jahrhunderts, begründet schon durch deren schiere Ausmaße, die Saat ihres eigenen Zusammenbruchs zur „Nekropolis“ gelegt. Lewis Mumford schreibt gegen das damalige Dogma „bigger is better“ an und legt dar, dass es auch im Städtebau auf die Maßstäblichkeit, den optischen Maßstab ankommt.
GRÜNRAUM IST BEGEGNUNGSRAUM
Bezugnehmend auf des berühmten Architekten Le Corbusiers umstrittene Stadtutopie Ville Radieuse meinte Mumford: „So kommt das Leben wieder ins Bild, nicht in Form von überflüssigen Ornamenten, sondern in der Sehnsucht nach Luft, Sonnenlicht, GärDer Stadtpark Rapoldi erstreckt sich über eine Fläche von 36.000 Quadratmetern und hat in seinem Image eine erstaunliche 180-Grad-Wende hingelegt.
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ten, Parks, Spielplätzen, Erholungsgebieten und all den verschiedenen Formen sozialer Einrichtungen, die für das anregende Leben der Stadt notwendig sind: informelle Orte der Begegnung und Entspannung, wie das Café, und formelle Orte der zielgerichteten Bildung, wie das Museum und die Universität. In der Orientierung der Architektur am Leben und an den Lebensprozessen begann der Architekt mit der Dekoration des Hauses: er endet mit der Stadt“. Dieser Befund kann durchaus auch für die zeitgenössische Stadt Geltung beanspruchen. Es gibt sie nämlich zweifellos, die von Mumford beschriebenen Sehnsüchte und Notwendigkeiten. Und befriedigt werden können diese zumindest teilweise durch ausreichend städtisches Grün, das für alle zugänglich ist. Es gibt nach wie vor viele Grünflächen, für die das nicht gilt. Eine klare Meinung vertritt der Stadtplaner Wolfgang Andexlinger bezüglich der sogenannten Abstandsflächen, deren Nutzungspotenzial bislang noch weitgehend brachliegt. Das muss nicht zwangsläufig so sein: „Abstandsgrün oder umzäunte Grünbereiche tragen wenig zur Qualität eines Stadtraumes bei. Am ehesten noch in der Frage des Stadtklimas gewinnen diese Flächen zunehmend an Bedeutung. Ziel sollte es aber immer sein, dass Grünräume auch Räume für die Menschen sind, die sie sich aneignen wollen und auch aneignen dürfen. In vielen Städten Europas rücken die Abstandsgrünflächen mehr und mehr in den Fokus als Flächen für Urban-Gardening-Nutzungen. Dies ist unterstützenswert und sollte weiter forciert werden.“ Markus Pinter zeichnet als Referatsleiter Grünanlagen – Planung und Bau für das städtische Grün in der Tiroler Landeshauptstadt verantwortlich. Das Amt für Grünanlagen be-
M A N C H E S , WA S U N S H E U T E IN ARCHITEK TONISCHER UND FUNK TIONALER HINSICHT S E L B S T V E R S TÄ N D L I C H E R S C H E I N T, H AT S E I N E N U R S P R U N G I M G A R T E N B A U.
treut circa eine Fläche von 1,4 Hektar in der Stadt. Auch Pinter ist sich der Problematik des Abstandsgrüns durchaus bewusst: „Das Abstandsgrün hätte sehr viel Potenzial für eine attraktive öffentliche Nutzung. Allerdings stellt sich hier natürlich immer die Frage der Betreuung und Haftung auf solchen nicht öffentlichen Flächen.“
INNOVATIONSMOTOR GARTENBAU
Manches, was uns heute in architektonischer und funktionaler Hinsicht selbstverständlich erscheint, hat seinen Ursprung im Gartenbau. Die beinahe omnipräsenten verglasten Bauten, die sowohl Arbeitsals auch Wohnzwecken dienen können – rühren beispielsweise von den gläsernen Gewächshäusern her, die die neue Architektur gewissermaßen vorwegnahmen. Der für die Weltausstellung 1851 im Hyde Park errichtete und 1936 durch einen Brand zerstörte Crystal Palace war das Werk eines Ingenieurs im Dienste des Gartenbaus gewesen. Für die Erfindung der Stahlbe-
tonkonstruktion zeichnete gar ein Gärtner, Joseph Monier, verantwortlich. Dieser wollte ursprünglich haltbarere Vogelbäder und Springbrunnenbecken für seine Gärten bauen. Auch die damals neuen Verbesserungen bei der Hausheizung basieren auf dem Konzept eines Gärtners. Einer der Ersten, der die Dampfheizung vorschlug, war Sir Hugh Platt, der die Idee hatte, die Wärme von einem Dampfkessel auf einem Küchenherd durch Rohre zu den wachsenden Pflanzen zu leiten, um sie unabhängig von den Witterungsbedingungen draußen auf einer gemäßigten Temperatur zu halten. Im Jahr 1745 wurde Platts Vorschlag von Sir William Cook verbessert, der einen Plan zur Beheizung aller Räume des Hauses durch das Küchenfeuer veröffentlichte. „So kamen die neuen Bauweisen, die neuen Materialien und die neuen Mittel zur Regulierung der Luft in einem Gebäude, um es besser an die Bedürfnisse der Bewohner anzupassen, direkt aus der Biotechnik des Gartenbaus“, schreibt Mumford sinngemäß.
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Seit diesen Erfindungen sind Jahrhunderte vergangen und in manchen Bereichen ist die Entwicklung in der Architektur anscheinend stagniert. Zu diesem Urteil kann man gelangen, wenn man sich die immer noch geringe Verbreitung des Vertical Landscaping ansieht. Diese vertikalen Gärten werden in der Regel an den Hausfassaden angebracht. Gegenwärtig werden sie noch häufig als in erster Linie ästhetische Ergänzungen betrachtet, obwohl sie nachweislich zur Regulierung des städtischen Mikroklimas beitragen können. Begrünte Fassaden sind gewissermaßen natürliche Klimaanlagen. Das Konzept, Gebäude vertikal zu bepflanzen bzw. zu begrünen, ist keineswegs neu, aber noch immer eine Herausforderung, was die Integration in die Gebäudehülle und die strukturelle und statische Integrität der Gebäude betrifft. Dabei geht es vor allem darum, die Statik und Sicherheit zu gewährleisten und zu verhindern, dass die Wurzeln der Pflanzen die Gebäudehülle angreifen. Der Umstand, dass vertikales Grün an Gebäuden weder konstruktiv trivial noch ganz pflegeleicht ist, dürfte wesentlich dazu beitragen, dass es noch nicht Standard geworden ist. Die Technologie ist noch nicht ausgereift, hat aber große Zukunft.
FUNKTIONSVIELFALT IM GRÜNEN
Die vielfältigen Funktionen, welche die Grünflächen zu erfüllen haben, beschreibt Pinter so: „Von der ökonomischen, ökologischen bis zur gesellschaftlichen Funktion ist alles dabei. Grünflächen sind wichtig für das Kleinklima in der Stadt, haben eine kühlende Wirkung für die Umgebung, nehmen Wasser zur Versickerung auf und können so den Spitzenabfluss vermindern. Sie bieten je nach Bewuchs Lebensraum und Rückzugsort für verschiedenste Lebewesen in der Stadt. Für Menschen können Grünflächen je nach Größe und Lage unterschiedliche Funktionen haben. Für viele sind Grünflächen Erholungs- und Aufenthaltsraum, Treffpunkt für soziale Kontakte oder Sporträume. Für andere sind sie das Wohnzimmer, weil sie in einer viel zu kleinen Wohnung mit vielen anderen zusammenleben und ihren Freiraum daher in der öffentlichen Grünfläche suchen müssen. Diese Funktion wird im Zuge der allgemeinen Verdichtung auch immer wichtiger. Außerdem werden viele Grünflächen auch von Hundebesitzern stark genutzt. Leider gibt es dafür auch immer wieder ‚Anzeichen‘, die durch die Hunde hinterlassen und von ihren Besitzern nicht entsorgt werden.“ Nimm ein Sackerl für das Gackerl, könnte
man an dieser Stelle einmal mehr an die Hundebesitzer appellieren. Als Gegenmittel wider die urbane Hitze will auch Stadtplaner Wolfgang Andexlinger Grünanlagen – unter anderem – verstanden wissen: „Neben der wesentlichen Bedeutung für das soziale Zusammenleben und als Erholungsraum gewinnt die Bedeutung von Grün innerhalb der Stadt natürlich nicht zuletzt auch auf Grund des Klimawandels und der damit einhergehenden stärkeren Erhitzung der Stadträume eine wesentliche Bedeutung.“ In der Fachsprache heißt das Urban-Heat-Island-Effekt. Diese urbanen Hitzeinseln sind weltweit in Städten nachweisbar und können zu Temperaturunterschieden von bis zu zehn Grad Celsius im Vergleich zum Umland führen. Gegen diese Hitze und für ein ausgeglicheneres Mikroklima können auch begrünte Hausfassaden und Dächer nützlich sein. Im Verbund mit Grünflächen entsteht ein Oaseneffekt, der die Erwärmung in den Städten mildern kann. Eine prozentuelle Angabe, wie viel des bebauten Dauersiedlungsraums Grünräume einnehmen sollten, lässt sich dagegen nicht pauschal machen, führt Andexlinger aus und verweist auf die zunehmende Wichtigkeit des urbanen Grüns, das auch vor Begehrlichkeiten geschützt werden müsse: „Es gibt keine allgemein gültige Kennziffer, die hier genannt werden kann. Stattdessen spielen unterschiedliche Rahmenbedingungen wesentlich mit. Innsbruck ist auf Grund seiner
topografischen Lage eine kompakte Stadt. Viele Wege sind zu Fuß oder mit dem Rad gut machbar. Die Stadt profitiert im landschaftlichen Kontext durch die umgebenden Berge. Landschaft ist daher immer und überall zumindest visuell präsent. Dafür gibt aber es im Vergleich zu anderen Städten weniger große öffentliche Grünräume, die in der Stadt liegen. Umso wichtiger erscheint aus planerischer Sicht, dass mit diesen vorhandenen Flächen sehr sorgsam umgegangen und diese auch vor weiterer Verbauung geschützt werden müssen. Der Druck auf diese Flächen ist zum Teil sehr hoch, denn das Thema Wohnen ist in Innsbruck allgegenwärtig. Hier braucht es klare Haltungen der Politik, dass Grünräume in der Stadt wichtig sind und diese auch geschützt gehören. In Zeiten der Coronakrise ist uns das allen sehr deutlich bewusst geworden, was es heißt, wenn wir die Stadt nicht mehr verlassen können und die umgebende Natur für uns nicht mehr erreichbar ist.“ In dieselbe Kerbe schlägt auch Markus Pinter, der die Anforderungen an das Stadtgrün über die Jahre vielfältiger geworden sieht: „Wenn man daran denkt, dass es vor nicht allzu langer Zeit noch ein Betretungsverbot für Wiesenflächen in den Parks gegeben hat, könnte man sagen, die Funktion hat sich vom Schaugrün immer mehr zum Nutzgrün gewandelt. Es wird auch ein breiteres Spektrum an Spiel-, Sport- und Erholungsfunktionen für die Nutzer bereitgestellt.“
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Es gibt Grünraum, der macht Sinn. Und es gibt Grünraum, dessen Potenzial noch vielfach brachliegt – wie bei so genannten Abstandsflächen.
SERIENTIPP Parks & Recreations – Das Grünflächenamt
30 Die größte natürliche Grünanlage Innsbrucks ist zweifellos die Nordkette mit dem dahinterliegenden Karwendel, ein erhabener Naturraum, dem die Stadt zu Füßen liegt und der Stadtbewohner wie Gäste gleichermaßen anzieht. Im bzw. am Rande des Siedlungsgebiets sind „der Schlosspark Ambras mit rund 185.000 Quadratmetern, Villa Blanka mit Judenbühel mit rund 80.000 Quadratmetern oder der Kurpark Igls mit rund 55.000 Quadratmetern die größten Grünflächen. Innerstädtisch sind es Hofgarten mit rund 48.000 und Stadtpark Rapoldi mit rund 36.000 Quadratmetern“, zählt Pinter auf. Durch das dynamische Wachstum der Stadt steigt naturgemäß auch der Druck auf die vorhandenen Grünflächen. Das habe auch damit zu tun, dass „die Wohnungen und die zugehörigen Freiflächen der Wohnanlagen immer kleiner werden und die Menschen vermehrt das öffentliche Grün nutzen beziehungsweise nutzen müssen“, so Pinter. Das ist eben der Preis der zunehmenden Verdichtung. Interessanterweise hängt die Wahrnehmung von Dichte laut Untersuchungen wesentlich von der Gebäudeanordnung ab. Gebäudehöhe, Anzahl der Gebäude, Abstände und Umfang der Gebäudeabdeckung wirken sich erheblich auf die wahrgenommene
Dichte aus, wohingegen architektonische Details und Geländegestaltung sich kaum signifikant auswirken. Um den Fortbestand der Grünflächen muss man sich vorerst keine Sorgen machen, weil deren Bedeutung von den Entscheidungsträgern durchaus erkannt wird und vorhandene sowie zukünftige Grünflächen im ÖROKO gesichert sind. Dieses örtliche Raumordnungskonzept steckt den Rahmen und die Vorgabe für die Entwicklung und Planung Innsbrucks ab.
GRÜN WIRKT
Ob in der grünregierten Landeshauptstadt Grün regiert, darüber sollte sich jeder Stadtnutzer am besten selbst ein Bild machen. Nicht wenige Einpendler haben sich dagegen ihren Traum vom Leben im Grünen erfüllt. Der bringt für den Speckgürtel und die darin eingeschlossenen Städte aber durchaus auch Probleme wie die Phänomene Schlafdörfer, Zersiedelung und Bodenversiegelung sowie morgendliche und abendliche Rushhours in und aus den Städten. Das Baugeschehen in Tirol wurde in den vergangenen Jahrzehnten von der sogenannten offenen Bauweise geprägt. Mittlerweile gibt es aus unterschiedlichen Gründen einen Trend zur Verdichtung, die auch in der Stadt das Gebot der Stunde ist. Durch
Im Zentrum der amerikanischen Comedyserie aus der Feder der Produzenten Greg Daniels und Michael Schur steht die ehrgeizige, aber liebenswürdige stellvertretende Leiterin des Grünflächenamts der fiktiven Stadt Pawnee im USBundesstaat Indiana namens Leslie Knope, gespielt von Amy Poehler. Die Stadt leidet unter zahlreichen soziokulturellen und ökonomischen Problemen, die Leslie auf ihre ganz eigene Weise versucht zumindest teilweise zu lösen. Die Serie begleitet den Alltag des Grünflächenamtes der Stadt, das für die Parks und Freizeiteinrichtungen zuständig ist. Die Autoren der Serie setzten sich zuvor intensiv mit der Kommunalpolitik im Bundesstaat Kalifornien auseinander und besuchten die dortigen Behörden, um ihre Serie vor einem realistischen Hintergrund aufzuziehen.
die verdichtete Bauweise werden auch die einst stolzen Gärten, die das Einfamilienhaus im Grünen umgeben, zum Abstandsgrün zurechtgestutzt, das sich kaum mehr sinnvoll nutzen lässt. Das ist der Preis der Verdichtung, der am Land zu zahlen ist. Raumplanerisch ist es mit Sicherheit sinnvoll, zunehmender Zersiedelung und steigendem Bodenverbrauch Einhalt zu gebieten. Die ökologischen wie psychologischen Leistungen des Grünraums können gerade in urbanen Kontexten gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Grün macht die Wüsten aus Asphalt und Beton erst zum Lebensraum. Dennoch will gerade auch städtischer Grünraum klug geplant sein. Es reicht nicht aus, einfach zu warten, bis Gras über die Sache gewachsen ist.
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ARCHITEKT GERHARD HAUSER
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DIE NEUE FREIHEIT Der eigene Wohnraum hat in den vergangenen Wochen noch mehr an emotionalem Wert gewonnen. In der Innsbrucker Museumstraße ist Architekt Gerhard Hauser dabei ein Vorzeigeobjekt gelungen. Hinter einer Fassade, die sich harmonisch ins Straßenbild einfügt, hat er mit einer Aufstockung und Verdichtung einen wunderbaren Ort kreiert, der Raum schafft für Neues – flexibel, mit Offenheit und Weite. Und das mitten in der Stadt.
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nnerstädtische Bauprojekte sind immer eine ganz besondere Herausforderung. Sie verlangen architektonisch viel Feingefühl, weil sie sich ihrer Umgebung anpassen und trotzdem unverwechselbar und eigenständig sein sollten. Im Inneren braucht es das richtige Gespür dafür, trotz dichter Verbauung rundherum helle harmonische Räume zu kreieren, die Freiraum
bieten und dennoch Rückzugsort sind, um im urbanen Trubel Ruhe zu finden. Architekt Gerhard Hauser hat sich gemeinsam mit seinen Partnern beim Projekt in der Innsbrucker Museumstraße 14 diesen Herausforderungen gestellt und eine Lösung gefunden, die das Haus lebenswerter macht und die den gesamten Abschnitt (optisch) aufwertet. Trotz Aufstockung und Verdich-
tung wirkt das Gebäude weder übermächtig noch überladen, sondern so selbstverständlich, als wäre es schon immer in dieser Form dort gestanden. Die durchdachte Planung hat es ermöglicht, das Maximum aus dem vorhandenen Raum herauszuholen, ohne ihm die Leichtigkeit zu nehmen. Nach dem Abbruch der bestehenden Substanz entstanden schließlich auf drei Ebenen
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neun Wohnungen mit rund 750 Quadratmetern Nutzfläche und eine 300 Quadratmeter große traumhaft schöne Dachterrasse. Aufgrund der Gegebenheiten hat sich Gerhard Hauser für einen Holzbau entschieden. Die Entscheidung hatte nicht zuletzt einen ökologischen Hintergrund und wurde schluss endlich in Abstimmung mit Experten der Uni Innsbruck getroffen. Das Projekt in der FOTOS: © ALEX SCHMID
ARCHITEKT DI GERHARD HAUSER Haller Straße 133, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/26 25 36 hauser@bauhauser.at
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Museumstraße war für Gerhard Hauser sein erster großer innerstädtischer Holzbau. Ein mutiger Schritt, der rundum belohnt wurde. Projekte in dieser Größenordnung gibt es insgesamt (noch) nicht besonders viele. „Die Holzbauweise erfordert ein grundsätzlich etwas anderes Denken. Es braucht eine straffe Planung, weil das Projekt so komplex ist. Als Planer ist der Aufwand gegenüber einer her-
ARCHITEKT GERHARD HAUSER
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Nach einer mehrjährigen Planungsphase wurde das Projekt in der Innsbrucker Museumstraße schließlich in zehn Monaten realisiert. Architekt Gerhard Hauser hat sich für einen Holzbau entschieden, auch wenn man dies dem Haus letztendlich von außen nicht (mehr) ansieht.
kömmlichen Bauweise zwar um einiges größer – der Teufel steckt wie immer im Detail –, es gibt aber viele Bereiche, in denen Holz einfach der ideale Baustoff ist“, ist Hauser überzeugt. Geht es nach dem Architekten, wird das Projekt in der Museumstraße nicht Hausers letzter Holzbau gewesen sein: „Wir haben uns dieses Wissen erarbeitet und wollen es zukünftig auch wieder zum Einsatz bringen.“
„Wir sollten beim Wohnen mehr über den Tellerrand schauen.“ DI GERHARD HAUSER
INNERE WERTE
Vom hölzernen Innenleben indes ist weder außen am Gebäude noch innen etwas zu sehen, weil alle Oberflächen verkleidet wurden. „Wir haben über 20 verschiedene Wandaufbauten realisiert, um allen Erfordernissen etwa im Brandschutz oder in der Akustik gerecht zu werden“, erklärt Hauser nur einen Aspekt der Komplexität der Bauaufgabe. Nach einer planerischen Vorlaufzeit von drei Jahren konnte die Bauzeit mit zehn Monaten sehr kurz gehalten werden. Auch deshalb, weil eben alle Gewerke mit der Präzision eines Uhrwerks ineinandergegriffen haben und von der Logistik und
Materialanlieferung bis zu den Terminen der 14 unterschiedlichen, teilweise gleichzeitig am Bau werkenden Firmen alles optimal aufeinander abgestimmt war. „Die Zusammenarbeit mit sämtlichen Projektpartnern hat bestens funktioniert“, richtet Gerhard Hauser seinen Dank an alle Mitwirkenden: DI Gerhard Wibmer von WA Ingenieure aus Wörgl hat unter anderem in der Statik seine Aufgabe ebenso präzise erfüllt wie die Mannschaft des Tiroler Holzbauers Maurer & Wallnöfer. Und alle anderen. So konnte der Rohbau noch rechtzeitig vor Wintereinbruch 2018 fertiggestellt werden.
Zweifellos handelt es sich beim Haus in der Museumstraße um ein ganz außergewöhnliches Bauwerk, selbst wenn es von außen betrachtet auf den ersten Blick gar nicht so aussehen mag. Doch auch in der Architektur sind es oft die inneren Werte, auf die es ankommt, und diese erschließen sich eben oft erst bei genauerem Hinsehen.
NEUE WOHNFORMEN
Gerhard Hauser ist derzeit mit diversen Wohnbauprojekten beschäftigt und geht auch dabei Herausforderungen nicht aus dem Weg und beschreitet neue Wege. Konkret befasst er sich mit neuen Wohnformen und Lebensmodellen, angestoßen auch durch die ständig älter werdende Bevölkerung: „Wir haben dazu ein Modell entwickelt und suchen derzeit nach einem geeigneten Grundstück. Konkret möchten wir für Menschen, die älter werden und aus einem Einfamilienhaus kommen, eine Wohnhausanlage kreieren, die Einfamilienhauscharakter hat und im Nahbereich einer medizinischen Einrichtung liegt.“ Generell sollte beim Wohnen mehr über den Tellerrand geschaut werden. Das kann in einer Bauherrengruppe interdisziplinär gemacht werden, obwohl die Moderation unterschiedlicher Interessen herausfordernd sein kann. Aber auch lohnend, weil die intensiven Diskussionen spannendes Neues hervorbringen können. Und das ist bereichernd. Für alle Seiten.
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KITZMÜLLER ARCHITEKTEN
Das 4-Sterne-Familienhotel Arabell in Lech am Arlberg bekam durch Architekt Jürgen Kitzmüller ein völlig neues Erscheinungsbild. Vor allem der Wellnessbereich wurde komplett neu gestaltet und zur beeindruckenden Wohlfühlwelt.
© CHRIS HASIBEDER
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KITZMÜLLER ARCHITEKTEN
DIE KUNST LIEGT IM DETAIL Anspruchsvolle Gäste ein Urlaubs-Wohlgefühl genießen zu lassen, das sie bestimmt niemals vergessen werden, ist mit Sicherheit eine der ganz besonderen Interessen und Ansprüche von Architekt Jürgen Kitzmüller und seinem Team. Die hohen Maßstäbe bei der Planung und Ausführung ihrer Aufgaben sowie zahlreiche beeindruckende Referenzprojekte zeichnen die Planungsexperten seit vielen Jahren aus. T E X T : C AT E R I N A M O L Z E R - S A U P E R
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nhand von drei ausgewählten Projektbeispielen aus den begehrten Wintersportdestinationen Lech und St. Anton in Tirol wird klar, worauf Architekt Jürgen Kitzmüller bei seiner Arbeit besonderes Augenmerk legt und womit seine Werke herausstechen und überzeugen. Allen Beispielen gemein ist die ausgeklügelte, detailverliebte Planung und Ausführung sowie die hohe Qualität der gewählten Materialien. Auch der modern-alpine Stil, der sich bewusst der traditionellen Umgebung anpasst, ohne sich dabei plump anzubiedern, ist ein Stilmittel, das die Architektur Kitzmüllers einzigartig und unverwechselbar macht.
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© CHRIS HASIBEDER
KITZMÜLLER ARCHITEKTEN
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Am Beispiel des traditionsreichen 4-Sterne-Familienhotels Arabell lässt sich gut erkennen, wie man aus einem klassischen Hotelgebäude aus den 1950er-Jahren ein modernes Haus machen kann, das allen Ansprüchen des heutigen Tourismus entspricht. Durch einen umfangreichen Zubau im Erdgeschoßbereich bekam das Gebäude neben viel Platz für neue Zimmer, einem beeindruckenden Wellnessbereich und einer geschützten Treppe zur Rezeption im ersten Stock auch eine großzügige Sonnenterrasse. Das ursprüngliche Hauptgebäude wird von diesem Zubau harmonisch eingefasst und damit auch optisch aufgewertet. Das neue Erscheinungsbild lässt bereits erahnen, welch hochkarätige Neuigkeiten und Wohlfühl-Genüsse sich hinter den Mauern den Gästen bieten. Die neue Wellnessanlage auf rund 500 Quadratmetern bietet alles, was man sich nach einem Tag im Schnee nur wünschen kann: verschiedene Saunabereiche, Dampfbäder, Infrarotkabinen, ein Kneippbecken und zwei Ruheräume, die unterschiedlich ausgestattet und gestaltet sind. Auch ein Massageraum, ein Fitnessstudio, ein Kinderspielzimmer, ein Skikeller und Lagerräume wurden ergänzt beziehungsweise neu gestaltet. Ein echter Blickfang neben den einzelnen Wellnessbereichen ist der neue Verteilergang, der zu den einzelnen Zonen führt. Schon hier ist die Wertigkeit der neu gestalteten Zonen deutlich spürbar und man taucht sofort in eine Welt
In einem der beiden Ruheräume entspannen die Gäste vor einem beleuchteten Bild mit einer Größe von 12 x 2 Metern mit einem herrlichen Panoramablick über Lech, das sogar über Eck läuft.
der Ruhe und Entspannung ein. „Mit dem präzisen, aufeinander abgestimmten Spiel aus dreidimensionalen Linien und verschiedenen Niveaus haben wir Ruhe und Wohlgefühl in die Räumlichkeiten gebracht“, erklärt Jürgen Kitzmüller. „Sämtliche Horizontalen und Vertikalen laufen mit bewusst gesetzten Details ineinander über, sogar die Maserung der astfreien Weißtanne wurde mit abgestimmt.“ Die Lichtplanung ist mit ihren indirekt gesetzten Akzenten auch ein wichtiger Teil der Gestaltung, wie man an den Lichtbögen entlang des Ganges gut erkennen kann. In den Wänden finden sich – beinahe unsichtbar – Nuten als Griffe für versteckte Stauräume wie Schubladen oder Schränke. Sämtliche Wandpaneele und Möbel scheinen über dem Boden zu schweben und vermitteln so Leichtigkeit, die großen Raumhöhen lassen durchatmen und die Blicke über die schöne Anlage schweifen.
KITZMÜLLER ARCHITEKTEN
BRUNNENHOF LECH AM ARLBERG
Der neue Betreiber des ehemaligen 4-Sterne-Hotels Brunnenhof hat das Haus nach den Entwürfen von Architekt Kitzmüller komplett sanieren lassen. Mit relativ kleinen Eingriffen wurde das äußere Erscheinungsbild des Hauses attraktiver gestaltet und dem exklusiven, neuen Innenleben angepasst. Das Abheben des Erdgeschoßes von der Umgebung und die Lichtgestaltung an der Fassade geben dem Hof in modern-alpinem Stil Klasse und Eigenständigkeit.
Betritt man das Gebäude über das schöne Holztor am Hauseck, gelangt man zu insgesamt 14 individuell gestalteten Gästeappartements, einem großzügigen Wellnessbereich mit Pool und zu einem Restaurant, in dem speziell für die Hausbewohner gekocht wird. Das wunderschöne, traditionell angehauchte Ambiente kann hier auf Schritt und Tritt genossen werden. Auch bei diesem Projekt hat der Architekt dem bestehenden Gebäude Ruhe, Ordnung und Stil in höchster handwerklicher Qualität beschert und so kann es heute den Wünschen und Ansprüchen seiner Gäste voll und ganz entsprechen.
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KITZMÜLLER ARCHITEKTEN
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KITZMÜLLER ARCHITEKTUR ZT GMBH VILLE KULLA S T. A N T O N A M A R L B E R G
Der schwedische Vorbesitzer der Ville Kulla in St. Anton am Arlberg gab dem Haus seinen Namen, der nun auch nach der Übernahme des neuen Besitzers erhalten blieb. Das Haupthaus war in seinem baulichen Zustand nicht erhaltenswert und so entschloss man sich für einen Neubau gemäß der ursprünglichen Form und einen kubischen Zubau. Das Gebäude ist heute ein Luxuschalet für zwölf Personen und beherbergt sechs Zimmer mit Bädern, einen Wellnessbereich mit Outdoor-Jacuzzi und einen wunderschön gestalteten Gemeinschaftsbereich unter Dach mit Terrasse. Auch hier können die Gäste vom Betreiber von einer hauseigenen Küche aus verwöhnt werden. Der moderne Dachstuhl aus Holz überspannt den gesamten Raum
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unter Dach stützenfrei, was Zugbänder aus Stahl möglich machen. Auch die Kabel- und Lichtführung ist mit Hilfe dieser konstruktiv und handwerklich großartigen Lösung optimal gelungen.
Das äußere Erscheinungsbild der Ville Kulla ist maßgeblich geprägt von der Gitterstruktur an der Fassade des Hauptgebäudes. Das helle Holz, die weißen Wände des angebauten Kubus und die dunklen Glasbrüstungen ergeben ein harmonisches Zusammenspiel des Gesamtensembles.
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NACHHALTIG WOHNEN
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In einer Zeit, die immer schnelllebiger und unberechenbarer wird, brauchen wir bestimmte Ankerpunkte in unserem Leben. In den vergangenen Wochen haben wir den Wert unseres persönlichen Wohnraumes neu zu schätzen gelernt.
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ie eigene Wohnung hat viele Funktionen zu erfüllen. Sie gibt uns Kraft und ist gleichzeitig Ruhepol, sie ist ein Ort der Geselligkeit und zugleich des Rückzugs. Mit dem Natur Quartier Weißache in der Kufsteiner Salurner Straße ensteht auf einem über 2.000 Quadratmeter großen Grundstück eine hochwertige Wohnanlage, die all diese Kriterien erfüllt. Umgeben von erstklassiger Infrastruktur ist sie doch eine Insel für sich, mit viel Grün- und Freiraum. HVW Architektur hat den fünfgeschossigen Wohnbau geplant und setzt damit gleichzeitig den derzeit größten Holzbau in Tirol um. Das Architekturbüro rund um die Geschäftsführer Edd Henrich, Ronald Veternik und Andreas Walter beschäftigt an den Standorten Kundl und Salzburg mittlerweile 15 Mitarbeiter. Die Projekte sind vielfältig und reichen von der barrierefreien Eisarena über Wohnanlagen und Gewerbebauten bis zu Sanierungen, Erweiterungen und Umbauten. Labore, Werkstätten, Schwimmbäder, Autohäuser, Innovations- und Pflegezentren – geht nicht gibt‘s nicht. Durch die Planung des Natur Quartier Weißache hat das Büro
Das Team von HVW begleitet Sie von der ersten Idee bis zum fertigen Projekt: Projektentwicklung, Architektur, Bau management, General- und Einrichtungsplanung, individuell, funktional, strukturiert, kosten bewusst, kreativ und durchdacht.
außerdem zusätzlich große Holzbau-Expertise gewonnen. Wie alle Projekte von HVW ist auch dieses durchdacht bis ins Detail. Der Bau im Passiv haus-Standard zieht alle Aspekte und Gegebenheiten des Umfeldes gekonnt mit ein. Das war insofern nicht einfach, weil das Gebiet über keine einheitliche Bebauung verfügt. Dennoch haben es die Architekten geschafft, ein harmonisches Ganzes zu kreieren. Um
die uneinheitliche Bebauung im Baufeld zwischen Weißache und Salurner Straße zu „fassen“, legt sich der neue Baukörper als Riegel mit Nord-Süd-Ausrichtung aufs Areal. Der Baukörper wirkt zum Straßenraum hin schlank und passt somit optisch maßstäblich zur umliegenden Umgebung. Auch der ausgeprägte Grünraum rund um die Weißache wird im Projekt aufgenommen und sorgt für hohe Lebensqualität in den insgesamt 34 Wohnungen. Klare, offene Grundrisse stehen für modernes Wohnen, das sich nach den eigenen Bedürfnissen und Wünschen flexibel anpassen lässt und verschiedenen Lebenssituationen Rechnung trägt. PR
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ARCHITEKTUR IM KREISLAUF DER NATUR
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ank des nachwachsenden Baustoffes wirkt das Naturquartier traditionell, und dennoch ist die Ausführung und Detaillierung konsequent modern. Diese harmonische Symbiose unterstreicht die architektonische Raffinesse des nachhaltigen Projekts. „Wir möchten mit diesem Bauvorhaben nicht nur einen positiven Beitrag für die Umwelt leisten, sondern Wohnraum schaffen, der in Sachen Wärmedämmung, Energieeffizienz, Brandschutz, Langlebigkeit und Behaglichkeit in vollem Maße überzeugt“, so Geschäftsführer Mag. Josef Feichtner. Beachtlich ist auch die CO2 Einsparung, welche die Errichtung mit sich bringt: Insgesamt wird die CO2-Bilanz um 1.023 Tonnen verbessert. Diese Zahl entspricht circa 530 Langstreckenflügen von München nach New York.
NACHHALTIG WOHNEN IM NATURQUARTIER Die optimal nach Süden ausgerichtete, zentrumsnahe Wohnanlage liegt idyllisch an der Weißache und bietet Ausblicke in die Bergwelt und zur Festung. Das verwendete Sichtholz und die hochwertigen Materialien in den 34 Eigentumswohnungen zwischen 24 und 135 Quadratmetern verschmelzen zu einer Einheit. Neben großzügigen Balkonen und Terrassen gibt es auch einen ausgeprägten Grünraum mit Spielplatz und Sitzmöglichkeiten. Ein willkommener Nebeneffekt ist, dass die Kinder mit dem Wasser spielen können. In der hellen Tiefgarage samt Elektroladestation finden nicht nur Autos, sondern auch Fahrräder reichlich Platz. www.natur-quartier.at PR
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Die Festungsstadt Kufstein ist bald um ein Vorzeigeprojekt reicher: Mit dem fünfstöckigen Naturquartier realisiert Unterberger Immobilien Tirols größtes Wohnhaus in Massivholzbauweise.
Die optimal nach Süden ausgerichtete, zentrumsnahe Wohnanlage liegt idyllisch an der Weißache.
WOHNEN
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EINZIGARTIGER HOLZWOHNBAU 34 Eigentums-Wohnungen in Kufstein ca. 24 bis 135 m² direkt an der Weißache Blick Richtung Pendling & Festung voraussichtlich Klimaaktiv Gold Zertifizierung C02 Einsparung: 1.023 Tonnen Unterberger Immobilien GmbH Salurner Straße 38, 6330 Kufstein Mag. (FH) Barbara Trapl +43 (0) 664 813 16 38 barbara.trapl@unterberger-immobilien.cc © renderwerk.at
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eco.architektur
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SCHÖNES STUCK-WERK Stuck ist das Material, das ästhetisch ganze Epochen geprägt hat. Stuckateure waren allerorten gefragt. Heute ist dieses schöne Handwerk selten geworden, kaum jemand beherrscht noch dessen gesamte Facetten. TEXT: MARIAN KRÖLL
eco.architektur
„Ich denke nicht nur daran, wie meine Arbeit aussehen soll, sondern wie das Endergebnis, der Raum als Ganzes, aussieht.“ R OB ER T EI S NER , S T UC K AT E UR
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Das Stuckateurhandwerk gilt beinahe als ausgestorben, ist aber ein wunderschönes.
obert Eisner führt mit seinem Sohn Thomas in Innsbruck einen der rarer werdenden Betriebe, die sich noch auf das Handwerk verstehen. Schon der Vater war Stuckateur. „Stuck dient der Verschönerung“, sagt Eisner bestimmt. Das beschränkt sich nicht nur auf Prunkbauten. Stuck ist auch in den eigenen vier Wänden, wo man es schließlich genauso schön haben will, eine Option. Sie kann niedrige Räume höher und größer wirken lassen. Die Profilierung bricht zudem den Schall und wirkt sich dadurch vorteilhaft auf die Raumakustik aus. Hinsichtlich der Farbgebung verhält es sich so, dass „zu 99 Prozent weiß gemalt wird“, weiß Robert Eisner aus Erfahrung.
HANDWERK UND KUNST
persionsfarbe angestrichen werden, sondern mit einer diffusionsoffenen mineralischen bzw. Silikatfarbe. Befestigt bzw. angeklebt werden die Profile an den Wänden bzw. Decken ebenfalls mit Gips. Potenziell schädliche Kunststoffe sind beim Stuckateur also keine im Spiel. Ganz im Gegenteil: Gips ist einer der gesündesten Baustoffe. Deshalb werden zum Beispiel auch Knochenbrüche mit einem Gipsverband versorgt. Die Verwendung von Stuck und Stuckmarmor als Ersatz für Marmor indes hatte und hat ökonomische Gründe. Deshalb sind die meisten Barockbauten außerhalb Italiens als Putzbauten ausgeführt, bei denen die eigentlichen Baumaterialien (Back-, Feld- oder Hausstein) nicht zum Vorschein kommen.
Stuckateure sind heutzutage in erster Linie Handwerker, aber auch Künstler. „Unser Handwerk ist uralt, und es hat sich bis heute nichts daran verändert“, sagt Eisner. In den Innenräumen besteht Stuck aus Alabaster-Gips, an den Fassaden in der Regel aus Zementputz. Gips wäre dort aufgrund seiner hygroskopischen Eigenschaften – er zieht Wasser an – wenig geeignet. Für Innenräume ist Gips aber in mehrerlei Hinsicht das perfekte Material, erklärt der Stuckateur: „Wenn der Raum feucht ist, die Luftfeuchtigkeit zu hoch, nimmt der Gips diese auf und gibt sie, wenn die Luft zu trocken ist, wieder an den Raum ab.“ Gips kann also helfen, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu regulieren, und das auf ganz natürliche Weise. Ohne technische Gimmicks. Dabei ist es wichtig, dass die Elemente aus Gips nicht mit Dis-
Bevor in der Werkstatt mit der Herstellung der Stuckprofile begonnen werden kann, muss eine Schablone angefertigt werden, welche die Form vorgibt. Bei Robert Eisner gibt es nichts „von der Stange“, jedes Profil wird in Abstimmung mit dem Kunden als Einzelstück geschaffen. Es gehe darum, nicht nur die eigene Arbeit zu sehen, sondern das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. „Ich denke nicht nur daran, wie meine Arbeit aussehen soll, sondern wie das Endergebnis, der Raum als Ganzes, aussieht“, sagt Eisner, der bisweilen auch über die Landesgrenzen hinaus tätig ist. Der Materialeinsatz ist beim Stuckateur im Vergleich mit anderen Gewerken verhältnismäßig gering, das Ausgangsmaterial Gips ist günstig. Die Arbeitszeit ist es, die sich im Preis niederschlägt, der aber mit etwa 120
GESTALTUNGSSPIELRAUM
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eco.architektur
Geht man mit offenen Augen durch Innsbruck, begegnet man ihm vielerorts: dem Sgraffito – etwa am Haus Leopoldstraße 41a, in der Mitterhoferstraße 11 oder der Hormayrstraße 17.
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Euro pro Laufmeter Stuckprofil nach Auskunft Robert Eisners niedriger ist, als meist angenommen wird. Mit einer Vollholzdecke kann es der Stuckateur preislich also allemal aufnehmen. Stuckateure sind auch im Gewölbebau tätig, der in modernen Bauten allerdings so gut wie keine Rolle mehr spielt. Warum dem so ist, lässt sich nicht genau sagen. Das dürfte ursächlich mit der Erfindung der Trägerdecke zu tun haben, vielleicht ist das Gewölbe aber auch nur einfach aus der Mode gekommen. Apropos modern: Stuckprofile lassen sich auch mit integrierten Leuchten herstellen und in Sachen Erscheinungsbild ist von ganz schlicht bis äußerst verschnörkelt der Fantasie keine Grenze gesetzt.
ABKEHR UND COMEBACK
Ein kleiner Spaziergang durch einen typischen Stadtkern legt eindrucksvoll Zeugnis von der weitreichenden Verwendung von Stuck an den Hausfassaden und dessen historischer Bedeutung ab. Beispielhaft könnte man etwa das Helblinghaus vis-à-vis vom Goldenen Dachl in Innsbruck nennen. Die vermutlich vom Wessobrunner Stuckateurmeister A. Gigl – die Wessobrunner Schule gilt als eine der einflussreichsten in der Geschichte des Stuck – geschaffene Fassade mit ihrem höchst plastischen Rokokostuck ist in der Landeshauptstadt einzigartig. Dabei ist Stuckdekoration über weite Strecken des 20. Jahrhunderts nicht nur aus der Mode gekommen, sondern wurde sogar als „lügnerisch“ empfunden und von zahlreichen Fassaden abgeschlagen. Entstuckung hieß diese vorsätzliche Beseitigung von Stuckdekoration, die Anfang der 1920er-Jahre hauptsächlich
STUCK Das Wort Stuck stammt vom italienischen Stucco, Stück bzw. Rinde, Überzug. Dabei handelt es sich um eine gut formbare und schnell aushärtende Masse aus Gips, Kalksteinmehl, Sand und Wasser (oder Leim).
von Berlin ausging und sich sogar zum städtebaulichen Leitbild aufschwingen konnte, das auch in der Zeit des Nationalsozialismus als „Entschandelung“ propagiert wurde. Ihren Höhepunkt erreichte die Entstuckung dennoch erst nach 1945, als in den Städten im deutschsprachigen Raum den Formen der Gründerzeit der Kampf angesagt wurde. Interessanterweise ist das Phänomen bzw. dieser radikale Umgang mit dem architektonischen Erbe in Frankreich oder Italien weitgehend unbekannt. Christoph Hölz, stellvertretender Leiter des Archivs für Baukunst der Universität Innsbruck, bemerkt im Architekturführer Innsbruck kritisch: „Architekturhistoriker, Denkmalpfleger und Ortsbildschützer beklagen nicht zuletzt ein generell mangelndes Verständnis von Architekten und Bauherren für Baudenkmäler als komplexe Organismen, bei denen Innen und Außen nicht zu trennen sind. Sie funktionieren nur als Ganzes, weshalb Entkernen von Altbauten im selben Maße verwerflich ist wie das beliebige Verändern, Abschlagen oder ‚Entstucken‘ ihrer Fassaden.“ Dazu darf angemerkt werden, dass manche Fassadenumgestaltung im Geiste der Entstuckung in gestalterischer Hinsicht durchaus als bemerkenswert und gelungen gelten darf. Meistens wirken abgestuckte Fassaden aber ästhetisch unbefriedigend, da sie mit Ornamenten konzipiert wurden und nach deren Entfernung unproportioniert wirken können. Seit den 1970er-Jahren ist die Entstuckung selbst aus der Mode gekommen und Stuckfassaden wurden zunehmend unter Denkmalschutz gestellt und manch beseitigte Fassade sogar wieder rekonstruiert. FOTOS: © ANDREAS FRIEDLE, WIKIPEDIA, ADOBESTOCK
eco.architektur Stuck ist seit der Spätantike bekannt und erfuhr im 17. und 18. Jahrhundert seine Hochblüte.
KRATZEN UND SPRAYEN Der urbane Raum ist heute wesentlich von Graffiti unterschiedlicher Qualität und Urheberschaft geprägt. Manche sind derb und hässlich, wieder andere kunstvoll und geistreich. Mittlerweile gibt es eine eigene Forschungsrichtung, die sich mit dem soziologischen und kunstgeschichtlichen Aspekt dieser Wandmalereien befasst, die sich im Spannungsfeld zwischen Kunstfreiheit und Eigentumsrecht bewegen und Vandalismus und Kunst zugleich sein können. Das wesentlich ältere Sgraffito – zu Deutsch Ritzoder Kratzputz – ist auch eine spezielle Art der wetterbeständigen Fassadengestaltung und zählt zu den Stucktechniken. Dabei handelt es sich um eine historische Putztechnik, die erstmals in der Renaissance angewandt wurde und sich von Italien aus im 16. Jahrhundert nach Österreich verbreitet hat. Zur Durchführung der Putztechnik werden mehrere Lagen farbiger Putze und Anstriche auf eine Wandfläche aufgetragen. Ein Untergrund aus Kalkputz stellt die unterste Schicht dar, es folgen mehrere Lagen durchgefärbter Kalkanstrich sowie Mörtel. Mit einem Kratzeisen, Nägeln oder Schlingen werden
in die obersten Schichten ornamentale oder geometrische Muster eingeritzt, sodass der darunterliegende Putz sichtbar wird. Anschließend härtet der Kalkmörtel aus. Sicher, dem Stuck nachempfundene Zierprofile gibt es für kleines Geld auch im Baumarkt. Die taugen aber nur bedingt dazu, den (Wohn)raum optisch aufzumöbeln, weil sie nicht nur günstig sind, sondern ehrlich
gesagt auch billig aussehen. Mit Stuck kann man im Wohnraum bewusst einen individualisierten Akzent setzen und zeigen, dass Stil und Behaglichkeit einander keineswegs ausschließen. Von seiner Hochblüte ist der Stuck zwar weit entfernt, findet aber wieder zunehmend Anklang bei Freunden des stilvollen und nicht ganz so gewöhnlichen Wohnens.
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So gelungen und wohlfühlatmosphärisch wir unser Büro selbst finden, so – nennen wir es – suboptimal ist der Ausblick, selbst wenn das (gut gemachte) Foto ein wenig über das tatsächliche architektonische Dilemma hinwegtäuscht. Und natürlich: Ästhetik und Schönheit liegen immer im Auge des Betrachters. Was der eine gut findet, muss nicht zwingend auch dem anderen gefallen. Die Fotoauswahl, die wie für diesen Beitrag getroffen haben, ist deshalb eine rein subjektive, wobei bei dem einen oder anderen Objekt durchaus ästhetische Einigkeit herrschen dürfte. Manchmal reicht es auch, einfach mal den Blickwinkel zu ändern.
eco.architektur
ARSCHITEKTUR? Ist das Architektur, oder kann das weg? T E X T : C AT E R I N A M O L Z E R - S A U P E R
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ah, is das schiach! Warum hat man das denn nicht schon längst abgerissen? Solche Gedanken haben wohl jeden von uns schon mehrfach überfallen. Jede Zeit und jede Region reibt sich an Objekten, die so gar nicht der allgemeinen Vorstellung von gelungener Architektur entsprechen. Architektur wird meist reduziert auf das Aussehen eines Bauwerks, Baukultur hingegen versucht die Hintergründe zu erklären: Wie und warum steht es dort und für wen war oder ist es gut? Beinahe jeder historisch gewordene architektonische Ausdruck wird übrigens zunächst verachtet, um oft später wiederentdeckt zu werden.
ARCHITEKTURZYKLEN
Architektonische Formkonzepte durchlaufen in der Regel verschiedene Zyklen, sagte Dr. Eberhard Syring von der School of Architecture an der Hochschule Bremen in einem Impulsvortrag, in dem er sich „guter“ Architektur annäherte: „Zunächst können sie Aktualität beanspruchen, bis sie durch ein neues Konzept ersetzt werden. Da das neue Konzept sich oft in Opposition zu dem vorangegangenen entwickelt hat, gerät das abgelöste zunächst in eine Phase der Abwertung. Schließlich wird es gewissermaßen nostalgisch wiederentdeckt. Man kann das gut am 1950er-Jahre-Stil in der Architektur verfolgen, der Mitte der 1960er völlig von anderen Konzepten, etwa dem Brutalismus oder dem Internationalen Stil, abgelöst wurde, um in den 1980er-Jahren eine Wiederentdeckung zu erleben, die sich zum Teil auch in der Architektur der Postmoderne niederschlug. Gegenwärtig erleben wir eine Neubewertung des in der Postmoderne verpönten Brutalismus.“ Der Begriff des Brutalismus findet seinen Ursprung übrigens im französischen béton brut („roher Beton“, Sichtbeton), mit dem Le Corbusier seinen bevorzugten Werkstoff FOTOS: © MARIAN KRÖLL
„ D A S H A U S H AT A L L E N Z U G E FA L L E N . ZUM UNTERSCHIEDE ZUM KUNST WERK, D A S N I E M A N D E M Z U G E FA L L E N H AT. D A S K U N S T W E R K I S T E I N E P R I VAT A N G E L E G E N H E I T. D A S H A U S I S T E S N I C H T.“ ADOLF LOOS
beschrieb, sagt Wikipedia. Heute wird der Begriff weniger eng definiert und steht für die dominierende Architektur zwischen etwa 1960 und dem Anfang der 1980er-Jahre. Er wird nunmehr überwiegend negativ rezipiert und ist geprägt von der Verwendung von Sichtbeton, der Betonung der Konstruktion, simplen geometrischen Formen und einer meist sehr groben Ausarbeitung und Gliederung der Gebäude.
VERLOREN. VERSCHMÄHT. ERHALTEN. Unter diesem Titel hat das aut. architektur und tirol vor einigen Jahren im Rahmen der Architekturtage eine Exkursion durch Innsbruck veranstaltet. Dabei wurden Projekte besichtigt, die ganz besonders den sich ändernden Bewertungskriterien unterliegen. aut-Leiter Arno Ritter: „Was einst als schön empfunden wurde, verliert nicht selten über die Zeit seinen Charme, und was lange als hässlich abgelehnt wurde, entpuppt sich manchmal nach einer zweiten Lesung als qualitätsvoll. Wesentlich ist auch, wie gut oder schlecht manche Projekte aus vergangenen Tagen saniert worden sind.“ Als gut saniert gelten das Haus World Fairtrade Shop in der Leopoldstraße, allgemein als schlechtes Beispiel wird das Holiday-Inn-Areal angesehen.
UMSTRITTENE NACHKRIEGSARCHITEKTUR Wohnungen, Ämter oder auch Firmensitze, die nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden, sehen heutzutage oft abgewetzt und elend aus. „So wie die Menschen, die aus dem Krieg kamen – verhungert, dünnhäutig, ärmlich“, wie es ein Artikel in der „Welt“ treffend formuliert. Und weiter. „Darauf folgte die Phase ‚Wir sind wieder wer‘. Betonkuben – graumausig, klobig, bedrückend massiv … Überall nässende Flachdächer, Kältebrücken, löchrige Fenster- und Türprofile, hellhörige Wände. Bellt der Hund im Erdgeschoss, fällt der siebte Stock aus den Betten. Die Abstände zwischen Rohbau und Schrottbau verkürzen sich, das Neue veraltet schneller als es museal wird.“ Trotzdem ist selbst diese Phase für viele denkmalwürdig, weil sie Ausdruck einer Zeit ist, in der Mangel herrschte. Der Einsatz von Materialien wie Beton, Kunststoff oder großen Glasflächen wurde von den 1950er- bis in die 1980er-Jahre oftmals besonders unsensibel umgesetzt, was man an missglückten Glas- oder Waschbetonplattenfassaden oder aufgeklatschten, bunt eingefärbten Plastik-Wintergärten beobachten kann. Auch die ausufernde Formenvielfalt der 1980er-Jahre mit ihren Bullaugen und Erkergeschwüren gilt im Moment als unschön – aber wer weiß, wie man das in 30 Jahren sieht.
WAS IST ALSO GUTE ARCHITEKTUR?
Architektur lässt sich heute schlecht vergleichen, weil technisch fast nichts mehr unmögHochLeger-Chalets in Aschau im Zillertal
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Positivbeispiel: Hier ist es gelungen, ein in die Jahre gekommenes Objekt so wiederzubeleben, dass es zu einem zeitgemäßen Teil der Leopoldstraße geworden ist und sich in die Straßenansicht einfügt. Eigenständig und doch harmonisch eingebettet steht das niedere Gebäude ganz selbstverständlich zwischen seinen betagten Nachbarn. Ursprünglich wurde das Haus 1955 von Architekt Hubert Sterzinger erbaut; es war ein Autohaus untergebracht. 2005/06 vollzog es das Büro Streli & Partner einer denkmalgerechten Sanierung, heute ist dort ein Einzelhandelsgeschäft zu Hause.
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lich scheint. Die Frage nach guter Architektur könnte demnach auf eine reine Geschmacksfrage reduziert werden. Dennoch versucht man immer wieder durch Befragungen von Planern, Architekturnutzern und -kritikern, eine Orientierung zu bieten. Das Ergebnis: Es gibt Gebäude, die machen fast alle glücklich, während andere Häuser eher Denkspiele sind – vergleichbar mit modernen Musikkompositionen, die nur ein Kenner zu schätzen weiß. Gute Architektur muss letztlich gestalterisch in sich konsequent sein. Anders ausgedrückt: Ein Architekt, der sich nicht auch um die ideale Situierung seines Baues in dessen Umfeld, die eventuell vorhandene Ensemblesituation, den Lichteinfall und sämtliche Details kümmert, wird kein nachhaltig wertvolles Werk schaffen. Fragt man Menschen nach ihrer Meinung zum Thema, scheint es bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts praktisch keine schlechte Architektur zu geben. Sicher: Bei den ägyptischen Pyramiden stand der Aufwand in keinem Verhältnis zum allgemeinen Nutzen, so etwas würde im Wettbewerb „Soziale Stadt“
„ A R C H I T E K T U R I S T I M M E R G E B A U T. F Ü R D I E B A U K U LT U R E I N E R S TA D T K A N N E S D A G E G E N EIN GRÖSSERER VORTEIL SEIN, WENN E T WA S N I C H T G E B A U T W I R D .“ KARL GANSER, GROSSER ANREGER DER JÜNGEREN B AUK ULT URBE W EGUNG
wohl keinen Preis holen. Im Barock gab es Exzesse der Dekoration, genauso im späten Historismus. Aber nichts davon würde man heute abreißen. Selbst die Mietskasernen und ersten Arbeitersiedlungen vom Ende des 19. Jahrhunderts waren so gut gebaut, dass sie bis heute begehrt sind. Sogar aus den Gefängnissen jener Zeit lassen sich attraktive Wohnungen machen. Der antike Dreiklang von Schönheit, Nützlichkeit und Festigkeit (Venustas, Utilitas und Firmitas) ist seit jeher DER Anspruch an gute Architektur. Der Begriff Schönheit ist dabei wohl der umstrittenste, der sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neu definiert. Neue Stile, Moden, Techniken, Materialien oder auch Philosophien prägen
die Architektur und sorgen schon bei der Entstehung oder erst Jahrzehnte später für Diskussionen. Heutzutage sollte ein Gebäude zudem den Ansprüchen von Nachhaltigkeit und Flexibilität genügen, um als gelungen zu gelten. Architektur kann und soll nicht jedem gefallen müssen. Täte sie es, wäre sie bestenfalls Mittelmaß. Manchmal heiligt auch die Funktion die Mittel. Gebäude dürfen auch einfach nur ihren Zweck erfüllen und die Ästhetik in den Hintergrund rücken. Form follows function heißt nicht zwangsläufig, dass diese Form auch den gängigen Geschmack der Leute treffen muss. Seine Daseinsberechtigung hat wohl jedes Bauwerk – ob’s uns gefällt oder nicht.
eco.architektur
Diese Wohntürme - genannt „Huter-Häuser“ wurden Anfang der 1970er errichtet. Mit Betonplatten-Balkonen und einer gruseligen Sockelzone stehen etwas außerhalb der Stadt am Inn und kämpfen seit jeher mit ihrem Image. Je nachdem, wo in den Gebäuden man sich gerade aufhält, empfindet man völlig unterschiedliche Eindrücke – von hell und aussichtsreich bis bedrückend und dunkel. Ein Architekt mit viel Gespür könnte hier zumindest für eine attraktivere Optik und schöner gestaltete Allgemeinflächen und Passagen sorgen.
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An diesem zentralen Platz der Stadt stoßen mit dem Casino, einem Hotel und dem Haus der Industrie (in dem ironischerweise das Beauty Center Tirol untergebracht ist, dessen Schriftzug auch groß auf dem Gebäude prangt) drei Baukörper mit überholten Architekturstilen zusammen, die einander wenig Gutes tun. Ein zu viel an Materialien, Formen, Proportionen und Farben bringt Unruhe und wenig Wohlgefühl an einen Ort, der für die Stadt sehr wertvoll sein könnte. Das so genannte Holiday-Inn-Areal (das Vorvorvorgängerhotel des heute hier ansässigen Marriott) gilt wohl übereinstimmend als architektonisches Unruhmesblatt. Und dennoch: Es ist nicht alles schlecht. Konzentriert man sich auf Details, wird’s fürs Auge angenehmer.
INDUSTRIE IN TIROL Zahlen und Daten zum Standort Tirol
42.759
Die Zahl der IndustrieMitarbeiter stieg zuletzt stark an – auch die Lehrlingszahlen entwickelten sich positiv.
€ 523,8 Mio.
Für Forschung und Entwicklung haben die Tiroler Unternehmen ihre Ausgaben von 477,2 (2015) auf 523,8 (2017) Millionen Euro gesteigert.
28 %
der Tiroler Bruttowertschöpfung werden von produzierenden Betrieben (mit Bauwirtschaft) erbracht.
€ 6,6 Mrd.
Direktexporte
483
€ 11,7 Mrd.
Tiroler Industriebetriebe
€ 41.070
Das durchschnittliche Gehalt von Industriebeschäftigten liegt bei 41.070 Euro und damit weitaus höher als in fast allen anderen Branchen der Tiroler Wirtschaft.
Der Produktionswert der Tiroler Industrie hat 2019 um knapp 6 % auf 11,7 Milliarden Euro zugelegt.
€ 1,2 Mrd.
zahlten Unternehmen 2019 dem Fiskus. Das ist um 9 % mehr als im Vorjahr. Die Körperschaftsteuer (KöSt) betrug 648 Mio. Euro (plus 7,9 %) und die Einkommensteuer stieg auf 585 Mio. Euro (plus 10,54 %).
92
Lehrbetriebe bilden über 1.333 Lehrlinge aus – in über 60 verschiedenen Lehrberufen.
SO STARK IST DIE TIROLER INDUSTRIE. DURCH DIE CORONA-KRISE ERLEBEN WIR DERZEIT EINEN RÜCKSCHLAG. DIE UNTERNEHMEN MIT IHREN MITARBEITERINNEN UND MITARBEITERN TUN ALLES, UM DIE INDUSTRIEPRODUKTION MÖGLICHST BALD WIEDER AUF NORMALBETRIEB HOCHZUFAHREN.
eco.architektur
In der Landeshauptstadt liegt der Bahnhof quasi mittendrin und in vergleichbaren Fällen ist die Bahnhofsumgebung oft schon die erste Sehenswürdigkeit. Bei uns eher nicht so. Zumindest nicht im positiven Sinne. Irgendwie hätte sich das Auge etwas Schöneres verdient, wenn man aus dem Bahnhofsgebäude tritt. Kommt man als Tourist, ist diese Häuserfront das Erste, das man von Innsbruck sieht. Da geht definitiv mehr. Die Raiffeisen Landesbank Tirol nimmt sich dieses Problems mit ihrem RAIQA zumindest schon mal auf der hinteren Seite an. Mehr dazu auf Seite 10.
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Diese Zeugen aus den frühen 1970er-Jahren mit ihrem für die Zeit so typischen Betonfertigteil-Gewand am Innsbrucker Bozner Platz sind so manchem ein Dorn im Auge. Bei genauerem Hinschauen sind es hauptsächlich die uneinheitlich gestalteten Auslagen im Erdgeschoßbereich (die wir hier fotografisch geflissentlich weggeschnitten haben), weil sie diese Zone „billig“ und schmuddelig wirken lassen. Die zugehörige so genannte KreidPassage wurde im Jahr 1971 von Architekt Franz Kotek geplant, der auch für den Mariahilfpark verantwortlich zeichnet. Sie war mit Sicherheit gut gedacht, ist über die Jahre aber leider ziemlich verkommen – was beileibe nicht die Schuld des Architekten ist.
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Innsbruck hat auch architektonisch viele Gesichter. Schaut man nordöstlich Richtung Unibrücke, möchte man kaum glauben, dass an die unschönen Gebäude in der Höttinger Au (links) nach nur rund 300 Metern die wohl meistfotografierte Häuserzeile der Stadt folgt (wenn auch auf der anderen Straßenseite). Die bunten Häuschen in Mariahilf sind nicht nur bei Touristen ein beliebtes Motiv. Die alternde Wohnblockstruktur indes empfinden viele als deprimierend. Doch die äußere Optik täuscht: Die Wohnungen sollen über sehr durchdachte Grundrisse verfügen und wenn man sich’s innen schön macht, hilft das auch über ein nicht so optimales Außen hinweg.
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Das „neue“ Innsbrucker Landesgericht in der Maximilianstraße – geplant vom Architektenehepaar Karl und Charlotte Pfeiler – entstand ebenfalls Anfang der 1970er-Jahre und ist jedenfalls ein Hingucker. Allein die Dimension und Wucht der beiden übereinander gestapelten Bauteile in Sichtbeton ist bemerkenswert. Seit einigen Jahren steigt die Akzeptanz des über viele Jahre eher verschmähten Gebäudes wieder und es wird als wertvolles Beispiel der boomenden Betonbau-Ära gesehen.
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AUS TRADITION INNOVATIV Das Traditonsunternehmen Spechtenhauser wurde bereits 1930 in Innsbruck gegründet. Innovationskraft, höchstes handwerkliches Können und modernste Maschinentechnik ließen es über die Jahre zu einem Betrieb mit rund 100 Mitarbeitern wachsen. Was in Tirol gebraucht wird, wird in Innsbruck produziert.
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Bilder oben: Spechtenhauser ist mit seinem Know-how an vielen unterschiedlichen Projekten beteiligt, wie bei jenem in der Anna-Dengel-Straße von Panoramabau bzw. beim Zentrum Wilten West. Bilder unten: Bei Spechtenhauser trifft echte Handwerkskunst auf modernste Maschinentechnik.
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enster-, Möbel-, Glasbau und ein Möbelstudio: Bei Spechtenhauser verschmelzen vier eigenständige Kompetenzen zu einem großen Ganzen. Von der Planung über die eigene Produktion bis zur baulichen Umsetzung kommt alles aus einer Hand. Neun Jahrzehnte gewachsene Erfahrung, langjährige Mitarbeiter und ein Maschinenpark stets auf dem neuesten Stand garantieren dabei höchste Qualität in Service und Ausführung. Seit Beginn ist Spechtenhauser in Innsbruck ansässig. Produktion und Verkauf befinden sich in der Höttinger Au, das Unternehmen hat mittlerweile eine beträchtliche Größe erreicht. In vielerlei Hinsicht. „Wir arbeiten in allen Bereichen“, sagt Geschäftsführer Martin Wegscheider, „an privaten Aufträgen und öffentlichen Projekten und an allem dazwischen. An kleinen Dingen und Einzelstücken genauso wie an groß di-
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mensionierten.“ So unterschiedlich die Wünsche und Anforderungen, so individuell ist die Ausführung. „Wir produzieren objekt- und projektspezifisch genau so, wie es der Kunde wünscht“, erklärt Wegscheider die Spechtenhauser-Philosophie. Keine Herausforderung ist zu groß, keine zu klein, weil jedes Projekt seine ganz besonderen Eigenheiten hat, die die Arbeit immer wieder aufs Neue spannend machen. „Dank unserer kompetenten und zuverlässigen Mitarbeiter ist es uns gelungen, auch die vergangenen Wochen – mit einiger Anstrengung und entsprechenden Maßnahmen – ohne Unterbrechung durchzuarbeiten und zumindest in unserem Bereich das Leben und die Wirtschaft aufrechtzuerhalten und den Schaden zu minimieren“, ist Wegscheider dankbar. Letzlich war Regionalität noch nie so wichtig und wertvoll wie heute. Lassen Sie uns das bewahren. PR
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eco.architektur
EIGENES HEIM MIT FREMDER HILFE Für viele ist die Schaffung von Wohnungseigentum nach wie vor ein Fixpunkt im Lebenslauf. Die wenigsten allerdings können dieses ohne fremde Hilfe finanzieren. Wir haben die gängigsten Kreditfragen geklärt. INTERVIEW: MARINA BERNARDI
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U
m sich ein Eigenheim zu schaffen, braucht es zwei Einkommen und ein Erbe, sagt eine anfangs zwar ironisch gemeinte, heute aber zumindest für manche Gegenden nicht verkehrte Weisheit. Wohnraum wird immer teurer und dennoch ist der Traum von der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus für viele längst nicht ausgeträumt. Ohne Fremdfinanzierung ist dies in der Regel je-
doch nicht zu stemmen. Wir haben Volksbank-Wohnbauberater Alois Holzer dazu ein paar Fragen gestellt.
ECO.NOVA: Wie viel Eigenkapital sollte man
bei der Schaffung eines Eigenheims mitbringen? ALOIS HOLZER: Beim Wohnungskauf am freien Markt sollten die Eigenmittel zwischen 20 und 30 Prozent des Kaufpreises betragen, denn in den meisten Fällen fal-
len ca. zehn Prozent Kaufnebenkosten an. Beim Erwerb einer Wohnung im geförderten Wohnbau sollten die Eigenmittel zumindest 15 Prozent betragen. Die Wohnbauförderung akzeptiert eine Belehngrenze von bis zu 85 Prozent. Das heißt, Bankdarlehen und Wohnbauförderungsdarlehen sollten maximal 85 Prozent des Kaufpreises ausmachen. Beim Hausbau sind bis zu einem gewissen Grad Eigenleistung und das vielleicht schon im
© DIE FOTOGRAFEN
eco.architektur
Alois Holzer, Wohnbauberater in der VolksbankHauptgeschäftsstelle Innsbruck
„DIE ANHÄUFUNG VON IMMOBILIEN ZUR VERMIE TUNG BEI GLEICHZEITIGER V E R S C H U L D U N G S O L LT E D E N E X P E R T E N GROSSER IMMOBILIENGESELL SCHAF TEN ÜBERL ASSEN WERDEN. DIE INVESTITION IN IMMOBILIENFONDS K ANN HIER EINE GUTE A LT E R N AT I V E D A R S T E L L E N .“ ALOIS HOLZER
63 relativ schnell unvorhergesehene Mehrkosten anfallen können. Die Vorlagerung eines Baukontos mit einem entsprechenden Rahmen kann hier gute Dienste tun.
Wie hoch sollte eine Kreditrate bemessen sein? Erfahrungsgemäß sollten die monatlichen Aufwendungen für die Kreditrückzahlung nicht mehr als 35 Prozent des Familiennettoeinkommens betragen. Damit ist noch finanzieller Spielraum für Betriebskosten und eventuelle Ratenerhöhungen bei steigendem Zinsniveau.
Eigentum befindliche Grundstück auf die Eigenmittel anrechenbar.
Mit welcher Darlehenssumme sollte man insgesamt kalkulieren? Wie viel Puffer zum errechneten Baupreis ist sinnvoll? Ein Sicherheitspolster von zehn Prozent als Reserve für Unvorhergesehenes sollte stets berücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für Hausbau bzw. Sanierung, da hier
Wie stellt sich generell die Höhe einer Kreditrate zusammen? Im Regelfall sprechen wir von einer Annuität oder Pauschalrate. Das bedeutet, die monatliche Belastung setzt sich aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammen. Mit der Zeit erhöht sich im Gesamtaufwand der Tilgungsanteil, denn das verzinste Kapital wird durch die Ratenzahlungen laufend verringert.
Aus welchen Faktoren ergibt sich der Zinssatz? Grundsätzlich hat die Ware Geld für eine bestimmte Laufzeit einen Marktpreis. Der Drei-Monats-Euribor wird hierfür oft als Indikator herangezogen. Hinzu kommt die Marge der Bank, der sogenannte Aufschlag. Damit werden Kosten und Gewinn
der Bank abgedeckt. Der Zinssatz ist weiters vom Produkt selbst und in gewissem Ausmaß auch von der Bonität des Kunden abhängig. Je geringer das Risiko der Bank, umso besser der Zinssatz.
Wovon hängt die Bonität eines Kreditnehmers ab? Die Bonität eines Kreditnehmers hängt von der Höhe seiner Eigenmittel, dem regelmäßigen monatlichen Einkommen und sonstigen Vermögenswerten ab. Wichtig sind auch die Erfahrungen, welche die Bank mit dem Kunden bisher gemacht hat.
Was ist der Unterschied zwischen fixen und variablen Zinsen und wie lange sollte man sich an einen Zins binden bzw. wie lange ist es bei der aktuell niedrigen Zinslage überhaupt möglich? Hier hat in den letzten Jahren aufgrund des historisch niedrigen Zinsniveaus ein massives Umdenken stattgefunden. Der Anteil der fixverzinsten Kredite steigt stetig, da der Kunde mit fixen Kosten für eine gewisse Zeit Planungssicherheit genießt. Logischerweise geht der Trend zu längeren Fixzinsperioden wie 15 und 20 Jahre, in Einzelfällen auch zehn Jahre und darunter. Dass dieser Fixzins höher als der variable ist, ergibt sich aus dem aktuell negativen Indikator (Drei-Monats-Euribor), der Zinserwartung und dem sogenannten
eco.architektur
FINANZWISSEN
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„DER ANTEIL DER FIXVERZINSTEN KREDITE STEIGT STE TIG, DA DER KUNDE MIT F I X E N KO S T E N F Ü R E I N E G E W I S S E Z E I T P L A N U N G S S I C H E R H E I T G E N I E S S T.“ ALOIS HOLZER
Zinsswap für die entsprechende Laufzeit. Der fix verzinste Kredit ist natürlich nicht so mobil. Deshalb ist im Fall der vorzeitigen Tilgung mit Zusatzkosten zu rechnen, die allerdings das Konsumentenschutzgesetz reglementiert.
Macht es Sinn, einen Kredit – wenn es möglich wird (z. B. durch Erbschaft) – vorzeitig zu tilgen? Auch wenn das aktuelle Zinsniveau sehr niedrig ist, entscheiden sich viele Kreditnehmer aus psychologischen Gründen für eine vorzeitige Tilgung, wenn sie die finanziellen Mittel haben. Der Wunsch, sich zu entschulden, ist durchaus legitim und zu respektieren, wenngleich die „Rentabilität“ einer früheren Rückzahlung wie erwähnt nicht allzu groß ist. Halten Sie aktuell den Kauf von Anleger-/Vorsorgewohnungen noch für sinnvoll? Der verstärkte Trend vom Bargeld zum Betongeld, das dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen eher zu entspre-
chen scheint, wird sich bestimmt fortsetzen. Die Anhäufung von Immobilien zur Vermietung bei gleichzeitiger Verschuldung sollte aber den Experten großer Immobiliengesellschaften überlassen werden. Die Investition in Immobilienfonds kann hier eine gute Alternative darstellen, zumal persönliches Risiko und Aufwand verhältnismäßig geringer sind.
Wird sich die aktuelle Krise Ihrer Meinung nach auf den Immobilienmarkt auswirken? Diese Frage wurde in den letzten Wochen oft diskutiert. Viele werden sich die fremdfinanzierten Wohnungen nicht mehr leisten können, weshalb mehr Objekte auf den Markt kommen. Andererseits ist das Bedürfnis nach Sicherheit noch stärker geworden, sodass auch die Nachfrage steigen wird, weg von Wertpapierengagements hin zu Immobilien. In Summe wird es sich in etwa die Waage halten und die Krise keine gravierenden und nachhaltigen Auswirkungen auf den Markt haben.
EURIBOR Euribor steht für „Euro Interbank Offered Rate“ und ist ein Referenzzinssatz für Termingelder in Euro in Interbankengeschäften, also im Handel zwischen Kreditinstituten. Vereinfacht gesagt, bezeichnet der Euribor den durchschnittlichen Zinssatz, zu dem Banken einander Geld leihen. An jedem Arbeitstag um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit werden die Euribor-Werte festgesetzt. Sie dienen als Referenz für viele Finanzprodukte wie Spareinlagen oder Hypothekarkredite. Insgesamt gibt es fünf verschiedene EuriborWerte mit unterschiedlichen Laufzeiten (1 Woche, 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 12 Monate). Der gängigste Wert ist der DreiMonats-Euribor. Die sogenannten Panel-Banken melden ihre Daten zur Bestimmung des Euribor individuell ein. Das war und ist nicht ganz unproblematisch. So kam es in der Vergangenheit etwa zu Zinsmanipulationen. Deshalb hätte der Euribor mit 1. Jänner 2020 durch „Ester“ ersetzt werden sollen, in der die Einmeldung der Zinssätze automatisiert passiert. Diese Frist wurde nun bis 1. Jänner 2022 verlängert. BONITÄT Der Ruf einer Person oder Firma in Hinblick auf ihre Zahlungsfähigkeit oder Kreditwürdigkeit.
ZINSSWAP Ein Zinsswap ist ein Finanzinstrument, mit dessen Hilfe sich Kreditnehmer auf lange Sicht gegen mögliche Zinserhöhungen absichern können.
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DAMIT IHR WOHN(T)RAUM NICHT ZUM ALBTRAUM WIRD
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„Augen auf vor dem Kauf“ hört man immer wieder und gerade bei einem Liegenschafts-, Haus- oder Wohnungskauf sollte man dieses Sprichwort mehr als ernst nehmen und sowohl das ins Auge gefasste Objekt einerseits als auch die steuerlichen und rechtlichen Fragen andererseits, die mit einem solchen Kauf einhergehen, genau unter die Lupe nehmen und sich in jedem Fall fachmännisch beraten lassen. Der Ankauf eines Grundes, Hauses oder einer Wohnung ist kein alltägliches Geschäft und sollte deswegen genau geprüft werden, um persönliche und finanzielle Nachteile hintanzuhalten. T E X T : D R . E S T H E R P E C H T L - S C H AT Z
I
st das passende Liegenschaftsobjekt gefunden, empfiehlt es sich, dieses auf „Herz und Nieren“ zu prüfen. Geht es um ein Haus oder eine Eigentumswohnung, sollte man naturgemäß darauf achten, ob sich das Objekt in einem altersgemäßen Zustand befindet; in welchem Zustand die Fassade, das Dach und die Heizungsanlage sind etc. Bei Eigentumswohnungen ist zudem genau abzuklären, was als Zubehör definiert ist und woraus (aus welchen Verträgen/Grundbucheintragungen) sich ergibt, was tatsächlich zur
Wohnung dazugehört. Früher wurden auch Autoabstellplätze als Zubehör behandelt. Die Erfahrung zeigt, dass es gerade bei älteren Eigentumsobjekten vielfach so ist, dass oft nicht genau geklärt ist, welcher Tiefgaragenparkplatz oder welches Kellerabteil nun tatsächlich zur Wohnung gehören. Nicht nur der Blick in das Grundbuch ist zu empfehlen, sondern auch, dass man sich den diesbezüglichen Wohnungseigentumsvertrag und auch das entsprechende Nutzwertgutachten (Parifizierungsgutachten) vorlegen lässt.
Ein Grundbuchauszug zeigt jedenfalls auch, ob und welche Rechte dritter Personen allenfalls am Objekt bestehen und welche Belastungen eingetragen sind – auch darüber ist mit dem Verkäufer zu sprechen. Naturgemäß hat der Verkäufer dafür Sorge zu tragen, dass im Zuge des Eigentumsübergangs sämtliche grundbücherlichen Lasten gelöscht werden und nicht auf Sie übergehen. Der Blick in das Grundbuch zeigt aber auch, welche Rechte mit dem Grundstück/ Haus verbunden sind, was zum Beispiel vor allem für Zufahrtswege (z.B. Dienstbarkeits-
eco.architektur
wurde. Eine Befreiungsbestimmung gibt es auch für selbst hergestellte Gebäude, soweit sie innerhalb der letzten zehn Jahre nicht zur Erzielung von Einkünften (Vermietung) gedient haben. Zu beachten ist jedenfalls, dass die Immobilienertragsteuer immer nur vom Veräußerungserlös zu bezahlen ist. Von der Leistung der Immobilienertragsteuer befreit sind auch Tauschgeschäfte im Rahmen eines Zusammenlegungs- oder Flurbereinigungsverfahrens sowie im Rahmen behördlicher Maßnahmen zur besseren Gestaltung von Bauland. In welcher Höhe und ob überhaupt Immobilienertragsteuer anfällt, ist also im konkreten Einzelfall genau zu berechnen und wird ebenfalls von dem/der gewählten Vertragserrichter/-in – allenfalls nach Rücksprache mit Ihrem Steuerberater – erledigt sowie die diesbezügliche Steuererklärung beim Finanzamt als Selbstberechnungserklärung abgegeben. Zu beachten ist auch, dass auch im Fall der Eintragung (Einverleibung) eines Pfandrechtes Gebühren anfallen, und zwar 1,2 Prozent jenes Betrages, der im Grundbuch als Pfandrechtsbetrag einverleibt wird.
weg und Leitungsrechte etc.) von entscheidender Bedeutung ist. Nur auf die Zusage Ihres Verkäufers, dass er beispielweise seit Jahren über ein Grundstück eines Dritten zum nunmehr zum Verkauf angebotenen Grundstück zufuhr, sollten Sie jedenfalls nicht vertrauen. Wenn dies bislang nicht grundbücherlich abgesichert ist, muss dies spätestens im Zuge Ihres Liegenschaftskaufes passieren, sonst kann es zu bösen Überraschungen kommen. Bei älteren Häusern und älteren Wohnungen rate ich zudem jedenfalls vor dem Kauf ein professionelles Gutachten vom Verkäufer abzuverlangen, aus welchem der Zustand des Objektes und etwaige Mängel sowie etwaige Behebungskosten genau hervorgehen – derartige Kosten sind wiederum bei der Kaufpreisfindung zu beachten.
DIE EXTRAS ZUM KAUFPREIS
Grundsätzlich gilt bei den Anschaffungsüberlegungen auch zu berücksichtigen, dass die Nebenkosten, Steuern und Gebühren im Durchschnitt insgesamt zehn Prozent des Kaufpreises ausmachen. Aus steuerrechtlicher Sicht sind vor allem die Grunderwerbsteuer (GrESt) und die (grundbücherliche) Eintragungsgebühr von großer Bedeutung. Wer die Gebühren und Steuern des Kaufvertrages zu tragen hat, wird in der Regel im jeweiligen Kaufvertrag festgehalten, wobei Steuerschuldner für die Grunderwerbsteuer und die Eintragungsgebühr im Normalfall der Käufer ist. Die Grundbucheintragungsgebühr beträgt 1,1 Prozent des Kaufpreises bzw. des Wertes des Objektes; die Grunderwerbsteuer ist vom Wert der Gegenleistung zu bemessen (mindestens jedoch vom Grundstückswert), der allgemeine Steuersatz beläuft sich auf 3,5 Prozent. Einen verminderten Steuersatz von lediglich 2 Prozent gibt es beim Erwerb von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken. Die Steuerschuld entsteht dann, wenn der steuerpflichtige Ewerbsvorgang verwirklicht wird, das heißt in der Regel mit der Unterfertigung des Kaufvertrages. Nach Entstehen der Steuerschuld ist beim Finanzamt eine sogenannte Abgabenerklärung bis zum 15. des zweitfolgenden Monats einzureichen. In der Regel wird ein solcher Kaufvertrag ohnedies von einem Rechtsanwalt oder Notar erstellt und es ist Aufgabe der Vertragserrichterin/des Vertragserrichters, die Steuererklärung als sogenannte „Selbstberechnungserklärung“ direkt online beim Finanzamt abzugeben, sodass Sie mit der
STOLPERSTEINE Dr. Esther Pechtl-Schatz
steuerlichen Abwicklung wenig zu tun haben werden – außer die vorgeschriebenen Steuern zu Handen der Vertragserrichterin/des Vertragserrichters anzuweisen, der dann die termingerechte Weiterleitung an das zuständige Finanzamt zur jeweiligen Steuernummer vornimmt. Seit April 2012 werden auch Liegenschaftsverkäufer unter bestimmten Voraussetzungen zur „Kasse gebeten“. So sind seit dem 1. StabG 2012 Grundstücksverkäufe mit einem einheitlichen Steuersatz von 30 Prozent (falt tax) generell steuerpflichtig. Dabei wird wie bisher beim Spekulationsgeschäft auf die Veräußerung abgestellt. Auch hier empfiehlt es sich, jedenfalls vorher abzuklären, ob eine solche Immobilienertragsteuer anfällt oder eine der Steuerbefreiungen greift. Von der Immobilienertragsteuer (ImmoESt) befreit sind beispielsweise die Veräußerung von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen samt Grund und Boden, wenn das Objekt ab Anschaffung oder Fertigstellung bis zur Veräußerung für mindestens zwei Jahre durchgehend als Hauptwohnsitz gedient hat oder wenn in den letzten zehn Jahren vor der Veräußerung mindestens fünf Jahre dort gewohnt
Ab Einigkeit mit dem Verkäufer bis zur Eintragung des Eigentumsrechtes im Grundbuch vergehen naturgemäß einige Wochen, da seitens Ihrer Vertragserrichterin/des Vertragserrichters einige Genehmigungen und unter Umständen auch Löschungen etc. einzuholen sind. Es empfiehlt sich jedenfalls, bereits mit der Unterfertigung der Vertragsurkunde Ihren grundbücherlichen Rang zu sichern, was mit einer sogenannten „Rangordnung für die beabsichtigte Veräußerung“ geschieht. Mit dieser Urkunde, die nur in einer Ausfertigung ausgestellt wird, wird im Grundbuch eingetragen, dass ein Verkaufsvorgang am Laufen ist, und sie hat für ein Jahr ab Ausstellung Gültigkeit. Wer diese Rangordnung in Händen hat, ist gegen Verfügungen der (noch) Liegenschaftseigentümerin/des (noch) Liegenschaftseigentümers abgesichert, sofern sie/ er innerhalb der Wirkungsfrist der Rangordnung sein Recht eintragen lässt – es ist also wie eine „Plombe“, ohne die man im Grundbuch während dieser Zeit keine Verfügungen treffen kann. Seit vielen Jahren errichtet meine Kanzlei Kauf-, Tausch- und Liegenschaftsverträge betreffend Grundstücke, Häuser und Wohnungseigentumsobjekte. Ich stehe mit meinem Team für weitere Fragen rund um die Verwirklichung Ihres Wohn(t) raumes jederzeit gerne zur Verfügung. www.anwaelte.cc
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GARTEN - PURISMUS
Die Sitzkombination „Regatta“ von Skagerak ist ideal, um einen Nachmittag im Garten samt gutem Buch zu verbringen. Im Set (Sessel, Hocker, Tisch und Sitzauflage) um 2.312 Euro bei mg interior in Innsbruck erhältlich.
BUCHTIPP SIMPLY SPACED
Monica Leed, Knesebeck Verlag, 160 Seiten, EUR 22,00 Seien wir ehrlich: Wir haben echt viel zu viel Zeugs. Monica Leed hat deshalb dieses praktische Aufräum-Buch zusammengestellt, das zeigt, wie man daheim mal so richtig Ordnung schafft und wie man diese auch behält. Sie schafft damit ein neues Bewusstsein für den eigenen Besitz und man hat wieder Freude an seinen Dingen.
mmobilien Berger ist ein Unternehmen, das Bestand hat. Ein etablierter Player am Tiroler Immobilienmarkt, und das seit mehr als fünfzig Jahren. Ich selbst, Raimund Berger, bin seit 1969 als Makler tätig und habe 1980 das Unternehmen von meinem Vater übernommen. Folglich kenne ich die Branche und die Entwicklung, die sie in den vergangenen Jahrzehnten genommen hat, in all ihren Facetten. Daher vertrauen viele Kunden schon seit Jahren, nicht wenige bereits seit Jahrzehnten auf unsere Dienste. Seriöse Maklerei auf der Höhe der Zeit bedeutet, neben den handwerklichen Dingen und gesetzlichen Rahmenbedingungen ein offenes Ohr für Kunden zu haben und die menschliche Komponente in unserem Geschäft nicht zu vernachlässigen. Denn nur mit der notwendigen Empathie lässt sich herausfinden, was den Wünschen und Vorstellungen des Kunden entspricht. So lassen sich – ganz gleich ob für Vermietung oder den Verkauf – optimale Lösungen erzielen. Der Kontakt mit Menschen ist es, der das Immobiliengeschäft interessant macht und mich selbst nach Jahrzehnten im Geschäft noch immer fasziniert. Neben Kontinuität und Verlässlichkeit ist es uns besonders wichtig, uns stetig weiterzuentwickeln. Die rasante Entwicklung der Grundstückspreise der vergangenen Jahre wird sich nicht unbegrenzt fortsetzen lassen, weil die Banken nicht mehr jedes Bauträgerprojekt finanzieren und überhöhte Grundstückspreise auf die Immobilienpreise durchschlagen, die sich kaum mehr darstellen lassen. Deshalb bin ich darauf bedacht, in enger Abstimmung mit erprobten Architekten und Bauträgern nur Projekte zu realisieren, die für alle Beteiligten sinnvoll sind. Hasardeure sind in unserer Branche fehl am Platz. Wir suchen derzeit vor allem Grundstücke für die Entwicklung von attraktiven Neubauprojekten in und um Innsbruck und in der Inntalfurche sowie Liegenschaften und Gebrauchtwohnungen. PR
IMMOBILIEN BERGER RAIMUND Anichstraße 12, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/59832, immobilien.berger@aon.at
www.immobilien-berger.at
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© LINE THIT KLEIN/LIVING INSIDE
eco.architektur
DIE KUNST DES WEGLASSENS Im Japandi-Style trifft die Ästhetik des Ostens auf die Schlichtheit des Nordens und damit mitten ins gestalterische Herz der Zeit.
© IKEA
REDAKTION: MARINA BERNARDI
72 Arbeitszimmer mögen viel Licht. Der alte Schreibtisch ist ein Erbstück der Bewohnerin, der Drehstuhl dazu stammt von Fritz Hansen nach einem Design von Arne Jacobsen (Serie 7, Vollpolsterung, Leder, 1.792 Euro). Fritz Hansen erhältlich bei Wetscher in Fügen.
Asia meets Scandi. Dunkel und hell, elegant und rustikal: typisch Japandi.
PURE & SIMPLE
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eduziertheit und Einfachheit und die Sehnsucht nach einem achtsamen Leben hat sich in unseren Wohnräumen schon seit einiger Zeit widergespiegelt – in natürlichen Materialen, Möbeln und Accessoires, die Beständigkeit und Wertigkeit vermitteln, sanften Farben und organischen Formen. Die Krise hat uns einmal mehr gezeigt, wie sehr unser eigenes Zuhause ein Ort sein soll, der uns auffängt, der uns beschützt und in dem wir uns wohl und sicher fühlen. Noch nie wurde
uns unser Wohnraum derart bewusst wie in der Zeit, wo wir kaum anderes hatten. Vielleicht ist damit auch die Zeit gekommen, loszulassen und uns von so manchen Dingen zu befreien, von denen wir ohnehin nicht (mehr) wussten, warum wir sie überhaupt besitzen.
WERT SCHÄTZEN
Minimalismus ist kein Trend, vielmehr ist es eine Lebenseinstellung. Es geht dabei weniger um Verzicht, sondern darum, den
ACHTSAM WOHNEN – BESSER LEBEN Marion Hellweg, Prestel Verlag, 160 Seiten, EUR 30,90
Marion Hellweg ist gelernte Restauratorin und Interiordesignerin und zeigt in ihrem Buch „pure & simple“ eine neue Form der Einfachheit – in Form von inspirierenden Homestories, Tipps und Tools und nützlichen Adressen. Sie hat damit ein wunderbares „How to“-Buch geschaffen, dessen Ideen sich auch im eigenen Zuhause einfach umsetzen lassen.
LIVING MIEMING KOMPLETTE INNENARCHITEKTUR & UMSETZUNG WOHNDESIGN FREUDLING
INNENARCHITEKTUR
DESIGN & HANDWERK
MÖBELWERKSTÄTTE
Beginnend mit einer umfassenden Bedarfsermittlung erstellen wir basierend auf Ihren Wünschen und unseren Ideen Ihr individuelles Raumoder Wohnkonzept. Mit Feingefühl und Know-how setzen wir dieses unter Berücksichtigung aktueller Trends und Technologien in reale Wohnträume um.
In unseren laufend neu gestalteten Ausstellungsräumen in Fügen geben durchdachte Wohnszenarien auf 800m2 Einblick in unser ganzheitliches Service. Wir präsentieren Marken wie Rolf Benz, Team 7, Haas, Jori, Ewe, Intuo, die italienischen Hersteller Arketipo, Living Divani, Foscarini, Lema, Desalto, Bonaldo und Rimadesio sowie Stücke aus unsere eigenen Möbelwerkstätte.
Rund ein Drittel des Sortiments sind Eigenprodukte, die von uns entworfen, in unserer 1350m2 großen Möbelwerkstätte produziert und von unseren eigenen Montagetischlern termingerecht geliefert sowie montiert werden. So erfüllen wir jeden Kundenwunsch - vom individuellen Einzelstück bis zur maßgeschneiderten Traumwohnung.
INNENARCHITEKTUR | DESIGN & HANDWERK | MÖBELWERKSTÄTTE Gewerbeweg 3 | 6263 Fügen | Tirol | +43 5288 62215 wohndesign@freudling.at | www.freudling.at Mo - Fr 8:30 - 18:00 | Sa 9:00 - 13:00 Uhr und nach Vereinbarung
© MADAME STOLTZ
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und gerne auch in Würde altern, brauchen nicht viele Accessoires. Auch nicht jede Wand braucht zwangsläufig ein Bild, manchmal reicht ein bisschen Farbe.
Wir brauchen nicht viel, sondern das Richtige.
DIE GROSSE LIEBE
Wabi-Sabi: Handbemalte Persönlichkeiten, die auch ohne Blumenschmuck wirken. Von Madame Stoltz, erhältlich im APFI’s in Wattens.
© FRITZ HANSEN
„Manchmal harmonieren zwei einfach so gut, dass man sie nie wieder trennen darf“, schreibt Restauratorin und Interiordesignerin Marion Hellweg in ihrem Buch „pure & simple“ und meint damit eben jenes Japandi, das das Beste aus zwei Welten verbindet: Schlicht und funktional, sorglos-elegant und relaxed macht der Mix aus Japan und Scandi die Räume einladend und beruhigt den Geist. „Helles skandinavisches Holz mischt sich mit dunklen japanischen Farbtönen. Moderne mit Tradition“, beschreibt es Hellweg. Kein Überfluss, nur Wesentliches. So wohnt man nicht nur authentischer, sondern auch gelassener.
Von Japanern entworfen, von Dänen gebaut: Stuhl NO1 (Design: Nendo) aus massivem Holz von Fritz Hansen. 685 Euro.
Farbtöne, die für Ruhe sorgen: Naturtöne vor der graublauen Wand für eine neue Gelassenheit.
© FRITZ HANSEN
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Dingen wieder Wert zu geben. Wir brauchen nicht viel, sondern das Richtige. Was das für den Einzelnen bedeutet, mag jeder für sich entscheiden. Das setzt voraus, dass wir uns mit unseren Wünschen und Bedürfnissen auseinandersetzen. Wertschätzung ist dabei eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale überhaupt. Wenn wir die Dinge um uns zu schätzen wissen, gehen wir automatisch rücksichtsvoller mit ihnen um. Der Japandi-Style ist ein ganz wunderbarer Ausdruck dieser neuen Einfachheit. Er nimmt Anklänge an der japanischen Tradition des Wabi-Sabi – ein Konzept, das die Schönheit im Unvollkommenen erkennt–, zeitgemäß interpretiert und gepaart mit der Schlichtheit skandinavischen Wohndesigns, das in seinem Purismus eine ganz eigene Gemütlichkeit entwickelt. Holz, Glas, Leinen, Leder, Stein bei den Materialien; strukturierte Oberflächen sorgen für eine tolle Haptik und sprechen so unsere Sinne an. Möbel dürfen einfach als solche wirken
Wenn wir die Dinge um uns zu schätzen wissen, gehen wir automatisch rücksichtsvoller mit ihnen um.
FREUT
EUCH NICHT _ ZU _ SPÄT S
APFI
1 st u n d e ko st en lo s pa r k en (t ie fgarage gege nü be r)
dr.-Felix-bunzl-strasse 1 • a-6112 wattens tel.+43 5224/57402 • mail. ruth@apfis.at • www.apfis.at MO–fr 09.00 bis 12.00 uhr & 1 5.00 bis 18.00 uhr • SA 09.00 bis 12.00 Uhr
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ARCHITEKTUR TRIFFT KULINARIK
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im Anderson ist Koch, Autor und MasterChef-Champion. Er ist in Wisconsin geboren und aufgewachsen, studierte japanische Esskultur und lebte zwei Jahre in Japan. Nach seinem Umzug nach London gewann er 2011 MasterChef, was ihn zu einer der bekanntesten Stimmen Großbritanniens für japanisches Essen machte. 2013 eröffnete er das japanische Pop-up-Restaurant Nanban und Ende 2015 das gleichnamige Restaurant im Herzen von Brixton, das laut Michelin eine gelungene Mischung aus Ramen-Bar und Izakaya darstellt. Kurzum: Der Mann kennt sich aus. In seinem Buch nimmt er uns mit auf eine Reise durch Tokyo, bei der man nicht nur die Stadt, ihre Bewohner und Kultur kennenlernt, sondern auch richtig gutes Essen. Und wer bei Japan nur an Sushi und Ramen denkt (zweifellos beides toll), versäumt eine der spannendsten Küchen der Welt.
TOKYO STORIES Tim Anderson, Südwest Verlag, 256 Seiten, EUR 36,00
Mit über 80 vor Ort recherchierten Rezepten, deren Quellen sich in spannenden Reportage- und Foodfotos widerspiegeln, und den lebendig erzählten Anekdoten des Autors ist dieses Buch ein Muss für jeden Tokyo-Fan und für alle, die japanisches Essen lieben.
© NASSIMA ROTHACKER
Japan im Allgemeinen und Tokyo im Speziellen sind nicht nur (innen)architektonisch in vielerlei Hinsicht einzigartig. Auch die japanische Kulinarik ist von faszinierender Vielfalt.
eco.rezept
Poke
Hawaiianischer roher Fischsalat Z U TA T E N F Ü R 4 P E R S O N E N :
2 gehäufte EL Wakame oder ähnliche Meeralgen Abrieb und Saft von 1 Limette 1 kleine rote Chilischote, in feine Ringe geschnitten 4 EL Sojasauce 2 EL Sesamöl 1 EL Zucker 1 ⁄2 EL Reisessig 500 – 600 g sehr frischer roher Fisch wie Thunfisch, Lachs, Hamachi, Schwertfisch oder ähnlich fester Fisch (ohne Gräten und Haut), man kann auch gekochten Tintenfisch verwenden 1 reife Avocado 1 ⁄2 Gurke 50 g Queller oder frische Meeresalgen (nach Belieben) 100 g Cocktailtomaten, halbiert 1 kleine milde Zwiebel, abgezogen und gewürfelt 40 g Macadamianüsse, goldbraun geröstet, dann grob gehackt 1 ⁄2 EL weiße Sesamsaat, intensiv goldbraun geröstet 2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten ZUM SERVIEREN
Knusprig frittierte Zwiebeln, Furikake nach Wahl, Shiso-Blätter, Fischrogen, Chililocken oder Shichimi, gewürfelte tropische Früchte usw. SO WIRDS GEMACHT:
1 Den Wakame in warmem Wasser etwa 30 Minuten einweichen.
2 Limette, Chili, Sojasauce, Sesamöl, Zucker und Reisessig in einer Schüssel vermischen.
3 Fisch oder Tintenfisch in 2,5-cm-Würfel, Avocado und Gurke in 1-cm-Würfel schneiden. Queller in
mundgerechte Stücke brechen, alle holzigen Teile wegwerfen. 4 Fisch, Gemüse, Seetang und Dressing vermischen. 5 Man kann den Salat sofort essen, doch er schmeckt besser, wenn man ihn mindestens 1 Stunde mariniert. Man kann ihn pur essen oder Reis dazu reichen. 6 Mit Macadamianüssen, Sesamsaat, Frühlingszwiebeln und anderen Zutaten nach Belieben garnieren.
„Ich war acht Mal in Tokyo und habe mich nie gelangweilt: Nur wenige Städte der Welt sind ähnlich dynamisch, aufregend und die Entdeckung lohnend, und ich kann mir nicht vorstellen, es irgendwann leid zu sein, hierherzukommen.“ TIM ANDERSON
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GUTES DESIGN GEMÜTLICH
Nichts für Kunstbanausen: Kissenbezug „Ingo“ von House Doctor. Da betten wir unser Köpfchen gerne drauf. Um 56,95 Euro mitgenommen aus dem APFI’s in Wattens.
IST SO WENIG DESIGN WIE MÖGLICH
Das befand dereinst Dieter Rams und als Industriedesigner damit einer, der sich auskennt. Reduziertheit heißt aber nicht gleichzeitig, auf Gemütlichkeit verzichten zu müssen. Nur eben auf unnötigen Schnickschnack.
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INDUSTRIE- CHIC
Die Walker-Wandleuchte von Menu ist zurückhaltend im Design und doch ein Hingucker. Um rund 280 Euro bei Wohndesign Freudling in Fügen.
IM RECHTEN LICHT HÜBSCHER ALLESVERSTAUER
Dies, das, Ananas. Der Dekokorb sorgt daheim für fröhliche Stimmung. Gesehen im APFI’s in Wattens um 26,95 Euro.
Wir lieben diese mundgeblasenen und tragbaren Glaslaternen von Gloster, die nicht umsonst den Namen „Ambient“ tragen. Das Licht kommt von LEDs. In verschiedenen Varianten und Größen ab rund 750 Euro erhältlich bei Wetscher.
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FÜR AUSSEN
In seiner MBRACE-Kollektion kombiniert Sebastian Herkner die Sitzflächen aus DedonFasern mit einem Gestell aus massivem Teakholz. Na denn: Füße hoch und genießen. Hochlehner ca. 1.800 Euro, Hocker ca. 700 Euro. Gesehen bei Wetscher in Fügen.
PORZELLAN
Wir lieben schönes Geschirr und können gar nicht genug davon haben. Bei Wohndesign Freudling in Fügen ist uns die „New-Norm“-Kollektion von Menu sofort ins Auge gefallen. Teller in verschiedenen Größen und Farben ab rund 20 Euro.
GEFLECHT
Hier geht es weniger um den Tisch im Hintergrund (obwohl der hier auch super passen würde), sondern um den Teppich. Der ist von Woodnotes und aus Papiergarn und in diversen Farbkombinationen bei mg interior zu haben.
OOOOM
Damit man die Zuhause-Gemütlichkeit rundum genießen kann, brauchts auch innere Ruhe. Wir mögen die handgemachten Yogamatten von Zirbit aus Reith bei Seefeld sehr. Die bestehen aus vielen kleinen Zirbenelementen und duften dazu herrlich. Wenn man sie gerade nicht benutzt, machen sie sich auch gut als Dekoelement. Von 179 bis 599 Euro unter www.zirbit.at. Bequeme Yogakleidung finden Sie übrigens nebst anderen Freudemachern zum Beispiel im feinheiten in der Innsbrucker Altstadt.
COFFEETABLE
Schöne Beistelltische zu finden, ist gar nicht so einfach. Ropu von Potocco hat uns sofort überzeugt und hält es auch im Freien aus. Bei Wohndesign Freudling in Fügen. Preis auf Anfrage.
ÄSTHETIKER
Okito ist eine (stapelbare) Stuhlkollektion von Zeitraum, die trotz Fertigung in Massivholz wunderbar leicht ist. Ihre geschwungene Linienführung sorgt für zusätzliche Ergonomie. Als Sessel oder Barstuhl ab 520 Euro erhältlich bei mg interior.
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KLASSISCH
Der Massivholz-Stuhl „CH33P“ ist 1957 von Hans J. Wegner für Carl Hansen entworfen worden und hat optisch jegliche Zeit überdauert. Ab 583 Euro erhältlich bei mg interior in Innsbruck.
„Souverän ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.“ NICO PAECH
TRAUMHAFT
Dass die Liege von Living Divani den Namen „Daydream“ trägt, kommt nicht von ungefähr. Geflecht vom Studio Un Pitto aus Kissenschnur, hypoallergen und vollständig recycelbar. Ab rund 6.000 Euro bei mg interior. Fühlt sich auch auf der Terrasse wohl.
ELEGANT SIMPLICITY
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Die Möbel von Carl Hansen sind zeitlos und durch ihre Linienführung doch immer modern. Das Daybed OW150 von Designer Ole Wanscher gefällt uns ganz besonders in Kombination mit der schwarzen Lederauflage. Ab 3.100 Euro gesehen bei mg interior.
BEQUEME HERRLICHKEIT
Poufs sind der Inbegriff der Gemütlichkeit. Wir lümmeln am liebsten auf „Herm“ von Potocco. Die gibt’s in verschiedenen Varianten für innen und außen bei Freudling in Fügen.
GUTE- LAUNEMACHER
Sorgen für ein Augenzwinkern am Esstisch: Löffelchen von Madam Stoltz, erhältlich um je 8,95 Euro im APFI’s.
SCHLAFENSZEIT
Das Bett Yoma von Zeitraum gibt es in verschiedenen Ausführungen bei mg interior in der Innsbrucker Haller Straße. Das Polsterkopfteil nimmt dem Massivholzrahmen die Strenge, optional gibt’s zusätzliche Kissen, die sich nach Belieben im Rahmen platzieren lassen. Ab 5.040 Euro.
www.catalano.it
GREEN
ZERO +
www.gki.at
UNO 2.0 by GKI
PROHOLZ TIROL
GESELLENSTÜCKE DES TISCHLERHANDWERKS
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Die Preisträger mit ihren Lehrherren und der Jury sowie den Vertretern der Landesinnung der Tischler und Holzgestalter und proHolz Tirol: 1. Reihe, v. l.: Rüdiger Lex (Geschäftsführer proHolz Tirol), Kristina Fürhapter (Wirtschaftskammer Tirol), Klaus Buchauer (Landesinnungsmeister Tischler) / 2. Reihe, v. l.: Jurymitglieder René Marschall (Designer) und Christian Margreiter (Direktor der TFBS Absam), Juryvorsitzender Architekt Wolfgang Pöschl und Frank Tschoner / 3. Reihe Mi.: Karl Schafferer (Vorstandsvorsitzender proHolz Tirol).
Für das Gesellenstück in der Kategorie Tischler von Andreas Jestl (Ausbildungsbetrieb: Gabriel Forcher Tischlereigesellschaft m.b.H., Lienz) wurde eine Anerkennung verliehen. Der Tisch von Tamara Deuschle (Ausbildungsbetrieb: Hermann Schweigl aus Stams) wurde in der Kategorie Tischlereitechnik ausgezeichnet.
in die Ausbildung unserer jüngsten Mitarbeiter zu investieren. Die Ergebnisse dieses Gestaltungspreises zeigen eindrucksvoll die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges.“
© ARMIN KUPRIAN
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ie jungen Tischler und Tischlereitechniker haben in ihrer drei- bzw. vierjährigen Ausbildungszeit in den Betrieben bzw. an den Tiroler Fachberufsschulen für Holztechnik in Absam und Lienz ihr Handwerk von der Pike auf gelernt. Der Innungsmeister der Tiroler Tischler, Klaus Buchauer, zeigt sich sichtlich stolz auf den Fachkräftenachwuchs: „Wenn man die Vielfalt in Gestaltung und Design sowie die hohe handwerkliche Qualität dieser Gesellenstücke sieht, können wir optimistisch in die Zukunft unseres Handwerks blicken.“ Die Jury unter Vorsitz von Architekt Wolfgang Pöschl hat aus den 51 Einreichungen 23 Nominierungen herausgearbeitet und aus diesen wiederum in der Kategorie TischlerIn drei Anerkennungen sowie in der Kategorie TischlereitechnikerIn zwei Auszeichnungen und zwei Anerkennungen. Auch der Juryvorsitzende zeigt sich beeindruckt vom Engagement des Nachwuchses im Tischlerhandwerk: „Es ist sehr erfreulich und zukunftsweisend, dass sich die Ausbildungsbetriebe gemeinsam mit der Führung der Tischlerinnung und den Fachberufsschulen so intensiv auch des Themas Gestaltung annehmen. Ich kann nur ermuntern, diesen erfolgreich eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Der Einsatz wird sich für das Tischlerhandwerk und die jungen Menschen sicher lohnen.“ Bei der gut besuchten Preisverleihung (zu Vor-Corona-Zeiten) traf man viele Vertreter des Tischlerhandwerks, speziell die Lehrherren und die Familien der Preisträger sowie zahlreiche Freunde des Tischlerhandwerks. proHolz-Tirol-Vorsitzender Karl Schafferer sieht in diesem Gestaltungspreis einen weiteren wertvollen Baustein für die Wertschöpfungskette Forst-Holz: „Wir müssen in allen Bereichen unserer Wertschöpfungskette danach trachten, eine kontinuierlich hohe Produktqualität am Puls der Zeit zu liefern. Hierzu ist es besonders wichtig,
© WK TIROL
Die Landesinnung der Tischler und Holzgestalter sowie proHolz Tirol forcieren bereits seit letztem Jahr gemeinsam mit den Fachberufsschulen das Thema Gestaltung und Design in der Tischlerausbildung. Hierzu wurde ein Gestaltungspreis ausgelobt. Im Februar 2020 wurde im Foyer der Hypo Tirol Bank am Innsbrucker Bozner Platz die Preisverleihung unter großem Publikumsinteresse vorgenommen.
WWW.HOLZBAU-AKTIV.AT
© Fotos: Christof Simon
HOLZHÄUSER DACHSTÜHLE AUFSTOCKUNGEN DACHSANIERUNGEN
HOLZBAU AKTIV GmbH - Ranggerstr. 12 - 6179 Ranggen - Tel. +43 (0) 52 32 / 200 22 - E-mail: office@holzbau-aktiv.at
PREM eco.architektur ARCHITEKTUR
GÖTZENS TRIFFT LONDON 84
Kreativität kennt keine Grenzen und ist noch viel weniger abhängig davon, wie groß oder imageträchtig ein Ort ist, an dem sich ein Unternehmen befindet. London – das klingt nach großer weiter Welt, nach Internationalität und Lifestyle. Götzens … nun ja, ehrlicherweise eher nicht so. Das ist im Fall von Tom Dixon und Prolicht aber völlig egal. Die beiden haben sich dennoch gefunden.
eco.architektur
D Die Beleuchtungsreihe CODE als Gemeinschaftsprojekt von Prolicht und Tom Dixon ist eine einzigartige Kombination aus hochtechnischer und dekorativer Beleuchtung, aufgebaut auf den elementaren Formen Kreis, Quadrat und Linie, die sich in quasi unendlichen Möglichkeiten arrangieren lassen.
er Brite Tom Dixon ist ein rastloster Innovator, der Mitte der 1980er-Jahre als eigenwilliger, ungeschulter Designer mit einer Linie aus geschweißten Bergungsmöbeln bekannt wurde. Während seiner Zusammenarbeit mit dem italienischen Riesen Cappellini entwarf er den gefeierten „S“Stuhl. Ende der 1990er wurde Dixon Creative Director bei Habitat und verjüngte die Marke, während er gleichzeitig Terence Conrans Vision der Bereicherung des täglichen Lebens durch einfaches, modernes Design beibehielt. Im Jahr 2001 wurde er von Ihrer Majestät der Königin für seine Verdienste um das britische Design mit einem OBE ausgezeichnet. 2014 wurde er bei Maison & Objet, Paris, als „Designer des Jahres“ ausgezeichnet, letztes Jahr erhielt er bei der RHS Chelsea Flower Show eine Silbermedaille für den besten Garten und im selben Jahr wurde ihm bei den British Land Celebration of Design Awards die prestigeträchtige Londoner Designmedaille verliehen. Dixon ist einer der gefeiertsten britischen Designer der Branche und wird international als ein ausgesprochen originelles Talent gefeiert. Anfang der 2000er-Jahre gründete er seine Luxus-Designmarke, der er auch gleich seinen Namen gab und die mittlerweile weltweit 250 Mitarbeiter beschäftigt. Tom Dixon hat sich auf Möbel, Beleuchtung und Accessoires spezialisiert und betreibt Standorte in London, Mailand, Hongkong, London, Los Angeles, New York, Tokio und Hangzhou. Mit einer Ästhetik, die im Wesentlichen von den britischen Wurzeln der Marke inspiriert ist, sind die Produkte international anerkannt und für ihren bahnbrechenden Einsatz von Materialien und Techniken geschätzt. Das 2007 gegründete Design Research Studio, die Design- und Innovationsagentur im Herzen von Tom Dixon, schafft außerdem weltweit außergewöhnliche Räume. Dass sich Tom Dixon ausgerechnet das Tiroler Unternehmen Prolicht zur Zusammenarbeit ausgesucht hat, ist eine Ehre – wenngleich auch nicht weiter verwunderlich. Zwar liegen
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eco.architektur Walter Norz (li.) gemeinsam mit Tom Dixon in dessen Headquarter in London. „Es war großartig, wie schnell die Verbindung mit Tom und seinem Team begann: Schon bei unserem ersten Treffen gab es den Funken der Kreativität, und wir alle spürten sofort den verlockenden Drang, gemeinsam etwas zu beginnen“, sagt Norz.
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zwischen dem beschaulichen Götzens und dem weltmännischen London in mancher Hinsicht Welten, Kreativität hat aber nichts mit dem Ort zu tun. Sondern mit Menschen. So ist auch Prolicht mittlerweile in über 80 Ländern der Welt tätig und zählt international zu den führenden Herstellern von Architekturbeleuchtung. Gegründet wurde das Unternehmen 1993 von Walter Norz, einem kreativen Ingenieur, der seither die Seele und den Geist des Unternehmens maßgeblich prägt. Auch hier sind aktuell 250 Mitarbeiter überall auf der Welt tätig. Die Ambition der Götzener ist es, den Beleuchtungs- und Architekturprofis die gesamten Werkzeuge und das Know-how zur Verfügung zu stellen, um die gewünschte Atmosphäre in jedem Raum zu schaffen – dank einzigartiger Möglichkeiten der Individualisierung in jedem Detail jeder Leuchte. In der Kooperation der beiden Unternehmen verbindet sich die einzigartige Designvision von Tom Dixon mit dem technischen Know-how von Prolicht zu einem ebenso exzellenten wie ungewöhnlichen Ganzen. Der Name: CODE.
TECHNOLOGIE X DESIGN
„Seit einem Jahr sind wir von Leiterplatten (PCBs) besessen. So flach, so effizient und so leuchtend! Unsere Zusammenarbeit mit Prolicht begann hoch in den Bergen von Innsbruck, wo wir unsere ersten Gedanken über ein Minimal-Track-System teilten, das versuchen sollte, alles Überflüssige zu entfernen und das Licht in seiner reinen Pracht
„U N S E R E R S T E S G E M E I N S A M E S E R G E B N I S , D E R C O D E , S T E L LT D E N I N B E G R I F F U N S E R E R Z U S A M M E N A R B E I T D A R : E T WA S , WA S K E I N E R V O N U N S O H N E D E N A N D E R E N H ÄT T E T U N KÖ N N E N , D A S P E R F E K T E E R G E B N I S DER VERSCHMEL ZUNG UNSERER BEIDEN UNTERSCHIEDLICHEN HINTERGRÜNDE UND KO M P L E M E N TÄ R E N FÄ H I G K E I T E N .“ WA LT ER NOR Z , P R OL IC H T
zu enthüllen“, erzählt Tom Dixon. „Unser erstes gemeinsames Ergebnis, der CODE, stellt den Inbegriff unserer Zusammenarbeit dar: Etwas, was keiner von uns ohne den anderen hätte tun können, das perfekte Ergebnis der Verschmelzung unserer beiden unterschiedlichen Hintergründe und komplementären Fähigkeiten“, schließt Walter Norz an. Herausgekommen ist ein LED-Schienensystem, das das Fachwissen von Prolicht in der technischen Lichttechnik mit dem erkennbaren Design und der Ästhetik von Tom Dixon kombiniert. Dixon: „Das Rätsel für uns war, warum so viel Zeit und Mühe aufgewendet wurde, um diese außergewöhnlichen Boards, die so allgegenwärtig geworden sind, zu verstecken und zu minimieren. Wir wollten zur Essenz des modernen Lichts gelangen, das sich so schnell von glühender Elektrik zu reiner Elektronik entwickelt hat und die Art und Weise verändert, wie wir gleichzeitig Beleuchtung schaffen und unseren Strombedarf radikal reduzieren kön-
nen. Die Frage war, wie wir die einfache und komplizierte Schönheit der Leiterplatte darstellen und erklären und jegliche periphere Dekoration oder Struktur entfernen können.“ CODE verwendet nackte LED-Chips auf Leiterplatten, mit denen dünne Streifen, zarte Ketten und durchgehende Lichtsäulen erzeugt werden können. Das System verfügt über drei LED-Lichtquellen: Dot, Dash und Grid. Diese elementaren Formen wie Kreis, Quadrat und Linie bilden die Grundlage eines Baukastens, der unendliche Möglichkeiten zur Gestaltung grafischer Lichtskulpturen bietet. „Dies befähigt Architekten und Planer, mit dem zu spielen, was man fast als CODE-Konstruktionsspielzeugkiste bezeichnen könnte“, so Dixon. Das gemeinsame Ziel der beiden Marken – nämlich ein Licht-Schienensystem weiterzuentwickeln und die sich schnell fortschreitende Welt der Elektronik und LEDs zu zelebrieren – ist definitiv vollinhaltlich aufgegangen.
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Mo – Fr 9.30 – 18.00 Uhr Sa 10:00 – 18.00 Uhr
eco.architektur
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#stayathome Die Krisenzeit hat unsere Arbeitswelt auf viele verschiedene Weisen verändert. Und sie hat auch die Art des Arbeitens beeinflusst. Viele von uns sind (temporär) ins Homeoffice übersiedelt und weil es oftmals richtig flott gehen musste, waren die meisten Daheim-Lösungen improvisiert. Dennoch hat’s vielerorts recht gut geklappt, sodass das Konzept durchaus auch in Zukunft beibehalten werden könnte. Zumindest teilweise. Dann aber bitte mit Plan statt Impro. TEXT: MARINA BERNARDI
O
ptimal ist es natürlich, wenn man fürs Daheim-Büro auch tatsächlich ein eigenes Arbeitszimmer zur Verfügung hat. Das ist besonders hilfreich, wenn man quasi ausschließlich von Zuhause aus arbeitet. Dann braucht es eine Tür, die man hinter sich schließen kann. Eine klare Trennung von Privat und Beruf ist nicht nur für die eigene Psyche wichtig, sondern auch für das Verständnis all jener, die mit einem in der selben Woh-
nung leben. Arbeit braucht Struktur – egal, wo man sie gerade verrichtet. Also Regel Nummer eins: Schaffen Sie ein professionelles Arbeitsumfeld. Das geht übrigens auch, wenn man keinen ganzen Raum dafür hat.
ARBEITSECKEN
Fürs Homeoffice sollte es auf jeden Fall einen festen Platz in der Wohnung geben, dann ist von Anfang an klar: Hier wird gearbeitet. Die Größe ist dabei gar nicht so
entscheidend, weil es mittlerweile selbst für die kleinste Ecke tolle Lösungen gibt. Wenn man keinen eigenen Arbeitsraum hat, muss das Homeoffice folglich in ein anderes Zimmer integriert werden, und multifunktionale Räume zu gestalten, kann mitunter knifflig sein, weil verschiedene Bedürfnisse aufeinandertreffen. Doch mit der richtigen Planung kann ein Mehrwert fürs Wohnen als Gesamtes entstehen. Die Klassiker unter den Homeoffice-Kombipartnern sind das
eco.architektur
„Konzentriere dich darauf, produktiv zu sein. Und nicht darauf, möglichst busy zu sein.“ TIM FERRIS, AMERIKANISCHER AUTOR UND UNTERNEHMER
ARBEITSZIMMER
Wohn- und Schlafzimmer. Einen Schreibtisch in ein Wohlfühl-Wohnambiente zu integrieren, ist vermutlich die größte Herausforderung. Im Wohnzimmer halten wir uns auf, wenn wir es gemütlich haben wollen, After-Work sozusagen. Gerade dann möchte man nicht mit einem Blick auf den Schreibtisch an die Arbeit erinnert werden. Außerdem ist es verlockend, im Vorbeigehen nochmal schnell die Mails zu checken oder Unterlagen durchzusehen. Eine Möglichkeit ist, den Bereich mit einem schönen Paravent oder einem leichten (Faden-)Vorhang vom Rest des Raumes dezent abzutrennen. Auch große Pflanzen eignen sich zum Schaffen von Rückzug. Wahlweise kann man ein (Bücher-)Regal als Raumtrenner einsetzen, sollte das Wohnzimmer groß genug sein. Wer nicht so viel Platz hat, für den bieten sich geschlossene, hohe Sideboards an, die sich entweder harmonisch oder auch als Statement-Piece ins Gesamtbild einfügen und bei denen zum Arbeiten einzelne Regaltüren einfach ausgeklappt werden können und auf diese Weise zum Schreibtisch werden. Ist auch noch der Essbereich in den Raum
Generell ist eine gewisse Ordnung förderlich für konzentriertes Arbeiten. Im Arbeitszimmer sollte man deshalb auf zu viel Krimskrams und Nippes verzichten. Persönliche Gegenstände, wie man sie an Unternehmensarbeitsplätzen gerne um sich hat, braucht es in dem Fall nicht. Man ist schließlich daheim – mehr persönlich geht eigentlich nicht. Deshalb sollte man selbst dann seinen HeimArbeitsplatz reduziert halten, auch wenn man sonst eigentlich eher der SchnickschnackTyp ist. Im Homeoffice gilt, Ablenkungen so gut es geht zu vermeiden. Ungemütlich muss es aber dennoch nicht sein. Mit ein paar persönlichen Accessoires und Pflanzen schafft man eine angenehme Atmosphäre, einheitliche Farbwelten sorgen für Harmonie. Wichtig ist auch ausreichend Licht. Ohne Licht keine Erleuchtung. Am besten ist natürlich Tageslicht, ansonsten gibt es spezielle Arbeitsplatzleuchten. Und vor allem: Sitzen Sie richtig. In einen passenden, wenn möglich ergonomischen Bürostuhl zu investieren, lohnt sich auf alle Fälle. Die Zeiten klobiger, dominanter Chefsessel sind übrigens vorbei. Mittlerweile gibt es durchaus dezentere Versionen des klassischen Drehstuhls, aber auch Modelle, die eher an Designerstücke denn an Bürosessel erinnern. Und manchmal sind es sogar welche. Der Homeoffice-Stuhl sollte vor allem zu Ihren Bedürfnissen und zur Höhe des Tisches passen, bequem sein und darf dazu gerne auch hübsch ausschauen.
integriert, kann man sich flugs einen Sessel von dort für seinen Arbeitsbereich borgen und hat keinen zusätzlichen herumstehen. Braucht es einen eigenen Stuhl, kann dieser gern ein etwas extravaganteres Modell sein, das bei Nichtbenutzung zum Dekoobjekt wird, oder man wählt eine Sesselvariante, die zur Couch passt. Wenn man nur ab und zu von zuhause aus arbeitet und man damit keinen voll ausgestatteten Arbeitsplatz mit sämtlichen Unterlagen, Aktenordnern und fixen Computeranschlüssen braucht, bietet sich ein Schreibtisch im Schlafzimmer an, an dem man zum Beispiel ungestört Schreibarbeiten erledigen kann. Es gibt so viele wunderbar dezente Schreibtische, dass diese sogar eine optische Aufwertung für das Zimmer sein können. Wichtig ist, dass der Schlafbereich im Raum dominant bleibt, nur so bekommt man nachts die richtige Erholung. Die Arbeitsecke sollte also zurückhaltend sein – ideal dafür sind schmale Schreibtische mit bereits integrierten Ablagen und Fächern. Braucht es dennoch ein bisschen mehr Stauraum, kann man auf geschlossene Regale oder Sideboards zurückgreifen, hinter denen die Arbeit abends „verschwindet“. Mit formschönen Accessoires wie Schmuckschatullen oder Tischspiegeln wird der Schreibtisch gleichzeitig zum Schminktisch. Als Sitzgelegenheit passt ein gepolsteter Sessel, der ist bequem und strahlt eine angenehme Gemütlichkeit im Schlafzimmer aus. Am besten arbeiten wir letztlich in einer Umgebung, in der wir uns wohl fühlen. Was jeder Einzelne dafür braucht, ist höchst subjektiv. Schaffen Sie eine Atmosphäre, die Konzentration ermöglicht, die Sie aber auch sein lässt, wie Sie sind. Das Arbeitszimmer braucht keine bewusste Strenge, nur weil es in der Wohnung hier „ernst“ wird. Auch der Arbeitsbereich darf behaglich sein, man sollte sich dort genauso gern aufhalten mögen wie im Rest der Wohnung. Bleiben Sie Ihrem Stil treu – aber bleiben Sie beim Wesentlichen.
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Armstühle von Thonet sind generell Klassiker. Der S 64 von Marcel Breuer gehört wohl zu den bekanntesten überhaupt, trotzdem hat er nichts an Attraktivität eingebüßt. Ab ca. 1.100 Euro. Thonet erhältlich im Einrichtungshaus Kranebitter in Innsbruck.
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Die Möbelwelten von USM lassen sich je nach Bedürfnis individuell kombinieren. Fürs Homeoffice gibt’s schon ein paar vorgefertigte Vorschläge. Homeoffice 04 zum Beispiel besteht aus einem Linoleum-Tisch (1.500 x 750 x 740 mm) und einem Regal mit zwei Klapptüren. Kostenpunkt: ca. 2.700 Euro. USM erhältlich bei mg interior, dessen Team auch gern bei der Planung behilflich ist.
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Die Leder-Amigos von Vacavaliente stecken alles weg – vom Kugelschreiber bis zur Euromünze. Verschiedene Varianten ab ca. 60 Euro haben wir bei Tyrolglas in Innsbruck gesehen.
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GRÜNZEUG
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HEY, HIER KOMMT „ALEX“
So nennt sich der schlichte Schreibtisch von IKEA. Praktisch: der integrierte Kabelsammler. 149 Euro.
Ein paar Pflanzen schaden nicht im Arbeitszimmer. Stilvoll präsentiert man diese im „Wire Pot“ von Menu (verschiedene Größen ab rund 60 Euro). Wenn man mit der Höhe spielen will, stellt man sie in die „Wire Base“ (ab ca. 40 Euro). Gesehen bei Wohndesign Freudling.
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Era Scrittoio by Living Divani (Design: David Lopez Quincoces, 2020) passt sich in seiner Reduziertheit fast überall an. Der Material- und Farbmix bringt trotz optischer Zurückhaltung Spannung. Preis auf Anfrage. Erhältlich bei Wohndesign Freudling.
WILDTIER
2018 taucht bei Fritz Hansen die Little Giraffe aus den Archiven auf. Der skulpturale Armlehnstuhl von Arne Jacobsen war bis dato nie in Produktion gewesen. Völlig unverständlich, finden wir. Der Lederstuhl „Little Giraffe“ kostet rund 2.800 Euro. Fritz Hansen erhältlich bei Wetscher in Fügen.
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IMMOBILIENPROFIS MIT POWER Der Geschäftsführer der Firma Immobilienmanagement Jenewein GmbH, Peter Jenewein, legt großen Wert auf die professionelle und zielorientierte Arbeit durch sein bestens ausgebildetes Team mit geballter Frauenpower.
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s ist die Mischung aus langjähriger Erfahrung, einem sehr guten Netzwerk und engagierter, effizienter und professioneller Arbeit und der Anspruch auf höchste Qualität, die den Erfolg von Peter Jenewein mit seinem Team ausmacht. Bereits seit Jahrzehnten ist der Firmeninhaber von Immobilienmanagement Jenewein ein kompetenter Ansprechpartner in allen Belangen der Immobilienbranche. Gemeinsam mit seinem Team ist er für eine professionelle, zielorientierte und seriöse Abwicklung bekannt.
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Die Erfahrung eines erfolgreichen Teams schafft Vertrauen. Beim Immobilienmanagement Jenewein liegt dieser Erfolg zum einen am ehrlichen Interesse an den Geschäftspartnern und zum anderen an der zielorientierten, professionellen und erfolgreichen Abwicklung von Immobilientransaktionen im privaten und gewerblichen Bereich. Die selbst auferlegten Qualitätskriterien reichen vom ersten Kontakt mit dem Kunden
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an der Begegnung mit vielen wunderbaren Menschen, die uns erfolgreich macht. Und für diesen Erfolg bin ich sehr dankbar“, weiß Peter Jenewein dies auch zu schätzen. PR
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DAS DRAUSSENZUHAUSE
GLÜCK BRAUCHT KEINEN FESTEN HIMMEL. REDAKTION: MARINA BERNARDI
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er Aufenthalt unter freiem Himmel galt nicht immer als erstrebenswert und schick. Es galt noble Blässe, denn lange signalisierte helle Haut: Ich muss nicht draußen arbeiten. Die, die es mussten, waren nämlich in der Regel Hilfskräfte, die harte körperliche Tätigkeiten verrichteten und im Ansehen meist weit unten standen. Der Charme des Draußen-Lebens hat sich über die Jahr(zehnt)e also erst entwickeln müssen. Die ersten Balkonbauten indes lassen sich bereits auf die Zeit um Christi Geburt zurückverfolgen. Im Laufe der Zeit hat sich deren Funktion freilich entscheidend gewandelt und auch an Bedeutung gewonnen. Im Laufe der Jahrhunderte dienten Balkone beispielsweise als Repräsentationsplattformen, als architektonisches Element der Fassadengliederung (manchmal mehr, manchmal weniger gelungen), als Schaltstelle zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit oder als Wirtschaftsraum. Und just der soziale Wohnbau war es, der den sozialen und gesundheitlichen Aspekt privater Freiflächen erkennen ließ. Damit wurde der Balkon und in der Folge auch die Terrasse ein wesentlicher Teil der Wohnung. Und in Zeiten wie diesen, in denen man angehalten ist, die eigenen vier Wände möglichst spärlich zu verlassen, merkt man erst, wie wertvoll dieser Freiraum tatsächlich ist. Wenn man sich nicht mehr mit öffentlichen Grünflächen behelfen kann, wird einem das Glück der eigenen kleinen Draußen-Welt noch ein Stück bewusster.
WOHLGEFÜHL
Ob ästhetisch, funktional, genießerisch oder nüchtern, kommunikativ oder auf Ruhe bedacht – schlussendlich soll im Gesamtentwurf des Gartens auch immer sein Benutzer erkennbar sein. Gärten sind etwas Organisches, in dem die Fantasien der Bewohner, die baulichen Gegebenheiten und die Möglichkeiten des Raumes zusammenwachsen. Lage und Topografie, Boden, Klima und Gebäude definieren den Rahmen. Die Inhalte aber werden von jenen definiert, die mit und in ihm leben.
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Gartenkunst: In diesem Vertreter aus dem Buch „Gärten des Jahres 2020“ (Callwey Verlag, siehe Tipp) trifft Klassik auf Moderne.
GÄRTEN DES JAHRES 2020 K O N S TA N Z E N E U B A U E R , C A L L W E Y V E R L A G , 2 9 6 S E I T E N , E U R 5 9 , 9 5
Wie jedes Jahr wählte eine renommierte Fachjury auch heuer die schönsten Gärten im deutschsprachigen Raum. Landschaftsarchitekten, Gartengestalter sowie Gartenund Landschaftsbauer waren aufgerufen, dafür besonders gelungene, realisierte Privatgärten einzureichen. Das Buch zeigt eine beeindruckende Vielfalt und wunderbare Gartenvarianten samt inspirierenden Fotos und übersichtlichen Plänen. Gärten, wie sie im Buche stehen und die zeigen, dass auch auf kleinem Raum viel möglich ist.
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VORBEI S IND DIE ZEI T EN, IN DENEN UNS ERE B A L KONE UND T ERR A S S EN BE S T ENFA L L S A L S NÜ T ZL IC HE F L ÄC HEN ZUM WÄ S C HE T R OC K NEN ODER K L EIDUNGL ÜF T EN DIEN T EN. DIE AU S S ENF L ÄC HEN S IND ZUM ERW EI T ER T EN WOHNR AUM GE WORDEN.
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Materialien, Rasen und Beton, Buxus und Sonnenhut, Naturstein und Edelstahl – Lebendiges und Starres, Bewegliches und Unverrückbares treten miteinander in einer dauerhafte, wenngleich wechselhafte Beziehung. Der Garten ist damit im steten Wandel. Fest verankert hingegen sind die Kristallisationspunkte, um die herum sich die Randbereiche gruppieren: der Esstisch, immer öfter auch Wasser. Wo ein Naturpool, ein klassischer Swimmingpool, ein Wasserspeier oder Brunnen im Spiel ist, ist fast immer auch ein natürliches Zentrum vorgegeben. Die verschiedenen Sitz- und Liegeplätze richten sich in der Regel nach Sonnenständen und Blickfeldern: Wer sich an den Alpen am Horizont nicht sattsehen kann, hat andere Präferenzen als jemand, der einen Sichtschutz zu Passanten aufbaut. „Da in unseren Breiten der Sommer oft kurz und
ER P D TIP KTION A RED
daher kostbar ist, ist es umso wichtiger, den Garten bzw. die Terrasse bewusst zu gestalten, sie auf die gleich sorgfältige Weise zu planen wie Innenräume. Das Interior erweitert sich in Stil und Qualität in den äußeren Erholungsraum“, sagt Einrichtungsexperte Martin Wetscher vom gleichnamigen Möbelhaus in Fügen. Er verortet den heurigen Gartentrend hin Richtung Süden: „So kommen Wüste, Marrakesch, Marokko – sprich maghrebinisches Flair – in unser aller ganz persönlichen Außenbereich: Erdige Zurückhaltung begegnet unserer Sehnsucht nach Ruhe. Eine Vielzahl an Pflanzen, dominierend Kakteen – sie alle schaffen ein Gefühl von Vielfalt, von Ursprünglichkeit und einer unübersehbaren Exotik, die uns inspiriert und uns einen anderen Teil einer Welt erschließt und unseren Horizont ein wenig zu öffnen vermag.“ Wer Platz hat, setzt auf große Sofas und Sofagruppen, dazu hübsche Beistellmöbel und ein Outdoorteppich für zusätzliches Wohnflair. Aber auch für klei-
SOMMERZEIT IST GRILLZEIT Im Sommer hat auch die Grillerei Hochsaison und bei den Gerätschaften sind wir da echt heikel. Wenn es auch bei Ihnen beim Grillen extravaganter sein darf, empfehlen wir die Teile von Big Green Egg. Die sind mittlerweile schon Kult. Erhältlich sind sie in verschiedenen Ausführungen von Mini bis XX-Large. Das Ei gibt’s „pur“, aber auch mit Gestell drum rum. Ab ca. 700 Euro bei Eurogast Riedhart in Wörgl. Und weil auf den Grill auch was draufgelegt gehört, hat die Erlebnissennerei Zillertal ein paar „Grillbuddies“ zusammengestellt. Der Almkäser eignet sich perfekt zum Schmelzen und Überbacken (auch für Burger!), mit dem Bergkäser wird das Ganze noch etwas intensiver. Die Edelziege lässt sich generell gut grillen und den Inhalt des Reibkäse-Sackerls füllt man zum Beispiel in Champignons. Da schmeckt man die Heimat am Teller!
ne Flächen gibt es eine herrliche Auswahl an Möglichkeiten und jede Ecke kann zur Wohlfühlzone werden. Gerade im heurigen Sommer, den wir in Ermangelung an Reisealternativen vorwiegend wohl zuhause verbringen werden, rückt der private Außenraum mehr in den Fokus. Wir hoffen, dass Sie – wenn Sie diese Zeilen lesen – schon wieder in die zahlreichen Möbelhäuser des Landes dürfen, um sich durch die neuen Kollektionen zu staunen. Vielleicht ist nun auch der richtige Zeitpunkt, um sein eigenes Zuhause ein wenig zu überdenken und es so zu gestalten, wie Sie es schon immer haben wollten. Und nicht so zu leben, wie man glaubt, dass es andere von einem erwarten. Der beste Zeitpunkt, um anzufangen, ist immer genau jetzt.
BLUME DES JAHRES Jedes Jahr kürt die Agarmarketing Tirol die Blume des Jahres. In diesem Jahr haben die „Qualität Tirol“-Gärtner die Balkonblume „Bergalarm“ gewählt – eine Geranie mit intensiv roter Farbe. Den Namen hat sie ob ihrer Paten bekommen, der gleichnamigen Musikgruppe nämlich. „Geranien sind klassische Balkonpflanzen und wirken besonders schön in Kästen auf Fensterbänken. Wichtig für die richtige Bepflanzung ist, dass ausreichend Platz für die Wurzeln eingerechnet wird. Je nach Pflanzengröße sind Abstände von circa 20 bis 25 Zentimeter empfehlenswert“, so Gärtnermeister Josef Norz sen. von der Blumenwelt Norz-Tichoff in Haiming. Und er erklärt: „Die Blume des Jahres 2020 ist sehr pflegeleicht. In der Sommersaison reicht ein maßvolles Bewässern. Trockene Phasen verkraftet die Pflanze gut, sie fördern sogar den Blütenansatz und die Vitalität. Bei hohen Temperaturen braucht die Pflanze etwas mehr Feuchtigkeit, Staunässe sollte bei Geranien aber auf jeden Fall vermieden werden.“
Verstärkt geht es weiter. Denn wir leben Immobilien. Finden oder verkaufen Sie mit uns Ihr Grundstück, Ihre Wohnung oder Ihr Haus zu den besten Konditionen und profitieren Sie gleichzeitig von professionellem Service und einer unkomplizierten Abwicklung.
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URLAUBSFEELING
Nachdem das heuer eher nix wird mit dem Urlaub im Süden, zaubern wir uns zumindest ein bisschen exotisches Flair auf den Terrassentisch. PalmenKerzenständer ab 29,95 Euro gesehen im APFI’s in Wattens.
OUTDOOR- COCOONING
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Mittendrin und doch für sich. Mit dem Cocoon-Sessel aus der Rilly-Kollektion von Dedon hat GamFratesi eine kleine Rückzugswelt geschaffen. Erhältlich in verschiedenen Varianten ab 2.300 Euro bei Wetscher.
RÜCKZUGSORT
Ob Kaffeepause oder Wochenende: Mit der Sitzgruppe „Virkelyst“ von Skagerak (man merkt, die Marke kommt aus dem Norden) lässt es sich noch besser entspannen. Sitzbank, Stuhl und Tisch um gesamt 4.709 Euro gesehen bei mg interior in Innsbruck.
FUNKTIONAL UND BEQUEM
Fenc-e Nature wurde von Philippe Starck für Cassina als „Lifestyle-Kollektion mit entspannter Eleganz” definiert. Mit dabei sind Zwei- und Dreisitzsofas, ein Sessel und ein Beistelltisch in zwei Höhen. Wir mögen vor allem die knautschigen, großen Kissen. 3erSofa ab rund 8.800 Euro gesehen bei Wetscher.
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AKKULICHT
Schaut unscheinbar aus, macht aber angenehmes Licht im Garten: LEDLeuchte Balad von Fermob. Erhältlich in Günther Salzmanns Virsalis in Innsbruck, ca. 85 Euro.
ZUM LÄNGERSITZEN - BLEIBEN
Im Sessel Double von Roda (834 Euro) vereinen sich hochwertigste Materialien zu höchstem Sitzkomfort – kann man im Schauraum von mg interior in Innsbruck gleich ausprobieren.
BRUNFTSCHREI
So glamourös kann Gartenarbeit sein! Mit den Accessoires von Garden Glory macht das Blumengießen gleich noch viel mehr Spaß. Wandhalterungen, Schläuche und Düsen sind in verschiedenen Farben bei mg interior verfügbar – zum Beispiel in der Variante Black Reindeer um 493 Euro.
SCHÖNER SCHATTENSPENDER
Der Sonnenschirm Ensombra von Gandia Blasco ist an heißen Tagen ein guter Schattenspender und auch optisch ein echtes Highlight. Gesehen bei mg interior um 2.100 Euro.
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UNDERSTATEMENT
Die Leichtigkeit des Seins. Die Liege „Sale“ von Living Divani ist schlank, elegant und trotzdem unglaublich lässig. Bei Wohndesign Freudling.
DRAUSSEN WOHNEN
Living Divani verlegt mit seiner Serie „Agra“ das Wohnzimmer ins Freie. Mit dabei sind ein Sofa und Sessel, beide wohl proportioniert und bequem. Sie funktionieren einzeln und im Team. Gesehen bei Wohndesign Freudling, Preis auf Anfrage.
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KLAPPSTUHL
Er ist irgendwie der Inbegriff des Gartensessels: der BistroKlappstuhl. Uns gefällt die Metallvariante von Fermob. Um ca. 75 Euro bei Virsalis in Innsbruck. Wer’s bunt mag, wählt verschiedene Farben, den passenden Tisch gibt‘s natürlich auch dazu.
KNAUTSCHZONE
„Erica“, so der Name der Kollektion von B&B Italia, aus der die beiden Teile stammen, wurde 2017 mit großem Erfolg präsentiert und nun um weitere Sofamodelle ergänzt. Charakteristisch für die Sofas, Stühle und Sessel sind die gebogene Rückenlehne und das Flechtwerk, die neuen Versionen haben eine tiefere Sitzfläche bekommen. Sessel ca. 2.200 Euro, 2er-Sofa ca. 4.800 Euro. Erhältlich bei Wetscher, wo es aktuell bis zu 30 Prozent Rabatt auf Gartenmöbel (auch auf die aktuelle Kollektion) gibt.
MEISTERSESSEL
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Der Architekt und Designer Le Corbusier hat viel richtig gemacht in seinem Arbeitsleben. Seine Werke sind vielfach zu Klassikern avanciert. So auch quasi die gesamte LC Collection von Cassina. Im letzten Jahr kam ein neuer Outdoorsessel dazu. Der LC 1 ist ab rund 2.700 Euro bei Wetscher zu haben.
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GUTE- LAUNE- MACHER
Ihre Sonnenschirme sind längst so etwas wie ein Aushängeschild für Weishäupl geworden, denn sie kommen in den verschiedensten Maßen und Varianten und noch viel mehr Farben daher. In Alu, Teak, als Freiarm-, Klickoder Teleskopschirm, uni oder gestreift. Wir mögen die Pagodenvariante sehr, weil sie uns ein bisschen an einen überdimensionalen Regenschirm erinnert. Die Schirme gibt’s ab rund 400 Euro zum Beispiel bei Virsalis in Innsbruck. Dazu passt der Liegestuhl Cabin, der vor allem in der Deluxe-Version mit Sonnendach ordentlich Wind macht. Ca. 650 Euro.
Wohnen mit Naturstein im Innen und AuĂ&#x;enbereich
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iel mehr als der Innenraum eines Hauses ist es der Außenbereich, der sich laufend verändert. Schon von Natur aus. Pflanzen blühen und verblühen, der Abend taucht die Farben ebenso in ein anderes Licht wie das Frühjahr oder der Herbst. Waren die Außenbereiche zu früheren Zeiten vorwiegend nützlich, so sind sie heute Teil des Wohnens. Der Platz unter freiem Himmel ist zum Ort der Geselligkeit, aber auch des Rückzugs und der Erholung geworden. Terrassen wurden zu wahren Lieblingsplätzen, denen man in der Gestaltung seine volle Aufmerksamkeit schenkt. Schon beim ersten Schritt hinaus sollten sich Herz, Geist und Auge wohlfühlen. Betreten wir barfuß einen warmen, angenehmen Untergrund, haben wir sofort Lust, weiterzugehen. So weit, bis uns unsere Gartenmöbel zum Bleiben verlocken. Sie erwarten uns nach einem langen Tag im Büro und sorgen für einen entspannten Abend, sie umschließen uns an einem gemütlichen Sonntagnachmittag bei einem guten Buch und empfangen Gäste für ein fröhliches Miteinander. Das Einrichtungshaus Föger zeigt, wie es sich im Freien gut leben lässt, und bringt in seinem umfangreichen Gartensortiment das Wohnzimmerfeeling nach draußen – egal, ob mit Gartentischen, Stühlen, Sesseln, Sitzgarnituren oder Accessoires. Ein natürliches Design sorgt für ein lebendiges Gartengefühl. PR
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GARTEN WAMMES
LEBENSELIXIER
WASSER
Die vergangenen Wochen haben uns gezeigt, wie wertvoll ein Zuhause ist, in dem wir uns rundum wohl fühlen. Und welche Rolle ein eigener Garten dabei spielt. Vielleicht haben uns diese Tage auch gezeigt, was für das eigene ganz persönlich-perfekte Glück noch fehlt. TEXT: MARINA BERNARDI
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„Ein Living Pool lässt sich problemlos in einen bestehenden Garten integrieren. Durch ein spezielles System kann sogar ein Chlorpool nachträglich unkompliziert umgestellt werden.“ JOHANNE S WAMME S
GARTEN WAMMES
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reiraum bekommt in diesen Zeiten eine ganz neue Bedeutung. Der Garten erweitert den Wohnraum nach draußen und ist darüber hinaus noch so viel mehr. Er ist Rückzugs- und Wohlfühlraum, der Ort, um in der warmen Jahreszeit laue Abende mit Freunden und Familie zu genießen, er gibt uns Kraft und Energie oder die nötige Ruhe und Gelassenheit. Wasser verfügt übrigens über ganz ähnliche Eigenschaften. Wenn sich die Sonne in der glatten Oberfläche spiegelt, ist die eigene kleine Welt für einen Moment uneingeschränkt in Ordnung, während uns ein Sprung ins kühle Nass erfrischt und Körper und Geist belebt.
EIN STÜCK VOM GLÜCK
Einen Garten sein eigen zu nennen, ist schön und ein unglaublicher Gewinn für die Wohnund Lebensqualität. Doch manchmal fehlt zur letzten Perfektion noch ein kleines Stück. Wasser. Noch schöner wird das Draußen-Zuhause mit einem eigenen Pool – besonders wenn dieser so natürlich ist wie der so genannte Living Pool. „Die Faszination Wasser hat mich schon vor langer Zeit gepackt und mich nicht mehr losgelassen. Mit der Firma Biotop haben wir seit Jahren einen starken und kompetenten Partner im Bereich Schwimmteich und Naturpool“, sagt Johannes Wammes. Der Gartenplaner aus Haiming blickt auf einen langjährigen ErFOTOS: © ANDREAS FRIEDLE, BIOTOP
fahrungsschatz zurück und hat schon viele kleine und große Garten(t)räume mit Leben gefüllt. Und er mag es gern natürlich – in der Gartengestaltung ebenso wie beim Thema Wasser. „Ein Biopool ist optisch ein klassischer Pool und trotzdem ein vollwertiger biologischer Schwimmteich mit naturnahem, reinem Wasser. Der Living Pool von Biotop kommt ganz ohne Chlor oder andere giftige Materialien aus“, erklärt Wammes. Schwimmen in kristallklarem Wasser und Natur pur sozusagen, wie ein unberührter Bergsee mitten im Garten. Und das System hat noch mehr Vorteile: Das Wasser muss über den Winter nicht ausgelassen, die Technik nicht ausgebaut und das Leitungssystem nicht entleert werden. Unkomplizierter geht es kaum.
SYMBIOSE VON DESIGN UND NATUR
Jeder Pool ist ein Einzelstück und passt sich jeder örtlichen Gegebenheit individuell an. Ein Living Pool kommt außerdem ganz ohne Regenerationszone aus und hat deshalb auch auf wenig Raum Platz. So fühlt er sich auch auf kleineren Flächen wohl. Wer mag, integriert Pflanzen, eine Nacken- oder Solardusche, eine Gegenstromanlage oder Unterwasserbeleuchtung. So wird der Pool bei Anbruch der Dunkelheit zusätzlich zum stimmungsvollen dekorativen Element. Sämtliches kann, nichts muss und möglich ist fast alles.
Ein Living Pool lässt sich auch problemlos in einen bestehenden Garten integrieren und auf Wunsch kann man ihn sich als Fertigbecken im Ganzen liefern lassen. Das erfordert zwar eine exaktere Planung und präzisere Vorbereitung, aber die kurze Bauzeit spricht klar für sich. Sogar Treppenanlagen können bereits im Becken eingebaut angeliefert werden. Mit dem speziellen Living-Pool-Converter-System kann außerdem ein bestehender Chlor-Swimmingpool einfach auf biologischen Betrieb umgestellt werden. Der existierende Wasserkreislauf, bestehend aus Skimmer, Pumpe und Sandfilter, kann dabei weiterhin verwendet werden, nur die Chlorierung wird stillgelegt. Zusätzlich wird dafür neben dem Pool ein – in den Maßen überschaubarer – Converter-Schacht eingebaut, in dem alle benötigten Komponenten integriert sind. Es lohnt sich definitiv, darüber nachzudenken, sich sein Zuhause noch ein bisschen gemütlicher, komfortabler und angenehmer zu gestalten, weil es letztlich immer der Ort ist und sein wird, der uns selbst in schwierigen Zeiten auffängt und glücklich machen soll.
GARTEN WAMMES Johannes Wammes Schlierenzau 37, 6425 Haiming Tel.: 05266/87 173 info@gartenwammes.at
www.gartenwammes.at
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© PEMA
eco.architektur
KURZ & BÜNDIG ARCHITEKTUR, DESIGN UND ANDERE SCHÖNE DINGE
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Der dritte PEMA-Gebäudekomplex in unmittelbarer Nähe zum Innsbrucker Hauptbahnhof wird eine Höhe von ca. 48 Metern haben.
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REDUZIERT Sie hätten eigentlich auch gut auf unsere minimalistische Trendseite gepasst (siehe Seite 68), sie haben allerdings nicht unbedingt mit Wohnen zu tun, mit Architektur aber schon irgendwie. Junghans hat seine heurige max-bill-Edition vorgestellt und die steht ganz im Zeichen des Kunstwerks variation 5. Die limitierte Edition besteht aus zwei einander ergänzenden Armbanduhren: einer max bill Chronoscope und einer max bill Kleine Automatic. Die puristische Gestaltung beider Zeitmesser beruht auf Entwürfen von Max Bill, dazu gibt’s jeweils zwei Lederbänder in Schwarz und Weiß zum Tauschen. Das Set 2020 kostet 2.995 Euro. Erhältlich bei den Juwelieren Schmollgruber und Witzmann in Innsbruck.
Er ist – wie auch seine beiden Vorgänger – ein Bau, der polarisiert und der schon im Vorfeld für Wirbel gesorgt hat. Mit dem Projekt P3 errichtet die PEMA Holding ihren dritten Turm im Zentrum von Innsbruck und mit ihm ein Gebäude von 48 Metern Höhe und 9.400 Quadratmeter Gesamtfläche, wobei auf zwei Dritteln ein Motel One untergebracht werden wird. Der erste Tirol-Standort der Hotelkette wird ca. 240 Zimmer haben und genau das sorgte für die eine wesentliche Frage: Braucht Innsbruck das? Nun, offensichtlich braucht Innsbruck das, denn der Turm wird gebaut. Zusätzlich zum Hotel entstehen Büroflächen, ein Retailbereich und eine Tiefgarage mit 76 Stellplätzen. Der Gebäudekomplex stammt aus der Feder der Innsbrucker Architekten Heinlein & Zierl, deren Entwurf von einer internationalen Fachjury aus 17 Einreichungen als der beste auserkoren wurde. Für den öffentlichen Mehrwert sollen insbesondere der transparente Erdgeschossbereich, eine Terrasse im vierten Obergeschoss sowie eine frei zugängliche Skybar im obersten Stock sorgen. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant.
SPRICHWORT DER AUSGABE: EIN BRETT VOR DEM KOPF HABEN etwas nicht verstehen/begreifen, nicht einsehen wollen, begriffsstutzig sein, etwas Offensichtliches nicht erkennen
© IE GROUP MPREIS
eco.architektur
Herkunft: Diese Redewendung stammt aus der früheren Landwirtschaft. Man hatte den als dumm geltenden, störrischen Ochsen ein Brett vor die Augen gebunden, so konnten die Bauern leichter mit ihnen arbeiten und sie erschreckten sich nicht, wenn ihnen zum Beispiel das Geschirr umgehängt wurde.
NACHHALTIG
BUT FIRST COFFEE Es geht nichts über einen guten Kaffee. Der ist allerdings gar nicht so leicht hinzubekommen. Natürlich braucht es dafür die passenden Bohnen, aber auch die richtige Maschine. Die Jungs von Soccoro aus Kramsach haben sich auf handgefertigte Siebträgermaschinen spezialisiert und kennen sich aus. Unsere uneingeschränkte Empfehlung! www.soccoro.at
Im März wurde das Familienunternehmen MPREIS für sein Projekt „Tiefkühlhalle Bäckerei Therese Mölk“ mit dem Innovationsaward für Bauwerkintegrierte Photovoltaik (zugegeben, man hätte dem Ding einen etwas sexyeren Namen geben können) von Photovoltaic Austria prämiert. Eine vierköpfige Jury aus Schweizer und österreichischen Experten hat sich einstimmig dafür entschieden, diesem Projekt einen der Hauptpreise zuzuerkennen. Die Bewertungskriterien umfassten architektonische Qualität, energetisches Gesamtkonzept des Gebäudes, Umweltverträglichkeit, Kosteneffizienz sowie Kommunikation. Das Projekt gehört aktuell zu den größten Fassaden-Photovoltaik-Systemen Österreichs. Im Zuge einer Erweiterung 2017 wurde das Tiefkühllager der Bäckerei Therese Mölk mit einer Photovoltaikanlage auf 390 kWp ausgebaut, wobei 240 kWp in die Fassade integriert sind. Damit entstand eine aktive Photovoltaikfläche von insgesamt 1.475 Quadratmetern in den verschiedenen Fassadenflächen. Aktuell verfügen die MPREIS-Produktionsbetriebe Bäckerei Therese Mölk und Alpenmetzgerei sowie das Tiefkühllager mittlerweile über eine Kollektorfläche von 6.300 Quadratmetern, die so viel grünen Strom erzeugt, dass man damit in etwa 170 VierPersonen-Haushalte für ein Jahr lang mit Strom versorgen kann.
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eco.architektur
„Bunt ist meine Lieblingsfarbe.“ WA LT ER GR OP IUS , DEUTSCHER ARCHITEKT
DIE VERWERFUNG ALS METAPHER INN SITU, das Kunstprogramm im BTV Stadtforum, zeigt noch bis 14. August die Ausstellung „Die Verwerfung“ von Fotograf Carlos Spottorno und Journalist Guillermo Abril. HansJoachim Gögl, künstlerischer Leiter der Reihe INN SITU: „Ich freue mich sehr, dass wir nun – etwas später als geplant – ein ganz besonderes Projekt präsentieren können: eine Reportage als fotografierte Bildergeschichte zu einem der prägenden Themen der Region.“ Die beiden unter anderem mit dem World Press Photo Award ausgezeichneten Spanier befassen sich darin mit dem Phänomen und der Geschichte einer Grenze, die zwei Nationen und zwei Regionen – Österreich und Italien, Tirol und Südtirol – teilt. Ihre Eindrücke und Erkenntnisse teilen Spottorno und Abril in Form einer Graphic Novel, einer Erzählform in Bildern, wie sie in Comicromanen für Erwachsene zu finden ist. Dabei bewegen sie sich an der Schnittstelle von Journalismus, Literatur und Fotokunst und verwandeln das BTV Stadtforum in einen begehbaren Comic, der ein zweidimensionales Roadmovie über jene Orte ist, die sie im Rahmen ihrer Recherche besuchten. Der titelgebende Begriff der Verwerfung ist dabei als Metapher zu verstehen. Der geologische Fachbegriff beschreibt das Aufeinandertreffen verschiedener Gesteinsschichten, wie sie sich tatsächlich direkt unter der Grenze befinden. Diese Schichten formen eine fragile Bruchlinie, die einerseits Vielfalt repräsentiert, aber auch eine ständige Herausforderung darstellt.
© HÖRTNAGL
© SPOTTORNO
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Das Hörtnagl-Team im City Center Wörgl
NEUER ANSTRICH Hörtnagl investiert laufend in die Modernisierung seiner Filialen. Nachdem im letzten Jahr am Standort Kufstein bereits einige Erneuerungen im Sitz- und Thekenbereich und im hinteren Teil der Filiale vorgenommen wurden, standen unter anderem mit innovativer Beleuchtung einige Veränderungen an, die für Kunden sofort positiv wahrnehmbar sind. Auch der Standort im City Center Wörgl wurde rundum renoviert. Ein Shopkonzept mit Bedientheke für die Präsentation und den Verkauf der hochwertigen Wurst- und Fleischwaren, Imbisstheke und ein gemütlicher Sitzbereich mit 30 Sitzplätzen zählen dabei zu den größten Maßnahmen. Kommen Sie, kaufen Sie!
SCHAFFERER HOLZBAU
NATÜRLICH WOHLFÜHLEN Mit SCHAFFERERnatürlichMassivHolzHäusern erzeugen wir Oasen der Ruhe und Entspannung. Der nachhaltige Baustoff Holz spielt hier seine Stärken vollends aus.
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CHAFFERERnatürlichMassivHolzHäuser bieten ein nahezu perfektes Wohnklima und sind eine Oase der Ruhe und Entspannung. Das MassivHolzHaus riecht gut und fühlt sich gut an, vermittelt und speichert Wärme, stärkt die Fähigkeit zur Regeneration und beugt Erkrankungen vor. Die SCHAFFERERnatürlichMassivHolzBauweise ist mit keiner anderen vergleichbar und wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Im SCHAFFERERnatürlichMassivHolzHaus wird der Energiebedarf auf ein Minimum reduziert und ein Leben lang andauerndes behagliches Wohnklima geschaffen.
WOHLIGES AMBIENTE
Die SCHAFFERERnatürlichMassivHolzHäuser erzeugen ein neues Wohngefühl. Die besonderen Eigenschaften der Holzkonstruktion regulieren die Luftfeuchtigkeit, und
die Natürlichkeit ausstrahlenden Oberflächen sorgen für ein behagliches Ambiente. Als CO2-neutrales-Baumaterial beweist die
Holzbauweise von Schafferer auch in den Bereichen der Nachhaltigkeit und Regionalität ihren unbestrittenen Wert. PR
SCHAFFERERnatürlichMassivHolzHaus
Im SCHAFFERERnatürlichMassivHolzHaus lässt sich Wohngefühl neu erleben. Die angenehme Oberflächentemperatur und die Luftfeuchte regulierende Eigenschaft des SCHAFFERERnatürlichMassivHolzHaus sorgt für besondere Behaglichkeit in den Wohnräumen. Die massive, homogene und schichtenarme diffusionsoffene Bauweise garantiert hohe Wertbeständigkeit und Sicherheit. Besuchen Sie uns in unserem Musterhaus im Energiehauspark in Innsbruck. (Ausfahrt DEZ)
HOLZHAUS
HOLZBAU
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Ein- und Mehrfamilienhäuser
Wohnanlagen, Gewerbe- und Tourismusbauten
die Komplettlösung aus einer Hand
Foto: eli/zweiraum Fotos: kreativstadl.tirol/Schafferer Holzbau GmbH
A-6145 Navis . Außerweg 61b . T +43/(0)52 73/64 34 F +43/(0)5273/64 34 - 40 . info@schafferer.at
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eco.architektur
„Die Architektur besteht aus Traum, Phantasie, Kurven und leeren Räumen.“
erfolgs.geschichten
Mag. Ing. Thomas Bodner (re.) mit Mag. Markus Kals, Firmenkunden Unterland, Hypo Tirol Bank
Dynamisches Bauen mit Perfektion und Zukunft
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© TVB ERSTE FERIENREGION IM ZILLERTAL
OSCAR NIEMEYER, BRASILIANISCHER ARCHITEKT
1913 von Johann Bodner senior gegründet, brilliert die Bodner Unternehmensgruppe heute als eines der führenden österreichischen Bauunternehmen in hundertprozentigem Familienbesitz. Als Johann Bodner senior 1913 in Sillian in Osttirol ein Bauunternehmen gründete, ahnte er noch nicht, was sich aus seinen Initiativen entwickeln würde. Doch als überzeugter Unternehmer folgte er seinen Träumen und klaren Visionen und beschloss im Jahr 1938, den Stammsitz in die Nordtiroler Stadt Kufstein zu verlegen und damit ein größeres Einzugsgebiet zu nutzen. Dank der differenzierten Beteiligungsstrategie hat sich die Bodner-Gruppe vom Baustoffproduzenten über den klassischen Hoch- und Tiefbau zum Generalunternehmer entwickelt. „Bauen heißt für uns Raum schaffen und aufbauen. Aufbauen heißt zuhören, mitdenken, übersetzen und zielführend handeln. In diesem Sinne sind wir Hoch- und Tiefbauspezialist, Generalunternehmer, Bauträger, Projektentwickler, Transportbetonlieferant, Stahlbetonfertigteil-Produzent, Holzbauer, Eisenbiegebetrieb und Bauschuttrecycler“, erklärt Mag. Ing. Thomas Bodner die Philosophie der Unternehmensgruppe, die nach der Akquisition der Firma Dywidag mit fast 3.200 Beschäftigten einen Gruppenumsatz von über 750 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Segment des Hochbaus gilt Bodner als Marktführer in Westösterreich. Die Zentrale befindet sich in Kufstein, weitere Tochterunternehmen und Niederlassungen gibt es in Bayern, der Schweiz und verteilt in Österreich an über 20 verschiedenen Orten. Durch die jüngste Akquisition der Firma Dywidag hat man nun auch ein Standbein in Linz und Wien. „Als Bauunternehmer und Projektentwickler müssen wir auf einen starken Partner in Finanzangelegenheiten bauen“, schätzt Thomas Bodner die Zusammenarbeit mit der Hypo Tirol Bank seit Jahren. PR
WOHLFÜHLARCHITEKTUR Seit 2006 gibt es die 1.700 Quadratmeter große Erlebnistherme Zillertal in Fügen. Vor rund einem Jahr wurde die Modernisierung der Therme beschlossen. Nach der Wettbewerbsausschreibung im Oktober 2019 wurde Mitte Feber in Kooperation mit der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Tirol und Vorarlberg das Siegerprojekt gekürt: Es stammt von einer Arbeitsgemeinschaft aus dem Grazer Büro FIPE ARCHITECTURE ZT KG und dem Vorarlberger Architekten Bernd Spiegel – Spiegel ZT GmbH. Insgesamt wurden elf Projekte eingereicht. Bei dem geplanten Bauvorhaben wird die Therme in ihrem Bestand erweitert, optimiert und modernisiert. Der Hauptfokus liegt auf einer höheren Aufenthaltsqualität, zusätzlichen Angeboten und einer Steigerung der Kapazitäten. Das Ziel ist, höchste Qualität mit Bodenständigkeit zu verbinden. Aufgrund der modularen Bauweise wird es möglich sein, den Thermenbetrieb während der Bauzeit – wenn auch eingeschränkt – aufrechtzuerhalten. Einschränkungen sind wir ja mittlerweile gewohnt.
© TIROLER LANDESMUSEEN
eco.architektur
Rund 120 Grafiken Albrecht Dürers wurden im Sammlungs- und Forschungszentrum in Hall als Dauerleihgabe an die Tiroler Landesmuseen übergeben.
HALLO DÜRER Das Stift Stams besitzt eine beachtliche Sammlung wertvoller Druckgrafiken des Nürnberger Künstlers Albrecht Dürer. Diese sind mehr als 500 Jahre alt und – wie alle Grafiken – besonders lichtempfindlich. Unter anderem deshalb hat das Stift die rund 120 Grafiken an die Tiroler Landesmuseen als Dauerleihgabe übergeben. Im Sammlungs- und Forschungszentrum in Hall können die Werke unter optimalen Bedingungen aufbewahrt, erforscht und gegebenenfalls restauriert werden. „Es ist wichtig, solche Kunstwerke museal aufzubewahren, sie direkt im Depot restauratorisch und wissenschaftlich bearbeiten zu können“, so Dr. Ralf Bormann, Leiter der Grafischen Sammlung der Tiroler Landesmuseen, den die Dauerleihgabe aus Stams besonders freut. „Ohne Albrecht Dürer ist eine Grafische Sammlung nicht vollständig.“ Die Dürer-Grafiken ergänzen die rund 30.000 Objekte der Sammlung, Dürer gesellt sich zu weiteren großen Namen wie Rembrandt und Piazzetta. Bormann hofft auch künftig Dauerleihgaben und Schenkungen durch Sammler und Mäzene zu erhalten, um die Grafische Sammlung weiter zu vervollständigen. Eine öffentliche Präsentation in den Tiroler Landesmuseen der nun übernommenen Dürer-Grafiken ist für 2021 geplant.
EARTH WITHOUT ART IS JUST EH Zugegeben, ganz so wie „in echt“ ist es natürlich nicht, aber auch in Zeiten geschlossener Kunstund Kultureinrichtungen muss man nicht gänzlich darauf verzichten. Google Arts & Culture (https://artsandculture.google.com) ermöglicht quasi virtuelle Rundgänge durch eine Vielzahl an Museen und Ausstellungen auf der ganzen Welt. In Google-Streetview-Manier wandert man durch Orte und Sehenswürdigkeiten, erlebt Kultur in 360°-Videos oder klickt sich durch (hochaufgelöste) Kunstwerke, die auch gleich in kurzen Begleittexten erklärt werden. Toll aufgebaut und mit vielen Infos versehen.
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EINFACH UND UNKOMPLIZIERT
© BLACK HOME GMBH
TIROLER SPARKASSE
Die Tiroler Sparkasse bietet OnlineBezahllösungen speziell für stationäre Kleinund Mittelbetriebe in der Coronakrise.
GOLD IST DAS NEUE SCHWARZ
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ahlreiche Nahversorgungsbetriebe mussten aufgrund der Corona-Pandemie ihre Läden schließen und oft rasch über alternative Geschäftsmodelle nachdenken. Viele verfügen jedoch weder über einen Online-Shop noch über eine digitale Bezahlmöglichkeit. Das können Unternehmer jetzt schnell ändern: In Kooperation mit Global Payments stellt die Tiroler Sparkasse eine einfache Online-Bezahllösung zur Verfügung, die – z.B. bei Hauszustellung – rasch eingesetzt werden kann.
PUSH PAYMENT – SCHNELLE ONLINEZAHLUNG OHNE WEBSHOP
Bei dieser Weblösung meldet sich der Unternehmer via WebApp in seinem Internet-Browser an und erstellt dort einen Bezahl-Link, der dem jeweiligen bestellenden Kunden per E-Mail, SMS oder WhatsApp übermittelt wird. Sobald dieser die Ware bezahlt hat, wird geliefert.
KONTAKTLOS BEZAHLEN MIT MOBILEN POS -TERMINALS
Alternativ können Firmen ein mobiles Bezahlterminal einsetzen, das man bei Lieferung einfach mitbringt. Damit können Bezahlungen hygienisch und sicher auch vor Ort durchgeführt werden, denn sie ermöglichen kontaktloses Zahlen mit Kreditund Debitkarten. Mit diesen schnell und flexibel einsetzbaren Bezahllösungen unterstützt die Tiroler Sparkasse alle regionalen Handelsbetriebe, damit sie ihre Zahlungen sicher und rasch erhalten und dadurch auch prompt liefern können. PR
KONTAKT
Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter sparkasse.at/bargeldlosbezahlen oder telefonisch unter 01/799 10 10 bei Global Payments sowie bei Ihrem Kundenbetreuer in der Tiroler Sparkasse.
Das markante schwarze City-Apartmenthaus am Tivoli-Kreisverkehr in Innsbruck hat glänzenden Zuwachs bekommen. Das B(l)ackhome-Konzept „Wohnen auf Zeit“ wird damit um 24 Betten auf nunmehr 69 ausgebaut. „Die Mietdauer ist so unterschiedlich wie die Gäste, die unsere Blackhomes in Anspruch nehmen – von einer einzelnen Nacht über mehrere Wochen oder Monate bis hin zu einem Jahr und mehr hatten wir die unterschiedlichsten Aufenthaltsdauern dabei. Schon heute verzeichnen wir 40 Prozent Geschäftsreisende, in den nächsten Jahren möchten wir diesen Anteil auf 75 Prozent erhöhen“, sagt Mag. Hubert Vogelsberger, Geschäftsführer der Black Home GmbH. Das Besondere am Blackhome-Angebot ist die Preisstruktur, die speziell Firmenkunden und Geschäftsreisende ansprechen soll, die länger in der Stadt sind: Je länger der Aufenthalt, desto günstiger der Preis pro Übernachtung. Das Stammhaus am Innsbrucker Tivoli-Kreisverkehr galt bei dessen Eröffnung 2016 zunächst als Pilotprojekt mit guter Anbindung an Autobahn und Innenstadt. Schon bald zeigte sich das Potenzial des Wohnkonzepts und es entstanden weitere Standorte in Salzburg und Innsbruck, Anfang des Jahres wurde in unmittelbarer Nachbarschaft des Stammhauses erweitert. DI Karl Fahrner, CEO OFA Group sowie Investor und Gesellschafter Black Home GmbH, zeigt sich mit der Entwicklung des Projektes zufrieden: „2019 erwirtschaftete die Black Home GmbH erstmals mehr als eine Million Euro Umsatz. Nun wurden ca. zwei Millionen Euro in den Bau und die Realisierung des ‚B(l)ackhome Gold‘ und damit in die Erweiterung des Standortes Innsbruck City East investiert.“ Bis 2021 sollen vier weitere B(l)ackhomes entstehen (Graz, Wien und weitere zwei in Innsbruck), Ziel bis 2025: Mindestens ein B(l)ackhome in jedem Bundesland.
Der Tiroler Weg aus der Krise.
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DAS BAD ALS WOHNRAUM Das Badezimmer ist längst nicht mehr ein rein funktionaler Raum. Es ist ein Ort des Wohlfühlens und des Rückzugs. Entsprechend gesamtheitlich gehört er geplant.
FÜRS HIRN
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urden Bäder in der Vergangenheit oftmals nur von der Sanitärseite betrachtet, so braucht es heute eine ganzheitliche innenarchitektonische Herangehensweise. Das Badezimmer ist zum vollwertigen Wohraum geworden, in dem man sich nicht nur wäscht und die Zähne putzt, sondern sich auch gerne länger aufhält. Das Bad als Wohlfühlraum zur entspannten Dusche, als Wellnessoase, um sich ausgehfein zu machen oder sich in aller Ruhe auf den Schlaf vorzubereiten. All diese verschiedenen Funktionen mit ihren unterschiedlichen Ansprüchen zu vereinen, ist eine Herausforderung, die eine vorausschauende und professionelle Planung braucht. agape30 hat sich über die Jahre zu einem Gesamtanbieter entwickelt und gestaltet Ihr Bad individuell nach Ihren Bedürfnissen. Möbel, Wannen, Duschen, Armaturen, Accessoires bis hin zur Lichtplanung … alles fügt sich harmonisch zu einem einheitlichen Gesamtbild.
SPIELZ ist ein junges Holzspielzeug-Label aus Weer und bietet Konstruktions-, Gedächtnis- und Lernspiele aus Holz. „Uns begeistert Spielzeug, mit dem Kinder kreativ sein können, das nicht um die halbe Welt transportiert wird und lange hält, weil es aus dem Naturmaterial Holz ist. Deshalb produzieren wir im handwerklichen Maßstab und verwenden ausschließlich Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, das direkt vor unserer Haustür wächst“, sagen Claudia und Johannes, die das Spielzeug ursprünglich für ihre eigenen Kids entwickelt haben. Wir mögen das Zirben-Memo „Tiere vom Bauernhof“ sehr (26,95 Euro) – auch weil es so herrlich duftet.
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In kaum einem anderen Raum in der Wohnung sind wir näher bei uns selbst als im Bad. Materialien und Oberflächen des Raumes selbst wie jene der Ausstattungselemente sollten deshalb besonders sorgsam ausgewählt werden, um jene Atmosphäre zu erzeugen, die man sich letztlich wünscht und als angenehm empfindet. Der Trend geht dabei klar Richtung Naturmaterialien. Echtleder, Metalloberflächen wie Messing und Bronze oder Naturstein als Möbelfronten machen das Bad wohnlich, sanfte Farbtöne geben zusätzlich Geborgenheit. Auch bei den Armaturenoberflächen dominieren ein mattes Revolver-Grau, Gold, Kupfer oder Bronze. Den Möglichkeiten sind heute kaum Grenzen gesetzt – bis hin zur Tapete selbst im Nassbereich. PR
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WOANDERS WOHNEN
Vor über zehn Jahren begann der Hannoveraner Architekt Jan Hamer besondere Urlaubsdestinationen zu sammeln. Architektur auf Zeit und für die schönste Zeit sozusagen.
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an kann sich durchaus schlimmere Hobbys vorstellen. Jan Hamer reist gerne und er mag anspruchsvolle Architektur. Wo er war und wo es schön war, wollten natürlich auch Freunde, Bekannte, Freunde von Bekannten und Bekannte von Freunden wissen. Also entschloss sich Hamer der Einfachheit halber, seine gesammelten Werke ins Internet zu stellen. Und weil der Herr Architekt kein Mann der halben Dinge ist, professionalisierte er seine Seite, die heute den unprätentiösen Namen urlaubsarchitektur.de trägt. Als URLAUBSARCHITEKUR 2007 gegründet wurde, waren Ferienunterkünfte mit hochwertiger Architektur noch Mangelware, blickt Hamer zurück. Treffsicher die wenigen Perlen zu finden und einem architekturaffinen Reisepublikum vorzustellen, war seinerzeit ein Novum und ein Quantensprung zugleich. Mit rund 30 Unterkünften ist er in sein Projekt gestartet. Mittlerweile ist die Bedeutung von hochwertiger Architektur und gutem Design im Tourismus unumstritten, deshalb besteht die Herausforderung heute eher darin, die spannendsten Projekte auf einem zunehmend unübersichtlichen Markt zu orten. Auch zusätzliche Themen wie Nachhaltigkeit, soziale Verträglichkeit und Authentizität spielen immer wichtigere Rollen. Aktuell umfasst das Netzwerk ca. 500 Ziele: Bed & Breakfasts, Ferienhäuser und familiengeführte Hotels in ganz Europa. „Unsere Webseite übernimmt dabei die Funktion einer Galerie, in der wir schöne, spannende und beispielgebende Unterkünfte für unsere Leser in ein Schaufenster stellen“, so Hamer. Wichtig ist ihm auch der enge Kontakt zu Gastgebern, Gästen und Architekten der Häuser. Sowie, diese Parteien in Kontakt zu bringen. „Gebucht wird immer beim Vermieter, denn den direkten Kontakt zwischen Gast und Gastgeber kann nichts gleichwertig ersetzen. Aus diesem Grund sind wir seit jeher ganz bewusst keine Buchungsplattform.“ Bei der Auswahl der Häuser legt URLAUBSARCHITEKTUR Wert darauf, dass „hochwertig“ nicht immer „high end“ bedeuten muss. Die Auswahl der Empfehlungen umfasst daher neben spektakulären, durchaus exklusiven Zielen auch eine breite Auswahl an Häusern, für die man nicht so tief in die Tasche greifen muss. Viele Partnerhäuser liegen dabei in eher ländlichen Regionen. Dort hochwertige Gastgeberkultur und -architekturen verortet zu wissen, erachtet URLAUBSARCHITEKTUR als kleine, wertvolle Schritte in Richtung zukunftsweisender Reiseangebote – mit mehr Weitsichtigkeit und Sinnhaftigkeit. Manche Urlaubsarchitekturen liegen gar in Gegenden, die bislang gar
nicht entdeckt oder noch nicht wiederentdeckt worden sind. Wieder andere Partnerhäuser liegen in bereits gut erschlossenen Urlaubsregionen. Aber selbst dort herrscht vielerorts noch ein Mangel an hochwertiger Architektur, zumindest in der Summe. Ziel sollte es sein, einen Tourismus zu fördern, mit dem Einwohner, Gäste und Natur dauerhaft gut auskommen können. Deswegen hat URLAUBSARCHITEKTUR in Metropolen oder an den touristischen Hotspots oft keine Partnerhäuser. Und wenn doch, dann weil klar ist, dass sich hier Gäste und Gastgeber mit wahrhaftigem Interesse, auf Augenhöhe und mit entsprechendem Bewusstsein begegnen. urlaubsarchitektur.de ist eine wahre Schatzkiste für architekturinteressierte Urlauber geworden – für Einsiedler und Gruppen, Paare und Familien. Und weil’s gar so schön ist, gibt’s seit 2010 jährlich einen Auszug auch in Printform. Außerdem finden sich auf der Homepage über 50 Projekte in Österreich – unter anderem sieben in Tirol. Die drei Vertreter aus dem aktuellen URLAUBSARCHITEKTUR-Buch 2020 haben wir hier für Sie. Übrigens ist auch eine schöne Auswahl an Unterkünften in Südtirol dabei – als Inspiration für den nächsten Kurzurlaub, wenn’s denn wieder erlaubt ist. Eine kleine Belohnung nach diesen Wochen und Monaten haben wir uns alle definitiv verdient!
HÄUSER UND MENSCHEN Edition URLAUBSARCHITEKTUR, Herausgeber: Jan Hamer, EUR 42,50 Buch Häuser: 252 Seiten / Magazin Menschen: 64 Seiten
Die Plattform URLAUBSARCHITEKTUR präsentiert seit 2010 wunderbare, ausgewählte Domizile jährlich auch in Buchform. So auch heuer. Das erste Mal werden dabei auch die Menschen hinter den Fassaden vorgestellt. In Ausgabe #1 des beiliegenden, 64-seitigen Magazins rücken die Visionäre hinter den Projekten in den Vordergrund, vom kroatischen „Hausflüsterer“ bis hin zur genossenschaftlichen „Schwarmintelligenz“ an der Müritz. Ein wunderbares Buch – nicht nur für Architekturliebhaber. www.urlaubsarchitektur.de
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eco.architektur
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T U R M H AU S T I R O L ZELL AM ZILLER
Am höchsten Punkt eines steilen Hanggrundstücks thront auf 1.262 Metern das Turmhaus Tirol. Der Bau mit dem flach geneigten Satteldach und der geflammten Holzfassade interpretiert die traditionellen Elemente der umliegenden Höfe in moderner Manier. In Inneren entpuppt sich das Haus als luxuriöses Hideaway mit mondänem Charakter und perfektem Mix aus Reduktion und Raffinesse. Das Turmhaus schenkt seinen Gästen dabei dreierlei: exklusives Hüttenfeeling, grandiose Ausblicke und das vage, aber angenehm aufregende Gefühl, in einer entlegenen James-Bond-Location gelandet zu sein. Ferienhaus für bis zu 8 Personen Design: Holzrausch Planung GmbH, München in Zusammenarbeit mit Grünecker Reichelt Architekten, München Fertigstellung: 2018
© ADOLF BEREUTER
eco.architektur
SCHNEPFEGG 52 B R E G E N Z E R WA L D
Das Bergmassiv der Kanisfluh zählt zu den eindrucksvollsten Szenarien Vorarlbergs. Einen grandiosen Logenplatz mit Blick auf den Bergriesen hat man im Schnepfegg 52, einem Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert, das auf 950 Metern Höhe an der Passstraße zwischen Schnepfau und Bizau andächtig die Aussicht genießt. www.schnepfegg52.at
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Ferienhaus für 8 bis 9 Personen Design: Oskar Leo Kaufmann, Dornbirn Fertigstellung: 2018
Das Qualitätsprodukt ist die Voraussetzung für ein gutes Handwerk! BAU M AN N U N D STARK O E G
FLIESENLEGER-MEISTERBETRIEB
IBK/NEU-RUM
Tel. 05 12/26 41 05
Kaplanstraße 6 · 50 Meter neben Metro
oliver@abc-fliesen.at
www.abc-fliesen.at
eco.architektur
126 W E I N G A R T E N H AU S S AU S A L SÜDSTEIERMARK
Malerisch auf einem Hügel in der Nähe von Graz oberhalb der Weinberge liegt das Weingartenhaus Sausal. Architekturaffine Paare, Weinliebhaber und Ruhesuchende finden hier inmitten der Sausaler Weinstraße ein Plätzchen zum Träumen und Genießen. Wir waren selbst schon in einem Winzerhäuschen von Pures Leben zu Gast und können es auch persönlich guten Gewissens empfehlen. www.puresleben.at
© GÜNTER STANDL
Ferienhaus für 2 bis 3 Personen Design: Ernst Giselbrecht + Partner, Graz (Architektur) Johann Heil, Neue Wiener Werkstätte, und Dietmar Silly, Oberhaag (Innenarchitektur) Fertigstellung: 2017
ENNEMOSER
50 JAHRE QUALITÄT, INNOVATIONEN UND SERVICE
Rollläden sehen dekorativ und elegant aus, sind wärmedämmend, einbruchhemmend und ermöglichen neben Lichtregulierung auch zusätzliche Annehmlichkeiten wie Sicht-, Sonnenund Unwetterschutz.
© KE OUTDOORDESIGN
Ennemoser Sonnenund Wetterschutzanlagen feiert sein Jubiläum.
Raffstores haben Lamellen, die sich durch eine hohe Stabilität auszeichnen. Führungsschienen fixieren die Lamellen und gewährleisten eine sehr gute Windbeständigkeit.
Markisen erzeugen nicht nur den perfekten Schatten, sondern verleihen Terrassen auch ein elegantes, mediterranes Flair. Outdoor Living: Durch zusätzliche Anbringung von Sonnenschutz oder Glaselementen wird aus dem Terrassendach ein geschlossener Raum. Somit ist man gegen Wind und Regen geschützt.
M
oderne Sonnen- und Wetterschutzanlagen wie Markisen, Rollläden, Raffstores und Co ermöglichen die individuelle Regulierung von Licht und Schatten. Zugleich schützen diese Produkte aber auch vor neugierigen Blicken, sie verfügen zum Teil über sehr gute Dämmeigenschaften und setzen durch die Vielfalt an Modellen und Farben als architektonisches Gestaltungselement markante Akzente im Innen- und Außenbereich. Unser Produktprogramm hat für jede Anforderung die optimale Lösung.
„ Z U V E R L Ä S S I G K E I T U N D H O H E S FA C H L I C H E S S O W I E H A N D W E R K L I C H E S KÖ N N E N G E PA A R T M I T I N N O VAT I O N S B E R E I T S C H A F T S I N D F Ü R U N S D I E G R U N D L A G E N U N S E R E S E R F O L G S .“ FIRMENEIGENTÜMER REMO ENNEMOSER
QUALITÄT BEI BERATUNG, PLANUNG UND MONTAGE
INNOVATIVE LÖSUNGEN MIT MEHRWERT
Zufriedene Kunden sind die Firmenphilosophie der Firma Ennemoser. Das bedeutet freundliche Beratung und individuelle Planung durch erfahrene Kundenberater und viel Zeit für Gespräche über Wünsche und Anliegen der Kunden. Fachmännische und sorgfältige Montage gehört ebenso zum hohen Qualitätsanspruch der Firma Ennemoser wie das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis.
Große Erwartungen setzt man bei Ennemoser in die Smart-Home-Technologie und deren Vorteile wie Klimaschutz, Komfort, Sicherheit und Raumklima. Auch der neue Produktbereich Outdoor Living erfreut sich bei Kunden immer größerer Beliebtheit. Dabei handelt es sich um spezielle windstabile Terrassenüberdachungen oder eigenständige, einem Wohnraum ähnelnde Konstruktionen. PR
ENNEMOSER SONNEN - UND WETTERSCHUTZANLAGEN Haller Straße 125a 6020 Innsbruck Tel.: 0512/58 88 28 firma@ennemoser-sonnenschutz.at
www.ennemoser-sonnenschutz.at
eco.architektur
ZUM BLÄTTERN Schönes zum Anschauen, Schmökern und Sich-inspirieren-Lassen.
AT L A S D E R W E LT W U N D E R MICHAL GASZYNSKI, KOSMOS VERLAG, 144 SEITEN, EUR 30,90
Z A H A H A DI D. C OM P L E T E WOR K S P H I L I P J O D I D I O , TA S C H E N V E R L A G , 672 SEITEN, EUR 50,00
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Sie war eine der ganz Großen der weltweiten Architekturszene und hat sich mit der Hungerburgbahn auch in Innsbruck verewigt. Der wunderbare TASCHEN Verlag widmet Zaha Hadid eine (aktualisierte) Monografie und zeigt darin sämtliche Werke der ersten Architektin, die jemals den Pritzker-Preis erhielt. Veranschaulicht werden ihre Projekte mit tollen Fotografien, weiterführenden Texten und Hadids eigenen Zeichnungen. Und weil es eine stattliche Anzahl an Projekten war, die sie zeit ihres Lebens umgesetzt hat, wiegt das Buch auch 3,25 Kilo.
Die Menschen der Antike kannten sieben Weltwunder, heute ist die Welt voller großartiger Orte und Bauwerke. „Seit Jahrtausenden errichtet die Menschheit architektonische Wunderwerke“, schreibt Michal Gaszynski im Vorwort und stellt in diesem Buch 50 davon vor. Dargestellt werden sie anhand übersichtlicher Infoboxen, Piktogramme und 3-D-Grafiken und es werden Fragen geklärt, die man sich bis dato selbst vielleicht noch gar nicht gestellt hat. Optisch, haptisch und inhaltlich gelungen!
SELBERMACHEN In wunderbaren Fotobüchern zu blättern, holt einen immer ein bisschen weg vom Alltag – ganz besonders dann, wenn man sie selbst gestaltet hat und damit schöne Erinnerungen verbindet. In Zeiten, die man vornehmlich in seinen eigenen vier Wänden verbringt und die nicht gerade dazu angetan sind, neue Erlebnisse zu schaffen, kramt man gerne wieder Fotos von Vergangenem hervor. Früher hat man die erinnerungswürdigsten Fotos ja in Alben geklebt, heute hat man eine Vielzahl davon digital am Smartphone, dem Computer oder in der Cloud. Dabei war das Foto-Einkleben selbst schon immer ein Erlebnis. Heute gibt’s dafür Fotobücher, für deren Gestaltung man gerade jetzt Zeit hat – mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass man ein bisschen davon träumen kann, dem eigenen Leben bald wieder neue spannende Kapitel hinzufügen zu können. Gemeinsam Fotos auswählen, sie sortieren und anordnen, mit Texten versehen … wir machen das gerne mit einem CEWE Fotobuch, weil das richtig einfach und unkompliziert funktioniert. Die Gestaltung mit der Bestellsoftware kann sowohl komplett frei als auch mit Hilfe der komfortablen Assistenzfunktion erfolgen.
Infos unter www.cewe-fotobuch.at
M Y G R E E N H OM E CHRISTINE WEIDENWEBER, JANA WISCHNEWSKI-KOLBE, ANNE PETER, KNESEBECK VERLAG, 224 SEITEN,EUR 26,00
Ja, zugegeben: Der Begriff Nachhaltigkeit ist irgendwie gar nicht mehr so sexy, dieser Ratgeber zeigt jedoch – auch auf optisch ansprechende Weise –, wie man das eigene Leben ein bisschen achtsamer verbringen kann, und Tipps für die Bereiche Haushalt, Küche, Wohnen, Badezimmer und den Alltag. Manchmal sind es nur ganz kleine Dinge, die zusammen letztlich doch Großes bewirken. Probieren Sie’s aus.
M E I N O P E N-A I R-W O H N Z I M M E R CHRISTINA SETZER, GU VERLAG, 176 SEITEN, EUR 19,99
Nicht jeder hat einen Garten, doch auch Balkone können zu richtigen Outdoor-Wohlfühlzonen werden. Mit geschickter Planung entsteht aus jedem Balkon ein Ort der Ruhe und Entspannung, der seinem großen Verwandten um nichts nachsteht. Balkongestalterin Christina Setzer hilft dabei und zeigt anhand vieler Beispiele, wie es gehen kann. Gemütlichkeit ist nicht zwingend abhängig von viel Platz.
© ULLA SCHERZER
Landtmann Das Bootshaus in Wien: Die weiße Holzvertäfelung reicht bis in den offenen Dachstuhl.
© DERENKO INTERIOR DESIGN
Liebesbier in Bayreuth: neue Maßstäbe für zukunftsweisende Biergastronomie
I M M O T I O N E N proudly presented by
Who else?
DIE SCHÖNSTEN R E S TAU R A N T S & B A R S F R A N Z I S K A H O R N , C A L LW E Y V E R L A G , 248 SEITEN, EUR 59,95
Wir sind ja generell bekennende Fans der Bücher aus dem Callwey Verlag, weil wir von ihnen noch nie enttäuscht wurden. Die sind einfach immer spektakulär schön. Dieses hier schließt an unsere Bewunderung nahtlos an und vor allem weil wir aktuell nicht ausgehen können und schon gar nicht in andere Länder reisen, mögen wir „Die schönsten Restaurants & Bars“ gerade besonders. 44 herausragende Interior-Design-Konzepte, sorgfältig ausgewählt von einer hochkarätigen Jury und in vielerlei Hinsicht perfekt in Szene gesetzt.
Exklusives Baugrundstück in Bestlage ARZL, Bauland ca. 1.000 m², Freiland ca. 200 m², offene Bauweise, 3 Vollgeschosse, Baumassendichte 2,3, KP 900.000 Euro
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Idyllische Familienresidenz NÄHE KITZBÜHEL, Grundfläche ca. 550 m², Wohnnutzfläche ca. 200 m², Baujahr 2000, UG / EG / 1. OG, Terrasse, Garten, Einliegerwohnung, Garage für 2 Autos, 4 AAP, Energieausweis in Arbeit, KP 995.000 Euro
T R AU M H A F T E H ÄU S E R IN DEN ALPEN A N D R E A S K . V E T T E R , C A L LW E Y V E R L A G , 192 SEITEN, EUR 59,95
Alpenchic ist vielfach in Verruf geraten, weil ihn so mancher Hotelier bis zum Exzess trieb und alles ein wenig aufgesetzt wirkt. Doch es geht auch anders, wie dieses Buch zeigt. Darin finden sich 30 exemplarische Einfamilienhäuser aus Österreich, Deutschland, Italien, Liechtenstein und der Schweiz – dargestellt mit klaren Fakten, aber auch ganz viel Emotion. Entstanden ist ein opulenter Bildband mit zahlreichen Infos zu den wirklich sehr unterschiedlichen Projekten.
Büro / Geschäftslokal / Werkstatt INNSBRUCK-KRANEBITTEN, Frequenzlage, Nähe Autobahn, Nutzfläche ca. 53,3 m², Baujahr 1987, HWB 100,2 kWh/m² a, KP 150.000 Euro
IMMOBILIENMANAGEMENT JENEWEIN GmbH Eduard-Bodem-Gasse 8, 6020 Innsbruck Tel.: 0512-26 82 82 E-Mail: office@immobilien-jenewein.at www.immobilien-jenewein.at
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Koch-Nachschub Während der Quarantäne hatten wir mal so richtig Zeit, jeden Winkel unserer Wohnung auszunutzen. Und viele haben das Selberkochen für sich (wieder)entdeckt. Falls jetzt alle Kochbücher leergelesen und ausprobiert sind: hier ein bisschen Nachschub.
„Und weil der Mensch ein Mensch ist, drum will er was zu essen.“ BERTOLD BRECHT
ECHT POLETTO Cornelia Poletto, GU Verlag, 192 Seiten, EUR 19,99 (TV-)Spitzenköchin Cornelia Poletto ist nicht nur sympathisch, sie kocht auch richtig gut und gibt in diesem Buch ein Stück ihres Wissens weiter. Gekocht und gegessen wird mit den Jahreszeiten, dazu verrät sie ihre ganz persönlichen Favoriten … und nützliche Küchengeheimnisse.
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GESCHMACKSSACHE Roland Essl, Verlag Anton Pustet, 256 Seiten, EUR 24,00
BROT BACKEN DAS GOLDENE VON GU, GU VERLAG, 352 SEITEN, EUR 20,00
Sein Brot selbst zu backen ist seit einiger Zeit wieder richtig im Trend und das finden wir schön. Denn in Wahrheit braucht es kulinarisch oft gar nicht mehr. Edel verpackt finden sich in diesem Buch rund 200 Rezepte und jede Menge Teig-Grundrezepte, BackKnow-how und Tipps und Tricks für das perfekte Knusperbrot – von klassisch bis modern. Dazu gibt’s ein paar Rezeptempfehlungen, was man mit Brot machen kann, außer es pur zu essen. Dringende Empfehlung!
Der Salzburger Haubenkoch ist schon sein ganzes Kochleben lang auf der Suche nach besonderen Gerichten unserer alpinen Heimat. Rund 300 Rezepte hat er für dieses Buch zusammengesammelt, vom Spargelomelett bis zum Kokosbusserl – bodenständig präsentiert.
MEAL PREP FÜR MAMIS L A U R A O S WA L D & L E N A M E R Z GU VERLAG, 160 SEITEN, EUR 19,99
15 - MINUTEN - KÜCHE Martin Kintrup, GU Verlag, 144 Seiten, EUR 16,99 Manchmal hat man wenig Zeit oder schlichtweg keine Muße, um sich lange hinterm Herd aufzuhalten. Frisch kann man trotzdem kochen. Die Gerichte im Buch hat man in nur einer Viertelstunde gekocht, teilweise wird auch Übriggebliebenes vom Vortag aufgehübscht.
Für Kids zu kochen, ist manchmal eine echte Herausforderung. Und wenn man noch dazu nicht viel Zeit hat, wird’s noch kniffliger. Meal Prep ist die Zauberformel. Das heißt, ein Tag pro Woche wird zum Kochtag und Kühlschrank und Tiefkühltruhe werden gefüllt. Vom Inhalt zehrt man dann den Rest der Woche. Bei GU gibt’s eine eigene Meal-Prep-Serie, unter anderem auch für Mamis.
Fliesen Keramik Mosaik Naturstein
Jenewein Gesellschaft m.b.H Fliesen- und Natursteinverlegung Gewerbepark 15, 6460 Imst, +43 (0)54 12/66 8 13 Trientlgasse 41, 6020 Innsbruck, +43 (0)512/89 02 91 www.jenewein-iesen.com
DER CHARME VON FRÜHER. DER LUXUS VON MORGEN. STADTPALAIS IM SAGGEN
14 exklusive Einheiten 47 – 120 m2 Wohnfläche Große Terrassen Raumhöhen 2,50 bis 4 m
Fertigstellung Herbst 2020 Verkauf direkt vom Bauträger Tel: +43 512 5355-0
Erzherzog-Eugen-Straße Nr. 3, 6020 Innsbruck
www.boe.at